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Wienerberger AG

Quarterly Report May 31, 2010

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Quarterly Report

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Bericht zum 1. Quartal 2010

Ertragskennzahlen 1-3/2009 1-3/2010 Vdg. in % Ultimo 2009
Umsatz in Mio. € 360,3 279,5 -22 1.816,9
EBITDA operativ 1) in Mio. € 16,2 -22,6 <-100 208,6
EBIT operativ 1) in Mio. € -29,0 -69,5 <-100 19,0
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -73,1 -79,1 -8 -295,6
Ergebnis nach Steuern 2) in Mio. € -61,0 -69,0 -13 -258,7
Ergebnis je Aktie in € -0,82 -0,68 +17 -3,17
Ergebnis je Aktie bereinigt 3) in € -0,39 -0,68 -74 -0,34
Free Cash-flow 4) in Mio. € -93,3 -118,6 -27 250,8
Normalinvestitionen in Mio. € 11,9 9,1 -24 62,7
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 37,7 11,0 -71 71,4
Bilanzkennzahlen 31.12.2009 31.3.2010 Vdg. in %
Eigenkapital 5) in Mio. € 2.547,0 2.510,0 -1
Nettoverschuldung in Mio. € 408,0 584,8 +43
Capital Employed in Mio. € 2.816,8 2.954,4 +5
Bilanzsumme in Mio. € 4.087,4 4.054,7 -1
Gearing in % 16,0 23,3 -
Mitarbeiter 6) 12.676 11.768 -7
Börsekennzahlen 1-12/2009 1-3/2010 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 17,24 15,56 -10
Tiefstkurs der Aktie in € 4,70 11,90 >100
Ultimokurs der Aktie in € 12,78 14,42 +13
Gewichtete Aktienzahl 7) in Tsd. 91.298 116.413 +28
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.502,0 1.694,7 +13
Geschäftssegmente 1-3/2010
in Mio. € und %
Zentral
Osteuropa
Zentral
Westeuropa
Nord
Westeuropa
Nordamerika Beteiligungen
und Sonstiges 8)
Umsatz 59,8
(-36 %)
55,9 (-16 %) 141,2
(-18 %)
27,8 (-21 %) -5,2 (+25 %)
EBITDA operativ 1) -12,8 (<-100 %) -5,9
(-7 %)
5,2
(-79 %)
-3,8 (+34 %) -5,3 (+24 %)
EBIT operativ 1) -28,9 (<-100 %) -13,8
(+2 %)
-10,8 (<-100 %) -9,4 (+20 %) -6,6
(-3 %)
Gesamtinvestitionen 4,5
(-72 %)
4,7 (-11 %) 9,0
(-53 %)
1,8 (-64 %) 0,1 (-98 %)
Capital Employed 845,8
(0 %)
400,1 (-17 %) 1.146,5
(-13 %)
518,1 (-15 %) 43,9 (+11 %)
Mitarbeiter 6) 4.483
(-17 %)
1.985
(-9 %)
3.947
(-5 %)
1.116
(-3 %)
237
(-1 %)

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon

3) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; nach anteiligem Hybridkupon

4) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

5) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital

6) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während der Periode

7) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

8) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt.

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Wienerberger musste im ersten Quartal 2010 erwartungsgemäß deutliche Umsatz- und Ergebniseinbußen im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Der schneereichste Winter seit mehr als 20 Jahren in Europa und den USA hat nur eine sehr eingeschränkte Bautätigkeit in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres zugelassen und in der Folge zu Absatzrückgängen in nahezu allen Märkten geführt. Der Umsatz ging um 22 % auf 279,5 Mio. € zurück, wobei 19 % des Rückgangs auf Mengeneffekte zurückzuführen sind. Die niedrigeren Durchschnittspreise erklären sich einerseits aus den seit dem zweiten Quartal 2009 erfolgten Preisanpassungen in der Region Zentral-Osteuropa sowie aus einem überproportional hohen Anteil von einfacheren Produkten bei Vormauerziegel in den ersten drei Monaten 2010. Der Preiseffekt sollte sich jedoch über das Jahr moderater gestalten und für das laufende Geschäftsjahr deutlich geringer ausfallen als in der Berichtsperiode. Aufgrund der Kosten aus verlängerten Werksstillständen mussten wir das erste Quartal mit einem negativen operativen EBITDA von -22,6 Mio. € abschließen.

