Quarterly Report • Nov 9, 2011
Quarterly Report
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Bericht zum 3. Quartal 2011
| Ertragskennzahlen | 1-9/2010 | 1-9/2011 | Vdg. in % | Ultimo 2010 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 1.343,3 | 1.555,2 | +16 | 1.744,8 |
| EBITDA operativ 1) | in Mio. € | 160,5 | 213,7 | +33 | 210,8 |
| EBIT operativ 1) | in Mio. € | 17,6 | 62,2 | >100 | 10,7 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | -15,6 | 78,6 | >100 | -40,8 |
| Ergebnis nach Steuern 2) | in Mio. € | -13,5 | 64,7 | >100 | -34,9 |
| Ergebnis je Aktie | in € | -0,32 | 0,35 | >100 | -0,57 |
| Ergebnis je Aktie bereinigt 3) | in € | -0,32 | 0,06 | >100 | -0,57 |
| Free Cash-flow 4) | in Mio. € | 83,3 | 66,8 | -20 | 176,8 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 32,8 | 61,5 | +88 | 61,7 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 30,2 | 43,3 | +43 | 88,1 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2010 | 30.09.2011 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 5) | in Mio. € | 2.525,7 | 2.467,0 | -2 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 374,5 | 510,9 | +36 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.779,5 | 2.875,5 | +3 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 4.059,3 | 4.212,4 | +4 |
| Verschuldungsgrad | in % | 14,8 | 20,7 | +40 |
| Ø Mitarbeiter | 11.848 | 12.688 | +7 |
| Börsekennzahlen | 1-12/2010 | 1-9/2011 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 16,18 | 16,56 | +2 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 9,55 | 8,00 | -16 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 14,29 | 8,83 | -38 |
| Gewichtete Aktienzahl 6) | in Tsd. | 116.528 | 117.290 | +1 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 1.679,5 | 1.037,2 | -38 |
| Geschäftssegmente 1-9/2011 in Mio. € und % |
Zentral Osteuropa 7) |
Zentral Westeuropa 8) |
Nord Westeuropa 8) |
Nordamerika | Beteiligungen und Sonstiges 7) 9) |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 458,7 | (+13 %) | 335,3 | (+15 %) | 613,8 | (+11 %) | 101,5 | (-10 %) | 45,9 | (>100 %) |
| EBITDA operativ 1) | 82,6 | (+23 %) | 36,3 | (+38 %) | 107,9 | (+24 %) | -5,6 (<-100 %) | -7,5 | (+62 %) | |
| EBIT operativ 1) | 28,2 | (+45 %) | 14,1 (>100 %) | 58,5 | (+54 %) | -22,3 | (-23 %) | -16,3 | (+31 %) | |
| Gesamtinvestitionen | 30,1 | (+49 %) | 19,3 | (+35 %) | 34,1 | (+50 %) | 4,6 | (-10 %) | 16,7 | (>100 %) |
| Capital Employed | 807,5 | (+3 %) | 365,6 | (+2 %) | 1.132,7 | (+1 %) | 485,3 | (-1 %) | 84,4 | (>100 %) |
| Ø Mitarbeiter | 4.520 | (+1 %) | 2.050 | (+2 %) | 4.250 | (+6 %) | 1.152 | (+2 %) | 716 | (>100 %) |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
2) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon
3) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; nach anteiligem Hybridkupon
4) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen
5) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital
6) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
7) Die osteuropäischen Holdings werden ab 2011 im Segment Beteiligungen und Sonstiges (zuvor: Zentral-Osteuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst
8) Das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2011 im Segment Nord-Westeuropa (zuvor: Zentral-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst
9) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment
Anmerkung: in der Tabelle Geschäftssegmente sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt.
wie Sie wissen, hat sich in den letzten Monaten die Stimmung im wirtschaftlichen Umfeld wieder zusehends verschlechtert. Die seit dem Sommer zunehmende Verunsicherung im Euroraum aufgrund der Griechenlandkrise und das daraus resultierende gesunkene Konsumentenvertrauen sehe ich als wesentlichste Ursachen dieser Entwicklung. In der Folge waren zuletzt auch in einigen unserer Märkte wie beispielsweise in Belgien, Polen und der Schweiz leichte Abschwächungstendenzen bei der Nachfrage nach Baustoffen erkennbar. Daher freut es mich besonders, Ihnen in diesem herausfordernden Umfeld über Ergebnissteigerungen von Wienerberger berichten zu können: Auch im dritten Quartal ist es uns gelungen, den Erfolgskurs fortzusetzen und sowohl Umsatz als auch operatives EBITDA um jeweils 10 % zu steigern.
Nach einem guten Start ins Jahr 2011 und moderatem Wachstum im zweiten Quartal erwirtschaftete Wienerberger somit insgesamt in den ersten neun Monaten ein Umsatzplus von 16 % auf 1.555 Mio. €. Die zu Jahresbeginn angekündigten Preiserhöhungen zur Deckung der Kosteninflation konnten erfolgreich umgesetzt werden und führten zu einem positiven Preiseffekt von +2 % zum dritten Quartal, nachdem dieser zum Halbjahr noch bei +1 % lag. Vor diesem Hintergrund verbesserte sich das operative EBITDA auch aufgrund geringerer Stillstandskosten signifikant um 33 % auf 214 Mio. €. Damit haben wir in den ersten neun Monaten 2011 bereits ein höheres operatives EBITDA als im gesamten Jahr 2010 erwirtschaftet. Das operative EBIT von 62 Mio. € lag mit rund 45 Mio. € über dem Vergleichswert des Vorjahrs, wobei die ertragswirksamen Einmaleffekte aus dem Anteilstausch Bramac / Tondach Gleinstätten in diesen Zahlen nicht enthalten sind. Mit der Übernahme von 25 % an Tondach Gleinstätten und der Abgabe von 50 % am Betondachsteinhersteller Bramac wurde die Bereinigung unseres Beteiligungsportfolios abgeschlossen. Nach Berücksichtigung von Einmalerträgen, Zinsen und Steuern erwirtschaftete Wienerberger einen Gewinn von 65 Mio. €.
Diese Ergebnisse unterstreichen, dass wir in diesen unsicheren Zeiten auf dem richtigen Weg sind. Der Fokus auf konsequentes Kostenmanagement sowie Markt- und Vertriebsporientierung mit innovativen und energieeffizienten Produkten sind die Eckpfeiler dieses Erfolgs. Eine Bestätigung für die herausragenden Eigenschaften unserer Produkte haben wir kürzlich im Rahmen der Architects´ Darling Awards in Deutschland erhalten, wo rund 1.800 Architekten und Planer befragt werden. Unser Verfüllziegel ging dabei als Sieger in der Kategorie "Energieeffizienz" bei Baustoffen hervor.
