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Wienerberger AG

Quarterly Report Nov 6, 2009

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Quarterly Report

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Wir sind auf dem richtigen Weg.* * Auch wenn er steinig ist.

Bericht zum 3. Quartal 2009

Ertragskennzahlen 1-9/2008 1-9/2009 Vdg. in % Ultimo 2008
Umsatz in Mio. € 1.926,8 1.416,7 -26 2.431,4
EBITDA operativ 1) in Mio. € 364,7 177,5 -51 440,1
EBIT operativ 1) in Mio. € 212,4 36,7 -83 239,8
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 160,9 -225,3 <-100 123,1
Ergebnis nach Steuern 2) in Mio. € 133,0 -198,2 <-100 103,3
Ergebnis je Aktie in € 1,28 -2,68 <-100 0,81
Ergebnis je Aktie bereinigt 3) in € 1,65 -0,01 <-100 1,69
Free Cash-flow 4) in Mio. € 122,2 109,9 -10 195,4
Normalinvestitionen in Mio. € 71,7 36,6 -49 98,4
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 282,2 67,7 -76 407,2
Bilanzkennzahlen 31.12.2008 30.9.2009 Vdg. in %
Eigenkapital 5) in Mio. € 2.497,2 2.587,4 +4
Nettoverschuldung in Mio. € 890,2 540,5 -39
Capital Employed in Mio. € 3.252,2 2.991,1 -8
Bilanzsumme in Mio. € 4.383,9 4.450,2 +2
Gearing in % 35,6 20,9 -
Mitarbeiter 6) 15.162 12.922 -15
Börsekennzahlen 1-12/2008 1-9/2009 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 39,02 17,24 -56
Tiefstkurs der Aktie in € 8,24 4,70 -43
Ultimokurs der Aktie in € 11,90 14,10 +18
Gewichtete Aktienzahl 7) in Tsd. 82.895 82.834 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 999,0 1.183,7 +18
Geschäftsbereiche 1-9/2009 Zentral- Zentral- Nord- Beteiligungen
in Mio. € und % Osteuropa Westeuropa 8) Westeuropa 8) Nordamerika und Sonstiges 9)
Umsatz 462,6 (-35 %) 300,1 (-13 %) 562,5 (-22 %) 118,3 (-35 %) -26,8 (+26 %)
EBITDA operativ 1) 87,2 (-58 %) 28,9 (-21 %) 85,4 (-32 %) -9,0 (<-100 %) -15,0 (+19 %)
EBIT operativ 1) 39,7 (-75 %) 3,0 (-63 %) 36,3 (-48 %) -25,7 (<-100 %) -16,6 (+23 %)
Gesamtinvestitionen 48,2 (-65 %) 8,7 (-67 %) 33,5 (-76 %) 9,0 (-73 %) 4,9 (-83 %)
Capital Employed 821,8 (-6 %) 432,3 (-18 %) 1.181,8 (-15 %) 510,0 (-10 %) 45,2 (>100 %)
Mitarbeiter 6) 5.300 (-10 %) 2.176 (-10 %) 4.098 (-15 %) 1.105 (-47 %) 243 (+10 %)

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) vor Anteilen in Fremdbesitz und anteiligem Hybridkupon

3) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; nach Hybridkupon

4) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

5) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz und Hybridkapital

6) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während der Periode

7) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

8) das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2009 im Segment Zentral-Westeuropa (zuvor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst

9) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Die ersten neun Monate dieses Jahres waren von den Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise geprägt, welche den Wohnungsneubau in all unseren relevanten Märkten noch stärker getroffen hat als zu Anfang des Jahres erwartet. Die mangelnde Verfügbarkeit an Finanzierungen für Bauvorhaben und vor allem das gesunkene Konsumentenvertrauen haben zu einem starken Rückgang der Neubauaktivitäten geführt. Der Umsatz von Wienerberger ging um 26% auf 1.416,7 Mio. € und das operative EBITDA um 51 % auf 177,5 Mio. € im Vergleich zur Vorjahresperiode zurück. Nachdem die Absatzrückgänge im Sommer etwas moderater waren, blieb der September insbesondere in den USA und Osteuropa hinter den Erwartungen zurück, und es lässt sich im operativen Geschäft derzeit keine Bodenbildung erkennen. Daher stellt die Sicherung der Liquidität weiterhin oberste Priorität dar.

Demgemäß lag unser Hauptaugenmerk auch im dritten Quartal auf der konsequenten Umsetzung unseres Aktionsplans, welcher jedoch in Anbetracht der Geschäftsentwicklung etwas ausgeweitet wurde. Zusätzlich zu den bereits angekündigten 26 Werken werden bis Jahresende weitere fünf Werke in Ungarn, Polen, Deutschland und den USA geschlossen bzw. eingemottet, wodurch sich die Restrukturierungskosten von 100 auf ca. 120 Mio. € (davon 50 Mio. € cashwirksam) erhöhen. In der Folge erwarten wir auch statt der für 2009 geplanten 150 insgesamt 155 Mio. € an Einsparungen gegenüber dem Jahr 2008, wovon in den ersten neun Monaten bereits 135 Mio. € realisiert werden konnten. Für 2010 rechnen wir mit weiteren 35 Mio. € an Einsparungen. Erfreulich ist für mich, dass wir aufgrund der konsequenten Umsetzung unseres Working Capital Managements in der Berichtsperiode aus dem Abbau von Vorräten bereits 110 Mio. € an liquiden Mitteln freisetzen konnten. Auch die Investitionen wurden in den ersten neun Monaten signifikant reduziert. In Summe zeigt sich der Erfolg des Aktionsplans bereits darin, dass trotz schwächerer operativer Ergebnisse ein deutlich positiver Cash-flow erzielt wurde.

Zur Erweiterung unseres finanziellen Handlungsspielraums haben wir im September eine Kapitalerhöhung durchgeführt und mit der Ausgabe von 33,6 Mio. neuen Aktien (40% des Grundkapitals) unsere Eigenkapitalbasis um rund 320 Mio. € gestärkt. Das Angebot richtete sich vor allem an unsere bestehenden Aktionäre, die den Vorteil hatten, neue Aktien über Ausübung ihrer Bezugsrechte zu einem günstigeren, vorher fixierten Preis von 10 € je Aktie erwerben zu können. Wir werden die Mittel in erster Linie zur Rückführung der Schulden und damit zur Stärkung der Bilanz verwenden. Ich möchte mich an dieser Stelle für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung bedanken, durch welche für Wienerberger eine starke Basis für eine wertschaffende Zukunft gelegt wurde.

Ich bleibe mit meiner Einschätzung über die weitere Geschäftsentwicklung aufgrund der nach wie vor eingeschränkten Visibilität auf unsere Märkte vorsichtig. Die noch immer limitierte Verfügbarkeit von Finanzierungen, steigende Arbeitslosigkeit sowie auch die hohe Anzahl an Verpfändungen in den USA wirken einer Trendwende im Wohnungsneubau entgegen. Daher erwarte ich für die zweite Jahreshälfte ein operatives EBITDA in etwa auf dem Niveau der ersten sechs Monate dieses Jahres. Auch wenn es aus heutiger Sicht angesichts der noch immer angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu früh ist, von einem Aufschwung zu sprechen, blicke ich aufgrund der umgesetzten Maßnahmen dem Jahr 2010 positiv entgegen. Selbst bei einer weiterhin schwachen Nachfrage gehe ich für das kommende Jahr aufgrund der gesetzten Maßnahmen, den daraus erzielten Einsparungen sowie besserer Kapazitätsauslastung unserer Werke von deutlichen Ergebnis- und Cash-flow-Steigerungen aus.

