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Wienerberger AG

Annual Report Apr 8, 2008

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht

gem. § 82 Abs. 4 Börsegesetz BGBl I 2007/19

der

Wienerberger AG Wien

zum Stichtag 31.12.2007 für das Geschäftsjahr 2007

Wienerberger AG

Wien

Jahresabschluss zum

31. Dezember 2007

31.12.2006
Stand am
EUR
I. Grundkapital
A. Eigenkapital
II. Kapitalrücklagen
1. Gebundene
17.383.760,39
1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen)
2. Rücklage für eigene Anteile
III. Gewinnrücklagen
1.517.867,24
23.434.906,74
2.710.022,02
27.662.796,00
davon Gewinnvortrag: EUR 885.447,71; Vorjahr: EUR 268.181,13
IV. Bilanzgewinn
1.780.540.128,23
251.170.616,38
7.563.054,59
19.661.812,98
1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
B. Unversteuerte Rücklagen
2.058.935.612,18
2.103.982.168,57
1. Rückstellungen für Abfertigungen
2. Rückstellungen für Pensionen
3. Sonstige Rückstellungen
C. Rückstellungen
141.000,00
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen
10.355.121,95
416.415.091,56
7.431.594,88
davon aus Steuern: EUR 27.704,58; Vorjahr: EUR 26.887,27
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
5. Sonstige Verbindlichkeiten
434.201.808,39
10.712.212,98
30.217.039,34
40.929.252,32
EUR 243.741,06; Vorjahr: EUR 202.742,47
100.084.647,76
575.356.708,47
2.405.318,21 2.681.744.195,25
B I L A N Z zum 31.12.2007 31.12.2007
Stand am
EUR
A K T I V A
A. Anlagevermögen 16.902.792,39
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
22.516.213,69
3.109.884,52
27.087.803,72
1.461.705,51
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten,
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund
2. Unbebaute Grundstücke
II. Sachanlagen
19.000.000,00
6.439.622,54
20.539.688,98
1.958.720.734,81
4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
3. Beteiligungen
III. Finanzanlagen
2.004.700.046,33
2.048.690.642,44
B. Umlaufvermögen
140.374,33
1. Fertige Erzeugnisse und Waren
I. Vorräte
1.207.651.420,95
6.344.082,40
8.636.480,71
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegestände
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1.222.631.984,06
7.488.084,98
30.859.961,79
38.348.046,77
1. Sonstige Wertpapiere und Anteile
III. Wertpapiere und Anteile
2. Eigene Anteile
10.104.663,52
1.271.225.068,68
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
3.890.491,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten
3.323.806.202,67

Verbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen 139.380.157,00 47.063.913,00

WIENERBERGER AG, Wien

WIENERBERGER AG, WIEN

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2007

2007 2006
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.848.828,12 42.568.165,23
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen 5.653.406,80 3.507.158,90
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 366.205,63 109.616,92
c) Übrige 45.481.594,48 51.501.206,91 15.122.950,26 18.739.726,08
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
a) Materialaufwand -47.271,75 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.326.032,27 -1.373.304,02 -723.650,30 -723.650,30
4. Personalaufwand
a) Gehälter -16.638.668,02 -14.320.437,56
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -884.333,92 -1.005.633,30
c) Aufwendungen für Altersversorgung -2.194.589,48 -1.866.555,32
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge -2.736.265,96 -2.396.284,41
e) Sonstige Sozialaufwendungen -288.095,54 -22.741.952,92 -150.484,35 -19.739.394,94
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen -3.624.923,51 -3.602.024,59
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern -4.488.229,69 -62.585,91
b) Übrige -102.595.249,41 -107.083.479,10 -33.733.229,53 -33.795.815,44
7. Zwischensumme aus Z 1. bis 6. -39.473.624,52 3.447.006,04
8. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 167.073.804,71 167.456.191,47 128.674.488,03
Vorjahr: EUR 128.189.969,98
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens 11.186.664,94 18.223.960,01
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 10.826.420,99
Vorjahr: EUR 17.919.576,06
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.188.611,53 40.787.902,07
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 35.099.098,86
Vorjahr: EUR 14.910.831,28
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 11.227.301,67 2.306.077,53
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens -657.156,61 -6.051.656,55
davon a) Abschreibungen EUR 545.498,61
Vorjahr EUR 3.878,00
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen:
EUR 111.658,00; Vorjahr: EUR 0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -95.862.385,73 -85.979.915,41
davon betreffend verbundene Unternehmen:
EUR 84.379,08; Vorjahr: EUR 95.220,91
14. Zwischensumme aus Z 8. bis 13. 160.539.227,27 97.960.855,68
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 121.065.602,75 101.407.861,72
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.982.871,49 6.854.917,42
17. Jahresüberschuss 125.048.474,24 108.262.779,14
18. Auflösung unversteuerter Rücklagen 645.156,71 277.615,74
19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen -5.500.000,00 -13.000.000,00
20. Jahresgewinn 120.193.630,95 95.540.394,88
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 885.447,71 268.181,13
22. Bilanzgewinn 121.079.078,66 95.808.576,01

ANHANG

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, gemäß den Bestimmungen des österreichischen Unternehmensgesetzbuch aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Wienerberger AG als börsenotierte Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, in den sämtliche wesentliche Tochtergesellschaften der Wienerberger AG einbezogen werden. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuchgericht Wien hinterlegt.

BILANZIERUNGS - UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw Herstellungskosten, vermindert um planmäßig lineare oder nutzungsbedingte (Tongruben) Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppen.

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Abschreibungen auf Anlagenzugänge im ersten bzw zweiten Halbjahr sind mit vollen bzw halben Jahresraten angesetzt worden. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter der einheitlichen Leitung der Wienerberger AG stehen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen dauernder niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet, erforderliche Wertberichtigungen werden vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw dem niedrigeren Devisen-Geldkurs am Bilanzstichtag oder gesicherten Kursen umgerechnet. Für alle erkennbaren Risken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert zum Bilanzstichtag erfasst. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw niedrigeren Börsenkursen oder Rücknahmewerten bewertet. Vom Wahlrecht, aktive latente Steuern in der Höhe von EUR 4.240.750,00 (Vorjahr: TEUR 3.275) anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Die aktive latente Steuer wurde unter Zugrundelegung des gesetzlichen Steuersatzes von 25 % gerechnet.

3. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden auf Basis einer finanzmathematischen Berechnung unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 (Männer) bzw 60 (Frauen) Jahren und eines Rechnungszinssatz von 4 % nach dem Teilwertverfahren berechnet.

Die Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen aufgrund von rechtsverbindlichen, individuellen Zusagen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,3 % und Anwendung der Sterbetafeln von Pagler & Pagler nach IFRS gebildet. Von der Übergangsbestimmung des § 116 Abs 4 EStG wird in der Wienerberger AG kein Gebrauch gemacht.

Im Bilanzansatz nicht enthaltene versicherungsmathematische Verluste gemäß IAS 19 betragen EUR 180.612,00 (Vorjahr: TEUR 781).

Sonstige Rückstellungen werden nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht, in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag, dem Nennwert bzw dem höheren zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw mit dem höheren Devisen-Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

ERLÄUTERUNG ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer getrennten Aufstellung dargestellt.

In der Bilanzposition "bebaute Grundstücke" sind Grundwerte von EUR 676.718,16 (Vorjahr: TEUR 677) enthalten. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind im Wesentlichen Genussrechte in der Höhe von EUR 16.392.000,00 (Vorjahr: TEUR 16.392), der Rest sind festverzinsliche Wertpapiere.

Mit sechs Kaufverträgen von 23.01.2007 wurden insgesamt 29.683 Stück Aktien der Wiener Börse veräußert.

Die Beteiligungsansätze an der Wienerberger Brick Industry Private Limited, Karnataka, und der Semmelrock International GmbH, Klagenfurt, erhöhten sich aufgrund gewährter Gesellschafterzuschüsse im Zusammenhang mit Akquisitionen. Der Beteiligungsansatz an der OOO Wienerberger Kirpitsch, Moskau, erhöhte sich durch eine Sacheinlage.

Durch eine Kapitalerhöhung erwarb die Wienerberger AG 89,20 % an der Porotherm Wall Systems NV, Kortrijk.

Weiters wurden mit Verträgen vom 20.07.2007 bzw. 06.11.2007 die General Shale Canada Acquisitions Inc. in Halifax, sowie 53% an der Salzburger Ziegelwerke GmbH & Co. KG in Nussdorf am Haunsberg, Sbg., erworben.

Die Beteiligung an der Wienerberger AS, Aseri, wurde von der Wienerberger OY AB, Helsinki, konzernintern käuflich erworben.

Der Abgang (Umbuchung) der Wienerberger B.V., Zaltbommel, in der Höhe von EUR 247.136.976,36 resultiert durch eine konzerninterne Umgründung in Österreich, wobei die aufnehmende Gesellschaft, die Wienerberger West European Holding GmbH, Wien, mittelbar eine 100 % ige Tochtergesellschaft der Wienerberger AG ist.

Mit Vertrag vom 11.12.2007 wurde die Beteiligung an der Keramo Wienerberger Steinzeugwerk Zwickau GmbH, Zwickau, verkauft.

Beteiligungsgesellschaften der Wienerberger AG (ab 20 %); Werte gemäß IFRS.

Gesellschaft Sitz Anteil Währung Grund-
/Stammkapital
(in lokaler
Währung)
Währung unverst. Rückl.
(in lokaler
Währung)
Eigenkapital inkl. Jahrsüberschuss/-
fehlbetrag (in lokaler
Währung)
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hennersdorf 99,99 EUR 5.000.000 EUR 31.663.940 3.243.904
Wienerberger Beteiligungs GmbH Wien 100,00 ATS 1.000.000 EUR 47.656.520 2.238.078
Wienerberger NV Kortrijk 100,00 EUR 39.996.261 EUR 100.243.668 10.920.038
WK Services NV Kortrijk 100,00 EUR 32.226.158 EUR 12.353.586 646.523
General Shale Building Materials Inc. Johnson City 100,00 USD 1.000 USD -412.622 -98.646
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hannover 100,00 EUR 9.500.000 EUR 137.577.553 -7.437.110
Semmelrock International GmbH Klagenfurt 75,00 EUR 3.000.000 EUR 55.286.321 8.475.018
VVT Vermögensverwaltung GmbH Wien 99,81 EUR 36.000 EUR 35.841 -23.626
Wienerberger International N.V. Zaltbommel 100,00 EUR 50.000 EUR 192.019.259 42.898.224
Wienerberger Brunori SRL Bubano 100,00 EUR 4.056.000 EUR 35.241.037 8.547.159
Wienerberger Beteiligungs GmbH Hannover 99,04 EUR 26.000 EUR 20.819 -511
Wienerberger service, spol. s r.o. Ceske Bud. 100,00 CZK 200.000 CZK 466.930 -95.518
OOO "Wienerberger Kirpitsch" Moskau 100,00 RUR 469.423.261 RUR 728.793.098 -168.477.154
General Shale Brick, Inc. Johnson City 100,00 USD 1.000 USD 157.405.613 -12.092.354
Wienerberger (UK) Limited Manchester 100,00 GBP 780.646 GBP 780.646 0
Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH Wien 100,00 EUR 35.000 EUR 764.843.629 125.388.101
Wienerberger A/S Brondy 100,00 DKK 107.954.000 DKK 331.601.357 -5.912.283
Wienerberger Finance Service B.V. Zaltbommel 100,00 EUR 18.000 EUR 6.410.723 3.556.750
Wienerberger EOOD Sofia 100,00 BGN 4.000.000 BGN 683.043 -2.095.662
Wienerberger OY AB Helsinki 100,00 EUR 1.000.000 EUR 34.703.994 348.077
Wienerberger Brick Industry Private Limited Karnataka 99,99 INR 355.000.000 INR 312.945.308 -42.054.692
Wienerberger AS Aseri 100,00 EEK 24.074.000 EEK 168.552.273 15.123.522
Porotherm Wall Systems NV Kortrijk 89,20 EUR 112.110.995 EUR 111.104.616 5.909.473
General Shale Canada Acquisitions Inc. Halifax 100,00 CAD 28.500.000 CAD 26.806.290 -1.693.710
Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG Nussdorf 53,00 EUR 438.000 EUR 7.198.340 n.a.

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen auf Grund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

2007 2006
in EUR in TEUR
1.205.697 1.467
6.000.485 7.334

Darüber hinaus bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Ratenvereinbarungen 2008 – 2015 in der Höhe von EUR 20.451.032,00; Vorjahr: TEUR 22.656 (davon Zinskomponente EUR 2.692.819,00; Vorjahr: TEUR 3.376). Diese Zahlungsverpflichtungen sind innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten passiviert.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden die erforderlichen Einzelwertberichtigungen abgesetzt.

Forderungenspiegel

31.12.2007 31.12.2006
Gesamt davon
Restlaufzeit unter
1 Jahr
davon
Restlaufzeit über
1 Jahr
Gesamt davon
Restlaufzeit unter
1 Jahr
davon
Restlaufzeit
über 1 Jahr
in EUR in EUR in EUR in TEUR in TEUR in TEUR
1. Forderungen aus Liefer
ungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verb
8.636.480,71 8.567.527,71 68.953,00 10.355 3.435 6.920
undene Unternehmen 1.207.651.420,95 368.779.691,97 838.871.728,98 416.415 416.415 0
3. Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
6.344.082,40 4.816.089,40 1.527.993,00 7.432 5.604 1.828
1.222.631.984,06 382.163.309,08 840.468.674,98 434.202 425.454 8.748

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit EUR 1.200.243.164,44 (Vorjahr: TEUR 409.804) überwiegend aus Verrechnungsbeziehungen. In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind Erträge in Höhe von EUR 2.613.377,36 (Vorjahr: TEUR 2.645) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

3. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens handelt es sich im Wesentlichen um festverzinsliche Wertpapiere. Die im Geschäftsjahr nach § 208 (3) HGB unterlassenen Zuschreibungen betragen EUR 176.482,00 (Vorjahr: TEUR 189). Die eigenen Anteile sind mit EUR 30.859.961,79 (Vorjahr: TEUR 30.217) ausgewiesen.

4. Eigenkapital

Im Jahr 2007 hat die Wienerberger AG eine Kapitalerhöhung von EUR 440.095.185,- durchgeführt. Insgesamt wurden 9.779.893 neue Aktien zu einem Kurs von 45 EUR ausgegeben. Die mit der Kapitalerhöhung direkt in Zusammenhang stehenden Aufwendungen von EUR 15.959.470,70 (österreichische Gesellschaftssteuer EUR 4.400.951,85, Bankspesen und Fees EUR 8.801.903,70, Rechts- und Beratungskosten EUR 2.756.615,15) wurden im sonstigen Aufwand erfasst. Das auf Nennwert gezahlte Agio betrug EUR 430.315.292,-- und wurde gem. § 229 Abs 2 Z 1 UGB in die gebundene Kapitalrücklage eingestellt.

Das Grundkapital der Wienerberger AG beträgt nunmehr 83.947.689 EUR und ist in 83.947.689 nennwertlose Stückaktien zerlegt. Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 10. Mai 2007 ermächtigt, bis zu 10 % des Nennkapitals innerhalb von 18 Monaten zurückzukaufen.

Die Hauptversammlung der Wienerberger AG hat am 8. Mai 2002 die Ermächtigung erteilt, eigene Aktien der Wienerberger AG zur Bedienung eines Aktienoptionsplans zu verwenden. Auf Basis dieser Ermächtigung wurde ein Aktienoptionsplan für Führungskräfte, die unmittelbaren Einfluss auf die Weiterentwicklung des Unternehmens haben, implementiert. Nach den Jahren 2002, 2003, 2004, 2005 und 2006 wurden im Geschäftsjahr 2007 zum sechsten Mal Optionen ausgegeben. Die Anzahl der Optionen pro Optionsberechtigtem ist abhängig vom Erreichen jährlicher Performance-Ziele, dabei wird für das Jahr 2007 auf den budgetierten Konzernjahresüberschuss abgestellt. Abgesehen von den Vorstandsmitgliedern (siehe Einzelaufstellung) wurden im Geschäftsjahr 11 Führungskräften je 5.000 Optionen und weiteren 57 Führungskräften je 3.000 Optionen eingeräumt. Die Optionen sind nicht übertragbar oder handelbar. Jede Option berechtigt zum Erwerb einer Aktie. Die Optionslaufzeiten betragen 5 Jahre bei einem frühesten Ausübungszeitpunkt (Wartefrist) nach Ablauf von 2 Jahren ab Einräumung. Nach Ablauf dieser 2 Jahre können innerhalb der Ausübungsfenster von jeweils einem Monat ab Veröffentlichung der Quartalsberichte die Optionen ausgeübt werden. Wenn die jeweilige Führungskraft innerhalb der Wartefrist ausscheidet, verfallen die Optionen. Der Ausübungspreis der Optionen errechnet sich aus dem Durchschnitt der Tagesschlusskurse über den Zeitraum von 4 Wochen ab Veröffentlichung des vorläufigen Konzernergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres und beträgt für 2007 45,50 EUR. Die Aktien aus den Optionsprogrammen 2002, 2003 und 2004, die durch Optionsausübung erworben werden, unterliegen keiner Behaltefrist. Jene Aktien, die aufgrund von in 2005 eingeräumten Optionen durch Optionsausübung erworben werden, unterliegen zu einem Drittel einer einjährigen Behaltefrist, Aktien aus dem Optionsprogramm 2006 und 2007 unterliegen zu einem Drittel einer 2jährigen Behaltefrist. Zur Bedienung der Optionen 2007 und etwaiger Zuteilungen in den Folgejahren hat die Hauptversammlung am 10. Mai 2007 die Möglichkeiten eines Aktienrückkaufes geschaffen.

Im Rahmen des durch die Hauptversammlung vom 27. April 2006 genehmigten Rückkaufsprogramms wurden in der Zeit vom 12. März 2007 bis 21. März 2007 insgesamt 300.000 eigene Aktien erworben, welche zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms vorgesehen sind.

Ausgegebene Optionen in Stück aus 2007 aus 2006 aus 2005 aus 2004 aus 2003
Mitglieder des Vorstandes:
Wolfgang Reithofer 18.000 18.000 12.354 18.000 18.000
Heimo Scheuch 15.000 15.000 10.295 15.000 15.000
Willy Van Riet bzw. Hans Tschuden 12.500 15.000 10.295 15.000 15.000
Johann Windisch 15.000 15.000 10.295 15.000 15.000
Vorstandsmitglieder Gesamt 60.500 63.000 43.239 63.000 63.000
Andere Führungskräfte 226.000 230.000 144.134 265.000 310.000
Insgesamt eingeräumte Optionen 286.500 293.000 187.373 328.000 373.000
Abzüglich verfallene Optionen durch
Mitarbeiterabgang 0 0 0 -30.000 -60.000
Nachträglich von Mitarbeitern akzeptierte Optionen 0 0 0 35.000 25.000
Ausgeübte Optionen 0 0 0 -303.402 -338.000
Bestehende Optionen 286.500 293.000 187.373 29.598 0
Ausübbar am Jahresende 0 0 0 29.598 0
Marktpreis bei Gewährung 45,57 42,20 33,86 27,53 17,32
Ausübungspreis der Option 45,50 38,50 37,50 25,00 15,50
Laufzeit 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Risikofreier Anlagezinssatz 4,01 3,32 3,15 3,90 3,17
Erwartete Volatilität 28 28 28 30 17
Zeitwert je Optionsrecht 10,54 10,77 5,91 7,44 2,23
Gesamtwert je Programm in TEUR 3.051 2.965 962 2.029 710

Aufgrund von Änderungen im Steuerrecht einzelner Länder akzeptierten nachträglich zahlreiche Führungskräfte ihre bereits für die Jahre 2003-2004 angebotenen Optionen . Diese Korrektur der bisherigen Zahl der ausübbaren Optionen wird in der Zeile "nachträglich akzeptierte Optionen" dargestellt.

Der Wert der im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen zum Ausübungsstichtag betrug EUR 8.096.550,00.

Die Aktie notiert im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein "Sponsored ADR Level 1 Program" der Bank of New York im OTC Markt gehandelt.

5. Unversteuerte Rücklagen

Die Entwicklung der unversteuerten Rücklagen der Wienerberger AG ist aus der nachfolgenden Aufstellung ersichtlich:

Stand am
1.1.2007
EUR
Zuführung
EUR
Auflösung
EUR
Stand am
31.12.2007
EUR
Bewertungsreserven auf Grund
von Sonderabschreibungen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten, einschließlich der
Bauten auf fremdem Grund 581.007,87 28.092,00 552.915,87
2. Unbebaute Grundstücke 9.230.721,81 617.064,71 8.613.657,10
3. Andere Anlagen, BGA 1,00 1,00
9.811.730,68 0,00 645.156,71 9.166.573,97
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 693.372,00 693.372,00
10.505.102,68 0,00 645.156,71 9.859.945,97

Die Auflösung von unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuerbemessung von EUR 645.156,71 (Vorjahr: Erhöhung TEUR 278).

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen von EUR 40.337.040,00 (Vorjahr: TEUR 45.494) enthalten mit EUR 1.692.102,00 (Vorjahr: TEUR 1.486) Rückstellungen für nicht konsumierten Urlaub und mit EUR 5.729.361,00 (Vorjahr: TEUR 4.048) Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile, die in der Folgeperiode bezahlt werden.

Weiters ist eine Rückstellung für derivative Finanzinstrumente in der Höhe von EUR 30.644.568,00 (Vorjahr: TEUR 32.798) enthalten. Die Rückstellungsbildung war notwendig, da sich bei Interest Rate Swaps (IRS) und Cross Currency Swaps (CCS) negative Marktwerte ergeben haben.

Bei den IRS sind kurzfristige Zinssätze über einen längeren Zeitraum niedriger geblieben, als es der Markt zum Abschlusszeitpunkt erwartet hat und bei den CCS hat vor allem der polnische Zloty, der ungarische Forint und die tschechische Krone gegenüber dem Euro an Wert gewonnen.

7. Derivative Finanzinstrumente

Die Wienerberger AG setzt zur Risikoabdeckung Derivate ein. Dabei handelt es sich einerseits um Zinsenswaps (IRS) zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken, andererseits um Cross-Currency Swaps (CCS) zur Absicherung des Translationsrisikos. Weiters existieren Termingeschäfte zur Absicherung des Gaspreisrisikos sowie von CO2 Zertifikaten.

Mit Zinsenswaps wurden bei verschiedenen Banken für ein Volumen von TEUR 276.240 (Vorjahr: TEUR 326.240) Zinssicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Finanzierungstransaktionen getätigt, die aktuellen Marktwerte betragen:

2007 2006
in EUR in TEUR
Positive Marktwerte 174.705,00 1.013
Negative Marktwerte -9.027.690,66 -9.674
-8.852.985,66 -8.661

Cross-Currency Swaps wurden in den Währungen USD, PLN, GBP mit einem Volumen von TEUR 466.804,75 (Vorjahr: TEUR 741.427) abgeschlossen, die aktuellen Marktwerte betragen hier:

2007
in EUR
2006
in TEUR
Positive Marktwerte 38.913.063,76 48.567
Negative Marktwerte -21.221.916,11 -22.119
17.691.147,65 26.448

Das Nominale der Termingeschäfte beträgt TEUR 31.465 (Vorjahr: TEUR 34.115), wobei sich der aktuelle Marktwert auf EUR 404.628,71 (Vorjahr: TEUR -1.005) beläuft

Die verwendeten Bewertungen werden von den kontrahierenden Banken zur Verfügung gestellt und sind unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Mark-to-Market) erstellt.

8. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten können wie folgt dargestellt werden:

31.12.2007 31.12.2006
Gesamt davon davon Gesamt davon davon
Restlaufzeit unter Restlaufzeit über Restlaufzeit Restlaufzeit über
1 Jahr 1 Jahr unter 1 Jahr 1 Jahr
in EUR in EUR in EUR in TEUR in TEUR in TEUR
1. Anleihen 900.000.000,00 0,00 900.000.000,00 400.000 0 400.000
2. Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten 317.915.315,83 33.875.315,83 284.040.000,00 668.825 347.399 321.426
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferung und Leistung 5.171.786,92 5.171.786,92 0,00 2.413 2.413 0
4. Verbindlichkeiten gegen
über verbundenen Unter
nehmen 4.626.518,19 4.626.518,19 0,00 8.021 8.021 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 61.219.314,30 42.866.293,30 18.353.021,00 34.185 14.318 19.867
Verbindlichkeiten laut Bilanz 1.288.932.935,24 86.539.914,24 1.202.393.021,00 1.113.444 372.151 741.293

Die Wienerberger AG hat mit Wirkung zum 9.2.2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe im Umfang von EUR 500.000.000,00 mit einem Kupon von 6,5% begeben, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, aber variablen Zinssatz.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit EUR 4.329.009,01 (Vorjahr: TEUR 5.261) überwiegend aus Verrechnungsbeziehungen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Beträge in der Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 19.600) mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren enthalten. Dingliche Sicherheiten bestehen nicht. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 39.811.267,70 (Vorjahr: TEUR 11.816) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Beträge in der Höhe von EUR 8.200.744,00 (Vorjahr: TEUR 10.866) mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren enthalten.

9. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:

31.12.2007 31.12.2006
in EUR in TEUR
Garantien 16.052.228,00 13.464
(davon für verbundene Unternehmen) 16.052.228,00 13.464
Bürgschaften 123.327.929,00 33.600
(davon für verbundene Unternehmen) 123.327.929,00 33.600
139.380.157,00 47.064

Den Eventualverbindlichkeiten stehen Rückgriffsforderungen in gleicher Höhe gegenüber.

10. Umsatzerlöse

Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus Leistungsbeziehungen an Tochtergesellschaften der Wienerberger-Gruppe mit EUR 43.645.377,62 (Vorjahr: TEUR 41.815) bzw. auch an Gesellschaften außerhalb der Wienerberger-Gruppe mit EUR 203.450,50 (Vorjahr: TEUR 753) ausgewiesen.

11. Personalaufwand

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen verteilen sich folgendermaßen:

2007
in EUR
2006
in TEUR
Vorstände und leitende Angestellte 2.503.639,97 2.481
Andere Arbeitnehmer 575.283,43 391
3.078.923,40 2.872

An Mitarbeitervorsorgekassen für Abfertigungen wurden EUR 77.298,81 (Vorjahr: TEUR 56) einbezahlt.

Im Durchschnitt des Jahres 2007 wurden 168 (Vorjahr: 144) Angestellte beschäftigt.

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr EUR 4.833.686,38 incl. Abfertigungszahlungen (Vorjahr: TEUR 2.943). An frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von EUR 607.464,94 (Vorjahr: TEUR 595) geleistet. An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2007 Vergütungen (einschließlich Reisespesen) von insgesamt EUR 333.432,14 (Vorjahr: TEUR 308) bezahlt.

Haftungen für und Kredite an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

12. Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen

Gewinnausschüttungen aus verbundenen Unternehmen werden erst in der Periode, in der der Gewinnausschüttungsbeschluss gefasst wird, vereinnahmt. Die Beteiligungserträge betreffen mit EUR 167.073.804,71 (Vorjahr: TEUR 128.190) Dividendenerträge aus verbundenen Unternehmen.

13. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Wienerberger AG hat im Geschäftsjahr 2005 die Möglichkeiten der Bildung einer "Unternehmensgruppe" gem. § 9 KStG genutzt. Die Wienerberger AG ist Gruppenträger einer Gruppe von 17 Gruppenmitgliedern. In die Gruppe wurden ausschließlich inländische unmittelbare und mittelbare Tochtergesellschaften einbezogen.

In ihrer Eigenschaft als Gruppenträger ist die Wienerberger AG Empfänger von Steuerumlagen von gewinnerzielenden inländischen Tochtergesellschaften. Aufgrund von steuerlichen Verlusten und Verlustvorträgen des Gruppenträgers ergibt sich daraus ein laufender Steuerertrag im Berichtsjahr.

14. AUFSICHTSRAT UND VORSTAND DER WIENERBERGER AG

AUFSICHTSRAT

Mag. Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender) Christian Dumolin (Stellvertreter des Vorsitzenden) Mag. Harald Nograsek Dkfm. Dr. Claus Raidl KR Franz Rauch Dkfm. Karl Fink Dr. Wilhelm Rasinger Peter Johnson Karl Sauer *) Claudia Krenn *) Gerhard Seban *) Rupert Bellina *)

*) vom Betriebsrat delegiert

WIENERBERGER AG

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 200

am 1.1.2007
Stand
Zugänge Anschaffungs- oder Herstellungkosten
Abgänge
31.12.2007
Stand am
Abschreib.
kumuliert
Buchwert am
31.12.2007
Buchwert am
31.12.2006
Abschreibung
2007
A. ANLAGEVERMÖGEN EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlich
Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenze
I. Immaterielle Vermögensgegenständ
30.608.430,87 2.194.542,20 0,00 32.802.973,07 15.900.180,68 16.902.792,39 17.383.760,39 2.675.510,20
1. Grundstücke,grundstücksgleiche Rechte und Bauten
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattun
einschließlich der Bauten auf fremdem Grun
II. Sachanlagen
26.553.329,15
7.497.934,85
34.051.264,00
151.861,90
1.322.130,81
1.473.992,71
1.335.976,57
1.081.815,23
254.161,34
34.189.280,14
25.623.375,82
8.565.904,32
1.645.456,62
5.456.019,80
7.101.476,42
23.977.919,20
3.109.884,52
27.087.803,72
24.952.773,98
2.710.022,02
27.662.796,00
56.153,00
893.260,31
949.413,31
4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögen
2. Ausleihungen an verbundene Unternehme
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
3. Beteiligungen
III. Finanzanlagen
1.801.166.258,46
275.455.486,38
7.563.054,59
19.968.199,88
2.168.812.694,18
2.104.152.999,31
425.540.240,94
9.782.899,83
436.322.640,77
439.991.175,68
0,00
999.500,00
247.359.634,36
1.123.432,05
43.085,00
490.479.667,62
491.815.644,19
241.953.516,21
1.979.346.865,04
43.284.870,00
6.439.622,54
20.924.614,88
2.049.995.972,46
2.116.988.225,67
20.626.130,23
24.284.870,00
0,00
384.925,90
45.295.926,13
68.297.583,23
19.000.000,00
6.439.622,54
20.539.688,98
2.004.700.046,33
2.048.690.642,44
1.958.720.734,81
1.780.540.128,23
251.170.616,38
7.563.054,59
19.661.812,98
2.058.935.612,18
2.103.982.168,57
0,00
44.884.504,00
0,00
78.539,00
44.963.043,00
48.587.966,51
zu II./1. Beb. Grundst.u.Bauten a.fr.Grund
Gebäudewer
Grundwert
676.726,54
2.409.432,21
0,00
0,00
8,38
0,35
2.409.431,86
676.718,16
0,00
1.624.444,51
676.718,16
784.987,35
676.726,54
841.140,70
0,00
56.153,00
Unbebaute Grundstücke 3.086.158,75
23.467.170,40
0,00
151.861,90
8,73
1.081.806,50
22.537.225,80
3.086.150,02
1.624.444,51
21.012,11
22.516.213,69
1.461.705,51
1.517.867,24
23.434.906,74
56.153,00
0,00

26.553.329,15 151.861,90 1.081.815,23 25.623.375,82 1.645.456,62 23.977.919,20 24.952.773,98 56.153,00

Corporate Governance Bericht

ein wesentlicher Baustein für die langfristige Wertschöpfung.

Umsetzung strenger Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz

Richtlinien zur Vermeidung von Insiderhandel

Freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen zum Österreichischen Corporate Governance Kodex

Bekenntnis zum Kodex und weitgehende Transparenz führten zu mehrfachen Auszeichnungen

Evaluierung und Bestätigung der Kodex-Umsetzung durch KPMG und Wolf Theiss

Wienerberger verfolgt seit Jahren eine Strategie zur nachhaltigen und langfristigen Steigerung des Unternehmenswerts. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle bilden die Basis für diese Zielsetzung. Das schafft Vertrauen in das Unternehmen und ist somit

Die Gleichbehandlung und umfassende Information aller Aktionäre hat für uns Priorität. Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code im Unternehmen installiert, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht unter Einbezug aller Aufsichtsratsmitglieder umsetzt. Seine Einhaltung wird vom Com pliance Officer kontinuierlich überwacht.

Im Oktober 2002 wurde der Österreichische Corporate Governance Kodex in Kraft gesetzt und zuletzt 2007 an die EU-Transparenz-Richtlinie angepasst. Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechts, die Empfehlungen der Europäischen Kommission hinsichtlich der Aufgaben des Aufsichtsrats und der Vergütung von Direktoren sowie die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex ist ein Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Wesentliche Grundsätze wie die Gleichbehandlung aller Aktionäre, Transparenz, die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, offene Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, die Vermeidung von Interessen konflikten von Organen sowie eine effiziente Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer sollen das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen und den Finanzplatz Österreich stärken. Der über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Kodex erlangt durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen Geltung. Das Bekenntnis zum Kodex hat zur Folge, dass die Nichteinhaltung von C-Regeln ("comply or explain") zu begründen ist.

Wienerberger hat als eines der ersten Unternehmen ein Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex abgegeben und sich zur Beachtung der Regelungen verpflichtet. Unser Ziel war es von Anfang an, nicht nur die Mindestanforderungen des Kodex zu erfüllen, sondern die höchsten Standards einzuführen. Für ihre Vorreiterrolle zur Corporate Governance in Österreich wurde Wienerberger mehrfach ausgezeichnet, zuletzt haben wir im Rahmen des Börsepreises 2007 die Auszeichnung für die beste Corporate Governance eines österreichischen Unternehmens erhalten.

Die Umsetzung und Richtigkeit unserer öffentlichen Erklärungen hat die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft unter Anwendung der Regelungen der "International Federation of Accountants" für die Durchführung von Aufträgen zur prüferischen Durchsicht evaluiert und darüber einen Bericht erstattet, der auf unserer Website eingesehen werden kann. Die Evaluierung durch den Wirtschaftsprüfer zur Einhaltung der Regelungen des Kodex und der Richtigkeit der öffentlichen Berichterstattung hat ergeben, dass die öffentlichen Erklärungen über die Beachtung des Kodex zutreffend sind. Den Themenbereich des Kodex zum Abschlussprüfer hat die Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss untersucht und einen Bericht erstattet, der keine Beanstandungen ergeben hat und ebenfalls auf unserer Website veröffentlicht ist.

Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere deren Vorsitzende, in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Beratungs- und Kontrolltätigkeit je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ist auf unserer Website veröffentlicht.

Der Aufsichtsrat entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Das Präsidium vertritt die Unternehmensinteressen in allen Vorstandsangelegenheiten und fungiert als Vergütungsausschuss im Hinblick auf die Vorstandsbezüge. Der Projektausschuss ist berufen, die nicht dem Aufsichtsrat vorbehaltenen Geschäfte und Maßnahmen – insbesondere Investitionen, Akquisitionen und Liegenschaftsverkäufe zwischen 7,5 und 30 Mio. € – zu genehmigen sowie in dringenden Fällen zu entscheiden. Der Prüfungsausschuss befasst sich vorbereitend für den Aufsichtsrat mit allen Fragen des Jahresabschlusses, der Prüfung des Konzerns und der Rechnungslegung. Zusätzlich überprüft er das Risikomanagement des Unternehmens sowie die Unabhängigkeit und die durch "Peer Reviews" kontrollierte Qualifikation des Abschlussprüfers. Ein Finanzexperte ist Mitglied des Wienerberger Prüfungsausschusses.

