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YOC AG Annual Report 2013

Aug 18, 2014

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Annual Report

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YOC AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis 31.12.2013

GESCHÄFTSBERICHT 2013

Kennzahlen der YOC-Gruppe

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Segment Media und Holding (Fortgeführter Geschäftsbereich) (in TEUR) 2013 2012 Veränderung absolut Veränderung

in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatz gesamt 19.003 21.720 -2.717 -13
Deutschland 9.062 9.119 -57 -1
Ausland 9.941 12.601 -2.660 -21
Gesamtleistung 20.434 22.602 -2.167 -10
EBITDA -5.415 -4.773 -642 -13
EBITDA-Marge (in %) -26 -21 k.A. k.A.
Ergebnis nach Steuern -7.278 -11.058 3.780 34
Ergebnis je Aktie verwässert in Euro -2,66 -5,40 2,74 51
Ergebnis je Aktie unverwässert in Euro -2,66 -5,40 2,74 51
Mitarbeiter
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter1) 106 109 -3 -3
Mitarbeiteranzahl zum 31.12. 98 105 -7 -7
Gesamtleistung je Mitarbeiter (in TEUR) 193 207 -14 -7

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Segment Mobile Technology (nicht Fortgeführter Geschäftsbereich) (in TEUR) 20132) 2012 Veränderung absolut Veränderung

in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatz gesamt 6.799 12.896 k.a. k.a.
Deutschland 5.387 8.452 k.a. k.a.
Ausland 1.412 4.444 k.a. k.a.
Gesamtleistung 7.291 13.995 k.a. k.a.
EBITDA 926 1.545 k.a. k.a.
EBITDA-Marge (in %) 13 11 k.a. k.a.
Ergebnis nach Steuern -2.337 -286 k.a. k.a.
Ergebnis je Aktie verwässert in Euro -1,17 -0,14 k.a. k.a.
Ergebnis je Aktie unverwässert in Euro -1,17 -0,14 k.a. k.a.
Mitarbeiter
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter1) 114 113 3 3
Mitarbeiteranzahl zum Jahresende 105 115 -6 -5
Gesamtleistung je Mitarbeiter (in TEUR) 64 124 k.a. k.a.

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Konzern (in TEUR) 2013 2012 Veränderung absolut Veränderung

in %
Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme 7.729 23.0613) -15.977 -66
Eigenkapitalquote (in %) k.a. 123) k.a. k.a.
Operativer Cash-Flow -4.818 -2.697 -2.121 -79

1) Auf Basis der festangestellten Mitarbeiter

2) Entkonsolidierung erfolgte zum 31.07.2013, daher keine Vergleichbarkeit zum Vorjahr gegeben

3) Zum 31.12.2012

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Kennzahlen können aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten.

1 AN UNSERE AKTIONÄRE

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Jahr 2013 war für die YOC AG eines der schwierigsten Geschäftsjahre ihrer Geschichte - das Unternehmen hat seine Ziele nicht erreicht.

Für das Geschäftsjahr werden insgesamt 26,3 Mio. EUR Umsatzerlöse ausgewiesen - ein Rückgang im Vergleich zu 34,6 Mio. EUR Gesamterlösen des Vorjahres. Hauptsächlich für diese Abnahme ist der Verkauf des Geschäftssegmentes Mobile Technology und die damit verbundene Entkonsolidierung zum 31. Juli 2013. Zusätzlich wurden jedoch die im Kerngeschäft anvisierten Wachstumsziele deutlich verfehlt: Nach Umsätzen in Höhe von 21,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012 konnten im Geschäftsjahr 2013 nur 19,0 Mio. EUR erzielt werden. Das korrespondierende EBITDA verschlechterte sich weiter und beträgt -5,4 Mio. EUR (2012: -4,8 Mio. EUR).

In Deutschland verblieb der Umsatz mit 9,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Gesellschaften in Spanien und Österreich erhöhten ihre Umsätze im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 leicht. Hingegen konnten die Tochtergesellschaften in Frankreich und Großbritannien ihr Marktpotenzial nicht ausschöpfen und mussten teilweise deutliche Umsatzeinbußen vermelden. Insgesamt sanken die Auslandsumsätze somit von 12,6 Mio. EUR im vorherigen Geschäftsjahr um 21 % auf 10,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013.

Ein weiterer schwerwiegender Grund für das problematische Geschäftsjahr war der langwierige Verkauf des Geschäftssegmentes Mobile Technology und die damit verbundene Fehlallokation von Ressourcen. Schließlich resultierte aus dem Verkauf der entsprechenden Vermögenswerte und der Sevenval GmbH ein nicht zufriedenstellender Cash-Zufluss in Höhe von zunächst 5,0 Mio. EUR sowie weiteren bis zu 1,5 Mio. EUR aus variablen Kaufpreisanteilen. Trotz eines positiven EBITDA zum 31. Juli 2013 in Höhe von 0,9 Mio. EUR erfolgte aus der Entkonsolidierung des Geschäftssegmentes aufgrund von Wertminderungsaufwand sowie Neubewertungen letztlich eine Ergebnisbelastung in Höhe von 3,2 Mio. EUR.

Darüber hinaus wurde die Entwicklung neuer Produkte und Plattformen für das Kerngeschäft Media nicht marktgerecht und nur unzureichend zielgerichtet vorangetrieben - dies wirkte sich für die Wettbewerbspositionierung zusätzlich belastend aus.

Letztlich war das Geschäftsjahr 2013 von häufigen Personalwechseln in Führungsfunktionen bis hin zum Vorstand und Aufsichtsrat geprägt.

Die Konsequenz all dessen war die Verfehlung der selbst gesetzten Unternehmensziele für das zurückliegende Geschäftsjahr und führte zu einer teilweisen Demotivation beziehungsweise starken Verunsicherung der Mitarbeiter der Gesellschaft.

Perspektiven

Im September 2013 wurde ich durch den Aufsichtsrat erneut zum Vorstand der YOC AG bestellt. Die schwierige Unternehmenssituation machte unmittelbare, harte Einschnitte und entsprechende Maßnahmen notwendig, um die finanzielle und wirtschaftliche Situation des Unternehmens stabilisieren zu können und eine deutlich verbesserte operative Entwicklung für das Geschäftsjahr 2014 herbeizuführen.

Parallel zur direkt eingeleiteten Verbesserung der Kostenstruktur des Unternehmens, die bereits im laufenden Geschäftsjahr 2014 zu einer um bis zu 3,0 Mio. EUR verringerten Kostenbasis führen wird, haben wir uns zunächst die Umsatzabsicherung beziehungsweise den Ausbau von Umsätzen als Ziel gesetzt. Bereits im vierten Quartal 2013 resultierten mit 5,3 Mio. EUR erstmals wachsende Umsätze in diesem Geschäftsjahr sowie ein EBITDA in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Q4/2012: -0,9 Mio. EUR), das durch Sanierungserträge in Höhe von 0,6 Mio. EUR positiv beeinflusst wurde.

Aus meiner Perspektive ist es allerdings jetzt entscheidend, dass wir ein marktgerechtes Produktangebot schaffen und YOC strategisch weiterentwickelt am Markt positionieren. Aus diesem Grund haben wir eine Entwicklung hin zu plattformbasiertem Mobile Advertising eingeleitet und konzentrieren uns auf

den programmatischen Verkauf von mobilen Werbeplätzen (Programmatic Selling)
den programmatischen Einkauf mobiler Werbeplätze zur Angebotserweiterung
Produkte für die zielgruppengenaue Ansprache mobiler Internetnutzer (Audience Targeting)
Plattformen zur detailierten Performanceübersicht zur verbesserten Kommunikation mit unserern Publishern (Publisher Frontend)
die Bindung und den Ausbau von Geschäftsbeziehungen zu reichweitenstarken und qualitativ hochwertigen Publishern.

Durch eine neue Organisationsstruktur wurden Schlüsselpositionen geschaffen und mit kompetenten Persönlichkeiten besetzt. Weitere neue Kollegen werden folgen. Daneben konnte der Aufsichtsrat neu aufgestellt werden. Die Herren Dr. Nikolaus Breuel, Konstantin Graf Lambsdorff und Sacha Berlik unterstützen YOC tatkräftig, kompetent und mit Branchen Know-how ausgestattet.

Gleich in welchem Bereich - die Restrukturierung und strategische Neupositionierung ist in vollem Gange; die jeweiligen Prozesse sind noch nicht abgeschlossen. Deshalb gilt mein primärer, aufrichtiger Dank unseren Mitarbeitern, die mich auf diesem schwierigen Weg begleiten. Ich bin stolz, Teil eines starken Teams zu sein, ohne das dies alles nicht möglich wäre. Mein herzlicher Dank gilt darüber hinaus dem neuen Aufsichtsrat und Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Ich bin mir über die Herausforderung der gegenwärtigen Unternehmenssituation im Klaren und nehme diese entschieden an. Ich bitte Sie an dieser Stelle um etwas Zeit und Geduld, so dass wir die angestrebten Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmenssituation implementieren und umsetzen können.

Ich richte den Blick nach vorne und freue mich, wenn Sie der YOC AG auch in Zukunft zur Seite stehen.

Herzliche Grüße

Ihr Dirk Kraus, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 seine Aufgaben und Pflichten nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung umfassend und sorgfältig wahrgenommen. Er hat sich intensiv mit der Lage des Unternehmens beschäftigt sowie den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit laufend überwacht. Dabei hat er sich von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Die Überwachung bezog sich auch auf angemessene Maßnahmen zu Risikovorsorge und Compliance. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls überwacht, dass der Vorstand, die ihm nach § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen, in geeigneter Form getroffen hat.

In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und hat diese ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich mittels regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands pflichtgemäß mit der Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der beabsichtigten Geschäftspolitik und der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagementsystem und dem Internen Kontrollsystem befasst.

In Bezug auf Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands, die nach Gesetz oder geltender Geschäftsordnung des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung der unterbreiteten Unterlagen und nach eingehender Erörterung seine Zustimmung erteilt.

Neben zahlreichen Sachthemen, zustimmungspflichtigen Maßnahmen und der Geschäftsentwicklung wurden im Geschäftsjahr 2013 auch grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, der Finanzierung und eine Anpassung der Unternehmensstrategie an veränderte Rahmenbedingungen, die Konsolidierung des internationalen Geschäftes sowie Personalentscheidungen ausführlich diskutiert. Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Themen wurden gleichermaßen behandelt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Jahr 2013 mehrfach geändert. Der besseren Übersicht geschuldet, wird nachfolgend die chronologische Abfolge dargestellt.

Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Gerd Schmitz-Morkramer, hat sein Amt als Aufsichtsratsmitglied zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Juni 2013 niedergelegt. An seiner Stelle hat die Hauptversammlung Herrn Dr. Nikolaus Breuel, Kaufmann, wohnhaft in Berlin, zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Die Hauptversammlung hat des Weiteren die Mitglieder des Aufsichtsrats, Herrn Oliver Borrmann und Herrn Peter Zühlsdorff abberufen und an ihrer Stelle Herrn Dr. Bernhard Heiss, selbständiger Rechtsanwalt, wohnhaft in München, und Herrn Ludwig Prinz zu Salm-Salm, selbständiger Medienberater, zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat hat in seiner konstituierenden Sitzung am 06. Juni 2013 Herrn Dr. Bernhard Heiss zu seinem Vorsitzenden bestimmt.

Mit Wirkung zum 24. Oktober 2013 legten die Aufsichtsräte Dr. Bernhard Heiss und Ludwig Prinz zu Salm-Salm ihre Ämter nieder. Die Neubesetzung der Ämter erfolgte im Januar 2014. Am 15. Januar 2014 ging der YOC AG der Beschluss des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg vom 13. Januar 2014 zur Bestellung zwei neuer Aufsichtsratsmitglieder zu. Auf Antrag des Vorstands der YOC AG vom 07. Januar 2014 bestellte das Gericht gemäß § 104 AktG mit sofortiger Wirkung Herrn Sacha Berlik und Herrn Konstantin Graf Lambsdorff zu Aufsichtsratsmitgliedern der YOC AG.

In seiner konstituierenden Sitzung am 16. Januar 2014 wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Nikolaus Breuel zu seinem neuen Vorsitzenden und Herrn Konstantin Graf Lambsdorff zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Wesentliche Themen der Aufsichtsratstätigkeit

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt neun Präsenz-Sitzungen des Aufsichtsrats statt; zudem gab es weitere telefonische Sitzungen sowie schriftliche Beschlussfassungen des Aufsichtsrats. Ferner stand der gesamte Aufsichtsrat mit dem Vorstand auch darüber hinaus in engem Gedankenaustausch und wurde von diesem kontinuierlich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichtet. Über Vorkommnisse von besonderer Bedeutung wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen durch den Vorstand informiert; darüber hinaus führten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende regelmäßige Informations- und Beratungsgespräche. Der Aufsichtsrat hat auch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich ohne die Anwesenheit des Vorstands zu besprechen. An den Sitzungen und den sonstigen Beschlussfassungen im Jahr 2013 war der Aufsichtsrat jederzeit beschlussfähig. Zum Teil konnte ein Mitglied des Vorstands entschuldigt nicht anwesend sein. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht eingerichtet. Anhaltspunkte für mögliche Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern traten im Geschäftsjahr 2013 nicht auf.

Vorrangige Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat den beiden Kapitalerhöhungen im Januar und Mai 2013 sowie ferner der strategischen Fokussierung des Unternehmens auf den Geschäftsbereich Media und den damit verbundenen Verkaufsprozess des Mobile Technology Segments. Hierbei hat das Kontrollgremium den Vorstand auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen fortlaufend beratend begleitet.

In seiner Sitzung am 17. Januar 2013 bestätigte der Aufsichtsrat den zuvor vom Vorstand gefassten Beschluss, eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital 2011/I gegen Bareinlagen durchzuführen. Die Kapitalerhöhung wurde zu einem Kurs, der dem Börsenkurs der YOC-Aktie in den letzten Tagen vor dem Beschluss über die Durchführung der Kapitalerhöhung entsprach, abgewickelt. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden 220.000 neue Aktien ausgegeben und ein Erlös in Höhe von 1.870.000 EUR erzielt.

In seiner Sitzung am 17. April 2013 bestätigte der Aufsichtsrat den zuvor vom Vorstand gefassten Beschluss, eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital 2011/I gegen Bareinlagen durchzuführen. Die Kapitalerhöhung wurde zu einem Kurs, der dem Börsenkurs der YOC-Aktie in den letzten Tagen vor dem Beschluss über die Durchführung der Kapitalerhöhung entsprach, abgewickelt. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden 258.500 neue Aktien ausgegeben und ein Erlös in Höhe von 1.292.500 EUR erzielt.

Den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 billigte der Aufsichtsrat nach vorheriger intensiver Diskussion in seiner Sitzung am 22. April 2013.

Mit Datum 26. April 2013 beschloss der Aufsichtsrat, wie zuvor der Vorstand, die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung vom 06. Juni 2013.

Die Entwicklung des Verkaufsprozesses des Gesellschaftssegments Mobile Technology war fortlaufendes Thema der Unterredungen des Aufsichtsrats der YOC AG. Der Vorstand berichtete dem Gremium durchgängig über den Status der Verhandlungen mit den verschiedenen Parteien. Das Vorgehen wurde beispielsweise auf den Präsenzsitzungen vom 21. Juni 2013 und 12. Juli 2013 sowie in telefonischen Sitzungen sowie schriftlichen Beschlussfassungen des Aufsichtsrats festgehalten und diskutiert. Mit Beschluss vom 24. Juli 2013 stimmte der Aufsichtsrat dem Beschluss des Vorstands zu, das Segment Mobile Technology an die Berlin Technologie Holding zu veräußern.

In seiner Aufsichtsratssitzung vom 09. September 2013 beschloss der Aufsichtsrat, Dirk Kraus erneut als Vorstand der YOC AG zu bestellen, nachdem der Alleinvorstand der YOC AG, Dirk Freytag, bereits längere Zeit erkrankt war. Mit dem Ausscheiden von Dirk Freytag zum 30. September 2013 ist Dirk Kraus alleiniger Vorstand der Gesellschaft.

Die letzte Aufsichtsratssitzung des Jahres fand am 23. Oktober 2013 statt. Im Rahmen der Sitzung wurden vornehmlich die Themen Strategie, Liquiditätsplanung sowie Produktentwicklung diskutiert.

Des Weiteren wurde der vom Vorstand der YOC AG vorgelegten und von diesem beschlossenen jährlichen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG nach eingehender Prüfung und Erörterung einstimmig zugestimmt. Dabei hat sich der Aufsichtsrat auch mit den Änderungen in der am 13. Mai 2013 in Kraft getretenen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) befasst.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Der durch den Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den in zusammengefasster Form erstellten Konzern- und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 geprüft und mit einem Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat zudem im Rahmen seiner Prüfung zusammenfassend festgestellt, dass der Vorstand ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechendes Risikomanagementsystem eingerichtet hat und dass dieses grundsätzlich geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die vorstehenden Unterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen wurden in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung am 09. April 2014 umfassend geprüft und erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer ging auch auf Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung ein. Umstände, die die Befangenheit des Abschlussprüfers besorgen lassen, lagen nicht vor.

Den Bericht des Abschlussprüfers nahm der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis und schloss sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat stimmte mit dem Vorstand in seiner Einschätzung der Lage der YOC AG und der YOC-Gruppe überein. Da die eigene Prüfung keine Einwendungen ergab, billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den in zusammengefasster Form erstellten Konzern- und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013. Der Jahresabschluss der YOC AG ist damit festgestellt.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2013 mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. In diesem Zusammenhang hat der Aufsichtsrat auch die Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung überprüft. Weiterhin hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit sowie die Inhalte der Erklärung zur Unternehmensführung, einschließlich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG, erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat haben im März 2014 ihre gemeinsame Entsprechenserklärung erneuert. Die Gesellschaft entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex weitgehend. Die Entsprechenserklärung mit Erläuterungen hinsichtlich der Abweichungen von den Empfehlungen befindet sich als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten des Geschäftsberichts und wurde auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht (http://group.yoc.com/de/investor/corporate-governance/).

Weitere Informationen zur Corporate Governance bei der YOC AG können dem Corporate Governance Bericht entnommen werden, der auf den Seiten 11 bis 16 des Geschäftsberichts veröffentlicht ist.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Mit Wirkung zum 30. September 2013 ist Dirk Freytag aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden. Die bestehenden Aufgaben wurden von dem am 10. September 2013 zum Vorstand der YOC AG bestellten Dirk Kraus übernommen.

Jan Webering schied als Vorstand der Gesellschaft am 24. Juli 2013 mit dem Verkauf des Geschäftsfelds Mobile Technology aus, für das er bis zu diesem Zeitpunkt zuständig war.

Nach Beendigung des Geschäftsjahrs 2012 hat Joachim von Bonin sein Amt als Vorstand der YOC AG zum 31. März 2013 niedergelegt.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit.

Dank an die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der YOC AG

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der YOC AG und aller Konzerngesellschaften für ihren großen Einsatz und die geleistete Arbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Berlin, im Juli 2014

Der Aufsichtsrat

Dr. Nikolaus Breuel, Vorsitzender

Corporate Governance

Corporate Governance hat bei der YOC AG einen hohen Stellenwert: Sie steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle unseres Unternehmens. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen sowie Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung und -kontrolle.

Vorstand und Aufsichtsrat berichten wie folgt über Corporate Governance bei der YOC AG:

Die YOC AG entspricht den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit Ausnahme der Ziffern 3.8 Abs. 3, Ziffer 4.1.5, Ziffer 4.2.1, Ziffer 4.2.2. Abs. 2 S. 3, Ziffer 4.2.3, Abs. 2 Satz 6, Ziffer 5.1.2 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 3, Ziffer 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3, Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3, Ziffer 5.4.3 Sätze 2 und 3, Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 3 und Ziffer 7.1.2 Satz 4. Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG haben die am Ende dieses Berichts aufgeführte Erklärung zum Corporate Governance Kodex (Entsprechenserklärung 2013) verabschiedet. Sie ist auf der Internetseite der YOC AG unter www.yoc.com (Bereich Investor Relations) veröffentlicht.

1. Aktionäre und Hauptversammlung

Die YOC AG berichtet ihren Aktionären viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngesellschaften. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Aktionäre können Gegenanträge zu Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat stellen und Beschlüsse der Hauptversammlung anfechten.

Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit das Gesetz oder die Satzung nicht etwas anderes vorschreibt. Die Satzung kann auf der Internetseite der YOC AG unter www.yoc.com (Bereich Investor Relations) eingesehen werden.

Durch den Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel, insbesondere des Internets, erleichtert der Vorstand den Aktionären die Information über die Hauptversammlung und ermöglicht ihnen durch Stimmrechtsvertreter, ihr Stimmrecht auch in Abwesenheit auszuüben. Alle erforderlichen Berichte und Unterlagen werden den Anteilseignern zuvor auch über die Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

2. Führungs- und Kontrollstruktur

Gemäß dem deutschen Aktienrecht hat die YOC AG eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur, die Vorstand und Aufsichtsrat umfasst. Im dualen Führungssystem sind Geschäftsleitung (Vorstand) und Geschäftskontrolle (Aufsichtsrat) personell strikt getrennt. Eine gleichzeitige Tätigkeit in Aufsichtsrat und Vorstand ist rechtlich nicht zulässig. Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser beiden Organe sind gesetzlich jeweils klar festgelegt. Der Vorstand leitet das Unternehmen, während der Aufsichtsrat den Vorstand berät und überwacht.

2.1 Vorstand

Der Vorstand bestand zum 31. Dezember 2013 aus einem Mitglied. Näheres zu den Mitgliedern des Vorstands im Jahr 2013 und ihre Verantwortungsbereiche finden Sie auf der Seite 78 dieses Geschäftsberichts. Informationen über Aufgabenbereiche und Lebensläufe sind ferner im Internet unter http://group.yoc.com/de/investor/board verfügbar.

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und kontrolliert die Konzerngesellschaften. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet. Er ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zuständig.

Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Compliance sowie über unternehmerische Risiken.

Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Quartalsberichte, der Halbjahres- und der Jahresabschlüsse der YOC AG sowie des Konzernabschlusses. Er sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sowie für ein angemessenes Risikomanagement im Unternehmen.

2.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der YOC AG besteht aus drei Mitgliedern, die gemäß § 101 AktG in Verbindung mit § 10 Abs. 2 der Satzung von der Hauptversammlung für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung bestellt werden, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt gewählt werden. Näheres zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats finden Sie auf der Seite 79 dieses Geschäftsberichts. Ihre Lebensläufe sind ferner im Internet unter http://group.yoc.com/de/investor/board/ verfügbar.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Geschäftsentwicklung und -planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer und eigener Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und nimmt den Konzernabschluss billigend zur Kenntnis. Er bestellt ferner die Mitglieder des Vorstands. Grundlegende Entscheidungen, die die YOC AG betreffen, bedürfen seiner Zustimmung. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands festgelegt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden. Außerdem bedürfen Beratungs-, Dienstleistungs- und andere Verträge zwischen der YOC AG und ihren Tochtergesellschaften einerseits und Mitgliedern des Aufsichtsrats andererseits der Zustimmung des Aufsichtsrats.

3. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den "Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex". Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der YOC AG Anwendung finden, und erläutert Höhe und Struktur des Vorstandseinkommens. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Der Vergütungsbericht beinhaltet außerdem Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts Bestandteile des Konzernanhangs nach § 314 HGB sowie des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

3.1 Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Dabei werden die Größe und die Tätigkeit des Unternehmens, seine wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütungen im branchenspezifischen Vergleichsumfeld berücksichtigt. Die Vergütung ist leistungsorientiert. Sie ist so bemessen, dass sie am Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiches Arbeiten gibt.

Sie setzte sich im Geschäftsjahr 2013 aus einer fixen Grundvergütung, einem variablen Bestandteil, der Teilnahme am YOC Management-Incentive Programm sowie der Teilnahme am virtuellen Aktienoptionsprogramm zusammen.

Die Grundvergütung ist eine fixe, auf das Gesamtjahr bezogene Barvergütung, die an dem Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds ausgerichtet ist und in zwölf monatlichen Raten ausbezahlt wird.

Den variablen Bestandteil bildet eine Barvergütung als Erfolgsbeteiligung, die sich am operativen Ergebnis nach IFRS (EBITDA) der YOC AG orientiert und in der Höhe nach oben begrenzt ist.

Mit der Teilnahme an dem im Jahr 2009 aufgelegten YOC Management-Incentive Programm erhalten - neben anderen Mitarbeitern der Gesellschaft - Mitglieder des Vorstands Bezugsrechte auf Aktien der YOC AG. Die hierbei gewährten Bezugsrechte unterliegen einer mehrjährigen Haltefrist. Die Ausübung der Bezugsrechte erfordert ein Eigeninvestment der Inhaber der Bezugsrechte zu einem Ausübungspreis, der aus dem Börsenkurs der YOC-Aktie zum Zeitpunkt der Ausgabe der jeweiligen Bezugsrechte (Marktwert) abgeleitet wird (siehe hierzu auch unten Ziff. 6) .Die Teilnahme des Vorstands am YOC Management-Incentive Programm zielt dabei darauf, den Beitrag des Vorstands zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern. Durch diese Vergütungskomponente mit gleichzeitig langfristiger Anreizwirkung werden die Interessen des Managements mit denen der Aktionäre sinnvoll verknüpft.

Mit der Teilnahme an dem im Jahr 2012 aufgelegten virtuellen Aktienoptionsprogramm erhalten vom Aufsichtsrat zu bestimmende Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft virtuelle Aktienoptionen (Phantom Stocks). Mit dem virtuellen Aktienoptionsprogramm wird ein auf die tatsächliche Beteiligung der Berechtigten am Eigenkapital der Gesellschaft gerichtetes Aktienoptionsprogramm nachgebildet. Anders als bei einem mit "echten" Aktienoptionen unterlegten Optionsprogramm berechtigen die virtuellen Optionen bei ihrer Ausübung nicht zum Bezug von Aktien an der Gesellschaft, sondern räumen dem Berechtigten nach näherer Maßgabe der Optionsbedingungen einen Anspruch gegen die Gesellschaft auf Zahlung eines bestimmten Geldbetrages in bar ein. Durch die virtuellen Optionen wird keine gesellschaftsrechtliche Beteiligung an der Gesellschaft begründet, insbesondere besteht kein aktienrechtlicher Anspruch auf Informations- oder Teilhaberechte, Stimmrechte oder Teilhabe am Jahresergebnis.

3.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung der YOC AG festgesetzt worden.

Die Vergütung des Aufsichtsrats besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12,5 TEUR für ein Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte dieses Betrages, der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1 ½-fache dieses Betrages. Pro Aufsichtsratssitzung, die eine Präsenzsitzung ist, erhält jedes Aufsichtsratsmitglied einen Betrag von 1,0 TEUR, der Aufsichtsratsvorsitzende das Doppelte und der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1 ½-fache.

Vergütung des Aufsichtsrats für 2013

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Name Feste Vergütung

(in TEUR)
Vorsitzender Gerd Schmitz-Morkramer (bis 06.06.) 10,8
Stellvertreter Peter Zühlsdorff (bis 06.06.) 8,0
Mitglied Oliver Borrmann (bis 06.06.) 5,4
Vorsitzender Dr. Bernhard Heiss (ab 07.06. ; bis 24.10.) 9,6
Stellvertreter Dr. Nikolaus Breuel (ab 07.06.) 10,6
Mitglied Ludwig Prinz zu Salm-Salm (ab 07.06. ; bis 24.10.) 4,8
Gesamt 49,2

Es wurden keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Gremientätigkeit, insbesondere für etwaige Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gewährt.

Die Vergütung wird nach Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, in der der gebilligte Konzernabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt wird, ausbezahlt. Die Vergütung für die Tätigkeit des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 89.614,55 EUR.

4. Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernjahresabschluss und die Zwischenabschlüsse werden nach IFRS aufgestellt. Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Beim Konzernabschluss konnte im Geschäftsjahr 2013 die Frist zur öffentlichen Zugänglichmachung von 90 Tagen nach Geschäftsjahresende gemäß Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht eingehalten werden. Die Gesellschaft wird sich bemühen, der Empfehlung nach Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex Folge zu leisten, kann dies aber für das Jahr 2014 nicht zusichern.

Mit dem Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Niederlassung Berlin, wurde vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich unterrichtet wird und dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Fragestellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichtet.

5. Transparenz

Alle Teilnehmer am Kapitalmarkt werden von der YOC AG einheitlich, umfassend, zeitnah und zeitgleich informiert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse der YOC AG und des YOC-Konzerns erfolgt durch den Geschäftsbericht, den Halbjahresbericht und die Zwischenberichte. Darüber hinaus erfolgen Informationen durch Ad-hoc-Mitteilungen, soweit dies rechtlich erforderlich ist, sowie durch Pressemitteilungen und die Internetseite der Gesellschaft.

