Annual Report • Mar 30, 2023
Annual Report
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Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Bestätigung des Abschlussprüfers
Westwing Group SE (vormals Westwing Group AG) Berlin
| Aktiva | 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
Passiva | 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | A. Eigenkapital | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
23.098 | 18.624 | I. Gezeichnetes Kapital Eigene Aktien |
20.904 -382 |
20.904 -326 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
128 | 198 | Ausgegebenes Kapital davon bedingtes Kapital TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000) |
20.522 | 20.577 |
| 23.226 | 18.822 | II. Kapitalrücklage | 348.383 | 348.820 | |
| II. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.148 | 3.675 | |||
| 3.148 | 3.675 | III. Bilanzverlust | -156.251 | -129.998 | |
| III. Finanzanlagen | 212.654 | 239.400 | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
15.435 131.954 |
15.435 135.448 |
B. Rückstellungen | ||
| 147.390 | 150.884 | 1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen |
271 10.510 |
100 9.888 |
|
| 173.763 | 173.380 | 10.781 | 9.988 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6 | 9 | 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.992 | 0 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 22.782 | 39.323 | 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.822 | 4.724 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 649 | 3.391 | 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.641 | 1.872 |
| 23.437 | 42.722 | 4. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern TEUR 3.517 (Vj. TEUR 5.154) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 298 (Vj. TEUR 8) |
3.876 | 5.240 | |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 38.556 | 43.411 | |||
| 61.993 | 86.134 | 14.332 | 11.835 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.108 | 1.820 | D. Rechnungsabgrenzungsposten | 97 | 111 |
| 237.864 | 261.334 | 237.864 | 261.334 |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
|---|---|---|---|---|
| davon bedingtes Kapital TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000) | ||||
| 23.226 | 18.822 | II. Kapitalrücklage | 348.383 | 348.820 |
| 3.148 | 3.675 | III. Bilanzverlust | -156.251 | -129.998 |
| 147.390 | 150.884 | 1. Steuerrückstellungen | 271 | 100 |
| 173.763 | 173.380 | 2. Sonstige Rückstellungen | 10.510 | 9.888 |
| 10.781 | 9.988 | |||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 3.876 | 5.240 | ||
| 23.437 | 42.722 | davon aus Steuern TEUR 3.517 (Vj. TEUR 5.154) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 298 (Vj. TEUR 8) |
||
| 61.993 | 86.134 | 14.332 | 11.835 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 97 | 111 | ||
| 237.864 | 261.334 | 237.864 | 261.334 |
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 70.018 | 98.087 |
| 2. Andere aktivierte Eigenleistungen | 9.640 | 7.167 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge davon aus Währungsumrechnung TEUR 47 (Vj. TEUR 10) |
261 | 1.250 |
| Gesamtleistung | 79.919 | 106.504 |
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 32.247 | 40.495 |
| 5. Personalaufwand | 34.135 | 38.565 |
| a) Löhne und Gehälter | 29.128 | 33.191 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 5.007 | 5.373 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | 7.256 | 5.385 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen davon aus Währungsumrechnung TEUR 102 (Vj. TEUR 47) |
35.267 | 16.839 |
| -28.986 | 5.220 | |
| 8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 3.849 (Vj. TEUR 3.662) |
3.932 | 3.672 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 33) |
311 | 277 |
| Zins- und Finanzergebnis | 3.621 | 3.395 |
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 258 | 114 |
| 11. Ergebnis nach Steuern | -25.624 | 8.501 |
| 12. Aufwendungen aus der Verlustübernahme | 630 | 0 |
| 13. Jahresfehlbetrag/ -überschuss | -26.253 | 8.501 |
| 14. Verlustvortrag | -129.998 | -138.498 |
| 15. Bilanzverlust | -156.251 | -129.998 |
Anlage 3/1
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Die Westwing Group SE ("Gesellschaft", bis 22. Februar 2022: Westwing Group AG) ist eine in Deutschland gegründete Kapitalgesellschaft mit Sitz in Berlin, Deutschland (Handelsregister Berlin HRB 239114 B).
Die Westwing Group SE ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem SE-Ausführungsgesetz, ihre Namens-Stammaktien sind seit dem 9. Oktober 2018 an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main (Prime Standard) notiert.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes unter Anwendung der Going-Concern-Prämisse aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 S. 2 HGB i. V. m. § 264 d HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung entspricht den §§ 266, 275 HGB sowie §§150 ff. AktG.
Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Beträge sind in Tausend Euro (TEUR), soweit nicht anders angegeben.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über 3 bis 8 Jahre nach der linearen Methode vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden erfasst, wenn Ereignisse oder Änderungen der Marktbedingungen darauf hindeuten, dass der Buchwert von immateriellen Vermögensgegenständen nicht vollständig erzielbar ist.
Bei der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts der Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB handelt es sich um die Aktivierung von internen Kosten, die im Rahmen der Entwicklung von Software entstehen. Für die Höhe des Nettobuchwerts zum jeweiligen Bilanzstichtag besteht eine Ausschüttungssperre.
Die aktivierten Entwicklungskosten werden nach Inbetriebnahme der Software über 3 bis 8 Jahre abgeschrieben und werden, falls notwendig, außerordentlich abgeschrieben.
Aufwendungen für Instandhaltung, ständige nicht wesentliche Verbesserungen und Wartung von Software werden im Aufwand erfasst, sobald sie anfallen.
Zinsen auf für den Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen aufgenommenes Fremdkapital werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Nebenkosten. Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Vermögensgegenstands oder – sofern einschlägig – als separater Vermögensgegenstand erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft daraus zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögensgegenstands zuverlässig ermittelt werden können.
Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung werden im Aufwand erfasst, sobald sie anfallen.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
Die voraussichtliche Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens ist wie folgt:
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 14 Jahre
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.
Zinsen auf für den Erwerb von Sachanlagevermögen aufgenommenes Fremdkapital werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt.
Bei den Finanzanlagen sind die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. zu den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten ausgewiesen. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts erfolgt über ein DCF-Verfahren, wobei entsprechende Planzahlen für die einzelnen Ländergesellschaften aus dem Geschäftsplan des Westwing-Konzerns abgeleitet werden. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.
Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Wesentliche aktive latente Steuern ergeben sich aus dem steuerlichen Verlustvortrag.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Jegliche Beträge, die über den Nennbetrag hinaus oder freiwillig eingezahlt wurden, sind in der Kapitalrücklage bilanziert.
Eigene Aktien sind Aktien, die von Westwing zurückgekauft wurden, wodurch sich die Anzahl der ausstehenden Aktien auf dem freien Markt verringert.
Die eigenen Aktien werden offen von dem Posten des gezeichneten Kapitals abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert (Nennbetrag) und den Anschaffungskosten eigener Anteile wird mit den frei verfügbaren Kapitalrücklagen verrechnet.
Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten, unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preisund Kostensteigerungen, alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Als Entlohnung für geleistete Arbeit erhalten manche Mitarbeiter eine anteilsbasierte Vergütung mit oder ohne Barausgleich. Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich mit den Mitarbeitern der Gesellschaft entstehen, werden zunächst unter Anwendung eines Optionspreismodells mit dem Aktienkurs als wesentlichen Parameter mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Rückstellung verteilt. Westwing berücksichtigt bei der Berechnung der anteilsbasierten Vergütungsaufwendungen auch eine geschätzte Verfallsquote während des Erdienungszeitraums.
Hingegen bleiben anteilsbasierte Vergütungen, die in Form von Aktienoptionen ausgegeben werden und mit Aktien aus genehmigtem Kapital beglichen werden, bilanziell unberücksichtigt. Lediglich wenn die Gesellschaft sich dazu verpflichtet hat, Aktienoptionen in bar abzugelten erfolgt eine buchhalterische Berücksichtigung.
Die Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich wird zu jedem Abschlussstichtag unter Verwendung desselben Optionspreismodells neu bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Personalaufwand bzw. in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.
Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag; hierbei werden unrealisierte Kursgewinne nur erfasst, sofern diese kurzfristiger Natur und damit hinreichend sicher sind.
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen der Gesellschaft handelt es sich um erworbene sowie selbst geschaffene Software.
Die Zugänge zu den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 10.206 (31.12.2021: TEUR 8.507) resultieren im Wesentlichen aus der Entwicklung eigener Software für Lager- und Logistikanwendungen, Consumer Apps, Webseiten, Zahlungsmethoden, sowie neue Features im Bereich Stabilität, Schnelligkeit und Sicherheit der Webportale. Die Entwicklungsprojekte sind in Teilprojekte unterteilt, die durch die Entwicklungen neuer Funktionen gekennzeichnet sind.
Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres lag bei TEUR 17.371 (2021: TEUR 16.096).
In jedem Geschäftsjahr wird die Bewertung von sich in Entwicklung befindlichen Vermögensgegenständen auf ihre Werthaltigkeit analysiert. Im Geschäftsjahr 2022, wie auch im Vorjahr, entschloss sich Westwing, einen Teil der Projekte nicht weiter fortzuführen. Daher wurde für die Buchwerte dieser sich in Entwicklung befindlichen Vermögensgegenstände eine außerplanmäßige Abschreibung von insgesamt TEUR 721 (2021: TEUR 77) vorgenommen.
Beim Sachanlagevermögen der Gesellschaft handelt es sich überwiegend um Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Ausleihungen umfassen ausschließlich Darlehen an verbundene Unternehmen, die mit Zinssätzen zwischen 0,1% und 6,2% p. a. verzinst sind und kurzfristig fällig gestellt werden können, soweit diese nicht mit einem Rangrücktritt belegt sind. Da die überlassenen Darlehen wirtschaftlich längerfristiger Natur sind und keine festgelegten Laufzeiten haben, werden sie unter den Ausleihungen im Anlagevermögen dargestellt.
Die Anteile und Ausleihungen wurden auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Im Geschäftsjahr 2022 weist die Gesellschaft einen Rückgang der Ausleihungen und Zinsen an verbundene Unternehmen um TEUR 3.494 (2021: Zugang TEUR 41.107) aus. Rückzahlungen in Höhe von TEUR 41.550 stand die Ausgabe neuer Darlehen in Höhe von TEUR 37.056 gegenüber.
Forderungen sind zum Nominalwert bilanziert. Bei Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Leistungsverrechnungen, die innerhalb von 14 Tagen fällig sind, (TEUR 15.102; 31.12.2021: TEUR 15.268) und um Lizenzforderungen (TEUR 7.680; 31.12.2021: TEUR 24.054). Der Rückgang zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 22.782 (31.12.2021: TEUR 39.323) ist im Wesentlichen auf niedrigere Weiterbelastungen an Tochterunternehmen aufgrund geringerer Nachfrage nach zentralen Dienstleistungen zurückzuführen, was mit dem niedrigeren Geschäftsvolumen allgemein zusammenhängt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Mietkautionen (TEUR 512; 31.12.2021: TEUR 3.088). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Avalen im Zusammenhang mit Mietobjekten.
Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme der verbleibenden Mietkautionen.
Zum 31. Dezember 2022 betrug das gezeichnete Kapital TEUR 20.904 (31.12.2021: TEUR 20.904). Das Grundkapital ist in 20.903.968 nennbetragslose Stückaktien eingeteilt, davon hält die Gesellschaft 382.230 eigene Aktien (31.12.2021: 326.475) mit einem Nominalwert von EUR 1,00 je Aktie.
Eigene Aktien haben keine Stimmrechte. Durch den Besitz dieser Aktien hat das Unternehmen keinen Anspruch auf den Erhalt von Vermögensgegenständen bei einer Liquidation des Unternehmens, oder auf Ausübung von Bezugsrechten als Anteilseigner.
Die Kapitalrücklage beinhaltet die über das Nennkapital hinaus einbezahlten Beträge. Nachfolgend ein Überblick über die Entwicklung des gezeichneten Kapitals:
| Anzahl der Aktien |
Eigene Aktien | |
|---|---|---|
| 1. Januar 2021 | 20.844.351 | 541.250 |
| Kapitalerhöhung | 59.617 | - |
| Abgeltung von Aktienoptionen | - | -214.775 |
| Zum 31. Dezember 2021 / 1. Januar 2022 |
20.903.968 | 326.475 |
| Erwerb eigener Aktien | - | 55.755 |
| Zum 31. Dezember 2022 | 20.903.968 | 382.230 |
Die Gesamtanzahl der ausgegebenen Stückaktien mit Stimmrecht belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 20.521.738 Aktien (31. Dezember 2021: 20.577.493 Aktien) mit einem Nennwert von EUR 1,00 je Aktie. Jede Aktie gewährt dem Inhaber eine Stimme auf der Hauptversammlung der Westwing Group SE. Der Nennwert aller Stammaktien ist voll eingezahlt.
Der Vorstand der Westwing Group SE hat am 24. November 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm mit einem maximalen Volumen von bis zu 600.000 Aktien zu einem maximalen Gesamtkaufpreis von bis zu EUR 3 Mio. durchzuführen. Der Rückkauf über den Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse begann am 28. November 2022 und soll am 31. März 2023 beendet werden. Bis zum 31. Dezember 2022 wurden insgesamt 55.755 Aktien gegen TEUR 493 in bar erworben.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine Aktienoptionen ausgeübt, die mit eigenen Aktien abgegolten wurden (2021: 214.775). Der durchschnittliche Ausübungspreis lag im Jahr 2021 bei EUR 1,99, was im Vorjahr zu Zahlungseingängen in Höhe von TEUR 372 führte. Die Differenz zwischen Ausübungspreis und Nennbetrag wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet und führte im Geschäftsjahr 2021 zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 157.
Der Anteil der eigenen Aktien am Grundkapital betrug zum 31. Dezember 2022 1,8% (31.12.2021: 1,6%), der Marktwert lag zum Stichtag bei TEUR 3.669 (31.12.2021: TEUR 7.228). Im Vorjahr wurden zudem 43.200 Aktienoptionen ausgeübt, die in bar gegen eine Zahlung von TEUR 1.511 abgegolten wurden. Da der gesamte Betrag auf eigene Mitarbeiter der Gesellschaft entfiel, wurde er vollständig im Personalaufwand erfasst.
Ein Überblick über alle Zu- und Abgänge eigener Aktien ist in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.
Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 348.383 (31.12.2021: TEUR 348.820). Der Rückgang ist auf den Erwerb eigener Aktien zurückzuführen, deren den Nennbetrag übersteigender Wert von der Kapitalrücklage abgezogen wird. Von den dort in Vorjahren eingestellten derivativen Finanzinstrumenten bestanden am Stichtag keine mehr, da die letzte Optionsvereinbarung im Januar 2021 ausgeübt wurde.
Der Restbuchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 23.098; 31.12.2021: TEUR 18.624) gilt als ausschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 HGB.
Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 156.251 (31.12.2021: TEUR 129.998) resultiert aus dem Jahresfehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie dem Vortrag aus dem vergangenen Geschäftsjahr.
Der Vorstand wurde - unter Aufhebung des Genehmigten Kapitals 2018/V - von der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Mai 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. Mai 2027 (einschließlich) das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.090.396,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.090.396 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2022/I"). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Das Genehmigte Kapital 2022/I ist in § 4 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft geregelt.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. September 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 2.847.853 zu erhöhen, indem er einmalig oder mehrmals bis zu insgesamt 2.847.853 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und /oder Sacheinlagen ausgibt (Genehmigtes Kapital 2018/VI). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen und in vorgeschriebenen Grenzen ausgeschlossen werden. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem oder mehreren Unternehmen gezeichnet werden, die gemäß § 53 Abs. 1 Satz 1, § 53b Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 7 KWG tätig sind, vorbehaltlich der Verpflichtung, den Aktionären der Gesellschaft gemäß § 186 Abs. 5 AktG die Aktien anzubieten ("mittelbares Bezugsrecht"). Dieses Genehmigte Kapital ist in § 4 Abs. 4 der Satzung geregelt.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Ausgabe von 5.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt um bis zu EUR 5.000.000 erhöht (Bedingtes Kapital 2018).
Das Bedingte Kapital 2018 wird in den Fällen der Ausübung von Wandlungsrechten oder Optionen oder der Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsverpflichtungen zur Gewährung von Aktien an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Genussschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") verwendet, die aufgrund der von der Hauptversammlung am 21. September 2018 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden.
Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 21. September 2018 festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als im Zeitraum bis zum 20. September 2023 Inhaber oder Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 21. September 2018 von der Gesellschaft, ihren abhängigen Unternehmen oder Unternehmen, an denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben oder garantiert werden, ihre Wandlungsrechte oder Optionen ausüben oder ihren Wandlungs- oder Optionsverpflichtungen aus solchen Schuldverschreibungen nachkommen oder soweit die Gesellschaft anstelle der Zahlung des fälligen Betrags Aktien der Gesellschaft gewährt und soweit die Wandlungs- oder Optionsrechte oder Wandlungs- oder Optionspflichten nicht mit eigenen Aktien bedient werden, sondern durch Aktien aus genehmigtem Kapital oder einer anderen Gegenleistung.
Von dieser Ermächtigung zur Ausgabe von Anleihen wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Dieses bedingte Kapital ist in § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft geregelt.
Im Rahmen der Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) unter dem Namen Westwing Group SE wurden keine neuen Kapitalia geschaffen.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.510 (31.12.2021: TEUR 9.888) beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich (TEUR 5.164; 31.12.2021 TEUR 5.724), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 2.073; 31.12.2021: TEUR 1.324), Rückstellungen für Personal (TEUR 1.860; 31.12.2021: TEUR 787), Rückstellungen für Marketing (TEUR 429; 31.12.2021: TEUR 809), Rückstellungen für mietfreie Zeit (TEUR 515; 31.12.2021: TEUR 616) sowie Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (TEUR 285; 31.12.2021: TEUR 245).
In der zweiten Jahreshälfte 2019 und im ersten Halbjahr 2020 wurde für den Vorstand und bestimmten Positionen der oberen Management-Ebene ein anteilsbasiertes Vergütungsprogramm mit Barausgleich eingerichtet. Im Jahr 2022 sind für dieses Programm keine Aktienoptionen gewährt worden (2021: 111.000 Optionen), 14.375 verfallen (2021: 8.000) und keine zurückgenommen (2021: 35.000). Zum 31. Dezember 2022 standen 883.625 Optionen aus (31.12.2021: 891.000). Die Optionen wurden am 31. Dezember 2022 vollständig unverfallbar und können jeweils vier Jahre nach Gewährung ausgeübt werden. Für dieses Programm wurden im Geschäftsjahr 2022 Aufwendungen in Höhe von TEUR 140 (2021: TEUR 2.339) erfasst.
Im Jahr 2022 wurde ein neues anteilsbasiertes Vergütungsprogramm für einen breiteren Mitarbeiterkreis aufgelegt, das in bar abgegolten werden soll. Die Höhe der Zahlung hängt vom Aktienkurs der Gesellschaft ab. Die Laufzeit des ECP 2022 ist auf drei Jahre begrenzt, sie beginnt am 1. Juli 2022, der letzte Leistungszeitraum endet am 30. Juni 2025. Kürzere Dienstzeiträume können vorkommen. Die Rückstellung hierfür betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 182. Zudem enthält die Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung Aufwendungen für die Erstattung der Steuerdifferenz in Bezug auf ausgegebene Aktien zum Verwässerungsschutz in Höhe von TEUR 12 (31.12.2021: TEUR 301). Im Jahr 2021 wurden in diesem Zusammenhang TEUR 231 an Begünstigte ausgezahlt.
Zum 31. Dezember 2022 betrug der kumulierte Wert der Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung insgesamt TEUR 5.164 (31.12.2021: TEUR 5.724).
Die in der Bilanz gezeigten Verbindlichkeiten können wie folgt unterteilt werden:
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.992 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
1.822 | 4.724 |
| Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen | 4.641 | 1.872 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| - aus Steuern |
3.517 | 5.154 |
| - im Rahmen der sozialen Sicherheit |
298 | 8 |
| - Übrige |
61 | 77 |
| Summe | 14.332 | 11.835 |
Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 11.835 in 2021 auf TEUR 14.332 in 2022 erhöht. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Verbindlichkeiten aus Handelsfinanzierungen zurückzuführen, die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen sind. Sie betreffen die Abtretung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an von diesem Dienstleister vermittelte Finanzierungspartner. Diese übernehmen die Zahlung an den Handelspartner und Westwing erstattet diese Bezahlung mit einem zeitlichen Verzug von zwei Monaten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg dieser Verbindlichkeiten wurde vom Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten nahezu ausgeglichen.
Die Westwing Group SE hatte zum 31. Dezember 2022 keine Avalkonten (31.12.2021: TEUR 1.542).
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 97 (31.12.2021: TEUR 111) enthält einen erhaltenen Baukostenzuschuss für Büroräume, der ratierlich über die Mietlaufzeit aufgelöst wird.
Die Umsätze der Gesellschaft in Höhe von TEUR 70.018 (2021: TEUR 98.087) resultieren aus konzerninternen Verrechnungen aus Dienstleistungen in Höhe von TEUR 69.113 (2021: TEUR 96.986) und übrigen Erlösen in Höhe von TEUR 905 (2021: TEUR 1.101). Der Rückgang der Umsatzerlöse ist vor allem auf niedrigere Weiterbelastungen aus Lizenzen und geringere Marketingaufwendungen sowie die insgesamt zurückgegangene Geschäftsentwicklung zurückzuführen, da mit Reduktion der Aktivitäten der Tochtergesellschaften auch deren Nachfrage nach zentralen Dienstleistungen zurückgeht.
Die Umsätze aus konzerninternen Verrechnungen entfallen mit TEUR 61.788 auf Deutschland (2021: TEUR 82.039) und mit TEUR 7.326 auf das Ausland (2021: TEUR 14.947). Die internationalen Umsätze aus konzerninternen Verrechnungen verteilen sich mit TEUR 5.067 auf Westeuropa (2021: TEUR 10.658) und mit TEUR 2.259 auf Osteuropa (2021: TEUR 4.289).
Die anderen aktivierten Eigenleistungen umfassen aktivierte Personalaufwendungen zur Erstellung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 9.640 (2021: TEUR 7.167).
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 261 (2021: TEUR 1.250) handelt es sich im Wesentlichen um Mutterschutzzuschüsse in Höhe von TEUR 114 (2021: TEUR 115) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 112 (2021: TEUR 1.041. Im Vorjahr betrafen TEUR 994 die Auflösung einer Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten.
Die bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 32.247 (2021: TEUR 40.495) sind von Konzernfremden bezogen worden und werden zum Großteil konzernintern weiterverrechnet. Sie betreffen im Wesentlichen zentrale Marketing- und IT-Dienstleistungen.
Während des Jahres beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 405 Mitarbeiter ohne Einbezug des Vorstands (2021: 465), die sich wie folgt aufgliedern:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Verwaltung / IT | 247 | 235 |
| Marketing/ Vertrieb | 158 | 231 |
| Summe | 405 | 465 |
Der Personalaufwand betrug TEUR 34.135 (2021: TEUR 38.565). Davon betreffen TEUR 1.097 Abfindungen. Im Personalaufwand enthalten sind außerdem Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung in Höhe von TEUR 185 (2021: TEUR 2.788). Diese betreffen in Höhe von TEUR 100 das neue ECP 2022 und in Höhe von TEUR 85 das anteilsbasierte Vergütungsprogramm mit Barausgleich aus 2019. Ein gegenläufiger Effekt ergab sich aus einer Korrektur, die zu einem Ertrag in Höhe von TEUR 590 führte, von dem TEUR 359 auf Mitarbeiter der Westwing Group SE entfallen.
Im Vorjahr waren hier zudem Aufwendungen für einen Barausgleich anteilsbasierter Vergütungsprogramme in Höhe TEUR 1.511 enthalten, die zuvor nach HGB nicht erfasst waren, da sie ursprünglich durch Eigenkapitalinstrumente ausgeglichen werden sollten.
Der Personalaufwand kann wie folgt untergegliedert werden:
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 29.301 | 30.403 |
| Soziale Abgaben | 5.007 | 5.373 |
| Aufwand/(Ertrag) anteilsbasierte Vergütung |
-174 | 2.788 |
| Summe | 34.135 | 38.565 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 35.267 (2021: TEUR 16.839) enthalten vor allem Kosten, die im Rahmen der Headquarter-Funktion anfallen. Dazu gehören Mietaufwendungen, Weiterbelastungen für Mitarbeiter von anderen Konzernunternehmen, Beratungskosten, Aufwendungen für die IT-Infrastruktur sowie Aufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung, die auf nicht in der Westwing Group SE beschäftigte Konzernmitarbeiter entfallen. Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 384 enthalten (2021: TEUR 582).
Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 3.932 (2021: TEUR 3.672) resultieren im Wesentlichen aus Darlehen an verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 311 (2021: TEUR 277) betreffen in voller Höhe Dritte.
Es bestehen finanzielle Verpflichtungen (brutto) wie folgt:
| Restlaufzeiten | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | ab 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Mietverträge | -63 | -20 | - | -83 |
| Leasingverträge | -3.412 | -12.421 | - | -15.834 |
| Serviceverträge | -355 | -179 | - | -535 |
| -3.830 | -12.621 | - | -16.451 |
Der Nutzung eines Teils der von Westwing genutzten Sachanlagen liegen Miet- und Operating-Leasing-Verträge zugrunde. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko bei der Gegenpartei.
Die Gesellschaft befindet sich in den folgenden Haftungsverhältnissen:
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Garantien und Bürgschaften | 690 | 1.160 |
| 690 | 1.160 |
Aufgrund der Holding- und Finanzierungsfunktion der Gesellschaft im Konzern sind die Haftungsverhältnisse ausschließlich für Tochtergesellschaften zum Aufbau des Geschäftsbetriebs eingegangen worden. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt, da die Tochtergesellschaften eine positive Entwicklung aufweisen.
Zudem hat sich die Westwing Group SE gegenüber ihrer Tochtergesellschaft Westwing GmbH und den übrigen direkten, nicht operativen Tochtergesellschaften durch Patronatserklärungen dazu verpflichtet, für die bis zum 31. Dezember 2024 entstandenen Verpflichtungen einzustehen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis wird ebenfalls als gering eingeschätzt, da die zukünftige Entwicklung der Westwing GmbH als positiv zu sehen ist.
| Gesellschaft | Firmen sitz |
Eigenkapital in TEUR bzw. um gerechnet zum Stichtagskurs 1 2022 |
Anteile am Kapital in % |
Jahres ergebnis 2022 in TEUR1 |
|---|---|---|---|---|
| Westwing GmbH | München | -26.338 | 100,00% | -4.490 |
| Westwing Commercial GmbH | Berlin | -10 | 100,00% | 5 |
| Westwing Delivery Service GmbH2 | München | 16 | 100,00% | -3 |
| Westwing Bitterfeld Logistics GmbH3 |
München | 25 | 100,00% | 0 |
| Westwing Spain Holding UG | Berlin | -1.129 | 100,00% | 63 |
| Westwing France Holding UG | Berlin | 306 | 100,00% | -58 |
| Westwing Italy Holding UG | Berlin | -1.261 | 100,00% | -29 |
| Westwing Netherlands Holding UG | München | -230 | 100,00% | 98 |
| Tekcor 1. V V UG | Bonn | -240 | 100,00% | 487 |
| Brillant 1256. GmbH & Co. Dritte Verwaltungs KG |
Berlin | -16.471 | 88,80% | -27 |
| Brillant 1256. GmbH | Berlin | -2.060 | 100,00% | 4 |
| Bambino 66. V V UG | Berlin | -4.868 | 94,20% | -26 |
| Bambino 68. V V UG | Berlin | -3.238 | 87,24% | -17 |
| VRB GmbH & Co. B-157 KG | Berlin | -2.409 | 77,30% | -102 |
| VRB GmbH & Co. B-160 KG | Berlin | -738 | 97,50% | -7 |
| Gesellschaft | Firmen sitz |
Eigenkapital in TEUR bzw. um gerechnet zum Stichtagskurs 1 2022 |
Anteile am Kapital in % |
Jahres ergebnis 2022 in TEUR1 |
|---|---|---|---|---|
| WW E-Services Iberia S.L.4 | Barcelona | 362 | 100,00% | -1.058 |
| WW E-Services Italy S.r.I.4 | Mailand | -61 | 100,00% | -178 |
| WW E-Services France SAS4 | Paris | -20.589 | 100,00% | -1.789 |
| Westwing Home & Living Poland Sp. 4 z o.o. |
Warschau | 2.843 | 100,00% | 627 |
| WW E-Services The Netherlands B.V.4 |
Amsterdam | -14.636 | 100,00% | -1.597 |
| wLabels Hong Kong Ltd.4 | Hongkong | 607 | 100,00% | 198 |
| wLabels China Co., Ltd.4 | Dongguan | 5 | 100,00% | 12 |
1 Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen nach evtl. Gewinnabführung, bei Tochterunternehmen gemäß konsolidiertem IFRS-Abschluss.