Der Personal- und Nominierungsausschuss ist zuständig für die Planung der Aufsichtsratsbesetzung mit dem Ziel unabhängiger Mitglieder. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat Wahlvorschläge, welche der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Die Kriterien der Unabhängigkeit sind auf unserer Website veröffentlicht. Alle Kapitalvertreter im Aufsichtsrat haben in der Sitzung vom 8. Februar 2008 erneut ihre Unabhängigkeit gemäß diesen Kriterien erklärt. Zusätzlich hat der Personal- und Nominierungsausschuss vor der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ein Anforderungsprofil zu verfassen sowie auf Basis eines definierten Besetzungsverfahrens und der Nachfolgeplanung die Entscheidung des Aufsichtsrats vorzubereiten. Weiters beschließt er die Bedingungen der Aktienoptionspläne für Führungskräfte des Konzerns. Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und in dessen Ausschüssen ist durch Einrichtung eines Betriebsrats ein gesetzlich geregelter Teil des österreichischen Corporate Governance Systems. Die Arbeitnehmervertretung ist gemäß Aktiengesetz berechtigt, in den Aufsichtsrat und Ausschuss einer Aktiengesellschaft für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsratsmitglieder ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.

Wienerberger hält aus historischen Gründen Aktien an der Wiener Börse. Ein Teil davon wurde im Frühjahr 2007 unter anderem auch an die Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group verkauft. Der Verkauf der Aktien wurde von den Mitgliedern des Aufsichtsrats genehmigt.

Im Jahr 2006 wurde nach 2000 zum zweiten Mal ein umfassendes Assessment des Wienerberger Managements durchgeführt. Es dient dem Personal- und Nominierungsausschuss als Grundlage für die Nachfolgeplanung zur Besetzung des Vorstands. Im konkreten Fall bildete es die Entscheidungsgrundlage für die Bestellung von Willy Van Riet zum neuen Finanzvorstand per 1. April 2007, nachdem Hans Tschuden seinen Entschluss bekannt gab, zur Telekom Austria AG zu wechseln.

Im Wienerberger Aufsichtsrat sind weder ehemalige Vorstandsmitglieder noch leitende Angestellte vertreten; auch Kreuzverflechtungen existieren nicht. Es wurden weder Kredite an Geschäftsordnung entspricht den Bestimmungen des Kodex

Ausschüsse, Aufgaben und Verantwortungsbereiche des Aufsichtsrats

Alle Wienerberger Aufsichtsratsmitglieder sind unabhängig; Mitbestimmung der Arbeitnehmer ist Teil des österreichischen Systems

Verkauf der Wiener Börse Aktien durch Aufsichtsrat genehmigt

Nachfolgeplanung für den Vorstand auf Basis eines objektiven Verfahrens

Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Einrichtung einer internen Revision in 2007 zur weiteren Verbesserung des Risikomanagements im Konzern

"One share – one vote" Prinzip ist voll umgesetzt; Offenlegung der Change of Control Klauseln

Kodex wird voll umgesetzt

Aufsichtsratsmitglieder oder Vorstände vergeben, noch Verträge mit ihnen abgeschlossen. Über Verträge mit nahestehenden Unternehmen berichten wir im Anhang auf Seite 132.

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der 138. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Wienerberger AG bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für die Gruppe tätig. Im Jahr 2007 lagen die Beratungshonorare von KPMG für die Wienerberger AG bei 0,2 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und prüfungsnahe Leistungen im Zusammenhang mit den Kapitalmaßnahmen wurden 2,8 Mio. € verrechnet. Vertragliche Vereinbarungen über die Erbringung von projektbezogenen Beratungsleistungen im Jahr 2008 bestehen derzeit nur in geringem Umfang.

Zur weiteren Verbesserung des Risikomanagements hat Wienerberger in 2007 die Abteilung Interne Revision als Stabsstelle des Gesamtvorstands installiert. Auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten Revisionsplans und einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüft die interne Revision jährlich operative Prozesse auf Risikomanagement und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten und überwacht die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, interner Richtlinien und Prozessverfahren. Darüber hinaus wurde zur Früherkennung und Überwachung von Risiken das Interne Kontrollsystem (IKS) ausgebaut. Über die Planung und die wesentlichsten Ergebnisse der Kontrollmaßnahmen berichtet der Vorstand einmal jährlich dem Aufsichtsrat. Ein Management Letter des Abschlussprüfers sowie dessen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements des Konzerns wurden dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorgelegt und im Aufsichtsrat behandelt.

Die Wienerberger AG hat 83,9 Mio. Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebots (Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Wienerberger Aktien erhält. Die Wienerberger AG hat keinen Kernaktionär. Die Aktionärsstruktur ist auf Seite 62 dargestellt.

Wienerberger erfüllt alle Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex, auch wenn es sich nur um Empfehlungen handelt. Inhalte zu den meldepflichten Angaben nach § 243a UGB sind in folgenden Kapiteln zu finden: "Zur Zusammensetzung des Wienerberger Kapitals", "Aktiengattungen", "Beschränkungen und Rechte", "Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf" im Konzernanhang unter Punkt 23, Konzerneigenkapital auf Seite 118, "Direkte oder indirekte Beteiligungen am Wienerberger Kapital" im Kapitel "Aktie und Aktionäre" auf Seite 62, Mitarbeiterbeteiligungsaktion sowie Aktienoptionsplan unter Punkt 33. "Change of Control"-Klauseln sind in den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zur Unternehmensanleihe 2005, zur Hybrid-Anleihe 2007 und den syndizierten Krediten der Jahre 2005 und 2006 enthalten. Im Kapitel Vergütungsbericht sind die Grundsätze der Vergütungspolitik, eine Aufstellung über die Einzelbezüge der Wienerberger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Übersicht zum Besitz eigener Aktien angeführt. Auf der Wienerberger Website wird unter "Directors' Dealing" laufend über Kauf und Verkauf eigener Aktien durch Organmitglieder berichtet.

Corporate Governance Corporate Governance Bericht Risikomanagement

Risikomanagement

Wienerberger ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Prinzipiell wird Risiko bei Wienerberger als die Möglichkeit der Abweichung von Unternehmenszielen verstanden und ist somit eine Bandbreite möglicher Zukunftsszenarien. Der Risikobegriff beinhaltet dabei sowohl die Möglichkeit eines Verlustes (Risiko im eigentlichen Sinn), als auch der Nichtrealisierung eines zusätzlichen Gewinns. Ziel unseres Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die regelmäßig im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgt. Dabei wird die aus Vorperioden vorliegende Risikoerhebung einmal jährlich durch das Management Committee aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen. Dieser Prozess führte 2007 zu einer geänderten Gewichtung einzelner Positionen sowie der Aufnahme neuer Risiken in unseren Risikokatalog. Die wesentlichsten Risiken sind nachfolgend näher erläutert.

Marktrisiken

Diese Risiken entstehen aus der Entwicklung der Konjunktur und der Preissituation in den für Wienerberger wesentlichen Volkswirtschaften in Europa und Nordamerika. Um den Einfluss einzelner Märkte auf die Ertragssituation von Wienerberger so gering wie möglich zu halten, verfolgen wir eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. Durch die dezentrale Werksstruktur, das breite Management-Team sowie die bedeutende Marktstellung von Wienerberger in ihren Märkten bedrohen spezifische Marktund Produktionsrisiken nie die gesamte Unternehmensgruppe, sondern nur lokale Gesellschaften. Dies hat sich insbesondere auch im Jahr 2007 gezeigt, wo trotz der Marktschwäche in den USA und Deutschland die Ergebnisziele auf Gruppenebene dank der starken Entwicklung in Zentral-Osteuropa und Nord-Westeuropa übertroffen werden konnten.

Beschaffungs-, Produktions-, Investitions- und Akquisitionsrisiken

Dem Risiko der steigenden Energiekosten begegnen wir durch laufende Beobachtung der Situation an den relevanten Märkten, den Abschluss von Termingeschäften, die frühzeitige Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristige Lieferverträge. Für 2008 wurde bereits der Großteil der benötigten Mengen an Erdgas und Strom abgesichert. Eine detaillierte Beschreibung des Energieeinkaufs findet sich auf Seite 34. Hauptmaßnahme bleibt jedoch die kontinuierliche Optimierung des Energieeinsatzes in Produktion und Vertrieb.

Überkapazitäten können zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen. Um Auswirkungen auf die Ertragslage zu minimieren, analysieren wir laufend unsere Kapazitäten und passen sie gegebenenfalls durch temporäre Schließungen sowie Produktionsverlagerungen an die Markterfordernisse an.

Die effiziente Umsetzung der Wachstumsprojekte sowie deren Integration gewinnen durch die steigende Anzahl der Maßnahmen zunehmend an Bedeutung. Durch konzernweiten Knowhow-Transfer über die Entsendung von Experten, die das lokale Management unterstützen, sowie klare Vorgaben zu Rentabilitätszielen bei Wachstumsprojekten (siehe Strategie und Geschäftsmodell, Seite 35) versuchen wir dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.

Identifikation und Analyse der 15 größten Risiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses

Minimierung der Marktrisiken durch geografische Diversifikation

Risiko der steigenden Energiekosten begegnen wir durch Hedging

Laufende Anpassung der Kapazitäten an Markterfordernisse

Gruppenweiter Knowhow-Transfer minimiert Umsetzungs- und Integrationsrisiko

Absicherungen im Währungs- und Zins bereich gegen Aus wir kungen auf das Eigen kapital

Kartellrechtliche Risiken von Über nahmen werden im Vorfeld intensiv geprüft

Keine Risiken erkennbar, die das Gesamtunternehmen gefährden

Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen

Finanzielle Risiken

Die wesentlichsten finanziellen Risiken sind Währungs- und Zinsrisiken. Ziel ist es, durch Währungsswaps eine bessere Deckung zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz herzustellen, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen auf das Konzerneigenkapital gering zu halten. Wienerberger konnte aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten Absicherungen die Risiken im Währungs- und Zinsbereich deutlich reduzieren. Eine Darstellung der Finanzierungssituation unter Berücksichtigung der Sicherungsmaßnahmen findet sich in der Ergebnis- und Bilanzanalyse auf Seite 71, das Währungsrisiko ist im Anhang auf Seite 128 beschrieben.

Rechtliche Risiken

Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von Akquisitionen unterliegen Übernahmen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Diese können zu Verzögerungen oder Untersagungen von Akquisitionen führen. Um dieses Risiko zu minimieren, prüft Wienerberger kartellrechtliche Risiken unter Beiziehung von Rechtsexperten bereits intensiv im Vorfeld. Die Untersagung einer Übernahme ist bisher noch nicht vorgekommen, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass der Großteil unserer Projekte die vorgesehenen Umsatzbzw. Wertlimits nicht überschreitet. Aufgrund unserer Position in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger, sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und werden mit Sanktionen bedroht.

Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der Wienerberger Gruppe gefährden könnten. Die geografische Diversifizierung ist der Grund dafür, dass das wertmäßig größte Einzelrisiko weniger als 20 % des aktuellen Konzern-EBITDA ausmacht. Sollten alle Top-15-Risiken gleichzeitig eintreten, würde dies weniger als ein Drittel des Eigenkapitals betreffen. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zu Versicherungsprämien ausgerichtet wird. Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert. Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien und die laufende Berichterstattung.

Corporate Governance Risikomanagement

Internes Kontrollsystem

Den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechend weitet Wienerberger im Vorgriff auf die künftige Umsetzung der 8. EU-Richtlinie in Österreich das Interne Kontrollsystem (IKS) aus. Mit 1. Juli 2007 wurde bei der Wienerberger AG eine eigene Abteilung Interne Revision als Stabsstelle des Gesamtvorstands eingerichtet. Auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten jährlichen Revisionsplans und einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüft die interne Revision operative Prozesse für Risikomanagement und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten und überwacht die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, interner Richtlinien sowie Prozessrichtlinien und -verfahren. Ein weiteres Betätigungsfeld der Internen Revision sind Ad-hoc-Prüfungen, die auf Veranlassung des Managements erfolgen und auf aktuelle sowie zukünftige Risiken fokussieren.

Insbesondere zur Unterstützung der Früherkennung und Überwachung von Risiken aus unzulänglichen Überwachungssystemen und betrügerischen Handlungen wurde in der Wienerberger Gruppe das IKS ausgebaut. Dieses System basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO – Internal Control and Enterprise Risk Managing Frameworks des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) und bietet dem Management ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus sämtlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren und zu steuern. Der dezentralen Struktur von Wienerberger entsprechend liegt auch die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen sind angehalten, anhand der einheitlich zur Verfügung gestellten IKS-Richtlinien die Einhaltung der Kontrollen durch Selbstüberprüfun gen zu evaluieren und zu dokumentieren. Die interne Revision überwacht in der Folge die Einhaltung dieser Prüfungsschritte durch die lokale Geschäftsführung. Die Ergebnisse werden an die jeweilige Geschäftsführung sowie an den Gesamtvorstand der Wienerberger AG berichtet.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an den Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität unseres Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer kontrolliert und bestätigt. Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen des Jahresabschlusses. Die Prüfungsgebiete sind so gewählt, dass in einem Zyklus von maximal fünf Jahren das gesamte Unternehmen auf alle Risikofelder hin untersucht wird. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Wienerberger Konzerns findet sich im Anhang auf Seite 128.

Im Vorgriff auf die Umsetzung der 8. EU-Richtlinie weitet Wienerberger das Interne Kontrollsystem (IKS) aus

Umsetzung des IKS erfolgt dezentral, die Überwachung der Einhaltung des IKS zentral durch die interne Revision

Funktionsfähigkeit des Risikomanagements geprüft und bestätigt

Corporate Responsibility

Wienerberger versteht die Wirtschaft als integrierten Teil der Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, dem Menschen zu dienen und Nutzen zu stiften. Wienerberger nimmt ihre Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft sehr ernst und orientiert ihr Handeln an ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten. Unsere Absicht ist es, mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte zu schaffen.

Mit der Unterzeichnung einer Sozialcharta verpflichtete sich die Unternehmensführung bereits im Jahr 2001 zur Einhaltung der Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf und zu sozialem Fortschritt. Als logische Konsequenz folgte 2003 das Bekenntnis zum UN Global Compact – einer 1999 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen Initiative zur Förderung von ethischem Unternehmensverhalten (Good Corporate Citizenship). Mittlerweile umfasst der UN Global Compact zehn Leitprinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Unternehmen, die dieser Initiative beitreten, verpflichten sich freiwillig zur Beachtung der Grundsätze, die auf der Website des UN Global Compact unter www.unglobalcompact.org einzusehen sind. Das starke Engagement im Bereich Corporate Responsibility haben wir mit der Unterstützung des 2007 in Wien tagenden Kongresses zur Entwicklung der ISO 26000, ein Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung, unterstrichen.

Eine intensive Auseinandersetzung des Wienerberger Managements mit Unterstützung externer Berater zum Thema Nachhaltigkeit im Jahr 2004 zeigte, dass Nachhaltigkeit bei Wienerberger keine Modeerscheinung ist und wir unser Handeln schon seit Jahrzehnten sowohl an ökonomischen, als auch ökologischen und sozialen Kriterien orientieren. Ergebnis dieses Diskussionsprozesses war unser Leitbild, das heute in 18 Sprachen vorliegt und im Jahr 2005 allen Mitarbeitern vorgestellt wurde. Dieses Leitbild ist zu einem lebendigen Bestandteil unserer Unternehmenskultur geworden. Unsere Vision "Werte schaffen. Für eine nachhaltige Zukunft" definiert Nachhaltigkeit als oberstes Ziel. Die zwei wichtigsten Leitlinien dazu beschäftigen sich mit gelebtem Umweltschutz und der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.

Gelebter Umweltschutz

"Building Value. Im Einklang mit Mensch und Natur" heißt eine unserer Leitlinien. Dass es sich dabei nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt, beweist die Vielzahl an Aktivitäten. Wienerberger "nutzt" als Ziegelproduzent die Natur in einer Art von Symbiose: Wir entnehmen umweltschonend Ton und produzieren möglichst umweltgerecht keramische Produkte – natürliche Erzeugnisse mit langer Lebensdauer, die problemlos recycelt werden können. Quer durch alle Ländergesellschaften der Wienerberger wird kontinuierlich an einer Verbesserung der Umweltschutzmaßnahmen und einer Optimierung des Energieeinsatzes gearbeitet.

Wienerberger bekennt sich zur Einhaltung von Umweltgesetzen, zum Klimaschutz, zu Energieeinsparungen, zur Rekultivierung von Tonabbaustätten, zur Abfallwiederverwertung, zum Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen, zu humanitärer Hilfe, zu lokalem Engagement in Gemeinden, zur Bewahrung des kulturellen Erbes und zu Transparenz. Für unsere Produktionsstätten sind wir um bestes Einvernehmen mit Behörden, Interessenvertretern und Anrainern bemüht. Der Fokus liegt auf gegenseitigem Verstehen und voneinander Lernen. Besonders wertvoll ist für uns dabei der offene und kontinuierliche Dialog mit NGOs.

Mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte schaffen

Die Nachhaltigkeit wurde im Wienerberger Leitbild verankert

Alle Ländergesellschaften arbeiten an der Verbesserung des Umweltschutzes

Mit konkreten Aktivitäten setzen wir Zeichen und kooperieren mit NGOs

Das Unternehmen Corporate Responsibility

Eine besondere Kooperation verbindet uns seit fünf Jahren mit dem World Wide Fund for Nature (WWF): Damals wurde eine grundsätzliche Vereinbarung über mögliche gemeinsame Projekte unterzeichnet. In diesem Rahmen unterstützt Wienerberger Aktivitäten des WWF von internationaler Bedeutung in Österreich, wie zum Beispiel das RAMSAR-Zentrum in Schrems, ein Dokumentations-, Erlebnis- und Forschungszentrum von Feuchtgebieten, und den WWF-Seewinkelhof in Apetlon. Im Gegenzug berät der WWF Wienerberger bei der Realisierung von Um weltschutzprojekten in Zusammenhang mit der Rekultivierung von ehemaligen Tonab baustätten.

Gesellschaftliche Verantwortung

Unter dem Motto "Im Mittelpunkt der Mensch" sind soziale Aspekte im Arbeitsumfeld und soziales Engagement für bedürftige Menschen wesentliche Eckpfeiler unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Durch Ausbildungsmaßnahmen, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, freiwillige Sozialleistungen und Initiierung gemeinsamer Aktivitäten ist Wienerberger ständig bemüht, ihren Mitarbeitern ein attraktives und soziales Arbeitsumfeld zur Verfügung zu stellen. Um den Bedürfnissen gerecht zu werden, sucht Wienerberger mittels Fragebögen und Feedback-Schleifen aktiv den Dialog mit den Mitarbeitern. In der Folge werden länderspezifisch Maßnahmen gesetzt, die auf die lokalen Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt sind. In Österreich wurden beispielsweise die Arbeitszeiten stärker flexibilisiert, um den Mitarbeitern mehr Selbstverantwortung zu übertragen. In der Ukraine werden alle Mitarbeiter von Wienerberger freiwillig krankenversichert, um ihnen mehr Sicherheit zu geben.

"Wienerberger erzeugt Ziegel, aber die Häuser werden für Menschen gebaut". Mit diesem Bewusstsein ausgestattet, ist es unser Ziel, Menschen, die aufgrund von Lebensumständen und Schicksalsschlägen benachteiligt sind, mit unseren Produkten und finanzieller Zuwendung zu unterstützen. Unser größtes Anliegen ist es dabei, den Schwächsten der Gesellschaft – den Kindern – Hilfestellungen anzubieten. Dabei arbeiten wir mit anerkannten Organisationen zusammen, denen wir Ziegel zum Bau von Ausbildungsstätten und Gebäuden kostenlos zur Verfügung stellen und deren Aktivitäten wir auch finanziell unterstützen. Mit SOS-Kinderdorf verbindet uns eine jahrelange Partnerschaft, die wir in den letzten Jahren durch eine Reihe von Projekten auf verschiedenen Kontinenten laufend intensiviert haben. Mit der Etablierung der SOS-Nachhaltigkeits-Foundation – ein zweckgewidmetes Sondervermögen, das professionell veranlagt wurde, um kontinuierlichen Vermögenszuwachs zu generieren – haben wir ein Instrument gefunden, um beispielsweise den Wiederaufbau sowie den Betrieb von Infrastrukturbereichen in den vom Tsunami stark betroffenen Regionen nachhaltig sicherzustellen.

In nahezu allen Ländern, in denen Wienerberger tätig ist, werden laufend soziale Projekte unterstützt und gefördert. Auf den folgenden zwei Seiten haben wir einige unserer Nachhaltigkeitsprojekte ausgewählt, die im letzten Jahr umgesetzt wurden.

Beispielhafte Kooperation mit dem WWF in konkreten Projekten

Projekte für ein soziales Arbeitsumfeld abgestimmt auf die lokalen Bedürfnisse der Mitarbeiter

Unterstützung von Hilfsorganisationen mit besonderem Fokus auf Kinderhilfswerke

Auswahl einiger Nachhaltig keitsprojekte auf den nächsten Seiten

Corporate Responsibility Projekte 2007

Thermische Rauchgasnachverbrennung reduziert Emissionen

Slowakei In den beiden slowakischen Werken Zlaté Moravce und Boleráz wurde durch den Einsatz einer thermischen Rauchgasnachverbrennung eine deutliche Emissionsreduktion erreicht und die Umweltsituation an den beiden Standorten wesentlich verbessert. Mit dieser Technologie werden die Rauchgase eines Ziegelwerkes gereinigt, wodurch wir an den beiden Standorten die CO-Emissionen um 70 %, die TOC-Emissionen um 75 % und die Benzen-Emissionen um 40 % reduzieren konnten.

Umweltfreundliche Energieträger: Umstellung von Schweröl auf Erdgas

Kroatien In unserem Werk in Kroatien haben wir durch den Einbau eines hochmodernen Erdgasbrenners, der den Einsatz von umweltfreundlicheren Energieträgern erlaubt, eine deutliche Reduktion der Schadstoffemissionen sowie deutliche Energieeinsparungen erzielt. Die Investitionssumme belief sich auf rund 120.000 €.

Spenden für Familienstärkungsprogramm in Mostar

Österreich Die Weihnachtsspende für Projekte zur Unterstützung bedürftiger Kinder und Familien hat bereits eine langjährige Tradition. 2007 wurden 80.000 € gespendet, die der Errichtung des SOS-Familienzentrums in Mostar zugute kommen. In dieser Einrichtung werden bosnische, serbische und kroatische Familien bei der Bewältigung von Kriegstraumata unterstützt.

Green Brick Award fördert Engagement im Bereich Nachhaltigkeit

Großbritannien Der Green Brick Award ist eine Wienerberger-interne Auszeichnung für Erfolge bzw. Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit in unseren englischen Werken. Der Award wird in den drei Unterkategorien Soziales, Umweltschutz und umsichtiger Umgang mit Ressourcen sowie in einer Gesamt kategorie verliehen. Der Gewinner des Preises erhält eine Auszeichnung und kann einer karitativen Einrichtung seiner Wahl eine Spende, die von Wienerberger zu Verfügung gestellt wird, zukommen lassen. Der Green Brick Award wird in Zukunft auf die im Jahr 2007 übernommenen Baggeridge Werke ausgedehnt werden.

Das Unternehmen Corporate Responsibility Projekte 2007

Unterstützung von Schulen und karitativen Einrichtungen

Großbritannien Unser Werk im englischen Sandown hat mit zwei Sonderschulen (Castle School und Jane Elliott School) für Schüler mit Lernschwächen und -behinderungen eine Partnerschaft gegründet. Für diese Partnerschaft, die sich schon über mehrere Jahre erstreckt, haben wird von der lokalen Erziehungsbehörde ("Education Authority") im Sommer 2007 den "Walsall Education Business Partnership Employer Award" erhalten. Zudem unterstützen wir in England den Shaw Trust, eine nationale karitative Einrichtung, die Trainings und Praktika für Menschen anbietet, die in der Arbeitswelt aufgrund von Behinderungen, Krankheiten oder sozialen Umständen benachteiligt sind. Wienerberger ermöglicht diesen Menschen ein sechswöchiges Praktikum.

Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch Lärmschutz

Ungarn In Ungarn haben wir im letzten Jahr zwei Lärmschutzprojekte erfolgreich umsetzen können. Im Zuge des Austausches von Glaswänden durch Wienerberger Porotherm HG-30 Ziegel konnten wir im ungarischen Hintermauerwerk Abony die Lärmentwicklung deutlich reduzieren. Das Projekt mit einem Volumen von 64.000 € übertraf unsere Erwartungen deutlich und senkte den Lärm um 7 dB. Im Werk Örbottyán haben wir aufgrund einer speziellen Konstruktion die Geräusch entwicklung des Lüfters der Verpackungsmaschine um 5 dB reduziert und planen den Einsatz von Wienerberger Porotherm HG-30 Ziegeln zur weiteren Optimierung.

Rekultivierung der Tongrube Brendlorenzen schafft neues Naherholungsgebiet

Deutschland Wienerberger hat im Frühjahr 2007 nach der Beendigung der bergbaulichen Tätigkeiten mit der Rekultivierung des ausgetonten Tagebaus Brendlorenzen beim Werksstandort Bad Neustadt begonnen. Die Rekultivierungsziele, wie zum Beispiel das Anlegen von Hecken, Bäumen, Wasserflächen sowie der Uferund Wegeausbau, werden sukzessive umgesetzt. Die voraussichtliche Fertig stellung ist für das Frühjahr 2009 vorgesehen. Durch die Renaturierung wird das Gelände als geschützter Landschaftsbestand dauerhaft für den Naturschutz und als Naherholungsgebiet gesichert.

Ziegel für Säbelzahntiger, Tapire und Co.

USA Für das General Shale Brick Natural Museum hat unsere Wiener berger Tochter in den USA die für den Bau benötigten Ziegel zur Verfügung gestellt. Das Naturhistorische Museum, das aufgrund eines bedeutenden prä historischen Fossilfundes in Nordamerika errichtet wurde, hat in den ersten sechs Monaten nach der Eröffnung im Jahr 2007 bereits 45.000 Besucher angelockt. In dem Museum werden un zählige Tierarten, darunter Säbelzahntiger, Tapire, Gomphotherien (eine aus gestorbene Gruppe der Rüsseltiere) sowie Pflanzen ausgestellt. Die Fossilien stammen aus dem Miozän und sind 4,5–7 Millionen Jahre alt.

Trotz Rezessionsängsten in den USA hält sich Weltwirtschaftswachstum auf gutem Niveau

Entwicklung in Osteuropa weiterhin deutlich stärker als in Westeuropa

Wohnungsneubau im Westen auf hohem Niveau, im Osten weiteres Potenzial

Wirtschaftliches Umfeld

Im ersten Halbjahr 2007 entwickelte sich die Weltwirtschaft sehr robust. Im zweiten Halbjahr fiel das Wachstum dagegen aufgrund der Finanzmarktturbulenzen sowohl in den USA als auch im Euroraum moderater aus. Das US-Wirtschaftswachstum verlangsamte sich aufgrund der Finanzkrise und lag mit 2,1 % in 2007 erstmals seit über 15 Jahren hinter jenem der EU-27 (2,9 %). China wächst mit einem realen BIP-Zuwachs von 11,2 % aufgrund steigender Exporte und Investitionen kräftig weiter und trägt immer mehr zum globalen Wirtschaftswachstum bei. Auch die Konjunktur in Japan verlief mit einem BIP-Wachstum von 1,9 % positiv.

Die europäische Wirtschaft zeigte sich von ihrer Schwächephase erholt und wuchs mit +2,9 % stärker als jene der USA. Wesentlich dazu beigetragen haben Finnland (+4,3 %), Griechenland (+4,1 %), Spanien (+3,8 %), Österreich (+3,4 %), Schweden (+3,4 %), Großbritannien (+3,1 %), sowie Norwegen (+2,9 %). Unter dem EU-27-Durchschnitt lagen Belgien (2,7 %), die Niederlande (+2,7 %), Deutschland (+2,5 %), Dänemark (+1,9 %), Frankreich (+1,9 %) sowie Italien (+1,9 %). Die Wirtschaftsentwicklung in den CEE-Ländern war erneut sehr stark und hat jene von Westeuropa deutlich übertroffen. Wie bereits 2006 stützte sich das Wachstum auf die Inlandsnachfrage und eine hohe Exportquote. Außerordentlich stark gezeigt haben sich Rumänien und Bulgarien, bedingt durch eine beschleunigte Zunahme der Reallöhne, des Kreditwachstums und der ausländischen Direktinvestitionen. Besonders hoch war das BIP-Wachstum in den Baltischen Staaten. Stark war auch die BIP-Entwicklung in der Slowakei (+8,7 %), in Polen (+6,5 %), Slowenien (+6,0 %) sowie in Tschechien (+5,8 %). Aufgrund des hohen Budgetdefizits etwas abgeschlagen erreichte Ungarn nur ein vergleichweise bescheidenes Plus von 2,0 %.

[Quelle: BIP-Prognose (Herbst 2007): Europäische Kommission, WIFO]

Im Jahr 2007 war in Europa eine positive Entwicklung der Bauwirtschaft festzustellen. Vor allem in Osteuropa hat sich eine starke Baukonjunktur manifestiert. In Westeuropa lagen die durchschnittlichen Baubeginne je tausend Einwohner bei 5,62. Besonders Frankreich (6,74), Österreich (5,65) und Belgien (5,00) waren dabei auf hohem Niveau. Weniger als im westeuropäischen Durchschnitt wurde in den Niederlanden (4,88) 1), Großbritannien (3,55) und Deutschland (2,42) 1) gebaut. Insbesondere der deutsche Wohnungsneubau hat einmal mehr enttäuscht und den europäischen Durchschnitt gedrückt. Dagegen wiesen Spanien mit 15,14 sowie Irland mit 11,98 Baubeginnen je tausend Einwohner trotz Rückgängen immer noch Extremwerte auf. In Osteuropa ist die Bedeutung des Wohnungsneubaus im Steigen begriffen, trotzdem liegt das Niveau dieser Länder noch deutlich unter jenem Westeuropas. Sehr positiv haben sich 2007 Polen (4,71), Tschechien (4,02) und die Slowakei (3,24) entwickelt. Großes Potenzial und Nachholbedarf sieht Wienerberger nach wie vor in Rumänien (1,15), Bulgarien (1,25) sowie aufgrund der Marktgröße in Russland (3,41) 2) und der Ukraine (1,99).

Das Jahr 2007 und Ausblick Wirtschaftliches Umfeld

Die Baunachfrage in Europa ließ gegen Jahresende wegen der internationalen Finanzkrise sowie dem Anstieg der Zinsen nach. Trotzdem zeigt der Construction Confidence Index (CCI), ein Gradmesser für die erwartete Entwicklung der Bauindustrie, vor allem für Deutschland nach einer deutlichen Korrektur zu Jahresbeginn wieder einen leichten Aufwärtstrend. Die Bauwirtschaft in Frankreich hält sich nach wie vor auf hohem Niveau. Großbritannien zeigte zu Beginn 2007 zwar einen leicht positiven Trend, kam jedoch zu Ende des Jahres unter Druck. In Osteuropa gewinnt der Wohnungsneubau weiterhin an Dynamik, da der Nachholbedarf aus den 80er und 90er Jahren sehr hoch ist.

Die europäische Bauwirtschaft auf stabilem Niveau

Erwartungen zur Entwicklung der Bauwirtschaft in Europa Quelle: Construction Confidence Index, Datastream

1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007

In den USA konnten viele Hausbesitzer aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus die Raten ihrer Hypothekarkredite, die zum Teil auch für die Finanzierung von Privatkonsum aufgenommen wurden, nicht mehr bedienen. Die daraus resultierenden Versteigerungen von Immobilien konnten die Außenstände der Forderungen nicht decken und führten zu Wertberichtigungen bei Banken. Zusätzlich stieg dadurch das Angebot an Immobilien und die Preise sanken. In 2007 erreichten die Baubeginne nur mehr 1,36 Mio. Einheiten (oder 4,49 je 1.000 Einwohner), was einem weiteren Rückgang um 25 % im Vergleich zum schwachen Jahr 2006 entspricht. Wie sich der Wohnungsneubau in 2008 entwickeln wird, lässt sich laut Experten erst in der zweiten Jahreshälfte abschätzen. Die signifikante Zinssenkung der US-Notenbank Ende Jänner 2008 um 125 Basispunkte auf einen Leitzins von 3,0 % sollte für dringend nötige positive Impulse im Wohnungsneubau sorgen. Langfristig erwartet Wienerberger in den USA aufgrund des starken Bevölkerungswachstums und des höheren Erneuerungsbedarfes als in Europa ein Neubauniveau von rund 2 Mio. Einheiten pro Jahr.

Anhaltender Rückgang der Baubeginne und zunehmende Angst vor einer Rezession in USA

ATX schließt trotz Gegenwind mit 4.512,98 Punkten leicht über Vorjahresniveau

Subprime-Krise bringt internationale Finanzmärkte stark unter Druck

Höhenflug der Aktie in den ersten sechs Monaten und Korrektur in der zweiten Jahreshälfte

Wienerberger AG

  • Umsatz der Wienerberger Aktie je Kalenderwoche (in Mio. € Doppelzählung)
  • DJ Euro Stoxx TMI Construction & Materials
  • ATX Austrian Traded Price Index

Wienerberger Aktie und Aktionäre

Im ersten Halbjahr 2007 haben sich die internationalen Leitbörsen aufgrund des positiven Umfelds überwiegend gut entwickelt. Konzerne meldeten solide Unternehmenszahlen und robuste Konjunkturdaten unterstützten die Weltwirtschaft. Das zweite Halbjahr war dagegen geprägt von heftigen Turbulenzen und Kursrückschlägen in Folge der Subprime-Krise in den USA. Nach etlichen Auf- und Abwärtsbewegungen schlossen der englische FTSE 100 Index mit +4 % sowie der DAX mit einer starken Performance von +22 %. Der Wiener Leitindex ATX hat im ersten Halbjahr nicht zuletzt wegen der vorherrschenden M&A-Phantasie besser performt als die meisten europäischen Aktienindizes und kletterte Anfang Juli 2007 auf sein historisches Allzeithoch von 5.010,93 Punkten. Ausgehend von der Subprime-Krise korrigierte der ATX im August deutlich, erholte sich kurzfristig bis Anfang November, gefolgt von einer nahezu senkrechten Talfahrt auf sein Jahrestief von 4.088,79 Punkten und schloss zu Jahresende bei 4.512,98 Punkten nur leicht über dem Vorjahresniveau (+1 %).

Die wichtigsten US-Aktienindizes begannen das Jahr 2007 mit deutlichen Aufschlägen. Der massive Kursverfall an den US-Börsen in der zweiten Jahreshälfte war auf die Finanzkrise infolge eines stark rückläufigen Immobilienmarkts zurückzuführen. Verunsicherung der Marktteilnehmer sowie die Unklarheit über die tatsächlichen Auswirkungen der Subprime-Krise auf den Immobilienmarkt lösten deutliche Kursverluste an den US-Aktienindizes aus. Der Dow Jones Industrial schloss mit 13.265 Punkten, was einer Jahresperformance von +6 % entspricht. Auch der amerikanische S&P 500 beendete das Jahr mit 4 % leicht im Plus. Der Dow Jones Euro Stoxx Construction & Materials schloss mit einer negativen Performance von -4 % und der Bloomberg 500 Building Index mit -7 %, nach dem der Sektor durch den Einbruch des US-Wohnungsneubaus massiv unter Druck geraten war.

Die Wienerberger Aktie stieg zu Beginn des vergangenen Jahres durch das freundliche Umfeld der europäischen Bauwirtschaft insbesondere in Osteuropa von Höchststand zu Höchststand und erreichte im Juni ihr historisches Allzeithoch von 58,06 €. Mitte Juli musste die Wienerberger Aktie dann jedoch massive Kursabschläge hinnehmen, und sie korrigierte im November auf ihr Jahrestief von 32,84 €. Dieser Wertverlust war vor allem auf die US-Finanzkrise, die den gesamten Baustoffsektor massiv unter Druck brachte, die steigenden Ölpreise sowie die Verwässerung durch die Kapitalerhöhung zurückzuführen. Zu Jahresende konnte die Aktie zwar die 40 €-Marke kurzfristig wieder durchbrechen, schloss jedoch mit einer Jahresperformance von minus 16 % bei 37,93 €. Auch zu Jahresbeginn 2008 verlor die Wienerberger Aktie trotz der guten Ergebnisse 2007 weiter an Boden und fiel bis Ende Februar auf ein Kursniveau von 32,10 €.

