Annual Report • Mar 29, 2022
Annual Report
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Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Bestätigung des Abschlussprüfers
Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) München
| Aktiva | 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
Passiva | 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | A. Eigenkapital | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
18.624 | 13.754 | I. Gezeichnetes Kapital Eigene Aktien |
20.904 -326 |
20.844 -541 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
198 | 255 | Ausgegebenes Kapital davon bedingtes Kapital TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000) |
20.577 | 20.303 |
| 18.822 | 14.009 | II. Kapitalrücklage | 348.820 | 348.663 | |
| II. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.675 | 3.031 | |||
| 3.675 | 3.031 | III. Bilanzverlust | -129.998 | -138.498 | |
| III. Finanzanlagen | 239.400 | 230.468 | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
15.435 135.448 |
15.380 147.099 |
B. Rückstellungen | ||
| 150.884 | 162.479 | 1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen |
100 9.888 |
100 8.984 |
|
| 173.380 | 179.520 | 9.988 | 9.085 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
9 39.323 |
567 17.671 |
C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
4.724 1.872 |
1.548 3.055 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 3.391 | 2.291 | 3. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern TEUR 5.154 (Vj. TEUR 2.810) |
5.240 | 2.904 |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 42.722 43.411 |
20.529 45.710 |
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 8 (Vj. TEUR 0) | 11.835 | 7.507 |
| 86.134 | 66.239 | ||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.820 | 1.424 | D. Rechnungsabgrenzungsposten | 111 | 124 |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
|---|---|---|---|---|
| davon bedingtes Kapital TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000) | ||||
| 18.822 | 14.009 | II. Kapitalrücklage | 348.820 | 348.663 |
| III. Bilanzverlust | -129.998 | -138.498 | ||
| 3.675 | 3.031 | |||
| 150.884 | 162.479 | 1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen |
100 9.888 |
100 8.984 |
| 173.380 | 179.520 | 9.988 | 9.085 | |
| 42.722 | 20.529 | davon aus Steuern TEUR 5.154 (Vj. TEUR 2.810) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 8 (Vj. TEUR 0) |
||
| 86.134 | 66.239 | D. Rechnungsabgrenzungsposten | 111 | 124 |
261.334 247.183 261.334 247.183
2021 2020 TEUR TEUR 1. Umsatzerlöse 98.087 59.164 2. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.167 4.547 3. Sonstige betriebliche Erträge 1.250 339 davon aus Währungsumrechnung TEUR 10 (Vj. TEUR 28) Gesamtleistung 106.504 64.051 4. Materialaufwand a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 40.495 16.927 5. Personalaufwand 38.565 30.557 a) Löhne und Gehälter 33.191 26.226 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.373 4.330 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.385 4.133 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.839 17.912 davon aus Währungsumrechnung TEUR 47 (Vj. TEUR 11) 5.220 -5.478 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.672 3.009 davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 3.662 (Vj. TEUR 2.981) 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 5.614 11. Erträge aus der Wertaufholung von Finanzanlagen 0 12.841 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 277 169 davon an verbundenen Unternehmen TEUR 33 (Vj. TEUR 113) Zins- und Finanzergebnis 3.395 10.067 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 114 100 14. Ergebnis nach Steuern 8.501 4.489 15. Jahresüberschuss 8.501 4.489 16. Verlustvortrag -138.498 -142.987 17. Bilanzverlust -129.998 -138.498
Anlage 3/1
Die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) ("Gesellschaft") ist eine in Deutschland gegründete Kapitalgesellschaft mit Sitz in München, Deutschland (Handelsregister Berlin HRB 199007 B, nunmehr: HRB 239114 B).
Die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem deutschen Aktiengesetz, ihre Namens-Stammaktien sind seit dem 9. Oktober 2018 an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main (Prime Standard) notiert.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes unter Anwendung der Going-Concern-Prämisse aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 S. 2 HGB i.V.m. § 264 d HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266, 275 HGB sowie §§150 ff. AktG.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Beträge sind in Tausend Euro (TEUR), soweit nicht anders angegeben.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Anlage 3/2
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über 3 bis 8 Jahre nach der linearen Methode vermindert.
Bei der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts der Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB handelt es sich um die Aktivierung von internen Kosten, die im Rahmen der Entwicklung von Software entstehen. Für die Höhe des Nettobuchwerts zum jeweiligen Bilanzstichtag besteht eine Ausschüttungssperre.
Die aktivierten Entwicklungskosten werden nach Inbetriebnahme der Software über 3 bis 8 Jahre abgeschrieben und werden, falls notwendig, außerordentlich abgeschrieben.
Aufwendungen für Instandhaltung, ständige nicht wesentliche Verbesserungen und Wartung von Software werden im Aufwand erfasst, sobald sie anfallen.
Zinsen auf für den Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen aufgenommenes Fremdkapital werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Vermögensgegenstands oder – sofern einschlägig – als separater Vermögensgegenstand erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft daraus zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögensgegenstands zuverlässig ermittelt werden können.
Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung werden im Aufwand erfasst, sobald sie anfallen.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
Die voraussichtliche Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens ist wie folgt:
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 14 Jahre
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.
Zinsen auf für den Erwerb von Sachanlagevermögen aufgenommenes Fremdkapital werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt.
Bei den Finanzanlagen sind die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. zu den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten ausgewiesen. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts erfolgt über ein Ertragswertverfahren, wobei entsprechende Planzahlen für die einzelnen Ländergesellschaften aus dem Geschäftsplan des Westwing Konzerns abgeleitet werden. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.
Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden
diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Wesentliche aktive latente Steuern ergeben sich aus dem steuerlichen Verlustvortrag.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Jegliche Beträge, die über den Nennbetrag hinaus oder freiwillig eingezahlt wurden, sind in der Kapitalrücklage bilanziert.
Eigene Aktien sind Aktien, die von Westwing zurückgekauft wurden, wodurch sich die Anzahl der ausstehenden Aktien auf dem freien Markt verringert.
Die eigenen Aktien werden offen von dem Posten des gezeichneten Kapitals abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert (Nennbetrag) und den Anschaffungskosten eigener Anteile wird mit den frei verfügbaren Kapitalrücklagen verrechnet.
Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten, unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preisund Kostensteigerungen, alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Als Entlohnung für geleistete Arbeit erhalten manche Mitarbeiter eine anteilsbasierte Vergütung mit oder ohne Barausgleich. Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich mit den Mitarbeitern der Gesellschaft entstehen, werden zunächst unter Anwendung eines Optionspreismodells mit dem Aktienkurs als wesentlichem Parameter mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Rückstellung verteilt. Westwing berücksichtigt bei der Berechnung der anteilsbasierten Vergütungsaufwendungen auch eine geschätzte Verfallsquote während des Erdienungszeitraums.
Hingegen bleiben anteilsbasierte Vergütungen, die in Form von Aktienoptionen ausgegeben werden und mit Aktien aus genehmigtem Kapital beglichen werden, bilanziell unberücksichtigt. Lediglich wenn die Gesellschaft sich dazu verpflichtet hat, Aktienoptionen in bar abzugelten erfolgt eine buchhalterische Berücksichtigung.
Die Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich wird zu jedem Abschlussstichtag unter Verwendung desselben Optionspreismodells neu bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Personalaufwand bzw. in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.
Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag; hierbei werden unrealisierte Kursgewinne nur erfasst, sofern diese kurzfristiger Natur und damit hinreichend sicher sind.
Anlage 3/6
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen der Gesellschaft handelt es sich um erworbene sowie selbst geschaffene Software.
Die Zugänge zu den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 8.507 (31.12.2020: TEUR 5.298) resultieren im Wesentlichen aus der Entwicklung eigener Software für Lager- und Logistikanwendungen, Consumer Apps, Webseiten, Zahlungsmethoden, sowie neue Features im Bereich Stabilität, Schnelligkeit und Sicherheit der Webportale. Die Entwicklungsprojekte sind in Teilprojekte unterteilt, die durch die Entwicklungen neuer Funktionen gekennzeichnet sind.
Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres lag bei TEUR 9.134 (2020: TEUR 6.901).
In jedem Geschäftsjahr wird die Bewertung von sich in Entwicklung befindlichen Vermögensgegenständen analysiert. Im Geschäftsjahr 2021 entschloss sich Westwing, einen Teil der Projekte nicht weiter fortzuführen. Daher wurde für die Buchwerte dieser sich in Entwicklung befindlichen Vermögensgegenstände eine außerplanmäßige Abschreibung von insgesamt TEUR 77 (2020: TEUR 226) vorgenommen.
Beim Sachanlagevermögen der Gesellschaft handelt es sich überwiegend um Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Ausleihungen umfassen ausschließlich Darlehen an verbundene Unternehmen, die mit Zinssätzen zwischen 0,1% und 6,2% p.a. verzinst sind und kurzfristig fällig gestellt werden können, soweit diese nicht mit einem Rangrücktritt belegt sind. Da die überlassenen Darlehen wirtschaftlich längerfristiger Natur sind und keine festgelegten Laufzeiten haben, werden sie unter den Ausleihungen im Anlagevermögen dargestellt.
Die Anteile und Ausleihungen wurden auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Im Geschäftsjahr 2021 weist die Gesellschaft einen Zugang der Ausleihungen und Zinsen an verbundene Unternehmen von TEUR 41.107 (2020: TEUR 12.724) aus, der aus der Vergabe von Darlehen an verbundene Unternehmen resultiert. Zudem wurden Ausleihungen und Zinsen in Höhe von TEUR 52.806 (2020: TEUR 22.809) zurückgezahlt.
Forderungen sind zum Nominalwert bilanziert. Bei Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Leistungsverrechnungen, die innerhalb von 14 Tagen fällig sind, (TEUR 15.268; 31.12.2020: TEUR 17.671) und um Lizenzforderungen (TEUR 24.054; 31.12.2020: TEUR 0). Der Anstieg zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 39.323 (31.12.2020: TEUR 17.671) ist im Wesentlichen auf höhere Weiterbelastungen an Tochterunternehmen aufgrund des in 2021 neu eingeführten Lizenzmodells und gestiegener Nachfrage nach zentralen Dienstleistungen zurückzuführen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Mietkautionen (TEUR 3.088; 31.12.2020: TEUR 1.882).
Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme der Mietkautionen.
Zum 31. Dezember 2021 beträgt das gezeichnete Kapital TEUR 20.904 (31.12.2020: TEUR 20.844). Das Grundkapital ist in 20.903.968 nennbetragslose Stückaktien eingeteilt, davon hält die Gesellschaft 326.475 eigene Aktien mit einem Nominalwert von EUR 1,00 je Aktie.
Eigene Aktien haben keine Stimmrechte. Durch den Besitz dieser Aktien hat das Unternehmen keinen Anspruch auf den Erhalt von Vermögensgegenständen bei einer Liquidation des Unternehmens, oder auf Ausübung von Bezugsrechten als Anteilseigner.
Die Kapitalrücklage beinhaltet die über das Nennkapital hinaus einbezahlten Beträge. Nachfolgend ein Überblick über die Entwicklung des gezeichneten Kapitals:
| Anzahl der | Eigene Aktien | |
|---|---|---|
| Aktien | ||
| 1. Januar 2020 | 20.740.809 | 743.450 |
| Kapitalerhöhung | 103.542 | |
| Abgeltung von Aktienoptionen | - | -202.200 |
| Zum 31. Dezember 2020 / 1. Januar 2021 |
20.844.351 | 541.250 |
| Kapitalerhöhung | 59.617 | - |
| Abgeltung von Aktienoptionen | - | -214.775 |
| Zum 31. Dezember 2021 | 20.903.968 | 326.475 |
Die Gesamtanzahl der ausgegebenen Stückaktien mit Stimmrecht belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 20.577.493 Aktien (31. Dezember 2020: 20.303.101 Aktien) mit einem Nennwert von EUR 1,00 je Aktie. Jede Aktie gewährt dem Inhaber eine Stimme auf der Hauptversammlung der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE). Der Nennwert aller Stammaktien ist voll eingezahlt.
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2021 214.775 Aktienoptionen ausgeübt (2020: 202.200), die mit eigenen Aktien abgegolten wurden. Der durchschnittliche Ausübungspreis lag bei EUR 1,99 (2020: EUR 0,81), was zu Zahlungseingängen in Höhe von TEUR 372 führte (2020: TEUR 169). Die Differenz zwischen Ausübungspreis und Nennbetrag wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet und führte im Geschäftsjahr 2021 zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 157.
Der Anteil der eigenen Aktien am Grundkapital betrug zum 31. Dezember 2021 1,6% (31.12.2020: 2,6%), der Marktwert lag zum Stichtag bei TEUR 7.228 (31.12.2020: TEUR 17.923). Zudem wurden 43.200 Aktienoptionen ausgeübt, die in bar gegen eine Zahlung von TEUR 1.511 abgegolten wurden. Da der gesamte Betrag auf eigene Mitarbeiter der Gesellschaft entfiel, wurde er vollständig im Personalaufwand erfasst.
Ein Überblick über alle Zu- und Abgänge eigener Aktien ist in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.
Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 348.820 (31. Dezember 2020: TEUR 348.663). Von den dort in Vorjahren eingestellten derivativen Finanzinstrumenten bestanden am Stichtag keine mehr, da die letzte Optionsvereinbarung im Januar 2021 ausgeübt wurde.
Der Restbuchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 18.624; 31.12.2020: TEUR 13.754) gilt als ausschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 HGB.
Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 129.998 (31.12.2020: TEUR 138.498) resultiert aus dem Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie dem Vortrag aus dem vergangenen Geschäftsjahr.
Die Gesellschafterversammlung vom 7. August 2018 sowie die Hauptversammlung vom 21. September 2018 hat den Vorstand zu mehreren Kapitalerhöhungen berechtigt:
Der Vorstand ist berechtigt, das Grundkapital einmal oder mehrmals in der Zeit bis zum 6. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von insgesamt 90.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um höchstens EUR 90.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018/I) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung bestimmter Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Das genehmigte Kapital beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 30.383.
Der Vorstand ist berechtigt, das Grundkapital einmal oder mehrmals in der Zeit bis zum 6. August 2023 durch Ausgabe von insgesamt 15.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um höchstens bis zu EUR 15.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018/II) und unter Einhaltung bestimmter Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Am 3. September 2018 machte der Vorstand teilweise von der Ermächtigung für das genehmigte Kapital 2018/II Gebrauch. Nach dieser teilweisen Inanspruchnahme beträgt das genehmigte Kapital 2018/II EUR 3.088.
Der Vorstand ist berechtigt, das Grundkapital einmal oder mehrmals in der Zeit bis zum 6. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von insgesamt 67.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um höchstens EUR 67.500 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018/III) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung bestimmter Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Das genehmigte Kapital beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 57.708.
Der Vorstand ist berechtigt, das Grundkapital einmal oder mehrmals in der Zeit bis zum 6. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von insgesamt 101.250 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um höchstens EUR 101.250 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018/IV) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung bestimmter Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Das genehmigte Kapital beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 7.500.
Der Vorstand ist berechtigt, das Grundkapital einmal oder mehrmals in der Zeit bis zum 6. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von insgesamt 4.350.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um höchstens EUR 4.350.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018/V) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung bestimmter Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Von diesem genehmigten Kapital wurde bisher nichts in Anspruch genommen.
Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital einmal oder mehrmals in der Zeit bis zum 20. September 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von insgesamt 3.159.212 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um höchstens EUR 3.159.212 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018/VI) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung bestimmter Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Am 13. November 2018 machte der Vorstand teilweise von dieser Ermächtigung für das genehmigte Kapital 2018/VI Gebrauch. Nach dieser teilweisen Inanspruchnahme beträgt das genehmigte Kapital 2018/VI EUR 2.847.853.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde zudem, bedingt durch die Ausgabe von 5.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, um bis zu EUR 5.000.000 erhöht (bedingtes Kapital 2018/I).
Das bedingte Kapital 2018/I dient der Gewährung von Aktien im Zuge der Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten oder zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsverpflichtungen gegenüber den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen"), die im Rahmen des Ermächtigungsbeschlusses durch die Hauptversammlung vom 21. September 2018 ausgegeben wurden.
Die neuen Aktien werden zu dem Wandlungs- oder Optionspreis ausgegeben, der unter Berücksichtigung des Ermächtigungsbeschlusses durch die Hauptversammlung vom 21. September 2018 zu ermitteln ist. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger der bis zum 20. September 2023 durch die Gesellschaft oder ein nachgeordnetes Konzernunternehmen gemäß des Ermächtigungsbeschlusses durch die Hauptversammlung vom 21. September 2018 ausgegebenen oder garantierten Schuldverschreibungen ihre Wandlungs- oder Optionsrechte ausüben oder ihre Wandlungsoder Optionspflichten gemäß dieser Schuldverschreibungen erfüllen bzw. soweit die Gesellschaft ihr Wahlrecht ausübt, anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit die Wandlungs- oder Optionsrechte oder -pflichten nicht durch eigene Aktien, Aktien, die aus genehmigtem Kapital ausgegeben werden, oder durch sonstige Gegenleistungen erfüllt werden.
Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Dieses bedingte Kapital ist im Handelsregister als bedingtes Kapital 2018/I eingetragen. Eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital erfolgte im Geschäftsjahr 2021 nicht.
Im Rahmen der formwechselnden Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) unter der Firma Westwing Group SE wurden keine neuen Kapitalien geschaffen. Das Genehmigte Kapital 2018/V und das Genehmigte Kapital 2018/VI bestehen in der zum Umwandlungszeitpunkt bestehenden Höhe für die Westwing Group SE fort. Weiterhin besteht das Bedingte Kapital 2018/I in der zum Umwandlungszeitpunkt bestehenden Höhe für die Westwing Group SE fort. Das Genehmigte Kapital 2018/I, das Genehmigte Kapital 2018/II, das Genehmigte Kapital 2018/III sowie das Genehmigte Kapital 2018/IV bestehen in der Westwing Group SE nicht mehr fort und wurden daher mit der Eintragung der SE zum Umwandlungszeitpunkt aufgehoben, weil der Zweck dieser genehmigten Kapitalien jeweils erfüllt ist.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.888 (31.12.2020: TEUR 8.984) beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich (TEUR 5.724; 31.12.2020: TEUR 3.746), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.324; 31.12.2020: TEUR 1.410), Rückstellungen für Personal (TEUR 905; 31.12.2020: TEUR 787), Rückstellungen für Marketing (TEUR 809; 31.12.2020: TEUR 530), Rückstellungen für mietfreie Zeit (TEUR 616; 31.12.2020: TEUR 739) sowie Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (TEUR 245; 31.12.2020: TEUR 208).
Die Gründer der Westwing GmbH hatten im Jahr 2018 Westwing-GmbH-Anteile in die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) eingebracht, die zur Deckung bestimmter anteilsbasierter Vergütungsprogramme mit Barausgleich genutzt wurden. Der vertraglich festgelegte Differenzbetrag wurde den Gründern Ende 2021 erstattet, die Rückstellung in Höhe von TEUR 549 wurde entsprechend verbraucht.
In der zweiten Jahreshälfte 2019 und im ersten Halbjahr 2020 wurde für den Vorstand und bestimmten Positionen der oberen Management-Ebene ein neues anteilsbasiertes Vergütungsprogramm mit Barausgleich eingerichtet. Im Jahr 2021 sind 111.000 Optionen gewährt worden (2020: 335.000 Optionen), 8.000 verfallen (2020: 177.000) und 35.000 zurückgenommen (2020: 0). Zum 31. Dezember 2021 standen 891.000 Optionen aus (31.12.2020: 830.000). Die Optionen werden am 31. Dezember 2022 vollständig unverfallbar und können jeweils vier Jahre nach Gewährung ausgeübt werden. Für dieses Programm wurden im Geschäftsjahr 2021 Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.339 (2020: TEUR 2.972) erfasst. Zudem enthält die Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung Aufwendungen für die Erstattung der Steuerdifferenz in Bezug auf ausgegebene Aktien zum Verwässerungsschutz in Höhe von TEUR 301 (31.12.2020: TEUR 607). Im Jahr 2021 wurden in diesem Zusammenhang TEUR 231 an Begünstigte ausgezahlt.
Zum 31. Dezember 2021 betrug der kumulierte Wert der Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung insgesamt TEUR 5.724 (31.12.2020: TEUR 3.746).
Die in der Bilanz gezeigten Verbindlichkeiten können wie folgt unterteilt werden:
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.724 1.548 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - davon aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verpflichtungen 1.872 517 - davon aus Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen - 2.538 Sonstige Verbindlichkeiten - aus Steuern 5.154 2.810 - im Rahmen der sozialen Sicherheit 8 - - Übrige 77 94 Summe 11.835 7.507 |
31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|---|---|---|
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 7.507 in 2020 auf TEUR 11.835 in 2021 erhöht. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf um TEUR 2.344 höhere Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften haben sich aufgrund der Tilgung von Upstream-Darlehen um TEUR 1.183 reduziert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von TEUR 1.548 auf TEUR 4.724 an. Der Anstieg ist insbesondere auf die positive Entwicklung im Geschäftsjahr zurückzuführen.
Die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) hatte zum 31. Dezember 2021 Avalkonten in Höhe von TEUR 1.542 (31.12.2020: TEUR 1.363).
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 111 (31.12.2020: TEUR 124) enthält einen erhaltenen Baukostenzuschuss für Büroräume, der ratierlich über die Mietlaufzeit aufgelöst wird.
Die Umsätze der Gesellschaft in Höhe von TEUR 98.087 (2020: TEUR 59.164) resultieren aus konzerninternen Verrechnungen aus Dienstleistungen in Höhe von TEUR 96.986 und übrigen Erlösen in Höhe von TEUR 1.101. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist vor allem auf höhere Weiterbelastungen aus Lizenzen und gestiegenen Marketingaufwendungen sowie die insgesamt positive Geschäftsentwicklung zurückzuführen, da mit Ausweitung der Aktivitäten der Tochtergesellschaften auch deren Nachfrage nach zentralen Dienstleistungen steigt.
Die Umsätze aus konzerninternen Verrechnungen entfallen mit TEUR 82.039 auf Deutschland (2020: TEUR 39.227) und mit TEUR 14.947 auf das Ausland (2020: TEUR 19.138). Die internationalen Umsätze aus konzerninternen Verrechnungen verteilen sich mit TEUR 10.658 auf Westeuropa (2020: TEUR 14.411) und mit TEUR 4.289 auf Osteuropa (2020: TEUR 4.727).
Die anderen aktivierten Eigenleistungen umfassen aktivierte Personalaufwendungen zur Erstellung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 7.167 (2020: TEUR 4.547).
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.250 (2020: TEUR 339) handelt es sich im Wesentlichen um periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 994. Diese betreffen vor allem die Auflösung einer Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten aus dem Vorjahr.
Die bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 40.495 (2020: TEUR 16.927) sind von Konzernfremden bezogen worden und werden zum Großteil konzernintern weiterverrechnet. Sie betreffen im Wesentlichen zentrale Marketing- und IT-Dienstleistungen.
Während des Jahres beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 465 Mitarbeiter ohne Einbezug des Vorstands (2020: 383), die sich wie folgt aufgliedern:
| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| Verwaltung / IT | 235 | 188 |
| Marketing/ Vertrieb | 231 | 195 |
| Summe | 465 | 383 |
Der Personalaufwand betrug TEUR 38.565 (2020: TEUR 30.557). Darin enthalten sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung in Höhe von TEUR 2.788 (2020: TEUR 3.047). Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für das anteilsbasierte Vergütungsprogramm mit Barausgleich in Höhe von TEUR 1.277 und Aufwendungen für einen Barausgleich anteilsbasierter Vergütungsprogramme in Höhe TEUR 1.511, die zuvor nach HGB nicht erfasst waren, da sie ursprünglich durch Eigenkapitalinstrumente ausgeglichen werden sollten.
Der Personalaufwand kann wie folgt untergegliedert werden:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 30.403 | 23.179 |
| Soziale Abgaben | 5.373 | 4.330 |
| Aufwand für anteilsbasierte Vergütung | 2.788 | 3.047 |
| Summe | 38.565 | 30.557 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 16.839 (2020: TEUR 17.912) enthalten vor allem Kosten, die im Rahmen der Headquarter-Funktion anfallen. Dazu gehören Mietaufwendungen, Beratungskosten, Aufwendungen für die IT-Infrastruktur sowie Aufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung, die auf nicht in der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) beschäftigte Konzernmitarbeiter entfallen. Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 582 enthalten. Diese entfallen mit TEUR 330 auf Steuerforderungen einer veräußerten Gesellschaft und mit TEUR 217 auf zu hohe Abgrenzungen für Volumenrabatte des Vorjahres.
