Annual Report • Mar 31, 2015
Annual Report
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| Konzernlagebericht | 1 |
|---|---|
| Konzernabschluss | 41 |
| Erklärung des Vorstands | 114 |
| Lagebericht Wienerberger AG | 121 |
|---|---|
| Jahresabschluss der Wienerberger AG | 132 |
Anmerkungen zum Bericht:
Im Jahr 2014 enttäuschte die weltwirtschaftliche Entwicklung den zu Jahresbeginn herrschenden Optimismus. Neben einem weiterhin zurückhaltenden Investitionsverhalten von Konsumenten, Unternehmen und der öffentlichen Hand dämpften geopolitische Spannungen, Verwerfungen auf Währungs- und Rohstoffmärkten sowie neu aufkeimende Deflationsängste in der Eurozone die Hoffnung auf eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums. Mit Ausnahme verbesserter Wachstumsaussichten für die US-amerikanische Wirtschaft wurden die Erwartungen an das kurz- und mittelfristige Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft nach unten revidiert.
Die USA verzeichneten im Vergleich zu den führenden Volkswirtschaften der Eurozone ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum von 2,4 % im Jahr 2014. Nach dem witterungsbedingten Rückgang im ersten Quartal wuchs die US-amerikanische Wirtschaft in den Folgequartalen mit annualisierten Wachstumsraten von 2,6 % bis 5,0 % kräftig. Infolgedessen fiel die Arbeitslosenrate zum Jahresende auf 5,6 %, den tiefsten Stand seit Juni 2008. Damit lag die Arbeitslosenrate bereits sehr nahe an dem von der US-Notenbank FED definierten Niveau für die normale Arbeitslosenquote von 5,2 % bis 5,5 %. Zudem wies die FED in der laufenden Kommunikation mehrmals auf eine deutliche Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hin. Darum beendete die Notenbank nach einer schrittweisen Reduktion der monatlichen Ankäufe von Wertpapieren das Programm im Oktober 2014 endgültig und unterstrich damit das Ende der ultralockeren Geldpolitik. Nachdem der Leitzins seit Dezember 2008 bei nahe null gehalten wurde, erwarten Marktteilnehmer für Mitte 2015 den Beginn eines Zinserhöhungszyklus. Für 2015 prognostiziert der IWF ein Wachstum der US Wirtschaftsleistung von 3,6 %.
Bestimmende Themen in Europa waren im Jahr 2014 die weiterhin schleppende Wirtschaftsentwicklung, die griechische Staatsschuldenkrise und die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB). Mit vierteljährlichen Wachstumsraten zwischen 0,1 % und 0,3 % stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung, und die stetig unter 1 % liegende Kerninflationsrate zeigte sehr deutlich, dass die geldpolitischen Maßnahmen der EZB nicht die erhofften Impulse bewirkten. Aus diesen Gründen und infolge einer eindeutigen Ankündigungspolitik der Notenbank wurde eine Ausdehnung der expansiven Geldpolitik erwartet und von einem drastischen Einbruch der Energiepreise, der weiter dämpfend auf die Inflation wirkt, bestärkt. Neben Maßnahmen wie der Einführung negativer Zinsen auf Einlagen von Geschäftsbanken bei der EZB wurde ein Programm für den Ankauf von Wertpapieren nach amerikanischem Vorbild erwartet und im Jänner 2015 angekündigt. Zwischen März 2015 und September 2016 wird die EZB monatlich 60 Mrd. € an in Euro denominierten Wertpapieren – den Großteil davon Staatsanleihen – zukaufen. Diese umfassenden Maßnahmen führten zu einem deutlichen Rückgang der Renditen auf Staatsanleihen von Mitgliedsstaaten der Eurozone – insbesondere der Peripherieländer. Die Ausnahme war Griechenland, wo eine Regierungskrise, die zu Neuwahlen führte, ein Wiederaufflammen von Spekulationen über einen Austritt aus der Eurozone bewirkte, die von dem Wahlsieg jener Parteien, die ein Ende des rigiden Sparkurses fordern, bekräftigt wurden. Zudem mehrten sich Aussagen ehemals klarer Austrittsgegner, die ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum nicht mehr ausschlossen. Großbritannien, die größte europäische Volkswirtschaft, die nicht der Eurozone angehört, verzeichnete mit einem Zuwachs um 2,6 % wie bereits im Vorjahr einen deutlich höheren Anstieg der Wirtschaftsleistung als die Eurozone.
2014 setzt Ernüchterung über die mittelfristigen Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft ein
US-amerikanische Wirtschaft nimmt weiter Fahrt auf
Wirtschaftsdaten beflügeln USamerikanische Börsenindizes
Leichtes Wachstum der europäischen Wohnbautätigkeit im Jahr 2014
Die positiven US-Wirtschaftsdaten und insbesondere die Verbesserung der volkswirtschaftlichen Prognosen für das Jahr 2015 schlugen sich in einem Anstieg der US-amerikanischen Leitindizes nieder. Der Dow Jones Industrial Average schloss mit einem Kursplus von 7,5 % auf Jahressicht bei 17.823,1 Punkten, nachdem er kurz vor Jahresende mit 18.046,6 Punkten ein neues Allzeithoch markiert hatte. Auch der breiter gefasste S&P 500 (+11,4 %) und der NASDAQ Composite (+13,4 %) legten auf Jahressicht deutlich zu und erreichten im Jahresverlauf neue Höchststände. In Europa zeigte sich aufgrund des schwächer als erwarteten Wirtschaftswachstums und des eingetrübten Ausblicks ein gemischtes Bild. Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete mit einem Kursplus von 2,7 % eine der stärksten Jahresperformances unter den europäischen Leitindizes und schloss bei 9.805,5 Punkten. Der EURO STOXX 50, ein Aktienindex, der 50 große börsenotierte Unternehmen der Eurozone beinhaltet, spiegelte die wirtschaftliche Stagnation der Eurozone wider und ging bei 3.146,4 Punkten (+1,2 %) aus dem Handel. Der britische FTSE 100 (-3,0 %) und der französische CAC40 (-0,5 %) wiesen Rückgänge auf. Der österreichische Leitindex ATX war unter den Schlusslichtern der europäischen Aktienindizes zu finden und ging im Jahresvergleich um 15,2 % auf 2.160,1 Punkte zurück. Dieser Rückgang war in erster Linie auf die schwache Entwicklung der Indexschwergewichte aus den Bereichen Banken, Versicherungen und Energie zurückzuführen. In Asien tendierte der Leitindex der Börse in Hong Kong, Hang Seng, aufgrund der deutlichen Abkühlung der Wachstumsaussichten für die chinesische Wirtschaft seitwärts und schloss mit einem Plus von 1,3 % bei 23.605,0 Punkten. Der Kurssprung von +53,0 % des Shanghai Composite Index war von Fundamentaldaten entkoppelt, da Mitte November 2014 dieser Markt für internationale Investoren teilweise geöffnet wurde. Der japanische NIKKEI 225 stieg trotz des Rückfalls der japanischen Volkswirtschaft in die technische Rezession um 7,1 % auf 17.450,8 Punkte.
Nach zwei Jahren mit rückläufigen Wohnbauausgaben trat die europäische Wohnbautätigkeit 2014 mit einem Zuwachs um 0,9 % auf der Stelle und fiel schwächer aus als von Marktprognosen am Jahresanfang in Aussicht gestellt. Der witterungsbedingt frühe Start in die Bausaison führte lediglich zu einer Verschiebung der Baubeginne im Jahresverlauf und hatte keine zusätzliche stimulierende Wirkung, die von einigen Marktbeobachtern erhofft wurde. Im Rahmen der allgemeinen konjunkturellen Abkühlung in Europa über die Sommermonate fiel die Bautätigkeit im dritten Quartal unter den Erwartungen aus. Der schwache Nettozuwachs des ausstehenden Hypothekarkreditvolumens in der Eurozone belegt die weiterhin große Zurückhaltung im privaten Wohnbau sowie das Ausbleiben der positiven Auswirkungen der expansiven Geldmarktpolitik. Im Dezember 2013 ging Euroconstruct für das Jahr 2014 noch von einem leichten Anstieg der Wohnbauleistung in unseren relevanten Märkten in der Höhe von 1,7 % aus und kürzte die Prognose am Jahresende 2014 auf einen Anstieg um 1,1 %. Während die Ausgaben für die Neubautätigkeit mit einem leichten Plus von 0,3 % stagnierten und damit deutlich unter der Prognose von +2,6 % am Jahresanfang lagen, stiegen die Renovierungsausgaben mit +1,6 % stärker als am Jahresbeginn erwartet (+1,2 %) an. Dabei zeigten die vier osteuropäischen Länder unter Beobachtung (Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn) sowohl im Neubausegment als auch in der Renovierung eine stärkere Wachstumsdynamik als Westeuropa. Insgesamt lag die Bautätigkeit 2014 in einer Vielzahl von Märkten weiterhin unter dem Niveau des Krisenjahres 2009. Für 2015 erwartet Euroconstruct eine leichte Verbesserung des Marktumfelds und prognostiziert einen Zuwachs der Wohnbauleistung in unseren relevanten Märkten in der Höhe von 1,7 %.
Ein weiterer wichtiger Indikator für die Bauaktivität sind die Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser je tausend Einwohner. Im Jahresvergleich weisen nur Deutschland, Großbritannien, Bulgarien und Slowenien eine positive Entwicklung für 2014 auf. Der gewichtete Durchschnitt ging in Westeuropa um 0,5 % zurück, während in Osteuropa ein leichter Anstieg um 1,1 % verzeichnet wurde. Insgesamt stagnierte die Bautätigkeit je tausend Einwohner in Europa auf dem Niveau des Vorjahres.
Nachdem der Druck auf öffentliche Körperschaften, die Ausgaben zu kürzen, 2013 zu einer Abnahme der Bauleistung für Infrastrukturprojekte geführt hatte, war 2014 eine Trendwende zu beobachten, und die europäischen Ausgaben für Infrastrukturprojekte stiegen um 1,4 % an. Dieser Anstieg war geringfügig stärker als am Jahresanfang prognostiziert (+1,2 %) und basierte auf stark unterschiedlichen regionalen Entwicklungen. Während die für Wienerberger relevanten westeuropäischen Märkte sich mit einem Zuwachs um 0,6 % flach entwickelten und klar unter der Prognose von +1,7 % am Jahresanfang lagen, überraschte die Marktdynamik in Osteuropa positiv. Die im Rahmen des Kohäsionsfonds der Europäischen Union zur Verfügung gestellten Mittel beflügelten die Ausschreibungs- und Investitionstätigkeit und schlugen sich in einem Anstieg um 9,9 % nieder, nachdem am Jahresanfang ein Anstieg um lediglich 4,4 % erwartet worden war. Für 2015 werden eine Fortsetzung des positiven Trends und ein Wachstum der Infrastrukturausgaben in unseren relevanten Märkten um 2,0 % erwartet. Das Teilsegment Wassermanagement, das rund 12 % der Infrastrukturausgaben repräsentiert und das den für unser Rohrgeschäft wichtigen Markt für Frisch- und Abwassersysteme beinhaltet, ging 2014 in unseren Märkten um 1,8 % zurück. Dieser Rückgang ist auf die Entwicklung in Westeuropa zurückzuführen, wo die Bauleistung um 3,8 % sank, während in Osteuropa ein Anstieg um 12,3 % verzeichnet wurde. Für 2015 wird eine Fortsetzung dieser regionalen Entwicklungen prognostiziert und eine insgesamt stabile Marktentwicklung mit einem Zuwachs um 0,4 % erwartet. Das Telekommunikationssegment wies 2014 mit +1,0 % eine leicht steigende Bauleistung in unseren relevanten Märkten auf, während das Segment Energie um 6,9 % zulegen
Baubeginne je tausend Einwohner stagnieren
konnte. Für beide Bereiche wird für 2015 von einem Wachstum in der Höhe von 0,5 % (Telekommunikation) und 4,9 % (Energie) ausgegangen. Die Bauleistung im Hochbau ausschließlich des Wohnbaus stieg 2014 in den für uns relevanten Märkten um 1,2 %. Für 2015 wird ein Zuwachs um 2,5 % erwartet.
Laut U.S. Census Bureau stiegen im Jahr 2014 die Baubeginne in den USA um 8,8 % auf 1,006 Mio. Wohneinheiten. Damit lag die Wohnbautätigkeit zum ersten Mal seit 2008 wieder über der Grenze von einer Million Einheiten. Die Fertigstellungen verzeichneten einen Zuwachs um 15,5 % auf 883.000 Wohneinheiten. Die Baugenehmigungen beliefen sich auf 1,033 Mio. und überstiegen den Vorjahreswert um 4,2 %. Für 2015 erwartet die National Association of Home Builders (NAHB) einen Anstieg der Baubeginne um 15,6 % auf 1,162 Mio. Wohneinheiten. Die absatzgewichteten Wachstumsprognosen für unsere US-amerikanischen Kernmärkte lassen einen Anstieg des Wohnbaus um 9 % erwarten. Der NAHB/Wells Fargo Housing Market Index, der die gegenwärtige Einschätzung von Hausverkäufen durch Bauunternehmer und Entwickler sowie deren Erwartungen für die nächsten sechs Monate widerspiegelt, betrug im Dezember 57 Punkte und präsentierte sich im Vergleich zum Schlussmonat des Vorjahres unverändert. Damit rangiert der Index nach dem witterungsbedingt schwachen Start seit sechs Monaten über der Marke von 50 und zeigt dadurch an, dass die Mehrzahl der Marktteilnehmer den Ausblick positiv einschätzt. Obwohl die US-Notenbank FED das Ende der stark expansiven Geldmarktpolitik einläutete, fiel die Fixverzinsung von Hypothekarkrediten mit 30 Jahren Laufzeit von 4,5 % im Dezember 2013 auf 3,9 % im Dezember 2014, dem niedrigsten Stand seit Mai 2013. Der deutliche Rückgang der Finanzierungskosten wirkte sich laut einem Bericht der Mortgage Bankers Association deutlich positiv auf die Nachfrage nach Hypothekarkrediten, sowohl für Hauskäufe als auch insbesondere für die Refinanzierung bestehender Kredite, aus. Die Verkaufspreise legten gemäß S&P/Case-Shiller 20-City Composite Home Price Index in den 12 Monaten bis einschließlich Dezember 2014 um 4,5 % im Jahresvergleich zu. In Summe unterstreicht die große Zahl positiver Indikatoren zum US-Häusermarkt, dass für 2015 mit einer Fortsetzung des positiven Trends zu rechnen ist.
Quellen: IMF, EZB, US Census Bureau, St. Louis FED, Euroconstruct, ThomsonOne, Freddie Mac Primary Mortgage Market Survey, NAHB, NAHB/Wells Fargo Housing Market Index, Federal Reserve Board, Bureau of Economic Analysis, MBAA, S&P/Case Shiller 20-City Composite Home Price Index
Die Ergebnisse der Wienerberger Gruppe im Jahr 2014 waren von einem in Europa witterungsbedingt frühen Beginn der Bausaison mit nachlassender Dynamik speziell im dritten Quartal und einem starken Ausklang gegen Ende des Jahres geprägt. Die stärksten Zuwächse zeigte der Markt in Großbritannien. Belgien und Polen erzielten leichte Steigerungen, während Märkte wie Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Tschechien und Ungarn zum Teil deutliche Rückgänge der Neubautätigkeit verzeichneten. Das europäische Kunststoffrohrgeschäft verlief mit Ausnahme des Projektgeschäfts, das erst in der zweiten Jahreshälfte anzog, stabil. Die Rückgänge im Projektgeschäft konnten jedoch durch gesteigerte Ergebnisse bei Semmelrock und Steinzeug kompensiert werden. In Nordamerika setzte sich die Erholung des Wohnungsneubaus aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung fort. Dieses Umfeld konnten wir mit gesteigerten Absatzmengen sowie Marktanteilsgewinnen nutzen. Die zu Jahresbeginn erhoffte Preisstabilisierung setzte leider speziell ab der zweiten Jahreshälfte in Nordamerika nicht ein, sodass wir auf Jahresbasis leicht niedrigere Durchschnittspreise akzeptieren mussten. Unser nordamerikanisches Kunststoffrohrgeschäft verlief in 2014 stabil auf hohem Niveau. Mit 1. Juli 2014 erhöhte Wienerberger seine 50 % Beteiligung an der Tondach Gleinstätten Gruppe, dem führenden Tondachziegelhersteller in Zentral-Osteuropa, auf 82 % und hält Call Optionen auf die verbleibenden 18 % der Anteile, die 2017 oder 2018 ausgeübt werden können. Die erstmalige Einbeziehung der Tondach Gleinstätten Gruppe trug im Berichtszeitraum mit 87,3 Mio. € zum Umsatz und 15,4 Mio. € zum operativen EBITDA bei.
Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 6% auf 2.834,5 Mio. € erhöht werden, wobei etwas mehr als die Hälfte des Anstiegs auf die erstmalige Einbeziehung von Tondach ab dem zweiten Halbjahr zurückzuführen ist. Der organische Umsatz, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen und Fremdwährungen, stieg um 4% an, wobei die Preise über die gesamte Wienerberger Gruppe im Rahmen der Kosteninflation erhöht werden konnten und die Mengen um 3% zulegten. Die Währungsentwicklung des Euro verringerte den Umsatz insgesamt um 29,4 Mio. €, wobei der größte positive Fremdwährungseffekt aus dem britischen Pfund den negativen Effekten aus dem russischen Rubel, der norwegischen Krone und der tschechischen Krone entgegenstand.
Wienerberger erzielte in der Division Clay Building Materials Europe einen Außenumsatz von 1.550,5 Mio. €, der um 11% über dem Vorjahr lag. Nach einem witterungsbedingt frühen Start der europäischen Bauwirtschaft kühlte sich das Umfeld speziell im dritten Quartal teilweise merklich ab, ehe das vierte Quartal mit einer zufriedenstellenden Entwicklung zu Ende ging. Das operative EBITDA der Division verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 30% auf 222,7 Mio. €. Diese deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung ist einerseits auf die Erstkonsolidierung von Tondach Gleinstätten und andererseits auf die positive operative Entwicklung, allen voran in Großbritannien, aber auch in Belgien und Polen zurückzuführen. Die positiven Umsatztrends in den Niederlanden ab dem vierten Quartal zeigten, dass die Bautätigkeit in diesem Land ihren Tiefpunkt durchschritten haben dürfte. Enttäuschend verlief die Geschäftsentwicklung in Deutschland, was auf die schwächere Nachfrage nach privatem Ein- und Zweifamilienhausbau im Vergleich zum mehrgeschossigen, urbanen Wohnbau zurückzuführen ist.
Stark verbessertes Ergebnis in der Division Clay Building Materials Europe
Stabile Ergebnisentwicklung in der Division Pipes & Pavers Europe
In der Division Pipes & Pavers Europe stieg der Außenumsatz leicht um 1 % auf 1.041,3 Mio. € (Vorjahr: 1.029,5 Mio. €) bei gleichzeitig stabilem operativen EBITDA. Während die Pipelife Gruppe einen Ergebnisrückgang im internationalen Projektgeschäft verbuchen musste und sich einem schwierigen Marktumfeld in den Niederlanden und in Frankreich gegenüber sah, konnte der Bereich Flächenbefestigungen aus Beton trotz des auf niedrigem Niveau verharrenden Marktumfeldes das Ergebnis durch Steigerung der Absatzmenge sowie konsequente Kosteneinsparungen deutlich verbessern. Ebenso gelang Steinzeug-Keramo eine Ergebnisverbesserung aufgrund des Wegfallens von Einmaleffekten im Vergleich zu 2013 und verbesserter Margen trotz leichter Mengenrückgänge.
In der Division North America gewann die Erholung der Bautätigkeit deutlich an Fahrt, von der auch Wienerberger mit gestiegenen Absatzmengen profitieren konnte. Der Außenumsatz in Nordamerika konnte im Jahr 2014 um 5% auf 236,4 Mio. € gesteigert werden. Aufgrund von höheren Anlaufkosten für die Inbetriebnahme von Werken am Jahresbeginn, der Aufnahme zusätzlicher Schichten und dem anhaltenden Preisdruck im Ziegelgeschäft sowie negativen Veränderungen im Produktmix bei Kunststoffrohren ging das operative EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 15% zurück.
| Ertragsentwicklung | 2013 | Verkäufe 1) | Käufe 1) | F/X 2) | Organisch | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Umsatz | 2.662,9 | 0,0 | 87,3 | -29,4 | 113,6 | 2.834,5 |
| Herstellkosten | -1.887,4 | 0,0 | -60,7 | 22,8 | -58,5 | -1.983,8 |
| Vertriebskosten | -522,9 | 0,0 | -16,0 | 2,0 | -11,2 | -548,1 |
| Verwaltungskosten | -161,4 | 0,0 | -5,6 | 1,5 | -5,7 | -171,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und |
||||||
| Erträge | -36,1 | -0,3 | 0,6 | 0,7 | 3,2 | -31,3 |
| EBITDA operativ | 266,5 | 0,1 | 15,4 | -4,7 | 40,1 | 317,2 |
| EBIT operativ | 55,3 | -0,3 | 5,5 | -2,4 | 41,6 | 100,2 |
| Nicht wiederkehrend 3) | 9,4 | 0,0 | 0,0 | 2,2 | -219,2 | -207,6 |
| Finanzergebnis 4) | -67,8 | 0,0 | 19,4 | 0,5 | -2,4 | -50,2 |
| Ergebnis vor Steuern | -3,1 | -0,3 | 24,9 | 0,2 | -179,9 | -157,6 |
| Ergebnis nach Steuern | -7,8 | -0,3 | 25,1 | 0,9 | -188,4 | -170,0 |
1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen
2) Währungseffekte
3) Wertminderungen und Firmenwertabschreibungen sowie Erträge aus der Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe
4) inklusive at-equity Beteiligungsergebnis
Das operative EBITDA der Gruppe lag mit 317,2 Mio. € um 19% über dem Vorjahr, wobei 15,4 Mio. € auf Konsolidierungseffekte aus dem Ergebnisbeitrag von Tondach in der zweiten Jahreshälfte entfielen. Weiters resultierten 4,7 Mio. € negative Wechselkursdifferenzen aus dem russischen Rubel, der norwegischen und der schwedischen Krone, die nur teilweise durch positive Wechselkursveränderungen des britischen Pfund kompensiert wurden. Das operative EBITDA der Wienerberger Gruppe erhöhte sich somit organisch um 15%.
| EBITDA operativ | 2013 | 2014 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Clay Building Materials Europe | 171,3 | 222,7 | +30 |
| Pipes & Pavers Europe | 100,3 | 100,3 | 0 |
| North America | 13,2 | 11,2 | -15 |
| Holding & Others | -18,2 | -17,0 | +7 |
| Wienerberger Gruppe | 266,5 | 317,2 | +19 |
Die Energiekosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund der Übernahme der Tondach Gleinstätten Gruppe um 10,3 Mio. € auf 288,5 Mio. €, wobei diese ohne Konsolidierungskreisänderungen um 4,2 Mio. € unter dem Vorjahr lagen. Der Anteil am Umsatz sank dabei leicht von 10,4 % auf 10,2% gegenüber dem Vorjahr.
| Rentabilitätskennzahlen | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| in % | in % | |
| Bruttoergebnis zu Umsatz | 29,1 | 30,0 |
| Verwaltungskosten zu Umsatz | 6,1 | 6,0 |
| Vertriebskosten zu Umsatz | 19,6 | 19,3 |
| Operative EBITDA-Marge | 10,0 | 11,2 |
| Operative EBIT-Marge | 2,1 | 3,5 |
Die operative EBITDA-Marge verbesserte sich im Jahr 2014 von 10,0% auf 11,2%. Dies erklärt sich einerseits aus Ergebnissteigerungen sowie aus der Übernahme der Tondach Gleinstätten Gruppe, die eine höhere Marge aufweist und deren Ergebnisbeitrag traditionell im zweiten Halbjahr höher als im ersten liegt.
Die laufenden Abschreibungen auf das Sach- und immaterielle Anlagevermögen beliefen sich auf 203,3 Mio. € (Vorjahr: 198,0 Mio. €). Die operative Abschreibungstangente verminderte sich von 7,4% im Jahr 2013 auf 7,2% im Berichtsjahr. Dieser im internationalen Vergleich relativ hohe Wert resultiert vor allem aus der starken Investitionstätigkeit der Vergangenheit und ist ein Indikator für die Anlagenintensität und das technische Potenzial der Wienerberger Gruppe.
Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT operativ) stieg im Jahr 2014 deutlich auf 100,2 Mio. € (Vorjahr: 55,3 Mio. €). Davon sind die Wertminderungen von Vermögenswerten von 207,6 Mio. € in Abzug zu bringen, wodurch das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtsjahr nach Einmaleffekten -107,4 Mio. € (Vorjahr: 64,7 Mio. €) betrug.
Verbesserung der operativen EBITDA-Marge von 10,0 % auf 11,2 %
Laufende Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 203,3 Mio. €
Operatives EBIT stieg von 55,3 Mio. € im Jahr 2013 auf 100,2 Mio. € im Berichtsjahr
Ergebnis vor Ertragsteuern durch Wertberichtigungen belastet
Das Zinsergebnis zeigt leicht niedrigere Finanzierungskosten in Folge der Tilgung einer Anleihe im Juli 2014 und verbesserte sich dadurch von -56,0 Mio. € im Vorjahr auf -52,9 Mio. € im Jahr 2014. Das sonstige Finanzergebnis war mit 5,5 Mio. € positiv, wobei dieses einen positiven Sondereffekt aus der Bewertung des bestehenden 50%-Anteils an Tondach Gleinstätten im Zuge der Erstkonsolidierung in Höhe von 23,3 Mio. € beinhaltet, dem negative Kursdifferenzen von 14,3 Mio. € gegenüberstanden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verschlechterte sich im Jahr 2014 aufgrund der Wertberichtigungen deutlich von -3,1 Mio. € im Vorjahr auf -157,6 Mio. €.
| Gewinn- und Verlustrechnung | 2013 | 2014 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatzerlöse | 2.662,9 | 2.834,5 | +6 |
| Herstellkosten | -1.887,4 | -1.983,8 | -5 |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten 1) | -684,2 | -719,2 | -5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -79,5 | -68,4 | +14 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 43,5 | 37,1 | -15 |
| Operatives Betriebsergebnis (EBIT operativ) | 55,3 | 100,2 | +81 |
| Wertminderungen von Vermögenswerten | 0,0 | -100,7 | <-100 |
| Firmenwertabschreibungen | 0,0 | -106,9 | <-100 |
| Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe | 9,4 | 0,0 | -100 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 64,7 | -107,4 | <-100 |
| Finanzergebnis 2) | -67,8 | -50,2 | +26 |
| Ergebnis vor Steuern | -3,1 | -157,6 | <-100 |
| Ertragsteuern | -4,8 | -12,4 | <-100 |
| Ergebnis nach Steuern | -7,8 | -170,0 | <-100 |
1) inklusive Transportaufwendungen
2) inklusive at-equity Ergebnis
Der Aufwand aus Ertragsteuern stieg in Folge des deutlich höheren operativen Ergebnisses vor Ertragssteuern im Berichtsjahr auf 12,4 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €), was aus der regionalen Ergebnisverteilung mit einem höheren Anteil westeuropäischer Länder, die hohe Nominalsteuersätze aufweisen, resultiert.
Das Ergebnis nach Ertragsteuern verschlechterte sich aufgrund von Einmaleffekten von -7,8 Mio. € im Vorjahr auf -170,0 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie wird nach Abzug des auf Anteile in Fremdbesitz entfallenden Ergebnisses sowie nach Abzug des jährlichen Hybridkupons in Höhe von 32,5 Mio. € errechnet und verschlechterte sich auf Basis der gewichteten Aktienanzahl von 116,0 Mio. Stück (Vorjahr: 115,1 Mio. Stück) auf -1,74 € (Vorjahr: -0,34 €).
Wienerberger führt im Anschluss an die Unternehmensplanung bzw. anlassbezogen aufgrund von "Triggering Events" Werthaltigkeitstests von Vermögenswerten und Firmenwerten durch, die bei negativem Ergebnis zur teilweisen oder vollständigen Abwertung führen können. Eine Abwertung erfolgt immer dann, wenn die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte über deren Nutzungswert (value in use) oder den bei einer Veräußerung erzielbaren Werten (fair value less cost of disposal) liegen. Wienerberger testet dabei das Sachanlagevermögen und das Working Capital auf Landesebene, Firmenwerte werden den nunmehr 15 zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gruppe zugeordnet und auf dieser Ebene getestet.
Die auf Basis der Unternehmensplanung für den Zeitraum 2015-2018 durchgeführten Werthaltigkeitstests führten in einigen Ländern zu Wertberichtigungen von Anlagen und Liegenschaften sowie in einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zur Abwertung von Firmenwerten. Die Auslöser dieser Abschreibungen waren die negative Entwicklung auf Märkten wie Deutschland und Italien, eine erwartete langsamere Erholung des Preisgefüges am nordamerikanischen Markt sowie darüber hinaus auch die politische Krise im Zuge des Russland-Ukraine Konflikts und die damit zusammenhängende Veränderung der Rahmenbedingungen und Inputfaktoren der Werthaltigkeitstests. Wertminderungen in Höhe von 100,7 Mio. € betrafen dabei vor allem Anlagen und Liegenschaften in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Deutschland, Italien, Indien, Estland, Russland und Nordamerika. Eine mögliche positive Veränderung der Rahmenbedingungen könnte in der Zukunft wieder zu Zuschreibungen dieser Anlagenwerte führen. Darüber hinaus wurden Firmenwertabschreibungen von 106,9 Mio. € in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Italien, Indien sowie Nordamerika vorgenommen. Die restlichen Wertminderungen des immateriellen Anlagevermögens betrafen primär den Kundenstock von Pipelife Frankreich.
Die Werthaltigkeitstests wurden für die Wienerberger Gruppe mit einem Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 7,20% ermittelt, wobei für die Vereinigten Staaten (7,16%), Großbritannien (7,78%), Indien (13,19%), Norwegen (6,80%), Schweden (6,35%), Polen (8,75%), Russland (14,99%) sowie für die Türkei (13,46%) abweichende regionale Kapitalkostensätze Verwendung fanden.
Werthaltigkeitstests zu Jahresende ergaben einen Abwertungsbedarf in Höhe von 207,6 Mio. €
Die Bilanzsumme von 3.913,4 Mio. € liegt 7 % unter dem Vorjahr
Im Jahr 2014 verringerte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 7% auf 3.913,4 Mio. €. Der Hauptgrund dafür ist die Verringerung des Eigenkapitals um 207,3 Mio. € sowie die Reduktion der Finanzverbindlichkeiten um 168,4 Mio. €. Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur von Wienerberger durch eine hohe Anlagenintensität und langfristige Finanzierungen gekennzeichnet.
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen war mit 64% (Vorjahr: 62%) leicht über dem Vorjahresniveau, wobei das Capital Employed mit Ende 2014 zu 62% (Vorjahr: 60%) aus Sachanlagen bestand. Der Vorratsbestand erhöhte sich im Jahr 2014 vor allem durch die Tondach Übernahme von 666,0 Mio. € im Vorjahr auf 701,4 Mio. €. Das Working Capital (Vorräte + Nettokundenforderungen - Lieferverbindlichkeiten) erhöhte sich im Jahr 2014 leicht auf 565,0 Mio. € (Vorjahr: 541,9 Mio. €), was aber dennoch einem Anteil am Umsatz von rund 20% (Vorjahr: 20%) und somit dem angestrebten Zielwert entsprach. Wienerberger verfügte Ende 2014 über Zahlungsmittel sowie Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 337,1 Mio. € (Vorjahr: 588,1 Mio. €). Diese starke Liquiditätsreserve wird im Rahmen einer proaktiven Finanzierungsstrategie zur Tilgung einer im August 2015 fälligen Anleihe und zur Finanzierung des saisonalen Working-Capital-Bedarfs vorgehalten.
Das Konzerneigenkapital verringerte sich im Jahr 2014 um 9% auf 2.046,8 Mio. € (Vorjahr: 2.254,2 Mio. €). Hauptgründe dafür waren das infolge der Wertminderungen und Firmenwertabschreibungen negative Ergebnis nach Ertragssteuern von 170,0 Mio. € sowie die Auszahlung des Hybridkupons von 44,1 Mio. € und der Dividende von 13,8 Mio. €. Im sonstigen Gesamtergebnis wurden darüber hinaus Veränderungen der Währungsumrechnung und Hedgingreserven von 4,1 Mio. € sowie versicherungsmathematische Verluste im Zusammenhang mit leistungsorientierten Pensionsplänen und Abfertigungsvorsorgen in Höhe von 19,3 Mio. € erfasst.
Die passiven latenten Steuern stiegen gegenüber dem Vorjahr auf 112,5 Mio. € (Vorjahr: 104,0 Mio. €). Die Personalrückstellungen erhöhten sich aufgrund des niedrigen Zinsniveaus im Jahr 2014 auf 151,7 Mio. € gegenüber 116,2 Mio. € im Vorjahr. Da keine neuen leistungsorientierten Pensionszusagen abgeschlossen wurden bzw. die bestehenden Zusagen wenn möglich in beitragsorientierte Zusagen umgewandelt werden, kommt es, unabhängig von Parameteränderungen, tendenziell zu einer Verringerung der bilanzierten Pensionsverpflichtungen. Die kurzfristigen Rückstellungen verminderten sich durch den Wegfall von Rückstellungen für Einmaleffekte bei Steinzeug sowie die Erledigung eines Produkthaftungsverfahrens der Pipelife Gruppe im Jahr 2014 auf 41,6 Mio. € (Vorjahr: 57,4 Mio. €). Die gesamten Rückstellungen erhöhten sich somit auf 6% (Vorjahr: 5%) der Bilanzsumme. Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) haben sich infolge der Tondach Übernahme und der Tilgung einer Anleihe im Juli 2014 in Summe um 168,4 Mio. € auf 958,6 Mio. € verringert und enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Anleihezeichnern und sonstigen Dritten von 937,0 Mio. €, Derivate mit negativen Marktwerten von 21,3 Mio. € sowie Konzernverbindlichkeiten von 0,3 Mio. €. Diesen Verbindlichkeiten stehen liquide Mittel und Wertpapiere von 337,1 Mio. € und zugesagte Kreditlinien in Höhe von 400,0 Mio. €, die zum Bilanzstichtag nicht gezogen waren, gegenüber. Von den verzinslichen Verbindlichkeiten (exklusive Konzernverbindlichkeiten) in Höhe von 958,3 Mio. € haben 58% (Vorjahr: 74%) langfristigen und 42% (Vorjahr: 26%) kurzfristigen Charakter.
| Berechnung der Nettoverschuldung 1) | 2014 | Vdg. | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 836,1 | 556,5 | -33 |
| Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 290,7 | 401,7 | +38 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0,0 | 0,1 | >100 |
| - Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung | -27,6 | -20,5 | -26 |
| - Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -63,7 | -41,2 | -35 |
| - Zahlungsmittel | -496,7 | -275,2 | -45 |
| Nettoverschuldung | 538,9 | 621,5 | +15 |
1) exklusive Hybridanleihe, welche gemäß IFRS im Eigenkapital ausgewiesen wird
Die Nettoverschuldung zum 31.12.2014 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 15 % auf 621,5 Mio. €. Die Veränderung erklärt sich durch den deutlich gestiegenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 215,5 Mio. € sowie Einzahlungen aus Anlagenabgängen, vorwiegend nicht betriebsnotwendige Liegenschaften, in Höhe von 24,9 Mio. €. Dem standen Zahlungsmittelabflüsse für Akquisitionen von 12,5 Mio. €, Investitionen von 127,5 Mio. € sowie die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 13,8 Mio. € und des Hybridkupons von 44,1 Mio. €, der aufgrund des teilweisen Umtauschs der Hybridanleihe neben dem jährlichen Kupon von 32,5 Mio. € auch den abgegrenzten Kupon zum Tauschzeitpunkt enthält, gegenüber. Mit Jahresende 2014 entsprach dies einem Verschuldungsgrad von 30,4 % (Vorjahr: 23,9%). Die langfristigen Finanzmittel wie Eigenkapital, langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten deckten das Anlagevermögen zu 118 % (Vorjahr: 129 %). Die Entschuldungsdauer lag am 31. Dezember 2014 bei 1,9 Jahren (Vorjahr: 2,0), die EBITDA-Zinsdeckung bei 5,8 (Vorjahr: 4,8).
Nettoverschuldung erhöht sich auf 621,5 Mio. € zum Jahresende gegenüber 538,9 Mio. € im Jahr zuvor
| Bilanzentwicklung | 2013 | Verkäufe 1) | Käufe 1) | F/X 2) | Organisch | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Sachanlagevermögen | 1.663,3 | 0,8 | 168,4 | -3,7 | -180,9 | 1.646,3 |
| Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte |
842,9 | 0,0 | 18,6 | 14,7 | -123,0 | 753,2 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen | 156,3 | 0,0 | -9,0 | 0,2 | 10,5 | 158,0 |
| Vorräte | 666,0 | 0,0 | 43,2 | -0,8 | -7,0 | 701,4 |
| Sonstiges kurzfristiges Vermögen | 882,8 | 0,3 | 5,4 | -3,8 | -229,6 | 654,5 |
| Bilanzsumme | 4.211,4 | 1,1 | 226,6 | 6,6 | -530,2 | 3.913,4 |
| Eigenkapital 3) | 2.254,2 | 0,0 | 67,5 | 19,3 | -294,2 | 2.046,8 |
| Rückstellungen | 224,5 | 0,0 | 29,5 | 4,5 | -5,0 | 253,5 |
| Verbindlichkeiten | 1.732,7 | 1,1 | 129,7 | -17,2 | -231,0 | 1.613,1 |
1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen
2) Währungseffekte
3) inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridanleihe
Die organische Bilanzsummenverkürzung ist hauptsächlich der Verringerung des Eigenkapitals aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung von Firmen- und Sachwerten sowie der Reduktion von Finanzverbindlichkeiten geschuldet.
| Bilanzkennzahlen | 2013 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Capital Employed | in Mio. € | 2.767,6 | 2.652,2 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 538,9 | 621,5 |
| Eigenkapitalquote | in % | 53,5 | 52,3 |
| Verschuldungsgrad | in % | 23,9 | 30,4 |
| Anlagendeckung | in % | 86,4 | 82,3 |
| Working Capital zu Umsatz | in % | 20,3 | 19,9 |
Die Finanzmärkte waren 2014 unverändert von hoher Investorennachfrage nach attraktiven Anlagemöglichkeiten bei gleichzeitig knappem Angebot geprägt. Diese Marktlage führte zur Einengung von Kreditrisikoaufschlägen und zu einem verstärkten Investoreninteresse nach Anleihen mit längeren Laufzeiten. Vor diesem Hintergrund entschied sich Wienerberger zu einem Umtauschangebot an bestehende Investoren der Hybridanleihe aus 2007. Das Angebot bestand darin, bis zu 300 Mio. € Nominale der bestehenden Hybridanleihe in eine neue Hybridanleihe mit unendlicher Laufzeit und einer Call Option seitens Wienerberger am 9.2.2021 umzutauschen. Der Kupon der ersten drei Jahre wurde dabei auf dem bestehenden Niveau von 6,5 % belassen, für die darauffolgenden vier Jahre beträgt er 5 %. Das Umtauschangebot wurde vom Markt sehr positiv aufgenommen und führte zu einem Umtausch von 272,2 Mio. €, der im Oktober 2014 abgeschlossen wurde. Die Hybridanleihe 2007 wurde somit auf ein Nominale von 227,8 Mio. € reduziert und besteht unverändert fort. Das Gesamtnominale beider Hybridanleihen beträgt weiterhin 500,0 Mio. €.
Im Herbst 2014 refinanzierte Wienerberger im Lichte des starken Kapitalmarktumfelds die 2016 fälligen Hauptliquiditätslinien in Höhe von 350 Mio. €. Die neue syndizierte Kreditlinie der Wienerberger AG wurde mit einer Laufzeit bis 2019 versehen und auf 400 Mio. € aufgestockt, um sowohl der Finanzierung der Pipelife als auch der Tondach Gruppe Rechnung zu tragen. Das Bankenkonsortium wurde auf zehn langjährige Bankpartner gestrafft. Der Kreditvertrag enthält wie bisher Kreditklauseln (Covenants), die die Einhaltung eines Verhältnisses zwischen Nettoverschuldung und operativem EBITDA von maximal 3,5 sowie zwischen operativem EBITDA und Nettozinsergebnis von zumindest 3,75 vorsehen und halbjährlich auf roulierender Basis jeweils zum 30.6. und 31.12. des Jahres getestet werden.
Zum Jahresende lag die Entschuldungsdauer bei 1,9 Jahren und damit weit unterhalb des extern vorgegebenen Schwellenwerts sowie unter dem intern gesetzten Ziel von maximal 2,5 Jahren zum Jahresende. Die Zinsdeckungsquote landete bei 5,8 und somit ebenfalls komfortabel über dem gesetzten Schwellenwert von 3,75.
| Treasury Kennzahlen 1) | 31.12.2013 | 31.12.2014 2) | Schwellenwert |
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung / EBITDA operativ | 2,0 | 1,9 | <3,50 |
| EBITDA operativ / Zinsergebnis 2) | 4,8 | 5,8 | >3,75 |
1) berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA und eines 12-Monats-Zinsergebnisses
2) Pro-forma Berechnung inklusive 12-Monats-EBITDA und Zinsergebnis Tondach Gleinstätten
Erfolgreiches Umtauschangebot für Hybridanleihe 2007
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 13 % verbessert
Auszahlungen für Investitionen durch Tondach Akquisition über dem Vorjahr
Deutlich höherer Free Cashflow von 130,6 Mio. € in Folge besserer operativer Ergebnisse
Die im Juli 2014 übernommenen Gesellschaften der Tondach Gruppe wurden bereits großteils in das Wienerberger Treasury integriert. Die restlichen Gesellschaften werden unter Berücksichtigung regulatorischer Restriktionen in das Treasury aufgenommen.
Zum Stichtag waren 82 % der verzinslichen Verbindlichkeiten fix verzinst. Den verbleibenden 18 % an variabel verzinsten Verbindlichkeiten stehen variabel verzinste Veranlagungen gegenüber, wodurch das Zinsrisiko der Gruppe größtenteils eliminiert wird. 2014 war von zum Teil starken Fremdwährungsschwankungen charakterisiert, die sich in der Wienerberger Bilanz aber primär als Translationsrisiken niederschlagen, da Transaktionsrisiken im Konzern abgesichert werden. Während der Großteil der Finanzierungen in Euro denominiert ist, betrachtet Wienerberger das bilanzielle Währungsrisiko anhand der Nettorisikoposition in den wichtigsten Währungen (USD, CHF, GBP, PLN) und sichert einen Teil des Risikos auf Basis von monatlichen Sensitivitätstests mittels Zins-Währungsswaps ab. Finanzielle Forderungen an Tochterunternehmen des Konzerns in Fremdwährung werden unter Berücksichtigung ökonomischer Restriktionen mittels Zins-Währungsswaps gegen Schwankungen abgesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden Derivatpositionen in kanadischen Dollar, tschechischen Kronen, dänischen Kronen, britischen Pfund, polnischen Zloty, US Dollar und Schweizer Franken.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 215,5 Mio. € gesteigert werden, was in erster Linie auf einen starken Anstieg des Cashflow aus dem Ergebnis zurückzuführen ist.
Der Zahlungsmittelabfluss für Gesamtinvestitionen lag bei 139,9 Mio. € (Vorjahr: 106,7 Mio. €). Darin sind die Auszahlungen für den Erwerb des 50 %-Anteils an Tondach und eine Erweiterung der Werkskapazität bei Pipelife Nordamerika enthalten. Die Investitionen in Erhaltung und Verbesserung der technischen Anlagen lagen mit 127,5 Mio. € um 20 % über dem Vorjahr und sind zum Großteil der Erhöhung der Normalinvestitionen um 15,8 Mio. € geschuldet, die neben der Instandhaltung auch Investitionen in die technologische Weiterentwicklung enthalten. Darüber hinaus wurden in die Erweiterung von Werkskapazitäten 5,6 Mio. € investiert. Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit erhöhten sich die Mittelzuflüsse aus Anlagenverkäufen auf 24,9 Mio. €, wobei 14,3 Mio. € aus dem Programm zur Verwertung nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte stammten. Darüber hinaus wurden kurzfristig veranlagte Mittel aus Wertpapieren in Höhe von 12,0 Mio. € freigesetzt.
Insgesamt erzielte Wienerberger im Jahr 2014 einen Free Cashflow (Zahlungsmittelzufluss aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um den Cashflow aus der Investitionstätigkeit zuzüglich Wachstumsinvestitionen) von 130,6 Mio. € gegenüber 92,9 Mio. € in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Dieser wurde zur Ausschüttung des Hybridkupons von 44,1 Mio. € und einer Dividende von 13,8 Mio. € sowie zur Rückführung von Verbindlichkeiten verwendet. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasste im Jahr 2014 neben diesen Ausschüttungen Zuflüsse von Dividenden aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 3,4 Mio. €.
| Cashflow Statement | 2013 | 2014 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 164,6 | 225,5 | +37 |
| Veränderung Working Capital und Sonstiges | 26,2 | -10,1 | <-100 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 190,9 | 215,5 | +13 |
| Normalinvestitionen (Instandhaltung und technologische Weiterentwicklung) |
-106,0 | -121,8 | -15 |
| Wachstumsinvestitionen 1) | -0,7 | -18,1 | <-100 |
| Devestitionen und Sonstiges | 8,0 | 36,9 | >100 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -98,7 | -103,0 | -4 |
| Wachstumsinvestitionen 1) | 0,7 | 18,1 | >100 |
| Free Cashflow | 92,9 | 130,6 | +41 |
1) Wachstumsinvestitionen 2014 bereinigt um mit eigenen Aktien bezahlten Kaufpreisanteil von Tondach Gleinstätten in Höhe von 23,2 Mio. €
Die Gesamtinvestitionen betrugen im Berichtsjahr 163,1 Mio. € (Vorjahr: 106,7 Mio. €) und beinhalten neben dem Kaufpreis für Akquisitionen und der Werkserweiterung bei Pipelife USA vorwiegend Normalinvestitionen. Die Abgrenzung von Wachstums- und Normalinvestitionen richtet sich vorwiegend danach, ob durch eine Investition neue Märkte oder Produktsegmente erschlossen oder Kapazitäten erweitert werden. Instandhaltungsinvestitionen, Investitionen für technische Neuerungen oder für Produktionsanlagen für hochwertige Produkte werden unter den Normalinvestitionen ausgewiesen. Im Jahr 2014 fielen Wachstumsinvestitionen in Höhe von 41,3 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) für den Erwerb der 50 % an Tondach Gleinstätten sowie die Erweiterung der Werkskapazitäten von Pipelife USA an. Auf Normalinvestitionen entfielen im Geschäftsjahr 2014 somit 121,8 Mio. € (Vorjahr: 106,0 Mio. €) oder 60% der laufenden Abschreibungen (Vorjahr: 54%). Von den Gesamtinvestitionen entfielen im Berichtsjahr 67% auf die Division Clay Building Materials Europe, 22% auf Pipes & Pavers Europe, 9% auf North America und 2% auf Holding & Others.
| Entwicklung Anlagevermögen | Immaterielles | Sachanlagen | Finanzanlagen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| 31.12.2013 | 842,9 | 1.741,7 | 25,4 | 2.610,0 |
| Investitionen 1) | 6,2 | 123,7 | 0,0 | 129,9 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 18,6 | 167,6 | -9,3 | 176,9 |
| Abschreibungen | -129,6 | -293,8 | -1,2 | -424,6 |
| Veräußerungen | 0,0 | -13,2 | -3,5 | -16,7 |
| Währungsumrechung und Sonstiges | 15,1 | -3,0 | -1,8 | 10,3 |
| 31.12.2014 | 753,2 | 1.723,0 | 9,6 | 2.485,8 |
1) Zugänge lt. Anlagenspiegel
| Gesamtinvestitionen 1) | 2013 | 2014 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Clay Building Materials Europe | 61,7 | 110,0 | +78 |
| Pipes & Pavers Europe | 34,9 | 35,5 | +2 |
| North America | 7,3 | 14,1 | +93 |
| Holding & Others | 2,8 | 3,6 | +28 |
| Wienerberger Gruppe | 106,7 | 163,1 | +53 |
1) Zugänge zu Sachanlagevermögen, immateriellem Vermögen und Finanzanlagevermögen inklusive Working Capital und Konsolidierungskreisänderungen bzw. Normalinvestitionen plus Wachstumsinvestitionen
Für die interne strategische Unternehmenssteuerung werden cash-orientierte Vorsteuerrentabilitäten auf allen Unternehmensebenen ermittelt, die sowohl die Wertschaffung einzelner Unternehmenseinheiten als auch der gesamten Gruppe abbilden. Wichtige Kennzahlen sind der Cashflow Return on Investment (CFROI = EBITDA / durchschnittliches historisches Capital Employed zu Anschaffungskosten) und der Cash Value Added (CVA). Das CFROI-Modell ermöglicht es, Unternehmensbereiche unabhängig von der Altersstruktur der Werke zu vergleichen. Als nachhaltiges Mindestrentabilitätsziel wurde für alle Unternehmensbereiche ein CFROI, bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, von zumindest 11,5% (= Hurdle Rate) festgelegt. Für die Berechnung des CVA wird der jeweilige Bereichs-CFROI dieser Hurdle Rate gegenübergestellt und mit dem durchschnittlichen historischen Capital Employed (CE) multipliziert. Der CVA zeigt die absolute, operative, zahlungswirksame Wertschaffung der Unternehmensbereiche.
| Berechnung des Konzern-CFROI | 2013 | 2014 1) | |
|---|---|---|---|
| EBITDA operativ | in Mio. € | 266,5 | 324,7 |
| Durchschnittliches Capital Employed | in Mio. € | 2.849,5 | 2.796,4 |
| Durchschnittliche kumulierte Abschreibungen | in Mio. € | 2.388,0 | 2.607,5 |
| Durchschnittliches historisches Capital Employed | in Mio. € | 5.237,5 | 5.403,9 |
| CFROI | in % | 5,1 | 6,0 |
1) 2014 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis
| CFROI 2014 nach Divisionen 1) | EBITDA operativ | durchschnittl. hist. CE |
CFROI | CVA |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | in Mio. € | |
| Clay Building Materials Europe | 230,2 | 3.896,0 | 5,9 | -217,9 |
| Pipes & Pavers Europe | 100,3 | 729,1 | 13,8 | 16,5 |
| North America | 11,2 | 713,2 | 1,6 | -70,8 |
| Holding & Others | -17,0 | 65,6 | -26,0 | -24,6 |
| Wienerberger Gruppe | 324,7 | 5.403,9 | 6,0 | -296,8 |
1) berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis
Wichtige Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung sind der CFROI und der CVA
Der CFROI verbesserte sich im Jahr 2014 auf einen Wert von 6,0% (Vorjahr: 5,1%) und lag somit noch deutlich hinter der Konzernzielgröße von 11,5% zurück.
