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YOC AG Annual Report 2016

May 22, 2017

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Annual Report

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YOC AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

EINZELABSCHLUSS 2016

YOC AG

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht der YOC AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands im Abschnitt "Ausblick" des Prognoseberichts und im Abschnitt "Finanz- und Treasury Risiken" des Lageberichtes hin. Dort wird ausgeführt, dass der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist. Damit ausreichend Liquidität im Prognosezeitraum vorhanden ist, müssen die Gesellschaft und der Konzern den geplanten Geschäftsverlauf, insbesondere die deutlichen Umsatzsteigerungen und eine erhebliche Verbesserung des operativen Ergebnisses, realisieren. Der Fortbestand des Unternehmens hängt davon ab, dass der geplante Geschäftsverlauf realisiert werden kann."

Berlin, 20. April 2017

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Röders, Wirtschaftsprüfer

Glöckner, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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EUR EUR 31.12.2015

TEUR
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 19.690,60 0
Eintgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen sowie EDV-Software 252.764,69 478
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 95
272.455,29 574
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.350,31 76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 707.800,37 708
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 350.000,00 0
1.057.800,37 708
1.385.605,97 1.357
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 239.748,51 33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.652.569,67 872
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.558,63 202
1.893.876,81 1.107
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 102.520,33 41
1.996.397,14 1.148
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.193,47 35
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.963.545,30 973
5.368.741,88 3.513
Passiva
EUR EUR 31.12.2015

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 3.292.978,00 3.112
2. Eigene Aktien -4.000,00 -4
Bedingtes Kapital: EUR 1.175.000,00
3.288.978,00 3.108
II. Kapitalrücklage 21.720.244,74 21.401
III. Bilanzverlust -26.972.768,04 -25.482
-1.963.545,30 -973
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 1.963.545,30 973
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 749.094,69 661
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 800.000,00 300
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 440.955,15 209
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.336.918,50 2.267
4. Sonstige Verbindlichkeiten 41.773,54 75
davon aus Steuern EUR 27.737,40 (Vj. TEUR 23)
4.619.647,19 2.852
5.368.741,88 3.513

Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

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2016 2015
EUR EUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 2.992.938,67 1.109
2. Aktivierte Eigenleistungen 22.291,24 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 130.533,65 1.075
davon aus Währungsumrechnung EUR 5.921,19 (Vj. TEUR 30)
3.145.763,56 2.184
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.039.522,85 262
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.651.544,63 1.040
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 238.511,28 137
davon für Altersversorgung EUR 927,96 (Vj. TEUR 1)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 381.360,21 98
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.038.568,84 1.709
davon aus Währungsumrechnung EUR 16.241,89 (Vj. TEUR 3) 5.349.507,81 3.247
8. Erträge aus Beteiligungen 170.703,92 329
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 628.290,20 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 187
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 85.429,19 43
davon an verbundene Unternehmen EUR 31.753,38 (Vj. TEUR 21)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 790
713.564,93 -316
13. Ergebnis vom Einkommen und Ertrag -1.490.179,32 -1.379
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 362,85 0
15. Sonstige Steuern 0,00 2
16. Jahresfehlbetrag -1.490.542,17 -1.381
17. Verlustvortrag -25.482.225,87 -24.102
18. Bilanzverlust -26.972.768,04 -25.482

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 seine Aufgaben und Pflichten nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung umfassend und sorgfältig wahrgenommen. Er hat sich intensiv mit der Lage des Unternehmens beschäftigt sowie den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit laufend überwacht. Dabei hat er sich von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Die Überwachung bezog sich auch auf angemessene Maßnahmen zu Risikovorsorge und Compliance. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls überwacht, dass der Vorstand die ihm nach § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat.

In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und hat diese ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich mittels regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands pflichtgemäß mit der Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der beabsichtigten Geschäftspolitik und der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagementsystem und dem internen Kontrollsystem befasst.

In Bezug auf Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands, die nach Gesetz oder geltender Geschäftsordnung des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung der unterbreiteten Unterlagen und nach eingehender Erörterung seine Zustimmung erteilt.

Neben zahlreichen Sachthemen, zustimmungspflichtigen Maßnahmen und der Geschäftsentwicklung wurden im Geschäftsjahr 2016 grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie, der Finanzierung, der Entwicklung des internationalen Geschäftes sowie Personalentscheidungen ausführlich beraten.

Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Themen wurden gleichermaßen behandelt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der YOC AG setzte sich im Jahr 2016 aus drei Personen zusammen: Dr. Nikolaus Breuel übt den Vorsitz des Gremiums aus. Seine Stellvertretung übernimmt Konstantin Graf Lambsdorff. Das dritte Aufsichtsratsmitglied ist Sacha Berlik.

Wesentliche Themen der Aufsichtsratstätigkeit

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt fünf Präsenzsitzungen des Aufsichtsrats statt. Zudem wurden weitere telefonische Sitzungen sowie schriftliche Beschlussfassungen des Aufsichtsrats durchgeführt. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand der YOC AG kontinuierlich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichtet. Über Vorkommnisse von besonderer Bedeutung wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen durch den Vorstand informiert.

Darüber hinaus führten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand regelmäßig Informations- und Beratungsgespräche.

Der Aufsichtsrat machte ebenfalls von der Möglichkeit Gebrauch, sich ohne die Anwesenheit des Vorstands zu besprechen. In den Präsenzsitzungen und den sonstigen Beschlussfassungen im Geschäftsjahr 2016 war der Aufsichtsrat jederzeit beschlussfähig und vollständig.

Anhaltspunkte für mögliche Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern traten im Geschäftsjahr 2016 nicht auf.

Vorrangige Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat wirtschaftlichen und strategischen Punkten wie der Geschäftsentwicklung in Deutschland, Österreich, Polen, Spanien und Großbritannien, der Produktentwicklung, der Transformation des Geschäftsmodells sowie der Liquiditätsplanung und Finanzierungsmaßnahmen der Gesellschaft.

In der Aufsichtsratssitzung vom 12. Februar 2016 befasste sich der Aufsichtsrat nach einem Rückblick auf die Entwicklung des Geschäftsjahres 2015 mit der aktuellen Umsatzlage der YOC-Ländergesellschaften sowie der Liquiditätsentwicklung.

Die Sitzung am 18. April 2016 hatte hauptsächlich den Jahresabschluss 2015 zum Gegenstand. Der Aufsichtsrat billigte diesen per gleichem Datum mit entsprechendem Beschluss.

Am 19. April 2016 traf der Aufsichtsrat den Beschluss für eine Kapitalerhöhung mit Ausschluss des Bezugsrechts aus genehmigtem Kapital 2015/I. Fünf Tage später beschloss der Aufsichtsrat alle Beschlussvorschläge zur Hauptversammlung der YOC AG.

In der Sitzung vom 07. Juli 2016 standen - wie auch in früheren Zusammenkünften - die Liquiditätsplanung und der Status der Geschäftsaktivitäten in Großbritannien im Fokus.

Die Entwicklung der regionalen Vertriebsaktivitäten sowie die weitere Liquiditätsplanung beriet der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 13. Oktober 2016.

Am 08. Dezember 2016 genehmigte der Aufsichtsrat den Wirtschaftsplan der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017. In der gleichen Sitzung setzte sich das Gremium intensiv mit dem aktuellen Stand sowie der Planung der Produktentwicklung auseinander.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2016

Der durch den Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den in zusammengefasster Form erstellten Konzern- und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat zudem im Rahmen seiner Prüfung zusammenfassend festgestellt, dass der Vorstand ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechendes Risikomanagementsystem eingerichtet hat und dass dieses grundsätzlich geeignet ist, Tendenzen die die positive Weiterentwicklung des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Die vorstehenden Unterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Die Unterlagen wurden in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung am 20. April 2017 umfassend geprüft und erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer ging auch auf Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung ein. Umstände, die die Befangenheit des Abschlussprüfers besorgen lassen, lagen nicht vor.

Den Bericht des Abschlussprüfers nahm der Aufsichtsrat zur Kenntnis und schloss sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an.

Der Aufsichtsrat stimmte mit dem Vorstand in seiner Einschätzung der Lage der YOC AG und der YOC-Gruppe überein. Da die eigene Prüfung keine Einwendungen ergab, billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den in zusammengefasster Form erstellten Konzern- und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016.

Der Jahresabschluss der YOC AG ist damit festgestellt.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2016 mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. In diesem Zusammenhang überprüfte der Aufsichtsrat ebenfalls die Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung.

Weiterhin hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit sowie die Inhalte der Erklärung zur Unternehmensführung, einschließlich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG, erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat haben im Februar 2017 ihre gemeinsame Entsprechenserklärung erneuert.

Die Gesellschaft entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex weitgehend. Die Entsprechenserklärung mit Erläuterungen hinsichtlich der Abweichungen von den Empfehlungen befindet sich als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung in diesem Geschäftsbericht. Zudem wurde diese auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Weitere Informationen zur Corporate Governance bei der YOC AG können Sie dem Corporate Governance Bericht in diesem Geschäftsbericht entnehmen.

Personelle Veränderungen im Vorstand

Zum 30. September 2016 schied Michael Kruse aus dem Vorstand der YOC AG aus.

Dank an die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der YOC AG

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der YOC AG und aller Konzerngesellschaften für ihren hohen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Berlin, im April 2017

Der Aufsichtsrat

Dr. Nikolaus Breuel, Vorsitzender

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

der YOC AG, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Die YOC AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 erfolgte nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes.

Der Abschluss ist in Euro aufgestellt.

Die Gesellschaft hat nach § 290 Abs. 2 HGB die Pflicht, einen Konzernabschluss aufzustellen. Sie hat diesen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Anforderungen des § 315a HGB aufgestellt.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Gesellschaft mit Sitz in Berlin ist beim Amtsgericht in Charlottenburg unter der Nummer HRB 77285 B unter der Firma YOC AG eingetragen.

Zwischen der YOC AG und der Tochtergesellschaft YOC Mobile Advertising GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Geschäftsjahr wurden erstmals die geänderten Vorschriften des Handelsgesetzbuches durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) angewendet, welche verpflichtend zum 1. Januar 2016 anzuwenden waren. Durch die Anwendung der Vorschriften des BilRUG ändern sich vor allem die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung und die Zuordnung zu den Umsatzerlösen gemäß der neuen Umsatzerlösdefinition nach § 277 HGB (Art. 75 Abs. 2 EGHGB). Eine entsprechende Anpassung der Vorjahresbeträge ist nicht vorgenommen worden, sie erfolgt nachrichtlich im Anhang unter den Posten Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen.

Darüber hinaus blieben die für die Aufstellung des Abschlusses maßgebende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Der Jahresabschluss der YOC AG vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Vom Aktivierungswahlrecht bezüglich selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt für die immateriellen Anlagegüter zwischen 3 und 5 Jahren und für die Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 bis 8 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten nach § 255 Abs. 1 HGB angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Ausleihungen in Fremdwährung werden zum Stichtag mit dem Devisenmittelkurs umgerechnet und maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten angepasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Wertberichtungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert erfasst.

Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz weisen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag aus, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Termin darstellen.

Rückstellungen enthalten alle absehbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern erforderlich, mit dem von der Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten risiko- und laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Aus der Gegenüberstellung von aktiven und passiven latenten Steuern (einschließlich der Differenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen) ergab sich zum Bilanzstichtag ein Passivüberhang.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei der Entstehung zum aktuellen Tageskurs erfasst. Beim Ausgleich entstehende Abweichungen werden als Kursdifferenzen ausgebucht.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Umlaufvermögen in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst.

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung beziehungsweise zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs an den Kunden.

Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung berücksichtigt beziehungsweise entsprechend ihrer wirtschaftlichen Verursachung periodengerecht erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

a. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Anlage zum Anhang. Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 kaufte die YOC AG die in der Tochtergesellschaft YOC Mobile Advertising GmbH selbst entwickelte Software zu einem Preis in Höhe von TEUR 570,4. Ab dem Geschäftsjahr 2016 erfolgte die Entwicklung selbst erstellter Software in der YOC AG. Entsprechende Aktivierungen wurden in Höhe von TEUR 22,3 vorgenommen. Zudem erfolgte im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibungen auf EDV-Software in Höhe von TEUR 67,4.

Die Sachinvestitionen des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von TEUR 32,6 wurden für die Erweiterung und Erneuerung der technischen und administrativen Infrastruktur getätigt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen blieben bei einem Wertansatz in Höhe von TEUR 707,8 unverändert. Im Oktober 2016 wurde die Liquidation der YOC France S.A.S. abgeschlossen.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um die folgenden Gesellschaften:

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Unternehmen Anschaffungsdatum Anteil Gesellschaftskapital Eigenkapital per 31.12.2016 Ergebnis 2016
YOC Mobile Advertising GmbH, Berlin Deutschland 11.03.2009 100 % 26.000,00 37.546,39 -*
YOC Mobile Advertising Ltd., London Großbritannien 01.01.2007 100 % 449.741,41 -852.605,52 -272.053,26**
YOC Central Eastern Europe GmbH, Wien Österreich 01.06.2009 100 % 35.000,00 287.599,24 252.599,54
YOC Spain, S.L., Madrid Spanien 22.09.2009 100 % 188.006,00 -360.175,78 -108.344,33

Alle Angaben in Euro, sofern nicht anders vermerkt

* Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags an die YOC AG abgeführt

** Umgerechnet mit einem Kurs in Höhe von 1 GBP = 1,22398 EUR

Im Mai 2016 gewährte die YOC AG der Tochtergesellschaft YOC Spain S.L. ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 350,0.

b. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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<1 Jahr

TEUR
Gesamt

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 239,7 239,7
(32,6) (32,6)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.652,6 1.652,6
(872,3) (872,3)
Sonstige Vermögensgegenstände 1,6 1,6
(201,9) (201,9)
Gesamte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.893,9 1.893,9
(Vorjahreswerte in Klammern) (1.106,8) (1.106,8)

Es existieren keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 820,5 (2015: TEUR 461,8) sowie sonstige Forderungen (insbesondere Forderungen aus Darlehensgewährung und aus der umsatzsteuerlichen Organschaft) in Höhe von TEUR 203,8 (2015: TEUR 410,5) enthalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 sind zusätzlich Forderungen aus Ergebnisabführungen in Höhe von TEUR 628,3 enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände aus 2015 beinhalteten hauptsächlich Forderungen aus Erstattungszinsen aus der Betriebsprüfung bei der belboon GmbH in Höhe von TEUR 186,6 die im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig realisiert werden konnten.

In 2016 wurden keine wesentlichen sonstigen Vermögensgegenstände aktiviert.

c. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen sämtliche Bank- und Kassenbestände sowie kurzfristige Festgeldanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 102,4 (2015: TEUR 40,8).

Bankkonten, die in Fremdwährungen geführt werden, wurden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Zum 31. Dezember 2016 waren keine liquiden Mittel als Sicherheit begeben worden.

d. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Abgrenzungen für Jahreslizenzen, unter anderem für Softwarelösungen, Jahresbeiträge und -gebühren für Versicherungen sowie der Aktienbetreuung (Designated Sponsoring) erfasst.

e. Eigenkapital

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Gezeichnetes Kapital 3.293,0 3.112,5
Eigene Anteile -4,0 -4,0
Kapitalrücklage 21.720,2 21.400,7
Bilanzverlust -26.977,3 -25.482,7
-1.968,1 -973,0
Davon nicht durch Eigenkapital gedeckt -1.968,1 973,0
0,0 0,0

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2016 beträgt das gezeichnete Kapital TEUR 3.293,0 (2015: TEUR 3.112,5).

Am 19. April 2016 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital gegen Bareinlagen im Umfang von 180.505 neuen Stückaktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre. Mit einem Ausgabepreis von 2,77 EUR je Aktie erzielte die Gesellschaft einen Bruttoemissionserlös in Höhe von TEUR 500.

Zum Stichtag hält die YOC AG unverändert 4.000 Stück eigene Aktien.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand kann mit Genehmigung durch den Aufsichtsrat über ein genehmigtes Kapital von TEUR 1.646,5 (Genehmigtes Kapital 2016/I) bis zum 07. Juli 2021 verfügen.

Das genehmigte Kapital berechtigt einmalig oder mehrfach zur Erhöhung des Grundkapitals durch die Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Bedingtes Kapital

Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von TEUR 175,0 geschaffen, um dem Management, den Mitarbeitern und den verbundenen Unternehmen der Gesellschaft Bezugsrechte im Rahmen des YOC-Management-Incentive-Programms zu gewähren. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. August 2015 ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen sowie an Inhaber von Optionsrechten aus Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund Ermächtigung bis 24. August 2020, ausgegeben werden.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 08. Juli 2016 wurde ein neues genehmigtes Kapital beschlossen, wonach der Vorstand ermächtigt ist, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 07. Juli 2021 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um nominal bis zu 1.646.489 Euro zu erhöhen.