Um die Gleichbehandlung aller Kapitalmarktteilnehmer zu gewährleisten, veröffentlicht die YOC AG kapitalmarktrelevante Informationen zugleich auf Deutsch und Englisch auch auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Termine der Finanzberichterstattung werden mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf im Finanzkalender veröffentlicht. Meldepflichtige Änderungen der Zusammensetzung der Aktionärsstruktur gemäß §26 WpHG sowie Erwerb und Veräußerung von Aktien der Personen, die bei der YOC AG Führungsaufgaben wahrnehmen (Directors' Dealings gemäß §15 a WpHG), werden ebenfalls vom Vorstand veröffentlicht.

Nachfolgend wird der Anteilsbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrat, der direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist, aufgelistet:

Anteilsbesitz des Vorstands zum 31. Dezember 2013

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Name Anzahl der Aktien
Dirk Kraus 504.357

6. Nähere Angaben über das Aktienoptionsprogramm der YOC AG

Im Jahr 2009 wurde das YOC Management-Incentive Programm in Höhe von insgesamt bis zu 175.000 Bezugsrechten aufgelegt. Ein Bezugsrecht berechtigt zum Bezug einer Aktie der YOC AG. Die Bezugsrechte zum Erwerb von YOC-Aktien konnten an Mitglieder des Vorstands (bis zu 115.500 Bezugsrechte) und an Mitarbeiter (bis zu 59.500 Bezugsrechte) ausgegeben werden. Die Ausgabe von Bezugsrechten aus dem YOC Management-Incentive Programm konnte in genau definierten Erwerbszeiträumen letztmalig im Geschäftsjahr 2012 erfolgen. Zum 31. Dezember 2013 waren an aktuelle und ehemalige Mitglieder des Vorstands Bezugsrechte zum Erwerb von 113.965 Aktien und an Mitarbeiter Bezugsrechte zum Erwerb von 39.675 Aktien ausgegeben.

Die Bezugsrechte können durch die Berechtigten frühestens drei Jahre nach der jeweiligen Ausgabe eingelöst werden. Der Ausübungspreis der Bezugsrechte orientiert sich am durchschnittlichen Xetra Schlusskurs der YOC-Aktie der letzten acht Börsenhandelstage vor dem Beginn des Erwerbszeitraums. Der Ausübungspreis muss dabei aber mindestens dem Schlusskurs der YOC-Aktie am Tag der Ausgabe des Bezugsrechts entsprechen. Ausübungsvoraussetzung ist unter anderem ein zum Zeitpunkt der Ausübung ungekündigtes Arbeitsverhältnis des Berechtigten sowie die Erfüllung bestimmter Erfolgsziele. Die Erfolgsziele sehen die Steigerung des Börsenkurses der YOC-Aktie vor.

Die Ausübung der Bezugsrechte darf nur in genau definierten Ausübungszeiträumen erfolgen. Die Ausübungszeiträume orientieren sich dabei an der Durchführung der Bilanzpressekonferenz der Gesellschaft und der Veröffentlichung des Berichts über das erste Halbjahr. Die Ausübungszeiträume umfassen jeweils 17 Börsenhandelstage. Alle Berechtigten sind verpflichtet, die Bestimmungen des Insiderrechts einzuhalten. Bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2013 sind keine Bezugsrechte ausgeübt worden.

7. Nähere Angaben über das virtuelle Aktienoptionsprogramm der YOC AG

Im Jahr 2012 wurde das virtuelle Aktienoptionsprogramm der YOC AG vom Aufsichtsrat beschlossen. Unter dem virtuellen Aktienoptionsprogramm können virtuelle Aktienoptionen (Phantom Stocks) an vom Aufsichtsrat zu bestimmende Mitglieder des Vorstands ausgegeben werden. Für jedes Zuteilungsjahr kann dem Optionsberechtigten höchstens die Anzahl an virtuellen Optionen zugeteilt werden, die am entsprechenden Zuteilungstag einer Beteiligung von 2 % am Grundkapital der Gesellschaft entspricht. Kein Optionsberechtigter darf insgesamt eine höhere Anzahl von virtuellen Optionen erhalten als einer Beteiligung von 5 % am Grundkapital der Gesellschaft entspricht. Die Gesamtanzahl der ausgegebenen virtuellen Optionen darf in keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft ausmachen.

Virtuelle Optionen können bis zu zweimal jährlich ausgegeben werden und zwar jeweils innerhalb von einem Monat nach der Veröffentlichung des Zwischenberichts für das dritte Quartal bzw. des Jahresabschlussberichts. Letztmalig können virtuelle Optionen im Ausgabezeitraum des Geschäftsjahres 2017 erworben werden.

Zum Stichtag 31. Dezember 2013 waren keine virtuelle Aktienoptionen im Umlauf.

Die virtuellen Optionen können durch die Berechtigten frühestens drei Jahre nach der jeweiligen Ausgabe ausgeübt werden. Der Ausübungspreis orientiert sich am durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der YOC-Aktie der letzten 30 Tage vor dem Zuteilungstag.

Die Ausübung der virtuellen Optionen darf nur in genau definierten Ausübungszeiträumen erfolgen. Die Ausübungszeiträume orientieren sich dabei wieder an der Veröffentlichung des Halbjahresberichts bzw. des Jahresabschlussberichts sowie der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft. Die Ausübungszeiträume umfassen jeweils 19 Bankarbeitstage.

8. Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 (Entsprechenserklärung 2013)

Nach § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen begründet nicht angewendet wurden oder werden. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) enthält Regelungen unterschiedlicher Bindungswirkung. Neben Darstellungen des geltenden Aktienrechts enthält er Empfehlungen, von denen die Gesellschaften abweichen können; sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen. Nach § 161 AktG müssen Abweichungen von den Empfehlungen des DCGK auch begründet werden. Darüber hinaus enthält der DCGK Anregungen, von denen ohne Offenlegung abgewichen werden kann. Die nachfolgende Erklärung betrifft den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2012 und bezieht sich auf die Anforderungen des DCGK in seiner aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013.

Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG erklären, dass den Empfehlungen "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" grundsätzlich entsprochen wird und in der Vergangenheit entsprochen wurde. Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG beabsichtigen, diese auch in Zukunft zu beachten. Lediglich die folgenden Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden und werden nicht angewendet:

Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK: Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt nicht verbessert werden. Die D&O-Versicherung dient der Absicherung wesentlicher Eigenrisiken der Gesellschaft und allenfalls in zweiter Linie dem Vermögensschutz der Organmitglieder. Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat wurde deshalb ohne Selbstbehalt abgeschlossen.
Ziffer 4.1.5 DCGK: Bei der Besetzung der Führungsfunktionen im Unternehmen berücksichtigt der Vorstand sowohl unternehmensspezifische Gegebenheiten als auch eine angemessene Vielfalt (Diversity). Nach unserer Auffassung schränken die Vorgaben des DCGK jedoch den Vorstand in seiner Auswahl geeigneter Kandidaten für zu besetzende Führungsfunktionen unangebracht ein.
Ziffer 4.2.1 DCGK: Nach Ziffer 4.2.1 des DCGK soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Herr Dirk Freytag hat sein Amt als Vorstand am 30. September 2013 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Der Vorstand der YOC AG besteht seitdem aus nur einer Person.
Ziffer 4.2.2. Abs. 2 S. 3 DCGK: Der Aufsichtsrat soll das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Ziffer 4.2.2, Abs. 2 Satz 2 DCGK wurde mit der Fassung vom 13. Mai 2013 neu in den Deutschen Corporate Governance Kodex aufgenommen. Bis zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung wurden keine Vorstandsvergütungen durch den Aufsichtsrat neu festgelegt. Bei der Festlegung der bestehenden Vorstandsvergütung wurde das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung nicht explizit berücksichtigt.
Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK: Die Vergütung des Vorstands soll insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Ziffer 4.2.3, Abs. 2 Satz 6 DCGK wurde mit der Fassung vom 13. Mai 2013 neu in den Deutschen Corporate Governance Kodex aufgenommen. Bis zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung wurden keine Vorstandsvergütungen durch den Aufsichtsrat neu festgelegt. Die bestehenden Vorstandsverträge weisen in Bezug auf die variablen Vergütungsteile Höchstgrenzen auf, die ggf. nicht vollumfänglich der neuen Kodex-Empfehlung entsprechen.
Ziffer 4.2.3 Abs. 5 DCGK: Abweichend von der Empfehlung des DCGK sind Leistungen anlässlich eines Kontrollwechsels nicht generell auf 150 % des Abfindungs-Caps begrenzt. Eine derartige Begrenzung könnte die Gewinnung von hochqualifizierten Mitarbeitern beeinträchtigen. Entsprechend der Struktur der Vorstandsvergütung könnte sich ein Change of Control-Fall bei der Partizipation der Vorstandsmitglieder am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft durch einen steigenden Kurs der YOC-Aktie auswirken. Vom steigenden Aktienkurs profitieren neben den Berechtigten des Aktienoptionsprogramms aber gerade auch die Aktionäre, sodass diesbezüglich ein Gleichlauf der Interessen von Vorstand und Aktionären gegeben ist.
Ziffer 5.1.2 Abs. 1 sowie Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK: Eine Vorgabe für die Zusammensetzung des Vorstands wie in Ziffer 5.1.2 Abs. 1 DCGK gefordert schränkt den Aufsichtsrat in seiner Auswahl geeigneter Vorstandsmitglieder unangebracht ein. Entsprechendes gilt für eine Zielvorgabe zur Besetzungsstruktur des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK. Wir sind grundsätzlich der Auffassung, dass dies eine zu weitgehende Begrenzung der auf den Einzelfall bezogenen Auswahl geeigneter Aufsichtsratskandidaten darstellt. Zudem beeinträchtigt eine solche Zielvorgabe auch das Recht unserer Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen.
Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 DCGK: Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist durch den Aufsichtsrat nicht festgelegt worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind davon überzeugt, dass die Eignung zur Unternehmensleitung maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit abhängt.
Ziffer 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 DCGK: Die Einrichtung von Ausschüssen, insbesondere die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) und eines Nominierungsausschusses, ist aufgrund der Größe des Aufsichtsrats der YOC AG mit drei Aufsichtsratsmitgliedern schwer handhabbar und entspricht auch nicht den Best Practice Standards. Die durch den DCGK mit der Einrichtung eines Prüfungsausschusses beabsichtigte Steigerung der Effizienz bei der Prüfung der Rechnungslegung würde nicht erreicht, da der Prüfungsausschuss mit nahezu sämtlichen Plenumsmitgliedern besetzt werden müsste. Ebenso müsste der Nominierungsausschuss mit nahezu sämtlichen Plenumsmitgliedern besetzt werden, was zu keiner verbesserten Vorbereitung der Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats zu den Wahlvorschlägen der Anteilseigner führen würde.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt worden. Die Eignung, als Mitglied des Aufsichtsrats den Vorstand überwachen zu können und ebenbürtiger Ansprechpartner des Vorstands zu sein, hängt maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit ab.
Ziffer 5.4.3 Satz 2 DCGK: Nach Ziffer 5.4.3 Satz 2 des DCGK soll ein Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds bis zur nächsten Hauptversammlung befristet sein. Der Antrag auf gerichtliche Bestellung der gegenwärtigen Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht befristet, um Kontinuität und damit effiziente und zielführende Arbeit im Aufsichtsrat zu gewährleisten.
Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 3 DCGK: Die Gesellschaft entspricht den Empfehlungen des DCGK hinsichtlich der Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und des stellvertretenden Vorsitzenden mit der Ausnahme, dass der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen mangels gebildeter Ausschüsse nicht besonders berücksichtigt werden.
Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK: Die Gesellschaft wird sich bemühen, der Empfehlung Folge zu leisten, dass der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen, kann dies jedoch aufgrund des großen Konsolidierungskreises nicht gewährleisten.

Berlin, im März 2014

YOC AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Die YOC-Aktie

Anteilseigner der YOC AG

→ Aktionärsstruktur Stand 31.12.2013

* Die Beteiligung der dkam GmbH ist Dirk Kraus zuzurechnen.

** Die Beteiligung der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH ist Herrn Peter Zühlsdorff zuzurechnen.

→ Entwicklung YOC-Aktie und TecDAX Performance Index

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Entwicklung YOC-Aktie und TecDAX Performance Index YOC AG TecDAX Performance Index
02.01.2013 8,80 831,16
31.12.2013 1,93 1.166,82
Veränderung -78,07 % +40,38 %

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Angaben zur Aktie (in Euro) 2012 2013 Veränderungen
Jahresschlusskurs 8,50 1,93 -77,29 %
Höchstkurs 19,42 10,65 -45,16 %
Tiefstkurs 5,59 0,61 -89,09 %

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Angaben zur Notierung
Aktientyp Inlandsaktie
Handelsplatz Xetra
Börsensegment Prime Standard
Wertpapierkennnummer 593273
ISIN DE0005932735
Anzahl der Aktien zum 31.12.2013 2.858.500

2 KONZERN-LAGEBERICHT

Marktumfeld

Mobile Internet weltweit - Mobile Advertising weiter auf Erfolgskurs

Die weltweite Marktdurchdringung von Smartphones soll laut emarketer bis 2017 auf 69,4 % der Weltbevölkerung ansteigen (2013: 61,1 %). Zwar hat sich die Entwicklung aktuell verlangsamt, aber neue Nutzer aus den Entwicklungsregionen im asiatisch-pazifischen Raum, dem Nahen Osten sowie Afrika werden für weitere Steigerungen sorgen. Bereits im laufenden Jahr benutzen 4,55 Mrd. Menschen ein Smartphone, um mobil ins Internet zu gelangen (emarketer, Smartphone User worldwide 2014). Die Internetnutzung mittels Smartphones hat in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 20 % zugenommen (2013: 70 %; 2012: 50 %). Mit einem Tablet surften etwa 21 % der befragten Deutschen im Internet (2012: 17 %) (Accenture Mobile Web Watch 2013).

Das mobile Internet als vergleichsweise junges Medium, rekrutierte seine Nutzerschaft in der Vergangenheit meist aus Early Adoptern und Trendsettern. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Strukturen denen der Gesamtbevölkerung annähern werden. Mit 54 % liegen Männer bei den Mobile Nutzern anteilsmäßig derzeit leicht vor Frauen (46 %). Momentan steht das Telefonieren bei allen Smartphone Nutzern mit rund 82 % noch auf Platz eins der genutzten Funktionen. Auf Rang zwei und drei folgen bereits die mobile Nutzung von Suchmaschinen (rund 77 %) und von Informationsseiten, wie beispielsweise Wetter Sites oder -Apps (ca. 73 %) (AGOF mobile facts 2013-III).

Mobile Produktsuche, mobile Käufe und mobile Produktempfehlungen sind mittlerweile fester Bestandteil des menschlichen Alltags. Infolge dieser Entwicklung wächst auch der Mobile Advertising-Markt. Die Fachgruppe Mobile im Bundesverband der Digitalen Wirtschaft (BVDW) geht in ihrem "MAC Mobile-Report 2013/02" davon aus, dass die mobilen Investitionen in Mobile Display Ads, Mobile Apps und Tablet Apps in Deutschland deshalb weiter steigen werden (MAC Mobile-Report 2013/02).

Im ersten Halbjahr 2013 haben die werbungtreibenden Unternehmen in Deutschland 44,5 Mio. EUR brutto in Mobile Werbung investiert. Im direkten Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 erzielte die Branche damit ein Plus von 75,6 % (MAC Mobile-Report 2013/02).

Der Mobile Advertising Sektor wächst auch in Europa stetig: die Ausgaben Werbungtreibender für Werbung auf mobilen Endgeräten erreichen neue Höchstwerte. Der sechsten AdEx Benchmark-Studie des IAB Europe zufolge hat sich die gesamte Wertschöpfung im Mobile Advertising Bereich bereits 2012 auf einen Gesamtwert von 392 Mio. EUR gesteigert (IAB Europe's AdEx Benchmark 2012). Bedingt wird diese gesamte Entwicklung im Mobile Advertising durch die stark wachsende Nutzung des mobilen Internets aufgrund der immer größeren Verbreitung von Smartphones sowie kalkulierbarer Datentarife. Die Aktualität von Mobile Advertising zeigt sich zudem in der immer weiter voranschreitenden Integration von neuen Werbetechniken. So entscheiden sich in letzter Zeit immer mehr Werbungtreibende für automatisch gehandeltes mobiles Inventar (IMB Donau-Uni 2013).

Bannerschaltungen sind die häufigste Werbeform auf mobilen Endgeräten und wurden von 63 % der mobilen Internetnutzer gesehen. Coupons wurden von 83 % der Nutzer als informativ oder interessant bewertet. Zwar sind weniger als ein Drittel der Befragten bereit, den eigenen Standort preiszugeben, um an Rabattaktionen teilzunehmen. Erhalten Verbraucher jedoch Werbung von Geschäften, in denen sie sich gerade befinden, empfinden 89 % diese als hilfreich (Accenture Mobile Web Watch 2013).

Im Fokus von premium-basierten Kampagnen stehen vor allem Branding, Image- und Awareness-Ziele der Werbungtreibenden. Um diese zu erreichen sowie eine maximale Reichweite zu erzielen, greifen Media-Agenturen heute auf aufmerksamkeitsstarke interaktive Werbeformate wie beispielsweise das YOC Interactive Video Ad oder das YOC Interactive Cube Ad zurück. Im Rahmen von Werbewirkungsmessungen für seine Kunden konnte YOC den spezifischen Einfluss auf Brandingparameter zudem belegen: Mobile hat beispielsweise einen starken Einfluss auf die Erinnerung des Werbemittels, das Markenimage sowie die Kaufabsicht (YOC Mobile Werbewirkungsforschung zur Kampagne "BECK's Pils 140 Jahre" 2013).

Online und Affiliate Marketing: Aktuelle Entwicklungen

Laut dem "Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2013" des Bundeswirtschaftsministeriums für Wirtschaft und Energie rangiert die digitale Wirtschaft in Deutschland auf Platz fünf der 15 wichtigsten Standorte weltweit. Die USA, Südkorea, Japan und Großbritannien belegen die Plätze eins bis vier. Mit 4,6 % Anteil am Weltmarkt ist die digitale deutsche Wirtschaft nach Umsätzen sogar die Viertgrößte der Welt. Dieser Erfolg basiert auf drei Säulen: der Marktstärke, den infrastrukturellen Voraussetzungen und der Nutzung von Technologien und Services hierzulande.

Die deutsche Internetwirtschaft ist um 10,4 % gewachsen und setzte im Geschäftsjahr 2013 insgesamt knapp 79 Mrd. EUR um. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt entspricht dieser Wert einem Anteil von drei Prozent. Sowohl wertmäßig als auch nach ihrem Anteil am BIP ist die Internetwirtschaft im Vergleich zum letzten Jahr weiter gewachsen (Monitoring Report Digitale Wirtschaft 2013).

Entsprechend der aktuellen Prognose von emarketer wird sich der weltweite e-Commerce-Umsatz im Jahr 2014 rund 20 % erhöhen und somit etwa ein Handelsvolumen in Höhe von 1,5 Billionen Dollar erreichen. Dieser Anstieg ergibt sich vor allem durch die schnell wachsenden Online und Mobile User in Schwellenländern. Zum ersten Mal sollen Verbraucher aus dem asiatisch-pazifischen Raum mehr e-Commerce-Einkäufe tätigen als in Nordamerika, dem bislang größten regionalen e-Commerce-Markt der Welt (emarketer, Global B2C Ecommerce Sales 2014).

In diesem Kontext entwickelte sich der deutsche Markt für Online Marketing im Geschäftsjahr 2013 positiv. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) prognostiziert, dass der Bereich Online-Werbung ein Wachstum von 11 % auf über 7 Mrd. EUR Bruttowerbevolumen erreichen wird. Dabei entfällt der größte Anteil unverändert auf den Bereich der klassischen Online-Werbung, gefolgt von Suchwortvermarktung und Affiliate Netzwerken. Für Affiliate Netzwerke wird ein Zuwachs von 7 % auf 440 Mio. EUR erwartet (OVK Online-Report 2014/01). Um von dieser stabilen Marktentwicklung im e-Commerce zu profitieren, arbeitet die YOC-Gruppe ständig an der Erweiterung ihres Affiliate Netzwerkes belboon. Dazu gehören die Entwicklung neuer Plattform-Features sowie die Akquise weiterer exklusiver Partnerprogramme.

Leistungsspektrum

Mobile Advertising

Der Produktbereich Mobile Advertising umfasst innerhalb der YOC-Gruppe die Vermarktung mobiler Internetseiten und Applikationen von Medienhäusern, Verlagsgruppen, unabhängigen Portalbetreibern sowie Applikationen für internetfähige Endgeräte und generiert mit diesen Werbeerlöse. Im Zuge der gezielten mobilen Vermarktung arbeitet YOC insbesondere mit Media-Agenturen, Kreativagenturen, aber auch direkt mit werbungtreibenden Unternehmen aller Branchen.

Die Abrechnung erfolgt dabei auf TKP- (Tausender-Kontakt-Preis) oder auf Performance-Basis (CpC). So stellt YOC seinen Kunden das komplette Spektrum an mobilen Vermarktungslösungen zur Verfügung. Das YOC Media Network verfügt mit mehreren hundert internationalen Publishern im Portfolio über das größte Premium Media Netzwerk im europäischen Raum. Premium-Titel wie The Sun, Metro, krone.at, Eurosport oder N24 werden vermarktet.

Im Fokus von premium-basierten Kampagnen stehen vor allem Branding-, Image-, und Awareness-Ziele der Werbungtreibenden. Um diese zu erreichen sowie eine maximale Reichweite zu erzielen, greifen Media-Agenturen heute auf aufmerksamkeitsstarke interaktive Werbeformate wie beispielsweise das YOC Interactive Video Ad oder das YOC Interactive Cube Ad zurück. Zudem wird das YOC Mystery Ad aufgrund seines kreativen Ansatzes weiterhin sehr nachgefragt. Das YOC Mystery Ad wurde bei den Cannes Lions 2012 mit einem Löwen in Gold ausgezeichnet. Die Jury bewertete, neben Kreativität und Ausführung, auch die Werbewirkung und Konsumentenbindung der eingereichten Rich Media Kampagne zur Bewerbung des neuen Smartphones Nokia Lumia 800. Das YOC Mobile Advertising Format Mystery Ad wurde darüber hinaus mit einem Effective Mobile Marketing Award ausgezeichnet. Diese Auszeichnungen steigerten die Reputation des Unternehmens.

Im Rahmen von performance-basierten Kampagnen stehen vor allem Conversion-Ziele der Werbungtreibenden. Die Optimierung auf eine hohe Werbemittelklickrate und eine hohe Konversionsrate zur Erzielung bestmöglicher Effektivkosten bei hoher Leistung sind wesentliche Kampagnenmerkmale. Basierend auf dem Cost-per-Click Model übernimmt YOC die kontinuierliche Optimierung im Hinblick auf die wesentlichen Key Performance Indicators (KPI) der Advertiser. Durch zusätzliche Targetingoptionen wie beispielsweise Länder, Operatoren, Geräte-Typen, Betriebssysteme, Tageszeiten und viele mehr lassen sich performance-basierte Buchungen optimal über YOC platzieren. Neben Download-Zielen für Apps lassen sich Website-Aktionen wie Nutzerregistrierungen oder Verkaufsvorgänge messen, ebenso wie Click-to-Call- oder Click-To-Calendar-Aktionen.

Affiliate Marketing

Die YOC-Gruppe betreibt über die Tochtergesellschaft belboon GmbH ihr Affiliate Netzwerk belboon, das zu den drei führenden Affiliate Netzwerken im deutschsprachigen Markt gehört. Der Ausbau der internationalen Geschäftstätigkeit konzentriert sich im internationalen Markt auf Europa, insbesondere Frankreich, Großbritannien und vermehrt auf Spanien.

Ein Affiliate Netzwerk ist eine internetbasierte unabhängige Plattform, die als Marktplatz zwischen Werbungtreibenden und Vertriebspartnern fungiert. Die Werbungtreibenden stellen auf dem Netzwerk-Marktplatz ihre Angebote für die Publisher in sogenannten Partnerprogrammen bereit. In diesen Partnerprogrammen werden die gewünschten Erfolge (Verkauf oder Registrierung) beim Endkunden und die damit verbundenen Provisionen für den Publisher definiert. Die verfügbaren Werbemittel sind ebenfalls im Partnerprogramm hinterlegt. Publisher erwirtschaften nach Vertragsschluss über ein Partnerprogramm ihre Umsätze und Provisionen durch den Einsatz der bereitgestellten Werbemittel auf ihren digitalen Werbeflächen wie Internetseiten, Newslettern oder über Suchmaschinenmarketing. Das Affiliate Netzwerk belboon verantwortet die finanzielle Abwicklung zwischen den Geschäftspartnern und die administrative Technik. Dazu gehört die Erfassung und Zuordnung der erzielten Provisionen über Trackingtechnologien sowie die Bereitstellung einer hoch entwickelten Management- und Controlling-Plattform für Advertiser und Publisher. Die Leistungen von belboon werden branchenüblich rein erfolgsbasiert berechnet, vorrangig auf Basis der umgesetzten Verkaufs- oder Registrierungs-Provisionen.

Geschäftsentwicklung

Mobile Advertising

Die Geschäftsentwicklung im Produktbereich Mobile Advertising lag im Geschäftsjahr 2013 unter dem Marktwachstum. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen konnte das Unternehmen im vierten Quartal 2013 steigende Umsätze verzeichnen. Hingegen konnten die anvisierten Jahresziele insgesamt nicht erreicht werden. Die Gründe hierfür liegen vorrangig an den drastisch veränderten Marktbedingungen innerhalb der Mobile Advertising Industrie, auf die die Gesellschaft nicht rechtzeitig durch eine geeignete Produktstrategie entgegenwirkte. Zudem beeinflussten ausbleibende Volumina aus dem YOC Performance Network sowie ein unerwartet hoher Personalwechsel die Entwicklung des Unternehmens. Nach dem Verkauf des Produktbereichs Mobile Technology im dritten Quartal ist die Gesellschaft nun in der Lage, ihre volle Konzentration auf die Kernkompetenzen im Segment Mobile Advertising zu richten.

Das Wettbewerbsumfeld hat sich 2013 stark verändert: Insbesondere eine zunehmende Automatisierung verbunden mit einer effizienten Datenauswertung wie sie für Targeting-Lösungen oder im Programmatic Buying nötig ist, hält vermehrt Einzug ins Mobile Advertising. YOC begann in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2013, seine technologische Entwicklung in diese Richtungen zu fokussieren, um den Markterfordernissen sowie dem Anspruch der Position eines Marktvorreiters gerecht zu werden.

Trotzdem konnte im vergangenen Geschäftsjahr das internationale Publisherportfolio weiter ausgebaut werden. Im deutschsprachigen Raum kamen beispielsweise Börsennews, Tagesspiegel, Kurier.at oder wetter.tv hinzu. In Großbritannien entschied sich die führende britische Medienmarke Metro für YOC, ebenso wie Europapress aus Spanien. Die Reichweite vergrößerte sich national und international insbesondere im Nachrichtenbereich, aber auch in den Segmenten Lifestyle und Sport. Bereits hier zeigt sich die strategische Neuorientierung auf die Publisher der Gesellschaft.

Dass sich Investitionen von Werbebudgets in das Medium Mobile auszahlen, zeigt YOC in seiner von dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Interrogare ausgeführten Studie zur Jubiläumskampagne "BECK's Pils 140 Jahre". Die Studie zeigt den Zusammenhang zwischen der Wiedererkennung der eingesetzten Werbemittel und der Wahrnehmung innerhalb des mobilen Kanals. Der hohe Brandingeffekt der mobilen Kampagne beeinflusste das BECK's Markenimage nachhaltig in den Punkten "innovativ" und "bevorzugte Biermarke". Die Kauf- und Weiterempfehlungsbereitschaft wurde damit zusätzlich gesteigert.

YOC führte zudem innovative Advertising-Formate wie beispielsweise das YOC Interactive Cube Ad oder das YOC Interactive Video Ad erfolgreich in den Markt ein. Die Mediaagenturen internationaler Kunden wie Austrian Airlines oder O2 integrierten diese direkt in ihre jeweiligen Mediapläne. Beide Werbeformate sind durch ihren interaktiven Ansatz sehr aufmerksamkeitsstark, so dass ein entsprechend positiver Einfluss auf die Click-Through-Rate (CTR) einer Kampagne resultiert. Die CTR lag für die Kampagne von Austrian Airlines bei über 2% und damit überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu Kampagnen ohne interaktive Elemente.

Affiliate Marketing

Die YOC-Gruppe betreibt über die Tochtergesellschaft belboon GmbH ihr Affiliate Netzwerk belboon, das zu den drei führenden Affiliate Netzwerken im deutschsprachigen Markt gehört. Zentraler Bestandteil ist eine onlinebasierte Self-Service Plattform, die es Advertisern als auch Publishern ermöglicht, e-Commerce, Lead-Generierung etc. erfolgsbasiert abzuwickeln. belboon verantwortet die finanzielle Abwicklung zwischen den Geschäftspartnern sowie die administrative Technik, zum Beispiel die Erfassung und Zuordnung der erzielten Provisionen über Trackingtechnologien.

