Interim / Quarterly Report • Jun 30, 2005
Interim / Quarterly Report
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Bericht zum 1. Halbjahr 2005
| Ertragskennzahlen | 1-6/2004 | 1-6/2005 | Vdg. in % | Ultimo 2004 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 837,6 | 922,8 | +10 | 1.758,8 |
| EBITDA | in Mio. € | 185,8 | 201,7 | +9 | 405,4 |
| EBIT | in Mio. € | 120,4 | 123,4 | +2 | 257,5 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 106,5 | 111,7 | +5 | 231,4 |
| Ergebnis nach Steuern | in Mio. € | 82,3 | 88,9 | +8 | 181,8 |
| Ergebnis je Aktie | in € | 1,22 | 1,20 | -2 | 2,54 |
| Free Cash-flow 1) | in Mio. € | 44,4 | -33,5 | -175 | 300,7 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 40,2 | 40,5 | +1 | 90,4 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 300,5 | 120,4 | -60 | 542,2 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2004 | 30.6.2005 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 2) | in Mio. € | 1.367,2 | 1.372,4 | +0 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 762,4 | 1.045,2 | +37 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.031,5 | 2.305,9 | +14 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 2.865,9 | 3.144,2 | +10 |
| Gearing | in % | 55,8 | 76,2 | - |
| Mitarbeiter | 12.154 | 13.160 | +8 |
| Börsekennzahlen | 1-12/2004 | 1-6/2005 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 36,35 | 39,10 | +8 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 21,10 | 31,90 | +51 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 35,15 | 38,37 | +9 |
| Gewichtete Aktienzahl 3) | in Tsd. | 69.598 | 73.278 | +5 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 2.607,0 | 2.845,8 | +9 |
| Geschäftsbereiche 1-6/2005 in Mio. € und % |
Zentral- Osteuropa |
Zentral- | Westeuropa | Nord- Westeuropa |
USA | Beteiligungen u. Sonstiges 4) |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 223,3 | (-4) | 180,8 | (+0) | 370,1 | (+24) | 158,6 | (+16) | -10,0 | (-6) |
| EBITDA | 58,2 | (-12) | 35,6 | (-2) | 83,4 | (+44) | 30,3 | (+11) | -5,8 | (-129) |
| EBIT | 32,5 | (-32) | 18,5 | (-10) | 56,1 | (+57) | 23,7 | (+14) | -7,4 | (-76) |
| Gesamtinvestitionen | 61,7 | (-12) | 37,9 | (-15) | 43,1 | (-79) | 17,4 | (-18) | 0,7 | (-53) |
| Capital Employed | 558,7 | (+41) | 411,9 | (+13) | 958,6 | (+25) | 328,9 | (+8) | 47,8 | (-37) |
| Mitarbeiter | 4.833 | (+3) | 1.788 | (-4) | 4.217 | (+17) | 2.172 | (+6) | 150 | (-7) |
1) Operativer Cash-flow minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen
2) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz
3) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
4) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment
Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt
Wienerberger hat trotz der schwächeren Konjunktur, der höheren Energiekosten und eines langen intensiven Winters ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Der Konzernumsatz konnte in den ersten sechs Monaten um 10 % auf 922,8 Mio. € und das EBITDA um 9 % auf 201,7 Mio. € gesteigert werden, und das obwohl die Vergleichswerte des Vorjahres außergewöhnlich gut waren. Positiv ausgewirkt haben sich im laufenden Jahr die erstmals ganzjährige Konsolidierung von thebrickbusiness in Großbritannien und unsere profitablen Wachstumsprojekte, negativ war die Abschwächung von drei wichtigen Märkten: Polen, Ungarn und Deutschland.
Insgesamt war im zweiten Quartal eine Verbesserung der Marktsituation gegenüber dem Jahresbeginn zu bemerken, das relativ schwache erste Quartal konnte jedoch nicht vollständig aufgeholt werden. In Polen zeigte sich, dass der Markt und damit auch unsere Ergebnisse im Gesamtjahr schwächer sein werden als ursprünglich angenommen. Auch in Ungarn ist die Nachfrage aktuell rückläufig, wir können jedoch mit Exporten nach Rumänien unsere Kapazitäten nutzen. In Tschechien, Rumänien und der Slowakei konnte Wienerberger die Ergebnisse in einem guten Marktumfeld weiter steigern. Sehr positiv ist die Nachfrage in Belgien, Frankreich, Italien und der Schweiz. Schwach war dagegen das erste Halbjahr in Deutschland, wo die Bausaison erst nach Ostern begonnen hat und derzeit kein Aufschwung in Sicht ist. In den USA blieb die Nachfrage nach Vormauerziegel auch im zweiten Quartal stark und der Ausblick für 2005 ist vielversprechend. Auf Jahressicht sind stärkere Rückgänge in Deutschland, Polen und Ungarn zu erwarten. In den meisten anderen Märkten rechne ich mit Ergebniswachstum.
Im Gesamtjahr 2005 planen wir Wachstumsinvestitionen von rund 250 Mio. €. Diese Bolt-on Projekte werden zu rund 70% Investitionen in neueWerke oder Kapazitätserweiterungen und zu 30% Übernahmen betreffen und vorwiegend aus dem Cash-flow finanziert. Je nach Möglichkeit können auch größere Akquisitionen dazukommen. Die Reihung der Projekte erfolgt nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten undVerfügbarkeit,wobei derzeit knapp die Hälfte in Osteuropa,40% in Westeuropa und der Rest in den USA geplant sind. In Bulgarien sind wir dabei, unsere Produkte über Importe zu positionieren und so wie in der Ukraine den Markteintritt mit Produktionsstätten vorzubereiten. Der Werksneubau in Russland ist in Umsetzung, die Inbetriebnahme erwarte ich im zweiten Quartal 2006. Bis zum aktuellen Zeitpunkt haben wir im laufenden Jahr bereits mehr als 25 Werksneubauten, Kapazitätserweiterungen und Akquisitionen gestartet oder erfolgreich abgeschlossen.