Zum 31. Dezember 2016 sind 20.000 Stück (2015: 36.000 Stück) Bezugsrechte an Mitarbeiter und das Management der YOC AG und ihrer verbundenen Unternehmen ausgegeben.

Aktionärsstruktur

Entsprechend der durch die Aktionäre erfolgten Stimmrechtsanzeigen wird der Aktienbesitz zum 31. Dezember 2016 wie folgt gehalten:

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Anzahl der Aktien Anteil
Vorstand*, ** 607.685 18,5 %
Aufsichtsrat 34.288 1,0 %
DIH Deutsche Industrie Holding GmbH 308.278 9,4 %
Dr. Bernhard Heiss 300.333 9,1 %
Euroweb Beteiligung GmbH 164.730 5,0 %
Karl J. Kraus 108.308 3,3 %
Institutionelle Investoren 250.205 7,6 %
YOC AG (eigene Anteile) 4.000 0,1 %
Free Float 1.515.151 46,0%
Gesamte Anzahl Aktien 3.292.978 100,00 %

* Die Beteiligung der dkam GmbH ist Herrn Dirk-Hilmar Kraus zuzurechnen.

** Beinhaltet dkam GmbH Aktien sowie Aktien von Herr Dirk-Hilmar Kraus.

f. Rückstellungen

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Personalrückstellungen 232,0 291,8
Ausstehende Eingangsrechnungen 198,6 158,8
Rückstellungen für Aktienoptionen 183,3 73,1
Jahres- und Abschlussprüfungskosten 104,8 113,0
Archivierungsrückstellungen 30,4 24,1
Gesamte Rückstellungen 749,1 660,8

In den Personalrückstellungen sind hauptsächlich Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 180,0 (2015: TEUR 203,8), Rückstellungen für Boni, Provisionen und Prämien in Höhe von TEUR 32,9 (2015: TEUR 67,0) sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 11,0 (2015: TEUR 9,4) enthalten.

Für das im Geschäftsjahr 2014 gestartete virtuelle Aktienoptionsprogramm wurden zum Bilanzstichtag TEUR 175,0 (2015: TEUR 42,0) zurückgestellt.

Unter der Position ausstehende Eingangsrechnungen sind im Geschäftsjahr 2016 verursachte Aufwendungen ausgewiesen, für die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch keine Rechnungen vorlagen.

g. Verbindlichkeiten

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Mit einer Restlaufzeit von
<1 Jahr

TEUR
1-5 Jahren

TEUR
>5 Jahren

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber 0,0 800,0 0,0 800,0
Gesellschaftern (0,0) (300,0) (0,0) (300,0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 441,0 0,0 0,0 441,0
Leistungen (209,3) (0,0) (0,0) (209,3)
Verbindlichkeiten gegenüber 2.766,5 570,4 0,0 3.336,9
verbundenen Unternehmen (1.546,1) (721,1) (0,0) (2.267,2)
Sonstige Verbindlichkeiten 41,8 0,0 0,0 41,8
(75,4) (0,0) (0,0) (75,4)
Gesamte Verbindlichkeiten 3,249,3 1.370,4 0,0 4.619,7
(Vorjahreswerte in Klammern) (1.830,8) (1.021,1) (0,0) (2.852,0)

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Umsatz- und Lohnsteuern in Höhe von insgesamt TEUR 35,7 (2015: TEUR 58,9) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen des Abrufs von Investitionszulagen in Höhe von TEUR 1,5 (2015: TEUR 13,2).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.137,5 (2015: TEUR 1.394,2 inklusive Verbindlichkeiten aus umsatzsteuerlicher Organschaft) sowie aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 1.199,4 (2015: TEUR 83,3).

Zum 31. Dezember 2016 sind keine Sicherheiten für die Verbindlichkeiten bestellt.

h. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2016 betrugen TEUR 2.992,9 (2015: TEUR 265,4). Davon entfallen externe Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 184,8 (2015: TEUR 38,3) auf die Central Performance Unit sowie weitere TEUR 1.232,3 (2015: TEUR 0,0) auf den Bereich Yield-Optimierung.

Der Anteil am Gesamtumsatz mit verbundenen Unternehmen betrug im Jahr 2016 TEUR 1.573,0 (2015: TEUR 227,1). Davon entfallen TEUR 1.011,2 (2015: TEUR 0,00) auf Erlöse aus der Weiterbelastung verauslagter Kosten für Corporate Functions sowie TEUR 561,7 (2015: TEUR 227,1) aus der Weiterberechnung von Aufwendungen der Central Performance Unit an die Tochtergesellschaften.

Durch das Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) zum 01. Januar 2016 und der damit verbundenen Neudefinition der Umsatzerlöse (§ 277 I HGB), wurden die Umsatzerlöse neu geregelt. Aus diesem Grund sind bisherige sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 1.109,8 (2015: TEUR 843,8) in 2016 als Umsatzerlöse ausgewiesen worden.

i. Sonstige betriebliche Erträge

Aufgrund des Inkrafttretens des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) zum 01. Januar 2016 und der damit verbundenen Neudefinition der Umsatzerlöse (§ 279 HGB), wurden die sonstigen betrieblichen Erträge neu geregelt.

Daraus resultierend sind bisherige sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 1.109,8 (2015: TEUR 843,8) im Geschäftsjahr 2016 als Umsatzerlöse ausgewiesen worden und daher nicht mehr in den sonstigen betrieblichen Erträgen bilanziert.

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2016

TEUR
2015

TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 49,7 48,5
Erträge aus der Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten 9,6 129,0
Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen 7,6 51,0
Ertrag eines außergerichtlichen Vergleichs 0,0 750,0
Weiterbelastung verauslagter Kosten 0,0 367,3
Weiterbelastung der Kosten für Corporate Functions 0,0 293,1
Erträge aus Lizenzgebühren 0,0 141,1
Übrige Erträge 63,6 138,8
Gesamte Sonstige betriebliche Erträge 130,5 1.918,8

Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Geschäftsjahr 2015 durch zwei Sondereffekte positiv beeinflusst: Im Vorjahr führte ein außergerichtlicher Vergleich zu einem einmaligen Ertrag in Höhe von TEUR 750,0, zum anderen steuerte der Verkauf nicht betriebsnotwendigen Sachanlagevermögens an die in 2014 verkaufte Tochtergesellschaft belboon GmbH Erträge in Höhe von TEUR 48,8 zum Ergebnis der Gesellschaft bei.

j. Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten vorwiegend Vergütungen für Publisher für Performance-Kampagnen sowie für den zentralen Bereich Yield-Optimierung. Diese betragen TEUR 2.039,5 (2015: TEUR 262,5).

k. Personalaufwand

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2016

TEUR
2015

TEUR
Löhne und Gehälter 1.651,6 1.040,4
Soziale Abgaben 237,6 136,5
Altersversorgung und Unterstützung 0,9 0,5
Gesamter Personalaufwand 1.890,1 1.177,4

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres betrug:

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2016 2015
Vorstand 1 2
Angestellte Vollzeit 21 16
Teilzeitbeschäftigte 2 1
Mitarbeiter in Elternzeit 2 0
Gesamt 26 19

Zum 31. Dezember 2016 bestand der Vorstand aus einem Mitglied. Das Vorstandsmitglied war im Geschäftsjahr 2016 zum Teil auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften bestellt.

Der Anstieg des Personals resultiert insbesondere durch die Eingliederung der zentralen Produkt- und Plattformentwicklung von der YOC Mobile Advertising GmbH mit Wirkung zum 01.01.2016.

Für die Gewährung von virtuellen Aktienoptionen im Rahmen des im Geschäftsjahr 2014 gestarteten Management-Incentive-Programms wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 133,0 (2015: TEUR 31,1) gebildet und zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 175,0 (2015: TEUR 42,0) zurückgestellt.

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigen Mitarbeiter betrug:

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2016 2015
Vorstand 2 2
Angestellte 20 12
Teilzeitbeschäftigte 3 2
Mitarbeiter in Elternzeit 1 1
Gesamt 26 17

l. Abschreibungen

Zur Aufteilung der Abschreibungen verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

m. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2016

TEUR
2015

TEUR
Rechts-, Beratungs- und Buchführungskosten 172,0 338,3
Raumkosten 161,4 185,5
Werbung und Marketing 134,0 144,5
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 78,8 47,5
Aufsichtsratsvergütung 73,1 70,3
Reisekosten 66,4 58,9
Fremdarbeiten 73,5 52,6
Telekommunikation und IT-Infrastruktur 65,6 29,7
Börsennotierung 49,1 43,4
Reparaturen und Instandhaltungen 43,1 41,9
Kosten der Kapitalerhöhung 27,8 39,8
Forderungsverzicht gegenüber Tochtergesellschaften 0,0 380,5
Anpassung des variablen Kaufpreisbestandteils aus dem Verkauf der belboon GmbH 0,0 140,0
Aufwand aus der Liquidation der Moustik GmbH 0,0 1,6
Sonstiges 93,8 134,1
Gesamte Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.038,6 1.708,6

Rechts-, Beratungs- und Buchführungskosten sanken im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 166,3. Im Vorjahr belasteten Rechtsberatungskosten für den außergerichtlichen Vergleich sowie erhöhte Steuerberatungskosten für eine steuerliche Außenprüfung diese Position.

Die Raumkosten im abgelaufenen Geschäftsjahr sanken insbesondere durch den Umzug in neue Geschäftsräume Mitte 2015 um TEUR 24,1.

Unter der Position Werbung und Marketing werden primär Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit, Messen sowie für Public Relations verbucht.

n. Erträge und Aufwendungen aus Gewinnausschüttungen/Ergebnisabführungsverträgen

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2016

TEUR
2015

TEUR
Erträge aus Beteiligungen 170,7 329,4
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 628,3 0,0
Aufwendungen aus Verlustübernahmen 0,0 -789,7
Gesamt 799,0 -460,3

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren im Berichtsjahr aus der Gewinnausschüttung der YOC Central Eastern Europe GmbH in Österreich.

Die Erträge aus Gewinnübernahmen betreffen die YOC Mobile Advertising GmbH.

o. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge erzielt. Die Zinserträge des Vorjahres in Höhe von TEUR 186,6 resultierten aus der Einbuchung einer Forderung aus Erstattungszinsen gegenüber der verkauften Tochtergesellschaft belboon GmbH.

p. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

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2016

TEUR
2015

TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 85,4 42,6

Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsen aus Darlehensverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 31,8 (2015: TEUR 21,3) sowie aus Darlehen mit Gesellschaftern in Höhe von TEUR 38,3 (2015: TEUR 12,3).

q. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steuersatz der YOC AG beträgt 30,25 % (2015: 30,21 %).

Zum 31. Dezember 2016 verfügte die YOC AG als Organträger über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 13.749,5 (2015: TEUR 13.832,6) sowie über gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 12.673,8 (2015: TEUR 12.768,9).

Die nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibenden aktiven latente Steuern wurden gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt.

IV. Sonstige Angaben

Die YOC AG erstellt als deutsche Muttergesellschaft einen Konzernabschluss.

Der Konzernabschluss der YOC AG, Berlin, wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt (§ 315a HGB).

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

b. Bestellter Vorstand im Geschäftsjahr 2016

Dirk-Hilmar Kraus (Dipl.-Kaufmann)

Michael Kruse (Medienwissenschaftler, bis 30. September 2016).

Die Vergütung des Vorstands der YOC AG enthält im Geschäftsjahr 2016 eine fixe Gehaltskomponente von insgesamt TEUR 427,0 (2015: TEUR 370,0) sowie eine variable Komponente in Höhe von TEUR 10,0 (2015: TEUR 0,0).

Im Geschäftsjahr 2016 waren TEUR 427,0 (2015: TEUR 370,0) der laufenden Vorstandsvergütung zahlungswirksam.

Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Vergütungskomponenten je Vorstandsmitglied:

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Name Feste Vergütung

(in TEUR)
Variable Vergütung

(in TEUR)
Virtuelle Aktienoptionen gewährt in 2014

(in TEUR)
Dirk-Hilmar Kraus 210,0 10,0 53,2
Michael Kruse 217,0 0,0 0,0
Gesamte Vergütung 427,0 10,0 53,2

Darüber hinaus wurden keine Vorschüsse, Kredite, Sicherheitsleistungen, Pensionszusagen oder ähnliche Vorteile an den Vorstand gewährt.

c. Aufsichtsrat

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Dr. Nikolaus Breuel, Kaufmann, Berlin - Geschäftsführender Gesellschafter Karl-J. Kraus GmbH
- D+S communication center management GmbH: Mitglied des Aufsichtsrates (seit 08/2016)
- D+S communication center management GmbH: Geschäftsführer (bis 07/2016)
- YOC AG: Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 01/2014, Mitglied seit 7.6.2013
Konstantin Graf Lambsdorff, Rechtsanwalt, Berlin - PRIMUS Immobilien AG, Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 2008)
- Dr. Förster AG: Mitglied des Aufsichtsrats (seit 07/2016)
- Lambsdorff Rechtsanwälte PartGmbB: Partner (seit 2012)
- YOC AG: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 01/2014)
Sacha Berlik, Kaufmann, Köln - The Trade Desk: Managing Director EMEA (seit 2016)
- YOC AG: Mitglied des Aufsichtsrats (seit 01/2014)

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich für das Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 73,1 (2015: TEUR 70,3).

d. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der YOC AG sowie deren Familienangehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Gesellschaften in Betracht.

Darüber hinaus gelten als nahestehende Personen in Schlüsselpositionen und deren enge Familienangehörige.

Verpflichtungen der YOC AG gegenüber ihrem Vorstand Dirk-Hilmar Kraus in Höhe von TEUR 180 werden seit dem 1. Januar 2015 mit 5 % p.a. verzinst und sind unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Darüber hinaus fanden im Berichtszeitraum fanden keine wesentlichen Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

e. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Mietvertrag für die Geschäftsräume 397,4 509,2
Gesamte Sonstige finanzielle Verpflichtungen 397,4 509,2

f. Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse.

g. Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Die Gesamthonorare des Abschlussprüfers werden im Konzernanhang der YOC AG angegeben.

h. Mitteilungspflichtige Beteiligungen

Die folgenden direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der YOC AG, die drei, fünf oder zehn von Hundert der Stimmrechte über- oder unterschreiten, sind der YOC AG per Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG bekannt gemacht worden:

Dirk-Hilmar Kraus, Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.11.2016 in einer freiwilligen Konzernbestandsmitteilung mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, am 26.11.2015 zu diesem Tag 19,52 % (607.685 Stimmrechte) betragen hat.

Stimmrechte in Höhe von 16,51 % des gezeichneten Kapitals (513.882 Stimmrechte) kontrollierte er am 26.11.2015 indirekt über die dkam GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland. 3,01 % (93.803 Stimmrechte) hielt Dirk-Hilmar Kraus zu diesem Tag als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Hilmar Kraus, bestehend aus Dirk-Hilmar Kraus und Barbara Schweinberger (geb. Kraus).

Die DIH Finanz und Consult GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.05.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, am 30.04.2015 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 9,90 % (308.278 Stimmrechte) betragen hat.

Herr Dr. Bernhard Heiss, Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.12.2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, am 14.12.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 7,98 % (190.000 Stimmrechte) betrug.

Die Euroweb Beteiligung GmbH, Düsseldorf, Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.05.2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, am 02.05.2016 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 5,00 % (164.730 Stimmrechte) betragen hat.

Die Euroweb Beteiligung GmbH, Düsseldorf, Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.05.2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, am 29.04.2016 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 4,82 % (158.730 Stimmrechte) betragen hat.

Herr Karl-Josef Kraus, Berlin, Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 05.05.2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, am 30.04.2015 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,48 % (108.308 Stimmrechte) betrug.

Frau Barbara Schweinberger, Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.05.2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, am 29.04.2016 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,85 % (93.803 Stimmrechte) betrug. Diese Stimmrechte hielt Barbara Schweinberger als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Hilmar Kraus, bestehend aus Dirk-Hilmar Kraus und Barbara Schweinberger (geb. Kraus).

i. Wichtige Ereignisse nach Bilanzerstellung

Im Januar 2017 nahm die Gesellschaft ein Darlehen in Höhe von TEUR 500 von einem Gesellschafter zu marktüblichen Konditionen auf.