Mobile Affiliate Marketing gewinnt innerhalb des Marketing Mix nachweislich an Bedeutung. Der Hauptgrund hierfür ist die rasante Marktdurchdringung von Tablets und Smartphones. Analog zum Online Marketing befindet sich Mobile Marketing in einem Entwicklungsprozess von der Vergütung in TKP zu einer immer stärker performancebasierten Abrechnung.

Erfolgreiche Umsatztreiber im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Geschäftsfelder Re-Targeting, Performance Display Advertising und Mobile Performance Marketing. Während die Umsatzentwicklung in Deutschland unter den Erwartungen blieb, verlief die Entwicklung auf internationaler Ebene mit einem Umsatzwachstum im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 zufriedenstellend.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die YOC-Gruppe 94 festangestellte Mitarbeiter - im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang in Höhe von rund 58 % (2012: 225 festangestellte Mitarbeiter). Dies ist hauptsächlich durch den Verkauf des Geschäftssegments Mobile Technology im Juli 2013 sowie der damit einhergehenden Fokussierung beziehungsweise Neuausrichtung des Unternehmens zurückzuführen.

Wie bereits in den Vorjahren gestaltete sich die Suche nach Mitarbeitern mit den erforderlichen Kenntnissen und Erfahrungen auch in 2013 als eine herausragende Aufgabe für den Personalbereich, um dem Fachkräftemangel geeignet entgegenzutreten. Im Ergebnis dieses Prozesses verzeichnet die Gesellschaft eine weitere Internationalisierung ihrer Belegschaft.

Internationalisierung

Die YOC-Gruppe profitierte im Geschäftsjahr 2013 von der Präsenz des Unternehmens in den Kernmärkten Europas, dem umfassenden Produktspektrum sowie der langjährigen Marktexpertise. Neben dem Hauptsitz in Berlin verfügt das Unternehmen über vier weitere Dependancen in Großbritannien (London), Spanien (Madrid), Österreich (Wien) und Frankreich (Paris).

Insbesondere die Standorte in Österreich und Spanien wuchsen erwartungsgemäß mit dem Markt für Mobile Advertising. Im britischen Markt konnte YOC nicht an die positive Entwicklung der Vorjahre anknüpfen, da die Gesellschaft nicht die Produkte vorhielt, die dieser sich schnell wandelnde Leadmarkt nachfragte. Im ersten Quartal 2013 verlor die französische Tochtergesellschaft YOC France (ehemals MobilADdict) bedeutende Publisherkunden, sodass ihre Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2013 sehr negativ beeinflusst wurde.

Das Tochterunternehmen belboon GmbH verfolgte mit seinem Affiliate Netzwerk innerhalb der YOC-Gruppe mit der Vergrößerung des Aktionsradius in der D-A-CH-Region sowie international mit Fokus auf Europa (insbesondere Frankreich, Großbritannien und Spanien) konsequent die Sicherung der Unternehmensentwicklung - angelehnt an die steigenden Marktanforderungen im Markt für Online- und Mobile Advertising.

Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur und technologische Integration

YOC verfügt über eine leistungsstarke IT-Systemlandschaft sowie über proprietäre Softwareprodukte mit Hilfe derer die Vermarktung und Auslieferung von speziellen, für mobile Endgeräte entwickelten Werbemitteln ermöglicht wird. Die zugrunde liegenden Technologie-Plattformen werden inhouse entwickelt und zeichnen sich durch Flexibilität, Leistungsstärke, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit aus. Sie verfügen über zahlreiche Schnittstellen, die die Integration vernetzter Anwendungen erlauben. YOC verfügt hierzu über eigene IT-Abteilungen, die die jeweilige Software (beispielsweise YOC Tags und SDKs) betreuen und weiterkonzipieren.

Das Affiliate Marketing Netzwerk belboon gehört zu den führenden Performance Marketing Netzwerken in Europa. Modernste Netzwerk-Technologie der zweiten Generation garantiert erfolgreiches Multi-Channel Online und Mobile Performance Advertising. Neben dem marktführenden Standard der Netzwerk-Plattform verfügt belboon über modernste Tracking-Technologien, um Umsätze sicher zu erfassen. Mit der Kombination aus Fingerprint-, Session-, Cookie-, Post View- und Flash-Tracking wird der Erfolg der Publisher gewährleistet.

Im Jahr 2013 verstärkte sich der Trend hin zu Mobile Affiliate Marketing via Mobile Web und Apps. Für beide Segmente hat belboon inhouse innovative technische Lösungen entwickelt.

Die von YOC verwendeten Datenbank- und Applikationsserver sind in Berlin installiert und werden von der IT-Abteilung von YOC verwaltet. Zusätzlich werden weitere Server aus Sicherheitsgründen in TÜV-zertifizierten Rechenzentren betrieben und ebenfalls von YOC verwaltet sowie von externen Serviceprovidern gehostet.

Entwicklung der Ertragslage

Die YOC-Gruppe hat in den vergangenen Monaten große Veränderungen vollzogen. Dabei liegt der größte Umbruch im Verkauf des Mobile Technology Segments zum 31. Juli 2013.

Dieser führte zum Abgang der Sevenval GmbH aus dem Konsolidierungskreis sowie zum Abgang von Vermögensgegenständen und Schulden, die dem Geschäftssegment Mobile Technology zugeordnet waren. Die Auswirkungen des Verkaufes auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind im Konzernanhang unter Punkt 5 detailliert dargestellt.

Einhergehend mit der Konzentration auf die Kernkompetenzen der Gesellschaft beziehen sich die nachfolgenden Ausführungen ausschließlich auf den fortgeführten Geschäftsbereich Media und die Holding.

Umsatzentwicklung und Gesamtleistung

Der Umsatz der YOC-Gruppe sank im Berichtszeitraum von 21,7 Mio. EUR um 12 % auf 19,0 Mio. EUR.

Die Gesamtleistung sank im Geschäftsjahr 2013 aufgrund deutlich gestiegener sonstiger betrieblicher Erträge unterproportional um 9 % auf insgesamt 20,4 Mio. EUR. Insbesondere die Ausbuchung von Mietverbindlichkeiten durch den Bezug neuer Geschäftsräume in Berlin führte zu einem ergebnisverbessernden Effekt in Höhe von 0,4 Mio. EUR.

Umsatz nach Regionen

Der Umsatz auf dem Heimatmarkt Deutschland konnte mit 9,1 Mio. EUR das Vorjahresniveau halten (2012: 9,1 Mio. EUR). In unseren internationalen Märkten sanken die Umsätze im Geschäftsjahr 2013 um 21 % von 12,6 Mio. EUR auf 10,0 Mio. EUR und stehen für rund 52 % des Gesamtumsatzes (Vorjahr 58 %). Wichtigster internationaler Markt war mit einem Umsatz in Höhe von 5,2 Mio. EUR das Vereinigte Königreich (2012: 6,2 Mio. EUR). Danach folgten Spanien mit 1,8 Mio. EUR (2012: 1,4 Mio. EUR), Österreich mit 1,4 Mio. EUR (2012: 1,1 Mio. EUR) sowie Frankreich mit 1,1 Mio. EUR (2012: 2,6 Mio. EUR). In den sonstigen Auslandsmärkten - darunter USA, Schweiz, Belgien, Italien und Luxemburg - wurden insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 0,8 Mio. EUR (2012: 1,3 Mio. EUR) erzielt.

In Spanien und Österreich konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Umsatzanstiege verzeichnet werden. Gegenläufig entwickelten sich indes die Regionen Frankreich und das Vereinigte Königreich. Aus der Veränderung des Publisher-Portfolios in Frankreich Ende 2012 bzw. im ersten Quartal 2013 ergibt sich für die YOC-Gruppe ein deutlicher Umsatzrückgang in 2013. Der englische Markt entwickelte sich aufgrund des sich schnell verändernden Marktumfeldes nicht planmäßig und konnte somit die Umsätze des Vorjahres nicht festigen.

Rohertrag

Der Materialaufwand sank im Vergleich zur Umsatzentwicklung leicht überproportional um 14 % auf 13,9 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge stieg im Berichtsjahr auf 27 % (Vorjahr: 26 %).

Personalaufwand und Personalentwicklung

Gegenüber dem Vorjahr sank der durchschnittliche Personalbestand der YOC-Gruppe durch Fokussierung auf das Kerngeschäft um 5 % auf 104 Mitarbeiter (2012: 109 Mitarbeiter). Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die YOC-Gruppe 98 festangestellte Mitarbeiter.

Der Personalaufwand lag im Bereich Media mit 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR) über dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere Abfindungen und erhöhte Bonus- und Provisionsaufwendungen zu Beginn des Jahres 2013 führten trotz Mitarbeiterrückgang insgesamt zu einem Anstieg.

Bedingt durch Anpassungen in der Managementstruktur sind in der Holding die Personalaufwendungen um 0,7 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken.

Insgesamt sank der Personalaufwand in 2013 um rund 0,3 Mio. EUR auf insgesamt 7,4 Mio. EUR (-4 %).

Die Personalaufwandsquote, die den Personalaufwand ins Verhältnis zur Gesamtleistung stellt, stieg allerdings auf 36 % (2012: 34 %) an.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2013 stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 4,6 Mio. EUR (Vorjahr 3,5 Mio. EUR) an. Die Rechts- und Beratungskosten wuchsen insgesamt um 0,3 Mio. EUR. Erhöhend wirkte sich in diesem Kontext insbesondere die Beratung im Rahmen des Verkaufes des Geschäftsbereiches Mobile Technology sowie für die durchgeführten Kapitalerhöhungen aus.

Mieterhöhungen ließen die Aufwendungen um 0,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr ansteigen.

Insgesamt beträgt die Relation der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung 22 % (Vorjahr 16 %).

EBITDA

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen im Geschäftsjahr 2013 belief sich auf -5,4 Mio. EUR (Vorjahr -4,8 Mio. EUR).

Das Media Segment weist im Gegensatz zum Vorjahr einen operativen Verlust in Höhe von -2,2 Mio. EUR aus (Vorjahr -1,4 Mio. EUR). Bei rückläufigen Umsätzen stieg die Kostenstruktur signifikant im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an.

Zusammen mit den Aufwendungen aus der Holding Organisation in Höhe von -3,2 Mio. EUR (Vorjahr -3,4 Mio. EUR) entstand dadurch im Geschäftsjahr 2013 insgesamt ein operativer Verlust.

EBT

Das Konzernergebnis vor Steuern liegt im Berichtszeitraum bei -6,6 Mio. EUR (Vorjahr -10,3 Mio. EUR). Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 0,6 Mio. EUR, Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwertes und eines Kundenstamms im Segment Media in Höhe von 0,5 Mio. EUR sowie ein Finanzergebnis in Höhe von -0,1 Mio. EUR beeinflussten das Ergebnis vor Steuern.

Der Rückgang des Finanzergebnisses auf -0,1 Mio. EUR (Vorjahr -0,2 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus der Ablösung der Darlehen zur Finanzierung der in Vorjahren getätigten Akquisitionen.

Ergebnis nach Steuern

Das Konzernergebnis nach Steuern des fortgeführten Geschäftsbereichs beläuft sich im Berichtszeitraum auf -7,3 Mio. EUR (Vorjahr: -11,1 Mio. EUR).

Der nicht zahlungswirksame Steueraufwand ergibt sich nahezu vollständig aus der Minderung aktiver latenter Steuern auf in Deutschland erwirtschaftete Verluste in Höhe von 0,6 Mio. EUR.

Das Ergebnis des verkauften Geschäftsbereiches Mobile Technology beläuft sich auf -3,2 Mio. EUR.

Der verkaufte Geschäftsbereich konnte bis Juli 2013 ein operatives Ergebnis in Höhe von 0,9 Mio. EUR erwirtschaften. Gegenläufig wirkte sich insbesondere die Wertminderung des Firmenwertes des verkauften Geschäftsbereichs im Rahmen der Bewertung nach IFRS 5 in Höhe von 3,1 Mio. EUR aus.

Im Geschäftsjahr 2013 lag das Ergebnis des Gesamtkonzerns nach Steuern bei -10,5 Mio. EUR (Vorjahr -11,3 Mio. EUR).

Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage

Finanz- und Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2013 valutiert die Bilanzsumme der YOC-Gruppe bei 7,7 Mio. EUR und nahm damit im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 (23,1 Mio. EUR) um 66 % ab. Der Rückgang der Bilanzsumme spiegelt im Wesentlichen den Abgang von Vermögenswerten und Schulden in Höhe von 13,9 Mio. EUR aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches Mobile Technology wider.

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte weisen zum Bilanzstichtag einen im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. EUR geringeren Wert in Höhe von 2,2 Mio. EUR aus.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Segment Media in Höhe von 0,5 Mio. EUR wertgemindert.

Zum 31. Dezember 2013 betrugen die übrigen immateriellen Vermögenswerte 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR). Lediglich im Posten selbst erstellte Software waren Zugänge in Höhe von 0,1 Mio. EUR zu verzeichnen. Bei planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR sowie der Wertminderung des Kundenstamms der Region Spanien in Höhe von 0,1 Mio. EUR war somit insgesamt ein Rückgang in Höhe von 0,2 Mio. EUR zu verzeichnen.

Die Sachanlagen gingen um 0,2 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR zurück. In 2013 war der Investitionsbedarf mit 0,1 Mio. EUR gering, somit ist der Rückgang im Wesentlichen mit den in 2013 erfassten Abschreibungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR zu erklären.

Der Verkauf des Geschäftsbereiches Mobile Technology führt in 2013 zur Minderung der aktiven latenten Steuern auf in Deutschland erwirtschaftete Verluste in Höhe von 0,5 Mio. EUR und auf im Ausland erwirtschaftete Verluste in Höhe von 0,2 Mio. EUR.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 5,5 Mio. EUR und sind gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Mio. EUR gesunken. Insgesamt entfallen dabei 13,9 Mio. EUR auf zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Mobile Technology.

Zum 31. Dezember 2013 betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4,0 Mio. EUR. Das entspricht einem Rückgang um 0,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr.

Aufgrund von Optimierungen der Abläufe im Forderungsmanagement sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 18 % überproportional zum Umsatzrückgang (12 %).

In den sonstigen Vermögenswerten basiert der Anstieg in Höhe von 0,7 Mio. EUR nahezu ausschließlich auf der Bilanzierung von Forderungen aus dem Verkauf von Vermögenswerten in Höhe von 0,7 Mio. EUR.

Die liquiden Mittel verzeichneten einen Anstieg in Höhe von 0,3 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR. Zur Analyse der Veränderung des Bestandes an liquiden Mitteln wird auf die Kapitalflussrechnung verwiesen.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2013 beträgt das Eigenkapital der YOC-Gruppe -4,7 Mio. EUR (Vorjahr 2,7 Mio. EUR). Der Rückgang ist auf den Jahresfehlbetrag in Höhe von 10,5 Mio. EUR zurückzuführen.

Gegenläufige Effekte ergeben sich aus der im Februar 2013 mit der Ausgabe von 220.000 neuen Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 EUR durchgeführten Kapitalerhöhung und damit verbundenen Emissionserlösen in Höhe von 1,8 Mio. EUR sowie der im Mai 2013 mit der Ausgabe von 258.500 neuen Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 EUR durchgeführten Kapitalerhöhung und damit verbundenen Emissionserlösen in Höhe von 1,3 Mio. EUR. Die Emissionserlöse aus beiden Kapitalerhöhungen belaufen sich nach Abzug von Transaktionskosten auf insgesamt 3,1 Mio. EUR. Die Abbildung des Management Incentive Programms wirkte sich ebenso erhöhend auf die Kapitalrücklage aus.

Aus Währungsumrechnungen ergab sich durch die Umrechnung der Abschlüsse der britischen Tochtergesellschaften in EUR ein erfolgsneutrales Ergebnis, welches das Eigenkapital ebenfalls leicht erhöhte.

Langfristige Schulden

Zum 31. Dezember 2013 verzeichneten die langfristigen Schulden der YOC-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg in Höhe von 0,3 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Aufnahme eines langfristigen Gesellschafterdarlehens in Höhe von 0,6 Mio. EUR zurückzuführen. Ein gegenläufiger Effekt ergab sich aus der Ausbuchung der Mietverbindlichkeiten aus dem zum 31. Dezember 2013 aufgelösten Mietvertrag des Büros in der Karl-Liebknecht-Str. 1, 10178 Berlin.

Kurzfristige Schulden

Im Geschäftsjahr 2013 sanken die kurzfristigen Schulden um 8,3 Mio. EUR auf 11,7 Mio. EUR.

Dem Rückgang der kurzfristigen Schulden liegen insbesondere zwei Effekte zugrunde. Zum einen sind in Höhe von 4,1 Mio. EUR Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereiches Mobile Technology abgegangen. Zum anderen sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund von planmäßigen Tilgungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR sowie außerplanmäßigen Tilgungen in Höhe von 1,9 Mio. EUR aus den im Rahmen der Veräußerung zugeflossenen Mitteln rückläufig.

Des Weiteren sanken zum 31. Dezember 2013 die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,9 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung wurde im Wesentlichen durch den Rückgang der Materialaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr bedingt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Stichtag um rund 0,7 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR gesunken und enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Personalsachverhalten in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr 1,1 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR).

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen mit 4,7 Mio. EUR Verbindlichkeiten aus noch nicht erhaltenen Eingangsrechnungen (Vorjahr 4,1 Mio. EUR).

Die erhaltenen Anzahlungen enthalten Anzahlungen im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft und sind zum Stichtag leicht um 0,3 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR gesunken.

Cash-Flow

Zum Stichtag beliefen sich die liquiden Mittel der YOC-Gruppe auf 0,5 Mio. EUR. Die Liquiditätszunahme betrug somit 0,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Der Mittelzufluss setzt sich aus dem operativen Cash-Flow in Höhe von -4,8 Mio. EUR, einem Mittelzufluss aus Investitionstätigkeiten in Höhe von 4,4 Mio. EUR sowie aus Mittelzuflüssen aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 0,7 Mio. EUR zusammen. Der negative operative Cash-Flow spiegelt das negative operative Konzernergebnis vor Abschreibungen wider.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 4,4 Mio. EUR. 5,0 Mio. EUR flossen dem Unternehmen als Festkaufpreis aus dem Verkauf des Segmentes Mobile Technology bisher zu. Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die Investitionen in selbst erstellte Software im Zuge der Weiterentwicklung oder Neuentwicklung bestehender Plattformen und Lösungen sowie von Sachanlagen 0,3 Mio. EUR.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von insgesamt 0,7 Mio. EUR setzt sich wie folgt zusammen: Aus dem Zufluss des veräußerten Segments Mobile Technology und unter Berücksichtigung planmäßiger Tilgungsraten wurden vereinbarungsgemäß Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2,5 Mio. EUR in 2013 zurückgeführt. Des Weiteren wurde die der YOC-Gruppe zur Verfügung gestellte Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mio. EUR zum Stichtag 31. Dezember 2013 mit 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) in Anspruch genommen.

Zur Finanzierung der Unternehmensentwicklung und von Investitionen konnten zwei Kapitalerhöhungen mit einem Emissionserlös in Höhe von 3,1 Mio. EUR erfolgreich im abgelaufenen Geschäftsjahr platziert werden.

Darüber hinaus wurde im April 2013 ein Gesellschafterdarlehen von der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt/Main, in Höhe von 0,6 Mio. EUR aufgenommen.

Finanzmanagement

Der YOC-Gruppe steht eine Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mio. EUR zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2013 mit 0,5 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde.

Zur Sicherstellung der Liquidität flossen der Gesellschaft nach dem Bilanzstichtag weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1,0 Mio. EUR zu.

Forschung und Entwicklung

Die Kosten für Forschung und Entwicklung neuer Produkte beziehungsweise technischer Innovationen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR).

Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Durch die seit 2011 im Konzern erlittenen Verluste ist das Eigenkapital in 2013 erstmals negativ. Nach den in den ersten neun Monaten erzielten operativen Verlusten (Q1 2013: -1,2 Mio. EUR, Q2 2013: -2,4 Mio. EUR, Q3 2013: -1,9 Mio. EUR) konnte im vierten Quartal 2013 ein operativer Gewinn von 0,2 Mio. EUR verzeichnet werden. Das operative Ergebnis ist durch Sondereffekte wie die Ausbuchung der Mietverbindlichkeiten aufgrund des Umzugs in ein neues Büro in Berlin im Januar 2014 beeinflusst, so dass ohne diese Sondereffekte ein operativer Verlust erzielt wurde. Im Vergleich zu den Vorquartalen des Geschäftsjahres 2013 konnte jedoch ein beachtlicher Aufwärtstrend festgestellt werden.

Die Liquiditätssituation der YOC-Gruppe ist nach wie vor angespannt. Die Fokussierung des Unternehmens auf ihr Kerngeschäft zeigt erste positive Effekte, die Ergebnisse aus dem operativen Geschäft sind jedoch noch nicht ausreichend, um den Liquiditätsbedarf kurzfristig zu decken. Der Vorstand prüft zur Sicherung des Fortbestands des Unternehmens weitere Möglichkeiten der Fremd- als auch Eigenfinanzierung. Darlehensaufnahmen, Factoring als auch Verkäufe von Vermögenswerten werden in Betracht gezogen.

Ende Dezember 2013 konnte die YOC AG ein im April 2013 in Höhe von 0,6 Mio. EUR ausgereichtes Gesellschafterdarlehen bis Ende 2015 verlängern. Weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. EUR wurden der Gesellschaft im Januar und Februar 2014 zur Verfügung gestellt.

Weitere Erfolge konnten bereits im ersten Quartal 2014 verbucht werden. Durch den Forderungsverzicht eines wesentlichen Gläubigers der Gesellschaft konnte ein Sanierungsgewinn in Höhe von 0,7 Mio. EUR erzielt werden.

Am 03. Juli 2014 wurde ein Vertrag über den Verkauf des gesamten Geschäftsbreichs Affiliate Marketing abgeschlossen.

Prognosebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2013 insgesamt als stabil erwiesen. Dies ergaben die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Demnach war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP jedoch kräftiger gewachsen (2012: 0,7 %; 2011: 3,3 %). Ursächlich dafür sei die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung, die sich auf die deutsche Wirtschaft ausgewirkt habe. Die konjunkturelle Lage habe sich nach der Schwächephase im Winter 2012 im Laufe des Jahres 2013 verbessert (Statistisches Bundesamt 2014).

Für das Geschäftsjahr 2014 sieht das ifo-Institut ausgedrückt in seinem Geschäftsklima-Index positive Tendenzen. Die Rahmenbedingungen in Deutschland sind günstig, da die Unsicherheit bei den Unternehmen gesunken sei. Für die Anleger bleibe dadurch das Interesse an einer vergleichsweise sicheren Investition in Deutschland bestehen. Parallel dazu bessert sich das weltwirtschaftliche Umfeld ebenfalls (ifo Konjunkturprognose 2013/2014). Vor allem die US-Wirtschaft erhole sich, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Die konjunkturelle Dynamik in Schwellenländern wie China und Indien ist ebenfalls hoch. Dieser Entwicklung zuträglich sei, dass die globale Geldpolitik trotz einer Rückführung der Maßnahmen in den USA und erster Leitzinserhöhungen, etwa in Brasilien und Indien, weiterhin extrem expansiv ausgerichtet sein dürfte (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung 2013).

Media

Laut dem "Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2013" des Bundeswirtschaftsministeriums für Wirtschaft und Energie liegt die digitale Wirtschaft in Deutschland auf Rang fünf der 15 wichtigsten Standorte weltweit. Die Informations- und Kommunikationstechnik-Branche (IKT-Branche) in Deutschland setzt jährlich 228 Mrd. EUR um und trägt mit knapp 85 Mrd. EUR mehr zur gewerblichen Wertschöpfung bei als traditionelle Branchen, wie zum Beispiel der Maschinen- oder Automobilbau. Digitale Anwendungen und Technologien sind damit ein Wachstumstreiber der gesamten deutschen Wirtschaft. Wichtig dabei sind Infrastruktur und Rahmenbedingungen. Hier liegt Deutschland auf Platz 4 der Mobilfunkpenetration, da bereits 33 % der Bürger ein Smartphone besitzen (Monitoring Report Digitale Wirtschaft 2013). Der Trend zur Digitalisierung ist auch im deutschen Werbemarkt sichtbar. Insgesamt zog der Werbemarkt in Deutschland 2013 gemäß Nielsen Research wieder an. Nach einer ungleichmäßigen ersten Jahreshälfte haben die Unternehmen im dritten Quartal 2013 ihre Bruttowerbeausgaben um 2,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöht. Als Bilanz der ersten neun Monate steht ein Plus von 0,8 % im Vorjahresverglelch zu Buche (entspricht 18,4 Mrd. EUR). Der Trend zu digitalen Werbeformaten ist auch im Geschäftsjahr 2014 ungebrochen. Das zeigt Nielsen zufolge vor allem die mobile Werbestatistik, die ein Wachstum von über 70 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet (Nielsen 2013).

Der Zuwachs von Mobile Advertising ist zudem eine Folge der steigenden mobilen Produktsuche, Käufe und Produktempfehlungen. Die Fachgruppe Mobile im Bundesverband der Digitalen Wirtschaft (BVDW) geht daher in seinem "MAC Mobile-Report 2013/02" davon aus, dass die mobilen Investitionen in Mobile Display Ads, Mobile Apps und Tablet Apps in Deutschland weiter steigen werden. Mobile Advertising habe den Durchbruch geschafft und sei inzwischen bei vielen Werbungtreibenden fester Bestandteil des Marketing-Mix. Die Dienstleistungsbranche, die Automobilindustrie, Telekommunikations- und Medienunternehmen investierten am meisten in Mobile Advertising. Die höchsten Zuwächse an mobile Spendings verzeichnen im ersten Halbjahr 2013 die Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie. Gegenüber dem Vorjahr stiegen deren Ausgaben um 295 % auf 1,6 Mio. EUR an (MAC Mobile-Report 2013/02). Mittlerweile belegen zahlreiche weitere Studien die Wirksamkeit von Mobile Advertising Kampagnen (zum Beispiel YOC in seiner Studie zur Jubiläumskampagne "BECK's Pils 140 Jahre") und überzeugen so die Werbungtreibenden, diesen direkten Kanal zur Zielgruppe in ihren Media-Mix mitaufzunehmen.

Für 2013 bestätigt der Online-Vermarkterkreis (OVK) seine Prognose, dass der Bereich Online-Werbung ein Wachstum von 11 % auf über 7 Mrd. EUR Bruttowerbevolumen erreichen wird. Dabei entfällt der größte Anteil unverändert auf den Bereich der klassischen Online-Werbung, gefolgt von Suchwortvermarktung und Affiliate-Netzwerken (OVK Online-Report 2014/01).

Die Unternehmen der Digitalen Wirtschaft starten mit viel Optimismus in das Jahr 2014. Sowohl bei Umsatz als auch Beschäftigung wird ein Wachstum erwartet. Das geht aus der aktuellen Expertenumfrage "Trend in Prozent" des BVDW hervor. Bei der Frage, welche Trends und Entwicklungen 2014 einen bedeutenden Einfluss auf die digitale Wirtschaft ausüben werden, stehen die Herausforderungen im Segment Mobile an erster Stelle. Es folgen die Automatisierung des Mediahandels (Programmatic Buying und Selling, Real-Time-Advertising (RTA)) und der Themenkomplex Big Data (BVDW, Trend in Prozent 2014).

In diesem Kontext stehen insbesondere Prognosen für Werbespendings im Mobile Advertising günstig: Für das neue Geschäftsjahr prognostizieren Studien für den westeuropäischen Markt beispielsweise Ausgaben In Höhe von rund 6,4 Mrd. Dollar, das entspricht einem Wachstum in Höhe von 56 % im Vergleich zum Vorjahr. (Statista, Ausgaben Mobile Advertising 2014).

Ausblick

Insgesamt rechnet YOC aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereiches Affiliate Marketing für das kommende Geschäftsjahr im Segment Media mit rückläufigen Umsatzerlösen im zweistelligen Prozentbereich. Aufgrund des Marktwachstums und der Marktpositionierung ist im Bereich Mobile Advertising von einer stabilen Entwicklung auszugehen. Investitionen sind daher insbesondere für die weitere Entwicklung innovativer Technologien und Produkte sowie zur weiteren Internationalisierung geplant. Die YOC-Gruppe rechnet für 2014 mit einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierten operativen Verlust.