Ab Mitte März war eine Normalisierung bzw. teilweise eine leichte Erholung der Bautätigkeit in einer Mehrzahl der Märkte zu beobachten. Daraus bereits jetzt einen Trend abzuleiten halte ich jedoch für verfrüht, und eine Vorhersage für die Geschäftsentwicklung in 2010 ist nur sehr eingeschränkt möglich. Die größte Unsicherheit besteht dabei für die Region Zentral-Osteuropa, wo weitere deutliche Umsatzrückgänge für Baumaterialien, insbesondere in Ungarn, Tschechien und der Slowakei, nicht ausgeschlossen werden können. Polen sollte sich aufgrund der gesunden Volkswirtschaft und der starken Binnennachfrage robuster entwickeln. In den USA könnte sich die Anzahl der Baubeginne in der ersten Jahreshälfte stabilisieren und im zweiten Halbjahr eine leichte Aufwärtsbewegung zeigen. In Westeuropa erwarte ich mir in Großbritannien, Deutschland und Frankreich eine leichte Erholung, während die Nachfrage nach Baustoffen in den Niederlanden nochmals zurückgehen kann.

Im letzten Jahr wurden aufgrund des schwierigen Marktumfelds umfassende Restrukturierungsschritte zur Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen umgesetzt. Dieser Prozess wurde Ende 2009 abgeschlossen, und ich erwarte aus heutiger Sicht für 2010 keine weiteren Maßnahmen. Weiters haben wir die letzten zwölf Monate auch zur Optimierung des Finanzierungsprofils von Wienerberger sowie zur Stärkung der Bilanz genutzt. Der letzte Schritt wurde im März 2010 mit der Emission einer neuen Anleihe getätigt. Aufgrund der starken Überzeichnung haben wir das Volumen der Anleihe von den ursprünglich geplanten 200 Mio. € auf 250 Mio. € erhöht. Gerüstet mit den Mitteln aus der neuen Anleihe erfolgte – um den mittelfristigen Refinanzierungsbedarf zu reduzieren und das Fälligkeitsprofil unserer Verschuldung weiter zu verbessern – der vorzeitige Rückkauf von rund 140 Mio. € der im April 2012 fälligen Anleihe aus dem Jahr 2005. Die verbleibenden Mittel aus der neuen Anleihe werden wir zur Rückzahlung anderer Finanzverbindlichkeiten verwenden.

Auch wenn das erste Quartal saisonal bedingt nur eine geringe Aussagekraft für das Gesamtjahr hat, gehe ich davon aus, dass der schwache Geschäftsverlauf zu Jahresbeginn nicht mehr zur Gänze aufgeholt werden kann. Dennoch rechne ich für 2010 aufgrund der erwarteten Kosteneinsparungen aus dem Restrukturierungsprogramm sowie preisbedingt niedrigeren Energiekosten mit deutlichen Ergebnissteigerungen. Mit einem Verschuldungsgrad von nur 23 % verfügen wir über eine der stärksten Bilanzen in unserer Industrie. Diese finanzielle Stärke sowie die führende Rolle in der Ziegelindustrie werden wir zur Forcierung von neuen Produkten in bestehenden und deren Einführung in neuen Märkten nutzen, um unsere Marktpositionen weiter zu stärken.

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

Eingeschränkte Visibilität auf die Märkte, insbesondere auf Zentral-Osteuropa

Niedriges Gearing von 23 % reflektiert starke Kapitalstruktur von Wienerberger

Deutliche Ergebnissteigerungen aufgrund von Kosteneinsparungen für 2010 erwartet

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Ertragslage

Umsatz und EBITDA

Operatives EBITDA 1. Quartal

Aufgrund des langen und schneereichen Winters waren in den ersten drei Monaten in Europa und den USA Bauaktivitäten nur eingeschränkt möglich. In der Folge musste Wienerberger deutliche Absatzeinbußen in nahezu allen Märkten hinnehmen, wobei die Region Osteuropa am stärksten betroffen war.

