Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

YOC AG Annual Report 2013

Jul 24, 2014

497_rns_2014-07-24_39885f88-2900-4660-9447-678a7202908c.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

YOC AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis 31.12.2013

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der YOC AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands im Abschnitt "Ausblick" des Lageberichtes hin. Dort wird ausgeführt, dass aufgrund der angespannten Liquiditätssituation der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet ist. Der angespannten Liquiditätssituation soll durch verschiedene Maßnahmen entgegengewirkt werden. Zu diesen Maßnahmen bzw. Ereignissen zählen insbesondere:

der zeitnahe signifikante Liquiditätszufluss aus der Veräußerung des gesamten Geschäftsbereiches ,Affiliate Marketing',
die zeitnahe und erfolgreiche Beitreibung von Außenständen von bis zu maximal EUR 1,7 Mio. aus der variablen Kaufpreiskomponente der Veräußerung des Mobile Technology Segments im Juli 2013,
die erfolgreiche Durchführung eines Forderungsverzichtes mit einem oder mehreren Gläubigern,
die erfolgreiche Durchführung einer Kapitalmaßnahme in den nächsten sechs bis zwölf Monaten,
die zeitnahe Realisierung einer erheblichen Verbesserung des operativen Ergebnisses und damit die Erreichung des geplanten Geschäftsverlaufs.

Der Fortbestand des Unternehmens hängt davon ab, dass die oben genannten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden und zu einer entsprechenden Liquiditätszufuhr führen.

Berlin, 7. Juli 2014

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Röders, Wirtschaftsprüfer

Klemm, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

scroll

EUR EUR 31.12.2012

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen sowie EDV-Software 53.886,11 122
2. Kundenstämme 0,00 84
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 279
53.886,11 485
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 452.557,56 814
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.927.744,46 12.162
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.975,52 1.001
4.928.719,98 13.163
5.435.163,65 14.462
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 0,00 1.262
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 183.117,56 1.614
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.908.630,57 7.066
3. Sonstige Vermögensgegenstände 740.692,76 49
5.832.440,89 8.729
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.666,61 121
5.835.107,50 10.112
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41.679,47 186
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.335.769,75 0
14.647.720,37 24.760
Passiva
EUR EUR 31.12.2012

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 2.858.500,00 2.380
2. Eigene Aktien -4.000,00 -4
Bedingtes Kapital: EUR 175.000,00
2.854.500,00 2.376
II. Kapitalrücklage 20.854.708,94 18.171
III. Bilanzverlust -27.044.978,69 -20.161
-3.335.769,75 386
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 3.335.769,75 0
0,00 386
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.061.870,66 2.256
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 525.296,45 3.510
2. Erhaltene Anzahlungen 0,00 1.356
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 381.300,37 827
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.127.765,93 14.682
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.551.486,96 1.369
davon aus Steuern EUR 68.780,75 (Vj. TEUR 277)
13.585.849,71 21.744
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 374
14.647.720,37 24.760

Gewinn- und Verlustrechnung für 2013

scroll

2013 2012
EUR EUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 5.405.636,25 11.466
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 0,00 1.227
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.635.156,15 2.356
11.040.792,40 12.595
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 13.799,89 0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.581.016,13 3.132
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.995.434,60 7.214
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 629.937,12 1.033
davon für Altersversorgung EUR 18.155,52 (Vj. TEUR 20)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 402.853,16 487
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.003.153,30 3.440
14.626.194,20 15.306
8. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 1.319.915,51 1.818
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82.514,02 62
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 82.267,16 (Vj. TEUR 61)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.352.906,13 5.071
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 504.424,03 650
davon an verbundene Unternehmen EUR 413.875,98 (Vj. TEUR 505)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 0,00 (Vj. TEUR 13)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.810.436,33 2.922
-3.265.336,96 -6.763
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -6.850.738,76 -9.474
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.031,68 25
15. Sonstige Steuern 26.498,63 120
33.530,31 145
16. Jahresfehlbetrag -6.884.269,07 -9.619
17. Verlustvortrag -20.160.709,62 -10.542
18. Bilanzverlust -27.044.978,69 -20.161

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 seine Aufgaben und Pflichten nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung umfassend und sorgfältig wahrgenommen. Er hat sich intensiv mit der Lage des Unternehmens beschäftigt sowie den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit laufend überwacht. Dabei hat er sich von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Die Überwachung bezog sich auch auf angemessene Maßnahmen zu Risikovorsorge und Compliance. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls überwacht, dass der Vorstand, die ihm nach § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen, in geeigneter Form getroffen hat.

In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und hat diese ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich mittels regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands pflichtgemäß mit der Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der beabsichtigten Geschäftspolitik und der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagementsystem und dem Internen Kontrollsystem befasst.

In Bezug auf Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands, die nach Gesetz oder geltender Geschäftsordnung des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung der unterbreiteten Unterlagen und nach eingehender Erörterung seine Zustimmung erteilt.

Neben zahlreichen Sachthemen, zustimmungspflichtigen Maßnahmen und der Geschäftsentwicklung wurden im Geschäftsjahr 2013 auch grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, der Finanzierung und eine Anpassung der Unternehmensstrategie an veränderte Rahmenbedingungen, die Konsolidierung des internationalen Geschäftes sowie Personalentscheidungen ausführlich diskutiert. Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Themen wurden gleichermaßen behandelt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Jahr 2013 mehrfach geändert. Der besseren Übersicht geschuldet, wird nachfolgend die chronologische Abfolge dargestellt.

Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Gerd Schmitz-Morkramer, hat sein Amt als Aufsichtsratsmitglied zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Juni 2013 niedergelegt. An seiner Stelle hat die Hauptversammlung Herrn Dr. Nikolaus Breuel, Kaufmann, wohnhaft in Berlin, zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Die Hauptversammlung hat des Weiteren die Mitglieder des Aufsichtsrats, Herrn Oliver Borrmann und Herrn Peter Zühlsdorff abberufen und an ihrer Stelle Herrn Dr. Bernhard Heiss, selbständiger Rechtsanwalt, wohnhaft in München, und Herrn Ludwig Prinz zu Salm-Salm, selbständiger Medienberater, zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat hat in seiner konstituierenden Sitzung am 06. Juni 2013 Herrn Dr. Bernhard Heiss zu seinem Vorsitzenden bestimmt.

Mit Wirkung zum 24. Oktober 2013 legten die Aufsichtsräte Dr. Bernhard Heiss und Ludwig Prinz zu Salm-Salm ihre Ämter nieder. Die Neubesetzung der Ämter erfolgte im Januar 2014. Am 15. Januar 2014 ging der YOC AG der Beschluss des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg vom 13. Januar 2014 zur Bestellung zwei neuer Aufsichtsratsmitglieder zu. Auf Antrag des Vorstands der YOC AG vom 07. Januar 2014 bestellte das Gericht gemäß § 104 AktG mit sofortiger Wirkung Herrn Sacha Berlik und Herrn Konstantin Graf Lambsdorff zu Aufsichtsratsmitgliedern der YOC AG.

In seiner konstituierenden Sitzung am 16. Januar 2014 wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Nikolaus Breuel zu seinem neuen Vorsitzenden und Herrn Konstantin Graf Lambsdorff zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Wesentliche Themen der Aufsichtsratstätigkeit

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt neun Präsenz-Sitzungen des Aufsichtsrats statt; zudem gab es weitere telefonische Sitzungen sowie schriftliche Beschlussfassungen des Aufsichtsrats. Ferner stand der gesamte Aufsichtsrat mit dem Vorstand auch darüber hinaus in engem Gedankenaustausch und wurde von diesem kontinuierlich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichtet. Über Vorkommnisse von besonderer Bedeutung wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen durch den Vorstand informiert; darüber hinaus führten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende regelmäßige Informations- und Beratungsgespräche. Der Aufsichtsrat hat auch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich ohne die Anwesenheit des Vorstands zu besprechen. An den Sitzungen und den sonstigen Beschlussfassungen im Jahr 2013 war der Aufsichtsrat jederzeit beschlussfähig. Zum Teil konnte ein Mitglied des Vorstands entschuldigt nicht anwesend sein. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht eingerichtet. Anhaltspunkte für mögliche Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern traten im Geschäftsjahr 2013 nicht auf.

Vorrangige Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat den beiden Kapitalerhöhungen im Januar und Mai 2013 sowie ferner der strategischen Fokussierung des Unternehmens auf den Geschäftsbereich Media und den damit verbundenen Verkaufsprozess des Mobile Technology Segments. Hierbei hat das Kontrollgremium den Vorstand auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen fortlaufend beratend begleitet.

In seiner Sitzung am 17. Januar 2013 bestätigte der Aufsichtsrat den zuvor vom Vorstand gefassten Beschluss, eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital 2011/I gegen Bareinlagen durchzuführen. Die Kapitalerhöhung wurde zu einem Kurs, der dem Börsenkurs der YOC-Aktie in den letzten Tagen vor dem Beschluss über die Durchführung der Kapitalerhöhung entsprach, abgewickelt. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden 220.000 neue Aktien ausgegeben und ein Erlös in Höhe von 1.870.000 EUR erzielt.

In seiner Sitzung am 17. April 2013 bestätigte der Aufsichtsrat den zuvor vom Vorstand gefassten Beschluss, eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital 2011/I gegen Bareinlagen durchzuführen. Die Kapitalerhöhung wurde zu einem Kurs, der dem Börsenkurs der YOC-Aktie in den letzten Tagen vor dem Beschluss über die Durchführung der Kapitalerhöhung entsprach, abgewickelt. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden 258.500 neue Aktien ausgegeben und ein Erlös in Höhe von 1.292.500 EUR erzielt.

Den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 billigte der Aufsichtsrat nach vorheriger intensiver Diskussion in seiner Sitzung am 22. April 2013.

Mit Datum 26. April 2013 beschloss der Aufsichtsrat, wie zuvor der Vorstand, die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung vom 06. Juni 2013.

Die Entwicklung des Verkaufsprozesses des Gesellschaftssegments Mobile Technology war fortlaufendes Thema der Unterredungen des Aufsichtsrats der YOC AG. Der Vorstand berichtete dem Gremium durchgängig über den Status der Verhandlungen mit den verschiedenen Parteien. Das Vorgehen wurde beispielsweise auf den Präsenzsitzungen vom 21. Juni 2013 und 12. Juli 2013 sowie in telefonischen Sitzungen sowie schriftlichen Beschlussfassungen des Aufsichtsrats festgehalten und diskutiert. Mit Beschluss vom 24. Juli 2013 stimmte der Aufsichtsrat dem Beschluss des Vorstands zu, das Segment Mobile Technology an die Berlin Technologie Holding zu veräußern.

In seiner Aufsichtsratssitzung vom 09. September 2013 beschloss der Aufsichtsrat, Dirk Kraus erneut als Vorstand der YOC AG zu bestellen, nachdem der Alleinvorstand der YOC AG, Dirk Freytag, bereits längere Zeit erkrankt war. Mit dem Ausscheiden von Dirk Freytag zum 30. September 2013 ist Dirk Kraus alleiniger Vorstand der Gesellschaft.

Die letzte Aufsichtsratssitzung des Jahres fand am 23. Oktober 2013 statt. Im Rahmen der Sitzung wurden vornehmlich die Themen Strategie, Liquiditätsplanung sowie Produktentwicklung diskutiert.

Des Weiteren wurde der vom Vorstand der YOC AG vorgelegten und von diesem beschlossenen jährlichen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG nach eingehender Prüfung und Erörterung einstimmig zugestimmt. Dabei hat sich der Aufsichtsrat auch mit den Änderungen in der am 13. Mai 2013 in Kraft getretenen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) befasst.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Der durch den Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den in zusammengefasster Form erstellten Konzern- und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 geprüft und mit einem Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat zudem im Rahmen seiner Prüfung zusammenfassend festgestellt, dass der Vorstand ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechendes Risikomanagementsystem eingerichtet hat und dass dieses grundsätzlich geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die vorstehenden Unterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen wurden in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung am 09. April 2014 umfassend geprüft und erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer ging auch auf Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung ein. Umstände, die die Befangenheit des Abschlussprüfers besorgen lassen, lagen nicht vor.

Den Bericht des Abschlussprüfers nahm der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis und schloss sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat stimmte mit dem Vorstand in seiner Einschätzung der Lage der YOC AG und der YOC-Gruppe überein. Da die eigene Prüfung keine Einwendungen ergab, billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den in zusammengefasster Form erstellten Konzern- und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013. Der Jahresabschluss der YOC AG ist damit festgestellt.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2013 mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. In diesem Zusammenhang hat der Aufsichtsrat auch die Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung überprüft. Weiterhin hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit sowie die Inhalte der Erklärung zur Unternehmensführung, einschließlich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG, erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat haben im März 2014 ihre gemeinsame Entsprechenserklärung erneuert. Die Gesellschaft entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex weitgehend. Die Entsprechenserklärung mit Erläuterungen hinsichtlich der Abweichungen von den Empfehlungen befindet sich als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten des Geschäftsberichts und wurde auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht (http://group.yoc.com/de/investor/corporate-governance/).

Weitere Informationen zur Corporate Governance bei der YOC AG können dem Corporate Governance Bericht entnommen werden, der auf den Seiten 11 bis 16 des Geschäftsberichts veröffentlicht ist.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Mit Wirkung zum 30. September 2013 ist Dirk Freytag aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden. Die bestehenden Aufgaben wurden von dem am 10. September 2013 zum Vorstand der YOC AG bestellten Dirk Kraus übernommen.

Jan Webering schied als Vorstand der Gesellschaft am 24. Juli 2013 mit dem Verkauf des Geschäftsfelds Mobile Technology aus, für das er bis zu diesem Zeitpunkt zuständig war.

Nach Beendigung des Geschäftsjahrs 2012 hat Joachim von Bonin sein Amt als Vorstand der YOC AG zum 31. März 2013 niedergelegt.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit.

Dank an die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der YOC AG

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der YOC AG und aller Konzerngesellschaften für ihren großen Einsatz und die geleistete Arbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Berlin, im Juli 2014

Der Aufsichtsrat

Dr. Nikolaus Breuel, Vorsitzender

Anhang für das Geschäftsjahr 2013 der YOC AG, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Die YOC AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB.

Zum 31. Dezember 2013 erfolgte die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes. Der Abschluss ist in Euro aufgestellt. Die Gesellschaft hat nach § 290 Abs. 2 HGB die Pflicht, einen Konzernabschluss aufzustellen. Sie hat diesen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Anforderungen des § 315a HGB aufgestellt.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Zwischen der YOC AG und den Tochtergesellschaften belboon GmbH, YOC Mobile Advertising GmbH sowie der Moustik GmbH besteht im Geschäftsjahr 2013 jeweils ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Sevenval GmbH wurde im Zusammenhang mit dem Verkauf der Gesellschaft zum 31. Juli 2013 beendet.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Der Jahresabschluss der YOC AG vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Vom Aktivierungswahlrecht bezüglich selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt für die immateriellen Anlagegüter zwischen 3 und 5 Jahren und für die Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 bis 11 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten nach § 255 Abs. 1 HGB angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Ausleihungen in Fremdwährung werden zum Stichtag mit dem Devisenmittelkurs umgerechnet und maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten angepasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Wertberichtungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel wurden zum Nennwert erfasst.

Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz weisen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag aus, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Termin darstellen.

Rückstellungen enthalten alle absehbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden, sofern erforderlich, mit dem von der Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten risiko- und laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei der Entstehung zum aktuellen Tageskurs erfasst. Beim Ausgleich entstehende Abweichungen werden als Kursdifferenzen ausgebucht.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Umlaufvermögen in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst.

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung bzw. zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs an den Kunden.

Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung berücksichtigt bzw. entsprechend ihrer wirtschaftlichen Verursachung periodengerecht erfasst.

III. Verkauf des Geschäftsbereichs Mobile Technology

Die YOC AG hat mit Wirkung zum 31. Juli 2013 die Tochtergesellschaft Sevenval GmbH mit Sitz in Köln sowie Vermögensgegenstände, die zum Teilbereich Mobile Technology der YOC AG gehören, an eine Tochtergesellschaft der Berlin Technologie Holding GmbH verkauft. Die Beteiligung an der Sevenval GmbH ist im Rahmen des Verkaufes als Abgang erfasst worden.

