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Westwing Group SE

Annual Report Mar 28, 2024

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Annual Report

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Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Bestätigung des Abschlussprüfers

Westwing Group SE Berlin

Westwing Group SE, Berlin Anlage 1

Aktiva 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
mit Tekcor 1. V V UG
TEUR
31.12.2022
TEUR
Passiva 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
mit Tekcor 1. V V UG
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
19.163 23.098 23.098 I. Gezeichnetes Kapital
Eigene Aktien
20.904
-801
20.904
-382
20.904
-382
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
85 128 128 Ausgegebenes Kapital
davon bedingtes Kapital TEUR 2.000 (Vj. TEUR 5.000)
20.103 20.522 20.522
19.248 23.226 23.226 II. Kapitalrücklage 345.113 348.383 348.383
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.968 3.148 3.148 III. Bilanzverlust -217.547 -156.491 -156.251
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
1.968
12.980
3.148
37.160
3.148
15.435
147.669 212.414 212.654
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 85.688
98.668
99.093
136.252
131.954
147.390
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen
265
11.562
272
10.510
271
10.510
B. Umlaufvermögen 119.883 162.626 173.763 11.826 10.782 10.781
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
147 6 6 C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
0 3.992 3.992
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände
36.556
10.443
33.362
649
22.782
649
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4. Sonstige Verbindlichkeiten
3.853
4.606
3.421
1.822
4.641
3.876
1.822
4.641
3.876
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 47.146
3.080
34.018
38.873
23.437
38.556
davon aus Steuern TEUR 3.321 (Vj. TEUR 3.517)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 19 (Vj. TEUR 298)
50.226 72.891 61.993 11.880 14.332 14.332
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.343 2.108 2.108 D. Rechnungsabgrenzungsposten 77 97 97
171.453 237.625 237.864 171.453 237.625 237.864
Bilanz zum 31.12.2023

Westwing Group SE, Berlin Anlage 2

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
mit Tekcor 1. V V UG
2022
TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse
2. andere aktivierte Eigenleistungen
3. sonstige betriebliche Erträge
86.226
3.718
673
70.018
9.640
261
70.018
9.640
261
davon aus Währungsumrechnung TEUR 0 (Vj. TEUR 47)
Gesamtleistung 90.617 79.919 79.919
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen
-35.250 -32.247 -32.247
5. Personalaufwand: -28.566 -34.135 -34.135
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
-24.647
-3.919
-29.128
-5.007
-29.128
-5.007
6. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-7.885 -7.256 -7.256
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
davon aus Währungsumrechnung TEUR 155 (Vj. TEUR 102)
-73.226 -35.996 -35.267
-54.310 -29.715 -28.986
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 2.611 (Vj. TEUR 3.849)
2.611 4.422 3.932
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 0)
993 0 0
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -79.356 0 0
11. Erträge aus der Wertaufholung von Finanzanlagen 68.420 0 0
12. Erträge (Aufwendungen) aus der Gewinnabführung (Verlustübernahme) 682 -630 -630
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 0)
-122 -311 -311
Zins- und Finanzergebnis -6.772 3.481 2.991
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -215 -259 -258
15. Ergebnis nach Steuern -61.296 -26.493 -26.253
16. Jahresfehlbetrag -61.296 -26.493 -26.253
17. Verlustvortrag -156.251 -129.998 -129.998
18. Bilanzverlust -217.547 -156.491 -156.251

Westwing Group SE, Berlin

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Hinweise

Die Westwing Group SE ("Gesellschaft") ist eine in Deutschland gegründete Kapitalgesellschaft mit Sitz in Berlin, Deutschland (Handelsregister Berlin HRB 239114 B).

Die Westwing Group SE ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem SE-Ausführungsgesetz, ihre Namens-Stammaktien sind an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main (Prime Standard) notiert.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes unter Anwendung der Going-Concern-Prämisse aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 S. 2 HGB i. V. m. § 264 d HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung entspricht den §§ 266, 275 HGB sowie §§150 ff. AktG.

Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Beträge sind in Tausend Euro (TEUR), soweit nicht anders angegeben.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

II. Wesentliche gesellschaftsrechtliche Veränderungen im Geschäftsjahr

Verschmelzung der Tekcor 1 V V UG auf die Westwing Group SE

Die Westwing Group SE hat mit Verschmelzungsvertrag vom 28. August 2023 beschlossen, die Tekcor 1. V V UG (haftungsbeschränkt), deren Alleingesellschafterin die Westwing Group SE ist, zum 1. Januar 2023 auf die Westwing Group SE zum Buchwert zu verschmelzen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 10. November 2023.

Mit der Verschmelzung gingen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 32.622 auf die Gesellschaft über. Gleichzeitig gingen Verbindlichkeiten, die zuvor gegenüber der Westwing Group SE bestanden, in Höhe von TEUR 32.861 unter. In Höhe von TEUR 648 wurde ein Verschmelzungsverlust erfasst.

Verschmelzung der Westwing Netherlands Holding UG auf die Westwing GmbH

Mit Verschmelzungsvertrag vom 22. August 2023 wurde die Westwing Netherlands Holding UG zum 1. Januar 2023 auf die Westwing GmbH zum Buchwert verschmolzen, deren Alleingesellschafterin ebenfalls die Westwing Group SE ist. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 28. August 2023.

Mit der Verschmelzung gingen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 29.691 auf die Westwing GmbH über. Gleichzeitig gingen Verbindlichkeiten, die gegenüber der Westwing Group SE bestanden, in Höhe von TEUR 29.906 auf die Westwing GmbH über. In Höhe von TEUR 230 wurde ein Verschmelzungsverlust erfasst. Die in der Vergangenheit wertberichtigten Ausleihungen der Westwing Group SE gegen die Netherlands Holding UG wurden wieder in voller Höhe von TEUR 27.683 zugeschrieben.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über 3 bis 8 Jahre nach der linearen Methode vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden erfasst, wenn Ereignisse oder Änderungen der Marktbedingungen darauf hindeuten, dass der Buchwert von immateriellen Vermögensgegenständen nicht vollständig erzielbar ist.

Bei der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts der Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB handelt es sich um die Aktivierung von internen Kosten, die im Rahmen der Entwicklung von Software entstehen. Für die Höhe des Nettobuchwerts zum jeweiligen Bilanzstichtag besteht eine Ausschüttungssperre.

Die aktivierten Entwicklungskosten werden nach Inbetriebnahme der Software über 3 bis 8 Jahre und, falls notwendig, außerordentlich abgeschrieben.

Aufwendungen für Instandhaltung, ständige nicht wesentliche Verbesserungen und Wartung von Software werden im Aufwand erfasst, sobald sie anfallen.

Zinsen auf für den Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen aufgenommenes Fremdkapital werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Nebenkosten. Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Vermögensgegenstands oder – sofern einschlägig – als separater Vermögensgegenstand erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft daraus zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögensgegenstands zuverlässig ermittelt werden können.

Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung werden im Aufwand erfasst, sobald sie anfallen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die voraussichtliche Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens ist wie folgt:

Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 14 Jahre

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Zinsen auf für den Erwerb von Sachanlagevermögen aufgenommenes Fremdkapital werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. zu den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten ausgewiesen. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts erfolgt über ein DCF-Verfahren, wobei entsprechende Planzahlen für die einzelnen Ländergesellschaften aus dem Geschäftsplan des Westwing-Konzerns abgeleitet werden. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Wesentliche aktive latente Steuern ergeben sich aus dem steuerlichen Verlustvortrag.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Jegliche Beträge, die über den Nennbetrag hinaus oder freiwillig eingezahlt wurden, sind in der Kapitalrücklage bilanziert.

Eigene Aktien sind Aktien, die von Westwing zurückgekauft wurden, wodurch sich die Anzahl der ausstehenden Aktien auf dem freien Markt verringert.

Die eigenen Aktien werden offen von dem Posten des gezeichneten Kapitals abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert (Nennbetrag) und den Anschaffungskosten eigener Anteile wird mit den frei verfügbaren Kapitalrücklagen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten, unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preisund Kostensteigerungen, alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Als Entlohnung für geleistete Arbeit erhalten manche Mitarbeiter eine anteilsbasierte Vergütung mit oder ohne Barausgleich. Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich mit den Mitarbeitern der Gesellschaft entstehen, werden zunächst unter Anwendung eines Optionspreismodells mit dem Aktienkurs als wesentlichen Parameter mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Rückstellung verteilt. Westwing berücksichtigt bei der Berechnung der anteilsbasierten Vergütungsaufwendungen auch eine geschätzte Verfallsquote während des Erdienungszeitraums.

Hingegen bleiben anteilsbasierte Vergütungen, die in Form von Aktienoptionen ausgegeben werden und mit eigenen Aktien oder Aktien aus genehmigtem Kapital beglichen werden, bilanziell unberücksichtigt. Lediglich wenn die Gesellschaft sich dazu verpflichtet hat, Aktienoptionen in bar abzugelten erfolgt eine buchhalterische Berücksichtigung.

Die Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich wird zu jedem Abschlussstichtag unter Verwendung desselben Optionspreismodells neu bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Personalaufwand bzw. in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag; hierbei werden unrealisierte Kursgewinne nur erfasst, sofern diese kurzfristiger Natur und damit hinreichend sicher sind.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen der Gesellschaft handelt es sich um erworbene sowie selbst geschaffene Software.

Die Zugänge zu den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 3.842 (31.12.2022: TEUR 10.206) resultieren im Wesentlichen aus der Entwicklung eigener Software für Lager- und Logistikanwendungen, Consumer Apps, Webseiten, Zahlungsmethoden, sowie neue Features im Bereich Stabilität, Schnelligkeit und Sicherheit der Webportale. Die Entwicklungsprojekte sind in Teilprojekte unterteilt, die durch die Entwicklungen neuer Funktionen gekennzeichnet sind.

Die Abgänge in Höhe von TEUR 1.258 (31.12.2022: TEUR 0) beziehen sich auf im Vorjahr noch in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände, deren Weiterentwicklung aufgrund eines Strategiewechsels im Technologiesektor nicht fortgeführt wurde. Da diese Vermögensgegenstände noch nicht von sich in Entwicklung befindend in die selbstgeschaffenen Vermögensgegenstände umgegliedert wurden, erfolgte keine außerplanmäßige Abschreibung, sondern eine Stornierung der Aktivierung der entsprechenden Kosten.

In den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen sind geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.103 (31.12.2022: TEUR 3.051) enthalten.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres lag bei TEUR 14.278 (2022: TEUR 17.371).

In jedem Geschäftsjahr wird die Bewertung der selbst entwickelten Vermögensgegenstände auf ihre Werthaltigkeit analysiert. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich kein Bedarf für eine außerplanmäßige Abschreibung.

Im Vorjahr entschloss sich Westwing, einen Teil der aktivierten Projekte nicht weiter fortzuführen. Daher wurde für die Buchwerte dieser selbst entwickelten Vermögensgegenstände eine außerplanmäßige Abschreibung von insgesamt TEUR 721 vorgenommen.

Sachanlagevermögen

Beim Sachanlagevermögen der Gesellschaft handelt es sich überwiegend um Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen

Ausleihungen umfassen ausschließlich Darlehen an verbundene Unternehmen, die mit Zinssätzen zwischen 0,1% und 6,2% p. a. verzinst sind und kurzfristig fällig gestellt werden können, soweit diese nicht mit einem Rangrücktritt belegt sind. Da die überlassenen Darlehen wirtschaftlich längerfristiger Natur sind und keine festgelegten Laufzeiten haben, werden sie unter den Ausleihungen im Anlagevermögen dargestellt.

Die Anteile und Ausleihungen wurden auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Im Geschäftsjahr ergaben sich hierzu verschiedene Sachverhalte, die unter den Details zur Entwicklung der Anteile und Ausleihungen beschrieben sind.

Im Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft einen Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen von insgesamt TEUR 2.455 auf. Dieser setzt sich aus nachfolgenden Sachverhalten zusammen:

  • Aufgrund der Verschmelzung mit einer Tochtergesellschaft erhöhte sich der Beteiligungsbuchwert bei dieser Gesellschaft um TEUR 21.724. Gleichzeitig sind dadurch bestehende Anteile in Höhe von TEUR 408 abgegangen. Auf den neuen Beteiligungsbuchwert erfolgte eine Wertberichtigung voller Höhe.
  • Aufgrund der Zentralisierung von Funktionen und Lägern in Spanien und Italien erfolgte eine Wertberichtigung der bestehenden Anteile in Höhe von TEUR 2.043.

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang der Ausleihungen und Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 46.266 (2022: Rückgang TEUR 3.494) auf. Dies setzt sich aus nachfolgenden Sachverhalten zusammen:

  • Rückzahlungen in Höhe von TEUR 50.494 standen die Ausgabe neuer Darlehen in Höhe von TEUR 13.373 gegenüber.
  • Aufgrund der Kapitalerhöhung in einer Tochtergesellschaft erfolgte eine Zuschreibung auf in Vorjahren wertberichtigte Ausleihungen in Höhe von TEUR 40.737.
  • Aufgrund einer Verschmelzung zweier Tochtergesellschaften erfolgte eine Zuschreibung auf in Vorjahren wertberichtigte Ausleihungen in Höhe von TEUR 27.683.
  • Aufgrund der Verschmelzung mit einer Tochtergesellschaft weist die Gesellschaft neue Ausleihungen in Höhe von TEUR 8.050 sowie Abgänge bestehender Ausleihungen von TEUR 30.031 auf.
  • Aufgrund der der Zentralisierung von Funktionen und Lägern in Spanien und Italien erfolgte eine Wertberichtigung der bestehenden Ausleihungen in Höhe von TEUR 55.584.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen sind zum Nominalwert bilanziert. Bei Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Leistungsverrechnungen, die innerhalb von 14 Tagen fällig sind, (TEUR 24.622; 31.12.2022: TEUR 15.102) und um Lizenzforderungen (TEUR 11.934; 31.12.2022: TEUR 7.680). Der Anstieg zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 36.556 (31.12.2022: TEUR 22.782) ist im Wesentlichen auf höhere Weiterbelastungen an Tochterunternehmen aufgrund einer gestiegenen Nachfrage nach zentralen Dienstleistungen zurückzuführen, was auf die neue Marketingstruktur des Konzerns sowie die Website-Integration ("OneWestwing") zurückzuführen ist.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 10.443 (31.12.2022: TEUR 649) beinhalten im Wesentlichen eine Festgeldanlage in Höhe von TEUR 10.000 mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Mietkautionen belaufen sich auf TEUR 27 (31.12.2022: TEUR 512). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Bürgschaften im Zusammenhang mit Mietobjekten.

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme der verbleibenden Mietkautionen.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2023 betrug das gezeichnete Kapital TEUR 20.904 (31.12.2022: TEUR 20.904). Das Grundkapital ist in 20.903.968 nennbetragslose Stückaktien eingeteilt, davon hält die Gesellschaft 801.321 eigene Aktien (31.12.2022: 382.230) mit einem Nominalwert von EUR 1,00 je Aktie.

Eigene Aktien haben keine Stimmrechte. Durch den Besitz dieser Aktien hat das Unternehmen keinen Anspruch auf den Erhalt von Vermögensgegenständen bei einer Liquidation des Unternehmens, oder auf Ausübung von Bezugsrechten als Anteilseigner.

Die Kapitalrücklage beinhaltet die über das Nennkapital hinaus einbezahlten Beträge. Nachfolgend ein Überblick über die Entwicklung des gezeichneten Kapitals:

Anzahl der Eigene Aktien
Aktien
1. Januar 2022 20.903.968 326.475
Erwerb eigener Aktien - 55.755
Zum 31. Dezember 2022
/ 1. Januar 2023
20.903.968 382.230
Erwerb eigener Aktien - 420.741
Abgeltung von Aktienoptionen - -1.650
Zum 31. Dezember 2023 20.903.968 801.321

Die Gesamtanzahl der ausgegebenen Stückaktien mit Stimmrecht belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 20.102.647 Aktien (31. Dezember 2022: 20.521.738 Aktien) mit einem Nennwert von EUR 1,00 je Aktie. Jede Aktie gewährt dem Inhaber eine Stimme auf der Hauptversammlung der Westwing Group SE. Der Nennwert aller Stammaktien ist voll eingezahlt.

Der Vorstand der Westwing Group SE hat am 25. April 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm mit einem maximalen Volumen von bis zu 600.000 Aktien zu einem maximalen Gesamtkaufpreis von bis zu EUR 3 Mio. durchzuführen. Der Rückkauf über den Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse begann am 26. April 2023 und wurde am 31. Oktober 2023 beendet. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 198.333 Aktien gegen eine Zahlung von TEUR 1.673 erworben.

Der Vorstand der Westwing Group SE hat am 24. November 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein weiteres Aktienrückkaufprogramm mit einem maximalen Volumen von bis zu 600.000 Aktien zu einem maximalen Gesamtkaufpreis von bis zu EUR 3 Mio. durchzuführen. Der Rückkauf über den Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse begann am 27. November 2023 und soll bis zum 30. April 2024 beendet werden. Bis zum 31. Dezember 2023 wurden 46.070 Aktien gegen eine Zahlung von TEUR 408 erworben.

Der Vorstand der Westwing Group SE hat am 24. November 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm mit einem maximalen Volumen von bis zu 600.000 Aktien zu einem maximalen Gesamtkaufpreis von bis zu EUR 3 Mio. durchzuführen. Der Rückkauf über den Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse begann am 28. November 2022 und wurde am 31. März 2023 beendet. Bis zum 31. Dezember 2022 wurden insgesamt 55.755 Aktien gegen TEUR 493 zurückgekauft. Bis zum 31. März 2023 wurden weitere 176.338 Aktien gegen eine Zahlung von TEUR 1.609 erworben.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 1.650 Aktienoptionen ausgeübt (2022: keine), die mit eigenen Aktien abgegolten wurden. Der durchschnittliche Ausübungspreis lag bei EUR 0,01, was zu Zahlungseingängen in Höhe von TEUR 0 führte (2022: TEUR 0). Die Differenz zwischen Ausübungspreis und Nennbetrag wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet und führte im Geschäftsjahr 2023 zu einer Reduktion der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 6.

Der Anteil der eigenen Aktien am Grundkapital betrug zum 31. Dezember 2023 3,8% (31.12.2022: 1,8%). Hiervon entfallen 2,0% auf im Geschäftsjahr 2023 erworbene eigene Aktien. Der Marktwert lag zum Stichtag bei TEUR 7.084 (31.12.2022: TEUR 3.669).

Zudem wurden 3.900 Aktienoptionen ausgeübt, die gegen eine Zahlung von TEUR 26 abgegolten wurden. Da der Betrag auf eigene Mitarbeiter der Gesellschaft entfiel, wurde er vollständig im Personalaufwand erfasst.

Ein Überblick über alle Zu- und Abgänge eigener Aktien ist in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 345.113 (31.12.2022: TEUR 348.383). Der Rückgang ist auf den Erwerb eigener Aktien zurückzuführen, deren den Nennbetrag übersteigender Wert von der Kapitalrücklage abgezogen wird.

Der Restbuchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 19.163; 31.12.2022: TEUR 23.098) gilt als ausschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 HGB.

Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 217.547 (31.12.2022: TEUR 156.251) resultiert aus dem Jahresfehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres und dem Vortrag aus dem vergangenen Geschäftsjahr.

Genehmigtes Kapital zum 31. Dezember 2023:

Genehmigtes Kapital 2022/I

Der Vorstand wurde - unter Aufhebung des Genehmigten Kapitals 2018/V - von der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Mai 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. Mai 2027 (einschließlich) das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.090.396,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.090.396 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2022/I"). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Das Genehmigte Kapital 2022/I ist in § 4 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft geregelt.

Genehmigtes Kapital

Die Satzung der Westwing Group SE regelte zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 in § 4 Abs. 4 das Genehmigte Kapital 2018/VI. Die darin enthaltene Ermächtigung des Vorstands war bis zum 20. September 2023 befristet. Das Genehmigte Kapital 2018/VI der Westwing Group SE wurde aufgrund des teilweisen Zweckwegfalls sowie aufgrund des zeitlichen Auslaufens der Ermächtigung in 2023 gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 16. Mai 2023 sowie entsprechender Satzungsänderung durch ein neues genehmigtes Kapital 2023/I ersetzt.

Der Vorstand ist demnach ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Mai 2028 (einschließlich) das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 4.000.000,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 4.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2023/1"). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen und in vorgeschriebenen Grenzen ausgeschlossen werden. Die neuen Aktien können auch an ein oder mehrere Kreditinstitute oder andere in Art. 5 SE-VO i. V. m. § 186 Abs. 5 Satz l des AktG genannte Unternehmen mit der Verpflichtung ausgegeben werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht) oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts (etwa an bezugsberechtigte Aktionäre, die vorab eine Festbezugsvereinbarung abgegeben haben), oder im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß Art. 5 SE-VO i. V. m. § 186 Abs. 5 AktG gewährt werden.

Das genehmigte Kapital 2023/I ist in § 4 Abs. 4 der Satzung geregelt.

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 21. September 2018 hatte den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, in der Zeit vom 21. September 2018 bis zum 20. September 2023 im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00 Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente (die "Schuldverschreibungen") mit Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft auszugeben. Das Grundkapital der Gesellschaft war dementsprechend zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 um bis zu EUR 5.000.000,00 bedingt erhöht ("Bedingtes Kapital 2018"). Von der Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht.

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Mai 2023 sowie entsprechender Satzungsänderung wurde eine neue Ermächtigung zur Ausgabe von Options- /Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts geschaffen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist demnach um bis zu EUR 2.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 2.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2023).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Mai 2028 (einschließlich) einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options-/Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (nachfolgend zusammen auch "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 50.000.000,00 auszugeben und den Gläubigern (nachfolgend die "Inhaber") der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen, Options- bzw. Wandlungsrechte auf neue, auf den Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 2.000.000,00 nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Dieses bedingte Kapital ist in § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft geregelt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 11.562 (31.12.2022: TEUR 10.510) beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich (TEUR 4.808; 31.12.2022 TEUR 5.164), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.872; 31.12.2022: TEUR 2.073), Rückstellungen für Personal (TEUR 1.868; 31.12.2022: TEUR 1.860), Rückstellungen für Marketing (TEUR 1.414; 31.12.2022: TEUR 429), Rückstellungen für mietfreie Zeit (TEUR 369; 31.12.2022: TEUR 515), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (TEUR 326; 31.12.2022: TEUR 285) sowie Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten (TEUR 899; 31.12.2022: TEUR 200).

Anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich

In der zweiten Jahreshälfte 2019 und im ersten Halbjahr 2020 wurde für den Vorstand und bestimmten Positionen der oberen Management-Ebene ein anteilsbasiertes Vergütungsprogramm mit Barausgleich eingerichtet. Die Optionen wurden am 31. Dezember 2022 vollständig unverfallbar und können jeweils vier Jahre nach Gewährung ausgeübt werden. Für dieses Programm wurden im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von TEUR 131 (2022: TEUR 140) erfasst. Im Jahr 2023 sind für dieses Programm 200.500 Optionen gegen bar ausgeübt worden. Zum 31. Dezember 2023 standen 683.125 Optionen aus (31.12.2022: 883.625).

Im Jahr 2022 wurde ein neues anteilsbasiertes Vergütungsprogramm für einen breiteren Mitarbeiterkreis aufgelegt, das in bar abgegolten werden soll. Die Höhe der Zahlung hängt vom Aktienkurs der Gesellschaft ab. Die Laufzeit des ECP 2022 ist auf drei Jahre begrenzt, sie beginnt am 1. Juli 2022, der letzte Leistungszeitraum endet am 30. Juni 2025. Kürzere Dienstzeiträume können vorkommen. Im Geschäftsjahr wurden von diesem Programm 1.839 Optionen gegen eine Zahlung von TEUR 13 ausgeübt. Die Rückstellung hierfür betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 689 (31.12.2022: TEUR 182). Zudem enthält die Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung Aufwendungen für die Erstattung der Steuerdifferenz in Bezug auf ausgegebene Aktien zum Verwässerungsschutz in Höhe von TEUR 12 (31.12.2022: TEUR 12). Im Jahr 2022 wurden in diesem Zusammenhang TEUR 231 an Begünstigte ausgezahlt.

Zum 31. Dezember 2023 betrug der kumulierte Wert der Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung insgesamt TEUR 4.808 (31.12.2022: TEUR 5.164).

Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz gezeigten Verbindlichkeiten können wie folgt unterteilt werden:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 3.992
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
3.853 1.822
Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen 4.606 4.641
Sonstige Verbindlichkeiten
-
aus Steuern
3.321 3.517
-
im Rahmen der sozialen Sicherheit
19 298
-
Übrige
82 61
Summe 11.880 14.332

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 14.332 in 2022 auf TEUR 11.880 in 2023 verringert. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Verbindlichkeiten aus Handelsfinanzierungen zurückzuführen, die im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen waren und im Jahr 2023 zurückgezahlt wurden. Sie betrafen im Vorjahr die Abtretung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an von einem Dienstleister vermittelte Finanzierungspartner. Diese übernahmen die Zahlung an den Handelspartner und Westwing erstattet diese Bezahlung mit einem zeitlichen Verzug von zwei Monaten. Teilweise wurde der Rückgang der Verbindlichkeiten durch höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgeglichen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren analog dem Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Die Westwing Group SE hatte zum 31. Dezember 2023 einen Avalkredit in Höhe von TEUR 3.700 (31.12.2022: TEUR 0).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 77 (31.12.2022: TEUR 97) enthält einen erhaltenen Baukostenzuschuss für Büroräume, der ratierlich über die Mietlaufzeit aufgelöst wird.

V. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse

Die Umsätze der Gesellschaft in Höhe von TEUR 86.226 (2022: TEUR 70.018) resultieren aus konzerninternen Verrechnungen aus Dienstleistungen in Höhe von TEUR 86.049 (2022: TEUR 69.113) und übrigen Erlösen in Höhe von TEUR 177 (2022: TEUR 905). Der Anstieg der Umsatzerlöse ist vor allem durch höhere Weiterbelastungen aus Lizenzen und höhere Marketingaufwendungen verursacht, was auf die neue Marketingstruktur des Konzerns sowie die Website-Integration ("OneWestwing") zurückzuführen ist.

Die Umsätze aus konzerninternen Verrechnungen entfallen mit TEUR 83.031 auf Deutschland (2022: TEUR 61.788) und mit TEUR 3.018 auf das Ausland (2022: TEUR 7.326). Die internationalen Umsätze aus konzerninternen Verrechnungen verteilen sich mit TEUR 1.822 auf Westeuropa (2022: TEUR 5.067) und mit TEUR 1.195 auf Osteuropa (2022: TEUR 2.259).

Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen umfassen aktivierte Personalaufwendungen zur Erstellung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 3.718 (2022: TEUR 9.640).

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 673 (2022: TEUR 261) handelt es sich im Wesentlichen um Mutterschutzzuschüsse in Höhe von TEUR 238 (2022: TEUR 114) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 198 (2022: TEUR 112.

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 35.250 (2022: TEUR 32.247) sind von Konzernfremden bezogen worden und werden zum Großteil konzernintern weiterverrechnet. Sie betreffen im Wesentlichen zentrale Marketing- und IT-Dienstleistungen.

Personalangaben

Während des Jahres beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 316 Mitarbeiter ohne Einbezug des Vorstands (2022: 405), die sich wie folgt aufgliedern:

2023 2022
Verwaltung / IT 194 247
Marketing/ Vertrieb 122 158
Summe 316 405

Der Personalaufwand betrug TEUR 28.566 (2022: TEUR 34.135). Davon betreffen TEUR 833 (2022: TEUR: 1.097) Abfindungen. Im Personalaufwand enthalten sind außerdem Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung in Höhe von TEUR 761 (2022: TEUR 185). Diese betreffen in Höhe von TEUR 630 das ECP 2022 und in Höhe von TEUR 131 das anteilsbasierte Vergütungsprogramm mit Barausgleich aus 2019. Im Vorjahr ergab sich ein gegenläufiger Effekt aus einer Korrektur, die zu einem Ertrag in Höhe von TEUR 590 führte, von dem TEUR 359 auf Mitarbeiter der Westwing Group SE entfallen.

Der Personalaufwand kann wie folgt untergegliedert werden:

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter 23.886 29.301
Soziale Abgaben
Aufwand/(Ertrag) anteilsbasierte Vergütung
3.919
761
5.007
-174
Summe 28.566 34.135

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 73.226 (2022: TEUR 35.267). Dieser Anstieg ist vor allem auf die Kapitalerhöhung (Erhaltungsaufwand) bei einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 44.167 zurückzuführen. Diese Einzahlung (Erhaltungsaufwand) hatte eine Zuschreibung der Ausleihung zur Folge. Wir verweisen auf die Ausführungen unter "Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen". Darüber hinaus sind vor allem Kosten, die im Rahmen der Headquarter-Funktion anfallen, enthalten. Dazu gehören Mietaufwendungen, Weiterbelastungen für Mitarbeiter von anderen Konzernunternehmen, Beratungskosten, Aufwendungen für die IT-Infrastruktur sowie Aufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung, die auf nicht in der Westwing Group SE beschäftigte Konzernmitarbeiter entfallen. Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.547 hier erfasst (2022: TEUR 384).

Finanzergebnis

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 2.611 (2022: TEUR 3.932) resultieren im Wesentlichen aus Darlehen an verbundene Unternehmen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 993 (2022: TEUR 0) betreffen vorwiegend Zinserträge aus Festgeldanlagen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrugen TEUR 79.356 (2022: TEUR 0). Die Erträge aus der Wertaufholung von Finanzanlagen belaufen sich auf TEUR 68.420. Für weitere Details zu den Abschreibungen und Wertaufholungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 122 (2022: TEUR 311) betreffen in voller Höhe Dritte.

VI. Sonstiges

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen (brutto) wie folgt:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mietverträge -3.798 -9.618 - -13.416
Leasingverträge -57 -6 - -63
Serviceverträge -87 -179 - -87
-3.942 -9.624 - -13.566

Der Nutzung eines Teils der von Westwing genutzten Sachanlagen liegen Miet- und Operating-Leasing-Verträge zugrunde. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko bei der Gegenpartei.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft befindet sich in den folgenden Haftungsverhältnissen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Garantien und Bürgschaften 950 690
950 690

Aufgrund der Holding- und Finanzierungsfunktion der Gesellschaft im Konzern sind die Haftungsverhältnisse ausschließlich für Tochtergesellschaften zum Aufbau des Geschäftsbetriebs eingegangen worden. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt, da die Tochtergesellschaften eine positive Entwicklung aufweisen. Zudem hat sich die Westwing Group SE gegenüber ihrer Tochtergesellschaft Westwing GmbH und den übrigen direkten, nicht operativen Tochtergesellschaften durch Patronatserklärungen dazu verpflichtet, für die bis zum 31. Dezember 2025 entstandenen Verpflichtungen einzustehen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis wird ebenfalls als gering eingeschätzt, da die zukünftige Entwicklung der Westwing GmbH als positiv zu sehen ist.

Aufstellung des Anteilsbesitzes der Westwing Group SE gemäß § 285 Nr. 11, 11a und Nr. 11b HGB

Gesellschaft Firmen
sitz
Eigenkapital in
TEUR bzw. um
gerechnet zum
Stichtagskurs
1
2023
Anteile
am
Kapital
in %
Jahres
ergebnis
2023
in TEUR1
Westwing GmbH München -31.441 100,00% -4.873
Westwing Commercial GmbH Berlin -77 100,00% -67
Westwing Delivery Service GmbH München 22 100,00% 6
Westwing Bitterfeld Logistics GmbH München 25 100,00% 0
Westwing Spain Holding UG Berlin -1.097 100,00% 32
Westwing France Holding UG Berlin 121 100,00% -44.352
Westwing Italy Holding UG Berlin -1.289 100,00% -28
Brillant 1256. GmbH & Co.
Dritte Verwaltungs KG
Berlin -16.491 88,80% -20
Brillant 1256. GmbH Berlin -2.055 100,00% 4
Bambino 66. V V UG Berlin -4.871 94,20% -3
Bambino 68. V V UG Berlin -3.255 87,24% -17
VRB GmbH & Co. B-157 KG Berlin -2.415 77,30% -6
VRB GmbH & Co. B-160 KG Berlin -745 97,50% -7
Gesellschaft Firmen
sitz
Eigenkapital in
TEUR bzw. um
gerechnet zum
Stichtagskurs
1
2023
Anteile
am
Kapital
in %
Jahres
ergebnis 2023
in TEUR1
WW E-Services Iberia S.L.2 Barcelona 21 100,00% -2.441
WW E-Services Italy S.r.I.2 Mailand -1.344 100,00% -1.283
WW E-Services France SAS2 Paris -19.558 100,00% 1.031
Westwing Home & Living Poland
Sp. z o.o.
Warschau 3.083 100,00% 15
WW E-Services The Netherlands
B.V.2
Amsterdam -14.973 100,00% -338
wLabels Hong Kong Ltd.2 Hongkong 695 100,00% 111
wLabels China Co., Ltd.2 Dongguan -28 100,00% -34

1 Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen nach evtl. Gewinnabführung, bei Tochterunternehmen gemäß konsolidiertem IFRS-Abschluss.

2 indirekt.

Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der einbezogenen Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Aktionärsstruktur der Westwing Group SE basiert auf den Stimmrechten, wie zuletzt von den Aktionären mitgeteilt und wie von den Aktionären in Bezug auf das aktuelle Aktienkapital des Unternehmens zum 31. Dezember 2023 veröffentlicht. Zu beachten ist, dass sich die Anzahl der zuletzt gemeldeten Stimmrechte innerhalb der jeweiligen Schwellenwerte geändert haben könnten, ohne dass eine Verpflichtung zur Benachrichtigung der Gesellschaft besteht. Die in der untenstehenden Tabelle angegebenen Prozentsätze beziehen sich jeweils auf das Grundkapital der Westwing Group SE am 31. Dezember 2023.

Aktionär Anteil
am Grundkapital
Zerena GmbH (Rocket Internet SE) 29%
Amiral Gestion 10%
The Capital Group Companies 8%
Duke University (Blackwell Partners LLC -
Series A)
6%
Bram Cornelisse (Farringdon Netherlands BV) 5%
Tengelmann Ventures 5%
UBS AG 5%
Inflection Point Investments LLP 4%
Allianz Global Investors 3%
Janus Henderson Group PLC 3%
David Hathaway (Far View Capital Management) 3%
Aymeric Chaumet (Swensen LTD) 3%
Westwing Group SE 3%
Streubesitz/Andere Anteilsinhaber 13%
Gesamt 100%

Streubesitz/andere Anteilsinhaber bezieht sich auf die Beteiligungen an der Westwing Group SE von weniger als 3%.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 sind die folgenden Ereignisse eingetreten, die sich auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Westwing auswirken werden.

Am 16. Januar 2024 gab das Unternehmen im Rahmen einer allgemeinen Umstrukturierung zur Optimierung des Geschäfts bekannt, dass es große Teile der derzeit in Italien und Spanien angesiedelten Geschäftsfunktionen zentralisieren wird. Die Kunden in Italien und Spanien werden künftig hauptsächlich von den Gesellschaften in München und Warschau sowie von der Logistikzentrale in Polen aus betreut. Infolgedessen wird Westwing seine lokale Mitarbeiterzahl erheblich reduzieren und sein lokales Büro und Lager in Italien sowie das Lager in Spanien schließen. Die Umstrukturierung wird in den nächsten Monaten erfolgen.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind Bestandteil des Konzernabschlusses der Westwing Group SE, den die Gesellschaft für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen prüferische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der nicht-finanziellen Erklärung (limited assurance) sowie Prüfungstätigkeiten im Zusammenhang mit dem Vergütungsbericht.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Westwing Group SE haben im Dezember 2023 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und im Geschäftsbericht sowie auf der Website des Unternehmens öffentlich zugänglich gemacht (https://ir.westwing.com/download/companies/westwing/CorporateGovernance/Entsprechens erklaerung_Westwing_Group_SE_2023_DE.pdf).

Vorstand

Die während des Jahres agierenden Vorstände waren Dr. Andreas Hoerning (Chief Executive Officer), Sebastian Säuberlich (Chief Financial Officer bis zum 31. März 2023) und Sebastian Westrich (Chief Financial Officer seit dem 01. August 2023).