Bis Jahresende gehe ich mit Ausnahme von Deutschland und Russland von einer leichten Abschwächung im Wohnungsneubau aus. Da dies aber keine wesentlichen Auswirkungen mehr auf unseren Geschäftsverlauf haben sollte, erwarte ich mir für das Gesamtjahr weiterhin eine deutliche Steigerung des operativen EBITDA sowie einen Nettogewinn auf Gruppenebene. Aufgrund der eingeschränkten Visibilität und der vorherrschenden Unsicherheit bleibe ich bei meiner Einschätzung für 2012 vorsichtig, gehe aber davon aus, dass auch das kommende Jahr den Baustoffsektor vor gewisse Herausforderungen stellen wird. Trotzdem blicke ich für Wienerberger durchaus zuversichtlich in die Zukunft. Wir haben eine sehr starke Bilanz und können uns daher vollkommen auf den Vertrieb unserer innovativen Produkte und Systemlösungen für energieeffizientes Bauen konzentrieren und somit auch in den nächsten Jahren ein über dem Branchenschnitt liegendes Wachstum realisieren.
Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Umsatz- und Ergebnissteigerungen bei positivem Preiseffekt von 2 % in den ersten neun Monaten
Unser Verfüllziegel siegt in Deutschland beim Heinze Architects´ Darling Awards in der Kategorie "Energieeffizienz" von Baustoffen
Deutliche Steigerung des operativen EBITDA sowie Nettogewinn für das Gesamtjahr erwartet
EBITDA operativ
EuroCeramic sowie die erstmalige quotale Einbeziehung der Tondach Gruppe bei zeitgleicher Dekonsolidierung von Bramac zur Jahresmitte erhöhten den Umsatz um 90,4 Mio. € bzw. rund 6 %. Das operative EBITDA konnte in den ersten neun Monaten 2011 im Vergleich zum Vorjahr signifikant um 53,2 Mio. € auf 213,7 Mio. € gesteigert werden und lag damit sogar über dem Wert des Gesamtjahrs 2010. Das höhere Preisniveau, Kosteneinsparungen und eine bessere Kapazitätsauslastung führten zu dieser deutlichen Ergebnisverbesserung. Daraus resultierte auch ein Anstieg der operativen EBITDA-Marge von 11,9 % in den ersten neun Monaten 2010 auf 13,7 % in den ersten neun Monaten 2011. Das operative EBIT verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2011 auf 62,2 Mio. € nach 17,6 Mio. € in der Vergleichsperiode des Vorjahrs.
Wienerberger verzeichnete in einem teilweise schwierigen wirtschaftlichen Umfeld auch im dritten Quartal Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Insgesamt verbesserte sich der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2011 um 16 % auf 1.555,2 Mio. €, wovon 14 % auf höhere Absätze zurückzuführen sind. Durch die erfolgreiche Umsetzung der zu Jahresbeginn angekündigten Preiserhöhungen sowie einer Verschiebung im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten lagen die Durchschnittspreise in den ersten neun Monaten 2011 um 2 % über den Vergleichswerten des Vorjahrs. Die positiven Währungseffekte aus dem starken Schweizer Franken wurden beinahe gänzlich durch negative Effekte aus dem schwachen US-Dollar aufgehoben. Die Erstkonsolidierung der Steinzeug Gruppe, von Steenfabriek Heylen,
Durch die Abgabe von 50 % am Betondachsteinhersteller Bramac kam es zu einem ertragswirksamen Einmaleffekt von 33,2 Mio. €, der gesondert als Ergebnis aus Entkonsolidierung ausgewiesen und weder im operativen EBITDA noch im operativen EBIT enthalten ist.
Das gegenüber dem Vorjahr bessere Finanzergebnis von -16,8 Mio. € (Vorjahr: -33,2 Mio. €) erklärt sich vor allem durch die höheren Ergebnisbeiträge von assoziierten Unternehmen (Tondach Gleinstätten, Pipelife Gruppe), ein besseres Zinsergebnis sowie realisierte Kursgewinne, die im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen sind. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2011 auf 78,6 Mio. € nach -15,6 Mio. € in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Die Steuerquote lag in den ersten neun Monaten des Berichtsjahrs bei 17,7 % nach 13,5 % im Jahr zuvor. Nach Abzug der Steuern erwirtschaftete Wienerberger einen Gewinn von 64,7 Mio. €, nachdem in den ersten drei Quartalen 2010 noch ein Verlust von 13,5 Mio. € ausgewiesen werden musste. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,35 € nach -0,32 € in den ersten neun Monaten des Vorjahrs. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon abgezogen.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis lag aufgrund der besseren Ergebnisentwicklung mit 184,4 Mio. € um 43,3 Mio. € deutlich über den ersten neun Monaten des Vorjahrs. Der Anstieg des Working Capitals erklärt sich vor allem aus einem höheren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dieser ist auf den stärkeren Geschäftsverlauf sowie die höhere Außenstandsdauer von Forderungen bei den in diesem Jahr erstmals einbezogenen Unternehmen Tondach und Steinzeug zurückzuführen. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen und Akquisitionen lag mit 104,8 Mio. € um 41,8 Mio. € über dem Vorjahresniveau von
Cash-flow
63,0 Mio. €, wobei 43,3 Mio. € für Wachstumsinvestitionen (insbesondere Tondach, Steenfabriek Heylen, EuroCeramic) sowie 61,5 Mio. € für Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklung von Produktionsprozessen aufgewendet wurden.
Der im Rahmen des Anteilstausches erfolgte Verkauf des 50 %-Anteils an Bramac führte zu Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen von 43,4 Mio. €, die im Cash-flow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen sind. Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst den Emissionserlös der im Juli platzierten Anleihe mit einer Nominale von 100 Mio. €, die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. €, die ausgeschüttete Dividende von 11,7 Mio. € sowie den Erwerb eigener Anteile von 15,5 Mio. €.