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

In den ersten neun Monaten bereits 135 Mio. € an Einsparungen realisiert

Kapitalerhöhung stärkt die Bilanz um netto rund 320 Mio. €

Deutliche Cash-flowund Ergebnissteigerung für 2010 erwartet

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Ertragslage

Wienerberger erwirtschaftete in den ersten neun Monaten mit 1.416,7 Mio. € einen um 26 % geringeren Konzernumsatz als im Jahr zuvor. Der Umsatzrückgang erklärt sich zu -21 % aus Mengeneffekten, zu -4% aus Fremdwährungseffekten aus schwächeren osteuropäischen Währungen und zu -1 % aus Preiseffekten. In einer quartalsweisen Betrachtung zeigt sich, dass sich die rückläufige Umsatzentwicklung über das Jahr moderater gestaltete. Allerdings ist nach einem stabileren Geschäftsverlauf in den Sommermonaten die erwartete Belebung im Ziegelgeschäft nicht eingetreten, wobei die Segmente Zentral-Osteuropa und Nordamerika die stärksten Absatzeinbußen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen hatten.

Das operative EBITDA (vor Restrukturierungskosten), gemindert auch um negative Fremdwährungseffekte von 13,6 Mio. €, verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 51% auf 177,5 Mio. €. Hauptursache dafür waren neben der schwachen Nachfrage nach Ziegel die (weiter) laufenden Kosten aus Werksstillständen im Rahmen des Working Capital Managements. Noch deutlicher wirkte sich dies im operativen EBIT aus, welches mit 36,7 Mio. € um 83% unter dem Vorjahreswert liegt. Einmalige Restrukturierungskosten, die für Kapazitätsanpassungen sowie Optimierungsmaßnahmen im Verwaltungs- und Vertriebsbereich anfielen, belasteten das Ergebnis mit 81,4 Mio. €, wovon 29,3 Mio. € ausgabenwirksam sind und 52,1 Mio. € auf Sonderabschreibungen entfallen. Zudem führten dauerhafte Wertminderungen von Sachanlagen, welche insbesondere Liegenschaften in Großbritannien betreffen, zu einem Abwertungsbedarf von 28,2 Mio. €, wodurch in der Berichtsperiode insgesamt 80,3 Mio. € an Sonderabschreibungen anfielen.

Bereits zum Halbjahr wurden aufgrund der verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Firmenwertabschreibungen erforderlich, die sich nach Beurteilung der Werthaltigkeit auf Basis noch konservativerer Annahmen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Märkte ("Stresstests") ergaben. Für die ersten neun Monate belaufen sich die Firmenwertabschreibungen – im Vergleich zum Halbjahr lediglich durch Wechselkursänderungen beeinflusst – auf 124,4 Mio. € und betreffen die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Italien, Deutschland, Frankreich sowie Skandinavien und das Baltikum. In den Vereinigten Staaten, die von Wienerberger langfristig als Wachstumsmarkt gesehen werden, war vor allem die Geschäftseinheit im Mittleren Westen betroffen, wo nicht zuletzt auch durch die Krise der amerikanischen Automobilindustrie weiterhin von keiner raschen Erholung auszugehen ist. In Großbritannien und den kontinentaleuropäischen Geschäftseinheiten ergab sich ein Abwertungsbedarf insbesondere aus der anhaltend schwachen Nachfrage nach Vormauerziegel, während in Italien die aktuelle Marktlage das Problem von strukturellen Überkapazitäten bei Hintermauerziegel verschärft hat.

Die Verschlechterung des Finanzergebnisses von -20,7 Mio. € im Vorjahr auf -28,0 Mio. € in den ersten neun Monaten 2009 resultiert aus der geringeren Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen von 4,8 Mio. € (Vorjahr: 16,7 Mio. €), während sich das etwas bessere Zinsergebnis von -28,1 Mio. € (Vorjahr: -30,9 Mio. €) sowie Effekte aus Zinsabsicherungen positiv auswirkten.

Das Ergebnis vor Steuern war – belastet durch Restrukturierungskosten und Firmenwertabschreibungen – insbesondere auch durch die geringeren operativen Ergebnisse mit -225,3 Mio. € deutlich negativ. Die Steuerquote lag in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres bei 12,0 % nach 17,3 % im Vorjahr. Das um Restrukturierungen und Firmenwertabschreibungen bereinigte Ergebnis je Aktie wurde für die ersten neun Monate des Berichtsjahres mit -0,01 € gegenüber 1,65 € für den Vergleichszeitraum des Vorjahres ermittelt (die Anzahl der gewichteten Aktien

Umsatz und operatives EBITDA in % von 100

betrug in den ersten neun Monaten 82,8 Mio. Stück im Vergleich zu 82,9 Mio. Stück im Vorjahr). Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde ein zeitaliquot abgegrenzter Kupon für das Hybridkapital abgezogen.

Cash-flow

Wienerberger erzielte in den ersten neun Monaten 2009 infolge der rückläufigen Ergebnisentwicklung einen operativen Cash-flow von 139,0 Mio. € im Vergleich zu 175,1 Mio. € im Jahr zuvor. Dieser Rückgang ist vor allem auf ein niedrigeres Betriebsergebnis sowie auf Kosten aus Restrukturierung zurückzuführen. Durch aktives Kapazitätsmanagement ist es Wienerberger gelungen, aus der Reduktion der Vorräte den operativen Cash-flow um 110 Mio. € zu verbessern. Zusammen mit weiteren Einsparungen bei Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionen erwirtschaftete Wienerberger in diesem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld einen beachtlichen Free Cash-flow von 109,9 Mio. € gegenüber 122,2 Mio. € im Jahr zuvor.

Der Zahlungsmittelabfluss aus Gesamtinvestitionen (inkl. Finanzanlagen) belief sich auf insgesamt 104,3 Mio. €, wovon rund 35 % bzw. 36,6 Mio. € für Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und 65 % bzw. 67,7 Mio. € für die Fertigstellung bereits im Jahr zuvor begonnener Projekte (Wachstumsinvestitionen) ausgegeben wurden. Im Februar erfolgte die Auszahlung des Kupons auf das Hybridkapital in Höhe von 32,5 Mio. €. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2008 wurde zur Stärkung der Liquidität ausgesetzt.

Vermögens- und Finanzlage

Zur Stärkung der Bilanz- und Kapitalstruktur wurde im September 2009 eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von 33,6 Mio. neuen Aktien (40 % des Grundkapitals) durchgeführt. Das Angebot richtete sich vor allem an bestehende Aktionäre, die über Bezugsrechte für jeweils fünf alte Aktien zwei neue Aktien zu einem günstigeren Fixpreis von 10 € je Aktie erwerben konnten. 98 % der Bezugsrechte wurden ausgeübt und die verbleibenden Aktien bei institutionellen Investoren platziert. Nach Abzug von Spesen und Steuern konnte Wienerberger aus der Kapitalerhöhung 320,1 Mio. € erlösen, wovon dem Unternehmen per 30.9.2009 Mittel in Höhe von 33,6 Mio. € zugeflossen sind. Die verbleibenden Tranchen in Höhe von 292,0 Mio. € sind zum Abschlussstichtag als Forderungen aus Kapitalerhöhung ausgewiesen und wurden bis 5.10.2009 ausbezahlt. Mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung sollen in den kommenden Monaten sukzessive Schulden getilgt werden. In erster Linie werden die in 2010 fälligen Kredite rückbezahlt, und mit den verbleibenden Mitteln wird das Fälligkeitsprofil der restlichen Finanzverbindlichkeiten optimiert.