Das aktuell günstige Zinsniveau konnte Wienerberger im April zur Platzierung ihrer ersten Unternehmensanleihe nutzen. Es wurden 400 Mio. € zu 3,875 % auf sieben Jahre mit endfälliger Tilgung aufgenommen und die Mittel im Juli zur Refinanzierung kurzfristiger Verbindlichkeiten genutzt. Weiters haben wir im Mai ein Aktienrückkaufprogramm zur Bedienung der Stock Option Pläne abgeschlossen und dabei insgesamt 600.000 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 35,54 € über die Wiener Börse erworben. 21,3 Mio. € wurden dafür ausgegeben.
Die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung in Europa, die Abschwächung einiger wichtiger Märkte und die steigenden Energiekosten lassen unser angestrebtes Ergebniswachstum von 10 % als sehr ambitioniert erscheinen. Der nachhaltige Erfolg von Wienerberger stützt sich auf ein ausgewogenes geographisches Portfolio, motivierte Mitarbeiter, laufende Kostenoptimierung und eine profitable Wachstumsstrategie. Damit erwarten wir im laufenden Jahr – wenn auch mit geringeren Wachstumsraten – eine weitere Steigerung unserer Ergebnisse.

Wolfgang Reithofer, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Mehr als 25 Wachstumsprojekte laufen oder wurden in 2005 bereits realisiert
Erfolgreiche Platzierung der 1. Wienerberger Anleihe und Aktienrückkaufprogramm
Weiteres Ergebniswachstum in 2005

in Mio. €

Die nachlassende Konjunkturentwicklung, die gestiegenen Energiekosten und der lange Winter in weiten Teilen Europas machen den Vergleich zwischen dem 1. Halbjahr 2005 und der außergewöhnlich guten Vorjahresperiode zu einer Herausforderung. Trotzdem konnte Wienerberger sowohl im Umsatz als auch im EBITDA Wachstumsraten erzielen.
Der Konzernumsatz erhöhte sich um 10 % auf 922,8 Mio. € und das EBITDA lag mit 201,7 Mio. € um 9 % über dem Vorjahr. Grundlage dieses Wachstums war die gute Entwicklung in den Segmenten Nord-Westeuropa und USA, während Zentral-Osteuropa und Deutschland merkbare Absatzrückgänge ausweisen mussten. Vor allem in Polen hat sich der Wohnbau im zweiten Quartal weiter verschlechtert, und auch Ungarn zeigte sich wie erwartet schwächer als im Vorjahr. In Nord-Westeuropa haben sich das gute Marktumfeld und die erstmals ganzjährige Vollkonsolidierung von Koramic Roofing und thebrickbusiness positiv ausgewirkt. Die beschriebenen Absatzrückgänge in Ungarn, Polen und Deutschland konnten durch Preis- und Mengensteigerungen in Belgien, Holland und Frankreich weitgehend kompensiert werden. Die Ziegelnachfrage in den USA präsentierte sich anhaltend stark. Negativ wirkte sich der schwächere Dollar-Durchschnittskurs aus, was jedoch auf Konzernebene durch die Aufwertung einiger osteuropäischer Währungen mehr als kompensiert wurde. Die deutlich gestiegenen Energiekosten haben das Konzern-EBITDA mit rund 15 Mio. € belastet und erreichten 12,7 % vom Umsatz nach 11,0 % im Vorjahr.
Nach den beträchtlichen Investitionen des Vorjahres und den daraus folgenden höheren Abschreibungen war im Betriebsergebnis der Gruppe (EBIT) nur ein Wachstum um 2 % auf 123,4 Mio. € zu verzeichnen. Das Finanzergebnis verbesserte sich von -13,9 auf -11,7 Mio. €. Dabei standen gestiegenen Zinsaufwendungen für die Finanzierung der Expansionsstrategie deutlich höhere Beiträge der at-equity bewerteten Beteiligungen Pipelife (50 %) und Tondach Gleinstätten (25 %) gegenüber. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 5 % auf 111,7 Mio. €. Aufgrund der geringeren Steuerquote von 20,4 % (Vorjahr: 22,7 %) lag das Ergebnis nach Steuern mit 88,9 Mio. € um 8 % über dem Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie erreichte 1,20 € nach 1,22 € im 1. Halbjahr 2004. Dieser 2%ige Rückgang ist durch die um 5 % höhere Anzahl an gewichteten Aktien von 73,3 Mio. (Vorjahr: 69,6 Mio.) nach der Kapitalerhöhung des Vorjahres begründet.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis stieg um 8 % auf 162,9 Mio. €. Bedingt durch den saisonalen Aufbau des Working Capital im ersten Halbjahr, rückläufige Absätze in Deutschland, Polen und Ungarn sowie rein buchmäßige negative Währungseffekte aus der Hedging Reserve von 36,0 Mio. € ging der operative Cash-flow von 92,9 auf -41,0 Mio. € zurück. Aufgrund des zu erwartenden Abbaus des Working Capital in den kommenden Monaten kann mit einem deutlich positiven operativen Cash-flow im zweiten Halbjahr gerechnet werden. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen und Akquisitionen von insgesamt 160,9 Mio. € resultierte mit 40,5 Mio. € aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 120,4 Mio. € aus Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). An die Aktionäre wurden 78,0 Mio. € als Dividende und 21,3 Mio. € für den Rückkauf eigener Aktien ausgezahlt.