Das Konzerneigenkapital verminderte sich durch die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € im Februar 2011, die ausgeschüttete Dividende von 11,7 Mio. € sowie durch neutral erfasste negative Währungsdifferenzen von 57,1 Mio. €, die im Wesentlichen aus dem polnischen Zloty, dem russischen Rubel und dem US-Dollar resultierten. Im dritten Quartal des Berichtsjahrs wurde von dem Beschluss der 141. o. Hauptversammlung Gebrauch gemacht, eigene Aktien zu erwerben, wofür bis zum Stichtag 15,5 Mio. € aufgewendet wurden. Das Konzerneigenkapital verringerte sich nach Hinzurechnung des Konzerngewinns somit insgesamt um 58,7 Mio. € auf 2.467,0 Mio. €. Die Nettoverschuldung sank aufgrund des positiven Cash-flows aus dem Ergebnis gegenüber dem 30. Juni 2011 um 19,1 Mio. € auf 510,9 Mio. €. Da im zweiten Quartal 2012 sowohl ein Darlehen als auch die im Jahr 2005 begebene Anleihe fällig werden, kam es zu einer starken Verschiebung in der Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten hin zu kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Mit einem Verschuldungsgrad von nur 21 % zum dritten Quartal verfügt Wienerberger über eine starke Bilanz. Die Entschuldungsdauer lag am 30. September 2011 bei 1,9, die EBITDA-Zinsdeckung (EBITDA operativ / Zinsergebnis) bei 7,0 und damit deutlich unter bzw. über den in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerten.
| Treasury Kennzahlen | 30.9.2010 | 31.12.2010 | 30.9.2011 | Schwellenwert |
|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung / EBITDA operativ 1) | 2,0 | 1,8 | 1,9 | <3,50 |
| EBITDA operativ 1) / Zinsergebnis 2) | 4,4 3) | 4,9 3) | 7,0 | >3,75 |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA
2) berechnet auf Basis eines 12-Monats-Zinsergebnisses
3) keine Gültigkeit in 2010
Am 4. Juli 2011 erfolgte die Zuzählung einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 100 Mio. € mit einer Laufzeit von sieben Jahren. Sie liegt in einer Stückelung von 1.000 € auf und ist mit einem fixen Kupon von 5,25 % verzinst. Die neue Emission wurde zur Refinanzierung der in 2012 fälligen Anleihe begeben.
Neue Anleihe im Juli bringt Emissionserlös von rund 100 Mio. €
Nettoverschuldung sinkt auf rund 511 Mio. €
Weitere Verbesserung des Fälligkeitsprofils
Nach der erfreulichen Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahrs steigerte Wienerberger auch im dritten Quartal Umsatz und operatives EBITDA. Die Markttrends der ersten Jahreshälfte setzten sich auch in den letzten Monaten fort, verloren allerdings zum Teil etwas an Dynamik. Während die Märkte Westeuropas – allen voran Deutschland und Frankreich – moderate Umsatzwachstumsraten sowie einen überproportionalen Anstieg des Ergebnisses zeigten, stellten sich die Märkte Südosteuropas unverändert schwierig dar. Auch in Nordamerika waren weiterhin leichte Rückgänge von sehr niedrigem Niveau zu verzeichnen. Insgesamt stieg der Konzernumsatz im dritten Quartal aufgrund von Zuwächsen bei Mengen und Durchschnittspreisen um 10 % auf 569,5 Mio. € und das operative EBITDA um 10 % auf 90,3 Mio. € gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs.
Zentral-Osteuropa erwirtschaftete im dritten Quartal ein Umsatzplus von 7 % und ein um 4 % höheres operatives EBITDA von 38,2 Mio. €. Während Russland mit steigenden Volumina und höheren Durchschnittspreisen Umsatz und Ergebnis deutlich verbessern konnte, schwächte sich die Marktentwicklung in Polen und in der Tschechischen Republik leicht ab. Rumänien, Bulgarien und die Märkte Südosteuropas blieben unverändert schwach. Die Berücksichtigung der Ergebnisse von Tondach Gleinstätten hatte einen leicht positiven Effekt auf das Ergebnis des Segments.
Zentral-Westeuropa entwickelte sich mit einem um 9 % besseren Umsatz und einem um 13 % höheren operativen EBITDA von 18,8 Mio. € am erfreulichsten. Insbesondere in Deutschland setzte sich der positive Trend aus dem ersten Halbjahr unverändert fort und schlug sich in Zuwächsen bei Mengen und Durchschnittspreisen nieder. In Nord-Westeuropa konnte der Umsatz – dank einer insgesamt stabilen Mengenentwicklung – um 3 % gesteigert und das operative EBITDA mit einem Plus von 1 % auf Vorjahresniveau gehalten werden. In Nordamerika sank der Segmentumsatz um 5 %, und das operative EBITDA war mit -0,3 Mio. € leicht negativ.
| Umsatz in Mio. € | 7-9/2010 | 7-9/2011 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Zentral-Osteuropa 1) | 174,2 | 186,0 | +7 |
| Zentral-Westeuropa 2) | 117,9 | 128,0 | +9 |
| Nord-Westeuropa 2) | 192,9 | 197,8 | +3 |
| Nordamerika | 41,7 | 39,8 | -5 |
| Beteiligungen und Sonstiges 1) 3) | -9,0 | 17,9 | >100 |
| Wienerberger Gruppe | 517,7 | 569,5 | +10 |
| EBITDA operativ 4) in Mio. € | 7-9/2010 | 7-9/2011 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Zentral-Osteuropa 1) | 36,8 | 38,2 | +4 |
| Zentral-Westeuropa 2) | 16,7 | 18,8 | +13 |
| Nord-Westeuropa 2) | 37,0 | 37,2 | +1 |
| Nordamerika | 0,2 | -0,3 | <-100 |
| Beteiligungen und Sonstiges 1) 3) | -8,5 | -3,6 | +58 |
| Wienerberger Gruppe | 82,2 | 90,3 | +10 |
1) Die osteuropäischen Holdings werden ab 2011 im Segment Beteiligungen und Sonstiges (zuvor: Zentral-Osteuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst
2) Das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2011 im Segment Nord-Westeuropa (zuvor: Zentral-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst
3) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment
4) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Umsatz in Q3 um 10 % auf 569,5 Mio. € und operatives EBITDA um 10 % auf 90,3 Mio. € gesteigert
Auch in Q3 Umsatzzuwächse in Zentral-Osteuropa
Westeuropa weiterhin auf moderatem Wachstumskurs; Nordamerika bleibt schwach
Wienerberger konnte sich 2011 in dieser Region bei einem teilweise schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und regional sehr unterschiedlichen Marktbedingungen gut behaupten. In den ersten neun Monaten steigerte Wienerberger dank Mengenzuwächsen in allen Produktgruppen und bei leicht höheren Durchschnittspreisen den Segmentumsatz um 13 % auf 458,7 Mio. € und das operative EBITDA um 23 % auf 82,6 Mio. € gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Verantwortlich für die erfreuliche Entwicklung waren vor allem Polen, Tschechien, Russland, Finnland und das Baltikum. Auch wenn der positive Trend in diesen Märkten (mit Ausnahme von Russland) zuletzt etwas an Dynamik verlor, waren in der Berichtsperiode moderate Absatzsteigerungen zu verzeichnen.