Kennzahlen je Aktie 2005 2006 2007 Vdg. in %
Ergebnis in € 2,66 2,95 3,46 +17
Ergebnis bereinigt 1) in € 2,67 3,02 3,46 +15
Dividende in € 1,18 1,30 1,45 +12
Free Cash-flow 2) in € 3,06 3,71 3,89 +5
Eigenkapital 3) in € 20,26 21,71 28,88 +33
Höchstkurs in € 39,10 45,00 58,06 +29
Tiefstkurs in € 28,12 32,11 32,84 +2
Ultimokurs in € 33,80 45,00 37,93 -16
Höchst KGV 4) 14,6 14,9 16,8 -
Tiefst KGV 4) 10,5 10,6 9,5 -
Ultimo KGV 4) 12,7 14,9 11,0 -
Gewichtete Aktienanzahl 5) in Tsd. 73.196 73.309 75.491 +3
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 2.506,9 3.337,6 3.184,1 -5
Ø Börseumsatz/Tag in Mio. € 16,3 17,8 30,2 +70

Liquidität

Ø Börseumsatz der Wienerberger Aktie je Tag

1) vor Firmenwertabschreibungen und bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; für 2007 vgl. dazu Erläuterungen auf Seite 66 Absatz 1

2) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

3) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz und ohne Hybridkapital

4) bezogen auf bereinigtes Ergebnis je Aktie

5) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

Die Handelsumsätze der Wienerberger Aktie verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr signifikante Zuwächse. Mit einem Jahresbörseumsatz von 7.452,8 Mio. € oder durchschnittlich 651.157 Aktien pro Tag (in Doppelzählung) war die Liquidität der Wienerberger Aktie um mehr als ein Drittel höher als im Vorjahr und stieg im Ranking der umsatzstärksten Werte der Wiener Börse auf den neunten Platz. Der außerbörsliche Umsatz betrug in 2007 2.323,9 Mio. € gegenüber 1.340,8 Mio. € im Jahr davor. An der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) wurden 25.131 Optionskontrakte auf Wienerberger Aktien mit einem Wert von 113,8 Mio. € gehandelt.

Wienerberger verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die eine Pay-out Ratio von rund 45 % des Gewinns je Aktie bezogen auf die Gesamtzahl der ausstehenden Aktien vorsieht. Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung am 9. Mai 2008 die Zahlung einer Dividende von 1,45 € je Aktie vorschlagen, was einer Erhöhung um 12 % und einer Ausschüttungssumme von 120,5 Mio. € entspricht. Daraus ergibt sich eine Rendite von 3,0 % auf den Durchschnittskurs und von 3,8 % zum Ultimokurs des Jahres 2007 sowie eine Rendite Ende Februar von 4,5 %. Diese Dividendenpolitik soll auch in Zukunft fortgeführt werden, um den Aktionären eine attraktive Mindestverzinsung ihres eingesetzten Kapitals zu bieten.

Kapitalerhöhung

Im September und Oktober des vergangenen Jahres hat Wienerberger eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten im Verhältnis 15:2 durchgeführt. Ziel war es, mit dem Kapitalzufluss den Expansionskurs weiter zu beschleunigen und gleichzeitig das Investmentgrade Rating beizubehalten. 40 % der 9,8 Mio. jungen Aktien haben bisherige Aktionäre über ihre Bezugsrechte zu einem Ausgabepreis von 45 € gezeichnet. Die restlichen 60 % der neuen Aktien wurden bei

Wienerberger Aktie 2007 noch liquider als im Vorjahr

Dividendenpolitik sieht Pay-out Ratio von 45 % vor

Kapitalerhöhung mit einem Volumen von 424 Mio. € erfolgreich platziert

internationalen und österreichischen Investoren zu 45 € breit gestreut platziert. Die Kapitalerhöhung mit einem Nettoerlös von rund 424 Mio. € wurde von Morgan Stanley und UniCredit als Joint Global Coordinator und Joint Bookrunner durchgeführt.

Aktionärsstruktur

Die Wienerberger AG notiert mit 83,9 Mio. nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien, keine Vorzugs- oder Namensaktien) im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt. Mit einer Börsekapitalisierung von 3,2 Mrd. € und einer Gewichtung im ATX von 5 % zum Jahresende 2007 zählt Wienerberger zu den größten Publikumsgesellschaften Österreichs.

Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär, deren Aktien zu 100 % im Streubesitz sind. AIM Trimark Investments hält über 10 % der ausstehenden Wienerberger Aktien. Weitere große Anteilseigner mit einem Aktienpaket über 5 % sind die Capital Research and Management Company und Dodge & Cox. Weitere Meldungen zu Beteiligungen über 5 % liegen nicht vor.

Wienerberger hat eine für international agierende, börsenotierte Unternehmen übliche breit gestreute Aktionärsstruktur. Die Mehrheit der Anleger kommt aus dem angelsächsischen Raum, Nordamerika (45 %) sowie Großbritannien und Irland (17 %). Bei einem Anteil der Privataktionäre von lediglich 10 % dominieren mit 90 % institutionelle Investoren. Hiervon haben die wertorientierten Investoren mit 35 % wieder einen großen Anteil eingenommen, gefolgt von Wachstumsbzw. GARP-Investoren (siehe in der Grafik links).

Investor Relations

Seit Jahren haben professionelle Investor Relations hohe Priorität für Wienerberger. Die Funktion ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden bei starker Einbindung des Finanzvorstands unterstellt. Das Ziel unserer Investor Relations ist es ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der Wienerberger Aktie zu ermöglichen.

Wienerberger hat auch in 2007 zahlreiche Roadshows durchgeführt und an Investoren-Konferenzen in Europa und den USA teilgenommen. Der Vorstand und das Investor Relations Team trafen im abgelaufenen Jahr hunderte Investoren aus aller Welt persönlich oder informierten bei Conference Calls und Video-Konferenzen über das Unternehmen, die Entwicklung und die Strategie. Die Wienerberger Website bietet als wichtiges Kommunikationsmedium umfangreiche Informationen über das Unternehmen wie Download-Versionen von Geschäfts- und Zwischenberichten, Finanztermine, aktuelle Präsentationen, Live-Übertragungen von Hauptversammlung und Pressekonferenzen, Aufzeichnungen der Conference Calls, Ergebnisschätzungen und ak tu elle Berichte der Analysten sowie einen für das Web optimierten Online-Geschäftsbericht (geschaeftsbericht.wienerberger.com).

Reine Publikumsgesellschaft mit 3,2 Mrd. € Kapitalisierung zum Jahresende 2007

Aktionärsstruktur nach Ländern

1 USA 32 %

  • 2 Kanada 13 %
  • 3 GB & Irland 17 %
  • 4 Österreich 17 %
  • 5 Deutschland 7 %
  • 6 Nordeuropa 4 %
  • 7 Frankreich 3 % 8 Schweiz 2 %
  • 9 Sonstige 5 %

Aktionärsstruktur nach Investortyp

  • 1 Wertorientiert 35 %
  • 2 Wachstum 30 %
  • 3 GARP 14 % 4 Privataktionäre 10 %
  • 5 Index 7 %
  • 6 Sonstige 4 %

Auch 2007 wurden unsere Anstrengungen, die Investor Relations laufend zu verbessern, von der "Financial Community" anerkannt und mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet. Beim ARC (Annual Report Competition) Award wurde Wienerberger zum dritten Mal aus über 1.900 eingereichten Berichten aus 26 Ländern ausgezeichnet und erhielt zwei Grand Awards in den Kategorien "Interior Design" und "Best of Austria". Bei den "2006 Vision Awards" der League of American Communication Professionals wurde der Bericht bei der erstmaligen Einreichung aus mehr als 2.500 Geschäftsberichten mit Platin in der Kategorie "Most Creative" prämiert und erreichte insgesamt den 4. Platz der weltweit "TOP 100 Annual Reports". Herausragend auch die Bewertung des Wienerberger Geschäftsberichts 2006 im "Annual Report on Annual Reports". 2007 erhielt der Wienerberger Geschäftsbericht als einer von nur zwei Berichten weltweit fünf Sterne und damit wie im vergangenen Jahr die Auszeichnung "World Class". Weitere Anerkennung gab es für unseren Geschäftsbericht 2006 bei den "Austrian Annual Report Awards" für börsenotierte Unternehmen, wo wir zum vierten Mal in Folge den Preis für den besten Geschäftsbericht Österreichs erhielten. Beim Börsepreis, verliehen vom Wirtschaftsmagazin Gewinn in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Vereinigung der Finanzanalysten (ÖVFA) und der Wiener Börse, wurde Wienerberger für die beste Investor Relations in Österreich ausgezeichnet und erhielt zusätzlich auch den Corporate-Governance-Preis.

Die Beobachtung durch eine große Zahl renommierter heimischer und internationaler Investmentbanken sichert die "Visibility" der Wienerberger Aktie in der Financial Community. Während des vergangenen Jahres haben die Berenberg Bank (Frankfurt), Morgan Stanley (London) und Sal. Oppenheim (Wien) die Coverage aufgenommen. Mit Stand per März 2008 wird Wienerberger von 15 Analysten gecovert. Folgende Broker veröffentlichen regelmäßig Analysen über Wienerberger und ihre Aktie (in alphabetischer Reihenfolge): ABN Amro (London), Berenberg Bank (Frankfurt), Citigroup (London), Credit Suisse (London), Davy Securities (Dublin), Deutsche Bank (London), Erste Bank (Wien), Goldman Sachs (London), Merrill Lynch (London), MF Global (London), Morgan Stanley (London), RCB (Wien), Sal. Oppenheim (Wien), UniCredit (Wien) und UBS (London).

Informationen zur Wienerberger Aktie

Investor Relations Officer: Barbara Braunöck
Aktionärstelefon: +43 (1) 601 92-463
E-Mail: [email protected]
Website: www.wienerberger.com
Online-Geschäftsbericht: geschaeftsbericht.wienerberger.com
Wiener Börse: WIE
Reuters: WBSV.VI
Bloomberg: WIE AV
Datastream: O: WNBA
ADR Level 1: WBRBY
ISIN: AT0000831706

Nationale und internationale Auszeichnungen für den Geschäftsbericht 2006

Coverage hat auch 2007 an Intensität weiter zugenommen

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Umsatz nach Regionen

  • 1 Osteuropa 31 %
  • 2 Benelux 20 %
  • 3 Deutschland 11 % 4 Frankreich 7 %
  • 5 Österreich 3 %
  • 6 Sonstiges Europa 15 %
  • 7 Nordamerika 13 %

Umsatz nach Bereichen

  • 1 Zentral-Osteuropa 34 %
  • 2 Zentral-Westeuropa 18 %
  • 3 Nord-Westeuropa 37 %
  • 4 Nordamerika 13 %
  • 5 Beteiligungen und Sonstiges -2 %

Ertragslage

Das Jahr 2007 ist für Wienerberger außerordentlich erfolgreich verlaufen. Wir haben zur Jahresmitte aufgrund des hervorragenden Geschäftsverlaufs in Zentral-Osteuropa unsere Ergebnis ziele erhöht. Letztlich konnten wir diese mit einer Steigerung des EBITDA um 17 % auf 551,2 Mio. € sogar übertreffen, obwohl der Wohnungsneubau in den USA und in Deutschland stärker eingebrochen ist als erwartet.

Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 11 % auf 2.477,3 Mio. € gestiegen, wovon 143,7 Mio. € auf die Erstkonsolidierung von Baggeridge Brick PLC in Großbritannien, den Erwerb von Arriscraft in Kanada, die Integration von Korevaar in den Niederlanden und der Briqueterie Bar Frères in Frankreich sowie die Akquisition von RIL Laterizi S.p.a. in Italien zurückzuführen waren. Das um Akquisitionen und Währungseffekte bereinigte organische Wachstum belief sich auf 5 % und war primär eine Folge höherer Absatzmengen in Nord-Westeuropa sowie Preisanpassungen in Zentral-Osteuropa. Das 11 %ige Umsatzwachstum resultiert zu 2 % aus Mengensteigerungen und zu 9 % aus Preiserhöhungen. Das Segment Zentral-Osteuropa konnte von der dynamischen Marktentwicklung ausgehend von Polen profitieren, in Nord-Westeuropa führte das hohe Niveau im Wohnungsneubau und in der Renovierung zu Absatzzuwächsen bei Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegel. In Zentral-Westeuropa waren die abgesetzten Mengen in allen drei Produktgruppen insbesondere aufgrund der enttäuschenden Entwicklung im Ein- und Zweifamilienhausbau in Deutschland rückläufig. In den USA war der Wohnungsneubau auch in 2007 stark rückläufig. Trotz der Beiträge aus der Erstkonsolidierung von Arriscraft und verstärkt durch den schwachen Dollar ging der Umsatz im Segment Nordamerika um 5 % zurück. Auf Gruppenebene konnten positive Währungseffekte durch den polnischen Zloty, die slowakische Krone und den ungarischen Forint teilweise die negativen Effekte aus einem schwächeren US-Dollar kompensieren.

Die starke Bautätigkeit in der Region Zentral-Osteuropa war der Treiber für das deutliche Umsatzwachstum in diesem Segment. Zusätzlich trugen die Semmelrock Gruppe (Flächenbefestigungen) und Bramac (Betondachstein-Joint-venture) mit zweistelligen Absatzzuwächsen zur positiven Umsatzentwicklung in diesem Segment bei.

Im Segment Zentral-Westeuropa mussten im Jahr 2007 Umsatzrückgänge hingenommen werden, da sich das deutsche Marktumfeld schwieriger als erwartet gestaltete. Aufgrund einer leichten Abschwächung im Wohnbau sowohl in der Schweiz als auch in Italien waren die Mengen in diesen Ländern leicht rückläufig. Das Segment Nord-Westeuropa verzeichnete aufgrund einer anhaltend guten Nachfrage in Frankreich, Belgien und den Niederlanden, sowie teilweise akquisitionsbedingten Absatzsteigerungen in Großbritannien eine positive Entwicklung der Umsätze.

Im Segment Nordamerika führte der stärker als erwartet ausgefallene Rückgang im amerikanischen Wohnbau zu rückläufigen Absatzzahlen. Dies konnte auch durch die Konsolidierungseffekte aus Robinson Brick sowie dem in Juni 2007 erworbenen kanadischen Kunststeinproduzenten Arriscraft nur zum Teil kompensiert werden. In Summe lag der Umsatz im Segment Nordamerika um 5 % unter dem Vorjahreswert.

Ergebnismäßig war 2007 ein außerordentlich starkes Jahr, wobei sich die Steigerungsraten nach den ungewöhnlich hohen Zuwächsen in den ersten sechs Monaten erwartungsgemäß im zweiten Halbjahr normalisiert haben. Für die gesamte Berichtsperiode erhöhte sich das EBITDA der Gruppe um 17 % auf 551,2 Mio. € und die EBITDA-Marge konnte von 21,2 % auf 22,3 % ausgebaut werden. Insgesamt sind die Energiekosten um 38,3 Mio. € auf 354,3 Mio. € gestiegen und erreichten einen Anteil von 14,3 % am Umsatz nach 14,2 % im Jahr davor. Die Steigerung bei den Energiekosten ist zu 8 % auf Mengeneffekte und bedingt durch langfristige Bezugsverträge und Sicherungsgeschäfte nur zu 4 % auf Preissteigerungen zurückzuführen.

Im Segment Zentral-Osteuropa konnte das EBITDA um 76 % auf 282,8 Mio. € gesteigert werden. Treiber dieser hervorragenden Ergebnisentwicklung war die starke Bautätigkeit in der Region. Wienerberger konnte in diesem dynamischen Marktumfeld Mengensteigerungen und Preisanpassungen realisieren und höhere Erträge insbesondere in Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Österreich sowie bei Bramac und Semmelrock erwirtschaften. Im Segment Zentral-Westeuropa war ein Rückgang um 20 % im EBITDA auf 76,5 Mio. € zu verzeichnen. Haupt ursache war der schwache Wohnungsneubau in Deutschland. Durch Exporte konnte zwar die Kapazitätsauslastung erhöht werden, aber die daraus resultierenden Frachtkosten haben das Ergebnis belastet. Im Geschäftsbereich Nord-Westeuropa stieg das EBITDA im Vergleich zum Jahr 2006 um 5 % auf 183,7 Mio. €, insbesondere aufgrund von Konsolidierungseffekten aus den Übernahmen von Baggeridge in Großbritannien und Korevaar in den Niederlanden.

Im Segment Nordamerika führte der starke Rückgang der Ziegelnachfrage in den USA zu geringerer Kapazitätsauslastung und damit zu rückläufigen Ergebnissen. Zusätzlich wurde das Ergebnis mit Schließungs- und Restrukturierungskosten aus Kapazitätsoptimierungsmaßnahmen sowie den schwächeren Dollarkurs belastet. Der Rückgang im EBITDA betrug letztlich -44 % auf 35,3 Mio. €. Die Holdingkosten, die im Segment Beteiligungen und Sonstiges ausgewiesen werden, stiegen im Berichtsjahr aufgrund der Expansion der Gruppe weiter an.

Ertragsentwicklung 2006 Verkäufe Käufe 2) F/X 3) Organisch 2007
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Umsatz 2.225,0 0,0 143,7 -5,5 114,1 2.477,3
EBITDA operativ 1) 471,9 0,0 8,1 6,7 64,5 551,2
EBIT operativ 1) 299,6 0,0 2,2 6,9 44,4 353,1
Nicht-wiederkehrend -2,1 0,0 0,0 0,0 2,1 0,0
Finanzergebnis 4) -20,2 0,0 -4,0 0,2 29,3 5,3
Ergebnis vor Steuern 277,3 0,0 -2,0 7,0 76,1 358,4
Ergebnis nach Steuern 218,3 0,0 -1,4 5,5 73,4 295,8

Anstieg der EBITDA Marge von 21,2 auf 22,3 %

Signifikante Ergebnisverbesserung in Zentral-Osteuropa, Rückgang in Zentral-Westeuropa

Geringere Kapazitätsauslastung in den USA belastet Ergebnis im Segment Nordamerika

Hohes organisches Ergebniswachstum

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; für 2007 vgl. dazu Erläuterungen auf Seite 66 Absatz 1

2) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen

3) Währungseffekte

4) inklusive at-equity Beteiligungsergebnis

+64,5 Mio. € im EBITDA aus organischem Wachstum

EBITDA +17 % auf 551,2 Mio. €

Der EBITDA-Anstieg stammt mit 64,5 Mio. € aus organischem Wachstum, mit lediglich 8,1 Mio. € aus Konsolidierungskreisänderungen und wird um 6,7 Mio. € positive Wechselkurseffek te, vorwiegend aus osteuropäischen Währungen, ergänzt. Dieser EBITDA-Anstieg konnte trotz Still legungs- und Restrukturierungskosten in den USA (Stilllegung zweier Werke und mehrerer Pro duktionslinien) und Nord-Westeuropa (Restrukturierungsmaßnahmen in Großbritannien, Belgien und Frankreich) erzielt werden. Die mit all diesen Maßnahmen verbundenen einmaligen Aufwendungen im Ausmaß von 10,0 Mio. € (davon 4,4 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen) wurden im sonstigen Aufwand verbucht. Diesen stehen einmalige Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren in etwa gleicher Höhe gegenüber und haben daher keinen Effekt auf die operativen Ergebnisse. Daher wurde im Geschäftsjahr 2007 auf einen gesonderten Ausweis der einmaligen Aufwendungen und Erträge verzichtet.

EBITDA operativ 1) 2006 3) 2007 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Zentral-Osteuropa 160,5 282,8 +76
Zentral-Westeuropa 96,1 76,5 -20
Nord-Westeuropa 175,3 183,7 +5
Nordamerika 63,4 35,3 -44
Beteiligungen und Sonstiges 2) -23,4 -27,1 -16
Wienerberger Gruppe 471,9 551,2 +17

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; für 2007 vgl. dazu auch obenstehende Erläuterungen 2) inklusive Holdingkosten

3) Aufgrund organisatorischer Änderungen werden Finnland und die baltischen Staaten seit 1. Jänner 2007 im Segment Zentral-Osteuropa (davor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen. Die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden entsprechend angepasst.

Die Abschreibungstangente erhöhte sich mit 8,0 % geringfügig gegenüber dem Vorjahreswert von 7,7 %. Dieser im internationalen Vergleich relativ hohe Wert resultiert einerseits aus Anlagenabwertungen im Zuge von Restrukturierungen, andererseits aus der starken Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre und ist ein Indikator für die Anlagenintensität und das technische Potenzial der Wienerberger Gruppe. Trotz der hohen Investitionen der vergangenen Jahre und der daraus resultierenden Abschreibungen ist das Betriebsergebnis um 18 % auf 353,1 Mio. € gewachsen. Der durchschnittliche Mitarbeiterstand erhöhte sich durch Übernahmen und Werksneubauten um 8 % auf 14.785.

Rentabilitätskennzahlen 2006 2007
in % in %
Bruttoergebnis zu Umsatz 36,9 39,0
Verwaltungskosten zu Umsatz 5,8 6,0
Vertriebskosten zu Umsatz 18,4 18,4
Operative EBITDA-Marge 21,2 22,3
Operative EBIT-Marge 13,5 14,3

Hohe Abschreibungstangente von 8,0 % reflektiert die starke Investitionstätigkeit von Wienerberger

Deutlicher Anstieg der EBITDA-Marge von 21,2 auf 22,3 %

Gewinn- und Verlustrechnung 2006 2007 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 2.225,0 2.477,3 +11
Herstellungskosten -1.403,7 -1.511,0 -8
Vertriebs- und Verwaltungskosten 1) -539,2 -604,2 -12
Sonstige betriebliche Aufwendungen -33,3 -49,8 -50
Sonstige betriebliche Erträge 54,3 40,8 -25
Firmenwertabschreibung -3,5 0,0 -
Operatives EBIT 299,6 353,1 +18
Nicht-wiederkehrendes Ergebnis -2,1 0,0 -
Betriebsergebnis (EBIT) 297,5 353,1 +19
Finanzergebnis 2) -20,2 5,3 >100
Ergebnis vor Steuern 277,3 358,4 +29
Steuern -59,0 -62,5 -6
Ergebnis nach Steuern 218,3 295,8 +36

1) inklusive Transportaufwendungen

2) inklusive at-equity Ergebnis

Die deutliche Verbesserung des Finanzergebnisses von -20,2 auf 5,3 Mio. € resultiert insbesondere aus Kursgewinnen aus Fremdwährungen und Derivaten zur Zinssicherung sowie einem Buchgewinn aus dem Verkauf von Wertpapieren von 10,1 Mio. €. Zusätzlich positiv wirkten sich die gestiegenen Beteiligungserträge der Pipelife Gruppe und von Tondach Gleinstätten aus. Des Weiteren wird der Kupon auf das Hybridkapital gemäß IFRS nicht im Finanzergebnis berücksichtigt, sondern vom Ergebnis nach Steuern abgezogen. Der Interest Cover (Verhältnis EBIT zu Zinsergebnis) konnte deutlich auf 8,2 (Vorjahr: 6,2) verbessert werden.

Das Ergebnis nach Steuern stieg aufgrund der starken operativen Ergebnisse, der Verbesserung im Finanzergebnis sowie einer niedrigeren Steuerquote um 36 % auf 295,8 Mio. €. Die gesunkene Steuerquote (17,4 % nach 21,3 % im Jahr 2006) ergibt sich einerseits aus dem höheren Ergebnisanteil der osteuropäischen Länder mit niedrigeren Steuersätzen und anderseits aus der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Zinsen auf das Hybridkapital.

Das Ergebnis je Aktie wird nach Abzug des auf Anteile in Fremdbesitz entfallenden Ergebnisses sowie der für die Zahlung des Hybridkupons erforderlichen Beträge von 29,1 Mio. € errechnet und stieg auf Basis der gewichteten Aktienanzahl von 75,5 Mio. Stück (Vorjahr: 73,3 Mio.) auf 3,46 € (Vorjahr: 2,95 €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie erzielt mit 3,46 € den selben Wert, da einmalige Aufwendungen aus Stilllegungen und Restrukturierungen durch den Buchgewinn aus dem Verkauf von Wertpapieren kompensiert werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund der Wachstumsinvestitionen, des akquisitions- und geschäftsbedingt höheren Lagerbestandes sowie temporärer Liquiditätsreserven um 18 % auf 4.329,9 Mio. €. Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur durch hohe Anlagenintensität und langfristige Finanzierungskomponenten geprägt.

Höhere Bilanzsumme durch Akquisitionen und Anstieg der Vorräte

Vorratsaufbau vom niedrigen Niveau des Vorjahres hat unterschiedliche Ursachen

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen verringerte sich auf 67 % (Vorjahr: 69 %). Das Sachanlagevermögen lag um insgesamt 233,4 Mio. € über dem Vorjahreswert und entsprach 64 % des Capital Employed. Die Vorräte werden in der Bilanz mit 669,8 Mio. € (Vorjahr: 509,8 Mio. €) ausgewiesen, wovon ein Betrag von 42,0 Mio. € auf Akquisitionen zurückzuführen ist. Vorräte wurden im Jahr 2007 in allen Segmenten aus unterschiedlichen Gründen vom niedrigen Niveau des Vorjahres erhöht. In Zentral-Ost- und Nord-Westeuropa haben wir in der Winterperiode unsere Kapazitäten voll ausgelastet und Lager aufgebaut, um Absatzchancen in den Märkten voll nutzen zu können. In Zentral-Westeuropa und den USA erklärt sich der Vorratsauf bau einerseits aus einem schwierigeren vierten Quartal, andererseits auch aus der Vorproduktion in 2007 aufgrund geplanter Werksstillstände im Jahr 2008. Die Außenstandsdauer der Kundenforderungen verringerte sich gegen Jahresende von 36 auf 31 Tage, die durchschnittliche Außenstandsdauer bei den Lieferverbindlichkeiten von 33 auf 27 Tage. Das Working Capital (Vorräte + Kundenforderungen – Lieferverbindlichkeiten) stieg als Folge des Lageraufbaus an und belief sich auf 23 % (Vorjahr: 20 %) des Capital Employed und hatte eine Umschlagshäufigkeit von 102 Tagen (Vorjahr: 87 Tagen). Die Liquidität, bestehend aus Kassa, Bankguthaben sowie Wertpapieren und sonstigen finanziellen Vermögenswerten, stieg aufgrund der Kapitalerhöhung um 48 % auf 382,2 Mio. €.

Entwicklung der Bilanzstruktur in Mrd. €

Kapitalmaßnahmen erhöhen Eigenkapitalquote und ermöglichen Fortsetzung des beschleunigten Wachstumsprogramms

Das Konzerneigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich um 68 % auf 2.672,7 Mio. € (Vorjahr: 1.591,4 Mio. €). Dazu beigetragen hat das verbesserte Konzernergebnis von 295,8 Mio. € sowie die Begebung der Hybrid-Anleihe im Ausmaß von 492,9 Mio. € und die ordentliche Kapitalerhöhung der Wienerberger AG von 424,1 Mio. €. Demgegenüber stehen die Dividendenausschüttung der Wienerberger AG in Höhe von 94,9 Mio. €, negative Währungsumrechnungsdifferenzen (nach Saldierung der Effekte von Hedging-Instrumenten) von 26,3 Mio. €, saldierte Auszahlungen für den Aktienrückkauf von 5,7 Mio. € und Veränderungen bei den Minderheitenanteilen von 6,4 Mio. €. Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cash-flow und den Mitteln aus der Hybrid-Anleihe finanziert. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung sind zur Fortsetzung des beschleunigten Wachstumsprogramms vorgesehen. Die Eigenkapitalquote (inklusive Minderheiten) stieg dementsprechend deutlich von 43 % auf 62 %. Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 92 %.

Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich vorwiegend aufgrund des Aufbaus der latenten Steuerrückstellungen sowie der Garantierückstellungen um 10 % auf 265,9 Mio. €, während die kurzfristigen Rückstellungen nur um 2 % auf 47,5 Mio. € stiegen. Die gesamten Rückstellungen machen 7,2 % der Bilanzsumme aus. Die Rückstellungen für latente Steuern stiegen vorwiegend akquisitionsbedingt um 13 % auf 125,0 Mio. €, die Pensionsrückstellungen (56,1 Mio. €) lagen aufgrund der Übernahmen mit 1,1 Mio. € leicht über dem Vorjahr und sind bei Wienerberger als langfristige Finanzierungskomponente von untergeordneter Bedeutung. Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) verminderten sich um 455,8 auf 949,0 Mio. € und enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Anleihezeichnern sowie passivseitige Derivate von 935,3 Mio. €, Leasingverbindlichkeiten von 12,8 Mio. € sowie Konzernverbindlichkeiten von 0,8 Mio. €. Diesen Verbindlichkeiten stehen Zahlungsmittel, Kassa, Bankguthaben und Wertpapiere von 382,2 Mio. € gegenüber. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Anleihezeichnern in Höhe von 935,3 Mio. € haben 87 % (Vorjahr: 57 %) langfristigen und 13 % (Vorjahr: 43 %) kurzfristigen Charakter. Der langfristige Anteil der Finanzverbindlichkeiten wurde im Zuge der Eigenkapitalmaßnahmen des Geschäftsjahres durch Tilgung kurzfristiger Verbindlichkeiten

Reduktion der Finanzverbindlichkeiten durch Eigenkapitalmaßnahmen

Berechnung der Nettoverschuldung 2006 2007 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 790,7 812,0 +3
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 595,9 123,4 -79
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 16,2 12,8 -21
- Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung -9,5 -9,4 -1
- Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte -40,0 -78,6 +97
- Kassa -193,5 -293,4 +52
Nettoverbindlichkeiten 1.159,8 566,8 -51

deutlich erhöht.

Per 31.12.2007 betrug die Nettoverschuldung (exklusive der Hybridanleihe, die nach IFRS als Eigenkapital gewertet wird) 566,8 Mio. € und lag damit um 51 % unter dem Vorjahreswert von 1.159,8 Mio. €. Die Nettoverschuldung erhöhte sich durch Investitionen und Dividendenzahlungen um 645,6 bzw. 94,9 Mio. € sowie Veränderungen im Working Capital, Währungsänderungen und Sonstiges um 81,1 Mio. €. Demgegenüber wurde sie durch die Mittel aus der Hybridanleihe und aus der Kapitalerhöhungen um 917,0 Mio. €, durch den operativen Cash-flow und Devestitionen um 479,0 Mio. € bzw. 24,9 Mio. € vermindert. Die langfristigen Finanzmittel wie Eigenkapital, Minderheitenanteile, langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten deckten das Anlagevermögen zu 130 % (Vorjahr: 105 %). Das Verhältnis von Netto verschuldung zu EBITDA betrug 1,0 nach 2,5 im Vorjahr.

Kapitalmaßnahmen reduzieren Nettoverschuldung

Entwicklung der Nettoverschuldung (Net Debt) in Mio. €

Ergebnis Sonstiges

Bilanzentwicklung 2006 Verkäufe Käufe 1) F/X 2) Organisch 2007
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Sachanlagevermögen 1.712,4 0,0 150,1 -32,9 116,2 1.945,8
Immaterielles Anlagevermögen 637,3 0,0 157,4 -30,4 -0,1 764,2
Sonstiges langfristiges Vermögen 243,3 0,0 0,0 2,1 5,7 251,1
Vorräte 509,8 0,0 42,0 -3,0 121,0 669,8
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 571,5 0,0 -220,9 28,0 320,4 699,0
Bilanzsumme 3.674,3 0,0 128,6 -36,2 563,2 4.329,9
Eigenkapital 3) 1.591,4 0,0 0,0 -66,1 1.147,4 2.672,7
Rückstellungen 288,1 0,0 27,3 -5,3 3,3 313,4
Verbindlichkeiten 1.794,8 0,0 101,3 35,2 -587,5 1.343,8

1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen von in 2007 übernommenen Unternehmen bzw. Anteilen

2) Währungseffekte

3) inklusive Anteile in Fremdbesitz

Organischer und akquisitionsbedingter Anstieg der Bilanz summe

Das akquisitionsbedingte Wachstum aus den Übernahmen von Baggeridge (UK), Arriscraft (Kanada und USA), Korevaar (Niederlande), einiger Ziegelfachhändler in den Niederlanden sowie RIL in Italien ließ die Bilanzsumme um 8 % wachsen. Die organische Bilanzsummenverlängerung von 11 % ergab sich vor allem aus Investitionen für Werksneubauten und Kapazitätserweiterungen.

Bilanzkennzahlen 2006 2007
Capital Employed in Mio. € 2.598,2 3.060,2
Nettoverschuldung in Mio. € 1.159,8 566,8
Eigenkapitalquote in % 43,3 61,7
Gearing in % 72,9 21,2
Anlagendeckung in % 62,9 91,7
Working Capital zu Umsatz in % 23,9 28,0

Treasury

Im Februar wurde zur Finanzierung des Wachstumsprogramms 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Hybrid-Anleihe mit einem Volumen von 50 Mio. € und einem Fixzins-Kupon von 6,5 % begeben. Die Zinszahlung kann bei Entfall der Dividende ausgesetzt werden. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG erstmals das Recht, die Anleihe einseitig zu kündigen oder zu einem höheren variablen Zinssatz beizubehalten. Diese Anleihe wird gemäß IFRS als Eigenkapital betrachtet, erhält aber von Rating Agenturen nur eine 50 %ige Anrechnung als Eigenkapital. Da die Erhaltung des Investmentgrade Ratings für die Wienerberger von strategischer Bedeutung ist, wurde mit Wirkung zum 14. Oktober 2007 eine Kapitalerhöhung durchgeführt, in deren Zuge 9.779.893 neue Aktien ausgegeben wurden. Die Nettoerlöse aus der Kapitalerhöhung (abzüglich Begebungskosten) von 424,1 Mio. € sind zur Finanzierung des weiteren Wachstumsprogramms vorgesehen.

Unter Einrechnung der getätigten Zinsabsicherungen, die auf attraktivem Niveau abgeschlossen wurden, beträgt der Anteil der fix verzinsten Verbindlichkeiten per 31.12.2007 78 % vom Portfolio und jener der variablen 22 %. Der Großteil der Finanzierungen ist in Euro denominiert. Wienerberger betrachtet das bilanzielle Währungsrisiko anhand der Nettorisikoposition in den wichtigsten Währungen (USD, CAD, CHF, CZK, GBP, HUF, PLN) und sichert diese auf Basis von monatlichen Stresstests mittels Zins-Währungs-Swaps (Cross Currency Swaps) ab. Da die Risikoposition sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalanteile enthält, ist eine Zuordnung zu den Finanzverbindlichkeiten nicht sinnvoll.