Auf Konzernebene wird zusätzlich zum CFROI der Return on Capital Employed (ROCE) berechnet. Wir setzen dabei den Net Operating Profit After Tax (NOPAT) zum gesamten im Konzern durchschnittlich eingesetzten verzinslichen Kapital (Capital Employed) in Beziehung. Daraus ist ersichtlich, in welchem Umfang Wienerberger den Verzinsungsanspruch ihrer Kapitalgeber erfüllt. Die durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns nach Steuern werden aus den Mindestrenditen abgeleitet, die Anleger für das investierte Eigen- und Fremdkapital erwarten. Diese Kapitalkosten (WACC) ergeben sich aus den Fremdfinanzierungskosten und einer Risikoprämie für die Anlage in Aktien. Der WACC nach Steuern wurde im Berichtsjahr für die Wienerberger Gruppe mit 7,20 % ermittelt.
Im Jahr 2014 wurde der NOPAT von Wienerberger mit 73,9 Mio. € (Vorjahr: 37,0 Mio. €) errechnet. Der ROCE stieg auf 2,6% (Vorjahr: 1,3%), woraus sich im Berichtsjahr ein EVA® von -127,5 Mio. € (Vorjahr: -161,4 Mio. €) ergab.
| Berechnung des Konzern-ROCE | 2013 | 2014 1) | |
|---|---|---|---|
| EBIT operativ | in Mio. € | 55,3 | 100,1 |
| Ertragsteuern | in Mio. € | -4,8 | -13,2 |
| Bereinigte Steuern | in Mio. € | -13,5 | -13,1 |
| NOPAT | in Mio. € | 37,0 | 73,9 |
| Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile | in Mio. € | 2.254,2 | 2.046,8 |
| Finanzverbindlichkeiten und Finanzierungsleasing | in Mio. € | 1.126,8 | 958,3 |
| Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung | in Mio. € | -27,6 | -20,5 |
| Liquide Mittel und Finanzanlagevermögen | in Mio. € | -585,8 | -332,5 |
| Capital Employed am Stichtag | in Mio. € | 2.767,6 | 2.652,2 |
| Durchschnittliches Capital Employed | in Mio. € | 2.849,5 | 2.796,4 |
| ROCE | in % | 1,3 | 2,6 |
| Value Kennzahlen | 2013 | 2014 1) | |
|---|---|---|---|
| ROCE | in % | 1,3 | 2,6 |
| EVA ® 2) | in Mio. € | -161,4 | -127,5 |
| CFROI | in % | 5,1 | 6,0 |
| CVA | in Mio. € | -335,8 | -296,8 |
ROCE von 2,6 % und EVA® von -127,5 Mio. €
1) 2014 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis
2) EVA® ist eine eingetragene Marke von Stern Stewart & Co.
2014 zeigte die Wohnbautätigkeit in Europa eine stabile bis leicht positive Entwicklung mit großen regionalen und saisonalen Unterschieden. Nach dem witterungsbedingt frühen Start in die Bausaison und einem starken ersten Halbjahr kühlte sich die Dynamik im dritten Quartal in einigen Märkten merklich ab, ehe das Berichtsjahr mit einer zufriedenstellenden Entwicklung im vierten Quartal schloss. Dabei zeigte Großbritannien mit zweistelligen Wachstumsraten das stärkste Momentum, während Belgien und Polen leichtes Wachstum verzeichneten. In Deutschland schwächte sich das Marktumfeld über die Sommermonate etwas ab, wodurch sich der Ein- und Zweifamilienwohnbau auf Jahressicht leicht rückläufig entwickelte. Die Niederlande, Frankreich, Italien, Tschechien und Ungarn wiesen zum Teil deutliche Rückgänge der Wohnbautätigkeit auf, wobei sich in den Niederlanden die erwartete Bodenbildung zum Jahresende bestätigte. Insgesamt ist es uns gelungen in allen Produktgruppen den Absatz zu steigern und die Kosteninflation durch eine Verbesserung der Durchschnittspreise zu kompensieren. Dabei konnten wir in Westeuropa auch dank der starken Entwicklung in Großbritannien Preiserhöhungen über der Kosteninflation umsetzen und haben in Osteuropa die sich abflachende Kosteninflation mit leichten Preissteigerungen und einem verbesserten Produktmix ausgeglichen.
| Clay Building Materials Europe | 2013 | 2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 1.402,4 | 1.550,5 | +11 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 171,3 | 222,7 | +30 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 35,0 | 84,5 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 61,7 | 110,0 | +78 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.776,3 | 1.760,8 | -1 |
| Ø Mitarbeiter | 8.323 | 9.253 | +11 |
Neben der starken operativen Entwicklung stellten die mehrheitliche Übernahme der Tondach Gleinstätten Gruppe und der Abschluss des seit Mitte 2012 laufenden Kostensenkungsprogramms Meilensteine im abgelaufenen Geschäftsjahr dar. Anfang Juli 2014 erwarb Wienerberger die verbliebenen 50 % an Tondach Gleinstätten und hält nach Einbeziehung der Banken nun 82 % am führenden Produzenten von Tondachziegeln in Zentral-Osteuropa. Seit der Erstkonsolidierung am 1. Juli 2014 zeigte Tondach die erwartete Ergebnisverbesserung und erwirtschaftete in diesem Zeitraum einen Umsatz von 87,3 Mio. € und ein operatives EBITDA von 15,4 Mio. €. Im dritten Quartal 2014 haben wir unser Kostensenkungsprogramm abgeschlossen, durch das wir seit 2012 insgesamt 50 Mio. € an Fixkosten eingespart haben. Davon entfielen 17 Mio. € auf das Berichtsjahr. Die umgesetzten Maßnahmen betrafen vorwiegend die Hintermauer- und Vormaueraktivitäten in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich, wodurch der Großteil der gruppenweiten Einsparungen das Segment Clay Building Materials Western Europe betraf. Auch nach Abschluss des Programms gehören laufende Optimierungsmaßnahmen zu unserem täglichen Geschäft und werden im Rahmen unseres abgegebenen Bekenntnisses zu Operational Excellence in allen Unternehmensbereichen identifiziert, evaluiert und implementiert. In Summe stiegen der Umsatz der Division Clay Building Materials Europe 2014 um 11 % auf 1.550,5 Mio. € und das operative EBITDA um 30 % auf 222,7 Mio. €.
Stabile bis leicht positive Entwicklung der europäischen Wohnbautätigkeit in 2014
Übernahme von Tondach Gleinstätten und Abschluss des Kostensenkungsprogramms im Jahr 2014
Für das Jahr 2015 gehen wir von einer Fortsetzung der stabilen bis leicht positiven Entwicklung der europäischen Wohnbautätigkeit aus. In Großbritannien und Polen erwarten wir eine Fortsetzung der Wachstumsdynamik. Zudem zeichneten sich in den Niederlanden und Ungarn nach den deutlichen Rückgängen der letzten Jahre eine Trendumkehr und ein Wachstum von schwachem Niveau aus ab. Für Rumänien erwarten wir 2015 einen leichten Anstieg der Baubeginne, und auch Bulgarien sollte nach dem Ende der politischen Unsicherheiten auf den Wachstumspfad zurückfinden. Für Belgien, Tschechien und die Slowakei gehen wir von einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung aus, während wir für unsere deutschsprachigen Märkte einen leichten Rückgang von gutem Niveau aus erwarten. In Frankreich und in Italien ist auch im Jahr 2015 keine Trendumkehr abzusehen und Vorlaufindikatoren deuten auf weitere Rückgänge der Wohnbautätigkeit hin. Angesichts des insgesamt weitgehend stabilen und nur langsam wachsenden Marktumfeldes bleibt auch 2015 unser Fokus auf Maßnahmen zur Optimierung unserer Kostenstruktur und interner Prozesse sowie auf unseren Vertriebsbemühungen, um unsere starke Marktposition zu halten und weiter auszubauen. Unser Ziel ist es, schneller als der Markt zu wachsen und unsere Ertragskraft überproportional zu steigern. Zusammen mit einer Verbesserung der Durchschnittspreise zur Abdeckung der Kosteninflation und dem Konsolidierungsbeitrag von Tondach Gleinstätten in der ersten Jahreshälfte gehen wir von einer deutlichen Verbesserung von Umsatz und Ergebnis im Jahr 2015 aus.
Die Region Westeuropa wies 2014 eine weitgehend stabile Marktentwicklung mit stark unterschiedlichen regionalen Trends auf. Bei Vormauer- und Dachziegeln konnten wir Absatzsteigerungen erwirtschaften, was insbesondere auf das gute Marktumfeld in Großbritannien sowie auf unsere intensiven Vertriebsaktivitäten zurückzuführen war. Der klare Marktrückgang in Italien sowie die über die Sommermonate einsetzende Abkühlung der Wohnbauaktivität für Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland führten zu einem Absatzrückgang bei Hintermauerziegeln. Dank der Verbesserung der Kapazitätsauslastung, einer Preiserhöhung über der Kosteninflation und dem erfolgreichen Abschluss des Kostensenkungsprogramms verzeichneten wir im Segment Clay Building Materials Western Europe eine Umsatzverbesserung um 5 % auf 1.142,0 Mio. € und einen Anstieg des operativen EBITDA um 19 % auf 155,9 Mio. €. Dadurch konnten wir die operative Marge von 12,0 % im Vorjahr auf 13,6 % im Jahr 2014 steigern.
Umsatz und Ergebnisverbesserung für 2015 erwartet
Anstieg der Auslastung, Preiserhöhungen und Abschluss des Optimierungsprogramms im Jahr 2014
| Clay Building Materials Western Europe | 2013 | 2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 1.089,9 | 1.142,0 | +5 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 131,1 | 155,9 | +19 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 34,4 | 64,7 | +88 |
| CFROI | in % | 4,8 | 5,7 | - |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 44,6 | 58,8 | +32 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.357,1 | 1.241,5 | -9 |
| Ø Mitarbeiter | 5.940 | 5.950 | 0 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 2.060 | 1.977 | -4 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 1.262 | 1.332 | +6 |
| Absatz Dachziegel | in Mio. m² | 22,76 | 23,12 | +2 |
Seit der Einführung des "Help to Buy"-Programms im Jahr 2013 zeigt Großbritannien eine starke Wachstumsdynamik, die auch 2014 zu zweistelligen Wachstumsraten im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern führte. In diesem Umfeld ist es uns gelungen, den Absatz signifikant zu steigern und die Durchschnittspreise merklich zu verbessern. Dadurch konnten wir nicht nur die Kosteninflation im Berichtsjahr abdecken, sondern teilweise auch Kostensteigerungen, die in den letzten Jahren nicht vollständig an den Markt weitergegeben wurden, kompensieren. Um der deutlich gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, haben wir die Auslastung gesteigert und Importe aus Belgien und den Niederlanden erhöht. Zusätzlich haben wir in der zweiten Jahreshälfte begonnen, die letzten temporär stillgelegten Kapazitäten anzufahren, und erwarten uns ab 2015 entsprechende Ergebnisbeiträge aus dieser Maßnahme. In Summe haben wir 2014 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert und darüber hinaus in einem zwar stark wachsenden, aber immer noch rund 20 % unter einem nachhaltigen Niveau liegenden Markt bewiesen, dass wir unsere Ertragskraft durch die in den letzten Jahren umgesetzten Kosteneinsparungen wesentlich verbessern konnten.
Belgien verzeichnete im Jahr 2014 ein leichtes Wachstum des Wohnbaumarktes, das wir für Absatzsteigerungen und Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation nutzen konnten. Dabei ist es uns gelungen, nicht nur neue und innovative Lösungen am Markt zu platzieren und unseren Produktmix weiter zu verbessern, sondern auch unsere Marktbearbeitung durch eine umfassende Umstrukturierung des Vertriebs und dessen Arbeitsweise neu aufzustellen. Zusätzlich wirkte sich die verbesserte Auslastung aufgrund der Exporte nach Großbritannien positiv auf die Produktionskosten aus. In Summe konnten wir Umsatz und Ergebnis gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres deutlich steigern.
Deutschland zeigte nach der witterungsbedingt günstigen ersten Jahreshälfte eine merkliche Abkühlung des Wohnbaumarktes über die Sommermonate und einen leichten Rückgang der Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser auf Jahressicht. Diese Dynamik spiegelte sich in leicht rückläufigen Absatzmengen wider, die sinkende Umsätze und Ergebnisse zur Folge hatten. Aus diesem Grund haben wir es uns zum Ziel gesetzt, unseren Schwerpunkt auf innovative und höherwertige Produkte und Systemlösungen noch weiter zu forcieren sowie unsere Vertriebsaktivitäten auszubauen. Damit wollen wir unsere Marktposition im Ein- und Zweifamiliensegment verbessern und vor allem unsere Marktdurchdringung im Mehrfamilienwohnbau erhöhen, um stärker am Wachstum in diesem Segment zu partizipieren.
In Frankreich und den Niederlanden waren signifikante Rückgänge bei Baubeginnen für Ein- und Zweifamilienhäuser zu verzeichnen. Die sich in den Niederlanden in der zweiten Jahreshälfte abzeichnende Stabilisierung in Form steigender Baugenehmigungen wirkte sich 2014 noch nicht entscheidend auf unseren Geschäftsgang aus. Umso erfreulicher war es, dass sich in beiden Ländern die umgesetzten Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur positiv auf die Ertragskraft auswirkten und wir zudem in den Niederlanden von den Exporten nach Großbritannien profitieren konnten.
In Italien lag die Bautätigkeit bei Ein- und Zweifamilienhäusern im Berichtsjahr deutlich unter dem Vorjahresniveau, während sich die Schweiz leicht rückläufig zeigte. Infolgedessen führten Absatzrückgänge und steigender Wettbewerbsdruck in beiden Ländern zu Ergebnisrückgängen.
Für 2015 erwarten wir in der Region Westeuropa eine Stabilisierung bis leichtes Wachstum des Wohnbaumarktes. Für Großbritannien gehen wir von einem weiteren Anstieg der Bautätigkeit und einer Vollauslastung auch nach Inbetriebnahme eingemotteter Kapazitäten im laufenden Geschäftsjahr aus. In Belgien erwarten wir eine leichte Zunahme der Baubeginne und weitere Ergebnisverbesserungen. In den Niederlanden deuteten Vorlaufindikatoren bereits in der zweiten Jahreshälfte 2014 auf eine Verbesserung des Marktumfeldes hin, wodurch wir für 2015 ein moderates Wachstum der Baubeginne von schwachem Niveau aus erwarten. Anhaltende Rückgänge im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zeichnen sich insbesondere für Frankreich und Italien ab. Für die Schweiz und Deutschland gehen wir von leichten Rückgängen von gutem Niveau aus. Interne Maßnahmen zur Optimierung unserer Kostenstrukturen und umfassende Vertriebsanstrengungen werden auch 2015 entscheidend dazu beitragen, unsere Ziele, Umsatz und Ergebnis zu steigern sowie die Kosteninflation durch Preiserhöhungen zu kompensieren, umzusetzen.
Abkühlung der Wohnbautätigkeit bei Einund Zweifamilienhäusern in Deutschland
Rückgange im Wohnungsneubau in Frankreich und den Niederlanden in 2014
Schwieriges Marktumfeld in der Schweiz und in Italien
Umsatz- und Ergebnisanstieg in langsam wachsendem Markt für 2015 erwartet
In der Region Osteuropa konnten wir 2014 in einem stabilen Marktumfeld den Absatz von Hintermauerziegeln steigern und unsere Marktposition in der Region verbessern. Zusätzlich zeigte Tondach Gleinstätten seit der Erstkonsolidierung die erwartete Ergebnisverbesserung und trug 87,3 Mio. € zum Segmentumsatz und 15,4 Mio. € zum operativen EBITDA bei. Insgesamt stieg 2014 der Umsatz im Segment Clay Building Materials Eastern Europe um 31 % auf 408,5 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich um 66 % auf 66,8 Mio. €. Dabei konnten die gestiegene Auslastung, kontinuierliche Prozessverbesserungen und eine leichte Verbesserung der Durchschnittspreise zusammen mit dem Konsolidierungsbeitrag von Tondach Gleinstätten negative Fremdwährungseffekte und die Kosteninflation kompensieren.
| Clay Building Materials Eastern Europe | 2013 | 2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 312,4 | 408,5 | +31 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 40,2 | 66,8 | +66 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 0,7 | 19,7 | >100 |
| CFROI | in % | 3,9 | 6,5 | - |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 17,1 | 51,2 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 419,2 | 519,3 | +24 |
| Ø Mitarbeiter | 2.383 | 3.303 | +39 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 2.738 | 2.915 | +6 |
| Absatz Dachziegel | in Mio. m² | 2,57 | 10,98 | >100 |
Der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern verzeichnete in Polen einen witterungsbedingt starken Start. Obwohl sich die Marktdynamik in der zweiten Jahreshälfte etwas abschwächte, stand auf Jahressicht ein leichtes Wachstum der Baubeginne zu Buche, das sich in Ergebnisverbesserungen niederschlug.
In Tschechien und der Slowakei schwächte sich das Marktumfeld 2014 ab. Dank intensiver Vertriebsaktivitäten und durch Marktanteilsgewinne mit unseren Verfüllziegeln, die seit Jahresbeginn vor Ort produziert werden, konnten wir in Tschechien den Absatz stabil halten und die Durchschnittspreise verbessern. In der Slowakei mussten wir einen Absatzrückgang hinnehmen, wodurch wir nicht an das Vorjahresergebnis anschließen konnten.
Ungarn zeigte auch 2014 einen weiteren Rückgang der Wohnbautätigkeit und historische Tiefststände. Dennoch ist es uns gelungen, uns besser als der Markt zu behaupten und unsere Marktposition bei stabilen Durchschnittspreisen zu stärken. Schlankere Kostenstrukturen und Prozessoptimierungen führten zu Ergebnisverbesserungen im Berichtsjahr.
In Österreich steigerten wir in einem stabilen Marktumfeld Umsatz und Ergebnis deutlich. Dabei profitierten wir von einer verbesserten Marktposition, punktuellen Optimierungsmaßnahmen und unserer 2014 in Betrieb genommenen Produktion von Verfüllziegeln, durch die wir überdurchschnittliche Wachstumsraten mit diesem innovativen Spezialprodukt realisierten. Die Kosteninflation konnten wir durch die Verbesserung des Produktmix hin zu höherwertigen Produkten und die daraus folgende Steigerung der Durchschnittspreise kompensieren.
Rumänien entwickelte sich 2014 wie erwartet leicht positiv, und in Bulgarien fielen die Auswirkungen der politischen Unsicherheit auf die Bautätigkeit geringer aus als angenommen. In beiden Ländern konnten wir den Absatz von Hintermauerziegeln steigern und infolge der höheren Auslastung die Ergebnisse deutlich verbessern.
Russland zeigte im Berichtsjahr eine starke Entwicklung und steigerte mit einem deutlichen Absatzzuwachs Umsatz und Ergebnis. Damit war in den für uns relevanten Wohnbaumärkten Moskau und Kazan noch keine negative Auswirkung der Wirtschaftssanktionen und des Ölpreisverfalls zu spüren.
Tondach Gleinstätten, der führende Anbieter von Tondachziegeln in Osteuropa, wird nach Aufstockung unseres Anteils von 50 % auf 82 % seit 1. Juli 2014 vollkonsolidiert. Tondach zeigte im Berichtsjahr eine positive Entwicklung und erwirtschaftete in einem herausfordernden Marktumfeld Ergebnisbeiträge im Rahmen der Erwartungen.
Für 2015 erwarten wir für die Region Osteuropa ein moderates Wachstum. In Polen gehen wir von einer Fortsetzung der Wachstumsdynamik im Wohnbau von Ein- und Zweifamilienhäusern aus. Während wir auch in Rumänien von weiterem moderaten Wachstum ausgehen, erwarten wir für Ungarn, Bulgarien und Tschechien nach dem herausfordernden Vorjahr eine Trendumkehr, die insbesondere in Ungarn und Bulgarien zu Wachstum von niedrigem Niveau aus führen sollte. In der Slowakei ist von einer stabilen Entwicklung auszugehen, und in Österreich zeichnet sich im Wohnungsneubau eine leichte Abschwächung von gutem Niveau aus ab. In Russland rechnen wir nach dem starken Vorjahresergebnis aufgrund der Währungsabwertung, der Auswirkungen des Ölpreisverfalls und der Wirtschaftssanktionen mit einem deutlichen Rückgang, dessen Ausmaß aus heutiger Sicht nicht zuverlässig eingeschätzt werden kann. Insgesamt erwarten wir für die Region klare Ergebnissteigerungen, die neben dem leichten Marktwachstum und dem Konsolidierungsbeitrag von Tondach Gleinstätten in erster Linie auf internen Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und Kostenoptimierung beruhen.
Umsatz- und Ergebnisverbesserung in stabilem österreichischen Markt
Ergebnisverbesserungen in Rumänien und Bulgarien
Russland zeigt 2014 noch keine Abkühlung des Marktumfelds
Tondach trägt im Berichtsjahr 15,4 Mio. € zum operativen EBITDA bei
Klares Umsatz- und Ergebniswachstum für 2015 erwartet
Stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung in der Division Pipes & Pavers Europe
In der Division Pipes & Pavers Europe kompensierten im Jahr 2014 Ergebnisverbesserungen von Steinzeug-Keramo und Semmelrock einen Ergebnisrückgang bei Pipelife. Dieser Rückgang entfiel wie erwartet vorrangig auf das internationale Projektgeschäft, da im Vergleich zum Rekordjahr 2013 der Auftragseingang deutlich geringer ausfiel. Der Divisions-Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1% auf 1.041,3 Mio. € und das operative EBITDA entwickelte sich mit 100,3 Mio. € stabil. Dadurch erreichte die EBITDA-Marge mit 9,6 % annähernd den Vorjahreswert von 9,7 %.
| Pipes & Pavers Europe | 2013 | 2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 1.029,5 | 1.041,3 | +1 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 100,3 | 100,3 | 0 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 52,1 | 47,8 | -8 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 34,9 | 35,5 | +2 |
| Capital Employed | in Mio. € | 552,6 | 535,5 | -3 |
| Ø Mitarbeiter | 4.047 | 4.136 | +2 |
Pipelife, unser Spezialist für Kunststoffrohrsysteme, nutzte die Verbesserung des Marktumfelds in Osteuropa für eine deutliche Ergebnissteigerung in dieser Region und entwickelte sich in den nordischen Kernmärkten trotz der Abwertung der norwegischen und schwedischen Krone stabil. Zudem haben wir uns insbesondere in Finnland in einem rückläufigen Marktumfeld gut behauptet und Marktanteile gewonnen. In Westeuropa konnte das Ergebnis des Vorjahres nicht wiederholt werden, was vorrangig auf eine geringere Aktivität im internationalen Projektgeschäft und das schwierige Marktumfeld in den Niederlanden und in Frankreich zurückzuführen war. Im internationalen Projektgeschäft, das durch die Abhängigkeit von Großprojekten einer höheren Schwankung in der Geschäftsentwicklung unterliegt, lag das operative EBITDA aufgrund des geringeren Auftragseingangs wie erwartet deutlich unter dem Vorjahresniveau. In den Niederlanden und in Frankreich war die Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand rückläufig und führte zu einem Marktrückgang und erhöhtem Wettbewerbsdruck. Insgesamt erwirtschaftete Pipelife im Jahr 2014 eine stabile Umsatzentwicklung und einen EBITDA-Rückgang.
Steinzeug-Keramo, unser Spezialist für keramische Abwasserrohrsysteme, verzeichnete eine annähernd stabile Mengenentwicklung in den europäischen Kernmärkten, während die Exporte in den Mittleren Osten zurückgingen. Dennoch ist es uns gelungen, die Durchschnittspreise im Rahmen der Kosteninflation zu steigern und den Produktmix durch einen gestiegenen Umsatzanteil von höherwertigen Produkten zu verbessern. Auf Jahressicht erwirtschaftete Steinzeug-Keramo einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses, da im Jahr 2013 angefallene Einmalkosten nicht mehr auf dem Ergebnis lasteten. Semmelrock, unser Spezialist für Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa, verzeichnete nach einem deutlichen Mengenanstieg in der ersten Jahreshälfte eine zufriedenstellende Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte und steigerte auf Jahressicht den Absatz im zweistelligen Bereich. Die daraus folgende Verbesserung der Kapazitätsauslastung und die fortlaufende Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur führten in Verbindung mit einer wesentlichen Erhöhung des Umsatzanteils höherwertiger Produkte zu einem deutlichen Ergebnisanstieg.
Im vierten Quartal verzeichnete die Division Pipes & Pavers Europe einen Umsatzanstieg um 1% auf 239,7 Mio. € und eine Verbesserung des operativen EBITDA um 1% auf 19,8 Mio. €. Semmelrock erwirtschaftete eine weitere moderate Verbesserung von Umsatz und Ergebnis, während Steinzeug-Keramo einen deutlichen Ergebnissprung im Vergleich zum durch Einmalkosten belasteten Ergebnis des Vorjahresquartals auswies. Pipelife konnte die Ergebnisse des Vorjahres nicht wiederholen, was insbesondere auf die rückläufige Ertragssituation in den Niederlanden und in Frankreich zurückzuführen war.
Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir in der Division Pipes & Pavers Europe von einer weitgehend stabilen Marktentwicklung aus. Für Pipelife erwarten wir eine flache Entwicklung der nordischen Märkte auf gutem Niveau und gehen trotz unserer starken operativen Entwicklung von einem leichten Ergebnisrückgang in dieser Region aus, der auf die Abwertung der norwegischen und schwedischen Krone zurückzuführen ist. In Westeuropa gehen wir von einer Entwicklung auf Vorjahresniveau aus. Dabei zeichnet sich in den Niederlanden eine Bodenbildung auf schwachem Niveau ab, während wir in Frankreich eine Fortsetzung der schwierigen Marktsituation erwarten. Zur Verbesserung unserer Ertragssituation in Westeuropa haben wir bereits umfassende Maßnahmen eingeleitet, die vor allem Kosteneinsparungen und die Effizienzsteigerung interner Prozesse betreffen. In Osteuropa sollten sich die positiven Auswirkungen der zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel fortsetzen, weshalb wir davon ausgehen, das gute Ergebnis des Vorjahres in dieser Region zu wiederholen. Im internationalen Projektgeschäft erwarten wir aufgrund von Vertragsabschlüssen am Jahresende 2014 eine deutliche Ergebnisverbesserung auf Jahressicht. Insgesamt erwarten wir für Pipelife eine leichte Verbesserung der Ergebnisse im Jahresvergleich. Für Steinzeug-Keramo gehen wir von einer stabilen Ergebnisentwicklung in den europäischen Kernmärkten und aufgrund von erfolgreichen Vertragsabschlüssen von einer Steigerung der Exporte in den Mittleren Osten aus, die sich in einem moderaten Ergebnisanstieg widerspiegeln sollten. Für Semmelrock erwarten wir ebenfalls einen Ergebnisanstieg, der sich angesichts der weitgehend unveränderten Marktgegebenheiten insbesondere auf die fortlaufende Umsetzung von Maßnahmen zur Kostenoptimierung stützt. Zudem arbeiten wir im Rahmen unserer Positionierung als Premiumanbieter an der weiteren Steigerung des Umsatzanteils hochwertiger Produkte. In Summe erwarten wir für die Division Pipes & Pavers Europe eine leichte Ergebnisverbesserung.
Im Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe sank der Umsatz um 4 % auf 574,3 Mio. € und das operative EBITDA ging um 11 % auf 58,3 Mio. € zurück. Während Steinzeug-Keramo eine deutliche Verbesserung des operativen EBITDA verzeichnete, gingen die Ergebnisse der Pipelife Gruppe in Westeuropa zurück. Dies ist in erster Linie auf das schwache Marktumfeld in den Niederlanden und in Frankreich sowie auf ein geringeres Auftragsvolumen im internationalen Projektgeschäft, das im abgelaufenen Geschäftsjahr das Rekordergebnis aus dem Jahr 2013 wie erwartet nicht halten konnte, zurückzuführen.
In den nordischen Kernmärkten erwirtschafteten wir im Kunststoffrohrgeschäft trotz der Abwertung der lokalen Währungen einen Ergebniszuwachs. Während sich die Infrastrukturausgaben in Norwegen und Schweden stabil auf gutem Niveau entwickelten, haben wir uns in einem rückläufigen Marktumfeld in Finnland gut behauptet und Marktanteile gewonnen. In den Umsatz- und Ergebnisentwicklung im vierten Quartal leicht über Vorjahresniveau
Leichte Ergebnisverbesserung in der Division Pipes & Pavers Europe für 2015 erwartet
Steinzeug-Keramo kann Ergebnisrückgang von Pipelife nicht kompensieren
Umsatz- und Ergebnisrückgang bei Pipelife
Niederlanden und in Frankreich zeigte sich die öffentliche Investitionstätigkeit klar rückläufig, was sich in einem Ergebnisrückgang und einem gestiegenen Wettbewerbsdruck niederschlug. In beiden Märkten haben wir im Jahr 2014 Maßnahmen eingeleitet, um Kosten zu senken, die sich bereits 2015 positiv auf die Ertragskraft auswirken werden. Das internationale Projektgeschäft, das von Westeuropa aus betrieben wird, verzeichnete aufgrund des geringeren Auftragseingangs wie erwartet einen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Im vierten Quartal ist es uns jedoch gelungen, insbesondere im Geschäft mit LLLD Rohren neue Projekte zu gewinnen und die Kapazitäten besser auszulasten. Insgesamt verzeichneten wir im Jahr 2014 einen Umsatz- und Ergebnisrückgang im westeuropäischen Kunststoffrohrgeschäft.
| Pipes & Pavers Western Europe | 2013 | 2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 596,4 | 574,3 | -4 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 65,7 | 58,3 | -11 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 39,7 | 27,5 | -31 |
| CFROI | in % | 19,8 | 16,3 | - |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 30,3 | 22,3 | -26 |
| Capital Employed | in Mio. € | 296,2 | 296,1 | 0 |
| Ø Mitarbeiter | 1.780 | 1.768 | -1 |
Anmerkung: Das Exportgeschäft der Steinzeug-Keramo Gruppe nach Polen wurde in das Segment Pipes & Pavers Western Europe (zuvor: Pipes & Pavers Eastern Europe) umgegliedert; alle Kennzahlen wurden entsprechend angepasst.
Unser Spezialist für keramische Rohrlösungen Steinzeug-Keramo verzeichnete 2014 eine stabile Umsatzentwicklung. Dabei ist es uns gelungen die Durchschnittspreise auf Jahressicht leicht zu verbessern und Preissteigerungen im Rahmen der Kosteninflation durchzusetzen. Der Absatz im europäischen Kerngeschäft erreichte annähernd das Niveau des Vorjahres. Der größte Einzelmarkt Deutschland zeigte eine flache Entwicklung, und Polen, Rumänien und Tschechien verzeichneten deutliche Zuwächse. Demgegenüber ging der Absatz in Belgien, Frankreich und Ungarn aufgrund des schwachen Umfelds für öffentliche Infrastrukturausgaben klar zurück, und in Italien blieben die erhofften Freigaben für in Planung befindliche Großprojekte weiter aus. Zusammen mit einem Rückgang der Verlieferungen im Exportgeschäft in den Mittleren Osten verzeichnete Steinzeug-Keramo einen moderaten Mengenrückgang auf Jahressicht. Das operative Ergebnis zeigte den erwarteten deutlichen Anstieg, da im Jahr 2014 Einmalkosten, die in Zusammenhang mit Strukturanpassungen in der Produktion das Vorjahresergebnis belastet hatten, ausblieben.
Für 2015 erwarten wir im Kunststoffrohrgeschäft eine stabile Entwicklung des Marktumfelds und gehen aufgrund von gewonnenen Ausschreibungen von einer merklichen Belebung im internationalen Projektgeschäft aus. In den Niederlanden und in Frankreich erwarten wir nach Einleitung umfassender Optimierungsmaßnahmen eine deutliche Verbesserung der Ertragssituation. In den nordischen Märkten ist trotz des soliden Marktniveaus und unserer starken operativen Performance von einem leichten Ergebnisrückgang auszugehen, der auf die deutlichen Währungsabwertungen zurückzuführen ist. In Summe erwarten wir für Pipelife eine leichte Ergebnisverbesserung in diesem Berichtssegment. Im Geschäft mit keramischen Rohrlösungen gehen wir für 2015 von einer leichten Mengensteigerung aus und erwarten uns vor allem in Osteuropa und im Exportgeschäft Ergebnisverbesserungen. Neben der weiterhin
stimulierenden Wirkung der europäischen Fördergelder für die öffentliche Investitionstätigkeit in Osteuropa ist aufgrund des erfolgreichen Vertragsabschlusses mit unserem lokalen Partner von einem deutlichen Anstieg der Verlieferungen in den Mittleren Osten in der zweiten Jahreshälfte auszugehen. Für Deutschland erwarten wir eine stabile Entwicklung auf hohem Niveau, während sich in Belgien und Frankreich eine Fortsetzung des schwierigen Marktumfelds abzeichnet. Insgesamt erwarten wir für das Segment Pipes & Pavers Western Europe eine leicht positive Ergebnisentwicklung.
In der Region Osteuropa erwirtschafteten wir sowohl in unserem Kunststoffrohrgeschäft als auch im Geschäft mit Betonflächenbefestigungen eine Verbesserung von Umsatz und Ergebnis. Infolgedessen stiegen der Segmentumsatz um 8% auf 467,0 Mio. € und das operative EBITDA um 22% auf 42,1 Mio. €.
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 2013 | 2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 433,1 | 467,0 | +8 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 34,6 | 42,1 | +22 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 12,4 | 20,2 | +63 |
| CFROI | in % | 9,3 | 11,3 | - |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 4,6 | 13,2 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 256,5 | 239,4 | -7 |
| Ø Mitarbeiter | 2.267 | 2.368 | +4 |
Anmerkung: Das Exportgeschäft der Steinzeug-Keramo Gruppe nach Polen wurde in das Segment Pipes & Pavers Western Europe (zuvor: Pipes & Pavers Eastern Europe) umgegliedert; alle Kennzahlen wurden entsprechend angepasst.
Im Kunststoffrohrgeschäft ist es uns im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, Umsatz und Ergebnis zu steigern und durch ein zweistelliges Mengenwachstum unsere Marktanteile zu erhöhen. Neben der stimulierenden Wirkung von zweckgebundenen Fördermitteln der europäischen Union zeigten die in den letzten Jahren umgesetzten Maßnahmen zur Strukturanpassung die erwarteten positiven Effekte auf die Ertragskraft. Insbesondere profitierte Pipelife von der Belebung in Griechenland, Bulgarien und Ungarn und steigerte den Absatz in diesen Märkten deutlich. Auch in der Türkei konnten wir trotz der Abwertung der türkischen Lira das Ergebnis verbessern. In Österreich, dem größten Einzelmarkt der Region, verzeichnete Pipelife einen Mengenzuwachs von gutem Niveau aus. In Russland konnte Pipelife an das gute Vorjahresergebnis nicht anschließen und die Abwertung des russischen Rubels verstärkte den Ergebnisrückgang. Trotz einer leichten Abkühlung des Marktumfelds in der zweiten Jahreshälfte stiegen in Polen Umsatz und Ergebnis infolge eines deutlichen Mengenanstiegs auf Jahressicht an.
Ergebnisverbesserung bei Betonflächenbefestigungen
Stabile bis leicht positive Ergebnisentwicklung für 2015 erwartet
Semmelrock, unser Spezialist für Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa, erwirtschaftete 2014 einen deutlichen Anstieg von Umsatz und Ergebnis. Nach der witterungsbegünstigten ersten Jahreshälfte zeigte Semmelrock trotz der merklichen Abkühlung des Marktumfelds im dritten Quartal auch in der zweiten Jahreshälfte eine zufriedenstellende Entwicklung. Marktseitig entwickelten sich Polen, Rumänien, Bulgarien sowie die Slowakei am erfreulichsten, während in Tschechien und Slowenien ein Rückgang der Investitionstätigkeit zu beobachten war. In Österreich entwickelte sich die Nachfrage stabil. Auf Jahressicht verzeichnete Semmelrock einen zweistelligen Mengenzuwachs und verbuchte Marktanteilsgewinne im nur leicht wachsenden Marktumfeld der Region. Zusätzlich implementierte Semmelrock auch nach dem Abschluss des Restrukturierungsprogramms laufend Optimierungsmaßnahmen zur Steigerung der Profitabilität, die vorrangig die Bereiche Produktion, Vertrieb und Verwaltung betreffen. Bedeutende Fortschritte erzielte Semmelrock zudem bei der Schärfung der Positionierung als Premiumanbieter und steigerte den Umsatzanteil hochwertiger Produkte im Vergleich zum Vorjahr deutlich.
Für 2015 erwarten wir in Osteuropa eine stabile bis leicht positive Entwicklung des Marktumfelds. In unserem Geschäft mit Betonflächenbefestigungen streben wir einen moderaten Ergebnisanstieg an. Während wir für Polen, dem größten Einzelmarkt der Semmelrock Gruppe, von einer leichten Verbesserung des Marktumfelds und einem deutlichen Ergebniszuwachs ausgehen, erwarten wir für Österreich ein stabiles Umfeld und einen Ergebnisanstieg aufgrund interner Strukturanpassungen zur Verbesserung der Profitabilität. In Rumänien ist von einem anhaltenden Marktwachstum auszugehen, während die sehr guten Vorjahresergebnisse in Ungarn und Bulgarien aus heutiger Sicht nicht gehalten werden können. Insbesondere in Ungarn ist nach dem Ende der Wahlperiode ein Rückgang der Ausschreibungen zu beobachten. Bei Pipelife gehen wir von einer stabilen Ergebnisentwicklung aus. In Polen erwarten wir weiteres Marktwachstum und eine Verbesserung von Umsatz und Ergebnis, während wir für Österreich mit einem leichten Ergebnisrückgang von gutem Niveau aus planen. In den übrigen Märkten der Region zeichnet sich eine weitgehend stabile Entwicklung ab. In diesem Umfeld wollen wir das gute Ergebnis des Vorjahres wiederholen, wobei einzelne Großprojekte die Entwicklung stark beeinflussen können. Insgesamt erwarten wir für das Segment Pipes & Pavers Eastern Europe eine stabile bis leicht positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis.
Als Folge der positiven Konjunkturentwicklung setzte sich die Erholung des amerikanischen Wohnungsneubaus im Berichtsjahr 2014 fort. Wir konnten dieses Marktumfeld nutzen und unsere Absatzmengen bei Vormauerziegeln erhöhen und infolgedessen zusätzliche Marktanteile gewinnen. Die zu Jahresbeginn erhoffte stabile Preisentwicklung erfüllte sich im zweiten Halbjahr nicht. Auf Jahressicht mussten wir aufgrund des Wettbewerbsdrucks leichte Preisrückgänge hinnehmen. In Kanada führte ein allgemein schwieriges Marktumfeld zu rückläufigen Absatzmengen. Zudem war der kanadische Markt von einem höheren Preisdruck durch verstärkten Wettbewerb geprägt. Aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements ist es uns dennoch gelungen, die operativen Margen im nordamerikanischen Ziegelgeschäft stabil zu halten. Insgesamt stiegen die abgesetzten Mengen bei Vormauerziegeln im Jahr 2014 um 11 % gegenüber dem Vorjahr. Unser nordamerikanisches Kunststoffrohrgeschäft war 2014 durch eine stabile Entwicklung der Nachfrage auf hohem Niveau gekennzeichnet. Negative Veränderungen im Produktmix führten jedoch zu einem leichten Rückgang des operativen Ergebnisses.
Der Außenumsatz der Division North America stieg trotz des anhaltenden Preisdrucks in einzelnen regionalen Märkten und trotz des Rückgangs in Kanada um 5 % auf 236,4 Mio. €. Aufgrund höherer Anlaufkosten für die Inbetriebnahme von Werken zu Jahresbeginn, der Aufnahme zusätzlicher Schichten und negativer Veränderungen im Produktmix bei Kunststoffrohren ging das operative EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 15 % zurück.
| North America | 2013 | 2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 224,7 | 236,4 | +5 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 13,2 | 11,2 | -15 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -9,3 | -11,2 | -21 |
| CFROI | in % | 1,9 | 1,6 | - |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 7,3 | 14,1 | +93 |
| Capital Employed | in Mio. € | 426,6 | 352,9 | -17 |
| Ø Mitarbeiter | 1.213 | 1.246 | +3 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 333 | 369 | +11 |
Für das Jahr 2015 geht die National Association of Home Builders (NAHB) von einer weiteren Erhöhung der Baubeginne um 15,6 % auf 1.162.000 Einheiten aus. Auf dieser Einschätzung aufbauend lassen absatzgewichtete Wachstumsprognosen für unsere amerikanischen Kernmärkte einen Anstieg im Wohnbau um 9 % erwarten. In diesem Umfeld gehen wir von einer anhaltenden Markterholung im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern und von einem Anstieg der Nachfrage nach Ziegeln aus. Für unseren kanadischen Markt erwarten wir eine Stabilisierung und eine Fortsetzung des Preisdrucks. Im Bereich Kunststoffrohre gehen wir von einer fortlaufend stabilen Nachfrage für das Jahr 2015 aus und eröffnen unsere neu errichteten Produktionslinien, um der hohen Auslastung im Rohrbereich auch in Zukunft gerecht zu werden. Insgesamt erwarten wir sowohl im Ziegel- als auch im Kunststoffrohrgeschäft eine deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung in Nordamerika.
Die Division Holding & Others umfasst die der Konzernzentrale zuordenbaren Kosten sowie unsere Ziegelaktivitäten in Indien. Wienerberger ist der einzige Anbieter von industriell gefertigten Ziegeln in Indien und ist mit einem Werk im Raum Bangalore tätig, der über eine etablierte Mittelschicht verfügt. Bei einer annähernd stabilen Entwicklung der Absatzmengen führte die Abwertung der indischen Rupie zu einem leichten Umsatzrückgang von 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Das operative EBITDA der Division Holding & Others verbesserte sich hingegen von -18,2 Mio. € im Jahr 2013 auf -17,0 Mio. € in der Berichtsperiode. Hauptverantwortlich für diese leichte Verbesserung waren Ergebnisbeiträge aus Indien sowie aus einem Liegenschaftsverkauf in Österreich.
| Holding & Others | 2013 | 2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 5,6 | 5,4 | -3 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -18,2 | -17,0 | +7 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -22,6 | -20,8 | +8 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 2,8 | 3,6 | +28 |
| Capital Employed | in Mio. € | 12,1 | 3,0 | -75 |
| Ø Mitarbeiter | 204 | 201 | -1 |
Für 2015 gehen wir aufgrund der anhaltenden Wachstumsprognosen in Indien von einer weiterhin hohen Auslastung und einer stabilen Marktentwicklung aus und erwarten trotz negativer Währungsschwankungen leichte Umsatz- und Ergebnissteigerungen.
Im Jahr 2015 erwarten wir ein leichtes Wachstum für den europäischen Wohnbau. In Großbritannien und Polen gehen wir von einem Anstieg der Bautätigkeit aus und die Niederlande, Ungarn und Bulgarien sollten auf den Wachstumspfad zurückkehren. In Zentraleuropa und in Belgien erwarten wir eine insgesamt stabile Entwicklung, während wir in Frankreich und Italien auf weitere Rückgänge eingestellt sind. In Nordamerika setzt sich die Markterholung fort, die jedoch langsamer voranschreitet als erhofft. In der Division Pipes & Pavers Europe gehen wir von einer stabilen bis leicht positiven Marktentwicklung aus.
Trotz des weiterhin schwachen Marktwachstums streben wir für 2015 eine deutliche Ergebnissteigerung und ein operatives Konzern-EBITDA von 350 Mio. € an. In der Division Clay Building Materials Europe gehen wir von moderatem Mengenwachstum aus und haben uns erneut das Ziel gesetzt, die Kosteninflation an den Markt weiterzugeben. Die bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen zur Verbesserung unserer Ertragskraft und die Integration von Tondach Gleinstätten sind entscheidend, um die geplante Ergebnisverbesserung zu realisieren. Im Kunststoffrohrgeschäft gehen wir von einem leichten Wachstum in den europäischen Kernmärkten aus und profitieren von einer Belebung des internationalen Projektgeschäfts. Auch bei Pipelife haben wir ein Maßnahmenpaket in Umsetzung, das insbesondere auf Strukturverbesserungen in Westeuropa abzielt. Semmelrock und Steinzeug-Keramo haben in stabilen Märkten die Weichen für Ergebnisverbesserungen gestellt. Im nordamerikanischen Ziegelgeschäft erwarten wir ein deutliches Mengenwachstum und haben umfassende Optimierungsmaßnahmen für die Verbesserung der Ertragskraft eingeleitet, weshalb wir für das laufende Geschäftsjahr von einer Ergebnissteigerung ausgehen. Gruppenweit wird der Verkauf von Liegenschaften rund 10 Mio. € zum Ergebnis beitragen und für Normalinvestitionen erwarten wir 2015 Mittelabflüsse in der Höhe von 140 Mio. €.
Im Fokus unserer mittelfristigen Zielsetzungen steht weiterhin die Generierung eines starken Cashflow. Dieser soll vorrangig für die Entschuldung, die Finanzierung des organischen Wachstums, Investitionen und wertschaffende Übernahmen genutzt werden. Darüber hinaus schärfen wir unser Bekenntnis zu Dividendenzahlungen. In Abhängigkeit vom erwirtschafteten Free Cashflow, der Liquiditätsplanung und der Umsetzung von Wachstumsprojekten planen wir zukünftig 10 % – 30 % unseres Free Cashflow, nach Berücksichtigung von Zahlungen für den Hybridkupon, an unsere Eigentümer auszuschütten. Den starken Ordnungsrahmen für die Mittelverwendung bildet die Einhaltung einer strengen finanziellen Disziplin, mit dem Ziel, die Entschuldungsdauer zum Jahresende unter 2,5 Jahren zu halten. Im operativen Geschäft streben wir durch den Fokus auf innovative und hochwertige Produkte sowie umfassende Beratungs- und Serviceleistungen organisches Wachstum und den Ausbau unserer Marktpositionen an. Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft wertschaffende Übernahmen prüfen. Dabei liegt der strategische Schwerpunkt auf der Verbreiterung der industriellen Basis und der Steigerung des Umsatzanteils im Renovierungs- und Infrastrukturmarkt.
