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Westag AG Audit Report / Information 2009

Apr 12, 2010

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Audit Report / Information

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WESTAG & GETALIT AG

Rheda-Wiedenbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht

Geschäftsverlauf 2009

Das Geschäftsjahr 2009 war wie schon 2008 stark durch die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Ausgehend von der Subprime-Krise in den USA haben die Finanzmärkte erheblich an Vertrauen eingebüßt, was zu fallenden Kursen an den Börsen, Finanzmittelknappheit bei den Banken und deutlichen Rückgängen bei den Auftragseingängen in der Realwirtschaft führte. Insbesondere im ersten Quartal 2009 war die allgemeine Stimmung an den Märkten katastrophal. Später beruhigten sich die Marktteilnehmer basierend auf einer Erholung der Aktienmärkte und der Erkenntnis, dass die schlimmsten Befürchtungen durch massive Staatseingriffe zunächst abgewendet worden waren.

Die internationale Bauwirtschaft hat stark unter der Krise gelitten. Dabei kamen vor allem zwei Faktoren zum Tragen: Zum einen hat sich in vielen Staaten bedingt durch die hohe Bauaktivität der Vorjahre eine Sättigung mit starkem Angebotsüberhang eingestellt. Zum anderen hat die Geldmittelverknappung zu Schwierigkeiten bei der Finanzierung neuer Objekte geführt. Vor allem in einigen unserer wichtigen Auslandsmärkte in Europa hatten beide Faktoren drastische Rückgänge bei den Bauaktivitäten zur Folge. Auch Deutschland hat sich diesem negativen Trend nicht entziehen können. Der Auftragseingang für den Hochbau hat sich entsprechend den Zahlen des statistischen Bundesamts in 2009 um 13 % gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Vor diesem Hintergrund hat auch die Westag & Getalit AG deutliche Einbußen erlitten. Der Umsatz unserer Gesellschaft in 2009 reduzierte sich um 11,0 % auf 201,4 Mio. € (Vorjahr 226,2 Mio. €). Dabei hat es unseren Exportumsatz erheblich stärker als das Inlandsgeschäft getroffen. Während unser Inlandsgeschäft um 5,1 % nachgab und sich damit – trotz Verlusten – besser als der Gesamtmarkt darstellte, haben sich die Auslandsumsätze um 29,1 % reduziert.

Sperrholz/Schalung

Die Wirtschaftskrise hat die europäischen Kunden unserer Sparte Sperrholz/Schalung hart getroffen. Viele Großobjekte konnten nicht realisiert werden, weil die Wirtschaftlichkeit oder die Finanzierung nicht mehr sichergestellt werden konnte. Darunter litten auch die Systemschalungshersteller, was sich wiederum deutlich auf unseren Absatz auswirkte. Auch die Nutzfahrzeugindustrie verzeichnete erhebliche Einbrüche im Auftragseingang, wodurch leider auch der Absatz unserer Fahrzeugplatten litt.

Die Sparte musste daher im Geschäftsjahr 2009 einen Rückgang des Umsatzes um 31,1 % auf 31,8 Mio. € hinnehmen (Vorjahr 46,2 Mio. €). Der Exportumsatz reduzierte sich von 14,7 Mio. € um 47,7 % auf 7,7 Mio. €. Die Exportquote sank von 31,9 % auf 24,2 %.

Türen/Zargen

Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage und der Probleme in der europäischen Bauindustrie hat sich unsere Sparte Türen/Zargen erfolgreich behauptet. Der nicht unerhebliche Rückgang in einigen angestammten Exportländern konnte durch Neuakquisitionen in anderen Märkten nahezu kompensiert werden. Trotz nachlassender Nachfrage ist es gelungen, im Inland durch Sortimentserweiterungen den Vorjahresumsatz leicht zu steigern, somit auch den Marktanteil zu erhöhen. In gewissem Umfang haben hier die staatlichen Stützungsmaßnahmen aus dem Konjunkturprogramm im Bausektor einen Einfluss gehabt.

Die Sparte konnte vor diesem Hintergrund den Umsatz in 2009 leicht um 1,1 % auf 93,6 Mio. € steigern (Vorjahr 92,6 Mio. €). Der Exportumsatz ging um 2,5 % auf 11,1 Mio. € zurück (Vorjahr 11,4 Mio. €). Die Exportquote lag bei 11,8 % (12,3 %).

Laminate/Elemente

Die Sparte Laminate/Elemente hat traditionell einen hohen Exportanteil und wurde daher stark vom konjunkturellen Einbruch der Bauindustrie in Europa tangiert. Das Inlandsgeschäft verhielt sich deutlich stabiler. Trotzdem mussten wir auch hier konjunkturbedingte Einbußen hinnehmen.

Der Umsatz der Sparte hat sich entsprechend in 2009 um 16,5 % auf 69,8 Mio. € reduziert (Vorjahr 83,6 Mio. €). Der Exportumsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 30,1 % auf 20,5 Mio. € stark zurück (Vorjahr 29,3 Mio. €), die Exportquote belief sich auf 29,3 % (Vorjahr 35,0 %).

Export

Die Exportumsätze der Westag & Getalit AG haben sich mit einem Rückgang von 29,1 % auf 39,2 Mio. € im Berichtsjahr ganz erheblich reduziert (Vorjahr 55,4 Mio. €). Die Exportquote des Unternehmens sank in der Folge von 24,5 % im Vorjahr auf 19,5 % in 2009.

Hintergrund für diese negative Entwicklung war ein Auslandsgeschäft, das sich außerordentlich schwierig entwickelt hat. In nahezu allen europäischen Ländern hat sich die Finanzkrise geradezu dramatisch auf die Bautätigkeit ausgewirkt. Hinzu kamen bei mehreren Nicht-EU-Ländern Probleme mit verschlechterten Währungsrelationen, die die Importe ausländischer Waren zusätzlich verteuerten. Insbesondere die Geschäfte mit unseren wichtigen Kunden in Großbritannien und im osteuropäischen Raum waren von diesen Entwicklungen betroffen.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Beschäftigten bei der Westag & Getalit AG wurde im Geschäftsjahr auf 1.226 verringert (Vorjahr 1.262). Hierin beinhaltet ist eine Erhöhung der Anzahl unserer Auszubildenden auf 63 (Vorjahr 57). Die Verringerung der Zahl unserer Mitarbeiter erfolgte über die Reduzierung befristeter Arbeitsverträge und die Nutzung natürlicher Fluktuation. Darüber hinaus erfolgte eine Anpassung der Beschäftigung an die geringere Nachfrage über ein neues Arbeitszeitmodell im gewerblichen Bereich sowie über die Einführung von Kurzarbeit in großen Teilen des Angestelltenbereichs. Trotzdem erhöhte sich die Personalaufwandsquote infolge des erheblichen Umsatzrückgangs auf 31,6 % (Vorjahr 27,9 %).

Das neue Arbeitszeitmodell im gewerblichen Bereich, der sogenannte Westag-Korridor, ist seit dem 01.01.2009 im Einsatz und erlaubt eine erheblich stärkere Flexibilisierung der Arbeitszeit als bisher. So ist es möglich, über entsprechende Arbeitszeitkonten Beschäftigungsschwankungen im Jahr ebenso wirkungsvoll auszugleichen wie über das einzelne Geschäftsjahr hinaus. Für das Unternehmen ergibt sich der Vorteil einer hohen Flexibilität. Der Mitarbeiter partizipiert über die weitgehende Verstetigung des Lohns und die nochmals höhere Sicherheit des Arbeitsplatzes. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 mit deutlich schwankenden Kapazitätsauslastungen haben sich die Vorteile des Modells voll ausgewirkt und unter anderem vermieden, dass in unseren Fertigungsabteilungen Kurzarbeit angeordnet werden musste oder betriebsbedingte Kündigungen notwendig wurden.

Ertragslage

Das Ergebnis vor EE-Steuern betrug im Berichtsjahr 14,9 Mio. € und sank damit um 2,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 15,3 Mio. €. Wesentliche Ursache für das gesunkene Ergebnis ist der um 11 % reduzierte Umsatz. Allerdings zeigt der Vergleich, dass sich das Ergebnis deutlich unterproportional zum Umsatz nach unten entwickelt hat. Dies ist das erfreuliche Ergebnis einer ganzen Reihe konsequenter Kostensparmaßnahmen, die sich im Jahresverlauf immer stärker positiv ausgewirkt haben.

Der größte einzelne Kostenblock ist der Materialaufwand. Die entsprechende Quote hat sich mit 47,3 % erheblich gegenüber dem Vorjahreswert von 51,4 % verbessert. Dies ist neben marktbedingten Preisreduzierungen bei den eingesetzten Rohstoffen auch auf eine Reihe konstruktiver Maßnahmen sowie teilweise veränderte Einkaufsstrategien zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote hat sich hingegen auf 31,6 % erhöht (Vorjahr 27,9 %).

Die Abschreibungen stiegen aufgrund der starken Investitionstätigkeit des Vorjahres in 2009 auf 9,4 Mio. € an (Vorjahr 9,0 Mio. €). Der Sonstige betriebliche Aufwand sank von 26,0 Mio. € in 2008 auf 21,4 Mio. € im Berichtsjahr. Wesentliche Einsparungen ergaben sich bei den Frachten, dem geringeren Einsatz von Personaldienstleistern und den Instandhaltungsaufwendungen.

Wie erwartet hat sich der Beitrag der KWK-Anlage zum Gesamtergebnis der Westag & Getalit AG durch den höheren Stromverkauf deutlich erhöht. Dies ist das erfreuliche Resultat der umfangreichen Investition aus dem Vorjahr in eine neue Turbine und eine leistungsfähigere Peripherie.

Der Jahresüberschuss hat sich mit 10,5 Mio. € parallel zum Ergebnis vor EE-Steuern leicht verringert (Vorjahr 10,8 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr 1,84 € (Vorjahr 1,89 €).

Wertschöpfung

Trotz eines deutlichen Rückgangs der Gesamtleistung von 226,5 Mio. € im Vorjahr auf 200,2 Mio. € im Berichtsjahr hat sich die Wertschöpfung nicht negativ entwickelt. Vielmehr konnte sie mit 78,5 Mio. € nahezu konstant gegenüber dem Vorjahr gehalten werden. Dieser Effekt resultiert aus der Tatsache, dass es uns gelungen ist, den Verlust an Umsatz gegenüber 2008 durch eine überproportionale Reduzierung der Materialaufwendungen zu kompensieren, die nicht Bestandteil der Wertschöpfung sind.

