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Wienerberger AG

Quarterly Report May 10, 2011

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Quarterly Report

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Bericht zum 1. Quartal 2011

Ertragskennzahlen 1-3/2010 1-3/2011 Vdg. in % Ultimo 2010
Umsatz in Mio. € 279,5 395,1 +41 1.744,8
EBITDA operativ 1) in Mio. € -22,6 11,8 >100 210,8
EBIT in Mio. € -69,5 -36,3 +48 10,7
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -79,1 -48,2 +39 -40,8
Ergebnis nach Steuern 2) in Mio. € -69,0 -45,1 +35 -34,9
Ergebnis je Aktie in € -0,68 -0,45 +34 -0,57
Free Cash-flow 3) in Mio. € -118,6 -103,0 +13 176,8
Normalinvestitionen in Mio. € 9,1 20,9 >100 61,7
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 11,0 1,2 -89 88,1
Bilanzkennzahlen 31.12.2010 31.3.2011 Vdg. in %
Eigenkapital 4) in Mio. € 2.525,7 2.413,7 -4
Nettoverschuldung in Mio. € 374,5 529,9 +41
Capital Employed in Mio. € 2.779,5 2.827,2 +2
Bilanzsumme in Mio. € 4.059,3 3.904,6 -4
Verschuldungsgrad in % 14,8 22,0 +49
Mitarbeiter 5) 11.848 12.122 +2
Börsekennzahlen 1-12/2010 1-3/2011 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 16,18 16,56 +2
Tiefstkurs der Aktie in € 9,55 12,70 +33
Ultimokurs der Aktie in € 14,29 14,22 0
Gewichtete Aktienzahl 6) in Tsd. 116.528 117.413 +1
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.679,5 1.671,2 0
Geschäftssegmente 1-3/2011
in Mio. € und %
Zentral
Osteuropa 7)
Zentral
Westeuropa 8)
Nord
Westeuropa 8)
Nordamerika Beteiligungen
und Sonstiges 7) 9)
Umsatz 88,2 (+47 %) 78,6 (+42 %) 190,5 (+34 %) 25,8 (-7 %) 12,0 (>100 %)
EBITDA operativ 1) 0,5 (>100 %) -2,8 (+51 %) 21,9 (>100 %) -5,3 (-39 %) -2,5 (+53 %)
EBIT -15,6 (+46 %) -10,1 (+26 %) 5,4 (>100 %) -10,9 (-16 %) -5,1 (+23 %)
Gesamtinvestitionen 7,0 (+59 %) 5,7 (+21 %) 7,2 (-20 %) 1,5 (-17 %) 0,7 (>100 %)
Capital Employed 793,8 (-7 %) 370,8 (-7 %) 1.122,7 (-2 %) 471,6 (-9 %) 68,3 (+89 %)
Mitarbeiter 5) 4.194 (-6 %) 1.994 (+1 %) 4.117 (+4 %) 1.134 (+2 %) 683 (>100 %)

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon

3) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

4) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital

5) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während der Periode

6) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

7) Die osteuropäischen Holdings werden ab 2011 im Segment Beteiligungen und Sonstiges (zuvor: Zentral-Osteuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst

8) Das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2011 im Segment Nord-Westeuropa (zuvor: Zentral-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst

9) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftssegmente sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt.

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

ich freue mich, Ihnen im ersten Quartal über deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen der Wienerberger Gruppe berichten zu können. Bessere Witterungsverhältnisse in Europa haben in allen Regionen zu starken Mengenzuwächsen geführt. Darüber hinaus bestätigt sich der von uns erwartete positive Trend im Wohnungsneubau in einigen Ländern Westeuropas, allen voran Deutschland, Frankreich und Belgien. Hervorheben möchte ich hier, dass es nicht nur gelungen ist, die Absätze gegenüber dem witterungsbedingt sehr schwierigen Jahr 2010 zu steigern, sondern darüber hinaus in den Segmenten Zentral-Westeuropa und Nord-Westeuropa über dem ersten Quartal 2009 liegende Umsätze zu erwirtschaften. Nur in Nordamerika, wo neben einem anhaltend schwierigen Marktumfeld auch in diesem in weiten Regionen ein sehr harter Winter zu verzeichnen war, gingen Umsätze und Ergebnisse gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs nochmals zurück.

