Quarterly Report • May 9, 2014
Quarterly Report
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Bericht zum 1. Quartal 2014
| Ertragskennzahlen | 1-3/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | Ultimo 2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 491,9 | 584,6 | +19 | 2.662,9 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 2,1 | 28,1 | >100 | 266,5 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -48,8 | -20,5 | +58 | 55,3 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | -67,8 | -38,7 | +43 | -3,1 |
| Ergebnis nach Steuern 1) | in Mio. € | -58,5 | -39,2 | +33 | -7,8 |
| Ergebnis je Aktie | in € | -0,57 | -0,41 | +28 | -0,34 |
| Free Cashflow 2) | in Mio. € | -242,5 | -160,4 | +34 | 92,9 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 20,7 | 27,2 | +31 | 106,0 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 0,1 | 0,0 | -74 | 0,7 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2013 | 31.3.2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 3) | in Mio. € | 2.254,2 | 2.173,0 | -4 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 538,9 | 733,1 | +36 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.767,6 | 2.888,8 | +4 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 4.211,4 | 4.114,3 | -2 |
| Verschuldungsgrad | in % | 23,9 | 33,7 | - |
| Ø Mitarbeiter | 13.787 | 13.711 | -1 |
| Börsekennzahlen | 1-12/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 13,21 | 13,91 | +5 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 7,13 | 11,52 | +62 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 11,53 | 13,90 | +21 |
| Gewichtete Aktienzahl 4) | in Tsd. | 115.063 | 115.063 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 1.354,5 | 1.633,6 | +21 |
| Divisionen 1-3/2014 in Mio. € und % 5) |
Clay Building Materials Europe |
Pipes & Pavers Europe |
North America | Holding & Others | Eliminierungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 318,8 | (+29 %) | 218,8 | (+11 %) | 45,1 | (-4 %) | 1,4 | (-7 %) | |
| Innenumsatz | 0,5 | (+48 %) | 0,2 | (-36 %) | 0,3 | - | 2,3 | (+10 %) | -2,9 |
| Umsatz | 319,4 | (+29 %) | 219,0 | (+11 %) | 45,3 | (-3 %) | 3,7 | (+3 %) | -2,9 |
| EBITDA operativ | 23,1 (>100 %) | 11,6 | (+37 %) | -1,6 (<-100 %) | -5,0 | (-33 %) | |||
| EBIT operativ | -7,7 | (+78 %) | 0,0 | (>100 %) | -6,9 | (-28 %) | -5,9 | (-22 %) | |
| Gesamtinvestitionen | 16,2 | (+63 %) | 8,7 | (+43 %) | 1,5 | (+30 %) | 0,8 | (-78 %) | |
| Capital Employed | 1.798,4 | (-8 %) | 644,6 | (-6 %) | 430,5 | (-10 %) | 15,2 | (-9 %) | |
| Ø Mitarbeiter | 8.182 | (-1 %) | 4.098 | (+3 %) | 1.231 | (+3 %) | 200 | (0 %) |
1) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon
2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um Investitions-Cashflow zuzüglich Wachstumsinvestitionen
3) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital
4) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
5) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammern angeführt
Anmerkungen zum Bericht:
– Operatives EBITDA und operatives EBIT sind um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge bereinigt.
– Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.
ich freue mich, Ihnen über deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen der Wienerberger Gruppe im ersten Quartal 2014 berichten zu können. Insgesamt konnten wir von Jänner bis März 2014 einen um 19 % höheren Konzernumsatz von 585 Mio. € erwirtschaften. Das operative EBITDA verbesserte sich signifikant von 2 Mio. € im Jahr zuvor auf 28 Mio. € im ersten Quartal 2014. Positiv dazu beigetragen haben neben deutlichen Absatzzuwächsen auch Kosteneinsparungen von rund 6 Mio. €, welche im Rahmen der im Jahr 2012 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen planmäßig umgesetzt wurden. Ganz wesentlich zu dieser positiven Entwicklung hat die seit Jahresbeginn besonders milde Witterung in Europa beigetragen. Während im letzten Jahr bis Anfang April große Teile Europas mit Schnee bedeckt waren, ermöglichten die milden Temperaturen in diesem Jahr beinahe durchgängige Bautätigkeit in unseren europäischen Märkten. Wir konnten in allen unseren Geschäftsbereichen in Europa davon profitieren und deutlich höhere Absätze bei Ziegeln, Rohren und Pflaster in den ersten drei Monaten verzeichnen.
Die Division Clay Building Materials Europe trug mit einem um 29 % höheren Umsatz und einem um 26 Mio. € höheren operativen EBITDA am stärksten zu der Ergebnissteigerung der Gruppe bei. Die witterungsbedingt höhere Bauaktivität in Europa brachte der Division zweistellige Mengenzuwächse in allen Produktgruppen. Leicht höhere Durchschnittspreise sowie die schon zuvor angesprochenen Kosteneinsparungen wirkten sich zusätzlich positiv auf die Ergebnisse der Division aus.
In der Division Pipes & Pavers Europe verbesserte sich der Umsatz im ersten Quartal um 11 % und das operative EBITDA um rund 3 Mio. €. Der Kunststoffrohrhersteller Pipelife profitierte in seinen europäischen Kernmärkten ebenfalls von der milden Witterung, konnte aber im Geschäft mit Industrie- und Spezialrohren die Rekordergebnisse der ersten drei Monate des Vorjahres nicht wiederholen. Bei Steinzeug-Keramo, unserem Spezialisten für keramische Abwasserrohre, und bei Semmelrock, unserem Produzenten für Flächenbefestigungen aus Beton in Zentral-Osteuropa, führte Mengenwachstum zu einem klaren Anstieg der operativen Ergebnisse.
Der Osten und Südosten der USA sowie Kanada hatten im Gegensatz zu Europa unter einem besonders strengen Winter zu leiden. In den USA und Kanada wurden in den ersten drei Monaten des Jahres wiederholt Kälterekorde gebrochen, wodurch eine Bautätigkeit nur sehr eingeschränkt möglich war. Dies führte in der Division North America zu einem schwächeren Geschäftsverlauf in allen Produktgruppen. Niedrigere Durchschnittspreise bei Ziegeln, die sich vor allem aus Preisdruck in lokalen Ziegelmärkten der USA erklären, belasteten zusätzlich die Ergebnisse. Insgesamt verringerte sich der Außenumsatz der Division um 4 % und das operative EBITDA um rund 2 Mio. €.
