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Westag AG — Management Reports 2019
May 2, 2019
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Management Reports
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Westag & Getalit Aktiengesellschaft
Rheda-Wiedenbrück
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
Zusammengefasster Lagebericht
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell
Die Westag & Getalit AG ist ein europaweit agierender Hersteller von Holzwerk- und Kunststofferzeugnissen. Als Oberflächenspezialist fertigt das Unternehmen neben reinen Beschichtungsmaterialien auch ein umfassendes Spektrum an Elementen und einbaufertigen Produkten wie Türen und Zargen sowie Arbeitsflächen und Fensterbänken. Ergänzend zu den Hauptprodukten des Unternehmens werden auch vielfältige individuelle Lösungen angeboten, die gezielt auf die jeweiligen Anforderungsprofile der Kunden zugeschnitten sind. Dazu zählt unter anderem das Angebot technischer Bodenplatten für den industriellen Einsatz. Die Produkte werden unter Verwendung moderner Technologien ausschließlich an den beiden Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh hergestellt. Die Unterteilung in die beiden operativen Sparten Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen ermöglicht es uns, mit unseren Produkten vielschichtige Absatzmärkte und Branchen zu bedienen. Die beiden Sparten werden durch einen Zentralbereich flankiert, der die unternehmensweite Energieversorgung sicherstellt und übergreifende Aufgaben wie unter anderem Einkauf, Finanzen, Instandhaltung und das Personalmanagement bündelt.
Konzernstruktur
Die Westag & Getalit AG hat ihren Sitz am Produktionsstandort in Rheda-Wiedenbrück. Zudem verfügt das Unternehmen über ein Zweigwerk zur Herstellung seiner Produkte im etwa 15 Kilometer entfernten Wadersloh. Die Gesellschaft ist seit dem 21.08.2018 ein verbundenes Unternehmen der Broadview Industries AG, Düsseldorf, die nach dem Vollzug eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots für die Aktien der Westag & Getalit AG und dem Erwerb weiterer Aktien zu dem Zeitpunkt 58,3 % des gesamten Grundkapitals der Westag & Getalit AG und 83,4 % der Stimmrechte gehalten hat. Die Broadview Industries AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Broadview Industries B.V., ‘s-Hertogenbosch, Niederlande, die wiederum zur HAL-Gruppe gehört. Die Muttergesellschaft der HAL-Gruppe ist die HAL Trust, Hamilton, Bermuda.
Der Geschäftsbetrieb der sich in Liquidation befindenden Vertriebsgesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation, ist zu Beginn des Jahres 2018 eingestellt worden. Diese Gesellschaft hat deshalb in 2018 nicht mehr wesentlich zur Geschäftstätigkeit des Konzerns beigetragen. Die Eintragung der Liquidation der Gesellschaft in das russische Unternehmensregister ist bisher nicht erfolgt.
Steuerungssystem
Die Westag & Getalit AG verfügt über ein detailliertes SAP-basiertes Management-Informationssystem, das die Grundlage für alle wichtigen Entscheidungen in den Sparten und auf den verschiedenen Unternehmensebenen bildet. Auf Vorstandsebene erfolgt die Steuerung des Konzerns und der drei Segmente (Oberflächen/Elemente, Türen/Zargen und Zentralbereich) im Wesentlichen anhand der unterjährigen Berichterstattung, die monatlich die Ergebnisse der Gesellschaften im Detail darstellt und erläutert. Als primäre Leistungsindikatoren werden Umsatzerlöse und Ergebnis (Ergebnis vor Steuern (EBT) und Konzernjahresüberschuss) sowie sich daraus ableitende Kennziffern analysiert. Darüber hinaus werden diese Berichte auf Vorstandsebene durch weitergehende Auswertungen aus den Bereichen Vertrieb, Fertigung, Instandhaltung, Einkauf, Personal und Finanzen ergänzt. Zukünftig wird das Unternehmen zusätzlich Umsatz- und Deckungsbeitragsanalysen auf Basis einer Produkt-Markt-Matrix durchführen. Darüber hinaus wird bei Umsatzsteigerungen und Preiserhöhungen verstärkt darauf geachtet, inwieweit sich diese in Ergebnisverbesserungen ausdrücken (operating leverage). Insgesamt wird die Geschäftstätigkeit vermehrt darauf ausgerichtet, die Liquidität des Konzerns zu verbessern.
Die sich daraus ergebenden Ergebnisse stellen auch die Grundlage für die laufende Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat dar.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft blickt für 2018 insgesamt auf eine solide Entwicklung zurück.
Dabei zeichnet sich für die Weltkonjunktur eine Verlangsamung ihrer Dynamik ab, die sich bereits unterjährig bemerkbar machte. Beeinflusst war die globale Entwicklung unter anderem durch politische Themen wie dem Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie dem sich abzeichnenden Brexit. Dies hatte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Entwicklung in den europäischen Ländern.
Insbesondere für das vierte Quartal 2018 gab beispielsweise der Index des Münchener Ifo Instituts eine verhaltene Stimmung für das Weltwirtschaftsklima wieder. Angesichts der derzeitigen globalen Risiken hat auch die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die globale Konjunktur in den letzten Monaten des Jahres nach unten korrigiert. Insgesamt gehen die internationalen Organisationen in ihren letzten Einschätzungen von einer weniger dynamischen Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2018 aus.
Für die deutsche Wirtschaftsentwicklung zeigt sich ein vergleichbares Bild. Im Jahresvergleich verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum und stieg im Jahr 2018 nur noch um 1,5 %. Das Wirtschaftswachstum blieb damit unter der ursprünglichen Erwartung zu Jahresbeginn, nach der noch ein Wirtschaftswachstum von 2,4 % prognostiziert wurde. Ursächlich hierfür war neben der global abgeschwächten Konjunktur auch die Hitzewelle im Sommer 2018. Das daraus resultierende Niedrigwasser führte unter anderem zu Lieferproblemen der chemischen Industrie, die sich auf verschiedene Wirtschaftsbereiche auswirkten. Eine der Branchen in Deutschland, die sich weiterhin gut entwickelte, ist das Bauhauptgewerbe. Einflussfaktoren dafür sind neben dem weiterhin niedrigen Leitzinssatz auch die gute Beschäftigungsquote, das damit gestiegene Haushaltseinkommen und die sich daraus ergebenden höheren Konsumausgaben.
Der Umsatz des Bauhauptgewerbes ist im zurückliegenden Geschäftsjahr insgesamt um circa 6 % gestiegen. Bereinigt um Preissteigerungen verbleibt ein Wachstum in der Größenordnung von 1,5 %, wie die führenden Branchenverbände mitteilten. Haupteinflussfaktoren für diese Entwicklung waren der Wirtschaftsbau mit einem Umsatzzuwachs von etwa 7 % sowie der Wohnungsbau, dessen Umsatz um 6,5 % anstieg. Der öffentliche Bau hatte nach den Berichten der Branchenverbände einen Zuwachs von 5 % zu verzeichnen. Gebremst wurde die Entwicklung insbesondere zum Jahresende durch fehlende Kapazitäten sowohl auf Seiten der Industrie als auch des Handwerks.
In der deutschen Möbelindustrie stiegen nach unterjährigen Verlautbarungen die Umsätze von Januar bis November 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 0,9 %. Dabei entwickelten sich die einzelnen Segmente uneinheitlich, so konnte die Küchenmöbelindustrie beispielsweise ihre Umsatzerlöse in den ersten elf Monaten um 6,3 % steigern.
Diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich in 2018 auch auf die Geschäftstätigkeit der Westag & Getalit AG ausgewirkt.
Geschäftsverlauf 2018
Im Geschäftsjahr 2018 konnte die Westag & Getalit AG von dem grundsätzlich positiven Umfeld des Bauhauptgewerbes nur wenig partizipieren. Der Auftragsbestand konnte zwar von 21,4 Mio. € zu Beginn des Jahres 2018 auf 22,3 Mio. € zum Jahresende gesteigert werden, die Umsatzerlöse in Höhe von 233,2 Mio. € lagen jedoch leicht unter dem Vorjahreswert von 234,4 Mio. €. Haupteinflussfaktor war dabei das Inlandsgeschäft, das in 2018 mit Umsatzerlösen in Höhe von 175,3 Mio. € rückläufig gegenüber dem Vorjahreswert von 179,8 Mio. € war. Neben den um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Umsätzen der Sparte Türen/Zargen in Deutschland waren hierfür auch notwendige Revisionsarbeiten und der damit verbundene unerwartet lange Stillstand unserer Kraftwerksanlage im Zeitraum von Juni bis Mitte Oktober 2018 ausschlaggebend. Aufgrund dieses Stillstands unserer Kraftwerksanlage haben wir in diesem Bereich insgesamt gegenüber dem Vorjahr 2,7 Mio. € geringere Umsatzerlöse erwirtschaftet. Die Exporterlöse entwickelten sich im Geschäftsjahr 2018 in beiden operativen Sparten positiv. Sie konnten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,0 % gesteigert werden. Insgesamt wurde damit die zu Jahresbeginn ausgegebene Prognose leicht steigender Umsatzerlöse für das Gesamtjahr aufgrund der beschriebenen Einflussfaktoren nicht erreicht.

*Im Umsatz des Zentralbereichs 2018 sind Umsätze der Kraftwerksanlage (3,9 Mio. €; Vorjahr 6,6 Mio. €) und sonstige Umsätze unseres Zentralbereichs (0,6 Mio. €; Vorjahr 0,3 Mio. €) enthalten.
Export
Insgesamt wurden Exportumsatzerlöse in Höhe von 57,9 Mio. € erzielt, die damit um 6,0 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 54,6 Mio. € lagen. Zurückzuführen ist der Anstieg der Umsatzerlöse in den Auslandsmärkten auf den weiteren Ausbau des Projektgeschäfts in den beiden operativen Sparten. Die Exportquote stieg damit einhergehend von 23,3 % auf 24,8 % in 2018.
Oberflächen/Elemente
Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente erhöhten sich in 2018 auf 103,3 Mio. € und damit gegenüber dem Vorjahr um 2,7 %. Während sich die Umsätze im Inland um 2,6 % auf 72,2 Mio. € erhöht haben, stiegen die Exporterlöse um 3,0 % auf 31,1 Mio. € (Vorjahr 30,2 Mio. €). Die Exportquote der Sparte beläuft sich damit auf 30,1 % (Vorjahr 30,0 %).
Türen/Zargen
Die Umsätze der Sparte Türen/Zargen beliefen sich vor dem Hintergrund nahezu ausgelasteter Maschinenkapazitäten und aufgrund schwieriger Wettbewerbsbedingungen auf 125,4 Mio. €. Sie lagen damit um 1,2 % leicht unter dem Vorjahreswert in Höhe von 126,9 Mio. €. Die Exporterlöse der Sparte erhöhten sich in 2018 von 24,4 Mio. € um 9,8 % auf 26,8 Mio. €. Bedingt durch die Ausweitung des Projektgeschäfts stieg die Exportquote von 19,2 % auf 21,4 %. Die durchgehend hohe Kapazitätsauslastung und daraus resultierende längere Lieferzeiten verhinderten eine bessere Entwicklung des Inlandsgeschäfts. Insgesamt bewegte sich die Geschäftstätigkeit der Sparte im Mehrjahresvergleich weiterhin auf einem hohen Niveau.
Lage des Konzerns
Im Konzernabschluss zum 31.12.2018 wurden Korrekturen nach IAS 8 vorgenommen, die im Anhang erläutert werden. Die im zusammengefassten Lagebericht angegebenen Vorjahreszahlen des Konzerns beziehen sich jeweils auf die Werte nach Korrektur.