Die Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 3.672 (2020: TEUR 3.009) resultieren im Wesentlichen aus Darlehen an verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 277 (2020: TEUR 169) betreffen in Höhe von TEUR 244 (2020: TEUR 56) Dritte und in Höhe von TEUR 33 (2020: TEUR 113) Darlehen von verbundenen Unternehmen.
Es bestehen finanzielle Verpflichtungen (brutto) wie folgt:
| Restlaufzeiten | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | ab 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Mietverträge | 3.781 | 14.540 | 1.929 | 20.251 |
| Leasingverträge | 64 | 85 | - | 149 |
| Serviceverträge | 300 | 450 | - | 750 |
| 4.146 | 15.075 | 1.929 | 21.150 |
Der Nutzung eines Teils der von Westwing genutzten Sachanlagen liegen Miet- und Operating-Leasing-Verträge zugrunde. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko bei der Gegenpartei.
Die Gesellschaft befindet sich in den folgenden Haftungsverhältnissen:
| 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Garantien und Bürgschaften | 1.160 | 3.731 |
| 1.160 | 3.731 |
Aufgrund der Holding- und Finanzierungsfunktion der Gesellschaft im Konzern sind die Haftungsverhältnisse ausschließlich für Tochtergesellschaften zum Aufbau des Geschäftsbetriebes eingegangen worden. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt, da die Tochtergesellschaften eine positive Entwicklung aufweisen.
Zudem hat sich die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) gegenüber ihrer Tochtergesellschaft Westwing GmbH durch eine Patronatserklärung dazu verpflichtet, für die bis zum 31. Dezember 2023 entstandenen Verpflichtungen einzustehen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis wird ebenfalls als gering eingeschätzt, da die Entwicklung der Westwing GmbH als positiv zu sehen ist.
Aufstellung des Anteilsbesitzes der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) gemäß § 285 Nr. 11, 11a und Nr. 11b HGB
| Gesellschaft | Firmen sitz |
Eigenkapital in TEUR bzw. um gerechnet zum Stichtagskurs 1 2021 |
Anteile am Kapital in % |
Jahres ergebnis 2021 in TEUR1 |
|---|---|---|---|---|
| Westwing GmbH | München | -21.846 | 100,00% | 9.637 |
| Westwing Commercial GmbH | Berlin | -15 | 100,00% | -36 |
| Westwing Delivery Service GmbH2 | München | 19 | 100,00% | -6 |
| Westwing Bitterfeld Logistics GmbH3 |
München | 25 | 100,00% | -0 |
| Westwing Spain Holding UG | Berlin | -1.192 | 100,00% | -4 |
| Westwing France Holding UG | Berlin | 364 | 100,00% | 1.243 |
| Westwing Italy Holding UG | Berlin | -1.232 | 100,00% | -32 |
| Westwing Netherlands Holding UG | München | -327 | 100,00% | 93 |
| Tekcor 1. V V UG | Bonn | -727 | 100,00% | 126 |
| Brillant 1256. GmbH & Co. Dritte Verwaltungs KG |
Berlin | -16.444 | 88,80% | 25 |
| Brillant 1256. GmbH | Berlin | -2.064 | 100,00% | 14 |
| Bambino 65. V V UG4 | Berlin | - | 100,00% | - |
| Bambino 66. V V UG | Berlin | -4.843 | 94,20% | -25 |
| Bambino 68. V V UG | Berlin | -3.221 | 100,00% | -16 |
| VRB GmbH & Co. B-156 KG5 | Berlin | - | 90,00% | -0 |
| VRB GmbH & Co. B-157 KG | Berlin | -2.307 | 77,30% | -101 |
| VRB GmbH & Co. B-160 KG | Berlin | -732 | 97,50% | -11 |
| VRB GmbH & Co. B-165 KG5 | Berlin | - | 90,00% | -0 |
| VRB GmbH & Co. B-166 KG5 | Berlin | - | 90,00% | -0 |
| Gesellschaft | Firmen sitz |
Eigenkapital in TEUR bzw. um gerechnet zum Stichtagskurs 1 2021 |
Anteile am Kapital in % |
Jahres ergebnis 2021 in TEUR1 |
|---|---|---|---|---|
| VRB GmbH & Co. B-167 KG5 | Berlin | - | 90,00% | -0 |
| WW E-Services Iberia S.L.6 | Barcelona | 620 | 100,00% | -22 |
| WW E-Services Italy S.r.I.6 | Mailand | 116 | 100,00% | -10 |
| WW E-Services France SAS6 | Paris | -18.800 | 100,00% | -699 |
| Westwing Home and Westwing Home and Living Poland SP. Z O.O.6 |
Warschau | -1.794 | 100,00% | -909 |
| WW E-Services The Netherlands B.V.6 |
Amsterdam | -13.039 | 100,00% | -1.292 |
| wLabels Hong Kong Ltd.6 | Hongkong | 391 | 100,00% | 50 |
| wLabels China Co., Ltd.6 | Dongguan | -5 | 100,00% | -28 |
1 Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen nach evtl. Gewinnabführung, bei Tochterunternehmen gemäß konsolidiertem IFRS-Abschluss.
2 Gegründet am 30. Juli 2021
3 Gegründet am 14. Oktober 2021
4 Verschmelzung mit Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) am 26. August 2021
5 Anwachsung an Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) am 5. August 2021
6 indirekt
Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der einbezogenen Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Aktionärsstruktur der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) basiert auf den Stimmrechten, wie zuletzt von den Aktionären mitgeteilt und wie von den Aktionären in Bezug auf das aktuelle Aktienkapital des Unternehmens zum 31. Dezember 2021 veröffentlicht. Zu beachten ist, dass sich die Anzahl der zuletzt gemeldeten Stimmrechte innerhalb der jeweiligen Schwellenwerte geändert haben könnten, ohne dass eine Verpflichtung zur Benachrichtigung der Gesellschaft besteht. Die in der untenstehenden Tabelle angegebenen Prozentsätze beziehen sich jeweils auf das Grundkapital der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) am 31. Dezember 2021.
| Aktionär | Anteil am Grundkapital |
|---|---|
| Zerena GmbH (Rocket Internet SE) | 29% |
| The Capital Group Companies | 11% |
| Amiral Gestion | 5% |
| Tengelmann Ventures | 5% |
| Janus Henderson Group PLC | 3% |
| Streubesitz/Andere Anteilsinhaber | 47% |
| Gesamt | 100% |
Andere Anteilsinhaber/Streubesitz bezieht sich auf die Beteiligungen an der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) von weniger als 3%.
Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 sind folgende Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Westwing haben können.
Am 23. Februar 2022 wurde die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) in eine Societas Europaea (SE) umgewandelt und firmiert nun als Westwing Group SE.
Das Aufsichtsratsmitglied Thomas Harding hat Ende März sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der Westwing Group SE mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, welche am 18. Mai 2022 geplant ist, niedergelegt.
Der Aufsichtsrat wird sich kurzfristig mit dem Thema seiner Nachfolge beschäftigen.
Hinzu kommt, dass der am 24. Februar 2022 begonnene groß angelegte russische Militäreinmarsch in der Ukraine alle bisherigen Einschätzungen des künftigen makroökonomischen und sektorspezifischen Umfelds in Frage stellen könnte. Die Situation ist sehr dynamisch, was eine valide Prognose derzeit unmöglich macht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die weltweiten Sanktionen gegen Russland die künftige Entwicklung des Weltmarktes stark beeinflussen werden.
Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind Bestandteil des Konzernabschlusses der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE), den die Gesellschaft für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen prüferische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der nichtfinanziellen Erklärung (limited assurance) sowie Prüfungstätigkeiten im Zusammenhang mit dem Vergütungsbericht.
Vorstand und Aufsichtsrat der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) haben im Dezember 2021 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und im Geschäftsbericht sowie auf der Website des Unternehmens öffentlich zugänglich gemacht
(https://ir.westwing.com/download/companies/westwing/CorporateGovernance/Westwing_Gr oup_AG_Entsprechenserklaerung_2021_DE.pdf).
Die während des Jahres agierenden Vorstände waren Stefan Smalla (Chief Executive Officer) und Sebastian Säuberlich (Chief Financial Officer). Stefan Smalla ist darüber hinaus Mitglied des Aufsichtsrats der HelloFresh SE.
Die dem Vorstand im Geschäftsjahr 2021 gewährten Gesamtbezüge betragen TEUR 2.295. Im Geschäftsjahr 2021 wurden dem Vorstand 45.000 virtuelle Optionsrechte mit Barausgleich aus dem virtuellen Programm VSOP 2019 mit einem Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung von TEUR 627 gewährt.
Die Gesamtbezüge früherer Organmitglieder im Geschäftsjahr 2021 betragen TEUR 186.
Die individualisierte Offenlegung der Bezüge der Vorstände erfolgt im Vergütungsbericht.
Die dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021 gewährten Gesamtbezüge betragen TEUR 176. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird durch die Satzung der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Grundvergütung für jedes Geschäftsjahr des Unternehmens in Höhe von TEUR 25, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats eine feste Grundvergütung von TEUR 40 und der stellvertretende Vorsitzende von TEUR 30 erhält. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält weitere TEUR 20 und die weiteren Mitglieder des Prüfungsausschusses TEUR 10. Die Vergütung ist jeweils zum Ende des entsprechenden Geschäftsjahres fällig. Aufsichtsratsmitglieder, die nur für einen Teil des Geschäftsjahres im Amt sind, erhalten eine entsprechende anteilsmäßige Vergütung.
Neben den festen Bezügen erstattet Westwing den Mitgliedern des Aufsichtsrats ihre im Rahmen der Ausübung ihrer Pflichten entstandenen angemessenen Auslagen sowie die auf ihre Vergütung und Auslagen entfallene Umsatzsteuer.
Ferner werden die Mitglieder des Aufsichtsrats in die D&O-Haftpflichtversicherung für Vorstandsmitglieder einbezogen, die eine Absicherung gegen finanzielle Schäden bietet. Die Prämien für diese Versicherungspolice werden vom Unternehmen gezahlt.
Gemäß der Satzung (Art. 9 Abs. 1) setzt sich der Aufsichtsrat aus fünf Mitgliedern zusammen. Er unterliegt keiner Mitbestimmung durch Arbeitnehmer, demzufolge werden alle Mitglieder des Aufsichtsrats von der Hauptversammlung als Anteilseignervertreter gewählt.
Im Geschäftsjahr 2021 hatte der Aufsichtsrat drei Ausschüsse: Den Prüfungsausschuss, den Vergütungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Bei Bedarf können weitere Ausschüsse gebildet werden.
Während des Geschäftsjahres setzte sich der Aufsichtsrat aus den folgenden Mitgliedern zusammen:
| Name | Vergütete Funktionen |
|---|---|
| Christoph Barchewitz, Co-CEO Global Fashion Group |
Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Nominierungsausschusses und Mitglied des Vergütungsausschusses, Mitglied des Prüfungsausschusses (bis August 2021) |
| Dr. Antonella Mei-Pochtler, Senior Advisor Boston Consulting Group |
Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und Vorsitzende des Vergütungsausschusses |
| Name | Vergütete Funktionen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Michael Hoffmann, selbstständiger Berater | Mitglied des Aufsichtsrats, Vorsitzender des | ||||
| Prüfungsausschusses und Mitglied des |
|||||
| Vergütungsausschusses | |||||
| Thomas Harding, Partner Bridford Group | Mitglied des Aufsichtsrats, Mitglied des Prüfungsausschusses und des Nominierungsausschusses |
||||
| Mareike Wächter (seit August, 2021), Geschäftsführerin BANOVO |
Mitglied des Aufsichtsrats, des Prüfungsausschusses und des Nominierungsausschusses |
Die Aufsichtsratsmitglieder der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) sind darüber hinaus in Aufsichtsräten sowie Kontrollgremien der folgenden Gesellschaften vertreten:
Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf, einschließlich des Geschäftsergebnisses, und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.
München, den 28. März 2022
Stefan Smalla Sebastian Säuberlich Vorstand Vorstand Westwing Group AG Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) (nunmehr: Westwing Group SE)
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 TEUR |
Zugänge TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2021 TEUR |
01.01.2021 TEUR |
Zugänge TEUR |
TEUR | Abgänge Zuschreibungen TEUR |
31.12.2021 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | |||||||||||
| Rechte und Werte | 23.896 | 8.507 | ./. 6.128 | 26.274 | ./. 10.141 | ./. 3.637 | 6.128 | 0 | ./. 7.650 | 18.624 | 13.754 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und | |||||||||||
| ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 948 | 52 | ./. 322 | 677 | ./. 693 | ./. 102 | 316 | 0 | ./. 479 | 198 | 255 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.338 | 0 | 0 | 4.338 | ./. 4.338 | 0 | 0 | 0 | ./. 4.338 | 0 | 0 |
| 29.181 | 8.558 | ./. 6.450 | 31.288 | ./. 15.172 | ./. 3.739 | 6.444 | 0 | ./. 12.467 | 18.822 | 14.009 | |
| II. Sachanlagen | |||||||||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.534 | 2.317 | ./. 507 | 9.344 | ./. 4.503 | ./. 1.646 | 480 | 0 | ./. 5.669 | 3.675 | 3.031 |
| 7.534 | 2.317 | ./. 507 | 9.344 | ./. 4.503 | ./. 1.646 | 480 | 0 | ./. 5.669 | 3.675 | 3.031 | |
| III. Finanzanlagen | |||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.015 | 56 | ./. 1 | 16.071 | ./. 635 | 0 | 0 | 0 | ./. 635 | 15.435 | 15.380 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 235.717 | 41.107 | ./. 52.806 | 224.019 | ./. 88.618 | 0 | 0 | 48 | ./. 88.570 | 135.448 | 147.099 |
| 251.733 | 41.163 | ./. 52.807 | 240.089 | ./. 89.253 | 0 | 0 | 48 | ./. 89.205 | 150.884 | 162.479 | |
| Summe | 288.448 | 52.038 | ./. 59.764 | 280.721 | ./. 108.928 | ./. 5.385 | 6.924 | 48 | ./. 107.342 | 173.380 | 179.520 |
Anlage zum Anhang
| Bilanzstichtag | Erwerbs-/ Veräußerungsdatum |
Preis pro Aktie in EUR |
Eigene Aktien |
Ursache der Bewegung |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | -191 | |||
| -28.650 | Aktiensplit | |||
| 5.850 | Ausübung Aktienoptionen | |||
| 31.12.2018 | -22.800 | |||
| 07.03.2019 | 0,02 | 22.800 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 09.04.2019 | 14,85 | -10.050 | Erwerb eigene Aktien | |
| 09.05.2019 | 14,85 | -8.850 | Erwerb eigene Aktien | |
| 13.05.2019 | 0,01 | 18.900 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 14.08.2019 | 4,40 | -2.600 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 15.08.2019 | 4,10 | -658 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 16.08.2019 | 3,94 | -2.442 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 19.08.2019 | 3,90 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 20.08.2019 | 3,66 | -3.500 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 21.08.2019 | 3,24 | -3.500 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 22.08.2019 | 2,71 | -6.500 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 23.08.2019 | 2,75 | -11.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 26.08.2019 | 3,07 | -5.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 27.08.2019 | 3,46 | -15.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 28.08.2019 | 3,71 | -11.542 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 29.08.2019 | 3,57 | -18.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 30.08.2019 | 3,42 | -13.693 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 02.09.2019 | 3,21 | -18.013 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 03.09.2019 | 3,28 | -12.507 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 04.09.2019 | 3,21 | -22.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 05.09.2019 | 3,09 | -25.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 06.09.2019 | 3,00 | -25.880 | Aktienrückkaufprogramm |
|---|---|---|---|
| 09.09.2019 | 2,91 | -28.500 | Aktienrückkaufprogramm |
| 10.09.2019 | 2,96 | -29.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 11.09.2019 | 2,88 | -19.939 | Aktienrückkaufprogramm |
| 12.09.2019 | 2,88 | -24.513 | Aktienrückkaufprogramm |
| 13.09.2019 | 2,92 | -19.923 | Aktienrückkaufprogramm |
| 16.09.2019 | 2,77 | -11.078 | Aktienrückkaufprogramm |
| 17.09.2019 | 2,61 | -35.500 | Aktienrückkaufprogramm |
| 18.09.2019 | 2,62 | -35.500 | Aktienrückkaufprogramm |
| 19.09.2019 | 2,64 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 20.09.2019 | 2,57 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 23.09.2019 | 2,58 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 24.09.2019 | 2,61 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 25.09.2019 | 2,49 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 26.09.2019 | 2,20 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 27.09.2019 | 2,00 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 30.09.2019 | 2,15 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 01.10.2019 | 2,25 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 02.10.2019 | 2,33 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 04.10.2019 | 2,25 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 07.10.2019 | 2,31 | -3.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 08.10.2019 | 2,62 | -22.500 | Aktienrückkaufprogramm |
| 09.10.2019 | 2,98 | -13.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 10.10.2019 | 3,08 | -13.684 | Aktienrückkaufprogramm |
| 11.10.2019 | 3,27 | -37.816 | Aktienrückkaufprogramm |
| 14.10.2019 | 3,42 | -20.000 | Aktienrückkaufprogramm |
| 15.10.2019 | 3,60 | -10.000 | Aktienrückkaufprogramm | |
|---|---|---|---|---|
| 16.10.2019 | 3,63 | -14.236 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 17.10.2019 | 3,88 | -34.600 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 18.10.2019 | 4,17 | -34.353 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 21.10.2019 | 4,48 | -21.383 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 22.10.2019 | 4,62 | -27.617 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 23.10.2019 | 4,82 | -15.850 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 24.10.2019 | 4,78 | -35.866 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 25.10.2019 | 4,88 | -22.100 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 28.10.2019 | 4,75 | -11.818 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 29.10.2019 | 4,62 | -14.730 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 30.10.2019 | 4,39 | -10.659 | Aktienrückkaufprogramm | |
| 27.11.2019 | 1,71 | 16.350 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 1,71 | 3.450 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 1.650 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 9.600 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 600 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 2.850 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 1,23 | 1.900 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 2.100 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 27.11.2019 | 0,01 | 1.050 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 31.12.2019 | -743.450 | |||
| 21.04.2020 | 1,71 | 2.550 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 30.04.2020 | 0,01 | 3.300 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 04.06.2020 | 0,01 | 300 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 30.07.2020 | 0,01 | 5.250 | Ausübung Aktienoptionen |
| 01.09.2020 | 1,23 | 3.600 | Ausübung Aktienoptionen | |
|---|---|---|---|---|
| 02.09.2020 | 0,01 | 3.450 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.09.2020 | 1,23 | 2.850 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.09.2020 | 4,47 | 16.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.09.2020 | 4,47 | 1.350 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 02.09.2020 | 4,47 | 1.500 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 17.09.2020 | 0,01 | 2.550 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 24.09.2020 | 0,01 | 5.850 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 01.10.2020 | 1,23 | 10.500 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 01.10.2020 | 1,23 | 3.600 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 05.10.2020 | 0,01 | 24.000 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 05.10.2020 | 0,01 | 5.400 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 17.11.2020 | 0,01 | 85.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 0,01 | 1.650 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 0,01 | 300 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 0,01 | 15.000 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 0,01 | 1.950 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 1,71 | 1.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 1,71 | 750 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 4,47 | 900 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 9,17 | 1.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 03.12.2020 | 19,30 | 1.800 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 31.12.2020 | -541.250 | |||
| 17.03.2021 | 0,01 | 3.000 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.200 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.350 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 4.650 | Ausübung Aktienoptionen |
|---|---|---|---|
| 04.05.2021 | 0,01 | 2.700 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.800 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 4.800 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 2.550 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 4.650 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 14.200 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 800 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.050 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 2.550 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 0,01 | 1.500 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 1,23 | 4.500 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 1,23 | 40.000 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 1,71 | 1.125 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 4,47 | 150 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 7,66 | 4.350 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 12,20 | 750 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 19,30 | 1.350 | Ausübung Aktienoptionen |
| 04.05.2021 | 19,30 | 900 | Ausübung Aktienoptionen |
| 11.05.2021 | 0,01 | 1.800 | Ausübung Aktienoptionen |
| 11.05.2021 | 9,06 | 2.700 | Ausübung Aktienoptionen |
| 12.05.2021 | 9,06 | 2.100 | Ausübung Aktienoptionen |
| 18.05.2021 | 0,01 | 10.000 | Ausübung Aktienoptionen |
| 18.05.2021 | 12,16 | 1.200 | Ausübung Aktienoptionen |
| 18.05.2021 | 29,01 | 150 | Ausübung Aktienoptionen |
| 19.05.2021 | 0,01 | 150 | Ausübung Aktienoptionen |
| 19.05.2021 0,01 24.000 Ausübung Aktienoptionen 19.05.2021 19,30 300 Ausübung Aktienoptionen 20.05.2021 4,47 450 Ausübung Aktienoptionen 20.05.2021 9,17 2.700 Ausübung Aktienoptionen 27.05.2021 0,01 11.250 Ausübung Aktienoptionen 27.05.2021 0,01 5.550 Ausübung Aktienoptionen 02.06.2021 0,01 1.500 Ausübung Aktienoptionen 02.06.2021 0,01 12.450 Ausübung Aktienoptionen 02.06.2021 0,01 600 Ausübung Aktienoptionen 02.06.2021 0,01 600 Ausübung Aktienoptionen 09.06.2021 0,01 4.650 Ausübung Aktienoptionen 09.06.2021 4,47 600 Ausübung Aktienoptionen 09.06.2021 19,30 900 Ausübung Aktienoptionen 09.06.2021 29,01 1.650 Ausübung Aktienoptionen 15.06.2021 0,01 6.900 Ausübung Aktienoptionen 15.06.2021 6,67 5.850 Ausübung Aktienoptionen 07.07.2021 0,01 2.850 Ausübung Aktienoptionen 07.07.2021 0,01 3.000 Ausübung Aktienoptionen 12.07.2021 1,71 1.050 Ausübung Aktienoptionen 20.07.2021 0,01 4.650 Ausübung Aktienoptionen 20.07.2021 19,30 750 Ausübung Aktienoptionen 06.09.2021 0,01 750 Ausübung Aktienoptionen 14.09.2021 4,47 2.100 Ausübung Aktienoptionen |
||||
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2021 | 0,01 | 1.650 | Ausübung Aktienoptionen | |
| 31.12.2021 -326.475 |

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
| 1. | Grundlagen des Konzerns | 42 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1.1 Geschäftstätigkeit |
42 | |||
| 1.2 Konzernstruktur |
42 | |||
| 1.3 System zur Leistungsmessung |
43 | |||
| 1.4 Forschung und Entwicklung |
44 | |||
| 2. | Wirtschaftsbericht | 44 | ||
| 2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenspezifisches Umfeld |
44 | |||
| 2.2 Geschäftsentwicklung |
45 | |||
| 2.2.1 Ertragslage |
47 | |||
| 2.2.2 Finanzlage |
51 | |||
| 2.2.3 Vermögenslage |
52 | |||
| 3. | Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | 53 | ||
| 4. | Nichtfinanzielle Konzernerklärung | 53 | ||
| 5. | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag | 68 | ||
| 6. | Risiko- und Chancenbericht | 68 | ||
| 6.1 Risikomanagementsystem |
68 | |||
| 6.2 Internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung |
68 | |||
| 6.3 Risikomethodik |
69 | |||
| 6.4 Risikobericht | 70 | |||
| 6.4.1 Risiken in Bezug auf COVID-19 (Pandemierisiken) |
70 | |||
| 6.4.2 Finanzielle Risiken |
70 | |||
| 6.4.3 Operative Risiken |
71 | |||
| 6.4.4 IT-Risiken |
71 | |||
| 6.5 Veränderungen der Risikosituation |
72 | |||
| 6.6 Chancenbericht |
72 | |||
| 7. | Ausblick | 74 | ||
| 7.1 Erwartete Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und |
||||
| branchenspezifischen Rahmenbedingungen | 74 | |||
| 7.2 Erwartete Entwicklung des Westwing-Konzerns |
74 | |||
| 8. | Ergänzender Lagebericht der Westwing Group AG | |||
| (nunmehr: Westwing Group SE) (nach dem Handelsgesetzbuch – HGB) | 75 | |||
| 8.1 Ertragslage Westwing Group AG | 75 | |||
| 8.2 Finanzlage der Westwing Group AG | 76 | |||
| 8.3 Vermögenslage der Westwing Group AG | 77 | |||
| 8.4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westwing Group AG | 78 | |||
| 8.5 Risiken und Chancen der Westwing Group AG | 78 | |||
| 8.6 Ausblick für die Westwing Group AG | 78 | |||
| 9. | Weitere Angaben | |||
| 9.1 Erklärung zur Unternehmensführung |
79 | |||
| 9.2 Übernahmerechtliche Angaben |
79 |
Grundlagen des Konzerns
Der Westwing-Konzern mit der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) als Mutterunternehmen (kurz: "Westwing" oder "Konzern") ist als Marke und Plattform im Bereich Home & Living-eCommerce in Europa tätig.