Insgesamt verzeichnete Wienerberger in den ersten drei Monaten 2011 einen um 41 % höheren Umsatz von 395,1 Mio. €. Der Preiseffekt auf Gruppenebene fiel trotz im Vergleich zum ersten Quartal 2010 deutlich niedrigerer Durchschnittspreise in Zentral-Osteuropa mit -1 % sehr moderat aus. Hier zeigt sich vor allem der Erfolg unserer vertriebsorientierten Strategie hin zum Ausbau von innovativen Produkten für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen: Durch eine Verschiebung im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten konnte der negative Preiseffekt entsprechend gemildert werden. Demgegenüber haben sich Fremdwährungseffekte mit 1 % positiv auf den Umsatz ausgewirkt. Vor diesem Hintergrund konnte das operative EBITDA vor allem aufgrund geringerer Stillstandskosten signifikant von -22,6 Mio. € im Jahr zuvor auf 11,8 Mio. € gesteigert werden.

Da die Geschäftstätigkeit im ersten Quartal stark durch die Witterung beeinflusst wird, ist für die nächsten Quartale nicht von vergleichbaren Wachstumsraten auszugehen. Dennoch erwarte ich mir für das Gesamtjahr auf Gruppenebene Absatzzuwächse und damit auch eine im Vergleich zum Vorjahr bessere Kapazitätsauslastung. Als Motor des Wachstums sehe ich dabei unsere westeuropäischen Länder. In Deutschland, Frankreich, Belgien und der Schweiz, die zusammen mehr als ein Drittel unseres Umsatzes erwirtschaften, rechne ich mit einer steigenden Nachfrage nach Baustoffen. In Polen bin ich zuversichtlich, dass wir weiteres Wachstum im Wohnungsneubau sehen werden, und auch in Tschechien und Russland wird eine leichte Erholung vom niedrigen Niveau des Vorjahrs prognostiziert. In Rumänien, Bulgarien und Südosteuropa schließe ich aufgrund des schwierigen Marktumfelds weitere Absatzrückgänge nicht aus. Bei der Einschätzung des nordamerikanischen Marktes ist derzeit noch Vorsicht angebracht. Wir gehen für die erste Jahreshälfte 2011 von einer leicht rückläufigen Bautätigkeit aus, während in der zweiten Jahreshälfte eine moderate Erholung möglich scheint.

Insgesamt erwarte ich für das Gesamtjahr auf Gruppenebene eine deutliche Steigerung des operativen EBITDA sowie ein positives Nettoergebnis. In Fortführung unserer markt- und vertriebsorientierten Strategie mit Fokus auf energieeffizientes und nachhaltiges Bauen werden wir unsere starke operative Basis und unser hochwertiges Produktportfolio weiter nützen, um in allen Regionen über dem Baustoffmarkt liegendes operatives Wachstum zu realisieren und die von uns gesteckten Ergebnisziele zu erreichen.

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

Umsatz um 41 % auf 395,1 Mio. € gesteigert, operatives EBITDA von -22,6 Mio. € im Vorjahr auf 11,8 Mio. € verbessert

Auf Gruppenebene für das Gesamtjahr Absatzzuwächse erwartet

Deutliche EBITDA-Steigerung und positives Nettoergebnis für 2011 erwartet

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE Zwischenlagebericht

Ertragslage

Dank der witterungsbedingt guten Nachfrage konnte in den ersten drei Monaten 2011 der Konzernumsatz um 41 % auf 395,1 Mio. € deutlich verbessert werden. Die Umsatzsteigerung ist zur Gänze auf Mengenzuwächse zurückzuführen, da die leicht negativen Preiseffekte von -1 % durch positive Währungseffekte von 1 % aus dem starken Schweizer Franken und britischen Pfund kompensiert wurden. Treiber des Wachstums waren signifikante Absatzsteigerungen in den meisten Ländern Europas, während in Nordamerika, wo in den ersten drei Monaten des Berichtsjahrs ein harter Winter herrschte und das Marktumfeld weiterhin schwierig blieb, der Umsatz unter jenem der Vergleichsperiode des Vorjahrs lag. Der nur mehr leicht negative Preiseffekt auf Gruppenebene trotz deutlich niedrigerer Durchschnittspreise in Osteuropa im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich neben leichten Preiserhöhungen in Westeuropa vor allem aus einer Verschiebung im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten.

Das operative EBITDA konnte aufgrund einer besseren Kapazitätsauslastung und damit verbundenen geringeren Stillstandskosten im Vergleich zum Vorjahr signifikant von -22,6 Mio. € auf 11,8 Mio. € gesteigert werden. In der Folge stieg auch die Bruttomarge vom Umsatz von 14 % im ersten Quartal 2010 auf 25 % im ersten Quartal 2011.