Am 9.1.2015 hat Wienerberger die Option ausgeübt, die restlichen Anteile an Sandtoft Roof Tiles Limited zu erwerben.
Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Wienerberger Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der Wienerberger AG verbunden.
Leichtes Marktwachstum in Europa Fortsetzung der Erholung in Nordamerika
Deutliche Ergebnissteigerung für 2015 erwartet
Generierung eines starken Cashflow steht weiterhin im Mittelpunkt
Forschung und Entwicklung (F&E) zählt zu den Schwerpunkten der strategischen Planung von Wienerberger und hat einen zentralen Stellenwert im Unternehmen. Zu den Kernaufgaben der F&E zählen die Optimierung von Produktionsprozessen sowie die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten und Systemlösungen in all unseren Anwendungsbereichen – von energieeffizienten Bauvorhaben über umweltschonende Flächenbefestigungen bis hin zu Versorgungs- und Kanalsystemen. Ziel von Wienerberger ist es, durch Kosten- und Technologieführerschaft und Produktinnovationen Marktpositionen zu sichern und weiter auszubauen.
F&E wird bei uns zentral gesteuert, aber großteils dezentral umgesetzt. Wienerberger verfügt über mehrere Forschungszentren in Europa, die auf die verschiedenen Produktgruppen spezialisiert sind. Unsere Spezialisten aus dem Produktmanagement arbeiten sehr eng mit den Marketing- und Vertriebsabteilungen der verschiedenen Bereiche zusammen, um neue Entwicklungen entsprechend auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten. Die länderübergreifende Markteinführung von neuen Produkten wird zentral gesteuert, jedoch werden diese Produkte von unseren Spezialisten vor Ort an die lokalen Gegebenheiten des jeweiligen Marktes angepasst. Erfolgreiche Entwicklungen können auf diese Weise rasch und effizient in der gesamten Gruppe ausgerollt werden. Der F&E Aufwand ist von 11,4 Mio. € im Jahr 2013 auf 17,0 Mio. € in der Berichtsperiode gestiegen, was einem Anteil am Umsatz von 0,6 % entspricht.
Wienerberger arbeitet im Sinne der Nachhaltigkeit laufend an der Verbesserung von Produktionsprozessen. In der energieintensiven keramischen Produktion (Ziegel und keramische Rohre) beschäftigen sich unsere Ingenieure vor allem mit der Reduktion des Energieeinsatzes im Trocknungs- und Brennprozess sowie mit der Optimierung von bautechnischen Eigenschaften im Hinblick auf Brand-, Schall- und Wärmeschutz und Statik, um den stetig steigenden Anforde– rungen im Wohn- und Wirtschafsbau gerecht zu werden. Forschungsschwerpunkte betreffen zudem den schonenden Umgang mit allen Ressourcen in der Produktion und die verantwortungsvolle Rohstoffaufbereitung. Als Vorreiter im Einsatz von Abfallprodukten im Rohstoffmix ist es uns bei bestimmten keramischen Rohren gelungen, bis zu 60 % keramisches Recyclingmaterial in der Produktion einzusetzen. Des Weiteren bestehen unsere Steinzeugrohre ausschließlich aus natürlichen und recyclingfähigen Rohstoffen und erfüllen damit die anspruchsvollen Kriterien der Cradle to Cradle®-Zertifizierung.
Neben der Optimierung der Produktionsprozesse stehen bei bestehenden Produkten im Kunststoffrohrsegment vor allem Einsparungen im Rohstoffverbrauch durch die Reduktion des Produktgewichtes und der erhöhte Einsatz von Recyclingmaterialien im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten. Bei Neuproduktentwicklungen tragen wir neben diesen Kriterien auch den immer höher werdenden technischen Anforderungen an Kunststoffrohren und -fittingen Rechnung und entwickeln Lösungen, die eine schonende, schnelle und einfache Verarbeitbarkeit der Produkte auf der Baustelle ermöglichen. Bei Flächenbefestigungen aus Beton arbeiten wir an der Verbesserung der Rohstoffmischungen sowie an der Optimierung unserer Produktions- und Veredelungsprozesse. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von neuen Oberflächendesigns und innovativen Produktlösungen für eine hochwertige Freiraumgestaltung. Weitere Informationen zu unseren Produktinnovationen entnehmen Sie bitte dem Kapitel Produkte (Seite 42 bis 47).
F&E zählt zu den strategischen Schwerpunkten von Wienerberger
F&E wird zentral gesteuert, aber lokal umgesetzt
Prozessoptimierung im Hinblick auf Nachhaltigkeit bei unseren keramischen Produkten
Laufende Optimierung der Produktions- und Veredelungsprozesse bei Kunststoffrohren und Flächenbefestigungen aus Beton
Im Berichtsjahr wurde das Nachhaltigkeitsmanagement bei Wienerberger auf eine neue Stufe gehoben. Um die bestehenden Prozesse zu optimieren, haben wir im Gesamtunternehmen feste Strukturen für das Nachhaltigkeitsmanagement verankert sowie die Zuständigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit noch detaillierter definiert und in einem Organisationshandbuch festgehalten. Das Organisationshandbuch dient als Vorgabe für Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten in unserem Nachhaltigkeitsmanagement und soll die effiziente Umsetzung der Ziele und Maßnahmen durch die einheitliche Vorgehensweise in der gesamten Gruppe sicherstellen.
Als internationale Koordinationsstelle wurde im Herbst 2014 die Stabstelle Sustainability Management unter der Leitung des Corporate Sustainability Officers (CSO) eingerichtet. Dieser übernimmt die gruppenweite Koordination des Nachhaltigkeitsmanagements und berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Wienerberger AG. Daneben gibt es in jeder Business Unit einen Nachhaltigkeitsbeauftragten, der für die Umsetzung der konzernweit festgelegten Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit verantwortlich ist und der wiederum an den CSO berichtet. Dadurch soll der Verantwortungs- und Einflussbereich bei der Integration unserer Nachhaltigkeitsstrategie in den jeweiligen Business Units verstärkt werden.
Für die Wienerberger Nachhaltigkeitsstrategie und die Festlegung der Ziele, Fristen und Maßnahmen des Nachhaltigkeitsprogrammes ist ein Sustainability Steering Committee (SSC) zuständig, das sich regelmäßig abstimmt und mindestens zwei Mal im Jahr zusammentrifft. Der Vorstandsvorsitzende der Wienerberger AG ist gleichzeitig Vorsitzender des SSC und oberster Verantwortlicher für die Nachhaltigkeitsstrategie. Zu den weiteren Mitgliedern des SSC zählen der CFO der Wienerberger Gruppe, die CEOs der einzelnen Business Units sowie der CSO, der im SSC eine Beratungsfunktion ohne Stimmrecht ausübt. Um die Verbindlichkeit unseres Nachhaltigkeitsprogramms transparent zu machen, werden die Entwicklungen der Wienerberger Gruppe alle zwei Jahre in einem umfassenden Nachhaltigkeitsbericht und dazwischen in einem Nachhaltigkeits-Update auf der Wienerberger Website veröffentlicht.
Der Nachhaltigkeitsbericht der Wienerberger Gruppe stellt unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung auf eine verbindliche Ebene. Er basiert auf dem Standard der internationalen Global Reporting Initiative (GRI) und informiert über den aktuellen Stand sowie zukünftige Maßnahmen in den Bereichen Mitarbeiter, Produktion, Produkte, gesellschaftliche Verantwortung sowie Stakeholder Management. In Vorbereitung der Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß GRI G4 wurde von unabhängigen Experten eine umfassende interne und externe Stakeholder-Befragung durchgeführt und entlang der Wertschöpfungskette eine Wesentlichkeitsanalyse hinsichtlich relevanter Nachhaltigkeitsindikatoren erstellt. Diese stellt die Grundlage für die weitere Entwicklung und Ausrichtung des Wienerberger Nachhaltigkeitsprogramms dar. Die Ergebnisse werden im Nachhaltigkeitsbericht 2014, der im Juni 2015 erscheint, vorgestellt.
Das gruppenweite Datenmanagement wurde durch die Etablierung des Sustainability Group Reporting (SGR), das für die Konsolidierung aller Nachhaltigkeitskennzahlen auf Gruppenebene verantwortlich ist, neu aufgestellt. Diese werden je nach Anforderung des SSC monatlich, quartalsweise oder jährlich von den einzelnen Business Units erhoben, in Quartalsberichten zusammengefasst und dienen dem SSC als Basis für weitere strategische Entscheidungen.
Organisationshandbuch für eine einheitliche Vorgehensweise in der gesamten Gruppe
Neuorganisation des Nachhaltigkeitsmanagements innerhalb der Unternehmensgruppe
Zusammentreffen des SSC mindestens zwei Mal im Jahr
Nachhaltigkeitsbericht als Teil eines kontinuierlichen Prozesses
Zentrales Datenmanagement Wienerberger Aktie mit flacher Kursentwicklung in 2014
ATX Prime geht um 13,5 % zurück
Im Jahr 2014 zeigte die Wienerberger Aktie einen flachen Kursverlauf. Nach einem starken Kurszuwachs von 66,3 % im Vorjahr startete die Aktie das Berichtsjahr 2014 mit einem Kurs von 11,53 €. Die besonders milde Witterung zu Jahresbeginn führte zu einer beinahe durchgängigen Bautätigkeit in unseren europäischen Märkten. Dies spiegelte sich auch auf der Kapitalmarktseite wider, sodass die Wienerberger Aktie ihr Jahreshoch von 13,98 € zu Beginn des zweiten Quartals erreichen konnte. Als Folge der Eintrübung der Aussichten für die Wirtschaftsentwicklungen in unseren Kernmärkten in den Sommermonaten ging die Baustoffaktie zwischenzeitlich zurück und markierte im Oktober ihren Jahrestiefstand von 9,01 €. Nach einer Erholung zu Jahresende ging die Wienerberger Aktie bei 11,45 € und einer Jahresperformance von -0,7 % aus dem Handel. Das schwierige Marktumfeld drückte auch auf das Jahresergebnis des ATX (-15,2 %) und auf die Kursentwicklung von Vergleichsunternehmen, die in einer Gesamtbetrachtung einen Rückgang von 8,2 % hinnehmen mussten.
Im breiter gefassten ATX Prime stieg sowohl der Geldumsatz als auch das Stückvolumen (jeweils in Doppelzählung) im Vergleich zum Vorjahr um 24 % bzw. 27 %. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem größere Kapitalerhöhungen von Unternehmen aus dem Banken-, Industrie- und Telekomsektor. Trotz einer höheren Liquidität im Aktienhandel gab der ATX Prime im Jahr 2014 um 13,5 % nach.
Die Wienerberger Aktie verzeichnete im Berichtsjahr 2014 eine gegenläufige Entwicklung. Sowohl der Geld- als auch der Stückumsatz gingen um 10 % bzw. 24 % (jeweils in Doppelzählung) zurück. Bei einem Umsatz von 76,4 Mio. Stück (in Doppelzählung) wurde das Wienerberger Aktienkapital an der Wiener Börse mit einem Faktor von 0,3 umgeschlagen. Der außerbörsliche Umsatz am Wiener Markt betrug 93,0 Mio. € (in Einfachzählung) gegenüber 113,4 Mio. € im Jahr davor und sank damit um 18 %.
| Kennzahlen je Aktie | 2013 | 2014 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis | in € | -0,34 | -1,74 | <-100 |
| Ergebnis bereinigt | in € | -0,40 | 0,05 | >100 |
| Dividende | in € | 0,12 | 0,15 | +25 |
| Free Cashflow 1) | in € | 0,81 | 1,13 | +39 |
| Eigenkapital 2) | in € | 15,31 | 13,41 | -12 |
| Höchstkurs | in € | 13,21 | 13,98 | +6 |
| Tiefstkurs | in € | 7,13 | 9,01 | +26 |
| Ultimokurs | in € | 11,53 | 11,45 | -1 |
| Höchst KGV | -38,9 | -8,0 | - | |
| Tiefst KGV | -21,0 | -5,2 | - | |
| Ultimo KGV | -33,9 | -6,6 | - | |
| Gewichtete Aktienanzahl 3) | in Tsd. | 115.063 | 116.017 | +1 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 1.354,5 | 1.345,1 | -1 |
| Ø Börseumsatz/Tag 4) | in Mio. € | 4,1 | 3,7 | -10 |
1) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cashflow plus Wachstumsinvestitionen
2) Eigenkapital inklusive nicht beherrschender Anteile, exklusive Hybridkapital
3) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
4) in Doppelzählung
Der Vorstand wird in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung und der bestmöglichen Verwendung der Finanzmittel der 146. o. Hauptversammlung am 22. Mai 2015 vorschlagen, eine Dividende von 15 Eurocent je Aktie auszuschütten, was einer Erhöhung um 25 % im Jahresvergleich entspricht. Darüber hinaus schärft der Vorstand das Bekenntnis zu Dividendenzahlungen und plant zukünftig 10 – 30 % des Free Cashflow, nach Berücksichtigung von Zahlungen für den Hybridkupon, an die Eigentümer auszuschütten.
Die Wienerberger AG notiert mit 117,5 Mio. nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien) im Prime Market der Wiener Börse. Es existieren keine Vorzugs- oder Namensaktien und keine Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "one share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. In den USA wird die Wienerberger AG über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt. Mit einer Börsekapitalisierung von 1.345,1 Mio. € und einer Gewichtung im ATX von 4 % zum Jahresende 2014 zählt Wienerberger zu den größten börsenotierten Unternehmen Österreichs.
Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär, deren Aktien zu 100 % im Streubesitz sind. Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren. Im Rahmen der Meldungspflicht bezüglich bedeutender Beteiligungen gemäß § 91 Börsegesetz haben wir folgende Meldungen erhalten: Seit 19. September 2012 hält Black Creek Investment Management Inc. mit Sitz in Kanada mehr als 5 % der Wienerberger Aktien. Mehr als 4 % der Wienerberger Aktien halten seit 9. April 2014 Marathon Asset Management LLP mit Sitz im Vereinigten Königreich, seit 5. März 2014 First Eagle Investment Management, LLC mit Sitz in den USA und seit 6. Februar 2015 TIAA mit Sitz in den USA. Weitere Meldungen zu Beteiligungen über 4 % liegen nicht vor. Der Bestand eigener Anteile beläuft sich auf 570.289 Stück oder 0,5 % der begebenen Aktien.
Rückkauf eigener Aktien
Change of Control Klauseln in Vorstandsverträgen, Unternehmensanleihen, Krediten und Darlehen
Wienerberger hat eine für international agierende, börsenotierte Unternehmen übliche breit gestreute Aktionärsstruktur. Gemäß der letzten Aktionärsstrukturerhebung im Jänner 2015 kommt die Mehrheit der institutionellen Anleger aus dem angelsächsischen Raum: Nordamerika (44 %) sowie Großbritannien (18 %). Mit knapp 78 % ist die Mehrheit der Wienerberger Aktien im Besitz von institutionellen Anlegern, während rund 18 % von privaten Anlegern gehalten werden. Eine Analyse der unterschiedlichen Anlagestrategien institutioneller Anleger zeigt, dass wertorientierte Investoren mit einem Anteil von knapp 46 % dominieren, gefolgt von GARPund wachstumsorientierten Investoren (24 % bzw. 13 %).
Die in der 140. o. Hauptversammlung 2009 beschlossenen Kapitalmaßnahmen liefen am 13. Mai 2014 aus. Diese betrafen ein genehmigtes Kapital zur Ausgabe neuer Stückaktien und Ermächtigungen zur Begebung von Wandelschuldverschreibungen, zur Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und zur Ausgabe von Genussrechten.
In der 145. o. Hauptversammlung 2014 wurde ein neues genehmigtes Kapital in Höhe von 17,6 Mio. € (15 % des Grundkapitals) durch die Ausgabe von bis zu 17,6 Mio. neuen Stückaktien für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen. Unter besonderen Voraussetzungen kann das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden. Dabei darf die Anzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 5.876.338 nicht überschreiten.
Zudem wurde der Vorstand ermächtigt, im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß eigene Stückaktien während einer Geltungsdauer von 30 Monaten zu erwerben sowie rückgekaufte Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung entweder einzuziehen oder wieder zu verkaufen. Da Wienerberger bereits 0,5 % der begebenen Aktien zurückgekauft hat, verbleiben gemäß derzeit geltender rechtlicher Bestimmungen 9,5 % für einen allfälligen Rückkauf.
Change of Control Klauseln sind in den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zu den Unternehmens- und Hybridanleihen sowie in den syndizierten Krediten und Darlehen enthalten. Weitere Angaben zur Zusammensetzung des Wienerberger Kapitals, zu Aktiengattungen, zu Beschränkungen und Rechten sowie zu Befugnissen der Mitglieder des Vorstands zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf sind im Konzernanhang unter Anmerkung 24 ("Konzerneigenkapital") ab Seite 154 enthalten.
Unsere internationale Geschäftstätigkeit bringt nicht nur Chancen, sondern auch unterschiedliche Risiken mit sich. Um diesen entgegenzuwirken, hat sich unser Risikomanagement das Ziel gesetzt, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist die Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die regelmäßig im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgen. In diesem Zusammenhang wird einmal jährlich die aus der Vorperiode vorliegende Risikoerhebung durch das Top und Senior Management aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse und Bewertung unterzogen. Zu den wesentlichen Risiken zählen: Markt-, Produktions- und Preisrisiken, finanzielle Risiken, Beschaffungsrisiken und rechtliche Risiken. Eine detaillierte Darstellung sämtlicher Risiken des Wienerberger Konzerns findet sich im Risikobericht im Anhang ab Seite 181.
Identifikation und Analyse der 15 größten Risiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses
Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -steuerung sind der Planungsund Controllingprozess, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (IKS). Maßgeblich für die Risikobetrachtung und die Entwicklung von Maßnahmen zur Risikovermeidung und -bewältigung sind die Unterscheidung zwischen wiederkehrenden und externen Risiken und die Berücksichtigung der dezentralen Organisationsstruktur. Bei der Mehrzahl der identifizierten Risiken handelt es sich um Risiken, die im Rahmen etablierter interner Prozesse zur Unternehmenssteuerung erfasst und überwacht werden. Insbesondere werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und von den zuständigen Risikoeignern innerhalb der Business Units im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Spekulationen außerhalb des operativen Geschäfts sind unzulässig. Ergänzend dazu werden Risiken, die unter anderem im Rahmen der Konzernfinanzierung, im IT- oder im Compliance-Bereich anfallen, nicht nur von den Business Units sondern auch teilweise von der Holding zentral gesteuert, überwacht und abgefedert. Eine geringe Zahl der identifizierten Risiken betrifft externe Risiken, die laufend beobachtet und bewertet werden und auf die im Bedarfsfall zeitnah mit der Umsetzung vordefinierter Maßnahmen reagiert wird.
Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen
Umsetzung des IKS erfolgt dezentral, die Überwachung des IKS zentral durch die Interne Revision
Im Rahmen des Risikomanagements kommt dem Internen Kontrollsystem (IKS) der Wienerberger AG eine besondere Rolle zu. Das IKS basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO) und bietet dem Management ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus sämtlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren und zu steuern. Der dezentralen Struktur von Wienerberger entsprechend liegt die Verantwortung für die Implementierung des IKS beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die als Stabsstelle des Gesamtvorstandes geführte Interne Revision übernimmt dabei die Kommunikations- und Überwachungsfunktion.
Das IKS besteht aus systematisch gestalteten Maßnahmen und Prozessen, die sich in folgende Teilbereiche gliedern:
Das IKS umfasst fünf zusammenhängende Teilbereiche
Das Kontrollumfeld als Basis für Standardisierung und Vereinheitlichung
Das Kontrollumfeld des IKS bildet die Basis für konzernweite Standardisierungs- und Vereinheitlichungsprozesse. So legt der Vorstand im Rahmen der Rechnungslegung konzerneinheitliche und verbindliche Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen mittels einer Konzernrichtlinie fest. Die Erfassung der Geschäftsfälle erfolgt mittels standardisierter Prozesse, wobei ein einheitlicher Konzernkontenplan zur Anwendung kommt. Der Wienerberger Konzernabschluss sowie Zwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit den IFRS im Wege eines Fast-Close erstellt. Die Abschlüsse aller Tochterunternehmen werden in einem zweistufigen Verfahren von den Finanz- und Controllingabteilungen der Business Units sowie der Abteilung Corporate Reporting geprüft, konsolidiert und schließlich vom Vorstand der Wienerberger AG zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Im Zuge der Kontrollaktivitäten findet jährlich ein Planungsprozess statt, der als integrierte Planung in einem Bottom-up Verfahren ausgestaltet ist. Gegenstand der Planung ist die Budgetierung von Gewinn- und Verlust, Bilanz und Cashflow des folgenden Geschäftsjahres sowie die Mittelfristplanung über einen Horizont von vier Jahren. Ein wesentliches Element des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der monatliche Vergleich der Ist-Ergebnisse mit den periodisierten Planzahlen. Ergänzend dazu wird drei Mal jährlich von allen Tochterunternehmen eine Hochrechnung auf das erwartete Jahresergebnis vorgenommen. Ein weiteres Kontrollinstrument wurde mit der Einrichtung des ERP Audit Cockpit eingeführt. Dabei handelt es sich um ein konzernintegriertes Softwaretool zur Unterstützung des lokalen Managements bei der Durchführung, Dokumentation und Überwachung von Kontrollmaßnahmen. In diesem Zusammenhang wurden mit externen Wirtschaftsprüfern das ERP Berechtigungskonzept überarbeitet, Berechtigungskonflikte identifiziert sowie behoben und entsprechende Kontrollberichte entwickelt. Eingebettet in das Audit Cockpit dienen diese durch klare Aufgaben- und Verantwortlichkeitsbereiche der Risikominimierung im ERP Kontrollumfeld.
Zur Risikobeurteilung und in Vorbereitung auf die internen Prüfungshandlungen wird gemeinsam mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat ein unter Risikogesichtspunkten abgestimmter Revisionsplan jährlich entwickelt. Darauf aufbauend prüft die Interne Revision in regelmäßigen Abständen von mindestens drei Jahren jede Konzerngesellschaft auf die Einhaltung des IKS sowie operative Prozesse auf Risikoneigung und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten. Zudem überwacht die Interne Revision die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien und ist somit zentrales Überwachungsorgan des Internen Kontrollsystems. Des Weiteren führt die Interne Revision auf Veranlassung des Managements Ad-hoc-Prüfungen durch.
Anschließend werden die Ergebnisse sowie die sich daraus ableitenden Empfehlungen und Maßnahmen in einem Prüfbericht erfasst und dem lokalen Management, dem CFO der Business Unit, dem Konzern CFO und dem Abschlussprüfer übermittelt. Im Rahmen der sonstigen Informations- und Kommunikationspflichten des IKS berichten die Interne Revision und das Corporate Reporting regelmäßig dem Prüfungsausschuss über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen von IFRS-Neuerungen auf den Konzernabschluss, wesentliche Änderungen im Rechnungslegungsprozess und über Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird dieser regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen, relevante Umsetzungsaktivitäten sowie Verbesserungsmaßnahmen für im IKS identifizierte Schwachstellen informiert.
Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität des Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer 2014 kontrolliert und bestätigt. Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers bei der Jahresabschlussprüfung.
Wesentliches Element des IKS ist ein jährlicher Planungsprozess
Prozessorientierte Revision in regelmäßigen Abständen
Das IKS als Informationsund Kommunikationsinstrument
Funktionsfähigkeit des Risikomanagements geprüft und durch KPMG bestätigt
Konzernabschluss
| 118 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | |
|---|---|
| 119 Konzern-Gesamtergebnisrechnung | |
| 120 Konzern-Cashflow Statement | |
| 121 Konzernbilanz | |
| 122 Entwicklung des Konzerneigenkapitals | |
| 124 Konzernanhang | |
| 124 Allgemeine Erläuterungen | |
| 124 Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses (1) 124 Einbezogene Unternehmen (2) 126 Erwerbe und Veräußerungen (3) 128 Konsolidierungsmethoden (4) |
|
| 129 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (5) 129 Annahmen und Schätzungen (6) 130 Auswirkungen neuer und geänderter Standards (7) |
|
| 131 Geschäftssegmente (8) | |
| 134 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 134 Materialaufwand (9) 134 Abschreibungen und Wertminderungen von Anlagen (10) 135 Personalaufwand (11) 135 Mitarbeiter (12) 136 Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) 136 Sonstige betriebliche Erträge (14) 137 Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren (15) 138 Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis (16) 139 Ertragsteuern (17) |
|
| 140 Ergebnis je Aktie, Vorschlag für die Ergebnisverwendung (18) | |
| 141 Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung | |
| 142 Erläuterungen zum Konzern-Cashflow Statement 142 Cashflow aus Investitionstätigkeit (19) |
|
| 143 Erläuterungen zur Konzernbilanz 143 Anlagevermögen (20) 152 Vorräte (21) 152 Forderungen, Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte (22) 154 Sonstige Forderungen (23) 154 Konzerneigenkapital (24) 156 Rückstellungen (25) 157 Leistungen an Arbeitnehmer (26) 162 Latente Steuern (27) 163 Verbindlichkeiten (28) 166 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse (29) 166 Finanzinstrumente (30) 169 Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting (31) 171 Angaben zu Finanzinstrumenten (32) |
|
| 174 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 180 Währungsumrechnung (33) |
|
| 181 Risikobericht | |
| 188 Sonstige Angaben | 188 Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (34) 189 Anteilsbasierte Vergütung (35) 189 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (36) |
| 190 Erklärung des Vorstands | |
| 191 Konzernunternehmen | |
| 195 Bestätigungsvermerk |
| Anmerkung | 2014 in TEUR |
2013 in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.834.472 | 2.662.943 | |
| (9-11, 13-15) | Herstellkosten | -1.983.753 | -1.887.362 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 850.719 | 775.581 | |
| (9-11, 13-15) | Vertriebskosten | -548.063 | -522.881 |
| (9-11, 13-15) | Verwaltungskosten | -171.132 | -161.355 |
| (14, 15) | Sonstige betriebliche Erträge: | ||
| Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe | 0 | 9.387 | |
| Übrige | 37.071 | 43.484 | |
| (10, 13, 15) | Sonstige betriebliche Aufwendungen: | ||
| (10) | Wertminderungen von Vermögenswerten | -100.685 | 0 |
| (10) | Firmenwertabschreibungen | -106.924 | 0 |
| Übrige | -68.352 | -79.548 | |
| Betriebsergebnis | -107.366 | 64.668 | |
| (2) | Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -2.760 | -2.553 |
| (16) | Zinsertrag | 8.118 | 7.817 |
| (16) | Zinsaufwand | -61.060 | -63.810 |
| (16) | Sonstiges Finanzergebnis | 5.465 | -9.207 |
| Finanzergebnis | -50.237 | -67.753 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -157.603 | -3.085 | |
| (17) | Ertragsteuern | -12.370 | -4.750 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -169.973 | -7.835 | |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -462 | -1.399 | |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 32.500 | 32.500 | |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | -202.011 | -38.936 | |
| (18) | Ergebnis je Aktie (in EUR) | -1,74 | -0,34 |
| (18) | Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -1,74 | -0,34 |
| Anmerkung | 2014 in TEUR |
2013 in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -169.973 | -7.835 | |
| (24, 33) | Währungsumrechnung | 19.310 | -68.992 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -38 | -2.257 | |
| (22, 24) | Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | 606 | 164 |
| (24) | Veränderung Hedging Rücklage | -15.215 | 10.319 |
| Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 4.663 | -60.766 | |
| (24, 26) | Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -19.319 | 5.999 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von assoziierten Unternehmen und | |||
| Gemeinschaftsunternehmen | -22 | -608 | |
| Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -19.341 | 5.391 | |
| Sonstiges Gesamtergebnis | -14.678 | -55.375 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -184.651 | -63.210 | |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -685 | -1.485 | |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 32.500 | 32.500 | |
| davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft | -216.466 | -94.225 |
| Anmerkung | 2014 in TEUR |
2013 in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -157.603 | -3.085 | |
| (10) | Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 203.324 | 197.961 |
| (10) | Firmenwertabschreibungen | 106.924 | 0 |
| (10) | Wertminderungen von Vermögenswerten | 132.886 | 13.368 |
| (25-27) | Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern | -10.560 | -24.138 |
| (2) | Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 2.760 | 2.553 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -34.987 | -15.861 | |
| (16) | Zinsergebnis | 52.942 | 55.993 |
| Gezahlte Zinsen | -60.110 | -53.465 | |
| Erhaltene Zinsen | 5.848 | 7.105 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -15.894 | -15.784 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 225.530 | 164.647 | |
| Veränderungen Vorräte | -6.248 | 34.899 | |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -4.578 | -4.301 | |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.051 | 15.185 | |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | -12.522 | -17.015 | |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | 3.240 | -2.519 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 215.473 | 190.896 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 24.863 | 19.930 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -127.459 | -106.619 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -4 | -103 | |
| Veränderungen Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 12.003 | -11.900 | |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -12.476 | 0 | |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 50 | 0 | |
| (19) | Cashflow aus Investitionstätigkeit | -103.023 | -98.692 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 4.062 | 237.315 | |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | -278.573 | -30.316 | |
| (24) | Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -13.808 | -13.808 |
| (24) | Gezahlter Hybridkupon | -44.085 | -32.500 |
| Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen | -2.852 | 0 | |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und | |||
| Gemeinschaftsunternehmen | 3.401 | 3.169 | |
| (24) | Veränderung Hybridkapital Wienerberger AG | -2.336 | 0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -334.191 | 163.860 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -221.741 | 256.064 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | 246 | -1.662 | |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 496.690 | 242.288 | |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 275.195 | 496.690 |
| Anmerkung | 31.12.2014 in TEUR |
31.12.2013 in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| (20) | Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte | 753.184 | 842.897 |
| (20) | Sachanlagen | 1.646.275 | 1.663.283 |
| (20) | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 76.683 | 78.377 |
| (20) | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 8.925 | 24.454 |
| (20, 23) | Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen | 12.257 | 6.869 |
| (27) | Latente Steuern | 60.163 | 46.633 |
| Langfristiges Vermögen | 2.557.487 | 2.662.513 | |
| (21) | Vorräte | 701.398 | 666.026 |
| (22) | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 221.070 | 203.467 |
| (23) | Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 14.331 | 17.920 |
| (23) | Sonstige kurzfristige Forderungen | 81.959 | 73.295 |
| (22, 31) | Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 61.910 | 91.449 |
| (19) | Zahlungsmittel | 275.195 | 496.690 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.355.863 | 1.548.847 | |
| Summe Aktiva | 3.913.350 | 4.211.360 | |
| Passiva | |||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 | |
| Kapitalrücklagen | 1.086.025 | 1.083.973 | |
| Hybridkapital | 490.560 | 492.896 | |
| Gewinnrücklagen | 575.850 | 803.254 | |
| Übrige Rücklagen | -235.526 | -221.071 | |
| Eigene Anteile | -4.862 | -24.324 | |
| Beherrschende Anteile | 2.029.574 | 2.252.255 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 17.256 | 1.911 | |
| (24) | Eigenkapital | 2.046.830 | 2.254.166 |
| (27) | Latente Steuern | 112.453 | 103.980 |
| (26) | Personalrückstellungen | 151.670 | 116.172 |
| (25) | Sonstige langfristige Rückstellungen | 60.285 | 50.899 |
| (28, 30) | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 556.521 | 836.121 |
| (28) | Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 3.742 | 8.237 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 884.671 | 1.115.409 | |
| (25) | Kurzfristige Rückstellungen | 41.561 | 57.396 |
| (28) | Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern | 8.184 | 12.359 |
| (28, 30, 31) | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 402.085 | 290.897 |
| (28) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 285.844 | 268.334 |
| (28) | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 244.175 | 212.799 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 981.849 | 841.785 | |
| Summe Passiva | 3.913.350 | 4.211.360 |
| Anmerkung | in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2012 | 117.527 | 1.083.973 | 492.896 | 855.998 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -6.436 | ||||
| (24, 33) | Währungsumrechnung | ||||
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
|||||
| Veränderung Hedging Rücklage | |||||
| Veränderung übrige Rücklagen | |||||
| Gesamtergebnis | -6.436 | ||||
| (24) | Dividendenauszahlungen und Hybridkupon | -46.308 | |||
| Stand 31.12.2013 | 117.527 | 1.083.973 | 492.896 | 803.254 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -169.511 | ||||
| (24, 33) | Währungsumrechnung | ||||
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
|||||
| Veränderung Hedging Rücklage | |||||
| Veränderung übrige Rücklagen | |||||
| Gesamtergebnis | -169.511 | ||||
| (24) | Dividendenauszahlungen und Hybridkupon | -57.893 | |||
| (24) | Veränderung Hybridkapital | -2.336 | |||
| (24) | Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | -1.676 | |||
| (24) | Veränderung eigener Anteile | 3.728 | |||
| Stand 31.12.2014 | 117.527 | 1.086.025 | 490.560 | 575.850 |
1) AfS (available-for-sale) bezeichnet zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
| Übrige Rücklagen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungs mathematische Gewinne/Verluste |
AfS Rücklage 1) |
Hedging Rücklage |
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung |
Eigene Anteile |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
| -51.734 | 1.135 | 47.896 | -163.079 | -24.324 | 2.360.288 | 3.396 | 2.363.684 |
| -6.436 | -1.399 | -7.835 | |||||
| -68.972 | -68.972 | -20 | -68.992 | ||||
| -2.257 | -2.257 | -2.257 | |||||
| 10.319 | 10.319 | 10.319 | |||||
| 5.457 | 164 | 5.621 | -66 | 5.555 | |||
| 5.457 | 164 | 10.319 | -71.229 | -61.725 | -1.485 | -63.210 | |
| -46.308 | -46.308 | ||||||
| -46.277 | 1.299 | 58.215 | -234.308 | -24.324 | 2.252.255 | 1.911 | 2.254.166 |
| -169.511 | -462 | -169.973 | |||||
| 19.413 | 19.413 | -103 | 19.310 | ||||
| -38 | -38 | -38 | |||||
| -15.215 | -15.215 | -15.215 | |||||
| -19.221 | 606 | -18.615 | -120 | -18.735 | |||
| -19.221 | 606 | -15.215 | 19.375 | -183.966 | -685 | -184.651 | |
| -57.893 | -57.893 | ||||||
| -2.336 | -2.336 | ||||||
| -1.676 | 16.030 | 14.354 | |||||
| 19.462 | 23.190 | 23.190 | |||||
| -65.498 | 1.905 | 43.000 | -214.933 | -4.862 | 2.029.574 | 17.256 | 2.046.830 |
Die Wienerberger AG mit Sitz in Wien ist Muttergesellschaft eines international tätigen Baustoffkonzerns, dessen Geschäftsaktivitäten nach Maßgabe der Verantwortungsbereiche im Management in sechs Segmente eingeteilt sind: Clay Building Materials Eastern Europe, Clay Building Materials Western Europe, Pipes & Pavers Eastern Europe, Pipes & Pavers Western Europe, North America sowie Holding & Others. Die Adresse der Wienerberger AG lautet Wienerbergstraße 11, 1100 Wien, Österreich.
Der Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRSs) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2014 vom IASB verlautbarten International Financial Reporting Standards, für die eine Anwendung verpflichtend ist, wurden von Wienerberger angewendet. Die einbezogenen Abschlüsse aller wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards geprüft. Der konsolidierte Konzernabschluss wurde vom Vorstand der Wienerberger AG am 25. Februar 2015 zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Jahresabschluss wurde prinzipiell auf der Grundlage fortgeführter Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Stichtag aufgestellt. Eine Ausnahme davon bilden zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Derivate) und zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente, deren Bilanzierung zu beizulegenden Zeitwerten erfolgt. Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt nach dem Konzept temporärer Differenzen und wird an jedem Bilanzstichtag neu evaluiert. Ferner werden leistungsorientierte Pensions- und Abfertigungspläne nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) bewertet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren dargestellt, wobei eine Überleitung der Gesamtkosten im Anhang erfolgt.
Die Darstellung des vorliegenden Konzernabschlusses erfolgt in tausend Euro, Resultate der Sensitivitätsanalyse im Zusammenhang mit IAS 36 und Angaben im Risikobericht teilweise in Millionen Euro.
Eine Übersicht über die vollkonsolidierten Tochterunternehmen, at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen, auf welche ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, sowie Beteiligungen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht vollkonsolidiert werden, befindet sich in der Liste der Konzernunternehmen am Ende des Anhangs. Der Konsolidierungskreis der in den Wienerberger Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen sowie der at-equity bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| Einbezogene Unternehmen | Voll konsolidierung |
Equity Konsolidierung |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2013 | 144 | 5 |
| Wechsel Einbeziehungsart | 1 | -2 |
| im Berichtsjahr erstmals einbezogen | 12 | 0 |
| im Berichtsjahr fusioniert/liquidiert | -2 | 0 |
| im Berichtsjahr ausgeschieden | -1 | 0 |
| Stand 31.12.2014 | 154 | 3 |
| davon ausländische Unternehmen | 129 | 3 |
| davon inländische Unternehmen | 25 | 0 |
In den Konzernabschluss 2014 waren inklusive der Wienerberger AG 25 (Vorjahr: 23) Tochterunternehmen im Inland und 129 (Vorjahr: 121) im Ausland einbezogen, die von der Wienerberger AG beherrscht wurden. Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt der Beherrschung voll konsolidiert und, wenn die Beherrschung nicht mehr gegeben ist, entkonsolidiert. Beherrschung ist nach IFRS 10 dann gegeben, wenn Wienerberger die Verfügungsgewalt über das Tochterunternehmen hat und in weiterer Folge diese dazu nutzen kann, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Im Berichtsjahr wurden 15 (Vorjahr: 12) Tochterunternehmen nicht konsolidiert, die für die Vermittlung eines getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich sind.
Der Konzernabschluss der Wienerberger AG umfasst zum Bilanzstichtag des Berichtsjahrs 3 (Vorjahr: 5) Beteiligungen an assoziierten bzw. Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Schlagmann und Silike keramika, spol. s.r.o. sind gemäß den Kriterien des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) zu klassifizieren, da die Führung dieser Unternehmen gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Die Ergebnisse der Tondach Gleinstätten Gruppe sind im ersten Halbjahr at-equity dargestellt und werden seit Übernahme der Kontrolle Anfang Juli 2014 voll in den Konzernabschluss einbezogen. Folgende Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der Gemeinschaftsunternehmen ergeben:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 67.797 | 110.809 |
| EBITDA operativ | 8.281 | 15.761 |
| EBIT operativ | 2.112 | 4.895 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -1.775 | -2.553 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -1.970 | -4.275 |
| Aktiva | Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 | in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
| Langfristiges Vermögen | 21.822 | 93.544 | Eigenkapital | 8.924 | 22.443 |
| Kurzfristiges Vermögen | 14.196 | 46.132 | Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 3.284 | 50.694 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 23.810 | 66.539 | |||
| 36.018 | 139.676 | 36.018 | 139.676 |
In der Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen ist zudem eine Wertminderung an Fornaci Giuliane S.p.A. in Höhe von 985 TEUR enthalten.
Da die Ergebnisbeiträge sowie Bilanzsummen der assoziierten Unternehmen für die Wienerberger Gruppe unwesentlich sind, unterbleibt eine detaillierte Aufgliederung der anteiligen Werte.
Folgende Unternehmen wurden im Jahr 2014 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| Aberson SmartBuild BV | Zwolle | 1 | EUR | 100,00 % |
| Tondach Gruppe | ||||
| Tondach Beteiligungs GmbH | Wien | 200.000 | EUR | 100,00 % |
| Tondach Gleinstätten AG | Gleinstätten | 500.000 | EUR | 82,19 % |
| Tondach Slovensko, s.r.o. | Nitrianske Pravno | 14.937.263 | EUR | 82,19 % |
| Tondach Slovenija d.o.o. | Krizevci pri Ljutomeru | 5.195.293 | EUR | 82,19 % |
| Potisje Kanjiza d.d. | Kanjiza | 605.394.000 | RSD | 82,19 % |
| Tondach Makedonija d.o.o. | Vinica | 349.460.010 | MKD | 82,19 % |
| Tondach Bulgaria EOOD | Sofia | 298.400 | BGN | 82,19 % |
| Tondach Česká republika, s.r.o. | Hranice | 250.100.000 | CZK | 82,19 % |
| Tondach Magyarország Rt. | Csorna | 11.683.550.000 | HUF | 82,19 % |
| Tondach Romania SRL | Sibiu | 36.137.155 | RON | 82,19 % |
| Tondach Hrvatska d.d. | Bedekovcina | 116.715.500 | HRK | 82,19 % |
| Tondach Bosna i Hercegovina d.o.o. | Sarajevo | 200.000 | BAM | 65,75 % |
Anfang Juli 2014 gab Wienerberger den Erwerb zusätzlicher Anteile an Tondach Gleinstätten bekannt. Die Transaktion wurde zur Verstärkung des keramischen Kerngeschäfts und der Präsenz auf den Märkten im Segment Clay Building Materials Eastern Europe durchgeführt. Somit ist Wienerberger in der Lage, als Komplettanbieter für keramische Baustofflösungen in ganz Europa aufzutreten. In Folge der Transaktion änderte sich die Einbeziehungsart der zuvor zu 50 % at-equity bilanzierten Tondach Gruppe, die seit dem 1.7.2014 voll konsolidiert wird. Die bis zum 30.6.2014 ausgewiesene Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 9.308 TEUR ist in der Entwicklung der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen auf Seite 150 in der Veränderung des Konsolidierungskreises dargestellt. Der Kaufpreis für 50 % der Anteile belief sich auf 41.847 TEUR und wurde in Form von 1.893.849 eigenen Anteilen in Höhe von 23.190 TEUR und Barmitteln von 18.657 TEUR bezahlt. Abzüglich übernommener Barmittel von 6.181 TEUR belief sich die Netto-Auszahlung für die Akquisition auf 12.476 TEUR. Das neu bewertete Nettovermögen betrug unter Berücksichtigung einer Kontrollprämie von 15 % 78.236 TEUR. Die Transaktion führte zu einem Bewertungseffekt von insgesamt 23.286 TEUR und beinhaltet eine Umgliederung kumulierter Fremdwährungsdifferenzen in Höhe von -3.781 TEUR aus dem Gesamtergebnis.
Anfang September erfolgte im Gegenzug für 17,81 % der Anteile eine Umwandlung ausstehender Finanzverbindlichkeiten in Eigenkapital als Resultat der im Zuge des Erwerbs geführten Verhandlungen mit den finanzierenden Banken. Dadurch erhöhten sich die nicht beherrschenden Anteile im Konzern um 17.236 TEUR, was dem Anteil des identifizierbaren Nettovermögens zu diesem Zeitpunkt entspricht. Der Erwerb von 50 % der Anteile und die Transaktion der Kapitalgeber wurden als verbundenes Geschäft (linked transaction) dargestellt, und der gesamte Firmenwert wurde aufgedeckt (full goodwill method). Durch die erstmalige Einbeziehung in den Konsolidierungskreis wurden weitere nicht beherrschende Anteile von -30 TEUR ausgewiesen, die in der bosnischen Gesellschaft Tondach Bosnia i Hercegovina d.o.o. vom Management gehalten werden.
Auf die nicht beherrschenden Anteile von 17,81 % bestehen Kaufoptionen seitens Wienerberger, die 2017 oder 2018 ausgeübt werden können. Die Optionen auf den Kauf der restlichen nicht beherrschenden Anteile wurden mit null bewertet und haben somit keinen Einfluss auf den Kaufpreis.
Die Aufteilung des Kaufpreises auf übernommene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten führte zu einem positiven Unterschiedsbetrag (Firmenwert) von 5.996 TEUR, der das Synergiepotential der Transaktion widerspiegeln soll. Die Überleitung der Buchwerte der Tondach Gruppe auf einbezogene IFRS Werte nach erfolgter Kaufpreisallokation stellt sich wie folgt dar.
| in TEUR | Buchwerte | Anpassung | Konzernwerte |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 259 | 11.622 | 11.881 |
| Sachanlagen und Finanzanlagen | 137.365 | 31.021 | 168.386 |
| Latente Steuern | 1.597 | -1.336 | 261 |
| Langfristiges Vermögen | 139.221 | 41.307 | 180.528 |
| Vorräte | 44.803 | -1.564 | 43.239 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15.276 | -12 | 15.264 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 9.029 | -204 | 8.825 |
| Kurzfristiges Vermögen | 69.108 | -1.780 | 67.328 |
| Latente Steuern | 5.589 | 5.107 | 10.696 |
| Langfristige Rückstellungen | 16.262 | 1.953 | 18.215 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 68.617 | -24.550 | 44.067 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 90.468 | -17.490 | 72.978 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 2.043 | -1.500 | 543 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 66.320 | -9.450 | 56.870 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.490 | 0 | 7.490 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 21.154 | -625 | 20.529 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 97.007 | -11.575 | 85.432 |
| Erworbenes Reinvermögen | 20.854 | 68.592 | 89.446 |
| Nicht beherrschende Anteile | -17.206 | ||
| Firmenwert | 5.996 | ||
| Zahlungsmittel | -6.181 | ||
| Marktwert abgegangener Anteile an assoziierten Unternehmen | -36.389 | ||
| Kaufpreis für 50 % der Anteile an Tondach | 35.666 | ||
| Hingegebene eigene Anteile für Unternehmensakquisitionen | -23.190 | ||
| Netto-Auszahlungen für die Akquisition von Tondach | 12.476 |
Im Zeitraum 1.1.2014 bis 31.12.2014 erzielte Tondach einen Umsatz von 150.010 TEUR und ein operatives EBITDA von 22.908 TEUR. Seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt betrug der Umsatzbeitrag 87.271 TEUR und der operative EBITDA Beitrag 15.420 TEUR.
Die in den Verwaltungskosten ausgewiesenen Anschaffungsnebenkosten beliefen sich insgesamt auf 968 TEUR, wobei in der Berichtsperiode 666 TEUR aufgewendet wurden.
Am 2.9.2014 wurde in den Niederlanden Aberson SmartBuild BV als Spezialist für Fassadensysteme gegründet und in den Konsolidierungskreis einbezogen. Anfang Jänner 2014 wurde die vollkonsolidierte MR Erwerbs GmbH & Co KG an Schlagmann veräußert und entkonsolidiert.
Mit Wirkung 31.12.2014 wurde die General Shale Inc. auf ihre Muttergesellschaft, die General Shale Brick Inc. verschmolzen. Ferner kam es in der Berichtsperiode zu einer Liquidation der Wienerberger Lanaken NV, einer 100 % Tochter der Wienerberger NV.
Die Auswirkungen aller beschriebenen Konsolidierungskreisänderungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzernbilanz stellen sich für 2014 (bzw. im Erst- und Entkonsolidierungszeitpunkt) wie folgt dar:
| in TEUR | 2014 |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 87.271 |
| EBITDA operativ | 15.311 |
| EBIT operativ | 5.723 |
| Aktiva | Passiva | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2014 | in TEUR | 31.12.2014 | |
| Langfristiges Vermögen | 177.134 | Eigenkapital | 67.477 | |
| Kurzfristiges Vermögen | 48.414 | Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 72.978 | |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 85.093 | |||
| 225.548 | 225.548 |
Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei werden im Erwerbszeitpunkt die übertragenen Gegenleistungen dem neu bewerteten Reinvermögen (Eigenkapital) des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt. Vermögensgegenstände, Schulden und Eventualschulden werden nach IFRS 3, soweit identifizierbar, bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt; ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird als Firmenwert im jeweiligen Segment in Landeswährung aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden gemeinsam mit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Geschäftsbereichen), denen sie zugeordnet sind, zumindest jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen und im Falle einer Wertminderung auf den niedrigeren erzielbaren Wert abgeschrieben. Werden Ereignisse beobachtet, die auf eine dauerhafte Wertminderung schließen lassen, so werden die betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anlassbezogenen Werthaltigkeitstests unterzogen (siehe Anmerkung 5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und Anmerkung 20. Anlagevermögen).
Alle Umsatzerlöse, Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Verrechnung zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen sind eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten die gleichen Konsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Vollkonsolidierung, wobei im Falle unwesentlicher Abweichungen die lokalen Bewertungsmethoden beibehalten werden.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, welche die Basis für den vorliegenden Konzernabschluss darstellen, wurden unverändert zur Vorperiode angewandt und um neue, ab dem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendende IFRS (siehe Anmerkung 7. Auswirkungen neuer und geänderter Standards) ergänzt. Eine detaillierte Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wird ab Seite 174 angeführt.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass vom Management zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden müssen, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualschulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Im Einzelnen wurden bei der von Aktuaren vorgenommenen versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen und Abfertigungsansprüchen Annahmen über den erwarteten Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Fluktuationsraten sowie den Trend der Kosten für medizinische Versorgung getroffen. Detaillierte Angaben zu den verwendeten Parametern sind unter Anmerkung 26. Leistungen an Arbeitnehmer angegeben. Eine Sensitivitätsanalyse der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt ebendort.