Zusätzlich leistete die seit 30. Juni quotal zu 50 % konsolidierte Tondach Gleinstätten einen positiven Beitrag zum Ergebnis, wodurch der Wegfall des zeitgleich dekonsolidierten Betondachsteingeschäfts der abgestoßenen Bramac-Beteiligung mehr als kompensiert wurde. Die Dekonsolidierung von Bramac erklärt auch den in unten stehender Tabelle ausgewiesenen signifikanten Absatzrückgang bei Betondachsteinen. Zentral-Osteuropa trug mit einem Anteil von 29 % am Konzernumsatz 39 % zum operativen EBITDA der Gruppe bei.
In Polen, unserem größten Einzelmarkt der Region, zeigte der Wohnungsneubau in den ersten neun Monaten leichtes Wachstum, wobei das für Wienerberger wichtige Segment – der Ein- und Zweifamilienhausbau – zulegen konnte, der mehrgeschossige Wohnbau hingegen rückläufig war. Die daraus resultierende Nachfrage nach Baustoffen sowie Marktanteilsgewinne führten zu Mengenzuwächsen in allen Produktgruppen in Polen. Auch in der Tschechischen Republik stieg der Absatz von Ziegeln. Durch die erfolgreiche Einführung des Verfüllziegels sowie eine höhere Nachfrage nach unseren Planziegeln konnten sowohl der Umsatzanteil höherwertiger Produkte als auch die Durchschnittspreise bei Hintermauerziegeln gesteigert werden. Während sich die Nachfrage nach Baustoffen zuletzt in Polen und in der Tschechischen Republik leicht abschwächte, setzte sich der positive Trend in Russland weiter fort. In Russland, welches als Einzelmarkt rund zwei Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet, wurden in einem dynamischen Markt für Baustoffe in den ersten neun Monaten deutliche Mengenzuwächse erzielt. Umsatz- und Ergebnissteigerungen bei höheren Durchschnittspreisen unterstreichen einmal mehr das große Potenzial des russischen Marktes.
Rumänien, Bulgarien, die Slowakei und die Länder Südosteuropas blieben herausfordernde Märkte, in denen sich die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation weiterhin negativ auf den Wohnungsneubau auswirkte. Trotz rückläufiger Absatzmengen – mit Ausnahme von Rumänien, wo mit einer pro-aktiven Preispolitik Mengenzuwächse bei Hintermauerziegeln erzielt wurden – gelang es in all diesen Märkten die Marktposition zu festigen bzw. auszubauen. In Ungarn konnten trotz eines weiteren markanten Rückganges der Bautätigkeit durch striktes Kostenmanagement sowie die erfolgreiche Positionierung höherwertiger Produkte Ergebnissteigerungen erzielt werden. Nach den deutlichen Rückgängen der letzten Jahre verzeichneten auch die baltischen Märkte wieder Wachstum, was zu steigenden Absatzmengen und besseren Erträgen führte. Insgesamt gehen wir für Zentral-Osteuropa für das Gesamtjahr von einer Steigerung in Umsatz und operativem EBITDA aus.
Operatives EBITDA um 23 % auf 82,6 Mio. € gesteiger
| Zentral-Osteuropa 1) | 1-9/2010 | 1-9/2011 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 407,5 | 458,7 | +13 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 67,4 | 82,6 | +23 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 19,5 | 28,2 | +45 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 20,2 | 30,1 | +49 |
| Capital Employed | in Mio. € | 781,6 | 807,5 | +3 |
| Ø Mitarbeiter | 4.481 | 4.520 | +1 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 2.165 | 2.292 | +6 |
| Absatz Flächenbefestigung | in Mio. m² | 8,89 | 10,03 | +13 |
| Absatz Betondachsteine 3) | in Mio. m² | 8,95 | 4,94 | -45 |
1) Die osteuropäischen Holdings werden ab 2011 im Segment Beteiligungen und Sonstiges (zuvor: Zentral-Osteuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
3) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt; Bramac-Beteiligung seit 30. Juni 2011 dekonsolidiert
In Zentral-Westeuropa konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs der Umsatz um 15 % auf 335,3 Mio. € verbessert werden. In Deutschland setzte sich der positive Trend des ersten Halbjahrs fort und schlug sich in höheren Durchschnittspreisen und Mengenwachstum in allen Produktgruppen nieder. Dank der gestiegenen Auslastung und der besseren Preissituation wurde das operative EBITDA von 26,4 Mio. € im Vorjahr auf 36,3 Mio. € gesteigert, was einem Plus von 38 % entspricht und auch deutlich über dem Segmentergebnis aus dem Jahr 2009 liegt. Zentral-Westeuropa erwirtschaftete einen Anteil von 22 % am Konzernumsatz und von 17 % am operativen EBITDA der Gruppe.
Dank der etwas besseren Bautätigkeit in Deutschland konnten bei Hintermauer- und Dachziegeln in den ersten neun Monaten deutlich höhere Absätze realisiert werden. Dennoch lagen die Mengenzuwächse unter den Wachstumsraten der Baugenehmigungen, da die verarbeitende Industrie ihre Kapazitäten nicht ausbaut, sondern die Projekte über einen längeren Zeitraum abarbeitet. Aufgrund dessen ist auch für das Schlussquartal des Geschäftsjahrs von einer anhaltend guten Nachfrage auszugehen. Neben dem Wachstum im Neubaumarkt konnte das stärker von der Sanierung getriebene Dachgeschäft sowohl mit Volumenswachstum als auch mit einem gesteigerten Umsatzanteil unserer Systemlösungen aus dem Produktprogramm KoraTech® punkten, was sich auch positiv auf die Durchschnittspreise in der Produktgruppe auswirkte.
In der Schweiz führten trotz einer leichten Abschwächung der Bautätigkeit in den letzten Monaten höhere Mengen zu Umsatz- und Ergebniswachstum, wobei sich auch hier insbesondere das Dachgeschäft stark entwickelte. In Italien lag der Absatz von Hintermauerziegeln in einem kompetitiven Marktumfeld nur leicht unter dem Niveau des Vorjahrs, wobei der Umsatzanteil von höherwertigen Produkten gesteigert werden konnte.
Aufgrund der guten Auftragslage in Deutschland und der erfreulichen Entwicklung in der Schweiz rechnen wir für das Segment mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung sowie dank besserer Auslastung mit höheren Margen.
