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YOC AG Annual Report (ESEF) 2022

May 2, 2023

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YOC AG

Geschäftsentwicklung des YOC-Konzerns

Entwicklung der Ertragslage des YOC-Konzerns

Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage des YOC-Konzerns

Prognosebericht des YOC-Konzerns

Entwicklung der Ertragslage der YOC AG

Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage der YOC AG

Prognosebericht der YOC AG

Chancen- und Risikobericht

Kontroll- und Risikomanagementbericht zum Rechnungslegungsprozess

Angaben zu den Aktien sowie erläuternder Bericht des Vorstands

Erklärung zur Unternehmensführung

Die YOC AG entwickelt Technologien und Software für den digitalen Werbemarkt. Mit Hilfe unserer programmatischen Handelsplattform VIS.X® sowie über Drittplattformen ermöglichen wir ein optimiertes Werbeerlebnis für Werbetreibende, Publisher und Nutzer des Internets sowie mobiler Applikationen. Die YOC AG ist als einer der Pioniere des Mobile Advertising seit 2001 auf dem Markt und wird seit 2009 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Berlin. Weitere Niederlassungen betreibt das Unternehmen in Düsseldorf, Hamburg, Wien, Warschau und Zürich.

Die YOC AG hatte am 26. Januar 2022 die hundertprozentige Übernahme der Gesellschaftsanteile der in Zürich, Schweiz, ansässigen theINDUSTRY AG bekannt gegeben. Mit Abschluss dieser Akquisition ist die YOC AG nunmehr in der kompletten DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) vertreten. Die Integration in den YOC-Konzern bietet beiden Unternehmen das Potenzial, schnelleres und nachhaltiges Wachstum zu generieren und entsprechende Synergien zu realisieren. Der Kaufpreis in Höhe von insgesamt 0,4 Mio. EUR ist vollständig aus dem laufenden Cash-Flow der YOC AG finanziert worden. Im Zuge dieser Unternehmenstransaktion erfolgte die Bilanzierung von Aktiva in Höhe von 0,4 Mio. EUR sowie Passiva in Höhe von 0,6 Mio. EUR der theINDUSTRY AG in den Konzernabschluss der YOC AG. Parallel dazu erfolgte im März 2022 die handelsrechtliche Umfirmierung der Gesellschaft auf den Namen YOC Switzerland AG.

Die YOC AG steigerte im Geschäftsjahr 2022 ihre Umsatzerlöse auf Konzernebene um 24 % auf 23,4 Mio. EUR (2021: 18,8 Mio. EUR). Alle Märkte, in denen der YOC-Konzern tätig ist, verzeichneten einen deutlichen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die deutschen Geschäftsaktivitäten wuchsen um 19 % (2021: 14 %). Unter Berücksichtigung der hohen Marktdurchdringung konnte das Geschäftsvolumen im österreichischen Markt um weitere 8 % (2021: 22 %) gesteigert werden. Die polnische Tochtergesellschaft steuerte Umsatzerlöse in Höhe von 2,1 Mio. EUR (2021: 1,4 Mio. EUR) bei – dies entspricht einem Umsatzwachstum in Höhe von rund 50 % im Vergleich zum Vorjahreszeitrum. Der Umsatzbeitrag der im Geschäftsjahr 2022 erstmalig konsolidierten YOC Switzerland AG trug mit insgesamt 1,3 Mio. EUR zum Konzernumsatz bei.

Zu dieser Entwicklung trug insbesondere die unternehmenseigene Technologieplattform VIS.X® bei. Die Handelsplattform VIS.X® ermöglicht den programmatischen (automatisierten) Handel der Werbeprodukte von YOC und positioniert die Gesellschaft als Anbieter von Werbetechnologie (Ad Technology). Analog zu dieser Entwicklung nahm der Umsatzanteil der eigenentwickelten Ad Tech- Produkte weiter zu. Parallel zur Steigerung des Transaktionsvolumens der Gesellschaft, das mittlerweile nahezu vollständig über die Technologieplattform VIS.X® abgewickelt wird, entwickelte sich die Fixkostenstruktur unterproportional im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Die Rohertragsquote der Gesellschaft konnte auf ein Niveau in Höhe von nunmehr 45 % (2021: 43 %) gesteigert werden. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2022 um 25 % und belief sich somit auf 3,5 Mio. EUR (2021: 2,8 Mio. EUR). Darüber hinaus trug die Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2021: 0,3 Mio. EUR) positiv zum Konzernperiodenergebnis bei. Im Ergebnis resultiert ein Konzernperiodenergebnis in Höhe von 2,3 Mio. EUR (2021: 2,1 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2021 resultierte aus der Entkonsolidierung der ehemaligen Tochtergesellschaft YOC Spain S.L. ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2022: 0,0 Mio. EUR). Bereinigt um diesen Vorjahreseffekt erhöhte die Gesellschaft ihre Profitabilität um 21 %. In Konsequenz dieser Unternehmensentwicklung konnte das Konzerneigenkapital weiter gesteigert werden und valutierte zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 1,7 Mio. EUR (31. Dezember 2021: -0,6 Mio. EUR).

2022-12-31 2021-12-31
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Umsatzentwicklung und Gesamtleistung

Im Geschäftsjahr 2022 verzeichnete der Konzern ein Umsatzwachstum in Höhe von 24 % auf 23,4 Mio. EUR (2021: 18,8 Mio. EUR). Die Gesamtleistung des Konzerns liegt mit 24,5 Mio. EUR um 4,6 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (2021: 19,9 Mio. EUR).

Umsatz nach Regionen

Im Geschäftsjahr 2022 stiegen die Umsätze im deutschen Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 % auf 13,4 Mio. EUR (2021: 11,3 Mio. EUR) an. In Österreich konnten die Umsatzerlöse um 8 % auf 6,6 Mio. EUR (2021: 6,1 Mio. EUR) gesteigert werden. Die Umsatzerlöse in Polen in Höhe von 2,1 Mio. EUR (2021: 1,4 Mio. EUR) konnten im Vergleich zum Vorjahr um 50 % gesteigert werden. Die im Geschäftsjahr 2022 erstmalig konsolidierte YOC Switzerland AG trug mit insgesamt 1,3 Mio. EUR zum Konzernumsatz bei. Die prozentualen Umsatzanteile je Region stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

Region 2022 2021
Deutschland 57% 60%
Österreich 28% 32%
Polen 9% 7%
Schweiz 6% 0%

Rohertrag

Aufgrund des weiter angestiegenen Umsatzanteils der Technologieplattform VIS.X® sowie der damit verbundenen optimierten Einkaufsmöglichkeit von Werbeinventar der Publisher-Partner über Header Bidding (Technologie im Programmatic Advertising, die das automatische Handeln von digitalen Werbeflächen steuert) konnte die Rohertragsquote in der Berichtsperiode auf nunmehr 45 % (2021: 43 %) erhöht werden. Im Rahmen der Entwicklung der vergangenen Jahre, die durch eine zunehmende Fokussierung auf unsere Technologie sowie die YOC-Werbeproduktlinien geprägt war, verbesserte sich die Rohertragsquote der Gesellschaft kontinuierlich. Die weitere Zunahme der Rohertragsquote stellt einen wichtigen Baustein zur Skalierung und damit zur weiteren positiven Unternehmensentwicklung dar.

Personalaufwand und Personalentwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 konnte der YOC-Konzern Leistungsträger an das Unternehmen binden sowie neue qualifizierte Mitarbeiter für Schlüsselpositionen gewinnen. Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte der Konzern 72 Mitarbeiter (31. Dezember 2021: 56 Mitarbeiter). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl belief sich auf 65 Mitarbeiter (2021: 57 Mitarbeiter).Mitarbeiter in Teilzeit werden auf Vollzeitkräfte umgerechnet. Auszubildene, Praktikanten sowie Vorstandsmitglieder werden für die Ermittlung nicht berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2022 betrug der Personalaufwand insgesamt 5,6 Mio. EUR (2021: 4,6 Mio. EUR). Die erstmalige Konsolidierung der YOC Switzerland AG indizierte einen Anstieg des Personalaufwands in Höhe von 0,7 Mio. EUR und trug somit hauptsächlich zum Gesamtanstieg der Personalaufwendungen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. EUR bei.

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2,5 Mio. EUR (2021: 1,7 Mio. EUR). Zu dieser Entwicklung trugen im Wesentlichen die erstmalige Konsolidierung der YOC Switzerland AG, gestiegene Aufwendungen für Marketing sowie Beratungsdienstleistungen bei.

EBITDA
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2022 um 25 % und belief sich auf 3,5 Mio. EUR (2021: 2,8 Mio. EUR). Dabei steuerte die YOC Switzerland keinen wesentlichen Anteil zum Konzern EBITDA bei. Somit setzte sich auch im Geschäftsjahr 2022 die Profitabilitätssteigerung der Gesellschaft fort.

Ergebnis nach Steuern
Im Geschäftsjahr 2022 verzeichnete der YOC-Konzern planmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (2021: 0,8 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zunahme planmäßiger Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen. Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und betrug -39 TEUR (2021: -151 TEUR). Die laufenden Steuern summierten sich auf 0,4 Mio. EUR (2021: 0,3 Mio. EUR). Gegenläufig wirkte sich die Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2021: 0,3 Mio. EUR) aus. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich somit insgesamt auf -46 TEUR (2021: +7 TEUR) Das Ergebnis nach Steuern beträgt 2,3 Mio. EUR (2021: 1,9 Mio. EUR). Dies entspricht einer Steigerung der Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr um 21 %.

Ergebnis nach Steuern nicht fortgeführter Geschäftsbereich
Im Vorjahreszeitraum resultierte aus der Entkonsolidierung der ehemaligen Tochtergesellschaft YOC Spain S.L. ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2022: 0,0 Mio. EUR).

Konzernperiodenergebnis des YOC-Konzerns
Das Geschäftsjahr 2022 beendet der YOC-Konzern in Summe der dargestellten Effekte mit einem Konzernperiodenergebnis in Höhe von 2,3 Mio. EUR (2021: 2,1 Mio. EUR).

4 Langfristige Vermögenswerte

Zum Bilanzstichtag betrugen die langfristigen Vermögenswerte 4,2 Mio. EUR (2021: 2,9 Mio. EUR). Im Posten der immateriellen Vermögenswerte wurden Eigenentwicklungen von Software in Höhe von 1,0 Mio. EUR (2021: 0,8 Mio. EUR) aktiviert. Davon entfallen 0,6 Mio. EUR (2021: 0,6 Mio. EUR) auf aktivierte Eigenleistungen und weitere 0,4 Mio. EUR (2021: 0,2 Mio. EUR) auf extern bezogene beziehungsweise beauftragte Entwicklungsleistungen. Dabei handelt es sich primär um Investitionen in die Erweiterung des Funktionsumfangs der Technologieplattform VIS.X® sowie zur Entwicklung des VIS.X® Software Development Kit (SDK). Neben den aktivierten Eigenleistungen entfielen weitere 0,1 Mio. EUR (2021: 0,2 Mio. EUR) auf nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten. Insgesamt valutierten die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 2,2 Mio. EUR (2021: 1,8 Mio. EUR). Die Sachanlagen stiegen um 0,1 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR (2021: 0,1 Mio. EUR) an. Die Nutzungsrechte aus Leasing gemäß IFRS 16 valutierten mit 0,5 Mio. EUR (2021: 0,7 Mio. EUR). Geschäfts- oder Firmenwerte valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe von 0,6 Mio. EUR (2021: 0,0 Mio. EUR) und resultieren aus der Übernahme der YOC Switzerland AG Ende Januar 2022. Die aktiven latenten Steuern betrugen zum Bilanzstichtag 0,7 Mio. EUR (2021: 0,3 Mio. EUR) und entfallen auf steuerliche Verlustvorträge. Die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von insgesamt 1,1 Mio. EUR (2021: 0,8 Mio. EUR) wirkten sich gegenläufig auf die Höhe der langfristigen Vermögenswerte aus.

Kurzfristige Vermögenswerte

Zum Bilanzstichtag valutierten die kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns in Höhe von 7,4 Mio. EUR (2021: 7,0 Mio. EUR) und basiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 0,4 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR (2021: 5,1 Mio. EUR). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen basiert auf den stetig ansteigenden programmatischen Umsatzanteilen, welche längere Zahlungsziele aufweisen. Die typischen Zahlungsziele der Gesellschaft mit Direktkunden liegen zwischen 7 und 30 Tagen. Die Zahlungsziele für programmatische Umsätze über die Technologieplattform VIS.X®, die mit Drittplattformen (unter anderem Google, The Trade Desk und Xandr) erzielt werden, haben mit bis zu 90 Tagen deutlich längere vertragliche Zahlungsziele. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 0,2 Mio. EUR (2021: 0,2 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2022 betrugen die liquiden Mittel des YOC-Konzerns 1,7 Mio. EUR (2021: 1,8 Mio. EUR).

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2022 beträgt das Eigenkapital des YOC-Konzerns 1,7 Mio. EUR (2021: -0,6 Mio. EUR). Die deutliche Steigerung um 2,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr basiert auf dem Konzernperiodenergebnis.

Das Grundkapital der Gesellschaft und die Gesamtzahl der Stimmrechte der YOC AG beliefen sich unverändert zum Vorjahr auf insgesamt 3.476.478 Aktien beziehungsweise Stimmrechte. Die Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 1 TEUR (2021: 8 TEUR) resultieren aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in Polen sowie in der Schweiz.

Langfristige Schulden

Zum Bilanzstichtag valutierten die langfristigen Schulden der Gesellschaft mit 0,9 Mio. EUR (2021: 0,8 Mio. EUR).

Kurzfristige Schulden

Im Geschäftsjahr 2022 sanken die kurzfristigen Schulden um 0,7 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR (2021: 9,7 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der der Tilgung von Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 0,1 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR (2021: 2,9 Mio. EUR). Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 4,6 Mio. EUR (2021: 5,3 Mio. EUR) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus noch nicht erhaltenen Eingangsrechnungen. Die Verbindlichkeiten aus noch nicht erhaltenen Eingangsrechnungen enthalten vor allem Verbindlichkeiten für Agenturrückvergütungen in Höhe von 2,7 Mio. EUR (2021: 3,0 Mio. EUR). Der Abschluss von Agenturverträgen und den damit verbundenen Agenturrückvergütungen sind für das Geschäftsmodell von besonderer Bedeutung. Diese stellen eine Art jährliches Minimumeinkaufsvolumen mit den jeweiligen Mediaagenturpartnern dar. Im Gegenzug erhalten diese eine vertraglich vereinbarte Rückvergütung. Zum 31. Dezember 2022 betragen die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, Leasing, sonstigen Verbindlichkeiten sowie Steuerschulden 1,3 Mio. EUR (2021: 1,5 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,1 Mio. EUR beinhalten ein zinsfreies Darlehen, welches die YOC Switzerland AG im Rahmen der Corona Pandemie im März 2020 aufgenommen hatte.

5 Cash-Flow

Zum Bilanzstichtag beliefen sich die liquiden Mittel des YOC-Konzerns auf 1,7 Mio. EUR und reduzierten sich somit um 0,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2021: 1,8 Mio. EUR).

Operativer Cash-Flow

Die Ermittlung des operativen Cash-Flows erfolgt nach der indirekten Methode. Ausgangspunkt für die Ermittlung ist das Konzernperiodenergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 2,3 Mio. EUR (2021: 2,1 Mio. EUR). Im Berichtsjahr 2022 betrug der operative Cash-Flow des YOC-Konzerns 2,5 Mio. EUR (2021: 2,7 Mio. EUR). Dieser resultierte, neben dem Konzernperiodenergebnis, aus der geschäftsbedingten Veränderung des Working Capital, gezahlten Steuern sowie zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen.

Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten in Höhe von insgesamt 1,4 Mio. EUR (2021: 1,1 Mio. EUR) umfasst primär die aktivierungsfähigen internen Entwicklungskosten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Technologieplattform VIS.X® sowie der Produktpalette an Werbeformaten des Unternehmens in Höhe von 1,0 Mio. EUR sowie externe Entwicklungskosten in Höhe von weiteren 0,1 Mio. EUR. Darüber hinaus entfielen 0,3 Mio. EUR auf die Akquisition der YOC Switzerland AG.

Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von -1,1 Mio. EUR (2021: -0,7 Mio. EUR) resultiert aus der Tilgung von Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten.

Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Konzentration unserer Aktivitäten auf unsere Handelsplattform VIS.X® sowie die Erweiterung unseres Produktangebots führte zu einem steigenden Geschäftsvolumen des YOC-Konzerns. Im Ergebnis steigerte der YOC-Konzern im Geschäftsjahr 2022 die Umsatzerlöse auf Konzernebene um rund 24 % auf 23,4 Mio. EUR (2021: 18,8 Mio. EUR). Parallel zu dieser Entwicklung steigerte der YOC-Konzern das operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 25 % auf 3,5 Mio. EUR (2021: 2,8 Mio. EUR). Die Berichtsperiode beendete der Konzern in Summe mit einem Konzernperiodenergebnis in Höhe von 2,3 Mio. EUR (2021: 2,1 Mio. EUR). In Konsequenz dieser Unternehmensentwicklung konnte das Konzerneigenkapital weiter gesteigert werden und valutierte zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 1,7 Mio. EUR (31. Dezember 2021: -0,6 Mio. EUR). Die Bilanzsumme des YOC-Konzerns stieg auf 11,6 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 9,9 Mio. EUR) an.

7 Die Internetnutzung ist im Alltag der Menschen in hohem Maße etabliert. Die vielfältigen Möglichkeiten sowie die Masse an online bereitgestellten Inhalten wirken sich auf den kontinuierlich steigenden täglichen Internetkonsum der Verbraucher aus.# Um für diese Zielgruppe relevant zu bleiben, müssen sowohl Medienanbieter (Publisher) sowie Werbetreibende (Advertiser) attraktive Informations- und Unterhaltungsangebote bereitstellen.

Für Publisher bedeutet dies, ihre Nutzer mit Werbung nicht zu überfordern und ihnen idealerweise mit kreativen Formaten sogar einen Mehrwehrt zu bieten. Für Advertiser bedeutet dies hingegen, ihre Zielgruppe genau zu kennen und sie kreativ anzusprechen. Vor diesem Hintergrund bekommt die Forderung nach kreativen und hochwirksamen Formaten eine noch größere Relevanz. Rich Media-Formate, also solche, die die Einbindung vielfältiger Medien wie Video, Audio oder HTML5 erlauben, erzeugen höhere Interaktionsraten als Standard Banner und führen deswegen zu einer höheren und positiveren Markenwahrnehmung.

Seit einigen Jahren positioniert sich der YOC-Konzern mit seinen Produktlinien und deren vielfältigen Features in diesem Geschäftsfeld und erwartet durch die Bereitstellung interaktiver und wirksamkeitsstarker Werbeformate im programmatischen Umfeld, am Marktwachstum zu partizipieren. Nach Einschätzung des YOC-Konzerns bietet der europäische Markt derzeit kaum angebotsseitige Plattformen, die die Nachfrage nach Digital Programmatic Advertising in Verbindung mit hochwirksamen Werbeprodukten bedienen können. Vorbehalte entstanden durch die Sorge vieler Werbetreibenden, ihre Werbeanzeigen könnten in negativ behafteten Umfeldern erscheinen. Dies zeigt umso mehr die Relevanz sicherer Premium-Umfelder der Medienanbieter und vor allem ihrer Transparenz. Seit dem Launch der Technologieplattform VIS.X® im Jahr 2018 bietet YOC nicht nur hochwirksame Werbeformate an, sondern kann diese nun auch plattformbasiert über programmatische Vertriebswege handeln und ausliefern. Durch die Anbindung von zahlreichen Publishern und deren Inventar deckt der YOC-Konzern zudem die Forderung nach Markensicherheit (Brand Safety), also nach sicheren Werbeumfeldern, ab und wird dadurch zukünftig am weiteren Ausbau des programmatischen Handels in Europa partizipieren. Das Augenmerk des Vorstands liegt auf der kontinuierlichen Steigerung des programmatischen Plattformgeschäfts und damit auf der Umsetzung der definierten Unternehmensstrategie. Mit der Technologieplattform VIS.X® erlangt die Gesellschaft durch den programmatischen Handel der eigenentwickelten Werbeprodukte einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil sowie Unabhängigkeit von Drittanbietern.