Die Gesellschaft erhielt für den Verkauf der Sevenval GmbH einen fixen Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.430,0. Weitere variable Kaufpreisbestandteile können bis zu TEUR 429,0 betragen.

Für die verkauften Vermögensgegenstände und Schulden des Teilbereiches Mobile Technology der YOC AG erhielt die YOC AG einen fixen Kaufpreis von TEUR 3.050,0 sowie einen variablen Kaufpreis von bis zu TEUR 915,0.

Eine Vergleichbarkeit der Werte in der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr ist nicht gegeben, da die Ergebnisbestandteile des Teilbereichs Mobile Technology lediglich bis zum Abgang am 31. Juli 2013 erfasst wurden.

IV. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

a. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Anlage zu diesem Anhang.

Die Sachinvestitionen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 63,7 wurden für die Erweiterung und Erneuerung der technischen und administrativen Infrastruktur getätigt. Die Anlageabgänge in Höhe von TEUR 414,5 resultieren fast ausschließlich aus der Veräußerung des Teilbetriebs Mobile Technology.

Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen ist zum einen auf die Veräußerung der Sevenval GmbH zurückzuführen. Im Zuge der Veräußerung der Geschäftsgrundlagen wurde eine außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der Sevenval Ltd. in Höhe von TEUR 632,7 vorgenommen. Zudem erfolgten aufgrund der Geschäftsentwicklung weitere außerplanmäßige Abschreibungen an den Beteiligungen der YOC Spain, S.L. (TEUR 411,2), der YOC France S.A.S. (TEUR 289,0) sowie der YOC Mobile Advertising GmbH (TEUR 20,0).

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um die folgenden Gesellschaften:

scroll

Unternehmen Anschaffungsdatum Anteil Gesellschaftskapital Eigenkapital per 31.12.2013 Ergebnis 2013
Moustik GmbH, Berlin 01.02.2007 100 % 25.000,00 238.212,63 -*
belboon GmbH, Berlin 12.03.2008 100 % 26.000,00 531.839,77 -*
YOC Mobile Advertising GmbH, Berlin 11.03.2009 100 % 26.000,00 37.546,39 -*
YOC Mobile Advertising Ltd., London, Großbritannien 01.01.2007 100 % 1.221,96 -1.430.590,33 -388.851,86**
Moustik Sprl., Brüssel, Belgien 01.02.2007 100 % 18.600,00 1.104.540,73 31.489,53
Sevenval Ltd., London, Großbritannien 27.05.2009 100 % 72.735,71 - 815.515,73 -389.118,10**
YOC CEE GmbH, Wien, Österreich 01.06.2009 100 % 35.000,00 86.712,07 -11.589,11
YOC Spain, S.L., Madrid, Spanien 22.09.2009 100 % 3.006,00 -42.694,81 -240.897,16
YOC France S.A.S. (ehemals MobilADdict S.A.S.), Paris, Frankreich 23.03.2011 100 % 13.340,00 369.669,53 -320.742,24

Alle Angaben in Euro, sofern nicht anders vermerkt.

* Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags an die YOC AG abgeführt.

** Umgerechnet mit einem Kurs in Höhe von 1 GBP = 1,19763 EUR

Im Oktober 2013 wurde die ubiyoo Ltd. liquidiert.

b. Vorräte

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Unfertige Leistungen (Bestand) 0,0 1.262,2

Die Vorräte aus dem Vorjahr beinhalteten unfertige Leistungen für Projekte, welche zum Stichtag noch nicht vollständig abgeschlossen wurden. Mit der Veräußerung des Segments Mobile Technology wurden die Vorräte im Abgangsergebnis erfasst.

c. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

scroll

Mit einer Restlaufzeit von
<1 Jahr

TEUR
1-5 Jahren

TEUR
>5 Jahren

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 183,1 0,0 0,0 183,1
(1.613,8) (0,0) (0,0) (1.613,8)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.908,6 0,0 0,0 4.908,6
(7.065,6) (0,0) (0,0) (7.065,6)
Sonstige Vermögensgegenstände 740,7 0,0 0,0 740,7
(49,5) (0,0) (0,0) (49,5)
5.832,4 0,0 0,0 5.832,4
(Vorjahreswerte in Klammern) (8.728,9) (0,0) (0,0) (8.728,9)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen mit TEUR 2.363,9 (2012: TEUR 3.166,6) sowie sonstige Forderungen (insbesondere Forderungen aus Darlehensgewährung, Ergebnisabführung und aus der umsatzsteuerlichen Organschaft) mit TEUR 2.544,7 (2012: TEUR 3.899,4). Im Berichtsjahr wurden Forderungen gegen die Sevenval Ltd. in Höhe von TEUR 1.235,0 wertberichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 740,7 (2012: TEUR 49,5) beinhalten hauptsächlich Forderungen aus der Veräußerung von Vermögenswerten. Des Weiteren sind debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 23,7 enthalten.

d. Liquide Mittel

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2,7 120,7

Die liquiden Mittel umfassen sämtliche Bank- und Kassenbestände sowie kurzfristige Festgeldanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 2,7 (2012: TEUR 120,7). Die Guthaben bei verschiedenen Banken waren zum Stichtag mit Zinssätzen zwischen 0 % und 0,5 % verzinst. Bankkonten, die in Fremdwährungen geführt werden, wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Zum 31. Dezember 2013 waren keine liquiden Mittel als Sicherheit begeben worden.

e. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 41,7 186,2

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die Abgrenzungen für Jahreslizenzen u. a. für Softwarelösungen, Jahresbeiträge sowie Aktienbetreuung erfasst.

Eigenkapital

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Gezeichnetes Kapital 2.858,5 2.380,0
Eigene Anteile -4,0 -4,0
Kapitalrücklage 20.854,7 18.170,7
Bilanzverlust -27.045,0 -20.160,7
-3.335,8 386,0
Davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 3.335,8 0,0
0,0 386,0

Gezeichnetes Kapital

Die YOC AG hat im Rahmen von zwei Kapitalerhöhungen im Berichtsjahr insgesamt 478.500 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Nennwert in Höhe von EUR 1,00 ausgegeben. Damit hat sich das gezeichnete Kapital von TEUR 2.380,0 auf TEUR 2.858,5 erhöht. Zum 31. Dezember 2013 hält die YOC AG 4.000 Stück eigene Aktien.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand kann mit Genehmigung durch den Aufsichtsrat über ein genehmigtes Kapital von TEUR 1.300,0 (Genehmigtes Kapital 2013/I) bis zum 05. Juni 2018 verfügen. Das genehmigte Kapital berechtigt einmalig oder mehrfach zur Erhöhung des Grundkapitals durch die Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Bedingtes Kapital

Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von TEUR 175,0 geschaffen, um dem Management, den Mitarbeitern und den verbundenen Unternehmen der Gesellschaft Bezugsrechte im Rahmen des YOC-Management-Incentive-Programms zu gewähren.

Zum 31. Dezember 2013 sind 159.765 Stück (2012: 167.865 Stück) Bezugsrechte an Mitarbeiter und das Management der YOC AG und ihrer verbundenen Unternehmen ausgegeben.

Kapitalrücklage

Zum 31. Dezember 2013 umfasst die Kapitalrücklage einen Betrag in Höhe von TEUR 20.854,7 (2012: TEUR 18.170,7). Der Anstieg in Höhe von TEUR 2.684,0 ist auf die Kapitalerhöhungen zum 08. Februar 2013 in Höhe von 220.000 Stück Aktien zu einem Kurs in Höhe von EUR 8,50 und zum 14. Mai 2013 in Höhe von 258.500 Stück Aktien zu einem Kurs in Höhe von EUR 5,00 zurückzuführen.

Aktionärsstruktur

Im Streubesitz befinden sich 51,3 % der Aktien. Entsprechend der durch die Aktionäre erfolgten Stimmrechtsanzeigen wird der Aktienbesitz zum 31. Dezember 2013 wie folgt gehalten:

scroll

Anzahl der Aktien Anteil
Vorstand* 504.357 17,6 %
DIH Deutsche Industrie Holding GmbH** 314.799 11,0 %
Institutionelle Investoren 249.856 8,9 %
Dr. Bernhard Heiss 226.332 8,0 %
Hilmar Kraus 88.803 3,1 %
YOC AG (eigene Anteile) 4.000 0,1 %
Free float 1.470.353 51,3 %
Anzahl Aktien Gesamt 2.858.500 100,00 %

* Die Beteiligung der dkam GmbH ist Herrn Dirk Kraus zuzurechnen.

** Die Beteiligung der DIH Deutsche Industrie Holding GmbH ist Herrn Peter Zühlsdorff zuzurechnen.

f. Rückstellungen

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Rückstellungen für Aktienoptionen 393,3 347,6
Personalrückstellungen 335,3 962,0
Ausstehende Eingangsrechnungen 125,4 292,7
Abschluss- und Prüfungskosten 124,9 126,7
Vergütung Aufsichtsrat 55,8 24,4
Archivierungsrückstellungen 27,2 26,1
Übrige 0,0 476,6
Gesamt Rückstellungen 1.061,9 2.256,1

Bei den Personalrückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 205,3 (2012: TEUR 415,1), Rückstellungen für Boni, Provisionen und Prämien in Höhe von TEUR 122,0 (2012: TEUR 384,7) sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 7,9 (2012: TEUR 64,7).

Für die Gewährung von Aktienoptionen im Rahmen des im Geschäftsjahr 2009 gestarteten Management-Incentive-Programms wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 393,3 (2012: TEUR 347,6) gebildet.

Unter der Position ausstehende Eingangsrechnungen sind in 2013 verursachte Aufwendungen ausgewiesen, für die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch keine Rechnungen vorlagen.

g. Verbindlichkeiten

scroll

Mit einer Restlaufzeit von
<1 Jahr

TEUR
1-5 Jahren

TEUR
>5 Jahren

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 525,3 0,0 0,0 525,3
(2.267,6) (1.242,5) (0,0) (3.510,1)
Erhaltene Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0
(1.355,6) (0,0) (0,0) (1.355,6)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 381,3 0,0 0,0 381,3
(826,5) (0,0) (0,0) (826,5)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.527,8 3.600,0 0,0 11.127,8
(8.482,3) (6.200,0) (0,0) (14.682,3)
Sonstige Verbindlichkeiten 951,5 600,0 0,0 1.551,5
(1.163,1) (206,1) (0,0) (1.369,2)
9.385,9 4.200,0 0,0 13.585,9
(Vorjahreswerte in Klammern) (14.095,1) (7.648,6) (0,0) (21.743,7)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zur Finanzierung der Unternehmenserwerbe verwendet. Im Geschäftsjahr 2013 wurden diese in voller Höhe getilgt. Es besteht des Weiteren eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 1.000,0, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 525,3 ausgeschöpft ist.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ein Gesellschafterdarlehen der DIH Deutsche Industrie Holding GmbH in Höhe von TEUR 600,0 sowie einer versehentlich erfolgten Doppelzahlung des Gesellschafters in Höhe von TEUR 386,1. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus Kundenüberzahlungen in Höhe von TEUR 117,8 (2012: TEUR 186,0) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren überwiegend aus dem Cashpooling, Darlehensverbindlichkeiten und umsatzsteuerlicher Organschaft mit TEUR 8.252,0 (2012: TEUR 10.157,1), aus Verlustübernahmen im Rahmen der Ergebnisabführung mit TEUR 2.810,4 (2012: TEUR 2.921,9) sowie aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 65,4 (2012: TEUR 1.603,2).

Das Gesellschafterdarlehen der DIH Deutsche Industrie Holding GmbH ist mit dem Anteil an der belboon GmbH besichert. Ansonsten wurden keine Sicherheiten für die Verbindlichkeiten bestellt.

h. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 373,9

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten aus dem Vorjahr enthielt überwiegend in Rechnung gestellte Lizenzen, deren Laufzeiten über den Bilanzstichtag hinausgehen. Mit der Veräußerung des Segments Mobile Technology und der Auflösung des Baukostenzuschusses aufgrund des Umzugs des Berliner Büros in neue Geschäftsräume sind die passiven Rechnungsabgrenzungsposten vollständig abgegangen.

i. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2013 betrugen TEUR 5.405,6 (2012: TEUR 11.465,7).

Umsatzerlöse nach Regionen:

scroll

2012

TEUR
2012

TEUR
Deutschland 4.815,6 8.945,9
Großbritannien 302,4 1.200,1
Österreich 259,0 283,7
Schweiz 28,6 345,4
Spanien 0,0 19,6
Benelux Staaten 0,0 48,0
Sonstige 0,0 623,0
Gesamt 5.405,6 11.465,7

In den inländischen Umsatzerlösen sind TEUR 652,3 (2012: TEUR 663,9) aus dem Intercompany-Geschäft enthalten. Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen beträgt gegenüber Österreich TEUR 253,6 (2012: TEUR 246,2) und gegenüber Großbritannien TEUR 20,8 (2012: TEUR 322,0).

j. Bestandsveränderung unfertige Leistungen

Bezüglich der unfertigen Leistungen wird auf den Abschnitt IV.b. Vorräte verwiesen.

k. Sonstige betriebliche Erträge

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 5.635,2 2.355,9

Als einmaliger Effekt ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des veräußerten Teilbereiches Mobile Technology in Höhe von TEUR 3.248,3 enthalten.

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge mit verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 1.258,1 (2012: TEUR 1.845,6). Daneben sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 333,9 (2012: TEUR 265,9) angefallen.

Zudem entstanden im Zusammenhang mit dem Auszug aus dem Büro in der Karl-Liebknecht-Straße in Berlin Erträge durch Auflösung von Mietverbindlichkeiten und einem Baukostenzuschuss in Höhe von TEUR 331,1.

l. Materialaufwand

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.581,0 3.132,1
Aufwendungen für bezogene Waren 13,8 0,0
1.594,8 3.132,1

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Fremdleistungen für Kundenprojekte, die Grundgebühr und die Versandkosten für SMS und MMS, Aufwendungen für Lizenzen sowie für mobiles Bezahlen.

m. Personalaufwand

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Löhne und Gehälter 3.995,5 7.214,6
Soziale Abgaben 611,7 1.013,0
Altersversorgung und Unterstützung 18,2 19,6
Gesamt 4.625,4 8.247,2

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres betrug:

scroll

2013 2012
Vorstand 1 5
Angestellte 13 98
Teilzeitbeschäftigte 2 3
Mitarbeiter in Elternzeit 1 2
Gesamt 17 108

Zum 31. Dezember 2013 bestand der Vorstand aus einem Mitglied. Die Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2013 zum Teil auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften bestellt.

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigen Mitarbeiter betrug:

scroll

2013 2012
Vorstand 2 5
Angestellte 52 98
Teilzeitbeschäftigte 4 3
Mitarbeiter in Elternzeit 3 3
Gesamt 61 109

n. Abschreibungen

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 402,9 486,8
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.352,9 5.071,2
Summe 1.755,8 5.558,0

Zur Aufteilung der Abschreibungen verweisen wir auf Abschnitt IV.a. Anlagevermögen.

o. Sonstige betriebliche Aufwendungen

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Veräußerung der Sevenval GmbH 3.289,5 0,0
Wertberichtigung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.235,0 0,0
Rechts-, Beratungs- und Buchführungskosten 871,5 515,2
Raumkosten 521,0 594,3
Kosten Kapitalerhöhung 273,8 87,8
Fremdarbeiten 256,0 254,6
Reisekosten 224,1 366,9
Werbung, Marketing 96,0 183,6
Aufsichtsratsvergütung 91,4 74,3
Telekommunikation 91,0 144,2
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 58,1 49,1
Reparatur, Instandhaltung 56,0 55,9
Kosten der Börsennotierung 43,4 57,5
Kfz-Kosten 29,3 37,9
Sonstiges 867,1 1.018,3
Gesamt 8.003,2 3.439,6

Als einmaliger Effekt beeinflusst das Abgangsergebnis aus dem Verkauf der Sevenval GmbH in Höhe von TEUR 3.289,5 die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Wertminderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus der Einstellung des operativen Geschäfts der Sevenval Ltd.