Das gegenüber dem Vorjahr niedrigere Finanzergebnis von -11,9 Mio. € (Vorjahr: -9,6 Mio. €) erklärt sich vor allem durch die geringere Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen (Tondach Gleinstätten, Pipelife Gruppe). Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf -48,2 Mio. € nach -79,1 Mio. € in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Die Steuerquote lag in den ersten drei Monaten des Berichtsjahrs bei 6,4 % nach 12,7 % im Jahr zuvor. Das Ergebnis je Aktie betrug -0,45 € nach -0,68 € in den ersten drei Monaten des Vorjahrs. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde ein zeitaliquot abgegrenzter Hybridkupon abgezogen.

Cash-flow

Der Cash-flow aus dem Ergebnis lag aufgrund der besseren Ergebnisentwicklung mit 8,1 Mio. € um 27,2 Mio. € deutlich über den ersten drei Monaten des Vorjahrs. Saisonal bedingt kam es zu einem Anstieg des Working Capital, was zu einem negativen Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 98,6 Mio. € führte. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen und Akquisitionen blieb mit 22,1 Mio. € in etwa auf dem Vorjahresniveau von 20,1 Mio. € und betraf mit 20,9 Mio. € fast zur Gänze Normalinvestitionen (Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen). Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit erklärt sich im Wesentlichen aus der Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € sowie dem weiteren Rückkauf von der im Jahr 2005 begebenen Anleihe in Höhe von 18,0 Mio. €.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital verminderte sich durch die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € im Februar 2011 sowie durch das negative Ergebnis nach Ertragssteuern in den ersten drei Monaten. Diese Effekte wurden durch die neutral erfassten negativen Währungsdifferenzen von 36,7 Mio. € verstärkt, die im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem britischen Pfund resultierten. Das Konzerneigenkapital verringerte sich somit um 112,0 Mio. € auf 2.413,7 Mio. €. Die Nettoverschuldung erhöhte sich saisonal bedingt gegenüber dem 31. Dezember 2010 von 374,5 Mio. € auf 529,9 Mio. €, woraus sich ein Verschuldungsgrad von 22 % errechnet.

GESCHÄFTSSEGMENTE

Zentral-Osteuropa

Das Segment Zentral-Osteuropa verzeichnete im ersten Quartal die konzernweit stärksten Absatzzuwächse in allen Produktgruppen vom markt- und witterungsbedingt sehr niedrigen Niveau des Vorjahrs. In den ersten drei Monaten wurden in der Region um 52 % mehr Hintermauerziegel, um 60 % mehr Dachziegel und um 54 % mehr Flächenbefestigungen abgesetzt als in der Vergleichsperiode 2010. Treiber des Wachstums waren neben Polen vor allem Tschechien, Ungarn und Russland, während die Slowakei und das Baltikum moderate Mengenzuwächse zeigten. Eher verhalten blieb die Nachfrage dagegen in Rumänien, Bulgarien und Südosteuropa. Insgesamt konnte bei niedrigeren Durchschnittspreisen der Umsatz des Segments um 47 % auf 88,2 Mio. € gesteigert und aufgrund einer besseren Kapazitätsauslastung ein operatives EBITDA von 0,5 Mio. € (Vorjahr: -12,8 Mio. €) erwirtschaftet werden.

Die Visibilität auf die weitere Marktentwicklung im Wohnungsneubau der Region ist aufgrund des starken Witterungseinflusses im ersten Quartal für die meisten Länder noch immer eingeschränkt. In Polen sind wir zuversichtlich, dass sich der positive Trend des zweiten Halbjahrs 2010 weiter fortsetzen wird, und rechnen für das Gesamtjahr mit einer leicht steigenden Nachfrage nach Baustoffen. Eine Trendwende im Wohnungsneubau zeichnet sich auch in Tschechien und Russland ab und lässt eine leichte Erholung für 2011 erwarten. In Bulgarien, Rumänien und Südosteuropa sind in einem schwierigen Marktumfeld Umsatz- und Ergebnisrückgänge nicht auszuschließen.

Zentral-Osteuropa 1) 1-3/2010 1-3/2011 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 59,8 88,2 +47
EBITDA operativ 2) in Mio. € -12,8 0,5 >100
EBIT in Mio. € -28,9 -15,6 +46
Gesamtinvestitionen in Mio. € 4,4 7,0 +59
Capital Employed in Mio. € 853,6 793,8 -7
Ø Mitarbeiter 4.483 4.194 -6

1) Die osteuropäischen Holdings werden ab 2011 im Segment Beteiligungen und Sonstiges (zuvor: Zentral-Osteuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst

2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Zentral-Westeuropa

Der Umsatz im Segment Zentral-Westeuropa konnte gegenüber dem Vergleichsquartal 2010 um 42 % auf 78,6 Mio. € (Vorjahr: 55,4 Mio. €) gesteigert werden und lag damit auch deutlich über den Vergleichszahlen des Jahres 2009. Getragen von einer Erholung im deutschen Wohnungsneubau und einer höheren Nachfrage nach Baustoffen in der Schweiz wurden in der Region deutlich mehr Hintermauer- und Dachziegel abgesetzt als im Jahr zuvor. Italien zeigte sich weiterhin schwach und erwirtschaftete Umsätze, die nur leicht über jenen des Vorjahrs lagen. Das operative EBITDA wurde in den ersten drei Monaten 2011 auf -2,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von -5,7 Mio. € deutlich verbessert, war aber noch durch Kosten aus Werkstillständen zu Jahresbeginn belastet.

Für das Gesamtjahr erwarten wir eine Fortsetzung des positiven Trends im deutschen sowie Schweizer Ein- und Zweifamilienhausbau und in der Folge leichte Mengensteigerungen bei Hintermauer- und Dachziegel. In Italien sind in einem weiterhin sehr kompetitiven Marktumfeld weitere Nachfragerückgänge nach Baustoffen möglich.

Witterungsbedingt deutliche Absatzsteigerungen in Zentral-Osteuropa von sehr niedrigem Vorjahresniveau

Visibilität in Osteuropa eingeschränkt; Fortsetzung des positiven Trends in Polen erwartet

Umsatz in Zentral-Westeuropa um 42 % gesteigert

Fortsetzung des positiven Trends im deutschen Wohnungsneubau erwartet

Zentral-Westeuropa 1) 1-3/2010 1-3/2011 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 55,4 78,6 +42
EBITDA operativ 2) in Mio. € -5,7 -2,8 +51
EBIT in Mio. € -13,6 -10,1 +26
Gesamtinvestitionen in Mio. € 4,7 5,7 +21
Capital Employed in Mio. € 400,3 370,8 -7
Ø Mitarbeiter 1.974 1.994 +1

1) Das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2011 im Segment Nord-Westeuropa

(zuvor: Zentral-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst

2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Nord-Westeuropa

In Nord-Westeuropa konnte bei einer Umsatzsteigerung von 34 % auf 190,5 Mio. € das operative EBITDA mit 21,9 Mio. € gegenüber dem ersten Quartal 2010 mehr als vervierfacht werden. Motor des Umsatzwachstums waren Belgien und Frankreich, wo in allen Produktgruppen signifikant höhere Mengen abgesetzt werden konnten. Aufgrund der günstigeren Witterungsverhältnisse wurden auch in den Niederlanden, Großbritannien und Skandinavien Absatzzuwächse im zweistelligen Bereich realisiert. Im Vergleich zum Vorjahr leicht höhere Durchschnittspreise, die sich zum Teil auch aus Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten erklären, sowie deutlich geringere Stillstandskosten aufgrund einer besseren Auslastung der Kapazitäten führten zu dieser beachtlichen Ergebnissteigerung im Segment.

Für das Gesamtjahr wird in Belgien und Frankreich eine steigende Nachfrage nach Baustoffen prognostiziert. Für Großbritannien und Skandinavien gehen wir von einer stabilen Mengenentwicklung aus, während in den Niederlanden noch mit einem schwierigen Marktumfeld zu rechnen ist. Insgesamt erwarten wir für das Segment aufgrund einer besseren Kapazitätsauslastung steigende Margen.

Nord-Westeuropa 1) 1-3/2010 1-3/2011 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 141,7 190,5 +34
EBITDA operativ 2) in Mio. € 5,0 21,9 >100
EBIT in Mio. € -11,0 5,4 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 9,0 7,2 -20
Capital Employed in Mio. € 1.146,3 1.122,7 -2
Ø Mitarbeiter 3.958 4.117 +4

1) Das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2011 im Segment Nord-Westeuropa (zuvor: Zentral-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst

2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Nordamerika

Nordamerika war im ersten Quartal das einzige Segment, welches vom niedrigen Niveau des Vorjahrs nochmals leichte Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu verzeichnen hatte. Neben einem anhaltend schwachen Marktumfeld lag die Hauptursache in einem wiederum sehr strengen Winter, der die Bautätigkeit in weiten Regionen nur eingeschränkt zuließ. Der Umsatz im Segment lag mit 25,8 Mio. € um 7 % unter dem Vorjahreswert von 27,8 Mio. €, und das operative EBITDA ging bei stabilen Durchschnittspreisen belastet mit Stillstandskosten auf -5,3 Mio. € zurück.

