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Wild Bunch AG

Annual Report Apr 30, 2009

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2008

INHALTSVERZEICHNIS

Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für 2008 6
Gesamtaussage zur Lage 7
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2008/2009 8
Branchenentwicklung 2008 9
Geschäftsentwicklung des Senator-Konzerns im Jahr 2008 10
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns 10
Gesamtertragslage des Konzerns 15
Vermögens- und Finanzlage des Konzerns 16
Liquiditätslage des Konzerns 18
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Senator Entertainment AG 20
Ertragslage der Senator Entertainment AG 20
Vermögens- und Finanzlage der Senator Entertainment AG 21
Liquiditätslage der Senator Entertainment AG 22
Mitarbeiter 22
Chancen und Risiken 22
Chancenbericht 23
Risikobericht 23
Wertorientierte Unternehmenssteuerung 26
Forschung und Entwicklung 27
Die Senator-Aktie 27
Nachtragsbericht 27
Vergütungsbericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB 28
Erläuternder Bericht des Vorstands zu den Angaben
nach §§ 289 abs. 4, 315 Abs. 4 HGB, § 120 Abs. 3 Satz 2 AktG 29
Prognosebericht 31
Jahresabschluss des Konzerns 34
Kennzahlen des Senator-Konzerns 35
Konzerngewinn- und Verlustrechnung (IFRS) 36
Konzernbilanz Aktiva (IFRS) 37
Konzernbilanz Passiva (IFRS) 38
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) 39
Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2008 (IFRS) 40
Senator Entertainment AG – Anhang zum Konzernabschluss 41
Bestätigungsvermerk 87
Jahresabschluss der Senator Entertainment AG 88
Senator Entertainment AG-Bilanz (HGB) Aktiva 89
Senator Entertainment AG-Bilanz (HGB) Passiva 90
Gewinn- und Verlustrechnung (HGB) der Senator Entertainment AG 91
Anlage (1) zum Anhang 102
Anlage (2) zum Anhang 103
Anlage (3) zum Anhang 104
Bestätigungsvermerk 105
Bericht des Aufsichtsrats 106
Corporate Governance Bericht 110

Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für 2008

Es handelt sich um einen zusammengefassten Lagebericht der Senator Entertainment AG (Senator AG) und des Konzerns. Sofern nicht explizit auf die Senator AG oder den Konzern Bezug genommen wird, beziehen sich die Aussagen auf die Senator AG und den Konzern gleichermaßen. Die im Folgenden dargestellten Ausführungen des Geschäftsverlaufs sowie der Ertrags-, Vermögensund Finanzlage des Konzerns basieren auf dem Konzernabschluss nach IFRS, wie sie von der EU übernommen wurden. Die Ausführungen zum Geschäftsverlauf und der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Senator AG beziehen sich auf den nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft.

GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE

Die Senator-Gruppe blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2008 zurück, in dem das operative Geschäft die Erwartungen sowohl bei Umsatz als auch Ertrag nicht erfüllen konnte. Der Kinobereich blieb gerade in den ersten sechs Monaten des Berichtszeitraums deutlich hinter den Vorgaben des Managements zurück und verursachte hohe Verluste. Die von dem Unternehmen in die Kinos gebrachten Filme schafften es großteils nicht, die für sie kalkulierten Deckungsbeiträge zu erreichen. Unter einem angespannten Marktumfeld litten darüber hinaus auch die TV-Verwertungen. Aufgrund dieser Entwicklungen hat die Senator-Gruppe ein negatives Ergebnis erzielt.

Einen positiven Meilenstein bildete ein im Dezember 2008 mit finanzierenden Banken vereinbarter Forderungsverzicht. Dieser führte zu einer deutlichen Besserung der Verlustsituation und Eigenkapitalausstattung und sicherte damit den zu dieser Zeit fraglichen operativen Fortbestand der Gruppe. Insgesamt wurden Verbindlichkeiten mit einem Volumen von € 17,9 Mio. abgebaut. Zum Ende des Geschäftsjahres 2008 betrugen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns damit € 6,9 Mio., wovon € 3,2 Mio. auf langfristige (> 1 Jahr) und € 3,7 Mio. auf kurzfristige (< 1 Jahr) Kontrakte entfielen. Mit einer auf 26,6 % erhöhten Eigenkapitalquote, konnte der Konzern zu einer gesunden Bilanzrelation zurückfinden.

Im Rahmen einer umfassenden und mit hohem Tempo durchgeführten Restrukturierung gelang es im Herbst 2008, das kapitalintensive und risikobehaftete US-Geschäft liquiditätsschonend abzuspalten. Wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis des Senator-Konzerns ergaben sich überdies durch die am 7. Februar 2008 vollzogene Trennung von der X-Filme Creative Pool GmbH. Ein im Geschäftsjahr 2008 angekündigter Erwerb der Mehrheit an der Weltruf TV GmbH wurde rückabgewickelt.

Im Berichtsjahr hat das Unternehmen darüber hinaus mit der Umsetzung eines Optimierungskonzepts der internen Strukturen und Prozesse begonnen. Die Senator-Gruppe erwartet hierdurch ab dem Geschäftsjahr 2009 u. a. massive Kostensenkungen. In diesem Zusammenhang sind weitere Änderungen innerhalb des Konsolidierungskreises geplant. Nähere Informationen hierzu sind dem Nachtragsbericht zu entnehmen.

Die bisherigen Vorstände Marco Weber und Dr. Christopher Borgmann schieden zum 1. September 2008 bzw. zum 15. Dezember 2008 aus dem Unternehmen aus. Der Vorstandsvorsitzende Helge Sasse leitet den Konzern seither als Alleinvorstand.

Die Strategie der Senator-Gruppe sieht vor, zukünftig weitgehend auf den Einkauf teurer und stark risikobehafteter US-amerikanischer Filme zu verzichten, da sich entsprechende Titel in der Vergangenheit vielfach als nicht profitabel erwiesen haben. Stattdessen will die Senator-Gruppe durch einen wesentlich erhöhten Anteil deutscher und europäischer Filme die Risiken in der Filmauswertung senken und gleichzeitig die Rendite erhöhen. Das Management ist davon überzeugt, dass die Wende erfolgreich durchgeführt worden ist und das Unternehmen zukünftig wieder Erträge mit dem operativen Geschäft erzielen wird.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG 2008/2009

Im Jahr 2008 dehnten sich die zuerst auf dem US-Hypothekenmarkt aufgetretenen Probleme sukzessive zu einer massiven weltumspannenden Wirtschafts- und Finanzkrise aus. Kurzzeitig drohte dabei sogar ein Zusammenbruch des globalen Finanzsystems, der nur durch ein staatliches Eingreifen verhindert werden konnte.

Obgleich sich die direkten realwirtschaftlichen Auswirkungen auf die hiesige Volkswirtschaft bislang noch in Grenzen halten, sind die indirekten Folgen auch in Deutschland in zunehmendem Ausmaß zu spüren. Denn von der Krise sind die wichtigsten Handelspartner Deutschlands besonders betroffen, was zu ausgeprägten konjunkturellen Schwächephasen in diesen Staaten geführt hat und sich über die Auslandsnachfrage auch auf die stark exportorientierte einheimische Wirtschaft überträgt.

Zwar konnte im Gesamtjahr 2008 in Deutschland noch ein Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 1,7 % erreicht werden. Dieser entsprang jedoch ausschließlich einem überraschend kräftigen ersten Quartal. In den Folgemonaten erlitt Deutschland demgegenüber einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Derzeit befindet sich die deutsche Volkswirtschaft in einer Rezession.

Ein Zeitpunkt für eine erneute Belebung der Konjunktur zeichnet sich momentan noch nicht ab. Vor diesem Hintergrund wird für das laufende Jahr eine stagnierende Wirtschaftsleistung erwartet. Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Lage sind gegenwärtig sehr hoch, wobei die Abwärtsrisiken überwiegen.

Die vorstehenden Aussagen sind dem Jahresgutachten 2008/2009 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 12. November 2008 entnommen.

BRANCHENENTWICKLUNG 2008

Die deutsche Kinowirtschaft präsentierte sich – wie schon häufig in der Vergangenheit – bislang unbeeinflusst von den verschlechterten konjunkturellen Rahmenbedingungen. Laut Besucherstatistik der Filmförderungsanstalt (FFA) verzeichneten die deutschen Kinos im Jahr 2008 insgesamt 129,4 Mio. Besucher. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 4,0 Mio. Zuschauer bzw. 3,2 %. Da sich der durchschnittliche Ticketpreis um 10 Cent verteuerte, steigerte sich der Umsatz noch deutlicher. Er erhöhte sich um € 36,8 Mio. bzw. 4,9 % und erreichte damit ein Niveau von € 794,7 Mio.

Maßgeblich verantwortlich für diese positive Entwicklung waren deutsche Kinoproduktionen. Ihr Marktanteil steigerte sich nach 18,9 % im Vorjahr deutlich auf 26,6 % in der Berichtsperiode. Am stärksten zu dieser Entwicklung beigetragen hat der Film "Keinohrhasen", der insgesamt auf beinahe 6,3 Mio. Zuschauer (davon 4,9 Mio. in 2008) kam und damit der erfolgreichste Film des Jahres war. Begünstigt wurde dieser Wert zusätzlich dadurch, dass die FFA unter anderem die internationalen Koproduktionen "Unsere Erde" mit über 3,7 Mio. Besuchern und "Asterix bei den Olympischen Spielen" mit knapp 1,6 Mio. Zuschauern als deutsche Filme gewertet hat.

Auch für das Jahr 2009 stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. So findet im Gegensatz zum Vorjahr kein sportliches Großereignis statt, das die Besucheranzahl in den Kinos erfahrungsgemäß schmälert. Zudem starten die Verleiher eine ganze Reihe an Kinofilmen, die ein hohes Zuschauerpotenzial versprechen. Mit dem Film "Der Vorleser" nach dem Weltbestseller Bernhard Schlinks mit der Oscarpreisträgerin Kate Winslet konnte auch die Senator-Gruppe gleich zu Beginn des Jahres einen der großen Erfolge der 30-jährigen Firmengeschichte erreichen, der nach seinem Start am 26. Februar allein bis zum 31. März 2009 bereits 1,8 Mio. Besucher in Deutschland und Österreich verzeichnen konnte.

Der deutsche Videomarkt stabilisierte sich im Jahr 2008 auf einem hohen Niveau. Nach Angaben des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien (BVV) belief sich der Absatz auf insgesamt 103,7 Mio. Bildtonträger. Gegenüber dem Vorjahr waren dies € 800.000 bzw. 0,8 % weniger. Bedingt durch ein reduziertes Preisniveau ging der Umsatz um 3,0 % auf € 1,29 Mrd. zurück. Auch die Erlöse auf dem Videoverleihmarkt verringerten sich um 3,6 % auf € 264 Mio. Für die Zukunft erwartet die Home Entertainment Branche Wachstumsimpulse insbesondere von dem zunehmenden Umstieg auf Blu-ray Discs.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES SENATOR-KONZERNS IM JAHR 2008

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Ertragslage des Konzerns

Das Geschäftsjahr 2008 war für die Senator-Gruppe von einer rückläufigen Entwicklung gekennzeichnet. Die Umsatzerlöse reduzierten sich um € 22,1 Mio. (-40,88 %) auf € 31,9 Mio. (Vj.: € 54,0 Mio.). Ursächlich hierfür war einerseits das Kinogeschäft, weil viele Filme des Unternehmens die für sie kalkulierten Zuschauerzahlen nicht erreichten. Überdies trugen Änderungen im Konsolidierungskreis des Konzerns, insbesondere die Trennung von der X-Filme Creative Pool GmbH und die Abspaltung des US-Geschäfts, zu dieser Entwicklung bei. Aufgrund dieser Änderungen sind Vergleiche mit dem Vorjahresabschluss nur eingeschränkt möglich.

Die Veräußerung der X-Filme Creative Pool GmbH hat im Wesentlichen Auswirkungen auf die folgenden GuV- und Bilanzposten:

  • Umsatzerlöse
  • Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
  • Personalaufwand
  • Sonstiger betrieblicher Aufwand
  • Immaterielle Vermögensgegenstände
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
  • Rückstellungen
  • Minderheitenanteile.

Der Geschäftsverlauf des Konzerns wird im Folgenden zunächst unterteilt nach Segmenten dargestellt. Anschließend wird auf die Gesamtertragslage des Konzerns eingegangen.

2008 in T€ Produktion Kino TV Video/DVD Weltrechte Sonstige Gesamt
Bereichsumsatz 300 8.305 9.196 14.964 51 819 33.635
Innenumsatz 0 1.640 -467 522 0 0 1.695
Umsatzerlöse 300 6.665 9.663 14.442 51 819 31.940
Sonstige betriebliche Erträge aus Zuschreibung 0 0 0 0 0 0 0
Zurechenbare Erträge 300 6.665 9.663 14.442 51 819 31.940
Zurechenbare Aufwendungen
Abschreibungen -899 -1.185 -4.284 -7.179 -1.708 -927 -16.182
davon außerplanmäßig -711 -20 -494 -787 -1.131 -749 -3.892
Verwertungs- und Produktionskosten -68 -8.464 -5.310 -7.132 0 -41 -21.015
Personalkosten -559 -1.393 -1.874 -376 -407 -131 -4.740
Summe -1.526 -11.042 -11.468 -14.687 -2.115 -1.099 -41.937
Bruttogewinn/-verlust -1.226 -4.377 -1.805 -245 -2.064 -280 -9.997
Nicht zurechenbare Erträge und Aufwendungen
Sonstige betriebliche Erträge 21.289
Personalaufwand -1.276
Abschreibungen 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.858
-1.865
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 412
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.212
Equity Ergebnis -94
Erträge aus Beteiligungen 0
Währungsverluste -538
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.274
2007 in T€ Produktion Kino TV Video/DVD Weltrechte Sonstige Gesamt
Bereichsumsatz 10.363 12.225 17.109 15.520 10.383 639 66.239
Innenumsatz 1.614 1.390 3.128 2.483 3.600 0 12.215
Umsatzerlöse 8.749 10.835 13.981 13.037 6.783 639 54.024
Sonstige betriebliche Erträge aus Zuschreibung 0 0 1.123 1.122 0 0 2.245
Zurechenbare Erträge 8.749 10.835 15.104 14.159 6.783 639 56.269
Zurechenbare Aufwendungen
Abschreibungen -7.139 -2.214 -3.290 -5.195 -3.772 -2.022 -23.632
davon außerplanmäßig 0 0 -667 -666 0 0 -1.333
Verwertungs- und Produktionskosten -697 -15.972 -6.677 -3.598 -1.602 -196 -28.742
Personalkosten -1.654 -1.736 -1.057 -169 -567 -30 -5.213
Summe -9.490 -19.922 -11.024 -8.962 -5.941 -2.248 -57.587
Bruttogewinn/-verlust -741 -9.087 4.080 5.197 842 -1.609 -1.318
Nicht zurechenbare Erträge und Aufwendungen
Sonstige betriebliche Erträge 9.762
Personalaufwand -1.051
Abschreibungen auf Finanzanlagen -13
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.638
1.742
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 576
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.820
Equity Ergebnis -262
Währungsverluste -726
Sonstige Erlöse/Aufwendungen 29
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -461

Über alle Segmente betrug der Bruttoverlust € 10,0 Mio. Im Folgenden ist die Entwicklung der einzelnen Segmente dargestellt.

Produktion

Am 7. Februar 2008 gaben die Senator-Gruppe und die X-Filme Creative Pool GmbH die Trennung ihrer gemeinsamen Produktionsaktivitäten bekannt. Grund für diese Entscheidung war die starke Annäherung beider Unternehmen in ihrem operativen Geschäft. Die Trennung soll die hierdurch bedingten, zunehmend unvermeidbarer werdenden Überschneidungen für die Zukunft verhindern. Im Jahr 2008 konnte die Senator-Gruppe in den Kinos keine Filme aus eigener nationaler Produktion starten. Die Umsatzerlöse betreffen daher ausschließlich Lizenzerlöse von älteren Filmproduktionen. Die Abschreibungen in dem Segment gehen v. a. auf Developmentrechte zurück, deren Entwicklung das Unternehmen nicht weiter verfolgt. Als Ergebnis betrug der Bruttoverlust € -1,2 Mio. (Vj.: T€ -741), der in Höhe von T€ 559 auf Personalaufwendungen zurückgeht.

Kino

Das Segment Filmverleih der Senator-Gruppe brachte im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 20 Filme in die Kinos. Hiervon entfielen 13 Titel auf die Marke Senator Film Verleih sowie 7 Produktionen auf den Central Film Verleih. Mit knapp 570.000 Zuschauern erzielte die Komödie SUPERHERO MOVIE die größte Publikumsresonanz unter den Titeln des Unternehmens. Als sehr erfolgreich erwies sich der deutsche Film WOLKE 9 des Regisseurs Andreas Dresen, auf den über 440.000 Zuschauer entfielen. Insgesamt sahen knapp 2,1 Mio. Menschen die in 2008 angelaufenen Senator-Filme. Damit blieb der Bereich deutlich hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück.

Die zurückhaltende Publikumsresonanz spiegelt sich auch in den erzielten Umsätzen des Bereichs wider. So gingen die Erlöse auf € 6,7 Mio (Vj.: € 10,8 Mio.) zurück. Eine Verbesserung konnte demgegenüber bei dem Bruttoergebnis des Segments erreicht werden. Mit € -4,4 Mio. (Vj.: € -9,1 Mio.) wurde jedoch noch immer ein signifikanter Verlust realisiert. Dieser Verlust geht im Wesentlichen darauf zurück, dass die Erlöse an der Kinokasse die Aufwendungen in der Vermarktung nicht einspielen konnten. Der bereits hieraus entstehende Verlust erhöhte sich durch die auf die Kinoverwertung entfallenden Abschreibungen der Anschaffungskosten sowie Personalaufwendungen weiter.

TV

Im Segment TV sind sowohl das Geschäft der zum Senator-Konzern gehörenden TV-Produktionsgesellschaft Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH (Pro TV) als auch die Verkäufe von Lizenzrechten an TV-Sender erfasst. Die Umsätze aus dem TV-Produktionsgeschäft betragen ca. 80 %. Insgesamt betrugen die Umsatzerlöse in diesem Segment € 9,7 Mio. (Vj.: € 15,1 Mio.).

Der Bereich Lizenzhandel von TV-Rechten ist durch schwierige Marktbedingungen gekennzeichnet. So erfolgten im Geschäftsjahr 2008 zwar Verkäufe von originär für das Segment Kino produzierten Inhalten an TV-Sender in Höhe von ca. 20 % der Umsätze, doch reduzierten die hierauf entfallenden Anschaffungkosten die Marge erheblich. Im Ergebnis reduzierte sich das Bruttoergebnis auf € -1,8 Mio. (Vj.: € 4,1 Mio.).

Video/DVD

Wachstum bei der operativen Entwicklung zeigte das Unternehmenssegment Home Entertainment in der Berichtsperiode. Die hierfür verantwortliche Tochtergesellschaft Senator Home Entertainment GmbH konnte ihre Geschäftstätigkeit ausweiten und veröffentlichte insgesamt 57 Filme, Serien und Dokumentationen auf Bildtonträgern. Im Vorjahr hatte die Anzahl der Veröffentlichungen bei 22 gelegen.

Auch bei den Chartplatzierungen konnten die Filme von Senator erneut Erfolge verzeichnen. So erreichten in den DVD-Verkaufscharts insgesamt vier Titel die Top 10. DEATH PROOF – TODSICHER auf Platz 2, PLANET TERROR und HALLOWEEN jeweils auf Position 6 sowie ZIMMER 1408 auf Platz 7. In den DVD-Verleihcharts schafften es PLANET TERROR sogar auf Spitzenplatz 1, ZIMMER 1408 auf Position 2 und DAS WAISENHAUS sowie DER NEBEL jeweils auf Platz 3, DEATH PROOF – TODSICHER und HALLOWEEN auf Position 4 und THE HUNTING PARTY an die 7. Stelle. In den Blu-ray Charts schließlich konnte DAS WAISENHAUS sich die Position 1 sichern.

Mit dem zur RTL Group zählenden Unternehmen Universum Film GmbH (Universum Film) konnte Senator Home Entertainment GmbH im Dezember 2008 einen Lizenzvertrag über DVD-Rechte für mehrere Filme schließen. Erste positive Effekte auf das Segment Home Entertainment konnte die Senator-Gruppe hieraus bereits im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielen.

Die Umsätze im Home Entertainment Segment steigerten sich auf € 14,4 Mio (Vj.: € 13,0 Mio.) bei einem nahezu ausgeglichenen Bruttoergebnis (Vj.: € 5,2 Mio.).

Weltrechte

Der Bereich Weltvertrieb erfasst Verkäufe von Rechten an nicht-deutsche Territorien. In der Vergangenheit trugen insbesondere die internationalen Produktionsaktivitäten zu den Umsätzen dieses Segments bei. Da die Senator-Gruppe ihr zugehöriges Geschäft zum 1. September 2008 jedoch größtenteils veräußerte, floss in den vorliegenden Jahresabschluss kaum ein Handel mit Weltrechten ein. Die Umsatzerlöse gingen im Geschäftsjahr 2008 folglich auf T€ 51 (Vj.: € 6,8 Mio.) zurück.

GESAMTERTRAGSLAGE DES KONZERNS

Die Senator-Gruppe schloss das Geschäftsjahr 2008 mit einem Konzernjahresergebnis von € -4,3 Mio. (Vj.: T€ -753) ab. Aufgrund des Ergebnisanteils der Minderheitengesellschafter der Pro TV von T€ -930, entfiel auf die Eigenkapitalgeber ein Ergebnis von € -3,4 Mio. (Vj.: T€ -112).

Der Senator-Konzern konnte mit € -1,8 Mio. im Gegensatz zum Vorjahr kein positives Ergebnis (EBIT) erwirtschaften (Vj.: € 1,8 Mio.). Innerhalb des EBIT sind in der Position sonstige betriebliche Erträge Forderungsverzichte verschiedener Banken in Höhe von € 17,9 Mio. enthalten, die ein außerordentliches Ereignis darstellen.

Die Personalaufwendungen waren im Geschäftsjahr – auch aufgrund der bereits begonnenen Restukturierung im Herbst des Geschäftsjahres – insgesamt leicht rückläufig und beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf insgesamt € 6,0 Mio. (Vj.: € 6,3 Mio.). Die Personalaufwandsquote stieg angesichts des geringeren Umsatzniveaus dennoch auf 18,8 % (Vj.: 11,6 %). Insgesamt beschäftigte die Senator-Gruppe in der Berichtsperiode durchschnittlich 107 Mitarbeiter. Noch im Jahr 2008 konnte das Unternehmen bei Tochtergesellschaften des Senator-Konzerns sowie in der Holding Restrukturierungsmaßnahmen im Personalbereich vornehmen, die neben den Auswirkungen durch die Abspaltung des US-Geschäfts zu Entlastungen der Personalkosten in 2009 führen werden.

Eine deutliche Zunahme verzeichnete die Senator-Gruppe dagegen bei der Position sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf € 11,9 Mio. (Vj.: € 5,6 Mio.) erhöhte. Ursächlich hierfür war vorrangig die Abschreibung von Forderungen und Darlehen in Höhe von € 5,7 Mio., die mit € 4,1 Mio. im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der US-Aktivitäten stehen. Bereinigt um diesen Effekt beträgt der sonstige betriebliche Aufwand € 6,2 Mio. und bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Finanzergebnis des Konzerns betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr € -2,4 Mio. (Vj.: € -2,2 Mio.) und wurde maßgeblich durch erhöhte Zinsaufwendungen von € 2,2 Mio. (Vj.: € 1,8 Mio.) verursacht. Diese resultieren aus einer gestiegenen Fremdkapitalaufnahme, die zur Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs notwendig war. Ihnen stehen Finanzerträge in Höhe von T€ 412 (Vj.: T€ 576) gegenüber.

Die steuerliche Belastung reduzierte sich im Geschäftsjahr 2008 auf T€ 63 (Vj.: T€ 292). Somit schloss der Senator-Konzern das Geschäftsjahr 2008 mit einem Ergebnis von € -4,3 Mio. (Vj.: T€ -753) ab. Da auf Minderheitenanteile, zu denen die weiteren Gesellschafter der Pro TV zählen, ein Ergebnisanteil von T€ -930 (Vj.: T€ -641) entfällt, beträgt das Ergebnis für die Eigenkapitalgeber € -3,4 Mio. (Vj.: T€ -112). Das Ergebnis pro Aktie beträgt damit € -0,17 (Vj.: € -0,01).

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNS

Die Konzernbilanzsumme der Senator Entertainment AG ging im Geschäftsjahr 2008 um € -46,6 Mio. bzw. -57,3 % zurück. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2008 betrug sie € 34,7 Mio. (Vj.: € 81,2 Mio.). Bedeutende Auswirkung auf die Konzernbilanz hatte die Entkonsolidierung der X-Filme Creative Pool GmbH sowie des US-Geschäfts. Ein weiterer bilanziell signifikanter Effekt entstand durch den mit mehreren Banken vereinbarten Forderungsverzicht, der zu einer signifikanten Entschuldung der Gruppe und einer Abminderung der Verlustsituation führte.

Positionen des langfristigen Vermögens bildeten mit einem Anteil von 66,6 % die Mehrheit an den Aktiva der Senator-Gruppe und summierten sich insgesamt auf einen Wert von € 23,1 Mio. (Vj.: € 36,2 Mio.). Den Hauptanteil hieran stellten die immateriellen Vermögensgegenstände mit € 18,4 Mio. (Vj.: € 31,1 Mio.) dar. Sie enthalten hauptsächlich akquirierte Filmverwertungsrechte, die erst in den kommenden Jahren ausgewertet werden. Weiterhin sind in dieser Position in der Produktion befindliche Projekte enthalten, die bis zu ihrer Verwertung vollständig aktiviert wurden. Ferner umfasst die Position den Firmenwert der Pro TV in Höhe von T€ 548.

Die im Vorjahr mit lediglich € 1 in der Bilanz erfassten Wertpapiere des Anlagevermögens erhöhten sich im Jahr 2008 auf € 2,0 Mio. Hierbei handelt es sich um die erworbenen Anteile an der A-Company Consulting & Licensing AG, deren 12,55 %-iger Anteil das Unternehmen in 2008 erworben hat.

Die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen, zu denen die Senator-Beteiligungen an der X Verleih AG, der Pro in Space GmbH und der Central Film Verleih GmbH zählen, verringerte sich auf € 1,3 Mio. (Vj.: € 2,2 Mio.). Der Grund hierfür liegt insbesondere an den zurechenbaren anteiligen Verlusten der X Verleih AG (T€ -171) sowie aufgrund der Entkonsolidierung der X-Filme Creative Pool GmbH (T€ -730).

Die Veränderung der langfristigen Forderungen und Leistungen um T€ 930 auf T€ 842 begründet sich im Wesentlichen auf die vollständige Wertberichtigung einer langfristigen Forderung, von deren Einbringlichkeit nicht mehr ausgegangen werden kann.

Der Anteil des kurzfristigen Vermögens an der Konzernbilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag des vergangenen Geschäftsjahres 33,4 %. Insgesamt sind Werte in Höhe von € 11,6 Mio. (Vj.: € 45,0 Mio.) als Umlaufvermögen aktiviert.

Hauptverantwortlich für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr war die Entwicklung der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 17,8 Mio. Der Forderungsbestand im Vorjahr resultierte neben Forderungen der X-Filme Creative Pool GmbH vor allem aus Verkäufen des Films FIREFLIES IN THE GARDEN in einzelne Territorien. Die Forderungen sind im Geschäftsjahr weitestgehend eingegangen und lösten Produktionsdarlehen ab. Weiterhin steht die Reduktion im Einklang mit reduzierten Umsatzerlösen des Geschäftsjahres.

Ein weiterer wesentlicher Rückgang betrifft die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die sich um € 11,6 Mio. auf € 3,8 Mio. verminderten. Der Hauptgrund geht auf einen Beteiligungsverkauf Ende 2007 zurück, deren Zahlung im Januar 2008 einging.

Die liquiden Mittel gingen als Folge der im operativen Geschäft aufgetretenen Verluste sowie erfolgter Investitionen in Filmrechte auf € 1,9 Mio. (Vj.: € 5,0 Mio.) zurück. Ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug damit 5,6 %. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Punkt Liquiditätslage verwiesen.

Das Eigenkapital der Senator-Gruppe betrug zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Berichtsjahres € 9,2 Mio. (Vj.: € 16,9 Mio.). Durch den gewährten Forderungsverzicht der finanzierenden Banken und auch angesichts der geringeren Bilanzsumme verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 26,6 % (Vj.: 20,7 %). Das auf die Minderheitenanteile entfallende Eigenkapital reduzierte sich aufgrund des Verkaufs der X-Filme Creative Pool GmbH auf T€ 0 (Vj.: € 4,5 Mio.).

Mit einem Volumen von € 22,0 Mio. (Vj.: € 58,8 Mio.) war ein Großteil der Konzernverbindlichkeiten kurzfristiger Natur. Ihre Relation zu der Bilanzsumme lag damit bei 63,3 %. Der größte Anteil hieran entfiel auf die erhaltenen Anzahlungen, die sich auf € 6,2 Mio. (Vj.: € 11,5 Mio.) summierten und hauptsächlich Mittel aus Vorverkäufen für noch nicht fertiggestellte Filmrechte beinhalten.