Für das Gesamtjahr halte ich auch angesichts der sehr guten Ergebnisse des ersten Quartals an unseren zu Jahresbeginn kommunizierten Zielen fest. Nach meiner Einschätzung ist es durch die milde Witterung teilweise zu Vorzieheffekten in der Bauindustrie gekommen. Dies hat aber nichts an den zu Grunde liegenden Dynamiken in unseren Kernmärkten geändert und daher keine wesentlichen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Gesamtjahres. In Europa gehen wir für den Neubau- und Renovierungsmarkt weiterhin von einer stabilen bis leicht positiven
Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Division Clay Building Materials Europe mit stärkstem Ergebniswachstum in der Gruppe
Division Pipes & Pavers Europe: Umsatz- und Ergebnissteigerung
Division North America: Bautätigkeit durch strengen Winter in Q1 stark eingeschränkt
Ziele für das Gesamtjahr bleiben aufrecht: operatives EBITDA von rund 300 Mio. € erwartet Entwicklung aus, wobei es regional sehr große Unterschiede geben wird. Während sich Märkte wie Großbritannien, Deutschland und Belgien besser entwickeln sollten, sind in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Ungarn weitere Rückgänge zu erwarten. In Nordamerika erwarten wir eine Fortsetzung des positiven Trends im Wohnungsneubau und weitere Umsatzund Ergebnissteigerungen im Jahr 2014. Für die Division Pipes & Pavers Europe erwarten wir in diesem Jahr eine stabile Entwicklung. Insgesamt bestätige ich daher für die Wienerberger Gruppe das kommunizierte Jahresziel eines operativen EBITDA von 300 Mio. € und somit deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen im Jahr 2014. Dieses Ziel beruht auf den oben angeführten Marktannahmen und berücksichtigt insbesondere die Tatsache, dass die gesamte Bauindustrie im letzten Jahr witterungsbedingt ein sehr starkes viertes Quartal hatte, welches nicht einfach zu wiederholen sein wird. Die Krise in der Ukraine und ihre möglichen Auswirkungen auf Europa sind derzeit nicht absehbar und in unseren Überlegungen nicht berücksichtigt.
Die planmäßige Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen sollte für das Gesamtjahr die erwarteten 17 Mio. € an Einsparungen bringen. Mit rund 315 Mio. € an Cash stehen uns derzeit starke Liquiditätsreserven zur Verfügung, welche wir für den saisonal bedingten Working Capital Aufbau sowie für die Tilgung der im Juli 2014 fälligen Anleihe von 250 Mio. € verwenden werden. Die Normalinvestitionen, in welchen neben Instandhaltungsinvestitionen auch Projekte für Innovationen und neue Technologien enthalten sind, sollten in etwa 125 Mio. € für das Gesamtjahr betragen.
Unser strategischer Fokus bleibt auf organischem Wachstum durch innovative Produkte, die Mehrwert für unsere Kunden schaffen, wie nachfolgende Beispiele verdeutlichen. Im Bereich Ziegel treiben wir die Markteinführung unseres mit Mineralwolle verfüllten Ziegels in weiteren Ländern voran. In Österreich wurde im September 2013 eine Verfüllanlage eröffnet, im März 2014 haben wir in Tschechien eine weitere derartige Anlage in Betrieb genommen. Bei Steinzeug-Keramo haben wir vor kurzem auf der größten Branchenmesse in München vier Produktneuheiten vorgestellt, welche den Nutzen für unsere Kunden weiter optimieren. Bei Fassadenziegel und Betonsteinpflaster wurden zu Saisonbeginn wieder neue Modelle in trendigen Farben und Formen vorgestellt, die unseren Kunden neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Durch die laufende Weiterentwicklung unserer Produkte können wir uns von unseren Mitbewerbern differenzieren und schaffen Lebensqualität und Werte für unsere Kunden. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter fortsetzen können.
Planmäßige Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen und starke Liquiditätsreserven
Strategischer Fokus bleibt auf organischem Wachstum durch innovative Produkte
Wienerberger verzeichnete dank eines milden Winters in weiten Teilen Europas einen guten Start in das Jahr 2014. Im Jahresvergleich zeigt sich der saisonale Effekt besonders, da die Vergleichszahlen des Vorjahres durch ungünstige Witterungseffekte belastet waren. Wienerberger konnte unter diesen günstigeren Rahmenbedingungen durch deutlich höhere Absatzmengen organisch um 19 % wachsen und einen Konzernumsatz von 584,6 Mio. € (Vorjahr: 491,9 Mio. €) erzielen. Negative Fremdwährungseffekte belasteten den Umsatz mit 11,7 Mio. €, wobei die größten Effekte aus der norwegischen Krone, dem russischen Rubel und der türkischen Lira stammten.
In der Division Clay Building Materials Europe konnte der Außenumsatz in den ersten drei Monaten um 29 % auf 318,8 Mio. € gesteigert werden, und das operative EBITDA lag infolge der besseren Auslastung und der erfolgreichen Umsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kosteneinsparungen mit 23,1 Mio. € deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres von -2,9 Mio. €.
In der Division Pipes & Pavers Europe wuchs der Außenumsatz organisch um 11 % von 196,8 Mio. € auf 218,8 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich von 8,4 Mio. € auf 11,6 Mio. €. Das rückläufige Projektgeschäft im Rohrbereich konnte durch deutliches Mengenwachstum in den europäischen Kernmärkten ausgeglichen werden. Im wetterabhängigen Geschäft mit Flächenbefestigungen aus Beton konnten im ersten Quartal die Absatzmengen und die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Auch Steinzeug-Keramo konnte die Umsätze in den ersten drei Monaten durch Mengenwachstum steigern.
In Nordamerika verzögerte ein langer und harter Winter den Start in die Bausaison, weshalb trotz deutlich positiver Indikatoren bei Baugenehmigungen und Baubeginnen in den USA der Außenumsatz in den ersten drei Monaten mit 45,1 Mio. € um 4 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag. Das operative EBITDA der Division verfehlte mit -1,6 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) die Gewinnschwelle.