2 Gegründet am 30. Juli 2021
3 Gegründet am 14. Oktober 2021
4 indirekt
Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der einbezogenen Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Die Aktionärsstruktur der Westwing Group SE basiert auf den Stimmrechten, wie zuletzt von den Aktionären mitgeteilt und wie von den Aktionären in Bezug auf das aktuelle Aktienkapital des Unternehmens zum 31. Dezember 2022 veröffentlicht. Zu beachten ist, dass sich die Anzahl der zuletzt gemeldeten Stimmrechte innerhalb der jeweiligen Schwellenwerte geändert haben könnten, ohne dass eine Verpflichtung zur Benachrichtigung der Gesellschaft besteht. Die in der untenstehenden Tabelle angegebenen Prozentsätze beziehen sich jeweils auf das Grundkapital der Westwing Group SE am 31. Dezember 2022.
| Aktionär | Anteil am Grundkapital |
|---|---|
| Zerena GmbH (Rocket Internet SE) | 29% |
| Amiral Gestion | 10% |
| The Capital Group Companies | 8% |
| Bram Cornelisse (Farringdon Netherlands BV) | 5% |
| Tengelmann Ventures | 5% |
| UBS AG | 5% |
| Duke University (Blackwell Partners LLC - Series A) |
5% |
| Inflection Point Investments LLP | 4% |
| Allianz Global Investors | 3% |
| Janus Henderson Group PLC | 3% |
| David Hathaway (Far View Capital Management) | 3% |
| Streubesitz/Andere Anteilsinhaber | 21% |
| Gesamt | 100% |
Streubesitz/andere Anteilsinhaber bezieht sich auf die Beteiligungen an der Westwing Group SE von weniger als 3%.
Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2022 sind folgende Ereignisse eingetreten, die Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Westwing haben könnten oder die Zusammensetzung des Vorstands betreffen.
Am 25. Januar 2023 gab das Unternehmen bekannt, dass Sebastian Westrich spätestens zum 1. August 2023 die Position des Chief Financial Officer (CFO) übernehmen wird. Er tritt die Nachfolge von Sebastian Säuberlich an, der das Unternehmen zum Ende seiner Amtszeit am 31. März 2023 im gegenseitigen Einvernehmen verlassen wird. Für die Übergangszeit übernimmt CEO Dr. Andreas Hoerning die CFO-Verantwortung auf Vorstandsebene.
Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind Bestandteil des Konzernabschlusses der Westwing Group SE, den die Gesellschaft für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen prüferische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der nicht-finanziellen Erklärung (limited assurance) sowie Prüfungstätigkeiten im Zusammenhang mit dem Vergütungsbericht.
Vorstand und Aufsichtsrat der Westwing Group SE haben im Dezember 2022 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und im Geschäftsbericht sowie auf der Website des Unternehmens öffentlich zugänglich gemacht (https://ir.westwing.com/download/companies/westwing/CorporateGovernance/Entsprechens erklaaerung_Westwing_Group_SE_2022.pdf).
Die während des Jahres agierenden Vorstände waren Stefan Smalla (Chief Executive Officer bis zum 30. Juni 2022), Dr. Andreas Hoerning (Chief Executive Officer seit dem 1. Juli 2022 und Sebastian Säuberlich (Chief Financial Officer). Stefan Smalla ist darüber hinaus Mitglied des Aufsichtsrats der HelloFresh SE.
Die dem Vorstand im Geschäftsjahr 2022 gewährten Gesamtbezüge betrugen TEUR 680 (2021: TEUR 2.295). Im Jahr 2022 wurden keine virtuellen Optionsrechte gewährt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden dem Vorstand 45.000 virtuelle Optionsrechte mit Barausgleich aus dem virtuellen Programm VSOP 2019 mit einem Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung von TEUR 627 gewährt.
Im Jahr 2022 wurde für ehemalige Organmitglieder Aufwendungen in Höhe von TEUR 240 sowie ein Ertrag im Rahmen der Bewertung der anteilsbasierten Vergütung mit Barausleich in Höhe von TEUR 55 erfasst. Die Gesamtbezüge früherer Organmitglieder im Geschäftsjahr 2021 betrugen TEUR 186.
Die individualisierte Offenlegung der Bezüge der Vorstände erfolgt im Vergütungsbericht.
Die dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 gewährten Gesamtbezüge betrugen TEUR 227. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird durch die Satzung der Westwing Group SE geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Grundvergütung für jedes Geschäftsjahr des Unternehmens in Höhe von TEUR 25, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats eine feste Grundvergütung von TEUR 40 und der stellvertretende Vorsitzende von TEUR 30 erhält. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält weitere TEUR 20 und die weiteren Mitglieder des Prüfungsausschusses TEUR 10.
Die Vergütung ist jeweils zum Ende des entsprechenden Geschäftsjahres fällig. Aufsichtsratsmitglieder, die nur für einen Teil des Geschäftsjahres im Amt sind, erhalten eine entsprechende anteilsmäßige Vergütung.
Neben den festen Bezügen erstattet Westwing den Mitgliedern des Aufsichtsrats ihre im Rahmen der Ausübung ihrer Pflichten entstandenen angemessenen Auslagen sowie die auf ihre Vergütung und Auslagen entfallene Umsatzsteuer.
Ferner werden die Mitglieder des Aufsichtsrats in die D&O-Haftpflichtversicherung für Vorstandsmitglieder einbezogen, die eine Absicherung gegen finanzielle Schäden bietet. Die Prämien für diese Versicherungspolice werden vom Unternehmen gezahlt.
Gemäß der Satzung (Art. 9 Abs. 1) setzt sich der Aufsichtsrat aus fünf Mitgliedern zusammen. Er unterliegt keiner Mitbestimmung durch Arbeitnehmer, demzufolge werden alle Mitglieder des Aufsichtsrats von der Hauptversammlung als Anteilseignervertreter gewählt.
Im Geschäftsjahr 2022 hatte der Aufsichtsrat drei Ausschüsse: Den Prüfungsausschuss, den Vergütungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Bei Bedarf können weitere Ausschüsse gebildet werden.
Während des Geschäftsjahres setzte sich der Aufsichtsrat aus den folgenden Mitgliedern zusammen:
| Name | Vergütete Funktionen |
|---|---|
| Christoph Barchewitz, | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Co-CEO Global Fashion Group | Vorsitzender des Nominierungsausschusses |
| Mitglied des Vergütungsausschusses | |
| Dr. Antonella Mei-Pochtler, Senior Advisor Boston Consulting Group |
Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats |
| Vorsitzende des Vergütungsausschusses | |
| Seit 18. Mai 2022: Mitglied des Nominierungsausschusses |
| Name | Vergütete Funktionen |
|---|---|
| Michael Hoffmann, selbstständiger Berater | Mitglied des Aufsichtsrats |
| Vorsitzender des Prüfungsausschusses | |
| Mitglied des Vergütungsausschusses | |
| Mareike Wächter, Geschäftsführerin der BANOVO GmbH |
Mitglied des Aufsichtsrats |
| Mitglied des Prüfungsausschusses | |
| Mitglied des Nominierungsausschusses | |
| Susanne Samwer | Mitglied des Aufsichtsrats |
| Finanzdirektorin für HZG Additive Manufacturing Tech Fund |
Mitglied des Prüfungsausschusses |
| (seit 18. Mai 2022) |
|
| Thomas Harding, Partner Bridford Group | Mitglied des Aufsichtsrats |
| (bis 18. Mai 2022) | Mitglied des Prüfungsausschusses |
| Mitglied des Nominierungsausschusses |
Die Aufsichtsratsmitglieder der Westwing Group SE sind darüber hinaus in Aufsichtsräten sowie Kontrollgremien der folgenden Gesellschaften vertreten:
Dr. Antonella Mei-Pochtler
Michael Hoffmann
Thomas Harding (bis 18. Mai 2022)
Nicht-geschäftsführendes Organmitglied der Penfold Technology Limited
Nicht-geschäftsführendes Organmitglied der Solar Foods Oy
Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf, einschließlich des Geschäftsergebnisses, und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.
München, den 29. März 2023
Dr. Andreas Hoerning Sebastian Säuberlich Vorstand Vorstand Westwing Group SE Westwing Group SE
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2022 | 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge Zuschreibungen | 31.12.2022 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | |||||||||||
| Rechte und Werte | 27.389 | 10.206 | 0 | 37.594 | ./. 8.765 | ./. 5.732 | 0 | 0 | ./. 14.497 | 23.098 | 18.624 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und | |||||||||||
| ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 677 | 0 | 0 | 677 | ./. 479 | ./. 70 | 0 | 0 | ./. 549 | 128 | 198 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.338 | 0 | 0 | 4.338 | ./. 4.338 | 0 | 0 | 0 | ./. 4.338 | 0 | 0 |
| 32.403 | 10.206 | 0 | 42.609 | ./. 13.582 | ./. 5.802 | 0 | 0 | ./. 19.384 | 23.226 | 18.822 | |
| II. Sachanlagen | |||||||||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.344 | 997 | ./. 1.102 | 9.238 | ./. 5.669 | ./. 1.454 | 1.033 | 0 | ./. 6.090 | 3.148 | 3.675 |
| 9.344 | 997 | ./. 1.102 | 9.238 | ./. 5.669 | ./. 1.454 | 1.033 | 0 | ./. 6.090 | 3.148 | 3.675 | |
| III. Finanzanlagen | |||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.071 | 0 | 0 | 16.071 | ./. 635 | 0 | 0 | 0 | ./. 635 | 15.435 | 15.435 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 224.019 | 38.056 | ./. 41.550 | 220.524 | ./. 88.570 | 0 | 0 | 0 | ./. 88.570 | 131.954 | 135.448 |
| 240.089 | 38.056 | ./. 41.550 | 236.595 | ./. 89.205 | 0 | 0 | 0 | ./. 89.205 | 147.390 | 150.884 | |
| Summe | 281.836 | 49.259 | ./. 42.653 | 288.442 | ./. 108.457 | ./. 7.256 | 1.033 | 0 | ./. 114.679 | 173.763 | 173.380 |
| Bilanzstichtag | Erwerbs-/ Veräußerungsdatum |
Preis pro Aktie in EUR |
Eigene Aktien |
Ursache der Bewegung |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | -191 | |||
| -28.650 | Aktiensplit | |||
| 5.850 | Ausübung Aktienoptionen | |||
| 31.12.2018 | -22.800 | |||
| 07.03.2019 | 0,02 | 22.800 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 09.04.2019 | 14,85 | -10.050 | Erwerb eigene Aktien | |
| 09.05.2019 | 14,85 | -8.850 | Erwerb eigene Aktien | |
| 13.05.2019 | 0,01 | 18.900 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 14.08.2019 | 4,40 | -2.600 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 15.08.2019 | 4,10 | -658 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 16.08.2019 | 3,94 | -2.442 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 19.08.2019 | 3,90 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 20.08.2019 | 3,66 | -3.500 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 21.08.2019 | 3,24 | -3.500 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 22.08.2019 | 2,71 | -6.500 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 23.08.2019 | 2,75 | -11.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 26.08.2019 | 3,07 | -5.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 27.08.2019 | 3,46 | -15.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 28.08.2019 | 3,71 | -11.542 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 29.08.2019 | 3,57 | -18.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 30.08.2019 | 3,42 | -13.693 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 02.09.2019 | 3,21 | -18.013 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 03.09.2019 | 3,28 | -12.507 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 04.09.2019 | 3,21 | -22.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 05.09.2019 | 3,09 | -25.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 06.09.2019 | 3,00 | -25.880 | Aktienrückkaufprogramm |
|---|---|---|---|
| 09.09.2019 | 2,91 | -28.500 | Aktienrückkaufprogramm |
| 10.09.2019 | 2,96 | -29.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 11.09.2019 | 2,88 | -19.939 | Aktienrückkaufprogramm |
| 12.09.2019 | 2,88 | -24.513 | Aktienrückkaufprogramm |
| 13.09.2019 | 2,92 | -19.923 | Aktienrückkaufprogramm |
| 16.09.2019 | 2,77 | -11.078 | Aktienrückkaufprogramm |
| 17.09.2019 | 2,61 | -35.500 | Aktienrückkaufprogramm |
| 18.09.2019 | 2,62 | -35.500 | Aktienrückkaufprogramm |
| 19.09.2019 | 2,64 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 20.09.2019 | 2,57 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 23.09.2019 | 2,58 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 24.09.2019 | 2,61 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 25.09.2019 | 2,49 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 26.09.2019 | 2,20 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 27.09.2019 | 2,00 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 30.09.2019 | 2,15 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 01.10.2019 | 2,25 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 02.10.2019 | 2,33 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 04.10.2019 | 2,25 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 07.10.2019 | 2,31 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 08.10.2019 | 2,62 | -22.500 | Aktienrückkaufprogramm |
| 09.10.2019 | 2,98 | -13.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 10.10.2019 | 3,08 | -13.684 | Aktienrückkaufprogramm |
| 11.10.2019 | 3,27 | -37.816 | Aktienrückkaufprogramm |
| 14.10.2019 | 3,42 | -20.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 15.10.2019 | 3,60 | -10.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
|---|---|---|---|---|
| 16.10.2019 | 3,63 | -14.236 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 17.10.2019 | 3,88 | -34.600 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 18.10.2019 | 4,17 | -34.353 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 21.10.2019 | 4,48 | -21.383 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 22.10.2019 | 4,62 | -27.617 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 23.10.2019 | 4,82 | -15.850 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 24.10.2019 | 4,78 | -35.866 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 25.10.2019 | 4,88 | -22.100 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 28.10.2019 | 4,75 | -11.818 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 29.10.2019 | 4,62 | -14.730 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 30.10.2019 | 4,39 | -10.659 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 27.11.2019 | 1,71 | 16.350 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 1,71 | 3.450 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 1.650 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 9.600 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 600 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 2.850 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 1,23 | 1.900 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 2.100 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 1.050 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 31.12.2019 | -743.450 | |||
| 21.04.2020 | 1,71 | 2.550 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 30.04.2020 | 0,01 | 3.300 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 04.06.2020 | 0,01 | 300 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 30.07.2020 | 0,01 | 5.250 | Ausübung Aktienoptionen |
| 01.09.2020 | 1,23 | 3.600 | Ausübung Aktienoptionen | |
|---|---|---|---|---|
| 02.09.2020 | 0,01 | 3.450 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.09.2020 | 1,23 | 2.850 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.09.2020 | 4,47 | 16.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.09.2020 | 4,47 | 1.350 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.09.2020 | 4,47 | 1.500 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 17.09.2020 | 0,01 | 2.550 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 24.09.2020 | 0,01 | 5.850 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 01.10.2020 | 1,23 | 10.500 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 01.10.2020 | 1,23 | 3.600 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 05.10.2020 | 0,01 | 24.000 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 05.10.2020 | 0,01 | 5.400 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 17.11.2020 | 0,01 | 85.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 0,01 | 1.650 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 0,01 | 300 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 0,01 | 15.000 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 0,01 | 1.950 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 1,71 | 1.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 1,71 | 750 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 4,47 | 900 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 9,17 | 1.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 19,30 | 1.800 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 31.12.2020 | -541.250 | |||
| 17.03.2021 | 0,01 | 3.000 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.350 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 4.650 | Ausübung Aktienoptionen |
|---|---|---|---|
| 04.05.2021 | 0,01 | 2.700 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.800 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 4.800 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 2.550 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 4.650 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 14.200 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 800 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.050 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 2.550 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.500 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 1,23 | 4.500 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 1,23 | 40.000 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 1,71 | 1.125 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 4,47 | 150 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 7,66 | 4.350 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 12,20 | 750 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 19,30 | 1.350 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 19,30 | 900 | Ausübung Aktienoptionen |
| 11.05.2021 | 0,01 | 1.800 | Ausübung Aktienoptionen |
| 11.05.2021 | 9,06 | 2.700 | Ausübung Aktienoptionen |
| 12.05.2021 | 9,06 | 2.100 | Ausübung Aktienoptionen |
| 18.05.2021 | 0,01 | 10.000 | Ausübung Aktienoptionen |
| 18.05.2021 | 12,16 | 1.200 | Ausübung Aktienoptionen |
| 18.05.2021 | 29,01 | 150 | Ausübung Aktienoptionen |
| 19.05.2021 | 0,01 | 150 | Ausübung Aktienoptionen |
| 19.05.2021 | 0,01 | 24.000 | Ausübung Aktienoptionen | |
|---|---|---|---|---|
| 19.05.2021 | 19,30 | 300 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 20.05.2021 | 4,47 | 450 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 20.05.2021 | 9,17 | 2.700 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.05.2021 | 0,01 | 11.250 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.05.2021 | 0,01 | 5.550 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.06.2021 | 0,01 | 1.500 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.06.2021 | 0,01 | 12.450 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.06.2021 | 0,01 | 600 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.06.2021 | 0,01 | 600 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 09.06.2021 | 0,01 | 4.650 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 09.06.2021 | 4,47 | 600 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 09.06.2021 | 19,30 | 900 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 09.06.2021 | 29,01 | 1.650 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 15.06.2021 | 0,01 | 6.900 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 15.06.2021 | 6,67 | 5.850 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 07.07.2021 | 0,01 | 2.850 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 07.07.2021 | 0,01 | 3.000 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 12.07.2021 | 1,71 | 1.050 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 20.07.2021 | 0,01 | 4.650 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 20.07.2021 | 19,30 | 750 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 06.09.2021 | 0,01 | 750 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 14.09.2021 | 4,47 | 2.100 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 30.09.2021 | 0,01 | 1.650 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 31.12.2021 | -326.475 | |||
| 28.11.2022 | 8,84 | -4.454 | Aktienrückkaufprogramm |
| 29.11.2022 | 8,63 | -4.602 | Aktienrückkaufprogramm | |
|---|---|---|---|---|
| 30.11.2022 | 8,34 | -2.060 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 01.12.2022 | 8,66 | -1.901 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 02.12.2022 | 8,90 | -1.112 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 05.12.2022 | 9,38 | -2.902 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 06.12.2022 | 8,89 | -3.422 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 07.12.2022 | 8,71 | -3.549 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 08.12.2022 | 8,57 | -2.737 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 09.12.2022 | 8,46 | -1.512 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 12.12.2022 | 8,85 | -388 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 13.12.2022 | 9,42 | -1.186 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 14.12.2022 | 9,22 | -985 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 15.12.2022 | 9,14 | -2.243 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 16.12.2022 | 8,92 | -5.040 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 19.12.2022 | 8,55 | -3.163 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 20.12.2022 | 8,67 | -2.396 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 21.12.2022 | 8,83 | -2.856 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 22.12.2022 | 8,85 | -1.801 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 23.12.2022 | 8,90 | -1.556 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 27.12.2022 | 8,85 | -1.967 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 28.12.2022 | 9,05 | -1.027 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 29.12.2022 | 9,26 | -1.044 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 30.12.2022 | 9,66 | -1.852 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 31.12.2022 | -382.230 |
| 1. | Grundlagen des Konzerns | 42 |
|---|---|---|
| 1.1 Geschäftstätigkeit |
42 | |
| 1.2 Konzernstruktur |
42 | |
| 1.3 System zur Leistungsmessung |
43 | |
| 1.4 Forschung und Entwicklung |
44 | |
| 2. | Wirtschaftsbericht | 44 |
| 2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenspezifisches Umfeld |
44 | |
| 2.2 Geschäftsentwicklung |
45 | |
| 2.2.1 Ertragslage |
47 | |
| 2.2.2 Finanzlage |
51 | |
| 2.2.3 Vermögenslage |
52 | |
| 3. | Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | 53 |
| 4. | Nicht-finanzielle Konzernerklärung | 53 |
| 5. | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag | 81 |
| 6. | Risiko- und Chancenbericht | 81 |
| 6.1 Risikomanagementsystem |
81 | |
| 6.2 Internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung |
81 | |
| 6.3 Risikomethodik |
82 | |
| 6.4 Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und | ||
| Risikomanagementsystems | 83 | |
| 6.5 Risikobericht |
84 | |
| 6.5.1 Strategische Risiken |
84 | |
| 6.5.2 IT-Risiken |
85 | |
| 6.6 Veränderungen der Risikosituation |
86 | |
| 6.7 Chancenbericht |
86 | |
| 7. | Ausblick | 88 |
| 7.1 Erwartete Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und |
||
| branchenspezifischen Rahmenbedingungen | 88 | |
| 7.2 Erwartete Entwicklung des Westwing-Konzerns |
88 | |
| 8. | Ergänzender Lagebericht der Westwing Group SE | |
| (nach dem Handelsgesetzbuch – HGB) | 89 | |
| 8.1 Ertragslage Westwing Group SE | 89 | |
| 8.2 Finanzlage der Westwing Group SE | 90 | |
| 8.3 Vermögenslage der Westwing Group SE | 91 | |
| 8.4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westwing Group SE | 92 | |
| 8.5 Risiken und Chancen der Westwing Group SE | 92 | |
| 8.6 Ausblick für die Westwing Group SE | 92 | |
| 9. | Sonstige Angaben | 93 |
| 9.1 Erklärung zur Unternehmensführung |
93 | |
| 9.2 Übernahmerechtliche Angaben |
93 |
Der Westwing-Konzern mit der Westwing Group SE als Mutterunternehmen (kurz: "Westwing" oder "Konzern") ist als Marke und Plattform im Bereich Home & Living-eCommerce in Europa tätig.
Westwing wurde 2011 gegründet und bietet seinen Kunden verschiedene Home & Living-Kategorien wie Textilien, Möbel, Leuchten, Küchenausstattung und Dekoration.
Westwing ist eine Home & Living-eCommerce-Marke in Europa und hat sich zum Ziel gesetzt, seine loyalen Kunden durch ein "Shoppable Magazine"-Konzept mit einem ausgewählten Produktsortiment und wechselnden Inhalten zu inspirieren.
Seit der Gründung von Westwing besteht unsere Strategie darin, unsere Kunden zu inspirieren, indem wir ihnen täglich ein Einrichtungsmagazin mit der Möglichkeit bieten, ihre Lieblingsstücke für Home & Living zu entdecken und sofort zu shoppen. Dieses Einkaufserlebnis unterscheidet uns vom typischen Home & Living-eCommerce, der meist suchbasiert funktioniert. Wir bieten unseren Kunden relevante Home & Living-Kategorien wie Textilien, Möbel, Leuchten, Küchenaccessoires und Dekoration und können so all ihre Home & Living-Bedürfnisse erfüllen.
Durch unsere Club-Sales (tägliche Themen) erhalten unsere Kunden neue Ideen von Dekotipps bis hin zu Home-Stylings mit passenden Produkten. Zusätzlich finden sie auf unserer Shop-Website mit permanentem Sortiment eine große Produktvielfalt. Wir präsentieren unsere Produkte, die direkt bei uns gekauft werden können, zusammen mit ansprechenden visuellen Inhalten wie z.B. Interieur-Themen, Home-Storys und Home-Styling-Tipps.
Unsere Inhalte werden von einem großen Team aus Art-Direktoren, Innenarchitekten, Videofilmern und Fotografen erstellt. Die Content-Creation-Teams arbeiten mit den Style- und Merchandising-Teams zusammen, um die richtige Kombination aus Inspiration und Merchandising für unsere Kunden zu finden.
Westwing fokussiert sich auf einen sehr attraktiven Markt, der sich in den Regionen, in denen wir tätig sind, auf etwa EUR 130 Mrd.1 beläuft. Unser Geschäftsmodell basiert auf einer hohen Kundenloyalität: 82 % der Bestellungen stammen von Bestandskunden. Unsere Geschäftsaktivitäten folgen der Mission unseres Unternehmens "To inspire and make every home a beautiful home".
Im Jahr 2022 belief sich unser Bruttowarenvolumen (GMV, siehe auch Abschnitt 1.3 dieses zusammengefassten Lageberichts) auf EUR 481 Mio. Davon entfielen 17 % auf Textilien und Teppiche, 11 % auf Wohndekoration und Accessoires, 10% auf Küche und Esszimmer, 9% auf Leuchten, 33% auf Großmöbel, 7% auf Kleinmöbel und 12% auf sonstige Produkte.
Die Kombination aus unserer Westwing Collection und Produkten von Drittanbietern ermöglicht es uns, den Kunden ein breites, relevantes Sortiment anzubieten. Der Anteil unserer Westwing Collection am GMV stieg im Jahr 2022 auf 41 % (2021: 34 %) und im vierten Quartal auf 44 % (Q4 2021: 37 %). Unser langfristiges Ziel ist es, diesen Wert auf 50 % und mehr des GMV zu erhöhen.
An der Spitze des Konzerns steht unsere Holdinggesellschaft, die Westwing Group SE, eine deutsche Aktiengesellschaft, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin unter der Nummer HRB 239114 B. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Moosacher Straße 88, 80809 München, Deutschland. Westwing ist seit dem 9. Oktober 2018 am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) notiert.
Zum 31. Dezember 2022 wurden 23 Unternehmen in den Konzernabschluss des Westwing-Konzerns einbezogen, davon sind elf Gesellschaften nicht operativ tätig. Die in Bezug auf die Umsatzerlöse wichtigste Tochtergesellschaft ist die in Deutschland ansässige Westwing GmbH, die auch einen Teil unseres internationalen Geschäfts abdeckt. Daher spiegeln
1 Euromonitor (30. Mai 2022).
die Umsätze der Tochterunternehmen in anderen Ländern nicht den vollen Westwing-Umsatz in diesen Ländern wider, da hier nur die Umsätze der Club-Sales (tägliche Themen) von Westwing enthalten sind.
Die Westwing GmbH erzielte 2022 einen Drittumsatz von EUR 328,4 Mio. (2021: EUR 383,9 Mio.), die Westwing Poland Sp. z o.o. einen Umsatz von EUR 27,9 Mio. (2021: EUR 35,6 Mio.), die italienische Westwing S.r.l. einen Umsatz von EUR 27,9 Mio. (2021: 41,5 Mio. EUR) und die spanische Westwing Iberia S.L. einen Umsatz von EUR 23,9 Mio. (2021: EUR 30,2 Mio.).
Westwing betreibt das operative Geschäft über die beiden Segmente "DACH" und "International" unter Verwendung der wichtigsten Leistungsindikatoren Umsatz, Umsatzwachstum, bereinigtes EBITDA und bereinigte EBITDA-Marge. Das DACH Segment umfasst die Länder Deutschland, Schweiz und Österreich. Das Internationale Segment besteht aus Spanien, Italien, Frankreich, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, Belgien und den Niederlanden.
Wir definieren das EBITDA als Gesamtergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen. Das bereinigte EBITDA wird berechnet, indem diese Zahl um die Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsaufwendungen bereinigt wird. Diese Kennzahl ist eine Leistungskennzahl für das operative Geschäft des Unternehmens. Im Jahr 2022 bereinigte Westwing sein EBITDA um einmalige Restrukturierungsabfindungen in Höhe von EUR 5,7 Mio., da die Kostenbasis des Unternehmens das schwierige Marktumfeld nicht widerspiegelte. Darüber hinaus haben wir die Verschiebung der Umsatzkosten und Fulfillmentkosten, die sich aus der erstmaligen Aktivierung von Eingangskosten in den Vorräten zum 31. Dezember 2021 ergab, in der bereinigten Gewinn-und-Verlust-Rechnung rückgängig gemacht, da das Management bei der Analyse der Aufwendungen immer noch dem früheren Ansatz folgt. Im Jahr 2021 bereinigten wir das EBITDA außerdem um Aufwendungen, die aus einer Steuerforderung für Vorjahre gegen eine veräußerte Gesellschaft resultierten, sowie um die Aufwendungen für den Rechtsformwechsel der Westwing Group AG in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea – SE). Die bereinigte EBITDA-Marge ist definiert als das bereinigte EBITDA, ausgedrückt als Prozentsatz des Umsatzes.
Zusätzlich zu unseren bedeutendsten Leistungsindikatoren Umsatz, Umsatzwachstum, bereinigtes EBITDA und bereinigte EBITDA-Marge werden dem Management weitere sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren berichtet, unter anderem folgende:
Durchschnittliche Bestellungen pro aktivem Kunden in den letzten zwölf Monaten: definiert als die Gesamtzahl der Bestellungen in den letzten zwölf Monaten vor dem entsprechenden Stichtag geteilt durch die Anzahl der aktiven Kunden zum Ende des entsprechenden Zeitraums.
Durchschnittliches Bruttowarenvolumen pro aktivem Kunden in den letzten zwölf Monaten: definiert als Bruttowarenvolumen in den letzten zwölf Monaten vor dem entsprechenden Stichtag geteilt durch die Anzahl der aktiven Kunden zum Ende des entsprechenden Zeitraums.
Seit der Gründung investiert Westwing fortlaufend in Software und entwickelt diese weiter, um den wachsenden internen und externen geschäftlichen Anforderungen zu genügen. Um die Softwarearchitektur instand halten zu können, hat Westwing ein internes Technologieteam aufgebaut, das alle Länder zentral unterstützt. Zum Jahresende 2022 bestand das Team aus 229 Mitarbeitern (31. Dezember 2021: 267 Mitarbeiter). Eine wichtige Entwicklung war die Erweiterung der Technologielandschaft, um dem zunehmenden Fokus auf mobile Plattformen gerecht zu werden. Westwing bietet Apps für iOS- und Android-Geräte sowie Smartphone- und Tablet-optimierte Websites an.