Westwing wurde 2011 gegründet und bietet seinen Kunden verschiedene Home & Living-Kategorien wie Textilien, Möbel, Leuchten, Küchenausstattung und Dekoration.
Westwing ist eine Home & Living-eCommerce-Marke in Europa und hat sich zum Ziel gesetzt, seine loyalen Kunden durch ein "Shoppable Magazine"-Konzept mit einem ausgewählten Produktsortiment und wechselnden Inhalten zu inspirieren.
Seit der Gründung von Westwing besteht unsere Strategie darin, unsere Kunden zu inspirieren, indem wir ihnen täglich ein Einrichtungsmagazin mit der Möglichkeit bieten, ihre Lieblingsstücke für Home & Living zu entdecken und sofort zu shoppen. Dieses Einkaufserlebnis unterscheidet uns vom typischen Home & Living-eCommerce, der meist suchbasiert funktioniert. Wir bieten unseren Kunden relevante Home & Living-Kategorien wie Textilien, Möbel, Leuchten, Küchenaccessoires und Dekoration und können so all ihre Home & Living-Bedürfnisse erfüllen.
Durch unsere täglich wechselnden Themen erhalten unsere Kunden neue Ideen von Dekotipps bis hin zu Home-Stylings mit passenden Produkten. Zusätzlich finden sie auf WestwingNow, unserer Website mit permanentem Sortiment, eine große Produktvielfalt. Wir präsentieren unsere Produkte, die direkt bei uns gekauft werden können, zusammen mit ansprechenden visuellen Inhalten wie z.B. Interieur-Themen, Home-Stories und Home-Styling-Tipps.
Unsere Inhalte werden von einem großen Team, wie Art-Direktoren, Innenarchitekten, Videofilmern und Fotografen erstellt. Die Content-Creation-Teams arbeiten mit den Style- und Merchandising-Teams zusammen, um die richtige Kombination aus Inspiration und Merchandising für unsere Kunden zu finden.
Westwing fokussiert sich auf einen sehr attraktiven Markt, der sich in den Regionen, in denen wir tätig sind, auf etwa EUR 121 Mrd.1 beläuft. Unser Geschäftsmodell basiert auf einer hohen Kundenloyalität: 80 % der Bestellungen stammen von Bestandskunden. Unsere Geschäftsaktivitäten folgen der Mission unseres Unternehmens "To inspire and make every home a beautiful home".
In 2021 bewegten wir ein Bruttowarenvolumen (GMV, siehe auch Abschnitt 1.3) von EUR 586 Mio. Davon entfielen 18 % auf Textilien und Teppiche, 12 % auf Wohndekoration und Accessoires, 10 % auf Küche und Esszimmer, 9 % auf Beleuchtung, 32 % auf Großmöbel, 6 % auf Kleinmöbel und 12 % auf sonstige Produkte.
Durch die Kombination unserer Westwing Collection mit Artikeln von Drittanbietern können wir ein breites und relevantes Sortiment anbieten. Unser Westwing-Collection-Anteil stieg 2021 auf 34 % (2020: 25 %). Im vierten Quartal erreichten wir sogar 37 % (Q4 2020: 28 %). Unser langfristiges Ziel ist es, unseren Westwing-Collection-Anteil auf 50 % des GMV zu steigern.
An der Spitze des Konzerns steht unsere Holdinggesellschaft, die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE), eine beim Amtsgericht Berlin unter der Nummer HRB 199007 B (nunmehr: HRB 239114 B) eingetragene Aktiengesellschaft. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in der Moosacher Straße 88, 80809 München. Seit dem 9. Oktober 2018 ist Westwing am regulierten Markt der Frankfurter Börse gelistet.
Zum 31. Dezember 2021 wurden 23 Unternehmen in den Konzernabschluss des Westwing-Konzerns einbezogen, davon sind elf Gesellschaften nicht operativ tätig. Die in Bezug auf die Umsatzerlöse wichtigste Tochtergesellschaft ist die in Deutschland ansässige Westwing GmbH, die auch einen Teil unseres internationalen Geschäfts abdeckt. Daher spiegeln
1 Euromonitor (19. April 2021).
die Umsätze der Tochterunternehmen in anderen Ländern nicht den vollen Westwing-Umsatz in diesen Ländern wider, da hier nur die Umsätze der täglichen Themen von Westwing enthalten sind.
Die Westwing GmbH erzielte 2021 einen Drittumsatz von EUR 383,9 Mio. (2020: EUR 291,2 Mio.), die italienische Westwing S.r.l. einen Umsatz von EUR 41,5 Mio. (2020: EUR 39,8 Mio.), die Westwing Poland Sp. z o.o einen Umsatz von EUR 35,6 Mio. (2020: EUR 32,5 Mio.) und die spanische Westwing Iberia S.L. einen Umsatz von EUR 30,2 Mio. (2020: EUR 42,2 Mio.).
Westwing betreibt das operative Geschäft über die beiden Segmente "DACH" und "International" unter Verwendung der wichtigsten Leistungsindikatoren Umsatz, Umsatzwachstum, bereinigtes EBITDA und bereinigte EBITDA-Marge. Das DACH Segment umfasst die Länder Deutschland, Schweiz und Österreich. Das Internationale Segment besteht aus Spanien, Italien, Frankreich, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, Belgien und den Niederlanden.
Wir definieren das EBITDA als die Summe aus dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie den Abschreibungen und Wertminderungen. Um eine Kennzahl für die operative Geschäftsentwicklung des Unternehmens zu erhalten, berechnen wir das bereinigte EBITDA durch Anpassung des EBITDA um anteilsbasierte Vergütungsaufwendungen. Im Jahr 2021 bereinigten wir das EBITDA auch um Aufwendungen für eine Steuerforderung gegen eine veräußerte Gesellschaft für Vorjahre und die Aufwendungen für die Umwandlung der Westwing Group AG in eine Societas Europaea (SE). Im Jahr 2019 wurde das EBITDA zudem um Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungskosten in Italien und Frankreich bereinigt, was auch in den Jahren 2020 und 2021 zu kleineren Auflösungsanpassungen führte.
Die bereinigte EBITDA-Marge ist definiert als bereinigtes EBITDA in Prozent des Umsatzes.
Zusätzlich zu unseren bedeutendsten Leistungsindikatoren Umsatz, Umsatzwachstum, bereinigtes EBITDA und bereinigte EBITDA-Marge werden dem Management weitere sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren berichtet, unter anderem folgende:
Wirtschaftsbericht
Seit der Gründung investiert Westwing fortlaufend in Software und entwickelt diese weiter, um den wachsenden internen und externen geschäftlichen Anforderungen zu genügen. Um die Softwarearchitektur instand halten zu können, hat Westwing ein internes Technologieteam aufgebaut, das alle Länder zentral unterstützt. Zum Jahresende 2021 bestand das Team aus 267 Mitarbeitern (31. Dezember 2020: 154 Mitarbeiter). Eine wichtige Entwicklung war dabei der Ausbau der Technologielandschaft, um der steigenden Bedeutung von mobilen Plattformen gerecht zu werden. Westwing bietet Apps für iOS- und Android-Geräte sowie Smartphone- und Tablet-optimierte Websites an.
Die Entwicklungskosten werden in Übereinstimmung mit IAS 38 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte sich der Nettobuchwert der immateriellen Vermögenswerte von Westwing aus der Aktivierung von selbst entwickelter Software um EUR 4,8 Mio. auf insgesamt EUR 18,6 Mio. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Technologiekosten lag im Jahr 2021 bei rund 30 % (2020: 30 %). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen 2021 EUR 3,6 Mio. (2020: EUR 2,8 Mio.).
Westwing ist auf dem Markt für Home & Living eCommerce in elf europäischen Ländern tätig. Der Umsatz und die Rentabilität des Konzerns hängen von den Bedingungen und dem Potenzial der jeweiligen Märkte ab. Dazu gehören die makroökonomische Entwicklung, die Bedingungen auf dem Home & Living-Markt im Allgemeinen und die Aussichten für den eCommerce einschließlich der mobilen Kanäle.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2021 wurde kontinuierlich von der anhaltenden Coronavirus-Pandemie (COVID-19) beeinflusst. Es hat sich gezeigt, dass Impfungen ein wirksames Mittel sind, um die Gesundheitsrisiken von COVID-19 zu mindern. Gründe wie der ungleiche Zugang zu Impfstoffen, das Zögern bei der Impfung und die ansteckenderen Delta- und später Omikron-Varianten trugen jedoch zu einem anhaltend hohen Maß an Unsicherheit bei. Während viele Industriestaaten erhebliche Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie erzielten, hatten vor allem Schwellen- und Entwicklungsländer noch immer mit hohen Infektionsraten zu kämpfen.
Gemessen in Prozent wird erwartet, dass das globale BIP im Jahr 2021 um 5,9 % (2020: –3,1 %) 2 gestiegen sein wird. Während das Wachstum des globalen BIP im ersten Quartal 2021 stärker als erwartet ausfiel, verlangsamte sich die Dynamik ab dem zweiten Quartal aus einer Vielzahl von Gründen. Weitere Lockdowns und Beschränkungen, die aufgrund neuer COVID-19-Infektionswellen erforderlich waren, führten zu einer ungleichmäßigen wirtschaftlichen Erholung und behinderten den Weltmarkt. Darüber hinaus führten steigende Rohstoffpreise, angebotsseitige Engpässe und deutlich höhere Transportkosten zu einem erheblichen Anstieg der Verbraucherpreisinflation. Nach Schätzungen der OECD wird die jährliche Verbraucherpreisinflation in den G20-Volkswirtschaften bis Ende 2021 voraussichtlich bei etwa 4,5 %3 liegen.
2 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Oktober 2021.
3 OECD (2021), OECD Economic Outlook, Zwischenbericht September 2021: Keeping the Recovery on Track, OECD Publishing, Paris, http://doi.org/10.1787/490d4832-en.
Mittelfristig wird erwartet, dass die Pandemie die weltweite Armut und Ungleichheit erhöht. Der globale Wirtschaftsaufschwung wird sich fortsetzen, aber weltweit uneinheitlich bleiben. Es wird davon ausgegangen, dass sich das globale BIP-Wachstum bis 2026 allmählich auf 3,3 %4 verlangsamen wird.
Insbesondere mit Blick auf die europäische Wirtschaft zeichnet sich eine deutliche Erholung im Jahr 2021 ab: Nach Schätzungen des IWF ist das reale BIP im Jahr 2021 um ca. 5,4 % gestiegen, sodass die reale BIP-Entwicklung um 10,4 Prozentpunkte höher war als im Jahr 2020 (–5,0 %). 5
In Deutschland, dem größten Markt von Westwing, wird die Erholung des realen BIP voraussichtlich unter dem europäischen Durchschnitt liegen, der Anstieg wird hier auf 3,1 %6 geschätzt. Insbesondere die vierte Welle der Pandemie, die gegen Ende 2021 auftrat, traf das Land mit voller Wucht und trug dazu bei, dass die Wirtschaftsprognosen für das Jahr nach unten korrigiert wurden.
Im Jahr 2020, dem Jahr, für das uns die neuesten Zahlen vorliegen, wies der gesamte Home & Living-Markt in den europäischen Zielländern von Westwing eine Marktgröße von rund EUR 121 Mrd. auf (2019: EUR 120 Mrd.), was einem Marktwachstum von nur 0,8 % im Jahresverlauf entspricht. Diese Entwicklung ist auf die oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen zurückzuführen. Bis zum Ende des Jahres 2025 soll der Markt ein Volumen von über EUR 133 Mrd. erreichen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 2 % entspricht. 7
Im Gegensatz zu dieser moderaten Entwicklung zeigt der Blick auf den entsprechenden Online-Markt ein völlig anderes Bild. Das eCommerce-Geschäft steigerte seinen Marktanteil von EUR 12 Mrd. im Jahr 2019 auf EUR 17 Mrd. im Jahr 2020, was einem Wachstum von mehr als 39 % entspricht. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen zur Online-Penetration wider, die 2020 bei 14 % lag (2019: 10 %) und damit ebenfalls deutlich gestiegen ist. Gleichzeitig zeigen Zahlen zur Online-Penetration von mehr als 25 % in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten, welch großes Wachstumspotenzial der europäische Markt für die Zukunft noch hat. 8
Auch wenn der enorme Anstieg der Online-Verkäufe im letzten Jahr natürlich durch die COVID-19-bedingten Kontaktbeschränkungen begünstigt wurde, ist er dennoch richtungsweisend für die Zukunft. Die Verlagerung von Offline- zu Online-Käufen ist ein anhaltender Trend, der sich in den nächsten Jahren fortsetzen und auch nach der Pandemie nicht gestoppt werden wird. Vor allem, weil der Home & Living-Markt im Vergleich zu anderen Einzelhandelsbranchen im Allgemeinen immer noch eine geringere Online-Penetration aufweist, gibt es keinen Zweifel an den zukünftigen Wachstumschancen von Westwing. 9
Nach dem Jahr 2020, das eine Trendwende in Bezug auf die Verlagerung vom Offline- zum Online-Handel mit sich brachte, konnte das Management im Jahr 2021 feststellen, dass sich die Menschen an die neuen Gegebenheiten gewöhnen. Dennoch erwarten wir, dass sich der Online-Trend nicht umkehren wird, auch wenn er etwas an Schwung verliert. Das globale Wachstum war wieder positiv, jedoch sind wir, ebenso wie unsere Kunden, stark von Preiserhöhungen und Inflation betroffen. Dennoch hatte Westwing ein positives Jahr, jedoch ist für das Jahr 2022 mit einer Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds zu rechnen.
2021 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für Westwing. Wir schlossen das Jahr mit einem Umsatz von EUR 522 Mio. (2020: EUR 433 Mio.) ab – eine Wachstumsrate von 20,7 % im Vergleich zum Vorjahr – und einer bereinigten EBITDA-Marge von 7,7 % (2020: 11,5 %). Wir hatten diese Entwicklung erwartet, da wir im Vorjahr stark von der beschleunigten
Verlagerung auf Online-Kanäle in all unseren Märkten profitiert hatten, was zu einer sehr hohen Ausgangsbasis im Jahr 2020 führte. Darüber hinaus beobachteten wir auch eine starke Sommersaisonalität, da die sozialen Kontaktbeschränkungen nachließen, die Impfraten in all unseren Märkten stiegen und sich das Kaufverhalten der Verbraucher auf Offline-Aktivitäten wie Reisen und Freizeit verlagerte.
Die Zahl der aktiven Kunden stieg von 1,5 Mio. auf 1,7 Mio., und die Zahl der Bestellungen erhöhte sich um 7% auf 4,4 Mio. (2020: 4,1 Mio.). Der Free Cashflow betrug EUR 2,7 Mio. (2020: EUR 39,5 Mio.). Im Jahr 2021 erreichte Westwing einen Jahresüberschuss von EUR 12,0 Mio. (2020: EUR 29,8 Mio.).
Damit haben wir unsere Kapitalmarktprognose vom März 2021 für den Umsatz erfüllt und für das bereinigte EBITDA nur sehr knapp verfehlt.
| Datum | Umsatz | Umsatzwachstum | Bereinigtes EBITDA | Bereinigte EBITDA-Marge |
|---|---|---|---|---|
| 30. März 2021 (Original) | EUR 510 Mio. – EUR 550 Mio. |
18% – 27% | EUR 42 Mio. – EUR 55 Mio. |
8% – 10% |
| 29. März 2022 (finales Ergebnis) | EUR 522,5 Mio. | 20,7% | EUR 40,4 Mio. | 7,7% |
Die Ergebnisse des DACH Segments zeigten einen Umsatz von EUR 296,8 Mio. (22,4 % Wachstum) und ein bereinigtes EBITDA von EUR 38,8 Mio. (2020: EUR 41,0 Mio.), während der Umsatz im Internationalen Segment EUR 225,7 Mio. (18,6 % Wachstum) mit einem bereinigten EBITDA von EUR 2,8 Mio. (2020: EUR 9,2 Mio.) betrug (für weitere Details verweisen wir auf die Segmentergebnisse).
Die folgenden wesentlichen Themen waren für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2021 relevant:
Auch wenn die Impfung früher als erwartet verfügbar wurde, blieb die COVID-19-Pandemie das ganze Jahr über das Top-Thema. Wie im Jahr 2020 haben die meisten Büroangestellten bei Westwing, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden, hauptsächlich von zu Hause aus gearbeitet, auch wenn seit dem Sommer 2021 einige Mitarbeiter tageweise ins Büro zurückkehrten und dabei strenge Regeln befolgten. Alle Mitarbeiter, die nicht von zu Hause aus arbeiten konnten wie Lagerarbeiter und Mitarbeiter des Fotostudios, befolgten aufgrund von COVID-19 strenge Gesundheits- und Abstandsregeln. Von Juni bis August 2021 bot Westwing allen Mitarbeitern die Impfung an, was im November und Dezember wiederholt wurde, einschließlich der sogenannten Booster-Impfung. Dieses Angebot wurde sehr gut angenommen.
Im Jahr 2021 sahen wir uns einem zunehmenden Druck durch hohe Seefracht- und Containerkosten sowie anhaltend branchenweite Unterbrechungen der Lieferkette ausgesetzt. Mit einem stark gestiegenen Westwing-Collection-Anteil am Bruttowarenvolumen, konnten wir einige der negativen Auswirkungen ausgleichen. Auch wenn wir einen Teil der Kostensteigerungen an unsere Kunden weitergeben können, sehen wir kurzfristig negative Auswirkungen auf unseren Deckungsbeitrag. Wir erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt.
Im Jahr 2021 war die Kundenbindung von Westwing weiterhin sehr stark: 80 % der Bestellungen kamen von Bestandskunden (2020: 79 %). Wir konnten den Share of Wallet, gemessen am Bruttowarenvolumen der letzten zwölf Monate pro aktivem Kunden, von EUR 328 im Jahr 2020 auf EUR 343 im Jahr 2021 steigern, obwohl wir eine Rekordzahl von Neukunden hatten, die niedrigere Werte für diese Kennzahl aufweisen, da sie noch keine volle zwölf Monate bei uns waren. Die Synergien in unserem Flywheel aus täglichen Themen, permanentem Sortiment und Westwing Collection sowie in unserem organischen Marketing waren deutlich erkennbar.
| EUR Mio. | 2021 | In % vom Umsatz |
2020 | In % vom Umsatz |
Veränderung in EUR Mio. |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 522,5 | 100,0 | 432,9 | 100,0 | 89,6 | 20,7 |
| Umsatzkosten | –265,7 | –50,9 | –218,9 | –50,6 | –46,8 | 21,4 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 256,8 | 49,1 | 213,9 | 49,4 | 42,9 | 20,0 |
| Fulfillmentkosten | –107,1 | –20,5 | –86,1 | –19,9 | –21,0 | 24,3 |
| Marketingkosten | –49,3 | –9,4 | –31,0 | –7,2 | –18,4 | 59,3 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | –79,3 | –15,2 | –64,9 | –15,0 | –14,4 | 22,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
–3,8 | –0,7 | –3,6 | –0,8 | –0,3 | 7,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3,9 | 0,7 | 3,0 | 0,7 | 0,9 | 29,7 |
| Betriebsergebnis | 21,1 | 4,0 | 31,4 | 7,2 | –10,3 | –32,7 |
Die verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach IFRS vor Anpassungen sieht wie folgt aus:
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Betriebsergebnis zum bereinigten EBITDA:
| EUR Mio. | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis | 21,1 | 31,4 |
| Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung | 5,6 | 8,4 |
| Steueraufwendungen aufgegebener Geschäftsbereich | 0,3 | – |
| Aufwendungen für die SE-Umwandlung | 0,4 | – |
| Aufwendungen für die Restrukturierung des französischen Geschäfts | –0,0 | –0,4 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | 13,0 | 10,6 |
| Bereinigtes EBITDA | 40,4 | 50,0 |
| Bereinigte EBITDA Marge | 7,7% | 11,5% |
Die bereinigte Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung (wie in der folgenden Tabelle angegeben) bis hin zum bereinigten EBITDA, mit der wir die operative Entwicklung der einzelnen Positionen kommentieren, enthält keine Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung. Im Jahr 2021 wurden zudem die Aufwendungen für Steuerforderungen gegenüber einer veräußerten Gesellschaft aus den Vorjahren sowie die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Umwandlung der Westwing Group AG in eine Societas Europaea (SE) bereinigt. Im Jahr 2019 wurden Restrukturierungsaufwendungen in Frankreich und Italien exkludiert, was auch einige zusätzliche Anpassungen in den Jahren 2020 und 2021 zur Folge hatte. Schließlich werden Abschreibungen und Wertminderungen ausgeschlossen, um das bereinigte EBITDA zu ermitteln. Im Jahr 2021 wurden Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von EUR 1,5 Mio., die in den Vorjahren erfasst wurden, zahlungswirksam (2020: EUR 2,4 Mio.).
| EUR Mio. | 2021 | In % vom Umsatz |
2020 | In % vom Umsatz |
Veränderung in EUR Mio. |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 522,5 | 100,0 | 432,9 | 100,0 | 89,6 | 20,7 |
| Umsatzkosten | –265,7 | –50,9 | –218,9 | –50,6 | –46,8 | 21,4 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 256,8 | 49,1 | 213,9 | 49,4 | 42,9 | 20,0 |
| Fulfillmentkosten* | –107,1 | –20,5 | –86,2 | –19,9 | –20,9 | 24,2 |
| Deckungsbeitrag | 149,7 | 28,7 | 127,7 | 29,5 | 22,0 | 17,2 |
| Marketingkosten* | –49,3 | –9,4 | –30,9 | –7,1 | –18,4 | 59,3 |
| Allgemeine Verwaltungskosten* | –73,4 | –14,0 | –56,9 | –13,1 | –16,5 | 29,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
–3,5 | –0,7 | –3,6 | –0,8 | 0,1 | –2,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3,9 | 0,7 | 3,0 | 0,7 | 0,9 | 29,7 |
| Abschreibungen und Wertminderungen |
13,0 | 2,5 | 10,6 | 2,5 | 2,4 | 22,4 |
| Bereinigtes EBITDA | 40,4 | 7,7 | 50,0 | 11,5 | –9,5 | –19,1 |
* Die folgenden Anpassungen wurden in den entsprechenden Zeilen vorgenommen:
| EUR Mio. | Aufwandsposition | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen anteilsbasierte Vergütung | Fulfillment | 0,0 | 0,0 |
| Marketing | 0,0 | 0,0 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 5,6 | 8,4 | |
| Steueraufwendungen aufgegebener Geschäftsbereich |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0,3 | – |
| Aufwendungen SE-Umwandlung | Allgemeine Verwaltungskosten | 0,4 | – |
| Restrukturierung Frankreich | Fulfillment | –0,0 | –0,1 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | –0,0 | –0,3 | |
| Gesamt | 6,3 | 8,0 |
| EUR Mio. | 2021 | In % des Umsatzes |
2020 | In % des Umsatzes |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten | 515,0 | 98,6 | 428,3 | 99,0 |
| Umsatz aus Dienstleistungen | 0,6 | 0,1 | – | – |
| Sonstige Umsatzerlöse | 6,8 | 1,3 | 4,5 | 1,0 |
| Gesamt | 522,5 | 100,0 | 432,9 | 100,0 |
Weitere Leistungsindikatoren entwickelten sich in der Berichtsperiode wie folgt:
| 2021 | 2020 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Anteil Westwing Collection (in % des GMV) | 34% | 25% | 9pp |
| GMV (in EUR Mio.) | 586 | 502 | 17% |
| Bestellungen, insgesamt (in Tausend) | 4.371 | 4.074 | 7% |
| Durchschnittlicher Warenkorb (in EUR) | 134 | 123 | 9% |
| Aktive Kunden (in Tausend) | 1.705 | 1.529 | 11% |
| Anzahl der Bestellungen pro aktivem Kunden in den letzten 12 Monaten | 2,6 | 2,7 | –4% |
| Durchschnittliches GMV pro aktivem Kunden in den letzten 12 Monaten (in EUR) | 343 | 328 | 5% |
| Anteil der Site-Visits über mobile Endgeräte (in %) | 80% | 79% | 1pp |
Westwing steigerte seinen Umsatz von EUR 432,9 im Jahr 2020 auf EUR 522,5 Mio. im Jahr 2021. Dies entspricht einer Umsatzwachstumsrate von 20,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg des Konzernumsatzes ist vor allem auf eine höhere Anzahl von Bestellungen bei einem größeren durchschnittlichen Warenkorb zurückzuführen.