Die dem Vorstand im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge betrugen TEUR 835 (2022: TEUR 680). Im Jahr 2023 wurden keine virtuellen Optionsrechte gewährt.

Im Jahr 2023 wurde für ehemalige Organmitglieder Aufwendungen in Höhe von TEUR 63 (2022: TEUR 240) sowie ein Aufwand im Rahmen der Bewertung der anteilsbasierten Vergütung mit Barausleich in Höhe von TEUR 244 (2022: Ertrag TEUR 55) erfasst.

Die individualisierte Offenlegung der Bezüge der Vorstände erfolgt im Vergütungsbericht.

Aufsichtsrat

Die dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge betrugen TEUR 226. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung der Westwing Group SE geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Grundvergütung für jedes Geschäftsjahr der Gesellschaft in Höhe von TEUR 25, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats eine feste Grundvergütung von TEUR 40 und der stellvertretende Vorsitzende von TEUR 30 erhält. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält weitere TEUR 20 und die weiteren Mitglieder des Prüfungsausschusses TEUR 10. Die Vorsitzende des Vergütungsausschusses erhält weitere TEUR 15 und jedes andere Mitglied des Vergütungsausschusses TEUR 7,5. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhalten der Vorsitzende weitere TEUR 5 und jedes andere Mitglied TEUR 3.

Die Vergütung ist nach Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres fällig. Aufsichtsratsmitglieder, die nur für einen Teil des Geschäftsjahres im Amt sind, erhalten eine entsprechende anteilsmäßige Vergütung.

Neben den festen Bezügen erstattet Westwing den Mitgliedern des Aufsichtsrats ihre im Rahmen der Ausübung ihrer Pflichten entstandenen angemessenen Auslagen sowie die auf ihre Vergütung und Auslagen entfallene Umsatzsteuer.

Ferner werden die Mitglieder des Aufsichtsrats in die D&O-Haftpflichtversicherung einbezogen, die eine Absicherung gegen finanzielle Schäden bietet. Die Prämien für diese Versicherungspolice werden von der Gesellschaft gezahlt.

Gemäß § 10 Abs. 1 der Satzung setzt sich der Aufsichtsrat aus fünf Mitgliedern zusammen. Er unterliegt keiner Mitbestimmung durch Arbeitnehmer, demzufolge werden alle Mitglieder des Aufsichtsrats von der Hauptversammlung als Anteilseignervertreter gewählt.

Im Geschäftsjahr 2023 hatte der Aufsichtsrat drei Ausschüsse: Den Prüfungsausschuss, den Vergütungsausschuss und den Nominierungsausschuss.

Während des Geschäftsjahres setzte sich der Aufsichtsrat aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

Name Vergütete Funktionen
Christoph Barchewitz, Vorsitzender des Aufsichtsrats
CEO Global Fashion Group
S.A.
Vorsitzender des
Nominierungsausschusses
Mitglied des Vergütungsausschusses
Dr. Antonella Mei-Pochtler, Stellvertretende Vorsitzende des
Selbständige Unternehmerin bei der Aufsichtsrats
Pochtler Management GmbH Vorsitzende des Vergütungsausschusses
Senior Advisor
Boston Consulting Group
Mitglied des Nominierungsausschusses
Name Vergütete Funktionen
Michael Hoffmann, Mitglied des Aufsichtsrats
selbständiger Unternehmensberater Vorsitzender des Prüfungsausschusses
Mitglied des Vergütungsausschusses
Mareike Wächter, Mitglied des Aufsichtsrats
selbständige Unternehmensberaterin Mitglied des Prüfungsausschusses
Mitglied des Nominierungsausschusses
Susanne Samwer Mitglied des Aufsichtsrats
Finanzdirektorin für HZG Additive
Manufacturing Tech Fund
Mitglied des
Prüfungsausschusses

Zwei Aufsichtsratsmitglieder der Westwing Group SE sind darüber hinaus in Aufsichtsräten sowie Kontrollgremien der folgenden Gesellschaften vertreten:

Dr. Antonella Mei-Pochtler

  • Mitglied des Aufsichtsrats, Mitglied des Vergütungsausschusses, Mitglied des Strategieausschusses und Mitglied des Nachhaltigkeitsausschusses der Publicis Groupe S.A. (börsennotiertes Unternehmen)
  • Mitglied des Aufsichtsrats und Mitglied des Prüfungsausschusses sowie des Präsidialund Nominierungsausschusses der ProSiebenSat.1 Media SE
  • Mitglied des Aufsichtsrats und Mitglied des Ausschusses für Innovation und für soziale und ökologische Nachhaltigkeit sowie Mitglied des Ausschusses für Transaktionen mit nahestehenden Personen der Assicurazioni Generali S.p.A. (börsennotiertes Unternehmen)
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Plenitude SpA, Mailand, Italien (nicht-börsennotiertes Unternehmen)
  • Mitglied des Verwaltungsrats des TUM Venture Labs der UnternehmerTUM (nichtbörsennotiertes Unternehmen)
  • Mitglied des Beirates der Pochtler Industrieholding GmbH, Wien, Österreich (nichtbörsennotiertes Unternehmen)

Michael Hoffmann

  • Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Telefónica Deutschland Holding AG (börsennotiertes Unternehmen)
  • Vorstand des gemeinnützigen Vereins Die Tafel e.V.

Versicherung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf, einschließlich des Geschäftsergebnisses, und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.

München, den 27. März 2024

Dr. Andreas Hoerning Sebastian Westrich Vorstand Vorstand Westwing Group SE Westwing Group SE

Westwing Group SE, Berlin Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Verschmelzung mit Verschmelzung
01.01.2023 01.01.2023 01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte 37.594 0 0 3.842 ./. 1.258 40.179 ./. 14.497 ./. 6.519 0 0 ./. 21.016 19.163 23.098
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 677 0 0 1 0 678 ./. 549 ./. 44 0 0 ./. 593 85 128
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.338 0 0 0 0 4.338 ./. 4.338 0 0 0 ./. 4.338 0 0
42.609 0 0 3.843 ./. 1.258 45.194 ./. 19.384 ./. 6.563 0 0 ./. 25.946 19.248 23.226
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.238 0 0 143 ./. 713 8.669 ./. 6.090 ./. 1.322 711 0 ./. 6.701 1.968 3.148
9.238 0 0 143 ./. 713 8.669 ./. 6.090 ./. 1.322 711 0 ./. 6.701 1.968 3.148
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.071 21.316 37.387 0 0 37.387 ./. 635 ./. 23.772 0 0 ./. 24.407 12.980 15.435
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 220.524 ./. 21.981 198.543 13.373 ./. 50.494 161.422 ./. 88.570 ./. 55.584 0 68.420 ./. 75.735 85.688 131.954
236.595 ./. 665 235.930 13.373 ./. 50.494 198.809 ./. 89.205 ./. 79.356 0 68.420 ./. 100.142 98.668 147.390
Summe 288.442 ./. 665 235.930 17.360 ./. 52.465 252.673 ./. 114.679 ./. 87.241 711 68.420 ./. 132.789 119.883 173.763

Anlage zum Anhang

Bilanzstichtag Erwerbs-/
Veräußerungsdatum
Preis pro
Aktie in EUR
Eigene
Aktien
Ursache der Bewegung
31.12.2017 -191
-28.650 Aktiensplit
5.850 Ausübung Aktienoptionen
31.12.2018 -22.800
07.03.2019 0,02 22.800 Ausübung Aktienoptionen
09.04.2019 14,85 -10.050 Erwerb eigene Aktien
09.05.2019 14,85 -8.850 Erwerb eigene Aktien
13.05.2019 0,01 18.900 Ausübung Aktienoptionen
14.08.2019 4,40 -2.600 Aktienrückkaufprogramm
15.08.2019 4,10 -658 Aktienrückkaufprogramm
16.08.2019 3,94 -2.442 Aktienrückkaufprogramm
19.08.2019 3,90 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
20.08.2019 3,66 -3.500 Aktienrückkaufprogramm
21.08.2019 3,24 -3.500 Aktienrückkaufprogramm
22.08.2019 2,71 -6.500 Aktienrückkaufprogramm
23.08.2019 2,75 -11.000 Aktienrückkaufprogramm
26.08.2019 3,07 -5.000 Aktienrückkaufprogramm
27.08.2019 3,46 -15.000 Aktienrückkaufprogramm
28.08.2019 3,71 -11.542 Aktienrückkaufprogramm
29.08.2019 3,57 -18.000 Aktienrückkaufprogramm
30.08.2019 3,42 -13.693 Aktienrückkaufprogramm
02.09.2019 3,21 -18.013 Aktienrückkaufprogramm
03.09.2019 3,28 -12.507 Aktienrückkaufprogramm
04.09.2019 3,21 -22.000 Aktienrückkaufprogramm
05.09.2019 3,09 -25.000 Aktienrückkaufprogramm
06.09.2019 3,00 -25.880 Aktienrückkaufprogramm
09.09.2019 2,91 -28.500 Aktienrückkaufprogramm
10.09.2019 2,96 -29.000 Aktienrückkaufprogramm
11.09.2019 2,88 -19.939 Aktienrückkaufprogramm
12.09.2019 2,88 -24.513 Aktienrückkaufprogramm
13.09.2019 2,92 -19.923 Aktienrückkaufprogramm
16.09.2019 2,77 -11.078 Aktienrückkaufprogramm
17.09.2019 2,61 -35.500 Aktienrückkaufprogramm
18.09.2019 2,62 -35.500 Aktienrückkaufprogramm
19.09.2019 2,64 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
20.09.2019 2,57 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
23.09.2019 2,58 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
24.09.2019 2,61 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
25.09.2019 2,49 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
26.09.2019 2,20 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
27.09.2019 2,00 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
30.09.2019 2,15 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
01.10.2019 2,25 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
02.10.2019 2,33 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
04.10.2019 2,25 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
07.10.2019 2,31 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
08.10.2019 2,62 -22.500 Aktienrückkaufprogramm
09.10.2019 2,98 -13.000 Aktienrückkaufprogramm
10.10.2019 3,08 -13.684 Aktienrückkaufprogramm
11.10.2019 3,27 -37.816 Aktienrückkaufprogramm
14.10.2019 3,42 -20.000 Aktienrückkaufprogramm
15.10.2019 3,60 -10.000 Aktienrückkaufprogramm
16.10.2019 3,63 -14.236 Aktienrückkaufprogramm
17.10.2019 3,88 -34.600 Aktienrückkaufprogramm
18.10.2019 4,17 -34.353 Aktienrückkaufprogramm
21.10.2019 4,48 -21.383 Aktienrückkaufprogramm
22.10.2019 4,62 -27.617 Aktienrückkaufprogramm
23.10.2019 4,82 -15.850 Aktienrückkaufprogramm
24.10.2019 4,78 -35.866 Aktienrückkaufprogramm
25.10.2019 4,88 -22.100 Aktienrückkaufprogramm
28.10.2019 4,75 -11.818 Aktienrückkaufprogramm
29.10.2019 4,62 -14.730 Aktienrückkaufprogramm
30.10.2019 4,39 -10.659 Aktienrückkaufprogramm
27.11.2019 1,71 16.350 Ausübung Aktienoptionen
27.11.2019 1,71 3.450 Ausübung Aktienoptionen
27.11.2019 0,01 1.650 Ausübung Aktienoptionen
27.11.2019 0,01 9.600 Ausübung Aktienoptionen
27.11.2019 0,01 600 Ausübung Aktienoptionen
27.11.2019 0,01 2.850 Ausübung Aktienoptionen
27.11.2019 1,23 1.900 Ausübung Aktienoptionen
27.11.2019 0,01 2.100 Ausübung Aktienoptionen
27.11.2019 0,01 1.050 Ausübung Aktienoptionen
31.12.2019 -743.450
21.04.2020 1,71 2.550 Ausübung Aktienoptionen
30.04.2020 0,01 3.300 Ausübung Aktienoptionen
04.06.2020 0,01 300 Ausübung Aktienoptionen
30.07.2020 0,01 5.250 Ausübung Aktienoptionen
01.09.2020 1,23 3.600 Ausübung Aktienoptionen
02.09.2020 0,01 3.450 Ausübung Aktienoptionen
02.09.2020 1,23 2.850 Ausübung Aktienoptionen
02.09.2020 4,47 16.200 Ausübung Aktienoptionen
02.09.2020 4,47 1.350 Ausübung Aktienoptionen
02.09.2020 4,47 1.500 Ausübung Aktienoptionen
17.09.2020 0,01 2.550 Ausübung Aktienoptionen
24.09.2020 0,01 5.850 Ausübung Aktienoptionen
01.10.2020 1,23 10.500 Ausübung Aktienoptionen
01.10.2020 1,23 3.600 Ausübung Aktienoptionen
05.10.2020 0,01 24.000 Ausübung Aktienoptionen
05.10.2020 0,01 5.400 Ausübung Aktienoptionen
17.11.2020 0,01 85.200 Ausübung Aktienoptionen
03.12.2020 0,01 1.650 Ausübung Aktienoptionen
03.12.2020 0,01 300 Ausübung Aktienoptionen
03.12.2020 0,01 15.000 Ausübung Aktienoptionen
03.12.2020 0,01 1.950 Ausübung Aktienoptionen
03.12.2020 1,71 1.200 Ausübung Aktienoptionen
03.12.2020 1,71 750 Ausübung Aktienoptionen
03.12.2020 4,47 900 Ausübung Aktienoptionen
03.12.2020 9,17 1.200 Ausübung Aktienoptionen
03.12.2020 19,30 1.800 Ausübung Aktienoptionen
31.12.2020 -541.250
17.03.2021 0,01 3.000 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 1.200 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 1.350 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 4.650 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 2.700 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 1.800 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 4.800 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 2.550 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 4.650 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 14.200 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 800 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 1.050 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 2.550 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 0,01 1.500 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 1,23 4.500 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 1,23 40.000 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 1,71 1.125 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 4,47 150 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 7,66 4.350 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 12,20 750 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 19,30 1.350 Ausübung Aktienoptionen
04.05.2021 19,30 900 Ausübung Aktienoptionen
11.05.2021 0,01 1.800 Ausübung Aktienoptionen
11.05.2021 9,06 2.700 Ausübung Aktienoptionen
12.05.2021 9,06 2.100 Ausübung Aktienoptionen
18.05.2021 0,01 10.000 Ausübung Aktienoptionen
18.05.2021 12,16 1.200 Ausübung Aktienoptionen
18.05.2021 29,01 150 Ausübung Aktienoptionen
19.05.2021 0,01 150 Ausübung Aktienoptionen
19.05.2021 0,01 24.000 Ausübung Aktienoptionen
19.05.2021 19,30 300 Ausübung Aktienoptionen
20.05.2021 4,47 450 Ausübung Aktienoptionen
20.05.2021 9,17 2.700 Ausübung Aktienoptionen
27.05.2021 0,01 11.250 Ausübung Aktienoptionen
27.05.2021 0,01 5.550 Ausübung Aktienoptionen
02.06.2021 0,01 1.500 Ausübung Aktienoptionen
02.06.2021 0,01 12.450 Ausübung Aktienoptionen
02.06.2021 0,01 600 Ausübung Aktienoptionen
02.06.2021 0,01 600 Ausübung Aktienoptionen
09.06.2021 0,01 4.650 Ausübung Aktienoptionen
09.06.2021 4,47 600 Ausübung Aktienoptionen
09.06.2021 19,30 900 Ausübung Aktienoptionen
09.06.2021 29,01 1.650 Ausübung Aktienoptionen
15.06.2021 0,01 6.900 Ausübung Aktienoptionen
15.06.2021 6,67 5.850 Ausübung Aktienoptionen
07.07.2021 0,01 2.850 Ausübung Aktienoptionen
07.07.2021 0,01 3.000 Ausübung Aktienoptionen
12.07.2021 1,71 1.050 Ausübung Aktienoptionen
20.07.2021 0,01 4.650 Ausübung Aktienoptionen
20.07.2021 19,30 750 Ausübung Aktienoptionen
06.09.2021 0,01 750 Ausübung Aktienoptionen
14.09.2021 4,47 2.100 Ausübung Aktienoptionen
30.09.2021 0,01 1.650 Ausübung Aktienoptionen
31.12.2021 -326.475
28.11.2022 8,84 -4.454 Aktienrückkaufprogramm
29.11.2022 8,63 -4.602 Aktienrückkaufprogramm
30.11.2022 8,34 -2.060 Aktienrückkaufprogramm
01.12.2022 8,66 -1.901 Aktienrückkaufprogramm
02.12.2022 8,90 -1.112 Aktienrückkaufprogramm
05.12.2022 9,38 -2.902 Aktienrückkaufprogramm
06.12.2022 8,89 -3.422 Aktienrückkaufprogramm
07.12.2022 8,71 -3.549 Aktienrückkaufprogramm
08.12.2022 8,57 -2.737 Aktienrückkaufprogramm
09.12.2022 8,46 -1.512 Aktienrückkaufprogramm
12.12.2022 8,85 -388 Aktienrückkaufprogramm
13.12.2022 9,42 -1.186 Aktienrückkaufprogramm
14.12.2022 9,22 -985 Aktienrückkaufprogramm
15.12.2022 9,14 -2.243 Aktienrückkaufprogramm
16.12.2022 8,92 -5.040 Aktienrückkaufprogramm
19.12.2022 8,55 -3.163 Aktienrückkaufprogramm
20.12.2022 8,67 -2.396 Aktienrückkaufprogramm
21.12.2022 8,83 -2.856 Aktienrückkaufprogramm
22.12.2022 8,85 -1.801 Aktienrückkaufprogramm
23.12.2022 8,90 -1.556 Aktienrückkaufprogramm
27.12.2022 8,85 -1.967 Aktienrückkaufprogramm
28.12.2022 9,05 -1.027 Aktienrückkaufprogramm
29.12.2022 9,26 -1.044 Aktienrückkaufprogramm
30.12.2022 9,66 -1.852 Aktienrückkaufprogramm
31.12.2022 -382.230
02.01.2023 9,99 -1.466 Aktienrückkaufprogramm
03.01.2023 9,94 -3.276 Aktienrückkaufprogramm
04.01.2023 10,20 -613 Aktienrückkaufprogramm
05.01.2023 10,48 -967 Aktienrückkaufprogramm
06.01.2023 10,60 -925 Aktienrückkaufprogramm
09.01.2023 10,94 -2.469 Aktienrückkaufprogramm
10.01.2023 10,30 -2.097 Aktienrückkaufprogramm
11.01.2023 10,12 -5.200 Aktienrückkaufprogramm
12.01.2023 9,93 -5.000 Aktienrückkaufprogramm
13.01.2023 10,20 -1.546 Aktienrückkaufprogramm
16.01.2023 10,30 -2.595 Aktienrückkaufprogramm
17.01.2023 10,97 -2.372 Aktienrückkaufprogramm
18.01.2023 10,02 -4.778 Aktienrückkaufprogramm
19.01.2023 9,97 -3.300 Aktienrückkaufprogramm
20.01.2023 10,20 -1.232 Aktienrückkaufprogramm
23.01.2023 10,45 -434 Aktienrückkaufprogramm
24.01.2023 9,91 -2.990 Aktienrückkaufprogramm
24.01.2023 0,01 1.650 Ausübung Aktienoptionen
25.01.2023 9,91 -3.359 Aktienrückkaufprogramm
26.01.2023 9,90 -2.254 Aktienrückkaufprogramm
27.01.2023 9,98 -490 Aktienrückkaufprogramm
30.01.2023 9,84 -1.359 Aktienrückkaufprogramm
31.01.2023 9,93 -5.077 Aktienrückkaufprogramm
01.02.2023 9,89 -1.699 Aktienrückkaufprogramm
02.02.2023 10,14 -2.947 Aktienrückkaufprogramm
03.02.2023 10,09 -1.039 Aktienrückkaufprogramm
06.02.2023 10,23 -1.830 Aktienrückkaufprogramm
07.02.2023 10,03 -1.872 Aktienrückkaufprogramm
08.02.2023 9,98 -319 Aktienrückkaufprogramm
09.02.2023 10,13 -2.446 Aktienrückkaufprogramm
10.02.2023 10,06 -3.038 Aktienrückkaufprogramm
13.02.2023 10,11 -1.632 Aktienrückkaufprogramm
14.02.2023 10,02 -330 Aktienrückkaufprogramm
15.02.2023 9,95 -3.400 Aktienrückkaufprogramm
16.02.2023 9,74 -2.965 Aktienrückkaufprogramm
17.02.2023 9,09 -3.180 Aktienrückkaufprogramm
20.02.2023 8,64 -3.210 Aktienrückkaufprogramm
21.02.2023 8,29 -3.390 Aktienrückkaufprogramm
22.02.2023 8,48 -3.450 Aktienrückkaufprogramm
23.02.2023 8,20 -3.620 Aktienrückkaufprogramm
24.02.2023 8,11 -3.600 Aktienrückkaufprogramm
27.02.2023 8,57 -3.660 Aktienrückkaufprogramm
28.02.2023 8,40 -3.720 Aktienrückkaufprogramm
01.03.2023 8,16 -3.630 Aktienrückkaufprogramm
02.03.2023 8,31 -375 Aktienrückkaufprogramm
03.03.2023 8,29 -3.430 Aktienrückkaufprogramm
06.03.2023 8,76 -1.997 Aktienrückkaufprogramm
07.03.2023 8,69 -3.500 Aktienrückkaufprogramm
08.03.2023 8,82 -3.230 Aktienrückkaufprogramm
09.03.2023 8,54 -3.760 Aktienrückkaufprogramm
10.03.2023 8,62 -3.860 Aktienrückkaufprogramm
13.03.2023 8,36 -3.990 Aktienrückkaufprogramm
14.03.2023 8,50 -2.624 Aktienrückkaufprogramm
15.03.2023 8,34 -3.617 Aktienrückkaufprogramm
16.03.2023 8,66 -3.812 Aktienrückkaufprogramm
17.03.2023 8,27 -4.100 Aktienrückkaufprogramm
20.03.2023 8,40 -130 Aktienrückkaufprogramm
21.03.2023 8,32 -3.870 Aktienrückkaufprogramm
22.03.2023 8,18 -3.735 Aktienrückkaufprogramm
23.03.2023 8,28 -2.451 Aktienrückkaufprogramm
24.03.2023 7,94 -3.240 Aktienrückkaufprogramm
27.03.2023 7,89 -2.889 Aktienrückkaufprogramm
28.03.2023 7,76 -3.135 Aktienrückkaufprogramm
29.03.2023 7,77 -2.887 Aktienrückkaufprogramm
30.03.2023 7,69 -3.370 Aktienrückkaufprogramm
31.03.2023 7,59 -3.560 Aktienrückkaufprogramm
26.04.2023 7,05 -3.302 Aktienrückkaufprogramm
27.04.2023 6,99 -3.982 Aktienrückkaufprogramm
28.04.2023 7,05 -498 Aktienrückkaufprogramm
02.05.2023 7,16 -4.509 Aktienrückkaufprogramm
03.05.2023 7,02 -5.296 Aktienrückkaufprogramm
04.05.2023 7,08 -3.182 Aktienrückkaufprogramm
05.05.2023 7,33 -34 Aktienrückkaufprogramm
08.05.2023 7,62 -4.930 Aktienrückkaufprogramm
09.05.2023 7,77 -1.694 Aktienrückkaufprogramm
10.05.2023 7,56 -1.811 Aktienrückkaufprogramm
11.05.2023 8,32 -3.247 Aktienrückkaufprogramm
12.05.2023 8,30 -4.765 Aktienrückkaufprogramm
17.05.2023 8,43 -3.533 Aktienrückkaufprogramm
18.05.2023 8,40 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
19.05.2023 8,54 -4.121 Aktienrückkaufprogramm
22.05.2023 8,45 -4.300 Aktienrückkaufprogramm
23.05.2023 8,46 -4.630 Aktienrückkaufprogramm
24.05.2023 8,45 -3.585 Aktienrückkaufprogramm
25.05.2023 8,45 -3.700 Aktienrückkaufprogramm
26.05.2023 8,45 -3.620 Aktienrückkaufprogramm
29.05.2023 8,55 -2.000 Aktienrückkaufprogramm
30.05.2023 8,46 -3.900 Aktienrückkaufprogramm
31.05.2023 8,60 -3.800 Aktienrückkaufprogramm
01.06.2023 9,22 -1.950 Aktienrückkaufprogramm
02.06.2023 9,20 -2.370 Aktienrückkaufprogramm
05.06.2023 9,20 -1.797 Aktienrückkaufprogramm
06.06.2023 9,20 0 Aktienrückkaufprogramm
07.06.2023 9,19 -1.345 Aktienrückkaufprogramm
08.06.2023 9,20 -251 Aktienrückkaufprogramm
09.06.2023 9,17 -343 Aktienrückkaufprogramm
12.06.2023 9,20 -2.516 Aktienrückkaufprogramm
13.06.2023 9,15 -2.404 Aktienrückkaufprogramm
14.06.2023 9,30 -1.498 Aktienrückkaufprogramm
15.06.2023 9,30 -1.877 Aktienrückkaufprogramm
16.06.2023 9,23 -2.637 Aktienrückkaufprogramm
19.06.2023 9,13 -170 Aktienrückkaufprogramm
20.06.2023 9,11 -1.934 Aktienrückkaufprogramm
21.06.2023 8,65 -2.800 Aktienrückkaufprogramm
22.06.2023 8,92 -1.800 Aktienrückkaufprogramm
23.06.2023 8,77 -2.096 Aktienrückkaufprogramm
26.06.2023 8,36 -2.500 Aktienrückkaufprogramm
27.06.2023 8,82 -1.335 Aktienrückkaufprogramm
28.06.2023 8,59 -2.600 Aktienrückkaufprogramm
29.06.2023 8,60 -1.512 Aktienrückkaufprogramm
30.06.2023 8,61 -1.525 Aktienrückkaufprogramm
03.07.2023 8,98 -738 Aktienrückkaufprogramm
04.07.2023 8,98 -1.186 Aktienrückkaufprogramm
05.07.2023 8,80 -1.723 Aktienrückkaufprogramm
06.07.2023 7,86 -2.300 Aktienrückkaufprogramm
07.07.2023 8,06 -884 Aktienrückkaufprogramm
10.07.2023 8,33 -831 Aktienrückkaufprogramm
11.07.2023 8,45 -204 Aktienrückkaufprogramm
12.07.2023 8,50 -1.236 Aktienrückkaufprogramm
13.07.2023 8,60 -1.395 Aktienrückkaufprogramm
14.07.2023 8,49 -730 Aktienrückkaufprogramm
17.07.2023 8,45 -527 Aktienrückkaufprogramm
18.07.2023 8,37 -1.070 Aktienrückkaufprogramm
19.07.2023 8,44 -1.276 Aktienrückkaufprogramm
20.07.2023 8,25 -526 Aktienrückkaufprogramm
21.07.2023 8,42 -409 Aktienrückkaufprogramm
24.07.2023 8,24 -1.450 Aktienrückkaufprogramm
25.07.2023 8,06 -1.300 Aktienrückkaufprogramm
26.07.2023 8,25 -1.197 Aktienrückkaufprogramm
27.07.2023 8,06 -790 Aktienrückkaufprogramm
28.07.2023 8,09 -911 Aktienrückkaufprogramm
31.07.2023 8,00 -640 Aktienrückkaufprogramm
01.08.2023 8,13 -1.000 Aktienrückkaufprogramm
02.08.2023 8,32 -1.100 Aktienrückkaufprogramm
03.08.2023 8,35 -888 Aktienrückkaufprogramm
04.08.2023 8,58 -1.200 Aktienrückkaufprogramm
07.08.2023 8,50 -1.400 Aktienrückkaufprogramm
08.08.2023 8,71 -1.400 Aktienrückkaufprogramm
09.08.2023 8,33 -1.306 Aktienrückkaufprogramm
10.08.2023 8,85 -1.550 Aktienrückkaufprogramm
11.08.2023 9,50 -29 Aktienrückkaufprogramm
14.08.2023 9,51 -325 Aktienrückkaufprogramm
15.08.2023 9,27 -1.095 Aktienrückkaufprogramm
16.08.2023 9,53 -1.647 Aktienrückkaufprogramm
17.08.2023 9,51 0 Aktienrückkaufprogramm
18.08.2023 10,12 -1.082 Aktienrückkaufprogramm
21.08.2023 9,63 -967 Aktienrückkaufprogramm
22.08.2023 9,81 -2.150 Aktienrückkaufprogramm
23.08.2023 9,48 -2.100 Aktienrückkaufprogramm
24.08.2023 9,27 -472 Aktienrückkaufprogramm
25.08.2023 9,59 -1.133 Aktienrückkaufprogramm
28.08.2023 9,43 -1.579 Aktienrückkaufprogramm
29.08.2023 9,50 -1.004 Aktienrückkaufprogramm
30.08.2023 9,48 -2.100 Aktienrückkaufprogramm
31.08.2023 9,74 -1.694 Aktienrückkaufprogramm
01.09.2023 9,52 -1.678 Aktienrückkaufprogramm
04.09.2023 9,65 -962 Aktienrückkaufprogramm
05.09.2023 9,53 -1.900 Aktienrückkaufprogramm
06.09.2023 9,38 0 Aktienrückkaufprogramm
07.09.2023 9,26 -150 Aktienrückkaufprogramm
08.09.2023 9,24 0 Aktienrückkaufprogramm
11.09.2023 9,31 -329 Aktienrückkaufprogramm
12.09.2023 9,35 -23 Aktienrückkaufprogramm
13.09.2023 9,49 -827 Aktienrückkaufprogramm
14.09.2023 9,20 -1.110 Aktienrückkaufprogramm
15.09.2023 9,00 -677 Aktienrückkaufprogramm
18.09.2023 9,01 -556 Aktienrückkaufprogramm
19.09.2023 9,00 -370 Aktienrückkaufprogramm
20.09.2023 8,91 -622 Aktienrückkaufprogramm
21.09.2023 8,84 -1.000 Aktienrückkaufprogramm
22.09.2023 9,19 -594 Aktienrückkaufprogramm
25.09.2023 9,11 -539 Aktienrückkaufprogramm
26.09.2023 9,08 -1.300 Aktienrückkaufprogramm
27.09.2023 9,00 -1.280 Aktienrückkaufprogramm
28.09.2023 9,03 -1.270 Aktienrückkaufprogramm
29.09.2023 9,00 -1.200 Aktienrückkaufprogramm
02.10.2023 8,75 -408 Aktienrückkaufprogramm
03.10.2023 8,56 -1.340 Aktienrückkaufprogramm
04.10.2023 8,01 -1.150 Aktienrückkaufprogramm
05.10.2023 7,79 -1.250 Aktienrückkaufprogramm
06.10.2023 7,82 -1.350 Aktienrückkaufprogramm
09.10.2023 7,79 -98 Aktienrückkaufprogramm
10.10.2023 7,75 -891 Aktienrückkaufprogramm
11.10.2023 7,59 -1.227 Aktienrückkaufprogramm
12.10.2023 7,67 -700 Aktienrückkaufprogramm
13.10.2023 7,77 -1.400 Aktienrückkaufprogramm
16.10.2023 7,44 -1.400 Aktienrückkaufprogramm
17.10.2023 7,45 -201 Aktienrückkaufprogramm
18.10.2023 7,16 -1.400 Aktienrückkaufprogramm
19.10.2023 7,42 -515 Aktienrückkaufprogramm
20.10.2023 7,18 -1.200 Aktienrückkaufprogramm
23.10.2023 7,20 -15 Aktienrückkaufprogramm
24.10.2023 7,18 -12 Aktienrückkaufprogramm
25.10.2023 7,18 -146 Aktienrückkaufprogramm
26.10.2023 7,18 -1.000 Aktienrückkaufprogramm
27.10.2023 7,18 -1.200 Aktienrückkaufprogramm
30.10.2023 7,18 -750 Aktienrückkaufprogramm
31.10.2023 7,18 -1.050 Aktienrückkaufprogramm
27.11.2023 8,64 -1.880 Aktienrückkaufprogramm
28.11.2023 8,90 -1.890 Aktienrückkaufprogramm
29.11.2023 8,99 -1.850 Aktienrückkaufprogramm
30.11.2023 8,71 -2.060 Aktienrückkaufprogramm
01.12.2023 8,94 -2.110 Aktienrückkaufprogramm
04.12.2023 8,99 -2.770 Aktienrückkaufprogramm
05.12.2023 8,98 -3.000 Aktienrückkaufprogramm
06.12.2023 9,00 -2.200 Aktienrückkaufprogramm
07.12.2023 8,87 -2.122 Aktienrückkaufprogramm
08.12.2023 8,91 -2.550 Aktienrückkaufprogramm
11.12.2023 8,88 -2.700 Aktienrückkaufprogramm
12.12.2023 8,84 -2.314 Aktienrückkaufprogramm
13.12.2023 8,87 -2.031 Aktienrückkaufprogramm
14.12.2023 8,57 -2.675 Aktienrückkaufprogramm
15.12.2023 8,65 -1.368 Aktienrückkaufprogramm
18.12.2023 8,70 -1.685 Aktienrückkaufprogramm
19.12.2023 8,71 -2.900 Aktienrückkaufprogramm
20.12.2023 8,97 -394 Aktienrückkaufprogramm
21.12.2023 8,96 -999 Aktienrückkaufprogramm
22.12.2023 8,71 -3.016 Aktienrückkaufprogramm
27.12.2023 8,61 -1.764 Aktienrückkaufprogramm
28.12.2023 8,69 -1.523 Aktienrückkaufprogramm
29.12.2023 8,84 -269 Aktienrückkaufprogramm
31.12.2023 -801.321

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 02

42 WESTWING GROUP SE

1. Grundlagen des Konzerns 44
1.1
Geschäftstätigkeit
44
1.2
Konzernstruktur
45
1.3
System zur Leistungsmessung
45
1.4
Forschung und Entwicklung
46
2. Wirtschaftsbericht 47
2.1
Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenspezifisches Umfeld
47
2.2 Geschäftsentwicklung 48
2.2.1
Ertragslage
50
2.2.2
Finanzlage
54
2.2.3 Vermögenslage 55
3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 56
4. Nicht-finanzielle Konzernerklärung 56
5. Nachtragsbericht 87
6. Risiko- und Chancenbericht 87
6.1
Risikomanagementsystem
87
6.2 Internes Kontrollsystem der Finanzberichterstattung 88
6.3 Risikomethodik 88
6.4 Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems 89
6.5 Risikobericht 90
6.5.1
Strategische Risiken
90
6.5.2 IT-Risiken 91
6.6 Risiko mit geringer Wahrscheinlichkeit, aber großer Auswirkung 92
6.7 Veränderungen der Risikosituation 92
6.8 Chancenbericht 92
7. Ausblick 94
7.1
Erwartete Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen
Rahmenbedingungen 94
7.2 Erwartete Entwicklung des Westwing-Konzerns 94
8. Ergänzender Lagebericht der Westwing Group SE
(nach dem Handelsgesetzbuch – HGB) 95
8.1
Ertragslage der Westwing Group SE
95
8.2 Finanzlage der Westwing Group SE 96
8.3 Vermögenslage der Westwing Group SE 97
8.4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westwing Group SE 98
8.5 Risiken und Chancen der Westwing Group SE 99
8.6 Ausblick für die Westwing Group SE 99
9. Sonstige Angaben 99
9.1
Erklärung zur Unternehmensführung
99
9.2 Übernahmerechtliche Angaben 100

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Der Westwing-Konzern mit der Westwing Group SE als Mutterunternehmen (kurz: "Westwing" oder "Konzern") ist als Marke und Plattform im Bereich Home & Living E-Commerce in Europa tätig.

Westwing wurde 2011 gegründet und bietet seinen Kunden Produkte in verschiedenen Home & Living-Kategorien wie Textilien, Möbel, Leuchten, Küchenausstattung und Dekoration an. Das Sortiment von Westwing besteht aus Private-Label-Produkten unter der eigenen Marke "Westwing Collection" sowie Produkten von anderen Premiumherstellern.

