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Westag AG Annual Report 2018

Mar 29, 2019

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Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT 2018

DIE WESTAG & GETALIT AG AUF EINEN BLICK

2018 1) 2017 1) 2016 1) 2015 1) 2014
Umsatz (in T€) 233.182 234.411 233.019 226.698 223.111
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 0,5 % 0,6 % 2,8 % 1,6 % - 0,5 %
Exportumsatz (in T€) 57.917 54.583 50.170 47.046 44.740
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr 6,0 % 8,8 % 6,6 % 5,2 % - 3,1 %
Exportquote 24,8 % 23,3 % 21,5 % 20,8 % 20,1 %
Sachinvestitionen (in T€) 2) 10.851 13.844 8.002 12.319 15.914
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 21,6 % 73,0 % - 35,0 % - 22,6 % 28,2 %
Abschreibungen (in T€) 10.561 9.775 10.071 10.506 9.988
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr 8,0 % - 2,9 % - 4,1 % 5,2 % - 0,8 %
Materialeinsatzquote 49,7 % 48,8 % 47,8 % 48,7 % 49,1 %
Personalaufwandsquote 32,3 % 31,7 % 32,2 % 31,9 % 31,8 %
Zahl der Mitarbeiter zum 31.12. 3) 1.319 1.279 1.308 1.304 1.301
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr 3,1 % - 2,2 % 0,3 % 0,2 % 1,3 %
EBITDA (in T€) 15.796 18.112 19.964 18.358 18.549
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 12,8 % - 9,3 % 8,7 % - 1,0 % - 1,6 %
EBIT (in T€) 5.235 8.337 9.893 7.852 8.561
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 37,2 % - 15,7 % 26,0 % - 8,3 % - 2,6 %
EBT (Ergebnis vor Ertragsteuern, in T€) 5.973 9.099 10.542 8.602 8.858
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 34,4 % - 13,7 % 22,6 % - 2,9 % - 2,8 %
Jahresüberschuss (in T€) 4.509 6.517 7.584 6.334 6.377
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 30,8 % - 14,1 % 19,7 % - 0,7 % - 0,9 %
Umsatzrendite vor Steuern 2,6 % 3,9 % 4,5 % 3,8 % 4,0 %
ROCE 4,1 % 7,1 % 9,0 % 6,9 % 7,6 %
Operativer Cashflow (in T€) 9.199 12.173 19.235 16.622 16.612
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 24,4 % - 36,7 % 15,7 % 0,1 % - 27,5 %
Eigenkapitalquote 66,4 % 65,3 % 65,7 % 67,9 % 66,8 %
Eigenkapitalrendite 4,1 % 6,0 % 7,0 % 5,9 % 6,1 %
Aktienanzahl 4) 5.354.934 5.720.000 5.720.000 5.720.000 5.720.000
Jahresüberschuss je Stammaktie (EPS, in €) 0,81 1,19 1,38 1,14 1,15
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 31,9 % - 13,8 % 21,1 % - 0,9 % - 0,9 %
Jahresüberschuss je Vorzugsaktie (EPS, in €) 0,87 1,25 1,44 1,20 1,21
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 30,4 % - 13,2 % 20,0 % - 0,8 % - 0,8 %
Buchwert je Aktie (in €) 5) 20,41 20,32 20,12 19,93 19,29
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr 0,4 % 1,0 % 1,0 % 3,3 % - 2,5 %
Dividende je Stammaktie (in €) 6) 0,12 0,74 0,94 0,74 0,94
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 83,8 % - 21,3 % 27,0 % - 21,3 % 0,0 %
Dividende je Vorzugsaktie (in €) 6) 0,18 0,80 1,00 0,80 1,00
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr - 77,5 % - 20,0 % 25,0 % - 20,0 % 0,0 %

1) Der Ausweis der Werte für 2015 bis 2018 erfolgt auf Konzernbasis

2) Einschließlich immaterieller Vermögenswerte

3) Die Anzahl der Mitarbeiter beinhaltet Auszubildende

4) Ab 2018 eingeteilt in 2.860.000 Stammaktien und 2.494.934 Vorzugsaktien

5) Bei der Berechnung des Buchwertes je Aktie ist der Bestand an eigenen Aktien berücksichtigt

6) Für 2018 vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung am 17.05.2019

UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Sparten Oberflächen/Elemente
Produkte/Funktionen Schalungsplatten
Fahrzeugplatten
Industrieböden
Bühnenböden
Sandwichplatten
Hochdruckschichtstoff (HPL)
Küchenarbeitsplatten
Fensterbänke
Innenausbauprodukte
Mineralwerkstoff
Vertriebsschwerpunkte Holzhandel
Bauindustrie
Automobilindustrie
Waggonbau
Anlagenbau
Holzhandel
Baumärkte
Innenausbau
Möbelindustrie
Exportschwerpunkte Europa
Umsatz 103,3 Mio. €
Exportanteil 30,1 %
Standorte Rheda-Wiedenbrück Rheda-Wiedenbrück/Wadersloh

Schalungsplatten zur Herstellung anspruchsvoller Sichtbetonoberflächen zählen zu den Produktlösungen der Sparte Oberflächen/Elemente.

Der Mineralwerkstoff GetaCore überzeugt im gesamten Bereich des Innenausbaus durch seine Materialeigenschaften und lässt sich vielfältig einsetzen.

Sparten
Oberflächen/Elemente
Türen/Zargen Zentralbereich
Produkte/Funktionen
Schalungsplatten
Hochdruckschichtstoff (HPL)
Objekttüren/-zargen Controlling
Fahrzeugplatten
Küchenarbeitsplatten
Feuer-/Rauchschutz IT
Industrieböden
Fensterbänke
Schallschutz Personalmanagement
Bühnenböden
Innenausbauprodukte
Einbruchhemmung Rechnungswesen
Sandwichplatten
Mineralwerkstoff
Wohnraumtüren/-zargen Recht
Sprossenwände
Sondertüren Einkauf
Technische Dienste
Versand
KWK-Anlage
Vertriebsschwerpunkte
Holzhandel
Holzhandel
Holzhandel Interne Kunden
Bauindustrie
Baumärkte
Baustoffhandel Energieversorger
Automobilindustrie
Innenausbau
Baumärkte
Waggonbau
Möbelindustrie
Baubeschlagshandel
Anlagenbau Trockenbauer
Exportschwerpunkte
Europa
Europa
Umsatz
103,3 Mio. €
125,4 Mio. € 4,5 Mio. €
Exportanteil
30,1 %
21,4 %
Standorte
Rheda-Wiedenbrück
Rheda-Wiedenbrück/Wadersloh
Rheda-Wiedenbrück Rheda-Wiedenbrück

Die Sparte Türen/Zargen bietet designorientierte Wohnraum- und technisch anspruchsvolle Funktionstüren an, mit denen sich Projekte im gesamten Wohnungs- und Objektbau realisieren lassen.

INHALT 2

Brief an die Aktionäre
5 Bericht des Aufsichtsrats
10 Der Konzern
10 Vorstand und Aufsichtsrat
11 Die Westag & Getalit AG
12 Die Sparte Oberflächen/Elemente
14 Die Sparte Türen/Zargen
16 Investor Relations
18 Mitarbeiter

20 Zusammengefasster Lagebericht

51 Konzernabschluss und Jahresabschluss
52 Konzernbilanz
54 Konzerngesamtergebnisrechnung
55 Konzernkapitalflussrechnung
56 Konzerneigenkapitalspiegel
57 Konzernanhang
102 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers (IFRS)
110 Bilanz der Westag & Getalit AG (HGB)
112 Gewinn- und Verlustrechnung der Westag & Getalit AG (HGB)
112 Bestätigungsvermerk (HGB)

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2018 prägte neben vielfältigen wirtschaftlichen Einflüssen insbesondere der Wechsel unseres Hauptaktionärs die Westag & Getalit AG. Die Broadview Industries AG, Düsseldorf, hat die bisher von der Gethalia Foundation gehaltenen Stammaktien am 21.08.2018 übernommen. Mit dem gleichzeitigen Abschluss eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots sowie dem außerbörslichen Erwerb weiterer Aktien hält die Broadview Industries AG gemäß der damaligen Stimmrechtsmitteilung 83,4 % der Stimmrechte an der Westag & Getalit AG. Mit diesem Gesellschafterwechsel vollzog sich ein zukunftsweisender Schritt für unser Unternehmen. Denn der Kauf der Aktien unterstreicht gleichermaßen die solide Marktposition und die zukünftigen Potentiale der Westag & Getalit AG in einer neuen leistungsstarken Unternehmensgruppe. Zur Broadview-Gruppe gehören auch andere namhafte Hersteller aus unserer Branche, die mit ähnlichen Technologien im Bereich der Oberflächenmaterialien aktiv sind. Das formulierte Ziel der Broadview Industries AG ist auf weiteres Wachstum der Gruppe ausgerichtet und setzt voraus, dass die Stärken der einzelnen Unternehmen langfristig weiter ausgebaut werden. Hierin sehen wir eine große Chance für die Westag & Getalit AG und arbeiten intensiv daran, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die neuen Möglichkeiten im Sinne unserer Gesellschaft nutzen zu können.

Insgesamt stellten sich die Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr erneut positiv dar, wenngleich sich die Konjunkturaussichten im internationalen Umfeld in den vergangenen Monaten eingetrübt haben. Die Handelspolitik der USA, der sich abzeichnende Brexit und die Finanzkrise in einigen Schwellenländern bewirkten Belastungen, die sich auch auf die deutsche Exportindustrie auswirken. Nahezu unbeeinflusst davon entwickelte sich in 2018 die Bauwirtschaft in Deutschland, was sicher auch auf die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank zurückzuführen ist.

So ist der Umsatz des Bauhauptgewerbes im zurückliegenden Geschäftsjahr insgesamt um circa 6 % gestiegen. Bereinigt um überproportionale Preissteigerungen verbleibt ein Umsatzwachstum in der Größenordnung von 1,5 %, wie die führenden Branchenverbände mitteilten. Haupteinflussfaktoren für diese Entwicklung waren der Wirtschaftsbau mit einem Umsatzzuwachs von etwa 7 % sowie der Wohnungsbau, dessen Umsatz um 6,5 % anstieg. Der öffentliche Bau hatte nach den Berichten der Branchenverbände einen Zuwachs von 5 % zu verzeichnen.

Von diesem grundsätzlich positiven Umfeld konnte die Westag & Getalit AG im zurückliegenden Jahr nur wenig partizipieren. In 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 233,2 Mio. € erzielt, die damit leicht unter dem Vorjahreswert lagen. Während die Exporterlöse gegenüber 2017 um 6,0 % gesteigert werden konnten, war der Gesamtumsatz durch die schwächere Entwicklung des Inlandsgeschäfts beeinträchtigt. Der Umsatz im Inland war in 2018 mit 175,3 Mio. € um 4,5 Mio. € geringer als im Vorjahr. Neben den rückläufigen Umsätzen

im Inlandsgeschäft der Sparte Türen/Zargen waren hierfür auch notwendige Revisionsarbeiten an unserer Kraftwerksanlage, ein unerwarteter Generatorschaden und der damit verbundene Stillstand der Anlage ausschlaggebend.

Die positive Entwicklung in den Auslandsmärkten ist insbesondere auf den weiteren Ausbau des Projektgeschäfts in beiden Produktbereichen zurückzuführen. Insgesamt sind wir jedoch mit der Umsatzentwicklung in 2018 nicht zufrieden. Einerseits litten die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin unter Kapazitätsengpässen in der Sparte Türen/ Zargen sowie unter dem schon angesprochenen revisionsbedingten Stillstand, andererseits konnte das Inlandsgeschäft aber auch insgesamt nicht für nennenswerte Impulse sorgen.

Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente erhöhten sich in 2018 auf 103,3 Mio. € und damit gegenüber dem Vorjahr um 2,7 %. Die Umsätze der Sparte Türen/Zargen beliefen sich kapazitätsbedingt auf 125,4 Mio. € und lagen damit um 1,2 % leicht unter dem Vorjahreswert. Die Geschäftstätigkeit in diesem Bereich bewegte sich damit jedoch im Mehrjahresvergleich weiterhin auf einem hohen Niveau. Aufgrund des unerwartet langen Stillstands unserer Kraftwerksanlage während der Revisionszeit haben wir in diesem Bereich insgesamt gegenüber dem Vorjahr 2,7 Mio. € geringere Umsatzerlöse erwirtschaftet.

Dabei wurde die Ertragslage des Konzerns in 2018 insbesondere durch den Anstieg der Material- und Frachtkosten sowie der Personalaufwendungen belastet. Wie schon unterjährig berichtet, gab es im Geschäftsjahr 2018 zusätzlich einmalige Ergebnisbelastungen. Die Auswirkungen der im Oktober 2018 abgeschlossenen Revision der Kraftwerksanlage und notwendige Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot für die Aktien der Gesellschaft beliefen sich insgesamt auf 3,3 Mio. €. Im Vergleich zu 2017 war das Jahresergebnis 2018 durch die Tatsache begünstigt, dass die im Vorjahr im Rahmen der Sortimentsneuordnung angefallenen Aufwendungen in 2018 nicht zu verzeichnen waren.

Insgesamt lag das Konzernergebnis vor Steuern in 2018 mit 6,0 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 9,1 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie 2018 betrug damit für die Vorzugsaktie 0,87 € und für die Stammaktie 0,81 €. Aufgrund der rückläufigen Ergebnisentwicklung und des geringeren Cashflows werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 17.05.2019 eine Dividende in Höhe von 0,18 € für die Vorzugs- und 0,12 € für die Stammaktien vorschlagen.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Sachinvestitionen in Höhe von 10,5 Mio. € umgesetzt. Ein Großteil der Summe ist dabei in die Zargenendbearbeitung der Sparte Türen/Zargen investiert worden.

Zum Ausgleich von Kostensteigerungen und zur Stabilisierung der Deckungsbeiträge haben wir bereits Ende des dritten Quartals 2018 Preiserhöhungen für die eigenen Produkte in 2019 angekündigt. Darüber hinaus führen wir in 2019 eine Überprüfung der strategischen

Ausrichtung durch, mit der wir unser Produktportfolio und unsere Serviceleistungen bewerten werden. Auf Basis unserer Stärken ist es das Ziel, unsere Geschäftstätigkeit insbesondere auf profitablere Produkte und Märkte zu konzentrieren. Darüber hinaus werden wir unsere internen Abläufe dahingehend prüfen, inwieweit uns externe Partner dabei unterstützen können, unsere Effizienz weiter zu verbessern. Dabei ist es unser Ziel, insgesamt die Ertragslage des Konzerns zu verbessern und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erreichen.

Unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Broadview-Gruppe sowie eines weiterhin positiven Wirtschaftsumfelds, sehen wir insgesamt für die Westag & Getalit AG positiv in die Zukunft. Die Gruppe eröffnet den Zugang zu interessanten Technologien, neuen Produkten sowie einem erweiterten Vertriebsnetz, ohne dass die Westag & Getalit AG ihr Profil als eigenständiges Unternehmen verliert. So sehen wir die Vorteile auch in einem verbesserten Produktportfolio, das unsere zukünftige Entwicklung weiter stützen wird.

Unsere vielfältigen Aktivitäten und die weitere Fokussierung auf margenstärkere Produkte lassen uns für 2019 einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse sowie des Ergebnisses erwarten. Trotz einer zurückhaltenden Umsatzentwicklung zu Jahresbeginn sind wir weiterhin optimistisch, diese Prognose einhalten zu können. Grundlagen unserer Einschätzung sind eine anhaltend gute Baukonjunktur in Deutschland und eine stabile Entwicklung der Exportaktivitäten in den beiden Produktbereichen.

Für den Erfolg in der Zukunft spielt unsere Belegschaft eine besonders wichtige Rolle. Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an dieser Stelle ausdrücklich für die engagierten Leistungen im zurückliegenden Jahr. Gemeinsam wird es uns gelingen, das Jahr 2019 und die darüber hinausgehende Entwicklung der Westag & Getalit AG erfolgreich zu gestalten.

Rheda-Wiedenbrück, den 8. März 2019

Der Vorstand

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 hatte die Westag & Getalit AG unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen. So war die Geschäftsentwicklung trotz der allgemein positiven konjunkturellen Rahmenbedingungen in einigen Bereichen nicht zufriedenstellend. Darüber hinaus hat eine umfangreiche Revision der Kraftwerksanlage, verbunden mit einem Umsatzrückgang und hohen Instandhaltungsaufwendungen, das Jahresergebnis belastet. Die im Zusammenhang mit dem am 21.08.2018 vollzogenen öffentlichen Übernahmeangebot für die Aktien der Gesellschaft notwendigen Beratungsaufwendungen haben sich ebenfalls auf das Unternehmensergebnis ausgewirkt.

Die Umsatzerlöse des Konzerns liegen mit 233,2 Mio. € leicht unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 234,4 Mio. €. Dabei konnten die Exporterlöse erfreulicherweise von 54,6 Mio. € auf 57,9 Mio. € erhöht werden. Während sich die Umsatzerlöse der Sparte Türen/Zargen kapazitätsbedingt und die Umsatzerlöse des Zentralbereichs aufgrund der Revision der Kraftwerksanlage rückläufig gegenüber dem Vorjahr entwickelten, konnte die Sparte Oberflächen/Elemente ihre Umsätze erneut steigern.

Der Konzernjahresüberschuss war aufgrund der Erhöhung verschiedener Aufwandsarten und der genannten Sondereffekte rückläufig. Er belief sich auf 4,5 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 6,5 Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, dem Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Als Kontrollorgan hat er insbesondere die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beratend unterstützt. Durch schriftliche und mündliche Berichte hat der Vorstand uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die verfolgten Strategien, die Planungen, die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die wirtschaftliche Lage des Konzerns, den Stand der Investitionen sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen informiert. Diese Berichte und Themen wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich besprochen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten dabei stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die übrigen Mitglieder haben auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch untereinander sowie mit dem Vorstand gestanden. Wesentliche Geschäftsvorgänge, für die die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben wir ausführlich erörtert und die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor. An den Beratungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats zu dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Broadview Industries AG, Düsseldorf, an die Aktionäre der Westag & Getalit AG nahm Herr Holzinger vorsorglich nicht teil, da er zuvor persönlich bei dem Verkauf der von der Gethalia Foundation gehaltenen Aktien der Westag & Getalit AG an die Broadview Industries AG auf Seiten der Verkäuferin involviert war.

Im Jahr 2018 gab es im Aufsichtsrat mehrere personelle Veränderungen. Aufgrund der turnusmäßigen Neuwahlen der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat schied Herr Großerohde und aufgrund der Amtsniederlegungen von Herrn Heite, Herrn Pampel und Herrn Dr. Schönbeck mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung am 31.08.2018 schieden diese Herren zeitgleich aus dem Aufsichtsrat aus. Als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wurden Herr Lewe erneut und Herr Zehles erstmals in das Gremium gewählt. Die Hauptversammlung am 31.08.2018 wählte die Herren Beerman, Mion und Schoten neu sowie Herrn Holzinger erneut in den Aufsichtsrat. Herr Holzinger legte zwischenzeitlich sein Amt nieder.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2018 zu fünf ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen und führte eine Aufsichtsratssitzung als Telefonkonferenz durch. An den Sitzungen nahmen, mit Ausnahme der Telefonkonferenz am 19.06.2018 und der Aufsichtsratssitzung am 31.08.2018, bei denen jeweils Herr Holzinger fehlte, alle Aufsichtsratsmitglieder und auch alle Vorstandsmitglieder teil. Die Gespräche waren dabei stets durch eine offene, sachliche und konstruktive Atmosphäre gekennzeichnet.