Der Westwing-Collection-Anteil stieg um 9 Prozentpunkte von 25 % des GMV im Jahr 2020 auf 34 % des GMV im Jahr 2021. Im vierten Quartal 2021 lag der der Westwing-Collection- Anteil sogar bei 37 % (2020 Q4: 28 %).
Die Bruttomarge von Westwing blieb mit 49,1 % auf hohem Niveau und war nur etwas niedriger als das starke Ergebnis von 2020 (49,4 %). Diese guten Zahlen sind vor allem auf einen höheren Westwing-Collection-Anteil zurückzuführen, der die gestiegenen Containerkosten kompensierte.
Die Fulfillmentkosten11 (vor anteilsbasierter Vergütung und Restrukturierungsaufwendungen) in Prozent des Umsatzes erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 20,5 % (2020: 19,9 %). In absoluten Zahlen beliefen sich die Fulfillmentkosten auf EUR 107,1 Mio. (2020: EUR 86,2 Mio.).
Die Marketingaufwendungen (vor anteilsbasierter Vergütung) in Prozent des Umsatzes stiegen auf 9,4 % (2020: 7,1 %), insbesondere aufgrund von Marketinginvestitionen zur Förderung des künftigen Wachstums, die wir in den kommenden Quartalen fortsetzen werden. Die absoluten Marketingaufwendungen erhöhten sich auf EUR 49,3 Mio. (2020: EUR 30,9 Mio.).
Die allgemeinen Verwaltungskosten (vor anteilsbasierter Vergütung und Aufwendungen für die SE-Umwandlung) in Prozent des Umsatzes stiegen moderat von 13,1 % im Jahr 2020 auf 14,0 % im Jahr 2021. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Anstieg um EUR 16,5 Mio. auf EUR 73,4 Mio. (2020: EUR 56,9 Mio.).
Das bereinigte EBITDA war 2021 mit EUR 40,4 Mio. (2020: EUR 50,0 Mio.) um EUR 9,5 Mio. niedriger als im Vorjahr. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich um 3,8 Prozentpunkte und reduzierte sich damit von 11,5 % auf 7,7 %.
Die Abschreibungen stiegen um EUR 2,4 Mio. auf EUR 13,0 Mio., was in erster Linie auf den Anstieg der Abschreibungen auf selbsterstellte Software zurückzuführen ist, der aus der höheren Aktivierung in den letzten Jahren resultierte, sowie außerdem aus den gestiegenen Abschreibungen auf Nutzungsrechte.
Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zu 2020 um EUR 1,4 Mio. und betrug EUR – 2,1 Mio. (2020: EUR –3,5 Mio.). Es enthielt insbesondere Zinsen für Leasingverbindlichkeiten und Verzugszinsen im Rahmen von Steu-
11 Die Fulfillmentaufwendungen beinhalten Versandkosten.
erkorrekturen. Der Rückgang ist vor allem auf die Bewertung von Warrants aus den Vorjahren zurückzuführen, die Ende 2020 und Anfang 2021 ausgeübt wurden.
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand war mit EUR 2,7 Mio. (2020: EUR 5,5 Mio.) im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Westwing hat im Jahr 2021 die aktiven latente Steuern auf Verlustvorträge reduziert und zudem passive latente Steuern gebildet. Insgesamt ergab sich daraus ein Aufwand in Höhe von EUR 4,3 Mio. (2020: Ertrag von EUR 7,4 Mio.), was zu einem gesamten Steueraufwand von EUR 7,0 Mio. (2020: Ertrag von EUR 1,9 Mio.) führte.
Im Geschäftsjahr 2021 belief sich das Jahresergebnis auf EUR 12,0 Mio., ein Rückgang von EUR 17,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr (2020: EUR 29,8 Mio.).
Das GMV stieg von EUR 501,9 Mio. im Jahr 2020 auf EUR 585,6 Mio. im Jahr 2021, was einem Wachstum von 16,7 % entspricht. Diese Entwicklung basierte auf insgesamt 4,4 Mio. Bestellungen (2020: 4,1 Mio.) von 1,7 Mio. (2020: 1,5 Mio.) aktiven Kunden, deren durchschnittliches GMV sich von EUR 328 im Jahr 2020 auf EUR 343 in 2021 erhöhte.
Der Anteil der mobilen Site-Visits nahm 2021 weiter zu und lag bei 80 % (2020: 79 %).
Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Segmenten ist wie folgt:
| EUR Mio. | 2021 | In % vom Umsatz |
2020 | In % vom Umsatz |
Veränderung in EUR Mio. |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DACH | 296,8 | 56,8 | 242,6 | 56,0 | 54,3 | 22,4 |
| International | 225,7 | 43,2 | 190,3 | 44,0 | 35,3 | 18,6 |
| Gesamt | 522,5 | 100,0 | 432,9 | 100,0 | 89,6 | 20,7 |
Das bereinigte EBITDA der Segmente entwickelte sich wie folgt:
| EUR Mio. | 2021 | Marge | 2020 | Marge | Veränderung in EUR Mio. |
|---|---|---|---|---|---|
| DACH | 38,8 | 13,1% | 41,0 | 16,9% | –2,3 |
| International | 2,8 | 1,2% | 9,2 | 4,8% | –6,4 |
| HQ/Überleitung | –1,1 | – | –0,3 | – | –0,8 |
| Gesamt | 40,4 | 7,7% | 50,0 | 11,5% | –9,5 |
Unser DACH Segment verzeichnete ein erfolgreiches Jahr und steuerte EUR 296,8 Mio. zum Umsatz bei, was einem Wachstum von 22,4 % gegenüber 2020 entspricht. Der Umsatz in unserem Internationalen Segment verbesserte sich um 18,6 % auf EUR 225,7 Mio. Das DACH Segment erreichte ein bereinigtes EBITDA von EUR 38,8 Mio. und eine bereinigte EBITDA-Marge von 13,1 % (2020: 16,9 %). Im Internationalen Segment erreichten wir ein bereinigtes EBITDA von EUR 2,8 Mio. (2020: EUR 9,2 Mio.), was einer bereinigten EBITDA-Marge von 1,2 % (2020: 4,8 %) entspricht.
| EUR Mio. | 2021 | 2020 | Veränderung in EUR Mio. |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 18,7 | 47,5 | –28,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –16,0 | –8,0 | –8,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –9,7 | –7,3 | –2,4 |
| Netto-Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –7,0 | 32,2 | –39,2 |
| Auswirkung von Wechselkursschwankungen auf den Zahlungsmittelbestand | –0,5 | –0,5 | –0,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar | 104,9 | 73,2 | 31,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember | 97,4 | 104,9 | –7,5 |
Westwing erzielte einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von EUR 18,7 Mio. (2020: EUR 47,5 Mio.), was auf das gute Betriebsergebnis zurückzuführen ist. Der Rückgang ist hauptsächlich durch den Vorratsaufbau bedingt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich im Jahr 2021 moderat um EUR 7,5 Mio. im Vergleich zum 31. Dezember 2020. Das Nettoumlaufvermögen – definiert als Vorräte plus geleistete Anzahlungen, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, abgegrenzte Schulden und Vertragsverbindlichkeiten – hat sich im Jahr 2021 stark um EUR 8,4 Mio. auf EUR 4,4 Mio. erhöht (2020: EUR –4,0 Mio.).
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich 2021 auf EUR –16,0 Mio. (2020: EUR –8,0 Mio.). Darin enthalten sind Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 8,6 Mio. (2020: EUR 5,4 Mio.), insbesondere in selbst entwickelte Software. Darüber hinaus ist der Erwerb von Sachanlagen in Höhe von EUR 6,3 Mio. (2020: EUR 2,8 Mio.) enthalten, die vor allem die technische Ausstattung des neuen Lagers in Polen und des Headquarters betreffen.
Infolge der oben beschriebenen Entwicklungen der Cashflows aus betrieblicher und Investitionstätigkeit betrug der Free Cashflow für das Gesamtjahr 2021 EUR 2,7 Mio. (2020: EUR 39,5 Mio.).
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR –9,7 Mio. (2020: EUR –7,3 Mio.) und umfasste hauptsächlich Zahlungen von Leasingverbindlichkeiten. Darüber hinaus verfügte Westwing über ungenutzte Kreditlinien von bis zu EUR 10,0 Mio.
Die Steuerung von liquiden Mitteln und Working Capital steht im Mittelpunkt des Finanzmanagements von Westwing.
Auch die Erhaltung der Liquidität ist ein übergeordnetes Ziel. Art und Umfang der Transaktionen mit Barmitteln sind auf unser operatives Geschäft ausgerichtet. Westwing verfügt nur über Termingelder wie kurzfristige hochliquide Anlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger. Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs wird eine rollierende Zwölfmonats-Cashflow-Planung verwendet.
Das Unternehmen verfügt über Liquiditätsreserven, um zusätzliche Investitionen in das Wachstum zu decken und das laufende Geschäft zu unterstützen. Westwing hat stets sichergestellt, dass genügend liquide Mittel zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs zur Verfügung standen. Westwing war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Einzelheiten zum finanziellen Risikomanagement sind im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 23) zu finden.
| EUR Mio. | 2021 | 2021 in % der Summe |
2020 | 2020 in % der Summe |
Veränderung in EUR Mio. |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Aktiva | 277,4 | 100,0 | 229,0 | 100,0 | 48,4 | 21,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 87,4 | 31,5 | 60,0 | 26,2 | 27,4 | 45,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 190,1 | 68,5 | 169,0 | 73,8 | 21,0 | 12,4 |
| Summe Passiva | 277,4 | 100,0 | 229,0 | 100,0 | 48,4 | 21,1 |
| Eigenkapital | 119,3 | 43,0 | 108,7 | 47,5 | 10,6 | 9,8 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 54,0 | 19,5 | 27,8 | 12,2 | 26,1 | 93,8 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 104,2 | 37,5 | 92,5 | 40,4 | 11,7 | 12,6 |
Die langfristigen Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Der Anstieg der Sachanlagen von EUR 34,5 Mio. Ende 2020 auf EUR 55,5 Mio. Ende 2021 resultiert im Wesentlichen aus höheren Nutzungsrechten zur Stärkung unserer Lagerkapazitäten sowie einigen Investitionen in technische Anlagen in Polen und im Headquarter. Die immateriellen Vermögenswerte, die in erster Linie die Aktivierung von Softwareentwicklung darstellen, stiegen um EUR 4,8 Mio. Die Aktivierung von Softwareentwicklungen in Höhe von EUR 8,2 Mio. wurde teilweise durch Abschreibungen in Höhe von EUR 3,6 Mio. und eine Wertminderung in Höhe von EUR 0,1 Mio. im Jahr 2021 ausgeglichen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 190,1 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 169,0 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich auf EUR 97,4 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 104,9 Mio.), was insbesondere auf den geringeren Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zurückzuführen ist. Die Vorräte stiegen stark auf EUR 54,9 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 30,2 Mio.) aufgrund des Aufbaus von Vorräten zur Verbesserung der Produktverfügbarkeit und zur Minderung der Risiken von Angebots- und Nachfragevolatilität. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen reduzierten sich um EUR 5,9 Mio. auf EUR 11,5 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 17,4 Mio.), einschließlich erwarteter Kreditverluste in Höhe von EUR 4,6 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 3,0 Mio.).
Das Eigenkapital des Unternehmens verbesserte sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 119,3 Mio., verglichen mit EUR 108,7 Mio. Ende 2020. Diese Entwicklung ist vor allem auf den Jahresüberschuss zurückzuführen.
Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um EUR 26,1 Mio. und betrugen EUR 54,0 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 27,8 Mio.). Dieser starke Anstieg ist insbesondere auf die Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten um EUR 14,4 Mio. und der Verbindlichkeiten aus anteilsbasierter Vergütung mit Barausgleich um EUR 6,6 Mio. zurückzuführen. Davon entfallen EUR 4,6 Mio. auf eine Umwidmung von anteilsbasierten Programmen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente in solche mit Barausgleich.
Zum 31. Dezember 2021 verfügte der Konzern über freie Kreditlinien bei der UniCredit Bank AG in Höhe von EUR 10,0 Mio. (31. Dezember 2020: keine).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 11,7 Mio. auf EUR 104,2 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 92,5 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von EUR 27,9 Mio. zum Jahresende 2020 auf EUR 41,8 Mio. zum 31. Dezember 2021, was hauptsächlich auf den Aufbau von Vorräten im Jahresverlauf, insbesondere im vierten Quartal, zurückzuführen ist. Dieser Effekt wurde teilweise durch niedrigere Steuerverbindlichkeiten kompensiert, die um EUR 4,4 Mio. zurückgingen.
Auch im zweiten Jahr der Pandemie blieb COVID-19 das beherrschende Thema. Gesundheit und Sicherheit waren nach wie vor von zentraler Bedeutung, doch inzwischen haben sich die Verbraucher daran gewöhnt, von zu Hause aus zu arbeiten sowie strenge Regeln zu befolgen. Da nun zudem Impfungen verfügbar waren, verlagerten sie ihr Kaufverhalten auf Offline-Aktivitäten wie Reisen und Freizeit. Die Hauptprobleme, mit denen Westwing im Jahr 2021 konfrontiert war, waren der zunehmende Druck durch hohe Seefrachtkosten sowie anhaltende, branchenweite Unterbrechungen der Lieferkette. Gegen Ende des Jahres sahen wir zudem eine nachlassende Verbraucherstimmung. Unsere Kunden blieben uns jedoch treu und wir profitierten von Synergien aus unserem Flywheel täglicher Themen, unserem permanenten Sortiment und der Westwing Collection sowie unserem organischen Marketing. Wir waren das zweite Jahr in Folge profitabel, sind zudem schuldenfrei und verfügen über eine starke Cash-Position. Daher sehen wir uns in einer sehr guten wirtschaftlichen Position und sind auf ein post-pandemisches Umfeld vorbereitet.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Nichtfinanzielle Konzernerklärung
Ende Dezember 2021 beschäftigte der Westwing-Konzern 2.312 Mitarbeiter (Full Time Equivalents, nachfolgend: FTEs12), was einen starken Anstieg im Vergleich zu 1.671 Mitarbeitern Ende des Jahres 2020 darstellt.
Die meisten Mitarbeiter waren im Dezember 2021 bei den in München ansässigen Gesellschaften Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) (440 FTEs) und Westwing GmbH (301 FTEs) sowie bei der polnischen Tochtergesellschaft (1.075 FTEs), die auch Westwings Shared Service Center und ein Shared Warehouse betreibt, beschäftigt.
Die Belegschaft von Westwing ist sehr international. Ende 2021 beschäftigte das Unternehmen Mitarbeiter aus mehr als 85 verschiedenen Nationen. Ebenso sieht Westwing die Geschlechtervielfalt als wichtigen Faktor an. 61 % der Westwing-Mitarbeiter sind weiblich.
Diese nichtfinanzielle Konzernerklärung deckt die Geschäftstätigkeit der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) ab und wurde in Übereinstimmung mit den §§ 315 b und 315 c in Verbindung mit den §§ 289 b und 289 c HGB erstellt. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung stellt unsere Nachhaltigkeitsschwerpunkte dar, beschreibt unseren Managementansatz, listet Leistungsindikatoren auf und hebt spezifische Initiativen hervor, die während des Berichtszeitraums durchgeführt wurden. Die Identifizierung und Analyse der in dieser Erklärung beschriebenen wesentlichen Aspekte basierte auf den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) und auf § 289 c (3) HGB. Die vollständige Anwendung der GRI-Standards wurde zum aktuellen Zeitpunkt nicht als angemessen erachtet, bleibt jedoch ein Ziel unseres Plans zur Verbesserung der Berichterstattung.
Die nichtfinanzielle Konzernerklärung enthält die Offenlegungen, die gemäß Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (im Folgenden als "EU-Taxonomie-Verordnung" bezeichnet) und der hierunter erlassenen delegierten Rechtsakte erforderlich sind.
Westwing konzentriert sich auf den Aufbau und die Pflege einer langfristigen Beziehung zu unseren einrichtungsbegeisterten Kunden, indem wir sie mit einer besonderen Auswahl an Produkten in unserem "Shoppable Magazine" inspirieren und diese mit schönen Inhalten kombinieren. Spezifische Informationen zu unserem Geschäftsmodell finden Sie in Kapitel 1 "Grundlagen des Konzerns" des zusammengefassten Lageberichts.
12 Nach der Definition von Westwing entspricht ein FTE einem in Vollzeit arbeitenden Mitarbeiter.
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Wir bei Westwing sind überzeugt davon, dass wir unsere Nachhaltigkeitsleistung insgesamt verbessern können, indem wir uns auf unsere Produkte, unsere Lieferanten und unsere Mitarbeiter sowie auf die Art und Weise konzentrieren, wie wir mit unseren Kunden kommunizieren. Dies wiederum wird unser anhaltendes nachhaltiges Wachstum stärken. Unsere Strategie beschreibt, wie wir unsere Nachhaltigkeitsziele erreichen wollen.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie 2030 basiert auf unserer Überzeugung, dass unsere Kunden sowohl schön als auch nachhaltig wohnen können.
Die Strategie zielt darauf ab, Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environment, Social, Governance – ESG) anzugehen, die für unsere Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Investoren und andere Interessengruppen wichtig sind. Sie basiert auf drei Leitprinzipien:
Unsere Strategie legt auch fest, wie wir die folgenden Ziele erreichen:
Wir haben 2021 eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Wir haben unsere Kunden, Mitarbeiter, den Vorstand, unser Führungsteam, unsere Lieferanten und andere Interessengruppen zu einer Reihe von ESG-Themen befragt. Wir haben auch unsere bestehenden Richtlinien und Prozesse überprüft und politische Trends, ESG-Anlageanforderungen sowie die Ansätze von Wettbewerbern und anderen Unternehmen analysiert.
Als Ergebnis dieser Arbeit haben wir sechs Themen identifiziert, bei denen unsere Geschäftstätigkeit direkte wesentliche Auswirkungen hat und die für unser Geschäft relevant sind. Wir haben auch unsere allgemeinen Ziele und Vorgaben in Bezug auf diese Wirkungsbereiche definiert.
| Vom HGB gefor derte Belange |
Thema | Ziele | Zielsetzungen |
|---|---|---|---|
| Umweltbelange | Klima und Energie |
• Vermeidung, Reduzierung und Ausgleich unserer Treibhausgasemissionen |
• Bis 2027 100% des gesamten Energieverbrauchs13 aus erneuerbaren Quellen beziehen • Bis 2023 wissenschaftlich fundierte Ziele zur Emissionsreduzierung (Science Based Targets) setzen • Klimaneutral bleiben |
| Umweltbelange | Verpackung | • Verpackungsmenge reduzieren • Einsatz von Neumaterialien reduzieren • Einsatz von umweltschädlicheren Mate rialien reduzieren • Anzahl der Verpackungen reduzieren, die auf Mülldeponien entsorgt werden |
• Die von Westwing verwendete Verpackungsmenge14 verringern • Schaumstoff (Westwings eigene Verpackungen) reduzieren • Einwegplastik abschaffen und den Einsatz von recyceltem Plastik (Westwings eigene Verpackungen) erhöhen • Styroporverpackungen bis 2028 (Produkte der Westwing Collection) abschaffen • Bis 2028 mehr als 90% von Westwings eigenen Ver packungen recycelbar oder kompostierbar machen • Mehr als 90% der an unseren eigenen Standorten anfallenden Verpackungsabfälle bis 2027 wiederver wenden, verwerten oder recyceln |
| Umweltbelange | Material beschaffung |
• Anteil an nachhaltigen Materialien erhöhen, die in unseren Produkten verwendet werden • Gefahrenstoffe eliminieren und die Verwendung giftiger Chemikalien vermeiden |
• Bis 2026 mehr als 90% zertifiziertes15 nachhaltiges Holz in unseren Produkten der Westwing Collection verwenden • Bis 2026 mehr als 90% zertifizierte16 Bio-Baumwol le, recycelte und/oder verantwortungsvoll gewonnene Baumwolle in unseren Produkten der Westwing Collection verwenden • Bis 2026 mehr als 90% verantwortungsvoll ge wonnene17 tierische Nebenprodukte in unseren Produkten der Westwing Collection verwenden • Anteil an recyceltem Material in den Kunststoffen, die in unseren Produkten der Westwing Collection verwendet werden, erhöhen • Gefahrenstoffe eliminieren und die Verwendung giftiger Chemikalien in unseren Produkten der Westwing Collection vermeiden |
| Sozialbelange – Menschenrechte |
Auswirkungen auf Lieferanten |
• Die soziale und ökologische Leistung unserer Lieferanten verbessern • Markenpartner sollen sich an unseren Nachhaltigkeitsstandards orientieren |
• 100% der Lieferanten der Westwing Collection sollen bis 2025 regelmäßig bewertet werden • 50% der Lieferanten der Westwing Collection nach Bestellvolumen sollen bis 2028 Umwelt- und Sozial managementsysteme18 eingerichtet haben • Markenpartner sollen sich bis 2027 an unsere Nachhaltigkeitsstandards angepasst haben |
| Mitarbeiter belange – Menschenrechte |
Faire Arbeits bedingungen |
• Ein Arbeitsumfeld nach den höchsten Standards in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Arbeitszufriedenheit schaffen |
• Bis 2028 sollen 50% der Lieferanten der Westwing Collection Programme zur Bewertung und Verbesse rung der Arbeitsbedingungen einführen • Mitarbeiterzufriedenheitsrate über 80% beibehalten • Vermeiden von Unfällen in unseren Lagern |
| Sozialbelange | Verantwortungs bewusste/s Marketing und Kommunikation |
• Transparente, glaubwürdige Informationen über die Nachhaltigkeitseigenschaften unserer Produkte liefern und unsere Kunden dabei unterstützen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen |
• Ein erheblicher Anteil unserer Produkte soll als nachhaltig gekennzeichnet sein • Bis 2027 sollen 50% unserer Westwing Collection-Produkte als nachhaltig gekennzeichnet sein • Ein erheblicher Teil der Kommunikation von Westwing soll der Förderung der Nachhaltigkeit gewidmet werden |
13 Energie umfasst Strom, Heizenergie, Kühlenergie und Kraftstoffe für LKWs im Fuhrpark.
14 Eingehend für Westwing Collection Produkte, ausgehend (ohne Versandhandel), innerhalb des Lagers
15 Zu den Zertifizierungen gehören FSC® und PEFC.
18 Umwelt- und Sozialmanagementsysteme (z.B. ISO 14000 und SA 8000).
Zusätzlich zu diesen Themen haben wir Integrität, rechtliche Compliance und Datenschutz (Mindestaspekt gemäß HGB: Korruptionsbekämpfung) als ein Themenfeld identifiziert, das aufgrund seiner Relevanz für unser Geschäft und seiner Auswirkungen in die nichtfinanzielle Konzernerklärung aufgenommen wird.
Unser vom Aufsichtsrat unterstützter Vorstand ist letztendlich für unsere Nachhaltigkeitsstrategie 2030 verantwortlich. Wir haben einen neuen Head of Corporate Sustainability ernannt, um die Strategie zu entwickeln und voranzutreiben sowie im gesamten Unternehmen daran zu arbeiten, Ziele zu setzen, Fortschritte zu messen und über erreichte Meilensteine zu berichten.
Unser Head of Corporate Sustainability leitet ein Kernteam, das direkt mit bestimmten Personen ("Nachhaltigkeits-Champions") in jedem Geschäftsbereich zusammenarbeitet. Dieses Team entwickelt Ziele und Prozesse, verfolgt die Leistung und stellt sicher, dass Westwing alle relevanten ökologischen, sozialen und ethischen Vorschriften einhält. Es arbeitet mit Hauptverantwortlichen im gesamten Unternehmen zusammen, um Fahrpläne zu erstellen und umzusetzen, die Leistung zu überwachen und sicherzustellen, dass wir relevante Ziele setzen und erreichen. Es unterstützt auch wichtige Führungskräfte bei ihrem Umgang und ihrer Kommunikation mit externen Interessengruppen, insbesondere mit Kunden, Lieferanten und Investoren. Unser Head of Corporate Sustainability berichtet an den Director of Governance, Risk Management, and Compliance (GRC), der seinerseits dem CFO und dem Vorstand Fortschritte meldet.