Im April 2022 hatte der Vorstand seine Prognose für das Geschäftsjahr 2022 mit steigenden Umsatzerlösen auf Konzernebene in Höhe von 23,5 Mio. EUR bis 24,5 Mio. EUR bei einem operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 3,5 Mio. EUR bis 4,0 Mio. EUR sowie einem Konzernperiodenergebnis in Höhe von 2,3 Mio. EUR bis 2,8 Mio. EUR veröffentlicht. Im Ergebnis erzielte der YOC-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 ein Umsatzwachstum in Höhe von 24 % auf 23,4 Mio. EUR (2021: 18,8 Mio. EUR) und steigerte das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 3,5 Mio. EUR (2021: 2,8 Mio. EUR). Aufgrund zurückhaltender Werbebudgets im vierten Quartal 2022 wurde die Untergrenze der prognostizierten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2022 um 0,1 Mio. EUR leicht unterschritten.


1) Gemäß Studie Nielsen/YOC (10/2020): The effectiveness of high-impact ad formats, [Online] https://insights.yoc.com/nielsen-brandawareness

8 In Konsequenz resultierte ein Konzernperiodenergebnis in Höhe von 2,3 Mio. EUR (2021: 2,1 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2021 resultierte aus der Entkonsolidierung der ehemaligen Tochtergesellschaft YOC Spain S.L. ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2022: 0,0 Mio. EUR). Bereinigt um diesen Vorjahreseffekt erhöhte die Gesellschaft ihre Profitabilität um 21 %.

Nach einem Umsatzwachstum von jeweils über 20 % in den beiden zurückliegenden Geschäftsjahren 2021 und 2022, wird für das Geschäftsjahr 2023 eine anhaltend hohe Wachstumsdynamik erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr sollte sowohl der Umsatz als auch das operative Ergebnis deutlich gesteigert werden können. Unter der Annahme, dass der militärische Konflikt in der Ukraine regional auf das Gebiet der Ukraine begrenzt bleibt, gehen wir davon aus, dass sich lediglich geringe Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung des YOC-Konzerns ergeben. Mit Blick auf die Corona-Pandemie erwarten wir auch bei einem erneuten Pandemiegeschehen keinen vergleichsweisen Einbruch beziehungsweise Schockzustand in der Werbewirtschaft, wie er sich zu Beginn der Pandemie im ersten Quartal 2020 einstellte. Der signifikante Anstieg der Inflationsrate sowie die damit einhergehende Zinswende in nahezu allen europäischen Staaten bedeutet eine erneute makroökonomische Herausforderung, deren Auswirkungen die Gesamtwirtschaft belasten. Für die digitalen Werbeausgaben lassen sich hieraus zum jetzigen Zeitpunkt keine negativen Auswirkungen ableiten. In den vergangen Quartalen zeigte sich das Geschäftsmodell des YOC-Konzerns resilient gegenüber der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, jedoch lassen sich die Auswirkungen auf die vor uns liegenden Quartale zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abschätzen.

Insgesamt rechnet der YOC-Konzern mit steigenden Umsatzerlösen auf 29,0 Mio. EUR bis 30,0 Mio. EUR bei unterproportional ansteigenden Aufwendungen. Auf Basis dieser Umsatzprognose rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Steigerung des operativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 4,0 Mio. EUR bis 4,5 Mio. EUR. Parallel dazu sollte sich ebenfalls der durchschnittliche Auftragsbestand im Geschäftsjahr 2023 erhöhen. Der YOC-Konzern geht im Zuge des weiteren Umsatz- und Unternehmenswachstums von einer leicht steigenden Mitarbeiteranzahl im Jahresverlauf 2023 aus. In Konsequenz dessen sollte das Konzernperiodenergebnis für das Geschäftsjahr 2023 ein Niveau in Höhe von 2,5 Mio. EUR bis 3,0 Mio. EUR erreichen. Die YOC AG hat im März 2023 mit der Commerzbank AG einen Vertrag über eine Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2024 abgeschlossen. Damit verfügt die Gesellschaft auch für den Fall einer wesentlichen Planunterschreitung im Prognosezeitraum über ausreichende Liquidität.

9 Die YOC AG mit Sitz in Berlin ist Mutterunternehmen sämtlicher im YOC-Konzern enthaltenen Tochtergesellschaften. Neben den Corporate Functions wird der komplette Produkt- und Plattformentwicklungsbereich in der YOC AG geführt.

Umsatzentwicklung und Gesamtleistung

Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die Umsatzerlöse der YOC AG insgesamt 11,6 Mio. EUR (2021: 9,8 Mio. EUR). Die externen Umsatzerlöse in Höhe von 8,2 Mio. EUR (2021: 7,9 Mio. EUR) resultierten aus dem programmatischen Handel zur Monetarisierung des internationalen Werbeinventars der Publisher- Partner über die Technologieplattform VIS.X® sowie weiterer Technologieplattformen. Im Geschäftsjahr 2022 konnte der programmatische Umsatz, der direkt durch die Technologieplattform VIS.X® akquiriert worden ist, um 11 % auf 7,3 Mio. EUR (2021: 6,6 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Zudem wurden über Drittplattformen (unter anderem Google AdX) weitere programmatische Umsatzerlöse in Höhe von 0,9 Mio. EUR (2021: 1,3 Mio. EUR) generiert. Der Gesamtumsatz mit verbundenen Unternehmen beträgt 3,4 Mio. EUR (2021: 1,9 Mio. EUR) und beinhaltet die Weiterbelastung innerbetrieblicher Verrechnung von Kosten auf der Basis der Funktion als Holdinggesellschaft gegenüber ihren Tochtergesellschaften für die der Nutzung der Technologieplattform VIS.X® sowie die Weiterbelastung für weitere von Personaldienstleistungen auf der Basis der Funktion als Holdinggesellschaft operative Dienstleistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 1,3 Mio. EUR (2021: 1,2 Mio. EUR). Darin sind Erträge aus der Weiterberechnung verauslagter Kosten an verbundene Unternehmen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (2021: 1,0 Mio. EUR) enthalten. Diese beinhalten diverse Leistungen, die aus organisatorischen Gründen sowie verbesserter Einkaufkonditionen zentral von der YOC AG bezogen und entsprechend umgelegt werden. Die aktivierten Eigenleistungen summierten sich auf 0,6 Mio. EUR (2021: 0,3 Mio. EUR). Die Gesamtleistung der Gesellschaft lag im Berichtsjahr mit 13,5 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2021: 11,2 Mio. EUR).

Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 9,1 Mio. EUR (2021: 8,4 Mio. EUR) enthalten vorwiegend Vergütungen für Publisher sowie technische Kosten für den Betrieb der Technologieplattform VIS.X® sowie für die Serverstruktur des Unternehmens.

Personalaufwand und Personalentwicklung

Zum 31. Dezember 2022 bestand der Vorstand der YOC AG unverändert aus einem Mitglied. Darüber hinaus war das Vorstandsmitglied der YOC AG Herr Dirk-Hilmar Kraus als Geschäftsführer der YOC Germany GmbH bestellt. In der Berichtsperiode beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 26 Mitarbeiter (2021: 28 Mitarbeiter). Zum Ende des Geschäftsjahres waren 29 Mitarbeiter in der YOC AG beschäftigt (31. Dezember 2021: 27 Mitarbeiter). Der Personalaufwand betrug 2,3 Mio. EUR (2021: 2,2 Mio. EUR).

10 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Im Geschäftsjahr 2022 entsprachen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einem Volumen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (2021: 1,5 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Recruiting-, Beratungs- sowie Währungsaufwendungen.

EBITDA

Im Geschäftsjahr 2022 lag das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei 0,3 Mio. EUR (2021: -0,9 Mio. EUR).

Beteiligungs- und Finanzergebnis

Das Ergebnis aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der YOC Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2022 betrug 2,0 Mio. EUR (2021: 2,3 Mio. EUR). Darüber hinaus schüttete die österreichische Tochtergesellschaft YOC Central Eastern Europe GmbH Gewinne aus dem Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 0,7 Mio. EUR (2021: 0,7 Mio. EUR) an die YOC AG aus.# YOC AG

Das Zinsergebnis der YOC AG belief sich in der Berichtsperiode auf -0,3 Mio. EUR (2021: -0,4 Mio. EUR).

Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie des Umlaufvermögens wirkten sich im Berichtszeitraum in Höhe von 0,5 Mio. EUR (2021: 0,3 Mio. EUR) aus.

Jahresüberschuss

Im Geschäftsjahr 2022 beträgt der Jahresüberschuss der YOC AG 2,5 Mio. EUR (2021: 1,7 Mio. EUR). Hierzu trug die Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2021: 0,3 Mio. EUR) positiv bei.

Anlagevermögen

Zum Stichtag stieg das Anlagevermögen der YOC AG um 1,0 Mio. EUR auf insgesamt 2,3 Mio. EUR (2021: 1,3 Mio. EUR) an. Die Erweiterung und Erneuerung technischer und administrativer Infrastruktur bedingte einen Anstieg des Sachanlagevermögens um 0,1 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR (2021: 0,1 Mio. EUR).

Die immateriellen Vermögensgegenstände stiegen im Berichtszeitraum um 0,7 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR (2021: 1,0 Mio. EUR) an und basieren primär auf Investitionen in die Erweiterung des Funktionsumfangs der Technologieplattform VIS.X® sowie zur Entwicklung des VIS.X® Software Development Kit (SDK). Zusätzlich erfolgte die erstmalige Aktivierung von Entwicklungsleistungen für das Business Intelligence Tool YOC Hub sowie den YOC-Produktlinien. Neben den aktivierten Eigenleistungen entfielen weitere 0,1 Mio. EUR (2021: 0,2 Mio. EUR) auf nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten. Insgesamt valutierten die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 2,2 Mio. EUR (2021: 1,8 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2022 erfolgten aktivierungsfähige Investitionen in die Weiterentwicklung und den entgeltlichen Erwerb von Software in Höhe von insgesamt 0,1 Mio. EUR (2021: 0,1 Mio. EUR). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in die unternehmenseigene Technologieplattform VIS.X® für den programmatischen Handel von High-Impact Werbeprodukten. Darüber hinaus erfolgten zusätzliche Aktivierungen von selbst geschaffener Software zur Weiterentwicklung und Funktionserweiterung der Technologieplattform VIS.X® in Höhe von 1,0 Mio. EUR (2021: 0,4 Mio. EUR).

Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Anteile an verbundenen Unternehmen 0,5 Mio. EUR (2021: 0,1 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert aus dem Erwerb der YOC Switzerland AG im Januar 2022.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2022 beträgt das Eigenkapital der YOC AG 0,8 Mio. EUR (2021: -1,7 Mio. EUR). Die deutliche Steigerung des Eigenkapitals der Gesellschaft um 2,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr basiert auf dem Jahresüberschuss. Parallel dazu verringerte sich der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2022 entsprechend auf 25,8 Mio. EUR (2021: 28,3 Mio. EUR).

Das Gezeichnete Kapital der YOC AG valutierte zum Bilanzstichtag unverändert bei insgesamt 3.476.478 Aktien beziehungsweise Stimmrechte.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten der YOC AG sanken im Berichtszeitraum um 1,5 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR (2021: 8,2 Mio. EUR). Hierzu trug insbesondere die Rückführung sämtlicher von Aktionären gewährter Darlehen in Höhe von insgesamt 0,7 Mio. EUR sowie die Reduktion von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR und gegenüber verbunden Unternehmen in Höhe von 0,2 Mio. EUR im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022 bei.

Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die YOC AG konnte im Geschäftsjahr 2022 ihre Geschäftsaktivitäten steigern und schloss das Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2,5 Mio. EUR (2021: 1,7 Mio. EUR) ab. In Konsequenz der anhaltend positiven Unternehmensentwicklung steigerte sich das Eigenkapital der Gesellschaft deutlich und valutierte zum 31. Dezember 2022 bei 0,8 Mio. EUR (2021: -1,7 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2022 betrug die Bilanzsumme der YOC AG 8,3 Mio. EUR (2021: 8,7 Mio. EUR).

Der Geschäftsverlauf der YOC AG und des YOC-Konzerns sind eng miteinander verbunden, da die YOC AG als Holdinggesellschaft des Konzerns fungiert und die Koordination der konzernweiten Entwicklungs-, Vertriebs-, Service- und Marketingaktivitäten übernimmt. Aufgrund der bestehenden engen Verknüpfung zwischen YOC AG und YOC-Konzern verweisen wir auf die im Abschnitt „Prognosebericht des YOC-Konzerns“ beschriebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Ausblick

Neben den Corporate Functions betreibt die YOC AG die zentrale Plattform- und Produktentwicklung sowie die zentrale Erlösoptimierung zur Steigerung der Monetarisierung der von allen Publishern des YOC-Konzerns zur Verfügung gestellten Werbeflächen.

Der Vorstand der YOC AG hatte für das Geschäftsjahr 2022 mit im Vergleich zum Berichtsjahr 2021 mit steigenden Umsatzerlösen, einem erhöhten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1,5 Mio. EUR bis 2,0 Mio. EUR erwartet. Im Ergebnis erzielte die YOC AG nunmehr einen Jahresüberschuss in Höhe von 2,5 Mio. EUR und somit deutlich über den Erwartungen.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die YOC AG steigende Umsatzerlöse im Bereich von 12,5 Mio. EUR bis 15,0 Mio. EUR (2022: 11,6 Mio. EUR) bei unterproportional ansteigenden Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die YOC AG rechnet für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft gegenüber der YOC Germany GmbH mit positiven Ergebnisbeiträgen aus der Ergebnisabführung in Höhe von 2,5 Mio. EUR bis 3,0 Mio. EUR (2022: 2,0 Mio. EUR). Aufgrund des positiven Ergebnisses der österreichischen Tochtergesellschaft YOC Central Eastern Europe GmbH sind ebenfalls weitere Ergebnisbeiträge aus Gewinnausschüttungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (2022: 0,7 Mio. EUR) für das Geschäftsjahr 2022 geplant. Für die Tochtergesellschaften aus Polen und der Schweiz werden für das Jahr 2023 deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse, jedoch noch keine Gewinnausschüttungen erwartet. Mittelfristig wird allerdings davon ausgegangen, dass beide Tochtergesellschaften ebenfalls positive Ergebnisbeiträge erwirtschaften und zur Steigerung der Ergebnisse der YOC AG beitragen werden. Insgesamt erwartet die YOC AG für das Geschäftsjahr 2023 somit ein positives Beteiligungsergebnis in Höhe von 3,4 Mio. EUR bis 3,9 Mio. EUR (2022: 2,7 Mio. EUR).

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die YOC AG auf Basis der dargestellten Entwicklungen mit im Vergleich zum Berichtsjahr 2022 deutlich steigenden Umsatzerlösen, einem deutlich erhöhten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2,5 Mio. EUR bis 3,0 Mio. EUR (2022: 2,5 Mio. EUR).

Aufgrund der relativen Größe des Mutterunternehmens zum Konzern, der sehr engen Leistungsverflechtungen innerhalb des Konzerns und der zentralisierten Treasury-Funktionen sind die Finanzlagen des Konzerns und der YOC AG vergleichbar. Die YOC AG hat im März 2023 mit der Commerzbank AG einen Vertrag über eine Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2024 abgeschlossen. Damit verfügt die Gesellschaft auch für den Fall einer wesentlichen Planunterschreitung im Prognosezeitraum über ausreichende Liquidität.

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Zur Erreichung ihrer Ziele nutzt der YOC-Konzern ein ganzheitliches und systematisches Chancen- und Risikomanagement. So ist gewährleistet, dass Chancen erkannt und konsequent genutzt werden können, ohne die damit verbundenen Risiken außer Acht zu lassen. Die Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements unter Berücksichtigung eines sich schnell verändernden Markt- und Geschäftsumfeldes ist die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Dazu werden unter Abwägung des Rendite-Risiko-Verhältnisses bewusst notwendige Risiken eingegangen, um die gebotenen Marktchancen nutzen und die hierin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können.

Der Konzern verwendet verschiedene finanzielle sowie nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des YOC-Konzerns. Zentrale Kriterien zur Beurteilung der Wertentwicklung des operativen Geschäfts sind unter anderem die Steigerung der Umsatzerlöse, das operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), die Rohertragsquote sowie der operative Cash-Flow. Neben diesen zentralen finanziellen Kennzahlen misst der Vorstand auch zentrale nichtfinanzielle Einflussgrößen zur Steuerung des YOC-Konzerns. Im Vordergrund stehen unter anderem die Entwicklung des Auftragseingangs sowie die Entwicklung der Mitarbeiteranzahl. Dadurch werden Risiken und Chancen frühzeitig erkannt und bewertet. Der Vorstand überwacht die Umsetzung von Maßnahmen zum Risikocontrolling sowie der Realisierung von Chancen in den operativen Einheiten. Die Angemessenheit der Methoden und Prozesse des Risikomanagements zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken wird in regelmäßigen Abständen überprüft und an interne und externe Entwicklungen angepasst.

Chancenmanagement

Aufgrund unseres Produktportfolios, unseres Know-hows und unserer Innovationskraft sind wir davon überzeugt, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen zu realisieren und den Herausforderungen, die sich aus den nachfolgenden Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.

Risikobewertung und -management

Die Bewertung von Risiken erfolgt anhand der Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie unter Berücksichtigung einer potentiellen Schadenshöhe. Das Risikomanagementsystem klassifiziert dabei die Risikokategorien „niedrig“, „mittel“ und „hoch“.# Risikomanagementbericht

Risikokategorien

### Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Potenzielle Schadenshöhe
niedrig unwahrscheinlich, aber vorhanden < 500 TEUR
mittel wahrscheinlich, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden > 500 TEUR, < 1.000 TEUR
hoch sehr wahrscheinlich, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden > 1.000 TEUR

RISIKO IM ZUSAMMENHANG DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG

Der signifikante Anstieg der Inflationsrate sowie die damit einhergehende Zinswende in nahezu allen europäischen Staaten bedeutet eine erneute makroökonomische Herausforderung, deren Auswirkungen die Gesamtwirtschaft belasten. Bisher zeigt sich das Geschäftsmodell des YOC-Konzerns resilient gegenüber dieser Entwicklung, jedoch lassen sich die Auswirkungen auf die vor uns liegenden Quartale zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abschätzen. Das Risiko im Zusammenhang der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird daher als „mittel“ eingeschätzt.

RISIKO IM ZUSAMMENHANG MIT DEM KONFLIKT IN DER UKRAINE

Bislang sind die zukünftigen Auswirkungen sowie die daraus resultierenden Folgen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa nicht abzusehen. Unter der Annahme, dass der militärische Konflikt regional auf das Gebiet der Ukraine begrenzt bleibt, gehen wir davon aus, dass sich lediglich geringe Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung des YOC-Konzerns ergeben. Das Risiko im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine wird als „niedrig“ eingeschätzt.

RISIKO IM ZUSAMMENHANG MIT DER CORONA-PANDEMIE

Einen vergleichsweisen Einbruch beziehungsweise Schockzustand in der Werbewirtschaft, der sich zu Beginn der Pandemie im ersten Quartal 2020 einstellte, erwarten wir auch bei einem weiterhin anhaltendem Pandemiegeschehen nicht. Das Risiko im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird dementsprechend als „niedrig“ eingeschätzt.

UMWELTBEZOGENE RISIKEN

Der YOC-Konzern ist sich seiner Verantwortung bewusst, Überlegungen zu Nachhaltigkeit, Umwelt und sozialer Verantwortung in die Unternehmensführung einfließen zu lassen. Ziel ist, dass sämtliche Geschäftsaktivitäten des YOC-Konzerns einen möglichst geringen negativen Einfluss auf die Umwelt haben und im Einklang mit den Umweltschutzgesetzen und Regeln stehen. Dies könnte jedoch von Mitarbeitern oder Geschäftspartnern als nicht ausreichend angesehen werden. Zukünftige etwaige Auswirkungen auf den YOC-Konzern basierend auf dem Klimawandel sind insgesamt schwierig zu beurteilen. Das Risiko im Zusammenhang mit umweltbezogenen Risiken wird somit als „mittel“ eingeschätzt.

