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Wienerberger AG

Interim / Quarterly Report Aug 16, 2018

769_ir_2018-08-16_7b869d50-f55f-49a2-8ee8-526b1a5d8085.pdf

Interim / Quarterly Report

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Ertragskennzahlen 1-6/2017 1-6/2018 Vdg. in % Ultimo 2017
Umsatz in MEUR 1.528,7 1.606,9 +5 3.119,7
EBITDA LFL 1) in MEUR 182,1 214,2 +18 -
EBITDA in MEUR 190,1 198,9 +5 415,0
EBIT operativ in MEUR 96,3 104,2 +8 194,2
Ergebnis vor Steuern in MEUR 72,1 86,6 +20 144,9
Nettoergebnis in MEUR 41,7 53,2 +28 123,2
Ergebnis je Aktie in EUR 0,36 0,46 +28 1,05
Free Cashflow 2) in MEUR -137,7 -47,4 +66 152,5
Normalinvestitionen in MEUR 57,9 60,7 +5 147,5
Wachstumsinvestitionen in MEUR 0,4 60,9 >100 58,8
Ø Mitarbeiter in FTE 16.156 16.652 +3 16.297
Bilanzkennzahlen 31.12.2017 30.6.2018 Vdg. in %
Eigenkapital 3) in MEUR 1.911,2 1.855,9 -3
Nettoverschuldung in MEUR 566,4 778,7 +37
Capital Employed in MEUR 2.459,2 2.612,1 +6
Bilanzsumme in MEUR 3.659,9 3.951,0 +8
Verschuldungsgrad in% 29,6 42,0 -
Börsekennzahlen 1-12/2017 1-6/2018 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in EUR 22,45 23,60 +5
Tiefstkurs der Aktie in EUR 16,85 19,19 +14
Ultimokurs der Aktie in EUR 20,17 21,38 +6
Gewichtete Aktienanzahl 4) in Tsd. 116.956 116.617 0
Ultimo Börsekapitalisierung in MEUR 2.370,5 2.512,7 +6
Divisionen 1-6/2018
in MEUR und % 5)
Clay Building
Materials Europe
Pipes & Pavers
Europe
North
America
Holding
& Others
Eliminierungen
Außenumsatz 918,7 (+6 %) 534,1 (+7 %) 149,3 (-3 %) 4,0 (-13 %)
Innenumsatz 0,9 (+11 %) 0,1 (-25 %) 0,0 (-98 %) 8,1 (+17 %) -8,4
Umsatz 919,7 (+6 %) 534,2 (+7 %) 149,3 (-4 %) 12,1 (+5 %) -8,4
EBITDA 158,7 (+7 %) 28,4 (-25 %) 23,6 (+79 %) -11,8 (-31 %)
EBIT operativ 103,7 (+14 %) 2,3 (-85 %) 11,4 (>100 %) -13,1 (-30 %)
Gesamtinvestitionen 91,8 (>100 %) 23,7 (+43 %) 4,7 (+4 %) 1,5 (+12 %)
Capital Employed 1.609,1 (-1 %) 606,3 (-6 %) 387,8 (+17 %) 8,9 (+67 %)
Ø Mitarbeiter (in FTE) 10.817 (+4 %) 4.230 (+1 %) 1.383 (+6 %) 222 (+7 %)

1) Bereinigt um Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen, Fremdwährungseffekten, Veräußerungen von nicht betriebsnotwendigem und betriebsnotwendigem Vermögen sowie Strukturanpassungen // 2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um Investitions-Cashflow zuzüglich Wachstumsinvestitionen exklusive Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen // 3) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital // 4) Bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien // 5) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt

Anmerkungen zum Bericht: EBIT operativ ist um Wertminderungen / Wertaufholungen von Vermögenswerten und Firmenwertabschreibungen bereinigt. // Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Inhaltsverzeichnis

Brief des Vorstandsvorsitzenden 1
Zwischenlagebericht 2
Ergebnis- und Bilanzanalyse 2
Geschäftssegmente 7
Verkürzter Zwischenbericht nach IFRS 13
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 13
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 13
Konzernbilanz 14
Konzern-Cashflow Statement 15
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 16
Geschäftssegmente 17
Verkürzter Anhang zum Zwischenbericht 18
Erklärung des Vorstands 33

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den ersten sechs Monaten dieses Jahres war die Entwicklung der Wienerberger Gruppe äußerst zufriedenstellend. Dies zeigt deutlich, dass unser eingeschlagener Wachstumskurs an Dynamik gewinnt.

Wir konnten unseren Umsatz um 5% auf über 1,6 Mrd. € erhöhen. Positiv entwickelten sich auch unsere Ergebniszahlen. Wir haben die Profitabilität in all unseren Geschäftsbereichen weiter gesteigert und erzielten ein deutliches organisches Ergebniswachstum in allen Divisionen. Besonders erfreulich ist daher der signifikante Anstieg des bereinigten EBITDA um 18% auf 214 Mio. €. Unter dem Strich führte dies zu einem Nettogewinn von 53 Mio. € Euro im ersten Halbjahr.

Über die sehr starke operative Entwicklung hinaus, haben wir auch in den letzten Monaten wesentliche strategische Projekte realisiert.

Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie haben wir einen Ziegelproduzenten in den Niederlanden, einen Rohrspezialisten in Norwegen sowie ein Werk für Flächenbefestigungen in Rumänien übernommen. Unsere Ziele sind margenstarke Unternehmen, die zu einer Verbesserung unserer bestehenden Plattformen beitragen. Wir sehen hier noch weitere attraktive Möglichkeiten und haben deshalb in diesem Jahr ein Investitionsvolumen von rund 200 Mio. € vorgesehen.

Auch die Optimierung unseres Geschäftsportfolios schreitet voran. Bis Ende 2020 planen wir bis zu 150 Mio. € mit der Verwertung von operativen Unternehmensteilen sowie von nicht betriebsnotwendigem Vermögen zu erzielen. Einen wichtigen Schritt haben wir bereits mit dem Verkauf unserer österreichischen Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen gesetzt. Hier konzentrieren wir uns nun voll und ganz auf unser profitables Geschäft in den osteuropäischen Märkten. Dieses hat sich in den ersten sechs Monaten sehr positiv entwickelt.

Ein wichtiger strategischer Eckpfeiler ist die kontinuierliche Optimierung unserer Strukturen, um unsere Profitabilität weiter zu erhöhen. Dabei laufen die im Ziegelgeschäft sowie die im Rahmen der Neuausrichtung der Rohraktivitäten eingeleiteten Maßnahmen planmäßig,

greifen in zunehmendem Maße und tragen zur Ergebnisverbesserung bei. Wir haben mit externen Beratern in den letzten Monaten unsere Optimierungsmaßnahmen intensiv auf ihre Realisierbarkeit und ihr Potenzial hin überprüft. Das Ergebnis zeigt, dass Wienerberger die richtigen Schritte in der Verbesserung des laufenden Geschäftes setzt. Wir werden diese in Zukunft mit zusätzlichen Ressourcen und einem verstärkten Fokus noch intensiver vorantreiben. Unser Ziel ist es, dadurch bis 2020 ein EBITDA-Potenzial von nunmehr 120 Mio. € im Vergleich zu 2017 zu realisieren. Wobei diese 120 Mio. € sämtliche heuer kommunizierten und realisierten Maßnahmen bereits beinhalten. Wir erhöhen damit unsere ambitionierte bisherige Zielsetzung im Bereich Operational Excellence deutlich.

Das kontinuierliche Wachstum der Wienerberger Gruppe ist Resultat der konsequenten Implementierung und Umsetzung unserer Unternehmensstrategie. Die erfreuliche Umsatzverbesserung und die Steigerung unserer Profitabilität im ersten Halbjahr zeigen unsere Umsetzungsstärke. Ich bin mit dieser Entwicklung äußerst zufrieden und sehe uns auf gutem Kurs. Für das Gesamtjahr bin ich daher sehr zuversichtlich, dass wir unser bereinigtes EBITDA auf die prognostizierten 450 bis 470 Mio. € steigern werden.

Zwischenlagebericht Ergebnis- und Bilanzanalyse

Ertragslage

In den ersten sechs Monaten 2018 ist es Wienerberger gelungen, den Konzernumsatz um 5% auf 1.606,9 Mio. € (Vorjahr: 1.528,7 Mio. €) zu steigern. Währungseffekte belasteten den Umsatz mit 34,3 Mio. €, wobei die größten negativen Effekte aus dem US Dollar, der türkischen Lira sowie dem britischen Pfund resultierten und teilweise durch die Aufwertung der tschechischen Krone kompensiert wurden.

In der Division Clay Building Materials Europe wurde das positive Marktumfeld für eine Absatzsteigerung und eine Verbesserung der Durchschnittspreise genutzt. Im osteuropäischen Geschäft konnten sowohl Außenumsatz als auch Ergebnis trotz Aufwendungen für Strukturanpassungen signifikant gesteigert werden. In Westeuropa lag der Außenumsatz geringfügig über der Vergleichsperiode und das von Kosten für Strukturanpassungen belastete operative Ergebnis kam leicht unter dem Vorjahreswert zu liegen. In Summe stieg der Außenumsatz in den ersten zwei Quartalen um 6% auf 918,7 Mio. € (Vorjahr: 868,7 Mio. €) und das EBITDA um 7% auf 158,7 Mio. € (Vorjahr: 148,1 Mio. €).

Die Division Pipes & Pavers Europe erzielte in der Berichtsperiode einen um 7% höheren Außenumsatz von 534,1 Mio. € (Vorjahr: 500,1 Mio. €). Die einzelnen Geschäftsbereiche der Division zeigten dabei unterschiedliche Entwicklungen. Das Kunststoffrohrgeschäft erwirtschaftete einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Diese erfreuliche Entwicklung war vor allem der deutlichen Verbesserung der Ergebnisse, sowohl im neu ausgerichteten

französischen Rohrgeschäft als auch bei unseren osteuropäischen Plastikrohraktivitäten, geschuldet. Darüber hinaus erhöhte sich im internationalen Projektgeschäft der Auftragsbestand und die Aktivitäten mit vorverkabelten Rohren lieferten einen starken Ergebnisbeitrag. Im Geschäft mit keramischen Abwasserrohrsystemen mussten wir im Jahresvergleich aufgrund von Kosten für die Schließung eines Werksstandortes einen signifikanten Rückgang des EBITDA hinnehmen. Das Geschäft mit Betonflächenbefestigungen profitierte von Mengenwachstum und verbesserten Preisen sowie vom Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf der österreichischen Aktivitäten und konnte so das operative Ergebnis steigern. Insgesamt resultierte aus den beschriebenen Effekten ein Rückgang des EBITDA der Division Pipes & Pavers Europe auf 28,4 Mio. € (Vorjahr: 37,8 Mio. €), der vor allem den Kosten für Strukturanpassungen in Höhe von 16,1 Mio. € geschuldet war.

In Nordamerika verzeichnete das Ziegelgeschäft aufgrund feuchter Witterungsverhältnisse am Jahresanfang einen Mengenrückgang, der jedoch durch verbesserte Preise kompensiert werden konnte. Zusammen mit Konsolidierungseffekten und dem Ergebnis des Verkaufes zweier Vertriebsstandorte stieg das EBITDA deutlich an. Im Bereich der Kunststoffrohre konnte ein Umsatz- und Ergebniswachstum durch verbesserte Durchschnittspreise sowie verringerte Rohmaterialkosten erreicht werden. Aufgrund deutlich negativer Fremdwährungseffekte sank der Umsatz im Segment North America im Jahresvergleich leicht auf 149,3 Mio. € (Vorjahr: 154,6 Mio. €), während das EBITDA sich signifikant auf 23,6 Mio. € verbesserte (Vorjahr: 13,2 Mio. €).