Die Entwicklungskosten werden in Übereinstimmung mit IAS 38 und HGB aktiviert. Der Nettobuchwert der immateriellen Vermögenswerte aus der Aktivierung von selbst erstellter Software erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um EUR 4,4 Mio. auf insgesamt EUR 23,1 Mio. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Technologiekosten betrug im Jahr 2022 rund 23 % (2021: 30 %). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im gleichen Zeitraum EUR 5,0 Mio. (2021: EUR 3,6 Mio.). Der Wertminderungsaufwand belief sich auf EUR 0,7 Mio. (2021: EUR 0,1 Mio.).
Westwing ist auf dem Markt für Home & Living-eCommerce in elf europäischen Ländern tätig. Der Umsatz und die Rentabilität des Konzerns hängen von den Bedingungen auf diesen Märkten und dem Potenzial ab, das sie bieten. Zu den relevanten Faktoren gehören die makroökonomische Entwicklung, die allgemeinen Bedingungen auf dem Home & Living-Markt und die Aussichten für den eCommerce einschließlich der mobilen Kanäle.
Die makroökonomische Entwicklung im Jahr 2022 wurde durch eine Reihe von wesentlichen Störfaktoren stark beeinträchtigt. Wie in den Vorjahren wirkte sich die anhaltende COVID-19-Pandemie weiterhin negativ auf den Weltmarkt aus. Insbesondere die Null-COVID-Strategie in China, die im Laufe des Jahres zu häufigen Lockdowns führte, beeinflusste die globalen Lieferketten stark. Gleichzeitig hat die russische Invasion in der Ukraine, die im Februar 2022 begann, die Weltwirtschaft schwerwiegend destabilisiert. Die Reduktion der russischen Gaslieferungen führte zu einem erheblichen Anstieg der Gaspreise und zu einer großen Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Energieversorgung.2
Die oben genannten Gründe verstärkten neben verschiedenen anderen Faktoren den weltweiten Inflationsdruck. Der globale Anstieg der Verbraucherpreise um 8,8 % im Jahr 2022 war einer der höchsten seit Jahrzehnten und verschärft die monetären Bedingungen sowohl für private Endverbraucher als auch auf der Erzeugerseite.3 Während die Verbraucher-
2 Internationaler Währungsfond: World Economic Outlook Database Oktober 2022
3 Internationaler Währungsfond: World Economic Outlook Database Januar 2023
4 Internationaler Währungsfond: World Economic Outlook Database Januar 2023
5 Internationaler Währungsfond: World Economic Outlook Database Januar 2023
preise in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Jahr 2022 um 7,3 %4 stiegen, war Europa mit einer Inflation von rund 8,3 %5 besonders stark betroffen.
Infolge dieser verschiedenen Verwerfungen dürfte sich das globale BIP-Wachstum im Jahr 2022 auf 3,4 % verlangsamt haben (2021: 6,2 %). 6 Diese Prognose stimmt zwar mit den Vorhersagen zum Ende des ersten Halbjahres 2022 überein, ist aber niedriger, als noch im April 2022 erwartet. Da Europa unter dem Krieg in der Ukraine und der daraus resultierenden Verringerung der russischen Gaslieferungen leidet, wird das BIP-Wachstum hier voraussichtlich auf 3,5 % (2021: 5,3 %) zurückgehen. In Westwings größtem Markt Deutschland wird das BIP-Wachstum im Jahr 2022 mit geschätzten 1,9 %7 sogar unter dem europäischen Durchschnitt liegen.
Das Jahr 2022 wurde durch eine insgesamt geringere Nachfrage im Home & Living-Markt beeinflusst, die auf eine schlechtere Verbraucherstimmung aufgrund der oben beschriebenen Faktoren zurückzuführen ist. Der Online-Markt für Home & Living verzeichnete einen noch stärkeren Rückgang, da die Beschränkungen in Bezug auf COVID-19 abnahmen und die Menschen wieder gerne offline einkauften.
Wie erwartet, war 2022 ein schwieriges Jahr für die Weltwirtschaft. Neben der anhaltenden COVID-19-Pandemie führten der Krieg in der Ukraine und eine steigende Inflation zu großen Unsicherheiten und bremsten die globale Wirtschaftstätigkeit. Trotz dieses schwierigen wirtschaftlichen Umfelds gehen wir davon aus, dass sich der wachsende Online-Trend des Home & Living-Markts fortsetzen wird. Mit Westwings mehr als zehnjähriger Erfahrung im eCommerce sind wir zuversichtlich und optimistisch, diese schwierigen Zeiten zu überwinden und unsere Erfolgsgeschichte in den kommenden Jahren fortzusetzen.
2022 war auch für Westwing ein schwieriges Jahr. Unser Geschäft wurde durch den Krieg in der Ukraine und das damit verbundene schwächere Marktumfeld beeinträchtigt. Wir beendeten das Jahr mit einem Umsatz von EUR 431 Mio. (2021: EUR 522 Mio.) – ein Rückgang von 17,5 % im Vergleich zum Vorjahr – und einer bereinigten EBITDA-Marge von –1,0 % (2021: 7,7 %). Während wir zu Beginn des Jahres noch optimistischer waren, sahen wir uns später mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert und wurden durch die rückläufige Kundennachfrage aus oben genannten Gründen stark beeinträchtigt. Infolgedessen haben wir unsere ursprüngliche Prognose im August 2022 revidiert.
Wir haben diese revidierte Kapitalmarktprognose vom August 2022 für den Umsatz erfüllt und die obere Hälfte unserer Prognose für das bereinigte EBITDA erreicht, was sogar der ursprünglichen Prognose vom März 2022 entsprach. Allerdings haben wir unsere ursprüngliche Umsatzprognose nicht erreicht.
| Datum | Umsatz | Umsatzwachstum | Bereinigtes EBITDA | Bereinigte EBITDA-Marge |
|---|---|---|---|---|
| 28. März 2022 (original) | EUR 460Mio. – EUR 540Mio. |
–12% bis +3% | EUR –9Mio. – EUR +16Mio. |
–2% bis +3% |
| 10. August 2022 (revidiert) | EUR 410Mio. – EUR 450Mio. |
–22% bis –14% | EUR –15Mio. – EUR 0Mio. |
–4% bis 0% |
| Ergebnis Geschäftsjahr 2022 | EUR 431Mio. | –17,5% | EUR –4,2Mio. | –1,0% |
Das DACH Segment erwirtschaftete einen Umsatz von EUR 242,4 Mio. (negatives Wachstum von – 18,3 %) und ein bereinigtes EBITDA von EUR 7,9 Mio. (2021: EUR 38,8 Mio.), während der Umsatz im Internationalen Segment bei EUR 188,4 Mio. (–16,5 %) und das bereinigte EBITDA bei EUR –11,2 Mio. lag (2021: EUR 2,8 Mio.). Für weitere Details verweisen wir auf die Segmentergebnisse.
6 Internationaler Währungsfond: World Economic Outlook Database Januar 2023
7 Internationaler Währungsfond: World Economic Outlook Database Januar 2023
8 Alle Erklärungen und Zahlen in Bezug auf die Entwicklung in einzelnen Quartalen sind ungeprüft.
Die folgenden wichtigen Themen waren für den Geschäftsverlauf des Unternehmens im Jahr 2022 relevant:
Aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Umfelds, das durch die russische Invasion in der Ukraine negativ beeinflusst wurde, was mit einer beschleunigten Inflation und einem erheblich reduzierten Kundenvertrauen einherging, mussten wir einen Umsatzrückgang hinnehmen, der unsere Margen stark beeinträchtigte. Einen Teil der daraus resultierenden negativen Auswirkungen konnten wir durch einen starken Anstieg unseres Westwing-Collection-Anteils am GMV ausgleichen. Obwohl wir in der Lage waren, einen Teil der Kostensteigerungen an unsere Kunden weiterzugeben, sahen wir kurzfristig negative Auswirkungen auf unseren Deckungsbeitrag.
Durch den Stopp der Gaslieferungen aus Russland standen wir steigenden Energiepreisen und potenzieller Gasknappheit gegenüber. Wir wirkten dem entgegen, indem wir den Energieverbrauch in den Lagern und Büros gesenkt und alternative Möglichkeiten zur Beheizung unserer Lager entwickelt haben, um so den Betrieb sicherzustellen.
Als der stationäre Handel nach den COVID-19-bedingten Einschränkungen zurückkehrte, verlangsamte sich das Wachstum des Online-Markts. Mit dieser Entwicklung hatten wir nicht gerechnet und zusätzliches Wachstum eingeplant, was sich auch in einer höheren Kostenbasis niederschlug. Im Laufe des Jahres mussten wir mit dieser Fehleinschätzung umgehen und das laufende Geschäft entsprechend anpassen.
Die Kundenbindung von Westwing war auch im Jahr 2022 sehr hoch: 82 % der Bestellungen kamen von Bestandskunden (2021: 80 %). Wir konnten den Share of Wallet (gemessen am GMV pro aktivem Kunden in den vorangegangenen zwölf Monaten) von EUR 343 im Jahr 2021 auf EUR 364 im Jahr 2022 steigern. Wir ziehen einrichtungsbegeisterte Kunden an, indem wir eine einzigartige Marke aus den Club-Sales (tägliche Themen), unserem Shop (permanentes Sortiment), unserer Westwing Collection und unserem organischen Marketing anbieten.
Die verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach IFRS vor Anpassungen sieht wie folgt aus:
| EUR Mio. | 2022 | In % vom Umsatz |
2021 | In % vom Umsatz |
Veränderung in EUR Mio. |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 430,8 | 100,0 | 522,5 | 100,0 | –91,7 | –17,5 |
| Umsatzkosten | –228,1 | –52,9 | –265,7 | –50,9 | 37,6 | –14,2 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 202,7 | 47,1 | 256,8 | 49,1 | –54,0 | –21,0 |
| Fulfillmentkosten | –94,2 | –21,9 | –107,1 | –20,5 | 12,9 | –12,1 |
| Marketingkosten | –40,6 | –9,4 | –49,3 | –9,4 | 8,7 | –17,7 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | –92,9 | –21,6 | –79,3 | –15,2 | –13,6 | 17,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
–5,2 | –1,2 | –3,8 | –0,7 | –1,3 | 34,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2,6 | 0,6 | 3,9 | 0,7 | –1,2 | –31,7 |
| Betriebliches Ergebnis | –27,4 | –6,4 | 21,1 | 4,0 | –48,5 | – |
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Betriebsergebnis zum bereinigten EBITDA:
| EUR Mio. | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis | –27,4 | 21,1 |
| Aufwendungen /(Erträge) anteilsbasierte Vergütung | –0,6 | 5,6 |
| Restrukturierungsabfindungen | 5,7 | – |
| Steueraufwendungen aufgegebener Geschäftsbereich | – | 0,3 |
| Aufwendungen SE-Umwandlung | – | 0,4 |
| Restrukturierung französisches Geschäft | – | –0,0 |
| Abschreibungen /Wertminderungen | 18,1 | 13,0 |
| Bereinigtes EBITDA | –4,2 | 40,4 |
| Bereinigte EBITDA-Marge | –1,0% | 7,7% |
Die bereinigte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung (wie in der folgenden Tabelle angegeben) bis hin zum bereinigten EBITDA, mit der wir die operative Entwicklung der einzelnen Positionen kommentieren, enthält keine Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung. Im Jahr 2022 hat Westwing sein EBITDA um Restrukturierungsabfindungen in Höhe von EUR 5,7 Mio. bereinigt, da die Kostenbasis des Unternehmens das schwierige Marktumfeld nicht widerspiegelte. Darüber hinaus haben wir die Verschiebung der Umsatzkosten und Fulfillmentkosten, die sich aus der erstmaligen Aktivierung von Wareneingangskosten im Vorratsvermögen zum 31. Dezember 2021 ergab, in der bereinigten Gewinn-und-Verlust-Rechnung rückgängig gemacht, da das Management bei der Analyse der Aufwendungen immer noch dem vorigen Ansatz folgt. Im Jahr 2021 wurden zudem die Aufwendungen für Steuerforderungen gegenüber einer veräußerten Gesellschaft aus den Vorjahren sowie die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Umwandlung der Westwing Group AG in eine Societas Europaea (SE) bereinigt. Schließlich wurden die Abschreibungen und Wertminderungen herausgerechnet, um das bereinigte EBITDA zu erhalten. Im Jahr 2022 waren keine in den Vorjahren erfassten Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen zahlungswirksam (2021: EUR 1,5 Mio.).
| BEREINIGTE VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG |
|---|
| EUR Mio. | 2022 | In % vom Umsatz |
2021 | In % vom Umsatz |
Veränderung in EUR Mio. |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 430,8 | 100,0 | 522,5 | 100,0 | –91,7 | –17,5 |
| Umsatzkosten* | –223,8 | –51,9 | –265,7 | –50,9 | 41,9 | –15,8 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 207,1 | 48,1 | 256,8 | 49,1 | –49,7 | –19,4 |
| Fulfillmentkosten* | –98,0 | –22,7 | –107,1 | –20,5 | 9,1 | –8,5 |
| Deckungsbeitrag | 109,1 | 25,3 | 149,7 | 28,7 | –40,6 | –27,1 |
| Marketingkosten* | –39,2 | –9,1 | –49,3 | –9,4 | 10,1 | –20,4 |
| Allgemeine Verwaltungskosten* | –89,7 | –20,8 | –73,4 | –14,0 | –16,3 | 22,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen* |
–5,2 | –1,2 | –3,5 | –0,7 | –1,7 | 47,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2,6 | 0,6 | 3,9 | 0,7 | –1,2 | –31,7 |
| Abschreibungen und Wertminderungen |
18,1 | 4,2 | 13,0 | 2,5 | 5,1 | 39,0 |
| Bereinigtes EBITDA | –4,2 | –1,0 | 40,4 | 7,7 | –44,7 | – |
* Die folgenden Anpassungen wurden in den entsprechenden Zeilen vorgenommen:
| EUR Mio. | Aufwandsposition | 2022 | 2021 |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen /(Erträge) anteilsbasierte Ver | |||
| gütung | Fulfillment | 0,0 | 0,0 |
| Marketing | 0,0 | 0,0 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | –0,6 | 5,6 | |
| Restrukturierungsabfindungen | Fulfillment | 0,5 | – |
| Marketing | 1,3 | – | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 3,8 | – | |
| Aktivierung Eingangskosten | Umsatzkosten | 4,3 | – |
| Fulfillment | –4,3 | – | |
| Steueraufwendungen aufgegebener Geschäftsbereich |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | – | 0,3 |
| Aufwendungen SE-Umwandlung | Allgemeine Verwaltungskosten | – | 0,4 |
| Restrukturierung französisches Geschäft | Fulfillment | – | –0,0 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | – | –0,0 | |
| Gesamt | 5,1 | 6,3 |
| EUR Mio. | 2022 | In % des Umsatzes |
2021 | In % des Umsatzes |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten | 423,0 | 98,2 | 515,0 | 98,6 |
| Umsatz aus Dienstleistungen | 1,0 | 0,2 | 0,6 | 0,1 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 6,9 | 1,6 | 6,8 | 1,3 |
| Gesamt | 430,8 | 100,0 | 522,5 | 100,0 |
Weitere Leistungsindikatoren entwickelten sich in der Berichtsperiode wie folgt:
| 2022 | 2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Westwing-Collection-Anteil (in % des GMV) | 41% | 34% | 7 pp |
| GMV (in EUR Mio.) | 481 | 586 | –18% |
| Bestellungen, insgesamt (in Tausend) | 3.128 | 4.371 | –28% |
| Durchschnittlicher Warenkorb (in EUR) | 154 | 134 | +15% |
| Aktive Kunden (in Tausend) | 1.320 | 1.705 | –23% |
| Anzahl der Bestellungen pro aktivem Kunden in den letzten 12 Monaten | 2,4 | 2,6 | –8% |
| Durchschnittliches GMV pro aktivem Kunden in den letzten 12 Monaten (in EUR) | 364 | 343 | +6% |
| Anteil der Site-Visits über mobile Endgeräte | 80% | 80% | 0pp |
Im Jahr 2022 belief sich der Umsatz von Westwing auf EUR 430,8 Mio., ein Rückgang von 17,5 % im Vergleich zu 2021. Der Rückgang ist in erster Linie auf das schwierige Marktumfeld zurückzuführen, das vor allem durch den Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Inflation verursacht wurde, die zu einem geringen Verbrauchervertrauen und einer niedrigeren Kundennachfrage führte. Gleichzeitig vergleichen wir das Jahr 2022 mit dem sehr starken Vorjahr 2021, in dem die Online-Nachfrage im Bereich Home & Living noch von Schließungen des stationären Handels profitierte.
Der Anteil der Westwing Collection erhöhte sich um sieben Prozentpunkte, von 34 % des GMV im Jahr 2021 auf 41 % des GMV im Jahr 2022. Im vierten Quartal 2022 lag er bei 44 % (Q4 2021: 37 %).
Die Bruttomarge von Westwing blieb mit 48,1 % auf einem guten Niveau und war im Vergleich zu 2021 (49,1 %) nur leicht rückläufig. Diese positiven Zahlen sind größtenteils auf den höheren Westwing-Collection-Anteil zurückzuführen, der die niedrigeren Margen aufgrund gestiegener Produktkosten ausglich.
Die Fulfillmentkosten10 in Prozent des Umsatzes stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf 22,7 % (2021: 20,5 %). In absoluten Zahlen beliefen sie sich auf EUR 98,0 Mio. (2021: EUR 107,1 Mio.). Dies resultiert aus der Eröffnung eines neuen Lagers im ersten Quartal 2022, die unsere Fixkosten erhöhte. Zudem war die Auslastung unserer Fulfillment-Infrastruktur im Jahr 2022 generell gering.
Der prozentuale Anteil der Marketingaufwendungen am Umsatz betrug 9,1 % und lag auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (2021: 9,4 %). In absoluten Zahlen konnten die Marketingaufwendungen auf EUR 39,2 Mio. reduziert werden (2021: EUR 49,3 Mio.).
Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten am Umsatz stieg von 14,0 % im Jahr 2021 auf 20,8 % im Jahr 2022. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf die niedrigere Umsatzbasis zurückzuführen, während wir unsere Kostenbasis in Kernbereichen wie Technology und Westwing Collection erhöht haben. In absoluten Zahlen stiegen sie um EUR 16,3 Mio. auf EUR 89,7 Mio. (2021: EUR 73,4 Mio.).
Das bereinigte EBITDA lag 2022 bei EUR – 4,2 Mio. (2021: EUR 40,4 Mio.) und damit um EUR 44,7 Mio. unter dem Vorjahr. Die bereinigte EBITDA-Marge ging um 8,7 Prozentpunkte von 7,7 % auf –1,0 % zurück.
9 Die Zahlen sind auf bereinigter Basis dargestellt; siehe Details in den Tabellen der bereinigten Gewinn-und-Verlust-Rechnung oben.
10 Die Fulfillmentkosten beinhalten Versandkosten.
Die Abschreibungen stiegen um EUR 5,1 Mio. auf EUR 18,1 Mio., vor allem aufgrund höherer Abschreibungen auf selbst erstellte Software, die aus dem Anstieg der aktivierten Aufwendungen in den letzten Jahren resultieren, sowie aufgrund höherer Abschreibungen auf Nutzungsrechte am Anlagevermögen.
Das Finanzergebnis verringerte sich im Vergleich zu 2021 um EUR 0,8 Mio. und belief sich auf EUR –2,9 Mio. (2021: EUR – 2,1 Mio.). Der Rückgang ist in erster Linie auf höhere Zinsen für Leasingverbindlichkeiten sowie auf höhere Währungsverluste zurückzuführen.
Der Ertragsteueraufwand ging im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 2,1 Mio. zurück (2021: EUR 7,0 Mio.). Westwing hat im Jahr 2022 sowohl aktive latente Steuern auf Verlustvorträge als auch passive latente Steuern abgebaut. Insgesamt ergab sich daraus ein Aufwand von EUR 1,8 Mio. (2021: EUR 4,3 Mio.), was zu einem Gesamtsteueraufwand von EUR 2,1 Mio. (2021: EUR 7,0 Mio.) führte.
Das Ergebnis nach Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR –32,4Mio., was einem Rückgang von EUR 44,4Mio. gegenüber dem Vorjahr entspricht (2021: EUR 12,0 Mio.).
Das GMV reduzierte sich um 17,9 %, von EUR 585,6 Mio. im Jahr 2021 auf EUR 480,9 Mio. im Jahr 2022. Diese Entwicklung basierte auf einem Rückgang der Kundenbestellungen um 28,4 % auf 3,1 Mio. (2021: 4,4 Mio.), die von 1,3 Mio. (2021: 1,7 Mio.) aktiven Kunden erteilt wurden. Der durchschnittliche GMV pro aktivem Kunden stieg auf EUR 364 im Jahr 2022 im Vergleich zu EUR 343 im Jahr 2021.
Der Anteil der mobilen Site-Visits war im Jahr 2022 stabil und betrug 80 % (2021: 80 %).
Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Segmenten ist wie folgt:
| EUR Mio. | 2022 | In % vom Umsatz |
2021 | In % vom Umsatz |
Veränderung in EUR Mio. |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DACH | 242,4 | 56,3 | 296,8 | 56,8 | –54,4 | –18,3 |
| International | 188,4 | 43,7 | 225,7 | 43,2 | –37,2 | –16,5 |
| Gesamt | 430,8 | 100,0 | 522,5 | 100,0 | –91,7 | –17,5 |
Das bereinigte EBITDA der Segmente entwickelte sich wie folgt:
| EUR Mio. | 2022 | Marge | 2021 | Marge | Veränderung in EUR Mio. |
|---|---|---|---|---|---|
| DACH | 7,9 | 3,3% | 38,8 | 13,1% | –30,8 |
| International | –11,2 | –5,9% | 2,8 | 1,2% | –13,9 |
| HQ /Überleitung | –1,0 | – | –1,1 | – | 0,1 |
| Gesamt | –4,2 | –1,0% | 40,4 | 7,7% | –44,7 |
Unser DACH Segment trug EUR 242,4 Mio. zum Umsatz bei, was einem Rückgang von 18,3% gegenüber 2021 entspricht. Die Umsatzerlöse in unserem Internationalen Segment gingen um 16,5% auf EUR 188,4 Mio. zurück. Das DACH Segment erzielte ein bereinigtes EBITDA von EUR 7,9 Mio. und eine bereinigte EBITDA-Marge von 3,3 % (2021: 13,1 %). Das bereinigte EBITDA im Internationalen Segment war mit EUR – 11,2 Mio. (2021: EUR 2,8 Mio.) negativ, was einer bereinigten EBITDA-Marge von –5,9 % (2021: 1,2 %) entspricht.
| EUR Mio. | 2022 | 2021 | Veränderung in EUR Mio. |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | –7,5 | 18,1 | –25,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –11,4 | –16,0 | 4,6 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –2,7 | –9,7 | 7,0 |
| Netto-Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –21,5 | –7,6 | –13,9 |
| Auswirkung von Wechselkursschwankungen auf den Zahlungsmittelbestand | 0,1 | 0,1 | 0,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar | 97,4 | 104,9 | –7,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember | 76,0 | 97,4 | –21,4 |
Westwing erzielte im Jahr 2022 einen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von EUR –7,5 Mio. (2021: EUR 18,1 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch den operativen Verlust. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich im Jahr 2022 im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um EUR 21,4 Mio. Das Nettoumlaufvermögen – definiert als Vorräte plus geleistete Anzahlungen, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, abgegrenzte Schulden, Handelsfinanzierungen sowie Vertragsverbindlichkeiten – verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr und belief sich 2022 auf EUR 2,5 Mio. (2021: EUR 4,4 Mio.).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Jahr 2022 auf EUR –11,4 Mio. (2021: EUR –16,0 Mio.). Dieser Posten enthielt Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere in selbst entwickelte Software, in Höhe von EUR 10,2 Mio. (2021: EUR 8,6 Mio.). Darüber hinaus wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 3,7 Mio. (2021: EUR 6,3 Mio.) getätigt, die vor allem die technische Ausstattung des neuen Lagers in Polen und der Unternehmenszentrale betreffen.
Aufgrund der oben beschriebenen Veränderungen des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und des Cashflows aus Investitionstätigkeit betrug der Free Cashflow für das Gesamtjahr 2022 EUR –18,8 Mio. (2021: EUR 2,1 Mio.).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR –2,7 Mio. (2021: EUR –9,7 Mio.). Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf Handelsfinanzierungen und eine einmalige Leasinganreizzahlung in Höhe von EUR 1,5 Mio. zurückzuführen, die teilweise durch höhere Zahlungen für Leasingverbindlichkeiten ausgeglichen wurden. Die Handelsfinanzierungen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 7,8 Mio. Demgegenüber stiegen die Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten um EUR 3,0 Mio. Darüber hinaus verfügte Westwing über Kreditlinien in Höhe von bis zu EUR 20,0 Mio.
Die Steuerung von liquiden Mitteln und Working Capital steht im Mittelpunkt des Finanzmanagements von Westwing.
Auch die Erhaltung der Liquidität ist ein übergeordnetes Ziel. Art und Umfang der Transaktionen mit Barmitteln sind auf unser operatives Geschäft ausgerichtet. Westwing verfügt nur über Termingelder wie kurzfristige hochliquide Anlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger. Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs wird eine rollierende Zwölfmonats-Cashflow-Planung verwendet.
Das Unternehmen verfügt über Liquiditätsreserven, um zusätzliche Investitionen in das Wachstum zu decken und das laufende Geschäft zu unterstützen. Westwing hat stets sichergestellt, dass genügend liquide Mittel zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs zur Verfügung standen, und war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Einzelheiten zum finanziellen Risikomanagement sind im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 22) zu finden.
| EUR Mio. | 2022 | 2022 in % der Summe |
2021 | 2021 in % der Summe |
Veränderung in EUR Mio. |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Aktiva | 228,3 | 100,0 | 277,4 | 100,0 | –49,1 | –17,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 82,3 | 36,1 | 87,4 | 31,5 | –5,0 | –5,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 146,0 | 63,9 | 190,1 | 68,5 | –44,1 | –23,2 |
| Summe Passiva | 228,3 | 100,0 | 277,4 | 100,0 | –49,1 | –17,7 |
| Eigenkapital | 90,1 | 39,4 | 119,3 | 43,0 | –29,3 | –24,5 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 45,6 | 20,0 | 54,0 | 19,5 | –8,4 | –15,6 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 92,7 | 40,6 | 104,2 | 37,5 | –11,5 | –11,0 |
Langfristige Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Die Sachanlagen reduzierten sich leicht von EUR 55,5 Mio. Ende 2021 auf EUR 53,2 Mio. Ende 2022. Die immateriellen Vermögenswerte, die hauptsächlich auf die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten zurückzuführen sind, stiegen um EUR 4,4 Mio. Aktivierte Softwareentwicklungskosten in Höhe von EUR 10,2 Mio. im Jahr 2022 wurden teilweise durch Abschreibungen in Höhe von EUR 5,0 Mio. und eine Wertminderung in Höhe von EUR 0,7 Mio. ausgeglichen.
Das kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 146,0 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 190,1 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich auf EUR 76,0 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 97,4 Mio.), vor allem aufgrund des negativen Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit. Die Vorräte gingen auf EUR 45,2 Mio. zurück (31. Dezember 2021: EUR 54,9 Mio.), da sich die Lieferketten stabilisierten und wir den zuvor vorsorglich höheren Vorratsbestand verringern konnten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen stiegen um EUR 1,1 Mio. auf EUR 12,6 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 11,5 Mio.); in dieser Position sind erwartete Kreditverluste in Höhe von EUR 3,0 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 4,6 Mio.) enthalten.
Das Eigenkapital des Unternehmens reduzierte sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 90,1 Mio., verglichen mit EUR 119,3 Mio. zum Jahresende 2021. Diese Veränderung ist hauptsächlich auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen.
Die langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich um EUR 8,4 Mio. auf EUR 45,6 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 54,0 Mio.). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die um EUR 4,2 Mio. niedrigeren Verbindlichkeiten aus anteilsbasierter Vergütung mit Barausgleich sowie die um EUR 2,7Mio. geringeren latenten Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen.