MARKT- UND WETTBEWERBSRISIKO

Der YOC-Konzern agiert in einem Markt, der sich sehr schnell entwickelt. Dies erfordert einen hohen Grad an Flexibilität von Prozessen und Strukturen. Veränderungen von Markt- und Wettbewerbsverhältnissen, wie zum Beispiel eines Markteintritts neuer Wettbewerber, gehören zu den Risiken, denen der YOC-Konzern durch ein kontinuierliches Markt- und Unternehmens-Monitoring begegnet. Das Erkennen von Trends und neuen Entwicklungen wird insbesondere durch die Plattform- und Produktbereiche sowie die Länderorganisationen gewährleistet. Veränderungen ökonomischer Faktoren können durch Auftragsrückgänge insbesondere in der Werbebranche ebenfalls Auswirkungen auf die Entwicklung des YOC-Konzerns haben.

Durch das breit gefächerte Angebot an Produkten und Dienstleistungen sowie einem diversifizierten Kundenstamm ist der YOC-Konzern hierfür gut aufgestellt. Zusammenfassend wird das markt- und Wettbewerbsrisiko als „mittel“ eingeschätzt.

TECHNOLOGISCHE RISIKEN

Der YOC-Konzern verfolgt eine einheitliche IT-Strategie, die eine ständige Überprüfung und Weiterentwicklung der IT-Systeme beinhaltet. Die Geschwindigkeit der technologischen Innovationen im Markt erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und stellt zunehmend ein Risiko dar. Insbesondere fehlt es zum Teil noch an Standards im technologischen Umfeld. Substitut- und Konkurrenzprodukte könnten die Wettbewerbsfähigkeit des YOC-Konzerns schwächen. Deshalb müssen Innovationen vorangetrieben werden, um langfristig erfolgreich zu sein und die Marktstellung auszubauen. Aufgrund der hohen Dynamik im Markt für digitale Werbetechnologien (Ad Technology) stehen den Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien immer auch Risiken gegenüber, sodass sich getätigte Investitionen auch als unrentabel erweisen können. Bei der Auswahl der IT-Systeme entscheidet sich der YOC-Konzern überwiegend für branchenspezifische Standardsoftware namhafter Anbieter. Die IT-Sicherheit deckt die Informationstechnologie des gesamten Unternehmens ab, inklusive Büro-IT, Systeme und Applikationen. Wie andere Unternehmen können wir unter Umständen Cyber-Angriffen ausgesetzt sein. Zur Risikominimierung ergreifen wir eine Reihe von Maßnahmen, unter anderem die Schulung von Mitarbeitern, eine umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme sowie den Einsatz von Verschlüsselungsmechanismen, Firewalls und Virenscannern. Vorsorgemaßnahmen gegen den Ausfall von technischen Anlagen wurden durch den Parallelbetrieb der technischen Applikationen getroffen, sodass Kundenaufträge jederzeit reibungslos abgewickelt werden können. Back-up-Systeme sichern zudem den Datenbestand vor einem möglichen Datenverlust und gewährleisten eine konsistente Verfügbarkeit. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre schätzen wir die IT-Risiken als „niedrig“ ein.

RECHTLICHE RISIKEN UND HAFTUNGSRISIKEN

Um rechtlichen Risiken vorzubeugen, werden wesentliche Rechtsgeschäfte durch externe Rechtsanwälte geprüft. Durch einen umfangreichen Versicherungsschutz, der einer laufenden Überprüfung unterzogen wird, sichert sich der YOC-Konzern gegen Schadensfälle und ein mögliches Haftungsrisiko ab. Die abgeschlossene Directors & Officers Liability Insurance dient zur Absicherung des Managements gegen eventuelle Vermögensschäden des YOC-Konzerns. Weder die YOC AG noch eine ihrer Tochtergesellschaften waren im Geschäftsjahr 2022 an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens beziehungsweise des Konzerns haben könnten. Entscheidungen des Gesetzgebers, wie zum Beispiel die Änderung der Datenschutzregelungen, könnten eine negative Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit des YOC-Konzerns haben. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung sind neben den zukünftig verpflichtend anzuwendenden ESG Regelungen keine weiteren für den YOC-Konzern wesentlichen für die absehbare Zukunft geplanten Gesetzesänderungen bekannt. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre schätzen wir die rechtlichen- und Haftungsrisiken somit als „mittel“ ein.

PERSONELLE RISIKEN

Für die erfolgreiche Entwicklung des YOC-Konzerns ist die Gewinnung und nachhaltige Bindung qualifizierter Mitarbeiter an das Unternehmen notwendig. Aufgrund des starken Wachstums des für den YOC-Konzern relevanten Marktes ist der Arbeitsmarkt für Personal mit den benötigten Kenntnissen und Erfahrungen besonders hart umkämpft. Die Überwachung und Vermeidung des Risikos personeller Engpässe wird durch eine unternehmensweite Personalplanung unterstützt. Durch Personalentwicklungsmaßnahmen und einem regelmäßig vom Vorstand überprüften leistungsbezogenen Vergütungssystem soll die Wettbewerbsfähigkeit im Personalmarkt sichergestellt werden. Durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wird zudem gewährleistet, dass in jedem Unternehmensbereich mehrere Schlüsselpersonen arbeiten. Vertretungsregelungen und Nachfolgemanagement sollen die Sicherstellung der Geschäftsabläufe und Entscheidungsprozesse gewährleisten. Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen arbeiten, werden verpflichtet, die entsprechenden Geheimhaltungsvorgaben einzuhalten und mit den jeweiligen Informationen verantwortungsvoll umzugehen. Personelle Risiken werden demnach als „niedrig“ eingestuft.

PLANUNGSRISIKEN

Planungsrisiken bestehen in der Umsatz- und Kostenprognose. Insbesondere vor dem Hintergrund der Dynamik im Markt für Digital Advertising basiert die kurz- und mittelfristige Planung auf wesentlichen Schätzungen und Annahmen, vor allem zur Umsatzentwicklung. Die regelmäßige Überprüfung der Annahmen soll dem Vorstand ermöglichen, auf Planabweichungen zu reagieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte der YOC Switzerland AG in Höhe von insgesamt 0,6 Mio. EUR werden jährlich zum Bilanzstichtag einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen. Im Falle eines ermittelten Wertminderungsbedarfs kann es zu einer teilweisen oder vollständigen außerplanmäßigen Abschreibung kommen. Risiken die sich aus der Planung zukünftiger Geschäftsentwicklungen ergeben, werden als „mittel“ eingestuft.

FORDERUNGSAUSFALLRISIKO

Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen im Rahmen eines Finanzinstruments nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust führt. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns entspricht den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und Forderungen sowie den Buchwerten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Kreditrisiken resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eine Risikokonzentration ergibt sich aufgrund des zunehmend wachsenden Anteils des programmatischen Handels und den damit angestiegenen durchschnittlichen Zahlungszielen. Risiken die sich aus der Planung zukünftiger Geschäftsentwicklungen ergeben, werden als „mittel“ eingestuft. Aufgrund geringer Zahlungsausfälle in den vergangenen Geschäftsjahren wird das Forderungsausfallrisiko als „niedrig“ eingeschätzt.

(Gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB) Das bei der YOC AG sowie dem YOC-Konzern bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoidentifikation, -bewertung und -kommunikation sowie zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.# YOC AG and the YOC Group

Internal Control and Risk Management System (ICRMS) with Regard to the (Group) Accounting Process

With regard to the (Group) accounting process, the design and continuous development of the internal control system are also intended to ensure compliance with the relevant accounting regulations and standards and the proper conduct of accounting. This is intended to ensure that financial reporting provides a true and fair view of the assets, financial position, and results of operations of YOC AG and the YOC Group. The Executive Board bears overall responsibility for the internal control and risk management system with regard to the (Group) accounting process. All companies included in the consolidated financial statements are integrated through a defined management and reporting organization. Operational responsibility lies with the Executive Board, supported by the Commercial Director.

We consider the following elements of the YOC Group's internal control and risk management system with regard to the (Group) accounting process to be essential:

  • Procedures for identifying, assessing, and documenting all material accounting-relevant corporate processes and risk areas, including the associated key controls. These include financial and accounting processes as well as administrative and operational corporate processes that generate essential information for the preparation of the annual and consolidated financial statements, including the management and group management reports.
  • Process-integrated controls (IT-supported controls and access restrictions, four-eyes principle, segregation of duties, analytical controls).
  • Standardized financial accounting processes.
  • Ensuring uniform accounting through group-wide policies and procedures.
  • Regular internal group reporting, profit and loss statements, and monthly earnings reporting, including analysis and reporting of significant developments and deviations from targets.

A group-wide reporting system is intended to ensure regular and timely information for the Executive Board and the Supervisory Board. The current risk situation, as well as the functioning, effectiveness, and appropriateness of the internal control and risk management system, are regularly reported to the Executive Board and the Supervisory Board.

YOC AG has established an Audit Committee consisting of all three Supervisory Board members, which is also involved in monitoring the accounting process, the effectiveness of the internal control system, and the risk management system. The Supervisory Board has unanimously resolved that Mr. Graf Lambsdorff will chair the Audit Committee.

In the opinion of the Executive Board, the established processes, systems, and controls sufficiently ensure that accounting processes are carried out in accordance with the relevant accounting principles.

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(In accordance with § 289a (1) and § 315a (1) HGB)

Composition of the Subscribed Capital

As of December 31, 2022, the subscribed capital of YOC AG amounts to EUR 3,476,478 and is divided into 3,476,478 non-par value no-par value shares to the bearer. There are no different classes of shares. All shares carry the same rights and obligations. Each share grants one vote at the Annual General Meeting and is decisive for the shareholders' share of the company's profit. This excludes treasury shares held by the company, which grant no rights to the company.

Restrictions on Voting Rights or Transfer of Shares

There are no restrictions on voting rights concerning shares of YOC AG or restrictions on the transfer of shares of YOC AG.

Holdings in Capital Exceeding 10% of Voting Rights

The direct or indirect holdings in the capital of YOC AG that exceed 10% of the voting rights, as stated below, are based on voting rights notifications according to §§ 33 WpHG, which the company received and published during the 2022 financial year, or on updated information from the shareholder.

  • Mr. Dirk-Hilmar Kraus, Germany, has informed the company that his voting rights in YOC AG amounted to 18.89% (656,685 out of a total of 3,476,478 voting rights) as of December 31, 2022. These shares are partly held directly by Mr. Dirk-Hilmar Kraus or attributed to him through dkam GmbH, in which Mr. Dirk-Hilmar Kraus holds all business shares.
  • Dr. Kyra Heiss, Germany, informed the company on December 18, 2018, pursuant to § 33 (1) WpHG, that her voting rights in YOC AG amounted to 10.82% (356,384 voting rights). As of December 31, 2022, the voting rights amount to 10.25% (356,384 out of a total of 3,476,478 voting rights).

Shares with Special Rights Conferring Powers of Control

There are no shares with special rights conferring powers of control.

Provisions on the Appointment and Dismissal of Executive Board Members and on Amendments to the Articles of Association

The legal provisions on the appointment and dismissal of Executive Board members can be found in §§ 84 and 85 AktG. Section § 7 (2) of the Articles of Association of YOC AG provides for a corresponding regulation. The Articles of Association can only be amended by a resolution of the Annual General Meeting in accordance with § 119 (1) No. 5 AktG and § 179 AktG.

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Unless mandatory provisions of law stipulate otherwise, resolutions of the Annual General Meeting are passed in accordance with § 133 AktG and § 22 (1) of the Articles of Association of YOC AG with a simple majority of the votes cast and, if applicable, with a simple majority of the capital represented. For an amendment to the company's purpose, a majority of 75% of the share capital represented is required in accordance with § 179 (2) AktG; the option to stipulate a higher capital majority for this purpose is not exercised in the Articles of Association. Amendments to the Articles of Association become effective upon their registration in the Commercial Register in accordance with § 181 (3) AktG. The Supervisory Board is authorized to resolve on amendments to the Articles of Association that only concern the wording (§ 17 of the Articles of Association of YOC AG).

Powers of the Executive Board Regarding the Issuance or Repurchase of Shares

A) ACQUISITION OF TREASURY SHARES

Based on the resolution of the Annual General Meeting of August 25, 2015, the company was authorized to acquire treasury shares until August 24, 2020. This authorization has expired and has not yet been renewed. At the end of the 2022 financial year, the company held no treasury shares.

B) AUTHORIZED CAPITAL

In accordance with § 6 (5) of the Articles of Association of YOC AG, there is an Authorized Capital 2021/I. The Executive Board is authorized by a resolution of the Annual General Meeting of June 30, 2021, to increase the company's share capital by up to a total of EUR 1,738,239, once or several times, by June 29, 2026, against cash and/or in-kind contributions through the issuance of new no-par value shares to the bearer. Further details of the authorization can be found in the invitation to the Annual General Meeting on June 30, 2021, which is available on the YOC AG website (see agenda item 7 and the accompanying report of the Executive Board).

C) CONDITIONAL CAPITAL

In order to continue to provide the company with the necessary flexibility to issue convertible or option bonds for corporate financing, the Executive Board and Supervisory Board renewed the authorization granted by the ordinary Annual General Meeting in 2015 at the ordinary Annual General Meeting of YOC AG on October 29, 2020, and resolved a substantially identical authorization to issue convertible or option bonds (collectively "C/O Bonds") and a new conditional capital (Conditional Capital 2020/I). Accordingly, the Executive Board is authorized, with the approval of the Supervisory Board, until October 28, 2025 (inclusive), to issue option or convertible bonds (or a combination of these instruments) once or several times with a total nominal amount of up to EUR 10,000,000.00 with a fixed term of no more than ten years and to grant the holders of option bonds option rights or the holders of convertible bonds conversion rights for new shares of the company with a proportionate amount of the share capital of up to EUR 1,000,000.00 nominal ("New Shares") in accordance with the terms and conditions of the option or convertible bond.

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Further details of the authorization can be found in the invitation to the Annual General Meeting on October 29, 2020, which is available on the YOC AG website (see agenda item 9 and the accompanying report of the Executive Board).

Material Agreements of the Company Subject to a Change of Control Following a Takeover Bid

The exercise of 20,000 virtual stock options is linked to a takeover bid for the shares of YOC AG pursuant to §§ 29, 35 WpÜG with an indefinite term. In addition, the service agreement of Executive Board member Dirk-Hilmar Kraus, with a term until March 31, 2026, includes a one-time, performance-dependent remuneration conditional on a change of control as a result of a takeover bid. The performance-dependent remuneration, which is tiered according to the transaction volume, amounts to a maximum of 1.5%. No liabilities were recognized from this. For further details, please refer to the "Remuneration Report".

Furthermore, there are no other material agreements of the company that are subject to a change of control following a takeover bid.# Erklärung zur Unternehmensführung

(§ 289f HGB und § 315d HGB) Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB beziehungsweise § 315d HGB beinhaltet die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie ergänzende Angaben zur Corporate Governance, die nach der neuen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Erklärung zur Unternehmensführung zu machen sind, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Angaben nach § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB über die Festlegungen zur Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen. Diese Erklärung ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der YOC AG und des Konzerns zum Geschäftsjahr 2022. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB sind die Angaben nach § 289f Abs. 2 HGB sowie § 315d HGB nicht in die Prüfung durch den Abschlussprüfer einzubeziehen, sondern die Prüfung ist darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden.

Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG von Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex (Entsprechenserklärung 2022)

Nach § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen.

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Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) enthält Regelungen unterschiedlicher Bindungswirkung. Neben Darstellungen des geltenden Aktienrechts enthält er Empfehlungen, von denen die Gesellschaften abweichen können; sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen. Nach § 161 AktG müssen Abweichungen von den Empfehlungen des DCGK auch begründet werden. Darüber hinaus enthält der DCGK Anregungen, von denen ohne Offenlegung abgewichen werden kann.

Die Erklärung betrifft den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom Februar 2022 und bezieht sich bis zum 26. Juni 2022 auf die Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 16. Dezember 2019 („DCGK 2020“) und ab dem 27. Juni 2022 auf die Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 28. April 2022 („DCGK 2022“), welche am 27. Juni 2022 veröffentlicht und damit wirksam wurden.

Die Erklärung der YOC AG ist der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://yoc.com/de/investor-relations-yoc/management-corporate-governance/ dauerhaft zugänglich gemacht. Dort finden sich auch frühere Fassungen der Entsprechenserklärung.

Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG beabsichtigen, den Empfehlungen des DCGK 2022 auch in Zukunft mit den folgenden Abweichungen zu entsprechen.

  • › Ziffer A.2 DCGK 2020 / Ziffer A.4 DCGK 2022: Auf die Einrichtung eines geschützten Hinweisgebersystems wurde bislang verzichtet, da es aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat noch keine ausreichenden Praxiserfahrungen damit in Deutschland gibt. Daher sollte abgewartet werden, ob die gegen ein Hinweisgebersystem vorgebrachten Argumente, wie insbesondere hohe Kosten, mögliche negative Auswirkungen auf das Betriebsklima und Anfälligkeit für Missbräuche, in der Praxis tatsächlich eine Rolle spielen, und welche Lösungen sich zur Vermeidung dieser Punkte etablieren werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden die neuen gesetzlichen Vorgaben nach Inkrafttreten umsetzen.
  • › Ziffer A.1 DCGK 2020 / Ziffer A.2 DCGK 2022: Eine angemessene Beteiligung von Frauen in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands, ist abhängig von der individuellen Eignung für die jeweilige Position. Unter dieser Prämisse wird der Vorstand bei der Besetzung von Führungspositionen auf Vielfalt achten und die angemessene Beteiligung von Frauen anstreben.
  • › Ziffer G.4 DCGK 2020/2022: Der Aufsichtsrat soll das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Eine solche explizite Abgrenzung ist nicht erfolgt, um die ökonomischen Gestaltungsspielräume bei Gehaltsverhandlungen nicht einzuschränken.
  • › Ziffer B.1 DCGK 2020/2022: Derzeit ist der Aufsichtsrat nur mit männlichen Mitgliedern besetzt. Die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat orientiert sich in erster Linie an der individuellen Eignung für das Gremium.
  • › Ziffer B.2 DCGK 2020/2022: Der Aufsichtsrat soll gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen und nach dem DCGK die Vorgehensweise in der Erklärung zur Unternehmensführung beschreiben. In Anbetracht des langjährigen Engagements des derzeitigen alleinigen Vorstandsmitglieds Dirk Kraus als Gründer der Gesellschaft, hat es der Aufsichtsrat bisher noch nicht als erforderlich angesehen, Leitlinien für die Planung der Nachfolge für den Vorstand zu entwickeln. Der Aufsichtsrat wird die Erforderlichkeit einer Nachfolgeplanung im Hinblick auf die spezifische Führungsstruktur und Bedürfnisse der Gesellschaft kontinuierlich prüfen und bei Bedarf für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen.
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  • › Ziffer B. 5 DCGK 2020/2022: Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist durch den Aufsichtsrat nicht festgelegt worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind davon überzeugt, dass die Eignung zur Unternehmensleitung maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit abhängt.
  • › Ziffern D.2 und D.5 DCGK 2020 / Ziffern D.2 und D.4 DCGK 2022: Neben der Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) hat der Aufsichtsrat keine weiteren Ausschüsse eingerichtet, insbesondere auch keinen Nominierungsausschuss. Dieser müsste mit nahezu sämtlichen Plenumsmitgliedern besetzt werden, was zu keiner verbesserten Vorbereitung der Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats zu den Wahlvorschlägen der Anteilseigner führen würde.
  • › Ziffern C.1 Satz 2 und C.2 DCGK 2020/2022: Eine angemessene Beteiligung von Frauen kann nicht im Voraus reglementiert werden, da sich die Mitgliedschaft an der individuellen Eignung für das Gremium orientiert. Eine Altersgrenze oder eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt worden. Die Eignung, als Mitglied des Aufsichtsrats den Vorstand überwachen und beraten zu können und ebenbürtiger Ansprechpartner des Vorstands zu sein, hängt maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit ab.
  • › Ziffer C.1 DCGK 2020/2022: Zur Umsetzung des im Mai 2015 in Kraft getretenen „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft Zielgrößen für den Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat und im Vorstand festgelegt. Über die Erfüllung dieser gesetzlichen Verpflichtung hinaus hat der Aufsichtsrat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung definiert. Der Aufsichtsrat hat und wird der Hauptversammlung jeweils die/den Kandidatin/Kandidaten zur Wahl vorschlagen, die/den er nach sorgfältiger Prüfung und unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation für am geeignetsten für die zu besetzende Position im Aufsichtsrat bewertet. Insofern hat der Aufsichtsrat implizit schon immer ein „Kompetenzprofil“ für die zu besetzende Vakanz im Aufsichtsrat definiert und wird dies auch weiterhin tun. Selbstverständlich hat und wird sich der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen von den Auswahlkriterien des Deutschen Corporate Governance Kodex leiten lassen. Ein dauerhaft schriftlich fixiertes Kompetenzprofil für das Gesamtgremium gibt es jedoch auch im Hinblick auf die Größe des Aufsichtsrats nicht.
  • › Ziffer G.17 DCGK 2020: Im Rahmen der Aufsichtsratsvergütung wurden und werden der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht berücksichtigt, da der Aufsichtsrat lediglich einen Prüfungsausschuss gebildet hat, dem sämtliche Aufsichtsratsmitglieder angehören.
  • › Ziffer F.2 DCGK 2020: Die Gesellschaft wird sich bemühen, der Empfehlung Folge zu leisten, dass der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. Die Gesellschaft kann dies jedoch nicht immer gewährleisten, da dies nur mit deutlich erhöhtem personellen und organisatorischen Aufwand und damit nur mit erheblichen Mehrkosten zu erreichen wäre. Die Veröffentlichungen erfolgen daher im Rahmen der gesetzlichen und börsenrechtlichen Fristen.