Das organische EBITDA der Wienerberger Gruppe stieg im ersten Halbjahr um 18% auf 214,2 Mio. €. Darin nicht enthalten sind Kosten für Strukturanpassungen im Geschäft mit keramischen Rohren und im europäischen Ziegelgeschäft in Höhe von 25,3 Mio. € sowie negative Fremdwährungseffekte von 5,0 Mio. €. Aus dem Verkauf von Liegenschaften, zweier Vertriebsstandorte in den USA und des Pflastersteingeschäfts in Österreich resultierten insgesamt 9,3 Mio. €. Darüber hinaus beliefen sich Konsolidierungsbeiträge auf 5,7 Mio. €. Unter Berücksichtigung der genannten Effekte stieg das EBITDA der Wienerberger Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 5% von 190,1 Mio. € auf 198,9 Mio. €.

Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT operativ) verbesserte sich deutlich auf 104,2 Mio. € (Vorjahr: 96,3 Mio. €). Nach der Berücksichtigung von Wertaufholungen von Vermögenswerten in Höhe von 3,5 Mio. € betrug das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 107,7 Mio. € (Vorjahr: 88,9 Mio. €).

Das Finanzergebnis von -21,1 Mio. € (Vorjahr: -16,8 Mio. €) beinhaltet im Wesentlichen den Nettozinsaufwand von -18,9 Mio. € (Vorjahr: -17,6 Mio. €) und lag aufgrund höherer Kosten für Fremdwährungsfinanzierungen unter dem Vorjahr. Die Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrug 0,5 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €), das sonstige Finanzergebnis lag bei -2,7 Mio. € (Vorjahr: -0,3 Mio. €) und beinhaltet vor allem Bewertungseffekte und Bankspesen.

Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 86,6 Mio. € an (Vorjahr: 72,1 Mio. €). Der Steueraufwand von 27,1 Mio. € lag aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung über dem Vorjahreswert von 22,8 Mio. €. Beim Nettoergebnis verzeichnete Wienerberger trotz Kosten für Strukturanpassungen einen erfreulichen Zuwachs von 28% auf 53,2 Mio. € (Vorjahr: 41,7 Mio. €), wodurch sich auch das Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,46 € klar verbesserte (Vorjahr: 0,36 €).

Cashflow

In den ersten sechs Monaten erhöhte sich der Cashflow aus dem Ergebnis vorrangig aufgrund des gesteigerten Ergebnisses vor Ertragssteuern von 122,3 Mio. € auf 132,6 Mio. €. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich aufgrund der Veränderung des übrigen Nettoumlaufvermögens von -94,0 Mio. € im Vorjahr auf -60,9 Mio. € in der Berichtsperiode.

Im ersten Halbjahr flossen 69,5 Mio. € (Vorjahr: 58,3 Mio. €) an Mitteln für notwendige Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen sowie für Werkserweiterungen ab. Darüber hinaus investierte Wienerberger 22,0 Mio. € in Akquisitionen im europäischen Ziegelgeschäft. Die Einzahlungen aus Liegenschaftsverkäufen und der Verwertung von sonstigem Anlagevermögen lagen bei 29,8 Mio. € (Vorjahr: 17,0 Mio. €). Aus der Veräußerung unserer österreichischen Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen wurden 20,9 Mio. € erlöst. In Summe belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf -17,3 Mio. € (Vorjahr: -44,1 Mio. €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag in der Berichtsperiode bei 217,6 Mio. € (Vorjahr: 73,1 Mio. €). Dazu trugen maßgeblich Einzahlungen aus der Emission einer Anleihe von 247,5 Mio. € sowie Netto-Einzahlungen von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 71,3 Mio. € bei. Diesen standen Auszahlungen für die Dividende in Höhe von 34,8 Mio. € und für den Hybridkupon von 13,6 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus

flossen für den Erwerb des Minderheitenanteils an unserem osteuropäischen Dachziegelgeschäft 30,1 Mio. € sowie für den Erwerb eigener Aktien 22,4 Mio. € ab.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital verringerte sich zum 30.6.2018 gegenüber dem Jahresende 2017 um 55,3 Mio. €. Das Gesamtergebnis nach Steuern abzüglich Rücklagenveränderungen erhöhte das Eigenkapital um insgesamt 43,5 Mio. €. Demgegenüber verringerten die Ausschüttungen der Dividende und des Hybridkupons in Höhe von 48,5 Mio. €, die Auszahlung für den Erwerb von Minderheitenanteilen von 30,1 Mio. € sowie der Rückkauf eigener Aktien von 22,4 Mio. € das Konzerneigenkapital. Die Nettoverschuldung lag mit 778,7 Mio. € saisonal bedingt über dem Wert per 31.12.2017.

Finanzierung und Treasury

Der Verschuldungsgrad zum 30.6.2018 stieg saisonbedingt sowie aufgrund der Wachstumsschritte und des Aktienrückkaufes auf 42% (30% zum 31.12.2017). Die auf Basis von 12 Monaten berechneten Treasury-Kennzahlen lagen mit einer Entschuldungsdauer von 1,8 Jahren und einem Zinsdeckungsgrad (EBITDA / Zinsergebnis) von 11,3 Jahren komfortabel innerhalb der in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerte. Der Bestand an liquiden Mitteln wird zur Rückführung saisonal aufgebauter kurzfristiger Kredite sowie zur Refinanzierung von Fälligkeiten verwendet.

30.6.2017 31.12.2017 30.6.2018 Schwellenwert
1,9 1,4 1,8 <3,50
11,9 11,5 11,3 >3,75

1) berechnet auf Basis eines 12-Monats-EBITDA und eines 12-Monats-Zinsergebnisses

2. Quartal 2018

Im zweiten Quartal 2018 steigerte die Wienerberger Gruppe den Umsatz um 7% auf 931,5 Mio. € (Vorjahr: 868,6 Mio. €) und das EBITDA verbesserte sich im Jahresvergleich von 144,1 Mio. € auf 154,8 Mio. €.

Clay Building Materials Europe

In der Division Clay Building Materials Europe stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 7% auf 530,5 Mio. €. Das EBITDA in Höhe von 111,2 Mio. € wurde durch Kosten der voranschreitenden Strukturanpassungen mit 5,8 Mio. € belastet, wodurch sich das Wachstum im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 4% beschränkte.

In Westeuropa entwickelte sich die Bauaktivität in unseren Kernmärkten uneinheitlich. In Großbritannien nutzten wir das ungebrochen positive Umfeld im Wohnungsneubau für Marktanteilsgewinne und weiteres Ergebniswachstum. In den Niederlanden und in Belgien, wo die Verfügbarkeit von Dämmmaterialien die Bauaktivität nicht mehr belastete, verzeichneten wir ebenso einen Anstieg der Nachfrage. Demgegenüber erwiesen sich in Frankreich die Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen bei Förderprogrammen als umfangreicher als am Jahresanfang erwartet und die Marktdynamik kühlte ab. In Deutschland verlaufen die in Umsetzung befindlichen Maßnahmen zur Verschlankung und Optimierung unserer Organisation planmäßig. In Summe ist es uns in einem stabilen deutschen Markt für Ein- und Zweifamilienhäusern gelungen, vor Restrukturierungskosten sowohl den Ergebnisbeitrag als auch die Profitabilität deutlich zu steigern.

In Osteuropa setzte sich der starke Anstieg der Bauaktivität sowie der Nachfrage nach Baustoffen weiter fort und wir erzielten signifikante Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis.

Pipes & Pavers Europe

In der Division Pipes & Pavers Europe stieg der Umsatz um 9% auf 315,0 Mio. € und das EBITDA verbesserte sich deutlich um 20% auf 37,4 Mio. €.

Im Segment Pipes & Pavers Western Europe erwirtschafteten wir im Kunststoffrohrgeschäft in den gesunden nordischen Märkten sowie in den Niederlanden ein Ergebniswachstum. Zusätzlich profitierten wir vom sehr zufriedenstellenden Ergebnisbeitrag aus dem erworbenen Geschäft mit vorverkabelten Elektrorohren. Im keramischen Rohrgeschäft schreitet die Neuausrichtung unserer Organisation voran und die Maßnahmen in den Bereichen Produktion, Verwaltung und Vertrieb werden zeitnah abgeschlossen werden. Im laufenden Geschäft standen Preiserhöhungen einem leichten Absatzrückgang gegenüber, der in erster Linie auf die eingeleitete Verschlankung des Produktportfolios zurückzuführen ist.

Im Segment Pipes & Pavers Eastern Europe steigerten wir das EBITDA deutlich. Im Kunststoffrohrgeschäft erwirtschafteten wir insbesondere in Polen und Ungarn Ergebniszuwächse infolge von steigendem Investitionsvolumen bei EU-geförderten Infrastrukturprojekten. Ebenso entwickelte sich die Profitabilität in Österreich sehr zufriedenstellend. Unsere Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen profitierten von starker Nachfrage und erzielten in allen Kernmärkten organisches Ergebniswachstum. Darüber hinaus wurde im zweiten Quartal der Verkauf des österreichischen Geschäfts gewinnbringend abgeschlossen.

North America

In der Division North America wuchs der Umsatz um 5% auf 84,1 Mio. € und das EBITDA erhöhte sich um 47% auf 13,7 Mio. €.

In unserem US-amerikanischen Ziegelgeschäft lag die Bauaktivität im zweiten Quartal hinter den Marktprognosen zurück. Während sich die Nachfrage strukturell weiter verbesserte, limitierten die Verfügbarkeit von Fachkräften aufseiten der Verarbeiter und mangelnde Frachtkapazitäten die Nachfrage nach Baustoffen. Der im Vorjahr übernommene Vormauerziegelproduzent Columbus Brick leistete wie erwartet einen positiven Ergebnisbeitrag. In Kanada konnten wir den Absatz und die Durchschnittspreise weiter verbessern, da der Rückstau an genehmigten Bauprojekten derzeit noch die zunehmend dämpfenden Auswirkungen der verstärkten Immobilienmarktregulierung kompensiert. Im Kunststoffrohrgeschäft hatten eine steigende Nachfrage und Optimierungsmaßnahmen in den Bereichen Produktion, Einkauf, Vertrieb und Verwaltung einen signifikanten Ergebnisanstieg zur Folge.

Außenumsatz
in MEUR 4-6/2017 4-6/2018 Vdg. in %
Clay Building Materials Europe 496,5 530,5 +7
Clay Building Materials Eastern Europe 155,0 179,9 +16
Clay Building Materials Western Europe 341,4 350,7 +3
Pipes & Pavers Europe 289,6 315,0 +9
Pipes & Pavers Eastern Europe 137,1 150,3 +10
Pipes & Pavers Western Europe 152,5 164,7 +8
North America 80,3 84,1 +5
Holding & Others 2,2 1,9 -15
Wienerberger Gruppe 868,6 931,5 +7
EBITDA
in MEUR 4-6/2017 4-6/2018 Vdg. in %
Clay Building Materials Europe 107,0 111,2 +4
Clay Building Materials Eastern Europe 39,4 47,2 +20
Clay Building Materials Western Europe 67,6 64,0 -5
Pipes & Pavers Europe 31,1 37,4 +20
Pipes & Pavers Eastern Europe 17,8 22,7 +28
Pipes & Pavers Western Europe 13,4 14,8 +10
North America 9,3 13,7 +47
Holding & Others -3,4 -7,6 <-100
Wienerberger Gruppe 144,1 154,8 +7

Geschäftssegmente

Clay Building Materials Europe

Die Division Clay Building Materials Europe zeigte im ersten Halbjahr 2018 eine erfreuliche Entwicklung:

  • › Positives Marktumfeld für Steigerung des Absatzes und Verbesserung der Durchschnittspreise genutzt
  • › Neuausrichtung der Organisation in Deutschland verläuft planmäßig
  • › Stärkung der Marktposition und Verbreiterung des Sortiments durch Übernahme eines Vormauerziegelproduzenten in den Niederlanden
  • › Umsatz um 6% auf 918,7 Mio. € erhöht (Vorjahr: 868,7 Mio. €)
  • › Signifikante organische EBITDA-Steigerung

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2018 gehen wir von einer Fortsetzung des leichten Wachstums in unseren Kernmärkten aus. Dabei erwarten wir in nahezu allen Ländern der Region Osteuropa deutliches Nachfragewachstum und infolgedessen weitere Ergebnisverbesserungen. Die Region Westeuropa weist demgegenüber nach wie vor divergierende Markttrends auf. In Großbritannien erwarten wir eine anhaltend starke Nachfrage in den für uns relevanten Regionen. Ebenso gehen wir in Belgien und den Niederlanden von einem Anstieg der Baubeginne aus, während wir in Deutschland, Italien und der Schweiz eine stabile Nachfrage erwarten. In Frankreich hat die Rücknahme

von staatlichen Förderprogrammen eine deutlichere Auswirkung als erwartet, weshalb die Wohnbautätigkeit im zweiten Halbjahr hinter der Vergleichsperiode des Vorjahres zurückliegen wird. Weiterhin von Zurückhaltung geprägt zeigt sich der für das Dachgeschäft in Westeuropa wichtige Renovierungsmarkt.