Operatives EBITDA in Nord-Westeuropa gegenüber Vorjahr mehr als vervierfacht

Anstieg der Nachfrage nach Baustoffen in Belgien und Frankreich für 2011 erwartet

Strenger Winter und schwacher Wohnungsneubau führten zu leichtem Umsatzrückgang in Nordamerika

Die Visibilität auf die weitere Marktentwicklung in den USA ist derzeit noch sehr eingeschränkt, und wir gehen für die erste Jahreshälfte 2011 von einer leicht rückläufigen Bautätigkeit aus, während in der zweiten Jahreshälfte eine moderate Erholung möglich scheint.

Nordamerika 1-3/2010 1-3/2011 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 27,8 25,8 -7
EBITDA operativ 1) in Mio. € -3,8 -5,3 -39
EBIT in Mio. € -9,4 -10,9 -16
Gesamtinvestitionen in Mio. € 1,8 1,5 -17
Capital Employed in Mio. € 518,1 471,6 -9
Ø Mitarbeiter 1.116 1.134 +2

Eingeschränkte Visibilität erschwert Prognose 2011 für Bautätigkeit in den USA

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Beteiligungen und Sonstiges

Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Holding und die ihr zuordenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien sowie die Kernbeteiligungen der Gruppe, darunter der Keramikrohrspezialist Steinzeug, das 50/50 Joint Venture Pipelife sowie die 25 %-Beteiligung an Tondach Gleinstätten. Pipelife und Tondach werden at-equity konsolidiert und sind daher nicht in den operativen Ergebnissen enthalten.

Der Umsatz des Segments stieg von 2,3 Mio. € im ersten Quartal 2010 auf 23,2 Mio. € in der Berichtsperiode, und das operative EBITDA verbesserte sich im selben Zeitraum von -5,3 Mio. € auf -2,5 Mio. €. Dies erklärt sich vor allem aus der Erstkonsolidierung der Ende 2010 übernommenen Steinzeug Gruppe, welche für das Gesamtjahr aufgrund der derzeit guten Auftragslage in den europäischen Kernmärkten Umsatz- und Ergebnissteigerungen erwartet. Die Pipelife Gruppe verzeichnete bei steigender Nachfrage in nahezu allen Märkten in den ersten drei Monaten eine Umsatzsteigerung von 23 % sowie aufgrund von Kosteneinsparungen aus dem im letzten Jahr umgesetzten Restrukturierungsprogramm eine noch deutlichere Verbesserung des operativen EBITDA von 38 %. Für das Gesamtjahr erwartet der Kunststoffrohrspezialist deutlich über dem Vorjahr liegende Umsätze und Ergebnisse. Dazu beitragen wird auch die Erstkonsolidierung der im April 2011 übernommenen französischen Plastikrohrsparte von Alphacan, welche Rohrsysteme sowohl im Trinkwasser- und Sanitär- als auch im Abwasserbereich anbietet. Tondach Gleinstätten konnte im ersten Quartal Absatz- und Umsatzzuwächse erwirtschaften, während das Ergebnis noch durch Stillstandskosten zu Jahresbeginn belastet war. Für 2011 geht Tondach Gleinstätten von leichten Mengensteigerungen aus.

Beteiligungen und Sonstiges 1) 1-3/2010 1-3/2011 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 2,3 23,2 >100
EBITDA operativ 2) in Mio. € -5,3 -2,5 +53
EBIT in Mio. € -6,6 -5,1 +23
Gesamtinvestitionen in Mio. € 0,1 0,7 >100
Capital Employed in Mio. € 36,1 68,3 +89
Ø Mitarbeiter 237 683 >100

1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten; die osteuropäischen Holdings werden ab 2011 im Segment Beteiligungen und Sonstiges (zuvor: Zentral-Osteuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst

2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

In diesem Segment sind die Holding sowie Kernbeteiligungen erfasst

Steinzeug, Pipelife und Tondach Gleinstätten rechnen 2011 mit steigenden Umsätzen

Zwischenbericht nach IFRS Wienerberger Gruppe

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 1-3/2011 1-3/2010
Umsatzerlöse 395.086 279.516
Herstellkosten -295.931 -239.381
Bruttoergebnis vom Umsatz 99.155 40.135
Vertriebskosten -99.306 -82.014
Verwaltungskosten -32.437 -28.900
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.047 -10.586
Sonstige betriebliche Erträge 9.344 11.890
Betriebsergebnis -36.291 -69.475
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen -3.966 -884
Zinsertrag 2.481 3.089
Zinsaufwand -11.995 -11.933
Sonstiges Finanzergebnis 1.606 83
Finanzergebnis -11.874 -9.645
Ergebnis vor Ertragsteuern -48.165 -79.120
Ertragsteuern 3.088 10.082
Ergebnis nach Ertragsteuern -45.077 -69.038
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -497 -2.404
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.014 8.014
davon Ergebnis der Muttergesellschaft -52.594 -74.648
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,45 -0,68
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,45 -0,68