Berlin, im Februar 2023

YOC AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

23

Angaben zur Vergütung

Der Vergütungsbericht über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 einschließlich des Vermerks des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG, das geltende Vorstandsvergütungssystem gemäß § 87a Absatz 1 und 2 Satz 1 AktG und der aktuelle Beschluss der Hauptversammlung zu diesem Vorstandsvergütungssystem gemäß § 120a Abs. 1 AktG sowie der aktuelle Beschluss der Hauptversammlung zur Aufsichtsratsvergütung gemäß § 113 Absatz 3 AktG sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://yoc.com/de/investor-relations-yoc/management-corporate-governance/ öffentlich zugänglich gemacht worden.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

GRUNDSÄTZLICHES

Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist ein prägendes Element der Unternehmenskultur der YOC AG. Hierzu gehört auch die Integrität im Umgang mit Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten, Behörden, Interessengruppen und sonstigen Stakeholdern sowie der Öffentlichkeit. Die YOC AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland.# Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance ergibt sich somit aus dem deutschen und dem europäischen Recht, insbesondere dem Aktien- und dem Kapitalmarktrecht sowie aus dem Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit davon keine Abweichung erklärt wurde, der Satzung der YOC AG und den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat. Als Dienstleistungskonzern ist die YOC AG darauf angewiesen, durch vorbildliches Verhalten das Vertrauen der Kunden und Geschäftspartner zu gewinnen und zu erhalten. Ziel ist es, glaubhaft, seriös und zuverlässig zu handeln und entsprechend aufzutreten.

TRANSPARENZ

Eine einheitliche, umfassende und zeitnahe Informationspolitik gegenüber Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten, Behörden, Interessengruppen und sonstigen Stakeholdern hat bei der YOC AG einen hohen Stellenwert. Alle Genannten werden von der YOC AG einheitlich, umfassend, zeitnah und grundsätzlich zeitgleich informiert, sofern nicht zwingende gesetzliche Regelungen eine abweichende Vorgehensweise verlangen. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse der YOC AG und des YOC-Konzerns erfolgt durch den Geschäftsbericht, den Halbjahresbericht und die Zwischenberichte. Darüber hinaus werden sogenannte Ad-hoc-Mitteilungen nach Artikel 17 der Marktmissbrauchsverordnung über ein europäisches Medienbündel und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht, soweit dies rechtlich erforderlich ist. Alle Meldungen, Präsentationen und Mitteilungen sowie der aktuelle Finanzkalender sind auf der Internetseite der Gesellschaft (www.yoc.com) unter „Investor Relations“ einsehbar. Meldepflichtige Änderungen der Zusammensetzung der Aktionärsstruktur (Stimmrechts- mitteilungen, §§ 33 ff. WpHG) sowie jedes meldepflichtige Eigengeschäft mit Anteilen oder Schuldtiteln der YOC AG oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten der Personen, die bei der YOC AG Führungsaufgaben wahrnehmen sowie diesen nahestehenden Personen (sog. Directors’ Dealings-Mitteilungen nach Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (Marktmissbrauchsverordnung)), werden ebenfalls von der Gesellschaft veröffentlicht. Die YOC AG führt darüber hinaus die vorgeschriebenen Insiderverzeichnisse gemäß Art. 18 Marktmissbrauchsverordnung. Die jeweils in die Insiderliste aufzunehmenden Personen werden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

RISIKOMANAGEMENT

Der YOC-Konzern ist ein Anbieter von produktbasierter Digital Advertising-Technologie und unterliegt als solcher vielen branchen- und unternehmensspezifischen Chancen und Risiken. Die YOC AG verfügt über ein etabliertes, umfassendes und wirksames System, das dem Unternehmen ermöglicht, Chancen und Risiken über alle Funktionen und Geschäftsprozesse hinweg frühzeitig zu erkennen, zu beurteilen, zu berichten und zu handhaben. Ziel dieses Systems ist es, Risiken systematisch und zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erkennen, die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts sowie ihre möglichen qualitativen und quantitativen Auswirkungen einzuschätzen sowie wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Risikomanagement wird regelmäßig auf der Ebene des Vorstands und des Aufsichtsrats erörtert und weiterentwickelt. Weitere Informationen zum Risikomanagement der Gesellschaft, den speziellen Risiken, denen sie sich ausgesetzt sieht, sowie zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem können dem Risikobericht, der Teil des Konzernlageberichts der Gesellschaft ist, entnommen werden.

Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die YOC AG ist als deutsche Aktiengesellschaft dem deutschen Aktiengesetz unterworfen. Dadurch ist ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben. Im dualen Führungssystem sind Geschäftsleitung (Vorstand) und Geschäftskontrolle (Aufsichtsrat) personell strikt getrennt. Vorstand und Aufsichtsrat haben eigenständige Kompetenzen, da eine gleichzeitige Tätigkeit im Aufsichtsrat und Vorstand rechtlich nicht zulässig ist. Der Vorstand leitet das Unternehmen, während der Aufsichtsrat den Vorstand berät und überwacht. Dabei arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben eng und vertrauensvoll zusammen.

VORSTAND

Der Vorstand leitet die Gesellschaft unter eigener Verantwortung. Dabei ist er an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Unternehmensentwicklung verpflichtet. Zu den Aufgaben des Vorstands gehört es, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens festzulegen und die Geschäftsführung für das Unternehmen wahrzunehmen. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der relevanten Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Sofern es mehrere Vorstandsmitglieder gibt, tragen diese gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung, arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Geschäftsbereichen. Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Amtsperioden von Vorstandsmitgliedern dürfen maximal fünf Jahre betragen, wobei eine mehrmalige Bestellung möglich ist. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorstandsvorsitzenden ernennen. Zurzeit ist der Vorstand der YOC AG mit nur einem Mitglied besetzt. Herr Dirk-Hilmar Kraus ist mit Wirkung zum 10. September 2013 zum Vorstand der YOC AG bestellt worden und hat die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) der Gesellschaft übernommen. Seit 2016 ist Dirk-Hilmar Kraus alleiniges Vorstandsmitglied der YOC AG. Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen und berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und vollständig über wesentliche Sachverhalte in der Geschäftsentwicklung, der Strategie und Planung, der Risikolage des Konzerns sowie über Compliance und berät sich mit dem Aufsichtsrat vor allen wesentlichen strategischen Entscheidungen.

Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Quartalsberichte, der Halbjahres- und der Jahresabschlüsse der YOC AG sowie des Konzernabschlusses. Darüber hinaus berät sich der Vorstand regelmäßig mit den Mitgliedern der zweiten Führungsebene der Gesellschaft. Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet. Die Arbeit des Vorstands wird insgesamt durch die Geschäftsordnung geregelt. In der Geschäftsordnung sind die Grundlagen der Geschäftsführung der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die bei zwei Vorstandsmitgliedern erforderliche Einstimmigkeit bei Vorstandsbeschlüssen enthalten. Die Geschäftsordnung kann auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://yoc.com/de/investor-relations-yoc/management-corporate-governance/ abgerufen werden.

AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat obliegen die Beratung und Überwachung des Vorstands. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft eingebunden. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands bedürfen seiner Zustimmung. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. Dazu zählt auch die von der Gesellschaft einmal jährlich erstellte Unternehmensplanung für das Folgejahr (Budget), die vom Vorstand dem Aufsichtsrat präsentiert, mit diesem erörtert und bei Bedarf angepasst wird. Weiterhin erteilt der Aufsichtsrat, dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, den Prüfungsauftrag. Der Aufsichtsrat hält mindestens vier Sitzungen im Jahr ab. Der Aufsichtsrat der YOC AG besteht aus drei Mitgliedern, von denen keines zuvor dem Vorstand der Gesellschaft angehörte. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt. Die YOC AG hat mit Wirkung zum 01. Juli 2021 einen Prüfungssauschuss bestehend aus allen drei Aufsichtsratsmitgliedern gebildet. Der Aufsichtsrat hat einstimmig beschlossen, dass Herr Graf Lambsdorff den Vorsitz des Prüfungsausschusses übernimmt. Der Aufsichtsrat der YOC AG hat aufgrund seiner Größe keine weiteren Ausschüsse gebildet. Im Prüfungsausschuss hat Herr Graf Lambsdorff als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht den gesetzlich geforderten Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung. Herr Dr. Breuel verfügt aufgrund seiner langjährigen Managementerfahrung als Vorstandsvorsitzender in internationalen Konzernen den gesetzlich geforderten Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung. Die Arbeitsweise des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden gewöhnlich in Präsenzsitzungen gefasst; darüber hinaus sind auch schriftliche, telefonische, fernschriftliche oder mithilfe sonstiger Telekommunikationsmittel durchgeführte Sitzungen und Beschlussfassungen möglich. Der Vorstand der Gesellschaft nimmt bei Bedarf an den Sitzungen teil, bei Bedarf werden auch weitere Mitglieder des erweiterten Managements der Gesellschaft zu den Sitzungen geladen. Entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 tagt der Aufsichtsrat auch regelmäßig ohne den Vorstand. Tagesordnung und Beschlussanträge für die Aufsichtsratssitzungen werden mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf vor den Sitzungen schriftlich an alle Teilnehmer kommuniziert. Bei der Notwendigkeit von kurzfristigen Beschlüssen werden solche gegebenenfalls im schriftlichen Umlaufverfahren getroffen. Alle Aufsichtsratssitzungen und -beschlussfassungen werden schriftlich protokolliert. Der Aufsichtsratsvorsitzende erläutert jährlich die Tätigkeit des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung in seinem Bericht an die Hauptversammlung, welcher im Geschäftsbericht der Gesellschaft abgedruckt wird. Der Aufsichtsrat beurteilte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 im Rahmen einer Selbstbeurteilung, wie wirksam der Aufsichtsrat seine Arbeit erfüllt.Im Rahmen der Selbstbeurteilung diskutierte das Gremium die im abgelaufenen Jahr geleistete Arbeit im Aufsichtsrat, die Zusammenarbeit, den Informationsfluss, Organisation und Durchführung der Sitzungen sowie das Risikomanagement und die Rechnungslegung sowie die Strategieentwicklung im Aufsichtsrat und Vorstand. Dabei erfolgte die Selbstbeurteilung auf Grundlage ausführlicher Fragebögen sowie Befragungsgesprächen mit sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Erörterungen komplexerer Fragestellungen sowie Vertiefung der gewonnenen Erkenntnisse und Beobachtungen. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder des Aufsichtsrats Herr Dr. Nikolaus Breuel, Herr Konstantin Graf Lambsdorff und Herr Sacha Berlik unabhängig im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Diversitätskonzept

Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG haben bislang kein eigenständiges Diversitätskonzept gemäß § 289f Abs. 2 Nr. 6 HGB aufgestellt im Hinblick auf die Zusammensetzung des vertretungsberechtigten Organs und des Aufsichtsrats in Bezug auf Aspekte wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Bildungs- oder Berufshintergrund. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass neben den Zielsetzungen für die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat und den bisher im Unternehmen umgesetzten und angestrebten Maßnahmen zur Förderung der Vielfältigkeit ein zusätzliches Diversitätskonzept keinen substanziellen Mehrwert mit sich bringt. Vorstand und Aufsichtsrat werden im Geschäftsjahr 2023 jedoch erneut prüfen, ob ein eigenständiges Diversitätskonzept erstellt wird.

Festlegungen zur Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Aufgrund der Änderung des Aktiengesetzes durch das „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ hat der Aufsichtsrat von Gesellschaften, die börsennotiert sind oder der Mitbestimmung unterliegen, den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand festzulegen (§ 111 Abs. 5 AktG). Liegt der Frauenanteil bei Festlegung der Zielgrößen unter 30 Prozent, so dürfen die Zielgrößen den jeweils erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig sind Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen, die fünf Jahre nicht überschreiten dürfen (§ 111 Abs. 5 Satz 3 und 4 AktG).

FRAUENANTEIL IM AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat der YOC AG hat im Juni 2022 beschlossen, dass für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum Stichtag 30. Juni 2027 eine Zielgröße von 25 % (entspricht einem weiblichen Aufsichtsratsmitglied) angestrebt werden sollte. Die Zielfestlegung geht dabei von einer Vergrößerung des Aufsichtsrats auf vier Mitglieder aus.
27
Dem Aufsichtsrat der YOC AG gehörten zum Ablauf des bis zum 30. Juni 2022 laufenden Zielfestlegungszeitraums keine Frauen an. Dies entsprach der bis dahin geltenden Zielfestlegungsquote. Dem Aufsichtsrat der YOC AG gehören auch gegenwärtig keine Frauen an.

FRAUENANTEIL IM VORSTAND

Der Aufsichtsrat der YOC AG hat ebenfalls beschlossen, dass für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2027 die Zielgröße hinsichtlich des Frauenmindestanteils im Vorstand mit mindestens 50 Prozent (entspricht einem weiblichen Vorstandsmitglied) festgelegt wird. Die Zielfestlegung geht dabei von einer Vergrößerung des Vorstands auf zwei Mitglieder aus. Dem Vorstand der YOC AG gehörten zum Ablauf des bis zum 30. Juni 2022 laufenden Zielfestlegungszeitraums keine Frauen an. Dies entsprach der bis dahin geltenden Zielfestlegungsquote. Dem Vorstand der YOC AG gehören auch gegenwärtig keine Frauen an.

FRAUENANTEIL IN DEN BEIDEN FÜHRUNGSEBENEN UNTERHALB DES VORSTANDS

Der Vorstand der YOC AG hatte beschlossen, dass bis zum 30. Juni 2022 der Frauenanteil der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands mindestens 20 % betragen soll. Zum Fristlablauf war keine Direktorenposition mit einer Frau besetzt. Aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels ist es der YOC AG im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 nicht gelungen, etwaige Vakanzen im Management mit einer Frau zu besetzen. Der Vorstand der YOC AG hat beschlossen, dass bis zum 30. Juni 2027 der Frauenanteil der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands mindestens 33 % beziehungsweise 3 Personen betragen soll. Die erste Führungsebene unterhalb des Vorstandes umfasst die Direktorenebene. Mit der gleichen Umsetzungsfrist 30. Juni 2022 sollte der Frauenanteil der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands einen Anteil von 20 % nicht unterschreiten. Zum 30. Juni 2022 waren 25 % dieser Positionen mit Frauen besetzt. Mit der Umsetzungsfrist 30. Juni 2027 soll der Frauenanteil der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands einen Anteil von 33 % nicht unterschreiten. Zur zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstandes gehört die „Head of“-Ebene.

Berlin, 14. April 2023

gez. Dirk-Hilmar Kraus
Vorstand der YOC AG

28

Konzerngesamterfolgsrechnung

…..……………………..………………………….. 2

Konzernbilanz

…………………………………………………………...…………………….… 3

Konzernkapitalflussrechnung

…………………………………………...…………..…. 4

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

…………………………………………...………………... 5

Anhang zum Konzernabschluss

………………………………………………………. 6

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

………………………...………….…..45

1 Anhang

2022 2021
Alle Angaben in EUR
Umsatzerlöse 6.1 23.434.384
Aktivierte Eigenleistungen 6.2 638.020
Sonstige betriebliche Erträge 6.3 456.606
Gesamtleistung 24.529.010
Materialaufwand 6.4 13.001.306
Personalaufwand 6.5 5.553.781
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.6 2.506.090
Operatives Ergebnis vor Abschreibungen 3.467.833
Abschreibungen 7.1/7.2/7.3/7.4 1.138.842
Operatives Ergebnis 2.328.991
Finanzerträge 56.290
Finanzaufwendungen 95.370
Finanzergebnis 6.7 -39.080
Ergebnis vor Steuern 2.289.911
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.8 385.693
Latenter Steuerertrag 6.8 431.637
Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche 2.335.856
Ergebnis nach Steuern nicht fortgeführte Geschäftsbereiche 5.1 0
Ergebnis nach Steuern 2.335.856
Konzernperiodenergebnis 2.335.856
Ergebnis je Aktie
Ergebnis je Aktie unverwässert 6.9 0,67
Ergebnis je Aktie verwässert 6.9 0,67
Ergebnis je Aktie fortzuführende Geschäftsbereiche
Ergebnis je Aktie unverwässert 6.9 0,67
Ergebnis je Aktie verwässert 6.9 0,67

Konzerngesamtergebnisrechnung

2022 2021
Ergebnis nach Steuern 2.335.856 2.065.226
Effekte, die künftig in die Gewinn- und Verlustrechnung 9 reklassifiziert werden können:
Unrealisierte Ergebnisse aus der Währungsumrechnung -7.424 2.197
Sonstiges Ergebnis -7.424 2.197
Konzerngesamtergebnis 2.328.432 2.067.423

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Kennzahlen können aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten.

Anhang

31.12.2022 31.12.2021
Alle Angaben in EUR
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 4.190.181 2.927.846
Sachanlagen 7.1 186.550
Geschäfts- oder Firmenwert 7.2 551.283
Immaterielle Vermögenswerte 7.3 2.164.075
Nutzungsrechte aus Leasing 7.4 597.215
Aktive latente Steuern 6.8 691.058
Kurzfristige Vermögenswerte 7.371.910 7.016.097
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.5 5.460.402
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.5 208.247
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.6 1.703.261
Summe Vermögenswerte 11.562.091 9.943.943
Passiva
Eigenkapital 1.707.001 -621.432
Gezeichnetes Kapital 7.7 3.476.478
Kapitalrücklage 7.7 22.053.357
Kumulierte Verluste 7.7 -23.823.223
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen 7.7 389
Langfristige Schulden 864.577 843.490
Rückstellungen 7.8 100.425
Verbindlichkeiten aus Leasing 7.9 345.970
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.9 122.667
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 6.8 295.515
Kurzfristige Schulden 8.990.513 9.721.885
Erhaltene Anzahlungen 7.9 120.812
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.9 3.014.058
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.9 37.316
Sonstige Verbindlichkeiten 7.9 589.044
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.9 4.592.805
Verbindlichkeiten aus Leasing 7.9 331.234
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 6.8 305.244
Summe Eigenkapital und Schulden 11.562.091 9.943.943

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Kennzahlen können aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten.

Anhang

2022 2021
Alle Angaben in EUR
Konzernperiodenergebnis fortzuführende Geschäftsbereiche 6.10 2.335.856
Konzernperiodenergebnis nicht fortgeführte Geschäftsbereiche 5.1 0
Abschreibungen 1.138.842
Erfolgswirksam erfasste Steuern 385.693
Latenter Steuerertrag -431.637
Erfolgswirksam erfasste Zinsen 39.080
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 8.843
Ergebnis aus Entkonsolidierungen 0
Cash-Earnings 8.1 3.476.677
Veränderungen Forderungen und sonstiger Aktiva -410.048
Veränderungen Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva -248.671
Veränderungen Rückstellungen 27.149
Gezahlte Zinsen -51.561
Gezahlte Zinsen aus Leasing -46.711
Gezahlte Steuern -295.540
Operativer Cash-Flow 8.1 2.451.295
Akquisition von Tochterunternehmen (abzüglich erworbener Zahlungsmittel) 3.2 -257.121
Investitionen in Sachanlagen -101.508
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -82.485
Auszahlungen für Entwicklungskosten -1.000.758
Veräußerungen von Sachanlagen 2.008
Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten 8.1 -1.439.864
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -372.935
Darlehensrückzahlungen -728.074
Inanspruchnahme Betriebsmittellinie 624.387
Rückführung Betriebsmittellinie -624.387
Ablösung von Wandelschuldverschreibungen 0
Nettozunahme/-abnahme -89.578
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 8.2 1.792.839
Finanzmittelfonds zum Ende der Berichtsperiode 8.2 1.703.261

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Kennzahlen können aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten.

