AI assistant
Wolford AG — Interim / Quarterly Report 2021
Aug 27, 2021
771_ir_2021-08-27_695dc315-0616-4f7c-9533-e1e259f4a842.pdf
Interim / Quarterly Report
Open in viewerOpens in your device viewer
$\left[\left[\begin{smallmatrix} \text{Wolford} \ \text{Wolford} \end{smallmatrix}\right]\right]$
HALBJAHRESFINANZBERICHT 2021
(JANUAR 2021 - JUNI 2021)
| Ertragskennzahlen | $01 - 06/2021$ | 05 - 10/2020 | Vdg. in % | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 41,94 | 48,17 | $-13$ | 68,04 |
| EBIT | in Mio. $\epsilon$ | $-14,79$ | 31,16 | $-147$ | 19,94 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. $\in$ | $-16,62$ | 29,13 | $-157$ | 17,33 |
| Ergebnis nach Steuern | in Mio. $\epsilon$ | $-13,03$ | 22,81 | $-157$ | 12,77 |
| Investitionen | in Mio. $\in$ | 0,18 | 0,48 | $-62$ | 0,77 |
| Free Cashflow | in Mio. $\epsilon$ | $-9,17$ | 53,43 | $-117$ | 53,25 |
| Mitarbeiter (im Durchschnitt) | FTE | 1.101 | 1.180 | $-7$ | 1.169 |
| Bilanzkennzahlen | 30.06.2021 | 31.12.2020 | Vdg. in % | 31.10.2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | in Mio. $\epsilon$ | 15,25 | 28,54 | $-47$ | 38,26 |
| Nettoverschuldung (ohne Leasing) | in Mio. $\epsilon$ | 0,01 | Positiv | Positiv | |
| Working Capital (ohne Leasing) | in Mio. $\epsilon$ | 33,07 | 31.37 | $+5$ | 32,87 |
| Bilanzsumme | in Mio. $\epsilon$ | 128,24 | 138.90 | -8 | 146,01 |
| Eigenkapitalquote | in $%$ | 12 | 21 | $-42$ | 26 |
| Börsenkennzahlen | $01 - 06/2021$ | 05 - 10/2020 | Vdg. in % | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | in $\epsilon$ | $-1,97$ | 3,44 | $-157$ | 1,93 |
| Höchstkurs der Aktie | in $\epsilon$ | 10,40 | 6,15 | +69 | 8,80 |
| Tiefstkurs der Aktie | in $\epsilon$ | 7,10 | 4,82 | $+47$ | 4,82 |
| Ultimokurs der Aktie | in $\epsilon$ | 9,15 | 5,65 | $+62$ | 7,45 |
| Gewichtete Aktienanzahl | in Tsd. | 6.631 | 6.631 | 6.631 | |
| Ultimo Börsenkapitalisierung | in Mio. $\epsilon$ | 61,48 | 37,96 | $+62$ | 50,06 |
U M S A T Z N A C H M A R K T
- 2 Deutschland 15 %
- 3 Frankreich 9 %
- 4 Österreich 6 %
- 5 Übriges Europa 41 %
- 6 Asien/Ozeanien 8 %
U M S A T Z N A C H D I S T R I B U T I O N
4 Factory Outlets 5 %
5 Kauf- und Warenhäuser 6 %
6 Fachhandel 9 % 7 Private Label 1 %
U M S A T Z N A C H P R O D U K T G R U P P E
Inhalt
| Wolford Gruppe in Zahlen |
|---|
| Vorwort des Vorstands |
| Lagebericht |
| Halbjahresabschluss Wolford Gruppe (IFRS) 14 |
| Erläuterungen zum Halbjahresabschluss 19 |
| Finanzkalender |
| Informationen zu Unternehmen und Aktie 27 |
| Service |
Vorwort des Vorstands
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
liebe Damen und Herren,
die ersten 6 Monate des Geschäftsjahres 2021 von Januar bis Juni entwickelten sich vergleichbar mit den letzten Monaten in 2020: während der Handel in den USA und China weiter solide wuchs, führten fortgesetzte und neue Corona-Maßnahmen, insbesondere Lockdowns, in Europa weiterhin zu signifikanten Geschäftseinbußen.
Starkes 1. Halbjahr mit zweistelligem Umsatz- und Ergebnisplus zum Vorjahr
Trotz 6-7 Monate durchgehende Zeit von Lockdowns in zahlreichen europäischen Ländern konnte das Vorjahr im Umsatz und Ergebnis jeweils zweistellig geschlagen werden, obgleich die Ladenschließungen während der ersten COVID 19-Welle lediglich ca. 2 bis 3 Monate, weitestgehend zwischen März und Mai 2020, dauerten.
Mit einem Umsatz von 41,9 Mio. € für den Berichtszeitraum Januar bis Juni 2021 schlugen wir das erste Kalenderhalbjahr 2020 (Januar bis Juni 2020) um 3,7 Mio. € (ca. 10 %). Ebenso konnte mit-13,3 Mio. € das Vorjahres-Gesamtergebnis (Group Profit/Loss) um ca. +31 % übertroffen werden. Hierbei sind die Effekte aus dem Immobilienverkauf nicht mitberücksichtigt. Die Erlöse von 72 Mio. € aus dem Verkauf der Immobilie in der Wolfordstraße 1-3 in Bregenz wurden, wie berichtet, Anfang Mai 2020 zur vollständigen Entschuldung des Unternehmens verwendet.
Maßgeblich für den Ergebnissprung ist neben der deutlichen Reduzierung der operativen Kosten (Personalkosten, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) um +11% eine um +4,5 Prozentpunkte zum Vorjahreszeitraum gesteigerte Bruttomarge von 81,4 % (Gross Profit Margin).
Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms "PITBOLI" (Program for Immediate Top and Bottom Line Impact) haben wir die seit Anfang 2020 verabschiedeten Maßnahmen wie geplant auf den Weg gebracht sowie zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen implementiert.
Umsatzwachstum in nahezu allen Kanälen und Geographien; Online-, US- und China-Geschäft wachsen zweistellig; neue Markenarchitektur trägt
Im Vergleich zum ersten Kalenderhalbjahr 2020 konnte der Umsatz um insgesamt +10 % gesteigert werden: Mit +65% Wachstum waren das China-Geschäft (in CNY), und das US-Geschäft mit +32 % (in USD) die geografischen Wachstumstreiber, in EMEA konnten wir ca. das Vorjahresniveau halten. Das Online-Geschäft legte erneut zweistellig um +18 % zu. Der Umsatzanteil aus dem eigenen Online-Geschäft sowie des verbundenen Online-Geschäfts der Großhandelspartner (E-Tailor) stieg weiter auf insgesamt rund 34%, nach ca. 29% des Gesamtumsatzes im Vorjahr.
Die Kollektionen der Markenerweiterung "The W" (modern, jung und sportlich) und "W lab" (Kooperationen) haben sich seit Einführung im vergangenen Jahr in der Markenarchitektur als Teil des neuen Gesichts von Wolford mittlerweile gut etabliert.