Einen starken Rückgang konnte die Senator-Gruppe bei den Verbindlichkeiten realisieren. So wurden die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch den im Dezember 2008 vereinbarten Forderungsverzicht drastisch auf € 3,7 Mio. (Vj.: € 29,5 Mio.) reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich insbesondere aufgrund einer geringeren Geschäftstätigkeit auf € 5,2 Mio. (Vj.: € 8,1 Mio.).

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, die u. a. ein Darlehen von Altgesellschaftern der Pro TV enthalten, verminderten sich auf € 1,8 Mio. (Vj.: € 2,2 Mio.) und die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen auf T€ 122 (Vj.: T€ 444). Als sonstige Rückstellungen hat die Senator-Gruppe u. a. Lizenzgeberanteile, Videokosten und Prozesskostenrückstellungen bilanziert. Die Position verminderte sich zum Bilanzstichtag 2008 auf € 4,1 Mio. (Vj.: € 6,1 Mio.).

Mit einem Anteil von lediglich 10,1 % an der Bilanzsumme, besaßen die langfristigen Verbindlichkeiten nur einen vergleichsweise geringen Einfluss auf die Bilanz der Senator-Gruppe. Ihr Volumen von € 3,5 Mio. (Vj.: € 5,7 Mio.) wird wesentlich bestimmt von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 3,2 Mio. (Vj.: € 5,5 Mio.). Obwohl in der Position im Jahr 2008 emittierte Anleihetranchen enthalten sind, konnte insgesamt ein Rückgang im Berichtszeitraum durch einen Bankenverzicht verzeichnet werden.

Detaillierte und weitere Informationen zu den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz sind im Anhang des Senator-Konzerns aufgeführt.

Liquiditätslage des Konzerns

Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 3,2 Mio. sowie kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 3,7 Mio. Dem standen liquide Mittel in Höhe von € 1,9 Mio. gegenüber.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden liquide Mittel i. H. v. € 3,0 Mio. verbraucht. Ausgehend von einem operativen Cashflow von € 12,5 Mio. wurden Investitionen von ca. € 17,0 Mio. getätigt. Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich trug, insbesondere durch die Aufnahme von Darlehen, i. H. v. ca. € 1,0 Mio., zum Cashflow des Geschäftsjahres bei.

Für die weitere Entwicklung der Senator-Gruppe sind bereits Verpflichtungen eingegangen worden, die einen erheblichen Liquiditätsbedarf zur Folge haben werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt der Senator-Konzern über keine Kreditlinie und ist daher gezwungen, den Fortbestand der Gruppe aus dem operativen Cashflow zu sichern. Das Unternehmen geht nach der Unternehmensplanung davon aus, dass die Existenz gesichert ist und ein maßvolles Unternehmenswachstum finanzierbar ist. Dennoch prüft der Vorstand aktuell verschiedene Finanzierungsoptionen, die sowohl den Ausbau der Eigen- als auch weitere Fremdkapitalaufnahmen umfassen. Sollten sich keine geplanten Mittelaufnahmen realisieren lassen und/oder das operative Geschäft der Gruppe keine positive Entwicklung aufweisen, ist die Unternehmensfortführung möglicherweise gefährdet.

Stand 31.12.2008

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE DER SENATOR ENTERTAINMENT AG

Ertragslage der Senator Entertainment AG

Die Senator Entertainment AG erzielte im Geschäftsjahr 2008 einen Jahresüberschuss in Höhe von € 5,5 Mio. (Vj.: € 3,1 Mio.). Maßgeblich bedingt wurde dieses Ergebnis von einem gewährten Forderungsverzicht eines finanzierenden Bankinstituts in Höhe von € 13,4 Mio. Ohne diesen Sondereffekt hätte das Unternehmen einen Verlust verzeichnet.

Im Berichtsjahr 2007 produzierte die Senator Entertainment AG die internationale Produktion FIREFLIES IN THE GARDEN und veräußerte die Verwertungsrechte weltweit. In diesem Zusammenhang wurden Umsatzerlöse realisiert und Materialaufwendungen sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen. Der Rückgang in diesen Positionen erklärt sich dadurch, dass das Unternehmen im Berichtsjahr keine vergleichbare Produktion realisiert hat.

Die Senator Entertainment AG erzielte in ihrer Holdingfunktion sonstige betriebliche Erträge in Höhe von € 2,7 Mio. vor allem durch Konzernumlagen. Der Rückgang in Höhe von € 5,9 Mio. geht vor allem auf einen Beteiligungserlös des Vorjahres zurück.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich leicht auf € 1,2 Mio. (Vj.: € 1,0 Mio.). Insgesamt wurden von der Gesellschaft durchschnittlich 13 Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen fielen im Geschäftsjahr 2008 in Höhe von € 8,5 Mio. (Vj.: € 4,8 Mio.) an. Ursächlich für die Zunahme waren im Wesentlichen substantielle Wertberichtigungen auf Forderungen im Rahmen von Filmrechteverkäufen sowie im Zusammenhang mit der Ablösung des US-Geschäfts.

Mit verschiedenen Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge, infolge derer die Gewinne der Organgesellschaften abgeführt werden müssen bzw. Verlustausgleichsverpflichtungen bestehen. In der Berichtsperiode wurden Gewinne der Senator Film Verleih GmbH i. H. v. € 4,0 Mio. (Vj.: € 0,9 Mio.) vereinnahmt, die im Wesentlichen durch einen Bankenverzicht verursacht sind. Gleichzeitig mussten Verluste i. H. v. € 2,1 Mio. der anderen Organgesellschaften übernommen werden.

Als Hauptkreditnehmerin nimmt die Senator Entertainment AG die Darlehensmittel auf und reicht sie an die Tochterunternehmen weiter. Das Zinsergebnis betrug im Berichtsjahr T€ -668 (Vj.: T€ -727).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Senator Entertainment AG belief sich im Geschäftsjahr 2008 auf € -7,9 Mio. (Vj.: € 3,1 Mio.). Steueraufwendungen fielen aufgrund bestehender Verlustvorträge im Organkreis sowie steuerfreier Erträge wie im Vorjahr lediglich in vernachlässigbarer Höhe an. Bedingt durch das außerordentliche Ergebnis in Höhe von € 13,4 Mio. in Form des vereinbarten Forderungsverzichts erzielte das Unternehmen ein Jahresergebnis von € 5,5 Mio. (Vj.: € 3,1 Mio.).

Vermögens- und Finanzlage der Senator Entertainment AG

Die Bilanzsumme der Senator Entertainment AG reduzierte sich im Geschäftsjahr 2008 auf € 34,4 Mio. (Vj.: € 40,4 Mio.). Als Konzernholding stellen die Anteile an verbundenen Unternehmen den wichtigsten Aktivposten dar. Ihr Wert reduzierte sich aufgrund der Veräußerung der Beteiligung an der X-Filme Creative Pool GmbH auf € 13,1 Mio. (Vj.: € 16,3 Mio.).

Bedeutende Zuwächse in Höhe von € 2,0 Mio. sind durch den Kauf von 12,55 % der Anteile an der A-Company Consulting & Licensing AG zu verzeichnen.

Innerhalb der sonstigen Ausleihungen werden Darlehensausreichungen an die Eurofilm & Media Ltd. ausgewiesen, welche die Holding der 100 %-igen irischen Tochtergesellschaft für den Erwerb von Filmrechten langfristig zur Verfügung stellt.

In den Anteilen an assoziierten Unternehmen sind die Beteiligungsansätze an der X Verleih AG, der Central Film Verleih GmbH und der Pro in Space GmbH ausgewiesen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag € 14,1 Mio. (Vj.: € 21,1 Mio.). Den Rückgang haben die Veränderungen von zwei Positionen verursacht. Erstens gingen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 73 (Vj.: € 5,3 Mio.) zurück, da diese im Zusammenhang mit Verkäufen des Films FIREFLIES IN THE GARDEN im Berichtsjahr teilweise beglichen wurden. Zusätzlich waren Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von € 2,2 Mio. zu bilden. Und zweitens

führte der Zahlungsmittelzufluss aus einer zu Ende des Vorjahres stattgefundenen Beteiligungsveräußerung zu einem Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände auf € 2,1 Mio. (Vj.: € 8,7 Mio.). Eine deutliche Zunahme auf € 11,9 Mio. (Vj.: € 6,3 Mio.) verzeichnete demgegenüber die Position "Forderungen gegen verbundene Unternehmen". In der Position ist im Wesentlichen die Weitergabe von Darlehen für das operative Geschäft innerhalb der Senator-Gruppe ausgewiesen.

Die Eigenkapitalausstattung der Senator Entertainment AG steigerte sich zum Bilanzstichtag auf € 21,0 Mio. (Vj.: € 15,6 Mio.). Die Eigenkapitalquote betrug damit 61,2 % (Vj.: 38,5 %).

Keine großen Veränderungen gab es bei den Rückstellungen der Gesellschaft. Sie beliefen sich zum Bilanzstichtag auf € 1,2 Mio. (Vj.: € 1,7 Mio.).

Die Senator Entertainment AG konnte die Verbindlichkeiten im Berichtsjahr deutlich reduzieren. Sie verringerten sich zum 31. Dezember 2008 auf € 12,0 Mio. (Vj.: € 23,1 Mio.). Hauptsächlich verantwortlich hierfür war der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf T€ 500 (Vj.: € 12,9 Mio.), der sich als Folge aus dem mit einem Bankinstitut vereinbarten Forderungsverzicht ergab. Zudem gingen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf € 5,5 Mio. (Vj.: € 9,0 Mio.) zurück. Zur Finanzierung des Ablösebetrags im Rahmen des Forderungsverzichtes wurden Anleihen begeben, die insgesamt € 3,2 Mio. zu den Verbindlichkeiten beisteuerten.

Liquiditätslage der Senator Entertainment AG

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 500 sowie Anleiheverbindlichkeiten in Höhe von € 3,2 Mio. Dem standen Guthaben in Höhe von T€ 23 gegenüber.

Für die weitere Entwicklung der Senator-Gruppe sind bereits Verpflichtungen eingegangen worden, die einen Liquiditätsbedarf zur Folge haben werden und die aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen sowie dem bestehenden Cash Pool mit der Senator Entertainment AG als Cash Pool-Führerin auch Auswirkungen auf die Senator Entertainment AG haben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt die Senator Entertainment AG über keine Kreditlinie und ist daher gezwungen, den Fortbestand der Gruppe aus dem operativen Cashflow zu sichern. Das Unternehmen geht nach der Unternehmensplanung davon aus, dass die Existenz gesichert ist und ein maßvolles Unternehmenswachstum finanzierbar ist. Dennoch prüft der Vorstand aktuell verschiedene Finanzierungsoptionen, die sowohl den Ausbau der Eigen- als auch weitere Fremdkapitalaufnahmen umfassen. Sollten sich keine geplanten Mittelaufnahmen realisieren lassen und/oder das operative Geschäft der Gruppe keine positive Entwicklung aufweisen, ist die Unternehmensfortführung möglicherweise gefährdet.

MITARBEITER

Im Geschäftsjahr beschäftigte der Senator-Konzern insgesamt 107 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahr wurde die Anzahl der Beschäftigten nahezu stabil gehalten (113 Mitarbeiter).

CHANCEN UND RISIKEN

Der Senator-Gruppe ist daran gelegen, Chancen zu nutzen und Risiken zu begrenzen. Demzufolge ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Es basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung.

Das nach der Beendigung der Insolvenz der Senator AG aufgebaute Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und ermöglicht, durch ein standardisiertes Überwachungssystem gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die dargestellten Ausführungen gelten gleichermaßen für die Senator-Gruppe sowie für die Senator AG.

Chancenbericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Die Senator-Gruppe betreibt daher ein ganzheitliches Risiko- und Chancenmanagement-System zur konsequenten Nutzung ihrer Chancen, ohne die damit verbundenen Risiken außer Acht zu lassen. Bestehende und künftige Erfolgspotenziale des Unternehmens werden durch effizientes Risikomanagement gesichert. Zielgerecht werden auch Chancen unternehmensweit identifiziert, beurteilt und aufgegriffen. Die Chancen bestehen insbesondere in der Auswahl der richtigen Filme und Stoffe und ihrer anschließenden Performance im Kino, Home-Entertainment sowie deren Verkauf von Fernsehrechten an die verschiedenen Sendeanstalten. Der Erfolg des Senator-Konzerns hängt von verschiedenen Risiken ab, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur schwer einzuschätzen sind.

Risikobericht

Liquidität

Stichtagsbezogen bestehen für die Senator-Gruppe keine Liquiditätsprobleme. Es wird jedoch angestrebt, die Marktpositon weiter auszubauen, wofür das Unternehmen bereits erhebliche finanzielle Verpflichtungen, insbesondere durch den Erwerb von Filmrechten, eingegangen ist. Sollten sich die erwarteten Ergebnisbeiträge nicht wie geplant entwickeln und das operative Geschäft der bereits bestehenden Tochtergesellschaften hinter den Erwartungen zurückbleiben, können Liquiditätsprobleme entstehen, die den Bestand der gesamten Senator-Gruppe gefährden könnten.

Wettbewerb im Filmproduktions- und Vertriebsmarkt

Die Tochterunternehmen des Senator-Konzerns sind einer Reihe von Markt- und Wettbewerbsrisiken ausgesetzt. Als Produzent und Einkäufer von Filmrechten sowie bei der Auswertung von Rechten und als Lizenzhändler bewegen sie sich sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Vertriebsseite in einem intensiven und dynamischen Wettbewerbsumfeld. Insbesondere besteht das Risiko, dass die multinational agierenden Studios, den von der Gesellschaft u. a. bedienten Nischenmarkt der deutschsprachigen Produktionen und dessen Auswertung besetzen. Aufgrund der stärkeren finanziellen Möglichkeiten dieser Konkurrenzunternehmen besteht die Gefahr des Verdrängungswettbewerbes.

Risiken bei Filmproduktionen

Bei Eigenproduktionen stehen die Tochtergesellschaften mit anderen Filmproduktionsfirmen im Wettbewerb um die Rechte an literarischen Vorlagen und Drehbüchern sowie um Verträge mit erfolgreichen Regisseuren, Schauspielern und Studios.

Eigen- und Koproduktionen von Kino- und Fernsehfilmen sind kostenintensiv und mit einem entsprechenden finanziellen Risiko verbunden. Die Produktionskosten bei einem durchschnittlichen deutschen Film lagen in der Vergangenheit zwischen € 2,5 Mio. und € 5,0 Mio.

Bei nationalen Projekten mindert das Unternehmen die Risiken durch Filmfördermittel. Der Erfolg eines Films ist im Wesentlichen von der Akzeptanz der Zuschauer abhängig und daher nur schwer im Voraus planbar.

Nach deutschem Urheberrecht haben Filmurheber einen Anspruch sowohl auf angemessene Vergütung als auch auf eine zusätzliche Vergütung, sofern die Erlöse aus der Auswertung eines Films im Verhältnis zur ursprünglichen Vergütung als außerordentlich hoch angesehen werden. Die jeweils betroffene Senator-Einheit könnte insofern Nachzahlungsansprüchen der jeweiligen Filmurheber ausgesetzt sein.

Risiken beim Filmeinkauf

Im Bereich Lizenzhandel stehen einzelne Senator-Gesellschaften mit anderen Filmverleihern im Wettbewerb um den Erwerb von Filmrechten für viel versprechende Produktionen. Auch wenn sich die zwischenzeitlich zugespitzte Situation auf dem Beschaffungsmarkt wieder deutlich entspannt hat, besteht nach wie vor eine hohe Konkurrenz um attraktive Kinospielfilme. Darüber hinaus besteht beim Filmeinkauf sowohl ein quantitatives (Einkaufspreis) als auch ein qualitatives Risiko (Inhalt). Risiko mindernd wirkt hier in der Regel allein die Erfahrung der Einkäufer. Der Senator-Konzern ist bestrebt, über seine Tochtergesellschaften eine ausreichende Anzahl von Eigenund Koproduktionen zu entwickeln und vorzuhalten, um den Bedarf an Spielfilmen auch dann decken zu können, wenn es aufgrund veränderter Marktsituationen nicht gelingen sollte, die benötigte Anzahl von Lizenzen für hochwertige Fremdproduktionen zu annehmbaren Bedingungen zu erwerben.

Risiken bei der Verwertung

Die Senator-Gruppe verwertet Filmrechte über sämtliche Auswertungsstufen. In Vermarktung und Vertrieb konkurriert sie in den jeweiligen Verwertungsstufen mit zahlreichen nationalen und internationalen Anbietern. Einnahmen im Kinobereich hängen sowohl von der Gesamtmarktentwicklung als auch von den Präferenzen des Publikums ab. Konjunkturelle Krisen haben in der Vergangenheit die Auswertung im Kinoverleihgeschäft wiederholt beeinträchtigt; sie stellen daher einen Risikofaktor dar. Der TV-Bereich zeichnet sich durch eine hohe Marktdynamik auf der Nachfrageseite aus, die sowohl die Wettbewerbsstruktur als auch das Preisgefüge beeinflusst. Der TV-Bereich ist von der Entwicklung der Werbeeinnahmen und

damit auch von der Konjunkturlage abhängig. Profitieren kann Senator vom aktuellen DVD-Boom. Die Piraterie über das Internet in Verbindung mit leistungsfähigen Technologien kann im Kino- und DVD-Bereich Einbußen zur Folge haben, falls es nicht gelingt, geeignete Maßnahmen zur Eindämmung zu schaffen. Änderungen der Markt- und Wettbewerbslage auf den einzelnen Verwertungsstufen (Kino, Video/DVD, Pay-TV, Free-TV) können sich prinzipiell negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken.

Fördermittel

Aufgrund der aktuellen Fördersituation in Deutschland finanziert Senator die deutschen Produktionen zum Teil über die von den Förderanstalten gewährten Mittel. Eine ungünstige Veränderung der Förderrichtlinien könnte bei Senator zu einer Finanzierungslücke führen, die durch sonstige freie Mittel oder durch eine Umstrukturierung der mittelfristigen Produktionsplanung gedeckt werden müsste. In diesem Zusammenhang besteht ferner das Risiko, dass bestimmte Auszahlungs- bzw. Verwertungsvoraussetzungen nicht eingehalten werden. Ein Verstoß gegen diese Regelungen kann die Verpflichtung zur Rückzahlung der entsprechenden Fördermittel zur Folge haben.

Saisonale Schwankungen der Erträge

Insbesondere beim Lizenzhandel handelt es sich um ein saisonales Geschäft. Umsätze und Zeitpunkt der Umsatzrealisierung sowie der Zahlungseingänge bei den Beteiligungsgesellschaften sind nur schwer planbar.

Forderungsausfallrisiken

Wie in der Branche üblich, sind wegen der längeren Zahlungsziele Forderungsausfallrisiken nicht auszuschließen.

Risiko von Wertberichtigungen an Vermögensgegenständen

Es ist nicht auszuschließen, dass in Zukunft außerordentliche Wertberichtigungen hinsichtlich der Vermögensgegenstände des Unternehmens (Filmvermögen, Beteiligungen, Firmenwerte, etc.) vorgenommen werden müssen, sofern sich die derzeitige Bewertung als unzutreffend erweist.

Abhängigkeit von qualifiziertem Personal

Qualifiziertes Personal auf Führungs- sowie Mitarbeiterebene ist essentiell für den Erfolg des Konzerns. Der Verlust von entsprechenden Mitarbeitern kann die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns beeinträchtigen.

Volatilität der Senator-Aktie

Es lässt sich auch für die Zukunft nicht ausschließen, dass der Marktpreis der Aktien des Unternehmens erheblichen Schwankungen ausgesetzt ist. Es lässt sich ferner nicht mit Gewissheit absehen, welche Auswirkungen eine mögliche Aktienveräußerung seitens der Großaktionäre auf dem öffentlichen Markt hätte. Eine wesentliche Beeinträchtigung des Börsenkurses der Aktie ist nicht auszuschließen.

Währungsrisiken

Die Senator AG hatte in 2008 in ihrer Holdingfunktion langfristige Darlehen an verbundene Unternehmen gegeben, die Wechselkursschwankungen ausgesetzt waren.

Für die operativen Gesellschaften gilt: Der überwiegende Teil der auf den internationalen Filmmärkten erworbenen Lizenzen wird in US-Dollar bezahlt. Die bei der Auswertung erzielten Umsätze fallen dagegen überwiegend in Euro an. Schwankungen des Euro/US-Dollar-Wechselkurses können Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb haben, die Finanz- und Ertragslage, vor allem die operativen Margen der Gesellschaft beeinflussen und sowohl zu Wechselkursgewinnen als auch zu Wechselkursverlusten führen. Die Senator AG begegnet diesen Risiken einzelfallbezogen mit Devisentermin- und ähnlichen Absicherungsgeschäften (Optionsgeschäfte).

Anfechtungsklagen/Rechtsbeschwerde

Gegen verschiedene Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 23. November 2004, 7. Juli 2006, 4. September 2007 und 17. Juli 2008 sind Anfechtungsklagen erhoben worden. Im Geschäftsjahr 2008 wurden erfolgreich Vergleichsverhandlungen geführt und hierdurch eine Vielzahl von Anfechtungsverfahren zum Abschluss gebracht.

Das Greenshoe-Verfahren wurde durch Vergleich und Klagerücknahme beendet.

WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Das nach der Insolvenz aufgebaute Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und ermöglicht, durch ein standardisiertes Überwachungssystem gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die Risikomanagementziele und –methoden der Senator AG sind auf die spezifischen Anforderungen des Filmgeschäftes als Projektgeschäft ausgerichtet. Ausgehend von und im budgetären Rahmen einer Gesamtplanung werden detaillierte Kalkulationen der einzelnen Projekte erstellt.

Das unternehmensintern eingesetzte Steuerungssystem berücksichtigt Deckungsbeitragsrechnungen, die je Film über alle Wertschöpfungsstufen aufgestellt werden. Zusätzlich stehen die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis im Fokus des Vorstands. Diese Steuerungsgrößen werden mindestens quartalsweise und bei wesentlichen Änderungen aktualisiert.

Über ein standardisiertes unterjähriges Berichtswesen und über unterjährige Abschlüsse wird die Geschäftsführung über die zahlenmäßige Entwicklung der diversen Tochtergesellschaften unterrichtet.

Die Ausgestaltung des Risikomanagements der Senator-Gruppe zur Absicherung von Liquiditätsrisiken und im Umgang mit Projektrisiken ist angemessen und effektiv. Zu weiteren Ausführungen zum Management von Finanzrisiken siehe Konzernanhang Ziffer 38.

Eine der Hauptaufgaben des Risikomanagementsystems betrifft die Absicherung der Risiken aus vorhandenen Finanzinstrumenten (Forderungen und Verbindlichkeiten). Einzelfallbezogen erfolgen u. a. Zins- und Währungssicherungsgeschäfte sowie Bonitätsprüfungen von Kunden, um finanzielle Risiken zu vermeiden. Bei längerfristigen Verträgen werden im Einzelfall Preisklauseln vereinbart bzw. Preise festgeschrieben. Dies sorgt für eine verlässliche Kalkukation bei volatilen Märkten. Für eine optimale Allokation der Finanzmittel werden daneben auch andere Finanzierungsformen flexibel genutzt (z. B. Leasing).

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Zuordenbare Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bestehen bei der Senator-Gruppe nicht.

Eigene Filmprojekte werden durch Sichtung, Bewertung und schließlich Umsetzung der Filmstoffe durch die jeweiligen Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft entwickelt und erforscht.

Für die Senator-Gruppe als international tätiges Medienunternehmen gehören aber auch die Identifikation und die Bewertung weltweiter Markttrends dazu. Dies umfasst auch die Bewertung von neuen Geschäftsmöglichkeiten oder Auswirkungen auf bestehende Geschäftsfelder, die durch die Entwicklung oder den Einsatz neuer Technologien entstehen.

DIE SENATOR-AKTIE

Die Aktie der Senator Entertainment AG büßte im Verlauf der Berichtsperiode an Wert ein. Gleich am ersten Handelstag des Jahres, dem 2. Januar 2008, verzeichnete das Papier bei einem Stand von € 1,94 seinen Jahreshöchstkurs. In den darauf folgenden Monaten folgte der Titel einem vergleichsweise kontinuierlich verlaufenden Abwärtstrend, der sich gegen Ende August noch einmal verstärkte. Beendet wurde diese Entwicklung erst am 20. November 2008 bei einer Notierung von € 0,10. Flankiert von positiven Unternehmensmeldungen zog der Kurs in der Folgezeit wieder deutlich an und konnte somit immerhin noch einen Teil der zuvor verzeichneten Verluste kompensieren. Am 31. Dezember 2008 beendete das Papier den Handel bei einem Stand von € 0,50. Auf Jahressicht reduzierte sich damit der Wert der Aktie um € 1,44 bzw. 74,2 %.

NACHTRAGSBERICHT

Am 5. Februar 2009 gab Senator die Neugründung des Unternehmens deutschfilm GmbH bekannt. Beteiligt an dem Joint Venture sind neben der Senator-Gruppe, die einen Anteil von 50 % hält, der vorherige Geschäftsführer der Senator Film Produktion GmbH, Christoph Müller, und der vorherige Geschäftsführer der Senator Film Verleih GmbH, Anatol Nitschke. Um die Führung der deutschfilm GmbH übernehmen zu können, schieden beide aus ihren bisherigen Positionen aus. Mit der Gründung des Unternehmens folgt Senator dem Ziel, den Anteil der deutschen Produktionen und Akquisitionen deutlich zu vergrößern. Die operativen Tätigkeiten der

deutschfilm GmbH werden in den Geschäftsfeldern Filmproduktion (Eigen- und Koproduktionen), Akquise von deutschen Filmen für die Senator Film Verleih GmbH und Marketing für alle selbstproduzierten, koproduzierten und akquirierten Projekte angesiedelt sein. Die Senator-Gruppe hat sich damit neben der Senator Film Produktion GmbH, die weiter aktiv sein wird, ein zweites Standbein geschaffen, das die Präsenz im Markt deutscher Filme erheblich erhöhen soll.

Für das Geschäftsjahr 2009 sind im Rahmen des Restrukturierungsprogrammes Änderungen innerhalb des Konsolidierungskreises des Senator-Konzerns geplant. Zu Beginn des Jahres 2009 sind die Senator TV GmbH, Senator Beteiligungs GmbH, Senator Musik GmbH und In Good Company PR GmbH auf die Senator Entertainment AG verschmolzen worden. Es ist beabsichtigt, die Gesellschaft Senator Home Entertainment GmbH auf die Senator Film Verleih GmbH zu verschmelzen. Durch die Verschmelzungen will das Unternehmen insgesamt eine Straffung der Beteiligungsstruktur und eine Reduktion der Komplexität erreichen.

Seit Beginn des Jahres 2009 wurden mit einem Großteil der Anfechtungskläger, die gegen diverse Hauptversammlungsbeschlüsse geklagt haben, außergerichtliche Vergleiche geschlossen. Auf Grund dieser Vergleiche nehmen die entsprechenden Anfechtungskläger ihre Klagen zurück, so dass bereits eine Vielzahl von Verfahren beendet werden konnte. Die Vergleiche werden fortlaufend im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

VERGÜTUNGSBERICHT GEMÄSS § 315 ABS. 2 NR. 4 HGB

Vorstandsmitglieder erhalten ein festes Jahresgehalt (einschließlich Zuschuss zur Altersvorsorge und ggf. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung) sowie teilweise eine Tantieme, die unter Beachtung des § 87 AktG das Geschäftsergebnis und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie die Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds angemessen berücksichtigt. Die Tantieme wurde im Rahmen einer Zielvereinbarung durch den Aufsichtsrat festgelegt. Eine Tantieme oder eine Bonuszahlung haben die Vorstandsmitglieder im Berichtsjahr nicht erhalten.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben.

Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Versorgungszusagen und keine Kredite.

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung, deren Höhe durch den Beschluss der Hauptversammlung festgelegt wird. Ihnen werden auch die mit ihrer Tätigkeit zusammenhängenden Auslagen sowie die auf diese Bezüge entfallende Umsatzsteuer erstattet.

ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS ZU DEN ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB, § 120 ABS. 3 SATZ 2 AKTG

Gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB, § 120 Abs. 3 Satz 2 AktG haben Aktiengesellschaften, die einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes durch von ihnen ausgegebene stimmberechtigte Aktien in Anspruch nehmen, folgende Angaben im Lagebericht zu machen:

• die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals; bei verschiedenen Aktiengattungen sind für jede Gattung die damit verbundenen Rechte und Pflichten und der Anteil am Gesellschaftskapital anzugeben;

Das Grundkapital der Senator Entertainment AG beträgt € 19.963.818,00. Es ist eingeteilt in 19.963.818 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Zu den Angaben für die bedingten und genehmigten Kapitalia verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

• Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, soweit sie dem Vorstand der Gesellschaft bekannt sind;

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

• direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten;

Bis zur Aufstellung des Lageberichtes haben folgende Aktionäre mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Senator Entertainment AG jeweils mehr als zehn Prozent beträgt: HSW GmbH, Köln 27,40 % Prof. Dr. Roland Berger, München 13,25 %

• die Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen; die Sonderrechte sind zu beschreiben;

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.