Insgesamt erwarten wir in der Division Clay Building Materials Europe höhere Absatzmengen und verbesserte Durchschnittspreise und gehen infolgedessen von einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2018 aus.

Clay Building Materials Europe 1-6/2017 1-6/2018 Vdg. in %
Außenumsatz in MEUR 868,7 918,7 +6
EBITDA in MEUR 148,1 158,7 +7
EBIT operativ in MEUR 90,6 103,7 +14
Gesamtinvestitionen in MEUR 36,0 91,8 >100
Capital Employed in MEUR 1.626,5 1.609,1 -1
Ø Mitarbeiter in FTE 10.439 10.817 +4

Clay Building Materials Western Europe

In der Region Westeuropa entwickelte sich der Umsatz mit 619,6 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, wobei wir beim EBITDA mit 93,6 Mio. € einen leichten Rückgang hinnehmen mussten. Dies ist auf die Auswirkungen der ungünstigen Witterungsbedingungen während des ersten Quartals und die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. Bereinigt um die Kosten für die Neuausrichtung der deutschen Organisation konnten wir das operative Ergebnis steigern. In Großbritannien zeigten die laufenden Brexit-Verhandlungen noch keine nachteiligen Auswirkungen auf die starke Nachfrage in unseren Kernregionen. Die anhaltend hohe

Bauaktivität führte zu deutlichen Mengen- und Preissteigerungen und zu Marktanteilsgewinnen. In Belgien wirkt sich die Verfügbarkeit von PUR/PIR Dämmstoffen nicht mehr einschränkend auf die Bautätigkeit aus und wir nutzten das gesunde Marktumfeld für eine Ergebnisverbesserung. Deutschland weist eine nach wie vor stabile Wohnbautätigkeit im Einfamilienbereich auf und durch die konsequente Umsetzung der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sind wir voll auf Kurs, um das angestrebte Ergebnispotenzial zu realisieren. In den Niederlanden haben wir die gute Nachfrage für Ergebniswachstum genutzt. Mit der Übernahme eines niederländischen Vormauerziegelproduzenten stärken wir unsere Marktposition in diesem Wachstumsmarkt und erweitern unser Sortiment um innovative Produkte. In Frankreich wirkte sich die Zurücknahme von Wohnbauförderungsprogrammen

durch die Regierung dämpfend auf die Geschäftstätigkeit aus. Die schwache Entwicklung des westeuropäischen Renovierungsmarktes belastete die Nachfrage in unserem Dachgeschäft.

Clay Building Materials Western Europe 1-6/2017 1-6/2018 Vdg. in %
Außenumsatz
in MEUR
613,3 619,6 +1
EBITDA
in MEUR
96,6 93,6 -3
EBIT operativ
in MEUR
61,7 61,1 -1
Gesamtinvestitionen
in MEUR
19,7 44,1 >100
Capital Employed
in MEUR
1.131,1 1.134,8 0
Ø Mitarbeiter
in FTE
6.026 6.265 +4
Absatz Hintermauerziegel
in Mio. NF
1.035 1.030 0
Absatz Vormauerziegel
in Mio. WF
728 762 +5
Absatz Dachziegel
in Mio. m²
11,17 10,27 -8

Clay Building Materials Eastern Europe

Die Bauaktivität in der Region Osteuropa ist nach wie vor durch starkes Wirtschaftswachstum, eine gute Beschäftigungssituation und steigende Einkommen begünstigt. Folglich setzte sich im ersten Halbjahr die positive Geschäftsentwicklung in nahezu allen Kernmärkten fort. Dieses Marktumfeld nutzten wir, um durch verbesserte

Durchschnittspreise und eine deutliche Erhöhung der Absatzmenge das operative Ergebnis signifikant zu steigern. In Summe ist es uns im ersten Halbjahr gelungen, den Umsatz um 17% auf 299,1 Mio. € und das EBITDA um 26% auf 65,1 Mio. € zu steigern.

Clay Building Materials Eastern Europe 1-6/2017 1-6/2018 Vdg. in %
Außenumsatz in MEUR 255,3 299,1 +17
EBITDA in MEUR 51,5 65,1 +26
EBIT operativ in MEUR 28,9 42,5 +47
Gesamtinvestitionen in MEUR 16,3 47,7 >100
Capital Employed in MEUR 495,5 474,3 -4
Ø Mitarbeiter in FTE 4.413 4.552 +3
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 1.749 1.968 +13
Absatz Dachziegel in Mio. m² 7,78 8,11 +4

Pipes & Pavers Europe

Nach witterungsbedingten Verzögerungen der Bauausführung am Jahresanfang schlug sich die anhaltend positive Marktdynamik im zweiten Quartal in Form von Umsatz- und Ergebniswachstum nieder:

  • › Positive Entwicklung der Nachfrage in den wesentlichen Endmärkten
  • › Preiserhöhungen kompensieren Kosteninflation
  • › Übernommenes Geschäft mit vorverkabelten Rohren trägt positiv zum Ergebniswachstum bei
  • › Neuausrichtung des französischen Plastikrohrgeschäfts und der keramischen Rohraktivitäten läuft planmäßig
  • › Verkauf des österreichischen Flächenbefestigungsgeschäfts erfolgreich abgeschlossen
  • › Umsatzanstieg um 7% auf 534,1 Mio. € in den ersten sechs Monaten (Vorjahr: 500,1 Mio. €)
  • › Restrukturierungskosten im keramischen Rohrgeschäft in Höhe von 16,1 Mio. € führen zu einem EBITDA-Rückgang auf 28,4 Mio. € (Vorjahr: 37,8 Mio. €)
  • › Deutliche organische EBITDA-Verbesserung im Jahresvergleich
Pipes & Pavers Europe 1-6/2017 1-6/2018 Vdg. in %
Außenumsatz
in MEUR
500,1 534,1 +7
EBITDA
in MEUR
37,8 28,4 -25
EBIT operativ
in MEUR
14,6 2,3 -85
Gesamtinvestitionen
in MEUR
16,5 23,7 +43
Capital Employed
in MEUR
644,6 606,3 -6
Ø Mitarbeiter
in FTE
4.199 4.230 +1

Ausblick

Für das zweite Halbjahr 2018 erwarten wir in der Division Pipes & Pavers Europe eine Fortsetzung des positiven Marktumfeldes und weiteres Ergebniswachstum.

Im Segment Pipes & Pavers Western Europe gehen wir von einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung der Nachfrage aus und profitieren insbesondere von einer deutlichen Verbesserung der Kostenstruktur in unserem Geschäft mit keramischen Rohren sowie in unseren Aktivitäten mit Kunststoffrohren in Frankreich. Darüber hinaus leistet das erworbene Geschäft mit vorverkabelten Rohren den erwarteten Ergebnisbeitrag. Im internationalen Projektgeschäft werden neu akquirierte Aufträge zu einer Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 führen.

In Osteuropa profitieren wir sowohl bei Kunststoffrohren als auch bei Flächenbefestigungen von der steigenden Nachfrage nach Infrastrukturlösungen. Insbesondere werden in den Märkten Polen und Ungarn in zunehmendem Maße Infrastrukturprojekte mit Fördermitteln der

Europäischen Union umgesetzt, während in anderen Ländern der Region auch im weiteren Jahresverlauf noch nicht das volle Potenzial abgerufen werden wird. In Österreich halten wir die Profitabilität infolge der gesunden Marktentwicklung auf einem hohen Niveau und in der Türkei wird die sehr starke operative Entwicklung von der signifikanten Abwertung der Landeswährung aufgezehrt werden.

In Summe erwarten wir in beiden Segmenten eine klare Verbesserung von Umsatz und bereinigtem EBITDA.

Pipes & Pavers Western Europe

Im Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 6% auf 303,7 Mio. € (Vorjahr: 285,3 Mio. €) und wir erwirtschafteten eine organische Ergebnisverbesserung. Restrukturierungskosten in Zusammenhang mit der im ersten Quartal eingeleiteten Neuausrichtung des keramischen Rohrgeschäfts hatten zur Folge, dass das EBITDA auf 7,2 Mio. € sank (Vorjahr: 20,2 Mio. €).

Im westeuropäischen Kunststoffrohrgeschäft erzielten wir im ersten Halbjahr eine signifikante Ergebnissteigerung. Dabei profitierten wir neben Preissteigerungen zur Abdeckung der Kosteninflation insbesondere von der Verbesserung der Ertragskraft durch die konsequente Umsetzung unserer Maßnahmen zur Neuausrichtung des französischen Geschäfts sowie vom Ergebnisbeitrag unserer erworbenen Aktivitäten mit vorverkabelten Elektrorohren. Das internationale Projektgeschäft verzeichnete wie erwartet ein Auftragsplus und konnte das Ergebnis im Jahresvergleich steigern. In den nordischen Kernmärkten entwickelte sich die Nachfrage zufriedenstellend und mit der Übernahme eines Spezialisten für frostbeständige, vorisolierte Rohre haben wir unser Sortiment um innovative Applikationen erweitert. In Irland und den Niederlanden verzeichneten wir einen weiteren Anstieg der Nachfrage.

Das keramische Rohrgeschäft entwickelte sich weiterhin zufriedenstellend. Bei einer in Summe stabilen Nachfrage nach Steinzeugrohren ist es uns gelungen, die Durchschnittspreise zu verbessern. Der leichte Absatzrückgang ist vorrangig auf die Schließung eines Produktionsstandorts und die damit verbundene Verschlankung unseres Sortiments zurückzuführen. Diese im ersten Quartal eingeleiteten Maßnahmen zur Anpassung unserer Strukturen betreffen ebenso die Straffung unserer Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen. Durch diese Optimierungsschritte erwarten wir mittelfristig eine deutliche Steigerung der Ertragskraft. Die daraus resultierenden Restrukturierungskosten in Höhe von 16,1 Mio. € wurden vollumfänglich im ersten Quartal erfasst.

Pipes & Pavers Western Europe 1-6/2017 1-6/2018 Vdg. in %
Außenumsatz in MEUR 285,3 303,7 +6
EBITDA in MEUR 20,2 7,2 -65
EBIT operativ in MEUR 8,3 -8,7 <-100
Gesamtinvestitionen in MEUR 7,1 10,6 +50
Capital Employed in MEUR 330,3 326,2 -1
Ø Mitarbeiter in FTE 1.866 1.925 +3

Pipes & Pavers Eastern Europe

In Osteuropa stieg die Nachfrage nach Infrastrukturlösungen im ersten Halbjahr wie erwartet an. Infolgedessen wuchs der Umsatz im Berichtssegment Pipes & Pavers Eastern Europe um 7% auf 230,4 Mio. € und das EBITDA um 21% auf 21,3 Mio. €.