Mit der ersten internationalen Kooperation des Jahres, Amina Muaddi x Wolford, konnten wir, getrieben durch einen vorwiegend digitalen Marketingansatz und stationäre Präsenz in ausgewählten Modegeschäften, international eine neue und junge modebewusste Verbrauchergruppe erreichen. Ebenso gelingt es uns, Schlüsselmärkte durch lokale Kooperationen noch stärker auszubauen. Die erste Kooperation mit Neiwai, einer chinesischen Marke, die für ihre einfachen und nachhaltigen Dessous bekannt ist, wird im September in China vorgestellt.
Gleichermaßen haben wir unseren Fokus auf die Essential Collection, das Herzstück von Wolford, weiter geschärft: die Marketing- und Kommunikationsstrategie sowie das Design besinnen sich wieder auf die ikonischen Produkte, die Teil der Erfolgsgeschichte waren und auch in Zukunft ihren Anteil haben werden.
Restrukturierungsprogramm entfaltet Wirkung; Kosten weiter deutlich gesenkt; Effizienzsteigerung in vielen Bereichen
Nachdem wir für das Rumpfgeschäftsjahr 2020 (Mai bis Dezember) bereits eine Reduzierung der operativen Kosten (Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) um ca. -8 % ggü. der Vorjahresperiode berichtet haben, lieferte "PITBOLI" im Berichtszeitraum mit ca. -5,9 Mio. € eine weitere und deutlich erhöhte Reduzierung der operativen Kosten von -11 % zum ersten Kalenderhalbjahr 2020. Hierbei wurden konsequent und langfristig die maßgeblichen Kostenblöcke Personal, Mieten, Einkauf, Produktion und Logistik adressiert. Hinzu kommen relevante Effizienzsteigerungen in den administrativen Bereichen, z.B. Finanzen, Customer Service, Payroll und HR.
Ausblick: Langzeitstrategie sichert nachhaltige Neuausrichtung ab
Mit den starken Halbjahres-Ergebnissen aus 2021 und einer soliden Planung für die zweite Jahreshälfte bestätigt der Vorstand den Breakeven für das Geschäftsjahr 2021 aus heutiger Sicht, sofern unsere Annahmen zur Entwicklung der Corona-Pandemie standhalten. So liegen wir auch im Juli weiter auf starkem Wachstumskurs mit ca. +1,7 Mio. € (+23%) über dem Juli-Umsatz 2020.
Die langfristige und nachhaltige Neuausrichtung von Wolford sichern wir durch Umsetzung der Langzeit-Strategie, "Nordstern/ Masterplan für Wolford" ab. Hierbei wurden entlang der Kern-Pfeiler "Marke", "Sortiment", "Geographien" und "Kanäle" eine Gesamtstrategie definiert und mit 12 strategischen Projekten in der konsequenten Folge der PITBOLI-Maßnahmen bereits angegangen.
Hervorzuheben sind insbesondere der im August 2021 erfolgte Projektstart zur Implementierung einer neuen Digitalen Omnichannel Architektur, eine ab November 2021 um ca. 50% auf 32 Wochen reduzierte "Time to Market" (Zeitraum vom Produkt-Design bis zum Regal), der Abschluss der Fremdvergabe der Logistik im 4. Quartal 2021 und die Einführung eines Vollzukaufs/ Sourcing zur kurzfristigen Reaktion auf Marktentwicklungen.
Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die berichteten Ergebnisse des 1. Halbjahres 2021 zeigen wiederholt und transparent Kontinuität und Erfolg bei der Neuausrichtung von Wolford auf. Diesem Kurs fühlen wir uns als Management Team verpflichtet und wir werden ihn bis zum erfolgreichen Ziel weiterverfolgen.
Entscheidend sind jetzt eine trotz Covid-19-Pandemie weiterhin stabile Umsatzentwicklung sowie eine konsequente Fortsetzung von PITBOLI und die Umsetzung der Nordstern-Masterplan Strategie.
Wir danken sehr für Ihr Vertrauen.
Ihre Mitglieder des Vorstandes
A. Modile
$Sew/k$
Andrew Thorndike, COO
Silvia Azzali, CCO
Lagebericht
In der 33. ordentlichen Hauptversammlung vom 30. September 2020 wurde der Beschluss gefasst, den Bilanzstichtag, beginnend mit dem Geschäftsjahr 2020 auf den 31. Dezember zu verlegen. Beim vorherigen Geschäftsjahr handelt es sich daher um ein Rumpfgeschäftsjahr, das am 01. Mai 2020 begann und mit dem 31. Dezember 2020 endete. Entsprechend wird in den nachfolgenden Texten die Bezeichnung Rumpfgeschäftsjahr 2020 für das vorangegangene Geschäftsjahr verwendet. Das aktuelle Geschäftsjahr begann am 01. Januar 2021 und endet am 31. Dezember 2021. Als Vergleichszeitraum wurde für die Konzerngesamtergebnisrechnung vom 01. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2021 der veröffentlichte Halbjahresfinanzbericht zum 31. Oktober 2020 zugrunde gelegt. Da diese beiden 6-Monats-Zeiträume aufgrund der Saisonalität des Geschäftes jedoch nur bedingt vergleichbar sind, werden in der Ertragslage und in den Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung ebenfalls die Entwicklungen im Vergleich zum Zeitraum 01. Januar 2020 bis 30. Juni 2020 analysiert.
ERTRAGSLAGE (JANUAR 2021 BIS JUNI 2021)
Verkürzte Gesamtergebnisrechnung: Zur besseren Vergleichbarkeit wird für das Jahr 2020 neben dem veröffentlichten Halbjahr 01. Mai bis 31. Oktober 2020 ("erstes Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020") ebenfalls die Periode 01. Januar bis 30. Juni 2020 ("erstes Kalenderhalbjahr 2020") dargestellt.
| in TEUR | $01 - 06/2021$ | 05 - 10/2020 | $01 - 06/2020*$ | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 41.941 | 48.165 | 38.268 | |
| Betriebsleistung | 42.972 | 91.868 | 85.944 | |
| Aufwendungen | -57.759 | -60.707 | $-65.984$ | |
| EBIT | -14.787 | 31.161 | 19.960 | |
| Finanzergebnis | $-1.833$ | $-2.034$ | $-3.530$ | |
| Ergebnis vor Steuern | -16.619 | 29.127 | 16.430 | |
| Ertragsteuern | 3.587 | $-6.321$ | $-3.565$ | |
| Ergebnis nach Steuern | -13.033 | 22.806 | 12.865 | |
| Sonstiges Ergebnis | $-259$ | 436 | -50 | |
| Gesamtergebnis | -13.292 | 23.243 | 12.815 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert = unverwässert) |
-1,97 | 3,44 | 1,94 |
* Erstes Kalenderhalbjahr 2020 zum Vergleich
Die Wolford Gruppe erzielte im weiterhin durch Covid-19 geprägten ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 41,94 Mio. €. Der Umsatz lag damit um -12,9 % unter dem Vergleichswert des Rumpfgeschäftsjahres 2020 (48,17 Mio. €), jedoch um +9,6 % höher im Vergleich zum ersten Kalenderhalbjahr 2020 (38,27 Mio. €).
Die Rahmenbedingungen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 waren herausfordernd: infolge der weltweiten Covid-19 Pandemie blieben viele Stores vor allem in Europa bis Anfang Mai geschlossen.