Das Konzerneigenkapital ist mit 1.372,4 Mio. € im Vergleich zum Jahresende 2004 nahezu unverändert geblieben. Die Nettoverschuldung stieg aufgrund der Dividendenauszahlung, der Investitionen und des Aktienrückkaufes um 37 % auf 1.045,2 Mio. € und wird sich in den kommenden beiden Quartalen durch den operativen Cash-flow (abhängig von weiteren Investitionen) wieder verringern. Das Gearing hat sich seit dem 31.12.2004 saisonal bedingt von 55,8 auf 76,2 % erhöht und wird im Laufe des Jahres voraussichtlich wieder auf rund 65 % absinken, was ausreichend Spielraum für die Fortsetzung unserer profitablen Wachstumsstrategie lässt.
Im zweiten Quartal verbesserte sich der Konzernumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12 % auf 589,0 Mio. €. Während in Zentral-Osteuropa Österreich, Rumänien und die Semmelrock Flächenbefestigungen höhere Umsätze erwirtschafteten, waren in Polen und Ungarn sowie bei Bramac Betondachsteinen wesentliche Rückgänge zu verzeichnen. Zentral-Westeuropa profitierte von der erstmaligen Konsolidierung der zwei übernommenen Dachziegelwerke von Müller in Deutschland und einem anhaltend guten Marktumfeld in Italien und der Schweiz. Der Zuwachs in Nord-Westeuropa ist auf den starken Wohnungsneubau in Belgien und Frankreich sowie die erstmals ganzjährige Konsolidierung von thebrickbusiness in Großbritannien zurückzuführen. In den USA konnten aufgrund von Preissteigerungen und den übernommenen Baustoffhändlern höhere Umsätze erwirtschaftet werden.
Das Konzern-EBITDA legte im zweiten Quartal um 10 % auf 147,4 Mio. € zu. Während in Österreich, der Schweiz, Italien, Belgien, Holland, Nordeuropa und den USA deutlich höhere Ergebnisse erzielt wurden, hatten Ungarn, Polen sowie Semmelrock und Bramac merkliche Rückgänge zu verzeichnen.
| Umsatz | 4-6/2004 | 4-6/2005 | Vdg. | |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | ||
| Zentral-Osteuropa | 157,4 | 159,5 | +1 | |
| Zentral-Westeuropa | 116,9 | 126,8 | +8 | |
| Nord-Westeuropa | 178,4 | 219,2 | +23 | |
| USA | 79,1 | 90,3 | +14 | |
| Beteiligungen und Sonstiges | -6,5 | -6,8 | -5 | |
| Wienerberger Gruppe | 525,3 | 589,0 | +12 |
| EBITDA | 4-6/2004 | 4-6/2005 | Vdg. | |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | ||
| Zentral-Osteuropa | 48,5 | 44,1 | -9 | |
| Zentral-Westeuropa | 29,3 | 33,1 | +13 | |
| Nord-Westeuropa | 40,3 | 54,1 | +34 | |
| USA | 17,1 | 18,5 | +8 | |
| Beteiligungen und Sonstiges | -1,3 | -2,4 | -85 | |
| Wienerberger Gruppe | 133,9 | 147,4 | +10 |

Gutes 2. Quartal kann Rückgänge des 1. nicht ganz kompensieren

Verhaltener Ausblick für Ergebnisentwicklung 2005
Nach dem langen Winter und einer außergewöhnlich starken Vergleichsperiode im Vorjahr musste das Segment Zentral-Osteuropa in den ersten sechs Monaten einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um eine vorübergehende Entwicklung handelt und diese Länder langfristig attraktive Wachstumsmärkte bleiben. Bei einem Anteil am Konzern-Umsatz von 24 % erwirtschaftete das Segment nach wie vor überdurchschnittliche 29 % vom EBITDA der Gruppe.
Der Umsatz ging um 4 % auf 223,3 Mio. € und das EBITDA um 12 % auf 58,2 Mio. € zurück. Dies war neben dem schlechten Wetter zu Jahresbeginn auf massive Vorziehkäufe im ersten Halbjahr des Vorjahres und die aktuelle Schwäche des Wohnungsneubaus in Polen und Ungarn zurückzuführen. In diesen Ländern waren zweistellige Mengenrückgänge und daraus folgender Preisdruck zu beobachten. In Polen werden derzeit zwei alte Werke stillgelegt, um unsere Kapazitäten anzupassen und die Herstellkosten zu optimieren. Auch unsere 75%-Beteiligung Semmelrock Flächenbefestigungen und das 50/50 Joint-venture Bramac Betondachsteine waren in Zentral-Osteuropa mit schwierigeren Märkten konfrontiert und mussten Ergebnisrückgänge ausweisen. Auf hohem Niveau präsentierten sich die Erträge in Tschechien, wobei geringere Absatzmengen durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden konnten. Starke Mengenzuwächse wurden in Rumänien erzielt, was zu deutlichem Ergebniswachstum führte. Auch die slowakischen und österreichischen Ziegelaktivitäten konnten Umsatz und Ergebnis verbessern.
