Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Wolford AG Annual Report 2012

Jul 20, 2012

771_10-k_2012-07-20_f9399154-82de-4c84-9243-ee87f3d9674c.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Geschäftsbericht 2011/12

Wolford Gruppe in Zahlen

in TEUR 2011/12 2010/11 Veränderung
absolut
Veränderung
in Prozent
Umsatz 154.064 152.151 1.913 1,3 %
EBITDA 15.318 15.740 -422 -2,7 %
EBITDA-Marge 9,9 % 10,3% -0,4
EBIT 6.996 7.327 -331 -4,5 %
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.173 5.811 -638 -11,0 %
Jahresergebnis 1.361 5.050 -3.689 -73,1 %
*)
Jahresergebnis bereinigt um Sondereffekte
4.318 5.531 -1.213 -21,9 %
Summe Vermögenswerte 145.504 144.458 1.046 0,7 %
Bankverbindlichkeiten und
sonstige Finanzverbindlichkeiten 20.891 18.622 2.269 12,2 %
Nettofinanzverschuldung 15.383 12.693 2.690 21,2 %
Verschuldungsgrad in % (Gearing) 18,4 % 15,1% 3,3
Eigenkapital 83.607 83.853 -246 -0,3 %
Eigenkapitalquote 57,5 % 58,0% -0,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.877 15.702 -5.825 -37,1 %
Investitionen ohne Finanzanlagen 7.942 6.397 1.545 24,1 %
Investitionen in % vom Umsatz 5,2 % 4,2% 1,0
Abschreibungen 8.322 8.413 -91 -1,1 %
MitarbeiterInnen zum Stichtag (Vollzeit inkl. Auszubildende) 1.630 1.649 -19 -1,1 %
Personalaufwand in % vom Umsatz 47,5 % 48,6% -1,1

Börsenkennzahlen

in EUR 2011/12 2010/11 Veränderung
absolut
Veränderung
in Prozent
Jahresergebnis / Aktie 0,28 1,03 -0,75 -72,8 %
*)
Jahresergebnis bereinigt um Sondereffekte / Aktie
0,88 1,13 -0,25 -22,1 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit / Aktie 2,02 3,20 -1,18 -36,9 %
Aktienkurs per Ende Geschäftsjahr 23,31 27,00 -3,69 -13,7 %
Höchster Aktienkurs im Geschäftsjahr 27,48 28,50 -1,02 -3,6 %
Tiefster Aktienkurs im Geschäftsjahr 21,03 13,78 7,25 52,6 %
Börsenkapitalisierung per Ende Geschäftsjahr 116.525.000 135.000.000 -18.475.000 -13,7 %
Börsenumsatz (Durchschnitt Stück pro Tag) 6.024 12.844 -6.820 -53,1 %

* Sondereffekte: Außensteuerprüfung in Österreich (2011/12) und Deutschland (2010/11)

Freitag 20.07.2012 09:30 Uhr: Bilanzpressekonferenz in Wien
Dienstag 11.09.2012 14:00 Uhr: Hauptversammlung in Bregenz
Freitag 14.09.2012 Umsatz/Ergebnis 1. Quartal 2012/13
Montag 17.09.2012 Ex-Dividenden-Tag
Donnerstag 27.09.2012 Dividenden-Zahltag
Freitag 14.12.2012 Umsatz/Ergebnis 1. Halbjahr 2012/13
Freitag 15.03.2013 Umsatz/Ergebnis 3. Quartal 2012/13

Laufende Updates unter www.wolford.com

Inhalt

Struktur der Wolford Gruppe 3
Monobrand-Standorte 4
Der Vorstand im Gespräch 7
Organe der Gesellschaft 13
World of Wolford 17
Produktgruppen 18
Vertriebskanäle 20
Innovation und Tradition 22
Wolford im Geschäftsjahr 2011/12 27
Wolford Aktie 37
Lagebericht der Wolford Gruppe 41
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 56
Konzernabschluss 2011/12 59
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 62
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 63
Konzernbilanz 64
Konzern-Cashflow-Statement 66
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 67
Anhang 68
Konzern-Anlagenspiegel 118
Bestätigungsvermerk 122
Bericht des Aufsichtsrats 124
Corporate Governance 127
Jahresabschluss der Wolford Aktiengesellschaft 2011/12 133
Glossar 167
Impressum 172

Geschäftsbericht 2011/12

Wolford Aktiengesellschaft Wolfordstraße 1, Bregenz am Bodensee

Struktur der Wolford Gruppe

Wolford Aktiengesellschaft Bregenz A, 1950

Wolford Beteiligungs GmbH
Bregenz A, 2007
Wolford (Schweiz) AG
Glattbrugg CH, 1971
Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o.
Murska Sobota SI, 2008
Wolford Deutschland GmbH
München D, 1975
Wolford Paris S.A.R.L.
Paris F, 1987
Wolford London Ltd.
London UK, 1988
Wolford London Ltd.
Irland, 2007
Wolford Italia S.r.L.
Mailand I, 1992
Wolford España, S.L.
Madrid E, 1993
Wolford España S.L.
Portugal, 2011
Wolford Scandinavia ApS
Kopenhagen DK, 1995
Wolford Scandinavia ApS
Norwegen, 1999
Wolford America, Inc.
New York USA, 1996
Wolford Scandinavia ApS
Finnland, 1999
Wolford Boutiques, LLC.
New York USA, 1998
Wolford Scandinavia ApS
Schweden, 1999
Wolford Nederland B.V.
Amsterdam NL, 1998
Wolford Canada Inc.
Vancouver CDN, 2000
Wolford Asia Limited
Hongkong HK, 2006
Wolford Asia Limited
Macao, 2008
Legende: Wolford Belgium N.V.
Antwerpen BE, 2007
Wolford Belgium N.V.
Luxemburg, 2008
100-prozentige Beteiligung
Betriebsstätte
Wolford (Shanghai) Trading Co., Ltd.
Shanghai CN, 2011

Monobrand-Standorte 30. April 2012: 265

  • davon eigene Standorte: 118 Boutiquen, 32 Concession Shop-in-Shops, 25 Factory Outlets
  • davon partnergeführte Standorte: 90 Boutiquen sowie ca. 3.000 weitere Handelspartner

Weltweit

Der Vorstand im Gespräch

Im Gespräch mit Holger Dahmen, Vorsitzender des Vorstandes der Wolford Aktiengesellschaft

Herr Dahmen, Wolford konnte im Geschäftsjahr 2011/12 den Umsatz erneut steigern. Wie bewerten Sie die Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr?

Im Geschäftsjahr 2010/11 hatten wir den Umsatz deutlich gesteigert, diesen positiven Trend haben wir – wenn auch in etwas abgeschwächter Form - im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Ausgehend von dem hohen Niveau des Vorjahres konnten wir den Umsatz im Geschäftsjahr 2011/12 um 1,3 Prozent auf EUR 154,1 Mio. erhöhen. Diese moderate Steigerungsrate ist vor dem Hintergrund zu bewerten, dass das abgelaufene Geschäftsjahr von der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise geprägt und die Modebranche im ersten Halbjahr zusätzlich in einigen europäischen Kernmärkten von einer ungewöhnlich warmen Witterungsperiode im September und Oktober 2011 betroffen war, die auf das Konsumklima drückte. Nach einem erfreulichen zweiten Halbjahr konnten wir den Umsatz im Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt leicht steigern.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Ertragskennzahlen?

Im Zuge der Erweiterung unserer internationalen Monobrand-Standorte nutzen wir zunehmend Chancen, die sich im derzeit volatilen Marktumfeld oft kurzfristig ergeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir zahlreiche eigene Boutiquen neu eröffnet und damit unser Retail-Netzwerk deutlich verdichtet. Diese Investitionstätigkeit mit entsprechenden Initialkosten, aber auch Vorbereitungen für Distributionserweiterungen in China, Effekte einer steuerlichen Betriebsprüfung und die Kaufzurückhaltung im zweiten Quartal 2011/12 haben sich trotz konsequent fortgesetzter Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramme in Summe dämpfend auf die Ertragskennzahlen ausgewirkt. Die Entwicklung der operativen Ergebniskennzahlen sehe ich generell klar im Zusammenhang mit unseren gezielten, in die Zukunft gerichteten Aktivitäten zur Stärkung unserer weltweiten Präsenz.

Was waren die bestimmenden Faktoren für den Umsatzanstieg?

Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Strategie ganz konsequent verfolgt: Den Schwerpunkt bildeten die Konzentration auf die Monobrand-Distribution und der Ausbau des Retailgeschäftes über die Wolford-eigenen Standorte. Zudem sind wir durch die Intensivierungen im Online Business und das im Geschäftsjahr 2010/11 eingeführte strategische Kundenbindungsprogramm sowie ergänzende Aktivitäten im Bereich Social Media heute noch näher an den Wünschen und Bedürfnissen der Konsumentinnen. So haben wir die "World of Wolford" auch für jüngere Zielgruppen erlebbar gemacht. Diese Kundennähe und die konsequente Ausrichtung auf kontinuierliche Innovationen schaffen Produkte, die Konsumentinnen gerne kaufen. Besonders erfreuliches Wachstum haben wir im kleinen, aber feinen Bereich der Accessories erzielt. Überdurchschnittliche Wachstumsraten erreichten wir auch mit unserer umfangreichen Shape & Control-Produktpalette, mit der wir die Entwicklungen am Wäschemarkt und den aktuellen Shapewear-Trend maßgeblich geprägt haben. Heute zählt Wolford zu den führenden Anbietern im Bereich der hochwertigen figurformenden Produkte. Das positive Feedback unserer Kundinnen weltweit bestätigt uns darin, diese Wege konsequent weiterzugehen.

Wolford hat sich zu einer internationalen Premiummarke mit breitem Produktportfolio entwickelt."

Sie haben in den vergangenen Jahren immer wieder auf die große Bedeutung der von Wolford kontrollierten Distributionskanäle und deren gute Entwicklung verwiesen. Hat sich der Anteil der Monobrand-Distribution weiter erhöht?

Unter die von Wolford kontrollierten Distributionskanäle fassen wir alle eigenen und partnergeführten Boutiquen, die Factory Outlets, die Concession Shop-in-Shops und das Online Business, somit alle Points of Sale, an denen ausschließlich Wolford Produkte angeboten werden, zusammen. Es sind dies damit jene Standorte, die der Marke Wolford die höchste Aufmerksamkeit im Auftritt sichern. Vor diesem Hintergrund ist die Bedeutung dieser Distributionskanäle für die Umsatzentwicklung der Wolford Gruppe tatsächlich sehr groß. Die Konzentration auf die kontinuierliche Ausweitung der Monobrand-Distribution bildet neben dem Fokus auf das Retailgeschäft einen ganz wesentlichen Baustein der Unternehmensstrategie. In den vergangenen Jahren haben wir den Umsatz über diese Vertriebsschiene von Jahr zu Jahr weiter ausgebaut. Auch im Geschäftsjahr 2011/12 konnten wir diesen positiven Trend fortsetzen und das Jahr mit einem Umsatzplus von 5,3 Prozent abschließen. Damit hat sich der Umsatzanteil der Monobrand-Verkaufsstandorte am Gesamtumsatz innerhalb der letzten fünf Jahre doch deutlich von 53,6 Prozent im Geschäftsjahr 2006/07 auf nunmehr 64,6 Prozent erhöht.

Der Anteil der Monobrand-Distribution am Gesamtumsatz liegt nun bereits deutlich über der 60-Prozent-Marke. Sehen Sie in diesem Bereich trotzdem noch weiteres Wachstumspotenzial?

Wie schon in den vergangenen Jahren werden wir unseren kontrollierten Wachstumskurs auch in Zukunft weiter verfolgen und planen daher Wachstum in allen Bereichen. Das gilt gleichermaßen für unsere Produktbereiche wie für die unterschiedlichen Distributionskanäle. Den Schwerpunkt unserer Aktivitäten werden wir auch weiterhin auf das Retail-Business legen und in diesem Zusammenhang die Anzahl der Monobrand-Standorte kontinuierlich weiter ausbauen. Dies gilt insbesondere für das Netzwerk unserer eigenen Boutiquen, das auch in den kommenden Jahren verdichtet wird. Ebenso wichtig sind uns auch die von Partnern geführten Boutiquen, und so sind wir laufend mit neuen potenziellen Wolford-Partnern im Gespräch. Ziel ist es, die Anzahl der Partnerboutiquen international deutlich zu erhöhen. Neben den traditionellen Monobrand-Standorten wollen wir aber auch das Online Business signifikant weiter ausbauen.

Wie hat sich das Retailgeschäft im Detail entwickelt?

Ganz wesentlich war das Umsatzwachstum im Bereich Monobrand auf die positive Entwicklung unserer eigenen Standorte zurückzuführen. Im Vergleich zu den anderen Distributionskanälen konnten diese den Umsatz überdurchschnittlich steigern.

Neben den traditionellen Monobrand-Standorten wollen wir das Online Business signifikant ausbauen."

Den größten Beitrag lieferte das internationale Netzwerk unserer eigenen Boutiquen, das wir in den letzten Jahren sowohl quantitativ - gemessen an der Anzahl der Boutiquen - als auch qualitativ durch die Fortsetzung des Roll-out des Store Concepts weiter ausgebaut haben. Insgesamt haben wir den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr mit allen eigenen Standorten um 8,4 Prozent gesteigert und damit den Retail-Anteil am Gesamtumsatz auf nunmehr knapp 55 Prozent erhöht.

Sie erwähnten Online als Wachstumssegment – wie stark setzt Wolford künftig auf E-Commerce?

Wir sehen im Online Business eine strategisch wichtige Ergänzung zu den klassischen Vertriebskanälen, um Wolford Stammund Neukundinnen Einkaufsmöglichkeiten rund um die Uhr zu bieten und um Konsumentinnen auch außerhalb der städtischen Ballungszentren gezielt ansprechen zu können. Daher haben wir die Online-Einkaufswelten inhaltlich und optisch adaptiert und noch benutzerfreundlicher gestaltet. Die Kundinnen schätzen das und sie nehmen diesen Service, den wir derzeit in 14 Ländern anbieten, in immer stärkerem Ausmaß an. Unsere Social Media Aktivitäten ergänzen und runden das Online Business ab. Mit allen diesen Maßnahmen ist es uns gelungen, zunehmend auch jüngere Käuferschichten an die Welt von Wolford heranzuführen.

Noch vor einigen Jahren stand die Marke Wolford fast ausschließlich für hochqualitative Legwear. Heute verfügt die Wolford Gruppe über ein deutlich umfassenderes Sortiment. Was sind Ihre wesentlichen Produktgruppen?

Legwear - also Beinbekleidung - bildet den Grundpfeiler, ist aber schon seit vielen Jahren nicht mehr ausschließlich das Kerngeschäft von Wolford. Seit Beginn der 1990er Jahre, als mit der Markteinführung des ersten Bodys aus dem Hause Wolford der erste Schritt zu einer sinnvollen und ergänzenden Sortimentserweiterung gesetzt wurde, hat sich Wolford kontinuierlich zu einer internationalen Premiummarke mit breitem Produktportfolio entwickelt. Dabei steht immer die weibliche Silhouette im Fokus der Kreationen, die den Anspruch erheben, unverwechselbar zu sein. Ergänzt um Accessories bilden heute fünf starke Produktgruppen - Legwear, Ready-to-wear, Lingerie, Swimwear und Accessories - ein abgerundetes Portfolio, das in der Lage ist, Frauen 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche jedem Anlass entsprechend feminin und elegant zu kleiden. Ergänzend bieten wir unseren Kundinnen funktionale Shape & Control-Produkte mit idealer Wirkung für eine perfekte Silhouette. Mit einem Markenumsatzanteil von 55,2 Prozent bildet die Produktgruppe Legwear eine solide Basis und repräsentiert weiterhin den größten Produktbereich.

Eine internationale Luxusmarke wie Wolford ist mit zahlreicher Konkurrenz konfrontiert. Wie sichern Sie Ihren Vorsprung ab? Kreativität, langjähriges Know-how, Ingenieurskunst und ein innovativer Geist sind elementare Erfolgsfaktoren des Hauses Wolford. Es ist diese starke Verbindung von Tradition und Innovation, die den Erfolg des Unternehmens weltweit ausmacht. Zusätzlich verfügen wir über eine Reihe weiterer bestimmender Erfolgsfaktoren, die Wolford-Produkte einzigartig und unverwechselbar machen. Es sind dies eine hochspezialisierte Stricktechnologie, hochqualifizierte Arbeitskräfte und eine sorgfältige Produktion mit einer großen Dichte an manueller Qualitätskontrolle. Unsere Produkte sind modisch, elegant und raffiniert, von absoluter Top-Qualität, dabei pflegeleicht und von

langer Lebensdauer. Dies und die laufende Weiterentwicklung der vorhin erwähnten Erfolgsfaktoren hat Wolford zu einem international erfolgreichen Unternehmen im Modebereich gemacht.

Sie nannten die Verbindung von Tradition und Innovation als einen Erfolgsfaktor, der Wolford-Produkte einzigartig macht. Mit welchen Produkten waren Sie zuletzt besonders erfolgreich? Wolford setzte immer wieder bestimmende Trends in allen Produktbereichen. Ganz aktuell punkten wir mit hochinnovativen funktionalen Shape & Control-Produkten. Mit unserem umfangreichen Angebot in den Bereichen Legwear und Lingerie war Wolford einer der Pioniere des aktuellen Shapewear-Trends. Bereits im Jahr 1977 brachten wir die erste transparente Strumpfhose mit formendem Höschen- und Beinteil auf den Markt. Seitdem haben wir die Produktpalette laufend erweitert, sodass wir heute Shapewear-Produkte in den drei Stärkegraden Light, Medium und Strong in den Produktgruppen Legwear, Lingerie und Swimwear anbieten. Sie sehen, heute können unsere Kundinnen aus einer Vielzahl von Produkten ihre persönlichen Lieblingsmodelle wählen. Das macht unsere Produkte einzigartig und unterscheidet uns von anderen Modemarken. Sicher ist, dass Wolford heute zu den international führenden Anbietern im Bereich der hochwertigen Shape & Control-Produkte zählt.

Sie zählen Frauen auf der ganzen Welt zu Ihren Kundinnen. Ihren Fokus legen Sie aktuell aber vor allem auf die Märkte in Europa und den USA. Wo werden Sie in Zukunft Ihre geografischen Schwerpunkte setzen?

Natürlich werden wir uns auch zukünftig auf unsere Hauptmärkte, die im Wesentlichen in Europa und den USA liegen, kon-

Wir werden die internationale Präsenz der Marke Wolford weiter verstärken."

zentrieren. Wir sind aber bereits heute in den Wachstumsregionen in Südostasien mit Schwerpunkt Greater China sowie Naher und Mittlerer Osten tätig und wollen diese Märkte in Zukunft noch intensiver bearbeiten, um der Wolford Gruppe in den nächsten Jahren weiteres Wachstum zu sichern und die internationale Präsenz der Marke Wolford weiter zu verstärken. Wir sind davon überzeugt, in diesen Regionen von Anfang an kaufkraftstarke Konsumentinnen sowohl mit unseren klassischen Essentials als auch den saisonalen Trendkollektionen überzeugen zu können. Europa und die USA werden aber auch weiterhin die Kernmärkte unserer Aktivitäten bilden.

Abschließend noch ein Blick in die Zukunft: Was sind Ihre Erwartungen für die kommenden Jahre?

Mittel- bis langfristig werden wir auch in den kommenden Geschäftsjahren mit allen Kräften weiter daran arbeiten, Wolford als internationale Luxus-Modemarke bei den Konsumentinnen zu verankern. Dass die Wolford Gruppe, die seit Jahrzehnten für luxuriöse Legwear steht, auch ihre Vision einer "femininen Garderobe von Kopf bis Fuß" erfolgreich umsetzen konnte, ist das Ergebnis zahlreicher Innovationen und war nur mit dem Einsatz und der Leistungsbereitschaft der gesamten Belegschaft möglich. An dieser Stelle möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern großen Dank und meine Anerkennung für ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2011/12 aussprechen.

Danke für das Gespräch.

Das Interview führte Mag. Claudia Müller-Stralz.

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Aufsichtsrat

Dkfm. Holger Dahmen Vorsitzender des Vorstandes

Vorstand für die Bereiche Marketing, Vertrieb, Produktion und Technik

Mitglied des Vorstandes seit 01/2004

Mag. Peter Simma Vorsitzender-Stellvertreter des Vorstandes

Vorstand für die Bereiche Finanzen/ Controlling, Recht, Human Resources, IT und Einkauf

Mitglied des Vorstandes seit 08/2001

Dr. Theresa Jordis Vorsitzende des Aufsichtsrates

Emil Flückiger Vorsitzende-Stellvertreter des Aufsichtsrates

Mag. Birgit G. Wilhelm

Werner Baldessarini

Vom Betriebsrat delegiert:

Anton Mathis

Peter Glanzer

Von links nach rechts:

Peter Simma Holger Dahmen

World of Wolford

Legwear

Seit der Gründung im Jahr 1950 begeistert Wolford seine Kundinnen mit modischer und innovativer Beinbekleidung, die höchsten Tragekomfort und perfekte Passform vereint. Das Angebot umfasst neben klassischen Essentials als Ganzjahresprogramm auch saisonale Trendmodelle, die das Sortiment mit modischen Kreationen ergänzen. Von Strumpfhosen und Strümpfen über Stay-ups und Kniestrümpfe bis zu Leggings und Socken bietet Wolford ein umfangreiches Bekleidungssortiment, das durch funktio nale Shape & Control-Produkte mit hochinnovativem Charakter abgerundet wird. Im Geschäftsjahr 2011/12 trug die Produktgruppe Legwear 55,2 Prozent zum Markenumsatz bei.

Ready-to-wear

In der Damenoberbekleidung bietet Wolford sowohl zeitlos klassischen Chic als auch trendige Produkte, die Frauen von Kopf bis Fuß, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche, jedem Anlass entsprechend stilvoll kleiden. Durch die kontinuierliche Erweite rung dieser Produktgruppe entwickelte sich Wolford vom reinen Beinbekleidungs- und Bodyanbieter zu einer internationalen Premiummarke mit breitem Produktportfolio. Die Ready-to-wear Kollektion bietet mit Jacken, Mänteln, Röcken, Hosen, Kleidern, Pullovern und Blusen, Tops, Shirts und Bodys zahlreiche Modelle, die Frauen in ihrer Weiblichkeit bestärken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Produktgruppe Ready-to-wear rund 31,2 Prozent des gesamten Markenumsatzes.

Lingerie

Die Wäschekollektion von Wolford zeichnet sich durch exklusives und zeitloses Design aus. Raffinierte Details, körperschmeichelnde Materialien und perfekte Passform finden sich sowohl in den Trendkollektionen der Saison als auch in den Essential-Serien des klassischen Ganzjahresprogramms. Sowohl in den klassischen als auch in den dekorativen Serien bietet Wolford mit Shape & Control auch formende Lingerieprodukte mit idealer Wirkung. Die umfangreiche Palette der formenden Produkte umfasst neben Bras, Strings, Tangas und Pantys auch modellierende Bodys und Kleider für die perfekte Silhouette. Die Produktgruppe Lingerie erreichte im Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatzanteil von 10,3 Prozent.

Accessories

Die Produktgruppe Accessories komplettiert in Stil und Farbe die Wolford Kollektionen und sorgt damit für einen ganzheitlichen modischen Auftritt. In Material und Farbgebung mit den Modellen der Wolford Gesamtkollektion harmonierend, bietet die Produktgruppe Accessories die perfekte Ergänzung zu jedem Outfit. Schals, Mützen ebenso wie Tücher, Haarbänder, Gürtel und Legcessories setzen deutliche Akzente durch effektvolle Details und Muster. Die Accessoires zeigen sich dabei sowohl als zeitlose Modelle als auch als modische Kreationen, die durch spannende Details alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Produktbereich Accessories leistete im Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatzbeitrag von 2,3 Prozent.

Swimwear

Als konsequente Ausdehnung des Gesamtsortiments bietet Wolford seit 1996 auch rundgestrickte, nahtlose Swimbody-Modelle. Die Produktpalette umfasst heute kreative Badeanzug- und Bikinimodelle, die durch modische Strandaccessoires optimal ergänzt werden. Die saisonale Bademodenkollektion überzeugt durch exklusive Materialien und feminine Schnitte. Mit einer kleinen, feinen, saisonalen Kollektion erfüllt Wolford mit den Swimwear-Modellen aus hochwertigen Materialien den Luxusanspruch der Kundinnen auch für das Sonnenbaden. Der Produktbereich Swimwear rundet das Gesamtsortiment ab und konnte im Geschäftsjahr 2011/12 einen Anteil von 1,0 Prozent am Markenumsatz erzielen.

Vertriebskanäle

Wolford Kreationen werden aktuell in 68 Ländern über ein Netz von eigenen Standorten sowie Handelspartnern vertrieben und überzeugen die anspruchsvollen Kundinnen weltweit durch ihre Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit.

Mit der Eröffnung der ersten Wolford Boutique in New York nahm die Monomarken-Erfolgsgeschichte von Wolford ihren Anfang. Die darauf folgende rasche Boutiquenexpansion spannte über die prestigeträchtigen Lagen der Modehauptstädte der Welt ein weites Netz. Im Jahr 2005 setzte Wolford im Zuge einer sukzessiven Vereinheitlichung des Markenauftritts mit der Überarbeitung der Corporate Identity und der Einführung eines neuen Store Concepts ein sichtbares Zeichen in der Modewelt. Die Ausweitung der Monobrand-Distribution, die der Marke Wolford höchste Aufmerksamkeit im Auftritt sichert, bildete und bildet den strategischen Fokus in der Vertriebsstrategie, die daher verstärkt auf eigene und partnergeführte Boutiquen, Concession Shop-in-Shops sowie Factory Outlets setzt. Erfolgreich vertreibt Wolford seine Produkte aber auch über exklusive Kauf- und Warenhäuser sowie den Fachhandel. In jedem Fall werden die Vertriebsaktivitäten auf jene Standorte fokussiert, an denen den Produkten die notwendige Exklusivität sicher ist, um von den Kundinnen entsprechend wahrgenommen zu werden.

Vor diesem Hintergrund wird Wolford auch in Zukunft die Anzahl der Monobrand-Standorte kontinuierlich weiter ausbauen. Das internationale Netzwerk der Boutiquen - entweder von Wolford selbst oder von Partnern geführt – erzielte im Geschäftsjahr 2011/12 mit 49,0 Prozent den höchsten Anteil am Umsatz und bildete damit den mit Abstand wichtigsten Vertriebskanal. Per 30. April 2012 standen von den insgesamt 208 Boutiquen

118 unter eigener Führung, während 90 von Partnern geführt wurden. In einer Vielzahl exklusiver Mode- und Fachhandelsgeschäfte sind Wolford Modelle ebenfalls erhältlich. Die Fachhandelspartner werden von Wolford gezielt ausgewählt und geschult, um neben einer adäquaten Präsenz der Produkte auch eine fundierte Beratung der Kundinnen sicher zu stellen. Durch Erlöse mit dem Fachhandel wurden in der Berichtsperiode 18,4 Prozent der Gesamtumsätze generiert.