Das operative EBITDA der Wienerberger Gruppe lag in den ersten drei Monaten mit 28,1 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau von 2,1 Mio. €, wobei der Großteil dieser Verbesserung aus dem Segment Clay Building Materials Western Europe stammt. Dort setzte sich insbesondere in Großbritannien, Belgien und Deutschland die Markterholung weiter fort, und unsere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung kommen bei der höheren Auslastung voll zur Geltung.
Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) belief sich in den ersten drei Monaten auf -20,5 Mio. € (Vorjahr: -48,8 Mio. €). Aus dem Programm zur Verwertung nicht-betriebsnotwendiger Liegenschaften wurden im ersten Quartal 0,8 Mio. € an Gewinnen erwirtschaftet.
Das Finanzergebnis von -18,2 Mio. € (Vorjahr: -19,0 Mio. €) setzt sich vorwiegend aus dem Zinsaufwand, der infolge der Zinsen für eine im April 2013 begebene Anleihe über jenem des Vorjahres liegt, sowie aus der Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen zusammen, die sich von -7,1 Mio. € auf -4,7 Mio. € verbesserte. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um unsere 50 %-Beteiligungen Tondach Gleinstätten und Schlagmann.
Clay Building Materials Europe steigert das operative EBITDA um 26,0 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr
Verbesserung des operativen EBITDA um 37 % in der Division Pipes & Pavers Europe
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich in den ersten drei Monaten des Berichtsjahres deutlich auf -38,7 Mio. € (Vorjahr: -67,8 Mio. €). Nach Abzug der Steuern erzielte Wienerberger einen Verlust von 39,2 Mio. € (Vorjahr: -58,5 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug -0,41 € nach -0,57 € in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon berücksichtigt.
Cashflow aus Ergebnis positiv
Höhere Nettoverschuldung in Folge des saisonal bedingten Working Capital Aufbaus
Der Cashflow aus dem Ergebnis war im Berichtszeitraum mit 18,0 Mio. € positiv und verbesserte sich durch die deutlich besseren operativen Ergebnisbeiträge um 36,0 Mio. €. Infolge des saisonalen Working Capital Aufbaus, insbesondere der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -132,1 Mio. € und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr infolge eines weiterhin strikten Working Capital Managements um 91,6 Mio. €.
Für notwendige Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen (Normalinvestitionen) flossen im ersten Quartal 27,2 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €) an Mitteln ab. Aus Liegenschaftsverkäufen und der Verwertung von sonstigem Anlagevermögen wurden 4,0 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €) erlöst.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf -21,3 Mio. €, worin die Auszahlung des Hybridkupons mit 32,5 Mio. € den größten Mittelabfluss bildete.
Das Konzerneigenkapital zum 31.3.2014 verminderte sich im Wesentlichen gegenüber dem Jahresende 2013 durch das negative Gesamtergebnis nach Steuern und die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. €. Die Nettoverschuldung erhöhte sich durch den saisonal bedingten Working Capital Aufbau um 194,2 Mio. € auf 733,1 Mio. €.
Das Marktumfeld in der Division Clay Building Materials Europe war im ersten Quartal 2014 von äußerst milden Witterungsbedingungen gekennzeichnet. In weiten Teilen Europas blieben Schneefälle aus und daher konnte die Bausaison bereits sehr früh starten. Demgegenüber war die Bautätigkeit im ersten Quartal 2013 massiv durch einen langen und schneereichen Winter beeinträchtigt. Daraus ergibt sich in der Berichtsperiode ein deutlicher Mengenanstieg in allen Produktgruppen, insbesondere in Westeuropa, das im Vorjahr besonders unter den widrigen Witterungsverhältnissen zu leiden hatte. Die Durchschnittspreise lagen leicht über dem Vorjahresniveau, wobei in Osteuropa noch abzuwarten bleibt, ob das Preisniveau im weiteren Verlauf der Bausaison gehalten werden kann. In Westeuropa sind wir zuversichtlich, die Kosteninflation durch entsprechende Preiserhöhungen abfedern zu können.
Insgesamt verzeichnete die Division Clay Building Materials Europe im ersten Quartal 2014 einen Umsatzanstieg von 29 % auf 318,8 Mio. € gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Das operative EBITDA stieg im gleichen Zeitraum von -2,9 Mio. € auf 23,1 Mio. €.
Das im Zuge der Halbjahresergebnisse 2012 angekündigte Restrukturierungsprogramm befindet sich in der planmäßigen Umsetzung. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Umsetzung von Schichtmodellen und Einmottungen von Werken sowie auf Strukturanpassungen in der Verwaltung und im Vertrieb. Durch zusätzliche Werkscluster bzw. die Verlagerung von Produkten an andere Werksstandorte werden Kostenstrukturen weiter optimiert. Die Einsparungen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms betrugen für die Wienerberger Gruppe in den ersten drei Monaten 2014 rund 6 Mio. €. Von den Maßnahmen waren insbesondere die Hintermauer- und Vormaueraktivitäten in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich betroffen, wodurch der Großteil der gruppenweiten Einsparungen auf das Segment Clay Building Materials Western Europe entfällt.
| Clay Building Materials Europe | 1-3/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 246,8 | 318,8 | +29 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -2,9 | 23,1 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -34,9 | -7,7 | +78 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 9,9 | 16,2 | +63 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.946,3 | 1.798,4 | -8 |
| Ø Mitarbeiter | 8.292 | 8.182 | -1 |
Trotz des guten Starts in das Geschäftsjahr 2014 haben unsere zu Jahresbeginn getroffenen Marktannahmen über die Entwicklung der einzelnen Länder und Regionen für das Gesamtjahr nach wie vor Gültigkeit. Insgesamt zeigt sich für unsere europäischen Kernmärkte eine stabile bis leicht positive Entwicklung. Während sich Märkte wie Großbritannien, Deutschland, Belgien und Polen positiv entwickeln, sind in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Ungarn weitere Rückgänge im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zu erwarten. Aufgrund der witterungsbedingt niedrigen Vergleichsbasis aus dem ersten Halbjahr 2013 gehen wir für 2014 von einer moderaten Steigerung der Absatzmengen in allen Produktgruppen und entsprechenden Umsatz- und Ergebnisverbesserungen aus.