Wienerberger hat in den ersten Monaten des Jahres ihre Expansionsstrategie in Zentral-Osteuropa konsequent vorangetrieben. Dazu wurden mehrere Bolt-on Projekte in Angriff genommen. In Tschechien ist zu Jahresbeginn das neue Ziegelwerk Jezernice in Betrieb gegangen, in Ungarn befindet sich das Werk Tiszavasvari in der Anlaufphase und in der Slowakei haben wir zwei Ziegelwerke im Norden des Landes übernommen. Weitere neun Bolt-on Projekte für Ziegel und Flächenbefestigungen sind in Umsetzung oder bereits realisiert worden.
Für das Gesamtjahr 2005 erwarten wir in Zentral-Osteuropa einen leichten Ergebnisrückgang, der vor allem auf den vorübergehend schwächeren Wohnungsneubau in Polen und Ungarn zurückzuführen ist. Wienerberger wird die aktuelle Marktsituation nutzen, um ihre Positionen in diesem langfristigen Wachstumsmarkt weiter auszubauen.
| Zentral-Osteuropa | 1-6/2004 | 1-6/2005 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 231,7 | 223,3 | -4 |
| EBITDA | in Mio. € | 66,3 | 58,2 | -12 |
| EBIT | in Mio. € | 47,6 | 32,5 | -32 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 69,9 | 61,7 | -12 |
| Capital Employed | in Mio. € | 396,6 | 558,7 | +41 |
| Mitarbeiter | 4.695 | 4.833 | +3 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.693 | 1.578 | -7 |
| Absatz Flächenbefestigung | in Mio. m2 | 1,6 | 2,1 | +31 |
| Absatz Betondachsteine 1) | in Mio. m2 | 8,2 | 6,8 | -17 |
1) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt
Der Bereich Zentral-Westeuropa hat leicht rückläufige aber angesichts des schwachen deutschen Wohnungsneubaus zufriedenstellende Ergebnisse erwirtschaftet. Ermöglicht wurde dies durch die konsequente Optimierung unserer Aktivitäten und die guten Ergebnisse in Italien und der Schweiz. Das Segment erreichte einen Anteil am Gruppenumsatz von 19 % und am EBITDA von 18 %.
Der Umsatz in Zentral-Westeuropa blieb mit 180,8 Mio. € stabil, während im EBITDA ein leichter Rückgang um 2 % auf 35,6 Mio. € zu verzeichnen war. Das schwächere Ergebnis ist auf Deutschland zurückzuführen, wo das schlechte Wetter die Bautätigkeit im ersten Quartal des laufenden Jahres weitgehend stillgelegt hatte. Sowohl bei Ziegel als auch im Dachbereich waren Mengenrückgänge zu verzeichnen,was bei Dachziegel zunehmend zu Preisdruck führt.Aufgrund von Integrationskosten der per 1.4.2005 übernommenen Dachziegelwerke von Müller mit den Koramic Aktivitäten entstand im ersten Halbjahr ein negatives EBITDA im deutschen Tondachbereich.
Sehr gute Ergebnisse haben die Dach- und Ziegelaktivitäten in der Schweiz und das Hintermauerziegelgeschäft in Italien erwirtschaftet. Während sich in der Schweiz die Ziegelabsätze stabil entwickelten und im Dachbereich leichte Mengenrückgänge zu verzeichnen waren, konnten in beiden Produktbereichen höhere Preise erzielt werden. Mengenwachstum und leichte Preiserhöhungen wurden in Italien realisiert. Im Gesamtjahr 2005 erwarten wir eine anhaltend schwierige Marktsituation mit Margendruck in Deutschland, woraus sich weitere Konsolidierungsmöglichkeiten ergeben könnten. In der Schweiz und Italien geht Wienerberger von einer Fortsetzung der positiven Ergebnisentwicklung der letzten Monate aus.
| Zentral-Westeuropa | 1-6/2004 | 1-6/2005 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 180,3 | 180,8 | 0 |
| EBITDA | in Mio. € | 36,5 | 35,6 | -2 |
| EBIT | in Mio. € | 20,6 | 18,5 | -10 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 44,5 | 37,9 | -15 |
| Capital Employed | in Mio. € | 365,7 | 411,9 | +13 |
| Mitarbeiter | 1.865 | 1.788 | -4 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.102 | 1.001 | -9 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 107 | 79 | -26 |
| Absatz Tondachziegel | in Mio. m2 | 1,8 | 1,7 | -5 |

Der Bereich Nord-Westeuropa wirkte im ersten Halbjahr erneut als Wachstumsmotor der Wienerberger Gruppe. Insgesamt war die Marktsituation in Frankreich und Belgien sehr gut, in Holland und Skandinavien stabil und in Großbritannien rückläufig. Positiv wirkte sich die erstmals ganzjährige Konsolidierung von Koramic Roofing und thebrickbusiness aus. Der Anteil des Geschäftsbereiches an Umsatz und EBITDA des Konzerns erreichte 40 bzw. 41 %.
Deutliche Ergebnissteigerung durch erfolgreiche Wachstumsstrategie
Gute Marktlage in Belgien und Frankreich, stabil in Holland, rückläufig in Großbritannien
Nord-Westeuropa zeigte ein Wachstum im Umsatz von 24 % auf 370,1 Mio. € und beim EBITDA von 44 % auf 83,4 Mio. €. Verantwortlich dafür waren neben den Akquisitionen höhere Ziegelabsätze in Frankreich und Belgien sowie gestiegene Dachziegelabsätze in Nordeuropa. Zusätzlich konnten in den meisten Märkten die Preise für Hintermauerziegel leicht angehoben werden, was sich vor allem in Belgien, Holland und Frankreich positiv auswirkte. Die Vormauerziegelaktivitäten in Großbritannien und Holland mußten Mengeneinbußen hinnehmen, konnten aber die höheren Energiekosten durch Preissteigerungen ausgleichen. Geringfügige Mengenrückgänge waren bei Tondachziegel in Belgien, Holland und Frankreich zu verzeichnen, das Preisniveau hat sich jedoch auch in diesem Produktbereich verbessert.