Die Erhöhung der Rechts-, Beratungs- und Buchführungskosten resultiert aus Beratungsleistungen im Rahmen des Verkaufes des Teilbereiches Mobile Technology sowie im Zusammenhang mit durchgeführten bzw. geplanten Kapitalerhöhungen.

Unter der Position Werbung und Marketing werden primär Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit, Messen sowie für PR verbucht.

Im Posten Sonstiges sind im Wesentlichen Aufwendungen an verbundene Unternehmen (TEUR 660,2) enthalten.

p. Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 1.319,9 1.818,1
Aufwendungen aus Verlustübernahmen 2.810,4 2.921,9
-1.490,5 -1.103,8

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen entfallen auf die Sevenval GmbH (TEUR 661,2, 2012: TEUR 983,4), die Moustik (TEUR 0,0, 2012: TEUR 60,8) und die belboon GmbH (TEUR 658,8, 2012: TEUR 773,3). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen die Moustik GmbH (TEUR -0,1, 2012: TEUR 60,8) sowie die YOC Mobile Advertising GmbH (TEUR 2.810,3, 2012: TEUR 2.921,9).

q. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82,5 61,9

Die Zinserträge resultieren fast ausschließlich aus der Darlehensgewährung gegenüber Tochterunternehmen im Rahmen des Cashpooling.

r. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 504,4 650,0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 83,2 (2012: TEUR 118,3) sowie Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen aus Cashpoolverbindlichkeiten und Gewährung von Darlehen in Höhe von TEUR 413,9 (2012 TEUR 505,0).

s. Steuern

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steuersatz der YOC AG beträgt 30,68 % (2012: 30,72 %). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 7,0 (2012: TEUR 25,1) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Ausbuchung verjährter Steuerforderungen.

Zum 31. Dezember 2013 verfügte die YOC AG als Organträger über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 14.025,6 (2012: TEUR 12.812,5) sowie über gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 13.099,3 (2012: TEUR 11.912,0).

Aktive latente Steuern auf die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge gemäß § 274 Abs. 1 HGB wurden nicht gebildet.

V. Sonstige Angaben

a. Vorstand

Bestellter Vorstand im Geschäftsjahr 2013:

Dipl.-Kfm. Dirk Kraus ( seit September 2013)

Dipl.-Kfm. Dirk Freytag (Vorstandsvorsitzender bis September 2013)

Volljurist Jan Webering, bis Juli 2013

Dipl.-Kfm. (FH) Joachim von Bonin, bis März 2013

Die Vergütung des Vorstands der YOC AG enthält im Geschäftsjahr 2013 eine fixe Gehaltskomponente von insgesamt TEUR 412,0 (2012: TEUR 920,0). Eine variable Komponente, die sich am operativen Ergebnis der YOC-Gruppe bemisst, wurde analog zum Vorjahr nicht gewährt. Im Geschäftsjahr 2013 war die laufende Vorstandsvergütung in Höhe von TEUR 512,0 (2012: TEUR 895,0) zahlungswirksam. Im aktuellen und im letzten Jahr wurde keine variable Vergütung gewährt.

Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Vergütungskomponenten je Vorstandsmitglied:

Vergütung des Vorstands für 2013

scroll

Name Feste Vergütung*

(in TEUR)
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

(in TEUR)
Bezugsrechte** (in Stück)
Jan Webering 120,9 32.655
Joachim von Bonin 51,1 100,0 16.625
Dirk Kraus (Vorstandsvorsitzender seit September 2013) 35,0 32.655
Dirk Freytag (Vorstandsvorsitzender) 204,7
Gesamt 411,7 100,0 81.935

* inklusive vertragliche Nebenleistungen

** die Bezugsrechte wurden Herrn Kraus und Herrn Webering bereits im Geschäftsjahr 2009 zu einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 4,12 gewährt. Die Ausgabe der Bezugsrechte an Herrn von Bonin erfolgte im Geschäftsjahr 2011 zu einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 10,24 je Stück.

Als vertragliche Nebenleistung erhielten Herr Dirk Freytag (bis September 2013) sowie Herr Jan Webering (bis Juli 2013) Anspruch auf einen Dienstwagen zur dienstlichen wie privaten Nutzung mit einem Gegenwert von TEUR 22,1 sowie betriebliche Altersvorsorge in Höhe von TEUR 3,9.

Herr Alexander Sutter erhielt im Geschäftsjahr 2013 aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Vorstand im Jahr 2012 TEUR 75,0. Herrn Sutter wurden bereits in 2009 32.655 Stück Bezugsrechte für Aktienoptionen gewährt.

Darüber hinaus wurden keine Vorschüsse, Kredite, Sicherheitsleistungen, Pensionszusagen oder ähnliche Vorteile an den Vorstand gewährt.

b. Aufsichtsrat

scroll

Nikolaus Breuel, - Geschäftsführender Gesellschafter Karl-J. Kraus GmbH
Kaufmann, Berlin - D+S communication center management GmbH: Mitglied des Aufsichtsrates
- YOC AG: Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 16.01.2014, Mitglied seit 7.6.2013
Bernhard Heiss, - Dr. Bernhard Heiss Rechtsanwalts GmbH: Geschäftsführender Gesellschafter
Rechtsanwalt, München - Centrosolar Group AG: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
- Centrotec Sustainable AG: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
- Altium Capital AG: Mitglied des Aufsichtsrates
- YOC AG: Vorsitzender des Aufsichtsrats (7.6.2013 -24.10.2013)
Ludwig Prinz zu Salm-Salm, - Zu Salm Vermögensverwaltung GbR: Geschäftsführender Gesellschafter
Kaufmann, Starnberg - YOC AG: Mitglied des Aufsichtsrats (7.6.2013 -24.10.2013)
Gerd Schmitz-Morkramer, - bmp media investors AG: Vorsitzender des Aufsichtsrats
Rechtsanwalt, München - Ernst Max von Grunelius Stiftung: Vorstand
- YOC AG: Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 6.6.2013)
Peter Zühlsdorff, - OBI Group: Mitglied des Aufsichtsrates
Kaufmann, Berlin - ALBA Group: Mitglied des Aufsichtsrates
- KMS Group Management GmbH: Mitglied des Beirates
- Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH: Vorsitzender des Aufsichtsrates
- Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: Mitglied des Aufsichtsrates
- YOC AG: Mitglied des Aufsichtsrates (bis 6.6.2013)
Oliver Borrmann, - bmp media investors AG: Vorstand
Kaufmann, Berlin - bmp Beteiligungsmanagement AG: Vorstandsvorsitzender
- König & Cie. Private Equity Management GmbH: Geschäftsführer
- König & Cie. II. Private Equity Beteiligungs- und Treuhand GmbH: Geschäftsführer
- Heliocentris Fuel Cells AG: Vorsitzender des Aufsichtsrates
- brand eins Medien AG: Vorsitzender des Aufsichtsrates
- YOC AG: Mitglied des Aufsichtsrates (bis 6.6.2013)

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich für das Geschäftsjahr 2013 auf TEUR 90,0.

c. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der YOC AG sowie deren Familienangehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Gesellschaften in Betracht. Darüber hinaus gelten als nahe stehende Personen in Schlüsselpositionen und deren enge Familienangehörige.

Die DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt/Main, gewährte der YOC AG im April 2013 ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von nominal TEUR 600,0. Im Dezember wurde eine Verlängerung der Laufzeit des Darlehens bis 31. Dezember 2015 vereinbart. Das Darlehen wird mit 8,5% p.a. verzinst. Als Sicherheit hat die YOC AG den Geschäftsanteil an der belboon GmbH, Berlin, an die Darlehensgeber verpfändet.

Ein in 2013 ausgeschiedenes Mitglied des Vorstands ist an zwei Gesellschaften beteiligt, mit denen im Rahmen des Geschäftsjahres 2013 Transaktionen zu fremdüblichen Konditionen in Höhe von insgesamt TEUR 98,7 mit Tochterunternehmen der YOC AG abgeschlossen wurden. Von diesem Betrag betreffen TEUR 97,2 Publishervergütungen. Zum Bilanzstichtag ist eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 31,6 bei Tochterunternehmen der YOC AG bilanziert.

Ferner nahm die YOC AG Beratungsleistungen eines Gesellschafters in Form von Unterstützungsleistungen im Finanzbereich in Anspruch. Es fielen Kosten in Höhe von TEUR 62,9 an. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2,5.

Mit Ausnahme der beschriebenen Geschäftsvorfälle und der im vorgenannten Abschnitt dargestellten Bezüge des Aufsichtsrates und des Vorstands haben keine weiteren wesentlichen Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen im Geschäftsjahr 2013 stattgefunden.

d. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Mietvertrag für die Geschäftsräume* 80,7 2.335,2
Kfz-Leasing 0,0 150,2
80,7 2.485,4

* Nettohalbjahresmiete

Zum 31. Dezember 2013 hat die YOC AG den langfristigen Mietvertrag für das Berliner Büro gekündigt. Im Januar 2014 erfolgte der Umzug in die neuen Geschäftsräume in der Rosenstr. 17, Berlin.

e. Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse.

f. Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Die Gesamthonorare des Abschlussprüfers werden im Konzernanhang der YOC AG angegeben.

g. Mitteilungspflichtige Beteiligungen

Die folgenden direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der YOC AG, die drei, fünf oder zehn vom Hundert der Stimmrechte über- oder unterschreiten, sind der YOC AG per Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG bekannt gemacht worden:

Herr Dirk Kraus, Frankfurt am Main, kontrolliert indirekt über die dkam GmbH, Frankfurt am Main, eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft in Höhe von 17,6 % des gezeichneten Kapitals (das entspricht 504.357 Stimmrechten).

DIH Finanz und Consult GmbH, Frankfurt am Main: 11,0 % des gezeichneten Kapitals. Diese Beteiligung ist der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt am Main, sowie Herrn Peter Zühlsdorff zuzurechnen. Die von Herrn Peter Zühlsdorff kontrollierte Beteiligung beläuft sich auf insgesamt 11,0 % des einheitlichen gezeichneten Kapitals (das entspricht 314.799 Stimmrechten).

Herr Dr. Bernhard Heiss, Bundesrepublik Deutschland: 8,0 % des gezeichneten Kapitals (das entspricht 226.332 Stimmrechten).

Die Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg, 3,6 % des gezeichneten Kapitals (das entspricht 103.392 Stimmrechten).

Herr Hilmar Kraus hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.09.2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005932735, WKN: 593273 am 02.09.2013 die Schwelle von 3,0 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,11 % (das entspricht 88.803 Stimmrechten) betragen hat

Ruffer LLP, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.12.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005932735, WKN: 593273 am 10.12.2013 die Schwelle von 3,0 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,49 % (das entspricht 42.680 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 1,49 % (42.680 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

CF Ruffer Investment Funds, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12.12.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005932735, WKN: 593273 am 10.12.2013 die Schwelle von 3,0 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,49 % (das entspricht 42.680 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 1,49 % (42.680 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen.

Capital Financial Managers Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12.12.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der YOC AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005932735, WKN: 593273 am 10.12.2013 die Schwelle von 3,0 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,49 % (das entspricht 42.680 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 1,49 % (42.680 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen.

h. Wichtige Ereignisse nach Bilanzerstellung

Am 13. Januar 2014 wurden durch Beschluss des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg Sacha Berlik und Konstantin Graf Lambsdorff mit sofortiger Wirkung zu Mitgliedern des Aufsichtsrates der YOC AG bestellt.

Im Januar und Februar 2014 reichten Gesellschafter der YOC Darlehen von insgesamt TEUR 1.000,0 aus. TEUR 600,0 entfielen auf Herrn Hilmar Kraus, weitere TEUR 400,0 auf die KJK Management und Beteiligungen GmbH. Die Darlehen werden mit 8,25 % p. a. verzinst.

Im März 2014 wurde die Forderung eines Gläubigers in Höhe von TEUR 1.000,0 gegen Zahlung von TEUR 250,0 abgelöst. Die Gesellschaft verzeichnete somit im ersten Quartal 2014 einen Sanierungsgewinn in Höhe von TEUR 750,0.

Im Januar 2014 hat die YOC AG neue Geschäftsräume in der Rosenstr. 17, 10178 Berlin bezogen. Dies wird in 2014 zu signifikanten Kosteneinsparungen führen.

Anfang Juli 2014 hat die YOC AG einen Vertrag über die Veräußerung der Tochtergesellschaft belboon GmbH (Geschäftsbereich Affiliate Marketing) abgeschlossen, der zu einem signifikanten Mittelzufluss führt.

Weitere Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

i. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechungserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und wurde den Aktionären der YOC AG auf der Internetseite www.yoc.com im Bereich "Investor Relations" dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 6. Juli 2014

Der Vorstand

Dirk Kraus

Entwicklung des Anlagevermögens 2013

scroll

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2013

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2013

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen sowie EDV-Software 599.563,28 0,00 172.130,46 427.432,82
2. Kundenstämme 158.000,00 0,00 158.000,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 524.000,00 0,00 524.000,00 0,00
1.281.563,28 0,00 854.130,46 427.432,82
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.942.105,10 63.735,81 414.518,14 1.591.322,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.646.649,32 0,00 6.881.434,43 11.765.214,89
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.975,52 0,00 0,00 1.000.975,52
3. Beteiligungen 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
19.648.624,84 0,00 6.881.434,43 12.767.190,41
22.872.293,22 63.735,81 8.150.083,03 14.785.946,00

scroll

Kumulierte Abschreibungen
01.01.2013

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2013

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen sowie EDV-Software 477.307,84 51.762,62 155.523,75 373.546,71
2. Kundenstämme 74.050,00 11.520,83 85.570,83 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 245.600,00 65.500,00 311.100,00 0,00
796.957,84 128.783,45 552.194,58 373.546,71
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.128.129,12 274.069,71 263.433,62 1.138.765,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.484.564,30 1.352.906,13 0,00 7.837.470,43
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
6.485.564,30 1.352.906,13 0,00 7.838.470,43
8.410.651,26 1.755.759,29 815.628,20 9.350.782,35

scroll

Buchwerte
31.12.2013

EUR
31.12.2012

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen sowie EDV-Software 53.886,11 122
2. Kundenstämme 0,00 84
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 279
53.886,11 485
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 452.557,56 814
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.927.744,46 12.162
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.975,52 1.001
3. Beteiligungen 0,00 0
4.928.719,98 13.163
5.435.163,65 14.462

Lagebericht für 2013

Marktumfeld

Mobile Internet weltweit - Mobile Advertising weiter auf Erfolgskurs

Die weltweite Marktdurchdringung von Smartphones soll laut emarketer bis 2017 auf 69,4% der Weltbevölkerung ansteigen (2013: 61,1 %). Zwar hat sich die Entwicklung aktuell verlangsamt, aber neue Nutzer aus den Entwicklungsregionen im asiatischpazifischen Raum, dem Nahen Osten sowie Afrika werden für weitere Steigerungen sorgen. Im laufenden Jahr benutzen 4,55 Milliarden Menschen bereits ein Smartphone, um mobil ins Internet zu gelangen (emarketer, Smartphone User worldwide 2014).

Die Internetnutzung mittels Smartphones hat in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 20 % zugenommen (2013: 70 Prozent; 2012: 50 %). Mit einem Tablet surften etwa 21 % der befragten Deutschen im Internet (2012: 17 %) (Accenture Mobile Web Watch 2013).

Das mobile Internet als vergleichsweise junges Medium, rekrutierte seine Nutzerschaft in der Vergangenheit meist aus Early Adoptern und Trendsettern. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Strukturen denen der Gesamtbevölkerung annähern werden. Mit 54 % liegen Männer bei den Mobile-Nutzern anteilsmäßig derzeit leicht vor Frauen (46 %). Momentan steht das Telefonieren bei allen Smartphone-Nutzern mit rund 82 % noch auf Platz eins der genutzten Funktionen. Auf Rang zwei und drei folgen bereits die mobile Nutzung von Suchmaschinen (rund 77 %) und von Informationsseiten, wie beispielsweise Wetter-Sites oder -Apps (ca. 73 %) (AGOF mobile facts 2013-III).

Mobile Produktsuche, mobile Käufe und mobile Produktempfehlungen sind mittlerweile fester Bestandteil des menschlichen Alltags. Infolge dieser Entwicklung wächst auch der Markt Mobile Advertising. Die Fachgruppe Mobile im Bundesverband der Digitalen Wirtschaft (BVDW) geht in ihrem "MAC Mobile-Report 2013/02" davon aus, dass die mobilen Investitionen in Mobile Display Ads, Mobile Apps und Tablet Apps in Deutschland deshalb weiter steigen werden (MAC Mobile-Report 2013/02).