Im osteuropäischen Kunststoffrohrgeschäft erfüllten insbesondere die Märkte Polen und Ungarn unsere Erwartungen an die Umsetzung von EU-geförderten Infrastrukturprojekten und wir verzeichneten ein signifikantes Ergebniswachstum. In den übrigen Ländern der Region, für die Fördermittel bereitstehen, hatte die gestiegene Aktivität aufseiten öffentlicher Auftraggeber noch nicht den erhofften Absatzanstieg zur Folge. In Österreich entwickelte sich die Nachfrage und die Profitabilität sehr zufriedenstellend auf hohem Niveau. Der Ergebnisrückgang unserer Aktivitäten in der Türkei war ausschließlich der drastischen Abwertung der Landeswährung geschuldet, welche durch die sehr starke operative Entwicklung nicht kompensiert werden konnte.

In unserem Geschäft mit Betonflächenbefestigungen verzeichneten wir einen Anstieg der Nachfrage und erwirtschafteten in unseren osteuropäischen Kernmärkten eine deutliche Ergebnisverbesserung. Zusätzlich zum erfreulichen organischen Wachstum konnten wir wesentliche strategische Entwicklungsschritte realisieren. Der Verkauf der österreichischen Aktivitäten wurde gewinnbringend abgeschlossen und der Fokus auf die Märkte Zentral-Osteuropas durch die Umsetzung von Wachstumsinvestitionen unterstrichen. Durch Kapazitätserweiterungen an bestehenden Standorten und die Ausrollung von innovativen Produkten im Premiumsegment festigen wir unsere Positionierung als Anbieter von hochwertigen

Freiflächenlösungen. Darüber hinaus haben wir einen Standort im Westen Rumäniens erworben, durch den wir unsere geografische Präsenz in dieser Wachstumsregion

sowie in den grenznahen Gebieten zu Serbien und Ungarn stärken.

Pipes & Pavers Eastern Europe 1-6/2017 1-6/2018 Vdg. in %
Außenumsatz in MEUR 214,8 230,4 +7
EBITDA in MEUR 17,6 21,3 +21
EBIT operativ in MEUR 6,3 11,0 +75
Gesamtinvestitionen in MEUR 9,5 13,1 +38
Capital Employed in MEUR 314,3 280,1 -11
Ø Mitarbeiter in FTE 2.333 2.305 -1

North America

Die Division North America steigerte ihr Ergebnis im ersten Halbjahr 2018 signifikant:

  • › Ergebniswachstum und Margensteigerung in allen Geschäftsbereichen
  • › Sehr starke Entwicklung des nordamerikanischen Rohrgeschäfts
  • › Übernommener Vormauerziegelproduzent liefert erwarteten positiven Ergebnisbeitrag
  • › EBITDA um 79% auf 23,6 Mio. € gesteigert (Vorjahr: 13,2 Mio. €)

Das US-amerikanische Ziegelgeschäft entwickelte sich trotz widriger Witterungsverhältnisse im ersten Halbjahr zufriedenstellend. Infolge von kalter und feuchter Witterung mussten wir im ersten Halbjahr einen leichten Mengenrückgang hinnehmen. Durch unsere effiziente Organisationsstruktur, unsere Kundennähe und den starken Ergebnisbeitrag des im Vorjahr übernommenen Vormauerziegelproduzenten Columbus Brick ist es uns dennoch gelungen, unser Ergebnis deutlich zu steigern. In Kanada nutzten wir die anhaltend starke Nachfrage für eine moderate Erhöhung der abgesetzten Menge und eine deutliche Steigerung der Durchschnittspreise. Das nordamerikanische Kunststoffrohrgeschäft wies im ersten Halbjahr eine besonders erfreuliche Entwicklung auf. Durch das positive Marktumfeld und die erfolgreich umgesetzten Optimierungsmaßnahmen in den Bereichen Produktion, Vertrieb, Verwaltung und Einkauf verbesserten wir das Ergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode signifikant.

In Summe steigerte die Division North America trotz eines währungsbedingten Umsatzrückgangs das EBITDA um 79% auf 23,6 Mio. € (Vorjahr: 13,2 Mio. €).

Ausblick

In den USA gehen wir für das zweite Halbjahr 2018 aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und des anhaltenden Bedarfs an Infrastruktur und Wohnraum von einer steigenden Nachfrage aus. Im US-Ziegelgeschäft erwarten wir durch ein leichtes Mengenwachstum, unsere effizienten Kostenstrukturen und einen weiterhin starken Konsolidierungsbeitrag eine Verbesserung des Ergebnisses. Im Bereich der Kunststoffrohre gehen wir aufgrund des guten Marktumfeldes und unserer umgesetzten Optimierungsmaßnahmen von weiterem Ergebniswachstum aus. Während der kanadische Ziegelmarkt in der ersten Jahreshälfte in den für uns relevanten Regionen von starker Nachfrage geprägt war, ist zu erwarten, dass sich die Maßnahmen der Regierung zur verstärkten Regulierung des Immobilienmarktes im Verlauf des zweiten Halbjahres dämpfend auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken werden. In Summe rechnen wir für die Division North America im Geschäftsjahr 2018 mit einem deutlichen Ergebnisanstieg.

North America 1-6/2017 1-6/2018 Vdg. in %
Außenumsatz in MEUR 154,6 149,3 -3
EBITDA in MEUR 13,2 23,6 +79
EBIT operativ in MEUR 1,2 11,4 >100
Gesamtinvestitionen in MEUR 4,5 4,7 +4
Capital Employed in MEUR 330,5 387,8 +17
Ø Mitarbeiter in FTE 1.310 1.383 +6
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 219 258 +18

Holding & Others

Die Division Holding & Others umfasst neben der Konzernholding weiters unser Ziegelgeschäft in Indien, welches wir an einem Produktionsstandort für Hintermauerziegel im Raum Bangalore betreiben. Die nach wie vor zurückhaltende Geschäftsentwicklung in Indien und gestiegene Verwaltungskosten standen im ersten Halbjahr dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen aufseiten der Holdinggesellschaft gegenüber.

Holding & Others 1-6/2017 1-6/2018 Vdg. in %
Außenumsatz in MEUR 4,6 4,0 -13
EBITDA in MEUR -9,0 -11,8 -31
EBIT operativ in MEUR -10,0 -13,1 -30
Gesamtinvestitionen in MEUR 1,3 1,5 +12
Capital Employed in MEUR 5,3 8,9 +67
Ø Mitarbeiter in FTE 208 222 +7

Verkürzter Zwischenbericht nach IFRS der Wienerberger Gruppe

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 4-6/2018 4-6/2017 1-6/2018 1-6/2017
Umsatzerlöse 931.815 869.050 1.606.874 1.528.675
Herstellkosten -594.578 -570.681 -1.056.036 -1.034.856
Bruttoergebnis vom Umsatz 337.237 298.369 550.838 493.819
Vertriebskosten -169.908 -157.365 -313.651 -296.947
Verwaltungskosten -53.033 -48.732 -105.732 -98.303
Sonstige betriebliche Erträge:
Wertaufholungen von Vermögenswerten 286 0 3.500 0
Übrige 11.396 16.155 21.677 20.431
Sonstige betriebliche Aufwendungen:
Wertminderungen von Vermögenswerten 0 251 0 -1.012
Firmenwertabschreibungen 0 -6.339 0 -6.339
Übrige -19.610 -10.791 -48.922 -22.741
Betriebsergebnis 106.368 91.548 107.710 88.908
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
1.323 1.750 470 1.184
Zinsertrag 1.370 1.458 2.710 2.898
Zinsaufwand -11.308 -10.358 -21.571 -20.543
Sonstiges Finanzergebnis -1.824 -1.561 -2.719 -337
Finanzergebnis -10.439 -8.711 -21.110 -16.798
Ergebnis vor Ertragsteuern 95.929 82.837 86.600 72.110
Ertragsteuern -19.724 -19.268 -27.103 -22.766
Ergebnis nach Ertragsteuern 76.205 63.569 59.497 49.344
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 56 997 -421 494
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 3.393 3.393 6.749 7.196
davon den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnen 72.756 59.179 53.169 41.654
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,63 0,51 0,46 0,36
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,63 0,51 0,46 0,36

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in TEUR 4-6/2018 4-6/2017 1-6/2018 1-6/2017
Ergebnis nach Ertragsteuern 76.205 63.569 59.497 49.344
Währungsumrechnung -129 -35.971 -13.556 -26.506
Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen
-28 0 -23 0
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente 1) 0 -164 0 -132
Veränderung Hedging Rücklage -4.276 10.952 -2.428 10.101
Sonstiges Gesamtergebnis 2) -4.433 -25.183 -16.007 -16.537
Gesamtergebnis nach Steuern 71.772 38.386 43.490 32.807
davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile 46 1.282 -351 780
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 3.393 3.393 6.749 7.196
davon den Aktionären der Muttergesellschaft
zuzurechnendes Gesamtergebnis
68.333 33.711 37.092 24.831

1) Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente bezeichnet eine Klassifizierung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39, welche im Berichtsjahr aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 nicht mehr relevant ist. // 2) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern. Alle Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses werden in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Konzernbilanz
in TEUR 30.6.2018 31.12.2017
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 692.674 690.897
Sachanlagen 1.501.017 1.521.572
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 69.398 65.918
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 8.780 11.371
Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen 22.811 16.708
Latente Steuern 43.653 44.049
Langfristiges Vermögen 2.338.333 2.350.515
Vorräte 784.140 741.597
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 365.996 214.277
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 10.207 2.297
Sonstige kurzfristige Forderungen 93.987 98.934
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 48.540 79.008
Zahlungsmittel 308.555 169.259
Kurzfristiges Vermögen 1.611.425 1.305.372
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 1.265 3.977
Summe Aktiva 3.951.023 3.659.864
Passiva
Gezeichnetes Kapital 117.527 117.527
Kapitalrücklagen 1.075.422 1.086.017
Hybridkapital 265.985 265.985
Gewinnrücklagen 690.746 674.923
Übrige Rücklagen -266.945 -251.842
Eigene Anteile -27.212 -4.862
Beherrschende Anteile 1.855.523 1.887.748
Nicht beherrschende Anteile 398 23.491
Eigenkapital 1.855.921 1.911.239
Latente Steuern 73.368 71.630
Personalrückstellungen 153.261 154.992
Sonstige langfristige Rückstellungen 78.787 76.453
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 733.318 493.948
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 5.860 6.023
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.044.594 803.046
Kurzfristige Rückstellungen 46.347 39.114
Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern 11.602 11.399
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 402.453 320.724
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 281.599 321.533
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 308.507 252.809
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.050.508 945.579
Summe Passiva 3.951.023 3.659.864

Konzern-Cashflow Statement

in TEUR 1-6/2018 1-6/2017
Ergebnis vor Ertragsteuern 86.600 72.110
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 90.699 92.700
Firmenwertabschreibungen 0 6.339
Wertminderungen von Vermögenswerten und andere Bewertungseffekte 12.251 2.130
Wertaufholungen von Vermögenswerten -3.500 0
Veränderungen langfristiger Rückstellungen -5.656 -3.518
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen -470 -1.184
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -11.416 -9.003
Zinsergebnis 18.861 17.645
Gezahlte Zinsen -22.276 -23.249
Erhaltene Zinsen 452 645
Gezahlte Ertragsteuern -32.928 -32.342
Cashflow aus dem Ergebnis 132.617 122.273
Veränderungen Vorräte -49.819 -58.920
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -153.987 -157.653
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -40.587 -28.406
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen 50.854 28.673
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -60.922 -94.033
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 29.785 17.047
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -69.490 -58.346
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 3.039 6.596
Veränderungen Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 20.469 -9.399
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen -21.995 0
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 20.929 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -17.263 -44.102
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 215.533 519.877
Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten -144.232 -595.443
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten 247.451 210.298
Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten -122 -70
Gezahlte Dividende Wienerberger AG -34.812 -31.578
Gezahlter Hybridkupon -13.609 -29.898
Gezahlte Dividende an nicht beherrschende Anteile -120 -79
Erwerb nicht beherrschender Anteile -30.100 0
Erwerb eigener Aktien -22.350 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 217.639 73.107
Veränderung der Zahlungsmittel 139.454 -65.028
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel -158 -702
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 169.259 197.016
Zahlungsmittel am Ende der Periode 308.555 131.286
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
-- -- --------------------------------------
in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen/
eigene Anteile
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Übrige
Rücklagen
Beherrschende
Anteile
Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1.2018 117.527 1.081.155 265.985 674.923 -251.842 1.887.748 23.491 1.911.239
Anpassungen 1) 4.326 974 5.300 5.300
Stand 1.1.2018 nach
Anpassungen
117.527 1.081.155 265.985 679.249 -250.868 1.893.048 23.491 1.916.539
Gesamtergebnis 59.918 -16.077 43.841 -351 43.490
Dividendenauszahlung
und Hybridkupon
-48.421 -48.421 -120 -48.541
Abgang nicht
beherrschende Anteile
-10.595 -10.595 -22.622 -33.217
Veränderung
eigener Anteile
-22.350 -22.350 -22.350
Stand 30.6.2018 117.527 1.048.210 265.985 690.746 -266.945 1.855.523 398 1.855.921

1) Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15 wurde der Anfangsbestand angepasst.

in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen/
eigene Anteile
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Übrige
Rücklagen
Beherrschende
Anteile
Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1.2017 117.527 1.081.155 265.985 586.961 -222.503 1.829.125 19.831 1.848.956
Gesamtergebnis 48.850 -16.823 32.027 780 32.807
Dividendenauszahlung
und Hybridkupon
-49.270 -49.270 -79 -49.349
Stand 30.6.2017 117.527 1.081.155 265.985 586.541 -239.326 1.811.882 20.532 1.832.414

Geschäftssegmente

Clay Building Materials Pipes & Pavers
1-6/2018
in TEUR
Eastern
Europe
Western
Europe
Eastern
Europe
Western
Europe
North
America
Holding & Others 1) Überleitung 2) Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 299.131 619.614 230.408 303.705 149.334 4.037 1.606.229
Innenumsatz 4.205 11.756 6.985 2.033 8 8.096 -32.438 645
Umsatz gesamt 303.336 631.370 237.393 305.738 149.342 12.133 -32.438 1.606.874
EBITDA 65.060 93.601 21.263 7.156 23.596 -11.783 198.893
EBIT operativ 42.541 61.112 10.999 -8.744 11.406 -13.104 104.210
Wertminderungen /
Wertaufholungen
von Vermögenswerten
0 0 0 0 0 3.500 3.500
EBIT 42.541 61.112 10.999 -8.744 11.406 -9.604 107.710
Ergebnis nach
Ertragsteuern
31.453 39.321 2.851 -7.755 6.769 17.087 -30.229 59.497
Gesamtinvestitionen 47.666 44.097 13.050 10.616 4.661 1.495 121.585
Capital Employed 474.322 1.134.752 280.115 326.208 387.841 8.866 2.612.104
Ø Mitarbeiter 4.552 6.265 2.305 1.925 1.383 222 16.652
Clay Building Materials Pipes & Pavers
1-6/2017
in TEUR
Eastern
Europe
Western
Europe
Eastern
Europe
Western
Europe
North
America
Holding & Others 1) Überleitung 2) Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 255.347 613.347 214.763 285.306 154.646 4.619 1.528.028
Innenumsatz 3.503 4.881 5.992 3.869 328 6.930 -24.856 647
Umsatz gesamt 258.850 618.228 220.755 289.175 154.974 11.549 -24.856 1.528.675
EBITDA 51.532 96.592 17.567 20.240 13.190 -8.978 190.143
EBIT operativ 28.879 61.710 6.295 8.255 1.162 -10.042 96.259
Wertminderungen /
Wertaufholungen
von Vermögenswerten
0 0 0 -6.339 0 -1.012 -7.351
EBIT 28.879 61.710 6.295 1.916 1.162 -11.054 88.908
Ergebnis nach
Ertragsteuern
19.238 35.291 1.063 357 -3.547 27.416 -30.474 49.344
Gesamtinvestitionen 16.315 19.717 9.450 7.069 4.461 1.334 58.346
Capital Employed 495.450 1.131.075 314.277 330.295 330.506 5.304 2.606.907
Ø Mitarbeiter 4.413 6.026 2.333 1.866 1.310 208 16.156

1) Der Bereich Holding & Others enthält die Aktivitäten in Indien sowie Holdingkosten. // 2) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.

Verkürzter Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 30.6.2018 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen, die

für den Konzernabschluss 2017 vorgenommen wurden, sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2017 werden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1.1.2018 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.

Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag vom IASB veröffentlicht wurden:

Standards/Interpretationen Veröffentlichung
durch das IASB
Verpflichtender
Erstanwendungs
zeitpunkt
Verbesserungen der IFRS 2014 - 2016 Zyklus Dezember 2016 1.1.2017 /
1)
1.1.2018
IFRS 9 Finanzinstrumente Juli 2014 1.1.2018 1)
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen Mai 2014/
September 2015
1.1.2018 1)
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen – Klarstellung April 2016 1.1.2018 1)
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen – Änderungen Juni 2016 1.1.2018 1)
IFRS 4 Versicherungsverträge – Änderungen September 2016 1.1.2018 1)
IAS 40 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien: Änderungen Dezember 2016 1.1.2018 1)
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte
Gegenleistungen
Dezember 2016 1.1.2018 1)
IFRS 16 Leasingverhältnisse Jänner 2016 1.1.2019 1)
IFRS 9 Finanzinstrumente – Änderungen Oktober 2017 1.1.2019 1)
IFRIC 23 Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung Juni 2017 1.1.2019
IAS 28 Assoziierte Unternehmen – Änderungen Oktober 2017 1.1.2019
Verbesserungen der IFRS 2015 - 2017 Zyklus Dezember 2017 1.1.2019
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer – Änderungen Februar 2018 1.1.2019
Rahmenkonzept Rahmenkonzept – Änderungen März 2018 1.1.2020
IFRS 17 Versicherungsverträge Mai 2017 1.1.2021
IFRS 10, IAS 28 Veräußerung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und
seinem assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen – Änderungen
September 2014/
Dezember 2015
-

1) Verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt gemäß EU Übernahmeverordnung

Veröffentlichte neue und geänderte Standards und Interpretationen, die von der EU übernommen wurden

Der Verbesserungszyklus 2014 - 2016 beinhaltet Klarstellungen im Zusammenhang mit Anteilen an anderen sowie an assoziierten Unternehmen gemäß IFRS 12 und IAS 28. Weiters werden bestimmte Erleichterungsbestimmungen gemäß IFRS 1 für Erstanwender gestrichen, die für Wienerberger nicht relevant sind. Die Änderungen des IFRS 12 treten am 1.1.2017, die Änderungen des IFRS 1 und IAS 28 am 1.1.2018 in Kraft.

Die neuen Standards IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen und die Klarstellungen zu IFRS 15 sowie IFRS 9 Finanzinstrumente sind erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2018 beginnen. Detaillierte Ausführungen zu den Auswirkungen dieser Standards können den Kapiteln "Erstmalige Anwendung von IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" sowie "Erstmalige Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente" entnommen werden.

Die Änderungen zu IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Anteilsbasierte Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen, werden wie anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert. Ferner wird die Bilanzierung einer Änderung der Bedingungen, wenn sich durch die Änderung die Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" zu "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente" ändert, geregelt.

Im September 2016 wurden die Änderungen zu IFRS 4 Versicherungsverträge veröffentlicht, die die Abbildung von IFRS 9 Finanzinstrumente in Versicherungsverträgen behandeln. Diese Änderungen haben keine Relevanz für Wienerberger.

Im Dezember 2016 wurde eine Änderung zum IAS 40 veröffentlicht, die den Beginn und das Ende einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie näher erläutert, sodass nun auch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelungen des IAS 40 fallen können. Diese Änderung tritt mit 1.1.2018 in Kraft.

Weiters wurde im Dezember 2016 IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen veröffentlicht. Diese Interpretation stellt klar, dass für die Ermittlung des Wechselkurses eines nicht monetären Vermögenswerts derjenige Zeitpunkt relevant ist, zu welchem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert erfasst wird. Diese Interpretation gilt für alle Geschäftsjahre, die nach dem 1.1.2018 beginnen.

IFRS 16 Leasingverhältnisse wurde im Jänner 2016 veröffentlicht und wird IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC 15 Operating-Leasingverhältnisse – Anreize und SIC 27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen ersetzen. Wienerberger wird den neuen Standard mit 1.1.2019 erstmals anwenden und als Übergangsmethode den modifizierten rückwirkenden Ansatz wählen. Dabei wird der kumulierte Effekt der erstmaligen Anwendung dieses Standards in der Eröffnungsbilanz der

Gewinnrücklagen berücksichtigt und es erfolgt keine Anpassung der Vergleichsperiode 2018. Der neue Standard hat zum Ziel, dass alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen beim Leasingnehmer in der Bilanz erfasst werden, wodurch in Hinkunft die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen entfällt. Eine erste Beurteilung der Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergab einen erwarteten Anstieg des Anlagevermögens und der Finanzverbindlichkeiten aufgrund bestehender Operating-Leasingverhältnisse. Innerhalb des Anlagevermögens wird insbesondere die Anlagenklasse Grundstücke und Bauten aufgrund längerfristiger Mietund Leasingverträge für Büroflächen, Lagerräume und Produktionsstätten von der Umstellung betroffen sein. Die tatsächliche Höhe der Effekte zum Zeitpunkt der Umstellung werden jedoch von diversen Faktoren abhängen, etwa den zu diesem Zeitpunkt bestehenden Miet- und Leasingverträgen, die Ausübung von Wahlrechten, die Einschätzung von Optionen oder der aktuellen Zinslandschaft.

Die Änderungen zu IFRS 9 Finanzinstrumente wurden im Oktober 2017 veröffentlicht und beinhalten eine Anpassung der Beurteilungskriterien für die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Ferner wird klargestellt, dass fortgeführte Anschaffungskosten von modifizierten finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zu einer Ausbuchung führen, unmittelbar erfolgswirksam angepasst werden müssen. Die Änderungen sind rückwirkend ab dem 1.1.2019 anzuwenden.

Veröffentlichte neue und geänderte Standards und Interpretationen, die noch nicht von der EU übernommen wurden

IFRIC 23 Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung beinhaltet ergänzende Regelungen zu IAS 12 Ertragsteuern und wurde im Juni 2017 veröffentlicht. Diese Interpretation erläutert, wie mit Unsicherheiten ertragsteuerlicher Regelungen im IFRS Abschluss umzugehen ist.

Die Änderungen an IAS 28 stellen klar, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt. Auch diese Änderungen sind mit 1.1.2019 anzuwenden, wenn sie von der EU übernommen werden.

Der Verbesserungszyklus 2015 - 2017 beinhaltet Klarstellungen in Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 sowie Gemeinsamen Vereinbarungen nach IFRS 11. Im Detail wird die Neubewertung von bisher gehaltenen Anteilen bei Erlangung von Beherrschung bzw. gemeinschaftlicher Führung an einem Geschäftsbetrieb geregelt, an dem zuvor eine Beteiligung im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit bestand. Weiters beinhaltet der Verbesserungszyklus Klarstellungen zu IAS 12 Ertragsteuern betreffend ertragsteuerliche Konsequenzen von Dividendenzahlungen und IAS 23 Fremdkapitalkosten zur Bestimmung des Finanzierungskostensatzes. Vorbehaltlich der Übernahme durch die EU treten diese Änderungen mit 1.1.2019 in Kraft.

Die Änderungen zu IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer, die im Februar 2018 veröffentlicht wurden, stellen klar, dass nach einer Plankürzung oder -änderung bzw. Abgeltung der Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für den Rest der Periode auf Basis aktualisierter Annahmen zu berücksichtigen sind. Vorbehaltlich der Übernahme durch die EU sind die Änderungen mit 1.1.2019 anzuwenden.