Die Liquiditätssituation der YOC-Gruppe ist nach wie vor angespannt. Die Fokussierung des Konzerns auf sein Kerngeschäft zeigt erste positive Effekte. Die Ergebnisse aus dem operativen Geschäft sind jedoch weiterhin nicht ausreichend, um den Liquiditätsbedarf kurz- und mittelfristig aufgrund der anhaltenden Verlustsituation zu decken. Der Vorstand erwartet weiterhin negative operative Cashflows und prüft zur Sicherung des Fortbestands des Unternehmens weitere Möglichkeiten der Fremd- als auch Eigenfinanzierung. Der angespannten Liquiditätssituation soll durch verschiedene Maßnahmen entgegengewirkt werden. Zu diesen Maßnahmen bzw. Ereignissen zählen insbesondere:

der zeitnahe signifikante Liquiditätszufluss aus der Veräußerung des gesamten Geschäftsbereiches ,Affiliate Marketing',
die zeitnahe und erfolgreiche Beitreibung von Außenständen von bis zu maximal EUR 1,7 Mio. aus der variablen Kaufpreiskomponente der Veräußerung des Mobile Technology Segments im Juli 2013,
die erfolgreiche Umsetzung eines Forderungsverzichtes mit einem oder mehreren wesentlichen Gläubigern,
die erfolgreiche Durchführung einer Kapitalmaßnahme in den nächsten sechs bis zwölf Monaten,
die zeitnahe Realisierung einer erheblichen Verbesserung des operativen Ergebnisses und damit die Erreichung des geplanten Geschäftsverlaufs.

Der Fortbestand des Unternehmens hängt davon ab, dass die oben genannten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden und zu einer entsprechenden Liquiditätszufuhr führen.

Chancen- und Risikobericht

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Zur Erreichung ihrer Ziele nutzt die YOC-Gruppe ein ganzheitliches und systematisches Chancen- und Risikomanagement. So ist gewährleistet, dass Chancen erkannt und konsequent genutzt werden können, ohne die damit verbundenen Risiken außer Acht zu lassen.

Die Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements unter Berücksichtigung eines sich schnell verändernden Markt- und Geschäftsumfeldes ist die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Dazu werden unter Abwägung des Rendite-Risiko-Verhältnisses bewusst notwendige Risiken eingegangen, um die gebotenen Marktchancen nutzen und die hierin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können.

Zentraler Bestandteil ist das interne Reporting relevanter operativer Kennzahlen. Dadurch werden Risiken und Chancen frühzeitig erkannt und bewertet. Der Vorstand überwacht die Umsetzung von Maßnahmen zum Risikocontrolling sowie der Realisierung von Chancen in den operativen Einheiten.

Die Angemessenheit der Methoden und Prozesse des Risikomanagements zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken wird in regelmäßigen Abständen überprüft und an interne und externe Entwicklungen angepasst.

Finanz- und Treasury-Risiken sowie bestandsgefährdende Risiken

Die YOC-Gruppe hat zur Planung und Überwachung der Zahlungsströme eine eigene Treasury Funktion eingerichtet. Das Liquiditätsmanagement unterstützt den Vorstand durch die Kontrolle der Geschäftsentwicklung und Zahlungsstromschwankungen bei der Überwachung von Maßnahmen zur Liquiditätssicherung. Die Steuerung erfolgt u. a. über Kennzahlen, die Aufschluss über die Kapitalstruktur des Unternehmens liefern.

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein stringentes Debitorenmanagement entgegengewirkt, das auf die Überwachung der Altersstruktur der Forderungen und das Management von zweifelhaften Forderungen ausgerichtet ist.

Mit einem Liquiditätsbestand in Höhe von 0,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2013 verfügt das Unternehmen über eine im Vergleich zur Unternehmensgröße geringe Liquiditätsreserve. Die Liquiditätssituation der YOC-Gruppe ist angespannt, Stockungen bei der zahlungswirksamen Realisierung von Forderungen können die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen.

Um die Liquiditätssituation zu stabilisieren, konnte Ende Dezember 2013 ein an die YOC AG ausgereichtes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 0,6 Mio. EUR bis Ende 2015 verlängert werden. Weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. EUR wurden der Gesellschaft im Januar und Februar 2014 zur Verfügung gestellt.

Im ersten Quartal 2014 führte ein verhandelter Forderungsverzicht eines Gläubigers zu einem Sanierungsgewinn in Höhe von 0,7 Mio. EUR.

Am 3. Juli 2014 wurde ein Vertrag über den Verkauf des gesamten Geschäftsbereiches Affiliate Marketing abgeschlossen.

Zur Deckung des kurz- bis mittelfristigen Finanzierungsbedarfs werden weitere Kapitalmaßnahmen in künftigen Perioden geprüft. Derzeit werden diverse Möglichkeiten sowohl der Fremd- als auch der Eigenfinanzierung in Betracht gezogen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir insbesondere auf den Abschnitt "Ausblick", in dem die Bestandsgefährdung aufgrund der angespannten Liquiditätssituation dargestellt ist, und der einen Überblick über die künftige Entwicklung gibt. Aufgrund der weiterhin negativen operativen Cashflows versucht der Konzern mit verschiedenen Maßnahmen der angespannten Liquiditätslage entgegenzuwirken. Der Fortbestand des Konzerns hängt ganz entscheidend von der erfolgreichen Durchführung der im Abschnitt "Ausblick" dargestellten Maßnahmen ab. Dazu zählt insbesondere die zeitnahe Verbesserung des operativen Ergebnisses und damit die Erreichung des geplanten Geschäftsverlaufs. Sollten die im Abschnitt "Ausblick" dargestellten Maßnahmen nicht umgesetzt und die Verbesserung der operativen Ergebnisse nicht erreicht werden, ist der Konzern in seinem Fortbestand akut gefährdet.

Markt- und Wettbewerbsrisiko

Die YOC-Gruppe agiert in einem jungen Markt, der sich sehr schnell entwickelt. Dies erfordert einen hohen Grad an Flexibilität von Prozessen und Strukturen. Veränderungen von Markt und Wettbewerbsverhältnissen, wie zum Beispiel. dem Markteintritt neuer Wettbewerber, gehören zu den Risiken, denen die YOC-Gruppe durch ein kontinuierliches Markt- und Unternehmens-Monitoring begegnet. Das Erkennen von Trends und neuen Entwicklungen wird insbesondere durch die Bereiche Marktforschung und Business Development gewährleistet.

Veränderungen ökonomischer Faktoren können durch Auftragsrückgänge insbesondere in der Werbebranche ebenfalls Auswirkungen auf die Entwicklung der YOC-Gruppe haben. Durch das breit gefächerte Angebot an Produkten und Dienstleistungen sowie den diversifizierten Kundenstamm ist die YOC-Gruppe hierfür gut aufgestellt. Das Risiko eines durch gesamtwirtschaftliche Faktoren bedingten Umsatzrückgangs wird als gering eingeschätzt.

Risiko aus Akquisitionen

Die erfolgten Akquisitionen der Tochtergesellschaften stellen nicht nur finanzielle Risiken dar, sondern bergen auch Herausforderungen an die organisatorische Zusammenführung der Gesellschaften. Die unterschiedlichen Unternehmenskulturen und die Gestaltung der organisatorischen Verflechtungen stehen dabei im Fokus, damit Synergien realisiert werden können. Dabei besteht das Risiko, dass Synergien nicht in der geplanten Höhe erreicht werden oder die Tochterunternehmen nicht die geplanten Umsatzrenditen erzielen. Nicht alle Akquisitionen in der Unternehmensgeschichte der YOC-Gruppe haben die gewünschten Resultate erzielt. Dem wird künftig durch eine stärkere personelle und organisatorische Integration in den Konzern entgegengewirkt.

Technologische Risiken

Die YOC-Gruppe verfolgt eine einheitliche IT-Strategie, die eine ständige Überprüfung und Weiterentwicklung der IT-Systeme beinhaltet. Die Geschwindigkeit der technologischen Innovationen im Markt erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und stellt zunehmend ein Risiko dar. Insbesondere fehlt es zum Teil noch an Standards im technologischen Umfeld. Substitut- und Konkurrenzprodukte könnten die Wettbewerbsfähigkeit der YOC-Gruppe schwächen. Deshalb müssen Innovationen vorangetrieben werden, um langfristig erfolgreich zu sein und die Marktstellung auszubauen. Aufgrund der hohen Dynamik im Markt stehen den Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien immer auch Risiken gegenüber, sodass sich getätigte Investitionen auch als unrentabel erweisen können.

Bei der Auswahl der IT-Systeme entscheidet sich die YOC-Gruppe überwiegend für branchenspezifische Standardsoftware namhafter Anbieter. Die Regelungen zur Informationssicherheit umfassen die Implementierung von Verschlüsselungsmechanismen, Firewalls und Virenscannern. Vorsorgemaßnahmen gegen den Ausfall von technischen Anlagen wurden durch den Parallelbetrieb der technischen Applikationen getroffen, sodass Kundenaufträge jederzeit reibungslos abgewickelt werden können. Back Up Systeme sichern zudem den Datenbestand vor einem möglichen Datenverlust und gewährleisten eine konsistente Verfügbarkeit.

Rechtliche Risiken und Haftungsrisiken

Um rechtlichen Risiken vorzubeugen, werden wesentliche Rechtsgeschäfte durch die Einschaltung externer Rechtsanwälte geprüft. Durch einen umfangreichen Versicherungsschutz, der einer laufenden Überprüfung unterzogen wird, sichert sich die YOC-Gruppe gegen Schadensfälle und ein mögliches Haftungsrisiko ab. Die abgeschlossene Directors & Officers Liability Insurance dient zur Absicherung des Managements gegen eventuelle Vermögensschäden am Unternehmen.

Weder die YOC-Gruppe noch eine ihrer Tochtergesellschaften war im Geschäftsjahr 2013 an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten. Auch für das kommende Geschäftsjahr wird mit keiner negativen Entwicklung gerechnet.

Entscheidungen des Gesetzgebers, wie zum Beispiel die Veränderung der Datenschutzregelung, können ebenfalls negative Wirkung auf die Geschäftstätigkeit der YOC-Gruppe haben. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung sind uns jedoch keine für die YOC-Gruppe wesentlichen für die absehbare Zukunft geplanten Gesetzesänderungen bekannt.

Personelle Risiken

Für die erfolgreiche Entwicklung der YOC-Gruppe ist die Gewinnung und nachhaltige Bindung qualifizierter Mitarbeiter an das Unternehmen notwendig. Aufgrund des starken Wachstums des für die YOC-Gruppe relevanten Marktes ist der Arbeitsmarkt für Personal mit den benötigten Kenntnissen und Erfahrungen besonders hart umkämpft. Die Überwachung und Vermeidung des Risikos personeller Engpässe wird durch eine unternehmensweite Personalplanung unterstützt. Durch Personalentwicklungsmaßnahmen und einem regelmäßig vom Vorstand überprüften leistungsbezogenen Vergütungssystem wird die Wettbewerbsfähigkeit im Personalmarkt sichergestellt. Durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wird zudem gewährleistet, dass in jedem Unternehmensbereich mehrere Schlüsselpersonen arbeiten. Vertretungsregelungen und Nachfolgemanagement gewährleisten die Sicherstellung der Geschäftsabläufe und Entscheidungsprozesse.

Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen arbeiten, verpflichten sich, die entsprechenden Vorschriften einzuhalten und mit den Informationen verantwortungsvoll umzugehen.

Planungsrisiken

Planungsrisiken bestehen in der Umsatz- und Kostenprognose. Insbesondere vor dem Hintergrund der Dynamik im Markt basiert die kurz- und mittelfristige Planung auf wesentlichen Schätzungen und Annahmen, vor allem zur Umsatzentwicklung. Die regelmäßige Überprüfung der Annahmen ermöglicht dem Vorstand, auf Planabweichungen zu reagieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Wir verweisen ferner auf den Abschnitt "Ausblick", in dem die Bestandsgefährdung aufgrund der angespannten Liquiditätssituation dargestellt ist und der einen Überblick über die künftige Entwicklung gibt.

Steuerungssysteme

Die internen Steuerungssysteme unterstützen das Management bei der Überwachung und Steuerung der Gesellschaft und des Konzerns. Die Systeme bestehen aus Planungs-, Ist- und Vorschaurechnungen und basieren auf der jährlich überarbeiteten strategischen Planung des Konzerns. Dabei werden insbesondere Marktentwicklungen, technologische Entwicklungen und Trends, deren Einfluss auf die eigenen Produkte und Services sowie die finanziellen Möglichkeiten des Konzerns berücksichtigt.

Das Konzern-Berichtswesen umfasst monatliche Ergebnisrechnungen sowie quartalsweise erstellte IFRS Reportings aller konsolidierten Tochtergesellschaften und stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Unternehmensbereiche dar. Gemäß der Positionierung in den Produktbereichen Mobile Advertising und Affiliate Marketing wird das operative Geschäft des Konzerns im Wesentlichen über die Messgrößen Umsatz, Rohertrag und EBITDA gesteuert.

Kontroll- und Risikomanagementbericht zum Rechnungslegungsprozess

(§289 Abs. 5 und §315 Abs.2 Nr. 5 HGB)

Das bei der YOC AG sowie in der YOC-Gruppe bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoidentifikation, -bewertung und -kommunikation sowie zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess soll zudem über die Ausgestaltung und kontinuierliche Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems die Beachtung der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften und -standards und die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sichergestellt werden. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass die Finanzberichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der YOC AG und der YOC - Gruppe vermittelt.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess. Über eine definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die operative Verantwortung obliegt dem Vorstand. Dieser wird durch die Leitung des Rechnungswesens unterstützt.

Wir erachten folgende Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der YOC-Gruppe im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess für wesentlich:

Verfahren zur Identifikation, Beurteilung und Dokumentation aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Unternehmensprozesse und Risikofelder einschließlich der dazugehörigen Schlüsselkontrollen. Diese umfassen Prozesse des Finanz- und Rechnungswesens sowie administrative und operative Unternehmensprozesse, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich des Lage- und Konzernlageberichts generieren
Prozessintegrierte Kontrollen (EDV-gestützte Kontrollen und Zugriffsbeschränkungen, Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennung, analytische Kontrollen)
Standardisierte Finanzbuchhaltungsprozesse
Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung durch konzernweite Richtlinien und Verfahren
Regelmäßige interne Konzernberichterstattung, Gewinn- und Verlustrechnung sowie monatliche Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Berichterstattung wesentlicher Entwicklungen und Soll-Ist-Abweichungen

Die Wirksamkeit des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird durch regelmäßige präventive Kontrollen geprüft und bewertet. Ein konzernweites Berichtssystem soll die regelmäßige und zeitnahe Information des Vorstands und des Aufsichtsrats gewährleisten. Im Vorstand und im Aufsichtsrat wird regelmäßig über die aktuelle Risikosituation sowie über die Funktionsweise, Wirksamkeit und Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichtet.

Mit den eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist nach Auffassung des Vorstands hinreichend gewährleistet, dass die Rechnungslegungsprozesse im Einklang mit den einschlägigen Rechnungslegungsprinzipien erfolgen.

Angaben zu den Aktien sowie erläuternder Bericht des Vorstands

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 31. Dezember 2013 beträgt das gezeichnete Kapital der YOC AG 2.858.500 EUR und ist eingeteilt in 2.858.500 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien. Dabei verfügt jede Aktie über ein Stimmrecht. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht.

Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen.

Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien

Stimmrechtsbeschränkungen betreffend Aktien der YOC AG oder Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien der YOC AG bestehen nicht.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Die nachfolgend angegebenen direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der YOC AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, basieren auf Stimmrechtsmitteilungen nach § 21 WpHG, die die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 sowie früher erhalten und veröffentlicht hat.

Herr Dirk Kraus, Frankfurt am Main, kontrolliert indirekt eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft in Höhe von insgesamt 17,6 % der Stimmrechte, wobei ihm die Beteiligung der dkam GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von rund 17,6 % zugerechnet wird.
Herr Peter Zühlsdorff, Berlin, kontrolliert nach der letzten der Gesellschaft zugegangenen Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen direkt und indirekt eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft in Höhe von insgesamt 11,0 % der Stimmrechte, wobei ihm die Beteiligung der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von 11,0 % zugerechnet wird.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Hauptversammlung der YOC AG hat am 15. Juli 2009 die Auflage des YOC Management-Incentive Programms beschlossen. Im Rahmen dieses Programms wurden erstmalig im Herbst 2009 Bezugsrechte an die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben. Da die Ausübungsbedingungen des YOC Management-Incentive Programms bislang nicht erfüllt wurden, sind an die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiter der Gesellschaft noch keine Aktien übertragen worden.

Soweit die YOC AG im Rahmen des YOC Management-Incentive Programms Aktien an Mitarbeiter ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitern unmittelbar übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Mitarbeiteraktien zustehenden Rechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Bestimmungen der Satzung ausüben.

Vorschriften zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Die gesetzlichen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG zu finden. Die Satzung der YOC AG sieht in § 7 Abs. 2 der Satzung eine übereinstimmende Regelung vor.

Die Änderung der Satzung kann nach §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 133, 179 Abs. 1 und Abs. 2 AktG durch einen Beschluss der Hauptversammlung herbeigeführt werden, der mit einfacher Stimmenmehrheit und einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst wird.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 17 der Satzung der YOC AG).

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

ERWERB EIGENER AKTIEN

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 ist die Gesellschaft bis zum 15. Juni 2015 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben. Insgesamt dürfen aufgrund dieser Ermächtigung Aktien in einem Volumen von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erworben werden. Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind diejenigen anderen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, anzurechnen. Einzelheiten der Ermächtigung können der Einladung zur Hauptversammlung am 16. Juni 2010 entnommen werden, (siehe. Tagesordnungspunkt 5 sowie den hierzu erstatteten Bericht des Vorstands).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 hielt die Gesellschaft 4.000 eigene Aktien (dies entspricht rund 0,14 % des Grundkapitals).

GENEHMIGTES KAPITAL

Gemäß § 6 Abs. 5 der Satzung der YOC AG besteht ein Genehmigtes Kapital 2013/I:

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juni 2013 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 05. Juni 2018 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.300.000 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.

Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Einzelheiten der Ermächtigung können der Einladung zur Hauptversammlung am 06. Juni 2013 entnommen werden, die auf der Internetseite der YOC AG verfügbar ist (s. Tagesordnungspunkt 6 sowie den hierzu erstatteten Bericht des Vorstands).

Von der in 2011 erteilten Ermächtigung des Vorstands (Genehmigtes Kapital 2011/I) hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 zwei Mal Gebrauch gemacht (in Höhe von 478.500 EUR). Das Genehmigte Kapital 2011/I besteht zum Ende des Geschäftsjahres 2013 somit nicht mehr.

BEDINGTES KAPITAL

Gemäß § 6 Abs. 7 der Satzung der YOC AG ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 175.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 175.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Bedienung des YOC Management-Incentive Programms und der im Rahmen dieses Programms ausgegebenen Bezugsrechte. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Bezugsberechtigten von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Die aus den ausgeübten Bezugsrechten hervorgehenden neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND

Das YOC Management-Incentive Programm sieht für den Fall eines Übernahmeangebots nach §§ 29, 35 WpÜG vor, dass die bereits in einem Optionsvertrag gewährten Bezugsrechte von den Bezugsberechtigten, also den Mitgliedern des Vorstands und den Arbeitnehmern der Gesellschaft, in einem zusätzlichen Ausübungszeitraum am fünften und den zehn nachfolgenden Börsenhandelstagen nach Veröffentlichung des Übernahmeangebots ausgeübt werden können, sofern dadurch die gesetzliche Wartezeit für die erstmalige Ausübung der Bezugsrechte von mindestens zwei Jahren gewahrt bleibt.

Sollte es zum Fall eines Übernahmeangebots vor Ablauf der gesetzlichen Wartefrist von zwei Jahren kommen, wird die Gesellschaft den Mitgliedern des Vorstands den Wert ihrer Bezugsrechte in bar ausgleichen. Entsprechende Entschädigungsvereinbarungen mit Arbeitnehmern der Gesellschaft bestehen nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung

(§289a HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB beinhaltet die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.

Diese Erklärung ist Bestandteil des Lageberichts der YOC AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2013. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung durch den Abschlussprüfer einzubeziehen.

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG gemäß §161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 (Entsprechenserklärung 2013)

Nach § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen begründet nicht angewendet wurden oder werden. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) enthält Regelungen unterschiedlicher Bindungswirkung. Neben Darstellungen des geltenden Aktienrechts enthält er Empfehlungen, von denen die Gesellschaften abweichen können; sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen. Nach § 161 AktG müssen Abweichungen von den Empfehlungen des DCGK auch begründet werden. Darüber hinaus enthält der DCGK Anregungen, von denen ohne Offenlegung abgewichen werden kann. Die nachfolgende Erklärung betrifft den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2012 und bezieht sich auf die Anforderungen des DCGK in seiner aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013.

Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG erklären, dass den Empfehlungen "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" grundsätzlich entsprochen wird und in der Vergangenheit entsprochen wurde. Vorstand und Aufsichtsrat der YOC AG beabsichtigen, diese auch in Zukunft zu beachten. Lediglich die folgenden Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden und werden nicht angewendet:

Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK: Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt nicht verbessert werden. Die D&O-Versicherung dient der Absicherung wesentlicher Eigenrisiken der Gesellschaft und allenfalls in zweiter Linie dem Vermögensschutz der Organmitglieder. Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat wurde deshalb ohne Selbstbehalt abgeschlossen.
Ziffer 4.1.5 DCGK: Bei der Besetzung der Führungsfunktionen im Unternehmen berücksichtigt der Vorstand sowohl unternehmensspezifische Gegebenheiten als auch eine angemessene Vielfalt (Diversity). Nach unserer Auffassung schränken die Vorgaben des DCGK jedoch den Vorstand in seiner Auswahl geeigneter Kandidaten für zu besetzende Führungsfunktionen unangebracht ein.
Ziffer 4.2.1 DCGK: Nach Ziffer 4.2.1 des DCGK soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Herr Dirk Freytag hat sein Amt als Vorstand am 30. September 2013 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Der Vorstand der YOC AG besteht seitdem aus nur einer Person.
Ziffer 4.2.2. Abs. 2 S. 3 DCGK: Der Aufsichtsrat soll das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Ziffer 4.2.2, Abs. 2 Satz 3 DCGK wurde mit der Fassung vom 13. Mai 2013 neu in den Deutschen Corporate Governance Kodex aufgenommen. Bis zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung wurden keine Vorstandsvergütungen durch den Aufsichtsrat neu festgelegt. Bei der Festlegung der bestehenden Vorstandsvergütung wurde das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung nicht explizit berücksichtigt.
Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK: Die Vergütung des Vorstands soll insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Ziffer 4.2.3, Abs. 2 Satz 6 DCGK wurde mit der Fassung vom 13. Mai 2013 neu in den Deutschen Corporate Governance Kodex aufgenommen. Bis zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung wurden keine Vorstandsvergütungen durch den Aufsichtsrat neu festgelegt. Die bestehenden Vorstandsverträge weisen in Bezug auf die variablen Vergütungsteile Höchstgrenzen auf, die ggf. nicht vollumfänglich der neuen Kodex-Empfehlung entsprechen. Ziffer 4.2.3 Abs. 5 DCGK: Abweichend von der Empfehlung des DCGK sind Leistungen anlässlich eines Kontrollwechsels nicht generell auf 150 % des Abfindungs-Caps begrenzt. Eine derartige Begrenzung könnte die Gewinnung von hochqualifizierten Mitarbeitern beeinträchtigen. Entsprechend der Struktur der Vorstandsvergütung könnte sich ein Change of Control-Fall bei der Partizipation der Vorstandsmitglieder am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft durch einen steigenden Kurs der YOC Aktie auswirken. Vom steigenden Aktienkurs profitieren neben den Berechtigten des Aktienoptionsprogramms aber gerade auch die Aktionäre, sodass diesbezüglich ein Gleichlauf der Interessen von Vorstand und Aktionären gegeben ist.
Ziffer 5.1.2 Abs. 1 sowie Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK: Eine Vorgabe für die Zusammensetzung des Vorstands wie in Ziffer 5.1.2 Abs. 1 DCGK gefordert schränkt den Aufsichtsrat in seiner Auswahl geeigneter Vorstandsmitglieder unangebracht ein. Entsprechendes gilt für eine Zielvorgabe zur Besetzungsstruktur des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK. Wir sind grundsätzlich der Auffassung, dass dies eine zu weitgehende Begrenzung der auf den Einzelfall bezogenen Auswahl geeigneter Aufsichtsratskandidaten darstellt. Zudem beeinträchtigt eine solche Zielvorgabe auch das Recht unserer Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen
Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 DCGK: Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist durch den Aufsichtsrat nicht festgelegt worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind davon überzeugt, dass die Eignung zur Unternehmensleitung maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit abhängt.
Ziffer 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 DCGK: Die Einrichtung von Ausschüssen, insbesondere die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) und eines Nominierungsausschusses, ist aufgrund der Größe des Aufsichtsrats der YOC AG mit drei Aufsichtsratsmitgliedern schwer handhabbar und entspricht auch nicht den Best Practice Standards. Die durch den DCGK mit der Einrichtung eines Prüfungsausschusses beabsichtigte Steigerung der Effizienz bei der Prüfung der Rechnungslegung würde nicht erreicht, da der Prüfungsausschuss mit nahezu sämtlichen Plenumsmitgliedern besetzt werden müsste. Ebenso müsste der Nominierungsausschuss mit nahezu sämtlichen Plenumsmitgliedern besetzt werden, was zu keiner verbesserten Vorbereitung der Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats zu den Wahlvorschlägen der Anteilseigner führen würde.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt worden. Die Eignung, als Mitglied des Aufsichtsrats den Vorstand überwachen zu können und ebenbürtiger Ansprechpartner des Vorstands zu sein, hängt maßgeblich von der individuellen Leistungsfähigkeit ab.
Ziffer 5.4.3 Satz 2 DCGK: Nach Ziffer 5.4.3 Satz 2 des DCGK soll ein Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds bis zur nächsten Hauptversammlung befristet sein. Der Antrag auf gerichtliche Bestellung der gegenwärtigen Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht befristet, um Kontinuität und damit effiziente und zielführende Arbeit im Aufsichtsrat zu gewährleisten.
Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 3 DCGK: Die Gesellschaft entspricht den Empfehlungen des DCGK hinsichtlich der Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und des stellvertretenden Vorsitzenden mit der Ausnahme, dass der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen mangels gebildeter Ausschüsse nicht besonders berücksichtigt werden.
Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK: Die Gesellschaft wird sich bemühen, der Empfehlung Folge zu leisten, dass der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen, kann dies jedoch aufgrund des großen Konsolidierungskreises nicht gewährleisten.

Berlin, im März 2014

YOC AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der YOC AG (www.yoc.com) unter "Investor Relations" dauerhaft zugänglich gemacht. Dort finden sich auch ältere Fassungen der Entsprechenserklärung.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

GRUNDSÄTZLICHES

Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist ein prägendes Element der Unternehmenskultur der YOC AG. Hierzu gehört auch die Integrität im Umgang mit Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten, Behörden, Interessengruppen und sonstigen Stakeholdern sowie der Öffentlichkeit.

Die YOC AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance ergibt sich somit aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien- und dem Kapitalmarktrecht sowie aus der Satzung der YOC AG.

Als Dienstleistungskonzern ist die YOC AG darauf angewiesen, durch vorbildliches Verhalten das Vertrauen der Kunden und Geschäftspartner zu gewinnen und zu erhalten. Ziel ist es, glaubhaft, seriös und zuverlässig zu handeln und entsprechend aufzutreten.

TRANSPARENZ

Eine einheitliche, umfassende und zeitnahe Informationspolitik gegenüber Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten, Behörden, Interessengruppen und sonstigen Stakeholdern hat bei der YOC AG einen hohen Stellenwert. Alle Genannten werden von der YOC AG einheitlich, umfassend, zeitnah und zeitgleich informiert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse der YOC AG und des YOC Konzerns erfolgt durch den Geschäftsbericht, den Halbjahresbericht und die Zwischenberichte. Darüber hinaus erfolgen Informationen durch Ad-hoc-Mitteilungen, soweit dies rechtlich erforderlich ist, sowie durch die Internetseiten der Gesellschaft. Alle Meldungen, Präsentationen und Mitteilungen sowie der aktuelle Finanzkalender sind auf der Internetseite der Gesellschaft (www.yoc.com) unter "Investor Relations" einsehbar.

Meldepflichtige Änderungen der Zusammensetzung der Aktionärsstruktur (Stimmrechtsmitteilungen, §§21 ff. WpHG) sowie Erwerb und Veräußerung von Aktien der Personen, die bei der YOC AG Führungsaufgaben wahrnehmen (Directors' Dealings, §15a WpHG), werden ebenfalls vom Vorstand veröffentlicht.