Ertragslage
In 2018 belief sich das Konzernergebnis vor Steuern auf 6,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 9,1 Mio. €. Neben dem leichten Rückgang der Umsatzerlöse war die Ertragslage des Konzerns in 2018 durch den Anstieg insbesondere der Material- und Frachtkosten sowie der Personalaufwendungen belastet. Zusätzlich gab es einmalige Ergebnisbeeinträchtigungen. Dabei wirkten sich die im Oktober 2018 abgeschlossene Revision der Kraftwerksanlage mit 2,6 Mio. € und notwendige Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot für die Aktien der Gesellschaft mit 0,7 Mio. € negativ auf die Ertragslage des Konzerns aus. Im Vergleich zu 2017 war das Jahresergebnis 2018 durch die Tatsache begünstigt, dass die im Vorjahr im Rahmen der Sortimentsneuordnung angefallenen Aufwendungen in 2018 nicht zu verzeichnen waren.
Bei der im Juni 2018 begonnenen und erst Mitte Oktober 2018 abgeschlossenen umfangreichen Revision der Kraftwerksanlage wurde ein unerwarteter Generatorschaden festgestellt, der einen außerplanmäßig hohen Reparaturbedarf auslöste. Dies führte aufgrund der unvorhersehbar langen Ausfallzeiten zu geringeren Umsatzerlösen sowie höheren Aufwendungen für Instandhaltungen und alternative Energieträger.
Insgesamt war die Ertragslage des Konzerns durch die beschriebenen Einmaleffekte und die operative Geschäftstätigkeit belastet, sodass die ursprüngliche Prognose des Vorjahres, nach der im Vergleich zu 2017 ein besseres Ergebnis erzielt werden sollte, nicht gehalten werden konnte. Dabei führten insbesondere Preiserhöhungen beim Materialeinkauf, die nicht durch die Erhöhung der Verkaufspreise kompensiert werden konnten, zu geringeren Deckungsbeiträgen der eigenen Produkte. Dadurch hat sich die Materialaufwandsquote des Konzerns in 2018 von 48,8 % auf 49,7 % erhöht. Darüber hinaus erhöhte sich die Personalaufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr von 31,7 % auf 32,3 %. Neben der vereinbarten Lohn- und Gehaltserhöhung in 2018 resultiert dieser Anstieg aus der im Jahresverlauf von 1.279 auf 1.319 Personen gestiegenen Mitarbeiteranzahl, wobei insbesondere ehemalige Personaldienstmitarbeiter übernommen wurden.
Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund des Investitionsvolumens der letzten Jahre von 9,8 Mio. € in 2017 auf 10,6 Mio. € in 2018. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich einschließlich der sonstigen Steuern in 2018 von 30,5 Mio. € auf 29,8 Mio. €. Dabei erhöhten sich einerseits im Geschäftsjahr 2018 die Belastungen für Ausgangsfrachten aufgrund geringerer zur Verfügung stehender Frachtkapazitäten, die Instandhaltungsaufwendungen sowie die Rechts- und Beratungskosten. Andererseits führten der Rückgang der Fremdlöhne sowie die geringeren Werbekosten insgesamt zu einer Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese waren in 2017 insbesondere durch die Sortimentsneuordnung im Bereich dekorativer Oberflächen belastet.

Finanzlage
Die liquiden Mittel haben sich zum 31.12.2018 von 14,9 Mio. € auf 11,6 Mio. € verringert. Einer der Einflussfaktoren für diesen Rückgang war der aufgrund des geringeren Jahresergebnisses um 3,0 Mio. € auf 9,2 Mio. € (Vorjahr: 12,2 Mio. €) gesunkene Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Darüber hinaus belasteten weiterhin hohe Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die im Geschäftsjahr ausgezahlte Dividende die Liquidität.
Die Dividendenpolitik der Gesellschaft zielt darauf ab, den Aktionären eine im Verhältnis zum jeweiligen Jahresergebnis nach HGB und zur vorhandenen Unternehmensliquidität angemessene Ausschüttung zukommen zu lassen.
Durch Geschäfte in fremder Währung entstehenden Währungsrisiken wird im angemessenen Umfang durch entsprechende Termingeschäfte begegnet. Die Nettopositionen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in fremder Währung beliefen sich zum 31.12.2018 auf 1.311 T€ (Vorjahr 2.643 T€).
Zum 31.12.2018 verzeichnete die Westag & Getalit AG auch weiterhin keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Es bestand zum Bilanzstichtag eine ungenutzte Barkreditlinie im Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. €). Darüber hinaus wurden der Gesellschaft Avalkreditlinien in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €) zur Verfügung gestellt.
Vermögenslage
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns verringerte sich zum 31.12.2018 leicht auf 164,6 Mio. € (Vorjahr 166,5 Mio. €). Während sich das Anlagevermögen als Folge der über den Abschreibungen liegenden Investitionen erhöhte, reduzierte sich das Umlaufvermögen von 83,0 Mio. € auf 80,4 Mio. €. Bei den Vorräten und Forderungen war erneut ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, dagegen verringerten sich die liquiden Mittel von 14,9 Mio. € auf 11,6 Mio. €.
Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital des Konzerns mit 109,3 Mio. € nahezu unverändert (Vorjahr 108,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote belief sich damit zum 31.12.2018 auf 66,4 % (Vorjahr 65,3 %). Während das langfristige Fremdkapital mit 28,2 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau lag, reduzierte sich das kurzfristige Fremdkapital insbesondere durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 29,5 Mio. € auf 27,0 Mio. €.

Investitionen
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Jahr auf 10,9 Mio. € (Vorjahr 13,8 Mio. €). Den Investitionen standen dabei in 2018 Abschreibungen in Höhe von 10,6 Mio. € gegenüber (Vorjahr 9,8 Mio. €).
Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 war weiterhin die mehrjährige Investition in die Zargenendbearbeitung, die bis auf in 2019 noch zu erfolgende Softwareprogrammierungen und die Montage der Verpackungslinie fertiggestellt ist.
Zum 31.12.2018 belief sich das Bestellobligo für Gegenstände des Anlagevermögens auf 2,0 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €), die Finanzierung dieser Investitionen ist durch den operativen Cash-Flow und die bestehenden liquiden Mittel vorgesehen.

Beteiligungen
Die Westag & Getalit AG ist die alleinige Gesellschafterin der sich in Liquidation befindenden Tochtergesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation. Außerdem ist die Westag & Getalit AG seit dem Jahr 2006 mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/Thüringen beteiligt. Diese Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus verschiedenen Materialien von HPL über Mineralwerkstoff bis hin zu Naturstein und Massivholz. Sie beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten. Die AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH hat in 2018 inklusive der in diesem Jahr auf sie verschmolzenen Tochtergesellschaften Umsatzerlöse in Höhe von 20,0 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. € vor Verschmelzung mit Tochtergesellschaften; 20,5 Mio. € auf vergleichbarer Basis) erzielt. Der erwartete Jahresüberschuss 2018 liegt mit 1,4 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sind mit dem at Equity ermittelten Wert im Konzernabschluss der Westag & Getalit AG ausgewiesen.
Kurzfristige Vermögenswerte
Zur Absicherung der Lieferfähigkeit wurden die Vorräte in 2018 von 36,5 Mio. € auf 37,4 Mio. € erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen geschäftsbedingt gegenüber dem Vorjahr von 27,9 Mio. € auf 28,6 Mio. €.
Eigenkapital
Zum 31.12.2017 hatte die Westag & Getalit AG 365.066 Stück eigener Aktien im Bestand. Dabei handelte es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Am 30.10.2018 hat der Vorstand der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, sämtliche vom Unternehmen gehaltene Aktien einzuziehen und das Grundkapital herabzusetzen. Die Satzung wurde dementsprechend neu gefasst. Der Einzug der Aktien und die Herabsetzung des Grundkapitals wurden wirksam mit dem Austausch der Globalurkunde am 08.11.2018.
Die Eintragung der Satzungsänderung und der Herabsetzung des Grundkapitals in das Handelsregister erfolgte am 25.02.2019.
Langfristiges Fremdkapital
Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich mit 26,9 Mio. € konstant zum Vorjahr. Neben einem erfolgsneutralen zinsbedingten Rückgang in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr Anstieg um 0,3 Mio. €) ergab sich eine erfolgswirksame Zuführung in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €).
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns
Zusammenfassend sind wir mit dem Geschäftsverlauf 2018 nicht zufrieden. Die ausgelasteten Maschinenkapazitäten in der Sparte Türen/Zargen haben insbesondere eine bessere Umsatzentwicklung im Inland verhindert, so dass die Umsatzerlöse insgesamt mit 233,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 234,4 Mio. € rückläufig waren. Die Ertragslage des Konzerns war neben den beschriebenen Aufwandssteigerungen im operativen Geschäft zusätzlich durch zwei wesentliche Einmaleffekte (Revision der Kraftwerksanlage und Beratungskosten im Rahmen des Übernahmeangebots für die Aktien der Gesellschaft) belastet, so dass mit einem Konzernjahresüberschuss von 4,5 Mio. € nur ein deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,5 Mio. € liegendes Ergebnis erzielt werden konnte.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG
Die wesentlichen Aussagen zur Lage des Konzerns in 2018 gelten im gleichen Maße auch für die Westag & Getalit AG.
Der wesentliche Unterschied zwischen dem Ergebnis des Konzernabschlusses und dem des Jahresabschlusses nach HGB ergibt sich aus den unterschiedlichen Bewertungsmethoden bei den Pensionsrückstellungen. Während die im Konzernabschluss nach IFRS ausgewiesenen Pensionsrückstellungen nahezu konstant zum Vorjahr blieben, war im Jahresabschluss nach HGB eine erfolgswirksame Zuführung, bedingt durch einen geänderten Zinsfuß und die neuen Sterbetafeln, in Höhe von 1,9 Mio. € erforderlich. Zudem ist im Einzelabschluss der Westag & Getalit AG der Geschäftsanteil an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH unverändert zu Anschaffungskosten angesetzt. Die erhaltenen Ausschüttungen werden erfolgswirksam vereinnahmt. Im Konzernabschluss erfolgt eine Fortschreibung des Beteiligungsansatzes nach der Equity-Methode. Das Vorjahresergebnis nach HGB war dagegen durch notwendige Abwertungen im Zusammenhang mit der russischen Tochtergesellschaft belastet.
Die nachfolgenden Tabellen verdeutlichen die Zusammensetzung sowie die genauen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG nach HGB.
Aktiva
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| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
Veränderung z. Vj. TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 76.664 | 76.775 | -111 |
| Finanzanlagen | 1.200 | 1.200 | 0 |
| Anlagevermögen | 77.864 | 77.975 | -111 |
| Vorräte | 37.391 | 36.505 | 886 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 31.156 | 29.496 | 1.660 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 11.621 | 16.911 | -5.290 |
| Umlaufvermögen | 80.168 | 82.912 | -2.744 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 166 | 85 | 81 |
| 158.198 | 160.972 | -2.774 | |
| Passiva | |||
| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
Veränderung z. Vj. TEUR |
|
| Gezeichnetes Kapital | 13.709 | 13.709 | 0 |
| Rücklagen | 85.714 | 85.714 | 0 |
| Bilanzgewinn | 8.606 | 10.802 | -2.196 |
| Eigenkapital | 108.029 | 110.225 | -2.196 |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 144 | 154 | -10 |
| Pensionsrückstellungen | 21.688 | 19.770 | 1.918 |
| Übrige Rückstellungen | 16.836 | 16.802 | 34 |
| Rückstellungen | 38.524 | 36.572 | 1.952 |
| Verbindlichkeiten | 11.501 | 14.021 | -2.520 |
| 158.198 | 160.972 | -2.774 |
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| Ertragslage der Westag & Getalit AG (HGB) | 2018 | 2017 | Veränderung z. Vj. | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 233.125 | 234.416 | -1.291 | |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 516 | 608 | -92 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 423 | 413 | 10 | |
| 234.064 | 235.437 | -1.373 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.421 | 1.811 | 610 | |
| Materialaufwand | -115.840 | -114.317 | -1.523 | |
| Personalaufwand | -76.294 | -74.712 | -1.582 | |
| Abschreibungen | -10.374 | -9.760 | -614 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -29.907 | -30.048 | 141 | |
| Erträge aus Beteiligungen | 304 | 333 | -29 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 54 | 69 | -15 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | -347 | 347 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -712 | -721 | 9 | |
| Ergebnis vor Steuern | 3.716 | 7.745 | -4.029 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.519 | -2.694 | 1.175 | |
| Ergebnis nach Steuern | 2.197 | 5.051 | -2.854 | |
| Sonstige Steuern | -280 | -333 | 53 | |
| Jahresüberschuss | 1.917 | 4.718 | -2.801 |
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern (EBT) und der Konzernjahresüberschuss. Die für die Analyse der Lage beschriebene Entwicklung der Investitionen, Vorräte und Forderungen sowie die Nettowertschöpfung stellen weniger bedeutsame, aber wichtige Nebenaspekte dar. Die Nettowertschöpfung des Konzerns ermittelt sich aus der Gesamtleistung abzüglich Materialaufwendungen, Abschreibungen sowie der sonstigen Aufwendungen und Erträge. Zukünftig wird das Unternehmen zusätzlich Umsatz- und Deckungsbeitragsanalysen auf Basis einer Produkt-Markt-Matrix durchführen. Darüber hinaus werden vermehrt Ergebnisverbesserungen aus Umsatzsteigerungen und Preiserhöhungen sowie aus der Geschäftstätigkeit resultierende Liquiditätseffekte als finanzielle Leistungsindikatoren analysiert werden.