In den ersten sechs Monaten konnte das eigene Retail-Geschäft trotz der widrigen Umstände im Vergleich zum Vorjahreszeitraum das Umsatzniveau halten (+0,24 Mio. €, +1,4 %), im Wholesale-
Weiterhin schwieriges Marktumfeld aufgrund Covid-19 Bereich wurde ein Zuwachs von +4,1 % verzeichnet. Erfreulich entwickelte sich hingegen der Online-Vertrieb: Hier konnte eine Umsatzsteigerung von +17,6 % erzielt werden.
Die anhaltenden Lockdowns in Europa und das gemäßigte Reiseverhalten im Tourismus führten zu unterschiedlichen Entwicklungen der Gesamtumsätze in den Märkten: Die vier größten Märkte der Wolford-Gruppe - USA (+19,8 %), Deutschland (-10,6 %), Frankreich (+11,1 %), und das Vereinigte Königreich (-4,3 %) hatten unterschiedliche Entwicklungen aufgrund der doch deutlich differenzierten, durch die lokalen Behörden verhängten Covid-19 Maßnahmen.
Der Verkauf einer Liegenschaft in Bregenz im Vorjahr stellte den maßgeblichen Ergebnistreiber sowohl für das erste Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 sowie für das erste Kalenderhalbjahr 2020 dar. Es konnte ein buchmäßiger Gewinn in Höhe von +40,99 Mio. € erzielt werden, der in den Vorjahresvergleichszeiträumen im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. im Betriebsergebnis dargestellt wird. Bereinigt um diesen einmaligen Effekt im Vorjahr belief sich das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) in den ersten sechs Monaten des Rumpfgeschäftsjahres 2020 auf -9,83 Mio. € sowie auf -21,03 Mio. € im ersten Kalenderhalbjahr 2020. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres beträgt das operative Ergebnis -14,8 Mio. € und ist damit bedingt durch die deutlich unterschiedliche Saisonalität des Geschäfts um -50,6 % niedriger als das bereinigte EBIT der ersten sechs Monate des Rumpfgeschäftsjahres 2020. Im Vergleich zum ersten Kalenderhalbjahr 2020 konnte jedoch eine deutliche Ergebnisverbesserung um +29,6 % erzielt werden.
Im Zuge der weiteren Kostenoptimierungen sowie Schließungen von Stores sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf Vollzeitbasis um 79 auf nunmehr 1.101 Mitarbeiter (Durchschnitt im ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020: 1.180 Vollzeitarbeiter). Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr 2021 auch staatliche Förderungen in Form von Kurzarbeit in Anspruch genommen, die saldiert im Personalaufwand erfasst werden. Infolgedessen verringerten sich die Personalkosten um -1,24 Mio. € auf 24,17 Mio. € im Vergleich zum ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 $(25,41$ Mio. €).
Des Weiteren sind in den ersten sechs Monaten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um +2,18 Mio. € auf 18,09 Mio. € gestiegen (erstes Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020: 15,91 Mio. €). Ausschlaggebend für den Anstieg waren höhere Marketingaufwendungen sowie höhere Kosten, die auf die gestiegenen Umsätze im Onlinehandel zurückzuführen sind.
Die Abschreibungen veränderten sich im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 von 9,33 Mio. € auf 7,63 Mio. € (-18,2 %). Dies ist zum einen auf den Verkauf der Liegenschaft in Bregenz im Vorjahr zurückzuführen, zum anderen verringerten sich die Abschreibungen für Nutzungsrechte um -0,9 Mio. EUR. Aufgrund durchgeführter Werthaltigkeitstests wurden zudem im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres -0,3 Mio. € weniger Wertminderungen erfasst als noch im ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020.
Insgesamt konnten die Aufwendungen im Vergleich zu den Vorjahresvergleichszeiträumen deutlich reduziert werden (-4,9% im Vergleich zum ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020, -12,5 % im Vergleich zum ersten Kalenderhalbjahr 2020).
Das Finanzergebnis verbesserte sich auf -1,83 Mio. € im Vergleich zum Vorjahreswert für das erste Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 (-2,03 Mio. €), da aufgrund des Liegenschaftsverkaufs im Vorjahr eine Tilgung der Finanzverbindlichkeiten erzielt werden konnte. Das kurzfristige Gesellschafterdarlehen in Höhe von 7,5 Mio. € wurde erst im Mai 2021 aufgenommen. Hierfür wurden im Berichtszeitraum 0,1 Mio. € Zinsen erfasst. Das Ergebnis vor Steuern betrug somit -16,62 Mio. € nach +29,13 Mio. € im ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020. Bereinigt um das Ergebnis aus dem Liegenschaftsverkauf (40,99 Mio. €) im Vorjahr ergibt sich eine Ergebnisverschlechterung um -4,76 Mio. € von -11,86 Mio. € im Ergebnis vor Steuern auf -16,62 Mio. €. Im Vergleich zum
Deutliche Ergebnisverbesserung um +29,6 %
bereinigten Ergebnis vor Steuern des ersten Kalenderhalbjahres 2020 in Höhe von -24,56 Mio. € ergibt sich dagegen eine Ergebnisverbesserung um +7,94 Mio. €.
Auch das Ergebnis nach Steuern hat sich aufgrund der Veräußerung der Liegenschaft im Vorjahr deutlich um -35,84 Mio. € von +22,81 Mio. € im ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 auf -13,03 Mio. € verschlechtert. Die um den Liegenschaftsverkauf bereinigte Darstellung nach Steuern (32,10 Mio. E) zeigt im Vergleich zum ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 zwar einen Ergebnisrückgang um -3,74 Mio. € (-40,3 %), im Vergleich zum ersten Kalenderhalbjahr 2020 konnte jedoch eine deutliche Ergebnisverbesserung um +6,20 Mio. € (+32,2 %) erzielt werden. Das Ergebnis je Aktie beträgt -1,97 € nach 3,44 € für das erste Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020.
CASHFLOW (JANUAR 2021 BIS JUNI 2021)
Verkürzter Cashflow: Zur besseren Vergleichbarkeit wird für das Jahr 2020 neben dem ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 ebenfalls die Periode 01. Januar bis 30. Juni 2020 ("erstes Kalenderhalbjahr 2020") dargestellt.
| in TEUR | 01 06/2021 05 10/2020 | $01 -$ 06/2020* |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | $-16.619$ | 29.127 | 16.430 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | $-8.990$ | $-18.097$ | $-11.752$ |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | $-180$ | 71.525 | 71.378 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.087 | $-42.139$ | $-46.288$ |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | $-8.083$ | 11.289 | 13.338 |
| Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang | 14.126 | 4.519 | 15.252 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 231 | $-65$ | $-170$ |
| Zahlungsmittelbestand am Periodenende | 6.274 | 15.743 | 28.420 |
* Erstes Kalenderhalbjahr 2020 zum Vergleich
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 um +9,11 Mio. € auf -9,0 Mio. € verbessert. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der Zahlungsmittelzufluss aus der Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von +2,60 Mio. € (erstes Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020: Zahlungsmittelabfluss aus der Zunahme -7,33 Mio. €). Im Vergleich zum ersten Kalenderhalbjahr 2020 verbesserte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um +2,76 Mio. €. Dies liegt im Wesentlichen an dem deutlich verbesserten operativen Ergebnis im ersten Kalenderhalbjahr 2021 verglichen mit dem um den Sondereffekt des Liegenschaftsverkauf bereinigten Ergebnisses des ersten Kalenderhalbjahres 2020.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verringerte sich im Vergleich zu den Vorjahresvergleichszeiträumen bedingt durch die Einmaleffekte aus dem Liegenschaftsverkauf im Vorjahr auf -0,18 Mio. €. Investitionen wurden in allen drei dargestellten Sechs-Monats-Perioden nur in geringem Ausmaß vorgenommen.