Treasury Kennzahlen 2006 2007
Net Debt / EBITDA 2,5 1,0
EBITDA / Zinsergebnis 9,8 12,8
EBIT / Zinsergebnis 6,2 8,2
FFO 1) / Net Debt 28 % 48 %
RCF 2) / Net Debt 21 % 37 %

1) Funds from Operations; Net Debt ohne Konzernsaldo aus Finanzierung, erhöht um Pensions- und Operational Leasing Verpflichtungen

2) Retained Cash-flow; Net Debt ohne Konzernsaldo aus Finanzierung

Cash-flow

Durch das operative Ergebniswachstum konnte der Cash-flow aus dem Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 29 % auf 479,0 Mio. € gesteigert werden. Unter Berücksichtigung des Zahlungsmittelabflusses durch den auch wachstumsbedingten Aufbau an Working Capital wurde ein Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 361,5 Mio. € (Vorjahr: 351,2 Mio. €) erwirtschaftet. Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit erreichte -593,2 Mio. €. Der Free Cash-flow (Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Cash-flow abzüglich Cash-flow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Wachstumsinvestitionen) konnte aufgrund der höheren Ergebnisse auf 293,8 Mio. € (Vorjahr: 272,1 Mio. €) gesteigert werden und ist die Basis für eine Fortsetzung des Wachstums der Wienerberger Gruppe. Im Finanzierungs-Cash-flow wurden 94,9 Mio. € für die Dividende des Geschäftsjahres 2006 von 1,30 € je Aktie aufgewendet. Die durchgeführte Kapitalerhöhung sowie die Begebung des Hybridkapitals von zusammen 917,0 Mio. € ermöglichten die vorübergehende Rückführung verzinslicher Verbindlichkeiten in Höhe von 481,7 Mio. €.

Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten

Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten in Mio. €

Steigerung des Free Cash-flow durch operatives Ergebniswachstum

Cash-flow Statement in Mio. € 2006 2007
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 351,6 361,5
Normalinvestitionen (Erhaltung, Rationalisierung, Umwelt) -100,2 -120,2
Bolt-on Projekte (Werksneubauten, -erweiterungen, kleine Übernahmen) -334,7 -297,0
Externe Projekte (Großakquisitionen) -95,5 -228,4
Devestitionen und Sonstiges 20,7 52,4
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -509,7 -593,2
Wachstumsinvestitionen 430,2 525,4
Free Cash-flow 272,1 293,8

Investitionen

Für Investitionen wurden 645,6 Mio. € (Vorjahr: 530,4 Mio. €) aufgewendet. Davon entfielen 120,2 Mio. € (Vorjahr: 100,2 Mio. €) oder 61 % (Vorjahr: 58 %) der laufenden Abschreibungen auf Instandhaltungs-, Rationalisierungs - und Umweltinvestitionen (Normalinvestitionen), also auf jenen Teil der Investitionen, der erforderlich ist, um die bestehenden Produktionskapazitäten aufrecht zu erhalten bzw. laufend an den Stand der Technik anzupassen. 297,0 Mio. € (Vorjahr: 334,7 Mio. €) wurden für kleinere Übernahmen, Werksneu- und -ausbauten (Bolt-on Projekte) in bestehenden Märkten ausgegeben. Die Bolt-on Wachstumsinvestitionen waren 2007 auf die Regionen Zentral-Osteuropa mit 34 %, Zentral-Westeuropa mit 15 % und Nord-Westeuropa mit 35 % und Nordamerika mit 16 % verteilt. Im laufenden Jahr wurden für die strategischen Akquisitionen von Baggeridge und Arriscraft 228,4 Mio. € investiert. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen verteilen sich wie folgt auf die Anlagengruppen: Grundstücke und Gebäude mit 50,2 Mio. €, technische Anlagen und Maschinen mit 150,2 Mio. €, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 12,3 Mio. € sowie Anlagen in Bau mit 101,5 Mio. €.

Entwicklung Anlagevermögen Immaterielles Sachanlagen Finanzanlagen Gesamt
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
31.12.2006 637,3 1.741,2 153,0 2.531,5
Investitionen 1) 5,3 314,3 10,5 330,1
Konsolidierungskreisänderungen 157,4 153,9 -8,7 302,6
Abschreibungen -6,2 -191,9 0,0 -198,1
Veräußerungen -0,7 -13,5 -4,6 -18,8
Währungsumrechung und Sonstiges -28,9 -31,7 29,1 -31,5
31.12.2007 764,2 1.972,3 179,3 2.915,8

1) Zugänge lt. Anlagenspiegel

Gesamtinvestitionen 1) 2006 2007 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Zentral-Osteuropa 145,0 140,3 -3
Zentral-Westeuropa 101,0 61,7 -39
Nord-Westeuropa 140,4 291,6 >100
Nordamerika 142,0 148,1 +4
Beteiligungen und Sonstiges 2,0 3,9 +95
Wienerberger Gruppe 530,4 645,6 +22

1) Zugänge zu Sachanlagevermögen und immateriellem Vermögen inklusive Working Capital und Konsolidierungskreisänderungen bzw. Normalinvestitionen plus Wachstumsinvestitionen

297,0 Mio. € in Bolt-on Projekte, 228,4 Mio. € in strategische Akquisitionen investiert

Investitionen

Externe Projekte Bolt-on Projekte Normalinvestitionen

Wienerberger Value Management

Im Mittelpunkt unserer Strategie steht die Steigerung des Unternehmenswertes. Für die interne operative Unternehmenssteuerung wird dazu eine cash-orientierte Vorsteuerrentabilität auf allen Unternehmensebenen berechnet. Schlüsselkennzahlen sind der Cash-flow Return on Investment (CFROI = EBITDA / durchschnittliches historisches Capital Employed zu Anschaffungskosten) und der Cash Value Added (CVA). Das CFROI-Modell ermöglicht es, die Unternehmensbereiche, unabhängig von der Altersstruktur der Werke, zu vergleichen. Im Berichtsjahr wurde die CFROI und die ROCE (Return on Capital Employed) Ermittlung umgestellt. Anstatt wie bisher nur den Endbestand der historischen Capital Employed heranzuziehen, wird nunmehr ein Mittelwert aus Anfangs- und Endbestand des Berichtsjahres herangezogen, um die Ergebnisauswirkung zeitlich auf das jeweilige Capital Employed abzustimmen und Effekte von unterjährigen Akquisitionen zu minimieren. Die Vorjahreskennzahlen wurden entsprechend angepasst. Als nachhaltiges Mindestrentabilitätsziel wurde für alle Unternehmensbereiche ein CFROI, bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, von zumindest 12 % (= Hurdle Rate) fixiert. Für die Berechnung des CVA wird der jeweilige Bereichs-CFROI der internen Hurdle Rate von 12 % (= 10 % WACC vor Steuern + 2 % ökonomische Abschreibung) gegenübergestellt und mit dem durchschnittlichen historischen Capital Employed (CE) multipliziert. Der CVA zeigt die absolute, operative, zahlungswirksame Wertschaffung der Unternehmensbereiche.

Berechnung des Konzern-CFROI 2007
EBITDA operativ 1) in Mio. € 471,9 551,2
Durchschnittliches Capital Employed in Mio. € 2.443,8 2.829,2
Durchschnittliche kumulierte Abschreibungen in Mio. € 1.290,5 1.407,4
Durchschnittliches historisches Capital Employed in Mio. € 3.734,3 4.236,6
CFROI in % 12,6 13,0
durchschnittl.
CFROI 2007 nach Bereichen EBITDA 1) hist. CE CFROI 2) CVA 2)
in Mio. € in Mio. € in % in Mio. €
Zentral-Osteuropa 282,8 1.177,0 24,0 141,6
Zentral-Westeuropa 76,5 768,3 10,0 -15,7
Nord-Westeuropa 183,7 1.641,7 11,2 -13,2
Nordamerika 35,3 613,8 5,8 -38,4
Beteiligungen und Sonstiges 3) -27,1 35,8 -75,7 -31,5
Wienerberger Gruppe 551,2 4.236,6 13,0 42,8

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; für 2007 vgl. dazu Erläuterungen auf Seite 66 Absatz 1

2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed

3) inklusive Holdingkosten

Der Konzern-CFROI lag aufgrund der hervorragenden Ergebnisentwicklung in Zentral-Osteuropa mit 13 % in 2007 deutlich über der Hurdle Rate von 12,0 %. Der CFROI in Nord-Westeuropa lag mit 11,2 % nur knapp unter diesem Zielwert. Durch die schwache Ertrags entwicklung in den USA konnte im Segment Nordamerika in 2007 nur ein CFROI von 5,8 % erreicht werden.

Steigerung des Unternehmenswertes im Mittelpunkt der Strategie

Konzern-CFROI übertrifft Hurdle Rate von 12 %

Niveau wie im Vorjahr.

errechnet.

Positiver CVA von 42,8 Mio. €

Capital Employed in Mio. € 2.598,2 3.060,2 Durchschnittliches Capital Employed 2.443,8 2.829,2 ROCE 2) in % 9,4 10,1 Value Kennzahlen 2006 2007 ROCE 2) in % 9,4 10,1 EVA 3) 4) in Mio. € 45,7 72,8

Auf Konzernebene wird zusätzlich zum CFROI der Return on Capital Employed (ROCE) berechnet. Wir setzen dabei den Net Operating Profit After Tax (NOPAT) zum gesamten im Konzern durchschnittlich eingesetzten verzinslichen Kapital (Capital Employed) in Beziehung. Daraus ist ersichtlich, in welchem Umfang Wienerberger den Verzinsungsanspruch ihrer Kapitalgeber erfüllt. Die durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns nach Steuern werden aus den Mindestrenditen abgeleitet, die Anleger für das investierte Eigen- und Fremdkapital erwarten. Diese Kapitalkosten (WACC) ergeben sich aus den Fremdfinanzierungskosten und einer Risikoprämie für die Anlage in Aktien. Der WACC nach Steuern blieb mit 7,5 % auf dem gleichen

Der Net Operating Profit After Tax (NOPAT) stieg im Berichtsjahr um 24 % auf 285,0 Mio. €. Durch den Aufbau des Working Capital und die Wachstumsinvestitionen wuchs das durchschnittliche eingesetzte Capital Employed ebenfalls um 16 % auf 2.829,2 Mio. €. Der ROCE erreichte 10,1 % (Vorjahr: 9,4 %), woraus sich ein höherer EVA® von 72,8 Mio. € als im Vorjahr (45,7 Mio. €)

Berechnung des Konzern-ROCE 2006 2007 EBIT operativ 1) in Mio. € 299,6 353,1 Steuern in Mio. € -59,0 -62,5 Bereinigte Steuern in Mio. € -11,6 -5,6 NOPAT in Mio. € 229,0 285,0 Eigenkapital und Minderheitenanteile in Mio. € 1.591,4 2.672,7 Finanzverbindlichkeiten und Finanzierungsleasing in Mio. € 1.402,8 948,1 Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung in Mio. € -9,5 -9,4 Liquide Mittel und Finanzanlagevermögen in Mio. € -386,5 -551,2

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; für 2007 vgl. dazu Erläuterungen auf Seite 66 Absatz 1

CFROI 5) in % 12,6 13,0 CVA in Mio. € 23,8 42,8

2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen Capital Employed (Mittelwert des Capital Employed am 1.1.2007 und des Capital Employed am 31.12.2007)

3) EVA ist eine eingetragene Marke von Stern Stewart & Co.

4) EVA berechnet auf Basis des durchschnittlichen Capital Employed

5) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed

Das Jahr 2007 und Ausblick Ergebnis- und Bilanzanalyse Ausblick und Ziele

Ausblick und Ziele

Trotz der allgemeinen Unsicherheit über die Auswirkungen der Finanzkrise in den USA und Westeuropa geht Wienerberger von einem weiteren, im Vergleich zum Baustoffsektor überdurchschnittlichen Ergebniswachstum in 2008 (von rund 10 %) aus. Hauptgrund für den Optimismus bildet insbesondere das Wachstumsprogramm der letzten Jahre, welches uns ermöglichen sollte, selbst in sich abschwächenden Märkten unsere Ergebnisse weiter steigern zu können. In den USA wird für das Jahr 2008 mit einem neuerlichen Rückgang der Baubeginne um 20 % auf 1,1 Mio. Einheiten ge rech net. 2007 durchgeführte Kapazitätsanpassungen, die weitere Optimierung unserer Werksanlagen sowie die Konsolidierung von Arriscraft in Kanada sollten jedoch im Segment Nordamerika zu Gewinnsteigerungen führen. In Deutschland ist eine signifikante Erholung des Wohnungsneubaus aus heutiger Sicht zwar nicht erkennbar, aber durch die Trendumkehr bei den Baubewilligungen seit Jahresbeginn 2007 scheint ein leichtes Wachstum möglich. Positive Ergebniseffekte sind aus Marktanteilsgewinnen des Hintermauerziegels in Frankreich und einer unverändert hohen Nachfrage nach Tondachziegel zu erwarten. Nach der erfolgreichen Integration von Baggeridge und der Erstkonsolidierung von Sandtoft sollten trotz einer Abschwächung des Wohnungsneubaus auch in Großbritannien die Ergebnisse weiter verbessert werden. In den Niederlanden rechnen wir aufgrund eines leicht steigenden Markts für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie der Übernahme von Korevaar mit Umsatz- und Ertragszuwächsen. Für Zentral-Osteuropa wird mit einer Fortsetzung der positiven Marktentwicklung gerechnet. Neben einem starken Wohnungsneubau in Polen wird Wienerberger insbesondere durch 2007 realisierte Werksneubauten in Bulgarien, Rumänien und Russland von dieser Wachstumsdynamik profitieren können.

Für 2008 sind Wachstumsinvestitionen von zumindest 500 Mio. € geplant. Davon werden mehr als 400 Mio. € auf Bolt-on Projekte sowie rund 100 Mio. € auf strategische Akquisitionen entfallen, wobei der Schwerpunkt der Investitionen in Zentral-Osteuropa liegt. Rund 125 Mio. € erwarten wir an Normalinvestitionen für die Erhaltung bzw. Optimierung bestehender Anlagen, woraus sich ein Investitionsvolumen von insgesamt mehr als 600 Mio. € in 2008 ergibt.

Umsatz Gesamtinvestitionen 2)
Umsatz- und Investitionsplanung 2007 Plan 2008 2007 Plan 2008
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Zentral-Osteuropa 850,3 968,5 140,3 307,7
Zentral-Westeuropa 442,5 494,8 61,7 32,6
Nord-Westeuropa 904,8 1.105,5 291,6 235,5
Nordamerika 330,7 355,6 148,1 34,9
Beteiligungen und Sonstiges 1) -51,0 -80,0 3,9 16,3
Wienerberger Gruppe 2.477,3 2.844,4 645,6 627,0

1) Dieses Segment enthält Konzerneliminierungen und Investitionen Indien

2) Gesamtinvestitionen beinhalten Wachstumsinvestitionen sowie Normalinvestitionen (Erhaltung, Optimierung, Umwelt)

Wienerberger erwirtschaftet nachhaltig einen ROCE, der deutlich über den Kapitalkosten von rund 7,5 % liegt.

Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Wienerberger Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Wienerberger AG verbunden.

Weiteres Wachstum trotz Marktschwäche in USA erwartet

Wachstumsinvestitionen von mehr als 500 Mio. € in 2008 vorgesehen

ROCE liegt nachhaltig über den Kapitalkosten von 7,5 %

GESCHÄFTSBEREICHE

Werksstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Dach und Wand – mit derzeit insgesamt 263 Werken in 26 Ländern und 5 Exportmärkten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Dadurch gleichen sich Schwankungen in verschiedenen Märkten aus. Wir wollen nicht überall sein, sondern in jenen Märkten, in denen wir tätig sind, starke Marktpositionen aufbauen. Dabei gilt unser Augenmerk der weiteren Expansion nach Osten sowie der Optimierung im Westen.

Wienerberger Märkte in Nordamerika

Zentral-Osteuropa

Im Segment Zentral-Osteuropa werden unsere Ziegel- und Dachaktivitäten in Österreich und den zentral- und osteuropäischen Ländern sowie die Unternehmensbeteiligungen Semmelrock (Flächenbefestigungen, 75 %-Beteiligung, voll konsolidiert), Bramac (Betondachsteine, 50 %-Beteiligung, quotal konsolidiert) und Tondach Gleinstätten (Tondachziegel, 25 %-Beteiligung, at-equity konsolidiert) erfasst. Finnland und die baltischen Staaten werden aufgrund organisatorischer Änderungen seit 1. Jänner 2007 nicht mehr im Geschäftsbereich Nord-Westeuropa, sondern in Zentral-Osteuropa abgebildet.

Der Umsatz des Segments konnte um 32 % auf 850,3 Mio. € und das EBITDA um 76 % auf 282,8 Mio. € gesteigert werden. Die starke Bautätigkeit in der Region und die daraus resultierende Nachfrage insbesondere in Polen, der Slowakei, Tschechien und Rumänien waren die Treiber für das hervorragende Ergebniswachstum. Mit 34 % Anteil am Konzernumsatz erwirtschaftete das Segment 51 % des EBITDA der Gruppe.

Zentral-Osteuropa 2006 5) 2007 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 644,9 850,3 +32
EBITDA 1) in Mio. € 160,5 282,8 +76
EBIT 1) in Mio. € 103,7 217,7 >100
CFROI 1,2) in % 15,3 24,0 -
CVA 1,2,3) in Mio. € 34,9 141,6 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 145,0 140,3 -3
Capital Employed in Mio. € 647,7 754,3 +16
Mitarbeiter 4.904 5.432 +11
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 3.976 4.013 +1
Absatz Flächenbefestigung in Mio. m2 7,97 9,22 +16
Absatz Betondachsteine 4) in Mio. m2 18,43 20,67 +12

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; für 2007 vgl. dazu Erläuterungen auf Seite 66 Absatz 1 2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed

3) Hurdle Rate = 12 %

4) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt

5) Aufgrund organisatorischer Änderungen werden Finnland und die baltischen Staaten seit 1. Jänner 2007 im Segment Zentral-Osteuropa (davor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen, die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden entsprechend angepasst

Polen (8 % vom Konzernumsatz)

Mit einem Anstieg der Baubeginne um rund 30 % setzte sich die positive Marktentwicklung im Jahr 2007 weiter fort. Um die daraus resultierende starke Nachfrage befriedigen zu können, wurden drei kleinere stillgelegte Werke wieder in Betrieb genommen und zusätzlich Ziegel aus Deutschland und Tschechien importiert. Wienerberger konnte in diesem dynamischen Marktumfeld deutliche Mengensteigerungen und Preisanpassungen realisieren, die zu einem starken Umsatz- und Ergebnisanstieg führten. Zusätzlich positiv auf die Ertragsentwicklung wirkte sich die maximale Auslastung unserer Kapazitäten aus. Die Optimierung der Produktion am Standort Dobre konnte Ende November abgeschlossen werden. Für 2008 gehen wir von weiterem Wachstum im Wohnungsneubau aus. Daher haben wir auch in der Winterperiode unsere Kapazitäten voll ausgelastet und Lagerbestände aufgebaut, um Absatzchancen in diesem Markt voll nutzen können. Wir rechnen bei anhaltend guten Durchschnittspreisen mit weiteren Umsatzsteigerungen, die

Massive Umsatz- und Ergebnissteigerung in Polen, Ausbau der Kapazitäten

Geschäftsbereiche Zentral-Osteuropa

zum Teil auch wieder über Importe insbesondere aus Deutschland realisiert werden sollen. Die Inbetriebnahme der derzeit in Bau befindlichen neuen Kapazitäten ist im zweiten Halbjahr 2008 geplant.

Tschechien (5 % vom Konzernumsatz)

Nach den guten Wachstumsraten in den letzten Jahren war der Wohnungsneubau im Jahr 2007 stabil. Durch die Forcierung höherwertiger Produkte sowie Preisanpassungen verzeichneten wir im abgelaufenen Jahr deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen. Tschechien konnte zusätzlich von der guten Absatzsituation in Polen profitieren und nahm zur Jahresmitte das nahe der Grenze gelegene Werk Kunin wieder in Betrieb. Durch Exporte dieser Produktionskapazitäten wurden zusätzliche Umsatzsteigerungen realisiert. Weiteres Mengenwachstum in 2008 planen wir bei stabiler Neubautätigkeit durch den Ausbau unserer Marktposition sowie steigenden Absätzen von höherwertigen Produkten. Die Vorbereitungsarbeiten zur Kapazitätserweiterung im Werk Hodonin haben bereits begonnen. Die Produktion mit einem Volumen von 160 Mio. NF soll im ersten Quartal 2009 aufgenommen werden.

Ungarn (3 % vom Konzernumsatz)

Nach einer guten Entwicklung im ersten Halbjahr gingen in Ungarn die Wohnbauaktivitäten ab August infolge der Kürzung der staatlichen Kreditförderung und höherer Steuerbelastungen deutlich zurück. Trotz einer geringeren Absatzmenge bei Hintermauerziegel konnten Umsatzund Ergebnisverbesserungen durch die erfolgreiche Forcierung von höherwertigen Produkten, Exporte nach Rumänien, Bulgarien und in die Ukraine sowie durch Preisanpassungen erzielt werden. In Erwartung stabiler Marktverhältnisse in 2008 wollen wir den Vertrieb von hochwertigen Produkten weiter stärken sowie die Lieferungen in die Ukraine ausbauen.

Rumänien (2 % vom Konzernumsatz)

Der wirtschaftliche Aufholprozess Rumäniens wurde im Jahr 2007, unterstützt durch den EU-Beitritt, mit ungebrochener Dynamik fortgesetzt. Entgegen den offiziellen Daten, die von einer stabilen Entwicklung der Baubeginne ausgehen, schätzt das Wienerberger Management das Wachstum im Wohnungsneubau auf über 10 % im letzten Jahr. Im Rahmen dieses positiven Umfeldes konnte Wienerberger den Absatz deutlich steigern, Preisanpassungen durchführen und ihre Marktposition weiter ausbauen. Die Importe aus Ungarn wurden auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten. Der stark gestiegene Mengenanteil aus neuen inländischen Kapazitäten (Vollbetrieb Sibiu) schlug sich in signifikanten Ergebnis- und Margenverbesserungen nieder. Durch das Ende 2007 in Betrieb genommene Werk Triteni gehen wir auch 2008 von weiterem Umsatzund Ergebniswachstum aus. Um vom überdurchschnittlichen Marktpotenzial in Rumänien auch in den Folgejahren profitieren zu können, sind weitere Standorte geplant.

Österreich (2 % vom Konzernumsatz)

Der österreichische Wohnungsneubau verzeichnete in der ersten Jahreshälfte 2007 einen leichten Aufschwung, der sich jedoch im weiteren Jahresverlauf wieder abschwächte. Durch eine erlösorientierte Strategie mussten bei der Absatzmenge Rückgänge hingenommen werden, während die Ergebnisentwicklung vom Trend zu höherwertigen Produktlinien profitierte. Exportchancen insbesondere nach Tschechien und in die Slowakei wurden zur Optimierung der Umsatz- und Ergebnissteigerung in Tschechien dank höherwertiger Produkte, Preisanpassungen und Exporten

Umsatz- und Ergebnisverbesserung trotz gedämpfter Nachfrage in Ungarn

Deutliche Ergebnissteigerung in Rumänien dank neuer Kapazitäten

Ergebnisverbesserung in Österreich durch Trend zu höherwertigen Produkten

Kapazitätsauslastung genutzt. Für das Jahr 2008 rechnen wir bei stabilen Marktverhältnissen mit weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerungen insbesondere durch den Ausbau unserer Marktpräsenz in Westösterreich infolge der im Dezember 2007 durchgeführten Akquisition der Salzburger Ziegelwerke.

Slowakei (2 % vom Konzernumsatz)

Im Einklang mit der guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung konnte auch der Wohnungsneubau nach Einschätzung des Wienerberger Managements in der Slowakei im Jahr 2007 weiter zulegen. Die Absatzmengen wurden sowohl im Inland als auch durch Exporte nach Polen gesteigert. Gleichzeitig erfolgten vermehrt Importe aus Ungarn, Slowenien und Österreich und eine Verlagerung zu hochwertigen Produkten, wodurch in Summe eine markante Umsatz- und Ergebnissteigerung möglich wurde. Abhängig von der Exporttätigkeit rechnen wir bei guter Inlandsnachfrage 2008 mit Umsatz- und Ergebniswachstum.

Finnland und Baltikum (2 % vom Konzernumsatz)

Die Regionen Finnland und Baltikum werden 2007 erstmals nicht im Geschäftsbereich Nord-Westeuropa sondern in Zentral-Osteuropa erfasst. In den baltischen Staaten konnte 2007 bei stabilem Wohnungsneubau insbesondere durch den Vollbetrieb unseres neuen Werks in Aseri der Absatz von Vormauerziegel deutlich gesteigert und Umsatz- und Ergebniszuwächse erzielt werden. Auch in Finnland wurden durch Mengenwachstum und Preisanpassungen im Inlandsmarkt sowie durch den Ausbau der Exporte von hochwertigen Vormauerziegeln nach Russland gute Umsatz- und Ertragsverbesserungen erreicht.

Kroatien/Serbien (1 % vom Konzernumsatz)

Durch eine erlös- und qualitätsorientierte Strategie insbesondere durch den Vertrieb von höherwertigen Ziegeln konnte Wienerberger in Kroatien im Jahr 2007 die Ergebnisse weiter steigern. Das Umsatzwachstum in 2008 ist auf Basis einer weiteren Forcierung von qualitativ hochwertigen Produkten in dieser Region sowie der Konsolidierung des im Dezember 2007 erworbenen serbischen Hintermauerziegelwerks (Mali Idjos) geplant. Bis Ende 2008 ist ein Ausbau der Werkskapazitäten von derzeit 40 Mio. auf 140 Mio. Einheiten geplant, um zukünftig die steigende Nachfrage nach Baumaterialien in Serbien bedienen zu können.

Russland (<1 % vom Konzernumsatz)

Der Baustoffmarkt in Russland war 2007 von einer anhaltend starken Wachstumsdynamik – vor allem in den großen Ballungszentren – geprägt. Unser Ende 2006 in Betrieb genommenes Werk in Kiprewo lieferte durch Bedienung der Nachfrage im Großraum Moskau im letzten Jahr erstmals Umsatz- und Ergebnisbeiträge. Nach unserem erfolgreichen Markteintritt rechnen wir für 2008 durch die weitere Produktionssteigerung in Kiprewo mit Ertragszuwächsen. Bis zum Herbst ist eine Verdoppelung dieses Produktionsstandorts um eine zweite Linie geplant. Im Sommer 2008 soll ein weiteres Hintermauerziegelwerk in Kazan, 800 km östlich von Moskau, in Betrieb gehen. Im Rahmen unseres beschleunigten Bolt-on Programms wollen wir in diesem Zukunftsmarkt bis 2012 sechs weitere Werke errichten.

Umsatz und Ergebnis in der Slowakei auf Rekordniveau

Umsatz- und Ertragszuwachs in den baltischen Staaten und Finnland

Erlösorientierte Strategie bringt Ergebniswachstum in Kroatien

Erste Umsatz- und Ergebnisbeiträge durch Kiprewo

Geschäftsbereiche Zentral-Osteuropa

Bulgarien (<1 % vom Konzernumsatz)

In Bulgarien, seit Anfang 2007 Mitgliedsland der EU, wurde im August das erste Wienerberger Werk in Betrieb genommen. Mit einer Kapazität von 220 Mio. Einheiten ist Lukovit das modernste und größte Hintermauerziegelwerk Europas. Bislang wurde Bulgarien ausschließlich über Importe aus Ungarn beliefert. Mit dem Vollbetrieb von Lukovit und der Forcierung unserer Vertriebsaktivitäten für großformatige Ziegel erwarten wir starke Wachstumsimpulse für 2008. Da wir Bulgarien aufgrund der steigenden Kaufkraft und eines hohen Marktanteils von Ziegel als dynamischen Wachstumsmarkt sehen, streben wir mittelfristig den Ausbau unserer Marktposition über weitere Bolt-on Projekte an.

Semmelrock Flächenbefestigungen (5 % vom Konzernumsatz)

Unser Spezialist für designorientierte Flächenbefestigungen aus Beton konnte im Jahr 2007 seinen Erfolgskurs mit einem Absatzrekord fortsetzen und damit auch hohe Umsatz- und Ergebnissteigerungen melden. In Österreich haben sich die Erträge dank Verlagerungen im Produktportfolio zu mittel- und hochwertigen Produkten sowie Kostenoptimierungen positiv entwickelt. Überaus stark gestaltete sich auch die Nachfrage in Polen und der Slowakei. Der Geschäftsverlauf in Kroatien profitierte vor allem von der prosperierenden wirtschaftlichen Entwicklung der Küstenregion. Auch in Tschechien wurde die Marktstellung (nach dem Erwerb von Colorbeton 2006) weiter ausgebaut. Der Markteintritt in Rumänien lief nach der Werkseröffnung im Jahr 2006 noch besser als geplant, da man vom Know-how aus dem Aufbau von Strukturen aus Vorprojekten profitieren konnte. In 2008 plant Semmelrock mit der Errichtung von sechs neuen Werken in Polen, Kroatien, Rumänien und Bulgarien einen weiteren großen Internationalisierungsschritt.

Bramac Betondachsteine (4 % vom Konzernumsatz)

Im Jahr 2007 profitierte Bramac (50 %-Beteiligung, quotal konsolidiert) von seiner starken Stellung in den Märkten Zentral- und Osteuropas und konnte das positive Umfeld für einen neuerlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg nutzen. Besonders stark war die Nachfrageentwicklung in Tschechien, der Slowakei und Rumänien. In Ungarn wurden trotz eines veränderten Förderungsumfeldes leichte Volumensteigerungen erzielt. Im Dezember 2007 wurde das neu errichtete Werk in Sofia eröffnet und die bulgarischen Kapazitäten deutlich ausgebaut. Im Jahr 2008 sollen die bestehenden Produktionskapazitäten in Rumänien mehr als verdoppelt und die Vertriebsaktivitäten in Mazedonien und Albanien aufgenommen werden. Der Vertrieb von Thermosolarprodukten, die in Dachsysteme integriert werden können, wird regional erweitert. In Summe wird für 2008 ein ambitioniertes Umsatz- und Ergebniswachstum ausgehend von den neu hinzugekommenen Kapazitäten angestrebt.

Tondach Gleinstätten AG (at-equity konsolidiert)

Im Jahr 2007 konnte Tondach Gleinstätten, das als 25 %-Beteiligung im Konzernabschluss der Wienerberger Gruppe at-equity konsolidiert wird, von der Wachstumsdynamik im Wohnungsneubau in Zentral-Osteuropa profitieren und signifikante Umsatz- und Ergebnissteigerungen erwirtschaften. Treiber des Wachstums waren Tschechien, Slowenien und Serbien. Der Ausbau der Kapazitäten in Kroatien (Dakovo) und Serbien (Kanijza) wurde 2007 abgeschlossen und weitere Projekte in Ungarn (Bekescaba) und Tschechien (Hranice) gestartet, die Ende 2008 in Betrieb gehen sollen. Durch die starken Kapazitätserweiterungen der letzten Jahre gehen wir von neuerlichen Umsatz- und Ergebniswachstum in 2008 aus.

Eröffnung des modernsten und größten Ziegelwerks Europas in Bulgarien

Außerordentlich erfolgreiches Jahr für Semmelrock

Positive Entwicklung in Zentral- und Osteuropa ermöglicht Rekordjahr bei Bramac

Kapazitätsausbau bei Tondach Gleinstätten

Zentral-Westeuropa

In den Märkten Deutschland, Italien und der Schweiz, die in Summe das Segment Zentral-Westeuropa bilden, mussten im Geschäftsjahr 2007 zum Teil deutliche Absatzrückgänge verzeichnet werden. Schwieriger als erwartet gestaltete sich vor allem das Marktumfeld in Deutschland. Der Segmentumsatz ging um 6 % auf 442,5 Mio. €, das EBITDA um 20 % auf 76,5 Mio. € zurück. Auf Zentral-Westeuropa entfallen 18 % des Umsatzes und 14 % des EBITDA der Gruppe.

Zentral-Westeuropa 2006 2007 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 469,2 442,5 -6
EBITDA 1) in Mio. € 96,1 76,5 -20
EBIT 1) in Mio. € 59,1 32,9 -44
CFROI 1,2) in % 14,0 10,0 -
CVA 1,2,3) in Mio. € 13,9 -15,7 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 101,0 61,7 -39
Capital Employed in Mio. € 453,8 500,5 +10
Mitarbeiter 2.151 2.414 +12
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 1.849 1.613 -13
Absatz Vormauerziegel 4) in Mio. WF 154 120 -22
Absatz Tondachziegel 5) in Mio. m2 9,70 8,95 -8

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed

3) Hurdle Rate = 12 %

4) Absätze Pflasterklinker sind aufgrund der gestiegenen Bedeutung ab dieser Berichtsperiode nicht mehr im Segment Vormauer enthalten; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst

5) Absatz Tondachziegel ab dieser Berichtsperiode inkl. Zubehörprodukte; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst

Deutschland (11 % vom Konzernumsatz)

Nach einem guten Jahresbeginn ging der Ein- und Zweifamilienhausbau ab April 2007 stark zurück. Die Baufertigstellungen erreichten einen historischen Tiefststand, die Baugenehmigungen gingen um rund 29 % zurück und auch in dem für Dachziegel wichtigen Sanierungsmarkt (65 % der Dachziegel gehen in dieses Segment) wurden leichte Rückgänge verzeichnet. Fehlende finanzund steuerpolitische Anreize für die Schaffung von Eigenheimen sowie offensichtlich mangelndes Konsumentenvertrauen scheinen die Ursache für die geringe Investitionsbereitschaft in Deutschland zu sein.

Mit einem Umsatzrückgang von 10 % konnten wir uns in diesem enttäuschenden Umfeld besser als der Gesamtmarkt behaupten, mussten aber deutlich höhere Ertragseinbussen hinnehmen. Die Absätze waren in allen Produktgruppen mit Ausnahme von Pflasterklinkern rückläufig. Allen voran verloren wir in unserem wichtigsten Geschäftsfeld Hintermauerziegel (50% unseres Umsatzes) trotz starken Anstiegs der Exporte nach Polen und Benelux aufgrund der schwachen Inlandsnachfrage deutlich an Menge. Durch die Exporte im ersten Halbjahr konnte zwar die Kapazitätsauslastung erhöht werden, aber die daraus resultierenden Frachtkosten wirkten

2005 2006 2007

20,5

20,2

Umsatz in Mio. € EBITDA-Marge in %

17,3

0 %

10 %

20 %

30 %

Umsatz- und Ergebnisrückgänge als Folge der Marktschwäche 469,2 442,5 385,4

Geschäftsbereiche Zentral-Westeuropa

sich negativ auf die Margen aus. Im zweiten Halbjahr haben niedrigere Auslastungsraten das Ergebnis zusätzlich belastet. Der Dachziegelbereich profitierte sowohl von den im Jahr 2006 durchgeführten Akquisitionen als auch der stabileren Entwicklung im Renovierungsmarkt. Während die Umsätze auf Vorjahresniveau blieben, konnten die Ergebnisse auch dank der in den letzten Jahren umgesetzten Reorganisations- und Integrationsmaßnahmen gesteigert werden. Im Bereich Vormauerziegel und Pflasterklinker konnten wir 2007 durch die Konsolidierung von Penter starke Absatzzuwächse bei Pflasterklinker erwirtschaften, während bei Vormauerziegel die Mengen deutlich zurück gingen. Unsere neuen ArGeTon Produkte (Fassadenplatten aus Ton) konnten wir erfolgreich am Markt platzieren und die Absätze von niedrigem Niveau beinahe verdoppeln.

Für 2008 erwarten wir vom tiefen Niveau des Vorjahres moderate Wachstumsraten im deutschen Wohnungsneubau sowie eine leichte Erholung im Renovierungsmarkt. Durch die Konsolidierung der Ende 2007 erworbenen Bockhorner (Vormauerziegel), weiteren Exporten nach Polen und etwas besseren inländischen Absatzzahlen haben wir Umsatz- und Ergebnissteigerungen in Deutschland geplant.