Umsatz in Zentral-Westeuropa um 15 % gesteigert
Schweiz mit Umsatzund Ergebniswachstum
Umsatz- und Ergebnissteigerungen sowie höhere Margen im Jahr 2011
| Zentral-Westeuropa 1) | 1-9/2010 | 1-9/2011 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 291,5 | 335,3 | +15 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 26,4 | 36,3 | +38 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 1,8 | 14,1 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 14,3 | 19,3 | +35 |
| Capital Employed | in Mio. € | 356,7 | 365,6 | +2 |
| Ø Mitarbeiter | 2.017 | 2.050 | +2 | |
| Absatz Hintermauerziegel 3) | in Mio. NF | 1.084 | 1.146 | +6 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 86 | 100 | +16 |
| Absatz Tondachziegel 4) | in Mio. m² | 6,22 | 6,80 | +9 |
1) Das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2011 im Segment
Nord-Westeuropa(zuvor: Zentral-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst 2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
3) Erratum: Seit 30.9.2010 enthalten die hier ausgewiesenen Werte den Absatz von Einhängeziegeln. Im Halbjahresbericht 2011 wurden jedoch die Vorjahreswerte nicht entsprechend angepasst. Dies soll an dieser Stelle nachgeholt werden: der richtige Wert zum 30.6.2010 beläuft sich auf 676 Mio. NF (anstelle der ausgewiesenen 617 Mio. NF).
4) Absatz Tondachziegel inkl. keramische Zubehörprodukte
In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz in Nord-Westeuropa um 11 % auf 613,8 Mio. € (Vorjahr: 554,7 Mio. €), da in allen Produktgruppen höhere Volumina abgesetzt wurden als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Am erfreulichsten entwickelte sich dabei unser Dachgeschäft, welches von der starken Renovierungstätigkeit in der gesamten Region profitierte. Die höhere Nachfrage nach Hintermauerziegeln in Frankreich erklärt sich vor allem aus der positiven Entwicklung im Wohnungsneubau sowie weiteren Marktanteilsgewinnen von Ziegeln gegenüber Beton. Aufgrund einer besseren Kapazitätsauslastung sowie leicht höherer Durchschnittspreise konnte das operative EBITDA von 86,7 Mio. € auf 107,9 Mio. € um 24 % verbessert werden. In den ersten neun Monaten 2011 trug Nord-Westeuropa 39 % zum Konzernumsatz und 50 % zum operativen EBITDA der Gruppe bei.
Frankreich blieb weiterhin der dynamischste Mark der Region. Starke Bautätigkeit sowohl im Wohnungsneubau als auch im Renovierungssegment ließ die Nachfrage nach Hintermauerund Dachziegeln in den ersten neun Monaten deutlich steigen. Auch wenn in Belgien zuletzt in der Nachfrage nach Baustoffen eine leichte Abschwächung spürbar war, konnten in der Berichtsperiode bei höheren Durchschnittspreisen Umsatz und Ergebnisse gesteigert werden. In Großbritannien und den Niederlanden lagen die Absätze von Vormauerziegeln in etwa auf Vorjahresniveau, während bei Dachziegeln zweistellige Wachstumsraten erzielt wurden. Skandinavien, das knapp 2 % zum Konzernumsatz beisteuert und in den letzten Jahren immer wieder Absatzrückgänge hinnehmen musste, erlebte in 2011 eine Trendumkehr. In der Folge konnten in Skandinavien deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen erzielt werden.
Bis Jahresende ist aufgrund des in den letzten Monaten gesunkenen Konsumentenvertrauens von einer leichten Abschwächung im Wohnungsneubau in der Region auszugehen. Ungeachtet dessen erwarten wir für das Gesamtjahr – bei moderaten Umsatzzuwächsen – eine deutliche Verbesserung des operativen EBITDA gegenüber dem Jahr 2010.
In Nord-Westeuropa operatives EBITDA um 24 % gesteigert
Volumenzuwächse bei Dach- und Hintermauerziegeln dank starkem Wohnungsneubau und Sanierung in Frankreich
Deutliche Steigerung des operativen EBITDA erwartet
| Nord-Westeuropa 1) | 1-9/2010 | 1-9/2011 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 554,7 | 613,8 | +11 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 86,7 | 107,9 | +24 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 38,1 | 58,5 | +54 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 22,8 | 34,1 | +50 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.125,8 | 1.132,7 | +1 |
| Ø Mitarbeiter | 4.021 | 4.250 | +6 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 747 | 835 | +12 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 908 | 939 | +3 |
| Absatz Dachziegel 3) | in Mio. m² | 11,37 | 12,90 | +13 |
1) Das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2011 im Segment Nord-Westeuropa (zuvor: Zentral-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
3) Absatz Dachziegel inkl. keramische Zubehörprodukte
In Nordamerika, das 7 % zum Gruppenumsatz beiträgt, hat sich nach der teils wetterbedingten Abschwächung im ersten Halbjahr wie erwartet auch im abgelaufenen Quartal keine Erholung abgezeichnet. Vom bereits niedrigen Niveau des Vorjahres sank der Umsatz in den ersten neun Monaten um 10 % auf 101,5 Mio. €. Dies führte bei leicht besseren Durchschnittspreisen aufgrund der schwächeren Kapazitätsauslastung zu einem negativen operativen EBITDA von 5,6 Mio. €.
Die Visibilität auf die weitere Marktentwicklung in Nordamerika ist nach wie vor eingeschränkt. Bis Jahresende erwarten wir keine Änderung des negativen Trends in den USA. Obwohl die NAHB (National Association of Home Builders) von einem stabilen Wohnungsneubau für 2011 ausgeht, rechnen wir im Gesamtjahr mit einem leichten Rückgang der Baubeginne vom historischen Tiefststand des Vorjahres. Aufgrund des anhaltend schwachen Marktumfelds haben wir weitere Maßnahmen zur Senkung von Fixkosten vor allem im Verwaltungsbereich eingeleitet, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden sollen. Darüber hinaus arbeiten wir laufend an einer Steigerung des Anteils an Handelsprodukten in unseren Vertriebsgesellschaften, um auch dort eine bessere Fixkostendeckung zu erreichen.
| Nordamerika | 1-9/2010 | 1-9/2011 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 113,2 | 101,5 | -10 |
| EBITDA operativ 1) | in Mio. € | -0,3 | -5,6 | <-100 |
| EBIT operativ 1) | in Mio. € | -18,1 | -22,3 | -23 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 5,1 | 4,6 | -10 |
| Capital Employed | in Mio. € | 489,7 | 485,3 | -1 |
| Ø Mitarbeiter | 1.130 | 1.152 | +2 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 226 | 203 | -10 |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Wie erwartet keine Erholung in Nordamerika
Visibilität bleibt stark eingeschränkt
Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Konzernzentrale und die ihr zuordenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien sowie unsere Beteiligungen im Bereich Rohrsysteme. Die Steinzeug Gruppe, der größte Hersteller von keramischen Rohrsystemen in Europa, wurde Ende letzten Jahres übernommen und ist somit seit Jahresbeginn in diesem Segment ausgewiesen. Schon seit längerem im Portfolio befindet sich die Pipelife Gruppe, ein 50/50 Joint Venture mit Solvay, welche at-equity konsolidiert wird und daher nicht in den operativen Ergebnissen des Segments enthalten ist. Unsere 25 %-Beteiligung im Dachbereich – Tondach Gleinstätten – war im ersten Halbjahr ebenfalls at-equity konsolidiert in diesem Segment ausgewiesen. Mit der Erhöhung des Anteils auf 50 % wird Tondach Gleinstätten seit 30. Juni quotal konsolidiert und die Ergebnisse beginnend mit dem dritten Quartal im Segment Zentral-Osteuropa berücksichtigt.