Der Konzernumsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 22 % auf 279,5 Mio. € (Vorjahr: 360,3 Mio. €) zurück. Der Rückgang resultiert zu 19 % aus Mengeneffekten und zu 4 % aus niedrigeren Durchschnittspreisen, während sich die Fremdwährungseffekte vor allem aufgrund stärkerer osteuropäischer Währungen mit 1 % positiv auf den Umsatz auswirkten. Die geringeren Durchschnittspreise erklären sich einerseits aus der flexibleren Preispolitik in Osteuropa, da dort ab dem zweiten Quartal bis zum Jahresende 2009 Preisanpassungen durchgeführt wurden, wodurch das Preisniveau in dieser Region im ersten Quartal 2010 deutlich unter jenem der Vergleichsperiode des Vorjahrs liegt. Andererseits war der Anteil von einfacheren Produkten bei Vormauerziegel in Großbritannien und den Niederlanden überproportional hoch.

In Zentral-Osteuropa waren in allen Ländern mit Ausnahme von Österreich, insbesondere auch aufgrund des für die Region ungewöhnlich langen Winters, Absatzrückgänge von mehr als 30 % zu verzeichnen. In Westeuropa gingen in allen kontinentaleuropäischen Märkten die Umsätze, wenn auch in geringerem Ausmaß, zurück, während Großbritannien Absatzzuwächse erwirtschaften konnte. Weiterhin schwach blieb der Wohnungsneubau in den USA, wodurch im Segment Nordamerika ein um 21 % niedrigerer Umsatz als im Jahr zuvor erzielt wurde.

Eine witterungsbedingt deutlich geringere Nachfrage sowie Kosten aus verlängerten Werksstillständen und die niedrigeren Durchschnittspreise führten zu einem negativen operativen EBITDA von -22,6 Mio. € (Vorjahr: 16,2 Mio. €). Im operativen EBIT wurde ein Verlust von -69,5 Mio. € (Vorjahr: -29,0 Mio. €) ausgewiesen. Das Finanzergebnis von -9,6 Mio. € liegt deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahrs. Das Ergebnis nach Ertragsteuern verringerte sich im ersten Quartal 2010 bei einer Steuerquote von 12,7 % (Vorjahr: 16,5 %) auf -69,0 Mio. € nach -61,0 Mio. € im Vorjahr. Das um Effekte aus Restrukturierungen und den Hybridkupon bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt unter Berücksichtigung der durch die Kapitalerhöhung um 40 % höheren, gewichteten Aktienanzahl -0,68 € nach -0,39 € im Jahr zuvor.

Cash-flow

Der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist durch die rückläufige Ergebnisentwicklung sowie den saisonal bedingten Anstieg des Working Capital seit Ende 2009, insbesondere auch durch den Anstieg der Forderungen, mit 111,6 Mio. € negativ. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen und Akquisitionen wurde gegenüber dem ersten Quartal 2009 mehr als halbiert und betrug insgesamt 20,1 Mio. €, wobei 11,0 Mio. € für Investitionen zur Fertigstellung von laufenden Projekten sowie 9,1 Mio. € für Normalinvestitionen aufgewendet wurden.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital verminderte sich bedingt durch die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € im Februar 2010 sowie aufgrund des Gesamtergebnisses auf 2.510,0 Mio. € Ende März (von 2.547,0 Mio. € zu Jahresbeginn). Das negative Ergebnis nach Ertragsteuern der ersten drei Monate konnte im Konzerneigenkapital durch die positiven erfolgsneutral erfassten Währungsdifferenzen von 75,7 Mio. € mehr als ausgeglichen werden. Die Nettoverschuldung stieg saisonal bedingt insbesondere durch den Aufbau des Working Capital von 408,0 Mio. € auf 584,8 Mio. €.

Geschäftssegmente

Zentral-Osteuropa

Der schneereiche Winter und verhaltener Wohnungsneubau im März führten in der Region zu einem Umsatzrückgang um 36 % auf 59,8 Mio. € (Vorjahr: 93,2 Mio. €). Kosten aus verlängerten Stillständen sowie niedrigere Durchschnittspreise führten zu einem negativen EBITDA von -12,8 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €) in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Der starke Einfluss der Witterungsverhältnisse auf die Nachfrage erschwert die Markteinschätzung in der Region. Weitere deutliche Umsatzrückgänge scheinen möglich, wobei sich Polen, Rumänien, Bulgarien und die Märkte Südosteuropas besser behaupten sollten als Ungarn, Tschechien und die Slowakei. In diesen drei Märkten gehen wir aufgrund neuer Kapazitäten bei Baustoffen von einer Intensivierung des Wettbewerbs aus, welchem wir gezielt durch flexible Preispolitik und der Einführung von höherwertigen Produkten begegnen werden.