Bis zum Jahresende und darüber hinaus rechnen wir mit einem starken Wohnungsneubau und einem stabilen bis leicht positiven Renovierungsmarkt in Belgien und Frankreich, woraus insgesamt höhere Ergebnisse in diesen Ländern vorherzusehen sind. Einzig die hohen Frachtkosten für Transporte in die südlichen Regionen bremsen unser Ergebniswachstum in Frankreich. In Holland ist der erwartete Aufschwung im Wohnungsneubau noch nicht eingetreten, der operative Gewinn sollte sich aufgrund unserer laufenden Kostenoptimierung und der steigenden Exporte nach Nordeuropa trotzdem gut entwickeln. In Großbritannien wird weiterhin mit einem schwächeren Wohnungsneubau in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Wienerberger konzentriert sich nach der Integration von thebrickbusiness auf die Optimierung der Werksstrukturen.
| Nord-Westeuropa | 1-6/2004 | 1-6/2005 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 298,4 | 370,1 | +24 |
| EBITDA | in Mio. € | 58,1 | 83,4 | +44 |
| EBIT | in Mio. € | 35,7 | 56,1 | +57 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 203,5 | 43,1 | -79 |
| Capital Employed | in Mio. € | 767,0 | 958,6 | +25 |
| Mitarbeiter | 3.616 | 4.217 | +17 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 456 | 508 | +11 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 621 | 837 | +35 |
| Absatz Tondachziegel | in Mio. m2 | 6,0 | 6,1 | +1 |
Die USA als größter Vormauerziegelmarkt der Welt sind eine wichtige Wachstumsregion für die Wienerberger Gruppe. Die starke amerikanische Konjunktur, die positive demographische Entwicklung und die niedrigen Hypothekarzinsen halten den Wohnungsneubau auf hohem Niveau. Im Juni lagen die Baubeginne hochgerechnet bei rund 2 Millionen. In den ersten sechs Monaten generierte das Segment 17 % des Umsatzes und 15 % vom EBITDA der Gruppe.
Der Umsatz stieg in den USA auf 158,6 Mio. € und übertraf damit das erste Halbjahr 2004 um 16 %, während das EBITDA um 11 % auf 30,3 Mio. € zulegte. Die leicht rückläufige Marge ist auf die im Laufe des letzten Jahres erfolgten Übernahmen von Handelsaktivitäten zurückzuführen. Mit reiner Handelsware (Ziegel, Mörtel und verwandte Produkte) erzielen wir aktuell bereits 24 % (Vorjahr: 14 %) des Umsatzes in den USA. Das starke Umsatzwachstum resultierte auch aus einem um 9 % höheren lokalen Preisniveau, das die um 2 % geringere Absatzmenge kompensieren
Starke Konjunktur und Bevölkerungswachstum begünstigen Ziegelabsatz
Preissteigerungen aber negative Währungseffekte durch schwächeren Dollar konnte. Die Kapazitäten wurden voll genutzt, der Absatzrückgang war vor allem auf geringere Absätze im Juni aufgrund von temporären Stillständen zum Ausbau der Werke zurückzuführen. Negativ ausgewirkt hat sich der schwächere Durchschnittskurs des Dollars, der im Rahmen der Konsolidierung den Umsatz mit 7,4 Mio. € und das EBITDA mit 1,4 Mio. € belastete.
Für den Rest des laufenden Jahres rechnen wir in den USA mit einem leichten Rückgang der Housing Starts vom aktuell sehr hohen Niveau. Wir gehen jedoch von einer anhaltend starken Nachfrage nach Vormauerziegel aus, da aufgrund der steigenden Zinsen vor allem das Niedrigpreissegment, in dem Ziegel keine Rolle spielen, von der erwarteten Abkühlung des Wohnungsneubaus betroffen sein dürfte. Strategisch konzentriert sich Wienerberger in den USA auf den weiteren Ausbau des Direktvertriebes sowie die Errichtung großer Werksstandorte zur Optimierung der Herstellkosten.
| USA | 1-6/2004 | 1-6/2005 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 136,6 | 158,6 | +16 |
| EBITDA | in Mio. € | 27,4 | 30,3 | +11 |
| EBIT | in Mio. € | 20,7 | 23,7 | +14 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 21,3 | 17,4 | -18 |
| Capital Employed | in Mio. € | 303,2 | 328,9 | +8 |
| Mitarbeiter | 2.052 | 2.172 | +6 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 622 | 611 | -2 |
Positiver Ausblick für Ziegelabsatz in den kommenden Monaten
Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Holding und die ihr zuordenbaren Kosten sowie die Nicht-Kernaktivitäten der Gruppe: dazu gehören Immobilien und ein Ofenkachelwerk in Österreich. Der Umsatz des Bereiches ging um 28 % auf 8,3 Mio. € zurück und das EBITDA aufgrund der gestiegenen Holdingkosten von -2,5 auf -5,8 Mio. €.