Die YOC AG führt darüber hinaus die vorgeschriebenen Insiderverzeichnisse gemäß §15b WpHG. Die betreffenden Personen wurden und werden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

RISIKOMANAGEMENT

Die YOC-Gruppe ist einer der europaweit führenden Anbieter für Mobile Media und unterliegt als solcher vielen branchen- und unternehmensspezifischen Chancen und Risiken. Die YOC AG verfügt über ein etabliertes, umfassendes und wirksames System, das dem Unternehmen ermöglicht, Chancen und Risiken über alle Funktionen und Geschäftsprozesse hinweg frühzeitig zu erkennen, zu beurteilen, zu berichten und zu handhaben. Ziel dieses Systems ist es, Risiken systematisch und zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erkennen, die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts sowie ihre möglichen qualitativen und quantitativen Auswirkungen einzuschätzen sowie wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Risikomanagement wird regelmäßig auf der Ebene des Vorstands und des Aufsichtsrats erörtert und weiterentwickelt.

Weitere Informationen zum Risikomanagement der Gesellschaft, den speziellen Risiken, denen sie sich ausgesetzt sieht, sowie zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem können dem Risikobericht, der Teil des Konzernlageberichts der Gesellschaft ist, entnommen werden.

Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die YOC AG ist als deutsche Aktiengesellschaft dem deutschen Aktiengesetz unterworfen. Dadurch ist ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat haben eigenständige Kompetenzen, arbeiten jedoch bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben eng und vertrauensvoll zusammen.

VORSTAND

Der Vorstand leitet die Gesellschaft unter eigener Verantwortung. Dabei ist er an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Unternehmensentwicklung verpflichtet. Zu den Aufgaben des Vorstands gehört es, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens festzulegen und die Geschäftsführung für das Unternehmen wahrzunehmen. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der relevanten Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung, arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Geschäftsbereichen. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder leitet jedes Vorstandsmitglied - abgesehen von Entscheidungen, die der Gesamtvorstand zu treffen hat - den ihm zugewiesenen Geschäftsbereich eigenverantwortlich. Näheres regelt die vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand. Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt.

Amtsperioden von Vorstandsmitgliedern dürfen maximal fünf Jahre betragen, wobei eine mehrmalige Bestellung möglich ist. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorstandsvorsitzenden ernennen. Herr Dirk Kraus ist mit Wirkung zum 10. September 2013 zum Vorstand der YOC AG ernannt worden.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und vollständig über wesentliche Sachverhalte in der Geschäftsentwicklung, der Strategie und Planung, der Risikolage des Konzerns sowie über Compliance und berät sich mit dem Aufsichtsrat vor allen wesentlichen strategischen Entscheidungen. Zur gemeinsamen Abstimmung finden gewöhnlich im zweiwöchigen Rhythmus Vorstandssitzungen statt. Darüber hinaus berät sich der Vorstand regelmäßig mit den Mitgliedern der zweiten Führungsebene der Gesellschaft. Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat obliegt die Beratung und Überwachung des Vorstands. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft eingebunden. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands bedürfen seiner Zustimmung. Dazu zählt auch die von der Gesellschaft einmal jährlich erstellte Unternehmensplanung für das Folgejahr (Budget), die vom Vorstand dem Aufsichtsrat präsentiert, mit diesem erörtert und bei Bedarf angepasst wird. Weiterhin erteilt der Aufsichtsrat dem von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag. Der Aufsichtsrat hält mindestens vier Sitzungen im Jahr ab.

Der Aufsichtsrat der YOC AG besteht aus drei Mitgliedern, von denen keines zuvor dem Vorstand der Gesellschaft angehörte. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Die Arbeitsweise des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden gewöhnlich in Präsenzsitzungen gefasst; darüber hinaus sind auch schriftliche, telefonische, fernschriftliche oder mithilfe sonstiger Telekommunikationsmittel durchgeführte Sitzungen und Beschlussfassungen möglich. Der Vorstand der Gesellschaft nimmt regelmäßig an den Sitzungen teil, bei Bedarf werden auch weitere Mitglieder des erweiterten Managements der Gesellschaft zu den Sitzungen geladen. In der ersten Präsenzsitzung eines jeden Jahres nach Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse, in der sogenannten "Bilanzsitzung", nehmen auch die Abschlussprüfer der Gesellschaft an dieser Sitzung teil und erstatten dem Aufsichtsrat ihren Bericht über die abgeschlossene Prüfung.

Tagesordnung und Beschlussanträge für die Aufsichtsratssitzungen werden mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf vor den Sitzungen schriftlich an alle Teilnehmer kommuniziert. Bei der Notwendigkeit von kurzfristigen Beschlüssen werden solche gegebenenfalls im schriftlichen Umlaufverfahren getroffen. Alle Aufsichtsratssitzungen werden schriftlich protokolliert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erläutert jährlich die Tätigkeit des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung und in seinem Bericht an die Aktionäre, welcher im Geschäftsbericht der Gesellschaft abgedruckt wird.

Berlin, im März 2014

YOC AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den "Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex". Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der YOC AG Anwendung finden, und erläutert Höhe und Struktur des Vorstandseinkommens. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Der Vergütungsbericht beinhaltet außerdem Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts Bestandteile des Konzernanhangs nach § 314 HGB sowie des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Dabei werden die Größe und die Tätigkeit des Unternehmens, seine wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütungen im branchenspezifischen Vergleichsumfeld berücksichtigt. Die Vergütung ist leistungsorientiert. Sie ist so bemessen, dass sie am Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiches Arbeiten gibt.

Sie setzte sich im Geschäftsjahr 2013 aus einer fixen Grundvergütung, einem variablen Bestandteil sowie der Teilnahme am YOC Management-Incentive Programm zusammen.

Die Grundvergütung ist eine fixe, auf das Gesamtjahr bezogene Barvergütung, die an dem Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds ausgerichtet ist und in zwölf monatlichen Raten ausbezahlt wird.
Den variablen Bestandteil bildet eine Barvergütung als Erfolgsbeteiligung, die sich am operativen Ergebnis nach IFRS (EBITDA) der YOC AG orientiert und in der Höhe nach oben begrenzt ist. Mangels Erreichen der Erfolgsparameter ist keinem Mitglied des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 eine variable Vergütung gewährt worden.
Mit der Teilnahme an dem im Jahr 2009 aufgelegten YOC Management-Incentive Programm erhalten - neben anderen Mitarbeitern der Gesellschaft - Mitglieder des Vorstands Bezugsrechte auf Aktien der YOC AG. Die hierbei gewährten Bezugsrechte unterliegen einer mehrjährigen Haltefrist. Die Ausübung der Bezugsrechte erfordert ein Eigeninvestment der Inhaber der Bezugsrechte zu einem Ausübungspreis, der aus dem Börsenkurs der YOC-Aktie zum Zeitpunkt der Ausgabe der jeweiligen Bezugsrechte (Marktwert) abgeleitet wird. Die Berücksichtigung des Vorstands am YOC Management-Incentive Programm zielt dabei darauf ab, den Beitrag des Vorstands zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern. Durch diese Vergütungskomponente mit gleichzeitig langfristiger Anreizwirkung werden die Interessen des Managements mit denen der Aktionäre sinnvoll verknüpft.

Als vertragliche Nebenleistung wurden Dirk Freytag und Jan Webering jeweils ein Dienstwagen gestellt.

Vergütung des Vorstand für 2013 (in TEUR)

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Name Feste Vergütung*

(in TEUR)
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

(in TEUR)
Bezugsrechte gewährt in 2009 und 2011 (in Stk.)
Dirk Freytag (Vorstandsvorsitzender bis September 2013) 205 0
Dirk Kraus (seit September 2013) 35 32.655
Jan Webering (bis Juli 2013) 121 32.655
Joachim von Bonin (bis März 2013) 51 100 16.625
Gesamt 412 100 81.935

* inklusive vertragliche Nebenleistungen

Im Geschäftsjahr 2013 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands insgesamt 587 TEUR. Dem Vorstand wurden in 2009 und 2011 insgesamt 81.935 Bezugsrechte gewährt. Einem ehemaligen Mitglied des Vorstands sind weitere 32.655 Bezugsrechte gewährt worden.

Im Geschäftsjahr 2013 erhielt Herr Alexander Sutter aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Vorstand im Jahr 2012 75 TEUR.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung der YOC AG festgesetzt worden.

Die Vergütung des Aufsichtsrats besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12,5 TEUR für ein Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte dieses Betrages, der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1 ½-fache dieses Betrages. Pro Aufsichtsratssitzung, die eine Präsenzsitzung ist, erhält jedes Aufsichtsratsmitglied einen Betrag von 1,0 TEUR, der Aufsichtsratsvorsitzende das Doppelte und der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1 ½-fache.

Vergütung des Aufsichtsrats für 2013 (in TEUR)

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Name Feste Vergütung Sitzungsgeld Gesamt
Gerd Schmitz-Morkramer (Aufsichtsratsvorsitzender bis 06. Juni 2013) 11 4 15
Peter Zühlsdorff (bis 06. Juni 2013) 8 3 11
Oliver Borrmann (bis 06. Juni 2013) 5 2 7
Dr. Bernhard Heiss (Aufsichtsratsvorsitzender ab 06. Juni 2013 bis 24. Oktober 2013) 10 14 24
Dr. Nikolaus Breuel (ab 06. Juni 2013) 11 10 21
Ludwig Prinz zu Salm-Salm (ab 06. Juni 2013 bis 24. Oktober 2013) 5 7 12
Gesamt 50 40 90

Es wurden keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Gremientätigkeit, insbesondere für etwaige Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gewährt.

Die Vergütung für die Tätigkeit des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 90 TEUR.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 13. Januar 2014 wurden durch Beschluss des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg Sacha Berlik und Konstantin Graf Lambsdorff mit sofortiger Wirkung zu Mitgliedern des Aufsichtsrates der YOC AG bestellt.

Im Januar und Februar 2014 reichten Gesellschafter der Gesellschaft Darlehen von insgesamt 1,0 Mio. EUR aus. Dabei entfielen 0,6 Mio. EUR auf Herrn Hilmar Kraus, weitere 0,4 Mio. EUR auf die KJK Management und Beteiligungen GmbH. Die Darlehen werden mit 8,25 % p.a. verzinst.

Im März 2014 ist es der YOC AG gelungen, einen Forderungsverzicht mit einem wesentlichen Gläubiger zu vereinbaren. Die Gesellschaft verzeichnete somit im ersten Quartal 2014 einen Sanierungsgewinn in Höhe von 0,75 Mio. EUR.

Im Januar 2014 hat die YOC AG neue Geschäftsräume in der Rosenstr. 17, 10178 Berlin bezogen. Dies wird in 2014 zu signifikanten Kosteneinsparungen führen.

Anfang Juli 2014 hat die YOC AG einen Vertrag über die Veräußerung des gesamten Geschäftsbereiches Affiliate Marketing abgeschlossen, der zu einem signifikanten Mittelzufluss führt.

Weitere Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

Berlin, 07. Juli 2014

Der Vorstand

Dirk Kraus

3 KONZERN-ABSCHLUSS und Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Konzern-Gesamterfolgsrechnung

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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Euro) Anhang 2013 2012
Umsatzerlöse 6.1 19.003.307 21.720.335
Aktivierte Eigenleistungen 6.2 63.388 237.782
Sonstige betriebliche Erträge 6.3 1.367.223 644.309
Gesamtleistung 20.433.918 22.602.426
Materialaufwand 6.4 13.866.415 16.151.310
Personalaufwand 6.5 7.414.152 7.728.197
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.6 4.568.058 3.495.781
Operatives Ergebnis vor Abschreibungen -5.414.707 -4.772.862
Abschreibungen 7.1/7.2/7.3 1.083.132 5.331.451
Operatives Ergebnis -6.497.839 -10.104.313
Finanzerträge 6.7 18.717 103.874
Finanzaufwendungen 6.7 104.188 269.546
Finanzergebnis -85.470 -165.672
Ergebnis vor Steuern -6.583.309 -10.269.985
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.8 694.317 787.769
Ergebnis nach Steuern fortzuführender Geschäftsbereich -7.277.626 -11.057.754
Ergebnis nach Steuern nicht fortgeführter Geschäftsbereich -3.205.289 -285.661
Periodenergebnis -10.482.916 -11.343.415
Ergebnis je Aktie
Ergebnis je Aktie unverwässert 6.9 -3,83 -5,54
Ergebnis je Aktien verwässert 6.9 -3,83 -5,54
Ergebnis je Aktie fortzuführender Geschäftsbereich
Ergebnis je Aktie unverwässert 6.9 -2,66 -5,40
Ergebnis je Aktien verwässert 6.9 -2,66 -5,40

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Konzern-Gesamtergebnisrechnung (in Euro) Anhang 2013 2012
Ergebnis nach Steuern -10.482.916 -11.343.415
Effekte, die künftig in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden können
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Währungsumrechnung -17.416 28.263
Sonstiges Ergebnis 6.11 -17.416 28.263
Gesamtergebnis -10.500.332 -11.315.152

Konzernbilanz

Aktiva

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in Euro Anhang 31.12.2013 31.12.2012
Langfristige Vermögenswerte 2.228.934 3.772.769
Sachanlagen 7.1 498.211 679.748
Geschäfts- oder Firmenwert 7.2 1.187.866 1.639.739
Immaterielle Vermögenswerte 7.3 541.280 756.613
Latente Steuern 6.8 1.576 696.668
Kurzfristige Vermögenswerte 5.500.335 19.288.287
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.4 3.960.233 4.828.697
Sonstige Vermögenswerte 7.4 971.544 282.009
Steuerforderungen 37.470 43.951
Wertpapiere 0 14.101
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.5 531.087 235.737
Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte 5 0 13.883.792
Summe Vermögenswerte 7.729.269 23.061.055
Passiva
Anhang 31.12.2013 31.12.2012
Eigenkapital -4.678.394 2.702.568
Gezeichnetes Kapital 7.6 2.858.500 2.380.000
Kapitalrücklage 7.6 20.226.168 17.585.298
Gewinnrücklagen 7.6 -27.781.828 -17.298.913
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen 7.6 69.085 86.501
Eigene Aktien 7.6 -50.319 -50.319
Langfristige Schulden 684.414 404.999
Rückstellungen 7.7 64.312 52.297
Sonstige Verbindlichkeiten 7.8 17.545 289.488
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.8 602.557 35.671
Latente Steuern 6.8 0 27.542
Kurzfristige Schulden 11.723.249 19.953.489
Erhaltene Anzahlungen 7.8 1.685.746 1.945.002
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.8 3.008.062 3.867.915
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 7.8 525.296 3.493.677
Sonstige Verbindlichkeiten 7.8 1.318.705 2.045.098
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.8 5.145.530 4.288.505
Steuerschulden 388 157.912
Rückstellungen 7.7 39.522 75.000
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 5 0 4.080.379
Summe Eigenkapital und Schulden 7.729.269 23.061.055

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in Euro Anhang 2013 2012
Ergebnis nach Steuern fortgeführter Geschäftsbereich -7.277.627 -11.057.754
Ergebnis nach Steuern nicht fortgeführter Geschäftsbereich -3.205.289 -285.661
Abschreibungen 4.138.132 7.161.133
Erfolgswirksam erfasste Steuern 901.938 786.834
Erfolgswirksam erfasste Zinsen 85.470 -167.992
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 87.019 39.674
Cash-Earnings -5.270.355 -3.523.766
Verluste aus Anlagenabgängen -852 3.242
Veränderungen Forderungen, Anzahlungen und sonstige Vermögenswerte -99.162 -15.874
Veränderungen Verbindlichkeiten, Anzahlungen und sonstige Schulden -1.055.608 1.228.729
Veränderungen Rückstellungen -193.003 -70.671
Erhaltene Zinsen 2.858 1.354
Gezahlte Zinsen -80.466 -225.678
Gezahlte Steuern -232.209 -93.958
Operativer Cash-Flow 8.1 -4.817.582 -2.696.622
Veräußerung Geschäftssegment Mobile Technology 5.000.000 0
Akquisition von Beteiligungen 0 -588.314
Investitionen in Sachanlagen -177.660 -706.504
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -110.352 -18.556
Auszahlungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte -295.478 -659.603
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 8.1 4.416.510 -1.972.978
Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen 3.162.500 3.117.500
Transaktionskosten aus der Ausgabe von Aktien -100.000 -92.567
Tilgung von Schulden aus Finanzierungsleasing -21.768 -21.503
Darlehensrückzahlung -2.968.380 -603.000
Darlehensaufnahme 600.000 957.610
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 8.1 672.351 3.358.040
Nettozunahme/-abnahme 271.279 -1.311.560
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 8.2 259.808 1.571.368
Finanzmittelfonds zum Ende der Berichtsperiode 8.2 531.087 259.808

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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in Euro Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen Eigene Aktien
per 01.01.2012 1.915.000 15.013.955 -5.955.498 58.237 -50.319
Ergebnis nach Steuern -11.343.415
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen 6.11/9 28.264
Gesamtergebnis -11.343.415 28.264
Ausgabe von gezeichnetem Kapital 465.000 2.652.500
Aktienoptionsprogramm 9.080
Transaktionskosten einschließlich Steuervorteile -90.237
per 31.12.2012 2.380.000 17.585.298 -17.298.913 86.501 -50.319
Ergebnis nach Steuern -10.482.916
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen 6.11/9 -17.416
Gesamtergebnis -10.482.916 -17.416
Ausgabe von gezeichnetem Kapital 7.6/9 478.500 2.684.000
Aktienoptionsprogramm 7.6/9 45.672
Transaktionskosten einschließlich Steuervorteile 7.6/9 -88.802
per 31.12.2013 2.858.500 20.226.168 -27.781.828 69.085 -50.319

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in Euro Gesamt
per 01.01.2012 10.981.376
Ergebnis nach Steuern -11.343.415
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen 28.264
Gesamtergebnis -11.315.152
Ausgabe von gezeichnetem Kapital 3.117.500
Aktienoptionsprogramm 9.080
Transaktionskosten einschließlich Steuervorteile -90.237
per 31.12.2012 2.702.568
Ergebnis nach Steuern -10.482.916
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen -17.416
Gesamtergebnis -10.500.332
Ausgabe von gezeichnetem Kapital 3.162.500
Aktienoptionsprogramm 45.672
Transaktionskosten einschließlich Steuervorteile -88.802
per 31.12.2013 -4.678.394

Es bestehen keine Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.

Anhang

1. Allgemeine Informationen

Die YOC AG ist ein in Berlin, Rosenstr. 17, Deutschland, ansässiges Unternehmen, das als Anbieter für Media (Vermarktung von Media-Paketen und Werbeformaten) international tätig ist.

Die YOC AG ist unter der Kennnummer WKN 593273 / ISIN DE 0005932735 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Der Konzernabschluss der YOC AG zum 31. Dezember 2013 ist unter Anwendung des § 315a HGB gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernabschluss der YOC AG entspricht den IFRS wie sie ab dem 01. Januar 2013 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Ende Juli 2013 wurde das Segment Mobile Technology veräußert. Die Erläuterungen im Anhang beziehen sich für Bilanz sowie Gesamterfolgsrechnung allein auf den fortzuführenden Bereich Media.

Der Vorstand der YOC AG hat den Konzernabschluss am 07. Juli 2014 aufgestellt und zur Vorlage an den Aufsichtsrat der Gesellschaft freigegeben.

2. Anwendung von neuen und geänderten Standards

2.1 Im laufenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2013 sind folgende neue oder überarbeitete Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden:

IFRS 13 - Bemessung des beizulegenden Zeitwertes: Mit dem neuen IFRS 13 liegt erstmals ein Rahmenkonzept für die Bemessung und Bereitstellung von Angaben des Fair Value, sofern diese Angaben von anderen IFRS-Standards erfordert und zugelassen werden, vor. IFRS 13 vereinheitlicht die Definition des Fair Value als den Preis, der im Rahmen einer ordentlichen Transaktion unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erzielt würde oder für die Übertragung einer Schuld zu zahlen wäre. Zudem ersetzt und erweitert der Standard die Anforderungen an die Angaben über Bewertungen des Fair Value in anderen IFRS-Standards, einschließlich IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben." Wesentliche Auswirkungen aus der Erstanwendung für die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben sich nicht. Änderungen ergeben sich insbesondere bei den Anhangsangaben hinsichtlich der Marktwerte sowie der Kategorisierung von Finanzinstrumenten.
IAS 36 - Wertminderung von Vermögenswerten - Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte: Diese Änderung beseitigt die unbeabsichtigten Folgen von IFRS 13 für die Angabepflichten gemäß IAS 36. Darüber hinaus fordert die Änderung eine Angabe des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die unterjährig Wertminderungen oder Wertaufholungen erfasst wurden. Die Änderung ist rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 13 auch angewandt wird.
Änderung von IAS 1 - Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses. Die im sonstigen Ergebnis darzustellenden Posten sind in zwei Kategorien zu unterteilen in Abhängigkeit von dem Bestehen einer Möglichkeit zum Recycling. Für die YOC AG ergeben sich für 2013 lediglich Angabepflichten zu reklassifizierbaren Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses.
Änderung von IFRS 7 - Finanzinstrumente: Angaben

Die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden erweitert die Angabepflichten zu Finanzinstrumenten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen. Für die Gesellschaft liegt kein Anwendungsfall vor.
Änderung des IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer: Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer: Umfassende Überarbeitung des Standards insbesondere hinsichtlich leistungsorientierter Pläne. Für die Gesellschaft liegt kein Anwendungsfall vor.
IAS 32 - Finanzinstrumente: Darstellung: Klarstellung, dass Ertragsteuern auf Ausschüttungen an Inhaber von Eigenkapitalinstrumenten unter die Anwendungsbestimmungen des IAS 12 Ertragsteuern fallen. Für die Gesellschaft liegt kein Anwendungsfall vor.

2.2 Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind

Die nachfolgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2013 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind beziehungsweise für die die Übernahme durch die EU im Endorsementverfahren noch nicht erfolgt ist, werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der YOC-Gruppe haben:

IFRS 10 - Konzernabschlüsse:

Dieser Standard ersetzt die in IAS 27 - Konzern- und Einzelabschlüsse - und SIC 12 - Konsolidierungs-Zweckgesellschaften enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. In diesem Zuge wurde der IAS 27 in Einzelabschlüsse umbenannt. IFRS 10 ändert die Definition von "Beherrschung" dahingehend, dass zur Beurteilung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Hierzu werden umfassende Anwendungsleitlinien zur Beurteilung des Vorliegens von Beherrschung vorgegeben. IFRS 10 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen.
IFRS 11 - Gemeinsame Vereinbarungen:

Zwei Arten von gemeinschaftlichen Vereinbarungen sind im IFRS 11 geregelt: Zum einen Joint Ventures (Teilung des Nettovermögens und Bilanzierung nach der Equity-Methode) und zum anderen gemeinschaftliche Tätigkeiten (Teilung der Rechte an Vermögenswerten und der Pflichten aus Verbindlichkeiten). IFRS 11 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen.
IFRS 12 - Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen: Die Angabepflichten im IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen - werden durch IFRS 12 ersetzt. Unternehmen haben Angaben zu machen, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen zu beurteilen, die mit dem Engagement des Unternehmens bei Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und Zweckgesellschaften verbunden sind. IFRS 12 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen.
IFRS 9 - Finanzinstrumente ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 39 bezüglich der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Die gegenwärtige Fassung des IFRS 9 (im November 2013 geändert) enthält keinen Zeitpunkt des Inkrafttretens, steht jedoch für die vorzeitige Anwendung zur Verfügung. Wenn der endgültige Standard einschließlich aller Phasen veröffentlicht ist, wird der Konzern die Auswirkung in Verbindung mit anderen Phasen quantifizieren.
Änderung von IAS 32 - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden: stellt bestehende Saldierungsregeln klar und ist auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden.
IFRIC 21 - Abgaben: bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung (Regierungsbehörden und ähnlichen Organen) auferlegt wird. Die Interpretation ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen.
Änderung von IAS 39 - Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften: Die Änderung ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Fortführung der Sicherungsbilanzierung in Fällen, in denen als Sicherungsinstrument designierte Derivate aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Bestimmungen auf eine zentrale Clearingstelle übertragen werden (Novation). Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen.

Der Vorstand der YOC AG geht davon aus, dass die oben aufgeführten Standards und Interpretationen bei Vorliegen entsprechender Anwendungsfälle in dem Konzernabschluss des Geschäftsjahres angewendet werden, in dem sie verpflichtend anzuwenden sind.

3. Konsolidierung

3.1 Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die YOC AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochterunternehmen) verfügt oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Gesellschaften mehrheitlich einen wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann beziehungsweise Risiken tragen muss.

Die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss beginnt ab dem Zeitpunkt, an dem die YOC AG die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen Tochterunternehmen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch die Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbes. Vermögenswerte und Schulden, die die Ansatzkriterien des IFRS 3 erfüllen, werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Daraus resultierende Residualgrößen werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Im Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung über das Tochterunternehmen erfolgt die Entkonsolidierung des Tochterunternehmens.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge wie auch die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen, sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden eliminiert.

3.2 Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis der YOC-Gruppe umfasst zum 31. Dezember 2013 die nachfolgenden Gesellschaften:

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Vollkonsolidierte Gesellschaften Anteil

in %
Gehalten über Nr. seit dem
Inland
1 YOC AG, Berlin - - -
2 Moustik GmbH i.L, Berlin 100% 1 01.02.07
3 belboon GmbH, Berlin 100% 1 12.03.08
4 YOC Mobile Advertising GmbH, Berlin 100% 1 11.03.09
Ausland
5 YOC Mobile Advertising Ltd., London, Großbritannien 100% 1 01.01.07
6 Moustik Sprl., Brüssel, Belgien 100% 1 01.02.07
7 Sevenval Ltd., London, Großbritannien 100% 1 27.05.09
8 YOC Central Eastern Europe GmbH, Wien, Österreich 100% 1 01.06.09
9 YOC Spain, S.L., Madrid, Spanien 100% 1 22.09.09
10 YOC France S.A.S (vormals MobilADdict SAS) Paris, Frankreich 100% 1 23.03.11

Die Sevenval GmbH wurde im Rahmen des Verkaufes des Geschäftsbereiches Mobile Technology (siehe Punkt 5) mit Wirkung zum 31. Juli 2013 entkonsolidiert.

Alle Tochterunternehmen der YOC AG werden durch Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

4.1 Allgemeine Grundsätze

Die YOC AG fungiert als Konzernobergesellschaft, die unmittelbar zu 100 % an sämtlichen Unternehmen der YOC-Gruppe beteiligt ist. Die Geschäftsjahre entsprechen für sämtliche Konzerngesellschaften dem Kalenderjahr.

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" nach dem Prinzip der Fristigkeit. Die Bilanzposten werden folglich in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einem Jahr haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Steuerliche Wertansätze werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in TEUR angegeben. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rundungsdifferenzen kommen.

Die Darstellung der Gesamterfolgsrechnung erfolgt in zwei gesonderten Aufstellungen, der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren und der Gesamtergebnisrechnung.

Auf den Konzernabschluss werden die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden mit ihren historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und planmäßig linear gemäß ihrer erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

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Sachanlagen Nutzungsdauer in Jahren
Mietereinbauten 8 - 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 8

Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird zusätzlich ein Wertminderungstest durchgeführt.

Gewinne und Verluste aus Anlageabgängen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Für die Anschaffung von Sachanlagen gewährte Investitionszulagen sowie Zuschüsse der öffentlichen Hand werden zum Zeitpunkt der Gewährung anschaffungskostenmindernd berücksichtigt und über die Nutzungsdauer der Vermögenswerte mittels einer reduzierten Abschreibung beziehungsweise bei Abgang der geförderten Vermögenswerte ergebniswirksam erfasst.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Geschäfts- oder Firmenwert

Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei dem Erwerb eines Tochterunternehmens entsteht, entspricht dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbes, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, über den beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens.

Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Sie werden regelmäßig einmal jährlich und zusätzlich bei Vorliegen einer Indikation für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Sofern eine Werthaltigkeit nicht mehr gegeben ist, werden Geschäfts- oder Firmenwerte auf ihren voraussichtlich erzielbaren Betrag wertgemindert.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten neben erworbenen immateriellen Vermögenswerten auch selbst erstellte immaterielle Posten.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten und soweit zutreffend, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Hierunter fallen sowohl die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen immateriellen Vermögenswerte, soweit sie die Aktivierungsvoraussetzungen des IFRS 3 erfüllen, als auch solche immateriellen Vermögenswerte, die gesondert erworben wurden.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" erfüllen, werden mit den während der Entwicklungsphase dieser Vermögenswerte verursachten Herstellungskosten bewertet. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen ausschließlich direkt zurechenbare Kosten. Forschungskosten sowie nicht aktivierbare Entwicklungskosten werden in den Perioden, in denen sie anfallen, vollständig als Aufwand erfasst.

Sofern immaterielle Vermögenswerte keine unbestimmte Nutzungsdauer aufweisen, werden sie linear über die jeweilige erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Falle selbst erstellter Immaterieller Vermögenswerte beginnt die Abschreibung ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung der Vermögenswerte.