Im März 2018 wurde eine neu überarbeitete Fassung des Rahmenkonzepts veröffentlicht. Dieses soll dem Abschlussersteller behilflich sein, Bilanzierungsmethoden für Transaktionen zu entwickeln, sofern keine entsprechenden Vorgaben in Standards und Interpretationen des IFRS-Regelwerks bestehen. Ferner dient es dem IASB als einheitliche konzeptionelle Basis für die Entwicklung von Standards und Interpretationen.

Im Mai 2017 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 17 Versicherungsverträge, welcher IFRS 4 ablöst und die Bilanzierung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen regelt. Da Wienerberger weder

Versicherungs- noch Rückversicherungsverträge hält, hat der neue Standard keine Relevanz für den Konzern abschluss.

Die Änderungen zu IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit dem Titel Veräußerung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen sehen vor, dass Ergebniseffekte davon abhängig sind, ob ein Geschäftsbetrieb übertragen wird oder nicht. Bei Verlust der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb soll das Ergebnis vollständig erfasst werden. Der Erstanwendungszeitpunkt wurde vom IASB auf einen noch festzulegenden Zeitpunkt verschoben.

Erstmalige Anwendung von IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen definiert den Zeitpunkt und die Höhe der Erlösrealisierung unabhängig von unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten. Um den Umsatz zu ermitteln, sieht der Standard ein fünfstufiges Prüfschema vor, nach welchem zuerst der Vertrag und die darin enthaltenen Leistungsverpflichtungen zu identifizieren sind. Nach Ermittlung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen muss in weiterer Folge der Zeitpunkt der Leistung bestimmt werden, um den Umsatz realisieren zu können.

Wienerberger hat IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen auf Basis der kumulativen Methode erstmalig angewendet. Der kumulierte Effekt aus der Erstanwendung per 1.1.2018 wurde in der Gewinnrücklage erfasst und betraf Verträge, die zum Bilanzstichtag 31.12.2017 noch nicht abgeschlossen waren. Dementsprechend erfolgte keine Anpassung der Vergleichsperiode 2017. Der in der Gewinnrücklage erfasste, eigenkapitalerhöhende Effekt belief sich auf 315 TEUR nach Steuern. Dieser resultierte zur Gänze aus der früheren Umsatzrealisierung von Produkten ohne alternativen Nutzen gemäß IFRS 15.35 lit. c).

Anpassungen
gemäß
1.1.2018
-739 740.858
1.161 215.438
-39 44.010
315 675.238
68 71.698
31.12.2017
IFRS 15
741.597
214.277
44.049
674.923
71.630

Die nachfolgende Tabelle stellt die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen auf die Eröffnungsbilanz per 1.1.2018 dar:

Nach dem neuen Standard erfolgt die Umsatzrealisierung bei Kontrollübergang auf den Kunden. Für Fertigungsaufträge gemäß IFRS 15.35 lit. c) erfolgt der Kontrollübergang bereits bei Produktion, da der Kunde bereits während des Produktionsprozesses Kontrolle an den unfertigen Erzeugnissen erwirbt. Der Umsatz aus derartigen Verträgen ist nach IFRS 15 zeitraumbezogen zu realisieren, da kundenspezifische Produkte ohne einen alternativen Nutzen gefertigt werden und Wienerberger einen durchsetzbaren Zahlungsanspruch gegenüber dem Kunden hat. Im Ziegel- und keramischen Rohrgeschäft sowie im Geschäft mit Betonflächenbefestigungen beläuft sich die Produktionsdauer derartiger Fertigungsaufträge in der Regel auf wenige Tage bis Wochen.

Im Bereich der Kunststoffrohraktivitäten bei der Herstellung von LLLD (long-length-large-diameter) Rohren wurden Auftragserlöse und Auftragskosten bis 31.12.2017 gemäß IAS 11 entsprechend des Leistungsfortschritts erfasst. Auch nach IFRS 15 sind die Umsatzerlöse aus diesen Fertigungsaufträgen zeitraumbezogen zu realisieren, wodurch es zu keiner Änderung bei Anwendung des neuen Standards kam.

Neben dem Verkauf von Produkten erbringt Wienerberger auch Serviceleistungen an Kunden. So werden beispielsweise im Rahmen des Building Information Modeling 3D-Modelle für Gebäudeplanungen erstellt. Wienerberger erhält für die Serviceleistungen wie Lärmmessung, Landschaftsbewertung etc. im Rahmen dieser

Building Information Modeling-Projekte eine Servicepauschale. Gemäß IFRS 15 sind die Erlöse aus den Building Information Modeling-Projekten zeitraumbezogen zu realisieren, da ein Vermögenswert erstellt wird, der keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten für Wienerberger aufweist und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen besteht.

Für retournierbare Paletten wurde bis 31.12.2017 am Jahresende eine Rückstellung in Höhe des Gewinnbeitrags der erwarteten Retouren gebildet, indem der Umsatz angepasst wurde. Gemäß IFRS 15 dürfen variable Gegenleistungen wie erwartete Retouren nur in jenem Umfang in den Umsatzerlösen erfasst werden, als es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner signifikanten Stornierung dieser Umsatzerlöse in der Zukunft kommen wird. Retouren sind demgemäß zu schätzen und der Umsatz gegen eine Rückerstattungsverbindlichkeit in Höhe der erwarteten Zahlungen an den Kunden zu vermindern. Zeitgleich erfolgt die Erfassung eines Vermögenswerts für erwartete Retouren unter Bezugnahme auf den vorherigen Buchwert abzüglich erwarteter Kosten für den Rückerhalt sowie potenzieller Wertminderungen. Im Vergleich zur bisherigen Erfassungslogik kommt es zu einer höheren Kürzung der Umsatzerlöse, denen jedoch eine Anpassung der Herstellkosten entgegensteht. Der Bruttoausweis führt zu einer Bilanzverlängerung. Die Rückerstattungsverbindlichkeit wird unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, der Vermögenswert für erwartete Retouren unter den sonstigen kurzfristigen Forderungen ausgewiesen.

Vor allem in Verträgen mit Großhändlern wurden Werbekostenzuschüsse identifiziert, die gemäß IFRS 15 als Umsatzkürzungen darzustellen sind, soweit sie nicht abgrenzbare Lieferungen und Leistungen betreffen. Dadurch kommt es zu einer Verschiebung zwischen Vertriebskosten und Umsatzerlösen und damit zu einer Ausweisänderung innerhalb der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zu den bisher angewandten Regelungen.

In den nachfolgenden Tabellen sind die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Zwischenabschluss per 30.6.2018 dargestellt. Die Auswirkungen auf das Konzern-Cashflow Statement per 30.6.2018 sind immateriell.

1-6/2018
in TEUR
Berichtet Anpassungen
gemäß
IFRS 15
Ohne
Anwendung
von IFRS 15
Umsatzerlöse 1.606.874 4.013 1.610.887
Herstellkosten -1.056.036 -3.307 -1.059.343
Bruttoergebnis vom Umsatz 550.838 706 551.544
Vertriebskosten -313.651 -963 -314.614
Betriebsergebnis 107.710 -257 107.453
Ergebnis vor Ertragsteuern 86.600 -257 86.343
Ergebnis nach Ertragsteuern 59.497 -257 59.240
Gesamtergebnis nach Steuern 43.490 -257 43.233
30.6.2018
in TEUR
Berichtet Anpassungen
gemäß
IFRS 15
Ohne
Anwendung
von IFRS 15
Latente Steuern 43.653 39 43.692
Langfristiges Vermögen 2.338.333 39 2.338.372
Vorräte 784.140 1.463 785.603
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 365.996 -2.142 363.854
Sonstige kurzfristige Forderungen 93.987 -7.667 86.320
Kurzfristiges Vermögen 1.611.425 -8.346 1.603.079
Summe Aktiva 3.951.023 -8.307 3.942.716
Gewinnrücklagen 690.746 -571 690.175
Eigenkapital 1.855.921 -571 1.855.350
Latente Steuern 73.368 -69 73.299
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.044.594 -69 1.044.525
Kurzfristige Rückstellungen 46.347 2.401 48.748
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 308.507 -10.068 298.439
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.050.508 -7.667 1.042.841
Summe Passiva 3.951.023 -8.307 3.942.716

Die Außenumsätze nach den wichtigsten Produktgruppen stellen sich – auf die Berichtssegmente übergeleitet – wie folgt dar:

Clay Building Materials Pipes & Pavers
1-6/2018
in TEUR
Eastern
Europe
Western
Europe
Eastern
Europe
Western
Europe
North
America
Holding &
Others 1)
Wienerberger
Gruppe
Wand 211.579 166.994 764 0 8.477 3.669 391.483
Fassade 8.654 281.522 226 0 103.403 94 393.899
Dach 78.766 171.098 0 0 0 219 250.083
Flächenbefestigungen 4 0 54.671 0 278 0 54.953
Rohre 128 0 174.747 303.705 37.176 0 515.756
Sonstiges 0 0 0 0 0 55 55
Summe 299.131 619.614 230.408 303.705 149.334 4.037 1.606.229
Clay Building Materials Pipes & Pavers
1-6/2017
in TEUR
Eastern
Europe
Western
Europe
Eastern
Europe
Western
Europe
North
America
Holding &
Others 1)
Wienerberger
Gruppe
Wand 172.136 166.305 1.529 0 9.172 3.867 353.009
Fassade 10.403 262.490 303 0 106.091 507 379.794
Dach 72.714 184.552 0 0 0 150 257.416
Flächenbefestigungen 2 0 52.428 0 323 0 52.753
Rohre 92 0 160.503 285.306 39.060 0 484.961
Sonstiges 0 0 0 0 0 95 95
Summe 255.347 613.347 214.763 285.306 154.646 4.619 1.528.028

1) Der Bereich Holding & Others enthält die Aktivitäten in Indien.

Erstmalige Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente

Im November 2009 führte das Projekt, IAS 39 Finanzinstrumente durch IFRS 9 Finanzinstrumente zu ersetzen, zur ersten Veröffentlichung betreffend Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten. Weitere Regelungen des IFRS 9 wurden in den Jahren 2010 und 2013 und die finale Fassung im Juli 2014 veröffentlicht. IFRS 9 wurde Ende 2016 von der EU übernommen und ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2018 beginnen. Wienerberger wendet die Änderungen des IFRS 9 prospektiv an, wobei Wertänderungen von finanziellen Vermögenswerten in der Eröffnungsbilanz zum 1.1.2018 in der Gewinnrücklage erfasst werden.

in TEUR 31.12.2017 Anpassungen
gemäß IFRS 9
1.1.2018
Aktiva
Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen 16.708 6.687 23.395
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 214.277 -1.724 212.553
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 79.008 -108 78.900
Passiva
Gewinnrücklagen 674.923 4.011 678.934
Übrige Rücklagen -251.842 974 -250.868
Latente Steuern 71.630 -130 71.500

Folgende Tabelle stellt die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente auf die Eröffnungsbilanz zum 1.1.2018 dar:

Wesentliche Änderungen betreffen die Klassifizierung und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten. Nach den neuen Zuordnungskriterien steht zunächst der Charakter des Finanzinstruments im Vordergrund, wonach Fremd- und Eigenkapitalinstrumente sowie Derivate unterschiedlichen Bewertungsvorgaben unterliegen. Ein weiteres Kriterium ist das Geschäftsmodell, welches dem Finanzinstrument zu Grunde liegt. Dabei ist zu definieren, ob eine Handelsabsicht besteht oder ob das Finanzinstrument bis zur Fälligkeit gehalten werden soll. Folgende Methoden des Ansatzes und der Folgebewertung werden in Abhängigkeit der Eigenschaften des Finanzinstruments angewendet: Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Gesamtergebnis und Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Finanzinstrument Klassifizierung &
Bewertung
gemäß IAS 39
Klassifizierung &
Bewertung
gemäß IFRS 9
Buchwert
unter IAS 39 Umwertung
Buchwert
unter IFRS 9
in TEUR 31.12.2017 1.1.2018
Beteiligungen an verbundenen
Unternehmen
und sonstige Beteiligungen
Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente zu fort
geführten Anschaffungskosten
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert
7.026 6.688 13.714
Sonstige langfristige
Forderungen
Kredite und Forderungen zu
fortgeführten Anschaffungskosten
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
3.250 -1 3.249
Gewährte Darlehen Kredite und Forderungen zu
fortgeführten Anschaffungskosten
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
25.328 -108 25.220
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Kredite und Forderungen zu
fortgeführten Anschaffungskosten
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
214.277 -1.724 212.553
Anteile Fonds Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert
28.370 0 28.370
Schuldtitel von
Kapitalgesellschaften
Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert
Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
- mit Recycling
42 0 42
Aktien Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert
13 0 13
Sonstige Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert
790 0 790

Die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten von IAS 39 auf IFRS 9 lässt sich wie folgt überleiten:

In der Position Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden langfristige nicht konsolidierte Beteiligungen sowie strategische Investitionen dargestellt. Unter IAS 39 wurden diese Finanzinstrumente der Kategorie als zur Veräußerung verfügbar zugeordnet, wobei deren Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgte. Gemäß IFRS 9 müssen Eigenkapitalinstrumente grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, was zu einer Aufwertung im Ausmaß von 6.688 TEUR führte. Nach IFRS 9 besteht bei Halteabsicht derartiger Finanzinstrumente im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes die Option der erfolgsneutralen Bewertung über das sonstige Gesamtergebnis für jedes einzelne Finanzinstrument. Diese Option wurde nicht in Anspruch genommen.

Die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere und sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Fondsanteile, Schuldtitel von Kapitalgesellschaften, Aktien und sonstige Finanzinstrumente, die einerseits zur kurzfristigen Veranlagung von Liquidität

und andererseits zur Deckung von Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen gehalten werden. Diese Finanzinstrumente wurden unter IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert als zur Veräußerung verfügbar eingestuft, wobei Wertschwankungen mit Ausnahme von dauerhaften Wertminderungen über das sonstige Gesamtergebnis erfasst wurden. Unter IFRS 9 werden nun Aktien, Fondsanteile und sonstigen Finanzinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über das Finanzergebnis bewertet. Schuldtitel an Kapitalgesellschaften werden gemäß IFRS 9 üblicherweise wie unter IAS 39 erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ist jedoch eine Handelsabsicht bei einem Schuldinstrument gegeben, so werden Wertänderungen erfolgswirksam über das Finanzergebnis erfasst. Bei Wienerberger wurde kein Finanzinstrument identifiziert, welches zum 31.12.2017 zu Handelszwecken gehalten wurde.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehensforderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen gemäß dem neuen IFRS 9 erweiterten Wertminderungsbestimmungen, nach welchen neben den aktuellen nun auch zukunftsorientierte Informationen über erwartete Kreditverluste in den Ansatz und die Bewertung miteinzubeziehen sind. Die Anpassung von Lieferforderungen um erwartete Ausfälle über die Gesamtlaufzeit dieser Finanzinstrumente erfolgte unter Anwendung einer Wertminderungsmatrix, in welcher die erwarteten Ausfälle in Abhängigkeit von Überfälligkeiten mit der Eintrittswahrscheinlichkeit ökonomischer Szenarien gewichtet wurden. Insgesamt führte die erweiterte Berechnung zu einer Anpassung der Forderungen aus Lieferung und Leistung von -1.724 TEUR. Bei Darlehensforderungen gelten die allgemeinen Wertminderungsbestimmungen, wonach ein erwarteter Ausfall zunächst über die nächsten 12 Monate zu berechnen ist. Bei erheblicher Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Schuldners ist ein erwarteter Ausfall über die gesamte Laufzeit des Finanzinstruments zu ermitteln. Für den Bestand der Darlehensforderungen und sonstigen langfristigen Forderungen am 31.12.2017 wurde ein zusätzlicher Wertminderungsbedarf von -109 TEUR erfasst, welcher sich ausschließlich auf die nächsten 12 Monate bezieht.

Eine weitere wesentliche Änderung des IFRS 9 betrifft die überarbeiteten Regelungen zu Hedge Accounting. Der Nachweis der Effektivität unterliegt nicht mehr der vom Standardsetter vorgegebenen Bandbreite von 80 % - 125 % gemäß IAS 39, sondern kann vom Unternehmen qualitativ begründet werden. Die Erstanwendung von Hedge Accounting gemäß IFRS 9 bei Wienerberger erfolgte gemeinsam mit den Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung sowie den Wertminderungsbestimmungen des IFRS 9. Durch die Umstellung gab es keinen Effekt in der Eröffnungsbilanz zum 1.1.2018.

Einbezogene Unternehmen

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Schlagmann Gruppe, Silike keramika, spol. s.r.o. und TV Vanheede-Wienerberger sind gemäß den Kriterien des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) zu klassifizieren, da die Führung dieser Unternehmen gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Sie werden daher zu 50% at-equity bilanziert.

Im Jänner 2018 erwarb Wienerberger das österreichische Hintermauerziegelwerk Brenner. Im Zuge einer vorläufigen Kaufpreisallokation wurde ein Firmenwert von 1.853 TEUR identifiziert und im operativen Berichtssegment Clay Building Materials Eastern Europe ausgewiesen.

Mit Wirkung vom 15.2.2018 wurde die Option über den Erwerb der nicht beherrschenden Anteile an der Tondach Gleinstätten AG ausgeübt. Der Kaufpreis über die restlichen 17,81 % der Anteile betrug 30.100 TEUR und wurde im Eigenkapital als Abgang nicht beherrschender Anteile in Höhe von 22.622 TEUR ausgewiesen. Die Differenz sowie der Abgang des positiv bewerteten Derivats über die Kaufoption der nicht beherrschenden Anteile von insgesamt 10.595 TEUR wurden mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Mitte Juni 2018 wurde Daas Baksteen, Produzent von Vormauerziegeln in den Niederlanden, erworben. Der im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation ermittelte negative Unterschiedsbetrag von 1.679 TEUR wurde sofort ergebniswirksam im Segment Clay Building Materials Western Europe erfasst.

Der Kaufvertrag über das Geschäft der Semmelrock Stein + Design GmbH & CoKG mit Sitz in Österreich wurde am 2.5.2018 abgeschlossen. Mit diesem Stichtag wurde der Abgang der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfasst. Daraus resultierte ein Ertrag von 2.457 TEUR.

Saisonalität des Geschäfts

Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Wienerberger Hybridkapital

Das Hybridkapital wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen.

Die Hybridanleihe aus dem Jahr 2014 ersetzte im Rahmen eines Tauschangebots die Hybridanleihe aus dem Jahr 2007 im Umfang von 272.188 TEUR und ist eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe mit einem Kupon von 6,5% bis 9.2.2017 und einem Kupon von 5% bis 9.2.2021, in dem der Emittentin erstmals ein Kündigungsrecht zusteht.

Für die ersten sechs Monate des Jahres 2018 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 6.749 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,06 EUR.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz betrug in den ersten sechs Monaten 1.606.874 TEUR (Vorjahr: 1.528.675 TEUR) und stieg damit im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5%. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 198.893 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahres von 190.143 TEUR. Das Betriebsergebnis belief sich auf 107.710 TEUR im Vergleich zu 88.908 TEUR im Vorjahr.

Zum Stichtag wurden 1.610.989 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2018 bis 30.6.2018 auf 116.616.889 Stück. Per 30.6.2018 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück. Im ersten Halbjahr 2018 wurden 1.040.700 Stück Wienerberger Aktien im Rahmen der durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung um 22.350 TEUR zurückgekauft.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von -14.208 TEUR (Vorjahr: -26.506 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem polnischen Zloty, der schwedischen Krone und dem ungarischen Forint, die durch positive Effekte aus dem US Dollar teilweise kompensiert wurden. Nach Berücksichtigung latenter Steuern von 629 TEUR wurde ein Nettobetrag von -13.579 TEUR im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen. Die Hedging Rücklage veränderte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um -2.428 TEUR (Vorjahr: 10.101 TEUR). Darin enthalten sind latente Steuern von 809 TEUR.

Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte das Eigenkapital in den ersten sechs Monaten um 59.497 TEUR (Vorjahr: 49.344 TEUR). Insgesamt erhöhte das Gesamtergebnis nach Steuern das Eigenkapital um 43.490 TEUR (Vorjahr: 32.807 TEUR) im Berichtszeitraum.

Erläuterungen zum Konzern-Cashflow Statement

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -60.922 TEUR (Vorjahr: -94.033 TEUR) lag um 33.111 TEUR über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode, was überwiegend aus dem höheren Ergebnis vor Ertragsteuern resultierte. Andere Bewertungseffekte beinhalten die Vorratsbewertung von -4.541 TEUR (Vorjahr: -3.391 TEUR) sowie die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten von -3.725 TEUR (Vorjahr: 3.456 TEUR). Die Wertaufholungen von Vermögens werten von 3.500 TEUR resultierten aus der Bewertung des Bestands zugekaufter CO2-Zertifikate.

Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 91.485 TEUR (Vorjahr: 58.346 TEUR) resultierte mit 60.661 TEUR (Vorjahr: 57.937 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 30.824 TEUR (Vorjahr: 409 TEUR) aus Akquisitionen und Werkserweiterungen (Wachstumsinvestitionen). Weitere 30.100 TEUR entfielen auf den Kauf der restlichen 17,81 % der Anteile an der Tondach Gleinstätten AG. Dieser Zahlungsmittelabfluss wurde im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit dargestellt.

Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 29.785 TEUR (Vorjahr: 17.047 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken. Die Einzahlungen aus dem Verkauf des Geschäfts der Semmelrock Stein + Design GmbH & CoKG betrugen 20.929 TEUR.

Am 20. Juni 2018 wurde auf 116.041.475 ausgegebene Aktien eine Dividende von 0,30 EUR pro Aktie, somit EUR 34.812.442,50 ausgeschüttet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen (exkl. Unternehmensakquisitionen) erhöhten das Anlagevermögen um 69.490 TEUR (Vorjahr: 58.346 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capital im Vergleich zum 31.12.2017 um 212.271 TEUR auf 778.676 TEUR. Am 23. April 2018 wurde eine Anleihe mit einem Volumen von 250.000 TEUR und einem Kupon von 2 % p.a. begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 6 Jahren.

Zum Stichtag bestanden Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von 37.259 TEUR (31.12.2017: 19.505 TEUR).

Angaben zu Finanzinstrumenten

Folgende Tabelle stellt jene finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, sowie deren Zuordnung zu den drei Hierarchiestufen der Bewertung gemäß IFRS 13. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

Beizulegender Zeitwert
Buchwert
in TEUR Art der
Bilanzierung 1)
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 zum
30.6.2018
Aktiva
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen
und sonstige Beteiligungen
FV 13.714 13.714
Aktien FV 13 13
Anteile Fonds FV 5.580 5.580
Sonstige FV 13 736 749
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 2) 5.593 13 14.450 20.056
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften FV 30 30
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 2) 30 30
Sonstige Forderungen AC 4.920 4.920
Derivate aus Cashflow Hedges FV 1.270 1.270
Derivate aus Net Investment Hedges FV 13.333 13.333
Sonstige Derivate FV 644 644
Derivate mit positivem Marktwert 15.247 15.247
Passiva
Derivate aus Cashflow Hedges FV 224 224
Derivate aus Net Investment Hedges FV 3.156 3.156
Sonstige Derivate FV 5.446 5.446
Derivate mit negativem Marktwert 8.826 8.826
Langfristige Darlehen AC 190.043 186.286
Revolvierende Kredite AC 81.773 81.988
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen AC 156.484 157.025
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 428.300 425.299
Anleihen – langfristig AC 593.519 546.130
Anleihen – kurzfristig AC 108.110 108.434
Langfristige Darlehen AC 209 206
Commercial Paper – kurzfristig AC 45.909 45.929
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen AC 6 6
Leasingverbindlichkeiten – langfristig AC 718 696
Leasingverbindlichkeiten – kurzfristig AC 266 245
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 701.629 47.108 701.646
Sonstige Verbindlichkeiten AC 1.966 1.966

1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

2) Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 wurde die Klassifizierung der Finanzinstrumente angepasst.