Zum besseren Verständnis der Gesamtentwicklung dienen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Diese thematisiert die Gesellschaft unter Betrachtung der „Umweltbelange“, „Arbeitnehmerbelange“, „Sozialbelange“, „Achtung der Menschenrechte“ sowie „Bekämpfung von Korruption und Bestechung“. Aufgrund unserer sozialen Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens arbeiten wir insbesondere an der Verbesserung der Arbeitssicherheit. Diesem wichtigen Thema widmet das Unternehmen seine besondere Aufmerksamkeit. Die Abteilung Arbeitssicherheit und Umweltschutz beschäftigt sich intensiv mit der Konzeption und Einführung zahlreicher Maßnahmen. Dabei sind sowohl die Arbeitssicherheit als auch der Gesundheitsschutz jedes einzelnen Mitarbeiters wesentliche Faktoren für die soziale Verantwortung und den Erfolg des Unternehmens.
Um das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Unternehmen zu verbessern, beschäftigt die Westag & Getalit AG zurzeit fünf Mitarbeiter. Der Leiter der Abteilung berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Die Abteilung Arbeitssicherheit und Umweltschutz trägt dafür Sorge, dass die gesetzlichen Vorgaben im Hinblick auf die Arbeitssicherheit und den Unfallschutz in den beiden Werken des Unternehmens eingehalten werden und Sicherheitsrisiken kontinuierlich weiter minimiert werden. Sollte es zu Arbeitsunfällen kommen, übernimmt die Abteilung die lückenlose Aufarbeitung der Unfallursachen und deren Dokumentation. Darüber hinaus werden notwendige Präventionsmaßnahmen erarbeitet und implementiert. Zusätzlich bietet das Unternehmen im Rahmen des Gesundheitsmanagements auch verschiedene medizinische Untersuchungen und weitere Maßnahmen an, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern regelmäßig genutzt werden können. Die Zielsetzung für das gesamte Unternehmen ist es, Unfälle und Ausfalltage der Arbeitnehmer möglichst zu verhindern und unfallfrei zu werden.
In 2018 wurden die Aktivitäten zur Verbesserung der Arbeitssicherheit unter anderem durch den Ausbau der entsprechenden Abteilung weiter intensiviert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen sich seitdem mit der Verbesserung der Arbeitssicherheit im gesamten Unternehmen. Ein Hauptaugenmerk lag dabei neben der Definition und Einführung neuer Standards insbesondere auf der Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf die richtigen Verhaltensweisen zur Förderung der Arbeitssicherheit innerhalb des Unternehmens. Beispielsweise wurden in 2018 weite Teile der Belegschaft mit neuer Arbeitskleidung ausgestattet, um in einem ersten Schritt die Sicherheit in den Fertigungsbereichen zu erhöhen.
Sofern erforderlich, wird den Mitarbeitern auch spezielle Schutzausrüstung gestellt. Dazu zählen unter anderem individuell angepasste Gehörschutz-Ohrstöpsel. Darüber hinaus werden bei der Ausstattung der Arbeitsplätze selbstverständlich gesetzliche Vorschriften eingehalten, um eventuelle Sicherheitsrisiken zu reduzieren.
Um alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über sicherheitsrelevante Vorschriften zu informieren und entsprechend zu unterweisen, nutzt die Westag & Getalit AG seit 2014 eine entsprechende E-Learning-Software. Auch hier arbeitet die Abteilung Arbeitssicherheit und Umweltschutz an einer kontinuierlichen Verbesserung. So sollen künftig neben den Sicherheitsunterweisungen sämtliche arbeitssicherheitsrelevante Themen in einem System zentralisiert werden, um so das Berichtswesen zu verbessern.
Darüber hinaus werden kontinuierlich Verbesserungen im Hinblick auf die Sicherheit in den Werken realisiert. Dazu zählen neben technischen Sicherheitseinrichtungen an den bestehenden und neuen Anlagen auch Themen wie die Wegesicherheit in Form von entsprechenden Kennzeichnungen. Zur frühzeitigen Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die Unternehmensleitung auch eine interne Informationskampagne initiiert. Damit wird das Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Verantwortung eines jeden Einzelnen für das Thema Arbeitssicherheit gefördert. Insgesamt wollen wir so unser Ziel erreichen, dass alle Mitarbeiter nach Dienstschluss gesund nach Hause kommen und insbesondere kein tödlicher Arbeitsunfall, wie leider in 2018 geschehen, passieren kann.
Neben diesen Maßnahmen betreibt das Unternehmen zusätzlich ein Gesundheitsmanagement, das vor allem auf die Reduktion körperlicher Beeinträchtigungen ausgelegt ist, die durch die Arbeit auftreten könnten. Zum Beispiel bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern verschiedene Vorsorgeuntersuchungen sowie Gesundheitstrainings an. Außerdem unterstützt es die Mitgliedschaft in Fitnessstudios, die von den Mitarbeitern genutzt werden können. Neben diesen Maßnahmen verfügt das Unternehmen über einen Betriebsarzt und eine eigene Werkfeuerwehr, die im Ernstfall schnell reagieren kann.
Ausführliche Angaben zu allen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren finden sich im gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2018, der unter www.westag-getalit.com/de/investor-relations/veroeffentlichungen zum Download bereitsteht.
Wertschöpfung
Auf der Entstehungsseite verringerte sich die Nettowertschöpfung um 2,7 % auf 81,5 Mio. € (Vorjahr 83,8 Mio. €). Ursächlich hierfür ist einerseits die um 0,6 % verringerte Gesamtleistung und andererseits die höheren Materialaufwendungen und Abschreibungen. Gegenläufig wirkte der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Bei der Verwendung der Nettowertschöpfung entfielen 75,2 Mio. € auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns (Vorjahr 74,3 Mio. €). Im Rahmen des diesjährigen Dividendenvorschlags reduziert sich der Anteil, der auf die Aktionäre entfällt, auf 0,8 Mio. €. Mit der Entwicklung des Jahresüberschusses verringerte sich der über Steuern an den Staat abzuführende Anteil, während sich der im Konzern verbleibende Wertschöpfungsanteil erhöhte.

Mitarbeiter
Zum 31.12.2018 beschäftigte der Konzern insgesamt 1.319 gegenüber 1.279 Mitarbeitern zum Vorjahresstichtag. Die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl ist dabei insbesondere auf die Übernahme von Personaldienstmitarbeitern zurückzuführen. In der Gesamtzahl sind 58 Auszubildende enthalten (Vorjahr 58). Die Ausbildungsquote lag in 2018 damit bei 4,4 % (Vorjahr 4,5 %). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter belief sich im Geschäftsjahr unverändert auf 18 Jahre.

Um Auslastungsspitzen innerhalb der Fertigung abzudecken, unterstützten uns im abgelaufenen Jahr erneut Personaldienstmitarbeiter. Zum 31.12.2018 waren es insgesamt 21 Personen (Vorjahr 52). Dieser Rückgang ist insbesondere auf die verstärkte Übernahme als fest angestellte Arbeitnehmer zurückzuführen.
Produktentwicklung
Der Schwerpunkt unserer Entwicklungsaktivitäten liegt in der kontinuierlichen Qualitätssicherung und Verbesserung unserer Produkte. Neben den dekorativen Aspekten in der Oberflächenentwicklung stehen dabei auch die technischen Eigenschaften unserer Werkstoffe im Vordergrund. Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt zudem in der Entwicklung neuer Funktionalitäten beziehungsweise Produktverbesserungen, die sich beispielsweise in der Montagefreundlichkeit unserer Türen und Zargen ausdrücken. Im Rahmen der Ansprache industrieller Abnehmer werden darüber hinaus zielgerichtet Produktentwicklungen vorangetrieben, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Kundengruppe ausgerichtet sind.
Umweltmanagement
Der Konzern hat es sich zur Aufgabe gemacht, entlang seiner Wertschöpfungskette stets die Balance zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg, dem Schutz der Umwelt sowie seiner gesellschaftlichen Verantwortung zu halten. Neben den wirtschaftlichen Belangen, die für die Westag & Getalit AG im Rahmen ihrer nachhaltigen Unternehmensentwicklung besonders wichtig sind, steht für das Unternehmen ebenso der schonende Umgang mit Natur und Umwelt im Vordergrund. Dazu gehören unter anderem die Betrachtung von Energiemengen und Emissionen, vor allem aber auch die Langlebigkeit der Produkte und der Schutz von Ökosystemen und Rohstoffen. In diesem Sinne investiert das Unternehmen in umweltfreundliche Produktionsverfahren und optimiert dahingehend die bestehenden Anlagen. Dank dieser Maßnahmen gelingt der Westag & Getalit AG die effiziente Nutzung von Rohstoffen und Energieträgern. Darüber hinaus hält sie Umweltbelastungen, z. B. in Form von Emissionen, gering. Die Einhaltung beziehungsweise Unterschreitung sämtlicher bestehender Emmissionsgrenzwerte ist erklärtes Unternehmensziel. Die Belegschaft teilt und unterstützt diese Prinzipien und ist motiviert, zur weiteren Verbesserung der rücksichtsvollen und schonenden Arbeitsweisen aktiv beizutragen.
Weiterführende Angaben hinsichtlich des Umweltmanagements sind ebenfalls im gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2018 enthalten, der über die Internetseite der Gesellschaft abrufbar ist.
Nachtragsbericht
Es haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge in 2019 ergeben, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Konjunkturentwicklung
Für die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb Europas ist auch für 2019 von einem generell günstigen Umfeld auszugehen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich das Wirtschaftswachstum bereits in den vergangenen Monaten verlangsamt hat und nach den Einschätzungen der Wirtschaftsexperten auch in 2019 zurückhaltendender entwickeln wird. Mögliche beeinträchtigende Einflussfaktoren sind dabei die Auswirkungen des sich abzeichnenden Brexits sowie die weitere Leitzinsentwicklung innerhalb des Euroraums.
Die binnenwirtschaftlichen Ausgangsbedingungen für das Jahr 2019 sind ebenfalls weiterhin gut, allerdings ist von einer geringeren Dynamik auszugehen. Für das Jahr 2019 erwartet die Bundesregierung vor diesem Hintergrund eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,0 % (2018: + 1,5 %). Das Wirtschaftswachstum soll damit zwar schwächer als im Vorjahr ausfallen, gleichwohl ist von einer weiterhin hohen Auslastung der Kapazitäten und damit auch einer starken Nachfrage nach Arbeitskräften auszugehen. Für Unternehmen wird es daher insgesamt schwieriger, offene Stellen erfolgreich zu besetzen. Dies erschwert die Geschäftserweiterung im Inland, insbesondere der Unternehmen im Baugewerbe sowie im Handwerk, und kann sich insgesamt bremsend auf die Wirtschaftsentwicklung auswirken.