Ebenso basiert die Festlegung der Nutzungsdauern von Sachanlagen auf Schätzungen, die auf Erfahrungswerten aus dem Betrieb vergleichbarer Anlagen beruhen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern werden auf Seite 175 angegeben.
Die Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierung erfolgt durch die bestmögliche Schätzung des zukünftig erwarteten Rekultivierungsaufwands von Tongruben und langfristiger Diskontierungszinssätze unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationsraten.
Zur Ermittlung der aktiven latenten Steuern sind Annahmen bezüglich des künftigen zu versteuernden Einkommens und des Zeitpunkts der Realisierung der aktiven latenten Steuern zu treffen. Da jedoch die zukünftigen Geschäftsentwicklungen unsicher sind und teilweise von der Wienerberger Gruppe nicht beeinflusst werden können, ist die Bewertung der latenten Steuern mit Unsicherheiten verbunden.
Die Wienerberger Gruppe gewährt unterschiedliche Arten von Produktgarantien in Abhängigkeit von Produktsegment und Marktgegebenheiten. Die Bilanzierung von Rückstellungen für Produktgarantien ist grundsätzlich mit Einschätzungen hinsichtlich der Schadenshäufigkeit und Schadenshöhe verbunden. Diese Einschätzungen basieren auf historischen Aufzeichnungen über die Häufigkeit und Höhe von Garantiefällen sowie der bestmöglichen Einschätzung der erwarteten Leistungen aus Garantiefällen durch das Management. Die Rückstellungen werden regelmäßig an neue Erkenntnisse angepasst.
Insbesondere bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und Anlagen werden vom Management Schätzungen und zukunftsbezogene Annahmen über die in den Planungsperioden erwarteten Einzahlungsüberschüsse und Kapitalkostensätze der Wienerberger Gruppe sowie einzelner zahlungsmittelgenerierender Einheiten getroffen. Die vorgenommenen Schätzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen unter der Prämisse der Unternehmensfortführung getroffen, bauen auf Erfahrungswerten auf und berücksichtigen die verbleibende Unsicherheit in einer angemessenen Weise. Um den Einfluss veränderter makroökonomischer Parameter bei der Planungsrechnung auf die Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen, wurde eine Sensitivitätsanalyse gerechnet, welche unter Anmerkung 20. Anlagevermögen näher erläutert wird.
Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag von der EU übernommen wurden.
| Standards/Interpretationen | Veröffentlichung durch das IASB |
Verpflichtender Erstanwendungs zeitpunkt |
|
|---|---|---|---|
| IAS 27 | Separate Abschlüsse (2011) | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IAS 28 | Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IFRS 12 | Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen | Mai 2011 | 1.1.2014 |
| IAS 32 | Saldierung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten | Dezember 2011 | 1.1.2014 |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse: Übergangsbestimmungen | Juni 2012 | 1.1.2014 |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen: Übergangsbestimmungen | Juni 2012 | 1.1.2014 |
| IFRS 12 | Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen: Übergangsbestimmungen | Juni 2012 | 1.1.2014 |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse: Investment Gesellschaften | Oktober 2012 | 1.1.2014 |
| IFRS 12 | Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen: Investment Gesellschaften | Oktober 2012 | 1.1.2014 |
| IAS 27 | Separate Abschlüsse (2011): Investment Gesellschaften | Oktober 2012 | 1.1.2014 |
| IAS 36 | Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte | Mai 2013 | 1.1.2014 |
| IAS 39 | Umwandlung von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen |
Juni 2013 | 1.1.2014 |
| IFRIC 21 Abgaben | Mai 2013 | 1.7.2014 | |
| Verbesserungen der IFRS 2011 – 2013 Zyklus | Dezember 2013 | 1.1.2015 |
Die neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen und IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen wurden von der EU am 11.12.2012 übernommen und sind ab 1.1.2014 mit retrospektiver Wirkung verpflichtend anzuwenden. Sie sind gemeinsam mit den Änderungen des IAS 27 Separate Abschlüsse (2011) und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) umzusetzen. Eine wesentliche Auswirkung ergibt sich durch die Änderung der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen unter IFRS 11, wonach quotal einbezogene Unternehmen in der Regel at-equity darzustellen sind. Da Wienerberger bereits 2012 die Bilanzierungsmethode für das Gemeinschaftsunternehmen Schlagmann und das bis 30.6.2014 zu 50 % einbezogene Gemeinschaftsunternehmen Tondach Gleinstätten auf die Equity-Methode umgestellt hat, hat die Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss.
Die Änderung des IAS 36 betrifft Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit IFRS 13 und stellt klar, dass beizulegende Zeitwerte für die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost of disposal) angesetzten Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten nur dann angegeben werden müssen, wenn diese wertgemindert wurden. Diese Änderung wurde im vorliegenden Anhang übernommen und in Anmerkung 20. Anlagevermögen näher erläutert.
Die Änderung des IAS 32 zur Saldierung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten konkretisiert Verrechnungsvorschriften, indem eine Saldierung nur im Falle eines Rechtsanspruchs und bestehender Absicht zum Nettoausgleich zugelassen wird. IAS 39 wurde hinsichtlich der Umwandlung von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen geändert und beschreibt Voraussetzungen für die Beibehaltung der Sicherungsbeziehungen bei der Übertragung von Sicherungsinstrumenten auf eine zentrale Gegenpartei. Beide Änderungen sind für Wienerberger nicht relevant und haben somit keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
IFRIC 21 Abgaben enthält Regelungen zur Bilanzierung von Verpflichtungen zur Zahlung öffentlicher Abgaben, die in keinem anderen IAS/IFRS geregelt sind und hat keine Relevanz für den Wienerberger Konzernabschluss.
Der Verbesserungszyklus der IFRS 2011 – 2013 beinhaltet Klarstellungen zu IFRS 1, IFRS 3 und IFRS 13. IFRS 1 stellt klar, dass zum Bilanzstichtag noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards angewendet werden können, aber nicht müssen. In IFRS 3 wird darauf hingewiesen, dass die Gründung von Joint Ventures und Joint Operations von der Anwendung ausgenommen sind. Weiters wird klargestellt, dass IFRS 3 und IAS 40 einander nicht ausschließen und ein Erwerb jedenfalls gemäß IFRS 3 zu beurteilen ist. IFRS 13 erläutert, dass die Portfoliobewertung bei allen Verträgen im Anwendungsbereich von IAS 39 möglich ist. Alle beschriebenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Einteilung der Geschäftssegmente und die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt nach dem Management Approach gemäß IFRS 8 und folgt den internen Berichten an den Vorstand der Wienerberger AG als jene verantwortliche Unternehmensinstanz (chief operating decision maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.
Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Die Division Clay Building Materials Europe fasst Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Clay Building Materials Eastern Europe und Clay Building Materials Western Europe zusammen. Die Division Pipes & Pavers Europe beinhaltet die Aktivitäten des Kunststoffrohrproduzenten Pipelife, des Keramikrohrproduzenten Steinzeug-Keramo sowie des Betonsteinproduzenten Semmelrock und wird in die Segmente Pipes & Pavers Eastern Europe und Pipes & Pavers Western Europe eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment North America dargestellt. Das Segment Holding & Others beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.
Die Berichte an die verantwortliche Unternehmensinstanz beinhalten neben der zentralen Erfolgsgröße EBITDA operativ, anhand der die Steuerung der Geschäftssegmente erfolgt, auch die Ergebnisgrößen Umsatz, EBIT, Zinsergebnis und Ergebnis nach Ertragsteuern, weshalb diese ebenso in der Darstellung der Geschäftssegmente enthalten sind. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA operativ, EBIT operativ, EBIT, Zinsergebnis, Ertragsteuern, Ergebnis nach Ertragsteuern, Vermögen, Fremdkapital, Capital Employed sowie Gesamtinvestitionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften.
In der Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzernergebnis sind lediglich Eliminierungen von Umsätzen, Aufwendungen und Erträgen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Geschäftssegmenten enthalten. Wienerberger erzielt mit keinem externen Kunden mehr als 10 % des Umsatzes.
Der konsolidierte Umsatz stieg im Berichtsjahr um 6 % auf 2.834.472 TEUR. Bereinigt um die Effekte aus Konsolidierungskreis- und Wechselkursänderungen erhöhte sich der Umsatz organisch um 113.644 TEUR. Wechselkurseffekte reduzierten den Umsatz um 29.386 TEUR, während die Änderungen im Konsolidierungskreis die Umsatzerlöse um 87.271 TEUR erhöhten. Die Umsatzerlöse beinhalten Umsätze von Fertigungsaufträgen in Höhe von 23.358 TEUR (Vorjahr: 41.270 TEUR). Die Umsatzerlöse sind nach Regionen detailliert in der Darstellung der Geschäftssegmente auf den Seiten 132 und 133 aufgegliedert.
| Strategische Geschäftssegmente | Clay Building Materials Eastern Europe |
Clay Building Materials Western Europe |
Pipes & Pavers Eastern Europe |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 5) |
| Außenumsatz | 408.473 | 312.434 | 1.141.997 | 1.089.936 | 467.020 | 433.128 |
| Innenumsatz 1) | 5.916 | 5.861 | 11.830 | 9.498 | 11.457 | 11.729 |
| Umsatz gesamt | 414.389 | 318.295 | 1.153.827 | 1.099.434 | 478.477 | 444.857 |
| EBITDA operativ 2) | 66.827 | 40.192 | 155.855 | 131.125 | 42.070 | 34.608 |
| Abschreibungen | 47.113 | 39.502 | 91.116 | 96.771 | 21.844 | 22.164 |
| EBIT operativ 2) | 19.714 | 690 | 64.739 | 34.354 | 20.226 | 12.444 |
| Wertminderungen von Vermögenswerten | 9.000 | 0 | 65.000 | 0 | 0 | 0 |
| Firmenwertabschreibungen | 0 | 0 | 20.788 | 0 | 0 | 0 |
| Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe |
0 | 0 | 0 | 9.387 | 0 | 0 |
| EBIT | 10.714 | 690 | -21.049 | 43.741 | 20.226 | 12.444 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
-2.575 | -5.935 | -185 | 3.382 | 0 | 0 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und | ||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 1.065 | 13.169 | 7.860 | 11.285 | 0 | 0 |
| Zinsergebnis | -10.991 | -9.665 | -36.533 | -38.850 | -7.992 | -7.929 |
| Ertragsteuern | -2.582 | 4.592 | -7.459 | -2.180 | 715 | 475 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 16.405 | -11.286 | -69.358 | 6.380 | 11.910 | 3.896 |
| Fremdkapital | 367.531 | 247.184 | 1.210.974 | 1.217.731 | 215.620 | 213.167 |
| Capital Employed | 519.304 | 419.216 | 1.241.515 | 1.357.130 | 239.416 | 256.463 |
| Vermögen | 765.730 | 609.216 | 1.805.863 | 1.895.774 | 392.046 | 396.716 |
| Normalinvestitionen | 15.498 | 17.104 | 58.793 | 44.487 | 13.106 | 4.625 |
| Wachstumsinvestitionen 3) | 35.666 | 0 | 0 | 76 | 82 | 0 |
| Ø Mitarbeiter | 3.303 | 2.383 | 5.950 | 5.940 | 2.368 | 2.267 |
| Produkte | Umsatz | EBITDA operativ 2) | Capital Employed | |||
| in TEUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 |
| Wand 4) | 601.206 | 606.635 | 71.372 | 70.025 | 689.396 | 812.743 |
| Fassade | 638.218 | 574.158 | 69.522 | 42.416 | 757.570 | 870.844 |
| Dach | 490.478 | 398.026 | 106.155 | 83.285 | 681.249 | 531.338 |
| Flächenbefestigungen | 129.554 | 110.599 | 13.606 | 10.930 | 118.803 | 123.923 |
| Rohre | 974.273 | 972.623 | 91.354 | 95.908 | 433.166 | 442.797 |
| Sonstiges | 743 | 902 | -34.812 | -36.041 | -27.948 | -13.998 |
| Wienerberger Gruppe | 2.834.472 | 2.662.943 | 317.197 | 266.523 | 2.652.236 | 2.767.647 |
| Umsatz | Clay Building Materials Eastern Europe |
Clay Building Materials Western Europe |
Pipes & Pavers Eastern Europe |
|||
| in TEUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 5) |
| Österreich | 69.025 | 46.185 | 138.269 | 133.362 | ||
| Tschechien | 58.848 | 38.585 | 29.099 | 29.720 | ||
| Polen | 95.837 | 98.683 | 93.443 | 81.097 | ||
| Russland | 51.100 | 47.166 | 23.515 | 32.903 | ||
| Deutschland | 236.446 | 250.232 | ||||
| Schweiz | 63.259 | 66.681 | ||||
| Belgien | 221.394 | 215.641 | ||||
| Niederlande | 138.582 | 138.010 | ||||
| Frankreich | 154.099 | 155.436 | ||||
| Großbritannien | 256.788 | 183.051 | ||||
| Schweden | 6.309 | 6.643 | ||||
| Norwegen | 11.502 | 10.139 | ||||
| Finnland | 9.193 | 12.678 | ||||
| USA | ||||||
| Sonstiges | 133.933 | 82.033 | 44.914 | 51.840 | 182.697 | 156.046 |
| Wienerberger Gruppe | 408.743 | 312.652 | 1.142.486 | 1.090.351 | 467.023 | 433.128 |
1) Innenumsatz bezeichnet den Umsatz zwischen vollkonsolidierten, at-equity bilanzierten und nicht konsolidierten Konzernunternehmen.
2) bereinigt um Wertminderungen, Firmenwertabschreibungen und Erträge aus der Auflösug einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe
3) inklusive Investitionen in übrige Finanzanlagen
| Pipes & Pavers Western Europe |
North America | Holding & Others 4) | Überleitung 6) | Wienerberger Gruppe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 5) | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 |
| 574.266 | 596.362 | 236.355 | 224.699 | 5.398 | 5.589 | 0 | 0 | 2.833.509 | 2.662.148 |
| 8.378 | 11.684 | 3.368 | 1.243 | 10.971 | 9.123 | -50.957 | -48.343 | 963 | 795 |
| 582.644 | 608.046 | 239.723 | 225.942 | 16.369 | 14.712 | -50.957 | -48.343 | 2.834.472 | 2.662.943 |
| 58.257 | 65.688 | 11.227 | 13.158 | -17.039 | -18.248 | 0 | 0 | 317.197 | 266.523 |
| 30.712 | 25.993 | 22.438 | 22.440 | 3.731 | 4.372 | 0 | 0 | 216.954 | 211.242 |
| 27.545 | 39.695 | -11.211 | -9.282 | -20.770 | -22.620 | 0 | 0 | 100.243 | 55.281 |
| 3.992 | 0 | 14.693 | 0 | 8.000 | 0 | 0 | 0 | 100.685 | 0 |
| 0 | 0 | 85.243 | 0 | 893 | 0 | 0 | 0 | 106.924 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.387 |
| 23.553 | 39.695 | -111.147 | -9.282 | -29.663 | -22.620 | 0 | 0 | -107.366 | 64.668 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.760 | -2.553 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.925 | 24.454 |
| -6.769 | -6.965 | -24.530 | -28.490 | 33.873 | 35.906 | 0 | 0 | -52.942 | -55.993 |
| -6.909 | -9.023 | -741 | -2.387 | 4.606 | 3.773 | 0 | 0 | -12.370 | -4.750 |
| 18.279 | 31.855 | -137.370 | -41.063 | 454.449 | 32.445 | -464.288 | -30.062 | -169.973 | -7.835 |
| 429.203 | 487.371 | 186.892 | 524.406 | 1.196.136 | 1.367.130 | -1.739.836 | -2.099.795 | 1.866.520 | 1.957.194 |
| 296.111 | 296.159 | 352.850 | 426.554 | 3.040 | 12.125 | 0 | 0 | 2.652.236 | 2.767.647 |
| 742.221 | 800.860 | 444.351 | 487.244 | 4.505.523 | 4.671.089 | -4.742.384 | -4.649.539 | 3.913.350 | 4.211.360 |
| 22.281 | 30.315 | 8.739 | 7.314 | 3.412 | 2.159 | 0 | 0 | 121.829 | 106.004 |
| 4 | 0 | 5.384 | 0 | 164 | 642 | 0 | 0 | 41.300 | 718 |
| 1.768 | 1.780 | 1.246 | 1.213 | 201 | 204 | 0 | 0 | 14.836 | 13.787 |
| Gesamtinvestitionen | |
|---|---|
| 2014 | 2013 |
| 30.474 | 32.882 |
| 35.764 | 21.952 |
| 52.538 | 14.612 |
| 6.354 | 4.643 |
| 35.217 | 30.315 |
| 2.782 | 2.318 |
| 163.129 | 106.722 |
| Pipes & Pavers Western Europe |
North America | Holding & Others 4) | Wienerberger Gruppe 5) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 5) | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 |
| 304 | 257 | 321 | 295 | 207.919 | 180.099 | ||
| 87.947 | 68.305 | ||||||
| 189.280 | 179.780 | ||||||
| 74.615 | 80.069 | ||||||
| 49.977 | 50.253 | 286.423 | 300.485 | ||||
| 63.259 | 66.681 | ||||||
| 76.651 | 80.017 | 298.045 | 295.658 | ||||
| 94.010 | 100.924 | 232.592 | 238.934 | ||||
| 72.596 | 79.693 | 226.695 | 235.129 | ||||
| 10.292 | 7.575 | 267.080 | 190.626 | ||||
| 78.527 | 78.042 | 84.836 | 84.685 | ||||
| 103.268 | 110.448 | 114.770 | 120.587 | ||||
| 43.671 | 39.508 | 52.864 | 52.186 | ||||
| 213.495 | 199.137 | 213.495 | 199.137 | ||||
| 44.970 | 49.645 | 22.860 | 25.562 | 5.278 | 5.456 | 434.652 | 370.582 |
| 574.266 | 596.362 | 236.355 | 224.699 | 5.599 | 5.751 | 2.834.472 | 2.662.943 |
4) Indien wird unter dem geographischen Segment Holding & Others, jedoch unter dem Produktsegment Wand ausgewiesen.
5) Das Exportgeschäft der Steinzeug-Keramo Gruppe nach Polen wurde in das Segment Pipes & Pavers Western Europe (zuvor: Pipes & Pavers Eastern Europe) umgegliedert. 6) Die Überleitung beinhaltet Eliminierungen zwischen Konzerngesellschaften.
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Material-, Instandhaltungsaufwendungen, Handelswareneinsätze und Aufwendungen für Energie enthalten:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 540.731 | 542.168 |
| Instandhaltungsaufwand | 118.525 | 107.420 |
| Handelswareneinsatz | 329.819 | 312.097 |
| Energieaufwand | 288.498 | 278.158 |
| Gesamt | 1.277.573 | 1.239.843 |
Die ausgewiesenen Aufwendungen wurden durch Bestandsveränderungen an Halb- und Fertigfabrikaten in Höhe von 53.770 TEUR (Vorjahr: 34.713 TEUR) erhöht. Aus Aktivierungen von Eigenleistungen und anteiligen Bauzeitzinsen beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens resultierte ein Ertrag in Höhe von 637 TEUR (Vorjahr: 1.485 TEUR).
Die Materialaufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Ton, Sand, Kunststoffe, Sägespäne und weitere Zuschlagstoffe sowie Aufwendungen für den Verbrauch von Paletten und sonstigen Verpackungsmaterialien. Instandhaltungsaufwendungen betreffen den Einsatz von Instandhaltungsmaterialien und sonstigen geringwertigen Ersatzteilen sowie Dienstleistungen von Dritten.
Im Berichtsjahr sind in den Herstell-, Vertriebs-, Verwaltungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen laufende Abschreibungen von 203.324 TEUR (Vorjahr: 197.961 TEUR) sowie Sonderabschreibungen in Folge von Werksstilllegungen aus vergangenen Perioden in Höhe von 13.631 TEUR (Vorjahr: 13.281 TEUR) enthalten. Die im Dezember durchgeführten planmäßigen Werthaltigkeitstests (siehe Anmerkung 20. Anlagevermögen) führten zu einer Firmenwertabschreibung von 106.924 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie zu Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten von 99.450 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Laufende Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 203.324 | 197.961 |
| Sonderabschreibungen | 13.631 | 13.281 |
| Laufende Abschreibungen und Sonderabschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
216.955 | 211.242 |
| Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 99.450 | 0 |
| Firmenwertabschreibungen | 106.924 | 0 |
| Wertminderungen gesamt | 206.374 | 0 |
| Laufende Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen, Firmenwerte | ||
| und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 423.329 | 211.242 |
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Löhne | 280.119 | 257.954 |
| Gehälter | 240.305 | 235.095 |
| Leihpersonal (permanent) | 11.828 | 7.219 |
| Aufwendungen aus langfristigen Vergütungsprogrammen | 2.856 | 2.884 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 4.672 | 3.708 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 13.728 | 12.822 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
112.587 | 105.723 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 13.030 | 11.947 |
| Personalaufwand | 679.125 | 637.352 |
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 betrugen 3.701 TEUR (Vorjahr: 3.184 TEUR), davon entfallen 1.220 TEUR (Vorjahr: 1.220 TEUR) auf fixe und 2.481 TEUR (Vorjahr: 1.964 TEUR) auf variable Gehaltsbestandteile. Darin enthalten sind Aufwendungen für eine langfristige Vergütungskomponente in Höhe von 1.220 TEUR (Vorjahr: 1.220 TEUR), welche in Abhängigkeit des Erreichens von Zielvorgaben über zwei Jahre in drei gleich hohen Teilbeträgen ausbezahlt werden. Für im Berichtsjahr tätige Vorstandsmitglieder wurden 511 TEUR (Vorjahr: 502 TEUR) an Pensionsaufwendungen in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) verbucht. Für Abfertigungsansprüche wurde eine Rückstellung in Höhe von 299 TEUR (Vorjahr: 181 TEUR) dotiert. An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 854 TEUR (Vorjahr: 836 TEUR) geleistet.
An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 Bezüge von insgesamt 429 TEUR (Vorjahr: 452 TEUR) im Berichtsjahr ausbezahlt. Der Anspruch des Berichtsjahres beläuft sich auf 447 TEUR.
Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Gesellschaften der Wienerberger Gruppe an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter in Werken | 10.015 | 9.185 |
| Mitarbeiter in Verwaltung | 1.315 | 1.241 |
| Mitarbeiter im Vertrieb | 3.506 | 3.361 |
| Gesamte Mitarbeiter im Konzern | 14.836 | 13.787 |
| davon Lehrlinge | 96 | 98 |
Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Änderungen im Konsolidierungskreis.
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen | 24.613 | 22.940 |
| Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen | 1.620 | 535 |
| Transportaufwendungen für Zustellungen | 183.174 | 168.685 |
| Aufwand für interne Transporte | 49.417 | 51.574 |
| Aufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen | 4.089 | 6.364 |
| Aufwendungen aus uneinbringlichen Forderungen | 2.239 | 2.018 |
| Aufwendungen für Dienstleistungen | 109.377 | 108.885 |
| Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing | 37.905 | 37.601 |
| Übrige | 143.901 | 144.435 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 556.335 | 543.037 |
Eine Überleitung der Aufwendungen nach dem Gesamtkostenverfahren zu den Aufwendungen nach dem Umsatzkostenverfahren ist auf Seite 137 dargestellt. Aufgrund einer Harmonisierung der Zuordnung von Transportaufwendungen wurden die Transportaufwendungen für Zustellungen und der Aufwand für interne Transporte im Vorjahr angepasst, die gesamten sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben jedoch unverändert.
Die Dienstleistungsaufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen für Reisen und Fahrten, Rechts- und sonstige Beratung, Werbung, Versicherungen sowie Telekommunikation. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des Netzwerks des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses im Berichtsjahr 1.825 TEUR (Vorjahr: 1.831 TEUR), 351 TEUR (Vorjahr: 124 TEUR) für Bestätigungsleistungen, 89 TEUR (Vorjahr: 92 TEUR) für Steuerberatungsleistungen und 281 TEUR (Vorjahr: 314 TEUR) für sonstige Leistungen.
Der übrige sonstige Aufwand setzt sich in erster Linie aus Aufwendungen für Provisionen, Patent- und Markenrechte, Bewirtungsaufwendungen, Reklamationen sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zusammen. Im Jahr 2014 betrug der Forschungs- und Entwicklungsaufwand 16.982 TEUR (Vorjahr: 11.361 TEUR).
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende sonstige betriebliche Erträge enthalten:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen | 13.309 | 16.424 |
| Erträge aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen | 4.684 | 4.897 |
| Erträge aus Zuschüssen | 2.159 | 1.553 |
| Erträge aus Versicherungsansprüchen | 789 | 7.321 |
| Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe | 0 | 9.387 |
| Übrige | 26.716 | 26.845 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 47.657 | 66.427 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge sind umsatznahe Erlöse, die nicht Teil der unmittelbaren Umsatztätigkeit der Wienerberger Gruppe sind.
In der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren werden die Aufwendungen nach einzelnen Funktionsbereichen gegliedert. Beim Gesamtkostenverfahren werden jedoch die einzelnen Aufwandsarten dargestellt und um Lagerbewegungen bei Halb- und Fertigfabrikaten im Rahmen von Bestandsveränderungen sowie um aktivierte Eigenleistungen und anteilige Bauzeitzinsen korrigiert. Der Zusammenhang der beiden Verfahren stellt sich wie folgt dar, wobei die Bestandsveränderungen und Kostenaktivierungen, die beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens anfallen, bei den Materialaufwendungen gezeigt werden:
| 2014 in TEUR |
Fracht aufwand |
Material aufwand |
Handels wareneinsatz |
Abschrei bungen |
Energie aufwand |
Personal aufwand |
Sonstige Erträge |
Sonstige Aufwände |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Herstellkosten | 0 | 693.846 | 328.869 | 161.588 | 280.188 | 394.788 | -4.533 | 129.007 | 1.983.753 |
| Vertriebskosten | 183.174 | 18.543 | 950 | 7.578 | 4.848 | 176.443 | -1.017 | 157.544 | 548.063 |
| Verwaltungskosten | 0 | 0 | 0 | 9.504 | 1.017 | 107.894 | -5.036 | 57.753 | 171.132 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
0 | 0 | 0 | 244.659 | 2.445 | 0 | 0 | 28.857 | 275.961 |
| Sonstige betriebliche | |||||||||
| Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -37.071 | 0 | -37.071 |
| 183.174 | 712.389 | 329.819 | 423.329 | 288.498 | 679.125 | -47.657 | 373.161 | 2.941.838 |
| 2013 in TEUR |
Fracht aufwand |
Material aufwand |
Handels wareneinsatz |
Abschrei bungen |
Energie aufwand |
Personal aufwand |
Sonstige Erträge |
Sonstige Aufwände |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Herstellkosten | 0 | 664.400 | 311.134 | 153.748 | 269.560 | 367.374 | -6.768 | 127.914 | 1.887.362 |
| Vertriebskosten | 168.685 | 18.416 | 963 | 7.061 | 5.127 | 170.638 | -3.594 | 155.585 | 522.881 |
| Verwaltungskosten | 0 | 0 | 0 | 9.181 | 1.226 | 99.340 | -3.194 | 54.802 | 161.355 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
0 | 0 | 0 | 41.252 | 2.245 | 0 | 0 | 36.051 | 79.548 |
| Sonstige betriebliche Erträge |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -52.871 | 0 | -52.871 |
| 168.685 | 682.816 | 312.097 | 211.242 | 278.158 | 637.352 | -66.427 | 374.352 | 2.598.275 |
Aufgrund der Harmonisierung des Ausweises der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen wurde der Vorjahreswert der sonstigen betrieblichen Erträge angepasst.
Das Zinsergebnis und sonstige Finanzergebnis setzt sich nach den Kategorien des IAS 39 wie folgt zusammen:
| 2014 in TEUR |
Gesamt | Kredite und Forderungen |
FLAC 1) | AfS 2) | Derivate |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsertrag | 8.118 | 6.384 | 0 | 1.132 | 602 |
| Zinsaufwand | -57.155 | 0 | -55.447 | 0 | -1.708 |
| Nettozinsergebnis aus leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen |
-3.905 | ||||
| Zinsergebnis | -52.942 | 6.384 | -55.447 | 1.132 | -1.106 |
| Beteiligungserträge von Dritten (Dividenden) | 131 | 0 | 0 | 131 | 0 |
| Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen | -27 | 0 | 0 | -27 | 0 |
| Beteiligungserträge | 104 | 0 | 0 | 104 | 0 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten | -99 | 0 | 0 | -99 | 0 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gemeinschaftsunternehmen | 27.081 | ||||
| Marktbewertung Derivate | -1.780 | -1.780 | |||
| Wertminderungen von Finanzinstrumenten | -1.672 | -1.493 | 0 | -179 | 0 |
| Kursdifferenzen | -14.302 | ||||
| Nettoergebnis | 9.228 | -1.493 | 0 | -278 | -1.780 |
| Bankspesen | -3.867 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | 5.465 | -1.493 | 0 | -174 | -1.780 |
| Gesamt | -47.477 | 4.891 | -55.447 | 958 | -2.886 |
| 2013 in TEUR |
Gesamt | Kredite und Forderungen |
FLAC 1) | AfS 2) | Derivate |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsertrag | 7.817 | 5.909 | 0 | 1.276 | 632 |
| Zinsaufwand | -59.415 | 0 | -57.354 | 0 | -2.061 |
| Nettozinsergebnis aus leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen |
-4.395 | ||||
| Zinsergebnis | -55.993 | 5.909 | -57.354 | 1.276 | -1.429 |
| Beteiligungserträge von Dritten (Dividenden) | 131 | 0 | 0 | 131 | 0 |
| Beteiligungserträge | 131 | 0 | 0 | 131 | 0 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten | -438 | 0 | -200 | -238 | 0 |
| Marktbewertung Derivate | -1.699 | -1.699 | |||
| Wertminderungen von Finanzinstrumenten | -914 | -827 | 0 | -87 | 0 |
| Kursdifferenzen | -3.622 | ||||
| Nettoergebnis | -6.673 | -827 | -200 | -325 | -1.699 |
| Bankspesen | -2.665 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | -9.207 | -827 | -200 | -194 | -1.699 |
| Gesamt | -65.200 | 5.082 | -57.554 | 1.082 | -3.128 |
1) Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (financial liabilities at amortized cost)
2) Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (available for sale)
Der Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten lieferte ein Ergebnis von -99 TEUR (Vorjahr: -238 TEUR). Im Berichtsjahr löste die Übernahme der restlichen 50 % der Anteile an der Tondach Gruppe und die damit verbundene Veränderung des Konsolidierungskreises einen Netto-Bewertungseffekt der zuvor ausgewiesenen at-equity Beteiligung in Höhe von 23.286 TEUR aus. Darin enthalten ist die Umgliederung kumulierter Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem sonstigen Gesamtergebnis von -3.781 TEUR. In der Kategorie Kredite und Forderungen wurden Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Ausmaß von 1.493 TEUR (Vorjahr: 827 TEUR) abgewertet. In der Kategorie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente wurden zudem Wertminderungen in Höhe von 179 TEUR (Vorjahr: 87 TEUR) erfolgswirksam erfasst, da bei den betroffenen finanziellen Vermögenswerten von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Die Marktbewertung von Derivaten lieferte so wie im Vorjahr einen negativen Beitrag zum Periodenergebnis in Höhe von 1.780 TEUR (Vorjahr: 1.699 TEUR).
Als Ertragsteuern sind sowohl die in den einzelnen Gesellschaften gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand | 19.938 | 11.858 |
| Latenter Steuerertrag | -7.568 | -7.108 |
| Ertragsteuern | 12.370 | 4.750 |
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem im Jahr 2014 gültigen österreichischen Körperschaftssteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote stellen sich folgendermaßen dar:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -157.603 | -3.085 |
| Ertragsteuern zum Steuersatz von 25 % | 39.401 | 771 |
| Abweichende ausländische Steuersätze | 22.813 | 4.932 |
| Steueraufwand und -ertrag aus Vorperioden | 1.334 | 2.865 |
| Steuerfreie Ergebnisse von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -727 | -410 |
| Veränderung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern | -369.527 | -203.591 |
| Nicht-temporäre Differenzen | 294.863 | 186.812 |
| Steuersatzänderungen | -527 | 3.871 |
| Effektivsteuerbelastung | -12.370 | -4.750 |
| Effektivsteuersatz in % | -7,8 | -154,0 |
Aufgrund der Harmonisierung des Ausweises angesetzter aktiver latenter Steuern wurden die Veränderung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern und nicht-temporäre Differenzen angepasst.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern gültig oder angekündigt sind. In Österreich wird ein Körperschaftsteuersatz von 25 % zugrunde gelegt. Bei den ausländischen Gesellschaften werden die latenten Steuern auf Basis der entsprechenden länderspezifischen Steuersätze berechnet. Sie liegen im Geschäftsjahr 2014 zwischen 0 % und 39 %.
Steuersatzänderungen führten in der Berichtsperiode zu einem latenten Steueraufwand von 527 TEUR (Vorjahr: Ertrag von 3.871 TEUR).
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum Stichtag 117.526.764 Stück. Per 31.12.2014 wurden 570.289 (Vorjahr: 2.464.138) eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Daraus resultiert eine gewichtete Aktienanzahl von 116.017.333 für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für 2014. Die gegenüber dem Vorjahr veränderte gewichtete Aktienanzahl resultiert aus der Verwendung eigener Aktien für die Übernahme der restlichen 50 % an der Tondach Gruppe.
| in Stück | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | 117.526.764 | 117.526.764 |
| Eigene Aktien | 570.289 | 2.464.138 |
| Gewichtete Aktien | 116.017.333 | 115.062.626 |
Das Ergebnis je Aktie von -1,74 EUR wird aus dem durch die gewichtete Aktienanzahl geteilten Ergebnis der Muttergesellschaft errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie von -1,74 EUR entspricht dem Ergebnis je Aktie für 2014.
Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der Wienerberger AG zum 31.12.2014 die Grundlage für die Dividendenausschüttung.
Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von 23.446.813,61 EUR aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 23.446.813,61 EUR auf das Grundkapital von 117.526.764,00 EUR eine Dividende in Höhe von 0,15 EUR je Aktie, das sind 17.629.014,60 EUR abzüglich eines anteiligen Betrags für eigene Anteile von 85.543,35 EUR somit 17.543.471,25 EUR, auszuschütten und den Restgewinn von 5.903.342,36 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
In der Gesamtergebnisrechnung wird, ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, auf das Gesamtergebnis gemäß IAS 1 übergeleitet. Dieses umfasst insbesondere den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und anderen langfristigen Mitarbeitervergütungen, die Veränderung der Hedging Reserve sowie das Bewertungsergebnis von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Die Gesamtergebnisbestandteile werden nach Steuern ausgewiesen.
Im Berichtsjahr resultierten positive Differenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 19.272 TEUR (Vorjahr: -71.249 TEUR) vorwiegend aus dem US-Dollar und dem britischen Pfund. Zuvor in der Währungsrücklage ausgewiesene Differenzen in Höhe von 14.499 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) wurden umgegliedert und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dabei handelt es sich einerseits um die Auflösung kumulierter negativer Fremdwährungsdifferenzen aufgrund der Rückzahlung langfristiger Konzernfinanzierungen in Höhe von 10.718 TEUR und andererseits um die Realisierung kumulierter Umrechnungsdifferenzen in Folge der Änderung der Einbeziehungsart der Tondach Gruppe von 3.781 TEUR, die vor ihrer Erstkonsolidierung als Gemeinschaftsunternehmen innerhalb der Finanzanlagen ausgewiesen wurde.
Während der Berichtsperiode wurden Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 606 TEUR (Vorjahr: 164 TEUR) erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten reduzierte die Hedging Rücklage nach Steuern um insgesamt -15.215 TEUR (Vorjahr: 10.319 TEUR). Davon entfielen -2.957 TEUR (Vorjahr: 2.333 TEUR) auf die Absicherung von Investitionen in ausländische Teilbetriebe und -12.258 TEUR (Vorjahr: 7.986 TEUR) auf die Absicherung zukünftiger Transaktionen (Cashflow Hedges). Im Berichtsjahr wurden zuvor im sonstigen Gesamtergebnis erfasste Marktwertänderungen von Cashflow Hedges in Höhe von 949 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr: 119 TEUR) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Infolge des Jahresergebnisses nach Steuern von -169.973 TEUR (Vorjahr: -7.835 TEUR) resultierte aus dem Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum somit eine Verminderung des Eigenkapitals von insgesamt 184.651 TEUR (Vorjahr: 63.210 TEUR).
Für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und anderer ähnlicher Verpflichtungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (IAS 19) wurden aktive latente Steuern in Höhe von 6.442 TEUR (Vorjahr: 267 TEUR) im sonstigen Gesamtergebnis berücksichtigt. Auf alle anderen Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses wie die Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten in der Hedging Rücklage wurden keine Steuereffekte erfasst, da diese Geschäfte ausschließlich die Wienerberger AG und die Wienerberger Finanzservice GmbH mit Sitz in Wien betreffen, welche derzeit aufgrund von Verlustvorträgen aus Vorperioden eine Effektivsteuerbelastung von 0 % aufweisen.
Das Cashflow Statement der Wienerberger Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahrs durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Zahlungsmittel (Fonds der liquiden Mittel) enthalten Kassa und Bankguthaben. Wertpapiere sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten zählen nicht zu den Zahlungsmitteln. Die Auswirkungen durch Akquisitionen von Gesellschaften sind dabei eliminiert und werden in der Position Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen dargestellt. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität wie in der Bilanz zum Stichtagskurs angesetzt.
Aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten resultieren Ausgaben in Höhe von 127.459 TEUR (Vorjahr: 106.619 TEUR). Davon entfallen 121.829 TEUR (Vorjahr: 106.004 TEUR) auf Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklung enthalten. Auf Akquisitionen, Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen (Wachstumsinvestitionen) wurden insgesamt 18.106 TEUR (Vorjahr: 615 TEUR) aufgewendet. Darin enthalten ist der Kaufpreis für 50 % des anteiligen Eigenkapitals der Tondach Gleinstätten Gruppe in Höhe von 35.666 TEUR, der mit Barmitteln in Höhe von 18.657 TEUR und mit eigenen Anteilen von 23.190 TEUR bezahlt wurde. Abzüglich übernommener Barmittel von 6.181 TEUR belief sich die Netto-Auszahlung für Unternehmensakquisitionen auf 12.476 TEUR. Im Finanzanlagevermögen wurden Investitionen von 4 TEUR (Vorjahr: 103 TEUR) getätigt.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 24.863 TEUR (Vorjahr: 19.930 TEUR) und beinhalten neben Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten auch den Verkauf von Finanzanlagen. Aus diesen Anlagenabgängen resultierten Netto-Gewinne in Höhe von 11.701 TEUR (Vorjahr: 15.861 TEUR). Die Position Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen beinhaltet zusätzlich den Gewinn aus der Neubewertung des vor Erstkonsolidierung bilanzierten at-equity Gemeinschaftsunternehmens Tondach in Höhe von 23.286 TEUR. Aus Unternehmensveräußerungen wurden Netto-Einzahlungen in Höhe von 50 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) erzielt.
Die Überleitung von Gesamtinvestitionen in Normal- und Wachstumsinvestitionen der Wienerberger Gruppe ergibt sich wie folgt:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | 127.459 | 106.619 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 12.476 | 0 |
| Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 4 | 103 |
| Gesamtinvestitionen inklusive Finanzanlagen | 139.939 | 106.722 |
| Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklung | 121.829 | 106.004 |
| Normalinvestitionen | 121.829 | 106.004 |
| Auszahlungen für Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen | 5.630 | 615 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 12.476 | 0 |
| Wachstumsinvestitionen | 18.106 | 615 |
| Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 4 | 103 |
| Wachstumsinvestitionen inklusive Finanzanlagen | 18.110 | 718 |
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 150 und 151 dargestellt. Als Währungsänderungen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den in Fremdwährung bilanzierenden Tochtergesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.
Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units - CGUs) werden bei Wienerberger Werke gesehen, die nach Divisionen und Regionen zusammengefasst werden. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, Firmenwerte und Marken, die nicht planmäßig abgeschrieben werden, sind mindestens einmal jährlich gemäß IAS 36 auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin zu untersuchen (Impairment Test), für welchen sie den CGUs zugeordnet werden. Da der im Berichtssegment Holding & Others ausgewiesene Firmenwert von 141 TEUR (Vorjahr: 141 TEUR) einzelnen CGUs nicht zugeordnet werden kann, wird dieser auf Gruppenebene getestet.
| Firmenwerte | Marken | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| Clay Building Materials Eastern Europe | 48.288 | 42.999 | 11.622 | 0 | |
| Clay Building Materials Western Europe | 344.156 | 358.496 | 4.050 | 3.784 | |
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 17.035 | 17.086 | 13.891 | 13.891 | |
| Pipes & Pavers Western Europe | 44.047 | 45.329 | 30.055 | 30.055 | |
| North America | 94.375 | 165.996 | 2.536 | 2.536 | |
| Holding & Others | 141 | 988 | 0 | 0 | |
| Firmenwerte und Marken | 548.042 | 630.894 | 62.154 | 50.266 |
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen erworbenen Kundenstamm in Höhe von 101.675 TEUR (Vorjahr: 118.517 TEUR), erworbene Markenrechte in Höhe von 62.154 TEUR (Vorjahr: 50.266 TEUR) sowie Patente und Konzessionen. Im Berichtsjahr wurden selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 537 TEUR (Vorjahr: 484 TEUR) aktiviert.
Nach der Integration von Pipelife ist die Wienerberger Gruppe nunmehr nach Divisionen (Business Units) organisiert, was auch eine Anpassung der Gruppierung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erforderte. Die Anzahl der CGUs hat sich demzufolge von 59 im Vorjahr auf 15 im Berichtsjahr verringert.
Die Veränderungen betrafen insbesondere das Ziegelgeschäft in Westeuropa, wo auf die geänderten Marktverhältnisse reagiert wurde und Werke mittlerweile ganze Regionen anstatt einzelner Länder bedienen. Insbesondere bei der Herstellung von Dach- und Vormauerziegeln erfolgt eine Optimierung der Produktion und des Produktportfolios für eine gesamte Region, was sich in einer deutlich gestiegenen Umsatztätigkeit über Landesgrenzen hinweg zeigt. Diese Veränderung umfasst auch die Optimierung des Werksnetzes im Hintermauerbereich, wenngleich eine Verlieferung dieser Produkte in der Regel nur über kürzere Distanzen effizient ist als jene von Dach- und Vormauerziegeln. Grenznahe Werke in Deutschland und Frankreich können jedenfalls einen Großteil des Benelux-Raums mitabdecken. Die Ausnahmen in der Region bilden Italien, das bislang noch nicht in diese Optimierung eingebunden wurde, sowie Finnland und die baltischen Staaten, die für Exportmärkte in Osteuropa und Russland produzieren, jedoch in die Organisation Westeuropa eingebunden sind.
Im Berichtsjahr zeigte sich das Ziegelgeschäft im Segment Clay Building Materials Eastern Europe noch mehr in lokale Märkte fragmentiert als in Westeuropa. In dieser Region werden einerseits die CGUs Bricks and Roof Eastern Europe North, bestehend aus Polen und der Ukraine, Bricks Eastern Europe Central mit Österreich, der Slowakei und Tschechien, und Bricks Eastern Europe South mit Ungarn, Rumänien, Bulgarien sowie den Ländern der Balkanhalbinsel unterschieden, andererseits Russland und Tondach als eigenständige CGUs betrachtet. Mit dem Voranschreiten der Integration von Tondach Gleinstätten wird sich die Anzahl der CGUs auch in dieser Region vermindern.
Im Bereich Pipes & Pavers betrafen die Änderungen zum einen das Kunststoffrohrgeschäft, wo nunmehr nach Regionen gegliedert die CGUs Pipes Pipelife West, Pipes Pipelife East sowie Pipes Pipelife North America, unterschieden werden. Das europäische Kunststoffrohrgeschäft weist dabei einen hohen Anteil an Lieferungen zwischen den Landesgesellschaften, insbesondere bei Zubehör (Fittings) auf, das in den Niederlanden für den westeuropäischen Markt und in Polen für den osteuropäischen Markt erzeugt wird. Zum anderen war in diesem Segment die Division Semmelrock betroffen: Obwohl bei Flächenbefestigungen aus Beton eine Lieferung über längere Distanzen nur beschränkt möglich ist, werden bei Semmelrock die in der Produktion verwendeten Formen zwischen den einzelnen Produktionsstandorten im Rahmen einer überregionalen Strategie und Produktentwicklung ausgetauscht.
Im Segment North America wurde nach Produktgruppen in Bricks North America für das nordamerikanische Ziegelgeschäft und Pipes Pipelife North America für das Kunststoffrohrgeschäft unterschieden.
Die Buchwerte der zugerechneten Firmen- und betriebsnotwendigen Vermögenswerte werden mit dem erzielbaren Betrag verglichen und wenn nötig auf den niedrigeren errechneten Nutzungswert oder einen möglichen Veräußerungswert abzüglich der Verkaufskosten abgeschrieben. Grundsätzlich werden die Nutzungswerte einer CGU mittels eines kapitalwertorientierten Verfahrens ermittelt, indem die Zahlungsströme mit einem durchschnittlichen gewichteten Gesamtkapitalkostensatz (WACC) nach Steuern abgezinst werden, um deren Barwert zu ermitteln.
Für die Ermittlung des Nutzungswerts wird der Kapitalkostensatz nach Steuern nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren aus externen Quellen abgeleitet. Die Umrechnung der Nutzungswerte erfolgt mit dem Stichtagskurs. Für die Wienerberger Gruppe wurde bei den Werthaltigkeitstests ein WACC nach Steuern von 7,20 % (Vorjahr: 6,97 %) verwendet, wobei für wesentliche Märkte davon abweichende spezifische Kapitalkostensätze herangezogen wurden. So wurden für die Vereinigten Staaten und Kanada 7,16 % (Vorjahr: 7,05 %) verwendet, für Großbritannien 7,78 % (Vorjahr: 6,58 %), für Russland 14,99 % (Vorjahr: 12,02 %) und für Indien 13,19 % (Vorjahr: 11,83 %). Hinzu kamen wegen des bedeutenden Kunstoffrohrgeschäfts Norwegen mit einem WACC von 6,80 % und Schweden mit 6,35 %, sowie der für alle Produktsegmente bedeutende Markt Polen mit einem WACC von 8,75 %. Für die Werthaltigkeitstests wurden zusammengefasst folgende Gesamtkapitalkostensätze nach Steuern und Wachstumsraten verwendet:
| Gesamtkapitalkostensatz | Wachstumsrate | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 |
| Bricks Eastern Europe Central | 7,21 | 6,99 | 1,29-2,95 | 1,71-2,40 |
| Bricks and Roof Eastern Europe North | 8,75 | 6,99 | 3,65-4,50 | 3,46 |
| Bricks Russia | 14,99 | 12,02 | 2,00 | 3,50 |
| Bricks Eastern Europe South | 7,21 | 6,99 | 1,80-4,00 | 1,61-3,53 |
| Tondach | 7,21 | - | 1,29-4,00 | - |
| Clay Building Materials Eastern Europe | 7,21-14,99 | 6,99-12,02 | 1,29-4,50 | 1,61-3,53 |
| Bricks and Roof Western Europe West | 6,35-7,78 | 6,58-6,99 | 1,20-2,45 | 1,53-2,36 |
| Bricks and Roof Western Europe Finland and Baltics | 7,21 | 6,99 | 1,82-3,57 | 1,71 |
| Bricks Italy | 7,21 | 6,99 | 1,05 | 1,71 |
| Clay Building Materials Western Europe | 6,35-7,78 | 6,58-6,99 | 1,05-3,57 | 1,53-2,36 |
| Pavers Semmelrock | 7,20-8,75 | 6,99 | 1,29-3,65 | 1,61-3,53 |
| Pipes Pipelife East | 7,21-14,99 | 6,99-12,02 | 1,29-3,65 | 1,61-4,47 |
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 7,21-14,99 | 6,99-12,02 | 1,29-3,65 | 1,61-4,47 |
| Pipes Steinzeug | 7,21 | 6,99 | 1,28 | 1,71 |
| Pipes Pipelife West | 6,35-7,21 | 6,99 | 1,20-3,75 | 1,71-3,81 |
| Pipes & Pavers Western Europe | 6,35-7,21 | 6,99 | 1,20-3,75 | 1,71-3,81 |
| Bricks North America | 7,16 | 7,05 | 2,01-2,56 | 2,20-3,07 |
| Pipes Pipelife North America | 7,16 | 7,05 | 2,56 | 3,07 |
| North America | 7,16 | 7,05 | 2,01-2,56 | 2,20-3,07 |
| Bricks India | 13,19 | 11,83 | 6,72 | 6,72 |
| Holding & Others | 13,19 | 11,83 | 6,72 | 6,72 |
| Wienerberger Gruppe | 7,20 | 6,97 | 1,05-6,72 | 1,53-6,72 |
Die zukünftig erwarteten Einzahlungsüberschüsse basieren auf der jeweils aktuellsten internen Planung des Top-Managements für den Planungshorizont 2015 – 2018, wie sie vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigt wurden. Die Planung beinhaltet keine Ergebnispotenziale aus strategischen Wachstumsinvestitionen wie möglichen Unternehmensakquisitionen. Geplante kleinere Wachstums- und Erweiterungsinvestitionen, die einzelne Produktionslinien betreffen, werden bei der Ermittlung der Nutzungswerte gemeinsam mit deren Ergebnisbeiträgen eliminiert.
Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft und im folgenden Planungsprozess in Form von Korrekturen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt unter Verwendung von vier Detailplanungsperioden (2015 – 2018), wobei unter der Prämisse der Unternehmensfortführung der Einzahlungsüberschuss der darauffolgenden Planungsperiode als nachhaltig erzielbar angesehen wird und als Basis für die Errechnung des Barwerts einer unendlichen Rente dient. Diesen ewigen Zahlungsströmen wird ein länderspezifisches Wachstum unterstellt, welches sich aus externen Quellen ableitet (IMF, 2014, World Economic Outlook Database). Die Werthaltigkeitstests werden bei Wienerberger mindestens einmal jährlich im Anschluss an die Unternehmensplanung erstellt. Geben Hochrechnungen und Analysen während eines Berichtsjahrs Anlass zur Vermutung, dass negative Abweichungen vom ursprünglichen Plan zu erwarten sind, so wird darin ein auslösendes Ereignis für die erneute Beurteilung der Werthaltigkeit der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gesehen. In diesem Fall werden die Werthaltigkeitstests auf Basis aktualisierter Planungsdaten neu gerechnet und um Stresstests erweitert.
Der wesentliche Faktor für den Nutzungswert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt-, Mengen- und Preisentwicklungen. Die Nutzungswertermittlung basiert daher auf Prognosen von statistischen Ämtern und internationalen Organisationen sowie Erfahrungswerten des Managements. Die Einschätzung der Kostenstrukturen erfolgt dabei überwiegend durch eine Extrapolation von Erfahrungswerten, wobei auch makroökonomische Prognosen für die wichtigsten Produktionsfaktoren, wie Energiepreise, Preise für Kunststoffgranulate, Lohn- und Gehaltstrends und dergleichen, einbezogen werden.
Die im Dezember auf Basis der aktuellsten genehmigten Mittelfristplanung für die Perioden 2015 – 2018 durchgeführten planmäßigen Werthaltigkeitstests ergaben einen Abwertungsbedarf der Firmenwerte in Höhe von 106.924 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Bricks North America, Bricks Italy sowie Bricks India.
Von den Firmenwertabschreibungen entfielen 85.243 TEUR auf die CGU Bricks North America, wo das Management unverändert von einem nachhaltigen Marktniveau von 1,5 Millionen Baubeginnen in den Vereinigten Staaten ausgeht, jedoch auf den im Jahr 2014 anhaltenden Preisdruck reagierte und die Planung dahingehend anpasste. Aus der geänderten Planung resultierte zudem eine Änderung im regionalen Werksportfolio, weshalb ein bislang eingemottetes Werk nun permanent stillgelegt und auf den erzielbaren Betrag abgewertet wurde. Ebenso wurde ein bereits stillgelegtes Werk in Folge der regional geringen Nachfrage nach Industrieimmobilien auf einen geringeren erzielbaren Betrag abgeschrieben. Diese Wertminderungen von Vermögenswerten beliefen sich damit auf insgesamt 14.693 TEUR. Der erzielbare Betrag der CGU Bricks North America belief sich somit auf 367 MEUR.
In der CGU Bricks Italy wurde als Folge der schwierigen Verhältnisse auf dem italienischen Markt sowie dem Ausbleiben von positiven Signalen für den Wohnbau nach Ermittlung eines erzielbaren Betrags von 34 MEUR ein Abwertungsbedarf von 43.788 TEUR errechnet, wovon 20.788 TEUR auf Firmenwertabschreibungen und 23.000 TEUR auf Wertminderungen von Sachanlagen entfielen.
Darüber hinaus wurden in der CGU Bricks India der gesamte Firmenwert in Höhe von 893 TEUR sowie Sachanlagen in Höhe von 8.000 TEUR abgeschrieben und damit an die auf dem indischen Markt mit dem Werk in Bangalore nachhaltig erzielbaren Rückflüsse angepasst.
Für die CGU Bricks Russia lag als direkte Folge des deutlich gestiegenen Gesamtkapitalkostensatzes der ermittelte Nutzungswert unter dem erzielbaren Veräußerungserlös. Letzterer wurde unter Verwendung eines Multiplikatorverfahrens ermittelt, wobei der EBITDA Multiplikator eines an der Moskauer Börse notierten Baustoffunternehmens verwendet und marktübliche Verkaufskosten angesetzt wurden. Auf Basis dieses Veräußerungserlöses von 44 MEUR wurde eine Wertminderung von Sachanlagen in Höhe von 9.000 TEUR vorgenommen.
Infolge der Abwertung des russischen Rubel wurden auch die Sachanlagen in Estland auf deren Werthaltigkeit überprüft, da rund zwei Drittel der lokalen Produktion nach Russland exportiert werden. Aufgrund der Verteuerung der in Euro fakturierten Exporte am russischen Markt wurde eine Abwertung der Sachanlagen des Werks in Estland in Höhe von 8.000 TEUR auf einen erzielbaren Wert von 16 MEUR vorgenommen.
In Deutschland lagen die operativen Ergebnisse, insbesondere bei Dachziegeln, im Berichtsjahr deutlich unter den Erwartungen, woraufhin die Buchwerte der Sachanlagen auf Werthaltigkeit getestet wurden. Daraus resultierte ein Abwertungsbedarf von 34.000 TEUR auf einen erzielbaren Betrag von 155 MEUR, der zum größten Teil auf drei Dachziegelwerke sowie in geringerem Ausmaß auf drei Werke für Hintermauerziegel entfiel. Beim Wegfall des Grundes für die Wertminderungen bei einer Verbesserung der Ertragssituation in Deutschland werden die abgewerteten Vermögenswerte wieder maximal auf die fortgeschriebenen Anschaffungskosten zugeschrieben. Die notwendigen Maßnahmen zu einer Verbesserung der Ertragslage durch Produktinnovationen, insbesondere für den urbanen Raum, und ein neues Vertriebskonzept sind bereits eingeleitet.
Zudem wurden in Frankreich immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 3.992 TEUR als Reaktion auf die schwierige Marktlage abgewertet.
Die erzielbaren Beträge (recoverable amount) der CGUs, die mit den angegebenen Parametern ermittelt wurden, sind in der anschließenden Tabelle zusammengefasst dargestellt:
| Recoverable Amount | ||
|---|---|---|
| in MEUR | 2014 | 2013 |
| Clay Building Materials Eastern Europe | 885 | 850 |
| Clay Building Materials Western Europe | 1.757 | 2.124 |
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 420 | 644 |
| Pipes & Pavers Western Europe | 620 | 832 |
| North America | 448 | 759 |
| Holdings & Others | 9 | 28 |
| Recoverable amount Wienerberger Gruppe | 4.139 | 5.237 |
Zudem wurden die Werthaltigkeitstests um Stresstests ergänzt, indem die wesentlichen Parameter WACC und Wachstumsrate im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse einzeln und gemeinsam verändert wurden. Folgende Tabelle fasst die Resultate dieser Stresstests zusammen und zeigt ein Wertminderungsrisiko der Firmenwerte und anderer Vermögenswerte unter Anhebung des WACC und niedrigerer Wachstumsraten:
| Wertminderungsrisiko | WACC + 50 BP | Wachstumsrate halbiert |
WACC + 50 BP Wachstumsrate halbiert |
WACC + 50 BP Wachstumsrate Null |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in MEUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 |
| Bricks Eastern Europe Central | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bricks and Roof Eastern Europe North | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bricks Russia | 7 | 0 | 7 | 0 | 9 | 4 | 10 | 7 |
| Bricks Eastern Europe South | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Tondach | 0 | 0 | 11 | 0 | 23 | 0 | 42 | 0 |
| Clay Building Materials Eastern Europe | 7 | 0 | 18 | 0 | 32 | 4 | 52 | 7 |
| Bricks and Roof Western Europe West | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 29 | 0 |
| Bricks and Roof Western Europe Finland and Baltics | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bricks Italy | 3 | 2 | 3 | 4 | 5 | 10 | 7 | 15 |
| Clay Building Materials Western Europe | 3 | 2 | 3 | 4 | 5 | 10 | 36 | 15 |
| Pavers Semmelrock | 0 | 0 | 4 | 0 | 12 | 0 | 26 | 0 |
| Pipes Pipelife East | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 0 | 0 | 4 | 0 | 12 | 0 | 26 | 0 |
| Pipes Steinzeug | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Pipes Pipelife West | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Pipes & Pavers Western Europe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bricks North America | 38 | 0 | 70 | 15 | 95 | 51 | 133 | 89 |
| Pipes Pipelife North America | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| North America | 38 | 0 | 70 | 15 | 95 | 51 | 133 | 89 |
| Bricks India | 1 | 0 | 2 | 0 | 3 | 0 | 4 | 3 |
| Holdings & Others | 1 | 0 | 2 | 0 | 3 | 0 | 4 | 3 |
| Wienerberger Gruppe | 49 | 2 | 97 | 19 | 147 | 65 | 251 | 114 |
Im Anlagevermögen sind Grundwerte von 396.577 TEUR (Vorjahr: 374.725 TEUR) enthalten. Für Werksneubauten sind im Geschäftsjahr 2014 Bauzeitzinsen und Kursdifferenzen bis zur Fertigstellung in Höhe von 86 TEUR angefallen (Vorjahr: 268 TEUR).
Die Wienerberger Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing nur noch vereinzelt Finanzierungsleasing in Anspruch. Alle wesentlichen Finanzierungsleasingverträge sind ausgelaufen oder durch Ausübung der Kaufoptionen beendet worden. Zum Bilanzstichtag sind noch Buchwerte in Höhe von 218 TEUR (Vorjahr: 632 TEUR) vorhanden, die in der Kategorie Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen werden.
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 226 | 632 |
| Abschreibungen (kumuliert) | 8 | 0 |
| Buchwert | 218 | 632 |
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Im folgenden Jahr | 31.974 | 26.393 |
| In den folgenden zwei bis fünf Jahren | 67.360 | 57.252 |
| Über fünf Jahre | 31.145 | 28.314 |
Zahlungen aus operativen Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen betrugen 37.905 TEUR (Vorjahr: 37.601 TEUR).
In der Bilanzposition als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Liegenschaften und Gebäude mit einem Buchwert von 76.683 TEUR (Vorjahr: 78.377 TEUR) enthalten, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Sie sind mittel- bis langfristig zur Veräußerung vorgesehen und somit als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu qualifizieren (investment property). Die aus vergleichbaren Transaktionen abgeleiteten beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte werden gemäß IFRS 13 der Stufe 2 der Bewertungshierarchie zugeordnet und mit 133.537 TEUR (Vorjahr: 142.042 TEUR) angenommen. Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschafteten diese Liegenschaften Miet- und sonstige Erträge von 2.114 TEUR (Vorjahr: 1.047 TEUR). Im Jahr 2014 wurden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien mit einem Buchwert von 4.788 TEUR (Vorjahr: 10.265 TEUR) veräußert. Vom gesamten Anlagevermögen sind Anlagen mit Buchwerten in Höhe von 3.402 TEUR (Vorjahr: 3.651 TEUR) und Marktwerten in Höhe von 3.405 TEUR (Vorjahr: 3.653 TEUR) zur Veräußerung vorgesehen, wobei es sich vorwiegend um Grundstücke und Gebäude permanent stillgelegter Werke handelt. Das Management geht in Anbetracht der derzeitigen Situation auf den Märkten für Industrieimmobilien nicht von einer Veräußerung innerhalb der nächsten 12 Monate aus, weshalb eine Klassifizierung im Sinne des IFRS 5 in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche nicht vorgenommen wird.
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 1.1.2014 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2014 |
| Firmenwerte | 787.633 | 6.719 | 33.911 | 0 | 0 | 0 | 828.263 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 290.042 | 11.881 | -2.064 | 6.178 | 3.187 | 354 | 303.204 |
| Immaterielle Vermögenswerte u. Firmenwerte | 1.077.675 | 18.600 | 31.847 | 6.178 | 3.187 | 354 | 1.131.467 |
| Grundstücke und Bauten | 1.197.239 | 101.773 | -2.335 | 15.503 | -2.518 | -2.577 | 1.312.121 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.419.548 | 59.511 | 4.294 | 51.224 | 54.574 | 33.425 | 2.513.428 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 99.414 | 4.622 | -1.266 | 8.947 | 6.497 | 1.067 | 106.287 |
| Anlagen in Bau | 50.845 | 1.144 | 76 | 47.901 | 1.370 | -45.813 | 52.783 |
| Sachanlagen | 3.767.046 | 167.050 | 769 | 123.575 | 59.923 | -13.898 | 3.984.619 |
| Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien | 155.915 | -81 | 876 | 124 | 18.210 | 13.544 | 152.168 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
25.540 | -14.969 | -105 | 0 | 0 | 0 | 10.466 |
| Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 150 | 24 | 0 | 0 | 40 | 0 | 134 |
| Sonstige Beteiligungen | 5.225 | 0 | -21 | 4 | 21 | 0 | 5.187 |
| Übrige Finanzanlagen | 5.375 | 24 | -21 | 4 | 61 | 0 | 5.321 |
| 5.031.551 | 170.624 | 33.366 | 129.881 | 81.381 | 0 | 5.284.041 |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 1.1.2013 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2013 |
|
| Firmenwerte | 807.606 | -3.109 | -16.864 | 0 | 0 | 0 | 787.633 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 304.443 | 0 | -9.606 | 5.299 | 9.255 | -839 | 290.042 | |
| Immaterielle Vermögenswerte u. Firmenwerte | 1.112.049 | -3.109 | -26.470 | 5.299 | 9.255 | -839 | 1.077.675 | |
| Grundstücke und Bauten | 1.218.949 | 250 | -22.469 | 15.225 | 7.795 | -6.921 | 1.197.239 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.466.116 | 0 | -46.919 | 46.407 | 71.703 | 25.647 | 2.419.548 | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 102.432 | 5 | -2.363 | 7.930 | 8.894 | 304 | 99.414 | |
| Anlagen in Bau | 52.232 | 0 | -1.673 | 34.658 | 340 | -34.032 | 50.845 | |
| Sachanlagen | 3.839.729 | 255 | -73.424 | 104.220 | 88.732 | -15.002 | 3.767.046 | |
| Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien | 174.600 | 0 | -3.084 | 16 | 31.458 | 15.841 | 155.915 | |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
29.478 | 0 | -2.292 | 1 | 1.647 | 0 | 25.540 | |
| Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 606 | -203 | -1 | 100 | 352 | 0 | 150 | |
| Sonstige Beteiligungen | 5.223 | 0 | 6 | 2 | 6 | 0 | 5.225 | |
| Übrige Finanzanlagen | 5.829 | -203 | 5 | 102 | 358 | 0 | 5.375 | |
| 5.161.685 | -3.057 | -105.265 | 109.638 | 131.450 | 0 | 5.031.551 |
Anmerkung: Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.
| Stand 1.1.2014 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
Laufende Abschrei bungen |
Wertmin derungen |
Zuschrei bungen |
Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2014 |
Bilanzwert 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 156.739 | 0 | 16.558 | 0 | 106.924 | 0 | 0 | 0 | 280.221 | 548.042 |
| 78.039 | 0 | 569 | 18.584 | 4.055 | 0 | 3.183 | -2 | 98.062 | 205.142 |
| 234.778 | 0 | 17.127 | 18.584 | 110.979 | 0 | 3.183 | -2 | 378.283 | 753.184 |
| 449.786 | -469 | -1.307 | 35.963 | 32.235 | 0 | -5.397 | -4.697 | 516.908 | 795.213 |
| 1.585.081 | 0 | 6.484 | 133.974 | 73.967 | 0 | 50.220 | -1.231 | 1.748.055 | 765.373 |
| 68.891 | -38 | -693 | 9.969 | 850 | 0 | 5.875 | 142 | 73.246 | 33.041 |
| 5 | 0 | 3 | 600 | 382 | 0 | 855 | 0 | 135 | 52.648 |
| 2.103.763 | -507 | 4.487 | 180.506 | 107.434 | 0 | 51.553 | -5.786 | 2.338.344 | 1.646.275 |
| 77.538 | -81 | -163 | 4.234 | 1.591 | 0 | 13.422 | 5.788 | 75.485 | 76.683 |
| 1.086 | -5.661 | -67 | 0 | 985 | -1.797 | -3.401 | 0 | 1.541 | 8.925 |
| 13 | 0 | 0 | 0 | 31 | 0 | 0 | 0 | 44 | 90 |
| 4.418 | 0 | -22 | 0 | 148 | 0 | 0 | 0 | 4.544 | 643 |
| 4.431 | 0 | -22 | 0 | 179 | 0 | 0 | 0 | 4.588 | 733 |
| 2.421.596 | -6.249 | 21.362 | 203.324 | 221.168 | -1.797 | 64.757 | 0 | 2.798.241 | 2.485.800 |
| Stand 1.1.2013 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
Laufende Abschrei bungen |
Wertmin derungen |
Zuschrei bungen |
Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2013 |
Bilanzwert 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 160.640 | 0 | -3.901 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 156.739 | 630.894 |
| 69.349 | 0 | -1.677 | 18.987 | 253 | 0 | 9.043 | 170 | 78.039 | 212.003 |
| 229.989 | 0 | -5.578 | 18.987 | 253 | 0 | 9.043 | 170 | 234.778 | 842.897 |
| 426.693 | 83 | -5.363 | 36.582 | 3.001 | 0 | 7.116 | -4.094 | 449.786 | 747.453 |
| 1.538.880 | 0 | -24.374 | 133.338 | 8.408 | 0 | 71.147 | -24 | 1.585.081 | 834.467 |
| 70.763 | 5 | -1.420 | 8.460 | 39 | 0 | 8.470 | -486 | 68.891 | 30.523 |
| 326 | 0 | -1 | 14 | 0 | 0 | 69 | -265 | 5 | 50.840 |
| 2.036.662 | 88 | -31.158 | 178.394 | 11.448 | 0 | 86.802 | -4.869 | 2.103.763 | 1.663.283 |
| 93.303 | 0 | -1.431 | 580 | 1.580 | 0 | 21.193 | 4.699 | 77.538 | 78.377 |
| -3.561 | 0 | -35 | 0 | 0 | -3.161 | -1.521 | 0 | 1.086 | 24.454 |
| 175 | -162 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 13 | 137 |
| 4.325 | 0 | 6 | 0 | 87 | 0 | 0 | 0 | 4.418 | 807 |
| 4.500 | -162 | 6 | 0 | 87 | 0 | 0 | 0 | 4.431 | 944 |
| 2.360.893 | -74 | -38.196 | 197.961 | 13.368 | -3.161 | 115.517 | 0 | 2.421.596 | 2.609.955 |
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 124.477 | 114.973 |
| Unfertige Erzeugnisse | 86.926 | 86.660 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 488.702 | 463.370 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.293 | 1.023 |
| Vorräte | 701.398 | 666.026 |
Paletten werden in der Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Zugekaufter Ton wird gemeinsam mit selbst abgebautem Ton unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 14.115 TEUR (Vorjahr: 10.895 TEUR) wurden bei jenen Produkten verbucht, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten ist. Zum 31.12.2014 belaufen sich die Buchwerte der auf den Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte auf 55.325 TEUR (Vorjahr: 62.132 TEUR).
| 2014 | 2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr |
Restlaufzeit > 1 Jahr |
Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr |
Restlaufzeit > 1 Jahr |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten |
219.570 | 219.570 | 0 | 202.305 | 202.305 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen |
1.500 | 1.500 | 0 | 1.162 | 1.162 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 221.070 | 221.070 | 0 | 203.467 | 203.467 | 0 |
| Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit | ||||||
| gegenüber Konzernunternehmen | 20.704 | 20.704 | 0 | 27.760 | 27.760 | 0 |
| Forderungen aus Darlehen | 4.082 | 3.793 | 289 | 4.584 | 3.583 | 1.001 |
| Gewährte Darlehen | 24.786 | 24.497 | 289 | 32.344 | 31.343 | 1.001 |
| Kredite und Forderungen | 245.856 | 245.567 | 289 | 235.811 | 234.810 | 1.001 |
Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung etwaiger Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten werden die erforderlichen Einzelwertberichtigungen direkt abgesetzt. Im Jahr 2014 wurden Wertberichtigungen von 2.239 TEUR (Vorjahr: 2.018 TEUR) berücksichtigt. Im Geschäftsjahr betrugen die Einzelwertberichtigungen 0,9 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gewährten Darlehen sowie weniger als 1 % des gesamten Forderungsbestands und werden daher nicht gesondert angeführt. Verkaufte Forderungen (Factoring) werden in Übereinstimmung mit der entsprechenden Regelung des IAS 39 ausgebucht. Zum Stichtag 31.12.2014 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 78.259 TEUR (Vorjahr: 85.007 TEUR) an Dritte verkauft. Die Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber Konzernunternehmen resultieren aus Darlehensbeziehungen gegenüber at-equity einbezogenen Gesellschaften und sonstigen Beteiligungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit einem Betrag von 1.384 TEUR (Vorjahr: 2.185 TEUR) wechselmäßig verbrieft.
| 2014 | 2013 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Marktwert | im Eigen kapital erfasste Marktwert änderung |
Ø Effektiv verzinsung |
Buchwert | Marktwert | im Eigen kapital erfasste Marktwert änderung |
Ø Effektiv verzinsung |
|
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | in % | in TEUR | in TEUR | in TEUR | in % | |
| Anteile Fonds | 6.857 | 6.857 | 410 | 0,85 | 7.290 | 7.290 | -98 | 0,71 |
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | 17.494 | 17.494 | 125 | 6,80 | 19.470 | 19.470 | 262 | 6,83 |
| Aktien | 6.452 | 6.452 | 0 | - | 6.452 | 6.452 | 0 | - |
| Sonstige | 1.877 | 1.877 | 71 | - | 11.416 | 11.416 | 0 | - |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 32.680 | 32.680 | 606 | 44.628 | 44.628 | 164 |
Neben den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten sind die unter dem langfristigen Vermögen ausgewiesenen übrigen Finanzanlagen in Höhe von 733 TEUR (Vorjahr: 944 TEUR) ebenfalls dieser Kategorie zuzurechnen, womit deren Gesamtwert 33.413 TEUR (Vorjahr: 45.572 TEUR) beträgt.
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert |
| Derivate aus Cashflow Hedges | 1.316 | 1.316 | 9.675 | 9.675 |
| Sonstige Derivate | 9.568 | 9.568 | 4.802 | 4.802 |
| Derivate mit positivem Marktwert | 10.884 | 10.884 | 14.477 | 14.477 |
Die Bilanzposition Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte lässt sich somit wie folgt aufgliedern:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Gewährte Darlehen | 24.786 | 32.344 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente – kurzfristig | 26.240 | 44.628 |
| Derivate mit positivem Marktwert | 10.884 | 14.477 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 61.910 | 91.449 |
Langfristige zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente in Höhe von 6.440 TEUR werden in den übrigen Finanzanlagen und sonstigen langfristigen Forderungen ausgewiesen.
| 2014 | 2013 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr |
Restlaufzeit > 1 Jahr |
Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr |
Restlaufzeit > 1 Jahr |
|
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 14.331 | 14.331 | 0 | 17.920 | 17.920 | 0 | |
| Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des Fondsvermögens Sonstige geleistete Vorauszahlungen |
0 13.226 |
0 12.957 |
0 269 |
61 13.093 |
61 13.093 |
0 0 |
|
| Übrige sonstige Forderungen | 73.819 | 69.002 | 4.817 | 66.066 | 58.393 | 7.673 | |
| Sonstige Forderungen, geleistete Vorauszahlungen und Rechnungsabgrenzungen |
87.045 | 81.959 | 5.086 | 79.220 | 71.547 | 7.673 |
Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt und Forderungen gegenüber Sozialversicherungsträgern. Die übrigen langfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen eine Forderung aus einem Grundstücksverkauf in Höhe von 3.083 TEUR, die eine mittelfristige Restlaufzeit hat.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals der Jahre 2014 und 2013 ist auf den Seiten 122 und 123 dargestellt.
In der Hauptversammlung vom 16.5.2014 wurde ein genehmigtes Kapital im Ausmaß von 17.629.014 EUR beschlossen. Hierbei handelt es sich um die Ermächtigung für die Durchführung einer regulären Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlage innerhalb von fünf Jahren mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Das Grundkapital kann um maximal 17.629.014 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.629.014 neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien mit der Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses bei Spitzenbeträgen erhöht werden. Eine Durchführung kann gegebenenfalls in mehreren Tranchen erfolgen. Die Art der Aktien, der Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Grundsätzlich haben die Aktionäre das gesetzliche Bezugsrecht. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in zwei besonderen Fällen auszuschließen. Erstens, für eine Kapitalerhöhung im Falle einer Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zweitens bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe). Diese Ermächtigung gilt bis zum 25.6.2019.
Der Vorstand wurde in der 145. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 16.5.2014 ermächtigt, im gesetzlichen jeweils höchstzulässigen Ausmaß eigene Stückaktien während der Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben, höchstens zum Zweifachen des Börsenkurses zum 16.5.2014 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie, und rückgekaufte Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung entweder einzuziehen oder wieder zu verkaufen sowie eigene Aktien auf eine andere Weise als über die Börse oder ein öffentliches Angebot zu veräußern. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 11.5.2012 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien.
Wienerberger weist per 31.12.2014 ein Konzerneigenkapital von 2.046.830 TEUR gegenüber 2.254.166 TEUR im Vorjahr aus. Veränderungen ergaben sich insbesondere durch das negative laufende Ergebnis und die Verminderung der Gewinnrücklagen aufgrund der Zahlung des Hybridkupons und der Dividende. Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses wie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, die Hedging Rücklage, die Bewertung zum Verkauf verfügbarer Finanzinstrumente und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Dienstverhältnisses gemäß IAS 19 (2011) verminderten wie im Vorjahr das Eigenkapital nach Berücksichtigung latenter Steuern um insgesamt 14.678 TEUR (Vorjahr: 55.375 TEUR).
Im Geschäftsjahr kam es zu einer Verminderung von 1.893.849 eigenen Anteilen im Ausmaß von 23.190 TEUR, die als nicht zahlungswirksamer Teil für den Kaufpreis weiterer Anteile an Tondach Gleinstätten aufgewendet wurden. Die Differenz zu den ursprünglichen Anschaffungskosten wurde mit dem Eigenkapital verrechnet und in der Kapitalrücklage dargestellt. Somit hält Wienerberger per 31.12.2014 570.289 eigene Anteile in Höhe von 4.862 TEUR.
Nicht beherrschende Anteile erhöhten das Eigenkapital um insgesamt 16.030 TEUR. Davon entfallen 17.206 TEUR auf nicht beherrschende Anteile an Tondach, wovon -30 TEUR auf die Beteiligung des Managements in der bosnischen Tondach Bosnia i Hercegovina d.o.o. zurückzuführen sind und 17.236 TEUR in Folge einer Schuldumwandlung Anfang September 2014 zugingen.
Folgende Tabelle stellt die Entwicklung nicht beherrschender Anteile an Tondach dar, bestehend aus der Zurechnung des Ergebnisses nicht beherrschender Anteile von -38 TEUR und sonstiger Gesamtergebnisbestandteile von -220 TEUR.
| Aktiva | Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2014 | 30.6.2014 | in TEUR | 31.12.2014 | 30.6.2014 |
| Langfristiges Vermögen | 173.993 | 186.524 | Beherrschende Anteile | 78.408 | 78.236 |
| Kurzfristiges Vermögen | 76.055 | 67.328 | Nicht beherrschende Anteile | 16.948 | 17.206 |
| Eigenkapital | 95.356 | 95.442 | |||
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 119.439 | 72.978 | |||
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 35.253 | 85.432 | |||
| 250.048 | 253.852 | 250.048 | 253.852 |
Ein Abgang nicht beherrschender Anteile resultierte aus dem Kauf der restlichen Anteile an der Semmelrock Gruppe und der Wienerberger Ilovac d.o.o. in Kroatien. Ein daraus entstandener Unterschiedsbetrag wurde gegen die Kapitalrücklage verrechnet.
Das Grundkapital der Wienerberger AG zum 31.12.2014 beträgt 117.526.764 EUR und verteilt sich auf 117.526.764 nennwertlose Stückaktien, denen allen die gleichen Rechte zukommen. Alle Aktien sind voll einbezahlt. Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,12 EUR je Aktie ausbezahlt, das waren 14.103 TEUR abzüglich eines anteiligen Betrags für eigene Anteile von 295 TEUR, somit 13.808 TEUR.
Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 10.2.2014 den jährlichen Kupon in Höhe von 32.500 TEUR für die am 9.2.2007 begebene und unter dem Hybridkapital ausgewiesene Hybridanleihe ausbezahlt. Die Hybridanleihe ist eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe im Umfang von 500.000 TEUR mit einem Kupon von 6,5 %, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Hybridanleihe oder der Fortsetzung zu einem variablen Zinssatz (3-Monats EURIBOR + 325 bps). Im September 2014 hat Wienerberger Investoren ein Umtauschangebot für bis zu 300.000 TEUR der bestehenden Hybridanleihe in eine neue Hybridanleihe gelegt, das Anfang Oktober mit einem Volumen von 272.188 TEUR angenommen wurde. Die neue Hybridanleihe bietet wie die bestehende eine fixe Verzinsung von 6,5 % bis 2017 und danach eine Fixverzinsung von 5 % bis zum Jahr 2021, in dem der Emittentin erstmals ein Kündigungsrecht zusteht. Die abgegrenzten Zinsen auf die getauschten Hybridanleihen von 11.585 TEUR wurden bei Abschluss der Transaktion ausbezahlt. Die aus dem Umtausch der Hybridanleihe resultierenden Spesen von 2.336 TEUR werden im Eigenkapital ausgewiesen.
Nach IAS 32 handelt es sich bei den beiden Hybridanleihen somit um Eigenkapitalinstrumente, weshalb die hierfür zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt werden. Die Darstellung hat gemäß IAS 32 nach Steuern zu erfolgen. Nachdem die Wienerberger AG aufgrund von Verlustvorträgen aus Vorperioden eine effektive Steuerquote von 0 % aufweist, beträgt die Ausschüttung nach Steuern 32.500 TEUR. Im Berichtsjahr verminderte sich das Ergebnis je Aktie durch Kuponzinsen um 0,28 EUR.
Die Gewinnrücklagen von insgesamt 575.850 TEUR (Vorjahr: 803.254 TEUR) enthalten die Gewinnrücklagen der Wienerberger AG und sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinnrücklagen von Tochterunternehmen. Das Konzernergebnis 2014 ohne Anteile anderer Gesellschafter ist innerhalb der Konzerngewinnrücklagen ausgewiesen.
In der Rücklage aus Währungsumrechnung werden alle im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Differenzen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen, wobei die Differenzen von at-equity bilanzierten Unternehmen gesondert ausgewiesen werden. In der Hedging Rücklage werden die im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Wertänderungen von Sicherungsgeschäften erfasst. Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich einerseits um Absicherungen der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftseinheiten (Net Investment Hedges) und andererseits um Sicherungsgeschäfte für Transaktionen in Fremdwährungen (Cashflow Hedges).
"Change of Control"-Klauseln sind in den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zu den Unternehmensanleihen 2011, 2012 und 2013, zu den beiden Hybridanleihen 2007 und 2014 sowie in mehreren syndizierten Krediten und Darlehen enthalten.
Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren, wobei die Black Creek Investment Management Inc. mit Sitz in Kanada per 31.12.2014 mehr als 5 % der Anteile an Wienerberger und Marathon Asset Management LLP mit Sitz im Vereinigten Königreich und First Eagle Investment Management, LLC mit Sitz in den USA mehr als 4 % hielten. Die Wienerberger Aktie notiert im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt.
| 1.1.2014 | Währungs änderungen |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Auflösung | Verbrauch | Zuführung | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 13.146 | 2 | 8.174 | 1.894 | 1.695 | 6.376 | 24.109 |
| 34.653 | -534 | 567 | 255 | 4.359 | 3.290 | 33.362 |
| 3.100 | 50 | 0 | 144 | 620 | 428 | 2.814 |
| 50.899 | -482 | 8.741 | 2.293 | 6.674 | 10.094 | 60.285 |
| 3.555 | -3 | 195 | 1.148 | 258 | 870 | 3.211 |
| 53.841 | 22 | 348 | 13.411 | 19.952 | 17.502 | 38.350 |
| 57.396 | 19 | 543 | 14.559 | 20.210 | 18.372 | 41.561 |
| 108.295 | -463 | 9.284 | 16.852 | 26.884 | 28.466 | 101.846 |
Die Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 1.1.2014 | Währungs änderungen |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Auflösung | Verbrauch | Zuführung | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Abfertigungen | 20.959 | 1 | 7.374 | 164 | 4.489 | 8.031 | 31.712 |
| Rückstellungen für Pensionen | 88.379 | 4.976 | 1.875 | 648 | 14.997 | 32.834 | 112.419 |
| Jubiläumsgeldrückstellungen | 6.834 | -34 | 351 | 121 | 388 | 897 | 7.539 |
| Personalrückstellungen | 116.172 | 4.943 | 9.600 | 933 | 19.874 | 41.762 | 151.670 |
Die gesamten Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses belaufen sich auf 144.131 TEUR (Vorjahr: 109.338 TEUR) und lassen sich in Pensionsverpflichtungen von 112.419 TEUR (Vorjahr: 88.379 TEUR) und Abfertigungsverpflichtungen von 31.712 TEUR (Vorjahr: 20.959 TEUR) unterteilen. Die relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind auf der Seite 178 erläutert.
Hinsichtlich der Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses unterliegt das Unternehmen unterschiedlichen Risiken, wobei neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken in Folge einer höheren Lebenserwartung bei Pensionen oder Zinsrisiken auch Währungsrisiken und Veranlagungsrisiken auf Kapitalmärkten zum Tragen kommen.
Bei Wienerberger haben Arbeiter und Angestellte in den Niederlanden, Großbritannien, Skandinavien, den USA, Kanada, Deutschland, Belgien und der Schweiz sowie einige Personen des Managements Pensionszusagen. Zielsetzung für künftige Pensionsregelungen sind beitragsorientierte Modelle. Bereits im Jahr 2004 wurden mehrere leistungsorientierte Pensionsvereinbarungen mit aktiven Managern in beitragsorientierte Pensionskassenmodelle umgewandelt und bisher erworbene Ansprüche an eine Pensionskasse übertragen. Daneben bestehen vereinzelt nicht fondsgebundene leistungsorientierte Pensionszusagen, vorwiegend an ehemalige Manager. Für die Pensionspläne bilden die geleisteten Dienstjahre die Grundlage. Die Altersversorgung der Mitarbeiter von General Shale Inc. (USA) beruht auf einem fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsplan sowie einer nicht fondsgebundenen (Alters-)Krankenversicherung. Im Geschäftsjahr wurde einem Teil der Mitarbeiter ein Angebot zur Beendigung des leistungsorientierten Plans vorgelegt, woraus Abgeltungszahlungen in Höhe von 8.476 TEUR resultierten. ZZ Wancor (Schweiz) hat ein fondsgebundenes leistungssorientiertes Pensionsmodell mit einer ausgelagerten Pensionskassa, wobei im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Sammelstiftung das Unternehmen einer faktischen Nachschussverpflichtung unterliegt. Die von niederländischen Mitarbeitern erworbenen Ansprüche werden im Rahmen eines beitragsorientierten Pensionsmodells überwiegend durch Beiträge in einen industrieweiten niederländischen Pensionsfonds befriedigt. In Großbritannien existiert ein beitragsorientiertes Pensionsmodell für alle Mitarbeiter. Bei den im Jahr 2004 neu erworbenen Gesellschaften von thebrickbusiness gab es bis Ende 2003 ein leistungsorientiertes Modell. Die daraus resultierenden Verpflichtungen wurden rückgestellt. Ebenso wurde durch den Erwerb von Baggeridge im Jahre 2007 ein leistungsorientierter Pensionsplan übernommen. Für Mitarbeiter der Steinzeug-Keramo Gruppe existieren drei leistungsorientierte Pensionsmodelle. Aufgrund der Akquisition der Pipelife Gruppe erhöhten im Jahr 2012 weitere neun leistungsorientierte Pensionspläne die Rückstellung, wobei zwei der niederländischen Pläne im Geschäftsjahr aufgelöst wurden, woraus Abgeltungen sowie Effekte aus Plankürzungen in Höhe von insgesamt 1.236 TEUR resultierten. Somit existieren in der Pipelife Gruppe sieben leistungsorientierte Pensionspläne für einzelne Mitglieder des Managements in den Niederlanden, Belgien, Norwegen, Österreich, Frankreich und Deutschland. Durch die Übernahme der restlichen Anteile von Tondach Gleinstätten kam ein weiterer leistungsorientierter Pensionsplan über die Veränderung des Konsolidierungskreises hinzu.
Den Berechnungen liegen die folgende gewichtete durchschnittliche Parameter zugrunde:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Diskontierungssatz | 3,0 % | 3,7 % |
| Erwartete Gehaltssteigerungen | 1,3 % | 1,4 % |
| Erwartete Rentensteigerungen | 1,2 % | 1,3 % |
| Durchschnittliche Fluktuationsraten | 0,1 % | 0,1 % |
| Sterbetafeln | ||
| Österreich | AVÖ 2008-P | AVÖ 2008-P |
| Deutschland | Heubeck 2005 G | Heubeck 2005 G |
| Schweiz | BVG 2010 GT | BVG 2010 GT |
| USA | RP-2000 Generational BB | RP-2000 Generational BB |
| Großbritannien | 105% of SAPS Normal Tables with allowance (CMI 2011) |
105% of SAPS Normal Tables with allowance (CMI 2011) |
| Belgien | MR-3/FR-3 | MR-3/FR-3 |
| Kanada | CIA Private Sector Mortality Table | CIA Private Sector Mortality Table |
| Norwegen | K2013 BE Mortality Table | K2013 BE Mortality Table |
| Frankreich | Insee 9 11 | THTF 00-02 |
| Niederlanden | AG Prognosetafel 2014 | AG Prognosetafel 2010-2062 |
Der landesspezifische Diskontierungssatz basiert auf der durchschnittlichen Verzinsung von erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen mit einer Laufzeit, die der durchschnittlichen Fälligkeit der Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern entspricht.
Der gesamte Pensionsaufwand des Jahres 2014 verteilt sich auf beitragsorientierte (defined contribution) und leistungsorientierte (defined benefit) Pensionspläne, wobei der laufende sowie nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand und die Auswirkungen von Abgeltungen im Betriebsergebnis und der Nettozinseffekt im Zinsergebnis ausgewiesen werden.
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Beitragsorientierte Pläne | ||
| Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne | 13.631 | 13.279 |
| Leistungsorientierte Pläne | ||
| Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service cost) | 4.079 | 3.900 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -1.047 | -1.473 |
| Auswirkung von Abgeltungen und Plankürzungen | -2.935 | -2.884 |
| Nettozinsaufwand | 3.275 | 3.693 |
| Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne | 3.372 | 3.236 |
| Gesamte Aufwendungen für Altersversorgung | 17.003 | 16.515 |
Die Überleitung von Brutto-Pensionsverpflichtungen auf bilanzierte Netto-Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Abzug des Marktwerts des Planvermögens. Von den Netto-Pensionsverpflichtungen stammen 11.947 TEUR (Vorjahr: 9.992 TEUR) aus der US-amerikanischen (Alters-)Krankenversicherung. Eine Änderung des Kostentrends für medizinische Versorgungsleistungen führt zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf Zinsaufwand und leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen.
Die Zusammensetzung der Pensionsverpflichtungen und ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:
| Brutto-Pensionsverpflichtung | Marktwert Planvermögen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| Wert per 1.1. | 345.043 | 350.242 | 256.725 | 248.340 | |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 1.875 | 0 | 0 | 0 | |
| Umbuchungen | 218 | 0 | 0 | 0 | |
| Währungsänderungen | 19.189 | -7.003 | 14.214 | -5.415 | |
| Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungs ansprüche (service cost) für leistungsorientierte Pensionspläne |
4.079 | 3.900 | 0 | 0 | |
| Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) | 12.822 | 12.405 | 0 | 0 | |
| Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen | 0 | 0 | 9.547 | 8.712 | |
| Auswirkung von Plankürzungen | -65 | -2.884 | 0 | 0 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 41.339 | 8.094 | 19.519 | 14.394 | |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -1.047 | -1.473 | 0 | 0 | |
| Auszahlungen an Rentner | -17.771 | -17.523 | -16.761 | -16.485 | |
| Einzahlungen von Mitarbeitern | 1.688 | 1.785 | 1.688 | 1.785 | |
| Abgeltungen | -9.863 | -2.500 | -6.993 | -2.500 | |
| Einzahlungen vom Arbeitgeber | 0 | 0 | 7.149 | 7.894 | |
| Wert per 31.12. | 397.507 | 345.043 | 285.088 | 256.725 | |
| Marktwert Planvermögen | -285.088 | -256.725 | |||
| Netto-Pensionsverpflichtungen | 112.419 | 88.318 | |||
| davon: Pensionsrückstellungen | 112.419 | 88.379 | |||
| davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des Fondsvermögens |
0 | 61 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von Pensionplänen | |||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen der demographischen Annahmen |
-5.509 | 1.056 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen der finanziellen Annahmen |
46.848 | 7.038 | |||
| Abweichung des Ertrages auf das Planvermögen | -19.519 | -14.394 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) im sonstigen Gesamtergebnis |
21.820 | -6.300 |
Das Planvermögen resultiert hauptsächlich aus den fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsmodellen in den USA, Großbritannien, der Schweiz und dem niederländischen Plan von Pipelife. Das Planvermögen wird zu 40 % (Vorjahr: 36 %) in Form von Aktien, zu 48 % (Vorjahr: 32 %) in Form von Anleihen und zu 12 % (Vorjahr: 32 %) in Form von sonstigen Vermögenswerten gehalten.
Die Sensitivität der Brutto-Pensionsverpflichtung wurde getestet, indem die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen einzeln unter sonst gleichen Bedingungen verändert wurden. Ein negativer Betrag bedeutet eine Verminderung der Verpflichtung, ein positiver Wert eine Erhöhung.
| Änderung der Annahme in Basispunkten (BP)/Jahren (J) |
Anstieg der Annahme in TEUR |
Verringerung der Annahme in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Diskontierungssatz | +/-25 BP | -15.002 | 15.619 |
| Gehaltssteigerungen | +/-100 BP | 3.936 | -3.512 |
| Fluktuation | +/-100 BP | -3.887 | 1.308 |
| Lebenserwartung | +/-1 J | 13.329 | -13.296 |
Für das Geschäftsjahr 2015 werden Beiträge zu den Pensionsplänen in Höhe von insgesamt 7.807 TEUR erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Duration der Pensionsverpflichtungen beläuft sich per 31.12.2014 auf 15 Jahre (Vorjahr: 15 Jahre).
Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. bei Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es unter anderem in Frankreich, Italien und Polen.
Der landesspezifische Diskontierungssatz, der für die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gemäß der Projected Unit Credit Methode herangezogen wird, basiert auf derselben Zinskurve, die für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen herangezogen wird. Den Berechnungen liegen die folgenden durchschnittlich gewichteten Parameter zugrunde: ein Zinssatz von 1,7 %, eine erwartete Einkommensentwicklung von 1,8 % sowie durchschnittliche Fluktuationen von 2,3 %.
Der laufende sowie nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand und die Auswirkung von Abgeltungen aus leistungsorientierten Abfertigungsverpflichtungen werden im Betriebsergebnis und der Nettozinseffekt im Zinsergebnis ausgewiesen.
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Beitragsorientierte Pläne sowie freiwillige Abfertigungen und ähnliche Aufwendungen | 3.382 | 2.676 |
| Leistungsorientierte Pläne | ||
| Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service cost) | 1.385 | 1.027 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -103 | 0 |
| Auswirkung von Abgeltungen | 8 | 5 |
| Nettozinsaufwand | 630 | 702 |
| Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne | 1.920 | 1.734 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 5.302 | 4.410 |
Die Abfertigungsverpflichtungen sind in Frankreich durch Planvermögen gedeckt. Dieses wird zu 1 % (Vorjahr: 8 %) in Form von Aktien, zu 8 % (Vorjahr: 0 %) in Form von Anleihen und zu 91 % (Vorjahr: 92 %) in Form von sonstigen Vermögenswerten gehalten.
| Brutto-Abfertigungsverpflichtung | Marktwert Planvermögen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| Wert per 1.1. | 22.930 | 24.412 | 1.971 | 0 | |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 7.374 | 0 | 0 | 0 | |
| Umbuchungen | 68 | 464 | 0 | 1.971 | |
| Währungsänderungen | 1 | -166 | 0 | 0 | |
| Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) für Abfertigungen |
1.385 | 1.027 | 0 | 0 | |
| Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) | 692 | 702 | 0 | 0 | |
| Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen | 0 | 0 | 62 | 0 | |
| Auswirkung von Abgeltungen | 8 | 5 | 0 | 0 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 3.941 | 642 | 0 | 0 | |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -103 | 0 | 0 | 0 | |
| Auszahlungen | -2.551 | -4.156 | 0 | 0 | |
| Wert per 31.12. | 33.745 | 22.930 | 2.033 | 1.971 | |
| Marktwert Planvermögen | -2.033 | -1.971 | |||
| Netto-Abfertigungsverpflichtungen | 31.712 | 20.959 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von Abfertigungsplänen | |||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen der demographischen Annahmen |
1.561 | -158 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen der finanziellen Annahmen |
2.380 | 800 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) im sonstigen Gesamtergebnis |
3.941 | 642 |
Die Zusammensetzung der Abfertigungsverpflichtungen und ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:
Die Sensitivität der Brutto-Abfertigungsverpflichtung wurde getestet, indem die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen einzeln unter sonst gleichen Bedingungen verändert wurden. Ein negativer Betrag bedeutet eine Verminderung der Verpflichtung, ein positiver Wert eine Erhöhung.
| Änderung der Annahme in Basispunkten (BP) |
Anstieg der Annahme in TEUR |
Verringerung der Annahme in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Diskontierungssatz | +/-25 | -950 | 990 |
| Gehaltssteigerungen | +/-100 | 3.816 | -3.301 |
| Fluktuation | +/-100 | -2.875 | 1.859 |
Für das Geschäftsjahr 2015 werden Beiträge zu den Abfertigungsplänen in Höhe von insgesamt 1.205 TEUR erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Duration der Abfertigungsverpflichtungen beläuft sich per 31.12.2014 auf 12 Jahre (Vorjahr: 8 Jahre).
Aktive und passive latente Steuern per 31.12.2014 und 31.12.2013 resultieren aus folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Aktiva | Passiva | Aktiva | Passiva |
| Immaterielle Vermögenswerte | 20.961 | -38.665 | 7.440 | -54.275 |
| Sachanlagen | 23.147 | -115.802 | 11.055 | -114.097 |
| Vorräte | 2.034 | -5.976 | 2.743 | -6.683 |
| Forderungen | 9.034 | -8.992 | 10.437 | -9.208 |
| Übrige sonstige Forderungen | 83.461 | -58 | 62.112 | -57 |
| 138.637 | -169.493 | 93.787 | -184.320 | |
| Unversteuerte Rücklagen | 1.286 | -22.409 | 1.378 | -21.067 |
| Rückstellungen | 32.060 | -3.893 | 27.002 | -3.251 |
| Verbindlichkeiten | 13.283 | -4.710 | 8.325 | -2.950 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 841 | -284 | 473 | -32 |
| 47.470 | -31.296 | 37.178 | -27.300 | |
| Steuerliche Verlustvorträge | 803.430 | 494.819 | ||
| Aktive/Passive latente Steuern | 989.537 | -200.789 | 625.784 | -211.620 |
| Nicht angesetzte aktive latente Steuern | -841.038 | -471.511 | ||
| Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern gegenüber der selben Steuerbehörde |
-88.336 | 88.336 | -107.640 | 107.640 |
| Angesetzte aktive und passive latente Steuern | 60.163 | -112.453 | 46.633 | -103.980 |
Aufgrund der Harmonisierung des Ausweises angesetzter aktiver latenter Steuern wurden die steuerlichen Verlustvorträge und die nicht angesetzten aktiven latenten Steuern des Vorjahres angepasst.