In den ersten neun Monaten 2011 stieg der Segmentumsatz von 9,0 Mio. € auf 85,2 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich von -19,7 Mio. € auf -7,5 Mio. €, was vor allem auf den Ergebnisbeitrag der Steinzeug Gruppe sowie die indischen Ziegelaktivitäten zurückzuführen ist. Für die im Juli 2011 von Steinzeug übernommene EuroCeramic werden für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der anfallenden Integrationskosten keine wesentlichen Ergebnisbeiträge erwartet.
Die Pipelife Gruppe konnte die positive Entwicklung des ersten Halbjahrs fortsetzen und hält seit Jahresanfang bei einem Umsatzplus von 13 % und bei einem Anstieg des operativen EBITDA von 24 % gegenüber der Vorjahrsperiode. Dies ist neben den gestiegenen Mengen insbesondere auf die erfolgreiche Forcierung innovativer Produkte sowie Kosteneinsparungen aus der Restrukturierung zurückzuführen. Seit Jahresmitte ist auch die im April 2011 übernommene französische Plastikrohrsparte von Alphacan in den Ergebnissen der Gruppe enthalten, die jedoch 2011 aufgrund der anfallenden Integrationskosten noch keinen wesentlichen Ergebnisbeitrag liefern wird.
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | 1-9/2010 | 1-9/2011 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 9,0 | 85,2 | >100 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | -19,7 | -7,5 | +62 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | -23,7 | -16,3 | +31 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 0,7 | 16,7 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 41,7 | 84,4 | >100 |
| Ø Mitarbeiter | 248 | 716 | >100 |
1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten; die osteuropäischen Holdings werden ab 2011 im Segment Beteiligungen und Sonstiges (zuvor: Zentral-Osteuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Das Segment umfasst die Konzernzentrale, die indischen Ziegelaktivitäten sowie die Beteiligungen bei Rohrsystemen
Starke Umsatzsteigerung durch Erstkonsolidierung der Steinzeug Gruppe
Pipelife steigert Umsatz um 13 % und operatives EBITDA um 24 % in den ersten neun Monaten
| in TEUR | 7-9/2011 | 7-9/2010 | 1-9/2011 | 1-9/2010 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 569.445 | 517.758 | 1.555.190 | 1.343.325 |
| Herstellkosten | -375.171 | -346.155 | -1.045.506 | -945.163 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 194.274 | 171.603 | 509.684 | 398.162 |
| Vertriebskosten | -120.760 | -106.320 | -344.141 | -297.344 |
| Verwaltungskosten | -31.248 | -29.981 | -96.907 | -90.619 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -17.413 | -12.754 | -42.938 | -34.449 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 10.239 | 11.737 | 36.477 | 41.865 |
| Betriebsergebnis vor dem Ergebnis aus Entkonsolidierung | 35.092 | 34.285 | 62.175 | 17.615 |
| Ergebnis aus Entkonsolidierung | 0 | 0 | 33.213 | 0 |
| Betriebsergebnis nach dem Ergebnis aus Entkonsolidierung | 35.092 | 34.285 | 95.388 | 17.615 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen | 2.882 | 2.668 | 3.977 | 1.184 |
| Zinsertrag | 3.865 | 2.746 | 8.562 | 11.258 |
| Zinsaufwand | -14.136 | -13.280 | -36.834 | -45.384 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 5.042 | 3.259 | 7.498 | -226 |
| Finanzergebnis | -2.347 | -4.607 | -16.797 | -33.168 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 32.745 | 29.678 | 78.591 | -15.553 |
| Ertragsteuern | -5.578 | -3.775 | -13.906 | 2.096 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 27.167 | 25.903 | 64.685 | -13.457 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -135 | 639 | -422 | -801 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 8.192 | 8.192 | 24.308 | 24.308 |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | 19.110 | 17.072 | 40.799 | -36.964 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,16 | 0,15 | 0,35 | -0,32 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,16 | 0,15 | 0,35 | -0,32 |
| 1-9/2011 | 1-9/2010 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 65.107 | -422 | 64.685 | -12.656 | -801 | -13.457 | |
| Währungsumrechnung | -54.262 | -2 | -54.264 | 60.993 | 225 | 61.218 | |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen |
-2.809 | 0 | -2.809 | 3.093 | 0 | 3.093 | |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente |
-1.213 | 0 | -1.213 | 30 | 0 | 30 | |
| Veränderung Hedging Reserve | -2.872 | 0 | -2.872 | -19.837 | 0 | -19.837 | |
| Andere Gesamtergebnisbestandteile 1) | -61.156 | -2 | -61.158 | 44.279 | 225 | 44.504 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 3.951 | -424 | 3.527 | 31.623 | -576 | 31.047 | |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer | |||||||
| entfallender Anteil | 24.308 | 24.308 | |||||
| davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft | -20.357 | 7.315 | |||||
1) Der Ausweis der anderen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.