Milde Witterung begünstigt guten Start in die Bausaison im ersten Quartal 2014
Anstieg von Umsatz und Ergebnis
Umsatz- und Ergebnissteigerungen für 2014 erwartet
Besonders deutlich zeigten sich die Auswirkungen der milden Wetterverhältnisse in Westeuropa, das in den ersten drei Monaten des Vorjahres am stärksten vom kalten und schneereichen Winter betroffen war. Durch den frühen Start der Bausaison konnten insbesondere in Großbritannien, Deutschland und Belgien deutliche Mengensteigerungen verzeichnet werden. Im ersten Quartal 2014 stieg der Umsatz im Segment Clay Building Materials Western Europe um 32 % im Vergleich zum Vorjahr auf 258,0 Mio. €. Eine bessere Kapazitätsauslastung in unseren Werken, die erfolgreiche Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen und Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation trugen dazu bei, dass das operative EBITDA von 0,3 Mio. € im Vorjahr auf 20,6 Mio. € gesteigert werden konnte.
| Clay Building Materials Western Europe | 1-3/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 195,6 | 258,0 | +32 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 0,3 | 20,6 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -22,1 | -0,7 | +97 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 8,1 | 12,7 | +57 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.474,2 | 1.378,2 | -7 |
| Ø Mitarbeiter | 5.940 | 5.824 | -2 |
Für 2014 erwarten wir in der Region Westeuropa eine stabile bis leicht positive Entwicklung des Wohnbaumarktes. Besonders erfreulich zeigt sich das Marktumfeld in Großbritannien, das deutliche Steigerungsraten beim Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern erwarten lässt. Aber auch in Belgien und Deutschland gehen wir von einer moderaten Steigerung der Wohnbauaktivität aus. Anhaltende Rückgänge zeichnen sich allerdings für die Niederlande, Frankreich und Italien ab. In diesen Ländern steht daher der erfolgreiche Abschluss des Restrukturierungsprogramms mit entsprechend positiven Ergebnisbeiträgen im Vordergrund. Insgesamt gehen wir im Segment Clay Building Materials Western Europe von einer Umsatz- und Ergebnissteigerung im laufenden Geschäftsjahr aus.
Auch in Osteuropa waren im ersten Quartal 2014 eine positive Geschäftsentwicklung und in nahezu allen Ländern der Region Mengenzuwächse zu verzeichnen. In diesem Umfeld stieg der Umsatz im Segment Clay Building Materials Eastern Europe im Vergleich zur Vorjahresperiode um 19 % auf 60,8 Mio. €. Das operative EBITDA verbesserte sich trotz negativer Fremdwährungseffekte aufgrund der besseren Auslastung von -3,2 Mio. € auf 2,5 Mio. €. Die Durchschnittspreise lagen im ersten Quartal 2014 leicht über dem Vorjahr, wobei der weitere Verlauf der Bausaison abzuwarten bleibt, um zu beurteilen, ob sich die Preissteigerungen im zweiten Quartal bestätigen.
| Clay Building Materials Eastern Europe | 1-3/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 51,2 | 60,8 | +19 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -3,2 | 2,5 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -12,8 | -7,0 | +46 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 1,8 | 3,5 | +90 |
| Capital Employed | in Mio. € | 472,1 | 420,2 | -11 |
| Ø Mitarbeiter | 2.352 | 2.358 | 0 |
Früher Start der Bausaison bringt deutliche Steigerung der Absatzmengen in Westeuropa
Umsatz- und Ergebnissteigerungen auf Gesamtjahresbasis in Westeuropa erwartet
Positive Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2014 in Osteuropa
Für das Gesamtjahr 2014 halten wir an unseren zu Jahresbeginn getroffenen Annahmen für die Region Osteuropa fest. In Polen sind wir zuversichtlich, dass im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern eine leichte Markterholung eintritt. Für Tschechien, die Slowakei und Österreich erwarten wir eine stabile Entwicklung, während wir das Marktumfeld in Ungarn als weiterhin rückläufig einschätzen. In Russland rechnen wir trotz der angespannten politischen Situation rund um die Ukraine weiterhin mit einem anhaltend positiven Marktumfeld in den für uns wichtigen Regionen Moskau und Kasan. In Rumänien und Bulgarien sehen wir eine Fortsetzung der Marktstabilisierung auf niedrigem Niveau. Insgesamt erwarten wir für das Segment Clay Building Materials Eastern Europe Umsatz- und Ergebnissteigerungen.
In der Division Pipes & Pavers Europe stieg der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 11 % auf 218,8 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich um 37 % auf 11,6 Mio. €. Dabei profitierten alle Geschäftsbereiche von der außerordentlich milden Witterung in den ersten drei Monaten. Die daraus folgende starke Bauaktivität schlug sich in deutlichen Mengensteigerungen nieder. Bei Steinzeug-Keramo, unserem Spezialisten für keramische Abwasserrohre, und bei Semmelrock, unserem Produzenten von Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa, führte das Mengenwachstum zu einem klaren Anstieg der operativen Ergebnisse. Bei Pipelife verblieb das operative EBITDA in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Hauptursache dafür ist der klare Umsatz- und Ergebnisrückgang im internationalen Projektgeschäft mit großdimensionierten und faserverstärkten Rohren. Dieses Spezialgeschäft hatte 2013 ein Rekordergebnis erwirtschaftet und insbesondere in der ersten Jahreshälfte außergewöhnlich hohe Umsätze verzeichnet. Der Ergebnisrückgang konnte zwar durch Wachstum in den europäischen Kernmärkten des Kunststoffrohrgeschäfts kompensiert werden, verhinderte aber zusammen mit negativen Währungseffekten in der norwegischen Krone und dem russischen Rubel einen Ergebniszuwachs.
| Pipes & Pavers Europe | 1-3/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 196,8 | 218,8 | +11 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 8,4 | 11,6 | +37 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -3,6 | 0,0 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 6,1 | 8,7 | +43 |
| Capital Employed | in Mio. € | 684,2 | 644,6 | -6 |
| Ø Mitarbeiter | 3.966 | 4.098 | +3 |
Auf Jahressicht erwarten wir eine Fortsetzung der Trends aus den ersten drei Monaten, die abgesehen von der ungewöhnlich warmen Witterung im Wesentlichen die Erwartungen zu Jahresbeginn bestätigt haben. Bei Steinzeug-Keramo und Semmelrock sind wir weiterhin zuversichtlich, Umsatz und Ergebnis im Jahresvergleich steigern zu können. Für Pipelife können wir aus heutiger Sicht einen leichten Ergebnisrückgang nicht ausschließen, da trotz der erwarteten Absatz- und Ergebnisverbesserung in den europäischen Märkten der Rückgang im internationalen Projektgeschäft, das von einzelnen Großaufträgen abhängig ist, auf der Ertragsentwicklung lastet. Insgesamt gehen wir für die Division Pipes & Pavers Europe von einer stabilen Ergebnisentwicklung auf Jahressicht aus.