• die Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben;

Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

• die gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung;

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG, wobei der Aufsichtsrat auch ermächtigt ist, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.

• die Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen;

Auf der Hauptversammlung vom 23. November 2004 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in einem Zeitraum von fünf Jahren ab dem 15. Dezember 2004 um einen Betrag von bis zu € 6.881.909 zu erhöhen.

Aufgrund verschiedener Hauptversammlungsbeschlüsse hat die Gesellschaft ein bedingtes Kapital (1999/I) von bis zu € 3,4 Mio. für die Ausgabe von bestimmten Aktienoptionen.

Der Vorstand der Senator Entertainment AG war durch verschiedene Hauptversammlungsbeschlüsse zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte zu verschiedenen Zeitpunkten im Geschäftsjahr 2000. Zum Bilanzstichtag wies die Senator Entertainment AG 9.659 Stückaktien aus. Zu weiteren Angaben wird auf die Ausführungen im Anhang hingewiesen.

• wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen; die Angabe kann unterbleiben, soweit sie geeignet ist, der Gesellschaft einen erheblichen Nachteil zuzufügen; die Angabepflicht nach anderen gesetzlichen Vorschriften bleibt unberührt;

Bei einer Beteiligung besteht eine Möglichkeit der Einziehung von Gesellschaftsanteilen, wenn ein Unternehmen aus der Medienbranche mehr als 50 % der Aktien an der Senator Entertainment AG unmittelbar oder mittelbar erwirbt.

• Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

PROGNOSEBERICHT

Das Geschäftsjahr 2008 konnte die Erwartungen der Senator-Gruppe insgesamt nicht erfüllen. Auf diesen Umstand reagierte der Vorstand des Konzerns in der zweiten Jahreshälfte und leitete einen umfassenden Konsolidierungs- und Restrukturierungskurs ein.

Erste Erfolge dieser Maßnahmen sind bereits jetzt erkennbar. Nicht notwendige Unternehmensteile, darunter die US-amerikanischen Geschäftsaktivitäten, hat das Unternehmen ab dem 1.9.2008 abgestoßen und damit Verlustbringer dauerhaft eliminiert. Diesen Kurs wird die Senator-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2009 fortsetzen. Der Konzern wird nur noch diejenigen Aktivitäten forciert fortsetzen, die das Potenzial zur Erzielung nachhaltiger Überschüsse nachgewiesen haben. Darüber hinaus werden die internen Strukturen und Prozesse weiter überprüft und kontinuierlich verbessert, um weitere Kosteneinsparungen zu erzielen.

Zu den aussichtsreichen Geschäftsfeldern zählen die Produktion und die Vermarktung deutscher Filme, mit denen die Senator-Gruppe bereits in der Vergangenheit ihre größten unternehmerischen Erfolge erzielen konnte. Mit der Gründung der deutschfilm GmbH konnte das Unternehmen neben der Senator Film Produktion GmbH am 5. Februar 2009 eine zweite, geeignete Plattform schaffen, auf der diese zukunftsgerichteten Aktivitäten weiter ausgebaut werden sollen. Dabei wird das Joint Venture die gesamte zugehörige Wertschöpfungskette abdecken, beginnend mit dem ersten Drehbuch über die Eigen- oder Koproduktion bis hin zur Unterstützung in Vermarktung und Herausbringung ausschließlich deutscher Filmprojekte. Insgesamt wird die Senator-Gruppe damit den Anteil nationaler Titel im Geschäftsjahr 2009 von zuvor unter 10 % auf voraussichtlich 35-40 % in 2009 deutlich vergrößern. Aus dieser Maßnahme erwartet der Vorstand eine klare Steigerung der Ertragskraft, da sich deutsche Filme für das Unternehmen als deutlich profitabler erwiesen haben und gleichzeitig bessere Möglichkeiten zur Risikoabschätzung bieten als der Erwerb und die Auswertung internationaler Produktionen.

Von der offiziellen Statistik der Filmförderungsanstalt (FFA) als deutscher Titel erfasst wurde auch die Verfilmung des Bestsellerromans von Bernhard Schlink, DER VORLESER. Der Film entstand mit deutscher Buchvorlage an deutschen Spielorten und mit vielen deutschen Schauspielern. Für ihre herausragende schauspielerische Leistung in diesem Werk erhielt die Darstellerin Kate Winslet die beiden bedeutendsten Preise der Branche, den Oscar und den Golden Globe. Dem Senator-Konzern war es gelungen, sich in 2007 die Rechte für die Auswertung dieses Films im deutschsprachigen Raum zu sichern. Damit erzielte die Senator-Gruppe den größten Vermarktungserfolg seit vielen Jahren. DER VORLESER startete sofort auf Platz 1 der deutschen Kinocharts, hielt sich 3 Wochen in dieser Position und konnte bereits nach kurzer Zeit die Grenze von einer Million Zuschauern durchbrechen. Bereits zum Ende März beliefen sich die Zuschauer bei festen Besucherzahlen auf 1,8 Mio. Damit konnte das Unternehmen an einige der größten Filmerfolge in seiner Geschichte, wie DAS WUNDER VON BERN und DAS KLEINE ARSCHLOCH, anknüpfen.

Neben den Erlösen dieses Films an der Kinokasse erwartet der Konzern hieraus erhebliche, zusätzliche Einnahmen im Laufe des Jahres, wenn die weitere Auswertung im Bereich Home Entertainment erfolgt.

Neben DER VORLESER ist die Verleihstaffel der Senator-Gruppe für das Geschäftsjahr 2009 mit weiteren Filmen bestückt, die ebenfalls ein hohes kommerzielles Potenzial versprechen. Darunter befindet sich das aus zwei Filmen bestehende französische Werk PUBLIC ENEMY NO. 1, das die Geschichte des berühmtesten Gangsters Frankreichs der 1970er Jahre erzählt. In ihrer Heimat erhielt die Produktion insgesamt sechs Auszeichnungen, darunter dreimal den bedeutenden nationalen Filmpreis César und war eine der grössten Box-Office Erfolge. Mit SPLICE, produziert von Guillermo del Toro, startet ein Science-Fiction-Thriller, der das Zeug zu einem modernen Klassiker besitzt. Gleiches gilt für die romantische Komödie NEW IN TOWN, in der Oscar-Gewinnerin Renée Zellweger die Hauptrolle spielt. Mit dem Film WHIP IT! schließlich konnte sich Senator das Regiedebüt von Hollywoodstar Drew Berrymore sichern und wird den Film im deutschsprachigen Raum auswerten.

Das nationale Segment wird mit den Kinostarts von DIE TÜR und vor allem Andreas Dresens neuester Produktion nach WOLKE 9, nämlich WHISKEY MIT WODKA bestimmt. DIE TÜR ist ein Suspense-Drama mit den Hauptdarstellern Mads Mikkelsen, bekannt aus dem Bondfilm "Casino Royal" und Jessica Schwarz und verspricht spannende Unterhaltung. WHISKEY MIT WODKA wird mit seiner herausragenden Darstellerriege, wie z. B. Corinna Harfouch und Henry Hübchen, an den grossen Erfolg der früheren Dresen-Filme nahtlos anknüpfen können.

Insgesamt wird der Senator-Konzern im laufenden Jahr nach jetzigem Planungsstand 23 Filme in die Kinos bringen. Für den Bereich Home Entertainment ist die Herausbringung von ca. 45 Titeln im Kaufsegment und rund 35 Werken im Rentalbereich geplant. Sie werden teilweise in unterschiedlichen Editionen erscheinen, um hierdurch heterogene Käuferschichten zielgerichteter zu erreichen. Einen großen Anteil an diesem Umsatz wird DER VOR-LESER erreichen, der nach seinem überragenden Kinoerfolg in vier DVD-Editionen sowie dem Zukunftsformat Blu-ray Disc vermarktet werden wird.

Zur Finanzierung dieser Wachstumsziele ist die Senator-Gruppe auf die Aufnahme weiterer Liquidität angewiesen. Das Unternehmen geht daher unterschiedlichen Optionen nach, weitere Eigen- und / oder Fremdkapitalaufnahmen zu realisieren. Die zugehörigen Gespräche befinden sich auf einem guten Weg und die Konzernleitung ist daher sehr zuversichtlich, die Mittel für die Realisierung der avisierten Ziele vollumfänglich zu erhalten.

Für die kommenden zwei Geschäftsjahre erwarten wir eine Verbesserung der Umsatz- und Ertragslage. Insgesamt plant die Senator-Gruppe für das Geschäftsjahr 2009 einen Zuwachs der Umsatzerlöse aus dem bestehenden operativen Geschäft auf über € 45 Mio. sowie ein positives Betriebsergebnis (EBIT) im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Berlin, den 30. März 2009

_________________________

Helge Sasse - Vorstand -

Jahresabschluss des Konzerns

KENNZAHLEN DES SENATOR-KONZERNS

in T€ 31.12.2008 31.12.2007 Veränderung in %
Umsatz gesamt 31.940 54.240 -40,9 %
Lizenzhandel 24.975 34.440 -27,5 %
Produktion 300 8.749 -96,6 %
Kino 6.665 10.835 -38,5 %
Ergebnis
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 12.469 13.387 -6,9 %
EBITDA 14.341 25.387 -43,5 %
EBIT -1.841 1.755 -100,0 %
Ergebnis der Eigenkapitalgeber -3.407 -112 -100,0 %
Ergebnis je Aktie in € -0,17 -0,01 -100,0 %
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien 19.954.159 19.816.172 0,7 %
Mitarbeiter
durchschnittliche Anzahl 107 113 -5,3 %
Personalaufwand 6.016 6.264 -4,0 %
Kapitalstruktur
Eigenkapital 9.204 12.379 -25,6 %
Gesamtkapital 34.671 81.285 -57,3 %
Eigenkapitalquote 26,5 % 15,2 % 74,3 %
Investionen
Filmverwertungsrechte 14.733 45.336 -67,5 %
Sachanlagen 124 756 -83,6 %

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (IFRS)

in € Anhang 1.1. - 31.12.2008 1.1. - 31.12.2007
Umsatzerlöse 6 31.940.473 54.023.753 *
Sonstige betriebliche Erträge 7 21.289.212 12.006.742
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8 -21.015.541 -28.742.048 *
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -5.318.496 -4.883.204
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 25 -697.245 -1.380.472
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13 -16.181.850 -23.632.377 *
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -11.857.589 -5.637.712
-1.841.036 1.754.682
Erträge aus Beteiligungen 386 28.611
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 411.778 575.615
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27 -2.213.378 -1.819.817
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -94.315 -261.894
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -12.599
Währungsverluste 10 -537.791 -725.777
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.274.356 -461.179
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11 -62.869 -291.580
Konzernjahresfehlbetrag -4.337.225 -752.759
Ergbnisanteil der Minderheitengesellschafter -930.271 -640.582
Ergebnisanteil der Eigenkapitalgeber -3.406.954 -112.177
Anzahl der gewichteten Aktien (1.000 Stück) 19.954 19.816
potentiell verwässernde Anzahl Aktien (1.000 Stück)
gewichteter Durchschnitt aller Aktien (1.000 Stück) 19.954 19.816
unverwässertes Ergebnis je Aktie [€ pro Aktie] 12 -0,17 -0,01
verwässertes Ergebnis je Aktie [€ pro Aktie] 12 -0,17 -0,01

* angepasste Werte, siehe Angabe im Konzernanhang (Punkt 4)

KONZERNBILANZ AKTIVA (IFRS)

in €
Anhang
31.12.2008 31.12.2007
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte
13
18.424.624 31.093.079 *
Sachanlagen
13
535.526 828.980
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 25.000
Anteile an assoziierten Unternehmen
14
1.287.708 2.166.802
Wertpapiere des Anlagevermögens
15
2.000.001 1
Ausleihungen 0 356.298
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
17
841.818 1.772.175
Summe langfristige Vermögenswerte 23.089.677 36.242.334
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
Handelsware
16
516.257 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
17
4.201.080 21.979.539
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen
18
87.768 623.778
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag 96.656 568.801
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
19
3.800.054 15.407.791 *
Übrige Vermögenswerte
20
944.975 1.502.155
Liquide Mittel 1.934.864 4.961.060 *
Summe kurzfristige Vermögenswerte 11.581.654 45.043.124
Bilanzsumme 34.671.331 81.285.458

* angepasste Werte, siehe Angabe im Konzernanhang (Punkt 4 und 33)

KONZERNBILANZ PASSIVA (IFRS)

in € Anhang 31.12.2008 31.12.2007
Kapital und Rücklagen
Gezeichnetes Kapital 21 19.954.159 19.816.172
Kapitalrücklage 22 45.734.659 45.502.413
Bilanzverlust -56.484.771 -53.077.817
Rücklage für Cashflow Hedges 0 -29.213
Währungsausgleichsposten -58 167.851
Eigenkapital, das den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen ist 9.203.989 12.379.406
Minderheitenanteile 23 0 4.471.935
Summe Eigenkapital 9.203.989 16.851.341
Langfristige Verbindlichkeiten
Pensionsverpflichtungen 25 94.915 87.181
Finanzverbindlichkeiten 27 3.213.332 5.532.857
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 31 200.902 33.696
Summe langfristige Verbindlichkeiten 3.509.149 5.653.734
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Steuerrückstellungen 1.619 114.855
Sonstige Rückstellungen 26 4.118.667 6.108.216
Finanzverbindlichkeiten 27 3.727.052 29.535.353
Erhaltene Anzahlungen 28 6.162.023 11.540.632
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.174.660 8.096.997
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 29 121.830 443.500
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 30 1.821.378 2.193.451
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 31 830.965 747.379 *
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 21.958.193 58.780.383
Bilanzsumme 34.671.331 81.285.458

* angepasste Werte, siehe Angabe im Konzernanhang (Punkt 4 und 33)

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS)

in T€ Anhang 1.1. - 31.12.2008 1.1. - 31.12.2007
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ergebnisanteilen Dritter
Nicht zahlungswirksamer Forderungsverzicht der Banken
-4.337
-17.857
-753
0
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 16.182 34.167
Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -1.312 2.675
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 4.418 116
Ergebnis aus der Equity-Bewertung 94 262
Währungsdifferenzen 538 726
Abnahme (Vj. Zunahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 21.629 -31.477
Abnahme (Vj. Zunahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-6.886 7.671
Cashflow aus laufender Geschäftsätigkeit 34 12.469 13.387
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Verkauf von Filmverwertungsrechten, anderen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 10 236
Auszahlungen für Investitionen in Filmverwertungsrechte und in andere immaterielle Vermögenswerte -14.834 -45.693
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -124 -756
Einzahlungen aus dem Abgang von sonstigen Finanzanlagen 0 26
Auszahlung aus dem Zugang von sonstigen Finanzanlagen -2.000 0
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an konsolidierten Tochterunternehmen
abzüglich übernommener Zahlungsmittel
0 -663
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an konsolidierten Tochterunternehmen
abzüglich abgegangener Zahlungsmittel
-1 5.441
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 35 -16.949 -41.409
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlung aus der Ausgabe von Anleihen 2.600 0
Einzahlung aus der Aufnahme von Darlehen 2.403 15.497
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -3.951 -5.500
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 36 1.052 9.997
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds1) -3.428 -18.025
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der liquiden Mittel 0 35
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -6.923 11.067
Veränderung des Finanzmittelfonds aufgrund von Forderungsverzichten 12.286 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.935 -6.923
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 1.935 5.305
Kontokorrentverbindlichkeiten 0 -12.228
Liquide Mittel = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 33 1.935 -6.923

1) (Zwischensumme 1.-3.)

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS ZUM 31. DEZEMBER 2008 (IFRS)

Anzahl der
im Umlauf
Anteile der
befindlichen Rücklage für Währungs Aktionäre der Anteile
Aktien / Gezeichnetes Kapitalrück Cashflow ausgleichs Senator Enter anderer Ge Konzern
in T€ Stück Kapital lage Bilanzverlust Hedges posten tainment AG sellschafter Eigenkapital
Stand 1. Januar 2007 19.816.172 19.816 45.503 -52.966 0 28 12.381 3.648 16.029
Jahresfehlbetrag 0 0 -112 0 0 -112 -641 -753
Währungsausgleichsposten 0 0 0 0 140 140 0 140
Cashflow Hedges 0 0 0 -29 0 -29 0 -29
Abgänge Minderheitenanteile 0 0 0 0 0 0 -51 -51
Erwerb Minderheitenanteile 0 0 0 0 0 0 1.515 1.515
Stand 31. Dezember 2007 19.816.172 19.816 45.503 -53.078 -29 168 12.380 4.471 16.851
Stand 1. Januar 2008 19.816.172 19.816 45.503 -53.078 -29 168 12.380 4.471 16.851
Jahresfehlbetrag 0 0 -3.407 0 0 -3.407 -930 -4.337
Abgang eigene Aktien 137.987 138 232 0 0 0 370 0 370
Währungsausgleichsposten 0 0 0 0 -168 -168 0 -168
Cashflow Hedges 0 0 0 29 0 29 0 29
Verkäufe Minderheitenanteile 0 0 0 0 0 0 -3.541 -3.541
Stand 31. Dezember 2008 19.954.159 19.954 45.735 -56.485 0 0 9.204 0 9.204

SENATOR ENTERTAINMENT AG – ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2008

(A) GRUNDSÄTZE UND METHODEN

1. ALLGEMEINES

Die Senator Entertainment AG, Berlin, (nachfolgend "Senator AG" bzw. "die Gesellschaft" oder "der Konzern") und ihre Tochterunternehmen sind in der Unterhaltungsund Medienbranche tätig. Das Geschäft der Gesellschaft konzentriert sich im Wesentlichen auf die Produktion von Spielfilmen und die Verwertung von Filmrechten. Innerhalb des Senator-Konzerns treten mehrere Tochtergesellschaften als selbständige Produzenten und Koproduzenten von Spielfilmen und TV-Produktionen am Markt auf. Andere Unternehmen innerhalb des Konzerns betreiben den Erwerb von Lizenzen und die umfassende Vermarktung eigener Filmproduktionen, Koproduktionen und Fremdproduktionen. Der Sitz der Senator AG ist in der Rankestraße 3, 10789 Berlin, Deutschland.

Gegenstand der Senator AG ist der Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich Medien, Filmproduktion und Verwertung von Filmrechten sowie die Verwaltung solcher Unternehmen. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, Urheberrechte und sonstige mit Warenzeichen verbundene Rechte aller Art zu erwerben, zu veräußern oder auf sonstige Weise kommerziell zu verwerten. Die Gesellschaft kann alle Maßnahmen ergreifen, die ihrem Geschäft förderlich sind. In diesem Sinne kann sie andere Unternehmen in Deutschland oder im Ausland gründen oder erwerben bzw. Anteile an diesen halten.

Der Konzernabschluss der Senator Entertainment AG für das Geschäftsjahr 2008 wurde am 31. März 2009 vom Vorstand aufgestellt und wird voraussichtlich vom Aufsichtsrat am 20. April 2009 gebilligt.

2. ÜBERBLICK ÜBER WESENTLICHE RECHNUNGS-LEGUNGSGRUNDSÄTZE

Konformität des Konzernabschlusses mit IFRS

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 der Senator AG wurde in Anwendung der Regelungen des § 315a HGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2008 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Senator-Konzerns. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit Ausnahme der Änderungen der Erfassung von Förderdarlehen und der Änderungen durch Anwendungen neuer und überarbeiteter Standards und Interpretationen.

Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften des IASB

Folgende neue/geänderte IFRS/IAS sowie Interpretationen wurden erstmals in 2008 angewandt:

IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Das IASB hat im Oktober 2008 Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7 veröffentlicht, die ab dem 1. Juli 2008 angewendet werden können. Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise lassen diese Änderungen Umgliederungen von bestimmten finanziellen Vermögenswerten in die Bewertungskategorien "bis zur Endfälligkeit gehalten" und "veräußerbare finanzielle Vermögenswerte" gemäß IAS 39 zu. Der Konzern weist keine finanziellen Vermögenswerte aus, für die diese Regelungen anwendbar wären.

IFRIC 14 "Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung.": Die Interpretation gibt Leitlinien zur Bestimmung des Höchstbetrags des Überschusses aus einem leistungsorientierten Plan, der nach IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" als Vermögenswert aktiviert werden darf. Da der Konzern nur geringfügig leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt hat, ergaben sich aus dieser Interpretation keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Erstmals in folgenden Geschäftsjahren anzuwendende (neue/geänderte) IFRS/IAS sowie Interpretationen:

Das IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die – soweit nicht ausdrücklich im Einzelnen gegenteilig erläutert – bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen, aber im Geschäftsjahr 2008 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.

Aus der Anwendung der folgenden überarbeiteten Standards und Interpretationen werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Sie werden jedoch teilweise zu zusätzlichen Angaben führen.

IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS": Im Mai 2008 hat das IASB Änderungen beider Standards veröffentlicht. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderungen zu IFRS 1 ermöglichen es Unternehmen, bei erstmaliger Anwendung der IFRS in ihren IFRS-Einzelabschlüssen die Anschaffungskosten einer Beteiligung entweder in Höhe des beizulegenden Zeitwerts oder des Buchwerts nach den zuvor angewandten nationalen Rechnungslegungsvorschriften zu bestimmen. Diese Regelung gilt sowohl für gemeinschaftlich geführte Unternehmen, assoziierte Unternehmen als auch für Tochterunternehmen. Die Änderung zu IAS 27 verlangt, dass sämtliche Dividenden von Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen im separaten Einzelabschluss erfolgswirksam erfasst werden. Die neuen Anforderungen richten sich an die Erstanwender von IFRS und haben daher keine Auswirkungen auf den Konzern.

IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung": Das IASB hat im Januar 2008 eine Änderung zu IFRS 2 veröffentlicht, worin Ausübungsbedingungen präziser definiert werden und die bilanzielle Behandlung wirksam annulierter Zusagen geregelt wird. Da keine aktienbasierten Vergütungen i. S. d. IFRS 2 gewährt werden, hat diese Neuregelung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS": Im Januar 2008 hat das IASB überarbeitete Fassungen der Standards IFRS 3 und IAS 27 veröffentlicht. Eine Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Neuregelungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, und führen Änderungen in der bilanziellen Behandlung von nach diesem Zeitpunkt stattfindenden Unternehmenszusammenschlüssen ein, die sich auf die Ergebnisse des Berichtszeitraums, in dem ein Unternehmeserwerb erfolgt ist, und auf künftige Ergebnisse auswirken werden. Die Änderungen zu IAS 27 schreiben vor, dass eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen (ohne Verlust der Beherrschung) als Eigenkapitaltransaktion bilanziert wird. Deshalb wird aus einer solchen Transaktion weder ein Geschäfts- oder Firmenwert noch ein Gewinn oder Verlust entstehen. Außerdem werden Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf Mutterunternehmen und Anteile ohne beherrschenden Einfluss und die Bilanzierungsregelungen bei Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust führen, geändert. Folgeänderungen ergaben sich zu IAS 7 "Kapitalflussrechnung", IAS 12 "Ertragsteuern", IAS 21 "Auswirkungen

von Änderungen der Wechselkurse", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" und IAS 31 "Anteile an Joint Ventures". Die Änderungen werden sich auf künftige Erwerbe, Verluste von Beherrschung und Transaktionen mit Minderheitsanteilen auswirken.

IFRS 8 "Geschäftssegmente": Dieser Standard wurde im November 2006 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnt. IFRS 8 verlangt die Angabe von Informationen über die Geschäftssegmente eines Unternehmens und ersetzt die Verpflichtung nach IAS 14, primäre und sekundäre Segmentberichtsformate für ein Unternehmen zu bestimmen. Die interne Berichts- und Organisationsstruktur entspricht der bislang nach IAS 14 veröffentlichten Segmentberichterstattung, sodass aus der Anwendung des IFRS 8 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet werden.

Der überarbeitete Standard IAS 1 wurde im September 2007 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnt. Die Neufassung des Standards beinhaltet wesentliche Änderungen in Darstellung und Ausweis von Finanzinformationen im Abschluss. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung dürfen künftig nur Geschäftsvorfälle mit den Anteilseignern in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner ausgewiesen werden. Die anderen Änderungen des Eigenkapitals sind in der Darstellung des Gesamtperiodenerfolgs auszuweisen, die entweder in Form einer einzelnen Aufstellung oder in Form von zwei Aufstellungen, einer Gewinn- und Verlustrechnung und einer Darstellung des Gesamtperiodenerfolgs, aufgestellt werden kann. Der neue Standard wird Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen des Konzerns haben, jedoch nicht auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss.

IAS 23 "Fremdkapitalkosten": Der überarbeitete Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Der Standard fordert eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die einem qualifizierten Vermögenswert zugerechnet werden können. Demnach werden Fremdkapitalkosten ab dem 1. Januar 2009 auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Für bisher angefallene Fremdkapitalkosten, die sofort aufwandswirksam erfasst wurden, ergeben sich hieraus keine Änderungen, da die Senator AG bereits die alternativ zulässige Methode nach IAS 23 anwendet.

IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Das IASB hat im Februar 2008 Änderungen zu IAS 32 und IAS 1 veröffentlicht. Die Neuregelungen, die erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, erlauben in geringem Umfang Ausnahmen, die eine Klassifizierung kündbarer Finanzinstrumente und Verpflichtungen im Fall der Liquidation als Eigenkapital gestatten, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen. Die Ergänzungen der Standards werden sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken, da die Muttergesellschaft keine derartigen Instrumente ausgegeben hat.

Verschiedene Standards: Im Mai 2008 veröffentlichte das IASB erstmals einen Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS-Standards. Der Sammelstandard hat das primäre Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Für jeden Standard gibt es eigene Übergangsregelungen. Aus der erstmaligen Anwendung werden keine wesentlichen Änderungen erwartet.

Aus der Anwendung der folgenden überarbeiteten Interpretationen werden sich voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, da die diesen Standards und Interpretationen zugrunde liegenden Sachverhalte nicht vorliegen.

IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen": Die Interpretation wurde im November 2006 veröffentlicht, jedoch noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen. IFRIC 12 war grundsätzlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 begonnen haben. Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen beim Konzessionsnehmer im Hinblick auf die eingegangenen Verpflichtungen und erhaltenen Rechte. Da kein Unternehmen des Konzerns Inhaber von durch IFRIC 12 erfassten Konzessionen ist, hat diese Interpretation keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme" (erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen): Gemäß dieser Interpretation sind Treuegutschriften für Kunden als separater Bestandteil der Umsatztätigkeit zu bilanzieren, im Rahmen derer sie gewährt wurden. Ein Teil des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung wird den Prämienanrechten zugeordnert und abgegrenzt. Dieser Teil wird anschließend in der Berichtsperiode als Ertrag erfasst, in der die Prämiengutschriften eingelöst werden. Die neuen Vorschriften werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da im Konzern keine Kundenbindungsprogramme vorliegen.

IFRIC 15 "Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien": Die Interpretation wurde im Juli 2008 veröffentlicht, eine Übernahme in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. IFRIC 15 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, und rückwirkend anzuwenden. Sie stellt klar, wann und wie Erträge aus der Veräußerung einer Immobilieneinheit und damit verbundene Aufwendungen zu erfassen sind, falls ein Projektentwickler und ein Käufer vor Fertigstellung der Immobilie eine Vereinbarung treffen. Außerdem gibt diese Interpretation Leitlinien zur Bestimmung, ob eine Vereinbarung in den Anwendungsbereich von IAS 11 oder in den Anwendungsbereich von IAS 18 fällt. IFRIC 15 wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da der Konzern eine derartige Geschäftstätigkeit nicht betreibt.

IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb": IFRIC 16 wurde im Juli 2008 veröffentlicht, eine Übernahme in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen. IFRIC 16 stellt klar, was als Risiko bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist und wo innerhalb eines Konzerns das Sicherungsinstrument zur Minderung dieses Risikos gehalten werden darf. Die Interpretation wird voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer": Die Interpretation wurde im November 2008 veröffentlicht, die Übernahme in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. IFRIC 17 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Interpretation regelt die Bewertung von anderen Vermögenswerten als Zahlungsmittel, die als Gewinnausschüttung an Anteilseigner übertragen werden. IFRIC 17 wird keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, da eine Ausschüttung von Sachdividenden im Konzern nicht zu erwarten ist.

IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden": IFRIC 18 wurde im Januar 2009 veröffentlicht, eine Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Interpretation ist erstmals auf Übertragungen von Vermögenswerten durch Kunden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 erfolgen. Die Interpretation liefert zusätzliche Hinweise zur Bilanzierung der Übertragung von Vermögenswerten durch Kunden und ist insbesondere für den Energiesektor relevant. Sie stellt die Anforderungen der IFRS für Vereinbarungen klar, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden ein Objekt, eine Anlage oder Betriebsmittel erhält, die das Unternehmen dann entweder dazu verwenden muss, den Kunden mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder dem Kunden einen permanenten Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren. Ebenfalls behandelt

werden solche Fälle, in denen ein Unternehmen Zahlungsmittel mit der Auflage erhält, einen der vorgenannten Vermögenswerte zu erwerben oder herzustellen. Die Interpretation wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da der Konzern derartige Geschäftstransaktionen nicht durchführt.

3. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGS-GRUNDSÄTZE

Konsolidierungsgrundsätze und Stichtag

In den Konzernabschluss sind neben der Senator AG alle Tochterunternehmen einbezogen, an denen der Gesellschaft direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht oder das Control-Konzept anderweitig gewährleistet ist. Das den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnende Eigenkapital und das entsprechende Periodenergebnis werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung jeweils gesondert ausgewiesen. Gemeinschaftsunternehmen werden quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Leistungsbeziehungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften der Senator-Gruppe einschließlich der Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss der Senator AG einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.

Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Der Konzernabschlussstichtag ist für alle einbezogenen Unternehmen der 31. Dezember 2008.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Anteile an assoziierten Unternehmen (die im Allgemeinen mit einer Beteiligungsquote zwischen 20 % und 50 % am Eigenkapital eines Unternehmens einhergehen), auf die die Senator AG einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode angesetzt. Das Unternehmen bewertet seine Anteile an assoziierten Unternehmen neu, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil eine Wertminderung erfahren hat oder eine Wertminderung, die in früheren Jahren erfasst worden ist, nicht länger besteht. Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Gewinnausschüttungen und erhöht um die anteiligen Ergebnisse der Gesellschaft, bewertet.

Anteile an Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen)

Ein Joint Venture ist eine vertragliche Vereinbarung, in welcher der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt. Dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die einhellige Zustimmung der die Kontrolle teilenden Parteien erfordert.

Wenn ein Konzernunternehmen Tätigkeiten unmittelbar im Rahmen einer Joint Venture-Vereinbarung durchführt, sind die Konzernanteile an den unter gemeinschaftlicher Beherrschung stehenden Vermögenswerten und Schulden, die gemeinsam mit den anderen Kapitalgebern eingegangen wurden, im Abschluss des entsprechenden Unternehmens anzusetzen und entsprechend ihrer Art zu klassifizieren. Die Schulden und Aufwendungen in Bezug auf den Anteil an den unter gemeinschaftlicher Beherrschung stehenden Vermögenswerten sind nach dem Grundsatz der Periodenabgrenzung zu bilanzieren. Erträge aus dem Verkauf oder der Nutzung des Konzernanteils an der vom Joint Venture erbrachten Leistung und der Anteil an den Aufwendungen des Joint Ventures sind dann zu erfassen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen in Zusammenhang mit diesen Geschäftsvorfällen dem Konzern zufließen bzw. vom Konzern abfließen wird und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann.

Joint Venture-Vereinbarungen, die die Gründung eines einzelnen Unternehmens vorsehen, bei dem jeder Partner einen Anteil besitzt, werden als Unternehmen unter

gemeinschaftlicher Führung bezeichnet. Der Konzern berichtet über seine Anteile an Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung unter Verwendung der Quotenkonsolidierung. Der Konzernanteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen von Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung ist den entsprechenden Posten im Konzernabschluss zeilenweise zugeordnet.

Geht der Konzern Geschäftsbeziehungen mit einem Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung ein, sind Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an dem Joint Venture zu eliminieren.

Unternehmenszusammenschlüsse

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode, in deren Rahmen die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet werden. Ein aus der Verrechnung entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung des Reinvermögens und der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den Konzern übergeht.

Die bei der Zeitwertbewertung der Vermögenswerte und Schulden aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden hinsichtlich seiner Werthaltigkeit mindestens einmal im Jahr überprüft und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Anteile anderer Gesellschafter werden gesondert im Eigenkapital ausgewiesen.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei dem Erwerb eines Tochterunternehmens oder eines Unternehmens unter gemeinschaftlicher Führung entsteht, entspricht dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Konzernanteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens oder des Unternehmens unter gemeinschaftlicher Führung zum Erwerbszeitpunkt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird im Zugangszeitpunkt mit seinen Anschaffungskosten bilanziert und in den Folgeperioden mit seinen Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Konsolidierungskreis

Die Zusammensetzung des Konsoldierungskreises des Senator-Konzerns zum 31. Dezember 2008 ergibt sich aus folgender Darstellung:

31.12.2008 31.12.2007
Vollkonsolidierte Gesellschaften
Inland 12 12
Ausland 10 19
Quotenkonsolidierte Gesellschaften
Inland 3 3
Nach der Equity Methode einbezogene Unternehmen
Inland 3 3
28 37

Zum 1. September 2008 wurde die Senator Entertainment Inc. mit ihren Tochtergesellschaften aufgrund der Übertragung auf Marco Weber entkonsolidiert. Durch die Entkonsolidierung reduzierten sich die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften im Ausland um neun Gesellschaften (vergleiche auch Tabelle Seite 46 f.).

Folgende Unternehmen wurden im Konzernabschluss erfasst:

Lfd: Nr. VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN Sitz Hauptgeschäftstätigkeit Anteil in % Gehalten über
Inland
1 Senator Entertainment AG Deutschland Holding - -
2 In Good Company PR GmbH1), 2) Deutschland Public Relations 100,0 1
3 Pro Programme und Produktionen
für Bühne und Fernsehen GmbH
Deutschland Produktion 51,0 1
4 Pro WP TV Produktions GmbH3) Deutschland Produktion 51,0 3
5 Senator Film Produktion GmbH1), 2) Deutschland Produktion 100,0 1
6 Senator Film Verleih GmbH1), 2) Deutschland Vertrieb 100,0 1
7 Senator Home Entertainment GmbH1), 2) Deutschland Vertrieb 100,0 1
8 Senator Musik GmbH1), 2) Deutschland Produktion 100,0 1
9 Senator TV GmbH1), 2) Deutschland Produktion 100,0 1
10 Senator US Holding GmbH Deutschland Holding 100,0 1
11 Senator Beteiligungs GmbH3) Deutschland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 1
12 Eurofilm & Media GmbH3) Deutschland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 1
Ausland
13 Amberlon Pictures L.P. Großbritannien Keine Geschäftstätigkeit 100,0 1
14 Amberlon Pictures One Ltd. Großbritannien Keine Geschäftstätigkeit 100,0 30
15 Castle Productions Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 17
16 Datext Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 17
17 Eurofilm & Media Ltd. Irland Vertrieb 100,0 1
18 Fireflies in the Garden Inc.5) USA Produktion 100,0 22
19 Informers Inc.5) USA Produktion 100,0 22
20 Rights Acquisition Number One Inc.5) USA Keine Geschäftstätigkeit 100,0 22
21 Senator Distribution Inc.5) USA Vertrieb 100,0 22
22 Senator Entertainment Inc.5) USA Produktion 100,0 10
23 Senator Film Austria GmbH Österreich Vertrieb 100,0 6
24 Senator Films Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 17
25 Senator Fireflies Inc.5) USA Finanzierungsgesellschaft 100,0 22
26 Senator Informers Inc.5) USA Finanzierungsgesellschaft 100,0 22
27 SFI Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 17
28 Style Productions Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 17
29 Technik Inc.5) USA Produktion 100,0 22
30 Venton Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 17
31 Vorsprung Corporation5) USA Produktion 100,0 22
Lfd: Nr. QUOTENKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN Sitz Hauptgeschäftstätigkeit Anteil in % Gehalten über
Inland
32 D'nA GbR Prod. GmbH u. Pro GmbH GbR Deutschland Produktion 25,5 3
33 ProCologne GbR Deutschland Produktion 25,5 3
34 ProVince GbR Deutschland Produktion 25,5 3
Lfd: Nr. ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN Sitz Hauptgeschäftstätigkeit Anteil in % Gehalten über
Inland
35 Central Film Verleih GmbH4) Deutschland Vertrieb 50,0 1
36 Pro in Space GmbH4) Deutschland Internet 25,5 1

X Verleih AG4) Deutschland Vertrieb 31,4 1

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft

Im Geschäftsjahr 2008 erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen

Ansatz at Equity

Gesellschaften wurden zum 31. August 2008 entkonsolidiert

§ 264 Abs. 3 HGB wurde angewandt

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Senator AG und des Konzerns wird gemäß § 313 Abs. 4 HGB zum Elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Akquisitionen und Unternehmenszusammenschlüsse

Gemäß IFRS 3 Business Combinations sind Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen des Geschäftsjahres sowie zu Unternehmenszusammenschlüssen, die zwischen dem Bilanzstichtag und der Freigabe zur Veröffentlichung des Abschlusses erfolgten (vgl. Ziffer 49), anzugeben.

Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden identifiziert und gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, sobald sie die Definition eines immateriellen Vermögenswertes erfüllen und ihr beizulegender Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Die Anschaffungskosten solcher immaterieller Vermögenswerte entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.

In den Folgeperioden werden immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, genauso wie einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte, mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet.

Die Senator AG erwarb am 15. Juni 2007 51 % der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH für T€ 2.126, davon wurden T€ 846 an die Veräußerer gezahlt und T€ 1.280 der Kapitalrücklage zugeführt. Aufgrund von vertraglich vereinbarten Earn-Out Regelungen kann es zu Kaufpreisanpassungen in Folgejahren kommen.

Gemäß Kaufpreisallokation wurden die Anschaffungskosten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden von T€ 2.126 dem anteiligen Buchwert des Eigenkapitals von T€ -763 gegenübergestellt. Der Unterschiedsbetrag von T€ 4.405 wurde insbesondere auf immaterielle Vermögenswerte sowie einen Geschäfts- und Firmenwert verteilt.

Der entstandene Geschäfts- oder Firmenwert ist vor allem der erwarteten positiven Geschäftsentwicklung der Gesellschaften im TV-Produktionsmarkt zuzurechnen.

Am 18. März 2008 erwarb die Senator Entertainment AG 50,1 % der Pro in Space GmbH von der Pro Programme und Produktion für Bühne und Fernsehen GmbH mit Sitz in Köln. Der Kaufpreis betrug € 360.000,00. Die Akquisition führte nicht zu einer Veränderung im Konsolidierungskreis. Die Pro in Space GmbH wird nicht vollkonsolidiert, da aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen Beschlüsse nur mit 75 % Mehrheit gefasst werden können und somit keine Kontrolle durch die Senator-Gruppe besteht. Die Beteiligung an der Pro in Space GmbH wird entsprechend als assoziiertes Unternehmen klassifiziert.

Im Geschäftsjahr ergaben sich insbesondere die folgenden Veränderungen im Konsolidierungskreis:

Am 7. Februar 2008 haben sich die Senator Entertainment AG und die X-Filme Creative Pool GmbH darauf geeinigt, die gemeinsamen Produktionsaktivitäten mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu entflechten. X-Filme Creative Pool GmbH erwarb im Februar die von der Senator AG an der X-Filme Creative Pool GmbH gehaltenen Anteile (Einziehung der Anteile). Der Kaufpreis betrug € 3,5 Mio. Es entstand ein Verlust aus dem Verkauf sowie dem Abgang der Gesellschaftsanteile von insgesamt T€ 413. Auf die X-Filme Creative Pool GmbH entfielen im Vorjahr die folgenden Bilanz- und GuV-Werte:

in T€ 2007
langfristige Aktiva 1.822
kurzfristige Aktiva 12.373
Eigenkapital 7.353
langfristige Passiva 0
kurzfristige Passiva 6.842
Umsatzerlöse 8.589
Aufwendungen für bezogene Leistungen 949
Personalaufwand 1.064
Abschreibungen auf Sachanlagen
und immaterielle Vermögensgegenstände 16.634
sonstige betriebliche Aufwendungen 500

Im Geschäftsjahr gründete die Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH die Pro WP TV Produktions GmbH. Die Gesellschaft wurde für das Joint Venture Vorhaben mit Wolfgang Petersen zur Produktion von Fernsehspielfilmen gegründet und sollte sich auf die Produktion von inhaltlich hochwertigen Programmen für den internationalen Markt konzentrieren. Der Senator-Konzern verpflichtete sich, Kosten i. H. v. ca. T€ 200 pro Jahr vorzufinanzieren. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wurde im vierten Quartal 2008 aufgegeben. Die Gesellschaft ist im Konzernabschluss vollkonsolidiert.

Zum 1. September 2008 übernahm Marco Weber die in Los Angeles ansässige Senator Entertainment Inc. für einen US\$ 1 von der Senator Entertainment AG, nachdem Vermögenswerte auf die Senator AG übertragen wurden. Durch die Veräußerung des US-Geschäfts entstand ein Gewinn von T€ 1.171. Durch die Transaktion reduzierten sich die Konzernbilanzwerte zum Stichtag der Transaktion im Geschäftsjahr wie folgt:

in T€ 2008
langfristige Aktiva 11.128
kurzfristige Aktiva 408
Eigenkapital -2.898
langfristige Passiva 0
kurzfristige Passiva 7.754

Im Geschäftsjahr gründete die Senator AG die Eurofilm & Media GmbH. Die Senator Beteiligungs GmbH wurde bereits in 2006 gegründet. Die Gesellschaften wurden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

4. ÄNDERUNG VON BILANZIERUNGSMETHODEN UND KORREKTUREN SOWIE ANPASSUNGEN VON VORJAHRESZAHLEN

Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand

Seit dem Geschäftsjahr werden Zuwendungen des Bundes und der Länder für die Herstellung von Filmen in der Bilanz von den Herstellungskosten eines Films abgesetzt (IAS 20.24) und mittels eines somit reduzierten Abschreibungsbetrages ab Kinostart erfolgswirksam erfasst.

Nach der bisher angewandten Bilanzierungsmethode wurden die Zuwendungen für Vermögenswerte mit Kinostart als Umsatzerlöse erfasst. Durch die Änderung der Bilanzierungsmethode ergibt sich eine Reduzierung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2007 um € 12,8 Mio. der kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie des Filmvermögens zum 31. Dezember 2007 um jeweils € 5,8 Mio. Durch die daraus resultierende geringere Abschreibung auf das Filmvermögen in Höhe von € 12,8 Mio. ergibt sich durch diese Änderung der Bilanzierungsmethode keine Auswirkung auf das Jahresergebnis und das Ergebnis pro Aktie.

Ebenfalls seit dem Geschäftsjahr werden erfolgsbezogene Zuwendungen, die für den Verleih und Vertrieb von Filmen gewährt werden, in der Gewinn- und Verlust-Rechnung von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen (IAS 20.29). Nach der bisherigen Bilanzierungsmethode wurden die Zuwendungen als Ertrag innerhalb der Umsatzerlöse dargestellt. Durch die Änderung der Bilanzierungsmethode ergibt sich eine Reduzierung der Umsatzerlöse und der Materialaufwendungen für 2007 in Höhe von € 1,6 Mio. Es ergibt sich keine Auswirkung auf das Jahresergebnis und das Ergebnis pro Aktie für das Geschäftsjahr 2008 und frühere Geschäftsjahre.

Der Konzern hat sich zur Änderung dieser Bilanzierungsmethode entschlossen, um den Abschlussadressaten zuverlässige und relevante Informationen über die Höhe der eigenen Investitionen in das Filmvermögen bzw. in die Herausbringungskosten zu vermitteln. Wären die Zu-

wendungen im Geschäftsjahr 2008 nach der bisherigen Bilanzierungsmethode bilanziert worden, hätten sich die betroffenen Positionen im Berichtsjahr wie folgt verändert:

in T€ bisherige
Methode
2008
geänderte
Methode
2008
Umsatzerlöse 32.970 31.940
Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.833 21.016
Abschreibungen auf Sachanlagen
und immaterielle Vermögensgegenstände
16.395 16.182
Immaterielle Vermögensgegenstände
(Filmvermögen)
24.256 18.425
Passivische Abgrenzung 5.831 0

Diese Änderung hat keine Auswirkung auf das Jahresergebnis und das Ergebnis pro Aktie für das Geschäftsjahr 2008.

5. DARSTELLUNG DER BILANZIERUNGS-UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeines

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden für alle Konzerngesellschaften einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden festgelegt.

Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage des Anschaffungskostenprinzips aufgestellt. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erörtert. Die Bilanz wurde gemäß IAS 1.51 nach kurzund langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Berichtswährung

Der Abschluss wird in EURO erstellt. Alle Beträge werden, sofern nicht anderes angegeben, in T€ ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Bei Fremdwährungsgeschäften wird der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, sind in der Periode, in der sie entstanden sind, als Aufwand oder Ertrag zu erfassen.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen der Senator AG, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, d. h. die Vermögens- und Schuldposten werden von der funktionalen Währung in die Berichtswährung grundsätzlich mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Kursbedingte Veränderungen des konsolidierten Eigenkapitals und der Ergebnisvorträge werden ergebnisneutral als Währungsausgleichsposten im Eigenkapital erfasst.

Umsatzrealisierung/erhaltene Anzahlungen

Umsätze werden in Übereinstimmung mit IAS 18 realisiert, wenn die folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind:

  • a) der Senator-Konzern hat die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen,
  • b) dem Senator-Konzern verbleibt weder ein fortdauerndes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Beherrschung über die verkauften Gegenstände und Rechte,
  • c) die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden,
  • d) es ist hinreichend wahrscheinlich, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird, und

e) die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten können verlässlich bestimmt werden.

Umsätze werden erfasst, wenn die Übertragung der mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen mit dem Übergang des rechtlichen Eigentums und der Übergabe des Besitzes zeitlich zusammenfällt. Sofern die Gesellschaft wesentliche mit dem Eigentum verbundene Risiken behält, werden die aus der Transaktion resultierenden Umsätze nicht erfasst.

Gehen beim Konzern vor diesen Erlösrealisierungszeitpunkten Zahlungen von Lizenznehmern ein, werden diese zunächst als erhaltene Anzahlung verbucht.

In Übereinstimmung mit dem in IAS 18 beschriebenen Prinzip der Periodenabgrenzung werden Erträge und Aufwendungen, die sich auf dieselbe Transaktion oder dasselbe sonstige Ereignis beziehen, gleichzeitig erfasst.

(1) Kinorechte

Vorführrechte für Filme werden an Kinos gegen eine Gebühr in Höhe eines Prozentsatzes der Kasseneinnahmen und/oder gegen Minimumgarantien verkauft. Unter bestimmten Umständen erhält der Senator-Konzern eine nicht rückzahlbare Garantie, welche auf die prozentualen Anteile an den Kasseneinnahmen angerechnet wird.

Erfasst werden Erträge sowohl aus den anteiligen Kasseneinnahmen als auch aus den Garantiesummen zum Zeitpunkt der Vorführung des Filmes. Nicht rückzahlbare Garantien werden im Jahresabschluss abgegrenzt und zum Zeitpunkt der Vorführung als Erträge erfasst. Garantien, die im Wesentlichen den vollständigen Erlös darstellen, werden nach denselben Kriterien als Erträge erfasst wie dies für die Lizenzierung von TV-Rechten erfolgt. Das gilt auch für den Verkauf von Filmrechten an andere Vermarkter in bestimmten Territorien.

(2) Fernsehrechte

Der Senator-Konzern behandelt Lizenzverträge für TV-Programmmaterial als den Verkauf eines Rechtes oder einer Gruppe von Rechten.

Erträge aus einem Lizenzvertrag für TV-Programmmaterial werden erfasst, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • a) Die Lizenzgebühr für jeden Film ist bekannt.
  • b) Die Kosten eines jeden Films sind bekannt oder können angemessen bestimmt werden.
  • c) Die Vereinnahmung der gesamten Lizenzgebühr ist hinreichend sichergestellt.
  • d) Der Film wurde von dem Lizenznehmer gemäß den mit dem Lizenzvertrag einhergehenden Bedingungen angenommen.
  • e) Der Film steht für die erste Ausstrahlung oder Sendung zur Verfügung. Sofern nicht die Lizenz eines Dritten, welche sich mit der veräußerten Lizenz überschneidet, die Nutzung durch den Lizenznehmer verhindert, beeinflussen vertragliche Einschränkungen in dem Lizenzvertrag oder einem sonstigen Lizenzvertrag mit demselben Lizenznehmer bezüglich des Zeitpunktes der nachfolgenden Ausstrahlungen diese Bedingungen nicht.

(3) Home Entertainment

Die Video/DVD-Rechte der Konzernunternehmen werden über die Senator Home Entertainment GmbH ausgewertet. Zur Umsetzung hierfür wurde mit der Universum Film GmbH ein exklusiver Vertriebsvertrag geschlossen. Der Konzern erhält teilweise einen nicht rückzahlbaren Vorschuss, der mit Verfügbarkeit des Films in den Umsatzerlösen ausgewiesen wird. Erhält der Konzern keinen Vorschuss bzw. wurde der Vorschuss eingespielt, wird der Umsatz der tatsächlichen Verkäufe von Videokassetten bzw. DVDs realisiert.

(4) Produktionserlöse

Bei Auftragsproduktionen, die vorwiegend von TV-Sendeanstalten vergeben werden, erfolgt die Umsatz- und Gewinnrealisierung entsprechend der Percentage-of-Completion-Methode. Hierbei werden Aufwendungen und Erträge entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Gesamtauftrages anteilig den einzelnen Perioden zugeordnet. Die Methode ist zwingend anzuwenden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind und Schätzungen mit ausreichender Sicherheit vorgenommen werden können. Der Auftrag muss dem Unternehmen in voller Höhe vergütet werden, die Kosten müssen eindeutig und verlässlich identifizierbar sein und Erträge, Gesamtkosten und Fertigungsstand müssen zuverlässig bestimmt werden können. Der Fertigungsstand kann nach verschiedenen Methoden ermittelt werden. Im Konzern wird der Fertigstellungsgrad nach dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten bestimmt.

Eigen- und Koproduktionen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die externen Finanzierungsbeiträge werden von den Anschaffungsbzw. Herstellungskosten abgezogen.

Zinsen

Zinsen werden periodengerecht im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Abschnitt Fremdkapitalkosten verwiesen.

Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bemessen sich nach der Steuerzahllast unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisse und von Steuerlatenzen. Latente Steuern werden mit Hilfe der Verbindlichkeiten-Methode berechnet. Latente Ertragsteuern spiegeln die steuerlichen Auswirkungen zeitlich begrenzter Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögensgegenstandes oder einer Verbindlichkeit in der Bilanz und seinem Wert nach steuerlichen Gesichtspunkten wider. Die Bemessung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögensgegenstand realisiert oder eine Verbindlichkeit erfüllt wird, erwartet wird. Die Bewertung latenter Steuerschulden und -ansprüche berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen zum Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögensgegenstände zu realisieren oder seine Schulden zu erfüllen.

Latente Steueransprüche und -schulden werden unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, in dem sich die temporären Unterschiede wahrscheinlich umkehren.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann aktiviert, wenn diese mit hoher Wahrscheinlichkeit durch zukünftige steuerpflichtige Erträge genutzt werden können. Zu jedem Bilanzstichtag hat das Unternehmen nicht bilanzierte latente Steueransprüche und die bilanzierten latenten Steueransprüche neu zu beurteilen. Das Unternehmen setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen die Nutzung des latenten Steueranspruches gestatten wird. Umgekehrt hat das Unternehmen den latenten Steueranspruch in dem Umfang zu vermindern, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Nutzen des latenten Steueranspruches, entweder zum Teil oder insgesamt, zu verwenden.

Da zurzeit nicht abschließend beurteilt werden kann, inwieweit steuerlich nutzbare Verlustvorträge bestehen, wurden Steuern auf Verlustvorträge nur in Höhe passiver latenter Steuern angesetzt.

In dem Umfang, in dem nicht ausgeschüttete Ergebnisse ausländischer Tochterunternehmen auf unabsehbare Zeit in diesen Gesellschaften verbleiben, fallen keine latenten Steuerverbindlichkeiten an. Latente Steuerverbindlichkeiten sind für alle zu versteuernden temporären Unterschiede zu bilanzieren, sofern die latenten Steuerverbindlichkeiten nicht einem Geschäftswert entstammen, dessen Abschreibung für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig ist.

Die Ertragsteuern beinhalten Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer, Solidaritätszuschlag und die entsprechenden ausländischen Steuern.

In Deutschland beträgt der Körperschaftsteuersatz zurzeit 15 % (2007: 25 %) zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 %. Die Gewerbesteuer beträgt je nach Gemeinde zur Zeit zwischen 17,0 % und 19,7 %.

Mit Beschluss des Bundesrates vom 6. Juli 2007 wurde das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedet. Das Gesetz sieht im Wesentlichen eine Senkung der Steuersätze sowie – zu Gegenfinanzierungszwecken – eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage vor; so wird die Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen auf 30 % des steuerlichen EBITDA beschränkt, die Gewerbesteuer stellt zukünftig keine steuerlich abziehbare Ausgabe mehr dar. Der für 2008 erwartete Ertragsteuersatz der Konzernobergesellschaft Senator Entertainment AG wird sich nominal auf 30 % belaufen.

Fremdkapitalkosten

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit stehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Qualifizierte Vermögenswerte sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen.

Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Immaterielle Vermögenswerte

Der Senator-Konzern aktiviert immaterielle Vermögensgegenstände, wenn der Vermögenswert:

  • a) aufgrund von in der Vergangenheit liegenden Ereignissen sich im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft befindet,
  • b) wenn anzunehmen ist, dass ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus diesem Vermögenswert dem Unternehmen zufließt.

In Übereinstimmung mit IAS 38 setzt der Senator-Konzern einen immateriellen Vermögenswert mit dessen Anschaffungskosten an, wenn:

  • a) es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und
  • b) die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Diese Vorgehensweise findet Anwendung, wenn ein immaterieller Vermögenswert extern erworben oder intern generiert wird. Immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen erfasst. Nach IAS 38 werden immaterielle Vermögenswerte einheitlich über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts beträgt ab dem Datum, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann, maximal zwanzig Jahre. Der Abschreibungszeitraum beginnt, sobald der Vermögenswert genutzt werden kann. Abschreibungszeitraum und -plan werden jährlich am Ende eines Geschäftsjahres überprüft.

(1) Patente, Marken und Lizenzen

Für Patente, Marken und Lizenzen gezahlte Beträge werden aktiviert und anschließend über den Zeitraum des erwarteten Nutzens linear abgeschrieben. Patente, Marken und Lizenzen werden mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten bewertet. Die geschätzte Nutzungsdauer von Patenten, Marken und Lizenzen variiert zwischen fünf und sieben Jahren. Es werden keine planmäßigen Abschreibungen auf Rechte an Manuskripten und Drehbüchern vorgenommen.

(2) Filmrechte national

Die für den Erwerb oder die Produktion von Filmen gezahlten Beträge werden in Übereinstimmung mit IAS 38 "Immaterielle Vermögensgegenstände" aktiviert.

Filme werden über die erwartete Nutzungsdauer verwertungsbedingt abgeschrieben. Dabei wird als Nutzung die Verwertung der deutschsprachigen Kino-, Video- sowie TV-Rechte verstanden. Für die Verwertungsstufen werden Abschreibungen grundsätzlich wie folgt vorgenommen:

in % 2008 2007
bei Kinostart 10 10
bei Verkauf der Videorechte 35 35
bei Verkauf der TV-Rechte 35 35
bei Video on Demand 10 10
bei Zweitverwertung 10 10

(3) Filmrechte international

Die Abschreibung der Weltvertriebsrechte erfolgt entsprechend den Erlöserwartungen.

Die Bewertung der internationalen Rechte findet auf der Grundlage von US GAAP SOP 002 statt. Diese international übliche Methode schreibt vor, dass die einzelnen zurechenbaren Aufwendungen einer Produktion oder eines Erwerbs von Film- und Lizenzvermögen bis zum Verwertungsbeginn des Films oder des darauf beruhenden Rechts aktiviert werden müssen.

Die Abschreibung des Film- und Lizenzvermögens nach der film forecast computation method erfolgt hierbei in Abhängigkeit der Verwertung. Entsprechend den Zuflüssen der aus der Verwertung insgesamt resultierenden Umsatzerlöse über einen Zeitraum von maximal 10 Jahren werden die periodisch anteiligen Abschreibungen berücksichtigt (verwertungsbedingte Abschreibung).

(4) Künstlerbeziehungen

Künstlerbeziehungen werden aktiviert soweit bei Unternehmenszusammenschlüssen eine Kaufpreisallokation auf diese sonstigen immateriellen Vermögenswerte stattgefunden hat und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

(5) Software

Neue Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als immaterieller Vermögenswert ausgewiesen, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben.

(6) Geschäfts- oder Firmenwert

Der Überschuss der Anschaffungskosten der Anteile an einem Unternehmen über den vom erwerbenden Unternehmen am Tage der Transaktion erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der zugehörigen Vermögenswerte wird als Geschäftswert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Geschäftswerte werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, bilanziert.

Der Buchwert wird zu jedem Bilanzstichtag oder wenn Anzeichen für eine Minderung des Geschäftswertes bestehen im Hinblick auf seinen künftigen wirtschaftlichen Nutzen überprüft. Es wird der erzielbare Betrag für die betreffende Einheit ermittelt, zu welcher der Geschäftswert gehört. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, so wird eine Wertberichtigung vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen.

Sachanlagen werden über die geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Gesellschaft schätzt die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände auf 3 bis 10 Jahre. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und sämtliche notwendigen Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt.

Voll abgeschriebenes Sachanlagevermögen wird so lange unter Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die betreffenden Vermögenswerte außer Betrieb genommen werden. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungkosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgesetzt, Ergebnisse aus Anlageabgängen (Abgangserlöse abzüglich Restbuchwerte) werden in der Gewinnund Verlustrechnung unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Wertminderungen bzw. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Wenn eine angemessene und stetige Grundlage zur Verteilung ermittelt werden kann, werden die gemeinschaftlichen Vermögenswerte auf die einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten verteilt. Andernfalls erfolgt eine Verteilung auf die kleinste Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, für die eine angemessene und stetige Grundlage der Verteilung ermittelt werden kann.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer bzw. bei solchen, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz auf ihren Barwert abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt zum einen die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes, zum anderen die im Vermögenswert inhärenten Risiken, die nicht bereits Eingang in die Schätzung der Zahlungsströme gefunden haben.

Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Ausgenommen hiervon ist der Geschäfts- oder Firmenwert. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert (die Zahlungsmittel generierende Einheit) in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Assoziierte Unternehmen

Anteile an Unternehmen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, sind unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls erhöht oder vermindert um Wertberichtigungen von Geschäftswerten, Gewinnausschüttungen und die anteiligen Ergebnisse der Gesellschaft bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder

  • als Kredite und Forderungen oder
  • als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert.

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Die in der Konzernbilanz erfassten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Ausleihungen werden der Kategorie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente zugeordnet. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese zum beizulegenden Zeitwert – sofern dieser zuverlässig ermittelbar ist – bewertet. Die Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgsneutral als Eigenkapitalveränderung ausgewiesen, sofern nicht dauerhafte Wertminderungsverluste festgestellt werden, die erfolgswirksam erfasst werden. Im Geschäftsjahr 2008 und 2007 lagen jeweils zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente vor, bei denen die Senator AG nicht in der Lage war, einen zuverlässigen beizulegenden Zeitwert zu ermitteln. Entsprechend wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2007 die entsprechenden Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Wir verweisen auf die Ausführungen zu Akquisitionen und Unternehmenszusammenschlüssen.

Die Wertminderung auf die Forderungen aus Vermietung wird auf Basis von Erfahrungswerten vorgenommen. Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte werden angemessene einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • Die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind ausgelaufen.
  • Der Konzern behält die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus finanziellen Vermögenswerten zurück, übernimmt jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur Zahlung der Cashflows ohne wesentliche Verzögerungen an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt ("pass-through arrangement").
  • Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und hat (a) im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder hat (b) im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.

Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle der Leistungserstellung zurechenbaren Einzelkosten sowie produktionsbezogene Gemeinkosten. Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag von Anschaffungs- oder Herstellungskosten und realisierbarem Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar.

Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Teil der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den erwarteten Auftragskosten zu erfassen, es sei denn, dies würde den Leistungsfortschritt nicht wiedergeben.

Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst.

Der Fertigstellungsgrad wird nach dem cost-to-cost Verfahren ermittelt, danach wird der Fertigungsgrad am Verhältnis der bis zum Stichtag kumuliert angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für die leistungsorientierten Versorgungssysteme werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei auf der Basis von Pensionsgutachten.

Hinsichtlich der Lebenserwartung wurden die anerkannten versicherungsmathematischen Richttafeln verwendet. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird durch Diskontierung der geschätzten künftigen Zahlungsmittelabflüsse bestimmt. Der Rechnungszins orientiert sich hierbei an hochqualitativen Unternehmensanleihen, die im Hinblick auf die Währung und die Laufzeit den zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen entsprechen.

Rückstellungen

Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 37 für Verpflichtungen ausgewiesen, die ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe nach ungewiss sind. Eine Rückstellung ist ausschließlich dann anzusetzen, wenn:

  • a) der Gesellschaft aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) entstanden ist,
  • b) es wahrscheinlich ist (d. h. mehr dafür als dagegen spricht), dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen erforderlich ist und
  • c) eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Der als Rückstellung erfasste Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung erforderlichen Ausgaben dar, d. h. den Betrag, den das Unternehmen bei zuverlässiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung am Bilanzstichtag oder zu ihrer Übertragung auf eine dritte Partei an diesem Tag zahlen müsste.

Unter den Steuerrückstellungen der Periode wird der Betrag der Steuern erfasst, der aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurde. Hiervon ausgenommen sind die Beträge der Steuern, die mit Positionen in Verbindung stehen und diesen zugeordnet werden, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht ausgewiesen werden. Grundlage für die Bildung von Steuerrückstellungen ist das Ergebnis vor Steuern. Dazu gehören diejenigen Erträge und Aufwendungen, welche unter Berücksichtigung der Regelungen der deutschen Steuergesetzgebung in das Ergebnis vor Steuern einbezogen werden dürfen. Steuerrückstellungen werden im Senator-Konzern auf das Ergebnis vor Steuern der laufenden Periode gebildet sowie für Steuernachzahlungen für vergangene Perioden.

Verbindlichkeiten, die aus einer möglichen Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses entstehen und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen, oder die aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil

  • a) der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist; oder
  • b) die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann,

werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen, außer, wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft gering ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst.

Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinsaufwendungen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Buchwert abgezinst werden.

Investitionszuschüsse

Im Geschäftsjahr 2000 wurden erstmals Investitionszuschüsse passiviert. Weitere Investitionszuschüsse erhielt der Konzern im Geschäftsjahr. Die Investitionszuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen ertragswirksam aufgelöst.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern schließt teilweise derivative Finanzinstrumente zur Steuerung seiner Wechselkursrisiken ab. Darunter befinden sich Devisentermingeschäfte.

Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zum Zeitwert bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Hier hängt der Zeitpunkt der erfolgswirksamen Erfassung der Bewertungsergebnisse von der Art der Sicherungsbeziehung ab. Der Konzern designiert einzelne finanzielle Vermögenswerte zur Absicherung des beizulegenden Zeitwertes von bilanzierten Vermögenswerten oder Schulden oder festen Verpflichtungen, zur Absicherung sehr wahrscheinlicher erwarteter Transaktionen oder des Fremdwährungsrisikos fester Verpflichtungen (Absicherung von Zahlungsströmen).

Derivate sind als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten auszuweisen.

Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)

Der Konzern designiert einzelne Sicherungsinstrumente, darunter Derivate und im Falle von Fremdwährungsrisiken nicht derivative Instrumente, im Rahmen der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Value Hedges) oder Zahlungsströmen (Cashflow Hedges). Dabei werden Absicherungen der Wechselkursrisiken von festen Verpflichtungen in Ausübung des Wahlrechtes in IAS 39 als Absicherung von Zahlungsströmen bilanziert.

Zu Beginn der Sicherungsbeziehung wird die Beziehung zwischen dem Grund- und Sicherungsgeschäft dokumentiert, einschließlich der Risikomanagementziele sowie der dem Abschluss von Sicherungsbeziehungen zugrunde liegenden Unternehmensstrategie. Des Weiteren wird bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert, ob das in die Sicherungsbeziehung designierte Sicherungsinstrument hinsichtlich der Kompensation der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes bzw. der Cashflows des Grundgeschäfts im hohen Maße effektiv ist.

Veränderungen der Rücklage aus Sicherungsgeschäften innerhalb des Eigenkapitals sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung aufgezeigt.

Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge)

Der effektive Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von Derivaten, die sich für Cashflow Hedges eignen und als solche designiert worden sind, wird im Eigenkapital erfasst. Der auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst und im Posten "Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Im Eigenkapital erfasste Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, in der auch das Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in demselben Posten, wie auch das Grundgeschäft ausgewiesen wird. Führt jedoch eine abgesicherte erwartete Transaktion zur Erfassung eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Schuld, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus dem Eigenkapital ausgebucht und bei der erstmaligen Ermittlung der Anschaffungskosten des Vermögenswerts oder der Schuld berücksichtigt.

Die bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehung endet, wenn der Konzern die Sicherungsbeziehung auflöst, das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder sich nicht mehr für Sicherungszwecke eignet. Der vollständige zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital erfasste Gewinn oder Verlust verbleibt im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam vereinnahmt, wenn die erwartete Transaktion ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet wird. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, wird der gesamte im Eigenkapital erfasste Erfolg sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.

Segmente

Der Konzern ist in sechs Segmente/Geschäftsfelder gegliedert, die einzeln gesteuert werden. Finanzinformationen über Geschäftsfelder und geographische Segmente sind in der Erläuterung Nr. 37 dargestellt.

Bedeutende bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung von IFRS erfordert bei einigen Positionen, dass der Vorstand Schätzungen und Annahmen vornimmt, die die Werte der zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden und Finanzverpflichtungen sowie die Erträge und Aufwendungen während des Geschäftsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei

  • der Bewertung von Filmverwertungsrechten,
  • dem Ansatz und der Bemessung von Rückstellungen,
  • der Beurteilung der Notwendigkeit sowie der Bemessung einer außerplanmäßigen Abschreibung bzw. Wertberichtigung,
  • Bewertung langfristiger Forderungen.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 3,9 Mio. auf Filmrechte (Buchwert vor Abschreibung € 7,2 Mio.) vorgenommen. Grundlage der Wertermittlung waren Barwerte auf Titelbasis eines externen, unabhängigen Gutachters sowie interne Erlösschätzungen. Gemäß vorliegendem Gutachten betrug der Diskontierungszins zwischen 11,5 % und 16,5 %.

In den sonstigen Rückstellungen wurde Vorsorge für Videokosten getroffen, die aufgrund der abgeschlossenen Verkaufsverträge seitens Senators zu tragen sind. Der Gesamtbetrag dieser Rückstellungen beträgt T€ 711. Die Rückstellung für Videokosten wurde anhand von Erfahrungswerten für vergleichbare Titel geschätzt.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäftswerte, der anderen immateriellen Vermögenswerte sowie des Sachanlagevermögens erfolgt generell auf Basis abgezinster Zahlungsströme aus der fortgesetzten Nutzung und dem Verkauf der Vermögenswerte. Faktoren, wie geringere als erwartete Umsätze und daraus resultierende Nettozahlungsströme, aber auch Änderungen der Abzinsungsprozentsätze, können zu einer Wertminderung führen.

Bei der Anwendung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden muss der Vorstand in Bezug auf die Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, die nicht ohne Weiteres aus anderen Quellen ermittelt werden können, Sachverhalte beurteilen, Schätzungen anstellen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt, falls die Änderung die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betrifft, entsprechend in dieser und den folgenden Perioden beachtet.

Innerhalb der Forderungen aus Lieferung und Leistung sind langfristige US-Dollar-Forderungen gegenüber Lizenzkäufern enthalten, die zum Teil erst Mitte 2011 fällig werden. Die Forderungen wurden aufgrund ihres Langfristcharakters mit 12,0 % diskontiert. Der Barwert der Forderungen beträgt nach Berücksichtigung von Währungsanpassungen ca. T€ 819.

(B) ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

6. UMSATZERLÖSE

2008 2007
in T€ in % in T€ in %
Filmproduktion 300 0,94 8.749 16,19
Lizenzhandel 24.975 78,19 34.440 63,75
Kinoerlöse 6.665 20,87 10.835 20,06
31.940 100,00 54.024 100,00

Erlöse aus Filmförderung für die Produktion von Filmen werden nicht mehr wie in der Vergangenheit als Umsatzerlöse gezeigt sondern direkt von den Herstellungskosten der selbst geschaffenen Filmverwertungsrechte abgezogen. Fördermittel für die Herausbringung von Filmen werden direkt vom Materialaufwand abgezogen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

Die Umsatzerlöse aus dem Lizenzhandel ergaben sich aus der Verwertung der folgenden Rechte:

2008 2007
in T€ in % in T€ in %
TV 9.663 38,69 13.981 40,60
Video 14.442 57,83 13.037 37,85
Weltvertrieb 51 0,20 6.783 19,69
Sonstige 819 3,28 639 1,86
24.975 100,00 34.440 100,00

7. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2008 2007
Erträge aus Forderungsverzichten von Gläubiger
banken 17.857 0
Veräußerungsgewinn 1.171 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 983 293
Erträge aus weiterbelasteten Kosten 490 1.866
Mieterträge 55 76
Erträge aus Abgängen von Vermögenswerten
des Anlagevermögens 3 6.429
Erträge aus der Zuschreibung von Filmvermögen 0 2.245
Sonstige 730 1.098
21.289 12.007

Bezüglich der Erträge aus Forderungsverzichten von Gläubigerbanken verweisen wir auf die Ausführungen zu den Finanzverbindlichkeiten in Punkt 27.

Hinsichtlich des Veräußerungsgewinns verweisen wir auf die Ausführungen zum Konsolidierungskreis im Abschnitt (A) 3. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze.

8. AUFWENDUNGEN FÜR BEZOGENE LEISTUNGEN

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2008 2007
Filmvermarktungskosten 14.632 18.354
Filmproduktionskosten 5.374 7.401
Lizenzgeberanteile 575 2.512
Abführungen an Filmförderanstalten 434 298
Sonstige Produktionskosten 0 177
21.015 28.742

9. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten:

in T€ 2008 2007
Zuführung zu Wertberichtigungen auf
Forderungen/Ausbuchung von Forderungen
5.739 263
Rechts- und Beratungskosten 1.745 869
Raumkosten 832 813
Reisekosten 547 454
Repräsentations- und Werbekosten 386 638
Nebenkosten des Geldverkehrs 214 641
Verschmelzungsverlust 206 0
Telefon, Porto 194 171
Abschluss- und Prüfungskosten 166 237
Hauptversammlung bzw.
Gesellschafterversammlungen
161 128
Versicherungen 147 158
Aufsichtsratsvergütung 113 75
Instandhaltung, Wartung, Miete
für Büroausstattung
108 127
Bürobedarf, Fachliteratur 94 109
Kosten des Fuhrparks 71 87
Sonstige Personalkosten 32 100
Verluste aus Anlagenabgängen 1 29
Sonstige Steuern 0 6
Übrige 1.102 733
11.858 5.638

10. WÄHRUNGSGEWINNE UND -VERLUSTE

Die Währungsgewinne und -verluste setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

in T€ 2008 2007
Währungsgewinne 682 640
Währungsverluste -1.220 -1.366
-538 -726

11. ERTRAGSTEUERN

Die tatsächlichen Steuerschulden für das laufende Geschäftsjahr und die Vorjahre werden unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze mit den Beträgen bemessen, die erwartungsgemäß an die Finanzbehörde zu zahlen sind.

Der sich bei Anwendung der Senator AG ergebende Steueraufwand lässt sich zum tatsächlichen Steueraufwand wie folgt überleiten:

in T€ 2008 2007
Ergebnis vor Ertragsteuern -4.274 -461
Steuer zum angesetzten Steuersatz
von 30 % (Vorjahr: 40 %)
-1.282 -184
Effekt des nicht steuerpflichtigen Ergebnisses auf
die Bestimmung des steuerpflichtigen Gewinns aus
Equity-Anteil
28 105
Effekt der nicht abzugsfähigen Aufwendungen auf
die Bestimmung des steuerpflichtigen Gewinns:
Steuern Vorjahre 0 -24
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 37 176
Nicht abzugsfähige Forderungsverzichte 916 0
Nicht steuerpflichtige Erträge 0 -2.406
Ansatz/Wertberichtigung aktive Steuerabgrenzung
auf Verlustvorträge
299 -508
Veränderung der sonstigen Steuerabgrenzung 0 473
Nichtansatz steuerlicher Verluste 63 2.660
Sonstiges 2 0
Steueraufwand gemäß Konzernabschluss, davon 63 292
Steueraufwand des Berichtsjahres 63 351
Steueraufwand für Vorjahre 0 -24
Veränderung latente Steuern 0 -35

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ Stand
1.1.2008
Zugang aus
Entkonsoli
dierung
Zuführung/
Auflösung
Stand
31.12.2008
Aktive Steuerabgrenzung
Steuerlicher Verlustvortrag 1.527 -739 -299 489
Zwischengewinne 93 0 -93 0
Pensionsrückstellungen 17 0 6 23
1.637 -739 -386 512
Passive Steuerabgrenzung
Filmverwertungsrechte
(netto)
320 -149 144 315
Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
697 0 -500 197
Teilgewinnrealisierung 30 0 -30 0
Schuldenkonsolidierung 590 -590 0 0
1.637 -739 -386 512
Bilanzausweis 0 0 0 0

Im Berichtsjahr werden die Steueransprüche wegen der Verrechnungsmöglichkeit bei gleichen Steuerbehörden insgesamt saldiert ausgewiesen.

Die noch nicht steuerlich genutzten körperschaftsteuerlichen sowie gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der Senator AG betragen zum 31. Dezember 2008 jeweils rund € 144 Mio.

12. ERGEBNIS JE AKTIE

Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf der Division des laufenden Ergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien.

Für das Geschäftsjahr 2008 Perioden
verlust in
T€
Gewichtete
Durch
schnittszahl
an Aktien
Ergebnis je
Aktie in €
Den Aktionären zuzurechnender
Periodenverlust
-3.407
Ergebnis je Aktie
Den Aktionären zuzurechnender
Periodenverlust
-3.407 19.954.159 -0,17
Für das Geschäftsjahr 2007 Perioden
verlust in
T€
Gewichtete
Durch
schnittszahl
an Aktien
Ergebnis je
Aktie in €
Den Aktionären zuzurechnender
Periodenverlust
-112 0
Ergebnis je Aktie
Den Aktionären zuzurechnender
Periodenverlust
-112 19.816.172 -0,01

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

(C) ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte:

Sonstige
Geschäfts Filmrechte Künstlerbe Immaterielle
Vermögens
Patente,
Marken und
Geleistete 2008 2007
in T€ wert Produktion Filmrechte ziehung werte Lizenzen Anzahlungen Summe Summe
Anschaffungskosten
01. Januar 5.374 125.275 241.656 1.150 135 1.160 12.077 386.827 390.766
Zugänge 0 617 6.884 0 0 101 7.774 15.376 26.480
Umbuchungen 0 -200 500 0 0 0 -300 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0 0 -543 -543 -34
Veränderungen des
Konsolidierungskreises
0 51.419 -6.124 0 0 -403 -11.130 -69.076 -130
Abgänge 0 -2.993 -478 0 -135 0 -71 -3.677 -30.255
31. Dezember 5.374 71.280 242.438 1.150 0 858 7.807 328.907 386.827
Kumulierte Abschreibungen
01. Januar 4.826 124.158 224.246 164 0 887 1.453 355.734 364.699
Zugänge 0 135 14.688 329 135 111 553 15.951 23.350
- davon außerplanmäßig 0 0 3.392 0 0 0 500 3.892 1.333
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 0 0 0 -2.245
Veränderungen
des Konsolidierungskreises
0 -51.071 -6.124 0 0 -315 -23 -57.533 -49
Abgänge 0 -2.993 -478 0 -135 0 -64 -3.670 -30.021
31. Dezember 4.826 70.229 232.332 493 0 683 1.919 310.482 355.734
Nettobuchwert 548 1.051 10.106 657 0 175 5.888 18.425 31.093
Nettobuchwert Vorjahr 548 1.117 17.410 986 135 273 10.624 31.093

Im Berichtsjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von veränderten Erlöserwartungen notwendig. Im Geschäftsjahr betrugen die außerplanmäßigen Abschreibungen T€ 3.892 (Vj. T€ 1.333).

Abgänge an Filmrechten ergeben sich durch den Ablauf von Lizenzzeiten.

Die Position "Patente, Marken und Lizenzen" umfasst im Wesentlichen Rechte an Drehbüchern. Sobald die Rechte an Drehbüchern für die Produktion eines Films verwertet wurden, werden diese Rechte als Produktionskosten des jeweiligen Films klassifiziert und unter den Filmrechten aktiviert.

Sachanlagen

(Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung)

Gesamt Gesamt
in T€
Anschaffungskosten
2008 2007
01. Januar 2.496 1.736
Zugänge 108 756
Veränderung des Konsolidierungskreises -326 10
Abgänge -98 -6
31. Dezember 2.180 2.496
Kumulierte Abschreibungen
01. Januar 1.667 1.510
Zugänge 229 282
Veränderung des Konsolidierungskreises -157 -120
Abgänge -95 -5
31. Dezember 1.644 1.667
Nettobuchwert 536 829

14. ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

in T€ Stand 1.1.2008 Veränderung Stand
31.12.2008
Central Film Verleih GmbH, Berlin 190 -25 165
Pro in Space GmbH, Köln 391 57 448
X Verleih AG, Berlin 1.586 -911 675
2.167 -879 1.288

Die Veränderung der Anteile an der X Verleih AG, Berlin, enthält mit T€ 740 die Entkonsolidierung der mittelbaren Beteiligung durch die X-Filme Creative Pool GmbH.

Die nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen weisen insgesamt im Geschäftsjahr ein Jahresergebnis i. H. v. T€ -283 (Vj.: T€ -59), Umsatzerlöse von T€ 6.533 (Vj.: T€ 12.881), Aktiva i. H. v. T€ 10.366 (Vj.: T€ 15.743) sowie Schulden i. H. v. T€ 8.005 (Vj.: T€ 12.379).

Langfristige Aktiva bestehen i. H. v. T€ 2.647, kurzfristige i. H. v. T€ 7.719. Die assoziierten Unternehmen haben kurzfristige Passiva i. H. v. T€ 6.822 und langfristige i. H. v. T€ 3.544.

15. WERTPAPIERE DES ANLAGEVERMÖGENS

In 2008 erwarb die Senator Entertainment AG 12,55 % an der Berliner A-Company Consulting & Licensing AG (A-Company) für € 2,0 Mio. Zum Bilanzstichtag lagen keine Informationen vor, die eine Bewertung ermöglichen. Gleichzeitig bestanden keine Indikatoren für eine Wertminderung.

16. VORRÄTE

Senator verfügt über Lagerbestände an Bildtonträgern in Höhe von T€ 516.

17. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2008 2007
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.595 24.505
Abzüglich Wertberichtigungen auf zweifelhafte
Forderungen
-3.552 -754
Forderungen netto 5.043 23.751
Davon aus Fertigungsaufträgen 0 5.964

Forderungen werden zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen bilanziert. Die Forderungsverluste betragen in 2008 T€ 2.412 (Vj.: T€ 41).

Forderungen aus Filmfördermitteln werden aufgrund der geänderten Bilanzierungsmethode erstmalig in diesem Jahr nicht unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sondern unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

in T€ 2008 2007
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten
zuzüglich erfasster Gewinne
0 5.863
Erfasste Gewinne 0 101
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 0 5.964
Erhaltene Anzahlung 0 4.838

Die Entwicklung der auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildeten Wertberichtigungen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

in T€ 2008 2007
Stand am 01. Januar 754 690
Verbrauch 0 119
Auflösung 180 39
Abgang durch Entkonsolidierung 3 0
Zuführung 2.981 222
Stand am 31. Dezember 3.552 754

Zum 31. Dezember 2008 ist ein Forderungsbestand i. H. v. T€ 2.562 (Vj.: T€ 24.566) weder einzelwertberichtigt noch überfällig. Hier deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die zum Bilanzstichtag in Zahlungsverzug befindlichen, aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie folgt überfällig:

in T€ 2008 2007
bis 30 Tage 463 550
31 Tage bis 90 Tage 345 1.864
91 Tage bis 180 Tage 535 803
181 bis 360 Tage 106 217
ab 361 Tage 188 57
1.637 3.491

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 1.637 (Vj.: T€ 3.491), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese offenen Posten.

18. FORDERUNGEN GEGEN NAHESTEHENDE PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Die Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2008 2007
Forderungen gegen Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
46 596
Forderungen gegen sonstige
nahestehende Personen und Unternehmen
42 28
88 624

Zum 31. Dezember 2008 und 2007 ist der Gesamtbetrag der Forderungen weder wertgemindert noch überfällig. Hier deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die nahestehenden Personen oder Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Ziffer 40. verwiesen.

19. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

in T€ 2008 2007
Forderung Fördermittel 606 4.306
Forderung gegen die Deutsche Bank AG 625 625
Darlehensforderungen 594 137
Forderung aus Zwischenfinanzierung
von Filmprojekten
452 0
Forderung aus ausstehenden Abrechnungen 240 0
Forderung aus Beteiligungsverkäufen 150 6.650
Verfügungsbeschränkte Guthaben
bei Kreditinstituten
105 344
Forderungen an Mitarbeiter 56 85
Debitorische Kreditoren 56 159
Kautionen 34 284
Forderungen an Koproduzenten 0 1.526
Filmvorverkäufe 0 279
Derivate 0 134
Übrige 882 879
3.800 15.408

Die Forderung gegen die Deutsche Bank AG beträgt brutto T€ 1.250, davon sind 50 % wertberichtigt.

Im Vorjahr hielt der Konzern zwei gegenläufige derivative Finanzinstrumente mit einem Call- bzw. Put-Betrag in Höhe von US\$ 1,55 Mio., die im März 2008 fällig waren. Aufgrund der Gegenläufigkeit kam es zu keinen Mittelabflüssen in 2008. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus diesen Finanzinstrumenten betrugen zum 31. Dezember 2007 jeweils T€ 134.

20. ÜBRIGE VERMÖGENSWERTE

Die übrigen Vermögenswerte setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

in T€ 2008 2007
Sonstige Steuern 945 1.235
Aktivische Abgrenzung 0 183
Geleistete Vorauszahlungen 0 69
Übrige 0 15
945 1.502

21. GEZEICHNETES KAPITAL

19.954.159 19.816.172
Eigene Aktien -9.659 -147.646
bedingtes Kapital I von bis zu € 3.400.000 19.963.818 19.963.818
Genehmigtes Kaptial bis zu € 6.881.909;
Aktien, 19.963.818 Stück
Stück 2008 2007

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Es ist in nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

Eigene Anteile werden in der Bilanz eigenkapitalmindernd erfasst. Der Erwerb eigener Anteile wird im Jahresabschluss als eine Veränderung im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Senator AG wurde mit Beschlussfassung der Hauptversammlung am 29. Juni 1999 erstmalig dazu ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien bis zu einer maximalen Höhe von 10 % des Stammkapitals zu erwerben. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte zu verschiedenen Zeitpunkten im Geschäftsjahr 2000. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, keinen Handel mit den eigenen Aktien zu treiben und die eigenen Aktien nur unter bestimmten Umständen zu veräußern.

Am 31. Dezember 2008 weist die Gesellschaft 9.659 Stückaktien als eigene Anteile aus, auf die € 9.659 bzw. 0,05 % des Grundkapitals entfallen.

Auf der Hauptversammlung vom 23. November 2004 wurde das bis dahin bestehende genehmigte Kapital aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital beschlossen, wodurch der Vorstand ermächtigt ist, nach Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in einem Zeitraum von fünf Jahren ab dem 15. Dezember 2004 um einen Betrag von bis zu € 6.881.909 zu erhöhen.

Aufgrund verschiedener Hauptversammlungsbeschlüsse hat die Gesellschaft ein bedingtes Kapital (1999/I) von bis zu € 3,4 Mio. für die Ausgabe von Aktienoptionen.

22. KAPITALRÜCKLAGE

Die Deutsche Bank AG brachte mit Forderungsverzichtserklärung vom 6. Dezember 2005 eine Forderung i. H. v. € 22.431.226,48 als Sacheinlage in die Gesellschaft ein, davon entfielen € 6.200.000 auf die Erhöhung des gezeichneten Kapitals und € 16.231.226,48 auf die Einstellung in die Kapitalrücklage.

Die Erträge aus der Kapitalherabsetzung in 2004 i. H. v. € 30.600.000 wurden nach den aktienrechtlichen Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung in die Kapitalrücklage eingestellt. In 2004 reduzierte sich die Kapitalrücklage aufgrund der vereinfachten Kapitalherabsetzung i. H. v. € 1.328.813 für die von der Senator AG gehaltenen eigenen Anteile.

23. MINDERHEITENANTEILE

Der Rückgang der Minderheitenanteile resultiert aus der Entkonsolidierung der X-Filme Creative Pool (T€ 3.542) sowie aus dem auf die Minderheitengesellschafter entfallenden Jahresfehlbetrag der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH und deren Tochtergesellschaften.

24. KAPITALMANAGEMENT

Die Senator Entertainment AG unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weitergehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von der Gesellschaft herangezogenen Finanzkennzahlen sind überwiegend erfolgsorientiert.

Vorrangiges Ziel des Senator-Managements ist die für eine Unternehmensfortführung sicherzustellende Liquidität, da den Senator-Gesellschaften derzeit keine freien Kreditlinien zur Verfügung stehen. Zur Umsetzung des Ziels werden neben der absoluten Höhe des Bestandes an liquiden Mitteln die erwarteten Ein- und Auszahlungen durch einen Plan auf Wochenbasis sowie einem mittelfristigen Plan, der sich über einen dreijährigen Zeitraum erstreckt, überwacht.

Um flexibel sich bietende Eigenkapital- und Fremdfinanzierungsoptionen am Markt nutzen zu können, ist eine ausreichend hohe Eigenkapitalquote erforderlich. Dabei wird das wirtschaftliche Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme überwacht. Die Eigenkapitalquote ist dabei das Verhältnis zwischen dem wirtschaftlichen Eigenkapital auf konsolidierter Basis und der Bilanzsumme. Das wirtschaftliche Eigenkapital setzt sich aus dem bilanziellen Eigenkapital sowie den Investitionszuschüssen zusammen. Das wirtschaftliche Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote entwickelten sich wie folgt:

Eigenkapitalquote 27,1 % 20,8 %
Bilanzsumme 34.671 81.285
Wirtschaftliches Eigenkapital 9.405 16.885
Investitionszuschüsse 201 34
Bilanzielles Eigenkapital 9.204 16.851
in T€ 2008 2007

Im Geschäftsjahr wurden Covenants, bei deren Nichteinhaltung eine Kündigung von Kreditverträgen drohen könnte, vollständig aufgehoben.