In zahlreichen internationalen Kauf- und Warenhäusern, beispielsweise bei Harrods in London oder bei Bergdorf Goodman in New York, werden Wolford Produkte in exklusiven Shop-in-Shops im ansprechenden Wolford Ambiente angeboten. Im Bereich der Concession Shop-in-Shops, das heißt von Wolford selbst betriebene Flächen in Kaufund Warenhäusern, legt Wolford neben Legwear den Fokus auf die offene Warenpräsentation im Bereich Ready-to-wear und Lingerie, um so das Produkt in den Mittelpunkt zu stellen. Der Vertriebskanal Kaufhäuser inklusive Concession Shop-in-Shops generierte in der Berichtsperiode einen Umsatzanteil von 21,0 Prozent. Factory Outlets leisteten in der Berichtsperiode einen Umsatzbeitrag von 9,5 Prozent. Als Ergänzung zu den traditionellen Vertriebswegen gewinnt das Online Business für Wolford zunehmend an Bedeutung, um das Produktportfolio verstärkt für jüngere Zielgruppen und Kundinnen außerhalb der städtischen Ballungszentren zu erschließen. Aktuell können Konsumentinnen in 14 Ländern rund um die Uhr in eigenen Wolford Online-Boutiquen ihre Lieblingsmodelle kaufen – darunter beispielsweise in Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Spanien, Frankreich oder den USA. www.wolford.com

Innovation und Tradition

Als Trendsetter in der Branche setzte die Wolford Gruppe in ihrer mehr als 60-jährigen Geschichte mit zahlreichen Produktinnovationen wesentliche Meilensteine. Ingenieurskunst und ein starker innovativer Zugang, ohne dabei die gewachsenen Kernkompetenzen und Technologien aus den Augen zu verlieren, prägen seit jeher die Entwicklung von Wolford. Diese starke Verbindung von Tradition und Innovation bildet einen wesentlichen Baustein für den Erfolgsweg, den Wolford am internationalen Modemarkt beschritten hat. Zunächst als reiner Beinbekleidungsanbieter positioniert, hat sich Wolford im Verlauf der letzten zwanzig Jahre durch strategische Sortimentserweiterungen in mehreren Schritten zu einer internationalen Marke mit einem umfangreichen Produktportfolio in fünf Produktgruppen entwickelt. Gleichzeitig bildete und bildet die konsequente Ausrichtung auf kontinuierliche Innovationen die Basis für eine

1977

Miss Wolford Tights – die erste transparente Strumpfhose mit formendem Höschen- und Beinteil

1988

Velvet de Luxe Tights – die exklusive, matte und blickdichte Strumpfhose

1992

der erste Body ohne Seitennähte wird lanciert

1994

Fatal – die weltweit erste, auch im Höschenteil rundum nahtlose Strumpfhose stringente Produktdiversifizierung. Zuletzt hat Wolford die Entwicklungen am Wäschemarkt und den aktuellen Shapewear-Trend mit einer umfangreichen Shape & Control-Produktpalette in den Bereichen Lingerie und Legwear maßgeblich geprägt und sich unter die führenden Anbieter im Bereich der hochwertigen figurformenden Produkte eingereiht. Alle diese Entwicklungen basieren auf der von Wolford entwickelten hochspezialisierten Stricktechnologie und sind Ergebnis von laufenden, intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Diese verfolgen ein klares Ziel: einzigartige und unverwechselbare Produkte zu kreieren und so die Innovationsführerschaft weiter auszubauen. Mit einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung, einer Zwirnerei, Strickerei, Näherei und Färberei, einem Farblabor und flexiblen Partnern in der Zulieferindustrie verfügt Wolford über eine entsprechend hohe Innovationskraft, um immer wieder mit neuen Produkten überraschen zu können. Dabei steht am Anfang des Produkts immer ein Faden, aus dem über einen perfekt koordinierten Produktionsprozess Maschenträume kreiert werden. Die Kreationen von Wolford werden in vielen perfekt aufeinander abgestimmten Fertigungsschritten umgesetzt. Jedem einzelnen dieser Arbeitsschritte folgt eine entsprechende manuelle Kontrolle. Hochqualifizierte Arbeitskräfte und ein kompromissloses Qualitätsdenken, das sich durch alle

1996

Support & Forming

stützende und formende Strumpfhosenmodelle

1996

Swimbody – erstmals Bademode mit nahtlosen Einteilern in raffiniertem Design und bewährter Bodystricktechnik

1999

bodyCulture – erste puristische Lingerielinie

1999

Fatal Tubes – Weiterentwicklung der multifunktionellen, rundum nahtlosen Schläuche in verschiedenen Materialien

Bereiche des Unternehmens zieht, zeichnen das Luxuslabel aus und garantieren bestmögliche Qualität, perfekte Passform und höchsten Tragekomfort der Wolford Produkte.

Heute steht Wolford als international anerkannte Premiummarke mit einem breiten Produktportfolio in den Bereichen Legwear, Ready-to-wear, Lingerie, Swimwear und Accessories für höchste Qualität sowie innovative Stricktechnologie und verkörpert gleichzeitig zeitlose Eleganz und Luxus. Die weibliche Silhouette, die mit raffinierten Schnitten und exklusiven Materialien betont und umspielt wird, steht im Mittelpunkt aller Kreationen. Die eleganten, trendigen und funktionalen Shape & Control-Modelle kaschieren kleine Unvollkommenheiten der Figur und formen in unterschiedlichen Stärkegraden optimal. Mit ihrer umfangreichen Produktpalette in den Bereichen Lingerie und Legwear war Wolford einer der Pioniere im aktuellen Shapewear-Trend und nimmt heute als Global Player eine führende Position im Bereich der hochwertigen Shape & Control-Produkte ein.

Durch die behutsame Einbeziehung aktueller Trends in die Kollektionen hat Wolford in den letzten Jahren sein Markenimage sukzessiv verjüngt, ist aber gleichzeitig seinem unverwechselbaren Stil treu geblieben. Jene Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit der Wolford Modelle sind es, die Kundinnen aller Altersgruppen Jahr für Jahr in 68 Ländern weltweit überzeugen.

2001

Long Distance Tights

mit Medizinern entwickelte Stützstrumpfhose mit anatomisch und medizinisch korrektem Druck für langes Sitzen

2005

Ready-to-wear

stufenweise Erweiterung des Produktportfolios im Bereich Damenoberbekleidung

2007

Accessories – die ideale Ergänzung für die Garderobe

2009

Individual 5 Tights

die supertransparente Strumpfhose mit hoher Elastizität und optimaler Passform

Neben den innovativen Produkten und Modellen sorgte und sorgt Wolford auch im visuellen Bereich durch eine anspruchsvolle Bildsprache für internationales Aufsehen. Dabei erfolgen die zentralen Bildaussagen durch das Produkt, dessen Präsentation durch die Inszenierung von weiblichen Silhouetten seinen Ausdruck findet. So setzten bereits internationale Top-Fotografen wie Helmut Newton, Howard Schatz, Francis Giacobetti, Markus Klinko & Indrani und Rankin die Mode von Wolford effektvoll in Szene. Heute dominieren puristische Inszenierungen, die das Produkt in den Vordergrund rücken und vor klaren Hintergründen das elegante Gesamtbild am Point of Sale repräsentieren.

2010

Karen Tights – innovative Stricktechnik für Netz-Lochmuster auch in feinstem Strumpfmaterial

2011

Schwerpunkt Shape & Control - Weiterentwicklung bodyformender Produkte

25

Wolford im Geschäftsjahr 2011/12

Geschäftsentwicklung der Wolford Gruppe

Das Geschäftsjahr 2011/12 (1. Mai 2011 – 30. April 2012) war von der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise und den damit im Zusammenhang stehenden anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten geprägt. Zudem drückte das von September bis Oktober 2011 in weiten Teilen Europas vorherrschende ungewöhnlich warme Wetter in einigen europäischen Kernmärkten auf das Konsumklima in der Modebranche. Dieses Umfeld zeigte auch seine Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Wolford Gruppe. Während im ersten Halbjahr der Umsatz auf dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres gehalten werden konnte, erhöhte sich das Nachfrageverhalten der Kundinnen im Jahresverlauf zusehends. Nach einem zufriedenstellenden zweiten Halbjahr konnte die Wolford Gruppe im Jahresverlauf den Umsatz insgesamt leicht steigern. Gleichzeitig waren die Ertragskennzahlen trotz der Fortsetzung der Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen durch Kosten im Zusammenhang mit dem Ausbau der Retailstandorte, die wetterbedingte Kaufzurückhaltung sowie allgemeine Kostensteigerungen belastet.

Leichte Umsatzverbesserung

Basierend auf einem umsatzstarken Geschäftsjahr 2010/11 mit einer Umsatzsteigerung gegenüber der Vorperiode um mehr als fünf Prozent, das zudem von einem deutlich besseren Wirtschaftsumfeld geprägt war, konnte die Wolford Gruppe im abgelaufenen Wirtschaftsjahr den Umsatz leicht erhöhen. Während in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres der Umsatz mit EUR 73,6 Mio. auf Vorjahrsniveau lag, verbesserte sich der Umsatz im zweiten Halbjahr gegenüber der Vergleichsperiode um 3 Prozent auf EUR 80,5 Mio. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz damit um 1,3 Prozent auf EUR 154,1 Mio.

Entwicklung der Ergebniskennzahlen

Die expansive Investitionstätigkeit im Zusammenhang mit der Erhöhung der Anzahl der Retailstandorte mit entsprechenden Initialkosten aber auch die wetterbedingte Kaufzurückhaltung seitens der Konsumentinnen und des Handels im zweiten Quartal 2011/12 haben sich dämpfend auf die Entwicklung der Ertragskennzahlen ausgewirkt. So erreichte das EBITDA im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 15,7 Mio.) und das EBIT EUR 7,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.). Entsprechend betrug die EBITDA-Marge 9,9 Prozent und die EBIT-Marge 4,5 Prozent.

Monobrand-Distribution deutlich über der 60-Prozent-Marke

Wie schon in den vergangenen Geschäftsjahren zeigten auch in der Berichtsperiode vor allem jene Points of Sale, an denen ausschließlich Wolford Produkte angeboten werden, eine besonders gute Entwicklung. Die von Wolford kontrollierten Distributionskanäle – eigene und partnergeführte Boutiquen, Factory Outlets sowie Concession Shop-in-Shops und E-Commerce – konnten den Umsatz insgesamt um 5,3 Prozent erhöhen. Damit hat sich der Anteil der Monobrand-Verkaufsstandorte am Gesamtumsatz innerhalb der letzten fünf Jahre deutlich von 53,6 Prozent im Geschäftsjahr 2006/07 auf nunmehr 64,6 Prozent (2010/11: 62,7 Prozent) erhöht. Diese Entwicklung war ganz wesentlich auf den konsequenten Ausbau des Retailgeschäftes über die Wolford-eigenen Standorte zurückzuführen.

Ausbau der eigenen Standorte fortgesetzt

Im Zuge der Konzentration auf die Monobrand-Distribution fokussiert die Wolford Gruppe vor allem ganz konsequent auf den Ausbau des Retailgeschäftes über die Wolford-eigenen Standorte. Unterstützt durch ein 2010/11 eingeführtes strategisches Kundenbindungsprogramm, ergänzende Aktivitäten im Bereich Social Media sowie das zunehmend wichtiger werdende Online Business konnten die Wolfordeigenen Standorte (eigene Boutiquen, Shop-in-Shops, Factory Outlets und E-Commerce) das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Umsatzplus von 8,4 Prozent abschließen. Damit hat sich der Retail-Anteil am Gesamtumsatz zu Ende des Geschäftsjahres 2011/12 auf 54,9 Prozent (2010/11: 51,4 Prozent) erhöht. Teilweise war dieses Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Erweiterung des Wolford-eigenen Distributionsnetzes zurückzuführen. Aber auch auf einer flächenbereinigten Basis (like-for-like) wurde ein erfreuliches Umsatzwachstum von 3,3 Prozent erzielt.

Umsatzsteigerungen in den meisten Vertriebskanälen

Eine detaillierte Betrachtung zeigt einmal mehr die positive Umsatzentwicklung des Vertriebskanals Boutiquen, der den Umsatz insgesamt um 3,4 Prozent steigern konnte. Dies war auf die von Wolford selbst geführten Boutiquen zurückzuführen, die den Umsatz um 7,0 Prozent erhöhten, während die von Partnern geführten Boutiquen einen Umsatzrückgang um 9,1 Prozent hinnehmen mussten. Insgesamt verfügte die Wolford Gruppe zum Bilanzstichtag 30. April 2012 über 208 Boutiquen, davon 118 eigene und 90 von Partnern geführte (30. April 2011: 209 Boutiquen, davon 106 eigene und 103 von Partnern geführte).

Umsatzsteigerungen verzeichneten auch die Factory Outlets (plus 11,4 Prozent) sowie der Vertrieb über die Kauf- und Warenhäuser (plus 2,8 Prozent), während der Umsatz mit dem Fachhandel um 7,3 Prozent zurück ging. Erfreuliche Zuwachsraten erzielte die Wolford Gruppe mit ihrem Online Business, das Konsumentinnen in 14 Ländern zur Verfügung steht.

Die Konzentration auf die Monobrand Distribution spiegelt sich auch in der laufend steigenden Bedeutung der Boutiquen für den Gesamtumsatz der Wolford Gruppe wider. Mit 49,0 Prozent (2010/11: 48,6 Prozent) leistete dieser Distributionskanal im Geschäftsjahr 2011/12 den weitaus größten Beitrag zum Gesamtumsatz. 21,0 Prozent steuerten die Kauf- und Warenhäuser zum Gesamtumsatz bei, weitere 18,4 Prozent entfielen auf den Fachhandel und 9,5 Prozent auf die Factory Outlets.

Vereinheitlichung des Marktauftrittes fortgesetzt

Als strategische Maßnahme zur Stärkung der Identität und klaren Positionierung der Marke im Luxussegment sowie zur Unterstützung der globalen Wiedererkennbarkeit hat Wolford im Jahr 2005 ein neues Store Concept entwickelt und dessen Implementierung kontinuierlich vorangetrieben. Das Wolford Store Concept verfolgt einen einheitlichen, ansprechenden und unverwechselbaren Auftritt, der dem Luxusanspruch der Marke am Point of Sale mit einer hellen, klaren und konsequenten Innenarchitektur gerecht wird. Die Farbe Weiß, satiniertes Glas und abgerundete Formen rücken die Produktwelt ins Rampenlicht und bieten einen produktgerechten Rahmen. Durch das modulare System wird das Boutiquendesign den unterschiedlichen Standorten gerecht und kann so weltweit in den verschiedenen Vertriebskanälen umgesetzt

werden. Zu Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres waren annähernd alle wesentlichen Verkaufsstellen mit diesem neuen einheitlichen Erscheinungsbild ausgestattet.

Im Sinne eines einheitlichen Marktauftrittes wurden im Geschäftsjahr 2011/12 die Wolford Online-Einkaufswelten inhaltlich und optisch adaptiert und so noch benutzerfreundlicher gestaltet. Als strategisch wichtige Ergänzung wird das Online Business laufend weiter ausgebaut, um Wolford Stamm- und Neukundinnen Einkaufsmöglichkeiten rund um die Uhr und außerhalb städtischer Ballungszentren zu bieten. Begleitet und ergänzt durch gezielte Social Media Aktivitäten spricht Wolford so auch zusätzlich jüngere Käuferschichten an.

Positive Entwicklung in den meisten Hauptmärkten

Betrachtet nach Regionen zeigte sich in den wesentlichen Kernmärkten ein tendenziell positives Bild. Mit einer Umsatzsteigerung von 18,5 Prozent verzeichnete vor allem Spanien aufgrund von Distributionsadaptionen eine sehr gute Entwicklung. Aber auch in Belgien (plus 12,2 Prozent), UK (plus 8,5 Prozent in Konzernwährung, plus 10,6 Prozent in lokaler Währung), Deutschland (plus 4,8 Prozent), USA (plus 3,6 Prozent in Konzernwährung, plus 7,1 Prozent in Landeswährung) und Österreich (plus 1,7 Prozent) konnte Wolford teilweise deutliche Umsatzzuwächse erzielen. Leichte Umsatzrückgänge verzeichnete die Wolford Gruppe in Frankreich (minus 0,5 Prozent) und Skandinavien (minus 1,4 Prozent). Deutlicher fielen die Umsatzrückgänge in CEE (minus 3,7 Prozent), den Niederlanden (minus 4,4 Prozent) und Italien (minus 5,4 Prozent) aus. Bedingt durch den sehr starken Schweizer Franken und damit verbundener Kaufkraftabwanderung ins nahegelegene Ausland, musste in der Schweiz ein Umsatzrückgang von 12,6 Prozent in Konzernwährung (minus 20,4 Prozent in Landeswährung) hingenommen werden. Nach einem starken Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2010/11 konnte in der Region Asien/Ozeanien das Umsatzniveau des Vorjahres beinahe gehalten werden, der leichte Rückgang (minus 1,0 Prozent) war auf Distributionsadaptionen und die Wechselkursentwicklung zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2011/12 entfielen rund 70,5 Prozent (2010/11: 69,7 Prozent) des Umsatzes auf den europäischen Raum (EU 27). Insgesamt 29,5 Prozent (2010/11: 30,3 Prozent) der Gruppenumsätze wurden demnach außerhalb der Europäischen Union erwirtschaftet. Die Exportquote lag mit 88,5 Prozent konstant auf Vorjahresniveau.

Ausgewogenes Produktportfolio

Mit ihren fünf Produktgruppen (Legwear, Readyto-wear, Lingerie, Swimwear und Accessories) verfügt die Wolford Gruppe über ein ausgewogenes und abgerundetes Produktportfolio. Den größten Beitrag zum Markenumsatz leistete der Sortimentsbereich Legwear, der in der Berichtsperiode 55,2 Prozent zum Markenumsatz beitrug. Weitere 31,2 Prozent entfielen auf den Bereich Ready-to-wear und 10,3 Prozent auf den Sortimentsbereich Lingerie. Einen kräftigen Umsatzanstieg zeigte der Sortimentsbereich Accessories, der seinen Umsatzanteil von 1,2 Prozent im Geschäftsjahr 2010/11 auf aktuell 2,3 Prozent beinahe verdoppelte. Der Sortimentsbereich Swimwear steuerte 1,0 Prozent zum Markenumsatz bei.

Innovation durch Kreativität und Qualität

Neben hoher Kreativität und kompromisslosem Qualitätsdenken ist es vor allem die ungebrochene Innovationskraft, der Wolford seine Position als dynamisches Top-Label im Premiumsegment der globalen Modewelt verdankt. Damit setzt das Unternehmen bestimmende Trends in allen fünf Produktbereichen. So verfolgt Wolford kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit dem Ziel, weitere einzigartige Produkte zu kreieren und die Innovationsführerschaft weiter auszubauen.

Das Kreativteam zeichnet für die unverwechselbare Handschrift, die sich durch alle Produktgruppen zieht, verantwortlich. Ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die der Qualität mit höchster Konzentration, Fingerspitzengefühl und Liebe zum Detail verpflichtet sind, würden die Wolford Produkte nicht den höchsten Ansprüchen genügen. So folgt jedem einzelnen Fertigungsschritt eine manuelle Kontrolle, für die das menschliche Auge, haptisches Geschick und Erfahrung unabdingbar sind. Gemeinsam mit seinen hochmotivierten Beschäftigten und Geschäftspartnern arbeitet Wolford kontinuierlich an der Sicherung eines nachhaltigen Unternehmenserfolges. Dies schließt neben der ökonomischen auch die soziale und ökologische Verantwortung ein. Nachhaltig denken und handeln ist bei Wolford selbstverständlich. Dies gilt insbesondere für die Produktion, die auf einen schonenden Umgang mit der Umwelt ausgerichtet ist und auf einen sorgsamen und effizienten Einsatz von Ressourcen, die Reduktion von CO2-Emissionen und die Minimierung fester und flüssiger Abfälle setzt.

Gezielte Maßnahmen, die umliegende Ökosysteme schützen und bewahren, sind für das global agierende Unternehmen Teil seiner aktiv wahrgenommenen Gesamtverantwortung. Basierend auf ihrer jahrzehntelangen Tradition kann die Wolford Gruppe durch diesen geschlossenen Kreislauf von Innovationen, Kreativität, ressourcenschonender Produktion und höchsten Qualitätsansprüchen in einem sehr dynamischen Markt ihre Innovationsführerschaft verteidigen und ihre Rolle als Trendsetter absichern.

Die Innovationskraft, für die Wolford seit rund 60 Jahren steht, spiegelt sich auch im aktuellen Produktportfolio wider. Derzeit konzentriert sich Wolford unter anderem verstärkt auf funktionale, figurformende Shape & Control-Produkte im Essential- und Trendbereich. Ebenfalls ungebrochen stark ist die Nachfrage nach den bewährten Wolford Longsellern, die seit Jahrzehnten mit perfekter Passform und zeitloser Eleganz überzeugen.

Wolford Aktie

Aktienkursentwicklung

Die Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte profitierte im Geschäftsjahr 2011/12 zunächst von sich aufhellenden Konjunkturindikatoren in den USA und Teilen Europas. Im weiteren Jahresverlauf gab es deutliche Kurskorrekturen durch die sich verschärfende Schuldenkrise in der Eurozone und in den USA sowie durch die politischen Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika. Unterstützt durch den Ankauf von Staatsanleihen und Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank sowie stabile Konjunkturdaten aus den USA und Deutschland konnten sich die Finanz- und Kapitalmärkte zum Ende des Jahres 2011 wieder leicht erholen.

Der Finanzplatz Österreich zeigte im Wolford-Geschäftsjahr 2011/12 eine insgesamt negative Entwicklung. Dies spiegelte sich auch im Aktienkurs der Wolford Aktie wider, der aber dennoch eine deutlich positivere Entwicklung als der ATX Prime zeigte. Die Aktie startete am 02. Mai 2011, dem ersten Handelstag im Geschäftsjahr 2011/12 mit EUR 27,48 und damit dem höchsten Tages-Schlusskurs des Geschäftsjahres und beendete per 30. April 2012 das Geschäftsjahr mit einem Kurs von EUR 23,31. Der niedrigste Schlusskurs im Berichtszeitraum wurde mit EUR 21,03 am 22. August 2011 festgestellt.

Investor Relations

Als börsennotiertes Unternehmen räumt die Wolford Gruppe einer professionellen und verlässlichen Finanzmarktkommunikation oberste Priorität ein. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte Wolford daher erneut eine Vielzahl an Aktivitäten, um den offenen Dialog mit privaten und institutionellen Anlegern fortzusetzen und darüber hinaus die Präsenz auf den internationalen Finanzplätzen weiter auszubauen.

Investor Relations:

Peter Simma (Vorsitzender-Stellvertreter des Vorstandes) Tel.: +43 5574/690-1213 Fax: +43 5574/690-1219 E-Mail: [email protected]

Wolford verfolgt dabei die Grundsätze der Kontinuität, der transparenten und konsistenten Informationspolitik sowie der persönlichen Glaubwürdigkeit. Mit einem umfassenden Portfolio an Kommunikationsaktivitäten werden nicht nur die bestehenden Eigentümer ausführlich über das Unternehmen informiert, sondern auch potenzielle Interessenten angesprochen. So präsentiert die Gesellschaft die Unternehmensentwicklung in regelmäßigen persönlichen Gesprächen mit Finanzpublizisten, Analysten und Investoren in den Finanzmetropolen der angloamerikanischen und europäischen Märkte. Wolford stellt der Financial Community sämtliche relevanten Informationen auch elektronisch unter www.wolford.com unter der Rubrik "Investor Relations" zur Verfügung.

Eigentümerstruktur Die Wolford Aktiengesellschaft verfügt über eine stabile und ausgewogene Aktionärsstruktur. Zum Bilanzstichtag am 30. April 2012 hielt die WMP Familienprivatstiftung über 25 Prozent der Anteile. Die "Bartel 2006 Trust" (Trust nach dem Recht von Gibraltar) verfügte über mehr als 17 Prozent der Stimmrechte, mehr als 15 Prozent der Aktien entfielen auf die Sesam Privatstiftung. Weitere zwei Prozent der Aktien standen im Besitz der Wolford Aktiengesellschaft. Der Rest der Aktien befand sich in Streubesitz und wurde mehrheitlich von nationalen und internationalen institutionellen Anlegern aber auch von Privataktionären gehalten.

Eckdaten zur Wolford Aktie

Tag der Erstnotiz 14. Februar 1995 Aktienart Inhaberaktien (Stückaktien) Gesamtzahl Aktien 5.000.000 Stück davon dividendenberechtigt 4.900.000 Stück Genehmigtes Kapital EUR 36.350.000 Index ATX Prime

ISIN Code AT0000834007 Börseplatz Börse Wien (Prime Market) Frankfurt (Freiverkehr) New York (ADR-Programm, Level 1) Ticker-Symbole Reuters: WLFD.VI, Bloomberg: WOL AV

Lagebericht 2011/12 der Wolford Gruppe für das Geschäftsjahr

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr 2011/12 (01. Mai 2011 – 30. April 2012) war von der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise und den damit im Zusammenhang stehenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten geprägt. Von allen europäischen Ländern bleibt Deutschland neben den asiatischen Wachstumsländern weiterhin einer der Expansionsmärkte für Luxusunternehmen. Die zunehmenden Unsicherheiten auf den Finanzmärkten durch die Verschärfung der Staatsschuldenkrisen im Euroraum und in den USA beeinflusste das Vertrauen der Konsumenten negativ.

Dieses Umfeld zeigte seine Auswirkungen auf die Wolford Gruppe – während der Umsatz bis Oktober 2011 leicht unter Vorjahr lag, erhöhte sich das Nachfrageverhalten der Kundinnen ab November 2011 zusehends, was sich positiv auf die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr auswirkte. Wolford konnte trotz schwierigem wirtschaftlichen Umfeld nach einem insgesamt besseren zweiten Halbjahr die Nettoerlöse für das gesamte Geschäftsjahr um EUR 1,9 Mio. bzw. 1,3 Prozent auf EUR 154,1 Mio. steigern.

Mit einem Anteil von 55,2 Prozent (Vorjahr: 57,3 Prozent) entfiel im Geschäftsjahr 2011/12 mehr als die Hälfte des Markenumsatzes auf die Produktgruppe Legwear. Mit einem Beitrag von 31,2 Prozent (Vorjahr: 32,0 Prozent) stellte der Bereich Ready-to-wear auch in diesem Geschäftsjahr die zweitgrößte Produktgruppe dar, gefolgt von den Bereichen Lingerie, Accessories und Swimwear, die insgesamt 13,6 Prozent (Vorjahr: 10,7 Prozent) zum Markenumsatz beitrugen.

Die Erhöhung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen belief sich auf EUR 3,2 Mio. und fiel gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum geringer aus. Die Erhöhung des Bestandes resultierte größtenteils aus Produkten mit geringem Moderisiko.

Der Aufwand für Material und sonstige bezogene Leistungen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um EUR 0,2 Mio. bzw. 0,8 Prozent, was sich aus der gestiegenen Betriebsleistung ergab.

Der Personalaufwand reduzierte sich von EUR 73,9 Mio. im Geschäftsjahr 2011/12 auf EUR 73,2 Mio., was einer Verbesserung der Personalkostentangente von 1,1 Prozentpunkten entsprach. Dies war im Geschäftsjahr 2011/12 auf Reduzierungen von Überstundenleistungen mit Überstundenzuschlägen, verstärkter Nutzung des Werkes Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o. in Murska Sobota für Konfektionsleistung sowie Auflösung der Abfertigungsverpflichtung eines ausscheidenden Vorstandsmitglieds zurückzuführen.

Der Beschäftigungsstand zum Stichtag 30. April 2012 betrug 1.630 Vollzeitmitarbeiter (30. April 2011: 1.649 Vollzeitmitarbeiter). Durch interne Effizienzsteigerungsmaßnahmen konnte der Personalstand der Wolford Gruppe trotz Aufbau im Retailbereich nahezu auf Vorjahresniveau beibehalten werden. Per 30. April 2012 befanden sich 23 Lehrlinge in Ausbildung. Um den zukünftigen Fachkräftebedarf abzudecken, wird Wolford im Herbst 2012 acht zusätzliche Lehrlinge einstellen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf EUR 8,3 Mio. (Vorjahr: EUR 8,4 Mio.). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen EUR 7,9 Mio. (Vorjahr: EUR 6,4 Mio.). Sämtliche Investitionen konnten aus dem Cashflow aus dem Ergebnis finanziert werden. Die Investitionsquote belief sich auf 5,2 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 4,2 Prozent).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 6,7 Prozent bzw. um EUR 2,8 Mio. auf EUR 44,5 Mio. (Vorjahr: EUR 41,7 Mio.). Die wesentlichen Steigerungen resultierten aus erhöhten Marketingaufwendungen, Mieten und Beratungskosten.

Das EBITDA belief sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 15,7 Mio.), was einem leichten Rückgang von 2,7 Prozent bzw. EUR 0,4 Mio. entsprach. Damit lag das EBITDA in Relation zum Umsatz (EBITDA-Marge) bei 9,9 Prozent.

Das EBIT (Betriebsergebnis) betrug EUR 7,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.) und erreichte eine EBIT-

Marge von 4,5 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent).

Das Finanzergebnis betrug in der Berichtsperiode EUR -1,8 Mio. (Vorjahr: EUR -1,5 Mio.). Die Veränderung im Finanzergebnis resultierte aus der Veräußerung von Wertpapieren sowie aus einer Wertberichtigung auf Finanzanlagen in der Höhe von jeweils EUR 0,2 Mio. Die Wolford Gruppe erzielte in der Berichtsperiode ein Ergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit von EUR 5,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,8 Mio.).

Im Juli 2011 hat bei der Wolford Aktiengesellschaft eine Außensteuerprüfung begonnen, welche als Prüfungszeitraum die Geschäftsjahre 2003/04 - 2009/10 umfasst, die im Zeitraum der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war. Durch diesen langen Prüfungszeitraum (sieben Jahre) wird voraussichtlich ein nachträglicher Steueraufwand in Höhe von EUR 0,4 Mio. anfallen.

Darüber hinaus wurden erfasste steuerliche Verlustvorträge und Teilwertabschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von EUR 2,5 Mio. nicht anerkannt. Insgesamt resultierte damit ein Aufwand aus der steuerlichen Betriebsprüfung in Höhe von EUR 3,0 Mio. (davon zahlungswirksam: EUR 0,5 Mio. für den Zeitraum der Betriebsprüfung und EUR 0,7 Mio. für das Geschäftsjahr 2010/11).

Die Auswirkungen der Betriebsprüfung der Wolford Aktiengesellschaft haben das Ergebnis negativ beeinflusst. Somit konnte ein Jahresergebnis von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.) erzielt werden.

Die Dividende für das Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von EUR 0,40 pro Stammaktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital von insgesamt EUR 2,0 Mio. wurde am 29. September 2011 ausbezahlt.

Das langfristige Vermögen zum Stichtag 30. April 2012 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,6 Mio. auf EUR 76,1 Mio., was im Wesentlichen auf die Veräußerung von Wertpapieren im Geschäftsjahr 2011/12 in der Höhe von EUR 1,3 Mio. zurückzuführen war.

Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich um EUR 3,2 Mio. auf EUR 64,2 Mio. Dieser Anstieg resultierte aus der Erhöhung der Vorräte sowie aus einem gestiegenen Geldmittelbestand.

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag erreichte EUR 83,6 Mio. (Vorjahr: EUR 83,9 Mio.). Die Eigenkapitalquote belief sich auf 57,5 Prozent (Vorjahr: 58,0 Prozent).

Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf EUR 20,9 Mio., was einer Veränderung zum Vorjahresvergleichszeitraum von EUR 2,3 Mio. entsprach. Die Nettofinanzverschuldung belief sich auf EUR 15,4 Mio. (Vorjahr: EUR 12,7 Mio.), was einen Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) von 18,4 Prozent (Vorjahr: 15,1 Prozent) ergab.

2. Risikomanagement

Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit, Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit im Zusammenhang mit der Rechnungslegung bzw. der Finanzberichterstattung und allen anderen betrieblichen Abläufen. Es soll die Fehleranfälligkeit von Transaktionen verringern, das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug schützen, die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sicherstellen und die Übereinstimmung mit der Satzung, den Konzernrichtlinien und den geltenden Gesetzen gewährleisten.

Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems liegt beim für den betreffenden Geschäftsprozess verantwortlichen Management. Bereichsübergreifende, konzernweit gültige Rahmenbedingungen und Regelungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben. Das Management ist für die Umsetzung in den jeweiligen Geschäftsprozessen verantwortlich.

Alle rechnungslegungsrelevanten Prozesse unterliegen strengen Regeln und Richtlinien, die jegliches damit im Zusammenhang stehende Risiko vermeiden sollen. Zu diesen Maßnahmen und Regeln zählen unter anderem Funktionstrennungen und Unterschriftenordnungen, bei denen grundsätzlich auf das kollektive Zeichnungsrecht geachtet wird. Bei der konzerneinheitlich verwendeten Finanzbuchhaltungssoftware handelt es sich um eine Standardsoftware, die gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.

Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch, das laufend aktualisiert wird, festgehalten. Das Konzernhandbuch ist zwingend von allen Gesellschaften der Wolford Gruppe umzusetzen.

Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt durch systemgestütztes, regelmäßiges Self-Assessment der Schlüsselkontrollen durch die ausführenden Control-Owner. Zukünftig werden verstärkt Stichprobenkontrollen durch die Interne Revision vorgenommen. IKS-Status und Prüfergebnisse werden durch die Interne Revision an den Vorstand und dem Aufsichtsrat berichtet.

Die Wolford Gruppe hat diese wichtigen Agenden in einer 4-Säulen-Strategie etabliert, die eine massive Unterstützung der Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele darstellt:

I) Das Chancen- und Risikomanagement dient der strategischen Identifikation und Bewertung der möglichen Chancen und Risiken für Wolford im Hinblick auf die nächsten vier Jahre, mit paralleler Erarbeitung und Umsetzung von gezielten Chancennutzungs- und Risikoabwehrmaßnahmen. Hierzu werden mit allen Funktionsbereichen und Tochtergesellschaften der Wolford Gruppe regelmäßig Workshops abgehalten, umfangreiche Maßnahmenpläne erstellt sowie deren Umsetzung verfolgt.

II) Das Interne Kontrollsystem (IKS) dient der operativen Sicherstellung der Compliance, der ordnungsgemäßen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Unterstützung aller wichtigen betrieblichen Prozesse und Sicherstellung einer ordentlichen und optimalen Gebarung. Mittels Funktions- und Risikoevaluierung sämtlicher betrieblicher Abläufe werden die wichtigsten Prozesse regelmäßig im Detail geprüft und gegebenenfalls Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet.

Die Inhaber bzw. Ausführenden der wichtigen Schlüsselkontrollen melden in definierten Abständen die Einhaltung und Qualität "ihrer Kontrollen" als Self-Assessment im System zurück. Mangelhafte Kontrollen werden umgehend korrigiert. Die Interne Revision überprüft laufend in Stichproben, ob die Selbstbeurteilungen auch der Realität entsprechen, wodurch insgesamt eine umfassende Sicherstellung von Funktion und Qualität des IKS gewährleistet wird.

III) Die Interne Revision als risikobasiertes Prüf- und Beratungsinstrument auf Basis der genannten Säulen I und II ist ein weiterer Garant für die Einhaltung der Compliance und der Qualitätssicherung in der Wolford Gruppe. Mit einem sehr breit gefächerten Themenansatz werden alle wesentlichen Führungs-, Organisations-, Prozess-, Kosten- und Leistungsparameter analysiert und anschließend gemeinsam mit dem Management entsprechende Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Eine gezielte Verfolgung der definierten Maßnahmen stellt sicher, dass die Umsetzung zeitnah und effektiv erfolgt.

IV) Mit der Maßnahmen-Umsetzungs-Verfolgung werden die in den drei zuvor genannten Bereichen definierten Maßnahmen sowie sonstige wichtige Aufgabenpunkte für das Management zentral verfolgt. Die zeitgerechte Realisierung dieser Maßnahmen und die quartalsmäßige Beobachtung des jeweiligen Umsetzungsfortschrittes stehen im Mittelpunkt.

Alle Funktionen des strategischen Chancenund Risikomanagements der Wolford Gruppe werden durch eine integrierte, unternehmensweit implementierte Softwarelösung unterstützt. Die Software ermöglicht die Identifizierung und Bewertung von Risiken und Chancen sowie die zentrale Verwaltung und Verfolgung von Verbesserungsmaßnahmen. Die Evaluierung und Erarbeitung erfolgt in regelmäßigen Assessments, in denen Bereichsverantwortliche die zehn bis sechzehn strategischen Hauptchancen und Hauptrisiken erfassen, die mittelfristig Auswirkungen auf die Zielerreichung des Unternehmens haben könnten.

Über diese Softwareplattform wird auch das IKS in Form einer regelmäßigen Risikobewertung der Kontroll- und Steuerungsprozesse sowie eines kontinuierlichen Self Assessments über die wesentlichen Schlüsselkontrollen des Unternehmens evaluiert. Damit werden die Abläufe mit den höchsten operativen Risiken identifiziert, geprüft und je nach Bedarf gezielte Verbesserungsmaßnahmen (Sollprozesse) eingeleitet, deren Realisierung und Umsetzung wiederum systemunterstützt verfolgt und sichergestellt werden.

Folgende Leitsätze gelten für die risikopolitischen Grundsätze:

  • Keine Handlung oder Entscheidung darf ein existenzgefährdendes Risiko nach sich ziehen.
  • Die betriebsinternen Richtlinien sind zu befolgen.
  • Nicht vermeidbare Risiken sind, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu versichern.
  • Restliche Hauptrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden.

Die Hauptrisikoarten der Wolford Gruppe sind:

Marktrisiken

Darunter wird die Gefahr einer möglichen Veränderung der Vermögenslage aufgrund einer Abweichung der Marktpreise (Rohstoffe, Währungen, Zinsen, Mitbewerber und Marktumfeld) verstanden.

Operationelle Risiken

Darunter wird die Gefahr einer möglichen Veränderung der Vermögenslage aufgrund von schlechtem Management, mangelhaften Abläufen, unzureichenden Ressourcen, Fehlfunktionen von Systemen, mangelnder Qualifikation und Sorgfalt von Mitarbeitern, Betrug und Katastrophen verstanden. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch Einsatz eines durchgängigen, internen Kontrollsystems (IKS) sowie Einsatz von Risikomanagement und Interner Revision.

Debitorenrisiken

Darunter wird die Gefahr eines möglichen Wertverlustes durch uneinbringliche Forderungen verstanden. Dieses Ausfallrisiko begrenzt die Gesellschaft durch den Abschluss von Kreditversicherungen bei der Prisma Kreditversicherungs AG und der OeKB Versicherungs AG.

Geschäftsrisiken

Darunter wird die Gefahr eines möglichen Vermögensverlustes verstanden, der durch Geschäftstätigkeiten entstehen kann (Schwankungen der Nachfrage, Projekte, Mode, Strategie, rechtliche Risiken, politische Risiken, Kooperationen mit externen Partnern).

Finanzinstrumente sind auf Vertrag basierende wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf Zahlungsmittel beinhalten. Hierzu gehören einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzforderungen und Finanzschulden. Bestehende originäre Finanzierungsinstrumente des Unternehmens, mit denen ein Kreditrisiko verbunden ist, sind Forderungen, Kassenbestände und kurzfristige Finanzmittel sowie Wertpapiere. Andererseits zählen hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente; das sind Finanzinstrumente, deren Wert sich etwa in Folge einer Abweichung eines genannten Zinssatzes oder Kurswertes ändert, die keine oder nur geringe anfängliche Nettoinvestitionen erfordern und die zu einem späteren Zeitpunkt beglichen werden.

Derivative Finanzinstrumente werden in der Wolford Gruppe als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt. Zielsetzung der Absicherung des Währungsrisikos ist die Schaffung einer abgesicherten Kalkulationsbasis über einen Zeithorizont von mindestens sechs und maximal zwölf Monaten. Ziel im Zinsmanagement ist die Reduzierung von Zinsänderungsrisiken sowohl der Aktiva als auch der Passiva.

Bonitäts-/Ausfallsrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar.

Das Risiko ist als gering anzusehen, da es sich bei den Kreditinstituten überwiegend um solche von guter Bonität handelt.

Zinsänderungsrisiko

Aktivseitig besteht aufgrund des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus in der Berichtsperiode kein verändertes Risiko. Aufgrund der kurzen Restlaufzeiten ist das Risiko als gering anzusehen.

Passivseitig besteht ein Zinsänderungsrisiko bei den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten.

Der Buchwert der Bankverbindlichkeiten zum 30. April 2012 entspricht den Anschaffungskosten.

Währungsänderungsrisiko

Wechselkursrisiken aus bestehenden Fremdwährungsforderungen sowie geplanten Umsätzen werden durch das Konzern-Treasury mittels Devisentermingeschäften/Optionen weitgehend abgesichert.

Derivative Finanzinstrumente

An derivativen Finanzinstrumenten werden vom Konzern-Treasury Devisentermingeschäfte und Optionen eingesetzt.

Die zum 30. April 2012 offenen Finanzderivate weisen eine Restlaufzeit von unter zwölf Monaten auf.

Die Marktwerte der derivativen Devisengeschäfte ergeben sich aus den Marktwerten, die zum Bilanzstichtag abgeschlossen werden müssten, um das jeweilige Derivat glattzustellen, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Bei Abschluss des Geschäftsjahres 2011/12 lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor.

4. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stehen in engem Zusammenhang mit den strategischen Zielen, die Innovationsführerschaft beizubehalten und weiter auszubauen, um auch in der Zukunft den Unternehmenserfolg sicher zu stellen.

Durch die intensive Entwicklungstätigkeit konnte Wolford neben der Fashion-Kollektion speziell im formenden Wäschebereich (Shape & Control) einen weiteren Schwerpunkt setzen. Die rundum nahtlos gestrickten Wäscheprodukte aus weichem Velvet-Material werden durch den Einsatz einer weichen Spitze zum eleganten körperformenden Dessous. Die Velvet-Produktgruppe umfasst weiche, nahtlos gestrickte Modelle, die den kompletten Taillenbereich modellieren, zusätzlich gibt das direkt auf den gestrickten Schlauch aufgebrachte, dünne Silikon den nötigen Halt und sorgt für optimalen Tragekomfort.

Das sehr erfolgreiche Formingsegment im Beinbekleidungsbereich wird durch das Produkt "Satin Touch 20 Control Top" ergänzt. Dieses Modell formt Beine und Hüfte und sorgt damit optisch für eine schlanke Silhouette.

Für die kommende Herbst/Wintersaison 2012/13 werden am Markt neue hochwertige Beinbekleidungsprodukte wie die "Fine-Merino Tights" und "Fine-Merino-Rib Tights" erhältlich sein. Diese Produkte für anspruchsvolle Kundinnen zeichnen sich besonders durch ein einzigartiges und exklusives Tragegefühl aus.

Im Ready-to-wear Bereich wird durch den Einsatz von extra feiner Wolle neben einer sehr gleichmäßigen Optik eine perfekte Passform erzielt. Diese Produkte sind sowohl formschön als auch besonders angenehm zu tragen. Mit dem Ausbau des Naturfaserbereichs sollen zusätzliche Kundengruppen gewonnen werden.

Im Bereich der Accessories wurde mit dem "Multifunktionsscarf" die Palette um ein hochwertiges Trendprodukt erweitert, das sich individuell stylen lässt und stilvolle Tragemöglichkeiten für unterschiedliche Anlässe bietet.

Sämtliche Produktneuheiten finden Sie unter www.wolford.com.

5. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Wolford investiert laufend in die Weiterbildung der Mitarbeiter, um die individuellen Fähigkeiten, Qualifikation und Motivation weiter zu stärken. Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2011/12 bildeten Vertriebsschulungen zur Verbesserung des Kundenservice und der Kundenansprache sowie die Vermittlung von Führungs- und Managementthemen für die Monobrand-Storemanager. Jährlich werden durch eigene Trainerinnen bis zu 1.000 Mitarbeiterinnen geschult. Ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt lag in der Vertiefung von Fremdsprachen zur optimalen Unterstützung und Ausbau der Kundenbeziehungen.

In allen Unternehmensbereichen werden standardisierte Mitarbeiterentwicklungsgespräche geführt, um das persönliche Entwicklungspotenzial und Karrieremöglichkeiten zu eruieren und gezielt zu fördern.

Durch die Ausbildung junger Menschen kann Wolford die zukünftigen Facharbeiterpotenziale sichern. Deshalb ist Wolford die Ausbildung von Schlüsselmitarbeitern ein wichtiges Anliegen. Qualität ist ein Leitgedanke, der auch für die Ausbildung junger Menschen gilt. Wolford bildet Textilchemiker/innen, Textiltechniker/ innen, Maschentechniker/innen, Maschinenmechaniker/innen, Anlagenelektriker/innen, Einzelhandelskauffrauen und Lagerlogistiker/innen aus. Um dem gegenseitigen Kennenlernen einen möglichst zwanglosen Rahmen zu geben und andererseits den Teamgedanken zu fördern, startet die Lehre bei Wolford mit einem zweitägigen Hüttenseminar. Schwerpunkte sind neben dem gegenseitigen Kennenlernen die Philosophie des Unternehmens und die Lehrausbildung.

Um den Rekrutierungsprozess und die Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Mitarbeitern zu unterstützen, hat sich die Potenzialanalyse als unverzichtbares Instrument manifestiert. Die Mitarbeiter können weltweit über einen Onlinezugang dieses Analysetool verwenden. Die Auswertungstechnik basiert auf der Wertpsychologie, dabei werden Abweichungen zu einer logisch-mathematischen Norm, mit dem Ziel, Neigungen und Fähigkeiten einer Person systematisch darzustellen, errechnet.

Die betriebliche Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter bildet jährlich einen Schwerpunkt. Um einen guten Gesundheitszustand der Belegschaft mit geeigneten Methoden und Maßnahmen zu unterstützen, wurde ein eigener Therapieraum für z.B. Akupunktur eingerichtet.

Per 01. April 2012 begleiten zwei Arbeitsmediziner das Unternehmen in gesundheitlichen Belangen. Dr. Christl Berchtold ist nun gemeinsam mit Dr. Walter Tonko für die arbeitsmedizinische Betreuung, das Gesundheitsmonitoring und die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter zuständig.

Um der Verantwortung gegenüber Anrainern und Umwelt am Produktionsstandort Bregenz nachzukommen, wurde das Thema sanfte Mobilität in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Verkehrsverbund weiterverfolgt. Die Hauptzielsetzung war hier die Motivation der Mitarbeiter zum Umstieg vom PKW auf öffentliche Verkehrsmittel und auf das Fahrrad.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde das Energie-Kontrollsystem überarbeitet und adaptiert. Für das Geschäftsjahr 2012/13 soll die Umstellung der Heizanlage und Verbesserungen bei der Dampferzeugung zu höherer Energieeffizienz und dadurch zu Energiekosteneinsparungen führen.

6. Angabe gemäß Übernahmerechts-Änderungsgesetz

Gemäß § 243a UGB sind folgende Informationen anzugeben:

Das Grundkapital der im Prime Market der Wiener Börse notierten Wolford Aktiengesellschaft zerlegt sich in fünf Millionen Stückaktien, wobei jede Stückaktie am Grundkapital im gleichen Umfang beteiligt ist. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.

Die Wolford Aktiengesellschaft hält zum Bilanzstichtag 30. April 2012 noch 100.000 Aktien im Eigenbesitz. Beschränkungen des Stimmrechts oder eine Übertragung von Aktien betreffend sind dem Vorstand – mit Ausnahme der gesetzlichen Beschränkungen für eigene Aktien – nicht bekannt.

Die Eigentümerstruktur der Wolford Aktiengesellschaft zum 30. April 2012 lässt sich wie folgt darstellen:

Die WMP Familienprivatstiftung hielt über 25 Prozent der Anteile. Mehr als 15 Prozent entfielen auf die Sesam Privatstiftung. Weitere 17,23 Prozent wurden von der Bartel 2006 Trust gehalten. Die Wolford Aktiengesellschaft verfügte nach wie vor über zwei Prozent der Aktien. Der Rest der Aktien befand sich im Streubesitz.

Die übrigen Vorgaben des § 243a UGB finden bei der Wolford Aktiengesellschaft keine Anwendung.

7. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Das neue Geschäftsjahr hat für die Wolford Gruppe in den ersten Wochen sowohl beim täglichen Auftragseingang als auch mit der Umsatzentwicklung sehr vielversprechend begonnen. So konnte bis Ende Juni 2012 ein deutliches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum erzielt werden. Dieser positive Umsatzstart wird jedoch vom rückläufigen Wert für Fixbestellung für die Wintersaison 2012/13 etwas getrübt. Das Wolford Management erwartet dennoch aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2012/13 ein Umsatzwachstum. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld stellt sich nach wie vor schwierig dar, da die Marktteilnehmer laufend mit neuen Problemstellungen und Herausforderungen konfrontiert sind, was eine noch größere Vertrauenskrise und Unsicherheit nach sich ziehen kann.

Wolford wird auch zukünftig das Retail-Business stärken und die Anzahl der Monobrand-Standorte kontinuierlich ausbauen. Neben systematischer Konzentration auf Aktivitäten in den Hauptmärkten soll durch ein verstärktes Engagement in China in den nächsten Jahren zukünftiges Wachstum und die distributive Verbreiterung der Marke Wolford vorangetrieben werden.

Vor diesem Hintergrund ist das Management der Wolford Gruppe optimistisch, mit den gesetzten Maßnahmen durch höhere Marktpenetration in bestehenden Märkten, der Erschließung neuer Märkte sowie mit der Weiterführung der eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2012/13 weiteres Wachstum erzielen zu können.

Bregenz, 05. Juli 2012

Dkfm. Holger Dahmen e.h. Mag. Peter Simma e.h.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung des Vorstandes der Wolford Aktiengesellschaft gemäß § 82 (4) Z 3 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss zum 30. April 2012 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens zum 30. April 2012 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Bregenz, am 05. Juli 2012

Der Vorstand der Wolford Aktiengesellschaft

Dkfm. Holger Dahmen Mag. Peter Simma

Vorsitzender des Vorstandes Vorsitzender-Stellvertreter des Vorstandes

Konzernabschluss 2011/12

Konzernabschluss Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 62
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 63
2011/12 der Konzernbilanz 64
Wolford Gruppe Konzern-Cashflow-Statement 66
nach IFRS Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 67
Anhang 68
I. Grundsätze der Rechnungslegung 68
II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 78
III. Erläuterungen zur Bilanz 83
IV. Erläuterungen zum Cashflow-Statement 97
V. Sonstige Angaben 98
Akquisitionen 98
Aufgegebene Geschäftsbetriebe 98
Segmentberichterstattung 99
Risikomanagement im Finanzbereich (Konzern-Treasury) 102
Haftungsverhältnisse 114
Personalstand 114
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 114
Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 114
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 115
Angaben zu den Organen der Konzernleitung 116
Konzern-Anlagenspiegel 118
Bestätigungsvermerk 122
Bericht des Aufsichtsrats 124

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011/12

in TEUR Anhang Nr. 2011/12 2010/11
Umsatzerlöse (1) 154.064 152.151
Sonstige betriebliche Erträge (2) 3.970 3.545
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.206 3.685
Andere aktivierte Eigenleistungen 211 191
Betriebsleistung 161.451 159.572
Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen -28.515 -28.292
Personalaufwand (3) -73.161 -73.880
Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (4) -8.322 -8.413
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -44.457 -41.660
Betriebserfolg 6.996 7.327
Finanzierungsergebnis (6) -730 -773
Finanzinvestitionsergebnis
Zinsen auf Sozialkapital
(7) -295
-798
16
-759
Finanzergebnis -1.823 -1.516
Ergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Steuern) 5.173 5.811
Steuern vom Einkommen und Ertrag (8) -3.812 -761
Jahresergebnis (Ergebnis nach Steuern) 1.361 5.050
Ergebnis pro Aktie (verwässert = unverwässert) 0,28 1,03

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2011/12

in TEUR Anhang Nr. 2011/12 2010/11
Jahresergebnis (Ergebnis nach Steuern) 1.361 5.050
Sonstiges Ergebnis
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 189 5
Netto-(Verluste) / -Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten (15) 541 -25
Ertragsteuereffekte (15) -135 6
Netto-(Verluste) / -Gewinne aus der Absicherung von Cashflows (15) -322 557
Ertragsteuereffekte (15) 80 -139
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 353 404
Gesamtergebnis (nach Steuern) 1.714 5.454
Davon entfallen auf:
Anteilseigner der Muttergesellschaft 1.714 5.454
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gesamtergebnisrechnung.

Konzernbilanz zum 30. April 2012

AKTIVA

in TEUR Anhang Nr. 30.04.2012 30.04.2011
Langfristiges Vermögen (9)
Sachanlagen 62.414 62.173
Firmenwerte 1.193 1.137
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.955 10.461
Beteiligungen 3 3
Finanzanlagen 1.485 2.772
Langfristige Forderungen (10) 1.068 1.127
76.118 77.673
Latente Steuern (11) 5.208 5.855
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (12) 44.170 41.432
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (13) 12.161 12.750
Aktive Rechnungsabgrenzung 2.555 2.336
Wertpapiere und Finanzinvestitionen (14) 46 44
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel (22) 5.246 4.368
64.178 60.930
Summe Aktiva 145.504 144.458

PASSIVA

in TEUR Anhang Nr. 30.04.2012 30.04.2011
Eigenkapital (15)
Grundkapital 36.350 36.350
Kapitalrücklagen 1.817 1.817
Sonstige Rücklagen 48.322 48.757
Währungsdifferenzen -2.882 -3.071
83.607 83.853
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten (16) 18.052 10.330
Rückstellungen für Sozialkapital (17) 13.940 14.633
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (18) 2.371 1.401
34.363 26.364
Latente Steuern (11) 203 314
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten (19) 2.839 8.293
Ertragsteuerrückstellungen 3.085 1.646
Kurzfristige Rückstellungen (20) 4.804 4.906
Lieferverbindlichkeiten 4.858 5.816
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten (21) 11.745 13.266
27.331 33.927
Summe Passiva 145.504 144.458

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Bilanz.

Konzern-Cashflow-Statement für das Geschäftsjahr 2011/12

in TEUR Anhang Nr. 2011/12 2010/11
Ergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Steuern) 5.173 5.811

Zinsen und ähnliche Erträge
-112 -199
+
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
774 827
+
Abschreibungen auf das Anlagevermögen
8.505 8.542
+(-) Verluste (Gewinne) aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 121 -14
+(-) Verluste (Gewinne) aus dem Abgang von Finanzanlagen 180 119
+(-) Währungsdifferenzen -472 935
+(–) Erhöhung (Senkung) von Rückstellungen für Sozialkapital -693 740
–(+) Erhöhung (Senkung) von Vorräten -2.738 -3.876
–(+) Erhöhung (Senkung) von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten 103 1.326
+(–) Erhöhung (Senkung) aus der Cashflow Hedge Rücklage 322 -557
+(–) Erhöhung (Senkung) von kurzfristigen Rückstellungen -102 66
+(–) Erhöhung (Senkung) von Lieferverbindlichkeiten -636 711
+(–) Erhöhung (Senkung) von übrigen Verbindlichkeiten -548 1.271
= aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschafteter Cashflow 9.877 15.702
–(+) Bezahlte (erhaltene) Steuern vom Einkommen und Ertrag
+
Erhaltene Zinsen
-1.906
99
-903
207

Bezahlte Zinsen
-801 -822
= Cashflow aus der Geschäftstätigkeit 7.269 14.184
+
Erlöse aus dem Abgang von Wertpapieren
1.316 2.040
-
Investitionen in Wertpapiere
+
Erlöse aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
(24) 0
54
0
62

Investitionen in sonstige immaterielle Vermögensgegenstände
(24) -1.010 -1.144

Investitionen in Sachanlagen
(24) -7.256 -4.923
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.896 -3.965
+(-) Saldo aus kurzfristigen Krediten -5.453 -3.442
+(-) Saldo aus langfristigen Krediten 7.722 -6.029
-
Ausschüttungen
-1.960 -980
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 309 -10.451
Veränderung des Finanzmittelbestandes 682 -232
+(–) Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
(23) 186
4.043
-72
4.347
Finanzmittelbestand am Ende der Periode (23) 4.911 4.043

66

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2011/12

Geschäftsvorfälle mit Anteilseignern der Muttergesellschaft Summe
in TEUR Anhang
Nr.
Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Rücklage
für zur
Veräußerung
verfügbare
Finanz
instrumente
Rücklage
für
Cashflow
Hedging
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten
Währungs
umrechnung
Eigene
Aktien
Eigenkapital
Stand 30.04.2010 36.350 1.817 -387 -185 49.523 -3.076 -4.663 79.379
Dividende 2009/10 (15) 0 0 0 0 -980 0 0 -980
Gesamtergebnis 0 0 -19 418 5.050 5 0 5.454
Stand 30.04.2011 36.350 1.817 -406 233 53.593 -3.071 -4.663 83.853
Dividende 2010/11 (15) 0 0 0 0 -1.960 0 0 -1.960
Gesamtergebnis 0 0 406 -242 1.361 189 0 1.714
Stand 30.04.2012 36.350 1.817 0 -9 52.994 -2.882 -4.663 83.607

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil der dargestellten Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals.

Wolford GRUPPE Anhang zum IFRS-Konzernabschluss zum 30. April 2012

Die Wolford Gruppe ist ein international tätiger Konzern, der auf die Herstellung und den Vertrieb von hochwertiger Legwear, dem Kerngeschäft der Wolford Gruppe, exklusiver Ready-to-wear und Lingerie, saisonaler Swimwear und ergänzenden Accessories im Luxussegment spezialisiert ist, mit dem Hauptsitz in Österreich, 6901 Bregenz, Wolfordstraße 1.

Die Geschäftstätigkeit der Tochterunternehmen besteht im Wesentlichen aus dem Vertrieb vom Mutterunternehmen bezogener Erzeugnisse.

I. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

1. Grundlagen

Ausdrückliche und uneingeschränkte Erklärung hinsichtlich der Befolgung von IFRS

Der Konzernabschluss der Wolford Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2011/12 (1. Mai 2011 bis 30. April 2012) wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.

Dabei wurden alle für das Geschäftsjahr 2011/12 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committees (IFRIC) in der geltenden Fassung berücksichtigt.

Gemäß § 245a Unternehmensgesetzbuch – UGB iVm Art. 4 der Verordnung (EU) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 haben alle börsennotierten Unternehmen mit Sitz innerhalb der EU die Verpflichtung, spätestens für das Jahr 2005 ihren konsolidierten Abschluss unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen.

Folgende Standards und Interpretationen wurden für das Geschäftsjahr und/oder Vorjahre erstmals zur Anwendung gebracht:

Standard/Interpretation Bezeichnung Inkrafttreten
IFRS 7 Verbesserungen der Angaben bei Übertragungen
von finanziellen Vermögenswerten
01.07.2011

Standards, Änderungen und Interpretationen, die mangels Anerkennung in der EU oder gemäß den Regelungen zum Inkrafttreten noch nicht zwingend anzuwenden sind und daher noch nicht angewandt werden:

Standard/Interpretation Bezeichnung Inkrafttreten
IFRS 7 Anhangangaben – Saldierung finanzieller
Vermögenswerte und Schulden
01.01.2013
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung
(finanzielle Vermögenswerte)
01.01.2015
Ergänzung zur Bilanzierung finanzieller
Verbindlichkeiten
01.01.2015
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2013
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 01.01.2013
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen 01.01.2013
IFRS 13 Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts 01.01.2013
IAS 1 Darstellung des sonstigen Ergebnisses
(Änderungen 2011)
01.07.2012
IAS 12 Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern 01.01.2012
IAS 19 Änderungen an IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 01.01.2013
IAS 27 Separate Abschlüsse (Änderung 2011) 01.01.2013
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und
Joint Ventures (Änderung 2011)
01.01.2013
IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden 01.01.2014
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase
einer über Tagebau erschlossenen Mine
01.01.2013

Durch die erstmalige Anwendung der geänderten Standards sowie die Anwendung der neuen oder geänderten Interpretationen ergeben sich voraussichtlich keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Wolford Konzerns.

Der Konzernabschluss wird unter der Verantwortung des Vorstandes erstellt.