1.1 Geschäftstätigkeit

Westwing ist eine europäische Premium-E-Commerce-Marke für Home & Living, die ihre Kunden mit dem Slogan "Live Beautiful" inspirieren möchte. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, die One-Stop-Destination für Home & Living zu sein, mit einem kuratierten Produktsortiment der Eigenmarke "Westwing Collection", Premium-Drittmarken sowie häufig aktualisierten, attraktiven Inhaltsangeboten und täglichen Shopping-Themen. Seit der Gründung von Westwing ist es unsere Strategie, unsere Kunden mit einem täglichen Einrichtungsmagazin zu inspirieren, das es ihnen ermöglicht, ihre Lieblingsprodukte für Home & Living zu entdecken und sofort zu kaufen. Wir bieten unseren Kunden Home & Living Kategorien wie Textilien, Möbel, Leuchten, Küchenaccessoires und Dekoration und decken damit alle Bedürfnisse rund um Home & Living ab.

Unser wichtigster Verkaufskanal ist unser Online-Shop. Wir bieten eine ständige Auswahl unserer Westwing Collection und anderer Premiummarkenpartner. Mit einem breit gefächerten Sortiment über Kategorien, Stile und Marken hinweg decken wir die meisten Aspekte des Wohnens ab.

Darüber hinaus bieten wir Club-Sales an, bei denen wir Inspiration und Shopping in täglichen Themen kombinieren und diese jeden Morgen mit einem Newsletter ankündigen. Die von uns ausgewählten Marken und Produkte entsprechen unserem Ziel, uns von der Masse abzuheben, während die Präsentation unseres Angebots unsere Markenidentität unterstreicht. Um bestehende Kunden zu binden und neue Kunden neugierig zu machen, identifizieren wir kontinuierlich neue Trends, gewinnen Partnerschaften mit bedeutenden Marken und bieten überzeugende Preise.

Die Westwing Collection ist unsere exklusive Eigenmarke. Sie steht für unser Engagement für gehobene Designstandards und die Herstellung von Premiumprodukten, die Ästhetik und Funktionalität sowie Nachhaltigkeit verbinden.

Unsere Auswahl an Premiummarken von Drittanbietern bietet große Vielfalt. In unserem Partnerportfolio mischen wir erfolgreich führende Einrichtungsmarken mit aufstrebenden Nischenmarken. Zeitlose Designklassiker finden sich neben den neuesten Trendsetter-Produkten.

Westwing zielt auf einen hochattraktiven Markt ab, der in den Ländern, in denen wir tätig sind, ein Volumen von etwa EUR 130 Mrd. umfasst.1 Unser Geschäftsmodell stützt sich auf eine hohe Kundentreue: 80 % der Bestellungen stammen von Bestandskunden. Unsere Geschäftsaktivitäten folgen der Mission unseres Unternehmens: "Live Beautiful".

Im Jahr 2023 belief sich unser Bruttowarenvolumen (GMV, siehe auch Abschnitt 1.3 dieses zusammengefassten Lageberichts) auf EUR 481 Mio. Davon entfielen 40 % auf Möbel, 16 % auf Textilien und Teppiche, 10 % auf Küchen und Dining, 10 % auf Leuchten und 24 % auf sonstige Produkte. Der Anteil unserer Westwing Collection am GMV stieg im Gesamtjahr 2023 auf 47 % (2022: 41 %) und lag im vierten Quartal ebenfalls bei 47 % (Q4 2022: 44 %). Unser strategisches Ziel ist es, diesen Anteil auf 50 %+ des GMV zu erhöhen.

1 Euromonitor (30. Mai 2022).

1.2 Konzernstruktur

An der Spitze des Konzerns steht unsere Holdinggesellschaft, die Westwing Group SE, eine Europäische Aktiengesellschaft, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin unter der Nummer HRB 239114 B. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Moosacher Straße 88, 80809 München, Deutschland. Westwing ist am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) notiert.

Zum 31. Dezember 2023 wurden 21 Unternehmen in den Konzernabschluss des Westwing-Konzerns einbezogen, davon sind neun Gesellschaften nicht operativ tätig. Die in Bezug auf die Umsatzerlöse wichtigste Tochtergesellschaft ist die in Deutschland ansässige Westwing GmbH, die auch einen Teil unseres internationalen Geschäfts abdeckt.

1.3 System zur Leistungsmessung

Westwing betreibt das operative Geschäft über die beiden Segmente "DACH" und "International" unter Verwendung der wichtigsten Leistungsindikatoren Umsatz, Umsatzwachstum, bereinigtes EBITDA und bereinigte EBITDA-Marge. Das DACH Segment umfasst die Länder Deutschland, Schweiz und Österreich. Das Internationale Segment besteht aus Spanien, Italien, Frankreich, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, Belgien und den Niederlanden.

Wir definieren das EBITDA als Gesamtergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen. Das bereinigte EBITDA wird berechnet, indem diese Zahl um die Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsaufwendungen sowie wesentliche Restrukturierungseffekte bereinigt wird. Diese Kennzahl ist eine Leistungskennzahl für das operative Geschäft des Unternehmens. Die bereinigte EBITDA-Marge ist definiert als das bereinigte EBITDA, ausgedrückt als Prozentsatz des Umsatzes.

Im Jahr 2023 bereinigte Westwing sein EBITDA um einen Teil der Restrukturierungsaufwendungen, die sich aus dem Strategiewechsel in Bezug auf die Technologieplattform des Konzerns ergeben. Die geplante Auslagerung der Softwareentwicklung für Front-End- und Back-End-Lösungen führte zu einer Auflösung der aktivierten Kosten in Höhe von EUR 3,9 Mio. Darüber hinaus wurden aufgrund dieser Umstrukturierung Abfindungen in Höhe von EUR 0,2 Mio. ausgeschlossen. Diese Anpassungen stehen im Einklang mit den Korrekturen der letzten Jahre, da Westwing größere Restrukturierungsprogramme stets bereinigt hat.

Außerdem haben wir die Verschiebung der Herstellungskosten und Fulfillmentkosten, die sich aus der erstmaligen Aktivierung von Wareneingangskosten in den Vorräten zum 31. Dezember 2021 ergab, in der bereinigten Gewinn-und-Verlust-Rechnung rückgängig gemacht, da das Management bei der Analyse der Aufwandszeilen dem früheren Ansatz folgt. Dies hat keine Auswirkungen auf das bereinigte EBITDA.

Im Jahr 2022 bereinigte Westwing sein EBITDA ebenfalls um einmalige Abfindungszahlungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von EUR 5,7 Mio., da die Kostenbasis des Unternehmens das schwierige Marktumfeld nicht widerspiegelte.

Zusätzlich zu unseren bedeutendsten Leistungsindikatoren Umsatz, Umsatzwachstum, bereinigtes EBITDA und bereinigte EBITDA-Marge werden dem Management weitere sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren berichtet, unter anderem folgende:

  • Bruttowarenvolumen (GMV – Gross Merchandise Volume): der Produktwert aller gültigen Bestellungen für einen entsprechenden Zeitraum ohne fehlgeschlagene und stornierte Bestellungen und abzüglich der künftigen prognostizierten Stornierungen. Künftige prognostizierte Stornierungen werden auf Grundlage der historischen Entwicklung geschätzt, ungeachtet von Rücksendungen.
  • Westwing-Collection-Anteil: der Westwing-Collection-Anteil am Bruttowarenvolumen in Prozent des gesamten Bruttowarenvolumens.
  • Anzahl der Bestellungen: definiert als Gesamtzahl der gültigen Bestellungen innerhalb der zwölf Monate vor Ende des Berichtszeitraums, ungeachtet von Rücksendungen.
  • Durchschnittlicher Warenkorb: definiert als Bruttowarenvolumen für den entsprechenden Zeitraum geteilt durch die Gesamtzahl der Bestellungen für denselben Zeitraum.
  • Aktive Kunden: definiert als Kunden, die in den zwölf Monaten vor Ende des entsprechenden Zeitraums mindestens eine gültige Bestellung aufgegeben haben, ungeachtet von Rücksendungen.
  • Durchschnittliche Bestellungen pro aktivem Kunden in den letzten zwölf Monaten: definiert als die Gesamtzahl der Bestellungen in den letzten zwölf Monaten vor dem entsprechenden Stichtag geteilt durch die Anzahl der aktiven Kunden zum Ende des entsprechenden Zeitraums.
  • Durchschnittliches Bruttowarenvolumen pro aktivem Kunden in den letzten zwölf Monaten: definiert als Bruttowarenvolumen in den letzten zwölf Monaten vor dem entsprechenden Stichtag geteilt durch die Anzahl der aktiven Kunden zum Ende des entsprechenden Zeitraums.
  • Anteil der Visits über mobile Endgeräte: definiert als der prozentuale Anteil an Site-Visits über mobile Endgeräte gegenüber den gesamten Site-Visits.
  • Deckungsbeitragsmarge: definiert als die Marge des gesamten Bruttoergebnisses abzüglich der Fulfillmentkosten in Prozent vom Umsatz.
  • Free Cashflow: definiert als die Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit.

1.4 Forschung und Entwicklung

Seit der Gründung investiert Westwing fortlaufend in Software und entwickelt diese weiter, um den wachsenden internen und externen geschäftlichen Anforderungen zu genügen. Um die Softwarearchitektur instand halten zu können, verfügt Westwing über ein internes Technologieteam, das alle Länder zentral unterstützt. Im November 2023 hat der Vorstand von Westwing beschlossen, ein Transformationsprojekt zu starten, das Westwing im Jahr 2024 von seiner proprietären E-Commerce-Technologieplattform auf eine Software-as-a-Service (SaaS)-Plattform umstellen soll. Die Migration umfasst alle Funktionalitäten der Plattform, die kein Potenzial für eine klare Differenzierung im Markt bieten. Dadurch wird Westwing flexibler und noch effizienter und verbessert zudem das Kundenerlebnis. Durch die Auslagerung von Teilen der Front-End- und Back-End-Software an SaaS-Anbieter kann Westwing dynamischer agieren und gleichzeitig erhebliche Kosteneinsparungen erzielen. Dieser Strategiewechsel führte im Jahr 2023 zur Ausbuchung von aktivierten Eigenleistungen für zu ersetzende Software in Höhe von EUR 3,9 Mio. und EUR 0,5 Mio. höheren Abschreibungen aufgrund der verkürzten Nutzungsdauer der verbleibenden zugehörigen Software.

Zum Jahresende 2023 bestand das Technologieteam aus 169 Mitarbeitern (31. Dezember 2022: 229 Mitarbeiter).

Die Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgt gemäß IAS 38 und HGB. Der Nettobuchwert der immateriellen Vermögenswerte, der sich aus der Aktivierung selbst erstellter Software ergibt, verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 3,9 Mio. auf insgesamt EUR 19,2 Mio. In Übereinstimmung mit der oben beschriebenen Entscheidung machten die aktivierten Entwicklungskosten im Jahr 2023 rund 12 % der gesamten Technologiekosten aus (2022: 26 %). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten beliefen sich im gleichen Zeitraum auf EUR 6,5 Mio. (2022: EUR 5,0 Mio.), während die Wertminderungsaufwendungen EUR 0,0 Mio. (2022: EUR 0,7 Mio.) betrugen.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenspezifisches Umfeld

Westwing ist auf dem Home & Living E-Commerce-Markt in elf europäischen Ländern tätig. Der Umsatz und die Rentabilität des Konzerns hängen von den Bedingungen auf diesen Märkten und dem Potenzial ab, das sie bieten. Zu den relevanten Faktoren gehören die makroökonomische Entwicklung, die allgemeinen Bedingungen auf dem Home & Living Markt und die Aussichten für den E-Commerce (einschließlich mobiler Kanäle).

Im Jahr 2023 blieb die globale Wirtschaftslage instabil und herausfordernd; sie wurde von mehreren Störfaktoren beeinflusst. Geopolitisch belasten der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie die eskalierende Situation im Nahen Osten den Weltmarkt. Darüber hinaus stellten die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie und die anhaltende Krise in Bezug auf die Lebenshaltungskosten, die durch die höchsten Inflationsraten seit Jahrzehnten ausgelöst wurde, eine anhaltende Herausforderung für das Konsumklima dar. Gleichzeitig hat die Umsetzung einer restriktiveren Geldpolitik, die zur Eindämmung der hohen Inflationsraten notwendig wurde, das Wirtschaftswachstum in vielen Sektoren beeinträchtigt.

Im Vergleich zum Vorjahr 2022 verlangsamte sich die globale Verbraucherpreisinflation etwas, blieb aber mit 6,8 % (2022: 8,7 %) auf einem hohen Niveau. Die Verbraucherpreise in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften stiegen moderat um 4,6 % (2022: 7,3 %). 2

Es wird erwartet, dass sich das globale BIP-Wachstum weiter verlangsamt hat und im Jahr 2023 mit einer Gesamtrate von 3,1 % sogar unter dem Vorjahreswachstum liegt (2022: 3,5 %). Das BIP-Wachstum im Euroraum dürfte 2023 mit einer Rate von nur 0,5 % unter diesem Durchschnitt liegen (2022: 3,4 %). Für Deutschland, den größten Markt von Westwing, prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) sogar eine Rezession mit einem Wachstum von – 0,3 % im Jahr 2023 (2022: 1,8 %). 3 Vor allem die deutliche Schwäche der zinssensiblen Branchen und die geringere Nachfrage der Handelspartner waren die Gründe für diese unterdurchschnittliche Entwicklung. 4

Die oben beschriebenen makroökonomischen Faktoren führten zu einem herausfordernden Jahr 2023 für den Gesamtmarkt Home & Living sowie für das Online-Segment. Insbesondere die hohen Inflationsraten und die daraus resultierende Verunsicherung sorgten für eine anhaltend schwache Konsumstimmung. Da zudem fast alle COVID-19-Beschränkungen im Jahr 2023 aufgehoben wurden, musste der Online-Einzelhandel wieder mit den Offline-Einkaufsaktivitäten konkurrieren, da die Verbraucher zu ihren Einkaufsgewohnheiten aus der Zeit vor COVID zurückkehrten. In Deutschland, unserem größten Markt, reduzierte sich der Bruttowarenumsatz im E-Commerce um 11,8 % auf EUR 80 Mrd., nach EUR 90 Mrd. im Jahr 2022. 5

GESAMTBEURTEILUNG DES WIRTSCHAFTLICHEN UMFELDS DURCH DEN VORSTAND

2023 war ein Jahr, für das Westwing die gesamtwirtschaftliche Entwicklung deutlich besser eingeschätzt hatte als 2022. Der Krieg in der Ukraine und die schwierige Situation im Nahen Osten sowie die immer noch hohen Energie- und Verbraucherpreise führten zu einer anhaltend schwachen Verbraucherstimmung in Bezug auf Home & Living. Da dies unseren Erwartungen entsprach, schloss das Unternehmen das Jahr im Einklang mit unserer Umsatzprognose und hinsichtlich des bereinigten EBITDA sogar über den Erwartungen ab.

2 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Datenbasis Januar 2024; S.6.

3 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Datenbasis Januar 2024; S.6.

4 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Datenbasis Oktober 2023; S.14.

5 https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle

Da der Home & Living Markt im Bereich E-Commerce noch in seinen Kinderschuhen steckt, sehen wir für die Zukunft ein großes Potenzial und erhebliche Wachstumschancen. Wir gehen davon aus, dass die Attraktivität des Online-Shoppings anhalten wird und dass das derzeit schwierige Marktumfeld zumindest mittelfristig überwunden werden kann. Mit Westwings mehr als zehnjähriger Erfahrung im Bereich E-Commerce sind wir in einer hervorragenden Position, um durch diese anspruchsvollen Zeiten zu navigieren. Wir sind zuversichtlich und optimistisch, alle aktuellen Herausforderungen zu meistern und unsere Erfolgsgeschichte auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.

2.2 Geschäftsentwicklung 6

Im Jahr 2023 wurde unser Geschäft durch die anhaltend schlechte Verbraucherstimmung im Bereich Home & Living sowie durch makroökonomische Unsicherheiten beeinträchtigt. Wir hatten dies vorausgesehen und entsprechend geplant. Wir schlossen das Jahr mit einem Umsatz von EUR 429 Mio. (2022: EUR 431 Mio.) – und damit auf dem Niveau des Vorjahres – sowie einer bereinigten EBITDA-Marge von 4,1 % (2022: – 1,0 %) ab. Wir haben im Laufe des Jahres eine Verbesserung der Margenentwicklung gesehen, infolgedessen wir unsere ursprüngliche Prognose für das bereinigte EBITDA im November 2023 angehoben haben.

Wir haben unsere ursprüngliche Kapitalmarktprognose in der oberen Hälfte des Umsatzes erreicht und das Jahr auch am oberen Ende unserer revidierten Spanne für das bereinigte EBITDA abgeschlossen.

Datum Umsatz Umsatzwachstum Bereinigtes EBITDA Bereinigte
EBITDA-Marge
30. März 2023 (original) EUR 390 Mio. –
EUR 440 Mio.
– 9 % bis +2 % EUR 4 Mio. –
EUR 13 Mio.
1 % bis 2 %
9. November 2023 (revidiert) EUR 390 Mio. –
EUR 440 Mio.
– 9 % bis +2 % EUR 13 Mio. –
EUR 19 Mio.
3 % bis 4 %
Ergebnis Geschäftsjahr 2023 EUR 428,6 Mio. – 0,5 % EUR 17,8 Mio. 4,1 %

Das DACH Segment erwirtschaftete einen Umsatz von EUR 236,5 Mio. (– 2,4 % gegenüber dem Vorjahr) und ein bereinigtes EBITDA von EUR 16,1 Mio. (2022: EUR 7,9 Mio.), während der Umsatz in unserem Internationalen Segment EUR 192,1 Mio. (+2,0 % gegenüber dem Vorjahr) und das bereinigte EBITDA EUR 2,1 Mio. (2022: EUR – 11,2 Mio.) betrug. Für weitere Details verweisen wir auf die Segmentergebnisse.

Die folgenden wichtigen Themen waren für den Geschäftsverlauf des Unternehmens im Jahr 2023 relevant:

Anhaltend schwierige Weltwirtschaftslage

Der andauernde Krieg in der Ukraine und die eskalierende Situation im Nahen Osten beeinträchtigten den Weltmarkt. Die Inflationsraten gingen zurück, jedoch blieben die Preise auf hohem Niveau. Dies führte, auch bedingt durch eine geringere Kaufkraft, zu einer konstant schlechten Verbraucherstimmung in Bezug auf den Home & Living Bereich. Dennoch gelang es uns, unsere Umsätze stabil zu halten und gleichzeitig unsere Margen zu verbessern.

Implementierung von OneWestwing

Westwing ist vollständig im Plan, den Shop (permanentes Sortiment) und die Club-Sales (tägliche Themen) unter einer einzigen Domain zu integrieren. OneCart und OneCheckout sind im Jahr 2023 für DACH-Kunden live gegangen. Weitere Länder werden im Jahr 2024 folgen. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Schritt ein besseres und intuitiveres Kundenerlebnis schafft, welches wiederum zu einer höheren Conversion und einem höheren GMV sowie zu erhöhtem Traffic in Bezug auf die Westwing Collection führt. Dies wird letztendlich das Wachstum und die Profitabilität steigern.

6 Alle Erklärungen und Zahlen in Bezug auf die Entwicklung in einzelnen Quartalen sind ungeprüft.

Erweiterung der Westwing Collection

Unsere intern entwickelten Produkte ermöglichen es uns, ein umfassendes Sortiment auf unserer Website zu präsentieren, das sowohl unserer Premiummarke als auch dem Geschmack unserer Kunden gerecht wird und uns vom Wettbewerb abhebt.

Westwing hat im Jahr 2023 seine Westwing Collection erweitert, wobei ein Allzeithoch von 47 % des Konzern-GMV erreicht wurde. Darüber hinaus haben wir den Anteil nachhaltiger Produkte in unserem Westwing-Collection-Portfolio deutlich erhöht und hier bis Ende 2023 einen Anteil von 48 % erreicht. Unser Team widmet sich fortlaufend der Entwicklung neuer Produkte, und wir verfolgen ehrgeizige Pläne in Bezug auf eine erhebliche Ausweitung unseres Sortiments im Jahr 2024.

Neue Corporate Identity und Markenstrategie

Westwing hat weiter in seine Marke investiert und im Jahr 2023 eine neue Corporate Identity eingeführt. Zusammen mit der Feier unseres ersten Markenrelaunchs seit der Gründung vor zwölf Jahren haben wir die "Live Beautiful"-Markenkampagne ins Leben gerufen, mit der wir uns als Premiummarke positionieren wollen. Sie umfasst unsere wettbewerbsfähige Marktpositionierung als "The Beautiful Living Company", das Wertversprechen unserer Produkte und die Bezeichnung unserer Kunden als "the Design Lovers".

Die Weichen für die Jahre nach der Krise stellen

Westwing hat beschlossen, die Jahre der schwachen Marktentwicklung für die Vorbereitung auf zukünftiges profitables Wachstum zu nutzen. Wir haben uns, wie bereits in Punkt 1.4 beschrieben, dazu entschieden, von unserer proprietären E-Commerce-Technologieplattform auf eine SaaS-Plattform umzusteigen. Das Transformationsprojekt wird zu einmaligen zahlungswirksamen Kosten, einschließlich Investitionen, in Höhe eines mittleren bis hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrags führen. Darüber hinaus kam es zu nicht zahlungswirksamen Stornierungen der Aktivierung von Entwicklungskosten für intern noch in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte, die im Zuge der Transformation ersetzt werden. Der Effekt belief sich auf EUR 3,9 Mio. zusammen mit EUR 0,5 Mio. höheren Abschreibungen aufgrund der verkürzten Nutzungsdauer der verbleibenden selbst erstellten Software. Es wird erwartet, dass die einmaligen Aufwendungen bereits innerhalb eines Jahres nach der kompletten Umsetzung vollständig durch Einsparungen kompensiert sein werden. Die vollständige Umsetzung wird für das Jahr 2025 erwartet.

Darüber hinaus hat Westwing beschlossen, die Kosteneffizienz weiter zu verbessern und die Komplexität zu reduzieren, indem bestimmte Geschäftsfunktionen weiter zentralisiert werden. Dazu gehören die Konsolidierung aller Warenlager in seinem Hauptlogistikzentrum in Posen, Polen sowie die Zentralisierung von Teilen der Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Funktionen für Italien und Spanien am Hauptsitz in München und im Shared Service Center in Warschau.

Aufrechterhaltung und Steigerung der Kundenloyalität

Die oben genannten Maßnahmen trugen dazu bei, die Kundenbindung im Jahr 2023 auf einem hohen Niveau zu halten, wobei 80 % der Bestellungen von Bestandskunden stammen (2022: 82 %). Außerdem konnten wir unseren Share of Wallet (gemessen am GMV pro aktivem Kunden in den vorangegangenen zwölf Monaten) von EUR 364 im Jahr 2022 auf EUR 377 im Jahr 2023 steigern.

2.2.1 ERTRAGSLAGE

VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

Die verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach IFRS vor Anpassungen sieht wie folgt aus:

EUR Mio. 2023 In %
vom Umsatz
2022 In %
vom Umsatz
Veränderung
in EUR Mio.
Veränderung
in %
Umsatz 428,6 100,0 430,8 100,0 – 2,2 – 0,5
Umsatzkosten – 215,7 – 50,3 – 228,1 – 52,9 12,4 – 5,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 212,9 49,7 202,7 47,1 10,2 5,0
Fulfillmentkosten – 90,3 – 21,1 – 94,2 – 21,9 3,9 – 4,1
Marketingkosten – 45,6 – 10,6 – 40,6 – 9,4 – 5,0 12,2
Allgemeine Verwaltungskosten – 85,2 – 19,9 – 92,9 – 21,6 7,7 – 8,3
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
– 6,2 – 1,4 – 5,2 – 1,2 – 1,0 20,0
Sonstige betriebliche Erträge 5,9 1,4 2,6 0,6 3,3 125,1
Betriebliches Ergebnis – 8,4 – 2,0 – 27,4 – 6,4 19,0 – 69,4

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Betriebsergebnis zum bereinigten EBITDA:

EUR Mio. 2023 2022
Betriebsergebnis – 8,4 – 27,4
Aufwendungen / (Erträge) anteilsbasierte Vergütung 2,3 – 0,6
Restrukturierungsaufwendungen 4,1 5,7
Abschreibungen / Wertminderungen 19,8 18,1
Bereinigtes EBITDA 17,8 – 4,2
Bereinigte EBITDA-Marge 4,1 % – 1,0 %

Die in der folgenden Tabelle dargestellte bereinigte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, mit der wir die operativen Entwicklungen in den einzelnen Positionen kommentieren, enthält weder anteilsbasierte Vergütungsaufwendungen noch größere Restrukturierungsaufwendungen.

Im Jahr 2023 bereinigte Westwing sein EBITDA um Restrukturierungsaufwendungen, die sich aus der Umstellung der Technologiestrategie ergaben. Die geplante Auslagerung der Softwareentwicklung für Front-End- und Back-End-Lösungen führte zur Ausbuchung von aktivierten Kosten in Höhe von EUR 3,9 Mio. und damit verbundenen Restrukturierungsabfindungen in Höhe von EUR 0,2 Mio.

Im Jahr 2022 bereinigte Westwing sein EBITDA um Restrukturierungsabfindungen in Höhe von EUR 5,7 Mio., da die Kostenbasis des Unternehmens das schwierige Marktumfeld nicht widerspiegelte. Die bereinigte EBITDA-Marge ist definiert als das bereinigte EBITDA, dargestellt in Prozent des Umsatzes.

BEREINIGTE VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

EUR Mio. 2023 In %
vom Umsatz
2022 In %
vom Umsatz
Veränderung
in EUR Mio.
Veränderung
in %
Umsatz 428,6 100,0 430,8 100,0 – 2,2 – 0,5
Umsatzkosten* – 211,4 – 49,3 – 223,8 – 51,9 12,3 – 5,5
Bruttoergebnis vom Umsatz 217,2 50,7 207,1 48,1 10,1 4,9
Fulfillmentkosten* – 94,5 – 22,1 – 98,0 – 22,7 3,4 – 3,5
Deckungsbeitrag 122,7 28,6 109,1 25,3 13,6 12,4
Marketingkosten* – 45,3 – 10,6 – 39,2 – 9,1 – 6,1 15,5
Allgemeine Verwaltungskosten* – 80,3 – 18,7 – 89,7 – 20,8 9,4 – 10,4
Sonstige betriebliche
Aufwendungen*
– 4,9 – 1,1 – 5,2 – 1,2 0,2 – 4,4
Sonstige betriebliche Erträge 5,9 1,4 2,6 0,6 3,3 125,1
Abschreibungen und
Wertminderungen
19,8 4,6 18,1 4,2 1,7 9,3
Bereinigtes EBITDA 17,8 4,1 – 4,2 – 1,0 22,0

* Die folgenden Anpassungen wurden in den entsprechenden Zeilen vorgenommen:

Aufwandsposition 2023 2022
0,0
Marketing 0,2 0,0
Allgemeine Verwaltungskosten 2,0 – 0,6
Fulfillment 0,5
Marketing 1,3
Allgemeine Verwaltungskosten 2,9 3,8
Sonstige Aufwendungen 1,3
Umsatzkosten 4,3 4,3
Fulfillment – 4,3 – 4,3
6,4 5,1
Fulfillment 0,0

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr umfassen Folgendes:

EUR Mio. 2023 In %
des Umsatzes
2022 In %
des Umsatzes
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten 419,7 97,9 423,0 98,2
Umsatz aus Dienstleistungen 1,1 0,3 1,0 0,2
Sonstige Umsatzerlöse 7,8 1,8 6,9 1,6
Gesamt 428,6 100,0 430,8 100,0

Weitere Leistungsindikatoren, die nicht bedeutsame Leistungsindikatoren sind, entwickelten sich in der Berichtsperiode wie folgt:

2023 2022 Veränderung
Westwing-Collection-Anteil (in % des GMV) 47 % 41 % 6pp
GMV (in EUR Mio.) 481 481 + 0 %
Bestellungen, insgesamt (in Tausend) 2.851 3.128 – 9 %
Durchschnittlicher Warenkorb (in EUR) 169 154 + 10 %
Aktive Kunden (in Tausend) 1.275 1.320 – 3 %
Anzahl der Bestellungen pro aktivem Kunden in den letzten 12 Monaten 2,2 2,4 – 6 %
Durchschnittliches GMV pro aktivem Kunden in den letzten 12 Monaten (in EUR) 377 364 + 4 %
Anteil der Site-Visits über mobile Endgeräte 80 % 0pp

WEITERE LEISTUNGSINDIKATOREN

GESCHÄFTSENTWICKLUNG  7

Der Umsatz von Westwing belief sich 2023 auf EUR 428,6 Mio. und lag damit fast auf dem gleichen Niveau wie 2022 (EUR 430,8 Mio.). Wir konnten dem schwierigen Marktumfeld und dem niedrigen Home & Living Konsumklima begegnen, indem wir unser Produktangebot weiter verbessert haben, sowohl in Bezug auf unsere eigene Westwing Collection als auch durch die Akquisition attraktiver Premiummarkenpartner. Darüber hinaus haben wir das Nutzererlebnis durch die Zusammenführung von Shop und Club-Sales in einer Website bzw. App verbessert und die Markenwahrnehmung und -bekanntheit gesteigert.

Der Umsatzanteil der Westwing Collection stieg um sechs Prozentpunkte, von 41 % des GMV im Jahr 2022 auf 47 % des GMV im Jahr 2023. Im vierten Quartal 2023 lag der Anteil ebenfalls bei 47 % (Q4 2022: 44 %).

Die Bruttomarge von Westwing stieg auf 50,7 % im Vergleich zu 48,1 % im Vorjahr. Diese erfreuliche Zahl ist vor allem auf den höheren Anteil der Westwing Collection und eine bessere Margenkontrolle zurückzuführen.

Der Anteil der Fulfillmentkosten 8 am Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 22,1 % verringert werden (2022: 22,7 %). In absoluten Zahlen beliefen sie sich auf EUR 94,5 Mio. (2022: EUR 98,0 Mio.). Diese Verbesserung ist vor allem auf eine höhere Auslastung der Lagerflächen und weitere Effizienzsteigerungen zurückzuführen.

Der Anteil der Marketingaufwendungen am Umsatz betrug 10,6 % und stieg damit um 1,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (2022: 9,1 %). In absoluten Zahlen stiegen sie deutlich um EUR 6,1 Mio. auf EUR 45,3 Mio. (2022: EUR 39,2 Mio.). Die höheren Aufwendungen resultieren in erster Linie aus den Investitionen in unsere kürzlich vorgestellte neue Corporate Identity und in die Markenbekanntheit. Westwing feierte in 2023 den ersten Markenrelaunch seit der Gründung vor zwölf Jahren.

Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten am Umsatz konnte von 20,8 % im Jahr 2022 auf 18,7 % im Jahr 2023 reduziert werden. Diese Entwicklung ist vor allem auf die in der zweiten Jahreshälfte 2022 eingeleiteten Kosteneinsparungen zurückzuführen. In absoluten Zahlen gingen die allgemeinen Verwaltungskosten um EUR 9,4 Mio. auf EUR 80,3 Mio. zurück (2022: EUR 89,7 Mio.).

Das bereinigte EBITDA verbesserte sich deutlich von EUR – 4,2 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 17,8 Mio. im Jahr 2023, was einem Anstieg von EUR 22,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 5,1 Prozentpunkte von – 1,0 % auf 4,1 %.

7 Zahlen sind auf bereinigter Basis dargestellt; siehe Details in den Tabellen der bereinigten Gewinn-und-Verlust-Rechnung oben.

8 Die Fulfillmentkosten beinhalten Versandkosten.

Die Abschreibungen stiegen um EUR 1,7 Mio. auf EUR 19,8 Mio. Dies ist in erster Linie auf höhere Abschreibungen auf Nutzungsrechte zurückzuführen, aber auch auf die verkürzte Nutzungsdauer einiger selbst entwickelter immaterieller Vermögenswerte infolge der Änderung der Technologiestrategie.

Das Finanzergebnis stieg im Vergleich zu 2023 um EUR 2,2 Mio. und betrug EUR – 0,7 Mio. (2022: EUR – 2,9 Mio.). Dies ist hauptsächlich auf höhere Zinserträge aus Einlagen in Höhe von EUR 1,1 Mio. zurückzuführen. Währungseffekte, die in 2022 mit EUR 0,9 Mio. negativ waren, glichen sich in 2023 mit positiven EUR 0,1 Mio nahezu vollständig aus.

Der Ertragsteueraufwand war mit EUR 3,3 Mio. höher als im Vorjahr (2022: EUR 2,1 Mio.). Dies war im Wesentlichen bedingt durch die Abschreibung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von EUR 3,6 Mio.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR – 12,4 Mio., was einem Anstieg von EUR 20,0 Mio. (2022: EUR – 32,4 Mio.) gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der GMV war im Vergleich zu 2022 stabil und betrug EUR 481,1 Mio. (2022: EUR 480,9 Mio.). Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf zwei gegenläufigen Effekten: Während die Zahl der Bestellungen von 3,1 Mio. auf 2,9 Mio. zurückging, stieg die durchschnittliche Warenkorbgröße von EUR 154 im Jahr 2022 auf EUR 169 im Jahr 2023.

Der Anteil der mobilen Site-Visits lag 2023 mit 80 % auf dem Niveau des Vorjahres (2022: 80 %).

SEGMENTERGEBNISSE

Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Segmenten ist wie folgt:

EUR Mio. 2023 In %
vom Umsatz
2022 In %
vom Umsatz
Veränderung
in EUR Mio.
Veränderung
in %
DACH 236,5 55,2 242,4 56,3 – 5,9 – 2,4
International 192,1 44,8 188,4 43,7 3,7 2,0
Gesamt 428,6 100,0 430,8 100,0 – 2,2 – 0,5

Das bereinigte EBITDA der Segmente entwickelte sich wie folgt:

EUR Mio. 2023 Marge 2022 Marge Veränderung
in EUR Mio.
DACH 16,1 6,8 % 7,9 3,3 % 8,2
International 2,1 1,1 % – 11,2 – 5,9 % 13,3
HQ / Überleitung – 0,4 – 1,0 0,6
Gesamt 17,8 4,1 % – 4,2 – 1,0 % 22,0

Unser DACH Segment trug EUR 236,5 Mio. zum Umsatz bei, was einem Rückgang von 2,4 % gegenüber 2022 entspricht. Der Umsatz in unserem Internationalen Segment stieg um 2,0 % auf EUR 192,1 Mio. Das DACH Segment erzielte ein bereinigtes EBITDA von EUR 16,1 Mio. (2022: EUR 7,9 Mio.) und eine bereinigte EBITDA-Marge von 6,8 % (2022: 3,3 %). Das bereinigte EBITDA im Internationalen Segment betrug EUR 2,1 Mio. (2022: EUR – 11,2 Mio.), was einer bereinigten EBITDA-Marge von 1,1 % (2022: – 5,9 %) entspricht.

2.2.2 FINANZLAGE VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNG

EUR Mio. 2023 2022 Veränderung in
EUR Mio.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 33,3 – 7,5 40,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 3,8 – 11,4 7,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 23,9 – 2,7 – 21,2
Netto-Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5,7 – 21,5 27,2
Auswirkung von Wechselkursschwankungen auf den Zahlungsmittelbestand – 0,1 0,1 – 0,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 76,0 97,4 – 21,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 81,5 76,0 5,5

Westwing erwirtschaftete im Jahr 2023 einen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von EUR 33,3 Mio. (2022: EUR – 7,5 Mio.), hauptsächlich aufgrund des verbesserten Betriebsergebnisses und der Veränderungen im Nettoumlaufvermögen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen um EUR 5,5 Mio. im Vergleich zum 31. Dezember 2022. Das Nettoumlaufvermögen – definiert als Vorräte plus geleistete Anzahlungen, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen, Handelsfinanzierungen sowie Vertragsverbindlichkeiten – verringerte sich im Jahresvergleich und betrug im Jahr 2023 EUR – 8,0 Mio. (2022: EUR 2,5 Mio.).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Jahr 2023 auf EUR – 3,8 Mio. (2022: EUR – 11,4 Mio.). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf geringere Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere in selbst entwickelte Software, zurückzuführen, die sich im Jahr 2023 auf EUR 3,9 Mio. (2022: EUR 10,2 Mio.) beliefen, sowie auf geringere Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 1,5 Mio. (2022: EUR 3,7 Mio.). Darüber hinaus erhielt Westwing Zinseinnahmen in Höhe von EUR 1,1 Mio.