| in TEUR | 30.9.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte | 673.460 | 676.304 |
| Sachanlagen | 1.849.584 | 1.872.214 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 59.665 | 58.231 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 96.057 | 114.909 |
| Übrige Finanzanlagen | 6.318 | 5.715 |
| Latente Steuern | 32.980 | 32.246 |
| Langfristiges Vermögen | 2.718.064 | 2.759.619 |
| Vorräte | 606.837 | 569.646 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 208.438 | 87.366 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 110.532 | 102.928 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 62.313 | 86.304 |
| Zahlungsmittel | 506.211 | 453.403 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.494.331 | 1.299.647 |
| Summe Aktiva | 4.212.395 | 4.059.266 |
| Passiva | ||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 |
| Kapitalrücklagen | 1.084.180 | 1.085.605 |
| Hybridkapital | 492.896 | 492.896 |
| Gewinnrücklagen | 964.735 | 943.869 |
| Übrige Rücklagen | -176.933 | -115.777 |
| Eigene Anteile | -19.031 | -3.568 |
| Beherrschende Anteile | 2.463.374 | 2.520.552 |
| Nicht beherrschende Anteile | 3.590 | 5.123 |
| Eigenkapital | 2.466.964 | 2.525.675 |
| Personalrückstellungen | 67.866 | 73.001 |
| Latente Steuern | 95.107 | 79.778 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 52.095 | 68.507 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 627.472 | 775.308 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 27.959 | 22.278 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 870.499 | 1.018.872 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 66.857 | 63.245 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 451.988 | 138.892 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 175.680 | 180.974 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 180.407 | 131.608 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 874.932 | 514.719 |
| Summe Passiva | 4.212.395 | 4.059.266 |
| 2011 | 2010 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
| Stand 1.1. | 2.520.552 | 5.123 | 2.525.675 | 2.522.616 | 24.416 | 2.547.032 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 3.951 | -424 | 3.527 | 31.623 | -576 | 31.047 |
| Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon | -44.241 | 0 | -44.241 | -32.500 | 0 | -32.500 |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | -1.425 | -1.109 | -2.534 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung eigener Anteile | -15.463 | 0 | -15.463 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.9. | 2.463.374 | 3.590 | 2.466.964 | 2.521.739 | 23.840 | 2.545.579 |
| in TEUR | 1-9/2011 | 1-9/2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 78.591 | -15.553 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 151.486 | 142.855 |
| Wertminderungen von Anlagen | 0 | 0 |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | -100 | 0 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | 3.112 | 14.402 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen | -3.977 | -1.184 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -39.224 | -4.704 |
| Zinsergebnis | 28.272 | 34.126 |
| Gezahlte Zinsen | -32.669 | -38.868 |
| Erhaltene Zinsen | 6.963 | 8.112 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -8.093 | 1.878 |
| Cash-flow aus dem Ergebnis | 184.361 | 141.064 |
| Veränderungen Vorräte | -9.683 | 9.239 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -113.685 | -65.576 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -12.947 | 7.485 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 19.657 | 30.677 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | -18.522 | 2.305 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 49.181 | 125.194 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 11.983 | 6.965 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -70.895 | -60.059 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -328 | -319 |
| Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 23.741 | -16.114 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -33.614 | -2.650 |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 43.428 | 0 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -25.685 | -72.177 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -187.973 | -31.279 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 274.894 | -24.492 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -11.741 | 0 |
| Gezahlter Hybridkupon | -32.500 | -32.500 |
| Dividendenausschüttungen von assoziierten Unternehmen | 2.541 | 3.050 |
| Erwerb eigener Aktien | -15.463 | 0 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 29.758 | -85.221 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | 53.254 | -32.204 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | -446 | 1.415 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 453.403 | 449.612 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 506.211 | 418.823 |
| 1-9/2011 in TEUR |
Zentral Osteuropa 2) |
Zentral Westeuropa 3) |
Nord Westeuropa 3) |
Nordamerika | Beteiligungen und Sonstiges 2) 4) Überleitung 5) |
Wienerberger Gruppe |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 456.005 | 317.612 | 604.095 | 101.549 | 74.473 | 1.553.734 | |
| Innenumsatz | 2.699 | 17.717 | 9.665 | 0 | 10.724 | -39.349 | 1.456 |
| Umsatz gesamt | 458.704 | 335.329 | 613.760 | 101.549 | 85.197 | -39.349 | 1.555.190 |
| EBITDA operativ 1) | 82.636 | 36.337 | 107.867 | -5.655 | -7.524 | 213.661 | |
| EBIT operativ 1) | 28.243 | 14.055 | 58.487 | -22.276 | -16.334 | 62.175 | |
| Ergebnis aus Entkonsolidierung |
0 | 0 | 0 | 0 | 33.213 | 33.213 | |
| Gesamtinvestitionen | 30.053 | 19.340 | 34.123 | 4.621 | 16.700 | 104.837 | |
| Capital Employed | 807.504 | 365.638 | 1.132.647 | 485.317 | 84.419 | 2.875.525 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.520 | 2.050 | 4.250 | 1.152 | 716 | 12.688 | |
| 1-9/2010 | |||||||
| Außenumsatz | 405.936 | 277.587 | 544.478 | 113.171 | 1.452 | 1.342.624 | |
| Innenumsatz | 1.572 | 13.907 | 10.223 | 0 | 7.566 | -32.567 | 701 |
| Umsatz gesamt | 407.508 | 291.494 | 554.701 | 113.171 | 9.018 | -32.567 | 1.343.325 |
| EBITDA operativ 1) | 67.446 | 26.402 | 86.665 | -349 | -19.694 | 160.470 | |
| EBIT operativ 1) | 19.571 | 1.798 | 38.090 | -18.117 | -23.727 | 17.615 | |
| Ergebnis aus Entkonsolidierung |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtinvestitionen | 20.204 | 14.252 | 22.756 | 5.105 | 711 | 63.028 | |
| Capital Employed | 781.559 | 356.680 | 1.125.784 | 489.718 | 41.726 | 2.795.467 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.481 | 2.017 | 4.021 | 1.130 | 248 | 11.897 |
1) bereinigt um das Ergebnis aus Entkonsolidierung
2) Die osteuropäischen Holdings werden ab 2011 im Segment Beteiligungen und Sonstiges (zuvor: Zentral-Osteuropa) ausgewiesen;
die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.
3) Das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2011 im Segment Nord-Westeuropa (zuvor: Zentral-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.
4) Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten, die Aktivitäten in Indien sowie den Bereich Rohrsysteme.
5) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.
Der Zwischenbericht zum 30.9.2011 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2010 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2010, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt. Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann Gruppe wird zu 50 % quotal konsolidiert.
Mit Wirkung vom 1.1.2011 wurde die Ende Dezember 2010 erworbene Steinzeug Gruppe auf Basis vorläufiger Werte erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Ebenfalls per 1.1.2011 wurde die zuvor unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesene Dryfix GmbH erstkonsolidiert. Mit Wirkung vom 1.4.2011 wurde die Ende März erworbene Kerafin NV, Belgien, mit dem Tochterunternehmen Steenfabriek Heylen NV, Belgien, auf Basis von vorläufigen Werten in den Konzernabschluss einbezogen.
Im Juni wurde die Genehmigung von der zuständigen Wettbewerbsbehörde für die Übernahme von weiteren 25 % der Anteile an Tondach Gleinstätten im Rahmen eines Anteilstausches mit dem nun ehemaligen Joint Venture Partner Monier erteilt. Tondach Gleinstätten wurde erstmals per 30.6.2011 auf Basis vorläufiger Werte in den Konzernabschluss zu 50 % quotal (bisher at-equity) einbezogen und ist somit seit dem 1.7.2011 zu 50 % in den operativen Konzernergebnissen enthalten. Zeitgleich wurde die Bramac Gruppe per 30.6.2011 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Das Ergebnis der Bramac Gruppe ist im Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2011 zu 50 % quotal enthalten.