Unterschieds- betrag aus Gezeichnetes Kapital- Kumulierte Währungs- Eigene Gesamt
Alle Angaben in EUR Kapital rücklage Verluste umrechnungen Aktien
per 01.01.2021 3.292.978 20.961.224
Ergebnis nach Steuern 6.10 0
Unterschiedsbetrag aus 4.3/9 0
Währungsumrechnungen
Gesamtergebnis 9 0
Ausübung YOC Wandelanleihe 2018-2022 7.7 183.500
per 31.12.2021 3.476.478
Unterschieds- betrag aus Gezeichnetes Gezeichnetes Kapital- Kumulierte Währungs- Eigene Gesamt
Kapital Kapital rücklage Verluste umrechnungen Aktien
per 01.01.2022 3.476.478 22.053.357
Ergebnis nach Steuern 6.10 0
Unterschiedsbetrag aus 4.3/9 0
Währungsumrechnungen
Gesamtergebnis 9 0
per 31.12.2022 3.476.478

» Es bestehen keine Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Kennzahlen können aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten.

1. Allgemeine Informationen ................................................................................................................ 8

2. Anwendung von neuen und geänderten Standards ..................................................................... 8

2.1 Im laufenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen...8

2.2 Veröffentlichte Rechnungslegungsverlautbarungen................................................................................8

2.3 Neue Rechnungslegungsvorschriften, bei denen die Anerkennung durch die EU noch aussteht (Endorsement-Verfahren) ... 9

3. Konsolidierung................................................................................................................................... 9

3.1 Konsolidierungsgrundsätze................................................................................................................................9

3.2 Konsolidierungskreis..............................................................................................................................................9

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.................................................................................11

4.1 Allgemeine Grundsätze..................................................................................................................................... 11

4.2 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten .................................... 15

4.3 Währungseffekte und Währungsumrechnung........................................................................................ 18

4.4 Zinseffekte.............................................................................................................................................................. 19

5. Ergebnis nicht fortgeführte Geschäftsbereiche............................................................................20

6. Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung.................................................................21

6.1 Umsatzerlöse ........................................................................................................................................................ 21

6.2 Aktivierte Eigenleistungen................................................................................................................................ 21

6.3 Sonstige betriebliche Erträge.......................................................................................................................... 21

6.4 Materialaufwand ................................................................................................................................................. 22

6.5 Personalaufwand ................................................................................................................................................ 22

6.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen.......................................................................................................... 22

6.7 Zinsen....................................................................................................................................................................... 23

6.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ................................................................................................. 23

6.9 Ergebnis je Aktie .................................................................................................................................................. 26

6.10 Segmentberichterstattung ............................................................................................................................ 26

7. Erläuterungen zu den einzelnen Konzernbilanz Positionen........................................................29

7.1 Sachanlagen.......................................................................................................................................................... 29

7.2 Geschäfts- oder Firmenwerte......................................................................................................................... 30

7.3 Immaterielle Vermögenswerte ....................................................................................................................... 30

7.4 Nutzungsrechte aus Leasing........................................................................................................................... 31

7.5 Forderungen und sonstige Vermögenswerte ........................................................................................... 32

7.6 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten................................................................................ 34

7.7 Eigenkapital ........................................................................................................................................................... 34

7.8 Rückstellungen und aktienbasierte Vergütung........................................................................................ 34

7.9 Verbindlichkeiten ................................................................................................................................................. 35

7.10 Sonstige Angaben zu den Finanzinstrumenten .................................................................................... 36

8. Erläuterungen zur Cash-Flow Rechnung......................................................................................39

8.1 Cash-Flow der einzelnen Tätigkeiten .......................................................................................................... 39

8.2 Finanzmittelfonds................................................................................................................................................ 40

9. Erläuterungen zu den Kapitalveränderungen ...............................................................................40

10. Sonstige Erläuterungen ................................................................................................................40

10.1 Haftungsverhältnisse, Gewährleistungen, Eventualverbindlichkeiten oder Ähnliches.......... 40

10.2 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.......................................................................................................... 41

10.3 Finanzrisikomanagement .............................................................................................................................. 41

10.4 Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ............................. 43

10.5 Bezüge des Aufsichtsrates und des Managements ............................................................................ 44

10.6 Honorar des Wirtschaftsprüfers ................................................................................................................. 45

10.7 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex................................................................. 45

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Die YOC AG ist ein in Berlin, Greifswalder Str. 212, Deutschland, ansässiges Unternehmen, das als Anbieter für Digital Advertising Technology international tätig ist. Die YOC AG ist unter der Kennnummer WKN: 593273 / ISIN: DE 0005932735 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (HRB 77285) eingetragen.

Der Konzernabschluss der YOC AG zum 31. Dezember 2022 ist unter Anwendung des § 315e HGB gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt worden. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Vorstand der YOC AG hat den Konzernabschluss am 14. April 2023 aufgestellt und zur Vorlage an den Aufsichtsrat des YOC-Konzerns freigegeben.

2.1 Im laufenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Im laufenden Geschäftsjahr 2022 wurden sämtliche ab dem 01. Januar 2022 verpflichtend anzuwendende Standards beachtet.## 2.2 Veröffentlichte Rechnungslegungsverlautbarungen

Die folgenden Verlautbarungen zur Finanzberichterstattung, die vom IASB herausgegeben wurden, sind noch nicht in Kraft (oder wurden von der Europäischen Union noch nicht zur Anwendung freigegeben) und wurden von der YOC AG noch nicht übernommen. Der Vorstand der YOC AG geht davon aus, dass die aufgeführten Standards und Interpretationen bei Vorliegen entsprechender Anwendungsfälle in dem Konzernabschluss des Geschäftsjahres angewendet werden, in dem sie verpflichtend anzuwenden sind.

Standard Änderungen / Interpretationen Zeitpunkt des Voraussichtliche Inkrafttretens Auswirkungen
IAS 1 Definition wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Änderungen an IAS 1, Practice Statement 2) 01. Januar 2023 in Prüfung
IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen (Änderungen an IAS 8) 01. Januar 2023 unwesentlich
IAS 12 Einschränkung der „Initial Recognition Exemption (IRE) (Änderungen an IAS 12) 01. Januar 2023 unwesentlich
IFRS 17 Versicherungsverträge (neuer Standard) 01. Januar 2023 unwesentlich

2.3 Neue Rechnungslegungsvorschriften, bei denen die Anerkennung durch die EU noch aussteht (Endorsement-Verfahren)

Der IASB und das IFRIC haben im Geschäftsjahr 2022 sowie in den Vorjahren weitere Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2022 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser IFRS setzt die noch ausstehende Anerkennung durch die EU voraus.

Standard Änderungen / Interpretationen Zeitpunkt des Voraussichtliche Inkrafttretens Auswirkungen
IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig (Änderungen an IAS 1) 01. Januar 2024 unwesentlich
IAS 1 Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen (Änderungen an IAS 1) 01. Januar 2024 unwesentlich
IFRS 16 Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Leaseback-Transaktion (Änderungen an IFRS 16) 01. Januar 2024 unwesentlich

3.1 Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss beinhaltet die von der YOC AG beherrschten Tochtergesellschaften. Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss beginnt ab dem Zeitpunkt, an dem die YOC AG die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der YOC-Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Sämtliche konzerninternen Erträge und Aufwendungen wie auch die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Vermögenswerte und Schulden sowie Eigenkapital werden vollständig eliminiert.

3.2 Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis des YOC-Konzerns umfasst zum 31. Dezember 2022 die nachstehenden fünf Gesellschaften:

Vollkonsolidierte Gesellschaften Anteil Gehalten in % Seit über dem Inland Nr. Dem Konzern seit
1. YOC AG, Berlin 100 - - -
2. YOC Germany GmbH, Berlin 100 1 11.03.2009 -
Ausland
3. YOC Central Eastern Europe GmbH, Wien, Österreich 100 1 01.06.2009 -
4. YOC Poland Sp. z o.o., Warschau, Polen 100 1 04.04.2019 -
5. YOC Switzerland AG, Zürich, Schweiz 100 1 01.02.2022 -

Die YOC AG hat am 26. Januar 2022 die hundertprozentige Übernahme der Gesellschaftsanteile der in Zürich, Schweiz, ansässigen theINDUSTRY AG bekannt gegeben. Der Kaufpreis in Höhe von insgesamt 389 TEUR ist vollständig aus dem laufenden Cash-Flow der YOC AG finanziert worden. Die Transaktionskosten für der Erwerb der theINDUSTRY AG betrugen insgesamt 38 TEUR. Die Integration in den YOC-Konzern bietet beiden Unternehmen das Potenzial, schnelles und nachhaltiges Wachstum zu generieren und entsprechende Synergien zu realisieren. Im März 2022 erfolgte die handelsrechtliche Umfirmierung der Gesellschaft auf den Namen YOC Switzerland AG. Im Zuge dieser Unternehmenstransaktion erfolgte die Bilanzierung von Aktiva in Höhe von 393 TEUR sowie Passiva in Höhe von 557 TEUR in den Konzernabschluss der YOC AG und setzen sich wie folgt zusammen:

Aktiva TEUR Passiva TEUR
Sachanlagen 14 Verbindlichkeiten aus Leasing 211
Nutzungsrechte aus Leasing 211 Übrige Verbindlichkeiten 346
Forderungen und Sonstige finanzielle Vermögenswerte 36
davon langfristig 214
Kasse 132
Summe 393 Summe 557

Im Ergebnis resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 551 TEUR. Die YOC Switzerland AG hat seit dem Erwerbszeitpunkt 1.180 TEUR zu den Umsatzerlösen sowie -37 TEUR zum Konzernperiodenergebnis des YOC-Konzerns beigetragen. Hätte der Erwerb der YOC Switzerland AG bereits zum 01. Januar 2022 stattgefunden, hätten die Konzernumsatzerlöse 1.184 TEUR sowie -130 TEUR Konzernperiodenergebnis für das Gesamtjahr 2022 enthalten. Die YOC AG hat mit den Gründern und Geschäftsführern der YOC Switzerland AG (ehemals theINDUSTRY AG) eine erfolgsabhängige am Unternehmensverbleib gekoppelte Vergütung in Abhängigkeit der operativen Ergebnisse der Geschäftsjahre 2023 bis 2025 vereinbart, welche über die Laufzeit jährlich passiviert werden und sich voraussichtlich auf insgesamt bis zu 220 TEUR belaufen. Zum Bilanzstichtag wurden hieraus 48 TEUR passiviert.

4.1 Allgemeine Grundsätze

Die YOC AG fungiert als Konzernobergesellschaft, die unmittelbar zu 100 % an sämtlichen Tochterunternehmen des YOC-Konzerns beteiligt ist. Die Geschäftsjahre entsprechen für sämtliche Konzerngesellschaften dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens erstellt. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ nach dem Prinzip der Fristigkeit. Die Bilanzposten werden folglich in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einem Jahr haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden – soweit nicht anders dargestellt – zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in TEUR angegeben. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rundungsdifferenzen kommen. Die Darstellung der Gesamterfolgsrechnung erfolgt in zwei gesonderten Aufstellungen, der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren und der Gesamtergebnisrechnung. Auf den Konzernabschluss werden die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Sachanlagen

Sachanlagen werden mit ihren historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und planmäßig linear gemäß ihren erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern (zwischen 3 und 8 Jahren) abgeschrieben. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird zusätzlich ein Wertminderungstest durchgeführt. Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten neben erworbenen immateriellen Vermögenswerten auch selbst erstellte immaterielle Posten. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten und, soweit zutreffend, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Hierunter fallen sowohl die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen immateriellen Vermögenswerte, soweit sie die Aktivierungsvoraussetzungen des IFRS 3 erfüllen.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ erfüllen, werden mit den während der Entwicklungsphase dieser Vermögenswerte verursachten Herstellungskosten bewertet. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten sowie zusätzlich einen intern kalkulierten Gemeinkostenschlüssel. Nicht aktivierbare Entwicklungskosten werden in den Perioden, in denen sie anfallen, vollständig als Aufwand erfasst.

Sofern immaterielle Vermögenswerte keine unbestimmte Nutzungsdauer aufweisen, werden sie linear über die jeweilige erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Falle selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte beginnt die Abschreibung ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung der Vermögenswerte. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird zusätzlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Sofern Wertminderungen vorliegen, werden immaterielle Vermögenswerte auf ihren erzielbaren Betrag abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen:

Nutzungsdauer in Jahren
Selbst erstellte Software
Erworbene Software und Lizenzen

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile und der früher gehaltenen Anteile über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss den Erwartungen zufolge profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden nach IFRS 9 der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet und zum Transaktionspreis angesetzt. In den Vertragsvermögenswerten (Contract Assets) sind die erbrachten, zum Stichtag noch nicht fakturierten Umsatzerlöse enthalten. 12 Die Vertragsvermögenswerte werden aus Wesentlichkeitsgründen unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten – sofern erforderlich – unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen, die sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und des geschätzten künftigen Cash-Flows, die aus dieser Forderung zu erwarten sind, ergeben. Verluste aus einer Wertminderung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bei sonstigen Vermögenswerten, die keine Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 7 sind, erfolgt der Erstansatz zu Anschaffungskosten. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertminderungen folgebewertet. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte durch die Anwendung von IFRS 9 die Bildung einer erwarteten Ausfallquote (expected credit loss, ECL). Wertminderungen für weitere Finanzinstrumente wurden nicht gebildet. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten wendet der Konzern eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an, die auf seiner bisherigen Erfahrung sowie zukunftsbezogener Faktoren mit Kreditverlusten basiert. Sämtliche ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten umfassenden Zahlungsmittel werden nach IFRS 9 der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet. Unter den Zahlungsmitteläquivalenten werden kurzfristige Geldanlagen mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu 90 Tagen zusammengefasst, die ein geringes Wertschwankungsrisiko aufweisen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalwert bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden und den Wertansätzen des Konzernabschlusses sowie auf Verlustvorträge gebildet, um zukünftige Steuerbelastungen und -entlastungen zutreffend zu erfassen. Für die Bewertung der Steuerlatenzen wurden die erwarteten Steuersätze auf Basis der aktuellen Fassung der Gesetze zum Ende des Geschäftsjahres herangezogen. Dabei wurden für die Steuerberechnungen die individuellen Gegebenheiten der einzelnen rechtlichen Einheiten berücksichtigt. Für ausländische Gesellschaften wurden die jeweiligen länderspezifischen Steuersätze verwendet. Latente Steuerschulden werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Aktive latente Steuern wurden in den Fällen angesetzt, in denen ihre Realisierbarkeit in naher Zukunft hinreichend sicher erscheint. Die Aktivierung des Steuereffekts von steuerlichen Verlustvorträgen erfolgte in dem Umfang, in dem eine künftige Nutzung der Verlustvorträge wahrscheinlich ist. Für die Ermittlung der aktiven latenten Steuern wird die kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung im Hinblick auf die zukünftige steuerliche Ertragssituation des YOC- Konzerns herangezogen. Im Konzernabschluss 2022 ist die zu erwartende steuerliche Verlustverrechnung für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 berücksichtigt. 13 Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Aktive und passive latente Steuern werden in dem Umfang saldiert, in dem ein Rechtsanspruch auf Aufrechnung gegen dieselbe Steuerbehörde besteht.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn die Verpflichtung wahrscheinlich zu einem zukünftigen Ressourcenabfluss führt und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt zum erwarteten Erfüllungsbetrag, wobei langfristige Rückstellungen zum Barwert angesetzt werden. Für die Berechnung des Barwertes werden die Rückstellungen auf Basis eines risiko- und laufzeitadäquaten Marktzinses auf den Bilanzstichtag diskontiert.

Erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten und Steuerschulden

Die im Anhang erläuterten Verbindlichkeiten umfassen erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Steuerschulden sowie Leasingverbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IFRS 7 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzschulden und Verbindlichkeiten aus nicht erhaltenen Eingangsrechnungen. In den Verbindlichkeiten sind gemäß IFRS 15 Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen (Contract Liability), die aus Leistungsverpflichtungen gegenüber den Kunden resultieren, enthalten. Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Folgebewertung langfristiger Verbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Die Folgebewertung kurzfristiger Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag ohne Abzinsung. Der Ansatz von Steuerschulden erfolgt in Höhe der erwarteten Steuerzahlungen.

Umsatzerlöse

Der YOC-Konzern generiert seine Umsatzerlöse aus der Erbringung von Digital Advertising- Dienstleistungen und werden in Umsätze mit Direktkunden und programmatische Umsatzerlöse aufgeteilt. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Der YOC-Konzern schließt Verträge mit Werbetreibenden (Umsätze aus Direktgeschäft) sowie mit den an die Technologieplattform VIS.X® angeschlossenen Einkaufsplattformen (programmatische Umsätze) ab. Der YOC-Konzern legt die Verkaufspreise der verkauften Werbemittel nach eigenem Ermessen fest, erbringt wesentliche technische Integrationsleistungen, um die Auslieferung der digitalen Werbekampagnen zu ermöglichen, führt überwiegend Abrechnungs- und Inkassoaktivitäten durch und erfüllt Werbedienstleistungen eigenverantwortlich auf eigenen Namen und eigener Rechnung. Zudem kontrolliert der YOC-Konzern zu jeder Zeit den wirtschaftlichen Zugriff auf das Werbeinventar der Publisher. Infolgedessen agiert der YOC-Konzern als Prinzipal und weist daher die Umsatzerlöse und entsprechenden Kosten brutto aus. 14 Die Leistungserbringung erfolgt mit Auslieferung der Werbedienstleistungen basierend auf den mit den Advertisern getroffenen Vereinbarungen. Die Anzahl ausgelieferter Werbeformate stellt die Basis zur Berechnung der Umsatzerlöse dar. Auslieferungen werden üblicherweise in Werbemitteleinblendungen (Ad-Impressions), Clicks, Downloads oder sonstigen Aktionen der mobilen Internetnutzer gemessen. Auslieferungen erfolgen mittels eigens vom YOC-Konzern entwickelten Softwareapplikationen und Werbeformaten. Die Ad-Impressions werden vorwiegend mittels CPM (Cost per Mille oder Tausenderkontaktpreis) gegenüber den Advertisern abgerechnet. Weiterhin kommen die erfolgsbasierten Abrechnungs- methoden CPC (Cost per Click), CPCV (Cost per Completed View) sowie ferner CPI (Cost per Install) zur Anwendung. Die zugehörigen Publishervergütungen werden periodengerecht als bezogene Leistungen im Materialaufwand ausgewiesen. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung bewertet und um Beträge aus Bonusvereinbarungen mit Kunden, gewährte Rabatte oder ähnliche Abzüge gekürzt.

Zinsen

Zinserträge und -aufwendungen werden erfolgswirksam gemäß der Effektivzinsmethode erfasst.

Leasing

Die Nutzungsrechte sowie die korrespondierenden Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen werden bilanziert. Nutzungsrechte aus Leasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses zum Barwert aktiviert und linear über die Laufzeit in den Abschreibungen erfasst. Der YOC-Konzern berücksichtigt auch kurzfristige sowie geringwertige Leasingverhältnisse. Leasingverbindlichkeiten werden ab der Nutzung zum Barwert der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen angesetzt und mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz bewertet. Die Fortschreibung erfolgt gemäß der Effektivzinsmethode. Die Zinsaufwendungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Für Verbindlichkeiten gegenüber dem Leasinggeber wird ein entsprechender Betrag unter den Verbindlichkeiten passiviert. Tilgungen dieser Verbindlichkeiten werden in der Kapitalflussrechnung im Cash-Flow aus Finanztätigkeit dargestellt.# 4.2 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen, welche die Zukunft betreffen und naturgemäß nicht den später eintretenden Verhältnissen entsprechen müssen. Diese Annahmen und Einschätzungen wirken sich auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden sowie von Erträgen und Aufwendungen aus. Die Einschätzungen und Annahmen dieses Konzernabschlusses beruhen auf Erfahrungswerten sowie weiteren Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als plausibel und kaufmännisch vernünftig angesehen werden. Da Annahmen und Schätzungen von tatsächlichen Werten abweichen und einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können, unterliegen Annahmen und Einschätzungen einer regelmäßigen Überprüfung.