Italien (3 % vom Konzernumsatz)

Einhergehend mit einer Konjunktureintrübung verzeichnete der Wohnungsneubau in Italien im Jahr 2007 einen Rückgang der Baubeginne um knapp 4 %. Wir konnten uns zwar besser als der Gesamtmarkt behaupten, einen leichten Umsatz- wie auch Ergebnisrückgang jedoch nicht verhindern. Während die Preise bei einfachen Produkten unter Druck gekommen sind, konnten wir den Absatz von höherwertigen Produkten steigern. Mit der Akquisition von RIL Laterizi, die im November 2007 abgeschlossen wurde, haben wir unsere Präsenz im Norden des Landes ausgebaut. Für 2008 wird trotz einer weiteren Abschwächung im Wohnungsneubau aufgrund von organisatorischen Optimierungsmaßnahmen sowie der Erstkonsolidierung von RIL mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen gerechnet.

Schweiz (3% vom Konzernumsatz)

Ausgehend von einem hohen Niveau ist in der Schweiz in 2007 die erwartete Abschwächung im Wohnungsneubau eingetreten. In der Produktion von Dachziegel haben wir flexibel auf diese Marktentwicklung reagiert und die Kapazitäten angepasst. Die Margen in der Schweiz waren aufgrund des höheren Anteils an Handelswaren sowie Leerkosten leicht rückläufig. Für 2008 rechnen wir mit einer weiteren leichten Abschwächung im Wohnungsneubau. Die Bereiche Dachziegel und Dämmung sollten jedoch von Nachholeffekten im Renovierungssegment und Förderungen für energiesparende Maßnahmen (Dachisolierung) profitieren.

Ziel 2008: Umsatz- und Ergebnisverbesserung in Deutschland

Marktposition in Norditalien durch die Übernahme von RIL ausgebaut

Leichter Rückgang in der Schweiz im Rahmen der Erwartungen

Im Geschäftsbereich Nord-Westeuropa sind unsere Ziegel- und Dachaktivitäten in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Skandinavien zusammengefasst. Mit erfolgreichen Unternehmensakquisitionen und Bolt-on Projekten konnten wir 2007 unsere Marktposition weiter ausbauen und aufgrund der guten Entwicklung im Wohnungsneubau den Umsatz um 13 % auf 904,8 Mio. € und das EBITDA um 5 % auf 183,7 Mio. € steigern. Auf das Segment Nord-Westeuropa entfallen damit 37 % des Umsatzes und 33 % des EBITDA.

Nord-Westeuropa 2006 4) 2007 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 798,4 904,8 +13
EBITDA 1) in Mio. € 175,3 183,7 +5
EBIT 1) in Mio. € 115,7 120,9 +5
CFROI 1,2) in % 12,2 11,2 -
CVA 1,2,3) in Mio. € 2,6 -13,2 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 140,4 291,6 >100
Capital Employed in Mio. € 1.035,4 1.280,4 +24
Mitarbeiter 3.921 4.246 +8
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 1.152 1.186 +3
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 1.595 1.749 +10
Absatz Tondachziegel in Mio. m2 13,14 13,24 +1

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; für 2007 vgl. dazu Erläuterungen auf Seite 66 Absatz 1 2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed

3) Hurdle Rate = 12 %

4) Aufgrund organisatorischer Änderungen werden Finnland und die baltischen Staaten seit 1. Jänner 2007 im Segment Zentral-Osteuropa (davor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen, die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden entsprechend angepasst

Belgien (10 % vom Konzernumsatz)

Nach einer überaus starken Entwicklung in den Vorjahren wurde der Höhepunkt der Wohnbauaktivität in Belgien zur Jahresmitte 2007 überschritten. Die Baubeginne gingen um knapp 6 % zurück, während der Renovierungsmarkt ein Plus von 5 % verzeichnete. Wienerberger konnte in diesem Umfeld mit moderaten Umsatzsteigerungen in allen drei Produktbereichen und einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau die gute Marktposition behaupten. Gleichzeitig wurde die Abschwächung im Wohnungsneubau zum Aufbau einer neuen Hintermauerziegelstruktur genutzt. Daraus resultierende Restrukturierungskosten belasteten das Ergebnis mit 1,2 Mio. €. Zur Vermeidung von Überkapazitäten in Belgien wurde in den vergangenen Jahren die starke Nachfrage nach Ziegeln zu einem Teil auch über (margenschwächere) Importe bedient. Bei einem schwächer werdenden Wohnungsneubau im Jahr 2008 planen wir durch einen höheren Absatzanteil an inländischen Kapazitäten und einem starken Renovierungsmarkt die Ergebnisse weiter zu steigern. Im Zusammenhang mit den Optimierungsmaßnahmen im Hintermauerziegelbereich wird im April mit dem Bau des Werks in Rumst begonnen, das 2009 in Betrieb gehen soll.

Wienerberger kann 2007 in Belgien ihre gute

Geschäftsbereiche Nord-Westeuropa

Niederlande (10 % vom Konzernumsatz)

Während der Wohnungsneubau in den Niederlanden im Jahr 2007 auf Vorjahresniveau blieb, verzeichnete der Renovierungsmarkt gute Wachstumsraten. In diesem Umfeld konnte Wienerberger ihre Marktposition durch Absatzsteigerungen und Preisanpassungen in allen Produktgruppen weiter ausbauen. Gestützt wurde die starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung insbesondere auch durch Konsolidierungseffekte aus den Übernahmen von zwei kleinen Baustofffachhändlern im April 2007 sowie von Korevaar, dem drittgrößten Pflasterklinkerproduzenten in den Niederlanden, im Juni. Durch diese Akquisitionen konnten die Bereiche Pflasterklinker sowie die Handelsaktivitäten deutlich ausgebaut werden. Durch Ausweitung des Fachhandels sinken zwar die Gesamtmargen, gleichzeitig stärken wir damit aber unseren produktübergreifenden Marktauftritt. Der Ausblick für den niederländischen Wohnungsneubau und die Renovierung ist leicht positiv. Vor diesem Hintergrund streben wir in 2008 weiteres Mengenwachstum in allen Produktgruppen an und rechnen auch aufgrund der Konsolidierungseffekte mit einem deutlichen Anstieg der Umsätze und Erträge.

Frankreich (7 % vom Konzernumsatz)

Die Abschwächung im Ein- und Zweifamilienhausbau vom Rekordniveau des Jahres 2006 wurde durch Marktanteilsgewinne von Hintermauerziegel gegen Beton ausgeglichen, sodass der Ziegelmarkt ebenso wie der für den Dachziegelbereich wichtige Renovierungsmarkt vom hohen Vorjahresniveau noch leicht zugelegt hat. Wienerberger konnte diese Entwicklung zu Absatzsteigerungen in allen drei Produktgruppen nutzen und die Umsätze moderat erhöhen. Um dem Trend zu Hintermauerziegel gerecht zu werden, hat Wienerberger bereits in den letzten Jahren verstärkt in diesen Bereich investiert. Im Sommer 2007 wurde in Angervilliers (Nord-Frankreich) der Vollbetrieb aufgenommen sowie der Bau eines neuen Standorts in Durtal (West-Frankreich) und die Umrüstung eines bestehenden Vormauerziegelwerks in Hulluch (Großraum Paris) in Angriff genommen. Für die Schließung eines alten Werks sind einmalige Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. € entstanden. Im Zusammenhang mit Investitionen im Hintermauerziegelbereich werden zu Beginn 2008 vorübergehende Stillstände von Werken erforderlich. Daher haben wir auch in der Winterperiode unserer Kapazitäten voll ausgelastet und Lagerbestände aufgebaut, um der Nachfrage zu Saisonbeginn gerecht werden zu können. Bei Vormauerziegel konnten wir unsere Marktstellung durch die Übernahme von Bar im April 2007 festigen. Für 2008 rechnen wir bei einem stabilen Ziegel- und starken Renovierungsmarkt mit weiterem Mengenwachstum in allen Produktgruppen sowie Umsatz- und Ergebnissteigerungen in Frankreich.

Umsatz- und Ergebnisanstieg sowie Akquisitionen in den Niederlanden

Ausbau der Kapazitäten für Hintermauerziegel in Frankreich durch steigende Nachfrage

Abschluss der Akquisition von Baggeridge in 2007 und von Sandtoft Anfang 2008 in Großbritannien

Umsatz- und Ergebnisanstieg in Skandinavien

Großbritannien (7 % vom Konzernumsatz)

Mehrere Zinserhöhungen und hohe Preise für Immobilien führten 2007 zu einem Rückgang der Wohnbauaktivitäten in Großbritannien. Der Ziegelmarkt war jedoch nur abgeschwächt von dieser Entwicklung betroffen, da sich der Trend zu Ein- und Zweifamilienhäusern und weg von Apartments weiter fortgesetzt hat. Organisch konnte Wienerberger im Jahr 2007 bei stabilen Umsätzen Margensteigerungen erwirtschaften. Unter Einbeziehung der seit 1. Juli konsolidierten Baggeridge PLC wurden Umsätze und Ergebnisse deutlich gesteigert. Mit der Akquisition von Baggeridge haben wir nicht nur unser Werksnetz um fünf Produktionsstandorte erweitert, sondern auch wertvolle Rohstoffressourcen abgesichert. Die organisatorische Integration von Baggeridge erfolgte rascher als geplant und wurde bis Jahresende 2007 weitgehend abgeschlossen. Die daraus resultierenden Kosten haben das Ergebnis mit 3,3 Mio. € belastet. Mit der Übernahme von 74 % der Anteile von Sandtoft im Jänner 2008 haben wir einen wichtigen Expansionsschritt gesetzt und eigene Produktionskapazitäten im Dachziegelbereich in Großbritannien erworben. Sandtoft produziert mit vier Werken in Nordengland sowohl Ton- als auch Betondachziegel. Ein erst kürzlich errichtetes Tondachziegelwerk wird 2008 erstmals im Vollbetrieb laufen. Unterstützt durch die Vollkonsolidierung unserer Akquisitionen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2008 eine signifikante Umsatz- und Ergebnissteigerung.

Skandinavien (2 % vom Konzernumsatz)

In den Ländern Dänemark, Schweden und Norwegen konnten dank der positiven Entwicklung im Wohnungsneubau Absatz- und Umsatzsteigerungen erwirtschaftet werden. Durch die erfolgreiche Reorganisation der Länderstruktur haben wir mit der Etablierung einer zentralen Verwaltung Synergien gehoben, die sich deutlich positiv auf das Ergebnis niederschlugen. Für 2008 wird für Schweden und Dänemark ein leicht rückläufiger, für Norwegen ein stabiler Wohnungsneubau erwartet. Wir planen in Skandinavien aufgrund der im Jahr zuvor umgesetzten Optimierungsmaßnahmen sowie Preisanpassungen weitere Ergebnissteigerungen für 2008.

Geschäftsbereiche Nord-Westeuropa Nordamerika

Nordamerika

Der Wohnbau in den USA war auch im Jahr 2007 stark rückläufig und die Baubeginne fielen um rund 25 % auf 1,35 Mio. Einheiten zurück. Trotz der Beiträge aus der Erstkonsolidierung von Arriscraft (Kanada) ging der Umsatz im Segment Nordamerika um 5 % auf 330,7 Mio. € und das EBITDA um 44 % auf 35,3 Mio. € zurück. Der schwache Durchschnittskurs des Dollars belastete den Umsatz mit -26,9 Mio. € und das EBITDA mit -2,7 Mio. €. Damit beläuft sich der Segmentanteil am Gruppenumsatz auf 13 % und am EBITDA auf nur mehr 6 %.

Nordamerika 2006 2007 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 349,5 330,7 -5
EBITDA 1) in Mio. € 63,4 35,3 -44
EBIT 1) in Mio. € 48,2 14,0 -71
CFROI 1,2) in % 12,2 5,8 -
CVA 1,2,3) in Mio. € 0,9 -38,4 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 142,0 148,1 +4
Capital Employed in Mio. € 437,6 521,2 +19
Mitarbeiter 2.483 2.520 +1
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 1.140 904 -21

Starker Absatzrückgang bei Vormauerziegel in den USA

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; für 2007 vgl. dazu Erläuterungen auf Seite 66 Absatz 1 2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed

3) Hurdle Rate = 12 %

Wienerberger entwickelte sich mit einem Rückgang im Absatz von Vormauerziegel von 21 % etwas besser als der Markt und konnte im Berichtszeitraum in diesem schwierigen Umfeld die Durchschnittspreise stabil halten. Als Reaktion auf die anhaltende Marktschwäche wurden im Sinne eines aktiven Kapazitätsmanagements im Laufe des Jahres einige Produktionslinien herausgenommen und zwei kleinere, unwirtschaftliche Werke (Atlanta und Lee County) endgültig geschlossen. Die daraus resultierenden Schließungskosten in Höhe von 4,1 Mio. € sowie Stilllegungs- und Leerkosten haben das Ergebnis belastet und zu Margenrückgängen geführt.

Mit der Übernahme von Arriscraft, Kanadas führendem Kunststeinproduzenten hat Wienerberger den Eintritt in den kanadischen Markt geschafft und einen weiteren wichtigen Expansionsschritt gesetzt. Mit Produktionsstandorten in den USA (Georgia) und Kanada erwirtschaftet Arriscraft beinahe die Hälfte seiner Umsätze im Gewerbebau, welcher derzeit in beiden Ländern wächst. Die Akquisition bietet Wienerberger weiteres Potenzial für Umsatzwachstum und Kostensynergien, insbesondere durch die gemeinsame Nutzung des Direktvertriebsnetzes, welches wir in den USA während der letzten Jahre weiter ausgebaut haben. Für 2008 rechnen wir mit keiner Entspannung am Wohnungsmarkt der USA, zumal der Bestand an unfertigen Häusern einen historischen Höchststand (9,6 Monate im Dezember 2007) erreicht hat. Jedoch gehen wir davon aus, dass wir auch bei einem derzeit prognostizierten Rückgang der Baubeginne um 20 % auf 1,1 Mio. Einheiten aufgrund der 2007 durchgeführten Kapazitätsanpassungen, der weiteren Optimierung unserer Werksanlagen sowie der ganzjährigen Konsolidierung von Arriscraft unsere Ergebnisse steigern können.

Akquisition von Arriscraft zur Diversifikation in

Beteiligungen und Sonstiges

Zusammenfassung der Nicht-Kernaktivitäten und Holdingkosten in diesem Segment

Negative Ergebnisse durch Ausweis der Holdingkosten in diesem Segment

Erneutes Rekordergeb nis von Pipelife durch starkes 1. Halbjahr und Irland-Akquisition

Verwertung von nichtbetriebsnotwendigen Liegenschaften

Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe außerhalb des Kerngeschäfts: Pipelife Kunststoffrohre (50/50 Joint-venture mit Solvay), Immobilien sowie die Konzernzentrale. Die Pipelife Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren zu einem unabhängigen Unternehmen mit eigenständigem Management entwickelt. Sie wird daher als Finanzbeteiligung at-equity konsolidiert und ist in den operativen Ergebnissen dieses Geschäftsbereichs nicht enthalten.

In diesem Segment sind nach dem Verkauf des Ofenkachelwerks im Jahr 2006 nur mehr die Kosten der Konzernzentrale enthalten. Daraus ergibt sich ein Umsatz von 12,5 Mio. € sowie ein negatives EBITDA von -27,1 Mio.

Beteiligungen und Sonstiges 2006 2007 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 21,7 12,5 -42
EBITDA 1) in Mio. € -23,4 -27,1 -16
EBIT 1) in Mio. € -27,1 -32,4 -20
Capital Employed in Mio. € 23,6 3,8 -84
Mitarbeiter 180 173 -4

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Die Pipelife Gruppe, der viertgrößte Erzeuger von Kunststoffrohrsystemen in Europa, hat in 2007 die Ergebnisse erneut gesteigert und weist damit seit einigen Jahren eine kontinuierlich positive Entwicklung auf. Aufgrund eines starken ersten Halbjahres mit deutlich höheren Absatzmengen und Preisen vor allem in Ost- und Nordeuropa sowie der Akquisition von Quality Plastics in Irland konnte Pipelife den Umsatz um 13 % auf 875 Mio. € und das EBITDA um 12 % auf 90 Mio. € verbessern. Diese Steigerungen wurden trotz deutlicher Umsatz- und Ergebnisrückgänge in den USA erzielt, wo sich der Einbruch des Wohnungsneubaus auch auf die Verkaufspreise für Kunststoffrohre und die erzielbaren Margen negativ ausgewirkt hat. Starkes Wachstum konnte Pipelife in Nordeuropa und dem Baltikum, in den neuen EU-Ländern sowie Griechenland und der Türkei erwirtschaften. Auch in einigen Märkten Westeuropas wie Belgien, Frankreich und den Niederlanden wurde das Geschäft deutlich ausgeweitet, während in Deutschland die Absätze rückläufig waren. Im abgelaufenen Jahr hat Pipelife mit der Akquisition von Quality Plastics in Irland, ein Spezialist für Kalt- und Warmwasserinstallationen, sowie dem Werksneubau in Russland (im Großraum Moskau) erneut wichtige Wachstumsschritte für die Zukunft gesetzt. Die Strategie des Unternehmens konzentriert sich auf den Ausbau der Marktpositionen und der geografischen Präsenz in Europa mit Fokus auf Osteuropa und Russland. Für 2008 wird auf Basis der durchgeführten Wachstumsprojekte wiederum eine Umsatz- und Ergebnissteigerung angestrebt.

Im Geschäftsjahr 2007 wurde eine kleinere Liegenschaft im Süden Wiens veräußert, aus der ein geringer Buchgewinn resultierte. Unsere Politik zur Realisierung nicht-betriebsnotwendiger Vermögenswerte dient der Refinanzierung des Kerngeschäftes und wird abhängig von den zu erzielenden Erträgen weiter verfolgt. Aktuell bewerten wir die nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaften gruppenweit mit rund 46 Mio. €.

KONZERNABSCHLUSS

Inhalt

89 Konzernabschluss
90 Gewinn- und Verlustrechnung
91 Cash-flow Statement
92 Bilanz
93 Entwicklung des Eigenkapitals
94 Anlagenspiegel
96 Segmentberichterstattung
98 Konzernanhang
98 Allgemeine Erläuterungen
98 Grundlagen (1)
98 Konsolidierungskreis (2)
100 Erwerbe und Veräußerungen (3)
101 Konsolidierungsmethoden (4)
102 Währungsumrechnung (5)
103 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (6)
107 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
107 Umsatzerlöse (7)
107 Materialaufwand und Abschreibungen (8)
108 Personalaufwand (9)
109 Mitarbeiter (10)
109 Sonstige betriebliche Aufwendungen (11)
110 Sonstige betriebliche Erträge (12)
110 Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren (13)
111 Nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge (14)
111 Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis (15)
112 Ertragsteuern (16)
113 Ergebnis je Aktie, Vorschlag für die Gewinnverteilung (17)
113 Erläuterungen zum Cash-flow Statement
113 Cash-flow aus Investitionstätigkeit (18)
115 Erläuterungen zur Bilanz
115 Anlagevermögen (19)
116 Vorräte (20)
116 Forderungen, Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte (21)
117 Sonstige Forderungen und geleistete Vorauszahlungen (22)
118 Konzerneigenkapital (23)
119 Rückstellungen (24)
119 Rückstellungen für Pensionen (25)
122 Rückstellungen für latente Steuern (26)
123 Verbindlichkeiten (27)
125 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse (28)
125 Finanzinstrumente
125 Finanzinstrumente (29)
128 Derivative Finanzinstrumente (30)
128 Risikobericht
132 Sonstige Angaben
132 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) (31)
132 Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (32)
132 Aktienoptionsplan (33)
135 Konzernunternehmen
139 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Gewinn- und Verlustrechnung

Anmerkung 2007
in TEUR
2006
in TEUR
(7) Umsatzerlöse 2.477.339 2.225.040
(8, 9, 13) Herstellungskosten -1.510.998 -1.403.704
Bruttoergebnis vom Umsatz 966.341 821.336
(8, 9, 13) Vertriebskosten -454.789 -409.921
(8, 9, 13) Verwaltungskosten -149.375 -129.290
(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen -49.810 -33.285
(12) Sonstige betriebliche Erträge 40.759 54.271
(8) Firmenwertabschreibung 0 -3.534
Operatives Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten 353.126 299.577
(14) Nicht-wiederkehrende Abschreibungen und Vorsorgen aus Restrukturierungen 0 -7.141
(14) Nicht-wiederkehrende Erträge 0 5.056
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten 353.126 297.492
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen 27.605 26.154
(15) Zinsertrag 43.947 34.661
(15) Zinsaufwand -87.029 -82.828
(15) Sonstiges Finanzergebnis 20.727 1.860
Finanzergebnis 5.250 -20.153
Ergebnis vor Ertragsteuern 358.376 277.339
(16) Ertragsteuern -62.536 -58.998
Ergebnis nach Ertragsteuern 295.840 218.341
davon Ergebnis der Minderheiten 5.382 2.395
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 29.069 0
davon Ergebnis der Muttergesellschaft 261.389 215.946
(17) Bereinigtes Ergebnis je Aktie vor nicht-wiederkehrenden Posten (in EUR) 3,46 3,02
(17) Ergebnis je Aktie (in EUR) 3,46 2,95
(17) Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 3,45 2,94
(17) Vorgesehene bzw. ausbezahlte Dividende je Aktie (in EUR) 1,45 1,30

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieser Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzernabschluss Gewinn- und Verlustrechnung Cash-flow Statement

Cash-flow Statement

Anmerkung 2007
in TEUR
2006
in TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 358.376 277.339
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 198.055 172.323
Nicht-wiederkehrende Abschreibungen aus Restrukturierungen 0 6.741
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen -2.933 -1.541
Veränderungen langfristiger Rückstellungen 282 2.929
Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen -27.605 -26.154
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -7.545 -13.183
Zinsergebnis 43.082 48.167
Gezahlte Zinsen -82.568 -80.273
Erhaltene Zinsen 39.870 30.305
Gezahlte Ertragsteuern -40.009 -45.873
Cash-flow aus dem Ergebnis 479.005 370.780
Veränderungen Vorräte -117.867 -34.836
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47.429 -20.592
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -34.370 40.342
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen -11.550 -3.769
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen -1.123 -326
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 361.524 351.599
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 24.884 29.206
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -319.604 -360.659
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -10.539 -3.946
Veränderung Wertpapiere 38.099 -5.118
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen -326.015 -169.743
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 0 574
(18) Cash-flow aus Investitionstätigkeit -593.175 -509.686
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -2.602 -293.242
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten -479.049 510.536
Gezahlte Dividende Wienerberger AG -94.923 -86.415
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei Minderheitenanteilen -7.596 840
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen 4.087 3.676
Kapitalerhöhung Wienerberger AG 424.136 0
Kapitalerhöhung (Hybridkapital) 492.896 0
Einzahlung aus der Ausübung von Aktienoptionen 7.672 5.268
Erwerb eigener Aktien -13.392 -8.892
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 331.229 131.771
Veränderung des Zahlungsmittelbestandes 99.578 -26.316
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Zahlungsmittelbestand 264 -29
Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode 193.531 219.876
Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode 293.373 193.531

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieses Konzern-Cash-fl ow Statements.

Bilanz

Anmerkung 31.12.2007
in TEUR
31.12.2006
in TEUR
Aktiva
(19) Immaterielles Anlagevermögen 764.160 637.346
(19) Sachanlagen 1.945.827 1.712.395
(19) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 26.511 28.773
(2, 19) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 150.002 129.389
(19) Übrige Finanzanlagen 29.253 23.652
(26) Latente Steuern 45.379 61.442
Langfristiges Vermögen 2.961.132 2.592.997
(20) Vorräte 669.761 509.843
(21) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 211.006 222.325
(22) Sonstige kurzfristige Forderungen 105.757 91.678
(21, 30) Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 88.830 63.958
Zahlungsmittel 293.373 193.531
Kurzfristiges Vermögen 1.368.727 1.081.335
Summe Aktiva 4.329.859 3.674.332
Passiva
Gezeichnetes Kapital 83.948 74.168
Kapitalrücklagen 829.408 415.052
Hybridkapital 492.896 0
Gewinnrücklagen 1.407.720 1.174.075
Eigene Anteile -31.379 -30.269
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung -135.877 -69.019
Anteile im Fremdbesitz 25.993 27.436
(23) Eigenkapital 2.672.709 1.591.443
(24, 25) Personalrückstellungen 76.210 73.024
(24, 26) Latente Steuerrückstellungen 125.045 110.569
(24)
(27, 29)
Sonstige langfristige Rückstellungen
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
64.653
819.092
58.090
798.128
(27) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 45.685 48.278
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.130.685 1.088.089
(24) Sonstige kurzfristige Rückstellungen 47.513 46.425
(27, 29) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 129.871 606.613
(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 186.405 200.328
(27) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 162.676 141.434
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 526.465 994.800
Summe Passiva 4.329.859 3.674.332

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieser Konzernbilanz.

Entwicklung des Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital- Hybrid- Gewinn- Eigene Unterschieds-
betrag
Währungs-
Minder
in TEUR Kapital rücklagen kapital rücklagen Anteile umrechnung heiten Gesamt
Stand 31.12.2005 74.168 415.052 0 1.031.209 -28.133 -38.909 29.717 1.483.104
Konzernergebnis bzw.
Minderheitenergebnis
215.946 2.395 218.341
Dividendenauszahlungen -86.415 -910 -87.325
Währungsumrechnung -29.816 322 -29.494
Währungsumrechnung von
assoziierten Unternehmen
-294 -294
Hedging Reserven 12.520 44 12.564
Kapitalerhöhungen 1.750 1.750
Zugang/Abgang
Minderheitenanteil
-5.840 -5.840
Veränderung eigener Anteile -1.488 -2.136 -3.624
Aufwand Aktienoptionspläne 2.181 2.181
Übrige Veränderungen 122 -42 80
Stand 31.12.2006 74.168 415.052 0 1.174.075 -30.269 -69.019 27.436 1.591.443
Konzernergebnis bzw.
Minderheitenergebnis
290.458 5.382 295.840
Dividendenauszahlungen -94.923 -1.236 -96.159
Währungsumrechnung -68.267 752 -67.515
Währungsumrechnung von
assoziierten Unternehmen
1.409 1.409
Hedging Reserven 39.782 21 39.803
Kapitalerhöhungen 9.780 414.356 492.896 2.000 919.032
Zugang/Abgang
Minderheitenanteil
-8.360 -8.360
Veränderung eigener Anteile -4.610 -1.110 -5.720
Aufwand Aktienoptionspläne 3.037 3.037
Übrige Veränderungen 1) -99 -2 -101
Stand 31.12.2007 83.948 829.408 492.896 1.407.720 -31.379 -135.877 25.993 2.672.709

1) Die im Eigenkapital erfassten Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden unter den übrigen Veränderungen ausgewiesen.

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieser Konzern-Eigenkapitalentwicklung.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in TEUR Stand
1.1.2007
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2007
Firmenwert 607.833 132.805 -30.726 0 266 -305 709.341
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 56.080 24.576 437 5.345 1.088 1.720 87.070
Immaterielles Anlagevermögen 663.913 157.381 -30.289 5.345 1.354 1.415 796.411
Grundstücke und Bauten 953.420 104.394 -10.503 49.756 7.918 25.160 1.114.309
Technische Anlagen und Maschinen 1.840.694 43.208 -24.438 150.227 63.957 79.237 2.024.971
Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.986 1.760 -950 12.280 8.342 6.231 104.965
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 134.085 727 -4.552 101.515 1.484 -109.059 121.232
Sachanlagen 3.022.185 150.089 -40.443 313.778 81.701 1.569 3.365.477
Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien 42.171 3.774 -318 481 3.374 -2.984 39.750
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 66.115 -7.057 893 1.647 0 0 61.598
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 4.423 -2.724 0 8.892 293 0 10.298
Sonstige Beteiligungen 20.091 1 -41 0 234 0 19.817
Übrige Finanzanlagen 24.514 -2.723 -41 8.892 527 0 30.115
3.818.898 301.464 -70.198 330.143 86.956 0 4.293.351
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in TEUR Stand
1.1.2006
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2006
Firmenwert 532.040 84.632 -16.437 7.598 0 0 607.833
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 50.552 598 100 5.962 841 -291 56.080
Immaterielles Anlagevermögen 582.592 85.230 -16.337 13.560 841 -291 663.913
Grundstücke und Bauten 861.609 27.488 -93 55.381 20.907 29.942 953.420
Technische Anlagen und Maschinen 1.647.641 15.671 -11.116 145.930 21.692 64.260 1.840.694
Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.044 1.009 -349 10.723 3.481 -4.960 93.986
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 96.607 1.908 -2.452 134.263 231 -96.010 134.085
Sachanlagen 2.696.901 46.076 -14.010 346.297 46.311 -6.768 3.022.185
Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien 55.709 0 -416 802 20.983 7.059 42.171
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 65.631 688 -204 0 0 0 66.115
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 5.557 -607 -2 3.756 4.281 0 4.423
Sonstige Beteiligungen 20.050 -12 -14 190 123 0 20.091
Übrige Finanzanlagen 25.607 -619 -16 3.946 4.404 0 24.514
3.426.440 131.375 -30.983 364.605 72.539 0 3.818.898

Anmerkung: Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen. Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernanlagenspiegels.

Abschreibungen

Konsolidie-
Währungs-
laufendes
Zuschrei-
Umbu-
Stand
Bilanzwert
Bilanzwert
1.1.2007
rungskreis
änderungen
Jahr
bungen
Abgänge
chungen
31.12.2007
31.12.2007
31.12.2006
0
52
0
0
119
0
3.500
3.433
705.908
604.333
0
97
6.196
0
541
-1
23.067
28.818
58.252
33.013
0
149
6.196
0
660
-1
26.567
32.251
764.160
637.346
276.512
0
-53
37.541
1.031
238
2.079
314.810
799.499
676.908
974.317
0
-7.108
137.978
1.843
60.697
34
1.042.681
982.290
866.377
Stand
42.806
35.025
59
8.000
140
62.159
11.483 -366 0 58.961
0
0
0
0
0
0
0
0
121.232
134.085
0
-7.527
187.002
2.933
68.935
2.253
1.309.790
1.419.650
1.945.827
1.712.395
13.398
0
-93
4.857
0
2.671
-2.252
13.239
26.511
28.773
-63.274
-1.096
-516
0
27.605
-4.087
0
-88.404
150.002
129.389
14
0
0
0
0
0
0
14
10.284
4.409
848
0
0
0
0
0
0
848
18.969
19.243
862
0
0
0
0
0
0
862
29.253
23.652
1.287.343
-1.096
-7.987
198.055
30.538
68.179
0
1.377.598
2.915.753
2.531.555

Abschreibungen

Veränderung
Stand
1.1.2006
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
laufendes
Jahr
Zuschrei-
bungen
Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2006
Bilanzwert
31.12.2006
Bilanzwert
31.12.2005
0 3.500 604.333 532.040
0 -34 3.534 0 0 0
18.686 -176 113 5.234 230 579 19 23.067 33.013 31.866
18.686 -176 79 8.768 230 579 19 26.567 637.346 563.906
257.066 -810 197 36.041 1 14.210 -1.771 276.512 676.908 604.543
873.413 -464 -3.804 124.349 1.309 20.359 2.491 974.317 866.377 774.228
59.092 -277 -146 9.812 1 3.444 -6.075 58.961 35.025 31.952
205 0 0 0 0 205 0 0 134.085 96.402
1.189.776 -1.551 -3.753 170.202 1.311 38.218 -5.355 1.309.790 1.712.395 1.507.125
22.725 0 -213 94 0 14.544 5.336 13.398 28.773 32.984
-40.872 -14 90 21 26.175 -3.676 0 -63.274 129.389 106.503
3.188 0 1 0 0 3.175 0 14 4.409 2.369
853 0 -2 0 3 0 0 848 19.243 19.197
4.041 0 -1 0 3 3.175 0 862 23.652 21.566
1.194.356 -1.741 -3.798 179.085 27.719 52.840 0 1.287.343 2.531.555 2.232.084

Segmentberichterstattung

Strategische Geschäftsfelder Zentral-Osteuropa 1) Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa 1)
in TEUR 2007 2006 2007 2006 2007 2006
Außenumsatz 841.920 636.831 414.612 453.716 888.427 775.762
Innenumsatz 8.406 8.086 27.888 15.496 16.352 22.652
Umsatz gesamt 850.326 644.917 442.500 469.212 904.779 798.414
EBITDA operativ 282.813 160.531 76.472 96.088 183.746 175.302
Abschreibungen 65.083 56.828 43.541 36.997 62.823 59.608
EBIT operativ 217.730 103.703 32.931 59.091 120.923 115.693
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen 5.322 3.498 0 0 0 -21
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 29.366 23.507 1.823 1.823 1.712 69
Zinsergebnis -8.655 -12.613 -13.490 -9.765 -46.921 -28.514
Ertragsteuern -40.359 -18.299 -11.733 -14.571 -14.360 -17.525
Gewinn nach Steuern 164.720 66.184 1.180 26.621 50.650 57.716
Fremdkapital 781.781 679.448 397.483 365.586 924.959 941.610
Capital Employed 754.345 647.729 500.538 453.823 1.280.417 1.035.430
Vermögen 1.561.386 1.201.785 667.347 650.291 1.816.716 1.470.713
Normalinvestitionen 37.924 29.167 18.342 18.991 37.144 33.091
Wachstumsinvestitionen 102.361 115.796 43.324 81.998 254.467 107.323
Mitarbeiter 5.432 4.904 2.414 2.151 4.246 3.921
Produkte Umsatz EBITDA operativ Capital Employed
in TEUR 2007 2006 2007 2006 2007 2006
Hintermauerziegel 887.114 809.462 285.459 225.766 917.229 832.140
Vormauerziegel 921.345 847.976 125.005 135.321 1.279.206 990.411
Dachsysteme 477.047 444.774 135.100 113.696 631.540 602.080
Flächenbefestigung 191.361 114.478 32.778 20.492 228.477 149.937
Sonstiges 472 8.351 -27.161 -23.374 3.763 23.584
Wienerberger Gruppe 2.477.339 2.225.040 551.181 471.901 3.060.215 2.598.152
Umsatz Zentral-Osteuropa 1) Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa 1)
in TEUR 2007 2006 2007 2006 2007 2006
Österreich 83.537 80.694
Tschechien 152.785 114.406
Ungarn 110.698 102.106
Polen 228.574 151.700
Sonstiges Osteuropa 1) 266.379 187.937
Deutschland 282.001 311.450
Schweiz 65.968 72.141
Italien 67.388 70.523
Belgien 244.914 230.741
Niederlande 257.543 207.410
Frankreich 170.841 161.809
Großbritannien 165.674 127.243
Skandinavien 49.886 48.994
Nordamerika
Wienerberger Gruppe 841.973 636.843 415.357 454.114 888.858 776.197

1) Aufgrund organisatorischer Änderungen werden Finnland und die baltischen Staaten seit 1. Jänner 2007 im Segment Zentral-Osteuropa (davor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen. Die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden entsprechend angepasst.