Die EuroCeramic bestehend aus Euroceramic B.V. in den Niederlanden, Euroceramic GmbH in Deutschland und Euroceramic SARL in Frankreich wurde per 1.8.2011 erstkonsolidiert.
Die Veränderung des Konsolidierungskreises erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2011 bis 30.9.2011 anteilig den Umsatz um 90.432 TEUR und das operative EBITDA um 16.805 TEUR.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2011 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten neun Monate des Jahrs 2011 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 24.308 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,21 EUR.
Der Konzernumsatz stieg um 16 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten neun Monaten 1.555.190 TEUR (Vorjahr: 1.343.325 TEUR). Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 213.661 TEUR um 53.191 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahrs von 160.470 TEUR.
Das operative Betriebsergebnis vor dem Ergebnis aus Entkonsolidierung beläuft sich somit auf 62.175 TEUR im Vergleich zu 17.615 TEUR im Vorjahr. Das Ergebnis aus der Veräußerung der Bramac Gruppe beläuft sich auf 33.213 TEUR.
Im Lauf des dritten Quartals wurden 1.722.395 eigene Aktien um 15.463 TEUR erworben. Somit wurden zum Stichtag 1.835.998 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2011 bis 30.9.2011 auf 117.289.642 Stück. Per 30.9.2011 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 117.526.764 Stück.
Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von 57.073 TEUR (Vorjahr: 64.311 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem polnischen Zloty, dem russischen Rubel und dem US-Dollar. Die Hedging Reserve verminderte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 2.872 TEUR (Vorjahr: -19.837 TEUR) nach Steuern. Dieser Rückgang ist auf die Marktbewertung der Net Investment Hedges zurückzuführen. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf -1.213 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte das Eigenkapital in den ersten neun Monaten um 64.685 TEUR (Vorjahr: -13.457 TEUR). Das Gesamtergebnis nach Steuern erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um insgesamt 3.527 TEUR (Vorjahr: 31.047 TEUR).
Der Cash-flow aus dem Ergebnis in Höhe von 184.361 TEUR (Vorjahr: 141.064 TEUR) lag aufgrund höherer Absätze deutlich über dem Vorjahreswert. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 104.837 TEUR (Vorjahr: 63.028 TEUR) resultierte mit 61.572 TEUR (Vorjahr: 32.761 TEUR) aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 43.265 TEUR (Vorjahr: 30.267 TEUR) aus Akquisitionen und Werkserweiterungen (Wachstumsinvestitionen). Aus der Veräußerung der Bramac Gruppe fließen Netto-Einzahlungen von 43.428 TEUR zu.
Die in den ersten neun Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 70.895 TEUR (Vorjahr: 60.059 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des forderungsbedingten Anstiegs des Working Capitals und der Akquisition von Tondach Gleinstätten im Vergleich zum 31.12.2010 um 136.443 TEUR auf 510.936 TEUR. In den ersten neun Monaten wurden 18.000 TEUR von der im Jahr 2005 begebenen Anleihe zurückgekauft. Zusammen mit den bereits im Jahr 2010 zurückgekauften Anteilen verbleiben somit für diese Anleihe nur mehr 241.228 TEUR, die 2012 zu refinanzieren sind. Aufgrund der Fälligkeit dieser Anleihe sowie eines Darlehens im zweiten Quartal 2012 kommt es zu einer Verschiebung in der Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten. Am 4.7.2011 erfolgte die Zuzählung einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 100.000 TEUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren (fällig am 4.7.2018). Sie liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 5,25 % verzinst. Diese Anleihe wurde zur Refinanzierung der im Jahr 2012 fälligen Finanzverbindlichkeiten emittiert.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten neun Monaten 2011 wurden als wesentliche Risiken höhere Inputkosten und eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.
Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat. In Indien besteht für Wienerberger das Risiko aus der Rückforderung einer Zollersparnis, sollte die Einhaltung von dazugehörigen Bedingungen nicht möglich sein. In Deutschland bestehen rechtliche Risiken aus einer drohenden Kartellstrafe, für die bereits per 31.12.2008 eine Rückstellung von 10.000 TEUR gebildet wurde, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht vor Ende 2011 zu rechnen ist. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftsgebarung von Wienerberger und sind im Rahmen interner Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht.
Folgende Unternehmen und Personen werden im Folgenden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen beliefen sich zum 30.9.2011 auf 8.054 TEUR (Vorjahr: 9.063 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 7.032 TEUR (Vorjahr: 7.733 TEUR) und jene gegenüber Gemeinschaftsunternehmen auf 6.482 TEUR (Vorjahr: 5.152 TEUR). Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Unternehmen, die unter der Kontrolle eines Mitglieds des Aufsichtrats der Wienerberger AG stehen, betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 127 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR), Mietleistungen von 1.877 TEUR (Vorjahr: 1.326 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.755 TEUR (Vorjahr: 2.454 TEUR).
Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 9. November 2011
Heimo Scheuch Willy Van Riet Johann Windisch
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die operativen Geschäftsbereiche
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegel für Wand und Dach – unter Berücksichtigung des neu eröffneten Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 202 Werken in 27 Ländern und fünf Exportmärkten vertreten. Im Bereich Rohrsysteme verfügen wir über 30 Werksstandorte. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Der Fokus liegt dabei auf dem Auf- und Ausbau von starken Marktpositionen in jenen Märkten, in denen wir bereits tätig sind.
Status November 2011
| 09. November 2011 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2011 |
|---|---|
| 24./25. November 2011 | Capital Markets Day 2011 in der Schweiz |
| 31. Jänner 2012 | Beginn der Quiet Period |
| 21. Februar 2012 | Ergebnisse 2011: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 22. Februar 2012 | Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2011 in London |
| 29. März 2012 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2011 auf der Wienerberger Webseite |
| 19. April 2012 | Beginn der Quiet Period |
| 09. Mai 2012 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2012 |
| 11. Mai 2012 | 143. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna |
| 31. Juli 2012 | Beginn der Quiet Period |
| 21. August 2012 | Halbjahresabschluss 2012: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 22. August 2012 | Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2012 in London |
| 23. Oktober 2012 | Beginn der Quiet Period |
| 13. November 2012 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2012 |
| Head of Investor Relations | Barbara Braunöck |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 1 601 92 471 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Thomson Reuters | WBSV.VI; WIE-VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
| ISIN | AT0000831706 |
Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2010:
http://geschaeftsbericht.wienerberger.com
Bericht zum 3. Quartal 2011 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.
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