15 Wesentliche Schätzungen und Annahmen werden insbesondere bei den folgenden Sachverhalten getroffen:

Erfassung von Umsatzerlösen

Im Rahmen der Anwendung des IFRS 15 hat der YOC-Konzern eine Einschätzung hinsichtlich der Erfassung der Umsatzerlöse als Prinzipal oder als Agent vorgenommen. Hierbei wurden seitens des YOC-Konzerns die Anforderungen des IFRS 15 an eine Prinzipalstellung einer Analyse hinsichtlich des Geschäftsmodells des YOC-Konzerns unterzogen. Wesentliche Elemente, die im Rahmen der Ermessensentscheidung berücksichtigt wurden, waren dabei insbesondere die Würdigung des wesentlichen Umfangs an Integrationsleistungen, die vom YOC-Konzern erbracht werden, die Übernahme des Leistungsstörungs- und Ausfallrisikos für die vollständige Werbedienstleistung und die Fähigkeit des YOC-Konzerns, den Preis mit Werbetreibenden festzulegen.

Mit zunehmender Bedeutung des so genannten Header Bidding- Verfahrens steigt für den YOC-Konzern das Inventar-Risiko. Dies besteht für den YOC-Konzern nunmehr darin, dass die vom Publisher angebotene Ad-Impression erst durch den YOC-Konzern ersteigert und gekauft werden muss, bevor diese wiederum dem Werbetreibenden (Advertiser) zum Verkauf angeboten werden können. Entsprechend dieser Ermessensentscheidung tritt der YOC-Konzern als Prinzipal auf und weist im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von 23.434 TEUR (2021: 18.836 TEUR) aus. Im Materialaufwand werden Vergütungen an Publisher in Höhe von 11.390 TEUR (2021: 9.334 TEUR) ausgewiesen. Eine abweichende Entscheidung hätte zu einer Erfassung des Differenzbetrages zwischen den Umsatzerlösen und den Vergütungen an Publisher als Umsatzausweis in Höhe von 12.044 TEUR (2021: 9.502 TEUR) geführt.

Der Abschluss von Agenturverträgen und den damit verbundenen Agenturrückvergütungen sind in der Werbeindustrie von besonderer Bedeutung. Diese stellen eine Art jährliches Minimumeinkaufsvolumen mit den jeweiligen Mediaagenturen dar. Im Gegenzug erhalten diese eine vertraglich vereinbarte Rückvergütung im Folgejahr.

Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten

Der YOC-Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Beim Impairment-Test ist der Buchwert des Vermögenswerts dem korrespondierenden erzielbaren Betrag gegenüberzustellen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Dabei ermittelt der Konzern ausschließlich einen der beiden Werte, wenn dieser den Buchwert bereits übersteigt.

Ein im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Wertminderungstests ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmens- zusammenschluss den Erwartungen zufolge profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird definiert als die kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die von anderen Vermögenswerten unabhängige Mittelzuflüsse generiert. Übersteigt der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweils erzielbaren Betrag, so ist die zahlungsmittelgenerierende Einheit wertgemindert und wird auf ihren erzielbaren Betrag abgeschrieben. Wertminderungsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Perioden nicht aufgeholt werden.

16 Geschäfts- oder Firmenwerte

Die YOC AG ermittelt als Grundlage für den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (YOC Switzerland AG) den Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftig zu erwartenden Netto-Cash-Flows dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die YOC AG hat für einen Detailplanungszeitraum von drei Jahren die Netto-Cash-Flows auf Basis der genehmigten Budgetplanung geschätzt. Die YOC AG geht in diesem Detailplanungszeitraum von einem starken Wachstum von im Durchschnitt 34 % aus, dabei wird insbesondere für das Geschäftsjahr 2023 von einem besonders starken Wachstum ausgegangen. Die sich anschließende ewige Rente wird mit einer Wachstumsrate von 2 % fortentwickelt. Als Abzinsungszinssatz vor Steuern wurden 10 % verwendet. Ein Wertminderungsbedarf hat sich daraus nicht ergeben.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Dabei werden die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit und die Ergebnisauswirkungen aus der Umkehrung von zuversteuernden temporären Differenzen einbezogen. Auf Basis des geplanten künftigen steuerpflichtigen Einkommens beurteilt die Unternehmensleitung zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern. Da künftige Unternehmensentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch die Unternehmensleitung entziehen, sind Annahmen zur Schätzung von künftigem steuerpflichtigem Einkommen sowie über den Zeitpunkt der Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich.

Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung sowie der Planungsgenauigkeit der Vorjahre ist im Konzernabschluss 2022 die zu erwartende steuerliche Verlustverrechnung für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 berücksichtigt worden. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Bildung steuerlicher Verlustverrechnung hingegen lediglich für das Geschäftsjahr 2022. Im Zuge dessen erhöhte sich das Konzernperiodenergebnis im Geschäftsjahr 2022 um 322 TEUR zusätzlich.

Schätzgrößen werden in der Periode angepasst, in der ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen. Sofern die Unternehmensleitung davon ausgeht, dass aktive latente Steuern teilweise oder vollständig nicht realisiert werden können, erfolgt eine Wertberichtigung in entsprechender Höhe. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen werden unter Berücksichtigung der künftigen Realisierbarkeit angesetzt. Die nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibenden aktiven latenten Steuern wurden dabei auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 625 TEUR (2021: 259 TEUR) sowie auf temporäre Differenzen in Höhe von 66 TEUR (2021: 0 TEUR) angesetzt. Weiterführende Angaben sind der Anhangangabe unter Gliederungspunkt 6.8 zu entnehmen.

Entwicklungskosten

Der Konzern aktiviert die Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ erfüllen. Für die Aktivierung selbst erstellter Software werden die direkt zurechenbaren Personalkosten zuzüglich eines Gemeinkostenschlüssels zugrunde gelegt. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Die selbst erstellte Software wird mit den während der Entwicklungsphase dieser Vermögenswerte verursachten Herstellungskosten bewertet.

17 Der YOC-Konzern konzentrierte seine Entwicklungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2022 auf die Weiterentwicklung von VIS.X®. Zudem erfolgte im Geschäftsjahr 2022 die Weiterentwicklung des Business Intelligence Tool YOC Hub. Den Publisher-Partnern des YOC-Konzerns wird mit dem YOC Hub ein Reporting- und Analysetool zur Seite gestellt, welches die Verwaltung und Auswertung der Vermarktungsaktivitäten in Echtzeit ermöglicht. Zusätzlich wurde das VIS.X® Software Development Kit (SDK) weiterentwickelt. Es ermöglicht den Entwicklern von mobilen Applikationen (Mobile Apps), von der Wertschöpfung durch die VIS.X® Plattform zu profitieren und die Werbeauslastung sowie -erlöse ihrer mobilen Applikationen zu verbessern. Parallel dazu wurden sämtliche YOC-Produktlinien überarbeitet, so dass diese nunmehr auch über die Vertriebskanäle mobiler Applikationen sowie den klassischen Desktop verfügbar sind. Der Zugang der aktivierten Entwicklungskosten zum 31. Dezember 2022 betrug insgesamt 1.001 TEUR (2021: 837 TEUR). Davon entfallen 638 TEUR (2021: 612 TEUR) auf aktivierte Eigenleistungen und weitere 363 TEUR (2021: 225 TEUR) auf extern bezogene beziehungsweise beauftragte Entwicklungsleistungen.

Leasingverhältnisse

Der YOC-Konzern muss die Laufzeit der Leasingverhältnisse bestimmen. Hierfür wird die Grundlaufzeit des jeweiligen Leasingverhältnisses und nach sorgfältiger Abwägung die dazugehörigen Verlängerungs- und Kündigungsoptionen zugrunde gelegt. Der YOC-Konzern hat mehrere Leasingverträge abgeschlossen, die Verlängerungs- und Kündigungsoptionen enthalten.Das Management überprüft die Ausübung der Verlängerungs- und Kündigungsoptionen auf Grundlage von wirtschaftlichen Aspekten, um zu bestimmen, ob die Ausübung der jeweiligen Optionen hinreichend sicher ist. Bei Leasingverhältnissen mit einer unbestimmten Laufzeit erfolgt die Annahme, dass der Leasinggegenstand in den folgenden 24 Monaten durch den YOC-Konzern genutzt wird. Zudem erfolgt die Annahme, dass alle Verlängerungsoptionen ausgeübt werden. Der YOC-Konzern berücksichtigt auch kurzfristige sowie geringwertige Leasingverhältnisse. Für die Bewertung von Leasingverhältnissen verwendet der YOC-Konzern den Grenzfremdkapitalzinssatz. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz beträgt 5,49 % (2021: 5,75 %).

4.3 Währungseffekte und Währungsumrechnung

Die funktionale Währung des Mutterunternehmens und die Darstellungswährung des Konzerns ist der Euro. Sofern Geschäftsvorfälle in einer fremden Währung fakturiert werden, sind Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem jeweiligen Kurs zum Stichtag der Transaktion in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet und buchhalterisch erfasst. Am Bilanzstichtag bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden bei Kursschwankungen entsprechend angepasst. Die Währungsumrechnung für Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen erfolgt gemäß dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung der jeweiligen Beteiligung ist deren entsprechende Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden der Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit einem zum Bilanzstichtag gültigen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Veränderungen des Jahres sowie Aufwendungen und Erträge werden mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum jeweiligen historischen Kurs umgerechnet.

18

Die sich aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden als Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst. Der Währungsumrechnung liegen folgende Wechselkurse zugrunde:

1 Euro (EUR) = US Dollar (USD) Schweizer Franken (CHF) Polnische Zloty (PLN)
Stichtagskurs 31.12.2022 1,0677 0,9859 4,6780
Stichtagskurs 31.12.2021 1,1324 1,0364 4,5920
Durchschnittskurs 2022 1,0536 1,0048 4,6810
Durchschnittskurs 2021 1,2170 1,0810 4,5303

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen wesentlichen Wechselkursänderung in Prozentpunkten des US-Dollars (USD), des Schweizer Franken (CHF) und des Polnischen Zlotys (PLN).

Kursentwicklung der Fremdwährung (in Prozentpunkten) Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern (in TEUR)
2022
US-Dollar (USD) +5 -87
US-Dollar (USD) -5 97
Schweizer Franken (CHF) +5 -16
Schweizer Franken (CHF) -5 17
Polnische Zloty (PLN) +5 1
Polnische Zloty (PLN) -5 -1
2021
US-Dollar (USD) +5 -83
US-Dollar (USD) -5 92
Schweizer Franken (CHF) +5 0
Schweizer Franken (CHF) -5 0
Polnische Zloty (PLN) +5 -8
Polnische Zloty (PLN) -5 9

In die Sensitivität mit einbezogen werden alle monetären Posten in Fremdwährung. Bei der Analyse bleiben alle anderen Variablen jeweils konstant.

4.4 Zinseffekte

Ein Anstieg des Drei-Monats-EURIBORS um zwei Prozentpunkte hätte Auswirkungen auf das Finanzergebnis, da Betriebsmittellinien der Hausbanken teilweise an die EURIBOR-Entwicklung gekoppelt sind.

19

Der Vorstand hat in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat im ersten Halbjahr 2020 entschieden, die Tochtergesellschaft YOC Spain, S.L., Madrid, Spanien nicht fortzuführen. Die Schließung bedingt gemäß den Anforderungen des IFRS 5, den nicht fortgeführten Geschäftsbereich gesondert darzustellen sowie den Geschäftsausweis des Vorjahres für eine bessere Vergleichbarkeit anzupassen. Die Entkonsolidierung der spanischen Tochtergesellschaft erfolgte zum 31. März 2021. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen wirkte sich im Geschäftsjahr 2021 mit einem Gewinn in Höhe von 213 TEUR (2022: 0 TEUR) aus. Die Ertragsbestandteile der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche, setzen sich saldiert zum 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:

Ergebnis nicht fortgeführte Geschäftsbereiche (in TEUR) 2022 2021
Erträge 0 213
Aufwendungen 0 0
Operatives Ergebnis vor Abschreibungen 0 213
Abschreibungen 0 0
Finanzergebnis 0 0
Ergebnis vor Steuern 0 213
Steuern 0 0
Ergebnis nach Steuern 0 213
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,00 0,06
Ergebnis je Aktie verwässert 0,00 0,06

20

6.1 Umsatzerlöse

Der YOC-Konzern steigerte im Geschäftsjahr 2022 seine Umsatzerlöse auf Konzernebene um 24 % auf 23.434 TEUR (2021: 18.836 TEUR). Neben einem stetig wachsenden Markt für digitale Werbung trieben diese Entwicklung insbesondere die gestiegene Akzeptanz unsere Werbeprodukte bei Neukunden, die Erweiterung unseres Produktangebots um Desktop Werbeformate für das stationäre Internet sowie die Expansion in die Schweiz. Rückvergütungen an Kunden und Agenturen sind in Höhe von 3.406 TEUR (2021: 2.895 TEUR) erlösschmälernd berücksichtigt. Der YOC-Konzern macht von den Erleichterungsvorschriften des IFRS 15 Gebrauch, wonach ausstehende Leistungsverpflichtungen im Rahmen von Verträgen mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von maximal einem Jahr und Erlöse, die entsprechend der Rechnungsstellung erfasst werden, von der Pflicht der Angabe ausgenommen sind. Für die Aufteilung der Umsatzerlöse auf Direktkundenumsatz und Umsatz aus programmatischem Handel sowie deren Zuordnung zu Segmenten verweisen wir auf Note 6.10.

6.2 Aktivierte Eigenleistungen

Im Jahr 2022 sind Entwicklungskosten selbst erstellter Software in Höhe von 638 TEUR (2021: 612 TEUR) aktiviert worden. Zusätzlich entfielen weitere 363 TEUR (2021: 225 TEUR) auf extern bezogene beziehungsweise beauftragte Entwicklungsleistungen. Der Zugang der aktivierten Entwicklungskosten zum 31. Dezember 2022 betrug insgesamt 1.001 TEUR (2021: 837 TEUR). Neben den aktivierten Eigenleistungen entfielen weitere 81 TEUR (2021: 228 TEUR) auf nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten.

6.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Konzerns betrugen 457 TEUR (2021: 422 TEUR) und resultieren aus Erträgen aus Währungsdifferenzen sowie aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten.

Sonstige betriebliche Erträge (in TEUR) 2022 2021
Erträge aus der Ausbuchung nicht erhaltener Eingangsrechnungen 167 177
Erträge aus Währungsdifferenzen 157 152
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 106 52
Erträge aus der Ausbuchung von Personalverbindlichkeiten 7 10
Übrige Erträge 20 31
Gesamt 457 422

21

6.4 Materialaufwand

Die Materialaufwendungen für bezogene Leistungen stiegen auf 13.001 TEUR (2021: 10.802 TEUR) an und enthalten hauptsächlich Kosten für anfallende Publisher-Vergütungen sowie Aufwendungen für die technische Infrastruktur zur Leistungserbringung.

6.5 Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2022 betrug der Personalaufwand insgesamt 5.554 TEUR (2021: 4.550 TEUR). Der Personalaufwand stieg somit insgesamt um 1.004 TEUR an. Zu dieser Entwicklung trug die erstmalige Konsolidierung der YOC Switzerland AG in Höhe von 650 TEUR bei.

Personalaufwand (in TEUR) 2022 2021
Löhne und Gehälter 4.658 3.822
Soziale Abgaben 896 728
Gesamt 5.554 4.550

In den sozialen Abgaben sind Beiträge in Höhe von 5 TEUR (2021: 5 TEUR) für Direktversicherungen sowie Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 469 TEUR (2021: 327 TEUR) enthalten. Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte der Konzern 72 Mitarbeiter (31. Dezember 2021: 56 Mitarbeiter). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl belief sich auf 65 Mitarbeiter (2021: 57 Mitarbeiter). Mitarbeiter in Teilzeit werden auf Vollzeitkräfte umgerechnet. Auszubildene, Praktikanten sowie Vorstandsmitglieder werden für die Ermittlung nicht berücksichtigt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

6.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2.506 TEUR (2021: 1.669 TEUR). Zu dieser Entwicklung trugen im Wesentlichen die erstmalige Konsolidierung der YOC Switzerland AG sowie Beratungsdienstleistungen bei. Die Marketingaufwendungen, Reisekosten sowie die übrigen betriebliche Aufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2022 wieder auf das Niveau der Jahre vor der Corona-Pandemie an.

Sonstige betriebliche Aufwendungen (in TEUR) 2022 2021
Fremdarbeiten 479 344
Laufende Kosten des Geschäftsbetriebs 456 369
Rechts- und Beratungskosten 431 346
Marketingaufwendungen 399 200
Währungsdifferenzen 179 79
Recruiting- und Fortbildungskosten 178 90
Reisekosten 144 20
Aufsichtsrat 79 79
Kosten der Börsennotierung 72 115
Übrige betriebliche Aufwendungen 89 27
Gesamt 2.506 1.669

In den laufenden Kosten des Geschäftsbetriebs werden Aufwendungen für Raum- und Instandhaltung sowie Telekomunikation- und Versicherungsbeiträge zusammengefasst.

22

6.7 Zinsen

Das Zinsergebnis belief sich in der Berichtsperiode auf -39 TEUR (2021: -151 TEUR).

Zinsergebnis (in TEUR) 2022 2021
Erträge aus der Abzinsung von Darlehensverbindlichkeiten 35 0
Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen 21 0
Zinserträge 56 0
Zinsaufwendungen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten 39 19
Zinsaufwendungen aus langfristigen Verbindlichkeiten 56 132
Zinsaufwendungen 95 151
Zinsergebnis -39 -151

Die Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt 95 TEUR (2021: 151 TEUR) enthalten Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 46 TEUR (2021: 44 TEUR).# 6.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres 2022 setzt sich wie folgt zusammen:

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (in TEUR) 2022 2021
Tatsächliche Ertragsteuern
Ausland -386 -266
Gesamt Tatsächliche Ertragsteuern -386 -266
Latente Steuern
Inland 366 259
Ausland 66 0
Gesamt Latente Steuern 432 259
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fortzuführende Geschäftsbereiche 46 -7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag nicht fortgeführte Geschäftsbereiche 0 0
Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gesamt 46 -7

Die tatsächlichen Ertragsteuern setzen sich aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag sowie den ausländischen Einkommen- und Ertragsteuern zusammen.

Die erfolgswirksam erfassten latenten Steuern gliedern sich wie folgt:

Erfolgswirksam erfasste latente Steuern (in TEUR) 2022 2021 Veränderung
Aus temporären Differenzen 714 639 75
Aus Verlustvorträgen und temporären Differenzen -1.405 -898 507
Erfolgswirksam erfasste latente Steuern gesamt -691 -259 432

Der erwartete Steueraufwand ergibt sich aus der Multiplikation des Konzernergebnisses vor Steuern mit dem Steuersatz der Muttergesellschaft in Höhe von 30,36 % (2021: 30,38 %). Der relevante Steuersatz berechnet sich nach den zum Abschlussstichtag gültigen steuerlichen Vorschriften. Die Körperschaftsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer werden entsprechend berücksichtigt. Die Bilanzierung latenter Steuern für deutsche Sachverhalte erfolgt unter Verwendung eines Körperschaftsteuersatzes von 15 % sowie eines Solidaritätszuschlages von 5,5 %. Der Gewerbesteuersatz berechnet sich aus 3,5 % Messzahl und dem jeweiligen gemeindespezifischen Hebesteuersatz.