25. VERPFLICHTUNGEN AUS LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Pensionspläne und Pensionsrückstellungen

Im Geschäftsjahr 2008 weist der Senator-Konzern Pensionsverpflichtungen für zwei aktive Mitarbeiter der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH aus. Es handelt sich bei beiden Pensionszusagen um leistungsorientierte Zusagen, d. h. die Mitarbeiter werden vom Unternehmen einen festen Betrag an Pensionsleistungen in der Zukunft erhalten. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung entspricht dem Barwert dieser Verpflichtung, abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens.

Nach diesem Plan haben die Berechtigten Anspruch auf feste monatliche Vergütungen bei Erreichen des Ruhestandsalters von 65 Jahren. Zur Tilgung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurde von der Möglichkeit der sofortigen erfolgswirksamen Erfassung aller im Geschäftsjahr angefallener Gewinne und Verluste Gebrauch gemacht.

Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

in % 2008 2007
Abzinsungssatz 5,60 5,60
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 5,60 5,60
Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen 0,00 0,00
Rententrend 2,00 2,00

Die Bewegung im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen des laufenden Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich dieser leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:

in T€ 2008 2007
Laufender Dienstzeitaufwand 21,9 11
Zinsaufwand 29,6 14
Erwartete Erträge aus Planvermögen -25,8 -11
Versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste
18,6 -16
Summe Pensionsaufwendungen 44,3 -2

Der laufende Jahresaufwand ist im Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt:

in T€ 2008 2007
Barwert der gedeckten leistungsorientierten Ver
pflichtung
580 529
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -485 -442
Plandefizit 95 87
nicht erfasste versicherungsmathematische
Nettoverluste
0 0
nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeit
aufwand
0 0
Nettoschuld am Jahresende 95 87
Verpflichtung zum 31. Dezember 580 529
Versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste
0 -25
Zinsaufwand 29 14
laufender Dienstzeitaufwand 22 11
Konsolidierungskreisänderung 0 529
Verpflichtung zum 1. Januar 529 0
in T€ 2008 2007

Im Geschäftsjahr 2009 werden Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen i. H. v. T€ 39 erwartet.

Die Bewegungen im Barwert des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2008 2007
Planvermögen zum 1. Januar 442 0
Konsolidierungskreisänderung 0 422
erwarteter Ertrag aus Planvermögen 26 11
Versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste
-19 -9
Beiträge des Arbeitgebers 37 18
Planvermögen zum 31. Dezember 486 442

Das Planvermögen besteht aus Ansprüchen aus Versicherungsrückdeckungen. Die erwarteten Vermögenserträge werden auf der Grundlage von zu diesem Zeitpunkt gängigen Markterwartungen für den Zeitraum berechnet, über den die Verpflichtungen erfüllt werden.

26. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Veränderung
Stand Konsolidie Stand
in T€ 1.1.2008 Verbrauch Auflösung Zuführung rungskreis 31.12.2008
Personalrückstellungen 287 227 1 203 -59 203
Sonstige ungewisse Verbindlichkeiten 5.821 1.865 982 1.553 -611 3.916
6.108 2.092 983 1.756 -670 4.119
in T€ Stand
1.1.2007
Verbrauch Auflösung Zuführung Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Stand
31.12.2007
Personalrückstellungen 146 93 5 239 0 287
Sonstige ungewisse Verbindlichkeiten 3.046 1.297 287 4.166 193 5.821
3.192 1.390 292 4.405 193 6.108

Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehenden Urlaub.

Die sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Lizenzgeberanteile sowie Prozesskosten.

Im Berichtsjahr konnten Rechtsstreitigkeiten mit früheren Tochtergesellschaften, bei denen es um Ausgleichsansprüche aufgrund von Betriebsprüfungsergebnissen ging, durch Vergleiche beigelegt werden.

27. FINANZVERBINDLICHKEITEN

in T€ 2008 2007
Anleihen 2.640 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.897 24.683
Filmproduktionsdarlehen 0 10.386
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2.403 0
6.940 35.069

Analyse der Fälligkeit finanzieller Verbindlichkeiten:

2009 2010-2011 2012-2013 2014
in T€ Buchwert
31.12.2008
Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.897 174 916 207 10 206 0 17 971
Anleihen 2.640 439 1.500 339 1.140 0 0 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2.403 378 1.311 120 1.092 0 0 0 0

Alle sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sind kurzfristig und beinhalten keine Zinszahlungen.

Die langfristigen Bankschulden betreffen in Höhe von T€ 971 ein Nachrangdarlehen aus dem H.E.A.T. Programm, welches der Senator Film Verleih GmbH gewährt wurde und bei dem die Senator AG einen Schuldbeitritt erklärt hat. Das Darlehen tritt mit dem Rückzahlungsanspruch des Nominalbetrages und der Zinszahlung im Rang hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen Gläubiger der Senator Film Verleih GmbH zurück. Der Nachrang gilt auch im Insolvenzverfahren. Im Vorjahr wurden unter dieser Position € 4,8 Mio. ausgewiesen. In Höhe von € 3,8 Mio. wurde im Dezember 2008 ein Darlehensverzicht ausgesprochen.

Weiterhin bestand ein Darlehen über ursprünglich insgesamt € 2,1 Mio., das in drei gleichen Teilbeträgen jeweils zum 31. Dezember, beginnend am 31. Dezember 2007, zu tilgen war. Die erste Tilgungsrate wurde am 27. Dezember 2007 gezahlt. Auf den Restbetrag hat die Bayerische Hypo- und Vereinsbank Aktiengesellschaft im Dezember 2008 verzichtet.

Im Geschäftsjahr 2007 ist mit der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG eine Kreditlinie mit einem Volumen von € 20,0 Mio. vereinbart worden. Im Dezember 2008 verzichtete die Bank gegen Zahlung von € 2,6 Mio. auf den in Anspruch genommenen Betrag bis auf einen Restbetrag in Höhe von € 500.000,00. Der Restbetrag ist am 31. Dezember 2009 fällig. Im Zuge des Darlehensverzichts sind sämtliche Sicherheiten freigegeben worden. Ausgenommen hiervon sind die aktuellen und künftig noch zu erwerbenden Anteile an der X Verleih AG.

Im Dezember 2008 wurden Anleihen mit einem Gesamtvolumen von € 2,64 Mio. emittiert. Die Anleihen wurden in vier Tranchen begeben, deren Rückzahlung zu verschiedenen Zeitpunkten bis zum 22. Dezember 2011 erfolgt. Die Anleihen sind mit Ausgabeaufschlägen (Agio) zwischen 7 % und 35 % zurückzuführen. Die Anleihen wurden mit immateriellen Vermögenswerten besichert.

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten ein Darlehen in Höhe von € 2,5 Mio., das im Geschäftsjahr in Höhe von € 0,1 Mio. getilgt wurde. Das Darlehen wird über die Laufzeit bis zum 20. Juni 2010 monatlich getilgt. Das Darlehen tritt mit dem Rückzahlungsanspruch des Nominalbetrages und der Zinszahlung im Rang hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen Gläubiger der Senator Entertainment AG zurück. Besichert wurde das Darlehen mit den bestehenden Anteilen an der A-Company Consulting & Licensing AG.

Der Wert der besicherten Aktiva beträgt € 3,29 Mio.

Die Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH verfügt über eine Kreditlinie in Höhe von € 8,0 Mio., die zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 408 in Anspruch genommen wurde. Die Linie dient der Zwischenfinanzierung der Produktionskosten und zur Übernahme von Anzahlungsavalen für die Produktion von Kino- und TV-Spielfilmen. Die Laufzeit ist unbestimmt.

Die zum 31. Dezember 2008 bestehenden langfristigen Finanzverbindlichkeiten waren durch die folgenden Inanspruchnahmen, Zinssätze und Fälligkeiten gekennzeichnet.

31.12.2008
in T€
Zinssatz
in %
Fälligkeit
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 971 9,75 22.02.2014
10 8,00 31.03.2010
Anleihen 510 20,22 22.12.2010
630 16,67 22.12.2011
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.092 22,10 20.06.2010

28. ERHALTENE ANZAHLUNGEN

Die erhaltenen Anzahlungen gliedern sich innerhalb der primären Segmente wie folgt:

in T€ 2008 2007
TV 1.506 5.556
Video/DVD 4.651 5.456
Weltrechte 1 348
Sonstige 4 181
6.162 11.541

29. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2008 2007
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die
nach der Equity-Methode bilanziert werden
81 59
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen
nahestehenden Personen und Unternehmen
41 385
122 444

30. SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in T€ 2008 2007
Darlehen 1.650 1.656
Verbindlichkeiten aus Derivaten 0 134
Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenser
werben
0 83
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 35 59
Pensionskasse 0 19
Kreditorische Debitoren 0 5
Übrige 136 237
1.821 2.193

31. ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN UND ABGRENZUNGEN

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen:

in T€ 2008 2007
Langfristige übrige Verbindlichkeiten
und Abgrenzungen
Investitionszuschüsse 201 34
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten
und Abgrenzungen
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 777 640
Verbindlichkeiten für Abgaben und Beiträge 52 99
Verbindlichkeiten gegenüber
Sozialversicherungsträgern
2 8
1.032 781

Aufgrund im Berichtsjahr geänderter Bilanzierungsmethoden wurde die Vorjahreszahl der übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen um T€ 9.435 reduziert.

32. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Für die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Fremdwährungspositionen in den einzelnen Abschlüssen werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:

Stichtagskurs
(Basis: 1€)
Durchschnittskurs
(Basis: 1€)
31.12.2008 31.12.2007 2008 2007
US-Dollar 1,3917 1,4721 1,4708 1,3705

(D) ERLÄUTERUNGEN ZUR EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Die im Vorjahr ausgewiesene Rücklage für Cashflow Hedges i. H. v. T€ 29 wurde im Geschäftsjahr aufgelöst.

(E) ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Senator weist den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Übereinstimmung mit IAS 7 "Kapitalflussrechnung" nach der indirekten Methode aus, nach der der Gewinn oder Verlust der Periode um die Auswirkungen nicht zahlungswirksamer Transaktionen, um Abgrenzungen der Mittelzu- oder Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in der Vergangenheit oder der Zukunft und um Ertrags- oder Aufwandsposten in Verbindung mit dem Cashflow aus Investitions- oder Finanzierungstätigkeit angepasst wird.

33. LIQUIDE MITTEL

Bei den liquiden Mitteln (Finanzmittelfonds) handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben sowie Bankverbindlichkeiten, soweit es sich um Kontokorrentkonten handelt. Im Vorjahresbericht wurden im Finanzmittelfond nur die Kassenbestände und Bankguthaben ausgewiesen. Das Vorjahr wurde um die Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von T€ -11.884 angepasst.

Zum 31. Dezember 2008 werden in der Konzernbilanz die Guthaben bei Kreditinstituten, die von den Verfügungsbeschränkungen betroffen sind, erstmalig unter den sonstigen finanziellen Vermögenwerten ausgewiesen (T€ 105). Der Vorjahresausweis (T€ 344) wurde entsprechend angepasst.

Im Berichtsjahr haben zwei Banken auf ihre Forderungen gegenüber der Senator AG und ihren Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 17.857 verzichtet, dadurch ergab sich eine zahlungsunwirksame Veränderung des Finanzmittelfonds in Höhe von T€ 12.286.

34. CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT

Im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sind folgende Ein- und Auszahlungen enthalten:

in T€ 2008 2007
Gezahlte Ertragsteuern -8 -78
Erhaltene Ertragsteuern 464 332
Gezahlte Zinsen -1.574 -1.037
Erhaltene Zinsen 92 482

35. CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Der Abfluss liquider Mittel aus Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Filmverwertungsrechte und andere immaterielle Vermögenswerte i. H. v. T€ -14.834 (Vj.: T€ -45.693). Der Verkaufspreis für die X-Filme Creative Pool GmbH betrug abgezinst T€ 3.351. Die Senator Entertainment Inc. wurde für US\$ 1 verkauft.

36. CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen sowie der Ausgabe von Anleihen stehen Auszahlungen aus der Tilgung von T€ 3.951, insbesondere für die Ablösung des Darlehens der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, gegenüber. Wir verweisen auch auf die Ausführungen in Punkt 27. Finanzverbindlichkeiten.

37. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

In Übereinstimmung mit IAS 14 werden Informationen zu Geschäftsfeldern und geographischen Segmenten offengelegt. Die Segmentberichterstattung gemäß IAS 14 wird unter Anwendung des 'Management-Ansatzes' vorgenommen, d. h. die Segmentberichterstattung basiert auf der aktuellen für die interne Berichterstattung verwendeten Segmentierung. Intersegmentäre Transaktionen: Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis beinhalten Transaktionen zwischen Geschäftsfeldern und zwischen geographischen Segmenten. Derartige Transaktionen werden zu Marktpreisen abgerechnet, die nicht verbundenen Parteien für ähnliche Leistungen berechnet werden. Diese Transaktionen werden für Zwecke der Konsolidierung eliminiert. Das primäre Berichtsformat gliedert sich nach den Geschäftsfeldern des Senator-Konzerns. Für das sekundäre Berichtsformat werden die geographischen Regionen verwendet, in denen der Senator-Konzern tätig ist.

Geschäftsfelder

Der Senator-Konzern führt den Großteil seiner Geschäfte in den folgenden Geschäftsfeldern durch:

  • a) Produktion
  • b) Kino
  • c) TV
  • d) Video und DVD
  • e) Weltrechte
  • f) Sonstige

Diese Geschäftsfelder stellen das primäre Berichtsformat dar.

Das Segment Produktion umfasst die Produktion von Kinofilmen. Das Segment Kino beinhaltet die Auswertung von Filmen in Kinos in Deutschland und Österreich. Im Segment TV sind die Auswertungen von Kinofilmen im Fernsehen sowie die Produktionen von Fernsehfilmen zusammengefasst. Hierzu zählen die Produktionen der konsolidierten Gesellschaften Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH und die Senator TV GmbH. Das Segment Video/DVD umfasst die Auswertung von Filmen auf Video und DVD. Das Segment Weltrechte beinhaltet Verkäufe von Filmrechten an nicht-deutsche Territorien. Im Segment Sonstige werden Verkäufe von sonstigen Rechten, die beim Erwerb von Filmlizenzen dem Konzern übertragen wurden sowie die Aktivitäten der Senator Musik GmbH zusammengefasst.

Geographische Regionen

Der Senator-Konzern ist international tätig mit den Schwerpunkten Inland und übrige Länder. Die sekundäre Segmentierung wird daher nach den geographischen Segmenten Inland und übrige Länder vorgenommen. Dabei wird danach unterschieden, wo Erlöse erzielt werden.

Geschäftsfelder

in T€ Produktion Kino TV Video/DVD Weltrechte Sonstige Gesamt
2008
Bereichsumsatz 300 8.305 9.196 14.964 51 819 33.635
Innenumsatz 0 1.640 -467 522 0 0 1.695
Umsatzerlöse 300 6.665 9.663 14.442 51 819 31.940
Sonstige betriebliche Erträge aus Zuschreibung 0 0 0 0 0 0 0
Zurechenbare Erträge 300 6.665 9.663 14.442 51 819 31.940
Zurechenbare Aufwendungen
Abschreibungen -899 -1.185 -4.284 -7.179 -1.708 -927 -16.182
davon außerplanmäßig -711 -20 -494 -787 -1.131 -749 -3.892
Verwertungs- und Produktionskosten -68 -8.464 -5.310 -7.132 0 -41 -21.015
Personalkosten -559 -1.393 -1.874 -376 -407 -131 -4.740
Summe -1.526 -11.042 -11.468 -14.687 -2.115 -1.099 -41.937
Bruttogewinn/-verlust -1.226 -4.377 -1.805 -245 -2.064 -280 -9.997
Nicht zurechenbare Erträge und Aufwendungen
Sonstige betriebliche Erträge 21.289
Personalaufwand -1.276
Abschreibungen 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.858
-1.865
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 412
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.212
Equity Ergebnis -94
Erträge aus Beteiligungen 0
Währungsverluste -538
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.274
2007
Bereichsumsatz 10.363 12.225 17.109 15.520 10.383 639 66.239
Innenumsatz 1.614 1.390 3.128 2.483 3.600 0 12.215
Umsatzerlöse 8.749 10.835 13.981 13.037 6.783 639 54.024
Sonstige betriebliche Erträge aus Zuschreibung 0 0 1.123 1.122 0 0 2.245
Zurechenbare Erträge 8.749 10.835 15.104 14.159 6.783 639 56.269
Zurechenbare Aufwendungen
Abschreibungen -7.139 -2.214 -3.290 -5.195 -3.772 -2.022 -23.632
davon außerplanmäßig 0 0 -667 -666 0 0 -1.333
Verwertungs- und Produktionskosten -697 -15.972 -6.677 -3.598 -1.602 -196 -28.742
Personalkosten -1.654 -1.736 -1.057 -169 -567 -30 -5.213
Summe -9.490 -19.922 -11.024 -8.962 -5.941 -2.248 -57.587
Bruttogewinn/-verlust -741 -9.087 4.080 5.197 842 -1.609 -1.318
Nicht zurechenbare Erträge und Aufwendungen
Sonstige betriebliche Erträge 9.762
Personalaufwand -1.051
Abschreibungen auf Finanzanlagen -13
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.638
1.742
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
576
-1.820
Equity Ergebnis -262
Währungsverluste -726
Erträge aus Beteiligungen 29
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -461

Die damit verbundenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sowie die Finanzinvestitionen in dem jeweiligen Segment lassen sich wie folgt aufgliedern:

in T€ 2008 2007
Vermögensgegenstände
Produktion 2.418 18.035
Kino 20.700 19.232
TV 2.502 10.903
Video/DVD 1.931 7.609
Weltrechte 0 12.069
Sonstige 7.120 13.437
Summe 34.671 81.285
in T€ 2008 2007
Verbindlichkeiten
Produktion 337 9.271
Kino 12.255 17.479
TV 1.848 7.645
Video/DVD 3.587 1.688
Weltrechte 0 10.385
Sonstige 7.440 17.966
Summe 25.467 64.434
in T€ 2008 2007
Investitionen
Produktion 4.658 20.987
Kino 1.168 2.465
TV 2.817 5.055
Video/DVD 4.176 8.924
Weltrechte 32 4.422
Sonstige 4.107 4.630
Summe 16.958 46.483

Geographische Segmente

Für die Aufteilung in geographische Segmente wurde die Eurofilm & Media Ltd., Killaloe, Irland, dem Inland zugeordnet, da sie überwiegend Umsätze auf dem deutschen Markt erzielt.

in T€ 2008 2007
Umsätze
Deutschland 31.310 46.689
Übrige Länder 630 7.335
Summe 31.940 54.024
Summe 34.671 81.285
Übrige Länder 268 17.574
Deutschland 34.403 63.711
Vermögensgegenstände
in T€ 2008 2007
Summe 16.958 46.483
Übrige Länder 2.508 8.404
Deutschland 14.450 38.079
Investitionen
in T€ 2008 2007

Segmentinformationen

Die Segmentdaten wurden auf der Grundlage der im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt.

Das Segmentvermögen stellt das betriebsnotwendige Vermögen der einzelnen Segmente dar. Derivative Geschäftsoder Firmenwerte werden den jeweiligen Segmentvermögen zugeordnet.

In den Segmentschulden sind die operativen Schulden und Rückstellungen der einzelnen Segmente enthalten.

Investitionen beinhalten die Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Für die geographische Segmentberichterstattung werden die Umsätze nach dem Standort des Kunden segmentiert, der in der Regel auch dem Standort der Konzerngesellschaft entspricht. Das Segmentvermögen und die Segmentinvestitionen wurden auf der Grundlage des Standortes der Konzerngesellschaft ermittelt.

38. FINANZINSTRUMENTE/MANAGEMENT VON FINANZRISIKEN

a) Bewertung der Finanzinstrumente nach Kategorien

Die Finanzinstrumente der Aktivseite betreffen die Bewertungskategorie nach IAS 39 Kredite und Forderungen mit Ausnahme der Wertpapiere des Anlagevermögens (€ 2,0 Mio.), die als zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte klassifiziert wurden. Alle Finanzinstrumente der Passiva sind finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind.

Eine Ausnahme im Vorjahr stellen die Derivate dar. Das Derivat ohne Hedgebeziehung in Höhe von T€ 134 wurde zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein weiteres Derivat wurde als effektives Sicherungsinstrument klassifiziert und hierfür eine Rücklage im Eigenkapital gebildet.

Die Eurofilm Media Ltd., Irland, hat im Dezember 2006 ein Filmpaket für insgesamt US\$ 13 Mio. gekauft. 90 % des Kaufpreises waren erst bei Ausstellung des Liefernachweises in 2007 bzw. 2008 zu bezahlen. Die Gesellschaft sicherte das Währungsrisiko durch einen Cashflow Hedge in US\$ mit bestehenden US\$ Bankbeständen ab. Der effektive Teil wurde im Eigenkapital des Vorjahres in der Rücklage für Cashflow Hedges erfasst.

b) Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt und entspricht annähernd dem Buchwert.

Allgemeines

Der Senator-Konzern unterliegt aufgrund seiner operativen Tätigkeit den folgenden Risiken:

  • Kreditrisiken
  • Liquiditätsrisiken
  • Marktrisiken.

Unter den Marktrisiken werden auch Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen erfasst.

Im Folgenden werden

  • die Risiken der jeweiligen Risikokategorie aufgeführt, die von der Senator-Gruppe als für den Konzern relevant identifiziert wurden,
  • die Ziele, Regeln und Prozesse zur Risikoidentifizierung und zum Umgang mit den Risiken der Senator-Gruppe beschrieben.

Der Senator-Konzern hat einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements in Portfolioform zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken. Die Risikopositionen ergeben sich aus den konzernweit vorgenommenen und geplanten zahlungswirksamen Einund Ausgängen als Marktrisiken, betreffend Zinssatz-, Preis- und Wechselkursänderungen. Zins- und Preisänderungsrisiken werden durch die Mischung von Laufzeiten sowie von fest- und variabel verzinslichen Positionen gesteuert.

Kreditrisiko

Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners der Senator-Gruppe verstanden, welches dazu führt, dass in der Konzernbilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen, einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögenswerte beschränkt.

Kreditrisiken resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Kreditwürdigkeit

der jeweiligen Kunden wird von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen regelmäßig überwacht.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum 31. Dezember 2008 nicht wertberichtigt waren, lagen keine Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle vor.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft besteht darin, dass sie möglicherweise mangels vorhandener Liquidität ihren finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen kann, zum Beispiel der Tilgung von Finanzschulden und der Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen.

Die Senator Entertainment AG begrenzt dieses Risiko durch ein zentrales Cash-Management und den Zugang zu Kreditlinien bei Kreditinstituten mit ausschließlich hervorragendem Rating. Die erwarteten Zahlungsein- und -ausgänge werden permanent überwacht.

Ergänzend zu den genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt die Senator Entertainment AG die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem beobachtet die Senator Entertainment AG Entwicklungen, was deren Verfügbarkeit und Kosten betrifft. Ein wesentliches Ziel ist es, die finanzielle Flexibilität der Senator AG zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.

Zu den Fristigkeiten der bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag siehe Punkt 27. Finanzverbindlichkeiten.

Marktrisiko

a) Währungsrisiken

Aus dem Ein- und Verkauf in Fremdwährung können sich je nach Entwicklung des Wechselkurses Risiken für die Gesellschaft ergeben. Der Einkauf kann wechselkursbedingt teurer werden, der Verkauf in Fremdwährung kann zu einem in € geringeren Umsatz führen.

Wesentliche Fremdwährungsrisiken ergeben sich bei Senator nur aus in US\$ fakturierten Umsätzen sowie den gegenläufigen, in geringerem Umfang vorhandenen Einkäufen in US\$. Es ist beabsichtigt, in Einzelfällen Währungsabsicherungsgeschäfte vorzunehmen.

b) Zinsrisiken

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind sowohl Festzinsen aber auch variable Zinsen vereinbart. Marktzinssatzänderungen bei festverzinslichen Schulden würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Sensitivitätsanalysen nach IFRS 7 wurden für variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten mit folgendem Ergebnis durchgeführt: Wenn das Marktzinsniveau im Geschäftsjahr um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis T€ 173 (Vj. T€ 121) geringer (höher) gewesen.

39. MITARBEITER

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug in den Geschäftsjahren:

2008 2007
Deutschland 104 108
Übrige Länder 3 5
Summe 107 113

In den quoten-konsolidierten Unternehmen waren durchschnittlich 10 Mitarbeiter beschäftigt.

40. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen oder Personen, die den Senator-Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Allen Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden marktübliche Konditionen zu Grunde gelegt.

Die HSW GmbH, Köln, ist direkt mit insgesamt 27,38 % an der Senator AG beteiligt. Gesellschafter der HSW GmbH sind der Vorstand Helge Sasse (mittelbar) und Marco Weber (bis zum 31. August 2008 Vorstandsmitglied der Senator AG). Die HSW GmbH gilt als nahestehendes Unternehmen des Senator-Konzerns.

Des Weiteren gelten als nahestehende Personen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates der Senator AG sowie ihre Familienangehörigen (vgl. Punkt 46. "Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats").

Zu den Gesamtbezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Senator AG vgl. Punkt 47. "Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands". Aus Vergütungen und Reiskostenabrechnungen bestanden zum 31. Dezember 2008 gegenüber Vorstandsmitgliedern kurzfristige Forderungen i. H. v. T€ 42. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats betragen T€ 105.

Daneben bestanden Geschäftsbeziehungen mit folgenden nahestehenden Personen und Unternehmen:

Aufsichtsrat und Vorstand der Senator AG haben im Geschäftsjahr 2008 beschlossen, die Roland Berger Strategy Consultants mit der Erstellung eines Restrukturierungskonzeptes für die Senator AG zu beauftragen. Der als Mitglied des Aufsichtsrats der Senator AG tätige Herr Professor Dr. Berger hat sich bei dem Beschluss der Stimme enthalten. Für die Beratungsleistungen der Roland Berger Strategy Consultants wurden insgesamt netto T€ 213 gegenüber der Senator AG abgerechnet.

Die Senator AG hat im Geschäftsjahr 2008 mit der HSW GmbH einen Forderungskaufvertrag geschlossen. Gegenstand des Forderungskaufvertrages sind Forderungen der Senator AG gegen die X-Filme Creative Pool GmbH i. H. v. T€ 2.600 (vgl. unter Punkt 3.). Die Restkaufpreisforderung der Senator AG gegen die X-Filme Creative Pool GmbH wäre in drei gleichen Raten bis zum 1. Januar 2011 fällig gewesen. Ferner sind die Forderungen mit einer Verpfändung von Geschäftsanteilen an der X-Filme Creative Pool GmbH an die Senator AG gesichert. Gegen einen sofort fälligen Kaufpreis i. H. v. T€ 2.451 hat die Senator AG die Forderungen sowie die Sicherungsrechte an die HSW GmbH verkauft und übertragen.

Die Senator AG hat im Geschäftsjahr 2008 mit Marco Weber einen Anteilsübertragungsvertrag über die Übertragung der Geschäftsanteile an der Senator Entertainment Inc. geschlossen. Marco Weber war bis zum 31. August 2008 als Vorstandsmitglied für die Senator AG tätig. Der Kaufpreis für die Anteilsübertragung beträgt US\$ 1. Der Anteilsübertragung vorausgehend ist eine vollständige Übertragung von Rechten an diversen Filmprojekten der Senator Entertainment Inc. (T€ 1.216) auf die Senator AG. Im Zuge der Übertragung sind Darlehensansprüche der Senator AG gegen die Senator Enter-

tainment Inc. i. H. v. T€ 4.110 erlassen worden, die aus der Finanzierung des US-Geschäfts der Senator-Gruppe seit April 2006 entstanden waren.

Die Senator AG hat im Dezember 2008 mit Herrn Dr. Christopher Borgmann einen Beratungsvertrag geschlossen. Bis zu seiner Amtsniederlegung mit Wirkung zum 15. Dezember 2008 war Herr Dr. Christopher Borgmann Mitglied des Vorstands der Senator AG. Gemäß Beratungsvertrag wird Herr Dr. Christopher Borgmann ab dem 1. April 2009 bis zum 31. März 2011 als rechtsanwaltlicher, externer Berater für die Senator AG und deren Tochtergesellschaften tätig werden. Als Gegenleistung erhält Dr. Christopher Borgmann monatliche Basisbezüge i. H. v. T€ 12,5 sowie übliche Auslagenerstattungen.

Im Rahmen der Suche nach neuen Büroräumen der Senator AG sollte eine Immobilie in der Luckenwalder Straße 4-6, Berlin, erworben werden. Da die Finanzierung des Immobilienkaufes nicht über die Senator AG möglich war, sollte die Finanzierung über die Atrium II GmbH vorgenommen werden. Geschäftsführer der Atrium II GmbH war zu dem Zeitpunkt Herr Helge Sasse, Vorstand der Senator AG. Aufgrund zu hoher Finanzierungs- und Baukosten wurde das Vorhaben abgesagt. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Finanzierung und Planung der Umbauarbeiten sind Kosten i. H. v. T€ 180 angefallen, die die Senator AG der Atrium II GmbH erstattet hat. Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Kosten aus der Planungszeit anfallen können.