Die gesamte Berichterstattung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2011/12 erfolgt in Tausend Euro (TEUR). Durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

2. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements). In den Konzernabschluss werden neben dem Mutterunternehmen folgende Gesellschaften einbezogen:

Gesellschaftsname Sitz Unmittelbarer Anteil in %
Wolford Beteiligungs GmbH, *) Bregenz 100
Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o. Murska Sobota 100

*) Die Wolford Beteiligungs GmbH hält sämtliche Anteile an folgenden Gesellschaften:

Gesellschaftsname Sitz Mittelbarer Anteil in %
Wolford Deutschland GmbH, München 100
Wolford (Schweiz) AG, Glattbrugg 100
Wolford Paris S.A.R.L., Paris 100
Wolford London Ltd., London 100
Wolford Italia S.r.L., Mailand 100
Wolford España S.L., Madrid 100
Wolford Scandinavia ApS, Kopenhagen 100
Wolford America, Inc., New York 100
Wolford Nederland B.V., Amsterdam 100
Wolford Canada Inc., Vancouver 100
Wolford Boutiques, LLC. **) New York 100
Wolford Asia Limited, Hongkong 100
Wolford Belgium N.V., Antwerpen 100
Wolford (Shanghai) Trading Co., Ltd. Shanghai 100

**) Die Wolford Boutiques, LLC., New York, ist eine 100-Prozent-Tochter der Wolford America, Inc.

Zweigniederlassungen werden in Norwegen, Finnland und Schweden durch die Wolford Scandinavia ApS, in Irland durch die Wolford London Ltd., in Luxemburg durch die Wolford Belgium N.V., in Macao durch die Wolford Asia Limited und in Portugal durch die Wolford España S.L. betrieben.

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden rückwirkend per 30.04.2010 gem. Art III UmgrStG die Beteiligungen an der Wolford Asia Limited sowie der Wolford Belgium N.V. in die Wolford Beteiligungs GmbH eingebracht. Im Februar 2012 wurde die Wolford (Shanghai) Trading Co., Ltd. in Shanghai/ China gegründet. Diese Gesellschaft wird für die Vertriebsaktivitäten im Wachstumsmarkt China tätig sein.

Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist der Abschlussstichtag des Mutterunternehmens (30. April).

Der Bilanzstichtag ist bei allen einbezogenen Unternehmen der 30. April.

Die Abschlüsse aller einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze erstellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Fremdkapitalzinsen werden aktiviert, wenn der Vermögenswert die Voraussetzungen eines qualifizierten Vermögenswertes gem. IAS 23 erfüllt.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen der Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Standortwerte (entsprechend den Mietverträgen) max. 10 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibungen hinausgehende wesentliche Wertminderungen werden - falls erforderlich - in Übereinstimmung mit IAS 36 (Impairment of Assets) durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Reparatur- oder Instandhaltungsaufwendungen der Sachanlagen werden grundsätzlich als Aufwand verrechnet. Sie werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass die nachträglichen Aufwendungen zu weiteren zukünftigen wirtschaftlichen Vorteilen aus der Nutzung des Vermögensgegenstandes führen werden.

Die überlassenen Gegenstände aller Leasing- und Pachtverträge werden als operatives Leasing behandelt und dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden als Aufwand verrechnet.

Firmenwerte, resultierend aus Erwerbsvorgängen, werden aktiviert. Jährlich wird ein Impairment-Test gem. IAS 36 durchgeführt.

Übrige abnutzbare immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode planmäßig über ihre Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben.

Bei Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten (unbefristete Verträge) mit unbestimmbarer Nutzungsdauer erfolgt der Impairment-Test jährlich auch ohne Anhaltspunkt. Sachanlagen werden bei Indikation einer potenziellen Wertminderung einem Impairment-Test unterzogen.

Bei der Bestimmung etwaiger Wertminderungen wird der erzielbare Betrag aus dem höheren der beiden Werte aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash Generating Unit = CGU) dem Buchwert zum Abschlussstichtag gegenübergestellt. Liegt der erzielbare Betrag unter dem für diesen Gegenstand angesetzten Buchwert, ist der Buchwert des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag zu verringern.

Schätzungen des Managements zur Bestimmung des erzielbaren Betrags bestehen vornehmlich in der Bestimmung der voraussichtlichen Cashflows, der Abzinsungsfaktoren, der Wachstumsraten sowie der voraussichtlichen Änderungen der erwarteten Verkaufspreise und damit zusammenhängenden direkten Kosten.

Bei dem verwendeten Zinssatz von 8,0 Prozent (2010/11: 8,0 Prozent) handelt es sich um einen Vor-Steuer-Zinssatz, welcher die momentane Markteinschätzung widerspiegelt und die spezifischen Risiken der einzelnen CGU berücksichtigt. Die Veränderungen der Verkaufspreise und damit zusammenhängenden direkten Kosten basieren auf Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und Zukunftseinschätzungen möglicher Veränderungen in den Märkten, wobei mit jährlichen Steigerungen von 1 Prozent bis 5 Prozent gerechnet wird.

Der Wolford Konzern erstellt Cashflow-Vorschaurechnungen aus den aktuellsten, dem Aufsichtsrat präsentierten Budgets der nächsten vier Jahre.

Forschungsaufwendungen sind gemäß IAS 38 (Intangible Assets) nicht aktivierungsfähig und werden im Jahr ihres Entstehens als Aufwand ausgewiesen.

Entwicklungskosten sind nur dann zu aktivieren, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Darüber hinaus sind hinsichtlich der Entwicklungsprojekte verschiedene, unter IAS 38 angeführte Kriterien kumulativ zu erfüllen. In den Geschäftsjahren 2010/11 sowie 2011/12 liegen keine aktivierungsfähigen Entwicklungskosten vor.

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Forschungs- und Entwicklungskosten von TEUR 7.128 (2010/11: TEUR 6.949) ergebniswirksam berücksichtigt.

Finanzinstrumente: Die Transaktionen von Finanzinstrumenten werden in Übereinstimmung mit IAS 39 zum Erfüllungstag erfasst. Im Posten Finanzanlagen werden sonstige Wertpapiere und Investmentfonds ausgewiesen. Diese werden als zur Veräußerung verfügbar gehalten und nach IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet; der beizulegende Zeitwert entspricht dem zum Abschlussstichtag geltenden Kurswert der Anteile. Der aus der Bewertung entstehende Gewinn bzw. Verlust wird in der Gesamtergebnisrechnung sowie im Eigenkapital ("Rücklage für zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente") erfasst. Bei Verkauf oder Wertminderung der Wertpapiere werden die kumulierten Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzinvestitionsergebnis der Periode ausgewiesen.

Vorräte: Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert. Die Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die dem Gegenstand direkt zugerechnet werden können. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind gemäß IAS 23 auf den Vermögenswert zu aktivieren. Im Geschäftsjahr 2010/11 und 2011/12 sind keine Fremdkapitalkosten aktiviert worden.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte: Die Aktivierung der Forderungen erfolgt gemäß IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert der gegebenen Gegenleistungen. Sonstige Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung entsprechender Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Gesellschaft klassifiziert alle im Posten Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel enthaltenen Barbestände und Kapitalanlagen zum Zeitpunkt des Erwerbs und bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen als flüssige Mittel. Bei einer Restlaufzeit von maximal 90 Tagen erfolgt eine Darstellung im Konzern-Cashflow-Statement unter der Position Finanzmittelbestand. Die Bewertung erfolgt zu Tageswerten zum Bilanzstichtag. Verfügungsbeschränkungen über die in diesem Posten enthaltenen Beträge und die Überleitung der Position Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel auf den Finanzmittelbestand sind unter dem Punkt IV.) ERLÄUTERUNGEN ZUM CASHFLOW-STATEMENT erläutert.

Eigene Anteile werden gemäß IAS 32 in der Bilanz als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen.

Ertragsteuern: Die Rückstellungen für laufende Steuern beinhalten alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bestehenden Steuerverpflichtungen. Darüber hinaus wurden Abgrenzungen für latente Steuern gemäß der in IAS 12 vorgeschriebenen "Balance Sheet Liability Method" gebildet. Es werden dabei die temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen Steuerbilanzen und IFRS-Bilanzen der Einzelgesellschaften sowie für Konsolidierungsvorgänge unter Verwendung des Steuersatzes, dessen Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in welcher der Vermögenswert realisiert oder die Schuld beglichen wird, in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Außerdem werden aktive Steuerlatenzen für sämtliche Verlustvorträge angesetzt, mit deren Verbrauch realistisch gerechnet werden kann.

Der Bewertung der Steuerlatenzen liegt für inländische Unternehmen der Steuersatz von 25 Prozent zugrunde. Für ausländische Unternehmen wird der jeweilige lokale Steuersatz angewendet.

Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung angesetzt. Zum Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung der finanziellen Schulden mit den fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Ermittlungsmethode der Rückstellungen für Sozialkapital wird bei den Erläuterungen des Bilanzpostens dargelegt.

Rückstellungen: Sonstige Rückstellungen wurden gemäß IAS 37 gebildet, wenn für das Unternehmen eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses vorliegt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern die in der Verpflichtung enthaltene Zinskomponente bedeutsam ist.

Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis durch die Anzahl der ausgegebenen und im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird.

GJ 2011/12 GJ 2010/11
Gesamtanzahl ausstehender Aktien 5.000.000 5.000.000
abzgl. durchschnittlicher Bestand eigener Aktien -100.000 -100.000
4.900.000 4.900.000

Die Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde wie folgt ermittelt:

Ertragsrealisierung: Erträge werden regelmäßig bei Gefahrenübergang (= der Zeitpunkt der Übertragung der Risiken und Verwertungschancen) bzw. der Erbringung der Leistung unter Berücksichtigung der übrigen in IAS 18 angeführten Erlösrealisierungskriterien erfasst. Erstmals zur Anwendung kommt das Kundenbindungsprogramm "My Wolford" gemäß IFRIC 13. Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung ebenso wie Lizenzerträge und Vermietungserträge zeitanteilig realisiert.

Fremdwährungsumrechnung: Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von monetären Fremdwährungsposten, die durch Wechselkursschwankungen zwischen Einbuchung der Transaktion und Bilanzstichtag entstehen, werden in der betreffenden Periode erfolgswirksam gebucht. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Fremdwährungsdifferenzen in Höhe von TEUR 440 (2010/11: TEUR -556) erfolgswirksam erfasst. Darin enthalten sind durch die Anwendung von Cashflow Hedge Accounting gemäß IAS 39 realisierte negative Währungsdifferenzen, die bei der Einlösung dieser Devisentermingeschäfte in der Höhe von TEUR 248 (2010/11: TEUR 285) entstanden sind.

Währungen Mittelkurs am Bilanzstichtag Jahresdurchschnittskurs
30.04.2012 30.04.2011 2011/12 2010/11
1 EUR / USD 1,3243 1,4878 1,36775 1,31579
1 EUR / GBP 0,8125 0,8900 0,86434 0,85027
1 EUR / CHF 1,2014 1,2866 1,21737 1,33441
1 EUR / CAD 1,2980 1,4107 1,35813 1,34180
1 EUR / DKK 7,4410 7,4590 7,44593 7,45068
1 EUR / NOK 7,5920 7,7810 7,75967 7,93550
1 EUR / SEK 8,8980 8,9370 9,02868 9,25283
1 EUR / HKD 10,2500 11,5200 10,65028 10,20809

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt verändert:

Sicherungsgeschäfte / derivative Finanzinstrumente: Zur Absicherung des Marktrisikos für bestehende aktive und passive Bilanzposten sowie für künftige Transaktionen schließt Wolford Kurssicherungsgeschäfte in Form von Terminkontrakten ab.

Bei Eingehen von Sicherungsgeschäften werden bestimmte Derivate bestimmten Grundgeschäften zugeordnet. Dabei werden die Voraussetzungen des IAS 39 zur Qualifizierung der Geschäfte als Sicherungsgeschäft erfüllt. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der derivativen Finanzinstrumente werden ergebniswirksam ausgewiesen. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach den Vorschriften von IAS 39 (Cashflow Hedge) sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Laufzeit des Derivates.

Konsolidierungsmethoden: Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmenszusammenschlüsse bis zum 31. März 2004 nach der Benchmark-Methode von IAS 22 durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit den identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden zum Erwerbszeitpunkt/Gründungszeitpunkt beizulegenden Werten der konsolidierten Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmenszusammenschlüsse ab dem 31. März 2004 erfolgt nach den Bestimmungen von IFRS 3.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen sowie sonstige Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen aufgerechnet.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragseliminierung werden sämtliche Aufwendungen und Erträge aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen aufgerechnet.

Zwischenergebnisse aus Anlagenübertragungen im Konzern werden, soweit sie wesentlich sind, ergebniswirksam eliminiert. Ebenso werden die wesentlichen Zwischengewinne in den Konzernvorräten eliminiert.

Lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Schulden: Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig eingestuft, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig. Die Feststellung der Restlaufzeiten erfolgt immer ausgehend vom Bilanzstichtag.

Zuschüsse der öffentlichen Hand gem. IAS 20 betreffen in der Wolford Gruppe aufwandsmindernde Beträge im Gesamtbetrag von TEUR 601 (2010/11: TEUR 680). Die Ertragsrealisierung erfolgt aufgrund von Zusagen, Bescheiden und gesetzlichen Ansprüchen.

Ermessensentscheidungen: Bei der Erstellung des Konzernabschlusses müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, welche die bilanzierten Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Für nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe die Details zur operativen Segmentberichterstattung in V. SONSTIGE ANGABEN.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2011/12 2010/11
Mieterträge 460 418
Rückerstattungen von Personalaufwendungen 1.017 1.097
Versicherungserträge 596 619
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 54 62
Rückvergütungen 86 27
Restauranterlöse 225 230
Werbe- und sonstige Zuschüsse 231 429
Prämien 148 106
Währungsdifferenzen 440 0
Übrige 713 557
Summe 3.970 3.545

Die Rückerstattungen von Personalaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Weiterverrechnungen von Personalkosten an Kauf- und Warenhäuser für dort zum Einsatz kommende Verkäuferinnen und Arbeitsmarktförderungen.

(3) Personalaufwand

in TEUR 2011/12 2010/11
Löhne 12.644 12.873
Gehälter 44.478 43.880
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 13.871 13.562
Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung 854 2.238
davon Vorstand -289 506
davon leitende Angestellte 45 51
Sonstige Sozialaufwendungen 1.314 1.327
Summe 73.161 73.880

(4) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Wertminderungen in der Höhe von TEUR 294 (2010/11: TEUR 442) durchgeführt. Die im Rahmen von Impairment-Tests ermittelten Wertminderungen bzw. Wertaufholungen sind in den betroffenen Funktionsbereichen den Abschreibungen zugeordnet worden. Die Wertminderungen bzw. Wertaufholungen entfallen auf Sachanlagen für einzelne Retail-Boutiquen.

in TEUR 2011/12 2010/11
Miet- und Leasingaufwendungen
(inkl. Betriebs- und Nebenkosten) 17.581 15.982
Werbeaufwendungen 6.016 5.517
Rechts- und Beratungsaufwendungen 3.385 2.496
Frachtkosten 3.022 2.997
Reisekosten 1.593 1.425
Zölle 1.568 1.672
Aufwand B2C 1.225 965
Kreditkartengebühren 1.163 1.092
Versicherungsaufwendungen 1.090 1.048
EDV-Aufwendungen 970 1.037
PKW-Aufwendungen 763 736
Steuern (ohne Ertragsteuern) 689 592
Telefon 609 584
Postgebühren 568 525
Gebühren und Abgaben 436 424
Büromaterial 404 417
Vertreterprovisionen 326 362
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und
immateriellen Vermögensgegenständen 174 48
Währungsdifferenzen 0 556
Übrige 2.875 3.185
Summe 44.457 41.660

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2011/12 2010/11
Konzern- und Jahresabschlussgebühren 147 146
Sonstige Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 3 5
Summe 150 151
(6) Finanzierungsergebnis
in TEUR 2011/12 2010/11
Zinsen und ähnliche Erträge 44 54
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -774 -827
Summe -730 -773

Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:

Die gesunkenen Kreditzinsen sind das Ergebnis des durchschnittlich geringeren Fremdkapitalbedarfs und des im Vergleich zu Vorjahren nach wie vor niedrigen durchschnittlichen Zinsniveaus.

(7) Finanzinvestitionsergebnis

in TEUR 2011/12 2010/11
Erträge aus Wertpapieren 68 145
Aufwendungen aus Wertpapieren -363 -129
Summe -295 16

Im Geschäftsjahr 2011/12 entstanden Verluste durch die Veräußerung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 180 (2010/11: TEUR 129) und aufgrund einer Wertberichtigung von Finanzanlagen in Höhe von TEUR -183 (2010/11: TEUR 0). Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren entstanden im Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von TEUR 0 (2010/11: TEUR 10).

(8) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2011/12 2010/11
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
Tatsächliche Ertragsteuern:
Laufender Steueraufwand des Geschäftsjahres -2.996 -1.896
Latente Ertragsteuern:
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen -816 1.135
Summe -3.812 -761
in TEUR 2011/12 2010/11
Entwicklung Latenter Steuersaldo
Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern 01.05. 5.541 4.675
Währungsdifferenz 200 -136
In der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
erfasste latente Steuern -816 1.135
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 80 -133
Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern 30.04. 5.005 5.541

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden TEUR 80 (2010/11: TEUR -133) an Steuern direkt im Eigenkapital verbucht.

Eine Überleitung der Ertragsteuerbelastung unter Anwendung des österreichischen Steuersatzes von 25 Prozent auf den effektiven Steuersatz der Periode stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2011/12 2010/11
Periodenergebnis vor Steuern 5.173 5.811
Steueraufwand zum Steuersatz von 25 % -1.293 -1.453
Ausländische Steuersätze 146 56
Auswirkungen der Betriebsprüfung -2.957 -481
Effekte innerhalb der Verlustvorträge 71 789
Verluste, auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden -91 -129
Permanente Differenzen 86 76
Steuern aus Vorperioden 48 67
Sonstiges 178 314
Effektivsteuerbelastung -3.812 -761
Effektivsteuersatz 74 % 13 %

Im Juli 2011 hat bei der Wolford Aktiengesellschaft eine Außensteuerprüfung begonnen, welche als Prüfungszeitraum die Geschäftsjahre 2003/04 - 2009/10 umfasst, die im Zeitraum der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war. Durch diesen langen Prüfungszeitraum (sieben Jahre) wird voraussichtlich ein nachträglicher Steueraufwand in Höhe von TEUR 417 anfallen.

Darüber hinaus wurden erfasste steuerliche Verlustvorträge und Teilwertabschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von TEUR 2.540 nicht anerkannt. Insgesamt resultierte damit ein Aufwand aus der steuerlichen Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 2.957 (davon zahlungswirksam: TEUR 512 für den Zeitraum der Betriebsprüfung und TEUR 702 für das Geschäftsjahr 2010/11).

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

AKTIVA

(9) Langfristiges Vermögen

Die detaillierte Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Währungsumrechnung, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögensgegenstände mit den Kursen zu Jahresbeginn und -ende ergibt, ist ebenfalls gesondert dargestellt.

Sachanlagen

Eine detaillierte Entwicklung ist im Anlagenspiegel, der Bestandteil dieses Konzernabschlusses ist, dargestellt.

Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 391 (30.04.2011: TEUR 888).

Die anhand von Impairment-Tests festgestellten Wertminderungen von Retail-Boutiquen wurden in der Höhe von TEUR 294 (2010/11: TEUR 442) ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

Immaterielle Vermögenswerte

Eine detaillierte Entwicklung ist im Anlagenspiegel, der Bestandteil dieses Konzernabschlusses ist, dargestellt.

Es bestehen für dieses und das letzte Geschäftsjahr keine Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen aus laufenden Projekten.

Die Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände sind im Anlagenspiegel ersichtlich und in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen" enthalten.

Insgesamt war zum Bilanzstichtag Key Money (Schlüsselgeld; Zahlung zur Erlangung eines Mietrechtes) in Höhe von TEUR 5.187 (30.04.2011: TEUR 5.629) aktiviert. Davon entfallen TEUR 3.153 (30.04.2011: TEUR 3.813) auf Key Money mit unbegrenzter Nutzungsdauer und TEUR 2.034 (30.04.2011: TEUR 1.816) auf Key Money mit begrenzter Nutzungsdauer.

Die Firmenwerte und die immateriellen Vermögenswerte mit unbefristeter Nutzungsdauer werden gemäß IAS 38 als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer klassifiziert.

Für immaterielle Vermögensgegenstände ergab sich in den Geschäftsjahren 2011/12 und 2010/11 kein Wertminderungsbedarf.

Finanzanlagen

Die ausgewiesenen Anteile werden gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar gehalten und mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, der dem zum Abschlussstichtag geltenden Kurswert der Anteile entspricht. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes im Geschäftsjahr 2011/12 beträgt TEUR 178 (2010/11: TEUR -144) und wird in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden aufgrund der Veräußerung von Wertpapieren Verluste in Höhe von TEUR 180 (2010/11: TEUR 129) und aufgrund eines Impairment-Tests eine Wertberichtigung ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR -183 (2010/11: TEUR 0) verbucht. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Gewinne in Höhe von TEUR 0 (2010/11: TEUR 10) ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

(10) Langfristige Forderungen

Bei den in diesem Posten erfassten Beträgen handelt es sich überwiegend um Mietvorauszahlungen und Kautionen.

(11) Latente Steuern

Aktive latente Steuern und Verbindlichkeiten aus latenten Steuern resultieren aus zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Abschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:

30.04.2012 30.04.2011
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Sachanlagevermögen, immaterielle
Vermögensgegenstände 1.454 -265 1.035 -320
Vorratsbewertung 57 -54 0 -51
Abgegrenzte Mietaufwendungen 381 -168 300 -44
Sozialkapitalrückstellungen 907 0 866 0
Sonstige Rückstellungen 135 -7 246 0
Eigene Aktien 0 -583 0 -491
Sonderposten des Steuerrechts 0 -297 0 -297
Fremdwährungsumrechnung 0 -15 48 0
Latente Steuern auf steuerliche
Verlustvorträge und erfolgte
Teilwertabschreibungen 1.872 0 2.961 0
Konsolidierungsbuchungen 1.615 0 1.382 0
Sonstiges 211 -238 89 -183
Aktive latente Steuern /
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 6.632 -1.627 6.927 -1.386
Aufrechnung gegenüber der
selben Steuerbehörde -1.424 1.424 -1.072 1.072
Saldierte aktive und passive
Steuerabgrenzung 5.208 -203 5.855 -314

Gemäß IAS 12 wurden latente Steuern auf die vorhandenen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.872 (30.04.2011: TEUR 2.764) in Abhängigkeit von ihrer Realisierbarkeit gebildet. Auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.731 (30.04.2011: TEUR 2.553) wurden keine latenten Steuern angesetzt. Der Betrag der nicht angesetzten latenten Steuern beträgt TEUR 695 (30.04.2011: TEUR 759). Die Verwertbarkeit der nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträge teilt sich in folgende Zeitbänder ein:

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Ein Jahr 0 75
Zwei bis fünf Jahre 27 1.200
Mehr als fünf Jahre 538 0
Unverfallbare Verlustvorträge 2.166 1.278
Summe 2.731 2.553

Kurzfristiges Vermögen

(12) Vorräte

Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht detailliert dargestellt:

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.613 7.082
Unfertige Erzeugnisse 7.154 7.695
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 30.403 26.655
Summe 44.170 41.432

Es erfolgt eine artikelspezifische Bewertung. Dieses Bewertungsverfahren berücksichtigt die Unterschiede bezüglich der Wiederverkäuflichkeit zwischen Basic- und Trend-Artikeln sowie das Artikelalter.

(13) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.596 10.228
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2.565 2.522
davon Cashflow Hedge 20 345
Summe 12.161 12.750

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 9 (30.04.2011: TEUR 55) wechselmäßig verbrieft.

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen im Ausmaß von TEUR 527 (30.04.2011: TEUR 743) gebildet.

Die Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 2011/12 2010/11
01.05. 743 786
Zuführung (+) / Auflösung (-) 79 255
Verbrauch -314 -293
Währungsdifferenz 19 -5
30.04. 527 743

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungszieles bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand breit ist und keine Korrelation besteht.

Bei Verkäufen von Gütern werden den Kunden in Abhängigkeit der jeweiligen Landesgesellschaft angemessene Zahlungsziele gewährt. Bei Neuanbahnung einer Geschäftsbeziehung wird grundsätzlich eine Bonitätsprüfung des Kunden durchgeführt. Diese Kunden werden gegen Vorauskasse beliefert.

Laufend werden die Forderungsbestände überwacht. Bei Überfälligkeiten werden die Forderungen durch externe Gesellschaften betrieben. Die Gesellschaft reduziert das Risiko durch den Abschluss einer Kreditversicherung.

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.123 10.971
Einzelwertberichtigung -527 -743
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
nach Wertberichtigung 9.596 10.228
davon zum Abschlussstichtag
weder wertberichtigt noch überfällig 5.853 5.968
davon zum Abschlussstichtag
in den folgenden Zeitbändern überfällig (Nettobeträge):
weniger als 30 Tage überfällig 1.588 2.052
zwischen 30 und 90 Tagen überfällig 1.279 953
zwischen 91 und 180 Tagen überfällig 396 409
zwischen 181 und 365 Tagen überfällig 75 252
mehr als 1 Jahr überfällig 405 594

Forderungen, die aufgrund von Uneinbringlichkeit ausgebucht wurden, belaufen sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf TEUR 381 (2010/11: TEUR 345). Darin sind die Versicherungserträge durch die Kreditversicherung nicht berücksichtigt.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch überfälligen Bestandes an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Entsprechend ist der Vorstand der Überzeugung, dass keine wesentliche, über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.

Die Fälligkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte und der Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten liegen unter einem Jahr.

(14) Wertpapiere und Finanzinvestitionen

Dieser Posten beinhaltet Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 46 (30.04.2011: TEUR 44).

PASSIVA

(15) Eigenkapital

Die Zusammensetzung und Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals ist in einer separaten Aufstellung (Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals) dargestellt.

Grundkapital

Das Grundkapital setzt sich aus 5.000.000 nennwertlosen Stückaktien zusammen, wobei jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.

Kapitalrücklagen

Die gebundene Kapitalrücklage resultiert aus Agiobeträgen (abzüglich der Emissionskosten) anlässlich der Aktienbegebung im Geschäftsjahr 1995.

Sonstige Rücklagen

Für das Geschäftsjahr 2010/11 wurde eine Dividende von 0,40 EUR je im Umlauf befindlicher Aktie ausgeschüttet. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 29.09.2011. Im September 2010 wurde für das Geschäftsjahr 2009/10 eine Dividende von 0,20 EUR je im Umlauf befindliche Aktie ausbezahlt.

Rücklage für zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente

Die aus der Neubewertung der Finanzinstrumente resultierende Neubewertungsrücklage wird um darauf lastende Ertragsteuern angepasst.

in TEUR 2011/12 2010/11
01.05. 406 387
Fair-Value-Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten -178 144
kumulierter, aus Abgängen von finanziellen
Vermögenswerten in die Gewinn- und
Verlustrechnung überführtes Ergebnis -180 -119
Wertberichtigung -183 0
dazugehörige Ertragsteuern 135 -6
30.04. 0 406

Rücklage für Cashflow Hedging

Die aus der Bewertung der Cashflow Hedge Finanzinstrumente resultierende Rücklage wird um darauf lastende Ertragsteuern angepasst.

in TEUR 2011/12 2010/11
01.05. -233 185
Fair-Value-Bewertung Derivate 570 -272
Realisierte Grundgeschäfte -248 -285
dazugehörige Ertragsteuern -80 139
30.04. 9 -233

Eigene Aktien

Die Wolford Aktiengesellschaft hält einen Bestand von 100.000 Stück eigenen Aktien. Dadurch werden zwei Prozent (30.04.2011: 2 Prozent) des Grundkapitals durch die Gesellschaft gehalten.

Die Wolford Aktiengesellschaft ist gemäß 24. Hauptversammlung vom September 2011 verpflichtet, die eigenen Aktien bis 6. März 2015 über die Börse zu veräußern.

Langfristige Verbindlichkeiten

(16) Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Darlehen von Kreditinstituten,
variabler Zinssatz von 1,1 % bis 2,5 % 15.700 10.851
(30.04.2011: 1,9 % bis 2,5 %)
Darlehen von Kreditinstituten,
fixer Zinssatz von 3,7 % bis 5,1 % 3.620 5.825
(30.04.2011: 3,0 % bis 5,1 %)
Darlehen Forschungsförderungsgesellschaft,
fixer Zinssatz von 2,0 % bis 2,5 % 1.285 1.646
(30.04.2011: 2,0 % bis 2,5 %)
zinsloses Darlehen Land Vorarlberg 286 300
Summe 20.891 18.622
davon kurzfristig 2.839 8.293

Zur dinglichen Besicherung von langfristigen Verbindlichkeiten liegen keinerlei Wertpapierverpfändungen vor (30.04.2011: TEUR 0). Es bestehen Sicherheiten auf der Basis laufzeitabhängiger Wechselbürgschaftszusagen der Republik Österreich mit Refinanzierungszusage der Oesterreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft.

Die Tilgungen aus Finanzverbindlichkeiten haben folgende Fristigkeiten:

in TEUR Bis 1 Jahr 1-5 Jahre Mehr als 5 Jahre
per 30.04.2012 2.839 18.052 0
per 30.04.2011 8.293 7.130 3.200

Der Marktwert der fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten ist zum 30. April 2012 um TEUR 327 (30.04.2011: TEUR 165) höher als die Anschaffungskosten.

(17) Rückstellungen für Sozialkapital

Die Berechnung der Sozialkapitalrückstellungen (Pensions- und Abfertigungsrückstellung, Jubiläumsgeldrückstellung) erfolgte in Übereinstimmung mit den Bestimmungen von IAS 19.