Bei der Verteilung der Wertschöpfung hat sich aufgrund des Gewinnverwendungsvorschlags, der eine höhere Dividendensumme von 5,4 Mio. € vorsieht, der an die Aktionäre auszuschüttende Anteil erhöht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum Stichtag 31.12.2009 hat sich nochmals leicht auf 139,9 Mio. € (Vorjahr 136,2 Mio. €) erhöht. Auf der Aktivseite sind die Bestände infolge gezielter Bestandssenkungs-Maßnahmen von 34,6 Mio. € auf 29,8 Mio. € zurückgegangen. Die Forderungen haben sich hingegen nahezu unverändert gezeigt, da zwar der Jahresumsatz zurückgegangen ist, der relevante Umsatz des letzten Quartals hingegen im Vorjahresvergleich weitgehend konstant blieb. Die liquiden Mittel erhöhten sich somit auf 19,6 Mio. € (Vorjahr 11,4 Mio. €).

Die Passivseite zeigt eine nochmals deutlich gestärkte Eigenkapitalbasis. Das Eigenkapital hat mit 100,7 Mio. € erstmals in unserer Geschichte die Einhundert-Millionen-Grenze überschritten. Die Eigenkapitalquote ist entsprechend auf 71,9 % angestiegen. Beim kurzfristigen Fremdkapital hat sich eine deutliche Verkürzung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergeben (5,6 Mio. € im Berichtsjahr gegenüber 11,9 Mio. € in 2008). Dabei handelt es sich insbesondere um offene Zahlungen für große Investitionsobjekte zum Bilanzstichtag 2008, die entsprechend der getroffenen Vereinbarungen erst in 2009 beglichen wurden.

Bestand an eigenen Aktien

Zum 31.12.2009 hatte die Westag & Getalit AG 159.890 eigene Aktien im Bestand. Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. 12.530 Aktien wurden im Berichtsjahr im Rahmen unseres Mitarbeiterbeteiligungsprogramms an Mitglieder unserer Belegschaft verkauft. Der Rückkauf weiterer Aktien ist durch einen Vorratsbeschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2009 genehmigt. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den IFRS nicht in den Vermögenspositionen der Bilanz dargestellt.

Investitionen

Nach den umfangreichen Investitionen des Vorjahres (20,1 Mio. €) wurde in 2009 mit 9,8 Mio. € ungefähr in Höhe der Abschreibungen investiert. Schwerpunkte waren große Fertigungsanlagen in unseren Sparten.

In der Sparte Sperrholz/Schalung wurde in eine neue Presse investiert, die die Verpressung besonders großformatiger Sperrholzplatten erlaubt und die Verwendung günstigerer Rohstoffkombinationen zulässt. Die Presse wurde im Sommer 2009 in Betrieb genommen und ist mittlerweile voll in die Produktionsprozesse der Sparte integriert.

In der Sparte Türen/Zargen wurde in 2009 in neue Fertigungsanlagen investiert. Größtes Einzelvorhaben war die Anschaffung zweier neuer Sägen im Zargenbereich, die es ermöglichen, erhebliche Qualitätsverbesserungen im Gehrungsbereich zu erzielen.

In der Sparte Laminate/Elemente nahm im ersten Quartal 2009 die neue Anlage zur kontinuierlichen Herstellung unseres Mineralwerkstoffs GetaCore® den Betrieb auf. In diesem Zuge wurde die Fertigung von GetaCore® vom Stammwerk Wiedenbrück in das Zweigwerk in Wadersloh verlegt. Die neue, deutlich leistungsfähigere Fertigungsanlage ermöglicht es uns, bei einer Ausweitung der Produktion gleichzeitig die Herstellkosten zu optimieren.

Forschung und Entwicklung

Die Sparte Sperrholz/Schalung entwickelte für ihre neue Presse Trägerplatten und Beschichtungsfilme, die für höhere Presstemperaturen und kürzere Presszeiten geeignet sind und verbesserte Schalungsplattenoberflächen ergeben. Ferner wurden mit einem Lieferanten Verbundplatten weiterentwickelt, die aus einer Laminatoberfläche und einer nicht brennbaren Trägerplatte bestehen und damit auch höhere Brandschutzanforderungen erfüllen. Diese Verbundplatten sind insbesondere für Versammlungsräume wie Kinos, Theater oder Hörsäle geeignet.

In der Sparte Türen/Zargen ist die Entwicklung einer neuen, besonders hochwertigen Holzblockzarge hervorzuheben, die für den wandbündigen Einbau vorgesehen ist. Derartige Zargen werden vor allem für architektonisch anspruchsvolle Ausführungen im Objektbau nachgefragt. Eine weitere Innovation im Rahmen unserer Zubehörprodukte ist ein neuer Türschließer für eine Komfortschließung bei gedämpftem Türeinzug.

Die Sparte Laminate/Elemente hat eine Vielzahl von Entwicklungen vorangetrieben. Bei den Laminaten wurden neue Oberflächen entwickelt, die beispielsweise eine sicht- und fühlbare Textilstruktur aufweisen oder eine grobe und dabei sehr natürlich erscheinende Holzstruktur haben. Weiter haben wir eine besonders abriebfeste und dabei haptisch sehr angenehme Oberfläche entwickelt. Für unsere Mineralwerkstoffplatten entwickelten wir neue transparente Partikel, mit denen wir vier neue Dekore mit Gold- und Silber-Metallic-Effekten bei gleichzeitiger Transparenz darstellen können. Darüber hinaus entwickelten wir im Bereich unseres Digitaldrucks spezielle Dekore für Türoberflächen.

Umweltmanagement

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt ist uns ein wichtiges Anliegen. Daher hatte der schonende Verbrauch von Rohstoffen und Energie bei uns schon immer eine hohe Bedeutung. Aber auch die Begrenzung von Emissionen, ein verantwortungsvoller Umgang mit Gefahrstoffen und die Reduzierung von Abfällen sind hierbei wichtige Aspekte. Ferner werden unsere Produktionsverfahren laufend umweltgerecht optimiert.

So haben wir im Berichtsjahr den wesentlichen Teil unserer noch nicht vollständig isolierten Dampf- und Warmwasserleitungen mit einer Wärmeisolierung versehen und damit eine Energieeinsparung erreicht, die bei etwa 4.500 MWh im Jahr liegt.

Darüber hinaus sind im Berichtsjahr an unserer KWK-Anlage nach der im Vorjahr vorgenommenen Modernisierung der vorhandenen Filteranlage erstmals Emissionsmessungen durch einen unabhängigen Gutachter durchgeführt worden. Diese ergaben, dass sämtliche gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden und zusätzlich die Grenzwerte bei Kohlenstoff- und Staubemissionen deutlich unterschritten werden.

Weiter förderten wir bei unseren Mitarbeitern das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt und unterstützten sie dabei, durch Ihr Verhalten zu einem umweltfreundlichen und sicheren Betrieb aktiv beizutragen. Besonders zu erwähnen ist hierbei ein Projekt unseres Westag Ideenmanagements, bei dem die Mitarbeiter aufgerufen wurden, Ideen zur Einsparung von Energie einzubringen. Insgesamt ging eine Vielzahl kreativer Vorschläge von Mitarbeitern ein. Diese hatten die Reduzierung von Pressluft und Abluft, den Strom sparenden Einsatz von Datenverarbeitungsgeräten und den Einsatz von energieeffizienter Technik zum Gegenstand und konnten inzwischen zu einem erheblichen Teil umgesetzt werden.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Laut Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein vom 18.12.2006 hat der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft am 12.12.2006 durch familieninterne Transaktionen die Schwelle von 75 % überschritten und beträgt nun 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile sind der Gethalia Foundation gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Syntalit AG oder der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“

Beteiligungen

Wir sind seit dem Jahr 2006 mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/ Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus HPL, Mineralwerkstoff, Quarzstein, Naturstein, Massivholz und Glas. Die Gesellschaft beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten mit Küchenausstellungen. Im Jahr 2009 hat das Unternehmen einen Umsatz von 11,1 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr 10,6 Mio. €). Der Jahresüberschuss der Gesellschaft betrug in 2009 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €). Die Ausschüttung aus dem Vorjahresgewinn betrug 0,1 Mio. €, an der wir in Höhe unserer Anteilsquote beteiligt waren.

Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Der Personalausschuss unterbreitet hierzu Vorschläge. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder enthalten feste und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem Vorstandsmitglied, das für die Zentralsparte verantwortlich ist, bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Als Jahresgewinn der Gesellschaft gilt der Jahresüberschuss vor Körperschaftssteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt.

Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 9.000,00 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist unter www.westag-getalit.de/unternehmensfuehrung verfügbar.

Risikobericht

Erfolgreiches Wirtschaften ist untrennbar mit der Ergreifung von sich bietenden Chancen und der Beherrschung der damit verbundenen Risiken verknüpft. Aufgabe unseres Risikomanagements ist es, diese Risiken zu erkennen und einen angemessenen Umgang zu definieren. Dabei hängt es von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche Maßnahmen wir ergreifen. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben.

Bestandteile des internen Kontroll-und Risikomanagementsystems

Zu einer nachhaltig erfolgreichen Unternehmensführung gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. Das unternehmensinterne Risikomanagement und Risikocontrolling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und ihnen angemessen Rechnung getragen wird. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Aus dieser vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit werden die Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, abschließend bewertet und der Umgang mit diesen abgestimmt.

Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Mit Hilfe des installierten internen Kontrollsystems wird sichergestellt, dass die laufenden Betriebsabläufe einschließlich des Zugriffs- und Berechtigungssystems im IT-Bereich einer regelmäßigen, systematischen Überwachung unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung unterliegen.

Nachfolgend stellen wir die Risiken dar, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind und führen die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements auf. Dabei ist es wichtig, einleitend festzuhalten, dass nach unserer Einschätzung keine Risiken erkennbar sind, die unser Unternehmen in seiner Gesamtheit gefährden könnten.

