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Wienerberger AG

Quarterly Report Aug 27, 2010

769_ir_2010-08-27_31866e05-f511-4cf4-9483-f832f76c1f0e.pdf

Quarterly Report

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Ertragskennzahlen 1-6/2009 1-6/2010 Vdg. in % Ultimo 2009
Umsatz in Mio. € 898,1 825,6 -8 1.816,9
EBITDA operativ 1) in Mio. € 100,6 78,3 -22 208,6
EBIT operativ 1) in Mio. € 7,8 -16,7 <-100 19,0
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -222,8 -45,2 +80 -295,6
Ergebnis nach Steuern 2) in Mio. € -204,0 -39,4 +81 -258,7
Ergebnis je Aktie in € -2,65 -0,46 +83 -3,17
Ergebnis je Aktie bereinigt 3) in € -0,17 -0,46 <-100 -0,34
Free Cash-flow 4) in Mio. € 7,9 -22,3 <-100 250,8
Normalinvestitionen in Mio. € 30,7 21,6 -30 62,7
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 60,3 18,9 -69 71,4
Bilanzkennzahlen 31.12.2009 30.6.2010 Vdg. in %
Eigenkapital 5) in Mio. € 2.547,0 2.571,9 +1
Nettoverschuldung in Mio. € 408,0 484,8 +19
Capital Employed in Mio. € 2.816,8 2.916,8 +4
Bilanzsumme in Mio. € 4.087,4 4.126,0 +1
Verschuldungsgrad in % 16,0 18,8 -
Mitarbeiter 6) 12.676 11.879 -6
Börsekennzahlen 1-12/2009 1-6/2010 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 17,24 16,18 -6
Tiefstkurs der Aktie in € 4,70 9,87 >100
Ultimokurs der Aktie in € 12,78 10,06 -21
Gewichtete Aktienzahl 7) in Tsd. 91.298 116.413 +28
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.502,0 1.181,7 -21
Geschäftssegmente 1-6/2010
in Mio. € und %
Zentral
Osteuropa
Zentral
Westeuropa
Nord
Westeuropa
Nordamerika Beteiligungen
und Sonstiges 8)
Umsatz 233,3
(-15 %)
175,8
(-4 %)
359,6
(-5 %)
71,5
(-6 %)
-14,6 (+10 %)
EBITDA operativ 1) 30,6
(-37 %)
9,7 (-15 %) 49,7
(-19 %)
-0,5 (+94 %) -11,2 (+13 %)
EBIT operativ 1) -1,4 (<-100 %) -6,6 (-12 %) 17,5
(-39 %)
-12,2 (+36 %) -14,0
(-6 %)
Gesamtinvestitionen 11,1
(-71 %)
8,8 (+11 %) 17,3
(-39 %)
3,0 (-64 %) 0,3 (-96 %)
Capital Employed 791,9
(-8 %)
362,1 (-17 %) 1.159,7
(-6 %)
552,9
(+5 %)
50,2
(-2 %)
Mitarbeiter 6) 4.498
(-17 %)
2.008
(-8 %)
3.984
(-4 %)
1.147
(-1 %)
242
(0 %)

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon

3) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; nach anteiligem Hybridkupon

4) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

5) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital

6) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während der Periode

7) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

8) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftssegmente sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt.

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Wie Sie wissen, ist die erhoffte konjunkturelle Erholung im Wohnungsneubau nicht eingetreten, und wir waren in den letzten Monaten mit einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert. Umso mehr freut es mich, dass ich Ihnen über deutliche Ergebnissteigerungen im zweiten Quartal bei Wienerberger berichten kann. Trotz sehr eingeschränkter Bautätigkeit in Zentral-Osteuropa aufgrund starker Regenfälle und Überflutungen im April und Mai sowie niedrigerer Durchschnittpreise ist es uns im zweiten Quartal gelungen, das operative EBITDA um beachtliche 20 % auf 100,9 Mio. € gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs zu steigern. Dies zeigt deutlich, dass die gesetzten Restrukturierungsmaßnahmen greifen und bestätigt die erwarteten Kosteneinsparungen in vollem Umfang.

Insgesamt ergibt sich daraus für das erste Halbjahr ein um 8 % niedrigerer Umsatz von 825,6 Mio. € sowie ein um 22 % geringeres operatives EBITDA von 78,3 Mio. €, da wir im ersten Quartal aufgrund des ungewöhnlich langen und strengen Winters mit einem negativen operativen EBITDA von 22,6 Mio. € in das Jahr 2010 gestartet sind und es nicht möglich ist, dies in drei Monaten aufzuholen. Aber wir sind auf einem sehr guten Weg: neben den im zweiten Quartal durch die Kosteneinsparungen realisierten Ergebnissteigerungen wurde auch die Nettoverschuldung seit März auf 485 Mio. € gesenkt.

In den letzten Monaten hat sich das makroökonomische Umfeld wieder deutlich verschlechtert. Die aufgrund der Griechenlandkrise in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückten hohen Staatsverschuldungen in Europa führten in vielen EU-Mitgliedsländern zu umfangreichen Sparpaketen. Daraus resultiert eine zunehmende Verunsicherung sowie sinkendes Konsumentenvertrauen und eine nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit, die sich negativ auf den Wohnungsneubau auswirkt. Dies waren die Hauptgründe, warum Euroconstruct Ende Juni die Prognosen für den europäischen Wohnungsneubau von zuvor -2,2 % auf -4,0 % für 2010 nach unten revidierte. Daher gehe ich auch für die zweite Jahreshälfte von keiner Verbesserung des Marktumfelds aus. In Westeuropa erwarte ich, dass sich der leicht positive Trend im Wohnungsneubau in Großbritannien, Frankreich und Deutschland fortsetzt, während die Niederlande weiterhin rückläufig bleiben. In Zentral-Osteuropa ist die Bautätigkeit nach wie vor sehr eingeschränkt und eine Erholung für dieses Jahr nicht absehbar. Für unser amerikanisches Geschäft erwarten wir trotz Auslaufens des Steuervorteils für Erstkäufer Ende April dieses Jahres eine stabile Absatzentwicklung.