Im ersten Halbjahr 2013 haben die werbungtreibenden Unternehmen in Deutschland 44,5 Millionen EUR brutto in Mobile Werbung investiert. Im direkten Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 erzielte die Branche damit ein Plus von 75,6 % (MAC Mobile-Report 2013/02).

Der Mobile Advertising Sektor wächst auch in Europa stetig: die Ausgaben Werbungtreibender für Werbung auf mobilen Endgeräten erreichen neue Höchstwerte. Der sechsten AdEx Benchmark-Studie des IAB Europe zufolge hat sich die gesamte Wertschöpfung im Mobile Advertising Bereich bereits 2012 auf einen Gesamtwert von 392 Millionen EUR gesteigert (IAB Europe's AdEx Benchmark 2012). Bedingt wird diese gesamte Entwicklung im Mobile Advertising durch die stark wachsende Nutzung des mobilen Internets aufgrund der immer größeren Verbreitung von Smartphones sowie kalkulierbarer Datentarife. Die Aktualität von Mobile Advertising zeigt sich zudem in der immer weiter voranschreitenden Integration von neuen Werbetechniken. So entscheiden sich in letzter Zeit immer mehr Werbetreibende für automatisch gehandeltes mobiles Inventar (IMB Donau-Uni 2013).

Bannerschaltungen sind die häufigste Werbeform auf mobilen Endgeräten und wurden von 63 % der mobilen Internetnutzer gesehen. Coupons wurden von 83 % der Nutzer als informativ oder interessant bewertet. Zwar sind weniger als ein Drittel der Befragten bereit, den eigenen Standort preiszugeben, um an Rabattaktionen teilzunehmen. Erhalten Verbraucher jedoch Werbung von Geschäften, in denen sie sich gerade befinden, empfinden 89 % diese als hilfreich (Accenture Mobile Web Watch 2013).

Im Fokus von premium-basierten Kampagnen stehen vor allem Branding- und Image-, und Awareness-Ziele der Werbungtreibenden. Um diese zu erreichen sowie eine maximale Reichweite zu erzielen, greifen Media-Agenturen heute auf aufmerksamkeitsstarke interaktive Werbeformate wie beispielsweise das YOC Interactive Video Ad oder das YOC Interactive Cube Ad zurück. Im Rahmen von Werbewirkungsmessungen für seine Kunden konnte YOC den spezifischen Einfluss auf Brandingparameter zudem belegen: Mobile hat beispielsweise einen starken Einfluss auf die Erinnerung des Werbemittels, das Markenimage sowie die Kaufabsicht (Case Study "BECK's Pils 140 Jahre" 2013).

Online und Affiliate Marketing: Aktuelle Entwicklungen

Laut dem "Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2013" des Bundeswirtschaftsministeriums für Wirtschaft und Energie rangiert die digitale Wirtschaft in Deutschland auf Platz fünf der 15 wichtigsten Standorte weltweit. Die USA, Südkorea, Japan und Großbritannien belegen die Plätze eins bis vier. Mit 4,6 % Anteil am Weltmarkt ist die digitale deutsche Wirtschaft nach Umsätzen sogar die Viertgrößte der Welt. Dieser Erfolg basiert auf drei Säulen: der Marktstärke, den infrastrukturellen Voraussetzungen und der Nutzung von Technologien und Services hierzulande.

Die deutsche Internetwirtschaft ist um 10,4 % gewachsen und setzte im Geschäftsjahr 2013 insgesamt knapp 79 Milliarden EUR um. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt entspricht dieser Wert einem Anteil von drei Prozent. Sowohl wertmäßig als auch nach ihrem Anteil am BIP ist die Internetwirtschaft im Vergleich zum letzten Jahr weiter gewachsen (Monitoring Report Digitale Wirtschaft 2013).

Entsprechend der aktuellen Prognose von emarketer wird sich der weltweite ECommerce-Umsatz im Jahr 2014 um bis zu 20,1 % erhöhen und somit etwa ein Handelsvolumen in Höhe von 1,5 Billionen USD erreichen. Dieser Anstieg ergibt sich vor allem durch die schnell wachsenden Online und Mobile User in Schwellenländern. Zum ersten Mal sollen Verbraucher aus dem asiatisch-pazifischen Raum mehr E-Commerce-Einkäufe tätigen als in Nordamerika, dem bislang größten regionalen ECommerce-Markt der Welt (emarketer, Global B2C E-Commerce Sales).

In diesem Kontext entwickelte sich der deutsche Markt für Online Marketing im Geschäftsjahr 2013 positiv. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) prognostiziert, dass der Bereich Online-Werbung ein Wachstum von 11 % auf über 7 Milliarden EUR Bruttowerbevolumen erreichen wird. Dabei entfällt der größte Anteil unverändert auf den Bereich der klassischen Online-Werbung, gefolgt von Suchwortvermarktung und Affiliate-Netzwerken. Für Affiliate Netzwerke wird ein Zuwachs von 7 % auf 440 Millionen EUR erwartet (OVK Online-Report 2014/01). Um von dieser stabilen Marktentwicklung im e-Commerce zu profitieren, arbeitet die YOC Gruppe ständig an der Erweiterung ihres Affiliate Netzwerkes belboon. Dazu gehören die Entwicklung neuer Plattform-Features sowie der Akquise weiterer exklusiver Partnerprogramme.

Leistungsspektrum

Mobile Advertising

Der Produktbereich Mobile Advertising umfasst innerhalb der YOC-Gruppe die Vermarktung mobiler Internetseiten und Applikationen von Medienhäusern, Verlagsgruppen, unabhängigen Portalbetreibern sowie Applikationen für internetfähige Endgeräte und generiert mit diesen Werbeerlöse. Im Zuge der gezielten mobilen Vermarktung arbeitet YOC insbesondere mit Media-Agenturen, Kreativagenturen, aber auch direkt mit werbungtreibenden Unternehmen aller Branchen.

Die Abrechnung erfolgt dabei auf TKP- (Tausender-Kontakt-Preis) oder auf Performance-Basis (CpC). So stellt YOC seinen Kunden das komplette Spektrum an mobilen Vermarktungslösungen zur Verfügung. Das YOC Media Network verfügt mit mehreren hundert internationalen Publishern im Portfolio über das größte Premium Media Netzwerk im europäischen Raum. Premium-Titel wie The Sun, Metro, krone.at, Eurosport oder N24 werden vermarktet.

Im Fokus von premium-basierten Kampagnen stehen vor allem Branding-, Image-, und Awareness-Ziele der Werbungtreibenden. Um diese zu erreichen sowie eine maximale Reichweite zu erzielen, greifen Media-Agenturen heute auf aufmerksamkeitsstarke interaktive Werbeformate wie beispielsweise das YOC Interactive Video Ad oder das YOC Interactive Cube Ad zurück. Zudem wird das YOC Mystery Ad aufgrund seines kreativen Ansatzes weiterhin sehr nachgefragt. Das YOC Mystery Ad wurde bei den Cannes Lions 2012 mit einem Löwen in Gold ausgezeichnet. Die Jury bewertete neben Kreativität und Ausführung, auch die Werbewirkung und Konsumentenbindung der eingereichten Rich Media Kampagne zur Bewerbung des neuen Smartphones Nokia Lumia 800. Das YOC Mobile Advertising Format Mystery Ad wurde darüber hinaus mit einem Effective Mobile Marketing Award ausgezeichnet. Diese Auszeichnungen steigerten die Reputation des Unternehmens.

Im Rahmen von performance-basierten Kampagnen stehen vor allem Conversion-Ziele der Werbungtreibenden. Die Optimierung auf eine hohe Werbemittelklickrate und eine hohe Konversionsrate zur Erzielung bestmöglicher Effektivkosten bei hoher Leistung sind wesentliche Kampagnenmerkmale. Basierend auf dem Cost-per-Click Model übernimmt YOC die kontinuierliche Optimierung im Hinblick auf die wesentlichen Key Performance Indicators (KPI) der Advertiser. Durch zusätzliche Targetingoptionen wie beispielsweise Länder, Operatoren, Geräte-Typen, Betriebssysteme, Tageszeiten und viele mehr lassen sich performance-basierte Buchungen optimal über YOC platzieren. Neben Download-Zielen für Apps lassen sich Website-Aktionen wie Nutzerregistrierungen oder Verkaufsvorgänge messen, ebenso wie Click-to-Call- oder Click-To-Calendar-Aktionen.

Affiliate Marketing

Die YOC-Gruppe betreibt über die Tochtergesellschaft belboon GmbH ihr Affiliate Netzwerk belboon, das zu den drei führenden Affiliate Netzwerken im deutschsprachigen Markt gehört. Der Ausbau der internationalen Geschäftstätigkeit konzentriert sich im internationalen Markt auf Europa, insbesondere Frankreich, Großbritannien und vermehrt auf Spanien.

Ein Affiliate Netzwerk ist eine internetbasierte unabhängige Plattform, die als Marktplatz zwischen Werbungtreibenden und Vertriebspartnern fungiert. Die Werbungtreibenden stellen auf dem Netzwerk-Marktplatz ihre Angebote für die Publisher in sogenannten Partnerprogrammen bereit. In diesen Partnerprogrammen werden die gewünschten Erfolge (Verkauf oder Registrierung) beim Endkunden und die damit verbundenen Provisionen für den Publisher definiert. Die verfügbaren Werbemittel sind ebenfalls im Partnerprogramm hinterlegt. Publisher erwirtschaften nach Vertragsschluss über ein Partnerprogramm ihre Umsätze und Provisionen durch den Einsatz der bereitgestellten Werbemittel auf ihren digitalen Werbeflächen wie Internetseiten, Newslettern oder über Suchmaschinenmarketing.

Das Affiliate Netzwerk belboon verantwortet die finanzielle Abwicklung zwischen den Geschäftspartnern und die administrative Technik. Dazu gehört die Erfassung und Zuordnung der erzielten Provisionen über Trackingtechnologien sowie die Bereitstellung einer hoch entwickelten Management- und Controlling-Plattform für Advertiser und Publisher. Die Leistungen von belboon werden branchenüblich rein erfolgsbasiert berechnet, vorrangig auf Basis der umgesetzten Verkaufs- oder Registrierungs-Provisionen.

Geschäftsentwicklung

Mobile Advertising

Die Geschäftsentwicklung im Produktbereich Mobile Advertising lag im Geschäftsjahr 2013 unter dem Marktwachstum. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen konnte das Unternehmen im vierten Quartal 2013 steigende Umsätze verzeichnen. Hingegen konnten die anvisierten Jahresziele insgesamt nicht erreicht werden. Die Gründe hierfür liegen vorrangig an den sich drastisch veränderten Marktbedingungen innerhalb der Mobile Advertising Industrie, auf die die Gesellschaft nicht rechtzeitig durch eine geeignete Produktstrategie entgegenwirkte. Zudem beeinflussten ausbleibende Volumina aus dem YOC Performance Network sowie ein unerwartet hoher Personalwechsel die Entwicklung des Unternehmens. Nach dem Verkauf des Produktbereichs Mobile Technology im dritten Quartal ist die Gesellschaft nun in der Lage, ihre volle Konzentration auf die Kernkompetenzen im Segment Mobile Advertising zu richten.

Das Wettbewerbsumfeld hat sich 2013 stark verändert: Insbesondere eine zunehmende Automatisierung verbunden mit einer effizienten Datenauswertung wie sie für Targeting-Lösungen oder im Programmatic Buying nötig ist, hält vermehrt Einzug ins Mobile Advertising. YOC begann in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2013, seine technologische Entwicklung in diese Richtungen zu fokussieren, um den Markterfordernissen sowie dem Anspruch der Position eines Marktvorreiters gerecht zu werden.

Trotzdem konnte im vergangenen Geschäftsjahr das internationale Publisherportfolio weiter ausgebaut werden. Im deutschsprachigen Raum kamen beispielsweise Börsennews, Tagesspiegel, Kurier.at oder wetter.tv hinzu. In Großbritannien entschied sich die führende britische Medienmarke Metro für YOC, ebenso wie Europapress aus Spanien. Die Reichweite vergrößerte sich national und international insbesondere im Nachrichtenbereich, aber auch in den Segmenten Lifestyle und Sport. Bereits hier zeigt sich die strategische Neuorientierung auf die Publisher der Gesellschaft.

Dass sich Investitionen von Werbebudgets in das Medium Mobile auszahlen, belegte YOC in seiner von dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Interrogare ausgeführten Studie zur Jubiläumskampagne "BECK's Pils 140 Jahre". Die Studie belegt den Zusammenhang zwischen der Wiedererkennung der eingesetzten Werbemittel und der Wahrnehmung innerhalb des mobilen Kanals. Der hohe Brandingeffekt der mobilen Kampagne beeinflusste das BECK's Markenimage nachhaltig in den Punkten "innovativ" und "bevorzugte Biermarke". Die Kauf- und Weiterempfehlungsbereitschaft wurde damit zusätzlich gesteigert.

YOC führte zudem innovative Advertising-Formate wie beispielsweise das YOC Interactive Cube Ad oder das YOC Interactive Video Ad erfolgreich in den Markt ein. Die Mediaagenturen internationaler Kunden wie Austrian Airlines oder O2 integrierten diese direkt in ihre jeweiligen Mediapläne. Beide Werbeformate sind durch ihren interaktiven Ansatz sehr aufmerksamkeitsstark, so dass ein entsprechend positiver Einfluss auf die Click-Through-Rate (CTR) einer Kampagne resultiert. Die CTR lag für die Kampagne von Austrian Airlines bei über 2 % und damit überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu Kampagnen ohne interaktive Elemente.

Affiliate Marketing

Die YOC-Gruppe betreibt über die Tochtergesellschaft belboon GmbH ihr Affiliate Netzwerk belboon, das zu den drei führenden Affiliate Netzwerken im deutschsprachigen Markt gehört. Zentraler Bestandteil ist eine onlinebasierte SelfService Plattform, die es Advertisern als auch Publishern ermöglicht, eCommerce, Lead-Generierung etc. erfolgsbasiert abzuwickeln. belboon verantwortet die finanzielle Abwicklung zwischen den Geschäftspartnern sowie die administrative Technik zum Beispiel die Erfassung und Zuordnung der erzielten Provisionen über Trackingtechnologien.

Mobile Affiliate Marketing gewinnt innerhalb des Marketing Mix nachweislich an Bedeutung. Der Hauptgrund hierfür ist die rasante Marktdurchdringung von Tablets und Smartphones. Analog zum Online Marketing befindet sich Mobile Marketing in einem Entwicklungsprozess von der Vergütung in TKP zu einer immer stärker performancebasierten Abrechnung.

Erfolgreiche Umsatztreiber im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Geschäftsfelder Re-Targeting, Performance Display Advertising und Mobile Performance Marketing. Während die Umsatzentwicklung in Deutschland unter den Erwartungen blieb, verlief die Entwicklung auf internationaler Ebene mit einem Umsatzwachstum im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 zufriedenstellend.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die YOC-Gruppe 98 festangestellte Mitarbeiter - im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang in Höhe von rund 56 % (2012: 225 festangestellte Mitarbeiter). Dies ist hauptsächlich durch den Verkauf des Geschäftssegments Mobile Technology im Juli 2013 sowie der damit einhergehenden Fokussierung beziehungsweise Neuausrichtung des Unternehmens zurückzuführen.

Wie bereits in den Vorjahren gestaltete sich die Suche nach Mitarbeitern mit den erforderlichen Kenntnissen und Erfahrungen auch in 2013 als eine herausragende Aufgabe für den Personalbereich, um dem Fachkräftemangel geeignet entgegenzutreten. Im Ergebnis dieses Prozesses verzeichnet die Gesellschaft eine weitere Internationalisierung ihrer Belegschaft.

Internationalisierung

Die YOC-Gruppe profitierte im Geschäftsjahr 2013 von ihrer Präsenz des Unternehmens in den Kernmärkten Europas, dem umfassenden Produktspektrum sowie der langjährigen Marktexpertise. Neben dem Hauptsitz in Berlin verfügt das Unternehmen über vier weitere Dependancen in Großbritannien (London), Spanien (Madrid), Österreich (Wien) und Frankreich (Paris).