Zentral-Osteuropa 1-3/2009 1-3/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 93,2 59,8 -36
EBITDA operativ 1) in Mio. € 9,4 -12,8 <-100
EBIT operativ 1) in Mio. € -5,8 -28,9 <-100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 16,1 4,5 -72
Capital Employed in Mio. € 847,9 845,8 0
Ø Mitarbeiter 5.392 4.483 -17

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Zentral-Westeuropa

Zentral-Westeuropa wies im ersten Quartal mit 55,9 Mio. € einen um 16 % geringeren Umsatz als im Jahr zuvor und ein operatives EBITDA von -5,9 Mio. € (Vorjahr: -5,5 Mio. €) aus. Die Kosten aus verlängerten Werksstillständen waren wesentliche Ursache für das negative Ergebnis in dem Segment. Nach zwei schwachen ersten Monaten konnten im März in Deutschland erstmals wieder leichte Mengenzuwächse erzielt werden, während sich die Schweiz und Italien noch rückläufig zeigten. Für das Gesamtjahr erwarten wir ausgehend von positiven Impulsen im deutschen Wohnungsneubau eine leicht positive Mengen- und Ertragsentwicklung in Zentral-Westeuropa.

Zentral-Westeuropa 1-3/2009 1-3/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 66,4 55,9 -16
EBITDA operativ 1) in Mio. € -5,5 -5,9 -7
EBIT operativ 1) in Mio. € -14,1 -13,8 +2
Gesamtinvestitionen in Mio. € 5,3 4,7 -11
Capital Employed in Mio. € 481,6 400,1 -17
Ø Mitarbeiter 2.178 1.985 -9

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Nord-Westeuropa

Der Umsatz in Nord-Westeuropa sank um 18 % auf 141,2 Mio. € (Vorjahr: 172,4 Mio. €). Trotz einer leichten Erholung der Mengen im März gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs waren die Absätze im ersten Quartal in allen Produktgruppen in allen kontinentaleuropäischen Märkten rückläufig. Eine positive Entwicklung war in Großbritannien zu verzeichnen, wo sich die Anzeichen einer leichten Erholung im Wohnungsneubau verstärkten. Es konnten in den ersten drei Monaten bei niedrigeren Durchschnittspreisen um 19 % mehr Vormauer- und Dachziegel verkauft werden als in der schwachen Vergleichsperiode des Vorjahrs. Die gesunkenen Großbritannien mit Mengenzuwächsen im ersten Quartal

Deutschland zeigt Anzeichen einer leichten Erholung im Wohnungsneubau

Deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge in Zentral-Osteuropa

Durchschnittspreise sind nicht auf eine Preissenkung zurückzuführen, sondern erklären sich durch einen temporären und überproportionalen Anstieg von einfacheren, günstigeren Ziegelformaten, die von Projektentwicklern im ersten Quartal verstärkt nachgefragt wurden. Das Segment erwirtschaftete ein operatives EBITDA von 5,2 Mio. € (Vorjahr: 25,1 Mio. €). Für das Gesamtjahr gehen wir für Großbritannien und Frankreich von einer leichten Erholung, für Belgien von einer stabilen und in den Niederlanden von einer rückläufigen Entwicklung der Nachfrage nach Baustoffen aus.