Konzernabschluss
Segmentberichterstattung
Nordamerika Beteiligungen und Sonstiges Konzern-Eliminierungen Wienerberger Gruppe
2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006
330.678 349.535 330 8.280 0 0 2.475.967 2.224.124
0 0 12.142 13.385 -63.416 -58.703 1.372 916
330.678 349.535 12.472 21.665 -63.416 -58.703 2.477.339 2.225.040
35.311 63.354 -27.161 -23.374 0 0 551.181 471.901
21.276 15.188 5.332 3.702 0 0 198.055 172.323
14.035 48.166 -32.493 -27.076 0 0 353.126 299.577
0 704 22.283 21.973 0 0 27.605 26.154
0 4.348 117.101 99.642 0 0 150.002 129.389
-27.489 -20.966 53.473 23.691 0 0 -43.082 -48.167
2.889 -9.121 1.027 518 0 0 -62.536 -58.998
-11.357 13.363 173.325 160.654 -82.678 -106.197 295.840 218.341
472.434 388.786 1.031.468 1.515.748 -1.950.975 -1.808.289 1.657.150 2.082.889
521.152 437.586 3.763 23.584 0 0 3.060.215 2.598.152
597.001 517.054 3.629.630 3.138.091 -3.942.221 -3.303.602 4.329.859 3.674.332
22.857 16.994 3.915 1.999 0 0 120.182 100.242
125.285 125.043 0 0 0 0 525.437 430.160
2.520 2.483 173 180 0 0 14.785 13.639
Gesamtinvestitionen
2007 2006
157.662 170.986
379.013 222.941
39.033 93.670
65.995 40.806
3.914 1.999
645.617 530.402
Nordamerika Beteiligungen und Sonstiges Wienerberger Gruppe
2007 2006 2007 2006 2007 2006
473 8.351 84.010 89.045
152.785 114.406
110.698 102.106
228.574 151.700
266.379 187.937
282.001 311.450
65.968 72.141
67.388 70.523
244.914 230.741
257.543 207.410
170.841 161.809
165.674 127.243
49.886 48.994
330.678 349.535 330.678 349.535
330.678 349.535 473 8.351 2.477.339 2.225.040

Konzernanhang

Berichterstattung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Allgemeine Erläuterungen

1. Grundlagen

Wienerberger ist ein international tätiger Baustoffkonzern mit dem Sitz der Muttergesellschaft in Wien, Österreich. Die Geschäftsaktivitäten sind in fünf Bereiche eingeteilt: Zentral-Osteuropa, Zentral-Westeuropa, Nord-Westeuropa, Nordamerika sowie Beteiligungen und Sonstiges. Der Konzernabschluss der Wienerberger AG und ihrer Tochterunternehmen entspricht den für das Geschäftsjahr 2007 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS). Von dem im Berichtsjahr vorzeitig anwendbaren IFRS und Interpretationen des International Financial Interpretations Commitee (IFRIC) wendet Wienerberger IFRS 8 (Operating Segments) bereits an. Die IFRIC 11 bis 14 werden mangels Wesentlichkeit nicht frühzeitig angewendet.

Die einbezogenen Abschlüsse aller nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtigen oder freiwillig geprüften in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirt schaftsprüfern auf ihre Übereinstimmung mit IFRS geprüft. Die Jahresabschlüsse der im Rahmen der Voll- und Quotenkonsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden auf der Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. beizulegender Zeitwerte (IAS 39) zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang.

2. Konsolidierungskreis

Eine Übersicht über die voll- und quotenkonsolidierten sowie at equity-bewerteten Unternehmen findet sich in der Beteiligungsliste am Ende des Anhangs.

In den Konzernabschluss 2007 sind inklusive der Wienerberger AG 14 (Vorjahr: 13) inländische und 108 (Vorjahr: 108) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, die entweder von der Wienerberger AG kontrolliert werden oder an denen der Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nicht konsolidiert werden 30 (Vorjahr: 24) verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Umsätze, Ergebnisse, Schulden und das Vermögen der nicht einbezogenen Tochterunternehmen entsprechen weniger als 2 % der jeweiligen Konzernwerte.

Anteilsmäßig werden 12 (Vorjahr: 12) Joint-venture Gesellschaften der Schlagmann und Bramac Gruppe, bei denen eine gemeinschaftliche Leitung vorliegt, konsolidiert.

Beteiligungen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wenn die Wienerberger Gruppe maßgeblichen Einfluss auf die betreffenden Unternehmen hat (assoziierte Unternehmen) und diese für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind. Vom gesamten Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten sechs Gesellschaften von 150.002 TEUR entfallen 117.101 TEUR auf die Pipelife Gruppe.

Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtsjahr 2007 folgendermaßen entwickelt:

Konsolidierungskreis Voll- Quoten-
konsolidierung konsolidierung
Equity
Bewertung
Stand 31.12.2006 121 12 7
Wechsel Einbeziehungsart 1 0 0
im Berichtsjahr erstmals einbezogen 14 0 1
im Berichtsjahr fusioniert/liquidiert -14 0 -2
im Berichtsjahr ausgeschieden 0 0 0
Stand 31.12.2007 122 12 6
davon ausländische Unternehmen 108 10 4
davon inländische Unternehmen 14 2 2

Die nachstehenden Angaben stellen die anteiligen Werte dar, mit denen sämtliche quotal konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden:

in TEUR 2007 2006
Umsatzerlöse 118.190 104.904
EBITDA 29.077 24.768
Betriebsergebnis 23.487 19.426
Aktiva Passiva
in TEUR 31.12.2007 31.12.2006 in TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Langfristiges Vermögen 65.362 59.574 Eigenkapital 49.091 43.834
Kurzfristiges Vermögen 36.915 28.637 Langfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
Kurzfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
17.035
36.151
16.600
27.777
102.277 88.211 102.277 88.211

Folgende Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen (vor allem Pipelife Gruppe und Tondach Gleinstätten Gruppe) ergeben:

in TEUR 2007 2006
Umsatzerlöse 492.521 440.487
EBITDA 54.146 51.130
Betriebsergebnis 36.311 33.460
Aktiva Passiva
in TEUR 31.12.2007 31.12.2006 in TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Langfristiges Vermögen 157.459 131.594 Eigenkapital 145.280 121.737
Kurzfristiges Vermögen 197.710 180.045 Langfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
Kurzfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
70.937
138.952
62.770
127.132
355.169 311.639 355.169 311.639

3. Erwerbe und Veräußerungen

Folgende Akquisitionen des Jahres 2007 sind erstmals konsolidiert:

Name der Gesellschaft Anteil in % Name der Gesellschaft Anteil in %
Feikema B.V. 100,00 % RIL Laterizi S.p.a. 100,00 %
Oostergrachtswal Holding B.V. 100,00 % Baggeridge PLC 100,00 %
FKM Hout- en Siersteenhandel Noord Nederland B.V. 100,00 % Arriscraft International LP 100,00 %
Gelsing Oosterhout B.V. 100,00 % General Shale Canada Acquisitions Inc. 100,00 %
Gelsing en Verbaan B.V. 100,00 % Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG 100,00 %
Bos en Vermeer B.V. 100,00 % Soltech NV 41,19 %
Steenfabriek Zennewijnen B.V. (Korevaar) 100,00 % Briqueterie Bar Frères 100,00 %
Steenfabriek Schipperswaard B.V. (Korevaar) 100,00 %

Der Konsolidierungskreis änderte sich gegenüber dem 31.12.2006 durch folgende Erstkonsolidierungen:

Mit Wirkung zum 1.1.2007 wurden die verbleibenden 65 % an Modern Concrete, einem Ziegelfachhändler in den USA, sowie 100 % an zwei Baustofffachhändlern in den Niederlanden erworben und vollkonsolidiert. Zwei weitere holländische Baustofffachhändler wurden mit Stichtag 1.4.2007 übernommen und erstkonsolidiert. Erstmals einbezogen wurde mit 1.4.2007 Briqueterie Bar Frères, ein Vormauerziegelwerk in Frankreich.

Wienerberger hat mit 1.7.2007 die Kontrolle an Baggeridge PLC, dem viertgrößten Ziegelhersteller Großbritanniens mit fünf Werken, übernommen und zu diesem Zeitpunkt erstkonsolidiert. Das niederländische Baustoffunternehmen Bos en Vermeer B.V. (Vormauerziegel) wird seit 1.7.2007 vollkonsolidiert. Zum selben Stichtag wurde der Hersteller von Flächenbefestigungen Korevaar übernommen und auf die Gesellschaft Wienerberger B.V. mit Sitz in den Niederlanden fusioniert. Mit Wirkung vom 20.7.2007 hat Wienerberger die operativen Gesellschaften von Arriscraft International, Kanadas führendem Kunststeinproduzenten, erworben. Arriscraft betreibt zwei Kunststeinfabriken und einen Steinbruch in Kanada sowie eine Kunststeinfabrik in den USA. Arriscraft wird seit dem Abschluss der Transaktion am 20.7.2007 vollkonsolidiert und gemeinsam mit den Wienerberger Aktivitäten in den USA im Segment Nordamerika ausgewiesen. Mit Wirkung zum 1.12.2007 wurden sämtliche Anteile des italienischen Ziegelwerks RIL Laterizi S.p.a. übernommen und vollkonsolidiert. Mit 31.12.2007 wurde die im Dezember übernommene Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG erstkonsolidiert. Die Erstkonsolidierungen von Baggeridge PLC und RIL Laterizi S.p.a. erfolgten auf Basis vorläufiger Werte.

Im Vergleichszeitraum 1.1.2006 bis 31.12.2006 waren die Biegonice Gruppe mit zwei Werken in Polen (Konsolidierung ab 1.2.2006), Bogen mit einem Dachziegelwerk in Deutschland (Konsolidierung ab 1.5.2006), ein Hintermauerziegelwerk im Großraum Gent, Belgien (Konsolidierung ab 1.5.2006) und die Robinson Gruppe mit einem Vormauerziegelwerk, drei Betonsteinfabriken sowie mehreren Vertriebsniederlassungen im Westen der USA (Erwerbszeitpunkt 13.6.2006), ein Dachziegelwerk (Jungmeier) in Deutschland, ein Ziegelwerk in Österreich sowie die tschechische Colorbeton a.s. (Flächenbefestigung aus Beton) im Semmelrock Teilkonzern nur teilweise enthalten.

Die Erstkonsolidierungen erhöhten für den Zeitraum 1.1.2007 bis 31.12.2007 anteilig mit 103.037 TEUR den Umsatz und mit 6.584 TEUR das EBITDA der Gruppe.

Die gesamten Konsolidierungskreisänderungen ergeben einen Netto-Effekt von 143.722 TEUR auf den Umsatz und von 8.095 TEUR auf das EBITDA.

Die Auswirkung der Konsolidierungskreisänderung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzernbilanz stellt sich für 2007 (bzw. ab/im Erst- und Endkonsolidierungszeitpunkt) wie folgt dar:

in TEUR 2007
Umsatzerlöse 143.722
EBITDA 8.095
Betriebsergebnis 2.213
Aktiva Passiva
in TEUR 31.12.2007 in TEUR 31.12.2007
Langfristiges Vermögen 308.235 Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 23.353

Kurzfristiges Vermögen -244.171 Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 40.711 64.064 64.064

4. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung bei voll- bzw. quotenkonsolidierten verbundenen Unter nehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei wird dem jeweiligen Anschaffungswert das neu bewertete Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung gegenübergestellt (purchase accounting). Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten Eigenkapital wird, soweit identifizierbar, den Vermögensgegenständen zugerechnet; nach der Zurechnung verbleibende Firmenwerte, die dem Verkäufer nicht näher identifizierbare Marktchancen und Entwicklungspotenziale abgelten, werden in Landeswährung im zugehörigen Segment aktiviert (im Berichtsjahr 132.805 TEUR). Gemäß dem Standard IFRS 3 Business Combinations werden Firmenwerte aus Akquisitionen nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairment-Test unterzogen und nur im Falle einer außerplanmäßigen Wertminderung abgeschrieben. Im Jahr 2007 wurden keine außerplanmäßigen Wertminderungen erfasst (Vorjahr 3.534 TEUR).

Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen gelten die gleichen Eigenkapitalkonsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Voll- und Quotenkonsolidierung. Bei den nach der Equity-Methode angesetzten Unternehmen werden die lokalen Bewertungsmethoden bei unwesentlichen Abweichungen beibehalten.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, andere Erträge und Aufwendungen aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Voll- und Quotenkonsolidierungskreises werden eliminiert. Abzinsungen und sonstige einseitig ergebniswirksame Buchungen werden ergebniswirksam ausgebucht. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen sind eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

5. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Abgesehen von den Eigenkapitalpositionen werden alle Bilanzpositionen mit dem Devisenmittelkurs zum 31.12.2007 umgerechnet. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung werden als Vermögenswert in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen konvertiert.

Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral in den Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung eingestellt.

Das währungsbedingte Translationsrisiko aus den amerikanischen, englischen und osteuropäischen Ziegelaktivitäten wird durch den Abschluss von Währungsswaps eingeschränkt. Dabei wird in Höhe der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte ein Fremdwährungs-Euro Währungsswap abgeschlossen.

Im Berichtsjahr wurden aktive Stichtagsumrechnungsdifferenzen von 66.858 TEUR (Vorjahr: 30.110 TEUR) ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt. Die erfolgsneutrale Erfassung von Währungstransaktionen (Hedging-Transaktionen) erhöhte die Gewinnrücklagen um 39.782 TEUR. Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Eigenkapital verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
in EUR 31.12.2007 31.12.2006 2007 2006
100 Britische Pfund 136,36054 148,36795 146,05836 146,66586
100 Bulgarische Lev 51,12867 51,12997 51,12738 51,12758
100 Dänische Kronen 13,40788 13,41031 13,42142 13,40642
100 Kanadische Dollar 69,20894 68,32159
100 Kroatische Kuna 13,64108 13,60267 13,62767 13,65309
100 Norwegische Kronen 12,56597 12,14772 12,47586 12,42563
100 Polnische Zloty 27,82802 26,09263 26,44300 25,67042
100 Rumänische Lei 27,71849 29,57705 29,97736 28,38295
100 Russische Rubel 2,77886 2,88342 2,85276 2,93083
100 Schwedische Kronen 10,59154 11,06219 10,81295 10,81146
100 Schweizer Franken 60,43392 62,16586 60,82269 63,56688
100 Slowakische Kronen 2,97770 2,90318 2,96109 2,68810
100 Tschechische Kronen 3,75545 3,63769 3,60317 3,52978
100 Ungarische Forint 0,39412 0,39777 0,39786 0,37855
100 US-Dollar 67,93017 75,76906 72,89277 79,30057

Konzernabschluss Konzernanhang

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2006 werden unverändert angewandt.

Der Konzernabschluss wurde unter Beibehaltung folgender Grundsätze aufgestellt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung: Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Wienerberger bilanziert gratis zugeteilte Emissionsrechte für CO2 -Emissionen gemäß der EU-Emissionshandelsrichtlinie RL 2003/87/EG wie im Vorjahr auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit den Anschaffungskosten von Null. Systemkonform sind auch in der Gewinn- und Verlustrechnung nur Aufwendungen für notwendige Beschaffungen wegen zu geringer Zuteilung bzw. Erträge aus der Veräußerung überzähliger Emissionsrechte enthalten.

Auftragslage: Angaben zur Auftragslage sind für die Beurteilung der Geschäftstätigkeit der Wienerberger AG irrelevant. Auf eine Darstellung wird daher verzichtet.

Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen: Erworbene immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare oder nutzungsbedingte (Tongruben) Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht aktiviert. Bei wesentlichen Werksneubauten sind Fremdkapitalkosten für den Zeitraum der Errichtung aktiviert. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweili gen Anlagengegenstände (Komponenten-Ansatz).

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Produktionsgebäude (inkl. Lagerhallen) 25 Jahre Öfen und Trockner (Vormauerziegel) 10 – 20 Jahre
Verwaltungsgebäude 40 – 50 Jahre Sonstige Maschinen 5 – 15 Jahre
Wohngebäude 40 – 50 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 10 Jahre
Öfen und Trockner (Hintermauerziegel und Dach) 8 – 15 Jahre Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 3 – 10 Jahre

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Reparaturkosten, die die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand gebucht. Bei Qualifikation einer Anlage als "zur Veräußerung vorgesehen" gemäß IFRS 5 wird die laufende Abschreibung ausgesetzt.

Werden Sachanlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst, solange es sich in der Höhe um jährlich wiederkehrende vergleichbare Vorgänge handelt.

Gemietete Sachanlagen, die aus wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing) werden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Accounting for Leases) zu den Anschaffungskosten angesetzt, die im Falle des Kaufs angefallen wären. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, oder wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind passiviert.

Subventionen und Investitionszuschüsse werden passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswerts verbraucht.

Gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) werden Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und deren Barwerte (Abzinsung mit WACC 7,5 %) der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse unter den Buchwerten liegen, auf den Nutzwert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert abgeschrieben. In der Wienerberger Gruppe werden dabei in der Regel zusammengefasste Werkseinheiten als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für 2008 und mit geringen Vereinfachungen für die nachfolgenden drei Jahre 2009, 2010 und 2011 erstellt werden. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplans berücksichtigt. Für die Jahre 2012 bis 2027 wird der Zahlungsüberschuss des Planjahres 2011 zugrunde gelegt. Die Berechnung des Barwertes der Zahlungsüberschüsse umfasst somit lediglich 20 Berichtsjahre.

Wesentlicher Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzwertermittlung liegen deshalb Annahmen von Euroconstruct und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde, die mit Wirtschaftsforschern in den regionalen Märkten abgestimmt werden. Die Marktwachstumsraten können dabei im kurzfristigen, detailliert geplanten Zeitraum von vier Jahren in einzelnen Jahren zwischen –5 und +5 % liegen; nach den vier Jahren wird meist von durchschnittlichem Marktwachstum von 0 bis +2 % ausgegangen. Bei der Einschätzung der Kostenstrukturen wird dabei in der Regel von den Erfahrungswerten der Vergangenheit in der Wienerberger Gruppe ausgegangen und diese extrapoliert.

Bei Entfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen oder bei möglicher Wiederverwertbarkeit von außerplanmäßig abgeschriebenen Sachanlagen werden im Sachanlagevermögen entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, werden gem. IAS 36 nicht mehr zugeschrieben.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzanlagen: Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden, sofern es sich nicht um Anteile von untergeordneter Bedeutung handelt, grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die übrigen Beteiligungen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Bei Anzeichen von nachhaltigen Wertminderungen wird eine Abschreibung durchgeführt. Abschreibungen und Zuschreibungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaf fungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. Bei der Bewertung der Vorräte kommt das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Bei der Ermitt lung der Herstel lungskosten werden die direkt zurechenbaren Kosten und die anteiligen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung (zwischen 85 und 100 % der Kapazität) einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten im Umlaufvermögen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berücksichtigt.

Finanzinstrumente: Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. IAS 39 unterscheidet die Kategorien erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertete finanzielle Vermögenswerte (fair

Konzernabschluss Konzernanhang

value through profit or loss), bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (held to maturity), Kredite und Forderungen (loans and receivables), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) sowie zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (held for trading).

Liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, Forderungen zu Anschaffungskosten angesetzt, wobei erkennbaren Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Langfristige zinsenlose oder unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen aus den Einzelabschlüssen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Wienerberger verfügt über keine bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit beizulegenden Zeitwerten bewertet, wobei aus Änderungen der beizulegenden Zeitwerte resultierende Gewinne und Verluste erfolgswirksam zu erfassen sind. Wienerberger hält keine originären Finanzinstrumente zu Handelszwecken. Derivative Finanzinstrumente werden unter der Kategorie des IAS 39 als zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente eingestuft.

Wienerberger hat bislang keinen Gebrauch vom Wahlrecht gemacht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Vermögenswerte nach IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet einzustufen. Die von Wienerberger gehaltenen originären Finanzinstrumente, die weder den liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten noch den Krediten und Forderungen zuzurechnen sind, werden somit als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente erfasst. Diese werden zum beizulegenden Wert bewertet, wobei aus der Änderung der beizulegenden Werte resultierende Gewinne und Verluste grundsätzlich bis zu deren Abgang erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Eine Ausnahme davon bilden außerplanmäßige Abschreibungen im Falle von wesentlichen und dauerhaften Wertminderungen. Der beizulegende Wert ermittelt sich für börsenotierte Wertpapiere aus den Börsekursen, wohingegen nicht börsenotierte finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von etwaigen Marktwertänderungen bewertet werden. In der Periode des Abgangs werden die bislang im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Rückstellungen: Die Rückstellungen für Abfertigungen – vorwiegend für österreichische Dienstnehmer – werden vereinfacht auf Basis einer finanz mathemati schen Berechnung unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 (Männer) bzw. 60 (Frauen) Jahren und eines Rechnungszinssatzes von 5,3 % nach dem Teil wertverfahren berechnet.

In der Wienerberger Gruppe gibt es beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionszusagen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution) bestehen nach der Zahlung der Prämien keine weiteren Verpflichtungen für den Arbeitgeber. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen (Defined Benefit) wird dem Mitarbeiter ein bestimmter Pensionsbetrag zugesagt. Das Risiko bezüglich der tatsächlichen Pensionsauszahlungshöhe wird bis zum Auszahlungszeitpunkt vom Unternehmen getragen. Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) errechnet. Bei der Bewertung von Altersversorgungsleistungen finden zukünftige Gehaltssteigerungen und Steigerungen leistungsorientierter Zusagen Berücksichtigung. Den Berechnungen liegen ein Rechnungszinsfuß zwischen 4,5 % und 5,75 %, eine erwartete Einkommensentwicklung von 2,5 – 5,0 %, erwartete Rententrends von 2,5 – 3,5 %, durchschnittliche Fluktuationen von 2,0 – 5,0 % und erwartete Erträge von 4,5 – 7,75 % auf das Planvermögen zugrunde. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen wird von Versicherungsmathematikern durchgeführt.

Wegen ihres Versorgungscharakters werden jene US-amerikanischen Verpflichtungen, welche die Abgeltung von Krankheitskosten ehemaliger Mitarbeiter in Ruhestand betreffen, in der Position Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem Planvermögen saldiert, das für die Abdeckung der Verpflichtungen gehalten wird. Die die Pensionsverpflichtungen übersteigenden Marktwerte des Planvermögens sind innerhalb der sonstigen kurzfristigen Forderungen ausgewiesen.

Wesentliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht im Jahr des Entstehens ergebniswirksam erfasst, sondern über die verbleibende Restdienstzeit der aktiven Belegschaft (Korridor-Regelung) amortisiert.

In Übereinstimmung mit IAS 12 (revised) werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Für die Abgrenzung werden – unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens – die bei der Auflösung der Unterschiedsbeträge erwarteten künftigen Steuersätze angewandt. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen waren.

Rekultivierungsverpflichtungen für Tongruben werden beim Erwerb der Tongruben gemäß IAS 16 passiviert. Die der Rekulti vierungsverpflichtung zugrunde gelegten Annahmen richten sich im Wesentlichen nach landesspezifischen Gegebenheiten. Die Rekultivierungsverpflichtungen für vor dem Jahr 2005 erworbene Tongruben werden gemäß der Übergangsregelung des IAS 16 auf Basis der abgebauten Menge passiviert. Sonstige Verbindlichkeiten, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind, werden gemäß IAS 37 passiviert.

Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages abzüglich Transaktionskosten erfasst. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Eine Bewertung erfolgt daher zum Restbuchwert (at amortized cost). Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Derivative Finanzinstrumente: Wienerberger wendet die Vorschriften zu Sicherungsgeschäften gemäß IAS 39 zur Absicherung von Bilanzposten (Translationsrisiko) sowie zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Transaktionsrisiko) an. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung der aus der operativen Geschäftstätigkeit erwachsenden Risiken eingesetzt. Zins- und Währungsswaps sowie Fremdwährungstermingeschäfte werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgeperioden mit dem Marktwert bewertet. Zur Ermittlung der Marktwerte werden für börsenotierte Wertpapiere die aktuellen Kurse herangezogen. Für nicht börsenotierte Zinsinstrumente werden die Marktwerte durch Abzinsung der künftigen Zahlungen unter Verwendung eines aktuellen Marktzinssatzes ermittelt.

Sicherungsgeschäfte: Ein Cash-flow Hedge bezeichnet die Absicherung gegen die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten. Die Marktbewertung der effektiven Sicherungsinstrumente erfolgt ergebnisneutral im Eigenkapital (Hedging Reserve). Bei der Absicherung eines beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäftes (Fair Value Hedge) erfolgt eine erfolgswirksame Anpassung der Zeitwerte des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats unter der ebenso erfolgswirksamen Anpassung des Grundgeschäfts um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn und Verlust (Basis Adjustment). Die Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfolgt so, dass alle Wertänderungen des effektiven Anteils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden.

Konzernabschluss Konzernanhang

Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen und dem vorgesehenen Anteil für Hybridkapitalbesitzer durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (abzüglich der eigenen Aktien) dividiert wird. Aufgrund des Aktienoptionsplans bestehen Optionsrechte für Wienerberger Manager, die einen verwässernden Effekt auf das Ergebnis je Aktie haben.

Schätzungen: Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Segmentberichterstattung: Nach dem Management Approach müssen die Geschäftsbereiche bei der primären Segmentberichterstattung entsprechend der internen Berichtsstruktur definiert werden. Die Geschäftsbereiche sind daher bei Wienerberger nach Regionen strukturiert. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA, EBIT, Finanzergebnis, Ertragssteuern, Ergebnis nach Steuern, Vermögen, Verbindlichkeiten, Capital Employed sowie Gesamtinvestitionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften.

Verrechnungspreise: Zwischen den einzelnen strategischen Geschäftsfeldern bestehen nur teilweise regionale Liefer- und Leistungsbeziehungen. Bei Warenlieferungen erfolgt die Bestimmung des konzerninternen Verrechnungspreises zu markt üblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen basiert die Verrechnung zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

Der konsolidierte Umsatz erhöhte sich um 11 % auf 2.477.339 TEUR. Bereinigt um die Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen und Wechselkurseffekten betrug die organische Umsatzveränderung 5 % (Vorjahr: 10 %). Im Segment Zentral-Osteuropa ergaben sich in allen Ländern signifikante Umsatzsteigerungen. Der Umsatz im Segment Nord-Westeuropa stieg bedingt durch die Akquisition von Baggeridge PLC. Im Segment Nordamerika hatte Wienerberger trotz des Zukaufs von Arriscraft einen Umsatz rückgang zu verzeichnen. Dieser Effekt konnte durch starke organische Umsatzsteigerung im Segment Zentral-Osteuropa jedoch mehr als kompensiert werden. Der Konzernumsatz wurde durch Währungseffekte mit 5.463 TEUR verringert, wobei positiven Effekten aus osteuropäischen Währungen ein schwächerer US-Dollar gegenüberstand. Die Umsatzerlöse sind nach Geschäftsbereichen und Regionen detailliert in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 96 und 97 dargestellt.

8. Materialaufwand und Abschreibungen

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind Material-, Instandhaltungsaufwendungen, Handelswareneinsätze und Aufwendungen für Energie enthalten:

in TEUR 2007 2006
Materialaufwand 372.538 310.691
Instandhaltungskosten 140.071 136.524
Handelswareneinsatz 152.870 127.107
Energieaufwand 354.252 315.987
Gesamt 1.019.731 890.309

Die ausgewiesenen Aufwendungen werden durch Erträge aus der Veränderung des Bestandes an Halb- und Fertigfabrikaten in Höhe von 83.952 TEUR (Vorjahr: -5.942 TEUR) sowie Aktivierungen beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 7.622 TEUR (Vorjahr: 11.113 TEUR) um insgesamt 91.574 TEUR (Vorjahr: 5.171 TEUR) reduziert.

Die Materialaufwendungen setzten sich aus Aufwendungen für Ton, Sand, Sägespäne und weitere Zuschlagsstoffe, Palettenverbrauch und sonstige Verpackungsmaterialien zusammen. Instandhaltungsaufwendungen betreffen den Einsatz von geringwertigen Ersatzteilen sowie Dienstleistungen von Dritten. In den Herstellungs-, Vertriebs-, Verwaltungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Abschreibungen enthalten:

in TEUR 2007 2006
planmäßige Abschreibungen 185.215 166.009
außerplanmäßige Abschreibungen 12.840 2.780
198.055 168.789
Firmenwertabschreibungen 0 3.534
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 198.055 172.323

Die außerplanmäßigen Abschreibungen von 12.840 TEUR fielen für Werkschließungen in Belgien, Frankreich, den USA und für Liegenschaftsbewertungen in Österreich und Deutschland an.

Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 Business Combinations nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairment Test unterzogen (siehe 6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

9. Personalaufwand

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2007 2006
Löhne 257.579 213.850
Gehälter 187.065 179.315
Aufwendungen aus Aktienoptionsplänen 3.037 2.181
Aufwendungen für Abfertigungen 4.311 6.735
Aufwendungen für Altersversorgung 10.496 10.850
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 104.431 95.408
sonstige Sozialaufwendungen 11.997 11.517
Personalaufwand 578.916 519.856

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2007 betrugen 4.486 TEUR (Vorjahr: 3.854 TEUR), davon entfallen 2.724 TEUR auf variable und 1.762 TEUR auf fixe Gehaltsbestandteile. Für aktuell tätige Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 1.139 TEUR (Vorjahr: 1.212 TEUR) an Pensionsaufwendungen in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) und Bildung von Pensionsrückstellungen (leistungsorientierte Zusagen) verbucht. An frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 607 TEUR (Vorjahr: 595 TEUR) getätigt.

Konzernabschluss Konzernanhang

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2006 Bezüge von insgesamt 305 TEUR (Vorjahr: 295 TEUR) im Berichtsjahr ausbezahlt. Die Berechnung der Gesamtvergütung an den Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht auf Seite 27 dargestellt.

Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Gesellschaften der Wienerberger Gruppe an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf den Seiten 18 und 24 dargestellt. Auf Seite 27 ist der Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder angeführt. Über die Entlohnung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wird im Vergütungsbericht auf den Seiten 25 bis 27 im Detail informiert. Der Aufwand aus dem Aktienoptionsplan ist auf Seite 133f. dargestellt.

10. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

2007 2006
Gesamt davon in
Gemeinschafts-
unternehmen
Gesamt davon in
Gemeinschafts
unternehmen
Mitarbeiter in Werken 10.567 478 9.526 456
Mitarbeiter in Verwaltung 1.239 64 1.151 76
Mitarbeiter im Vertrieb 2.979 169 2.962 177
Gesamte Mitarbeiter im Konzern 14.785 711 13.639 709
davon Lehrlinge 74 2 63 2

Durch Änderungen im Konsolidierungskreis veränderte sich der Mitarbeiterstand per Saldo um 963 Personen. Arbeitnehmer von anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen sind entsprechend der Höhe der Beteiligung eingerechnet.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten:

in TEUR 2007 2006
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und Ertrag fallen 23.349 23.680
Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen 4.901 4.949
Transportaufwände für Zustellung an Kunden 123.715 110.490
Aufwand für interne Transporte 84.733 79.583
Aufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen 12.114 8.900
Aufwendungen aus uneinbringlichen Forderungen 2.264 1.175
Aufwendungen für Dienstleistungen 129.416 117.001
Übrige 89.622 71.702
Sonstige betriebliche Aufwendungen 470.114 417.480

Eine Überleitung der Aufwendungen nach dem Gesamtkostenverfahren zu den Aufwendungen nach dem Umsatzkostenverfahren ist auf Seite 110 dargestellt.

Die Dienstleistungsaufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen für Reisen und Fahrten, Recht und Beratung, Werbung, Leihpersonal, Telekommunikation. Die übrigen sonstigen Aufwände setzen sich in erster Linie aus Mietaufwendungen, Aufwendungen für Provisionen, Patent- und Markenrechte, Bewirtungsaufwendungen sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zusammen. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beschränken sich bei Wienerberger auf Kosten für Produktentwicklung, Verfahrenstechnik, Verbesserung von Umweltstandards sowie Labortätigkeiten. Die Entwicklungskosten nach erfolgreicher Forschung werden in der Regel bei den jeweiligen Anlagen aktiviert. In 2007 betrug der Forschungsaufwand 8.227 TEUR (Vorjahr: 5.231 TEUR).

12. Sonstige betriebliche Erträge

Eine Überleitung der Aufwendungen und Erträge nach dem Gesamtkostenverfahren zu den Aufwendungen bzw. Erträgen nach dem Umsatzkostenverfahren ist unter Punkt 13 dargestellt.

in TEUR 2007 2006
Erträge aus dem Abgang von und Zuschreibung auf das Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen 15.379 14.617
Erträge aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 4.329 3.984
Erträge aus Zuschüssen 4.253 4.009
Erträge aus Versicherungsansprüchen 1.041 1.623
Übrige 26.026 45.101
Sonstige betriebliche Erträge 51.028 69.334

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge sind umsatznahe Erlöse, die nicht Teil der unmittelbaren Umsatztätigkeit der Wienerberger Gruppe sind.

13. Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren

In der Gewinn- und Verlustrechnung nach Umsatzkostenverfahren werden die Aufwendungen nach einzelnen Funktionsbereichen gegliedert. Beim Gesamtkostenverfahren werden jedoch die einzelnen Aufwandsarten dargestellt und um Lagerbewegungen bei Halb- und Fertigfabrikaten im Rahmen von Bestandsveränderungen korrigiert, sodass der entsprechende Aufwand der verkauften Menge ausgewiesen wird. Der Zusammenhang der beiden Verfahren stellt sich wie folgt dar, wobei die Bestandsveränderungen und Kostenaktivierungen, die beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens anfallen, bei den Materialaufwendungen gezeigt werden:

Fracht- Material- Handels- Abschrei- Energie- Personal- Sonstige Sonstige
in TEUR aufwand aufwand wareneinsatz bungen aufwand aufwand Erträge Aufwände Gesamt
Herstellkosten 0 399.466 151.946 164.554 346.541 335.354 -3.001 116.138 1.510.998
Vertriebskosten 136.724 21.568 924 7.715 5.005 149.564 -3.867 137.156 454.789
Verwaltungskosten 0 0 0 10.041 1.085 93.998 -3.401 47.652 149.375
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 0 0 0 15.745 1.621 0 0 32.444 49.810
Sonstige betriebliche Erträge 0 0 0 0 0 0 -40.759 0 -40.759
Firmenwertabschreibung 0 0 0 0 0 0 0 0 0
136.724 421.034 152.870 198.055 354.252 578.916 -51.028 333.390 2.124.213

Konzernabschluss Konzernanhang

14. Nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Im Berichtsjahr sind keine nicht-wiederkehrenden Aufwendungen und Erträge angefallen. Im Vorjahr standen Erträge von 5.056 TEUR und Aufwendungen von 7.141 TEUR zu Buche.

15. Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis

Das Zinsergebnis und sonstige Finanzergebnis setzt sich nach den Kategorien des IAS 39 wie folgt zusammen:

2007 Darlehen und
in TEUR Gesamt Forderungen AfS 1) Derivate
Zinsertrag 43.947 43.623 324 0
Zinsaufwand -87.029 -87.029 0 0
Zinsergebnis -43.082 -43.406 324 0
Beteiligungserträge von Dritten (Dividenden) 696 0 695 0
Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen 164 0 0 0
Ergebnis aus Abgang zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente (AfS) 10.820 0 10.820 0
Marktbewertung Fair Value Hedges 7.017 0 0 7.017
Impairmentergebnis zur Veräußerung verfügbarer Wertpapiere -279 0 -279 0
Marktbewertung von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren -27 0 0 -27
Kursdifferenzen 6.859 0 0 0
Bankspesen -4.434 0 0 0
Sonstiges -89 0 0 0
Sonstiges Finanzergebnis 20.727 0 11.236 6.990
Gesamt -22.355 -43.406 11.560 6.990
Darlehen und
Gesamt Forderungen AfS 1) Derivate
34.661 34.661 0 0
-82.828 -82.828 0 0
-48.167 -48.167 0 0
540 0 540 0
-1.271 0 0 0
0 0 0 0
0 0 0 0
-703 0 -703 0
0 0 0 0
6.978 0 0 0
-3.684 0 0 0
0 0 0 0
1.860 0 -163 0
-46.307 -48.167 -163 0

1) Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (Available for sale)

Während der Berichtsperiode wurden Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 127 TEUR direkt im Eigenkapital erfasst. Der Ausweis in der Entwicklung des Eigenkapitals erfolgt unter den übrigen Veränderungen. Die Veräußerung von Wertpapieren lieferte Erträge von 10.820 TEUR. In der Kategorie zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden zudem Verluste von 279 TEUR erfolgswirksam erfasst, da bei den betroffenen finanziellen Vermögenswerten von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Die Marktbewertung von Fair Value-Hedges lieferte einen Beitrag zum Periodenerfolg von 7.017 TEUR.