Insbesondere die Standorte in Österreich und Spanien wuchsen erwartungsgemäß mit dem Markt für Mobile Advertising. Im britischen Markt konnte YOC nicht an die positive Entwicklung der Vorjahre anknüpfen, da die Gesellschaft nicht die Produkte vorhielt, die dieser sich schnell wandelnde Leadmarkt nachfragte. Im ersten Quartal 2013 verlor die französische Tochtergesellschaft YOC France (ehemals MobilADdict) bedeutende Publisherkunden, sodass ihre Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2013 sehr negativ beeinflusst wurde.

Das Tochterunternehmen belboon GmbH verfolgte mit seinem Affiliate Netzwerk innerhalb der YOC-Gruppe mit der Vergrößerung des Aktionsradius in der D-A-CH-Region sowie international mit Fokus auf Europa (insbesondere Frankreich, Großbritannien und Spanien) konsequent die Sicherung der Unternehmensentwicklung - angelehnt an die steigenden Marktanforderungen im Markt für Online- und Mobile-Advertising.

Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur und technologische Integration

YOC verfügt über eine leistungsstarke IT-Systemlandschaft sowie über proprietäre Softwareprodukte mit Hilfe derer die Vermarktung und Auslieferung von speziellen, für mobile Endgeräte entwickelten Werbemitteln ermöglicht wird. Die zugrunde liegenden Technologie-Plattformen werden inhouse entwickelt und zeichnen sich durch Flexibilität, Leistungsstärke, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit aus. Sie verfügen über zahlreiche Schnittstellen, die die Integration vernetzter Anwendungen erlauben. YOC verfügt hierzu über eigene IT-Abteilungen, die die jeweilige Software (beispielsweise YOC Tags und SDKs) betreuen und weiterkonzipieren.

Das Affiliate Marketing Netzwerk belboon gehört zu den führenden Performance Marketing Netzwerken in Europa. Modernste Netzwerk-Technologie der zweiten Generation garantiert erfolgreiches Multi-Channel Online- und Mobile-Performance Advertising. Neben dem marktführenden Standard der Netzwerk-Plattform verfügt belboon über modernste Tracking-Technologien, um Umsätze sicher zu erfassen. Mit der Kombination aus Fingerprint-, Session-, Cookie-, Post View- und Flash-Tracking wird der Erfolg der Publisher gewährleistet.

Im Jahr 2013 verstärkte sich der Trend hin zu Mobile Affiliate Marketing via Mobile Web und Apps. Für beide Segmente hat belboon inhouse innovative technische Lösungen entwickelt.

Die von YOC verwendeten Datenbank- und Applikationsserver sind in Berlin installiert und werden von der IT-Abteilung von YOC verwaltet. Zusätzlich werden weitere Server aus Sicherheitsgründen in TÜV-zertifizierten Rechenzentren betrieben und ebenfalls von YOC verwaltet sowie von externen Serviceprovidern gehostet.

Entwicklung der Ertragslage

Umsatzentwicklung und Gesamtleistung

Zum 31. Juli 2013 wurde der Geschäftsbereich Mobile Technology veräußert. Dabei wurde die 100 %-ige Tochtergesellschaft Sevenval GmbH in einem Share Deal sowie Vermögensgegenstände und Schulden des Geschäftsbereiches Mobile Technology der YOC AG im Rahmen eines Asset Deals veräußert. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr in den Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ist somit nur eingeschränkt gegeben. Insgesamt sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum Vorjahr für den Geschäftsbereich Mobile Technology Aufwands- und Ertragsbestandteile für die ersten sieben Monate des Geschäftsjahres 2013 enthalten.

Der Umsatz der YOC AG verringerte sich im Berichtszeitraum, bedingt durch die Veräußerung des Bereichs Mobile Technology, von 11,5 Mio. EUR um 53 % auf 5,4 Mio. EUR.

Die Gesamtleistung sank im Geschäftsjahr 2013 deutlich geringer um 12 % auf insgesamt 11,0 Mio. EUR. Insbesondere die sonstigen betrieblichen Erträge trugen mit 5,6 Mio. EUR zu dieser Entwicklung bei. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 3,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen und Schulden des verkauften Geschäftsbereiches (Asset Deal) zurückzuführen. Zudem fielen im Rahmen des Umzugs in neue Büroräume Erträge aus der Auflösung von Mietverbindlichkeiten und einem Baukostenzuschuss in Höhe von insgesamt 0,3 Mio. EUR an.

Umsatz nach Segmenten

Nach Verkauf des Geschäftsbereiches Mobile Technology hat die YOC AG nur noch Holdingfunktionen inne. Folglich verzichten wir auf die Angabe des Umsatzes nach Segmenten.

Umsatz nach Regionen

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die YOC AG im Inland Umsatzerlöse in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 8,9 Mio. EUR). Das entspricht einem Rückgang um 46 %. Der Anteil der in Deutschland erzielten Umsätze an den Gesamterlösen beläuft sich auf 89 % nach 78 % im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit beträgt der Anteil der international generierten Umsätze der YOC AG 11 % (Vorjahr 22 %).

Die wichtigsten internationalen Märkte waren mit einem Umsatz jeweils in Höhe von 0,3 Mio. EUR das Vereinigte Königreich und Österreich. In den sonstigen Auslandsmärkten erzielten wir insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Rohertrag

Der Materialaufwand ging leicht unterproportional zum Umsatz um 49 % von 3,1 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR zurück. Die Rohertrags-Quote für die YOC AG blieb mit 70 % im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert (2012: 73 %).

Personalaufwand und Personalentwicklung

Mit der Übernahme der Mitarbeiter des Mobile Technology Bereichs durch den Käufer sank die Anzahl der Mitarbeiter signifikant. Zum 31. Dezember 2013 waren lediglich 17 festangestellte Mitarbeiter bei der YOC AG beschäftigt (Vorjahr 108).

Bedingt durch diesen Effekt sank der Personalaufwand um 3,6 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 8,2 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote, die den Personalaufwand ins Verhältnis zur Gesamtleistung stellt, ging aufgrund des in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfassten Ertrages aus dem Asset Deal im Vergleich zum Vorjahr von 66 % auf 42 % zurück.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 3,4 Mio. EUR auf 8,0 Mio. EUR stark an. Der signifikante Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Ergebnis aus dem Verkauf der 100 %-igen Tochtergesellschaft Sevenval GmbH in Höhe von 3,3 Mio. EUR. Des Weiteren wurden 1,2 Mio. EUR der Forderungen gegen die Sevenval Ltd. aufgrund der Einstellung des operativen Geschäfts wertberichtigt.

0,9 Mio. EUR entfielen auf Aufwendungen für Rechts-, Beratungs- sowie Buchführungskosten. Hierin sind insbesondere Beratungsleistungen im Rahmen des Verkaufes des Teilbereiches Mobile Technology enthalten. Rund 0,5 Mio. EUR resultieren aus Aufwendungen für die Anmietung der Geschäftsräume inklusive anfallender Nebenkosten. Zudem entfielen jeweils 0,3 Mio. EUR auf Fremdarbeiten für administrative Tätigkeiten sowie für Nebenkosten im Zusammenhang mit den durchgeführten Kapitalerhöhungen.

Des Weiteren waren sonstige betriebliche Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,7 Mio. EUR erfasst. Diese beinhalten überwiegend Mietaufwendungen und Personalkosten. Die Relation der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung betrug 72 % (Vorjahr 27 %).

EBITDA

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag im Berichtszeitraum bei -3,2 Mio. EUR (Vorjahr -2,2 Mio. EUR). Der Gewinn aus dem Verkauf der Vermögenswerte und Schulden des Geschäftsbereiches Mobile Technology der YOC AG mit 3,2 Mio. EUR sowie der Verlust aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft Sevenval GmbH in Höhe von 3,3 Mio. EUR kompensierten sich nahezu vollständig.

EBIT

Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf -4,9 Mio. EUR verbessert (Vorjahr -7,8 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert primär aus den im Vorjahr erfassten außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Anteile an der YOC France SAS (ehemals MobilADdict S.A.S.), der Sevenval Ltd. sowie der Sevenval GmbH in Höhe von insgesamt 5,1 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Berichtszeitraum 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR).

Beteiligungs- und Finanzergebnis

Im Geschäftsjahr 2013 lag das Beteiligungs- und Finanzergebnis bei -3,3 Mio. EUR und ist damit um 3,5 Mio. EUR besser als im Vorjahr (-6,8 Mio. EUR). Ursächlich dafür waren die geringeren Abschreibungen auf Finanzanlagen. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen das negative Ergebnis der YOC Mobile Advertising GmbH mit -2,8 Mio. (Vorjahr -2,9 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2013.

Zinserträge fielen in Höhe von rund 0,1 Mio. EUR an. Sie resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen auf Cashpooling-Forderungen gegen Tochterunternehmen der YOC AG.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR bestehen im Wesentlichen aus Zinsaufwand an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,4 Mio. EUR aus Cashpooling-Verbindlichkeiten der YOC AG gegenüber Tochterunternehmen. Darüber hinaus fielen 0,1 Mio. EUR für Zinsen aufgrund von Darlehensverbindlichkeiten an.

Aufgrund der Einstellung des operativen Geschäfts wurden außerplanmäßige Abschreibungen der Anteile an der Sevenval Ltd. im aktuellen Geschäftsjahr in Höhe von 0,6 Mio. EUR erfasst. Die Beteiligungen an der YOC Spain, S.L. (0,4 Mio. EUR), der YOC France SAS (0,3 Mio. EUR), der YOC Mobile Advertising GmbH (0,1 Mio. EUR) wurden aufgrund der nicht planmäßigen Entwicklung des Geschäfts außerplanmäßig abgeschrieben.

Ergebnis vor Steuern

Das Vorsteuerergebnis EBT lag im Berichtszeitraum entsprechend bei -6,9 Mio. EUR (Vorjahr -9,5 Mio. EUR).

Ergebnis nach Steuern

Der Jahresfehlbetrag lag für das Geschäftsjahr 2013 bei -6,9 Mio. EUR (Vorjahr -9,6 Mio. EUR)

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der YOC AG nahm im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 um 41 % ab und belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 14,6 Mio. EUR. Der Rückgang der Bilanzsumme spiegelt im Wesentlichen die Veräußerung des Geschäftsbereiches Mobile Technology wider.

Anlagevermögen

Zum 31. Dezember 2013 betrugen die immateriellen Vermögensgegenstände 0,1 Mio. EUR. Die Reduzierung in Höhe von 0,4 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang des Geschäfts- oder Firmenwerts und Kundenstamms der Sevenval (0,3 Mio. EUR).

Die Sachanlagen sanken vornehmlich aus Anlass des Verkaufes des Geschäftsbereiches Mobile Technology um 0,3 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR.

In den Finanzanlagen führte die Veräußerung der Beteiligung an der Sevenval GmbH zu einem Rückgang von 6,9 Mio. EUR.

Der Verkauf von Vermögensgegenständen und Schulden führte bei der Sevenval Ltd. zur Einstellung der operativen Geschäftstätigkeiten, so dass eine Werthaltigkeit der Beteiligung nicht mehr gegeben war und eine Abschreibung in Höhe von 0,6 Mio. EUR erfolgte.

Des Weiteren wurden die Beteiligungen an der YOC Spain, S.L. (0,4 Mio. EUR), der YOC France SAS (0,3 Mio. EUR), der YOC Mobile Advertising GmbH (0,1 Mio. EUR) aufgrund der nicht planmäßigen Entwicklung des Geschäfts außerplanmäßig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen betrug zum Bilanzstichtag 5,8 Mio. EUR und fiel gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Mio. EUR. Im Wesentlichen sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,2 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Unfertige Leistungen, die aus dem Projektgeschäft des Bereichs Mobile Technology resultierten, wurden in 2013 mitverkauft und führten zu einem weiteren Rückgang von 1,3 Mio. EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken signifikant um 2,2 Mio. EUR von 7,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,9 Mio. EUR in diesem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von 0,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,7 Mio. EUR in 2013. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden Forderungen aus dem Verkauf von Vermögenswerten der YOC AG erfasst.

Durch die Veräußerung des operativen Geschäfts sanken zudem die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um 0,2 Mio. EUR.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2013 weist das Eigenkapital der YOC AG einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von -3,3 Mio. EUR aus. Im Vorjahr war das Eigenkapital noch mit 0,4 Mio. EUR positiv.

Der Rückgang ist auf den Jahresfehlbetrag in Höhe von 6,9 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufige Effekte ergaben sich aus der im Februar 2013 mit der Ausgabe von 220.000 neuen Aktien durchgeführten Kapitalerhöhung und der damit verbundenen Erhöhung der Kapitalrücklage um 1,7 Mio. EUR sowie der im Mai 2013 mit der Ausgabe von 258.500 neuen Aktien durchgeführten Kapitalerhöhung und der damit verbundenen Erhöhung der Kapitalrücklage um 1,0 Mio. EUR.

Rückstellungen

Zum 31. Dezember 2013 gingen die sonstigen Rückstellungen der YOC AG um 1,2 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR zurück. Die Personalrückstellungen sind zum 31. Dezember 2013 um 0,7 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR zurückgegangen. Der Grund liegt in der deutlich geringeren Anzahl der nach dem Verkauf verbliebenen Mitarbeiter.

Die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sanken zum 31. Dezember 2013 um 0,2 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR. Die im Vorjahr für Mobile Technology erfassten Drohverlustrückstellungen entfielen im Zuge des Verkaufs. Einen gegenläufigen Effekt hatten die Rückstellungen für Aktienoptionen, die zum 31. Dezember 2013 aufgrund der ratierlichen Zuführung um 0,1 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR anstiegen.

Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2013 waren Verbindlichkeiten in Höhe von 13,6 Mio. EUR erfasst und lagen damit um 8,2 Mio. unter dem Vorjahreswert (21,7 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten valutierten zum Bilanzstichtag bei 0,5 Mio. EUR. Der signifikante Rückgang resultiert mit 3,0 Mio. EUR aus planmäßigen Tilgungen sowie aus außerplanmäßigen Tilgungen der Akquisitionsdarlehen aus im Rahmen des Verkaufes zugeflossenen Mitteln.

Mit der Veräußerung des Mobile Technology Segments übernahm der Käufer die erhaltenen Anzahlungen aus dem Projektgeschäft in Höhe von 1,4 Mio. EUR in voller Höhe.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,4 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR ist ebenfalls auf den Verkauf des Geschäftsbereiches Mobile Technology zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken signifikant von 14,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,1 Mio. EUR in 2013. Die im Rahmen des Verkaufes per Aufrechnungsvereinbarung der mit verbundenen Unternehmen bestehenden Salden mit der Sevenval GmbH führte zu diesem signifikanten Rückgang. Insbesondere Transaktionen aus Cashpooling sowie dem Bezug von Leistungen für das operative Geschäft entfielen nach der Veräußerung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten zeigen im Gegensatz zu den anderen Verbindlichkeitsposten einen gegenläufigen Effekt. Sie stiegen leicht um 0,2 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR an. Der Anstieg ist insbesondere auf ein langfristig ausgereichtes Gesellschafterdarlehen der DIH Deutsche Industrie Holding GmbH in Höhe von 0,6 Mio. EUR zurückzuführen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten zur periodengerechten Abgrenzung von Erträgen wurden mit der Veräußerung des Teilbereichs Mobile Technology vollständig aufgelöst.

Investitionen (ohne Unternehmensakquisitionen)

Im Geschäftsjahr 2013 verzeichnete die Gesellschaft moderate Zugänge des Anlagevermögens in Höhe von 0,1 Mio. EUR. Nahezu der vollständige Betrag entfiel dabei auf Sachanlageinvestitionen für die Erweiterung und Erneuerung der technischen und administrativen Infrastruktur.

Finanzmanagement

Zum 31. Dezember 2013 verfügte die YOC AG über Barmittel in Höhe von TEUR 3.

Der YOC AG steht eine Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mio. EUR zur Verfügung, die zum Stichtag 31. Dezember 2013 mit 0,5 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde.