Gesamtergebnisrechnung

1-3/2011 1-3/2010
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Ergebnis nach Ertragsteuern -44.580 -497 -45.077 -66.634 -2.404 -69.038
Währungsumrechnung -36.296 4 -36.292 72.367 491 72.858
Währungsumrechnung von assoziierten
Unternehmen
-414 0 -414 2.861 0 2.861
Marktwertänderungen zur Veräußerung
verfügbarer Finanzinstrumente
412 0 412 100 0 100
Veränderung Hedging Reserve 1.912 0 1.912 -11.365 0 -11.365
Andere Gesamtergebnisbestandteile 1) -34.386 4 -34.382 63.963 491 64.454
Gesamtergebnis nach Steuern -78.966 -493 -79.459 -2.671 -1.913 -4.584
davon auf Hybridkapitalbesitzer
entfallender Anteil
8.014 8.014
davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft -86.980 -10.685

1) Der Ausweis der anderen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.

Bilanz

in TEUR 31.3.2011 31.12.2010
Aktiva
Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte 663.043 676.304
Sachanlagen 1.828.458 1.872.214
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 58.360 58.231
Anteile an assoziierten Unternehmen 110.529 114.909
Übrige Finanzanlagen 5.932 5.715
Latente Steuern 36.733 32.246
Langfristiges Vermögen 2.703.055 2.759.619
Vorräte 569.287 569.646
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 175.386 87.366
Sonstige kurzfristige Forderungen 95.363 102.928
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 72.638 86.304
Zahlungsmittel 288.909 453.403
Kurzfristiges Vermögen 1.201.583 1.299.647
Summe Aktiva 3.904.638 4.059.266
Passiva
Gezeichnetes Kapital 117.527 117.527
Kapitalrücklagen 1.085.605 1.085.605
Hybridkapital 492.896 492.896
Gewinnrücklagen 866.789 943.869
Übrige Rücklagen -150.163 -115.777
Eigene Anteile -3.568 -3.568
Beherrschende Anteile 2.409.086 2.520.552
Nicht beherrschende Anteile 4.630 5.123
Eigenkapital 2.413.716 2.525.675
Personalrückstellungen 70.492 73.001
Latente Steuern 81.627 79.778
Sonstige langfristige Rückstellungen 68.845 68.507
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 757.144 775.308
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 23.440 22.278
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.001.548 1.018.872
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 62.343 63.245
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 134.336 138.892
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 155.141 180.974
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 137.554 131.608
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 489.374 514.719
Summe Passiva 3.904.638 4.059.266

Entwicklung des Eigenkapitals

2011 2010
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1. 2.520.552 5.123 2.525.675 2.522.616 24.416 2.547.032
Gesamtergebnis nach Steuern -78.966 -493 -79.459 -2.671 -1.913 -4.584
Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon -32.500 0 -32.500 -32.500 0 -32.500
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen 0 0 0 0 0 0
Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile 0 0 0 0 0 0
Veränderung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Stand 31.3. 2.409.086 4.630 2.413.716 2.487.445 22.503 2.509.948

Cash-flow Statement

in TEUR 1-3/2011 1-3/2010
Ergebnis vor Ertragsteuern -48.165 -79.120
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 48.065 46.854
Wertminderungen von Anlagen 0 0
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen -2 0
Veränderung langfristiger Rückstellungen -430 2.699
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen 3.966 884
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -751 -1.761
Zinsergebnis 9.514 8.844
Gezahlte Zinsen -3.633 -6.281
Erhaltene Zinsen 2.299 3.460
Gezahlte Ertragsteuern -2.727 5.372
Cash-flow aus dem Ergebnis 8.136 -19.049
Veränderungen Vorräte 359 -22.004
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -87.919 -66.512
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -26.529 -2.156
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen 13.672 -9.830
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen -6.338 7.918
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -98.619 -111.633
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 1.649 2.648
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -21.845 -17.418
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -255 -1
Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 14.809 -555
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 -2.650
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 0 0
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -5.642 -17.976
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -18.164 48.018
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten -9.390 -47.056
Gezahlte Dividende Wienerberger AG 0 0
Gezahlter Hybridkupon -32.500 -32.500
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Dividendenausschüttungen von assoziierten Unternehmen 0 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -60.054 -31.538
Veränderung der Zahlungsmittel -164.315 -161.147
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel -179 1.813
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 453.403 449.612
Zahlungsmittel am Ende der Periode 288.909 290.278