Die folgende Tabelle weist die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand für den Gesamtkonzern aus:

Überleitungsrechnung (in TEUR) 2022 % 2021 %
Ergebnis vor Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche 2.290 1.859
Ergebnis vor Steuern nicht fortgeführte Geschäftsbereiche 0 214
Periodenergebnis vor Steuern 2.290 2.073
Relevanter Steuersatz 30,36% 30,38%
Erwarteter Steueraufwand 695 630
Änderungen aus Abweichung der steuerlichen Bemessungsgrundlage
Steuerfreie Erträge, Steuerfreibeträge und Vergünstigungen 27 51
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 47 -41
Steuerliche Auswirkungen auf Konzernebene
Entkonsolidierung 0 -65
Steuersatzabweichungen
Auswirkungen abweichender ausländischer Steuersätze -107 -52
Ansatz und Bewertung aktiver latenter Steuern
Nicht-Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen 86 -6
Nutzung des Verlustvortrags -15 -171
Zuschreibung latenter Steuern auf bisherige nichtaktivierte temporäre Differenzen/Verlustvorträge -783 -343
Veränderung von permanenten Differenzen
Veränderung von permanenten Differenzen 0 0
Sonstiges
Sonstiges 4 4
Tatsächlicher Steuerertrag laut Konzerngesamterfolgsrechnung -46 7
(Vorjahr: Steueraufwand)
Ergebniswirksam ausgewiesener Steuerertrag -46 7
(Vorjahr: Steueraufwand)
Dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuzurechnender Ertragsteueraufwand 0 0
Gesamt -46 7

Es wurden folgende aktive und passive latente Steuern auf Differenzen sowie auf Verlustvorträge gebildet:

Aktive / Passive latente Steuern (in TEUR) Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
2022 2022 2021 2021
Immaterielle Vermögenswerte 0 530 0 433
Nutzungsrechte aus Leasing (IFRS 16) 0 181 0 206
Sachanlagen 0 3 0 0
Forderungen 13 0 0 0
Rückstellungen 66 0 0 0
Leasing-Verbindlichkeiten (IFRS 16) 206 0 233 0
Steuerliche Verlustvorträge 1.120 0 665 0
Summe 1.405 714 898 639
Saldierungen -714 -714 -639 -639
Bilanzansatz 691 0 259 0

Latente Steuern auf Bilanzposten bei den ausländischen Beteiligungen werden unter Beachtung der für die jeweilige Gesellschaft geltenden steuerlichen Verhältnisse angesetzt. Zum 31. Dezember 2022 sind aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aus Körperschaftsteuer in Höhe von 9.005 TEUR (2021: 12.082 TEUR) und aus Gewerbesteuer in Höhe von 7.179 TEUR (2021: 10.768 TEUR) nicht angesetzt. Davon verfallen Verlustvorträge in Höhe von 474 TEUR auf Grund von lokalen Gesetzesvorschriften innerhalb der nächsten 5-7 Geschäftsjahre, soweit diese nicht genutzt werden. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen werden unter Berücksichtigung der künftigen Realisierbarkeit angesetzt. Die nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibenden aktiven latenten Steuern wurden dabei auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 625 TEUR (2021: 259 TEUR) sowie auf temporäre Differenzen in Höhe von 66 TEUR (2021: 0 TEUR) angesetzt. Für die Ermittlung der aktiven latenten Steuern wird die kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung im Hinblick auf die zukünftige steuerliche Ertragssituation des YOC-Konzerns herangezogen. Im Konzernabschluss 2022 sind die zu erwartende steuerliche Verlustverrechnung für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 sowie temporäre Differenzen berücksichtigt.

6.9 Ergebnis je Aktie

Das Grundkapital des YOC-Konzerns sowie die Gesamtzahl der Stimmrechte der YOC AG betrugen unverändert 3.476.478 Aktien beziehungsweise Stimmrechte. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der YOC AG zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien im Geschäftsjahr 2022 geteilt. Die unverwässerte durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug 3.476.478 (verwässert: 3.476.478).

6.10 Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt auf Grundlage der internen Managementstruktur und des entsprechenden Reportings. Der Konzern gliedert sich demnach neben den Corporate Functions in folgende berichtspflichtige regionale Geschäftssegmente:
› National
› International

Zur Bildung der vorstehenden berichtspflichtigen Geschäftssegmente werden die Regionen Österreich, Polen sowie seit Februar 2022 die Schweiz im Segment International zusammengefasst. Umsatzerlöse werden auf Basis der von den Landesgesellschaften in den jeweiligen Ländern erbrachten Umsätze ermittelt. Innenumsätze zwischen den Segmenten sind überwiegend Verauslagungen. Innenumsätze innerhalb der jeweiligen Segmente werden entsprechend eliminiert. Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand unter fremden Dritten marktüblicher Konditionen ermittelt. Der Bereich Corporate Functions beinhaltet Erträge und Aufwendungen, die in der Muttergesellschaft anfallen und keinem Geschäftssegment direkt zuordenbar sind.

Der YOC-Konzern steigerte im Geschäftsjahr 2022 seine Umsatzerlöse auf Konzernebene um 24 % auf 23.434 TEUR (2021: 18.836 TEUR). Dabei entwickelten sich beide regionalen Segmente des YOC-Konzerns mit einem deutlichen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum anhaltend positiv. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2022 um 22 % und belief sich auf 3.468 TEUR (2021: 2.849 TEUR).

Im Geschäftsjahr 2022 trug ein Kunde mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 % zum Konzerngesamtumsatz bei. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung enthielten insgesamt zwei Kunden mit einem Anteil von jeweils mehr als 10 % am Gesamtbestand. Bei beiden Kunden handelt es sich um programmatische Einkaufsplattformen, welche an die unternehmenseigene Technologieplattform VIS.X® angeschlossen sind. Diese Kunden des YOC-Konzerns sind dem Segment National sowie dem Segment International zu zuordnen.

Der prozentuale Umsatzanteil sowie der Anteil am Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Umsatz des YOC-Konzerns im Geschäftsjahr 2022 (2021) Forderung des YOC-Konzerns gegen den Kunden zum 31.12.2022 (zum 31.12.2021)
Kunde A 13 % (20 %) 13 % (21 %)
Kunde B 7 % (10 %) 10 % (12 %)

Im nationalen Segment konnte der Umsatz um 22 % auf 13.960 TEUR (2021: 11.487 TEUR) gesteigert werden. In Konsequenz dessen stieg das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 895 TEUR auf 4.436 TEUR (2021: 3.541 TEUR) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an.

Die Umsatzerlöse der internationalen Geschäftstätigkeiten stiegen im Geschäftsjahr 2022 um 34 % auf 10.010 TEUR (2021: 7.476 TEUR). Die österreichische Landesgesellschaft steuerte insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 6.633 TEUR (2021: 6.054 TEUR) zum Gesamtumsatz bei. Im Ergebnis steuert das Segment ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zum Konzernergebnis in Höhe von 1.897 TEUR (2021: 1.744 TEUR) bei.

Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der einzelnen Segmente. Als Ergebnisgröße wird dabei gemäß der internen Berichtsstruktur das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) herangezogen:

Segmentberichterstattung (in TEUR)

01.01.2022 - 31.12.2022

National International Corporate Functions Konsolidierung YOC-Gruppe
Umsatz Direktkunden 8.292 6.906 0 0
Programmatischer Umsatz 5.158 3.078 0 0
Innenumsätze 510 26 0 -536
Gesamtumsatz 13.960 10.010 0 -536
Aktivierte Eigenleistungen 0 0 638 0
Sonstiger betrieblicher Ertrag 99 116 242 0
Gesamtleistung 14.059 10.126 880 -536
Materialaufwand 7.898 5.637 0 -534
Personalkosten 1.373 1.920 2.261 0
Sonstiger betrieblicher Aufwand 352 672 1.482 0
EBITDA 4.436 1.897 -2.863 -2

Segmentberichterstattung (in TEUR)

01.01.2021 - 31.12.2021

National International Corporate Functions Konsolidierung YOC-Gruppe
Umsatz Direktkunden 5.800 5.168 0 0
Programmatischer Umsatz 5.565 2.303 0 -0
Holding Umsätze 122 5 0 -127
Gesamtumsatz 11.487 7.476 0 -127
Aktivierte Eigenleistungen 0 0 612 0
Sonstiger betrieblicher Ertrag 110 81 231 0
Gesamtleistung 11.597 7.557 843 -127
Materialaufwand 6.501 4.430 0 -129
Personalkosten 1.415 956 2.179 0
Sonstiger betrieblicher Aufwand 140 427

Zur Verdeutlichung der Umsatzströme sind die Umsatzerlöse des YOC-Konzerns in der Segmentberichterstattung in Umsätze mit Direktkunden und programmatische Umsatzerlöse aufgeteilt. Die programmatischen Umsatzerlöse resultieren aus dem programmatischen Handel zur Monetarisierung des internationalen Werbeinventars der Publisher-Partner über die Technologieplattform VIS.X® sowie weiterer Technologieplattformen. Das Vorjahr ist entsprechend angepasst worden. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lässt sich wie folgt auf das Konzernperiodenergebnis überleiten:

Überleitungsrechnung (in TEUR) 2022 2021
Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 3.468 2.849
Abschreibungen -1.139 -839
Finanzergebnis -39 -151
Ergebnis vor Steuern 2.290 1.859
Steuern vom Einkommen und Ertrag -386 -266
Latenter Steuerertrag 432 259
Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen 0 213
Konzernperiodenergebnis 2.336 2.065

Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im nationalen Segment 1.489 TEUR (2021: 1.755 TEUR), 1.644 TEUR (2021: 1.234 TEUR) im internationalen Segment sowie 2.327 TEUR (2021: 2.071 TEUR), welche den programmatischen Umsatzerlösen zu zuordnen sind. Daneben beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2022 im nationalen Segment auf 1.502 TEUR (2021: 1.468 TEUR), auf 1.111 TEUR (2021: 692 TEUR) im internationalen Segment sowie auf 401 TEUR (2021: 727 TEUR) im Bereich Corporate Functions. Die langfristen Vermögenswerte des YOC-Konzerns befinden sind im Wesentlichen in Deutschland.

7.1 Sachanlagen

Die Sachanlagen umfassen im Wesentlichen Betriebs- sowie Geschäftsausstattung und IT-Infrastruktur wie beispielsweise Server-Systeme. Zum 31. Dezember 2022 weist die Konzernbilanz Sachanlagen in Höhe von 187 TEUR (2021: 134 TEUR) aus. Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen auf 55 TEUR (2021: 44 TEUR). Verfügungsbeschränkungen oder Restriktionen für einzelne Sachanlagen liegen nicht vor. Ebenso sind keine Sachanlagen verpfändet oder in anderer Art und Weise als Sicherheit begeben worden.

Die Entwicklung der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2021 stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungskosten (in TEUR) per 01.01.2021 Zugänge Abgänge per 31.12.2021
582 85 157 510
Abschreibungen (in TEUR) per 01.01.2021 Zugänge Abgänge per 31.12.2021
487 44 155 376

Nettobuchwert am 31.12.2021 | 134

Die Entwicklung der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2022 stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungskosten (in TEUR) per 01.01.2022 Veränderungen Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge per 31.12.2022
510 15 96 82 539
Abschreibungen (in TEUR) per 01.01.2022 Zugänge Abgänge per 31.12.2022
376 55 79 352

Nettobuchwert am 31.12.2022 | 187

7.2 Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Zugang der Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr 2022 entfiel mit 551 TEUR (2021: 0 TEUR) auf die Akquisition der in Zürich, Schweiz, ansässigen YOC Switzerland AG und ist dem Segment International zugeordnet. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte zum Bilanzstichtag. Die YOC AG ermittelt als Grundlage für den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (YOC Switzerland AG) den Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftig zu erwartenden Netto-Cash-Flows dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die YOC AG hat für einen Detailplanungszeitraum von drei Jahren die Netto-Cash-Flows auf Basis der genehmigten Budgetplanung geschätzt. Die YOC AG geht in diesem Detailplanungszeitraum von einem starken Wachstum von im Durchschnitt 34 % aus, dabei wird insbesondere für das Geschäftsjahr 2023 von einem besonders starken Wachstum ausgegangen. Die sich anschließende ewige Rente wird mit einer Wachstumsrate von 2 % fortentwickelt. Als Abzinsungszinssatz vor Steuern wurden 10 % verwendet. Ein Wertminderungsbedarf hat sich daraus nicht ergeben.

Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr 2022 stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungskosten (in TEUR) per 01.01.2022 Zugänge Abgänge per 31.12.2022
0 551 0 551
Abschreibungen (in TEUR) per 01.01.2022 Zugänge Abgänge per 31.12.2022
0 0 0 0

Nettobuchwert am 31.12.2022 | 551

7.3 Immaterielle Vermögenswerte

Der Zugang der selbst erstellten Software betrug zum 31. Dezember 2022 insgesamt 1.001 TEUR (2021: 837 TEUR). Davon entfallen 638 TEUR (2021: 612 TEUR) auf aktivierte Eigenleistungen und weitere 363 TEUR (2021: 225 TEUR) auf extern bezogene beziehungsweise beauftragte Entwicklungsleistungen. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die verbleibenden Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte unverändert zwischen drei bis acht Jahren. Die Nutzungsdauern betragen für die Technologieplattform VIS.X® acht Jahre sowie für das Business Intelligence Tool YOC Hub fünf Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich für das Geschäftsjahr 2022 auf 768 TEUR (2021: 572 TEUR). Verfügungsbeschränkungen oder Restriktionen für einzelne immaterielle Vermögenswerte liegen nicht vor. Ebenso sind keine immateriellen Vermögenswerte verpfändet oder als Sicherheit begeben worden.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungskosten (in TEUR) Selbst erstellte Software Webseiten Erworbene Software und Markenrechte Lizenzen gesamt
per 01.01.2021 3.861 109 852 4.822
Zugänge 837 0 121 958
Abgänge 0 0 128 128
per 31.12.2021 4.698 109 845 5.652
Abschreibungen (in TEUR) Selbst erstellte Software Webseiten Erworbene Software und Markenrechte Lizenzen gesamt
per 01.01.2021 2.822 97 432 3.351
Zugänge 463 0 109 572
Abgänge 0 0 127 127
per 31.12.2021 3.285 97 414 3.796

Nettobuchwert am 31.12.2021 | 1.413 | 12 | 431 | | 1.856

Anschaffungskosten (in TEUR) Selbst erstellte Software Webseiten Erworbene Software und Markenrechte Lizenzen gesamt
per 01.01.2022 4.698 109 845 5.652
Zugänge 1.001 0 75 1.076
Abgänge 0 0 0 0
per 31.12.2022 5.699 109 920 6.728
Abschreibungen (in TEUR) Selbst erstellte Software Webseiten Erworbene Software und Markenrechte Lizenzen gesamt
per 01.01.2022 3.285 97 414 3.796
Zugänge 649 0 119 768
Abgänge 0 0 0 0
per 31.12.2022 3.934 97 533 4.564

Nettobuchwert am 31.12.2022 | 1.765 | 12 | 387 | | 2.164

7.4 Nutzungsrechte aus Leasing

Leasingverhältnisse mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristige Leasingverhältnisse ausgewiesen. Die durch die Gesellschaften des YOC-Konzerns angemieteten Büroflächen sowie das Leasing anderer Wirtschaftsgüter führen zu entsprechenden Nutzungsrechten und korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten, die unter 7.9 Verbindlichkeiten und 8.1 Cash-Flow der einzelnen Tätigkeiten dargestellt werden. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Nutzungsrechte aus Leasing 597 TEUR (2021: 678 TEUR). Die korrespondierenden planmäßigen Abschreibungen beliefen sich für das Geschäftsjahr 2022 auf 316 TEUR (2021: 223 TEUR).

Die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasing stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungskosten (in TEUR) per 01.01.2021 Zugänge Abgänge per 31.12.2021
1.219 151 150 1.220
Abschreibungen (in TEUR) per 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen per 31.12.2021
464 223 150 5 542

Nettobuchwert am 31.12.2021 | 678

Anschaffungskosten (in TEUR) per 01.01.2022 Zugänge Abgänge per 31.12.2022
1.220 235 0 1.455
Abschreibungen (in TEUR) per 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen per 31.12.2022
542 316 0 0 858

Nettobuchwert am 31.12.2022 | 597

Der Zugang im Geschäftsjahr 2022 entfällt im Wesentlichen auf den Erwerb der YOC Switzerland AG.

7.5 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen valutierten zum 31. Dezember 2022 in einer Höhe von 5.460 TEUR (2021: 5.059 TEUR) und setzten sich folgendermaßen zusammen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) 2022 2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigungen 5.472 5.060
Einzelwertberichtigungen 0 0
Erwarteter Ausfall (nach IFRS 9) -12 -1
Gesamt 5.460 5.059

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen basiert auf den stetig ansteigenden programmatischen Umsatzanteilen, welche längere Zahlungsziele aufweisen. Die typischen Zahlungsziele des YOC-Konzerns mit Direktkunden liegen zwischen 7 und 30 Tagen. Die Zahlungsziele für programmatische Umsätze über die Technologieplattform VIS.X® sowie weitere Drittplattformen (unter anderem Google, The Trade Desk und Xandr) haben mit bis zu 90 Tagen deutlich längere vertragliche Zahlungsziele. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten gemäß IFRS 15 zum Stichtag Vertragsvermögenswerte in Höhe von 8 TEUR (2021: 22 TEUR).

Die Wertberichtigungen, die auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis einer zu erwartenden Ausfallquote gemäß IFRS 9 gebildet wurden, haben sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der Wertberichtigungen (in TEUR) 2022 2021
Stand am 01.01. 1 1
Zuführungen 12 1
Auflösung 0 0
Inanspruchnahmen 1 1
Stand zum 31.12. 12 1

Die folgende Tabelle zeigt die Analyse der Altersstruktur der zum Stichtag im Bestand befindlichen überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Fälligkeitsanalyse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) zum 31.12. Ausfallquote (in %) 2022 Ausfallquote (in %) 2021
weder fällig noch wertgemindert 4.470 0,00 4.528
bis 30 Tage 746 1,00 486
31 Tage bis 90 Tage 244 2,00 43
91 Tage bis 120 Tage 0 10,00 2
121 Tage bis 180 Tage 0 30,00 0
ab 181 Tage 0 50,00 0
zum 31.12. fällige wertberichtigte 0 0,00 0
Gesamtbestand der Forderungen 5.460 5.059

Das Forderungsmanagement trägt durch eine kontinuierliche Analyse des Forderungsbestands einer ausgeglichenen Altersstruktur der Forderungen Rechnung. Sollten Hinweise auf die Notwendigkeit einer Einzelwertberichtigung bereits früher vorliegen, werden die betroffenen Forderungen entsprechend wertgemindert. In den vergangenen Geschäftsjahren sind keine wesentlichen Forderungen ausgefallen.

In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 208 TEUR (2021: 164 TEUR) sind hauptsächlich geleistete Kautionen in Höhe von 84 TEUR (2021: 57 TEUR) sowie Forderungen aus Vorauszahlungen in Höhe von 117 TEUR (2021: 102 TEUR) enthalten.# 7.6 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel umfassen sämtliche Bank- und Kassenbestände in Höhe von insgesamt 1.703 TEUR (2021: 1.793 TEUR). Bankkonten, die in Fremdwährungen geführt werden, wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Zum 31. Dezember 2022 waren unverändert keine liquiden Mittel als Sicherheit begeben worden.

7.7 Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2022 beträgt das Eigenkapital des YOC-Konzerns 1.707 TEUR (2021: -621 TEUR). Die deutliche Steigerung des Eigenkapitals gegenüber dem Vorjahr basiert auf dem Konzernperiodenergebnis in Höhe von 2.336 TEUR (2021: 2.065 TEUR). Zum Bilanzstichtag betrug das Grundkapital des YOC-Konzerns sowie die Gesamtzahl der Stimmrechte der YOC AG unverändert 3.476.478 Aktien beziehungsweise Stimmrechte. Entsprechend der durch die Aktionäre der YOC AG erfolgten gesetzlichen Stimmrechtsanzeigen wird der Aktienbesitz zum 31. Dezember 2022 wie folgt gehalten:

Anteil *
Vorstand* 18,89 %
Aufsichtsrat 1,66 %
Dr. Kyra Heiss 10,25 %
Peter Zühlsdorff 8,87 %
Karl-J. Kraus 5,15 %
Eiffel Investment Group SAS 4,94 %
Dr. Martin Steinmeyer 3,97 %
HHS Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 3,30 %
Free float 42,97 %
Gesamte Anzahl Aktien 100,00 %

*Die Beteiligung der dkam GmbH ist Herrn Dirk-Hilmar Kraus zuzurechnen.