Zum 31. Dezember 2022 verfügte der Konzern über Kreditlinien in Höhe von EUR 10,0 Mio. bei der UniCredit Bank AG (31. Dezember 2021: EUR 10,0 Mio.), die bis auf Weiteres zur Verfügung stehen, und über Kreditlinien in Höhe von EUR 10,0 Mio. bei der Norddeutschen Landesbank (31. Dezember 2021: keine), die bis 31. Dezember 2024 zur Verfügung stehen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 11,5 Mio. auf EUR 92,7 Mio. zurück (31. Dezember 2021: EUR 104,2 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von EUR 41,8 Mio. zum Jahresende 2021 auf EUR 16,7 Mio. zum 31. Dezember 2022. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf den Aufbau von Vorräten im Jahr 2021, insbesondere im vierten Quartal, zurückzuführen, der zu hohen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen am Ende des Vorjahres führte. Dieser Effekt wurde teilweise durch die erstmalige Erfassung von Handelsfinanzierungen in Höhe von EUR 7,8 Mio. ausgeglichen, die es uns ermöglichten, Lieferanten früher zu bezahlen und entsprechende Skonti zu erhalten. Darüber hinaus hatten wir EUR 3,4 Mio. höhere Personalverbindlichkeiten, die hauptsächlich auf die Restrukturierungsabfindungen sowie erwartete Lohnsteuernachzahlungen zurückzuführen sind.
COVID-19 war im Jahr 2022 immer noch ein Thema, wurde aber fast vollständig durch die groß angelegte russische Militärinvasion in der Ukraine ersetzt, die am 24. Februar 2022 begann. Die weltweiten Sanktionen gegen Russland haben das Weltmarktgeschehen schwer beeinflusst und verursachten dazu eine stark gestiegene Inflation, insbesondere im Energiebereich, und eine starke Abschwächung des Konsumklimas. Gleichzeitig vergleichen wir mit einem erfolgreichen Vorjahr mit hohen Wachstumsraten.
Insgesamt führte der Umsatzrückgang zu schwächeren Margen und einem negativen bereinigten EBITDA, da unser Geschäft auf ein erwartetes höheres Umsatzniveau ausgelegt war. Wir haben darauf reagiert, indem wir im Laufe des Jahres den Personalbestand reduziert haben und in Zukunft noch kostenbewusster agieren werden. Mit diesen Maßnahmen haben wir unsere aktualisierte Prognose vom August 2022 mit einem Umsatz von EUR 431 Mio. und einem bereinigten EBITDA von EUR –4,2 Mio. erreicht. Obwohl wir im Jahr 2022 nicht profitabel waren, sehen wir immer noch eine hohe Wirtschaftlichkeit und eine sehr positive Entwicklung unseres Westwing-Collection-Anteils. Daher sind wir zuversichtlich, wieder zu profitablem Wachstum zurückzukehren, insbesondere wenn sich das Marktumfeld verbessert.
Der Westwing-Konzern beschäftigte Ende Dezember 2022 1.729 Vollzeitkräfte (FTE) – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 2.312 Mitarbeitern Ende 2021.
Im Dezember 2022 waren die meisten Mitarbeiter bei den in München ansässigen Gesellschaften Westwing Group SE (295 FTE) und Westwing GmbH (254 FTE) sowie bei der polnischen Gesellschaft (764 FTE) beschäftigt, die auch das Shared Service Center und die Shared Warehouses von Westwing betreibt.
Die Mitarbeiter von Westwing sind sehr international. Ende 2022 beschäftigte das Unternehmen Mitarbeiter aus mehr als 71 verschiedenen Ländern. Auch die Geschlechtervielfalt ist für Westwing ein wichtiger Faktor: Insgesamt sind 61 % der Mitarbeiter des Unternehmens weiblich.
Diese nicht-finanzielle Konzernerklärung bezieht sich auf die Geschäftstätigkeit der Westwing Group und wurde gemäß §§ 315b und 315c sowie §§ 289b und 289c des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Sie präsentiert unsere Nachhaltigkeitsschwerpunkte, beschreibt unsere Managementansätze, listet Leistungsindikatoren auf und erläutert einzelne Initiativen, die während des Berichtszeitraums umgesetzt wurden. Die Identifizierung und Analyse der in dieser Erklärung beschriebenen wesentlichen Aspekte erfolgte auf Grundlage der Standards der Global Reporting Initiative (GRI – Universal Standards Version 2016) sowie nach § 289c Absatz 3 HGB. Ein Rahmenwerk wurde dabei nicht vollumfänglich angewandt, da uns dies als nicht zweckmäßig erschien.
Die nicht-finanzielle Konzernerklärung enthält auch jene Angaben, die gemäß Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (nachstehend "EU-Taxonomie-Verordnung" genannt) und der auf ihrer Basis erlassenen delegierten Rechtsakte erforderlich sind.
Westwing konzentriert sich darauf, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen. Wir wollen unsere Kunden inspirieren – durch ausgewählte Produkte in unseren Club-Sales (tägliche Themen) sowie ein permanentes Sortiment in unserem Shop, das wir mit anderen wundervollen Inhalten kombinieren. Genauere Informationen zu unserem Geschäftsmodell finden Sie unter "Grundlagen des Konzerns" im zusammengefassten Lagebericht.
Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere Nachhaltigkeitsperformance als Ganzes verbessern können, wenn wir unsere Produkte, unsere Lieferanten, unsere Mitarbeiter sowie die Art und Weise, wie wir mit unseren Kunden kommunizieren, in den Mittelpunkt rücken. Dieser Ansatz soll zugleich unser anhaltendes nachhaltiges Wachstum fördern. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt, wie wir unsere Nachhaltigkeitsziele erreichen wollen.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie 2030 basiert auf der Überzeugung, dass unsere Kunden gleichzeitig schön und nachhaltig wohnen können.
Sie verfolgt das Ziel, jene Herausforderungen der Bereiche Umwelt, Soziales und Governance (ESG) anzupacken, die sowohl für unsere Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Investoren als auch andere Stakeholder von Bedeutung sind. Sie umfasst folgende vier Schwerpunkte: 1) Produkte und Verpackung, 2) Kunden, 3) Menschen und Umwelt sowie 4) Einbindung der Lieferanten.
Aus der Wesentlichkeitsanalyse, die wir im Jahr 2021 in enger Abstimmung mit verschiedenen internen und externen Stakeholdern durchführten, gingen sechs Themenbereiche hervor, auf die sich unsere Unternehmensaktivitäten auswirken und die auch für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage von Westwing relevant sind. Darüber hinaus haben wir unsere allgemeinen Ziele und Vorsätze in Bezug auf diese Bereiche definiert. Die Vollständigkeit und Gültigkeit dieser Themen für das Jahr 2022 wurde – sowohl im Hinblick auf die geschäftliche Relevanz als auch auf ihre Auswirkungen – von unserem Vorstand und weiteren Mitgliedern des Sustainability Steering Committee erneut bestätigt.
| Erforderliche Angaben nach HGB |
Themen | Zielsetzungen | Ziele |
|---|---|---|---|
| Umweltbelange | Klima und Energie |
• Vermeidung, Verringerung und Kompen sation unserer Treibhausgasemissionen |
• Bis 2027 100 % der gesamten Energie1 aus erneuer baren Quellen beziehen • Bis 2023 wissenschaftlich fundierte Ziele zur Emissionsreduzierung (Science Based Targets) setzen • Klimaneutral bleiben2 |
| Umweltbelange | Verpackung | • Verpackungsmengen reduzieren • Anteil an Neumaterial verringern • Weniger umweltschädliche Materialien einsetzen • Deponieabfälle vermeiden |
• Verringerung der von Westwing verwendeten Verpackungsmenge3 • Schaumstoffanteil verringern (Westwings eigene Verpackungen) • Einwegkunststoffe eliminieren und den Anteil recycelter Kunststoffe erhöhen (Westwings eigene Verpackungen) • Styroporverpackungen bis 2028 eliminieren (Produkte der Westwing Collection) • Bis 2028 mehr als 90 % von Westwings eigenen Ver packungen recycelbar oder kompostierbar machen • Bis 2027 mehr als 90 % der an unseren eigenen Standorten anfallenden Verpackungsabfälle wieder verwenden, verwerten oder recyceln |
| Umweltbelange | Beschaffung von Materialien |
• Mehr nachhaltige Materialien in unseren Produkten • Verzicht auf Gefahrenstoffe und Vermei dung schädlicher Chemikalien |
Bei Produkten der Westwing Collection: • Bis 2026 mehr als 90 %zertifiziertes 4, nachhaltiges Holz verwenden • Bis 2026 mehr als 90 % zertifizierte5 Bio-Baumwolle, recycelte und/oder verantwortungsvoll erzeugte Baumwolle verwenden • Bis 2026 mehr als 90 % verantwortungsvoll6 erzeugte tierische Nebenprodukte7 verwenden • Anteil an Recyclingmaterial in Kunststoffen erhöhen • Gefahrenstoffe eliminieren und die Verwendung schädlicher Chemikalien vermeiden |
1 Energie umfasst Strom, Heizung, Kühlenergie und Kraftstoffe für Lkws im Fuhrpark.
2 Klimaneutralität bezieht sich auf direkte Emissionen, die von Westwing selbst verursacht werden (Strom- und Wärmeerzeugung, Fuhrpark, flüchtige Gase), sowie indirekte Emissionen, die durch eingekaufte Energie, Geschäftsreisen und Mitarbeiterberufsverkehr entstehen. Andere indirekte Emissionen, die außerhalb von Westwing bei der Produktion von Rohstoffen und Zwischenprodukten, der externen Logistik, der Nutzung und Entsorgung von Produkten oder bei anderen Prozessen entstehen, werden dabei nicht berücksichtigt. Unsere Aktivitäten zur Erreichung der Klimaneutralität umfassen Energieeffizienz- und Reduktionsmaßnahmen sowie den Kauf von CO₂-Zertifikaten.
3 Eingehend (inbound) für Produkte der Westwing Collection, ausgehend (outbound, ohne direkt von den Partnern versendete Produkte) innerhalb des Lagers.
4 Zertifizierungen umfassen FSC® und PEFC.
5 Zertifizierungen umfassen GOTS, MADE IN GREEN by OEKO-TEX und OCS.
6 Zertifizierungen umfassen Leather Working Group, Naturleder IVN, Global Traceable Down Standard, Responsible Down Standard und Downpass.
7 Tierische Nebenprodukte umfassen Leder, Daunen sowie Fell.
| Erforderliche Angaben nach HGB |
Themen | Ziele | Vorsätze |
|---|---|---|---|
| Sozialbelange – Menschenrechte |
Auswirkungen der Lieferanten |
• Förderung der sozialen und ökologischen Performance unserer Lieferanten • Sicherstellen, dass Markenpartner unsere Nachhaltigkeitsstandards einhalten |
• Bis 2025 100 % der Lieferanten der Westwing Collection regelmäßig bewerten • Bis 2028 sollen 50 % der Lieferanten der Westwing Collection (gemessen am Auftragsvolumen) Umwelt und Sozialmanagementsysteme8 eingeführt haben • Bis 2027 sollen sich Markenpartner an unsere Nach haltigkeitsstandards angepasst haben |
| Arbeitnehmer belange – Menschenrechte |
Faire Arbeits bedingungen |
• Höchste Standards für Gesundheit, Sicherheit und Arbeitsplatzzufriedenheit |
• Bis 2028 sollen 50 % der Lieferanten der Westwing Collection-Programme zur Messung und Verbesse rung der Arbeitsbedingungen eingeführt haben • Mitarbeiterzufriedenheitsrate über 80 % halten • Unfälle in unseren Lagern vermeiden |
| Sozialbelange | Verantwortungs volle Marketing und Kommuni kationspolitik |
• Bereitstellung nachvollziehbarer und glaubhafter Informationen über die Nach haltigkeitseigenschaften unserer Produkte sowie Unterstützung unserer Kunden bei Entscheidungen für mehr Nachhaltigkeit |
• Kennzeichnung eines erheblichen Anteils unserer Produkte als nachhaltig • Bis 2027 sollen 50 % der Produkte unserer Westwing Collection als nachhaltig gekennzeichnet sein • Ein signifikanter Anteil der Kommunikation von Westwing soll der Förderung der Nachhaltigkeit gewidmet werden |
Wegen ihrer Relevanz für unser Geschäft und ihrer Auswirkungen haben wir zusätzlich die Themen Integrität, Rechtskonformität und Datenschutz (erforderliche Angaben nach HGB: Korruptionsbekämpfung) in die nicht-finanzielle Konzernerklärung aufgenommen.
Die Verantwortung für unsere Nachhaltigkeitsstrategie 2030 liegt in den Händen unseres Vorstands, der durch den Aufsichtsrat kontrolliert wird. Entwickelt und im gesamten Unternehmen vorangetrieben wird die Strategie vom Head of Corporate Sustainability, die die entsprechenden Zielvorgaben setzt, Fortschritte misst und über erreichte Meilensteine berichtet. Zu den Aufgaben gehört zudem die Leitung eines Kernteams, das in jedem Geschäftsbereich direkt mit jeweils eigens benannten Mitarbeitern ("Sustainability Champions") zusammenarbeitet. Dieses Corporate-Sustainability-Team erarbeitet Ziele und Prozesse, überwacht die Nachhaltigkeitsperformance und sorgt dafür, dass Westwing alle relevanten ökologischen, sozialen und ethischen Vorschriften einhält. Es arbeitet aber auch mit Führungskräften aus allen Unternehmensteilen zusammen, um Roadmaps zu erstellen und umzusetzen, die Nachhaltigkeitsperformance auszuwerten und sicherzustellen, dass gesetzte Ziele tatsächlich erreicht werden. Außerdem unterstützt es unsere wichtigsten Entscheidungsträger im Umgang und in ihrer Kommunikation mit externen Stakeholdern – insbesondere Kunden, Lieferanten und Investoren. Unser Head of Corporate Sustainability berichtet an den Director of Governance, Risk Management and Compliance (GRC), die wiederum dem CFO und dem Vorstand Bericht erstattet. Der CFO wird einmal im Monat über den aktuellen Stand der Nachhaltigkeitsperformance informiert.
8 Umwelt- und Sozialmanagementsysteme (z. B. ISO 14000, SA 8000).
Das Nachhaltigkeitsteam unserer Geschäftsfelder Shop (permanentes Sortiment) und Westwing Collection steht unter der Leitung des Director of Quality and Sustainability. Ziel dieses Teams ist es, die Nachhaltigkeit unserer Produkte, der Verpackungen der Westwing-Collection-Produkte, der Lieferkette und der Materialbeschaffung – entscheidende Faktoren für unsere Nachhaltigkeitsstrategie – sowie die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften und Nachhaltigkeitsrichtlinien für Materialien und Produkte zu gewährleisten.
Unsere GRC-Abteilung überwacht die Risiken im gesamten Unternehmen. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses ermitteln die Mitarbeiter finanzielle und nicht-finanzielle Risiken – unter Einbeziehung von Reputationsrisiken sowie gesellschaftlichen und ökologischen Risiken. Im Rahmen dieses Prozesses wird auch überprüft, ob potenzielle und wesentliche negative Auswirkungen in diese nicht-finanzielle Konzernerklärung aufzunehmen sind. Für das Jahr 2022 ergaben sich aus unserem Betrieb, unseren Geschäftsaktivitäten und unseren Geschäftsbeziehungen keinerlei unberücksichtigte Risiken, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf wesentliche nicht-finanzielle Aspekte haben könnten.
Die CO2-Emissionen, die wir durch unsere Geschäftstätigkeit, Produkte und Lieferketten verursachen, sind für unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter, Kunden sowie für unsere Investoren von großer Bedeutung.
Westwing berechnet seine CO2-Emissionen jährlich in Anlehnung an das Greenhouse Gas Protocol. Das Corporate-Sustainability-Team sammelt und prüft die von den verschiedenen Westwing-Abteilungen bereitgestellten Daten und Informationen und berechnet mithilfe eines externen Partners den CO2-Fußabdruck des Unternehmens.
In Abstimmung mit dem Vorstand und im engen Austausch mit anderen zuständigen Abteilungen verantwortet das Team die Festlegung der Emissionsreduktionsziele. Kompensationsprojekte werden ebenfalls in Abstimmung mit dem Vorstand koordiniert, bevor sie mit Unterstützung durch externe Partner umgesetzt werden. Unser strategischer Fokus liegt dabei auf drei Aspekten. Wir wollen unseren CO2-Fußabdruck verstehen, um uns realistische Ziele setzen zu können. Wir wollen Emissionen so weit wie möglich vermeiden und verringern – unter anderem durch Effizienzsteigerungen und den Einsatz erneuerbarer Energien. Und wir wollen die verbleibenden Emissionen kompensieren.
Westwing steht noch am Anfang seiner Reise zur Reduzierung der CO2-Emissionen, ist aber überzeugt davon, auf dem richtigen Weg zu sein. Im Jahr 2022 haben wir in unseren Geschäftstätigkeiten weitere Fortschritte bei der Umstellung auf erneuerbare Energien gemacht. Ziel ist es, bis 2027 eine Quote von 100 % zu erreichen. Unsere Auslieferungszentren in München und Hamburg werden seit diesem Jahr mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben, und auch der neue Westwing Store in Hamburg bezieht Ökostrom. Aktuell liegt der Stromanteil aus erneuerbaren Energien bei 22 % des Gesamtstromverbrauchs, während der Anteil erneuerbarer Energien an unserem Gesamtenergieverbrauch 5 % beträgt.
| Scope 3 (in t CO2 e)11 |
Mitarbeiter sowie aus kraftstoff- und energiebezogenen Aktivitäten, die nicht in Scope 1 und 2 enthalten sind |
5.788 | 4.548 |
|---|---|---|---|
| Indirekte Emissionen aus Geschäftsreisen12, Pendeln der | |||
| Scope 2 (in t CO2 e)10 |
Indirekte Emissionen aus eingekauftem Strom und eingekaufter Fernwärme |
2.397 | 1.732 |
| Scope 1 (in t CO2 e) |
Direkte Emissionen durch Heizen, Verbrennen von Kraftstoffen in unseren eigenen Fahrzeugen und durch flüchtige Emissionen aus Klimaanlagen |
2.776 | 2.249 |
| Geltungsbereich | Abgedeckte Emissionen (vor Kompensationsmaßnahmen)9 |
2022 | 2021 |
Wie zu erwarten, trug die Eröffnung unseres neuen Lagers in Polen zum Anstieg der Emissionen in den Scopes 1, 2 und 3 bei. Dennoch wurde unser neues Lager mit wichtigen Nachhaltigkeitsattributen ausgestattet, darunter Fotovoltaikpaneele, Abwasserrückgewinnungssysteme, Ladestationen für Fahrzeuge, Wasserspartechnologien, LED-Beleuchtung sowie optimierte Systeme zur natürlichen Beleuchtung und Belüftung. Das Gebäude erhielt 2022 ein BREEAM-Zertifikat mit der Ratingnote "Sehr gut". Außerdem trugen die gestiegenen Bürobesuche unserer Mitarbeiter im Jahr 2022 zu einem Anstieg der Emissionen aus dem Pendelverkehr bei, die Teil unserer Scope-3-Emissionen sind.
Darüber hinaus ist es uns gelungen, bei unseren eigenen Aktivitäten klimaneutral 13 zu bleiben, indem wir – wie in der Tabelle oben dargestellt – für die Emissionen des Jahres 2021 Kompensationsmaßnahmen ergriffen. Für das Jahr 2022 sind wir aktuell dabei, die Kompensation dieser Emissionen abzuschließen. Unsere eigenen Aktivitäten umfassen bei Westwing alle direkten Emissionen im Zusammenhang mit der Strom- und Wärmeerzeugung, dem Fuhrpark und flüchtigen Gasen sowie alle indirekten Emissionen, die durch eingekaufte Energie, Geschäftsreisen und Mitarbeiterfahrten entstehen. Andere indirekte Emissionen, die bei der Produktion von Rohstoffen und Zwischenprodukten, der externen Logistik, der Nutzung und Entsorgung von Produkten oder bei anderen Prozessen entstehen, werden hierbei nicht berücksichtigt. Um den Bedarf an Kompensationsmaßnahmen zu verringern, arbeiten wir darauf hin, unsere Energieeffizienz weiter zu verbessern. Außerdem haben wir damit begonnen, die Auslastung unserer Lkws zu optimieren, um die Auswirkungen unserer Versandaktivitäten zu verringern – mit dem Ziel, unsere Kunden mit so wenigen Fahrzeugen wie möglich zuverlässig und pünktlich zu beliefern.
Westwing ist noch einen Schritt weitergegangen und hat sich der Science Based Targets initiative (SBTi) angeschlossen, um seine CO2-Emissionen zu reduzieren und dazu beizutragen, die globale Erwärmung im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 auf 1,5 °C zu begrenzen. Ziele gelten dann als wissenschaftsbasiert ("science-based"), wenn sie mit dem übereinstimmen, was die aktuelle Klimaforschung im Zusammenhang mit dem Pariser Abkommen zur
12 Geschäftsreisen umfassen Flug-, Bahn- und Autoreisen.
9 Die Berechnungen wurden auf der Grundlage der Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard (GHG Protocol) durchgeführt. Die Emissionsfaktoren wurden aus wissenschaftlich anerkannten Datenbanken wie ecoinvent und DEFRA in den jeweils aktuellsten Versionen entnommen. In der CO2 -Bilanz unseres Unternehmens werden alle Emissionen als CO2 -Äquivalente (CO2 e) berechnet. Das bedeutet, dass alle relevanten Treibhausgase, wie im IPCC-Bewertungsbericht angegeben, in die Berechnungen eingeflossen sind. Dazu gehören Kohlendioxid (CO2 ), Methan (CH₄), Fluorkohlenwasserstoffe (HFC), Perfluorkohlenwasserstoffe (PFC), Schwefelhexafluorid (SF6 ) und Stickstofftrifluorid (NF3 ).
Die CO2 -Emissionen wurden anhand der Verbrauchsdaten des Unternehmens berechnet. Wo immer möglich, wurden Primärdaten für den Berichtszeitraum verwendet. Wo Informationen nicht ohne weiteres verfügbar waren, wurden Annahmen getroffen. So wurden beispielsweise Daten aus dem Vorjahr oder die Grundflächen der Gebäude (m2) herangezogen, wenn keine Daten zu Heizung, Kühlung oder Stromverbrauch für die Berechnung der Scope-1- oder Scope-2-Emissionen verfügbar waren. Für den Pendelverkehr der Mitarbeiter wurden allgemeine Annahmen über die von den Mitarbeitern genutzten Verkehrsmittel (prozentualer Anteil der Autos, öffentlicher Verkehrsmittel usw.) und die durchschnittlich zurückgelegte Entfernung getroffen. Für Geschäftsreisen mit dem Flugzeug werden durchschnittliche Entfernungen für Kurz- und Langstreckenreisen angenommen; für Reisen mit der Bahn wird zwischen regionalen und innerdeutschen/kontinentalen Reisen unterschieden und für jede Kategorie durchschnittliche Entfernungen verwendet.
10 Die Emissionen für Strom wurden nach der sogenannten "market-based" (marktbasierten) Methode berechnet. Für die marktbasierte Methode wurden spezifische Emissionsfaktoren von unseren Energieversorgern zur Verfügung gestellt, sofern verfügbar. Wenn diese spezifischen Faktoren nicht verfügbar waren, wurden Faktoren für den landesspezifischen residualen Energiemix verwendet.
11 Ohne Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen, Investitionsgütern, vorgelagertem Transport und Vertrieb, im Betrieb anfallenden Abfällen, vorgelagerten geleasten Anlagen, nachgelagertem Transport und Vertrieb, Verarbeitung verkaufter Produkte, Verwendung verkaufter Produkte, End-of-Life-Behandlung verkaufter Produkte, nachgelagerten geleasten Anlagen, Konzessionen und Investitionen.
13 Unsere Aktivitäten zur Erreichung der Klimaneutralität umfassen Energieeffizienz- und Reduktionsmaßnahmen sowie den Kauf von CO2 -Zertifikaten.
Bekämpfung der globalen Erwärmung für erforderlich hält. Zu diesem Zweck haben wir eine Schätzung unserer gesamten Scope-3-Emissionen des vergangenen Jahres vorgenommen – im Fokus standen dabei eigene Produkte und die Produkte Dritter. Sobald wir in der Lage sind, die entsprechenden Daten für das aktuelle Geschäftsjahr zu erfassen, werden wir diese in unsere Berichterstattung aufnehmen. Um weitere Maßnahmen zum Erreichen unserer Emissionsreduktionsziele zu erschließen, haben wir darüber hinaus Wachstumsszenarien für unser Geschäft entwickelt und unsere Betriebsabläufe analysiert. Die Einreichung unserer Emissionsreduktionsziele bei der SBTi ist für Anfang 2023 geplant.
Die größten Herausforderungen für einige unserer Ziele im Bereich der Energienutzung bestehen zum einen darin, dass wir nicht alle unsere Einrichtungen direkt betreiben. Zum anderen können der Austausch bestehender Energiesysteme und der Wechsel zu Stromverträgen mit erneuerbaren Energien technisch schwierig sein und zudem stark von den aktuellen Marktbedingungen abhängen.
Im Jahr 2023 wollen wir unsere Ziele für die Verringerung der Kohlendioxidemissionen festschreiben und sie von der SBTi validieren lassen. Eine der wichtigsten Aufgaben für das nächste Jahr wird dann darin bestehen, eine Strategie für weitere CO2 -Emissionsreduzierungen sowie einen Fahrplan für die Umsetzung unserer Klimaziele zu erstellen.
Darüber hinaus wollen wir 2023 auch damit beginnen, unsere Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen nach Scope 1 und 2 zu erfüllen – durch eine steigende Energie- und Ressourceneffizienz, neue Wege zum verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien in allen Betriebsabläufen und insgesamt verbesserte Logistik- und Transportabläufe. Hierzu werden wir die Möglichkeiten von Erdwärme und Fotovoltaik erkunden und die Umsetzbarkeit von Maßnahmen zur Optimierung von Energieverbrauch und Energieeffizienz prüfen. Im Hinblick auf unsere Scope-3-Emissionen wollen wir uns nicht nur damit beschäftigen, wie wir unsere wichtigsten Lieferanten am besten einbinden, sondern auch die CO2-Fußabdrücke von ersten Produkten definieren.
Wir bei Westwing achten auf die Verpackungen unserer Produkte, denn wir möchten, dass sie sicher zu unseren Kunden gelangen und gleichzeitig die Umwelt möglichst wenig belasten. Wir sehen uns in der Verantwortung, unsere Produkte so nachhaltig wie möglich zu verpacken und konzentrieren uns dabei auf zwei Hauptbereiche: Verpackungen, die unsere Lager- und Logistikbereiche verwenden, um die an unsere Kunden auszuliefernden Produkte zu schützen (Outbound-Verpackungen), sowie Verpackungen, die von den Lieferanten der Westwing Collection für unsere eigenen Produkte entwickelt werden (Inbound-Verpackungen).
Im Rahmen unserer Klimaziele wollen wir Schaumstoffe eliminieren, neu hergestellte Kunststoffe zunehmend durch Recyclingkunststoffe oder Papier ersetzen, den Anteil an recyceltem, recycelbarem oder kompostierbarem Papier weiter erhöhen und den Einsatz von Verpackungsmaterial insgesamt reduzieren. Grundlage für diese Vorsätze sind unsere Verpackungsrichtlinien.
Diese Richtlinien wurden unter Berücksichtigung unserer Unternehmensziele, europäischer Regulatorik über Verpackungen, Verpackungsabfälle und der erweiterten Herstellerverantwortung sowie der einschlägigen europäischen und nationalen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt. Sie regeln unter anderem vorrangig verwendete Materialien, eingeschränkt zugelassene Substanzen, die Verwendung von Polymeren, Schließverfahren, Sicherheitswarnungen, Falltests, Kennzeichnungen sowie Zertifizierungen durch Dritte wie etwa das Forest Stewardship Council (FSC®).
Outbound-Verpackungen: Outbound-Verpackungen sind Verpackungen, die von unseren Lager- und Logistikbereichen verwendet werden. Zuständig hierfür ist das Team unseres Head of Quality and Customer Experience. Gemeinsam plant und überwacht es die Art und Weise, wie Produkte für Endkunden verpackt werden, wobei es sich unter Berücksichtigung von Kosten und Nutzen insbesondere auf die Beschaffung und Reduzierung von Verpackungsmaterial konzentriert. Darüber hinaus kümmert sich das Team darum, wie Produkte verpackt und im Lager aufbewahrt werden. Unterstützung in Nachhaltigkeitsfragen bietet derzeit das Corporate-Sustainability-Team.
Inbound-Verpackungen: Inbound-Verpackungen sind Verpackungen, die für die Produkte der Westwing Collection verwendet werden. Zuständig hierfür ist das Team unseres Director of Product Quality and Sustainability. Gemeinsam betreut es die Entwicklung von Verpackungslösungen durch unsere Lieferanten, leistet bei Bedarf Unterstützung und übernimmt die volle Verantwortung für das Design, die Qualität, die Nachhaltigkeit und die Beschaffung geeigneter Lösungen. Die Verpackungen werden in der Endphase jeder Produktentwicklung bei den Lieferanten entwickelt. Die Verpackungsdetails werden in unsere Dokumentation der Produktspezifikationen aufgenommen und auf Übereinstimmung mit unseren Verpackungsrichtlinien überprüft.
In diesem Kalenderjahr führten wir an allen unseren Standorten klare Datenerhebungsprozesse ein und bestimmten zudem grundlegende Daten für die meisten unserer strategischen Ziele. Über die Fortschritte bei den Reduktionszielen werden wir im nächsten Berichtszyklus berichten.