Geschäftssegmente

1-3/2011
in TEUR
Zentral
Osteuropa 2)
Zentral
Westeuropa 3)
Nord
Westeuropa 3)
Nordamerika Beteiligungen
und
Sonstiges 2) 4)
Überleitung 5) Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 87.411 73.780 188.557 25.814 19.135 394.697
Innenumsatz 756 4.777 1.915 0 4.091 -11.150 389
Umsatz gesamt 88.167 78.557 190.472 25.814 23.226 -11.150 395.086
EBITDA operativ 1) 449 -2.837 21.917 -5.266 -2.489 11.774
EBIT -15.595 -10.154 5.442 -10.861 -5.123 -36.291
Gesamtinvestitionen 7.030 5.672 7.205 1.545 648 22.100
Capital Employed 793.789 370.806 1.122.706 471.611 68.276 2.827.188
Ø Mitarbeiter 4.194 1.994 4.117 1.134 683 12.122
1-3/2010
Außenumsatz 59.540 51.836 139.920 27.821 330 279.447
Innenumsatz 270 3.566 1.737 0 1.969 -7.473 69
Umsatz gesamt 59.810 55.402 141.657 27.821 2.299 -7.473 279.516
EBITDA operativ 1) -12.849 -5.692 4.956 -3.762 -5.274 -22.621
EBIT -28.869 -13.555 -11.033 -9.372 -6.646 -69.475
Gesamtinvestitionen 4.409 4.735 8.990 1.833 102 20.069
Capital Employed 853.586 400.370 1.146.263 518.069 36.065 2.954.353
Ø Mitarbeiter 4.483 1.974 3.958 1.116 237 11.768

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Die osteuropäischen Holdings werden ab 2011 im Segment Beteiligungen und Sonstiges (zuvor: Zentral-Osteuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst

3) Das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2011 im Segment Nord-Westeuropa (zuvor: Zentral-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst

4) Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten, die Aktivitäten in Indien sowie den Bereich Rohrsysteme.

5) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.

Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 31.3.2011 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2010 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2010, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt. Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und Bramac Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert. Nach der Bekanntgabe des Anteilstauschs mit dem Joint Venture Partner Monier hinsichtlich der Beteiligungen an Bramac und Tondach Gleinstätten Anfang Februar 2011 ist zum 31.3.2011 weiterhin die Freigabe durch die Kartellbehörden erforderlich.

Mit Wirkung vom 1.1.2011 wurde die Ende Dezember erworbene Steinzeug Gruppe auf Basis vorläufiger Werte erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Ebenfalls per 1.1.2011 wurde die zuvor unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesene Dryfix GmbH erstkonsolidiert.

Wienerberger erwarb Ende März Kerafin NV mit dem Tochterunternehmen Steenfabriek Heylen NV in Belgien, die ab 1.4.2011 vollkonsolidiert werden.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2011 bis 31.3.2011 anteilig den Umsatz um 18.014 TEUR und das operative EBITDA um 2.148 TEUR.

Saisonalität des Geschäfts

Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Wienerberger Hybridkapital

Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2011 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten drei Monate des Jahres 2011 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 8.014 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,07 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz stieg um 41 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten drei Monaten 395.086 TEUR (Vorjahr: 279.516 TEUR). Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 11.774 TEUR um 34.395 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahrs von -22.621 TEUR.

Das Betriebsergebnis beläuft sich somit auf -36.291 TEUR im Vergleich zu -69.475 TEUR im Vorjahr. Per 31.3.2011 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 117.526.764 Stück.

Zum Stichtag wurden 113.603 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2011 bis 31.3.2011 auf 117.413.161 Stück.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von 36.706 TEUR (Vorjahr: 75.719 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US-Dollar und dem britischen Pfund und wurden nur geringfügig durch positive Effekte aus osteuropäischen Währungen kompensiert. Die Hedging Reserve erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 1.912 TEUR (Vorjahr: -11.365 TEUR) nach Steuern. Dieser Anstieg ist auf die Marktbewertung der Net Investment Hedges zurückzuführen. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 412 TEUR (Vorjahr: 100 TEUR). Das negative Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten drei Monaten um 45.077 TEUR (Vorjahr: -69.038 TEUR). Das Gesamtergebnis nach Steuern führte im Berichtszeitraum zu einer Verminderung des Eigenkapitals von insgesamt 79.459 TEUR (Vorjahr: -4.584 TEUR).