Das Konzerneigenkapital ist im Berichtszeitraum trotz der Zahlung des Hybridkupons und des durch Restrukturierungskosten und Firmenwertabschreibungen belasteten Periodenergebnisses in Folge der Kapitalerhöhung auf 2.587,4 Mio. € gestiegen. Die negativen erfolgsneutral erfassten Währungsdifferenzen von 11,9 Mio. € wurden in den ersten neun Monaten durch positive Veränderungen der Hedging Reserve von 10,2 Mio. € großteils ausgeglichen.

Das oberste Ziel von Wienerberger bleibt in diesen unsicheren Zeiten weiterhin die Sicherung der Liquidität und die Erhaltung einer starken Kapitalbasis, insbesondere wird auch mittelfristig wieder ein Investmentgrade Rating angestrebt. Die Nettoverschuldung konnte seit dem Halbjahr 2009 von 978,6 Mio. € auf 540,5 Mio. € zum 30.9.2009 reduziert werden, wovon rund 320 Mio. € aus der Kapitalerhöhung stammen und rund 118 Mio. € aus dem Cash-flow erwirtschaftet wurden. 110 Mio. € liquide Mittel aus dem Abbau der Lagerbestände

Kapitalerhöhung bringt frisches Kapital in Höhe von netto 320,1 Mio. €

Eigenkapital durch Kapitalerhöhung gestärkt

Nettoverschuldung von 978,6 Mio. € auf 540,5 Mio. € gesenkt Das Gearing verbesserte sich im selben Zeitraum von 43,3% auf 20,9 %. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die liquiden Mittel auf 268,6 Mio. € und die Forderungen aus der Kapitalerhöhung, die mit Anfang Oktober den liquiden Mitteln zuflossen, auf zusätzliche 292,0 Mio. €.

Kapazitätsmanagement

Wienerberger hat nach dem ersten Quartal 2009 auf die stark rückläufige Nachfrage mit einem umfangreichen Aktionsplan reagiert. Nachdem im Jahr 2008 bereits 27 Werke vom Markt genommen wurden, umfassten die in 2009 ursprünglich beschlossenen Maßnahmen die Schließung bzw. Einmottung von 26 Werken zur Anpassung der Kapazitäten und der Fixkosten an die Marktgegebenheiten, aktives Working Capital Management zur Reduzierung der Lagerbestände um zumindest 100 Mio. €, Reduktion der Fixkosten durch umfangreiche Restrukturierungen im Verwaltungs- und Vertriebsbereich sowie die Limitierung der Investitionen auf ein Minimum.

Da die Geschäftsentwicklung nach dem Sommer 2009 hinter den Erwartungen geblieben ist, wurde der Aktionsplan um die Schließung bzw. Einmottung von fünf weiteren Werken in Ungarn, Deutschland, Polen und den USA erweitert. Somit werden 2009 voraussichtlich insgesamt 31 Werke geschlossen bzw. eingemottet, wofür Kosten von ca. 120 Mio. € anfallen werden (50 Mio. € ausgabenwirksam und 70 Mio. € an Sonderabschreibungen). Im Berichtszeitraum wurden bereits 24 Werke vom Netz genommen, wofür 81,4 Mio. € an Restrukturierungskosten (29,3 Mio. € ausgabenwirksam und 52,1 Mio. € an Sonderabschreibungen) anfielen. Zusätzlich werden im vierten Quartal umfangreiche temporäre Stillstände zur Senkung der Lagerbestände erfolgen. Die temporär außer Betrieb genommenen Standorte stellen gemeinsam mit den längerfristig eingemotteten Produktionslinien eine beachtliche und bei Bedarf schnell aktivierbare Kapazitätsreserve dar.

Kosteneinsparungen

Aus den bereits umgesetzten Maßnahmen wurden in den Bereichen Personal und Instandhaltung in den ersten neun Monaten bereits rund 135 Mio. € an Einsparungen zum Vergleichszeitraum 2008 realisiert. Zusätzlich konnte durch den Abbau der Vorräte in der Berichtsperiode 2009 der Cash-flow um 110 Mio. € verbessert werden.

Für das Gesamtjahr werden Kosteneinsparungen in Höhe von 155 Mio. € erwartet. Für 2010 rechnen wir mit zusätzlichen Einsparungen von zumindest 35 Mio. € aus den in der zweiten Jahreshälfte 2009 gesetzten Maßnahmen, wodurch sich eine kumulierte Fixkostenreduktion von 190 Mio. € gegenüber dem Jahr 2008 ergibt.

Werksschließungen und umfangreiche temporäre Stillstände zum Abbau der Vorräte

Erweiterung des Aktionsplans 2009 um die Schließung bzw. Einmottung von fünf Werken

Bereits rund 135 Mio. € an Einsparungen realisiert

Insgesamt rund 155 Mio. € an Einsparungen in 2009 erwartet

3. Quartal 2009

Im dritten Quartal 2009 ging der Konzernumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 22% auf 518,5 Mio. € und das operative EBITDA vor Restrukturierungskosten um 40 % auf 76,9 Mio. € zurück. Der Umsatzrückgang der Gruppe hat sich zwar gegenüber jenem des zweiten Quartals 2009 etwas verringert, liegt aber aufgrund der bereits niedrigeren Vergleichswerte des dritten Quartals 2008 dennoch unter den Erwartungen. Insbesondere die Regionen Zentral-Osteuropa und Nordamerika verzeichneten weiterhin starke Absatzeinbußen. In den USA ging die Nachfrage nach Ziegel im dritten Quartal um rund 40 % zurück und es lassen sich keine Anzeichen einer Bodenbildung erkennen. Bei stabilen Ziegelpreisen und einer etwas besseren Entwicklung der kanadischen Geschäftseinheit lag der Umsatz im Segment Nordamerika um 34% unter jenem des Vorjahres, das operative EBITDA war mit -1,1 Mio. € negativ. Zentral-Osteuropa verzeichnete insbesondere auch aufgrund der noch guten Vergleichswerte des Vorjahres einen deutlichen Rückgang von 28% im Umsatz und 48 % im operativen EBITDA. Sämtliche Länder der Region mussten bei niedrigeren Durchschnittspreisen als im Jahr zuvor deutliche Absatzeinbußen hinnehmen, wobei Ungarn am stärksten von der negativen Entwicklung betroffen war. In Nord-Westeuropa fiel der Umsatz um 19% auf 182,3 Mio. €. Die Niederlande, wo der Wohnungsneubau stark vom Projektgeschäft abhängig ist, bekamen die Auswirkungen der Finanzkrise stark zu spüren und mussten entsprechende Mengeneinbußen hinnehmen. In Belgien fiel die Abschwächung in der Nachfrage aufgrund der Mehrwertsteuersenkung auf Baustoffe gemäßigter aus. Nach einer stark rückläufigen ersten Jahreshälfte lagen im September die Absätze in Großbritannien leicht über dem (niedrigen) Vorjahresniveau. In Frankreich hat sich nach dem Einbruch zu Jahresbeginn der Abwärtstrend im Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern verlangsamt. Das durch die vorübergehende Einmottung von Produktionskapazitäten belastete operative EBITDA fiel im Segment Nord-Westeuropa um 32 % auf 24,0 Mio. €. In Zentral-Westeuropa, wo insbesondere in Deutschland bereits in den Vorperioden eine Bautätigkeit auf historisch niedrigen Niveaus zu verzeichnen war, verringerte sich der Umsatz um weitere 6 % auf 117,7 Mio. €; das operative EBITDA verminderte sich um 5 % auf 17,5 Mio. €.