Aufgrund der oben beschriebenen Veränderungen des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und des Cashflows aus Investitionstätigkeit verbesserte sich der Free Cashflow für das Gesamtjahr 2023 stark und betrug EUR 29,5 Mio. (2022: EUR – 18,8 Mio.).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR – 23,9 Mio. (2022: EUR – 2,7 Mio.). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Handelsfinanzierungen in Höhe von EUR 7,8 Mio. und den Erwerb eigener Aktien in Höhe von EUR 3,7 Mio. zurückzuführen. Darüber hinaus wurde im Jahr 2022 eine einmalige Leasingprämie in Höhe von EUR 1,5 Mio. gezahlt.

Westwing verfügte über Kreditlinien von bis zu EUR 20,0 Mio. und weitere EUR 13,0 Mio. für Handelsfinanzierungen.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die Steuerung von liquiden Mitteln und Nettoumlaufvermögen steht im Mittelpunkt des Finanzmanagements von Westwing. Auch die Erhaltung der Liquidität ist ein übergeordnetes Ziel. Art und Umfang der Transaktionen mit Barmitteln sind auf unser operatives Geschäft ausgerichtet. Westwing verfügt nur über Termingelder wie kurzfristige hochliquide Anlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger. Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs wird eine rollierende Zwölfmonats-Cashflow-Planung verwendet.

Das Unternehmen verfügt über Liquiditätsreserven, um zusätzliche Investitionen in das Wachstum zu decken und das laufende Geschäft zu unterstützen. Westwing hat stets sichergestellt, dass genügend liquide Mittel zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs zur Verfügung standen, und war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Einzelheiten zum finanziellen Risikomanagement sind im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 22) zu finden.

2.2.3 VERMÖGENSLAGE VERKÜRZTE BILANZ

EUR Mio. 2023 2023 in %
der Summe
2022 2022 in %
der Summe
Veränderung
in EUR Mio.
Veränderung
in %
Summe Aktiva 203,4 100,0 228,3 100,0 -24,9 -10,9
Langfristige Vermögenswerte 67,0 32,9 82,3 36,1 -15,3 -18,6
Kurzfristige Vermögenswerte 136,4 67,1 146,0 63,9 -9,6 -6,6
Summe Passiva 203,4 100,0 228,3 100,0 -24,9 -10,9
Eigenkapital 75,0 36,9 90,1 39,4 -15,1 -16,8
Langfristige Verbindlichkeiten 36,7 18,1 45,6 20,0 -8,8 -19,4
Kurzfristige Verbindlichkeiten 91,7 45,1 92,7 40,6 -1,0 -1,1

Langfristige Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Das Sachanlagevermögen verringerte sich von EUR 53,2 Mio. Ende 2022 auf EUR 44,6 Mio. Ende 2023. Die immateriellen Vermögenswerte, die in erster Linie auf die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten zurückzuführen sind, verringerten sich um EUR 3,9 Mio., was ebenfalls auf die Änderung der Technologiestrategie zurückzuführen ist. Die aktivierten Softwareentwicklungskosten betrugen im Jahr 2023 nur noch EUR 3,8 Mio. Ihnen standen Abschreibungen in Höhe von EUR 6,5 Mio. gegenüber.

Das Umlaufvermögen belief sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 136,4 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 146,0 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen auf EUR 81,5 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 76,0 Mio.), was auf den positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zurückzuführen ist, der durch die Cashflows aus Investitionstätigkeit und Finanzierung nicht vollständig ausgeglichen wurde. Die Vorräte wurden auf EUR 28,1 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 45,2 Mio.) reduziert, da wir Vorratsbestände verringern konnten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen gingen leicht um EUR 0,5 Mio. auf EUR 12,1 Mio. zurück (31. Dezember 2022: EUR 12,6 Mio.); in dieser Position sind erwartete Kreditverluste in Höhe von EUR 4,0 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 3,0 Mio.) enthalten.

Das Eigenkapital der Gesellschaft verringerte sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 75,0 Mio., verglichen mit EUR 90,1 Mio. zum Jahresende 2022. Diese Veränderung ist hauptsächlich auf den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 12,4 Mio. und den Anstieg der eigenen Aktien um EUR 3,7 Mio. zurückzuführen, die vom Eigenkapital abgezogen werden.

Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um EUR 8,8 Mio. auf EUR 36,7 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 45,6 Mio.). Dies ist vor allem auf die um EUR 9,5 Mio. niedrigeren langfristigen Leasingverbindlichkeiten zurückzuführen, von denen ein Teil in den kurzfristigen Bereich umgegliedert wurde.

Zum 31. Dezember 2023 verfügte der Konzern über Kreditlinien in Höhe von EUR 10,0 Mio. bei der Uni-Credit Bank AG (31. Dezember 2022: EUR 10,0 Mio.), die bis auf Weiteres zur Verfügung stehen, wovon EUR 3,7 Mio. als Avalkredit genutzt wurden, sowie über Kreditlinien in Höhe von EUR 10,0 Mio. bei der Norddeutschen Landesbank, die bis zum 31. Dezember 2024 gültig sind. Darüber hinaus stehen EUR 13,0 Mio. für Handelsfinanzierungen zur Verfügung.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,0 Mio. auf EUR 91,7 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 92,7 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen erhöhten sich von EUR 34,1 Mio. Ende 2022 auf EUR 35,9 Mio. zum 31. Dezember 2023 und die Leasingverbindlichkeiten stiegen um EUR 1,5 Mio. auf EUR 11,2 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 9,7 Mio.). Dies wurde teilweise durch nicht mehr vorhandene Handelsfinanzierungen ausgeglichen, die sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 7,8 Mio. beliefen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Im Jahr 2023 entwickelte sich Westwing wie prognostiziert und kehrte in Bezug auf das bereinigte EBITDA zu Profitabilität zurück. Aufgrund der makroökonomischen Gesamtsituation, insbesondere aufgrund des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und der aktuellen Konfrontation im Nahen Osten, waren wir weiterhin mit hohen Energie- und Verbraucherpreisen und einer anhaltend schwachen Konsumstimmung im Bereich Home & Living konfrontiert. Dennoch ist es uns gelungen, den Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres zu halten und in der zweiten Jahreshälfte 2023 wieder Wachstum zu generieren sowie unsere Margen zu steigern. Gleichzeitig haben wir unsere 2022 begonnenen Kostensparmaßnahmen vollständig umgesetzt. Wir sehen eine hohe Wirtschaftlichkeit und eine sehr positive Entwicklung unseres Westwing-Collection-Anteils. Aufgrund dieser positiven Entwicklung haben wir unsere Prognose für das bereinigte EBITDA im November 2023 angehoben und konnten unser bereinigtes EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um EUR 22,0 Mio. erhöhen. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir unsere wirtschaftliche Position weiter verbessern können, insbesondere wenn sich das Marktumfeld verbessert.

3. MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

Der Westwing-Konzern beschäftigte Ende Dezember 2023 1.614 Vollzeitkräfte (FTE) – ein Rückgang gegenüber den 1.729 FTE zum Jahresende 2022.

Im Dezember 2023 waren die meisten Mitarbeiter bei den in München ansässigen Gesellschaften Westwing Group SE (294 FTE) und Westwing GmbH (281 FTE) sowie bei der polnischen Konzerngesellschaft (720 FTE) beschäftigt. Letztere betreibt auch das Shared Service Center und die Shared Warehouses von Westwing.

Die Mitarbeiter von Westwing sind internationaler Herkunft. Ende 2023 beschäftigte das Unternehmen Mitarbeiter aus mehr als 71 verschiedenen Ländern. Auch die Geschlechtervielfalt ist für Westwing ein wichtiger Faktor: Insgesamt 60 % der Mitarbeiter sind weiblich.

4. NICHT-FINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNG

Diese nicht-finanzielle Konzernerklärung – nachstehend nicht-finanzielle Erklärung genannt – bezieht sich auf die Geschäftstätigkeit des Westwing-Konzerns und wurde gemäß §§ 315b, 315c und §§ 289c bis 289e des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Sie präsentiert unsere Nachhaltigkeitsschwerpunkte, beschreibt unsere Managementansätze, listet Leistungsindikatoren auf und erläutert einzelne Initiativen, die während des Berichtszeitraums umgesetzt wurden. Die Identifizierung und Analyse der in dieser Erklärung beschriebenen wesentlichen Aspekte erfolgte auf Grundlage der Standards der Global Reporting Initiative (GRI – Universal Standards 2021) sowie nach § 289c Absatz 3 HGB. Ein Rahmenwerk wurde dabei nicht vollumfänglich angewandt, da uns eine solch pauschale Herangehensweise als nicht zweckmäßig erschien.

Die nicht-finanzielle Erklärung enthält auch jene Angaben, die gemäß Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (nachstehend "EU-Taxonomie-Verordnung" genannt) und der auf ihrer Basis erlassenen delegierten Rechtsakte erforderlich sind.

Westwing konzentriert sich darauf, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen. Wir wollen unsere Kunden inspirieren – durch ausgewählte, über verschiedene Online- und Offline-Vertriebskanäle erhältliche Produkte, die wir mit anderen wundervollen Inhalten kombinieren. In unseren Hauptvertriebskanälen Shop und Club-Sales finden sich die Produkte unserer Premiummarke Westwing Collection, die für ihre hohe Qualität und das besondere Design bekannt ist, sowie ausgewählte Produkte von über 5.000 Markenpartnern. Genauere Informationen zu unserem Geschäftsmodell finden Sie unter "Grundlagen des Konzerns" im zusammengefassten Lagebericht.

Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere Nachhaltigkeitsperformance als Ganzes verbessern können, wenn wir unsere Produkte, unsere Lieferanten, unsere Mitarbeiter in den Mittelpunkt rücken. Dieser Ansatz soll zugleich unser anhaltendes nachhaltiges Wachstum fördern. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt, wie wir unsere Nachhaltigkeitsziele erreichen wollen.

Nachhaltigkeitsstrategie 2030

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie 2030 basiert auf der Überzeugung, dass unsere Kunden gleichzeitig schön und nachhaltig wohnen können.

Sie verfolgt das Ziel, uns den Herausforderungen der Bereiche Umwelt, Soziales und Governance (ESG) zu stellen, die sowohl für unsere Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Investoren als auch andere Stakeholder von Bedeutung sind. Sie umfasst folgende vier Schwerpunkte: 1) Produkte und Verpackung, 2) Kunden, 3) Menschen und Umwelt sowie 4) Einbindung der Lieferanten.

    1. Die Westwing Collection nachhaltiger gestalten durch Produkt- und Verpackungsmaterialien mit den ökologisch, sozial und ethisch bestmöglichen Eigenschaften.
  • 2.Unseren Kunden ermöglichen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen indem wir nachhaltigere Produkte anbieten, die zu schönen, nachhaltigen Wohnumgebungen passen.
  • 3.Das beste Arbeitsumfeld schaffen durch außergewöhnliche Arbeitsplätze, die nicht nur sicher, gesund und integrativ, sondern auch umweltverträglich sind.
  • 4.Sicherstellen, dass unsere Lieferanten nachhaltig handeln indem wir mit ihnen zusammenarbeiten und ihre ökologische und soziale Performance weiterentwickeln und verbessern.

Definieren, was wichtig ist: Unsere wesentlichen Themen

Aus der Wesentlichkeitsanalyse, die wir im Jahr 2021 in enger Abstimmung mit verschiedenen internen und externen Stakeholdern durchgeführt haben, gingen sechs Themenbereiche hervor, auf die sich unsere Unternehmensaktivitäten auswirken und die zudem für ein Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage von Westwing relevant sind. Darüber hinaus haben wir unsere allgemeinen Ziele und Vorsätze in Bezug auf diese Bereiche definiert. Die Vollständigkeit und Gültigkeit dieser Themen für das Jahr 2023 wurde – sowohl im Hinblick auf die geschäftliche Relevanz als auch auf ihre Auswirkungen – von unserem Vorstand und weiteren Mitgliedern des Sustainability Steering Committee erneut bestätigt.

Erforderliche
Angaben nach
HGB
Themen Zielsetzungen Ziele
Umweltbelange Klima und
Energie
• Vermeidung, Verringerung
und Kompensation unserer Treib
hausgasemissionen
• Bis 2027 100 % der gesamten Energie9
aus erneuerbaren Quellen beziehen
• Wissenschaftsbasierte Ziele zur
Emissionsreduzierung (Science Based
Targets) erreichen
• Kompensieren der verbleibenden
Emissionen aus eigenen Betriebsabläufen
(nach Reduktionsinitiativen)10 durch
glaubwürdige Projekte zur Beseitigung
und Vermeidung von CO2
Umweltbelange Verpackung • Verpackungsmengen reduzieren
• Anteil an Neumaterial verringern
• Weniger umweltschädliche
Materialien einsetzen
• Deponieabfälle vermeiden
• Verringerung der von Westwing ver
wendeten Verpackungsmenge11
• Schaumstoffanteil verringern
(Westwings eigene Verpackungen)
• Einwegkunststoffe eliminieren und den
Anteil recycelter Kunststoffe erhöhen
(Westwings eigene Verpackungen)
• Verpackungen aus Styropor bis 2028
eliminieren (Produkte der Westwing
Collection)
• Bis 2028 mehr als 90 % von Westwings
eigenen Verpackungen recycelbar oder
kompostierbar machen
• Bis 2027 mehr als 90 % der an unseren
eigenen Standorten anfallenden Ver
packungsabfälle wiederverwenden,
verwerten oder recyceln
Umweltbelange Beschaffung
von Materialien
• Mehr nachhaltige Materialien in
unseren Produkten
• Verzicht auf Gefahrstoffe und
Vermeidung schädlicher
Chemikalien
• Bei Produkten der Westwing Collection:
Bis 2026 mehr als 90 % zertifiziertes,
nachhaltiges Holz12 verwenden
• Bis 2026 mehr als 90 % zertifizierte
Bio-Baumwolle13, recycelte und/oder
verantwortungsvoll erzeugte Baumwolle
verwenden
• Bis 2026 mehr als 90 % verantwortungs
voll14 erzeugte tierische Nebenprodukte15
verwenden
• Anteil an Recyclingmaterial in Kunst
stoffen erhöhen
• Gefahrstoffe eliminieren und die Verwen
dung schädlicher Chemikalien vermeiden

9 Energie umfasst den Strom, die Heizung und Kühlung unserer Büro- und Lagergebäude sowie Kraftstoffe für Lkws im Fuhrpark.

10 Emissionen aus eigenen Betriebsabläufen umfassen a) direkte Emissionen (Scope 1), die bei Westwing durch Heizen, durch Verbrennen von Kraftstoffen in unseren Fahrzeugen und durch flüchtige Gase aus Klimaanlagen entstehen, b) indirekte Emissionen (Scope 2) aus eingekauftem Strom und Dampf sowie Wärme und Kälte für den Eigenbedarf, sowie c) indirekte Emissionen aus den folgenden Scope-3-Kategorien: Geschäftsreisen, Pendelverkehr der Mitarbeiter sowie kraftstoff- und energiebezogene Aktivitäten.

11 Eingehend (inbound) für Produkte der Westwing Collection, ausgehend (outbound, ohne direkte von den Partnern versendete Produkte) für Schutz, Lagerung und Versand von Produkten.

12 Zertifizierungen umfassen FSC® und PEFC.

13 Zertifizierungen umfassen GOTS, MADE IN GREEN by OEKO-TEX und OCS.

14 Zertifizierungen umfassen Leather Working Group, Naturleder IVN, Global Traceable Down Standard, Responsible Down Standard und Downpass.

15 Tierische Nebenprodukte umfassen Leder, Daunen sowie Fell.

Erforderliche
Angaben nach
HGB
Themen Zielsetzungen Ziele
Sozialbelange
– Menschenrechte
Auswirkungen
der Lieferanten
• Förderung der sozialen und
ökologischen Performance unserer
Lieferanten
• Sicherstellen, dass Markenpartner
unsere Nachhaltigkeitsstandards
einhalten
• Bis 2025 100 % der Lieferanten der
Westwing Collection regelmäßig bewerten
• Bis 2028 sollen 50 % der Lieferanten der
Westwing Collection (gemessen am Auf
tragsvolumen) Umwelt- und Sozialmanage
mentsysteme16 eingeführt haben
• Bis 2027 sollen sich Markenpartner an
unsere Nachhaltigkeitsstandards ange
passt haben
Arbeitnehmerbe
lange – Menschen
rechte
Faire
Arbeits
bedingungen
• Höchste Standards für Gesund
heit, Sicherheit und Arbeitsplatz
zufriedenheit
• Bis 2028 sollen 50 % der Lieferanten der
Westwing Collection Programme zur
Messung und Verbesserung der Arbeits
bedingungen eingeführt haben
• Mitarbeiterzufriedenheitsrate über
80 % halten
• Unfälle in unseren Lägern vermeiden
Sozialbelange Verantwor
tungsvolle
Marketing- und
Kommunikati
onspolitik
• Bereitstellung nachvollziehbarer
und glaubhafter Informationen
über die Nachhaltigkeitseigen
schaften unserer Produkte sowie
Unterstützung unserer Kunden
bei Entscheidungen für mehr
Nachhaltigkeit
• Kennzeichnung eines erheblichen Anteils
unserer Produkte als nachhaltig17
• Bis 2027 sollen 50 % der Produkte
unserer Westwing Collection als nach
haltig gekennzeichnet sein
• Ein signifikanter Anteil der
Kommunikation von Westwing soll
der Förderung der Nachhaltigkeit gewid
met werden18

Wegen ihrer Relevanz für unser Geschäft und ihrer Auswirkungen haben wir zusätzlich die Themen Integrität, Rechtskonformität und Datenschutz (erforderliche Angaben nach HGB: Korruptionsbekämpfung) in die nicht-finanzielle Erklärung aufgenommen.

Ab dem Geschäftsjahr 2024 werden wir gemäß der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive – CSRD) berichten. Um deren Anforderungen zu erfüllen, haben wir im vergangenen Jahr eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse unserer geschäftsbezogenen Nachhaltigkeitsaspekte durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Bewertung werden nächstes Jahr als Grundlage für die Ausarbeitung unserer Nachhaltigkeitserklärung dienen.

Nachhaltigkeitsmanagement

Die Verantwortung für unsere Nachhaltigkeitsstrategie 2030 liegt in den Händen unseres Vorstands, der vom Aufsichtsrat beraten und kontrolliert wird. Darüber hinaus haben wir ein Sustainability Steering Committee etabliert, das sich aus Führungskräften der wichtigsten Geschäftsbereiche zusammensetzt und vom Chief Executive Officer geleitet wird. Zu den Hauptaufgaben dieses Gremiums gehören die Überprüfung des Fortschritts der strategischen Initiativen und die Ausarbeitung von Leitlinien für langfristige Zielsetzungen und Ambitionen. Gegenwärtig ist Westwing außerdem dabei, Methoden zur Festsetzung und Messung der in den Vorstandsverträgen verankerten langfristigen Anreize zum Erreichen von ESG-Zielen zu definieren.

Entwickelt und im gesamten Unternehmen vorangetrieben wird die Nachhaltigkeitsstrategie von unserer Director Corporate Sustainability, die die entsprechenden Zielvorgaben setzt, Fortschritte misst und über erreichte Meilensteine berichtet. Zu ihren Aufgaben gehört zudem die Leitung eines Kernteams, das in jedem Geschäftsbereich direkt mit jeweils eigens benannten Mitarbeitern ("Sustainability Champions") zusammenarbeitet. Dieses Corporate-Sustainability-Team erarbeitet Ziele und Prozesse, überwacht die Nachhaltigkeitsperformance und sorgt dafür, dass Westwing alle relevanten ökologischen, sozialen und ethischen Vorschriften einhält. Es arbeitet aber auch mit Führungskräften aus allen Unter-

16 Umwelt- und Sozialmanagementsysteme (z. B. ISO 14000, SA 8000).

17 Eine Quantifizierung dieser Ziele erfolgt gegebenenfalls bei künftigen Aktualisierungen unserer Strategie.

18 Wie oben beschrieben.

nehmensteilen zusammen, um Roadmaps zu erstellen und umzusetzen, die Nachhaltigkeitsperformance auszuwerten und sicherzustellen, dass gesetzte Ziele tatsächlich erreicht werden. Außerdem unterstützt es unsere wichtigsten Entscheidungsträger im Umgang und in ihrer Kommunikation mit externen Stakeholdern – insbesondere Kunden, Lieferanten und Investoren. Unser Director Corporate Sustainability berichtet direkt an den Chief Financial Officer.

Das Nachhaltigkeitsteam unserer Geschäftsfelder Shop (permanentes Sortiment) und Westwing Collection steht unter der Leitung des Director Quality & Sustainability. Ziel dieses Teams ist es, die Nachhaltigkeit der Produkte, der Verpackungen der Westwing-Collection-Produkte, der Lieferkette und der Materialbeschaffung – entscheidende Faktoren unserer Nachhaltigkeitsstrategie – sowie die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften und Nachhaltigkeitsrichtlinien für Materialien und Produkte zu gewährleisten.

Unsere Abteilung Governance, Risk Management und Compliance (GRC) überwacht die Risiken im gesamten Unternehmen. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses ermitteln die Mitarbeiter finanzielle und nicht-finanzielle Risiken – unter Einbeziehung von Reputationsrisiken sowie gesellschaftlichen und ökologischen Risiken. Im Rahmen dieses Prozesses wird auch überprüft, ob potenzielle und wesentliche negative Auswirkungen existieren und in diese nicht-finanzielle Erklärung aufzunehmen sind. Wir haben für das Jahr 2023 keine wesentlichen Risiken identifiziert, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit, Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die wesentlichen nichtfinanziellen Aspekte haben könnten.

KLIMA UND ENERGIE

Managementansatz

Die CO2-Emissionen, die wir durch unsere Geschäftstätigkeit, Produkte und Lieferketten verursachen, sind für unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter und Kunden sowie für Investoren von großer Bedeutung, weil sie potenziell zum Klimawandel und zur Schädigung unserer Umwelt beitragen.

Westwing berechnet seine CO2-Emissionen jährlich in Anlehnung an das Greenhouse Gas Protocol. Das Corporate-Sustainability-Team sammelt und prüft die von den verschiedenen Westwing-Abteilungen bereitgestellten Daten und Informationen und berechnet mithilfe eines externen Partners den CO2-Fußabdruck des Unternehmens.

In Abstimmung mit dem Vorstand und im engen Austausch mit anderen zuständigen Abteilungen verantwortet das Team die Festlegung der Emissionsreduktionsziele. Kompensationsprojekte werden ebenfalls in Abstimmung mit dem Vorstand koordiniert, bevor wir sie mit Unterstützung externer Partner umsetzen. Unser strategischer Fokus liegt dabei auf der kontinuierlichen Überwachung unseres CO2-Fußabdrucks. Damit wollen wir sicherstellen, dass geeignete Maßnahmen zum Erreichen unserer Ziele ergriffen werden.

Wichtigste Erfolge im Jahr 2023

Ziele

Mit der Etablierung wissenschaftsbasierter Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen hat unser Unternehmen im Jahr 2023 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Ziele stimmen mit den Erkenntnissen der Klimawissenschaft überein, wie sie im Pariser Abkommen von 2015 formuliert sind, und wurden bereits durch die Science Based Targets initiative (SBTi) offiziell validiert. Dies bestätigt das Engagement-Westwings, nachhaltige Praktiken zu fördern und den positiven Wandel in unserer Branche voranzutreiben.

Unsere Emissionsreduktionsziele beinhalten eine Verringerung der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgas(THG)-Emissionen um 75 % bis zum Jahr 2030 – ausgehend von Westwings Werten im Bezugsjahr 2022. Direkte Emissionen aus eigenen Betriebsabläufen (Scope 1) finden dabei ebenso Berücksichtigung wie indirekte Emissionen aus eingekauften Energiequellen (Scope 2). Hierfür werden wir eine Reihe von Maßnahmen umsetzen, beispielsweise die Nutzung alternativer Energiequellen und die Steigerung der Energieeffizienz sowohl in den Lagergebäuden als auch im Fuhrpark von Westwing.

Hinzu kommen Ziele zur besseren Einbindung unserer Lieferanten, wie etwa die Verpflichtung, dass 80 % unserer Lieferanten – gemessen an den Ausgaben für eingekaufte Waren und Dienstleistungen sowie für den vorgelagerten Transport und Vertrieb – bis 2027 über eigene wissenschaftsbasierte Ziele verfügen. Um sie in die Lage zu versetzen, eigene Emissionsreduktionsziele festzulegen, werden wir sie mit konkreten strategischen Maßnahmen unterstützen, beispielsweise durch Schulungen und den Aufbau von Kompetenzen auf diesem Gebiet.

Im Geschäftsjahr 2023 stammen 34 % unseres Gesamtstromverbrauchs und 9 % unseres Gesamtenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien.19

Daten zu Emissionen

Scope Abgedeckte Emissionen
(vor Kompensationsmaßnahmen)20
2023 2022 2021
Scope 1 (in tCO2e) Direkte Emissionen, die durch Heizen,
durch Verbrennen von Kraftstoffen in
unseren Fahrzeugen und durch flüchtige
Gase aus Klimaanlagen entstehen
1.560 2.776 2.249
Indirekte Emissionen aus eingekauftem marktbasiert21:
1.393
standortbasiert:
marktbasiert:
2.397
standortbasiert:
marktbasiert:
1.732
standortbasiert:
Scope 2 (in t CO2e) Strom und eingekaufter Fernwärme 1.356 2.780 2.001
Scope 3 (in t CO2e)22 Indirekte Emissionen aus Geschäftsreisen23
und dem Arbeitsweg der Mitarbeiter sowie
aus kraftstoff- und energiebezogenen
Aktivitäten, die nicht zu Scope 1 und
Scope 2 zählen
3.163 5.788 4.548

Unsere eigenen Aktivitäten umfassen alle direkten Emissionen im Zusammenhang mit der Strom- und Wärmeerzeugung, dem Fuhrpark und flüchtigen Gasen sowie alle indirekten Emissionen, die durch eingekaufte Energie, Geschäftsreisen und Mitarbeiterfahrten entstehen. Andere indirekte Emissionen, die bei der Produktion von Rohstoffen und Zwischenprodukten, der externen Logistik, der Nutzung und Entsorgung von Produkten oder bei anderen Prozessen entstehen, werden hierbei nicht berücksichtigt. Zunächst haben wir uns darauf konzentriert, die Emissionen für jene Aktivitäten zu berechnen, auf die wir einen größeren Einfluss haben und für die bereits Daten vorliegen. Für nächstes Jahr planen wir die vollständige Offenlegung der Scope-3-Emissionen.

19 Strom aus erneuerbaren Energiequellen bezieht sich auf Strom, der über vertragliche Instrumente wie Grünstromzertifikate (z. B. Zertifikate für Strom aus erneuerbaren Energiequellen, Herkunftsnachweise), direkte Verträge (z. B. Stromabnahmeverträge), lieferantenspezifische Emissionsfaktoren und vor Ort durch Fotovoltaik erzeugten Strom bezogen wird.

  • 20 Die Berechnungen erfolgen auf der Grundlage der Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard (GHG Protocol). Emissionsfaktoren wurden aus wissenschaftlich anerkannten Datenbanken wie ecoinvent und DEFRA in den jeweils aktuellen Versionen entnommen. In der CO2-Bilanz unseres Unternehmens werden alle Emissionen als CO2-Äquivalente (CO2e) berechnet. Das bedeutet, dass alle relevanten Treibhausgase, wie im IPCC-Bewertungsbericht angegeben, in die Berechnungen eingeflossen sind. Dazu gehören Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Fluorkohlenwasserstoffe (HFC), Perfluorkohlenwasserstoffe (PFC), Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3). Die CO2-Emissionen wurden anhand der Verbrauchsdaten des Unternehmens berechnet. Wo immer möglich, bildeten Primärdaten für den Berichtszeitraum die Grundlage. Wo Informationen nicht ohne Weiteres verfügbar waren, wurden Annahmen getroffen. So wurden beispielsweise Daten aus dem Vorjahr oder die Grundflächen der Gebäude (in m²) herangezogen, wenn keine Daten zu Heizung, Kühlung oder Stromverbrauch für die Berechnung der Scope-1- oder Scope-2-Emissionen zur Verfügung standen. Für den Arbeitsweg der Mitarbeiter wurden allgemeine Annahmen über die von den Mitarbeitern genutzten Verkehrsmittel (prozentualer Anteil an Autos, öffentlichen Verkehrsmitteln etc.) und die durchschnittlich zurückgelegte Entfernung getroffen. Für Geschäftsreisen mit dem Flugzeug werden durchschnittliche Entfernungen für Kurz- und Langstreckenreisen angenommen; für Reisen mit der Bahn wird zwischen regionalen und innerdeutschen/kontinentalen Reisen unterschieden und für jede Kategorie werden durchschnittliche Entfernungen verwendet.
  • 21 Die Emissionen für Strom wurden nach der sogenannten marktbasierten ("market-based") Methode berechnet. Für die marktbasierte Methode wurden – sofern verfügbar – spezifische Emissionsfaktoren von unseren Energieversorgern zur Verfügung gestellt. Waren diese spezifischen Faktoren nicht verfügbar, wurden Faktoren für den landesspezifischen residualen Energiemix verwendet. Lagen keine Emissionsfaktoren für diesen Energiemix vor, wurden die standortbasierten Emissionsfaktoren in Übereinstimmung mit dem GHG Protocol Scope 2 Guidance verwendet.
  • 22 Ohne Emissionen aus: eingekauften Waren und Dienstleistungen, Investitionsgütern, vorgelagertem Transport und Vertrieb, im Betrieb anfallenden Abfällen, vorgelagerten geleasten Anlagen, nachgelagertem Transport und Vertrieb, Verarbeitung verkaufter Produkte, Verwendung verkaufter Produkte, End-of-Life-Behandlung verkaufter Produkte, nachgelagerten geleasten Anlagen, Konzessionen und Investitionen.

23 Geschäftsreisen umfassen Flug-, Bahn- und Autoreisen.

2023 lag unser Hauptaugenmerk auf der Verbesserung der zur Berechnung der Scope-3-Emissionen verwendeten Daten – unter anderem durch eine effektivere Datenerfassung und die verstärkte Verwendung von Primärdaten, wo immer dies möglich war.

Im gleichen Jahr berechneten wir zum ersten Mal den CO2-Fußabdruck von fünf der meistverkauften Produkte der Westwing Collection. Hierfür verwendeten wir den Greenhouse Gas Protocol Product Life Cycle Accounting and Reporting Standard (GHG Protocol) sowie den "Cradle-to-Customer plus Waste"-Ansatz.

Um herauszufinden, welche Prozessabschnitte den größten Anteil an den Emissionen ausmachen, haben wir die Treibhausgasemissionen in jeder Produktionsphase quantifiziert – von den Rohstoffen und der Logistik bis hin zur Verpackung und Entsorgung am Ende der Lebensdauer. Die dabei gewonnenen Werte werden wir in Zukunft nutzen, um unseren CO2-Fußabdruck zu verringern.

Als Zeichen unseres kontinuierlichen Engagements für den Klimaschutz haben wir 2023 zum ersten Mal über das Carbon Disclosure Project (CDP)24 Daten zu Umweltauswirkungen veröffentlicht und ein C-Rating erhalten.

Emissionsreduktion

In diesem Jahr haben wir uns weiter dafür eingesetzt, die betrieblichen Emissionen zu reduzieren. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählt die Umstellung auf 100 % Ökostrom in unseren Büros in Mailand und Barcelona – mit dem Ziel vor Augen, bis 2027 auch unsere restlichen Büros, Lager und Fahrzeuge zu 100 % mit erneuerbaren Energien25 zu versorgen.

Darüber hinaus haben wir in allen Lägern unseres Unternehmens in Polen Energieaudits durchgeführt und eine Reihe von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz Energieeffizienz und zum Rückgang unserer Scope-1- und Scope-2-Emissionen umgesetzt. Dadurch konnten wir beispielsweise unsere Betriebszeiten optimieren, die Temperatur in den Lägern überwachen und konstant halten und Heizkörperthermostate im Büro herunterregeln. Außerdem deaktivierten wir die Beleuchtung in ungenutzten Gängen, installierten moderne Perlatoren und montierten zusätzliche Winddichtungen an den Laderampen, um das Eindringen kalter Außenluft zu verhindern.

Da wir nicht alle unsere Einrichtungen direkt kontrollieren können, ist es für uns schwierig, bestimmte energiebezogene Ziele zu erreichen. Hinzu kommt, dass sich der Austausch von bestehenden Energiesystemen oder Stromverträgen durch erneuerbare Alternativen als technisch komplex erweist und zudem stark von den Marktbedingungen abhängt. Daher gehen wir aktiv auf unsere Vermieter und Gebäudeeigentümer zu, um gemeinsam mit ihnen potenzielle Lösungen zu finden, beispielsweise den Einsatz von Geothermie und die Erweiterung unserer Fotovoltaik-Anlagen.

Der erfolgreiche Rückgang unserer Scope-1- und Scope-2-Emissionen ist das Ergebnis der oben beschriebenen Energieeffizienzprojekte, aber auch der Tatsache, dass wir im Berichtszeitraum keine Kältemittel für Klimaanlagen nachgefüllt haben, sowie der betrieblichen Konsolidierung (Wiedereingliederung bestimmter Läger). Ein großer Teil der Belegschaft unseres Lagers in Polen nutzt außerdem einen von uns organisierten Busservice für den täglichen Arbeitsweg, was zusammen mit diesen Initiativen und der im Westwing-Konzern insgesamt verringerten Mitarbeiterzahl ebenfalls zur Reduzierung der durch den Arbeitsweg verursachten Scope-3-Emissionen beitrug.

Im Jahr 2023 haben wir weiter in glaubwürdige Klimaschutzprojekte für die oben in der Tabelle aufgeführten Emissionen des Jahres 2022 investiert. Die Portfolioauswahl für 2023 steht kurz vor dem Abschluss.

ermöglicht, ihre Umweltauswirkungen zu steuern.

24 Gemeinnützige Organisation, die es Unternehmen mithilfe eines globalen Systems zur Offenlegung von CO2-Emissionen

25 Energie umfasst Strom, Heizung, Kühlenergie sowie Kraftstoffe für Lkws im Fuhrpark.

Ausblick für 2024

2024 wollen wir unseren Climate Transition Plan ausarbeiten, der einen detaillierten Fahrplan zum Erreichen unserer wissenschaftsbasierten Ziele enthält. Dieser Plan wird verschiedene Strategien zur Verringerung der Emissionen umfassen, unter anderem den verstärkten Umstieg auf Ökostrom und die Steigerung der Gesamtenergieeffizienz.

Wir werden aktiv auch mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, sowohl mit jenen der Westwing Collection als auch mit Drittanbietern, um sie zu ermutigen, eigene wissenschaftsbasierte Ziele festzulegen. In einem ersten Schritt werden wir die Teams schulen, die mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um anschließend mit Programmen zum Kompetenzaufbau gezielt auf wichtige und strategische Lieferanten zuzugehen.

Darüber hinaus wollen wir die Verarbeitung von Materialien wie Baumwolle, Holz, Wolle und Leder sowie jene Emissionen unter die Lupe nehmen, die sich aus Veränderungen der Landnutzung und Bewirtschaftungspraktiken ergeben. Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchung werden wir prüfen, ob es notwendig ist, FLAG-Ziele für die Bereiche Wald, Land und Landwirtschaft (Forest, Land, Agriculture – FLAG) festzulegen, die die Reduzierung und Beseitigung von Emissionen auf dem Land verfolgen.