Die größte Herausforderung bei der Entwicklung nachhaltigerer Verpackungen war die Verfügbarkeit preiswerter Verpackungslösungen, die in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit den Ansprüchen unserer Produkte genügen.
Outbound-Verpackungen: 2022 konzentrierte sich Westwing darauf, nachhaltige Verpackungslösungen zu entwickeln und einzusetzen, die zugleich der Erwartung unserer Kunden entsprechen, "Überverpackungen" zu vermeiden. Darüber hinaus erstellten wir für unser European Logistics Center in Polen einen Fahrplan zur Verbesserung der Verpackungsqualität. Dort und in unserem italienischen Logistikzentrum führten wir zudem zu 100 % recycelte Folienbeutel ein.
| Kategorie | Verpackungskennzahlen14 | Bereich | 202215 |
|---|---|---|---|
| Kunststoffe aus Recyc lingmaterial |
Anteil von Kunststoffen mit mehr als 60 % Recyclingmaterial (in %)16 |
Outbound-Verpackungen in Lagern und zum Schutz bzw. zur Aufbewahrung von Produkten |
2 |
| Verpackungsreduktion | Verpackungsgewicht je versandtes Packstück17 (in kg) |
Outbound-Verpackungen in Lagern und zum Schutz bzw. zur Aufbewahrung von Produk ten – ohne Holz, Metall und Stoff |
0,7 |
| Verpackungsreduktion | Verpackungsgewicht je versandten Artikel (in kg) |
Outbound-Verpackungen in Lagern und zum Schutz bzw. zur Aufbewahrung von Produk ten – ohne Holz, Metall und Stoff |
0,3 |
| Verpackungsreduktion | Verpackungsgewicht je Kubikmeter des versandten Produkts (in kg) |
Outbound-Verpackungen in Lagern und zum Schutz bzw. zur Aufbewahrung von Produk ten – ohne Holz, Metall und Stoff |
7 |
| Reduktion von Schaum stoffen |
Anteil von Schaumstoff an allen Kunststoffen (in %)18 |
Outbound-Verpackungen in Lagern und zum Schutz bzw. zur Aufbewahrung von Produkten |
3 |
| Recycelbar/Biologisch abbaubar/Kompostierbar |
Anteil von Recyclingmaterial an der gesamten Verpackung (in %) 19, 20 |
Outbound-Verpackungen in Lagern und zum Schutz bzw. zur Aufbewahrung von Produk ten – ohne Holz |
95 |
| Wiederverwendete, verwertete und/oder recycelte Verpackungs abfälle21 |
Anteil der wiederverwendeten, verwerteten und/oder recycelten Verpackungen am gesamten Ver packungsabfall in (%) |
Verpackungsabfälle, die in unseren eigenen Lagern anfallen |
58 |
Aktuell erreichen wir bei allen unseren Outbound-Verpackungen eine Quote von 95 % Recyclingmaterial in Bezug auf die Gesamtverpackung und übertreffen damit bereits das in unserer Nachhaltigkeitsstrategie definierte Ziel von 90 %. Bei den Zielen für wiederverwendete, verwertete und/oder recycelte Verpackungsabfälle in unseren eigenen Lagern sind wir ebenfalls auf dem richtigen Weg: Derzeit werden 58 % unserer Verpackungen einer Verwertung und/oder einem Recycling zugeführt (Ziel: 90 % im Jahr 2028).
18 Schaumstoff umfasst auch weiche Schaumkunststoffe (z. B. Vliesstoffe und Kantenschutzwinkel). Ausgenommen sind passgenaue Verpackungsbeutel, Kunststoffklebebänder, Silica-Beutel und jede Art von Kunststoff-Schaumstoff.
Inbound-Verpackungen: Bei den Inbound-Verpackung haben wir recycelte Folienbeutel für die Teppiche der Westwing Collection eingeführt und früher genutztes Styropor größtenteils aus dem Portfolio verbannt. 2022 konnten wir zudem erreichen, dass bei der Westwing Collection mehr als 90 % des verhandelten22 Auftragsvolumens über nachhaltige Verpackungslösungen verfügen. Dies bedeutet, dass die Verpackungslösungen folgende Kriterien erfüllen:
Bei Verpackungsmaterial aus Papier und/oder Holz werden FSC®-zertifizierte Varianten bevorzugt. Für alle Neuentwicklungen sind nachhaltige Verpackungen bereits obligatorisch.
| Verpackungskennzahlen | 202223 |
|---|---|
| Anteil des verhandelten Auftragsvolumens bezogen auf die Westwing Collection, bei dem nachhaltige Verpackungen zum Einsatz kommen (bezogen auf das gesamte Auftragsvolumen zum Stichtag 31.12.2022 in %) |
94 |
| Anteil der Bestellungen bezogen auf die Westwing Collection, bei denen kein Styropor mehr enthalten ist (in %)24 |
85 |
Unser Ziel, bei mehr als 90 % des verhandelten Auftragsvolumens von Inbound-Verpackungen nachhaltige Verpackungslösungen einzusetzen, haben wir bereits erreicht. Einen deutlichen Schritt nach vorn verzeichneten wir auch beim Verzicht auf Styropor: Bei den Verpackungen in diesem Bereich konnten wir den Anteil der Bestellungen, die kein Styropor mehr enthalten, auf 85 % erhöhen (Ziel: 100 % bis zum Jahr 2028).
Outbound-Verpackungen: Bei den Outbound-Verpackungen planen wir die Umsetzung folgender Maßnahmen: Verringerung des Gesamtmaterialverbrauchs, Umstellung vom bisher für den Versandschutz verwendeten Material auf wiederverwendete Kartonabfälle, Verringerung der eingesetzten Stretchfolienmenge sowie Umstieg von neu hergestellten Luftpolsterkissen auf nachhaltigere Alternativen sowie von Schaumstoffen auf kunststofffreie Materialien.
Inbound-Verpackungen: Für unsere Produkte der Westwing Collection wollen wir die Umstellung des bestehenden Produktportfolios auf nachhaltige Verpackungen abschließen und den vollständigen Verzicht auf Einwegkunststoffe und Styropor priorisieren. Auf interner Ebene beabsichtigen wir, eine umfassende Verpackungsdatenbank aufzubauen und unser Verfahren zur Erfassung von Verpackungsdaten weiter zu standardisieren.
22 Die Lieferanten von Westwing-Collection-Inbound-Packaging verpflichteten sich, die Kriterien für nachhaltige Verpackungen einzuhalten.
23 Daten aus dem Vorjahr sind nicht verfügbar, da die Datenerfassung erst für das laufende Jahr eingerichtet wurde.
24 Bezogen auf gesamtes Bestellvolumen, welches ursprünglich Styroporverpackungen enthielt.
In unserer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichten wir uns, langlebige Materialien aus nachhaltigen Quellen einzusetzen und innerhalb unserer Lieferketten so ressourceneffizient wie möglich zu handeln. In diesem Zusammenhang haben wir uns für die Produkte der Westwing Collection ehrgeizige Ziele gesetzt, die wir bis 2026 erreichen wollen – unter anderem einen Anteil von mehr als 90 % zertifiziert nachhaltigem Holz sowie mehr als 90 % zertifizierter Baumwolle in Bioqualität, aus Recyclingmaterial und/oder aus verantwortungsvollem Anbau. Verantwortlich für die Materialbeschaffung ist das Nachhaltigkeitsteam unserer Geschäftsbereiche Shop (permanentes Sortiment) und Westwing Collection.
Die für unsere Westwing Collection zuständigen Design-, Produkt- und Einkaufsteams unterliegen einer breiten Palette von Richtlinien, die ihnen helfen, die nachhaltigsten Materialien und Produkte für das Westwing-Portfolio auszuwählen. Zu diesen Richtlinien gehören unter anderem:
Unsere Teilnahme an globalen Initiativen und die Zertifizierung nach globalen Standards für die verantwortungsvolle Beschaffung von Materialien und Produkten helfen uns, unsere Ziele zu erreichen. Wir sind Mitglied von Better Cotton und unterstützen so den verantwortungsvollen Baumwollanbau. Wir sind nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert, der es uns ermöglicht, Bio-Textilprodukte zu beziehen, die in ihrer Herstellung und in der gesamten Lieferkette hohe ökologische und soziale Anforderungen erfüllen. Wir verwenden vom Forest Stewardship Council (FSC®) zertifizierte Produkte, die eine nachhaltige Forstwirtschaft unterstützen. Wir sind nach dem Global Recycled Standard (GRS) zertifiziert. Und natürlich achten wir auch auf die Einhaltung geltender Gesetze und Vorschriften. So handeln wir nach den Anforderungen der EU-Holzverordnung (EUTR), die den illegalen Holzeinschlag und den damit einhergehenden Handel mit Holz und Holzprodukten bekämpft.
Anfang 2022 wurde Westwing Mitglied von Better Cotton – einem der weltweit größten Nachhaltigkeitsprogramme für Baumwolle, das kleine Landwirtschaftsbetriebe in sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht unterstützt. Der zweite Erfolg in diesem Jahr war unsere Zertifizierung nach dem Global Recycling Standard (GRS). Dies ermöglichte es uns, den Anteil von Produkten aus Recyclingkunststoff zu erhöhen und damit Fortschritte bezüglich des entsprechenden Ziels unserer Nachhaltigkeitsstrategie zu machen. Darüber hinaus haben wir alle relevanten Zertifizierungen (z. B. GOTS) und Lizenzen (z. B. FSC®) für die Materialbeschaffung beibehalten, und das EUTR-Audit des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) bestätigte, dass wir über eine Sorgfaltspflichtregelung für den Handel mit Holzprodukten verfügen.
Im Lauf des Jahres arbeiteten wir konsequent daran, den Anteil folgender nachhaltiger Materialien in den Produkten unserer Westwing Collection zu erhöhen: Holz (FSC®), Baumwolle (GOTS, Better Cotton) sowie tierische Nebenprodukte (zertifiziert durch Leather Working Group, Naturleder IVN, Global Traceable Down Standard, Responsible Down Standard oder Downpass). Dies bedeutete einen wichtigen Schritt in Richtung jener Ziele, die wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie im Bereich Materialbeschaffung für das Jahr 2026 gesetzt haben. Dank unserer Initiativen für den Erwerb relevanter Zertifizierungen und Lizenzen sowie durch die Einführung klarer Präferenzen für nachhaltige Materialien bereits in der Produktentwicklungsphase hat sich vor allem die Beschaffung von Holz und Baumwolle aus nachhaltigen Quellen verbessert. Die Menge der verantwortungsvoll erzeugten tierischen Nebenprodukte blieb zwar konstant. Da jedoch neue Produkte in diese Kategorie aufgenommen wurden, ging der Gesamtanteil der verantwortungsvoll erzeugten tierischen Nebenprodukte im Vergleich zum Vorjahr zurück.
| Materialien | Bereich | 2022 | 2021 |
|---|---|---|---|
| Anteil von zertifiziertem, nachhaltigem Holz (in %)25 |
Westwing Collection | 60 | 8 |
| Anteil von zertifizierter Bio-Baumwolle, recycelte und/oder verantwortungsvoll erzeugter Baumwolle (in %)26 |
Westwing Collection | 31 | 7 |
| Anteil der verantwortungsvoll erzeugten tierischen Nebenprodukte (in %)27 |
Westwing Collection | 33 | 39 |
Unsere Initiativen umfassen auch die externe Kommunikation und die Einbeziehung unserer Stakeholder. Westwing unterstützte beispielsweise die FSC® Forest Week 2022 – eine globale Aktion zur Sensibilisierung der Verbraucher für das Thema Wald. Als Förderer dieser Aktion wirkte Westwing beim Erreichen des FSC®-Ziels "Forests Forever – For All" mit. Zugleich nutzten wir die Initiative, um über Social-Media-Kanäle das Bewusstsein unserer Kunden für eine nachhaltige Forstwirtschaft zu schärfen.
Die größte Herausforderung bei der nachhaltigeren Gestaltung unserer Materialbeschaffung bestand darin, dass der Markt für zertifizierte nachhaltige Materialien noch immer relativ begrenzt ist und dass die Zertifizierung der Lieferanten in der Regel ressourcenintensiv ist.
Im Jahr 2023 wollen wir den Anteil von Holz, Baumwolle und tierischen Nebenprodukten aus nachhaltigen Quellen für die Produkte der Westwing Collection systematisch weiter erhöhen und zudem die Verwendung von Recyclingkunststoffen vorantreiben, um erste Produktreihen auf dieses Material umstellen zu können. Außerdem planen wir, unsere Suche nach nachhaltigen Materialalternativen (etwa für Schaumstoffe und Metalle) und zu innovativen Techniken in der Materialherstellung und -verarbeitung fortzuführen. Wir wollen aber auch Prototypen aus ausgewählten Materialien entwickeln und Vorzeigeprodukte identifizieren, um deren CO2-Fußabdrücke zu ermitteln. Und schließlich möchten wir eine Zertifizierung nach RWS (Responsible Wool Standard) und eine Good-Weave-Lizenz erhalten.
Bei unseren Lieferanten handelt es sich entweder um Hersteller, die in unserem Auftrag Produkte herstellen (Westwing Collection), oder um Marken, deren Produkte wir verkaufen (Drittanbieter). Sie spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, unseren Kunden attraktive, langlebige und nachhaltige Produkte zu bieten.
25 Zertifizierung durch FSC®.
26 Zertifizierung durch GOTS; Hersteller ist Better Cotton Mitglied.
27 Zertifizierungen umfassen Leather Working Group, Naturleder IVN, Global Traceable Down Standard, Responsible Down Standard und Downpass.
Drittanbieter: Unser "Supplier Code of Conduct" gilt für unsere Drittanbieter und spiegelt die wichtigsten Anforderungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), des UN Global Compact und der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen wider. Wesentliche Themen hierbei sind die Arbeitsbedingungen, die Umweltperformance und die Bekämpfung von moderner Sklaverei und Kinderarbeit. Die darin enthaltenen Richtlinien berechtigen uns, unangekündigte Audits durchzuführen und von unseren Subunternehmern die Einhaltung derselben Standards zu verlangen.
Lieferanten der Westwing Collection: Im Rahmen unseres Engagements für mehr Nachhaltigkeit konzentrieren wir uns insbesondere auf Unternehmen, die in unserem Auftrag Produkte herstellen, da wir die Materialien und Betriebsstandards hier direkt vorgeben können. Verantwortlich hierfür sind unser Director Buying und unser Director of Product Quality and Sustainability sowie ihre Teams. Für die Lieferanten der Westwing Collection gilt unser "Private Label Supplier Code of Conduct", dessen Inhalte im Einklang mit dem "Supplier Code of Conduct" für unsere Drittanbieter stehen.
Transparenz ist bei der Einbindung von Lieferanten und bei internen Sorgfaltsprüfungen unerlässlich. Sozialaudits zählen zu den weithin anerkannten Methoden, um die Sozialstandards in Zulieferbetrieben zu verstehen und zu bewerten. Unabhängige Prüfer besuchen daher Produktionsstätten, Unterkünfte, Kantinen und ähnliche Einrichtungen, um die dortigen Gesundheits-, Sicherheits- und allgemeinen Arbeitsbedingungen zu beurteilen. Sozialaudits sind für Lieferanten der Westwing Collection mit Sitz in Nicht-EU-Ländern obligatorisch. Die daraus resultierenden Auditberichte, die auch Aktionspläne für Verbesserungsmaßnahmen enthalten, werden an Westwing übergeben und dort individuell bewertet und dokumentiert.
In diesem Zusammenhang haben wir klare "Nulltoleranz"-Grenzen und Routinen für den Umgang mit Ausnahmefällen aufgestellt. Werden bei einem Audit in der Onboarding-Phase, also vor Aufnahme von Geschäftsbeziehungen, Sachverhalte festgestellt, die gegen die Nulltoleranzgrenzen verstoßen, bleiben die Lieferanten solange unberücksichtigt, bis diese Probleme gelöst sind. Treten Nulltoleranzprobleme beim Re-Audit von bestehenden Lieferanten auf, arbeiten wir unverzüglich gemeinsam mit ihnen an Lösungsstrategien. Sind Lieferanten hierbei nicht kooperativ, werden die Geschäftsbeziehungen ausgesetzt, bis zufriedenstellende Ergebnisse vorliegen, oder auch endgültig beendet.
Westwing akzeptiert von den Lieferanten der Westwing Collection derzeit folgende international anerkannten Programme und Initiativen zur sozialen Zertifizierung: amfori BSCI (Business Social Compliance Initiative), SMETA (Sedex Members Ethical Trade Audit) und SA8000-Standard (wegen Qualitätsbedenken in anderen Ländern ist dieser Standard nur für China und Vietnam anwendbar). Diese Programme ermöglichen es Westwing, die Bedingungen vor Ort zu verstehen, die Performance der Lieferanten zu überwachen und die Übereinstimmung mit seinen Werten und den Anforderungen künftiger Bestimmungen zu beurteilen. Zugleich bilden sie die Grundlage für einen offenen, direkten Dialog.
Unser Hauptaugenmerk liegt nach wie vor auf unseren Lieferanten aus Nicht-EU-Ländern, da wir hier ein höheres Risiko für Verletzungen von Menschenrechten und Arbeitsplatzstandards sehen. Lieferanten aus der EU unterliegen EU-Vorschriften, was uns in Verbindung mit den regelmäßigen persönlichen Besuchen unseres Einkaufsteams einen besseren Überblick über ihre soziale und ökologische Gesamtperformance verschafft. Um die Transparenz in der Zusammenarbeit mit Lieferanten aus EU-Ländern weiter zu erhöhen, werden wir in ihren Produktionsstätten zusätzliche interne Audits einführen.
Drittanbieter: Seit 2022 gehören der Supplier Code of Conduct sowie unsere Richtlinien zur Produktkennzeichnung (siehe Abschnitt "Verantwortungsvolle Marketing- und Kommunikationspolitik") zu den vertraglichen Vereinbarungen für Produkte von Drittanbietern. Erstes Ergebnis dieser Neuregelung war die Unterzeichnung des Supplier Code of Conduct durch alle Drittanbieter von Produkten, die wir in unserem Shop (permanentes Sortiment) anbieten. Darüber hinaus haben wir unsere wichtigsten externen Markenpartner im Jahr 2022 systematischer in unsere Club-Sales (tägliche Themen) eingebunden und unseren Supplier Code of Conduct mit ausgewählten Partnern im Rahmen eines Pilotprojekts getestet. Dies war zugleich der erste Schritt in Richtung des Ziels, unsere Markenpartner bis 2027 an den Nachhaltigkeitsstandards von Westwing auszurichten.
Lieferanten der Westwing Collection: Bei unseren Lieferanten der Westwing Collection aus Nicht-EU-Ländern führen wir weiterhin systematisch jährliche Überprüfungen der Ergebnisse der Sozialaudits durch. Zum Jahresende konnten 96 % dieser Lieferanten (gemessen am Bestellvolumen in Euro) gültige Sozialauditergebnisse vorlegen. Re-Audits für Lieferanten erfolgen entsprechend dem Gültigkeitsdatum des Auditprogramms. Dass wir unser Ziel von 100 % nicht erreichen konnten, liegt daran, dass die verbliebenen Lieferanten derzeit erneut auditiert werden. Diese Re-Audits waren wegen örtlicher Reisebeschränkungen in Verzug geraten.
Im Jahr 2022 dehnten wir die Bewertung unserer Lieferanten über soziale Aspekte hinaus auf Umweltaspekte aus – erste Umweltprüfungen wurden bereits durchgeführt. Hierfür entwickelten wir eine neue Checkliste für Umweltprüfungen, die Themen wie etwa Energie, Wassernutzung und Chemikalienmanagement umfasst, und erprobten diese mit zehn ausgewählten Lieferanten aus EU- und Nicht-EU-Ländern. Die Ergebnisse dieser Tests wollen wir nutzen, um Umweltschulungen mit unseren Lieferanten individuell anzupassen und um unseren Fragebogen zu präzisieren, bevor wir ihn 2023 auf breiter Ebene einführen.
Darüber hinaus haben wir ein umfassenderes und stärker automatisiertes Verfahren zur Aufnahme neuer Lieferanten entwickelt, das zugleich eine wichtige Grundlage für die Einhaltung geltender Richtlinien und Gesetze darstellt. Die Einbindung der Lieferanten, beispielsweise durch regelmäßige Treffen und Schulungen, ist eine der wichtigsten Säulen unseres Handelns. Wir wollen wissen, wie wir besser auf ihre Fragen und Sorgen eingehen können, aber auch diskutieren, wie wir unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse und Fähigkeiten am meisten bewirken können. Außerdem haben wir damit begonnen, zu untersuchen, inwieweit sie bereits Umwelt- und Sozialmanagementsysteme einsetzen. Gemessen am Auftragsvolumen verfügen derzeit nur 9 % der Lieferanten der Westwing Collection über ein gültiges Umweltmanagementsystem (ISO 14001). Aus diesem Grund wollen wir unser Engagement in diesem Bereich mit Blick auf unser Ziel für 2028 – 50 % der Lieferanten der Westwing Collection nutzen Umwelt- und Sozialmanagementsysteme – intensivieren. Daten zu Sozialmanagementsystemen sind aufgrund der späteren Priorisierung in unserem Nachhaltigkeitsfahrplan noch nicht verfügbar.
Die größte Herausforderung bei der Begrenzung der Auswirkungen auf die Lieferanten besteht darin, dass in vielen Fällen ein umfassender Kompetenzaufbau erforderlich ist, damit die Lieferanten die bestehenden Nachhaltigkeitsanforderungen sowie die verfügbaren Instrumente und Systeme verstehen. Dies ist eine Voraussetzung für die Umsetzung aller Verbesserungen. Der erste Schritt auf dem Weg zur Bewältigung dieser Herausforderung besteht darin, den Lieferanten unsere Erwartungen sowie die aktuellen und künftigen Anforderungen klar offenzulegen. Dies geschieht in direkten fortlaufenden Gesprächen, in denen die Voraussetzungen, die benötigte Unterstützung und genaue Zeitpläne für Maßnahmen besprochen werden. Dieses Vorgehen kommt vor allem bei strategischen und wichtigen Lieferanten zur Anwendung.
Drittanbieter: Wir beabsichtigen, unseren Supplier Code of Conduct weiterhin bei allen neuen Drittanbietern anzuwenden. Er soll außerdem bei bestehenden Lieferanten eingeführt werden, die wir in die Kampagnen unserer Club-Sales (tägliche Themen) einbinden.
Lieferanten der Westwing Collection: Im Jahr 2023 wollen wir die enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten der Westwing Collection fortsetzen, um mehr Transparenz zu schaffen und die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards sichern zu können, aber auch um Audits zu sozialen und ökologischen Aspekten auf die Lieferanten aus EU-Ländern auszuweiten. Zudem werden wir eigene Sozialaudits für unsere Lieferanten aus EU-Ländern erproben und den Anwendungsbereich unserer Umweltprüfungen, die wir 2022 begonnen haben, vergrößern. Darüber hinaus planen wir eine Zusammenarbeit mit unseren strategischen Lieferanten aus Nicht-EU-Ländern, um deren Erfolgsaussichten bei Sozialaudits durch die Umsetzung von Aktionsplänen für Verbesserungsmaßnahmen zu erhöhen. Und schließlich wollen wir weiterhin untersuchen, inwieweit die Lieferanten der Westwing Collection bereits Umwelt- und Sozialmanagementsysteme einsetzen.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt faire Arbeitsbedingungen sowohl für unsere eigenen Mitarbeiter als auch die Mitarbeiter unserer Westwing-Collection-Lieferanten. Dies beinhaltet ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld, die Förderung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens sowie ein Angebot an Schulungs- und Karrieremöglichkeiten.
Mitarbeiter von Westwing: Wir kommunizieren mit unseren Mitarbeitern auf regelmäßigen Betriebsversammlungen, durch den ständigen Austausch mit den Führungskräften und mithilfe unserer unternehmensweiten Mitarbeiterumfragen. Unser interner Code of Conduct bildet den Rahmen für das Wohlergehen und das Verhalten der Mitarbeiter – zum Beispiel in Bezug auf die Themen Korruption, Wettbewerb, Interessenkonflikte, Berichterstattung und Beziehungen zu Lieferanten und Geschäftspartnern. Er berücksichtigt aber auch die einschlägigen internationalen Standards sowie die EU-weiten und nationalen Arbeits-, Gesundheits-, Sicherheits- und Sozialvorschriften. Mit WestwingFlex verfügen wir über ein hybrides Arbeitsmodell, das eine Kombination aus Büroarbeit, Homeoffice und Arbeiten von unterwegs ermöglicht.
Die Sicherstellung des psychischen und physischen Wohlbefindens unserer Mitarbeiter ist integraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und wichtiges Instrument zur Gewährleistung fairer Arbeitsbedingungen in unseren eigenen Betrieben. Aus diesem Grund kooperieren wir an unseren verschiedenen Standorten mit einer Reihe von Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen. Die Gewährleistung sicherer Arbeitsbedingungen ist für uns eine Selbstverständlichkeit. In unserer Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen wir das Ziel, in unseren Lagern unfallfrei zu arbeiten und dort zudem regelmäßige Initiativen und Maßnahmen für mehr Gesundheit und Sicherheit durchzuführen. Eine kontinuierliche, quantitative Nachverfolgung arbeitsbezogener Sicherheitskennzahlen befindet sich derzeit in der Entwicklung, um unsere Fortschritte beim Erreichen unserer Ziele messbar zu machen.
Soziales Verantwortungsbewusstsein und Engagement waren schon immer Teil der DNA unseres Unternehmens. Wir wollen den Communitys, in denen wir tätig sind, etwas zurückgeben und so dauerhafte Werte schaffen. Das ehrenamtliche Mitarbeiterengagement ist fester Bestandteil unserer Corporate-Citizenship-Aktivitäten und bietet den Menschen wirksame und sinnstiftende Möglichkeiten, etwas zu bewegen. Unserer Meinung nach eröffnet es zugleich die Chance, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.
Unser Vice President People & Culture ist Teil des Führungsteams und – mit Unterstützung durch HR-Teams der Regionalbüros und Lagerbetriebe – verantwortlich für unsere Personalstrategie.
Lieferanten der Westwing Collection: Die Bewertung von Programmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei den Lieferanten der Westwing Collection ist eines der Hauptziele dieses Bereichs unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Mehr über unseren allgemeinen Ansatz und die Aufgaben und Zuständigkeiten im Umgang mit den Auswirkungen auf Lieferanten finden Sie im Abschnitt "Auswirkungen auf Lieferanten".
Mitarbeiter von Westwing: Die Mitarbeiterbindung spielt für unser Unternehmen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund setzen wir uns verstärkt dafür ein, die Zufriedenheit unserer Beschäftigten zu erhöhen. In diesem Jahr haben wir das MyCareer-Programm an unserem Hauptsitz etabliert, das wir 2023 auch international einführen werden. Aufgrund der hohen Komplexität verlief die Einführung des Programms in mehreren Schritten: Am Anfang stand eine Pilotphase mit den Teams der Bereiche People & Culture und Operations. Danach wurden die gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet und schließlich erfolgte die komplette Umsetzung am Hauptsitz. Das Programm bietet unseren Mitarbeitern mehrere Jahre lang Unterstützung bei der Karriere- und Nachfolgeplanung, beim Leistungsmanagement, bei Vergütung und Sozialleistungen sowie bei der Weiterbildung. Darüber hinaus bieten wir nach wie vor eine Reihe von Gesundheitsprogrammen im gesamten Unternehmen an. In München und Polen veranstalteten wir beispielsweise unsere erste Mental Health Week mit Meditationssitzungen und Workshops mit Gesundheits- und Wellnessexperten – mit dem Ziel, auf die Bedeutung des geistigen Wohlbefindens aufmerksam zu machen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Förderung der Frauen in Unternehmen. Im Jahr 2022 fanden 18 interne Informationsveranstaltungen und Workshops mit Frauen, die bei Westwing arbeiten, statt. Die Themen waren vielfältig. Sie umfassten weibliches Unternehmertum, Frauen in der IT, aber auch Führungstrainings, systemische Coachings und die Vereinbarkeit von Karriere und Familie.
Weitere Aktivitäten fanden in unserer Westwing Safety Academy im European Logistics Center in Polen statt – beispielsweise umfassende Programme zur Unfallvermeidung, praktische Tipps im Umgang mit Materialien und zur Förderung von Führungsqualitäten. Hinzu kommen Gabelstapler-Schulungen für Mitarbeiterinnen. Außerdem haben wir eine unternehmensweite Richtlinie für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit (EHS-Policy) veröffentlicht. In dieser Richtlinie sind die wesentlichen Grundsätze Westwings auf diesem Gebiet festgehalten.