Ein Nachhaltigkeitsteam wurde ebenfalls in unserem Geschäftsbereich Permanent Assortment und Westwing Collection unter der Leitung unseres Director of Quality and Sustainability unseres Permanent Assortment zusammengesetzt. Dieses Team stellt die Nachhaltigkeit unserer Produkte, der Verpackungen für den Wareneingang, der Lieferkette und der Materialbeschaffung sicher – Faktoren, die für unsere Strategie entscheidend sind – sowie die Einhaltung der relevanten Vorschriften und der Richtlinien zur Material-/Produktnachhaltigkeit.
Auf operativer Ebene, insbesondere im Bereich Verpackung, wird Nachhaltigkeit durch den Head of Quality und Customer Experience sichergestellt, der auch eng mit dem Corporate Sustainability Team zusammenarbeitet.
Unsere GRC-Abteilung überwacht Risiken im gesamten Unternehmen. Sie identifiziert finanzielle und nichtfinanzielle Risiken, einschließlich Reputations-, Sozial- und Umweltrisiken. Im Rahmen dieses Prozesses bewerten wir auch, ob sehr wahrscheinliche und schwerwiegende negative Auswirkungen von Aspekten in diese nichtfinanzielle Konzernerklärung aufgenommen werden müssen. Wir haben während des Berichtszeitraums keine Nettorisiken festgestellt, die sich aus unserem Betrieb, unseren Geschäftstätigkeiten und Geschäftsbeziehungen ergeben und schwerwiegende negative Auswirkungen auf wesentliche nichtfinanzielle Aspekte haben könnten. Alle potenziellen Risiken und Auswirkungen, die in unserer Risikobewertung festgestellt wurden, sind durch die in dieser Erklärung beschriebenen Managementansätze berücksichtigt worden.
Die CO2-Emissionen, die wir mit unserer Geschäftstätigkeit, Produkten und Lieferketten verursachen, sind von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen, für unsere Mitarbeiter, Kunden und Investoren sowie für Regierungen.
Bei Westwing beginnen unsere Bemühungen, CO2-Emissionen zu verringern, mit ihrer jährlichen Berechnung nach international anerkannten Methoden wie der des Greenhouse Gas Protocol. Das Corporate Sustainability Team sammelt und prüft alle zugrunde liegenden Daten und Informationen von entsprechenden Abteilungen innerhalb von Westwing und berechnet dann den CO2-Fußabdruck des Unternehmens mithilfe eines externen Partners (ClimatePartner)19.
Sobald unsere CO2-Emissionen berechnet wurden, identifizieren wir zunächst Möglichkeiten, sie zu vermeiden, zu reduzieren, was nicht vermieden werden kann, und schließlich den Rest auszugleichen. Das Corporate Sustainability Team ist
19 ClimatePartner ist ein spezialisiertes Unternehmen, das andere Unternehmen dabei unterstützt, ihren CO2-Fußabdruck zu messen und Klimaschutzmaßnahmen wie die Reduzierung und den Ausgleich von Emissionen zu ergreifen.
verantwortlich für die Festlegung von Emissionsreduktionszielen, in enger Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen relevanten Abteilungen. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie legt fest, dass konkrete Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen in Übereinstimmung mit der Science-Based Targets Initiative (SBTi) bestimmt werden.
Die Kompensation von CO2-Emissionen wird ebenfalls vom Corporate Sustainability Team in Abstimmung mit der Unternehmensführung koordiniert und dann von unserem externen Partner (ClimatePartner) umgesetzt.
Im Jahr 2021 haben wir eine Bezugsgröße für den Energieverbrauch und damit verbundene Emissionsdaten geschaffen, indem wir zum ersten Mal unseren CO2-Fußabdruck für die Scopes 1 und 2 und in einem Teil von Scope 3 berechnet haben; hierfür wurde die Methodik des Greenhouse Gas Protocol verwendet. Dazu gehörte die Erfassung aller relevanten Daten für das Jahr 2020 für unseren gesamten Geschäftsbetrieb, einschließlich der Daten der Versorgungsunternehmen und der Reise- und Pendlerdaten unserer Mitarbeiter. Wo Informationen nicht ohne Weiteres verfügbar waren, haben wir Schätzungen getroffen. So wurden beispielsweise die Fläche der Räumlichkeiten (m2) herangezogen, wenn für die Berechnung der Scope-1-Emissionen keine Daten zu Heizung und Klimaanlagen vorlagen, um die Scope-1-Emissionen zu berechnen, allgemeine Annahmen hinsichtlich der von den Mitarbeitern verwendeten Verkehrsmittel (prozentualer Anteil an Autos, öffentlichen Verkehrsmitteln usw.) getroffen und die durchschnittlich zurückgelegte Entfernung zur Berechnung der Emissionen durch Pendelverkehr verwendet.
Die Festlegung des Ausgangswerts unserer Emissionen erwies sich angesichts der großen Anzahl der beteiligten Länder und der verschiedenen Datenerfassungsprozesse als relativ schwierig. Auch die Scope-3-Emissionen stellten zusätzliche Herausforderungen dar, da die Coronavirus-Pandemie das Pendelverhalten und den gesamten Geschäftsbetrieb beeinflusste.
| Geltungsbereich | Abgedeckte Emissionen | 2020 |
|---|---|---|
| Scope 1 | Alle direkten Emissionen durch Heizen, die Verbren nung von Kraftstoffen durch unsere eigenen Fahrzeuge und flüchtige Emissionen aus Klimaanlagen |
1.495 [t CO2e] |
| Scope 2 | Alle indirekten Emissionen aus bezogenem Strom | 1.239 [t CO2e] |
| Alle indirekten Emissionen aus Geschäftsreisen der Mit arbeiter (Flüge, Zug, Autos), Pendeln der Mitarbeiter zur und von der Arbeit, Homeoffice sowie sowie Brenn stoff- und energiebezogene Emissionen (Gewinnung, Produktion und Transport von Kraftstoffen, die bei der |
||
| Scope 320 | Erzeugung von Strom und Wärme verbraucht werden) | 3.544 [t CO2e] |
In Zusammenarbeit mit ClimatePartner haben wir 2021 unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen und einen Teil der Scope-3-Emissionen (siehe oben) kompensiert und bereits unser Ziel erreicht, in unserem eigenen Betrieb klimaneutral zu sein. Zu diesem Zweck haben wir geeignete, verifizierte Klimaschutzprojekte nach den Grundsätzen des Projektschwerpunkts (z.B. Energie, Aufforstung), dem Standort und den Qualitätsstandards identifiziert und ausgewählt. Darüber hinaus bezogen wir Strom aus erneuerbaren Quellen für vier unserer Standorte in Deutschland, Polen und den Niederlanden. Dies stellt einen ersten Schritt in Richtung unseres Ziels dar, bis 2027 100 % des gesamten Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.
Unser Hauptziel für 2022 besteht darin, uns auf wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele zu verpflichten, die wir bis 2023 festlegen wollen. In den nächsten Jahren werden wir uns darauf konzentrieren, diese Ziele zu erreichen, indem wir die Energie- und Ressourceneffizienz verbessern, erneuerbare Energien im gesamten Unternehmen einsetzen und unsere Logistik- und Transportabläufe (einer der größten Treiber unserer CO2-Emissionen) verbessern.
20 Ausgenommen Emissionen aus Logistik, Verpackung, Abfall, Wasser, Rechenzentren und Bürobedarf.
Unsere Pläne zur Emissionsreduzierung werden sowohl für aktuelle als auch für neue Betriebsstätten wie unser neues zentrales Lager in Polen umgesetzt. Es beginnt seinen Betrieb im Q1 2022, wurde nach dem BREEAM-Nachhaltigkeitsstandard "Very Good" 21 gebaut und mit Solarmodulen für den Heizungs- und Strombedarf ausgestattet. Weitere wichtige Merkmale des Gebäudes sind Abwasserrückgewinnungssysteme, Fahrzeugladestationen, Wasserspartechnologien, LED-Beleuchtung, verbesserte natürliche Lichtverhältnisse und Belüftungssysteme.
Unsere Kunden erwarten und verlangen, dass wir ein Minimum an Verpackungsmaterial verwenden und dass unsere Verpackung zweckmäßig ist, leicht recycelt werden kann und Materialien mit dem kleinstmöglichen ökologischen Fußabdruck verwendet werden.
Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, eine möglichst nachhaltige Verpackung unserer Produkte sicherzustellen; dies soll durch zwei Schwerpunkte erreicht werden. Dazu gehören einerseits unsere Lager- und Logistikbereiche, die Verpackungslösungen entwickeln und anwenden, um Produkte bei der Lieferung an unsere Kunden zu schützen, und andererseits unsere Westwing-Collection-Lieferanten, die die Eingangsverpackungen für unsere eigenen Produkte entwickeln.
Verpackung in unseren Lagern: Der erste Arbeitsbereich Verpackung wird vom Head of Quality and Customer Experience und deren Team geleitet. Diese Abteilung plant und überwacht die Art und Weise, wie Produkte für unsere Endkunden verpackt werden, und konzentriert sich dabei insbesondere auf die Beschaffung und Reduzierung von Verpackungen unter Berücksichtigung von Kosten und Nutzen. Unterstützung für Nachhaltigkeitsfragen wird vom Corporate Sustainability Team bereitgestellt.
Verpackung für Westwing-Collection-Produkte: Der zweite Arbeitsbereich Verpackung wird vom Director of Product Quality and Sustainability und ihrem Team geleitet. Diese Abteilung ist für die Entwicklung von Verpackungslösungen durch unsere Zulieferer zuständig, bietet bei Bedarf Hilfestellung und übernimmt die volle Verantwortung für das Design, die Qualität, die Nachhaltigkeit und die Gesamtbeschaffung geeigneter Lösungen.
Westwing arbeitet kontinuierlich daran, nachhaltige Verpackungsoptionen zu definieren und zu nutzen, die den Erwartungen der Kunden entsprechen, um "Überverpackungen" zu vermeiden. Wir verwenden spezielle Schneidetechnologien in zwei unserer Lager, um das Verpackungsvolumen zu reduzieren, indem wir Kartons nach Maß herstellen und so den Materialverbrauch reduzieren und die Transporteffizienz erhöhen. Außerdem sind wir dazu übergegangen, unsere Produkte in Verpackungen aus 100 % recyceltem Karton zu versenden. 22
Wir haben auch die Verpackungsrichtlinien für unsere Westwing-Collection-Lieferanten verbessert und ähnliche Richtlinien für unsere Lager eingeführt, um einen einheitlichen Ansatz in unserem gesamten Unternehmen sicherzustellen. Insgesamt spiegeln diese Richtlinien unsere Unternehmensziele, EU-Vorschriften zu Verpackungen, Verpackungsabfällen und erweiterter Herstellerverantwortung sowie relevante europäische und nationale Qualitäts- und Sicherheitsstandards wider. Unsere Richtlinien decken unter anderem bevorzugte Materialien, eingeschränkte Substanzen, Verschlussmethoden, Sicherheitswarnungen, Falltests, Kennzeichnungen, Polymerverwendung und Zertifizierungen von Dritten wie die des Forest Stewardship Councils (FSC®) ab. Ende 2021 entsprachen 14 % unseres verhandelten Auftragsvolumens der Westwing Collection diesen verbesserten Richtlinien für nachhaltige Verpackungen.
Verpackung ist ein sehr wichtiger Aspekt unserer Geschäftstätigkeit. Wir lernen immer noch dazu und bewegen uns schrittweise hin zu nachhaltigeren Optionen und zum Erreichen unserer langfristigen Ziele. Während dieser Entwicklung müssen wir die steigenden Kosten für Verpackungen und lange Lieferzeiten berücksichtigen und sicherstellen, dass wir über robuste Systeme zur Messung der Nachhaltigkeitseigenschaften dieser Materialien verfügen. Die Haupthinder-
21 Das Zertifizierungsaudit wird im Jahr 2022 stattfinden.
22 gültig für Lager in Deutschland, Polen und Italien
nisse für unsere Bemühungen sind die steigenden Preise für Verpackungsmaterialien und vor allem lange Lieferzeiten. In einigen Fällen gibt es auch Qualitätserwägungen im Zusammenhang mit nachhaltigeren Materialien im Vergleich zu herkömmlichen.
Im Jahr 2022 werden wir uns parallel mit Ausgangsverpackungen für unsere Kunden und Produktverpackungen für die Westwing Collection befassen. Unser Hauptziel für das Jahr ist es sicherzustellen, dass alle unsere Lager und unsere Westwing-Collection-Lieferanten unsere Verpackungsrichtlinien befolgen und dass sie weiterhin neue, nachhaltigere Materialien analysieren und testen.
Die Hauptpriorität für unsere Lager wird darin bestehen, die Menge an Verpackungs- und Neumaterial pro Bestellung zu reduzieren. Die Westwing Collection wird vorrangig allen Lieferanten Hilfestellung für den Umstieg auf nachhaltigere Materialien und Formate bieten. Bis Ende 2022 wollen wir erreichen, dass ein erheblicher Teil der Lieferanten unserer Westwing Collection unsere Richtlinien für nachhaltige Verpackungen einhält. Dazu gehört die Eliminierung von Styropor und anderen Arten von Schaumstoff, wo immer dies möglich ist, und die verstärkte Verwendung von FSC®-zertifizierten Karton- und Papierverpackungen.
Wir möchten sicherstellen, dass unsere Produkte der Westwing Collection aus Materialien hergestellt werden, die nachhaltig beschafft werden, geringstmögliche ökologische und soziale Auswirkungen haben und langlebig sind. Das engagierte Nachhaltigkeitsteam in unserem Geschäftsbereich Permanent Assortment und Westwing Collection ist für die Materialbeschaffung verantwortlich.
Die Design-, Produkt- und Einkaufsteams für unsere Westwing Collection befolgen eine umfassende Reihe von Richtlinien, die ihnen bei der Auswahl der nachhaltigsten Materialien und Produkte für das Portfolio von Westwing helfen. Dazu gehören die:
2021 haben wir die Mitgliedschaft bei der Better Cotton Initiative (BCI) beantragt und die Zertifizierungen von Global Organic Textiles Standard (GOTS) und Forest Stewardship Council (FSC®) erhalten. Wir evaluieren ständig zertifizierte Materialien und haben auch damit begonnen, Textilien zu beschaffen, die gemäß dem Global Recycled Standard (GRS) zertifiziert sind. Insgesamt hat sich unser nachhaltiges Angebot 2021 von Textilien auf Möbel und Dekorations- und Beleuchtungsprodukte ausgeweitet. Die größte Herausforderung bestand hier in der begrenzten Verfügbarkeit nachhaltiger Materialien und in höheren Preisen; Auswirkungen, die durch die Coronavirus-Pandemie verschärft wurden.
Im November 2021 haben wir die nachhaltige Produktlinie "WE CARE by Westwing Collection" eingeführt. Die Designer von Westwing haben eine zeitlose Kollektion geschaffen, die gleichzeitig schön und langlebig ist, mit Möbeln wie Sofas und Sideboards sowie kleineren Stücken wie Lampen und Textilien. Die Kollektion umfasst Möbel aus Holz aus nachhaltigem Forstbetrieb (FSC®), Textilien aus Bio-Baumwolle (GOTS), Teppiche aus mindestens 50 % recycelten Materialien (GRS), Boxspringbetten, die mit dem Nordic Swan Ecolabel zertifiziert sind, und andere Produkte aus Naturfasern wie Jute.
Diese Entwicklungen sind die ersten Schritte auf unserem Weg zur systematischen Verwendung von Materialien aus verantwortungsvollen, nachhaltigen und ethischen Quellen, wie in unserer Nachhaltigkeitsstrategie dargelegt.
Wir werden unser Programm zur nachhaltigen Beschaffung auch 2022 weiter ausbauen. Insbesondere planen wir, die Anzahl der Rohstofflieferanten mit relevanten Zertifizierungen (biologisch, recycelt usw.) zu erhöhen, eine strenge Präferenz für den Kauf nachhaltiger Rohstoffe zu implementieren und insgesamt mit Lieferanten zusammenzuarbeiten, die in der Lage sind, unsere Anforderungen zu erfüllen. Wir werden auch weiterhin nachhaltige Alternativen zu wichtigen Materialien wie Schaumstoffen und Metallen analysieren.
Unsere Lieferanten sind entweder Hersteller, die Produkte in unserem Auftrag herstellen (Westwing Collection), oder Marken, deren Produkte wir verkaufen. Sie spielen eine entscheidende Rolle dabei, dass wir unseren Kunden Produkte anbieten können, die attraktiv, langlebig und nachhaltig sind.
Wir möchten, dass unsere Produktlieferanten hohe Standards in Bezug auf Unternehmensführung und Nachhaltigkeit erfüllen. Wir konzentrieren uns insbesondere auf Unternehmen, die in unserem Auftrag Produkte herstellen, da wir in diesen Fällen direkt Materialien und Betriebsstandards festlegen können. Diese Arbeit wird von unserer Director of Product Quality and Sustainability und ihrem Team überwacht, die die Einhaltung des Verhaltenskodex für unsere Westwing-Collection-Lieferanten sicherstellen.
Das sogenannte "Private Label Supplier Code of Conduct" spiegelt die wichtigsten Anforderungen wider, die von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Global Compact der Vereinten Nationen sowie den OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen festgelegt wurden. Zu den wichtigsten behandelten Themen gehören Arbeitsbedingungen, Umweltleistung und die Vermeidung moderner Sklaverei und Kinderarbeit. Unser Verhaltenskodex für Lieferanten berechtigt uns, unangekündigte Audits durchzuführen und von Subunternehmern die Einhaltung derselben Standards zu verlangen.
Wir haben die Transparenz in unserer Lieferkette erhöht, indem wir systematische jährliche Überprüfungen der Ergebnisse der bei unseren Nicht-EU-Lieferanten der Westwing Collection durchgeführten Sozialaudits (BSCI, SMETA, SA8000) durchgeführt haben. Infolgedessen hatten wir bis zum Jahresende 99 % unserer Nicht-EU-Lieferanten der Westwing Collection überprüft (gemessen am Auftragsvolumen). Darüber hinaus haben wir einen Onboarding-Prozess für alle neuen Lieferanten eingeführt, um sicherzustellen, dass wir nur diejenigen bewerten und beauftragen, die bereits auditiert sind (und das Audit weniger als ein Jahr zurückliegt) oder die über eine No-Objection-Bescheinigung (No Objection Certificate) verfügen, die besagt, dass ein Audit innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens stattfinden wird. Die größte Herausforderung bei der Förderung der Nachhaltigkeit der Lieferkette bleibt die breite Palette von Ansätzen, die von unseren Lieferanten verfolgt werden. Daher haben wir im Jahr 2021 eine umfassende Umfrage gestartet, um diese Ansätze und das Vorhandensein relevanter Umwelt- und Sozialmanagementsysteme zu erfassen und zu verstehen. Wir glauben, dass die gesammelten Informationen in Verbindung mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie einen klaren Weg zur Stärkung der Beziehungen zu unseren Lieferanten aufzeigen.
Im Jahr 2021 haben wir auch einen Verhaltenskodex für Lieferanten unserer Markenpartner veröffentlicht, der Westwings Engagement widerspiegelt und klare Erwartungen definiert, nur mit Partnern zusammenzuarbeiten, die dieselben hohen Umwelt- und Sozialstandards einhalten wie Westwing.
Im Jahr 2022 werden wir uns darauf konzentrieren, die Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) sicherzustellen. Dies erfordert von Unternehmen, Prozesse einzurichten, um menschenrechtliche Risiken sowie Umweltrisiken/-auswirkungen in ihren Lieferketten zu identifizieren, zu bewerten, zu verhindern und zu beheben. Zu den wichtigsten Themen, die berücksichtigt werden müssen, gehören Zwangs- und Kinderarbeit, Diskriminierung, Vereinigungsfreiheit, Ethik, Sicherheit und Umweltauswirkungen.
Wir werden weiterhin mit unseren Westwing-Collection-Lieferanten zusammenarbeiten, um vollständige Transparenz und Einhaltung sozialer und ökologischer Vorschriften zu gewährleisten und die Audit-Abdeckungen auf ökologische und soziale Aspekte auszuweiten. Wir werden kontinuierlich mit unseren strategischen Lieferanten zusammenarbeiten, um ihre Bewertungen der sozialen Audits zu verbessern, indem wir spezielle Abhilfemaßnahmenpläne implementieren.
Im Falle unserer Westwing-Collection-Lieferanten werden wir weiterhin ihre Umwelt- und Sozialmanagementsysteme und -programme bewerten, um unserem Ziel für 2028 näher zu kommen, dass 50 % von ihnen (gemessen am Einkaufsvolumen) solche Managementsysteme eingerichtet haben.
Wir werden ein internes Auditsystem für EU-Lieferanten einleiten, um unser Ziel zu erreichen, dass alle Lieferanten der Westwing Collection bis 2025 regelmäßig bewertet werden.
Wir werden auch systematischer mit wichtigen externen Markenpartnern zusammenarbeiten und unseren Verhaltenskodex für Lieferanten im Jahr 2022 einführen. Dies ist der erste Schritt zur Erreichung unseres Ziels für 2027, unsere Markenpartner an unseren Nachhaltigkeitsstandards auszurichten.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie legt den Schwerpunkt auf faire Arbeitsbedingungen für unsere eigenen Mitarbeiter und die Mitarbeiter unserer Lieferanten. Dazu gehört die Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung, die Sicherstellung ihres körperlichen und geistigen Wohlbefindens und das Angebot von Schulungs- und Karriereentwicklungsmöglichkeiten.
Wir kommunizieren mit unseren Mitarbeitern über regelmäßige Mitarbeiterversammlungen, laufende Interaktionen mit Teamleitern und unsere unternehmensweite Pulse-Check-Umfrage. Unsere Mitarbeiter treiben unser Geschäft voran und erwarten von uns, dass wir über die grundlegende Einhaltung von Arbeitsgesetzen und Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften hinausgehen. Unser interner Verhaltenskodex bei Westwing gibt den Ton und die Richtung für das Wohlergehen und Verhalten der Mitarbeiter vor, zum Beispiel in Bezug auf Korruption, Wettbewerb, Interessenkonflikte, Berichterstattung und Beziehungen zu Lieferanten und Geschäftspartnern. Er berücksichtigt auch relevante internationale Standards sowie EU-weite und nationale Arbeits-, Gesundheits-, Sicherheits- und Sozialvorschriften.
Die Sicherstellung des geistigen und körperlichen Wohlbefindens unserer Mitarbeiter ist ein integraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und eine wichtige Möglichkeit, faire Arbeitsbedingungen in unserem eigenen Betrieb zu gewährleisten. Aus diesem Grund arbeiten wir an unseren verschiedenen Standorten mit einer Reihe von Gesundheitsdienstleistern zusammen.
Unser Director of Human Resources and Organization ist Teil des Führungsteams und mit Unterstützung der HR-Teams in unseren regionalen Büros und Lagerhäusern für unsere Personalstrategie verantwortlich.
In Bezug auf unsere Lieferanten überwacht unser Director of Product Quality and Sustainability die Einhaltung unseres Verhaltenskodex für Eigenmarkenlieferanten in Bezug auf die Arbeitsbedingungen (siehe auch Abschnitt "Auswirkungen auf Lieferanten"). Die Bewertung von Programmen zu Arbeitsbedingungen bei unseren Westwing-Collection-Lieferanten ist ein wichtiges Ziel für diese Komponente unserer Nachhaltigkeitsstrategie. (Unseren allgemeinen Ansatz für das Management der Auswirkungen auf die Lieferanten insgesamt finden Sie im Abschnitt "Auswirkungen auf Lieferanten".)
Unsere Kommunikation mit unseren Mitarbeitern im Jahr 2021 zeigt, dass wir bei Westwing eine starke, unterstützende Kultur und einen großen Teamgeist haben. Wir hören den Meinungen der Menschen zu und schätzen sie; wir bieten Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung. Unsere Mitarbeiterumfrage ergab, dass unsere Mitarbeiter Westwing als Arbeitsplatz empfehlen würden. Wir sahen auch Interesse an personalisierteren und strukturierteren Schulungen, klareren Karrierewegen, verbesserten Leistungen und Feedback-Mechanismen.
Die Coronavirus-Pandemie hat unsere Arbeitsweise neu definiert und von allen eine starke Flexibilität gefordert. Basierend auf der Erfahrung unserer Büroteams mit hybridem Arbeiten entschied sich Westwing, WestwingFlex einzuführen – eine neue, maßgeschneiderte Arbeitsweise für Teammitglieder, die auf innovativen Ansätzen und einem hybriden Arbeitsmodell basiert.