Die Zeile Bankspesen enthält außer laufenden Aufwendungen auch Aufwendungen aus der Verteilung von Transaktionsspesen über die Laufzeit der Finanzierung bei der Aufnahme von Krediten oder Anleihen (vor allem Bankgebühren). Die Auflösung von Disagios wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

16. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind sowohl die in den einzelnen Gesellschaften gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

in TEUR 2007 2006
laufender Steueraufwand 40.009 44.706
latenter Steueraufwand 22.527 14.292
Ertragsteuern 62.536 58.998

Der effektive Steuersatz betrug im Berichtsjahr 17,4 % (Vorjahr: 21,3 %). Der Effektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der effektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem in 2007 gültigen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote stellen sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2007 2006
Ergebnis vor Ertragsteuern 358.376 277.339
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz von 25 % -89.594 -69.335
Abweichende ausländische Steuersätze 9.639 -8.391
Nicht temporäre Differenzen und Steueraufwendungen und Steuererträge aus Vorperioden 16.223 14.999
Veränderung der Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern sowie Verluste, auf die keine
latenten Steuern aktiviert wurden 2.470 1.550
Steuersatzänderungen -1.274 2.179
Effektivsteuerbelastung -62.536 -58.998
Effektivsteuersatz in % 17,4 21,3

Konzernabschluss Konzernanhang

17. Ergebnis je Aktie, Vorschlag für die Gewinnverteilung

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien erhöhte sich durch die im Oktober des Berichtsjahres durchgeführte Kapitalerhöhung von 74.167.796 auf nunmehr 83.947.689. Wienerberger hat im Zeitraum vom 12.3. bis 21.3.2007 ein Aktienrückkaufprogramm vor allem zur Bedienung der Aktienoptionspläne durchgeführt, bei dem in Summe 300.000 eigene Aktien erworben wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vom Wienerberger Management 33.000 ausgeübte Optionen auf Wienerberger Aktien zum Preis von 15,50 EUR je Aktie aus 2003 und 303.402 Optionen zum Preis von 25,00 EUR je Aktie aus 2004 ausgeübt. Diese Aktien stammen aus dem Bestand der eigenen Aktien. Zum Stichtag 31.12.2007 wurden 813.603 (Vorjahr: 850.005) eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Daraus resultiert eine gewichtete Aktienanzahl von 75.490.691 für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie 2007.

in Stück 2007 2006
ausgegebene Aktien 83.947.689 74.167.796
eigene Aktien 813.603 850.005
gewichtete Aktien 75.490.691 73.308.816

Optionen aus 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007 führen zu einer Verwässerung der ausgegebenen Aktien nach IAS 33, da der Optionspreis unter dem Jahresdurchschnittskurs liegt. Der verwässernde Effekt betrug 200.247 Aktien und führte zu einer minimalen Verringerung des Ergebnisses je Aktie auf 3,45 EUR (Vorjahr: 2,94 EUR).

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der Wienerberger AG zum 31.12.2007 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von 121.079.078,66 EUR aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 121.079.078,66 EUR auf das Grundkapital von 83.947.689 EUR eine Dividende von 1,45 EUR je Aktie, das sind 121.724.149,05 EUR abzüglich eines anteiligen Betrages für die eigenen Anteile von 1.179.724,35 EUR somit 120.544.424,70 EUR auszuschütten und den Restgewinn von 534.653,96 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Das Cash-flow Statement der Wienerberger Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Zahlungsmittel (Fonds der liquiden Mittel) enthalten Kassa und Bankguthaben. Wertpapiere sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten zählen nicht zu den Zahlungsmitteln. Die Auswirkungen durch Akquisitionen von Gesellschaften sind dabei eliminiert und werden in der Position "Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen" dargestellt. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität wie in der Bilanz zum Stichtagskurs angesetzt.

18. Cash-flow aus Investitionstätigkeit

Aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen resultieren Ausgaben in der Höhe von 319.604 TEUR (Vorjahr: 360.659 TEUR). Davon entfallen 120.182 TEUR auf Instandhaltungs-, Ersatz-, Rationalisierungsund Umweltinvestitionen (Normalinvestitionen) sowie 199.422 TEUR auf Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). Im Finanzanlagevermögen wurden Investitionen von 10.539 TEUR (Vorjahr: 3.946 TEUR) getätigt.

Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 24.884 TEUR (Vorjahr: 29.206 TEUR). Aus diesen Anlagenabgängen resultieren Gewinne in Höhe von 7.545 TEUR (Vorjahr: 13.183 TEUR).

Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen:

in TEUR 2007 2006
Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 319.902 161.388
Zahlungsmittelzufluss aus Erstkonsolidierungen -431 742
Erwerb Minderheitenanteile 6.544 7.613
Abgang liquider Mittel aus Endkonsolidierungen 0 0
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 326.015 169.743

In der Position Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen von 326.015 TEUR (Vorjahr: 169.743 TEUR) wird der Kaufpreis für das anteilige Eigenkapital inklusive übernommener Schulden (debt-free company) dargestellt.

Die Überleitung von Gesamtinvestitionen in Normal- und Wachstumsinvestitionen der Wienerberger Gruppe lässt sich wie folgt darstellen:

in TEUR 2007 2006
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen 319.604 360.659
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 326.015 169.743
Gesamtinvestitionen 645.619 530.402
Instandhaltungs-, Ersatz-, Rationalisierungs- und Umweltinvestitionen 120.182 100.242
Normalinvestitionen 120.182 100.242
Auszahlungen für Werksneubauten und Revitalisierungen 199.422 260.417
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 326.015 169.743
Wachstumsinvestitionen 525.437 430.160

Konzernabschluss Konzernanhang

Erläuterungen zur Bilanz

19. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 94 und 95 dargestellt. Der Einfluss aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ist in einer gesonderten Spalte ausgewiesen. Als Währungsänderungen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögensgegenstände mit den Wechselkursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.

Die Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die strategischen Geschäftsfelder:

in TEUR 2007 2006
Zentral-Osteuropa 51.505 44.740
Zentral-Westeuropa 84.231 65.629
Nord-Westeuropa 368.874 298.198
Nordamerika 201.157 195.625
Beteiligungen und Sonstiges 141 141
Firmenwerte 705.908 604.333

Die Firmenwerte in Nord-Westeuropa resultieren vor allem aus der Akquisition von Baggeridge (54.457 TEUR) und der Ziegelaktivitäten in Großbritannien (67.260 TEUR) sowie des Dachziegelgeschäftes in Belgien, den Niederlanden und Frankreich (insgesamt 200.363 TEUR). In Nordamerika verteilen sich die Firmenwerte auf General Shale (129.995 TEUR), die Robinson Gruppe (51.522 TEUR) sowie auf den Erwerb von Arriscraft (19.640 TEUR).

Im Anlagevermögen sind Grundwerte von 356.142 TEUR (Vorjahr: 296.103 TEUR) enthalten. Für Werksneubauten im Geschäftsjahr 2007 wurden Bauzeitzinsen und Kursdifferenzen bis zur Fertigstellung von 3.254 TEUR (Vorjahr: 3.040 TEUR) berücksichtigt. Vom gesamten Anlagevermögen erfüllen 1.150 TEUR die Kriterien des IFRS 5 zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche, wobei ein Verkauf innerhalb eines Jahres sehr wahrscheinlich ist.

Die Wienerberger Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Das Sachanlagevermögen enthält aus Finanzierungsleasingverträgen folgende Vermögensgegenstände:

in TEUR 2007 2006
Anschaffungskosten 42.820 32.514
Abschreibungen (kumuliert) 8.376 9.466
Buchwert 34.444 23.048

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

in TEUR 2007 2006
im folgenden Jahr 15.993 18.249
in den folgenden zwei bis fünf Jahren 38.901 66.251
über fünf Jahre 18.690 19.618

Zahlungen aus operativen Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen betrugen 37.028 TEUR (Vorjahr: 34.120 TEUR).

In der Bilanzposition "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" sind Liegenschaften und Gebäude mit einem Buchwert von 26.511 TEUR (Vorjahr: 28.773 TEUR) enthalten, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Sie sind mittel- bis langfristig zur Veräußerung vorgesehen und somit als "Finanzinvestition gehaltene Immobilien" zu qualifizieren (investment property). Die aus vergleichbaren Veräußerungsvorgängen abgeleiteten Zeitwerte dieser Vermögensgegenstände werden mit 45.743 TEUR (Vorjahr: 39.917 TEUR) angenommen. Im Geschäftsjahr 2007 erwirtschafteten diese Liegenschaften Miet- und sonstige Erträge von 172 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). In 2007 wurden als "Finanzinvestition gehaltene Immobilien" mit einem Buchwert von 703 TEUR veräußert.

20. Vorräte

in TEUR 2007 2006
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 101.985 77.677
Unfertige Erzeugnisse 92.004 84.259
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 471.140 346.337
Geleistete Anzahlungen 4.632 1.570
Vorräte 669.761 509.843

Paletten werden in der Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Zugekaufter Ton wird gemeinsam mit selbst abgebautem Ton unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 11.308 TEUR (Vorjahr: 6.796 TEUR) wurden bei jenen Produkten verbucht, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten ist.

21. Forderungen, Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Darlehen und Forderungen

2007 2006
Forderungsspiegel in TEUR Gesamt Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 Jahr
Gesamt Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
210.514 209.323 1.191 221.710 221.110 600
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
492 492 0 615 615 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 211.006 209.815 1.191 222.325 221.725 600
Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit
gegenüber Konzernunternehmen
10.285 10.285 0 11.546 11.546 0
Forderungen aus Darlehen 10.459 2.779 7.680 12.408 2.663 9.745
Gewährte Darlehen 20.744 13.064 7.680 23.954 14.209 9.745
Darlehen und Forderungen 231.750 222.879 8.871 246.279 235.934 10.345

Die Darlehen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung etwaiger Einzelwertberichtigungen bewertet. Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten werden die erforderlichen Einzelwertberichtigungen direkt abgesetzt. Im Jahr 2007 wurden Wertberichtigungen von 2.264 TEUR (Vorjahr: 1.175 TEUR) berücksichtigt. Die Einzelwertberichtigungen zu Forderungen des Geschäftsjahres betragen weniger als 1 % des Forderungsbestandes und werden daher nicht gesondert angeführt. Die Forderungen gegenüber Konzernunternehmen resultieren überwiegend aus Darlehensbeziehungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit einem Betrag von 12.653 TEUR (Vorjahr: 12.737 TEUR) wechselmäßig verbrieft.

Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente

2007 2006
im Eigen-
kapital erfasste
Marktwert- Ø Effektiv-
im Eigen-
kapital erfasste
Marktwert- Ø Effektiv
in TEUR in TEUR in TEUR Buchwert Marktwert änderung verzinsung Buchwert Marktwert änderung verzinsung
in %
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Anteile Fonds 4.734 4.734 -77 1,40 5.168 5.168 0 1,44
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften 8.222 8.222 -50 4,47 10.542 10.542 0 5,49
Aktien 6.451 6.451 0 7.576 7.576 0
Sonstige 712 712 0 194 194 0
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 20.119 20.119 -127 23.480 23.480 0

Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente

2007 2006
Buchwert
Marktwert
Buchwert Marktwert
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
Derivate aus Cash-flow Hedges 44.579 44.579 16.524 16.524
Derivate aus Fair Value Hedges 0 0 0 0
Sonstige Derivate 3.388 3.388 0 0
Derivate mit positivem Marktwert 47.967 47.967 16.524 16.524

Die in der Bilanz angeführten Buchwerte von Wertpapieren und sonstige finanzielle Vermögenswerte von insgesamt 88.830 TEUR (Vorjahr: 63.958 TEUR) verteilen sich somit auf gewährte Darlehen 20.744 TEUR (Vorjahr: 23.954 TEUR), zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 20.119 TEUR (Vorjahr: 23.480 TEUR) sowie Derivate mit positivem Marktwert 47.967 TEUR (Vorjahr: 16.524 TEUR).

22. Sonstige Forderungen und geleistete Vorauszahlungen

2007 2006
in TEUR Gesamt Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 Jahr
Gesamt Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 Jahr
Pensionsverpflichtung übersteigender
Marktwert des Fondsvermögens
8.530 8.530 0 9.461 9.461 0
Sonstige Vorauszahlungen 9.353 9.353 0 7.338 7.338 0
Übrige sonstige Forderungen 87.874 70.001 17.873 74.879 58.713 16.166
Sonstige kurzfristige Forderungen und
geleistete Vorauszahlungen
105.757 87.884 17.873 91.678 75.512 16.166

Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten Forderungen gegenüber dem Finanzamt und Forderungen gegenüber Sozialversicherungsträgern.

23. Konzerneigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals der Jahre 2007 und 2006 ist auf Seite 93 dargestellt.

Effizientes Kapitalstrukturmanagement ist ein wesentliches Ziel von Wienerberger. Die Kapitalstruktur ist dabei im Zusam menhang mit der Anlagenintensität des Mauer- und Dachziegelgeschäfts zu sehen. Hauptaugenmerk wird auf eine ausreichende Eigenkapitalausstattung zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung, der Finanzierung der Expansion und der Dividenden unter Beibehaltung der aktuellen Ratings von Standard & Poor's und Moody's gelegt. In diesem Zusammenhang wesentliche Kennzahlen für Wienerberger sind die Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung / EBITDA) und der Zinsdeckungsgrad (EBITDA / Zinsergebnis). Ziel von Wienerberger ist es, die Entschuldungsdauer unter 3,25 Jahren zu halten: am 31.12.2007 lag diese bei 1,0 (Vorjahr: 2,5). Die Zinsdeckung betrug Ende 2007 12,8 (Vorjahr: 9,8) und lag damit deutlich über dem Wert von 5,8, welcher gemäß unserer finanzpolitischen Vorgaben nicht unterschritten werden soll.

Wienerberger weist per 31.12.2007 ein Eigenkapital von 2.672.709 TEUR gegenüber 1.591.443 TEUR im Vorjahr auf. Der Anstieg ist neben der Erhöhung der Gewinnrücklagen aus dem Einstellen des Periodengewinns auf die Begebung einer Hybrid-Anleihe im Februar sowie eine ordentliche Kapitalerhöhung im Oktober des Jahres zurückzuführen.

Die Wienerberger AG hat mit Wirkung zum 9.2.2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Hybrid-Anleihe im Umfang von 500.000 TEUR mit einem Kupon von 6,5 % begeben, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, aber variablen Zinssatz (EURIBOR +325 bps). Da dieses Instrument die IFRS-Kriterien von Eigenkapital erfüllt, wird die Hybrid-Anleihe als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen. Folgerichtig werden die hierfür zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio belaufen sich in Summe auf 7.104 TEUR womit sich ein Nettozufluss zum Eigenkapital von 492.896 TEUR ergibt. Im Geschäftsjahr 2007 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 29.069 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verminderte sich das Ergebnis je Aktie um 0,39 EUR.

Die Gewinnrücklagen von insgesamt 1.407.720 TEUR (Vorjahr: 1.174.075 TEUR) enthalten die Gewinnrücklagen der Wienerberger AG und sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinn rücklagen von Tochterunternehmen. Das Konzernergebnis 2007 ohne Anteile anderer Gesellschafter ist innerhalb der Konzerngewinnrücklagen ausgewiesen.

Das Grundkapital der Wienerberger AG beträgt nach der im Oktober durchgeführten Kapitalerhöhung 83.947.689 EUR und verteilt sich auf 83.947.689 nennwertlose Stückaktien. Im Zuge der Kapitalerhöhung wurden 9.779.893 junge Aktien zu einem Preis von 45 EUR je Aktie ausgegeben. Die angefallenen Begebungskosten belaufen sich auf 15.959 TEUR womit sich ein Nettozufluss zum Eigenkapital von insgesamt 424.136 TEUR ergibt, der mit 9.780 TEUR das Grundkapital und mit 414.356 TEUR die Kapitalrücklagen erhöht.

Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 10. Mai 2007 ermächtigt, bis zu 10 % des Grundkapitals innerhalb von 18 Monaten zurückzukaufen. Darüber hinaus wurde dem Vorstand der Wienerberger AG durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2004 auf fünf Jahre die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung durch Ausgabe von bis zu 31.639.486 Stückaktien eingeräumt. Jede Kapitalerhöhung im Rahmen dieser Ermächtigung ist vom Aufsichtsrat zu genehmigen. Im Jahr 2004 wurden im Rahmen dieser Ermächtigung 8.888.823 neue Aktien zur Finanzierung der Koramic Roofing Akquisition und anderer Wachstumsprojekte ausgegeben. Zusätzlich wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 11. Mai 2004 der Vorstand ermächtigt, in den nächsten fünf Jahren bis zu 1.000.000 Stückaktien zur Bedienung der Aktienoptionspläne auszugeben. Von dieser Möglichkeit wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Konzernabschluss Konzernanhang

Wienerberger führt die Dividendenpolitik auch 2007 unverändert fort und plant rund 45 % (Vorjahr: 44 %) des Gewinns je Aktie auszuschütten. Gemäß dem österreichischen Aktiengesetz bzw. der Satzung der Wienerberger AG können – die mehrheitliche Zustimmung der Hauptversammlung vorausgesetzt – die Dividendenpolitik geändert, Kapitalerhöhungen bzw. Kapitalherabsetzungen durchgeführt, Aktienrückkaufprogramme gestartet, sowie das Investitionsprogramm adaptiert oder Vermögenswerte verkauft werden, um eine effiziente Kapitalstruktur zu wahren.

Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren (siehe dazu Seite 62), wobei ein internationaler Fonds mehr als 10 % und zwei internationale Fonds jeweils mehr als 5 % am Grundkapital der Wienerberger besitzen. AIM Trimark Investments mit Sitz in Kanada hat im Jänner 2008 gemeldet, mehr als 10 % der Aktien an Wienerberger zu halten. Dodge & Cox, Inc. mit Sitz in den USA hat im Oktober 2007 mitgeteilt, mehr als 5 % der Aktien an Wienerberger zu halten und die Capital Research and Management Company mit Sitz in Los Angeles hält seit August 2006 mehr als 5 % der Aktien an Wienerberger. Die Wienerberger Aktie notiert im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt.

Währungs- Vdg.
Konsolidie
in TEUR 1.1.2007 änderungen rungskreis Auflösung Verbrauch Zuführung 31.12.2007
Rückstellungen für Abfertigungen 13.221 25 1.314 25 2.683 3.249 15.101
Rückstellungen für Pensionen 55.011 -3.568 9.631 315 13.964 9.273 56.068
Jubiläumsgeldrückstellung 4.792 107 0 156 151 449 5.041
Personalrückstellungen 73.024 -3.436 10.945 496 16.798 12.971 76.210
Latente Steuerrückstellungen 110.569 -4.654 11.369 3.477 1.541 12.779 125.045
Garantierückstellung 25.573 -38 97 2.541 3.236 5.007 24.862
Rekultivierungsrückstellung 28.958 356 930 1.335 3.089 10.293 36.113
Umweltrückstellungen 3.559 -2 603 21 604 143 3.678
Sonstige langfristige Rückstellungen 58.090 316 1.630 3.897 6.929 15.443 64.653
Langfristige Rückstellungen 241.683 -7.774 23.944 7.870 25.268 41.193 265.908
Laufende Steuerrückstellungen 5.439 35 0 16 4.700 2.780 3.538
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 40.986 -194 3.400 18.928 18.700 37.411 43.975
Kurzfristige Rückstellungen 46.425 -159 3.400 18.944 23.400 40.191 47.513
Rückstellungen 288.108 -7.933 27.344 26.814 48.668 81.384 313.421

24. Rückstellungen

25. Rückstellungen für Pensionen

Bei Wienerberger haben alle Arbeiter und Angestellten in den Niederlanden, Großbritannien, den USA und der Schweiz sowie einige Personen des Managements Pensionszusagen. Zielsetzung für künftige Pensionsregelungen sind beitragsorientierte Modelle. Bereits im Jahr 2004 wurden mehrere leistungsorientierte Pensionsvereinbarungen mit aktiven Managern in beitragsorientierte Pensionskassenmodelle umgewandelt und bisher erworbene Ansprüche an eine Pensionskasse übertragen. Daneben bestehen vereinzelt nicht fondsgebundene leistungsorientierte Pensionszusagen vorwiegend an ehemalige Manager. Für die Pensionspläne bilden die geleisteten Dienstjahre die Grundlage. Die Altersversorgung der Mitarbeiter von General Shale (USA) beruht auf einem fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsplan sowie einer nicht fondsgebundenen (Alters-) Krankenversicherung. Der die gegenwärtige Pensionsverpflichtung übersteigende Marktwert des Planvermögens ist unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. ZZ Wancor (Schweiz) hat ein fondsgebundenes beitragsorientiertes Pensionsmodell mit einer ausgelagerten Pensionskassa. Die von niederländischen Mitarbeitern erworbenen Ansprüche werden überwiegend durch Beiträge in einen industrieweiten niederländischen Pensionsfonds befriedigt. Die Pensionsverpflichtung und das Planvermögen der

niederländischen Konzernunternehmen wurden auf diesen Fonds übertragen. In Großbritannien existiert ein beitragsorientiertes Pensionsmodell für alle Mitarbeiter. Bei den im Jahr 2004 neu erworbenen Gesellschaften von thebrickbusiness gab es bis Ende 2003 ein leistungsorientiertes Modell. Die daraus resultierenden Verpflichtungen wurden rückgestellt. Baggeridge hat im Jahre 1999 einen leistungsorientierten Pensionsplan implementiert, woraus eine Pensionverpflichtung von 40,903 TEUR übernommen wurde. Im Jahr 2007 konnte aufgrund der Nichtfortführung eines Teiles der leistungsorientierten alten Pläne die Pensionsrückstellungen um 3.316 TEUR erfolgswirksam reduziert werden. Im Jahr 2007 betragen die Pensionsrückstellungen insgesamt 56.068 TEUR.

Die wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter und die relevanten Bilanzierungsgrundsätze sind auf den Seiten 105 und 106 erläutert.

Der gesamte Pensionsaufwand des Jahres 2007 verteilt sich auf beitragsorientierte (defined contribution) und leistungsorientierte (defined benefit) Pensionspläne und setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

in TEUR 2007 2006
Beitragsorientierte Pläne
Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 8.510 7.324
Leistungsorientierte Pläne
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 4.540 6.024
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 7.827 9.308
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen -6.649 -8.087
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gain/loss) -3.268 -3.674
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -464 -45
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen 0 0
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 3.526
Gesamte Aufwendungen für Altersversorgung 10.496 10.850

Die Brutto-Pensionsverpflichtungen sind die von Versicherungsmathematikern berechneten Barwerte der Pensionsverpflichtungen. Von den gesamten Brutto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von 179.318 TEUR (Vorjahr: 191.396 TEUR) sind 165.306 TEUR (Vorjahr: 174.402 TEUR) ganz oder teilweise durch Veranlagungen in Fonds abgedeckt. Die Überleitung von Brutto-Pensionsverpflichtungen auf bilanzierte Netto-Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Abzug des nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes und der nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unter Abzug des Marktwertes des Planvermögens. Von den Netto-Pensionsverpflichtungen stammen 11.103 TEUR aus der US-amerikanischen (Alters-)Krankenversicherung. Die Zusammensetzung der Pensionsverpflichtungen und ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:

Brutto-Pensionsverpflichtung Marktwert Planvermögen
in TEUR 2007 2006 2007 2006
Wert per 1.1. 191.396 196.765 140.378 134.906
Veränderungen Konsolidierungskreis 40.903 923 31.491 0
Währungsänderungen -12.194 -3.039 -9.024 -4.991
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungs
ansprüche (service cost) für leistungsorientierte Pensionspläne
4.540 6.024 0 0
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 7.364 9.308 0 0
Erwarteter Ertrag auf das Plananlagevermögen 6.649 8.087
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen -44.000 3 -43.072 3
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -1.203 -11.938 5.385 1.143
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 582 137 0
Auszahlungen an Rentner -8.486 -7.980 -8.486 -7.980
Einzahlungen von Mitarbeitern 416 1.193 416 1.193
Einzahlungen vom Arbeitgeber 0 0 5.943 8.017
Wert per 31.12. 179.318 191.396 129.680 140.378
Marktwert Planvermögen (funded) -129.680 -140.378
Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen
per 31.12. (unfunded) 49.638 51.018
Noch nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 268 0
Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
(off-balance sheet risk)
-2.368 -5.468
Netto-Pensionsverpflichtung bilanziert 47.538 45.550
Davon: Pensionsrückstellungen (S. 119) 56.068 55.011
Davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert
des Fondsvermögens (S. 117)
8.530 9.461

Das Planvermögen resultiert aus den fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsmodellen in den USA sowie aus dem ehemaligen leistungsorientierten Pensionsmodell in Großbritannien. Der im Jahr 2007 erwartete Ertrag aus dem Planvermögen betrug 6.649 TEUR, der realisierte Ertrag belief sich auf 12.034 TEUR. Das Planvermögen wird in Form von Aktien (14 %), Anleihen (19 %) und sonstigen Vermögensgegenständen (67 %) gehalten.

Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. bei Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es in Frankreich und Italien.

26. Rückstellungen für latente Steuern

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen per 31.12.2007 und 31.12.2006 resultieren aus folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:

2007 2006
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielles Anlagevermögen 1.765 -24.806 887 -19.906
Sachanlagen 8.009 -102.081 20.586 -103.100
Finanzanlagen 0 -27 0 -236
Vorräte 1.597 -9.408 2.554 -7.940
Forderungen 3.269 -2.971 3.416 -2.424
Kassa, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0 0 -2
Geleistete Vorauszahlungen 1.926 -4.121 1.394 -3.571
16.566 -143.414 28.837 -137.179
Unversteuerte Rücklagen 0 -16.078 0 -11.342
Rückstellungen 21.700 -2.154 22.019 -2.298
Verbindlichkeiten 7.332 -6.265 7.851 -3.304
Erhaltene Vorauszahlungen 19.164 -2.735 25.968 -2.040
48.196 -27.232 55.838 -18.984
Steuerliche Verlustvorträge 69.557 80.895
Aktive/Passive Steuerabgrenzung 134.319 -170.646 165.570 -156.163
Bewertungsabschlag für aktive latente Steuern -43.339 -58.534
Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen
gegenüber derselben Steuerbehörde
-45.601 45.601 -45.594 45.594
Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung 45.379 -125.045 61.442 -110.569

Im Konzern wurden für aktive Buchwertdifferenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 43.339 TEUR (Vorjahr: 58.534 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung noch nicht ausreichend gesichert ist.

Für temporäre Unterschiede in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet. Die kumulierten Anteile von Tochtergesellschaften unterschreiten mit 175.465 TEUR (Vorjahr: 104.813 TEUR) die entsprechenden anteiligen Eigenkapitalien dieser Tochtergesellschaften.

27. Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

2007
in TEUR
Gesamt Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
1-5 Jahre
Restlaufzeit
> 5 Jahre
davon ding
lich besichert
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 935.337 123.364 791.685 20.288 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12.791 5.673 6.953 165 1
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit gegenüber
Konzernunternehmen
835 835 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 948.963 129.872 798.638 20.453 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
185.989 185.472 517 0 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
416 416 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 186.405 185.888 517 0 1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.790 1.585 205 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt
und Sozialversicherungsträgern
60.328 59.946 174 208 0
Erhaltene Vorauszahlungen 29.612 19.409 8.567 1.636 86
Sonstige Verbindlichkeiten 116.631 91.811 16.547 8.273 1
Sonstige Verbindlichkeiten 208.361 172.751 25.493 10.117 88
Verbindlichkeiten laut Bilanz 1.343.729 488.511 824.648 30.570 90
2006 Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit davon ding
in TEUR Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre lich besichert
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.386.576 595.857 341.225 449.494 18.470
1.386.576 595.857 341.225 449.494 18.470
16.175 8.766 5.575 1.834 0
1.990 1.990 0 0 0
1.404.741 606.613 346.800 451.328 18.470
200.152 200.058 94 0 0
176 176 0 0 0
200.328 200.234 94 0 0
1.102 1.102 0 0 0
45.232 44.983 42 207 0
35.298 12.000 12.474 10.824 0
108.080 83.349 12.700 12.031 0
189.712 141.434 25.216 23.062 0
1.794.781 948.281 372.110 474.390 18.470

Bei den dinglichen Sicherheiten handelt es sich im Wesentlichen um Grundpfandrechte und Sicherungsübereig nungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen mit 49.051 TEUR (Vorjahr: 47.309 TEUR) gegenüber Personal und mit 26.338 TEUR (Vorjahr: 27.833 TEUR) aus Abgrenzungen von Boni und sonstigen Erlösschmälerungen gegenüber Kunden sowie aus Steuerschulden von 41.318 TEUR (Vorjahr: 24.875 TEUR). Die erhaltenen Vorauszahlungen enthalten 12.702 TEUR (Vorjahr: 31.694 TEUR) Subventionen und Investitionszuschüsse von Dritten, die entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen langfristig ertragswirksam aufgelöst werden.

Unter den Finanzverbindlichkeiten sind Derivate mit negativen Marktwerten enthalten.

Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente

in TEUR 2007 2006
Derivate aus Cash-flow Hedges 26.308 0
Derivate aus Fair Value Hedges 8.538 8.562
Sonstige Derivate 1.185 0
Derivate mit negativem Marktwert 36.031 8.562

Analyse der vertraglichen Cash-flows

2007 Buchwert 1)
in TEUR 31.12.2007 Gesamt < 6 Monate 6-12 Monate 1-2 Jahre 2-5 Jahre >5 Jahre
Anleihen 407.049 -477.500 -15.500 0 -15.500 -446.500 0
Commercial Papers 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
523.932 -562.884 64.981 -58.952 -65.808 -409.323 -93.782
Verbindlichkeiten gegenüber
Nichtbanken
4.356 -6.986 -1 -1.481 -188 -750 -4.566
Originäre Finanzinstrumente 935.337 -1.047.370 49.480 -60.433 -81.496 -856.573 -98.348
Zinsderivate 8.538 3.654 -6.369 -3.278 -3.579 16.880 0
Devisentermingeschäfte und Swaps -20.438 891 3.637 24.186 0 -26.932 0
Derivative Finanzinstrumente -11.900 4.545 -2.732 20.908 -3.579 -10.052 0
Vertragliche Cash-flows 923.437 -1.042.825 46.748 -39.525 -85.075 -866.625 -98.348
2006 Buchwert 1)
in TEUR 31.12.2006 Gesamt < 6 Monate 6-12 Monate 1-2 Jahre 2-5 Jahre >5 Jahre
Anleihen 402.625 -493.000 -15.500 0 -15.500 -462.000 0
Commercial Papers 189.265 -189.900 -189.900 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
791.996 -826.700 -403.052 -33.069 -61.906 -324.718 -3.955
Verbindlichkeiten gegenüber
Nichtbanken
2.690 -1.937 0 -1.844 -2 -91 0
Originäre Finanzinstrumente 1.386.576 -1.511.537 -608.452 -34.913 -77.408 -786.809 -3.955
Zinsderivate 8.652 -274 33.398 -5.164 -10.049 -18.459 0
Devisentermingeschäfte und Swaps -25.176 -484 199 -204 -479 0 0
Derivative Finanzinstrumente -16.524 -758 33.597 -5.368 -10.528 -18.459 0
Vertragliche Cash-flows 1.370.052 -1.512.295 -574.855 -40.281 -87.936 -805.268 -3.955

1) Negative Werte bezeichnen einen Aktivsaldo

28. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse resultieren aus Verpflichtungen, die gegenüber Dritten übernommen wurden, und entfallen auf:

in TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Bürgschaften 432 186
Garantien 2.221 1.472
Wechselobligos 0 0
Sonstige vertragliche Haftungsverpflichtungen 16.950 48
Haftungsverhältnisse 19.603 1.706

Bei allen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die zum Bilanzstichtag noch völlig ungewiss ist. Über diese angeführten Haftungsverhältnisse hinausgehende sonstige finanzielle Verpflichtungen (off balance sheet risks) bestehen nur noch in Form von nicht erfassten versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsverpflichtungen (siehe Seite 121). Die sonstigen vertraglichen Haftungsverpflichtungen bestehen aus zwei voneinander unabhängigen Grundstücksgeschäften, deren Abschluss nach dem Bilanzstichtag erfolgt.

Finanzinstrumente

29. Finanzinstrumente

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Währung Nominale Marktwert Buchwert
zum 31.12.
Zinssatz
effektiv
in Tsd. Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 393.456 366.372 377.341 2,71
366.372 377.341
Kontokorrent EUR 500 500 500 5,30
500 500
Vorlagen EUR 36.985 29.570 30.003 5,08
29.570 30.003
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit fixer Verzinsung 396.442 407.844
Währung Nominale Marktwert Buchwert
zum 31.12.
Zinssatz
effektiv
in Tsd. Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 56.807 52.600 51.742 5,65
52.600 51.742
Kontokorrent EUR 923 932 923 5,13
932 923
Vorlagen EUR 50.089 47.120 47.144 1,95
BGN 5 3 3 0,00
CZK 4.865 183 183 5,09
GBP 18 25 25 0,00
HRK 42 6 6 0,00
HUF 100 0 0 0,00
RON 10 3 3 0,00
SKK 9 0 0 0,00
USD 79 54 54 0,00
47.393 47.418
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variabler Verzinsung 100.926 100.083
Währung Nominale
in Tsd. Landeswährung
Marktwert
in TEUR
Buchwert
zum 31.12.
in TEUR
Zinssatz
effektiv
in %
Anleihe - fix verzinst EUR 405.554 379.026 407.049 4,93
Kontokorrent – fix verzinst EUR 2.550 1.288 1.275 5,00
Vorlagen – fix verzinst EUR 231 231 233 4,35
Darlehen – variabel verzinst EUR 3.427 12.546 15.867 5,04
USD 4.314 3.305 2.986
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 396.396 427.410

Im April 2005 wurde eine siebenjährige, fix verzinste endfällige Anleihe mit einem Volumen von 400.000 TEUR begeben, welche unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen ist. Die mit der Anleihe direkt in Zusammenhang stehenden Aufwendungen von 10.139 TEUR (Bankspesen und Zinsabsicherungsgeschäfte) wurden ergebnisneutral mit der Anleihe verrechnet. Der Unterschiedsbetrag wird über die Laufzeit der Anleihe ergebniswirksam nach der Effektivzinsmethode als Zinsaufwand bzw. als Bankspesen ausgewiesen. Im Buchwert der Anleihe sind Stückzinsen in der Höhe von 10.592 TEUR enthalten.

Durch den Abschluss von Zinsswaps kann die Verzinsung (variabel, fix) getauscht werden. Auf Seite 129 ist die Struktur der Finanzverbindlichkeiten (variable und fixe Verzinsung) inklusive der Effekte aus den Zinsswaps dargestellt.

30. Derivative Finanzinstrumente

Der Marktwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus deren Börsepreis am Bilanzstichtag. Bei individuellen OTC-Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte herangezogen. Der Marktwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäfts am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsniveau und die Bonität der Swap-Partner berücksichtigt.

Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilungen. Entsprechend können die hier aufgeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

2007 2006
Währung Nominalbetrag
31.12.2007
in Tsd. Landeswährung
Marktwert
31.12.2007
in TEUR
Währung Nominalbetrag
31.12.2006
in Tsd. Landeswährung
Marktwert
31.12.2006
in TEUR
Devisen-, CO2
- und Gastermingeschäfte
EUR 115.377 281 EUR 86.103 -570
CZK 0 0 CZK 155.000 -5
DKK 44.000 -14 DKK 65.800 3
GBP 61.000 1.573 GBP 16.492 -370
HUF 400.000 -1 HUF 850.000 -43
USD 62.700 989 USD 118.809 -288
Zinsswaps EUR 278.162 -8.889 EUR 328.390 -8.652
Cross Currency Swaps CAD/EUR 40.000 317
GBP/EUR 175.000 12.764 GBP/EUR 85.000 -2.030
PLN/EUR 417.270 -21.222 PLN/EUR 417.270 -14.130
CZK/EUR 560.000 -2.967 CZK/EUR 800.000 -2.949
CHF/EUR 77.500 563 CHF/EUR 25.000 43
HUF/EUR 20.000.000 -1.454 HUF/EUR 15.000.000 -2.883
USD/EUR 349.868 29.960 USD/EUR 530.870 48.398
11.900 16.524

Risikobericht

Risikopolitische Grundsätze

Die Wienerberger Gruppe ist im Rahmen ihrer multinationalen Aktivitäten mit ihren Geschäftsbereichen, Vermögensgegenständen und Schulden sowie geplanten unternehmerischen Entscheidungen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind.