Umsatz in Mio. € 7-9/2008 7-9/2009 Vdg. in %
Zentral-Osteuropa 261,4 187,1 -28
Zentral-Westeuropa 1) 125,1 117,7 -6
Nord-Westeuropa 1) 225,0 182,3 -19
Nordamerika 63,4 42,0 -34
Beteiligungen und Sonstiges 2) -11,7 -10,6 +9
Wienerberger Gruppe 663,2 518,5 -22
EBITDA operativ 3)
in Mio. €
7-9/2008 7-9/2009 Vdg. in %
Zentral-Osteuropa 73,8 38,7 -48
Zentral-Westeuropa 1) 18,4 17,5 -5
Nord-Westeuropa 1) 35,2 24,0 -32
Nordamerika 5,3 -1,1 <-100
Beteiligungen und Sonstiges 2) -3,6 -2,2 +39
Wienerberger Gruppe 129,1 76,9 -40

1) das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2009 im Segment Zentral-Westeuropa (zuvor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst

2) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment 3) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Auswirkungen der Wirtschaftskrise führten auch in Q3 zu Rückgängen in Umsatz und Ergebnis

Geschäftsbereiche

Zentral-Osteuropa

Der Wohnungsneubau schwächte sich in den ersten neun Monaten in allen Ländern der Region, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, vom guten Niveau des Vorjahres ab. Nach den Rekordergebnissen 2008 ging der Umsatz in der Berichtsperiode um 35 % auf 462,6 Mio. € und das operative EBITDA um 58 % auf 87,2 Mio. € zurück. Negative Fremdwährungseffekte belasteten den Umsatz mit 54,5 Mio. € und das operative EBITDA mit 11,4 Mio. €. Kosten aus temporären Werksstillständen zum Abbau von Vorräten sowie niedrigere Durchschnittspreise führten zu rückläufigen Margen in der Region. Mit 33% Anteil am Konzernumsatz erwirtschaftete das Segment dennoch 49 % vom operativen EBITDA der Gruppe.

Während das Segment im ersten Quartal 2009 einen Umsatzrückgang von 54 % gegenüber der Vergleichsperiode 2008 zu verzeichnen hatte, betrug dieser im zweiten Quartal 27 % sowie im dritten Quartal 28 %. Diese Zahlen machen deutlich, dass sich bisher keine Stabilisierung abzeichnet, auch wenn sich die einzelnen Länder unterschiedlich entwickeln. In Polen sind die Baubeginne in den ersten neun Monaten um 24 %, die Baugenehmigungen um 23 % zurückgegangen. Bei rückläufigen Umsätzen lagen die Margen aufgrund niedrigerer Kapazitätsauslastung der Werke unter dem Vorjahresniveau. In Tschechien und in der Slowakei waren bei schwächeren Absätzen und einer flexiblen Preispolitik rückläufige Ergebnisse zu verzeichnen. In Ungarn, dem schwierigsten Markt der Region, gehen wir von einem Rückgang im Wohnungsneubau von rund 40% im Jahr 2009 aus. Umfassende Restrukturierungsmaßnahmen und verlängerte Werksstillstände führten zu signifikant unter dem Vorjahr liegenden Erträgen. Auch in Rumänien kam es aufgrund der negativen Wirtschaftsentwicklung zu einem starken Umsatz- und Ergebnisrückgang. In Bulgarien, wo sich der Markt für Baustoffe seit Jahresbeginn zunehmend abgeschwächt und der Wettbewerbsdruck insbesondere durch den hohen Anteil von Importen aus den Nachbarländern zugenommen hat, konnte sich Wienerberger gut behaupten. Auch in Südosteuropa (Slowenien, Kroatien, Serbien) waren entsprechend der volkswirtschaftlichen Entwicklung Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu verzeichnen.

Bis Jahresende gehen wir in Zentral-Osteuropa von einer Fortsetzung des negativen Trends im Baustroffsektor aus. Als Reaktion auf die gesunkene Nachfrage werden in der Region in 2009 insgesamt 19 Werke vom Markt genommen, wobei es sich bei dem größeren Teil um Einmottungen handelt und die stärksten Eingriffe in Ungarn vorgenommen wurden. Verlängerte Werksstillstände in den kommenden Monaten werden das Ergebnis zusätzlich belasten. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit niedrigeren Absätzen sowie mit einem deutlichen Ergebnisrückgang zum Vorjahr aufgrund von Stillstandskosten und einem niedrigeren Durchschnittspreisniveau. Für 2010 erwarten wir jedoch aufgrund der umfangreichen umgesetzten Maßnahmen wieder eine Verbesserung der Margen in diesem Segment.

Zentral-Osteuropa 1-9/2008 1-9/2009 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 716,1 462,6 -35
EBITDA operativ 1) in Mio. € 209,2 87,2 -58
EBIT operativ 1) in Mio. € 158,0 39,7 -75
Gesamtinvestitionen in Mio. € 137,2 48,2 -65
Capital Employed in Mio. € 871,5 821,8 -6
Mitarbeiter 5.871 5.300 -10
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 3.199 2.355 -26
Absatz Flächenbefestigung in Mio. m² 7,29 8,44 +16
Absatz Betondachsteine 2) in Mio. m² 15,58 11,26 -28

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen 2) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt

Q3 Umsatz nach Bereichen

2 Zentral-Westeuropa: 21 %

  • 3 Nord-Westeuropa: 40 %
  • 4 Nordamerika: 8 % 5 Beteiligungen und Sonstiges: -2 %

Q3 operatives EBITDA nach Bereichen

  • 1 Zentral-Osteuropa: 49 %
  • 2 Zentral-Westeuropa: 16 %
  • 3 Nord-Westeuropa: 48 %
  • 4 Nordamerika: -5 % 5 Beteiligungen und
  • Sonstiges: -8 %

Zentral-Westeuropa

In Zentral-Westeuropa ging der Umsatz in den ersten neun Monaten um 13% auf 300,1 Mio. € und das operative EBITDA um 21 % auf 28,9 Mio. € zurück. Hauptursachen sind die weitere Abschwächung des deutschen Ein- und Zweifamilienhausbaus sowie der Preisdruck bei Ziegel in einem rückläufigen Markt in Italien. Das Segment erreichte einen Anteil von 21 % am Umsatz und 16 % am operativen EBITDA der Gruppe.

Die Nachfrage nach Baustoffen blieb in Deutschland in den ersten neuen Monaten 2009 schwach. Nach einem neuerlichen historischen Tiefststand im Jahr 2008 gingen die Baubewilligungen auch in diesem Jahr noch weiter zurück. Auch der für die Dachziegelsparte wichtige deutsche Renovierungsmarkt – 65% der deutschen Dachziegel gehen in dieses Segment – brachte keine positiven Impulse. Zusätzlich negativ auf den Absatz von Hintermauerziegel wirkte sich die Abschwächung in Zentral-Osteuropa aus, die zu Einbußen bei den Exporten in diese Region führte. In der Folge waren bei stabilen Durchschnittspreisen Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Zur Reduktion des Working Capital sind weitere temporäre Werksstillstände in der Winterperiode geplant. In Italien hat sich das strukturelle Problem von Überkapazitäten in der Ziegelindustrie durch den seit 2008 rückläufigen Wohnungsneubau verschärft und zu erhöhtem Preisdruck geführt. Sinkende Preise bei Ziegel sowie Kosten aus Stillständen haben sich entsprechend negativ auf die Erträge ausgewirkt. Auch in der Schweiz sind bei einem etwas schwächeren Ein- und Zweifamilienhausbau Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Für das Gesamtjahr erwarten wir in Zentral-Westeuropa aufgrund der schwachen Märkte eine Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr. Zusätzliche Belastung kommt von Kosten aus temporären Stillständen zur Reduktion der Lagerbestände und einem niedrigeren Erlösniveau in Italien. Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms werden im Jahr 2009 vier Werke geschlossen und umfangreiche Strukturmaßnahmen zur Optimierung im Verwaltungs- und Vertriebsbereich umgesetzt. In der Folge erwarten wir für 2010 insbesondere in Deutschland wieder eine deutlich bessere Kapazitätsauslastung unserer Werke und damit auch Ergebnissteigerungen in dem Segment.