Wir haben unsere Stärke erfolgreich genützt, um in diesem Umfeld mit offensiver Preispolitik Marktanteile in Tschechien, der Slowakei und in Ungarn zu behaupten bzw. in Rumänien und Bulgarien auszubauen. Für die kommenden Monate ist aufgrund zunehmenden Wettbewerbsdrucks in Polen und Deutschland auch in diesen Ländern eine flexiblere Preisgestaltung vorgesehen. In den USA werden wir lokal begrenzt auf das preisaggressive Verhalten des Mitbewerbs reagieren. Insgesamt gehe ich dennoch davon aus, dass der negative Preiseffekt von -5 % zum Halbjahr im Durchschnitt bis Jahresende etwas moderater ausfallen wird.

Es ist uns in den ersten sechs Monaten gelungen, unsere hochwertigen Produkte wie den POROTHERM Planziegel und Dryfix® auch in Zentral-Osteuropa erfolgreich zu positionieren. Weiters haben wir unsere Position am Dachmarkt durch den Ausbau der KoraTech® Produktlinie nachhaltig gestärkt. Im Bereich Flächenbefestigungen konnten wir uns mit Semmelrock gut in den osteuropäischen Infrastrukturmärkten behaupten. Das operative Geschäft von Pipelife hat sich im ersten Halbjahr ebenfalls zufriedenstellend entwickelt, und wir werden gemeinsam mit unserem Joint Venture Partner Solvay dieses Geschäftsfeld weiterentwickeln.

Auch ohne Rückenwind von den Märkten, blicke ich zuversichtlich in die Zukunft von Wienerberger, da ich davon ausgehe, dass sich der positive Trend des zweiten Quartals weiter fortsetzt. Es wird zwar nicht möglich sein, das negative erste Quartal zur Gänze aufzuholen, jedoch erwarte ich für das Gesamtjahr aufgrund der Kosteneinsparungen aus dem Aktionsplan 2009 sowie aus den preisbedingt niedrigeren Energiekosten eine Steigerung der Ergebnisse.

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

Keine Verbesserung des Marktumfelds im zweiten Halbjahr erwartet

Offensive Preispolitik zum Ausbau von Marktanteilen

Zufriedenstellende Entwicklung im operativen Geschäft

Ergebnissteigerungen aufgrund der Kosteneinsparungen für das Gesamtjahr erwartet

Halbjahreslagebericht

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

Ertragslage

Beeinträchtigt durch ein wetterbedingt sehr schwaches erstes Quartal erwirtschaftete Wienerberger in den ersten sechs Monaten mit 825,6 Mio. € einen um 8 % geringeren Konzernumsatz als im Jahr zuvor. Der Umsatzrückgang resultiert zu 5 % aus Mengeneffekten und zu 5 % aus niedrigeren Durchschnittspreisen, während sich die Fremdwährungseffekte vor allem durch gegenüber dem Euro stärkere osteuropäische Währungen mit 2 % positiv auswirkten.

Die rückläufige Nachfrage erklärt sich vor allem aus dem schwachen Wohnungsneubau in Zentral-Osteuropa. Der schneereiche Winter und die Folgen der langen Regenperiode im April und Mai ließen die Bautätigkeit in dieser Region in vier der sechs Berichtsmonate nur eingeschränkt zu. Die Absätze in Westeuropa waren im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die moderaten Zuwächse insbesondere im zweiten Quartal in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Belgien konnten die rückläufige Entwicklung in den Niederlanden und Italien ausgleichen. In Nordamerika ist die erwartete Stabilisierung auf niedrigem Niveau eingetreten.

Die um 5 % geringeren Durchschnittspreise erklären sich vor allem aus unserer offensiven Preispolitik in Osteuropa. In einem schwierigen Marktumfeld nutzen wir unsere finanzielle Stärke, um unsere Marktposition zu behaupten bzw. auszubauen. In Bulgarien und Rumänien konnten wir durch erfolgreiche Zurückdrängung der Importe deutlich Marktanteile gewinnen.

Trotz niedrigerer Durchschnittspreise und schwacher Nachfrage in Osteuropa ist es uns im zweiten Quartal gelungen, das operative EBITDA um 20 % auf 100,9 Mio. € zu steigern. Dies zeigt den Erfolg der gesetzten Restrukturierungsmaßnahmen, der sich in geringeren Produktionskosten aufgrund besserer Kapazitätsauslastung sowie Fixkosteneinsparungen im ersten Halbjahr widerspiegelt. Da wir witterungsbedingt im ersten Quartal mit einem operativen EBITDA von -22,6 Mio. € gestartet sind und dies nicht in drei Monaten aufgeholt werden kann, ergibt sich für das Halbjahr noch ein Rückgang im operativen EBITDA auf 78,3 Mio. € und im operativen EBIT auf -16,7 Mio. €.

Das gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigere Finanzergebnis von -28,6 Mio. € (Vorjahr: -18,1 Mio. €) erklärt sich vor allem aus einmaligen Aufwendungen, die aus der vorzeitigen Tilgung von Krediten sowie aus den Begebungskosten der im April platzierten neuen Anleihe entstanden sind, und aus der geringeren Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen (Tondach Gleinstätten und Pipelife Gruppe).

Durch den Wegfall von Restrukturierungskosten verbesserte sich das Ergebnis nach Ertragsteuern im ersten Halbjahr 2010 bei einer Steuerquote von 13,0 % (Vorjahr: 8,4 %) auf -39,4 Mio. € nach -204,0 Mio. € im Vorjahr. Das um Effekte aus Restrukturierungen und den Hybridkupon bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt unter Berücksichtigung der durch die Kapitalerhöhung um 40 % höheren, gewichteten Aktienanzahl -0,46 € nach -0,17 € im ersten Halbjahr 2009.

Cash-flow

Der Cash-flow aus dem Ergebnis liegt ebenfalls aufgrund des Wegfalls von Restrukturierungskosten mit 63,7 Mio. € um 13,9 Mio. € über dem ersten Halbjahr 2009. Im ersten Halbjahr

Umsatz und operatives EBITDA in % von 100

H1 Umsatz und operatives EBITDA

2010 kam es saisonbedingt zu einem leichten Aufbau der Vorratspositionen, wodurch der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 11,9 Mio. € unter dem Vorjahreswert liegt.

Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen und Akquisitionen wurde gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 stark reduziert und betrug insgesamt 40,5 Mio. €, wobei 18,9 Mio. € für Investitionen zur Fertigstellung von laufenden Projekten sowie 21,6 Mio. € für Normalinvestitionen (Instandhaltung) aufgewendet wurden.

Der Emissionserlös der im April 2010 platzierten Anleihe sowie der Rückkauf der in 2005 begebenen Anleihe ist saldiert in der Veränderung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Im Februar wurde ein Kupon von 32,5 Mio. € auf das Hybridkapital gezahlt. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2009 wurde zur Stärkung der Liquidität ausgesetzt.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital verminderte sich bedingt durch die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € im Februar 2010 sowie durch das negative Ergebnis nach Ertragssteuern im ersten Halbjahr. Diese Effekte konnten aufgrund der neutral erfassten positiven Währungsdifferenzen von 123,6 Mio. € mehr als kompensiert werden, die im Wesentlichen aus dem US-Dollar, dem britischen Pfund sowie dem russischen Rubel resultierten. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich dadurch zum 30. Juni 2010 geringfügig auf 2.571,9 Mio. €. Die Nettoverschuldung verringerte sich gegenüber dem 31. März 2010 von 584,8 Mio. € auf 484,8 Mio. €, woraus sich ein Verschuldungsgrad von nur 19 % errechnet.

Finanzierung und Treasury

Ende März wurde eine neue Anleihe mit einer Laufzeit von 4¼ Jahren und einem Volumen von 250 Mio. € platziert. Damit konnten der mittelfristige Refinanzierungsbedarf reduziert und das Fälligkeitsprofil unserer Verschuldung weiter verbessert werden. Aus den Mitteln der neuen Anleihe wurden rund 140 Mio. € der im April 2012 fälligen Anleihe aus dem Jahr 2005 vorzeitig zurückgekauft. Ein Teil der verbleibenden Mittel wurde zur Rückzahlung anderer Finanzverbindlichkeiten verwendet. Mit einem Verschuldungsgrad von 19 % zum ersten Halbjahr verfügen wir über eine starke Bilanz. Die Entschuldungsdauer lag am 30. Juni 2010 bei 2,6 sowie die Kennzahl (Eigenkapital minus Firmenwert) / (Bilanzsumme minus Firmenwert) bei 56 % und damit deutlich unter bzw. über den in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerten.

Treasury Kennzahlen 30.6.2009 30.6.2010 Schwellenwert
Nettoverschuldung / operatives EBITDA 1) 3,2 2,6 <3,75 4,0 2)
(Eigenkapital minus Firmenwert) /
(Bilanzsumme minus Firmenwert) 46 % 56 % >35 %

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen; berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA

2) zweimal bis zu 4,0 zulässig

Verschuldungsgrad von nur 19 %

Weitere Verbesserung des Fälligkeitsprofils

2. Quartal 2010

Operatives EBITDA im 2. Quartal 2010 um 20 % auf 100,9 Mio. € gesteigert

Im zweiten Quartal verbesserte sich der Konzernumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2 % auf 546,1 Mio. € und das operative EBITDA um 20 % auf 100,9 Mio. €. Diese Ergebnissteigerung ist vor allem auf deutlich bessere Kostenstrukturen zurückzuführen und zeigt das Greifen der in 2009 gesetzten Restrukturierungsmaßnahmen. Niedrigere Produktionskosten ergaben sich insbesondere aus den realisierten Einsparungen, einer besseren Kapazitätsauslastung sowie geringeren Energiekosten. Zentral-Osteuropa zeigte im zweiten Quartal als einzige Region einen Umsatzrückgang von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser ist im Wesentlichen auf die witterungsbedingt stark eingeschränkte Bautätigkeit zurückzuführen, die einen anhaltend starken Wettbewerbsdruck in den betroffenen Ländern zur Folge hatte. Dennoch konnte durch bessere Auslastung sowie niedrigere Produktionskosten das operative EBITDA in der Region im zweiten Quartal um 11 % auf 43,4 Mio. € verbessert werden. In Zentral-Westeuropa stieg der Umsatz dank leichter Erholung im deutschen Wohnungsneubau und stabilen Absätzen in der Schweiz um 3 % auf 119,9 Mio. €. Im Ergebnis musste jedoch aufgrund des anhaltenden Wettbewerbsdrucks in Italien sowie zunehmenden Preisdrucks in Deutschland ein Rückgang im operativen EBITDA von 8 % auf 15,6 Mio. € hingenommen werden. In Nord-Westeuropa konnten in allen Ländern mit Ausnahme der Niederlande Umsatz- und Ergebniszuwächse erwirtschaftet und damit das wetterbedingt schwache erste Quartal großteils kompensiert werden. Zweistellige Mengenzuwächse in Großbritannien sowie eine stabile Absatzentwicklung in Belgien und Frankreich führten neben einem Umsatzplus zu einer deutlichen Steigerung im operativen EBITDA um 23 % auf 44,5 Mio. €. In Nordamerika wurden im zweiten Quartal mit 43,7 Mio. € etwas höhere Umsätze als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs erzielt, da in den USA die erwartete Stabilisierung im Wohnungsneubau eingetreten ist. Aufgrund der Kosteneinsparungen aus den Restrukturierungsmaßnahmen sowie einer deutlich besseren Kapazitätsauslastung konnte in Nordamerika wieder ein positives operatives EBITDA von 3,3 Mio. € erwirtschaftet werden.