VERPACKUNG

Managementansatz

Wir bei Westwing achten auf die Verpackungen unserer Produkte, denn wir möchten, dass sie sicher zu unseren Kunden gelangen und gleichzeitig die Umwelt möglichst wenig belasten. Wir sehen uns in der Verantwortung, kontinuierlich nachhaltige Verpackungsoptionen für unsere Produkte zu finden, und konzentrieren uns dabei auf zwei Hauptbereiche: Erstens, Verpackungen, die unsere Lager- und Logistikbereiche verwenden, um die an unsere Kunden auszuliefernden Produkte zu schützen (Outbound-Verpackungen), und zweitens, Verpackungen, die von den Lieferanten der Westwing Collection für unsere eigenen Produkte entwickelt werden (Inbound-Verpackungen).

Im Rahmen unserer Klimaziele wollen wir Schaumstoffe eliminieren, neu hergestellte Kunststoffe zunehmend durch Recyclingkunststoffe oder Papier ersetzen, den Anteil an recyceltem, recycelbarem oder kompostierbarem Papier weiter erhöhen und den Einsatz von Verpackungsmaterial insgesamt reduzieren. Grundlage für diese Vorsätze sind unsere Verpackungsrichtlinien.

Diese Richtlinien wurden unter Berücksichtigung unserer Unternehmensziele, der europäischen Regulatorik zu Verpackungen, Verpackungsabfällen und der erweiterten Herstellerverantwortung sowie der einschlägigen nationalen und europäischen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt. Sie regeln unter anderem vorrangig verwendete Materialien, eingeschränkt zugelassene Substanzen, die Verwendung von Polymeren, Schließverfahren, Sicherheitswarnungen, Falltests, Kennzeichnungen sowie Zertifizierungen durch Dritte wie etwa das Forest Stewardship Council (FSC®).

Inbound-Verpackungen: Inbound-Verpackungen sind Verpackungen, die für die Produkte der Westwing Collection verwendet werden. Zuständig hierfür ist das Team des Director Product Quality & Sustainability. Es betreut die Entwicklung von Verpackungslösungen durch unsere Lieferanten, leistet bei Bedarf Unterstützung und übernimmt die volle Verantwortung für das Design, die Qualität, die Nachhaltigkeit und die Beschaffung geeigneter Lösungen. Die Verpackungen werden in der Endphase jeder Produktentwicklung bei den Lieferanten entwickelt. Verpackungsdetails werden in unsere Dokumentation der Produktspezifikationen aufgenommen und auf Übereinstimmung mit unseren Verpackungsrichtlinien überprüft.

Outbound-Verpackungen: Outbound-Verpackungen sind Verpackungen, die von unseren Lager- und Logistikbereichen zum Schutz, zur Aufbewahrung und zum Versand von Produkten verwendet werden. Zuständig hierfür ist das Team unseres Head of Quality & Customer Experience. Es plant und überwacht die Art und Weise, wie Produkte für Endkunden verpackt werden, wobei es sich unter Berücksichtigung von Kosten und Nutzen insbesondere auf die Beschaffung und Reduzierung von Verpackungsmaterial konzentriert. Darüber hinaus kümmert sich das Team darum, wie Produkte verpackt und im Lager aufbewahrt werden. Unterstützung in Nachhaltigkeitsfragen bietet derzeit das Corporate-Sustainability-Team.

Wichtigste Erfolge im Jahr 2023

Inbound-Verpackungen: 2023 konnten wir unsere Verpackungsumstellung weitgehend abschließen, sodass heute für alle Lieferanten der Westwing Collection konkrete Verpackungsanforderungen vorliegen. Außerdem haben wir unsere Verpackungsrichtlinien überarbeitet: Alle Lieferanten sind nun verpflichtet, Styropor zu vermeiden, bevorzugt recyceltes Material zu verwenden und insgesamt so wenig Verpackung wie möglich zu verwenden. Die vorgenommene Verschärfung dieser Richtlinien auch für die allerkleinsten Verpackungsartikel (z. B. passgenaue Verpackungsbeutel, Klebebänder) bekräftigt unser Engagement für die Umstellung auf nachhaltigere Alternativen. Und schließlich arbeiteten wir weiter mit unseren Lieferanten zusammen, um gemeinsam neue Verpackungslösungen zu finden, die sich in Bezug auf Nachhaltigkeit, Produktschutz, Verfügbarkeit und Kosten als optimal erweisen.

Intern haben wir eine Verpackungsdatenbank aufgebaut, um die Datenerfassung zu standardisieren und zugleich sicherzustellen, dass wir bevorstehenden Gesetzesänderungen entsprechen – beispielsweise den EU-Regelungen zur erweiterten Herstellerverantwortung und den Kennzeichnungsvorschriften für Verpackungen in Frankreich (Triman-Logo).

Wenn es darum geht, unsere Verpackungen nachhaltiger zu machen, bleibt die wichtigste Herausforderung die Bereitstellung preisgünstiger Verpackungslösungen, die die entscheidenden Aspekte Qualität, Sicherheit und Produktnachhaltigkeit erfüllen.

Verpackungskennzahlen 31.12.2023 31.12.2022
Anteil des verhandelten Auftragsvolumens bezogen auf die Westwing Collection,
bei dem recyceltes und recyclingfähiges Verpackungsmaterial26 zum Einsatz kommt
(bezogen auf das gesamte Auftragsvolumen in %)
100 94
Anteil des verhandelten Auftragsvolumens bezogen auf die Westwing Collection, bei
dem kein Styropor mehr enthalten ist (in %)27
100 85

2023 haben wir unser Ziel von 100 % nachhaltigen Inbound-Verpackungen erreicht – ein wichtiger Fortschritt bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Außerdem ist es uns gelungen, Styropor als Verpackungsmaterial für Artikel der Westwing Collection vollständig zu eliminieren. Diese Ergebnisse sind die direkte Folge der im ersten Halbjahr 2023 eingeführten Neufassung unserer Verpackungsrichtlinien, die nach individuellen Schulungsgesprächen nun für alle Lieferanten der Westwing Collection gilt. Überdies haben wir eine Liste mit potenziellen Lieferanten erstellt, die in der Lage sind, unseren Lieferanten recycelte und recyclingfähige28 Verpackungsmaterialien zu vorverhandelten Preisen anzubieten.

Outbound-Verpackungen: 2023 haben wir eine umfassende, allen internen Teams zugängliche Verpackungsdatenbank aufgebaut, die die standardisierte Erfassung von Verpackungsdaten erleichtern soll.

In unseren Lägern haben wir auch in diesem Kalenderjahr vermehrt recycelte und wiederverwendete Verpackungen eingesetzt. Zu den wichtigsten Initiativen zählen:

  • a. Verringerung der auf Paletten eingesetzten Stretchfolienmenge durch den Einsatz von Kunststoff-Umreifungsbändern aus 100 % Recyclingmaterial;
  • b. Auspolsterung von Paketen mit 100 % Recyclingkunststoff anstelle von Kunststoff-Neumaterial;
  • c. Ersetzen eines Teils der Stretchfolien aus Kunststoff-Neumaterial durch Stretchfolien mit 60 % Recyclingkunststoff;

26 In Übereinstimmung mit unseren Verpackungsrichtlinien.

27 Bezogen auf unser gesamtes Bestellvolumen, das ursprünglich Verpackungen aus Styropor enthielt.

28 In Übereinstimmung mit unseren Verpackungsrichtlinien.

d. Ersetzen eines Teils der Polsterschäume durch geschredderte Kartonagen und Recyclingpapier.

Kategorie Verpackungskennzahlen29 Bereich 2023 2022
Kunststoffe aus
Recyclingmaterial
Anteil von Kunststoffen
mit mehr als 60 % Recycling
material (in %)30
Outbound-Verpackungenver
wendet in Lägern und zum
Schutz bzw. zur Aufbewahrung
und zum Versand von Produkten
43 2
Reduktion von
Schaumstoffen
Anteil von Schaumstoff an allen
Kunststoffen (in %)31
Outbound-Verpackungen
verwendet in Lägern und zum
Schutz bzw. zur Aufbewahrung
und zum Versand von Produkten
0,5 3
Recycelbare/biologisch
abbaubare/kompostier
bare Verpackung
Anteil von Recyclingmaterial
an der gesamten
Verpackung (in %)32
Outbound-Verpackungen
verwendet in Lägern und zum
Schutz, zur Aufbewahrung und
zum Versand von Produkten –
ohne Holz
100 95
Wiederverwendete,
verwertete und/
oder recycelte
Verpackungsabfälle33
Anteil der wiederverwendeten,
verwerteten und/oder recycel
ten Verpackungen am gesamten
Verpackungsabfall (in %)
Verpackungsabfälle, die in
unseren eigenen Lägern anfallen
96 58

Mit 100 % recycelbaren Outbound-Verpackungen34 liegen wir über dem in unserer Nachhaltigkeitsstrategie gesetzten Ziel (90 %). Wir haben aber auch unser Ziel für wiederverwendete, verwertete und/oder recycelte Verpackungsabfälle in unseren Lägern erreicht: 96 % unserer Verpackungen gehen derzeit zur Rückgewinnung und/oder zum Recycling an Entsorgungsdienstleister (Ziel: 90 % im Jahr 2028).

Ausblick für 2024

Inbound-Verpackungen: Bei den Produkten unserer Westwing Collection wollen wir die Anforderungen dieser "neuen Normalität" auch in Zukunft erfüllen, sodass sowohl bestehende als auch neue Verpackungen im Einklang mit unseren überarbeiteten Richtlinien stehen. Darüber hinaus werden wir uns darauf konzentrieren, Einwegkunststoffe vollständig aus unseren Verpackungen zu verbannen.

Outbound-Verpackungen: Im Jahr 2024 wird Westwing alles daran setzen, seine Nachhaltigkeit im Bereich Verpackung aktiv zu verbessern. Zu den Maßnahmen gehören der Umstieg von Polstermaterial aus Neupapier auf Recyclingpapier, die Eliminierung von Schaumstoff und die Reduzierung anderer Einwegkunststoffe (z. B. für Umreifungsbänder, Schnurbeutel, UID-Etiketten, Kunststoffbänder) sowie ein um mindestens 25 % verringerter Stretchfolienverbrauch durch den Einsatz leichterer Materialien und eventuell auch neuer Maschinen. Zu den derzeit laufenden Maßnahmen gehören die Umstellung auf leichtere Materialien und die zunehmende Verwendung von umreiften Paletten, die den Kunststoffverbrauch pro Palette um 50 % senken. Aktuell überprüfen wir aber auch Modelle zur losen Beladung im Transportwesen sowie neue Arten der Lagerhaltung etwa mithilfe von Lagerkäfigen.

34 Ohne Dropshipping.

29 Folgende für 2022 gemeldete KPIs wurden für die diesjährige Berichterstattung nicht berücksichtigt: Verpackungsgewicht je versandtes Packstück; Verpackungsgewicht je versandten Artikel; Verpackungsgewicht je Kubikmeter des versandten Produkts (in kg). Dabei handelt es sich um temporäre KPIs, die nur im Jahr 2022 verwendet wurden, um das Verhältnis zwischen der verwendeten Verpackungsmenge und dem versandten Verpackungsvolumen zu ermitteln. Diese KPIs stehen in keinem Zusammenhang mit unseren Verpackungszielen.

30 Ausgenommen sind alle Einwegkunststoffe (gemäß Westwing-Definition) und alle Kunststoffschäume. Zu den Einwegkunststoffen gehören Klebebänder, Kabelbinder, passgenaue Verpackungsbeutel kleiner als A4, Kunststoffaufkleber, Lkw-Plomben, Kunststoff-Packbänder und Silica Beutel (mit Vlies Außenbeutel). Dieser KPI ist Bestandteil des Vergütungssystems des Vorstands. Der KPI-Wert wird auf der Grundlage von Materialverbrauchsangaben für Dezember 2023 ermittelt.

31 Schaumstoff umfasst auch weiche Schaumkunststoffe (z. B. Vliesstoffe und Kantenschutzwinkel). Ausgenommen sind Einwegkunststoffe. Der KPI-Wert wurde am Ende des 4. Quartals 2023 ermittelt.

32 Ausgenommen sind alle Einwegkunststoffe (gemäß Westwing-Definition) und alle Schaumstoffe. Recycelbare Kunststoffe umfassen LDPE (Polyethylen niedriger Dichte), HDPE (Polyethylen hoher Dichte), PP (Polypropylen), PE (Polyethylen) und PET (Polyethylenterephthalat); recycelbares Papier umfasst alle Papiere, die nicht mit Wachs, Folie oder Kunststoff überzogen sind. Der KPI-Wert wurde am Ende des 4. Quartals 2023 ermittelt.

33 Verpackungsabfälle wurden zur Wiederverwendung, Verwertung und/oder Recycling an Entsorgungsdienstleister abgeführt. Der KPI-Wert bezieht sich auf den Gesamtverbrauch im Jahr 2023.

MATERIALBESCHAFFUNG

Managementansatz

In unserer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichten wir uns, langlebige Materialien aus nachhaltigen Quellen einzusetzen und innerhalb unserer Lieferketten so ressourceneffizient wie möglich zu handeln. In diesem Zusammenhang haben wir uns für die Produkte der Westwing Collection ehrgeizige Ziele gesetzt, die wir bis 2026 erreichen wollen – unter anderem einen Anteil von mehr als 90 % zertifiziert nachhaltigem Holz sowie Baumwolle, die zu mehr als 90 % zertifiziert biologisch, recycelt und/oder verantwortungsvoll erzeugt ist. Verantwortlich für die Materialbeschaffung ist das Nachhaltigkeitsteam unseres Westwing-Collection-Geschäftsbereichs.

Die für unsere Westwing Collection zuständigen Design-, Produkt- und Einkaufsteams berücksichtigen eine breite Palette an Richtlinien, die ihnen helfen, die nachhaltigsten Materialien und Produkte für das Westwing-Portfolio auszuwählen.

  • Die Richtlinien zur Einstufung von nachhaltigem Material (Sustainable Material Grading [SMG] Guidelines): Sie klassifizieren Materialien (z. B. Fasern und Holz) auf Grundlage ihres ökologischen Fußabdrucks.
  • Die Richtlinien zur Nachhaltigkeitskennzeichnung (Sustainability Labeling [SL] Guidelines): Sie enthalten eine Liste von Produkt- und Materialzertifikaten und -eigenschaften, die als nachhaltig gelten und für eine Kennzeichnung mit dem Label WE CARE35 auf unseren Websites infrage kommen.
  • Die Liste eingeschränkter Substanzen (Restricted Substance List [RSL] Guidelines): Diese Richtlinien berücksichtigen alle relevanten Regeln und Vorschriften zur Materialsicherheit, insbesondere die EU-Verordnung REACH zur Verwendung von Gefahrstoffen. Die Richtlinien unterstützen dabei, Gefahrstoffe zu eliminieren und den Einsatz giftiger Chemikalien zu vermeiden.

Unsere Teilnahme an globalen Initiativen und die Zertifizierung nach globalen Standards für die verantwortungsvolle Beschaffung von Materialien und Produkten helfen uns, unsere Ziele zu erreichen. Wir sind Mitglied von Better Cotton und unterstützen so den verantwortungsvollen Baumwollanbau. Wir sind nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert, der es uns ermöglicht, Bio-Textilprodukte zu beziehen, die in ihrer Herstellung und in der gesamten Lieferkette hohe ökologische und soziale Anforderungen erfüllen. Wir verwenden vom Forest Stewardship Council (FSC®) zertifizierte Produkte, die eine nachhaltige Forstwirtschaft unterstützen. Wir sind nach dem Global Recycled Standard (GRS) zertifiziert. Und natürlich achten wir auch auf die Einhaltung geltender Gesetze und Vorschriften. Beispielsweise berücksichtigt Westwing die Anforderungen der EU-Holzverordnung (EUTR), die den illegalen Holzeinschlag und den damit einhergehenden Handel mit Holz und Holzprodukten bekämpft.

Die größte Herausforderung in diesem Bereich besteht im Aufwand, der für die vollständige Zertifizierung der wichtigsten Materialien entsteht. Ein kontinuierliches Engagement, Schulungen und Verhandlungen mit den Lieferanten sind dabei ebenso erforderlich wie die Nachverfolgung der Dokumentationen und Nachweise für jede Bestellung.

Wichtigste Erfolge im Jahr 2023

In diesem Jahr konzentrierten wir uns erneut auf nachhaltige Baumwolle und erhöhten den Anteil an zertifizierten Produkten in der Entwicklungsphase, die der Better Cotton Initiative angehören.

2023 wurden wir Mitglied von GoodWeave – ein Zertifizierungsstandard für Teppiche, der sicherstellt, dass Produkte ohne Kinder- und Zwangsarbeit sowie Schuldknechtschaft hergestellt werden.

Nachdem wir uns einem entsprechenden Audit unterzogen haben, gelten wir seit 2023 auch als zertifizierte Marke des Responsible Wool Standard36 (RWS).

35 Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Verantwortungsvolle Marketing- und Kommunikationspolitik".

36 Ein freiwilliger globaler Standard, bei dem das Wohlergehen der Schafe und des Weidelands, auf dem sie grasen, im Mittelpunkt steht.

Außerdem haben wir die Liste der Kennzeichnungskriterien für unser Label WE CARE überarbeitet und nun auch EU Flax™37, Responsible Wool Standard (RWS), Sustainable Leather Foundation38 sowie Leather Working Group39 als anerkannte Zertifizierungen unserer Lieferanten aufgenommen.

Materialien Bereich 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021
Anteil von zertifiziertem, nachhaltigem Holz (in %)40 Westwing Collection 74 60 8
Anteil von zertifizierter Bio-Baumwolle,
recycelter und/oder verantwortungsvoll erzeugter
Baumwolle (in %)41
Westwing Collection 68 31 7
Anteil der verantwortungsvoll erzeugten
tierischen Nebenprodukte (in %)42
Westwing Collection 17 33 39

Dank der FSC-Zertifizierung aller unserer Lieferanten konnten wir den Anteil an zertifiziertem Holz im Jahr 2023 vergrößern. Der Anteil der zertifizierten Baumwolle stieg in diesem Jahr ebenfalls, nachdem wir – wie bereits erwähnt – den Prozentsatz der von der Better Cotton Initiative zertifizierten Baumwolle erhöhten. Die rückläufige Tendenz bei den verantwortungsvoll erzeugten tierischen Nebenprodukten ist auf den Verkauf alter Bestände von nicht nachhaltigen Wollprodukten zurückzuführen. Wir erwarten, dass dieser Anteil in Zukunft wieder steigt, da fast 90 % der Wolllieferanten von uns zertifiziert wurden.

Im Rahmen unseres strategischen Engagements haben wir auch damit begonnen, die Verwendung von recyceltem Kunststoff für unsere Möbel- und Leuchtenkollektionen zu untersuchen. Dies verdeutlicht unseren stetigen Einsatz für eine kontinuierliche Verbesserung unserer Produktionspraktiken und die verantwortungsvolle Einbindung neuer Materialien in unser Angebot. Wir setzen außerdem alles daran, den Anteil an Schaumstoffen zu reduzieren und/oder unsere Lieferanten dazu zu bewegen, zertifizierte Schaumstoffe zu verwenden wie z. B. Schaumstoffe mit CertiPUR-Siegel43.

Über die einzelnen Materialien hinaus bemühen wir uns auch um Zertifikate für fertige Produkte. Eine unserer Sofaserien beispielsweise steht unmittelbar vor einer Zertifizierung mit dem Blauen Engel,44 und wir streben ähnliche Zertifizierungen für weitere Sofaserien und Esstische an.

2023 setzten wir die Erkundung nachhaltiger Alternativen und innovativer Lösungen in der Materialbranche fort. Wir suchten z. B. nach Materialien, die Metallwerkstoffe ersetzen können, und entwickelten die ersten beiden Kapselkollektionen (kleine Kollektionen, die aus nur wenigen Stücken bestehen) – mit dem Ziel, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und Elemente des zirkulären Designs in unser Produktportfolio aufzunehmen:

• Eine im 3-D-Druckverfahren hergestellte Hängelampe. In Zusammenarbeit mit einem deutschen Hersteller verwenden wir je nach Farbvariante bis zu 88 % Recyclingkunststoff, um den Lampenschirm zu drucken.

40 Beinhaltet Zertifizierungen durch FSC® und PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification).

37 Liefert Angaben zur Herkunft von Fasern und zur Rückverfolgbarkeit von Materialien über die gesamte Wertschöpfungskette.

38 Ein globaler Standard, der die Bereiche Umwelt, Soziales und Governance in der gesamten Lederwertschöpfungskette berücksichtigt.

39 Vier globale Standards für die verschiedenen Abläufe in der Lederproduktionskette, darunter auch die Lederherstellung.

41 Beinhaltet Zertifizierungen durch Global Organic Textile Standard, OTS, Better Cotton Initiative, Organic Cotton Standard, Fairtrade Cotton, Global Recycled Standard (GRS), Recycled Claim Standard (RCS) sowie Produkte aus Bio-Baumwolle.

42 Beinhaltet Zertifizierungen durch Leather Working Group, Naturleder IVN, Global Traceable Down Standard, Responsible Down Standard und Downpass, Sustainable Leather Foundation, nach GRS recycelte Federn/Daunen, Responsible Wool Standard, The Good Cashmere Standard®, ZQ Merino Label, GRS-zertifizierte Wolle, Caregora-Wolle, recyceltes Leder und recycelte Federn/Daunen.

43 CertiPUR ist ein freiwilliges Test-, Analyse- und Zertifizierungsprogramm für die Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitseigenschaften von Polyurethanschaumstoff, das bei Bettwaren und Polstermöbeln zum Einsatz kommt.

44 Der Blaue Engel ist das Umweltzeichen der deutschen Bundesregierung, das für umweltschonende Produkte und Dienstleistungen vergeben wird.

• Eine Möbelserie, für die wir eine Vielzahl von nachhaltigen Materialien verwenden. Ihr Design wurde nach zirkulären Grundsätzen entwickelt – ohne Schrauben, ohne Metallteile, nur mit Holzverbindungen.

Ausblick für 2024

Im Jahr 2024 wollen wir unser Engagement für mehr Nachhaltigkeit erhöhen. Dazu gehören die Ausweitung der Online-Präsenz von WE CARE und die verstärkte Zertifizierung von Holzkomponenten. Ein weiterer Schwerpunkt wird darin liegen, einen höheren Anteil an Zertifizierungen für Baumwolle sowie Materialien aus tierischen Nebenprodukten zu erreichen. Lieferanten von Textilien und Teppichen werden zudem die Auflage erhalten, ihre Zertifizierungen kontinuierlich aufrechtzuerhalten – sind Materialzertifizierungen nicht möglich, soll eine vollständige Produktzertifizierung erfolgen.

Unserere aktuellen Initiativen fördern auch den verstärkten Einsatz von Recyclingkunststoff in Möbeln und Textilien. Konkret entwickeln wir neue nachhaltige Produkte, darunter auch unsere Stuhlfamilien aus Recyclingkunststoff. Hinzu kommen Automatisierungen, die das Zertifizierungsmanagement erleichtern, z. B. durch die KI-gestützte Kontrolle von Lieferantenrechnungen, die die Gültigkeit von erforderlichen Nachhaltigkeitszertifikaten überprüfen. Darüber hinaus planen wir die Einführung zweier innovativer Kapselkollektionen, die das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt rücken. Und schließlich werden wir unsere Kriterien für eine nachhaltige Kennzeichnung auch in Zukunft regelmäßig überprüfen und aktualisieren.

AUSWIRKUNGEN DER LIEFERANTEN

Managementansatz

Bei unseren Lieferanten handelt es sich entweder um Hersteller, die in unserem Auftrag Produkte herstellen (Westwing Collection), oder um Marken, deren Produkte wir verkaufen (Drittanbieter). Sie spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, unseren Kunden attraktive, langlebige und nachhaltige Produkte zu bieten.

Lieferanten der Westwing Collection: Im Rahmen unseres Engagements für mehr Nachhaltigkeit konzentrieren wir uns insbesondere auf Unternehmen, die in unserem Auftrag Produkte herstellen, da wir die Materialien und Betriebsstandards hier direkt vorgeben können. Verantwortlich hierfür ist unser Director Product Quality & Sustainability. Für die Lieferanten der Westwing Collection gilt unser Private Label Supplier Code of Conduct (aktualisiert im Jahr 2023), der jene Anforderungen widerspiegelt, die in den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), des UN Global Compact, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie in den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen festgeschrieben sind. Wesentliche Themen hierbei sind die Arbeitsbedingungen, die Umweltperformance und die Bekämpfung von moderner Sklaverei und Kinderarbeit.

Transparenz ist bei der Einbindung von Lieferanten und bei internen Sorgfaltsprüfungen unerlässlich. Sozialaudits zählen zu den weithin anerkannten Methoden, um die Sozialstandards in Zulieferbetrieben zu verstehen und zu bewerten. Unabhängige Prüfer besuchen daher Produktionsstätten, Unterkünfte, Kantinen und ähnliche Einrichtungen, um die dortigen Gesundheits-, Sicherheits- und allgemeinen Arbeitsbedingungen zu beurteilen. Regelmäßige Sozialaudits sind für Lieferanten der Westwing Collection mit Sitz in Nicht-EU-Ländern obligatorisch. Die daraus resultierenden Auditberichte, die auch Aktionspläne für Verbesserungsmaßnahmen enthalten, werden an Westwing übergeben und dort individuell bewertet und dokumentiert.

In diesem Zusammenhang haben wir klare "Nulltoleranzgrenzen" und Routinen für den Umgang mit Ausnahmefällen aufgestellt. Werden bei einem Audit in der Onboarding-Phase, also vor Aufnahme von Geschäftsbeziehungen, Sachverhalte festgestellt, die gegen die Nulltoleranzgrenzen verstoßen, bleiben die Lieferanten solange unberücksichtigt, bis diese Probleme gelöst sind. Treten Nulltoleranzprobleme beim Re-Audit von bestehenden Lieferanten auf, arbeiten wir unverzüglich gemeinsam mit ihnen an Lösungsstrategien. Sind Lieferanten hierbei nicht kooperativ, werden die Geschäftsbeziehungen ausgesetzt, bis zufriedenstellende Ergebnisse vorliegen, oder auch endgültig beendet.

Westwing akzeptiert von den Lieferanten der Westwing Collection derzeit folgende international anerkannte Zertifizierungsprogramme und Initiativen:

  • soziale Aspekte: amfori BSCI (Business Social Compliance Initiative), SMETA (Sedex Members Ethical Trade Audit) und SA8000-Standard (wegen Qualitätsbedenken in anderen Ländern ist dieser Standard nur für Indien anwendbar);
  • Umweltaspekte: ISO14001, wir werden prüfen, ob wir Zertifizierungen wie HIGG, BEPI und das ICS ENV-Modul im Jahr 2024 akzeptieren.

Diese Programme ermöglichen es Westwing, die Bedingungen vor Ort zu verstehen, die Performance der Lieferanten zu überwachen und die Übereinstimmung mit seinen Werten und den Anforderungen künftiger Bestimmungen zu beurteilen. Außerdem bilden sie die Grundlage zur Förderung eines offenen und direkten Dialogs.

Wir bewerten die ökologische und soziale Performance aller Lieferanten, egal, ob sich ihr Sitz in EUoder Nicht-EU-Ländern befindet. Lieferanten aus Nicht-EU-Ländern werden strenger geprüft, da sie ein potenziell höheres Risiko für Verstöße gegen Menschenrechte und Arbeitsplatzstandards aufweisen. EU-Lieferanten, die die EU-Vorschriften einhalten und regelmäßig von unseren Teams besucht werden, erwecken größeres Vertrauen in ihre sozialen und ökologischen Praktiken. Um sicherzustellen, dass sie tatsächlich unseren strategischen Zielen folgen, und um für mehr Transparenz in den europäischen Produktionsstätten zu sorgen, finden Bewertungsverfahren nun auch bei EU-Lieferanten statt.

Drittanbieter: Unser Business Partner Code of Conduct (aktualisiert im Jahr 2023) gilt für unsere Drittanbieter und beinhaltet ähnliche Themen wie unser Private Label Code of Conduct.

Unsere Codes of Conduct berechtigen uns, unangekündigte Audits durchzuführen und von unseren Subunternehmern die Einhaltung derselben Standards zu verlangen. Das Brand-Buying-Team ist dafür verantwortlich, dass Drittanbieter unseren Verhaltenskodex unterzeichnen.

WICHTIGSTE ERFOLGE IM JAHR 2023

Lieferanten der Westwing Collection: Bei den Lieferanten der Westwing Collection aus Nicht-EU-Ländern setzten wir die systematische jährliche Auswertung der Sozialaudits fort – bis Ende 2023 hatten sie zu 100 %ein von Dritten durchgeführtes Sozialaudit durchlaufen.45 Unser Team überprüft jeden neuen und erneuerten Sozialauditbericht und verfolgt alle ungeklärten Nulltoleranzfälle und andere gravierende Probleme weiter, um einen Maßnahmenplan zu erstellen. Die Einkäufer werden in diesen Prozess mit einbezogen, um die Produktionsstätten zu unterstützen und zugleich unter Druck zu setzen. Die Fortschritte bei der Mängelbeseitigung werden jeden Monat kontrolliert – die Sichtung entsprechender Dokumente und Fotos hilft, die Einhaltung des Maßnahmenplans zu gewährleisten.

2023 haben wir die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten ausgeweitet und damit begonnen, auch bei ihnen Umweltbewertungen durchzuführen. Solche internen Bewertungen fanden in 25 Produktionsstätten von Lieferanten in China und Indien statt, die 47 % unserer Lieferanten aus Nicht-EU-Ländern ausmachten (gemessen am Auftragsvolumen). Gegenstand unserer Prüfungen waren ihre Zulassungen und Dokumente, ihre Umweltmanagementsysteme, Energie- und Wasserverbräuche, aber auch Angaben zu Abwässern, Abfällen, Luft- und Lärmemissionen und zum Chemikalienmanagement.

Seit diesem Kalenderjahr bewerten wir auch unsere Lieferanten aus der EU, die einen großen Teil unseres Auftragsvolumens ausmachen. Um mehr über den Leistungsstand unserer Lieferanten zu erfahren und uns auf kommende Gesetzgebungen vorzubereiten (insbesondere auf die Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit), entwickelten wir ein Durchführungsprotokoll für Sozial- und Umweltaudits, mit dem wir 67 % der Lieferanten aus EU-Ländern (nach Auftragsvolumen) in Bezug auf soziale Aspekte und 72 % in Bezug auf Umweltaspekte untersuchten.

45 Das Sozialaudit einer Produktionsstätte wurde im Januar 2024 durchgeführt.

Ferner haben wir auch 2023 wieder überprüft, wie viele der Lieferanten unserer Westwing Collection aus EU- und Nicht-EU-Ländern Umwelt- und Sozialmanagementsysteme einsetzen. Demnach verfügen (bezogen jeweils auf das Bestellvolumen) derzeit insgesamt 11 % über ein gültiges Umweltmanagementsystem (ISO 14001) und insgesamt 3 % über ein gültiges Sozialmanagementsystem.

Wir wollen unser Engagement in diesem Bereich verstärken, um unser Ziel zu erreichen, dass 50 % der Lieferanten der Westwing Collection (nach Auftragsvolumen) bis 2028 Umwelt- und Sozialmanagementsysteme einsetzen. Im Rahmen einer Befragung baten wir 2023 vier unserer strategischen Lieferanten, die Wirksamkeit ihrer sozialen Managementsysteme zu bewerten, und unterstützten von diesen außerdem all jene, die noch nicht über solche Systeme verfügten, bei deren Einführung. Unsere Umfrage basierte auf dem SA8000-Standard und konzentrierte sich auf die Frage, ob die Managementsysteme den SA8000-Anforderungen entsprachen – ob etwa ein Social Performance Team (SPT), eine Erklärung zum Sozialmanagement, ein Beschwerdemechanismus oder ein Risikobewertungsverfahren eingerichtet war.

Um unsere Lieferanten bei ihren Bemühungen um eine bessere soziale und ökologische Performance bestmöglich unterstützen zu können, wurden wir 2023 Mitglied bei amfori. Als führender globaler Unternehmensverband setzt sich amfori dafür ein, die ESG-Performance in globalen Lieferketten zu verbessern. Wir beginnen derzeit damit, geeignetes amfori-Schulungsmaterial in der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zu verwenden.

Sie auf die Audits vorzubereiten stellt einen wichtigen Teil unseres Engagements zur Einbindung der Lieferanten dar. Lieferanten sind häufig nicht mit den internationalen Umweltstandards und Auditprozessen vertraut. Unser Ziel ist es, alle Lieferanten auf kommende Anforderungen wie die EU-Lieferkettenrichtlinie vorzubereiten, um so sicherzustellen, dass die Nachhaltigkeitsstandards in unserer gesamten Lieferkette eingehalten werden.

Drittanbieter: Gemäß unserem Ziel, bis 2027 alle Markenpartner an unsere Nachhaltigkeitsstandards zu binden, unterzeichneten alle bereits im Bereich Shop tätigen Drittanbieter unseren Business Partner Code of Conduct. Alle neuen kampagnenspezifischen Drittanbieter in diesem Bereich müssen diesen ebenfalls unterzeichnen. Derzeit setzen wir uns überdies aktiv dafür ein, dass auch die Drittanbieter im Bereich Club-Sales unseren Business Partner Code of Conduct unterzeichnen. Insgesamt hatten Ende 2023 11 % aller kampagnenspezifischen Drittanbieter der Club-Sales den Code of Conduct unterschrieben. Ab diesem Jahr wollen wir außerdem sicherstellen, dass sich alle Drittanbieter an die erweiterte Herstellerverantwortung der EU und die Schweizer Holzhandelsverordnung halten.

Ausblick für 2024

Lieferanten der Westwing Collection: Im Jahr 2024 werden wir uns auf die Einführung von Umwelt- und Sozialmanagementsystemen, die Neudefinition akzeptierter Systeme und die Förderung des Kompetenzaufbaus in der strategischen Lieferantenbasis konzentrieren. Vor dem Hintergrund der Lieferketten-Compliance werden wir bei Lieferanten aus Nicht-EU-Ländern mehr Umweltaudits und bei Lieferanten aus der EU zukünftig mehr Sozial- und Umweltaudits durchführen.

Für unsere wichtigsten und strategischen Zulieferer werden wir außerdem standardisierte Schulungen veranstalten – ein Schritt, der im Einklang mit der Unternehmensmission von amfori steht, positive und dauerhafte Veränderungen im Bereich der unternehmerischen Nachhaltigkeit voranzutreiben.

2024 planen wir bei 16 unserer Lieferanten in Indien, Vietnam und der Türkei darüber hinaus die Einführung des amfori-Beschwerdemechanismus "Speak for change". Dies ist ein weiterer Fortschritt im Umgang mit den sozialen und menschenrechtlichen Problemen in den Betrieben unserer Lieferanten und zugleich ein Mittel zur Erhöhung der Transparenz in unserer Wertschöpfungskette.

Drittanbieter: Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass alle bestehenden und neuen Drittanbieter unseren Business Partner Code of Conduct unterzeichnen.

FAIRE ARBEITSBEDINGUNGEN

Managementansatz

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt faire Arbeitsbedingungen sowohl für unsere eigene Belegschaft als auch für die Mitarbeiter unserer Westwing-Collection-Lieferanten. Dieses Bekenntnis beinhaltet ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld, die Gewährleistung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens sowie ein Angebot an Schulungs- und Karrieremöglichkeiten. In diesem Jahr haben wir eine Menschenrechtsrichtlinie entwickelt, die sich an den internationalen Standards orientiert. Diese Richtlinie befasst sich mit den Rechten der Beschäftigten in unseren Betrieben, den Mitarbeitern in der vorgelagerten Wertschöpfungskette (den Arbeitnehmern unserer Lieferanten) und den Rechten unserer Kunden. Zu ihren wichtigsten Grundsätzen gehören die unternehmerische Sorgfaltspflicht für Menschenrechte, das Verbot von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Menschenhandel sowie die Nichtdiskriminierung und der Verbraucher- und Datenschutz.