Verbesserung des operativen Cashflows
Infolgedessen verringerte sich der Free Cashflow (operativer Cashflow zuzüglich Investitions-Cashflow) von +53,43 Mio. € im ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 um -62,60 Mio. € auf -9,17 Mio. € im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich von -42,14 Mio. € im ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 um +43,23 Mio. € auf +1,09 Mio. € im aktuellen Geschäftsjahr 2021 aufgrund der im Juni 2020 erfolgten Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten sowie einer Darlehensaufnahme in Höhe von 7,50 Mio. € im Mai 2021.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE (ZUM 30. JUNI 2021)
Im März 2021 sind durch einen von außen gesteuerten Betrugsvorfall ("Fake President Incident") unrechtmäßig liquide Mittel in einer Höhe von 1,25 Mio. € aus der Gesellschaft abgeflossen. Hierfür bestehen erwartete Ansprüche aus abgeschlossenen Versicherungsvereinbarungen in etwa der gleichen Höhe.
Bedingt durch das negative Halbjahresergebnis hat sich das Eigenkapital der Wolford Gruppe zum Stichtag auf 15,25 Mio. € (31. Dezember 2020: 28,54 Mio. €) verringert, demzufolge lag die Eigenkapitalguote bei 12 % (31. Dezember 2020: 21 %). Aufgrund der Tilgung der Finanzverbindlichkeiten mithilfe des Veräußerungserlöses aus der Liegenschaft im Vorjahr zeigt sich trotz der Darlehensaufnahme in Höhe von 7,50 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr, jedoch ohne Berücksichtigung der Leasingverbindlichkeiten, nur eine geringfügige Nettoverschuldung in Höhe von 0,01 Mio. € (31. Dezember 2020: Positiv).
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Es haben sich nach dem Bilanzstichtag keine Sachverhalte mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Wolford Gruppe ergeben.
WESENTLICHE RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN IN DEN RESTLICHEN MONATEN DES LAUFENDEN GESCHÄFTSJAHRES
Die Wolford Gruppe ist im Rahmen der Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Management verantwortungsbewusst auseinandersetzt, um durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen auf Veränderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können. Die Corona-Krise und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und unsere Hauptmärkte stellen wesentliche Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung von Wolford in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahres und auch darüber hinaus dar. Aufgrund der durch die Corona-Krise eingeschränkten Visibilität können die Geschäftsrisiken aktuell nur schwer eingeschätzt werden, da diese stark von der Dauer und der Intensität der Krise sowie den weiteren Folgen für die Weltwirtschaft abhängen. Der Rückgang war in den vergangenen 18 Monaten deutlich spürbar und die Erholung verzögert sich durch das massive Auftreten weiterer Wellen, die zu erneuten Lockdowns in verschiedenen Ländern geführt hat. Die weitere Entwicklung der Pandemie und die daraus resultierenden politischen Maßnahmen sind aus heutiger Sicht schwer abschätzbar, entsprechend könnten sich weitere negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gruppe ergeben.
Nur geringfügige Nettoverschuldung
Ausgeglichenes Ergebnis ab dem Geschäftsjahr 2021 erwartet
AUSBLICK
Mit den starken Halbjahres-Ergebnissen aus 2021 und einer soliden Planung für die zweite Jahreshälfte bestätigen wir den nachhaltigen Breakeven für das Geschäftsjahr 2021 aus heutiger Sicht ein weiteres Mal, sofern unsere Annahmen zur Entwicklung der Corona-Pandemie standhalten. Entscheidend sind jetzt eine trotz Covid-19-Pandemie weiterhin stabile Umsatzentwicklung sowie eine konsequente Fortsetzung von PITBOLI und die Umsetzung der Nordstern-Masterplan Strategie.
Konzernzwischenabschluss (IFRS)
Konzerngesamtergebnisrechnung
| in TEUR | $01 - 06/2021$ | 05 - 10/2020 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 41.941 | 48.165 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.530 | 43.240 |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | $-499$ | 463 |
| Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen | $-7.880$ | $-10.054$ |
| Personalaufwand | $-24.167$ | $-25.411$ |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | $-18.085$ | $-15.911$ |
| Abschreibungen inkl. Wertminderungen und Wertaufholungen | $-7.627$ | $-9.332$ |
| EBIT | $-14.787$ | 31.161 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 17 | 14 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | $-1.791$ | $-1.948$ |
| Zinsen auf Sozialkapital | -59 | -99 |
| Finanzergebnis | $-1.833$ | $-2.034$ |
| Ergebnis vor Steuern | $-16.619$ | 29.127 |
| Ertragsteuern | 3.587 | $-6.321$ |
| Ergebnis nach Steuern | $-13.033$ | 22.806 |
| Sonstiges Ergebnis 1) | ||
| Beträge, die in künftigen Perioden möglicherweise ergebniswirksam werden | $-259$ | 436 |
| davon Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | $-259$ | 436 |
| Sonstiges Ergebnis 1) | $-259$ | 436 |
| Gesamtergebnis | $-13.292$ | 23.243 |
| davon entfallen auf Anteilseigner der Muttergesellschaft | $-13.292$ | 23.243 |
| vom Ergebnis nach Steuern entfallen auf Anteilseigner der Muttergesellschaft | $-13.033$ | 22.806 |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert = unverwässert) | $-1,97$ | 3,44 |
1) Der Ausweis im sonstigen Ergebnis erfolgt nach Steuern.