Die in den Konzernabschluss at Equity einbezogene Central Film Verleih GmbH hat in 2008 mit der Barry Films GmbH einen Lizenzvertrag geschlossen. Geschäftsführer der Barry Films GmbH ist Herr Dr. Wolfgang Müller, Mitglied des Aufsichtsrats der Senator AG. Gegenstand des Lizenzvertrages ist die Lizenzierung von Nutzungsrechten (Kino, Video und Video On Demand) an einem Spielfilm zu einer Minimum Garantie i. H. v. T€ 155.

Die Rechtsanwaltskanzlei Sasse und Partner, bei der das Mitglied des Vorstands, Helge Sasse, Gesellschafter ist, war für Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2008 beratend tätig. Für die Beratungsleistungen wurden T€ 23 gegenüber der Senator Entertainment AG und gegenüber der Senator Musik GmbH T€ 18 abgerechnet.

Im Geschäftsjahr 2007 haben Eurofilm und Media Ltd. und Senator Entertainment Inc., L.A., von Marco Webers Unternehmen Atlantic Streamline LLC sowie von Marco Weber persönlich die Rechte an drei fertig gestellten Filmen sowie zehn in Entwicklung befindlichen Filmprojekten erworben. Als Vergütung wurde u. a. die Übertragung von Senator-Aktien im Wert von US\$ 0,5 Mio. vereinbart. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft zwecks Begleichung dieser Vergütung Aktien an Herrn Marco Weber übertragen.

41. JOINT VENTURES (GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN)

Die Senator AG ist seit 2007 an folgenden Joint Ventures indirekt über die Beteiligung an der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH beteiligt: D'nA Produktions GmbH und Pro GmbH GbR, Pro Cologne GbR und ProVince GbR. Folgende Beträge wurden aufgrund der Quotenkonsolidierung im Konzernabschluss berücksichtigt:

in T€ 2008 2007
Kurzfristiges Vermögen 230 209
Langfristiges Vermögen 666 997
Kurzfristige Schulden 359 430
Langfristige Schulden 0 0
Erträge 1.883 895
Aufwendungen 1.719 868

42. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

  • (1)Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden. Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden.
  • (2) Zum 31. Dezember hatte der Konzern feststehende folgende finanzielle Verpflichtungen:
31.12.2008 31.12.2007
in T€ Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit
zwischen 1
und 5 Jahren
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit
zwischen 1
und 5 Jahren
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Miete und Leasing 3.336 332 1.471 1.533 2.523 463 1.184 876
Koproduktionsverträge 0 0 0 0 55 55 0 0
Minimumgarantien 12.423 12.423 0 0 7.083 7.083 0 0
15.759 12.755 1.471 1.533 9.661 7.601 1.184 876

Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus bedingt rückzahlbaren Fördermitteldarlehen im Zusammenhang mit der Produktions- (T€ 9.279, Vj.: T€ 32.824) und Verleihförderung (T€ 3.569; Vj.: T€ 3.124).

43. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Für die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf die Ausführungen unter dem Verbindlichkeitenspiegel verwiesen.

Die Senator AG hat im Geschäftsjahr 2008 gegenüber der Universum Film GmbH, München, eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich in Form einer Schuldmitübernahme verpflichtet, für die Verpflichtungen aus dem zwischen der Senator Home Entertainment GmbH und Universum Film GmbH abgeschlossenen Videovertriebsvertrag vom 18. August 2006 und dem dazugehörigen Long Form Vertrag vom 13. Mai 2008 einzustehen.

Die in den Konzernabschluss einbezogene Senator Home Entertainment GmbH hat im Geschäftsjahr 2008 gegenüber der Universum Film GmbH, München, im Rahmen des oben genannten Vertriebsvertrags vom 18. August 2006 und 13. Mai 2008 verschiedene Sicherungsübertragungen zur Sicherung von geleisteten Vorschusszahlungen der Universum Film GmbH an die Senator Home Entertainment GmbH vorgenommen. Die Sicherungsübertragungen enthalten die Übertragung von Videomaterialien und Vervielfältigungsrechten im Bereich der Videogrammauswertung an diversen Filmen.

Die Senator AG hat im Geschäftsjahr 2008 gegenüber der Universum Film GmbH, München, eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich in Form einer Schuldmitübernahme verpflichtet, für die Verpflichtungen aus dem zwischen der Senator Home Entertainment GmbH und Universum Film GmbH abgeschlossenen Lizenzvertrag vom 8. Oktober 2008 einzustehen.

Die in den Konzernabschluss einbezogene Senator Home Entertainment GmbH sowie die Senator Entertainment AG haben im Geschäftsjahr 2008 mit der optimal media production GmbH zur Sicherung eines gewährten Zahlungsrahmens (bis zu T€ 550) sowie zukünftig entstehenden Forderungen der optimal media production GmbH gegenüber der Senator Home Entertainment GmbH Sicherungsvereinbarungen geschlossen. Gegenstand der Sicherungsvereinbarungen sind zum einen die Abtretung von Erlösen der Senator Home Entertainment GmbH aus der Videoauswertung von fünf Filmen an die optimal media production GmbH sowie zum anderen die Verpfändung von Geschäftsanteilen der Senator Entertainment AG an der Senator Home Entertainment GmbH an die optimal media production GmbH.

Die in den Konzernabschluss einbezogene Senator Film Verleih GmbH hat im Geschäftsjahr gegenüber der Telepool GmbH, München, Erlösansprüche der Senator Film Verleih GmbH aus der Auswertung von TV-Nutzungsrechten an diversen Filmen zur Sicherung von zukünftig gegebenenfalls entstehenden Rückzahlungsansprüchen der Telepool GmbH gegen die Senator Film Verleih GmbH bis zu T€ 1.500 an die Telepool GmbH abgetreten.

Außerdem haftet die Gesellschaft für die Gewährleistung der Zahlung von bis zu TUS\$ 615 für vertragliche Verpflichtungen der Senator Entertainment Inc., USA.

Die Senator AG hat gegenüber der Pro in Space GmbH eine Patronatserklärung und Sicherungszweckabrede zur Absicherung von Vergütungsansprüchen der Pro in Space GmbH gegen die Tochtergesellschaften der Senator AG abgegeben. Gegenstand der Patronatserklärung und Sicherungszweckabrede ist die Abtretung von bestehenden und künftigen Gewinnausschüttungsansprüchen der Senator AG als Gesellschafterin der Pro in Space GmbH an die Pro in Space GmbH. Die besicherten bestehenden und noch entstehenden Forderungen resultieren aus der Erstellung und Installierung von Internetwebseiten des Senator-Konzerns durch die Pro in Space GmbH.

44. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die Honorare für die von der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bzw. im Vorjahr für die BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, erbrachten Leistungen für Unternehmen des Senator-Konzerns beliefen sich auf folgende Beträge:

in T€ 2008 2007
Prüfungshonorare,
BDO Deutsche Warentreuhand AG
26 140
Prüfungshonorare, Ernst & Young AG 130 49
Bestätigungsleistungen,
BDO Deutsche Warentreuhand AG
0 37
166 226

45. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE-KODEX

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft und im elektronischen Bundesanzeiger dauerhaft zugänglich gemacht.

46. MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Vorstand:

Helge Sasse, CEO - Vorsitzender - Jurist

Dr. Christopher Borgmann, COO (bis 15. Dezember 2008, Handelsregistereintragung am 5. Januar 2009) Jurist

Marco Weber, CCO (bis 31. August 2008, Handelsregistereintragung am 26. November 2008) Filmproduzent

Aufsichtsrat:

Dr. Thomas Middelhoff, Essen Dipl. Kaufmann - Vorsitzender - Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG, Essen (bis 28. Februar 2009), Chairman and Founding Partner bei BLM & Partners LLP

Wolf-Dieter Gramatke, Hamburg - stellvertretender Vorsitzender - Selbständiger Medienmanager und Berater, Great-Minds Consultants Entertainment – Media-e-business GmbH, Hamburg

Dr. Arnold R. Bahlmann, München Selbständiger Unternehmensberater

Prof. Dr. h.c. Roland Berger, München Unternehmens- und Politikberater

Jochen Kröhne, München-Grünwald Dipl. Kaufmann Geschäftsführer der GET ON AIR GmbH, München-Grünwald

Dr. Wolfgang Müller, Ziethen Rechtsanwalt und Schriftsteller

Die Herren sind darüber hinaus Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien:

Dr. Thomas Middelhoff

  • Karstadt Warenhaus GmbH, Essen (Vorsitzender bis 31. Juli 2008 und vom 1. Januar bis 28. Februar 2009)
  • neckermann.de GmbH, Frankfurt am Main (Vorsitzender bis 19. März 2008)
  • Quelle GmbH, Fürth (Vorsitzender bis 11. September 2008)

  • Moneybookers.com Ltd., London, Großbritannien
  • New York Times Company, New York, USA
  • Polestar Group Ltd., Buckinghamshire, Großbritannien (bis 31. Oktober 2008)
  • Thomas Cook Group plc, London, Großbritannien (Vorsitzender)

Wolf-Dieter Gramatke

  • DEAG Deutsche Entertainment AG, Berlin (stellvertretender Vorsitzender)
  • DEAG classic AG, Berlin (stellvertretender Vorsitzender)
  • Pixelpark AG, Berlin (Vorsitzender)
  • Jetix Europe N.V., Hilversum, Niederlande (Member of the Supervisory Board)

Prof. Dr. h.c. Roland Berger

  • Fresenius SE, Bad Homburg (ab 20. Mai 2008)
  • Helios Kliniken GmbH, Berlin (bis 30. April 2008)
  • Indatex Services for Finance and Insurance AG, Starnberg (vom 18. Januar bis 8. April 2008)
  • Live Holding AG, Dreieich (stellvertretender Vorsitzender ab 4. Juni 2008)
  • Prime Office AG, München (Vorsitzender)
  • Schuler AG, Göppingen
  • Wilhelm von Finck AG, Grasbrunn (stellvertretender Vorsitzender)
  • WMP EuroCom AG, Berlin (Vorsitzender)
  • FIAT Group, Turin, Italien
  • Telecom Italia S.p.A. (ab 14. April 2008)
  • Special Purpose Acquisition Company (SPAC) Germany 1 (ab 21. Juli 2008)

Dr. Arnold R. Bahlmann

  • Debitel AG, Stuttgart (bis Juli 2008)
  • Telegate AG, München
  • Business Gateway AG, Starnberg
  • YOC AG, Berlin
  • TVN-Group (Polnische Aktiengesellschaft), Warschau, Polen
  • Source Media Inc., New York, USA (bis 1. Januar 2009)
  • Germany 1 Limited, Guernsey (ab September 2008)

Herr Dr. Wolfgang Müller und Herr Jochen Kröhne sind in keinen weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.

47. GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Bei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangsangaben nach dem Handelsgesetzbuch (vgl. § 314 HGB) sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex.

Vorstandsmitglieder 2008 2007
Helge Sasse T€ 289 T€ 276
Dr. Christopher Borgmann T€ 211 T€ 226
Marco Weber TUS\$ 332 TUS\$ 300

Die Bezüge von Herrn Sasse beinhalten das Gehalt für das Geschäftsjahr 2008 (T€ 250) einen Umzugskostenzuschuss (T€ 20), eine Zulage zur Sozialversicherung (T€ 9), einen Gruppenunfallversicherungsbeitrag (T€ 1) sowie eine Zulage für die Kfz-Nutzung (T€ 9).

Die Bezüge von Herrn Dr. Borgmann beinhalten das Gehalt für das Geschäftsjahr 2008 (T€ 200), den Zuschuss zur Rentenversicherung (T€ 6 ) sowie sonstige Sachbezüge aus Kfz-Nutzung (T€ 5).

Herr Weber bezieht sein Grundgehalt durch die Senator Entertainment Inc. in den USA. Im Geschäftsjahr 2008 belief sich sein Gehalt auf TUS\$ 200, zusätzlich erhielt er eine Auszahlung für nicht genommene Urlaubstage in Höhe von TUS\$ 81, sowie eine Zulage zur Sozialversicherung (TUS\$ 25) und eine Zulage für die Kfz-Nutzung (TUS\$ 26). Das an Herrn Weber gezahlte Gehalt ist Teil der zuvor genannten, der Senator Entertainment Inc. erlassenen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 4.110.

Für Herrn Sasse und Herrn Weber besteht eine vertragliche Einkommensvereinbarung dergestalt, dass neben einem fixen Gehalt auch ein variabler Anteil gewährt wird. Der variable Anteil ist dabei an die Erreichung bestimmter Ziele geknüpft, wozu im Wesentlichen Ergebnisziele im Konzernverbund der Senator AG gehören. Im Berichtsjahr wurden keine variablen Bezüge berücksichtigt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2008 verteilen sich wie folgt:

Aufsichtsrat

in € Vergütung Kostenerstattung Gesamt
Dr. Thomas Middelhoff 22.000 0 22.000
Wolf-Dieter Gramatke 20.000 2.680 22.680
Dr. Arnold R. Bahlmann 16.000 0 16.000
Prof. Dr. h.c. Roland Berger 16.000 494 16.494
Jochen Kröhne 16.000 1.516 17.516
Dr. Wolfgang Müller 16.000 466 16.466
106.000 5.156 111.156

48. AKTIEN DER ORGANMITGLIEDER

Aktien in %
Helge Sasse (indirekt über HSW) 2.733.145 13,69
Marco Weber (indirekt über HSW) 2.733.145 13,69
Prof. Dr. h.c. Roland Berger 2.645.798 13,25
Dr. Thomas Middelhoff 950.000 4,76
Dr. Arnold R. Bahlmann 195.000 0,98
Wolf-Dieter Gramatke 125.000 0,63
Dr. Wolfgang Müller 16.900 0,08

49. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Am 5. Februar 2009 wurde die deutschfilm GmbH gegründet, an der die Senator-Gruppe einen Anteil von 50 % hält.

Am 16. Februar 2009 wurde mit notariellem Vertrag die Verschmelzung der Senator Musik GmbH, Senator Beteiligungs GmbH, In Good Company PR GmbH und Senator TV GmbH auf die Senator Entertainment AG veranlasst. Die Verschmelzung ist derzeit noch nicht rechtlich vollzogen.

Seit Beginn des Jahres 2009 wurden mit einem Großteil der Anfechtungskläger, die gegen diverse Hauptversammlungsbeschlüsse geklagt haben, außergerichtliche Vergleiche geschlossen. Auf Grund dieser Vergleiche nehmen die entsprechenden Anfechtungskläger ihre Klagen zurück, so dass bereits eine Vielzahl von Verfahren beendet werden konnte. Die Vergleiche werden fortlaufend im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

50. BEFREIUNG VON DER OFFENLEGUNG GEMÄSS § 264 ABS. 3 HGB

Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiung von der Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

  • In Good Company PR GmbH, Berlin
  • Senator Film Produktion GmbH, Berlin
  • Senator Film Verleih GmbH, Berlin
  • Senator Home Entertainment GmbH, Berlin
  • Senator Musik GmbH, Berlin
  • Senator TV GmbH, Berlin

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER ZUM 31. DEZEMBER 2008

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, den 30. März 2009

_________________________

Helge Sasse

  • Vorstand -

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den von der Senator Entertainment AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel, Segmentberichterstattung sowie Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt "Liquiditätslage des Konzerns" und "Risikobericht" im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns hin. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund der zukünftig bestehenden Liquiditätsrisiken gefährdet sein könnte.

Berlin, 31. März 2009 Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft | Steuerberatungsgesellschaft

Glöckner Schmidt Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss der Senator Entertainment AG

SENATOR ENTERTAINMENT AG-BILANZ (HGB) AKTIVA

in € 31.12.2008 31.12.2007
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Filmverwertungsrechte 504.886 1.131.242
EDV-Software 130.733 122.391
Sachanlagen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.784 326.434
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.118.711 16.338.728
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.000.000 0
Beteiligungen 1.727.562 1.381.475
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.000.000 0
Anlagevermögen 19.771.676 19.300.270
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73.264 5.315.855
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.881.705 6.291.475
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.880 417
Sonstige Vermögensgegenstände 2.117.135 8.665.689
Wertpapiere
Eigene Anteile 5.531 387.964
Kassenbestand & Guthaben bei Kreditinstituten 23.455 426.877
Umlaufvermögen 14.104.970 21.088.277
Rechnungsabgrenzungsposten 532.056 30.143
Summe Aktiva 34.408.702 40.418.690

SENATOR ENTERTAINMENT AG-BILANZ (HGB) PASSIVA

in € 31.12.2008 31.12.2007
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 19.963.818 19.963.818
Kapitalrücklage 46.831.226 46.826.900
Gewinnrücklagen
Rücklage für eigene Anteile 5.531 387.964
Bilanzverlust -45.757.773 -51.603.919
Eigenkapital 21.042.802 15.574.763
Sonderposten für Investitionszuschüsse 120.825 26.071
Sonstige Rückstellungen 1.238.500 1.693.856
Verbindlichkeiten
Anleihen 3.185.333 0
davon konvertibel € 0 (Vj. T€ 0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 500.000 12.868.650
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 372.743 1.085.581
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.448.715 9.002.671
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 45.112 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.454.672 167.098
davon aus Steuern € 19.363 (Vj. T€ 20)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 255 (Vj. T€ 6)
Verbindlichkeiten 12.006.575 23.124.000
Summe Passiva 34.408.702 40.418.690

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (HGB) DER SENATOR ENTERTAINMENT AG

in € 1.1. - 31.12.2008 1.1. - 31.12.2007
Umsatzerlöse 697 7.829.294
Sonstige betriebliche Erträge 2.733.370 8.656.839
Aufwendungen für bezogene Leistungen 0 -1.601.830
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -1.110.455 -915.891
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

davon für Altersversorgung € 7.608 (Vj. T€ 6)
-132.173 -104.022
Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.019.242 -4.482.698
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.530.568 -4.841.946
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 3.959.437 940.644
Zinsen und ähnliche Erträge 953.166 346.636

davon von verbundenen Unternehmen € 910.555 (Vj. T€ 297)
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -12.200 -29.586
Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen -2.104.462 -1.624.678
Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen € 347.195 (Vj. T€ 458) -1.621.441 -1.073.669
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -7.883.871 3.099.093
Außerordentliche Erträge 13.352.177 0
Außerordentliches Ergebnis 13.352.177 0
Sonstige Steuern -267 -267
Jahresüberschuss 5.468.039 3.098.826
Verlustvortrag -51.225.812 -54.702.745
Bilanzverlust -45.757.773 -51.603.919

SENATOR ENTERTAINMENT AG, BERLIN – ANHANG

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Allgemeines

Der Jahresabschluss der Senator Entertainment AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Senator Entertainment AG ist zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Dieser wurde im Geschäftsjahr nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und wird zum Elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. Die Gesellschaft wird unter der Handelsregisternummer HR B 68059 B des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg geführt.

Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 S. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Filmrechte werden über die erwartete Nutzungsdauer verwertungsbedingt abgeschrieben. Die Abschreibung der Weltvertriebsrechte erfolgt entsprechend den Erlöserwartungen. Entsprechend den Zuflüssen der aus der Verwertung insgesamt resultierenden Umsatzerlöse über einen Zeitraum von maximal 10 Jahren werden die periodisch anteiligen Abschreibungen berücksichtigt.

Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die bei den immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 3 und 10 Jahren und bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren liegen, nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter unter € 150 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 Euro und 1.000 Euro betragen, werden in einem Sammelposten aktiviert und linear über 5 Jahre abgeschrieben (so genannte Poolabschreibung).

Sofern die fortgeführten Anschaffungskosten den beizulegenden Wert der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen übersteigen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Eigene Anteile

Die eigenen Anteile sind mit dem unter den Anschaffungskosten liegenden Börsenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Für gewährte Investitionszuschüsse wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse gebildet, der analog der Abschreibungen auf die geförderten Investitionen ertragswirksam aufgelöst wird.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag vorhandenen ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Sie sind nach den Erkenntnissen bis zur Bilanzaufstellung angemessen dotiert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

ANGABEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Zur Entwicklung der Finanzanlagen wird auf die gesonderte Darstellung am Ende des Anhangs verwiesen. Die Eurofilm & Media GmbH wurde im Geschäftsjahr neu gegründet. Das Stammkapital wurde voll eingezahlt. Im Geschäftsjahr erwarb die Senator Entertainment AG 12,55 % der Anteile an der A-Company Consulting & Licensing AG sowie 25,5 % der Anteile der Pro in Space GmbH.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Grundkapital

Das Grundkapital der Senator AG beträgt € 19.963.818, eingeteilt in 19.963.818 Stückaktien.

Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die gesonderte Darstellung am Ende des Anhangs verwiesen.

Auf der Hauptversammlung vom 23. November 2004 wurde das bis dahin bestehende genehmigte Kapital aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital beschlossen, wodurch der Vorstand ermächtigt ist, das Grundkapital in einem Zeitraum von fünf Jahren ab dem 15. Dezember 2004 um einen Betrag von bis zu € 6.881.909 zu erhöhen.

Aufgrund verschiedener Hauptversammlungsbeschlüsse hat die Gesellschaft ein bedingtes Kapital (1999/I) von bis zu € 3,4 Mio. für die Ausgabe von Aktienoptionen.

Kapitalrücklage

Die Deutsche Bank AG brachte mit Forderungsverzichtserklärung vom 6. Dezember 2005 eine Forderung in Höhe von € 22.431.226,48 als Sacheinlage in die Gesellschaft ein, davon entfielen € 6.200.000 auf die Erhöhung des gezeichneten Kapitals und € 16.231.226,48 auf die Einstellung in die Kapitalrücklage.

Die Erträge aus der Kapitalherabsetzung in 2004 in Höhe von € 30.600.000 wurden nach den aktienrechtlichen Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag somit € 46.831.226,48.

Eigene Anteile und Gewinnrücklagen

Die Senator Entertainment AG wurde mit Beschlussfassung der Hauptversammlung am 29. Juni 1999 erstmalig dazu ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien zu erwerben. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte zu verschiedenen Zeitpunkten im Geschäftsjahr 2000. Der derzeit gültige Beschluss zur Ermächtigung des Vorstands zur Veräußerung der Aktien wurde auf der Hauptversammlung vom 23. November 2004 gefasst.

Der Vorstand ist ermächtigt, die Aktien einzuziehen, für bestimmte Zwecke an Dritte zu veräußern, wenn sie zu einem Preis veräußert werden, der nicht wesentlich unter dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Veräußerung liegt, an Dritte im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen, bei Umwandlungen oder Verschmelzungen oder im Rahmen eines Aktienoptionsplans anzubieten.

Am 31. Dezember 2008 weist die Gesellschaft 9.659 Stückaktien als eigene Anteile aus. Sofern notwendig, wurden die Aktien mit dem unter den Anschaffungskosten liegenden Börsenkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Die Rücklage für eigene Anteile gemäß § 272 Abs. 4 HGB wurde in entsprechender Höhe angepasst und entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,05 %. Die Gesellschaft kann die eigenen Aktien gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung einziehen und hierdurch das Grundkapital der Gesellschaft herabsetzen oder aber durch ein öffentliches Angebot an alle Aktionäre oder über die Börse wiederveräußern. Darüber hinaus dürfen die eigenen Aktien an Dritte veräußert werden, wenn der Preis den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die eigenen Anteile können ebenfalls als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen dienen (Akquisitionswährung). Weiterhin können die eigenen Aktien Mitgliedern des Vorstandes und den Arbeitnehmern der Gesellschaft sowie den Mitgliedern der Geschäftsführung und den Arbeitnehmern verbundener Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsplanes zur Erfüllung ausgegebener Aktienoptionen angeboten und auf sie übereignet werden.

In 2007 wurden 137.987 Aktien zum Kauf von Vermögensgegenständen der Atlantic Streamline LLC., L.A., USA, verwendet. Die Übertragung der Aktien erfolgt im Januar 2008.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Prozesskosten (T€ 742), Aufsichtsratsvergütungen (T€ 108) sowie für Personal (T€ 83).

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2008 31.12.2007
in T€ Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit zwischen
1 und 5 Jahren
Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit zwischen
1 und 5 Jahren
Anleihen 3.185 1.659 1.526 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
500 500 0 12.869 12.161 708
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
373 373 0 1.085 1.085 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen und Unternehmen mit
einem Beteiligungsverhältnis
5.494 5.494 0 9.003 9.003 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.455 1.363 1.092 167 167 0
12.007 9.389 2.618 23.124 22.416 708

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG

Es bestand ein Darlehen über ursprünglich insgesamt € 2,1 Mio., das in drei gleichen Teilbeträgen jeweils zum 31. Dezember, beginnend am 31. Dezember 2007, zu tilgen war. Die erste Tilgungsrate wurde am 27. Dezember 2007 gezahlt. Auf den Restbetrag hat die Bayerische Hypo- und Vereinsbank Aktiengesellschaft im Dezember 2008 verzichtet.

Im Geschäftsjahr 2007 wurde mit der Bayerische Hypound Vereinsbank AG eine Kreditlinie mit einem Volumen von € 20,0 Mio. vereinbart. Im Dezember 2008 verzichtete die Bank gegen Zahlung von € 2,6 Mio. auf den in Anspruch genommenen Betrag von € 13,4 Mio. mit Ausnahme eines Restbetrages in Höhe von € 0,5 Mio. Der Restbetrag ist am 31. Dezember 2009 fällig. Im Zuge des Darlehensverzichts sind sämtliche bestehenden Sicherheiten freigegeben worden.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden im Vorjahr ausschließlich mit der Verwertung von Filmrechten erzielt. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden keine Filme durch die Senator AG verwertet.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von T€ 439 sowie Erträge aus der Veräußerung von Finanzanlagen in Höhe von T€ 73 erfasst. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von T€ 31 enthalten.

Abschreibungen

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Filmrechte in Höhe von € 1,8 Mio. enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe T€ 2.193 sowie Aufwendungen aus Forderungsausfällen in Höhe von T€ 2.411 erfasst. Weiterhin enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten (T€ 1.085), Kursverluste (T€ 884) sowie Raumkosten und sonstige Mieten (T€ 269).

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Im Geschäftsjahr 2008 übernahm die Senator Entertainment AG im Zusammenhang mit bestehenden Ergebnisabführungsverträgen die Gewinne der Senator Film Verleih GmbH in Höhe von T€ 3.959.

Aufwendungen aus Verlustübernahme

Im Geschäftsjahr 2008 übernahm die Senator Entertainment AG im Zusammenhang mit Ergebnisabführungsverträgen folgende Verluste:

in T€ 2008
Senator Film Produktion GmbH 839
Senator Home Entertainment GmbH 318
Senator TV GmbH 435
Senator Musik GmbH 236
In Good Company PR GmbH 276
Gesamt 2.104

Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis (€ 13,4 Mio.) betrifft in vollem Umfang die außerordentlichen Erträge aus dem Forderungsverzicht der finanzierenden Banken.

SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse

Für die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von Tochtergesellschaften wird auf die Ausführungen unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verwiesen.

Die Senator AG hat im Geschäftsjahr 2008 gegenüber Universum Film GmbH, München, eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich in Form einer Schuldmitübernahme verpflichtet, für die Verpflichtungen aus dem zwischen der Senator Home Entertainment GmbH und Universum Film GmbH abgeschlossenen Videovertriebsvertrag vom 18. August 2006 und dem dazugehörigen Long Form Vertrag vom 13. Mai 2008 einzustehen.

Die Gesellschaft haftet gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG durch Schuldbeitritt zu dem nachrangigen Darlehen der Senator Film Verleih GmbH in Höhe von maximal T€ 1.000.

Außerdem haftet die Gesellschaft für die Gewährleistung der Zahlung von bis zu TUS\$ 615 für vertragliche Verpflichtungen der Senator Entertainment Inc., USA.

Die Gesellschaft haftet gegenüber der DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, aus einer selbstschuldnerischen Bürgschaft für einen Rahmenkredit der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH, Köln, bis zu einem Höchstbetrag von T€ 1.000.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2008 hatte die Gesellschaft folgende langfristige Miet- und Leasingverpflichtungen:

in T€ 2009 2010-2013 nach 2014
Miete und Leasing 237 1.150 1.821

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund von zur Insolvenztabelle angemeldeten, jedoch bestrittenen Forderungen in Höhe von insgesamt T€ 326, für die bilanzielle Vorsorge nicht zu treffen war.

Steuerliche Verhältnisse

Es bestehen folgende Organschaftsverhältnisse (Körperschafts-, Gewerbe-, Umsatzsteuer):

Gesellschaft EAV seit
Senator Film Verleih GmbH 2002
In Good Company PR GmbH 2007
Senator Home Entertainment GmbH 2007
Senator Musik GmbH 2007
Senator TV GmbH 2007
Senator Film Produktion GmbH 2007

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 13 Angestellte ohne Vorstand (Vorjahr: 10 Mitarbeiter).

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vorstand:

Helge Sasse, CEO - Vorsitzender - Jurist

Dr. Christopher Borgmann, COO (bis 15. Dezember 2008, Handelsregistereintragung am 5. Januar 2009) Jurist

Marco Weber, CCO (bis 31. August 2008, Handelsregistereintragung am 26. November 2008) Filmproduzent

Dr. Borgmann war zudem im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 Mitglied des Aufsichtsrats der X Verleih AG, Berlin.