Die Pandemie hob auch die Notwendigkeit hervor, sich um das geistige und körperliche Wohlbefinden unserer Mitarbeiter zu kümmern. Wir haben eine Reihe von Programmen zur Steigerung des Wohlbefindens im gesamten Unternehmen angeboten. Zum Beispiel wurde allen Mitarbeitern in der Zentrale über unseren Partner für psychische Gesundheit, nilo. health, kostenloser Zugang zur Unterstützung durch einen professionellen Psychologen angeboten.
Die Gewährleistung sicherer Arbeitspraktiken ist für uns selbstverständlich. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie hat das Ziel von null Unfällen in unseren Lagern gesetzt, und wir führen dort regelmäßig Gesundheits- und Sicherheitsinitiativen und -maßnahmen durch. Im Jahr 2021 haben wir Ersthelfer geschult, Sicherheitspunkte mit Defibrillatoren geschaffen, unsere Westwing Safety Academy in Polen eröffnet und eine Reihe von Sicherheitsworkshops abgehalten.
Die allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit wird regelmäßig anhand unserer Pulse-Check-Umfragen gemessen. Die neuesten Ergebnisse aus dem Jahr 2021 zeigen eine hohe Gesamtzufriedenheit mit der Arbeit bei Westwing; 89 % aller Teammitglieder gaben dabei gute oder sehr gute Bewertungen ab.
Bei unseren Lieferanten der Westwing Collection haben wir im Jahr 2021 mit der Bewertung ihrer etablierten Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen begonnen. Dies erfolgte anhand einer umfassenden Umfrage zu einer Vielzahl von Umwelt- und Sozialbelangen, einschließlich der Existenz von Programmen, Maßnahmen und Managementsystemen, die auf faire und sichere Arbeitspraktiken abzielen.
Im Jahr 2021 haben wir das "My Career"-Programm ins Leben gerufen, das Schlüsselthemen wie Rekrutierung und Onboarding, Vergütung und Sozialleistungen sowie Leistungsmanagement abdeckt. Das Programm wird 2022 eingeführt. Weitere Informationen und Updates zum Programm werden allen Mitarbeitern bereitgestellt und stehen auch über eine interne Wissensbibliothek zur Verfügung.
Im Jahr 2022 werden wir weiterhin eine Null-Unfall-Kultur bei Westwing implementieren, indem wir die Entwicklung einer Richtlinie vorantreiben, die sich mit den Arbeitsbedingungen und den damit verbundenen Schulungen für alle Lagerbetriebe und Mitarbeiter befasst.
Im Falle unserer Westwing-Collection-Lieferanten werden wir weiterhin ihre Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bewerten, um unserem Ziel für 2028 näher zu kommen, dass 50 % von ihnen (gemessen am Auftragsvolumen) entsprechende Managementsysteme eingerichtet haben.
Wir möchten allen Interessengruppen transparente, glaubwürdige Informationen über unsere Nachhaltigkeitsleistung liefern, sowohl auf Unternehmensebene als auch in Bezug auf unsere Produkte. Wir möchten unsere Kunden auch über unsere verschiedenen Kommunikationskanäle dazu inspirieren, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.
Unsere Abteilungen Marketing, Kommunikation, Public Relations und Investor Relations vermitteln alle Informationen über Nachhaltigkeitsthemen. Diese Arbeit wird von den Abteilungsleitern der Konzernzentrale koordiniert, unterstützt durch das Corporate Sustainability Team. Es wurde eine Richtlinie für verantwortungsbewusstes Marketing und Kommunikation entwickelt, um unseren Ansatz für unsere Marketing-, Vertriebs-, Werbe- und Kommunikationsaktivitäten daran auszurichten; diese gilt in allen Ländern, in denen wir tätig sind.
Die Produktnachhaltigkeit wird durch das Label "We Care" in unseren Daily Themes und das Label "Nachhaltig" in unserem ständigen Sortiment kommuniziert. Das Label "We Care" zielt darauf ab, Marken zu bewerben, die sozial und umweltverträglich handeln. Um sich für ein "We Care"-Label zu qualifizieren, müssen Marken mindestens eines unserer Kriterien erfüllen: Sie müssen a) umweltfreundliche Materialien verwenden, b) Nachhaltigkeit in ihre Mission/Vision integriert haben oder c) einen glaubwürdigen Nachhaltigkeitsansatz haben.
Über diesen Ansatz hinaus haben wir beschlossen, auf Produktebene ein zusätzliches "Nachhaltig"-Label einzuführen. Westwing-Collection-Produkte und Produkte von Drittanbietern auf WestwingNow verfügen über ein eigenes Kennzeichnungssystem, das Kunden bei nachhaltigen Kaufentscheidungen unterstützt. Um dies umzusetzen, haben wir unsere Richtlinien zur Nachhaltigkeitskennzeichnung entwickelt, die mehr als 50 unabhängige Zertifizierungsanforderungen (EU Ecolabel, Blue Angel usw.) und eine Reihe von Nachhaltigkeitsattributen (z.B. recycelte oder biologische Inhalte) umfassen. Unsere Richtlinien zur Nachhaltigkeitskennzeichnung sind das Ergebnis umfangreicher externer Benchmarkings, Recherchen und Diskussionen mit internen und externen Experten.
Aus diesem Grund haben wir unserer Website auch einen Nachhaltigkeitsfilter hinzugefügt. Die Permanent Assortment und Corporate Sustainability Teams arbeiteten eng zusammen, um klare und genaue Aussagen zu erstellen, die alle Angaben zu Nachhaltigkeit untermauern. Diese können dann über einen speziellen Nachhaltigkeitsabschnitt in den Produktbeschreibungen auf WestwingNow abgerufen werden.
Unser Investor-Relations-Team veranstaltet regelmäßig Ergebnisgespräche und Diskussionen mit Investoren. Diese bieten die Möglichkeit, wichtige Geschäftsentwicklungen und ESG-Daten anzusprechen, einschließlich Aktualisierungen unserer Nachhaltigkeitsstrategie und Verbesserungspläne. Die Marktbeobachtung der ESG-Leistung hat in den letzten zwölf Monaten deutlich zugenommen. Bei Westwing haben wir einen besonderen Anstieg der Aufmerksamkeit für unsere ESG-Ratings und -Rankings beobachtet. Unser Corporate Sustainability Team arbeitet eng mit unserem Investor-Relations-Team zusammen, um den Informationsbedarf für unsere wichtigsten Bewertungen zu decken und Potenziale für weitere Verbesserungen zu erkennen.
Im Jahr 2021 haben wir unsere Richtlinie für verantwortungsbewusstes Marketing und Kommunikation entworfen. Ihre Hauptziele sind die Einhaltung aller relevanten Gesetze und eine transparente, ethische und ehrliche Kommunikation, die allen gegenüber respektvoll ist. Die Richtlinie enthält detaillierte Leitlinien zu Transparenz und Ehrlichkeit, Kinderschutz, Vielfalt und Inklusion, Interaktion mit sozialen Medien, Datenschutz der Verbraucher, Compliance und Kommunikation sowie eine Anforderung für eine regelmäßige Überprüfung.
Wir sind unserem Ziel, unseren Kunden zu helfen, Nachhaltigkeit in ihre Kaufentscheidungen einzubeziehen, einen Schritt näher gekommen, indem wir unser nachhaltiges Angebot online angemessen kennzeichnen. Im Laufe des Jahres starteten wir mehr als 100 konzernweite Kampagnen mit Marken mit dem "We Care"-Label. Darüber hinaus wurden bis Ende 2021 mehr als 900 Produkte auf WestwingNow als "nachhaltig" identifiziert. Diese Bemühungen hingen weitgehend von der Fähigkeit der Lieferanten ab, die entsprechenden Nachhaltigkeitsangaben zu liefern und zu belegen. Wir gehen davon aus, dass wir in der Lage sein werden, Nachhaltigkeitsinformationen für eine zunehmende Anzahl von Produkten bereitzustellen, da die Nachhaltigkeitskennzeichnung zu einer dauerhaften Funktion auf unseren Online-Seiten wird und die entsprechenden Prozesse ausreifen werden.
Im Berichtszeitraum wurden wir erstmals von ISS ESG und MSCI bewertet. Am Ende des Bewertungsprozesses erhielten wir ein ISS ESG-Rating C- (Skala D- bis A+) und ein MSCI-Rating A (Skala CCC bis AAA). Darüber hinaus haben wir Wege zur Verbesserung unserer Ergebnisse ermittelt und unsere Verhaltenskodizes sowie unsere Antikorruptionsrichtlinie entsprechend überarbeitet.
Wir wollen den Gesamtanteil der Produkte, die auf WestwingNow als nachhaltig gekennzeichnet sind, bis Ende 2022 erhöhen und mit vielen weiteren Marken zusammenarbeiten, die nachhaltige Produkte anbieten. Im Jahr 2022 werden wir auch die Nachhaltigkeitskennzeichnung unserer Daily-Themes-Produkte prüfen. Ziel ist es, eine Basis zu schaffen und die Anzahl der Produkte zu erhöhen, die unseren Richtlinien zur Nachhaltigkeitskennzeichnung entsprechen. Gleichzeitig werden wir Kommunikationskampagnen durchführen, die diese Produkte bewerben. Wir werden auch unser Marketing-Know-how und unsere Kommunikationskanäle nutzen, um eine Reihe nachhaltiger Entscheidungen zu präsentieren, die unsere Kunden treffen können.
Auch 2022 werden wir weiterhin mit Ratingagenturen zusammenarbeiten und relevante Verbesserungsmöglichkeiten ermitteln. Wir möchten auch die Anzahl der ESG-Ratings, an denen wir uns beteiligen, erweitern.
Unsere Aktionäre, Mitarbeiter, Geschäftspartner und andere Interessengruppen erwarten von uns, dass wir unsere Geschäfte im Einklang mit geltenden Gesetzen und Vorschriften, etablierten rechtlichen Prinzipien und Unternehmensrichtlinien tätigen.
Unsere Rechts- und Compliance-Abteilung fördert und überwacht die Einhaltung aller relevanten Gesetze, Vorschriften und Unternehmensrichtlinien. Sie bietet sowohl klare Anleitungen für die Mitarbeiter zum täglichen Geschäftsbetrieb als auch Schulungen. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit mit anderen Teams bei Westwing wie GRC, HR, IT und Sustainability.
Westwing und seine Geschäftsleitung betrachten den Schutz und die Sicherheit personenbezogener Daten als wesentlich. Als eines der führenden e-Commerce-Unternehmen für Leben und Wohnen in Europa erhalten und verarbeiten wir eine große Menge an Daten, was ein hohes Maß an Sorgfalt und Kontrolle erfordert.
Der Datenschutz ist in den letzten Jahren aufgrund der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union immer wichtiger geworden und hat für unsere Executive-, Legal & Compliance- und Informationssicherheits-Teams oberste Priorität. Zusätzlich zu unseren internen Funktionen haben wir einen externen Datenschutzbeauftragten ernannt, um sicherzustellen, dass wir gemäß den höchsten Datenschutzstandards arbeiten.
Unsere Legal & Compliance- und Informationssicherheits-Teams sind für die Definition der relevanten Regeln und Verfahren sowie für die Handhabung von Datenschutz- und IT-Sicherheitsproblemen verantwortlich. Unsere Regeln und Verfahren zielen unter anderem darauf ab sicherzustellen, dass die von Westwing verarbeiteten Daten sicher und geschützt sind und dass keine unbefugte Verwendung der personenbezogenen, vertraulichen oder sensiblen Informationen erfolgt, die sich im Besitz von Westwing befinden. Wir haben geeignete technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, um das erforderliche Maß an Datensicherheit zu gewährleisten. Das Unternehmen stellt spezielle Software, Netzwerke, elektronische Informationssysteme und Daten zur Verfügung oder verwendet diese, um seine Mission, Ziele und Initiativen zu erfüllen. Dieser Verantwortung kann nur gerecht werden, wenn alle Benutzer sich der sicheren Arbeitsweise mit den Daten und der damit verbundenen Risiken bewusst sind.
Wir haben auch eine Datenschutzrichtlinie als Teil unserer IT-Sicherheitsrichtlinie implementiert. Diese Richtlinie deckt alle Aspekte der verwendeten Informationstechnologie ab, einschließlich unserer IT-Systeme und der damit verbundenen Einrichtungen und Prozesse. Unsere IT-Sicherheitsrichtlinie legt Regeln für alle Benutzer der IT-Ressourcen von Westwing fest. Sie regeln unter anderem den Umgang mit Sicherheitsvorfällen und personenbezogenen, geschäftlichen, internen oder sensiblen Daten und gewährleisten somit die Sicherheit des Netzwerks von Westwing. Die Einhaltung unserer IT-Sicherheitsrichtlinie ist eine Voraussetzung für den Zugriff auf und die Weitergabe von Informationen innerhalb von Westwing.
Westwing verfolgt eine Nulltoleranzpolitik in Bezug auf Korruption und Bestechung. Das Unternehmen hat eine umfassende Antikorruptionsrichtlinie eingeführt, die 2021 aktualisiert wurde. Die Richtlinie gilt für alle Mitarbeiter von Westwing und alle Dritten, die mit dem Unternehmen in Verbindung stehen. Digitale Compliance-Schulungen sind für alle Mitarbeiter, einschließlich des Führungsteams, obligatorisch. Die Richtlinie beschreibt akzeptable und inakzeptable Verhaltensweisen, um die Einhaltung der relevanten Gesetze zu gewährleisten, und bietet klare Anleitungen für Manager und Mitarbeiter, wie unzulässige Zahlungen, Geschenke, Einladungen oder Anreize jeglicher Art vermieden werden können. Wenn Unterstützung erforderlich ist, können Mitarbeiter ihren Vorgesetzten und das Legal & Compliance-Team konsultieren. Im Falle eines potenziellen Korruptionsvorfalls analysiert das Legal & Compliance-Team die Fakten, berät und organisiert Folgemaßnahmen. Der Vorstand und/oder der Aufsichtsrat werden bei Bedarf informiert.
Im Jahr 2021 arbeitete Westwing mit externen Beratern zusammen, um das bestehende Compliance-Managementsystem und -Programm zu verbessern. Das Informationssicherheitsteam wurde vergrößert und ein neues Onboarding-Schulungsmodul wurde eingeführt. Infolgedessen erhalten alle neuen Mitarbeiter im Rahmen des Onboarding-Prozesses Schulungen zu Cybersicherheit und Datenschutz. Ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) auf Basis der Norm ISO 27000 wurde eingeführt und Sicherheitsprozesse wurden implementiert. Die Kapitalmarktrichtlinien und der Verhaltenskodex des Unternehmens wurden aktualisiert und neue Grundsätze definiert. Darüber hinaus wurden klare Richtlinien zu Kartellrecht und unfairem Wettbewerb herausgegeben, um den täglichen Geschäftsbetrieb zu unterstützen.
Als Reaktion auf die Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche wurde eine Risikobewertung durchgeführt, und die Anforderungen wurden in einer Richtlinie und in Schulungsmaterialien für Mitarbeiter niedergeschrieben. Compliance-Risiken wurden als separate Kategorie in den regelmäßigen Risikobewertungszyklus, der vom GRC durchgeführt wird, aufgenommen, um einen integrierten Ansatz zur Risikobewertung im gesamten Unternehmen sicherzustellen.
Digitale Systeme wurden implementiert, um das Compliance-Management zu verbessern. Zum Beispiel wurde ein neues Whistleblower-Tool eingeführt, das von Mitarbeitern und externen Interessengruppen verwendet werden kann, um potenzielle Verstöße gegen Gesetze und Richtlinien und/oder unethisches Verhalten zu melden. Dies ersetzt den vorherigen Prozess, bei dem Nachrichten an einen "Zuhörer-Posteingang" gesendet wurden. Darüber hinaus ermöglicht ein neues Richtlinienmanager-Tool Mitarbeitern den Zugriff auf die neuesten Versionen aller Richtlinien für die regelmäßige Genehmigung und Beratung.
Das Richtlinienmanager-Tool wird 2022 für alle internationalen Westwing-Gesellschaften eingeführt. Es ermöglicht uns, obligatorische Bestätigungen von Mitarbeitern für alle relevanten Richtlinien zu erhalten und zu dokumentieren. Zudem wird über kurze Tests das Verständnis der Sachverhalte überprüft. Außerdem wird eine Roadmap zur Informationssicherheit eingeführt, um die Einhaltung des ISO-27000-Rahmenwerks im Zeitraum bis 2024 zu verbessern.
Unser Ziel ist es, unser Compliance-Management-System im Jahr 2022 zu verbessern, beispielsweise durch die Verbesserung der Dokumentation und der internen Kommunikation, die Implementierung von Maßnahmen für bestimmte Compliance-Bereiche und das Anbieten zusätzlicher Schulungen für Mitarbeiter.
Neue und zukünftige Gesetze wie das LkSG und die Umsetzung der Omnibus-Richtlinie in nationales Recht werden analysiert, um deren Einhaltung zu gewährleisten.
Gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung enthält diese nichtfinanzielle Konzernerklärung Offenlegungen im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Aktivitäten, die gemäß dieser Verordnung als "ökologisch nachhaltig" gelten. Für das Geschäftsjahr 2021 wird die vereinfachte Berichterstattung angewendet und dargestellt welche Wirtschaftsaktivitäten taxonomiefähig sind.
Westwing führte eine detaillierte Überprüfung der wirtschaftlichen Aktivitäten durch, die in der EU-Taxonomie-Verordnung aufgeführt sind, und ordnete seinem Geschäftsmodell potenzielle nachhaltige Geschäftsaktivitäten zu. Einige der in der EU-Taxonomie-Verordnung genannten wirtschaftlichen Aktivitäten sind direkt mit bestimmten Sektoren verknüpft ("Hauptaktivitäten"), während andere für Unternehmen aus verschiedenen Sektoren relevant sein können ("Cross-Cutting-Aktivitäten"). Nach der Prüfung der Anwendbarkeit der beiden Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel auf Makroebene überprüfte die Corporate-Sustainability-Abteilung die Cross-Cutting-Aktivitäten auf ihre potenzielle Anwendbarkeit bei Westwing. Ausgewählte Aktivitäten wurden infrage gestellt und ihre "Eligibility" ("Taxonomiefähigkeit") wurde mit mehreren Mitgliedern des Executive-Teams und leitenden Westwing-Mitarbeitern besprochen.
Hierbei konnten keine Hauptaktivitäten, mit denen Westwing Umsatzerlöse erzielt, identifiziert werden, die im Klimarechtsakt aufgeführt sind. Entsprechend sind die Umsatzerlöse zu 100 Prozent mit nicht taxonomiefähigen Aktivitäten erzielt worden.
Im Rahmen der Investitionsausgaben konnte das Leasing von Vermögenswerten, etwa Bürogebäuden und Lagerhallen, als wesentliche taxonomiefähige Aktivität (7.7; Cross-Cutting-Aktivität) identifiziert werden.
| Anteil der taxonomiefähigen wirtschaftlichen Aktivitäten (in %) |
Anteil der nicht taxonomiefähigen wirtschaftlichen Aktivitäten (in %) |
|
|---|---|---|
| Umsatz | 0 | 100 |
| Investitionsausgaben (Capex) | 47 | 53 |
| Betriebsausgaben (Opex) | 0 | 100 |
Die am 2. Februar 2022 veröffentlichte "Draft Commission Notice" wurde, soweit es der Aufstellungsprozess zugelassen hat, berücksichtigt. Der komplexe und qualitätsgesicherte Prozess zur Ermittlung der notwendigen Angaben in Bezug auf die Investitions- und Betriebsausgaben konnte aufgrund des knappen Zeitraumes nicht abgeschlossen werden. Die taxonomiefähigen Investitions- und Betriebsausgaben wären bei einer vollumfänglichen Anwendung möglicherweise höher ausgefallen.
Wir werden die Entwicklungen zur EU-Taxonomie-Verordnung genau verfolgen und unsere Berichtspflichten in Zukunft bewerten. In der Zwischenzeit werden wir uns weiterhin darauf konzentrieren, unsere Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Initiativen und Aktivitäten umzusetzen, wie in dieser nichtfinanziellen Konzernerklärung dargelegt.
Die Spezifikation der KPIs wird in Übereinstimmung mit Anhang I des Art. 8 Delegierten Rechtsaktes vorgenommen. Wir bestimmen die für die taxonomiefähigen KPIs in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen wie folgt:
Der Anteil der taxonomiefähigen Tätigkeiten an unserem Gesamtumsatz wurde berechnet als der Teil des Nettoumsatzes, der aus Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit taxonomiefähigen wirtschaftlichen Tätigkeiten stammt (Zähler), geteilt durch den Nettoumsatz (Nenner). Der Nenner des Umsatz-KPI basiert auf unserem konsolidierten Nettoumsatz in Übereinstimmung mit IAS 1.82(a). Weitere Einzelheiten zu unseren Rechnungslegungsgrundsätzen für unseren konsolidierten Nettoumsatz finden Sie in Kapitel 2.5. im Anhang unseres Geschäftsberichts 2021. In Bezug auf den Zähler haben wir, wie oben erläutert, keine Taxonomie-fähigen Tätigkeiten identifiziert. Unser konsolidierter Nettoumsatz kann mit unserem Konzernabschluss abgestimmt werden, vgl. Gewinn- und Verlustrechnung unseres Geschäftsberichts 2021.
Der Capex-KPI ist definiert als taxonomiefähiger Capex geteilt durch unseren gesamten Capex. Die Gesamtinvestitionen bestehen aus den Zugängen zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten während des Geschäftsjahres, vor Abschreibungen und Neubewertungen, einschließlich derjenigen, die sich aus Neubewertungen und Wertminderungen ergeben, ohne Änderungen des beizulegenden Zeitwerts. Unsere Gesamtinvestitionen können mit unserem Konzernabschluss abgestimmt werden, siehe Kapitel 12 und 13 im Anhang unseres Geschäftsberichts 2021.
Der Opex-KPI ist definiert als taxonomiefähiger Opex dividiert durch unseren Gesamt-Opex. Der Gesamt-Opex besteht aus direkten, nicht aktivierten Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristige Vermietung, Wartung und Instandhaltung beziehen.
Für Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres 2021, die einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Ertrags-, Finanzund Vermögenslage von Westwing haben, verweisen wir auf die Anhangangabe 30.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Risiko- und Chancenbericht
Westwing verfolgt die Philosophie des nachhaltigen Wachstums und der Schaffung von wirtschaftlichem Wert bei angemessenem Management von Risiken und Chancen. Westwing versteht Risikomanagement als integralen Bestandteil, um Transparenz über Risiken und Chancen zu schaffen und damit die Entscheidungsprozesse zu verbessern. Das Unternehmen pflegt eine risikobewusste Unternehmenskultur in allen Abteilungen. Wir wägen die Risiken und Chancen, die mit unseren Entscheidungen und unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind, sorgfältig und sachkundig ab. Dazu gehört, dass wir kalkulierte Risiken, die im Rahmen der Risikobereitschaft des Unternehmens liegen, bewusst eingehen und die Risiken, die nicht im Rahmen der Risikobereitschaft liegen, reduzieren.
Der Vorstand der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) trägt die Gesamtverantwortung für die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil des Managementsansatzes, die strategischen Ziele zu erreichen und zum langfristigen Wachstum des Unternehmens beizutragen.
Der Vorstand hat einen Risikomanagementbeauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Der Risikomanagementbeauftragte ist für die gesamte Governance-, Risiko- und Compliance-Funktion (GRC) bei Westwing verantwortlich. Er vereint Risikomanagement, Compliance und internes Kontrollumfeld sowie die Koordination der internen Revision und die Durchführung von Schulungen im Rahmen der GRC-Prozesse.
Die Risikoeigner sind alle Mitarbeiter der operativen und zentralen Funktionen. Ihre Hauptaufgabe in Bezug auf GRC besteht darin, ihren Vorgesetzten kontinuierlich über die Risiken in ihren Bereichen auf operativer Ebene zu berichten.
Die vollständige Risikobewertung bei Westwing wird halbjährlich durchgeführt. Jedes Jahr führen wir mehrere Workshops durch und sammeln Informationen über potenzielle Risiken, die sowohl lokal als auch global identifiziert werden. Diese Informationen werden analysiert, um festzustellen, ob die ermittelten Risiken noch gültig sind und richtig bewertet werden. Die Dokumentation wird laufend aktualisiert und zusammengefasst.
Zweimal im Jahr wird dem Vorstand ein konsolidierter Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat über die aktuelle Risikolage von Westwing.