Konzern-Cashflow
| in TEUR | $01 - 06/2021$ | 05 - 10/2020 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | $-16.619$ | 29.127 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 7.627 | 9.332 |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | 12 | $-41.083$ |
| Zinsaufwand/Zinsertrag | 1.773 | 2.529 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 49 | $-840$ |
| Veränderung der Vorräte | 680 | $-1.623$ |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.601 | $-7.326$ |
| Veränderung der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte | $-4.399$ | 52 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | $-1.755$ | $-2.863$ |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen und Personalverpflichtungen | 2.050 | $-1.933$ |
| Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | 822 | $-1.381$ |
| Erhaltene Zinsen | 17 | $\mathbf{2}$ |
| Gezahlte Zinsen | $-1.688$ | $-1.972$ |
| Saldo aus erhaltenen und gezahlten Ertragsteuern | $-161$ | $-119$ |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | $-8.990$ | $-18.097$ |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte | $-180$ | $-476$ |
| Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten | 0 | 72.001 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -180 | 71.525 |
| Einzahlungen aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 7.500 | 0 |
| Tilgung von kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten | $\circ$ | $-38.884$ |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | $-6.413$ | $-3.255$ |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.087 | $-42.139$ |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | $-8.083$ | 11.289 |
| Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang | 14.126 | 4.519 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 231 | $-65$ |
| Zahlungsmittelbestand am Periodenende | 6.274 | 15.743 |
Konzernbilanz
| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 31.10.2020 |
|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 53.835 | 61.125 | 69.570 |
| Firmenwerte | 88 | 86 | 305 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 940 | 1.165 | 1.132 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.323 | 1.323 | 1.297 |
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 1.877 | 1.923 | 2.055 |
| Latente Steueransprüche | 9.962 | 6.091 | 3.449 |
| Langfristiges Vermögen | 68.025 | 71.713 | 77.807 |
| Vorräte | 33.433 | 33.848 | 35.935 |
| Vertragsvermögenswerte | 54 | 69 | 75 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.294 | 8.814 | 12.716 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 14.134 | 10.303 | 3.729 |
| Zahlungsmittelbestand | 6.274 | 14.126 | 15.743 |
| Kurzfristiges Vermögen | 60.189 | 67.159 | 68.199 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 25 | 25 | 0 |
| Summe Vermögenswerte | 128.239 | 138.898 | 146.006 |
| Grundkapital | 48.848 | 48.848 | 48.848 |
| Kapitalrücklagen | 10.533 | 10.533 | 10.533 |
| Sonstige Rücklagen | $-39.650$ | $-26.618$ | $-16.405$ |
| Eigene Aktien | $-4.413$ | $-4.413$ | $-4.413$ |
| Währungsdifferenzen | -69 | 190 | $-302$ |
| Eigenkapital | 15.249 | 28.541 | 38.261 |
| Finanzverbindlichkeiten | O | 0 | 24 |
| Leasingverbindlichkeiten | 43.124 | 51.687 | 53.158 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 854 | 870 | 878 |
| Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen | 15.985 | 16.300 | 16.906 |
| Langfristige Schulden | 59.963 | 68.857 | 70.965 |
| Finanzverbindlichkeiten | 7.603 | 0 | $\circ$ |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.391 | 11.026 | 5.536 |
| Leasingverbindlichkeiten | 15.432 | 13.166 | 14.396 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 11.396 | 10.565 | 13.080 |
| Ertragsteuerschulden | 1.320 | 1.332 | 276 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.477 | 3.929 | 2.383 |
| Vertragliche Verpflichtungen | 1.408 | 1.483 | 1.108 |
| Kurzfristige Schulden | 53.028 | 41.500 | 36.779 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 128.239 | 138.898 | 146.006 |
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Grund- kapital |
Kapital- rücklagen |
Versich- erungs- mathe- matischer Gewinn/ Verlust |
Andere Rücklagen |
Eigene Aktien |
Währungs- umrechnung |
Eigenkapital |
| Stand 01.05.2020 |
48.848 | 10.533 | $-4.944$ | $-34.268$ | $-4.413$ | $-737$ | 15.019 |
| Ergebnis nach Steuern |
$\circ$ | $\mathbf 0$ | $\mathsf{O}\xspace$ | 22.806 | $\mathbf 0$ | $\mathbf 0$ | 22.806 |
| Sonstiges Ergebnis |
$\circ$ | $\circ$ | $\circ$ | $\circ$ | $\circ$ | 436 | 436 |
| Stand 31.10.2020 |
48.848 | 10.533 | $-4.944$ | $-11.462$ | $-4.413$ | $-301$ | 38.261 |
| Stand 01.01.2021 |
48.848 | 10.533 | $-5.115$ | $-21.503$ | $-4.413$ | 190 | 28.541 |
| Ergebnis nach Steuern |
$\mathsf O$ | $\circ$ | $\hbox{O}$ | $-13.033$ | $\mathsf O$ | $\circ$ | $-13.033$ |
| Sonstiges Ergebnis |
$\mathsf{O}\xspace$ | $\circ$ | $\mathsf{O}\xspace$ | $\circ$ | $\circ$ | $-259$ | $-259$ |
| Stand 30.06.2021 |
48.848 | 10.533 | $-5.115$ | $-34.535$ | $-4.413$ | $-69$ | 15.249 |
Segmentberichterstattung
| 01 - 06/2021 in TEUR | Österreich | Deutschland | Übriges Europa |
Nord- amerika |
Asien | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 25.337 | 3.359 | 16.761 | 8.940 | 2.816 | $-15.272$ | 41.941 |
| davon Innenumsatz | 12.022 | $\circ$ | 3.250 | $\mathbf 0$ | $\circ$ | $-15.272$ | O |
| Außenumsätze | 13.315 | 3.359 | 13.511 | 8.940 | 2.816 | $\mathbf{o}$ | 41.941 |
| EBIT | $-8.615$ | $-837$ | $-3.927$ | $-311$ | $-155$ | $-942$ | -14.787 |
| Segmentvermögen | 101.274 | 12.444 | 47.835 | 20.770 | 6.621 | $-60.705$ | 128.239 |
| Segmentschulden | 54.788 | 11.664 | 42.860 | 28.884 | 12.908 | $-38.114$ | 112.990 |
| Investitionen | 96 | 10 | 34 | $\mathbf 0$ | 40 | $\circ$ | 180 |
| Abschreibungen | $-1.447$ | $-932$ | $-2.900$ | $-1.946$ | $-425$ | 23 | $-7.627$ |
| Mitarbeiter im Durchschnitt (FTE) |
434 | 79 | 503 | 64 | 21 | $\mathbf{o}$ | 1.101 |
| 05 - 10/2020 in TEUR | Österreich | Deutschland | Übriges Europa |
Nord- amerika |
Asien | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 32.125 | 5.124 | 23.184 | 6.575 | 2.058 | $-20.902$ | 48.165 |
| davon Innenumsatz | 16.403 | $\circ$ | 4.499 | $\mathbf 0$ | $\circ$ | $-20.902$ | O |
| Außenumsätze | 15.722 | 5.124 | 18.686 | 6.575 | 2.058 | $\mathbf{o}$ | 48.165 |
| EBIT | 36.948 | $-219$ | $-1.259$ | $-3.063$ | $-799$ | $-447$ | 31.161 |
| Segmentvermögen | 125.253 | 11.912 | 53.421 | 26.024 | 6.167 | $-76,770$ | 146.006 |
| Segmentschulden | 46.145 | 10.416 | 45.340 | 32.323 | 11.909 | $-38.388$ | 107.745 |
| Investitionen | 559 | 49 | 123 | 98 | 47 | $-400$ | 476 |
| Abschreibungen | $-1.781$ | $-972$ | $-3.235$ | $-2.970$ | $-375$ | 0 | $-9.332$ |
| Mitarbeiter im Durchschnitt $($ FTE $)$ |
484 | 81 | 526 | 72 | 17 | $\mathbf{o}$ | 1.180 |
Erläuterungen zum Halbjahresabschluss
ALLGEMEINE ANGABEN
In der 33. ordentlichen Hauptversammlung vom 30. September 2020 wurde der Beschluss gefasst, den Bilanzstichtag, beginnend mit dem Geschäftsjahr 2020 auf den 31. Dezember zu verlegen. Beim vorherigen Geschäftsjahr handelt es sich daher um ein Rumpfgeschäftsjahr, das am 01. Mai 2020 begann und mit dem 31. Dezember 2020 endete. Entsprechend wird in den nachfolgenden Texten die Bezeichnung Rumpfgeschäftsjahr 2020 verwendet. Das aktuelle Geschäftsjahr begann am 01. Januar 2021 und endet am 31. Dezember 2021. Als Vergleichszeitraum für die Konzerngesamtergebnisrechnung vom 01. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2021, den Konzern-Cashflow vom 01. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2021 sowie die Segmentberichterstattung vom 01. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2021 wurde der veröffentlichte Halbjahresfinanzbericht zum 31. Oktober 2020 zugrunde gelegt. Diese beiden 6-Monats-Zeiträume sind aufgrund der Saisonalität des Geschäftes jedoch nur bedingt vergleichbar.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss für die ersten sechs Monate (01. Januar bis 30. Juni 2021) des Geschäftsjahres 2021 der Wolford AG wurde in Übereinstimmung mit dem zum Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Insbesondere wurden die Regelungen des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung angewendet.