In der Aufsichtsratssitzung am 22.03.2018 standen der Jahres- und Konzernabschluss 2017 der Westag & Getalit AG sowie die Beschlussfassung über den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 im Mittelpunkt der Erörterungen. Im Anschluss an den Bericht des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung wurden verschiedene Einzelthemen besprochen, wie die Situation in der Teilsparte Oberflächen/ Elemente und der Stand der Investitionen 2018.

In der als Telefonkonferenz abgehaltenen Aufsichtsratssitzung am 19. Juni 2018 wurde über die gemeinsame begründete Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Broadview Industries AG beraten. Dabei ging es insbesondere um die finanzielle Angemessenheit des Gesamtangebotswerts und die Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat an die Aktionäre zur Annahme des Angebots. Schließlich verabschiedeten Vorstand und Aufsichtsrat die am 22. Juni 2018 gemäß § 27 Absatz 1 WpÜG veröffentlichte gemeinsame begründete Stellungnahme zu dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Broadview Industries AG an die Aktionäre der Westag & Getalit AG.

In der Aufsichtsratssitzung am 26.06.2018 berichtete der Vorstand über den bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2018. Themen waren dabei insbesondere die große Revision der Kraftwerksanlage, die Engpässe beim verfügbaren Frachtraum und der Stand der

Investitionen. Ferner verabschiedete man die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 31.08.2018.

In der im Anschluss an die Hauptversammlung am 31.08.2018 abgehaltenen Aufsichtsratssitzung wählte das Gremium Herrn Schoten zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Herrn Beerman zu seinem Stellvertreter. Ferner wurden die drei Ausschüsse des Aufsichtsrats neu besetzt. Zum Vorsitzenden des Personal- und des Nominierungsausschusses wurde Herr Schoten und zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Herr Beerman gewählt. Dem in der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer wurde der entsprechende Prüfungsauftrag erteilt.

In der Aufsichtsratssitzung am 30.10.2018 nahmen das Thema Arbeitssicherheit sowie der Bericht des Vorstands über die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft einen breiten Raum ein. Der Vorstand präsentierte eine erste Analyse der aktuellen Umsätze und Deckungsbeiträge auf Basis einer Produkt-Markt-Matrix sowie einen Überblick über den operativen Cashflow und die Investitionsausgaben der Gesellschaft. Außerdem wurde ein Entwurf der Unternehmensplanung 2019 vorgestellt und im Aufsichtsrat diskutiert. Die Planung beinhaltet auch eine Reihe von Projekten, mit denen die Geschäftstätigkeit der Westag & Getalit AG verbessert werden soll. Außerdem wurden die vom Prüfungsausschuss in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer festgelegten Schwerpunkte der Jahresabschlussprüfung besprochen. Ferner stimmte der Aufsichtsrat dem Beschluss des Vorstands, die zurückgekauften Vorzugsaktien einzuziehen und das Grundkapital der Gesellschaft entsprechend herabzusetzen, zu.

Ein wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzung am 07.12.2018 war erneut das Thema Arbeitssicherheit. Hierzu wurde insbesondere über die Aufgaben des Arbeitssicherheitsausschusses berichtet sowie die aktuelle Unfallstatistik erläutert. Außerdem präsentierte der Vorstand auf der Grundlage eines neuen Berichtsformats einen Überblick zur aktuellen Geschäftsentwicklung der Westag & Getalit AG. Die interne Berichterstattung konzentriert sich dabei verstärkt auf eine Analyse der Geschäftstätigkeit im Hinblick auf Effizienz, Margen und Liquiditätsentwicklung. Die Planung für das Jahr 2019 wurde vorgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt. Ferner gab ein Vertreter des Abschlussprüfers einen Zwischenbericht zum bisherigen Verlauf der Jahresabschlussprüfung ab. Ein weiterer Punkt war die Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG.

Arbeit der Ausschüsse

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses trafen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zu zwei Sitzungen. Am 21.03.2018 befasste sich der Prüfungsausschuss schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2017 und dem gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2017. Im Verlauf des Jahres wurden die Quartalsmitteilungen und der Halbjahresfinanzbericht vor ihrer Veröffentlichung entsprechend der Empfehlung des

Deutschen Corporate Governance Kodex mit dem Vorstand erörtert. Darüber hinaus fand am 18.10.2018 eine Telefonkonferenz des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses mit Vertretern des Abschlussprüfers statt, in der die Prüfungsschwerpunkte erörtert wurden.

Die Mitglieder des Personalausschusses führten im Zusammenhang mit der Bestellung eines neuen Vorstandsmitglieds für die Sparte Oberflächen/Elemente mehrere Telefonkonferenzen und Einzelbesprechungen durch. Als Ergebnis konnte Herr Rainer Zumholte mit Wirkung zum 01.07.2018 als neues Vorstandsmitglied gewonnen werden.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 nach den Regeln des HGB sowie den Konzernabschluss für das Jahr 2018 nach den Regeln der IFRS aufgestellt. Darüber hinaus wurde ein zusammengefasster Lagebericht erstellt.

Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 31.08.2018 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Bielefeld, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft.

Der Jahresabschluss nach HGB und der nach den IFRS-Regeln aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht, den Corporate Governance Bericht, den Vergütungsbericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats erhalten. In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 15.03.2019 und der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am gleichen Tage wurden diese jeweils unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dieser berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung. Ferner informierte er über die Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen.

Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht haben wir geprüft. Dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers haben wir uns aufgrund eigener Feststellungen und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Erklärung zur Unternehmensführung haben wir zugestimmt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir uns nach eigener Prüfung ebenfalls angeschlossen. Ebenso haben wir den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2018 geprüft und gebilligt.

Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben.

Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk:

  • "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands zu dem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Der Aufsichtsrat dankt den im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Mitgliedern, den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihr großes Engagement und ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. März 2019

Der Aufsichtsrat M. Schoten Vorsitzender

VORSTAND

Wilhelm Beckers

Herzebrock-Clarholz Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik Vorstandsvorsitzender Leiter der Sparte Türen/Zargen

AUFSICHTSRAT

Matthijs Schoten

Vught/Niederlande CEO der Broadview Holding B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande Vorsitzender (seit dem 31.08.2018)

Joris Beerman

Apeldoorn/Niederlande Legal Counsel der Broadview Holding B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande Stellvertretender Vorsitzender (seit dem 31.08.2018)

Stefano Mion

Sorbolo/Italien CEO der Arpa Industriale S.p.A., Bra/Italien (seit dem 31.08.2018)

Dietmar Lewe

Rietberg Industriemeister der Holzverarbeitung Betriebsratsvorsitzender

Kevin Zehles

Rheda-Wiedenbrück Holzbearbeitungsmechaniker Freigestelltes Betriebsratsmitglied (seit dem 31.08.2018)

Rainer Zumholte Marienfeld Industriekaufmann Leiter der Sparte Oberflächen/Elemente (seit dem 01.07.2018)

Klaus Pampel Meerbusch Kaufmann Vorsitzender (bis zum 31.08.2018)

Pedro Holzinger Rheda-Wiedenbrück

Kaufmann Stellvertretender Vorsitzender (bis zum 31.08.2018) (bis zum 25.10.2018)

Jürgen Heite

Meerbusch Geschäftsführer der Thyssen'sche Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr (bis zum 31.08.2018)

Dr. Joachim Schönbeck

Krefeld Diplom-Ingenieur Mitglied des Vorstands der Andritz AG, Graz/Österreich (bis zum 31.08.2018)

Christopher Stenzel

Gütersloh Diplom-Kaufmann Finanzvorstand Leiter des Zentralbereichs

Heinz-Georg Großerohde

Rheda-Wiedenbrück Fachkraft für Arbeitssicherheit (bis zum 31.08.2018)

DIE WESTAG & GETALIT AG

Das Geschäftsmodell der Westag & Getalit AG ist geprägt durch die Produktion und den Vertrieb erstklassiger Holzwerkstofferzeugnisse für den Hochund Innenausbau.

Das Unternehmen zählt mit seinem umfassenden Produktportfolio zu den wichtigsten europäischen Herstellern der Branche. Vom Unternehmenssitz in Rheda-Wiedenbrück und dem Werk in Wadersloh aus beliefert das Unternehmen Kunden in mehr als 45 Ländern. Das vielfältige Sortiment beinhaltet einbaufertige Produkte wie beispielsweise Türen und Zargen, Küchenarbeitsplatten sowie Fensterbänke. Außerdem zählen zum Angebot verschiedene Plattenwerkstoffe wie Hochdrucklaminate, beschichtete Sperrholzplatten sowie Mineralwerkstoffe, die von den Kunden individuell weiterverarbeitet werden.

Moderne Fertigungstechnologien sind die Grundlage für die Herstellung der qualitativ hochwertigen und langlebigen Produkte. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios garantiert den Kunden Erzeugnisse von höchster funktionaler und optischer Qualität. Mit rund 1.300 Beschäftigten erzielte die Westag & Getalit AG im Jahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 233,2 Mio. €. Von den verkauften Produkten wurden 24,8 % im Ausland abgesetzt.

Das Unternehmen besteht aus den beiden operativen Sparten Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen sowie dem Zentralbereich. Beide Produktsparten verfügen jeweils über eine eigene Fertigung sowie einen eigenen Vertrieb. Im Zentralbereich werden verschiedene Dienstleistungsfunktionen, wie unter anderem Controlling, Einkauf und Personalmanagement, gebündelt. Diese Unternehmensstruktur ermöglicht jederzeit eine bedarfsgerechte und serviceorientierte Kundenbetreuung. Die Hauptabnehmer der Erzeugnisse sind Industrie- und Handelskunden, die die Produkte an verarbeitende Betriebe, direkt an Baustellen sowie an Endkunden liefern.

Hohes technisches Know-how und umfassende Designkompetenz zeichnen die Sparte Oberflächen/Elemente aus. An den beiden Unternehmensstandorten entstehen so vielfältige Produktlösungen für unterschiedlichste Anwendungsfelder. Das Sortiment beinhaltet unter anderem komplett konfektionierte Arbeitsplatten und Rückwandsysteme für die moderne Küche sowie Fensterbänke für den Innenausbau. Ebenso umfasst das Angebot mit dem Schichtstoff GetaLit und dem Mineralwerkstoff GetaCore auch reine Beschichtungsmaterialien. Darüber hinaus bietet der Produktbereich Oberflächen/Elemente Bodenplatten für industrielle Anwendungen und den Nutzfahrzeugbau an. Zudem können die Kunden aus einem umfassenden Sortiment von Schalungsplatten zur Herstellung hochwertiger Betonflächen wählen.

Dekore und Oberflächen im Verbund

Die vielfältigen GetaLit-Schichtstoffprodukte der Westag & Getalit AG bieten passende Lösungen für die unterschiedlichsten Ansprüche der Kunden. Insgesamt umfasst die GetaLit-HPL-Kollektion über 200 Dekore in 25 Oberflächenausführungen und beinhaltet optisch reizvolle Holz-, Stein-, Uni- und Digitaldruckdekore. In Kombination mit dem facettenreichen Sortiment des Mineralwerkstoffs GetaCore eröffnen sich so weitere Gestaltungsspielräume, die die Realisierung außergewöhnlicher Projekte im Innenausbau ermöglichen. Designorientierte, belastbare Oberflächen in hoher Qualität sind dafür unerlässlich. Dabei kann die Westag & Getalit AG auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen, um die aktuellen Anforderungen sowohl in dekorativer als auch in technischer Hinsicht zu erfüllen.

Die Partner aus Industrie, Handel und Handwerk profitieren von bedarfsgerechten Produktlösungen und umfassenden Serviceleistungen des Unternehmens. Als Oberflächenspezialist werden dabei unter anderem auch kundenindividuelle Dekoreinstellungen umgesetzt und auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten. So lassen sich beispielsweise Arbeitsplatten und Küchenfronten nach der Vorstellung des Kunden aufeinander abstimmen. Geliefert werden sowohl diese konfektionierten Produkte als auch Beschichtungsmaterialien zur Weiterverarbeitung. Durch den Einsatz des Digitaldrucks kann auch vom Kunden geliefertes Bildmaterial zur Gestaltung von Arbeitsplatten oder Küchenrückwänden genutzt werden. Die ausgefeilte Logistik der Westag & Getalit AG erlaubt es dabei, die Kunden auch mit Kleinserien zu bedienen.

Diese Unternehmenssparte hat sich in Deutschland zum Marktführer für kunststoffbeschichtete Türen und Zargen entwickelt. Eine enorme Bandbreite der Produkte und umfassende Serviceleistungen bilden dabei die Grundlage für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden der verschiedenen Vertriebswege. Die Sparte Türen/Zargen bietet als Vollsortimenter ein breites Angebot von Standard-Wohnraumtüren bis hin zu hochkomplexen Funktions- und Objekttüren. Kombiniert mit einem umfangreichen Oberflächenangebot aus Kunststoff, Lack und Holzfurnier passen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu den Anforderungen der Kunden.

Kundennah und trendorientiert

Die Arbeit der Sparte ist charakterisiert durch die partnerschaftliche Kooperation mit dem Handel und dem Handwerk. Dabei ist es das Ziel der Westag & Getalit AG, die Kunden bei der Bewältigung ihres Tagesgeschäfts durch bedarfsgerechte Produkte und Dienstleistungen bestmöglich zu unterstützen. Dies umfasst ein trendorientiertes Sortiment an Türen und Zargen genauso wie das Angebot entsprechender Serviceleistungen.

Vor diesem Hintergrund nimmt die Orientierung an den aktuellen Trends im Wohnraum- und Objektbereich einen hohen Stellenwert ein. Ein Beispiel dafür sind die aktuellen Bretagne-Stiltüren, die neu in das Sortiment aufgenommen wurden. Dem Trend zur schlichten Eleganz folgend, greifen diese Türen den klassischen Landhausstil auf und interpretieren ihn zurückhaltend modern. Dies wird durch geradlinige Profilierungen möglich, die in die Oberfläche geprägt sind. Sie verleihen den lackierten Bretagne-Türen eine unaufdringliche und moderne Optik. Mit der eleganten Gesamtwirkung bieten sie somit viele Kombinationsmöglichkeiten und lassen sich in unterschiedliche Wohnräume integrieren. Sie vereinen dabei die bekannte Landhausoptik mit der Geradlinigkeit moderner Einrichtungen. Die puristische Wirkung der neuen Stiltüren wird insbesondere von den beiden angebotenen Farbtönen "klassik weiß" und dem kühlen "arctic weiß" unterstrichen. Verschiedene Ausführungen bieten darüber hinaus weiteren Spielraum bei der Auswahl der Türen und gehen damit auf unterschiedliche optische Ansprüche ein.

Der Konzern

INVESTOR RELATIONS

2018 2017 2016 2015 2014
Aktienzahl Gesamt (in Stück) 1) 5.354.934 5.720.000 5.720.000 5.720.000 5.720.000
Bestand an eigenen Aktien (in Stück) 0 365.066 340.827 310.828 310.828
Buchwert je Aktie (in €) 2) 20,41 20,32 20,12 19,93 19,29
Daten für Stammaktien
Anzahl Stammaktien (in Stück) 1) 2.860.000 2.860.000 2.860.000 2.860.000 2.860.000
Höchstkurs (in €) 32,60 27,20 20,20 20,75 22,00
Tiefstkurs (in €) 20,00 20,00 17,20 17,88 17,35
Jahresschlusskurs (in €) 29,20 21,71 19,90 19,51 18,50
Jahresüberschuss je Aktie (in €) 2) 0,81 1,19 1,38 1,14 1,15
Dividende je Aktie (in €) 3) 0,12 0,74 0,94 0,74 0,94
KGV 2) 36,1 18,2 14,4 17,1 16,1
Daten für Vorzugsaktien
Anzahl Vorzugsaktien (in Stück) 1) 2.494.934 2.860.000 2.860.000 2.860.000 2.860.000
Bestand an eigenen Aktien (in Stück) 0 365.066 340.827 310.828 310.828
Höchstkurs (in €) 32,20 25,85 20,86 20,70 21,80
Tiefstkurs (in €) 20,20 20,52 17,03 18,19 17,30
Jahresschlusskurs (in €) 28,60 21,90 20,48 20,20 18,45
Jahresüberschuss je Aktie (in €) 2) 0,87 1,25 1,44 1,20 1,21
Dividende je Aktie (in €) 3) 0,18 0,80 1,00 0,80 1,00
KGV 2) 32,9 17,5 14,2 16,8 15,3

1) Angabe gilt verwässert und unverwässert

2) Der Ausweis der Werte für 2015 bis 2018 erfolgt auf Konzernbasis

3) Für 2018 vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung am 17.05.2019

Entwicklung am Kapitalmarkt

Insgesamt war die Entwicklung an den Aktienmärkten im zurückliegenden Jahr durchwachsen. Dies zeigt sich auch bei der Betrachtung des Deutschen Aktienindex (DAX). Während der DAX seit 2012 zuvor jedes Jahr mit einem Gewinn abschließen konnte, stellt sich die Entwicklung im Jahr 2018 mit einem Kursrückgang negativ dar. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf vielfältige politische Hintergründe. Dazu zählt unter anderem der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der auch den europäischen Aktienmärkten zusetzte. Nachdem der DAX am 23.01.2018 mit 13.597 Punkten noch ein neues Allzeithoch markiert hatte, schloss der Leitindex am letzten Handelstag des Jahres 2018 mit 10.559 Punkten und verlor im Vergleich zum Jahresbeginn damit mehr als 18 %.

Die Aktienkursentwicklung der Westag & Getalit AG war im Jahr 2018 wesentlich durch das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot der Broadview Industries AG in Höhe von jeweils 31,00 € je Aktie geprägt. Am Jahresende gingen Stamm- und Vorzugsaktien mit Kursen von 29,20 € bzw. 28,60 € aus dem Handel.

Investor Relations Aktivitäten

Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr hat die Westag & Getalit AG verschiedene Investor Relations Aktivitäten durchgeführt, um über das Unternehmen und die aktuelle Geschäftsentwicklung zu berichten. So informierte die Gesellschaft ihre Aktionäre und alle am Unternehmen Interessierten unter anderem mit ihrer Bilanzpressekonferenz sowie auf der Hauptversammlung des Unternehmens, zu der am 31.08.2018 wieder etwa 300 Aktionäre begrüßt werden konnten. Darüber hinaus präsentierte sich die Gesellschaft auch im vergangenen Jahr auf einer Kapitalmarktkonferenz in Düsseldorf vor Aktienanalysten und institutionellen Investoren. Insgesamt nutzte die Westag & Getalit AG zahlreiche Möglichkeiten, um die Öffentlichkeit zeitnah zu allen relevanten Themen und ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zu informieren.