Konjunkturelle Risiken

Die dramatischen Entwicklungen auf den Finanzmärkten, die sich insbesondere im Berichtsjahr und im Jahr 2008 abgespielt haben und deren endgültige Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft derzeit noch nicht vollständig absehbar sind, haben die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG beeinflusst und werden dies auch weiterhin tun. Wir gehen dabei unverändert davon aus, dass die Baubranche als unser Hauptabsatzmarkt aufgrund des hohen Kapitalbedarfs von den Folgen der Finanzmarktkrise stark betroffen ist.

Da die Westag & Getalit AG über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur verfügt, sind wir – wie sich auch im Laufe des Geschäftsjahres gezeigt hat – nicht unmittelbar von den Engpässen auf den Finanzmärkten betroffen und verfügen daher über ausreichende Reserven, um eine derartige Krise gut zu überstehen. Darüber hinaus ermöglichen es die flexiblen Arbeitszeitmodelle, auf kurzfristige Schwankungen an den Absatzmärkten angemessen zu reagieren und so die Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Zwar sind wir durch unsere drei Sparten, die teilweise auf unterschiedlichen Märkten tätig sind, aufgrund der höheren Diversifikation weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises eine maßgebliche Rolle.

Wir begegnen diesen Risiken auf der einen Seite durch eine permanente Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Andererseits versuchen wir, konjunkturelle und kundenbezogene Risiken durch eine Diversifizierung auszugleichen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Erschließung weiterer Produkte und Märkte wie dem Ausbau der GetaCore®-Fertigung in der Sparte Laminate/Elemente Ausgleichsmöglichkeiten für mögliche Umsatzrückgänge in anderen Bereichen.

Die Zahl der Insolvenzen wird unserer Auffassung nach aufgrund der Finanzmarktrisiken steigen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer angemessenen Versicherung der Kundenforderungen gegen Zahlungsausfälle.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich nach dem signifikanten Anstieg ab 2005 seit dem Ende des Jahres 2008 reduziert. Dabei spielt zum einen die Versorgungssicherheit eine Rolle, noch unmittelbarer wirken sich steigende Preise für die eingesetzten Güter auf unsere Geschäftsergebnisse aus.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Schwieriger ist hingegen der Umgang mit dem Risiko von Preissteigerungen, dem wir in der Vergangenheit stark ausgesetzt waren und bei dem sich zum Ende des Berichtsjahres wieder eine steigende Tendenz gezeigt hat. Hier sind unsere direkten Einflussmöglichkeiten angesichts globaler Entwicklungen wie dem Ölpreisanstieg und starker Marktstellung von einzelnen Anbietern bei bestimmten Rohstoffen begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen.

Operative Risiken

Wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist die Sicherstellung der Produktion von Gütern in vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst guten Kostenstruktur. Hier besteht unsere permanente Aufgabe darin, neue Herstellverfahren zu sichten und bei entsprechender Eignung bei uns zu implementieren. Der bestehende Maschinenpark wird durch gründliche Wartungen, Instandhaltungen und Modernisierungen auf hohem technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Flankiert werden diese Maßnahmen durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren gespiegelte Hardware für zeitkritische Anwendungen, redundante Netzwerkkomponenten und eine moderne Infrastruktur die höchstmögliche Systemverfügbarkeit sowie höchste Sicherheit für unsere Datenbestände.

Personalrisiken

Die wichtigste Ressource unseres Unternehmens sind gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Daher ist ein leistungsfähiges Personalmanagement von entscheidender Bedeutung für unseren Erfolg. Die Angebote interner Weiterbildung wurden in den vergangenen Jahren stetig ausgeweitet und durch einen Potenzialkreis zur gezielten Weiterentwicklung unseres Nachwuchses ergänzt. Eine wichtige motivatorische Maßnahme war die teilweise Flexibilisierung des Weihnachtsgelds auf freiwilliger Basis in Form einer ergebnisorientierten Prämie.

Extern haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen, was unter anderem in Praktika, Diplomarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen Ausdruck fand. Damit reagieren wir schon heute auf das zukünftige Risiko der demografischen Entwicklung mit einer Verknappung an qualifizierten Arbeitskräften.

Finanz- und Währungsrisiken

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von über 70 % sehen wir bezüglich der Kredibilität keine Risiken. Den Währungsverschiebungen außerhalb des EU-Bereichs begegnen wir zwar mit fast ausschließlicher Fakturierung in Euro, allerdings bedeutet dies bei einigen Abnehmerländern erhebliche Preissteigerungen in Lokalwährung, sofern die Währung an Wert verliert. Diesem Risiko können wir nur teilweise mit Kursabsicherung begegnen.

Erläuternder Bericht des Vorstands zu den Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt € 14.643.200,00. Es ist eingeteilt in 5.720.000,00 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt € 2,56 je Aktie.

Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von € 0,12 je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von € 0,12 je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für die zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von € 0,12 auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von € 0,06. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleich stehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 des Aktiengesetzes vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

159.890 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2009 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu.

Die Syntalit AG, Zug, Schweiz, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist Aktionärin der Syntalit AG und ihr sind sämtliche Stimmrechtsanteile gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84 f. des Aktiengesetzes und den §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 des Aktiengesetzes und § 76 Abs. 1 des Betriebsverfassungsgesetzes 1952 in Verbindung § 129 des Betriebsverfassungsgesetzes 2001 ernannt bzw. bestellt und abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 des Aktiengesetzes maßgeblich.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 09. August 2005 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 08. August 2010 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu € 5.840.000,00 (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um € 1.460.000 (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen.

Des Weiteren wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2009 ermächtigt, bis zum 17.02.2011 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu zehn vom Hundert des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und ggf. einzuziehen.

Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß § 289 Abs. 4 HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt.

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

Die Aussichten für die bundesdeutsche Baukonjunktur sind weiterhin deutlich eingetrübt. Zwar hat die Finanzkrise hoffentlich ihren Höhepunkt überschritten, aber die negativen Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind unstrittig länger anhaltend. Es gibt genügend Stimmen, die besagen, dass Deutschland die eigentliche Tiefphase der Rezession noch vor sich hat, dies beispielsweise nach Ablauf der verlängerten Kurzarbeitsphasen in den Unternehmen, was die Arbeitslosigkeit weiter erhöhen würde. Die staatlichen Stützungsmaßnahmen werden einige positive Impulse setzen, es aber nicht vermögen, nachhaltiges Wachstum zu erzeugen.

Wie schon im Vorjahr wird sich die Situation auf den Auslandsmärkten nochmals deutlich schwieriger gestalten als im Inland. Wesentlicher Grund sind die langen Boomzeiten der Vergangenheit am Bau, die zu einer Übersättigung der Märkte führten. Zudem haben sich dort zum Großteil Arbeitslosigkeit und staatliche Defizite noch weit negativer entwickelt, als das in Deutschland der Fall ist. Daher ist in fast allen europäischen Märkten, zumindest soweit es die Bauindustrie betrifft, keinesfalls von einer Erholung auszugehen.

Ausblick Westag & Getalit AG

Es ist unwahrscheinlich, dass wir uns von der geschilderten Problematik lösen können. Daher gehen wir von einem rezessiven Umfeld auch für unser Unternehmen aus. Dies zeigt der verhaltene Start in das Jahr 2010, wo wir in den ersten beiden Monaten einen Rückgang des Umsatzes von 8 % verzeichneten. Allerdings muss diese Zahl auch vor dem Hintergrund eines außerordentlich harten Winters gesehen werden, der unseren Absatz in Teilbereichen gehemmt hat.

Trotz der schwachen Konjunkturaussichten rechnen wir nicht mit einem weiteren deutlichen Umsatzrückgang in 2010, da wir sowohl über interessante neue Produkte wie auch über vielversprechende neue Kundenbeziehungen verfügen. Zusätzlich sollten wir in Teilbereichen von den staatlichen Konjunkturprogrammen profitieren.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit wird sich in 2010 wie schon im Vorjahr ungefähr im Rahmen der Abschreibungen bewegen, was einem Wert von geplanten 10 Mio. € entspricht. Größtes Einzelvorhaben ist eine neue Kantenbearbeitungsanlage in unserer Zargenfertigung.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge ergeben.

Ertrag

Neben der Umsatzentwicklung sind die Kostenentwicklungen maßgeblich für das Ergebnis relevant. Im Materialbereich hatten wir bereits zum Anfang des Jahres teilweise deutlich höhere Preise zu verzeichnen. Zusätzliche Kostensteigerungen sind bei verschiedenen Positionen des Sonstigen betrieblichen Aufwands wie auch bei den Stromkosten zu erwarten.

Selbstverständlich werden wir alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen nutzen, um diesen Kostensteigerungen entgegen zu wirken. Im Materialbereich werden wir die gezielten Einkaufsmaßnahmen bei Lieferantenauswahl, Rohstoffmix-Optimierung und Preisverhandlungen aus dem Vorjahr weiter fortsetzen. Im Personalbereich werden wir wiederum sehr restriktiv bei der Neubesetzung freiwerdender Stellen vorgehen und zusätzliche Maßnahmen zur Optimierung der Abläufe durchführen.

Trotzdem gehen wir aus heutiger Sicht für 2010 von einem schwächeren Ergebnis als im letzten Jahr aus. Zur Sicherstellung einer positiven Dynamik bei den Ergebniskennziffern reichen Kostenoptimierungsmaßnahmen nicht aus, dazu würden auch wir einen allgemeinen Aufschwung benötigen. Der aber zeichnet sich – wie bereits beschrieben – für das aktuelle Geschäftsjahr nicht ab.

Wir rechnen aber fest damit, auch in 2010 einen in Bezug zum realisierten Umsatz angemessenen Ertrag zu erwirtschaften. Sollte sich der Aufschwung wider Erwarten doch in 2010 bemerkbar machen, werden wir dank unserer hohen Leistungsfähigkeit hinsichtlich Vertriebsstärke, Produktmix und Motivation unserer Belegschaft in jedem Fall profitieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Westag & Getalit AG so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, 17. Februar 2010

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wenninger

Beckers

Dr. Paulitsch

Sander

KAPITALFLUSSRECHNUNG 2009 (NACH IFRS)

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2009

in T€
2008

in T€
Betriebsergebnis/EBIT 14.511 14.890
Gezahlte Ertragsteuern - 1.922 - 6.594
Abschreibungen 9.388 9.021
Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgang - 162 - 160
Veränderungen des Umlaufvermögens (ohne Wertpapiere) 4.601 4.161
Veränderungen Fremdkapital - 6.439 - 679
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 19.977 20.639
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände - 9.792 - 20.090
Veränderungen der Finanzanlagen 64 - 436
Erlöse aus Anlagenabgängen 231 300
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 9.497 - 20.226
Zinseinnahmen 182 403
Zinsausgaben - 7 - 7
Erwerb/Verkauf eigener Aktien 119 156
Dividendenzahlung - 2.602 - 5.376
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 2.308 - 4.824
Veränderung der flüssigen Mittel 8.172 - 4.411
Finanzmittelbestand zum 01. Januar 11.422 15.833
Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 19.594 11.422

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2009 und 2008. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der indirekten Methode unterschieden.

Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009 (NACH IFRS)

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Anhang 2009

in T€
2008 in T€
Umsatzerlöse 1 201.411 226.185
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2 - 1.576 - 221
Andere aktivierte Eigenleistungen 3 348 561
Gesamtleistung 200.183 226.525
Sonstige betriebliche Erträge 4 3.345 3.353
Materialaufwand 5 94.686 116.465
Personalaufwand 6 63.324 63.252
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7 9.388 9.021
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 21.422 26.031
Sonstige Steuern 9 197 219
Betriebsergebnis 14.511 14.890
Finanzergebnis 10 419 432
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.930 15.322
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11 4.420 4.531
Jahresüberschuss 10.510 10.791
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert, in €) 12 1,84 1,89

BILANZ ZUM 31.12.2009 (NACH IFRS)

Aktiva

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Anhang 31.12.2009

in T€
31.12.2008

in T€
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte 13
Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 362 379
II. Sachanlagen 13
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.938 23.792
Technische Anlagen und Maschinen 29.279 23.751
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.245 8.845
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.057 5.778
62.519 62.166
III. Finanzanlagen 13
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.200 1.200
Sonstige Ausleihungen 179 243
1.379 1.443
64.260 63.988
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 14
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.458 17.389
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.023 3.532
Fertige Erzeugnisse und Waren 12.333 13.672
29.814 34.593
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte 14
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.181 21.268
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20 121
Sonstige Vermögenswerte 1.110 1.347
Ertragsteuerforderungen 2.933 3.428
26.244 26.164
III. Liquide Mittel 14
Flüssige Mittel 19.594 11.422
75.652 72.179
Bilanzsumme 139.912 136.167
Passiva
A. Eigenkapital und Rücklagen
I. Gezeichnetes Kapital 15
Stammaktien 7.322 7.322
Vorzugsaktien 7.322 7.322
14.644 14.644
II. Kapitalrücklage 15 24.376 24.376
III. Gewinnrücklagen 15
Gesetzliche Rücklage 596 596
Andere Gewinnrücklagen 48.415 43.315
49.011 43.911
IV. Bilanzgewinn 15 12.635 9.708
100.666 92.639
B. Langfristiges Fremdkapital 16
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.906 13.671
Andere langfristige Rückstellungen 1.618 1.794
Latente Steuern 349 228
15.873 15.693
C. Kurzfristiges Fremdkapital 17
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.582 11.913
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15.243 15.364
Kurzfristige Rückstellungen 514 558
Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.034 0
23.373 27.835
Bilanzsumme 139.912 136.167

Anhang

Allgemeine Erläuterungen

Die Westag & Getalit AG ist Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nummer HRB 5565 eingetragen.

Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgt im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Börse Düsseldorf.

Der Einzelabschluss der Westag & Getalit AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen, für das Geschäftsjahr geltenden IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Einzelabschluss entspricht damit auch den IFRS.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet mit dem 31. Dezember 2009. Die Westag & Getalit AG ist nicht verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen.

Für das Geschäftsjahr 2009 kamen als für die Westag relevante Standards IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) und IFRS 7 (Angaben zu Finanzinstrumenten) erstmalig zur Anwendung. Die Regelungen des IFRS 8 (Geschäftssegmente), der erstmalig für dieses Geschäftsjahr anzuwenden ist, wurden nicht angewendet. Die Angabe der Segmentergebnisse aufgrund des Management Approaches auch bei freiwilligen IFRS-Einzelabschlüssen kann zu einem wesentlichen Schaden für die Gesellschaft führen, da Angaben Wettbewerbern anhand gegeben werden, die aufgrund ihrer fehlenden Kapitalmarktnotierung nicht zu derartigen Angaben verpflichtet sind. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit Vorjahren wird daher die bisherige Form der Segmentberichtserstattung beibehalten. Weitere, derzeit anwendbare Standards, die insbesondere ab dem 1. Januar 2010 gelten, wurden nicht angewendet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Anhangangaben enthalten zudem eine Segmentberichterstattung in der bisherigen Form. Zur Verbesserung der Aussagekraft werden in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahren- übergang auf den Kunden oder mit der Erbringung der Leistung realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte, Preisnachlässe und Boni ausgewiesen.

Bestandsveränderungen aus zum Bilanzstichtag noch im Produktionsprozess befindlichen unfertigen Erzeugnissen sind mit ihren anteiligen Herstellungskosten erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. mit dem Zeitpunkt ihrer Verwendung ergebniswirksam erfasst.

Gewährleistungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse verbucht. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung werden mit dem Durchschnittskurs der Periode umgerechnet.

Langfristige Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert. Sie werden entsprechend ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig und linear über einen Zeitraum von 3 - 8 Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der „erzielbare Betrag“ des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der „erzielbare Betrag“ wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt und bewertet, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen, sofern nicht aufgrund der tatsächlichen Nutzung ein degressiver Abschreibungsverlauf geboten ist.

Die Nutzungsdauer beträgt für Fabrik-, Geschäfts-, Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 25 - 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 -10 Jahre. Die Abschreibungs- und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft.

Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens ist nicht vorgenommen worden.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen sind Anteile an assoziierten Unternehmen sowie verzinsliche Ausleihungen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach IAS 39 zu den Anschaffungskosten oder in Höhe der niedrigeren beizulegenden Werte.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Sind am Abschlussstichtag die Werte aufgrund der Börsen- oder Marktwerte niedriger, so wird eine Abwertung auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Finanzierungskosten sind nicht Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden entsprechend bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren.

Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen einschließlich der Ertragsteuerforderungen aus dem Körperschaftsteuerguthaben mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden ausgehend von Ausleihungen öffentlicher Emittenten mit vergleichbarer Restlaufzeit zu 2,5 % abgezinst.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fremdkapital

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus einer Versorgungsordnung für die Belegschaft des Unternehmens. Die Berechnungsgrundlage für die Rückstellung sind gehaltsunabhängige monatliche Alters- und Invalidenrentenzahlungen pro vollem Jahr der Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus bestehen einzelvertragliche Pensionszusagen. Die Rückstellung wird für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet.

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 („projected unit credit method“) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Die Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln 2005 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Rückstellungen kommen die aufgrund des Rentenreformgesetzes neu geregelten Altersgrenzen zur Anwendung. Bei einigen einzelvertraglichen Pensionszusagen wird abweichend davon als Altersgrenze die Vollendung des 65. Lebensjahres verwendet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfanges liegen. Die Versorgungswerke wurden in der Vergangenheit geschlossen, neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen gemäß IAS 37 werden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich dieser Vermögensabfluss zuverlässig schätzen lässt. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die übrigen Rückstellungen werden ebenfalls nach IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwerts des erwarteten Vermögensabflusses gebildet. Der dabei verwendete Abzinsungssatz beträgt 5,5 %. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag erneut überprüft. Die Unterscheidung der Rückstellungen erfolgt in der Bilanz in langfristige und kurzfristige Rückstellungen.

Latente Steuerposten

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 aus temporären Differenzen zwischen Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die Latenten Steuern sind mit einem Steuersatz von 30 % angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren werden alle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sämtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich jeweils um Verbindlichkeiten mit kurzfristiger Laufzeit von höchstens zwölf Monaten.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. In diesen Fällen werden diese Finanzderivate gemäß IAS 39 im Zugangszeitpunkt zum Fair Value, i.d.R. entsprechend den Anschaffungskosten, erfasst und in der Folge zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Dauer des Derivats.

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen können die sich tatsächlich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die auf eine Sicht von 12 Monaten am stärksten von einem entsprechenden Risiko betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Abschlusses sind die Rückstellungen für Gewährleistungen. Den Gewährleistungsrückstellungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit und zukünftige Einschätzungen zugrunde. In allen Fällen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegende werterhellende Umstände berücksichtigt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

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2009

in T€
2008

in T€
Umsatzerlöse
Inland 162.165 170.824
Ausland 39.246 55.361
Summe 201.411 226.185

2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

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2009

in T€
2008

in T€
Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 1.576 - 221
Summe - 1.576 - 221

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

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2009

in T€
2008

in T€
Andere aktivierte Eigenleistungen 348 561
Summe 348 561

4. Sonstige betriebliche Erträge

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2009

in T€
2008

in T€
Sonstige betriebliche Erträge
Periodenfremde Erträge 1.160 887
Versicherungserstattung 430 339
Lohnzuschüsse und Lohnbeihilfen 422 193
Sachbezüge Pkw 271 241
Erträge aus Anlagenabgang 170 176
Übrige Erträge 892 1.517
Summe 3.345 3.353

5. Materialaufwand

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2009

in T€
2008

in T€
Materialaufwand
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 69.043 85.691
Handelswaren 15.877 18.054
Energiekosten und Verpackungsmaterial 8.437 9.986
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.329 2.734
Summe 94.686 116.465

6. Personalaufwand

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2009

in T€
2008

in T€
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 51.929 51.764
Soziale Abgaben 9.072 9.120
Sonstige soziale Aufwendungen 1.253 1.092
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.070 1.276
Summe 63.324 63.252

Die Arbeitnehmerzahl der Westag & Getalit AG betrug im Jahresdurchschnitt:

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2009 2008
Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende)
Angestellte 346 329
Gewerbliche Arbeitnehmer 829 878
Summe 1.175 1.207

7. Abschreibungen Anlagevermögen

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2009

in T€
2008

in T€
Abschreibungen Anlagevermögen
Immaterielle Vermögenswerte 145 141
Sachanlagen 9.243 8.880
Summe 9.388 9.021

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2009

in T€
2008

in T€
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Ausgangsfrachten 8.663 10.075
Fremdreparaturen und Wartungen 3.588 4.611
Fertigung Fremdlöhne und Gemeinkosten 1.707 2.970
Werbe- und Messekosten 1.535 1.458
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 1.257 1.261
Rechts- und Beratungskosten einschließlich EDV-Beratung 1.023 1.266
Reisekosten und Km-Geld 576 593
Porto, Büromaterial und Telefon 557 586
KFZ-Kosten 427 467
Sonstige Personalaufwendungen 412 425
Provisionen 167 254
Übrige Aufwendungen 1.510 2.065
Summe 21.422 26.031

9. Sonstige Steuern

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2009

in T€
2008

in T€
Sonstige Steuern 197 219
Summe 197 219

Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer.