| Beteiligungen und Sonstiges | 1-6/2004 | 1-6/2005 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz 1) | in Mio. € | 11,5 | 8,3 | -28 |
| EBITDA | in Mio. € | -2,5 | -5,8 | -132 |
| EBIT | in Mio. € | -4,2 | -7,4 | -76 |
| Capital Employed | in Mio. € | 76,3 | 47,8 | -37 |
| Mitarbeiter | 161 | 150 | -7 |
1) exklusive Konzerneliminierungen
Gestiegene Holdingkosten aufgrund der Expansionsstrategie
| in TEUR | 4-6/2005 | 4-6/2004 | 1-6/2005 | 1-6/2004 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 589.008 | 525.323 | 922.796 | 837.589 |
| Herstellungskosten | -352.762 | -310.400 | -575.691 | -514.769 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 236.246 | 214.923 | 347.105 | 322.820 |
| Vertriebskosten | -102.091 | -86.663 | -176.733 | -149.677 |
| Verwaltungskosten | -28.197 | -23.628 | -54.427 | -44.860 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.422 | -7.954 | -8.817 | -12.975 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.733 | 2.057 | 16.276 | 5.063 |
| Firmenwertabschreibung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Betriebsergebnis | 107.269 | 98.735 | 123.404 | 120.371 |
| Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen | 9.080 | 4.607 | 11.636 | 4.704 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -14.894 | -10.638 | -23.297 | -18.589 |
| Finanzergebnis | -5.814 | -6.031 | -11.661 | -13.885 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 101.455 | 92.704 | 111.743 | 106.486 |
| Ertragsteuern | -21.789 | -21.417 | -22.803 | -24.176 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 79.667 | 71.287 | 88.940 | 82.310 |
| davon Ergebnis der Minderheiten | 1.118 | 2.032 | 1.074 | 2.156 |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | 78.549 | 69.255 | 87.866 | 80.154 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,07 | 1,04 | 1,20 | 1,22 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,06 | 1,04 | 1,19 | 1,22 |
| Konzern | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-6/2005 | Zentral- | Zentral- | Nord-West- | Beteiligungen | Eliminie- | Wienerberger | |
| in TEUR | Osteuropa | Westeuropa | europa | USA | und Sonstiges 1) | rungen | Gruppe |
| Umsatz | 223.314 | 180.833 | 370.135 | 158.556 | 8.343 | -18.385 | 922.796 |
| EBITDA | 58.234 | 35.635 | 83.422 | 30.306 | -5.921 | 201.676 | |
| EBIT | 32.523 | 18.544 | 56.128 | 23.697 | -7.488 | 123.404 | |
| Gesamtinvestitionen | 61.711 | 37.933 | 43.072 | 17.363 | 753 | 160.832 | |
| Capital Employed | 558.650 | 411.936 | 958.638 | 328.918 | 47.739 | 2.305.881 | |
| Mitarbeiter | 4.833 | 1.788 | 4.217 | 2.172 | 150 | 13.160 | |
| 1-6/2004 | |||||||
| Umsatz | 231.665 | 180.257 | 298.390 | 136.591 | 11.548 | -20.862 | 837.589 |
| EBITDA | 66.306 | 36.542 | 58.062 | 27.434 | -2.538 | 185.806 | |
| EBIT | 47.552 | 20.581 | 35.650 | 20.717 | -4.129 | 120.371 | |
| Gesamtinvestitionen | 69.870 | 44.507 | 203.452 | 21.266 | 1.666 | 340.761 | |
| Capital Employed | 396.629 | 365.673 | 767.025 | 303.190 | 76.329 | 1.908.846 | |
| Mitarbeiter | 4.695 | 1.865 | 3.616 | 2.052 | 161 | 12.389 |
1) der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten
| in TEUR | 30.6.2005 | 31.12.2004 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Immaterielles Anlagevermögen | 554.406 | 522.064 |
| Sachanlagen | 1.427.300 | 1.337.568 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 54.746 | 54.872 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 89.784 | 76.329 |
| Übrige Finanzanlagen | 21.941 | 21.835 |
| Latente Steuern | 60.440 | 42.737 |
| Langfristiges Vermögen | 2.208.617 | 2.055.404 |
| Vorräte | 447.720 | 391.435 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 292.286 | 172.753 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 97.509 | 89.301 |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 35.826 | 70.517 |
| Zahlungsmittel | 62.253 | 86.492 |
| Kurzfristiges Vermögen | 935.594 | 810.497 |
| Summe Aktiva | 3.144.211 | 2.865.901 |
| PASSIVA | ||
| Gezeichnetes Kapital | 74.168 | 74.168 |
| Kapitalrücklagen | 415.052 | 415.052 |
| Gewinnrücklagen | 936.954 | 962.644 |
| Eigene Anteile | -34.652 | -13.327 |
| Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung | -54.525 | -105.502 |
| Anteile in Fremdbesitz | 35.385 | 34.178 |
| Eigenkapital | 1.372.382 | 1.367.214 |
| Personalrückstellungen | 74.292 | 70.810 |
| Latente Steuerrückstellungen | 100.320 | 92.130 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 54.915 | 51.050 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 771.994 | 654.711 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 42.117 | 25.028 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.043.638 | 893.729 |
| Laufende Steuerrückstellungen | 568 | 563 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 47.874 | 56.431 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 385.256 | 278.171 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 151.190 | 145.349 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 143.303 | 124.444 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 728.191 | 604.958 |
| Summe Passiva | 3.144.211 | 2.865.901 |
| in TEUR | Konzern | Minderheiten | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2005 | 1.333.036 | 34.178 | 1.367.214 |
| Konzernergebnis/Minderheitenergebnis | 87.866 | 1.074 | 88.940 |
| Dividendenauszahlungen | -78.040 | 0 | -78.040 |
| Währungsumrechnung | 50.977 | 875 | 51.852 |
| Hedging Reserven | -35.974 | 0 | -35.974 |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung Eigene Anteile | -21.325 | 0 | -21.325 |
| Zugang/Abgang Minderheitenanteil | 0 | -742 | -742 |