Dividende

Auf der Hauptversammlung am 17.05.2019 werden Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 0,18 € für die Vorzugs- und 0,12 € für die Stammaktien vorschlagen.

MITARBEITER

QUALIFIZIERTE MITARBEITER TROTZ FACHKRÄFTEMANGEL

Qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten ist in Zeiten des demografischen Wandels sowie des Fachkräftemangels eine herausfordernde Aufgabe. Zum einen wird es immer schwieriger, junges, qualifiziertes Personal für eine Ausbildung zu begeistern. Zum anderen schaffen es nur attraktive Arbeitgeber, geeignete Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu finden und zu motivieren. Eine weitere Herausforderung besteht darin, die Belegschaft durch geeignete Maßnahmen weiter zu qualifizieren und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bietet die Westag & Getalit AG acht verschiedene Ausbildungsberufe im kaufmännischen und gewerblichen Bereich an. Mit insgesamt 58 Auszubildenden ist das Unternehmen einer der größten Ausbildungsbetriebe an den Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh. Ein großer Teil der Auszubildenden wird über die Teilnahme an regionalen und lokalen Ausbildungsmessen wie auch durch den im eigenen Unternehmen veranstalteten "Tag der Ausbildung" gewonnen. Hier erfahren interessierte Schülerinnen und Schüler, welche Möglichkeiten sie mit einer Berufsausbildung im Unternehmen erhalten und welche Berufsfelder sie sich damit erschließen können.

Die hohe Qualität der Ausbildung gewährleistet den jungen Mitarbeitern den bestmöglichen Start in das Berufsleben bei der Westag & Getalit AG. Im vergangenen Jahr wurde einer der Auszubildenden bei der Landesbestenehrung der Auszubildenden in Nordrhein-Westfalen für seine sehr gute Leistung geehrt. Dies ist auch auf die gute Arbeit der Lehrwerkstatt zurückzuführen, die den Auszubildenden die

Möglichkeit gibt, erlerntes Wissen praktisch anzuwenden und die erlernten Techniken zu verfeinern.

Mit dem Angebot eines dualen Studiums werden junge Menschen zudem praxisnah ausgebildet und können die theoretischen Kenntnisse unmittelbar im Unternehmen anwenden. Derzeit werden die dualen Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen und Holzund Möbeltechnik (BA) angeboten. Das Unternehmen kooperiert hier mit der Fachhochschule Bielefeld und der Berufsakademie in Melle.

Die aktuelle Ausbildungsquote beträgt über vier Prozent und ist auch ein Beleg dafür, dass die Westag & Getalit AG soziale Verantwortung für die Menschen in der Region übernimmt.

An den beiden Standorten der Westag & Getalit AG in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh arbeiten rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der technische Fortschritt und die hohe Automatisierung setzen ein kontinuierliches Lernen des Einzelnen voraus und erfordern die Weiterentwicklung der gesamten Belegschaft. Das Unternehmen unterstützt seine Mitarbeiter dabei durch ein umfangreiches Fortbildungsangebot. Die Motivation und der persönliche Einsatz aller Kolleginnen und Kollegen bilden die wesentliche Grundlage für die langfristige Entwicklung des Unternehmens.

Personelle Daten

Personalkennzahlen 31.12.2018 31.12.2017
Beschäftigte 1.319 1.279
davon
gewerbliche Mitarbeiter 892 865
Angestellte 369 356
Auszubildende 58 58
männlich 1.169 1.136
weiblich 150 143
in Wiedenbrück 1.128 1.086
in Wadersloh 191 193
Durchschnittsalter 45 45
durchschnittliche
Betriebszugehörigkeit (Jahre)
18 18

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell

Die Westag & Getalit AG ist ein europaweit agierender Hersteller von Holzwerk- und Kunststofferzeugnissen. Als Oberflächenspezialist fertigt das Unternehmen neben reinen Beschichtungsmaterialien auch ein umfassendes Spektrum an Elementen und einbaufertigen Produkten wie Türen und Zargen sowie Arbeitsflächen und Fensterbänken. Ergänzend zu den Hauptprodukten des Unternehmens werden auch vielfältige individuelle Lösungen angeboten, die gezielt auf die jeweiligen Anforderungsprofile der Kunden zugeschnitten sind. Dazu zählt unter anderem das Angebot technischer Bodenplatten für den industriellen Einsatz. Die Produkte werden unter Verwendung moderner Technologien ausschließlich an den beiden Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh hergestellt. Die Unterteilung in die beiden operativen Sparten Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen ermöglicht es uns, mit unseren Produkten vielschichtige Absatzmärkte und Branchen zu bedienen. Die beiden Sparten werden durch einen Zentralbereich flankiert, der die unternehmensweite Energieversorgung sicherstellt und übergreifende Aufgaben wie unter anderem Einkauf, Finanzen, Instandhaltung und das Personalmanagement bündelt.

Konzernstruktur

Die Westag & Getalit AG hat ihren Sitz am Produktionsstandort in Rheda-Wiedenbrück. Zudem verfügt das Unternehmen über ein Zweigwerk zur Herstellung seiner Produkte im etwa 15 Kilometer entfernten Wadersloh. Die Gesellschaft ist seit dem 21.08.2018 ein verbundenes Unternehmen der Broadview Industries AG, Düsseldorf, die nach dem Vollzug eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots für die Aktien der Westag & Getalit AG und dem Erwerb weiterer Aktien zu dem Zeitpunkt 58,3 % des gesamten Grundkapitals der Westag & Getalit AG und 83,4 % der Stimmrechte gehalten hat. Die Broadview Industries AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Broadview Industries B.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande, die wiederum zur HAL-Gruppe gehört. Die Muttergesellschaft der HAL-Gruppe ist die HAL Trust, Hamilton, Bermuda.

Der Geschäftsbetrieb der sich in Liquidation befindenden Vertriebsgesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation, ist zu Beginn des Jahres 2018 eingestellt worden. Diese Gesellschaft hat deshalb in 2018 nicht mehr wesentlich zur Geschäftstätigkeit des Konzerns beigetragen. Die Eintragung der Liquidation der Gesellschaft in das russische Unternehmensregister ist bisher nicht erfolgt.

Steuerungssystem

Die Westag & Getalit AG verfügt über ein detailliertes SAP-basiertes Management-Informationssystem, das die Grundlage für alle wichtigen Entscheidungen in den Sparten und auf den verschiedenen Unternehmensebenen bildet. Auf Vorstandsebene erfolgt die Steuerung des Konzerns und der drei Segmente (Oberflächen/Elemente, Türen/Zargen und Zentralbereich) im Wesentlichen anhand der unterjährigen Berichterstattung, die monatlich die Ergebnisse der Gesellschaften im Detail darstellt und erläutert. Als primäre Leistungsindikatoren werden Umsatzerlöse und Ergebnis (Ergebnis vor Steuern und Konzernjahresüberschuss) sowie sich daraus ableitende Kennziffern analysiert. Darüber hinaus werden diese Berichte auf Vorstandsebene durch weitergehende Auswertungen aus den Bereichen Vertrieb, Fertigung, Instandhaltung, Einkauf, Personal und Finanzen ergänzt. Zukünftig wird das Unternehmen zusätzlich Umsatz- und Deckungsbeitragsanalysen auf Basis einer Produkt-Markt-Matrix durchführen. Darüber hinaus wird bei Umsatzsteigerungen und Preiserhöhungen verstärkt darauf geachtet, inwieweit sich diese in Ergebnisverbesserungen ausdrücken (operating leverage). Insgesamt wird die Geschäftstätigkeit vermehrt darauf ausgerichtet, die Liquidität des Konzerns zu verbessern.

Die sich daraus ergebenden Ergebnisse stellen auch die Grundlage für die laufende Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat dar.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Insgesamt haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2018 solide entwickelt Die Weltwirtschaft blickt für 2018 insgesamt auf eine solide Entwicklung zurück. Dabei zeichnet sich für die Weltkonjunktur eine Verlangsamung ihrer Dynamik ab, die sich bereits unterjährig bemerkbar machte. Beeinflusst war die globale Entwicklung unter anderem durch politische Themen wie den Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie den sich abzeichnenden Brexit. Dies hatte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Entwicklung in den europäischen Ländern.

Insbesondere für das vierte Quartal 2018 gab beispielsweise der Index des Münchener Ifo Instituts eine verhaltene Stimmung für das Weltwirtschaftsklima wieder. Angesichts der derzeitigen globalen Risiken hat auch die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die globale Konjunktur in den letzten Monaten des Jahres nach unten korrigiert. Insgesamt gehen die internationalen Organisationen in ihren letzten Einschätzungen von einer weniger dynamischen Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2018 aus.

Für die deutsche Wirtschaftsentwicklung zeigt sich ein vergleichbares Bild. Im Jahresvergleich verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum und stieg im Jahr 2018 nur noch um 1,5 %. Das Wirtschaftswachstum blieb damit unter der ursprünglichen Erwartung zu Jahresbeginn, nach der noch ein Wirtschaftswachstum von 2,4 % prognostiziert wurde. Ursächlich hierfür war neben der global abgeschwächten Konjunktur auch die Hitzewelle im Sommer 2018. Das daraus resultierende Niedrigwasser führte unter anderem zu Lieferproblemen der chemischen Industrie, die sich auf verschiedene Wirtschaftsbereiche auswirkten. Eine der Branchen in Deutschland, die sich weiterhin gut entwickelte, ist das Bauhauptgewerbe. Einflussfaktoren dafür sind neben dem weiterhin niedrigen Leitzinssatz auch die gute Beschäftigungsquote, das damit gestiegene Haushaltseinkommen und die sich daraus ergebenden höheren Konsumausgaben.

Der Umsatz des Bauhauptgewerbes ist im zurückliegenden Geschäftsjahr insgesamt um circa 6 % gestiegen. Bereinigt um Preissteigerungen verbleibt ein Wachstum in der Größenordnung von 1,5 %, wie die führenden Branchenverbände mitteilten. Haupteinflussfaktoren für diese Entwicklung waren der Wirtschaftsbau mit einem Umsatzzuwachs von etwa 7 % sowie der Wohnungsbau, dessen Umsatz um 6,5 % anstieg. Der öffentliche Bau hatte nach den Berichten der Branchenverbände einen Zuwachs von 5 % zu verzeichnen. Gebremst wurde die Entwicklung insbesondere zum Jahresende durch fehlende Kapazitäten sowohl auf Seiten der Industrie als auch des Handwerks.

In der deutschen Möbelindustrie stiegen nach unterjährigen Verlautbarungen die Umsätze von Januar bis November 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 0,9 %. Dabei entwickelten sich die einzelnen Segmente uneinheitlich, so konnte die Küchenmöbelindustrie beispielsweise ihre Umsatzerlöse in den ersten elf Monaten um 6,3 % steigern.

Diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich in 2018 auch auf die Geschäftstätigkeit der Westag & Getalit AG ausgewirkt.

Geschäftsverlauf 2018

Im Geschäftsjahr 2018 konnte die Westag & Getalit AG von dem grundsätzlich positiven Umfeld des Bauhauptgewerbes nur wenig partizipieren. Der Auftragsbestand konnte zwar von 21,4 Mio. € zu Beginn des Jahres 2018 auf 22,3 Mio. € zum Jahresende gesteigert werden, die Umsatzerlöse in Höhe von 233,2 Mio. € lagen jedoch leicht unter dem Vorjahreswert von 234,4 Mio. €. Haupteinflussfaktor war dabei das Inlandsgeschäft, das in 2018 mit Umsatzerlösen in Höhe von 175,3 Mio. € rückläufig gegenüber dem Vorjahreswert von 179,8 Mio. € war. Neben den um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Umsätzen der Sparte Türen/ Zargen in Deutschland waren hierfür auch notwendige Revisionsarbeiten und der damit verbundene unerwartet lange Stillstand unserer Kraftwerksanlage im Zeitraum von Juni bis Mitte Oktober 2018 ausschlaggebend. Aufgrund dieses Stillstands unserer Kraftwerksanlage haben wir in diesem Bereich insgesamt gegenüber dem Vorjahr 2,7 Mio. € geringere Umsatzerlöse erwirtschaftet. Die Exporterlöse entwickelten sich im Geschäftsjahr 2018 in beiden operativen Sparten positiv. Sie konnten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,0 % gesteigert werden. Insgesamt wurde damit die zu Jahresbeginn ausgegebene Prognose leicht steigender Umsatzerlöse für das Gesamtjahr aufgrund der beschriebenen Einflussfaktoren nicht erreicht.

Die Konzernumsatzerlöse beliefen sich in 2018 auf 233,2 Mio. €

*Im Umsatz des Zentralbereichs 2018 sind Umsätze der Kraftwerksanlage (3,9 Mio. €; Vorjahr 6,6 Mio. €) und sonstige Umsätze unseres Zentralbereichs (0,6 Mio. €; Vorjahr 0,3 Mio. €) enthalten.

Export

Die Exportumsatzerlöse konnten in 2018 um 6,0 % erhöht werden

Insgesamt wurden Exportumsatzerlöse in Höhe von 57,9 Mio. € erzielt, die damit um 6,0 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 54,6 Mio. € lagen. Zurückzuführen ist der Anstieg der Umsatzerlöse in den Auslandsmärkten auf den weiteren Ausbau des Projektgeschäfts in den beiden operativen Sparten. Die Exportquote stieg damit einhergehend von 23,3 % auf 24,8 % in 2018.

Oberflächen/Elemente

Die Sparte Oberflächen/ Elemente konnte ihre Umsatzerlöse in 2018 um 2,7 % erhöhen

Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente erhöhten sich in 2018 auf 103,3 Mio. € und damit gegenüber dem Vorjahr um 2,7 %. Während sich die Umsätze im Inland um 2,6 % auf 72,2 Mio. € erhöht haben, stiegen die Exporterlöse um 3,0 % auf 31,1 Mio. € (Vorjahr 30,2 Mio. €). Die Exportquote der Sparte beläuft sich damit auf 30,1 % (Vorjahr 30,0 %).

Türen/Zargen

Die Umsätze der Sparte Türen/Zargen beliefen sich vor dem Hintergrund nahezu ausgelasteter Maschinenkapazitäten und aufgrund schwieriger Wettbewerbsbedingungen auf 125,4 Mio. €. Sie lagen damit um 1,2 % leicht unter dem Vorjahreswert in Höhe von

Die Umsatzerlöse der Sparte Türen/Zargen beliefen sich auf 125,4 Mio. €

126,9 Mio. €. Die Exporterlöse der Sparte erhöhten sich in 2018 von 24,4 Mio. € um 9,8 % auf 26,8 Mio. €. Bedingt durch die Ausweitung des Projektgeschäfts stieg die Exportquote von 19,2 % auf 21,4 %. Die durchgehend hohe Kapazitätsauslastung und daraus resultierende längere Lieferzeiten verhinderten eine bessere Entwicklung des Inlandsgeschäfts. Insgesamt bewegte sich die Geschäftstätigkeit der Sparte im Mehrjahresvergleich weiterhin auf einem hohen Niveau.

Lage des Konzerns

Im Konzernabschluss zum 31.12.2018 wurden Korrekturen nach IAS 8 vorgenommen, die im Anhang erläutert werden. Die im zusammengefassten Lagebericht angegebenen Vorjahreszahlen des Konzerns beziehen sich jeweils auf die Werte nach Korrektur.

Ertragslage

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich auf 6,0 Mio. €

In 2018 belief sich das Konzernergebnis vor Steuern auf 6,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 9,1 Mio. €. Neben dem leichten Rückgang der Umsatzerlöse war die Ertragslage des Konzerns in 2018 durch den Anstieg insbesondere der Material- und Frachtkosten sowie der Personalaufwendungen belastet. Zusätzlich gab es einmalige Ergebnisbeeinträchtigungen. Dabei wirkten sich die im Oktober 2018 abgeschlossene Revision der Kraftwerksanlage mit 2,6 Mio. € und notwendige Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot für die Aktien der Gesellschaft mit 0,7 Mio. € negativ auf die Ertragslage des Konzerns aus. Im Vergleich zu 2017 war das Jahresergebnis 2018 durch die Tatsache begünstigt, dass die im Vorjahr im Rahmen der Sortimentsneuordnung angefallenen Aufwendungen in 2018 nicht zu verzeichnen waren.

Bei der im Juni 2018 begonnenen und erst Mitte Oktober 2018 abgeschlossenen umfangreichen Revision der Kraftwerksanlage wurde ein unerwarteter Generatorschaden festgestellt, der einen außerplanmäßig hohen Reparaturbedarf auslöste. Dies führte aufgrund der unvorhersehbar langen Ausfallzeit zu geringeren Umsatzerlösen sowie höheren Aufwendungen für Instandhaltungen und alternative Energieträger.

Insgesamt war die Ertragslage des Konzerns durch die beschriebenen Einmaleffekte und die operative Geschäftstätigkeit belastet, sodass die ursprüngliche Prognose des Vorjahres, nach der im Vergleich zu 2017 ein besseres Ergebnis erzielt werden sollte, nicht gehalten werden konnte. Dabei führten insbesondere Preiserhöhungen beim Materialeinkauf, die nicht durch die Erhöhung der Verkaufspreise kompensiert werden konnten, zu geringeren Deckungsbeiträgen der eigenen Produkte. Dadurch hat sich die Materialaufwandsquote des Konzerns in 2018 von 48,8 % auf 49,7 % erhöht. Darüber hinaus erhöhte sich die Personalaufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr von 31,7 % auf 32,3 %. Neben der vereinbarten Lohn- und Gehaltserhöhung in 2018 resultiert dieser Anstieg aus der im Jahresverlauf von 1.279 auf 1.319 Personen gestiegenen Mitarbeiteranzahl, wobei insbesondere ehemalige Personaldienstmitarbeiter übernommen wurden.

Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund des Investitionsvolumens der letzten Jahre von 9,8 Mio. € in 2017 auf 10,6 Mio. € in 2018. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich einschließlich der sonstigen Steuern in 2018 von 30,5 Mio. € auf 29,8 Mio. €. Dabei erhöhten sich einerseits im Geschäftsjahr 2018 die Belastungen für Ausgangsfrachten aufgrund geringerer zur Verfügung stehender Frachtkapazitäten, die Instandhaltungsaufwendungen sowie die Rechts- und Beratungskosten. Andererseits führten der Rückgang der Fremdlöhne sowie die geringeren Werbekosten insgesamt zu einer Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese waren in 2017 insbesondere durch die Sortimentsneuordnung im Bereich dekorativer Oberflächen belastet.