Danach haben sich keine weiteren Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ereignet.

j. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechungserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und wurde den Aktionären der YOC AG auf der Internetseite www.yoc.com im Bereich "Investor Relations'' dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 20. April 2017

Der Vorstand

Dirk-Hilmar Kraus

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 0,00 22.291,24 0,00 0,00 22.291,24
2. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen sowie EDV-Software 902.370,33 44.150,69 185.115,30 95.490,97 856.896,69
3. Geleistete Anzahlungen 95.490,97 0,00 0,00 -95.490,97 0,00
997.861,30 66.441,93 185.115,30 0,00 879.187,93
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 991.328,96 32.615,65 185,00 0,00 1.023.759,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.330.752,50 0,00 1,00 0,00 6.330.751,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 350.000,00 0,00 0,00 350.000,00
6.330.752,50 350.000,00 1,00 0,00 6.680.751,50
8.319.942,76 449.057,58 185.301,30 0,00 8.583.699,04

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Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016

EUR
Zugänge

EUR
Sonderabschreibungen

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 0,00 2.600,65 0,00 0,00 2.600,65
2. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen sowie EDV-Software 424.328,32 257.075,88 67.352,41 9.919,80 604.131,99
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
424.328,32 259.676,53 67.352,41 9.919,80 606.732,64
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 915.642,03 54.331,27 0,00 1.564,00 968.409,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.622.951,13 0,00 0,00 0,00 5.622.951,13
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.622.951,13 0,00 0,00 0,00 5.622.951,13
6.962.921,48 314.007,80 67.352,41 11.483,80 7.198.093,07

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Buchwerte
31.12.2016

EUR
31.12.2015

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 19.690,59 0
2. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen sowie EDV-Software 252.764,70 478
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 95
272.455,29 574
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.350,31 76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 707.800,37 708
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 350.000,00 0
1.057.800,37 708
1.385.605,97 1.357

Zusammengefasster Lagebericht

der YOC AG

Marktumfeld Mobile Advertising

Smartphonedichte bildet Grundlage für Internetkonsum

Das mobile Internet nimmt im Alltag der Menschen einen immer größeren Raum ein. Weltweit lag die mobile Internetnutzung im Jahr 2016 bereits bei 68 %. Für das Jahr 2018 prognostiziert die global operierende Mediaagentur Zenith auf Basis einer Untersuchung der 60 führenden digitalen Märkte 79 % (Zenith 2016b).

Für Deutschland deklarieren die öffentlich-rechtlichen Medien das Smartphone als meist genutztes Gerät für den Internetzugang und sprechen davon, dass etwa zwei Drittel der Bevölkerung unterwegs in der Bahn, im Cafè oder bei Freunden mobil online gehen.

Ursächlich für die kontinuierlich steigenden Nutzungsraten ist die Verbreitung mobiler Endgeräte. Die höchste Smartphone-Durchdringung weist Zenith Westeuropa und Asien zu. In Irland besitzen 92 % der Bevölkerung ein Smartphone. Es folgen Singapur (91 %), Spanien (88 %), Norwegen (86 %) und Südkorea (84 %). Deutschland verzeichnet eine Smartphonedichte von 79 %.

Auch 2018 sollen die Iren Spitzenreiter bei der Verbreitung von Mobilgeräten bleiben (94 %) vor der Schweiz und Singapur (jeweils 92 %) sowie Norwegen und Taiwan (jeweils 91 %; Zenith 2016b).

Smartphones sind mobil deutlich beliebter als Tablets, was daran liegt, das letztere als Luxusprodukt betrachtet werden, deren Anschaffung optional ist (Zenith 2016b). Die Verbreitung von Tablets ist daher in hohem Maß von Region und Einkommensverhältnissen abhängig. Derzeit besitzen 15 % der Bevölkerung weltweit ein Tablet. Dieser Wert steigt bis 2018 auf etwa 17 %.

Die höchste Tablet-Durchdringung weist Singapur mit 75 % auf. Den letzten Platz teilt sich China mit Thailand (jeweils 3 %). In Europa weisen Großbritannien und Deutschland mit rund 38 Mio. bzw. 37 Mio. Einwohnern, die regelmäßig ein Tablet benutzen, die höchste Durchdringung dieses mobilen Endgeräts aus (Statista 2016c).

In Spanien nutzen 21 Mio. Menschen ein Tablet - das Land hat somit die fünftgrößte Durchdringung in Europa.

Schnelle Information bestimmt Nutzerverhalten

Die stetig wachsende Anzahl mobiler Endgeräte und der schnelle Zugang zu Informationen verändern das Verhalten der Nutzer. Am häufigsten verwenden Nutzer ihr Smartphone dem Research-Institut Statista zufolge zum Empfangen und Versenden von E-Mails (25,6 %), zum Abrufen von Wetterinformationen (23,5 %), zum Aufrufen von Land- und Straßenkarten (19,6 %), zum Anschauen von Videos (14,8 %) sowie zum Surfen in Nachschlagewerken (Statista 2016a).

Die stark wachsende Zahl an Situationen, in denen Menschen ein Smartphone oder Tablet in die Hand nehmen, schlagen sich in der täglichen mobilen Nutzungsdauer nieder: Nutzer mit mobilen Endgeräten sind täglich 35 Minuten länger im Internet - somit durchschnittlich rund zweidreiviertel Stunden täglich (ARD/ZDF 2016).

Wie Google darlegt, recherchieren mobile Nutzer intensiv, bevor sie ein Produkt kaufen und sind besser informiert, da sie 2,3 Mal so häufig Produktbewertungen im Vergleich zu Online-Nutzern lesen. Jede zweite Urlaubsreise wird vor der Buchung bereits mobil recherchiert (Google 2016).

Bei der Recherche wechseln Internetnutzer bis zu 26 Mal zwischen Geräten wie Smartphone, Tablet oder Laptop, bevor sie die Reisebuchung letztlich vornehmen. Sie verwenden immer genau das Gerät, das ihnen am zeitsparendsten erscheint (Google 2016). 69 % der mobilen Nutzer verwenden ihr Smartphone oder Tablet, um mobil einzukaufen.

Für den deutschen mCommerce Markt bedeutete dies im Geschäftsjahr 2016 ein Wachstum von mehr als 40 % (eMarketer 2016a). Derzeit bevorzugen 60 % der Konsumenten immer noch, Produkte in einem lokalen Geschäft zu kaufen - die meisten recherchieren jedoch zuvor auf ihrem Smartphone.

Analysen zeigen, dass 50 % der Nutzer, die eine Suche auf ihrem Smartphone ausführten, noch am selben Tag ein Geschäft für den Kauf aufsuchen (Google 2015).

Mobile Nutzung vs. mobile Werbeausgaben

Die mobile Internetnutzung hat im Geschäftsjahr 2016 zum wiederholten Mal einen enormen Fortschritt gemacht. Dennoch besteht weiterhin eine Kluft zwischen der Nutzung des mobilen Kanals und den zugehörigen Werbeausgaben. Dies ist in den führenden Werbemärkten USA, China, Großbritannien und Deutschland zu beobachten.

Die Experten der Media-Agenturgruppe Carat geben die weltweiten Ausgaben für Mobile Advertising im Geschäftsjahr 2016 mit 39,5 Mrd. EUR an. Dies entspricht 7,6 % der Gesamtwerbeausgaben (Carat 2016). Das Research-Unternehmen eMarketer beziffert die mobilen Werbeausgaben für Westeuropa - dem drittgrößten Werbemarkt nach den USA und China - mit umgerechnet 15,7 Mrd. EUR in 2016 (inkl. Google und Facebook). Für 2020 soll sich diese Summe bereits verdoppelt haben (eMarketer 2016c).

In Deutschland liegen die Netto-Werbeausgaben für Mobile Advertising in 2016 (ohne Facebook und Google) zwischen 0,4 bis 0,5 Mrd. EUR (Basis Nielsen 2017). Dies entspricht einem Anteil in Höhe von 2,5 % an den gesamten Werbeausgaben in Höhe von insgesamt 19,6 Mrd. EUR in Deutschland (Zenith 2016b). eMarketer errechnet für das Geschäftsjahr 2016 in Deutschland bereits 2,4 Mrd. EUR für Mobile Advertising, berücksichtigt allerdings auch Facebook und Google (eMarketer 2017). Diese Kalkulation entspricht einem Anteil in Höhe von 12 % an den gesamten deutschen Werbeausgaben.

Im Vergleich zu allen anderen Mediakanälen wachsen die mobilen Werbeausgaben weltweit am stärksten: Mit Steigerungsraten von bis zu 50 % entwickelt sich das Werbevolumen von Mobile Advertising stärker als vormals erwartet und ist der Treiber innerhalb der digitalen Medien. Die digitalen Medien - bestehend aus Suchmaschinen- und Desktop-Displaywerbung sowie Mobile Advertising - verzeichnen insgesamt ein Wachstum von 15,6 % und vereinnahmen einen Marktanteil von 27,7 % an den globalen Gesamtwerbeeinnahmen (Carat 2016).

Demgegenüber verlieren die klassischen Printmedien weitere Umsatzanteile (Zeitung -7,1 %; Zeitschriften -2,5 %). Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten die Experten von Zenith, dass die weltweiten Werbeausgaben für Mobile Advertising die Budgets von Zeitungen, Zeitschriften, Kinos und Außenwerbung zusammen übersteigen. Erstmals sollen die Marktanteile der mobilen Werbeausgaben (Prognose 2017: 10,1 %) die Umsätze von desktopbasierter Displaywerbung (Prognose 2017: 8,5 %) übertreffen (Zenith 2016b).

Für Westeuropa geht eMarketer im Geschäftsjahr 2016 von einem 35-prozentigen Anstieg der Marktanteile von digitaler Werbung aus. Auch hier ist die mobile Werbung mit einer Wachstumsrate in Höhe von 45 % hauptsächlich verantwortlich für diese überdurchschnittliche Entwicklung. Die globale Entwicklung spiegelt sich in Deutschland - als dem zweitgrößten europäischen Werbemarkt - wider: Print- und Desktop-Advertising sind hier rückläufig während der Anteil mobiler Werbeausgaben weiter ansteigt.

Ausgehend von dem starken Wachstumskurs des programmatischen Handels von digitalen Werbeflächen in 2016, gewinnt Mobile Programmatic Advertising im Mediamix zunehmend an Relevanz. In seinem Programmatic Advertising Forecast schreibt Zenith für das abgelaufene Geschäftsjahr Programmatic Advertising weltweit für alle digitalen Kanäle 37,0 Mrd. EUR zu, wobei etwa zwei Drittel davon auf die Vereinigten Staaten von Amerika als globalen Wachstumsmotor für Programmatic Advertising entfallen (Zenith 2016c). In Nordamerika und Europa bestehen global betrachtet die größten Chancen zur weiteren Verbreitung dieses Handelskanals (BVDW 2016).

Für Mobile Programmatic Advertising in Deutschland prognostiziert eMarketer Werbeausgaben in Höhe von rund 469 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2016 (eMarketer 2016b). Bis 2018 rechnen die Analysten hierzulande mit einem starken Anstieg des automatisierten programmatischen Handels. Allein für Mobile Programmatic Advertising werden dann voraussichtlich 1,0 Mrd. EUR an Werbeausgaben investiert werden (eMarketer 2016b).

Ausblick

Das mobile Internet verändert das Leben der Nutzer nachhaltig. Allerdings bilden die aktuellen Werbeausgaben, die auf den Bereich Mobile Advertising entfallen, die tatsächlichen Nutzergewohnheiten noch nicht adäquat ab. In zahlreichen Prognosen wird jedoch deutlich, dass sich die Werbebudgets mit wachsender Geschwindigkeit in Richtung des mobilen Internets bewegen und somit die Werbetreibenden und Mediaagenturen den Nutzern folgen.

Die Mediaagenturgruppe Zenith prognostiziert, dass bereits im laufenden Geschäftsjahr das mobile Internet das stationäre Internet als wichtigsten digitalen Werbekanal ablöst. Weltweit sollen bereits 2017 für mobile Internetwerbung 94,2 Mrd. EUR ausgegeben werden und für Werbung im stationären Internet 92,4 Mrd. EUR (Zenith 2016a).

Neben dem quantitativen Wachstum mobiler Werbeausgaben kommt es in Zukunft immer mehr auf die Auslieferung qualitativer Werbeformate an (IAB 2016). Diese müssen die Nutzer begeistern und weniger stören. Diese Entwicklung wird unter dem Trend "Non-intrusive Advertising" zusammengefasst, der beschreibt, dass mobile Werbeformate den Nutzer in seinen Surfgewohnheiten nicht behindern und diese deshalb in den Inhalt einer mobilen Webseite beziehungsweise einer mobilen Applikation eingebettet sein sollten. Häufig wird dazu mobile Videowerbung eingesetzt, da Nutzer heutzutage weniger über ein Produkt oder eine Marke lesen, sondern diese in Bild und/oder Ton erleben wollen. Mobile Video Advertising ist daher aktuell der Treiber der mobilen Werbung. Bis 2020 werden entsprechend Forbes allein hierfür mehr als 100 Mrd. EUR an weltweiten Werbespendings erwartet (Forbes 2016).

Der Erfolg von mobilen Werbekampagnen benötigt letztlich immer messbare Belege. Für die Auslieferung mobiler Werbekampagnen haben sich deshalb internationale technische Standards etabliert, um die Auslieferungsqualität in Bezug auf ihre Sichtbarkeit zu messen. Ziel ist es, dem Nutzer einerseits eine wertvolle Werbeerfahrung zu bieten und gleichzeitig die Wiedergabe der Werbung und die anschließende Interaktion der mobilen Web-Surfer mit der Werbung zu erfassen.

Leistungsspektrum

YOC ist einer der führenden unabhängigen Anbieter für Mobile Advertising-Produkte und -Lösungen in Europa und greift auf eine seit 2001 gewachsene Expertise zurück. Namhafte Marken wie Telefonica, Vodafone, McDonalds, Coca-Cola, Mercedes, Volkswagen, Samsung oder Unilever arbeiten bereits mit der Technologie von YOC. Zu den rund 400 ausgewählten internationalen Partnern zählen Premium-Publisher wie Shazam, The Telegraph, krone.at, Tagesspiegel oder Eurosport. Sie vertrauen auf YOC aufgrund technologischer und marktspezifischer Kompetenzen sowie einer gewachsenen, nutzbringenden Zusammenarbeit.

Im Fokus des Unternehmens liegt die Positionierung als Anbieter von Mobile Advertising-Produkten und -Lösungen in den Kernmärkten Großbritannien, Deutschland, Österreich, Spanien und Polen. Folgerichtig entwickelt YOC neue Produkte und skalierbare Inhouse-Technologien und liefert diese über alle nachgefragten Vertriebskanäle aus, insbesondere im stark wachsenden und hochautomatisierten Umfeld Mobile Programmatic Advertising.

YOC hat in den vergangenen drei Jahren als Konsequenz aus den modifizierten technologiebedingten Rahmenparametern eine schärfere Positionierung im Markt für Mobile Advertising eingenommen und entscheidende Veränderungen vollzogen. Die Gesellschaft hat dazu wesentliche Bestandteile der Wertschöpfungskette im Mobile Advertising internalisiert. Diese betrifft die Entwicklung von eigenen, performanten Werbeprodukten, die einerseits eine hohe Werbewirkung für Advertiser entfalten und andererseits den Nutzer nicht stören. Zudem baute das Unternehmen eine starke Systemlandschaft auf, bestehend aus eigenentwickelter Software und Lösungen dritter namhafter Anbieter wie Google, SAP oder Salesforce. Auf dieser Basis bedient YOC alle relevanten Vertriebskanäle.

Die Kombination von innovativen Mobile Advertising-Produkten und einer leistungsstarken IT-basierten Infrastruktur ist das hervorstechende Wettbewerbsmerkmal von YOC mit dem sich das Unternehmen wesentlich von seinen Mitbewerbern differenziert.

YOC-Produkte

Das Unternehmen hat die Produktlinien YOC Understitial Ad, YOC Inline Video Ad sowie YOC Mystery Ad eingeführt. Ziel der Produkte ist es, die mobilen Werbebotschaften von Werbetreibenden nachhaltig und zielgerichtet bei den Endverbrauchern zu lancieren.

Der Einsatz von verschiedenen Anzeigemethoden, zusätzlichen interaktiven Elementen, sowie unaufdringlicher Funktionsweisen führt letztlich zu einer besseren Nutzerakzeptanz. Zusätzlich ermöglichen die YOC-Produkte gegenüber klassischen Standardformaten erweiterte Methoden zur Messung verschiedener Interaktions- und Abrufstatistiken und tragen somit maßgeblich zur Messbarkeit des Werbeerfolges für Werbetreibende bei.

Insbesondere die Produktvarianten mit Video-Komponenten bieten Werbetreibenden die Möglichkeit einer umfangreichen und in hohem Maße steuerbaren audiovisuellen Bewerbung ihrer Marken und Produkte auf mobilen Endgeräten.