| Übrige Veränderungen | 457 | 0 | 457 |
| Stand 30.6.2005 | 1.336.997 | 35.385 | 1.372.382 |
| in TEUR | 1-6/2005 | 1-6/2004 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 88.940 | 82.310 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 78.273 | 65.436 |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | -591 | -177 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | 10.642 | 7.355 |
| Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen | -11.636 | -4.704 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -2.749 | 0 |
| Cash-flow aus dem Ergebnis | 162.880 | 150.220 |
| Veränderungen Vorräte | -48.722 | -12.599 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -118.191 | -97.336 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.646 | 14.936 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | -1.386 | 41.381 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | -39.213 | -3.691 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -40.986 | 92.911 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 13.613 | 6.197 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -125.621 | -102.818 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -334 | -2.984 |
| Veränderung Wertpapiere des Umlaufvermögens | 34.635 | -11.535 |
| Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen | -35.150 | -237.943 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -112.857 | -349.083 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 117.781 | 9.664 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 108.857 | 87.580 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -78.040 | -49.777 |
| Gezahlte Dividende und Kapitalherabsetzungen an Minderheitengesellschafter | 0 | -2.561 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen | 0 | 2.393 |
| Kapitalerhöhung Wienerberger AG | 0 | 206.318 |
| Erwerb eigener Aktien | -21.325 | 0 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 127.273 | 253.617 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -26.570 | -2.555 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | 2.331 | 2.433 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 86.492 | 126.704 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 62.253 | 126.582 |
| davon Zahlungsmittel | 62.253 | 126.582 |
Der Zwischenbericht zum 30.06.2005 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2004 werden unverändert angewandt. Mit Wirkung vom 1.1.2005 trat in der Europäischen Union die Emissionshandelsrichtlinie RL 2003/87/EG in Kraft, aufgrund derer die Wienerberger Gruppe verpflichtet ist, für die Emission des Treibhausgases CO2, das bei der Herstellung von Ziegeln prozessbedingt entsteht, Emissionszertifikate einzulösen. Diese Richtlinie sieht gleichzeitig vor, dass CO2 emittierenden Unternehmen eine bestimmte Zahl von Gratiszertifikaten behördlich zugeteilt werden, um diese Verpflichtung einlösen zu können. Entsprechend den tatsächlichen Emissionen haben Unternehmen entweder Zertifikate nachzukaufen oder können überschüssige Zertifikate frei veräußern. Der Wienerberger Gruppe wurden rund 2,7 Mio. Tonnen jährliche CO2 Emmissionsrechte für die Jahre 2005 bis 2007 gratis zugeteilt. Da der seitens des IASB veröffentlichte IFRIC 3 nach Ablehnung durch die EU-Kommission wieder zurückgenommen wurde, bilanziert Wienerberger die Emissionsrechte wie im vorangegangenen Quartal weiterhin auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit den Anschaffungskosten von Null. Systemkonform sind auch in der Gewinn- und Verlustrechnung nur Aufwendungen für notwendige Beschaffungen wegen zu geringer Zuteilung bzw. Erträge aus der Veräußerung überschüssiger Emissionsrechte enthalten. Im ersten Halbjahr 2005 hat Wienerberger keine Emissionszertifikate gekauft oder veräußert.
Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung und wurde gegenüber 31.12.2004 nicht verändert.
Der österreichische Nationalrat hat im Zuge der Steuerreform 2005 eine Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 34 auf 25 % beschlossen. Dieser Steuersatz ist erstmals ab der Veranlagung 2005 anzuwenden. Sämtliche latenten Steuerabgrenzungen in Österreich sind gemäß IAS 12.47 bereits seit 31.12.2004 mit dem neuen Steuersatz bewertet.
Unterschiede zu den österreichischen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) ergeben sich zum Teil bei der Berechnung der latenten Steuern, der Bestimmung von Rückstellungen (u.a. Sozialkapital), der Bewertung von kurzfristig gehaltenen Wertpapieren und im Ausweis des außerordentlichen Ergebnisses. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2004, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und Bramac Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert. Die im März 2005 erworbene Mehrheitsbeteiligung an der von Müller Dachprodukte GmbH & Co. KG mit zwei Dachziegelwerken in Deutschland sowie zwei im zweiten Quartal erworbene Ziegelwerke in der Slowakei wurden erstmals vollkonsolidiert.
Im Vergleichszeitraum des Vorjahres ist Koramic Roofing im ersten Quartal nur mit 50 % enthalten. Drei Ziegelwerke und ein Betonpflasterwerk in Polen, welche im zweiten Quartal 2004 erstkonsolidiert wurden, sind nur zum Teil und zwei Ziegelwerke der Wewers Gruppe in Dänemark sowie thebrickbusiness, der mit Stichtag 24.9.2004 erstmals vollkonsolidierte drittgrößte Ziegelhersteller Großbritanniens, sind im Vergleichszeitraum des ersten Halbjahres 2004 nicht enthalten.
Die Veränderungen des Konsolidierungskreises erhöhten für den Zeitraum 1.1.2005 bis 30.6.2005 anteilig mit 77.188 TEUR den Umsatz und mit 13.835 TEUR das EBITDA.