Finanzlage

Die liquiden Mittel haben sich zum 31.12.2018 von 14,9 Mio. € auf 11,6 Mio. € verringert. Einer der Einflussfaktoren für diesen Rückgang war der aufgrund des geringeren Jahresergebnisses um 3,0 Mio. € auf 9,2 Mio. € (Vorjahr: 12,2 Mio. €) gesunkene Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Darüber hinaus belasteten weiterhin hohe Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die im Geschäftsjahr ausgezahlte Dividende die Liquidität. Die Dividendenpolitik der Gesellschaft zielt darauf ab, den Aktionären eine im Verhältnis zum jeweiligen Jahresergebnis nach HGB und zur vorhandenen Unternehmensliquidität angemessene Ausschüttung zukommen zu lassen. Durch Geschäfte in fremder Währung entstehenden Währungsrisiken wird im angemessenen Umfang durch entsprechende Termingeschäfte begegnet. Die Nettopositionen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in fremder Währung beliefen sich zum 31.12.2018 auf 1.311 T€ (Vorjahr 2.643 T€). Zum 31.12.2018 verzeichnete die Westag & Getalit AG auch weiterhin keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten. Es bestand zum Bilanzstichtag eine ungenutzte Barkreditlinie in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. €). Darüber hinaus wurden der Gesellschaft Avalkreditlinien in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €) zur Verfügung gestellt.

Vermögenslage

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme verringerte sich leicht auf 164,6 Mio. €

Die Bilanzsumme des Konzerns verringerte sich zum 31.12.2018 leicht auf 164,6 Mio. € (Vorjahr 166,5 Mio. €). Während sich das Anlagevermögen als Folge der über den Abschreibungen liegenden Investitionen erhöhte, reduzierte sich das Umlaufvermögen von 83,0 Mio. € auf 80,4 Mio. €. Bei den Vorräten und Forderungen war erneut ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, dagegen verringerten sich die liquiden Mittel von 14,9 Mio. € auf 11,6 Mio. €.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital des Konzerns mit 109,3 Mio. € nahezu unverändert (Vorjahr 108,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote belief sich damit zum 31.12.2018 auf 66,4 % (Vorjahr 65,3 %). Während das langfristige Fremdkapital mit 28,2 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau lag, reduzierte sich das kurzfristige Fremdkapital insbesondere durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 29,5 Mio. € auf 27,0 Mio. €.

Bilanzstruktur Mio. €

Investitionen

In 2018 wurden Investitionen in Höhe von 10,9 Mio. € realisiert

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Jahr auf 10,9 Mio. € (Vorjahr 13,8 Mio. €). Den Investitionen standen dabei in 2018 Abschreibungen in Höhe von 10,6 Mio. € gegenüber (Vorjahr 9,8 Mio. €).

Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 war weiterhin die mehrjährige Investition in die Zargenendbearbeitung, die bis auf in 2019 noch zu erfolgende Softwareprogrammierungen und die Montage der Verpackungslinie fertiggestellt ist.

Zum 31.12.2018 belief sich das Bestellobligo für Gegenstände des Anlagevermögens auf 2,0 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €), die Finanzierung dieser Investitionen ist durch den operativen Cashflow und die bestehenden liquiden Mittel vorgesehen.

Beteiligungen

Die Westag & Getalit AG ist die alleinige Gesellschafterin der sich in Liquidation befindenden Tochtergesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation. Außerdem ist die Westag & Getalit AG seit dem Jahr 2006 mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/Thüringen beteiligt. Diese Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus verschiedenen Materialien von HPL über Mineralwerkstoff bis hin zu Naturstein und Massivholz. Sie beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten. Die AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH hat in 2018 inklusive der in diesem Jahr auf sie verschmolzenen Tochtergesellschaften Umsatzerlöse in Höhe von 20,0 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. € vor Verschmelzung mit Tochtergesellschaften; 20,5 Mio. € auf vergleichbarer Basis) erzielt. Der erwartete Jahresüberschuss 2018 liegt mit 1,4 Mio. €

auf Vorjahresniveau. Die Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sind mit dem at Equity ermittelten Wert im Konzernabschluss der Westag & Getalit AG ausgewiesen.

Kurzfristige Vermögenswerte

Zur Absicherung der Lieferfähigkeit wurden die Vorräte in 2018 von 36,5 Mio. € auf 37,4 Mio. € erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen geschäftsbedingt gegenüber dem Vorjahr von 27,9 Mio. € auf 28,6 Mio. €.

Eigenkapital

Zum 31.12.2017 hatte die Westag & Getalit AG 365.066 Stück eigener Aktien im Bestand. Dabei handelte es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Am 30.10.2018 hat der Vorstand der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, sämtliche vom Unternehmen gehaltenen Aktien einzuziehen und das Grundkapital herabzusetzen. Die Satzung wurde dementsprechend neu gefasst. Der Einzug der Aktien und die Herabsetzung des Grundkapitals wurden wirksam mit dem Austausch der Globalurkunde am 08.11.2018. Die Eintragung der Satzungsänderung und der Herabsetzung des Grundkapitals in das Handelsregister erfolgte am 25.02.2019.

Langfristiges Fremdkapital

Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich mit 26,9 Mio. € konstant zum Vorjahr. Neben einem erfolgsneutralen zinsbedingten Rückgang in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr Anstieg um 0,3 Mio. €) ergab sich eine erfolgswirksame Zuführung in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €).

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns

Zusammenfassend sind wir mit dem Geschäftsverlauf 2018 nicht zufrieden. Die ausgelasteten Maschinenkapazitäten in der Sparte Türen/Zargen haben insbesondere eine bessere Umsatzentwicklung im Inland verhindert, so dass die Umsatzerlöse insgesamt mit 233,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 234,4 Mio. € rückläufig waren. Die Ertragslage des Konzerns war neben den beschriebenen Aufwandssteigerungen im operativen Geschäft zusätzlich durch zwei wesentliche Einmaleffekte (Revision der Kraftwerksanlage und Beratungskosten im Rahmen des Übernahmeangebots für die Aktien der Gesellschaft) belastet, so dass mit einem Konzernjahresüberschuss von 4,5 Mio. € nur ein deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,5 Mio. € liegendes Ergebnis erzielt werden konnte.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG (HGB)

Die wesentlichen Aussagen zur Lage des Konzerns in 2018 gelten im gleichen Maße auch für die Westag & Getalit AG.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Ergebnis des Konzernabschlusses und dem des Jahresabschlusses nach HGB ergibt sich aus den unterschiedlichen Bewertungsmethoden

bei den Pensionsrückstellungen. Während die im Konzernabschluss nach IFRS ausgewiesenen Pensionsrückstellungen nahezu konstant zum Vorjahr blieben, war im Jahresabschluss nach HGB eine erfolgswirksame Zuführung, bedingt durch einen geänderten Zinsfuß und die neuen Sterbetafeln, in Höhe von 1,9 Mio. € erforderlich. Zudem ist im Einzelabschluss der Westag & Getalit AG der Geschäftsanteil an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH unverändert zu Anschaffungskosten angesetzt. Die erhaltenen Ausschüttungen werden erfolgswirksam vereinnahmt. Im Konzernabschluss erfolgt eine Fortschreibung des Beteiligungsansatzes nach der Equity-Methode. Das Vorjahresergebnis nach HGB war dagegen durch notwendige Abwertungen im Zusammenhang mit der russischen Tochtergesellschaft belastet.

Die nachfolgenden Tabellen verdeutlichen die Zusammensetzung sowie die genauen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG nach HGB.

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Veränderung
in T€
76.664 76.775 - 111
1.200 1.200 0
77.864 77.975 - 111
37.391 36.505 886
31.156 29.496 1.660
11.621 16.911 - 5.290
80.168 82.912 - 2.744
166 85 81
158.198 160.972 - 2.774
Passiva 31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Veränderung
in T€
Gezeichnetes Kapital 13.709 13.709 0
Rücklagen 85.714 85.714 0
Bilanzgewinn 8.606 10.802 - 2.196
Eigenkapital 108.029 110.225 - 2.196
Sonderposten mit Rücklageanteil 144 154 - 10
Pensionsrückstellungen 21.688 19.770 1.918
Übrige Rückstellungen 16.836 16.802 34
Rückstellungen 38.524 36.572 1.952
Verbindlichkeiten 11.501 14.021 - 2.520
Bilanzsumme 158.198 160.972 - 2.774
Ertragslage 2018
in T€
2017
in T€
Veränderung
in T€
Umsatzerlöse 233.125 234.416 - 1.291
Veränderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
516 608 - 92
Andere aktivierte Eigenleistungen 423 413 10
234.064 235.437 - 1.373
Sonstige betriebliche Erträge 2.421 1.811 610
Materialaufwand - 115.840 - 114.317 - 1.523
Personalaufwand - 76.294 - 74.712 - 1.582
Abschreibungen - 10.374 - 9.760 - 614
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 29.907 - 30.048 141
Erträge aus Beteiligungen 304 333 - 29
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54 69 - 15
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 - 347 347
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 712 - 721 9
Ergebnis vor Steuern 3.716 7.745 - 4.029
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1.519 - 2.694 1.175
Ergebnis nach Steuern 2.197 5.051 - 2.854
Sonstige Steuern - 280 - 333 53
Jahresüberschuss 1.917 4.718 - 2.801

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern (EBT) und der Konzernjahresüberschuss. Die für die Analyse der Lage beschriebene Entwicklung der Investitionen, Vorräte und Forderungen sowie die Nettowertschöpfung stellen weniger bedeutsame, aber wichtige Nebenaspekte dar. Die Nettowertschöpfung des Konzerns ermittelt sich aus der Gesamtleistung abzüglich Materialaufwendungen, Abschreibungen sowie der sonstigen Aufwendungen und Erträge. Zukünftig wird das Unternehmen zusätzlich Umsatz- und Deckungsbeitragsanalysen auf Basis einer Produkt-Markt-Matrix durchführen. Darüber hinaus werden vermehrt Ergebnisverbesserungen aus Umsatzsteigerungen und Preiserhöhungen sowie aus der Geschäftstätigkeit resultierende Liquiditätseffekte als finanzielle Leistungsindikatoren analysiert werden.

Zum besseren Verständnis der Gesamtentwicklung dienen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Diese thematisiert die Gesellschaft unter Betrachtung der "Umweltbelange", "Arbeitnehmerbelange", "Sozialbelange", "Achtung der Menschenrechte" sowie "Bekämpfung von Korruption und Bestechung". Aufgrund unserer sozialen Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens arbeiten wir insbesondere an der Verbesserung der Arbeitssicherheit. Diesem wichtigen Thema widmet das Unternehmen seine besondere Aufmerksamkeit. Die Abteilung Arbeitssicherheit und Umweltschutz beschäftigt sich intensiv mit der Konzeption und Einführung zahlreicher Maßnahmen. Dabei sind sowohl die Arbeitssicherheit als auch der Gesundheitsschutz jedes einzelnen Mitarbeiters wesentliche Faktoren für die soziale Verantwortung und den Erfolg des Unternehmens.

Um das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Unternehmen zu verbessern, beschäftigt die Westag & Getalit AG zurzeit fünf Mitarbeiter. Der Leiter der Abteilung berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Die Abteilung Arbeitssicherheit und Umweltschutz trägt dafür Sorge, dass die gesetzlichen Vorgaben im Hinblick auf die Arbeitssicherheit und den Unfallschutz in den beiden Werken des Unternehmens eingehalten werden und Sicherheitsrisiken kontinuierlich weiter minimiert werden. Sollte es zu Arbeitsunfällen kommen, übernimmt die Abteilung die lückenlose Aufarbeitung der Unfallursachen und deren Dokumentation. Darüber hinaus werden notwendige Präventionsmaßnahmen erarbeitet und implementiert. Zusätzlich bietet das Unternehmen im Rahmen des Gesundheitsmanagements auch verschiedene medizinische Untersuchungen und weitere Maßnahmen an, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern regelmäßig genutzt werden können. Die Zielsetzung für das gesamte Unternehmen ist es, Unfälle und Ausfalltage der Arbeitnehmer möglichst zu verhindern und unfallfrei zu werden.

In 2018 wurden die Aktivitäten zur Verbesserung der Arbeitssicherheit unter anderem durch den Ausbau der entsprechenden Abteilung weiter intensiviert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen sich seitdem mit der Verbesserung der Arbeitssicherheit im gesamten Unternehmen. Ein Hauptaugenmerk lag dabei neben der Definition und Einführung neuer

Standards insbesondere auf der Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf die richtigen Verhaltensweisen zur Förderung der Arbeitssicherheit innerhalb des Unternehmens. Beispielsweise wurden in 2018 weite Teile der Belegschaft mit neuer Arbeitskleidung ausgestattet, um in einem ersten Schritt die Sicherheit in den Fertigungsbereichen zu erhöhen.

Sofern erforderlich, wird den Mitarbeitern auch spezielle Schutzausrüstung gestellt. Dazu zählen unter anderem individuell angepasste Gehörschutz-Ohrstöpsel. Darüber hinaus werden bei der Ausstattung der Arbeitsplätze selbstverständlich gesetzliche Vorschriften eingehalten, um eventuelle Sicherheitsrisiken zu reduzieren.

Um alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über sicherheitsrelevante Vorschriften zu informieren und entsprechend zu unterweisen, nutzt die Westag & Getalit AG seit 2014 eine entsprechende E-Learning-Software. Auch hier arbeitet die Abteilung Arbeitssicherheit und Umweltschutz an einer kontinuierlichen Verbesserung. So sollen künftig neben den Sicherheitsunterweisungen sämtliche arbeitssicherheitsrelevanten Themen in einem System zentralisiert werden, um so das Berichtswesen zu verbessern.

Darüber hinaus werden kontinuierlich Verbesserungen im Hinblick auf die Sicherheit in den Werken realisiert. Dazu zählen neben technischen Sicherheitseinrichtungen an den bestehenden und neuen Anlagen auch Themen wie die Wegesicherheit in Form von entsprechenden Kennzeichnungen. Zur frühzeitigen Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die Unternehmensleitung auch eine interne Informationskampagne initiiert. Damit werden das Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Verantwortung eines jeden Einzelnen für das Thema Arbeitssicherheit gefördert. Insgesamt wollen wir so unser Ziel erreichen, dass alle Mitarbeiter nach Dienstschluss gesund nach Hause kommen und insbesondere kein tödlicher Arbeitsunfall, wie leider in 2018 geschehen, passieren kann.

Neben diesen Maßnahmen betreibt das Unternehmen zusätzlich ein Gesundheitsmanagement, das vor allem auf die Reduktion körperlicher Beeinträchtigungen ausgelegt ist, die durch die Arbeit auftreten könnten. Zum Beispiel bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern verschiedene Vorsorgeuntersuchungen sowie Gesundheitstrainings an. Außerdem unterstützt es die Mitgliedschaft in Fitnessstudios, die von den Mitarbeitern genutzt werden können. Neben diesen Maßnahmen verfügt das Unternehmen über einen Betriebsarzt und eine eigene Werkfeuerwehr, die im Ernstfall schnell reagieren kann.

Ausführliche Angaben zu allen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren finden sich im gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2018, der unter www.westag-getalit. com/de/investor-relations/veroeffentlichungen zum Download bereitsteht.

Die Nettowertschöpfung verringerte sich in 2018 auf 81,5 Mio. € Auf der Entstehungsseite verringerte sich die Nettowertschöpfung um 2,7 % auf 81,5 Mio. € (Vorjahr 83,8 Mio. €). Ursächlich hierfür ist einerseits die um 0,6 % verringerte Gesamtleistung und andererseits die höheren Materialaufwendungen und Abschreibungen. Gegenläufig wirkte der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Bei der Verwendung der Nettowertschöpfung entfielen 75,2 Mio. € auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns (Vorjahr 74,3 Mio. €). Im Rahmen des diesjährigen Dividendenvorschlags reduziert sich der Anteil, der auf die Aktionäre entfällt, auf 0,8 Mio. €. Mit der Entwicklung des Jahresüberschusses verringerte sich der über Steuern an den Staat abzuführende Anteil, während sich der im Konzern verbleibende Wertschöpfungsanteil erhöhte.

Mitarbeiter

Zum 31.12.2018 waren 1.319 Mitarbeiter beschäftigt

Zum 31.12.2018 beschäftigte der Konzern insgesamt 1.319 gegenüber 1.279 Mitarbeitern zum Vorjahresstichtag. Die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl ist dabei insbesondere auf die Übernahme von Personaldienstmitarbeitern zurückzuführen. In der Gesamtzahl sind 58 Auszubildende enthalten (Vorjahr 58). Die Ausbildungsquote lag in 2018 damit bei 4,4 % (Vorjahr 4,5 %). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter belief sich im Geschäftsjahr unverändert auf 18 Jahre.

Mitarbeiter Stand am 31.12.

Um Auslastungsspitzen innerhalb der Fertigung abzudecken, unterstützten uns im abgelaufenen Jahr erneut Personaldienstmitarbeiter. Zum 31.12.2018 waren es insgesamt 21 Personen (Vorjahr 52). Dieser Rückgang ist insbesondere auf die verstärkte Übernahme als fest angestellte Arbeitnehmer zurückzuführen.

Produktentwicklung

Der Schwerpunkt unserer Entwicklungsaktivitäten liegt in der kontinuierlichen Qualitätssicherung und Verbesserung unserer Produkte. Neben den dekorativen Aspekten in der Oberflächenentwicklung stehen dabei auch die technischen Eigenschaften unserer Werkstoffe im Vordergrund. Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt zudem in der Entwicklung neuer Funktionalitäten beziehungsweise Produktverbesserungen, die sich beispielsweise in der Montagefreundlichkeit unserer Türen und Zargen ausdrücken. Im Rahmen der Ansprache industrieller Abnehmer werden darüber hinaus zielgerichtet Produktentwicklungen vorangetrieben, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Kundengruppe ausgerichtet sind.

Umweltmanagement

Der Konzern hat es sich zur Aufgabe gemacht, entlang seiner Wertschöpfungskette stets die Balance zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg, dem Schutz der Umwelt sowie seiner gesellschaftlichen Verantwortung zu halten. Neben den wirtschaftlichen Belangen, die für die

Westag & Getalit AG im Rahmen ihrer nachhaltigen Unternehmensentwicklung besonders wichtig sind, steht für das Unternehmen ebenso der schonende Umgang mit Natur und Umwelt im Vordergrund. Dazu gehört unter anderem die Betrachtung von Energiemengen und Emissionen, vor allem aber auch die Langlebigkeit der Produkte und der Schutz von Ökosystemen und Rohstoffen. In diesem Sinne investiert das Unternehmen in umweltfreundliche Produktionsverfahren und optimiert dahingehend die bestehenden Anlagen. Dank dieser Maßnahmen gelingt der Westag & Getalit AG die effiziente Nutzung von Rohstoffen und Energieträgern. Darüber hinaus hält sie Umweltbelastungen, z. B. in Form von Emissionen, gering. Die Einhaltung beziehungsweise Unterschreitung sämtlicher bestehender Emissionsgrenzwerte ist erklärtes Unternehmensziel. Die Belegschaft teilt und unterstützt diese Prinzipien und ist motiviert, zur weiteren Verbesserung der rücksichtsvollen und schonenden Arbeitsweisen aktiv beizutragen.

Weiterführende Angaben hinsichtlich des Umweltmanagements sind ebenfalls im gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2018 enthalten, der über die Internetseite der Gesellschaft abrufbar ist.

NACHTRAGSBERICHT

Es haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge in 2019 ergeben, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

Für die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb Europas ist auch für 2019 von einem generell günstigen Umfeld auszugehen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich das Wirtschaftswachstum bereits in den vergangenen Monaten verlangsamt hat und nach den Einschätzungen der Wirtschaftsexperten auch in 2019 zurückhaltendender entwickeln wird. Mögliche beeinträchtigende Einflussfaktoren sind dabei die Auswirkungen des sich abzeichnenden Brexits sowie die weitere Leitzinsentwicklung innerhalb des Euroraums.