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Pensionsrückstellung 3.862 3.513
Abfertigungsrückstellung 8.420 9.527
Jubiläumsgeldrückstellung 1.658 1.593
Summe 13.940 14.633

Pensionsrückstellung

Bei der Wolford Aktiengesellschaft bestehen aufgrund von Einzelzusagen unmittelbare Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt aufgrund der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Beachtung der Berechnungsvorschriften gemäß IAS 19.

Bei der Berechnung nach der Projected Unit Credit Method gebildeten Rückstellung kamen folgende Parameter zur Anwendung:

Biometrische Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 - P
Rechnungszinssatz 4,45 % p.a. (2010/11: 5,75 %)
Lohn-/Gehaltstrend 2,60 % p.a. (2010/11: 3,00 %)

Abfertigungsrückstellung

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter des österreichischen Mutterunternehmens im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maßgeblichen Bezug abhängig.

Bei der Berechnung der für die Abfertigungsverpflichtungen für das österreichische Mutterunternehmen nach der Projected Unit Credit Method gebildeten Rückstellung kamen folgende Parameter zur Anwendung:

Biometrische Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 - P
Rechnungszinssatz 4,45 % p.a. (2010/11: 5,75 %)
Lohn-/Gehaltstrend 2,60 % p.a. (2010/11: 3,50 %)
Pensionsantrittsalter 61,5–65 / 56,5–60 Jahre
Gestaffelte Fluktuation
0 – 3 Jahre 19 %
3 – 5 Jahre 13 %
5 – 10 Jahre 9 %
10 – 15 Jahre 5 %
15 – 20 Jahre 1 %
ab 20 Jahre 0 %

Bei der Berechnung der Abfertigungsrückstellungen in den Tochtergesellschaften wurden lokal anzuwendende biometrische Rechnungsgrundlagen, Zinssätze, Lohn- und Gehaltstrends und entsprechend angepasste Pensionsantrittsalter verwendet.

in TEUR 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 2007/08
Barwert der Verpflichtung
zum 01.05. 13.040 12.414 12.180 14.046 12.964
Dienstzeitaufwand 745 668 599 805 698
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand -103 26 0 0 363
Zinsaufwand 707 675 663 763 720
Pensions- und
Abfertigungszahlungen -1.862 -1.256 -952 -1.774 -1.251
Versicherungsmathematischer
Gewinn / Verlust -245 513 -76 -585 552
Barwert der Verpflichtungen zum 30.04. 12.282 13.040 12.414 13.255 14.046
Umgliederung in die Sonstigen
Verbindlichkeiten 0 0 0 -1.075 0
Bilanzierte Rückstellung
zum 30.04. 12.282 13.040 12.414 12.180 14.046

Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen haben sich wie folgt entwickelt:

Für beitragsorientierte Verpflichtungen wurden TEUR 222 (2010/11: TEUR 191) aufwandswirksam erfasst.

Neben den leistungsorientierten Verpflichtungen im österreichischen Mutterunternehmen bestehen noch leistungsorientierte Pläne für Abfertigungen in der Schweiz, in Italien, Hongkong, Slowenien und für Pensionen in Frankreich.

Für das Geschäftsjahr 2012/13 sind leistungsorientierte Zahlungen für Pensions- und Abfertigungsrückstellungen im Ausmaß von TEUR 560 (2011/12: TEUR 706) geplant.

Jubiläumsgeldrückstellung

Die Jubiläumsgeldrückstellung in Höhe von TEUR 1.658 (30.04.2011: TEUR 1.593) wird ebenfalls unter Anwendung des IAS 19 ermittelt.

Bei der Berechnung nach der Projected Unit Credit Method kamen folgende Parameter zur Anwendung:

Biometrische Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 - P
Rechnungszinssatz 4,45 % p.a. (2010/11: 5,75 %)
Lohn-/Gehaltstrend 2,60 % p.a. (2010/11: 3,50 %)
Pensionsantrittsalter 61,5–65 / 56,5–60 Jahre
Gestaffelte Fluktuation
0 – 3 Jahre 19 %
3 – 5 Jahre 13 %
5 – 10 Jahre 9 %
10 – 15 Jahre 5 %
15 – 20 Jahre 1 %
ab 20 Jahre 0 %

Die Rückstellung für Jubiläumsgeldzahlungen hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 2007/08
Barwert der Jubiläumsgeldzahlung
zum 01.05. 1.593 1.479 1.576 1.647 1.524
Dienstzeitaufwand 140 129 132 140 127
Zinsaufwand 91 84 85 92 85
Jubiläumsgeldzahlungen -31 -39 -192 -85 -104
Versicherungsmathematischer
Gewinn / Verlust -135 -60 -122 -218 15
Bilanzierte Rückstellung
zum 30.04. 1.658 1.593 1.479 1.576 1.647

Für das Geschäftsjahr 2012/13 sind leistungsorientierte Zahlungen für die Jubiläumsgeldrückstellung in der Höhe von TEUR 62 (2011/12: TEUR 39) geplant.

Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellung

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Der Dienstzeitaufwand, der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand und die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste werden im Posten "Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung", der Zinsaufwand im Posten "Zinsen auf Sozialkapital" erfasst.

2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 2007/08
402 1.276 533 1.217 1.755
798 759 748 855 805

(18) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Die Analyse der langfristigen Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Förderbeitrag Projekt Slowenien 2.259 1.251
Sonstiges 112 150
Summe 2.371 1.401

Für die Erweiterung der Produktionsstätte in Slowenien wurde im Geschäftsjahr 2011/12 ein Förderbeitrag von TEUR 1.080 genehmigt und ausbezahlt. Diese Subvention wird durch entsprechende Abschreibungen bzw. Aufwendungen (Personalkosten) aufgelöst. An die Förderung sind Verpflichtungen geknüpft, die bei Nichterfüllung der Bedingungen zu einer Rückzahlung führen können.

Kurzfristige Verbindlichkeiten

(19) Finanzverbindlichkeiten

Die Analyse der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Darlehensverbindlichkeiten 1.089 2.942
Variabel verzinste Exportförderungskredite 0 2.600
EUR-Barvorlage 1.750 2.751
Summe 2.839 8.293

Der Buchwert der Bankverbindlichkeiten zum 30. April 2012 und 30. April 2011 entspricht den Anschaffungskosten.

(20) Kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der wesentlichsten sonstigen Rückstellungen, die entsprechend IAS 37 bilanziert werden, ist in folgender Übersicht dargestellt:

Stand Währungs- Stand
in TEUR 01.05.2011 differenz Verbrauch Auflösung Dotierung 30.04.2012
Umsatzbonus 550 14 -452 -31 624 705
Personal 2.262 87 -2.111 -72 1.546 1.712
Werbung 307 4 -249 -61 449 450
Steuerberatung/
Wirtschaftsprüfung 437 14 -429 -1 504 525
Rechtsberatung 39 1 -31 -4 27 32
Sonstige 1.311 65 -871 -29 904 1.380
Summe 4.906 185 -4.143 -198 4.054 4.804

Die Rückstellungen für Umsatzbonus sind für offene Ansprüche aus Kundenumsätzen und den damit verbundenen Bonusansprüchen, die noch nicht abgerechnet wurden. Personalrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile. Unter den sonstigen Rückstellungen enthalten sind unter anderem noch ausstehende Vergütungen für den Aufsichtsrat und ausstehende Umsatzprovisionen.

(21) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten folgende geschuldete Beträge:

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Nicht konsumierter Urlaub 2.452 3.016
Sonderzahlungen 1.972 1.979
Gutstunden 333 885
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 1.201 1.260
Verbindlichkeiten an das Finanzamt 1.702 1.711
Verbindlichkeiten an Mitarbeiter 729 876
Verbindlichkeiten aus Gutscheinen 1.103 1.117
Abgrenzungen für Mietzahlungen 1.156 953
Übrige 1.097 1.469
davon Cashflow Hedge 31 34
Summe 11.745 13.266

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUM CASHFLOW-STATEMENT

Die Geldflussrechnung der Wolford Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahres durch Geldzu- und -abflüsse verändert haben.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei dieser Berechnung wird vom Ergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert. Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Net-Working Capital (ohne liquide Mittel) liefern den operativen Zahlungsmittelüberschuss.

Geldzu- und -abflüsse aus Zinsein- und -auszahlungen sind im Mittelzu- bzw. -abfluss aus laufender Betriebstätigkeit ausgewiesen, wobei in der Regel sämtliche Zinsaufwendungen und -erträge mit Ausnahme der Zinskomponente für Sozialkapital zahlungswirksam werden.

(22) Liquide Mittel

Der Fonds der liquiden Mittel umfasst neben dem Kassenbestand auch Guthaben bei Kreditinstituten, über die nicht frei verfügt werden kann und eine Laufzeit von mehr als drei Monaten aufweisen.

(23) Finanzmittelbestand

Die Überleitung der liquiden Mittel zum Finanzmittelbestand besteht aus der Bilanzposition Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel, die um nicht frei verfügbare Guthaben mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten angepasst werden.

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011 30.04.2010
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 5.246 4.368 4.677
Nicht frei verfügbar -335 -325 -330
Summe 4.911 4.043 4.347

(24) Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Während der Berichtsperiode wurden Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte für insgesamt TEUR 7.942 (30.04.2011: TEUR 6.397) erworben, wobei ein Betrag von TEUR 7.600 (30.04.2011: TEUR 5.730) zur Auszahlung gelangte.

Für Investitionen des Geschäftsjahres 2010/11 gelangten im laufenden Geschäftsjahr TEUR 666 (30.04.2011: TEUR 337) zur Auszahlung. Aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten wurden TEUR 54 (2010/11: TEUR 62) an Verkaufserlösen generiert.

V. SONSTIGE ANGABEN

Akquisitionen

Im aktuellen und im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden keine Akquisitionen vorgenommen.

Aufgegebene Geschäftsbetriebe

In den beiden vergangenen Geschäftsjahren wurden keine Geschäftsaktivitäten aufgegeben.

Segmentberichterstattung

Die Wolford Gruppe ist nach Regionen organisiert, mit dem Ziel, eine möglichst hohe Marktpenetration zu erzielen. In jeder Vertriebsgesellschaft gibt es die Funktion des Marktdirektors, der die länderspezifischen Gegebenheiten am besten vor Ort beurteilen und steuern kann. Diese Landesgesellschaften sind zuständig für den Vertrieb sämtlicher von Wolford entwickelten Produkte. Es sind dies hochwertige Legwear, dem Kerngeschäft der Wolford Gruppe, exklusive Ready-to-wear, Lingerie und Swimwear sowie ergänzende Accessories im jeweiligen regionalen Verantwortungsbereich.

Die berichtspflichtigen Segmente gliedern sich in die vier Bereiche Österreich, übriges Europa, Nordamerika und Asien. Dabei werden in Österreich die Produktions- und Vertriebsaktivitäten für Österreich und für alle Länder, in denen Wolford keine eigenen Vertriebsstandorte hat, zusammengefasst. Im Segment übriges Europa sind dies alle europäischen Vertriebs-Gesellschaften außerhalb Österreichs inklusive der Produktions-Gesellschaft in Slowenien. In Nordamerika sind die Aktivitäten in den USA und in Kanada gebündelt und in Asien ist die Gesellschaft in Hongkong und in Shanghai dargestellt.

Die Steuerung der regionalen Vertriebsgesellschaften orientiert sich an den jeweiligen Ergebnissen aus fortgeführter Geschäftstätigkeit. Dabei erfolgt eine monatliche Berichterstattung für die Vertriebsgesellschaft mit einer zusätzlichen Betrachtung der eigenen Retailstandorte auf Boutiquenebene. Ein Reporting für den Bereich Wholesale erfolgt für die wichtigsten Key-Accounts.

Die Verrechnung zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis einheitlicher Großhandelspreise abzüglich länderspezifischer Rabatte.

Den Segmentinformationen liegen dieselben Rechnungslegungs-, Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Es gibt keine Kunden bzw. Kundengruppen, deren Umsatzanteil größer als 10 Prozent des Gesamtumsatzes beträgt. Die Angabe der Zinserträge und Zinsaufwendungen erfolgt saldiert in der Position Zinsergebnis. Mit einem Beitrag von 55,2 Prozent im Geschäftsjahr 2011/12 (Vorjahr: 57,3 Prozent) entfällt mehr als die Hälfte des Markenumsatzes auf den Produktbereich Legwear. Mit einem Umsatzbeitrag von 31,2 Prozent (Vorjahr: 32,0 Prozent) stellt der Bereich Ready-to-wear auch im Geschäftsjahr 2011/12 die zweitgrößte Produktgruppe dar. Lingerie, Swimwear und Accessories erzielten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzanteil von 13,6 Prozent (Vorjahr: 10,7 Prozent).

Segmentberichterstattung nach operativen Segmenten (nach Regionen)

2011/12

Übriges Nord- Konsol. und
in TEUR Österreich Europa amerika Asien Überleitung Konzern
Umsatzerlöse 96.166 97.053 24.393 3.326 -66.874 154.064
davon Innenumsätze 63.019 3.855 0 0 -66.874 0
Außenumsätze 33.147 93.198 24.393 3.326 0 154.064
davon Deutschland 24%
Frankreich 18%
Großbritannien 13%
Skandinavien 12%
Schweiz 7%
Restliches Europa 26%
davon USA 94%
Kanada 6%
Ergebnis vor Zinsen
und Ertragsteuern 5.721 1.432 -167 959 -949 6.996
Zinsergebnis -718 -14 0 0 2 -730
Finanzinvestitionsergebnis 4.516 0 0 0 -4.811 -295
Zinsen auf Sozialkapital -798 0 0 0 0 -798
Finanzergebnis 3.000 -14 0 0 -4.809 -1.823
Ergebnis aus fortgeführter
Geschäftstätigkeit 8.721 1.418 -167 959 -5.758 5.173
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3.334 -387 41 -132 0 -3.812
Ergebnis nach Ertragsteuern 5.387 1.031 -126 827 -5.758 1.361
Segmentvermögen 154.446 40.891 13.735 1.892 -65.460 145.504
davon langfristig 95.030 15.669 3.328 378 -38.287 76.118
Segmentschulden 48.829 28.582 6.356 383 -22.253 61.897
Investitionen 3.924 2.779 1.200 77 -38 7.942
Abschreibungen 4.866 2.531 950 80 -105 8.322
Wertminderungen
*)
(ohne Finanzanlagen)
0 24 270 0 0 294
MitarbeiterInnen zum Stichtag
(Vollzeit inkl. Auszubildende) 877 614 114 25 1.630

2010/11

in TEUR Österreich Europa amerika Asien Überleitung
Konzern
Umsatzerlöse 93.679 94.385 23.834 3.117 -62.864 152.151
davon Innenumsätze 60.347 2.517 0 0 -62.864 0
Außenumsätze 33.332 91.868 23.834 3.117 0 152.151
davon Deutschland 24%
Frankreich 18%
Großbritannien 12%
Skandinavien 12%
Schweiz 8%
Restliches Europa 25%
davon USA 93%
Kanada 7%
Ergebnis vor Zinsen
und Ertragsteuern 5.034 2.585 16 848 -1.156 7.327
Zinsergebnis -698 -75 0 0 0 -773
Finanzinvestitionsergebnis 2.982 0 0 0 -2.966 16
Zinsen auf Sozialkapital -759 0 0 0 0 -759
Finanzergebnis 1.525 -75 0 0 -2.966 -1.516
Ergebnis aus fortgeführter
Geschäftstätigkeit 6.559 2.510 16 848 -4.122 5.811
Steuern vom Einkommen und Ertrag 145 -933 145 -118 0 -761
Ergebnis nach Ertragsteuern 6.704 1.577 161 730 -4.122 5.050
Segmentvermögen 152.371 38.928 10.969 1.341 -59.151 144.458
davon langfristig 96.929 15.576 2.798 367 -37.997 77.673
Segmentschulden 48.033 25.958 4.067 207 -17.661 60.604
Investitionen 3.316 2.537 641 5 -102 6.397
Abschreibungen 4.792 2.609 1.039 79 -106 8.413
Wertminderungen
*)
(ohne Finanzanlagen)
0 97 345 0 0 442
MitarbeiterInnen zum Stichtag
(Vollzeit inkl. Auszubildende) 985 551 95 18 1.649

*) Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Wertminderungen (ohne Finanzanlagen) in Höhe von TEUR 294 (2010/11: TEUR 442) durchgeführt. Dies resultiert aus Impairment-Bewertungen von Retail-Standorten, die erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden.

Risikomanagement im Finanzbereich (Konzern-Treasury)

Zielsetzung und Methoden des Finanz- und Kapitalmanagements

Das Ziel des Finanzrisikomanagements liegt in der Erfassung und Bewertung von Unsicherheitsfaktoren, die sich negativ auf den Geschäftserfolg auswirken können, der Sicherung der Liquidität, einer konzernweiten, effizienten Steuerung der Liquiditätsströme, der Steigerung der Finanzkraft des Konzerns und der Reduzierung des finanziellen Risikos auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten. Dabei ist das wichtigste Ziel des Finanz- und Kapitalmanagements der Wolford Gruppe, jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können für branchenbedingte saisonale Schwankungen und für das weitere strategische Unternehmenswachstum.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen zinsbedingte Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, Bonitäts-/Ausfalls-, Währungs- und Kreditrisiken. Der Vorstand beschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten.

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite sowie Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Wolford Gruppe. Wolford verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Des Weiteren verfügt die Wolford Gruppe auch über derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Optionen und Devisentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente sind Finanzinstrumente, deren Wert sich etwa in Folge einer Änderung eines genannten Zinssatzes oder Kurswertes ändert, die keine oder nur geringe anfängliche Nettoinvestitionen erfordern und die zu einem späteren Zeitpunkt beglichen werden. Derivative Finanzinstrumente werden in der Wolford Gruppe als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt. Zielsetzung der Absicherung des Währungsrisikos ist die Schaffung einer abgesicherten Kalkulationsbasis über einen Zeithorizont von mindestens sechs und maximal zwölf Monaten.

Entsprechend den konzerninternen Richtlinien wurde in den Geschäftsjahren 2011/12 und 2010/11 – und wird auch künftig – kein Handel mit Derivaten betrieben.

Kapitalrisikomanagement

Vorrangiges Ziel des Kapitalrisikomanagements ist es, sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung der Margensituation durch ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote beiträgt.

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Anpassungen vor. Die Strategie der Wolford Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Das Kapitalrisikomanagement orientiert sich an der zentralen Kennzahl Verschuldungsgrad (Gearing Ratio). Basierend auf den Mittelfristannahmen plant die Wolford Gruppe eine langfristige Kapitalstruktur mit einem Nettoverschuldungsgrad von ca. 20 %.

Der Zielnettoverschuldungsgrad, der sich aus dem Verhältnis der Nettoschulden zum Eigenkapital bestimmt, entwickelte sich in den letzten Jahren wie folgt:

in % 30.04.2012 30.04.2011 30.04.2010 30.04.2009
Nettoverschuldungsgrad 18,4 % 15,1 % 24,8 % 44,1 %

Bonitäts-/Ausfallrisikomanagement

Die Wolford Gruppe schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Gleichzeitig begrenzt die Gesellschaft das Ausfallrisiko bei Kunden durch den Abschluss von Kreditversicherungen. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken.

Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten der Wolford Gruppe, wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen und bestimmten derivativen Finanzinstrumenten, ist das Risiko als gering zu qualifizieren, da es sich bei den Kreditinstituten überwiegend um solche von guter Bonität handelt.

Zinsänderungsrisikomanagement

Aktivseitig besteht aufgrund des niedrigen Zinsniveaus in der Berichtsperiode nach wie vor ein geringes Risiko. Das Zinsänderungsrisiko ist aufgrund der kurzen Restlaufzeiten und dem niedrigen Zinsniveau als gering anzusehen.

Passivseitig besteht ein Zinsänderungsrisiko bei Schwankungen der variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten.

Die Steuerung des Zinsaufwands der Wolford Gruppe erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinstem Fremdkapital. Zur Absicherung können hierzu auch Zinsswaps verwendet werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern bei einer möglichen Auswirkung der Veränderung der Zinssätze bei den Finanzverbindlichkeiten, denen variabel verzinste Kredite zugrunde liegen. Die Sensitivität stellt die Zinssatzänderung von +/- 0,5 Prozentpunkten dar:

in TEUR 2011/12 2010/11
Zinsänderungsrisiko +/- 103 +/- 86

Die nachfolgende Tabelle stellt die Sensitivität der Zinsen auf Sozialkapital bei einer möglichen Veränderung der Zinssätze von +/- 1,0 Prozentpunkten dar:

in TEUR 2011/12 2010/11
Zinsänderungsrisiko +/- 64 +/- 54

Währungsänderungsrisikomanagement

Wechselkursrisiken aus bestehenden Fremdwährungsforderungen sowie geplanten Umsätzen werden durch das Konzern-Treasury mittels Devisentermingeschäften/Optionen weitgehend abgesichert.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern, das sich anhand der Zahlungsströme der Wolford Gruppe bei einer Wechselkursänderung von +/- 10 Prozentpunkten ergibt:

in TEUR für Währung 30.04.2012 30.04.2011
GBP +/- 307 +/- 309
CHF +/- 72 +/- 137
USD +/- 370 +/- 291
DKK +/- 138 +/- 202
SEK +/- 42 +/- 41
NOK +/- 71 +/- 70
CAD +/- 31 +/- 27
HKD +/- 77 +/- 142
in TEUR Vermögenswerte Vermögenswerte Schulden Schulden
für Währung 30.04.2012 30.04.2011 30.04.2012 30.04.2011
GBP in England 2.728 2.042 1.002 916
CHF in der Schweiz 1.666 1.522 178 171
USD in USA 7.881 6.128 1.246 985
Sonstige 5.105 4.520 348 186
Summe 17.380 14.212 2.774 2.258

Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag stellt sich wie folgt dar:

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern, das sich anhand der Änderung der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden aufgrund einer Wechselkursänderung von +/- 10 Prozentpunkten ergibt:

in TEUR für Währung 30.04.2012 30.04.2011
GBP +/- 192 +/- 125
CHF +/- 165 +/- 150
USD +/- 737 +/- 571
Sonstige +/- 564 +/- 482

Bei den derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich bei einer Wechselkursänderung von +/- 10 Prozentpunkten eine Währungssensitivität von TEUR +/- 529 (30.04.2011: TEUR +/- 746).

Liquiditätsrisikomanagement

Die Wolford Gruppe steuert Liquiditätsrisiken durch eine konzernweite Liquiditätssteuerung durch ein Cash-Management-System und der Überwachung von finanziellen Risiken durch die Treasury Abteilung. Diese erstellt eine monatliche Liquiditätsplanung für den gesamten Konzern und berichtet über den aktuellen Finanzstatus.

Das Ziel ist hierbei, dass durch das Halten von angemessenen Kreditlinien bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten eine ausgewogene Liquidität sichergestellt werden kann.

Die folgende Tabelle zeigt die vertragliche Laufzeit der finanziellen Verbindlichkeiten der Wolford Gruppe. Die Tabelle beruht auf undiskontierten Cashflows (Zins und Tilgung) finanzieller Verbindlichkeiten.

Cashflows
Buchwert Cashflows 2013/14 bis Cashflows
in TEUR 30.04.2012 2012/13 2016/17 2017/18 ff
Finanzverbindlichkeiten – verzinst 20.605 3.190 18.486 0
Finanzverbindlichkeiten – unverzinst 286 93 193 0
Summe 3.283 18.679 0
Cashflows
Buchwert Cashflows 2012/13 bis Cashflows
in TEUR 30.04.2011 2011/12 2015/16 2016/17 ff
Finanzverbindlichkeiten – verzinst 18.322 8.605 7.708 3.269
Finanzverbindlichkeiten – unverzinst 300 119 181 0

Um dem Liquiditätsrisiko vorzubeugen, bestehen Kreditlinien, wovon durch die Wolford Gruppe zum 30.04.2012 lediglich 20 Prozent (30.04.2011: 18 Prozent) ausgenutzt wurden. Nicht für alle der hier angegebenen Kreditlinien bestehen schriftliche Zusagen. Die als kurzfristig qualifizierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten können prolongiert werden.

Originäre Finanzinstrumente

Der Bestand der originären Finanzinstrumente ergibt sich aus der Bilanz. Auf der Aktivseite sind dies Wertpapiere, flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen. Die Passivseite beinhaltet Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und verzinsliche Finanzverbindlichkeiten. Der Buchwert der in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente entspricht im Wesentlichen dem Marktwert. Die ausgewiesenen Beträge stellen zugleich das maximale Bonitäts- und Ausfallrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen.

Derivative Finanzinstrumente

An derivativen Finanzinstrumenten werden vom Konzern-Treasury Devisentermingeschäfte und Optionen zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen eingesetzt. Die zum 30. April 2012 offenen Finanzderivate weisen eine Laufzeit unter zwölf Monaten auf.

Nominalbetrag Zeitwert
30.04.2012 Fremd
währung
in Tausend
TEUR positive
TEUR
negative
TEUR
Terminkontrakte
GBP 1.400 1.694 0 -25
USD 1.700 1.301 16 0
NOK 1.900 248 1 -2
SEK 1.200 135 1 0
CHF 1.050 872 0 -2
CAD 300 229 0 -2
DKK 4.500 605 0 0
HKD 2.000 197 2 0
Nominalbetrag Zeitwert
30.04.2011 Fremd
währung
in Tausend
TEUR positive
TEUR
negative
TEUR
Terminkontrakte
GBP 1.700 2.019 108 0
USD 2.250 1.699 178 0
NOK 2.600 325 0 -8
SEK 2.200 240 0 -6
CHF 2.950 2.322 37 -20
CAD 300 224 11 0
DKK 5.500 737 0 -1
HKD 2.200 202 11 0

Die gesamten Devisentermingeschäfte werden nach IAS 39 mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinnund Verlustrechnung, außer Hedge Accounting (Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen) wird angewandt.

Bei Cashflow Hedge Accounting wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte direkt im Eigenkapital erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow Absicherung zu einem Vermögenswert oder zu einer Verbindlichkeit, werden die Beträge, die im Eigenkapital abgegrenzt wurden, im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Ergebnis beeinflusst. In den Geschäftsjahren 2011/12 und 2010/11 waren sämtliche Absicherungen effektiv.

Die Marktwerte der derivativen Devisengeschäfte ergeben sich aus den Marktwerten der Termingeschäfte und Optionen, die zum Bilanzstichtag abgeschlossen werden müssten, um das jeweilige Derivat glattzustellen, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.

Fair Value

Die Buchwerte der Kassenbestände und kurzfristigen Finanzmittel, der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der kurzfristigen Verbindlichkeiten und der Rückstellungen können aufgrund der Kurzfristigkeit dieser Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten als angemessene Schätzwerte des Tageswertes betrachtet werden.

Fair Value Hierarchie

30.04.2012

in TEUR Level 1 Level 2 Level 3
Langfristiges Vermögen
Finanzanlagen 1.485 0 0
Kurzfristiges Vermögen
Sonstige Forderungen 0 20 0
Wertpapiere und Finanzanlagen 46 0 0
Kurzfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten 0 -31 0
Summe 1.531 -11 0

Anhang

30.04.2011

in TEUR Level 1 Level 2 Level 3
Langfristiges Vermögen
Finanzanlagen 2.772 0 0
Kurzfristiges Vermögen
Sonstige Forderungen 0 345 0
Wertpapiere und Finanzanlagen 44 0 0
Kurzfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten 0 -35 0
Summe 2.816 310 0

Folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren wird verwendet:

Level 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Level 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.

Level 3: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die als Level 1 ausgewiesenen Finanzinvestitionen beinhalten börsennotierte Investmentfondsanteile, die unter dem kurzfristigen Vermögen dargestellten Wertpapiere und Finanzinvestitionen beinhalten Wertpapiere zur Absicherung von Mietverpflichtungen. Die unter Level 2 ausgewiesenen sonstigen Forderungen und sonstigen Verbindlichkeiten resultieren aus den Bewertungen der ausstehenden derivativen Fremdwährungsgeschäfte.

Die Anschaffungskosten, Marktwerte und Buchwerte der Wertpapiere des langfristigen Vermögens stellen sich wie folgt dar:

30.04.2012
in TEUR
Anschaffungs-
kosten
Marktwert
=
Buchwert
realisierte
Gewinne/
Verluste
davon
erfolgs
wirksam
erfasst
Langfristige Wertpapiere
Investmentfondsanteile 1.668 1.485 -183 -183
Summe 1.668 1.485 -183 -183
30.04.2011
in TEUR
Anschaffungs-
kosten
Marktwert
=
Buchwert
realisierte
Gewinne/
Verluste
davon
erfolgs
wirksam
erfasst
Langfristige Wertpapiere
Investmentfondsanteile
3.313 2.772 -541 0
Summe 3.313 2.772 -541 0

Zum Bilanzstichtag 30.04.2012 bestehen keine Verpfändungen zur dinglichen Besicherung von langfristigen Verbindlichkeiten (30.04.2011: TEUR 0).