Der vorliegende Zwischenlagebericht und der verkürzte Abschluss wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Im Rahmen der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses unter IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Beurteilungen gemacht werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die bei der Erstellung des Konzernzwischengbschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit denen des Konzernjahresabschlusses des Rumpfgeschäftsjahres 2020 überein.
Für das laufende Geschäftsjahr 2021 sind zudem erstmalig die nachfolgenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen anzuwenden.
| Standard / Interpretation |
Bezeichnung | Erstanwendungs- zeitpunkt |
|---|---|---|
| IFRS 9/IAS 39/IFRS 7/IFRS 4/IFRS 16 |
Änderung in Folge Reform der Referenzzinssätze Phase 2 | 01.01.2021 |
| IFRS 4 | Verschiebung des Inkrafttretens von IFRS 9 für Versicherungsverträge | 01.01.2021 |
Die erstmalige Anwendung hat keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle Informationen und Angaben, welche anlässlich des Konzernjahresabschlusses verlangt werden. Deshalb sollte der Zwischenabschluss auch in Verbindung mit dem letzten Konzernabschluss per 31. Dezember 2020 betrachtet werden. Die Berichterstattung zum Halbjahresabschluss erfolgt in Tausend Euro (TEUR). Durch kaufmännische Rundungen kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.
ANGABEN IM ZUSAMMENHANG MIT DER COVID-19 PANDEMIE
Die ESMA (European Securities and Markets Authority) veröffentlichte im Mai 2020 ein Statement zu Implikationen der Covid-19-Pandemie auf den Zwischenbericht nach IFRS. Gefordert werden Angaben, die die Transparenz und Vergleichbarkeit in Bezug auf die Auswirkungen von Covid-19 auf den Abschluss der Unternehmen sicherstellen. Entsprechend der ESMA-Empfehlung wird nachstehend gesamthaft auf die Covid-19 Auswirkungen im Abschluss eingegangen und werden diese nicht separat bei den jeweiligen Posten erläutert.
Umsatzentwicklung
Der globale Ausbruch von Covid-19 brachte in den ersten Monaten im Jahr 2021 vor allem in Europa immer noch Ladenschließungen mit sich. Trotz dieser Rahmenbedingungen und den temporären Schließungen wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Umsatzzuwachs im Vergleich zum ersten Kalenderhalbjahr 2020 (Januar bis Juni 2020: 38.268 TEUR) von +3.673 TEUR (+9,6 %) auf 41.941 TEUR verzeichnet. Während sich in der Legwear ein Rückgang zeigte, konnten die Produktgruppen Ready-to-Wear und Lingerie stark zulegen.
Staatliche Subventionen
Sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt werden konnten, werden zur Abfederung der negativen Effekte aus Covid-19 staatliche Förderungen in Anspruch genommen (im Wesentlichen Kurzarbeitsgelder). Weitere Möglichkeiten zur Beantragung von Zuschüssen aus staatlichen Förderungs- und Subventionsprogrammen sind derzeit für alle Länder, in denen die Wolford Gruppe tätig ist in Prüfung.
Auswirkungen der Covid-19 Krise auf Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen
Aus der Covid-19 Krise ergeben sich Auswirkungen auf den Konzernabschluss nach IFRS, insbesondere auf Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen in den folgenden Bereichen:
- Wertminderung von Vermögenswerten: Aufgrund der anhaltenden Pandemie im ersten Halbjahr wurde für den Halbjahresabschluss ein "triggering event" identifiziert und es wurden in der Folge Impairment-Tests nach IAS 36 für wesentliche langfristige Vermögenswerte gerechnet. Aus den Tests resultierten im Saldo Wertminderungen in Höhe von 339 TEUR, die im Wesentlichen die Segmente Nordamerika (106 TEUR), Übriges Europa (172 TEUR) und Asien (29 TEUR) betreffen.
- Forderungsbewertung: Die Entwicklung der Forderungsaußenstände unterliegt infolge der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und des Anstiegs der Online-Umsätze einer engen Überwachung. Im Zuge dessen wurden schon im vergangenen Geschäftsjahr Anpassungen in der bestehenden Kreditversicherung vorgenommen, so dass aus Sicht des Vorstandes aufgrund der geänderten Umstände weiterhin keine Notwendigkeit zur Anpassung der bestehenden Wertberichtigungssystematik besteht.
- IFRS 16 Annahmen: Teilweise wurden der Wolford Gruppe Mietkonzessionen in Zusammenhang mit den aus der Covid-19 Krise entstandenen wirtschaftlichen Belastungen gewährt. Soweit es sich bei diesen Mietkonzessionen um Änderungen von Leasingverträgen handelt und die Voraussetzungen der "Änderung an IFRS 16" erfüllt wurden, wurden diese Mietkonzessionen nicht als Vertragsmodifikation behandelt, sondern ergebniswirksam vereinnahmt. In Folge der geänderten Rahmenbedingungen wurde weiters evaluiert, inwieweit Änderungen in den Annahmen über die Ausübung von Kündigungs- bzw. Verlängerungsoptionen erforderlich wurden.
Ansatz aktiver latenter Steuern: Für die Bewertung der latenten Steuern wurde gemäß IAS 34.30c eine Bewertung basierend auf der Schätzung des erwarteten jährlichen Ertragssteuersatzes vorgenommen. Daraus ergibt sich für die erste Hälfte des Geschäftsjahres ein Ertrag aus der Aktivierung von latenten Steuern.
KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag zum 31 Dezember 2020 nicht verändert.
SAISONALITÄT DES GESCHÄFTSVERLAUFS
Wolford erlöst grundsätzlich witterungsbedingt in den ersten sechs Monaten des Kalenderjahres geringere Umsätze als zum Jahresende, welches nach dem Wechsel des Geschäftsjahres nun das für den Einzelhandel so wichtige Weihnachtsgeschäft beinhaltet. Diese saisonale Schwankung zeigt sich daran, dass die Umsätze des ersten Halbjahres grundsätzlich unter denen des zweiten Halbjahres liegen. Für den Vorjahresvergleichszeitraum vom 01. Mai 2020 bis zum 31. Oktober 2020 gilt, dass im ersten Quartal entsprechend weniger Umsätze als im zweiten Quartal des Rumpfgeschäftsjahres 2020 erzielt werden konnten.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Der Umsatz der Wolford Gruppe belief sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres auf 41.941 TEUR. In den ersten sechs Monaten des Rumpfgeschäftsjahres 2020 konnten vor allem bedingt durch die Saisonalität Umsätze in Höhe von 48.165 TEUR erzielt werden. Hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen und Distributionskanälen wird auf den Abschnitt "Wolford Gruppe in Zahlen" verwiesen.