Ebenso werden für das Bauhauptgewerbe in 2019 weiterhin grundsätzlich positive Rahmenbedingungen prognostiziert. So erwarten die beiden führenden Branchenverbände unter diesen Voraussetzungen für 2019 einen Umsatzzuwachs für das Bauhauptgewerbe von insgesamt 6,0 %. Darin ist eine Preissteigerung von 5,0 % enthalten, sodass für 2019 ein preisbereinigtes Wachstum von 1,0 % verbleibt. Dabei gehen die Branchenexperten für 2019 von einem Umsatzzuwachs im Wohnungsbau von 5,5 % und für die Bereiche des wirtschafts- und des öffentlichen Baus von jeweils 6 % aus.
Konzernausblick
Unter Berücksichtigung des grundsätzlich positiven wirtschaftlichen Umfelds sehen wir für die Westag & Getalit AG optimistisch in die Zukunft. Auf Basis unserer Stärken ist es das Ziel, unsere Geschäftstätigkeit insbesondere auf profitablere Produkte und Märkte zu konzentrieren. Dazu gehört eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung, mit der wir unser Produktportfolio und unsere Serviceleistungen bewerten werden. Darüber hinaus werden wir unsere internen Abläufe dahingehend prüfen, inwieweit uns externe Partner dabei unterstützen können, unsere Effizienz weiter zu verbessern. Insgesamt wollen wir unsere unternehmerischen Stärken besser nutzen, um unser Produktangebot am Markt profitabler zu positionieren. Dabei ist es unser Ziel, insgesamt die Ertragslage des Konzerns zu verbessern und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erreichen.
Aufgrund der Ergebnisbelastungen in 2018 und zur Stabilisierung der Deckungsbeiträge hat die Gesellschaft bereits Ende des dritten Quartals 2018 Preiserhöhungen für die eigenen Produkte in 2019 angekündigt.
In der Sparte Türen/Zargen werden wir trotz ausgelasteter Maschinenkapazitäten in der Lage sein, das Produktionsvolumen zu sichern. Zusätzlich werden wir uns durch Analysen auf Basis einer Produkt-Markt-Matrix auf margenstärkere Produkte konzentrieren und insbesondere in Märkten mit einer guten Wachstumsprognose unseren Marktanteil erhöhen. Durch eine effizientere Nutzung der Kapazitäten wollen wir die aktuellen Lieferzeiten verkürzen und so sowohl im Projekt - als auch im Handelsgeschäft die Umsätze steigern.. Auch innerbetriebliche Projekte zur Erhöhung der Fertigungseffizienz werden sich mittelfristig positiv auf die Ertragslage auswirken.
Das Geschäft der Sparte Oberflächen/Elemente war zuletzt durch unterschiedliche Einflussfaktoren belastet. Hier ist es unser Ziel, zukünftig durch die Einführung neuer Produktvarianten, durch die Belieferung der Märkte mit einem besser abgestimmten Sortiment und mit einer erfolgreicheren Vermarktung unserer Produkte, die Marktposition der Westag & Getalit AG weiter auszubauen. Dabei werden wir uns auch in dieser Sparte auf margenstärkere Produkte konzentrieren.
Positiv werden sich auch die neuen Entwicklungsmöglichkeiten auswirken, die sich innerhalb der Broadview-Gruppe für uns ergeben. Die Gruppe eröffnet den Zugang zu neuartigen Technologien, neuen Produkten sowie einem erweiterten Vertriebsnetz, ohne dass die Westag & Getalit AG ihr eigenständiges Profil als Unternehmen verliert. Die Basis dafür bilden verschiedene Vertriebsprojekte sowie eine weiterhin positive Entwicklung unserer Exportaktivitäten in den beiden operativen Sparten.
Nach der in 2018 durchgeführten umfangreichen Revision und dem daraus resultierenden Stillstand erwarten wir für 2019, dass die Kraftwerksanlage kontinuierlich betrieben werden kann und wieder einen stabilen Ergebnisbeitrag leistet.
Auf Basis der umfangreichen Investitionen in den vergangenen Jahren werden wir uns in 2019 auf die Fertigstellung einzelner Großprojekte konzentrieren und darüber hinaus notwendige Ersatzinvestitionen vornehmen. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass das Investitionsvolumen niedriger als im Vorjahr ausfallen wird.
Insgesamt erwarten wir für 2019 einen Anstieg der Umsatzerlöse im oberen einstelligen Prozentbereich sowie eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und damit einhergehend auch des Konzernjahresüberschusses. Darüber hinaus ist es das Ziel, die Nettowertschöpfung des Konzerns zu verbessern. Grundlage dieser Einschätzung ist neben den genannten Maßnahmen eine anhaltend gute Baukonjunktur.
Chancenbericht
Mit der konsequenten Verfolgung einer wertorientierten Unternehmensphilosophie ergeben sich für die Westag & Getalit AG und den Konzern zahlreiche Chancen. Als einer der führenden Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen bewegt sich die Westag & Getalit AG als Teil des Unternehmensverbunds der Broadview-Gruppe in einer sich stetig weiterentwickelnden Branche, in der wir mit unseren Produkten gut positioniert sind.
Solides Fundament
Grundsätzlich steht langfristig ein gesundes und organisches Wachstum im Fokus unserer Aktivitäten. Die Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 66 % und einer soliden Liquidität ohne Fremdfinanzierungen verschafft uns Sicherheit und bietet Raum für die zukünftige Entwicklung. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.
Innovation und Produktentwicklung
Durch den Unternehmensverbund der Broadview-Gruppe ist die Basis für gemeinsame Produktinnovationen gegeben. Die Vorteile liegen unter anderem in der möglichen Bündelung der Entwicklungsaktivitäten und der Nutzung der daraus resultierenden Ergebnisse. Diese lassen sich zugeschnitten auf die jeweiligen Absatzmärkte vermarkten.
Unabhängigkeit
Durch eine breite Produktdiversifikation und die Bearbeitung unterschiedlicher Märkte sind wir von einzelnen Marktentwicklungen weniger abhängig. Des Weiteren bestehen keinerlei Bankverbindlichkeiten, dadurch wird unsere finanzielle Unabhängigkeit gesichert. Durch die Errichtung sowie die vorgenommenen Erweiterungen der energetischen Anlagen können wir den Strom- und Wärmebedarf an unseren Produktionsstandorten weitestgehend selbst erzeugen.
Moderne Fertigungstechnik
Kontinuierliche Investitionen sichern den technologischen Standard in unseren Werken. Zur Steigerung der Produktivität und Flexibilität bauen wir unsere Anlagen daher stetig aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, Produkte, bei denen es wirtschaftlich sinnvoll ist, ab Stückzahl 1 in kurzer Lieferzeit bereitstellen zu können. Bei einer immer individueller werdenden Nachfrage eröffnen sich damit weitere Chancen für uns.
Marktkonforme Unternehmensstruktur
Die operative Eigenständigkeit der beiden Produktsparten gewährleistet eine auf den Markt zugeschnittene Vertriebs- und Entwicklungsarbeit. Zugleich bündelt der Zentralbereich übergreifende Funktionen und bildet damit eine Serviceeinheit für alle produktiven Bereiche des Unternehmens.
Produktvielfalt
Auf Nachfrageschwankungen und marktseitig wechselnde Produktnachfragen können wir aufgrund der hohen Diversifikation der Produktpalette und der Kundenstruktur flexibel eingehen.
Schnelligkeit in der Auftragsabwicklung
Zuverlässigkeit, Termintreue und kurze Lieferzeiten sind drei wesentliche Erfolgsfaktoren, die wir mit unseren ausgefeilten internen und externen Logistikprozessen im Sinne unserer Kunden kontinuierlich optimieren. So können wir aufgrund ausgereifter Prozesse sehr schnell auf marktbedingte Veränderungen eingehen und die Nachfrage entsprechend bedienen.
Konjunkturelle Chancen
Bei einer sich weiter positiv entwickelnden Baukonjunktur, vor allem im öffentlichen und im gewerblichen Hochbau, bestehen aufgrund unseres facettenreichen Produktportfolios und unserer Vertriebsaktivitäten gute Chancen für einen Umsatzzuwachs. Besonderes Potenzial sehen wir dabei in den Exportaktivitäten.
Risikobericht
Vorbemerkung
Die Geschäftstätigkeit der Westag & Getalit AG ist, wie jedes unternehmerische Handeln, mit zahlreichen Chancen und Risiken verbunden. Die Risiken können sowohl aus eigenem unternehmerischem Handeln resultieren als auch durch externe Faktoren, wie unter anderem branchen- und konjunkturellen Einflüssen sowie gesetzlichen Neuregelungen, hervorgerufen werden. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben. Aufgabe unseres Risikomanagements und -controllings ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Dabei wird zwischen geringen, moderaten und wesentlichen möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern unterschieden und verschiedene Eintrittswahrscheinlichkeiten beurteilt. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche unternehmensinternen Gremien hierüber informiert und welche Maßnahmen ergriffen werden. Insgesamt liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten in der Risikobegrenzung.
Durch eine entsprechende Organisation, einschlägige Regelungen und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird, diese analysieren und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Hierbei kommen sowohl aktive als auch passive Risikosteuerungsmaßnahmen zur Anwendung. Über bestehende größere Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, werden abschließend bewertet und der Umgang mit diesen mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.
Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses 2018 das Risikofrüherkennungssystem der Westag & Getalit AG hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen geprüft und darüber im Prüfungsbericht an den Aufsichtsrat berichtet. Die Risiken, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind, stellen wir nachfolgend zusammen mit den entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements dar. Als wesentlich definiert die Westag & Getalit AG Risiken ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von „möglich“ und mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern.
Zusammenfassung der Risiken
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| Einzelrisiko | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögl iche f inanzielle Auswirkungen | Veränderung gegenüber Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Konjunkturelle Risiken | Möglich | Wesentlich | → |
| Absatzrisiken | Möglich | Wesentlich | → |
| Beschaffungsrisiken | Möglich | Wesentlich | ↑ |
| Operative Risiken | Möglich | Wesentlich | → |
| Personalrisiken | Möglich | Wesentlich | → |
| Ausfallrisiken | Möglich | Moderat | → |
| Finanz- und Währungsrisiken | Unwahrscheinlich | Moderat | → |
| → unverändert | ↑ gestiegen |
Konjunkturelle Risiken
Die Westag & Getalit AG ist aufgrund ihrer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Küchenmöbelbranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Daher beobachten und analysieren wir ständig die für uns maßgeblichen Konjunktur- und Branchenentwicklungen. Allerdings verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur und damit über ausreichende Reserven, um etwaige Konjunkturrückgänge in den vorgenannten Branchen über einen mehrjährigen Zeitraum zu verkraften.
Absatzrisiken
Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Diese werden maßgeblich von der Konjunktur in unseren Absatzmärkten, von unseren Produkten und von der Wettbewerbssituation bestimmt. Dadurch, dass unsere Produkte teilweise auf unterschiedlichen Märkten vertrieben werden, erreichen wir eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden, die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises sowie die Lieferfähigkeit mit kurzen Lieferzeiten eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen daher, diesen Risiken einerseits durch eine ständige Diversifikation unseres Produktportfolios und andererseits durch eine Streuung unserer Absatzmärkte zu begegnen, um immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig zu sein. Bei der Durchsetzung eigener Preiserhöhungen besteht das Risiko, dass andere Marktteilnehmer nicht im notwendigen Umfang auf eigenen Kostensteigerungen reagieren und kurzfristig in der Lage sind, günstigere Angebote am Markt zu platzieren. Ferner werden wir bei Bedarf in Bereiche investieren, in denen Produkte hergestellt werden, die auf Basis einer Produkt-Markt-Matrix einen hohen Ergebnisbeitrag für das Unternehmen leisten.