Umsatz in Mio. € 4-6/2009 4-6/2010 Vdg. in %
Zentral-Osteuropa 182,3 173,5 -5
Zentral-Westeuropa 116,0 119,9 +3
Nord-Westeuropa 207,8 218,4 +5
Nordamerika 41,1 43,7 +6
Beteiligungen und Sonstiges 1) -9,4 -9,4 0
Wienerberger Gruppe 537,8 546,1 +2
EBITDA operativ 2) in Mio. € 4-6/2009 4-6/2010 Vdg. in %
Zentral-Osteuropa 39,1 43,4 +11
Zentral-Westeuropa 16,9 15,6 -8
Nord-Westeuropa 36,3 44,5 +23
Nordamerika -2,1 3,3 >100
Beteiligungen und Sonstiges 1) -5,8 -5,9 -2
Wienerberger Gruppe 84,4 100,9 +20

1) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment 2) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

GESCHÄFTSSEGMENTE

Zentral-Osteuropa

Die Absatzentwicklung in Zentral-Osteuropa war im ersten Halbjahr vor allem durch schlechte Witterungsverhältnisse geprägt. Der lange strenge Winter in den ersten Monaten und die Überschwemmungen in weiten Teilen der Region im April und Mai verursachten einen viermonatigen Baustillstand, wodurch die Nachfrage nach Baustoffen in allen Märkten zum Teil signifikant rückläufig war. Daraus resultierte ein Umsatzrückgang um 15 % auf 233,3 Mio. € (Vorjahr: 275,5 Mio. €). Stillstands- und Anlaufkosten sowie niedrigere Durchschnittspreise führten zu einem um 37 % rückläufigen operativen EBITDA auf 30,6 Mio. € (Vorjahr: 48,5 Mio. €). Mit einem Anteil von 28 % am Konzernumsatz erwirtschaftete das Segment 39 % vom operativen EBITDA der Gruppe.

Bei Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegel waren in den ersten sechs Monaten deutliche Mengeneinbußen zu verzeichnen. Unser Spezialist für Flächenbefestigungen aus Beton – Semmelrock – konnte sich über Infrastrukturprojekte im öffentlichen Bereich deutlich besser behaupten und bei leicht höheren Absätzen den Umsatz auf Vorjahresniveau halten.

In Polen, unserem größten Markt in der Region, war aufgrund niedriger Bautätigkeit zunehmender Wettbewerbsdruck zu beobachten. Zwar zeigten die Statistiken einen Anstieg bei Baubeginnen, aber die Nachfrage nach Baustoffen ging in der ersten Jahreshälfte dennoch zurück. Die Erklärung dafür liegt unseres Erachtens im Auslaufen der im Jahr 2008 erteilten Baugenehmigungen, die dazu geführt haben, dass in den letzten Monaten zahlreiche Baustellen eröffnet, diese jedoch nicht gestartet wurden. Ungarn, Tschechien und die Slowakei blieben aufgrund fehlender Nachfrage in einem stark kompetitiven Umfeld schwierige Märkte. In Rumänien und Bulgarien konnten wir bei rückläufiger Nachfrage steigende Absätze und damit deutliche Marktanteilsgewinne verzeichnen. Wir haben unsere starke Position in Zentral-Osteuropa genützt, um durch selektive Preisanpassungen unsere Marktanteile zu behaupten und auszubauen.

Die Bautätigkeit bleibt in Zentral-Osteuropa nach wie vor sehr eingeschränkt, und eine Erholung ist nicht absehbar. In Polen erwarten wir eine Stabilisierung der Nachfrage nach Baustoffen in der zweiten Jahreshälfte und wollen auch dort über Preismaßnahmen und höherwertige Produkte unsere Marktposition weiter ausbauen. Ungarn wird aufgrund der volkswirtschaftlichen Probleme schwächster Markt in diesem Segment bleiben. In Bulgarien und Rumänien gehen wir davon aus, weitere Marktanteile gewinnen zu können. In Tschechien und in der Slowakei werden wir dem anhaltenden Wettbewerbsdruck weiterhin mit gezielten Preismaßnahmen und der Forcierung von höherwertigen Produkten begegnen.

Absatzentwicklung der Region stark durch negative Wettereffekte geprägt

H1 Umsatz nach Bereichen

1 Zentral-Osteuropa: 28 % 2 Zentral-Westeuropa: 21 % 3 Nord-Westeuropa: 44 % 4 Nordamerika: 9 % 5 Beteiligungen und Sonstiges: -2 %

H1 operatives EBITDA nach Bereichen

1 Zentral-Osteuropa: 39 % 2 Zentral-Westeuropa: 12 % 3 Nord-Westeuropa: 63 % 4 Nordamerika: -1 % 5 Beteiligungen und Sonstiges: -13 %

Zentral-Osteuropa 1-6/2009 1-6/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 275,5 233,3 -15
EBITDA operativ 1) in Mio. € 48,5 30,6 -37
EBIT operativ 1) in Mio. € 17,3 -1,4 <-100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 38,8 11,1 -71
Capital Employed in Mio. € 856,8 791,9 -8
Ø Mitarbeiter 5.391 4.498 -17
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 1.468 1.225 -17
Absatz Betonsteine in Mio. m² 4,73 4,93 +4
Absatz Betondachsteine 2) in Mio. m² 6,02 5,00 -17

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt

Zentral-Westeuropa

Der Segmentumsatz von 175,8 Mio. € (Vorjahr: 182,4 Mio. €) lag mit 4 % nur leicht unter jenem der Vorjahresperiode. Durch Stillstands- und Anlaufkosten sowie den anhaltenden Preisdruck in Italien verringerte sich das operative EBITDA um 15 % auf 9,7 Mio. € (Vorjahr: 11,4 Mio. €). Das Segment erreichte einen Anteil von 21 % am Umsatz und 12 % am operativen EBITDA der Gruppe.

In Deutschland zeichnete sich ab März bei zunehmendem Wettbewerbsdruck ein positiver Trend bei der Nachfrage nach Ziegel ab, der leicht durch schwächere Exporte nach Zentral-Osteuropa gedämpft wurde. In einem stabilen Renovierungsmarkt konnten auch die Dachziegelabsätze leicht gesteigert werden. In der Schweiz blieben die Mengen bei stabilen Preisen in der ersten Jahreshälfte in etwa auf Vorjahresniveau. In Italien herrscht weiterhin eine rückläufige Nachfrage nach Ziegel bei anhaltendem Preisdruck aufgrund struktureller Überkapazitäten.