Bedingt durch die Veräußerung der Liegenschaft in Bregenz konnten im Vorjahresvergleichszeitraum sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 43.240 TEUR erzielt werden. Im aktuellen Geschäftsjahr beliefen sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf insgesamt 1.530 TEUR und resultierten im Wesentlichen aus Wechselkursgewinnen (626 TEUR) sowie aus Erträgen im Zusammenhang mit Covid-19-Förderungen in Frankreich (350 TEUR).
Im Zuge der weiteren Kostenoptimierungen sowie Schließungen von Stores sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf Vollzeitbasis um -79 auf nunmehr 1.101 Mitarbeiter (Vorjahresdurchschnitt: 1.180 Vollzeitarbeiter). Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr 2021 auch staatliche Förderungen in Form von Kurzarbeit in Anspruch genommen, die saldiert im Personalaufwand erfasst werden. Infolgedessen verringerten sich die Personalkosten um -1.244 TEUR auf 24.167 TEUR im Vergleich zum ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020.
Des Weiteren sind in den ersten sechs Monaten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um +2.174 TEUR auf 18.085 TEUR gestiegen (Vorjahr: 15.911 TEUR). Ausschlaggebend für den Anstieg waren höhere Marketingaufwendungen sowie höhere Kosten, die auf die gestiegenen Umsätze im Onlinehandel zurückzuführen sind.
Die Abschreibungen enthielten sowohl per 30. Juni 2021 wie auch per 31. Oktober 2020 Wertänderungen aufgrund der Durchführung von Impairment-Tests. Diese belaufen sich im Saldo auf 339 TEUR (Vorjahr: 632 TEUR). Ebenso sind die Abschreibungen aufgrund der Liegenschaftsveräußerung im Rumpfgeschäftsjahr 2020 sowie aufgrund geringerer Abschreibungen auf Nutzungsrechte im laufenden Geschäftsjahr um -1.705 TEUR geringer als im Vorjahr.
Beeinflusst durch den Einmaleffekt aus dem Abgang der Liegenschaft im Vorjahr verringerte sich das operative Ergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres deutlich um -45.948 TEUR auf -14.787 TEUR nach 31.161 TEUR im Vorjahr.
Das Finanzergebnis verbesserte sich von -2.034 TEUR im ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 um +201 TEUR auf -1.833 TEUR im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021, da aufgrund der Liegenschaftsveräußerung Finanzierungsverbindlichkeiten (inkl. Zinsen) in Höhe von 39.046 TEUR zurückbezahlt werden konnten. Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein kurzfristiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von 7.500 TEUR aufgenommen, das mit 12 % verzinst wird. Nach Berücksichtigung des Steuerertrags in Höhe von +3.587 TEUR, der anhand des geschätzten erwarteten Steuersatzes für das Geschäftsjahr 2021 ermittelt wurde, ergibt sich für das erste 2021 Ergebnis nach Steuern Halbiahr ein von -13.033 TEUR (Vorjahr: 22.806 TEUR).
Im sonstigen Ergebnis erfasste Differenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -259 TEUR (Vorjahr: +436 TEUR) verringerten (Vorjahr: erhöhten) das Gesamtergebnis auf -13.292 TEUR (Vorjahr: 23.243 TEUR).
ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die berichtspflichtigen Segmente der Wolford Gruppe gliedern sich in die fünf Regionen Österreich, Deutschland, Übriges Europa, Nordamerika und Asien. Den Segmentinformationen liegen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernzwischenabschluss zugrunde.
Die Außenumsätze verringerten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode im Segment Österreich um -15 %, im Segment Deutschland ergibt sich ein Rückgang um -34 % und im Segment übriges Europa um -28 %. Die Segmente Nordamerika und Asien konnten hingegen zulegen. Nordamerika erreichte ein Plus von 36 % und Asien ein Plus von 37 %. Unterschiede in der Umsatzbetrachtung zu den im Lagebericht angegebenen Zahlen ergeben sich aufgrund von abweichenden Zuordnungen des Wholesale bzw. Online-Umsatzes. Das EBIT im Segment Österreich lag aufgrund der Saisonalität des Geschäftsverlaufes erwartungsgemäß bei -8.615 TEUR. In den verbleibenden Segmenten zeigen sich ebenfalls die zu erwartenden geringeren Ergebnisse aufgrund der auf die Umstellung des Wirtschaftsjahres auf das Kalenderjahr zurückzuführende Veränderung der Saisonalität des ersten Halbjahres der Berichtsperiode.
ERLÄUTERUNGEN ZUM CASHFLOW STATEMENT
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) verbesserte sich im Berichtszeitraum um +9.107 TEUR auf -8.990 TEUR (Vorjahr: -18.097 TEUR). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der Zahlungsmittelzufluss aus der Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von + 2.601 TEUR (erstes Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020: Zahlungsmittelabfluss aus der Zunahme -7.326 TEUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verringerte sich in der Berichtsperiode, bedingt durch die Einmaleffekte aus dem Liegenschaftsverkauf im Vorjahr, auf -180 TEUR (Vorjahr: +71.525 TEUR). Investitionen wurden in beiden 6-Monats-Perioden nur in geringem Ausmaß vorgenommen.
Vor diesem Hintergrund verschlechterte sich der Free Cashflow (operativer Cashflow zzgl. Investitions-Cashflow) von +53.428 TEUR auf -9.170 TEUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich aufgrund der Darlehensaufnahme im aktuellen Geschäftsjahr und der Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten im ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahres 2020 deutlich um +43.226 TEUR auf +1.087 TEUR. Der Zahlungsmittelbestand betrug zum Periodenende 6.274 TEUR nach 15.743 TEUR zum 31. Oktober 2020 bzw. 14.126 TEUR zum 31. Dezember 2020.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag 30. Juni 2021 auf 128.239 TEUR, was einer Verringerung um -7,7 % gegenüber dem 31. Dezember 2020 entspricht. Der Rückgang resultiert aus einer Verringerung der langfristigen Vermögenswerte um -5,1% auf 68.025 TEUR und einem gesunkenen Zahlungsmittelbestand von 6.274 TEUR (-55,6 %). Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 53 % des Gesamtvermögens (31. Dezember 2020: 52%). Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen erreichte zum 30. Juni 2021 47 % (31. Dezember 2020: 48 %). Unter den kurzfristigen, sonstigen Forderungen und Vermögenswerten sind zudem die erwarteten Ansprüche aus abgeschlossenen Versicherungsvereinbarungen für die Kompensation der im Zuge des von außen gesteuerten Betrugsvorfalls ("Fake President Incident) unrechtmäßig abgeflossenen liquiden Mitteln in Höhe von etwa 1,25 Mio. € enthalten.
Unter den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte ist zum 30. Juni 2021 und zum 31. Dezember 2020 eine Betriebsliegenschaft ausgewiesen, für die im Februar 2021 ein Verkaufsvertrag abgeschlossen wurde. Der Eigentumsübergang findet vertraglich vereinbart im September 2021 statt. Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Veräußerungserlös von 805 TEUR realisiert.
Zum 30. Juni 2021 belief sich das Konzerneigenkapital auf 15.249 TEUR, was einer Eigenkapitalquote von 12 % entspricht (31. Dezember 2020: 28.541 TEUR bzw. 21%). Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten konnten um -8.563 TEUR auf 43.124 TEUR (31. Dezember 2020: 51.687 TEUR) durch planmäßige Tilgungen und elf Filialschließungen verringert werden. Die langfristigen Schulden verringerten sich infolgedessen insgesamt um -8.894 TEUR auf 59.963 TEUR, dies entspricht 47% der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Schulden liegen mit 53.028 TEUR um +11.528 TEUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2020: 41.500 TEUR). Ursächlich sind das im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres aufgenommene, kurzfristige Gesellschafterdarlehen zuzüglich abgegrenzter Zinsen in Höhe von 7.603 TEUR sowie der Anstieg in den sonstigen Rückstellungen (+2.548 TEUR).