Auch im Jahr 2022 haben wir verschiedene gemeinnützige Aktivitäten durchgeführt – von Spenden über die direkte Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge bis hin zu Aktivitäten im Bereich des ehrenamtlichen Mitarbeiterengagements. Im April fand an unserem Hauptsitz der erste Social Impact Day statt, an dem fast 300 Mitarbeiter freiwillig 25 verschiedene Umwelt- und Sozialprojekte unterstützten. Um die große Bedeutung zu unterstreichen, die wir diesem Engagement beimessen, erstellten wir unser "Corporate Citizenship Commitment" – eine Strategie, die unsere Schwerpunkte, Grundsätze und Kernaktivitäten beschreibt.
Die Gesamtzufriedenheit unserer Mitarbeiter wird regelmäßig mithilfe von Mitarbeiterumfragen gemessen. Die jüngsten Ergebnisse aus diesem Jahr zeigen eine hohe Gesamtzufriedenheit mit der Arbeit bei Westwing. 85 % aller Beschäftigten bewerteten Westwing mit gut oder sehr gut, was bedeutet, dass wir erneut unser Ziel erreicht haben, die Zufriedenheitsrate bei über 80 % zu halten. Während der Zusammenhalt in den Teams und die Möglichkeiten der Telearbeit in der Umfrage positiv bewerten wurden, sahen die Mitarbeiter insbesondere bei der Karriereentwicklung Verbesserungspotenziale.
Bei unseren Lieferanten der Westwing Collection bewerten wir weiterhin alle bereits etablierten Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, indem wir das Vorhandensein von Programmen, Maßnahmen und Managementsystemen für faire und sichere Arbeitspraktiken prüfen. Eine systematische Verfolgung quantitativer Aussagen in Bezug auf die Existenz solcher Arbeitsplatzprogramme wird – wie in unserem internen Nachhaltigkeitsfahrplan festgelegt – in den kommenden Jahren eingeführt.
Um unser Engagement für eine nachhaltigere Zukunft und insbesondere für faire Arbeitsbedingungen weiter zu unterstreichen, wurden wir im Jahr 2022 Mitglied des UN Global Compact (UNGC). Durch die Teilnahme erhalten wir Zugang zu notwendigen Instrumenten, Schulungen und Stakeholder-Netzwerken, die es uns ermöglichen, über neue Entwicklungen in diesen wichtigen Nachhaltigkeitsfeldern stets auf dem Laufenden zu bleiben. Wir erwarten, dass dies Westwing helfen wird, strategische Maßnahmen zur Förderung weitreichenderer gesellschaftlicher Ziele in unseren Schwerpunktbereichen Zusammenarbeit und Innovation zu ergreifen.
Mehr über die Herausforderungen in unserer Lieferkette finden Sie im Abschnitt "Auswirkungen auf Lieferanten".
Im Jahr 2023 wollen wir unser MyCareer-Programm vorantreiben, indem wir klare Vorgaben zur Leistungsbewertung und Mitarbeiterentwicklung machen, sodass alle Mitarbeiter ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten bei Westwing kennen. Darüber hinaus sollen Führungskräfte in der Lage sein, kompakte Aufgabenbeschreibungen zu erstellen und klare Karrierewege aufzuzeigen. Wir planen aber auch eine Plattform, auf der Mitarbeiter anonyme Rückmeldungen geben können, und die Einführung eines 360°-Performance-Feedbacks.
Mit unseren Lieferanten der Westwing Collection wollen wir weiterhin eng zusammenarbeiten, um deren Programme zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu sichten und zu bewerten. Sollten solche Programme noch nicht eingeführt sein, werden wir bei deren Implementierung helfen, um so unser Ziel für 2028 zu erreichen, bei 50 % der Lieferanten entsprechende Konzepte etabliert zu haben.
Es ist unser Ziel, allen Stakeholdern klare, glaubhafte Informationen über unsere Nachhaltigkeitsperformance bereitzustellen – sowohl in Bezug auf unser Unternehmen als auch in Bezug auf unsere Produkte. Außerdem wollen wir unsere Kunden mithilfe verschiedener Kommunikationskanäle dazu inspirieren, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.
Die Kommunikation zu Nachhaltigkeitsthemen erfolgt über unsere Abteilungen Marketing, Communications, Public Relations und Investor Relations. Ihre Arbeit wird koordiniert von den Abteilungsleitern an unserem Hauptsitz, denen das Corporate-Sustainability-Team zur Seite steht. Das Team ist verantwortlich für die Bereitstellung aller Angaben im Geschäftsbericht sowie für die Veröffentlichung eines eigenständigen, jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsberichts.
Unsere Richtlinie für eine verantwortungsvolle Marketing- und Kommunikationsarbeit bestimmt das Vorgehen bei allen Marketing-, Vertriebs-, Werbe- und Kommunikationsaktivitäten. Sie gilt für alle Länder, in denen wir tätig sind. Ihre Hauptziele sind die Einhaltung aller relevanten Gesetze sowie eine transparente, ethische und ehrliche Kommunikation, die allen gegenüber respektvoll ist. Die Richtlinie enthält Leitlinien zu den Themen Transparenz und Ehrlichkeit, Kinderschutz, Vielfalt und Integration, Umgang mit sozialen Medien, Verbraucherdatenschutz, Compliance und Kommunikation.
Die Nachhaltigkeit unserer Produkte wird durch das Label "We Care" in unseren Club-Sales (tägliche Themen) sowie durch das Label "Nachhaltig" in unserem Shop (permanentes Sortiment) kommuniziert. Mit dem "We Care"-Label werden Marken beworben, die in sozialer und ökologischer Hinsicht verantwortungsvoll handeln. Um sich hierfür zu qualifizieren, müssen Marken mindestens eines unserer Kriterien erfüllen: Sie müssen a) umweltfreundliche Materialien einsetzen, b) Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Mission/Vision integrieren oder c) glaubwürdige Nachhaltigkeitsansätze verfolgen.
Wir gehen über diesen Ansatz hinaus und haben beschlossen, ein zusätzliches "Nachhaltig"-Label auf Produktebene einzuführen. Die Produkte der Westwing Collection und von Drittanbietern in unserem Shop (permanentes Sortiment) verfügen über ein eigenes Kennzeichnungssystem, das die Verbraucher bei nachhaltigen Kaufentscheidungen unterstützen soll. Grundlage für die Entscheidung, ob ein Produkt mit dem "Nachhaltig"-Label ausgezeichnet wird, sind unsere Richtlinien zur Nachhaltigkeitskennzeichnung, die mehr als 50 unabhängige Zertifizierungsanforderungen (EU Ecolabel, Blauer Engel etc.) sowie eine Reihe von Nachhaltigkeitseigenschaften (z. B. Recycling- oder Bio-Anteil) berücksichtigen. Unsere Lieferanten stellen Informationen zur Materialzusammensetzung ihrer Produkte und zu verfügbaren Zertifikaten auf Produkt- oder Materialebene zur Verfügung – jeweils fokussiert auf die wichtigsten Materialkomponenten. Zu den Zertifikaten können gegebenenfalls auch weitere Informationen wie etwa die Lizenznummer und die Zertifizierungsstelle angegeben werden. Die von den Lieferanten bereitgestellten Informationen werden bei Bedarf durch selektive Kontrollen geprüft und anhand unserer Richtlinien bewertet. Stimmen die Materialeigenschaften oder das verfügbare Produktzertifikat mit unseren Richtlinien zur Nachhaltigkeitskennzeichnung überein, wird das Produkt als nachhaltig gekennzeichnet.
Außerdem installierten wir einen Nachhaltigkeitsfilter auf unserer Website. Ergänzend hierzu erarbeiteten unsere Corporate-Sustainability-Teams klare und präzise Beschreibungen, die die Nachhaltigkeitskennzeichnung weiter erläutern. Diese sind in einem eigenen Abschnitt in den Produktbeschreibungen in unserem Shop (permanentes Sortiment) abrufbar.
Unser Investor-Relations-Team veranstaltet regelmäßig Gespräche zur Ertragslage und Diskussionsrunden mit Anlegern. Diese bieten die Gelegenheit, wichtige Geschäftsentwicklungen und ESG-Daten anzusprechen – z. B. Aktualisierungen unserer Nachhaltigkeitsstrategie und Pläne für Verbesserungsmaßnahmen. Der Markt verfolgt die ESG-Performance seit einigen Jahren immer genauer. Nicht zuletzt deshalb arbeiten unsere Corporate-Sustainability- und Investor-Relations-Teams eng zusammen, um so Informationen für unsere wichtigsten Ratings bereitzustellen und Potenziale für weitere Verbesserungen zu ermitteln.
Eines der Hauptziele der Nachhaltigkeitsstrategie ist es, unseren Kunden durch die klare Markierung des Angebots von Artikeln mit Nachhaltigkeitskennzeichnung zu helfen, Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Kaufentscheidungen einzubeziehen. Im Jahr 2022 haben wir mehr als hundert Kampagnen mit Marken gestartet, die das Label "We Care" tragen. Darüber hinaus waren bis Ende 2022 mehr als 14 % unserer Produkte in unserem Shop (permanentes Sortiment) als nachhaltig gekennzeichnet. Beim Westwing-Collection-Portfolio verzeichneten wir einen Anteil von 29 %. Unserem Ziel, bis 2027 50 % der Produkte als nachhaltig zu kennzeichnen und einen signifikanten Anteil gekennzeichneter Produkte an unserem Gesamtangebot zu erreichen, sind wir damit einen Schritt näher gekommen. Dies war eine große Herausforderung, da es maßgeblich von der Möglichkeit und Bereitschaft der Lieferanten abhängt, die entsprechenden Nachhaltigkeitsangaben zu liefern und zu belegen.
Wir betrachten ESG-Ratings als ein wertvolles Instrument, um unsere ESG-Bemühungen und -Fortschritte zu überwachen und zu kommunizieren. Die ESG-Ratings, an denen wir im Jahr 2022 aktiv teilnahmen, haben wir sorgfältig priorisiert. Diesen Ansatz werden wir jährlich auf der Grundlage des Informationsbedarfs unserer Stakeholder neu bewerten. Im ISS ESG Corporate Rating 2022 erhielten wir eine Bewertung C-, womit wir im Dezil-Rang Top 3 liegen. Das bedeutet, wir gehören zu den besten 30 % unserer Branche. Im ESG-Rating von MSCI erhielt Westwing im Jahr 2022 das Rating AAA (auf einer Skala von AAA–CCC), was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (Rating A) darstellt. Im S&P Global Corporate Sustainability Assessment 2022 (Stichtag: 17. Februar 2023) erzielte Westwing 29 Punkte (von 100) und lag im S&P Global Corporate Sustainability Assessment im 85. Perzentil der Branche RTS Retailing. Darüber hinaus haben wir eine "Gap-Analyse" in Bezug auf die ESG-Ratinganforderungen durchgeführt und einen Fahrplan zur Verbesserung unserer zukünftigen Ergebnisse aufgestellt.
Weitere Erfolge waren die Veröffentlichung unseres ersten eigenständigen Nachhaltigkeitsberichts im März 2022, der Relaunch unserer Nachhaltigkeitswebseite auf unserer Website sowie die Veröffentlichung mehrerer Artikel mit Nachhaltigkeitsbezug auf unserer Website und in den sozialen Medien. Dies alles gemäß unserem Ziel, einen signifikanten Anteil der Kommunikation von Westwing der Förderung der Nachhaltigkeit zu widmen. Der aktuelle Status dieses Ziels kann noch nicht mit Zahlen hinterlegt werden. Wir planen jedoch, in den kommenden Jahren klare Kennzahlen zu definieren und unsere Performance zu überwachen.
Unser Ziel ist es, den Gesamtanteil der als nachhaltig gekennzeichneten Produkte in unserem Shop (permanentes Sortiment) kontinuierlich zu erhöhen und mit noch mehr Marken zusammenzuarbeiten, die nachhaltige Produkte anbieten. Für das Jahr 2023 planen wir, das Label "Nachhaltig" auch für unsere Club-Sales (tägliche Themen) einzuführen. Dies war bereits für 2022 geplant, konnte aber aufgrund begrenzter interner Kapazitäten und Ressourcen nicht umgesetzt werden. Darüber hinaus wollen wir unser Marketing-Know-how und unsere Kommunikationskanäle weiterhin nutzen, um unseren Kunden eine Reihe von nachhaltigen Optionen zu bieten. Angesichts der mit dem Nachhaltigkeitsmarketing verbundenen Reputationsrisiken, der verstärkten behördlichen Kontrollen, des steigenden Verbraucherbewusstseins und der Forderungen nach mehr Transparenz müssen wir uns darauf konzentrieren, dass unsere gesamte Kommunikation glaubhaft, konsistent und vertrauenswürdig ist.
Auch im Jahr 2023 wollen wir mit Rating-Agenturen zusammenarbeiten und weitere relevante Verbesserungspotenziale erschließen.
Aktionäre, Mitarbeiter, Geschäftspartner und andere Interessengruppen erwarten von uns, dass wir unsere Geschäfte im Einklang mit geltenden Gesetzen und Vorschriften, etablierten Rechtsgrundsätzen und unseren Unternehmensrichtlinien führen.
Unsere Rechtsabteilung fördert die Einhaltung aller einschlägigen Gesetze, Vorschriften und Unternehmensrichtlinien. Für Schulungen und deren Monitoring stehen sowohl Präsenzveranstaltungen als auch ein Tool zum Richtlinienmanagement mit verschiedenen Pflicht-Trainingseinheiten zur Verfügung. Mitarbeiter erhalten klare Anleitungen für den täglichen Geschäftsbetrieb – egal, ob in Form konkreter Projekte oder über Handouts und Richtlinien. Zudem findet ein enger Austausch mit den Teams der Bereiche GRC, HR, IT und Nachhaltigkeit statt.
Compliance-Risiken sind integraler Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Sie werden vom GRC-Team und den jeweils Risikoverantwortlichen jedes Jahr systematisch ermittelt und bewertet.
Der Schutz und die Sicherheit personenbezogener Daten sind für Westwing und seine Geschäftsführung von zentraler Bedeutung. Als eines der führenden europäischen eCommerce-Unternehmen im Bereich Home & Living erhält und verarbeitet Westwing große Datenmengen. Dies erfordert ein hohes Maß an Sorgfalt sowie technische und organisatorische Maßnahmen zur Risikominderung.
Durch die Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union hat der Datenschutz in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Zugleich hat er auch für die Teams "Legal" und "Information Security" höchste Priorität. Um sicherzustellen, dass wir im Einklang mit allen geltenden Datenschutzgesetzen arbeiten, verfügen wir – in Ergänzung zu unseren internen Kompetenzen – über einen externen Datenschutzbeauftragten mit umfassendem Fachwissen und großer Praxiserfahrung.
Die Teams für "Legal" und "Information Security" legen gemeinsam mit den jeweils zuständigen Geschäftsbereichen die relevanten Regeln und Verfahren für den Umgang mit Datenschutz- und IT-Sicherheitsthemen fest. Unsere Regeln und Verfahren sollen unter anderem gewährleisten, dass alle von Westwing verarbeiteten personenbezogenen Daten sicher und gemäß allen geltenden Datenschutzgesetzen geschützt sind. Beispielsweise haben wir geeignete technische und organisatorische Maßnahmen nach Artikel 32 der DSGVO ergriffen, um das erforderliche Niveau an Datensicherheit und Datenschutzkonformität zu erreichen. Westwing setzt hierfür insbesondere sichere Software, Netzwerke und elektronische Informationssysteme ein und führt Monitorings der für diesen Bereich sorgfältig ausgewählten Mitarbeiter durch. Diese Mitarbeiter werden regelmäßig über die Risiken eines unsachgemäßen Umgangs mit personenbezogenen Daten informiert und außerdem angewiesen, personenbezogene Daten so risikoarm wie möglich und in Übereinstimmung mit der DSGVO zu verarbeiten. Um die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen zu gewährleisten, wurde eine Reihe von Richtlinien und Handlungsanweisungen eingeführt.
Neben den Datenschutzrichtlinien und -verfahren hat Westwing auch ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) eingeführt, das alle Aspekte der eingesetzten Informationstechnologie erfasst – einschließlich unserer IT-Systeme und der damit verbundenen Einrichtungen und Prozesse. Das ISMS von Westwing legt Regeln für alle Nutzer der IT-Ressourcen von Westwing fest. Diese Regeln bestimmen unter anderem den Umgang mit Sicherheitsvorfällen und mit persönlichen, geschäftlichen, internen oder sensiblen Daten, um so die Sicherheit des Westwing-Netzwerks zu gewährleisten. Die Einhaltung unseres ISMS ist Voraussetzung für den Zugriff auf Informationen und deren Weitergabe innerhalb von Westwing. Hinzu kommen obligatorische IT-Sicherheitsschulungen, die über das Tool zum Richtlinienmanagement an die Mitarbeiter von Westwing Deutschland verbreitet werden. Darüber hinaus sind im Rahmen des Onboardings neuer Mitarbeiter IT-Sicherheitsschulungen als Präsenz- oder Onlineveranstaltung obligatorisch.
Westwing vertritt eine Nulltoleranzpolitik gegenüber Korruption und Bestechung und hat hierfür eine Antikorruptionsrichtlinie eingeführt. Diese Richtlinie gilt für alle Mitarbeiter von Westwing sowie für alle Dritten, die mit dem Unternehmen in geschäftlicher Verbindung stehen. Sie beschreibt akzeptable und inakzeptable Verhaltensweisen, um die Einhaltung einschlägiger Gesetze zu ermöglichen, und gibt Führungskräften und Mitarbeitern klare Anweisungen, wie sie unzulässige Zahlungen, Geschenke, Einladungen oder Zuwendungen jeglicher Art vermeiden können. Hinzu kommen digitale Compliance-Schulungen zur Korruptionsbekämpfung, die für alle Mitarbeiter, einschließlich der Führungskräfte, obligatorisch sind. Sollte Unterstützung benötigt werden, können sich die Mitarbeiter an ihre Vorgesetzten und die Rechtsabteilung wenden. Bei einem potenziellen Korruptionsvorfall analysiert das Compliance-Team den Sachverhalt, gibt Empfehlungen und leitet gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen ein. Vorstand und/oder Aufsichtsrat werden bei Bedarf informiert.
Im Jahr 2022 wurde von unserer Rechtsabteilung ein Tool zum Richtlinienmanagement eingeführt. Darin enthalten sind acht obligatorische Schulungsmaßnahmen und Richtlinien – unter anderem zu den Themen Code of Conduct, Gesundheit und Sicherheit, Korruptionsbekämpfung und IT-Sicherheit. Mit dem Tool können Mitarbeiter sich jederzeit über die neueste Version der Richtlinien informieren. Außerdem ermöglicht es eine digitale Überwachung der Schulungsquote, die direkt an den Vorstand und den Aufsichtsrat zurückgemeldet wird.
Für formelle Richtlinien und deren Freigabe durch den Vorstand und das sogenannte Policy Committee wurde ein klar definierter Governance-Prozess eingerichtet.
Zusätzlich zu den formellen Richtlinien entstanden verschiedene neue Compliance-Merkblätter und Geschäftsrichtlinien (z. B. zu Interessenkonflikten, Vollmachten, Rabatten, Treffen mit Wettbewerbern), die im Sinne der leichten Zugänglichkeit im Intranet von Westwing einsehbar sind. Darüber hinaus führte unsere Rechtsabteilung zu bestimmten Compliance-Themen Schulungen durch – z. B. zum Kartellrecht und zum Recht am geistigen Eigentum.
Hinzu kommen die Etablierung einer Informationssicherheits-Roadmap mit Verbesserungsmaßnahmen bis zum Jahr 2024 sowie verschiedene neue IT-Sicherheitsrichtlinien und -standards. Bei Westwing dient die Norm ISO 27000 als Leitprinzip für die Informationssicherheit.
Das im vierten Quartal 2021 eingerichtete Whistleblower-Tool, das von Mitarbeitern und externen Stakeholdern genutzt werden kann, um potenzielle Verstöße gegen Gesetze und Richtlinien und/oder unethisches Verhalten zu melden, hat sich als effizientes und angemessenes Instrument erwiesen.
Im Jahr 2023 wollen wir nicht nur unser Compliance-Managementsystem weiter verbessern, sondern auch künftige Bestimmungen untersuchen und angemessen berücksichtigen. Überdies werden wir unsere Richtlinien wie etwa die Reiserichtlinie aktualisieren und die Entwicklung neuer Standards und Prozesse vorantreiben. Darüber hinaus ist geplant, das Richtlinienmanagementsystem weiterzuentwickeln und zu optimieren – auch im Hinblick auf die Einbeziehung internationaler Länder. Das Bewusstsein für Compliance-Themen soll auch mit Live-Schulungen für die wichtigsten Führungskräfte und einem Compliance-Video-Update für alle Mitarbeiter weiter geschärft werden. In diesem Zusammenhang plant die Rechtsabteilung spezielle Live-Schulungen für ausgewählte Teams – beispielsweise zu den Themen Interessenkonflikte und geistiges Eigentum.
Gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung enthält diese nicht-finanzielle Konzernerklärung Angaben zu Wirtschaftstätigkeiten, die im Sinne dieser Verordnung als taxonomiefähig und ökologisch nachhaltig (taxonomiekonform) eingestuft werden.
Westwing führte eine detaillierte Überprüfung der Wirtschaftstätigkeiten durch, die im delegierten Klima-Rechtsakt aufgeführt sind, und bezog potenziell nachhaltige Geschäftsaktivitäten auf sein Geschäftsmodell. Nach einer auf Makroebene erfolgten Überprüfung der Anwendbarkeit der beiden Umweltziele "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" untersuchte die Abteilung Corporate Sustainability alle Aktivitäten auf ihre potenzielle Anwendbarkeit bei Westwing. Die aufgelisteten Aktivitäten wurden hinterfragt und ihre Taxonomiefähigkeit mit Mitgliedern der Geschäftsleitung und anderen leitenden Mitarbeitern diskutiert.
Es konnten keine taxonomiefähigen Aktivitäten identifiziert werden, mit denen Westwing Umsatzerlöse erzielt. Dementsprechend stammen 100 % der Einnahmen aus Aktivitäten, die nicht taxonomiefähig sind – was umgekehrt heißt, dass keine Einnahmen aus taxonomiekonformen Aktivitäten erzielt wurden.
Im Rahmen der Investitionsausgaben konnte das Leasing von Bürogebäuden und Lagerhäusern als eine taxonomiefähige Aktivität im Sinne des Klimaschutzes identifiziert werden (7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden). Im Jahr 2022 beliefen sich unsere Zugänge zu geleasten Vermögenswerten (Flächenzuwachs an unserem Hauptsitz, einem Bürogebäude in Polen, zwei polnischen Lagerhäusern und Neueröffnung des Westwing Stores in Hamburg) auf 24,0 % unserer Gesamtinvestitionen und werden als taxonomiefähig ausgewiesen. Diese Zahl ist niedriger als im Vorjahr (47 %), in dem die Aktivierung unseres Großlagers ELC 7 zu höheren Zugängen bei den geleasten Vermögenswerten führte. Bei den Betriebsausgaben haben wir Gebühren für Cloud-Dienste als taxonomiefähig identifiziert (8.1 Datenverarbeitung, Datenhosting und damit verbundene Tätigkeiten). Eine Taxonomiekonformität für diese beiden Aktivitäten konnte nicht festgestellt werden, da keine Nachweise von Dritten (etwa zu Klimarisikoanalysen und Gefährdungsbeurteilungen) verfügbar waren, die belegen, dass der Grundsatz "Keine erhebliche Beeinträchtigung" in Bezug auf "Anpassung an den Klimawandel" erfüllt ist.
Die Berechnungsmethode für die in diesem Abschnitt präsentierten KPIs blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Co de( s) ( 2) |
Ab sol ute r U ms atz (3 ) |
Um sat zan tei l (4 ) |
Klim asc hut z (5 ) |
An pas sun g a n d en Klim awa nde l (6 ) |
Wa sse r- u nd Me ere sre sso urc en (7) |
Kre isla ufw irts cha ft ( 8) |
Um we ltve rsc hm utz ung (9 ) |
Bio log isc he Vie lfal t u nd Ök osy ste me (10 ) |
|
| EUR Mio. |
% | % | % | % | % | % | % | |||
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||||||||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) |
0 | 0% | 0% | 0% | ||||||
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) |
||||||||||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) |
||||||||||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) |
0 | 0% | ||||||||
| Total (A.1 + A.2) | 0 | 0% | ||||||||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||||||||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 430,8 | 100% | ||||||||
| Gesamt (A + B) | 430,8 | 100% |
| Bio log isc An Wa he pas sse Vie sun r- u Um lfal g a nd t u we n d Kre Me nd ltve en isla ere Ök rsc Klim ufw Klim sre osy hm sso irts awa asc ste utz urc cha hut nde me ung en ft ( (10 z (5 l (6 (9 (7) 8) ) ) ) ) |
Klim asc hut z (1 1) |
An pas sun g a n d en Klim awa nde l (1 2) |
Wa sse r- u nd Me ere sre sso urc en (13 ) |
Kre isla ufw irts cha ft ( 14) |
Um we ltve rsc hm utz ung (15 ) |
Bio log isc he Vie lfal t u nd Ök osy ste me (16 ) |
Mi nde sts chu tz ( 17) |
Taxonomie konformer Umsatzanteil, Jahr 2022 (18) |
Taxonomie konformer Umsatzanteil, Jahr 2021 (19) |
Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) |
Kategorie ("Übergangs tätigkeiten") (21) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| % % % % % % |
J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | Prozent | Prozent | E | T |
| 0% | |||||||||||
| 0% |
DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Co de( s) ( 2) |
Ab sol ute r C apE x (3 ) |
Ca pEx -A nte il (4 ) |
Klim asc hut z (5 ) |
An pas sun g a n d en Klim awa nde l (6 ) |
Wa sse r- u nd Me ere sre sso urc en (7) |
Kre isla ufw irts cha ft ( 8) |
Um we ltve rsc hm utz ung (9 ) |
Bio log isc he Vie lfal t u nd Ök osy ste me (10 ) |
| EUR Mio. |
% | % | % | % | % | % | % | ||
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||||||||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) |
|||||||||
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) |
0 | 0% | 0% | 0% | |||||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) |
|||||||||
| Erwerb und Eigentum an Gebäuden | 7.7 | 5 | 24 % | ||||||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) |
5 | 24 % | |||||||
| Total (A.1 + A.2) | 5 | 24 % | |||||||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||||||||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 15,8 | 76% | |||||||
| Gesamt (A + B) | 20,8 | 100% | |||||||
| Bio log isc he Vie Um lfal t u we Kre nd ltve isla Ök rsc ufw osy hm irts ste utz cha me ung ft ( (10 (9 8) ) ) |
Klim asc hut z (1 1) |
An pas sun g a n d en Klim awa nde l (1 2) |
Wa sse r- u nd Me ere sre sso urc en (13 ) |
Kre isla ufw irts cha ft ( 14) |
Um we ltve rsc hm utz ung (15 ) |
Bio log isc he Vie lfal t u nd Ök osy ste me (16 ) |
Mi nde sts chu tz ( 17) |
Taxonomie konformer CapEx-Anteil, Jahr 2022 (18) |
Taxonomie konformer CapEx-Anteil, Jahr 2021 (19) |
Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) |
Kategorie ("Übergangs tätigkeiten") (21) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| % % % |
J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | Prozent | Prozent | E | T |
| 0% | |||||||||||
| 0% | |||||||||||
DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Co de( s) ( 2) |
Ab sol ute r O pEx (3 ) |
Op Ex- An tei l (4 ) |
Klim asc hut z (5 ) |
An pas sun g a n d en Klim awa nde l (6 ) |
Wa sse r- u nd Me ere sre sso urc en (7) |
Kre isla ufw irts cha ft ( 8) |
Um we ltve rsc hm utz ung (9 ) |
Bio log isc he Vie lfal t u nd Ök osy ste me (10 ) |
|
| EUR Mio. |
% | % | % | % | % | % | % | |||
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||||||||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) |
||||||||||
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomie konform) (A.1) |
0 | 0% | 0% | 0% | ||||||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) |
||||||||||
| Datenverarbeitung, Datenhosting und damit verbundene Tätigkeiten |
8.1 | 2,5 | 5,7% | |||||||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) |
2,5 | 5,7% | ||||||||
| Total (A.1 + A.2) | 2,5 | 5,7% | ||||||||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||||||||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 42,0 | 94,3% | ||||||||
| Gesamt (A + B) | 44,5 | 100% | ||||||||
| ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klim asc hut z (1 1) |
An pas sun g a n d en Klim awa nde l (1 2) |
Wa sse r- u nd Me ere sre sso urc en (13 ) |
Kre isla ufw irts cha ft ( 14) |
Um we ltve rsc hm utz ung (15 ) |
Bio log isc he Vie lfal t u nd Ök osy ste me (16 ) |
Mi nde sts chu tz ( 17) |
Taxonomie konformer OpEx-Anteil, Jahr 2022 (18) |
Taxonomie konformer OpEx-Anteil, Jahr 2021 (19) |
Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) |
Kategorie ("Übergangs tätigkeiten") (21) |
| J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | Prozent | Prozent | E | T |
| 0% | ||||||||||
| 0% | ||||||||||
DNSH-Kriterien
Da wir keine Tätigkeiten im Zusammenhang mit Erdgas und Kernenergie ausüben (Tätigkeiten 4.26–4.31), verwenden wir nicht die spezifischen Vorlagen, die durch den ergänzenden delegierten Rechtsakt für Tätigkeiten in bestimmten Energiesektoren eingeführt wurden.