Für das Gesamtjahr gehen wir in Deutschland, dem wichtigsten Markt der Region, grundsätzlich von einer leichten Erholung im Wohnungsneubau aus. Diese könnte jedoch durch das von der deutschen Regierung beschlossene Sparprogramm gedämpft werden, wodurch die Prognose für das Gesamtjahr schwierig ist. Die Schweiz sollte sich bis Jahresende stabil entwickeln, und in Italien gehen wir von einem weiterhin rückläufigen Baustoffmarkt aus.

Zentral-Westeuropa 1-6/2009 1-6/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 182,4 175,8 -4
EBITDA operativ 1) in Mio. € 11,4 9,7 -15
EBIT operativ 1) in Mio. € -5,9 -6,6 -12
Gesamtinvestitionen in Mio. € 7,9 8,8 +11
Capital Employed in Mio. € 434,5 362,1 -17
Ø Mitarbeiter 2.180 2.008 -8
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 619 617 0
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 70 56 -20
Absatz Tondachziegel 2) in Mio. m² 3,37 3,50 +4

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte

Aufholeffekte im zweiten Quartal; Deutschland mit Mengenzuwächsen

Nord-Westeuropa

Im Segment Nord-Westeuropa konnten im zweiten Quartal in allen Ländern mit Ausnahme der Niederlande Umsatz- und Ergebniszuwächse erwirtschaftet und damit ein Großteil der Rückgänge im wetterbedingt schwachen ersten Quartal kompensiert werden. Der Umsatz lag in den ersten sechs Monaten bei 359,6 Mio. € (Vorjahr: 380,2 Mio. €) und das operative EBITDA bei 49,7 Mio. € (Vorjahr: 61,4 Mio. €). Mit einem Anteil am Konzernumsatz von 44 % erwirtschaftete das Segment beachtliche 63 % vom operativen Gruppen-EBITDA.

In Großbritannien setzte sich der positive Trend leicht steigender Mengen auch im zweiten Quartal fort. Insgesamt wurden in der ersten Jahreshälfte deutlich mehr Vormauer- und Dachziegel abgesetzt als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Durchschnittspreise in Großbritannien sind auf einen temporären und überproportionalen Anstieg von günstigeren Ziegelformaten in den ersten Monaten dieses Jahres zurückzuführen.

In Frankreich hat sich der Wohnungsneubau etwas besser entwickelt als erwartet. Auch in Belgien zeigte sich die Nachfrage in etwa auf Vorjahresniveau. In den Niederlanden ist der Markt aufgrund fehlender Verfügbarkeit von Finanzierungen für Wohnbauprojekte sowie Kosteneinsparungen im öffentlichen Bereich weiterhin deutlich rückläufig.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Trends in den Märkten fortsetzen werden, wenngleich es schwierig sein wird, das erste Quartal zur Gänze zu kompensieren. Für das Gesamtjahr erwarten wir in Großbritannien und Frankreich eine leichte Erholung, in Belgien eine stabile Entwicklung und gehen in den Niederlanden weiterhin von einer rückläufigen Nachfrage nach Baustoffen aus. Die Preise im Segment Nord-Westeuropa sollten in der zweiten Jahreshälfte stabil bleiben.

Nord-Westeuropa 1-6/2009 1-6/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 380,2 359,6 -5
EBITDA operativ 1) in Mio. € 61,4 49,7 -19
EBIT operativ 1) in Mio. € 28,6 17,5 -39
Gesamtinvestitionen in Mio. € 28,4 17,3 -39
Capital Employed in Mio. € 1.235,5 1.159,7 -6
Ø Mitarbeiter 4.137 3.984 -4
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 490 493 +1
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 598 592 -1
Absatz Tondachziegel 2) in Mio. m² 6,22 6,09 -2

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte

Nordamerika

In Nordamerika ist nach dem langen und schneereichen Winter in den letzten Monaten die erwartete Stabilisierung eingetreten. Insgesamt waren die Mengen in den ersten sechs Monaten um 3 % rückläufig, wobei die Absätze im zweiten Quartal allerdings leicht über ihrem Vorjahresniveau lagen. Bei einem leichten Umsatzrückgang auf 71,5 Mio. € (Vorjahr: 76,3 Mio. €) konnte das operative EBITDA von -7,9 Mio. € durch eine höhere Werksauslastung und Kosteneinsparungen deutlich auf -0,5 Mio. € verbessert werden. Das Segment hielt 9 % am Gruppenumsatz, während der Anteil am operativen EBITDA -1 % betrug.

Großbritannien im ersten Halbjahr besser als erwartet

Stabile Entwicklung im Wohnungsneubau für die zweite Jahreshälfte erwartet

Ende April ist der Steuervorteil für Erstkäufer ausgelaufen und hat wie erwartet zu einem signifikanten Rückgang der Baubeginne im Mai geführt. Die von der NAHB (National Association of Home Builders) prognostizierten Baubeginne für 2010 wurden seit Jahresbeginn von 700.000 Einheiten auf zuletzt 600.000 Einheiten nach unten revidiert, wodurch unsere zu Jahresbeginn getroffene Annahme bestätigt wurde.

In der zweiten Jahreshälfte gehen wir von einer stabilen Entwicklung aus. Für das Gesamtjahr rechnen wir aufgrund einer deutlich über dem Vorjahr liegenden Kapazitätsauslastung der Werke zwischen 40-50 % bei stabilen Absätzen mit einem positiven operativen EBITDA, auch wenn wir lokal begrenzt die Preise als Reaktion auf das seit kurzem preisaggressive Verhalten des Mitbewerbs angepasst haben.

Nordamerika 1-6/2009 1-6/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 76,3 71,5 -6
EBITDA operativ 1) in Mio. € -7,9 -0,5 +94
EBIT operativ 1) in Mio. € -19,0 -12,2 +36
Gesamtinvestitionen in Mio. € 8,4 3,0 -64
Capital Employed in Mio. € 527,2 552,9 +5
Ø Mitarbeiter 1.153 1.147 -1
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 146 142 -3

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Beteiligungen und Sonstiges

Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Holding und die ihr zuordenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien sowie die Nicht-Kernbereiche der Gruppe, darunter insbesondere das 50/50 Joint Venture Pipelife (at-equity Konsolidierung, daher nicht im operativen Ergebnis enthalten).