Aus dem Verkauf von Wertpapieren wurden Verluste in Höhe von TEUR 180 im Geschäftsjahr 2011/12 (2010/11: TEUR 119) realisiert. Aufgrund eines Impairment-Tests für die Wertpapiere wurde eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR -183 (2010/11: TEUR 0) ergebniswirksam verbucht.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente nach Bewertungskriterien, Fälligkeiten und Klassen

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Buchwerte der Finanzinstrumente zu den IAS 39-Bewertungskategorien:

Fortge
Bewertungs- führte An- Fair Value Fair Value
30.04.2012 kategorie schaffungs- erfolgs- erfolgs- Kurz- Lang
in TEUR nach IAS 39 Buchwert kosten neutral wirksam fristig fristig
Kassenbestand und
kurzfristige Finanzmittel L&R 5.246 5.246 0 0 5.246 0
Wertpapiere und Finanzinvestitionen AfS 46 0 46 0 46 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie
Rechnungsabgrenzung L&R 12.151 12.151 0 0 12.151 0
Sonstige Forderungen L&R 3.613 3.613 0 0 2.545 1.068
Derivate CFH 20 0 20 0 20 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AfS 1.485 0 1.485 0 0 1.485
Summe finanzielle Vermögenswerte 22.561 21.010 1.551 0 20.008 2.553
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen FL 4.858 4.858 0 0 4.858 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten FL 1.750 1.750 0 0 1.750 0
Finanzverbindlichkeiten lfr. FL 18.052 18.052 0 0 0 18.052
Finanzverbindlichkeiten kfr. FL 1.089 1.089 0 0 1.089 0
Derivate CFH 31 0 31 0 31 0
Sonstige Verbindlichkeiten FL 14.084 14.084 0 0 11.713 2.371
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 39.864 39.833 31 0 19.441 20.423

Davon wird in folgende Kategorien gem. IAS 39 unterschieden:

Kredite und Forderungen (L&R): TEUR 21.010
Cashflow Hedge (CFH): TEUR
-11
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (AfS): TEUR 1.531
Andere finanzielle Verpflichtungen (FL): TEUR 39.833
Fortge
Bewertungs- führte An- Fair Value Fair Value
30.04.2011 kategorie schaffungs- erfolgs- erfolgs- Kurz- Lang
in TEUR nach IAS 39 Buchwert kosten neutral wirksam fristig fristig
Kassenbestand und
kurzfristige Finanzmittel L&R 4.368 4.368 0 0 4.368 0
Wertpapiere und Finanzinvestitionen AfS 44 0 44 0 44 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie
Rechnungsabgrenzung L&R 12.565 12.565 0 0 12.565 0
Sonstige Forderungen L&R 3.303 3.303 0 0 2.176 1.127
Derivate CFH 345 0 345 0 345 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AfS 2.772 0 2.772 0 0 2.772
Summe finanzielle Vermögenswerte 23.397 20.236 3.161 0 19.498 3.899
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen FL 5.816 5.816 0 0 5.816 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten FL 5.351 5.351 0 0 5.351 0
Finanzverbindlichkeiten lfr. FL 10.330 10.330 0 0 0 10.330
Finanzverbindlichkeiten kfr. FL 2.942 2.942 0 0 2.942 0
Derivate CFH 35 0 35 0 35 0
Sonstige Verbindlichkeiten FL 14.632 14.632 0 0 13.231 1.401
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 39.106 39.071 35 0 27.375 11.731

Davon wird in folgende Kategorien gem. IAS 39 unterschieden:

Kredite und Forderungen (L&R): TEUR 20.236
Cashflow Hedge (CFH): TEUR 310
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (AfS): TEUR 2.816
Andere finanzielle Verpflichtungen (FL): TEUR 39.071

Nettoergebnis nach Klassen

Aus
Folgebe- Summe Summe
2011/12 Aus Aus wertung zum Aus erfolgs- erfolgs
in TEUR Zinsen Sonstiges*) Fair Value Abgang wirksam neutral
Kredite und Forderungen (L&R) 44 0 0 0 44 0
Derivate (Cashflow Hedge) 0 0 570 -248 -248 570
Zur Veräußerung verfügbare
Vermögenswerte (AfS) 60 8 -361 -180 -295 -178
Andere finanzielle
Verbindlichkeiten (FL) -664 -110 0 0 -774 0
Nettoergebnis -560 -102 209 -428 -1.273 392
2010/11
in TEUR
Aus
Zinsen
Aus
Sonstiges*)
Aus
Folgebe-
wertung zum
Fair Value
Aus
Abgang
Summe
erfolgs-
wirksam
Summe
erfolgs
neutral
Kredite und Forderungen (L&R) 54 0 0 0 54 0
Derivate (Cashflow Hedge) 0 0 310 -285 -285 310
Zur Veräußerung verfügbare
Vermögenswerte (AfS) 144 1 -144 -119 25 -144
Andere finanzielle
Verbindlichkeiten (FL) -708 -119 0 0 -827 0
Nettoergebnis -510 -118 166 -404 -1.033 166

*) Aus Sonstiges: Gebühren und sonstige Prämien, die nicht direkt Zinszahlungen zuordenbar sind

Haftungsverhältnisse

Für Haftungsverhältnisse, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Wolford Gruppe haben.

Personalstand

Die Wolford Gruppe beschäftigte durchschnittlich folgende Anzahl von Mitarbeitern auf Vollzeitbasis:

Anzahl auf Vollzeitbasis 2011/12 2010/11
Gesamtanzahl im Durchschnitt 1.665 1.560
davon Arbeiter 586 535
davon Angestellte 1.067 1.013
davon Lehrlinge 12 12

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Sachverhalte mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Wolford Gruppe ergeben.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Rechtsanwaltskanzlei DORDA BRUGGER JORDIS Rechtsanwälte GmbH, deren geschäftsführende Gesellschafterin Dr. Theresa Jordis dem Aufsichtsrat der Wolford Aktiengesellschaft angehört, berät die Gesellschaft in Rechtsangelegenheiten; hierfür wurde ein marktübliches Honorar vereinbart, das nach Aufwand abgerechnet wird. Der Gesamtaufwand für das Geschäftsjahr 2011/12 betrug TEUR 33 (2010/11: TEUR 35). Sämtliche Forderungen sind zum 30.04.2012 beglichen. Für Dr. Theresa Jordis besteht aufgrund ihrer Beteiligungshöhe an der genannten Rechtsanwaltsgesellschaft kein erhebliches wirtschaftliches Interesse.

Die Schweizer RCI Unternehmensberatung AG, deren Verwaltungsratsmitglied das Aufsichtsratsmitglied Emil Flückiger ist, berät die Gesellschaft in betriebswirtschaftlichen Belangen; hierfür wurde ein marktübliches Honorar vereinbart, das nach Aufwand abgerechnet wird. Der Gesamtaufwand für das Geschäftsjahr 2011/12 betrug TEUR 11 (2010/11: TEUR 13). Zum 30.04.2012 sind Forderungen in Höhe von TEUR 4 offen (2010/11: TEUR 5). Für Emil Flückiger besteht aufgrund seiner Beteiligungshöhe an der genannten Unternehmensberatung kein erhebliches wirtschaftliches Interesse.

Das Aufsichtsratsmitglied Werner Baldessarini berät die Gesellschaft zu einzelnen Marketingfragen; hierfür wurde ein marktübliches Honorar vereinbart, das nach Aufwand abgerechnet wird. Der Gesamtaufwand für das Geschäftsjahr 2011/12 betrug TEUR 8 (2010/11: TEUR 0). Zum 30.04.2012 sind sämtliche Forderungen beglichen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen und Operating-Leasingverhältnissen:

in TEUR (inkl. umsatzabhängiger Miete) 30.04.2012 30.04.2011
Mindest- Miet- und -Leasingentgelte fällig in
bis zu einem Jahr 13.294 11.423
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 22.116 19.886
mehr als fünf Jahren 541 1.308
in TEUR (exkl. umsatzabhängiger Miete) 30.04.2012 30.04.2011
Mindest- Miet- und -Leasingentgelte fällig in
bis zu einem Jahr 5.958 5.629
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 7.607 7.954
mehr als fünf Jahren 186 480

In erheblichem Umfang werden Mietverträge abgeschlossen, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operating-Leasingverträge zu qualifizieren sind, somit ist der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzurechnen.

Unter Operating Leasing fallen insbesondere die von der Wolford Gruppe weltweit betriebenen Retail-Aktivitäten sowie die von Konzerngesellschaften genutzten Büroflächen, die zum überwiegenden Teil auf Mindestleasingzahlungen basieren. Daneben bestehen Mietverhältnisse, die Vereinbarungen über bedingte (insbesondere umsatzabhängige) Mietzahlungen enthalten.

Der gesamte Miet- und Leasingaufwand für das Geschäftsjahr 2011/12 belief sich auf TEUR 13.758 (2010/11: TEUR 11.883), darin enthalten ist der bedingte Mietaufwand durch umsatzabhängige Mieten (Mieten inkl. Mietnebenkosten) in der Höhe von TEUR 7.146 (2010/11: TEUR 5.881).

Aufgrund von Untermietverhältnissen erwartet die Wolford Gruppe zum 30.04.2012 künftige Zahlungen aus Untermieten in Höhe von TEUR 838 (30.04.2011: TEUR 1.040).

Angaben zu den Organen der Konzernleitung

2011/12
in TEUR Bezüge Abfertigungen Pensionen Gesamtbezüge
Aufgliederung der Aufwendungen
für Vorstandsmitglieder 1.538 -862 0 676
davon
variabel
633 0 0 633
Ehemalige Vorstandsmitglieder 0 0 573 573
Summe 1.538 -862 573 1.249
2010/11
in TEUR Bezüge Abfertigungen Pensionen Gesamtbezüge
Aufgliederung der Aufwendungen
für Vorstandsmitglieder 2.073 310 0 2.383
davon
variabel
1.192 0 0 1.192
Ehemalige Vorstandsmitglieder 0 0 196 196

Der Aufwand für die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen TEUR 80 (2010/11: TEUR 80), wobei diese nach den jeweiligen Funktionen bemessen wurden.

Als Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2011/12 bestellt:

Dkfm. Holger Dahmen, Vorsitzender Mag. Peter Simma, Vorsitzender-Stellvertreter

Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2011/12 aus folgenden Mitgliedern:

Dr. Theresa Jordis, Vorsitzende Emil Flückiger, Vorsitzende-Stellvertreter Mag. Birgit G. Wilhelm Werner Baldessarini

Vom Betriebsrat waren in den Aufsichtsrat entsandt:

Anton Mathis Peter Glanzer Die Funktionsperioden der Mitglieder des Aufsichtsrates sind wie folgt:

Dr. Theresa Jordis bestellt seit 3. September 2003, Bestellung für die
laufende Periode in der 22. HV vom 15. September 2009 bis
zur Entlastung für das GJ 2011/12 in der 25. HV
Emil Flückiger bestellt seit 14. Dezember 1992, Bestellung für die
laufende Periode in der 23. HV vom 14. September 2010 bis
zur Entlastung für das GJ 2012/13 in der 26. HV
Mag. Birgit G. Wilhelm bestellt seit 12. September 2006, Bestellung für die
laufende Periode in der 22. HV vom 15. September 2009 bis
zur Entlastung für das GJ 2011/12 in der 25. HV
Werner Baldessarini bestellt seit 14. September 2010, Bestellung für die
laufende Periode in der 23. HV vom 14. September 2010 bis
zur Entlastung für das GJ 2012/13 in der 26. HV
Anton Mathis
Peter Glanzer
vom Betriebsrat entsandt seit 16. Dezember 1999
vom Betriebsrat entsandt seit 19. März 2001

Der Präsidialausschuss (Vergütungsausschuss für Vorstandsangelegenheiten), bestehend aus Dr. Theresa Jordis und Emil Flückiger, befasst sich mit den Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder, deren Nachfolgeplanung und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit den Vorstandsmitgliedern sowie der Überprüfung der jährlichen Angemessenheit der Vorstandsvergütung.

Der Prüfungsausschuss setzt sich aus allen Aufsichtsratsmitgliedern zusammen und beschäftigt sich mit der Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts sowie mit dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht. Des weiteren erstellt er einen Vorschlag für die Auswahl der Abschlussprüfer.

Bregenz, am 05. Juli 2012

Dkfm. Holger Dahmen e.h. Mag. Peter Simma e.h.

Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2011/12 der Wolford Gruppe

in TEUR Stand am
01.05.2011
Währungs-
differenzen
Zugang Abgang Um-
gliederung
Stand am
30.04.2012
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremdem Grund 88.715 666 2.286 1.030 373 91.010
davon Grundwert 6.177 0 241 0 0 6.418
Technische Anlagen und Maschinen 32.427 0 265 898 1.255 33.049
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 28.812 444 2.808 1.883 179 30.360
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau 509 0 1.573 0 -1.864 218
150.463 1.110 6.932 3.811 -57 154.637
Firmenwerte 1.297 71 0 0 0 1.368
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 12.460 14 973 58 57 13.446
Rechte an Immobilien 10.624 85 37 221 0 10.525
Kundenstock 799 8 0 80 0 727
23.883 107 1.010 359 57 24.698
Gesamt 175.643 1.288 7.942 4.170 0 180.703

Anschaffungs-/Herstellungskosten

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am
01.05.2011
Währungs-
differenzen
Impairment Zugang Abgang Stand am
30.04.2012
Stand am
01.05.2011
Stand am
30.04.2012
36.955 438 259 3.201 926 39.927 51.760 51.083
0 0 0 0 0 0 6.177 6.418
28.109 0 0 948 887 28.170 4.318 4.879
23.226 354 35 2.299 1.788 24.126 5.586 6.234
0 0 0 0 0 0 509 218
88.290 792 294 6.448 3.601 92.223 62.173 62.414
160 15 0 0 0 175 1.137 1.193
7.992 10 0 1.007 58 8.951 4.468 4.495
4.995 49 0 482 188 5.338 5.629 5.187
435 8 0 91 80 454 364 273
13.422 67 0 1.580 326 14.743 10.461 9.955
101.872 874 294 8.028 3.927 107.141 73.771 73.562

Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2010/11 der Wolford Gruppe

in TEUR Stand am
01.05.2010
Währungs-
differenzen
Zugang Abgang Um-
gliederung
Stand am
30.04.2011
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremdem Grund 87.705 -481 1.681 332 142 88.715
davon Grundwert 6.177 0 0 0 0 6.177
Technische Anlagen und Maschinen 32.392 0 592 685 128 32.427
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 28.089 -242 1.789 890 66 28.812
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau 97 0 1.191 188 -591 509
148.283 -723 5.253 2.095 -255 150.463
Firmenwerte 1.361 -64 0 0 0 1.297
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 11.432 -8 551 93 578 12.460
Rechte an Immobilien 10.017 31 593 32 15 10.624
Kundenstock 807 -8 0 0 0 799
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau 338 0 0 0 -338 0
22.594 15 1.144 125 255 23.883
Gesamt 172.238 -772 6.397 2.220 0 175.643

Anschaffungs-/Herstellungskosten

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am
01.05.2010
Währungs-
differenzen
Impairment Zugang Abgang Stand am
30.04.2011
Stand am
01.05.2010
Stand am
30.04.2011
34.179 -366 362 3.087 307 36.955 53.526 51.760
0 0 0 0 0 0 6.177 6.177
27.901 0 0 872 664 28.109 4.491 4.318
21.784 -222 80 2.449 865 23.226 6.305 5.586
1 -1 0 0 0 0 96 509
83.865 -589 442 6.408 1.836 88.290 64.418 62.173
173 -13 0 0 0 160 1.188 1.137
7.164
4.498
-8
-15
0
0
929
544
93
32
7.992
4.995
4.268
5.519
4.468
5.629
352 -8 0 91 0 435 455 364
0 0 0 0 0 0 338 0
12.014 -31 0 1.564 125 13.422 10.580 10.461
96.052 -633 442 7.972 1.961 101.872 76.186 73.771

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Wolford Aktiengesellschaft, Bregenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2011 bis zum 30. April 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. April 2012, die Konzern-Gewinnund -Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. April 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt.

Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern.

Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben.

Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2012 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2011 bis zum 30. April 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 05. Juli 2012

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Walter Müller e.h. Mag. Michael Schober e.h.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Bericht des Aufsichtsrats der Wolford Aktiengesellschaft

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag auf der regelmäßigen Beratung des Vorstands in wesentlichen Punkten der Entwicklung und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements der Gesellschaft und in den wesentlichen Beteiligungsgesellschaften, informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Kein Mitglied war weniger als die Hälfte der Sitzungen anwesend.

Folgende wesentliche Sachverhalte wurden behandelt:

In der ersten Sitzung des Geschäftsjahres wurde der Prüfungsbericht mit dem Lagebericht 2010/11 und dem Vorschlag zur Ergebnisverwendung des Vorstands zustimmend zur Kenntnis genommen und entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses der Jahresabschluss der Wolford Aktiengesellschaft gemäß § 96 AktG festgestellt. Weiters wurde der Konzernabschluss 2010/11 samt Konzernlagebericht und die Ergebnisverwendung gemäß dem Vorschlag des Vorstands zustimmend zur Kenntnis genommen.

In den folgenden Sitzungen beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der weiteren strategischen Entwicklung des Unternehmens, insbesondere wurden die Ausrichtung der Marke und weitere neue Standorte in möglichen neuen Märkten diskutiert.

Aktuelle Einzelthemen und Entscheidungen hat der Vorstand mit der Vorsitzenden des Aufsichtsrats oder ihrem Stellvertreter erörtert. In jenen Geschäftsfällen, in denen dies nach den Bestimmungen der Satzung und der Geschäftsordnung erforderlich war, wurde die Zustimmung des Aufsichtsrats eingeholt.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Neben dem Präsidium, das die Agenden des Vergütungsausschusses in Vorstandsangelegenheiten wahrnimmt, besteht der Prüfungsausschuss, dem alle Mitglieder des Aufsichtsrates angehören.

Das Präsidium tagte viermal, der Prüfungsausschuss hielt zwei Sitzungen ab.

In der Sitzung am 21. Juli 2011 befasste sich dieser in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit dem Jahresabschluss 2010/11 samt Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung und dem Lagebericht. In seiner zweiten Sitzung am 15. Dezember 2011 befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Internal Audit sowie der Funktionalität des IKS und dem Chancen- und Risikomanagementsystems und der laufenden Betriebsprüfung der Gesellschaft.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat der Wolford Aktiengesellschaft bekennt sich ausdrücklich zur Einhaltung des österreichischen Corporate Governance Kodex und damit zu einer verantwortungsbewussten, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung und -kontrolle.

Eine zusammenfassende Darstellung ist im Corporate Governance-Bericht in diesem Geschäftsbericht und auf der Homepage der Wolford Aktiengesellschaft im Internet veröffentlicht.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss und der Lagebericht samt Anhang sowie der Konzernjahresabschluss und der Lagebericht samt Anhang wurden durch die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, Wien, geprüft. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis zu Beanstandungen keinen Anlass gegeben und es wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt.

Vertreter der Prüfungsgesellschaft haben an den Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats teilgenommen und Erläuterungen gegeben.

Nach eigener Prüfung hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung angeschlossen und sich mit dem vom Vorstand erstatteten Gewinnverwendungsvorschlag einverstanden erklärt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2011/12 gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs 4 des Aktiengesetzes als festgestellt gilt. Der Lagebericht, der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Corporate Governance-Bericht wurden nach entsprechender Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat spricht bei dieser Gelegenheit sowohl dem Vorstand als auch sämtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz bei der in diesem herausfordernden Geschäftsjahr geleisteten Arbeit Dank und Anerkennung aus.

Dr. Theresa Jordis Vorsitzende Wien, im Juli 2012

Corporate Governance

Corporate Governance in der Wolford Gruppe

Wolford ist überzeugt, dass sorgfältig implementierte und gelebte Corporate Governance einen wertvollen Beitrag leistet, um das Vertrauen des Kapitalmarktes zu stärken. Der Österreichische Arbeitskreis für Corporate Governance hat im September 2002 einen Ordnungsrahmen für die verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle geschaffen. Dieser Ordnungsrahmen verfolgt das Ziel, die Interessen aller, deren Wohlergehen mit dem Erfolg des Unternehmens verbunden ist, zu wahren.

Mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wird ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens gewonnen. Wolford bekennt sich bereits seit dem Geschäftsjahr 2002/03 zu den Prinzipien des Kodex. Der Corporate Governance Kodex in der jeweils geltenden Fassung wird vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance veröffentlicht und ist unter www.corporategovernance.at abrufbar.

Vorstand

Dkfm. Holger Dahmen (Jahrgang 1960) und Mag. Peter Simma (Jahrgang 1960) bilden den Vorstand der Wolford Aktiengesellschaft. Die vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Arbeitsweise und Zuständigkeiten des Vorstandes.

Unter laufender gegenseitiger Information lautet die Ressortverteilung wie folgt:

Dkfm. Holger Dahmen

Vorsitzender des Vorstandes Vorstand für die Bereiche Marketing, Vertrieb, Produktion und Technik Mitglied des Vorstandes seit 01/2004

Die Funktionsperiode von Dkfm. Dahmen als Vorstandsmitglied endet im August 2015.

Dkfm. Holger Dahmen übt seit Oktober 2009 ein Mandat als Beiratsmitglied bei der Winter Holding GmbH & Co. KG in D-69226 Nußloch aus.

Mag. Peter Simma

Vorsitzender-Stellvertreter des Vorstandes Vorstand für die Bereiche Finanzen/Controlling, Recht, Human Resources, IT und Einkauf Mitglied des Vorstandes seit 08/2001

Die Funktionsperiode von Mag. Peter Simma als Vorstandsmitglied endet auf Wunsch des Vorstandsmitglieds anstatt im August 2014 bereits am 14. September 2012.

Mag. Peter Simma übt seit Dezember 2008 ein Mandat als stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats bei der Hefel Textil GmbH in 6858 Schwarzach aus.

Das Vergütungssystem für den Vorstand ist grundsätzlich nach fixen und variablen Anteilen gegliedert. Der variable Anteil orientiert sich am Erfolg des Unternehmens sowie der Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder und ist insbesondere vom Erreichen der qualitativen und quantitativen Zielsetzungen sowie von nachhaltigen, langfristigen und strategischen Zielen abhängig.

Es besteht kein festes Verhältnis der fixen zu den erfolgsabhängigen Bestandteilen der Vergütung für den Vorstand, da dieses von der Zielerreichung im jeweiligen Geschäftsjahr abhängig ist. Die Einzelaufgliederung der Vorstandsbezüge unterbleibt aus branchenspezifischen Wettbewerbsüberlegungen.

Den aktiven Vorstandsmitgliedern steht keine Altersversorgung zu. Bei Beendigung des Vorstandsvertrages hat das ausscheidende Vorstandsmitglied in analoger Anwendung der Bestimmungen des AngG Anspruch auf Vergütung.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Wolford Aktiengesellschaft besteht aus vier von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern sowie zwei vom Betriebsrat entsandten Vertretern. Die Mehrheit der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats ist von der Gesellschaft und deren Vorstand unabhängig.

Dr. Theresa Jordis

(Jahrgang 1949)

Vorsitzende, bestellt seit 03. September 2003 bis zur Entlastung für das GJ 2011/12 in der 25. HV

  • Emil Flückiger (Jahrgang 1939) Vorsitzende-Stellvertreter, bestellt seit 14. Dezember 1992 bis zur Entlastung für das GJ 2012/13 in der 26. HV
  • Mag. Birgit G. Wilhelm (Jahrgang 1975) Mitglied seit 12. September 2006 bis zur Entlastung für das GJ 2011/12 in der 25. HV
  • Werner Baldessarini (Jahrgang 1945) Mitglied seit 14. September 2010 bis zur Entlastung für das GJ 2012/13 in der 26. HV
  • Anton Mathis (Jahrgang 1960) vom Betriebsrat entsandt seit 16. Dezember 1999

Peter Glanzer (Jahrgang 1954) vom Betriebsrat entsandt seit 19. März 2001

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat regelt die Arbeitsweise des Aufsichtsrates. Zu den Aufgaben des Aufsichtsrates gehört u.a. die Beratung und die Überwachung der Tätigkeit des Vorstandes, die Erfüllung gesetzlicher und satzungsgemäßer Obliegenheiten und die Genehmigung der Geschäftsordnung des Vorstandes.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011/12 vier Aufsichtsratssitzungen abgehalten.

Folgende Ausschüsse hat der Aufsichtsrat bestellt, deren jeweilige Geschäftsordnung vom Aufsichtsrat vorgegeben ist:

Präsidialausschuss (Vergütungsausschuss für Vorstandsangelegenheiten)

Mitglieder

  • Dr. Theresa Jordis (Vorsitzende)
  • Emil Flückiger (Vorsitzende-Stellvertreter)

Der Vergütungsausschuss befasst sich mit den Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder, deren Nachfolgeplanung und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit den Vorstandsmitgliedern sowie der Überprüfung der jährlichen Angemessenheit der Vorstandsvergütung.

Prüfungsausschuss

Diese Funktion wird vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.

Mitglieder

  • Dr. Theresa Jordis (Vorsitzende)
  • Emil Flückiger (Vorsitzende-Stellvertreter, Finanzexperte)
  • Mag. Birgit G. Wilhelm
  • Werner Baldessarini
  • Anton Mathis
  • Peter Glanzer

Der Prüfungsausschuss nimmt die in § 92 Abs. 4a Aktiengesetz geregelten Aufgaben in enger Abstimmung mit dem Vorstand und Abschlussprüfer wahr.

Die jeweiligen Ausschuss-Sitzungen finden mindestens zweimal im Geschäftsjahr statt.

Die Mehrheit der gewählten Aufsichtsratsmitglieder erfüllen die gemäß C-Regel 53 definierten Unabhängigkeitsbestimmungen sowie die Kriterien der C-Regel 54.

Die Vergütung für die Tätigkeit der gewählten Aufsichtsratsmitglieder sowie allfällige Sitzungsgelder werden von der Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2010/11 wurde im Berichtsjahr eine Vergütung von insgesamt EUR 80.000 bezahlt, die sich wie folgt aufteilt:

  • Dr. Theresa Jordis EUR 26.550
  • Emil Flückiger EUR 21.550
  • Mag. Birgit G. Wilhelm EUR 15.050
  • Werner Baldessarini EUR 7.550
  • KR Ing. Hansjörg Geiger EUR 7.500
  • Anton Mathis EUR 900 (Sitzungsgeld)
  • Peter Glanzer EUR 900 (Sitzungsgeld)

Die Rechtsanwaltskanzlei DORDA BRUGGER JORDIS Rechtsanwälte GmbH, deren eine geschäftsführende Gesellschafterin Dr. Theresa Jordis dem Aufsichtsrat der Wolford Aktiengesellschaft angehört, berät die Gesellschaft in individuellen Rechtsangelegenheiten; hierfür wurde ein marktübliches Honorar vereinbart, das nach Aufwand abgerechnet wird (Gesamtaufwand für das Wirtschaftsjahr 2011/12 EUR 32.559,04). Für Dr. Theresa Jordis besteht aufgrund ihrer Beteiligungshöhe an der genannten Rechtsanwaltsgesellschaft kein erhebliches wirtschaftliches Interesse.

Die Schweizer RCI Unternehmensberatung AG, deren Verwaltungsratsmitglied das Aufsichtsratsmitglied Emil Flückiger ist, berät die Gesellschaft in betriebswirtschaftlichen Belangen; hierfür wurde ein marktübliches Honorar vereinbart, das nach Aufwand abgerechnet wird (Gesamtaufwand für das Wirtschaftsjahr 2011/12 EUR 10.837,70). Für Emil Flückiger besteht aufgrund seiner Beteiligungshöhe an der genannten Unternehmensberatung kein erhebliches wirtschaftliches Interesse.

Werner Baldessarini berät die Gesellschaft zu einzelnen Marketingfragen und erhielt dafür ein nach Aufwand abgerechnetes, marktübliches Honorar von EUR 8.000,00.

Zusätzlich zum Aufsichtsratsmandat bei der Wolford Aktiengesellschaft hat folgendes Mitglied weitere Mandate in anderen, von der Wolford Aktiengesellschaft unabhängigen, börsenotierten Unternehmen:

  • Dr. Theresa Jordis
  • Miba AG (Aufsichtsratsvorsitzende)
  • Erste Group Bank AG (stellv. Aufsichtsratvorsitzende)

Für die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie für leitende Angestellte des Unternehmens existiert eine D&O-Versicherung. Außerdem besteht dieser Versicherungsschutz auch für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften im In- und Ausland.

Vorstand und Aufsichtsrat betrachten die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, vor allem die Weiterentwicklung der Marke Wolford als gemeinsames Ziel. Die Kommunikation zwischen beiden Organen ist daher besonders intensiv. Aufsichtsrat und Vorstand tauschen sich regelmäßig über aktuelle Einzelthemen aus. Die Berichterstattung durch den Vorstand an den Aufsichtsrat ist zeitnah und umfassend und erfolgt sowohl mündlich als auch schriftlich. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat unverzüglich über etwaige Abweichungen von ursprünglich vereinbarten Zielen oder Strategien.

Für die in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelten zustimmungspflichtigen Geschäfte wird vorab die Zustimmung des Aufsichtsrats eingeholt.

Die Gesellschaft wird regelmäßig eine Evaluierung durch Verwendung des vom österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance entwickelten Fragebogens zu der Einhaltung der C–R-Regeln des Kodex vornehmen.

Die Wolford Aktiengesellschaft verfügt über keinen ausformulierten Plan für die Förderung von Frauen in Vorstand, Aufsichtsrat und leitenden Funktionen in der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften. Die Auswahl von KandidatInnen erfolgt jeweils in Hinblick auf die bestmögliche Besetzung freier Stellen, unabhängig von Geschlecht, Alter und ethnischer Herkunft. Frauen sind in verschiedenen leitenden Positionen innerhalb der Wolford Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften tätig. Für RückkehrerInnen aus der Karenz werden attraktive Teilzeitmodelle ermöglicht, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern.