Die binnenwirtschaftlichen Ausgangsbedingungen für das Jahr 2019 sind ebenfalls weiterhin gut, allerdings ist von einer geringeren Dynamik auszugehen. Für das Jahr 2019 erwartet die Bundesregierung vor diesem Hintergrund eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,0 % (2018: + 1,5 %). Das Wirtschaftswachstum soll damit zwar schwächer als im Vorjahr ausfallen, gleichwohl ist von einer weiterhin hohen Auslastung der Kapazitäten und damit auch einer starken Nachfrage nach Arbeitskräften auszugehen. Für Unternehmen wird es daher insgesamt schwieriger, offene Stellen erfolgreich zu besetzen. Dies erschwert die Geschäftserweiterung im Inland, insbesondere der Unternehmen im Baugewerbe sowie im Handwerk, und kann sich insgesamt bremsend auf die Wirtschaftsentwicklung auswirken.

Ebenso werden für das Bauhauptgewerbe in 2019 weiterhin grundsätzlich positive Rahmenbedingungen prognostiziert. So erwarten die beiden führenden Branchenverbände unter diesen Voraussetzungen für 2019 einen Umsatzzuwachs für das Bauhauptgewerbe von insgesamt 6,0 %. Darin ist eine Preissteigerung von 5,0 % enthalten, sodass für 2019 ein preisbereingtes Wachstum von 1,0 % verbleibt. Dabei gehen die Branchenexperten für 2019 von einem Umsatzzuwachs im Wohnungsbau von 5,5 % und für die Bereiche des Wirtschafts- und des öffentlichen Baus von jeweils 6 % aus.

Konzernausblick

Unter Berücksichtigung des grundsätzlich positiven wirtschaftlichen Umfelds sehen wir für die Westag & Getalit AG optimistisch in die Zukunft. Auf Basis unserer Stärken ist es das Ziel, unsere Geschäftstätigkeit insbesondere auf profitablere Produkte und Märkte zu konzentrieren. Dazu gehört eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung, mit der wir unser Produktportfolio und unsere Serviceleistungen bewerten werden. Darüber hinaus werden wir unsere internen Abläufe dahingehend prüfen, inwieweit uns externe Partner dabei unterstützen können, unsere Effizienz weiter zu verbessern. Insgesamt wollen wir unsere unternehmerischen Stärken besser nutzen, um unser Produktangebot am Markt profitabler zu positionieren. Dabei ist es unser Ziel, insgesamt die Ertragslage des Konzerns zu verbessern und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erreichen.

Die wirtschaftliche Entwicklung ist auch für 2019 positiv zu bewerten, wenngleich sich das Wirtschaftswachstum bereits in den vergangenen Monaten verlangsamt hat Aufgrund der Ergebnisbelastungen in 2018 und zur Stabilisierung der Deckungsbeiträge hat die Gesellschaft bereits Ende des dritten Quartals 2018 Preiserhöhungen für die eigenen Produkte in 2019 angekündigt.

In der Sparte Türen/Zargen werden wir trotz ausgelasteter Maschinenkapazitäten in der Lage sein, das Produktionsvolumen zu sichern. Zusätzlich werden wir uns durch Analysen auf Basis einer Produkt-Markt-Matrix auf margenstärkere Produkte konzentrieren und insbesondere in Märkten mit einer guten Wachstumsprognose unseren Marktanteil erhöhen. Durch eine effizientere Nutzung der Kapazitäten wollen wir die aktuellen Lieferzeiten verkürzen und so sowohl im Projekt- als auch im Handelsgeschäft die Umsätze steigern. Auch innerbetriebliche Projekte zur Erhöhung der Fertigungseffizienz werden sich mittelfristig positiv auf die Ertragslage auswirken.

Das Geschäft der Sparte Oberflächen/Elemente war zuletzt durch unterschiedliche Einflussfaktoren belastet. Hier ist es unser Ziel, zukünftig durch die Einführung neuer Produktvarianten, durch die Belieferung der Märkte mit einem besser abgestimmten Sortiment und mit einer erfolgreicheren Vermarktung unserer Produkte die Marktposition der Westag & Getalit AG weiter auszubauen. Dabei werden wir uns auch in dieser Sparte auf margenstärkere Produkte konzentrieren.

Positiv werden sich auch die neuen Entwicklungsmöglichkeiten auswirken, die sich innerhalb der Broadview-Gruppe für uns ergeben. Die Gruppe eröffnet den Zugang zu neuartigen Technologien, neuen Produkten sowie einem erweiterten Vertriebsnetz, ohne dass die Westag & Getalit AG ihr eigenständiges Profil als Unternehmen verliert. Die Basis dafür bilden verschiedene Vertriebsprojekte sowie eine weiterhin positive Entwicklung unserer Exportaktivitäten in den beiden operativen Sparten.

Nach der in 2018 durchgeführten umfangreichen Revision und dem daraus resultierenden Stillstand erwarten wir für 2019, dass die Kraftwerksanlage kontinuierlich betrieben werden kann und wieder einen stabilen Ergebnisbeitrag leistet.

Für das Jahr 2019 werden ein Anstieg der Umsatzerlöse im oberen einstelligen Prozentbereich sowie eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern erwartet

Auf Basis der umfangreichen Investitionen in den vergangenen Jahren werden wir uns in 2019 auf die Fertigstellung einzelner Großprojekte konzentrieren und darüber hinaus notwendige Ersatzinvestitionen vornehmen. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass das Investitionsvolumen niedriger als im Vorjahr ausfallen wird.

Insgesamt erwarten wir für 2019 einen Anstieg der Umsatzerlöse im oberen einstelligen Prozentbereich sowie eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und damit einhergehend auch des Konzernjahresüberschusses. Darüber hinaus ist es das Ziel, die Nettowertschöpfung des Konzerns zu verbessern. Grundlage dieser Einschätzung ist neben den genannten Maßnahmen eine anhaltend gute Baukonjunktur.

Chancenbericht

Mit der konsequenten Verfolgung einer wertorientierten Unternehmensphilosophie ergeben sich für die Westag & Getalit AG und den Konzern zahlreiche Chancen. Als einer der führenden Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen bewegt sich die Westag & Getalit AG als Teil des Unternehmensverbunds der Broadview-Gruppe in einer sich stetig weiterentwickelnden Branche, in der wir mit unseren Produkten gut positioniert sind.

Solides Fundament

Grundsätzlich steht langfristig ein gesundes und organisches Wachstum im Fokus unserer Aktivitäten. Die Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 66 % und einer soliden Liquidität ohne Fremdfinanzierungen verschafft uns Sicherheit und bietet Raum für die zukünftige Entwicklung. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.

Innovation und Produktentwicklung

Durch den Unternehmensverbund der Broadview-Gruppe ist die Basis für gemeinsame Produktinnovationen gegeben. Die Vorteile liegen unter anderem in der möglichen Bündelung der Entwicklungsaktivitäten und der Nutzung der daraus resultierenden Ergebnisse. Diese lassen sich zugeschnitten auf die jeweiligen Absatzmärkte vermarkten.

Unabhängigkeit

Durch eine breite Produktdiversifikation und die Bearbeitung unterschiedlicher Märkte sind wir von einzelnen Marktentwicklungen weniger abhängig. Des Weiteren bestehen keinerlei Bankverbindlichkeiten, dadurch wird unsere finanzielle Unabhängigkeit gesichert. Durch die Errichtung sowie die vorgenommenen Erweiterungen der energetischen Anlagen können wir den Strom- und Wärmebedarf an unseren Produktionsstandorten weitestgehend selbst erzeugen.

Moderne Fertigungstechnik

Kontinuierliche Investitionen sichern den technologischen Standard in unseren Werken. Zur Steigerung der Produktivität und Flexibilität bauen wir unsere Anlagen daher stetig aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, Produkte, bei denen es wirtschaftlich sinnvoll ist, ab Stückzahl 1 in kurzer Lieferzeit bereitstellen zu können. Bei einer immer individueller werdenden Nachfrage eröffnen sich damit weitere Chancen für uns.

Marktkonforme Unternehmensstruktur

Die operative Eigenständigkeit der beiden Produktsparten gewährleistet eine auf den Markt zugeschnittene Vertriebs- und Entwicklungsarbeit. Zugleich bündelt der Zentralbereich übergreifende Funktionen und bildet damit eine Serviceeinheit für alle produktiven Bereiche des Unternehmens.

Produktvielfalt

Auf Nachfrageschwankungen und marktseitig wechselnde Produktnachfragen können wir aufgrund der hohen Diversifikation der Produktpalette und der Kundenstruktur flexibel eingehen.

Schnelligkeit in der Auftragsabwicklung

Zuverlässigkeit, Termintreue und kurze Lieferzeiten sind drei wesentliche Erfolgsfaktoren, die wir mit unseren ausgefeilten internen und externen Logistikprozessen im Sinne unserer Kunden kontinuierlich optimieren. So können wir aufgrund ausgereifter Prozesse sehr schnell auf marktbedingte Veränderungen eingehen und die Nachfrage entsprechend bedienen.

Konjunkturelle Chancen

Bei einer sich weiter positiv entwickelnden Baukonjunktur, vor allem im öffentlichen und im gewerblichen Hochbau, bestehen aufgrund unseres facettenreichen Produktportfolios und unserer Vertriebsaktivitäten gute Chancen für einen Umsatzzuwachs. Besonderes Potenzial sehen wir dabei in den Exportaktivitäten.

Risikobericht

Vorbemerkung

Die Geschäftstätigkeit der Westag & Getalit AG ist, wie jedes unternehmerische Handeln, mit zahlreichen Chancen und Risiken verbunden. Die Risiken können sowohl aus eigenem unternehmerischem Handeln resultieren als auch durch externe Faktoren, wie unter anderem branchen- und konjunkturelle Einflüsse sowie gesetzliche Neuregelungen, hervorgerufen werden. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben. Aufgabe unseres Risikomanagements und -controllings ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Dabei wird zwischen geringen, moderaten und wesentlichen möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern unterschieden und verschiedene Eintrittswahrscheinlichkeiten beurteilt. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche unternehmensinternen Gremien hierüber informiert und welche Maßnahmen ergriffen werden. Insgesamt liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten in der Risikobegrenzung.

Durch eine entsprechende Organisation, einschlägige Regelungen und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird, diese analysieren und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Hierbei kommen sowohl aktive als auch passive Risikosteuerungsmaßnahmen zur Anwendung. Über bestehende größere Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, werden abschließend bewertet und der Umgang mit diesen mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses 2018 das Risikofrüherkennungssystem der Westag & Getalit AG hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen geprüft und darüber im Prüfungsbericht an den Aufsichtsrat berichtet. Die Risiken, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind, stellen wir nachfolgend zusammen mit den entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements dar. Als wesentlich definiert die Westag & Getalit AG Risiken ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von "möglich" und mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern.

Zusammenfassung der Risiken

Einzelrisiko Eintrittswahr
scheinlichkeit
Mögliche finanzielle
Auswirkungen
Veränderung
gegenüber Vorjahr
Konjunkturelle Risiken möglich wesentlich à
Absatzrisiken möglich wesentlich à
Beschaffungsrisiken möglich wesentlich ä
Operative Risiken möglich wesentlich à
Personalrisiken möglich wesentlich à
Ausfallrisiken möglich moderat à
Finanz- und Währungsrisiken unwahrscheinlich moderat à

ä gestiegen à unverändert

Konjunkturelle Risiken

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund ihrer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Küchenmöbelbranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Daher beobachten und analysieren wir ständig die für uns maßgeblichen Konjunktur- und Branchenentwicklungen. Allerdings verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur und damit über ausreichende Reserven, um etwaige Konjunkturrückgänge in den vorgenannten Branchen über einen mehrjährigen Zeitraum zu verkraften.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Diese werden maßgeblich von der Konjunktur in unseren Absatzmärkten, von unseren Produkten und von der Wettbewerbssituation bestimmt. Dadurch, dass unsere Produkte teilweise auf unterschiedlichen Märkten vertrieben werden, erreichen wir eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden, die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises sowie die Lieferfähigkeit mit kurzen Lieferzeiten eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen daher, diesen Risiken einerseidurch eine ständige Diversifikation unseres Produktportfolios und andererseits durch eine Streuung unserer Absatzmärkte zu begegnen, um immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig zu sein. Bei der Durchsetzung eigener Preiserhöhungen besteht das Risiko, dass andere Marktteilnehmer nicht im notwendigen Umfang auf eigene Kostensteigerungen reagieren und kurzfristig in der Lage sind, günstigere Angebote am Markt zu platzieren. Ferner werden wir bei Bedarf in Bereiche investieren, in denen Produkte hergestellt werden, die auf Basis einer Produkt-Markt-Matrix einen hohen Ergebnisbeitrag für das Unternehmen leisten.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren für uns deutlich erhöht. Gründe hierfür sind die Reduktion von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten bzw. deren durch Umwelteinflüsse wie Niedrigwasser begrenzte Verfügbarkeit sowie die Verknappung bestimmter Holzfurniere. Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen, die wir in der entsprechenden Qualität benötigen und die den relevanten Umweltanforderungen genügen, begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks. Dabei richten wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte aus. Das Problem der Verknappung von bestimmten Holzarten wird aufgrund steigender Nachfrage und beschränkender gesetzlicher Regelungen allerdings zunehmend relevanter. Unsere Möglichkeiten, Preissteigerungen bei Rohstoffen zu begegnen, sind bei bestimmten Rohstoffen angesichts der starken Marktstellung einzelner Anbieter begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen. Unerwarteten Spezifikationsänderungen und Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch entsprechende vertragliche Regelungen, eine hohe Kontrolldichte bei den Wareneingangsprüfungen und regelmäßige produktionsbegleitende Prüfungen. Im Bereich der Energieträger nutzen wir seit einigen Jahren die Möglichkeit, Preise und Mengen für Erdgas und Strom längerfristig abzusichern. Dieses bietet zusätzliche Chancen, diese Energieträger günstig einzukaufen, birgt andererseits aber auch das Risiko einer falschen Markt- und Preiseinschätzung. Wir begegnen diesem Risiko durch eine intensive Marktbeobachtung, die Konsultation von Fachleuten, den sukzessiven Kauf von Teilmengen und die Aufteilung der Beschaffungsmengen auf verschiedene Zeiträume. Allerdings können wir uns hierdurch langfristig steigenden Energiepreisen nicht entziehen. Zukünftig werden wir durch gemeinsame Einkaufsaktivitäten mit anderen Gesellschaften der Broadview-Gruppe daran arbeiten, bestehende Beschaffungsrisiken zu reduzieren und Einkaufsvorteile zu erzielen.

Operative Risiken

Eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist es, die Herstellung unserer Produkte in den vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst effizienten Kostenstruktur zu gewährleisten. Wir sind daher ständig damit befasst, unsere Herstellungsverfahren zu verbessern sowie neue zu entwickeln und bei entsprechender Eignung im Unternehmen zu implementieren. Dem Risiko von Produktionsausfällen begegnen wir durch gründliche und vorbeugende Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten am bestehenden Maschinenpark, eine

risikoorientierte Ersatzteillagerung sowie die Schulung der Mitarbeiter. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen sowie durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren redundante Hardware- und Netzwerkkomponenten sowie eine moderne Infrastruktur die höchstmögliche Systemverfügbarkeit und höchste Sicherheit für unsere Datenbestände. Ferner wird das Risiko von Datenverlusten durch die tägliche Sicherung unserer relevanten Daten minimiert und Systemausfallzeiten werden durch den Einsatz eines entsprechend geschulten Teams so gut wie ausgeschlossen. Darüber hinaus haben wir zahlreiche technische und administrative Maßnahmen ergriffen, um unbefugten Zugriffen aus dem Internet entgegenzuwirken und unsere Daten zu schützen.

Personalrisiken

Die individuellen Fähigkeiten, die fachliche Kompetenz und das Engagement aller Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Besetzung offener Stellen sind somit auch für uns potenzielle Risiken. Dem Eintrittsrisiko, also dem Risiko, dass Personen, die für unser Unternehmen gesucht werden, nicht oder nicht zu dem gewünschten Termin gewonnen werden können, begegnen wir durch entsprechende Qualifizierungen jüngerer Mitarbeiter und rechtzeitige Nachfolgeregelungen. Aufgrund der absehbaren demografischen Entwicklung, aber auch im Hinblick auf erkennbare Fehlentwicklungen im Bildungsbereich, haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Dieses erfolgt unter anderem im Rahmen von Praktika, Abschlussarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen. Dem Risiko, dass Mitarbeiter nicht mehr den gestellten Anforderungen entsprechen, begegnen wir durch entsprechende Weiterbildungsangebote und Versetzungsmöglichkeiten im Unternehmen. Dem Austrittsrisiko, also dem Risiko, dass uns Mitarbeiter ungeplant verlassen oder die Erfahrungen und das Wissen bei Personalabgängen verloren gehen, versuchen wir, durch attraktive Rahmenbedingungen und durch rechtzeitige Einarbeitung neuer Mitarbeiter Rechnung zu tragen.

Ergebnisbelastungen durch kurzfristige Absatzschwankungen begegnen wir mit unseren flexiblen Arbeitszeitmodellen, die es uns ermöglichen, schnell und angemessen zu reagieren und so negative Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Bei länger andauernden Abweichungen sind negative Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung jedoch nicht völlig zu vermeiden, da die eingesetzten Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung dann an ihre Grenzen stoßen.

Darüber hinaus bestehen im Unternehmen weitere Risiken, die zurzeit als nicht wesentlich eingestuft werden. Insbesondere sind dabei mögliche Ausfallrisiken sowie Finanz- und Währungsrisiken zu nennen.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer Absicherung unserer wesentlichen Kundenforderungen durch eine Warenkreditversicherung. Per 31. Dezember 2018 waren über 90 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Warenkreditversicherung oder deutsche Finanzinstitute gedeckt. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften oder Garantien absichern.

Finanz- und Währungsrisiken

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von 66 % sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine wesentlichen Finanzrisiken. Möglichen Devisenkursänderungen außerhalb der Eurozone begegnen wir dadurch, dass wir fast ausschließlich in Euro fakturieren. Lediglich die Verkäufe unserer Betriebsstätte in Großbritannien in der dortigen Landeswährung werden unterjährig durch entsprechende Devisengeschäfte abgesichert. Auf der Einkaufsseite werden Käufe auf US-Dollar-Basis durch entsprechende US-Dollar-Käufe gesichert.

Gesamtaussage zur Risikolage

Zusammenfassend weisen wir darauf hin, dass die vorstehend dargestellten Risiken nach unserer Einschätzung weder einzeln noch zusammen unseren Konzern in seiner Gesamtheit gefährden können.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Ziel unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten.