10. Finanzergebnis

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2009

in T€
2008

in T€
Finanzergebnis
Zinserträge 340 423
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 19 16
Zinsaufwendungen - 7 - 7
Erträge Beteiligung AKP Carat Arbeitsplatten GmbH 67 0
Summe 419 432

11. Steuern

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2009

in T€
% 1) 2008

in T€
% 1)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Erwarteter Steueraufwand 4.479 30,0 4.597 30,0
Auflösung Steuerrückstellung - 23 - 0,2 - 63 - 0,4
Sonstige Steuereffekte - 36 - 0,2 - 3 0,0
Summe 4.420 29,6 4.531 29,6
1) bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 14.930 15.322

Die genannten Steuersätze wurden auf Grundlage der jeweils geltenden Steuersätze geschätzt. Dabei wurde von einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % ausgegangen. Bei der Gewerbesteuer liegen Hebesätze von jeweils 403 % für Wiedenbrück und Wadersloh zugrunde.

Ein Teil der Steuernachzahlung aufgrund der letzten steuerlichen Außenprüfung wird als strittig angesehen. Mögliche Steuererstattungsansprüche aus der endgültigen Klärung des Sachverhaltes wurden nicht berücksichtigt.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2009

in T€
2008

in T€
Tatsächlicher Steueraufwand 4.298 4.396
Latente Steuern aufgrund der Entstehung und Umkehrung von temporären Unterschieden:
Pensionsrückstellungen - 34 2
Langfristige Personalrückstellungen 1 37
Sonderposten mit Rücklageanteil - 66 - 67
Abschreibung Anlagevermögen 221 163
Summe 4.420 4.531

Die latenten Steuern wurden auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 % berechnet.

12. Ergebnis je Aktie

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2009 2008
Ergebnis je Aktie
Jahresüberschuss in € 10.510.446,32 10.790.951,72
Dividendenberechtigte Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Dividendenberechtigte Vorzugsaktien 2.700.110 2.687.580
Dividende je Stammaktie in € 0,94 0,44
Dividende je Vorzugsaktie in € 1,00 0,50
Ergebnis je Aktie in € 1,84 1,89

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

13. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahre 2009 sind der nachstehenden Darstellung zur Bilanz zu entnehmen.

Das Sachanlagevermögen ist mit Grundschulden in Höhe von T€ 6.800 belastet. Eine tatsächliche Inanspruchnahme fand am 31.12.2009 nicht statt.

Zum Bilanzstichtag wurden 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen als assoziiertes Unternehmen gehalten. Das Nennkapital der AKP beläuft sich auf T€ 65 (Vorjahr T€ 65). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 beträgt T€ 2.222 (Vorjahr T€ 2.050). Es konnte ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 309 (Vorjahr T€ 175) für 2009 erzielt werden.

ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE

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(in T€) Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen
Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand 1. Januar 2008 1.459 52.947 88.387 65.244 4.110 210.688
Zugänge 191 881 9.813 3.669 5.536 19.899
Abgänge 103 8 3.155 1.973 0 5.136
Umbuchungen 0 774 2.376 718 - 3.868 0
Stand 31. Dezember 2008 1.547 54.594 97.421 67.658 5.778 225.451
Zugänge 128 204 5.815 2.453 1.192 9.664
Abgänge 0 4 1.040 547 0 1.591
Umbuchungen 0 280 4.460 1.173 - 5.913 0
Stand 31. Dezember 2009 1.675 55.074 106.656 70.737 1.057 233.524
Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 1.130 29.496 72.331 57.573 0 159.401
Zuführungen 141 1.306 4.439 3.135 0 8.880
Auflösungen 103 0 3.100 1.896 0 4.996
Stand 31. Dezember 2008 1.168 30.802 73.670 58.813 0 163.285
Zuführungen 145 1.334 4.747 3.162 0 9.243
Auflösungen 0 0 1.040 483 0 1.523
Stand 31. Dezember 2009 1.313 32.136 77.377 61.492 0 171.005
Buchwerte
Stand 31. Dezember 2008 379 23.792 23.751 8.845 5.778 62.166
Stand 31. Dezember 2009 362 22.938 29.279 9.245 1.057 62.519

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(in T€) Finanzanlagen
Anteile an assoziierten Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt Anlagevermögen Gesamt
--- --- --- --- ---
Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand 1. Januar 2008 1.004 3 1.007 213.154
Zugänge 196 252 448 20.538
Abgänge 0 12 12 5.251
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2008 1.200 243 1.443 228.441
Zugänge 0 0 0 9.792
Abgänge 0 64 64 1.655
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2009 1.200 179 1.379 236.578
Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 0 0 0 160.531
Zuführungen 0 0 0 9.021
Auflösungen 0 0 0 5.099
Stand 31. Dezember 2008 0 0 0 164.453
Zuführungen 0 0 0 9.388
Auflösungen 0 0 0 1.523
Stand 31. Dezember 2009 0 0 0 172.318
Buchwerte
Stand 31. Dezember 2008 1.200 243 1.443 63.988
Stand 31. Dezember 2009 1.200 179 1.379 64.260

14. Umlaufvermögen

14.1 Vorräte

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2009

in T€
2008

in T€
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.458 17.389
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.023 3.532
Fertige Erzeugnisse und Waren 12.333 13.672
Summe 29.814 34.593

Im Geschäftsjahr erfolgten erfolgswirksame Abwertungen der Vorräte gemäß IAS 2.34 in Höhe von T€ 142 (Vorjahr T€ 137). Aus in früheren Jahren vorgenommenen Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte sind von der Westag & Getalit AG nicht als Sicherheiten übereignet.

14.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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2009

in T€
2008

in T€
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.181 21.268
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20 121
Sonstige Vermögenswerte 1.110 1.347
Ertragsteuerforderungen 2.933 3.428
Summe 26.244 26.164

Die Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft erfolgen unter Eigentumsvorbehalt. Darüber hinaus ist Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen in Höhe von T€ 1.148 (Vorjahr T€ 1.293) Rechnung getragen worden.

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2009

in T€
2008

in T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Buchwert 22.181 21.268
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und überfällig seit weniger als 30 Tagen 1.390 2.195
mehr als 30 Tagen 97 75
mehr als 60 Tagen 69 12

Der Ausweis der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert aus den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sowie deren Tochterunternehmen WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH. Die Westag & Getalit AG hat einen unmittelbaren bzw. mittelbaren wesentlichen Einfluss auf die obigen Gesellschaften. In 2009 sind Waren in Höhe von T€ 1.293 (Vorjahr T€ 1.534) geliefert und im gleichen Zeitraum Waren in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 80) bezogen worden.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:

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2009

in T€
2008

in T€
Wertberichtigungen Anfangsbestand 01.01. 1.293 1.164
Zuführung 116 298
Verbrauch/Auflösung - 261 - 169
Endbestand 31.12. 1.148 1.293

Die Entwicklung der Kreditausfälle stellt sich wie folgt dar:

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2009

in T€
2008

in T€
Kreditausfälle
Forderungsausfall netto vorläufig 219 411
Erstattungen Kreditversicherer - 97 0
Endgültiger Forderungsausfall 122 411

Die Ertragsteuerforderungen beinhalten in Höhe von T€ 2.933 (Vorjahr T€ 3.086) Ansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben. Diese Ansprüche werden mit 2,5 % abgezinst und beginnend ab 2008 über einen Zeitraum von 10 Jahren in gleichbleibenden Beträgen in Höhe von T€ 399 ausbezahlt. Der Nennbetrag des Körperschaftsteuerguthabens beträgt T€ 3.193 (Vorjahr T€ 3.592). Die Ertragsteuerforderungen beinhalteten im Vorjahr darüber hinaus Erstattungsansprüche aus der laufenden Besteuerung in Höhe von T€ 342.

14.3 Liquide Mittel

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2009

in T€
2008

in T€
Liquide Mittel
Kontokorrentkonten 2.492 3.420
Termingeldkonten 17.102 8.002
Summe 19.594 11.422

Für die Insolvenzabsicherung von Altersteilzeitguthaben sind bis zum 15.08.2011 Avalkredite von T€ 115 eingeräumt worden. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen sowie im vorangegangenen Geschäftsjahr keine Verpfändungen oder Abtretungen von Wertpapieren oder Bankguthaben vorgenommen.

15. Eigenkapital

15.1 Gezeichnetes Kapital

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2009

in T€
2008

in T€
Gezeichnetes Kapital
Stammaktien 7.322 7.322
Vorzugsaktien 7.322 7.322
Summe 14.644 14.644

Inhaber-Aktien

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Anzahl der Aktienurkunden Anzahl Stückaktien Betrag

in T€
Stammaktien
12.250 2.450.000 6.272
14.000 280.000 717
13.000 130.000 333
2.860.000 7.322
Vorzugsaktien
286.000 2.860.000 7.322
Gesamtzahl und Gesamtbetrag der Stamm- und Vorzugsaktien 5.720.000 14.644

Ziel unseres Kapitalmanagements ist, auf Grundlage der vorhandenen, guten Eigenkapitalquote eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des AktG und der Satzung werden die erzielten Überschüsse in die Rücklagen eingestellt oder an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der beigefügten Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 81 dargestellt.

Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung an der Düsseldorfer und Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Stammaktien sind voll stimmberechtigt, die Vorzugsaktien stimmrechtslos. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtlosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 09.08.2005 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 08.08.2010 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu € 5.840.000,00 (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um € 1.460.000 (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen.

Des Weiteren weisen wir auf die folgenden Punkte zum Kapital und zur Satzung hin:

Die Syntalit AG, Zug, Schweiz, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist Aktionärin der Syntalit AG und ihr sind sämtliche Stimmrechtsanteile gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden und dem Vorstand auch nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft sind der Gesellschaft nur hinsichtlich der Vorzugsaktien bekannt.