Durch die Internationalität und fast ausschließlich für Frauen bestimmte modische Produkte besteht für die Wolford Gruppe ein Frauenanteil von rund 80 Prozent.

Im Aufsichtsrat der Wolford Aktiengesellschaft sind zwei der vier gewählten Kapitalvertreter Frauen, was einer Frauenquote von 50 Prozent entspricht.

Jahresabschluss der Wolford Aktiengesellschaft 2011/12

Lagebericht 134
Bilanz zum 30. April 2012 142
Gewinn- und Verlustrechnung 144
Anhang 146
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen 161
Anlagenspiegel 162
Bestätigungsvermerk 164

Lagebericht der Wolford Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2011/12

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis

Das Geschäftsjahr 2011/12 (1. Mai 2011 – 30. April 2012) war von der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise und den damit im Zusammenhang stehenden anhaltenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten geprägt.

Zudem drückte das von September bis Oktober 2011 in weiten Teilen Europas vorherrschende ungewöhnlich warme Wetter in einigen europäischen Kernmärkten auf das Konsumklima in der Modebranche. Dieses Umfeld zeigte seine Auswirkungen auf die Wolford Gruppe – während der Umsatz bis Oktober 2011 leicht unter Vorjahr lag, erhöhte sich das Nachfrageverhalten der Kundinnen ab November 2011 zusehends, was sich positiv auf die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr auswirkte. Somit konnten nach einem insgesamt besseren zweiten Halbjahr die Nettoerlöse für das gesamte Geschäftsjahr um EUR 2,5 Mio. bzw. 2,7% auf EUR 96,2 Mio. gesteigert werden.

Diese Umsatzsteigerung war hauptsächlich auf die Produktgruppe Lingerie und Accessories zurückzuführen. Während der Export um 3,3 Prozent gesteigert werden konnte, blieb der Umsatz im Heimmarkt Österreich auf Vorjahresniveau.

Die Erhöhung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen belief sich auf EUR 1,7 Mio. und fiel gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum geringer aus. Die Erhöhung des Bestandes resultierte größtenteils aus Produkten mit geringem Moderisiko.

Der Aufwand für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen war gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um EUR 2,9 Mio. höher, was auf die höhere Produktionsleistung und den um EUR 2,0 Mio. höheren Anteil für Aufwendungen für bezogene Leistung zurückzuführen war. Diese resultierte größtenteils aus der bezogenen Konfektionsleistung von der 100-%igen Tochter Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o. in Murska Sobota.

Der Personalaufwand reduzierte sich von EUR 49,3 Mio. im Geschäftsjahr 2010/11 auf EUR 46,7 Mio., was einer Verbesserung der Personalkostentangente von 4,1 Prozentpunkten entsprach. Dies war im Geschäftsjahr 2011/12 auf Reduzierungen von Überstundenleistungen mit Überstundenzuschlägen, verstärkter Nutzung des Werkes Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o. in Murska Sobota für Konfektionsleistung sowie Auflösung der Abfertigungsverpflichtung eines ausscheidenden Vorstandsmitglieds zurückzuführen.

Der Beschäftigungsstand zum Stichtag 30. April 2012 betrug 877 Vollzeitmitarbeiter (30. April 2011: 985 Vollzeitmitarbeiter), davon 339 Arbeiter (30. April 2011: 447 Arbeiter), 515 Angestellte (30. April 2011: 514 Angestellte) und 23 Lehrlinge (30. April 2011: 24 Lehrlinge), was einer Reduktion von 11 Prozent Vollzeitkräften bzw. 108 Vollzeitmitarbeitern entspricht. Um den zukünftigen Fachkräftebedarf abzudecken, wird Wolford im Herbst 2012 acht zusätzliche Lehrlinge einstellen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen EUR 3,9 Mio. und konnten somit zur Gänze aus dem Cashflow aus dem Ergebnis finanziert werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 6,4 Prozent bzw. um EUR 1,1 Mio. Die wesentlichen Steigerungen resultierten aus erhöhten Marketingaufwendungen, Frachten, Mieten und Beratungskosten.

Das EBITDA verbesserte sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf EUR 9,8 Mio. (Vorjahr: EUR 9,4 Mio.). Entsprechend erhöhte sich auch das EBITDA in Relation zum Umsatz (EBITDA-Marge) auf 10,2 Prozent, was einer Verbesserung von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das EBIT (Betriebsergebnis) konnte auf EUR 5,0 Mio. gesteigert werden, was eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent bedeutet.

Das Finanzergebnis betrug in der Berichtsperiode EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.). Durch die Neubewertung der eigenen Aktien waren Kursverluste in Höhe von EUR 0,4 Mio. angefallen.

Die Wolford Aktiengesellschaft verbesserte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht auf EUR 6,0 Mio. bzw. um 0,8 Prozent. Der Cashflow aus dem Ergebnis betrug EUR 8,3 Mio.

Im Juli 2011 hat bei der Wolford Aktiengesellschaft eine Außensteuerprüfung begonnen, welche als Prüfungszeitraum die Geschäftsjahre 2003/04 - 2009/10 umfasst, die im Zeitraum der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht abgeschlossen war. Durch diesen außerordentlich langen Prüfungszeitraum (sieben Jahre) werden voraussichtlich nachträglich Steuern für die Jahre 2003/04 - 2009/10 von EUR 0,5 Mio. anfallen. Die Aufrollung der Steuern für das Geschäftsjahr 2010/11 auf Basis der vorläufigen Feststellungen der Betriebsprüfung ergibt einen zusätzlichen Steueraufwand von EUR 0,7 Mio. Für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2011/12 waren Steuern in der Höhe von EUR 1,0 Mio. angefallen. Somit konnte ein Jahresüberschuss von EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.) erzielt werden. Der Bilanzgewinn belief sich auf EUR 15,5 Mio. (Vorjahr: EUR 13,6 Mio.).

Die Dividende für das Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von EUR 0,40 pro Stammaktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital von insgesamt EUR 2,0 Mio. wurde am 29. September 2011 ausbezahlt.

Das Anlagevermögen zum Stichtag 30. April 2012 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,5 Mio. auf EUR 76,2 Mio.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um EUR 5,9 Mio. auf EUR 57,3 Mio. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf die Erhöhung der Vorräte und der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Das Eigenkapital unter Berücksichtigung der unversteuerten Rücklagen belief sich auf EUR 85,2 Mio. (Vorjahr: EUR 83,3 Mio.). Die Eigenkapitalquote blieb mit 63,4 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 63,5 Prozent).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von EUR 13,9 Mio. im Vorjahresvergleichszeitraum um EUR 3,7 Mio. auf EUR 17,6 Mio., was auf die erhöhte Mittelbindung bei Vorräten und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen war.

Die Nettofinanzverschuldung belief sich auf EUR 18,4 Mio., was einem Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) von 22,0 Prozent entspricht.

Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit, Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit im Zusammenhang mit der Rechnungslegung bzw. der Finanzberichterstattung und allen anderen betrieblichen Abläufen. Es soll die Fehleranfälligkeit von Transaktionen verringern, das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug schützen, die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sicherstellen und die Übereinstimmung mit der Satzung, den Konzernrichtlinien und den geltenden Gesetzen gewährleisten.

Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems liegt beim für den betreffenden Geschäftsprozess verantwortlichen Management. Bereichsübergreifende, konzernweit gültige Rahmenbedingungen und Regelungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben. Das Management ist für die Umsetzung in den jeweiligen Geschäftsprozessen verantwortlich.

Alle rechnungslegungsrelevanten Prozesse unterliegen strengen Regeln und Richtlinien, die jegliches damit im Zusammenhang stehende Risiko vermeiden sollen. Zu diesen Maßnahmen und Regeln zählen unter anderem Funktionstrennungen und Unterschriftenordnungen, bei denen grundsätzlich auf das kollektive Zeichnungsrecht geachtet wird. Bei der konzerneinheitlich verwendeten Finanzbuchhaltungssoftware handelt es sich um eine Standardsoftware, die gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.

Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch, das laufend aktualisiert wird, festgehalten. Das Konzernhandbuch ist zwingend von allen Gesellschaften der Wolford Gruppe umzusetzen.

Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt durch systemgestütztes, regelmäßiges Self-Assessment der Schlüsselkontrollen durch die ausführenden Control-Owner. Zukünftig werden verstärkt Stichprobenkontrollen durch die Interne Revision vorgenommen. IKS-Status und Prüfergebnisse werden durch die Interne Revision an den Vorstand und dem Aufsichtsrat berichtet.

Die Wolford Gruppe hat diese wichtigen Agenden in einer 4-Säulen-Strategie etabliert, die eine massive Unterstützung der Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele darstellt:

I) Das Chancen- und Risikomanagement dient der strategischen Identifikation und Bewertung der möglichen Chancen und Risiken für Wolford im Blick auf die nächsten vier Jahre, mit paralleler Erarbeitung und Umsetzung von gezielten Chancennutzungs- und Risikoabwehrmaßnahmen. Hierzu werden mit allen Funktionsbereichen und Tochtergesellschaften der Wolford Gruppe regelmäßig Workshops abgehalten, umfangreiche Maßnahmenpläne erstellt sowie deren Umsetzung verfolgt.

II) Das Interne Kontrollsystem (IKS) dient der operativen Sicherstellung der Compliance, der ordnungsgemäßen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Unterstützung aller wichtigen betrieblichen Prozesse und Sicherstellung einer ordentlichen und optimalen Gebarung. Mittels Funktions- und Risikoevaluierung sämtlicher betrieblicher Abläufe werden die wichtigsten Prozesse regelmäßig im Detail geprüft und gegebenenfalls Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet.

Die Inhaber bzw. Ausführenden der wichtigen Schlüsselkontrollen melden in definierten Abständen die Einhaltung und Qualität "ihrer Kontrollen" als Self-Assessment im System zurück. Mangelhafte Kontrollen werden umgehend korrigiert. Die Interne Revision überprüft laufend in Stichproben, ob die Selbstbeurteilungen auch der Realität entsprechen, wodurch insgesamt eine umfassende Sicherstellung von Funktion und Qualität des IKS gewährleistet wird.

III) Die Interne Revision als risikobasiertes Prüf- und Beratungsinstrument auf Basis der genannten Säulen I und II ist ein weiterer Garant für die Einhaltung der Compliance und der Qualitätssicherung in der Wolford Gruppe. Mit einem sehr breit gefächerten Themenansatz werden alle wesentlichen Führungs-, Organisations-, Prozess-, Kosten- und Leistungsparameter analysiert und anschließend gemeinsam mit dem Management entsprechende Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Eine gezielte Verfolgung der definierten Maßnahmen stellt sicher, dass die Umsetzung zeitnah und effektiv erfolgt.

IV) Mit der Maßnahmen-Umsetzungs-Verfolgung werden die in den drei zuvor genannten Bereichen definierten Maßnahmen sowie sonstige wichtige Aufgabenpunkte für das Management zentral verfolgt. Die zeitgerechte Realisierung dieser Maßnahmen und die quartalsmäßige Beobachtung des jeweiligen Umsetzungsfortschrittes stehen im Mittelpunkt.

Alle Funktionen des strategischen Chancen- und Risikomanagements der Wolford Gruppe werden durch eine integrierte, unternehmensweit implementierte Softwarelösung unterstützt. Die Software ermöglicht die Identifizierung und Bewertung von Risiken und Chancen sowie die zentrale Verwaltung und Verfolgung von Verbesserungsmaßnahmen. Die Evaluierung und Erarbeitung erfolgt in regelmäßigen Assessments, in denen Bereichsverantwortliche die zehn bis sechzehn strategischen Hauptchancen und Hauptrisiken erfassen, die mittelfristig Auswirkungen auf die Zielerreichung des Unternehmens haben könnten.

Über diese Softwareplattform wird auch das IKS in Form einer regelmäßigen Risikobewertung der Kontroll- und Steuerungsprozesse sowie eines kontinuierlichen Self Assessments über die wesentlichen Schlüsselkontrollen des Unternehmens evaluiert. Damit werden die Abläufe mit den höchsten operativen Risiken identifiziert, geprüft und je nach Bedarf gezielte Verbesserungsmaßnahmen (Sollprozesse) eingeleitet, deren Realisierung und Umsetzung wiederum systemunterstützt verfolgt und sichergestellt werden.

Folgende Leitsätze gelten für die risikopolitischen Grundsätze:

  • Keine Handlung oder Entscheidung darf ein existenzgefährdendes Risiko nach sich ziehen.
  • Die betriebsinternen Richtlinien sind zu befolgen.
  • Nicht vermeidbare Risiken sind, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu versichern.
  • Restliche Hauptrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden.

Die Hauptrisikoarten der Wolford Gruppe sind:

Marktrisiken

Darunter wird die Gefahr einer möglichen Veränderung der Vermögenslage aufgrund einer Abweichung der Marktpreise (Rohstoffe, Währungen, Zinsen, Mitbewerber und Marktumfeld) verstanden.

Operationelle Risiken

Darunter wird die Gefahr einer möglichen Veränderung der Vermögenslage aufgrund von schlechtem Management, mangelhaften Abläufen, unzureichenden Ressourcen, Fehlfunktionen von Systemen, mangelnder Qualifikation und Sorgfalt von Mitarbeitern, Betrug und Katastrophen verstanden. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch Einsatz eines durchgängigen, internen Kontrollsystems (IKS) sowie Einsatz von Risikomanagement und Interner Revision.

Debitorenrisiken

Darunter wird die Gefahr eines möglichen Wertverlustes durch uneinbringliche Forderungen verstanden. Dieses Ausfallrisiko begrenzt die Gesellschaft durch den Abschluss von Kreditversicherungen bei der Prisma Kreditversicherungs AG und der OeKB Versicherungs AG.

Geschäftsrisiken

Darunter wird die Gefahr eines möglichen Vermögensverlustes verstanden, der durch Geschäftstätigkeiten entstehen kann (Schwankungen der Nachfrage, Projekte, Mode, Strategie, rechtliche Risiken, politische Risiken, Kooperationen mit externen Partnern).

Finanzinstrumente sind auf Vertrag basierende wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf Zahlungsmittel beinhalten. Hierzu gehören einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzforderungen und Finanzschulden. Bestehende originäre Finanzierungsinstrumente des Unternehmens, mit denen ein Kreditrisiko verbunden ist, sind Forderungen, Kassenbestände und kurzfristige Finanzmittel sowie Wertpapiere. Andererseits zählen hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente; das sind Finanzinstrumente, deren Wert sich etwa in Folge einer Abweichung eines genannten Zinssatzes oder Kurswertes ändert, die keine oder nur geringe anfängliche Nettoinvestitionen erfordern und die zu einem späteren Zeitpunkt beglichen werden.

Derivative Finanzinstrumente werden in der Wolford Gruppe als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt. Zielsetzung der Absicherung des Währungsrisikos ist die Schaffung einer abgesicherten Kalkulationsbasis über einen Zeithorizont von mindestens sechs und maximal zwölf Monaten. Ziel im Zinsmanagement ist die Reduzierung von Zinsänderungsrisiken sowohl der Aktiva als auch der Passiva.

Bonitäts-/Ausfallsrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar.

Das Risiko ist als gering anzusehen, da es sich bei den Kreditinstituten überwiegend um solche von guter Bonität handelt.

Zinsänderungsrisiko

Aktivseitig besteht aufgrund des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus in der Berichtsperiode kein verändertes Risiko. Aufgrund der kurzen Restlaufzeiten ist das Risiko als gering anzusehen.

Passivseitig besteht ein Zinsänderungsrisiko bei den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten.

Der Buchwert der Bankverbindlichkeiten zum 30. April 2012 entspricht den Anschaffungskosten.

Währungsänderungsrisiko

Wechselkursrisiken aus bestehenden Fremdwährungsforderungen sowie geplanten Umsätzen werden durch das Konzern-Treasury mittels Devisentermingeschäften/Optionen weitgehend abgesichert.

Derivative Finanzinstrumente

An derivativen Finanzinstrumenten werden vom Konzern-Treasury Devisentermingeschäfte und Optionen eingesetzt.

Die zum 30. April 2012 offenen Finanzderivate weisen eine Restlaufzeit von unter zwölf Monaten auf.

Die Marktwerte der derivativen Devisengeschäfte ergeben sich aus den Marktwerten, die zum Bilanzstichtag abgeschlossen werden müssten, um das jeweilige Derivat glattzustellen, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.

Bei Abschluss des Geschäftsjahres 2011/12 lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stehen in engem Zusammenhang mit den strategischen Zielen, die Innovationsführerschaft beizubehalten und weiter auszubauen, um auch in der Zukunft den Unternehmenserfolg sicher zu stellen.

Durch die intensive Entwicklungstätigkeit konnte Wolford neben der Fashion-Kollektion speziell im formenden Wäschebereich (Shape & Control) einen weiteren Schwerpunkt setzen.

Die rundum nahtlos gestrickten Wäscheprodukte aus weichem Velvet-Material werden durch den Einsatz einer weichen Spitze zum perfekten, körperformenden Dessous mit großartiger Silhouette. Die VELVET-Produktgruppe besticht besonders durch die weichen, nahtlos gestrickten Modelle, die den kompletten Taillenbereich modellieren, weiters gibt das direkt auf den gestrickten Schlauch aufgebrachte, dünne Silikon den nötigen Halt und sorgt für perfekten Tragekomfort.

Das sehr erfolgreiche Formingsegment im Beinbekleidungsbereich wird durch das Produkt "SATIN TOUCH 20 Control Top" ergänzt. Dieses raffinierte Modell nimmt sich nicht nur Bauch und Po an, sondern lässt auch Oberschenkel schlanker wirken.

Für die kommende Herbst/Wintersaison 2012/13 werden neue Beinbekleidungsprodukte wie die "Fine-Merino Tights" und "Fine-Merino-Rib Tights" mit einem einzigartigen, exklusiven Tragegefühl am Markt für anspruchsvolle Kundinnen erhältlich sein.

Im Ready-to-wear Bereich wird durch den Einsatz von extra feiner Wolle neben einer sehr gleichmäßigen Optik ein exklusives, weiches Tragegefühl mit perfekter Passform erzielt. Mit dem Ausbau des Naturfaserbereichs sollen zusätzliche Kundengruppen gewonnen werden.

Der Multifunktionsscarf ist ein absolutes Stylingtalent und bietet diverse stilvolle Tragemöglichkeiten für jeden Anlass.

Sämtliche Produktneuheiten finden Sie unter www.wolford.com.

Wolford investiert laufend in die Weiterbildung der Mitarbeiter, um die individuellen Fähigkeiten, Qualifikation und Motivation weiter zu stärken. Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2011/12 bildeten Vertriebsschulungen zur Verbesserung des Kundenservice und der Kundenansprache sowie die Vermittlung von Führungs- und Managementthemen für die Monobrand-Storemanager. Jährlich werden durch eigene Trainerinnen bis zu 1.000 Mitarbeiterinnen geschult. Ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt lag in der Vertiefung von Fremdsprachen zur optimalen Unterstützung und Ausbau der Kundenbeziehungen.

In allen Unternehmensbereichen werden standardisierte Mitarbeiterentwicklungsgespräche geführt, um das persönliche Entwicklungspotenzial und Karrieremöglichkeiten zu eruieren und gezielt zu fördern.

Durch die Ausbildung junger Menschen kann Wolford die zukünftigen Facharbeiterpotentiale sichern. Deshalb ist Wolford die Ausbildung von Schlüsselmitarbeitern ein wichtiges Anliegen. Qualität ist ein Leitgedanke, der auch für die Ausbildung junger Menschen gilt. Wolford bildet Textilchemiker/innen, Textiltechniker/innen, Maschentechniker/innen, Maschinenmechaniker/innen, Anlagenelektriker/innen, Einzelhandelskauffrauen und Lagerlogistiker/innen aus. Um dem gegenseitigen Kennenlernen einen möglichst zwanglosen Rahmen zu geben und andererseits den Teamgedanken zu fördern, startet die Lehre bei Wolford mit einem zweitägigen Hüttenseminar. Schwerpunkte sind neben dem gegenseitigen Kennenlernen, die Philosophie des Unternehmens und die Lehrausbildung.

Um den Rekrutierungsprozess und die Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Mitarbeitern zu unterstützen, hat sich die Potenzialanalyse als unverzichtbares Instrument manifestiert. Die Mitarbeiter können weltweit über einen Onlinezugang dieses Analysetool verwenden. Die Auswertungstechnik basiert auf der Wertpsychologie, dabei werden Abweichungen zu einer logisch-mathematischen Norm, mit dem Ziel, Neigungen und Fähigkeiten einer Person systematisch darzustellen, errechnet.

Die betriebliche Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter bildet jährlich einen Schwerpunkt. Um einen guten Gesundheitszustand unserer Mitarbeiter mit geeigneten Methoden und Maßnahmen zu unterstützen, wurde ein eigener Therapieraum für z.B. Akupunktur eingerichtet.

Per 1. April 2012 konnte Dr. Christl Berchtold als zusätzliche Arbeitsmedizinerin für das Unternehmen gewonnen werden. Sie wird gemeinsam mit Dr. Walter Tonko die arbeitsmedizinische Betreuung, das Gesundheitsmonitoring und die Gesundheitsvorsorge für unsere Mitarbeiter begleiten.

Um der Verantwortung gegenüber Anrainern und Umwelt am Produktionsstandort Bregenz nachzukommen, wurde das Thema sanfte Mobilität in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Verkehrsverbund weiterverfolgt. Die Hauptzielsetzung war hier die Motivation der Mitarbeiter zum Umstieg vom PKW auf öffentliche Verkehrsmittel und auf das Fahrrad.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde das Energie-Kontrollsystem überarbeitet und adaptiert. Für das Geschäftsjahr 2012/13 soll die Umstellung der Heizanlage und Verbesserungen bei der Dampferzeugung zu höherer Energieeffizienz und dadurch zu Energiekosteneinsparungen führen.

Gemäß § 243a UGB sind folgende Informationen anzugeben:

Das Grundkapital der im Prime Market der Wiener Börse notierten Wolford Aktiengesellschaft zerlegt sich in fünf Millionen Stückaktien, wobei jede Stückaktie am Grundkapital im gleichen Umfang beteiligt ist. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.

Die Wolford Aktiengesellschaft hält zum Bilanzstichtag 30. April 2012 noch 100.000 Aktien im Eigenbesitz. Beschränkungen des Stimmrechts oder eine Übertragung von Aktien betreffend sind dem Vorstand – mit Ausnahme der gesetzlichen Beschränkungen für eigene Aktien – nicht bekannt.

Die Eigentümerstruktur der Wolford Aktiengesellschaft zum 30. April 2012 lässt sich wie folgt darstellen:

Die WMP Familienprivatstiftung hielt über 25 Prozent der Anteile. Mehr als 15 Prozent entfielen auf die Sesam Privatstiftung. Weitere 17,23 Prozent wurden von der Bartel 2006 Trust gehalten. Die Wolford Aktiengesellschaft verfügte nach wie vor über zwei Prozent der Aktien. Der Rest der Aktien befand sich im Streubesitz.

Die übrigen Vorgaben des § 243a UGB finden bei der Wolford Aktiengesellschaft keine Anwendung.

Das neue Geschäftsjahr hat für die Wolford Gruppe in den ersten Wochen sowohl beim täglichen Auftragseingang sowie mit der Umsatzentwicklung sehr vielversprechend begonnen. So konnte bis ca. Mitte Juni 2012 ein deutliches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum erzielt werden. Dieser positive Umsatzstart wird jedoch vom rückläufigen Wert für Fixbestellung für die Wintersaison 2012/13 etwas getrübt, es wird aber trotzdem für das Geschäftsjahr 2012/13 von einem Umsatzwachstum ausgegangen. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld stellt sich nach wie vor schwierig dar, da die Marktteilnehmer laufend mit neuen Problemstellungen und Herausforderungen konfrontiert sind, was eine noch größere Vertrauenskrise und Unsicherheit nach sich ziehen kann.

Wolford wird auch zukünftig das Retail-Business stärken und die Anzahl der Monobrand-Standorte kontinuierlich ausbauen. Neben systematischer Konzentration auf Aktivitäten in den Hauptmärkten soll durch ein verstärktes Engagement in China in den nächsten Jahren zukünftiges Wachstum und die distributive Verbreiterung der Marke Wolford abgesichert werden.

Vor diesem Hintergrund ist das Management der Wolford Gruppe optimistisch mit den gesetzten Maßnahmen durch höhere Marktpenetration in bestehenden Märkten, der Erschließung neuer Märkte sowie mit der Weiterführung der eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2012/13 weiteres Wachstum erzielen zu können.

Bregenz, 22. Juni 2012

Dkfm. Holger Dahmen e.h. Mag. Peter Simma e.h.

Bilanz zum 30. April 2012

AKTIVA

30.04.2012 30.04.2011
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 4.709.250,00 4.790
4.709.250,00 4.790
II. Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
42.227.482,00 43.472
2.
technische Anlagen und Maschinen
4.188.284,00 3.546
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.125.665,00 2.096
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
217.556,11 446
48.758.987,11 49.560
III. Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
18.907.644,17 18.908
2.
Wertpapiere des Anlagevermögens
1.485.470,00 2.772
3.
eigene Anteile
2.330.500,00 2.700
22.723.614,17 24.380
76.191.851,28 78.730
B . Umlaufvermögen
I.
Vorräte
1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
6.613.613,65 7.082
2.
unfertige Erzeugnisse
7.153.576,66 7.695
3.
fertige Erzeugnisse und Waren
20.140.230,94 17.942
33.907.421,25 32.719
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1.394.550,89 1.531
2.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
20.345.557,62 16.002
3.
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
1.123.888,46 699
22.863.996,97 18.232
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 508.429,30 467
57.279.847,52 51.418
C. Rechnungsabgrenzungsposten 988.996,54 922
134.460.695,34 131.070
PASSIVA 30.04.2012 30.04.2011
TEUR
A. Eigenkapital
I.
Grundkapital
36.350.000,00 36.350
II. Kapitalrücklagen
gebundene 1.817.500,00 1.818
III. Gewinnrücklagen
1.
gesetzliche Rücklage
1.817.500,00 1.818
2.
freie Rücklage
26.194.500,00 25.825
3.
Rücklage für eigene Anteile
2.330.500,00 2.700
30.342.500,00
IV. Bilanzgewinn
(davon Gewinnvortrag EUR 11.619.202,69; VJ: TEUR 7.902) 15.501.117,12 13.579
84.011.117,12 82.090
B. Unversteuerte Rücklagen
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen 1.181.651,00 1.183
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 8.064.390,60 9.175
2. Rückstellungen für Pensionen 3.810.045,00 3.460
3. Steuerrückstellungen 2.449.000,00 352
4. sonstige Rückstellungen 6.972.084,00 8.689
21.295.519,60 21.676
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.609.374,29 13.937
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 971.572,43 1.014
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.667.534,02 4.665
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.550.306,89 1.426
5. sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern EUR 456.109,12; VJ: TEUR 329)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 899.806,22; VJ: TEUR 976) 4.173.619,99 5.079
27.972.407,62 26.121
134.460.695,34 131.070
Haftungsverhältnisse 7.750.228,11 7.986

Gewinn- und Verlustrechnung

2011/12 2010/11
TEUR
1. Umsatzerlöse 96.166.142,52 93.679
2. Veränderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen 1.741.505,85 3.495
3. andere aktivierte Eigenleistungen 211.158,00 191
4. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom
Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 29.607,72 115
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 86.500,65 42
c)
übrige
8.904.499,94 7.870
9.020.608,31 8.027
5. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand -24.519.284,11 -23.657
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.041.291,87 -6.023
-32.560.575,98 -29.680
6. Personalaufwand
a) Löhne -10.414.263,25 -11.751
b) Gehälter -24.849.104,04 -24.857
c)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -678.236,13 -2.125
d) Aufwendungen für Altersversorgung -572.507,55 -196
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -9.752.756,85 -9.920
f)
sonstige Sozialaufwendungen
-397.821,09 -426
-46.664.688,91 -49.275
7. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-4.789.369,59 -4.708
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 21 fallen -69.726,09 -76
b) übrige -18.043.786,01 -16.947
-18.113.512,10 -17.023
2011/12 2010/11
TEUR
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebsergebnis) 5.011.268,10 4.706
10. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.000.000,00; VJ: TEUR 900) 2.000.000,00 900
11. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 59.500,00 159
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.065,49 9
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 27.565,82 1.044
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen
(davon aus Abschreibungen EUR 369.500,00; VJ: TEUR 144) -369.500,00 -158
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 7.813,85; VJ: TEUR 0) -734.131,46 -708
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzergebnis) 990.499,85 1.246
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.001.767,95 5.952
18. außerordentliche Erträge 0,00 2.639
19. außerordentliche Aufwendungen 0,00 -2.064
20. außerordentliches Ergebnis 0,00 575
21. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.121.444,52 -278
22. Jahresüberschuss 3.880.323,43 6.249
23. Auflösung unversteuerter Rücklagen 1.591,00 3
24. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 0,00 -575
25. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.619.202,69 7.902
26. Bilanzgewinn 15.501.117,12 13.579

Anhang für das Geschäftsjahr 2011/12

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen innerhalb der Nutzungsdauer vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Als immaterielle Vermögensgegenstände erfasste Standortwerte in Höhe von TEUR 498 (2010/11: TEUR 661) ergaben sich durch die Übernahme von insgesamt 15 von Palmers geführten Wolford Boutiquen, wobei eine Boutique 2008/09, eine Boutique 2005/06 und 13 Boutiquen 2004/05 übernommen wurden. In Abhängigkeit von der Dauer des jeweiligen Mietvertrages wird eine Nutzungsdauer von 4 – 10 Jahren angesetzt.