Die Mitgliedschaft im UN Global Compact (UNGC) unterstreicht unser Engagement für eine nachhaltigere Zukunft und insbesondere für faire Arbeitsbedingungen, nicht zuletzt, weil sich vier UNGC-Prinzipien mit Arbeitsfragen befassen. In diesem Jahr haben wir dem UNGC erfolgreich unseren Fortschrittsbericht vorgelegt, in dem wir unsere Bemühungen und unser Engagement in Themengebieten wie z. B. Menschenrechte, Arbeitsnormen und Antikorruption in unserer Wertschöpfungskette darlegen.

Mitarbeiter von Westwing: Wir kommunizieren mit unseren Mitarbeitern auf regelmäßigen Allhands-Meetings, durch den ständigen Austausch mit den Führungskräften und mithilfe unseres Mitarbeiterbefragungstools OfficeVibe, das 2023 die bisherigen Mitarbeiterumfragen ersetzt hat. Unser interner Code of Conduct bildet den Rahmen für das Wohlergehen und das erwünschte Verhalten der Mitarbeiter – zum Beispiel in Bezug auf die Themen Korruption, Wettbewerb, Interessenkonflikte, Berichterstattung und Beziehungen zu Lieferanten und Geschäftspartnern. Er berücksichtigt aber auch die einschlägigen internationalen Standards sowie die nationalen und EU-weiten Arbeits-, Gesundheits-, Sicherheits- und Sozialvorschriften. Mit WestwingFlex verfügen wir über ein hybrides Arbeitsmodell, das eine Kombination aus Büroarbeit, Homeoffice und mobilem Arbeiten ermöglicht.

Die Sicherstellung des psychischen und physischen Wohlbefindens unserer Mitarbeiter ist integraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und ein wichtiges Instrument zur Gewährleistung fairer Arbeitsbedingungen in unseren eigenen Betrieben. Aus diesem Grund kooperieren wir an unseren verschiedenen Standorten mit einer Reihe von Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen. Die Gewährleistung sicherer Arbeitsbedingungen ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen wir das Ziel, in unseren Lägern unfallfrei zu arbeiten und dort zudem regelmäßige Initiativen und Maßnahmen für mehr Gesundheit und Sicherheit durchzuführen. Eine intern einheitliche, quantitative Nachverfolgung arbeitsbezogener Sicherheitskennzahlen befindet sich derzeit in der Entwicklung, um unsere Fortschritte beim Erreichen unserer Ziele messbar zu machen. Wir planen, die Methodik für diese Messgrößen an die Anforderungen der europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) anzupassen.

Soziales Verantwortungsbewusstsein und Engagement waren schon immer Teil der DNA unseres Unternehmens. Wir wollen den Communitys, in denen wir tätig sind, etwas zurückgeben und so dauerhafte Werte schaffen. Das ehrenamtliche Mitarbeiterengagement ist fester Bestandteil unserer Corporate-Citizenship-Aktivitäten und bietet den Menschen wirksame und sinnstiftende Möglichkeiten, etwas zu bewegen. Unserer Meinung nach eröffnet es zugleich die Chance, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Um unser Engagement in diesem Bereich zu bekräftigen, entwickelten wir unser "Corporate Citizenship Commitment", das unsere Schwerpunkte, Grundsätze und Kernaktivitäten beschreibt.

Unser Chief People Officer ist Teil des Führungsteams und – mit Unterstützung der Teams von People & Culture (P&C) in den lokalen Büros und Lagerbetrieben – verantwortlich für unsere Personalstrategie.

Lieferanten der Westwing Collection: Die Bewertung von Programmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei den Lieferanten der Westwing Collection ist eines der Hauptziele dieses Bereichs unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Mehr über unseren allgemeinen Ansatz und die Aufgaben und Zuständigkeiten im Umgang mit den Auswirkungen auf Lieferanten finden Sie im Abschnitt "Auswirkungen der Lieferanten".

Wichtigste Erfolge im Jahr 2023

Mitarbeiter von Westwing: Nach einem erfolgreichen Start im Jahr 2022 an unserem Hauptsitz in München haben wir das MyCareer-Programm auf unsere Niederlassungen in Polen ausgeweitet. Das Programm bietet Unterstützung bei der Karriere- und Nachfolgeplanung, beim Leistungsmanagement, bei Vergütung und Sozialleistungen sowie bei der Weiterbildung.

2023 führten wir unser neues Key-Talent-Programm ein, mit dem wir Talente erkennen, fördern und an uns binden wollen. Die auf ein Jahr angelegte Initiative bietet neben einem Budget zur beruflichen Entwicklung auch Mentoring durch Führungskräfte sowie vierteljährlich stattfindende Netzwerkveranstaltungen. Wir haben auch ein Lern- und Entwicklungsteam eingerichtet, um unsere Mitarbeiter zu fördern und zu entwickeln.

In diesem Kalenderjahr erstmals zur Anwendung kam auch Personio – unsere neue Personalsoftware, die nicht nur unsere globalen Teams näher zusammenzubringen, sondern es uns auch erleichtern soll, Daten zu sammeln und auszuwerten und über wichtige soziale Indikatoren wie etwa die Vielfalt unserer Teams zu berichten.

Nach wie vor bieten wir eine Reihe von Gesundheitsprogrammen im gesamten Unternehmen an, um die geistige und körperliche Gesundheit unserer Mitarbeiter zu stärken. Beispielsweise führten wir unsere jährliche Gesundheitswoche zur Förderung eines gesunden und positiven Lebensstils durch und unterstützten den World Mental Health Day.

2023 haben wir darüber hinaus für einige unserer Vertriebszentren in Polen einen neuen Sozialstandard entwickelt, der unsere Mindestverpflichtungen gegenüber den Beschäftigten festlegt, beispielsweise unsere Vorstellungen zu Einstellungsprozessen, Arbeitszeiten, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Vergütungen, Arbeitsbedingungen, Sozialleistungen und mehr.

Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr waren die 22 internen Informationsveranstaltungen und Workshops, die die Kompetenzen und das Engagement unserer Mitarbeiter fördern sollen. Die Themen waren vielfältig und reichten vom Projektmanagement über persönliche Entwicklungspläne und Frauen in Führungspositionen bis hin zu Strategieplänen für die wichtigsten Geschäftsaktivitäten von Westwing.

Die in unserem europäischen Logistikzentrum in Polen eingerichtete Westwing Academy bietet ein umfassendes Programm, das sich auf die Unfallvermeidung, die Entwicklung von Führungskompetenzen und die Vermittlung praktischer Tipps im Umgang mit Materialien konzentriert. 2023 haben wir für die Führungskräfte in unseren Lägern mehrere Workshops veranstaltet, die unter anderem die Stärkung der Führungsqualitäten und des Durchsetzungsvermögens sowie den Aufbau einer Kultur des positiven Feedbacks thematisierten.

143 Teammitglieder nahmen in diesem Jahr an unserem Social Impact Day teil und unterstützten 14 Projekte mit rund 640 Stunden Freiwilligenarbeit, während weitere 31 Mitarbeiter ihre individuellen Freiwilligentage nutzten, um einen Beitrag für Menschen und Projekte aus der Nachbarschaft zu leisten. Zu diesen Aktivitäten gehörten IT-Schulungen für unterprivilegierte Schüler, Besuche bei einer Jugendgruppe, die sich mit Themen der Vielfalt befasst, die Ausgabe von Lebensmitteln an einer Tafel, das Sammeln von Abfall und die ehrenamtliche Arbeit in Pflegeheimen.

2023 haben wir die bisherigen Mitarbeiterumfragen durch das Mitarbeiterbefragungstool Office Vibe ersetzt. Office Vibe ist eine teamorientierte Plattform, die unseren Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, ihr Feedback zu teilen und auch ihren Kollegen Wertschätzung zu zeigen. Die Plattform ist zugleich ein weiterer Schritt in Richtung einer 360°-Mitarbeiterbewertung, da sie die Erfassung und Auswertung ganz verschiedener Arten von Feedback ermöglicht. Die Ergebnisse aus diesem Jahr zeigen eine hohe Gesamtzufriedenheit mit der Arbeit bei Westwing. 87 % aller Beschäftigten bewerteten Westwing sehr positiv, positiv oder neutral,46 was bedeutet, dass wir erneut unser Ziel erreicht haben, die Zufriedenheitsrate bei über 80 % zu halten. Während der Zusammenhalt in den Teams und die Möglichkeiten von Homeoffice und mobilem Arbeiten in der Umfrage positiv bewertet wurden, sahen die Mitarbeiter insbesondere bei der Karriereentwicklung Verbesserungspotenziale.

Lieferanten der Westwing Collection:

Bei unseren Lieferanten der Westwing Collection bewerten wir weiterhin alle bereits etablierten Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, indem wir das Vorhandensein von Programmen, Maßnahmen und Managementsystemen für faire und sichere Arbeitspraktiken prüfen. Eine systematische Verfolgung quantitativer Aussagen in Bezug auf die Existenz solcher Arbeitsplatzprogramme wird – wie in unserem internen Nachhaltigkeitsfahrplan festgelegt – in den kommenden Jahren eingeführt.

Mehr über die Herausforderungen in unserer Lieferkette finden Sie im Abschnitt "Auswirkungen der Lieferanten".

Ausblick für 2024

Mitarbeiter von Westwing: 2024 möchten wir unser MyCareer-Programm weiterentwickeln. Wir wollen Führungskräfte befähigen, die Leistung ihrer Teams besser überwachen und steuern zu können, und sie außerdem im Umgang mit Veränderungen und beim Aufbau neuer Geschäftsbereiche unterstützen. Und schließlich wollen wir uns verstärkt auf das interne Talentmanagement fokussieren und den Mitarbeitern damit bessere Entwicklungspotenziale bieten. Um unseren Mitarbeitern 2024 mehr Projekte und Initiativen anbieten zu können, haben wir unser Budget für den Bereich Personalentwicklung erhöht.

Lieferanten der Westwing Collection: Informationen zu unseren Plänen für 2024 finden Sie im Abschnitt "Auswirkungen der Lieferanten".

VERANTWORTUNGSVOLLE MARKETING- UND KOMMUNIKATIONSPOLITIK

Managementansatz

Es ist unser Ziel, allen Stakeholdern klare, glaubhafte Informationen über unsere Nachhaltigkeitsperformance bereitzustellen – sowohl in Bezug auf unser Unternehmen als auch in Bezug auf unsere Produkte. Außerdem wollen wir unsere Kunden mithilfe verschiedener Kommunikationskanäle dazu inspirieren, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.

Die Kommunikation in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen erfolgt über unsere Abteilungen Marketing, Communications, Public Relations und Investor Relations. Ihre Arbeit wird koordiniert von den Abteilungsleitern an unserem Hauptsitz, denen das Corporate-Sustainability-Team zur Seite steht. Das Team ist verantwortlich für die Bereitstellung aller Angaben im Geschäftsbericht sowie für die Veröffentlichung eines eigenständigen, jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsberichts.

Unsere Richtlinie für eine verantwortungsvolle Marketing- und Kommunikationsarbeit bestimmt das Vorgehen bei allen Marketing-, Vertriebs-, Werbe- und Kommunikationsaktivitäten. Sie gilt für alle Länder, in denen wir tätig sind. Ihre Hauptziele sind die Einhaltung aller relevanten Gesetze sowie eine transparente, ethische und ehrliche Kommunikation, die sich allen gegenüber respektvoll zeigt. Die Richtlinie enthält Leitlinien zu den Themen Transparenz und Ehrlichkeit, Kinderschutz, Vielfalt und Integration, Umgang mit sozialen Medien, Verbraucherdatenschutz, Compliance und Kommunikation.

Unser Ansatz zur Marken- und Produktkennzeichnung

2023 haben wir unser Label "Sustainable" sowohl in unserem Shop als auch in unseren Club-Sales durch das Label WE CARE ersetzt, um den bestehenden Bedenken des Markts in Bezug auf die Kennzeichnung von Produkten mit Nachhaltigkeitsmerkmalen Rechnung zu tragen. Auf das Label folgt bei jedem Produkt eine individuelle Erläuterung, die für mehr Transparenz sorgt. Mithilfe eines Nachhaltigkeitsfilters können Kunden leicht alle Produkte ausfindig machen, die mit diesem Label gekennzeichnet sind. Ziel der neuen Kennzeichnung ist es, mehr Transparenz und Einheitlichkeit zu schaffen, aber auch Greenwashing zu verhindern.

46 Aufgrund des Wechsels der Berechnungsmethode können die Ergebnisse für 2023 nicht direkt mit jenen aus dem letzten Jahr verglichen werden. Beispielsweise blieben neutrale Antworten bislang unberücksichtigt.

Grundlage für die Entscheidung, ob ein Produkt mit dem Label WE CARE ausgezeichnet wird, sind unsere Richtlinien zur Nachhaltigkeitskennzeichnung, die mehr als 50 unabhängige Zertifizierungsanforderungen (EU Ecolabel, Blauer Engel etc.) sowie eine Reihe von Nachhaltigkeitseigenschaften (z. B. Recycling- oder Bio-Anteil) berücksichtigen. Unsere Lieferanten stellen Informationen zur Materialzusammensetzung ihrer Produkte und zu verfügbaren Zertifikaten auf Produkt- oder Materialebene zur Verfügung – jeweils fokussiert auf die wichtigsten Materialkomponenten. Die von den Lieferanten bereitgestellten Informationen werden durch stichprobenartige Überprüfungen und die Abfrage von Nachweisen, z. B. Transaktionszertifikate oder Better Cotton Claim Unit Transfers bei BSCI, validiert und anhand unserer Richtlinien bewertet. Produkte werden mit dem Label WE CARE gekennzeichnet, wenn ihre Materialeigenschaften oder die für sie verfügbaren Zertifikate mit unseren Richtlinien zur Nachhaltigkeitskennzeichnung übereinstimmen.

Weitere Erfolge waren die Veröffentlichung unseres ersten eigenständigen Nachhaltigkeitsberichts im März 2023, der Relaunch unserer Nachhaltigkeitsseite auf unserer Website sowie die Veröffentlichung mehrerer Artikel mit Nachhaltigkeitsbezug auf unserer Website und in den sozialen Medien. In diesem Jahr haben wir außerdem eine Strategie für nachhaltige Kommunikation entwickelt, die das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unserer externen Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern rücken wird.

Dem Informationsbedarf der Anleger gerecht werden

Unser Investor-Relations-Team veranstaltet regelmäßig Gespräche zur Ertragslage und Diskussionsrunden mit Anlegern. Diese bieten die Gelegenheit, wichtige Geschäftsentwicklungen und ESG-Daten anzusprechen – z. B. Aktualisierungen unserer Nachhaltigkeitsstrategie und Pläne für Verbesserungsmaßnahmen. Der Markt verfolgt die ESG-Performance von Unternehmen seit einigen Jahren immer genauer. Nicht zuletzt deshalb arbeiten unsere Corporate-Sustainability- und Investor-Relations-Teams eng zusammen, um so Informationen für unsere wichtigsten Ratings bereitzustellen und Potenziale für weitere Verbesserungen zu ermitteln.

Wichtigste Erfolge im Jahr 2023

Eines der Hauptziele der Nachhaltigkeitsstrategie ist es, unseren Kunden durch ein Angebot klar erkennbarer Artikel mit Nachhaltigkeitskennzeichnung zu helfen, Nachhaltigkeitsaspekte in Kaufentscheidungen einzubeziehen. Ende 2023 machten Produkte mit WE-CARE-Label 48 % des Portfolios der Westwing Collection aus. Über 5 % der Produkte von Drittanbietern im Shop trugen ebenfalls dieses Label. Die Kennzeichnung von Drittanbieter-Produkten hängt maßgeblich von den Möglichkeiten und der Bereitschaft der Lieferanten ab, die entsprechenden Nachhaltigkeitsangaben zu liefern und zu belegen, weshalb die Beschaffung aller notwendigen Informationen für Westwing mit einem erheblichen Aufwand verbunden war.

Wir betrachten ESG-Ratings als ein wertvolles Instrument, um unsere ESG-Bemühungen und -Fortschritte zu überwachen und zu kommunizieren. Die ESG-Ratings, an denen wir im Jahr 2023 aktiv teilnahmen, haben wir sorgfältig priorisiert. Diesen Ansatz werden wir jährlich auf der Grundlage des Informationsbedarfs unserer Stakeholder neu bewerten. Im letzten ISS ESG Corporate Rating (2021) erhielten wir die Bewertung C-, womit wir im Dezil-Rang Top 3 liegen – das bedeutet, wir gehören zu den besten 30 % unserer Branche. Hinzu kommen das im Vergleich zu 2022 unveränderte Rating AAA (auf einer Skala von AAA bis CCC) im ESG-Rating von MSCI sowie 37 Punkte (von 100) im S&P Global Corporate Sustainability Assessment 2023, das Westwing im 92. Perzentil der Branche RTS Retailing platziert – eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu 2022, wo wir 29 Punkte und das 85. Perzentil erreichten. Dies spiegelt unser Engagement zur Verbesserung unserer ESG-Performance wider. Außerdem planen wir, diese Ergebnisse zusammen mit dem Peer-Benchmarking und anderen Ressourcen zu nutzen, um weitere Verbesserungen zu erzielen.

Ausblick für 2024

Wir arbeiten an der Umsetzung unserer Strategie für nachhaltige Kommunikation und werden schrittweise dazu übergehen, Nachhaltigkeitsfragen gegenüber unseren Stakeholdern proaktiver zu kommunizieren. Darüber hinaus wollen wir unser Marketing-Know-how und unsere Kommunikationskanäle weiterhin nutzen, um unseren Kunden eine Reihe von nachhaltigen Optionen zu bieten. Angesichts der mit dem Nachhaltigkeitsmarketing verbundenen Reputationsrisiken, der verstärkten behördlichen Kontrollen, des steigenden Verbraucherbewusstseins und der Forderungen nach mehr Transparenz müssen wir uns darauf konzentrieren, dass unsere gesamte Kommunikation glaubhaft, konsistent und vertrauenswürdig ist.

2024 wollen wir außerdem weiterhin mit Rating-Agenturen zusammenarbeiten und weitere Verbesserungspotenziale erschließen.

INTEGRITÄT UND RECHTLICHE COMPLIANCE

Managementansatz

Eine integre Geschäftspolitik, die mit allen geltenden Gesetzen und Vorschriften sowie mit den Unternehmensrichtlinien und -grundsätzen im Einklang steht, ist für Westwing und sein Management von großer Bedeutung. Die Integrität und das verantwortungsvolle Verhalten unserer Mitarbeiter bilden die Grundlage für die gute geschäftliche Reputation von Westwing.

Gemeinsam mit der Geschäftsleitung sorgt unsere Rechtsabteilung für die Einhaltung aller Rechtsvorschriften innerhalb des Unternehmens. Indem sie darüber hinaus alle Bereichsteamleiter einbezieht, fördert sie zugleich die Etablierung einer Compliance-Kultur. Zur Unterstützung dieser Initiative sowie für Schulungen und Monitorings stehen sowohl ein digitales Tool zum Richtlinienmanagement als auch verpflichtende Trainingseinheiten zur Verfügung. Präsenzschulungen ergänzen das digitale Tool bei Bedarf.

Mitarbeiter erhalten mithilfe konkreter Projektaktivitäten, Handouts und Richtlinien klare Anleitungen für den täglichen Geschäftsbetrieb. Zudem findet ein enger Austausch zwischen der Rechtsabteilung und den Teams anderer Bereiche (z. B. GRC, P&C, IT-Sicherheit und Nachhaltigkeit) statt, um die Einhaltung aller relevanten Vorschriften kontinuierlich zu verbessern. Der Leiter der Rechtsabteilung ist Mitglied des Policy Steering Committee, das neue geschäftliche Anforderungen in Bezug auf Unternehmensrichtlinien bewertet, Inhalte prüft und Schulungen betreut.

Alle neuen Richtlinien oder relevanten Aktualisierungen bedürfen der Genehmigung durch den Vorstand der Westwing Group SE. Der Leiter der Rechtsabteilung, der direkt an den CFO berichtet, informiert den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über den Stand der Compliance-Schulungen und die Roadmap zur rechtlichen Compliance. Wichtige Aktualisierungen der rechtlichen Compliance werden bei Bedarf kommuniziert.

Compliance-Risiken zu bewerten ist integraler Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Sie werden vom GRC-Team und den jeweils Risikoverantwortlichen jedes Jahr systematisch ermittelt und beurteilt.

In Bezug auf Korruption und Bestechung vertritt Westwing eine Nulltoleranzpolitik.

Auf Westwings Whistleblower-Hinweisgeberportal47 können Mitarbeiter und externe Stakeholder potenzielle Verstöße gegen Gesetze und Richtlinien und/oder unethisches Verhalten melden und auch Anliegen zu Nachhaltigkeitsthemen vorbringen.

47 https://whistleblowersoftware.com/secure/9462f523-87d8-4c63-a532-8fa73df64efe/new

Datenschutz und Informationssicherheit

Der Schutz und die Sicherheit personenbezogener Daten sind für Westwing und seine Geschäftsführung von zentraler Bedeutung. Als vor allem im E-Commerce tätiges Unternehmen des Bereichs Home & Living erhält und verarbeitet Westwing große Datenmengen. Dies erfordert ein hohes Maß an Sorgfalt sowie technische und organisatorische Maßnahmen zur Risikominderung.

Durch die Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union hat der Datenschutz in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Zugleich hat er auch für die Teams "Rechtliche Compliance" und "Informationssicherheit" höchste Priorität. Um sicherzustellen, dass wir im Einklang mit allen relevanten Datenschutzgesetzen arbeiten, verfügen wir – als Ergänzung unserer internen Kompetenzen – über einen externen Datenschutzbeauftragten.

Die Teams für "Rechtliche Compliance" und "Informationssicherheit" legen gemeinsam mit den jeweils zuständigen Geschäftsbereichen die relevanten Regeln und Verfahren für den Umgang mit Datenschutz- und IT-Sicherheitsthemen fest. Unsere Regeln und Verfahren sollen unter anderem gewährleisten, dass alle von Westwing verarbeiteten personenbezogenen Daten sicher und gemäß sämtlicher geltender Datenschutzgesetze geschützt sind. Beispielsweise haben wir geeignete technische und organisatorische Maßnahmen nach Artikel 32 der DSGVO ergriffen, um das geforderte Niveau an Datensicherheit und Datenschutzkonformität zu erreichen. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig über die Risiken eines unsachgemäßen Umgangs mit personenbezogenen Daten informiert und außerdem angewiesen, personenbezogene Daten so risikoarm wie möglich und in Übereinstimmung mit der DSGVO zu verarbeiten. Um die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen zu gewährleisten, wurde eine Reihe von Richtlinien und Handlungsanweisungen eingeführt.

Neben den Datenschutzrichtlinien und -verfahren verfügt Westwing auch über ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS), das alle Aspekte der eingesetzten Informationstechnologie erfasst – einschließlich unserer IT-Systeme und der damit verbundenen Einrichtungen und Prozesse. Das ISMS von Westwing legt Regeln für alle Nutzer der IT-Ressourcen von Westwing fest. Diese Regeln bestimmen unter anderem den Umgang mit Sicherheitsvorfällen und mit persönlichen, geschäftlichen, internen oder sensiblen Daten, um so die Sicherheit des Westwing-Netzwerks zu gewährleisten. Die Einhaltung unseres ISMS ist Voraussetzung für den Zugriff auf Informationen und deren Weitergabe innerhalb von Westwing. Hinzu kommen verpflichtende IT-Sicherheitsschulungen, die über das Tool zum Richtlinienmanagement an die Mitarbeiter von Westwing verbreitet werden. 2023 erfolgte die konzernweite Einführung dieses digitalen Tools in allen europäischen Ländern, in denen Westwing tätig ist. Darüber hinaus sind im Rahmen des Onboardings neuer Mitarbeiter IT-Sicherheitsschulungen als Präsenz- oder Online-Veranstaltung obligatorisch. Und schließlich verfügen wir über Verfahren, um bei Verstößen gegen die IT-Richtlinien und/oder bei Datenmissbrauch jeden Fall untersuchen und gegebenenfalls disziplinarische Maßnahmen ergreifen zu können.

IT- und Cybersicherheitsthemen werden regelmäßig auf Vorstandsebene und mit dem Aufsichtsrat bzw. seinem Prüfungsausschuss besprochen. Von besonderer Relevanz war dies im Jahr 2023, als Westwing eine technische Umstellung auf SaaS-Anbieter prüfte.

Korruptionsbekämpfung

Westwing verfügt über eine umfassende Antikorruptionsrichtlinie. Diese Richtlinie gilt für alle Mitarbeiter von Westwing sowie für alle Dritten, die mit dem Unternehmen in geschäftlicher Verbindung stehen. Sie beschreibt akzeptable und inakzeptable Verhaltensweisen, um die Einhaltung einschlägiger Gesetze zu ermöglichen, und gibt Führungskräften und Mitarbeitern klare Anweisungen, wie sie unzulässige Zahlungen, Geschenke, Einladungen oder Zuwendungen jeglicher Art vermeiden können. Hinzu kommen digitale Compliance-Schulungen zur Korruptionsbekämpfung, die für alle Mitarbeiter, einschließlich der Führungskräfte, verpflichtend sind. Sollte Unterstützung benötigt werden, können sich die Mitarbeiter an ihre Vorgesetzten und an die Rechtsabteilung wenden. Bei einem potenziellen Korruptionsvorfall analysiert das Compliance-Team den Sachverhalt, gibt Empfehlungen und leitet gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen ein. Vorstand und/oder Aufsichtsrat werden bei Bedarf informiert.

Westwing erwartet von seinen Lieferanten, Bestechung und Korruption nicht zu tolerieren. Aus diesem Grund wurde die Korruptionsbekämpfung in den Private Label Supplier Code of Conduct sowie in den Business Partner Code of Conduct aufgenommen, der sich an Drittanbieter richtet, mit denen Westwing Geschäftsbeziehungen unterhält.

Im Jahr 2023 sind Westwing keine Fälle von Korruption und Bestechung bekannt geworden.

Im Jahr 2023 leisteten wir keine Spenden an politische Parteien.

Wichtigste Erfolge im Jahr 2023

2023 etablierte Westwing ein digitales Tool zum Richtlinienmanagement, das derzeit gemeinsam von den P&C-Teams der verschiedenen Länder und der Rechtsabteilung von Westwing betreut wird. Am Hauptsitz führten wir zudem mehrere neue Richtlinien und Handlungsanweisungen ein – unter anderem zu den Themen Menschenrechte und Verschwiegenheit. Die bereits bestehenden obligatorischen Schulungsmaßnahmen und Richtlinien (z. B. Code of Conduct, Gesundheits-, Sicherheits- und Korruptionsbekämpfungsrichtlinien) stehen über das Tool zum Richtlinienmanagement zur Verfügung. Aktualisierungen erfolgten dabei je nach Bedarf. Beispielsweise wurde die Reiserichtlinie revidiert, der Code of Conduct um eine Sanktionsklausel erweitert und die Dokumentation zur IT-Schulung aktualisiert – mit dem Ziel, sie an neuen technischen Standards und Überlegungen zum Einsatz von KI auszurichten. Mitarbeiter können die jeweils neuesten Versionen der Richtlinien über das Intranet und das Richtlinienmanagementsystem abrufen.

Das Tool erleichtert auch das digitale Monitoring von Schulungen, deren Ergebnisse an die Teamleiter und den Vorstand gemeldet werden. In Ergänzung zu den formellen Richtlinien stellt das leicht zugängliche Intranet von Westwing verschiedene Compliance-Prozesse bereit – beispielsweise Materialien zu Vertraulichkeitsvereinbarungen und Vollmachten (einschließlich des Vier-Augen-Prinzips). Hinzu kommen ein neues Compliance-Handbuch und die von der Rechtsabteilung individuell durchgeführten Compliance-Schulungen zum Kunden-, Zivil- und Kartellrecht sowie zum Recht an geistigem Eigentum. Spezielle Schulungen fanden darüber hinaus auch für die Mitarbeiter des Westwing-Lieferdiensts statt.

Im Lauf des Jahres 2023 wurden verschiedene Maßnahmen zur Schärfung des Bewusstseins für Compliance-Themen eingeführt – beispielsweise Sitzungen mit den Führungskräften und der gesamten Belegschaft, Bildschirmpräsentationen in den Büros und Intranetnachrichten. Darüber hinaus entstand eine interne Richtlinie zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Etablierung sicherer und ethischer Praktiken im Zusammenhang mit KI am Arbeitsplatz. Mit dieser Richtlinie verpflichten sich unsere Mitarbeiter, KI-Systeme verantwortungsvoll zu nutzen und Handlungen zu vermeiden, mit denen andere geschädigt, die Privatsphäre verletzt oder illegale und bösartige Aktivitäten gefördert werden könnten. Neben anderen Bestimmungen verbietet die Richtlinie das Hochladen von persönlichen oder vertraulichen Daten in KI-Tools.

Überdies entwickelten wir eine Informationssicherheits-Roadmap mit Verbesserungsmaßnahmen bis zum Jahr 2024 sowie verschiedene neue IT-Sicherheitsrichtlinien und -standards. Bei Westwing dient die Norm ISO 27000 als Leitprinzip für die Informationssicherheit.

Ausblick für 2024

Ziel für 2024 ist es, das Compliance-Bewusstsein durch eine unternehmensweite "Compliance-Kampagne" weiter zu stärken. Diese umfasst eine "Compliance-Woche" und andere Interaktionen mit unseren Mitarbeitern, die das Bewusstsein für unsere Richtlinien und die Bedeutung ethischen Verhaltens weiter schärfen sollen. Westwing wird weiterhin auch an der Verbesserung der Compliance- (Risiko-)Managementsysteme arbeiten, bestehende Richtlinien auf den Prüfstand stellen und kommende Bestimmungen angemessen berücksichtigen. Außerdem wollen wir unsere Arbeit an neuen Standards und Prozessen fortsetzen. Schwerpunkte in diesem Jahr werden die technische Umstellung auf eine neue SaaS-Plattform und die Umsetzung der in der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung beschriebenen Anforderungen sein.

EU-TAXONOMIE-VERORDNUNG

Gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung enthält diese nicht-finanzielle Erklärung Angaben zu Wirtschaftstätigkeiten, die im Sinne dieser Verordnung als taxonomiefähig und ökologisch nachhaltig (taxonomiekonform) eingestuft werden.

Unsere Aktivitäten

Ziele zum Klimawandel

Im Jahr 2022 führte Westwing eine detaillierte Überprüfung der mit dem Klimawandel verknüpften Wirtschaftstätigkeiten durch, die in der Taxonomie-Verordnung und in ergänzenden Gesetzgebungen aufgeführt sind, und bezog potenziell nachhaltige Geschäftstätigkeiten auf sein Geschäftsmodell. Nach einer auf Makroebene erfolgten Überprüfung der Anwendbarkeit der beiden Umweltziele "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" untersuchte die Abteilung Corporate Sustainability alle Aktivitäten auf ihre potenzielle Anwendbarkeit bei Westwing. Die aufgelisteten Tätigkeiten wurden hinterfragt und ihre Taxonomiefähigkeit mit Mitgliedern der Geschäftsleitung und anderen leitenden Mitarbeitern diskutiert. Demnach waren folgende zwei Tätigkeiten zur Eindämmung des Klimawandels48 für die Berichterstattung relevant:

  • Tätigkeit 7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden (in Bezug auf CaPex)
  • Tätigkeit 8.1 Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten (in Bezug auf OpEx

2023 führte das Corporate-Sustainability-Team gemeinsam mit der Finanzabteilung eine Neubewertung der in die engere Auswahl gekommenen, mit dem Klimawandel verknüpften Wirtschaftstätigkeiten durch – dazu zählen unter anderem die mit der neuen Fassung der Delegierten Taxonomie-Verordnung zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel neu eingeführten Tätigkeiten.49 Nach einer gründlichen Bewertung und nach Gesprächen mit dem Chief Financial Officer bleiben die Tätigkeiten 7.7 (in Bezug auf CaPex) und 8.1 (in Bezug auf OpEx) für die Taxonomiefähigkeit relevant. In Bezug auf den Umsatz wurden keine Tätigkeiten als taxonomiefähig identifiziert.50

Im Jahr 2023 entfielen EUR 3,3 Mio. bzw. 38 % der gesamten Investitionsausgaben auf das Leasing von Bürogebäuden und Lagergebäuden (Tätigkeit 7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden) – im Jahr 2022 lag die Zahl bei EUR 5 Mio. bzw. 24 %). Unsere Ausgaben für Cloud-Dienste (Tätigkeit 8.1 Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten) beliefen sich 2023 auf EUR 1,8 Mio. bzw. 1,3 % der Betriebskosten (2022: EUR 2,5 Mio. bzw. 5,7 %).

48 Wie in der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission dargelegt.

49 Änderungen der Anhänge I und II zur Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 (27.6.2023).

50 Für Westwing sind diese Tätigkeiten nicht taxonomiefähig, da Tätigkeiten zur Anpassung an den Klimawandel innerhalb des Ziels Anpassung an den Klimawandel nicht als möglich betrachtet werden, sodass kein Umsatz, CapEx und OpEx mit diesen Tätigkeiten als taxonomiefähig eingestuft werden kann.

Eine Taxonomiekonformität für diese beiden Tätigkeiten konnte nicht erzielt werden, da in diesem Jahr nicht alle drei Kriterien "wesentlicher Beitrag", "keine erhebliche Beeinträchtigung" und "sozialer Mindestschutz" erfüllt waren. Das Corporate-Sustainability-Team wird die Möglichkeiten einer zukünftigen Taxonomiekonformität jedoch zu einem späteren Zeitpunkt erneut prüfen.

Umweltbezogene Ziele

Im Rahmen des Delegierten Klima-Rechtsakts der EU-Taxonomie-Verordnung wurden im Jahr 2023 Wirtschaftstätigkeiten einschließlich der technischen Prüfkriterien für die vier anderen Umweltziele veröffentlicht – nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen, Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung sowie Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme. Das Corporate-Sustainability-Team von Westwing führte eine umfassende Prüfung aller mit diesen Zielen verbundenen Tätigkeiten durch und ordnete sie anschließend den Geschäftsaktivitäten des Unternehmens zu. Nach Gesprächen mit den zuständigen Abteilungen und hochrangigen Führungskräften, einschließlich des Chief Financial Officer, wurde festgestellt, dass Westwing keine taxonomiefähigen Tätigkeiten definieren kann. Das Corporate-Sustainability-Team wird die Möglichkeiten einer zukünftigen Taxonomiefähigkeit bzw. -konformität von Tätigkeiten in Verbindung mit Umweltzielen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt erneut prüfen.