Die im Konzern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf die einzelnen Verantwortungsbereiche klar strukturiert. Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess im Wesentlichen beteiligten beiden Abteilungen, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind bezüglich der Abschlusserstellung klar getrennt. Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform und des dort installierten einheitlichen Berichtswesens sowie standardisierter EDV-unterstützter Abläufe. Die daran beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Bei den wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessschritten wird das Vier-Augen-Prinzip durchgängig angewendet. Die verwendeten Systeme sind durch spezielle Sicherungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zugriffsberechtigungen werden funktionsbezogen vergeben. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Kontrollen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls zügig umgesetzt. Mit der Erstellung von Pensionsgutachten und der Bearbeitung steuerrechtlicher Fragestellungen werden externe Dienstleister beauftragt.

Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine eindeutige Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, gegebenenfalls entdeckt und korrigiert werden.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütungsgrundsätze und -strukturen sind so konzipiert, dass sie genügend Anreize bieten, die Gewinne des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Die Einzelheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses vom Aufsichtsrat vertraglich mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgelegt. Die monetären Vergütungsanteile enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die beiden Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus einer aus dem Jahresüberschuss abgeleiteten Ergebnisgröße der jeweiligen Sparte, zum anderen aus abgeleiteten Ergebnisgrößen der Westag & Getalit AG. Bei dem für die Zentralsparte verantwortlichen Vorstandsmitglied bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach einer aus dem Jahresüberschuss abgeleiteten Ergebnisgröße der Gesellschaft. Diese ist definiert als Ergebnis vor Körperschaftsteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Darüber hinaus ist die variable Vergütung mit einem

Nachhaltigkeitsfaktor versehen. Dieser führt im Ergebnis dazu, dass dem jeweiligen Vorstandsmitglied nur ein Teilbetrag der variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr endgültig zusteht. Ob und inwieweit das jeweilige Vorstandsmitglied auch Anspruch auf den restlichen variablen Betrag hat, hängt davon ab, ob sich die Ergebnisentwicklung auch in den beiden Folgejahren fortsetzt oder nicht. Hierdurch soll ein weiterer Anreiz für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung gegeben werden.

Für außerordentliche, nicht vorhersehbare Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat sowohl Sonderzahlungen als auch eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Darüber hinaus enthalten alle Vorstandsverträge Obergrenzen für die variable Vergütung und die Gesamtbezüge. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird unter Berücksichtigung einer entsprechenden Abschlagszahlung jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, dass die Bezüge befristet fortgezahlt werden. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben. Ferner sind für die Vorstandsmitglieder eine D&O- sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen worden, für die die Gesellschaft die Versicherungsprämien trägt. Mit einem Vorstandsmitglied ist ferner eine Pensionsvereinbarung getroffen worden.

Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht. Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung unserer Gesellschaft geregelt. Danach erhalten diese eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 12.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss erhält jedes Ausschussmitglied zusätzlich eine jährliche Vergütung von 2.500 € je Ausschuss. Der Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats wird nicht gesondert vergütet. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet. Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat haben seit dem 31.08.2018 auf die ihnen laut Satzung zustehende Vergütung verzichtet. Außerdem ist für die Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung abgeschlossen worden.

ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS DER WESTAG & GETALIT AG GEMÄSS §§ 175 ABSATZ 2, 176 ABSATZ 1 AKTG ZU DEN ÜBERNAHMERELEVANTEN ANGABEN NACH §§ 289A ABSATZ 1, 315A ABSATZ 1 HGB ZUM BILANZSTICHTAG 31. DEZEMBER 2018

Gemäß § 176 Abs. 1 S. 1 AktG in Verbindung mit § 175 Abs. 2 AktG erstattet der Vorstand der Westag & Getalit AG nachfolgend zum 31. Dezember 2018 gesondert Bericht zu den übernahmerelevanten Angaben nach den §§ 289a Abs. 1 und 315a Abs. 1 HGB.

Angaben gemäß §§ 289a Absatz 1, 315a Absatz 1 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 13.708.631,04 €. Es ist eingeteilt in 5.354.934 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in 2.860.000 Stamm- und 2.494.934 stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten – vorbehaltlich eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung – aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 AktG vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Die Westag & Getalit AG war bis zum 21.08.2018 ein verbundenes Unternehmen der Gethalia Foundation, Vaduz / Liechtenstein.

Mit Schreiben vom 09.11.2000 hatte uns die Syntalit AG, Baarer Straße 73, 6302 Zug,

Schweiz, mitgeteilt, dass sie 44,4 % unserer Stammaktien erworben habe. Mit Schreiben vom 06.12.2000 hatte uns die Syntalit AG ferner mitgeteilt, dass sie weitere Stammaktien unserer Gesellschaft erworben habe und nunmehr 73,8 % unserer Stammaktien halte. Mit Schreiben vom 18.12.2006 hatte uns die Syntalit AG mitgeteilt, dass sie weitere Stammaktien unserer Gesellschaft erworben habe, am 12.12.2006 die Grenze von 75 % der Stimmrechte überschritten habe und 75,5 % der Stimmrechte an unserer Gesellschaft halte. Weiter hatte uns die Gethalia Foundation, c/o Prokurationsanstalt, Aeulestrasse 74, FL-9490 Vaduz, mit Schreiben vom 18.12.2006 mitgeteilt, dass sie Aktionärin der Syntalit AG ist und ihr sämtliche 75,5 % der Stimmrechtsanteile der Syntalit AG an unserer Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind. Mit Schreiben vom 23.12.2013 haben uns die beiden vorgenannten Gesellschaften mitgeteilt, dass die 75,5 % der Stammaktien und damit der Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,0 % beträgt.

Gemäß Mitteilung vom 23.12.2013 waren der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, 75,5 % der Stimmrechtsanteile unserer Gesellschaft zuzurechnen. Am 23.05.2018 teilte die Broadview Industries AG, c/o Hengeler Müller, Benrather Straße 18 - 20, 40213 Düsseldorf, mit, dass sie eine Vereinbarung mit der Gethalia Foundation über den Verkauf und die Übertragung sämtlicher von der Gethalia Foundation an der Westag & Getalit AG gehaltenen Aktien, nämlich 75,5 % der ausgegebenen Stammaktien, unterzeichnet habe. Der Vollzug dieser Vereinbarung stehe lediglich unter der Bedingung der Freigabe der Kartellbehörden. Gleichzeitig kündigte die Broadview Industries AG an, den Aktionärinnen und Aktionären der Westag & Getalit AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle gehaltenen Stammaktien und Vorzugsaktien zu unterbreiten. Dieses freiwillige öffentliche Übernahmeangebot wurde am 11.06.2018 veröffentlicht.

Am 21.08.2018 teilte die Broadview Industries AG mit, dass an dem Tag sowohl das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot als auch die Vereinbarung mit der Gethalia Foundation über den Kauf und die Übertragung aller von der Gethalia Foundation an der Westag & Getalit AG gehaltenen Aktien vollzogen wurde. Darüber hinaus wurde mitgeteilt, dass die Broadview Industries AG weitere Aktien unserer Gesellschaft erworben habe und zu dem Zeitpunkt 83,4 % der Stimmrechte und 58,3 % des gesamten Grundkapitals der Westag & Getalit AG halte. Nach dem Einzug der bisher vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien und der Herabsetzung des Grundkapitals hat sich dieser Anteil rechnerisch auf 62,3 % des gesamten Grundkapitals erhöht. Damit ist die Broadview Industries AG seit dem 21.08.2018 die Mehrheitsaktionärin der Westag & Getalit AG. Eine entsprechende Stimmrechtsmitteilung der HAL Trust, Hamilton, Bermuda, ist uns am 22.08.2018 zugegangen. Die Broadview Industries AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Broadview Industries B.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande, die wiederum zur HAL-Gruppe gehört. Die Muttergesellschaft der HAL-Gruppe ist die HAL Trust, Hamilton, Bermuda. Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 21.08.2018 teilte uns die Gethalia Foundation mit, dass ihre Stimmrechtsanteile 0,0 % betragen. Weitere meldepflichtige Änderungen des Bestands an Aktien der Westag & Getalit AG sind seither nicht an uns ergangen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass im Geschäftsjahr 2018 keine Rechtsgeschäfte mit der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Zwischen der Westag & Getalit AG und der OOO Westag & Getalit gab es in 2018 Liefer- und Darlehensbeziehungen im fremdüblichen Umfang.

Zwischen der Broadview Industries AG einerseits und unserer Gesellschaft bzw. der OOO Westag & Getalit andererseits haben im Geschäftsjahr 2018 keine Rechtsgeschäfte stattgefunden.

Zwischen unserer Gesellschaft und anderen verbundenen Unternehmen der HAL-Gruppe sind in 2018 Warenlieferungen zu marktüblichen Preisen und Bedingungen bzw. in einem Fall für die Westag & Getalit AG unentgeltlich durchgeführt worden.

Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht, § 312 AktG)

Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: "Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands; Satzungsänderungen

Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 AktG maßgeblich.

Erwerb und Verwendung eigener Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17.08.2020 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Stammund/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und gegebenenfalls einzuziehen.

Der Vorstand der Westag & Getalit AG hat am 30. Oktober 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, sämtliche von der Gesellschaft gehaltenen 365.066 Vorzugsaktien einzuziehen und das Grundkapital um 934.568,96 € herabzusetzen. Die Satzung wurde dementsprechend neu gefasst. Die Eintragung der Satzungsänderung und der Änderung des Grundkapitals in das Handelsregister erfolgte am 25.02.2019.

Wesentliche Vereinbarungen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels vorsehen

Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebotes Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.

Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß §§ 289, 315a HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die nach § 289f, § 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.com/unternehmensfuehrung verfügbar.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschießlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 6. März 2019 Westag & Getalit Aktiengesellschaft Der Vorstand

Beckers Stenzel Zumholte

52 Konzernbilanz
54 Konzerngesamtergebnisrechnung
55 Konzernkapitalflussrechnung
56 Konzerneigenkapitalspiegel
57 Konzernanhang
102 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers (IFRS)
110 Bilanz der Westag & Getalit AG (HGB)
112 Gewinn- und Verlustrechnung der Westag & Getalit AG (HGB)
112 Bestätigungsvermerk (HGB)

KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2018

Aktiva Anhang 31.12.2018
in T€
31.12.2017*
in T€
01.01.2017*
in T€
A. Langfristiges Vermögen
I.
Immaterielle Vermögenswerte
12
Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 1.256 1.327 1.005
II.
Sachanlagen
12
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.443 23.343 22.680
Technische Anlagen und Maschinen 31.916 30.873 32.553
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.805 16.276 15.198
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.590 4.990 1.306
75.754 75.482 71.737
III. Finanzanlagen 12
Anteile an assoziierten Unternehmen 3.474 3.092 2.731
80.484 79.901 75.473
IV. Latente Steuern 12 3.642 3.614 3.411
84.126 83.515 78.884
B. Kurzfristiges Vermögen
I.
Vorräte
13
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.288 19.204 17.204
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.323 4.081 3.726
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.832 13.220 12.902
37.443 36.505 33.832
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte 13
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.602 27.875 26.525
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 23 5 13
Sonstige Vermögenswerte 2.025 1.306 1.118
Sonstige Finanzforderungen* 0 2.000 4.810
Ertragsteuerforderungen 723 417 399
31.373 31.603 32.865
III. Liquide Mittel 13
Flüssige Mittel* 11.621 14.926 19.081
80.437 83.034 85.778
Bilanzsumme 164.563 166.549 164.662

* Vorjahresbeträge angepasst (siehe Korrektur gemäß IAS 8)

Passiva Anhang 31.12.2018
in T€
31.12.2017*
in T€
01.01.2017*
in T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 14
Stammaktien 7.322 7.322 7.322
Vorzugsaktien 6.387 7.322 7.322
13.709 14.644 14.644
II. Eigene Anteile 0 - 4.998 - 4.447
III. Kapitalrücklage 14 24.399 24.399 24.399
IV. Sonstige Rücklagen 14 71.195 74.748 73.634
109.303 108.793 108.230
B. Langfristiges Fremdkapital 15
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26.924 26.934 26.499
Andere langfristige Rückstellungen 1.310 1.355 1.356
28.234 28.289 27.855
C. Kurzfristiges Fremdkapital 16
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.368 9.207 6.714
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 20.020 19.672 20.753
Kurzfristige Rückstellungen 531 528 526
Ertragsteuerverbindlichkeiten 39 60 584
27.026 29.467 28.577
Bilanzsumme 164.563 166.549 164.662

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

Anhang 2018
in T€
2017
in T€
Umsatzerlöse 1 233.182 234.411
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2 516 608
Andere aktivierte Eigenleistungen 3 423 413
234.121 235.432
Sonstige betriebliche Erträge 4 2.551 1.804
Materialaufwand 5 - 115.803 - 114.321
Personalaufwand 6 - 75.228 - 74.315
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens
und Sachanlagen
7 - 10.561 - 9.775
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 - 29.845 - 30.488
Betriebsergebnis 5.235 8.337
Zinserträge 9 52 68
Erträge aus assoziierten Unternehmen 686 694
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.973 9.099
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 - 1.464 - 2.582
Konzernjahresüberschuss 4.509 6.517
Posten, die nicht erfolgswirksam in den Gewinn und Verlust
umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten
Pensionsplänen
89 - 313
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus
leistungsorientierten Pensionsplänen
- 27 94
Posten, die erfolgswirksam in den Gewinne/Verluste
umgegliedert werden:
Cashflow Hedge Rücklage 51 0
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 113 - 219
Konzerngesamtergebnis 4.622 6.298
Anhang 2018 2017
Ergebnis je Aktie
Konzernjahresüberschuss in T€ 4.509 6.517
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand gehaltener eigener Vorzugsaktien - 365.066 - 361.290
Durchschnittlicher Bestand der im Umlauf befindlichen Vorzugsaktien 2.494.934 2.498.710
Ergebnis je Stammaktie in € 11 0,81 1,19
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 11 0,87 1,25
Dividendenberechtigte Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Dividendenberechtigte Vorzugsaktien 2.494.934 2.860.000
Bestand gehaltener eigener Vorzugsaktien 0 - 365.066
Dividendenberechtigte im Umlauf befindliche Vorzugsaktien 2.494.934 2.494.934
Dividende je Stammaktie in € (2018: Vorschlag) 0,12 0,74
Dividende je Vorzugsaktie in € (2018: Vorschlag) 0,18 0,80

Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 ergibt sich, indem sowohl für die Stamm- als auch für die Vorzugsaktien der auf die jeweilige Aktiengattung entfallende Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der jeweiligen Aktien dividiert wird. Das Jahresergebnis ist demzufolge unter Berücksichtigung des Dividendenvorteils für die Vorzugsaktien auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen. Das verwässerte Ergebnis entspricht dem Ergebnis je Aktie.

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2018 und 2017. Bei der Ermittlung der Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden die direkte und die indirekte Methode verwendet. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel.

2018
in T€
2017
in T€
Betriebsergebnis 5.235 8.337
Gezahlte Ertragsteuern - 1.755 - 3.635
Abschreibungen auf Anlagevermögen 10.561 9.775
Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen - 33 - 49
Veränderungen des kurzfristigen Vermögens - 2.392 - 3.791
Veränderungen des Fremdkapitals - 2.417 1.536
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 9.199 12.173
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 10.851 - 13.844
Veränderungen von Terminanlagen 2.000 2.810
Von assoziierten Unternehmen erhaltene Ausschüttungen 304 333
Erlöse aus Anlageabgängen 92 53
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 8.455 - 10.648
Zinseinnahmen 63 55
Erwerb eigener Aktien 0 - 551
Dividendenzahlung - 4.112 - 5.184
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 4.049 - 5.680
Veränderung der flüssigen Mittel - 3.305 - 4.155
Finanzmittelbestand zum 01.01. 14.926 19.081
Finanzmittelbestand zum 31.12. 11.621 14.926

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

in T€ Gezeichnetes
Kapital
Eigene
Anteile
Kapital
rücklage
Sonstige
Rücklagen
Gesamt
Stand 01.01.2017 vor Korrektur 14.644 0 24.399 69.187 108.230
Korrektur gem. IAS 8
Umgliederung eigener Anteile
- 4.447 4.447 0
Stand 01.01.2017 nach Korrektur 14.644 - 4.447 24.399 73.634 108.230
Konzernjahresüberschuss 6.517 6.517
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste
- 313 - 313
Latente Steuern auf versicherungs
mathematische Gewinne/Verluste
94 94
Dividende - 5.184 - 5.184
Kauf eigener Anteile - 551 - 551
Stand 31.12.2017 14.644 - 4.447 24.399 74.197 108.793
Korrektur gem. IAS 8
Umgliederung eigener Anteile
- 551 551 0
Stand 31.12.2017 nach Korrektur 14.644 - 4.998 24.399 74.748 108.793
Stand 01.01.2018 nach Korrektur 14.644 - 4.998 24.399 74.748 108.793
Konzernjahresüberschuss 4.509 4.509
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste
89 89
Cashflow Hedge Rücklage 51 51
Latente Steuern auf versicherungs
mathematische Gewinne/Verluste
- 27 - 27
Dividende - 4.112 - 4.112
Einziehung der eigenen Anteile - 935 4.998 - 4.063 0
Stand 31.12.2018 13.709 0 24.399 71.195 109.303

KONZERNANHANG

Allgemeine Erläuterungen

Die Westag & Getalit AG ist ein Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nummer HRB 5565 eingetragen.

Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgte in 2018 im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Düsseldorfer Börse. Der Vorstand der Westag & Getalit AG hat mit entsprechender Zustimmung des Aufsichtsrats am 22.11.2018 den Widerruf der Zulassung zur Börsennotierung im Prime Standard des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Die Deutsche Börse AG hat dem Antrag entsprechend am 04.12.2018 mit Wirkung zum 04.03.2019 diese Zulassung widerrufen. Seit dem 04.03.2019 erfolgt die Notierung im General Standard.

Die Westag & Getalit AG wird mit ihrer Tochtergesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation, in den Konzernabschluss der HAL Trust, Hamilton, Bermuda, (HAL Trust) einbezogen. Die HAL Trust ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen der HAL-Gruppe aufstellt. Der Konzernabschluss ist unter www.halholding.com abrufbar. Die Westag & Getalit AG selbst erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen der HAL-Gruppe.