In der Wienerberger GmbH (Deutschland) wurden latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 4.408 TEUR aktiviert, obwohl in Deutschland im Berichtjahr in Folge von Einmaleffekten ein steuerlicher Verlust erzielt wurde. Die steuerliche Ergebnisplanung für die Jahre 2015 – 2018 zeigt ein ausreichend positives steuerliches Ergebnis, da die Wienerberger GmbH (Deutschland) mit der Steinzeug-Keramo GmbH (Deutschland) einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen hat und eine Ergebnisübernahme aus der Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen Schlagmann Poroton GmbH & Co. KG besteht.
Im Konzern wurden für abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge (inklusive Siebentelabschreibungen) in Höhe von 1.524.753 TEUR (Vorjahr: 968.059 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist. Das entspricht einer aktiven Latenz in Höhe von 841.038 TEUR (Vorjahr: 471.511 TEUR), wobei eine Verminderung des Ansatzes von aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.819 TEUR aus der erstmaligen Einbeziehung der Tondach Gruppe resultiert.
Der Betrag der nach österreichischem Steuerrecht abzugsfähigen temporären Siebentelabschreibungen in der Wienerberger AG beläuft sich auf 336.082 TEUR (Vorjahr: 161.125 TEUR). In der Bilanz wurde ebenso wie im Vorjahr für diesen Betrag kein latenter Steueranspruch angesetzt.
Für temporäre Unterschiede in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet.
Die kumulierten Anteile an Tochtergesellschaften überschreiten mit 901.494 TEUR (Vorjahr: 615.947 TEUR) die entsprechenden anteiligen Eigenkapitalien dieser Tochtergesellschaften.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt prinzipiell zu fortgeführten Anschaffungskosten (financial liabilities at amortized cost). Eine Ausnahme bilden Derivate mit negativen Marktwerten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| 2014 in TEUR |
Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr |
Restlaufzeit 1-5 Jahre |
Restlaufzeit > 5 Jahre |
davon dinglich besichert |
|---|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 958.211 | 401.690 | 259.380 | 297.141 | 17.075 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 133 | 133 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit gegenüber Konzernunternehmen |
262 | 262 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 958.606 | 402.085 | 259.380 | 297.141 | 17.075 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten |
285.195 | 285.195 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen |
649 | 649 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 285.844 | 285.844 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern | 8.184 | 8.184 | 0 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 5.623 | 5.613 | 10 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern |
48.087 | 48.067 | 20 | 0 | 0 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 11.649 | 8.246 | 866 | 2.537 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 182.558 | 182.249 | 272 | 37 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 247.917 | 244.175 | 1.168 | 2.574 | 0 |
| Summe Verbindlichkeiten | 1.500.551 | 940.288 | 260.548 | 299.715 | 17.075 |
| 2013 in TEUR |
Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr |
Restlaufzeit 1-5 Jahre |
Restlaufzeit > 5 Jahre |
davon dinglich besichert |
|---|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 1.126.809 | 290.688 | 488.443 | 347.678 | 1.543 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 13 | 13 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit gegenüber Konzernunternehmen |
196 | 196 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.127.018 | 290.897 | 488.443 | 347.678 | 1.543 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten |
267.318 | 267.318 | 0 | 0 | 19 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen |
1.016 | 1.016 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 268.334 | 268.334 | 0 | 0 | 19 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern | 12.359 | 12.359 | 0 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.392 | 2.383 | 9 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern |
47.725 | 47.725 | 0 | 0 | 0 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 12.716 | 8.860 | 1.077 | 2.779 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 158.203 | 153.831 | 4.332 | 40 | 215 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 221.036 | 212.799 | 5.418 | 2.819 | 215 |
| Summe Verbindlichkeiten | 1.628.747 | 784.389 | 493.861 | 350.497 | 1.777 |
In den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Verkaufsoptionen in Höhe von 12.118 TEUR (Vorjahr: 10.701 TEUR) enthalten, durch deren Ausübung nicht beherrschende Anteile an Konzerngesellschaften an Wienerberger übertragen werden können (siehe Anmerkung 32. Angaben zu Finanzinstrumenten).
Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen mit 57.418 TEUR (Vorjahr: 50.856 TEUR) gegenüber Mitarbeitern und mit 65.153 TEUR (Vorjahr: 56.733 TEUR) aus Abgrenzungen von Boni und sonstigen Erlösschmälerungen gegenüber Kunden. Die erhaltenen Vorauszahlungen beinhalten 1.939 TEUR (Vorjahr: 2.334 TEUR) Subventionen und Investitionszuschüsse von Dritten, die entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen langfristig ertragswirksam aufgelöst werden. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern sind Steuerschulden in Höhe von 34.246 TEUR (Vorjahr: 38.258 TEUR) ausgewiesen.
Unter den Finanzverbindlichkeiten sind folgende Derivate mit negativen Marktwerten enthalten:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Derivate aus Cashflow Hedges | 6.371 | 775 |
| Derivate aus Net Investment Hedges | 10.191 | 9.001 |
| Sonstige Derivate | 4.764 | 190 |
| Derivate mit negativem Marktwert | 21.326 | 9.966 |
Von den gesamten Verbindlichkeiten entfallen somit 1.475.911 TEUR auf Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (financial liabilities at amortized cost), 3.315 TEUR auf Verbindlichkeiten, die zum Marktwert bewertet werden, 16.562 TEUR auf Derivate in Hedge-Beziehungen und 4.764 TEUR auf sonstige Derivate.
Die aus den Finanzverbindlichkeiten resultierenden erwarteten Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:
| 2014 in TEUR |
Buchwert zum 31.12.2014 |
Gesamt | < 6 Monate | 6-12 Monate | 1-2 Jahre | 2-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 611.288 | -703.000 | -12.000 | -215.250 | -17.250 | -146.500 | -312.000 |
| Commercial Paper | 6.240 | -6.250 | -6.250 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 313.456 | -325.039 | -147.892 | -11.746 | -59.008 | -106.393 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 6.296 | -10.533 | -9.336 | -1 | -1.000 | -196 | 0 |
| Originäre Finanzinstrumente | 937.280 | -1.044.822 | -175.478 | -226.997 | -77.258 | -253.089 | -312.000 |
| Zinsderivate | 5.290 | 5.804 | -657 | 2.012 | 1.485 | 2.964 | 0 |
| Devisentermingeschäfte und Swaps | 16.036 | 32.847 | 30.224 | -2.017 | 13.180 | -8.540 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 21.326 | 38.651 | 29.567 | -5 | 14.665 | -5.576 | 0 |
| Buchwerte/Vertragliche Cashflows | 958.606 | -1.006.171 | -145.911 | -227.002 | -62.593 | -258.665 | -312.000 |
| 2013 in TEUR |
Buchwert zum 31.12.2013 |
Gesamt | < 6 Monate | 6-12 Monate | 1-2 Jahre | 2-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 859.903 | -986.411 | -11.967 | -271.444 | -227.250 | -151.750 | -324.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 245.488 | -261.303 | -9.827 | -11.157 | -141.718 | -58.936 | -39.665 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 11.661 | -11.680 | -3.070 | -7.882 | -448 | -280 | 0 |
| Originäre Finanzinstrumente | 1.117.052 | -1.259.394 | -24.864 | -290.483 | -369.416 | -210.966 | -363.665 |
| Zinsderivate | 338 | 7.222 | -671 | 1.968 | 1.476 | 4.449 | 0 |
| Devisentermingeschäfte und Swaps | 9.628 | -3.697 | 6.254 | 3.261 | -10.902 | -2.310 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 9.966 | 3.525 | 5.583 | 5.229 | -9.426 | 2.139 | 0 |
| Buchwerte/Vertragliche Cashflows | 1.127.018 | -1.255.869 | -19.281 | -285.254 | -378.842 | -208.827 | -363.665 |
Haftungsverhältnisse resultieren aus Verpflichtungen, die gegenüber Dritten übernommen wurden, und entfallen auf:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 0 | 49 |
| Garantien | 28.172 | 23.247 |
| Sonstige vertragliche Haftungsverpflichtungen | 3.075 | 2.947 |
| Haftungsverhältnisse | 31.247 | 26.243 |
Bei allen unter den Eventualschulden ausgewiesenen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die zum Bilanzstichtag noch völlig ungewiss ist.
Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2014 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | |
| Langfristige Darlehen | EUR | 58.956 | 62.768 | 59.268 | 2,77 |
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | EUR | 97.483 | 97.196 | 97.586 | 6,15 |
| TRY | 12.385 | 4.369 | 4.373 | - | |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit fixer Verzinsung 164.333 |
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2013 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | |
| Langfristige Darlehen | EUR | 125.990 | 138.898 | 126.396 | 5,62 |
| Revolvierende Kredite | TRY | 500 | 200 | 169 | 5,25 |
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | EUR | 1.269 | 1.269 | 1.269 | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit fixer Verzinsung | 127.834 |
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2014 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | |
| Langfristige Darlehen | EUR | 101.162 | 105.379 | 101.184 | 1,81 |
| 105.379 | 101.184 | ||||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | EUR | 47.774 | 47.562 | 48.019 | 2,18 |
| CAD | 417 | 297 | 297 | - | |
| HRK | 13.498 | 1.989 | 1.980 | 0,05 | |
| HUF | 10 | 0 | 0 | - | |
| TRY | 767 | 274 | 271 | - | |
| USD | 581 | 478 | 478 | - | |
| 50.600 | 51.045 | ||||
| Derivate | Diverse in EUR | 343.688 | 21.326 | 21.326 | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variabler Verzinsung | 177.305 | 173.555 |
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2013 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | |
| Langfristige Darlehen | EUR | 109.002 | 114.012 | 109.005 | 2,28 |
| 114.012 | 109.005 | ||||
| Revolvierende Kredite | EUR | 149 | 148 | 149 | 0,41 |
| HRK | 13.907 | 1.808 | 1.823 | 3,97 | |
| 1.956 | 1.972 | ||||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | EUR | 5.849 | 5.863 | 5.858 | 0,70 |
| CAD | 182 | 124 | 124 | - | |
| HRK | 201 | 26 | 26 | - | |
| USD | 920 | 668 | 668 | - | |
| Diverse in EUR | 32 | 1 | 1 | - | |
| 6.682 | 6.677 | ||||
| Derivate | Diverse in EUR | 157.296 | 9.966 | 9.966 | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variabler Verzinsung | 132.616 | 127.620 |
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2014 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | |
| Anleihen – fix verzinst | EUR | 600.000 | 632.379 | 596.060 | 4,54 |
| EUR | 15.228 | 15.228 | 15.228 | - | |
| Langfristige Darlehen – fix verzinst | EUR | 965 | 1.026 | 965 | 0,16 |
| USD | 222 | 174 | 183 | - | |
| Kurzfristige Darlehen – variabel verzinst | GBP | 2.582 | 3.315 | 3.315 | - |
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen – fix verzinst | EUR | 1.438 | 1.470 | 1.438 | 0,61 |
| Commercial Paper – fix verzinst | EUR | 6.221 | 6.210 | 6.240 | 0,72 |
| Leasingverbindlichkeiten | EUR | 133 | 133 | 133 | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | EUR | 262 | 262 | 262 | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 660.197 | 623.824 |
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2013 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | |
| Anleihen – fix verzinst | EUR | 844.300 | 863.582 | 838.933 | 4,64 |
| EUR | 20.970 | 20.970 | 20.970 | - | |
| Langfristige Darlehen – fix verzinst | EUR | 505 | 511 | 505 | 2,00 |
| USD | 296 | 201 | 214 | - | |
| Langfristige Darlehen – variabel verzinst | GBP | 1.877 | 2.251 | 2.251 | - |
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen – fix verzinst | EUR | 5.818 | 5.933 | 5.820 | 4,00 |
| TRY | 7.880 | 2.662 | 2.662 | - | |
| Leasingverbindlichkeiten | EUR | 13 | 13 | 13 | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | EUR | 196 | 196 | 196 | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 896.319 | 871.564 |
Durch den Abschluss von Zinsswaps kann die Art der Verzinsung (variabel, fix) getauscht werden. Auf Seite 185 ist die Struktur der Finanzverbindlichkeiten (variable und fixe Verzinsung) inklusive der Effekte aus den Zinsswaps dargestellt.
Der Marktwert derivativer Finanzinstrumente entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäfts am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsniveau, Währungskursrelationen und die Bonität der Kontrahenten berücksichtigt. Diese Bewertungsparameter sind am Markt beobachtbar und allen relevanten Marktteilnehmern zugänglich. Die im Abschluss enthaltenen Marktwerte derivativer Instrumente entsprechen der Marktbewertung der jeweiligen Bank mit der Wienerberger das Derivat abgeschlossen hat, erweitert um Anpassungen gemäß IFRS 13 (Credit Value Adjustments CVA und Debit Value Adjustments DVA).
Am Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung von Transaktionsrisiken für einen Zeithorizont von bis zu zwölf Monaten abgeschlossen wurden. Die gesicherten Risikopositionen dieser Sicherungsgeschäfte sind in der währungsdifferenzierten Liquiditätsplanung der Gruppe dokumentiert. Diese Derivate sind als Cashflow Hedges einer zukünftigen Transaktion klassifiziert und werden während der Laufzeit in ihrer Marktwertveränderung gegen die Hedging Reserve bewertet. Die Effektivität der Sicherung wird quartalsweise mit Hilfe der hypothetischen Derivatmethode gemessen. Der ineffektive Teil der Marktwertveränderung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet und besteht insbesondere aus den Credit und Debit Value Adjustments nach IFRS 13. Bei Fälligkeit wird die kumulierte Marktwertdifferenz vom sonstigen Gesamtergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.
Daneben bestanden Devisenswaps, die zur Absicherung von Cash Pool Salden in Fremdwährung eingesetzt werden. Da die Währungsdifferenzen der mit diesen Instrumenten gesicherten Bankkontensalden in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht werden, erfolgt die Abbildung der Marktwertdifferenzen der Sicherungsgeschäfte ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung. Aus diesem Grund werden diese Instrumente nicht im Hedge Accounting geführt.
Zum Stichtag bestanden zwei Zinsswaps, von denen einer die Absicherung des Zinsniveaus einer geplanten Transaktion im Jahr 2015 darstellt und daher als Cashflow Hedge im Hedge Accounting behandelt wurde. Die Effektivität der Sicherung wird quartalsweise mit Hilfe der hypothetischen Derivatmethode gemessen. Der effektive Teil der Marktwertdifferenzen dieses Instruments wird daher in der Hedging Reserve dargestellt. Der ineffektive Teil der Marktwertveränderung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet und besteht insbesondere aus den Credit und Debit Value Adjustments nach IFRS 13. Der zweite Zinsswap wird zur Verminderung des Zinsaufwandes der in 2018 auslaufenden Anleihe eingesetzt und über die Gewinn- und Verlustrechnung ohne Anwendung von Hedge Accounting bewertet.
Die eingesetzten Cross Currency Swaps sind Derivate, die die Nettoinvestition der Gruppe in Schweizer Franken absichern und daher als Net Investment Hedges dargestellt werden. Die Effektivität dieser Instrumente wird quartalsweise mit ihrer kumulierten Marktwertveränderung im Vergleich zur kumulierten Währungsdifferenz der gesicherten Position gemessen. Der effektive Teil der Sicherungsbeziehung wird in der Hedging Reserve gebucht, der ineffektive Teil in der Gewinn- und Verlustrechnung. Zum Bilanzstichtag lag die Effektivität diese Sicherungsbeziehungen zwischen 98,8 und 99,8 %.
Ferner werden Cross Currency Swaps zur Sicherung von Darlehen innerhalb der Gruppe eingesetzt. Für diese Sicherungsgeschäfte wurde in 2014 Hedge Accounting beendet und die betroffenen Derivate in die Kategorie sonstige Derivate umgegliedert, die zuvor als Cashflow Hedges gehalten wurden. Die bis dahin in der Hedging Reserve gebuchten Marktwertdifferenzen in Höhe von 936 TEUR wurden daher in das Finanzergebnis umgebucht.
| 2014 | 2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Nominalbetrag | Marktwert | Währung | Nominalbetrag | Marktwert | |
| 31.12.2014 in Tsd. Landeswährung |
31.12.2014 in TEUR |
31.12.2013 in Tsd. Landeswährung |
31.12.2013 in TEUR |
|||
| Devisentermingeschäfte | EUR | 79.298 | -324 | EUR | 28.632 | 137 |
| CAD | 2.000 | -33 | CAD | 0 | 0 | |
| CZK | 96.530 | 12 | CZK | 60.000 | -12 | |
| DKK | 32.000 | -6 | DKK | 10.000 | -2 | |
| GBP | 18.408 | -489 | GBP | 34.128 | -506 | |
| HUF | 3.101.722 | 269 | HUF | 1.914.912 | -27 | |
| NOK | 15.000 | -33 | NOK | 0 | 0 | |
| PLN | 18.837 | 228 | PLN | 6.274 | -3 | |
| RUB | 189.000 | 664 | RUB | 0 | 0 | |
| SEK | 109.223 | 168 | SEK | 12.510 | 0 | |
| USD | 0 | 0 | USD | 12.000 | -17 | |
| Zinsswaps | EUR | 150.000 | 97 | EUR | 73.000 | 4.326 |
| Cross Currency Swaps | CAD/EUR | 37.000 | 1.359 | CAD/EUR | 40.000 | 2.498 |
| CHF/EUR | 75.000 | -10.324 | CHF/EUR | 75.000 | -9.043 | |
| CZK/EUR | 750.000 | 1.246 | CZK/EUR | 800.000 | 2.058 | |
| DKK/EUR | 78.000 | -10 | DKK/EUR | 108.000 | 0 | |
| GBP/EUR | 75.000 | -4.179 | GBP/EUR | 58.000 | 1.284 | |
| PLN/EUR | 50.000 | 780 | PLN/EUR | 52.350 | 508 | |
| USD/EUR | 0 | 0 | USD/EUR | 80.000 | 3.311 | |
| Währungsoptionen | RUB/EUR | 35.000 | 133 | RUB/EUR | 0 | 0 |
| -10.442 | 4.511 |
Finanzinstrumente werden in drei Ebenen klassifiziert, welche die Bewertungssicherheit widerspiegeln. Wienerberger verwendet folgende Hierarchiestufen, um Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, einer Bewertungsmethode zuzuordnen:
Finanzinstrumente, die in der Wienerberger Gruppe regelmäßig zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert werden, werden zum Großteil der Stufe 1 (Anteile Fonds, Schuldtitel von Kapitalgesellschaften und Aktien, siehe Angabe 22.) oder Stufe 2 (sonstige zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente und derivative Finanzinstrumente, siehe Angabe 31.) zugerechnet. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den jeweiligen Hierarchiestufen vorgenommen.
Folgende Tabelle stellt alle finanziellen Vermögenswerte und verzinsliche Finanzverbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden:
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Buchwert zum 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Anteile Fonds | 6.857 | 6.857 | ||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | 17.494 | 17.494 | ||
| Aktien | 6.452 | 6.452 | ||
| Sonstige | 1.877 | 1.877 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 32.680 | 32.680 | ||
| Derivate aus Cashflow Hedges | 1.316 | 1.316 | ||
| Sonstige Derivate | 9.568 | 9.568 | ||
| Derivate mit positivem Marktwert | 10.884 | 10.884 | ||
| Derivate aus Cashflow Hedges | 6.371 | 6.371 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | 10.191 | 10.191 | ||
| Sonstige Derivate | 4.764 | 4.764 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 21.326 | 21.326 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 3.315 | 3.315 |
| Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | zum 31.12.2013 |
| Anteile Fonds | 7.290 | 7.290 | ||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | 19.470 | 19.470 | ||
| Aktien | 6.452 | 6.452 | ||
| Sonstige | 1.381 | 10.035 | 11.416 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 34.593 | 10.035 | 44.628 | |
| Derivate aus Cashflow Hedges | 9.675 | 9.675 | ||
| Sonstige Derivate | 4.802 | 4.802 | ||
| Derivate mit positivem Marktwert | 14.477 | 14.477 | ||
| Derivate aus Cashflow Hedges | 775 | 775 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | 9.001 | 9.001 | ||
| Sonstige Derivate | 190 | 190 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 9.966 | 9.966 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 2.251 | 2.251 |
Im Rahmen des Erwerbs von Sandtoft Ltd. im Jahr 2008 wurde den Verkäufern eine Verkaufsoption gewährt, durch deren Ausübung die verbleibenden nicht beherrschenden Anteile an Wienerberger übertragen werden können. Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis des budgetierten EBITDAs und des vereinbarten Multiplikationsfaktors ermittelt und mit dem landesspezifischen WACC für Großbritannien (7,78 %) abgezinst und ist somit in der Bewertungshierarchie der Stufe 3 zuzuordnen. In den Umgliederungen werden Bewertungseffekte dargestellt, die gemäß den Übergangsbestimmungen von IFRS 3 (2008) als Anpassung der Eröffnungsbilanz und nicht im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Der Ausweis erfolgt unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.
Die Bewertung von Finanzinstrumenten, die der Stufe 3 zuzuordnen sind, ist in folgender Tabelle dargestellt:
| in TEUR | 2014 |
|---|---|
| Stand 31.12.2013 | 2.251 |
| Bewertungsergebnis | 342 |
| Umgliederungen | 722 |
| Stand 31.12.2014 | 3.315 |
Kredite und Forderungen sowie Verbindlichkeiten werden bei Wienerberger grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt bei Anleihen anhand von Marktpreisen (Stufe 1), während der Zeitwert von Darlehen in einem kapitalwertorientierten Bewertungsverfahren hergeleitet wird und der Stufe 2 zuzuordnen ist.
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten haben zum Großteil eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Die jeweiligen Buchwerte entsprechen daher weitgehend den beizulegenden Zeitwerten, weshalb sie nicht gesondert angeführt werden.
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Buchwert zum 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige Forderungen | 5.086 | 5.086 | ||
| Langfristige Darlehen | 168.147 | 160.452 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | 152.165 | 153.004 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 320.312 | 313.456 | ||
| Anleihen | 647.607 | 611.288 | ||
| Langfristige Darlehen | 1.200 | 1.148 | ||
| Commercial Paper | 6.210 | 6.240 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | 1.470 | 1.438 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | 133 | 133 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | 262 | 262 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 647.607 | 9.275 | 620.509 |
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Buchwert zum 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige Forderungen | 7.673 | 7.673 | ||
| Langfristige Darlehen | 252.910 | 235.401 | ||
| Revolvierende Kredite | 2.156 | 2.141 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | 7.951 | 7.946 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 263.017 | 245.488 | ||
| Anleihen | 884.552 | 859.903 | ||
| Langfristige Darlehen | 712 | 719 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | 8.595 | 8.482 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | 13 | 13 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | 196 | 196 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 884.552 | 9.516 | 869.313 |
Umsatzerlöse: Erträge aus Lieferungen und Leistungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Weiters müssen die Höhe der Umsatzerlöse und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die Darstellung der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich von Rabatten, Skonti und Boni.
Herstellkosten: Die Kosten der verkauften Produkte (Umsatzkosten) beinhalten direkt zurechenbare Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten der Produktionsanlagen. Weitere Bestandteile der Herstellkosten bilden aufgrund einer Unterauslastung der Anlagen nicht aktivierbare Produktionsfixkosten, Abwertungen von Vorräten sowie die Anschaffungskosten verkaufter Handelswaren.
Fertigungsaufträge: Ist das Ergebnis von Fertigungsaufträgen verlässlich zu schätzen, werden Auftragserlöse und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt erfasst (percentage of completion method). Fertigungsaufträge bestehen im Bereich der Rohraktivitäten bei der Produktion von LLLD (long length large diameter) Rohren von Pipelife. Der Fertigstellungsgrad wird anhand der produzierten Menge an Tonnen ermittelt. Zeichnet sich eine Kostenüberschreitung eines Auftrages über vereinbarte Erlöse ab, so ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden.
Zuschüsse der öffentlichen Hand: Wienerberger passiviert Zuschüsse der öffentlichen Hand zu ihren beizulegenden Zeitwerten und weist deren periodenkonforme Auflösung unter den sonstigen Erträgen aus, wenn ausreichend Sicherheit besteht, dass alle Bedingungen erfüllt sind, die zum Erhalt der Zuwendungen berechtigen.
Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen und dem vorgesehenen Anteil für Hybridkapitalbesitzer durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (abzüglich der eigenen Aktien) dividiert wird.
Immaterielle Vermögenswerte: Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, mit deren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer – wie beispielsweise Marken – werden jährlichen Werthaltigkeitstests unterzogen.
Firmenwerte: Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, werden gemäß IFRS 3 zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal im Jahr auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht.
Sachanlagevermögen: Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare oder nutzungsbedingte (Tongruben) Abschreibungen, angesetzt. Bei selbst erstellten Anlagen werden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs, aktiviert. Während der Bauphase von qualifizierten Gegenständen des Anlagevermögens werden gemäß IAS 23 die anfallenden Fremdkapitalkosten unter den Anschaffungskosten aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beinhalten bei Wienerberger auch Kosten für Produktentwicklung, Verfahrenstechnik, Verbesserung von Umweltstandards sowie Labortätigkeiten. Die Entwicklungskosten nach erfolgreicher Forschung werden in der Regel in der jeweiligen Kategorie des Anlagevermögens aktiviert.
Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen, die in Komponenten aufgeteilt werden (Komponenten-Ansatz). Dafür werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern angesetzt:
| Produktionsgebäude (inkl. Lagerhallen) | 40 Jahre | Sonstige Maschinen | 5 – 15 Jahre |
|---|---|---|---|
| Verwaltungs- und Wohngebäude | 40 – 50 Jahre | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 10 Jahre |
| Gebäudeinfrastruktur | 15 – 30 Jahre | Kundenstamm | 5 – 15 Jahre |
| Öfen und Trockner | 8 – 20 Jahre | Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 3 – 10 Jahre |
Reparaturkosten, die die geplante Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand verbucht. Die laufende Abschreibung wird ausgesetzt, wenn eine Anlage gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung vorgesehen qualifiziert wird.
Werden Anlagen verkauft oder aufgegeben, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert bzw. ein Abwertungsbedarf unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst, sofern es sich um jährlich wiederkehrende vergleichbare Vorgänge handelt.
Gemietete Sachanlagen, die aus einer wirtschaftlichen Betrachtung als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leasingverhältnisse) zu jenen Anschaffungskosten angesetzt, die im Falle des Kaufs angefallen wären. Die Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags.
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten: Gemäß IAS 36 werden Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung vorliegen, regelmäßig auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht. Diese Überprüfung folgt dem Grundsatz der Einzelbewertung, sofern dem Vermögenswert Zahlungsmittelzuflüsse zugeordnet werden können. Getestet wird der Buchwert eines Vermögenswerts, indem ihm der erzielbare Betrag gegenübergestellt wird, welcher der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert ist. Eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag erfolgt dann, wenn dieser unter dem Buchwert zu liegen kommt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist der Betrag, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts unter Berücksichtigung der Veräußerungskosten erzielt werden würde. Der Nutzungswert wird hingegen in einem kapitalwertorientierten Verfahren als Barwert der Summe zukünftiger Zahlungsmittelzuflüsse aus einem Vermögenswert oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.
Immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer können keine unabhängigen Zahlungsmittelzuflüsse zugeordnet werden, weshalb ihre Werthaltigkeit im Verbund einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zumindest einmal im Jahr im Rahmen des Impairment Tests gemäß IAS 36 überprüft wird.
Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn Gründe für eine Wertminderung von Sachanlagen wegfallen bzw. eine Wiederverwertbarkeit von abgewerteten Sachanlagen gegeben ist. Einmal abgeschriebene Firmenwerte werden unter Beachtung von IAS 36 und IFRIC 10 nicht wieder zugeschrieben.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und mit Ausnahme von Grundstücken linear abgeschrieben.
Anteile an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstige Beteiligungen: Die Anteile an assoziierten Unternehmen, auf die Wienerberger einen maßgeblichen Einfluss ausübt (in der Regel zwischen 20 % und 50 % der Anteile), und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Unter den sonstigen Beteiligungen werden einerseits aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Unternehmen sowie andererseits Beteiligungen ohne maßgeblichen Einfluss zusammengefasst. Sie werden mit Anschaffungskosten angesetzt und lediglich im Falle von dauerhaften Wertminderungen auf ihren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Der Ausweis von Abschreibungen und Zuschreibungen erfolgt im Finanzergebnis.
Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. Bei der Bewertung der Vorräte kommt das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Bei der Ermittlung der Herstellkosten werden die direkt zurechenbaren Kosten und die anteiligen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung (zwischen 85 und 100 % der Kapazität) einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellkosten im Umlaufvermögen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berücksichtigt.
Emissionszertifikate: Gemäß IAS 20 und IAS 38 bewertet Wienerberger jene Emissionszertifikate, die aufgrund der EU-Emissionshandelsrichtlinien RL 2003/87/EG und RL 2009/29/EG gratis zugeteilt wurden, mit Anschaffungskosten von null. Übersteigen die Emissionen die gratis zugeteilten Zertifikate, so erfolgt die Bewertung der fehlenden Zertifikate mit deren Marktwert am Bilanzstichtag. Entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten am Bilanzstichtag bilanziert.
Finanzinstrumente: Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. IAS 39 unterscheidet die Kategorien Kredite und Forderungen (loans and receivables), bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (held to maturity), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (at fair value through profit or loss), die sich wiederum aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (financial assets/liabilities held for trading) und aus Finanzinstrumenten, die beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (designated as at fair value through profit or loss upon initial recognition), zusammensetzen.
Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag bilanziert. Ein finanzieller Vermögenswert wird dann ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Erhalt eines Cashflow daraus erloschen sind.
Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, wobei erkennbaren Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Langfristige zinsenlose oder unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Wienerberger verfügt über keine bis zur Endfälligkeit gehaltenen aktiven Finanzinstrumente.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden zu beizulegenden Zeitwerten bewertet, wobei aus Änderungen der beizulegenden Zeitwerte resultierende Gewinne und Verluste erfolgswirksam zu erfassen sind. Wienerberger hält keine originären Finanzinstrumente zu Handelszwecken.
Wienerberger hat bislang keinen Gebrauch vom Wahlrecht gemacht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Vermögenswerte nach IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet einzustufen. Die von Wienerberger gehaltenen originären Finanzinstrumente, die weder den liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten noch den Krediten und Forderungen zuzurechnen sind, werden somit als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente erfasst. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Veranlagungen in Form von Fondsanteilen, Schuldtitel von Kapitalgesellschaften und Aktien, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wobei aus der Änderung der beizulegenden Zeitwerte resultierende Gewinne und Verluste bis zu deren Abgang erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden. Davon ausgenommen sind Abschreibungen im Falle von wesentlichen und dauerhaften Wertminderungen, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Der beizulegende Zeitwert ermittelt sich für börsennotierte Wertpapiere aus den Börsenkursen, wohingegen nicht börsennotierte finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von etwaigen Marktwertänderungen bewertet werden. In der Periode des Abgangs werden die bislang im sonstigen Gesamtergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Derivative Finanzinstrumente: Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die aus der operativen Geschäftstätigkeit erwachsen. Devisentermingeschäfte werden zur Absicherung von Transaktionsrisiken und Zinsswaps zur Optimierung des fix bzw. variabel verzinsten Teils der finanziellen Verbindlichkeiten verwendet. Zins-Währungsswaps dienen der Absicherung von Nettoinvestitionen in Fremdwährungsgesellschaften. Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss gemäß IFRS 13 zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung des Kontrahenten-Ausfallsrisikos bewertet. Für börsennotierte Finanzinstrumente werden dazu die aktuellen Kurse herangezogen; für nicht börsennotierte Zinsinstrumente werden die beizulegenden Zeitwerte durch Abzinsung der künftigen Zahlungen unter Verwendung eines aktuellen Marktzinssatzes ermittelt. Gemäß IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente, die sich nicht in einer Hedge-Beziehung befinden, der Kategorie zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (held for trading) zugerechnet.
Hedge Accounting: Wienerberger wendet die Vorschriften zu Sicherungsgeschäften gemäß IAS 39 zur Absicherung von Bilanzposten (Translationsrisiko) sowie zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Transaktionsrisiko) an. Als Cashflow Hedge wird die Absicherung gegen Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten bezeichnet. Die Marktbewertung der effektiven Sicherungsinstrumente erfolgt erfolgsneutral in der Hedging Reserve. Nicht effektive Anteile werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Ebenso erfolgt die Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfolgsneutral, wobei alle Wertänderungen des effektiven Anteils des eingesetzten Sicherungsinstruments unter der Hedging Reserve ausgewiesen werden. Das abgesicherte Risiko – das Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition – wird im sonstigen Gesamtergebnis im Eigenkapital ausgewiesen. Bei der Absicherung eines beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts (Fair Value Hedge) hingegen erfolgt eine erfolgswirksame Anpassung der Zeitwerte des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats unter der ebenso erfolgswirksamen Anpassung des Grundgeschäfts um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn und Verlust.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte: Wienerberger verfügt über nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Bauten, deren Nutzenzufluss über einen Verkauf geplant ist. Gemäß IFRS 5 müssen langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung gehalten werden, dann in das kurzfristige Vermögen umgegliedert werden, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind, wobei deren Veräußerung innerhalb eines Jahres höchstwahrscheinlich abgeschlossen sein muss. Sind die Voraussetzungen erfüllt, erfolgt der Ausweis innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte, wobei die Bewertung zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten erfolgt. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben.
Liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, erhaltene Schecks, Sichtguthaben, kurzfristig realisierbare Veranlagungen sowie Termineinlagen bei Finanzinstitutionen mit einer Fristigkeit bis zu drei Monaten.
Rückstellungen für Pensionen: In der Wienerberger Gruppe gibt es beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionszusagen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution Plan) bestehen nach der Zahlung der Prämien keine weiteren Verpflichtungen für den Arbeitgeber. Die Beitragszahlungen, die vom Arbeitgeber getragen werden, werden im Pensionsaufwand erfasst. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen (Defined Benefit Plan) wird dem Mitarbeiter ein bestimmter Pensionsbetrag zugesagt. Das Risiko bezüglich der tatsächlichen Pensionsauszahlungshöhe wird bis zum Auszahlungszeitpunkt vom Unternehmen getragen. Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen werden nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) errechnet. Bei der Bewertung von Altersversorgungsleistungen finden zukünftige Renten- und Gehaltssteigerungen Berücksichtigung. Die Pensionsrückstellungen werden von unabhängigen Versicherungsmathematikern kalkuliert.
Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Planvermögen saldiert, welches für die Abdeckung der Verpflichtungen gehalten wird. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung der latenten Steuer gemäß IAS 19 im Jahr des Entstehens im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Zinskomponente der Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses wird gesondert im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Aufwendungen der Dotierung der Pensionsrückstellung werden den unterschiedlichen Funktionsbereichen zugeordnet.
Wegen ihres Versorgungscharakters werden jene US-amerikanischen Verpflichtungen, welche die Abgeltung von Krankheitskosten ehemaliger Mitarbeiter im Ruhestand betreffen, in der Position Pensionsrückstellungen ausgewiesen.
Rückstellungen für Abfertigungen: Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es unter anderem in Frankreich, Italien oder Polen. Die Rückstellungen für Abfertigungen werden auf Basis einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) berechnet. Für österreichische Arbeitnehmer, deren Dienstverhältnis nach dem 31.12.2002 begann, bezahlt der Arbeitgeber einen monatlichen Betrag von 1,53 % des Bruttoentgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse ein. Hierbei handelt es sich gemäß IAS 19 um einen beitragsorientierten Plan, die Zahlungen des Arbeitgebers werden im Abfertigungsaufwand erfasst.
Rückstellungen für Jubiläumsgelder: Einige Mitarbeiter in der Wienerberger Gruppe haben abhängig von ihrer Dienstzugehörigkeit Anspruch auf Jubiläumsgeldzahlungen. Für diese Verpflichtungen werden Rückstellungen nach der Projected Unit Credit Method berechnet. Etwaige versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Rückstellungen für Rekultivierungen: Rekultivierungsverpflichtungen für Tongruben werden beim Erwerb der Tongruben gemäß IAS 16 passiviert und im Zugang des Anlagemögens dargestellt. Die der Rekultivierungsverpflichtung zugrunde gelegten Annahmen richten sich im Wesentlichen nach landesspezifischen Gegebenheiten. Die Rekultivierungsverpflichtungen für vor dem Jahr 2005 erworbene Tongruben werden gemäß der Übergangsregelung des IAS 16 auf Basis der abgebauten Menge passiviert. Langfristige Rückstellungen, deren Erfüllung nach einem Zeitraum von 12 Monaten zu erwarten ist, werden abgezinst und mit ihrem Barwert bilanziert.
Rückstellungen für Garantien: Wienerberger gewährt insbesondere für Produktlösungen aus Ton Herstellergarantien, die zum Ansatz von Garantierückstellungen in der Bilanz führen. Für die Berechnung der Garantierückstellung werden einerseits Einzelrisiken bewertet und andererseits ein Gesamtrisiko auf Basis von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit berechnet. Eingetretene Schadensfälle werden dafür evaluiert und die Höhe potentieller Verpflichtungen mittels stochastischer Methoden abgeleitet.
Sonstige Rückstellungen: Sonstige gegenwärtige Verpflichtungen, die aus einem vergangenem Ereignis resultieren und wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen, jedoch hinsichtlich ihrer Fälligkeit oder Höhe ungewiss sind, werden gemäß IAS 37 zu Vollkosten passiviert und als Rückstellung ausgewiesen.
Latente Steuern: In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz sowie Verlustvorträge – soweit deren künftige Nutzung wahrscheinlich ist – in die Berechnung der latenten Steuern einbezogen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung wahrscheinlich ist. Hierzu werden die geplanten operativen Geschäftsergebnisse und die Ergebniswirkung aus der Umkehr von zu versteuernden temporären Differenzen berücksichtigt. Für die Ermittlung der latenten Steuern werden – unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens – die bei der Auflösung der Unterschiedsbeträge erwarteten künftigen Steuersätze angewandt. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen waren.
Finanzielle Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags (abzüglich Transaktionskosten) erfasst. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Eine Bewertung erfolgt daher zum Restbuchwert (at amortized cost). Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Wienerberger hat bislang keinen Gebrauch vom Wahlrecht gemacht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Verbindlichkeiten nach IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet einzustufen.
Verrechnungspreise: Zwischen den einzelnen operativen Segmenten bestehen teilweise regionale Liefer- und Leistungsbeziehungen. Bei Warenlieferungen erfolgt die Bestimmung konzerninterner Verrechnungspreise zu marktüblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen erfolgt die Verrechnung zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Diese ist für sämtliche Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Alle Bilanzpositionen mit Ausnahme jener des Eigenkapitals werden mit dem Devisenmittelkurs zum 31.12.2014 umgerechnet. Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden als Vermögenswert in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen konvertiert.
Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral in den Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung eingestellt. Ebenso werden Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen.
Das währungsbedingte Translationsrisiko aus den amerikanischen, Schweizer, englischen und aus einzelnen osteuropäischen Ziegelaktivitäten wird durch den Abschluss von Währungsswaps eingeschränkt. Dabei wird in Höhe des abzusichernden Teils der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte ein Fremdwährungs-Euro Währungsswap abgeschlossen.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | 2014 | 2013 | ||
| Britische Pfund | 0,77890 | 0,83370 | 0,80584 | 0,84926 | |
| Bulgarische Lev | 1,95580 | 1,95580 | 1,95580 | 1,95580 | |
| Dänische Kronen | 7,44530 | 7,45930 | 7,45469 | 7,45792 | |
| Kanadische Dollar | 1,40630 | 1,46710 | 1,46552 | 1,36837 | |
| Kroatische Kuna | 7,65800 | 7,62650 | 7,63470 | 7,57862 | |
| Norwegische Kronen | 9,04200 | 8,36300 | 8,36239 | 7,80671 | |
| Polnische Zloty | 4,27320 | 4,15430 | 4,18555 | 4,19749 | |
| Rumänische Lei | 4,48280 | 4,47100 | 4,44415 | 4,41899 | |
| Russische Rubel | 72,33700 | 45,32460 | 51,17152 | 42,33696 | |
| Schwedische Kronen | 9,39300 | 8,85910 | 9,10316 | 8,65154 | |
| Schweizer Franken | 1,20240 | 1,22760 | 1,21448 | 1,23106 | |
| Tschechische Kronen | 27,73500 | 27,42700 | 27,53808 | 25,97972 | |
| Türkische Lira | 2,83200 | 2,96050 | 2,90573 | 2,53354 | |
| Ungarische Forint | 315,54000 | 297,04000 | 308,78008 | 296,87298 | |
| US-Dollar | 1,21410 | 1,37910 | 1,32720 | 1,32812 |
Die Wienerberger Gruppe ist im Rahmen ihrer multinationalen Aktivitäten mit ihren Geschäftsbereichen, Vermögenswerten und Schulden sowie geplanten unternehmerischen Entscheidungen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der risikopolitischen Grundsätze, die vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht werden. Die Umsetzung der Risikostrategie und die tatsächliche Abwicklung der Sicherungsbeziehungen erfolgt zentral und wird für den gesamten Konzern koordiniert.
Wienerberger operiert als Baustoffhersteller in einer zyklischen Branche und zählt zur Gruppe der Spätzykliker, die dem allgemeinen Wirtschaftszyklus traditionell vergleichsweise spät folgen. Dabei ist die Gruppe von gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen jener Volkswirtschaften abhängig, in denen die Gruppe tätig ist, wozu insbesondere die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Bauaktivität im Bereich des Wohnbaus und des öffentlichen Bausektors (Infrastruktur) sowie die Renovierungsaktivität zählen. Des Weiteren beeinflussen das Konsumentenvertrauen, die Arbeitslosenrate, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Krediten, die Steuergesetzgebung, Bauvorschriften und Wohnbauförderungen sowie andere Faktoren, die außerhalb des Einflusses der Gruppe liegen, die Geschäftsaktivität. Die für die Geschäftstätigkeit von Wienerberger bestimmenden wirtschaftlichen Zyklen der Bauaktivität sind deutlich langfristiger als in anderen Bereichen und verlaufen in unterschiedlichen Märkten zeitlich versetzt.
Unvorteilhafte Entwicklungen einiger oder all dieser Einflussgrößen können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Produkten von Wienerberger, die abgesetzten Mengen und das Preisniveau haben. Zyklische Schwankungen der Nachfrage bergen das Risiko von Überkapazitäten, die einen erhöhten Preisdruck, eine Verringerung der Margen sowie ungedeckte Kosten in der Produktion zur Folge haben können. Der Anteil fixer Kostenbestandteile an den Gesamtkosten ist in der gesamten Baustoffindustrie und auch bei Wienerberger in Folge der Anlagenintensität hoch, womit aktives Kapazitätsmanagement ein zentrales Element der Unternehmenssteuerung darstellt. Die Produktionskapazitäten werden daher laufend analysiert und durch Maßnahmen wie temporäre oder endgültige Werksschließungen sowie Produktionsverlagerungen zu effizienteren Anlagen den Marktgegebenheiten angepasst.
Die zentral- und osteuropäischen Märkte, darunter Ungarn, Tschechien, Polen, die Slowakei, Slowenien, Kroatien und insbesondere Bulgarien, Rumänien und Russland, betrachtet Wienerberger aufgrund des Nachholbedarfs im Wohnungsneubau langfristig als Wachstumsmärkte. Für die Wienerberger Gruppe können sich Risiken aus einer schwächeren Nachfrage und einem höheren Preisdruck in diesen Wachstumsmärkten ergeben.
Darüber hinaus stehen die Produkte von Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Baustoffen wie Beton, Holz, Kalksandstein, Glas, Stahl oder Aluminium, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch die Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, dieses Risiko zu minimieren. Diese Weiterentwicklungen beziehen sich vor allem auf Verbesserungen der bauphysikalischen Eigenschaften sowie der Wirtschaftlichkeit.
Die Baustoffindustrie ist saisonalen Schwankungen unterworfen, wobei die abgesetzten Mengen in der Zeit von April bis Oktober deutlich über denen des restlichen Jahres liegen. Die Ertragssituation der Wienerberger Gruppe hängt, so wie jene der gesamten Baustoffindustrie, zum Teil von den Wetterbedingungen ab, mit dem Effekt, dass lange Frost- und Regenperioden durch geringe Bauaktivitäten einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage haben.
Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt Wienerberger eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft, zu welchem Ziegel für Wand, Dach und Fassade sowie Flächenbefestigungen und Rohrsysteme zählen. Wienerberger versteht sich somit als Anbieter für Baustofflösungen im Hausbau und im Bereich der Infrastruktur. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Erreichte Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden. Von Seiten unseres wichtigsten Kunden, dem Baustoffhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die Wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls zur Anpassung der Preisstrategie zwingen können.
Wienerberger verfolgt als multinationaler Konzern Geschäftsaktivitäten in Ländern, die sich in unterschiedlichen Phasen wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung befinden. Somit können sich Risiken aus unvorteilhaften Änderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. Risiken aus Änderungen der Steuergesetzgebung in den betroffenen Märkten, Risiken aus einer Änderung der Besteuerung von Energieträgern, Risiken aus einer Änderung des Arbeitsrechts, Risiken aus der Koordination der internationalen Aktivitäten durch sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie die Begrenzung der Möglichkeit einer Repatriierung von Gewinnen und Risiken durch die Verschärfung von gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Nutzung von Rohstoffen, Produktstandards oder -haftungsvorschriften sowie Umwelt- und Sicherheitsstandards können ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe haben. In den Wachstumsmärkten Russland und Indien besteht zudem das Risiko der Enteignung von Produktionsanlagen ohne die Gewährung einer angemessenen Entschädigung. Weiters bestehen vor allem in diesen Märkten mögliche Steuerrisiken sowohl aus einer Änderung der Steuergesetzgebung als auch der Auslegungspraxis von geltendem Steuerrecht, die von Wienerberger aus momentaner Sicht weder nach Eintrittswahrscheinlichkeit noch nach Ausmaß quantifiziert werden können.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches und koordiniertes Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichenden Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.
Wienerberger verfügt über ein modernes und effizientes Werksnetz, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder technisch bedingten längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken mit dem Rohstoff Ton ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge abgesichert.
Die Energiekosten, die beim Brennen von Ziegeln anfallen, machen einen bedeutenden Teil der Gesamtkosten von Wienerberger aus. Im Jahr 2014 betrugen die gesamten Energiekosten der Wienerberger Gruppe 288.498 TEUR (Vorjahr: 278.158 TEUR) oder 10,2 % (Vorjahr: 10,4 %) des Umsatzes. Diese Kosten verteilen sich zu 62 % auf Erdgas, zu 30 % auf Strom und zu 8 % auf Sonstiges. Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig und Schwankungen unterworfen.
Wienerberger versucht daher, das Risiko aus Energiepreisschwankungen in liberalisierten Märkten (insgesamt rund 90 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften zu minimieren oder mit nationalen und internationalen Versorgern Fixpreisverträge abzuschließen. Die Preise sind zum Teil langfristig fixiert. In einigen wenigen osteuropäischen Ländern (insgesamt rund 10 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert, und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt.
Wienerberger hat im Jahr 2014 für ihre europäischen Ziegelaktivitäten erneut den Carbon Leakage Status erhalten, weshalb von einer ausreichenden Zuteilung von CO2-Zertifikaten in Höhe der Emission ausgegangen werden kann. Im Jahr 2019 erfolgt eine erneute Beurteilung des Status.
Neben dem Preisrisiko besteht für Wienerberger ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit Energie, insbesondere mit Erdgas und Elektrizität. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich und kann somit einen negativen Effekt auf das Betriebsergebnis haben, wenn die Nachfrage nicht aus Lagerbeständen gedeckt werden kann.
Zur Steigerung des Wienerberger Unternehmenswerts sind neben der laufenden Optimierung (operational excellence) Produktinnovationen sowie interne und externe Wachstumsprojekte notwendig. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen sowie der Marktentwicklung abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen für unsere Wachstumsprojekte gerecht werden. Weiters ergeben sich beim Eintritt in neue Märkte Risiken hinsichtlich Wettbewerb, Planungssicherheit, Einschätzung der politischen Lage und eines erfolgreichen, gewinnbringenden Organisationsaufbaus. Neue Projekte werden vor dem Start deshalb einer umfassenden qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen.
Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Wienerberger neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps, eingesetzt. Alle Absicherungen aus Cashflow Hedges und Absicherungen der Investitionen in ausländische Teilbetriebe werden gemäß IAS 39.88 als in hohem Maße wirksam hinsichtlich der Erreichung der Kompensation der abgesicherten Risiken im Rahmen der Risikomanagementziele eingeschätzt. Es werden keine Derivate zu Spekulationszwecken gehalten.
Die Refinanzierungsmöglichkeiten von Wienerberger sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Managements der Wienerberger AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beibehaltung des derzeitigen Ratings. Diese Covenants sehen vor, dass eine Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung / EBITDA operativ) von 3,5 Jahren nicht überschritten werden darf, wobei diese am 31.12.2014 bei 1,9 Jahren lag. Weiters erreichte der EBITDA Zinsdeckungsgrad (EBITDA operativ / Nettozinsergebnis) im Berichtsjahr einen Wert von 5,8, womit er deutlich den seit 2011 vereinbarten Mindestwert von 3,75 übertraf. Ein Teil des Ergebnisses fällt für Zinsen an und steht somit nicht anderweitig zur Verfügung. Sollte sich das Rating der Gruppe verschlechtern oder Covenants nicht eingehalten werden, können die zu zahlenden Zinsen durch höhere Kreditrisikozuschläge steigen und höhere Finanzierungskosten sowie einen geringeren Cashflow nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants können auch zur Fälligstellung von Krediten führen.
Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse und der Ergebnisse der Wienerberger Gruppe wird von Tochterunternehmen erwirtschaftet, die ihren Sitz nicht in der Eurozone haben. Im Berichtsjahr erzielte Wienerberger 49 % der Umsätze in Fremdwährung, hauptsächlich in osteuropäischen Währungen (21 %) und dem US-Dollar (8 %). Zahlungswirksame Währungsrisiken sind durch den lokalen Charakter des Baustoffgeschäfts unwesentlich. Zahlungsflüsse in bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich im Wesentlichen nur aus konzerninternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden wechselkursabhängig von der Holding gesteuert.
Aufgrund der dezentralen Gesellschaftsstruktur der Wienerberger Gruppe erfolgen Kreditfinanzierungen für kurzfristige Vermögenswerte in der jeweiligen Landeswährung der lokalen Gesellschaft. Währungsrisiken im Finanzierungsbereich ergeben sich dadurch nur in sehr eingeschränktem Ausmaß, da die anfallenden Ausgangsrechnungen bei Auslandsgesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden und somit eine natürliche Absicherung vorliegt. Die Expositionen von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Währungsrisiken sind in Anmerkung 30 dargestellt.
Aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro resultieren jedoch Währungsumrechnungsdifferenzen (Translationsrisiko), welche im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum ansässigen Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig.
Die Risikostrategie von Wienerberger sieht vor, das Translationsrisiko aus den Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften teilweise zu besichern. Im Folgenden sind die Konzernumsätze sowie das Capital Employed, welches unter Berücksichtigung von Devisentermingeschäften und Währungsswaps berechnet ist, nach Währungen dargestellt.
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | Anteil in % | in Mio. € | Anteil in % |
| Euro | 1.445,9 | 51 | 1.439,7 | 54 |
| Osteuropäische Währungen | 605,2 | 21 | 506,0 | 19 |
| US-Dollar | 213,5 | 8 | 199,1 | 8 |
| Sonstige | 569,9 | 20 | 518,1 | 19 |
| Konzernumsatz | 2.834,5 | 100 | 2.662,9 | 100 |
| 2014 | 2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Capital Employed | in Mio. € | Anteil in % | in Mio. € | Anteil in % | |
| Euro | 1.583,8 | 60 | 1.691,1 | 61 | |
| Osteuropäische Währungen | 551,0 | 21 | 523,2 | 19 | |
| US-Dollar | 307,3 | 11 | 314,0 | 11 | |
| Sonstige | 210,1 | 8 | 239,3 | 9 | |
| Capital Employed nach Hedging-Effekt | 2.652,2 | 100 | 2.767,6 | 100 |
Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Im Rahmen dieser Darstellung wird eine Jahresvolatilität des betreffenden Wechselkurses gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag als Änderung angenommen. Eine Aufwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am Jahresabschlussstichtag um eine Jahresvolatilität, berechnet auf Basis der täglichen Kursänderung der betreffenden Währung gegenüber dem Euro, hätte eine Verminderung des Eigenkapitals um 84,4 MEUR (Vorjahr: 85,1 MEUR), resultierend im Wesentlichen aus dem US-Dollar (29,4 MEUR), dem polnischen Zloty (13,5 MEUR) und dem britischen Pfund (13,7 MEUR) bzw. ein um 1,5 MEUR (Vorjahr: 1,5 MEUR) geringeres Ergebnis nach Steuern zur Folge gehabt, welches sich überwiegend aus der Veränderung des polnischen Zloty, der tschechischen Krone und des Schweizer Franken ergibt. Eine Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen hätte zu einer betragsmäßig gleichen Erhöhung des Eigenkapitals und Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern geführt.
Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem jeweils relevanten Wert (Minimum oder Maximum) der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Art der Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt. Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben hätte eine Verringerung des Ergebnisses nach Steuern von 0,4 MEUR (Vorjahr: 0,2 MEUR) und über diese Veränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung auch eine Verringerung des Eigenkapitals in gleicher Höhe zur Folge. Eine Senkung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine betragsmäßig gleiche Steigerung des Ergebnisses nach Steuern und des Eigenkapitals bedeutet.
Die Risikopositionen der Wienerberger AG gegenüber Zinsänderungsrisiken aus Verbindlichkeiten mit fixer und variabler Verzinsung sind unten aufgegliedert.
Für die Analyse des Zinsänderungsrisikos (fixe und variable Verzinsung) werden die Finanzverbindlichkeiten (Seite 166 bis 168) um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst ausgewiesen. Zur Abschätzung von Auswirkungen auf Periodenerfolg und Eigenkapital werden Sensitivitätsanalysen für fix verzinste und variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten durchgeführt.
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Fix verzinst |
Variabel verzinst |
Fix verzinst |
Variabel verzinst |
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 781.341 | 176.870 | 996.938 | 129.871 |
| Umgliederung kurzfristige fix verzinste Finanzverbindlichkeiten | -309.497 | 309.497 | -248.684 | 248.684 |
| Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) | 50.000 | -50.000 | -27.000 | 27.000 |
| Finanzverbindlichkeiten nach Hedging-Effekt | 521.844 | 436.367 | 721.254 | 405.555 |
Wienerberger hat bei Finanzgeschäften aufgrund interner Finanz- und Treasury-Richtlinien strenge Anforderungen an die Bonität von Finanzpartnern. Da Wienerberger nur mit Finanzpartnern zusammenarbeitet, deren Rating auf eine gute Bonität schließen lässt und Limits pro Kontrahent in Abhängigkeit seiner Bonität vergeben werden, ist das im Rahmen der Anlage liquider Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko begrenzt. Bonitätsrisiken bestehen jedoch grundsätzlich auch für Finanzpartner mit bester Bonität, weshalb die Entwicklungen auf den Finanzmärkten von Wienerberger laufend beobachtet und die Kreditlimits entsprechend angepasst werden.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen sonstigen Forderungen zeigen zum Bilanzstichtag gegliedert nach Regionen folgende maximale Exposition gegenüber Kreditrisiken:
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Kreditrisiko | in Mio. € | Anteil in % | in Mio. € | Anteil in % |
| Westeuropa | 118,2 | 38 | 135,2 | 47 |
| Zentral-Osteuropa | 101,2 | 33 | 93,3 | 32 |
| Nordamerika | 39,8 | 13 | 19,9 | 7 |
| Sonstige Welt | 50,0 | 16 | 39,1 | 14 |
| Kreditrisiko des Konzerns | 309,2 | 100 | 287,5 | 100 |
Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen, der in Höhe von 130,5 MEUR gegen Ausfälle versichert ist, besteht zum überwiegenden Teil aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Baustoffhändlern und Großkunden. Die gesamten Wertberichtigungen von Forderungen betragen weniger als 1 % des gesamten Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährten Darlehen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen, weshalb eine Aufgliederung der Einzelwertberichtigungen unterbleibt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigen folgende Fälligkeiten:
| in Mio. € | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Nicht fällig | 171,4 | 134,0 |
| Bis 30 Tage überfällig | 26,3 | 43,3 |
| 31 bis 60 Tage überfällig | 9,9 | 12,8 |
| 61 bis 90 Tage überfällig | 4,2 | 2,6 |
| Mehr als 90 Tage überfällig | 9,3 | 10,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 221,1 | 203,5 |
Der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis stehen im Zentrum der Unternehmensstrategie von Wienerberger. Aus diesem Grund wurde die Finanzkraft von Wienerberger durch einen Umtausch eines Teils der Hybridanleihe 2007 in eine neue Hybridanleihe mit einem Kupon von 6,5 % bis 2017 und einer Fixverzinsung von 5 % bis zum Jahr 2021, in welchem der Wienerberger AG erstmals das Kündigungsrecht zusteht, gestärkt. Die wichtigsten Steuerungsgrößen dafür sind die Maximierung des Free Cashflow durch Kostensenkungen, aktives Working Capital Management und die Verminderung der Investitionsausgaben auf ein notwendiges Minimum. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Erwartungen liegen und Maßnahmen zur Verringerung des Working Capitals sowie der zahlungsrelevanten Fixkosten (aktives Kapazitätsmanagement) nur unzureichend oder nur mit Verzögerung umgesetzt werden.
Die Steuerung der Liquidität erfolgt unter anderem auch über eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung sowie durch eine laufende Analyse der Geldumschlagsdauer (Cash Conversion Cycle), die sich aus dem durchschnittlichen Lieferantenziel, der Lagerdauer von Vorräten und der Forderungsumschlagsdauer errechnet. Im Berichtsjahr betrug die Forderungsumschlagsdauer im Jahresdurchschnitt 33 Tage (Vorjahr: 34), die Vorratsumschlagsdauer 96 Tage (Vorjahr: 106) sowie die Umschlagsdauer der Lieferantenverbindlichkeiten 40 Tage (Vorjahr: 41). Dies führt zu einer Geldumschlagsdauer von 89 Tagen im Jahr 2014 gegenüber 98 Tagen im Vorjahr.
Bezüglich Liquiditätsrisiken aus Verbindlichkeiten wird auf die Analyse der vertraglichen Cashflows auf Seite 165 verwiesen.
Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. Wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits intensiv im Vorfeld mit nationalen und internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.
Aufgrund der Marktstellung der Wienerberger Gruppe in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wurde wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.
Im Zusammenhang mit Liegenschaftstransaktionen in der Vergangenheit haftet die Wienerberger AG im Falle einer Kontaminierung und daraus entwachsenden Folgeschäden, die in den Zeitraum der Eigentümerschaft fallen.
Wienerberger ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen, wodurch Investitionen in die Einhaltung dieser Vorschriften entstehen können. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften birgt für Wienerberger das Risiko der Verhängung von Bußgeldern, von Schadenersatzforderungen sowie das Risiko des Entzugs von Betriebsanlagengenehmigungen. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch zu keinen Ergebnissen geführt hat.
Die Werke der Wienerberger Gruppe leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr, als die derzeit gesetzlichen Auflagen vorschreiben. Verschärfte Umweltstandards stellen Wienerberger jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Durch die Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten. Risiken aus der Rekultivierung von Tongruben sind Bestandteil des operativen Geschäfts von Wienerberger und werden laufend überwacht.
Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert.
Aufgrund von Krankheitsfällen, die durch Asbest verursacht wurden, sind gegen einige Baustoffunternehmen mit Präsenz in den USA in den letzten Jahren Sammelklagen eingereicht worden. Nach Überprüfung unserer amerikanischen Aktivitäten halten wir dieses Risiko für minimal, da keine unserer Tochtergesellschaften jemals Asbestprodukte hergestellt oder gehandelt hat.
Die Wienerberger Gruppe steht auch hinsichtlich ihrer Mitarbeiter in Konkurrenz zum Mitbewerb. Um Nachwuchsführungskräfte auszubilden und an Führungspositionen heranzuführen, hat Wienerberger Programme wie die Vertriebsakademie, den Werksleiterlehrgang und das Ready4Excellence Programm geschaffen. Dadurch, sowie durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen versucht Wienerberger, seine Mitarbeiter optimal auszubilden und an das Unternehmen zu binden (weitere Informationen sind im Wienerberger Nachhaltigkeitsbericht enthalten).
Folgende Unternehmen und Personen werden als Wienerberger nahestehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, werden zu fremdüblichen Konditionen abgewickelt. Die Geschäftsbeziehungen zu der Unternehmung nahe stehenden Personen, insbesondere zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wienerberger AG, sind in Anmerkung 11 angeführt, soweit Zahlungen aus Vorstandsverträgen und Aufsichtsratsmandaten betroffen sind. Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und einem ehemaligen Mitglied des Aufsichtsrats der Wienerberger AG betrafen im Vorjahr im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 88 TEUR, Mietleistungen von 2.103 TEUR sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.934 TEUR.
Die ANC Privatstiftung betreibt das im Jahr 2001 von der Wienerberger AG übertragene Deponiegeschäft in Österreich und hält Vermögenswerte (insbesondere Liegenschaften) in eingeschränktem Ausmaß. Wienerberger gab am 18.4.2014 die Neubesetzung des Vorstands der ANC Privatstiftung durch zwei Mitglieder des Wienerberger Top Managements bekannt, wodurch Wienerberger Verfügungsgewalt über die Stiftung ausüben kann. Dennoch besteht gemäß IFRS 10 ein Konsolidierungsverbot, da die Aktionäre der Wienerberger AG und nicht die Gesellschaft selbst Anrecht auf schwankende Rückflüsse aus der Stiftung haben. Die Bilanzsumme der ANC Privatstiftung betrug zum Bilanzstichtag 25.849 TEUR (Vorjahr: 24.740 TEUR) und besteht im Wesentlichen aus operativen Grundstücken und Bauten in Höhe von 12.994 TEUR (Vorjahr: 13.145 TEUR) und aus Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von 11.567 TEUR (Vorjahr: 9.333 TEUR), worin von Wienerberger begebene Commercial Paper in Höhe von 2.990 TEUR enthalten sind. Zum 31.12.2014 hatte die ANC Privatstiftung keine ausstehenden Finanzverbindlichkeiten.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 31.12.2014 auf 11.987 TEUR (Vorjahr: 20.403 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 8.742 TEUR (Vorjahr: 7.344 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 961 TEUR (Vorjahr: 793 TEUR) gegenüber Gemeinschaftsunternehmen erzielt.
Seit 11.5.2010 trat ein anteilsbasiertes Vergütungsprogramm für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte in Kraft, das eine langfristige Vergütungskomponente darstellt. Das "Long Term Incentive (LTI)"-Programm ist ein Vergütungsprogramm mit Barausgleich und zielt entsprechend den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) darauf ab, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erwirken. Das Modell ist daher einerseits an die Entwicklung des CFROI der Wienerberger Gruppe und andererseits an den Kurs der Wienerberger Aktie gekoppelt. Die rechnerische Einheit des LTI sind virtuelle Anteile, sogenannte Performance Share Units (PSUs), deren Zuteilungsausmaß von der Position der Führungskraft im Unternehmen abhängt. Als Multiplikator wird der durchschnittliche Aktienkurs der Wienerberger Aktie der letzten 20 ATX-Handelstage der Performance Periode herangezogen. Die Auszahlung der langfristigen Vergütung (LTI) erfolgt in drei gleich hohen Tranchen, sofern der tatsächlich im Geschäftsjahr 2014 erreichte CFROI in den folgenden zwei Jahren nicht unterschritten wird. Bei den Mitgliedern des Vorstands wird für eine Zuteilung von virtuellen Anteilen ein Eigeninvestment in Aktien des Unternehmens vorausgesetzt.
Im Berichtsjahr wurde ein LTI Plan über die Vergabe von virtuellen Anteilen an Mitglieder des Vorstands oder des Managements beschlossen, wobei insgesamt 140.000 Stück virtuelle Anteile an Vorstand (Vorstandsvorsitzender: 80.000, Vorstandsmitglied: 60.000) und 196.000 Stück an Mitglieder des Managements gewährt wurden, wofür eine Rückstellung in Höhe von 3.365 TEUR gebildet wurde.
Am 9.1.2015 wurde die Option ausgeübt, die restlichen Anteile an Sandtoft Roof Tiles Limited zu erwerben. Nach Feststellung des Kaufpreises erfolgt die Anpassung der Verbindlichkeit gemäß den Übergangsbestimmungen des IFRS 3 (2008) über den Firmenwert.
Der Vorstand der Wienerberger AG hat den Konzernabschluss am 25.2.2015 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 25. Februar 2015
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch Willy Van Riet
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 25. Februar 2015
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch Willy Van Riet
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wienerberger International N.V. | Zaltbommel | 50.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Ziegelindustrie GmbH | Hennersdorf | 5.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG | Uttendorf | 438.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger zRt. | Budapest | 2.140.000.000 | HUF | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Management Service Szolgáltató és Tanácsadó Kft. | Budapest | 3.000.000 | HUF | 100,00 % | OK | 1) |
| Wienerberger cihlarsky prumysl, a. s. | Ceské Budejovice | 50.000.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Cihelna Kinsky, spol. s r.o. | Kostelec nad Orlici | 2.000.000 | CZK | 68,80% | VK | |
| Wienerberger cihelna Jezernice, spol. s r.o. | Ceské Budejovice | 200.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger cihelna Hodonín, spol. s.r.o. | Ceské Budejovice | 50.000.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger eurostroj, spol. s r.o. | Ceské Budejovice | 32.100.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Bohemia cihelny, spol. s r. o. | Ceské Budejovice | 44.550.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Silike keramika, spol. s.r.o. | Ceské Budejovice | 100.000 | CZK | 50,00 % | EQ | |
| Wienerberger slovenské tehelne, spol. s r. o. | Zlate Moravce | 3.319.392 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Ceramika Budowlana Sp. z o.o. | Warszawa | 374.324.808 | PLN | 100,00% | VK | |
| Handel Ceramika Budowlana Sp. z o.o. | Warszawa | 50.000 | PLN | 40,00% | OK | 1) |
| Zeslawice Sp.z.o.o. | Warszawa | 29.490.000 | PLN | 99,81 % | VK | |
| Wienerberger Ilovac d.o.o. | Karlovac | 8.988.000 | HRK | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Cetera d.d. | Karlovac | 359.240 | HRK | 99,71% | VK | |
| IGM Ciglana d.o.o. Petrinja | Petrinja | 12.756.900 | HRK | 100,00 % | VK | |
| WIENERBERGER Industrija opeke d.o.o. | Sarajevo | 2.000 | BAM | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Opekarna Ormoz d.o.o. | Ormoz | 951.986 | EUR | 100,00% | VK | |
| Opekarna Pragersko d.o.o. | Pragersko | 1.022.743 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Backa d.o.o | Mali Idos | 651.652 | EUR | 100,00% | VK | |
| WIENERBERGER Sisteme de Caramizi S.R.L. | Bucuresti | 39.147.100 | RON | 100,00 % | VK | |
| WZI FINANZ-S.à.r.l. | Luxembourg | 73.963.917 | USD | 100,00% | VK | |
| Wienerberger TOV | Kyiv | 3.000.000 | UAH | 100,00% | VK | |
| Semmelrock International GmbH | Wien | 3.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Baustoffindustrie GmbH | Klagenfurt am Wörthersee | 1.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Stein + Design GmbH | Klagenfurt am Wörthersee | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein + Design GmbH & CoKG | Klagenfurt am Wörthersee | 100.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Industriebeteiligungsverwaltung GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein & Design Kft. | Ócsa | 983.100.000 | HUF | 100,00% | VK | |
| SEMMELROCK STEIN + DESIGN Dlazby s.r.o. | Sered | 3.027.286 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein & Design d.o.o. | Ogulin | 22.870.000 | HRK | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein & Design Sp. z o.o. | Kolbiel | 42.070.000 | PLN | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Stein + Design S.R.L. | Bolintin-Vale | 55.151.300 | RON | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Tlakovci d.o.o. | Ormoz | 8.763 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| Semmelrock Stein + Design Dlazby a.s. | Ledcice | 2.000.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein und Design EOOD | Sofia | 13.785.500 | BGN | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger GmbH | Hannover | 9.500.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Schlagmann Beteiligungs GmbH | Zeilarn | 26.000 | EUR | 50,00% | OK | 1) |
| Schlagmann Poroton GmbH & Co KG | Zeilarn | 10.300.000 | EUR | 50,00% | EQ | |
| Tongruben Verwaltungs GmbH | Hannover | 26.000 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| RM 2964 Vermögensverwaltungs GmbH | Hannover | 25.000 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| MR Erwerbs GmbH & Co. KG | Hannover | 100 | EUR | 100,00 % | 4) | |
| ZZ Wancor AG | Regensdorf | 1.000.000 | CHF | 100,00% | VK | |
| Wienerberger S.p.A. | Mordano | 10.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Fornaci Giuliane S.p.A. | Cormons | 1.900.000 | EUR | 30,00 % | EQ | |
| Wienerberger NV Kortrijk 47.557.745 EUR 100,00% VK Wienerberger Asset Management NV Zonnebeke 13.240.053 EUR 100,00% VK Deva-Kort NV Kortemark 247.894 EUR 100,00 % VK EUCOSO Sp. z o.o. (in Liquidation) Zlotorya 60.000 PLN 100,00% OK Wienerberger B.V. Zaltbommel 36.778.680 EUR 100,00 % VK Van Hesteren & Janssens B.V. Zaltbommel 363.024 EUR 100,00 % VK Desimpel AK1 B.V. Zaltbommel 70.000 EUR 100,00 % VK BrickTrading Holland B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00% VK German Brick Trading B.V. Zaltbommel 249.700 EUR 100,00% VK Oostergrachstwal Holding B.V. Zaltbommel 45.378 EUR 100,00 % VK Feikema B.V. Zaltbommel 45.378 EUR 100,00 % VK Gelsing Oosterhout B.V. Zaltbommel 18.200 EUR 100,00 % VK Wienerberger Steenvisie B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00% VK Bos & Vermeer B.V. Zaltbommel 22.689 EUR 100,00 % VK Aberson B.V. Zwolle 60.000 EUR 100,00 % VK |
Konsolidierungsart Anmerkung |
|---|---|
| 1) | |
| Aberson SmartBuild BV Zwolle 1 EUR 100,00% VKE |
|
| Steencentrale Neerbosch B.V. Deest 45.400 EUR 100,00% VK |
|
| Leeuwis B.V. Deest 91.210 EUR 100,00% VK |
|
| Steinzentrale Nord Leeuwis GmbH Rellingen 52.500 EUR 100,00% VK |
|
| Straatsbaksteen Nederland B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00 % VK |
|
| Wienerberger Limited Cheshire 81.120.552 GBP 100,00% VK |
|
| Galileo Brick Limited Cheshire 2.000.000 GBP 100,00 % VK |
|
| Chelwood Group Unlimited Cheshire 5.975.506 GBP 100,00% VK |
|
| The Brick Business Limited Cheshire 900.002 GBP 100,00% VK |
|
| Building Trade Products Limited Cheshire 1 GBP 100,00% VK |
|
| Galileo Trustee Limited Cheshire 1 GBP 100,00 % VK |
|
| Sandtoft Roof Tiles Limited Cheshire 11.029 GBP 94,96% VK |
|
| Sandtoft Trading Limited Cheshire 1.000 GBP 94,96% VK |
|
| Baggeridge Brick Limited Cheshire 10.326.404 GBP 100,00% |
|
| Rudgwick Brick Limited Cheshire 2 GBP 100,00% |
|
| WIENERBERGER PARTICIPATIONS SAS Achenheim 36.000.000 EUR 100,00% VK |
|
| WIENERBERGER SAS Achenheim 75.000.000 EUR 100,00 % VK |
|
| Briqueterie de Rouffach SAS Rouffach 336.120 EUR 100,00 % VK |
|
| Wienerberger A/S Helsinge 107.954.000 DKK 100,00 % VK |
|
| Wienerberger AS Oslo 43.546.575 NOK 100,00% VK |
|
| Wienerberger AB Malmö 17.550.000 SEK 100,00 % VK |
|
| General Shale Brick Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00 % VK |
|
| General Shale Finance S.à.r.l. Luxembourg 12.500 EUR 100,00% OK |
1) |
| General Shale Building Materials, Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00% VK |
|
| General Shale Canada Acquisitions Inc. Halifax 28.500.000 CAD 100,00 % VK |
|
| Arriscraft International LP Cambridge 1 CAD 100,00% VK |
|
| General Shale Canada GP Inc. Halifax 1 CAD 100,00% OK |
1) |
| Wienerberger EOOD Sofia 12.500.000 BGN 100,00% VK |
|
| Uspeh AD Sofia 2.141.220 BGN 99,66% VK |
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| OOO "Wienerberger Kirpitsch" | Moskva | 612.694.577 | RUB | 81,94 % | VK | |
| OOO "Wienerberger Kurkachi" | Kurkachi | 650.036.080 | RUB | 81,94 % | VK | |
| OOO "Wienerberger Investitions- und Projektmanagement" | Kiprewo | 356.000 | RUB | 99,82% | VK | |
| Wienerberger OY AB | Helsinki | 1.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger AS | Aseri | 1.540.736 | EUR | 100,00% | VK | |
| UAB Wienerberger Statybine Keramika Sp. Z o.o. | Vilnius | 10.100 | LTL | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger India Private Limited | Bangalore | 990.000.000 | INR | 100,00% | VK | |
| PIPELIFE International GmbH | Wien | 29.000.000 | EUR | 100,00% | VK | 2) |
| Pipelife Asset Management GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| PIPELIFE Austria GmbH & Co KG | Wiener Neudorf | 4.360.370 | EUR | 100,00% | VK | |
| PIPELIFE Austria GmbH | Wiener Neudorf | 36.337 | EUR | 100,00% | VK | |
| Pipelife Belgium NV | Kalmthout | 10.890.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Pipelife Bulgaria EOOD | Botevgrad | 30.000 | BGN | 100,00% | VK | |
| Pipelife Czech s r.o. | Otrokovice | 202.971.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| PIPELIFE Deutschland Asset Management GmbH | Bad Zwischenahn | 26.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| PIPELIFE Deutschland GmbH & Co. KG Bad Zwischenahn | Bad Zwischenahn | 5.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| PIPELIFE Deutschland Verwaltungs-GmbH Bad Zwischenahn | Bad Zwischenahn | 5.726.469 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Eesti AS | Harjumaa Eesti Vabariik | 25.024 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Finland OY | Oulu | 33.637 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Pipelife France SNC | Aubevoye | 10.008.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Pipelife Hellas S.A. | Thiva | 24.089.735 | EUR | 100,00% | VK | |
| Pipelife Hrvatska d.o.o. | Sveta Nedelja | 47.171.500 | HRK | 100,00% | VK | |
| Pipelife Hungaria Kft. | Debrecen | 3.123.520.000 | HUF | 100,00% | VK | |
| QUALITY PLASTICS HOLDINGS LTD | Cork | 635.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| PIPELIFE IRELAND LTD | Cork | 254 | EUR | 100,00% | VK | |
| Quality Plastics Sales Limited (in Liquidation) | Cork | 127 | EUR | 100,00% | VK | |
| Dromalour Plastics Limited (in Liquidation) | Cork | 3 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Kenfern Investments Ltd | Cork | 508 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| Pipelife UK Ltd | Corby | 244.001 | GBP | 100,00% | VK | |
| AB Pipelife Lietuva | Vilnius | 1.600.000 | LTL | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Latvia SIA | Riga | 426.600 | EUR | 100,00% | VK | |
| Pipelife Nederland B.V. | Enkhuizen | 11.344.505 | EUR | 100,00% | VK | |
| Pipelife Finance B.V. | Enkhuizen | 18.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Norge AS | Surnadal | 50.000.000 | NOK | 100,00% | VK | |
| Pipelife Polska S.A. | Krokowa | 112.243.963 | PLN | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Romania S.R.L. | Bucuresti | 7.323.115 | RON | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Serbia d.o.o. | Beograd | 168.493.895 | RSD | 100,00 % | VK | |
| Pipelife RUS LLC | Zhukov | 104.458.072 | RUB | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Hafab AB | Haparanda | 3.000.000 | SEK | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Nordic AB | Ölsremma | 167.000.000 | SEK | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Sverige AB | Ljung | 3.600.000 | SEK | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Slovenija d.o.o. | Trzin | 843.258 | EUR | 100,00% | VK | |
| Pipelife Slovakia s r.o. | Piestany | 6.700 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Arili Plastik Sanayii A.S. | Pendik/Istanbul | 30.590.000 | TRY | 100,00 % | VK | |
| Pipelife Jet Stream, Inc. | Siloam Springs | 0 | USD | 100,00% | VK | |
| PJSC Pipelife Ukraine (in Liquidation) | Kyiv | 30.000 | USD | 100,00% | OK | 1) |
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wienerberger Dach Beteiligungs GmbH | Wien | 500.000 | ATS | 100,00% | VK | |
| WIBRA Tondachziegel Beteiligungs-GmbH | Wien | 500.000 | ATS | 100,00 % | VK | |
| Tondach Beteiligungs GmbH | Wien | 200.000 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| TONDACH GLEINSTÄTTEN AG | Gleinstätten | 500.000 | EUR | 82,19% | VKE | 3) |
| TONDACH SLOVENSKO, s.r.o. | Nitrianske Pravno | 14.937.263 | EUR | 82,19 % | VKE | |
| Tondach SLOVENIJA d.o.o. | Krizevci pri Ljutomeru | 5.195.293 | EUR | 82,19 % | VKE | |
| POTISJE KANJIZA d.d. | Kanjiza | 605.394.000 | RSD | 82,19 % | VKE | |
| Tondach Makedonija d.o.o. | Vinica | 349.460.010 | MKD | 82,19% | VKE | |
| TONDACH BULGARIA EOOD | Sofia | 298.400 | BGN | 82,19% | VKE | |
| TONDACH Ceská republika, s.r.o. | Hranice | 250.100.000 | CZK | 82,19 % | VKE | |
| Tondach Magyarország Rt. | Csorna | 11.683.550.000 | HUF | 82,19% | VKE | |
| Tondach Romania SRL | Sibiu | 36.137.155 | RON | 82,19% | VKE | |
| TONDACH HRVATSKA d.d. | Bedekovcina | 116.715.500 | HRK | 82,19% | VKE | |
| Tondach Bosna i Hercegovina d.o.o. | Sarajevo | 200.000 | BAM | 65,75% | VKE | |
| STAVMIX plus, s.r.o. | Stupava | 33.194 | EUR | 82,19% | OK | 1) |
| DACHMARKET LTD | Uzhgorod | 1.058.943 | UAH | 82,19% | OK | 1) |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Wien | 1.000.000 | ATS | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Tondach Holding GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Finance Service B.V. | Zaltbommel | 18.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Finanz Service GmbH | Wien | 25.435.492 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger West European Holding GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger ZZ Holding GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| WK Services NV | Kortrijk | 32.226.158 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Hannover | 26.000 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| Dryfix GmbH | Hennersdorf | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Gamma Asset Management GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Steinzeug-Keramo GmbH | Frechen | 18.408.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Steinzeug - Keramo NV | Hasselt | 9.400.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Keramo-Wienerberger Immo NV | Hasselt | 14.068.558 | EUR | 100,00% | VK | |
| SOCIETA DEL GRES S.p.A. | Sorisole | 2.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Steinzeug Keramo s.r.o. | Ceské Budejovice | 40.000.000 | CZK | 100,00% | OK | 1) |
| Steinzeug - Keramo B.V. | Belfeld | 2.722.680 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Steinzeug - Keramo SARL | Cergy | 38.125 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Steinzeug-Keramo Sp. z.o.o. | Piekary Slaskie | 2.000.000 | PLN | 100,00 % | VK |
VK ......Vollkonsolidierung
VKE ....Erstmalige Vollkonsolidierung
EQ ......At Equitybewertung
EQE ....Erstmalige At Equitybewertung
OK ......keine Konsolidierung
OKE ...keine Konsolidierung (erstmals)
1) untergeordnete Bedeutung
2) Holdinggesellschaft der Pipelife Gruppe
3) Holdinggesellschaft der Tondach Gruppe
4) Tochtergesellschaft der Schlagmann Poroton GmbH & Co KG
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Wienerberger AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, das Konzern-Cashflow Statement und die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 25. Februar 2015 KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Lieve Van Utterbeeck ppa Mag. Dominik Zacherl
Wienerberger AG
Die Wienerberger AG ist Muttergesellschaft eines international tätigen Baustoffkonzerns, dessen Geschäftsaktivitäten nach Maßgabe der Verantwortungsbereiche im Management in sechs Segmente eingeteilt sind: Clay Building Materials Eastern Europe, Clay Building Materials Western Europe, Pipes & Pavers Eastern Europe, Pipes & Pavers Western Europe, North America sowie Holding & Others. Als Konzernmutter nimmt sie die Aufgaben einer Holdinggesellschaft wahr, worunter insbesondere die strategische Ausrichtung der Wienerberger Gruppe, die Steuerung der Geschäftsbereiche sowie die Corporate Services fallen. Die Organisationsstruktur von Wienerberger sowie Informationen zur Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands der Wienerberger AG sind im Konzernlagebericht erläutert.
Im Jahr 2014 enttäuschte die weltwirtschaftliche Entwicklung den zu Jahresbeginn herrschenden Optimismus. Neben einem weiterhin zurückhaltenden Investitionsverhalten von Konsumenten, Unternehmen und der öffentlichen Hand dämpften geopolitische Spannungen, Verwerfungen auf Währungs- und Rohstoffmärkten sowie neu aufkeimende Deflationsängste in der Eurozone die Hoffnung auf eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums. Mit Ausnahme verbesserter Wachstumsaussichten für die US-amerikanische Wirtschaft wurden die Erwartungen an das kurz- und mittelfristige Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft nach unten revidiert. Die USA verzeichneten im Vergleich zu den führenden Volkswirtschaften der Eurozone ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum von 2,4 % im Jahr 2014. Bestimmende Themen in Europa waren im Jahr 2014 die weiterhin schleppende Wirtschaftsentwicklung, die griechische Staatsschuldenkrise und die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB). Mit vierteljährlichen Wachstumsraten zwischen 0,1 % und 0,3 % stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung, und die stetig unter 1 % liegende Kerninflationsrate zeigte sehr deutlich, dass die geldpolitischen Maßnahmen der EZB nicht die erhofften Impulse bewirkten. Für eine ausführliche Darstellung des wirtschaftlichen Umfelds und der Baukonjunktur in den für Wienerberger relevanten Märkten wird auf das Kapitel Wirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte im Konzernlagebericht verwiesen.
Die Umsatzerlöse der Wienerberger AG bestehen hauptsächlich aus den an Tochtergesellschaften verrechneten Lizenzerlösen für die Verwendung von Markenrechten sowie aus Konzernumlagen für zentrale Konzerndienstleistungen (Corporate Services).
Die von der Wienerberger AG im Geschäftsjahr 2014 erzielten Umsatzerlöse beliefen sich auf 42,3 Mio. € (Vorjahr: 37,8 Mio. €), wobei es sich vorwiegend um Lizenzerlöse für die Verwendung von Markenrechten sowie Erlöse aus IT- und Engineering-Leistungen handelt, die für Tochterunternehmen erbracht wurden.
| Umsatzerlöse | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| in TEUR | in TEUR | |
| Lizenzerlöse | 26.426 | 24.424 |
| Headquarter Umlage | 2.863 | 2.781 |
| IT Erlöse | 9.156 | 7.979 |
| Engineering Erlöse | 1.863 | 1.170 |
| sonstige Erlöse | 2.016 | 1.419 |
Das Betriebsergebnis verbesserte sich von -15,7 Mio. € im Vorjahr auf -6,7 Mio. € im Jahr 2014, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Umsatzerlöse, der Auflösung der Einzelwertberichtigung einer Forderung und gestiegener Erträge aus der Verwertung von CO2 Zertifikaten zurückzuführen ist.
Das Finanzergebnis konnte ebenfalls auf 42,0 Mio. € (Vorjahr: 38,9 Mio. €) verbessert werden, weshalb das Ergebnis vor Steuern von 23,2 Mio. € im Vorjahr auf 35,2 Mio. € im Jahr 2014 gesteigert werden konnte.
| Gewinn- und Verlustrechnung | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| in TEUR | in TEUR | |
| Umsatzerlöse | 42.323 | 37.773 |
| sonstige betriebliche Erträge | 8.091 | 4.057 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | -2.317 | -2.546 |
| Personalaufwand | -29.626 | -27.144 |
| Abschreibungen | -2.881 | -3.606 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -22.334 | -24.245 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -6.744 | -15.712 |
| Finanzergebnis | 41.981 | 38.935 |
| Ergebnis vor Steuern | 35.237 | 23.223 |
| Steuern | -16.791 | -5.794 |
| Ergebnis nach Steuern | 18.445 | 17.429 |
Das Finanzergebnis der Wienerberger AG setzt sich, wie für Holdinggesellschaften typisch, vorwiegend aus Beteiligungserträgen, etwaigen Abschreibungen auf Beteiligungen und dem Zinsergebnis zusammen. Im Jahr 2014 beliefen sich die Beteiligungserträge auf 250,1 Mio. €, und die Abschreibungen auf Beteiligungen betrugen 224,1 Mio. €. Der Zinsaufwand der Wienerberger AG stieg im Berichtsjahr unwesentlich auf 85,2 Mio. €, wobei den gesunkenen externen Zinsaufwendungen ein leicht gestiegener Aufwand aus dem internen Cash Pooling gegenüberstand.
Der Steueraufwand stieg im Jahr 2014 durch erhöhte Umlagen der Steuergruppe in Österreich von 5,8 Mio. € im Vorjahr auf 16,8 Mio. € im Berichtsjahr. Das Ergebnis nach Steuern belief sich im Berichtsjahr somit auf 18,4 Mio. € (Vorjahr: 17,4 Mio. €).
| Bilanzentwicklung | 2014 | 2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| Immaterielles Anlagevermögen | 3.869 | 4.436 | -567 |
| Sachanlagen | 21.509 | 21.120 | 389 |
| Finanzanlagen | 3.613.769 | 3.839.933 | -226.164 |
| Forderungen und sonstiges Umlaufvermögen | 553.394 | 670.453 | -117.059 |
| Wertpapiere und eigene Anteile | 4.600 | 22.066 | -17.465 |
| Kassa und Bankguthaben | 22.944 | 101.231 | -78.287 |
| Bilanzsumme | 4.220.086 | 4.659.240 | -439.154 |
| Eigenkapital | 2.317.666 | 2.313.013 | 4.653 |
| Unversteuerte Rücklagen | 7.464 | 7.479 | -15 |
| Rückstellungen | 53.066 | 40.401 | 12.665 |
| Verbindlichkeiten | 1.841.890 | 2.298.347 | -456.457 |
Im Jahr 2014 sank die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 9,4 % auf 4.220,1 Mio. € (Vorjahr: 4.659,2 Mio. €). Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert in erster Linie aus gesunkenen Finanzanlagen sowie aufgrund der Tilgung einer Anleihe aus gesunkenen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Bilanzstruktur der Wienerberger AG ist, charakteristisch für eine Konzernmutter, durch einen hohen Anteil des Finanzanlagevermögens am Gesamtvermögen und durch langfristige Finanzierungskomponenten sowohl aus Eigen- als auch aus Fremdmitteln geprägt.
Der Rückgang des Finanzanlagevermögens um 226,2 Mio. € auf 3.613,8 Mio. € begründet sich durch die Abschreibung von Beteiligungswerten sowie der Reduktion langfristiger finanzieller konzerninterner Forderungen. Das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen betragen in Summe weiterhin weniger als 1 % des Gesamtvermögens. Die Forderungen und das sonstige Umlaufvermögen verminderten sich hauptsächlich durch den Rückgang konzerninterner finanzieller Forderungen auf 553,4 Mio. € (Vorjahr: 670,5 Mio. €).
Die liquiden Mittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, verminderten sich um 78,3 Mio. € auf 22,9 Mio. €.
Das Eigenkapital ist im Jahr 2014 aufgrund des gestiegenen Bilanzgewinns geringfügig um 4,7 Mio. € gestiegen. Das stabile Eigenkapital hatte bei einer geringeren Bilanzsumme zur Folge, dass die Eigenkapitalquote von 50 % auf 55 % anstieg. Die Buchwerte eigener Aktien verminderten sich aufgrund der Akquisition der Tondach Gleinstätten auf einen Stand von 4,6 Mio. € am 31.12.2014 (Vorjahr: 22,1 Mio. €), da diese den unbaren Teil des Kaufpreises der Anteile ausmachten.
Die Rückstellungen stiegen im Jahr 2014 um 12,7 Mio. € auf 53,1 Mio. €. Die Verbindlichkeiten verminderten sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund der Tilgung einer Anleihe in Höhe von 244,3 Mio. € sowie eines Rückgangs der konzerninternen Verbindlichkeiten gegenüber der Wienerberger Finanz Service GmbH.
Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Erläuterung anzugeben:
(7) Der Vorstand wurde in der 145. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 16. Mai 2014 ermächtigt, im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß eigene Stückaktien während der Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben, höchstens zum Zweifachen des Börsenkurses vom 16. Mai 2014 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie, und rückgekaufte Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung entweder einzuziehen oder wieder zu verkaufen sowie eigene Aktien auf eine andere Weise als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern. Diese Ermächtigung ersetzte die in der Hauptversammlung vom 11. Mai 2012 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien.
(8) Darüber hinaus wurde in der 145. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 16. Mai 2014 ein genehmigtes Kapital im Ausmaß von 15 % des Grundkapitals beschlossen. Hierbei handelt es sich um die Ermächtigung zur Durchführung einer Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlage. Der Vorstand wurde damit wie bereits in der Vergangenheit ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren, d.h. bis zum 26. Juni 2019, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Das Grundkapital kann um maximal 17.629.014 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.629.014 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden. Eine Durchführung kann gegebenenfalls in mehreren Tranchen erfolgen. Die Art der Aktien, der Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Grundsätzlich haben die Aktionäre das gesetzliche Bezugsrecht.
Die Wienerberger AG ist als Muttergesellschaft eines internationalen Baustoffkonzerns im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Ziel unseres Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um unvorteilhafte Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist die Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die regelmäßig im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgen. In diesem Zusammenhang wird einmal jährlich die aus der Vorperiode vorliegende Risikoerhebung durch das Top und Senior Management aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen. Zu den wesentlichen Risiken zählen: Markt-, Produktions- und Preisrisiken, finanzielle Risiken, Beschaffungsrisiken und rechtliche Risiken. Dieser Prozess führte 2014 zu einer geänderten Gewichtung einzelner Positionen sowie der Aufnahme neuer Risiken in unseren Risikokatalog.
Eine Erläuterung der risikopolitischen Grundsätze und der identifizierten Risiken ist aus dem Konzernlagebericht und dem Anhang zum Konzernabschluss ersichtlich.
Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, beispielsweise finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert. Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (IKS).
Im Rahmen des Risikomanagements kommt dem Internen Kontrollsystem (IKS) der Wienerberger AG eine besondere Rolle zu. Das IKS basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO) und bietet dem Management ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus sämtlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren und zu steuern. Der dezentralen Struktur von Wienerberger entsprechend liegt die Verantwortung für die Implementierung des IKS beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die als Stabsstelle des Gesamtvorstandes geführte Interne Revision übernimmt dabei die Kommunikations- und Überwachungsfunktion.
Das Kontrollumfeld des IKS bildet die Basis für konzernweite Standardisierungs- und Vereinheitlichungsprozesse. So legt der Vorstand im Rahmen der Rechnungslegung konzerneinheitliche und verbindliche Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen mittels einer Konzernrichtlinie fest. Die Erfassung der Geschäftsfälle erfolgt mittels standardisierter Prozesse, wobei ein einheitlicher Konzernkontenplan zur Anwendung kommt. Der Wienerberger Konzernabschluss sowie Zwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit den IFRS im Wege eines Fast-Close erstellt. Die Abschlüsse aller Tochterunternehmen werden in einem zweistufigen Verfahren von den Finanz- und Controllingabteilungen der Business Units sowie der Abteilung Corporate Reporting geprüft, konsolidiert und schließlich vom Vorstand der Wienerberger AG zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Im Zuge der Kontrollaktivitäten findet jährlich ein Planungsprozess statt, der als integrierte Planung in einem Bottom-up Verfahren ausgestaltet ist. Gegenstand der Planung ist die Budgetierung von Gewinn- und Verlust, Bilanz und Cashflows des folgenden Geschäftsjahres sowie die Mittelfristplanung über einen Horizont von vier Jahren. Ein wesentliches Element des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der monatliche Vergleich der Ist-Ergebnisse mit den periodisierten Planzahlen. Ergänzend dazu wird drei Mal jährlich von allen Tochterunternehmen eine Hochrechnung auf das erwartete Jahresergebnis vorgenommen. Ein weiteres Kontroll-instrument wurde mit der Einrichtung des ERP Audit Cockpit eingeführt. Dabei handelt es sich um ein konzernintegriertes Softwaretool zur Unterstützung des lokalen Managements bei der Durchführung, Dokumentation und Überwachung von Kontrollmaßnahmen. In diesem Zusammenhang wurde mit externen Wirtschaftsprüfern das ERP Berechtigungskonzept überarbeitet, Berechtigungskonflikte identifiziert sowie behoben und entsprechende Kontrollberichte entwickelt. Eingebettet in das Audit Cockpit dienen diese durch klare Aufgaben- und Verantwortlichkeitsbereiche der Risikominimierung im ERP Kontrollumfeld.
Zur Risikobeurteilung und in Vorbereitung auf die internen Prüfungshandlungen wird gemeinsam mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat ein unter Risikogesichtspunkten abgestimmter Revisionsplan jährlich entwickelt. Darauf aufbauend prüft die Interne Revision in regelmäßigen Abständen von mindestens drei Jahren jede Konzerngesellschaft auf die Einhaltung des IKS sowie operative Prozesse auf Risikoneigung und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten. Zudem überwacht die Interne Revision die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien und ist somit zentrales Überwachungsorgan des Internen Kontrollsystems. Des Weiteren führt die Interne Revision auf Veranlassung des Managements Ad-hoc-Prüfungen durch.
Anschließend werden die Ergebnisse sowie die sich daraus ableitenden Empfehlungen und Maßnahmen in einem Prüfbericht erfasst und dem lokalen Management, dem CFO der Business Unit, dem Konzern CFO und dem Abschlussprüfer übermittelt. Im Rahmen der sonstigen Informations- und Kommunikationspflichten des IKS berichten die Interne Revision und das Corporate Reporting regelmäßig dem Prüfungsausschuss über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen von IFRS-Neuerungen auf den Konzernabschluss, wesentliche Änderungen im Rechnungslegungsprozess und über Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird dieser regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen, relevante Umsetzungsaktivitäten sowie Verbesserungsmaßnahmen für im IKS identifizierte Schwachstellen informiert.
Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität des Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer 2014 kontrolliert und bestätigt. Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Abschlussprüfers bei der Jahresabschlussprüfung.
Die Verwendung von Finanzinstrumenten ist im Anhang zum Einzelabschluss der Wienerberger AG dargestellt.
Forschung und Entwicklung (F&E) zählt zu den Schwerpunkten der strategischen Planung von Wienerberger und hat einen zentralen Stellenwert im Unternehmen. Zu den Kernaufgaben der F&E zählen die Optimierung von Produktionsprozessen sowie die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten und Systemlösungen in all unseren Anwendungsbereichen – von energieeffizienten Bauvorhaben über umweltschonende Flächenbefestigungen bis hin zu Versorgungs- und Kanalsystemen. Ziel von Wienerberger ist es, durch Kosten- und Technologieführerschaft und Produktinnovationen Marktpositionen zu sichern und weiter auszubauen.