FINANZINSTRUMENTE
Folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte wird verwendet:
- Stufe 1: notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten auf aktiven Märkten
- Stufe 2: andere Bewertungsfaktoren als notierte Marktpreise, die für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten direkt (das heißt als Preise) oder indirekt (das heißt abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind
- Stufe 3: Bewertungsfaktoren für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
Die als Stufe 1 ausgewiesenen Finanzanlagen beinhalten börsennotierte Investmentfondsanteile. Es gibt keine Finanzinstrumente, die gemäß Stufe 3 bewertet werden. Weiterhin gab es keine Umgruppierungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie.
Nachfolgend wird die Überleitung der Buchwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu den Bewertungskategorien nach IFRS 9 dargestellt. Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die der Buchwert eine angemessene Näherung für den beizulegenden Zeitwert darstellt, werden keine Zeitwerte angegeben.
| 30.06.2021 in TEUR | Buchwerte | Zeitwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| zum beizu- legenden Zeitwert |
zu fortgeführten Anschaffungs- kosten |
Stufe 1 | Stufe 2 | |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.323 | 1.323 | ||
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 1.877 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.294 | |||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 8.439 | |||
| Zahlungsmittelbestand | 6.274 | |||
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 1.323 | 22.884 | ||
| Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) | 7.603 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.391 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | 1.719 | |||
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | Ο | 18.713 |
| 31.12.2020 in TEUR | Buchwerte | Zeitwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| zum beizu- legenden Zeitwert |
ZU fortgeführten Anschaffungs- kosten |
Stufe 1 | Stufe 2 | |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.323 | 1.323 | ||
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 1.747 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.814 | |||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 4.576 | |||
| Zahlungsmittelbestand | 14.126 | |||
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 1.323 | 29.263 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.026 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | 160 | |||
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | O | 11.186 |
SONSTIGE ANGABEN
Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Eventualverbindlichkeiten keine materiellen Veränderungen.
BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN (IAS 24)
Keines der Aufsichtsratsmitglieder steht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Aufsichtsratsmitgliedes zu beeinflussen. Mit keinem Mitglied des Aufsichtsrates bestand im ersten Halbjahr 2021 eine wirtschaftliche Beziehung.
Mit 1. Februar 2019 ist die Wolford Gruppe mit Fosun Fashion Brand Management (FFBM) eine Geschäftsbeziehung eingegangen, um den Marktauftritt in China zu festigen und zu erweitern. FFBM ist eine Tochtergesellschaft der Fosun Fashion Group (sohin ein Unternehmen unter deren
maßgeblichen Einfluss das Unternehmen steht) und agiert im Namen von Wolford als Full-Service Anbieter mit dem Fokus auf Marketing und Vertrieb. Neben der Markterweiterung, ist FFBM für das operative Management aller Groß- und Einzelhandelskanäle sowie für den Online-Handel verantwortlich. Der Vertrag zwischen FFBM und Wolford wurde zu fremdüblichen Konditionen abgeschlossen, die einen monatlichen Festbetrag sowie eine leistungsabhängige Provision pro Vertriebskanal (Retail, Wholesale, Online) beinhalten.
Im Mai 2021 wurde seitens der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 7.500 TEUR gewährt. Dieses Darlehen wird in der zweiten Jahreshälfte 2021 zurückgeführt.
Ultimate Beneficial Owner der Fosun Fashion Brand Management (FFBM) ist Herr Guangchang Guo, der gleichzeitig auch Ultimate Beneficial Owner der FFG Wisdom (Luxembourg) S.à.r.l. ist, die rund 58 % der Anteile an Wolford hält.
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Sachverhalte mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Wolford Gruppe ergeben. Hinsichtlich der Unsicherheiten, die aus weiteren Wellen der Covid-19-Pandemie resultieren könnten, wird auf den Abschnitt "ANGABEN IM ZUSAMMENHANG MIT DER COVID-19 PANDEMIE" verwiesen.
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄß § 125 ABS 1 Z 3 BÖRSEG
Der Vorstand der Wolford AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Halbjahreslagebericht des Konzerns vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.
Bregenz, am 27. August 2021
A. Modile
Andrew Thorndike COO
Verantwortlich für Product Development, Supply Chain Management, Finanzen, Legal, Investor Relations, IT und HR
Silvia Azzali CCO
Verantwortlich für Sales & Merchandising Marketing und Design
Finanzkalender
Der Finanzkalender Wolford AG ist unter https://company.wolford.com/de/investor-relations-2/finanzkalender/ abrufbar.
Informationen zu Unternehmen und Aktie
| Investor Relations | |
|---|---|
| Telefon | +43 5574 690 |
| [email protected] | |
| Internet | company.wolford.com |
| Wiener Börse | WOL |
| Reuters | WLFD.VI |
| Bloomberg | WOL:AV, WLFDY:US, WOF:GR |
| ISIN | AT0000834007 |
Aktien-Coverage:
Raiffeisen Centrobank ([email protected])
Wolford AG
Wolfordstraße 1, 6900 Bregenz, Österreich
Der Bericht zum 1. Halbjahr 2021 ist im Internet unter company.wolford.com in der Rubrik Investor Relations abrufbar.
Im Sinne einer flüssigen Lesbarkeit sind alle geschlechtsspezifischen Formulierungen als neutral zu verstehen. Frauen und Männer werden gleichermaßen angesprochen.
Disclaimer
Dieser Halbjahresbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und alle Daten wurden mehrfach von der Wolford AG geprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Dieser Bericht wird auch in Englisch erstellt, jedoch ist nur der deutsche Text verbindlich. Bestimmte Aussagen in diesem Halbjahresbericht sind in die Zukunft gerichtet. Diese Aussagen spiegeln die Ansichten und Erwartungen des Vorstandes zum jeweiligen Zeitpunkt wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Wolford AG ist nicht verpflichtet, Ergebnisse aus Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.
Monobrand-Standorte
WELTWEIT
Monobrand-Standorte: 225 (Stand 30. Juni 2021)
Davon eigene Verkaufspunkte:
97 Boutiquen 52 Concession-Shop-in-Shops 16 Factory-Outlets
Davon partnergeführte Standorte: 60 Boutiquen
ca. 2 000 weitere Handelspartner
NORDAMERIKA: 26 Davon eigene Standorte: 18 Boutiquen
4 Concession-Shop-in-Shops 2 Factory-Outlets
Davon partnergeführte Standorte: 5 Boutiquen
EUROPA: 1881)
Davon eigene Standorte:
74 Boutiquen 47 Concession-Shop-in-Shops 13 Factory-Outlets
Davon partnergeführte Standorte:
39 Boutiquen
1) Inklusive Russland und der Ukraine.
1 Concession-Shop-in-Shops
1 Factory-Outlets
Davon partnergeführte Standorte: 16 Boutiquen
2) Exklusive Russland und der Ukraine.
COMPANY.WOLFORD.COM