ANTEIL DES UMSATZES AUS WAREN ODER DIENSTLEISTUNGEN, DIE MIT TAXONOMIEKONFORMEN WIRTSCHAFTSTÄTIGKEITEN VERBUNDEN SIND — OFFENLEGUNG FÜR DAS JAHR 2023

Geschäftsjahr 2023 Jahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Co
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N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten
(taxonomiekonform)
0 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
A. Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten
(taxonomiekonform) (A.1)
0 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
Davon Übergangstätigkeiten 0 % 0 %
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht
ökologisch nachhaltige Tätigkeiten
(nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL;
N/EL
EL;
N/EL
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N/EL
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht
ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten
(nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
0 0 % N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL
Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 0 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 428,6 100 %
Gesamt 428,6 100 %

DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")

DNSH-Kriterien
("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Kli
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)
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Mi
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)
Taxonomie
konformer (A.1)
oder taxonomie
fähiger (A.2)
Umsatzanteil 2022
(18)
Kategorie ermögli
chende Tätigkeit
(19)
Kategorie
Übergangstätigkeit
(20)
J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T
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0 %

ANTEIL DES UMSATZES AUS WAREN ODER DIENSTLEISTUNGEN, DIE MIT TAXONOMIEKONFORMEN WIRTSCHAFTSTÄTIGKEITEN VERBUNDEN SIND — OFFENLEGUNG FÜR DAS JAHR 2023

Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 0 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %

B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN

Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 428,6 100 % Gesamt 428,6 100 %

CAPEX-ANTEIL AUS WAREN ODER DIENSTLEISTUNGEN, DIE MIT TAXONOMIEKONFORMEN WIRTSCHAFTSTÄTIGKEITEN VERBUNDEN SIND – OFFENLEGUNG FÜR DAS JAHR 2023

Geschäftsjahr 2023 Jahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Co
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(2)
Ca
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Ca
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N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten
(taxonomiekonform)
0 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten
(taxonomiekonform) (A.1)
0 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % N
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % N
Davon Übergangstätigkeiten 0 % 0 %
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht
ökologisch nachhaltige Tätigkeiten
(nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
Erwerb und Eigentum an Gebäuden 7,7 3,3 38 % EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht
ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten
(nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
3,3 38 % 38 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) 3,3 38 % 38 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 5,4 62 %
Gesamt 8,7 100 %

DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")

(20)

DNSH-Kriterien
("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
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(17
)
Anteil taxonomie
konformer (A.1)
oder taxonomie
fähiger (A.2)
CapEx 2022
(18)
Kategorie ermögli
chende Tätigkeit
(19)
Kategorie
Übergangstätigkeit
(20)
J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T
N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A 0 %
N N N N N N N 0 %
N N N N N N N 0 %
N N N N N N N 0 %
24 %
24 %
24 %

CAPEX-ANTEIL AUS WAREN ODER DIENSTLEISTUNGEN,

B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN

CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 5,4 62 % Gesamt 8,7 100 %

DIE MIT TAXONOMIEKONFORMEN WIRTSCHAFTSTÄTIGKEITEN VERBUNDEN SIND – OFFENLEGUNG FÜR DAS JAHR 2023

OPEX-ANTEIL VON WAREN ODER DIENSTLEISTUNGEN, DIE MIT TAXONOMIEKONFORMEN WIRTSCHAFTSTÄTIGKEITEN VERBUNDEN SIND – OFFENLEGUNG FÜR DAS JAHR 2023

Geschäftsjahr 2023 Jahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten (1) Co
de
(s)
(2)
O
pE
x 2
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3)
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A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten
(taxonomiekonform)
0 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % N/A
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N/A N/A
N/A
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OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten
(taxonomiekonform) (A.1)
0 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % N
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Davon ermöglichende Tätigkeiten 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % N
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Davon Übergangstätigkeiten 0 % 0 % N
N
N N N
N
N
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch
nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomie
konforme Tätigkeiten)
EL;
N/EL
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N/EL
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N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
Datenverarbeitung, Hosting und damit
verbundene Tätigkeiten
8,1 1,8 1,3 % EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch
nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme
Tätigkeiten) (A.2)
1,8 1,3 % 1,3 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) 1,8 1,3 % 1,3 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpeEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 136,2 98,7 %
Gesamt 138,0 100 %

DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")

(20)

DNSH-Kriterien
("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Kategorie
Übergangstätigkeit
(20)
Kategorie ermögli
chende Tätigkeit
(19)
Anteil taxonomie
konformer (A.1)
oder taxonomie
fähiger (A.2)
OpEx 2022
(18)
Mi
nd
est
sch
utz
(17
)
Bio
log
isc
he
Vie
lfa
lt (
16)
Kre
isla
ufw
irts
ch
aft
(15
)
Um
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hm
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g (
14)
Wa
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3)
An
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2)
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(11
)
T E % J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N
0 % N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A
0 % N N N N N N N
0 % N N N N N N N
0 % N N N N N N N
5,7 %
5,7 %
5,7 %

OPEX-ANTEIL VON WAREN ODER DIENSTLEISTUNGEN,

B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN

OpeEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 136,2 98,7 % Gesamt 138,0 100 %

DIE MIT TAXONOMIEKONFORMEN WIRTSCHAFTSTÄTIGKEITEN VERBUNDEN SIND – OFFENLEGUNG FÜR DAS JAHR 2023

TÄTIGKEITEN IN DEN BEREICHEN KERNENERGIE UND FOSSILES GAS

1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer
Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nukle
arprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammen
hang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
2. Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung
von Strom oder Prozesswärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie
die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der
besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im
Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
3. Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von
Strom oder Prozesswärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die
Wasserstofferzeugung — sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert
solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas
4. Das Unternehmen ist im Bereich Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus
fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im
Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
5. Das Unternehmen ist im Bereich Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die
Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkei
ten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
6. Das Unternehmen ist im Bereich Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die
Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finan
ziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein

Zeile Tätigkeiten im Bereich Kernenergie

Unsere KPIs

Die Berechnungsmethode für die in diesem Abschnitt präsentierten KPIs blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Alle Werte beziehen sich auf den Westwing-Konzern.

Wir werden die Weiterentwicklung der EU-Taxonomie-Verordnung genau verfolgen und unsere künftigen Berichtspflichten bewerten. In der Zwischenzeit werden wir uns weiterhin darauf konzentrieren, unsere Nachhaltigkeitsstrategie sowie die in dieser nicht-finanziellen Erklärung aufgeführten Nachhaltigkeitsinitiativen und -aktivitäten umzusetzen.

Rechnungslegungsgrundsätze

Die Kennzahlen werden gemäß Anhang I des Artikels 8 der Delegierten Verordnung ermittelt. Wir bestimmen die taxonomiefähigen und -konformen KPIs in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen wie folgt:

Der Anteil der taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten an unserem Gesamtumsatz berechnet sich aus dem Teil der Umsatzerlöse, der aus Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten stammt (Zähler), dividiert durch die gesamten Umsatzerlöse (Nenner). Der Nenner des Umsatz-KPI basiert auf unseren konsolidierten Umsatzerlösen in Übereinstimmung mit IAS 1.82(a). Weitere Einzelheiten zu unseren Rechnungslegungsgrundsätzen für unsere konsolidierten Umsatzerlöse finden Sie in Abschnitt 2.5 im Anhang zu unserem Geschäftsbericht 2023. Wie oben erläutert, haben wir in Bezug auf den Zähler keine taxonomiefähigen und -konformen Tätigkeiten ermittelt. Unsere konsolidierten Umsatzerlöse können mit unserem Konzernabschluss abgestimmt werden – siehe auch Gewinn-und-Verlust-Rechnung in unserem Geschäftsbericht 2023.

Der Capex-KPI ist definiert als taxonomiefähiger und -konformer CapEx, dividiert durch unseren Gesamt-CapEx. Der Gesamt-CapEx umfasst die Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. Nutzungsrechte) während des Geschäftsjahres vor Abschreibungen und Neubewertungen – einschließlich derjenigen, die sich aus Neubewertungen und Wertminderungen ergeben, aber ohne die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts. Unser Gesamt-CapEx kann mit unserem Konzernabschluss abgestimmt werden – siehe Kapitel 12 und 13 im Anhang unseres Geschäftsberichts 2023.

Der OpEx-KPI ist definiert als taxonomiefähiger und -konformer OpEx, dividiert durch unsere gesamten Betriebsausgaben gemäß Unterabschnitt 1.1.3.1 des Anhangs I der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178. Er besteht aus direkten, nicht kapitalisierten Kosten aus Forschung und Entwicklung, kurzfristigen Leasingverträgen sowie Wartungen und Reparaturen.

Unsere Rechnungslegungsgrundsätze gewährleisten eine Vermeidung von Doppelerfassungen, indem sie die Beträge des taxonomiekonformen Umsatzes, des CapEx und des OpEx im Zähler der jeweiligen KPIs eindeutig zuordnen.

5. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 sind die folgenden Ereignisse eingetreten, die sich auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Westwing auswirken werden.

Am 16. Januar 2024 gab das Unternehmen intern bekannt, dass es große Teile der derzeit in Italien und Spanien angesiedelten Geschäftsfunktionen zentralisieren wird. Die Kunden in Italien und Spanien werden künftig hauptsächlich von den Gesellschaften in München und Warschau sowie von der Logistikzentrale in Polen betreut. Westwing wird seine Läger in Italien und Spanien schließen und die Organisation der Büros vor Ort überprüfen. Die Umstrukturierung wird in den nächsten Monaten erfolgen.

6. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Westwing verfolgt die Philosophie des profitablen Wachstums und der Steigerung des Unternehmenswerts bei angemessenem Management von Risiken und Chancen. Westwing versteht Risikomanagement als integralen Bestandteil, um Transparenz über Risiken und Chancen zu schaffen und damit die Entscheidungsprozesse zu verbessern. Das Unternehmen pflegt eine risikobewusste Unternehmenskultur in allen Abteilungen. Wir wägen die Risiken und Chancen, die mit unseren Entscheidungen und unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind, sorgfältig und sachkundig ab. Dazu gehört, dass wir kalkulierte Risiken, die im Rahmen der Risikobereitschaft des Unternehmens liegen, bewusst eingehen und die Risiken, die nicht im Rahmen der Risikobereitschaft liegen, reduzieren.

6.1 Risikomanagementsystem

Der Vorstand der Westwing Group SE trägt die Gesamtverantwortung für die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil des Managementansatzes, die strategischen Ziele zu erreichen und zum langfristigen Wachstum des Unternehmens beizutragen.

Der Vorstand hat einen Risikomanagementbeauftragten ernannt, der direkt an ihn berichtet und für die Governance-, Risiko- und Compliance-Funktion (GRC) von Westwing verantwortlich ist. Diese umfasst das Risikomanagement, die Compliance, das interne Kontrollumfeld, die Koordination der internen Revisionstätigkeiten und die Durchführung von Schulungen im Rahmen der GRC-Prozesse.

Die Risikoeigner sind die Mitarbeiter in den operativen und zentralen Funktionen des Unternehmens. Ihre Hauptverantwortung in Bezug auf GRC besteht darin, ihren Vorgesetzten kontinuierlich über die operativen Risiken in ihren Bereichen zu berichten.

Westwing führt halbjährlich eine vollständige Risikobewertung durch. Am Jahresende werden Workshops mit den operativen und zentralen Funktionen abgehalten, um Informationen über bestehende und potenzielle Risiken zu sammeln, die sowohl lokal als auch global identifiziert wurden. Diese Informationen werden dann analysiert, um festzustellen, ob die identifizierten Risiken noch bestehen und ob sie richtig bewertet wurden. Die Risikodokumentation wird laufend aktualisiert und zusammengefasst.

Zweimal im Jahr wird dem Vorstand ein konsolidierter Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über die aktuelle Risikolage von Westwing.

6.2 Internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung

Westwing hatte bereits in den Vorjahren im Rahmen des internen Kontrollsystems interne Kontrollen für die Finanzberichterstattung eingeführt.

Diese Kontrollen bestehen aus präventiven und aufdeckenden Maßnahmen im Rechnungswesen und in den operativen Funktionen, die einen konsistenten Prozess für die Erstellung der Abschlüsse und das Management der operativen Risiken gewährleisten. Zu den Mechanismen gehören die Identifizierung und Definition von Prozessen und Risiken, die Einführung von Genehmigungsebenen und die Anwendung des Grundsatzes der Aufgabentrennung.

6.3 Risikomethodik

Westwing verfügt über ein detailliertes Risikohandbuch, das Transparenz in den Prozess der Risikoidentifizierung und -bewertung bringt. Das Risikohandbuch wird regelmäßig durch Westwings GRC-Funktion überprüft und aktualisiert.

Die von Westwing identifizierten Risiken werden auf der Grundlage ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen quantifiziert. Die Wahrscheinlichkeitsbewertung basiert auf einem Zeithorizont von einem Jahr nach dem Bewertungsdatum. Alle im Risikobericht aufgeführten Risiken werden auf Nettobasis (nachdem Maßnahmen zur Risikominderung ergriffen wurden) dargestellt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit bezieht sich auf die statistische oder geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass ein Risikofaktor während des untersuchten Zeitraums eintritt. Sie wird in Prozent angegeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird durch die Wahl eines der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Wahrscheinlichkeitsbereiche bestimmt:

Wahrscheinlichkeit Bewertung
Sehr hoch (75 % – 99 %)
Hoch (50 % – 74,9 %)
Moderat (25 % – 49,9 %)
Niedrig (5 % – 24,9 %)
Sehr niedrig (1 % – 4,9 %)

Zur Bewertung der Auswirkungen verwendet Westwing qualitative und quantitative Beurteilungen. Eine quantitative Beurteilung wird dann vorgenommen, wenn der Betrag der Auswirkung leicht abgeschätzt werden kann. Die quantitative Grundlage für die Auswirkungen sind Umsatz, bereinigtes EBIT und Cashflow, je nach Art des Risikos. Wenn eine quantitative Beurteilung nicht möglich ist, d. h., wenn es um den Ruf des Unternehmens oder das Vertrauen der Aktionäre geht, wird eine qualitative Beurteilung durchgeführt.

Quantitative Beurteilung (bevorzugt)
Auswirkung Finanzielle Auswirkungen
Sehr hoch > EUR 10,0 Mio. Stark schädigende negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage,
Profitabilität und Cashflows
Hoch > EUR 5,0 Mio. Erhebliche negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage,
Profitabilität und Cashflows
Moderat > EUR 2,0 Mio. Gewisse negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage,
Profitabilität und Cashflows
Niedrig > EUR 0,5 Mio. Begrenzte negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage,
Profitabilität und Cashflows
Sehr niedrig > EUR 0,2 Mio. Unwesentliche negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage,
Profitabilität und Cashflows

Alle Risiken werden vor und nach Anwendung von Gegenmaßnahmen bewertet, d. h. als Brutto- und Nettorisiken. Darüber hinaus wird eine aggregierte Risikobewertung durchgeführt, um die kombinierten Auswirkungen des gesamten Risikoregisters für die wichtigsten Risiken zu bewerten.

Die endgültige Risikoeinstufung ergibt sich aus der Kombination von geschätzter Wahrscheinlichkeit und Auswirkung und reicht von "gering" bis "extrem". Alle ermittelten Risiken werden anhand der folgenden Risikomatrix klassifiziert und visualisiert:

Wahrscheinlichkeit Sehr niedrig
(1 % – 4,9 %)
Niedrig
(5 % – 24,9 %)
Moderat
(25 % – 49,9 %)
Hoch
(50 % – 74,9 %)
Sehr hoch
(75 % – 99 %)
Auswirkung
Sehr groß (> EUR 10 Mio.) MODERAT HOCH HOCH SEHR HOCH EXTREM
Groß (> EUR 5 Mio.) GERING MODERAT HOCH SEHR HOCH SEHR HOCH
Moderat (> EUR 2 Mio.) GERING MODERAT MODERAT HOCH HOCH
Gering (> EUR 0,5 Mio.) GERING GERING MODERAT MODERAT HOCH
Sehr gering (> EUR 0,2 Mio.) GERING GERING GERING GERING MODERAT

Diese Risikomatrix erleichtert den Vergleich der relativen Prioritäten der Risiken und erhöht die Transparenz über die Gesamtrisikoposition von Westwing. Darüber hinaus werden die Risikokategorien von "gering" bis "extrem" verwendet, um die detaillierten Risikoinformationen zu bestimmen, die dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt werden müssen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, werden unmittelbar nach ihrer Identifizierung gemeldet.

Westwing hat die folgenden Risikokategorien innerhalb des Unternehmens definiert:

  • Strategische Risiken
  • Finanzielle Risiken
  • Kapitalmarktrisiken
  • Operative Risiken
  • IT-Risiken
  • Regulatorische und Compliance-Risiken

6.4 Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ⁵1

Unser Internes Kontrollsystem (IKS) und unser Risikomanagementsystem (RMS) umfassen das Management von Risiken und Chancen im Hinblick auf die Erreichung der Unternehmensziele, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für den Westwing-Konzern relevanten Gesetze und Vorschriften. Auch Nachhaltigkeitsaspekte/ESG werden abgedeckt und auf Basis der regulatorischen Anforderungen kontinuierlich weiterentwickelt.

Unser IKS und RMS basieren auf dem weltweit anerkannten COSO-Rahmenwerk (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). Das Rahmenwerk definiert die Elemente eines Kontrollsystems und setzt den Maßstab für die Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und RMS.

Die Gesamtverantwortung für unser IKS und RMS liegt beim Vorstand. Das zentrale GRC-Team koordiniert und integriert die IKS- und RMS-Prozesse und unterstützt den Vorstand bei der Gestaltung und Aufrechterhaltung angemessener und wirksamer Prozesse zur Umsetzung, Überwachung und Berichterstattung über IKS- und RMS-Aktivitäten. Weitere Informationen zum Risikomanagementsystem finden sich in Kapitel 6.1.

51 Bei den Angaben in diesem Abschnitt handelt es sich um lageberichtsfremde Angaben, die nicht Gegenstand der Prüfung durch PWC sind.

Am Ende eines jeden Geschäftsjahres nimmt der Vorstand eine Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und RMS vor. Diese Bewertung stützt sich in erster Linie auf den GRC-Jahresbericht, den der GRC-Direktor dem Vorstand vorlegt, sowie auf die regelmäßigen Sitzungen des GRC-Teams mit dem Management während des Jahres. Der GRC-Bericht fasst die Schlüsselelemente des IKS und des RMS des Westwing-Konzerns sowie die Aktivitäten zusammen, die im Laufe des Jahres zur Überprüfung ihrer Angemessenheit und Wirksamkeit durchgeführt wurden, und berichtet über etwaige kritische Kontrollschwächen, die bei diesen Aktivitäten festgestellt wurden. In dem Bericht wird eine allgemeine Schlussfolgerung über die Angemessenheit und Wirksamkeit unseres IKS und RMS gezogen. Auf dieser Grundlage hat der Vorstand keine Anhaltspunkte dafür, dass unser IKS oder RMS zum 31. Dezember 2023 nicht angemessen oder nicht wirksam war.

Dennoch sind der Wirksamkeit eines jeden Risikomanagement- und -kontrollsystems inhärente Grenzen gesetzt. Kein System — selbst wenn es als angemessen und wirksam erachtet wird — kann garantieren, dass alle Risiken im Voraus erkannt werden oder dass Prozessverstöße oder falsche Angaben unter allen Umständen verhindert oder entdeckt werden.

Der Prüfungsausschuss ist ebenfalls in unser Kontrollsystem integriert. Er überwacht die GRC-Funktion und die Wirksamkeit von IKS und RMS sowie die interne Revision. Die im jährlichen GRC-Bericht enthaltenen Informationen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Westwing Group SE zur Verfügung gestellt, um über die Wirksamkeit des IKS und RMS zu berichten.

6.5 Risikobericht

Unsere Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder der potenziellen finanziellen Auswirkungen der oben genannten Risiken und Chancen hat sich im Vergleich zum Vorjahr strukturell nicht wesentlich verändert. Auch die aktualisierte Einschätzung führte zu keiner grundlegenden Veränderung der Risikosituation. Allerdings haben wir bei unserer Risikobewertung Verschiebungen bei den Top-Risiken des Unternehmens aufgrund interner und externer Entwicklungen festgestellt.

Auf Basis der aktuellen Einschätzung wurden keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Westwing-Konzerns gefährden könnten. Der folgende Bericht fasst die wesentlichen Risiken für Westwing auf der Grundlage der Risikobewertung zusammen und stellt sie dar. Alle Risiken werden auf Nettobasis dargestellt, d.h. nach Anwendung aller Maßnahmen zur Risikominderung. Kein Risiko wird derzeit als "extrem" bewertet. Diese Bewertung gilt sowohl für das DACH Segment als auch für das Internationale Segment.

6.5.1 STRATEGISCHE RISIKEN

Externe politische Einflüsse (2023: sehr hoch; 2022: hoch)

Die Eskalation der globalen Unsicherheit geht zunächst auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine im Jahr 2022 zurück. Als internationales Unternehmen mit seinen Hauptlagern in Polen und mehreren Lieferanten in Osteuropa ist Westwing einem Risiko ausgesetzt, sollte sich der Konflikt auf andere osteuropäische Länder ausweiten.

Im Jahr 2023 wurden wir Zeuge weiterer politischer Spannungen auf globaler Ebene, auch verursacht durch die Konflikte im Nahen Osten seit Oktober 2023. Die allgemeine politische Instabilität in der Welt betrifft alle Stakeholder von Westwing. Da Westwing viele seiner Waren aus Asien beschafft, könnten zusätzliche Konfrontationen im Roten Meer oder ein Konflikt zwischen China und Taiwan zu Unterbrechungen unserer Lieferkette führen und möglicherweise die Umsätze des Unternehmens beeinträchtigen.

Das Managementteam und das GRC-Team beobachten die aktuelle politische Weltlage und die Situation in den betroffenen Ländern sowie die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns, um bei Bedarf schnell reagieren und angemessene strategische Entscheidungen treffen zu können.

Schlechtere Verbraucherstimmung im Bereich Home & Living (2023: hoch; 2022: hoch)

Im Jahr 2023 beobachteten wir erneut eine insgesamt schwache Verbraucherstimmung, die sich auch negativ auf die Konsumausgaben im Bereich Home & Living auswirkte. Der aktuelle Ausblick für 2024 ist ebenfalls sehr zurückhaltend. Es gibt viele Faktoren, die sich negativ auf die Verbraucherstimmung auswirken, wie z. B. den Rückgang der Kaufkraft, negative wirtschaftliche Entwicklungen wie eine Verringerung des BIP-Wachstums und eine Verlagerung des Kundeninteresses auf andere Waren oder Dienstleistungen wie Reisen.

Um auf dieses Risiko reagieren zu können, überwacht und bewertet der Vorstand kontinuierlich Auslöser, die die Verbraucherstimmung und den Home & Living Markt beeinflussen können. Um dem schwachen Umfeld Rechnung zu tragen, haben wir in der vergangenen Periode bereits erhebliche Kosteneinsparungen bei den allgemeinen Verwaltungskosten sowie bei den Investitionen vorgenommen. Gleichzeitig haben wir zur Verbesserung unserer Umsatzzahlen gezielt in die Steigerung unserer Markenbekanntheit investiert. Außerdem haben wir zum ersten Mal seit unserer Gründung vor zwölf Jahren eine neue Corporate Identity eingeführt.

Gewinnung von Marken für die Club-Sales (tägliche Themen) (2023: hoch; 2022: hoch)

Unsere Club-Sales sind auf ein ständig wechselndes Markensortiment angewiesen. Die aktuelle Marktsituation hat es schwieriger gemacht, neue Marken für unsere Club-Sales zu gewinnen. In den letzten Jahren haben wir einen teilweisen Rückgang des Markenangebots erlebt, der auf verschiedene Gründe zurückzuführen ist wie z.B. eine stärkere Positionierung der Marken mit Fokus auf ihre eigenen E-Commerce-Plattformen. Darüber hinaus erhöht Westwings Strategie, das Unternehmen im Premiumsegment zu positionieren, unsere Anforderungen an die Marken von Drittanbietern. Dies stellt ein Risiko für das künftige GMV-Wachstum dar, da es dazu führen könnte, dass unsere Produktpalette nicht mehr ausreichend vielfältig, abwechslungsreich und attraktiv für die täglichen Themen ist.

Um dieses Risiko zu mindern, hat sich das Management in den letzten Perioden verstärkt auf die Lieferantenakquise fokussiert. Wir haben die Brand-Buying-Teams, die sich auf die Marken- und Produktakquisition konzentrieren, ständig verbessert und verstärkt.

6.5.2 IT-RISIKEN

Fehler und Verzögerungen bei der Durchführung von Technologieänderungen (2023: hoch; 2022: moderat)

Im Jahr 2023 beschloss der Vorstand, von unserer proprietären E-Commerce-Plattform auf eine weitgehend SaaS-basierende Lösung umzusteigen. Dies soll die Entwicklungszeiten verkürzen und unsere allgemeinen Verwaltungskosten ab 2025 senken. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine grundlegende Änderung unserer derzeitigen technologischen Plattform. Es besteht das Risiko von Fehlern oder Verzögerungen bei der Durchführung, die im Fall, dass das Projekt nicht rechtzeitig abgeschlossen werden kann, zu finanziellen Verlusten führen könnten.

Westwing verfügt über ein erfahrenes Technologieteam, das mit Unterstützung erfahrener, externer Experten einen detaillierten Implementierungsplan entwickelt und eine effektive Projektsteuerung eingeführt hat. Die Einführung ist so geplant, dass die Länder oder Regionen nacheinander live gehen werden. Dadurch werden die potenziellen Auswirkungen von Fehlern reduziert, da sich diese höchstwahrscheinlich nur auf das Geschäft in einem Land auswirken würden. Darüber hinaus soll die DACH-Region als wichtigstes Segment erst auf die neue Plattform migrieren, wenn die anderen Länder erfolgreich migriert wurden.

Bedrohungen der Cybersicherheit und der IT-Infrastruktur (2023: hoch: 2022: hoch)

Wir haben in den letzten Jahren erhebliche Mittel und interne Ressourcen in den Aufbau und die Aktualisierung unserer IT-Plattform und unserer anspruchsvollen IT-Infrastruktur investiert. Dennoch stufen wir das Cybersicherheitsrisiko als hoch ein, was in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass die Cyberkriminalität weltweit deutlich zugenommen und ein historisch hohes Niveau erreicht hat, wobei viele Indikatoren darauf hindeuten, dass sich die Bedrohung weiter verschärfen wird.

Bedrohungen wie unbefugte logische Zugriffskontrolle (ob intern oder extern) könnten wichtige interne Tools oder kundenorientierte Anwendungen stören.

Westwing beschäftigt ein qualifiziertes Technologieteam, zu dem auch IT-Sicherheitsexperten gehören. Dadurch sind wir in der Lage, unsere interne IT-Infrastruktur ständig zu überwachen, weiterzuentwickeln und zu verbessern. Im Jahr 2023 gab es keine einschränkenden Ereignisse. Westwing wird seine Sicherheitsstandards beibehalten, um auch im Jahr 2024 eine sichere IT-Umgebung im gesamten Konzern erhalten zu können.

6.6 Risiko mit geringer Wahrscheinlichkeit, aber großer Auswirkung

Vorfälle in den Warenlagern

Aufgrund der Zentralisierung großer Teile der Aktivitäten in Bezug auf die Geschäftsfunktionen in Italien und Spanien im Jahr 2024 werden die Lageraktivitäten beider Länder in das Hauptlogistikzentrum von Westwing in Posen, Polen verlagert. Darüber hinaus wird Westwing auch sein Lager in Warschau, Polen schließen. Dies führt zu einem Klumpenrisiko, da alle Bestände des Konzerns an einem Ort gelagert werden. Dies erhöht die potenziellen Auswirkungen von materiellen Bestandsverlusten und finanziellen Schäden im Falle eines Brands oder anderer Vorfälle im Lager, die zu Ausfallzeiten des Lagerbetriebs führen.

Um das Risiko zu mindern, investiert Westwing in erheblichem Umfang in die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen in unseren Lagern und der laufenden Prozesse. Darüber hinaus nutzt Westwing den Versand von Lieferanten direkt an Kunden.

6.7 Veränderungen der Risikosituation

Insgesamt hat Westwing seine Risikoexposition im Jahr 2023 durch die Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Risikominderung und die Verbesserung bestehender Prozesse innerhalb des Konzerns leicht verringert.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderungen bei den Top-Risiken im Vergleich zum Vorjahr, d. h. Risiken, die im Geschäftsbericht 2022 als hoch, im Jahr 2023 aber als niedriger eingestuft wurden oder umgekehrt. Die Verringerung des Risikos ist vor allem auf die im letzten Jahr erzielten Ergebnisse durch die Änderung der Marketingstrategie und die Umsetzung weiterer wirksamer Maßnahmen zur Risikominderung zurückzuführen. Erhöhungen beziehen sich auf die interne strategische Entscheidung, eine neue E-Commerce-Strategie mit einer neuen SaaS-Plattform einzuführen.

Risiko 2023 2022
OPERATIVE RISIKEN
Fehler und Verzögerungen bei der Durchführung von Technologieänderungen Hoch Moderat
STRATEGISCHE RISIKEN
Externe politische Einflüsse Sehr hoch Hoch
Umsetzung unserer neuen Marketingstrategie Niedrig Hoch
Verstärkter Wettbewerb und Margendruck Moderat Hoch

Gesamtrisikobewertung durch den Vorstand

Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass für das Unternehmen im Jahr 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken bestanden. Aus heutiger Sicht sind keine Einzelrisiken oder Risikobündel erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens im Jahr 2024 gefährden könnten. Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass sie alle notwendigen Vorkehrungen getroffen hat, um die bestehenden Risiken anzugehen und ihre möglichen Auswirkungen zu verringern.

6.8 Chancenbericht

Während Westwing mit einigen Risiken konfrontiert ist, gibt es aber auch eine Reihe von Chancen mit großem Potenzial für die Zukunft. Chancen sind definiert als positive Abweichungen von der Planung und bieten Westwing die Aussicht auf Wachstum und höhere Rentabilität. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten und neuen Wegen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Im Folgenden ist eine Zusammenfassung der wichtigsten vom Unternehmen identifizierten Chancen dargestellt. Im Jahr 2023 haben wir eine Chance in Bezug auf die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) hinzugefügt.

Markenbekanntheit und neue Kundensegmente

Das Management sieht Wahrnehmung und Bekanntheit der starken Premiummarke von Westwing als wichtige Faktoren für den langfristigen Erfolg. Im Gegensatz zu anderen Branchen wie der Modebranche, in der sich die Kunden vor allem auf die Marken der Anbieter konzentrieren, sind die Einzelhandelsmarken bei Home & Living wichtiger. Westwing präsentiert sich als Premiummarke, die Wert auf Qualität, Stil und Inspiration legt und die ihren Kunden Vertrauen und Persönlichkeit vermittelt. Dies wird durch organisches Marketing, wie eine starke Präsenz in den sozialen Medien und die Erstellung hochwertiger Inhalte, sowie durch sorgfältig ausgewählte Marketinginitiativen erreicht.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2023 haben wir eine neue Corporate Identity vorgestellt und eine Kampagne zur Steigerung der Markenbekanntheit gestartet. Wir sind zuversichtlich, dass uns die starke Positionierung von Westwing als Home & Living-Marke in Kombination mit einer erhöhten Markenbekanntheit helfen kann, neue Kundensegmente zu erreichen, die das Wachstum des Unternehmens vorantreiben werden.

Länderexpansion und neue Vertriebskanäle

Westwing bereitet für das Jahr 2024 eine Expansion mit seinem Shop-Geschäft nach Portugal vor. Dies ist die erste Länderexpansion seit vielen Jahren und hat das Potenzial, zusätzliche Umsätze für das Unternehmen zu generieren. Basierend auf den Erfahrungen und Erkenntnissen aus diesem neuen Geschäft könnten weitere Länder erschlossen werden, um das Wachstum von Westwing weiter voranzutreiben.

Im Jahr 2022 eröffnete Westwing seinen ersten permanenten Store an einer der Top-Adressen Hamburgs, dem berühmten Jungfernstieg. Hier können die Besucher Möbel, Wohnaccessoires, Deko-Trends und alles, was das eigene Zuhause schöner macht, entdecken. Ein Team von Experten berät Kunden vor Ort. Für das Jahr 2024 planen wir die Expansion in weitere Städte, was Chancen für Wachstum, Markenbekanntheit und Kundenzufriedenheit bietet.

Um das Wachstum weiter voranzutreiben, sucht Westwing ständig nach Wachstumspotenzial in weiteren Vertriebskanälen wie Business-to-Business und baut Kooperationen mit anderen Einzelhändlern auf.

Westwing Collection

In den vergangenen Jahren hat Westwing seine Westwing Collection erheblich ausgebaut, wobei der Anteil unseres Produktangebots im Jahr 2023 ein Allzeithoch von 47 % des Konzern-GMV erreicht hat. Diese intern entwickelten Produkte ermöglichen es uns, ein kuratiertes und abgerundetes Sortiment auf unserer Website zu präsentieren, das sowohl unsere Premiummarke als auch den Geschmack unserer Kunden trifft. Zusammen mit den hier erreichbaren höheren Margen kann die Westwing Collection als Wettbewerbsvorteil dienen. Für das Jahr 2024 planen wir eine weitere umfangreiche Erweiterung unserer Westwing-Collection-Produkte.

Bessere Verhandlungsposition bei Lieferanten

Infolge der schlechteren Verbraucherstimmung sehen sich viele Fabriken auf der ganzen Welt mit einem geringeren Auftragsvolumen der Kunden für 2024 konfrontiert. Dies versetzt Westwing in eine bessere Verhandlungsposition mit Lieferanten für unsere schnell wachsende Westwing Collection. Darüber hinaus kann unser Buying-Team diese Gelegenheit nutzen, um die Umsatzkosten zu senken, während wir unser Verkaufsvolumen steigern, insbesondere im Hinblick auf die Produkte der Westwing Collection.

Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung

Die Integration von KI-Technologien verändert verschiedene Branchen. Beispielsweise in den Bereichen Grafikdesign, Inhaltserstellung und Produktmanagement können KI-gesteuerte Tools hochwertige Bilder und Texte erzeugen. Dies kann zu Kosteneinsparungen und höherer betrieblicher Effizienz führen.

Bei Westwing überprüfen wir ständig unsere Prozesse und suchen aktiv nach Möglichkeiten zur Automatisierung. Dies kann unsere Effizienz steigern, uns schneller machen und unsere Kosten senken.

7. AUSBLICK

7.1 Erwartete Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft stand 2023 weiterhin vor großen Herausforderungen, und die Aussichten für 2024 lassen keine schnelle Erholung erwarten. Geopolitische Krisen wie der anhaltende Krieg in der Ukraine und die eskalierende Situation im Nahen Osten werden die Weltwirtschaft höchstwahrscheinlich weiterhin destabilisieren. Auch die wirtschaftliche Erholung nach der COVID-19-Pandemie verläuft langsamer als ursprünglich erwartet. Auf der Grundlage der derzeitigen Annahmen wird mittelfristig nicht mit einer vollständigen Erholung der Weltproduktion auf den Stand vor der Pandemie gerechnet. 52

Positiv zu vermerken ist, dass die Inflationsraten, die in den letzten beiden Jahren weltweit auf einem Zehnjahreshoch lagen, im Jahr 2024 zurückgehen dürften und dass die derzeit sehr restriktive Geldpolitik der Zentralbanken in der ganzen Welt im Jahr 2024 wahrscheinlich weniger streng sein wird, was eine gewisse Erleichterung bedeuten würde. Es könnte jedoch mindestens bis zum Jahr 2025 dauern, bis die Inflation in den meisten Volkswirtschaften wieder die Zielwerte erreicht. 53

Nach Angaben des IWF wird die weltweite Verbraucherpreisinflation 2024 voraussichtlich auf 5,8 % zurückgehen. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird jedoch eine moderate Inflationsrate von 2,6 % vorhergesagt wird. 54

In 2024 wird das globale BIP-Wachstum voraussichtlich stagnieren und mit 3,1 % auf dem Wert von 2023 liegen. Besonders die fortgeschrittenen Volkswirtschaften leiden unter diesem Trend mit einem erwarteten BIP-Wachstum von insgesamt nur 1,5 % im Jahr 2024. Die Auswirkungen in Deutschland, dem größten Markt von Westwing, werden besonders schwerwiegend sein, da der IWF für 2024 ein jährliches BIP-Wachstum von nur 0,5 % prognostiziert. 55

7.2 Erwartete Entwicklung des Westwing-Konzerns

Unsere Prognose der Geschäftsentwicklung für das kommende Jahr basiert auf den im Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft, im Risikobericht und im Chancenbericht beschriebenen Annahmen. Abgesehen von der Restrukturierung im Zusammenhang mit der Zentralisierung von Geschäftsfunktionen und Lagern sowie dem Strategiewechsel bei den Front-End- und Back-End-Softwarelösungen des Unternehmens erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen in der Geschäftstätigkeit des Westwing-Konzerns.

Unser Ausblick berücksichtigt die geringe Visibilität des Konsumentenverhaltens, das konjunkturelle Umfeld sowie die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und der Konfrontation im Nahen Osten. Wir sind überzeugt, dass sich unser Geschäft strukturell in die richtige Richtung entwickelt.

Für das Jahr 2024 konzentrieren wir uns auf ausgewählte Wachstumsinitiativen, erweitern die Kategorien unserer Westwing Collection und treiben die Nachhaltigkeit in allen unseren Prozessen und Angeboten voran. Gleichzeitig werden wir den technologischen Strategiewechsel und die Restrukturierung in Italien und Spanien so effizient und reibungslos wie möglich umsetzen.