Die Pipelife Gruppe – ein Joint Venture mit unserem belgischen Partner Solvay – ist mit über 2.800 Mitarbeitern in 28 Ländern (Europa und USA) einer der größten internationalen Anbieter von Kunststoffrohrsystemen. Die Produkte werden sowohl im Wohnbau (Wasser- und Heizungsrohre) als auch im öffentlichen Bereich (Wasserversorgung, Kanal, Gas etc.) eingesetzt. Wir sehen Pipelife nicht zuletzt auch aufgrund der Nähe zu unserer Industrie und unseren Märkten als ein wichtiges Standbein an, welches wir gemeinsam mit Solvay aktiv weiterentwickeln wollen. Auch bei Pipelife wurde im letzten Jahr begonnen, umfassende Restrukturierungsmaßnahmen zu implementieren, und es werden die Strukturen an das schwächere Marktumfeld weiter angepasst.

Beteiligungen und Sonstiges 1) 1-6/2009 1-6/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 5,9 5,3 -10
EBITDA operativ 2) in Mio. € -12,8 -11,2 +13
EBIT operativ 2) in Mio. € -13,2 -14,0 -6
Capital Employed in Mio. € 51,0 50,2 -2
Ø Mitarbeiter 243 242 0

1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten

2) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Pipelife, ein wichtiges Standbein für Wienerberger, soll aktiv weiterentwickelt werden

Zwischenbericht nach IFRS Wienerberger Gruppe

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 4-6/2010 4-6/2009 1-6/2010 1-6/2009
Umsatzerlöse 546.051 537.840 825.567 898.125
Herstellkosten -359.627 -369.563 -599.008 -638.761
Bruttoergebnis vom Umsatz 186.424 168.277 226.559 259.364
Vertriebskosten -109.010 -104.232 -191.024 -195.182
Verwaltungskosten -31.738 -31.265 -60.638 -63.798
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.109 -11.020 -21.695 -20.936
Sonstige betriebliche Erträge 18.238 15.046 30.128 28.362
Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
52.805 36.806 -16.670 7.810
Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen 0 -44.585 0 -87.174
Firmenwertabschreibungen 0 -125.390 0 -125.390
Betriebsergebnis nach Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
52.805 -133.169 -16.670 -204.754
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen -600 3.562 -1.484 148
Zinsertrag 5.423 4.278 8.512 9.649
Zinsaufwand -20.171 -13.751 -32.104 -27.962
Sonstiges Finanzergebnis -3.568 -10.658 -3.485 98
Finanzergebnis -18.916 -16.569 -28.561 -18.067
Ergebnis vor Ertragsteuern 33.889 -149.738 -45.231 -222.821
Ertragsteuern -4.211 6.732 5.871 18.791
Ergebnis nach Ertragsteuern 29.678 -143.006 -39.360 -204.030
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 964 440 -1.440 -815
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.102 8.102 16.116 16.116
davon Ergebnis der Muttergesellschaft 20.612 -151.548 -54.036 -219.331
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,18 0,22 -0,46 -0,17
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,18 -1,83 -0,46 -2,65
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,18 -1,83 -0,46 -2,65

Gesamtergebnisrechnung

1-6/2010 1-6/2009
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Ergebnis nach Ertragsteuern -37.920 -1.440 -39.360 -203.215 -815 -204.030
Währungsumrechnung 121.070 -131 120.939 1.287 -592 695
Währungsumrechnung aus assoziierten
Unternehmen
2.672 0 2.672 -950 0 -950
Veränderung Hedging Reserve -26.767 0 -26.767 -2.302 0 -2.302
Übrige 1) -113 0 -113 44 0 44
Andere Gesamtergebnisbestandteile 2) 96.862 -131 96.731 -1.921 -592 -2.513
Gesamtergebnis nach Steuern 58.942 -1.571 57.371 -205.136 -1.407 -206.543
davon auf Hybridkapitalbesitzer
entfallender Anteil
16.116 16.116
davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft 42.826 -221.252

1) Die im Gesamtergebnis erfassten Marktwertänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden unter "Übrige" ausgewiesen.

2) Der Ausweis der anderen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.

Bilanz

in TEUR 30.6.2010 31.12.2009
Aktiva
Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte 675.801 641.109
Sachanlagen 1.921.521 1.905.437
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 48.027 41.272
Anteile an assoziierten Unternehmen 120.165 118.977
Übrige Finanzanlagen 19.802 19.250
Latente Steuern 45.938 37.636
Langfristiges Vermögen 2.831.254 2.763.681
Vorräte 564.696 552.352
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 192.691 110.312
Sonstige kurzfristige Forderungen 114.878 118.694
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 93.369 92.766
Zahlungsmittel 329.133 449.612
Kurzfristiges Vermögen 1.294.767 1.323.736
Summe Aktiva 4.126.021 4.087.417

Passiva

Gezeichnetes Kapital 117.527 117.527
Kapitalrücklagen 1.115.896 1.115.896
Hybridkapital 492.896 492.896
Gewinnrücklagen 940.422 1.010.842
Übrige Rücklagen -76.986 -173.848
Eigene Anteile -40.697 -40.697
Nicht beherrschende Anteile 22.845 24.416
Eigenkapital 2.571.903 2.547.032
Personalrückstellungen 64.372 61.795
Latente Steuern 98.720 89.164
Sonstige langfristige Rückstellungen 69.292 66.307
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 869.725 880.507
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 30.668 28.044
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.132.777 1.125.817
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 56.514 59.876
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 37.627 69.851
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 179.830 156.000
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 147.370 128.841
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 421.341 414.568
Summe Passiva 4.126.021 4.087.417

Entwicklung des Eigenkapitals

2010 2009
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1. 2.522.616 24.416 2.547.032 2.473.776 23.415 2.497.191
Gesamtergebnis nach Steuern 58.942 -1.571 57.371 -205.136 -1.407 -206.543
Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon -32.500 0 -32.500 -32.500 -224 -32.724
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen 0 0 0 0 0 0
Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile 0 0 0 0 2.443 2.443
Veränderung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Aufwand Aktienoptionspläne 0 0 0 234 0 234
Stand 30.6. 2.549.058 22.845 2.571.903 2.236.374 24.227 2.260.601