Beschaffungsrisiken
Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren für uns deutlich erhöht. Gründe hierfür sind die Reduktion von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten bzw. deren durch Umwelteinflüsse wie Niedrigwasser begrenzte Verfügbarkeit sowie die Verknappung bestimmter Holzfurniere. Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen, die wir in der entsprechenden Qualität benötigen und die den relevanten Umweltanforderungen genügen, begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks. Dabei richten wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte aus. Das Problem der Verknappung von bestimmten Holzarten wird aufgrund steigender Nachfrage und beschränkender gesetzlicher Regelungen allerdings zunehmend relevanter. Unsere Möglichkeiten, Preissteigerungen bei Rohstoffen zu begegnen, sind bei bestimmten Rohstoffen angesichts der starken Marktstellung einzelner Anbieter begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen. Unerwarteten Spezifikationsänderungen und Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch entsprechende vertragliche Regelungen, einer hohen Kontrolldichte bei den Wareneingangsprüfungen und regelmäßigen produktionsbegleitenden Prüfungen. Im Bereich der Energieträger nutzen wir seit einigen Jahren die Möglichkeit, Preise und Mengen für Erdgas und Strom längerfristig abzusichern. Dieses bietet zusätzliche Chancen, diese Energieträger günstig einzukaufen, birgt andererseits aber auch das Risiko einer falschen Markt- und Preiseinschätzung. Wir begegnen diesem Risiko durch eine intensive Marktbeobachtung, die Konsultation von Fachleuten, den sukzessiven Kauf von Teilmengen und die Aufteilung der Beschaffungsmengen auf verschiedene Zeiträume. Allerdings können wir uns hierdurch langfristig steigenden Energiepreisen nicht entziehen. Zukünftig werden wir durch gemeinsame Einkaufsaktivitäten mit anderen Gesellschaften der Broadview-Gruppe daran arbeiten, bestehende Beschaffungsrisiken zu reduzieren und Einkaufsvorteile zu erzielen.
Operative Risiken
Eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist es, die Herstellung unserer Produkte in den vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst effizienten Kostenstruktur zu gewährleisten. Wir sind daher ständig damit befasst, unsere Herstellungsverfahren zu verbessern sowie neue zu entwickeln und bei entsprechender Eignung im Unternehmen zu implementieren. Dem Risiko von Produktionsausfällen begegnen wir durch gründliche und vorbeugende Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten am bestehenden Maschinenpark, eine risikoorientierte Ersatzteillagerung sowie die Schulung der Mitarbeiter. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen sowie durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren redundante Hardware- und Netzwerkkomponenten sowie eine moderne Infrastruktur die höchstmögliche Systemverfügbarkeit und höchste Sicherheit für unsere Datenbestände. Ferner wird das Risiko von Datenverlusten durch die tägliche Sicherung unserer relevanten Daten minimiert und Systemausfallzeiten werden durch den Einsatz eines entsprechend geschulten Teams so gut wie ausgeschlossen. Darüber hinaus haben wir zahlreiche technische und administrative Maßnahmen ergriffen, um unbefugten Zugriffen aus dem Internet entgegenzuwirken und unsere Daten zu schützen.
Personalrisiken
Die individuellen Fähigkeiten, die fachliche Kompetenz und das Engagement aller Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Besetzung offener Stellen sind somit auch für uns potenzielle Risiken. Dem Eintrittsrisiko, also dem Risiko, dass Personen, die für unser Unternehmen gesucht werden, nicht oder nicht zu dem gewünschten Termin gewonnen werden können, begegnen wir durch entsprechende Qualifizierungen jüngerer Mitarbeiter und rechtzeitige Nachfolgeregelungen. Aufgrund der absehbaren demografischen Entwicklung, aber auch im Hinblick auf erkennbare Fehlentwicklungen im Bildungsbereich, haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Dieses erfolgt unter anderem im Rahmen von Praktika, Abschlussarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen. Dem Risiko, dass Mitarbeiter nicht mehr den gestellten Anforderungen entsprechen, begegnen wir durch entsprechende Weiterbildungsangebote und Versetzungsmöglichkeiten im Unternehmen. Dem Austrittsrisiko, also dem Risiko, dass uns Mitarbeiter ungeplant verlassen oder die Erfahrungen und das Wissen bei Personalabgängen verloren geht, versuchen wir, durch attraktive Rahmenbedingungen und durch rechtzeitige Einarbeitung neuer Mitarbeiter Rechnung zu tragen.
Ergebnisbelastungen durch kurzfristige Absatzschwankungen begegnen wir mit unseren flexiblen Arbeitszeitmodellen, die es uns ermöglichen, schnell und angemessen zu reagieren und so negative Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren.
Bei länger andauernden Abweichungen sind negative Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung jedoch nicht völlig zu vermeiden, da die eingesetzten Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung dann an ihre Grenzen stoßen.
Darüber hinaus bestehen im Unternehmen weitere Risiken, die zurzeit als nicht wesentlich eingestuft werden. Insbesondere sind dabei mögliche Ausfallrisiken und Finanz- und Währungsrisiken zu nennen.
Ausfallrisiken
Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer Absicherung unserer wesentlichen Kundenforderungen durch eine Warenkreditversicherung. Per 31. Dezember 2018 waren über 90 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Warenkreditversicherung oder deutsche Finanzinstitute gedeckt. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften oder Garantien absichern.
Finanz- und Währungsrisiken
Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von 66 % sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine wesentlichen Finanzrisiken. Möglichen Devisenkursänderungen außerhalb der Eurozone begegnen wir dadurch, dass wir fast ausschließlich in Euro fakturieren. Lediglich die Verkäufe unserer Betriebsstätte in Großbritannien in der dortigen Landeswährung werden unterjährig durch entsprechende Devisengeschäfte abgesichert. Auf der Einkaufsseite werden Käufe auf US-Dollar-Basis durch entsprechende US-Dollar-Käufe gesichert.
Gesamtaussage zur Risikolage
Zusammenfassend weisen wir darauf hin, dass die vorstehend dargestellten Risiken nach unserer Einschätzung weder einzeln noch zusammen unseren Konzern in seiner Gesamtheit gefährden können.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick
auf den Rechnungslegungsprozess
Ziel unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten.
Die im Konzern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf die einzelnen Verantwortungsbereiche klar strukturiert. Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess im Wesentlichen beteiligten beiden Abteilungen, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind bezüglich der Abschlusserstellung klar getrennt.
Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.
Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform und des dort installierten einheitlichen Berichtswesens sowie standardisierter EDV-unterstützter Abläufe. Die daran beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Bei den wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessschritten wird das Vier-Augen-Prinzip durchgängig angewendet. Die verwendeten Systeme sind durch spezielle Sicherungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zugriffsberechtigungen werden funktionsbezogen vergeben. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Kontrollen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls zügig umgesetzt. Für die Erstellung von Pensionsgutachten und die Bearbeitung steuerrechtlicher Fragestellungen werden externe Dienstleister beauftragt.
Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine eindeutige Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, gegebenenfalls entdeckt und korrigiert werden.
Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Vergütungsgrundsätze und -strukturen sind so konzipiert, dass sie genügend Anreize bieten, die Gewinne des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Die Einzelheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses vom Aufsichtsrat vertraglich mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgelegt. Die monetären Vergütungsanteile enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die beiden Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus einer aus dem Jahresüberschuss abgeleiteten Ergebnisgröße der jeweiligen Sparte, zum anderen aus abgeleiteten Ergebnisgrößen der Westag & Getalit AG. Bei dem für die Zentralsparte verantwortlichen Vorstandsmitglied bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach einer aus dem Jahresüberschuss abgeleiteten Ergebnisgröße der Gesellschaft. Diese ist definiert als Ergebnis vor Körperschaftsteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.
Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Darüber hinaus ist die variable Vergütung mit einem Nachhaltigkeitsfaktor versehen. Dieser führt im Ergebnis dazu, dass dem jeweiligen Vorstandsmitglied nur ein Teilbetrag der variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr endgültig zusteht. Ob und inwieweit das jeweilige Vorstandsmitglied auch Anspruch auf den restlichen variablen Betrag hat, hängt davon ab, ob sich die Ergebnisentwicklung auch in den beiden Folgejahren fortsetzt oder nicht. Hierdurch soll ein weiterer Anreiz für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung gegeben werden.
Für außerordentliche, nicht vorhersehbare Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat sowohl Sonderzahlungen als auch eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Darüber hinaus enthalten alle Vorstandsverträge Obergrenzen für die variable Vergütung und die Gesamtbezüge. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird unter Berücksichtigung einer entsprechenden Abschlagszahlung jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, dass die Bezüge befristet fortgezahlt werden. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben. Ferner ist für die Vorstandsmitglieder eine D&O- sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen worden, für die die Gesellschaft die Versicherungsprämien trägt. Mit einem Vorstandsmitglied ist ferner eine Pensionsvereinbarung getroffen worden.
Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht. Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung unserer Gesellschaft geregelt. Danach erhalten diese eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 12.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss erhält jedes Ausschussmitglied zusätzlich eine jährliche Vergütung von 2.500 € je Ausschuss. Der Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats wird nicht gesondert vergütet. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet. Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat haben seit dem 31.08.2018 auf die Ihnen laut Satzung zustehende Vergütung verzichtet. Außerdem ist für die Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung abgeschlossen worden.
Erläuternder Bericht des Vorstands der Westag & Getalit AG
gemäß §§ 175 Absatz 2, 176 Absatz 1 AktG zu den übernahmerelevanten Angaben
nach §§ 289a Absatz 1, 315a Absatz 1 HGB zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018
Gemäß § 176 Abs. 1 S. 1 AktG in Verbindung mit § 175 Abs. 2 AktG erstattet der Vorstand der Westag & Getalit AG nachfolgend zum 31. Dezember 2018 gesondert Bericht zu den übernahmerelevanten Angaben nach den §§ 289a Abs. 1 und 315a Abs. 1 HGB.
Angaben gemäß §§ 289a Absatz 1, 315a Absatz 1 HGB
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 13.708.631,04 €. Es ist eingeteilt in 5.354.934 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in 2.860.000 Stamm- und 2.494.934 stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.
Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten - vorbehaltlich eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung - aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 AktG vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.
Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Die Westag & Getalit AG war bis zum 21.08.2018 ein verbundenes Unternehmen der Gethalia Foundation, Vaduz / Liechtenstein.
Mit Schreiben vom 09.11.2000 hatte uns die Syntalit AG, Baarer Straße 73, 6302 Zug, Schweiz, mitgeteilt, dass sie 44,4 % unserer Stammaktien erworben habe. Mit Schreiben vom 06.12.2000 hatte uns die Syntalit AG ferner mitgeteilt, dass sie weitere Stammaktien unserer Gesellschaft erworben habe und nunmehr 73,8 % unserer Stammaktien halte. Mit Schreiben vom 18.12.2006 hatte uns die Syntalit AG mitgeteilt, dass sie weitere Stammaktien unserer Gesellschaft erworben habe, am 12.12.2006 die Grenze von 75 % der Stimmrechte überschritten habe und 75,5 % der Stimmrechte an unserer Gesellschaft halte. Weiter hatte uns die Gethalia Foundation, c/o Prokurationsanstalt, Aeulestrasse 74, FL-9490 Vaduz, mit Schreiben vom 18.12.2006 mitgeteilt, dass sie Aktionärin der Syntalit AG ist und ihr sämtliche 75,5 % der Stimmrechtsanteile der Syntalit AG an unserer Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind. Mit Schreiben vom 23.12.2013 haben uns die beiden vorgenannten Gesellschaften mitgeteilt, dass die 75,5 % der Stammaktien und damit der Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,0 % beträgt.
Gemäß Mitteilung vom 23.12.2013 waren der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, 75,5 % der Stimmrechtsanteile unserer Gesellschaft zuzurechnen. Am 23.05.2018 teilte die Broadview Industries AG, c/o Hengeler Müller, Benrather Straße 18 - 20, 40213 Düsseldorf, mit, dass sie eine Vereinbarung mit der Gethalia Foundation über den Verkauf und die Übertragung sämtlicher von der Gethalia Foundation an der Westag & Getalit AG gehaltener Aktien, nämlich 75,5 % der ausgegebenen Stammaktien, unterzeichnet habe. Der Vollzug dieser Vereinbarung stehe lediglich unter der Bedingung der Freigabe der Kartellbehörden. Gleichzeitig kündigte die Broadview Industries AG an, den Aktionärinnen und Aktionären der Westag & Getalit AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle gehaltenen Stammaktien und Vorzugsaktien zu unterbreiten. Dieses freiwillige öffentliche Übernahmeangebot wurde am 11.06.2018 veröffentlicht.