Die Nutzungsdauern betragen:

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Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer in Jahren
Selbst erstellte Software 3
Erworbene Software und Lizenzen 3 - 5
Kundenstämme 7 - 10

Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird zusätzlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Sofern Wertminderungen vorliegen, werden immaterielle Vermögenswerte auf ihren erzielbaren Betrag abgeschrieben.

FORDERUNGEN UND STEUERFORDERUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Kredite und Forderungen" werden am Erfüllungstag bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten - sofern erforderlich - unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen, die sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und den geschätzten künftigen Cash-Flows, die aus dieser Forderung zu erwarten sind, ergeben. Verluste aus der Wertminderung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Bei sonstigen Vermögenswerten, die keine Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 7 sind, erfolgt der Erstansatz zu Anschaffungskosten. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertminderungen folgebewertet. Sämtliche ausgewiesene Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind kurzfristig.

ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks umfassenden Zahlungsmittel werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet. Unter den Zahlungsmitteläquivalenten werden kurzfristige Geldanlagen mit einer Restlaufzeit von bis zu 90 Tagen zusammengefasst, die ein geringes Wertschwankungsrisiko aufweisen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalwert bewertet.

LATENTE STEUERN

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden und den Wertansätzen des Konzernabschlusses sowie auf Verlustvorträge gebildet, um zukünftige Steuerbelastungen und -entlastungen zutreffend zu erfassen.

Für die Bewertung der Steuerlatenzen wurden die erwarteten Steuersätze auf Basis des aktuellen Stands der Gesetze zum Ende des Geschäftsjahres herangezogen. Dabei wurden für die Steuerberechnungen die individuellen Gegebenheiten der einzelnen rechtlichen Einheiten berücksichtigt. Für ausländische Gesellschaften wurden die jeweiligen länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Latente Steuerschulden werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Aktive latente Steuern wurden in den Fällen angesetzt, in denen ihre Realisierbarkeit in naher Zukunft hinreichend sicher erscheint. Die Aktivierung des Steuereffekts von steuerlichen Verlustvorträgen erfolgte in dem Umfang, in dem eine künftige Nutzung der Verlustvorträge wahrscheinlich ist.

Aktive und passive latente Steuern werden in dem Umfang saldiert, in dem ein Rechtsanspruch auf Aufrechnung gegen dieselbe Steuerbehörde besteht.

EIGENKAPITAL

Eigene Anteile werden zu Anschaffungskosten bewertet und erfolgsneutral vom Eigenkapital abgezogen. Der Ausweis erfolgt in der Bilanz in einem gesonderten Posten.

Käufe und Verkäufe sowie Ausgaben und Einziehungen von eigenen Anteilen werden erfolgsneutral erfasst.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn die Verpflichtung wahrscheinlich zu einem zukünftigen Ressourcenabfluss führt und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt zum erwarteten Erfüllungsbetrag, wobei langfristige Rückstellungen zum Barwert angesetzt werden. Für die Berechnung des Barwertes werden die Rückstellungen auf Basis eines risiko- und laufzeitadäquaten Marktzinses auf den Bilanzstichtag diskontiert.

ERHALTENE ANZAHLUNGEN, VERBINDLICHKEITEN UND STEUERSCHULDEN

Die im Anhang erläuterten Verbindlichkeiten umfassen erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten sowie Steuerschulden.

Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IFRS 7 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzschulden, variable Kaufpreisbestandteile, derivative Finanzinstrumente, Verbindlichkeiten aus nicht erhaltenen Eingangsrechnungen und Verbindlichkeiten aus der Anwendung der POC-Methode.

Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Direkt dem Erwerb von finanziellen Verbindlichkeiten (die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) zuordenbare Transaktionskosten werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Die Folgebewertung langfristiger Verbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Die Folgebewertung kurzfristiger Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag ohne Abzinsung.

Verbindlichkeiten aus variablen Kaufpreisen werden gemäß IFRS 3 mit dem beizulegenden Zeitwert des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages bewertet, der bei einer Laufzeit über einem Jahr auf den Barwert abgezinst wird.

Der Ansatz von Steuerschulden erfolgt in Höhe der erwarteten Steuerzahlungen.

ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGEN MIT AUSGLEICH DURCH EIGENKAPITALINSTRUMENTEN

Der ersten und zweiten Führungsebene im YOC-Konzern werden im Rahmen des YOC Management Incentive-Programms Bezugsrechte auf YOC-Aktien gewährt.

Diese werden zum beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstrumentes am Tag der Gewährung bewertet und linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Personalaufwand über die Kapitalrücklage erfasst.

Zu jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung bezüglich der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden, überprüft. Die Auswirkungen der Änderungen der ursprünglichen Schätzungen sind, sofern vorhanden, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam unter Anpassung der Kapitalrücklage zu erfassen.

UMSATZERLÖSE UND AUFWENDUNGEN

Die YOC-Gruppe generiert ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus der Erbringung von Dienstleistungen. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, so dass der aus den Dienstleistungen resultierende wirtschaftliche Nutzen des Konzerns periodengerecht zugeordnet wird.

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung bewertet und um Beträge aus Bonusvereinbarungen mit Kunden, gewährte Rabatte oder ähnliche Abzüge gekürzt.

Dienstleistungsverträge über kundenspezifische Software

Zuverlässig schätzbare Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen über kundenspezifische Software werden nach der Percentage-of-completion-Methode in Höhe des erreichten Fertigstellungsgrades erfasst. In 2012 und 2013 betrifft dies ausschließlich den nicht fortgeführten Geschäftsbereich.

Zur Ermittlung des Fertigstellungsgrades werden die Auftragskosten der bereits erfolgten Leistung den zu erwartenden Gesamtauftragskosten ins Verhältnis gesetzt.

Ist das Ergebnis eines Auftrags nicht verlässlich schätzbar, werden die Umsatzerlöse nur in Höhe der bereits entstandenen und wahrscheinlich einbringlichen Auftragskosten erfasst.

Sollten die erwarteten gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, ist dieser erwartete Verlust als Aufwand erfasst. Die Erfassung der Auftragskosten erfolgt periodengerecht.

Übersteigen die angefallenen Auftragskosten zuzüglich ausgewiesener Gewinne abzüglich ausgewiesener Verluste den Wert der Abrechnung nach Fertigstellungsgrad, wird der Überschuss als Aktivposten innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gezeigt. Der Ausweis als Passivposten erfolgt innerhalb der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, wenn der Wert der Abrechnung nach Fertigstellungsgrad die angefallenen Auftragskosten zuzüglich ausgewiesener Gewinne abzüglich ausgewiesener Verluste übersteigt.

Werden noch nicht begonnene Aufträge bereits bezahlt, wird der Betrag als erhaltene Anzahlung erfasst. Vom Kunden noch nicht bezahlte Teilabrechnungen für bereits erbrachte Leistungen aus einem Dienstleistungsvertrag werden in der Bilanz als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Lizenzumsätze

Darüber hinaus realisiert die YOC-Gruppe Umsätze aus der Lizensierung von Softwarelösungen. Diese werden im Falle einer Nutzungsüberlassung periodengerecht über die Laufzeit des Lizenzvertrages vereinnahmt. Im Falle der Veräußerung von Lizenzen gilt der Umsatz zum Zeitpunkt der Veräußerung als realisiert. In 2012 und 2013 fielen Lizenzumsätze lediglich im verkauften Geschäftsbereich Mobile Technology an.

Umsätze im Bereich Affiliate Marketing und Mobile Advertising

Umsätze im Bereich Affiliate Marketing und Mobile Advertising werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst und brutto ausgewiesen. Die zugehörigen Publishervergütungen werden periodengerecht als bezogene Leistungen im Materialaufwand ausgewiesen.

ZINSEN

Zinsaufwendungen für Darlehen werden erfolgswirksam gemäß der Effektivzinsmethode erfasst.

LEASING

In der YOC-Gruppe bestehen sowohl Finanzierungs- als auch Operating-Leasingverhältnisse.

Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen werden die verursachten Aufwendungen linear über die Vertragslaufzeit als Aufwand erfasst.

Bei Gewährung von Anreizleistungen, um ein Operating-Leasingverhältnis einzugehen, werden diese linear über die Vertragslaufzeit verteilt, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht dem tatsächlichen Nutzenverlauf.

Vermögenswerte, erworben im Rahmen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Für die Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird ein entsprechender Betrag unter den Verbindlichkeiten passiviert.

4.2 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen, welche die Zukunft betreffen und naturgemäß nicht den später eintretenden Verhältnissen entsprechen müssen. Diese Annahmen und Einschätzungen wirken sich auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden sowie von Erträgen und Aufwendungen aus. Die Einschätzungen und Annahmen dieses Konzernabschlusses beruhen auf Erfahrungswerten sowie weiteren Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als plausibel und kaufmännisch vernünftig angesehen werden. Da Annahmen und Schätzungen von tatsächlichen Werten abweichen und einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können, unterliegen Annahmen und Einschätzungen einer regelmäßigen Überprüfung. Wesentliche Schätzungen und Annahmen werden insbesondere bei folgenden Sachverhalten getroffen:

Variable Kaufpreisbestandteile aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Mobile Technology

Der Verkauf des Geschäftsbereichs Mobile Technology beinhaltet einen variablen Kaufpreisbestandteil (Earn-Out) von bis zu 1,5 Mio. EUR. Der Earn-Out ist an das Erreichen einer im Kaufvertrag festgelegten Bandbreite des EBITDA des Geschäftsbereiches Mobile Technology für das Kalenderjahr 2013 geknüpft. Nach vorsichtiger Schätzung des Vorstands auf Basis von Hochrechnungen wird derzeit von dem Erreichen des Mindest-EBITDA ausgegangen.

Eine abschließende Bewertung des Erreichens der Voraussetzungen für den Earn-Out steht aus und wird voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2014 erfolgen. Insgesamt bewegt sich der Earn-Out in einem Korridor von 0 bis 1,5 Mio. EUR. Infolgedessen besteht für die YOC AG ein potentielles Risiko der Ausbuchung der Kaufpreisforderung sowie der Chance zur Erhöhung des Kaufpreises auf bis zu 1,5 Mio. EUR.

Wertminderungen

Die YOC AG überprüft die Geschäfts- oder Firmenwerte einmal jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten, die auf Wertminderungen hindeuten, auf mögliche Wertminderungen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus a) dem beizulegendem Zeitwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und b) dem Nutzungswert. Die Gesellschaft bestimmt diese Werte grundsätzlich mittels Discounted-Cash-Flow-Bewertungen. Diesen diskontierten Zahlungströmen liegen Fünf-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf Finanzplänen aufbauen. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten und des Nutzungswertes basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze und Steuersätze (siehe auch Punkt 6.2).

Sofern Immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderungen überprüft werden, ist die Bestimmung des erzielbaren Betrages gleichermaßen mit Schätzungen verbunden.

Nach den in Vorjahren erfassten Wertminderungen wurden in 2013 weitere 0,5 Mio. EUR erfolgswirksam erfasst (siehe auch Punkt 7.2).

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht (siehe auch Punkt 6.8). Dabei werden die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit und die Ergebnisauswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen einbezogen. Auf Basis des geplanten künftigen steuerpflichtigen Einkommens beurteilt die Unternehmensleitung zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern. Da künftige Unternehmensentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch die Unternehmensleitung entziehen, sind Annahmen zur Schätzung von künftigem steuerpflichtigem Einkommen sowie über den Zeitpunkt der Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich. Schätzgrößen werden in der Periode angepasst, in der ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen. Sofern die Unternehmensleitung davon ausgeht, dass aktive latente Steuern teilweise oder vollständig nicht realisiert werden können, erfolgt eine Wertberichtigung in entsprechender Höhe.

Aufgrund der anhaltenden Verlustsituation setzt die Gesellschaft derzeit aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge nur insoweit an, wie passive latente Steuern aus temporären Differenzen bestehen (siehe auch 6.8).

4.3 Kapitalmanagement und Going Concern

Der Vorstand wird durch regelmäßiges Reporting von Kennzahlen, wie der Eigenkapitalquote, über die Entwicklung des Eigenkapitals der YOC-Gruppe informiert. Ziel ist es, kurz- bis mittelfristig den Finanzierungsbedarf durch Eigenkapital zu decken und die vollständige Rückführung des Fremdkapitals voranzutreiben. Zudem findet ein regelmäßiges Monitoring von Liquiditätsrisiken statt, um Zahlungsstromschwankungen zu analysieren und Liquiditätsengpässe rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses geht der Vorstand mit Ausnahme der folgenden Gesellschaften von der Unternehmensfortführung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften aus. Aufgrund der Einstellung der operativen Tätigkeiten der Sevenval Ltd. und der Moustik GmbH ist für diese Gesellschaften eine Liquidation geplant. Die Moustik SPRL wurde im März 2014 liquidiert. Daraus werden keine wesentlichen Effekte für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt grundsätzlich unter der Going-Concern-Annahme. Nichtsdestotrotz ist die Liquiditätssituation des Unternehmens angespannt und infolge dessen der Fortbestand des Unternehmens gefährdet.

Um die Liquidität zu verbessern, konnten zwei Kapitalerhöhungen mit einem Emissionserlös von 3,1 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr platziert werden.

Im Juli 2013 wurde ein Teil des Festkaufpreises in Höhe von 5,0 Mio. EUR aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches Mobile Technology zur Rückführung sämtlicher zum Verkaufszeitpunkt verbliebener Akquisitionsdarlehen in Höhe von 1,9 Mio. EUR genutzt.

Zum 31. Dezember 2013 verblieb der YOC AG eine Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Sie valutierte zum Bilanzstichtag bei 0,5 Mio. EUR. Im vierten Quartal 2013 betrug die variable Verzinsung 3,5 %.

Ende Dezember 2013 konnte die YOC AG ein im April 2013 in Höhe von 0,6 Mio. EUR ausgereichtes Gesellschafterdarlehen bis Ende 2015 verlängern. Weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. EUR wurden der Gesellschaft im Januar und Februar 2014 zur Verfügung gestellt.

Im März 2014 konnte die Gesellschaft mit einem wesentlichen externen Gläubiger einen Forderungsverzicht in Höhe von 0,75 Mio. EUR vereinbaren und dadurch einen Sanierungsgewinn in Höhe von 0,75 Mio. EUR erzielen.

Anfang Juli 2014 hat die YOC AG einen Vertrag über die Veräußerung des gesamten Geschäftsbereiches Affiliate Marketing abgeschlossen, der zu einem signifikanten Mittelzufluss führt.

Bezüglich der Liquiditätsrisiken verweisen wir zusätzlich auf die Abschnitte "Vermögens- und Finanzlage" sowie "Chancen- und Risikobericht" im Konzernlagebericht.

4.4 Währungseffekte und Währungsumrechnung

Die funktionale Währung des Mutterunternehmens und die Darstellungswährung des Konzerns ist der Euro.

Sofern Geschäftsvorfälle in einer fremden Währung fakturiert werden, sind Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem jeweiligen Kurs zum Stichtag der Transaktion in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet und buchhalterisch erfasst. Am Bilanzstichtag bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden bei Kursschwankungen entsprechend angepasst.

Die Währungsumrechnung für Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen erfolgt gemäß dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung der jeweiligen Beteiligung ist deren entsprechende Landeswährung.

Vermögenswerte und Schulden der Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit einem zum Bilanzstichtag gültigen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Veränderungen des Jahres sowie Aufwendungen und Erträge werden mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum jeweiligen historischen Kurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden als Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst.

Der Währungsumrechnung liegen folgende Wechselkurse zugrunde:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.13 31.12.12 2013 2012
--- --- --- --- ---
1 Euro = Britische Pfund (GBP) 0,8347 0,8174 0,8491 0,8112
1 Euro = US Dollar (USD) 1,3684 1,3215 1,3700 1,2858

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen wesentlichen Wechselkursänderung in Prozentpunkten des Britischen Pfunds (GBP) und des US Dollars (USD). In die Sensitivität mit einbezogen werden alle monetären Posten in Fremdwährung. Bei der Analyse bleiben alle anderen Variablen jeweils konstant.

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Fremdwährung Kursentwicklung der Fremdwährung in Prozentpunkten Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern

(in TEUR)
2013
Britische Pfund (GBP) +5 -44
-5 48
US-Dollar (USD) +5 -33
-5 37
2012
Britische Pfund (GBP) +5 -50
-5 55
US-Dollar (USD) +5 -29
-5 32

Die vollkonsolidierten Tochtergesellschaften YOC Mobile Advertising Ltd. und Sevenval Ltd. verfügen über Forderungen in USD. Die sich aus der Währungsumrechnung von USD in GBP ergebenen Kursschwankungen wirken sich bei einer Kursänderung von +5 % in Höhe von 20 TGBP und von -5 % in Höhe von -22 TGBP aus.

5. Verkauf des Geschäftsbereichs Mobile Technology

Die YOC AG hat mit Wirkung zum 31. Juli 2013 die Tochtergesellschaft Sevenval GmbH mit Sitz in Köln, Vermögensgegenstände der Sevenval Ltd. mit Sitz in London, Vermögensgegenstände, die zum Teilbereich Mobile Technology der YOC AG gehören, sowie Vermögensgegenstände der YOC Central Eastern Europe GmbH mit Sitz in Wien an eine Tochtergesellschaft der Berlin Technologie Holding GmbH verkauft. In dessen Zuge wurde die Sevenval GmbH entkonsolidiert. Die YOC AG erhielt für den Verkauf des Segments Mobile Technology einen fixen Kaufpreis in Höhe von 5,0 Mio. EUR. Weitere variable Kaufpreisbestandteile können bis zu 1,5 Mio. EUR betragen.

Mit der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten wurde das Segment Mobile Technology zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis des Kaufvertrages zum Halbjahresabschluss 2013 angepasst. Der damit verbundene Verlust in Höhe von 3.055 TEUR wurde als Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes der Zahlungsmittel generierenden Einheit Mobile Technology zugeordnet.

Die Ertragsbestandteile des verkauften Geschäftsbereiches bis zum 31. Juli 2013 setzen sich wie folgt zusammen:

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Ergebnis des verkauften Geschäftsbereichs

(in TEUR)
7M/2013 2012
Erträge 7.291 13.995
Aufwendungen -6.365 -12.450
Bruttoergebnis vom Umsatz 926 1.545
Abschreibungen 0 -1.030
Finanzergebnis 0 -2
Wertminderungsaufwand aus der Neubewertung zum beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten -3.055 -800
Ergebnis des verkauften Geschäftsbereichs vor Steuerns -2.129 -287
Steuern -208 1
Ergebnis des verkauften Geschäftsbereiches nach Steuern -2.337 -286

Die Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden des verkauften Geschäftsbereichs setzten sich zum 31. Juli 2013 wie folgt zusammen:

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Vermögenswerte und Schulden des verkauften Geschäftsbereichs

(in TEUR)
31.07.2013 31.12.2012
Sachanlagen 436 454
Geschäfts- oder Firmenwert 3.740 6.795
Immaterielle Vermögenswerte 2.994 2.786
Aktive latente Steuern 0 16
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.968 3.615
Sonstige Vermögenswerte 261 194
Liquide Mittel 1 24
Verkaufte Vermögenswerte 11.400 13.884
Rückstellungen 0 2
Passive Latente Steuern 1.052 863
Erhaltene Anzahlungen 727 332
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 324 602
Verbindlichkeiten PoC 647 1.066
Sonstige Verbindlichkeiten 414 393
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 591 823
Verkaufte Schulden 3.756 4.080

Der Cash-Flow des nicht fortgeführten Geschäftsbereiches stellt sich zum 31. Juli 2013 wie folgt dar:

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Cash-Flow des verkauften Geschäftsbereichs

(in TEUR)
7M/2013 2012
Laufende Geschäftstätigkeit 287 1.182
Investitionstätigkeit -311 -604
Finanzierungstätigkeit 0 -11
Cash-Flow des verkauften Geschäftsbereiches -24 567

6. Erläuterungen zur Gesamterfolgsrechnung

6.1 Umsatzerlöse

Die YOC-Gruppe erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2013 mit der Erbringung von Dienstleistungen im Segment Media Umsatzerlöse in Höhe von 19.003 TEUR (2012: 21.720 TEUR).

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Umsatzerlöse

(in TEUR)
2013 2012
Umsatzerlöse 25.728 26.572
Erlösschmälerungen 6.725 4.852
Gesamt 19.003 21.720

Die Erlösschmälerungen sind im Vergleich zum Vorjahr durch neu abgeschlossene Rahmenverträge, insbesondere mit Mediaagenturen, signifikant um 1.873 TEUR auf 6.725 TEUR angestiegen.

6.2 Aktivierte Eigenleistungen

In 2013 sind Entwicklungskosten selbst erstellter Software in Höhe von 63 TEUR (2012: 238 TEUR) aktiviert worden. Im Produktbereich Mobile Advertising wird vorwiegend Software für das YOC Media Network und YOC Performance Network entwickelt, die im Rahmen der Leistungserbringung eingesetzt wird.

Die Ansatzkriterien des IAS 38 sind erfüllt. Aktiviert werden die direkt zurechenbaren Einzelkosten als Herstellungskosten für selbst erstellte Software. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt auf Basis von geleisteten Arbeitstagen, bewertet mit Tagessätzen je Mitarbeiter.

Die Kosten für die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und technischer Innovationen im Geschäftsjahr 2013 betragen insgesamt 556 TEUR (2012: 332 TEUR).

6.3 Sonstige betriebliche Erträge

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Sonstige betriebliche Erträge

(in TEUR)
2013 2012
Erträge aus der Beendigung des Mietvertrages 410 0
Erträge aus der Ausbuchung von Personalverbindlichkeiten 190 36
Ausbuchung von Verbindlichkeiten aufgrund Verjährung 166 0
Erträge aus Vermietung Büroräume 161 78
Erträge aus Kursgewinnen und Währungsumrechnungen 123 98
Ausbuchung nicht erhaltene Eingangsrechnungen 80 32
Erträge aus Anpassung Aktienoptionsprogramm 31 36
Erträge aus Investitionszulagen 27 17
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen 23 97
Sonstige Sachbezüge 3 13
Auflösung von Rückstellungen 2 2
Erträge aus Anpassung Kaufpreis MobilADdict SAS 0 162
Übrige Erträge 151 73
Gesamt 1.367 644

In den sonstigen betrieblichen Erträgen wirkt sich der einmalige Effekt aus der Beendigung des Mietvertrages (Büro Berlin) mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 410 TEUR aus. Des Weiteren konnten Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten verzeichnet werden. Insbesondere wurden im Vorjahr erfasste Verbindlichkeiten für Abfindungen nicht in voller Höhe in Anspruch genommen. Verjährte Verbindlichkeiten wurden im Berichtsjahr in Höhe von 166 TEUR ausgebucht. Die Erträge aus der Vermietung von Büroräumen stiegen im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch die Vermietung von Geschäftsräumen an den verkauften Geschäftsbereich Mobile Technology ab August 2013.

6.4 Materialaufwand

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Materialaufwand

(in TEUR)
2013 2012
Materialaufwand für bezogene Leistungen 13.866 16.151
Gesamt 13.866 16.151

Die Materialaufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 13.866 TEUR (2012: 16.151 TEUR) enthalten im Wesentlichen Kosten für die Infrastruktur zur Leistungserbringung sowie für anfallende Publishervergütungen.

6.5 Personalaufwand

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Personalaufwand

(in TEUR)
2013 2012
Löhne und Gehälter 6.340 6.666
Soziale Abgaben 1.074 1.062
Gesamt 7.414 7.728

Der Rückgang des Personalaufwands im Geschäftsjahr 2013 um 314 TEUR auf 7.414 TEUR resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der durchschnittlichen Anzahl von Mitarbeitern um fünf Angestellte im Rahmen der Fokussierung auf das Kerngeschäft.

In den sozialen Abgaben sind Beiträge in Höhe von 7 TEUR (2012: 13 TEUR) für Direktversicherungen sowie Beiträge zur gesetzlichen / staatlichen Rentenversicherung (beitragsorientierter Plan) in Höhe von 184 TEUR (2012: TEUR 184) enthalten. Die Position Löhne und Gehälter enthält Aufwendungen für das Aktienoptionsprogramm, das im Geschäftsjahr 2009 eingeführt wurde, in Höhe von 77 TEUR (2012: 139 TEUR).

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Mitarbeiteranzahl 2013 2012
Im Jahresdurchschnitt 104 109
Zum Jahresende 98 105

6.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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Sonstige betriebliche Aufwendungen

(in TEUR)
2013 2012
Laufende Kosten des Geschäftsbetriebs 1.309 895
Rechts- und Beratungskosten 1.035 721
Marketing, Kommunikation, Mediaschaltung 681 503
Fremdarbeiten 297 214
Reisekosten 225 244
Kosten der Börsennotierung 205 47
Recruiting- und Fortbildungskosten 170 171
Kursverluste 171 148
Wertberichtigungen auf Forderungen 82 143
Übrige betriebliche Aufwendungen 393 410
Gesamt 4.568 3.496

Die Position der laufenden Kosten des Geschäftsbetriebs umfasst im Wesentlichen Aufwendungen für Miete, Leasing und Nebenkosten in Höhe von 869 TEUR (2012: 704 TEUR). Der Anstieg in Höhe von 165 TEUR resultiert im Wesentlichen aus Mieterhöhungen. Des Weiteren sind Aufwendungen für Reparaturen, Wartung und Instandhaltung von Betriebs- und Geschäftsausstattung und Software in Höhe von 81 TEUR (2012: 87 TEUR) sowie Aufwendungen für Beiträge, Versicherungen und Abgaben in Höhe von 85 TEUR (2012: 71 TEUR) enthalten.

Der Anstieg der Rechts- und Beratungskosten ist unter anderem auf den erhöhten Beratungsbedarf im Rahmen des Verkaufes sowie für Beratungen im Zusammenhang mit durchgeführten sowie geplanten Kapitalerhöhungen zurückzuführen. Des Weiteren fielen Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von 277 TEUR (2012: 256 TEUR) sowie Aufwendungen für Steuerberatung in Höhe von 70 TEUR (2012: 105 TEUR) an.

Die Position Marketing, Kommunikation, Mediaschaltung beinhaltet im Wesentlichen Kosten für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von 289 TEUR (2012: 229 TEUR) sowie Kosten für Kommunikation in Höhe von 250 TEUR (2012: 191 TEUR).

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unter anderem Aufwendungen aus der Vergütung des Aufsichtsrats in Höhe von 90 TEUR (2012: 74 TEUR), Aufwendungen für sonstige Steuern aus Vorjahren in Höhe von 58 TEUR (2012: 154 TEUR), Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen in Höhe von 56 TEUR (2012: 6 TEUR) sowie Nebenkosten des Geldverkehrs in Höhe von 53 TEUR (2012: 44 TEUR). Der Anstieg bei Lizenzen ist auf die Nutzung eines neuen Vertriebstools zurückzuführen.

6.7 Zinsen

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Zinsergebnis

(in TEUR)
2013 2012
Erträge aus Wertpapieren und sonstige Zinserträge 19 2
Erträge aus der Bewertung von Zinsswaps 0 102
Zinserträge 19 104
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 76 228
Zinsaufwendungen aus langfristigen Verbindlichkeiten 28 42
Zinsaufwendungen 104 270
Zinsergebnis -85 -166

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Darlehensverträgen. Zinsaufwendungen aus Darlehensverträgen, die eine Endfälligkeit von mehr als einem Jahr aufweisen, werden innerhalb der Position der Zinsaufwendungen für langfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Zinsaufwendungen aus langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten zudem einen Betrag in Höhe von 1 TEUR (2012: 10 TEUR), der auf langfristiges Finanzierungsleasing entfällt.

6.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres 2013 setzt sich wie folgt zusammen:

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Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

(in TEUR)
2013 2012
Tatsächliche Ertragsteuern
Tatsächliche Ertragsteuern Inland 7 27
Tatsächliche Ertragsteuern Ausland -21 24
Gesamt Tatsächliche Ertragsteuern -14 51
Latente Steuern
Latente Steuern Inland 611 1.201
Latente Steuern Ausland 97 -497
Gesamt latente Steuern 708 704
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gesamt 694 755

Die tatsächlichen Ertragsteuern setzen sich aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag sowie den ausländischen Einkommen- und Ertragsteuern zusammen. Bei den tatsächlichen Ertragsteuern im Inland handelt es sich sämtlich um periodenfremde Steueraufwendungen.

Die erfolgswirksam erfassten latenten Steuern gliedern sich wie folgt:

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Erfolgswirksam erfasste latente Steuern

(in TEUR)
2013 2012
Aus temporären Differenzen -133 -896
Aus Verlustvorträgen und Steuergutschriften 841 1.600
Erfolgwirksam erfasste latente Steuern gesamt 708 704

Der Steueraufwand in Höhe von 841 TEUR (2012: 1.600 TEUR) resultiert aus der Wertminderung von aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge.