Wir prognostizieren für das Jahr 2024 einen Gesamtumsatz zwischen EUR 415 Mio. und EUR 445 Mio., mit einem Wachstum von – 3 % bis + 4 % und einem bereinigten EBITDA zwischen EUR 14 Mio. und EUR 24 Mio. Die bereinigte EBITDA-Marge wird im Bereich von 3 % bis 5 % liegen. Während wir für beide Segmente eine ähnliche Umsatzentwicklung erwarten, gehen wir hinsichtlich des DACH Segments von einer etwas höheren positiven bereinigten EBITDA-Marge aus.

52 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Oktober 2023; S.18.

53 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Oktober 2023; S.17.

54 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Januar 2024; S.6.

55 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Januar 2024; S.6.

Diese Prognose wurde in einer Zeit anhaltend hoher Unsicherheiten in Bezug auf Verbraucherstimmung, Inflation und geopolitische Entwicklungen erstellt und geht davon aus, dass es im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zu keiner Verschlechterung der bisher im Jahr 2024 gesehenen Situation kommt.

8. ERGÄNZENDER LAGEBERICHT DER WESTWING GROUP SE (NACH DEM HANDELSGESETZBUCH – HGB)

Der Jahresabschluss der Westwing Group SE wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Die Westwing Group SE ist die Muttergesellschaft des Westwing-Konzerns und fungiert auch als Holdinggesellschaft für die verschiedenen operativen Einheiten des Konzerns. Sie erzielt selbst keine Umsätze mit Dritten, sondern ihre Erträge stammen aus der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen, die als Umsatz ausgewiesen werden. Wesentliche Leistungsindikatoren für die Westwing Group SE sind der Umsatz und das Betriebsergebnis, definiert als Ergebnis vor Finanzergebnis, Abschreibungen und Steuern.

8.1 Ertragslage der Westwing Group SE

EUR Mio. 2023 2022
Umsatzerlöse 86,2 70,0
Andere aktivierte Eigenleistungen 3,7 9,6
Sonstige betriebliche Erträge 0,7 0,3
Bruttoergebnis 90,6 79,9
Materialaufwand – 35,3 – 32,2
Personalaufwand – 28,6 – 34,1
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
– 7,9 – 7,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 73,2 – 35,3
Betriebsergebnis – 54,3 – 29,0
Einnahmen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2,6 3,9
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,0 0,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen – 79,4 0,0
Erträge aus der Wertaufholung von Finanzanlagen 68,4 0,0
Erträge (Aufwendungen) aus der Gewinnübernahme (Verlustübernahme) 0,7 – 0,6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 0,1 – 0,3
Zins- und Finanzergebnis –6,8 3,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 0,2 – 0,3
Jahresfehlbetrag – 61,3 – 26,3

Die Umsatzerlöse der Westwing Group SE stiegen von EUR 70,0 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 86,2 Mio. im Jahr 2023, was einem Umsatzwachstum von 23,1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung ist vor allem auf die veränderte Marketingstruktur des Konzerns und auf die neue Website-Integration ("OneWestwing") zurückzuführen, die beide 2023 in Kraft traten. Dies führte dazu, dass mehr Dienstleistungen von der Westwing Group SE für ihre Tochtergesellschaften erbracht wurden als im Vorjahr.

Die aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich um 61,4 % auf EUR 3,7 Mio. (2022: EUR 9,6 Mio.), was auf die Kosteneinsparungen des Unternehmens und die damit verbundene neue Technologieplattform zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf EUR 0,7 Mio. im Jahr 2023 (2022: EUR 0,3 Mio.).

Der Personalaufwand ging um EUR 5,6 Mio. zurück, vor allem aufgrund der geringeren Anzahl der Mitarbeiter. Die Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung stiegen auf EUR 0,8 Mio. (2022: EUR 0,2 Mio.), was auf die Ausweitung des Kapitalbeteiligungsprogramms 2022 (ECP 2022) zurückzuführen ist, das erstmals ganzjährig lief.

Der Materialaufwand, der nur den Aufwand für bezogene Leistungen umfasst, betrug EUR 35,3 Mio. (2022: EUR 32,2 Mio.). Dieser Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf höhere Marketingausgaben zurückzuführen, die aufgrund der geänderten Marketingstrategie des Konzerns einschließlich der kürzlich vorgestellten neuen Corporate Identity erforderlich waren.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf die Kapitalerhöhung bei einer Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 44,2 Mio. zurückzuführen. In fast gleicher Höhe wurde für diesen Sachverhalt eine Zuschreibung auf Ausleihungen erfasst, sodass der Betrag zur Ermittlung des zur Steuerung verwendeten Betriebsergebnisses unberücksichtigt blieb.

Insgesamt ergab sich im Jahr 2023 somit ein bereinigtes operatives Ergebnis vor Finanzergebnis, Abschreibungen und Steuern in Höhe von EUR – 2,3 Mio. (2022: EUR – 21,7 Mio.).

Das Finanzergebnis in Höhe von EUR – 6,8 Mio. (2022: EUR 3,0 Mio.) ist in erster Linie durch Wertminderungen auf Ausleihungen und Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR  79,4 Mio. geprägt. Hiervon betreffen EUR 57,6 Mio. Wertminderungen, die aufgrund der Zentralisierung von zuvor in Italien und Spanien vorhandenen Geschäftsfunktionen notwendig wurden. Dies wurde durch eine Aufwertung von Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 68,4 Mio. teilweise ausgeglichen. Darüber hinaus sind Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von EUR 2,6 Mio. (2022: EUR 3,9 Mio.), Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von EUR 1,0 Mio. (2022: EUR 0,0 Mio.) sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (2022: EUR 0,3 Mio.) enthalten. Die Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Festgeldern in Höhe von EUR 1,0 Mio.

8.2 Finanzlage der Westwing Group SE

Die Westwing Group SE verfügte zum 31. Dezember 2023 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 3,1 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 38,6 Mio.). Nicht hierin enthalten ist eine Festgeldanlage mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten in Höhe von EUR 10,0 Mio.

Der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hat sich wie folgt entwickelt:

Im Jahr 2023 finanzierte die Gesellschaft die Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften durch die Ausgabe von Darlehen in Höhe von EUR 10,8 Mio. (2022: EUR 37,1 Mio.). Diese Darlehen sind aus wirtschaftlicher Sicht als langfristig, aus rechtlicher Sicht jedoch als kurzfristig anzusehen. Darüber hinaus wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 44,2 Mio. bei einer der Subholdings durchgeführt.

Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen und Zinsen in Höhe von EUR 50,5 Mio. wurden im Jahr 2023 getilgt (2022: EUR 41,5 Mio.).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2023 EUR 4,0 Mio. (2022: EUR 11,2 Mio.).

Rückzahlungen von Lieferantenfinanzierungen führten zu einem Mittelabfluss von EUR 4,0 Mio., während die Auflösung von Mietkautionen zu einem Mittelzufluss von EUR 0,5 Mio. führte. Zinserträge aus Festgeldanlagen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 1,0 Mio.

Mittelabflüsse in Höhe von EUR 3,7 Mio. betrafen den Erwerb eigener Aktien.

Die Investitionen in eine Festgeldanlage mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten betrugen EUR 10,0 Mio.

Die Westwing Group SE hat sichergestellt, dass ausreichend liquide Mittel für die Fortführung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und des Konzerns zur Verfügung stehen. Die Westwing Group SE hat gegenüber ihrer Tochtergesellschaft Westwing GmbH und allen anderen direkten Tochtergesellschaften eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie die Haftung für die bis zum 31. Dezember 2025 entstehenden Verpflichtungen übernimmt. Die Westwing Group SE ist ihren Zahlungsverpflichtungen stets nachgekommen.

8.3 Vermögenslage der Westwing Group SE

EUR Mio. 31.12.2023 31.12.2022
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 19,2 23,2
Sachanlagen 2,0 3,1
Finanzanlagen 98,7 147,4
Summe Anlagevermögen 119,9 173,8
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 47,1 23,4
Liquide Mittel 3,1 38,6
Summe Umlaufvermögen 50,2 62,0
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1,3 2,1
Summe Aktiva 171,5 237,9
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 20,9 20,9
Eigene Aktien – 0,8 –0,4
Ausgegebenes Kapital 20,1 20,5
Kapitalrücklage 345,1 348,4
Bilanzverlust – 217,5 –156,3
Summe Eigenkapital 147,7 212,7
Schulden
Rückstellungen 11,8 10,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 11,9 14,3
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,1
Summe Passiva 171,5 237,9

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 belief sich auf EUR 171,5 Mio., ein Rückgang um EUR 66,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr (31. Dezember 2022: EUR 237,9 Mio.). Diese Veränderung ist hauptsächlich auf geringere langfristige finanzielle Vermögensgegenstände und einen Rückgang der liquiden Mittel zurückzuführen, der teilweise durch höhere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ausgeglichen wurde.

Die immateriellen Vermögensgegenstände bestanden im Geschäftsjahr 2023 sowohl aus erworbener als auch aus selbst geschaffener Software. Der Nettobuchwert ging um EUR 4,0 Mio. auf EUR 19,2 Mio. zurück (31. Dezember 2022: EUR 23,2 Mio.). Dies ist hauptsächlich auf die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten in Höhe von EUR 3,8 Mio. zurückzuführen, die durch Abschreibungen in Höhe von EUR 6,5 Mio. und Abgänge in Höhe von EUR 1,3 Mio. mehr als ausgeglichen wurden. Das Sachanlagevermögen verringerte sich auf EUR 2,0 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 3,1 Mio.), hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen.

Die Investitionen in Tochtergesellschaften reduzierten sich im Jahr 2023 auf EUR 13,0 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 15,4 Mio.). Dieser Rückgang ist vornehmlich durch die Wertminderung von Anteilen im Zusammenhang mit der Zentralisierung von Geschäftsfunktionen und Lagern in Spanien und Italien in Höhe von EUR 2,0 Mio. verursacht.

Die unter den langfristigen Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen an Tochtergesellschaften verringerten sich um EUR 46,3 Mio. auf EUR 85,7 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 132,0 Mio.). Grund für diese Entwicklung war in erster Linie die Rückzahlung von Darlehens- und Zinsforderungen in Höhe von EUR 50,5 Mio., die teilweise durch neue Ausleihungen und Zinsforderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 13,4 Mio. kompensiert wurden. Darüber hinaus führte die Verschmelzung einer Tochtergesellschaft auf die Westwing Group SE zu einem Abgang von Darlehen in Höhe von EUR 30,0 Mio. sowie zu einem Zugang von neuen Darlehen in Höhe von EUR 8,1 Mio. Zudem resultierte aus der Zentralisierung von Geschäftsfunktionen und Lagern in Spanien und Italien eine Wertminderung von Ausleihungen in Höhe von EUR 55,6 Mio. Dem gegenüber stehen eine Wertaufholung von Ausleihungen in Höhe von EUR 27,7 Mio. aufgrund der Verschmelzung zweier Tochtergesellschaften sowie eine Wertaufholung von Ausleihungen aufgrund der Kapitalerhöhung in einer Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 40,7 Mio.

Das Umlaufvermögen belief sich Ende 2023 auf EUR 50,2 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 62,0 Mio.). Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen auf EUR 36,6 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 22,8 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen mit EUR 3,1 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 38,6 Mio.) um EUR 35,5 Mio. unter dem Vorjahreswert, auch bedingt durch die Kapitalerhöhung bei einer der Subholdings sowie Investitionen in eine Festgeldanlage mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten.

Das Eigenkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag reduzierte sich im Jahr 2023 um EUR 65,0 Mio. von EUR 212,7 Mio. im Dezember 2022 auf EUR 147,7 Mio. im Dezember 2023. Ausschlaggebend hierfür war der Jahresfehlbetrag.

Die Eigenkapitalquote ging leicht von 89,4 % zum 31. Dezember 2022 auf 86,1 % zum 31. Dezember 2023 zurück.

Die Rückstellungen stiegen von EUR 10,8 Mio. im Dezember 2022 auf EUR 11,8 Mio. im Dezember 2023, wobei die Hauptursache in höheren Rückstellungen für Marketingmaßnahmen lag.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich von EUR 14,3 Mio. Ende 2022 auf EUR 11,9 Mio. am 31. Dezember 2023. Dies war hauptsächlich auf den Wegfall von Verbindlichkeiten aus Lieferantenfinanzierungen zurückzuführen (31. Dezember 2022: EUR 4,0 Mio.), was teilweise durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 2,0 Mio. ausgeglichen wurde.

8.4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westwing Group SE

Die Westwing Group SE beschäftigte Ende Dezember 2023 einschließlich Praktikanten, Aushilfen und Führungskräften 322 Mitarbeiter (2022: 356). Davon waren 192 Personen in der Verwaltung/IT und 130 im Marketing tätig. Die Entwicklung der eigenen Softwareanwendungen wird derzeit in fast allen Fällen intern durch die Technologieabteilung der Westwing Group SE durchgeführt.

Insgesamt waren Ende 2023 59,9 % der Mitarbeiter der Westwing Group SE weiblich und damit fast genauso viele wie im Konzern insgesamt.

Informationen zum Frauenanteil und zu den Zielvorgaben für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat sowie zu den Diversity-Angaben des Unternehmens finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung.

8.5 Risiken und Chancen der Westwing Group SE

Die Risiken und Chancen der Westwing Group SE entsprechen im Wesentlichen denen des Gesamtkonzerns. Wir verweisen daher auf den Risiko- und Chancenbericht unter Kapitel 6 dieses zusammengefassten Lageberichts. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus einem zusätzlichen Wertberichtigungsbedarf für Darlehen an verbundene Unternehmen oder aus der Notwendigkeit, diesen Unternehmen Liquidität zur Verfügung zu stellen, beides in Abhängigkeit von deren Geschäftsentwicklung.

8.6 Ausblick für die Westwing Group SE

Die wirtschaftlichen Prognosen und Erwartungen für das operative Geschäft der Westwing Group SE sind im Wesentlichen die gleichen wie für den Westwing-Konzern. Für weitere Einzelheiten wird auf Abschnitt 7 dieses zusammengefassten Lageberichts verwiesen.

Die Westwing Group SE rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlich niedrigeren Umsatzniveau als im Vorjahr. Dies spiegelt die Erwartung eines geringeren Geschäftsvolumens bei den operativen Tochtergesellschaften wider, die zentralisiert werden. Es steht im Einklang mit der Rolle der-Westwing Group SE als Holdinggesellschaft des Westwing-Konzerns, die Dienstleistungen für ihre Tochtergesellschaften erbringt. Das bereinigte Ergebnis vor Finanzergebnis, Abschreibungen und Steuern sollte sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 moderat verbessern, da mit der Erbringung von Holdingleistungen für weniger Einheiten Effizienzsteigerungen zu erwarten sind.

Die Umsatzerlöse der Westwing Group SE stiegen 2023 um 23,1 % auf EUR 86,2 Mio. Dies liegt über den Erwartungen, die von einem ähnlichen Umsatz wie im Vorjahr ausgingen. Der Anstieg ist auf zusätzliche Dienstleistungen zurückzuführen, die das Unternehmen aufgrund der in 2023 geänderten Marketingstruktur des Konzerns sowie der neuen Website-Integration ("OneWestwing") für seine Tochtergesellschaften erbrachte. Infolgedessen stieg auch das bereinigte Ergebnis vor Finanzergebnis, Zu- und Abschreibungen sowie Steuern deutlich von EUR – 21,7 Mio. im Vorjahr auf EUR – 2,3 Mio. im Jahr 2023. Diese Entwicklung wurde durch die in der zweiten Jahreshälfte 2022 eingeleiteten Kosteneinsparungen im Konzern zusätzlich verstärkt. Damit haben wir unsere Prognose für das Jahr 2023, die nur eine moderate Verbesserung vorsah, übertroffen.

Insgesamt war das Jahr 2023 für die Westwing Group SE immer noch ein herausforderndes Jahr. Dennoch sind wir überzeugt, dass Westwing über die notwendigen operativen und finanziellen Ressourcen verfügt, um seine ambitionierten Ziele mittel- und langfristig zu erreichen.

9. SONSTIGE ANGABEN

9.1 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und § 315d HGB einschließlich der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist auf der Website der Gesellschaft im Bereich Investor Relations  / Corporate Governance öffentlich zugänglich. Dort finden sich auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Unternehmensführung sowie Entsprechenserklärungen. Die aktuelle Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der aktuellen Entsprechenserklärung ist auch im Geschäftsbericht veröffentlicht.

9.2 Übernahmerechtliche Angaben

Der Vorstand der Westwing Group SE (die "Gesellschaft") hat zu den nach §§ 289a, 315a HGB gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG erforderlichen Angaben folgenden erläuternden Bericht erstellt:

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS (§§ 289A SATZ 1 NR. 1, 315 A SATZ 1 NR. 1 HGB)

Das Grundkapital betrug zum 31. Dezember 2023 unverändert EUR 20.903.968,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 20.903.968 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Aus allen Aktien ergeben sich die gleichen Rechte und Pflichten. Jede Stückaktie berechtigt grundsätzlich zu einer Stimme. Gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft ist eine Verbriefung von Anteilen grundsätzlich ausgeschlossen.

STIMMRECHTSBESCHRÄNKUNGEN ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN (§ § 289A SATZ 1 NR. 2, 315A SATZ 1 NR. 1 HGB)::

Zum 31. Dezember 2023 hielt die Gesellschaft 801.321 eigene Aktien. Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft aus eigenen Aktien keine Rechte zu.

Es bestehen im Übrigen keine grundsätzlichen Stimmrechtsbeschränkungen. Der Westwing Group SE sind keine Vereinbarungen über die Beschränkung von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien bekannt. Neben den gesetzlichen Insider-Bestimmungen sowie dem Handelsverbot nach der Marktmissbrauchsverordnung informiert die Gesellschaft über sogenannte "Silent Periods" von jeweils 30 Tagen vor der Veröffentlichung der Finanzzahlen für das vergangene Quartal mit der damit verbundenen Empfehlung, in diesem Zeitraum keinen Handel zu betreiben. Zur kapitalmarktrechtlichen Compliance gibt es eine interne Richtlinie.

DIREKTE UND MITTELBARE BETEILIGUNGEN VON MEHR ALS 10 % DER STIMMRECHTE (§§ 289A SATZ 1 NR. 3, 315A SATZ 1 NR. 3 HGB):

Zum 31. Dezember 2023 gab es nach den der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Informationen folgende Beteiligungen, welche die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten:

• Zerena GmbH, Grünwald, der gemäß § 34 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Rocket Internet SE, Berlin, mit 28,9 % des Grundkapitals zugerechnet wird.

AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN

(§§ 289A SATZ 1 NR. 4;315 A SATZ 1 NR. 4 HGB):

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, insbesondere keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMER AKTIONÄRE SIND

(§ 289A SATZ 1 NR. 5, § 315A SATZ 1 HGB):

Ebenso wie andere Aktionäre üben Mitarbeiter, die am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt sind, im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung ihre Stimmrechte unmittelbar selbst aus.

GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE BESTELLUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN SOWIE SATZUNGSÄNDERUNGEN

(§ § 289A SATZ 1 NR. 6,315A SATZ 1 NR. 6 HGB):

Im Einklang mit § 7 der Satzung sowie § 84 AktG bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands und ist für ihre Bestellung und Abberufung verantwortlich. Der Aufsichtsrat kann einen Vorstandsvorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Die Bestellung erfolgt für höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Eine Abberufung ist gemäß § 84 Abs. 4 des AktG bei Vorliegen eines wichtigen Grundes möglich. Es gelten im Übrigen die gesetzlichen Vorschriften (§§ 84, 85 AktG).

Gemäß § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Nach § 20 Abs. 2 der Satzung bedarf es – soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften eine andere Mehrheit vorsehen – für Satzungsänderungen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen bzw., sofern mindesten die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Für Änderungen nach Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2022/I, des Genehmigten Kapitals 2023/I bzw. nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie bei Inanspruchnahme des bedingten Kapitals 2023 bzw. nach Ablauf sämtlicher Options- und Wandlungsfristen ist der Aufsichtsrat gemäß § 179 Abs. 1 S. 2 AktG in Verbindung mit § 4 Abs. 3, 4 und 5 der Satzung ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend anzupassen.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS, INSBESONDERE HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT ZUR AUSGABE ODER ZUM ERWERB EIGENER AKTIEN (§§ 289A SATZ 1 NR. 7, 315 A SATZ 1 NR. 7 HGB):

ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB EIGENER AKTIEN

Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. August 2021 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 4. August 2026 unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zur Höhe von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen.

Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder der Konzernunternehmen ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Für weitere Einzelheiten wird auf Tagesordnungspunkt 9 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. August 2021 verwiesen, welche auch auf der Unternehmenswebsite im Bereich Investor Relations / Hauptversammlung abrufbar ist.

Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2023 wie folgt Gebrauch gemacht:

Der Vorstand der Westwing Group SE hatte – basierend auf vorgenannter Ermächtigung – am 24. November 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm in einem Volumen von bis zu maximal 600.000 Aktien der Gesellschaft zu einem Gesamtpreis (ohne Nebenkosten) von bis zu EUR 3,0 Mio. ("Aktienrückkauf 2022") durchzuführen. Der Rückkauf über den XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse begann am 28. November 2022. Das Aktienrückkaufprogramm 2022 endete am 31. März 2023, weil das Auslaufdatum an diesem Tag erreicht wurde. Bei Start des Aktienrückkaufs 2022 hielt die Gesellschaft 326.475 eigene Aktien (ca. 1,56 % des Grundkapitals der Gesellschaft). Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2022 wurden insgesamt 232.093 Aktien der Gesellschaft zurückerworben. Dies entspricht einem rechnerischen Anteil von ungefähr 1,11 % des eingetragenen Grundkapitals der Gesellschaft.

Der Vorstand der Westwing Group SE hat weiterhin – basierend auf vorgenannter Ermächtigung – am 24. April 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm in einem Volumen von bis zu maximal 600.000 Aktien der Gesellschaft zu einem Gesamtpreis (ohne Nebenkosten) von bis zu EUR 3,0 Mio. ("Aktienrückkauf 2023/I") durchzuführen. Der Rückkauf über den XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse begann am 26. April 2023 und endete mit Ablauf des 31. Oktober 2023. Bei Start des Aktienrückkaufs 2023/I hielt die Gesellschaft 556.918 eigene Aktien. Dies entsprach rund 2,66 % des eingetragenen Grundkapitals. Das Aktienrückkaufprogramm endete am 31. Oktober 2023, weil das Auslaufdatum an diesem Tag erreicht wurde. Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2023/I wurden insgesamt 198.333 Aktien der Gesellschaft zurückerworben. Dies entspricht einem rechnerischen Anteil von ungefähr 0,95 % des eingetragenen Grundkapitals der Gesellschaft.

Ferner hat der Vorstand der Westwing Group SE – basierend auf vorgenannter Ermächtigung – am 22. November 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in einem Volumen von bis zu maximal 600.000 Aktien der Gesellschaft zu einem Gesamtpreis (ohne Nebenkosten) von bis zu EUR 3,0 Mio. ("Aktienrückkauf 2023/II") durchzuführen. Der Rückkauf über den XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse begann am 27. November 2023 und endet mit Ablauf des 30. April 2024. Bei Start des Aktienrückkaufprogramms 2023/II hielt die Gesellschaft 755.251 eigene Aktien. Dies entsprach rund 3,61 % des eingetragenen Grundkapitals. Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2023/II wurden bis einschließlich 31. Dezember 2023 46.070 Aktien zurückerworben.

Weitere Details über die Aktienrückkaufprogramme 2022, 2023/I und 2023/II, einschließlich wöchentlicher Transaktionsmeldungen, sind auf der Unternehmenswebseite im Bereich Investor Relations / Aktie/Aktienrückkauf 2022, 2023/I sowie 2023/II veröffentlicht.

Die Gesellschaft hat im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 1.650 eigene Aktien an eine ehemalige Mitarbeiterin verkauft und übertragen.

ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB EIGENER AKTIEN MITTELS EIGENKAPITALDERIVATEN

Darüber hinaus wurde der Vorstand von der Hauptversammlung vom 5. August 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in Höhe von insgesamt 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals bis zum 4. August 2026 durch den Einsatz von Derivaten (Put- oder Call-Optionen oder eine Kombination aus beidem) zu erwerben. Auf diese Weise erworbene Aktien sind ebenfalls auf die 10 %-Grenze der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien anzurechnen. Für weitere Einzelheiten wird auf Tagesordnungspunkt 10 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. August 2021 verwiesen, welche auch auf der Unternehmenswebsite im Bereich Investor Relations/Hauptversammlung abrufbar ist.

Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2023 kein Gebrauch gemacht.

AUSÜBUNG VON ERWERBSRECHTEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ERWERB EIGENER AKTIEN

Der Vorstand wurde ferner von der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 21. September 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. September 2023 die Erwerbsrechte auf den Erwerb eigener Aktien aus bestehenden Vereinbarungen – insbesondere sogenannten Angel-Agreements –, die von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften mit gegenwärtigen und oder früheren Mitarbeitern, Organmitgliedern und/oder (ehemaligen) Beratern und/oder Förderern (oder deren jeweiligen Investmentvehikeln) der Gesellschaft und/oder ihren Tochtergesellschaften geschlossen wurden, auszuüben und eigene Aktien in Höhe von insgesamt bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die von der Gesellschaft erworbenen und gehaltenen eigenen Aktien sind auf diese 10 %-Grenze anzurechnen.

Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2023 kein Gebrauch gemacht.

GENEHMIGTES KAPITAL ZUM 31. DEZEMBER 2023

GENEHMIGTES KAPITAL 2022/I

Der Vorstand wurde – unter Aufhebung des Genehmigten Kapitals 2018/V – von der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Mai 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. Mai 2027 (einschließlich) das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.090.396,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.090.396 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2022/I"). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Das Genehmigte Kapital 2022/I ist in § 4 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft geregelt.

GENEHMIGTES KAPITAL

Die Satzung der Westwing Group SE regelte zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 in § 4 Abs. 4 das Genehmigte Kapital 2018/VI. Die darin enthaltene Ermächtigung des Vorstands war bis zum 20. September 2023 befristet. Das Genehmigte Kapital 2018/VI der Westwing Group SE wurde aufgrund des teilweisen Zweckwegfalls sowie aufgrund des zeitlichen Auslaufens der Ermächtigung in 2023 gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 16. Mai 2023 sowie entsprechender Satzungsänderung durch ein neues Genehmigtes Kapital 2023/I ersetzt.

Der Vorstand ist demnach ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Mai 2028 (einschließlich) das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 4.000.000,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 4.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2023/1"). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen und in vorgeschriebenen Grenzen ausgeschlossen werden. Die neuen Aktien können auch an ein oder mehrere Kreditinstitute oder andere in Art. 5 SE-VO i. V. m. § 186 Abs. 5 Satz l des AktG genannte Unternehmen mit der Verpflichtung ausgegeben werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht), oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts (etwa an bezugsberechtigte Aktionäre, die vorab eine Festbezugsvereinbarung abgegeben haben), oder im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß Art. 5 SE-VO i. V. m. § 186 Abs. 5 AktG gewährt werden.

Das Genehmigte Kapital 2023/I ist in § 4 Abs. 4 der Satzung geregelt.

BEDINGTES KAPITAL

Die Hauptversammlung vom 21. September 2018 hatte den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit vom 21. September 2018 bis zum 20. September 2023 im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00 Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente (die "Schuldverschreibungen") mit Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft auszugeben. Das Grundkapital der Gesellschaft war dementsprechend zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 um bis zu EUR 5.000.000,00 bedingt erhöht ("Bedingtes Kapital 2018"). Von der Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht.

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Mai 2023 sowie entsprechender Satzungsänderung wurde eine neue Ermächtigung zur Ausgabe von Options-/Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts geschaffen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist demnach um bis zu EUR 2.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 2.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2023).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Mai 2028 (einschließlich) einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options-/ Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (nachfolgend zusammen auch "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 50.000.000,00 auszugeben und den Gläubigern (nachfolgend die "Inhaber") der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen, Options- bzw. Wandlungsrechte auf neue, auf den Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 2.000.000,00 nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Dieses bedingte Kapital ist in § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft geregelt.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE IM FALLE EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS WIRKSAM WERDEN, SOWIE DIE SICH DARAUS

ERGEBENDEN AUSWIRKUNGEN (§§ 289A SATZ 1 NR. 8, 315A SATZ 1 NR. 8 HGB): Ein zwischen der Westwing Group SE und der Norddeutschen Landesbank im September 2022 geschlossenen Rahmenkreditvertrag über EUR 10 Mio. räumt der Norddeutschen Landesbank ein Kündigungsrecht ein, sollte ein Aktionär die Mehrheit der Stimmrechte und/oder Kapitalanteile von mindestens 50 % erwerben.

Ferner enthalten die Vorstandsdienstverträge Change-of-Control-Klauseln (s. hierzu nachfolgend).

ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE DIE GESELLSCHAFT MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER DEN ARBEITNEHMERN IM FALLE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS VEREINBART HAT (§§ 289A SATZ 1 NR. 9, 315A SATZ 1 NR. 9 HGB):

Der zwischen der Westwing Group SE einerseits und dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Hoerning bzw. dem Finanzvorstand Sebastian Westrich andererseits bestehende Vorstandsdienstvertrag räumt den Vorstandsmitgliedern jeweils das Recht ein, innerhalb von zwei Monaten nach Eintritt eines Kontrollwechsels mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats den jeweiligen Vorstandsdienstvertrag schriftlich zu kündigen ("Sonderkündigungsrecht") und ihr Amt entsprechend niederzulegen. Sollte das Sonderkündigungsrecht ausgeübt werden, ist die Höhe einer etwaigen Abfindungszahlung auf maximal zwei feste Jahresgehälter, höchstens jedoch auf die Vergütung der Restlaufzeit der Amtszeit begrenzt (Abfindungs-Cap).

München, den 27. März 2024

Dr. Andreas Hoerning Sebastian Westrich

Chief Executive Officer Chief Financial Officer Westwing Group SE Westwing Group SE

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Westwing Group SE, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Westwing Group SE, Berlin, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westwing Group SE, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
  • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO

erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

❶ Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen

❷ Ansatz und Bewertung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände für Softwarelösungen

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

  • ① Sachverhalt und Problemstellung
  • ② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
  • ③ Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen

① Im Jahresabschluss der Westwing Group SE zum 31. Dezember 2023 werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 13,0 Mio. (8 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Darüber hinaus werden Ausleihungen in Höhe von € 85,7 Mio. (50 % der Bilanzsumme) an und Forderungen gegen diese verbundenen Unternehmen in Höhe von € 36,6 Mio. (21 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie von Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt auf der Grundlage des Barwerts der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr ein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils

verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

  • ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen der Gesellschaft zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes werterheblich sein können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Abschließend haben wir beurteilt, ob die so ermittelten Werte zutreffend dem entsprechenden Buchwert gegenübergestellt wurden, um einen etwaigen Wertberichtigungs- oder Zuschreibungsbedarf zu ermitteln. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.
  • ③ Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an und Forderungen gegen diese verbundenen Unternehmen sind in den Abschnitten "III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Finanzanlagen sowie Forderungen", "IV. Erläuterungen zur Bilanz: Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen" sowie im Abschnitt "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" enthalten.

Ansatz und Bewertung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände für Softwarelösungen

① Im Jahresabschluss der Westwing Group SE werden zum 31. Dezember 2023 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens für selbst entwickelte Softwarelösungen in Höhe von € 19,2 Mio. (11 % der Bilanzsumme) unter dem Bilanzposten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Softwarelösungen für Zwecke der Webseiten, Apps und des Warehouse Management Systems der Westwing Group SE. Für die Aktivierung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes des Anlagevermögens kommt es maßgeblich darauf an, dass der angestrebte immaterielle Vermögensgegenstand mit hoher Wahrscheinlichkeit entsteht und dass die Entwicklungskosten dem zu aktivierenden immateriellen Vermögensgegenstand verlässlich zugerechnet werden können. Die Aktivierung von Entwicklungskosten für einen bereits fertiggestellten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstand des Anlagevermögens setzt voraus, dass dieser erweitert oder wesentlich verbessert, d.h. substanziell weiterentwickelt wird. Die planmäßigen Abschreibungen der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände basieren auf den von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen zur voraussichtlichen Nutzungsdauer. Weiterhin werden Abgänge erfasst, sofern sich bestimmte Erwartungen an die Realisierbarkeit der Entwicklungsprojekte nicht erfüllen. Die Aktivierung und Bewertung der für diese

Softwarelösungen angefallenen Entwicklungskosten basiert in hohem Maße auf den Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft, welche im Wesentlichen die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Entwicklungsprojektes und die Abgrenzung zwischen der substantiellen Weiterentwicklung und der Erhaltung bereits bestehender Softwarelösungen betreffen.

Aufgrund der Vielzahl der Projekte für die Entwicklung von Softwarelösungen und da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basiert, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

② Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen bezüglich des Ansatzes und der Bewertung der für die Softwarelösungen angefallenen Entwicklungskosten haben wir zunächst auf Grundlage der uns zur Verfügung gestellten Dokumentation anhand einzelner Entwicklungsprojekte die von den gesetzlichen Vertretern implementierten Prozesse und Kontrollen zur Aktivierung von Entwicklungskosten für selbst geschaffene Softwarelösungen nachvollzogen. Damit einhergehend haben wir unter anderem auch die Erfassung von immateriellen Vermögensgegenständen und das methodische Vorgehen zur Bilanzierung und Bewertung der angefallenen Entwicklungskosten anhand der handelsrechtlichen Voraussetzungen gewürdigt. Dabei haben wir auch Einsicht in die jeweiligen Projektunterlagen genommen, um den jeweiligen Projektfortschritt zu beurteilen. Weiterhin haben wir eine analytische Durchsicht der Aufstellung aller aktivierten Projekte zur Entwicklung von Softwarelösungen und zur Aktivierung der zugehörigen Entwicklungskosten vorgenommen und das methodische Vorgehen der Gesellschaft nachvollzogen. Zudem haben wir in Stichproben anhand der im Geschäftsjahr neu aktivierten Entwicklungsprojekte für Softwarelösungen die Aktivierbarkeit der Entwicklungskosten, das Vorliegen von substanziellen Weiterentwicklungen im Vergleich zu bereits existierenden Softwarelösungen, sowie die Annahmen der gesetzlichen Vertreter bei der Bestimmung der Nutzungsdauern und der Bestimmung des Beginns der planmäßigen Abschreibung nachvollzogen. Die Aktivierbarkeit der angefallenen Entwicklungskosten haben wir auch anhand der Dokumentation der einzelnen Tätigkeiten nachvollzogen und beurteilt. Für die Einschätzung der Nutzungsdauern haben wir zudem eine Übersicht aller Entwicklungsprojekte für Softwarelösungen erhalten und mit den gesetzlichen Vertretern erörtert, welche Einschätzungen und Abwägungen für die hinterlegten Werte herangezogen wurden. Weiterhin haben wir in Stichproben die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten für wesentliche Entwicklungsprojekte mit den angefallenen Personalkosten verglichen sowie in Stichproben eine Abstimmung mit den zugrundeliegenden Stundennachweisen vorgenommen. Um Anzeichen für einen möglichen Ausbuchungsbedarf bei Entwicklungsprojekten zu identifizieren, haben wir die gesetzlichen Vertreter und die zuständigen Mitarbeiter befragt und die Altersstruktur der Entwicklungsprojekte sowie projektbezogene Fortschrittsberichte analysiert.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.

③ Die Angaben der Gesellschaft zum Ansatz und der Bewertung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände für Softwarelösungen sind in den Abschnitten "III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", "IV. Erläuterungen zur Bilanz: Immaterielle Vermögensgegenstände" und "V. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung: Andere aktivierte Eigenleistungen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

  • die in Abschnitt "4. Nicht-finanzielle Konzernerklärung" des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung zur Erfüllung der §§ 315b bis 315c HGB
  • den Unterabschnitt "6.4 Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems" im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen

wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen

angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
  • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei Westwing_SE_JA+LB_ESEF-2023-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem des IDW

Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
  • gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
  • beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
  • beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts ermöglichen.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 6. November 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer der Westwing Group SE, Berlin, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT – VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht – auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Popp.

München, den 27. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dietmar Eglauer Michael Popp

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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