Umsatz- und Ergebnissteigerungen im Segment Clay Building Materials Eastern Europe für 2014 erwartet
Operatives EBITDA der Division Pipes & Pavers Europe steigt um 37 %
Stabile Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2014 erwartet
Rückgang im internationalen Projektgeschäft führt zu EBITDA-Rückgang von 11 %
Witterungsbedingtes Mengenwachstum im westeuropäischen Kerngeschäft
Das Segment Pipes & Pavers Western Europe erwirtschaftete trotz der milden Witterung in den ersten drei Monaten einen Umsatzrückgang um 2 % auf 130,7 Mio. €. Dieser Umsatzrückgang ist auf das internationale Projektgeschäft der Pipelife Gruppe zurückzuführen, das nicht an die hohen Umsätze im ersten Quartal des Vorjahres anschließen konnte. Infolge des Umsatzrückgangs und aufgrund von negativen Währungseffekten im skandinavischen Kunststoffrohrgeschäft ging das operative EBITDA im Berichtszeitraum um 11 % auf 10,4 Mio. € zurück.
In den westeuropäischen Kernmärkten profitierte Pipelife von der milden Witterung und dem leicht verbesserten Marktumfeld und steigerte Umsatz und Ergebnis deutlich. Dieses Wachstum konnte den Rückgang im Projektgeschäft jedoch nicht vollständig ausgleichen. Zudem blieb die Marktsituation in Frankreich, wo der anhaltende Marktrückgang zu hohem Wettbewerbsdruck führt, schwierig. Steinzeug-Keramo verzeichnete einen sehr guten Jahresstart und steigerte Umsatz und Ergebnis im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres deutlich. Während auch Steinzeug-Keramo aufgrund des frühen Starts in die Bausaison deutliches Mengenwachstum realisierte, konnten darüber hinaus die Durchschnittspreise durch Verschiebungen des Produktmix hin zu höherwertigen Produkten verbessert werden. Insbesondere der deutschsprachige Raum verzeichnete ein deutliches Ergebniswachstum. Demgegenüber setzte sich in Tschechien die schwierige Marktlage fort, und in Belgien fiel der erwartete Rückgang etwas stärker als prognostiziert aus.
| Pipes & Pavers Western Europe | 1-3/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 132,8 | 130,7 | -2 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 11,6 | 10,4 | -11 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 5,1 | 4,1 | -19 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 3,6 | 5,8 | +63 |
| Capital Employed | in Mio. € | 372,1 | 353,3 | -5 |
| Ø Mitarbeiter | 1.792 | 1.785 | 0 |
Im Kunststoffrohrgeschäft gehen wir für 2014 weiterhin von einer leicht positiven Ergebnisentwicklung im westeuropäischen Geschäft aus, während das Ergebnis im internationalen Projektgeschäft, das von Westeuropa aus betrieben wird, deutlich unter dem Vorjahr liegen wird. Aus diesem Grund ist ein Ergebnisrückgang im westeuropäischen Kunststoffrohrgeschäft nicht ausgeschlossen. Im keramischen Rohrgeschäft gehen wir von einer Fortsetzung des positiven Marktumfelds im deutschsprachigen Raum und daraus folgendem Ergebniswachstum aus. In Tschechien und Belgien zeichnet sich hingegen ein marktbedingter Rückgang ab. Auf Jahressicht gehen wir für Steinzeug-Keramo aufgrund von steigenden Absatzmengen, schlankeren Kostenstrukturen und fehlenden Einmalkosten im Vergleich zum Vorjahr von einer deutlichen Ergebnisverbesserung aus. Insgesamt erwarten wir für das Segment Pipes & Pavers Western Europe eine stabile Ergebnisentwicklung.
Stabile Ergebnisentwicklung für 2014 erwartet
Das Segment Pipes & Pavers Eastern Europe verzeichnete in den ersten drei Monaten einen Umsatzanstieg um 38 % auf 88,2 Mio. € und eine Verbesserung des operativen EBITDA auf 1,2 Mio. € im Vergleich zu -3,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die aufgrund der günstigen Witterung deutlich über dem Vorjahr liegende Bauaktivität zum Jahresbeginn und das verbesserte wirtschaftliche Umfeld in Osteuropa schlugen sich sowohl bei Pipelife als auch bei Semmelrock in deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen nieder.
Pipelife erwirtschaftete in allen Ländern der Region eine EBITDA-Verbesserung, die vorrangig auf ein deutliches Mengenwachstum zurückzuführen ist. Einzige Ausnahme war Russland, wo aufgrund der Verlieferung eines Großauftrags im ersten Quartal des Vorjahres die hohe Vergleichsbasis nicht erreicht werden konnte und das Ergebnis zusätzlich durch die Abwertung des russischen Rubels belastet wurde. Semmelrock, unser Spezialist für Betonflächenbefestigungen, verzeichnete ebenfalls eine deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung. Neben einer signifikanten Mengensteigerung in allen Märkten konnten auch die Durchschnittspreise durch Verschiebungen des Produktmix hin zu höherwertigen Produkten leicht verbessert werden. Darüber hinaus wirken sich die im Rahmen des Restrukturierungsprogramms umgesetzten Maßnahmen, die vorrangig die Bereiche Verwaltung und Vertrieb betrafen, weiterhin positiv auf die Ertragskraft aus.
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 1-3/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 64,0 | 88,2 | +38 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -3,2 | 1,2 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -8,7 | -4,1 | +52 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 2,5 | 2,9 | +16 |
| Capital Employed | in Mio. € | 312,1 | 291,3 | -7 |
| Ø Mitarbeiter | 2.174 | 2.313 | +6 |
Auf Jahressicht erwarten wir für die Region Osteuropa eine weiter fortschreitende Stabilisierung des Marktumfelds, und wir bekräftigen unsere Zielsetzung, Umsatz und Ergebnis im Berichtssegment zu steigern. Semmelrock wird neben der verbesserten Marktdynamik auch weiterhin von den implementierten Optimierungsmaßnahmen profitieren und treibt zudem die strategische Verschiebung des Produktportfolios hin zu höherwertigen Produkten sukzessive voran. Für Pipelife gehen wir von einer Ergebnisverbesserung auf breiter Basis aus, die neben der andauernden Erholung von schwachen Niveaus in Märkten wie Bulgarien oder Ungarn auch von Ergebnissteigerungen in den beiden wichtigsten Märkten der Region, Polen und Österreich, getragen wird.