Im Januar und Februar 2014 reichten Gesellschafter der YOC AG Darlehen von insgesamt 1,0 Mio. EUR aus. 0,6 Mio. EUR entfielen auf Herrn Hilmar Kraus, weitere 0,4 Mio. EUR auf die KJK Management und Beteiligungen GmbH. Die Darlehen werden mit 8,25 % p. a. verzinst.

Im ersten Quartal 2014 konnte die YOC AG mit einem wesentlichen Gläubiger einen Forderungsverzicht und dadurch einen Sanierungsgewinn in Höhe von 0,75 Mio. EUR verzeichnen.

Nichtsdestotrotz ist die Liquiditätssituation der Gesellschaft angespannt und infolgedessen der Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Stockungen bei der zahlungswirksamen Realisierung von Forderungen können die Zahlungsfähigkeit der YOC AG beeinträchtigen.

Der Vorstand bereitet derzeit weitere Maßnahmen zur Verbesserung bzw. Stabilisierung der Liquiditätssituation vor. Neben möglichen Kapitalmaßnahmen prüft der Vorstand derzeit weitere Möglichkeiten der Fremdfinanzierung wie z. B. Darlehensaufnahmen oder Factoring. Ein Verkauf von Vermögensgegenständen wird ebenfalls in Betracht gezogen.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2013 sind in der YOC AG keine Kosten für Forschung und Entwicklung neuer Produkte und technischer Innovationen angefallen.

Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Durch die Verluste der Geschäftsjahre 2011, 2012 und 2013 ist das Eigenkapital erstmalig mit -3,3 Mio. EUR negativ. Im Vorjahr war das Eigenkapital mit 0,4 Mio. EUR leicht positiv.

Das Geschäft der YOC AG und seiner deutschen Tochtergesellschaften entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht planmäßig. Das sich in den Ergebnisabführungsverträgen widerspiegelnde Ergebnis der operativen Einheiten konnte die gestiegenen Aufwendungen des Geschäftsjahres nicht kompensieren.

Zudem ist das erzielte Ergebnis aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches Mobile Technology nicht zufriedenstellend. Hieraus ergaben sich in der Gewinn- und Verlustrechnung mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis keine positiven Effekte. Vor Jahresfrist gingen die Planungen noch von einem deutlich höheren Verkaufsergebnis aus.

Zusammengefasst führte der in Höhe von 6,9 Mio. EUR erfasste Jahresfehlbetrag, der zum einen auf den nur für sieben Monate erfassten Ergebnisbeitrag des verkauften Geschäftsbereiches Mobile Technology sowie das nicht zufriedenstellende Ergebnis der operativen Einheiten zurückzuführen ist, dazu, dass das Eigenkapital erstmalig einen negativen Betrag in Höhe von -3,3 Mio. EUR ausweist.

Prognosebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2013 insgesamt als stabil erwiesen. Dies ergaben die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Demnach war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP jedoch kräftiger gewachsen (2012: 0,7 %; 2011: 3,3 %). Ursächlich dafür sei die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung, die sich auf die deutsche Wirtschaft ausgewirkt habe. Die konjunkturelle Lage habe sich nach der Schwächephase im Winter 2012 im Laufe des Jahres 2013 verbessert (Statistisches Bundesamt 2014).

Für das Geschäftsjahr 2014 sieht das ifo-Institut in seinem Geschäftsklima positive Tendenzen. Die Rahmenbedingungen in Deutschland sind günstig, da die Unsicherheit bei den Unternehmen gesunken sei. Für die Anleger bleibe dadurch das Interesse an einer vergleichsweise sicheren Investition in Deutschland bestehen. Parallel dazu bessert sich das weltwirtschaftliche Umfeld ebenfalls (ifo Konjunkturprognose 2013/2014). Vor allem die US-Wirtschaft erholt sich, so das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Die konjunkturelle Dynamik in Schwellenländern wie China und Indien ist ebenfalls hoch. Dieser Entwicklung zuträglich sei, dass die globale Geldpolitik trotz einer Rückführung der Maßnahmen in den USA und erster Leitzinserhöhungen, etwa in Brasilien und Indien, weiterhin extrem expansiv ausgerichtet sein dürfte (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung 2013).

Media

Laut dem "Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2013" des Bundeswirtschaftsministeriums für Wirtschaft und Energie ist die digitale Wirtschaft in Deutschland auf Rang fünf der 15 wichtigsten Standorte weltweit. Die Informations- und Kommunikationstechnik-Branche (IKT-Branche) in Deutschland setzt jährlich 228 Milliarden EUR um und trägt mit knapp 85 Milliarden EUR mehr zur gewerblichen Wertschöpfung bei als traditionelle Branchen, wie z. B. der Maschinen- oder Automobilbau. Digitale Anwendungen und Technologien sind damit ein Wachstumstreiber der gesamten deutschen Wirtschaft. Wichtig dabei sind Infrastruktur und Rahmenbedingungen. Hier liegt Deutschland auf Platz 4 der Mobilfunkpenetration, da bereits 33 % der Bürger ein Smartphone besitzen (Monitoring Report Digitale Wirtschaft 2013).

Der Trend zur Digitalisierung ist auch im deutschen Werbemarkt sichtbar. Insgesamt zog der Werbemarkt in Deutschland 2013 gemäß Nielsen Research wieder an. Nach einer ungleichmäßigen ersten Jahreshälfte haben die Unternehmen im dritten Quartal 2013 ihre Bruttowerbeausgaben um 2,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöht. Als Bilanz der ersten neun Monate steht ein Plus von 0,8 % im Vorjahresvergleich zu Buche (entspricht 18,4 Milliarden EUR). Der Trend zu digitalen Werbeformaten ist auch im Geschäftsjahr 2014 ungebrochen. Das zeigt Nielsen zufolge vor allem die mobile Werbestatistik, die ein Wachstum von über 70 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet (Nielsen 2013).

Der Zuwachs von Mobile Advertising ist zudem eine Folge der steigenden mobilen Produktsuche, Käufe und Produktempfehlungen. Die Fachgruppe Mobile im Bundesverband der Digitalen Wirtschaft (BVDW) geht daher in seinem "MAC Mobile-Report 2013/02" davon aus, dass die mobilen Investitionen in Mobile Display Ads, Mobile Apps und Tablet Apps in Deutschland weiter steigen werden. Mobile Advertising habe den Durchbruch geschafft und sei inzwischen bei vielen Werbungtreibenden fester Bestandteil des Marketing-Mix. Die Dienstleistungsbranche, die Automobilindustrie, Telekommunikations- und und Medienunternehmen investierten am meisten in Mobile Advertising. Die höchsten Zuwächse an mobile Spendings verzeichnen im ersten Halbjahr 2013 die Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie. Gegenüber dem Vorjahr stiegen deren Ausgaben um 295 % auf 1,6 Millionen EUR an (MAC Mobile-Report 2013/02). Mittlerweile belegen zahlreiche weitere Studien die Wirksamkeit von Mobile Advertising Kampagnen (z. B. YOC in seiner Studie zur Jubiläumskampagne "BECK's Pils 140 Jahre") und überzeugen so die Werbungtreibenden, diesen direkten Kanal zur Zielgruppe in ihren Media-Mix mitaufzunehmen.

Für 2013 bestätigt der Online-Vermarkterkreis (OVK) seine Prognose, dass der Bereich Online-Werbung ein Wachstum von 11 % auf über 7 Milliarden EUR Bruttowerbevolumen erreichen wird. Dabei entfällt der größte Anteil unverändert auf den Bereich der klassischen Online-Werbung, gefolgt von Suchwortvermarktung und Affiliate-Netzwerken (OVK Online-Report 2014/01).

Die Unternehmen der Digitalen Wirtschaft starten mit viel Optimismus in das Jahr 2014. Sowohl bei Umsatz als auch Beschäftigung wird ein Wachstum erwartet. Das geht aus der aktuellen Expertenumfrage "Trend in Prozent" des BVDW hervor. Bei der Frage, welche Trends und Entwicklungen 2014 einen bedeutenden Einfluss auf die digitale Wirtschaft ausüben werden, stehen die Herausforderungen im Segment Mobile an erster Stelle. Es folgen die Automatisierung des Mediahandels (Programmatic Buying und Selling, Real-Time-Advertising (RTA)) und der Themenkomplex Big Data (BVDW, Trend in Prozent 2014).

In diesem Kontext stehen insbesondere Prognosen für Werbespendings im Mobile Advertising günstig: Für das neue Geschäftsjahr prognostizieren Studien für den westeuropäischen Markt beispielsweise Ausgaben in Höhe von rund 6,4 Milliarden Dollar, das entspricht einem Wachstum in Höhe von 56 % im Vergleich zum Vorjahr. (Statista, Ausgaben Mobile Advertising 2014).

Ausblick

Insgesamt rechnet YOC aufgrund der Veräußerung von belboon für das kommende Geschäftsjahr im Segment Media mit rückläufigen Umsatzerlösen im zweistelligen Prozentbereich. Aufgrund des Marktwachstums und der Marktpositionierung ist im Bereich Mobile Advertising von einer stabilen Entwicklung auszugehen. Investitionen sind daher insbesondere für die weitere Entwicklung innovativer Technologien und Produkte sowie zur weiteren Internationalisierung geplant. Die YOC-Gruppe rechnet für 2014 mit einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierten operativen Verlust.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist nach wie vor äußerst angespannt. Die Fokussierung des Unternehmens auf Ihr Kerngeschäft zeigt erste positive Effekte. Die Ergebnisse aus dem operativen Geschäft sind jedoch weiterhin nicht ausreichend, um den Liquiditätsbedarf kurz- und mittelfristig aufgrund der anhaltenden Verlustsituation zu decken. Der Vorstand erwartet weiterhin negative operative Cashflows und prüft zur Sicherung des Fortbestands des Unternehmens weitere Möglichkeiten der Fremd- als auch Eigenfinanzierung. Der angespannten Liquiditätssituation soll durch verschiedene Maßnahmen entgegengewirkt werden. Zu diesen Maßnahmen bzw. Ereignissen zählen insbesondere:

der zeitnahe signifikante Liquiditätszufluss aus der Veräußerung des gesamten Geschäftsbereiches ,Affiliate Marketing',
die zeitnahe und erfolgreiche Beitreibung von Außenständen von bis zu maximal EUR 1,7 Mio. aus der variablen Kaufpreiskomponente der Veräußerung des Mobile Technology Segments im Juli 2013,
die erfolgreiche Umsetzung eines Forderungsverzichtes mit einem oder mehreren wesentlichen Gläubigern,
die erfolgreiche Durchführung einer Kapitalmaßnahme in den nächsten sechs bis zwölf Monaten,
die zeitnahe Realisierung einer erheblichen Verbesserung des operativen Ergebnisses und damit die Erreichung des geplanten Geschäftsverlaufs.

Der Fortbestand des Unternehmens hängt davon ab, dass die oben genannten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden und zu einer entsprechenden Liquiditätszufuhr führen.

Chancen- und Risikobericht

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Zur Erreichung ihrer Ziele nutzt die YOC-Gruppe ein ganzheitliches und systematisches Chancen- und Risikomanagement. So ist gewährleistet, dass Chancen erkannt und konsequent genutzt werden können, ohne die damit verbundenen Risiken außer Acht zu lassen.

Die Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements unter Berücksichtigung eines sich schnell verändernden Markt- und Geschäftsumfeldes ist die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Dazu werden unter Abwägung des Rendite-Risiko-Verhältnisses bewusst notwendige Risiken eingegangen, um die gebotenen Marktchancen nutzen und die hierin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können.

Zentraler Bestandteil ist das interne Reporting relevanter operativer Kennzahlen. Dadurch werden Risiken und Chancen frühzeitig erkannt und bewertet. Der Vorstand überwacht die Umsetzung von Maßnahmen zum Risikocontrolling sowie der Realisierung von Chancen in den operativen Einheiten.

Die Angemessenheit der Methoden und Prozesse des Risikomanagements zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken wird in regelmäßigen Abständen überprüft und an interne und externe Entwicklungen angepasst.

Finanz- und Treasury-Risiken

Die YOC-Gruppe hat zur Planung und Überwachung der Zahlungsströme eine eigene Treasury Funktion eingerichtet. Das Liquiditätsmanagement unterstützt den Vorstand durch die Kontrolle der Geschäftsentwicklung und Zahlungsstromschwankungen bei der Überwachung von Maßnahmen zur Liquiditätssicherung. Die Steuerung erfolgt u. a. über Kennzahlen, die Aufschluss über die Kapitalstruktur des Unternehmens liefern.

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein stringentes Debitorenmanagement entgegengewirkt, das auf die Überwachung der Altersstruktur der Forderungen und das Management von zweifelhaften Forderungen ausgerichtet ist.

Mit einem Liquiditätsbestand in Höhe von TEUR 3 zum 31. Dezember 2013 verfügt das Unternehmen über eine im Vergleich zur Unternehmensgröße geringe Liquiditätsreserve. Die Liquiditätssituation der YOC AG ist angespannt, Stockungen bei der zahlungswirksamen Realisierung von Forderungen können die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen.

Um die Liquiditätssituation zu stabilisieren, konnte Ende Dezember 2013 ein an die YOC AG ausgereichtes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 0,6 Mio. EUR bis Ende 2015 verlängert werden. Weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. EUR wurden der Gesellschaft im Januar und Februar 2014 zur Verfügung gestellt.

Im ersten Quartal 2014 führte ein verhandelter Forderungsverzicht eines Gläubigers zu einem Sanierungsgewinn in Höhe von 0,7 Mio. EUR.

Am 3. Juli 2014 wurde ein Vertrag über den Verkauf der Tochtergesellschaft belboon (Geschäftsbereich Affiliate Marketing) abgeschlossen.

Zur Deckung des kurz- bis mittelfristigen Finanzierungsbedarfs werden weitere Kapitalmaßnahmen in künftigen Perioden geprüft. Derzeit werden diverse Möglichkeiten sowohl der Fremd- als auch der Eigenfinanzierung in Betracht gezogen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir insbesondere auf den Abschnitt "Ausblick", in dem die Bestandsgefährdung aufgrund der äußerst angespannten Liquiditätssituation dargestellt ist, und der einen Überblick über die künftige Entwicklung gibt. Aufgrund der weiterhin negativen operativen Cashflows versucht die Gesellschaft mit verschiedenen Maßnahmen der angespannten Liquiditätslage entgegenzuwirken. Der Fortbestand des Unternehmens hängt ganz entscheidend von der erfolgreichen Durchführung der im Abschnitt "Ausblick" dargestellten Maßnahmen ab. Dazu zählt insbesondere die zeitnahe Verbesserung des operativen Ergebnisses und damit die Erreichung des geplanten Geschäftsverlaufs. Sollten die im Abschnitt "Ausblick" dargestellten Maßnahmen nicht umgesetzt und die Verbesserung der operativen Ergebnisse nicht erreicht werden, ist die Gesellschaft in ihrem Fortbestand akut gefährdet.

Markt- und Wettbewerbsrisiko

Die YOC-Gruppe agiert in einem jungen Markt, der sich sehr schnell entwickelt. Dies erfordert einen hohen Grad an Flexibilität von Prozessen und Strukturen. Veränderungen von Markt- und Wettbewerbsverhältnissen, wie z. B. dem Markteintritt neuer Wettbewerber, gehören zu den Risiken, denen die YOC-Gruppe durch ein kontinuierliches Markt- und Unternehmens-Monitoring begegnet. Das Erkennen von Trends und neuen Entwicklungen wird insbesondere durch die Bereiche Marktforschung und Business Development gewährleistet.

Veränderungen ökonomischer Faktoren können durch Auftragsrückgänge insbesondere in der Werbebranche ebenfalls Auswirkungen auf die Entwicklung der YOC-Gruppe haben. Durch das breit gefächerte Angebot an Produkten und Dienstleistungen sowie den diversifizierten Kundenstamm ist die YOC-Gruppe hierfür gut aufgestellt. Das Risiko eines durch gesamtwirtschaftliche Faktoren bedingten Umsatzrückgangs wird als gering eingeschätzt.