Zentral-Westeuropa 1) 1-9/2008 1-9/2009 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 346,9 300,1 -13
EBITDA operativ 2) in Mio. € 36,4 28,9 -21
EBIT operativ 2) in Mio. € 8,2 3,0 -63
Gesamtinvestitionen in Mio. € 26,4 8,7 -67
Capital Employed in Mio. € 525,6 432,3 -18
Mitarbeiter 2.428 2.176 -10
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 1.243 998 -20
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 131 116 -11
Absatz Tondachziegel 3) in Mio. m² 6,73 6,01 -11

1) das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und in Deutschland wird ab 2009 im Segment Zentral-Westeuropa (zuvor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst

2) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

3) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte

Ergebnisrückgang aufgrund schwacher Märkte

Wohnungsneubau in Deutschland weiterhin schwach

Ergebnissteigerung im Segment für 2010 erwartet

Nord-Westeuropa

Das Segment Nord-Westeuropa wies in den ersten neun Monaten mit 562,5 Mio. € einen um 22 % niedrigeren Umsatz und mit 85,4 Mio. € ein um 32 % geringeres EBITDA als im Jahr zuvor aus. Negative Fremdwährungseffekte aus dem britischen Pfund belasteten den Umsatz mit 12,5 Mio. € und das EBITDA mit 1,6 Mio. €. Rückläufige Absätze in allen Ländern des Segments sowie Stillstandskosten führten bei stabilen Durchschnittspreisen zu einem Rückgang der Margen. Das Segment erwirtschaftete 40 % vom Umsatz und 48 % vom operativen EBITDA der Gruppe.

Aufgrund der durchgeführten Mehrwertsteuersenkung auf Baustoffe in Belgien schwächte sich der Renovierungsmarkt etwas moderater ab, während der Wohnungsneubau in den ersten neun Monaten deutlich zurückging. In den Niederlanden, wo der Wohnungsneubau sehr stark vom Projektgeschäft abhängig ist, waren aufgrund der limitierten Verfügbarkeit von Finanzierungen signifikante Mengeneinbußen zu verzeichnen. Nach einer stark rückläufigen ersten Jahreshälfte lagen im September die Absätze in Großbritannien leicht über dem (niedrigen) Vorjahresniveau. In Frankreich hat sich nach einem sehr schwachen Start in das Jahr 2009 der Abwärtstrend im Ein- und Zweifamilienhausbau verlangsamt. In allen Ländern belasteten Stillstandskosten aus

Absatzeinbußen in allen Ländern

Umsatz- und Ergebnisrückgang in Nord-Westeuropa

Ergebnissteigerung für 2010 erwartet

Trotz eines leichten Anstiegs bei Baugenehmigungen und Hypothekarkrediten in den letzten Monaten und ersten Anzeichen einer Stabilisierung des Nachfrageniveaus in Großbritannien gehen wir für das Segment von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld sowie Umsatz- und Ergebnisrückgängen im vierten Quartal 2009 aus. Insgesamt werden in 2009 fünf Werke in Nord-Westeuropa geschlossen bzw. eingemottet. Mit der Umsetzung der erforderlichen Strukturmaßnahmen haben wir uns in den Ländern Nord-Westeuropas besser positioniert und rechnen in 2010 mit Ergebnissteigerungen in diesem Segment.

Nord-Westeuropa 1) 1-9/2008 1-9/2009 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 716,8 562,5 -22
EBITDA operativ 2) in Mio. € 124,9 85,4 -32
EBIT operativ 2) in Mio. € 70,0 36,3 -48
Gesamtinvestitionen in Mio. € 139,5 33,5 -76
Capital Employed in Mio. € 1.394,2 1.181,8 -15
Mitarbeiter 4.837 4.098 -15
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 893 716 -20
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 1.221 895 -27
Absatz Tondachziegel 3) in Mio. m² 13,10 10,83 -17

1) das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und in Deutschland wird ab 2009 im Segment Zentral-Westeuropa (zuvor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst

2) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

einer niedrigeren Auslastung der Werke die Ergebnisse.

3) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte

Nordamerika

Der Umsatz im Segment Nordamerika ging in den ersten neun Monaten um 35 % auf 118,3 Mio. € zurück, das operative EBITDA war mit -9,0 Mio. € negativ. Die Nachfrage nach Ziegel in den USA war auch im dritten Quartal 2009 weiter stark rückläufig und zeigte trotz der leicht steigenden Baubeginne in den letzten Monaten keine Stabilisierungstendenzen. Trotz des schwachen Geschäftsverlaufs konnten mittels umfangreicher temporärer Werksstillstände die Vorräte weiter reduziert werden. Diese Maßnahmen führten jedoch zu einer historisch niedrigen Kapazitätsauslastung von unter 20 % und belasteten entsprechend die operativen Ergebnisse des

Nachfrage nach Ziegel in den USA weiterhin stark rückläufig

Segments. Die Preise konnten in der Berichtsperiode auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Segment hält 8% am Gruppenumsatz, während der Anteil am operativen EBITDA -5% betrug.

Mit dem Abbau von beinahe 1.000 Mitarbeitern in den letzten 12 Monaten – der derzeitige Mitarbeiterstand entspricht weniger als einem Drittel des ursprünglichen Werts im Jahr 2006 – haben wir unsere Kostenstrukturen weiter an das niedrige Nachfrageniveau angepasst. Die erhoffte Bodenbildung in den USA ist bisher ausgeblieben, und die Krise am Immobilienmarkt scheint noch nicht überwunden zu sein. Daher werden in Nordamerika im Jahr 2009 weitere drei Werke geschlossen bzw. eingemottet. Die im Oktober von der NAHB (National Association of Home Builders) veröffentlichten Daten zeigen wieder einen leichten Rückgang bei den Baugenehmigungen von 580.000 auf 573.000 Einheiten. Die Zahl der Verpfändungen steigt noch immer an und erhöht das Angebot an Immobilien. Daher gehen wir von einem weiterhin sehr schwachen Marktumfeld für die nächsten Monate aus. Bis Jahresende rechnen wir mit weiteren Absatzrückgängen in Nordamerika und einem negativen operativen Ergebnis. Für 2010 gehen wir aufgrund der umfangreichen bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und einer besseren Kapazitätsauslastung wieder von einem deutlich positiven operativen Ergebnis aus.

Nordamerika 1-9/2008 1-9/2009 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 183,4 118,3 -35
EBITDA operativ 1) in Mio. € 12,8 -9,0 <-100
EBIT operativ 1) in Mio. € -2,3 -25,7 <-100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 33,9 9,0 -73
Capital Employed in Mio. € 569,2 510,0 -10
Mitarbeiter 2.092 1.105 -47
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 439 245 -44

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Beteiligungen und Sonstiges

Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Holding und die ihr anrechenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien sowie die Nicht-Kernaktivitäten der Gruppe (insbesondere Immobilien). Der Umsatz fiel um 20 % auf 8,6 Mio. €, während sich das operative EBITDA vor allem aufgrund von Personalreduktionen und Einsparungen bei Verwaltungskosten in der Holding um 19 % auf -15,0 Mio. € verbesserte. Der Anstieg des Capital Employed erklärt sich aus der Aktivierung der Anlagen von unserem neu errichteten Werk in Indien. Die 50 % Beteiligung an Pipelife wird nach der Equity-Methode konsolidiert und ist in den operativen Ergebnissen dieses Bereichs nicht enthalten.