Als Teil des internen Kontrollsystems hat Westwing interne Kontrollen für die Finanzberichterstattung eingerichtet. Diese bestehen aus präventiven und aufdeckenden Kontrollmaßnahmen in der Buchhaltung und in den operativen Funktionen, die einen konsistenten Prozess für die Erstellung des Jahresabschlusses gewährleisten. Zu den Kontrollmechanismen gehören die Identifizierung und Definition von Prozessen und Risiken, die Einführung von Genehmigungsstufen und die Anwendung des Prinzips der Aufgabentrennung.
Westwing verfügt über ein detailliertes Risikohandbuch, das Transparenz in den Prozess der Risikoidentifizierung und -bewertung bringt. Das Risikohandbuch wird regelmäßig durch Westwings GRC-Funktion überprüft und aktualisiert.
Die von Westwing identifizierten Risiken werden auf der Grundlage ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen quantifiziert. Die Wahrscheinlichkeitsbewertung basiert auf einem Zeithorizont von einem Jahr nach dem Bewertungsdatum. Alle im Risikobericht aufgeführten Risiken werden auf Nettobasis (nachdem Maßnahmen zur Risikominderung ergriffen wurden) dargestellt.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit bezieht sich auf die statistische oder geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass ein Risikofaktor während des untersuchten Zeithorizonts eintritt. Sie wird in Prozent angegeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird durch die Wahl eines der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Wahrscheinlichkeitsbereiche bestimmt:
| Wahrscheinlichkeit | Bewertung |
|---|---|
| Höchstwahrscheinlich | (75%–99%) |
| Wahrscheinlich | (50%–74,9%) |
| Möglich | (25%–49,9%) |
| Unwahrscheinlich | (5%–24,9%) |
| Selten | (1%–4,9%) |
Zur Bewertung der Auswirkungen verwendet Westwing qualitative und quantitative Beurteilungen. Eine quantitative Beurteilung wird dann vorgenommen, wenn der Betrag der Auswirkung leicht abgeschätzt werden kann. Die quantitative Grundlage für die Auswirkungen sind Umsatz, bereinigtes EBIT und Cashflow, je nach Art des Risikos. Wenn eine quantitative Beurteilung nicht möglich ist, d. h., wenn es um den Ruf des Unternehmens oder das Vertrauen der Aktionäre geht, wird eine qualitative Beurteilung durchgeführt.
| Quantitative Beurteilung (bevorzugt) Finanzielle Auswirkungen |
||||
|---|---|---|---|---|
| Auswirkung | ||||
| 5 | > EUR 10,0 Mio. | Stark schädigende negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows |
||
| 4 | > EUR 5,0 Mio. Erheblich negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows | |||
| 3 | > EUR 2,0 Mio. Gewisse negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows | |||
| 2 | > EUR 0,5 Mio. Begrenzte negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows | |||
| 1 | < EUR 0,5 Mio. Unwesentliche negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanzlage, Profitabilität und Cashflows |
Auf Grundlage der Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen werden alle ermittelten Risiken in die folgende Risikomatrix eingestuft und visualisiert:
| Wahrscheinlichkeit | Selten (1%–4,9%) |
Unwahrscheinlich (5%– 24,9%) |
Möglich (25%–49,9%) |
Wahrscheinlich (50%– 74,9%) |
Höchstwahrscheinlich (75%– 99%) |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkung | |||||
| 5 | MODERAT | HOCH | HOCH | SEHR HOCH | EXTREM |
| 4 | GERING | MODERAT | HOCH | SEHR HOCH | SEHR HOCH |
| 3 | GERING | MODERAT | MODERAT | HOCH | HOCH |
| 2 | GERING | GERING | MODERAT | MODERAT | HOCH |
| 1 | GERING | GERING | GERING | GERING | MODERAT |
Die Risikomatrix erleichtert den Vergleich der relativen Priorität der Risiken und erhöht die Transparenz über die Gesamtrisikoposition von Westwing. Darüber hinaus wird anhand der Kategorisierung der Risiken von "gering" bis "extrem" ermittelt, welche Risikoinformationen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat detaillierter zur Verfügung gestellt werden müssen. Risiken, die sich auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken könnten, werden sofort nach ihrer Identifizierung gemeldet.
Westwing definiert folgende Risikokategorien innerhalb des Unternehmens:
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich unsere Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder der möglichen finanziellen Auswirkungen der oben aufgeführten Risiken und Chancen strukturell nicht wesentlich verändert. Durch die aktualisierte Einschätzung ergibt sich keine grundlegende Änderung der Risikosituation. Der Westwing-Konzern ist nach derzeitiger Einschätzung keinen Risiken ausgesetzt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der nachfolgende Bericht fasst die wichtigsten Risiken für Westwing nach den aktuellen Bewertungsverfahren des Risikomanagements zusammen und stellt sie dar. Alle Risiken werden auf Nettobasis aufgezeigt, also nach der Anwendung von Risikominderungsmaßnahmen. Derzeit werden keine Risiken als "sehr hoch" oder "extrem" eingestuft. Diese Einschätzung gilt sowohl für das DACH Segment als auch für das Internationale Segment.
Trotz der Auswirkungen von COVID-19, die die Verlagerung auf Online-Kanäle beschleunigt haben, ist das Risiko einer erheblichen wirtschaftlichen Rezession in absehbarer Zukunft hoch. Infolgedessen könnte sich das Risiko eines wirtschaftlichen Abschwungs auch auf den eCommerce auswirken. Es ist schwer vorherzusagen, wie unsere Kunden im Falle einer Rezession reagieren und wie sie ihr Einkaufsverhalten ändern werden, wenn die pandemischen Einschränkungen für Reisen und andere Unterhaltungsaktivitäten wegfallen. Außerdem besteht das Risiko, dass sich die Stimmung der Verbraucher aufgrund des unsicheren Umfelds ändert.
Westwings Managementteam beobachtet und bewertet kontinuierlich die wirtschaftliche Situation in Europa und die möglichen Auswirkungen auf den Home & Living-Markt und ist bereit, entsprechend zu reagieren, indem wir unser Angebot anpassen oder die Strategie des Westwing-Konzerns teilweise anders ausrichten.
Die richtige Prognose des Umsatzwachstums und der allgemeinen Geschäftsentwicklung ist eine der wichtigsten Herausforderungen für Westwing in Zeiten erheblichen Wachstums und unvorhersehbarer globaler Entwicklungen. Fehler bei der Prognose, Überwachung und Steuerung unserer Unternehmensplanung könnten zu falschen Entscheidungen führen und das Umsatzwachstum und die Rentabilität von Westwing beeinträchtigen.
Wir haben in den letzten Jahren umfangreiche Erfahrungen gesammelt, um unseren Planungsprozess deutlich zu verbessern. Auf monatlicher Basis analysieren wir unsere Leistungskennzahlen, erörtern aktuelle Trends und aktualisieren unseren Geschäftsplan im Fall von signifikanten Abweichungen.
Die durch COVID-19 verursachte Krise hat Angebot und Nachfrage nach Rohstoffen zur Herstellung langlebiger Güter stark aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Rohstoffpreise für in der Produktion benötigte Materialien wie Holz, Stahl und Kunststoff sind im Jahr 2021 drastisch gestiegen. Die sehr volatile Marktlage in Bezug auf Verfügbarkeit von Rohstoffen macht es äußerst schwierig, die Preisentwicklung für das nächste Jahr vorherzusagen.
Wir konnten einen Teil des Kostenanstiegs bei den Rohstoffen abfedern, indem wir die Erhöhungen teilweise über Preiserhöhungen an die Verbraucher weitergegeben haben. Wir werden die zukünftigen Entwicklungen auf dem Markt weiterhin beobachten und darauf reagieren.
Im letzten Jahr beobachteten wir einen sprunghaften Anstieg der Frachtkosten, der vor allem durch Unterbrechungen der Lieferketten weltweit verursacht wurde. Dies wurde durch deutlich höhere Ausgaben für Waren anstelle von Reisen oder Unterhaltung während der Pandemiezeit verursacht. Durch die Containerknappheit und COVID-19-Beschränkungen in allen Hafenregionen sowie durch Staus in den Häfen wurde der Anstieg der Frachtkosten noch zusätzlich verschärft.
Um das Risiko zu mindern, überwacht unsere Supply-Chain-Abteilung die aktuelle Situation sehr genau und ist bereit, im Falle ungeplanter Entwicklungen zu reagieren.
Die Inflation kehrt nach einer langen Periode, in der sie nur knapp über null war, zurück. In den letzten Monaten des Jahres 2021 stieg die Inflationsrate in der Eurozone auf 5 %, das höchste Inflationsniveau seit 1991. Es besteht das Risiko, dass die Inflationsrate hoch bleibt, was sich negativ auf die Kaufkraft unserer Kunden auswirken kann. Da das Home & Living-Geschäft nicht als lebensnotwendig angesehen wird, besteht das Risiko, dass sich diese Entwicklung negativ auf unser Ergebnis auswirkt.
Unser Team konzentriert sich auf Preisverhandlungen mit Lieferanten, um die Auswirkungen zu reduzieren. Außerdem überprüfen wir ständig unser Angebot, um Produktvielfalt und hohe Qualität zu gewährleisten.
In den vergangenen Jahren haben wir erhebliche Mittel und interne Ressourcen in den Aufbau und die Aktualisierung unserer IT-Plattform und komplexen IT-Infrastruktur investiert. Aufgrund des Wachstums von Westwing und der Eröffnung neuer Lagerhäuser und lokaler Niederlassungen besteht ein höheres Cybersicherheitsrisiko. Bedrohungen wie unbefugter logischer Zugriff von innen oder außen könnten unsere wichtigen internen Tools oder kundenorientierten Anwendungen stören.
Gegenwärtig beschäftigt Westwing ein qualifiziertes Technologieteam, zu dem auch eine IT-Sicherheitsabteilung gehört. Dies ermöglicht es Westwing, die interne IT-Infrastruktur ständig zu überwachen, zu entwickeln und zu verbessern. Im Jahr 2021 gab es keine limitierenden Vorfälle. Westwing wird im Jahr 2022 die Sicherheitsstandards weiter erhöhen und eine sichere IT-Umgebung innerhalb des gesamten Konzerns gewährleisten.
Insgesamt hat Westwing im vergangenen Jahr die Risikoexposition durch die Umsetzung und deutliche Verbesserung von Maßnahmen zur Risikominderung sowie die Entwicklung neuer Prozesse innerhalb des Konzerns verringert.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risiken, die sich im Vergleich zum Vorjahr verändert haben. Das heißt, sie wurden im Geschäftsbericht 2020 als hoch eingestuft, haben sich aber im Laufe des Jahres 2021 verringert oder umgekehrt. Die Verringerung des Risikos ist vor allem auf die Weiterentwicklung der Prozesse und die Umsetzung wirksamer Maßnahmen zur Risikominderung zurückzuführen, während Erhöhungen auf wirtschaftliche Entwicklungen oder andere äußere Faktoren zurückzuführen sind.
| Risiko | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| OPERATIVE RISIKEN | ||
| Mitarbeiterfluktuation | moderat | hoch |
| Anstieg der Rohstoffpreise | hoch | moderat |
| Anstieg der Transportkosten | hoch | gering |
| Inflation | hoch | n/a |
| POLITISCHE UND REGULATORISCHE RISIKEN | ||
| eCommerce-Vorschriften | moderat | hoch |
| Einhaltung der Steuervorschriften und Steuerplanung | moderat | hoch |
| RISIKEN IN BEZUG AUF COVID-19 (PANDEMIERISIKEN) | ||
| Unterbrechungen der Lieferkette | moderat | hoch |
Der Vorstand ist davon überzeugt, dass im Jahr 2021 keine existenzbedrohenden Risiken für das Unternehmen bestanden. Es wird derzeit kein Einzelrisiko oder Risikobündel gesehen, das den Fortbestand des Unternehmens im nächsten Jahr gefährden könnte. der Vorstand ist der Auffassung, dass er alle notwendigen Vorkehrungen getroffen hat, um den bestehenden Risiken zu begegnen und deren mögliche Auswirkungen zu reduzieren.
Während Westwing mit einigen Risiken konfrontiert ist, gibt es auch viele Chancen für das Unternehmen, um es voranzubringen. Wenn man eine Chance als eine positive Abweichung von den geplanten Werten definiert, bietet sie Westwing nicht nur die Möglichkeit zu wachsen, sondern auch die Rentabilität zu verbessern. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten für das Unternehmen und für die Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Chancen, die das Unternehmen identifiziert hat.
Die Verlagerung des Wachstums im Home & Living-Markt vom traditionellen, stationären Handel zum eCommerce ist eine der wichtigsten Chancen für Westwing. In diesem Jahr haben wir weiterhin einen leichten Aufschwung in Richtung Online-Kanäle beobachtet. Die meisten Kunden, die in den Jahren 2020 und 2021 eCommerce im Bereich Home & Living ausprobiert und erlebt haben, werden trotz der Möglichkeit des Offline-Einkaufs wahrscheinlich weiterhin online bestellen.
Trotz der Verlagerung auf Online-Kanäle weist der Markt für Home & Living-Produkte im Vergleich zu anderen Einzelhandelskategorien immer noch keine hohe Online-Penetration auf. Da der gesamte (d.h. Offline- und Online-) Markt für Home & Living im Vergleich zum Modemarkt ähnlich groß ist, bietet sich für Westwing eine große Chance, weil sich Home & Living weiterhin online in der Entwicklung befindet.
Gleichzeitig wächst sein Teilbereich, der mobile eCommerce, noch schneller. Wenn Westwing von mobilem eCommerce spricht, meint es das Geschäft auf Endgeräten wie Smartphones oder Tablets anstelle von Desktops oder anderen stationären Geräten. In den letzten drei Jahren stieg der Anteil der mobilen Besuche von 70 % Ende 2017 auf 80 % Ende 2021.
Um die Erwartungen der Kunden zu erfüllen oder sogar zu übertreffen, investiert Westwing kontinuierlich in moderne Apps sowie Smartphone- und Tablet-optimierte Websites und nutzt Augmented Reality, um das Einkaufserlebnis zu verbessern.
Wir sind überzeugt, dass Westwing mit seinen mehr als zehn Jahren auf dem Markt, seiner starken Markenbekanntheit und seiner Kundentreue ein wichtiger Akteur im Home & Living-Markt sein wird.
Das Management sieht in der starken Marke Westwing und deren Bekanntheitsgrad einen wichtigen Faktor für den langfristigen Erfolg. Im Gegensatz zu anderen Branchen wie z.B. der Modebranche, wo der Kundenfokus in erster Linie auf den Herstellermarken liegt, ist in der Home & Living-Branche die Marke des Händlers sehr wichtig. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Wettbewerb in der Home & Living-Branche sehr fragmentiert ist und die Herstellermarken als solche in vielen Fällen nicht der entscheidende Faktor für die Kaufentscheidungen der Kunden sind.
Durch die Fokussierung auf organisches Marketing wie z.B. eine starke Präsenz in den sozialen Medien, Content-Erstellung sowie durch die Anwendung sorgfältig ausgewählter Marketinginitiativen präsentiert sich Westwing als eine Marke, die Wert auf Qualität, Stil und Inspiration legt und die ihren Kunden Vertrauen, Zuversicht und Persönlichkeit vermittelt.
Darüber hinaus erhöhen wir kontinuierlich den Anteil der Westwing Collection in unserem Angebot. Unsere intern entworfenen Produkte der Westwing Collection ermöglichen es uns, ein kuratiertes und abgerundetes Sortiment auf unserer Website zu präsentieren. Zusammen mit den höheren Margen der Westwing-Collection-Produkte hilft uns dies, schnell auf sich ändernde Markttrends zu reagieren und den Home & Living-Markt in Europa voranzutreiben.
Wir glauben, dass Westwing als starkes Handelsunternehmen in Kombination mit der erhöhten Bekanntheit von Westwing als Anbieter von Westwing-Collection-Produkten eine sehr starke ganzheitliche Home & Living-Marke auf dem Markt schaffen kann.
Westwing sucht aktiv nach Potenzialen und entwickelt neue Strategien. Im Jahr 2021 haben wir mit der eigenen Auslieferung an den Kunden, der sogenannten letzten Meile, begonnen: Westwing Delivery Service. Mit diesem neuen Service erreicht Westwing zwei Ziele in einem Schritt. Die türkisfarbenen Westwing-Lieferfahrzeuge erhöhen die Sichtbarkeit der Marke Westwing im Straßenbild, und die Westwing-Mitarbeiter, die die Waren ausliefern, sind darauf geschult, die Kundenwünsche perfekt zu erfüllen. Die Expansion in weitere Städte und das erfolgreiche Erfüllen oder Übertreffen der Kundenerwartungen kann zu einem höheren Kundenvertrauen und einer größeren Kundentreue führen und schafft somit eine sehr große Wachstumschance. Unser neues Montageserviceangebot könnte ähnliche Auswirkungen haben.
Im Jahr 2020 startete Westwing mit einem eigenen Interior-Design-Service, dem Westwing Studio (früher: Westwing Interior Design). Kunden können einen Interior-Design-Service bestellen; der Preis für den Service kann als Gutschein gegen Produkte der Westwing Collection eingelöst werden. Da das Designteam vergrößert wurde und wir bereits eine hohe Nachfrage seitens unserer Kunden sehen, könnte der weitere Ausbau dieses Angebots eine große Chance für das Wachstum und die Attraktivität von Westwing als Home & Living-Marke bedeuten.
Ausblick
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird auch im Jahr 2022 maßgeblich von der anhaltenden COVID-19-Pandemie beeinflusst werden. Neue Virusmutationen wie die Omikron-Variante stellen die Wirksamkeit der aktuellen Impfungen infrage und führen zu einem hohen Maß an Unsicherheit für die Zukunft.
Darüber hinaus wird erwartet, dass die Verbraucherpreisinflation im Jahr 2022 auf einem hohen Niveau bleibt, was zu einer zusätzlichen Verstärkung der Zukunftssorgen führt. Während für die Industrienationen eine durchschnittliche Inflationsrate von 3,9 % prognostiziert wird, werden die Entwicklungs- und Schwellenländer mit rund 5,9 % konfrontiert sein, bevor im Jahr 2023 eine Verlangsamung der weltweiten Inflationsraten erwartet wird. 23
Hinzu kommt, dass der am 24. Februar 2022 begonnene groß angelegte russische Militäreinmarsch in die Ukraine alle bisherigen Einschätzungen des künftigen gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfelds infrage stellen könnte. Die Situation ist sehr dynamisch, was eine valide Prognose derzeit unmöglich macht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die weltweit erlassenen Sanktionen gegenüber Russland die zukünftige Entwicklung des Weltmarkts stark beeinflussen werden. Die nachfolgenden Einschätzungen des IWF erfolgten jedoch vor der neuen Situation in der Ukraine.
Für das Jahr 2022 wird mit einer deutlichen Erholung der Weltwirtschaft gerechnet. Nach Schätzungen des IWF wird das globale BIP um 4,4 % steigen. Vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird erwartet, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion wieder auf ihren Trend vor der Pandemie zurückkehrt. Im Gegensatz dazu hinkt die wirtschaftliche Erholung in den Schwellen- und Entwicklungsländern noch hinterher. Hauptfaktoren für diese Entwicklung sind große Unterschiede beim Zugang zu Impfstoffen und bei der politischen Unterstützung. 24
Für die europäische Wirtschaft wird bis zum Jahr 2022 ein Wachstum von 3,9 % erwartet. In Deutschland, dem größten Markt von Westwing, wird das reale BIP-Wachstum auf 3,8 % geschätzt und liegt damit knapp unterhalb des europäischen Durchschnitts. 25 Diese Prognose basiert auf der Tatsache, dass Deutschland im internationalen Vergleich durch die Pandemie im Jahr 2021 besonders harte wirtschaftliche Einbrüche zu verkraften hatte, die die wirtschaftliche Erholung auch im Jahr 2022 herausfordern.
Die Prognose für unsere Geschäftsentwicklung im kommenden Jahr basiert auf den im Konjunktur- sowie im Risiko- und Chancenbericht beschriebenen Annahmen. Wir erwarten keine wesentlichen Veränderungen der Geschäftsaktivitäten des Westwing-Konzerns.
Unser Ausblick berücksichtigt die geringe Visibilität in Bezug auf das Verbraucherverhalten, Störungen in der Lieferkette sowie die sehr hohe Vergleichsbasis in der ersten Hälfte des Jahres 2021. Wir sind überzeugt, dass sich das Geschäft strukturell in die richtige Richtung entwickelt.
Für das Jahr 2022 konzentrieren wir uns auf ausgewählte Wachstumsinitiativen, die Bewältigung der anhaltenden Störungen in der Lieferkette und die Erweiterung des Angebots unserer Westwing Collection um neue Kategorien, während wir gleichzeitig die Nachhaltigkeit in all unseren Prozessen und Angeboten weiter vorantreiben.
Insgesamt planen wir einen Umsatz in einer Spanne zwischen EUR 460 Mio. und EUR 540 Mio. bei einem Umsatzwachstum zwischen –12 %und 3 % (deutlich besser in der zweiten Jahreshälfte, wo wir positive Wachstumsraten erwarten, nachdem die starken Basiseffekte der ersten Jahreshälfte überwunden sind), sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen EUR –9 Mio. und EUR +16 Mio. bei einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen –2 % und + 3 % (ebenfalls deutlich besser in der zweiten Jahreshälfte).
23 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Januar 2022.
24 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Januar 2022.
25 Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database Januar 2022.
Diese Prognose wird in Zeiten hoher Unsicherheit in Bezug auf die Konsumstimmung, Unterbrechungen der Lieferkette, Inflation und geopolitische Entwicklungen abgegeben und geht davon aus, dass sich die Lage im restlichen Jahr 2022 nicht weiter verschlechtern wird.
8.1 Ertragslage Westwing Group AG
Der Jahresabschluss der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) ist die Muttergesellschaft des Westwing-Konzerns und agiert auch als Holding der verschiedenen operativen Gesellschaften. Sie generiert keinen Umsatz mit Dritten, sondern erzielt Erträge mit konzernintern erbrachten Dienstleistungen, die als Umsatz ausgewiesen werden. Wesentliche Leistungsindikatoren der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) sind Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern und Wertminderungen.
| EUR Mio. | 2021 2020 |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 98,1 59,2 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 7,2 4,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1,3 0,3 |
| Gesamtleistung | 106,5 64,1 |
| Materialaufwand | –40,5 –16,9 |
| Personalaufwand | –38,6 –30,6 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | –5,4 –4,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –16,8 –17,9 |
| Betriebsergebnis | 5,2 –5,5 |
| Zinserträge | 3,7 3,0 |
| Zuschreibungen/(Abschreibungen) auf Finanzanlagen | 0,0 7,2 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –0,3 –0,2 |
| Zins- und Finanzergebnis | 3,4 10,1 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –0,1 –0,1 |
| Ergebnis nach Steuern | 8,5 4,5 |
Ergänzender Lagebericht
der Westwing Group AG
(nunmehr: Westwing Group SE)
(nach dem Handelsgesetzbuch – HGB)
Die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) hat ihren Umsatz von EUR 59,2 Mio. im Jahr 2020 auf EUR 98,1 Mio. im Jahr 2021 gesteigert. Dies entspricht einem starken Umsatzwachstum von 65,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Da die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) mehrere Dienstleistungen für ihre Tochtergesellschaften erbringt, wächst der Umsatz mit deren Geschäftsausweitung. Die aktivierten Eigenleistungen stiegen um 57,6 % auf EUR 7,2 Mio. (2020: EUR 4,5 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen 2021 höher aus, da periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1,0 Mio. verbucht wurden, die im Wesentlichen auf die Auflösung einer Rückstellung für einen Rechtsstreit im Vorjahr zurückzuführen waren.
Der Personalaufwand erhöhte sich um EUR 8,0 Mio., was vor allem auf die höhere Anzahl an Mitarbeitern zurückzuführen ist. Die Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung für Optionen mit Barausgleich reduzierten sich hauptsächlich bedingt durch Mitarbeiterfluktuation und den geringeren Aktienkurs auf EUR 1,3 Mio. (2020: EUR 2,3 Mio.). Darüber hinaus entfielen EUR 1,5 Mio. auf Aufwendungen für den Barausgleich von ursprünglich gegen Eigenkapitalinstrumente ausübbare Beteiligungsprogramme (2020: EUR 0,8 Mio.).
Der Materialaufwand, der nur Aufwendungen für bezogene Leistungen enthält, betrug EUR 40,5 Mio. (2020: EUR 16,9 Mio.) und ist damit gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies resultiert vor allem aus der allgemeinen Geschäftsausweitung. Westwing hat im Jahr 2021 weiter in sein Team und die technologische Infrastruktur investiert. Diese Investitionen bilden die Grundlage für ein anpassungsfähiges und nachhaltiges Wirtschaften. Ein Anstieg von EUR 13,6 Mio. wurde durch höhere Marketinginvestitionen verursacht, was auf die Strategie von Westwing zurückzuführen ist, verstärkt in organisches Marketing zu investieren, um künftiges Wachstum zu fördern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich zurückgegangen.