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft wurden nach § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen.

Die Änderung der Satzung kann nach § 179 AktG nur mit mindestens drei Viertel des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Die Satzung enthält keine davon abweichenden Bestimmungen.

Eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf von eigenen Aktien besteht im Rahmen des Hauptversammlungsbeschlusses vom 18.08.2009.

Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarung. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.

15.2 Kapitalrücklage

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2009

in T€
2008

in T€
Kapitalrücklage 24.376 24.376
Summe 24.376 24.376

Die Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den Agiobeträgen der Kapitalerhöhungen aus früheren Jahren zusammen.

15.3 Gewinnrücklagen

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2009

in T€
2008

in T€
Gewinnrücklage
Gesetzliche Rücklagen 596 596
Andere Gewinnrücklagen 48.415 43.315
Summe 49.011 43.911

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der Westag & Getalit AG, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind erfolgsneutrale negative Eigenkapitalveränderungen, die durch die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS entstanden sind, berücksichtigt.

Im Berichtsjahr 2009 betrug die Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG T€ 5.100 (Vorjahr T€ 5.300). Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile von 159.890 (Vorjahr 172.420) Stück im Wert von T€ 1.513 (Vorjahr T€ 1.631) wurden erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

16. Langfristige Rückstellungen

16.1 Pensionsrückstellungen

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2009

in T€
2008

in T€
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 13.671 13.454
Laufender Aufwand wie nachfolgend 955 948
Laufende Pensionszahlungen - 720 - 731
Endbestand 31.12. 13.906 13.671
Entwicklung des Barwertes der Pensionsverpflichtung Barwert der Pensionsverpflichtung 01.01. 12.831 13.412
Dienstzeitaufwand 210 236
Zinsaufwand 717 685
Versicherungsmathematische Verluste 542 - 711
Gezahlte Leistungen - 720 - 731
Erwarteter Barwert der Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag 13.580 12.831
Noch nicht angesetzter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 55 - 83
Nicht bilanzierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 381 923
Endbestand 31.12. 13.906 13.671

Der Barwert der Pensionsverpflichtung wird nicht über einen Fonds finanziert.

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen als Personalaufwand enthalten:

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2009

in T€
2008

in T€
Laufender Dienstzeitaufwand 210 236
Zinsaufwand 717 685
Amortisation von versicherungsmathematischen Verlusten 28 27
Summe 955 948

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei werden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:

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2009

in %
2008

in %
Abzinsungsfaktor 5,20 5,75
Rententrend 2,00 2,00

In den letzten Jahren hat sich die Rückstellung wie folgt entwickelt:

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2009

in T€
2008

in T€
2007

in T€
2006

in T€
Erwarteter Barwert der Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag 13.580 12.831 13.412 15.525
Erwartungsbedingte Anpassungen des Barwertes 112 133 100 - 225

16.2 Andere langfristige Rückstellungen

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in T€ Personalrückstellungen Sonstige Rückstellungen Langfristige Rückstellungen
Anfangsbestand 01.01.2008 1.063 822 1.885
Verbrauch 240 676 916
Auflösung 0 0 0
Zuführung 134 691 825
Endbestand 31.12.2008 957 837 1.794
Anfangsbestand 01.01.2009 957 837 1.794
Verbrauch 262 514 776
Zuführung 151 449 600
Endbestand 31.12.2009 846 772 1.618

Die langfristigen Rückstellungen enthalten Rückstellungsteilbeträge für Gewährleistungen, Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen von insgesamt T€ 813 (Vorjahr T€ 1.032), die wahrscheinlich innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erfüllt werden und unverzinslich sind.

16.3 Latente Steuern

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2009

in T€
2008

in T€
Latente Steuern
Anlagevermögen 932 712
Rückstellungen - 989 - 957
Sonderposten mit Rücklageanteil 406 473
Summe 349 228

Die latenten Steuerverbindlichkeiten betragen bei einem Ansatz von 30 % zum 31. Dezember 2009 saldiert T€ 349 (Vorjahr T€ 228).

17. Verbindlichkeiten

17.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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2009

in T€
2008

in T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.582 11.913
Summe 5.582 11.913

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die durch den üblichen Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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2009

in T€
2008

in T€
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Boniansprüche von Kunden 5.899 5.870
Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 5.419 4.940
Umsatzsteuer 1.408 834
Lohnsteuer 1.221 1.804
Umweltschutzmaßnahmen (kurzfristig) 157 287
Erhaltene Anzahlungen 154 147
Kreditorische Debitoren 92 103
Verbindlichkeiten für Soziale Abgaben 66 58
Übrige 827 1.321
Summe 15.243 15.364

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.3 Kurzfristige Rückstellungen

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in T€
Anfangsbestand 01.01.2008 548
Verbrauch 451
Zuführung 461
Endbestand 31.12.2008 558
Anfangsbestand 01.01.2009 558
Verbrauch 343
Zuführung 299
Endbestand 31.12.2009 514

Die Rückstellung wurde für die kurzfristige Inanspruchnahme von Gewährleistungen gebildet.

17.4 Ertragsteuerverbindlichkeiten

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2009

in T€
2008

in T€
Steuern aus Ergebnis und Ertrag 2.034 0
Summe 2.034 0

WEITERE BILANZERLÄUTERUNGEN

19. Sonstige Angaben

19.1 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Westag & Getalit AG verfügt am Bilanzstichtag ausschließlich über originäre Finanzinstrumente. Diese betreffen auf der Aktivseite die Forderungen und umfassen im Wesentlichen die sonstigen langfristigen Ausleihungen, die Forderungen und sonstigen Vermögensgenswerte sowie die liquiden Mittel und werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite entfallen die Finanzinstrumente auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko.

Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und den Laufzeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu dem Bilanzposten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“.

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2009 Buchwert Zeitwert 2008 Buchwert Zeitwert
Aktiva in T€ in T€ in T€
Sonstige Ausleihungen 179 179 243 243
Forderungen und Vermögenswerte 23.311 23.311 22.736 22.736
Flüssige Mittel 19.594 19.594 11.422 11.422
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.581 5.581 11.913 11.913
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15.243 15.243 15.364 15.364
Zinsergebnis
aus finanziellen Vermögenswerten 106 106 313 313

19.2 Segmentberichterstattung

Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und Liquiden Mittel erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen. Die Aufteilung in die Segmente erfolgt im Wesentlichen nach den jeweiligen Umsatzanteilen, sofern keine Direktzuordnung möglich ist.

Die Segmentberichterstattung der Westag & Getalit AG erfolgt durch die Aufteilung der geographischen Regionen mit dem Sitz der Kunden nach Inland und Ausland (primäres Berichtsformat).

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Inland

in T€
Ausland

in T€
Westag gesamt

in T€
Geschäftsjahr 2009
Umsatz 162.165 39.246 201.411
Deckungsbeitrag 47.626 10.933 58.599
Fixkosten 35.357 8.272 43.629
Ergebnis 12.269 2.661 14.930
Geschäftsjahr 2008
Umsatz 170.824 55.361 226.185
Deckungsbeitrag 44.951 13.359 58.310
Fixkosten 33.467 9.521 42.988
Ergebnis 11.484 3.838 15.322

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Inland

in T€
Ausland

in T€
Westag gesamt

in T€
Geschäftsjahr 2009
Segmentvermögen 122.187 17.725 139.912
Segmentschulden 34.274 4.972 39.246
Segmentinvestitionen 8.552 1.240 9.792
Segmentabschreibungen 8.199 1.189 9.388
Geschäftsjahr 2008
Segmentvermögen 114.500 21.667 136.167
Segmentschulden 36.602 6.926 43.528
Segmentinvestitionen 17.270 3.268 20.538
Segmentabschreibungen 7.586 1.435 9.021

Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen (sekundäres Berichtsformat)

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in T€ Sperrholz/ Schalung Türen/ Zargen Laminate/ Elemente Übrige Westag gesamt
Geschäftsjahr 2009
Umsatz 31.802 93.626 69.835 6.148 201.411
Segmentinvestitionen 3.686 2.498 3.157 451 9.792
Segmentvermögen 17.073 45.754 51.185 25.900 139.912
Geschäftsjahr 2008
Umsatz 46.155 92.600 83.593 3.837 226.185
Segmentinvestitionen 2.187 3.608 6.337 8.406 20.538
Segmentvermögen 16.646 40.527 51.028 27.966 136.167

19.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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2009

in T€
2008

in T€
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bestellobligo für Investitionen 823 3.380
Pacht- und Leasingverträge 429 805
Übrige finanzielle Verpflichtungen 125 106
Summe 1.377 4.291

In den Pacht- und Leasingverträgen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 64 Jahren in Höhe von T€ 189 enthalten (Vorjahr T€ 190), das mit 5 % abgezinst wird.

Zukünftige Mindestleasingzahlungen aufgrund von Operating-Leasingverhältnissen werden in den Folgeperioden in Höhe von T€ 228 fällig (Vorjahr T€ 471). Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der Pacht- und Leasingverträge Zahlungen in Höhe von T€ 224 (Vorjahr T€ 296) zu leisten.

19.4 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Laut Mitteilung der Syntalit AG vom 18. Dezember 2006 hält diese mit 75,5 % die Mehrheit an den Stammaktien unserer Gesellschaft. Des Weiteren hat die Gethalia Foundation mitgeteilt, dass sie Aktionärin der Syntalit AG ist und ihr sämtliche 75,5 % der Stimmrechtsanteile der Syntalit AG an unserer Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind. Eine meldepflichtige Änderung des Bestands ist seither nicht an uns ergangen. Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Syntalit AG sowie der Gethalia Foundation getätigt worden sind.

Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“

19.5 Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands

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2009

in T€
2008

in T€
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 68 68
Gesamtbezüge des Vorstands 1.550 1.538
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene 337 340
Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sowie aktiver Vorstandsmitglieder 4.501 4.638
In den Pensionsrückstellungen enthaltener Dienstzeitaufwand für Vorstand und Aufsichtsrat 9 8
Beratungsleistungen 60 60

Vorschüsse, Kredite, Bürgschaften oder Gewährleistungen wurden weder Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands gewährt.

20. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

21. Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

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2009

in T€
2008

in T€
Honorar des Abschlussprüfers
Abschlussprüfung 97 97
Steuerberatungsleistungen 36 36
Sonstige Leistungen 32 32
Summe 165 165

22. Überleitungsrechnungen nach IFRS 1

22.1 Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IAS/IFRS

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2009

in T€
2008

in T€
Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IAS/IFRS
Eigenkapital nach HGB 101.086 93.458
Sachanlagen 3.107 2.371
Eigene Anteile - 1.513 - 1.632
Latente Steuern - 349 - 228
Sonderposten mit Rücklageanteil 1.354 1.577
Pensionsrückstellungen - 3.019 - 2.907
Eigenkapital nach IFRS 100.666 92.639

22.2 Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IAS/IFRS

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2009

in T€
2008

in T€
Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IAS/IFRS
Jahresüberschuss nach HGB 10.230 10.629
Sonstige betriebliche Erträge - 223 - 255
Personalaufwand - 112 8
Abschreibungen 737 544
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 122 - 135
Jahresüberschuss nach IFRS 10.510 10.791

23. Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag

Zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die den Abschluss beeinträchtigen würden, liegen nicht vor.

24. Finanz-, Währungs- und Kreditrisiken

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund von Einkaufsvolumina aus Fremdwährungsländern in kleinem Umfang Finanz- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diesen begegnen wir im Einzelfall und im geringen Umfang durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten bei gleichzeitiger Beobachtung von erwarteten Wechselkursentwicklungen. Am Bilanzstichtag bestanden keinerlei Geschäfte dieser Art. Zur Abwehr von Forderungsausfallrisiken sind unsere Forderungsbestände zum größten Teil durch die bestehende Forderungsversicherung abgesichert.

25. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes

Für das Geschäftsjahr 2009 ergibt sich ein Bilanzgewinn nach HGB von T€ 11.489, der sich wie folgt zusammensetzt:

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2009

in T€
Jahresüberschuss 2009 10.230
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.240
Entnahme aus der Rücklage für eigene Anteile 119
Einstellung in andere Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG - 5.100
Bilanzgewinn 11.489

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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2009

in T€
Ausschüttung einer Dividende von 0,94 € je Stammaktie 2.688
Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Vorzugsaktie 2.700
5.388
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 6.101
Bilanzgewinn 11.489

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.700.110 Stück nennwertloser Stückaktien.

Für den Vorschlag des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile (159.890 Stück), die am Tag der Bilanzaufstellung gehalten werden, korrigiert.

26. Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Gesamt
Stand 01.01.2008 14.644 24.345 38.611 9.469 87.069
Verkauf eigener Anteile 31 124 155
Zuführung nach § 58 II AktG 5.300 - 5.300 0
Dividende - 5.376 - 5.376
Jahresüberschuss 10.791 10.791
Stand 31.12.2008 14.644 24.376 43.911 9.708 92.639
Stand 01.01.2009 14.644 24.376 43.911 9.708 92.639
Verkauf eigener Anteile 119 119
Zuführung nach § 58 II AktG 5.100 - 5.100 0
Dividende - 2.602 - 2.602
Jahresüberschuss 10.510 10.510
Stand 31.12.2009 14.644 24.376 49.011 12.635 100.666

Die ausgezahlten Dividenden betrugen je Aktie:

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2009

in €
2008

in €
Stammaktien 0,44 0,94
Vorzugsaktien 0,50 1,00

27. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern, dass nach bestem Wissen und Gewissen der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG vermittelt.

Rheda-Wiedenbrück, 17. Februar 2010

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wenninger

Beckers

Dr. Paulitsch

Sander

CORPORATE GOVERNANCE

Über die Corporate Governance bei der Westag & Getalit AG berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt:

„Corporate Governance“ bezeichnet die verantwortungsbewusste, transparente und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle eines Unternehmens. Sie dient dazu, das Vertrauen der Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung der Gesellschaft zu fördern.

Führungs- und Überwachungsstrukturen

Die Führungs- und Überwachungsstrukturen der Westag & Getalit AG entsprechen den aktienrechtlichen Vorschriften, der Unternehmenssatzung und den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand besteht aus vier Mitgliedern und hat einen Vorstandssprecher. Die Aufgaben der Vorstandsmitglieder sind nach funktionalen Gesichtspunkten aufgeteilt. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern, von denen vier von den Aktionären und zwei von den Arbeitnehmern gewählt worden sind. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird satzungsgemäß aus der Mitte des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet, um die Effektivität seiner Arbeit zu steigern, nämlich einen Prüfungs-, einen Personal- und einen Nominierungsausschuss. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat ist bei der Westag & Getalit AG traditionell von Verantwortungsbewusstsein und Transparenz geprägt. Offene, konstruktive und vertrauensvolle Gespräche zwischen den Mitgliedern der beiden Gremien sorgen für eine effiziente Unternehmensführung. Auch die Arbeit in den Ausschüssen ist von konstruktiven und vertrauensvollen Gesprächen gekennzeichnet. Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben sich jeweils eine Geschäftsordnung gegeben. In jedem Geschäftsjahr finden mindestens vier Aufsichtsratssitzungen zusammen mit den Vorstandsmitgliedern statt. Die Sitzungen der Ausschüsse erfolgen nach Bedarf und in der Regel ohne Beisein von Vorstandsmitgliedern.

Entsprechenserklärung

Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in fast allen Punkten umgesetzt. Dieser Kodex ist ein anerkannter Beurteilungskatalog für eine gute Unternehmensführung deutscher börsennotierter Unternehmen. Am 10.12.2009 haben Vorstand und Aufsichtrat der Gesellschaft gemäß § 161 AktG erklärt, dass mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 06. Juni 2008 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 09.12.2008 entsprochen wurde und den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 seit diesem Zeitpunkt entsprochen wurde und wird:

1. Die von der Westag & Getalit AG für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder abgeschlossene D&O-Versicherung sieht bis zum 31.12.2009 keinen Selbstbehalt vor (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 2) und ab dem 01.01.2010 einen Selbstbehalt, der dem Kodex und der Neufassung des § 93 Abs.2 Satz 3 Aktiengesetz entspricht.

Vorstand und Aufsichtsrat halten die Vereinbarung eines Selbstbehalts nicht für geeignet, die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein der Organmitglieder zu steigern. Im Hinblick auf die gesetzliche Neuregelung für Vorstandsmitglieder in § 93 Abs. 2 Satz 3 Aktiengesetz haben sich jedoch beide Gremien dazu entschlossen, mit Wirkung ab dem 01.01.2010 in der abgeschlossenen D & O-Versicherung die oben aufgeführten Selbstbehalte aufzunehmen.

2. Der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder bisher satzungsgemäß nicht berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 1, Satz 3). Auch enthält die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder keine erfolgsorientierten Bestandteile (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 2). Die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden nicht im Anhang zum Jahresabschluss individuell angegeben (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3, Satz 2).

Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass die Mitgliedschaft in den Ausschüssen in der satzungsgemäßen Vergütung des Aufsichtsrats bereits angemessen berücksichtigt wird und eine gesonderte Vergütung daher unangemessen erscheint. Ferner sind sie nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgabe wahrnehmen, durch eine erfolgsorientierte Vergütung verbessert werden kann.

3. Halbjahres- und Quartalsberichte werden vor ihrer Veröffentlichung nicht vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2., Satz 2).

Allerdings bespricht der Vorstandssprecher die Halbjahres- und Quartalsberichte vor ihrer Veröffentlichung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Zeitraum zwischen Erstellung und Veröffentlichung der Berichte soll im Interesse der Aktionäre möglichst kurz sein. Eine zusätzliche Erörterung der Berichte mit dem gesamten Aufsichtsrat oder dem Prüfungsausschuss würde zu einer Verlängerung dieses Zeitraums führen.

Transparente Unternehmensführung

Im Umgang mit ihren Aktionären verfolgt die Gesellschaft den Grundsatz der umfassenden, regelmäßigen und zeitnahen Information. Über wesentliche Termine werden unsere Aktionäre regelmäßig durch einen Finanzkalender unterrichtet, der in unserem Geschäftsbericht, in unseren Quartalsberichten sowie auf unserer Homepage veröffentlicht ist. Darüber hinaus stellen wir auf unserer Homepage detaillierte Unterlagen und Informationen bereit. Auch unsere Entsprechenserklärung ist den Aktionären dauerhaft unter www.westag-getalit.de/ Corporate-Governance zugänglich gemacht und wird bei Änderungen aktualisiert.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den von der Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück, aufgestellten Einzelabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Einzelabschluss und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Einzelabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Einzelabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Feststellung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Einzelabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Einzelabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen der Regelungen in IFRS 8 „Geschäftssegmente“ wurde die Aufteilung der Geschäftssegmente und die in IFRS 8 vorgesehene Berichterstattung über die Segmentergebnisse sowie des Segmentvermögens und der Segmentschulden sowohl im Einzelabschluss nach den IFRS als auch in der entsprechenden Zwischenberichterstattung nicht gemäß den Regelungen des IFRS 8 vorgenommen, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass ihr durch die Angabe dieser Informationen ein nicht unwesentlicher Schaden gegenüber Mitbewerbern entstehen wird, die nicht zu einer entsprechenden Angabe verpflichtet sind. Dementsprechend vermittelt die Rechnungslegung insoweit kein zutreffendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der nach IFRS 8 zu bildenden Segmente.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Einzelabschluss aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Einzelabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, 18. Februar 2010

**Peters & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

Jochen Mischer, Wirtschaftsprüfer

BILANZ ZUM 31.12.2009 (NACH HGB)

Aktiva

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31.12.2009

in T€
31.12.2008

in T€
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 362 379
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.938 23.792
Technische Anlagen und Maschinen 26.901 22.039
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.516 8.186
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.057 5.778
59.412 59.795
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.200 1.200
Sonstige Ausleihungen 179 243
1.379 1.443
61.153 61.617
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.458 17.389
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.023 3.532
Fertige Erzeugnisse und Waren 12.333 13.672
29.814 34.593
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.181 21.268
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20 121
Sonstige Vermögensgegenstände 3.952 4.650
26.153 26.039
III. Wertpapiere
Eigene Anteile 1.513 1.631
IV. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 19.594 11.422
77.074 73.685
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90 126
Bilanzsumme 138.317 135.428
Passiva
A. Eigenkapital und Rücklagen
I. Gezeichnetes Kapital
Stammaktien 7.322 7.322
Vorzugsaktien 7.322 7.322
14.644 14.644
II. Kapitalrücklage 24.344 24.344
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 596 596
Rücklage für eigene Anteile 1.513 1.631
Andere Gewinnrücklagen 48.500 43.400
50.609 45.627
IV. Bilanzgewinn 11.489 8.843
101.086 93.458
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 1.354 1.577
C. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.887 10.764
Steuerrückstellungen 2.034 0
Sonstige Rückstellungen 12.315 12.429
25.236 23.193
D. Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 227 147
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.581 11.913
Sonstige Verbindlichkeiten 4.833 4.893
10.641 16.953
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0 247
Bilanzsumme 138.317 135.428