Beizulegender Zeitwert
Buchwert
in TEUR Art der
Bilanzierung 1)
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 zum
31.12.2017
Aktiva
Anteile Fonds FV 28.370 28.370
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften FV 42 42
Aktien FV 13 13
Sonstige FV 13 777 790
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 28.425 13 777 29.215
Sonstige Forderungen AC 4.948 4.948
Derivate aus Cashflow Hedges FV 2.000 2.000
Derivate aus Net Investment Hedges FV 18.354 18.354
Sonstige Derivate FV 1.022 3.089 4.111
Derivate mit positivem Marktwert 21.376 3.089 24.465
Passiva
Derivate aus Cashflow Hedges FV 354 354
Derivate aus Net Investment Hedges FV 3.065 3.065
Sonstige Derivate FV 5.184 5.184
Derivate mit negativem Marktwert 8.603 8.603
Langfristige Darlehen AC 199.520 194.486
Revolvierende Kredite AC 83.360 83.449
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen AC 106.543 106.435
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 389.423 384.370
Anleihen – langfristig AC 326.516 298.700
Anleihen – kurzfristig AC 113.619 110.957
Langfristige Darlehen AC 10 11
Commercial Paper – kurzfristig AC 11.010 10.962
Leasingverbindlichkeiten – langfristig AC 751 751
Leasingverbindlichkeiten – kurzfristig AC 302 302
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen AC 16 16
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 440.135 12.089 421.699
Sonstige Verbindlichkeiten AC 1.966 1.966

1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen stellen Finanzinstrumente dar, die langfristig gehalten werden. Gemäß IFRS 9 werden Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Bewertung dieser Finanzinstrumente erfolgt über Bewertungsparameter, die nicht am Markt beobachtbar sind, weshalb sie der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden. Die beizulegenden Zeitwerte werden in einem kapitalwertorientierten Verfahren als Barwerte der Summe zukünftiger Zahlungsmittelzuflüsse ermittelt, wobei ein Kapitalkostensatz nach Steuern herangezogen wird, welcher nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren aus externen Quellen abgeleitet wird.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt bei Fondsanteilen, Schuldtiteln von Kapitalgesellschaften und Aktien sowie bei von Wienerberger emittierten Anleihen marktwertorientiert über Börsenpreise (Stufe 1). Sonstige Wertpapiere werden großteils der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, welche nicht mit der Rückstellung saldiert werden dürfen.

Derivate werden in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Verwendung am Markt beobachtbarer Inputfaktoren wie aktuelle Zinsstrukturkurven und Währungskursrelationen bewertet (Stufe 2).

Der beizulegende Zeitwert langfristiger Forderungen sowie nicht börsennotierter Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird ebenfalls in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Berücksichtigung aktueller Zinsstrukturkurven ermittelt (Stufe 2). Bei sämtlichen passiv gehaltenen Finanzinstrumenten findet eine Anpassung des ermittelten beizulegenden Zeitwertes durch die Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos statt.

Risikobericht

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds, indem mit dem Vorstand sowie verantwortlichen Business Unit Managern und Corporate Function Leitern regelmäßig eine Aktualisierung des bestehenden Risikokatalogs zur Identifizierung neuer Risiken durchgeführt wird. Dabei werden strategische und operative Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifiziert und deren Cashflow Auswirkungen nach einem mittelfristigen (bis fünf Jahre) und langfristigen (sechs bis zehn Jahre) Zeithorizont unterschieden. Als wesentliche Risiken werden die Konkurrenz durch Substitutionsprodukte wie Beton, Stahl, Holz, Kalkstein, Glas oder Aluminium sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Ebenso sieht das Management in höheren Inputkosten sowie volatilen Rohstoffpreisen für Kunststoffe weiterhin relevante Risiken. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Etwaigen Verknappungen am Rohstoffmarkt wird durch umfassende Maßnahmen in den Bereichen Einkauf, Produktion und Vertrieb sowie im Preismanagement entgegengewirkt.

Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt.

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Folgende Unternehmen und Personen werden als Wienerberger nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie deren nahe stehende Familienangehörige, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, werden grundsätzlich zu fremdüblichen Konditionen abgewickelt.

Die ANC Privatstiftung betreibt das im Jahr 2001 von der Wienerberger AG übertragene Deponiegeschäft in Österreich und hält Vermögenswerte (insbesondere Liegenschaften und Wertpapiere) in eingeschränktem Ausmaß. Der Vorstand der ANC Privatstiftung besteht aus drei Mitgliedern, wobei zwei Mitglieder dem Wienerberger Top Management angehören. Dadurch kann Wienerberger Verfügungsgewalt über die Stiftung ausüben. Dennoch besteht gemäß IFRS 10 ein Konsolidierungsverbot, da die Aktionäre der Wienerberger AG und nicht die Gesellschaft selbst Anrecht auf schwankende Rückflüsse aus der Stiftung haben. Die Bilanzsumme der ANC Privatstiftung betrug zum Bilanzstichtag 24.791 TEUR (31.12.2017: 36.878 TEUR) und besteht im Wesentlichen aus Grundstücken und Bauten in Höhe von 8.405 TEUR (31.12.2017: 8.346 TEUR) und aus Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von 14.363 TEUR (31.12.2017: 25.955 TEUR). Zum 30.6.2018 hatte die ANC Privatstiftung Rückstellungen in Höhe von 9.319 TEUR (31.12.2017: 8.009 TEUR) und keine ausstehenden Finanzverbindlichkeiten. Am 20. Juni

2018 wurde die vom Vorstand der ANC Privatstiftung beschlossene Dividende in Höhe von 0,10 EUR pro Aktie der Wienerberger AG, das sind 11.752.676,40 EUR, ausgeschüttet.

Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Darlehensforderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 30.6.2018 auf 15.690 TEUR (31.12.2017: 13.236 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 6.890 TEUR (31.12.2017: 7.249 TEUR). Darüber hinaus stehen am Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 695 TEUR (31.12.2017: 638 TEUR) zu Buche. In den ersten sechs Monaten wurden Umsatzerlöse in Höhe von 645 TEUR (Vorjahr: 649 TEUR) gegenüber Gemeinschaftsunternehmen erzielt.

Im ersten Halbjahr 2018 wurden Produkte im Wert von 416 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) an ein nahe stehendes Unternehmen verkauft.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Anfang Juli wurde die Übernahme der Isoterm AS, einem Produzenten von frostbeständigen und vorisolierten Kunststoffrohren in Norwegen, unterzeichnet. Ende Juli erfolgte die Akquisition eines Werks für Flächenbefestigungen in Rumänien.

Verzicht auf prüferische Durchsicht

Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des

Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, am 16. August 2018

Der Vorstand der Wienerberger AG

Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen

Produktionsstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Wir sind derzeit mit insgesamt 193 Produktionsstandorten in 30 Ländern vertreten und über Exporte in internationalen Märkten tätig. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Rohrsystemen in Europa und bei Beton�ächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa.

Wienerberger Märkte in Nordamerika

1
Alabama
3 1 15 New Jersey* 3
2
Arkansas*
4 1 16 New York* 3
3
Colorado
1 1 1 17 North Carolina 1 2 4
4
Delaware*
5 18 Ohio* 2
5
Georgia
1 1 1 19 Oklahoma* 6
6
Illinois
3 2 20 Ontario 1
7
Indiana
1 1 2 21 Pennsylvania* 3
8
Kentucky*
1 22 South Carolina 4 1
9
Louisiana*
2 23 Tennessee 1 1 1 6
10
Maryland*
2 24 Utah* 2
11
Michigan
2 2 25 Virginia 1 1 1
12
Mississippi
1 1 26 West Virginia* 1
13
Montana
1 1 27 Wisconsin* 5
14
Nebraska*
6 28 Wyoming 1 1

* Märkte werden aus den angrenzenden Bundesstaaten beliefert.

1 Belgien 1 1 3 6 2 2 1 15 Norwegen* 2
2 Bulgarien 1 2 1 1 1 16 Österreich 1 1 7 2 1
3 Dänemark* 2 17 Polen 1 2 7 1 1 5 2
4 Deutschland 1 4 14 3 4 1 1 2 18 Rumänien 1 1 4 2
5 Estland 1 1 1 19 Russland 1 2 1
6 Finnland* 1 4 20 Schweden* 2 2
7 Frankreich 2 4 4 1 3 2 21 Schweiz 3 1 1 2
8 Griechenland 1 22 Serbien 1 1
9 Großbritannien 2 1 9 5 23 Slowakei 1 1 2 1
10 Irland 1 24 Slowenien 1 1 1 1
11 Italien 1 4 25 Tschechien 1 1 7 3 1 2
12 Kroatien 1 1 1 1 1 26 Türkei 1
13 Mazedonien 1 1 27 Ungarn 1 1 6 2 2 1
14 Niederlande 1 1 1 9 3 5 2

* Im Ziegelgeschäft in den nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden, das überregional geführt wird, halten wir eine Nr. 2 Marktposition.

Finanzterminplan

30. Juli 2018 Beginn der Quiet Period
16. August 2018 Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2018:
Ergebnispräsentation in Wien
22. Oktober 2018 Beginn der Quiet Period
08. November 2018 Ergebnisse zum 3. Quartal 2018
28. Jänner 2019 Beginn der Quiet Period
27. Februar 2019
Ergebnisse 2018:
Ergebnispräsentation in Wien
28. März 2019
Veröffentlichung Geschäftsbericht 2018 auf der Wienerberger Website
23. April 2019
Beginn der Quiet Period
06. Mai 2019
150. o. Hauptversammlung
08. Mai 2019
Ex-Tag für die Dividende 2018
09. Mai 2019 Record Date
10. Mai 2019 Zahltag für die Dividende 2018
16. Mai 2019 Ergebnisse zum 1. Quartal 2019
Juni 2019 Veröffentlichung Nachhaltigkeitsbericht 2018
22. Juli 2019 Beginn der Quiet Period
13. August 2019 Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2019:
Ergebnispräsentation in Wien
21. Oktober 2019 Beginn der Quiet Period
07. November 2019 Ergebnisse zum 3. Quartal 2019

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie

Head of Investor Relations Klaus Ofner
Aktionärstelefon
+43 1 601 92 10221
E-Mail [email protected]
Internet
www.wienerberger.com
Wiener Börse
WIE
Thomson Reuters WBSV.VI; WIE-VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1
WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2017:

http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Impressum

Medieninhaber (Verleger)

Wienerberger AG A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 1 601 92 0 F +43 1 601 92 10159

Für Rückfragen

Vorstand: Heimo Scheuch, CEO; Willy Van Riet, CFO Investor Relations: Klaus Ofner

Konzept und Gestaltung Brainds, Marken und Design GmbH

Textseiten Inhouse produziert mit firesys

Generatives Design Process – Studio for Art and Design OG, www.process.studio

Illustrationen Blagovesta Bakardjieva

Druckproduktion Lindenau Productions Druck: Gerin Druck

Der Bericht zum 1. Halbjahr 2018, veröf fentlicht am 16. August 2018, steht auch auf der Website www.wienerberger.com zum Download zur Verfügung.

Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Geschlechtsneutrale Formulierung

Im Interesse des Textflusses und der Lese freundlich keit wurde im vorliegenden Bericht durch gehend auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleich be handlung grundsätzlich für beide Geschlechter.

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