Insgesamt wurde im Jahr 2021 ein Betriebsergebnis von EUR 10,6 Mio. vor Zinsen, Abschreibungen, Wertsteigerungen/ Abschreibungen auf Finanzanlagen und Steuern erzielt, da die Umsatzerlöse stärker gestiegen sind als die Aufwendungen für Material und Dienstleistungen, Personal und sonstige betriebliche Aufwendungen. Im Vorjahr 2020 verzeichnete die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) einen Betriebsverlust von EUR 1,3 Mio.
Das Finanzergebnis in Höhe von EUR 3,4 Mio. (2020: EUR 10,1 Mio.) wird von Zinserträgen in Höhe von EUR 3,7 Mio. (2020: EUR 3,0 Mio.) sowie von Zins- und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (2020: EUR 0,2 Mio.) getragen.
Die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) verfügte zum 31. Dezember 2021 über liquide Mittel in Höhe von EUR 43,4 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 45,7 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entwickelten sich wie folgt:
Die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) hat sichergestellt, dass ausreichend liquide Mittel zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und des Konzerns vorhanden sind. Die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) hat gegenüber ihrer Tochtergesellschaft Westwing GmbH eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, für die bis zum 31. Dezember 2023 entstehenden Verpflichtungen zu haften. Die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) ist ihren Zahlungsverpflichtungen stets nachgekommen.
| EUR Mio. | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 18,8 | 14,0 |
| Sachanlagen | 3,7 | 3,0 |
| Finanzanlagen | 150,9 | 162,5 |
| Summe Anlagevermögen | 173,4 | 179,5 |
| Umlaufvermögen | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 42,7 | 20,5 |
| Liquide Mittel | 43,4 | 45,7 |
| Summe Umlaufvermögen | 86,1 | 66,2 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 1,8 | 1,4 |
| Summe Aktiva | 261,3 | 247,2 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 20,9 | 20,8 |
| Eigene Aktien | –0,3 | –0,5 |
| Ausgegebenes Kapital | 20,6 | 20,3 |
| Kapitalrücklage | 348,8 | 348,7 |
| Bilanzverlust | –130,0 | –138,5 |
| Summe Eigenkapital | 239,4 | 230,5 |
| Schulden | ||
| Rückstellungen | 10,0 | 9,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 11,8 | 7,5 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 0,1 | 0,1 |
| Summe Passiva | 261,3 | 247,2 |
8.3 Vermögenslage der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE)
Zum 31. Dezember 2021 belief sich die Bilanzsumme auf EUR 261,3 Mio., ein Anstieg um EUR 14,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (31. Dezember 2020: EUR 247,2 Mio.). Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zurückzuführen, der teilweise durch niedrigere konzerninterne Darlehensforderungen ausgeglichen wurde. Die Entwicklung der Finanzanlagen wurde durch die Rückzahlungen von konzerninternen Darlehen beeinflusst.
Das Umlaufvermögen belief sich Ende 2021 auf EUR 86,1 Mio. (2020: EUR 66,2 Mio.). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen enthalten sind, stiegen auf EUR 39,3 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 17,7 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen mit EUR 43,4 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 45,7 Mio.) nur leicht unter dem Vorjahreswert.
Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassten im Geschäftsjahr 2021 sowohl erworbene als auch selbst entwickelte Software. Im Jahr 2021 stieg der Nettobuchwert um EUR 4,8 Mio. auf EUR 18,8 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 14,0 Mio.) aufgrund der Aktivierung von Softwareentwicklung in Höhe von EUR 8,5 Mio., die teilweise durch Abschreibungen in Höhe von EUR 3,6 Mio. und eine Wertminderung in Höhe von EUR 0,1 Mio. ausgeglichen wurde. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich auf EUR 3,7 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 3,0 Mio.), hauptsächlich aufgrund von erworbener Büroausstattung.
Die Investitionen in Tochtergesellschaften veränderten sich kaum und betrugen EUR 15,4 Mio. im Jahr 2021. Die unter den langfristigen Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen an Tochtergesellschaften verringerten sich um EUR 11,7 Mio. auf EUR 135,4 Mio. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Darlehens- und Zinsforderungen in Höhe von EUR 52,7 Mio., die teilweise durch neue Darlehen und Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 41,1 Mio. ausgeglichen wurde.
Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich zum Bilanzstichtag um EUR 8,9 Mio. von EUR 230,5 Mio. im Dezember 2020 auf EUR 239,4 Mio. im Dezember 2021, wobei der Jahresüberschuss die Hauptursache hierfür war.
Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 93,2 % zum 31. Dezember 2020 auf 91,6 % zum 31. Dezember 2021.
Die Rückstellungen erhöhten sich leicht von EUR 9,1 Mio. im Dezember 2020 auf EUR 10,0 Mio. im Dezember 2021.
Die Verbindlichkeiten stiegen von EUR 7,5 Mio. Ende 2020 auf EUR 11,8 Mio. zum 31. Dezember 2021, was vor allem auf höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Umsatzsteuer aufgrund der Geschäftsausweitung im Laufe des Jahres zurückzuführen ist.
Ende Dezember 2021 beschäftigte die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) 488 Mitarbeiter inklusive Praktikanten, Aushilfen und Management (2020: 466). Davon sind 275 Mitarbeiter in den Bereichen Verwaltung/IT und 206 im Marketing tätig. Die Softwareentwicklung wird fast vollständig von Mitarbeitern der Technologieabteilung der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) durchgeführt.
Bei der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) waren Ende 2021 61,5 % der Mitarbeiter weiblich, was auf dem gleichen Niveau wie im Gesamtkonzern liegt.
Informationen zum Frauenanteil und den entsprechenden Zielvorgaben sowie Angaben zur Vielfalt in Vorstand und Aufsichtsrat finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung.
Die Risiken und Chancen der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) entsprechen im Wesentlichen denen des Gesamtkonzerns. Wir verweisen daher auf den Risiko- und Chancenbericht unter Kapitel 6 dieses zusammengefassten Lageberichts. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus einem zusätzlichen Wertberichtigungsbedarf für Darlehen an verbundene Unternehmen oder aus der Notwendigkeit, diesen Unternehmen Liquidität zur Verfügung zu stellen, beides in Abhängigkeit von deren Geschäftsentwicklung.
Die Prognose für die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) ist im Hinblick auf das wirtschaftliche Umfeld und die Erwartungen für das operative Geschäft im Wesentlichen identisch mit der des Westwing-Konzerns. Wir verweisen auf Kapitel 7 dieses zusammengefassten Lageberichts.
Aufgrund des stabileren Geschäftsvolumens der operativen Tochtergesellschaften erwartet die Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) für das Geschäftsjahr 2022 ein ähnliches Umsatzniveau wie im Vorjahr, was durch die Tätigkeit als Holdinggesellschaft für den Westwing-Konzern bedingt ist. Das Ergebnis vor Steuern und vor Wertminderungen sollte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 nicht wesentlich verändern.
Der Umsatz der Westwing Group AG (nunmehr: Westwing Group SE) stieg im Jahr 2021 um 65,8% auf EUR 98,1 Mio. und übertraf damit den prognostizierten leichten Anstieg deutlich. Dies ist vor allem auf die gute Geschäftsentwicklung und ein neues Lizenzmodell, das auf alle Tochtergesellschaften ausgeweitet wurde, zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern und vor Wertberichtigungen übertraf die prognostizierte moderate Verbesserung ebenfalls signifikant, was insbesondere auf höhere Umsätze zurückzuführen ist, die durch höhere Aufwendungen für Material und Dienstleistungen teilweise kompensiert wurden.
Wir sind davon überzeugt, dass Westwing über die notwendigen operativen und finanziellen Ressourcen verfügt, um unsere Ziele mittel- und langfristig zu erreichen.
Weitere Angaben
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 f des Handelsgesetzbuchs (HGB) und § 315 d des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG sind für die Öffentlichkeit jederzeit auf der Website des Unternehmens unter https://ir.westwing.com/download/companies/ westwing/CorporateGovernance/Westwing_Erklaaerung_Unternehmensfuhrung_2021.pdf im Abschnitt Investor Relations – Corporate Governance einzusehen. Sie sind auch in der Erklärung zur Unternehmensführung im Geschäftsbericht enthalten.
Der Vorstand der Westwing Group AG (nunmehr Westwing Group SE) (die "Gesellschaft") erstattet gemäß § 176 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz (AktG) den nachfolgenden erläuternden Bericht zu den Angaben nach §§ 289 a und 315 a des Handelsgesetzbuchs (HGB):
Zum 31. Dezember 2021 beträgt das eingezahlte Grundkapital EUR 20.903.968,00. Das Grundkapital ist in 20.903.968 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien unterteilt, auf die ein anteiliger Betrag von EUR 1,00 je Aktie entfällt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Mit jeder Aktie sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Stückaktie hat eine Stimme.
Zum 31. Dezember 2021 hält die Gesellschaft Aktien mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt EUR 326.475 als eigene Aktien, aus denen ihr gemäß § 71 b AktG keine Rechte zustehen.
Zum 31. Dezember 2021 überschritten die nachfolgenden Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft die Schwelle von 10 % der Stimmrechte:
AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN (§ 289 A SATZ 1 NR. 4 HGB) Den Aktionären der Gesellschaft stehen keine Sonderrechte zu, durch die sie Kontrollbefugnisse besitzen.
Am Grundkapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer können ihre Kontrollrechte unmittelbar selbst ausüben.
G E S E T Z L I C H E V O R S C H R I F T E N U N D B E S T I M M U N G E N D E R S AT Z U N G Ü B E R D I E E R N E N N U N G U N D A B B E R U F U N G D E R M I T G L I E D E R D E S V O R S TA N D S U N D Ü B E R D I E Ä N D E R U N G D E R S AT Z U N G (§ 289 A SATZ 1 NR. 6 HGB)
Für die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft gelten die gesetzlichen Bestimmungen (§§ 84, 85 AktG).
Die Hauptversammlung hat dem Aufsichtsrat der Gesellschaft die Befugnis zu Änderungen der Satzung übertragen, die nur die Fassung betreffen (§ 179 Abs. 1 S. 2 AktG in Verbindung mit § 11 Abs. 4 der Satzung). Insbesondere ist der Aufsichtsrat dazu ermächtigt, nach Ausnutzung von genehmigtem Kapital oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung von genehmigtem Kapital die Fassung der Satzung entsprechend anzupassen (vgl. § 4 Abs. 3 bis Abs. 8 der Satzung). Die gleiche Ermächtigung besteht im Fall der Inanspruchnahme von Bedingtem Kapital und nach Ablauf sämtlicher Optionsund Wandlungsfristen (vgl. § 4 Abs. 9 der Satzung). Im Übrigen gelten auch im Hinblick auf eine Änderung der Satzung der Gesellschaft die gesetzlichen Bestimmungen (§§ 119 Abs. 1 Nr. 6, 133, 179 Abs. 1 und 2 AktG).
Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 5. August 2021 beschlossen, die bestehende, durch die außerordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 21. September 2018 bis zum 20. September 2023 befristete Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien aufzuheben und den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 4. August 2026 unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53 a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zur Höhe von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder ihr nach §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen.
Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder der Konzernunternehmen ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Im Übrigen wird auf hierzu auf Tagesordnungspunkt 9 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. August 2021 verwiesen.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.
Vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 hat die Gesellschaft 214.775 eigene Aktien an aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter oder Organmitglieder veräußert. Damit wurden im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 214.775 Aktienoptionen ausgeübt, was einem Anteil von 1,03 % des eingetragenen Grundkapitals zum 31. Dezember 2021 und EUR 214.775,00 (auf die veräußerten Aktien entfallender Betrag des Grundkapitals) entspricht. Der durchschnittliche Ausübungspreis betrug EUR 1,99. Der Ausübungspreis betrug in Einzelfällen EUR 1,00, EUR 1,23, EUR 1,71, EUR 4,47, EUR 6,67, EUR 7,66, EUR 9,06, EUR 9,17, EUR 12,16, EUR 12,20, EUR 19,30 und EUR 29,01, je nach individueller vertraglicher Vereinbarung mit dem Optionsinhaber. Die Gesellschaft erzielte dadurch einen Veräußerungserlös von EUR 371.607,11. Der Veräußerungserlös wurde nicht zweckgebunden verwendet, sondern diente dem allgemeinen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft.
ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB EIGENER AKTIEN DURCH DEN EINSATZ VON EIGENKAPITALDERIVATEN
Der Vorstand wurde zudem bis zum 4. August 2026 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien von bis zu insgesamt 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals durch den Einsatz von Derivaten (Put- oder Call-Optionen oder einer Kombination aus beiden) zu erwerben. Die Aktienerwerbe sind darüber hinaus auf die 10 %-Grenze der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien anzurechnen. Im Übrigen wird diesbezüglich auf Tagesordnungspunkt 10 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. August 2021 verwiesen.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.
Der Vorstand wurde zudem durch die außerordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 21. September 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. September 2023 die Kaufoptionen zum Erwerb eigener Aktien aus den bestehenden Verträgen, insbesondere Angel-Verträgen und den Kaufoptionsverträgen, die zwischen der Gesellschaft oder ihren derzeitigen oder ehemaligen Tochtergesellschaften mit derzeitigen und/oder ehemaligen Mitarbeitern, Organmitgliedern und/oder (ehemaligen) Beratern (Dienstleistern) und/oder Unterstützern (oder deren jeweiligen Anlagevehikeln) der Gesellschaft und/oder ihrer Tochtergesellschaften abgeschlossen wurden, auszuüben und eigene Aktien bis zu einem Gesamtbetrag von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu erwerben. Auf diese 10 %ige Beschränkung sind die von der Gesellschaft erworbenen und gehaltenen eigenen Aktien anzurechnen.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von, nach teilweiser Ausschöpfung noch bis zu insgesamt 30.383 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals, nach teilweiser Ausschöpfung noch um höchstens EUR 30.383,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/I) und das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Bedingungen und in vorgegebenen Grenzen auszuschließen. Dieses genehmigte Kapital ist im Handelsregister als Genehmigtes Kapital 2018/I eingetragen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. August 2023 durch Ausgabe von, nach teilweiser Ausschöpfung noch bis zu insgesamt 3.088 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen einmal oder mehrmals, nach teilweiser Ausschöpfung höchstens jedoch noch um EUR 3.088 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/II) und unter bestimmten Voraussetzungen und in vorgegebenen Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Dieses genehmigte Kapital ist im Handelsregister als Genehmigtes Kapital 2018/II eingetragen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von, nach teilweiser Ausschöpfung noch bis zu insgesamt 57.708 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals, nach teilweiser Ausschöpfung um höchstens EUR 57.708 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/III) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Bedingungen und in vorgegebenen Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Dieses genehmigte Kapital ist im Handelsregister als Genehmigtes Kapital 2018/III eingetragen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von, nach teilweiser Ausschöpfung noch bis zu insgesamt 7.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals, nach teilweiser Ausschöpfung, um bis zu EUR 7.500 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/IV) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Bedingungen und in vorgegebenen Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Dieses genehmigte Kapital ist im Handelsregister als Genehmigtes Kapital 2018/IV eingetragen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu insgesamt 4.350.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu EUR 4.350.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/V) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Bedingungen und in vorgegebenen Grenzen auszuschließen. Dieses genehmigte Kapital ist im Handelsregister als Genehmigtes Kapital 2018/V eingetragen.
Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital bis zum 20. September 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmals um, nach teilweiser Ausschöpfung noch bis zu EUR 2.847.853 durch Ausgabe von, nach teilweiser Ausschöpfung noch bis zu insgesamt 2.847.853 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/VI) und mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter bestimmten Bedingungen und in vorgegebenen Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem oder mehreren nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53 b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, die Aktien den Aktionären der Gesellschaft gemäß § 186 Abs. 5 AktG anzubieten (sog. mittelbares Bezugsrecht). Dieses genehmigte Kapital ist im Handelsregister als Genehmigtes Kapital 2018/VI eingetragen.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu EUR 5.000.000 durch Ausgabe von 5.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018/I).
Das Bedingte Kapital 2018/I dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. der Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen die "Schuldverschreibungen"), die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 21. September 2018 ausgegeben werden.
Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 21. September 2018 zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 21. September 2018 bis zum 20. September 2023 von der Gesellschaft, von ihr abhängigen Unternehmen oder von Gesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben oder garantiert werden, ihr Wandlungs- oder Optionsrecht ausüben bzw. die Wandlungs- oder Optionspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllen oder soweit die Gesellschaft anstelle der Zahlung des fälligen Betrages Aktien der Gesellschaft gewährt sowie soweit die Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten nicht durch eigene Aktien, sondern durch Aktien aus genehmigtem Kapital oder eine andere Gegenleistung bedient werden.
Von dieser Ermächtigung zur Ausgabe von Anleihen wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Dieses bedingte Kapital ist im Handelsregister als Bedingtes Kapital 2018/I eingetragen.
ERMÄCHTIGUNG ZUR ERHÖHUNG DES GRUNDKAPITALS NACH DER UMWANDLUNG IN EINE SE
Im Rahmen der formwechselnden Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) unter der Firma Westwing Group SE wurden keine neuen Kapitalien geschaffen. Das Genehmigte Kapital 2018/V und das Genehmigte Kapital 2018/VI bestehen in der zum Umwandlungszeitpunkt bestehenden Höhe für die Westwing Group SE fort. Weiterhin besteht das Bedingte Kapital 2018/I in der zum Umwandlungszeitpunkt bestehenden Höhe für die Westwing Group SE fort. Das Genehmigte Kapital 2018/I, das Genehmigte Kapital 2018/II, das Genehmigte Kapital 2018/III sowie das Genehmigte Kapital 2018/IV bestehen in der Westwing Group SE nicht mehr fort und wurden daher mit der Eintragung der SE zum Umwandlungszeitpunkt aufgehoben, weil der Zweck dieser genehmigten Kapitalien jeweils erfüllt ist.
WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONT-R O L LW E C H S E L S I N F O L G E E I N E S Ü B E R N A H M E A N G E B O T S S T E H E N S O W I E D I E H I E R A U S F O L G E N D E N WIRKUNGEN (§ 289 A SATZ 1 NR. 8 HGB)
Zum 31. Dezember 2021 bestehen diesbezüglich keine wesentlichen Vereinbarungen.
ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHME-A N G E B O T S M I T D E N M I T G L I E D E R N D E S V O R S TA N D S O D E R M I T A R B E I T N E H M E R N G E T R O F F E N S I N D (§ 289 A SATZ 1 NR. 9 HGB)
Zum 31. Dezember 2021 bestehen diesbezüglich keine derartigen Vereinbarungen.
München, 28. März 2022
Stefan Smalla Sebastian Säuberlich Chief Executive Officer Chief Financial Officer Westwing Group AG Westwing Group AG
(nunmehr: Westwing Group SE) (nunmehr: Westwing Group SE)
An die Westwing Group SE, Berlin
Wir haben den Jahresabschluss der Westwing Group SE (vormals Westwing Group AG), Berlin, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westwing Group SE, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b Abs. 1 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO
erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

❶ Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen
❷ Ansatz und Bewertung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände für Softwarelösungen
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
① Im Jahresabschluss der Westwing Group SE zum 31. Dezember 2021 werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 15,4 Mio. (6 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Darüber hinaus werden Ausleihungen in Höhe von € 135,4 Mio. (52 % der Bilanzsumme) an und Forderungen gegen diese verbundenen Unternehmen in Höhe von € 39,3 Mio. (15 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie von Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt auf der Grundlage des Barwerts der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den
jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögensund Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
① Im Jahresabschluss der Westwing Group SE werden zum 31. Dezember 2021 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens für selbst entwickelte Softwarelösungen in Höhe von € 18,6 Mio. (7 % der Bilanzsumme) unter dem Bilanzposten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Softwarelösungen für Zwecke der Webseiten, Apps und des Warehouse Management Systems der Westwing Group SE. Für die Aktivierung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes des Anlagevermögens kommt es maßgeblich darauf an, dass der angestrebte immaterielle Vermögensgegenstand mit hoher Wahrscheinlichkeit entsteht und dass die Entwicklungskosten dem zu aktivierenden immateriellen Vermögensgegenstand verlässlich zugerechnet werden können. Die Aktivierung von Entwicklungskosten für einen bereits fertiggestellten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstand des Anlagevermögens setzt voraus, dass dieser erweitert oder wesentlich verbessert, d.h. substantiell weiterentwickelt wird. Die planmäßigen Abschreibungen der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände basieren auf den von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen zur voraussichtlichen Nutzungsdauer. Weiterhin werden Abgänge erfasst, sofern sich bestimmte Erwartungen an die Realisierbarkeit der Entwicklungsprojekte nicht erfüllen. Die Aktivierung und Bewertung der für diese Softwarelösungen angefallenen Entwicklungskosten basiert in
hohem Maße auf den Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft, welche im Wesentlichen die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Entwicklungsprojektes und die Abgrenzung zwischen der substantiellen Weiterentwicklung und der Erhaltung bereits bestehender Softwarelösungen betreffen.
Aufgrund der Vielzahl der Projekte für die Entwicklung von Softwarelösungen und da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basiert, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
② Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen bezüglich des Ansatzes und der Bewertung der für die Softwarelösungen angefallenen Entwicklungskosten haben wir zunächst auf Grundlage der uns zur Verfügung gestellten Dokumentation anhand einzelner Entwicklungsprojekte die von den gesetzlichen Vertretern implementierten Prozesse und Kontrollen zur Aktivierung von Entwicklungskosten für selbst geschaffene Softwarelösungen nachvollzogen. Damit einhergehend haben wir unter anderem auch die Erfassung von immateriellen Vermögensgegenständen und das methodische Vorgehen zur Bilanzierung und Bewertung der angefallenen Entwicklungskosten anhand der handelsrechtlichen Voraussetzungen gewürdigt. Dabei haben wir auch Einsicht in die jeweiligen Projektunterlagen genommen, um den jeweiligen Projektfortschritt zu beurteilen. Weiterhin haben wir eine analytische Durchsicht der Aufstellung aller aktivierten Projekte zur Entwicklung von Softwarelösungen und zur Aktivierung der zugehörigen Entwicklungskosten vorgenommen und das methodische Vorgehen der Gesellschaft nachvollzogen. Zudem haben wir in Stichproben anhand der im Geschäftsjahr neu aktivierten Entwicklungsprojekte für Softwarelösungen die Aktivierbarkeit der Entwicklungskosten, das Vorliegen von substantiellen Weiterentwicklungen im Vergleich zu bereits existierenden Softwarelösungen sowie die Annahmen der gesetzlichen Vertreter bei der Bestimmung der Nutzungsdauern und der Bestimmung des Beginns der planmäßigen Abschreibung nachvollzogen. Die Aktivierbarkeit der angefallenen Entwicklungskosten haben wir auch anhand der Dokumentation der einzelnen Tätigkeiten nachvollzogen und beurteilt. Für die Einschätzung der Nutzungsdauern haben wir zudem eine Übersicht aller Entwicklungsprojekte für Softwarelösungen erhalten und mit den gesetzlichen Vertretern erörtert, welche Einschätzungen und Abwägungen für die hinterlegten Werte herangezogen wurden. Weiterhin haben wir in Stichproben die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten für wesentliche Entwicklungsprojekte mit den angefallenen Personalkosten verglichen sowie in Stichproben eine Abstimmung mit den zugrundeliegenden Stundennachweisen vorgenommen. Um Anzeichen für einen möglichen Ausbuchungsbedarf bei Entwicklungsprojekten zu identifizieren, haben wir die gesetzlichen Vertreter und die zuständigen Mitarbeiter befragt und die Altersstruktur der Entwicklungsprojekte sowie projektbezogene Fortschrittsberichte analysiert.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
③ Die Angaben der Gesellschaft zum Ansatz und der Bewertung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände für Softwarelösungen sind in Abschnitt II "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Immaterielle Vermögensgegenstände", Abschnitt III "Erläuterungen zur Bilanz: Immaterielle Vermögensgegenstände" und im Abschnitt IV "Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung: Andere aktivierte Eigenleistungen" des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b Abs. 1 HGB als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei Westwing_AG_JA+LB_ESEF-2021-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. August 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. Dezember 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer der Westwing Group SE, Berlin, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht – auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dietmar Eglauer.
München, den 28. März 2022
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dietmar Eglauer Michael Popp
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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