Am 21.08.2018 teilte die Broadview Industries AG mit, dass an dem Tag sowohl das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot als auch die Vereinbarung mit der Gethalia Foundation über den Kauf und die Übertragung aller von der Gethalia Foundation an der Westag & Getalit AG gehaltener Aktien vollzogen wurde. Darüber hinaus wurde mitgeteilt, dass die Broadview Industries AG weitere Aktien unserer Gesellschaft erworben habe und zu dem Zeitpunkt 83,4 % der Stimmrechte und 58,3 % des gesamten Grundkapitals der Westag & Getalit AG halte. Nach dem Einzug der bisher vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien und der Herabsetzung des Grundkapitals hat sich dieser Anteil rechnerisch auf 62,3 % des gesamten Grundkapitals erhöht. Damit ist die Broadview Industries AG seit dem 21.08.2018 die Mehrheitsaktionärin der Westag & Getalit AG. Eine entsprechende Stimmrechtsmitteilung der HAL Trust, Hamilton, Bermuda, ist uns am 22.08.2018 zugegangen. Die Broadview Industries AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Broadview Industries B.V., ‘s-Hertogenbosch, Niederlande, die wiederum zur HAL-Gruppe gehört. Die Muttergesellschaft der HAL-Gruppe ist die HAL Trust, Hamilton, Bermuda. Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 21.08.2018 teilte uns die Gethalia Foundation mit, dass ihre Stimmrechtsanteile 0,0 % betragen.
Weitere meldepflichtige Änderungen des Bestands an Aktien der Westag & Getalit AG sind seither nicht an uns ergangen.
Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass im Geschäftsjahr 2018 keine Rechtsgeschäfte mit der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Zwischen der Westag & Getalit AG und der OOO Westag & Getalit gab es in 2018 Liefer- und Darlehensbeziehungen im fremdüblichen Umfang.
Zwischen der Broadview Industries AG einerseits und unserer Gesellschaft bzw. der OOO Westag & Getalit andererseits haben im Geschäftsjahr 2018 keine Rechtsgeschäfte stattgefunden.
Zwischen unserer Gesellschaft und anderen verbundenen Unternehmen der HAL-Gruppe sind in 2018 Warenlieferungen zu marktüblichen Preisen und Bedingungen bzw. in einem Fall für die Westag & Getalit AG unentgeltlich durchgeführt worden.
Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft
zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht, § 312 AktG)
Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden.“
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden.
Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands; Satzungsänderungen
Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 AktG maßgeblich.
Erwerb und Verwendung eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17.08.2020 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und gegebenenfalls einzuziehen.
Der Vorstand der Westag & Getalit AG hat am 30. Oktober 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, sämtliche von der Gesellschaft gehaltenen 365.066 Vorzugsaktien einzuziehen und das Grundkapital um 934.568,96 € herabzusetzen. Die Satzung wurde dementsprechend neu gefasst.
Die Eintragung der Satzungsänderung und der Änderung des Grundkapitals in das Handelsregister erfolgte am 25.02.2019.
Wesentliche Vereinbarungen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels vorsehen
Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebotes Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.
Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß §§ 289, 315a HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die nach §§ 289f, § 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.com/unternehmensfuehrung verfügbar.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.
Rheda-Wiedenbrück, den 6. März 2019
Westag & Getalit Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Beckers
Stenzel
Zumholte
Bilanz zum 31. Dezember 2018
Aktiva
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| 31.12.2018 T€ |
31.12.2017 T€ |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte | 1.256 | 1.327 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 22.443 | 23.343 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 31.570 | 30.873 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.805 | 16.242 |
| 4. Geleistete Anzahlugen und Anlagen im Bau | 2.590 | 4.990 |
| 75.408 | 75.448 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 1.200 | 1.200 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 |
| 1.200 | 1.200 | |
| 77.864 | 77.975 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 19.236 | 19.204 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 4.323 | 4.081 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 13.832 | 13.220 |
| 37.391 | 36.505 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 28.602 | 27.825 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 0 | 37 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhätlnis besteht | 23 | 5 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.531 | 1.629 |
| 31.156 | 29.496 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 11.621 | 16.911 |
| 80.168 | 82.912 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 166 | 85 |
| 158.198 | 160.972 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2018 T€ |
31.12.2017 T€ |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | ||
| 1. Stammaktien | 7.322 | 7.322 |
| 2. Vorzugsaktien | 6.387 | 6.387 |
| (davon gez. Kapital: T€ 6.387; Vorjahr: T€ 7.322) | ||
| (davon eigene Aktien: T€ 0,00; Vorjahr: T€ -935) | ||
| 13.709 | 13.709 | |
| II. Kapitalrücklage | 24.367 | 24.367 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 596 | 596 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 60.752 | 60.752 |
| 61.348 | 61.348 | |
| IV. Bilanzgewinn | 8.606 | 10.802 |
| 108.030 | 110.226 | |
| B. Sonderposten mit Rücklagenanteil | 144 | 154 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 21.688 | 19.770 |
| 2. Steuerrückstellungen | 39 | 60 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 16.796 | 16.741 |
| 38.523 | 36.572 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 205 | 205 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.368 | 9.202 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 68 | 0 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 4.860 | 4.613 |
| 11.501 | 14.021 | |
| 158.198 | 160.972 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
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| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 233.125 | 234.416 |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 516 | 608 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 423 | 413 |
| 234.064 | 235.437 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 2.421 | 1.811 |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 108.839 | 107.025 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 7.001 | 7.292 |
| 115.840 | 114.317 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 62.023 | 61.116 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 14.271 | 13.596 |
| 76.294 | 74.712 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 10.374 | 9.760 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 29.907 | 30.048 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 304 | 333 |
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 2 | 0 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen: T€ 2; Vorjahr: T€ 0) | ||
| 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 52 | 69 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | 347 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 712 | 721 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.519 | 2.694 |
| 15. Ergebnis nach Steuern | 2.197 | 5.051 |
| 16. Sonstige Steuern | 280 | 333 |
| 16. Jahresüberschuss | 1.916 | 4.718 |
| 17. Gewinnvortrag | 6.690 | 6.584 |
| 18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 0 | 500 |
| 19. Bilanzgewinn | 8.606 | 10.802 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2018
Vorbemerkungen
Die Westag & Getalit AG ist ein Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nummer HRB 5565 eingetragen.
Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgte in 2018 im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Düsseldorfer Börse. Der Vorstand der Westag & Getalit AG hat mit entsprechender Zustimmung des Aufsichtsrats am 22.11.2018 den Widerruf der Zulassung zur Börsennotierung im Prime Standard des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Die Deutsche Börse AG hat dem Antrag entsprechend am 04.12.2018 mit Wirkung zum 04.03.2019 diese Zulassung widerrufen. Seit dem 04.03.2019 erfolgt die Notierung im General Standard.
Die Westag & Getalit AG wird mit ihrer Tochtergesellschaft in den befreienden Konzernabschluss der HAL Trust, Hamilton, Bermuda, einbezogen. Die HAL Trust ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen der HAL-Gruppe aufstellt. Der Konzernabschluss ist unter www.halholding.com abrufbar. Die Westag & Getalit AG selbst erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen der HAL-Gruppe.
Der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktienrechts aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.
Angaben zur Bilanzierung
Der Jahresabschluss 2018 entspricht in seiner Darstellung und Gliederung der gesetzlichen Regelung des HGB. Soweit notwendige Angaben nicht in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen worden sind, erfolgen diese Angaben im Anhang. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnungen
Forderungen, Verbindlichkeiten und geleistete Anzahlungen in fremder Währung wurden nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Hierbei kommen die Nutzungszeiten von generell 3 bis 8 Jahren, in zwei Einzelfällen 15 bzw. 20 Jahre, zum Ansatz.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten, Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Unsere Abschreibungen richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der linearen Abschreibungsmethode. Sie betragen für Fabrik-, Geschäfts-, Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 20 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 10 Jahre.
Finanzanlagen
Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen wurden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, enthalten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In notwendigem Umfang wurden wie bisher Abwertungen vorgenommen, die insbesondere den Risiken, die durch Überalterung, Qualitätsminderung und andere eingeschränkte Verwertungsmöglichkeiten gegeben sind, Rechnung tragen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert oder zum niedrigeren Tageswert am Bilanzstichtag angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden, soweit erforderlich, Abschreibungen bzw. Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Wertminderungsrisiko wurde durch eine entsprechende Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Flüssige Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Termingelder wurden zum Nennwert bzw. bei Fremdwährungsguthaben zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.
Eigene Anteile
Der Nennbetrag der eigenen Anteile wurde in einer Vorspalte offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ein den Nennbetrag übersteigender Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös wird bis zur Höhe des mit den Gewinnrücklagen verrechneten Betrages dort eingestellt. Ein darüber hinaus gehender Differenzbetrag führt zu einer Einstellung in die Kapitalrücklage.
Sonderposten mit Rücklageanteil
Sie enthalten Rücklagen und Wertberichtigungen nach steuerlichen Vorschriften. Bei den Sonderposten mit Rücklageanteil handelt es sich ausschließlich um schon in den Vorjahren eingestellte Beträge.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen und Berücksichtigung der Vorschriften des § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach den "Heubeck Richttafeln 2018 G" unter Berücksichtigung der Projected-Unit-Credit-Methode bewertet. Der zugrunde gelegte Marktzinssatz in Höhe von 3,21 % (Vorjahr: 3,68 %) wurde unter der Annahme einer Restlaufzeit von 10 Jahren angesetzt. Des Weiteren wurde die erwartete Rentensteigerung unverändert mit 2,0 % p.a. und die Einkommenssteigerung mit 0,0 % p.a. angenommen. Die vollständige Zuführung des Unterschiedsbetrages aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG erfolgte in den Vorjahren unter der Berücksichtigung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB.
Übrige Rückstellungen
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend grundsätzlich mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert worden.
Latente Steuern
Bei dem Ansatz der latenten Steuern werden die sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz ergebenden Differenzen mit einem Steuersatz von 30 % bewertet. Auf steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern in der Höhe bilanziert, wie sie künftig nach realisiert werden können. Die Bewertung erfolgt mit dem jeweilig anzuwendenden Ertragssteuersatz. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht. Vom Wahlrecht zum Ansatz der nach Verrechnung verbleibenden aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sind in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Derivate
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. Sofern notwendig, erfolgt eine entsprechende bilanzielle Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken.
Weitere Angaben zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses
Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2018 ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen.
Die unter Finanzanlagen bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen:
Am 31.12.2018 werden 100 % der Anteile an dem Tochterunternehmen OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation, gehalten. Der Wertansatz der Anteile war zum Bilanzstichtag sowie im Vorjahr vollständig wertberichtigt. Das Nennkapital dieser Gesellschaft, die sich zum 31.12.2018 in Liquidation befand, belief sich ursprünglich auf umgerechnet 326 T€. Ihr Eigenkapital beträgt zum 31.12.2018 null (Vorjahr: 68 T€). Sanierungsbedingt ergab sich ein positives Ergebnis von 214 T€ (Vorjahr: -230 T€). Die Liquidation der Gesellschaft ist bisher im russischen Unternehmensregister noch nicht eingetragen worden.
Des Weiteren wurden zum Bilanzstichtag 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen (im Folgenden "AKP") gehalten, die unter den Beteiligungen ausgewiesen werden. AKP ist ein Produzent von Arbeitsplatten aus unterschiedlichen Materialien.