Der Konzernabschluss der Westag & Getalit AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet mit dem 31.12.2018. Der Konzernabschluss wird im Anschluss an die Beschlussfassung des Aufsichtsrats vom 15. März 2019 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Euro ist die funktionale Währung der Westag & Getalit AG. Abweichend davon ist im Geschäftsjahr 2018 der Rubel die funktionale Währung des Tochterunternehmens OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation. Die Umrechnung in die Darstellungswährung erfolgt für Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs und für Erträge und Aufwendungen mit dem Durchschnittskurs.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2018 waren Änderungen in den folgenden Standards bzw. Änderungen von bestehenden Standards sowie Interpretationen erstmals in der EU verpflichtend anzuwenden:

Standard/ Titel
Interpretation
IFRS 9 Finanzinstrumente (ersetzt die Regelungen in IAS 39
zu Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten)
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (inklusive Klarstellungen
und Konkretisierungen, ersetzt IAS 18 und IAS 11)*
IFRS 4 Änderungen zur Anwendung von IFRS 9 in Verbindung mit IFRS 4*
IFRS 2 Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung von
anteilsbasierten Vergütungsformen
IAS 40 Änderungen in Bezug auf Übertragungen von als
Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus
gezahlte Gegenleistungen
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2014 - 2016):
Klarstellungen zu IAS 28, IFRS 1

Aus den Änderungen in den Standards haben sich für die Westag & Getalit AG keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

Folgende bereits herausgegebene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards bzw. Änderungen von bestehenden Standards sowie Interpretationen sind von der Westag & Getalit AG nicht vorzeitig angewendet worden:

Standard/ Titel Für Geschäftsjahre
Interpretation beginnend ab
IFRS 16 Leasing (ersetzt IAS 17 und dazugehörende
Interpretationen) 01.01.2019*
IFRS 19 Plananpassungen 01.01.2019*
IAS 28 Änderungen zur Anwendung des IFRS 9 bei Anteilen
an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts
unternehmen 01.01.2019*
IFRS 9 Änderungen zu Finanzinstrumenten hinsichtlich der vor
zeitigen Rückzahlungsoption mit negativer Entschädigung 01.01.2019
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2015 - 2017):
Klarstellungen zu IFRS 3, IFRS 11, IAS 12, IAS 23 01.01.2019
IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 01.01.2019
IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs 01.01.2020
IFRS 17 Versicherungsverträge (ersetzt IFRS 4) 01.01.2021
IAS 1, IAS 8 Definition von wesentlichen Änderungen an IAS 1 und IAS 8 01.01.2020

Auf Basis einer vorläufigen Einschätzung erwartet die Westag & Getalit AG, dass die Anwendung der in der Folgeperiode in Kraft tretenden Standards bzw. Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben wird.

Aus der Neuklassifizierung der Finanzinstrumente in Abhängigkeit von dem für sie geltenden Geschäftsmodell und der damit verbundenen vertraglichen Zahlungsströme ergeben sich für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten keine wesentlichen Bewertungseffekte. Sämtliche finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die derzeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfüllen auch weiterhin die Bedingungen für diese Klassifikation nach IFRS 9.

Darüber hinaus ersetzt das durch IFRS 9 eingeführte Expected Credit Loss (ECL) Modell das Incurred Loss Modell des IAS 39. Dadurch werden bereits bei Zugang die erwarteten Verluste aus Forderungsausfällen berücksichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden über die Anwendung des vereinfachten Verfahrens erfasst. Durch den Umstieg auf das neue Impairment Modell ergaben sich unwesentliche Bewertungseffekte.

Die Westag & Getalit AG übt das Wahlrecht des IFRS 9 aus, Vergleichszahlen nicht anzupassen.

Vereinzelt zu Sicherungszwecken eingesetzte Finanzderivate gelten auch bei Erstanwendung des IFRS 9 zukünftig als fortzuführende Sicherungen. Wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung der Sicherungsbeziehungen haben sich nicht ergeben.

Hinsichtlich der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 zur Behandlung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden ergab die Analyse der Verträge, dass diese nahezu ausschließlich eine Leistungskomponente bzw. eine Vielzahl gleichartiger Leistungskomponenten enthalten. Diese Verträge werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt, zu dem auch die Erlösrealisierung des vereinbarten Transaktionspreises erfolgt. Dabei werden vereinbarte variable Komponenten der Gegenleistung wie bisher auf Basis einer besten Schätzung umsatzmindernd berücksichtigt. Die Anwendung des IFRS 15 erfolgte modifiziert retrospektiv zum 01.01.2018. Die Anpassungseffekte aus der erstmaligen Umstellung waren unwesentlich. Aus diesem Grund erfolgte keine ergebnisneutrale Anpassung über die Gewinnrücklagen zum 01.01.2018.

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen sind Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen nicht mehr ausschließlich im Anhang anzugeben. In Zukunft werden die Rechte und Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen grundsätzlich beim Leasingnehmer in der Bilanz als Nutzungsrechte und korrespondierende Leasingverbindlichkeiten abgebildet. Anstelle des in der Gesamtergebnisrechnung als sonstige betriebliche Aufwendungen erfassten Leasingaufwands sind dementsprechend zukünftig Abschreibungen auf das Nutzungsrecht und Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der

Leasingverbindlichkeiten darzustellen. Bei einer Anwendung des IFRS 16 bereits im Geschäftsjahr 2018 wäre es zur zusätzlichen Bilanzierung von langfristigen Vermögenswerten und Schulden in Höhe von 435 T€ gekommen. Die Effekte aus der Abschreibung der Nutzungsrechte und des Wegfalls der Leasingaufwendungen gleichen sich nahezu aus, so dass der Ergebniseffekt unwesentlich ist.

Die Konzerngesamtergebnisrechnung umfasst zum einen die realisierten Erträge und Aufwendungen der Periode, die per Saldo den Konzernjahresüberschuss ergeben. Zum anderen geht darin das sonstige Ergebnis als Saldo der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ein. Für die Konzerngesamtergebnisrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Beim Ausweis in der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte bzw. Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.

Neben der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Der Anhang wurde zudem um eine Segmentberichterstattung ergänzt.

Zur Verbesserung der Aussagekraft werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert.

Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von der Westag & Getalit AG gemäß IFRS 10 beherrscht werden. Eine Einbeziehung in den Konzernabschluss beginnt ab dem Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet mit dem Verlust der Beherrschung.

Unternehmenszusammenschlüsse werden entsprechend IFRS 3 nach der Erwerbsmethode bilanziert. Bei auf Grundlage dieser Methode erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen werden die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen identifizierten Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten mit geringen Ausnahmen zunächst zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der übertragenen Gegenleistung über den beizulegenden Zeitwert des erworbenen identifizierten Reinvermögens wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst.

Bei den einbezogenen Tochterunternehmen wurde im Jahr der Gründung der Beteiligungsansatz mit dem Eigenkapital verrechnet.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert.

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf welche die Westag & Getalit AG einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Dies ist regelmäßig bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 % der Fall.

Konsolidierungskreis

Als Tochterunternehmen der Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück, wird folgendes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

Anteil am Kapital
OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation 100 %

Das Tochterunternehmen ist für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Westag & Getalit AG von untergeordneter Bedeutung. Das Nennkapital dieser Gesellschaft, die sich zum 31.12.2018 in Liquidation befand, belief sich ursprünglich auf umgerechnet 326 T€. Ihr Eigenkapital beträgt zum 31.12.2018 0 T€ (Vorjahr: 68 T€). Die Liquidation der Gesellschaft ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses im russischen Unternehmensregister noch nicht eingetragen worden.

Bei der OOO Westag & Getalit, Moskau, handelt es sich nicht wie im Vorjahr dargestellt um einen aufgegebenen Geschäftsbereich im Sinne des IFRS 5, da nicht alle Kriterien des IFRS 5 erfüllt waren. Das im Vorjahr gesondert ausgewiesene Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs hatte lediglich informativen Charakter.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Folgendes assoziierte Unternehmen, auf das ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, wird im Wege der Equity-Methode nach IAS 28 in den Konzernabschluss zum 31.12.2018 einbezogen:

Beteiligungsquote
AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH, Meiningen ("AKP") 49 %

Währungsumrechnung

Die Bilanzen in ausländischer Währung werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Daraus sich ergebende unwesentliche Differenzen werden über die sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträge erfasst.

Euro-Wechselkurse der wichtigsten Währungen:

Fremdwährung für 1 € Durchschnittskurse Stichtagskurse
2018 2017 2018 2017
US-Dollar (USD) 1,1800 1,0973 1,1452 1,1993
Britisches Pfund (GBP) 0,9000 0,8700 0,8945 0,8872
Rubel (RBL) 76,8847 65,9400 79,7153 69,3900

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Verfügungsmacht über die Produkte übergegangen ist, d. h. diese an den Kunden ausgeliefert wurden, der Kunde über die Kontrolle verfügt und keine nicht erfüllte Verpflichtung verbleibt, die sich auf die Abnahme der Produkte durch den Kunden auswirken könnte. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte, Preisnachlässe und Boni ausgewiesen.

Die Lieferung ist erfolgt, wenn die Produkte an den benannten Ort versandt wurden, die Risiken auf den Kunden übergegangen sind und der Kunde entweder die Produkte in Übereinstimmung mit dem Kaufvertrag abgenommen hat, die Annahmefrist erloschen ist oder der Konzern objektive Nachweise erlangt, dass alle Abnahmekriterien erfüllt wurden.

Die Schätzung der Rückstellung für eventuelle Erlösschmälerungen basiert auf Erfahrungswerten und den mit den Kunden vereinbarten Verkaufsbedingungen. Umsatzerlöse werden nur in dem Umfang erfasst, in dem es hochwahrscheinlich ist, dass eine signifikante Stornierung der Umsätze nicht notwendig wird, sofern die damit verbundene Unsicherheit nicht mehr besteht. Es gibt keine signifikante Finanzierungskomponente, da marktübliche Zahlungsziele vereinbart sind. Für die Verpflichtung des Konzerns, fehlerhafte Produkte im Rahmen von Standardgarantiebedingungen zu reparieren oder zu ersetzen, wird eine Rückstellung gebildet.

Eine Forderung wird bei Zustellung der Güter ausgewiesen, weil zu diesem Zeitpunkt der Anspruch auf Gegenleistung unbedingt ist, so dass die Fälligkeit ab diesem Zeitpunkt automatisch mit Zeitablauf eintritt. Erhaltene Anzahlungen, die vor dem Versand der Güter geleistet wurden, werden mit Erhalt der Zahlung als Vertragsverbindlichkeit gezeigt und im Zeitpunkt der Leistungserbringung vereinnahmt.

Bestandsveränderungen aus zum Bilanzstichtag noch im Produktionsprozess befindlichen unfertigen Erzeugnissen sind mit ihren anteiligen Herstellungskosten erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. mit dem Zeitpunkt ihrer Verwendung ergebniswirksam berücksichtigt.

Gewährleistungsaufwendungen werden auf Basis von Erfahrungswerten im Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse bilanziert. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Geschäfte in fremder Währung werden grundsätzlich zum Tageskurs in Euro umgerechnet und erfasst. Mögliche Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Langfristige Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Sie werden entsprechend ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig und linear im Wesentlichen über einen Zeitraum von drei bis acht Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der "erzielbare Betrag" des Vermögenswerts oder, falls dieser keine unabhängigen Mittelzuflüsse generiert, der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der er angehört, unter den Buchwert gesunken ist. Der "erzielbare Betrag" wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert beziehungsweise der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt und bewertet, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Nutzungsdauer beträgt für Fabrik-, Geschäfts- und Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen drei bis zehn Jahre. Die Abschreibungs- und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Materialaufwen-

dungen zu Anschaffungskosten Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen sind Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen die Westag & Getalit AG über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode. Nach der Equity-Methode werden die Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Gewinnung des maßgeblichen Einflusses in der Folge um etwaige Veränderungen des Anteils am Nettovermögen zuzüglich der Anteile am Gewinn oder Verlust des assoziierten Unternehmens abzüglich der erhaltenen Ausschüttungen fortgeschrieben.

Latente Steuern

Latente Steuern werden aus temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die latenten Steuern auf temporäre Differenzen sind mit einem Steuersatz von 30 % angesetzt. Auf steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern in der Höhe bilanziert, wie sie künftig aller Voraussicht nach realisiert werden können. Die Bewertung erfolgt mit dem jeweilig anzuwendenden Ertragsteuersatz.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Anwendung der gewichteten Durchschnittskosten. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten sind nicht Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Bestandsrisiken, die sich aus Überalterung, Qualitätsminderung und anderer eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden entsprechend bilanziert.

Fremdkapital

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Verpflichtungen aus einer Versorgungsordnung für die Belegschaft des Unternehmens. Die Westag & Getalit AG gewährt ihren Betriebsangehörigen nach den geltenden Bestimmungen der Versorgungsordnung Altersrenten ab

Vollendung des 65. Lebensjahres sowie Invalidenrenten und Hinterbliebenenrenten. Es handelt sich um leistungsorientierte Versorgungspläne. Die Berechnungsgrundlage für die Rückstellungen sind gehaltsunabhängige monatliche Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrentenzahlungen pro vollem Jahr der Betriebszugehörigkeit. Versorgungsleistungen werden gewährt, wenn Betriebsangehörige eine definierte anrechnungsfähige Mindestdienstzeit erfüllt haben und bei Eintritt des Versorgungsfalls in einem Arbeitsverhältnis mit der Westag & Getalit AG stehen. Hinterbliebene erhalten eine Rente in Höhe eines Anteils der Rente, die der Betriebsangehörige erhalten hat oder erhalten hätte. Darüber hinaus bestehen einzelvertragliche Pensionszusagen, die Versorgungsansprüche als Festbeträge umfassen.

Die Rückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Das Versorgungswerk wurde in der Vergangenheit geschlossen, neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung.

Rückstellungen für Pensionen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Die Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten basieren auf den erstmalig angewendeten Richttafeln 2018 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck; im Vorjahr wurden die Richttafeln 2005 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewendet. Bei der Berechnung der Rückstellungen kommen die im Rentenreformgesetz geregelten Altersgrenzen zur Anwendung. Bei einigen einzelvertraglichen Pensionszusagen wird abweichend davon als Altersgrenze die Vollendung des 65. Lebensjahres verwendet. Der Rechnungszinsfuß orientiert sich an der Umlaufrendite hochwertiger Unternehmensanleihen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort in voller Höhe erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen bestand zum Bilanzstichtag keinerlei Deckungsvermögen.

Es wird beabsichtigt, auch zukünftig die Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen zu finanzieren und die Rentenzahlungen aus dem laufenden betrieblichen Cashflow des Unternehmens zu leisten. Investitionen der freien liquiden Mittel in das eigene Unternehmen sollen mittel- und langfristig eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals sicherstellen, um ungedeckte Pensionsrisiken abdecken zu können.

Risiken im Hinblick auf die leistungsorientierten Pensionspläne bestehen fast ausschließlich aus der Veränderung des zugrunde gelegten Rechnungszinsfußes, der Lebenserwartung und des Rententrends. Dabei führt eine Senkung des Rechnungszinsfußes zu höheren Rückstellungen

für Pensionen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen. Eine Erhöhung der tatsächlichen Lebenserwartung und des Rententrends bewirkt einen Anstieg der entsprechenden Rückstellung. Ergänzungen, Kürzungen oder Abgeltungen des Plans wurden nicht vorgenommen.

Andere Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, und sich dieser Vermögensabfluss zuverlässig schätzen lässt.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche und Reklamationen werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die übrigen Rückstellungen werden ebenfalls für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Aufwendungen dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwertes des erwarteten Vermögensabflusses gebildet. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag erneut überprüft.

Finanzinstrumente

Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte IFRS 9 unterscheidet zwischen drei Kategorien, denen Finanzinstrumente zur Bilanzierung und Bewertung zuzuordnen sind:

  • Zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (AC)
  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL)
  • Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)

Die Zuordnung zu diesen Kategorien erfolgt unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells (Business Model) sowie der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme des Vermögenswertes (SPPI-Kriterium).

Finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung richtet sich entsprechend nach den Bilanzierungs- und Bewertungskategorien.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind dem Geschäftsmodell "Halten" zugeordnet und ihre Zahlungsströme bestehen ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen.

Der Konzern

Daher erfolgt die Bewertung gem. IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Die Westag & Getalit AG betreibt kein Factoring.

Erwartete Wertminderungen und Ausfallrisiken werden in Form von Expected Credit Losses berücksichtigt. Diese beruhen auf Erfahrungswerten der Vergangenheit über Forderungsausfälle und Überfälligkeiten sowie erwarteten zukünftigen Entwicklungen (Forward Looking Element). Zu diesem Zweck wurden Wertminderungsmatrizen erstellt, die Forderungen nach ihrer Überfälligkeit zu unterschiedlichen Laufzeitbändern zuordnen. Die Matrix ist in Note 13.2 dargestellt.

Sofern keine belastbaren anderweitigen Informationen vorliegen, wird gem. IFRS 9 der Ausfall eines finanziellen Vermögenswerts ab einer Überfälligkeit von 365 Tagen angenommen.

Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden gem. IAS 21 zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden ausgehend von Anleihen öffentlicher Emittenten mit vergleichbarer Restlaufzeit abgezinst. Der dabei verwendete Abzinsungssatz stellt den kreditspezifischen Zinssatz zum Bilanzstichtag dar.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel sind zum Nominalwert angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Expected Credit Losses auf Zahlungsmittel sind im Geschäftsjahr 2018 unwesentlich.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei Abschluss zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der Abschluss erfolgt ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik. Die Zuordnung von Derivaten zu Cashflow Hedge Beziehungen erfolgt bei Vertragsabschluss und wird entsprechend dokumentiert.

Grundsätzlich werden derivative Finanzinstrumente in der Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente in Cashflow Hedge-Beziehungen designiert sind, werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, soweit die Hedge-Beziehung effektiv ist. Der ineffektive Teil der Sicherungsbeziehung wird direkt erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Die Westag & Getalit AG macht von den erweiterten Designationsmöglichkeiten des IFRS 9 dahingehend Gebrauch, dass von Währungsderivaten lediglich die Spot-Komponente als Sicherungsinstrument designiert wird, die Forward-Komponente wird direkt erfolgswirksam erfasst. Sobald das Grundgeschäft erfolgswirksam wird, werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste des Sicherungsinstruments in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Zum Bilanzstichtag gab es, wie im Vorjahr, keine Derivate, die nicht einer Sicherungsbeziehung zugeordnet waren und somit in der Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten gewesen wären.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Im Konzern wurden keine Verbindlichkeiten der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zugeordnet.

Sämtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Devisen-Kassa-Mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich jeweils um Verbindlichkeiten mit einer kurzfristigen Laufzeit von höchstens 12 Monaten.

Korrekturen nach IAS 8

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Korrekturen für folgende Sachverhalte nach IAS 8 vorgenommen, die im Folgenden erläutert werden. Die im Konzernanhang angegebenen Vorjahreszahlen beziehen sich jeweils auf die Werte nach Korrektur.

Bilanzierung der eigenen Anteile (IAS 32)

Zum Bilanzstichtag 31.12.2017 hat die Westag & Getalit AG eigene Anteile von 365.066 Stück zum Nennwert von 935 T€ mit Anschaffungskosten von 4.998 T€ erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnet. Gemäß IAS 32 in Verbindung mit IDW RS HFA 45 werden die Anschaffungskosten der eigenen Anteile nunmehr in einem gesonderten Posten offen vom Eigenkapital abgesetzt.

in T€ Gezeichnetes
Kapital
Eigene
Anteile
Kapital
rücklage
Sonstige
Rücklagen
Gesamt
Stand 01.01.2017 vor Korrektur 14.644 0 24.399 69.187 108.230
Korrektur gem. IAS 8
Umgliederung eigener Anteile
- 4.447 4. 447 0
Stand 01.01.2017 nach Korrektur 14.644 - 4.447 24.399 73.634 108.230
Kauf eigener Anteile - 551 - 551
Sonstige Veränderungen im Geschäftsjahr 1.114 1.114
Stand 31.12.2017 14.644 - 4.447 24.399 74.197 108.793
Korrektur gem. IAS 8
Umgliederung Kauf eigener Anteile
-551 551 0
Stand 31.12.2017 nach Korrektur 14.644 - 4.998 24.399 74.748 108.793

Ausweis der zu erwartenden Skontoabzüge und Delkredereprovisionen

Im Konzernabschluss zum 31.12.2017 wurden zu erwartende Skontoabzüge und Delkredereprovisionen in den erläuternden Anhangangaben als Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Nach IAS 18 hätten solche Erlösschmälerungen direkt den Umsatz und damit auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gekürzt. Eine gesonderte Wertberichtigung war damit nicht auszuweisen. Zum 31.12.2017 wurden die Angaben zu den Wertberichtigungen gem. IAS 8 durch rückwirkende Anpassung des Eröffnungswertes und der Vergleichsinformationen in der Note 13.2 korrigiert. Eine Korrektur für Bilanzwerte ergab sich nicht.