Nord-Westeuropa 1-3/2009 1-3/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 172,4 141,2 -18
EBITDA operativ 1) in Mio. € 25,1 5,2 -79
EBIT operativ 1) in Mio. € 9,0 -10,8 <-100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 19,0 9,0 -53
Capital Employed in Mio. € 1.321,6 1.146,5 -13
Ø Mitarbeiter 4.176 3.947 -5

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Nordamerika

In den USA war die Nachfrage nach Ziegel zu Jahresbeginn ebenfalls witterungsbedingt rückläufig und stabilisierte sich im März 2010 auf niedrigem Niveau. In der Folge fiel der Umsatz im Segment Nordamerika im ersten Quartal um 21 % auf 27,8 Mio. €, während sich das operative EBITDA von -5,8 Mio. € auf -3,8 Mio. € im Vergleich zur Vorjahresperiode verbesserte. In den USA gehen wir von einer Bodenbildung in der ersten Jahreshälfte und in der zweiten Jahreshälfte von einer leichten Erholung im Wohnungsneubau aus. Wir rechnen aufgrund einer deutlich über dem Jahr 2009 liegenden Kapazitätsauslastung der Werke von zumindest 45 % bei stabilen Absätzen mit einem positiven operativen EBITDA in der Berichtsperiode.

Nordamerika 1-3/2009 1-3/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 35,2 27,8 -21
EBITDA operativ 1) in Mio. € -5,8 -3,8 +34
EBIT operativ 1) in Mio. € -11,7 -9,4 +20
Gesamtinvestitionen in Mio. € 5,0 1,8 -64
Capital Employed in Mio. € 611,9 518,1 -15
Ø Mitarbeiter 1.155 1.116 -3

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Beteiligungen und Sonstiges

Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Holding und die ihr zuordenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien sowie die Nicht-Kernbereiche der Gruppe, darunter insbesondere das 50/50 Joint Venture Pipelife (at-equity Konsolidierung, daher nicht im operativen Ergebnis enthalten).

Beteiligungen und Sonstiges 1) 1-3/2009 1-3/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 2,6 2,3 -12
EBITDA operativ 2) in Mio. € -7,0 -5,3 +24
EBIT operativ 2) in Mio. € -6,4 -6,6 -3
Capital Employed in Mio. € 39,6 43,9 +11
Ø Mitarbeiter 239 237 -1

1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten

2) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Positives operatives EBITDA in Nordamerika aufgrund besserer Kapazitätsauslastung in 2010 erwartet

Pipelife ist in diesem Segment at-equity konsolidiert

Zwischenbericht nach IFRS Wienerberger Gruppe

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 1-3/2010 1-3/2009
Umsatzerlöse 279.516 360.285
Herstellkosten -239.381 -269.198
Bruttoergebnis vom Umsatz 40.135 91.087
Vertriebskosten -82.014 -90.950
Verwaltungskosten -28.900 -32.533
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.586 -9.916
Sonstige betriebliche Erträge 11.890 13.316
Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
-69.475 -28.996
Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen 0 -42.589
Firmenwertabschreibungen 0 0
Betriebsergebnis nach Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
-69.475 -71.585
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen -884 -3.414
Zinsertrag 3.089 5.371
Zinsaufwand -11.933 -14.211
Sonstiges Finanzergebnis 83 10.756
Finanzergebnis -9.645 -1.498
Ergebnis vor Ertragsteuern -79.120 -73.083
Ertragsteuern 10.082 12.059
Ergebnis nach Ertragsteuern -69.038 -61.024
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -2.404 -1.255
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.014 8.014
davon Ergebnis der Muttergesellschaft -74.648 -67.783
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,68 -0,82
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,68 -0,82

Gesamtergebnisrechnung

1-3/2010 1-3/2009
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Ergebnis nach Ertragsteuern -66.634 -2.404 -69.038 -59.769 -1.255 -61.024
Währungsumrechnung 72.367 491 72.858 -32.399 -1.300 -33.699
Währungsumrechnung aus assoziierten
Unternehmen
2.861 0 2.861 -785 0 -785
Veränderung Hedging Reserve -11.365 0 -11.365 -5.145 0 -5.145
Übrige 1) 100 0 100 -135 0 -135
Andere Gesamtergebnisbestandteile 2) 63.963 491 64.454 -38.464 -1.300 -39.764
Gesamtergebnis nach Steuern -2.671 -1.913 -4.584 -98.233 -2.555 -100.788
davon auf Hybridkapitalbesitzer
entfallender Anteil
8.014 8.014
davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft -10.685 -106.247

1) Die im Gesamtergebnis erfassten Marktwertänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden unter "Übrige" ausgewiesen.

2) Der Ausweis der anderen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.