Beteiligungen und Sonstiges 1) 1-9/2008 1-9/2009 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 10,8 8,6 -20
EBITDA operativ 2) in Mio. € -18,6 -15,0 +19
EBIT operativ 2) in Mio. € -21,6 -16,6 +22
Capital Employed in Mio. € 10,9 45,2 >100
Mitarbeiter 220 243 +10

1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten

2) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Dieser Zwischenbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Wienerberger Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Zwischenbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Wienerberger AG verbunden.

Umfassende Anpassung der Kostenstrukturen in den USA

Pipelife ist in diesem Segment at-equity konsolidiert

Zwischenbericht nach IFRS Wienerberger Gruppe

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 7-9/2009 7-9/2008 1-9/2009 1-9/2008
Umsatzerlöse 518.535 663.144 1.416.660 1.926.786
Herstellkosten -355.335 -424.930 -994.096 -1.233.093
Bruttoergebnis vom Umsatz 163.200 238.214 422.564 693.693
Vertriebskosten -100.077 -123.211 -295.259 -361.846
Verwaltungskosten -28.974 -36.609 -92.772 -114.412
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.225 -10.447 -32.161 -28.843
Sonstige betriebliche Erträge 5.947 8.494 34.309 23.829
Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
28.871 76.441 36.681 212.421
Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen -22.399 -25.030 -109.573 -30.832
Firmenwertabschreibungen 1.001 0 -124.389 0
Betriebsergebnis nach Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
7.473 51.411 -197.281 181.589
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen 4.612 6.763 4.760 16.719
Zinsertrag 4.893 11.766 14.542 36.368
Zinsaufwand -14.655 -22.660 -42.617 -67.233
Sonstiges Finanzergebnis -4.781 -4.333 -4.683 -6.513
Finanzergebnis -9.931 -8.464 -27.998 -20.659
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.458 42.947 -225.279 160.930
Ertragsteuern 8.273 -8.554 27.064 -27.900
Ergebnis nach Ertragsteuern 5.815 34.393 -198.215 133.030
davon Ergebnis der Minderheiten -84 456 -899 2.316
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.192 8.170 24.308 24.331
davon Ergebnis der Muttergesellschaft -2.293 25.767 -221.624 106.383
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,16 0,61 -0,01 1,65
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,03 0,31 -2,68 1,28
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,03 0,31 -2,68 1,28

Gesamtergebnisrechnung

1-9/2009 1-9/2008
in TEUR Konzern Minderheiten Gesamt Konzern Minderheiten Gesamt
Ergebnis nach Ertragsteuern -197.316 -899 -198.215 130.714 2.316 133.030
Währungsumrechnung -10.730 -255 -10.985 25.951 1.171 27.122
Währungsumrechnung von assoziierten
Unternehmen
-950 0 -950 1.569 0 1.569
Hedging Reserve 10.185 0 10.185 -2.325 2 -2.323
Übrige Veränderungen 1) 139 0 139 -391 0 -391
Andere Gesamtergebnisbestandteile 2) -1.356 -255 -1.611 24.804 1.173 25.977
Gesamtergebnis nach Steuern -198.672 -1.154 -199.826 155.518 3.489 159.007
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 24.308 24.331
davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft -222.980 131.187

1) Die im Gesamtergebnis erfassten Marktwertänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden unter "Übrige Veränderungen" ausgewiesen. 2) Der Ausweis der anderen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.

Bilanz

in TEUR 30.9.2009 31.12.2008
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 635.813 769.451
Sachanlagen 1.946.529 2.075.878
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 31.447 30.543
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 117.255 115.679
Übrige Finanzanlagen 19.456 19.464
Latente Steuern 32.569 35.071
Langfristiges Vermögen 2.783.069 3.046.086
Vorräte 617.920 719.995
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 256.577 187.750
Sonstige kurzfristige Forderungen 133.696 133.822
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 98.381 89.445
Forderungen aus Kapitalerhöhung 291.979 0
Zahlungsmittel 268.567 206.835
Kurzfristiges Vermögen 1.667.120 1.337.847
Summe Aktiva 4.450.189 4.383.933
PASSIVA
Gezeichnetes Kapital 83.948 83.948
Kapitalrücklagen 829.408 829.408
Kapitalerhöhung in Eintragung 1) 320.067 0
Hybridkapital 492.896 492.896
Gewinnrücklagen 1.149.780 1.368.920
Eigene Anteile -40.697 -40.697
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung -272.379 -260.699
Anteile in Fremdbesitz 24.327 23.415
Eigenkapital 2.587.350 2.497.191
Personalrückstellungen 65.410 68.049
Latente Steuerrückstellungen 99.747 126.457
Sonstige langfristige Rückstellungen 68.514 66.532
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 998.979 1.011.600
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 55.704 52.158
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.288.354 1.324.796
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 59.465 55.503
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 200.440 174.858
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 138.074 177.319
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 176.506 154.266
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 574.485 561.946
Summe Passiva 4.450.189 4.383.933

1) Die im September 2009 durchgeführte Kapitalerhöhung wurde am 30.9.2009 zur Eintragung im Firmenbuch angemeldet und am 1.10.2009 eingetragen.

Entwicklung des Eigenkapitals

2009 2008
in TEUR Konzern Minderheiten Gesamt Konzern Minderheiten Gesamt
Stand 1.1. 2.473.776 23.415 2.497.191 2.646.716 25.993 2.672.709
Gesamtergebnis nach Steuern -198.672 -1.154 -199.826 155.518 3.489 159.007
Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon -32.500 -224 -32.724 -152.609 -1.854 -154.463
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen 0 0 0 0 4.515 4.515
Kapitalerhöhung in Eintragung 1) 320.067 0 320.067 0 0 0
Zugang/Abgang Minderheitenanteil 0 2.290 2.290 0 -4.824 -4.824
Veränderung eigener Anteile 0 0 0 -9.318 0 -9.318
Aufwand Aktienoptionspläne 352 0 352 1.495 0 1.495
Stand 30.9. 2.563.023 24.327 2.587.350 2.641.802 27.319 2.669.121

1) Die im September 2009 durchgeführte Kapitalerhöhung wurde am 30.9.2009 zur Eintragung im Firmenbuch angemeldet und am 1.10.2009 eingetragen.