F&E wird bei uns zentral gesteuert, aber großteils dezentral umgesetzt. Wienerberger verfügt über mehrere Forschungszentren in Europa, die auf die verschiedenen Produktgruppen spezialisiert sind. Unsere Spezialisten aus dem Produktmanagement arbeiten sehr eng mit den Marketing- und Vertriebsabteilungen der verschiedenen Bereiche zusammen, um neue Entwicklungen entsprechend auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten. Die länderübergreifende Markteinführung von neuen Produkten wird zentral gesteuert, jedoch werden diese Produkte von unseren Spezialisten vor Ort an die lokalen Gegebenheiten des jeweiligen Marktes angepasst. Erfolgreiche Entwicklungen können auf diese Weise rasch und effizient in der gesamten Gruppe ausgerollt werden. Der F&E Aufwand ist von 11,4 Mio. € im Jahr 2013 auf 17,0 Mio. € in der Berichtsperiode gestiegen, was einem Anteil am Umsatz von 0,6 % entspricht.
Wienerberger arbeitet im Sinne der Nachhaltigkeit laufend an der Verbesserung von Produktionsprozessen. In der energieintensiven keramischen Produktion (Ziegel und keramische Rohre) beschäftigen sich unsere Ingenieure vor allem mit der Reduktion des Energieeinsatzes im Trocknungs- und Brennprozess sowie mit der Optimierung von bautechnischen Eigenschaften im Hinblick auf Brand-, Schall- und Wärmeschutz und Statik, um den stetig steigenden Anforderungen im Wohn- und Wirtschafsbau gerecht zu werden. Forschungsschwerpunkte betreffen zudem den schonenden Umgang mit allen Ressourcen in der Produktion und die verantwortungsvolle Rohstoffaufbereitung. Als Vorreiter im Einsatz von Abfallprodukten im Rohstoffmix ist es uns bei bestimmten keramischen Rohren gelungen, bis zu 60 % keramisches Recyclingmaterial in der Produktion einzusetzen. Des Weiteren bestehen unsere Steinzeugrohre ausschließlich aus natürlichen und recyclingfähigen Rohstoffen und erfüllen damit die anspruchsvollen Kriterien der Cradle to Cradle®-Zertifizierung.
Neben der Optimierung der Produktionsprozesse stehen bei bestehenden Produkten im Kunststoffrohrsegment vor allem Einsparungen im Rohstoffverbrauch durch die Reduktion des Produktgewichtes und der erhöhte Einsatz von Recyclingmaterialien im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten. Bei Neuproduktentwicklungen tragen wir neben diesen Kriterien auch den immer höher werdenden technischen Anforderungen an Kunststoffrohren und -fittingen Rechnung und entwickeln Lösungen, die eine schonende, schnelle und einfache Verarbeitbarkeit der Produkte auf der Baustelle ermöglichen. Bei Flächenbefestigungen aus Beton arbeiten wir an der Verbesserung der Rohstoffmischungen sowie an der Optimierung unserer Produktions- und Veredelungsprozesse. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von neuen Oberflächendesigns und innovativen Produktlösungen für eine hochwertige Freiraumgestaltung.
Im Berichtsjahr wurde das Nachhaltigkeitsmanagement bei Wienerberger auf eine neue Stufe gehoben. Um die bestehenden Prozesse zu optimieren, haben wir im Gesamtunternehmen feste Strukturen für das Nachhaltigkeitsmanagement verankert sowie die Zuständigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit noch detaillierter definiert und in einem Organisationshandbuch festgehalten. Das Organisationshandbuch dient als Vorgabe für Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten in unserem Nachhaltigkeitsmanagement und soll die effiziente Umsetzung der Ziele und Maßnahmen durch die einheitliche Vorgehensweise in der gesamten Gruppe sicherstellen.
Als internationale Koordinationsstelle wurde im Herbst 2014 die Stabstelle Sustainability Management unter der Leitung des Corporate Sustainability Officers (CSO) eingerichtet. Dieser übernimmt die gruppenweite Koordination des Nachhaltigkeitsmanagements und berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Wienerberger AG. Daneben gibt es in jeder Business Unit einen Nachhaltigkeitsbeauftragten, der für die Umsetzung der konzernweit festgelegten Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit verantwortlich ist und der wiederum an den CSO berichtet. Dadurch soll der Verantwortungs- und Einflussbereich bei der Integration unserer Nachhaltigkeitsstrategie in den jeweiligen Business Units verstärkt werden.
Für die Wienerberger Nachhaltigkeitsstrategie und die Festlegung der Ziele, Fristen und Maßnahmen des Nachhaltigkeitsprogrammes ist ein Sustainability Steering Committee (SSC) zuständig, das sich regelmäßig abstimmt und mindestens zwei Mal im Jahr zusammentrifft. Der Vorstandsvorsitzende der Wienerberger AG ist gleichzeitig Vorsitzender des SSC und oberster Verantwortlicher für die Nachhaltigkeitsstrategie. Zu den weiteren Mitgliedern des SSC zählen der CFO der Wienerberger Gruppe, die CEOs der einzelnen Business Units sowie der CSO, der im SSC eine Beratungsfunktion ohne Stimmrecht ausübt. Um die Verbindlichkeit unseres Nachhaltigkeitsprogramms transparent zu machen, werden die Entwicklungen der Wienerberger Gruppe alle zwei Jahre in einem umfassenden Nachhaltigkeitsbericht und dazwischen in einem Nachhaltigkeits-Update auf der Wienerberger Website veröffentlicht.
Der Nachhaltigkeitsbericht der Wienerberger Gruppe stellt unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung auf eine verbindliche Ebene. Er basiert auf dem Standard der internationalen Global Reporting Initiative (GRI) und informiert über den aktuellen Stand sowie zukünftige Maßnahmen in den Bereichen Mitarbeiter, Produktion, Produkte, gesellschaftliche Verantwortung sowie Stakeholder Management. In Vorbereitung der Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß GRI G4 wurde von unabhängigen Experten eine umfassende interne und externe Stakeholder-Befragung durchgeführt und entlang der Wertschöpfungskette eine Wesentlichkeitsanalyse hinsichtlich relevanter Nachhaltigkeitsindikatoren erstellt. Diese stellt die Grundlage für die weitere Entwicklung und Ausrichtung des Wienerberger Nachhaltigkeitsprogramms dar. Die Ergebnisse werden im Nachhaltigkeitsbericht 2014, der im Juni 2015 erscheint, vorgestellt.
Das gruppenweite Datenmanagement wurde durch die Etablierung des Sustainability Group Reporting (SGR), das für die Konsolidierung aller Nachhaltigkeitskennzahlen auf Gruppenebene verantwortlich ist, neu aufgestellt. Diese werden je nach Anforderung des SSC monatlich, quartalsweise oder jährlich von den einzelnen Business Units eingehoben, in Quartalsberichten zusammengefasst und dienen dem SSC als Basis für weitere strategische Entscheidungen.
Im Jahr 2015 erwarten wir ein leichtes Wachstum für den europäischen Wohnbau. In Großbritannien und Polen gehen wir von einem Anstieg der Bautätigkeit aus und die Niederlande, Ungarn und Bulgarien sollten auf den Wachstumspfad zurückkehren. In Zentraleuropa und in Belgien erwarten wir eine insgesamt stabile Entwicklung, während wir in Frankreich und Italien auf weitere Rückgänge eingestellt sind. In Nordamerika setzt sich die Markterholung fort, die jedoch langsamer voranschreitet als erhofft. In der Division Pipes & Pavers Europe gehen wir von einer stabilen bis leicht positiven Marktentwicklung aus.
Trotz des weiterhin schwachen Marktwachstums streben wir für 2015 eine deutliche Ergebnissteigerung und ein operatives Konzern-EBITDA von 350 Mio. € an. In der Division Clay Building Materials Europe gehen wir von moderatem Mengenwachstum aus und haben uns erneut das Ziel gesetzt, die Kosteninflation an den Markt weiterzugeben. Die bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen zur Verbesserung unserer Ertragskraft und die Integration von Tondach Gleinstätten sind entscheidend, um die geplante Ergebnisverbesserung zu realisieren. Im Kunststoffrohrgeschäft gehen wir von einem leichten Wachstum in den europäischen Kernmärkten aus und profitieren von einer Belebung des internationalen Projektgeschäfts. Auch bei Pipelife haben wir ein Maßnahmenpaket in Umsetzung, das insbesondere auf Strukturverbesserungen in Westeuropa abzielt. Semmelrock und Steinzeug-Keramo haben in stabilen Märkten die Weichen für Ergebnisverbesserungen gestellt. Im nordamerikanischen Ziegelgeschäft erwarten wir ein deutliches Mengenwachstum und haben umfassende Optimierungsmaßnahmen für die Verbesserung der Ertragskraft eingeleitet, weshalb wir für das laufende Geschäftsjahr von einer Ergebnissteigerung ausgehen. Gruppenweit wird der Verkauf von Liegenschaften rund 10 Mio. € zum Ergebnis beitragen und für Normalinvestitionen erwarten wir 2015 Mittelabflüsse in der Höhe von 140 Mio. €.
Im Fokus unserer mittelfristigen Zielsetzungen steht weiterhin die Generierung eines starken Cashflow. Dieser soll vorrangig für die Entschuldung, die Finanzierung des organischen Wachstums, Investitionen und wertschaffende Übernahmen genutzt werden. Darüber hinaus schärfen wir unser Bekenntnis zu Dividendenzahlungen. In Abhängigkeit vom erwirtschafteten Free Cashflow, der Liquiditätsplanung und der Umsetzung von Wachstumsprojekten planen wir zukünftig 10%-30 % unseres Free Cashflow, nach Berücksichtigung von Zahlungen für den Hybridkupon, an unsere Eigentümer auszuschütten. Den starken Ordnungsrahmen für die Mittelverwendung bildet die Einhaltung einer strengen finanziellen Disziplin, mit dem Ziel, die Entschuldungsdauer zum Jahresende unter 2,5 Jahren zu halten. Im operativen Geschäft streben wir durch den Fokus auf innovative und hochwertige Produkte sowie umfassende Beratungs- und Serviceleistungen organisches Wachstum und den Ausbau unserer Marktpositionen an. Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft wertschaffende Übernahmen prüfen. Dabei liegt der strategische Schwerpunkt auf der Verbreiterung der industriellen Basis und der Steigerung des Umsatzanteils im Renovierungs- und Infrastrukturmarkt.
Am 9.1.2015 hat Wienerberger die Option ausgeübt, die restlichen Anteile an Sandtoft Roof Tiles Limited zu erwerben.
Wienerberger AG Jahresfinanzbericht 2014 Lagebericht der Wienerberger AG
Wien, am 25. Februar 2015
Der Vorstand
Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
3.868.992 | 4.436 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund | 492.169 | 535 |
| 2. Unbebaute Grundstücke | 19.030.716 | 18.509 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.984.059 | 2.076 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 2.294 | 0 |
| 21.509.238 | 21.120 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.602.137.951 | 2.796.259 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.000.381.038 | 1.032.565 |
| 3. Beteiligungen | 6.439.623 | 6.440 |
| 4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens | 4.810.466 | 4.670 |
| 3.613.769.078 | 3.839.933 | |
| 3.639.147.308 | 3.865.490 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 107.055 | 108 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 543.016.796 | 648.900 |
| 3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 7.364.511 | 17.327 |
| 550.488.362 | 666.334 | |
| II. Wertpapiere und Anteile | ||
| 1. Eigene Anteile | 4.600.213 | 22.066 |
| 2. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 0 | 0 |
| 4.600.213 | 22.066 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 22.943.987 | 101.231 |
| 578.032.562 | 789.631 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.905.841 | 4.120 |
| Summe Aktiva | 4.220.085.711 | 4.659.240 |
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | 117.526.764 | 117.527 |
| II. Kapitalrücklagen | ||
| 1. Gebundene | 1.675.118.239 | 1.675.118 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 496.973.972 | 479.509 |
| 2. Rücklage für eigene Anteile | 4.600.213 | 22.066 |
| 501.574.185 | 501.574 | |
| IV. Bilanzgewinn | 23.446.814 | 18.794 |
| davon Gewinnvortrag: EUR 4.986.419; | ||
| Vorjahr: TEUR 1.345 | 23.446.814 | 18.794 |
| 2.317.666.002 | 2.313.013 | |
| B. Unversteuerte Rücklagen | ||
| 1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen | 7.463.817 | 7.479 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 4.979.605 | 4.037 |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 19.181.588 | 17.460 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 28.904.821 | 18.904 |
| 53.066.014 | 40.401 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Anleihen | 1.100.000.000 | 1.344.300 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 189.798.663 | 140.736 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.442.344 | 1.190 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 513.200.130 | 756.211 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 37.448.741 | 55.910 |
| davon aus Steuern: EUR 40.748; Vorjahr: TEUR 37 | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: | ||
| EUR 311.347; Vorjahr: TEUR 281 | ||
| 1.841.889.878 | 2.298.347 | |
| Summe Passiva | 4.220.085.711 | 4.659.240 |
| Verbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen | 167.069.958 | 145.260 |
Erläuterung zu Comfort Letter Wienerberger S.p.A siehe Punkt 9
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |||
| 1. Umsatzerlöse | 42.323.355 | 37.773 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | ||||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | ||||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 529.813 | 42 | ||
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 178.324 | 68 | ||
| c) Übrige | 7.382.806 | 8.090.943 | 3.947 | 4.057 |
| 3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen | ||||
| a) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -2.316.824 | -2.316.824 | -2.546 | -2.546 |
| 4. Personalaufwand | ||||
| a) Gehälter | -20.570.013 | -19.791 | ||
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen | ||||
| an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | -2.260.429 | -421 | ||
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | -3.084.611 | -3.502 | ||
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | ||||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige | ||||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | -3.453.707 | -3.216 | ||
| e) Sonstige Sozialaufwendungen | -257.077 | -29.625.837 | -215 | -27.144 |
| 5. Abschreibungen | ||||
| a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens | ||||
| und Sachanlagen | -2.881.445 | -3.606 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| a) Steuern | -85.657 | -552 | ||
| b) Übrige | -22.248.707 | -22.334.364 | -23.693 | -24.245 |
| 7. Zwischensumme aus Z 1. bis 6. | -6.744.172 | -15.712 |
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| 7. Zwischensumme aus Z 1. bis 6. | -6.744.172 | -15.712 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 250.000.000 | 250.131.250 | 130.131 |
| Vorjahr: TEUR 130.000 | ||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des | ||
| Finanzanlagevermögens | 52.172.386 | 48.826 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 52.076.046 | ||
| Vorjahr: TEUR 48.723 | ||
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 21.676.493 | 27.397 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 18.100.068 | ||
| Vorjahr: TEUR 24.330 | ||
| 11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu | ||
| Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 34.024.575 | 4.992 |
| 12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus | ||
| Wertpapieren des Umlaufvermögens | -230.833.982 | -88.053 |
| davon a) Abschreibungen EUR 224.111.732 | ||
| Vorjahr TEUR 74.897 | ||
| b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: | ||
| EUR 224.111.732; Vorjahr: TEUR 74.886 | ||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -85.190.037 | -84.358 |
| davon betreffend verbundene Unternehmen: | ||
| EUR 8.052.454; Vorjahr: TEUR 6.479 | ||
| 14. Zwischensumme aus Z 8. bis 13. | 41.980.685 | 38.935 |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 35.236.513 | 23.223 |
| 16. Steuern vom Einkommen und Ertrag | -16.791.400 | -5.794 |
| 17. Jahresüberschuss | 18.445.113 | 17.429 |
| 18. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 15.282 | 20 |
| 19. Jahresgewinn | 18.460.395 | 17.449 |
| 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.986.419 | 1.345 |
| 21. Bilanzgewinn | 23.446.814 | 18.794 |
Der vorliegende Jahresabschluss wurde aufgestellt nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Wienerberger AG als börsennotierte Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, in den sämtliche wesentliche Tochtergesellschaften der Wienerberger AG einbezogen werden. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuchgericht Wien hinterlegt. Die Wienerberger AG ist im Sinne des § 221 UGB eine große Kapitalgesellschaft.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßig lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppen.
Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Abschreibungen auf Anlagenzugänge im ersten bzw. zweiten Halbjahr sind mit vollen bzw. halben Jahresraten angesetzt worden. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter der einheitlichen Leitung der Wienerberger AG stehen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen dauernder niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennbetrag bewertet, Ausleihungen in Fremdwährungen werden mit dem Anschaffungskurs bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag oder gesichertem Kurs umgerechnet.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet, erforderliche Wertberichtigungen werden vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. dem niedrigeren Devisen-Geldkurs am Bilanzstichtag oder gesicherten Kursen umgerechnet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen oder Rücknahmewerten bewertet. Vom Wahlrecht, aktive latente Steuern in der Höhe von 7.466 TEUR (Vorjahr: 5.694 TEUR) anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Die aktive latente Steuer wurde unter Zugrundelegung des gesetzlichen Steuersatzes von 25 % gerechnet.
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder wurden 2014 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Methode) gemäß IAS 19 unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 (Männer) bzw. 65 (Frauen) Jahren und eines Rechnungszinssatzes von 1,57 % (Vorjahr: 2,7 %) bei Abfertigungsrückstellung und 1,66 % bei Jubiläumsgeldrückstellung (Vorjahr 2,7 %) berechnet. Es wird ein Gehaltstrend von 2 % p.a. für zukünftige Jahre und bei der Abfertigungsrückstellung eine Fluktuation von 0,5 % p.a. in die Berechnung einbezogen.
Die Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen aufgrund von rechtsverbindlichen, individuellen Zusagen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Methode) gemäß IAS 19 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,55 % (Vorjahr: 2,7 %) gebildet. Eine Erhöhung der liquiden Pensionen von 2,5 % p.a. für zukünftige Jahre wird in die Berechnung einbezogen, es wird keine Fluktuation berücksichtigt. Der Zinsaufwand für die Pensions- und Abfertigungsrückstellung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Sonstige Rückstellungen werden nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.
Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag, dem Nennwert bzw. dem höheren zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Devisen-Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in getrennten Aufstellungen (Anlage 1 und Anlage 2) dargestellt.
Die bebauten Grundstücke enthalten Grundwerte von 72 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR). Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind Fondsanteile im Wert von 4.671 TEUR (Vorjahr: 4.530 TEUR). Das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsrückstellungen beträgt 139 TEUR (Vorjahr: 140 TEUR). Ausleihungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr gibt es in 2014 nicht. Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurde eine Zuschreibung in Höhe von 30.620 TEUR unterlassen.
Im Jahr 2014 erhöhte sich der Beteiligungsansatz an der UAB Wienerberger statybine keramika sp.z.o.o., Vilnius, aufgrund einer Kapitalerhöhung aus dem Forderungsverzicht eines Teils des Gesellschafterdarlehens und bei der Wienerberger India Private Limited erhöhte sich der Beteiligungsansatz aufgrund eines gewährten Gesellschafterzuschusses.
Mit Vertrag vom 23. Juli 2014 wurde 1 Aktie der WK Service NV von der Wienerberger AG an die Wienerberger Industriebeteiligunsverwaltungs GmbH veräußert.
Der negative Zugang bei der Beteiligung an der Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG resultiert aus der Ergebnisübernahme des direkt gegen den Beteiligungsansatzes übernommenen Verlustes aus dem Jahr 2013.
Die Anteile an den verbundenen Unternehmen Wienerberger GmbH, Wienerberger S.p.A., OOO "Wienerberger Kirpitsch", UAB Wienerberger statybine keramika sp.z.o.o. und Wienerberger India Private Limited wurden insgesamt um 224.112 TEUR wertberichtigt. Die Beteiligung an der Semmelrock International GmbH wurde in Höhe von 27.658 TEUR zugeschrieben.
Beteiligungsgesellschaften der Wienerberger AG (ab 20 %):
| Grund-/Stamm kapital |
Eigenkapital inklusive unversteuerter Rücklagen. |
Jahres überschuss/- fehlbetrag |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft | Sitz | Anteil | Währung | in TLW | in TLW | inTLW |
| Wienerberger International N.V. | Zaltbommel | 100,00 | EUR | 50 | 260.982 | 374 |
| Wienerberger Finance Service B.V. | Zaltbommel | 100,00 | EUR | 18 | 27.243 | 12.427 |
| Wienerberger NV | Kortrijk | 99,99 | EUR | 47.558 | 210.086 | 25.142 |
| Wienerberger Asset Management NV | Zonnebeke | 99,96 | EUR | 13.240 | 20.092 | 714 |
| WK Services NV | Kortrijk | 99,99 | EUR | 32.226 | 15.882 | 418 |
| Wienerberger GmbH | Hannover | 100,00 | EUR | 9.500 | 7.131 | -47.711 |
| Steinzeug - Keramo GmbH | Frechen | 10,00 | EUR | 18.408 | 40.695 | 2.606 |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Hannover | 99,04 | EUR | 26 | 7 | -1 |
| Wienerberger Ziegelindustrie GmbH | Hennersdorf | 99,99 | EUR | 5.000 | 30.451 | 1.309 |
| Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG | Oberndorf | 53,00 | EUR | 438 | 7.605 | 811 |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Wien | 100,00 | ATS | 1.000 | 985 | -2 |
| Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH | Wien | 100,00 | EUR | 35 | 1.524.417 | 127 |
| Semmelrock International GmbH | Wien | 100,00 | EUR | 3.000 | 93.234 | 31 |
| Wienerberger S.p.A | Mordano | 100,00 | EUR | 10.000 | -17.266 | -51.314 |
| Wienerberger A/S | Helsinge | 100,00 | DKK | 107.954 | 17.720 | -39.057 |
| Wienerberger OY AB | Helsinki | 100,00 | EUR | 1.000 | 12.816 | -1.891 |
| Wienerberger AS | Aseri | 100,00 | EUR | 1.541 | -7.525 | -10.796 |
| OOO "Wienerberger Kirpitsch" | Kiprewo | 81,94 | RUR | 612.695 | 660.614 | -494.890 |
| OOO "Wienerberger Kurkachi" | Kurkachi | 81,94 | RUR | 650.036 | 972.813 | 116.717 |
| OOO Wienerberger Investitions- and | ||||||
| Projektmanagement | Kiprewo | 99,00 | RUR | 356 | -3.986 | -648 |
| UAB Wienerberger statybine keramika sp.z.o.o. | Vilnius | 100,00 | LTL | 10 | -501 | -190 |
| Wienerberger EOOD | Sofia | 100,00 | BGN | 12.500 | 20.042 | 2.774 |
| General Shale Building Materials Inc. | Johnson City | 100,00 | USD | 1 | -1.132 | -102 |
| General Shale Canada Acquisitions Inc. | Halifax | 100,00 | CAD | 28.500 | 13.481 | -2.065 |
| Wienerberger India Private Limited | Bangalore | 99,99 | INR | 990.000 | 768.626 | -754.810 |
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestanden auf Grund von Leasing-, Lizenz-, Mietund Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| 2014 in TEUR |
2013 in TEUR |
|
|---|---|---|
| im folgenden Jahr | 1.903 | 1.754 |
| zwischen 1. u. 5 Jahren | 7.594 | 6.881 |
Darüber hinaus bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Ratenvereinbarungen 2015 in der Höhe von 4.102 TEUR (Vorjahr: 5.475 TEUR), wobei auf die Zinskomponente 0 TEUR (Vorjahr: 158 TEUR) entfielen. Diese Zahlungsverpflichtungen wurden innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten passiviert.
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| davon Restlaufzeit | davon Restlaufzeit | davon Restlaufzeit | davon Restlaufzeit | ||||
| Gesamt in TEUR |
unter 1 Jahr in TEUR |
über 1 Jahr in TEUR |
Gesamt in TEUR |
unter 1 Jahr in TEUR |
über 1 Jahr in TEUR |
||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
107 | 107 | 0 | 108 | 108 | 0 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
543.017 | 511.809 | 31.207 | 648.900 | 410.430 | 238.471 | |
| 3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände |
7.365 | 7.365 | 0 | 17.327 | 17.327 | 0 | |
| Forderungen laut Bilanz | 550.488 | 519.281 | 31.207 | 666.334 | 427.864 | 238.471 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten mit 263.357 TEUR (Vorjahr: 387.875 TEUR) überwiegend aus Verrechnungs- und Finanzierungsbeziehungen. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthielten Erträge in Höhe von 1.311 TEUR (Vorjahr: 1.356 TEUR), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens enthielten eigene Anteile in Höhe von 4.600 TEUR (Vorjahr: 22.066 TEUR).
Das Grundkapital der Wienerberger AG beträgt 117.526.764,00 EUR und ist in 117.526.764 nennwertlose Stückaktien zerlegt, alle Aktien sind voll einbezahlt.
In der 145. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, vom Bilanzgewinn 2013 eine Dividende von 0,12 € je Stückaktie, sohin 14.103.211,68 EUR abzüglich eines anteiligen Betrages für die eigenen Anteile von 295.696,56 EUR, somit 13.807.515,12 EUR auszuschütten und den verbleibenden Betrag von 4.986.419,03 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Vorstand wurde in der 145. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 16. Mai 2014 ermächtigt, im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß eigene Stückaktien während der Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben, höchstens zum Zweifachen des Börsenkurses (12,105 EUR) vom 16. Mai 2014 somit 24,21 EUR und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie, und rückgekaufte Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung entweder einzuziehen oder wieder zu verkaufen sowie eigene Aktien auf eine andere Weise als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern. Diese Ermächtigung ersetzte die in der Hauptversammlung vom 11. Mai 2012 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien.
Darüber hinaus wurde in der 145. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 16. Mai 2014 ein genehmigtes Kapital im Ausmaß von 15 % des Grundkapitals beschlossen. Hierbei handelt es sich um die Ermächtigung zur Durchführung einer Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlage. Der Vorstand wurde damit wie bereits in der Vergangenheit ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren, d.h. bis zum 26. Juni 2019, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Das Grundkapital kann um maximal 17.629.014 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.629.014 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden. Eine Durchführung kann gegebenenfalls in mehreren Tranchen erfolgen. Die Art der Aktien, der Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Grundsätzlich haben die Aktionäre das gesetzliche Bezugsrecht.
Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in zwei besonderen Fällen auszuschließen. Erstens für eine Kapitalerhöhung im Falle einer Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zweitens bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe).
Am 11. Mai 2010 hat der Aufsichtsrat der Wienerberger AG die Implementierung eines neuen anteilsbasierten Vergütungsprogramms für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte beschlossen. Als langfristige variable Vergütungskomponente löst es das im Jahr 2009 eingestellte Aktienoptionsprogramm ab. Das "Long Term Incentive (LTI)"-Programm ist ein Vergütungsprogramm mit Barausgleich und zielt entsprechend den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) darauf ab, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erwirken. Das Modell ist daher einerseits an die Entwicklung des CFROI der Wienerberger Gruppe und andererseits an den Kurs der Wienerberger Aktie gekoppelt. Die rechnerische Einheit des LTI sind virtuelle Anteile, sogenannte Performance Share Units (PSUs), deren Zuteilungsausmaß von der Position der Führungskraft im Unternehmen abhängt. Als Multiplikator wird der durchschnittliche Aktienkurs der Wienerberger Aktie der letzten 20 ATX-Handelstage der Performance Periode herangezogen. Die Auszahlung der langfristigen Vergütung (LTI) erfolgt in drei gleich hohen Tranchen, sofern der tatsächlich im Geschäftsjahr 2014 erreichte CFROI in den folgenden zwei Jahren nicht unterschritten wird. Bei den Mitgliedern des Vorstands ist für eine Zuteilung von virtuellen Anteilen das Halten von Wienerberger Aktien erforderlich.
Im Berichtsjahr 2014 wurden dem Vorstand der Wienerberger AG insgesamt 140.000 (Vorjahr: 190.000) und den übrigen Teilnehmern insgesamt 196.000 virtuelle Anteile gewährt (Vorjahr: 164.000).
Die Entwicklung der unversteuerten Rücklagen (§ 12 Abs. 1 EStG) der Wienerberger AG ist aus der nachfolgenden Aufstellung ersichtlich:
| Bewertungsreserven UGB | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | 1.1.2014 | Auflösung | 31.12.2014 |
| I. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem | |||
| Grund | 398 | 15 | 382 |
| 2. Unbebaute Grundstücke | 6.388 | 0 | 6.388 |
| 3. Andere Anlagen, BGA | 0 | 0 | |
| 6.786 | 15 | 6.770 | |
| II. Finanzanlagen | |||
| Beteiligungen | 693 | 693 | |
| 7.479 | 15 | 7.464 |
Die Auflösung von unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuerbemessung von 15 TEUR (Vorjahr: Erhöhung 20 TEUR).
Die Entwicklung der Rückstellungen ist in einer getrennten Aufstellung (Anlage 3) dargestellt.
Die sonstigen Rückstellungen von 28.905 TEUR (Vorjahr: 18.904 TEUR) enthielten Rückstellungen für nicht konsumierten Urlaub von 1.808 TEUR (Vorjahr: 1.614 TEUR) und Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile in Höhe von 9.557 TEUR (Vorjahr: 4.424 TEUR), die in der Folgeperiode ausbezahlt werden. Für das LTI-Programm 2014 wurde eine Rückstellung von 2.553 TEUR (Vorjahr: 2.116 TEUR) gebildet.
Die übrigen Rückstellungen enthielten eine Rückstellung von 15.630 TEUR (Vorjahr 9.086 TEUR) für derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten.
Im Jahr 2014 hat die Wienerberger AG Zinsswaps zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken sowie in geringerem Umfang Zins-Währungsswaps zur Absicherung gegen Translationsrisiken eingesetzt. Der Marktwert der Zinsswaps mit einem Volumen von 150.000 TEUR (Vorjahr: 50.000 TEUR) stellte sich wie folgt dar:
| Zinsswaps | 2014 in TEUR |
2013 in TEUR |
|---|---|---|
| Positive Marktwerte | 5.403 | 4.698 |
| Negative Marktwerte | -5.373 | 0 |
| 30 | 4.698 |
Der aktuelle Marktwert der Zins-Währungsswaps mit einem Volumen von 58.214,74 TEUR (Vorjahr: 78.778 TEUR) beträgt:
| Zins-Währungs Swaps | 2014 in TEUR |
2013 in TEUR |
|---|---|---|
| Positive Marktwerte | 0 | 1.777 |
| Negative Marktwerte | -10.257 | -9.086 |
| -10.257 | -7.310 |
Die verwendeten Bewertungen werden von den kontrahierenden Banken zur Verfügung gestellt und sind unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market) erstellt.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergaben sich wie folgt:
| 31.12.2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt in TEUR |
davon Restlaufzeit unter 1 Jahr in TEUR |
davon Restlaufzeit über 1 Jahr in TEUR |
Gesamt in TEUR |
davon Restlaufzeit unter 1 Jahr in TEUR |
davon Restlaufzeit über 1 Jahr in TEUR |
|
| 1. Anleihen | 1.100.000 | 200.000 | 900.000 | 1.344.300 | 244.300 | 1.100.000 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
189.799 | 54.656 | 135.143 | 140.736 | 15.718 | 125.019 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung |
1.442 | 1.442 | 0 | 1.190 | 1.190 | 0 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
513.200 | 512.664 | 536 | 756.211 | 755.692 | 519 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 37.449 | 37.449 | 0 | 55.910 | 51.808 | 4.102 |
| Verbindlichkeiten laut Bilanz | 1.841.890 | 806.211 | 1.035.679 | 2.298.347 | 1.068.707 | 1.229.640 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit 512.465 TEUR (Vorjahr: 756.307 TEUR) überwiegend aus Verrechnungsbeziehungen und aus dem Kontenpooling mit der Wienerberger Finanz Service GmbH. Im Jahr 2014 wurden sämtliche langfristigen externen Finanzverbindlichkeiten (Anleihen, Bankverbindlichkeiten) der Wienerberger AG mit den gleichen Konditionen direkt an die Wienerberger Finanz Service GmbH weiterverrechnet und erhöhten somit die langfristigen Forderungen gegenüber der Wienerberger Finanz Service GmbH, gleichzeitig resultiert daraus eine Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten mit der Wienerberger Finanz Service GmbH. Diese Verrechnungsbeziehung wird bis zur Tilgung der jeweiligen externen Verbindlichkeit der Wienerberger AG Bestand haben und gleichzeitig abgebaut werden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren betrugen 0 TEUR (Vorjahr: 26.286 TEUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten waren Aufwendungen in Höhe von 32.924 TEUR (Vorjahr: 50.223 TEUR) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Es bestehen Anleihenverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von 300.000 TEUR (Vorjahr: 300.000 TEUR).
Die Hybridanleihe in der Höhe von 500.000 TEUR wurde mit Oktober 2014 in Höhe von 272.188 TEUR in eine neue Hybridanleihe umgetauscht. Der verbleibende Teil in Höhe von 227.812 TEUR verfügt über eine Call Option erstmals 2017. Der umgetauschte Teil verfügt erstmals über eine Call Option in 2021. Dies bedeutet, dass die Wienerberger AG über die Rückzahlung der Hybridanleihen frei entscheiden kann. Zusätzlich sind beide Hybridanleihen gegenüber allen bestehenden und zukünftigen Verbindlichkeiten nachrangig gestellt.
Die Wienerberger AG hat mit 18. April 2013 eine nicht konvertible, endfällige 7-jährige Anleihe mit 4 % Verzinsung in der Höhe von 300.000 TEUR begeben.
Die Wienerberger AG hat mit 1. Februar 2012 eine nicht konvertible, endfällige 3½-jährige Anleihe mit 5 % Verzinsung in der Höhe von 200.000 TEUR begeben.
Die Wienerberger AG hat mit 4. Juli 2011 eine nicht konvertible, endfällige 7-jährige Anleihe mit 5,25 % Verzinsung in der Höhe von 100.000 TEUR begeben.
Die Wienerberger AG hat mit 29. März 2010 eine nicht konvertible, endfällige 4¼-jährige Anleihe mit 4,875 % Verzinsung in der Höhe von 250.000 TEUR begeben, davon wurden im Zeitraum von Juni bis Oktober 2013 Teilbeträge in Höhe von 5.700 TEUR getilgt. Im Jahr 2014 mit Ende der Laufzeit wurde die noch offene Anleihe in Höhe von 244.300 TEUR zur Gänze getilgt.
Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:
| 31.12.2014 in TEUR |
31.12.2013 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Garantien | 165.241 | 143.971 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | 165.241 | 143.971 |
| Patronatserklärungen | 1.829 | 1.289 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | 1.829 | 1.289 |
| 167.070 | 145.260 |
Die Wienerberger AG garantiert der Wienerberger S.p.A, Mordano zumindest für die nächsten 12 Monate ab dem Datum der Gesellschafterversammlung die erforderliche finanzielle Unterstützung zur Fortführung des Betriebes.
Unter den Umsatzerlösen werden Erlöse aus Leistungsbeziehungen mit Tochtergesellschaften der Wienerberger Gruppe in Höhe von 42.203 TEUR (Vorjahr: 37.638 TEUR) bzw. auch mit Gesellschaften außerhalb der Wienerberger Gruppe in Höhe von 121 TEUR (Vorjahr: 135 TEUR) ausgewiesen.
Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Erlös aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendiger Liegenschaften, Auflösung der Einzelwertberichtigung zu einem Gesellschafterdarlehen und der Weiterverrechnung der Kosten Akquisition Tondach Gruppe.
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen in folgendem Ausmaß enthalten:
| 2014 in TEUR |
2013 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Vorstände und leitende Angestellte | 4.324 | 2.518 |
| Andere Arbeitnehmer | 1.021 | 1.405 |
| 5.345 | 3.923 |
Im Jahr 2012 wurde IAS 19 (2011) vorzeitig angewendet. Versicherungsmathematische Verluste von 3.130 TEUR (Vorjahr: 1.493 TEUR) wurden erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.
In Mitarbeitervorsorgekassen für Abfertigungen wurden 148 TEUR (Vorjahr: 141 TEUR) einbezahlt. Aus der Veränderung der Pensionsrückdeckungsversicherung resultierte ein Aufwand von 1 TEUR (Vorjahr: Ertrag 2 TEUR).
Im Durchschnitt des Jahres 2014 wurden 184 (Vorjahr: 176) Angestellte beschäftigt.
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 3.701.175 EUR (Vorjahr: 3.184 TEUR), davon entfallen 1.220.000 EUR (Vorjahr: 1.220 TEUR) auf fixe und 2.481.175 EUR (Vorjahr: 1.964 TEUR) auf variable Bestandteile. Darin enthalten sind Aufwendungen für eine langfristige Vergütungskomponente in Höhe von 1.220.000 TEUR (Vorjahr: 1.220 TEUR), welche in Abhängigkeit vom Erreichen der Zielvorgaben über drei Jahre in drei gleich hohen Teilbeträgen ausbezahlt werden. An frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 853.694 EUR (Vorjahr: 836 TEUR) geleistet. Im Geschäftsjahr 2014 wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrats für die Tätigkeit im vorangegangen Geschäftsjahr Vergütungen von insgesamt 446.641 EUR (Vorjahr: 452 TEUR) bezahlt.
Haftungsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bestehen nicht, und es wurden auch keine Kredite an diese vergeben.
Gewinnausschüttungen aus verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich mit Datum des Gewinnausschüttungsbeschlusses vereinnahmt. Die Beteiligungserträge 2014 resultierten mit 250.000 TEUR aus einer phasengleichen Ausschüttung der Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH. Im Vorjahr beliefen sich die Dividendenerträge aus verbundenen Unternehmen auf 130.000 TEUR.
In den Erträgen aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens ist eine Zuschreibung an der Beteiligung Semmelrock International GmbH in Höhe von 27.658 TEUR enthalten.
Die Aufwendungen aus Beteiligungen betreffen die Abschreibungen auf Beteiligungen an der Wienerberger GmbH, Wienerberger S.p.A., OOO "Wienerberger Kirpitsch", UAB Wienerberger statybine keramika Sp.z.o.o. und Wienerberger India Private Limited mit einem Gesamtwert in Höhe von 224.112 TEUR (Vorjahr Semmelrock International GmbH, Wienerberger S.p.A., Wienerberger OY AB, Wienerberger AS, UAB Wienerberger statybine keramika Sp.z.o.o. und Wienerberger India Private Limited mit einem Gesamtwert in Höhe von 74.748 TEUR).
Die Wienerberger AG hat im Geschäftsjahr 2005 die Möglichkeit der Bildung einer "Unternehmensgruppe" gemäß § 9 KStG genutzt. Die Wienerberger AG ist Gruppenträger einer Gruppe von 16 (Vorjahr: 16) Gruppenmitgliedern. In die Gruppe wurden ausschließlich inländische unmittelbare und mittelbare Tochtergesellschaften einbezogen.
Vom Gruppenträger werden die vom Gruppenmitglied verursachten Körperschaftssteuerbeträge mittels Belastungsmethode überrechnet. Im Verlustfall wird die Steuerumlage gutgeschrieben, bei zukünftigen Gewinnen des Gruppenmitglieds werden die Verluste mittels Verlustverrechnung verwendet.
In ihrer Eigenschaft als Gruppenträger ist die Wienerberger AG Empfängerin von Steuerumlagen von gewinnerzielenden inländischen Tochtergesellschaften. Aus positiven und negativen Steuerumlagen resultierte im Berichtsjahr ein Steueraufwand von 16.673 TEUR (Vorjahr: Steueraufwand 4.700 TEUR).
Gemäß § 237 Z 14 UGB wird auf die Aufschlüsselung der Aufwendungen für die Abschlussprüfung, für andere Bestätigungsleistungen, für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Wienerberger AG.
DDr. Regina Prehofer Dkfm. Karl Fink (Stellvertreter der Vorsitzenden) Peter Johnson (Stellvertreter der Vorsitzenden) Mag. Harald Nograsek Dr. Wilhelm Rasinger Franz Josef Haslberger (seit 16.05.2014) Christian Jourquin (seit 16.05.2014) Claudia Schiroky *) Gerhard Seban *) Gernot Weber (seit 16.05.2014) *)
*) vom Betriebsrat delegiert
Dr. Heimo Scheuch, Vorsitzender Willy Van Riet
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, am 25. Februar 2015
Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014:
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 1.1.2014 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2014 |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
34.896 | 1.592 | 0 | 36.488 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund |
20.413 | 572 | 50 | 20.935 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.874 | 604 | 496 | 9.983 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 0 | 2 | 0 | 2 |
| 30.286 | 1.179 | 546 | 30.920 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.013.343 | 2.333 | 0 | 3.015.676 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.032.565 | 62.763 | 64.327 | 1.031.001 |
| 3. Beteiligungen | 6.440 | 0 | 0 | 6.440 |
| 4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens | 4.915 | 0 | 1 | 4.914 |
| 4.057.263 | 65.096 | 64.328 | 4.058.031 | |
| 4.122.446 | 67.867 | 64.874 | 4.125.439 | |
| zu II./1. Beb. Grundst.u.Bauten a.fr.Grund | ||||
| Grundwert | 72 | 0 | 0 | 72 |
| Gebäudewert | 1.811 | 0 | 0 | 1.811 |
| 1.883 | 0 | 0 | 1.883 | |
| Unbebaute Grundstücke | 18.530 | 572 | 50 | 19.052 |
| 20.413 | 572 | 50 | 20.935 | |
Wienerberger AG Jahresfinanzbericht 2014 Jahresabschluss der Wienerberger AG
| Abschreibungen kumuliert |
Buchwert am 31.12.2014 |
Buchwert am 31.12.2013 |
Abschreibung 2014 |
Zuschreibung 2014 |
|---|---|---|---|---|
| 32.619 | 3.869 | 4.436 | 2.160 | 0 |
| 1.412 | 19.523 | 19.044 | 43 | 0 |
| 7.999 | 1.984 | 2.076 | 679 | 0 |
| 0 | 2 | 0 | 0 | 0 |
| 9.410 | 21.509 | 21.120 | 722 | 0 |
| 413.538 | 2.602.138 | 2.796.259 | 224.112 | 27.658 |
| 30.620 | 1.000.381 | 1.032.565 | 0 | 0 |
| 0 | 6.440 | 6.440 | 0 | 0 |
| 104 | 4.810 | 4.670 | 0 | 142 |
| 444.262 | 3.613.769 | 3.839.933 | 224.112 | 27.800 |
| 486.291 | 3.639.147 | 3.865.490 | 226.993 | 27.800 |
| 0 | 72 | 72 | 0 | 0 |
| 1.391 | 420 | 463 | 43 | 0 |
| 1.391 | 492 | 535 | 43 | 0 |
| 21 | 19.031 | 18.509 | 0 | 0 |
| 1.412 | 19.523 | 19.044 | 43 | 0 |
| Stand am 1.1.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Nennwert | Kapitalanteil | Bilanzwert | ||
| Anteile an Verbundenen Unternehmen | in TLW | % | in TEUR | |
| Wienerberger International N.V., Zaltbommel | EUR | 50 | 100,00 | 295.642 |
| Wienerberger Finance Service B.V., Zaltbommel | EUR | 18 | 100,00 | 93.869 |
| Wienerberger NV, Kortrijk | EUR | 47.558 | 99,99 | 178.602 |
| Wienerberger Asset Management NV, Zonnebeke | EUR | 8.596 | 99,96 | 24.182 |
| WK Services NV, Kortrijk | EUR | 32.226 | 99,99 | 13.094 |
| Wienerberger GmbH, Hannover | EUR | 9.500 | 100,00 | 282.874 |
| Steinzeug Keramo - GmbH, Frechen | EUR | 18.408 | 10,00 | 2.900 |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH, Hannover | EUR | 26 | 99,04 | 26 |
| Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, Hennersdorf | EUR | 5.000 | 99,99 | 37.421 |
| Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG, Oberndorf | EUR | 232 | 53,00 | 1.980 |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH, Wien | EUR | 73 | 100,00 | 750 |
| Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH, Wien | EUR | 35 | 100,00 | 1.609.214 |
| Semmelrock International GmbH, Wien | EUR | 3.000 | 100,00 | 43.304 |
| Wienerberger S.p.A, Mordano | EUR | 10.000 | 100,00 | 44.822 |
| Wienerberger A/S, Helsinge | DKK | 107.954 | 100,00 | 14.467 |
| Wienerberger OY AB, Helsinki | EUR | 1.000 | 100,00 | 19.870 |
| Wienerberger AS, Aseri | EUR | 1.541 | 100,00 | 4.163 |
| OOO Wienerberger Kirpitsch, Kiprewo | RUR | 502.042 | 81,94 | 46.860 |
| OOO Wienerberber Kurkachi, Kurkachi | RUR | 532.640 | 81,94 | 19.325 |
| OOO Wienerberger Investitions- and Projektmanagement, Kiprewo | RUR | 352 | 99,00 | 10 |
| UAB Wienerberger statybine keramika sp.z.o.o., Vilnius | LTL | 3.135 | 100,00 | 0 |
| Wienerberger EOOD, Sofia | BGN | 12.500 | 100,00 | 6.392 |
| General Shale Building Materials, Inc., Johnson City | USD | 1 | 100,00 | 1 |
| General Shale Canada Acquisitions Inc., Halifax | CAD | 28.500 | 100,00 | 21.293 |
| Wienerberger India Private Limited, Bangalore | INR | 990.000 | 100,00 | 35.197 |
| 2.796.259 | ||||
| Beteiligungen: | ||||
| CEESEG AG (Wiener Börse AG) | 700 | 3,75 | 6.440 | |
| 6.440 | ||||
| Summe Beteiligungen | 2.802.699 |
| Zugang / Umbuchung | Abgang / Umbuchung | Zuschreibung | Stand am 31.12.2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nennwert | Bilanzwert | Nennwert | Bilanzwert | Nennwert | Kapitalanteil | Bilanzwert Abschreibung | |||
| in TLW | in TEUR | in TLW | in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TLW | % | in TEUR | in TEUR |
| 50 | 100,00 | 295.642 | |||||||
| 18 | 100,00 | 93.869 | |||||||
| 47.558 | 99,99 | 178.602 | |||||||
| 4.640 | 13.235 | 99,96 | 24.182 | ||||||
| 0 | 32.226 | 99,99 | 13.094 | ||||||
| 136.941 | 9.500 | 100,00 | 145.933 | 136.941 | |||||
| 16.567 | 1.841 | 10,00 | 2.900 | ||||||
| 26 | 99,04 | 26 | |||||||
| 5.000 | 99,99 | 37.421 | |||||||
| -178 | 232 | 53,00 | 1.802 | 610 | |||||
| 73 | 100,00 | 750 | 19.722 | ||||||
| 35 | 100,00 | 1.609.214 | 928 | ||||||
| 27.658 | 3.000 | 100,00 | 70.962 | 0 | |||||
| 44.822 | 10.000 | 100,00 | 0 | 87.563 | |||||
| 107.954 | 100,00 | 14.467 | 13.500 | ||||||
| 1.000 | 100,00 | 19.870 | 15.490 | ||||||
| 1.541 | 100,00 | 4.163 | 31.952 | ||||||
| 30.730 | 502.042 | 81,94 | 16.130 | 73.905 | |||||
| 532.640 | 81,94 | 19.325 | |||||||
| 352 | 99,00 | 10 | |||||||
| 1.803 | 3.125 | 1.803 | 10 | 100,00 | 0 | 2.768 | |||
| 12.500 | 100,00 | 6.392 | |||||||
| 1 | 100,00 | 1 | |||||||
| 28.500 | 100,00 | 21.293 | |||||||
| 709 | 9.816 | 990.000 | 100,00 | 26.089 | 13.657 | ||||
| 2.333 | 0 | 224.112 | 27.658 | 2.602.138 | 397.037 | ||||
| 700 | 3,75 | 6.440 | |||||||
| 6.440 | |||||||||
| 2.333 | 0 | 224.112 | 27.658 | 2.608.578 | 397.037 |
Zusammensetzung und Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2014:
| in TEUR | Stand am 1.1.2014 |
Verwendung | Auflösung | Zuweisung | Stand am 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Rückstellung für Abfertigungen | 4.037 | 252 | 1.195 | 4.980 | |
| 2. Rückstellung für Pensionsverpflichtungen | 17.460 | 933 | 2.655 | 19.182 | |
| 3. Jubiläumsgeldrückstellungen | 483 | 30 | 30 | 57 | 480 |
| 4. Urlaubsrückstellungen | 1.614 | 125 | 319 | 1.808 | |
| 5. Sonstige Rückstellungen | |||||
| Personalrückstellungen | 6.540 | 3.240 | 6.257 | 9.557 | |
| Aufsichtsratvergütungen | 489 | 429 | 60 | 431 | 431 |
| Prüfungskosten | 156 | 156 | 232 | 232 | |
| Rechts- und Beratungskosten | 312 | 131 | 30 | 168 | 319 |
| Übrige | 9.312 | 137 | 88 | 6.993 | 16.079 |
| 16.808 | 4.093 | 178 | 14.081 | 26.617 | |
| Summe | 40.401 | 5.434 | 208 | 18.307 | 53.066 |
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Wienerberger AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonne¬nen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vor¬schriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanz¬lage der Gesell¬schaft zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 25. Februar 2015
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Lieve Van Utterbeeck ppa Mag. Dominik Zacherl
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
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