Die Kerneigenschaft des YOC Understitial Ad ist seine wirksame und dennoch unaufdringliche Platzierung im inhaltlichen Umfeld einer mobilen Webseite oder mobilen Applikation. Werbetreibende erreichen den Smartphone-User mit einem vollflächigen Werbemittel, ohne ihn in seinen Nutzungsgewohnheiten einzuschränken. YOC vereint in diesem Werbemittel seine technische Erfahrung mit seiner Kompetenz in der Ansprache von Nutzern in mobilen Umfeldern. Im Geschäftsjahr 2016 erfuhr das YOC Understitial Ad wesentliche Verbesserungen, sowie die Einbettung einer völlig neu entwickelten Video-Komponente.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 entwickelte das Unternehmen das YOC Inline Video Ad. Dieses innovative mobile Werbeformat ermöglicht es Werbetreibenden, Video-Anzeigen auf klassischen Webseiten zu schalten. Es ist kompatibel mit branchenüblichen Standards und spielt Video bei Bedarf in hoher Qualität aus. Die Besonderheit dieses Formats ist es, dass es überall einsetzbar ist und keine feste Platzierung innerhalb der mobilen Website der Publisher benötigt. Durch integrierte Funktionen wie die Start-Stopp-Automatik läuft das Video nur, wenn der Nutzer es gerade ansieht.

Das YOC Mystery Ad ist ein ausgezeichnetes, vollflächiges mobiles Werbeformat. Die Besonderheit des Produktes liegt in der Möglichkeit, den Nutzer mit beliebigen, kreativen Interaktionen zu animieren. Das YOC Mystery Ad bietet somit umfangreiche gestalterische Möglichkeiten, um eine hohe Aufmerksamkeit der Nutzer zu garantieren.

Neben den vorgenannten Produkten bietet YOC alle klassischen Werbeformen nach den international gültigen IAB- und MMA-Standards an. Darüber hinaus ist das Expertenteam von YOC je nach Kundenwunsch in der Lage, zusätzliche Funktionen wie beispielsweise Responsive Formate, erweiterte Tracking-Möglichkeiten oder den Einsatz besonderer Werbemittel innerhalb von Standard-Formaten zu entwickeln.

Für die Steuerung, Optimierung und Auswertung einer Kampagne sind die Messungen der Sichtbarkeit (Viewability) zu einem entscheidenden Faktor avanciert. YOC entwickelte daher im Geschäftsjahr 2016 eine neue technische Infrastruktur zur Messung und Auswertung der Sichtbarkeit von mobilen Werbeformaten. Die YOC-Produkte orientieren sich an marktüblichen Messstandards (nach IAB und MRC) und bieten den Advertisern damit international vergleichbare Erfolgskennzahlen für ihren Werbeerfolg im Mobile Advertising. YOC eröffnet seinen Werbekunden infolgedessen alternative Abrechnungsmodelle auf Basis der erhobenen Viewability-Daten. Hierbei erfolgt die Abrechnung einer Kampagne erst, sobald beispielsweise ein Video komplett im Sichtfeld des Nutzers abgespielt wurde.

Zusätzliche Mobile Advertising-Leistungen

YOC bietet seinen Werbekunden effektive Mobile Advertising-Lösungen für erfolgreiche Werbekampagnen an:

Kreativleistung

Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt berät YOC Werbetreibende bei der Wahl des richtigen mobilen Werbeformates und übernimmt gegebenenfalls auch die Produktion des Werbemittels. Neben diesen Leistungen stellen die Experten auch ihr Know-how zur Verfügung, wenn es um die Aussteuerung der Kampagnen auf mobilen Endgeräten geht.

Re-Engagement

Die Re-Engagement Lösung von YOC ist eine komplexe Maßnahme zur Steigerung des Branding-Effekts und des Wiedererkennungswertes einer Marke oder eines Produkts. Hierzu verwendet YOC eine datengetriebene Nutzererkennung, um die Nutzer mit sequentieller Ansprache auf Marken aufmerksam zu machen. Des Weiteren kann diese Lösung eingesetzt werden, um Nutzungsraten von Apps zu erhöhen oder potenzielle Interessenten eines Online-Shops zum Kaufen zu animieren.

YOC Hub

Die Business Intelligence-Plattform YOC Hub dient einerseits zur internen Prozesssteuerung von YOC und andererseits als Werkzeug für Publisher zur Kontrolle und Optimierung von Vermarktungsaktivitäten. Durch die umfassende und frei konfigurierbare Software-Oberfläche des YOC Hub erhalten die Nutzer einen aktuellen Überblick über den Vermarktungserfolg der YOC-Produkte.

Geschäftsentwicklung der YOC-Gruppe

Im Geschäftsjahr 2016 unternahm die YOC-Gruppe einen entscheidenden Schritt in Richtung Profitabilität und verzeichnete ein Umsatzwachstum in Höhe von rund 23 % auf 12,0 Mio. EUR (2015: 9,7 Mio. EUR). Das im zweiten Halbjahr 2015 begonnene spürbare Umsatzwachstum der YOC-Gruppe setzte sich somit im gesamten Geschäftsjahr 2016 fort.

In allen Quartalen weist YOC ein zweistelliges Umsatzwachstum aus. Im Abschlussquartal 2016 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzplus in Höhe von 24 % im Vergleich zum vierten Quartal 2015. Die Pfeiler dieser Entwicklung sind die Positionierung als produktbasierter Mobile Programmatic Advertising Anbieter, die zugehörige Entwicklung von erfolgreichen Produkten in einer sich schnell ändernden Branche sowie die Bindung und Rekrutierung von Fachpersonal.

Das ansteigende Geschäftsvolumen zeigt sich im wachsenden Umsatz pro Mitarbeiter um 30 % auf 239 TEUR (2015: 184 TEUR). Im Zwei-Jahres-Vergleich weist dieser Wert eine Verbesserung in Höhe von 50 % (Umsatz je Mitarbeiter 2014: 159 TEUR) auf.

Die Effizienz der neuen Produkte schlägt sich im Anstieg Rohertragsmarge um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 36 % (2015: 33 %) beziehungsweise im Anstieg in Höhe von sieben Prozentpunkten im Vergleich zu 2013 (2014: 32 %; 2013: 29 %) nieder.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen des Geschäftsjahres 2016 beträgt -1,1 EUR (2015: -1,1 Mio. EUR). Im Vorjahr wurden einmalige Sanierungserträge in Höhe von rund 0,9 Mio. EUR erzielt. Damit verbesserte sich das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2016 um rund 0,9 Mio. EUR.

Internationale Geschäftstätigkeit

Die YOC-Gruppe profitierte im Geschäftsjahr 2016 von ihrer Präsenz in den Kernmärkten Europas, ihrem innovativen Produktspektrum sowie der Marktexpertise seit 2001. Im Februar 2016 eröffnete YOC ein weiteres Büro in Polen. Zum Start der neuen Dependance in Warschau kooperierte das Unternehmen wie schon in Spanien und Österreich exklusiv mit Shazam, eine der weltweit führenden mobilen Applikation für Musik- und TV-Erkennung.

Neben dem Hauptsitz in Berlin und einem Büro in Düsseldorf verfügt das Unternehmen somit insgesamt über vier weitere Dependancen in Großbritannien (London), Spanien (Madrid), Österreich (Wien) und Polen (Warschau).

Die deutschsprachigen Standorte in Österreich und Deutschland entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016 auf einem hohen Niveau weiter. Insbesondere der deutsche Markt legte mit einem bedeutenden Umsatzwachstum in Höhe von 28 % (2015: 9 %) zu. In Österreich ist die YOC-Gruppe Marktführer - dies zeigt sich in Platz 1 des österreichischen Vermarkterrankings. Basis des Umsatzwachstums im Geschäftsjahr 2016 war weiterhin die hohe Nachfrage nach den verschiedenen Varianten des proprietären Produkts YOC Understitial Ad.

Die spanische Tochtergesellschaft verzeichnete mit 85 % (2015: 97 %) das höchste Umsatzwachstum aller YOC-Standorte, da sich die Aufbauarbeit der Vorjahre materialisierte. Entscheidend für diesen Markt war die erfolgreiche, exklusive Zusammenarbeit mit bekannten Publishern wie Shazam oder El Desmarque und der steigende Anteil programmatischer Umsätze.

Erfreulich verlief der Markteintritt in Polen, da die dortige Niederlassung im Jahresverlauf wachsende Umsatzbeiträge lieferte.

Die unterplanmäßige Umsatzentwicklung aus Großbritannien beeinträchtigte das Gesamtwachstum der Gesellschaft dagegen. Nach dem Austausch der vollständigen Führung sowie von Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2016 konnte die britische Tochtergesellschaft im zweiten Halbjahr wieder steigende Umsätze durch den programmatischen Vertrieb YOC-eigener Produkte verzeichnen. Insgesamt erzielte die YOC Mobile Advertising Ltd. im Geschäftsjahr 2016 lediglich stagnierende Umsätze im Vergleich zum Vorjahr, erreichte aber im Abschlussquartal des Berichtsjahres ein starkes Umsatzwachstum.

Advertiser & Publisher

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gewann das Unternehmen namhafte Werbetreibende für den Launch neuer nutzerzentrierter Produkte. Zusammen mit Unilever launchte YOC das YOC Inline Video Ad. Brau Union war der Kooperationspartner für das YOC Understitial Vertical Video Ad. Für eine crossmediale Out-of-home-Kampagne arbeiteten YOC und Shazam mit dem Automobilhersteller BMW zusammen. Das internationale Publisherportfolio konnte im vergangenen Jahr weiter ausgebaut werden. YOC vertiefte europaweit seine Beziehungen zu Premium Publishern wie Der Tagesspiegel, Börsennews, krone.at, Shazam, El Desmarque, Kidealia, Trinity Mirror oder Evening Standard & Independent (ESI Media).

Auf dieser Basis ist das Unternehmen in der Lage, seinen Werbekunden eine große sowie ansprechende internationale Reichweite zu ermöglichen.

Mit der Business Intelligence-Plattform YOC Hub können Publisher ihre Vermarktungsaktivitäten verwalten, auswerten und optimieren.

Auch im Geschäftsjahr 2016 konnte YOC daher zahlreiche internationale Werbetreibende aus unterschiedlichen Branchen überzeugen: Airbnb, Telefonica, McDonalds, Converse, Mercedes-Benz, Coca-Cola, Samsung, Netflix, Lufthansa, BMW, Coty, Ford, Deutsche Bahn, Google, Microsoft und viele andere setzten die Produkte von YOC für effektives Mobile Advertising ein.

Transformation des Geschäftsmodells

Als produktbasierter Mobile Programmatic Advertising Anbieter ist die YOC-Gruppe ein Mobile Advertising Dienstleister mit automatisierten Plattformen, Technologie-, Produkt-, Service- und Qualitätsverständnis.

Der Wandel des Geschäftsmodells ist im Geschäftsjahr 2016 in eine neue produktive Phase eingetreten. YOC baute seinen programmatischen Handel von mobilem Inventar kontinuierlich aus. Parallel dazu nimmt die Produktentwicklung einen immer größeren Stellenwert ein, in dem sie beständig neue Produkte für die Gesellschaft entwickelt und in den Markt einführt.

Die global konkurrenzfähigen YOC-Werbeprodukte erzielen die gewünschten Branding- und Awareness-Effekte der Werbetreibenden, ohne die Menschen in der Nutzung des mobilen Internets zu stören. Dadurch wird das Geschäftsmodell hin zum innovativen Anbieter hochpreisiger Mobile Advertising Produkte transformiert.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen noch mehr Publisher an seine programmatischen Plattformen anbinden. YOC baut seine Aktivitäten in den Bereichen Private Auctions und Preferred Deals kontinuierlich aus, um Mobile Programmatic Advertising für seine Publisher und Advertiser am Markt verfügbar zu machen.

Europäische YOC Publisher wie Shazam, El Desmarque, The Telegraph, Eurosport etc. sind via YOC an diverse Plattformen angebunden und Advertiser wie Samsung, McDonalds, Sainsbury und Starbucks nutzen diese Plattformen des automatisierten Mediahandels zum Einkauf von Mobile Advertising-Produkten von YOC.

Produktentwicklung und Infrastruktur

Die IT-Strategie verfolgte im Geschäftsjahr 2016 drei wesentliche Ziele:

1) Neu- und Weiterentwicklung der Mobile Advertising Produkte,

2) Vollständige Integration programmatischer Handelswege und Produkte in alle Länderorganisationen,

3) Verbesserung der Prozessautomatisierung zum Zwecke der Skalierbarkeit und Effizienz.

Durch die Entwicklung von interaktiven und unaufdringlichen Mobile Advertising-Produkten differenziert sich YOC von vergleichbaren Wettbewerbern. Mit Hilfe dieser Produkte gelingt es namhaften Werbetreibenden, ihre Kunden zielgerichtet und nachhaltig anzusprechen. Im Jahr 2016 veröffentlichte die Gesellschaft das neue YOC Inline Video Ad. Mit diesem mobilen Werbeformat ist es möglich, hochwertige Video Werbung unaufdringlich auf normalen (nicht-Video) Webseiten zu platzieren.

Das YOC Understitial Ad, das YOC bereits in der zweiten Jahreshälfte 2015 in den Markt eingeführt hatte, wurde mit zahlreichen funktionellen Verbesserungen ausgestattet. Zudem wurde eine Video-Komponente für hochauflösende und großformatige Videos integriert. Für den Kundenstamm besitzen diese innovativen YOC-Videoprodukte einen hohen Stellenwert.

Des Weiteren gelang es YOC, die eigenentwickelten Werbeprodukte in programmatische Handelsprozesse zu integrieren. Dieser Ausbau der programmatischen Infrastruktur hatte im vergangenen Geschäftsjahr maßgeblichen Anteil am wachsenden Umsatz des Unternehmens.

Die Verbesserung der Prozessautomatisierung und Skalierbarkeit wurde im Geschäftsjahr 2016 konsequent fortgeführt. YOC verfügt über eine leistungsstarke IT-Systemlandschaft sowie über proprietäre Softwareprodukte, die dies ermöglichen. Die zugrundeliegenden Technologie-Plattformen werden inhouse entwickelt und zeichnen sich durch Flexibilität, Leistungsstärke, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit aus. Sie verfügen über zahlreiche Schnittstellen, die die Integration vernetzter Anwendungen erlauben. YOC verfügt hierzu über eigene IT-Abteilungen, die die jeweilige Software betreuen und weiterkonzipieren.

Des Weiteren wird die eigene IT-Infrastruktur durch Softwarelösungen namhafter Partner aus dem Technologie- und Advertising-Bereich wie SAP, Google oder Salesforce ergänzt.

Die Entwicklung von Werkzeugen zur Prozessautomatisierung ist ein wichtiges Element der IT-Leistung von YOC. Durch ein flexibel und skalierbar angelegtes System wird die Vernetzung verschiedener Technologien ermöglicht.

Die daraus gewonnenen Daten werden anschließend zur Unterstützung der Geschäftsprozesse, zur Automatisierung sowie für die Business Intelligence und für das Controlling genutzt. Die zentralisierte Auswertung der im Geschäftsbetrieb entstehenden Daten hilft dabei, Erkenntnisse über Änderungen und Chancen zu gewinnen, wodurch dem Unternehmen kurze Reaktionszeiten ermöglicht werden.

Die von YOC verwendeten Datenbank- und Applikationsserver sind in Berlin installiert und werden von der hauseigenen IT-Abteilung verwaltet. Weitere Server betreibt und verwaltet YOC in einem TÜV-zertifizierten Rechenzentrum. Zur dauerhaften Sicherstellung der Service-Qualität in der Auslieferung der eigenentwickelten Produkte und in Bezug auf die starke Internationalisierung wurde im Jahr 2016 eine neue Kooperation mit einem Dienstleister vereinbart.

Dadurch ist YOC nun in der Lage, in 32 Rechenzentren in 27 verschiedenen Ländern eine schnellstmögliche und zuverlässige Auslieferung sicherzustellen.

Mitarbeiter

Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich der durchschnittliche Personalbestand (ohne Vorstand) der YOC-Gruppe um 6 % auf 50 Mitarbeiter (2015: 53 Mitarbeiter).

Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte die YOC-Gruppe 48 festangestellte Mitarbeiter - im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Reduzierung in Höhe von 8 % (2015: 52 festangestellte Mitarbeiter).

Im Geschäftsjahr 2016 konnte YOC Leistungsträger an das Unternehmen binden sowie neue qualifizierte Mitarbeiter für Schlüsselpositionen gewinnen.

Dem Fachkräftemangel konnte die Gesellschaft somit effektiv entgegenwirken.

Entwicklung der Ertragslage der YOC-Gruppe

Umsatzentwicklung und Gesamtleistung

Im Geschäftsjahr 2016 verzeichnete die YOC-Gruppe einen Gesamtumsatz in Höhe von 11.960 TEUR (2015: 9.735 TEUR). Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von rund 23 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die erfolgreiche Transformation der YOC-Gruppe hin zum Mobile Premium Programmatic Anbieter verbessert sowohl umsatzseitig als auch rohertragsseitig die Ertragslage des Konzerns.