Wir werden die Weiterentwicklung der EU-Taxonomie-Verordnung genau verfolgen und unsere künftigen Berichtspflichten bewerten. In der Zwischenzeit werden wir uns weiterhin darauf konzentrieren, unsere Nachhaltigkeitsstrategie sowie die in dieser nicht-finanziellen Konzernerklärung aufgeführten Nachhaltigkeitsinitiativen und -aktivitäten umzusetzen.
Die Kennzahlen werden gemäß Anhang I des Artikels 8 des delegierten Rechtsakts ermittelt. Wir bestimmen die taxonomiefähigen und -konformen KPIs in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen wie folgt:
Der Anteil der taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten an unserem Gesamtumsatz berechnet sich aus dem Teil des Nettoumsatzes, der aus Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten stammt (Zähler), dividiert durch den Nettoumsatz (Nenner). Der Nenner des Umsatz-KPI basiert auf unserem konsolidierten Nettoumsatz in Übereinstimmung mit IAS 1.82(a). Weitere Einzelheiten zu unseren Rechnungslegungsgrundsätzen für unseren konsolidierten Nettoumsatz finden Sie in Abschnitt 2.5 im Anhang zu unserem Geschäftsbericht 2022. Wie oben erläutert, haben wir in Bezug auf den Zähler keine taxonomiefähigen und -konformen Tätigkeiten ermittelt. Unser konsolidierter Nettoumsatz kann mit unserem Konzernabschluss abgestimmt werden – siehe auch Gewinn-und-Verlust-Rechnung in unserem Geschäftsbericht 2022.
Der Capex-KPI ist definiert als taxonomiefähiger und -konformer CapEx, dividiert durch unseren Gesamt-CapEx. Der Gesamt-CapEx umfasst die Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. Nutzungsrechte) während des Geschäftsjahres vor Abschreibungen und Neubewertungen – einschließlich derjenigen, die sich aus Neubewertungen und Wertminderungen ergeben, aber ohne die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts. Unser Gesamt-CapEx kann mit unserem Konzernabschluss abgestimmt werden – siehe Kapitel 12 und 13 im Anhang unseres Geschäftsberichts 2022.
Der OpEx-KPI ist definiert als taxonomiefähiger und -konformer OpEx, dividiert durch unsere gesamten Betriebsausgaben gemäß Unterabschnitt 1.1.3.1 des Annex I der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178. Er besteht aus direkten, nicht kapitalisierten Kosten aus Forschung und Entwicklung, kurzfristigen Leasingverträgen sowie Wartungen und Reparaturen.
Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2022 sind folgende Ereignisse eingetreten, die Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Westwing haben könnten oder die Zusammensetzung des Vorstands betreffen.
Am 25. Januar 2023 gab das Unternehmen bekannt, dass Sebastian Westrich spätestens zum 1. August 2023 die Position des Chief Financial Officer (CFO) übernehmen wird. Er tritt die Nachfolge von Sebastian Säuberlich an, der das Unternehmen zum Ende seiner Amtszeit am 31. März 2023 im gegenseitigen Einvernehmen verlassen wird. Für die Übergangszeit übernimmt CEO Dr. Andreas Hoerning die CFO-Verantwortung auf Vorstandsebene.
Westwing verfolgt die Philosophie des nachhaltigen Wachstums und der Schaffung von wirtschaftlichem Wert bei angemessenem Management von Risiken und Chancen. Westwing versteht Risikomanagement als integralen Bestandteil, um Transparenz über Risiken und Chancen zu schaffen und damit die Entscheidungsprozesse zu verbessern. Das Unternehmen pflegt eine risikobewusste Unternehmenskultur in allen Abteilungen. Wir wägen die Risiken und Chancen, die mit unseren Entscheidungen und unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind, sorgfältig und sachkundig ab. Dazu gehört, dass wir kalkulierte Risiken, die im Rahmen der Risikobereitschaft des Unternehmens liegen, bewusst eingehen und die Risiken, die nicht im Rahmen der Risikobereitschaft liegen, reduzieren.
Der Vorstand der Westwing Group SE trägt die Gesamtverantwortung für die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil des Managementansatzes, die strategischen Ziele zu erreichen und zum langfristigen Wachstum des Unternehmens beizutragen.
Der Vorstand hat einen Risikomanagementbeauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Der Risikomanagementbeauftragte ist für die gesamte Governance-, Risiko- und Compliance-Funktion (GRC) bei Westwing verantwortlich. Er vereint Risikomanagement, Compliance und internes Kontrollumfeld sowie die Koordination der internen Revision und die Durchführung von Schulungen im Rahmen der GRC-Prozesse.
Die Risikoeigner sind alle Mitarbeiter der operativen und zentralen Funktionen. Ihre Hauptaufgabe in Bezug auf GRC besteht darin, ihren Vorgesetzten kontinuierlich über die Risiken in ihren Bereichen auf operativer Ebene zu berichten.
Die vollständige Risikobewertung bei Westwing wird halbjährlich durchgeführt. Jedes Jahr führen wir mehrere Workshops durch und sammeln Informationen über potenzielle Risiken, die sowohl lokal als auch global identifiziert werden. Diese Informationen werden analysiert, um festzustellen, ob die ermittelten Risiken noch gültig sind und richtig bewertet werden. Die Dokumentation wird laufend aktualisiert und zusammengefasst.
Zweimal im Jahr wird dem Vorstand ein konsolidierter Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat über die aktuelle Risikolage von Westwing.
In den vergangenen Jahren hat Westwing als Teil seines internen Kontrollsystems interne Kontrollen für die Finanzberichterstattung eingeführt. Im Jahr 2022 haben wir das bestehende Kontrollumfeld in kritischen Abteilungen, einschließlich des Bereichs der Finanzberichterstattung, erheblich verbessert.
Diese Kontrollen bestehen aus präventiven und aufdeckenden Maßnahmen in den Buchhaltungs- und operativen Funktionen, die einen konsistenten Prozess für die Erstellung des Jahresabschlusses und die Abdeckung operativer Risiken gewährleisten. Zu den Mechanismen gehören die Identifizierung und Definition von Prozessen und Risiken, die Einführung von Genehmigungsebenen und die Anwendung des Prinzips der Aufgabentrennung.
Westwing verfügt über ein detailliertes Risikohandbuch, das Transparenz in den Prozess der Risikoidentifizierung und -bewertung bringt. Das Risikohandbuch wird regelmäßig durch die Westwings GRC-Funktion überprüft und aktualisiert.
Die von Westwing identifizierten Risiken werden auf der Grundlage ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen quantifiziert. Die Wahrscheinlichkeitsbewertung basiert auf einem Zeithorizont von einem Jahr nach dem Bewertungsdatum. Alle im Risikobericht aufgeführten Risiken werden auf Nettobasis (nachdem Maßnahmen zur Risikominderung ergriffen wurden) dargestellt.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit bezieht sich auf die statistische oder geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass ein Risikofaktor während des untersuchten Zeitraums eintritt. Sie wird in Prozent angegeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird durch die Wahl eines der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Wahrscheinlichkeitsbereiche bestimmt:
Wahrscheinlichkeit Bewertung Sehr hoch (75%–99%) Hoch (50%–74,9%) Mäßig (25%–49,9%) Niedrig (5%–24,9%) Sehr niedrig (1%–4,9%)
Zur Bewertung der Auswirkungen verwendet Westwing qualitative und quantitative Beurteilungen. Eine quantitative Beurteilung wird dann vorgenommen, wenn der Betrag der Auswirkung leicht abgeschätzt werden kann. Die quantitative Grundlage für die Auswirkungen sind Umsatz, bereinigtes EBIT und Cashflow, je nach Art des Risikos. Wenn eine quantitative Beurteilung nicht möglich ist, d. h., wenn es um den Ruf des Unternehmens oder das Vertrauen der Aktionäre geht, wird eine qualitative Beurteilung durchgeführt.
| Quantitative Beurteilung (bevorzugt) | ||
|---|---|---|
| Auswirkung | Finanzielle Auswirkungen | |
| 5 | > EUR 10,0 Mio. | Stark schädigende negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows |
| 4 | > EUR 5,0 Mio. Erhebliche negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows | |
| 3 | > EUR 2,0 Mio. Gewisse negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows | |
| 2 | > EUR 0,5 Mio. Begrenzte negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows | |
| 1 | > EUR 0,2 Mio. Unwesentliche negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows |
Alle Risiken werden vor und nach Anwendung von Gegenmaßnahmen bewertet, d. h. als Brutto- und Nettorisiken. Darüber hinaus wird eine aggregierte Risikobewertung durchgeführt, um die kombinierten Auswirkungen des gesamten Risikoregisters für die wichtigsten Risiken zu bewerten.
Die endgültige Risikoeinstufung ergibt sich aus der Kombination von geschätzter Wahrscheinlichkeit und Auswirkung und reicht von "gering" bis "extrem". Alle ermittelten Risiken werden anhand der folgenden Risikomatrix klassifiziert und visualisiert:
| Wahrscheinlichkeit | Sehr niedrig (1%–4,9%) |
Niedrig (5%– 24,9%) |
Mäßig (25%–49,9%) |
Hoch (50%– 74,9%) |
Sehr hoch (75%– 99%) |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkung | |||||
| 5 (> EUR 10 Mio.) | MODERAT | HOCH | HOCH | SEHR HOCH | EXTREM |
| 4 (> EUR 5 Mio.) | GERING | MODERAT | HOCH | SEHR HOCH | SEHR HOCH |
| 3 (> EUR 2 Mio.) | GERING | MODERAT | MODERAT | HOCH | HOCH |
| 2 (> EUR 0,5 Mio.) | GERING | GERING | MODERAT | MODERAT | HOCH |
| 1 (> EUR 0,2 Mio.) | GERING | GERING | GERING | GERING | MODERAT |
Diese Risikomatrix erleichtert den Vergleich der relativen Prioritäten der Risiken und erhöht die Transparenz über die Gesamtrisikoposition von Westwing. Darüber hinaus werden die Risikokategorien von "gering" bis "extrem" verwendet, um die detaillierten Risikoinformationen zu bestimmen, die dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt werden müssen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, werden unmittelbar nach ihrer Identifizierung gemeldet.
Westwing hat die folgenden Risikokategorien innerhalb des Unternehmens definiert:
Unser Internes Kontrollsystem (IKS) und unser Risikomanagementsystem (RMS) umfassen das Management von Risiken und Chancen im Hinblick auf die Erreichung der Unternehmensziele, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für den Westwing-Konzern relevanten Gesetze und Vorschriften. Auch Nachhaltigkeitsaspekte/ESG werden abgedeckt und auf Basis der regulatorischen Anforderungen kontinuierlich weiterentwickelt.
Unser IKS und RMS basieren auf dem weltweit anerkannten COSO-Rahmenwerk (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). Das Rahmenwerk definiert die Elemente eines Kontrollsystems und setzt den Maßstab für die Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und RMS.
Die Gesamtverantwortung für unser IKS und RMS liegt beim Vorstand. Das zentrale GRC-Team koordiniert und integriert die IKS- und RMS-Prozesse und unterstützt den Vorstand bei der Gestaltung und Aufrechterhaltung angemessener und wirksamer Prozesse zur Umsetzung, Überwachung und Berichterstattung über IKS- und RMS-Aktivitäten. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden Sie in Kapitel 6.1.
Am Ende eines jeden Geschäftsjahres nimmt der Vorstand eine Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und RMS vor. Diese Bewertung stützt sich in erster Linie auf den GRC-Jahresbericht, den der GRC-Direktor dem Vorstand vorlegt, sowie auf die regelmäßigen Sitzungen der GRC-Funktion mit dem Management während des Jahres.
*Bei den Angaben in diesem Abschnitt handelt es lageberichtsfremde Angaben, die nicht Gegenstand der Prüfung durch PWC sind.
Der GRC-Bericht fasst die Schlüsselelemente des IKS und des RMS des Westwing-Konzerns sowie die Aktivitäten zusammen, die im Laufe des Jahres zur Überprüfung ihrer Angemessenheit und Wirksamkeit durchgeführt wurden, und berichtet über etwaige kritische Kontrollschwächen, die bei diesen Aktivitäten festgestellt wurden. In dem Bericht wird eine allgemeine Schlussfolgerung über die Angemessenheit und Wirksamkeit unseres IKS und RMS gezogen. Auf dieser Grundlage hat der Vorstand keine Anhaltspunkte dafür, dass unser IKS oder RMS zum 31. Dezember 2022 nicht angemessen oder nicht wirksam war.
Dennoch sind der Wirksamkeit eines jeden Risikomanagement- und -kontrollsystems inhärente Grenzen gesetzt. Kein System — selbst wenn es als angemessen und wirksam erachtet wird — kann garantieren, dass alle Risiken im Voraus erkannt werden oder dass Prozessverstöße oder falsche Angaben unter allen Umständen verhindert oder entdeckt werden.
Der Prüfungsausschuss ist ebenfalls in unser Kontrollsystem integriert. Er überwacht die GRC-Funktion und die Wirksamkeit von IKS und RMS sowie die interne Revision. Die im jährlichen GRC-Bericht enthaltenen Informationen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Westwing Group SE zur Verfügung gestellt, um über die Wirksamkeit des IKS und RMS zu berichten.
Unsere Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder der potenziellen finanziellen Auswirkungen der oben genannten Risiken und Chancen hat sich im Vergleich zum Vorjahr strukturell nicht wesentlich verändert. Ebenso hat sich durch die aktualisierte Einschätzung keine grundlegende Veränderung der Risikosituation ergeben. Auf Basis der aktuellen Einschätzung wurden keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Westwing-Konzerns gefährden könnten. Der folgende Bericht fasst die Top-Risiken für Westwing auf der Grundlage der aktuellen Risikobewertung zusammen und stellt sie dar. Alle Risiken werden auf Nettobasis dargestellt, d.h. nach Anwendung aller Maßnahmen zur Risikominderung. Kein Risiko wird derzeit als "sehr hoch" oder "extrem" eingestuft. Diese Einschätzung gilt sowohl für das DACH Segment als auch für das Internationale Segment.
Es besteht ein hohes Risiko einer wirtschaftlichen Rezession im Jahr 2023. In der zweiten Hälfte des Jahres 2022 kündigten viele Unternehmen, vor allem im Technologiesektor, weltweit massive Entlassungen an.
Ein wirtschaftlicher Abschwung wird sich höchstwahrscheinlich auch auf den eCommerce auswirken. Im Jahr 2022 konnten wir bereits eine geringere Verbrauchernachfrage für Home & Living beobachten. Es ist schwer vorherzusagen, wie unsere Kunden auf eine wirtschaftliche Rezession reagieren werden und wie sich ihr Einkaufsverhalten ändern wird. Es besteht das Risiko, dass die ungünstige Verbrauchernachfrage aufgrund der makroökonomischen Herausforderungen anhalten wird.
Das Managementteam von Westwing beobachtet und bewertet die wirtschaftliche Situation in Europa und ihre möglichen Auswirkungen auf den Home & Living-Markt kontinuierlich und ist bereit, bei Bedarf mit einer Anpassung des Angebots im Konzern oder einer teilweisen Anpassung der Strategie zu reagieren. Um der geringeren Nachfrage Rechnung zu tragen, haben wir in den vergangenen Monaten erhebliche Kostensenkungen in den Bereichen allgemeine Verwaltungskosten, Marketing und Investitionen vorgenommen und gleichzeitig das Nettoumlaufvermögen kontinuierlich verbessert.
Aufgrund der aktuellen Marktsituation ist es schwieriger geworden, neue Marken für unsere Club-Sales (tägliche Themen) zu gewinnen. Im letzten Jahr haben wir einen teilweisen Verlust von Marken beobachtet, der auf die schwierige Beschaffungssituation zurückzuführen ist, z.B. durch die Verknappung von Lagerbeständen und die stärkere Positionierung und den Druck von Marken im eCommerce-Geschäft. Dies stellt ein Risiko für das zukünftige GMV-Wachstum dar, da es unserem Sortiment an Variation, Vielfalt und Attraktivität mangelt.
Um dieses Risiko zu mindern, hat Westwing die Beteiligung des Managements an der Lieferantenakquise erhöht und kürzlich die Markeneinkaufsteams umstrukturiert und verstärkt, die sich auf die Akquise von Marken und Produktangeboten für unsere Website konzentrieren.
Im Jahr 2022 wurde das Marketingmodell überarbeitet und neu implementiert, um ein langfristiges profitables Wachstum zu gewährleisten. Die neue Strategie umfasst einen aktualisierten Ansatz für jeden Marketingkanal und die Definition neuer KPIs und Ziele entlang der Customer Journey. Sollte die neue Marketingstrategie bis 2023 nicht umgesetzt werden, könnte sich dies negativ auf das Wachstum des Unternehmens auswirken und zu hohen Kosten führen.
Um dieses Risiko zu mindern, hat Westwing einen neuen Chief Marketing Officer (CMO) mit umfassender Marketingerfahrung eingestellt, der die Umsetzung der neuen Strategie sicherstellen wird. Das Managementteam von Westwing überwacht und bewertet kontinuierlich den Erfolg der neuen Marketingstrategie und ist bereit, bei Bedarf zu reagieren.
Derzeit beobachten wir einen verstärkten Wettbewerb aufgrund einer höheren Anzahl von Akteuren auf dem Home & Living-Markt und einer Reduktion der Gesamtmarktgröße. Dies führt zu einem erhöhten Margendruck bei der Markenbeschaffung. Die beschleunigte Marktkonsolidierung infolge von Fusionen und Übernahmen im Jahr 2022 könnte weitere Herausforderungen für Westwing mit sich bringen. Dies könnte unser Geschäftswachstum beeinträchtigen und die Rentabilität und Attraktivität des Geschäfts in der Zukunft verringern.
Westwing beobachtet alle Entwicklungen auf dem Markt genau und konzentriert sich weiterhin auf ein profitables Wachstum im Jahr 2023.
Im Jahr 2022 war nach einer langen Phase der Stabilität ein rapider Anstieg der Inflation zu beobachten. Der Wert für die Eurozone stieg im Dezember 2022 auf 9,2 %. Es besteht die Gefahr, dass die hohe Inflation die Kaufkraft unserer Kunden schmälert. Da Home & Living-Produkte nicht als lebensnotwendig angesehen werden, könnte sich dies negativ auf unseren Umsatz auswirken.
Trotz der sehr hohen Inflationsrate im vergangenen Jahr sehen Ökonomen Anzeichen für eine Verbesserung: Die Energieund Transportpreise sinken wieder, und die Inflationsrate hat sich im November und Dezember 2022 verringert.
Unsere Teams konzentrieren sich darauf, dieses Risiko zu mindern, indem sie die Preise mit unseren Lieferanten neu verhandeln, die Kosten in unserer Lieferkette reduzieren und die Verkaufspreise und Versandgebühren erhöhen, um der Inflation Rechnung zu tragen. Außerdem überprüfen wir ständig unsere Preisstrategie und unser Angebot, um Produktvielfalt und hohe Qualität zu gewährleisten.
Die Zunahme der globalen Unsicherheiten wird vor allem durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine verursacht. Westwing ist als internationales Unternehmen, dessen Hauptlager sich in Polen befindet, einem Risiko ausgesetzt, wenn sich die Konflikte ausweiten.
Das Managementteam überwacht gemeinsam mit dem GRC-Team die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation in den betroffenen Ländern und ihre Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns, um bei Bedarf reagieren und angemessene strategische Entscheidungen treffen zu können.
Wir haben in den letzten Jahren erhebliche Mittel und interne Ressourcen in den Aufbau und die Aktualisierung unserer IT-Plattform und unserer anspruchsvollen IT-Infrastruktur investiert. Das Cybersicherheitsrisiko von Westwing ist auf
grund des Wachstums des Unternehmens und der Eröffnung neuer Lager und lokaler Niederlassungen gestiegen. Bedrohungen wie unbefugter logischer Zugriff (ob intern oder extern) könnten wichtige interne Tools oder kundenorientierte Anwendungen stören.
Westwing beschäftigt ein qualifiziertes Technologieteam, zu dem auch IT-Sicherheitsexperten gehören. Dadurch sind wir in der Lage, unsere interne IT-Infrastruktur ständig zu überwachen, weiterzuentwickeln und zu verbessern. Im Jahr 2022 gab es keine einschränkenden Ereignisse. Westwing wird seine Sicherheitsstandards beibehalten, um auch im Jahr 2023 eine sichere IT-Umgebung im gesamten Konzern zu gewährleisten.
Insgesamt hat Westwing seine Risikosituation im vergangenen Jahr durch die Umsetzung und deutliche Verbesserung von Maßnahmen zur Risikominderung und die Entwicklung neuer Prozesse innerhalb des Konzerns leicht verbessert.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wesentlichen Risiken, die sich im Vergleich zum Vorjahr verändert haben, d. h. die im Geschäftsbericht 2021 als hoch, im Laufe des Jahres 2022 aber als niedriger eingeschätzt wurden oder umgekehrt. Risikominderungen sind vor allem auf Prozessverbesserungen und die Umsetzung wirksamer Maßnahmen zur Risikominderung zurückzuführen, während Erhöhungen auf wirtschaftliche Entwicklungen oder andere extrinsische Faktoren zurückzuführen sind.
| Risiko | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| OPERATIVE RISIKEN | ||
| Anstieg der Rohstoffpreise | Moderat | Hoch |
| Anstieg der Transportkosten | Niedrig | Hoch |
| STRATEGISCHE RISIKEN | ||
| Finanzplanung und Performance | Moderat | Hoch |
| Gewinning von Marken für die Club-Sales (tägliche Themen) | Hoch | Gering |
| Umsetzung unserer neuen Marketingstrategie | Hoch | Moderat |
| Verstärkter Wettbewerb und Margendruck | Hoch | Moderat |
| Politische äußere Einflüsse | Hoch | Moderat |
Der Vorstand ist davon überzeugt, dass im Jahr 2022 keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen bestanden. Aus heutiger Sicht sind keine Einzelrisiken oder Risikobündel erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens im Jahr 2023 gefährden könnten. Der Vorstand ist der Ansicht, dass er alle notwendigen Vorkehrungen getroffen hat, um bestehende Risiken zu adressieren und deren mögliche Auswirkungen zu reduzieren.
Während Westwing mit einigen Risiken konfrontiert ist, gibt es auch viele Chancen für das Unternehmen, um es voranzubringen. Wenn man eine Chance als eine positive Abweichung von den geplanten Werten definiert, bietet sie Westwing nicht nur die Möglichkeit zu wachsen, sondern auch die Rentabilität zu verbessern. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten für das Unternehmen und für die Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Chancen, die das Unternehmen identifiziert hat. Im Jahr 2022 haben wir vor allem das neue Kundenerlebnis durch OneWestwing, die Westwing Stores und die verbesserte Verhandlungsposition in China hinzugefügt.
Das Management sieht die starke Marke und den hohen Bekanntheitsgrad von Westwing als einen wichtigen Faktor für den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Im Gegensatz zu anderen Branchen wie z. B. der Modebranche, in der sich die Kunden in erster Linie auf die Herstellermarken konzentrieren, sind die Marken der Händler im Bereich Home & Living sehr wichtig. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Menge der Hersteller in diesem Sektor stark fragmentiert ist und die Herstellermarken als solche oft nicht der entscheidende Faktor für die Kaufentscheidungen der Kunden sind.
Westwing präsentiert sich als Marke, die Wert auf Qualität, Stil und Inspiration legt und ihren Kunden Zuversicht, Vertrauen und Persönlichkeit vermittelt. Dies wird erreicht, indem man sich auf organisches Marketing wie eine starke Präsenz in den sozialen Medien und auf die Content-Erstellung konzentriert sowie sorgfältig ausgewählte Marketinginitiativen einsetzt.
2022 war ein sehr gutes Jahr für die Westwing Collection und die Marke Westwing insgesamt. Westwing hat seine Westwing Collection im vergangenen Jahr rapide aufgebaut und wird dies auch 2023 weiter tun. Im dritten und vierten Quartal 2022 hat der Anteil der Westwing Collection an unserem Angebot ein Allzeithoch von 44 % des GMV erreicht. Diese intern entworfenen Produkte ermöglichen es uns, ein kuratiertes und abgerundetes Sortiment auf unserer Website zu präsentieren. Zusammen mit den höheren Margen, die sie bieten, hilft uns das, schnell auf wechselnde Markttrends zu reagieren und den Home & Living-Markt in Europa voranzutreiben.
Wir sind davon überzeugt, dass die starke Position von Westwing als Handelsunternehmen in Kombination mit der erhöhten Bekanntheit des Unternehmens als Anbieter von Westwing-Collection-Produkten die Schaffung einer sehr starken, ganzheitlichen Home & Living-Marke ermöglichen wird.
Um ein neues, nahtloses Kundenerlebnis auf der Website zu schaffen, werden der Shop (permanentes Sortiment) und die Club-Sales (tägliche Themen) derzeit unter einer Domain integriert. Dies wird die Sichtbarkeit des Shops (permanentes Sortiment) und der Westwing Collection verbessern. Wir glauben, dass dieser Schritt ein besseres und intuitiveres Kundenerlebnis schaffen wird, das zu einer höheren Umsetzung und einem höheren GMV führt, den Traffic für Westwing Collection erhöht — was letztendlich das Wachstum und die Rentabilität fördern wird — und ein nicht-digitales Markenmarketing ermöglicht, das als "Türöffner" für neue Zielkundengruppen fungiert.
Westwing entwickelt seinen eigenen Interior-Design-Service, Westwing Studio, weiter. Kunden können einen Interior-Design-Service bestellen, dessen Preis in Form eines Gutscheins für Westwing-Produkte eingelöst werden kann. Wir sehen schon jetzt eine große Nachfrage vonseiten der Kunden und nutzen diesen exklusiven Kundenkontakt, um unsere Positionierung als Einrichtungs- und Gestaltungsexperten zu stärken. Wenn wir diesen Service weiter ausbauen und ihn auch breiteren Kundengruppen wie B2B anbieten, könnte sich daraus eine erhebliche Chance ergeben, das Wachstum und die Attraktivität von Westwing als Home & Living-Marke zu steigern.
Im Jahr 2022 eröffnete Westwing seinen ersten permanenten Store an einer der ersten Adressen Hamburgs, am Jungfernstieg. Dort können unsere Kunden Möbel, Wohnaccessoires, Deko-Trends und alles, was ihr Zuhause schöner macht, entdecken. Unser Expertenteam kann sie vor Ort beraten. Außerdem können sie unsere Westwing-Studio-Designer persönlich kennenlernen und ihr neues Einrichtungsprojekt in gemütlicher Atmosphäre vor Ort besprechen. Die Expansion in weitere Städte und das erfolgreiche Erfüllen oder Übertreffen von Kundenerwartungen kann die Loyalität stärken.
Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise und einer nach der COVID-19-Pandemie verstärkten Verlagerung von Beschaffungsprozessen auf die europäischen Märkte sehen sich viele Fabriken in China mit geringeren Auftragsvolumina von Kunden für 2023 konfrontiert. Dies versetzt Westwing in eine bessere Verhandlungsposition mit Lieferanten aus China für unsere schnell wachsende Westwing Collection. Darüber hinaus sind die Containerpreise für Sendungen aus Asien deutlich gesunken. Unser Team kann diese Gelegenheit nutzen, um Kosten zu sparen und unsere Marge sowie Rentabilität zu verbessern.
Im Jahr 2022 hatte die Weltwirtschaft bereits mit einigen schwierigen Herausforderungen zu kämpfen, und die Aussichten für 2023 deuten nicht auf eine schnelle Erholung hin. Während die Welt nur hoffen kann, dass der Krieg in der Ukraine so bald wie möglich beendet wird, werden seine Folgen noch lange Zeit zu spüren sein. In Verbindung mit den nach wie vor hohen Inflationsraten in vielen Volkswirtschaften der Welt und der immer noch andauernden COVID-19-Pandemie führt dies zu einem hohen Maß an Unsicherheit hinsichtlich der künftigen makroökonomischen Entwicklung, was valide Prognosen sehr schwierig macht.
Nach Angaben des IWF wird sich die weltweite Verbraucherpreisinflation im Jahr 2023 voraussichtlich wieder auf 6,6 % verlangsamen. Diese Verlangsamung dürfte in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften stärker ausfallen, für die ein Rückgang der Inflation um 2,7 Prozentpunkte auf 4,6 % im Jahr 2023 prognostiziert wird. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird die Inflationsrate bis Ende 2023 auf 8,1 % prognostiziert.