Herr Helge Sasse ist darüber hinaus Gesellschafter der HSW GmbH und damit mittelbar Aktionär der Senator AG. Herr Sasse war zudem im Geschäftsjahr vom 3. April 2008 bis zum 31. Dezember 2008 Mitglied des Aufsichtsrats der A-Company Consulting & Licensing AG.

Herr Marco Weber ist darüber hinaus Gesellschafter der HSW GmbH und damit mittelbar Aktionär der Senator AG.

Aufsichtsrat:

Dr. Thomas Middelhoff, Essen Dipl. Kaufmann - Vorsitzender - Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG, Essen (bis 28. Februar 2009), Chairman and Founding Partner bei BLM & Partners LLP

Wolf-Dieter Gramatke, Hamburg

  • stellvertretender Vorsitzender -

Selbständiger Medienmanager und Berater, Great-Minds Consultants Entertainment – Media-e-business GmbH, Hamburg

Dr. Arnold R. Bahlmann, München Selbständiger Unternehmensberater

Prof. Dr. h.c. Roland Berger, München Unternehmens- und Politikberater

Jochen Kröhne, München-Grünwald Dipl. Kaufmann Geschäftsführer der GET ON AIR GmbH, München-Grünwald

Dr. Wolfgang Müller, Ziethen Rechtsanwalt und Schriftsteller

Die Herren sind darüber hinaus Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien:

Dr. Thomas Middelhoff

  • Karstadt Warenhaus GmbH, Essen (Vorsitzender bis 31. Juli 2008 und vom 1. Januar bis 28. Februar 2009)
  • neckermann.de GmbH, Frankfurt am Main (Vorsitzender bis 19. März 2008)
  • Quelle GmbH, Fürth (Vorsitzender bis 11. September 2008)
  • Moneybookers.com Ltd., London, Großbritannien
  • New York Times Company, New York, USA
  • Polestar Group Ltd., Buckinghamshire, Großbritannien (bis 31. Oktober 2008)
  • Thomas Cook Group plc, London, Großbritannien (Vorsitzender)

Wolf-Dieter Gramatke

  • DEAG Deutsche Entertainment AG, Berlin (stellvertretender Vorsitzender)
  • DEAG classic AG, Berlin (stellvertretender Vorsitzender)
  • Pixelpark AG, Berlin (Vorsitzender)
  • Jetix Europe N.V., Hilversum, Niederlande (Member of the Supervisory Board)

Prof. Dr. h.c. Roland Berger

  • Fresenius SE, Bad Homburg (ab 20. Mai 2008)
  • Helios Kliniken GmbH, Berlin (bis 30. April 2008)
  • Indatex Services for Finance and Insurance AG, Starnberg (vom 18. Januar bis 8. April 2008)
  • Live Holding AG, Dreieich (stellvertretender Vorsitzender ab 4. Juni 2008)
  • Prime Office AG, München (Vorsitzender)
  • Schuler AG, Göppingen
  • Wilhelm von Finck AG, Grasbrunn (stellvertretender Vorsitzender)
  • WMP EuroCom AG, Berlin (Vorsitzender)
  • FIAT Group, Turin, Italien
  • Telecom Italia S.p.A. (ab 14. April 2008)
  • Special Purpose Acquisition Company (SPAC) Germany 1 (ab 21. Juli 2008)

Dr. Arnold R. Bahlmann

  • Debitel AG, Stuttgart (bis Juli 2008)
  • Telegate AG, München
  • Business Gateway AG, Starnberg
  • YOC AG, Berlin
  • TVN-Group (Polnische Aktiengesellschaft), Warschau, Polen
  • Source Media Inc., New York, USA (bis 1. Januar 2009)
  • Germany 1 Limited, Guernsey (ab September 2008)

Herr Dr. Wolfgang Müller und Herr Jochen Kröhne sind in keinem weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrat oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.

Aktien der Organmitglieder

Aktien in %
Helge Sasse (indirekt über HSW) 2.733.145 13,69
Marco Weber (indirekt über HSW) 2.733.145 13,69
Dr. Thomas Middelhoff 950.000 4,76
Wolf-Dieter Gramatke 125.000 0,63
Prof. Dr. h.c. Roland Berger 2.645.798 13,25
Dr. Arnold R. Bahlmann 195.000 0,98
Dr. Wolfgang Müller 16.900 0,08

Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Bezüge für das Geschäftsjahr 2008

Vorstandsmitglieder Gehalt
Helge Sasse T€ 289
Dr. Christopher Borgmann T€ 211
Marco Weber TUS\$ 332

Die Bezüge von Herrn Sasse beinhalten das Gehalt für das Geschäftsjahr 2008 (T€ 250), einen Umzugskostenzuschuß (T€ 20) und eine Zulage zur Sozialversicherung (T€ 9), einen Gruppenunfallversicherungsbeitrag (T€ 1) sowie eine Zulage für die KFZ-Nutzung (T€ 9).

Die Bezüge von Herrn Dr. Borgmann beinhalten das Gehalt für das Geschäftsjahr 2008 (T€ 200), den Zuschuss zur Rentenversicherung (T€ 6) sowie sonstige Sachbezüge aus Pkw-Nutzung (T€ 5).

Herr Weber bezieht sein Grundgehalt durch die Senator Entertainment Inc. in den USA. Im Geschäftsjahr 2008 belief sich sein Gehalt auf TUS\$ 200, zusätzlich erhielt er eine Auszahlung für nicht genommene Urlaubstage in Höhe von TUS\$ 81 sowie eine Zulage zur Sozialversicherung (TUS\$ 25) und eine Zulage für die Kfz-Nutzung (TUS\$ 26).

Für Herrn Sasse und Herrn Weber besteht eine vertragliche Einkommensvereinbarung dergestalt, dass neben einem fixen Gehalt auch ein variabler Anteil gewährt wird. Der variable Anteil ist an die Erreichung bestimmter Ziele geknüpft, wozu im Wesentlichen Ergebnisziele im Konzernverbund der Senator AG gehören. Im Geschäftsjahr wurden keine variablen Bezüge gewährt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 verteilen sich wie folgt:

Aufsichtsrat

106.000 5.156 111.156
Dr. Wolfgang Müller 16.000 466 16.466
Jochen Kröhne 16.000 1.516 17.516
Prof. Dr. h.c. Roland Berger 16.000 494 16.494
Dr. Arnold R. Bahlmann 16.000 0 16.000
Wolf-Dieter Gramatke 20.000 2.680 22.680
Dr. Thomas Middelhoff 22.000 0 22.000
in € Vergütung Kostenerstattung Gesamt

Bekanntmachung gemäß § 21 WpHG

Stark Master Fund Ltd. (BVI), Road Town, Tortola, British Virgin Islands, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der Senator Entertainment AG, Berlin, am 7. November 2006 unterschritten hat und nun 1,40 % beträgt. Diese Stimmrechte sind Stark Master Fund Ltd. (BVI) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen.

Stark Offshore Master Holding Ltd. (BVI), Road Town, Tortola, British Virgin Islands, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der Senator Entertainment AG am 7. November 2006 unterschritten hat und nun 1,40 % beträgt. Diese Stimmrechte sind Stark Offshore Master Holding Ltd. (BVI) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.

Shepherd Investments International, Ltd. (BVI), Road Town, Tortola, British Virgin Islands, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der Senator Entertainment AG am 7. November 2006 unterschritten hat und nun 1,40 % beträgt. Diese Stimmrechte sind Shepherd Investments International, Ltd. (BVI) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.

Stark Offshore Management, LLC, Wisconsin, USA, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der Senator Entertainment AG am 7. November 2006 unterschritten hat und nun 1,40 % beträgt. Diese Stimmrechte sind Stark Offshore Management, LLC nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Der jeweilige Stimmrechtsanteil von Michael A. Roth und Brian J. Stark, USA, an der Senator Entertainment AG hat am 7. November 2006 die Schwelle von 5 % unterschritten und beträgt nun 1,40 %. Diese Stimmrechte sind Michael A. Roth und Brian J. Stark jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.

Prof. Dr. Roland Berger, Deutschland, hat gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Senator Entertainment AG am 8. November 2006 die Schwellen von 5 % und 10 % überschritten hat und zum 8. November 2006 10,02 % (2.000.000 Aktien) betrug.

Die KTB Technologie Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Leverkusen, Deutschland, hat gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Senator Entertainment AG am 22. Februar 2007 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 4,98 % (995.000 Stimmrechte) beträgt.

Die Lucrum-Management GmbH, Leverkusen, Deutschland, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Senator Entertainment AG am 22. Februar 2007 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 4,98 % (995.000 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind der Lucrum-Management GmbH 4,98 % (995.000 Stimmrechte) über die KTB Technologie Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die HSW GmbH, Köln, Deutschland, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Senator Entertainment AG am 7. September 2007 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 27,38 % (5.466.228 Stimmrechte) beträgt.

Die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Senator Entertainment AG am 7. September 2007 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte) beträgt.

Luma Holdings Corporate Ltd., Road Town, Tortola, British Virgin Islands, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Senator Entertainment AG am 20. November 2008 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.

Standard Capital Partner N.V., Willemstad, Curaçao, Netherlands Antilles, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Senator Entertainment AG am 20. November 2008 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.

Als Aufwand erfasste Honorare für den Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 wurden folgende Honorare für den Abschlussprüfer Ernst & Young Aktiengesellschaft, Berlin, und im Vorjahr für den Abschlussprüfer BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft, Berlin, erfasst:

sonstige Beratungsleistungen 0
100
37
152
Prüfungskosten 100 115
in T€ 2008 2007

Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Codex wurde abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft und im elektronischen Bundesanzeiger dauerhaft zugänglich gemacht.

Ergebnisverwendung

in € Geschäftsjahr
1.1.-31.12.2008
Geschäftsjahr
1.1.-31.12.2007
Jahresergebnis 5.468.039,14 3.098.827,42
Verlustvortrag -51.603.918,42 -54.702.745,84
Entnahme aus der Rücklage für eigene
Anteile
378.106,23 0,00
Bilanzverlust -45.757.773,05 -51.603.918,42

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB sind.

Bezüglich der nach § 285 Nr. 11 HGB erforderlichen Angaben zum Anteilsbesitz wird auf die gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes verwiesen.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER ZUM 31. DEZEMBER 2008

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, der Lagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Berlin, den 30. März 2009

_________________________

Helge Sasse - Vorstand -

ANLAGE (1) ZUM ANHANG

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten

in € Stand 1.1.2008 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2008
Immaterielle Vermögensgegenstände
Filmverwertungsrechte 5.468.722,43 1.215.936,37 0,00 6.684.658,80
EDV-Software 440.017,56 94.277,71 0,00 534.295,27
5.908.739,99 1.310.214,08 0,00 7.218.954,07
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.348.651,84 54.364,33 22.580,79 1.380.435,38
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 23.375.346,97 52.500,00 8.345.776,59 15.082.070,38
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.000.000,00 0,00 2.000.000,00
Beteiligungen 1.381.475,04 346.087,27 0,00 1.727.562,31
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 2.000.000,00 0,00 2.000.000,00
24.756.822,01 4.398.587,27 8.345.776,59 20.809.632,69
32.014.213,84 5.763.165,68 8.368.357,38 29.409.022,14

Abschreibungen

in € Stand 1.1.2008 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2008
Immaterielle Vermögensgegenstände
Filmverwertungsrechte 4.337.480,93 1.842.291,45 0,00 6.179.772,38
EDV-Software 317.626,35 85.935,59 0,00 403.561,94
4.655.107,28 1.928.227,04 0,00 6.583.334,32
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.022.217,40 91.014,93 22.580,79 1.090.651,54
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.036.619,35 0,00 5.073.259,29 1.963.360,06
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
7.036.619,35 0,00 5.073.259,29 1.963.360,06
12.713.944,03 2.019.241,97 5.095.840,08 9.637.345,92
Buchwerte
in € Stand 31.12.2008 Stand 31.12.2007
Immaterielle Vermögensgegenstände
Filmverwertungsrechte 504.886,42 1.131.241,50
EDV-Software 130.733,33 122.391,21
635.619,75 1.253.632,71
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.783,84 326.434,44
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.118.710,32 16.338.727,62
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.000.000,00 0,00
Beteiligungen 1.727.562,31 1.381.475,04
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.000.000,00 0,00
18.846.272,63 17.720.202,66
19.771.676,22 19.300.269,81

ANLAGE (2) ZUM ANHANG

Senator Entertainment AG, Berlin

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2008

Die Senator AG war zum 31. Dezember 2008 an folgen-

den Gesellschaften direkt oder mittelbar beteiligt

Gesellschaft Anteil in % Eigenkapital zum
31.12.2008 in T€
Jahresergebnis 2008
in T€
Senator Film Verleih GmbH, Berlin1 100,00 8.750 0
Senator Film Produktion GmbH, Berlin1 100,00 792 0
Senator Home Entertainment GmbH, Berlin1 100,00 25 0
Senator Musik GmbH, Berlin1 100,00 -12 0
Senator Beteiligungs GmbH, Berlin 100,00 13 -7
Senator TV GmbH, Berlin1 100,00 25 0
In Good Company PR GmbH, Berlin1 100,00 25 0
Senator Film Austria GmbH, Wien, Österreich2 100,00 29 27
Eurofilm & Media Ltd., Killaloe, Irland 100,00 -8.743 -6.689
Eurofilm & Media GmbH, Berlin 100,00 25 0
Venton Ltd., Killaloe, Irland3 100,00 -13 -2
Amberlon Pictures Ltd., London, Großbritannien3 100,00 9 -1
Amberlon Pictures L.P., London, Großbritannien 100,00 12 23
Datext Ltd., Killaloe, Irland3 100,00 0 0
Senator Films Ltd., Killaloe, Irland3 100,00 -36 0
Style Productions Ltd., Killaloe, Irland3 100,00 -15 0
SFI Ltd., Killaloe, Irland3 100,00 -139 0
Castle Productions Ltd., Killaloe, Irland3 100,00 -36 2
Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH, Köln 51,00 -633 39
D'nA Produktions GmbH / Pro GmbH GbR, Köln4 25,50 8 48
Pro / COLOGNE-GEMINI GbR, Köln4 25,50 7 122
Pro Vince GbR, Berlin4 25,50 75 515
Pro in Space GmbH, Köln4 25,50 392 228
Pro WP GmbH, Köln 51,00 -14 -39
Central Film Verleih GmbH, Berlin 50,00 291 -22
X Verleih AG, Berlin5 31,38 1.678 -490
Senator US Holding GmbH, Berlin 100,00 -12 20
Rights Acquisition Number One, Inc., L.A., USA5 100,00 -7 0
Baxter Entertainment Inc., L.A., USA5 100,00 -3.138 0
Boomer Pictures, Inc., L.A., USA5 100,00 -935 0
24 Hours Production Inc., L.A., USA5 100,00 -140 0

1 Ergebnisabführungsvertrag mit Senator AG

2 indirekt über Senator Film Verleih GmbH

3 indirekt über Eurofilm & Media Ltd.

4 indirekt über Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH, Köln

5 indirekt über Senator US Holding GmbH

ANLAGE (3) ZUM ANHANG

Entwicklung des Eigenkapitals vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2008

Gezeichnetes Rücklagen für Summe
in T€ Kapital Kapitalrücklage eigene Anteile Bilanzverlust Eigenkapital
Stand 1. Januar 2007 19.964 46.797 418 -54.703 12.476
Abschreibung eigene Anteile 0 30 -30 0 0
Überschuss des Geschäftsjahres 0 0 0 3.099 3.099
Stand 31. Dezember 2007 19.964 46.827 388 -51.604 15.575
Stand 1. Januar 2008 19.964 46.827 388 -51.604 15.575
Abschreibung eigene Anteile 0 4 -382 378 0
Überschuss des Geschäftsjahres 0 0 0 5.468 5.468
Stand 31. Dezember 2008 19.964 46.831 6 -45.758 21.043

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Senator Entertainment AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt "Liquiditätslage der Senator Entertainment AG" und "Risikobericht" im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns hin. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund der zukünftig bestehenden Liquiditätsrisiken gefährdet sein könnte.

Berlin, 31. März 2009 Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft | Steuerberatungsgesellschaft

Glöckner Schmidt Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008, insbesondere über die Beratungen im Aufsichtsrat, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex, die Prüfung des Abschlusses der SENATOR Entertainment AG und des Konzerns sowie personelle Veränderungen in den Organen der Gesellschaft.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat nahm in 2008 seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Er überwachte die Geschäftsführung des Vorstands und begleitete ihn regelmäßig beratend bei der Leitung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

Durch schriftliche und mündliche Berichte seitens des Vorstands wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte beinhalteten alle relevanten Informationen zur Geschäftsentwicklung und über die Lage des Konzerns, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den genehmigten Plänen wurden vorgetragen, begründet und diskutiert. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung des Konzerns mit dem Aufsichtsrat ab und erörterte mit ihm alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge – insbesondere die weitere strategische Neuausrichtung des Konzerns. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat weiterhin über die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen und legte ihm Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften oder von besonderer Bedeutung waren, rechtzeitig zur Beschlussfassung vor. Über besondere Absichten und Vorhaben, die für das Unternehmen eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den Sitzungen ausführlich

informiert und er hat – sofern erforderlich – sein schriftliches Votum erteilt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ließ sich auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen unterrichten.

Seine Prüfungstätigkeit erfüllte der Aufsichtsrat, soweit in diesem Bericht nicht gesondert beschrieben, indem er Berichte des Vorstands, der Mitarbeiter sowie externer Wirtschaftsprüfer entgegennahm und erörterte.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Jahre 2008 fanden siebzehn Aufsichtsratssitzungen statt. Der Aufsichtsrat hat keine Gremien eingerichtet.

Alle Aufsichtsratsmitglieder nahmen an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2008 teil.

Beratungen im Aufsichtsrat

Gegenstand regelmäßiger Berichterstattung durch den Vorstand und Beratungen in den Sitzungen des Aufsichtsrats waren die Entwicklung von Umsatz, Ergebnis und Beschäftigung der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Finanz- und Liquiditätslage und die strategische Neuausrichtung sowie die Restrukturierung des Konzerns. Schwerpunkt der Sitzungen waren die Sicherung der Liquidität und einer stabilen Gesamtfinanzierung sowie die strategische Ausrichtung der Gesellschaft in Hinblick auf die reduzierten Umsatzerlöse, wegen der geringer als erwartet ausgefallenen Publikumsresonanz auf die von Senator in die Kinos gebrachten Filme. Folgende Themenbereiche der Aufsichtsratssitzungen sind besonders hervorzuheben:

    1. Strategische Ausrichtung des Konzerns einschließlich des Eingehens von neuen Geschäftspartnerschaften,
    1. Unternehmensfinanzierung und Geschäftsplanung 2008-2010,
    1. Liquiditätssicherung der Unternehmensgruppe durch Kostensenkung und vorgezogene Ertragsgenerierung,
    1. Restrukturierung des Konzerns vor allem unter Kostengesichtspunkten,
    1. Risiko- und Kostenmanagement hinsichtlich der Konzernstruktur wie auch der einzelnen Filmprojekte,
    1. Stand der Rechtsstreitigkeiten, insbesondere der diversen Anfechtungsklagen gegen Hauptversammlungsbeschlüsse der Gesellschaft und den dazu geführten Vergleichsgesprächen.

Vertretung der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat vertrat die Gesellschaft bei der Veräußerung der Senator Entertainment Inc. an das damalige Vorstandsmitglied Marco Weber im Zuge der Einstellung der US-Aktivitäten.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich in seinen Sitzungen mehrfach mit Fragen von Corporate Governance im Unternehmen befasst. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex verständigt und die gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 20. April 2009 abgegeben. Sie wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der SENATOR Entertainment AG zusammen mit früheren Entsprechenserklärungen dauerhaft zugänglich gemacht. Vorstand und Aufsichtsrat haben darin erklärt, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 14. Juni 2007 und seit dessen Neufassung vom 6. Juni 2008 in der Fassung seit der letzten Entsprechenserklärung vom 23. März 2008 entsprochen wurde und wird, mit den folgenden Ausnahmen:

  • Bestellung eines Stimmrechtsvertreters für die Aktionäre (Kodex-Ziffer 2.3.3),
  • Selbstbehalt bei der D&O Versicherung (Kodex-Ziffer 3.8 Abs.2),
  • Zusammensetzung Vorstand (4.2.1)
  • Begrenzungsmöglichkeit (Cap) der Vergütung des Vorstands für außerordentliche Entwicklungen (Kodex-Ziffer 4.2.3),
  • Bildung von Ausschüssen (Kodex-Ziffer 5.2, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3),
  • Wahlen zum Aufsichtsrat (Kodex-Ziffer 5.4.3 Satz 1),
  • Altersgrenze für Aufsichtsratmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.1),
  • Begrenzung der konzernexternen Tätigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern in vergleichbaren Gremien (Kodex-Ziffer 5.4.5),
  • Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.7),
  • Veröffentlichung des Konzernabschlusses binnen 90 Tagen, des Zwischenberichtes binnen 45 Tagen (Kodex-Ziffer 7.1.2).

Über die Einhaltung des Corporate Governance Kodex im Zeitraum vor dem 23. März 2008 berichtet die Entsprechenserklärung vom 23. März 2008. Im Corporate Governance Bericht berichten der Vorstand und der Aufsichtsrat gesondert über die Corporate Governance.

Prüfung des Abschlusses der SENATOR Entertainment AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2008

Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin, wurde von der Hauptversammlung am 17. Juli 2008 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 sowie als Konzernabschlussprüfer für dieses Geschäftsjahr gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Gegenstand der Prüfungen war der vom Vorstand vorgelegte und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der SENATOR Entertainment AG und der Lage-

bericht für das Geschäftsjahr sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008, der nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) und ergänzend nach den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wurde. Dem Jahresabschluss der SENATOR Entertainment AG und dem Konzernabschluss wurden uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt.

Der Jahresabschluss der SENATOR Entertainment AG und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Sie waren Gegenstand der Sitzung des Aufsichtsrats am 20. April 2009, an der auch Vertreter des Abschlussprüfers teilnahmen und für Fragen zur Verfügung standen. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach abschließendem Ergebnis seiner eigenen Prüfung waren Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 festgestellt.

Erläuterungen gemäß Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz

Der Aufsichtsrat hat sich mit den Angaben im Lagebericht der SENATOR Entertainment AG und im Konzern-Lagebericht gemäß §§ 289 Abs.4 und 315 Abs.4 HGB und den Erläuterungen des Vorstands hierzu auseinandergesetzt. Auf die entsprechenden Erläuterungen im Lagebericht/Konzern-Lagebericht wird Bezug genommen. Der Aufsichtsrat hat die Angaben und Erläuterungen geprüft und macht sie sich zu Eigen. Sie sind aus Sicht des Aufsichtsrats vollständig.

Besetzung des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2008 ergaben sich keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Aufsichtsratsmitglieder waren und sind die Herren Dr. Thomas Middelhoff (Vorsitzender), Wolf-Dieter Gramatke (stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr. h.c. Roland Berger, Jochen Kröhne, Dr. Wolfgang Müller und Dr. Arnold Bahlmann. Herr Manfred Schüller ist Ersatzmitglied für Herrn Jochen Kröhne.

Besetzung des Vorstands

Mit Einstellung der US-Aktivitäten der SENATOR Entertainment AG schied Herr Marco Weber zum 1. September 2008 aus dem Vorstand der Gesellschaft aus und übernahm zum gleichen Datum die in Los Angeles ansässige Senator Entertainment Inc. von der deutschen Muttergesellschaft.

Am 15. Dezember 2008 legte Herr Dr. Christopher Borgmann sein Vorstandsamt aus persönlichen Gründen nieder. Alleiniges Vorstandsmitglied ist seitdem Herr Helge Sasse.

Wir danken dem Vorstand, dem Management sowie allen Mitarbeitern der SENATOR Entertainment AG und den Beschäftigten der mit ihr verbundenen Unternehmen für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.

Der Aufsichtsrat Berlin, 20. April 2009

Dr. Thomas Middelhoff Vorsitzender

Corporate Governance Bericht

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Den folgenden Bericht erstatten Vorstand und Aufsichtsrat der Senator Entertainment AG gemeinsam gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die SENATOR Entertainment AG hat seit der letzten Entsprechenserklärung vom März 2008 den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung des Kodex vom 14. Juni 2007 sowie seit dessen Änderung am 6. Juni 2008 in dessen Neufassung mit den nachfolgend unter Ziff. a) bis j) genannten Ausnahmen entsprochen und entspricht diesen weiterhin mit denselben Einschränkungen:

  • a) Bestellung eines Stimmrechtsvertreters für die Aktionäre (2.3.3). Auf der Hauptversammlung vom 17. Juli 2008 wurde kein Stimmrechtsvertreter von der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Auch auf der diesjährigen Hauptversammlung soll kein Stimmrechtsvertreter zur Verfügung gestellt werden. Die SE-NATOR Entertainment AG ist der Ansicht dass die Präsenz in der Hauptversammlung mit dieser Maßnahme nur geringfügig gesteigert werden könnte.
  • b) Der Corporate Governance Kodex empfiehlt, in Haftpflichtversicherungen, die ein Unternehmen für seine Vorstands- und Aufsichtsratmitglieder abschließt (sog. D&O-Versicherung), einen angemessenen Selbstbehalt vorzusehen (3.8). SENATOR Entertainment AG ist grundsätzlich nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats ihre Aufgabe wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt verbessert werden kann. Die Corporate Governance Grundsätze der SENATOR Entertainment AG beinhalten daher, mit Ausnahme von Aktivitäten in den USA, keinen Selbstbehalt.
  • c) Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen (4.2.1). Seit dem Ausscheiden von Herrn Marco Weber und Herrn Dr. Christopher Borgmann ist Herr Helge Sasse alleiniges Vorstandsmitglied. Die Reduzierung des operativen Geschäfts im Zuge der Re-

strukturierung der SENATOR Entertainment AG ließ die Notwendigkeit für die Neubestellung weiterer Vorstandsmitglieder entfallen.

  • d) Für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen soll der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) vereinbaren (4.2.3). Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass auch außerordentliche Entwicklungen der Leistungsvergütung des Vorstandes zum Teil oder ganz zugerechnet werden können.
  • e) Der Aufsichtsrat hat keinen Prüfungsausschuss eingerichtet (5.3.2). Ein Ausschuss, der die Vorstandsverträge behandelt und die Aufsichtsratssitzungen vorbereitet sowie ein Nominierungsausschuss existieren ebenfalls nicht (5.3.3). Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Einrichtung von Ausschüssen gegenwärtig nicht erforderlich ist, da alle Aufgaben vom Gesamtaufsichtsrat der SENATOR Entertainment AG übernommen werden.
  • f) Festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (5.4.1). Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht festgelegt. Die SENATOR Entertainment AG ist der Ansicht, dass die effektive Wahrnehmung der Aufgaben als Aufsichtsratsmitglied und damit die Qualifikation als Aufsichtsratsmitglied nicht vom Unterschreiten einer bestimmten Altersgrenze abhängig ist.
  • g) Wahlen zum Aufsichtsrat (5.4.3). Die Hauptversammlung 2007 hat neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt. Diese Wahlen fanden nicht als Einzelwahl statt (Ziff. 5.4.3 Satz 1), um eine spürbare Verlängerung der Hauptversammlung zu verhindern.
  • h) Wer dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehört, soll insgesamt nicht mehr als fünf Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften wahrnehmen (5.4.5). Einzelne Mitglieder des Aufsichtsrats gehören dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft an und üben mehr als die höchstens empfohlenen fünf Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften aus. Solange die Aufsichtsratsmitglieder für die Wahrnehmung ihrer Mandate genügend Zeit zur

Verfügung haben, sieht die SENATOR Entertainment AG insoweit keinen Handlungsbedarf.

  • i) Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten (5.4.7). Bei der SENATOR Entertainment AG erhalten die Aufsichtsratsmitglieder keine erfolgsabhängige Vergütung, da die SENATOR Entertainment AG nicht der Ansicht ist, dass der Einsatz der Aufsichtsratsmitglieder bei der Wahrnehmung ihrer Tätigkeit durch eine Vergütungsaufteilung noch weiter gestärkt werden könnte.
  • j) Der Kodex empfiehlt die Veröffentlichung von Konzernabschlüssen innerhalb von 90 Tagen und von Zwischenberichten innerhalb von 45 Tagen (7.1.2). Die SENATOR Entertainment AG veröffentlicht die Konzernabschlüsse innerhalb von 120 Tagen und den Zwischenbericht innerhalb von 60 Tagen. Da die Aufstellung und Verabschiedung der entsprechenden Berichte erhebliche organisatorische Ressourcen in Anspruch nimmt, schöpft die Gesellschaft die gesetzliche Frist aus, um eine sonst notwendige Ausweitung der Verwaltungskapazitäten zu vermeiden.

Kapitalbeteiligungspläne

Im Berichtsjahr bestanden keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme bei der SENATOR Entertainment AG (4.2.5, 7.1.3).

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vergütungsbericht für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gem. § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist im Konzernlagebericht aufgeführt. Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Konzernanhang unter Textziffer 47. "Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands" dargelegt.

Besitz von Aktien der Gesellschaft

Angaben zum Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern sind im Konzernanhang unter Textziffer 48. "Aktien der Organmitglieder" aufgeführt.

Berlin, im April 2009

SENATOR Entertainment AG Der Vorstand Der Aufsichtsrat

IMPRESSUM

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