Die Gesamtleistung des Konzerns liegt mit 12.486 TEUR um 1.054 TEUR über Vorjahresniveau (2015: 11.432 TEUR).

Umsatz nach Regionen

Die Umsätze stiegen auf dem deutschsprachigen Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 % (2015: 13 %) auf 7,9 Mio. EUR (2015: 6,3 Mio. EUR) an.

Insbesondere in Deutschland konnte YOC mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 28 % (2015: 9 %) die sich bietenden Chancen im Wachstumsmarkt aufgrund der Einführung neuer Produkte nutzen.

Die spanische Tochtergesellschaft konnte nach dem Aufbau des neuen Teams im Jahr 2014 ein weiteres deutliches Umsatzwachstum in Höhe von 85 % (2015: 97 %) verzeichnen. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteckten Umsatzziele in den Märkten Deutschland, Österreich und Spanien konnten erreicht beziehungsweise übertroffen werden.

Auch der für die YOC-Gruppe neue Markt Polen erzielte im Jahresverlauf 2016 zunehmend wachsende Umsatzbeiträge.

In Großbritannien verlief die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2016 hingegen noch nicht zufriedenstellend. Allerdings zeigte die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2016 und insbesondere im Schlussquartal, dass die hier getroffenen Personalmaßnahmen sowie die konsequente Einführung programmatischer Produkte Wirkung zeigten und deutliche Fortschritte auf der Umsatz- und Ergebnisseite realisiert werden konnten.

Insgesamt verzeichneten die Länder Großbritannien, Spanien und Polen einen Umsatzanstieg in Höhe von 18 % auf 4,0 Mio. EUR (2015: 3,4 Mio. EUR).

Die Umsatzanteile je Region stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

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Region Umsatzanteile
Deutschland 41%
Österreich 25%
Großbritannien 19%
Spanien 14%
Polen 1%

Rohertrag

Da der Materialaufwand im Vergleich zur Umsatzentwicklung lediglich unterproportional um 17 % auf 7.588 TEUR (2015: 6.504 TEUR) anstieg, konnte in Konsequenz dessen die Rohertragsmarge im Geschäftsjahr 2016 von 33,2 % auf 36,5 % gesteigert werden. Diese Zunahme stellt einen wichtigen Baustein zur nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung dar.

Personalaufwand und Personalentwicklung

Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich der durchschnittliche Personalbestand (ohne Vorstand) der YOC-Gruppe um 6% auf 50 Mitarbeiter (2015: 53 Mitarbeiter). Zum 31. Dezember 2016 beschäftigt e die YOC-Gruppe 48 festangestellte Mitarbeiter (2015: 52 Mitarbeiter).

Der Personalaufwand lag mit 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) leicht über dem Niveau des Vorjahres. Das ansteigende Geschäftsvolumen spiegelt sich im Anstieg des Umsatzes je Mitarbeiter um 30 % auf 239 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (2015: 184 TEUR) wider.

Der kontinuierliche Anstieg der Produktivität zeigt sich insbesondere auch im Zwei-Jahres-Vergleich mit einer Verbesserung in Höhe von 50 % (Umsatz je Mitarbeiter 2014: 159 TEUR).

Die Personalaufwandsquote, die den Personalaufwand ins Verhältnis zur Gesamtleistung stellt, sank auf 32 % (2015: 34 %).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2016 lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. EUR (2015: 2,1 Mio. EUR) leicht unter dem Wert des Vorjahres. Insgesamt zeigten die im Rahmen der Restrukturierung im Geschäftsjahr 2015 sowie im Geschäftsjahr 2016 weiter umgesetzten Maßnahmen zur Einsparung von Kosten in diversen Bereichen ihre Wirkung, so dass die Relation zur Gesamtleistung von 18 % im Vorjahr auf 16 % im Geschäftsjahr 2016 sank.

EBITDA

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen ist mit -1,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 insgesamt noch negativ und zeigt sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2015: -1,1 Mio. EUR) unverändert.

Bereinigt um einmalige Sondereffekte des Vorjahres in Höhe von insgesamt 906 TEUR, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 969 TEUR sowie damit verbundenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 63 TEUR enthalten sind, verbesserte sich das bereinigte EBITDA um 893 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (2015: -1.104 TEUR).

Damit hat sich das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis weiter signifikant um 47 % verbessert. Ursächlich hierfür sind insbesondere das Umsatzwachstum in Höhe von rund 23 %, der Anstieg der Rohertragsmarge in Höhe von drei Prozentpunkten sowie eine weiter steigende Kosteneffizienz.

Ergebnis nach Steuern

Das Ergebnis nach Steuern (inklusive Corporate Functions) beträgt im Berichtszeitraum -1,7 Mio. EUR (2015: -1,5 Mio. EUR).

Die YOC-Gruppe verzeichnete planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2015: 0,3 Mio. EUR), ein negatives Finanzergebnis in Höhe von 0,1 (2015: 0,0 Mio. EUR) sowie Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2015: 0,1 Mio. EUR).

Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage der YOC-Gruppe

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 0,5 Mio. EUR (2015: 0,7 Mio. EUR). Der Rückgang basiert maßgeblich auf dem Rückgang der immateriellen Vermögenswerte von 0,6 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR. Im Posten der selbst erstellten Software wurden Eigenentwicklungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2015: 0,5 Mio. EUR) aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen beliefen sich auf 0,4 Mio. EUR.

Die Sachanlagen verblieben aufgrund des geringeren Investitionsbedarfs mit 0,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (2015: 0,1 Mio. EUR).

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 3,5 Mio. EUR (2015: 3,2 Mio. EUR) und stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. EUR an.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum Bilanzstichtag um 0,7 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR (2015: 2,0 Mio. EUR) an. Diese Entwicklung ist unter anderem auch auf das gestiegene Geschäftsvolumen in Spanien und Polen und den damit verbundenen, im europaweiten Vergleich langen Zahlungszielen, zurückzuführen.

In den sonstigen Vermögenswerten basiert der Rückgang in Höhe von 0,2 Mio. EUR vorwiegend auf der Realisierung von Forderungen gegen den Käufer des Geschäftsbereichs Affiliate Marketing aus Erstattungen von Zinsen für sonstige Steuern in Höhe von 0,2 Mio. EUR.

Die liquiden Mittel verzeichneten einen Rückgang in Höhe von 0,2 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR (2015: 0,9 Mio. EUR). Dies resultierte vornehmlich aus dem im Berichtsjahr erzielten negativen Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2016 beträgt das Eigenkapital der YOC-Gruppe -3,6 Mio. EUR (Vorjahr -2,5 Mio. EUR). Am 19. April 2016 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital gegen Bareinlagen im Umfang von 180.505 neuen Stückaktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre. Mit einem Ausgabepreis in Höhe von 2,77 EUR je Aktie erzielte die Gesellschaft einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

Das Jahresergebnis in Höhe von -1,7 Mio. EUR (2015: -1,5 Mio. EUR) wirkt gegenläufig, so dass insgesamt ein Rückgang des Eigenkapitals in Höhe von 1,1 Mio. EUR resultierte.

Die Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -0,1 Mio. EUR (2015: -0,2 Mio. EUR) aus der Umrechnung des Abschlusses der britischen Tochtergesellschaft von GBP in EUR spiegeln sich im erfolgsneutralen Ergebnis wider, welches das Eigenkapital um 0,1 Mio. EUR verbesserte. Dieser Effekt ist auf die Ende 2016 sowie aktuell bestehende Abwertung des britischen Pfund gegenüber dem Euro zurückzuführen.

Langfristige Schulden

Zum Bilanzstichtag stiegen die langfristigen Schulden der YOC-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR an - in erster Linie ist dies auf Vereinbarungen mit Investoren zur Aufnahme langfristiger Darlehen in Höhe von 0,5 Mio. EUR als begleitende Maßnahme zu der im April 2016 durchgeführten Kapitalerhöhung zurückzuführen.

Kurzfristige Schulden

Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die kurzfristigen Schulden um 0,5 Mio. EUR auf 6,6 Mio. EUR (2015: 5,8 Mio. EUR) an.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um 0,7 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR (2015: 1,8 Mio. EUR).

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten mit 3,3 Mio. EUR nahezu ausschließlich Verbindlichkeiten aus noch nicht erhaltenen Eingangsrechnungen (Vorjahr 3,3 Mio. EUR). Diese wiederum enthalten vor allem Rückstellungen für Agenturrückvergütungen in Höhe von 2,0 Mio. EUR (2015: 1,0 Mio. EUR).

Der Abschluss von Agenturverträgen und den damit verbundenen Agenturrückvergütungen sind für unser Geschäftsmodell von besonderer Bedeutung. Diese stellen eine Art Umsatzgarantie beziehungsweise ein Minimumeinkaufsvolumen mit der jeweiligen Media-Agenturgruppe dar.

Im Gegenzug erhält diese eine vertraglich vereinbarte Rückvergütung im Folgejahr von der betreffenden operativen Tochtergesellschaft der YOC AG.

Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, sonstige Verbindlichkeiten und Steuerschulden sanken insgesamt um 0,3 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR (2015: 0,8 Mio. EUR).

Cash-Flow

Zum Stichtag beliefen sich die liquiden Mittel der YOC-Gruppe auf 0,7 Mio. EUR. Die Liquiditätsabnahme betrug 0,2 Mio. EUR im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

Der Mittelabfluss setzt sich aus dem operativen Cash-Flow in Höhe von -1,0 Mio. EUR (2015: -1,3 Mio. EUR), einem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten in Höhe von -0,2 Mio. EUR (2015: -0,1 Mio. EUR) sowie aus Mittelzuflüssen aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 1,0 Mio. EUR (2015: 1,1 Mio. EUR) zusammen.

Der operative Cash-Flow in Höhe von -1,0 Mio. EUR spiegelt somit vorwiegend das operative Konzernergebnis vor Abschreibungen in Höhe von -1,1 Mio. EUR (2015: -1,1 Mio. EUR) wider.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten in Höhe von 0,2 Mio. EUR umfasst hauptsächlich die internen Entwicklungskosten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung technologischer Plattformen und innovativer Produkte in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Im Sachanlagevermögen verhalten sich Zu- und Abgänge ausgewogen.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 1,0 Mio. EUR resultiert einerseits aus der im April 2016 durchgeführten Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen im Umfang von 180.505 neuen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre. Mit einem Ausgabepreis von 2,77 EUR je Aktie erzielte die Gesellschaft einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

Andererseits vereinbarte die Gesellschaft mit einigen Investoren eine über die Kapitalerhöhung hinausreichende begleitende Darlehensaufnahme in Höhe von 0,5 Mio. EUR zu marktüblichen Konditionen sowie einer Laufzeit bis zum Geschäftsjahr 2018.

Forschung und Entwicklung

Die Kosten für Forschung und Entwicklung neuer Produkte beziehungsweise technischer Innovationen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf insgesamt 0,1 Mio. EUR (2015: 0,07 Mio. EUR).

Bei der Produktentwicklung konzentriert sich das Unternehmen auf die Erstellung eigener Werbeformate, auf den automatisierten Handel von mobilen Werbeplätzen im Bereich Mobile Programmatic Advertising, das Business Intelligence Tool YOC Hub für Publisher, welches Informationen zur Vermarktung und Optimierung in Echtzeit bereitstellt, sowie das Produkt YOC Audience, das die Werbeauslieferung anhand von Zielgruppenkriterien zur Verbesserung der Werbewirksamkeit optimiert.

Für das weitere Wachstum der YOC-Gruppe, den Ausbau der Marktstellung sowie zur Automatisierung interner Prozesse ist die technologische Wettbewerbsfähigkeit essentiell, so dass wir die Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte und Plattformen in Eigenentwicklung vorantreiben.

Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die konsequente Umsetzung der Restrukturierung in den vergangenen Geschäftsjahren sowie der strategischen Neuausrichtung spiegelt sich im gestiegenen Geschäftsvolumen wider, so dass erstmals seit dem Geschäftsjahr 2011 wieder ein positives operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf Quartalsebene in Höhe von 0,2 Mio. EUR im Schlussquartal 2016 erwirtschaftet werden konnte (EBITDA Q4/2015: -0,1 Mio. EUR).

Insgesamt zeigte die operative Geschäftstätigkeit der YOC-Gruppe eine Verbesserung in Höhe von 0,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr.

Die Maßnahmen zur Reduktion von Kosten wirken und werden auch im Geschäftsjahr 2017 auf dem Niveau des Jahres 2016 verbleiben.

Die Bilanzsumme der YOC-Gruppe stieg geringfügig - beeinflusst einerseits durch die im April 2016 durchgeführte Kapitalerhöhung sowie andererseits durch die insgesamt noch nicht ausreichenden Cash-Flows - um 2 % auf 4,0 Mio. EUR (2015: 3,9 Mio. EUR) an.

Zusätzlich zu den im Geschäftsjahr 2016 erfolgreich durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen (Kapitalerhöhung mit begleitender Darlehensaufnahme) setzte der Vorstand eine weitere Darlehensaufnahme in Höhe von 0,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2017 um.

Prognosebericht der YOC-Gruppe

Weltweiter Werbemarkt

Die globale Mediaagenturgruppe Carat kalkuliert für das Geschäftsjahr 2016 weltweite Werbeinvestitionen von insgesamt rund 520 Mrd. EUR (Carat 2016). Dies bedeutete eine Steigerung in Höhe von 4 % im Vergleich zum Vorjahr, die vor allem auf die Kanäle Mobile, Online Video und Social Media zurückzuführen ist.

International verbuchten die digitalen Mediakanäle ein Wachstum ihres Marktanteils an den Gesamtwerbeeinnahmen von 15,6 % auf 27,7 %. Das umsatzstärkste Medium blieb das Fernsehen (41,1 % Marktanteil). Die klassischen Printmedien wie beispielsweise die Zeitungen mussten weitere Umsatzeinbußen und damit sinkende Werbemarktanteile von 11 % auf etwa 7,1 % hinnehmen. Stabil blieben die Kanäle Außenwerbung (6,9 %) und Radio (6,4 %). Umsatztreiber waren neben den sportlichen Großereignissen wie der Fußballeuropameisterschaft und den Olympischen Spielen auch die US-Präsidentschaftswahlen.

Werbeausgaben Mobile Advertising

Carat kalkuliert das weltweite Werbevolumen für Mobile Advertising im Geschäftsjahr 2016 mit 39,5 Mrd. EUR, was etwa 7,6 % der Gesamtwerbeausgaben entspricht (Carat 2016). Mit Steigerungsraten von bis zu 50 % entwickelt sich das Werbevolumen dieses Kanals stärker als zuvor erwartet und ist der Treiber innerhalb der digitalen Medien (bestehend aus Suchmaschinen- und Desktop-Displaywerbung sowie Mobile Advertising). Davon entfallen rund 85 % der Werbeausgaben auf Facebook und Google.

Das gleiche Bild zeigte sich im Geschäftsjahr 2016 auf europäischer Ebene: Für Westeuropa ermittelte eMarketer Werbeausgaben in Höhe von 15,7 Mrd. EUR (inkl. Google und Facebook). Im Jahr 2020 soll sich diese Summe bereits verdoppelt haben (eMarketer 2016c).

In Deutschland lag das Werbevolumen für Mobile Advertising 2016 bei 2,4 Mrd. EUR (eMarketer 2017). Diese Kalkulation entspricht einem Anteil in Höhe von 12 % an den deutschen Werbeausgaben. Ohne eine Berücksichtigung der Werbeumsätze von Facebook und Google betrug das Werbebudget 0,4 bis 0,5 Mio. EUR (Nielsen 2017). Dies entsprach 2,5 % an den gesamten deutschen Werbeausgaben (Zenith 2016c).

Das Werbevolumen für Mobile Advertising wird somit weltweit in den nächsten Jahren mit zweistelligen Steigerungsraten weiterhin deutlich anwachsen.

Ausblick

Aufgrund der bisher erfolgreich verlaufenden Transformation des Geschäftsmodells und der in diesem Kontext erzielten Ergebnisse geht die YOC-Gruppe von einem beständigen Wachstum aus.

Der Umbau der Gesellschaft hin zum Mobile Premium Programmatic Anbieter bringt die Gesellschaft auf ein neues Produktniveau. Mit der einhergehenden Verstärkung dieser Marktpositionierung werden weitere Steigerungen der Rohertragsmarge erwartet und parallel dazu die Unabhängigkeit von größeren Kooperationen vorangetrieben. Investitionen in innovative Technologien und Produkte sowie die Automatisierung interner Prozesse sind Bestandteil der Unternehmensstrategie, um die begonnene Entwicklung auszubauen.