Der letzte verfügbare Jahresabschluss ist der Abschluss zum 31.12.2017. Danach beläuft sich das gezeichnete Kapital der Gesellschaft auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€). Ihr Eigenkapital beträgt zum 31.12.2017 insgesamt 5.450 T€ (Vorjahr: 4.713 T€). Im Geschäftsjahr 2017 konnte ein Jahresüberschuss i.H.v. 1.416 T€ (Vorjahr: 1.273 T€) erzielt werden.
2. Umlaufvermögen
2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 723 T€.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
3. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Der Vorstand hat am 30.10.2018 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18.08.2018 eine Herabsetzung des Grundkapitals um 934.568,96 EUR auf 13.708.631,04 EUR durch Einziehung von eigenen Aktien beschlossen. Das Grundkapital setzt sich ausschließlich aus Inhaberaktien zusammen.
Inhaber-Aktien
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| Anzahl Stückaktien | Betrag in T€ |
|
|---|---|---|
| Stammaktien | 2.860.000 | 7.322 |
| Vorzugsaktien | 2.494.934 | 6.387 |
| 5.354.934 | 13.709 |
Hinsichtlich der Rechte und Pflichten in Verbindung mit den verschiedenen Aktiengattungen sowie den Rückkauf eigener Anteile verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht gemäß § 289a HGB.
Die Westag & Getalit AG kaufte bis zum 31.12.2017 im Rahmen einer Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Anteile zurück. Der Vorstand der Westag & Getalit AG hat am 31. Oktober 2018 beschlossen, sämtliche von der Gesellschaft gehaltenen 365.066 Vorzugsaktien einzuziehen und das Grundkapital herabzusetzen. Die Satzung wurde dementsprechend neu gefasst. Der Einzug der Aktien und die Herabsetzung des Grundkapitals wurden wirksam mit dem Austausch der Globalurkunde am 8. November 2018. Die Eintragung der Satzungsänderung und der Änderung des Grundkapitals in das Handelsregister erfolgte am 25.02.2019.
Die Westag & Getalit AG war bis zum 21.08.2018 ein verbundenes Unternehmen der Gethalia Foundation, Vaduz / Lichtenstein.
Am 23.05.2018 teilte die Broadview Industries AG, c/o Hengeler Müller, Benrather Straße 18 - 20, 40213 Düsseldorf, mit, dass sie eine Vereinbarung mit der Gethalia Foundation über den Verkauf und die Übertragung sämtlicher von der Gethalia Foundation an der Westag & Getalit AG gehaltener Aktien, nämlich 75,5 % der ausgegebenen Stammaktien, unterzeichnet habe. Der Vollzug dieser Vereinbarung stehe lediglich unter der Bedingung der Freigabe der Kartellbehörden. Gleichzeitig kündigte die Broadview Industries AG, Düsseldorf, an, den Aktionärinnen und Aktionären der Westag & Getalit AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle gehaltenen Stammaktien und Vorzugsaktien zu unterbreiten. Dieses freiwillige öffentliche Übernahmeangebot wurde am 11.06.2018 veröffentlicht.
Am 21.08.2018 teilte die Broadview Industries AG, Düsseldorf, mit, dass an dem Tag sowohl das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot als auch die Vereinbarung mit der Gethalia Foundation über den Kauf und die Übertragung aller von der Gethalia Foundation an der Westag & Getalit AG gehaltenen Aktien vollzogen wurde. Darüber hinaus wurde mitgeteilt, dass die Broadview Industries AG weitere Aktien unserer Gesellschaft erworben habe und zu dem Zeitpunkt 58,3 % des gesamten Grundkapitals der Westag & Getalit AG und 83,4 % der Stimmrechte halte. Damit ist die Broadview Industries AG seit dem 21.08.2018 die Mehrheitsaktionärin der Westag & Getalit AG. Eine entsprechende Stimmrechtsmitteilung der HAL Trust, Hamilton, Bermuda, ist uns am 22.08.2018 zugegangen. Die Broadview Industries AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Broadview Industries B.V., ‘s-Hertogenbosch, Niederlande, die wiederum zur niederländischen HAL-Gruppe gehört. Die Muttergesellschaft der HAL-Gruppe ist die HAL Trust, Hamilton, Bermuda. Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 21.08.2018 teilte uns die Gethalia Foundation mit, dass ihre Stimmrechtsanteile 0,0 % betragen.
Weitere meldepflichtige Änderungen des Bestands an Aktien der Westag & Getalit AG sind seither nicht bei der Gesellschaft eingegangen.
Der Bestand der eigenen Aktien hat sich wie folgt entwickelt:
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| 2018 | 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bestand am 1. Januar | 365.066 | Stück | 340.827 | Stück |
| Anzahl Käufe | 0 | Stück | 24.239 | Stück |
| Einzug und Kapitalherabsetzung | -365.066 | Stück | 0 | Stück |
| Bestand am 31. Dezember | 0 | Stück | 365.066 | Stück |
| Anteil am Grundkapital | 0 | % | 6,4 | % |
| Weitergabezeitpunkt | - | - | ||
| Erwerbspreis (durchschnittlich seit Ersterwerb) | 0 | €/Stück | 13,69 | €/Stück |
Eigene Aktien dürfen auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18.08.2015 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden.
Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Überleitung auf den Bilanzgewinn ist nachfolgend dargestellt:
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| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 1.916 | 4.718 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.690 | 6.584 |
| Einstellungen in die Gewinnrücklagen | 0 | -500 |
| Bilanzgewinn 31.12. | 8.606 | 10.802 |
4. Sonderposten mit Rücklageanteil
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| 31.12.2018 T€ |
31.12.2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gemäß § 6b EStG | 77 | 81 |
| Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gemäß Abschnitt 35 EStR | 67 | 73 |
| 144 | 154 |
Der Sonderposten mit Rücklagenanteil wurde gemäß § 281 Abs. 1 HGB a.F. und § 273 i.V.m. § 247 Abs. 3 HGB a.F. gebildet. Durch den Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit durch das BilMoG ist die Möglichkeit, handelsrechtlich weitere Einstellungen in den Sonderposten vorzunehmen, ausgeschlossen. Die Westag & Getalit AG führt in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG (Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB) die Werte des Sonderpostens mit Rücklageanteil, unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften in der bis zum 28. 05.2009 geltenden Fassung des HGB, fort. Darin enthalten sind Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gemäß § 6b EStG sowie steuerliche Rücklagen gemäß § 6b EStG. Aufgrund der Veränderung dieser Rücklagen bzw. Wertberichtigungen hat sich der Jahresüberschuss der AG um 9 T€ (Vorjahr: 11 T€) erhöht. Die entsprechende Ertragsteuerbelastung beträgt ca. 30 %.
5. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 21.688 T€.
Am 26.02.2016 hat der Bundesrat das „Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften“ gebilligt. Das Gesetz ist am 16. 03.2016 verkündet worden und am 17. 03.2016 in Kraft getreten. Im Zuge des Gesetzes wurde § 253 HGB hinsichtlich der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert und der Zeitraum, über den der Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Pensionsrückstellungen berechnet wird, von sieben auf zehn Jahre verlängert.
Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB n.F. ist die Neufassung des § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss der Gesellschaft zu 31.12.2016 anzuwenden. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung hinsichtlich der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes i.S.d. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre im Geschäftsjahr 2018 3.357 T€ und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden erstmals die neuen Richttafeln RT 2018 G angewendet. Die Erfolgsauswirkungen waren sofort in voller Höhe zu erfassen. Der Ausweis erfolgte innerhalb des im Personalaufwand zu erfassenden Zuführungsbetrages.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken in angemessenem Umfang Rechnung und enthalten:
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| 31.12.2018 T€ |
31.12.2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Rückstellungen Kundenboni | 11.261 | 10.667 |
| Rückstellungen für Personalzeitsalden | 1.478 | 1.528 |
| Reklamationen und Gewährleistungen | 1.321 | 1.320 |
| Jubiläumszuwendungen | 582 | 563 |
| ausstehende Urlaubsverpflichtungen | 534 | 549 |
| Sonstige Personalverpflichtungen (Tantiemen, Abfindungen, Prämien) | 782 | 1.164 |
| Übrige | 838 | 950 |
| Summe | 16.796 | 16.741 |
6. Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
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| 31.12.2018 T€ |
31.12.2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Steuern | 2.438 | 2.444 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 85 | 85 |
7. Latente Steuern
Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| Aktive latente Steuern 31.12.2018 T€ |
Aktive latente Steuern 31.12.2017 T€ |
||
|---|---|---|---|
| Wertberichtigung Anlagevermögen | |||
| - Technische Anlagen | -465 | -582 | |
| - Andere Anlagen | -128 | -154 | |
| Pensionsrückstellungen | 2.701 | 2.157 | |
| Bonusrückstellungen vergangene Jahre | 25 | 17 | |
| Jubiläumsrückstellungen | 23 | 23 | |
| Summe | 2.156 | 1.461 |
Es wurde von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern verzichtet.
Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung
8. Umsatzerlöse
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| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Regionen | ||
| Inland | 175.265 | 179.833 |
| Ausland | 57.860 | 54.583 |
| Summe | 233.125 | 234.416 |
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| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen | ||
| Türen/Zargen | 125.376 | 126.870 |
| Oberflächen/Elemente | 103.256 | 100.551 |
| Energieerzeugung | 3.924 | 6.572 |
| Zentrale | 569 | 423 |
| Summe | 233.125 | 234.416 |
9. Sonstige betriebliche Erträge
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| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Periodenfremde Erträge | 1.029 | 790 |
| Versicherungserstattungen | 413 | 524 |
| Sachbezüge | 401 | 375 |
| Fremdwährungserträge | 105 | 20 |
| Erträge aus Abgang von Sachanlagen | 84 | 62 |
| Erträge aus der Auflösung des SoPo | 10 | 10 |
| Übrige Erträge | 379 | 30 |
| Summe | 2.421 | 1.811 |
Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von personalbezogenen Rückstellungen und Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Bei den übrigen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
10. Materialaufwand
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| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 108.839 | 107.025 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 7.001 | 7.292 |
| Summe | 115.840 | 114.317 |
11. Personalaufwand/Mitarbeiter
Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 2.100 T€ (Vorjahr: 1.505 T€).
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| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Auszubildende) | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Angestellte | 361 | 364 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 892 | 871 |
| Summe | 1.253 | 1.235 |
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Ausgangsfrachten | 11.824 | 11.110 |
| Fremdreparaturen und Wartungen | 6.265 | 5.400 |
| Fremdlöhne für Fertigung und Gemeinkosten | 2.687 | 4.493 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.654 | 1.003 |
| Versicherungen, Beiträge und Gebühren | 1.510 | 1.299 |
| Werbe- und Messekosten | 1.389 | 2.154 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 882 | 596 |
| Reisekosten | 547 | 607 |
| Porto, Büromaterial und Telefon | 458 | 490 |
| Kfz-Kosten | 379 | 382 |
| Miete, Pacht, Leasing | 331 | 392 |
| Übrige Aufwendungen | 1.981 | 2.122 |
| Summe | 29.907 | 30.048 |
Der Posten "Fremdreparaturen und Wartungen" beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Reparaturmaßnahmen von Betrieb- und Geschäftsausstattung sowie Maschinen i.H.v. 4.411 T€ (Vorjahr: 3.462 T€) sowie an Gebäuden i.H.v. 813 T€ (Vorjahr: 900 T€). Unter den Fremdlöhnen für Fertigung werden im Wesentlichen Aufwendungen für im Produktionsprozess eingesetzte Personaldienstmitarbeiter ausgewiesen. Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen i.H.v. 305 T€ (Vorjahr: 275 T€) und Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen i.H.v 22 T€ (Vorjahr: 208 T€).
13. Finanzergebnis
Das Finanzergebnis enthält die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie die Zinserträge und Zinsaufwendungen. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 712 T€ (Vorjahr: 721 T€) enthalten.