Die risikopolitischen Grundsätze der Wienerberger Gruppe werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Risikostrategie und die tatsächliche Abwicklung der Sicherungsbeziehungen erfolgt für den gesamten Konzern koordiniert und zentral. Alle Absicherungen werden dabei nach IAS 39.88 als in hohem Maße wirksam hinsichtlich der Erreichung der Kompensation der abgesicherten Risiken im Rahmen der Risikomanagementziele eingeschätzt. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Finanzielle Risiken

Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Wienerberger Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps, eingesetzt.

Währungsrisiken

Zahlungswirksame Währungsrisiken sind durch den lokalen Charakter des Baustoffgeschäftes unwesentlich. Länderübergreifende Lieferungen und Leistungen (Exporte und Importe) erfolgen nur in eingeschränktem Umfang. Zahlungsflüsse in bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich praktisch nur aus konzerninternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden wechselkursabhängig von der Holding gesteuert.

Aufgrund der dezentralisierten Gesellschaftsstruktur der Wienerberger Gruppe erfolgen Kreditfinanzierungen für kurzfristige Vermögensgegenstände in der jeweiligen Landeswährung der lokalen Gesellschaft. Währungsrisiken im Finanzierungsbereich ergeben sich dadurch nur in sehr eingeschränktem Ausmaß, da die anfallenden Ausgangsrechnungen bei Auslandsgesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden und somit eine natürliche Absicherung vorliegt. Die Expositionen von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Währungsrisiken sind in Anmerkung 29 dargestellt.

Weiters ergeben sich Risiken aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro (Translationsrisiko). Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum ansässigen Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig. Die Risikostrategie von Wienerberger sieht vor, das Translationsrisiko aus den Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften möglichst umfassend zu besichern. Im Folgenden sind die Konzernumsätze sowie das Capital Employed, welches unter Berücksichtigung von Devisentermingeschäften und Währungsswaps berechnet ist, nach Währungen dargestellt.

2007 2006
Umsatz in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Euro 1.138,5 46 1.085,2 49
Osteuropäische Währungen 712,5 29 541,9 24
US-Dollar 305,6 12 349,5 16
Sonstige 320,7 13 248,4 11
Umsatz 2.477,3 100 2.225,0 100
2007 2006
Capital Employed in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Euro 2.346,7 77 2.138,4 82
Osteuropäische Währungen 464,2 15 407,4 16
US-Dollar 168,1 5 -54,5 -2
Sonstige 81,2 3 106,9 4
Capital Employed nach Hedging-Effekt 3.060,2 100 2.598,2 100

Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Im Rahmen dieser Darstellung wird eine Jahresvolatilität des betreffenden Wechselkurses gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag als Änderung angenommen. Eine Aufwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am Jahresabschlussstichtag um eine Jahresvolatilität, berechnet auf Basis der täglichen Kursänderungen der betreffenden Währung gegenüber dem Euro, hätte eine Verminderung des Eigenkapitals um 36,4 MEUR (Vorjahr: 19,6 MEUR) und eine Verminderung des Ergebnisses nach Steuern von 0,8 MEUR (Vorjahr: 0,8 MEUR) zur Folge gehabt. Eine Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen hätte zu einer betragsmäßig gleichen Erhöhung des Eigenkapitals und des Ergebnisses nach Steuern geführt.

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem jeweils relevanten Wert (Minimum oder Maximum) der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Trennung in fixe und variable Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt. Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben hätte zu einer Verminderung des Ergebnisses nach Steuern und des Eigenkapitals von 1,7 MEUR (Vorjahr: 6,3 MEUR) geführt. Eine Verminderung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine betragsmäßig gleiche Erhöhung des Ergebnisses nach Steuern und des Eigenkapitals bedeutet.

Die Expositionen der Wienerberger AG gegenüber Zinsänderungsrisiken aus Verbindlichkeiten mit fixer und variabler Verzinsung sind unten auf dieser Seite aufgegliedert.

Für die Analyse des Verzinsungsrisikos (fixe und variable Verzinsung) werden die Finanzverbindlichkeiten (Seite 125f.) um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst ausgewiesen.

2007 2006
in TEUR Fix verzinst Variabel
verzinst
Fix verzinst Variabel
verzinst
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 835.254 100.083 1.196.738 189.838
Umgliederung kurzfristige fix verzinste Finanzverbindlichkeiten -30.003 30.003 -415.902 415.902
Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) -226.240 226.240 -271.739 271.739
Finanzverbindlichkeiten nach Hedging-Effekt 579.011 356.326 509.097 877.479

Zur Abschätzung von Auswirkungen auf den Periodenerfolg sowie das Eigenkapital werden Sensitivitätsanalysen für fix verzinsliche finanzielle und für variabel verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten durchgeführt.

Kreditrisiken

Das Bonitätsrisiko der Finanzpartner bei Finanzgeschäften der Wienerberger ist aufgrund der strengen Anforderungen interner Finanz- und Treasury-Richtlinien von untergeordneter Bedeutung. Da Wienerberger nahezu ausschließlich Wertpapiere von österreichischen Gesellschaften hält und nur mit Finanzpartnern einwandfreier Bonität zusammenarbeitet, ist das im Rahmen der Anlage liquider Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko begrenzt. Die Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte zeigen zum Bilanzstichtag gegliedert nach Regionen folgende maximale Exposition gegenüber Kreditrisiken:

2007 2006
Kreditrisiko in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Westeuropa 191,0 64 197,0 64
Zentral-Osteuropa 37,2 12 49,5 16
Nordamerika 39,4 13 33,3 11
Sonstige Welt 32,3 11 29,3 9
Kreditrisiko des Konzerns 299,9 100 309,1 100

Der Forderungsbestand der Wienerberger aus Lieferungen und Leistungen besteht zum überwiegenden Teil aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Baustoffhändler und Großkunden, da Produkte kaum an den Endverbraucher abgesetzt werden. Die gesamten Wertberichtigungen von Forderungen betragen weniger als 1 % des Forderungsbestandes, weshalb eine Aufgliederung der Einzelwertberichtigungen unterbleibt. Zum Abschlussstichtag waren alle wesentlichen überfälligen Forderungen auch wertberichtigt. Zudem übersteigt keine gegen einen Einzelkunden ausgewiesene Forderung 5 % des gesamten Forderungsbestandes der Wienerberger Gruppe.

Liquiditätsrisiken

Da die Bereiche Ziegel und Dachsysteme hohe Cash-flows erwirtschaften, ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Der Verschuldungsgrad der Gruppe (Gearing) und die Eigenkapitalbasis bilden eine Begrenzung für das mögliche expansive Wachstum der Wienerberger Gruppe.

Das Planvermögen von leistungsorientierten Pensionsplänen (129.680 TEUR) wird in Aktien (14 %), Anleihen (19 %) und sonstigen Vermögensgegenständen (67 %) veranlagt und unterliegt dem Marktrisiko aus der Veranlagung.

Operative Risiken aus Absatzmärkten

Risiken entstehen aus der konjunkturellen Entwicklung in den für Wienerberger wesentlichen Volkswirtschaften in Europa und Nordamerika. Die wichtigsten Marktsegmente für die Wienerberger Gruppe sind der Hochbau im Allgemeinen, der Wohnungsneubau und die Renovierung im Besonderen. Ein wichtiger Parameter für die Wohnbauentwicklung ist das Zinsniveau für Hypothekardarlehen. Neben der Abhängigkeit von der Hochbautätigkeit steht der Ziegel in ständiger Konkurrenz zu anderen Wand- und Dachbaustoffen. Diese Konkurrenzsituation im Baustoffmarkt erfordert eine gezielte Weiterentwicklung (Forschung und Entwicklung) unserer Hauptprodukte Ziegel für Wand, Fassade, Dach und Flächenbefestigung. Die Baustoffindustrie ist außerdem saisonalen Schwankungen unterworfen. Die Ertragssituation der Wienerberger Gruppe hängt, so wie die gesamte Baustoffindustrie, zum Teil von den Wetterbedingungen ab. Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt Wienerberger eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Die erreichten Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden. Von Seiten unserer wichtigsten Kunden, dem Baustoffhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die Wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls Anpassung der Preisstrategie zwingen.

Konzernabschluss Konzernanhang

Beschaffungs-, Produktions-, Investitions- und Akquisitionsrisiken

Ein Großteil der Wienerberger Werke wurde in den letzten Jahren neu gebaut oder modernisiert, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken mit dem Rohstoff Ton ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge dauerhaft gesichert.

Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig. In 2007 betrugen die gesamten Energiekosten der Wienerberger Gruppe 354.252 TEUR (Vorjahr: 315.987 TEUR), oder 14,3 % (Vorjahr: 14,2 %) vom Umsatz. Diese Kosten verteilen sich zu 65 % auf Erdgas, zu 24 % auf Strom, zu 5 % auf Erdöl und zu 6 % auf Kohle und Sonstiges. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Energiekosten in Relation zum Umsatz trotz der Preissteigerungen für Rohöl und Erdgas auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Wienerberger versucht, das Risiko aus Energiepreissteigerungen in den liberalisierten Märkten Großbritannien und USA (insgesamt 11 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften zu minimieren. In zahlreichen osteuropäischen Ländern (insgesamt 23 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt. In den meisten Mitgliedsstaaten der EU (insgesamt 66 % der Energiekosten) schließt Wienerberger Verträge mit nationalen und internationalen Versorgern ab, bei denen die Preisfestsetzung über an Substitutionsprodukte (wie Heizöl leicht und Dieselöl) gebundene Formeln erfolgt. Die Preise sind zum Teil langfristig festgelegt. Durch die Preisbindung an Substitutionsprodukte können Termingeschäfte zur Risikoabsicherung abgeschlossen werden.

Produktionsüberkapazitäten in spezifischen Märkten können zu erhöhtem Preisdruck sowie ungedeckten Kosten und Kapitalbestandteilen führen. Die Produktionskapazitäten werden daher ständig analysiert und durch mittelfristige Maßnahmen wie temporäre oder endgültige Werksschließungen sowie Produktionsverlagerungen zu effizienteren Anlagen angepasst. Zur Steigerung des Wienerberger Unternehmenswertes sind neben der laufenden Optimierung interne und externe Wachstumsprojekte notwendig. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen unserer Bolt-on und Strategischen Projekten gerecht werden (siehe dazu das Kapitel Strategie und Geschäftsmodell auf Seite 35ff.).

Rechtliche Risiken

Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. Wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits intensiv im Vorfeld mit nationalen und internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.

Aufgrund der Marktstellung der Wienerberger Gruppe in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger und sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht.

Andere Risiken

Unsere Werke leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr als die derzeit gesetzlichen Auflagen vorschreiben. Verschärfte Umweltstandards stellen unsere Engineering Abteilung jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Das Deponiegeschäft wurde im Jahr 2001 an eine Stiftung übertragen, wodurch sich das Risiko aus diesen Aktivitäten für die Wienerberger AG stark verringert hat. Durch die Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten.

Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert. Aufgrund von Krankheitsfällen, die durch Asbest verursacht werden, sind gegen einige Baustoffunternehmen mit Präsenz in den USA in den letzten Jahren Sammelklagen eingereicht worden. Nach Überprüfung unserer amerikanischen Aktivitäten halten wir dieses Risiko für minimal, da keine unserer Tochtergesellschaften jemals Asbestprodukte hergestellt oder gehandelt hat.

Ab dem Jahr 2008 ergeben sich für die Wienerberger Gruppe Risiken aus steigenden Preisen für CO2 -Zertifikate.

Sonstige Angaben

31. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Am 18. Februar 2008 beschloss der Vorstand der Wienerberger AG von der Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien, die ihm von der 138. o. Hauptversammlung am 10. Mai 2007 gewährt wurde, Gebrauch zu machen und im Zeitraum vom 21. Februar 2008 bis 20. August 2008 bis zu 300.000 Stück eigene Stammaktien zum jeweiligen Börsekurs über die Wiener Börse, maximal jedoch zu 108,28 EUR zu erwerben. Zweck des Aktienrückkaufs ist es, die eigenen Aktien zur Bedienung des Beteiligungsmodells für Führungskräfte zu verwenden.

Im Jänner 2008 erwarb Wienerberger 74 % an Sandtoft, dem drittgrößten Produzenten von Dachprodukten in Großbritannien. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr mit 417 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 42 Mio. GBP und ein EBITDA von 5 Mio. GBP.

32. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab und sind von untergeordneter Bedeutung. Die Geschäftsbeziehungen zu der Unternehmung nahe stehenden Personen, insbesondere zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wienerberger AG, sind in Anmerkung 9 angeführt soweit Zahlungen aus Vorstandsverträgen und Aufsichtsratsmandaten betroffen sind (siehe Vergütungsbericht auf Seite 25 bis 27). Die von Mitgliedern des Vorstands gehaltenen Aktienoptionen sind in Anmerkung 33 ersichtlich.

Der Verkauf der Aktien der Wiener Börse AG an die Wiener Städtische Versicherung Vienna Insurance Group AG wurde vom Aufsichtsrat der Wienerberger AG genehmigt.

33. Aktienoptionsplan

Die Hauptversammlung der Wienerberger AG hat am 8. Mai 2002 die Ermächtigung erteilt, eigene Aktien der Wienerberger AG zur Bedienung eines Aktienoptionsplanes zu verwenden. Auf Basis dieser Ermächtigung wurde ein Optionsprogramm für Führungskräfte, die unmittelbaren Einfluss auf die Weiterentwicklung des Unternehmens haben, implementiert. Nach 2002, 2003, 2004, 2005 und 2006 wurden im Geschäftsjahr 2007 zum sechsten Mal Optionen ausgegeben. Die Anzahl der Optionen ist abhängig vom Erreichen jährlicher Performance-Ziele, wobei für das Jahr 2007 erneut auf den budgetierten Konzernjahresüberschuss abgestellt wird. Damit die Optionen des Jahres 2007 Gültigkeit erlangen, ist die Erreichung von zumindest 95 % des budgetierten Konzernjahresüberschusses notwendig. Zwischen 95 und 100 % Zielerreichung wird die Anzahl der Optionen aliquotiert.

Konzernabschluss Konzernanhang

Abgesehen von den Vorstandsmitgliedern (siehe Einzelaufstellung) wurden aufgrund dieser Bestimmungen im Geschäftsjahr 11 Führungskräften je 5.000 sowie 57 Führungskräften je 3.000 Optionen eingeräumt. Die Optionslaufzeiten betragen fünf Jahre bei einem frühesten Ausübungszeitpunkt (Wartefrist) nach Ablauf von zwei Jahren ab Einräumung (bis Optionsplan 2005: drei Jahre). Nach Ablauf dieser zwei Jahre können innerhalb der Ausübungsfenster von jeweils vier Wochen ab Veröffentlichung der Quartalsberichte die Optionen ausgeübt werden. Wenn der jeweilige Berechtigte innerhalb dieser zwei Dienstjahre aus dem Unternehmen ausscheidet, verfallen die Optionen. Der Ausübungspreis der Optionen errechnet sich aus dem Durchschnitt der Tagesschlusskurse über den Zeitraum von vier Wochen ab Veröffentlichung des vorläufigen Konzernergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres und beträgt für 2007 45,50 EUR. Ein Drittel der Aktien, die durch Optionsausübung erworben werden, unterliegen einer Behaltefrist von 24 Monaten ab Ausübung, die übrigen zwei Drittel unterliegen keiner Behaltefrist. Die Optionen sind weder übertragbar noch handelbar. Jede Option berechtigt zum Erwerb einer Aktie.

Zur Bedienung der Optionen 2004, 2005, 2006 und 2007 sowie etwaiger Zuteilungen in den Folgejahren hat die Hauptversammlung am 12. Mai 2005 die Möglichkeit eines bedingten genehmigten Kapitals sowie eines Aktienrückkaufs geschaffen. Wienerberger hat im Zeitraum vom 12.3. bis 21.3.2007 ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt, bei dem in Summe 300.000 eigene Aktien erworben wurden. Im Zuge des Aktienoptionsplans wurden aus dem Plan 2003 33.000 Optionen zu einem Ausübungspreis von 15,50 EUR und aus dem Plan 2004 303.402 Optionen zum Preis von 25 EUR je Wienerberger Aktie ausgeübt. Diese Aktien stammten aus dem Bestand der eigenen Aktien.

Die Entwicklung der ausgegebenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar:

2007 2006
Entwicklung der Aktienoptionen Anzahl der Optionsrechte Durchschnittlicher
Ausübungspreis je Stück
Anzahl der
Optionsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis je Stück
Bestand am Jahresanfang 866.373 31,85 898.373 23,85
Gewährte Optionen 286.500 45,50 293.000 38,50
Ausgeübte Optionen -336.402 24,07 -335.000 15,72
Verfallene Optionen -20.000 22,63 0 0,00
Nachträglich von Mitarbeitern akzeptierte Optionen 0 0,00 10.000 15,50
Bestand am Jahresende 796.471 40,28 866.373 31,85
Ausübbar am Jahresende 29.598 16,59 38.000 15,50
Ausgegebene Optionen in Stück aus 2007 aus 2006 aus 2005 aus 2004 aus 2003
Mitglieder des Vorstandes
Wolfgang Reithofer 18.000 18.000 12.354 18.000 18.000
Heimo Scheuch 15.000 15.000 10.295 15.000 15.000
Willy Van Riet bzw. Hans Tschuden 12.500 15.000 10.295 15.000 15.000
Johann Windisch 15.000 15.000 10.295 15.000 15.000
Vorstandsmitglieder gesamt 60.500 63.000 43.239 63.000 63.000
Andere Führungskräfte 226.000 230.000 144.134 300.000 335.000
Insgesamt eingeräumte Optionen 286.500 293.000 187.373 363.000 398.000
Abzüglich verfallene Optionen durch Mitarbeiterabgang 0
0
0 -30.000 -60.000
Ausgeübte Optionen 0
0
0 -303.402 -338.000
Bestehende Optionen 286.500 293.000 187.373 29.598 0
Ausübbar am Jahresende 0
0
0 29.598 0
Bewertung der Optionen aus 2007 aus 2006 aus 2005 aus 2004 aus 2003
Berechnungsparameter
Marktpreis bei Gewährung in EUR 45,57 42,20 33,86 27,53 17,32
Ausübungspreis der Option in EUR 45,50 38,50 37,50 25,00 15,50
Laufzeit in Jahren 5 5 5 5 5
Risikofreier Anlagezinssatz in % 4,01 3,32 3,15 3,90 3,17
Erwartete Volatilität in % 28 28 28 30 17
Zeitwert je Optionsrecht in EUR 10,54 10,77 5,91 7,44 2,23
Marktwert Aktienoptionen
zum Zeitpunkt der Einräumung in TEUR 3.019 2.965 962 2.029 710
im Personalaufwand 2007 enthalten in TEUR 956 1.483 341 258 0

Die Bewertung der Optionen erfolgt mit dem Optionspreismodell von Black-Scholes. Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilungen. Die erwartete Volatilität wurde anhand der historischen Kursentwicklung der Wienerberger Aktie extrapoliert. Entsprechend können die hier aufgeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

Drei Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2007 die ihnen aus dem Jahr 2003 zugeteilten Optionen ausgeübt. Der sich daraus ergebende Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf Seite 27 dargestellt.

Der Vorstand der Wienerberger AG hat den Konzernabschluss am 3.3.2008 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Erklärung des Vorstands

Nach bestem Wissen und Gewissen erklärt der Vorstand der Wienerberger AG hiermit, dass der geprüfte Jahresfinanzbericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt.

Wien, am 3. März 2008

Der Vorstand der Wienerberger AG

Wolfgang Reithofer Heimo Scheuch Johann Windisch Willy Van Riet Vorsitzender Wolfgang Reithofer Scheuch Windisch Will V Ri

Konzernunternehmen

Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Wienerberger International NV Zaltbommel 50.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hennersdorf 5.000.000 EUR 100,00 % VK
Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG Salzburg 438.000 EUR 100,00 % VKE
Wienerberger Teglaipari Rt. Budapest 2.140.000.000 HUF 100,00 % VK
Wienerberger Management Service Szolgáltató és Tanácsadó Kft. Budapest 3.000.000 HUF 100,00 % OK 1)
Wienerberger cihlarsky prumysl, a.s. Ceske Budejovice 961.543.960 CZK 100,00 % VK
Cihelna Kinsky, spol. s r.o. Kostelec nad Orlici 2.000.000 CZK 73,20 % VK
Wienerberger cihelna Jezernice, spol. s r.o. Ceske Budejovice 200.000 CZK 100,00 % VK
Wienerberger cihelna Brozany, spol. s r.o. Ceske Budejovice 75.000.000 CZK 100,00 % VK
Wienerberger cihelna Hodonín, spol. s.r.o. Ceske Budejovice 50.000.000 CZK 100,00 % VKE
Wienerberger eurostroj, spol. s r.o. Ceske Budejovice 100.000 CZK 100,00 % VK
Wienerberger euroform, spol. s r.o. Ceske Budejovice 44.550.000 CZK 100,00 % VK
Wienerberger service, spol. s r.o. Ceske Budejovice 200.000 CZK 100,00 % OK 1)
Silike keramika, spol. s.r.o. Ceske Budejovice 100.000 CZK 50,00 % EQ
Wienerberger Slovenske tehelne spol. s r.o. Zlate Moravce 100.000.000 SKK 100,00 % VK
Wienerberger Cegielnie Lebork Sp. z o.o. Warszawa 116.334.660 PLN 100,00 % VK
Handel Ceramika Budowlana Sp. z o.o. Warszawa 50.000 PLN 40,00 % OK 1)
Zaklad Ceramiki Budowlanej Stanislawów Sp. z o.o Czestochowa 50.000 PLN 40,00 % OK
Wienerberger Honoratka Ceramika Budowlana S.A. Konin 20.187.000 PLN 77,79 % VK
Wienerberger Karbud S.A. Warszawa 17.081.200 PLN 100,00 % VK
Wienerberger Ceramika Budowlana Sp. z o.o. Warszawa 1.000.000 PLN 93,26 % VK
Wienerberger Osiek Sp. z o.o. Warszawa 10.008.000 PLN 100,00 % VK
Wienerberger Zeslawice Sp. z o.o. Warszawa 29.490.000 PLN 59,34 % VK
Wienerberger Cegielnie Kraków S.A. Warszawa 7.637.686 PLN 100,00 % VK
Glina Nowa Sp. z o.o. Warszawa 50.000 PLN 100,00 % VK
Koramic Pokrycia Dachowe Sp. z o.o. Warszawa 233.458.290 PLN 100,00 % VK
Wienerberger OY AB Helsinki 1.000.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger AS Aseri 24.074.000 EEK 100,00 % VK
UAB Wienerberger Statybine Keramika Sp. Z o.o. Vilnius 10.000 LTL 100,00 % OKE 1)
Wienerberger Ilovac d.d. Karlovac 8.988.040 HRK 99,92 % VK
Wienerberger Cetera IGM d.d. Karlovac 359.240 HRK 99,71 % VK
WIENERBERGER Industrija opeke d.j.l. Sarajevo 2.000 KM 100,00 % VK
Wienerberger Opekarna Ormoz d.d. Ormoz 958.146 EUR 88,20 % VK
Opekarna Pragersko d.d. Pragersko 981.048 EUR 84,60 % VK
Wienerberger EOOD Sofia 4.000.000 BGL 100,00 % VK
Uspeh AD Sofia 300.000 BGL 97,59 % VK
Agro Property Bulgaria EOOD Sofia 5.000 BGL 100,00 % OK 1)
Wienerberger d.o.o. Beograd 500 EUR 100,00 % OK 1)
Wienerberger Backa d.o.o Beograd 299.144 RSD 100,00 % OKE 1)
WIENERBERGER Sisteme de Caramizi S.R.L. Bucaresti 39.147.100 RON 100,00 % VK
OOO "Wienerberger Kirpitsch" Kirschatsch 469.423.261 RUR 81,94 % VK
WZI FINANZ-S.à.r.l. Luxembourg 27.345.570 USD 100,00 % VK
Wienerberger TOV Kyiv 3.000.000 UAH 100,00 % VK
Semmelrock International GmbH Wien 3.000.000 EUR 75,00 % VK
Semmelrock Baustoffindustrie GmbH Klagenfurt 1.000.000 EUR 75,00 % VK
Semmelrock Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 75,00 % VK
Semmelrock Stein & Design Kft. Ócsa 983.000.000 HUF 75,00 % VK
SEMMELROCK STEIN + DESIGN Dlazby s.r.o. Sered 91.200.000 SKK 75,00 % VK
Semmelrock Stein & Design d.o.o. Ogulin 15.520.000 HRK 75,00 % VK
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Semmelrock Stein & Design Sp. z o.o. Kolbiel 42.070.000 PLN 75,00 % VK
Semmelrock Stein + Design S.R.L. Bolintin-Vale 9.423.320 RON 75,00 % VK
Semmelrock Tlakovci d.o.o. Ormoz 8.763 EUR 75,00 % OK 1)
Semmelrock Colorbeton a.s. Praha 2.000.000 CZK 75,00 % VK
Semmelrock Stein + Design EOOD Sofia 5.000 BGL 75,00 % OK 1)
BRAMAC Dachsysteme International GmbH Pöchlarn 2.906.913 EUR 50,00 % QU
Bramac stresni systemy spol. s r. o. Praha 160.000.000 CZK 50,00 % QU
Bramac Kft. Veszprem 1.831.880.000 HUF 50,00 % QU
Bramac stresni sistemi d.o.o. Skocjan 1.043.232 EUR 50,00 % QU
Bramac Krovni Sistemi d.o.o. Beograd 755.425 EUR 50,00 % QU
Bramac Stresne Systemy spol. s r.o. Ivanka pri Nitre 173.835.000 SKK 50,00 % QU
Bramac Pokrovni Sistemi d.o.o. Novi Zagreb 7.778.000 HRK 50,00 % QU
Bramac Sisteme de Invelitori S.R.L. Sibiu 8.658.000 RON 50,00 % QU
Bramac pokrivni sistemi EOOD Silistra 846.200 BGL 50,00 % QU
Bramac Krovni Sistemi d.o.o. Sarajevo 2.000 DEM 50,00 % QU
Bramac Dachsysteme Holding GmbH Pöchlarn 35.000 EUR 50,00 % OKE
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hannover 9.500.000 EUR 100,00 % VK
ArGeTon GmbH Hannover 1.600.000 EUR 100,00 % VK
Schlagmann Beteiligungs GmbH Zeilarn 26.000 EUR 50,00 % OK 1)
Schlagmann Baustoffwerke GmbH & Co KG Zeilarn 10.300.000 EUR 50,00 % QU
Pro Massivhaus Service und Training GmbH Lanhofen 25.000 EUR 50,00 % OK 1)
Wienerberger Vermögensgesellschaft mbH Hannover 25.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Systemschornstein GmbH & Co. KG Hannover 130.000 DEM 100,00 % OK 1)
Krauss Kaminwerke Verwaltungs-GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00 % OK 1)
Ziegelwerk B GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00 % VKE
Tongruben Verwaltungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00 % OK 1)
TZ Tonabbau + Ziegelproduktion GmbH Hannover 26.000 EUR 94,23 % VK
Koramic Verwaltungs-GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00 % OK 1)
Koramic Dachprodukte GmbH & Co. KG Hannover 39.000.000 EUR 100,00 % VK
ZZ Wancor Regensdorf 1.000.000 CHF 100,00 % VK
ZZW Swissbrick AG Regensdorf 200.000 CHF 100,00 % VK
Wienerberger Brunori Srl Bubano 4.056.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger RIL Srl Gattinara 6.539.000 EUR 100,00 % VKE
ALAUDAE Srl Bubano 51.130 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Tacconi Srl Roma 1.187.952 EUR 95,11 % VK
Fornaci Giuliane S.p.A. Cormons 1.900.000 EUR 30,00 % EQ
Wienerberger NV Kortrijk 39.996.261 EUR 100,00 % VK
Steenbakkerij Egem NV Pittem-Egem 9.500.000 EUR 100,00 % VK
Syndikaat Machiensteen II NV Rumst 8.484.400 EUR 100,00 % VK
Terca Zonnebeke NV Zonnebeke 8.040.500 EUR 100,00 % VK
Deva-Kort NV Kortemark 247.894 EUR 100,00 % VK
Porotherm Wall Systems NV Kortrijk 112.110.995 EUR 100,00 % VK
Briqueterie de Peruwelz NV Kortemark 22.483.943 EUR 100,00 % VK
Desimpel Kortemark Industries NV Kortemark 350.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Coordination Center NV Kortrijk 61.500 EUR 100,00 % VK
Soltech NV Hoegaarden 2.772.634 EUR 41,19 % EQE
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Wienerberger B.V. Zaltbommel 36.778.680 EUR 100,00 % VK
Van Hesteren & Janssens B.V. Zaltbommel 363.024 EUR 100,00 % VK
Desimpel AK1 B.V. Zaltbommel 70.000 EUR 100,00 % VK
BrickTrading Holland B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00 % VK
German Brick Trading B.V. Wijchen 249.700 EUR 100,00 % VK
Oostergrachtswal Holding B.V. Drachten 45.378 EUR 100,00 % VKE
Feikema B.V. Leeuwarden 45.378 EUR 100,00 % VKE
FKM Hout- en Siersteenhandel Noord Nederland B.V. Goutum 18.200 EUR 100,00 % VKE
Gelsing Oosterhout B.V. Oosterhout 18.200 EUR 100,00 % VKE
Gelsing en Verbaan B.V. Oosterhout 18.151 EUR 100,00 % VKE
Bos & Vermeer B.V. Ede 22.689 EUR 100,00 % VKE
Aberson B.V. Zwolle 60.000 EUR 100,00 % VK
Koramic Dachziegel Handels GmbH Brüggen-Niederrhein 25.565 EUR 100,00 % EQ
Steencentrale Neerbosch B.V. Wijchen 45.400 EUR 100,00 % VK
Leeuwis B.V. Wijchen 91.210 EUR 100,00 % VK
Steinzentrale Nord Leeuwis GmbH Rellingen 52.500 EUR 100,00 % VK
Desimpel Klinker (Deutschland) GmbH Emmerich 25.000 EUR 100,00 % VK
Straatsbaksteen Nederland B.V. Oosterhout 18.000 EUR 100,00 % OKE
Galileo Brick Limited Cheadle 2.000.000 GBP 100,00 % VK
Wienerberger (UK) Limited Cheadle 780.646 GBP 100,00 % VK
The Brick and Stone Company Limited Cheadle 5.000 GBP 100,00 % VK
Terca Reclaimed Buildings Materials Limited Cheadle 15.000 GBP 100,00 % VK
Wienerberger Limited Cheadle 1 GBP 100,00 % VK
Galileo Block Limited Cheadle 104.002 GBP 100,00 % VK
Galileo Block 2 Limited Cheadle 2 GBP 100,00 % VK
Chelwood Group Unlimited Cheadle 5.975.505 GBP 100,00 % VK
The Brick Business Limited Cheadle 900.002 GBP 100,00 % VK
The Ockley Brick Company Limited Cheadle 700 GBP 100,00 % VK
Chelwood Brick Limited Cheadle 890.850 GBP 100,00 % VK
Ambion Brick Company Limited Cheadle 6.698.797 GBP 100,00 % VK
Ockley Building Products Limited Cheadle 500.000 GBP 100,00 % VK
Irlam Brick Limited Cheadle 15.100 GBP 100,00 % VK
Galileo Trustee Limited Cheadle 1 GBP 100,00 % VK
DMWSL 320 Limited Cheadle 1 GBP 100,00 % VK
Baggeridge PLC Dudley 41.305.616 GBP 100,00 % VKE
WIENERBERGER PARTICIPATIONS SAS Achenheim 36.000.000 EUR 100,00 % VK
WIENERBERGER SAS Achenheim 31.111.500 EUR 100,00 % VK
PACEMA SAS Achenheim 3.800.000 EUR 100,00 % VK
Société du Terril d'Hulluch (STF) SNC Lens 300.000 EUR 50,00 % OK 1)
Desimpel Briques SAS Cauchy à la Tour 3.821.410 EUR 100,00 % VK
Koramic Tuiles SAS Recologne 10.000.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger A/S Brøndby 107.954.000 DKK 100,00 % VK
Petersminde Teglvaerk A/S Stenstrup 1.700.000 DKK 100,00 % VK
Wienerberger AS Lunde 43.546.575 NOK 100,00 % VK
Wienerberger AB Bjärred 17.550.000 SEK 100,00 % VK
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
General Shale Brick, Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00 % VK
General Shale Finance S.à.r.l. Luxembourg 12.500 EUR 100,00 % OK 1)
General Shale Building Materials, Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00 % VK
Robinson Brick Company Denver 118.509.708 USD 100,00 % VK
General Shale Canada Acquisitions Inc. Halifax 28.500.000 CAD 100,00 % VKE
Arriscraft International LP Cambridge 8.465.587 CAD 100,00 % VKE
General Shale Canada GP Inc. Halifax 1 CAD 100,00 % OKE 1)
1741785 Ontario Inc. Cambridge 0 CAD 100,00 % OKE 1)
Arriscraft International Holdings (USA) Inc. Johnson City 3.000.001 USD 100,00 % OKE 1)
Emilyson Corporation Johnson City 8.465.587 USD 100,00 % OKE 1)
Arriscraft International (USA) Inc. Johnson City 8.465.587 USD 100,00 % OKE 1)
Arriscraft International LLC Johnson City 3.389.930 USD 100,00 % OKE 1)
Wienerberger Brick Industry Private Limited Bangalore 355.000.000 INR 100,00 % OK 1)
Pipelife International GmbH Wr. Neudorf 29.000.000 EUR 50,00 % EQ 2)
Wienerberger Dach Beteiligungs GmbH Wien 500.000 ATS 100,00 % VK
WIBRA Tondachziegel Beteiligungs-GmbH Wien 500.000 ATS 50,00 % QU
Tondach Gleinstätten AG Gleinstätten 500.000 EUR 25,00 % EQ 3)
Wienerberger Beteiligungs GmbH Wien 1.000.000 ATS 100,00 % VK
Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Finance Service B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Finanz Service GmbH Wien 25.435.492 EUR 100,00 % VK
Wienerberger West European Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger ZZ Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
VVT Vermögensverwaltung GmbH Wien 36.000 EUR 100,00 % VK
WK Services NV Kortrijk 32.226.158 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Beteiligungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00 % OK 1)
Dryfix GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % OKE 1)
Wienerberger Gamma Asset Management Wien 35.000 EUR 100,00 % OKE 1)

VK ...... Vollkonsolidierung

  • VKE .... Erstmalige Vollkonsolidierung
  • QU ...... Quotenkonsolidierung
  • QUE ... Erstmalige Quotenkonsolidierung
  • EQ ...... Equitybewertung EQE .... Erstmalige Equitybewertung
  • OK ...... keine Konsolidierung
  • OKE ... keine Konsolidierung (erstmalig)

1) untergeordnete Bedeutung

2) Holdinggesellschaft der Pipelife Gruppe

3) Holdinggesellschaft der Gleinstätten Gruppe

Konzernabschluss Konzernunternehmen Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Wienerberger AG, Wien für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigen kapital veränderungs rechnung für das am 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangsangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 3. März 2008

KPMG Austria GmbH

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