Cash-flow Statement

Ergebnis vor Ertragsteuern
-45.231
-222.821
Abschreibungen auf das Anlagevermögen
95.005
92.756
Firmenwertabschreibungen
0
125.390
Wertminderungen von Anlagen
0
68.472
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen
0
-844
Veränderung langfristiger Rückstellungen
12.932
-15.377
Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen
1.484
-148
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen
-4.011
-10.326
Zinsergebnis
23.592
18.313
Gezahlte Zinsen
-32.360
-27.771
Erhaltene Zinsen
6.007
8.537
Gezahlte Ertragsteuern
6.269
13.651
Cash-flow aus dem Ergebnis
63.687
49.832
Veränderungen Vorräte
-11.166
58.066
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-81.873
-82.292
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
23.025
-12.370
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen
12.323
12.171
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen
5.951
-2.720
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit
11.947
22.687
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen)
5.188
13.523
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen
-37.584
-87.788
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
-313
-11
Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte
-17.820
2.396
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen
-2.650
-3.186
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen
0
0
Cash-flow aus Investitionstätigkeit
-53.179
-75.066
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten
-20.282
65.751
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten
-29.463
12.059
Gezahlte Dividende Wienerberger AG
0
0
Gezahlter Hybridkupon
-32.500
-32.500
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen
0
-224
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen
0
58
Kapitalerhöhung Wienerberger AG
0
0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit
-82.245
45.144
Veränderung der Zahlungsmittel
-123.477
-7.235
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel
2.998
211
Zahlungsmittel am Anfang der Periode
449.612
206.835
Zahlungsmittel am Ende der Periode
329.133
199.811

Geschäftssegmente

1-6/2010
in TEUR
Zentral
Osteuropa
Zentral
Westeuropa
Nord
Westeuropa
Nord
amerika
Beteiligungen
und Sonstiges 2)
Überleitung 3) Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 232.164 166.939 353.683 71.535 833 0 825.154
Innenumsatz 1.107 8.815 5.966 0 4.513 -19.988 413
Umsatz gesamt 233.271 175.754 359.649 71.535 5.346 -19.988 825.567
EBITDA operativ 1) 30.612 9.709 49.753 -533 -11.206 0 78.335
EBIT operativ 1) -1.384 -6.617 17.497 -12.223 -13.943 0 -16.670
Restrukturierungskosten und
Wertminderungen von
Sachanlagen 0 0 0 0 0 0 0
Firmenwertabschreibungen 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtinvestitionen 11.112 8.807 17.322 2.961 345 0 40.547
Capital Employed 791.870 362.092 1.159.715 552.876 50.232 0 2.916.785
Ø Mitarbeiter 4.498 2.008 3.984 1.147 242 0 11.879
1-6/2009
Außenumsatz 274.084 174.163 372.855 76.287 328 0 897.717
Innenumsatz 1.368 8.282 7.304 0 5.609 -22.155 408
Umsatz gesamt 275.452 182.445 380.159 76.287 5.937 -22.155 898.125
EBITDA operativ 1) 48.474 11.400 61.409 -7.896 -12.821 0 100.566
EBIT operativ 1) 17.283 -5.863 28.577 -19.017 -13.170 0 7.810
Restrukturierungskosten und
Wertminderungen von
Sachanlagen -32.614 -9.343 -37.735 -6.875 -607 0 -87.174
Firmenwertabschreibungen -12.014 -29.433 -33.528 -50.415 0 0 -125.390
Gesamtinvestitionen 38.843 7.877 28.415 8.394 7.445 0 90.974
Capital Employed 856.848 434.461 1.235.447 527.153 51.063 0 3.104.972
Ø Mitarbeiter 5.391 2.180 4.137 1.153 243 0 13.104

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien.

3) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.

Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 30.6.2010 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2009 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2009, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt. Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und Bramac Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert. Mit Wirkung vom 1.1.2010 wurde die Ende Dezember erworbene Briqueterie Rouffach SAS in Frankreich auf Basis vorläufiger Werte erstmals in den Konzernabschluss einbezogen; aus diesem Erwerb resultiert kein wesentlicher Firmenwert. Nicht mehr im Konzernabschluss enthalten ist die mit 30.9.2009 verkaufte VVT Vermögensverwaltung GmbH.

Im Vergleichszeitraum 1.1.2009 bis 30.6.2009 war die mit 1.5.2009 durch einen Zusammenschluss der Flächenbefestigungsaktivitäten in Österreich entstandene Semmelrock Ebenseer GmbH & Co KG sowie die Gesellschaften Lusit KG und Lusit GmbH nicht enthalten.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2010 bis 30.6.2010 anteilig den Umsatz um 7.436 TEUR und verringerte das EBITDA um 2.539 TEUR.

Saisonalität des Geschäfts

Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Wienerberger Hybridkapital

Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2010 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten sechs Monate des Jahres 2010 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 16.116 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,14 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz fiel um 8 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten sechs Monaten 825.567 TEUR. Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen und vor Restrukturierungskosten (operatives EBITDA) lag mit 78.335 TEUR um -22.231 TEUR unter dem Vergleichswert des Vorjahrs von 100.566 TEUR.

Das Betriebsergebnis nach Restrukturierungen und Wertminderungen von Sachanlagen sowie Firmenwertabschreibungen beläuft sich somit auf -16.670 TEUR im Vergleich zu -204.754 TEUR im Vorjahr. Per 30.6.2010 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 117.526.764 Stück.