Risiko aus Akquisitionen

Die erfolgten Akquisitionen der Tochtergesellschaften stellen nicht nur finanzielle Risiken dar, sondern bergen auch Herausforderungen an die organisatorische Zusammenführung der Gesellschaften. Die unterschiedlichen Unternehmenskulturen und die Gestaltung der organisatorischen Verflechtungen stehen dabei im Fokus, damit Synergien realisiert werden können. Dabei besteht das Risiko, dass Synergien nicht in der geplanten Höhe erreicht werden oder die Tochterunternehmen nicht die geplanten Umsatzrenditen erzielen. Nicht alle Akquisitionen in der Unternehmensgeschichte der YOC-Gruppe haben die gewünschten Resultate erzielt. Dem wird künftig durch eine stärkere personelle und organisatorische Integration in den Konzern entgegengewirkt.

Technologische Risiken

Die YOC-Gruppe verfolgt eine einheitliche IT-Strategie, die eine ständige Überprüfung und Weiterentwicklung der IT-Systeme beinhaltet. Die Geschwindigkeit der technologischen Innovationen im Markt erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und stellt zunehmend ein Risiko dar. Insbesondere fehlt es zum Teil noch an Standards im technologischen Umfeld. Substitut- und Konkurrenzprodukte könnten die Wettbewerbsfähigkeit der YOC-Gruppe schwächen. Deshalb müssen Innovationen vorangetrieben werden, um langfristig erfolgreich zu sein und die Marktstellung auszubauen. Aufgrund der hohen Dynamik im Markt stehen den Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien immer auch Risiken gegenüber, sodass sich getätigte Investitionen auch als unrentabel erweisen können.

Bei der Auswahl der IT-Systeme entscheidet sich die YOC-Gruppe überwiegend für branchenspezifische Standardsoftware namhafter Anbieter. Die Regelungen zur Informationssicherheit umfassen die Implementierung von Verschlüsselungsmechanismen, Firewalls und Virenscannern. Vorsorgemaßnahmen gegen den Ausfall von technischen Anlagen wurden durch den Parallelbetrieb der technischen Applikationen getroffen, so dass Kundenaufträge jederzeit reibungslos abgewickelt werden können. Back Up-Systeme sichern zudem den Datenbestand vor einem möglichen Datenverlust und gewährleisten eine konsistente Verfügbarkeit.

Rechtliche Risiken und Haftungsrisiken

Um rechtlichen Risiken vorzubeugen, werden wesentliche Rechtsgeschäfte durch die Einschaltung externer Rechtsanwälte geprüft. Durch einen umfangreichen Versicherungsschutz, der einer laufenden Überprüfung unterzogen wird, sichert sich die YOC-Gruppe gegen Schadensfälle und ein mögliches Haftungsrisiko ab. Die abgeschlossene Directors & Officers Liability Insurance dient zur Absicherung des Managements gegen eventuelle Vermögensschäden am Unternehmen.

Weder die YOC AG noch eine ihrer Tochtergesellschaften war im Geschäftsjahr 2013 an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten. Auch für das kommende Geschäftsjahr wird mit keiner negativen Entwicklung gerechnet.

Entscheidungen des Gesetzgebers, wie z. B. die Veränderung der Datenschutzregelung, können ebenfalls negative Wirkung auf die Geschäftstätigkeit der YOC AG haben. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung sind uns jedoch keine für die YOC AG wesentlichen für die absehbare Zukunft geplanten Gesetzesänderungen bekannt.

Personelle Risiken

Für die erfolgreiche Entwicklung der YOC AG ist die Gewinnung und nachhaltige Bindung qualifizierter Mitarbeiter an das Unternehmen notwendig. Aufgrund des starken Wachstums des für die YOC AG und seiner operativen Einheiten relevanten Marktes ist der Arbeitsmarkt für Personal mit den benötigten Kenntnissen und Erfahrungen besonders hart umkämpft. Die Überwachung und Vermeidung des Risikos personeller Engpässe wird durch eine unternehmensweite Personalplanung unterstützt. Durch Personalentwicklungsmaßnahmen und einem regelmäßig vom Vorstand überprüften leistungsbezogenen Vergütungssystem wird die Wettbewerbsfähigkeit im Personalmarkt sichergestellt. Durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wird zudem gewährleistet, dass in jedem Unternehmensbereich mehrere Schlüsselpersonen arbeiten. Vertretungsregelungen und Nachfolgemanagement gewährleisten die Sicherstellung der Geschäftsabläufe und Entscheidungsprozesse.

Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen arbeiten, verpflichten sich, die entsprechenden Vorschriften einzuhalten und mit den Informationen verantwortungsvoll umzugehen.

Planungsrisiken

Planungsrisiken bestehen in der Umsatz- und Kostenprognose. Insbesondere vor dem Hintergrund der Dynamik im Markt basiert die kurz- und mittelfristige Planung auf wesentlichen Schätzungen und Annahmen, vor allem zur Umsatzentwicklung. Die regelmäßige Überprüfung der Annahmen ermöglicht dem Vorstand, auf Planabweichungen zu reagieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Steuerungssysteme

Die internen Steuerungssysteme unterstützen das Management bei der Überwachung und Steuerung der Gesellschaft und des Konzerns. Die Systeme bestehen aus Planungs-, Ist- und Vorschaurechnungen und basieren auf der jährlich überarbeiteten strategischen Planung des Konzerns. Dabei werden insbesondere Marktentwicklungen, technologische Entwicklungen und Trends, deren Einfluss auf die eigenen Produkte und Services sowie die finanziellen Möglichkeiten des Konzerns berücksichtigt.

Das Konzern-Berichtswesen umfasst monatliche Ergebnisrechnungen sowie quartalsweise erstellte IFRS Reportings aller konsolidierten Tochtergesellschaften und stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Unternehmensbereiche dar. Gemäß der Positionierung in den Produktbereichen Mobile Advertising und Affiliate Marketing wird das operative Geschäft des Konzerns im Wesentlichen über die Messgrößen Umsatz, Rohertrag und EBITDA gesteuert.

Kontroll- und Risikomanagementbericht zum Rechnungslegungsprozess

(§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Das bei der YOC AG sowie in der YOC-Gruppe bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoidentifikation, -bewertung und -kommunikation sowie zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess soll zudem über die Ausgestaltung und kontinuierliche Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems die Beachtung der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften und -standards und die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sichergestellt werden. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass die Finanzberichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der YOC AG und der YOC-Gruppe vermittelt.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess. Über eine definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die operative Verantwortung obliegt dem Vorstand. Dieser wird durch die Leitung des Rechnungswesens unterstützt.

Wir erachten folgende Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der YOC-Gruppe im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess für wesentlich:

Verfahren zur Identifikation, Beurteilung und Dokumentation aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Unternehmensprozesse und Risikofelder einschließlich der dazugehörigen Schlüsselkontrollen. Diese umfassen Prozesse des Finanz- und Rechnungswesens sowie administrative und operative Unternehmensprozesse, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich des Lage- und Konzernlageberichts generieren
Prozessintegrierte Kontrollen (EDV-gestützte Kontrollen und Zugriffsbeschränkungen, Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennung, analytische Kontrollen)
Standardisierte Finanzbuchhaltungsprozesse
Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung durch konzernweite Richtlinien und Verfahren
Regelmäßige interne Konzernberichterstattung, Gewinn- und Verlustrechnung sowie monatliche Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Berichterstattung wesentlicher Entwicklungen und Soll-Ist-Abweichungen.

Die Wirksamkeit des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird durch regelmäßige präventive Kontrollen geprüft und bewertet. Ein konzernweites Berichtssystem soll die regelmäßige und zeitnahe Information des Vorstands und des Aufsichtsrats gewährleisten. Im Vorstand und im Aufsichtsrat wird regelmäßig über die aktuelle Risikosituation sowie über die Funktionsweise, Wirksamkeit und Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichtet.

Mit den eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist nach Auffassung des Vorstands hinreichend gewährleistet, dass die Rechnungslegungsprozesse im Einklang mit den einschlägigen Rechnungslegungsprinzipien erfolgen.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 31. Dezember 2013 beträgt das gezeichnete Kapital der YOC AG 2.858.500 EUR und ist eingeteilt in 2.858.500 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien. Dabei verfügt jede Aktie über ein Stimmrecht. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht.

Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen.

Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien

Stimmrechtsbeschränkungen betreffend Aktien der YOC AG oder Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien der YOC AG bestehen nicht.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Die nachfolgend angegebenen direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der YOC AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, basieren auf Stimmrechtsmitteilungen nach § 21 WpHG, die die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 sowie früher erhalten und veröffentlicht hat.

Herr Dirk Kraus, Frankfurt am Main, kontrolliert indirekt eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft in Höhe von insgesamt 17,6 % der Stimmrechte, wobei ihm die Beteiligung der dkam GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von rund 17,6 % zugerechnet wird.
Herr Peter Zühlsdorff, Berlin, kontrolliert nach der letzten der Gesellschaft zugegangenen Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen direkt und indirekt eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft in Höhe von insgesamt 11,0 % der Stimmrechte, wobei ihm die Beteiligung der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von 11,0 % zugerechnet wird.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Hauptversammlung der YOC AG hat am 15. Juli 2009 die Auflage des YOC Management-Incentive Programms beschlossen. Im Rahmen dieses Programms wurden erstmalig im Herbst 2009 Bezugsrechte an die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben. Da die Ausübungsbedingungen des YOC Management-Incentive Programms bislang nicht erfüllt wurden, sind an die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiter der Gesellschaft noch keine Aktien übertragen worden.

Soweit die YOC AG im Rahmen des YOC Management-Incentive Programms Aktien an Mitarbeiter ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitern unmittelbar übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Mitarbeiteraktien zustehenden Rechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Bestimmungen der Satzung ausüben.

Vorschriften zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Die gesetzlichen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG zu finden. Die Satzung der YOC AG sieht in § 7 Abs. 2 der Satzung eine übereinstimmende Regelung vor.

Die Änderung der Satzung kann nach §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 133, 179 Abs. 1 und Abs. 2 AktG durch einen Beschluss der Hauptversammlung herbeigeführt werden, der mit einfacher Stimmenmehrheit und einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst wird.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 17 der Satzung der YOC AG).

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Erwerb eigener Aktien

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 ist die Gesellschaft bis zum 15. Juni 2015 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben. Insgesamt dürfen aufgrund dieser Ermächtigung Aktien in einem Volumen von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erworben werden. Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind diejenigen anderen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, anzurechnen. Einzelheiten der Ermächtigung können der Einladung zur Hauptversammlung am 16. Juni 2010 entnommen werden, die auf der Internetseite der YOC AG verfügbar ist (s. Tagesordnungspunkt 5 sowie den hierzu erstatteten Bericht des Vorstands).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 hielt die Gesellschaft 4.000 eigene Aktien (dies entspricht rund 0,14 % des Grundkapitals).

Genehmigtes Kapital

Gemäß § 6 Abs. 5 der Satzung der YOC AG besteht ein Genehmigtes Kapital 2013/I:

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juni 2013 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 05. Juni 2018 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.300.000 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.

Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Einzelheiten der Ermächtigung können der Einladung zur Hauptversammlung am 06. Juni 2013 entnommen werden, die auf der Internetseite der YOC AG verfügbar ist (s. Tagesordnungspunkt 6 sowie den hierzu erstatteten Bericht des Vorstands).

Von der in 2011 erteilten Ermächtigung des Vorstands (Genehmigtes Kapital 2011/I) hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 zwei Mal Gebrauch gemacht (in Höhe von 478.500 EUR). Das Genehmigte Kapital 2011/I besteht zum Ende des Geschäftsjahres 2013 somit nicht mehr.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 6 Abs. 7 der Satzung der YOC AG ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 175.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 175.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Bedienung des YOC Management-Incentive Programms und der im Rahmen dieses Programms ausgegebenen Bezugsrechte. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Bezugsberechtigten von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Die aus den ausgeübten Bezugsrechten hervorgehenden neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Das YOC Management-Incentive Programm sieht für den Fall eines Übernahmeangebots nach §§ 29, 35 WpÜG vor, dass die bereits in einem Optionsvertrag gewährten Bezugsrechte von den Bezugsberechtigten, also den Mitgliedern des Vorstands und den Arbeitnehmern der Gesellschaft, in einem zusätzlichen Ausübungszeitraum am fünften und den zehn nachfolgenden Börsenhandelstagen nach Veröffentlichung des Übernahmeangebots ausgeübt werden können, sofern dadurch die gesetzliche Wartezeit für die erstmalige Ausübung der Bezugsrechte von mindestens zwei Jahren gewahrt bleibt.

Sollte es zum Fall eines Übernahmeangebots vor Ablauf der gesetzlichen Wartefrist von zwei Jahren kommen, wird die Gesellschaft den Mitgliedern des Vorstands den Wert ihrer Bezugsrechte in bar ausgleichen. Entsprechende Entschädigungsvereinbarungen mit Arbeitnehmern der Gesellschaft bestehen nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung

(§ 289a HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB beinhaltet die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.

Diese Erklärung ist Bestandteil des Lageberichts der YOC AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2013. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung durch den Abschlussprüfer einzubeziehen.

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 (Entsprechenserklärung 2013)

Nach § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen begründet nicht angewendet wurden oder werden. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) enthält Regelungen unterschiedlicher Bindungswirkung. Neben Darstellungen des geltenden Aktienrechts enthält er Empfehlungen, von denen die Gesellschaften abweichen können; sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen. Nach § 161 AktG müssen Abweichungen von den Empfehlungen des DCGK auch begründet werden. Darüber hinaus enthält der DCGK Anregungen, von denen ohne Offenlegung abgewichen werden kann. Die nachfolgende Erklärung betrifft den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2012 und bezieht sich auf die Anforderungen des DCGK in seiner aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013.

Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG erklären, dass den Empfehlungen "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" grundsätzlich entsprochen wird und in der Vergangenheit entsprochen wurde. Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG beabsichtigen, diese auch in Zukunft zu beachten.

Lediglich die folgenden Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden und werden nicht angewendet:

Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK: Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt nicht verbessert werden. Die D&O-Versicherung dient der Absicherung wesentlicher Eigenrisiken der Gesellschaft und allenfalls in zweiter Linie dem Vermögensschutz der Organmitglieder. Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat wurde deshalb ohne Selbstbehalt abgeschlossen.
Ziffer 4.1.5 DCGK: Bei der Besetzung der Führungsfunktionen im Unternehmen berücksichtigt der Vorstand sowohl unternehmensspezifische Gegebenheiten als auch eine angemessene Vielfalt (Diversity). Nach unserer Auffassung schränken die Vorgaben des DCGK jedoch den Vorstand in seiner Auswahl geeigneter Kandidaten für zu besetzende Führungsfunktionen unangebracht ein.
Ziffer 4.2.1 DCGK: Nach Ziffer 4.2.1 des DCGK soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Herr Dirk Freytag hat sein Amt als Vorstand am 30. September 2013 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Der Vorstand der YOC AG besteht seitdem aus nur einer Person.
Ziffer 4.2.2. Abs. 2 S. 3 DCGK: Der Aufsichtsrat soll das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Ziffer 4.2.2, Abs. 2 Satz 3 DCGK wurde mit der Fassung vom 13. Mai 2013 neu in den Deutschen Corporate Governance Kodex aufgenommen. Bis zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung wurden keine Vorstandsvergütungen durch den Aufsichtsrat neu festgelegt. Bei der Festlegung der bestehenden Vorstandsvergütung wurde das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung nicht explizit berücksichtigt.
Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK: Die Vergütung des Vorstands soll insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Ziffer 4.2.3, Abs. 2 Satz 6 DCGK wurde mit der Fassung vom 13. Mai 2013 neu in den Deutschen Corporate Governance Kodex aufgenommen. Bis zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung wurden keine Vorstandsvergütungen durch den Aufsichtsrat neu festgelegt. Die bestehenden Vorstandsverträge weisen in Bezug auf die variablen Vergütungsteile Höchstgrenzen auf, die ggf. nicht vollumfänglich der neuen Kodex-Empfehlung entsprechen. Ziffer 4.2.3 Abs. 5 DCGK: Abweichend von der Empfehlung des DCGK sind Leistungen anlässlich eines Kontrollwechsels nicht generell auf 150 % des Abfindungs-Caps begrenzt. Eine derartige Begrenzung könnte die Gewinnung von hochqualifizierten Mitarbeitern beeinträchtigen. Entsprechend der Struktur der Vorstandsvergütung könnte sich ein Change of Control-Fall bei der Partizipation der Vorstandsmitglieder am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft durch einen steigenden Kurs der YOC Aktie auswirken. Vom steigenden Aktienkurs profitieren neben den Berechtigten des Aktienoptionsprogramms aber gerade auch die Aktionäre, sodass diesbezüglich ein Gleichlauf der Interessen von Vorstand und Aktionären gegeben ist.
Ziffer 5.1.2 Abs. 1 sowie Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK: Eine Vorgabe für die Zusammensetzung des Vorstands wie in Ziffer 5.1.2 Abs. 1 DCGK gefordert schränkt den Aufsichtsrat in seiner Auswahl geeigneter Vorstandsmitglieder unangebracht ein. Entsprechendes gilt für eine Zielvorgabe zur Besetzungsstruktur des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK. Wir sind grundsätzlich der Auffassung, dass dies eine zu weitgehende Begrenzung der auf den Einzelfall bezogenen Auswahl geeigneter Aufsichtsratskandidaten darstellt. Zudem beeinträchtigt eine solche Zielvorgabe auch das Recht unserer Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen.
Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 DCGK: Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist durch den Aufsichtsrat nicht festgelegt worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind davon überzeugt, dass die Eignung zur Unternehmensleitung maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit abhängt.
Ziffer 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 DCGK: Die Einrichtung von Ausschüssen, insbesondere die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) und eines Nominierungsausschusses, ist aufgrund der Größe des Aufsichtsrats der YOC AG mit drei Aufsichtsratsmitgliedern schwer handhabbar und entspricht auch nicht den Best Practice Standards. Die durch den DCGK mit der Einrichtung eines Prüfungsausschusses beabsichtigte Steigerung der Effizienz bei der Prüfung der Rechnungslegung würde nicht erreicht, da der Prüfungsausschuss mit nahezu sämtlichen Plenumsmitgliedern besetzt werden müsste. Ebenso müsste der Nominierungsausschuss mit nahezu sämtlichen Plenumsmitgliedern besetzt werden, was zu keiner verbesserten Vorbereitung der Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats zu den Wahlvorschlägen der Anteilseigner führen würde.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt worden. Die Eignung, als Mitglied des Aufsichtsrats den Vorstand überwachen zu können und ebenbürtiger Ansprechpartner des Vorstands zu sein, hängt maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit ab.
Ziffer 5.4.3 Satz 2 DCGK: Nach Ziffer 5.4.3 Satz 2 des DCGK soll ein Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds bis zur nächsten Hauptversammlung befristet sein. Der Antrag auf gerichtliche Bestellung der gegenwärtigen Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht befristet, um Kontinuität und damit effiziente und zielführende Arbeit im Aufsichtsrat zu gewährleisten.
Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 3 DCGK: Die Gesellschaft entspricht den Empfehlungen des DCGK hinsichtlich der Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und des stellvertretenden Vorsitzenden mit der Ausnahme, dass der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen mangels gebildeter Ausschüsse nicht besonders berücksichtigt werden.
Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK: Die Gesellschaft wird sich bemühen, der Empfehlung Folge zu leisten, dass der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen, kann dies jedoch aufgrund des großen Konsolidierungskreises nicht gewährleisten.

Berlin, im März 2014

YOC AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der YOC AG (www.yoc.com) unter "Investor Relations" dauerhaft zugänglich gemacht. Dort finden sich auch ältere Fassungen der Entsprechenserklärung.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Grundsätzliches

Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist ein prägendes Element der Unternehmenskultur der YOC AG. Hierzu gehört auch die Integrität im Umgang mit Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten, Behörden, Interessengruppen und sonstigen Stakeholdern sowie der Öffentlichkeit.

Die YOC AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance ergibt sich somit aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien- und dem Kapitalmarktrecht sowie aus der Satzung der YOC AG.

Als Dienstleistungskonzern ist die YOC AG darauf angewiesen, durch vorbildliches Verhalten das Vertrauen der Kunden und Geschäftspartner zu gewinnen und zu erhalten. Ziel ist es, glaubhaft, seriös und zuverlässig zu handeln und entsprechend aufzutreten.

Transparenz

Eine einheitliche, umfassende und zeitnahe Informationspolitik gegenüber Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten, Behörden, Interessengruppen und sonstigen Stakeholdern hat bei der YOC AG einen hohen Stellenwert. Alle Genannten werden von der YOC AG einheitlich, umfassend, zeitnah und zeitgleich informiert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse der YOC AG und des YOC Konzerns erfolgt durch den Geschäftsbericht, den Halbjahresbericht und die Zwischenberichte. Darüber hinaus erfolgen Informationen durch Ad-hoc-Mitteilungen, soweit dies rechtlich erforderlich ist, sowie durch die Internetseiten der Gesellschaft. Alle Meldungen, Präsentationen und Mitteilungen sowie der aktuelle Finanzkalender sind auf der Internetseite der Gesellschaft (www.yoc.com) unter "Investor Relations" einsehbar.

Meldepflichtige Änderungen der Zusammensetzung der Aktionärsstruktur (Stimmrechtsmitteilungen, §§21 ff. WpHG) sowie Erwerb und Veräußerung von Aktien der Personen, die bei der YOC AG Führungsaufgaben wahrnehmen (Directors' Dealings, §15a WpHG), werden ebenfalls vom Vorstand veröffentlicht.

Die YOC AG führt darüber hinaus die vorgeschriebenen Insiderverzeichnisse gemäß §15b WpHG. Die betreffenden Personen wurden und werden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

Risikomanagement

Die YOC-Gruppe ist einer der europaweit führenden Anbieter für Mobile Media und unterliegt als solcher vielen branchen- und unternehmensspezifischen Chancen und Risiken. Die YOC AG verfügt über ein etabliertes, umfassendes und wirksames System, das dem Unternehmen ermöglicht, Chancen und Risiken über alle Funktionen und Geschäftsprozesse hinweg frühzeitig zu erkennen, zu beurteilen, zu berichten und zu handhaben. Ziel dieses Systems ist es, Risiken systematisch und zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erkennen, die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts sowie ihre möglichen qualitativen und quantitativen Auswirkungen einzuschätzen sowie wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Risikomanagement wird regelmäßig auf der Ebene des Vorstands und des Aufsichtsrats erörtert und weiterentwickelt.

Weitere lnformationen zum Risikomanagement der Gesellschaft, den speziellen Risiken, denen sie sich ausgesetzt sieht, sowie zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem können dem Risikobericht, der Teil des Konzernlageberichts der Gesellschaft ist, entnommen werden.

Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die YOC AG ist als deutsche Aktiengesellschaft dem deutschen Aktiengesetz unterworfen. Dadurch ist ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat haben eigenständige Kompetenzen, arbeiten jedoch bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben eng und vertrauensvoll zusammen.

Vorstand

Der Vorstand leitet die Gesellschaft unter eigener Verantwortung. Dabei ist er an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Unternehmensentwicklung verpflichtet. Zu den Aufgaben des Vorstands gehört es, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens festzulegen und die Geschäftsführung für das Unternehmen wahrzunehmen. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der relevanten Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung, arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Geschäftsbereichen. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder leitet jedes Vorstandsmitglied - abgesehen von Entscheidungen, die der Gesamtvorstand zu treffen hat - den ihm zugewiesenen Geschäftsbereich eigenverantwortlich. Näheres regelt die vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand. Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt.

Amtsperioden von Vorstandsmitgliedern dürfen maximal fünf Jahre betragen, wobei eine mehrmalige Bestellung möglich ist. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorstandsvorsitzenden ernennen. Herr Dirk Kraus ist mit Wirkung zum 10. September 2013 zum Vorstand der YOC AG ernannt worden.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und vollständig über wesentliche Sachverhalte in der Geschäftsentwicklung, der Strategie und Planung, der Risikolage des Konzerns sowie über Compliance und berät sich mit dem Aufsichtsrat vor allen wesentlichen strategischen Entscheidungen. Zur gemeinsamen Abstimmung finden gewöhnlich im zweiwöchigen Rhythmus Vorstandssitzungen statt. Darüber hinaus berät sich der Vorstand regelmäßig mit den Mitgliedern der zweiten Führungsebene der Gesellschaft. Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat obliegt die Beratung und Überwachung des Vorstands. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft eingebunden. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands bedürfen seiner Zustimmung. Dazu zählt auch die von der Gesellschaft einmal jährlich erstellte Unternehmensplanung für das Folgejahr (Budget), die vom Vorstand dem Aufsichtsrat präsentiert, mit diesem erörtert und bei Bedarf angepasst wird. Weiterhin erteilt der Aufsichtsrat dem von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag. Der Aufsichtsrat hält mindestens vier Sitzungen im Jahr ab.

Der Aufsichtsrat der YOC AG besteht aus drei Mitgliedern, von denen keines zuvor dem Vorstand der Gesellschaft angehörte. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Die Arbeitsweise des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden gewöhnlich in Präsenzsitzungen gefasst; darüber hinaus sind auch schriftliche, telefonische, fernschriftliche oder mithilfe sonstiger Telekommunikationsmittel durchgeführte Sitzungen und Beschlussfassungen möglich. Der Vorstand der Gesellschaft nimmt regelmäßig an den Sitzungen teil, bei Bedarf werden auch weitere Mitglieder des erweiterten Managements der Gesellschaft zu den Sitzungen geladen. In der ersten Präsenzsitzung eines jeden Jahres nach Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse, in der sogenannten "Bilanzsitzung", nehmen auch die Abschlussprüfer der Gesellschaft an dieser Sitzung teil und erstatten dem Aufsichtsrat ihren Bericht über die abgeschlossene Prüfung.

Tagesordnung und Beschlussanträge für die Aufsichtsratssitzungen werden mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf vor den Sitzungen schriftlich an alle Teilnehmer kommuniziert. Bei der Notwendigkeit von kurzfristigen Beschlüssen werden solche gegebenenfalls im schriftlichen Umlaufverfahren getroffen. Alle Aufsichtsratssitzungen werden schriftlich protokolliert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erläutert jährlich die Tätigkeit des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung und in seinem Bericht an die Aktionäre, welcher im Geschäftsbericht der Gesellschaft abgedruckt wird.

Berlin, im März 2014

YOC AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den "Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex". Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der YOC AG Anwendung finden, und erläutert Höhe und Struktur des Vorstandseinkommens. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Der Vergütungsbericht beinhaltet außerdem Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts Bestandteile des Konzernanhangs nach § 314 HGB sowie des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Dabei werden die Größe und die Tätigkeit des Unternehmens, seine wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütungen im branchenspezifischen Vergleichsumfeld berücksichtigt. Die Vergütung ist leistungsorientiert. Sie ist so bemessen, dass sie am Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiches Arbeiten gibt.

Sie setzte sich im Geschäftsjahr 2013 aus einer fixen Grundvergütung, einem variablen Bestandteil sowie der Teilnahme am YOC Management-Incentive Programm zusammen.

Die Grundvergütung ist eine fixe, auf das Gesamtjahr bezogene Barvergütung, die an dem Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds ausgerichtet ist und in zwölf monatlichen Raten ausbezahlt wird.
Den variablen Bestandteil bildet eine Barvergütung als Erfolgsbeteiligung, die sich am operativen Ergebnis nach IFRS (EBITDA) der YOC AG orientiert und in der Höhe nach oben begrenzt ist. Mangels Erreichen der Erfolgsparameter ist keinem Mitglied des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 eine variable Vergütung gewährt worden.
Mit der Teilnahme an dem im Jahr 2009 aufgelegten YOC Management-Incentive Programm erhalten - neben anderen Mitarbeitern der Gesellschaft - Mitglieder des Vorstands Bezugsrechte auf Aktien der YOC AG. Die hierbei gewährten Bezugsrechte unterliegen einer mehrjährigen Haltefrist. Die Ausübung der Bezugsrechte erfordert ein Eigeninvestment der Inhaber der Bezugsrechte zu einem Ausübungspreis, der aus dem Börsenkurs der YOC-Aktie zum Zeitpunkt der Ausgabe der jeweiligen Bezugsrechte (Marktwert) abgeleitet wird. Die Berücksichtigung des Vorstands am YOC Management-Incentive Programm zielt dabei darauf ab, den Beitrag des Vorstands zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern. Durch diese Vergütungskomponente mit gleichzeitig langfristiger Anreizwirkung werden die Interessen des Managements mit denen der Aktionäre sinnvoll verknüpft.

Als vertragliche Nebenleistung wurden Dirk Freytag und Jan Webering jeweils ein Dienstwagen gestellt.

Vergütung des Vorstands für 2013 (in TEUR)

scroll

Name Feste Vergütung

(in TEUR)
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

(in TEUR)
Bezugsrechte gewährt in 2009 und 2011 (in Stück)
Dirk Freytag (Vorstandsvorsitzender bis September 2013) 205 0
Dirk Kraus (seit September 2013) 35 32.655
Jan Webering (bis Juli 2013) 121 32.655
Joachim von Bonin (bis März 2013) 51 100 16.625
Gesamt 412 100 81.935

* inklusive vertragliche Nebenleistungen

Im Geschäftsjahr 2013 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands insgesamt 587 TEUR. Dem Vorstand wurden in 2009 und 2011 insgesamt 81.935 Bezugsrechte gewährt. Einem ehemaligen Mitglied des Vorstands sind weitere 32.655 Bezugsrechte gewährt worden.

Im Geschäftsjahr 2013 erhielt Herr Alexander Sutter aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Vorstand im Jahr 2012 75 TEUR.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung der YOC AG festgesetzt worden.

Die Vergütung des Aufsichtsrats besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12,5 TEUR für ein Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte dieses Betrages, der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1 %-fache dieses Betrages. Pro Aufsichtsratssitzung, die eine Präsenzsitzung ist, erhält jedes Aufsichtsratsmitglied einen Betrag von 1,0 TEUR, der Aufsichtsratsvorsitzende das Doppelte und der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1 %-fache.

Vergütung des Aufsichtsrats für 2013 (in TEUR)

scroll

Name Feste Vergütung Sitzungsgeld Gesamt
Gerd Schmitz-Morkramer (Aufsichtsratsvorsitzender bis 06. Juni 2013) 11 4 15
Peter Zühlsdorff (bis 06. Juni 2013) 8 3 11
Oliver Borrmann (bis 06. Juni 2013) 5 2 7
Dr. Bernhard Heiss (Aufsichtsratsvorsitzender ab 06. Juni 2013 bis 24. Oktober 2013) 10 14 24
Dr. Nikolaus Breuel (ab 06. Juni 2013) 11 10 21
Ludwig Prinz zu Salm-Salm (ab 06. Juni 2013 bis 24. Oktober 2013 ) 5 7 12
Gesamt 50 40 90

Es wurden keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Gremientätigkeit, insbesondere für etwaige Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gewährt.

Die Vergütung für die Tätigkeit des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 90 TEUR.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 13. Januar 2014 wurden durch Beschluss des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg Sacha Berlik und Konstantin Graf Lambsdorff mit sofortiger Wirkung zu Mitgliedern des Aufsichtsrates der YOC AG bestellt.

Im Januar und Februar 2014 reichten Gesellschafter der Gesellschaft Darlehen von insgesamt 1,0 Mio. EUR aus. Dabei entfielen 0,6 Mio. EUR auf Herrn Hilmar Kraus, weitere 0,4 Mio. EUR auf die KJK Management und Beteiligungen GmbH. Die Darlehen werden mit 8,25 % p.a. verzinst.

Im März 2014 ist es der YOC AG gelungen, einen Forderungsverzicht mit einem wesentlichen Gläubiger zu vereinbaren. Die Gesellschaft verzeichnete somit im ersten Quartal 2014 einen Sanierungsgewinn in Höhe von 0,75 Mio. EUR.

Im Januar 2014 hat die YOC AG neue Geschäftsräume in der Rosenstr. 17, 10178 Berlin bezogen. Dies wird in 2014 zu signifikanten Kosteneinsparungen führen.

Anfang Juli 2014 hat die YOC AG einen Vertrag über die Veräußerung der Tochtergesellschaft belboon (Geschäftsbereich Affiliate Marketing) abgeschlossen, der zu einem signifikanten Mittelzufluss führt.

Weitere Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

Berlin, 6. Juli 2014

Dirk Kraus, Vorstand der YOC AG