Pipes & Pavers Eastern Europe erwirtschaftet EBITDA-Anstieg auf 1,2 Mio. € von -3,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum
Pipelife und Semmelrock zeigen deutliches Ergebniswachstum in Osteuropa
Umsatz- und Ergebnisverbesserung auf Jahressicht erwartet Schwierige Witterungsverhältnisse sorgen für verhaltenen Start in die Bausaison in Nordamerika
Das Marktumfeld in Nordamerika war im ersten Quartal 2014 von besonders schwierigen Witterungsbedingungen geprägt. In weiten Teilen der USA und Kanadas wurden Schneefall- und Kälterekorde der vergangenen 30 Jahre gebrochen. Dementsprechend verhalten zeigte sich auch der Start in die Bausaison, insbesondere in den Monaten Jänner und Februar, und der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 % auf 45,1 Mio. € zurück. Das operative EBITDA wurde zusätzlich von anhaltendem Preisdruck in einzelnen regionalen Märkten sowie selektivem Lagerabbau im Bereich Ziegel belastet und sank von 0,3 Mio. € auf -1,6 Mio. € in der Berichtsperiode.
| North America | 1-3/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 46,8 | 45,1 | -4 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 0,3 | -1,6 | <-100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -5,4 | -6,9 | -28 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 1,1 | 1,5 | +30 |
| Capital Employed | in Mio. € | 479,2 | 430,5 | -10 |
| Ø Mitarbeiter | 1.194 | 1.231 | +3 |
Für das Geschäftsjahr 2014 gehen wir trotz des verhaltenen Jahresbeginns von einer Fortsetzung der Erholung im amerikanischen Wohnungsneubau und einem Anstieg der Nachfrage nach Ziegeln aus. In Kanada sehen wir weiterhin eine leicht rückläufige Marktsituation, und im Bereich Kunststoffrohre erwarten wir eine annähernd stabile Entwicklung. Insgesamt gehen wir für die Division North America im Jahr 2014 von Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus.
Die Division Holding & Others umfasst neben der Konzernholding auch unsere indischen Ziegelaktivitäten. Vor dem Hintergrund der Parlamentswahlen und der signifikanten Abwertung der indischen Rupie verzeichneten wir in Indien einen Umsatzrückgang im ersten Quartal 2014 von 7 % auf 1,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Das operative EBITDA der Division ging auf -5,0 Mio. € zurück. Für das Gesamtjahr bleiben wir dennoch optimistisch und gehen von leichten Umsatz- und Ergebnissteigerungen für unsere indischen Ziegelaktivitäten aus.
| Holding & Others | 1-3/2013 | 1-3/2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 1,5 | 1,4 | -7 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -3,8 | -5,0 | -33 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -4,9 | -5,9 | -22 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 3,7 | 0,8 | -78 |
| Capital Employed | in Mio. € | 16,7 | 15,2 | -9 |
| Ø Mitarbeiter | 201 | 200 | 0 |
Umsatz- und Ergebnissteigerung für 2014 erwartet
Indisches Geschäft von Parlamentswahlen und negativen Währungseffekten belastet
| in TEUR | 1-3/2014 | 1-3/2013 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 584.618 | 491.949 |
| Herstellkosten | -430.753 | -379.919 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 153.865 | 112.030 |
| Vertriebskosten | -123.101 | -115.604 |
| Verwaltungskosten | -42.026 | -39.879 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -15.229 | -14.695 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.028 | 9.341 |
| Betriebsergebnis | -20.463 | -48.807 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -4.733 | -7.067 |
| Zinsertrag | 1.984 | 1.820 |
| Zinsaufwand | -15.837 | -13.501 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 398 | -273 |
| Finanzergebnis | -18.188 | -19.021 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -38.651 | -67.828 |
| Ertragsteuern | -581 | 9.341 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -39.232 | -58.487 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -531 | -570 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 8.014 | 8.014 |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | -46.715 | -65.931 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,41 | -0,57 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,41 | -0,57 |
| in TEUR | 1-3/2014 | 1-3/2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -39.232 | -58.487 |
| Währungsumrechnung | -9.756 | -2.715 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -89 | -524 |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | 251 | 235 |
| Veränderung Hedging Reserve | 142 | 2.775 |
| Sonstiges Gesamtergebnis 1) | -9.452 | -229 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -48.684 | -58.716 |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -531 | -575 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 8.014 | 8.014 |
| davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft | -56.167 | -66.155 |
1) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern. Alle Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses werden in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
| in TEUR | 31.3.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte | 839.929 | 842.897 |
| Sachanlagen | 1.636.433 | 1.663.283 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 78.653 | 78.377 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 16.413 | 24.454 |
| Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen | 6.881 | 6.869 |
| Latente Steuern | 48.123 | 46.633 |
| Langfristiges Vermögen | 2.626.432 | 2.662.513 |
| Vorräte | 697.795 | 666.026 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 293.592 | 203.467 |
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 21.646 | 17.920 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 63.583 | 73.295 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 96.578 | 91.449 |
| Zahlungsmittel | 314.693 | 496.690 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.487.887 | 1.548.847 |
| Summe Aktiva | 4.114.319 | 4.211.360 |
| Passiva | ||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 |
| Kapitalrücklagen | 1.083.973 | 1.083.973 |
| Hybridkapital | 492.896 | 492.896 |
| Gewinnrücklagen | 732.043 | 803.254 |
| Übrige Rücklagen | -230.523 | -221.071 |
| Eigene Anteile | -24.324 | -24.324 |
| Beherrschende Anteile | 2.171.592 | 2.252.255 |
| Nicht beherrschende Anteile | 1.381 | 1.911 |
| Eigenkapital | 2.172.973 | 2.254.166 |
| Latente Steuern | 105.161 | 103.980 |
| Personalrückstellungen | 118.142 | 116.172 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 51.153 | 50.899 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 807.924 | 836.121 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 8.185 | 8.237 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.090.565 | 1.115.409 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 57.004 | 57.396 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern | 8.715 | 12.359 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 336.458 | 290.897 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 242.439 | 268.334 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 206.165 | 212.799 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 850.781 | 841.785 |