Für die Spezialsoftware wird eine Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt. Standardsoftware wird über vier Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.

Für die Aktivierung von Zuschüssen wurde die Nettomethode angewendet. Die Verbesserung der Wärmerückgewinnung für die Wasseraufbereitung und der Gebäudeheizung sowie der Anlagenumbau für die Drucklufterzeugung wurde durch einen Zuschuss von der Umweltförderung des Bundes unterstützt, der bei den Herstellungskosten dieser Anschaffungen in Abzug gebracht wurde.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen und richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagegüter. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegt folgende Nutzungsdauer zugrunde:

max. 10 Jahre
10 bis 50 Jahre
5 bis 20 Jahre
2 bis 10 Jahre

Grundsätzlich wird die Abschreibung ab Inbetriebnahme der Zugänge auf Monatsbasis verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.

Werterhöhungen abgeschriebener Vermögensgegenstände werden vorgenommen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert. Die Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die dem Gegenstand direkt zugerechnet werden können, sowie alle variablen und fixen Gemeinkosten, die im Zusammenhang mit der Herstellung anfallen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei erkennbaren Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.

Die Ermittlung der Höhe der Abfertigungsrückstellung und der Rückstellung für Jubiläumsgelder erfolgte auf Grund der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Beachtung der Berechnungsvorschriften gemäß IAS 19. Bei der Berechnung nach der Projected Unit Credit Method gebildeten Rückstellungen kamen folgende Parameter zur Anwendung:

Biometrische Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 – P
Rechnungszinssatz 4,45 % p.a. (2010/11: 5,75 %)
Lohn-/ Gehaltstrend 2,60 % p.a. (2010/11: 3,50 %)
Pensionsantrittsalter 61,5 – 65 / 56,5 – 60 Jahre
Gestaffelte Fluktuation
0–3 Jahre 19 %
3-5 Jahre 13 %
5-10 Jahre 9 %
10-15 Jahre 5 %
15-20 Jahre 1 %
ab 20 Jahre 0 %

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen erfolgt aufgrund der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Beachtung der Berechnungsvorschriften gemäß IAS 19. Bei der Berechnung nach der Projected Unit Credit Method gebildeten Rückstellungen kamen verändert zum Vorjahr folgende Parameter zur Anwendung:

Biometrische Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 – P
Rechnungszinssatz 4,45 % p.a. (2010/11: 5,75 %)
Lohn-/ Gehaltstrend 2,60 % p.a. (2010/11: 3,00 %)

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort ergebniswirksam erfasst.

In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

Verbindlichkeiten sind mit dem Nennwert oder dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet worden.

Anlagevermögen

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um Standortwerte für übernommene Boutiquen und um Software. Für die Entwicklung des Anlagevermögens siehe Anlagenspiegel gemäß § 226 UGB (Beilage 1 zum Anhang).

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden rückwirkend per 30.04.2010 gemäß Art III UmgrStG die Beteiligungen an der Wolford Asia Ltd. sowie der Wolford Belgium N.V. in die Wolford Beteiligungs GmbH eingebracht. Aus der Erfassung des Vorganges ergab sich ein außerordentliches Ergebnis in der Höhe von EUR 575.071,06.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen TEUR 20.346 (30.04.2011: TEUR 16.002) aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind Erträge in Höhe von TEUR 475 (30.04.2011: TEUR 349) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 36.350.000,00 und setzt sich aus 5.000.000 Stück auf Inhaber lautenden Stammaktien zusammen. Es handelt sich dabei um Stückaktien, die alle im gleichen Ausmaß am Grundkapital beteiligt sind.

Die Erhöhung der freien Gewinnrücklagen resultiert aus einer Umgliederung aus der gemäß § 225 Abs 5 UGB vorgesehenen Rücklage für eigene Anteile in Höhe von TEUR 370.

Unversteuerte Rücklagen

(siehe Beilage 2 zum Anhang)

Rückstellungen

Die Entwicklung der wesentlichsten sonstigen Rückstellungen ist in folgender Übersicht dargestellt:

Stand Stand
in TEUR 01.05.2011 Verbrauch Auflösung Dotierung 30.04.2012
Jubiläumsgelder 1.589 31 0 89 1.647
Prämien und Sondervergütungen 1.047 987 60 412 412
Gutstunden 791 858 0 387 320
Sonderzahlungen 1.979 1.979 0 1.952 1.952
Nicht konsum. Urlaub 1.856 1.856 0 1.286 1.286
Währungsdifferenzen 282 282 0 77 77
Übrige 1.145 1.011 86 1.230 1.278
Gesamt 8.689 7.004 146 5.433 6.972
Restlaufzeit
30.04.2012 Mehr als 5
in TEUR Gesamt Bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.609 459 17.150 0
erhaltene Anzahlungen 971 971 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 3.668 3.668 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 1.550 1.550 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 4.174 3.272 902 0
27.972 9.920 18.052 0

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

Restlaufzeit
30.04.2011 Mehr als 5
in TEUR Gesamt Bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.937 4.817 5.920 3.200
erhaltene Anzahlungen 1.014 1.014 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 4.665 4.665 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 1.426 1.426 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 5.079 3.869 1.210 0
26.121 15.791 7.130 3.200

Zur dinglichen Besicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen keinerlei Wertpapierverpfändungen vor (30.04.2011: TEUR 0).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.888 (30.04.2011: TEUR 2.534) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Gesamtkostenverfahren

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Umsatzerlöse

in TEUR 2011/12 2010/11
Aufgliederung
a) nach geographischen Gesichtspunkten (nach Währungseffekten)
Inland 16.538 16.579
Ausland 79.628 77.100
96.166 93.679
b) nach Produktgruppen
Legwear 53.084 53.678
Ready-to-wear und Swimwear 30.965 30.820
Lingerie und Accessoires 12.117 9.181
96.166 93.679
Sonstige betriebliche Erträge
in TEUR 2011/12 2010/11
Übrige
Erträge aus Weiterverrechnung von
Leistungen an verbundene Unternehmen 6.048 4.881
Kursdifferenzen 986 917
Sonstige Zuschüsse 275 495
Erlöse Restaurant 225 230
Arbeitsmarktförderung 219 338
Mieterträge 178 183
Steuerbegünstigungen 148 106
Sonstige 825 720
8.904 7.870

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

2011/12 2010/11
in TEUR Abfertigungen
Pensionen
Abfertigungen Pensionen
Aufgliederung der
Aufwendungen für
Vorstandsmitglieder -862 0 310 0
ehemalige Vorstandsmitglieder 0 573 0 196
-862 573 310 196
leitende Angestellte 45 0 51 0
übrige Arbeitnehmer 1.495 0 1.764 0
678 573 2.125 196

Die Zahlungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen beliefen sich auf TEUR 222 (2010/11: TEUR 191).

Aufwendungen für Material

in TEUR 2011/12 2010/11
Garne 9.307 10.121
Zukaufware 5.083 3.820
Zubehör, Gummibänder 2.858 2.840
Stoffe 2.373 1.950
Energie 2.060 2.199
Sonstiger Materialaufwand 3.433 3.327
Skontoerträge -595 -600
24.519 23.657

Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2011/12 2010/11
Marketing 4.537 4.209
Frachten 2.700 2.017
Mieten 2.062 1.827
Rechts- und Beratungskosten 1.667 1.139
Aufwand B2C 914 965
EDV inkl. Wartung 832 869
Versicherungen 715 736
Kursdifferenzen 505 1.258
Fahrt- und Reisespesen 439 422
Sonstige 3.673 3.505
18.044 16.947

Aufwendungen Abschlussprüfer

Bezüglich dieser Aufwendungen wird auf die Angabe im Konzernanhang verwiesen.

Erträge aus Beteiligungen

Aus der Wolford Beteiligungs GmbH sind TEUR 2.000 (2010/11: TEUR 900) ertragswirksam verbucht.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mit dem Bescheid über einen Prüfungsauftrag vom 4. Juli 2011 wird ab Mitte Juli 2011 eine Betriebsprüfung durchgeführt. Gegenstand dieser Prüfung, welche vom Finanzamt Feldkirch durchgeführt wird, sind die Kapitalertragsteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer sowie die zusammenfassende Meldung, Kraftfahrzeugsteuer, Kammerumlage, Energieabgabenvergütung und diverse Prämien. Der Prüfungszeitraum erstreckt sich über die Geschäftsjahre 2003/04 bis 2009/10, somit über sieben Jahre. Zum Bilanzstichtag war die Prüfung noch nicht abgeschlossen. In der Steuerberechnung für das Geschäftsjahr 2011/12 sind die derzeit bekannten Steueranpassungen in der Höhe von TEUR 512 (Prüfungszeitraum) sowie die Aufrollung für das Geschäftsjahr 2010/11 mit TEUR 702 berücksichtigt. Eine Beendigung der Prüfung wird mit ca. Ende Juli 2012 erwartet.

Gemäß § 198 Abs 10 UGB wurde von der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 867 (30.04.2011: TEUR 830) abgesehen. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 25 % (2010/11: 25 %).

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen und Operating-Leasingverhältnissen.

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Mindest- Miet- und Leasingentgelte fällig in
bis zu einem Jahr 1.154 1.148
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 1.426 1.460
mehr als fünf Jahren 17 38

2. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Wolford AG, Bregenz ist die Muttergesellschaft und jene Gesellschaft, die den Konzernabschluss aufstellt.

in TEUR Sitz unmittelbarer Eigenkapital Jahresüberschuss
Gesellschaftsname Anteil in % 30.04.2012 2011/12
Wolford Beteiligungs GmbH Bregenz 100 19.367 2.806
Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o. Murska Sobota 100 3.000 418
in TEUR
Gesellschaftsname
Buchwert
30.04.2011
Buchwert
30.04.2012
Wolford Beteiligungs GmbH 16.408 16.408
Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o. 2.500 2.500
18.908 18.908

Mit Bescheid vom 16. August 2006 wurde dem Antrag der Gesellschaft auf Feststellung einer Gruppe gemäß § 9 Abs 8 KStG 1988 stattgegeben. Seit der Veranlagung 2006 ist die Gesellschaft Gruppenträgerin; die Gruppe beinhaltet neben der Gruppenträgerin neun ausländische Gruppenmitglieder. Mit Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag vom 15. April 2008 wurde die Wolford Beteiligungs GmbH als Gruppenmitglied in die Gruppe aufgenommen. Erzielt die Wolford Beteiligungs GmbH in einem Wirtschaftsjahr einen steuerpflichtigen Gewinn, so hat sie eine Steuerumlage an die Wolford AG zu entrichten; erzielt sie einen steuerlichen Verlust bzw. einen steuerlich nicht ausgleichsfähigen Verlust, wird dieser Verlust evident gehalten und in jenen darauf folgenden Wirtschaftsjahren, in denen die Wolford Beteiligungs GmbH wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt, gegen diesen steuerlichen Gewinn verrechnet.

Von der Wolford Beteiligungs GmbH während der Wirksamkeit der Unternehmensgruppe erzielte steuerliche Verluste bzw. nicht ausgleichsfähige Verluste, die im Zeitpunkt der Beendigung des Gruppen- und Steuerausgleichvertrages noch nicht verrechnet sind, sind von der Wolford AG in Form einer Ausgleichszahlung angemessen abzugelten; zum 30. April 2012 bestehen keine solche noch nicht verrechneten Verluste.

Mit Gruppenfeststellungsbescheid 2009 vom 21. Mai 2010 endet für neun ausländische Gruppenmitglieder die Zugehörigkeit zur Unternehmensgruppe mit der Veranlagung 2009. Somit besteht ab dem Geschäftsjahr 2009/10 die Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Wolford AG mit der Wolford AG als Gruppenträger und der Wolford Beteiligungs GmbH als Gruppenmitglied fort.

Wolford Aktiengesellschaft Bregenz A, 1950

Wolford Beteiligungs GmbH
Bregenz A, 2007
Wolford (Schweiz) AG
Glattbrugg CH, 1971
Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o.
Murska Sobota SI, 2008
Wolford Deutschland GmbH
München D, 1975
Wolford Paris S.A.R.L.
Paris F, 1987
Wolford London Ltd.
London UK, 1988
Irland, 2007
Wolford London Ltd.
Wolford Italia S.r.L.
Mailand I, 1992
Wolford España, S.L.
Madrid E, 1993
Wolford España S.L.
Portugal, 2011
Wolford Scandinavia ApS
Kopenhagen DK, 1995
Wolford Scandinavia ApS
Norwegen, 1999
Wolford America, Inc.
New York USA, 1996
Wolford Scandinavia ApS
Finnland, 1999
Wolford Boutiques, LLC.
New York USA, 1998
Wolford Scandinavia ApS
Schweden, 1999
Wolford Nederland B.V.
Amsterdam NL, 1998
Wolford Canada Inc.
Vancouver CDN, 2000
Wolford Asia Limited
Hongkong HK, 2006
Macao, 2008
Wolford Asia Limited
Legende: Wolford Belgium N.V.
Antwerpen BE, 2007
Wolford Belgium N.V.
Luxemburg, 2008
100-prozentige Beteiligung
Betriebsstätte
Wolford (Shanghai) Trading Co., Ltd.
Shanghai CN, 2011

3. Derivative Finanzinstrumente

An derivativen Finanzinstrumenten wurden vom Treasury Devisentermingeschäfte eingesetzt.

30.04.2012
Nominalbetrag
30.04.2011
Nominalbetrag
Fremd-
währung
Tausend
potenzielles
Risiko zum
Zeitwert
in TEUR
in TEUR
Fremd-
währung
Tausend
in TEUR potenzielles
Risiko zum
Zeitwert
in TEUR
Terminkontrakte
GBP 1.400 1.694 -25 1.700 2.019 108
USD 1.700 1.301 16 2.250 1.699 179
NOK 1.900 248 -2 2.600 325 -8
SEK 1.200 135 1 2.200 240 -6
CHF 1.050 872 -2 2.950 2.322 17
CAD 300 229 -2 300 224 11
DKK 4.500 605 0 5.500 737 -1
HKD 2.000 197 2 2.200 202 11

Die Marktwerte der derivativen Devisengeschäfte ergeben sich aus den Marktwerten der Termingeschäfte, die zum Bilanzstichtag abgeschlossen werden müssten, um das jeweilige Derivat glattzustellen, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Für negative Zeitwerte wurden insgesamt Rückstellungen in Höhe von TEUR 31 (30.04.2011: TEUR 34) gebildet.

4. Personalstand

Der Beschäftigtenstand betrug zum 30. April 2012 877 (30. April 2011: 985) Mitarbeiter davon 339 (30. April 2011: 447) Arbeiter, 515 (30. April 2011: 514) Angestellte und 23 (30. April 2011: 24) Lehrlinge; die Berechnung erfolgte auf Vollzeitbasis.

Im Durchschnitt betrug der Beschäftigtenstand im Geschäftsjahr 2011/12 930 (2010/11: 954) Mitarbeiter davon 400 (2010/11: 437) Arbeiter, 518 (2010/11: 505) Angestellte und 12 (2010/11: 12) Lehrlinge; die Berechnung erfolgte auf Vollzeitbasis.

5. Organe

Aufgliederung der Aufwendungen für:

2011/12
in TEUR Bezüge Abfertigungen Pensionen Gesamtbezüge
Vorstandsmitglieder 1.538 -862 0 676
davon variabel 633 0 0 633
Ehemalige Vorstandsmitglieder 0 0 573 573
1.538 -862 573 1.249
2010/11
in TEUR Bezüge Abfertigungen Pensionen Gesamtbezüge
Vorstandsmitglieder 2.073 310 0 2.383
davon variabel 1.192 0 0 1.192
Ehemalige Vorstandsmitglieder 0 0 196 196
2.073 310 196 2.579

Der Aufwand für die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrug TEUR 80 (2010/11: TEUR 80), wobei diese nach den jeweiligen Funktionen bemessen wurden.

Als Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2011/12 bestellt:

Dkfm. Holger Dahmen, Vorsitzender Mag. Peter Simma, Vorsitzender-Stellvertreter

Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2011/12 aus folgenden Mitgliedern:

Dr. Theresa Jordis, Vorsitzende Emil Flückiger, Vorsitzende-Stellvertreter Mag. Birgit G. Wilhelm Werner Baldessarini

Vom Betriebsrat waren in den Aufsichtsrat entsandt:

Anton Mathis Peter Glanzer

6. Angabe gemäß § 240 Z 3 UGB

Bestand an eigenen Aktien: 100.000 Stück

Zeitpunkt und Gründe des Erwerbs:

100.000 Stück (entsprechend einem Grundkapital von TEUR 727) zwischen 9. August 1999 und 30. Dezember 1999 für ein Stock-Options-Modell. Das Unternehmen ist gemäß 24. Hauptversammlung vom 15. September 2011 verpflichtet, die eigenen Aktien bis 6. März 2015 über die Börse zu veräußern.

7. Haftungsverhältnisse

in TEUR 30.04.2012 30.04.2011
Mietgarantie für Wolford America Inc. 833 742
Sonstige Mietgarantien
(Deutschland, Spanien, Niederlande, UK, Österreich) 1.152 970
Garantie für Förderzuschuss von Japti, Slowenien 1.080 1.339
Garantie für Kreditabsicherung Wolford Paris SARL 2.000 2.000
Garantie für Kreditabsicherung Wolford d.o.o., Slowenien 1.500 1.500
Garantie für Kreditabsicherung Wolford America Inc. 1.055 807
Garantie für Kreditabsicherung Wolford Espana S.L. 0 500
sonstige übernommene Garantien 130 128
Summe 7.750 7.986

Der Vorstand:

Dkfm. Holger Dahmen e.h. Mag. Peter Simma e.h.

Bregenz, am 22. Juni 2012

Entwicklung der unversteuerten Rücklagen

EUR Stand 01.05.2011 Auflösung Stand 30.04.2012
Bewertungsreserve aufgrund von
Sonderabschreibungen
Übertragung stiller Reserven
gemäß § 12 EStG 1988
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten 1.183.242,00 1.591,00 1.181.651,00

Anlagenspiegel zum 30. April 2012

Stand am
01.05.2011
Zugang Umbuchung Abgang Stand am
30.04.2012
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen 14.190.587,90 1.028.481,19 -- 56.744,00 15.162.325,09
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 14.190.587,90 1.028.481,19 -- 56.744,00 15.162.325,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grund
a) bebaute Grundstücke
aa) Geschäfts- oder Fabriksgebäude
oder andere Baulichkeiten
Grundwert 1.439.853,00 -- -- -- 1.439.853,00
Gebäudewert 66.167.976,63 582.140,35 146.616,61 83.718,00 66.813.015,59
ab) Wohngebäude
Grundwert 33.345,00 -- -- -- 33.345,00
Gebäudewert 824.533,60 27.689,43 -- -- 852.223,03
b) unbebaute Grundstücke 4.436.796,00 -- -- -- 4.436.796,00
72.902.504,23 609.829,78 146.616,61 83.718,00 73.575.232,62
2. technische Anlagen und Maschinen 31.698.777,84 666.581,68 839.101,58 897.789,07 32.306.672,03
3. andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung 17.059.045,71 830.598,69 31.106,34 821.109,17 17.099.641,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 446.072,70 788.307,94 1.016.824,53 -- 217.556,11
Summe Sachanlagen 122.106.400,48 2.895.318,09 -- 1.802.616,24 123.199.102,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.907.644,17 -- -- -- 18.907.644,17
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.154.532,69 -- -- 1.485.970,51 1.668.562,18
3. eigene Anteile 4.663.533,80 -- -- -- 4.663.533,80
Summe Finanzanlagen 26.725.710,66 -- -- 1.485.970,51 25.239.740,15
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 163.022.699,04 3.923.799,28 -- 3.345.330,75 163.601.167,57
Buchwert Buchwert Stand am Zuschreibung Abschreibung Abschreibung Stand am
30.04.2011 30.04.2012 30.04.2012 im Geschäftsjahr Abgang im Geschäftsjahr 01.05.2011
4.790.053,00 4.709.250,00 10.453.075,09 -- 56.744,00 1.109.284,19 9.400.534,90
4.790.053,00 4.709.250,00 10.453.075,09 -- 56.744,00 1.109.284,19 9.400.534,90
1.439.853,00 1.439.853,00 -- -- -- -- --
37.312.752,00 36.056.645,00 30.756.370,59 -- 83.718,00 1.984.863,96 28.855.224,63
33.345,00 33.345,00 -- -- -- -- --
249.578,00 260.843,00 591.380,03 -- -- 16.424,43 574.955,60
4.436.796,00 4.436.796,00 -- -- -- -- --
43.472.324,00 42.227.482,00 31.347.750,62 -- 83.718,00 2.001.288,39 29.430.180,23
3.545.575,00 4.188.284,00 28.118.388,03 -- 885.383,07 850.568,26 28.153.202,84
2.096.294,00 2.125.665,00 14.973.976,57 -- 817.003,89 828.228,75 14.962.751,71
446.072,70 217.556,11 -- -- -- -- --
49.560.265,70 48.758.987,11 74.440.115,22 -- 1.786.104,96 3.680.085,40 72.546.134,78
18.907.644,17 18.907.644,17 -- -- -- -- --
2.772.350,00 1.485.470,00 183.092,18 19.040,00 180.050,51 -- 382.182,69
2.700.000,00 2.330.500,00 2.333.033,80 -- -- 369.500,00 1.963.533,80
24.379.994,17 22.723.614,17 2.516.125,98 19.040,00 180.050,51 369.500,00 2.345.716,49
78.730.312,87 76.191.851,28 87.409.316,29 19.040,00 2.022.899,47 5.158.869,59 84.292.386,17

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Wolford Aktiengesellschaft, Bregenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2011 bis zum 30. April 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. April 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. April 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Wolford Aktiengesellschaft zum 30. April 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2011 bis zum 30. April 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 22. Juni 2012

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Walter Müller e.h. Mag. Michael Schober e.h.

Glossar

NON FINANCIAL

Accessories Artikel aus Textil und Leder, die die Modekollektion saisonal abrunden
und ergänzen
Bodywear Bezeichnet den klassischen Bodysuit sowie alle gestrickten, nahe am
Körper anliegenden Modelle, wie Tops und Shirts
Brand/Marke Alle Produkte, die unter der Marke Wolford in den Handel kommen
Concession
Shop-in-Shop
Von Wolford selbst betriebene Flächen in Kauf- und Warenhäusern
Factory Outlet Fabriksverkauf, Verkaufsstandort mit Restposten bzw. reduzierter Ware
Kontrollierte
Distribution
Eigene und von Partnern geführte Boutiquen, Concession Shop-in-Shops
und Factory Outlets
Legwear Beinbekleidung: Strumpfhosen, Strümpfe, Stay-ups, Kniestrümpfe
und Socken
Lingerie Wäsche: BH, Höschen, Korsagen, Strumpfgürtel, Unterkleider;
mit oder ohne formende Funktion
Multibrand Fachhandelspartner
Outlets Verkaufsstandorte
Partnerboutiquen Von Handelspartnern geführte Wolford Boutiquen (im Gegensatz
zu Wolford eigenen Boutiquen)
Private Label bzw.
Kontrakt/Contract
Produkte, die unter einem fremden Label in den Handel kommen
Produktgruppen Produktklassifikationen, siehe Legwear, Bodywear/Ready-to-wear,
Swimwear, Lingerie und Accessories
Ready-to-wear Beinhaltet die traditionelle Produktgruppe Bodywear sowie Modelle
aus Strick und Stoff wie z.B. Pullover, Kleider, Kostüme, Mäntel,
Röcke und Hosen - Synonym ist auch der Begriff Damenoberbekleidung
Retail Wolford eigene Verkaufsstandorte; direkter Verkauf an
Endkonsumentinnen
Saison Die Frühjahr/Sommer-Saison ist schwerpunktmäßig ab Jänner und
die Herbst/Winter-Saison ab Juli des jeweiligen Jahres im Handel
Shape & Control Formgebende Produkte im Bereich Legwear, Ready-to-wear, Lingerie
und Swimwear
Shop-in-Shop Unterklassifikation zum Fachhandel- und Kaufhausvertriebskanal;
definiert sich durch Hervorhebung der Marke Wolford im Sinne
einer Blockpräsentation
Store Concept Ladenbau: optische und funktionale Gestaltung des Verkaufsraums als
definiertes, universell einsetzbares Konzept für die Marke Wolford
Swimwear Bademode: Swimbodys, Swimkinis, Strandaccessoires wie Pareos,
Tops, Kaftane, Kleider (nur saisonale Kollektion)
Trend-Produkte Alle Modelle, die saisonal als Frühjahr/Sommer- oder
Herbst/Winter-Kollektion im Trend (modisch) und nach Ablauf
der Saison nicht mehr verfügbar sind
Vertriebskanal/
Distributionskanal
Einteilung der Verkaufsstandorte nach z. B. Boutiquen,
Kaufhäusern, Fachhandel
Wholesale Großhandel, direkter Verkauf an Handelspartner
Wolford Boutique/
Monobrand
Mono-Markendistribution, Boutiquen ausschließlich mit
Wolford Ware im Sortiment

FINANCIALS

AfS "Available for Sale"; zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
AngG Angestelltengesetz
BIP Bruttoinlandsprodukt
Börsen-
kapitalisierung
Anzahl der Aktien des Unternehmens, bewertet mit dem
Börsen(schluss)kurs der Aktie (zum Bilanzstichtag)
Bruttoliquidität Kassenbestand/Guthaben bei Banken und Wertpapiere des kurzfristigen
Vermögens sowie jederzeit liquidierbare Finanzanlagen (ohne Wertpapiere,
die zur Bedeckung der Personalrückstellungen erforderlich sind)
Cashflow aus
dem Ergebnis
= Jahresergebnis
+ / - Abschreibungen / Zuschreibungen auf das Anlagevermögen
+ / - Gewinne / Verluste aus Anlagenabgängen
+ / - Veränderung langfristiger Rückstellungen
= Cashflow aus dem Ergebnis
CFH "Cashflow Hedging"; Absicherung der Gefahr von Schwankungen
des Cashflows
CGU "Cash-generating Unit" (zahlungsmittelgenerierende Einheit);
kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse
erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer
Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind
D&O Directors and Officers Versicherung
EBIT "Earnings before Interest and Taxes"; dies entspricht dem Betriebsergebnis
EBITDA "Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization"; dies
entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibung und Wertaufholung
EFGT Ergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit
Eigenkapitalquote Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtvermögen (Bilanzsumme)
Ergebnis je Aktie
(EPS)
"Earnings per Share"; Gewinn je Aktie; Konzernergebnis dividiert durch
die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien
(zum Bilanzstichtag 30. April 2012 4.900.000 Stück,
zum Bilanzstichtag 30. April 2012 4.900.000 Stück)
FL "Financial Liabilities"; andere finanzielle Verpflichtungen
GJ Geschäftsjahr
HfT "Held for Trading"; zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte
HV Hauptversammlung
L&R "Loans and Receivables"; Kredite und Forderungen
Markenumsatz Umsatz mit Markenprodukten (Produkte unter dem Label Wolford)
Nettofinanz-
verschuldung
Bankverbindlichkeiten sowie verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber
anderen Fremdkapitalgebern (Bund/Land oder ähnliche Institutionen)
abzüglich der Bruttoliquidität
Summe
Vermögenswerte
Bilanzsumme
UGB Unternehmensgesetzbuch
UmgrStG Umgründungssteuergesetz
Umsatz Nettoverkaufserlöse abzüglich sämtlicher Erlösschmälerungen
Verschuldungsgrad "Gearing"; Verhältnis von Nettofinanzierungen und Eigenkapital
in Prozent des Eigenkapitals
Working Capital Saldo aus kurzfristigen Aktiva minus kurzfristigen Passiva

Impressum

Wolford Aktiengesellschaft Wolfordstraße 1 A-6901 Bregenz am Bodensee

Informationen: Wolford Aktiengesellschaft

Sabine Labonte Corporate Communications Tel.: + 43 5574 / 690 - 1477 Fax: + 43 5574 / 690 - 1545 E-Mail: [email protected]

Karolina Tasek Investor Relations Tel.: + 43 5574 / 690 - 1268 Fax: + 43 5574 / 690 - 1219 E-Mail: [email protected]

Website: www.wolford.com

Der Geschäftsbericht kann in deutscher und englischer Sprache unter der Telefonnummer +43 5574/690-1268 bestellt werden und ist im Internet unter www.wolford.com abrufbar.

Beratung: MSC Müller Stralz GmbH Layout: gruenberg 4 Fotos: Wolford Aktiengesellschaft Druck: Buchdruckerei Lustenau, Millennium Park 10 Papier: Hello Silk

© Wolford Aktiengesellschaft

Im Sinne einer flüssigen Lesbarkeit sind alle geschlechtsspezifischen Formulierungen als neutral zu verstehen. Frauen und Männer werden gleichermaßen angesprochen.

Disclaimer

Dieser Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und alle Daten wurden überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Dieser Geschäftsbericht wird auch in Englisch erstellt, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich. Bestimmte Aussagen in diesem Geschäftsbericht sind zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die Ansichten und Erwartungen des Vorstandes wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Wolford Aktiengesellschaft ist nicht verpflichtet, Ergebnisse aus Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.