14. Steuern
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| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.519 | 2.694 |
| Sonstige Steuern | 280 | 333 |
| Summe | 1.799 | 3.027 |
15. Sonstige Angaben
15.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2018 T€ |
31.12.2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Bestellobligo | 1.974 | 5.257 |
| Stromeinkaufsgeschäfte | 804 | 831 |
| Gaseinkaufsverträge | 0 | 1.291 |
| Miet- und Pachtverpflichtungen | 611 | 327 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 167 | 144 |
| Summe | 3.557 | 7.850 |
Innerhalb der kommenden zwölf Monate sind aufgrund der bestehenden Verpflichtungen Zahlungen in Höhe von 2.632 T€ (Vorjahr: 6.480 T€) zu leisten.
In den Miet- und Pachtverpflichtungen sind Aufwendungen für ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 55 Jahren in Höhe von 185 T€ enthalten (Vorjahr: 185 T€), das mit 5 % abgezinst wird.
15.2 Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestehen zum Bilanzstichtag in Form von kurzfristigen US-Dollar-Terminkäufen bzw. Kaufoptionen mit einem Volumen in Höhe von 600 T$ (Vorjahr: 1.000T$) sowie kurzfristigen GBP-Terminverkäufen in Höhe von 1.400 T£ (Vorjahr: 1.400 T£). Der beizulegende Wert der derivativen Finanzinstrumente beträgt 51 T€ (Vorjahr: -53 T€).
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktwerte ermittelt.
15.3 Organe der Gesellschaft
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| Vorstand | Aufsichtsrat |
|---|---|
| Wilhelm Beckers, Herzebrock-Clarholz Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik Vorstandsvorsitzender Leiter der Sparte Türen/Zargen | Matthijs Schoten, Vught / Niederlande CEO der Broadview Holding B.V., ‘s-Hertogenbosch / Niederlande Vorsitzender (seit dem 31.08.2018) |
| Christopher Stenzel, Gütersloh Diplom-Kaufmann Finanzvorstand Leiter des Zentralbereichs | Joris Beerman, Apeldoorn / Niederlande Legal Counsel der Broadview Holding B.V., ‘s-Hertogenbosch / Niederlande Stellvertretender Vorsitzender (seit dem 31.08.2018) |
| Rainer Zumholte, Marienfeld Industriekaufmann Leiter der Sparte Oberflächen/Elemente (seit dem 01.07.2018) | Stefano Mion, Sorbolo / Italien CEO der Arpa Industriale S.p.A., Bra / Italien (seit dem 31.08.2018) |
| Dietmar Lewe, Rietberg * Industriemeister der Holzverarbeitung Betriebsratsvorsitzender | |
| Kevin Zehles, Rheda-Wiedenbrück * Holzbearbeitungsmechaniker Freigestelltes Betriebsratsmitglied (seit dem 31.08.2018) | |
| Klaus Pampel, Meerbusch Kaufmann Vorsitzender (bis zum 31.08.2018) | |
| Pedro Holzinger, Rheda-Wiedenbrück Kaufmann Stellvertretender Vorsitzender bis 31.08.2018 (Aufsichtsratsmitglied bis zum 25.10.2018) | |
| Dr. Joachim Schönbeck, Krefeld Diplom-Ingenieur Mitglied des Vorstands der Andritz AG, Graz / Österreich (bis zum 31.08.2018) | |
| Heinz-Georg Großerohde, Rheda-Wiedenbrück * Fachkraft für Arbeitssicherheit (bis zum 31.08.2018) | |
| * Vertreter der Arbeitnehmer |
Dr. Joachim Schönbeck war bis zu seinem Ausscheiden am 31.08.2018 Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften:
Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Paper Machinery Ltd., Kanada; ANDRITZ AB, Schweden; ANDRITZ Inc., USA.
Heinz-Georg Großerohde war bis zu seinem Ausscheiden am 31.08.2018 Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften:
FARE gGmbH - Fortbildungs Akademie Reckenberg-Ems; Flora Westfalica GmbH.
Matthijs Schoten ist auch Mitglied im Aufsichtsrat der Arpa Industriale, S.p.A., Bra/Italien.
15.4 Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
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| Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands | 2018 T€ |
2017 T€ |
|---|---|---|
| Gesamtbezüge des Aufsichtsrats | 90 | 120 |
| Gesamtbezüge des Vorstands | 877 | 946 |
| Beratungsleistungen (Aufsichtsräte) | 110 | 120 |
| Kurzfristige fällige Leistungen | 1.077 | 1.186 |
| Im Pensionsaufwand enthaltener Dienstzeitaufwand für Vorstandsmitglieder | 18 | 18 |
| Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen sowie für aktive Vorstandsmitglieder | 5.735 | 5.962 |
| Gesamtbezüge für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen | 486 | 608 |
In der Hauptversammlung vom 18. August 2015 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5-8 HGB sowie §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5-8 HGB für die Geschäftsjahre 2015 - 2019 nicht erfolgen müssen.
16. Corporate Governance Kodex
Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Fassung vom 07.02.2017) abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.
17. Abschlussprüferhonorar
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:
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| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 140 | 119 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 42 |
| Sonstige Leistungen | 89 | 33 |
| 229 | 194 |
Die sonstigen Leistungen des Abschlussprüfers bezogen sich auf Beratungsleistungen im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots für die Aktien der Gesellschaft. Diese Dienstleistungen wurden vor der Wahl zum Abschlussprüfer der Gesellschaft erbracht.
18. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes
Für das Geschäftsjahr 2018 ergibt sich ein Bilanzgewinn von € 8.606.128,25, der sich wie folgt zusammensetzt:
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| € | |
|---|---|
| Jahresüberschuss 2018 | 1.916.516,36 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.689.611,89 |
| Bilanzgewinn | 8.606.128,25 |
Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
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| € | |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von € 0,12 je Stammaktie | 343.200,00 |
| Ausschüttung einer Dividende von € 0,18 je Vorzugsaktie | 449.088,12 |
| 792.288,12 | |
| Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung | 7.813.840,13 |
| Bilanzgewinn | 8.606.128,25 |
Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.494.934 Stück nennwertloser Stückaktien.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, liegen nicht vor.
Rheda-Wiedenbrück, den 6. März 2019
Westag & Getalit Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wilhelm Beckers
Christopher Stenzel
Rainer Zumholte
Entwicklung des Anlagevermögens 2018
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| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||
|---|---|---|---|
| 01.01.2018 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||
| entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.957 | 380 | 7 |
| 4.957 | 380 | 7 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 65.827 | 404 | 0 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 137.611 | 1.494 | 1.162 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 94.361 | 5.522 | 1.250 |
| 4. Geleistete Anzahlugen und Anlagen im Bau | 4.990 | 2.522 | 0 |
| 302.789 | 9.942 | 2.412 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 307 | 0 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 40 | 80 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 1.200 | 0 | 0 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 |
| 1.200 | 0 | 0 | |
| 308.946 | 10.322 | 2.419 |
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| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||
|---|---|---|
| Umbuchungen | 31.12.2018 T€ |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 146 | 5.476 |
| 146 | 5.476 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 43 | 66.274 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.456 | 141.399 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und | 0 | |
| Geschäftsausstattung | 1.278 | 99.911 |
| 4. Geleistete Anzahlugen und Anlagen im Bau | 4.922 | 2.590 |
| 9.699 | 310.174 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 307 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 120 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 1.200 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 |
| 0 | 1.627 | |
| 9.845 | 317.277 |
scroll
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2018 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
31.12.2018 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.630 | 597 | 7 | 4.220 |
| 3.630 | 597 | 7 | 4.220 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 42.484 | 1.347 | 0 | 43.831 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 106.738 | 4.251 | 1.162 | 109.828 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 78.119 | 4.179 | 1.192 | 81.106 |
| 4. Geleistete Anzahlugen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 227.341 | 9.777 | 2.354 | 234.765 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 307 | 0 | 0 | 307 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 40 | 80 | 0 | 120 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 347 | 80 | 0 | 427 | |
| 231.318 | 10.454 | 2.361 | 239.412 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2018 T€ |
31.12.2017 T€ |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.256 | 1.327 |
| 1.256 | 1.327 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 22.443 | 23.343 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 31.570 | 30.873 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.805 | 16.242 |
| 4. Geleistete Anzahlugen und Anlagen im Bau | 2.590 | 4.990 |
| 75.408 | 75.448 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 1.200 | 1.200 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 |
| 1.200 | 1.200 | |
| 77.864 | 77.975 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westag & Getalit AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
(1) Bewertung des Umlaufvermögens
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
① Sachverhalt und Problemstellung
② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
(1) Bewertung des Umlaufvermögens
① Im Jahresabschluss der Westag & Getalit AG werden Vorräte mit einem Betrag von insgesamt T€ 37.391 sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von insgesamt T€ 31.156 ausgewiesen. Die beiden Posten haben insgesamt einen Anteil von 43,3 % der Bilanzsumme und 63,4 % des Eigenkapitals.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die direkt zurechenbaren Kosten des Produktionsprozesses sowie angemessene Teile der Produktionsgemeinkosten. Die Ermittlung der Bewertungsparameter, insbesondere zur Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse, erfolgt zu großen Teilen in Tabellenkalkulationen und zu einem geringeren Teil in einem EDV-gestützten Verfahren. Notwendige Abwertungen für Überalterung, Qualitätsminderung und andere Verwertungsrisiken, die sich aus dem Grundsatz der vorsichtigen Bewertung ergeben, werden durch EDV-gestützte Abwertungsroutinen und ergänzende Einzelabwertungen ermittelt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden zum Nennbetrag oder mit dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen erfasst. Die Bemessung der Einzelwertberichtigungen wird durch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter sowie der Einschätzung zu einzelnen Rechtsstreitigkeiten bestimmt. Für latente Ausfallrisiken werden Pauschalwertberichtigungen in Höhe der erwarteten Forderungsausfälle gebildet.
Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da die Bewertung des Umlaufvermögens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.
② Im Rahmen der Prüfung haben wir uns ein Verständnis über den Prozess der Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten und möglicher Abwertungsbedarfe verschafft und das Vorgehen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung latenter und akuter Ausfallrisiken beurteilt.
Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir unter anderem die Angemessenheit des Prozesses in Bezug auf die Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie möglicher Abwertungsbedarfe und die Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollmaßnahmen einschließlich des zum Einsatz kommenden EDV-Systems der Gesellschaft in Bezug auf die Bewertung des Vorratsvermögens beurteilt. Hierzu haben wir auch unsere internen Spezialisten aus dem Bereich Risk Assurance Solutions eingebunden. Im Rahmen der aussagebezogenen Prüfungshandlungen haben wir neben analytischen Prüfungshandlungen unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung der Ermittlung der Herstellungskosten nachvollzogen und weitere Prüfungshandlungen auf Stichprobenbasis definiert. Die Prüfungshandlungen umfassten vor allem die kritische Würdigung der Ergebnisse der Abwertungsroutinen, die Befragung der für die Vorratsbewertung verantwortlichen Mitarbeiter zur Plausibilität der getroffenen Annahmen und Schätzungen über die mögliche Verwertbarkeit der Vorräte sowie den Vergleich der Schätzungen mit den vorgenommenen Abwertungen in den Vorjahren.
Zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wir uns im Rahmen unserer Prüfung unter anderem ein Verständnis über den Vertriebsprozess verschafft und die diesbezüglich eingerichteten Kontrollmaßnahmen der Gesellschaft auf ihre Wirksamkeit untersucht. Anhand von aussagebezogenen analytischen Prüfungshandlungen haben wir die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beurteilt. Wir haben aussagebezogene Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Werthaltigkeit von sonstigen Vermögensgegenständen durchgeführt. Dabei haben wir unter anderem die von der Gesellschaft durchgeführten Werthaltigkeitsbeurteilungen nachvollzogen und gewürdigt. Die Ermittlung der erwarteten Ausfallrisiken haben wir nachvollzogen.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
③ Zu den Posten Vorräte sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände einschließlich der damit zusammenhängenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Angaben im Anhang sowie auf die im Anhang enthaltenen weitergehenden Erläuterungen zu den Posten Vorräte und Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB.
Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 31. August 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Volker Voelcker.
Bielefeld, den 8. März 2019
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer
ppa. Peter Tiessen, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde am 15. März 2019 festgestellt.