| Summe Passiva | 4.114.319 | 4.211.360 |
| 2014 | 2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
| Stand 1.1. | 2.252.255 | 1.911 | 2.254.166 | 2.360.288 | 3.396 | 2.363.684 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -48.153 | -531 | -48.684 | -58.141 | -575 | -58.716 |
| Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon | -32.500 | 0 | -32.500 | -32.500 | 0 | -32.500 |
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | -10 | 1 | -9 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.3. | 2.171.592 | 1.381 | 2.172.973 | 2.269.647 | 2.821 | 2.272.468 |
| in TEUR | 1-3/2014 | 1-3/2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -38.651 | -67.828 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 48.603 | 50.906 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern | 319 | -10.804 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 4.733 | 7.067 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -1.543 | -3.160 |
| Zinsergebnis | 13.853 | 11.681 |
| Gezahlte Zinsen | -3.794 | -3.615 |
| Erhaltene Zinsen | 743 | 334 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -6.243 | -2.555 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 18.020 | -17.974 |
| Veränderungen Vorräte | -31.769 | -65.399 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -90.125 | -71.216 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -25.864 | -24.859 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 632 | -45.060 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | -2.948 | 811 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -132.054 | -223.697 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 3.958 | 5.827 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -27.175 | -20.755 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | -102 |
| Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -5.162 | -3.862 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen und den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -9 | 26 |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 50 | 0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -28.338 | -18.866 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -28.197 | 67.593 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 36.211 | 30.925 |
| Gezahlter Hybridkupon | -32.500 | -32.500 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 3.218 | 1.425 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -21.268 | 67.443 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -181.660 | -175.120 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | -337 | -465 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 496.690 | 242.288 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 314.693 | 66.703 |
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-3/2014 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & Others 1) |
Überleitung 2) | Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 60.828 | 258.019 | 88.168 | 130.668 | 45.074 | 1.422 | 584.179 | |
| Innenumsatz | 1.444 | 2.746 | 2.960 | 5.401 | 262 | 2.315 | -14.689 | 439 |
| Umsatz gesamt | 62.272 | 260.765 | 91.128 | 136.069 | 45.336 | 3.737 | -14.689 | 584.618 |
| EBITDA operativ | 2.547 | 20.569 | 1.213 | 10.411 | -1.572 | -5.028 | 28.140 | |
| EBIT operativ | -6.956 | -719 | -4.120 | 4.132 | -6.900 | -5.900 | -20.463 | |
| Gesamtinvestitionen | 3.469 | 12.717 | 2.938 | 5.769 | 1.459 | 832 | 27.184 | |
| Capital Employed | 420.246 | 1.378.158 | 291.348 | 353.281 | 430.546 | 15.176 | 2.888.755 | |
| Ø Mitarbeiter | 2.358 | 5.824 | 2.313 | 1.785 | 1.231 | 200 | 13.711 | |
| 1-3/2013 | ||||||||
| Außenumsatz | 51.172 | 195.564 | 63.978 | 132.783 | 46.798 | 1.531 | 491.826 | |
| Innenumsatz | 1.109 | 913 | 2.766 | 4.689 | 0 | 2.096 | -11.450 | 123 |
| Umsatz gesamt | 52.281 | 196.477 | 66.744 | 137.472 | 46.798 | 3.627 | -11.450 | 491.949 |
| EBITDA operativ | -3.233 | 313 | -3.175 | 11.634 | 346 | -3.786 | 2.099 | |
| EBIT operativ | -12.831 | -22.198 | -8.652 | 5.096 | -5.372 | -4.850 | -48.807 | |
| Gesamtinvestitionen | 1.826 | 8.082 | 2.527 | 3.549 | 1.124 | 3.723 | 20.831 | |
| Capital Employed | 472.110 | 1.474.196 | 312.105 | 372.076 | 479.217 | 16.719 | 3.126.423 | |
| Ø Mitarbeiter | 2.352 | 5.940 | 2.174 | 1.792 | 1.194 | 201 | 13.653 |
1) Der Bereich Holding & Others enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien.
2) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.
Der Zwischenbericht zum 31.3.2014 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2013 werden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1.1.2014 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.
Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag von der EU übernommen wurden und erstmals verpflichtend anzuwenden sind.
| Standards/ Interpretationen |
Veröffentlichung durch das IASB |
Anwendungspflicht für Wienerberger |
|
|---|---|---|---|
| IAS 27 | Separate Abschlüsse (2011) | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IAS 28 | Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IFRS 12 | Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse: Übergangsbestimmungen | Juni 2012 | 1.1.2014 |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen: Übergangsbestimmungen | Juni 2012 | 1.1.2014 |
| IFRS 12 | Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen: Übergangsbestimmungen | Juni 2012 | 1.1.2014 |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse: Investment Gesellschaften | Oktober 2012 | 1.1.2014 |
| IFRS 12 | Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen: Investment Gesellschaften | Oktober 2012 | 1.1.2014 |
| IAS 27 | Separate Abschlüsse (2011): Investment Gesellschaften | Oktober 2012 | 1.1.2014 |
| IAS 36 | Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte | Mai 2013 | 1.1.2014 |
| IAS 39 | Umwandlung von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen |
Juni 2013 | 1.1.2014 |
Die neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen und IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen wurden von der EU am 11.12.2012 übernommen und sind ab 1.1.2014 mit retrospektiver Wirkung verpflichtend anzuwenden. Sie sind gemeinsam mit den Änderungen des IAS 27 Separate Abschlüsse (2011) und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) umzusetzen. Eine wesentliche Auswirkung ergibt sich durch die Änderung der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen unter IFRS 11, wonach quotal einbezogene Unternehmen in der Regel at-equity darzustellen sind. Da Wienerberger bereits 2012 die Bilanzierungsmethode für die Gemeinschaftsunternehmen Schlagmann und Tondach auf die Equity-Methode umgestellt hat, haben die Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss.