In der Position der erfolgswirksam erfassten latenten Steuern sind Effekte in Höhe von 38 TEUR enthalten (Vorjahr: 40 TEUR), die aus der erfolgswirksamen Auflösung ursprünglich erfolgsneutral gebildeter latenter Steuern resultieren.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand für den Gesamtkonzern:

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2013 2012
Überleitungsrechnung

(in TEUR)
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Ergebnis vor Steuern -9.581 -10.557
Relevanter Steuersatz 30 31
Erwarteter Steueraufwand -2.891 -3.243
Änderungen aus Abweichungen der steuerlichen Bemessungsgrundlage
Steuerfreie Erträge, Steuerfreibeträge und Vergünstigungen -2 -16
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 998 48
Steuerliche Auswirkungen auf Konzernebene
Entkonsolidierung 139 -67
Steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibungen auf Goodwill 1.058 756
Steuersatzabweichungen
Auswirkungen aus unterschiedlichen Gewerbesteuerhebesätzen 8 11
Auswirkungen abweichender ausländischer Steuersätze -122 -26
Ansatz und Bewertung aktiver latenter Steuern
Wertberichtigung latenter Steuern auf Verlustvorträge 688 1.594
Nicht Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge 916 1.672
Nutzung nicht latenzierter Verlustvorträge 0 -31
Steuersatzänderungen auf latente Steuern
Steuersatzänderungen auf latente Steuern 74 9
Aperiodische Effekte
Steuern aus Vorjahren -14 60
Sonstiges
Sonstiges 51 20
Tatsächlicher Steueraufwand lt. GuV 902 787

Der erwartete Steueraufwand ergibt sich aus der Multiplikation des Konzernergebnisses vor Steuern mit dem Steuersatz der Muttergesellschaft in Höhe von 30,18 % (2012: 30,72 %). Der relevante Steuersatz berechnet sich nach den zum Abschlussstichtag gültigen steuerlichen Vorschriften.

Die Körperschaftsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer werden entsprechend berücksichtigt.

Es wurden folgende aktive und passive latente Steuern auf Differenzen sowie auf Verlustvorträge gebildet:

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Aktive/Passive latente Steuern

(in TEUR)
2013 2012
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 36 146 74 196
Forderungen 0 1 0 0
Rückstellungen 113 0 0 0
Verbindlichkeiten 0 0 0 9
Steuerliche Verlustvorträge und Gutschriften 0 0 800 0
Summe 149 147 874 205
Saldierungen -147 -147 -177 -177
Bilanzansatz 2 0 697 28

Die Bilanzierung latenter Steuern für deutsche Sachverhalte erfolgt unter Verwendung eines Körperschaftsteuersatzes von 15 % sowie eines Solidaritätszuschlages von 5,5 %. Der Gewerbesteuersatz berechnet sich aus 3,5 % Messzahl und dem jeweiligen gemeindespezifischen Hebesteuersatz.

Latente Steuern auf Bilanzposten bei den ausländischen Beteiligungen werden unter Beachtung der für die jeweilige Gesellschaft geltenden steuerlichen Verhältnisse angesetzt.

Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung der künftigen Realisierbarkeit angesetzt. Zum 31. Dezember 2013 sind aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aus Körperschaftsteuer in Höhe von 14.026 TEUR (2012: 10.592 TEUR) und aus Gewerbesteuer in Höhe von 13.099 TEUR (2012: 9.812 TEUR) nicht angesetzt. Bei ausländischen Tochtergesellschaften sind latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.407 TEUR nicht angesetzt.

Der nach IAS 12.82 anzugebende Betrag der aktiven latenten Steuern beträgt 0 TEUR (2012: 670 TEUR).

Die Steuerforderungen in Höhe von 37 TEUR (2012: 44 TEUR) sind dem fortgeführten Geschäftsbereich zuzuordnen und beinhalten folgende Positionen:

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Steuerforderungen

(in TEUR)
2013 2012
Rückforderungen für:
Körperschaftsteuer 36 29
Gewerbesteuer 0 9
Kapitalertragsteuer 1 6
Solidaritätszuschlag 0 0
Gesamt 37 44

Die Steuerschulden belaufen sich zum 31. Dezember 2013 auf 0 TEUR (2012: 158 TEUR).

6.9 Ergebnis je Aktie

Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2013 auf 2.858.500 Stück (2012: 2.380.000 Stück) auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR je Aktie aufgeteilt. Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der YOC AG zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt. In 2013 betrug die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Aktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie 2.736.092 Stück (2012: 2.045.973 Stück). Eine verwässernde Wirkung durch die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms ausgereichten Aktienoptionen ist im Geschäftsjahr 2013 nicht eingetreten. Im Vorjahr sind aufgrund von IAS 33.41 ebenfalls keine Verwässerungseffekte eingetreten. Die Angaben unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung wurden dahingehend für das Vorjahr korrigiert.

6.10 Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt auf Grundlage der internen Managementstruktur. Der Konzern gliedert sich in folgende berichtspflichtige Geschäftssegmente:

1. Media 2. Mobile Technology (nicht fortgeführter Geschäftsbereich)

Dem Segment Media sind die Produktbereiche Mobile Advertising und Affiliate Marketing zugeordnet. Der Produktbereich Mobile Advertising umfasst die Vermarktung mobiler Internetseiten und Applikationen auf Tausender-Kontakt-Preis (TKP)-, Reichweiten- und Performance-Basis. Im Produktbereich Affiliate Marketing wird eine internetbasierte unabhängige Plattform betrieben, über die Werbetreibende und Vertriebspartner zusammengeführt werden.

Dem Segment Mobile Technology sind die Produktbereiche Mobile Marketing und Mobile Internet zugeordnet. Unter den Bereich Mobile Technology fällt die Lizensierung und Implementierung technologischer Produkte zur zielgerichteten Kommunikation über mobile Endgeräte. Das Segment Mobile Technology wurde zum 31. Juli 2013 verkauft und enthält somit in 2013 nur sieben Monate.

Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der einzelnen Segmente. Als Ergebnisgröße wird dabei gemäß der internen Berichtsstruktur das EBITDA herangezogen:

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fortgeführter Geschäftsbereich nicht fortgeführter Geschäftsbereich
Segmentberichterstattung

(in TEUR)
Media Mobile Technology Overhead Konsolidierung YOC-Gruppe
--- --- --- --- --- ---
01.01.2013 - 31.12.2013
Außenumsatz 19.003 6.799 25.803
Innenumsatz 24 -24
Gesamtumsatz 19.003 6.823 -24 25.803
Aktivierte Eigenleistungen 63 232 295
Sonstige betriebliche Erträge 1.367 260 1.627
Gesamtleistung 20.434 7.291 27.725
Materialaufwand 13.866 585 14.451
Personalaufwand 6.036 4.585 1.378 11.999
Sonstiger betrieblicher Aufwand 2.724 1.196 1.844 5.764
EBITDA -2.193 926 -3.222 -4.489
01.01.2012-31.12.2012
Außenumsatz 21.720 12.896 34.617
Innenumsatz 146 201 -347
Gesamtumsatz 21.867 13.097 -347 34.617
Aktivierte Eigenleistungen 238 422 660
Sonstige betriebliche Erträge 644 677 1.321
Gesamtleistung 22.603 13.995 36.598
Materialaufwand 16.151 2.271 18.422
Personalaufwand 5.667 7.874 2.061 15.602
Sonstiger betrieblicher Aufwand 2.158 2.305 1.337 5.801
EBITDA -1.375 1.546 -3.398 -3.227

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente folgen den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses.

Das EBITDA lässt sich wie folgt auf das Ergebnis nach Steuern überleiten:

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Ergebnis nach Steuern

(in TEUR)
2013 2012
EBITDA fortgeführter Geschäftsbereich -5.415 -4.773
Abschreibungen -1.083 -5.331
Finanzergebnis -85 -166
Steuern -694 -787
Ergebnis fortgeführter Geschäftsbereich -7.278 -11.057
Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs -3.205 -286
Ergebnis nach Steuern -10.483 -11.343

Der Außenumsatz im Segment Media entfällt in Höhe von 9.062 TEUR (2012: 9.119 TEUR) auf Deutschland, dem Ausland sind 9.966 TEUR (2012: 12.601 TEUR) zuzuordnen. Vom Auslandsumsatz entfallen 4.766 TEUR (2012: 5.901 TEUR) auf das Vereinigte Königreich.

Umsätze werden grundsätzlich dem Land zugeordnet, in dem die Leistungserbringung erfolgt. Ist eine solche Zuordnung nicht möglich, wird der Umsatz dem Land zugeordnet, aus dem die Leistungserbringung beauftragt wird.

Von den Umsätzen im Segment Media entfallen auf den Produktbereich Mobile Advertising 63 % und auf den Produktbereich Affiliate Marketing 37 % (unverändert zum Vorjahr).

Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen 618 TEUR (2012: 765 TEUR) auf das Ausland sowie 2.139 TEUR (2012: 3.007 TEUR) auf Deutschland.

6.11 Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis enthält im Geschäftsjahr 2013 Veränderungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 18 TEUR (2012: -24 TEUR).

Im Geschäftsjahr 2013 sind keine Beträge ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst worden.

7 Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

7.1 Sachanlagen

Die Sachanlagen umfassen im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung und IT-Infrastruktur wie beispielsweise Server Systeme.

Zum 31. Dezember 2013 weist die Konzernbilanz einen Bestand an Sachanlagen in Höhe von 498 TEUR (2012: 680 TEUR) aus. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen betragen für das Geschäftsjahr 290 TEUR (2012: 432 TEUR).

Verfügungsbeschränkungen oder Restriktionen für einzelne Sachanlagen liegen nicht vor. Ebenso sind keine Sachanlagen verpfändet oder in anderer Art und Weise als Sicherheit begeben worden.

Im Vorjahr war der Verkauf der Tochtergesellschaft Sevenval Ltd. als Sharedeal geplant worden. Tatsächlich ist in den zum 31. Juli 2013 verkauften Vermögenswerten und Schulden im Rahmen eines Asset Deals kein Anlagevermögen enthalten. Infolgedessen wurden die Vermögenswerte aus dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich ("Held-for-Sale") in den fortgeführten Geschäftsbereich umgegliedert.

Die Entwicklung der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2013 stellt sich wie folgt dar:

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Entwicklung der Sachanlagen

(in TEUR)
Anschaffungskosten
per 01.01.2012 2.578
Zugänge 392
Abgänge 37
Währungseffekte 4
Umgliederungen in "Held for Sale" 1.310
per 31.12.2012 1.627
Abschreibungen
per 01.01.2012 1.402
Zugänge 432
Abgänge 33
Währungseffekte 2
Umgliederungen in "Held for Sale" 856
per 31.12.2012 947
Nettobuchwert am 31.12.2012 680
Anschaffungskosten
per 01.01.2013 1.627
Zugänge 47
Abgänge 14
Währungseffekte 1
Umgliederungen aus "Held for Sale" 181
per 31.12.2013 1.842
Abschreibungen
per 01.01.2013 947
Zugänge 290
Abgänge 3
Währungseffekte -1
Umgliederungen aus "Held for Sale" 111
per 31.12.2013 1.344
Nettobuchwert am 31.12.2013 498

7.2 Geschäfts- oder Firmenwert

Die Veränderung des Geschäfts- oder Firmenwerts ergibt sich im Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen aus dem durchgeführten jährlichen Wertminderungstest. Aufgrund der nicht planmäßigen Entwicklung des Geschäfts wurden der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 452 TEUR und der Kundenstamm in Höhe von 78 TEUR wertberichtigt.

Der verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert im Segment Media entfällt mit 1.188 TEUR komplett auf Affiliate Marketing.

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests sind die Geschäfts- oder Firmenwerte denjenigen Zahlungsmittel generierenden Einheiten (Berichtseinheiten) zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmenserwerbe profitieren. Diese Berichtseinheiten repräsentieren die unterste Ebene, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht wird. Im Segment Media entsprechen die Berichtseinheiten dem Produktbereich Affiliate Marketing und beim Produktbereich Mobile Advertising den Regionen Zentraleuropa, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Österreich.

Die Prüfung der Werthaltigkeit erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswertes der Berichtseinheiten anhand geschätzter zukünftiger Cash-Flows, die aus der Mittelfristplanung abgeleitet werden. Die Mittelfristplanung basiert auf vergangenheitsbezogenen Erfahrungswerten und berücksichtigt geschäftssegmentspezifische Marktwachstumserwartungen. Der Planungshorizont der Mittelfristplanung beträgt fünf Jahre, vorausgesetzt das Geschäft wird fortgeführt. Die Zahlungsströme nach diesem Fünfjahreszeitraum werden unter Nutzung einer Wachstumsrate von 2 % (2012: 2 %) extrapoliert, die das angenommene durchschnittliche Marktwachstum der jeweiligen Berichtseinheiten nicht überschreitet. Die Diskontierungssätze werden auf Basis der branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten ermittelt und betragen im aktuellen Geschäftsjahr 10,03 % vor Steuern für den Detailplanungszeitraum und 8,03 % vor Steuern für die ewige Rente (2012: 9,5 % bzw. 7,5 %). Als weitere wesentliche Annahme der Planungsrechnung ist der unterproportionale Anstieg der operativen Aufwendungen wie Personalaufwand und der sonstigen operativen Aufwendungen durch das skalierbare Geschäftsmodell zu nennen.

Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Affiliate Marketing ging die Gesellschaft im Detailplanungszeitraum von einem marktkonformen degressiven Umsatzwachstum aus. Die in der Vergangenheit beobachteten Margen spiegeln sich in der Annahme einer stabilen Marge wider.

7.3 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Zum 31. Dezember 2013 betrug der Bestand an sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer 541 TEUR (2012: 757 TEUR).

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer umfassen die folgenden Positionen:

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(in TEUR) 2013 2012
Selbst erstellte Software 180 165
Software und Lizenzen 67 135
Kundenstämme 294 457
Gesamt 541 757

Die bereits fertiggestellten Teile der Software, die zu Herstellungskosten in Höhe von 180 TEUR (2012: 165 TEUR) bewertet sind, werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Zum 31. Dezember 2013 betragen die verbleibenden Nutzungsdauern zwischen 1,0 bis 3,0 Jahren (2012: zwischen 1,0 bis 3,0 Jahren).

Die Kundenstämme in Höhe von 294 TEUR (2012: 457 TEUR) umfassen den im Zuge der Akquisition der belboon GmbH (ehemals adbutler GmbH) erworbenen Kundenstamm. Der Kundenstamm der YOC Spain S.L. wurde im Rahmen des jährlichen Impairment Tests in voller Höhe wertberichtigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte betragen für das Geschäftsjahr 261 TEUR (2012: 431 TEUR).

Verfügungsbeschränkungen oder Restriktionen für einzelne sonstige immaterielle Vermögenswerte liegen nicht vor. Ebenso sind keine sonstigen immateriellen Vermögenswerte verpfändet oder sonst wie als Sicherheit begeben worden.

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte

(in TEUR)
Selbst erstellte Software Webseiten und Markenrechte Erworbene Software und Lizenzen Kundenstämme Gesamt
Anschaffungskosten
per 01.01.2012 5.420 1.542 1.057 6.684 14.703
Zugänge 728 0 24 0 752
Abgänge 0 0 5 0 5
Währungseffekte 0 0 0 22 22
Umgliederung in "Held-for-Sale" 3.694 911 536 4.059 9.200
per 31.12.2012 2.454 631 540 2.647 6.272
Abschreibungen
per 01.01.2012 2.222 970 827 3.509 7.528
Zugänge 628 0 79 347 1.054
Abgänge 0 0 2 0 2
Wertminderungen 1.283 572 0 1.488 3.343
Währungseffekte 0 0 0 6 6
Umgliederung in "Held-for-Sale" 1.844 911 499 3.160 6.414
per 31.12.2012 2.289 631 405 2.190 5.515
Nettobuchwert am 31.12.2012 165 0 135 457 757
Anschaffungskosten
per 01.01.2013 2.454 631 540 2.647 6.272
Zugänge 129 0 0 0 129
Abgänge 286 0 32 0 318
Währungseffekte 0 0 0 0 0
Umgliederungen aus "Held-for-Sale" 180 0 3 524 707
per 31.12.2013 2.477 631 511 3.170 6.789
Abschreibungen
per 01.01.2013 2.289 631 405 2.190 5.515
Zugänge 114 0 63 84 261
Abgänge 286 0 26 0 312
Wertminderungen 0 0 2 78 80
Währungseffekte 0 0 0 0 0
Umgliederungen aus "Held-for-Sale" 180 0 0 524 704
per 31.12.2013 2.297 631 444 2.876 6.248
Nettobuchwert am 31.12.2013 180 0 67 294 541

7.4 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 3.960 TEUR (2012: 4.829 TEUR). Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(in TEUR)
2013 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vor Wertberichtigung 4.317 5.080
Einzelwertberichtigungen -357 -251
Gesamt 3.960 4.829

Die Wertberichtigungen, die auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet wurden, haben sich wie folgt entwickelt:

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Entwicklung der Wertberichtigungen

(in TEUR)
2013 2012
Stand am 01.01. 251 351
Zuführungen 107 157
Auflösungen -49 -127
Inanspruchnahme -31 -51
Umgliederungen in "Held for Sale" 79 -79
Stand zum 31.12. 357 251

Das Forderungsmanagement trägt durch eine kontinuierliche Analyse des Forderungsbestands einer ausgeglichenen Altersstruktur der Forderungen Rechnung. Eine Detailanalyse erfolgt bei Forderungen, die älter als 60 Tage sind. Sollten Hinweise auf die Notwendigkeit einer Einzelwertberichtigung bereits früher vorliegen, werden die betroffenen Forderungen entsprechend wertgemindert.

Die folgende Tabelle zeigt die Analyse der Altersstruktur der zum Stichtag im Bestand befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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Fälligkeitsanalyse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(in TEUR)
2013 2012
bis 30 Tage* 3.322 4.089
31 Tage bis 90 Tage 293 470
91 Tage bis 180 Tage 172 154
ab 181 Tage 173 21
zum 31.12. fällige wertberichtigte Forderungen 357 346
Gesamtbestand der Forderungen 4.317 5.080

* davon sind zum 31.12.2013 Forderungen in Höhe von 2.159 TEUR (2012: 2.969 TEUR) weder fällig noch wertgemindert

In den sonstigen Vermögenswerten in Höhe von 972 TEUR (2012: 282 TEUR) sind im Wesentlichen Forderungen aus dem Verkauf von Vermögenswerten in Höhe von 700 TEUR enthalten. Des Weiteren sind Vorauszahlungen in Höhe von 172 TEUR (2012: 79 TEUR), Forderungen gegen Finanzämter aus Umsatzsteuern in Höhe von 36 TEUR, debitorische Kreditoren in Höhe von 24 TEUR, geleistete Kautionen in Höhe von 18 TEUR sowie Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 8 TEUR ausgewiesen. Die Vorauszahlungen sind unter anderem für Versicherungen, Mitgliedsbeiträge, Mieten und Lizenzen geleistet worden.

Wertminderungen von sonstigen Vermögenswerten haben sich wie im Vorjahr nicht ergeben.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind kurzfristige Posten.

Besondere Ausfallrisiken oder Konzentrationen von Ausfallrisiken bei den Forderungen der YOC-Gruppe bestehen hinsichtlich der bilanzierten Forderung aus dem Verkauf von Vermögenswerten.

Insgesamt spiegeln die dargestellten Buchwerte das maximale Ausfallrisiko des Konzerns für solche Forderungen und Vermögenswerte wider.

7.5 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Die liquiden Mittel umfassen sämtliche Bank- und Kassenbestände sowie kurzfristige Festgeldanlagen und Schecks in Höhe von insgesamt 531 TEUR (2012: 236 TEUR). Die Guthaben bei verschiedenen Banken waren zum Stichtag mit Zinssätzen zwischen 0 % und 0,5 % verzinst. Bankkonten, die in Fremdwährungen geführt werden, wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Zum 31. Dezember 2013 waren keine liquiden Mittel als Sicherheit begeben worden.

7.6 Eigenkapital

Im Berichtsjahr hat die YOC AG Kapitalerhöhungen in Höhe von insgesamt 478.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR je Aktie zur Stärkung der Eigenkapitalbasis vorgenommen. Im ersten Quartal erfolgte die Ausgabe der ersten Tranche mit 220.000 Stückaktien zu 8,50 EUR pro Aktie, im zweiten Quartal die der zweiten Tranche mit 258.500 Stückaktien zu 5,00 EUR pro Aktie. Damit erhöhte sich die Anzahl der Aktien der Gesellschaft von 2.380.000 Stück auf 2.858.500 Stück. Von den 2.858.500 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR werden 4.000 Stück von der YOC AG als eigene Aktien gehalten (siehe hierzu Erläuterungen weiter unten). Der Ausweis der eigenen Aktien erfolgt als Absetzung vom gezeichneten Kapital.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 06. Juni 2013 wurde einer ordentlichen Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten im Volumen von bis zu nominal 571.700,00 EUR zur Eigenkapitalstärkung zugestimmt. Neu ausgegebene Aktien wären ab dem 01. Januar 2013 voll dividendenberechtigt.

Des Weiteren wurde in der Hauptversammlung ein neues genehmigtes Kapital beschlossen, wonach der Vorstand ermächtigt ist, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 05. Juni 2018 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um nominal bis zu 1.300.000,00 EUR zu erhöhen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aktionärsstruktur der YOC AG zum 31. Dezember 2013:

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Anteilseigner der YOC AG Beteiligungen

in %
Vorstand* 17,6
DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH** 11,0
Institutionelle Investoren 8,9
Dr. Bernhard Heiss 8,0
Hilmar Kraus 3,1
YOC AG (eigene Aktien) 0,1
Free float 51,3
Gesamt 100,00

* Die Beteiligung der dkam GmbH ist Herrn Dirk Kraus zuzurechnen

** Die Beteiligung an der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH ist Herrn Peter Zühlsdorff zuzurechnen.

Bereits im Geschäftsjahr 2009 wurde ein bedingtes Kapital geschaffen, um dem Management und Mitarbeitern der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen erstmalig Bezugsrechte im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes zu gewähren.

Vom Gesamtvolumen in Höhe von 175.000 der möglichen Bezugsrechte dürfen 115.500 Stückaktien, das heißt bis zu 66 % des Gesamtvolumens, an Mitglieder des Vorstands der YOC AG gewährt werden. Mitarbeitern der YOC AG sowie Mitarbeitern verbundener Unternehmen dürfen insgesamt 59.500 Stückaktien, das heißt bis zu 34 % des Gesamtvolumens, gewährt werden. Jedes Bezugsrecht berechtigt zum Bezug einer Stückaktie der YOC AG zum Ausübungspreis.

Der Ausübungspreis entspricht 100 % des ungewichteten durchschnittlichen Xetra-Schlusskurses der YOC-Aktie an den letzten acht Börsenhandelstagen vor Beginn des Erwerbszeitraums, in dem die Bezugsrechte gewährt werden, mindestens aber dem Schlusskurs der Aktie am Tag der Ausgabe der Bezugsrechte. Die Bezugsrechte dürfen ausschließlich während bestimmter Ausübungszeiträume ausgeübt werden, erstmalig jedoch frühestens drei Jahre ab Gewährung, letztmalig im Jahr 2017.

Die Ausübung der Bezugsrechte ist dabei an eine Steigerung des Börsenkurses der YOC-Aktie im dritten Jahr seit der jeweiligen Ausgabe der Bezugsrechte von mindestens 15 %, im vierten Jahr von mindestens 20 % und im fünften Jahr von mindestens 25 % gebunden. Zudem muss der Ausübende seit Gewährung der Bezugsrechte in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis mit der YOC AG oder einem ihrer verbundenen Unternehmen stehen. Das Recht zur Ausübung der Bezugsrechte bleibt dann erhalten, wenn die Beendigung des Anstellungsverhältnisses auf einer dauerhaften Erkrankung, Erwerbsunfähigkeit, Ruhestand, der einvernehmlichen Aufhebung des Anstellungsverhältnisses oder aufgrund von Elternzeit beruht.

Für verfallene Bezugsrechte aufgrund von Kündigungen können neue Bezugsrechte im Rahmen des Gesamtvolumens gewährt werden.

Im Falle eines Übernahmeangebots für die Aktien der YOC AG nach §§ 29, 35 WpÜG können die Bezugsrechte in einem zusätzlichen Ausübungszeitraum ausgeübt werden, sofern die gesetzliche Wartefrist von zwei Jahren gewahrt bleibt.

Nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anzahl und die gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreise (GDAP) in Euro sowie die Entwicklung der Aktienoptionen während des Geschäftsjahres:

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2013 2012
Anzahl GDAP Anzahl GDAP
--- --- --- --- ---
Zu Beginn der Periode ausstehend 167.865 14,64 165.590 15,77
In der Periode gewährt 0 0,00 34.025 10,52
In der Periode verfallen 8.100 16,55 9.875 19,06
In der Periode zurückgekauft 0 0,00 21.875 14,79
Zum Ende der Periode ausstehend 159.765 14,54 167.865 14,64
Zum Ende der Periode ausübbar 0 0,00 0 0,00

Zum 31. Dezember 2013 beläuft sich die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit auf 0,5 Jahre (2012: 0,8 Jahre). Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der Optionen zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 4,66 EUR (2012: 4,98 EUR). Die Ausübungspreise für zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres ausstehende Optionen liegen in der Bandbreite zwischen 7,37 EUR und 35,90 EUR.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen ermittelt sich durch Monte-Carlo-Simulation unter Zugrundelegung folgender Annahmen:

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Optionen September 2012 Optionen Mai 2012 Optionen September 2011 Optionen August 2010 Optionen Mai 2010 Optionen September 2009
Erwartete Dividentenrendite 0% 0% 0% 0% 0% 0%
Zinssatz risikoloser Anlagen 0,47% 0,61% 0,97% 1,23% 1,43% 2,40%
Erdienungszeitraum (in Jahren) 3,3 3,3 3,3 3,3 3,3 3,3
Volatilität 50% 50% 45% 40% 40% 35%

Die Volatilität wurde in den Vorjahren anhand historischer Aktienkursbewegungen einer Gruppe von Unternehmen, die mit der YOC AG vergleichbar sind, ermittelt.

Zum 31. Dezember 2013 umfasst die Kapitalrücklage einen Betrag in Höhe von 20.226 TEUR (2012: 17.585 TEUR). Die Veränderung der Kapitalrücklage ergibt sich zum einen aus der Erfassung des Aufgeldes aus den Kapitalerhöhungen abzüglich der zurechenbaren Kosten in Höhe von insgesamt 2.595 TEUR. Zum anderen wurden der Kapitalrücklage gemäß IFRS 2 Verpflichtungen in Höhe von 46 TEUR (2012: 9 TEUR) im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes zugeführt.

Die Gewinnrücklagen zeigen die kumulativen Ergebnisse der abgelaufenen Geschäftsjahre und weisen zum 31. Dezember 2013 einen Betrag in Höhe von -27.782 TEUR aus (2012: -17.299 TEUR).

Die Entwicklung der Rücklagen ist der Eigenkapitalveränderungsrechnung zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr 2013 hält die YOC AG unverändert zum Vorjahr 4.000 Stück eigene Aktien, bewertet zu durchschnittlich 12,56 EUR, im Bestand.

7.7 Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

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Rückstellungen

(in TEUR)
Stand 01.01.13 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand 31.12.13
Archivierungsrückstellungen 50 0 0 14 64
Rückstellungen für virtuelles Aktienprogramm 2 0 2 0 0
Sonstige Rückstellungen 75 75 0 40 40
Gesamt 127 75 2 52 104

Zum 31. Dezember 2013 weist die YOC-Gruppe Rückstellungen in Höhe von insgesamt 104 TEUR (2012: 129 TEUR) aus. Davon ist ein Betrag in Höhe von 64 TEUR (2012: 50 TEUR) als langfristig zu klassifizieren. Die Position der langfristigen Rückstellungen enthält die Rückstellungen für Archivierung. Sie ergeben sich aus der Pflicht der Aufbewahrung von Unternehmensunterlagen. Die Abzinsung erfolgt anhand der von der Bundesbank veröffentlichten Zinssätze für die jeweiligen Restlaufzeiten. Dieser beträgt in 2013 durchschnittlich 3,97 % (2012: 4,25 %).

Ein Betrag in Höhe von 40 TEUR (2012: 75 TEUR) wird als kurzfristig ausgewiesen und betrifft sonstige Rückstellungen aus Rückbauverpflichtungen von Mietereinbauten im Londoner Büro.