Bilanz

in TEUR 31.3.2010 31.12.2009
Aktiva
Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte 653.286 641.109
Sachanlagen 1.926.034 1.905.437
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 45.443 41.272
Anteile an assoziierten Unternehmen 120.953 118.977
Übrige Finanzanlagen 19.488 19.250
Latente Steuern 45.551 37.636
Langfristiges Vermögen 2.810.755 2.763.681
Vorräte 575.534 552.352
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 177.330 110.312
Sonstige kurzfristige Forderungen 115.561 118.694
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 85.239 92.766
Zahlungsmittel 290.278 449.612
Kurzfristiges Vermögen 1.243.942 1.323.736
Summe Aktiva 4.054.697 4.087.417

Passiva

Gezeichnetes Kapital 117.527 117.527
Kapitalrücklagen 1.115.896 1.115.896
Hybridkapital 492.896 492.896
Gewinnrücklagen 911.708 1.010.842
Übrige Rücklagen -109.885 -173.848
Eigene Anteile -40.697 -40.697
Nicht beherrschende Anteile 22.503 24.416
Eigenkapital 2.509.948 2.547.032
Personalrückstellungen 62.712 61.795
Latente Steuern 90.781 89.164
Sonstige langfristige Rückstellungen 68.658 66.307
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 931.545 880.507
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 29.179 28.044
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.182.875 1.125.817
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 58.713 59.876
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 28.818 69.851
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 154.649 156.000
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 119.694 128.841
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 361.874 414.568
Summe Passiva 4.054.697 4.087.417

Entwicklung des Eigenkapitals

2010 2009
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1. 2.522.616 24.416 2.547.032 2.473.776 23.415 2.497.191
Gesamtergebnis nach Steuern -2.671 -1.913 -4.584 -98.233 -2.555 -100.788
Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon -32.500 0 -32.500 -32.500 0 -32.500
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen 0 0 0 0 0 0
Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile 0 0 0 0 0 0
Veränderung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Aufwand Aktienoptionspläne 0 0 0 117 0 117
Stand 31.3. 2.487.445 22.503 2.509.948 2.343.160 20.860 2.364.020

Cash-flow Statement

in TEUR 1-3/2010 1-3/2009
Ergebnis vor Ertragsteuern -79.120 -73.083
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 46.854 45.155
Firmenwertabschreibungen 0 0
Wertminderungen von Anlagen 0 31.156
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 0 -47
Veränderung langfristiger Rückstellungen 2.699 -3.515
Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen 884 3.414
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -1.761 -2.375
Zinsergebnis 8.844 8.840
Gezahlte Zinsen -6.281 -6.387
Erhaltene Zinsen 3.460 4.282
Gezahlte Ertragsteuern 5.372 -251
Cash-flow aus dem Ergebnis -19.049 7.189
Veränderungen Vorräte -22.004 16.527
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -66.512 -54.062
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.156 -31.611
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen -9.830 -13.872
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen 7.918 -9.464
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -111.633 -85.293
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 2.648 2.612
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -17.418 -53.521
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1 -11
Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte -555 1.292
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen -2.650 3.909
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 0 0
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -17.976 -45.719
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten 48.018 -1.910
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten -47.056 116.659
Gezahlte Dividende Wienerberger AG 0 0
Gezahlter Hybridkupon -32.500 -32.500
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen 0 0
Kapitalerhöhung Wienerberger AG 0 0
Einzahlung aus der Ausübung von Aktienoptionen 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -31.538 82.249
Veränderung der Zahlungsmittel -161.147 -48.763
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel 1.813 -929
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 449.612 206.835
Zahlungsmittel am Ende der Periode 290.278 157.143

Geschäftssegmente

1-3/2010
in TEUR
Zentral
Osteuropa
Zentral
Westeuropa
Nord
Westeuropa
Nord
amerika
Beteiligungen
und Sonstiges 2)
Überleitung 3) Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 59.540 52.340 139.416 27.821 330 279.447
Innenumsatz 270 3.566 1.737 0 1.969 -7.473 69
Umsatz gesamt 59.810 55.906 141.153 27.821 2.299 -7.473 279.516
EBITDA operativ 1) -12.849 -5.906 5.170 -3.762 -5.274 -22.621
EBIT operativ 1) -28.869 -13.776 -10.812 -9.372 -6.646 -69.475
Restrukturierungskosten 0 0 0 0 0 0
Gesamtinvestitionen 4.409 4.735 8.990 1.833 102 20.069
Capital Employed 845.750 400.127 1.146.506 518.069 43.901 2.954.353
Ø Mitarbeiter 4.483 1.985 3.947 1.116 237 11.768