Die das Eigenkapital beeinflussenden Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 1 TEUR (2021: 8 TEUR) resultieren aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in Polen sowie in der Schweiz. Zum 31. Dezember 2022 umfasste die Kapitalrücklage einen Betrag in Höhe von 22.053 TEUR (2021: 22.053 TEUR). Die kumulierten Verluste der abgelaufenen Geschäftsjahre wiesen zum 31. Dezember 2022 einen Betrag in Höhe von -23.823 TEUR (2021: -26.159 TEUR) aus. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Konzernperiodenergebnis 2022 sowie aus Währungsumrechnungs- differenzen.

7.8 Rückstellungen und aktienbasierte Vergütung

Die Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Stand (in TEUR) 01.01.2022 Inanspruch- nahme Auflösung Zuführung Stand 31.12.2022
langfristig
Personalrückstellungen 0 0 0 48 48
Archivierungsrückstellungen 73 0 21 0 52
Gesamt 73 0 21 0 100

Zum 31. Dezember 2022 wies der YOC-Konzern Rückstellungen in Höhe von insgesamt 100 TEUR (2021: 73 TEUR) aus. Die Archivierungsrückstellung ergibt sich aus der Pflicht der Aufbewahrung von Unternehmensunterlagen. Die Abzinsung erfolgt anhand der von der Bundesbank veröffentlichten Zinssätze für die jeweiligen Restlaufzeiten. Dieser beträgt für das Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 1 % (2021: 1 %). Die Personalrückstellungen enthalten erfolgsabhängige Vergütungen in Abhängigkeit der operativen Ergebnisse der Geschäftsjahre 2023 bis 2025 gegenüber dem Management der YOC Switzerland AG. Im Rahmen des im September 2014 aufgelegten virtuellen Aktienoptionsprogramms (anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich) verbleiben 20.000 virtuelle Aktienoptionen, die an ein Übernahmeangebot für die Aktien der YOC AG nach §§ 29, 35 WpÜG mit unbestimmter Laufzeit gekoppelt sind. Der Basispreis zum Zuteilungstag am 01. Oktober 2014 betrug 1,92 Euro. Diese virtuellen Aktienoptionen sind unverfallbar. Zum Stichtag wurden hieraus keine resultierenden Verbindlichkeiten bilanziert.

7.9 Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2022 bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 9.755 TEUR (2021: 10.492 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeiten per 31.12.2022 (in TEUR) kurzfristig langfristig gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.014 0 3.014
Verbindlichkeiten aus Leasing 331 346 677
Gesellschafterdarlehen 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37 123 160
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.593 0 4.593
Sonstige Verbindlichkeiten 589 0 589
Erhaltene Anzahlungen 121 0 121
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 305 296 601
Gesamt 8.990 765 9.755
Verbindlichkeiten per 31.12.2021 (in TEUR) kurzfristig langfristig gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.887 0 2.887
Verbindlichkeiten aus Leasing 235 533 768
Gesellschafterdarlehen 700 0 700
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.600 0 4.600
Sonstige Verbindlichkeiten 992 0 992
Erhaltene Anzahlungen 26 0 26
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 282 237 519
Gesamt 9.722 770 10.492

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten zum 31. Dezember 2022 ein zinsfreies Darlehen in Höhe von nominal 186 TEUR, welches die YOC Switzerland AG im Rahmen der Corona Pandemie im März 2020 aufgenommen hatte. Dieses ist zum Bilanzstichtag um 26 TEUR auf 160 TEUR abgezinst worden ist. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern beinhalten Ertragsteuern, welche nach Abgabe der Steuererklärung und somit nicht vor dem Geschäftsjahr 2024 zur Zahlung fällig werden. Zum 31. Dezember 2022 setzten sich die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 4.593 TEUR (2021: 4.600 TEUR) wie folgt zusammen:

2022 (in TEUR) 2021 (in TEUR)
gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Verbindlichkeiten aus nicht erhaltenen Eingangsrechnungen 4.571 4.571 4.576 4.576
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22 22 24 24
Gesamt 4.593 4.593 4.600 4.600

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 589 TEUR (2021: 992 TEUR) setzten sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:

2022 (in TEUR) 2021 (in TEUR)
gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Personalangelegenheiten 434 434 614 614
Verbindlichkeiten aus betrieblichen Steuern 115 115 312 312
Verbindlichkeiten gegenüber dem Aufsichtsrat 17 17 48 48
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 23 23 18 18
Gesamt 589 589 992 992

Die Verbindlichkeiten aus Personalangelegenheiten umfassen Bonus- und Provisionsansprüche in Höhe von 164 TEUR (2021: 277 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern und Sozialabgaben, Verpflichtungen gegenüber der Berufsgenossenschaft und Schwerbehinderten- ausgleichsabgabe in Höhe von insgesamt 171 TEUR (2021: 265 TEUR) sowie Verpflichtungen für zum Abschlussstichtag noch nicht in Anspruch genommene Urlaubstage in Höhe von 99 TEUR (2021: 72 TEUR). Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 121 TEUR (2021: 26 TEUR) enthalten gemäß IFRS 15 vertragliche Leistungsverpflichtungen gegenüber Kunden (Contract Liability).

7.10 Sonstige Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten und sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente nahezu ihren beizulegenden Zeitwerten. Aus Wesentlichkeitsgründen wird der Zeitwert für diese kurzfristigen Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt.

Die finanziellen Vermögenswerte und Schulden sind zum Bilanzstichtag in die folgenden Bewertungskategorien eingeteilt:

Bewertungs- kategorien gemäß IFRS9 31.12.2022 (in TEUR) 31.12.2021 (in TEUR)
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.460 5.059
Finanzielle Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 208 164
1.703 1.793
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.014 2.887
Finanzverbindlichkeiten 160 700
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.593 4.600

AC: Amortized Costs (fortgeführte Anschaffungskosten)
FLAC: Financial Liability measured at Armortized Costs (Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet)

Die folgende Tabelle zeigt die zukünftigen undiskontierten vertraglich vereinbarten Mittelabflüsse im Zusammenhang mit den Finanzinstrumenten:

Fälligkeitsanalyse (in TEUR) Saldo 31.12.2022 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
Sonstige Verbindlichkeiten 589 589 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.593 4.593 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.014 3.014 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 186 37 149
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasing 748 365 383
Gesamt 9.130 8.598 532
Fälligkeitsanalyse (in TEUR) Saldo 31.12.2021 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
Sonstige Verbindlichkeiten 991 991 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.600 4.600 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.887 2.887 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 700 700 0
Verbindlichkeiten aus Leasing 865 274 591
Gesamt 10.043 9.452 591

Der YOC-Konzern verfügt über ein konzernweites Liquiditätsmanagement, mit dem die Liquidität der Konzerngesellschaften täglich überwacht wird. Das maximale Ausfallrisiko besteht zum 31. Dezember 2022 wie im Vorjahr in Höhe der Buchwerte sämtlicher finanzieller Vermögenswerte gegenüber Dritten. Das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht insbesondere in der Konzentration der zwei größten Debitoren. Forderungen gegenüber diesen Einkaufsplattformen für digitale Werbung betragen rund 23 % gemessen am Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des YOC-Konzerns.# YOC AG

8.1 Cash-Flow der einzelnen Tätigkeiten

Operativer Cash-Flow

Die Ermittlung des operativen Cash-Flows erfolgt nach der indirekten Methode. Ausgangspunkt für die Ermittlung ist das Konzernperiodenergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 2.336 TEUR (2021: 2.065 TEUR). Der operative Cash-Flow betrug im Berichtszeitraum 2.451 TEUR (2021: 2.721 TEUR). Dieser resultierte, neben dem Konzernperiodenergebnis, aus der geschäftsbedingten Veränderung des Working Capital, gezahlten Steuern sowie zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen.

Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten in Höhe von 1.440 TEUR (2021: 1.057 TEUR) umfasst primär die Entwicklungskosten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Technologieplattform VIS.X® sowie der Erweiterung der Produktpalette an innovativen High- Impact Werbeformaten (Sonderformaten) des Unternehmens. Darüber hinaus entfielen 257 TEUR auf die Akquisition der YOC Switzerland AG.

Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von -1.101 TEUR (2021: -742 TEUR) resultiert aus der Aufnahme und Tilgung von Leasingverbindlichkeiten sowie aus der Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten.

Die folgende Tabelle stellt die Veränderung zwischen der Eröffnungsbilanz sowie den Schlussbilanzwerten der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten gemäß IAS 7 dar:

(in TEUR) Stand 01.01.2022 Tilgung Auf- nahme Zugang Abgang Stand 31.12.2022
kurzfristig
Darlehensverbindlichkeiten 700 -728 0 65 0 37
Betriebsmittellinie 0 -624 624 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasing 235 -373 0 469 0 331
langfristig
Darlehensverbindlichkeiten 0 0 0 188 -65 123
Wandelschuldverschreibung 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasing 534 0 0 235 -423 346
Gesamt 1.469 -1.725 624 957 -488 837

Der Zugang der langfristigen Verbindlichkeiten aus Leasing im Geschäftsjahr 2022 entfällt im Wesentlichen auf den Erwerb der YOC Switzerland AG. Der Zugang der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Leasing resultiert aus der Veränderung der Fristigkeit.

(in TEUR) Stand 01.01.2021 Tilgung Auf- nahme Zugang Abgang Stand 31.12.2021
kurzfristig
Darlehensverbindlichkeiten 275 -275 0 700 0 700
Betriebsmittellinie 0 -486 486 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasing 230 -230 0 243 -8 235
langfristig
Darlehensverbindlichkeiten 880 -180 0 0 -700 0
Wandelschuldverschreibung 1.364 -51 0 0 -1.313 0
Verbindlichkeiten aus Leasing 623 -6 0 160 -243 534
Gesamt 3.372 -1.228 486 1.103 -2.264 1.469

8.2 Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds umfasst sämtliche Bank- und Kassenbestände des YOC-Konzerns und betrug 1.703 TEUR zum 31. Dezember 2022 (2021: 1.793 TEUR). Neben dem in den kumulierten Verlusten erfassten Konzernperiodenergebnis in Höhe von 2.336 TEUR (2021: 2.065 TEUR) wirkten sich Währungsumrechnungseffekte in Höhe von -7 TEUR (2021: 2 TEUR) auf das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2022 aus.

10.1 Haftungsverhältnisse, Gewährleistungen, Eventualverbindlichkeiten oder Ähnliches

Eine Ausübung von 20.000 virtuellen Aktienoptionen sind an ein Übernahmeangebot für die Aktien der YOC AG nach §§ 29, 35 WpÜG mit unbestimmter Laufzeit gekoppelt. Der Basispreis zum Zuteilungstag am 01. Oktober 2014 betrug 1,92 Euro. Diese virtuellen Aktienoptionen sind unverfallbar. Zum Stichtag wurden hieraus keine resultierenden Verbindlichkeiten bilanziert. Zusätzlich enthält der im Dezember 2022 erneuerte Dienstvertrag des Vorstands Dirk-Hilmar Kraus mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2026 eine einmalige, erfolgsabhängige Vergütung unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots. Die je nach Börsenkurs zum Transaktionszeitpunkt gestaffelte erfolgsabhängige Vergütung beträgt maximal 1,5 % des Transaktionsvolumens. Zum Stichtag wurden hieraus keine resultierenden Verbindlichkeiten bilanziert. Darüber hinaus liegen keine weiteren Haftungsverhältnisse, Gewährleistungen, Eventual- verbindlichkeiten oder Ähnliches vor.

10.2 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die YOC AG hat am 21. März 2023 die hundertprozentige Übernahme der Gesellschaftsanteile der in Finnland, Helsinki, ansässigen Nostemedia Oy bekannt gegeben. Die Integration in den YOC-Konzern bietet beiden Unternehmen das Potenzial, schnelles und nachhaltiges Wachstum zu generieren und entsprechende Synergien zu realisieren. Die Nostemedia Oy wird künftig dem Segment International zu geordnet werden. Der Kaufpreis teilt sich in einen fixen Bestandteil in Höhe von 1.235 TEUR sowie in weitere variable erfolgsabhängige Bestandteile, die von den operativen Ergebnissen der Geschäftsjahre 2023 bis 2026 der Nostemedia Oy abhängig sind, auf. Der daraus resultierende voraussichtliche Gesamtkaufpreis in Höhe von insgesamt 1.235 TEUR bis 1.900 TEUR soll im Wesentlichen aus dem laufenden Cash-Flow der YOC AG finanziert werden. Der fixe Kaufpreisbestandteil in Höhe von 1.235 TEUR ist am 21. März 2023 an die Eigentümer der Nostemedia Oy bezahlt worden. Im Zuge dieser Unternehmenstransaktion wird die YOC AG auf Basis vorläufiger Berechnungen Aktiva in Höhe von rund 800 TEUR sowie Passiva in Höhe von rund 600 TEUR in den Konzernabschluss zum 31. März 2023 bilanzieren. Der zu aktivierende Geschäfts- oder Firmenwert wird voraussichtlich 1.250 TEUR bis 1.750 TEUR betragen. Darüber hinaus haben sich nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ereignet.

10.3 Finanzrisikomanagement

Der YOC-Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Der Vorstand wird durch regelmäßiges Reporting von Kennzahlen wie beispielsweise Umsatzentwicklung, Deckungsbeitrag oder EBITDA über die Entwicklung des Eigenkapitals der YOC-Gruppe informiert. Zudem findet ein regelmäßiges Monitoring von Liquiditätsrisiken statt, um Zahlungsstromschwankungen zu analysieren und Liquiditätsengpässe rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Finanzrisikomanagement wird von einer zentralen Treasury-Abteilung unter der Aufsicht des Vorstands betrieben. Das Liquiditätsmanagement unterstützt den Vorstand durch die Kontrolle der Geschäftsentwicklung und Zahlungsstromschwankungen bei der Überwachung von Maßnahmen zur Liquiditätssicherung.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen im Rahmen eines Finanzinstruments nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust führt. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns entspricht den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und Forderungen sowie den Buchwerten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Kreditrisiken resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eine Risikokonzentration ergibt sich aufgrund des zunehmend wachsenden Anteils des programmatischen Handels und den damit angestiegenen durchschnittlichen Zahlungszielen. Der anteilige Forderungsbestand der drei größten Debitoren entspricht rund 30 % (2021: 34 %) gemessen am Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum 31. Dezember 2022 sind keine weiteren Risikokonzentrationen mit wesentlichen Beträgen erkennbar. Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein stringentes Debitorenmanagement entgegengewirkt, das auf die Überwachung der Altersstruktur der Forderungen und das Management von zweifelhaften Forderungen ausgerichtet ist. In den vergangenen drei Geschäftsjahren sind weder in der YOC AG noch in ihren Tochtergesellschaften wesentliche Forderungen gegenüber Kunden ausgefallen.

Liquiditätsrisiko

Der YOC-Konzern hat zur Planung und Überwachung der Zahlungsströme eine eigene Treasury- Funktion eingerichtet. Das Liquiditätsmanagement unterstützt den Vorstand durch die Kontrolle der Geschäftsentwicklung und Zahlungsstromschwankungen bei der Überwachung von Maßnahmen zur Liquiditätssicherung. Die Steuerung erfolgt unter anderem über Kennzahlen (zum Beispiel Eigen- und Fremdkapitalquote, Working Capital etc.), die Aufschluss über die Kapitalstruktur des Unternehmens liefern. Zum 31. Dezember 2022 verfügt der YOC-Konzern über einen Liquiditätsbestand in Höhe von 1.7 Mio. EUR (2021: 1,8 Mio. EUR). Die YOC AG hat im März 2023 mit der Commerzbank AG einen Vertrag über eine Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2024 abgeschlossen. Damit verfügt der YOC-Konzern auch für den Fall einer wesentlichen Planunterschreitung im Prognosezeitraum über ausreichende Liquidität.

Marktrisiko

Unter dem Marktrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsflüsse eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Das Marktrisiko beinhaltet das Währungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko sowie sonstige Preisrisiken.

Zinsrisiko

Ein Anstieg des Drei-Monats-EURIBORS um zwei Prozentpunkte hätte Auswirkungen auf das Finanzergebnis, da eine Betriebsmittellinie in Höhe von 1,0 Mio. EUR an die EURIBOR-Entwicklung gekoppelt ist. Das Finanzergebnis würde sich somit um bis zu 20 TEUR verändern.

Währungsrisiko

Der Konzern ist international geschäftstätig und insbesondere einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt.## 10.4 Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der YOC AG sowie deren Familienangehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Gesellschaften in Betracht. Darüber hinaus gelten Personen in Schlüsselpositionen und deren enge Familienangehörige (gemäß IAS 24.9) als nahestehende Personen.

Der Vorstand, Herr Dirk-Hilmar Kraus, hat der YOC AG im Geschäftsjahr 2020 ein Darlehen in Höhe von 200 TEUR zur Verfügung gestellt. Dieses wurde mit 7 % p.a. verzinst und ist im Oktober 2022 vertragsgemäß getilgt worden. Die daraus resultierenden Zinsaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 10 TEUR (2021: 25 TEUR). Darüber hinaus fanden im Berichtszeitraum keine wesentlichen Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

10.5 Bezüge des Aufsichtsrates und des Managements

Vergütung des Vorstands

Der Vorstand der YOC AG bestand im Geschäftsjahr 2022 unverändert aus einem Mitglied, Herrn Dirk-Hilmar Kraus. Die Vergütung des Vorstands enthielt im Geschäftsjahr 2022 eine fixe Gehaltskomponente in Höhe von insgesamt 200 TEUR (2021: 200 TEUR). Darüber hinaus fiel zusätzliche eine variable Komponente in Höhe von 50 TEUR (2021: 41 TEUR) an.

Eine Ausübung von 20.000 virtuellen Aktienoptionen sind an ein Übernahmeangebot für die Aktien der YOC AG nach §§ 29, 35 WpÜG mit unbestimmter Laufzeit gekoppelt. Der Basispreis zum Zuteilungstag am 01. Oktober 2014 betrug 1,92 Euro. Diese virtuellen Aktienoptionen sind unverfallbar. Zum Stichtag wurden hieraus keine resultierenden Verbindlichkeiten bilanziert.

Zusätzlich enthält der im Dezember 2022 erneuerte Dienstvertrag des Vorstands Dirk-Hilmar Kraus mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2026 eine einmalige, erfolgsabhängige Vergütung unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots. Die je nach Börsenkurs zum Transaktionszeitpunkt gestaffelte erfolgsabhängige Vergütung beträgt maximal 1,5 % des Transaktionsvolumens. Zum Stichtag wurden hieraus keine resultierenden Verbindlichkeiten bilanziert.

Darüber hinaus wurden keine Vorschüsse, Kredite, Sicherheitsleistungen, Pensionszusagen oder ähnliche Vorteile an den Vorstand gewährt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung der YOC AG festgesetzt worden. Die Vergütung des Aufsichtsrats besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12,5 TEUR für ein Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte dieses Betrages, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1 ½-fache dieses Betrages. Pro Aufsichtsratssitzung, die eine Präsenzsitzung ist, erhält jedes Aufsichtsratsmitglied einen Betrag in Höhe von 1,0 TEUR, der Aufsichtsratsvorsitzende das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1 ½- fache. Es wurden keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Gremientätigkeit, insbesondere für etwaige Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gewährt.

Die Vergütung für die Tätigkeit des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf insgesamt 79 TEUR (2021: 79 TEUR).

Vergütung Feste Sitzungs- (in TEUR) geld Gesamt
Dr. Nikolaus Breuel (Aufsichtsratsvorsitzender) 25 10 35
Konstantin Graf Lambsdorff 18 8 26
Sacha Berlik 13 5 18
Gesamt 56 23 79

10.6 Honorar des Wirtschaftsprüfers

Für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, fielen im Berichtsjahr Honorare in Höhe von 157 TEUR an.

(in TEUR) 2022 2021
Abschlussprüfung 2021 31 79
Abschlussprüfung 2022 121 0
Steuerberatungsleistungen 0 9
Sonstige Leistungen 5 5
Gesamt 157 93

10.7 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und wurde den Aktionären der YOC AG auf der Internetseite www.yoc.com im Bereich „Investor Relations“ dauerhaft zugänglich gemacht.

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der YOC AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, 14. April 2023

Der Vorstand
gez. Dirk-Hilmar Kraus