Cash-flow Statement

in TEUR 1-9/2009 1-9/2008
Ergebnis vor Ertragsteuern -225.279 160.930
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 140.861 152.263
Firmenwertabschreibungen 124.389 0
Wertminderungen von Sachanlagen 80.324 11.179
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen -893 -37
Veränderungen langfristiger Rückstellungen -27.778 19.333
Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen -4.760 -16.719
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -13.690 -4.059
Zinsergebnis 28.075 30.865
Gezahlte Zinsen -36.715 -66.898
Erhaltene Zinsen 12.464 34.141
Gezahlte Ertragsteuern -2.999 -16.023
Cash-flow aus dem Ergebnis 73.999 304.975
Veränderungen Vorräte 109.957 -74.490
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -62.150 -111.307
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -42.787 8.640
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen 60.952 32.588
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen -935 14.671
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 139.036 175.077
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 15.808 20.283
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -100.770 -260.864
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -245 -7.153
Veränderungen Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte -9.830 5.657
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen -3.340 -93.035
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 1.451 0
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -96.926 -335.112
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -2.778 117.097
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 17.801 92.977
Gezahlte Dividende Wienerberger AG 0 -120.109
Gezahlter Hybridkupon -32.500 -32.500
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei Minderheitenanteilen -224 -2.330
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen 3.632 0
Kapitalerhöhung Wienerberger AG 33.579 0
Erwerb eigener Aktien 0 -9.318
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 19.510 45.817
Veränderung des Zahlungsmittelbestandes 61.620 -114.218
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Zahlungsmittelbestand 112 514
Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode 206.835 293.373
Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode 268.567 179.669

Segmentberichterstattung Konzern-

1-9/2009
in TEUR
Zentral-
Osteuropa
Zentral-
Westeuropa 2)
Nord-
Westeuropa 2)
Nord-
amerika
Beteiligungen
und Sonstiges 3)
Eliminie-
rungen
Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 459.807 286.893 550.375 118.278 568 1.415.921
Innenumsatz 2.787 13.185 12.170 0 8.018 -35.421 739
Umsatz gesamt 462.594 300.078 562.545 118.278 8.586 -35.421 1.416.660
EBITDA operativ 1) 87.224 28.890 85.366 -9.023 -14.915 177.542
EBIT operativ 1) 39.673 3.037 36.277 -25.691 -16.615 36.681
Restrukturierungskosten und
Wertminderungen von Sachanlagen
-48.634 -9.843 -42.376 -7.921 -857 -109.573
Firmenwertabschreibungen -12.044 -29.433 -33.727 -49.185 0 -124.389
Gesamtinvestitionen 48.220 8.723 33.531 8.991 4.890 104.355
Capital Employed 821.837 432.259 1.181.831 509.961 45.244 2.991.132
Mitarbeiter 5.300 2.176 4.098 1.105 243 12.922
1-9/2008
Außenumsatz 712.568 326.970 702.403 183.350 416 1.925.707
Innenumsatz 3.516 19.950 14.410 0 10.370 -47.167 1.079
Umsatz gesamt 716.084 346.920 716.813 183.350 10.786 -47.167 1.926.786
EBITDA operativ 1) 209.221 36.372 124.907 12.802 -18.618 364.684
EBIT operativ 1) 157.974 8.231 70.007 -2.323 -21.468 212.421
Restrukturierungskosten und
Wertminderungen von Sachanlagen
-10.168 -4.471 -15.665 -528 0 -30.832
Firmenwertabschreibungen 0 0 0 0 0 0
Gesamtinvestitionen 137.226 26.437 139.534 33.911 16.791 353.899
Capital Employed 871.487 525.639 1.394.240 569.162 10.887 3.371.415
Mitarbeiter 5.871 2.428 4.837 2.092 220 15.448

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) das grenzüberschreitende Handelsgeschäft in den Niederlanden und Deutschland wird ab 2009 im Segment Zentral-Westeuropa (zuvor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst

3) der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien

Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 30.9.2009 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2008 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2008, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt. Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und Bramac Gruppe werden zu 50% quotal konsolidiert. Mit Wirkung vom 1.1.2009 wurde eine Ziegelhandelsgesellschaft in Großbritannien erstkonsolidiert. Am 1.5.2009 wurde die durch einen Zusammenschluss der Betonsteinaktivitäten in Österreich entstandene Semmelrock Ebenseer GmbH & Co KG sowie die Gesellschaften Lusit KG und Lusit GmbH auf Basis vorläufiger Werte erstmals in den Konzernabschluss einbezogen; aus diesen Erwerben resultieren keine wesentlichen Firmenwerte. Am 30.9.2009 wurde die VVT Vermögensverwaltung GmbH endkonsolidiert; das Endkonsolidierungsergebnis beläuft sich auf 1.404 TEUR.

Im Vergleichszeitraum 1.1.2008 bis 30.9.2008 waren die mit 31.12.2008 vollkonsolidierte IGM Ciglana d.o.o. Petrinja in Kroatien, die Semmelrock Stein und Design EOOD in Bulgarien sowie die ebenso mit Jahresende erstmals nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligung an der EUCOSO sp. Z.o.o. in Polen nicht im Konsolidierungskreis enthalten. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises erhöhten für den Zeitraum vom 1.1.2009 bis 30.9.2009 anteilig den Umsatz mit 13.464 TEUR und das EBITDA mit 2.963 TEUR.

Saisonalität des Geschäftes

Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Kapitalerhöhung

Die Wienerberger AG hat durch eine im September 2009 durchgeführte Kapitalerhöhung 33.579.075 junge Aktien erfolgreich emittiert, woraus nach Abzug der Nebenkosten ein Volumen von 320.067 TEUR resultiert. Die Kapitalerhöhung wurde am 30.9.2009 zum Firmenbuch angemeldet und am 1.10.2009 eingetragen; die Erhöhung des Grundkapitals wurde somit erst zu diesem Tag wirksam. Daher erfolgt deren Ausweis zum Abschlussstichtag nicht im gezeichneten Kapital und den gebundenen Kapitalrücklagen, sondern als Sonderposten im Eigenkapital; der erste Teilbetrag aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 33.579 TEUR ging bei Wienerberger mit 30.9.2009 ein, die zum Abschlussstichtag noch nicht zugegangenen Teilbeträge der Kapitalerhöhung in Höhe von 291.979 TEUR werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Die Wienerberger AG erhielt den letzten Teilbetrag am 5.10.2009.

Wienerberger Hybridkapital

Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2009 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR für das im Jahr 2007 begebene Hybridkapital ausbezahlt. Das Hybridkapital wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Für die ersten neun Monate des Jahres 2009 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 24.308 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,29 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz fiel um 26% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und betrug in den ersten neun Monaten 1.416.660 TEUR. Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) vor Restrukturierungskosten lag mit 177.542 TEUR um 51 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 364.684 TEUR.

Insgesamt belaufen sich die für das Restrukturierungsprogramm 2009 im Ergebnis ausgewiesenen Kosten auf 81.355 TEUR (Vorjahr: 30.832), wobei 52.105 TEUR (Vorjahr: 11.179 TEUR) auf Wertminderungen von Anlagen im Rahmen von Restrukturierungen und 29.250 TEUR (Vorjahr: 19.653 TEUR) auf ausgabenwirksame Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen entfallen. Der Großteil dieser Kosten betrifft Sozialpläne und Kosten für die permanente Stilllegung von Werken. Zudem ergab die zum 30.6.2009 durchgeführte Überprüfung von Vermögensgegenständen auf eine dauerhafte Wertminderung (Impairment Test) gemäß IAS 36 einen Abwertungsbedarf auf Sachanlagen von 28.218 TEUR, wovon der größte Teil auf eine Abwertung von Grundstücken in Großbritannien entfällt. Unter den Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen wird somit ein Gesamtbetrag von 109.573 TEUR ausgewiesen.

Die Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36 zeigten im dritten Quartal keinen über die im ersten Halbjahr vorgenommenen Firmenwertabschreibungen hinausgehenden Abwertungsbedarf. Die Firmenwertabschreibungen für die ersten neun Monate belaufen sich somit in Folge von Wechselkursänderungen auf nunmehr 124.389 TEUR, wobei 49.184 TEUR auf die Vereinigten Staaten, 21.059 TEUR auf Italien, 20.537 TEUR auf die Ziegelaktivitäten in Großbritannien, 10.000 TEUR auf die Vormaueraktivitäten in Frankreich, 8.374 TEUR auf die Vormauer- und Dachaktivitäten in Deutschland, 5.514 TEUR auf Finnland, 5.000 TEUR auf Estland, 3.191 TEUR auf Norwegen und 1.530 TEUR auf die Pflasteraktivitäten von Semmelrock in Tschechien entfielen. Für die Werthaltigkeitstests in der Wienerberger Gruppe wird unverändert ein Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 6,91 % herangezogen, wobei in den Vereinigten Staaten (6,23%), Großbritannien (6,31%) und Russland (10,8 %) abweichende regionale Kapitalkostensätze zur Anwendung kamen.