Zum Stichtag wurden 1.113.603 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzuggebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2010 bis 30.6.2010 auf 116.413.161 Stück.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsneutrale positive Währungsdifferenzen von 123.611 TEUR resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US-Dollar, dem britischen Pfund und dem russischen Rubel und wurden nur geringfügig durch negative Effekte aus dem ungarischen Forint vermindert. Die Hedging Reserve verringerte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um -26.767 TEUR nach Steuern. Dieser Rückgang ist großteils auf die Marktbewertung der Net Investment Hedges zurückzuführen. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf -113 TEUR. Im Berichtszeitraum wurde für fällige Gastermingeschäfte (Cash-flow-Hedges), deren Marktwertänderungen bislang im Eigenkapital erfasst wurden, ein Aufwand in Höhe von 661 TEUR in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das negative Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten sechs Monaten um 39.360 TEUR. Das Gesamtergebnis nach Steuern führte im Berichtszeitraum zu einer Erhöhung des Eigenkapitals von insgesamt 57.371 TEUR.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 11.947 TEUR (Vorjahr: 22.687 TEUR) war aufgrund des schwachen ersten Quartals niedriger als im Vorjahr. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 40.547 TEUR resultierte mit 21.653 TEUR aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 18.894 TEUR aus Werksneubauten, Werkserweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). In den Wachstumsinvestitionen ist auch der Erwerb von Vermögenswerten des insolventen Ziegelproduzenten Rimmele in Süddeutschland im Jänner 2010 enthalten.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 37.584 TEUR. Die Nettoverschuldung stieg im Vergleich zum 31.12.2009 saisonal bedingt sowie insbesondere aufgrund der Auszahlung des Hybridkupons von 32.500 TEUR im Februar und der getätigten Investitionen um 76.869 TEUR auf 484.849 TEUR.

Die Wienerberger AG platzierte Ende März eine neue Anleihe mit einem Volumen von 250.000 TEUR. Die endgültige Zuzählung der Anleihe zu den Finanzverbindlichkeiten erfolgte am 7. April 2010. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von 4¼ Jahren (fällig am 7. Juli 2014), liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 4,875 % verzinst. Mit Teilen dieser Mittel wurde ein Rückkaufprogramm für die 2005 begebene Anleihe durchgeführt. Der Rückkaufpreis lag bei 100 % des Nominalwerts plus der bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Stückzinsen. Bis Ende der Zeichnungsfrist am 9. April 2010 wurden Anteile mit einem Volumen von 140.000 TEUR von der in 2005 begebenen Anleihe zurückgekauft.

Risikobericht

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten sechs Monaten 2010 wurden als wesentliche Risiken die weitere Abschwächung der Baukonjunktur in beinahe allen Märkten sowie hohe Lagerbestände und einen damit verbundenen Preisdruck identifiziert. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Insbesondere zur Bewältigung von Risiken aus hohen Lagerbeständen wurde ein konzernweites Programm zur Optimierung des Working Capital umgesetzt. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. In der zweiten Jahreshälfte erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur, weiteren Preisdruck in einem Großteil der osteuropäischen Märkte, Deutschland und einigen Staaten der USA sowie negative Wechselkurseffekte.

Gerade in dem durch die weltweite Wirtschaftskrise geprägten Umfeld stehen bei Wienerberger auch weiterhin der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis im Zentrum der Unternehmensstrategie. Aus diesem Grund wurde die Finanzkraft von Wienerberger durch die Emission einer neuen Anleihe und den Verzicht der Aktionäre auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2009 gestärkt. Wienerberger setzt unverändert auf eine Maximierung des Free Cash-flows und den Abbau der Nettoverschuldung über Kosteneinsparungen, auf die Verminderung des Working Capital und auf eine Limitierung von Investitionen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert.

Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat.

In Deutschland bestehen rechtliche Risiken aus einer drohenden Kartellstrafe, für die bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10.000 TEUR gebildet wurde, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht vor 2011 zu rechnen ist. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftsgebarung von Wienerberger und sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht.

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Folgende Unternehmen und Personen werden im Folgenden als der Unternehmung nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Zum 30.6.2010 weisen die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen gegenüber der ANC Privatstiftung ein Genussrecht in Höhe von 13.707 TEUR (Vorjahr: 13.707 TEUR) sowie eine Forderung in Höhe von 14.784 TEUR (Vorjahr: 16.586 TEUR) auf.

Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen beliefen sich zum 30.6.2010 auf 7.743 TEUR (Vorjahr: 7.556 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 7.751 TEUR (Vorjahr: 9.554 TEUR) und jene gegenüber Gemeinschaftsunternehmen auf 4.742 TEUR (Vorjahr: 4.597 TEUR).

Verzicht auf prüferische Durchsicht

Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand der Wienerberger AG

Wien, 17. August 2010

CEO CFO COO

Heimo Scheuch Willy Van Riet Johann Windisch

Werksstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegel für Wand und Dach – unter Berücksichtigung des neu eröffneten Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 227 Werken in 27 Ländern und fünf Exportmärkten vertreten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Der Fokus liegt dabei auf dem Auf- und Ausbau von starken Markpositionen in jenen Märkten, in denen wir bereits tätig sind.

Wienerberger Märkte in Nordamerika

Finanzterminplan

17. August 2010 Halbjahresabschluss 2010: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
18. August 2010 Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2010 in London
11. Oktober 2010 Beginn der Quiet Period
03. November 2010 Ergebnisse zum 3. Quartal 2010
02./03. Dezember Capital Markets Day 2010 in Großbritannien
01. Februar 2011 Beginn der Quiet Period
22. Februar 2011 Ergebnisse 2010: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
23. Februar 2011 Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2010 in London
31. März 2011 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2010 auf der Wienerberger Webseite
19. April 2011 Beginn der Quiet Period
10. Mai 2011 Ergebnisse zum ersten Quartal 2011
13. Mai 2011 142. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
27. Juli 2011 Beginn der Quiet Period
17. August 2011 Halbjahresabschluss 2011: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
18. August 2011 Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2011 in London
19. Oktober 2011 Beginn der Quiet Period
09. November 2011 Ergebnisse zum 3. Quartal 2011

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie

Investor Relations Officer Barbara Braunöck
Aktionärstelefon +43 (1) 601 92-467
E-Mail [email protected]
Internet www.wienerberger.com
Wiener Börse WIE
Thomson Reuters WBSV.VI; WIE-VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1 WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2009: http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Bericht zum 1. Halbjahr 2010 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

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