Nach einem Umsatzwachstum in Höhe von 23 % in 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt das Augenmerk des Vorstands insbesondere auf der Verstetigung des dynamischen Wachstumes des programmatischen Plattformgeschäfts und damit der Umsetzung der definierten Unternehmensstrategie. Hierzu ist es notwendig, dass alle YOC-Standorte die neue Marktpositionierung adaptieren und alle hinreichenden Aufgaben umsetzen.

Die Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr 2017 sind optimistisch. In den Märkten Deutschland, Österreich und Spanien konnten die gesteckten Ziele im vergangenen Geschäftsjahr erreicht beziehungsweise übertroffen werden.

In Großbritannien verhalfen der rigorose Neuaufbau des kompletten Teams sowie die Konzentration auf den programmatischen Vertrieb bereits im zweiten Halbjahr 2016 zu wachsenden und ab dem vierten Quartal 2016 zu stark wachsenden Umsätzen.

Insgesamt rechnet YOC für das Geschäftsjahr 2017 mit deutlich wachsenden Umsatzerlösen in Höhe von 20 % bis 25 % bei einer gleichsam konstanten Kostenstruktur.

Die positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterstützen diese Prognose.

Die YOC-Gruppe rechnet für das Geschäftsjahr 2017 auf Basis der dargestellten Entwicklungen mit einer weiteren Verbesserung der operativen Ertragslage.

Für das Geschäftsjahr 2017 geht die Gesellschaft indes noch von einem leicht negativen operativen Cash-Flow und EBITDA aus. Mittelfristig wird der Break-Even angestrebt. Zur Verbesserung der Liquidität hat die Gesellschaft im ersten Quartal 2017 eine Fremdkapitalmaßnahme, die zu einem Liquiditätszufluss in Höhe von 0,5 Mio. EUR führte, umgesetzt.

Damit ausreichend Liquidität im Prognosezeitraum vorhanden ist, müssen die Gesellschaft und der Konzern den geplanten Geschäftsverlauf, insbesondere eine deutliche Umsatzsteigerung sowie eine erhebliche Verbesserung des operativen Ergebnisses, realisieren. Der Fortbestand des Mutterunternehmens und damit des Konzerns hängt davon ab, dass der geplante Geschäftsverlauf realisiert werden kann.

Entwicklung der Ertragslage der YOC AG

Die YOC AG mit Sitz in Berlin ist Mutterunternehmen sämtlicher in der YOC-Gruppe enthaltener Gesellschaften.

Neben den Corporate Functions betreibt die YOC AG die Central Performance Unit für den Geschäftsbereich Mobile Performance Advertising sowie die zentrale Yield-Optimierung zur Steigerung der Monetarisierung der von allen Publishern der YOC-Gruppe zur Vermarktung zur Verfügung gestellten Werbeflächen.

Darüber hinaus wird der komplette Produktentwicklungsbereich seit dem Geschäftsjahr 2016 in der YOC AG (vorher YOC Mobile Advertising GmbH) geführt.

Umsatzentwicklung und Gesamtleistung

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 3,0 Mio. EUR (2015: 0,3 Mio. EUR).

Davon entfallen 0,8 Mio. EUR (2015: 0,3 Mio. EUR) auf die Central Performance Unit sowie weitere 1,2 Mio. EUR (2015: 0,0 Mio. EUR) auf den Bereich Yield-Optimierung.

Darüber hinaus erzielte die YOC AG Umsatzerlöse in Höhe von 1,0 Mio. EUR (2015: 0,8 Mio. EUR) aus der Weiterbelastung verauslagter Kosten sowie der Umlage der Aufwendungen für Corporate Functions an die Tochtergesellschaften, welche erstmalig gemäß BilRUG als Umsatzerlöse (Vj. sonstige betriebliche Erträge) auszuweisen sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge tragen mit 0,1 Mio. EUR (2015: 1,9 Mio. EUR) zur Gesamtleistung bei. Der Rückgang um 1,8 Mio. EUR resultierte aus den im Vorjahr verzeichneten einmaligen positiven Sondereffekten in Höhe von insgesamt 0,9 Mio. EUR (Erträge aus einem außergerichtlichen Vergleich in Höhe von 0,75 Mio. EUR sowie weitere 0,1 Mio. EUR aus Weiterbelastungen an die 2014 veräußerte belboon GmbH und dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Anlagevermögens).

Des Weiteren werden erstmalig die Erlöse aus der der Weiterbelastung verauslagter Kosten sowie der Umlage der Aufwendungen für Corporate Functions an die Tochtergesellschaften mit 1,1 Mio. EUR (2015: 0,8 Mio. EUR) unter den Umsatzerlösen aufgrund des BilRUG ausgewiesen.

Die Gesamtleistung der Gesellschaft liegt mit 3,1 Mio. EUR um 0,9 Mio. EUR über Vorjahresniveau (2015: 2,2 Mio. EUR).

Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 2,0 Mio. EUR (2015: 0,3 Mio. EUR) enthalten vornehmlich Publisher-Vergütungen für Performance-Kampagnen sowie für den zentralen Bereich Yield-Optimierung.

Personalaufwand und Personalentwicklung

Gegenüber dem Vorjahr stieg der durchschnittliche Personalbestand der YOC AG - insbesondere durch die Eingliederung der zentralen Produkt- und Plattformentwicklung von der YOC Mobile Advertising GmbH mit Wirkung zum 01. Januar 2016 - auf 20 festangestellte Mitarbeiter (2015: 12 festangestellte Mitarbeiter) an.

Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte die YOC AG 21 festangestellte Vollzeit-Mitarbeiter (31. Dezember 2015: 16 festangestellte Mitarbeiter).

Für das im September 2014 aufgelegte virtuelle Aktienoptionsprogramm (anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich) entfielen aufwandswirksame Personalrückstellungen im Berichtszeitraum in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).

Infolge des Anstiegs der Anzahl der Mitarbeiter sowie des Anstiegs der Personalaufwandsrückstellungen aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramms resultierte insgesamt ein Anstieg des Personalaufwands um 0,7 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR (2015: 1,2 Mio. EUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2016 lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 1,0 Mio. EUR (2015: 1,7 Mio. EUR) deutlich unter dem Vorjahreswert.

Der Rückgang in Höhe von 0,7 Mio. EUR basiert vorwiegend auf einmaligen Sondereffekten des Vorjahres von insgesamt 0,5 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren ein Forderungsverzicht gegenüber den Tochtergesellschaften YOC France und YOC Spain in Höhe von insgesamt 0,4 Mio. EUR sowie eine aufwandswirksame Abwertung des variablen Kaufpreisbestandteils der im Geschäftsjahr 2014 verkauften Tochtergesellschaft belboon GmbH um 0,1 Mio. EUR.

Darüber hinaus konnten im Vergleich zum Vorjahr Rechts- und Beratungskosten (inkl. Kosten der Jahresabschlusserstellung, Steuerberatung sowie sonstige Beratungsleistungen) um 0,2 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR (2015: 0,4 Mio. EUR) gesenkt werden.

EBITDA

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag im Geschäftsjahr 2016 insgesamt bei -1,8 Mio. EUR (2015: -1,0 Mio. EUR).

Beteiligungs- und Finanzergebnis

Im Berichtsjahr konnte das Beteiligungs- und Finanzergebnis um 1,0 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR gesteigert werden (2015: -0,3 Mio. EUR).

Das Ergebnis aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der YOC Mobile Advertising GmbH betrug im Geschäftsjahr 2016 0,6 Mio. EUR (Verlustübernahme 2015: -0,8 Mio. EUR).

Gewinnausschüttungen der österreichischen Tochtergesellschaft an die YOC AG trugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 mit 0,2 Mio. EUR (2015: 0,3 Mio. EUR) zum Beteiligungsergebnisergebnis bei.

Das Zinsergebnis betrug im Berichtsjahr -0,1 Mio. EUR (2015: 0,1 Mio. EUR).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen machten im Berichtszeitraum 0,4 Mio. EUR (2015: 0,1 Mio. EUR) aus. Der Anstieg resultierte aus den erstmaligen Abschreibungen der per Ende 2015 von der YOC Mobile Advertising GmbH erworbenen selbstentwickelten Software im Wert von 0,6 Mio. EUR.

Ergebnis nach Steuern

Das Ergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum betrug -1,5 Mio. EUR (2015: -1,4 Mio. EUR).

Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage der YOC AG

Zum 31. Dezember 2016 beträgt die Bilanzsumme der YOC AG 5,4 Mio. EUR (2015: 3,5 Mio. EUR).

Der in 2016 erzielte Jahresfehlbetrag in Höhe von -1,5 Mio. EUR führte zum Anstieg des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags auf 2,0 Mio. EUR (2015: 1,0 Mio. EUR). Dem entgegen wirkte die erfolgte Kapitalerhöhung.

Anlagevermögen

Insgesamt belief sich das Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) zum Stichtag auf 1,4 Mio. EUR (2015: 1,4 Mio. EUR). Die immateriellen Vermögensgegenstände sind aufgrund von Abschreibungen auf 0,3 Mio. EUR (2015: 0,6 Mio. EUR) zurückgegangen. Das Finanzanlagevermögen hat sich aufgrund einer Darlehensgewährung an die YOC Spain SL um 0,35 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR erhöht.

Eigenkapital

Am 19. April 2016 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital gegen Bareinlagen im Umfang von 180.505 neuen Stückaktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre. Mit einem Ausgabepreis von 2,77 EUR je Aktie erzielte die Gesellschaft einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft vereinbarte mit einigen Investoren eine über die Kapitalerhöhung hinausreichende begleitende Darlehensaufnahme in Höhe von 0,5 Mio. EUR zu marktüblichen Konditionen sowie einer Laufzeit bis Mitte 2018. Entsprechend haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern auf EUR 0,8 Mio. erhöht.

Investitionen

Die Veräußerung nicht betriebsnotwendigen Sachanlagevermögens führte zu Erträgen in Höhe von 0,01 Mio. EUR.

Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Insgesamt erzielte die YOC AG einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -1,5 Mio. EUR, allerdings zeigte das Geschäftsjahr 2016 operativ deutliche Verbesserungen.

Zusätzlich zu den im Geschäftsjahr 2016 erfolgreich durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen (Kapitalerhöhung mit begleitender Darlehensaufnahme) setzte der Vorstand zur Verbesserung der Finanzlage eine weitere Darlehensaufnahme in Höhe von 0,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2017 um.

Prognosebericht der YOC AG

Der Geschäftsverlauf der YOC AG und des YOC-Konzerns sind eng miteinander verbunden, da die YOC AG als Holding im Konzern fungiert und die Koordination der konzernweiten Entwicklungs-, Vertriebs-, Service- und Marketingabteilungen übernimmt.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Aufgrund der bestehenden engen Verknüpfung zwischen YOC AG und YOC-Konzern verweisen wir auf die im Abschnitt "Prognosebericht der YOC-Gruppe" beschriebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Ausblick

Neben den Corporate Functions betreibt die YOC AG die Central Performance Unit für den Geschäftsbereich Mobile Performance Advertising sowie die zentrale Yield-Optimierung zur Steigerung der Monetarisierung der von allen Publishern der YOC-Gruppe zur Vermarktung zur Verfügung gestellten Werbeflächen. Darüber hinaus wird der komplette Produktentwicklungsbereich seit dem Geschäftsjahr 2016 in der YOC AG (vorher YOC Mobile Advertising GmbH) geführt.

Ein weiterer wesentlicher Aufbau des Personalbestands von 21 festangestellten Vollzeit-Mitarbeitern per Dezember 2016 ist nicht vorgesehen.

Insgesamt erwartet die YOC AG deutlich wachsende Umsatzerlöse in Höhe von 20 % bis 25 % sowie ein verbessertes, wenngleich negatives operatives Ergebnis für das Geschäftsjahr 2017. Allerdings rechnet die Gesellschaft im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft mit positiven Ergebnisbeiträgen aus der Ergebnisabführung der YOC Mobile Advertising GmbH an die YOC AG.

Für die YOC Mobile Advertising GmbH werden im kommenden Geschäftsjahr wachsende Umsatzerlöse im zweistelligen Prozentbereich erwartet. Aufgrund des positiven Ergebnisses der österreichischen Tochtergesellschaft YOC Central Eastern Europe GmbH im Geschäftsjahr 2016 sind ebenfalls weitere positive Ergebnisbeiträge aus Gewinnausschüttungen geplant.

Für die Tochtergesellschaften YOC Spain S.L. und YOC Mobile Advertising Ltd. werden für das Jahr 2017 Umsatzzuwächse im zweistelligen Prozentbereich erwartet. Aus beiden Gesellschaften werden für 2017 noch keine Gewinnausschüttungen erwartet. Mittelfristig wird allerdings davon ausgegangen, dass diese Länder positive Ergebnisbeiträge erwirtschaften und zur Steigerung der Ergebnisse der YOC AG beitragen werden.

In den von YOC bedienten Märkten Deutschland und Österreich konnten die im ersten Quartal 2017 gesteckten Ziele erreicht beziehungsweise teilweise übertroffen werden. Lediglich in Spanien und Polen ergaben sich geringfügig negative Abweichungen zu den definierten Zielen.

In Großbritannien zeigte die Entwicklung in den vergangenen Monaten, dass die hier getroffenen Personalmaßnahmen sowie die konsequente Einführung programmatischer Produkte Wirkung zeigten und die Planzahlen umsatz- und ergebnisseitig übertroffen werden konnten.

Insgesamt erwartet die YOC AG für das Geschäftsjahr 2017 ein positives Beteiligungsergebnis und insgesamt ein verbessertes, aber noch negatives Jahresergebnis.

Die Liquiditätsplanung erfolgt im Wesentlichen auf Ebene des YOC-Konzerns. Wir verweisen daher auf die Ausführungen im Abschnitt "Ausblick" der YOC-Gruppe. Aufgrund der relativen Größe des Mutterunternehmens zum Konzern, der sehr engen Leistungsverflechtungen innerhalb der Gruppe und der zentralisierten Treasury-Funktionen sind die Finanzlage des Konzerns und der AG vergleichbar.

Die YOC AG rechnet für das Geschäftsjahr 2017 auf Basis der dargestellten Entwicklungen mit einer weiteren Verbesserung der operativen Ertragslage.

Zur Verbesserung der Liquidität hat die Gesellschaft im ersten Quartal 2017 eine Fremdkapitalmaßnahme umgesetzt, die zu einem Liquiditätszufluss in Höhe von 0,5 Mio. EUR führte.

Damit ausreichend Liquidität im Prognosezeitraum vorhanden ist, müssen die Gesellschaft und der Konzern den geplanten Geschäftsverlauf, insbesondere eine deutliche Umsatzsteigerung sowie eine erhebliche Verbesserung des operativen Ergebnisses realisieren. Der Fortbestand des Unternehmens hängt davon ab, dass der geplante Geschäftsverlauf realisiert werden kann.

Chancen- und Risikobericht

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Zur Erreichung ihrer Ziele nutzt die YOC-Gruppe ein ganzheitliches und systematisches Chancen- und Risikomanagement. So ist gewährleistet, dass Chancen erkannt und konsequent genutzt werden können, ohne die damit verbundenen Risiken außer Acht zu lassen. Die Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements unter Berücksichtigung eines sich schnell verändernden Markt- und Geschäftsumfeldes ist die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Dazu werden unter Abwägung des Rendite-Risiko-Verhältnisses bewusst notwendige Risiken eingegangen, um die gebotenen Marktchancen nutzen und die hierin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können.

Zentraler Bestandteil ist das interne Reporting relevanter operativer Kennzahlen. Dadurch werden Risiken und Chancen frühzeitig erkannt und bewertet.

Der Vorstand überwacht die Umsetzung von Maßnahmen zum Risikocontrolling sowie der Realisierung von Chancen in den operativen Einheiten. Die Angemessenheit der Methoden und Prozesse des Risikomanagements zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken wird in regelmäßigen Abständen überprüft und an interne und externe Entwicklungen angepasst.

Chancenmanagement

Aufgrund unseres Produktportfolios, unseres Know-hows und unserer Innovationskraft sind wir davon überzeugt, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen realisieren und den Herausforderungen, die sich aus den vorgenannten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.

Risikomanagement

A) Markt- und Wettbewerbsrisiko

Die YOC-Gruppe agiert in einem Markt, der sich sehr schnell entwickelt. Dies erfordert einen hohen Grad an Flexibilität von Prozessen und Strukturen. Veränderungen von Markt- und Wettbewerbsverhältnissen, wie zum Beispiel dem Markteintritt neuer Wettbewerber, gehören zu den Risiken, denen die YOC-Gruppe durch ein kontinuierliches Markt- und Unternehmens-Monitoring begegnet. Das Erkennen von Trends und neuen Entwicklungen wird insbesondere durch den Bereich Business Development gewährleistet.