Das Betriebsergebnis nach Restrukturierungen und Wertminderungen von Sachanlagen sowie Firmenwertabschreibungen beläuft sich somit auf -197.281 TEUR im Vergleich zu 181.589 TEUR im Vorjahr. Per 30.9.2009 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 83.947.689. Zum Stichtag wurden 1.113.603 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2009 bis 30.9.2009 auf 82.834.086 Stück. Die Zuzählung der jungen Aktien aus der Kapitalerhöhung erfolgte mit 1.10.2009.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Negative erfolgsneutrale Währungsdifferenzen von 11.935 TEUR resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US Dollar sowie einigen osteuropäischen Währungen und wurden nur teilweise durch positive Währungsdifferenzen aus dem britischen Pfund und der tschechischen Krone ausgeglichen. Die Hedging Reserve stieg im Berichtszeitraum um 10.185 TEUR nach Steuern, wobei die im Gesamtergebnis erfassten latenten Steuern das Eigenkapital um 1.055 TEUR minderten. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 140 TEUR, der darin enthaltene latente Steueraufwand auf 47 TEUR. Im Berichtszeitraum wurde für fällige Gastermingeschäfte (Cash-flow-Hedges), deren Marktwertänderungen bislang direkt im Eigenkapital erfasst wurden, ein Aufwand in Höhe von 3.632 TEUR in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das negative Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten neun Monaten um 198.215 TEUR. Das Gesamtergebnis nach Steuern führte somit im Berichtszeitraum zu einer Eigenkapitalminderung von insgesamt 199.826 TEUR.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 139.036 TEUR (Vorjahr: 175.077 TEUR) war aufgrund des lange andauernden Winters und der anhaltenden Marktschwäche deutlich geringer als im Vorjahr. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 104.355 TEUR resultierte mit 36.615 TEUR aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 67.740 TEUR aus Werksneubauten, Werkserweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). Aus einer Endkonsolidierung resultiert ein Mittelzufluss von 1.451 TEUR.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 100.770 TEUR. Die Nettoverschuldung verminderte sich vorwiegend in Folge der im September durchgeführten Kapitalerhöhung – trotz eines geringeren Cash-flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Auszahlung des Hybridkupons von 32.500 TEUR im Februar und trotz der Investitionstätigkeit – um 349.686 TEUR auf nunmehr 540.492 TEUR.

Risikobericht

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfeldes im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten neun Monaten 2009 wurden in der Gruppe als wesentliche Risiken die Abschwächung der Baukonjunktur in beinahe allen Märkten in Kombination mit noch nicht auf die geänderte Nachfragesituation abgestimmten Kapazitäten der gesamten Baustoffindustrie sowie Risiken aus der Finanzierung und Sicherung der Liquidität identifiziert. Im Sinne einer aktiven Bewältigung der Risiken des Unternehmensumfeldes hat Wienerberger frühzeitig und rasch durch die zeitweilige Stilllegung von Produktionskapazitäten und Werksschließungen die Kapazitäten an das geänderte Marktumfeld angepasst. Risiken aus der Finanzierung konnte Wienerberger durch eine Verlängerung und Neuverhandlung von Kreditlinien sowie insbesondere durch die erfolgreich platzierte Kapitalerhöhung im September eindämmen. Die Finanzkraft von Wienerberger wurde zudem durch den Verzicht der Aktionäre auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2008 gestärkt.

Im vierten Quartal 2009 erwartet Wienerberger Risiken aus der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur, der Witterung, aus hohen Lagerbeständen und einem damit verbundenen Preisdruck sowie aus steigenden Energiepreisen und negativen Wechselkurseffekten. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfeldes im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Insbesondere zur Bewältigung von Risiken aus hohen Lagerbeständen wird ein konzernweites Programm zur Senkung des Working Capital umgesetzt. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie für die Nachfrage nach Baustoffen wesentliche Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Gerade in dem durch die weltweite Finanzkrise gezeichneten wirtschaftlichen Umfeld stehen bei Wienerberger auch weiterhin der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis im Zentrum der Unternehmensstrategie. Wienerberger hat zu diesem Zweck im September eine Kapitalerhöhung durchgeführt und setzt unverändert auf eine Maximierung des Free Cash-flows und den Abbau der Nettoverschuldung über Kosteneinsparungen, die Verminderung des Working Capital und auf eine Limitierung von Investitionen auf ein Minimum. Risken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert.

In Deutschland bestehen rechtliche Risiken aus einer drohenden Kartellstrafe, für die bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10 Mio. € gebildet wurde, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht vor 2010 zu rechnen ist. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftsgebarung von Wienerberger und sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger-Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat.

Verzicht auf prüferische Durchsicht

Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Nach bestem Wissen und Gewissen erklärt der Vorstand der Wienerberger AG hiermit, dass der ungeprüfte Quartalsbericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt.

Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 06. November 2009

H. Scheuch W. Van Riet J. Windisch

Scheuch Riet

Werksstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegel für Dach und Wand – mit derzeit insgesamt 229 Werken in 26 Ländern und 5 Exportmärkten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Wir wollen nicht überall sein, sondern in jenen Märkten, in denen wir tätig sind, starke Marktpositionen aufbauen.

Wisconsin Tennessee Virginia New Jersey New York Mississippi Florida North Carolina Pennsylvania Illinois Alabama Kentucky Indiana South Carolina Michigan Ohio West Virginia Georgia 2 2 1 Delaware Maryland 2 Ontario 1 Quebec 1 5 2 3 2 3 3 1 1 1 1 1 6 4 2 1 4 1 2 4 1 3 2 1 Montana 1 Nebraska 6 Wyoming 2 1 1 1 Colorado 2 1 1 1 Oklahoma 6 1 1 2 Utah 5 Arkansas 4 1 1 3 2 2 3 6 2

Wienerberger Märkte in Nordamerika

Anzahl der Standorte

Vormauerziegel Betonprodukte Vertriebsfilialen 3 2 1

Finanzterminplan

12. Oktober 2009 Beginn der Quiet Period
06. November 2009 Ergebnisse zum 3. Quartal 2009
03. / 04. Dezember 2009 Capital Markets Day 2009 in Wien, Österreich
27. Jänner 2010 Beginn der Quiet Period
11. Februar 2010 Vorläufige Ergebnisse 2009
01. März 2010 Beginn der Quiet Period
24. März 2010 Jahresabschluss 2009: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
25. März 2010 Jahresabschluss 2009: Analystenkonferenz in London
12. April 2010 Beginn der Quiet Period
04. Mai 2010 Ergebnisse zum 1. Quartal 2010
20. Mai 2010 141. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
24. Mai 2010 Ex-Tag für Dividende 2009
26. Mai 2010 1. Auszahlungstag für Dividende 2009
26. Juli 2010 Beginn der Quiet Period
17. August 2010 Halbjahresabschluss 2010: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
18. August 2010 Halbjahresabschluss 2010: Analystenkonferenz in London
11. Oktober 2010 Beginn der Quiet Period
03. November 2010 Ergebnisse zum 3. Quartal 2010

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie:

Investor Relations Officer Barbara Braunöck
Aktionärstelefon +43 (1) 601 92-463
E-Mail [email protected]
Internet www.wienerberger.com
Wiener Börse WIE
Thomson Reuters WBSV.VI; WIE-VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1 WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2008:

http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

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