Wienerberger erwirtschaftet als Baustoffhersteller witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres niedrige Produktions- und Verkaufsmengen. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 um 10 % auf 922.796 TEUR gestiegen.
Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 201.676 TEUR um 9 % über dem Vorjahreswert von 185.806 TEUR. Das Finanzergebnis einschließlich at equity-Bewertungen gliedert sich in -22.676 TEUR (Vorjahr: -16.572 TEUR) Zinsergebnis und 11.015 TEUR (Vorjahr: 2.687 TEUR) sonstiges Finanzergebnis. Aufgrund der Harmonisierung der Berichtstermine konnte das Ergebnis der Tondach Gleinstätten Gruppe erstmals zeitgleich in die Equity-Bewertung einbezogen werden. Der Ergebnisanteil für das Jahr 2004 wurde daher im ersten Halbjahr nachgeholt.
Per 30.6.2005 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 74.167.796. Wienerberger hat im Zeitraum vom 24.3.2005 bis 6.5.2005 ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt, bei dem in Summe 600.000 eigene Aktien erworben wurden. Per 30.6.2005 hält Wienerberger somit 1.233.005 eigene Aktien, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die gewichteten Aktien für den Zeitraum 1.1.2005 bis 30.6.2005 betragen 73.277.874.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis von 162.880 TEUR lag im ersten Halbjahr um rund 8 % über dem Vorjahr. Der Dollar-Euro-Swap führte zu einer Verringerung der Hedging Reserve um 35.974 TEUR, wodurch auch der operative Cash-flow um diesen Betrag vermindert ausgewiesen ist. Die Gegenposition zur Hedging Reserve findet sich im Investitions-Cash-flow bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens, die somit um 35.974 TEUR positiver dargestellt werden. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen und Akquisitionen von insgesamt 160.832 TEUR resultierte mit 40.464 TEUR aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 120.368 TEUR aus Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). An die Aktionäre wurden 78.040 TEUR als Dividende sowie 21.325 TEUR für den Rückkauf eigener Aktien ausgezahlt.
Die in den ersten Monaten getätigten Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 120.368 TEUR. Die Nettoverschuldung stieg aufgrund des saisonalen Working Capital Aufbaus zum Halbjahr, der Dividendenauszahlung, der durchgeführten Investitionen und des Aktienrückkaufes um 282.791 TEUR. Positive erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenzen im ersten Halbjahr 2005 in Höhe von 50.977 TEUR resultieren in erster Linie aus den USA. Dieser Eigenkapitalerhöhung steht eine Verminderung der Hedging Reserve von 35.974 TEUR gegenüber. Das Konzernergebnis erhöhte das Konzerneigenkapital um 87.866 TEUR. Die im April 2005 begebene siebenjährige, endfällige Anleihe mit einem Volumen von 400.000 TEUR ist unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, August 2005
W. Reithofer H. Scheuch H. Tschuden J. Windisch
| 17. August 2005 | Halbjahresabschluss 2005: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
|---|---|
| 18. August 2005 | Halbjahresabschluss 2005: Analystenkonferenz in London |
| 21. Oktober 2005 | Gewinnmesse, Wolfgang Reithofer als "Star der Stunde" um 12.00 Uhr |
| 16. November 2005 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2005 |
| 17./18. November 2005 | Investoren- und Analystenkonferenz in Wien, Österreich |
| 28. November 2005 | Investorenmeetings in den USA beim Austria Day in New York |
| 15. Februar 2006 | Vorläufige Ergebnisse 2005 |
| 28. März 2006 | Jahresabschluss 2005: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 29. März 2006 | Jahresabschluss 2005: Analystenkonferenz in London |
| 27. April 2006 | 137. o. Hauptversammlung im Congress Center der Messe Wien |
| 3. Mai 2006 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2006 |
| 22. August 2006 | Halbjahresabschluss 2006: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 23. August 2006 | Halbjahresabschluss 2006: Analystenkonferenz in London |
| 8. November 2006 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2006 |
| Investor Relations Officer: | Thomas Melzer |
|---|---|
| Aktionärstelefon: | +43 (1) 601 92-463 |
| E-Mail: | [email protected] |
| Internet: | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse: | WIE |
| Reuters: | WBSV.VI |
| Bloomberg: | WIE AV |
| Datastream: | O: WNBA |
| ADR Level 1: | WBRBY |
| ISIN: | AT0000831706 |
Bericht zum 1. Halbjahr 2005 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.
Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 2 bei Dachsystemen in Europa mit derzeit insgesamt 237 Werken in 24 Ländern.
Europa gesamt: Nr. 1

Europa gesamt: Nr. 2

Wienerberger Marktpositionen bei Hintermauer- und/oder Vormauerziegel
Wienerberger Marktpositionen bei Tondachziegel und/oder Betondachsteinen

| Zentral-Osteuropa | Zentral-Westeuropa | Nord-Westeuropa | USA | Beteiligungen und Sonstiges |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | Deutschland | Belgien | Southeast | Pipelife |
| Ungarn | Schweiz | Holland | Midwest | Immobilien |
| Tschechien | Italien | Frankreich | Mid-Atlantic | Headquarter |
| Polen | Großbritannien | |||
| Slowakei | Skandinavien | |||
| Kroatien | Finnland | |||
| Slowenien | Baltikum | |||
| Rumänien | ||||
| Bosnien | ||||
| Semmelrock | ||||
| Bramac | ||||
| Tondach Gleinstätten | ||||
Wienerberger Marktpositionen bei Vormauerziegel
Status: August 2005
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