Das globale BIP-Wachstum wird im Jahr 2023 voraussichtlich noch geringer ausfallen als im Jahr 2022 und nur noch 2,9 % betragen. Vor allem die fortgeschrittenen Volkswirtschaften werden von dieser Abschwächung stark betroffen sein, denn für 2023 wird hier ein BIP-Wachstum von nur 1,2 % erwartet. Im Gegensatz dazu wird für die Schwellen- und Entwicklungsländer sogar ein steigendes BIP-Wachstum von 4,0 % erwartet, was ein weniger düsteres Bild ergibt als für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften. 11
Da Europa besonders stark unter den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und den daraus resultierenden Engpässen in der Energieversorgung leidet, wird hier für 2023 ein BIP-Wachstum von nur 0,7 % prognostiziert. Besonders stark wird der wirtschaftliche Einschnitt in Deutschland, dem größten Markt von Westwing, sein, wo der IWF für 2023 ein jährliches BIP-Wachstum von nur 0,1 % prognostiziert.12
Unsere Prognose der Geschäftsentwicklung für das kommende Jahr basiert auf den im Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft, im Risikobericht und im Chancenbericht beschriebenen Annahmen. Wir gehen davon aus, dass sich die Geschäftsaktivitäten des Westwing-Konzerns nicht wesentlich verändern werden.
Unser Ausblick berücksichtigt die geringe Visibilität des Konsumverhaltens, das wirtschaftliche Umfeld und die weitere Entwicklung im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Wir sind überzeugt, dass sich unser Geschäft strukturell in die richtige Richtung entwickelt.
Für das Jahr 2023 konzentrieren wir uns auf ausgewählte Wachstumsinitiativen, die Erweiterung der angebotenen Kategorien unserer Westwing Collection und das Vorantreiben der Nachhaltigkeit in allen unseren Prozessen und Angeboten.
Wir prognostizieren für 2023 einen Gesamtumsatz zwischen EUR 390 Mio. und EUR 440 Mio. bei einer Wachstumsrate von –9% bis + 2% sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen EUR 4 Mio. und EUR 13 Mio. bei einer bereinigten EBITDA-Marge im Bereich von 1 % bis 3 %.
Diese Prognose wird in Zeiten anhaltend hoher Unsicherheit in Bezug auf die Verbraucherstimmung, die Inflation und die geopolitischen Entwicklungen abgegeben und geht davon aus, dass es im restlichen Jahr 2023 zu keiner weiteren Verschlechterung gegenüber dem bisherigen Verlauf des Jahres 2023 kommt.
11 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Januar 2023.
12 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Januar 2023.
Der Jahresabschluss der Westwing Group SE wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Die Westwing Group SE ist die Muttergesellschaft des Westwing-Konzerns und fungiert auch als Holdinggesellschaft für die verschiedenen operativen Einheiten des Konzerns. Sie erzielt selbst keine Umsätze mit Dritten, sondern ihre Erträge stammen aus der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen, die als Umsatz ausgewiesen werden. Wesentliche Leistungsindikatoren für die Westwing Group SE sind der Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern und Wertberichtigungen.
| EUR Mio. | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 70,0 | 98,1 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 9,6 | 7,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0,3 | 1,3 |
| Bruttoergebnis | 79,9 | 106,5 |
| Materialaufwand | –32,2 | –40,5 |
| Personalaufwand | –34,1 | –38,6 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | –7,3 | –5,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –35,3 | –16,8 |
| Betriebsergebnis | –29,0 | 5,2 |
| Zinserträge | 3,9 | 3,7 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –0,3 | –0,3 |
| Zins- und Finanzergebnis | 3,6 | 3,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –0,3 | –0,1 |
| Ergebnis nach Steuern | –25,6 | 8,5 |
| Aufwand aus Ergebnisabführung | –0,6 | – |
| Jahresergebnis | –26,3 | 8,5 |
Die Umsatzerlöse der Westwing Group SE reduzierten sich von EUR 98,1 Mio. im Jahr 2021 auf EUR 70,0 Mio. im Jahr 2022. Dies entspricht der insgesamt schwächeren Geschäftsentwicklung, die vor allem auf das schwierige Marktumfeld zurückzuführen ist. Da die Westwing Group SE Dienstleistungen für ihre Tochtergesellschaften erbringt, korreliert ihr Umsatz mit deren Geschäft. Die aktivierten Eigenleistungen stiegen um 34,5 % auf EUR 9,6 Mio. (2021: EUR 7,2 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen 2022 mit EUR 0,3 Mio. wieder auf einem normalen Niveau. Im Jahr 2021 waren darin periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1,0 Mio. enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung für einen Rechtsstreit resultierten.
Der Personalaufwand verringerte sich um EUR 4,4 Mio., vor allem aufgrund der geringeren Mitarbeiterzahl und des Rückgangs der anteilsbasierten Vergütung. So ging der Aufwand für anteilsbasierte Vergütung aufgrund der Personalfluktuation und des niedrigeren Aktienkurses auf EUR 0,2 Mio. zurück (2021: EUR 1,3 Mio.). Darüber hinaus wurden im Vorjahr EUR 1,5 Mio. Aufwand für die Barabgeltung von Beteiligungsprogrammen erfasst, die ursprünglich für einen Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten vorgesehen waren.
Der Materialaufwand, der ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen enthält, betrug EUR 32,2 Mio. (2021: EUR 40,5 Mio.). Dieser im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Wert resultiert in erster Linie aus dem insgesamt rückläufigen Geschäft des Unternehmens und damit geringeren Marketingausgaben. Die sonstigen Aufwendungen stiegen insbesondere durch höhere Personalverrechnungen für Dienstleistungen, die für die Westwing Group SE in anderen Konzerngesellschaften, insbesondere in Polen, erbracht wurden.
Insgesamt ergab sich im Jahr 2022 ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern von EUR –21,7 Mio. (2021: EUR 10,6 Mio.).
Das Finanzergebnis in Höhe von EUR 3,6 Mio. (2021: EUR 3,4 Mio.) resultiert aus Zinserträgen in Höhe von EUR 3,9 Mio. (2021: EUR 3,7 Mio.) sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (2021: EUR 0,3 Mio.).
Die Westwing Group SE verfügte zum 31. Dezember 2022 über liquide Mittel in Höhe von EUR 38,6 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 43,4 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich wie folgt entwickelt:
Im Jahr 2022 finanzierte das Unternehmen die Geschäftstätigkeit seiner Tochtergesellschaften durch die Vergabe von Darlehen in Höhe von EUR 37,1 Mio. (2021: EUR 40,9 Mio.). Diese gelten wirtschaftlich als langfristig, sind aber rechtlich gesehen kurzfristig.
Darlehensforderungen und Zinsen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 41,5 Mio. wurden im Jahr 2022 zurückgezahlt (2021: EUR 52,7 Mio.).
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2022 EUR 11,2 Mio. (2021: EUR 10,9 Mio.).
Handelsfinanzierungen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 4,0 Mio. und die Auflösung von Mietkautionen zu einem Mittelzufluss von EUR 2,6 Mio.
Mittelabflüsse in Höhe von EUR 0,5 Mio. betrafen den Erwerb eigener Aktien.
Die Westwing Group SE hat sichergestellt, dass ausreichend liquide Mittel zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und des Konzerns vorhanden sind. Die Westwing Group SE hat gegenüber ihrer Tochtergesellschaft Westwing GmbH und allen anderen direkten Tochterunternehmen eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie die Haftung für die bis zum 31. Dezember 2024 entstehenden Verpflichtungen übernimmt. Die Westwing Group SE ist ihren Zahlungsverpflichtungen stets nachgekommen.
| EUR Mio. | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 23,2 | 18,8 |
| Sachanlagen | 3,1 | 3,7 |
| Finanzanlagen | 147,4 | 150,9 |
| Summe Anlagevermögen | 173,8 | 173,4 |
| Umlaufvermögen | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 23,4 | 42,7 |
| Liquide Mittel | 38,6 | 43,4 |
| Summe Umlaufvermögen | 62,0 | 86,1 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 2,1 | 1,8 |
| Summe Aktiva | 237,9 | 261,3 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 20,9 | 20,9 |
| Eigene Aktien | –0,4 | –0,3 |
| Ausgegebenes Kapital | 20,5 | 20,6 |
| Kapitalrücklage | 348,4 | 348,8 |
| Bilanzverlust | –156,3 | –130,0 |
| Summe Eigenkapital | 212,7 | 239,4 |
| Schulden | ||
| Rückstellungen | 10,8 | 10,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 14,3 | 11,8 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 0,1 | 0,1 |
| Summe Passiva | 237,9 | 261,3 |
Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 237,9 Mio., ein Rückgang um EUR 23,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr (31. Dezember 2021: EUR 261,3 Mio.). Diese Veränderung ist vor allem auf geringere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie einen Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zurückzuführen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassten im Geschäftsjahr 2022 sowohl erworbene als auch selbst entwickelte Software. Der Nettobuchwert stieg im Jahr 2022 um EUR 4,4 Mio. auf EUR 23,2 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 18,8 Mio.). Dies ist auf die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten in Höhe von EUR 10,2 Mio. zurückzuführen, die teilweise durch Abschreibungen in Höhe von EUR 5,0 Mio. und Wertberichtigungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. ausgeglichen wurden. Das Sachanlagevermögen verringerte sich auf EUR 3,1 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 3,7 Mio.), hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen.
Die Investitionen in Tochtergesellschaften blieben unverändert und beliefen sich in den Jahren 2022 und 2021 auf EUR 15,4 Mio. Die unter den langfristigen Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen an Tochtergesellschaften verringerten sich um EUR 3,5 Mio. auf EUR 132,0 Mio. Dies war in erster Linie auf die Rückzahlung von Darlehens- und Zinsforderungen in Höhe von EUR 41,5 Mio. zurückzuführen und wurde teilweise durch neue Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 37,1 Mio. ausgeglichen.
Das Umlaufvermögen belief sich Ende 2022 auf EUR 62,0 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 86,1 Mio.). Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich auf EUR 22,8 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 39,3 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen mit EUR 38,6 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 43,4 Mio.) um EUR 4,9 Mio. niedriger als im Vorjahr.
Das Eigenkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag verringerte sich im Jahr 2022 um EUR 26,7 Mio. von EUR 239,4 Mio. im Dezember 2021 auf EUR 212,7 Mio. im Dezember 2022. Haupttreiber hierfür war das Ergebnis nach Steuern.
Die Eigenkapitalquote ging von 91,6 % zum 31. Dezember 2021 auf 89,4 % zum 31. Dezember 2022 zurück.
Die Rückstellungen stiegen leicht von EUR 10,0 Mio. im Dezember 2021 auf EUR 10,8 Mio. im Dezember 2022.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von EUR 11,8 Mio. Ende 2021 auf EUR 14,3 Mio. am 31. Dezember 2022. Dies ist hauptsächlich auf Verbindlichkeiten aus Handelsfinanzierungen in Höhe von EUR 4,0 Mio. zurückzuführen.
Die Westwing Group SE beschäftigte Ende Dezember 2022 356 Mitarbeiter einschließlich Praktikanten, Aushilfen und Führungskräften (2021: 488). Davon waren 234 Personen in der Verwaltung/IT und 118 im Marketing tätig. Die Softwareentwicklung wird in fast allen Fällen intern von der Technologieabteilung der Westwing Group SE durchgeführt.
Zum Jahresende 2022 waren bei der Westwing Group SE 59,8 % der Beschäftigten weiblich, was in etwa dem Anteil im Gesamtkonzern entspricht.
Informationen zum Frauenanteil und zu den Zielvorgaben für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat sowie zu den Diversity-Angaben des Unternehmens finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung.
Die Risiken und Chancen der Westwing Group SE entsprechen im Wesentlichen denen des Gesamtkonzerns. Wir verweisen daher auf den Risiko- und Chancenbericht unter Kapitel 6 dieses zusammengefassten Lageberichts. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus einem zusätzlichen Wertberichtigungsbedarf für Darlehen an verbundene Unternehmen oder aus der Notwendigkeit, diesen Unternehmen Liquidität zur Verfügung zu stellen, beides in Abhängigkeit von deren Geschäftsentwicklung.
Die Prognose für das wirtschaftliche Umfeld und die Erwartungen für das operative Geschäft der Westwing Group SE sind im Wesentlichen die gleichen wie für den Westwing-Konzern. Für weitere Einzelheiten wird auf Abschnitt 7 dieses zusammengefassten Lageberichts verwiesen.
Die Westwing Group SE geht für das Geschäftsjahr 2023 von einem ähnlichen Umsatzniveau wie im Vorjahr aus. Darin spiegelt sich das erwartete stabilere Geschäftsvolumen ihrer operativen Tochtergesellschaften wider, das der Rolle der Westwing Group SE als Holdinggesellschaft des Westwing-Konzerns entspricht. Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern soll sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 moderat verbessern.
Der Umsatz der Westwing Group SE im Jahr 2022 ging um 28,6 % auf EUR 70,0 Mio. zurück. Dies liegt deutlich unter dem erwarteten ähnlichen Umsatz wie im Vorjahr. Der Grund für die Verfehlung der Prognose ist die negative Entwicklung des gesamten Konzerns, verursacht durch die geringere Marktnachfrage und das schwache wirtschaftliche Umfeld. Folglich lag auch das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern nicht auf dem erwarteten ähnlichen Niveau wie 2021, sondern verzeichnete einen Rückgang um EUR 32,3 Mio. auf EUR –21,7 Mio.
Nach diesem herausfordernden Jahr sind wir jedoch überzeugt, dass Westwing über die notwendigen operativen und finanziellen Ressourcen verfügt, um die ehrgeizigen Ziele mittel- und langfristig zu erreichen und zu profitablem Wachstum zurückzukehren.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und § 315d HGB einschließlich der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG sind auf der Website der Gesellschaft im Bereich Investor Relations/Corporate Governance öffentlich zugänglich. Dort finden sich auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Unternehmensführung sowie Entsprechenserklärungen. Die aktuelle Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich aktueller Entsprechenserklärung ist auch im Geschäftsbericht veröffentlicht.
Der Vorstand der Westwing Group SE (die "Gesellschaft") hat zu den nach §§289a, 315a HGB gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG erforderlichen Angaben folgenden erläuternden Bericht erstellt:
Das Grundkapital betrug zum 31. Dezember 2022 unverändert EUR 20.903.968,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 20.903.968 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Aus allen Aktien ergeben sich die gleichen Rechte und Pflichten. Jede Stückaktie berechtigt grundsätzlich zu einer Stimme. Gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft ist eine Verbriefung von Anteilen grundsätzlich ausgeschlossen.
Zum 31. Dezember 2022 hielt die Gesellschaft 382.230 eigene Aktien. Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft aus eigenen Aktien keine Rechte zu.
Es bestehen im Übrigen keine grundsätzlichen Stimmrechtsbeschränkungen. Der Westwing Group SE sind keine Vereinbarungen über die Beschränkung von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien bekannt. Neben den gesetzlichen Insider-Bestimmungen sowie dem Handelsverbot nach der Marktmissbrauchsverordnung informiert die Gesellschaft über sogenannte "Silent Periods" von jeweils 30 Tagen vor der Veröffentlichung der Finanzzahlen für das vergangene Quartal mit der damit verbundenen Empfehlung, in diesem Zeitraum keinen Handel zu betreiben. Zur kapitalmarktrechtlichen Compliance gibt es eine interne Richtlinie.
Zum 31. Dezember 2022 gab es nach den der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Informationen folgende Beteiligungen, welche die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten:
• Zerena GmbH, Grünwald, der gemäß § 34 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Rocket Internet SE, Berlin, mit 28,9 % des Grundkapitals zugerechnet wird.
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, insbesondere keinen Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMER AKTIONÄRE SIND (§ 289A SATZ 1 NR. 5, § 315A SATZ 1 HGB): Ebenso wie andere Aktionäre üben Mitarbeiter, die am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt sind, im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung ihre Stimmrechte unmittelbar selbst aus.
Im Einklang mit § 7 der Satzung sowie § 84 AktG bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands und ist für ihre Bestellung und Abberufung verantwortlich. Der Aufsichtsrat kann einen Vorstandsvorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Die Bestellung erfolgt für höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Eine Abberufung ist gemäß § 84 Abs. 4 des AktG bei Vorliegen eines wichtigen Grundes möglich. Es gelten im Übrigen die gesetzlichen Vorschriften (§§ 84, 85 AktG).
Gemäß § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Nach § 20 Abs. 2 der Satzung bedarf es – soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften eine andere Mehrheit vorsehen – für Satzungsänderungen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen bzw. — sofern mindesten die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist — der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Für Änderungen nach Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2022/I bzw. nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie bei Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals 2018 und nach Ablauf sämtlicher Options- und Wandlungsfristen ist der Aufsichtsrat gemäß § 179 Abs. 1 S. 2 AktG in Verbindung mit § 4 Abs. 3, 4 und 5 der Satzung ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend anzupassen.
Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. August 2021 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 4. August 2026 unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§53a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zur Höhe von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen.
Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder der Konzernunternehmen ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Für weitere Einzelheiten wird auf Tagesordnungspunkt 9 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. August 2021 verwiesen, welche auch auf der Unternehmenswebsite im Bereich Investor Relations/Hauptversammlung abrufbar ist.
Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2022 wie folgt Gebrauch gemacht: Der Vorstand der Westwing Group SE hat – basierend auf vorgenannter Ermächtigung – am 24. November 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm in einem Volumen von bis zu maximal 600.000 Aktien der Gesellschaft zu einem Gesamtpreis (ohne Nebenkosten) von bis zu EUR 3,0 Mio. ("Aktienrückkauf 2022") durchzuführen. Der Rückkauf über den XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse begann am 28. November 2022 und läuft grundsätzlich bis zum Ablauf des 31. März 2023. Bei Start des Aktienrückkaufs 2022 hielt die Gesellschaft 326.475 eigene Aktien (ca. 1,56% des Grundkapitals der Gesellschaft).
Zum 31. Dezember 2022 wurden im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms 55.755 Aktien zurückerworben. Weitere Details über den Aktienrückkauf 2022, einschließlich wöchentlicher Transaktionsmeldungen, sind auf der Unternehmenswebsite im Bereich Investor Relations/Aktie/Aktienrückkauf 2022 veröffentlicht.
Die Gesellschaft hat im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 keine eigenen Aktien an amtierende oder ehemalige Mitarbeiter oder Organmitglieder verkauft und übertragen.
Darüber hinaus wurde der Vorstand von der Hauptversammlung vom 5. August 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in Höhe von insgesamt 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals bis zum 4. August 2026 durch den Einsatz von Derivaten (Put- oder Call-Optionen oder eine Kombination aus beidem) zu erwerben. Auf diese Weise erworbene Aktien sind ebenfalls auf die 10%-Grenze der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien anzurechnen. Für weitere Einzelheiten wird auf Tagesordnungspunkt 10 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. August 2021 verwiesen, welche auch auf der Unternehmenswebsite im Bereich Investor Relations/Hauptversammlung abrufbar ist.
Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2022 kein Gebrauch gemacht.
Der Vorstand wurde ferner von der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 21. September 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. September 2023 die Erwerbsrechte auf den Erwerb eigener Aktien aus bestehenden Vereinbarungen – insbesondere sogenannten Angel-Agreements –, die von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften mit gegenwärtigen und/oder früheren Mitarbeitern, Organmitgliedern und/oder (ehemaligen) Beratern und/oder Förderern (oder deren jeweiligen Investmentvehikeln) der Gesellschaft und/oder ihren Tochtergesellschaften geschlossen wurden, auszuüben und eigene Aktien in Höhe von insgesamt bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigen bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die von der Gesellschaft erworbenen und gehaltenen eigenen Aktien sind auf diese 10 %-Grenze anzurechnen.
Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2022 kein Gebrauch gemacht.
GENEHMIGTES KAPITAL ZUM 31. DEZEMBER 2022:
Der Vorstand wurde – unter Aufhebung des Genehmigten Kapitals 2018/V – von der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Mai 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. Mai 2027 (einschließlich) das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.090.396,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.090.396 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2022/I"). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Das Genehmigtes Kapital 2022/I ist in § 4 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft geregelt.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. September 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 2.847.853 zu erhöhen, indem er einmalig oder mehrmals bis zu insgesamt 2.847.853 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgibt (Genehmigtes Kapital 2018/VI). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen und in vorgeschriebenen Grenzen ausgeschlossen werden. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem oder mehreren Unternehmen gezeichnet werden, die gemäß § 53 Abs. 1 Satz 1, § 53b Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 7 KWG tätig sind, vorbehaltlich der Verpflichtung, den Aktionären der Gesellschaft gemäß § 186 Abs. 5 AktG die Aktien anzubieten ("mittelbares Bezugsrecht"). Dieses genehmigte Kapital ist in § 4 Abs. 4 der Satzung geregelt.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Ausgabe von 5.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt um bis zu EUR 5.000.000 erhöht (Bedingtes Kapital 2018).
Das Bedingte Kapital 2018 wird in den Fällen der Ausübung von Wandlungsrechten oder Optionen oder der Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsverpflichtungen zur Gewährung von Aktien an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Genussschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") verwendet, die aufgrund der von der Hauptversammlung am 21. September 2018 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden.
Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 21. September 2018 festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als im Zeitraum bis zum 20. September 2023 Inhaber oder Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 21. September 2018 von der Gesellschaft, ihren abhängigen Unternehmen oder Unternehmen, an denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben oder garantiert werden, ihre Wandlungsrechte oder Optionen ausüben oder ihren Wandlungs- oder Optionsverpflichtungen aus solchen Schuldverschreibungen nachkommen oder soweit die Gesellschaft anstelle der Zahlung des fälligen Betrags Aktien der Gesellschaft gewährt und soweit die Wandlungs- oder Optionsrechte oder Wandlungs- oder Optionspflichten nicht mit eigenen Aktien bedient werden, sondern durch Aktien aus genehmigtem Kapital oder einer anderen Gegenleistung.
Von dieser Ermächtigung zur Ausgabe von Anleihen wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Dieses bedingte Kapital ist in §4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft geregelt.
Im Rahmen der Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) unter dem Namen Westwing Group SE wurden keine neuen Kapitalien geschaffen.
Ein zwischen der Westwing Group SE und der Norddeutschen Landesbank im September 2022 geschlossener Rahmenkreditvertrag über 10 Mio. Euro räumt der Norddeutschen Landesbank ein Kündigungsrecht ein, sollte ein Aktionär die Mehrheit der Stimmrechte und/oder Kapitalanteile von mindestens 50 % erwerben.
ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE DIE GESELLSCHAFT MIT DEN MITGLIEDERN DES VOR-S TA N D S O D E R D E N A R B E I T N E H M E R N I M FA L L E E I N E S Ü B E R N A H M E A N G E B O T S V E R E I N B A R T H AT ( § 289A SATZ 1 NR. 9, § 315A SATZ 1 NR. 9 HGB):
Der zwischen der Westwing Group SE und dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Hoerning am 17. Juni 2022 geschlossene Vorstandsdienstvertrag räumt dem Vorstandsvorsitzenden das Recht ein, innerhalb von zwei Monaten nach Eintritt eines Kontrollwechsels mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats den Vorstandsdienstvertrag schriftlich zu kündigen ("Sonderkündigungsrecht") und sein Amt entsprechend niederzulegen. Sollte das Sonderkündigungsrecht ausgeübt werden, ist die Höhe einer etwaigen Abfindungszahlung auf maximal zwei feste Jahresgehälter, höchstens jedoch auf die Vergütung der Restlaufzeit der Amtszeit begrenzt (Abfindungs-Cap).
München, den 29. März 2023
Westwing Group SE Westwing Group SE
Dr. Andreas Hoerning Sebastian Säuberlich Chief Executive Officer Chief Financial Officer
An die Westwing Group SE, Berlin
Wir haben den Jahresabschluss der Westwing Group SE (vormals Westwing Group AG), Berlin, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westwing Group SE, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f)
EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
❶ Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen
❷ Ansatz und Bewertung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände für Softwarelösungen
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
① Im Jahresabschluss der Westwing Group SE zum 31. Dezember 2022 werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 15,4 Mio. (6 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Darüber hinaus werden Ausleihungen in Höhe von € 132,0 Mio. (55 % der Bilanzsumme) an und Forderungen gegen diese verbundenen Unternehmen in Höhe von € 22,8 Mio. (10 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie von Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt auf der Grundlage des Barwerts der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögensund Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
① Im Jahresabschluss der Westwing Group SE werden zum 31. Dezember 2022 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens für selbst entwickelte Softwarelösungen in Höhe von € 23,1 Mio. (10 % der Bilanzsumme) unter dem Bilanzposten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Softwarelösungen für Zwecke der Webseiten, Apps und des Warehouse Management Systems der Westwing Group SE. Für die Aktivierung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes des Anlagevermögens kommt es maßgeblich darauf an, dass der angestrebte immaterielle Vermögensgegenstand mit hoher Wahrscheinlichkeit entsteht und dass die Entwicklungskosten dem zu aktivierenden immateriellen Vermögensgegenstand verlässlich zugerechnet werden können. Die Aktivierung von Entwicklungskosten für einen bereits fertiggestellten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstand des Anlagevermögens setzt voraus, dass dieser erweitert oder wesentlich verbessert, d.h. substantiell weiterentwickelt wird. Die planmäßigen Abschreibungen der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände basieren auf den von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen zur voraussichtlichen Nutzungsdauer. Weiterhin werden Abgänge erfasst, sofern sich bestimmte Erwartungen an die Realisierbarkeit der Entwicklungsprojekte nicht erfüllen. Die Aktivierung und
Bewertung der für diese Softwarelösungen angefallenen Entwicklungskosten basiert in hohem Maße auf den Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft, welche im Wesentlichen die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Entwicklungsprojektes und die Abgrenzung zwischen der substantiellen Weiterentwicklung und der Erhaltung bereits bestehender Softwarelösungen betreffen.
Aufgrund der Vielzahl der Projekte für die Entwicklung von Softwarelösungen und da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basiert, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
② Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen bezüglich des Ansatzes und der Bewertung der für die Softwarelösungen angefallenen Entwicklungskosten haben wir zunächst auf Grundlage der uns zur Verfügung gestellten Dokumentation anhand einzelner Entwicklungsprojekte die von den gesetzlichen Vertretern implementierten Prozesse und Kontrollen zur Aktivierung von Entwicklungskosten für selbst geschaffene Softwarelösungen nachvollzogen. Damit einhergehend haben wir unter anderem auch die Erfassung von immateriellen Vermögensgegenständen und das methodische Vorgehen zur Bilanzierung und Bewertung der angefallenen Entwicklungskosten anhand der handelsrechtlichen Voraussetzungen gewürdigt. Dabei haben wir auch Einsicht in die jeweiligen Projektunterlagen genommen, um den jeweiligen Projektfortschritt zu beurteilen. Weiterhin haben wir eine analytische Durchsicht der Aufstellung aller aktivierten Projekte zur Entwicklung von Softwarelösungen und zur Aktivierung der zugehörigen Entwicklungskosten vorgenommen und das methodische Vorgehen der Gesellschaft nachvollzogen. Zudem haben wir in Stichproben anhand der im Geschäftsjahr neu aktivierten Entwicklungsprojekte für Softwarelösungen die Aktivierbarkeit der Entwicklungskosten, das Vorliegen von substantiellen Weiterentwicklungen im Vergleich zu bereits existierenden Softwarelösungen sowie die Annahmen der gesetzlichen Vertreter bei der Bestimmung der Nutzungsdauern und der Bestimmung des Beginns der planmäßigen Abschreibung nachvollzogen. Die Aktivierbarkeit der angefallenen Entwicklungskosten haben wir auch anhand der Dokumentation der einzelnen Tätigkeiten nachvollzogen und beurteilt. Für die Einschätzung der Nutzungsdauern haben wir zudem eine Übersicht aller Entwicklungsprojekte für Softwarelösungen erhalten und mit den gesetzlichen Vertretern erörtert, welche Einschätzungen und Abwägungen für die hinterlegten Werte herangezogen wurden. Weiterhin haben wir in Stichproben die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten für wesentliche Entwicklungsprojekte mit den angefallenen Personalkosten verglichen sowie in Stichproben eine Abstimmung mit den zugrundeliegenden Stundennachweisen vorgenommen. Um Anzeichen für einen möglichen Ausbuchungsbedarf bei Entwicklungsprojekten zu identifizieren, haben wir die gesetzlichen Vertreter und die zuständigen Mitarbeiter befragt und die Altersstruktur der Entwicklungsprojekte sowie projektbezogene Fortschrittsberichte analysiert.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
③ Die Angaben der Gesellschaft zum Ansatz und der Bewertung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände für Softwarelösungen sind in den Abschnitten "II Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Immaterielle Vermögensgegenstände", "III Erläuterungen zur Bilanz: Immaterielle Vermögensgegenstände" und "IV Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung: Andere aktivierte Eigenleistungen" des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen
wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei Westwing_SE_JA+LB_ESEF-2022-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW
Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. Mai 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. Dezember 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer der Westwing Group SE, Berlin, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht – auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Popp.
München, den 29. März 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dietmar Eglauer Michael Popp Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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