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Der Cash-flow aus dem Ergebnis in Höhe von 8.136 TEUR (Vorjahr: -19.049 TEUR) lag aufgrund markt- und witterungsbedingt höherer Absätze deutlich über dem Vorjahreswert. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 22.100 TEUR (Vorjahr: 20.069 TEUR) resultierte mit 20.884 TEUR (Vorjahr: 9.109 TEUR) aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 1.216 TEUR (Vorjahr: 10.960 TEUR) aus Werksneubauten, Werkserweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den ersten drei Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 21.845 TEUR (Vorjahr: 17.418 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capital im Vergleich zum 31.12.2010 um 155.440 TEUR auf 529.933 TEUR. Im ersten Quartal wurden 18.000 TEUR von der im Jahr 2005 begebenen Anleihe zurückgekauft. Zusammen mit den bereits im Jahr 2010 zurückgekauften Anteilen verbleiben somit für diese Anleihe nur mehr 241.228 TEUR, die 2012 zu refinanzieren sind.

Risikobericht

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten drei Monaten 2011 wurden als wesentliche Risiken höhere Inputkosten und eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.

Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat. In Indien besteht für Wienerberger das Risiko aus der Rückforderung einer Zollersparnis, sollte die Einhaltung von dazugehörigen Bedingungen nicht möglich sein. In Deutschland bestehen rechtliche Risiken aus einer drohenden Kartellstrafe, für die bereits per 31.12.2008 eine Rückstellung von 10.000 TEUR gebildet wurde, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht vor Ende 2011 zu rechnen ist. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftsgebarung von Wienerberger und sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht.

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Folgende Unternehmen und Personen werden im Folgenden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.

Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen beliefen sich zum 31.3.2011 auf 9.319 TEUR (Vorjahr: 9.063 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 15.751 TEUR (Vorjahr: 7.733 TEUR) und jene gegenüber Gemeinschaftsunternehmen auf 5.841 TEUR (Vorjahr: 5.152 TEUR). Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und einem Mitglied des Aufsichtrats der Wienerberger AG betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 28 TEUR (Vorjahr: 26 TEUR), Mietleistungen von 588 TEUR (Vorjahr: 714 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.538 TEUR (Vorjahr: 2.454 TEUR).

Verzicht auf prüferische Durchsicht

Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 10. Mai 2011

Heimo Scheuch Willy Van Riet Johann Windisch

Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen für die operativen Geschäftsbereiche

Werksstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegel für Wand und Dach – unter Berücksichtigung des neu eröffneten Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 216 Werken in 27 Ländern und fünf Exportmärkten vertreten. Im Bereich Rohrsysteme verfügen wir über 30 Werksstandorte. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Der Fokus liegt dabei auf dem Auf- und Ausbau von starken Marktpositionen in jenen Märkten, in denen wir bereits tätig sind.

Marktpositionen Vormauerziegel Betonprodukte Vertriebsfilialen 3 2 1 Anzahl der Standorte Wisconsin Tennessee Virginia New Jersey New York Mississippi Florida North Carolina Pennsylvania Illinois Alabama Kentucky Indiana South Carolina Michigan Ohio West Virginia Georgia 2 1 Delaware Maryland 2 Ontario 1 Quebec 1 1 1 1 2 Montana Nebraska Wyoming 2 1 1 Colorado 2 1 1 Oklahoma 1 1 Utah Arkansas 4 1 1 3 2 2 3 7 1 2 1 5 2 3 2 3 3 1 1 1 1 6 4 4 1 4 1 3 2 1 1 6 1 1 6 2 5 Pipelife (50 %) 1 Anzahl der Werke 1

Vormauerziegel

1

Wienerberger Märkte in Nordamerika

Status Mai 2011

Wienerberger Märkte in Europa

Finanzterminplan

19. April 2011 Beginn der Quiet Period
10. Mai 2011 Ergebnisse zum 1. Quartal 2011
13. Mai 2011 142. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
17. Mai 2011 Ex-Tag für Dividende 2010
19. Mai 2011 1. Auszahlungstag für Dividende 2010
27. Juli 2011 Beginn der Quiet Period
17. August 2011 Halbjahresabschluss 2011: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
18. August 2011 Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2011 in London
19. Oktober 2011 Beginn der Quiet Period
09. November 2011 Ergebnisse zum 3. Quartal 2011
Nov./Dez. 2011 Capital Markets Day 2011

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie

Head of Investor Relations Barbara Braunöck
Aktionärstelefon +43 1 601 92-471
E-Mail [email protected]
Internet www.wienerberger.com
Wiener Börse WIE
Thomson Reuters WBSV.VI; WIE-VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1 WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2010:

http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

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