7.8 Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2013 betragen die Verbindlichkeiten der YOC-Gruppe insgesamt 12.304 TEUR (2012: 16.123 TEUR). Sie umfassen erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten und Steuerverbindlichkeiten, sonstige Verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Zum 31. Dezember 2013 bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.008 TEUR (2012: 3.868 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013 in Höhe von insgesamt 1.336 TEUR (2012: 2.335 TEUR) beinhalten kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 1.319 TEUR (2012: 2.045 TEUR). Sie setzen sich wie folgt zusammen:

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2013 2012
Sonstige Verbindlichkeiten

(in TEUR)
Gesamt davon kurzfristig Gesamt davon kurzfristig
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Personalangelegenheiten 901 901 1.125 1.125
Verbindlichkeiten aus betrieblichen Steuern 316 261 852 852
Verbindlichkeiten gegenüber Aufsichtsräten 56 56 24 24
Verbindlichkeiten aus Operating Leasing 18 0 192 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 45 45 141 44
Gesamt 1.336 1.318 2.335 2.045

Die Verbindlichkeiten aus Personalangelegenheiten umfassen hauptsächlich abgegrenzte Bonus- und Provisionsansprüche in Höhe von 409 TEUR (2012: 346 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Abfindungen in Höhe von 222 TEUR (2012: 455 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern, Verpflichtungen gegenüber der Berufsgenossenschaft und Verpflichtungen zur Schwerbehindertenausgleichsabgabe in Höhe von 159 TEUR (2012: 162 TEUR) sowie Verpflichtungen für nicht in Anspruch genommene Urlaubstage in Höhe von 44 TEUR (2012: 59 TEUR).

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013 in Höhe von insgesamt TEUR 5.748 (2012: 4.324 TEUR) beinhalten kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.145 (2012: 4.288 TEUR). Sie setzen sich wie folgt zusammen:

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2013 2012
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

(in TEUR)
Gesamt davon kurzfristig Gesamt davon kurzfristig
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus nicht erhaltenen Eingangsrechnungen 4.657 4.657 4.076 4.076
Gesellschafterdarlehen 600 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 36 33 77 41
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 455 455 171 171
Gesamt 5.748 5.145 4.324 4.288

Die Position der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten umfasst im aktuellen Geschäftsjahr im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus nicht erhaltenen Eingangsrechnungen. Darin enthalten sind Verpflichtungen für Abschluss- und Prüfungskosten der YOC AG in Höhe von 108 TEUR (2012: 120 TEUR). Des Weiteren sind in dieser Position Verbindlichkeiten aus Überzahlungen von Kunden in Höhe von 154 TEUR (2012: 80 TEUR) enthalten.

In den übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ist eine versehentlich erfolgte Zahlung eines Gesellschafters in Höhe von 386 TEUR enthalten. Die Rückzahlung erfolgte Anfang 2014.

Zum 31. Dezember 2013 bestehen Finanzschulden in Höhe von 525 TEUR (2012: 3.494 TEUR). Der YOC AG stand zum 31. Dezember 2013 eine von der Geschäftsbank gewährte Kreditlinie in Höhe von 1.000 TEUR zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag ist die Kreditlinie mit 525 TEUR in Anspruch genommen worden und ist kurzfristig zur Rückzahlung fällig.

Im Juli 2013 erfolgte nach Verkauf des Geschäftsbereiches Mobile Technology die Rückführung sämtlicher zum Verkaufszeitpunkt verbliebener Akquisitionsdarlehen in Höhe von 1.898 TEUR.

Sicherungsbeziehungen werden nicht bilanziert.

7.9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2013 bestehen finanzielle Verpflichtungen für ausstehende Leasingraten aus Büromieten sowie Leasing von Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeugen.

Von den Leasingverpflichtungen aus Operating-Leasing sind in den folgenden Jahren zu leisten:

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Sonstige finanzielle Verpflichtungen

(in TEUR)
2013 2012
Bis 1 Jahr 252 389
1 - 5 Jahre 24 1.402
Über 5 Jahre 0 0
Gesamt 275 1.791

Zum 31. Dezember 2013 wurde der Mietvertrag für die Geschäftsräume der YOC AG in Berlin aufgelöst. Für die neuen Geschäftsräume wurde ein Mietvertrag ab dem 01. Januar 2014 mit einer Mindestlaufzeit von 6 Monaten abgeschlossen.

Mietfreie Zeiten werden bei Mietleasing linear über die Vertragslaufzeit als Verminderung der laufenden Mietaufwendungen erfasst.

Im Geschäftsjahr 2013 belaufen sich die ergebniswirksam erfassten Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen des fortgeführten Geschäftsbereichs auf 529 TEUR (2012: 432 TEUR). Leasingverpflichtungen nach IFRIC 4 liegen nicht vor.

Der YOC-Konzern hat einen Untermietvertrag für ein Bürogebäude in London abgeschlossen und ist somit Leasinggeber. Zum 31. Dezember 2013 bestehen in Höhe von 76 TEUR (2012: 205 TEUR) Forderungen auf künftige Mietleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Mietleasingverhältnissen, davon 76 TEUR (2012: 123 TEUR) mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr.

Zum 31. Dezember 2013 bestehen darüber hinaus Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen für Mietereinbauten, Büroeinrichtungen und Hardware mit Laufzeiten von bis zu 5 Jahren. Von den Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen in Höhe von 36 TEUR (2012: 79 TEUR) sind in den folgenden Jahren zu leisten:

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Mindestleasingzahlungen

(in TEUR)
2013 2012
Bis 1 Jahr 33 41
1-5 Jahre 3 38
Gesamt 36 79

Der Barwert der Mindestleasingzahlungen stellt sich folgendermaßen dar:

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Barwert der Mindestleasingzahlungen

(in TEUR)
2013 2012
Bis 1 Jahr 32 41
1-5 Jahre 2 36
Gesamt 34 77

Die Mindestleasingzahlungen lassen sich auf den Barwert wie folgt überleiten:

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Überleitungsrechnung

(in TEUR)
31.12.2013 31.12.2012
Mindestleasingzahlungen zum Stichtag 35 79
Zukünftige Finanzierungskosten -1 -2
\= Barwert der Mindestleasingzahlungen 34 77

Die Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen sind in der angegebenen Höhe in den folgenden Bilanzpositionen enthalten:

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Leasingverbindlichkeiten

(in TEUR)
2013 2012
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 32 41
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2 36
Gesamt 34 77

Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Ausleihungen sowie sonstige ähnliche Finanzierungsformen liegen im Geschäftsjahr 2013 nicht vor.

7.10 Sonstige Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte, die beizulegenden Zeitwerte, die Kategorisierung gemäß IAS 39 sowie die Fair-Value-Hierarchie der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:

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31.12.2013

(in TEUR)
Zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet nicht finanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten Bilanz zum 31.12.2013 Bewertungskategorie gem. IAS 391) Fair Value Hierarchie
Aktiva
Zahlungsmittel 531 531 LaR n/a
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.960 3.960 LaR n/a
Sonstige Vermögenswerte 724 248 972 LaR n/a
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 525 525 FLAC n/a
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.008 3.008 FLAC n/a
sonstige Verbindlichkeiten 5.748 1.336 7.084 FLAC n/a
davon aus Finanzierungs-Leasingsverhältnissen 36

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31.12.2012

(in TEUR)
Zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet nicht finanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten Bilanz zum 31.12.2012 Bewertungskategorie gem. IAS 391) Fair Value Hierarchie
Aktiva
Zahlungsmittel 236 236 LaR n/a
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.829 4.829 LaR n/a
Sonstige Vermögenswerte 29 253 282 LaR n/a
Wertpapiere 14 14 AfS Stufe 1
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 3.494 3.494 FLAC n/a
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.868 3.868 FLAC n/a
sonstige Verbindlichkeiten 4.324 2.335 6.659 FLAC n/a
davon aus Finanzierungs-Leasingsverhältnissen 77

1) AfS: zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale financial assets); LaR: Kredite und Forderungen (loans and receivables); FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (other financial liabilities at amortized cost)

Der Zeitwert der Wertpapiere erfolgte anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Stufe 1).

Der Zeitwert von den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen und unverzinslichen Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt.

Aus Wesentlichkeitsgründen wird der Zeitwert für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt.

Die folgende Tabelle zeigt die zukünftigen undiskontierten vertraglich vereinbarten Mittelabflüsse im Zusammenhang mit den Finanzinstrumenten:

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Undiskontierte Mittelabflüsse
Fälligkeitsanalyse

(in TEUR)
Buchwert zum 31.12.2013 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 525 525 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.336 1.318 18 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5.748 5.145 603 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.008 3.008 0 0

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Fälligkeitsanalyse

(in TEUR)
Buchwert zum 31.12.2012 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.494 3.510 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.335 2.045 290 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.324 4.288 36 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.868 3.868 0 0

Die YOC-Gruppe verfügt über ein konzernweites Liquiditätsmanagement, mit dem die Liquidität der Konzerngesellschaften täglich überwacht wird.

Das maximale Ausfallrisiko besteht zum 31. Dezember 2013 wie im Vorjahr in Höhe der Buchwerte sämtlicher finanzieller Vermögenswerte gegenüber Dritten.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

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2013 2012
Gewinne, Verluste, Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten

(in TEUR)
Nettogewinne/ -verluste Gesamtzinserträge und -aufwendungen Nettogewinne/ -verluste Gesamtzinserträge und -aufwendungen
--- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen (einschließlich Zahlungsmittel und Guthaben bei Kreditinstituten) -59 -23 -51 -31
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 -65 0 -190
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 0 0 102 0
Gesamt -59 -88 51 -221

Das Nettoergebnis gemäß IFRS 7.20 (a) umfasst Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Veränderungen der Wertberichtigungen von Forderungen und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert. Das Gesamtzinsergebnis gem. IFRS 7.20 (b) enthält im Wesentlichen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode resultierende Zinsaufwendungen sowie Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten.

8. Erläuterungen zu der Cash-Flow Rechnung

8.1 Cash-Flow der einzelnen Tätigkeiten

Operativer Cash-Flow

Die Ermittlung des operativen Cash-Flows erfolgt nach der indirekten Methode. Ausgangspunkt für die Ermittlung ist das Ergebnis nach Steuern des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von -10,5 Mio. EUR (2012: -11,3 Mio. EUR). Davon entfielen -7,3 Mio. EUR auf den fortgeführten Geschäftsbereich (2012: 11,1 Mio. EUR).

Der operative Cash-Flow belief sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2013 auf -4,8 Mio. EUR (Vorjahr -2,7 Mio. EUR) und ist insbesondere auf das negative operative Konzernergebnis vor Abschreibungen zurückzuführen. Im operativen Cash-Flow sind alle zahlungswirksamen Transaktionen des Geschäftsjahres enthalten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind.

Cash-Flow aus Investitionstätigkeit

Für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeiten 4,4 Mio. EUR (Vorjahr Mittelabfluss in Höhe von 2,0 Mio. EUR).

Aus dem mit Wirkung zum 31. Juli 2013 veräußerten Geschäftsbereich Mobile Technology floss der Gesellschaft ein fixer Kaufpreis in Höhe von 5,0 Mio. EUR zu, welcher im Wesentlichen zum Abbau kurzfristiger Verbindlichkeiten verwendet worden ist.

Es entfielen 0,3 Mio. EUR auf Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie immaterielle Vermögenswerte. Darunter sind unter anderem interne Entwicklungskosten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung technologischer Plattformen und neuen Produkten angefallen. Für das weitere Wachstum der YOC-Gruppe und den Ausbau der Marktstellung ist die technologische Wettbewerbsfähigkeit essentiell, sodass wir die Weiter- und Neuentwicklung unserer Produkte und Plattformen in Eigenentwicklung vorantreiben.

Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit

Der Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2013 auf 0,7 Mio. EUR (2012: 3,4 Mio. EUR).

Aus dem Zufluss des veräußerten Segments Mobile Technology und unter Berücksichtigung planmäßiger Tilgungsraten wurden vereinbarungsgemäß Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2,5 Mio. EUR in 2013 zurückgeführt.

Des Weiteren wurde die der YOC-Gruppe zur Verfügung gestellte Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2013 mit 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) in Anspruch genommen.

Zur Finanzierung des Unternehmenswachstums und von Investitionen konnten zwei Kapitalerhöhungen mit einem Emissionserlös in Höhe von 3,1 Mio. EUR erfolgreich im abgelaufenen Geschäftsjahr platziert werden.

Darüber hinaus wurde im April 2013 ein Gesellschafterdarlehen von der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt/Main, in Höhe von 0,6 Mio. EUR aufgenommen.

Zur Sicherstellung der Liquidität flossen der Gesellschaft nach dem Bilanzstichtag weitere 1,0 Mio. EUR an Gesellschafterdarlehen zu.

8.2 Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds umfasst Schecks, Kassenbestand und Bankguthaben sowie kurzfristige Geldanlagen mit einer Fälligkeit bis zu 90 Tagen, die ein geringes Wertschwankungsrisiko aufweisen. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Finanzmittelfonds 531 TEUR (2012: 260 TEUR).

9. Erläuterungen zu den Kapitalveränderungen

Neben dem in den Gewinnrücklagen erfassten Jahresfehlbetrag in Höhe von 10.483 TEUR wirken sich folgende Sachverhalte auf das Eigenkapital aus:

Währungsumrechnungseffekte aus der Konsolidierung der ausländischen Tochtergesellschaften YOC Mobile Advertising Ltd. und Sevenval Ltd. führen zu einem Rückgang des Eigenkapitals in Höhe von -17 TEUR (2012: 28 TEUR).

Die Zuführung von Personalaufwendungen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms führte zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 46 TEUR (2012: 9 TEUR).

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres erfolgte eine erste Kapitalerhöhung um 220.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu 8,50 EUR pro Aktie und im zweiten Quartal eine weitere Kapitalerhöhung um 258.500 Stückaktien zu 5,00 EUR pro Aktie. Dies führte zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 2.684 TEUR, wobei die direkt zurechenbaren Kosten der Kapitalerhöhung 89 TEUR betrugen.

10. Sonstige Erläuterungen

10.1 Haftungsverhältnisse, Gewährleistungen, Eventualverbindlichkeiten und Ähnliches

Als Sicherheit für die von Gesellschaftern gewährten Darlehen hat die YOC AG den Geschäftsanteil an der belboon GmbH, Berlin, an die Darlehensgeber verpfändet.

Weitere Eventualverbindlichkeiten liegen nicht vor.

10.2 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 13. Januar 2014 wurden durch Beschluss des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg Sacha Berlik und Konstantin Graf Lambsdorff mit sofortiger Wirkung zu Mitgliedern des Aufsichtsrates der YOC AG bestellt.

Im Januar und Februar 2014 reichten Gesellschafter der Gesellschaft Darlehen von insgesamt 1,0 Mio. EUR aus. 0,6 Mio. EUR entfielen auf Herrn Hilmar Kraus, weitere 0,4 Mio. EUR auf die KJK Management und Beteiligungen GmbH. Die Darlehen werden mit 8,25 % p.a. verzinst.

Im März 2014 führte ein verhandelter Forderungsverzicht eines wesentlichen Gläubigers zu einem Ertrag in Höhe von 0,75 Mio. EUR.

Im Januar 2014 hat die YOC AG neue Geschäftsräume in der Rosenstr. 17, 10178 Berlin bezogen. Dies wird in 2014 zu signifikanten Kosteneinsparungen führen.

Anfang Juli 2014 hat die YOC AG einen Vertrag über die Veräußerung des gesamten Geschäftsbereiches Affiliate Marketing abgeschlossen, der zu einem signifikanten Mittelzufluss führt.

Weitere Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

10.3 Risiko- und Chancenbericht

Die Angaben zu unternehmens- und branchenspezifischen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken der YOC-Gruppe sowie deren Management erfolgen im Risikobericht des Konzernlageberichts, welcher Bestandteil der Prüfung durch den Abschlussprüfer ist.

10.4 Angaben zu Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der YOC AG sowie deren Familienangehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Gesellschaften in Betracht. Darüber hinaus gelten als nahestehend Personen in Schlüsselpositionen und deren enge Familienangehörige.

Die DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt/Main, gewährte der YOC AG im April 2013 ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von nominal 610 TEUR. Im Dezember wurde eine Verlängerung der Laufzeit des Darlehens bis 31. Dezember 2015 vereinbart. Das Darlehen wird mit 8,5 % p.a. verzinst. Als Sicherheit hat die YOC AG den Geschäftsanteil an der belboon GmbH, Berlin, an die Darlehensgeber verpfändet.

Ein in 2013 ausgeschiedenes Mitglied des Vorstands ist an zwei Gesellschaften beteiligt, mit denen im Rahmen des Geschäftsjahres 2013 Transaktionen zu fremdüblichen Konditionen in Höhe von insgesamt 99 TEUR abgeschlossen wurden. Von diesem Betrag betreffen 97 TEUR Publishervergütungen. Zum Bilanzstichtag ist eine Verbindlichkeit in Höhe von 32 TEUR bilanziert.

Ferner nahm die YOC AG im Berichtsjahr Beratungsleistungen eines Gesellschafters in Form von Unterstützungsleistungen im Finanzbereich in Anspruch. Es fielen Kosten in Höhe von 63 TEUR an. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von 3 TEUR.

Mit Ausnahme der beschriebenen Geschäftsvorfälle und der im nachfolgenden Abschnitt dargestellten Bezüge des Aufsichtsrates und des Vorstands haben keine weiteren wesentlichen Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen im Geschäftsjahr 2013 stattgefunden.

10.5 Bezüge des Aufsichtsrates und des Managements

Vergütung des Vorstands

Bestellter Vorstand im Geschäftsjahr 2013:

Dirk Kraus, Vorstand seit September 2013

Dirk Freytag, Vorstandsvorsitzender bis September 2013

Jan Webering, Mitglied des Vorstands bis Juli 2013

Joachim von Bonin, Mitglied des Vorstands bis März 2013

Die Vergütung des Vorstands der YOC AG enthält im Geschäftsjahr 2013 eine fixe Gehaltskomponente von insgesamt 412 TEUR (2012: 920 TEUR). Eine variable Komponente, welche sich nach dem operativen Ergebnis der YOC-Gruppe bemisst, wurde im aktuellen Geschäftsjahr analog zum Vorjahr nicht vergütet. Im Geschäftsjahr 2009 erhielt der Vorstand 97.965 Stück Bezugsrechte mit einem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung von 403 TEUR im Rahmen des YOC Management Incentive Programms. Im Geschäftsjahr 2011 wurden weitere 16.625 Stück Bezugsrechte mit einem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung von 170 TEUR gewährt. Von den 2009 gewährten Aktienoptionen sind 32.655 Stück an ehemalige Mitglieder des Vorstands gewährt worden.

Im Geschäftsjahr 2013 waren 512 TEUR (2012: 895 TEUR) der laufenden Vorstandsvergütung zahlungswirksam. Im aktuellen und im letzten Jahr wurde keine variable Vergütung gewährt.

Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Vergütungskomponenten je Vorstandsmitglied:

Vergütung des Vorstands für 2013 (in TEUR)

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Name Feste Vergütung*

(in TEUR)
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

(in TEUR)
Bezugsrechte gewährt in 2009 und 2011 (in Stück)
Dirk Freytag (Vorstandsvorsitzender bis September 2013) 205 0
Dirk Kraus (seit September 2013) 35 32.655
Jan Webering 121 32.655
Joachim von Bonin 51 100 81.935
Gesamt 412 100 81.935

* inklusive vertragliche Nebenleistungen

Als vertragliche Nebenleistung erhielten Herr Dirk Freytag (bis September 2013) sowie Herr Jan Webering (bis Juli 2013) Anspruch auf einen Dienstwagen zur dienstlichen wie privaten Nutzung mit einem Gegenwert von 22 TEUR sowie betriebliche Altersvorsorge in Höhe von 4 TEUR.

Herr Alexander Sutter erhielt im Geschäftsjahr 2013 aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Vorstand im Jahr 2012 75 TEUR.

Darüber hinaus wurden keine Vorschüsse, Kredite, Sicherheitsleistungen, Pensionszusagen oder ähnliche Vorteile an den Vorstand gewährt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats der YOC AG besteht aus einer fixen Vergütung in Höhe von insgesamt 50 TEUR (2012: 56 TEUR) und Sitzungsgeld in Höhe von 40 TEUR (2012: 18 TEUR).

Die Aufteilung der Vergütung 2013 auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: Es wurden keine Vorschüsse, Kredite, Sicherheitsleistungen, Pensionszusagen oder ähnliche Vorteile an den Aufsichtsrat gewährt.

Vergütung des Aufsichtsrats für 2013 (in TEUR)

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Name Feste Vergütung Sitzungsgeld Gesamt
Gerd Schmitz-Morkramer (Aufsichtsratsvorsitzender bis 06. Juni 2013) 11 4 15
Peter Zühlsdorff (bis 06. Juni 2013) 8 3 11
Oliver Borrmann (bis 06. Juni 2013) 5 2 7
Dr. Bernhard Heiss (Aufsichtsratsvorsitzender ab 06. Juni 2013) 10 14 24
Dr. Nikolaus Breuel (ab 06. Juni 2013) 11 10 21
Ludwig Prinz zu Salm-Salm (ab 06. Juni 2013 bis 24. Oktober 2013) 5 7 12
Gesamt 50 40 90

Ebenso haben Aufsichtsratsmitglieder außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeiten keinerlei Beratungs- und Vermittlungsleistungen für die YOC-Gruppe erbracht.

10.6 Honorar des Wirtschaftsprüfers

Für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers Ernst & Young (E&Y) sind die folgenden Honorare angefallen:

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Wirtschaftsprüferhonorar (in TEUR) 2013 2012
Abschlussprüfungen 82 110
Steuerberatungsleistungen 17 0
Sonstige Leistungen 71 11
Gesamt 170 121

10.7 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und wurde den Aktionären der YOC AG auf der Internetseite www.yoc.com im Bereich "Investor Relations" dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 07. Juli 2014

Der Vorstand

Dirk Kraus

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (gemäß §37y Nr.1 WpHG i.V.m. §§297 Abs. 2 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB)

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, 07. Juli 2014

Dirk Kraus, Vorstand der YOC AG

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der YOC AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands im Abschnitt "Ausblick" des Konzernlageberichtes hin. Dort wird ausgeführt, dass aufgrund der angespannten Liquiditätssituation der Fortbestand des Konzerns gefährdet ist. Der angespannten Liquiditätssituation soll durch verschiedene Maßnahmen entgegengewirkt werden. Zu diesen Maßnahmen bzw. Ereignissen zählen insbesondere:

der zeitnahe signifikante Liquiditätszufluss aus der Veräußerung des gesamten Geschäftsbereiches ,Affiliate Marketing',
die zeitnahe und erfolgreiche Beitreibung von Außenständen von bis zu maximal EUR 1,7 Mio. aus der variablen Kaufpreiskomponente der Veräußerung des Mobile Technology Segments im Juli 2013,
die erfolgreiche Umsetzung eines Forderungsverzichtes mit einem oder mehreren wesentlichen Gläubigern,
die erfolgreiche Durchführung einer Kapitalmaßnahme in den nächsten sechs bis zwölf Monaten,
die zeitnahe Realisierung einer erheblichen Verbesserung des operativen Ergebnisses und damit die Erreichung des geplanten Geschäftsverlaufs.

Der Fortbestand des Unternehmens hängt davon ab, dass die oben genannten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden und zu einer entsprechenden Liquiditätszufuhr führen.

Berlin, 08. Juli 2014

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Röders, Wirtschaftsprüfer

Klemm, Wirtschaftsprüfer

Vorstand

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt zusammen.

DIRK KRAUS (seit 10. September 2013)

Dirk Kraus wurde im September 2013 erneut als Vorstand der YOC AG bestellt. Er ist alleiniger Vorstand der Gesellschaft und war bereits von 2001 bis 2012 im Vorstand der Gesellschaft vertreten - davon seit 2005 als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft. Er gründete die YOC AG gemeinsam mit einem Partner 2001 in Berlin nachdem er für Roland Berger Strategy Consultants als Seniorberater tätig war und sich vornehmlich mit der Restrukturierung und strategischen Neuausrichtung von Unternehmen auseinandersetzte

DIRK FREYTAG (bis 30. September 2013)

Dirk Freytag wurde im Dezember 2012 zum CEO der YOC AG berufen und schied im September 2013 aus der Gesellschaft aus. Er war in seiner Position für die Bereiche Unternehmensstrategie, Organisation, den Geschäftsbereich Media sowie für Investor und Public Relations verantwortlich. Vor seinem Wechsel zu YOC war Dirk Freytag in Doppelfunktion als CEO der ADTECH AG und zugleich Senior Vice President bei AOL Inc. tätig.

JAN WEBERING (bis 24. Juli 2013)

Jan Webering wurde Im Juli 2008 zum Vorstand der YOC AG berufen und war In dieser Position für das Geschäftsfeld Mobile Technology bis zum Verkauf der Sparte am 24. Juli 2013 zuständig. Der Jurist verantwortete zuvor als Vorstandsvorsitzender der Sevenval AG die Bereiche Vertrieb, Marketing und Professional Services. Vor Gründung von Sevenval führte Jan Webering mehrere Unternehmen, darunter die Internetberatung net-consulting.

JOACHIM VON BONIN (bis 31. März 2013)

Joachim von Bonin war bis zum 31. März 2013 CFO der YOC AG. In dieser Position war er verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Controlling, Personal sowie den zentralen Einkauf. Davor agierte er als kaufmännischer Leiter der Gesellschaft - die Position hatte er seit seinem Eintritt in das Unternehmen im Juni 2010 inne. Joachim von Bonin war für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mehrere Jahre im In- und Ausland tätig und betreute internationale DAX-Konzerne sowie mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt zusammen:

NIKOLAUS BREUEL Kaufmann, Berlin

Geschäftsführender Gesellschafter Karl-J. Kraus GmbH
D+S communication center management GmbH: Mitglied des Aufsichtsrates
YOC AG: Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 16.01.2014, Mitglied seit 07.06.2013

GERD SCHMITZ-MORKRAMER Rechtsanwalt, München

bmp media investors AG (vormals bmp AG): Vorsitzender des Aufsichtsrates
Ernst Max von Grunelius Stiftung: Vorstand
YOC AG: Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 06.06.2013)

BERNHARD HEISS Rechtsanwalt, München

Dr. Bernhard Heiss Rechtsanwalts GmbH: Geschäftsführender Gesellschafter
Centrosolar Group AG: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Centrotec Sustainable AG: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Altium Capital AG: Mitglied des Aufsichtsrates
YOC AG: Vorsitzender des Aufsichtsrats (07.06.2013 - 24.10.2013)

PETER ZÜHLSDORFF Kaufmann, Berlin

OBI Group: Mitglied des Aufsichtsrates
ALBA Group: Mitglied des Aufsichtsrates
KMS Group Management GmbH: Mitglied des Beirates
Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH: Vorsitzender des Aufsichtsrates
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: Mitglied des Aufsichtsrates
YOC AG: Mitglied des Aufsichtsrates (bis 06.06.2013)

LUDWIG ZU SALM Kaufmann, Starnberg

Zu Salm Vermögensverwaltung GbR: Geschäftsführender Gesellschafter
YOC AG: Mitglied des Aufsichtsrats (07.06.2013 - 24.10.2013)

OLIVER BORRMANN Kaufmann, Berlin

bmp media investors AG: Vorstand
bmp Beteiligungsmanagement AG: Vorstandsvorsitzender
König & Cie. Private Equity Management GmbH: Geschäftsführer
König & Cie. II. Private Equity Beteiligungs- und Treuhand GmbH: Geschäftsführer
Heliocentris Fuel Cells AG: Vorsitzender des Aufsichtsrates
brand eins Medien AG: Vorsitzender des Aufsichtsrates
YOC AG: Mitglied des Aufsichtsrates (bis 06.06.2013)

Finanzkalender 2014

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28 MAI Veröffentlichung des Berichts zum 1. Quartal 2014 29 August Ordentliche Hauptversammlung
28 AUGUST Veröffentlichung des Berichts zum 1. Halbjahr 2014 27 NOVEMBER Veröffentlichung des Berichts zum 3. Quartal 2014

YOC Adressen

Berlin (Hauptsitz) YOC AG YOC Mobile Advertising GmbH belboon GmbH

Rosenstraße 17

10178 Berlin

Deutschland

T + 49 (0) 30 726 162 - 0

F + 49 (0) 30 726 162 - 222

Madrid YOC Spain, S.L.

Calle de Orense 20

Planta 1 - Oficina 4

28020 Madrid

Spanien

T + 34 91 392 41 87

Wien YOC Central Eastern Europe GmbH

Kaiserstraße 113-115

1070 Wien

Österreich

T + 43 (0) 1 522 500 6

F + 43 (0) 1 522 500 6 - 116

Paris YOC France SAS

33 rue du Docteur Roux

75015 Paris

Frankreich

T + 33 (1) 43 06 33 34

London YOC Mobile Advertising Ltd.

Holden House

51-57 Rathbone Place

London, W1T 1JU

Großbritannien

T + 44 (0) 20 719 901 10

Impressum

Herausgeber YOC AG Rosenstraße 17 10178 Berlin

T + 49 (0) 30 726 162 - 0

F + 49 (0) 30 726 162 - 222

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Registereintragung:

Amtsgericht Berlin HRB 77 285

Gesamtkonzept und Redaktion

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Gestaltung und Herstellung

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