Die Änderungen des IAS 36 betreffend Angaben zum erzielbaren Betrag und des IAS 39 über die Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2013, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Die Division Clay Building Materials Europe fasst Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Clay Building Materials Eastern Europe und Clay Building Materials Western Europe zusammen. Die Division Pipes & Pavers Europe beinhaltet die Aktivitäten des Kunststoffrohrproduzenten Pipelife, des Keramikrohrproduzenten Steinzeug-Keramo sowie des Betonsteinproduzenten Semmelrock und wird in die Segmente Pipes & Pavers Eastern Europe und Pipes & Pavers Western Europe eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment North America dargestellt. Das Segment Holding & Others beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Tondach Gleinstätten Gruppe und der Schlagmann Gruppe werden zu 50 % at-equity bilanziert.
Anfang Jänner wurde die vollkonsolidierte MR Erwerbs GmbH & Co KG an Schlagmann veräußert und entkonsolidiert.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 10.2.2014 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten drei Monate des Jahres 2014 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 8.014 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,07 EUR.
Der Konzernumsatz stieg um 19 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und betrug in den ersten drei Monaten 584.618 TEUR (Vorjahr: 491.949 TEUR). Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 28.140 TEUR um 26.041 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahres von 2.099 TEUR. Das operative Betriebsergebnis beläuft sich auf -20.463 TEUR im Vergleich zu -48.807 TEUR im Vorjahr.
Zum Stichtag wurden 2.464.138 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2014 bis 31.3.2014 auf 115.062.626 Stück. Per 31.3.2014 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.
Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von -9.845 TEUR (Vorjahr: -3.239 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem russischen Rubel und dem ungarischen Forint. Die Hedging Reserve erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 142 TEUR (Vorjahr: 2.775 TEUR) nach Steuern. Positive Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 251 TEUR (Vorjahr: 235 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten drei Monaten um 39.232 TEUR (Vorjahr: -58.487 TEUR). Insgesamt verminderte das Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 48.684 TEUR (Vorjahr: -58.716 TEUR).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -132.054 TEUR (Vorjahr: -223.697 TEUR) lag aufgrund höherer Umsätze und eines witterungsbedingt schwächeren Aufbaus des Working Capitals deutlich über dem Vergleichswert der Vorperiode. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 27.184 TEUR (Vorjahr: 20.831 TEUR) resultierte mit 27.164 TEUR (Vorjahr: 20.755 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 20 TEUR (Vorjahr: 76 TEUR) aus Akquisitionen, Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen (Wachstumsinvestitionen).
Die in den ersten drei Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 27.175 TEUR (Vorjahr: 20.755 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals im Vergleich zum 31.12.2013 um 194.232 TEUR auf 733.111 TEUR.
Folgende Tabelle stellt alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sowie deren Zuordnung zu den drei Hierarchiestufen der Bewertung gemäß IFRS 13. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.
| Buchwert zum |
||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 31.3.2014 |
| Anteile Fonds | 7.465 | 7.465 | ||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | 19.557 | 19.557 | ||
| Aktien | 6.452 | 6.452 | ||
| Sonstige | 1.217 | 10.248 | 11.465 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 34.691 | 10.248 | 44.939 | |
| Derivate Hedges | 10.377 | 10.377 | ||
| Sonstige Derivate | 6.321 | 6.321 | ||
| Derivate mit positivem Marktwert | 16.698 | 16.698 | ||
| Derivate Hedges | 10.201 | 10.201 | ||
| Sonstige Derivate | 280 | 280 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 10.481 | 10.481 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken, die zum Marktwert bilanziert werden | 2.266 | 2.266 |
Finanzverbindlichkeiten werden bei Wienerberger grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Buchwert zum 31.3.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 272.330 | 254.872 | ||
| Anleihen | 902.894 | 870.050 | ||
| Darlehen | 886 | 889 | ||
| Vorlagen | 5.735 | 5.629 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 902.894 | 6.621 | 876.568 |
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten drei Monaten 2014 wurden als wesentliche Risiken eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten und ein damit verbundener Preisdruck sowie die Konkurrenz durch Substitutionsprodukte, wie Beton, Stahl oder Holz, identifiziert. Ebenso sieht das Management in höheren Inputkosten sowie volatilen Rohstoffpreisen für Kunststoffe weiterhin relevante Risiken, wenngleich in geringerem Ausmaß als noch im Jahr zuvor. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.
Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. Eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wurde wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.
Folgende Unternehmen und Personen werden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 31.3.2014 auf 22.930 TEUR (Vorjahr: 18.444 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 7.427 TEUR (Vorjahr: 6.742 TEUR).
Wienerberger gab am 18.4.2014 die Neubesetzung des Vorstands der ANC Privatstiftung durch zwei Mitglieder des Wienerberger Top Managements bekannt. Die Bilanzsumme der ANC Privatstiftung betrug zum 31.12.2013 24,7 MEUR und besteht im Wesentlichen aus Liegenschaften und Immobilien in Höhe von 13,2 MEUR und aus Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von 9,3 MEUR.
Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 9. Mai 2014
Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
| 28. Jänner 2014 | Beginn der Quiet Period |
|---|---|
| 27. Februar 2014 | Ergebnisse 2013: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 28. Februar 2014 | Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2013 in London |
| 28. März 2014 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2013 auf der Wienerberger Webseite |
| 17. April 2014 | Beginn der Quiet Period |
| 09. Mai 2014 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2014 |
| 16. Mai 2014 | 145. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna |
| 20. Mai 2014 | Ex-Tag für Dividende 2013 |
| 22. Mai 2014 | Zahltag für Dividende 2013 |
| 24. Juni 2014 | Nachhaltigkeits-Update 2013 |
| 22. Juli 2014 | Beginn der Quiet Period |
| 19. August 2014 | Halbjahresabschluss 2014: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 20. August 2014 | Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2014 in London |
| 11. September 2014 | Capital Markets Day 2014 in Belgien |
| 21. Oktober 2014 | Beginn der Quiet Period |
| 12. November 2014 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2014 |
| Head of Investor Relations | Klaus Ofner |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 1 601 92 10221 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Thomson Reuters | WBSV.VI; WIE-VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
| ISIN | AT0000831706 |
Bericht zum 1. Quartal 2014 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.
Medieninhaber (Verleger): Wienerberger AG, A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 1 601 92 0, F +43 1 601 92 10425
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Unter Berücksichtigung des Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 213 Werken in 30 Ländern und vier Exportmärkten vertreten. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa und bei Rohrsystemen in Europa.
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