Veränderungen ökonomischer Faktoren können durch Auftragsrückgänge insbesondere in der Werbebranche ebenfalls Auswirkungen auf die Entwicklung der YOC-Gruppe haben.

Durch das breit gefächerte Angebot an Produkten und Dienstleistungen sowie einem diversifizierten Kundenstamm ist die YOC-Gruppe hierfür gut aufgestellt. Das Risiko eines durch gesamtwirtschaftliche Faktoren bedingten Umsatzrückgangs wird als gering eingeschätzt.

B) Technologische Risiken

Die YOC-Gruppe verfolgt eine einheitliche IT-Strategie, die eine ständige Überprüfung und Weiterentwicklung der IT-Systeme beinhaltet. Die Geschwindigkeit der technologischen Innovationen im Markt erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und stellt zunehmend ein Risiko dar. Insbesondere fehlt es zum Teil noch an Standards im technologischen Umfeld. Substitut- und Konkurrenzprodukte könnten die Wettbewerbsfähigkeit der YOC-Gruppe schwächen. Deshalb müssen Innovationen vorangetrieben werden, um langfristig erfolgreich zu sein und die Marktstellung auszubauen.

Aufgrund der hohen Dynamik im Markt für digitale Werbetechnologien (Ad Tech) stehen den Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien immer auch Risiken gegenüber, so dass sich getätigte Investitionen auch als unrentabel erweisen können.

Bei der Auswahl der IT-Systeme entscheidet sich die YOC-Gruppe überwiegend für branchenspezifische Standardsoftware namhafter Anbieter. Die Regelungen zur Informationssicherheit umfassen die Implementierung von Verschlüsselungsmechanismen, Firewalls und Virenscannern.

Vorsorgemaßnahmen gegen den Ausfall von technischen Anlagen wurden durch den Parallelbetrieb der technischen Applikationen getroffen, so dass Kundenaufträge jederzeit reibungslos abgewickelt werden können.

Back-Up-Systeme sichern zudem den Datenbestand vor einem möglichen Datenverlust und gewährleisten eine konsistente Verfügbarkeit.

C) Finanz- und Treasury-Risiken

Die YOC-Gruppe hat zur Planung und Überwachung der Zahlungsströme eine eigene Treasury Funktion eingerichtet. Das Liquiditätsmanagement unterstützt den Vorstand durch die Kontrolle der Geschäftsentwicklung und Zahlungsstromschwankungen bei der Überwachung von Maßnahmen zur Liquiditätssicherung. Die Steuerung erfolgt unter anderem über Kennzahlen, die Aufschluss über die Kapitalstruktur des Unternehmens liefern.

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein stringentes Debitorenmanagement entgegengewirkt, das auf die Überwachung der Altersstruktur der Forderungen und das Management von zweifelhaften Forderungen ausgerichtet ist.

Zum 31. Dezember 2016 verfügt die Gesellschaft über einen Liquiditätsbestand in Höhe von 0,7 Mio. EUR. Im Zuge der Fokussierung des Geschäftsmodells auf den Bereich Mobile Advertising hat sich die operative Ergebnissituation verbessert, so dass sich die operativen Verluste reduzierten.

Die operative Ertragslage wird sowohl durch Umsatz- als auch Rohertragssteigerungen weiter optimiert. Folglich sinkt der Liquiditätsbedarf kontinuierlich. Aufgrund der aktuell noch leicht negativen operativen Cash-Flows hat die Gesellschaft zur Verbesserung der Liquidität im ersten Quartal 2017 eine Fremdkapitalmaßnahme umgesetzt, die zu einem Liquiditätszufluss in Höhe von 0,5 Mio. EUR führte. Der Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns hängt von der Erreichung des geplanten Geschäftsverlaufs ab.

D) Rechtliche Risiken und Haftungsrisiken

Um rechtlichen Risiken vorzubeugen, werden wesentliche Rechtsgeschäfte durch die Einschaltung externer Rechtsanwälte geprüft. Durch einen umfangreichen Versicherungsschutz, der einer laufenden Überprüfung unterzogen wird, sichert sich die YOC-Gruppe gegen Schadensfälle und ein mögliches Haftungsrisiko ab. Die abgeschlossene Directors & Officers Liability Insurance dient zur Absicherung des Managements gegen eventuelle Vermögensschäden am Unternehmen.

Weder die YOC AG noch eine ihrer Tochtergesellschaften war im Geschäftsjahr 2016 an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens beziehungsweise des Konzerns haben könnten. Auch für das kommende Geschäftsjahr wird mit keiner negativen Entwicklung gerechnet.

Entscheidungen des Gesetzgebers, wie zum Beispiel die Veränderung der Datenschutzregelung, können eine negative Wirkung auf die Geschäftstätigkeit der YOC-Gruppe haben.

Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung sind uns jedoch keine für die YOC-Gruppe wesentlichen für die absehbare Zukunft geplanten Gesetzesänderungen bekannt.

E) Personelle Risiken

Für die erfolgreiche Entwicklung der YOC-Gruppe ist die Gewinnung und nachhaltige Bindung qualifizierter Mitarbeiter an das Unternehmen notwendig. Aufgrund des starken Wachstums des für die YOC-Gruppe relevanten Marktes ist der Arbeitsmarkt für Personal mit den benötigten Kenntnissen und Erfahrungen besonders hart umkämpft.

Die Überwachung und Vermeidung des Risikos personeller Engpässe wird durch eine unternehmensweite Personalplanung unterstützt. Durch Personalentwicklungsmaßnahmen und einem regelmäßig vom Vorstand überprüften leistungsbezogenen Vergütungssystem wird die Wettbewerbsfähigkeit im Personalmarkt sichergestellt.

Durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wird zudem gewährleistet, dass in jedem Unternehmensbereich mehrere Schlüsselpersonen arbeiten. Vertretungsregelungen und Nachfolgemanagement gewährleisten die Sicherstellung der Geschäftsabläufe und Entscheidungsprozesse.

Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen arbeiten, verpflichten sich, die entsprechenden Vorschriften einzuhalten und mit den Informationen verantwortungsvoll umzugehen.

F) Planungsrisiken

Planungsrisiken bestehen in der Umsatz- und Kostenprognose. Insbesondere vor dem Hintergrund der Dynamik im Markt basiert die kurz- und mittelfristige Planung auf wesentlichen Schätzungen und Annahmen, vor allem zur Umsatzentwicklung.

Die regelmäßige Überprüfung der Annahmen ermöglicht dem Vorstand, auf Planabweichungen zu reagieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Kontroll- und Risikomanagementbericht zum Rechnungslegungsprozess (Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Das bei der YOC AG sowie in der YOC-Gruppe bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoidentifikation, -bewertung und -kommunikation sowie zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess soll zudem über die Ausgestaltung und kontinuierliche Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems die Beachtung der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften und -standards und die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sichergestellt werden.

Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass die Finanz-berichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der YOC AG und der YOC-Gruppe vermittelt.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess.

Über eine definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die operative Verantwortung obliegt dem Vorstand. Dieser wird durch den kaufmännischen Leiter unterstützt.

Wir erachten folgende Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der YOC-Gruppe im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess für wesentlich:

Verfahren zur Identifikation, Beurteilung und Dokumentation aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Unternehmensprozesse und Risikofelder einschließlich der dazugehörigen Schlüsselkontrollen. Diese umfassen Prozesse des Finanz- und Rechnungswesens sowie administrative und operative Unternehmensprozesse, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich des Lage- und Konzernlageberichts generieren.
Prozessintegrierte Kontrollen (EDV-gestützte Kontrollen und Zugriffsbeschränkungen, Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennung, analytische Kontrollen),
Standardisierte Finanzbuchhaltungsprozesse,
Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung durch konzernweite Richtlinien und Verfahren,
Regelmäßige interne Konzernberichterstattung, Gewinn- und Verlustrechnung sowie monatliche Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Berichterstattung wesentlicher Entwicklungen und Soll-Ist- Abweichungen.

Die Wirksamkeit des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird durch regelmäßige präventive Kontrollen geprüft und bewertet. Ein konzernweites Berichtssystem soll die regelmäßige und zeitnahe Information des Vorstands und des Aufsichtsrats gewährleisten. Im Vorstand und im Aufsichtsrat wird regelmäßig über die aktuelle Risikosituation sowie über die Funktionsweise, Wirksamkeit und Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichtet.

Mit den eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist nach Auffassung des Vorstands hinreichend gewährleistet, dass die Rechnungslegungsprozesse im Einklang mit den einschlägigen Rechnungslegungsprinzipien erfolgen.

Angaben zu den Aktien sowie erläuternder Bericht des Vorstands (gemäß §§ 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB)

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 31. Dezember 2016 beträgt das gezeichnete Kapital der YOC AG 3.292.978 EUR und ist eingeteilt in 3.292.978 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht.

Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen.

Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien

Stimmrechtsbeschränkungen betreffend Aktien der YOC AG oder Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien der YOC AG bestehen nicht.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Die nachfolgend angegebenen direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der YOC AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, basieren auf Stimmrechtsmitteilungen nach § 21 WpHG, die die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 sowie früher erhalten und veröffentlicht hat.

Herr Dirk-Hilmar Kraus, Frankfurt am Main, kontrolliert indirekt über die dkam GmbH, Frankfurt am Main, eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft in Höhe von 15,60 % des gezeichneten Kapitals (das entspricht 513.882 Stimmrechten). Herr Dirk Kraus kontrolliert direkt eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft in Höhe 2,85 % des gezeichneten Kapitals (das entspricht 93.803 Stimmrechten).

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Hauptversammlung der YOC AG hat am 15. Juli 2009 die Auflage des YOC Management-Incentive Programms beschlossen. Im Rahmen dieses Programms wurden erstmalig im Herbst 2009 Bezugsrechte an die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben.

Da die Ausübungsbedingungen des YOC Management-Incentive Programms bislang nicht erfüllt wurden, sind an die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiter der Gesellschaft noch keine Aktien übertragen worden.

Soweit die YOC AG im Rahmen des YOC Management Incentive Programms Aktien an Mitarbeiter ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitern unmittelbar übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Mitarbeiteraktien zustehenden Rechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Bestimmungen der Satzung ausüben.

Vorschriften zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Die gesetzlichen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG zu finden. Die Satzung der YOC AG sieht in § 7 Abs. 2 der Satzung eine übereinstimmende Regelung vor.

Die Satzung kann gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 5 Aktiengesetz und § 179 Aktiengesetz nur durch einen Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Soweit nicht zwingende Vorschriften des Gesetzes etwas Abweichendes bestimmen, werden Beschlüsse der Hauptversammlung nach § 133 Aktiengesetz, § 22 Absatz 1 der Satzung der YOC AG mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und gegebenenfalls mit einfacher Mehrheit des vertretenen Kapitals gefasst. Für eine Änderung des Unternehmensgegenstandes ist gemäß § 179 Absatz 2 Aktiengesetz eine Mehrheit von 75 % des vertretenen Grundkapitals erforderlich; von der Möglichkeit, hierfür eine größere Kapitalmehrheit zu bestimmen, wird in der Satzung kein Gebrauch gemacht. Satzungsänderungen werden nach § 181 Abs. 3 Aktiengesetz mit Eintragung in das Handelsregister wirksam.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 17 der Satzung der YOC AG).

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Erwerb eigener Aktien

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. August 2015 ist die Gesellschaft bis zum 24. August 2020 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben. Insgesamt dürfen aufgrund dieser Ermächtigung Aktien in einem Volumen von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erworben werden. Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind diejenigen anderen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 ff. AktG zuzurechnen sind, anzurechnen.

Einzelheiten der Ermächtigung können der Einladung zur Hauptversammlung am 25. August 2015 entnommen werden, die auf der Internetseite der YOC AG verfügbar ist (siehe Tagesordnungspunkt 5 sowie den hierzu erstatteten Bericht des Vorstands). Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 hielt die Gesellschaft unverändert 4.000 eigene Aktien (dies entspricht rund 0,12 % des Grundkapitals).

Genehmigtes Kapital

Gemäß § 6 Abs. 5 der Satzung der YOC AG besteht ein Genehmigtes Kapital 2016/I. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 07. Juli 2021 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.646.489 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.

Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Von der vorgenannten Ermächtigung haben Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016 Gebrauch gemacht.

Einzelheiten der Ermächtigung können der Einladung zur Hauptversammlung am 08. Juli 2016 entnommen werden, die auf der Internetseite der YOC AG verfügbar ist (siehe Tagesordnungspunkt 5 sowie den hierzu erstatteten Bericht des Vorstands).

Bedingtes Kapital 2015/I

Gemäß § 6 Abs. 8 der Satzung der YOC AG ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht.

Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen sowie an Inhaber von Optionsrechten aus Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund Ermächtigung gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. August 2015 bis 24. August 2020, ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit ausgeführt, wie von den Options- beziehungsweise Wandelschuldverschreibungen tatsächlich Gebrauch gemacht wird oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.

Die aus den ausgeübten Bezugsrechten hervorgehenden neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

Einzelheiten der Ermächtigung können der Einladung zur Hauptversammlung am 25. August 2015 entnommen werden, die auf der Internetseite der YOC AG verfügbar ist (siehe Tagesordnungspunkt 7 sowie den hierzu erstatteten Bericht des Vorstands).

Bedingtes Kapital 2009/I

Gemäß § 6 Abs. 7 der Satzung der YOC AG ist das Grundkapital der YOC AG um bis zu 175.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 175.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Bedienung des YOC Management-Incentive Programms und der im Rahmen dieses Programms ausgegebenen Bezugsrechte. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Bezugsberechtigten von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen.

Die aus den ausgeübten Bezugsrechten hervorgehenden neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

Zum 31. Dezember 2016 waren an ehemalige Mitglieder des Vorstands keine und an ehemalige Mitarbeiter Bezugsrechte zum Erwerb von 20.000 Aktien ausgegeben. Bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2016 sind aus dem gesamten im Jahr 2009 aufgelegten Aktienoptionsprogramm keine Bezugsrechte ausgeübt worden. Der Ausübungspreis der ausgegebenen Bezugsrechte liegt bei 7,37 EUR. Eine Ausübung wird als eher unwahrscheinlich angesehen.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Das Virtuelle Aktienoptionsprogramm sieht für den Fall eines Übernahmeangebots nach §§ 29, 35 WpÜG vor, dass die gesamten einem Optionsberechtigten zugeteilten Virtuellen Aktienoptionen vor Ablauf des Erdienungszeitraums (Vesting) als unverfallbar gelten ("Accelerated Vesting"), sofern zu diesem Zeitpunkt das Anstellungsverhältnis des Optionsberechtigten noch ungekündigt besteht.

Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB; § 315 Abs. 5 HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB bzw. § 315 Abs. 5 HGB beinhaltet die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Angaben nach § 289a Abs. 2 Nr. 4 und 5 HGB über die Festlegungen zur Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen.

Diese Erklärung ist Bestandteil des Lageberichts der YOC AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB sind die Angaben nach § 289a Abs. 2 HGB bzw. § 315 Abs. 5 HGB nicht in die Prüfung durch den Abschlussprüfer einzubeziehen.

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 (Entsprechenserklärung 2016)

Nach § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen begründet nicht angewendet wurden oder werden.

Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) enthält Regelungen unterschiedlicher Bindungswirkung. Neben Darstellungen des geltenden Aktienrechts enthält er Empfehlungen, von denen die Gesellschaften abweichen können; sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen. Nach § 161 AktG müssen Abweichungen von den Empfehlungen des DCGK auch begründet werden. Darüber hinaus enthält der DCGK Anregungen, von denen ohne Offenlegung abgewichen werden kann.

Die nachfolgende Erklärung betrifft den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom Februar 2016 und bezieht sich auf die Anforderungen des DCGK in seiner aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015.

Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG erklären, dass den Empfehlungen "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" grundsätzlich entsprochen wird und in der Vergangenheit entsprochen wurde. Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG beabsichtigen, diese auch in Zukunft zu beachten. Lediglich die folgenden Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden und werden nicht angewendet:

Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK: Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt nicht verbessert werden. Die D&O-Versicherung dient der Absicherung wesentlicher Eigenrisiken der Gesellschaft und allenfalls in zweiter Linie dem Vermögensschutz der Organmitglieder. Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat wurde deshalb ohne Selbstbehalt abgeschlossen.
Ziffer 4.1.5 DCGK: Eine angemessene Beteiligung von Frauen in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands ist abhängig von der individuellen Eignung für die jeweilige Position. Unter dieser Prämisse wird der Vorstand bei der Besetzung von Führungspositionen auf Vielfalt achten und die angemessene Beteiligung von Frauen anstreben.
Ziffer 4.2.1 DCGK: Nach Ziffer 4.2.1 des DCGK soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Der Vorstand der YOC AG bestand im Geschäftsjahr 2016 nur teilweise aus zwei Personen. Seit dem 1. Oktober 2016 ist er nur noch mit einem Vorstandsmitglied besetzt. Im Einvernehmen von Aufsichtsrat und Vorstand verzichtet die Gesellschaft bis auf weiteres auf die Bestellung weiterer Vorstandsmitglieder, da führungsrelevante Aufgaben teilweise auch an die zweite Führungsebene vergeben wurden.
Ziffer 4.2.2. Abs. 2 DCGK: Der Aufsichtsrat soll das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Eine solche explizite Abgrenzung ist nicht erfolgt, um die ökonomischen Gestaltungsspielräume bei Gehaltsverhandlungen nicht einzuschränken.
Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2 DCGK: Derzeit ist der Aufsichtsrat nur mit männlichen Mitgliedern besetzt, so dass die Vorgaben für Diversity nicht vollumfänglich umgesetzt wurden. Die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat orientiert sich in erster Linie an der individuellen Eignung für das Gremium.
Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 DCGK: Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist durch den Aufsichtsrat nicht festgelegt worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind davon überzeugt, dass die Eignung zur Unternehmensleitung maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit abhängt.
Ziffer 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 DCGK: Die Einrichtung von Ausschüssen, insbesondere die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) und eines Nominierungsausschusses, ist aufgrund der Größe des Aufsichtsrats der YOC AG mit drei Aufsichtsratsmitgliedern schwer handhabbar und entspricht auch nicht den Best Practice Standards. Die durch den DCGK mit der Einrichtung eines Prüfungsausschusses beabsichtigte Steigerung der Effizienz bei der Prüfung der Rechnungslegung würde nicht erreicht, da der Prüfungsausschuss mit nahezu sämtlichen Plenumsmitgliedern besetzt werden müsste. Ebenso müsste der Nominierungsausschuss mit nahezu sämtlichen Plenumsmitgliedern besetzt werden, was zu keiner verbesserten Vorbereitung der Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats zu den Wahlvorschlägen der Anteilseigner führen würde.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK: Eine angemessene Beteiligung von Frauen kann nicht im Voraus reglementiert werden, da sich die Mitgliedschaft an der individuellen Eignung für das Gremium orientiert. Eine Altersgrenze oder eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt worden. Die Eignung, als Mitglied des Aufsichtsrats den Vorstand überwachen zu können und ebenbürtiger Ansprechpartner des Vorstands zu sein, hängt maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit ab.
Ziffer 5.4.3 Satz 2 DCGK: Nach Ziffer 5.4.3 Satz 2 des DCGK soll ein Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds bis zur nächsten Hauptversammlung befristet sein. Der Antrag auf gerichtliche Bestellung der gegenwärtigen Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht befristet, um Kontinuität und damit effiziente und zielführende Arbeit im Aufsichtsrat zu gewährleisten.
Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK: Die Gesellschaft wird sich bemühen, der Empfehlung Folge zu leisten, dass der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. Die Gesellschaft kann dies jedoch nicht immer gewährleisten, da dies nur mit deutlich erhöhtem personellem und organisatorischem Aufwand und damit nur mit erheblichen Mehrkosten zu erreichen wäre.

Die Veröffentlichungen erfolgen daher im Rahmen der gesetzlichen und börsenrechtlichen Fristen.

Berlin, im Februar 2017

YOC AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der YOC AG (www.yoc.com) unter "Investor Relations" dauerhaft zugänglich gemacht. Dort finden sich auch ältere Fassungen der Entsprechenserklärung.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Grundsätzliches

Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist ein prägendes Element der Unternehmenskultur der YOC AG. Hierzu gehört auch die Integrität im Umgang mit Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten, Behörden, Interessengruppen und sonstigen Stakeholdern sowie der Öffentlichkeit.

Die YOC AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance ergibt sich somit aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien- und dem Kapitalmarktrecht sowie aus der Satzung der YOC AG.

Als Dienstleistungskonzern ist die YOC AG darauf angewiesen, durch vorbildliches Verhalten das Vertrauen der Kunden und Geschäftspartner zu gewinnen und zu erhalten. Ziel ist es, glaubhaft, seriös und zuverlässig zu handeln und entsprechend aufzutreten.

Transparenz

Eine einheitliche, umfassende und zeitnahe Informationspolitik gegenüber Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten, Behörden, Interessengruppen und sonstigen Stakeholdern hat bei der YOC AG einen hohen Stellenwert.

Alle Genannten werden von der YOC AG einheitlich, umfassend, zeitnah und zeitgleich informiert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse der YOC AG und des YOC-Konzerns erfolgt durch den Geschäftsbericht, den Halbjahresbericht und die Zwischenberichte. Darüber hinaus erfolgen Informationen durch Ad-hoc-Mitteilungen, soweit dies rechtlich erforderlich ist, sowie durch die Internetseiten der Gesellschaft.

Alle Meldungen, Präsentationen und Mitteilungen sowie der aktuelle Finanzkalender sind auf der Internetseite der Gesellschaft (www.yoc.com) unter "Investor Relations'' einsehbar.

Meldepflichtige Änderungen der Zusammensetzung der Aktionärsstruktur (Stimmrechtsmitteilungen, §§21 ff. WpHG) sowie jedes Eigengeschäft mit Anteilen oder Schuldtiteln der YOC AG oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten der Personen, die bei der YOC AG Führungsaufgaben wahrnehmen sowie diesen nahestehenden Personen (sog. Directors' Dealings-Mitteilungen nach § 15a WpHG (bis zum 02.Juli 2016) bzw. Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (seit dem 03.Juli 2016)), werden ebenfalls von der Gesellschaft veröffentlicht.

Die YOC AG führt darüber hinaus die vorgeschriebenen Insiderverzeichnisse (bis zum 02. Juli 2016 gemäß § 15b WpHG; seit dem 03. Juli 2016 gemäß Art. 18 Marktmissbrauchsverordnung).

Die betreffenden Personen wurden und werden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

Risikomanagement

Die YOC-Gruppe ist einer der europaweit führenden Anbieter von produktbasierten Mobile Advertising-Lösungen und unterliegt als solcher vielen branchen- und unternehmensspezifischen Chancen und Risiken. Die YOC AG verfügt über ein etabliertes, umfassendes und wirksames System, das dem Unternehmen ermöglicht, Chancen und Risiken über alle Funktionen und Geschäftsprozesse hinweg frühzeitig zu erkennen, zu beurteilen, zu berichten und zu handhaben. Ziel dieses Systems ist es, Risiken systematisch und zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erkennen, die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts sowie ihre möglichen qualitativen und quantitativen Auswirkungen einzuschätzen sowie wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Das Risikomanagement wird regelmäßig auf der Ebene des Vorstands und des Aufsichtsrats erörtert und weiterentwickelt. Weitere Informationen zum Risikomanagement der Gesellschaft, den speziellen Risiken, denen sie sich ausgesetzt sieht, sowie zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem können dem Risikobericht, der Teil des Konzernlageberichts der Gesellschaft ist, entnommen werden.

Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die YOC AG ist als deutsche Aktiengesellschaft dem deutschen Aktiengesetz unterworfen. Dadurch ist ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat haben eigenständige Kompetenzen, arbeiten jedoch bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben eng und vertrauensvoll zusammen.

Vorstand

Der Vorstand leitet die Gesellschaft unter eigener Verantwortung. Dabei ist er an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Unternehmensentwicklung verpflichtet. Zu den Aufgaben des Vorstands gehört es, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens festzulegen und die Geschäftsführung für das Unternehmen wahrzunehmen.

Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der relevanten Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung, arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Geschäftsbereichen.

Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder leitet jedes Vorstandsmitglied --- abgesehen von Entscheidungen, die der Gesamtvorstand zu treffen hat --- den ihm zugewiesenen Geschäftsbereich eigenverantwortlich. Näheres regelt die vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand.

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Amtsperioden von Vorstandsmitgliedern dürfen maximal fünf Jahre betragen, wobei eine mehrmalige Bestellung möglich ist. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorstandsvorsitzenden ernennen.

Herr Dirk-Hilmar Kraus ist mit Wirkung zum 10. September 2013 zum Vorstand der YOC AG bestellt worden. Herr Michael Kruse ist mit Datum vom30. September 2016 aus dem Vorstand der YOC AG ausgeschieden.

Der Vorstand hat keinen Vorstandsvorsitzenden. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und vollständig über wesentliche Sachverhalte in der Geschäftsentwicklung, der Strategie und Planung, der Risikolage des Konzerns sowie über Compliance und berät sich mit dem Aufsichtsrat vor allen wesentlichen strategischen Entscheidungen.

Darüber hinaus berät sich der Vorstand regelmäßig mit den Mitgliedern der zweiten Führungsebene der Gesellschaft. Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat obliegt die Beratung und Überwachung des Vorstands. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft eingebunden. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands bedürfen seiner Zustimmung.

Dazu zählt auch die von der Gesellschaft einmal jährlich erstellte Unternehmensplanung für das Folgejahr (Budget), die vom Vorstand dem Aufsichtsrat präsentiert, mit diesem erörtert und bei Bedarf angepasst wird.

Weiterhin erteilt der Aufsichtsrat dem von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag.

Der Aufsichtsrat hält mindestens vier Sitzungen im Jahr ab. Der Aufsichtsrat der YOC AG besteht aus drei Mitgliedern, von denen keines zuvor dem Vorstand der Gesellschaft angehörte. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Die Arbeitsweise des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden gewöhnlich in Präsenzsitzungen gefasst; darüber hinaus sind auch schriftliche, telefonische, fernschriftliche oder mithilfe sonstiger Telekommunikationsmittel durchgeführte Sitzungen und Beschlussfassungen möglich. Der Vorstand der Gesellschaft nimmt regelmäßig an den Sitzungen teil, bei Bedarf werden auch weitere Mitglieder des erweiterten Managements der Gesellschaft zu den Sitzungen geladen.

In der ersten Präsenzsitzung eines jeden Jahres nach Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse, in der sogenannten "Bilanzsitzung", nehmen auch die Abschlussprüfer der Gesellschaft an dieser Sitzung teil und erstatten dem Aufsichtsrat ihren Bericht über die abgeschlossene Prüfung.

Tagesordnung und Beschlussanträge für die Aufsichtsratssitzungen werden mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf vor den Sitzungen schriftlich an alle Teilnehmer kommuniziert. Bei der Notwendigkeit von kurzfristigen Beschlüssen werden solche gegebenenfalls im schriftlichen Umlaufverfahren getroffen.

Alle Aufsichtsratssitzungen werden schriftlich protokolliert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erläutert jährlich die Tätigkeit des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung und in seinem Bericht an die Aktionäre, welcher im Geschäftsbericht der Gesellschaft abgedruckt wird.

Festlegungen zur Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst'' verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat bestimmter Gesellschaften in Deutschland dazu, erstmals Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den nachfolgenden zwei Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll.

Die Gesellschaften mussten ihre Zielgrößen nebst Umsetzungsfristen bis zum 30. September 2015 beschließen. Dabei durfte bei der erstmaligen Festlegung die Umsetzungsfrist für die Ziele nicht über den 30. Juni 2017 hinausgehen.

Frauenanteil im Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der YOC AG gehören gegenwärtig keine Frauen an. Da die Amtszeit der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder bis zum Jahr 2018 läuft und eine Erweiterung des Aufsichtsrats sowie Amtsniederlegungen nicht beabsichtigt sind, hat der Aufsichtsrat der YOC AG beschlossen, dass für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum Stichtag 30. Juni 2017 der Status Quo beibehalten und daher eine Zielgröße von 0 % angestrebt werden soll.

Frauenanteil im Vorstand

Derzeit gehört dem Vorstand der YOC AG keine Frau an. Da das alleinige Vorstandmitglied bei Beschlussfassung bis in das Jahr 2017 bestellt war und eine Erweiterung des Vorstands sowie Amtsniederlegungen nicht absehbar sind, hat der Aufsichtsrat der YOC AG beschlossen, dass für den Frauenanteil im Vorstand bis zum Stichtag 30. Juni 2017 der Status Quo beibehalten und daher eine Zielgröße von 0 % angestrebt werden soll.

Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands

Der Vorstand der YOC AG hat beschlossen, dass bis zum 30. Juni 2017 der Frauenanteil der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands mindestens 20 % betragen soll.

Die erste Führungsebene unterhalb des Vorstandes umfasst die Direktorenebene. Zum 31. Dezember 2016 war keine Direktorenposition mit einer Frau besetzt. Mit der gleichen Umsetzungsfrist soll der Frauenanteil der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands einen Anteil von 20 % nicht unterschreiten. Zur zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstandes gehört die "Head of-Ebene.

Zum 31. Dezember 2016 waren 40 % dieser Positionen mit Frauen besetzt.

Berlin, im April 2017

YOC AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den "Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex''. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der YOC AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur des Vorstandseinkommens.

Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Der Vergütungsbericht beinhaltet außerdem Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts Bestandteile des Konzernanhangs nach § 314 HGB sowie des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Dabei werden die Größe und die Tätigkeit des Unternehmens, seine wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütungen im branchenspezifischen Vergleichsumfeld berücksichtigt.

Die Vergütung ist leistungsorientiert. Sie ist so bemessen, dass sie am Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiches Arbeiten gibt.

Grundsätzlich setzt sich diese aus einer fixen Grundvergütung und einem variablen Bestandteil zusammen.

Die Grundvergütung ist eine fixe, auf das Gesamtjahr bezogene Barvergütung, die an dem Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds ausgerichtet ist und in zwölf monatlichen Raten ausbezahlt wird.
Den variablen Bestandteil bildet eine Barvergütung als Erfolgsbeteiligung, die sich am operativen Ergebnis nach IFRS (EBITDA) der YOC AG orientiert und in der Höhe nach oben begrenzt ist.
Mit der Teilnahme an dem im Jahr 2014 aufgelegten Virtuellen Aktienoptionsprogramm erhalten vom Aufsichtsrat zu bestimmende Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft virtuelle Aktienoptionen (Phantom Stocks). Mit dem Virtuellen Aktienoptionsprogramm wird ein auf die tatsächliche Beteiligung der Berechtigten am Eigenkapital der Gesellschaft gerichtetes Aktienoptionsprogramm nachgebildet. Anders als bei einem mit "echten" Aktienoptionen unterlegten Aktienoptionsprogramm berechtigen die virtuellen Optionen bei ihrer Ausübung nicht zum Bezug von Aktien an der Gesellschaft, sondern räumen dem Berechtigten nach näherer Maßgabe der Optionsbedingungen einen Anspruch gegen die Gesellschaft auf Zahlung eines bestimmten Geldbetrags in bar ein. Durch die virtuellen Optionen wird keine gesellschaftsrechtliche Beteiligung an der Gesellschaft begründet, insbesondere besteht kein aktienrechtlicher Anspruch auf Informations- oder Teilhaberrechte, Stimmrechte oder Teilhabe am Jahresergebnis.

Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016

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kurzfristig fällige Leistungen
Name Feste Vergütung*

(in TEUR)
Variable Vergütung

(in TEUR)
Virtuelle Aktienoptionen gewährt in 2014
--- --- --- ---
Dirk-Hilmar Kraus 210 10 40.000
Michael Kruse 217 0 0
Gesamt 427 10 40.000

* inklusive vertraglicher Nebenleistungen

Im Geschäftsjahr 2016 waren 427 TEUR der laufenden Vorstandsvergütung zahlungswirksam.

Aus dem Virtuellen Aktienoptionsprogramm hält der Vorstand insgesamt 40.000 virtuelle Aktienoptionen zum beizulegenden Zeitwert von je 2,45 EUR.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung der YOC AG festgesetzt worden. Die Vergütung des Aufsichtsrats besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12,5 TEUR für ein Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte dieses Betrages, der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 11 /2-fache dieses Betrages.

Pro Aufsichtsratssitzung, die eine Präsenzsitzung ist, erhält jedes Aufsichtsratsmitglied einen Betrag in Höhe von 1,0 TEUR, der Aufsichtsratsvorsitzende das Doppelte und der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1 1/2-fache.

Die Vergütung für die Tätigkeit des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf insgesamt 73 TEUR.

Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 (in TEUR)

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Name Feste Vergütung Sitzungsgeld Gesamt
Dr. Nikolaus Breuel (Aufsichtsratsvorsitzender) 23 10 32,5
Konstantin Graf Lambsdorff 17 8 24,4
Sacha Berlik 11 5 16,3
Gesamt 51 23 73,1

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Januar 2017 nahm die Gesellschaft ein Darlehen in Höhe von 0,5 Mio. EUR von einem Gesellschafter zu marktüblichen Konditionen auf.

Danach haben sich keine weiteren Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ereignet.

Berlin, 20. April 2017

Der Vorstand

Dirk-Hilmar Kraus