1-3/2009

Außenumsatz 92.230 62.931 169.626 35.243 133 360.163
Innenumsatz 971 3.466 2.745 0 2.427 -9.487 122
Umsatz gesamt 93.201 66.397 172.371 35.243 2.560 -9.487 360.285
EBITDA operativ 1) 9.384 -5.547 25.120 -5.816 -6.982 16.159
EBIT operativ 1) -5.769 -14.102 8.990 -11.666 -6.449 -28.996
Restrukturierungskosten 12.427 9.343 14.319 6.500 0 42.589
Gesamtinvestitionen 16.112 5.253 19.012 5.033 4.202 49.612
Capital Employed 847.933 481.626 1.321.632 611.886 39.583 3.302.660
Ø Mitarbeiter 5.392 2.178 4.176 1.155 239 13.140

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien

3) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.

Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 31.3.2010 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2009 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2009, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt. Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und Bramac Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert. Mit Wirkung vom 1.1.2010 wurde die Ende Dezember erworbene Briqueterie Rouffach SAS in Frankreich auf Basis vorläufiger Werte erstmals in den Konzernabschluss einbezogen; aus diesem Erwerb resultiert kein wesentlicher Firmenwert. Nicht mehr im Konzernabschluss enthalten ist die mit 30.9.2009 verkaufte VVT Vermögensverwaltung GmbH.

Im Vergleichszeitraum 1.1.2009 bis 31.3.2009 war die mit 1.5.2009 die durch einen Zusammenschluss der Betonsteinaktivitäten in Österreich entstandene Semmelrock Ebenseer GmbH & Co KG sowie die Gesellschaften Lusit KG und Lusit GmbH nicht enthalten.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2010 bis 31.3.2010 anteilig den Umsatz um 2.456 TEUR und verringerte das EBITDA um -1.970 TEUR.

Saisonalität des Geschäfts

Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Wienerberger Hybridkapital

Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2010 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR für das im Jahr 2007 begebene Hybridkapital ausbezahlt. Das Hybridkapital wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Für die ersten drei Monate des Jahres 2010 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 8.014 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,07 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz fiel um 22 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten drei Monaten 279.516 TEUR. Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) vor Restrukturierungskosten lag mit -22.621 TEUR um 38.780 TEUR unter dem Vergleichswert des Vorjahrs von 16.159 TEUR.

Das Betriebsergebnis nach Restrukturierungen und Wertminderungen von Sachanlagen sowie Firmenwertabschreibungen beläuft sich somit auf -69.475 TEUR im Vergleich zu -71.585 TEUR im Vorjahr. Per 31.3.2010 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 117.526.764 Stück.

Zum Stichtag wurden 1.113.603 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2010 bis 31.3.2010 auf 116.413.161 Stück.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsneutrale positive Währungsdifferenzen von 75.719 TEUR resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US-Dollar sowie einigen osteuropäischen Währungen und wurden nur geringfügig durch negative Effekte aus dem Britischen Pfund vermindert. Die Hedging Reserve verminderte sich im Berichtszeitraum um 11.365 TEUR nach Steuern. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 100 TEUR. Im Berichtszeitraum wurde für fällige Gastermingeschäfte (Cash-flow-Hedges), deren Marktwertänderungen bislang direkt im Eigenkapital erfasst wurden, ein Aufwand in Höhe von 432 TEUR in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das negative Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten drei Monaten um 69.038 TEUR. Das Gesamtergebnis nach Steuern führte somit im Berichtszeitraum zu einer Eigenkapitalminderung von insgesamt 4.584 TEUR.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -111.633 TEUR (Vorjahr: -85.293 TEUR) war aufgrund der anhaltenden Marktschwäche niedriger als im Vorjahr. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 20.069 TEUR resultierte mit 9.109 TEUR aus Instandhaltungs-, Ersatzund Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 10.960 TEUR aus Werksneubauten, Werkserweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen).