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009 (NACH HGB)

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2009

in T€
2008

in T€
Umsatzerlöse 201.411 226.185
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 1.576 - 221
Andere aktivierte Eigenleistungen 348 561
200.183 226.525
Sonstige betriebliche Erträge 3.568 3.608
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 93.357 113.732
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.329 2.733
94.686 116.465
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 51.930 51.764
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 11.283 11.496
63.213 63.260
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.125 9.565
Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.422 26.031
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 87 16
Sonstige Zinsen und Erträge 340 423
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7 7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14.725 15.244
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.298 4.396
Sonstige Steuern 197 219
Jahresüberschuss 10.230 10.629
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.240 3.390
Entnahme aus der Rücklage für eigene Anteile 119 124
Einstellung in anderen Gewinnrücklagen 5.100 5.300
Bilanzgewinn 11.489 8.843

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Westag & Getalit Aktiengesellschaft, Rheda-Wiedenbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, 18. Februar 2010

**Peters & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

Jochen Mischer, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Pedro Holzinger

Vorsitzender

des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Westag & Getalit AG kann auf ein bewegtes, insgesamt aber zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2009 zurückblicken. Zwar waren Umsatzrückgänge, vor allem in den Exportmärkten, aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise nicht zu vermeiden, jedoch konnte die Gesellschaft die Kosten den Umsatzrückgängen entsprechend anpassen, so dass der Ertragsrückgang vergleichsweise moderat ausfiel. Dieses bestätigt uns in unserer Überzeugung, dass die mit dem Vorstand erörterten und verabschiedeten strategischen Weichenstellungen der letzten Jahre, die Motivation unserer Mitarbeiter und unsere umfangreichen Investitionen sowie das mit unserer Belegschaft vereinbarte flexible Arbeitszeitmodell ein solides Fundament bilden, um das Unternehmen auch in schwierigen Zeiten erfolgreich zu führen.

Der Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG nahm im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahr. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und ihn bei der Führung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft, den Stand der Investitionen, die Unternehmensplanung und -strategie sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen. Hierzu erhielten wir vom Vorstand monatlich eine Erfolgs- sowie eine Vertriebsdeckungsbeitragsrechnung und jeweils vor den Aufsichtsratssitzungen einen umfangreichen schriftlichen Bericht des Vorstands. Diese Berichte wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich besprochen. Alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft wurden mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Für bestimmte Maßnahmen und Geschäfte sieht die Geschäftsordnung des Vorstands darüber hinaus einen Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrats vor. Ferner befassten wir uns mit möglichen Risiken und Fragen des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen wurden uns im Einzelnen erläutert. Außerdem wurde der Aufsichtsratsvorsitzende über wichtige Geschäftsvorfälle und Entwicklungen stets unverzüglich informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

In jedem Quartal fand eine Aufsichtsratssitzung statt. An diesen nahmen die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter des Abschlussprüfers teil. Die Aufsichtsratssitzungen waren durch offene, konstruktive und vertrauensvolle Gespräche gekennzeichnet.

In der Aufsichtsratssitzung am 05.03.2009 stand von den Themen, die mit dem Jahresabschluss 2008 zusammenhingen, vor allem die Senkung der Dividende für das Jahr 2008 im Vordergrund. Ferner befassten wir uns mit den getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen zur Reduzierung der Materialkosten und des sonstigen betrieblichen Aufwands sowie zur Flexibilisierung der Arbeitszeit.

In der Aufsichtsratssitzung am 27.05.2009 erörterten wir das Ergebnis der Gesellschaft im ersten Quartal 2009 sowie die weiteren eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen. Themen waren hierbei die Reduzierung der Vorräte, die Entwicklung der Personalkostenquote, die Entwicklung der Altholzpreise für unsere Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage sowie die in den Sparten unterschiedliche, jedoch insgesamt unbefriedigende Umsatzentwicklung. Ferner verabschiedeten wir in dieser Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 18.08.2009.

In der Aufsichtsratssitzung am 18.08.2009 im Anschluß an die ordentliche Hauptversammlung verabschiedeten wir uns von unserem langjährigen Aufsichtsratsmitglied und früheren für die Sparte Türen/Zargen zuständigen Vorstandsmitglied Hubert Stretz und dankten ihm für die von ihm geleistete Arbeit für die Gesellschaft. Ferner begrüßten wir den in der vorangegangenen Hauptversammlung gewählten Herrn Jürgen Heite als neues Aufsichtsratsmitglied. Mit Herrn Heite und Herrn Pampel hat der Aufsichtsrat zwei Mitglieder, die aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer Tätigkeit sowohl über Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung verfügen, als auch unabhängig im Sinne des § 100 Abs. 5 Aktiengesetz sind. Satzungsgemäß erfolgte in dieser Sitzung die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden und des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Ferner nahmen wir die durch das Ausscheiden von Herrn Stretz und die Neuwahl von Herrn Heite erforderlichen Wahlen zur Besetzung der einzelnen Ausschüsse des Aufsichtsrats vor. Weiter befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Investitionsplan und stimmte dem Verkauf von Vorzugsaktien an die Belegschaft zu. Ferner entschieden wir uns dafür, mit Wirkung ab dem 01.01.2010 sowohl für die Vorstandsals auch die Aufsichtsratsmitglieder bei der abgeschlossenen D & O-Versicherung einen Selbstbehalt zu vereinbaren.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung am 10.12.2009 waren die durchgeführten Maßnahmen zur Kostenreduzierung und die Planungen für das Jahr 2010. Dem Investitionsplan des Vorstands für das Jahr 2010 stimmten wir zu. Herrn Wilhelm Beckers und Herrn Bernhard Wenninger bestellten wir für jeweils weitere drei Jahre, das heißt bis zum 31.12.2012, zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft. Ferner verabschiedeten wir eine neue Fassung unserer Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz. Darüber hinaus befassten wir uns mit der Auswertung der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats durch den Prüfungsausschuss.

Arbeit der Ausschüsse

Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch die drei von ihm eingerichteten Ausschüsse unterstützt. Sie haben die Aufgabe, Beschlüsse des Aufsichtsrats vorzubereiten und Themen zu bearbeiten, die im Aufsichtsrat behandelt werden sollen. In einzelnen Fällen hat der Aufsichtsrat Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, der von dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Klaus Pampel, geleitet wird, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz.

Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Heite, der am 18.08.2009 für Herrn Stretz in den Ausschuss gewählt worden ist, sowie Herr Jeffries und Herr Pampel an. Der Ausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr zweimal. Er befasste sich mit der Überwachung der Abschlussprüfung, dem Jahresabschluss und der Vorbereitung der Wahl des Abschlussprüfers, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des unternehmensweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems, der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, der Segmentberichterstattung, der Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz sowie der Erklärung zur Unternehmensführung, die den Corporate Governance Bericht beinhaltet.

Der Personalausschuss, bestehend aus Herrn Heite, Herrn Holzinger und Herrn Pampel, befasste sich in seiner Sitzung am 18.08.2009 mit der Verlängerung der Vorstandsverträge mit Herrn Beckers und Herrn Wenninger und der Suche nach einem Nachfolger für Herrn Dr. Paulitsch, dessen Vorstandsvertrag am 31.12.2011 endet und altersbedingt nicht verlängert werden soll.

Der Nominierungsausschuss tagte am 27.05.2009 und beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung am 18.08.2009 Herrn Jürgen Heite als neues Aufsichtsratsmitglied für den ausscheidenden Herrn Stretz vorzuschlagen.

Jahresabschluss

Die ordentliche Hauptversammlung am 18.08.2009 hat die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 bestellt. Entsprechend hat der Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag vergeben. Der vom Vorstand jeweils nach den Regeln des HGB und der IFRS aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 und die dazugehörigen Lageberichte der Westag & Getalit AG wurden von der Peters & Partner GmbH geprüft. Die Lageberichte und der Abschluss nach HGB wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Bezüglich des vom Vorstand freiwillig nach IFRS aufgestellten Jahresabschlusses erfolgte ein lediglich aufgrund der Segmentberichterstattung eingeschränkter Bestätigungsvermerk. Bezüglich der eingeschränkten Form der Segmentberichterstattung hatten wir uns im Vorfeld zur Vermeidung von Wettbewerbsnachteilen mit dem Vorstand abgestimmt. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats direkt vom Abschlussprüfer zugeleitet worden und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18.03.2010 unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dieser berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung sowie über die zu keinen Beanstandungen führende Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Jahresabschlüsse und die Lageberichte haben wir geprüft. Wir schließen uns dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers aufgrund eigener Feststellungen an und billigen die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse und die Lageberichte. Die Jahresabschlüsse sind damit festgestellt. Ferner haben wir den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft, mit diesem erörtert und schließen uns diesem ebenfalls an.

Der Aufsichtsrat hat außerdem den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind.“

Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Mitgliedern des Betriebsrats für die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, 18. März 2010

Pedro Holzinger, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Pedro Holzinger

Kaufmann, Rheda-Wiedenbrück

Vorsitzender

Klaus Pampel

Geschäftsführer der Hüttenes-Albertus

Chemische Werke GmbH, Meerbusch

stellvertretender Vorsitzender

Hubert Stretz

Dipl.-Ingenieur, Gütersloh

stellvertretender Vorsitzender

(bis 18.08.2009)

Jürgen Heite

Geschäftsführer der Thyssen'schen

Handelsgesellschaft mbH, Meerbusch

(seit 18.08.2009)

Ronald Jeffries

Kaufmann, London/Großbritannien

Dietmar Lewe*

Betriebsratsvorsitzender, Rietberg

Reinhard Grewe*

Facharbeiter, Rheda-Wiedenbrück

* Vertreter der Arbeitnehmer