In den Wachstumsinvestitionen ist auch der Erwerb von Vermögenswerten des insolventen Ziegelproduzenten Rimmele in Süddeutschland im Jänner 2010 enthalten. Zu den Anlagen zählt neben dem Werk am Standort Ehingen mit einer Kapazität von ca. 100 Mio. NF auch eine Tongrube, die noch über Rohstoffvorräte für die nächsten 20 Jahre verfügt.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den ersten drei Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 17.418 TEUR. Die Nettoverschuldung stieg insbesondere aufgrund des negativen Cash-flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Auszahlung des Hybridkupons von 32.500 TEUR im Februar und der getätigten Investitionen um 176.866 TEUR auf 584.846 TEUR.

Risikobericht

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. Für das Jahr 2010 erwartet Wienerberger Risiken aus der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und der Witterung, aus hohen Lagerbeständen und einem damit verbundenen Preisdruck sowie aus steigenden Energiepreisen. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Insbesondere zur Bewältigung von Risiken aus hohen Lagerbeständen wurde ein konzernweites Programm zur Optimierung des Working Capital umgesetzt. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentliche Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Gerade in dem durch die weltweite Wirtschaftskrise gezeichneten Umfeld stehen bei Wienerberger auch weiterhin der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis im Zentrum der Unternehmensstrategie. Aus diesem Grund wurde die Finanzkraft von Wienerberger durch die Emission einer neuen Anleihe und den Verzicht der Aktionäre auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2009 gestärkt. Wienerberger setzt unverändert auf eine Maximierung des Free Cash-flows und den Abbau der Nettoverschuldung über Kosteneinsparungen, auf die Verminderung des Working Capital und auf eine Limitierung von Investitionen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert.

In Deutschland bestehen rechtliche Risiken aus einer drohenden Kartellstrafe, für die bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10.000 TEUR gebildet wurde, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht vor 2011 zu rechnen ist. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftsgebarung von Wienerberger und sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat.

Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die Wienerberger AG platzierte Ende März eine neue Anleihe mit einem Volumen von 250.000 TEUR. Die endgültige Zuzählung der Anleihe erfolgte am 7. April 2010. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von 4¼ Jahren (fällig am 7. Juli 2014), liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 4,875 % verzinst. Die Begebung der Anleihe dient der Reduktion des mittelfristigen Refinanzierungsbedarfs sowie zur Verbesserung des Fälligkeitsprofils der Verschuldung. Mit Teilen dieser Mittel erfolgte das Rückkaufprogramm für die 2005 begebene Anleihe. Der Rückkaufpreis lag bei 100 % des Nominalwerts plus der bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Stückzinsen. Bis Ende der Zeichnungsfrist am 9. April 2010 wurden Anleihen mit einem Volumen von 140.000 TEUR zurückgekauft.

Verzicht auf prüferische Durchsicht

Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Nach bestem Wissen und Gewissen erklärt der Vorstand der Wienerberger AG hiermit, dass der ungeprüfte Quartalsbericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt.

Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 4. Mai 2010

CEO CFO COO

Heimo Scheuch Willy Van Riet Johann Windisch

Werksstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegel für Wand und Dach – unter Berücksichtigung des neu eröffneten Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 227 Werken in 27 Ländern und fünf Exportmärkten vertreten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Der Fokus liegt dabei auf dem Auf- und Ausbau von starken Markpositionen in jenen Märkten, in denen wir bereits tätig sind.

Wienerberger Märkte in Nordamerika

Finanzterminplan

Beginn der Quiet Period
Ergebnisse zum 1. Quartal 2010
141. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
Beginn der Quiet Period
Halbjahresabschluss 2010: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
Halbjahresabschluss 2010: Analystenkonferenz in London
Beginn der Quiet Period
Ergebnisse zum 3. Quartal 2010
Capital Markets Day 2010

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie

Investor Relations Officer Barbara Braunöck
Aktionärstelefon +43 (1) 601 92-471
E-Mail [email protected]
Internet www.wienerberger.com
Wiener Börse WIE
Thomson Reuters WBSV.VI; WIE-VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1 WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2009: http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Bericht zum 1. Quartal 2010 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

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