31.12.2017
in T€
01.01.2017
in T€
Stand Wertberichtigungen vor Korrektur 1.524 1.445
Korrektur - 971 - 916
Stand Wertberichtigungen nach Korrektur 553 529

Ausweis der Terminanlagen unter den Flüssigen Mitteln

Im Konzernabschluss zum 31.12.2017 wurden Terminanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von 2.000 T€ (Vorjahr: 4.810 T€) unter den flüssigen Mitteln ausgewiesen. Diese Termingelder erfüllen nicht die Definition von Flüssigen Mitteln des IAS 7. Bei den Termingeldern handelt es sich vielmehr um Sonstige Finanzforderungen, die unter den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten auszuweisen sind. Zum 31.12.2017 wurden die entsprechenden Beträge gem. IAS 8 durch rückwirkende Anpassung des Eröffnungsbilanzwertes und der Vergleichsinformationen korrigiert.

Die nachfolgende Übersicht stellt die betragsmäßigen Auswirkungen dar:

(in T€) Sonstige Finanz
forderungen
Liquide
Mittel
Stand 01.01.2017 vor Korrektur 0 23.891
Korrektur gem. IAS 8
Umgliederung Terminanlagen
4.810 - 4.810
Stand 01.01.2017 nach Korrektur 4.810 19.081
Veränderung im Geschäftsjahr - 4.810 - 6.965
Stand 31.12.2017 0 16.926
Korrektur gem. IAS 8
Umgliederung Terminanlagen
2.000 - 2.000
Stand 31.12.2017 nach Korrektur 2.000 14.926

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten des Geschäftsjahres auswirken. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen.

Die auf eine Sicht von 12 Monaten am stärksten von einem entsprechenden Risiko betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Abschlusses sind die Vorräte sowie die Rückstellungen für Gewährleistungen und Reklamationen. Den Abwertungsparametern bei den Vorräten und der Beurteilung der erforderlichen Gewährleistungsrückstellungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit und zukünftige Einschätzungen zugrunde. In allen Fällen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegende werterhellende Umstände berücksichtigt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

1. Umsatzerlöse Die Westag & Getalit AG erwirtschaftet Umsatzerlöse aus der Übertragung von Gütern zeitpunktbezogen.

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2018
in T€
2017
in T€
Umsatzerlöse
Inland 175.265 179.828
Ausland 57.917 54.583
Summe 233.182 234.411

Die Umsatzerlöse der Segmente haben sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt entwickelt:

Oberflächen/
Elemente
in T€
Türen/
Zargen
in T€
Zentral
bereich
in T€
Geschäftsjahr 2018
Inland 72.220 98.552 4.493
Ausland 31.093 26.824 0
Summe 103.313 125.376 4.493
Oberflächen/
Elemente
in T€
Türen/
Zargen
in T€
Zentral
bereich
in T€
Geschäftsjahr 2017
Inland 70.338 102.495 6.995
Ausland 30.208 24.375 0
Summe 100.546 126.870 6.995

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden

Die Vertragsverbindlichkeiten zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 wurden vollständig als Umsatz realisiert. Vertragsvermögenswerte existieren nicht. Von den Erleichterungen des IFRS 15.121 wurde Gebrauch gemacht, da alle Leistungsverpflichtungen Teile von Verträgen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sind. Dementsprechend wird der Transaktionspreis, der nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet ist, nicht offengelegt.

2018
in T€
Vertragsverbindlichkeiten
Saldo zu Beginn des Geschäftsjahres 205
Umsätze des Geschäftsjahres -205
Neu erhaltene Anzahlungen von Kunden 205
Summe 205

Wären die Umsatzerlöse weiterhin nach IAS 18 bilanziert worden, hätte dies für das Geschäftsjahr zu unwesentlichen Abweichungen geführt.

2018 in T€

2017 in T€

2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

3.

Andere aktivierte Eigenleistungen

2018
in T€
2017
in T€
Aktivierte Eigenleistungen Löhne 423 413
Summe 423 413

Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 516 608 Summe 516 608

4. Sonstige betriebliche Erträge

2018
in T€
2017
in T€
Sonstige betriebliche Erträge
Periodenfremde Erträge 847 790
Versicherungserstattungen 413 524
Sachbezüge 401 375
Auflösung von Wertberichtigungen infolge Erstanwendung IFRS 9 110 0
Fremdwährungserträge 105 22
Erträge aus Abgang von Sachanlagen 84 0
Übrige Erträge 591 93
Summe 2.551 1.804

Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Ausbuchung von Personalverbindlichkeiten und von Verbindlichkeiten aus Kundenboni. Bei den übrigen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vgl. 13.2).

5.

Materialaufwand

2018
in T€
2017
in T€
Materialaufwand
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 90.290 87.061
Handelswaren 18.512 19.968
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.001 7.292
Summe 115.803 114.321

6.

Personalaufwand

2018
in T€
2017
in T€
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 62.073 61.228
Soziale Abgaben 11.182 11.090
Aufwendungen für Altersversorgung 974 975
Übrige soziale Aufwendungen 999 1.022
Summe 75.228 74.315

Die Arbeitnehmerzahl des Konzerns beträgt im Jahresdurchschnitt:

2018 2017
Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende)
Angestellte 361 365
Gewerbliche Arbeitnehmer 892 871
Summe 1.253 1.236

7.

Abschreibungen Anlagevermögen

2018
in T€
2017
in T€
Abschreibungen Anlagevermögen
Immaterielle Vermögenswerte 597 456
Sachanlagen 9.964 9.319
Summe 10.561 9.775

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2018
in T€
2017
in T€
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Ausgangsfrachten 11.824 11.110
Fremdreparaturen und Wartungen 5.736 5.400
Fremdlöhne für Fertigung und Gemeinkosten 2.687 4.493
Rechts- und Beratungskosten 1.733 1.041
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 1.514 1.307
Werbe- und Messekosten 1.397 2.159
Sonstige Personalaufwendungen 882 596
Reisekosten 549 617
Porto, Büromaterial und Telefon 459 498
Kfz-Kosten 380 386
Miete, Pacht, Leasing 338 407
Sonstige Steuern 280 333
Übrige Aufwendungen 2.066 2.141
Summe 29.845 30.488

Der Posten "Fremdreparaturen und Wartungen" beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Reparaturmaßnahmen von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Maschinen i.H.v. 3.882 T€ (Vorjahr: 3.462 T€) sowie an Gebäuden i.H.v. 813 T€ (Vorjahr: 900 T€). Unter den Fremdlöhnen für Fertigung werden im Wesentlichen Aufwendungen für im Produktionsprozess eingesetzte Personaldienstmitarbeiter ausgewiesen. Die übrigen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i.H.v. 555 T€ (Vorjahr: 275 T€), Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen i.H.v. 213 T€ (Vorjahr: 100 T€), Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen von Forderungen i.H.v. T€ 36 (Vorjahr: T€ 0) und Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen i.H.v. 50 T€ (Vorjahr: 222 T€). Die sonstigen Steuern wurden im Geschäftsjahr erstmalig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen und umfassen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer. Die Vorjahreszahl wurde entsprechend angepasst. Im Vorjahr erfolgt der Ausweis unter einer eigenen Position in der Gesamtergebnisrechnung.

9.
Finanz- und
2018
in T€
2017
in T€
Beteiligungsergebnis Finanz- und Beteiligungsergebnis
Zinserträge 52 68
Erträge aus assoziierten Unternehmen 686 694
Summe 738 762

An unsere Aktionäre

Der Konzern

Die Zinserträge beinhalten im Berichtsjahr sowie im Vorjahr ausschließlich Zinserträge aus liquiden Mitteln und sonstigen Finanzforderungen. Die Erträge aus assoziierten Unternehmen betreffen die anteiligen Gewinne aus der Beteiligung an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH. Darin enthalten sind in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) liquiditätswirksame Ausschüttungen des assoziierten Unternehmens.

2018
in T€
%*) 2017
in T€
%*)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Erwarteter Steueraufwand 1.792 30,0 2.730 30,0
Vorjahresanpassungen - 73 - 1,2 - 60 - 0,6
Steuerliche Verrechnung Auslandsergebnisse - 27 - 0,5 - 27 - 0,3
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 27 0,5 155 1,7
Steuerfreie Beteiligungserträge - 206 - 3,5 - 208 - 2,3
Übrige Steuereffekte - 49 - 0,8 - 8 - 0,1
Summe 1.464 24,5 2.582 28,4
*) bezogen auf das Ergebnis
vor Ertragsteuern in Höhe von
5.973 9.099

Die genannten Steuersätze wurden auf Grundlage der jeweils geltenden Steuersätze geschätzt. Dabei wurde von einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % ausgegangen. Bei der Gewerbesteuer liegen Hebesätze von 403 % für Rheda-Wiedenbrück und 428 % für Wadersloh zugrunde.

Bei den Vorjahresanpassungen handelt es sich im Wesentlichen um Korrekturen infolge von abgeschlossenen Betriebsprüfungen für vorangegangene Veranlagungszeiträume.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2018
in T€
2017
in T€
Tatsächlicher Steueraufwand 1.570 2.649
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge - 97 0
Latente Steuern aufgrund der Entstehung und Umkehrung von
temporären Unterschieden bei den
Pensionsrückstellungen 43 62
Langfristigen Personalrückstellungen - 1 24
Übrigen Verbindlichkeiten - 8 - 17
Sonderposten mit Rücklageanteil - 3 - 3
Posten des Anlagevermögens - 40 - 133
Summe 1.464 2.582

Die latenten Steuern wurden auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 % berechnet.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

11. Ergebnis je Aktie

2018 2017
Ergebnis je Aktie
Konzernjahresüberschuss in T€ 4.509 6.517
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand gehaltener eigener Vorzugsaktien - 365.066 - 361.290
Durchschnittlicher Bestand der im Umlauf befindlichen Vorzugsaktien 2.494.934 2.498.710
Ergebnisanteil Stammaktien in T€ 2.328 3.398
Ergebnisanteil Vorzugsaktien in T€ 2.181 3.119
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stammaktie in € 0,81 1,19
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in € 0,87 1,25
Dividendenberechtigte Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Dividendenberechtigte Vorzugsaktien 2.494.934 2.860.000
Bestand gehaltener eigener Vorzugsaktien 0 - 365.066
Dividendenberechtigte im Umlauf befindliche Vorzugsaktien 2.494.934 2.494.934
Dividende je Stammaktie in € (2018: Vorschlag) 0,12 0,74
Dividende je Vorzugsaktie in € (2018: Vorschlag) 0,18 0,80

In Bezug auf die Angaben zur Zusammensetzung des Eigenkapitals wird auf die Angaben in Abschnitt 14 verwiesen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

12. Langfristige Vermögenswerte Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 sind der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen zu entnehmen, die diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

12.1 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Sachanlagen sind mit Grundschulden in Höhe von 14,8 Mio. € belastet. Die Grundschulden wurden zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

(in T€) Immaterielle
Vermögenswerte
Sachanlagen
Software, Lizenzen und
andere gewerbliche
Schutzrechte
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2017 4.305 63.828 135.142
Zugänge 667 1.808 2.328
Abgänge 126 0 3
Umbuchungen 111 191 145
Stand 31.12.2017 4.957 65.827 137.612
Zugänge 380 404 2.023
Abgänge 7 0 1.662
Umbuchungen 146 43 3.455
Stand 31.12.2018 5.476 66.274 141.428
Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2017 3.300 41.148 102.589
Zuführungen 456 1.336 4.153
Abgänge 126 0 3
Stand 31.12.2017 3.630 42.484 106.739
Zuführungen 597 1.347 4.435
Abgänge 7 0 1.662
Stand 31.12.2018 4.220 43.831 109.512
Buchwerte
Stand 31.12.2017 1.327 23.343 30.873
Stand 31.12.2018 1.256 22.443 31.916

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

Summe Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt Gesamt 91.485 1.306 291.761 296.066 4.191 4.850 13.177 13.844 1.985 0 1.988 2.114 719 - 1.166 - 111 0 94.410 4.990 302.839 307.796 5.522 2.522 10.471 10.851 1.299 0 2.961 2.968 1.278 - 4.922 - 146 0 99.911 2.590 310.203 315.679 76.287 0 220.024 223.324 3.830 0 9.319 9.775 1.983 0 1.986 2.112 78.134 0 227.357 230.987 4.182 0 9.964 10.561 1.210 0 2.872 2.879 81.106 0 234.449 238.669

16.276 4.990 75.482 76.809 18.805 2.590 75.754 77.010 An unsere Aktionäre

12.2 Anteile an assoziierten Unternehmen

Folgendes assoziierte Unternehmen, auf das ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, wird im Wege der Equity-Methode nach IAS 28 in den Konzernabschluss zum 31.12.2018 einbezogen:

Anteil am Kapital
AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH, Meiningen ("AKP") 49 %

AKP ist ein Produzent von Arbeitsplatten aus unterschiedlichen Materialien. Es handelt sich um eine strategische Beteiligung der Westag & Getalit AG zum Ausbau eines Vertriebskanals.

Der letzte verfügbare Jahresabschluss der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH ist der Abschluss zum 31.12.2017. Danach beläuft sich das gezeichnete Kapital der Gesellschaft auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€).

Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2017 insgesamt 5.450 T€ (Vorjahr: 4.713 T€). Im Geschäftsjahr 2017 konnte ein Jahresüberschuss i.H.v. 1.416 T€ (Vorjahr: 1.273 T€) erzielt werden. Die Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2017 13.969 T€ (Vorjahr: 12.085 T€). Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2017 8.545 T€ (Vorjahr: 7.784 T€), davon entfallen auf kurzfristige Vermögenswerte 5.440 T€ (Vorjahr: 5.375 T€), auf langfristige Vermögenswerte 3.105 T€ (Vorjahr: 2.409 T€), kurzfristige Verbindlichkeiten 2.956 T€ (Vorjahr: 3.071 T€) und langfristige Verbindlichkeiten 139 T€ (Vorjahr: 221 T€). Das Periodenergebnis für die Fortschreibung des at-Equity-Ansatzes im Konzernabschluss zum 31.12.2018 wurde auf der Grundlage einer Ergebnisprognose vom November 2018 mit 1.400 T€ geschätzt.

2018
in T€
2017
in T€
Eigenkapital
Überleitung auf Buchwert
Eröffnungssaldo Reinvermögen 01.01. 5.450 4.713
Periodenergebnis 1.400 1.416
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gewinnausschüttungen - 620 - 680
6.230 5.449
Anteil Westag & Getalit AG in % 49 % 49 %
Anteil Westag & Getalit AG in T€ 3.052 2.670
Geschäfts- oder Firmenwert 422 422
Buchwert 31.12. 3.474 3.092

Die Übertragung des Geschäftsanteils an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH erfolgte mit dinglicher und wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2006. Mit der Übertragung des Geschäftsanteils verfügt die Westag & Getalit AG über einen maßgeblichen Einfluss. Der erstmalige Ansatz erfolgte zum 01.01.2016 zu Anschaffungskosten in Höhe des Kaufpreises der Anteile und einer Einzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft von insgesamt 1.200 T€.

12.3 Latente Steuern

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Latente Steuern
Rückstellungen 4.285 4.447
Steuerlicher Sonderposten mit Rücklageanteil - 43 - 46
Anlagevermögen - 697 - 737
Aktivierte Verlustvorträge 97 0
Übrige aus Konsolidierungsbuchungen 0 - 50
Summe 3.642 3.614
31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Latente Steuern
Langfristige latente Steuern 3.625 3.614
Kurzfristige latente Steuern (bis zu 12 Monaten) 17 0
Summe 3.642 3.614

Passive latente Steuern in Höhe von T€ 740 (Vorjahr: 833 T€) wurden zum Bilanzstichtag mit aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 4.382 (Vorjahr: 4.447 T€) saldiert ausgewiesen.

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.288 19.204
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.323 4.081
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.832 13.220
Summe 37.443 36.505

Im Geschäftsjahr erfolgten erfolgswirksame Abwertungen auf Vorräte gemäß IAS 2.34 in Höhe von 1.661 T€ (Vorjahr: 622 T€). Aus in früheren Jahren vorgenommenen Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte sind von der Westag & Getalit AG nicht als Sicherheiten übereignet.

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.602 27.875
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 23 5
Sonstige Vermögenswerte 2.025 1.306
Sonstige Finanzforderungen 0 2.000
Ertragsteuerforderungen 723 417
Summe 31.373 31.603

13. Kurzfristige Vermögenswerte 13.1 Vorräte

13.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Basis Foreward Looking Element Total Wertberichtigung 0-30 Tage 0,02 % 0,00 % 0,02 % 31-60 Tage 0,82 % - 0,16 % 0,65 % 61-90 Tage 1,05 % - 0,21 % 0,84 % 91-180 Tage 1,42 % - 0,28 % 1,13 % 181-270 Tage 2,22 % - 0,44 % 1,77 % 271+ Tage 3,23 % - 0,65 % 2,59 %

Die folgende Tabelle stellt die Ermittlung der Wertberichtigungen (Expected Credit Losses) basierend auf dem vereinfachten Modell für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar.

Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
Wert
berichtigung
Anteil
Wertberichtigung
0-30 Tage 27.752.262 5.542 -
31-60 Tage 189.980 1.244 -
61-90 Tage 178.874 1.496 -
91-180 Tage 182.822 2.072 -
181-270 Tage 101.514 1.800 -
271+ Tage 219.650 5.684 -
28.625.102 17.837 0,1 %

Die Wertberichtigung für zu erwartende Forderungsausfälle wurde aufgerundet mit T€ 20 angesetzt.

Das Forward Looking Element beruht auf Daten volkswirtschaftlicher Analysen und spiegelt die Erwartungshaltung des Konzerns wider, dass sich die makroökonomischen Bedingungen in den wesentlichen Regionen leicht verbessern werden. Daher führt das Forward Looking Element zu einer Verringerung der erwarteten Ausfallrisiken.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:

2018
in T€
2017
in T€
Wertberichtigungen
Anfangsbestand 01.01. (nach Korrektur) 553 529
Auflösung aufgrund erstmaliger Anwendung von IFRS 9 - 110 0
Sonstige Auflösungen/Zuführungen - 423 24
Endbestand 31.12. (nach Korrektur) 20 553

Die Forderungsausfälle des Geschäftsjahres betrugen 13 T€ (Vorjahr: 7 T€). Die Lieferungen der Gesellschaft erfolgen unter Eigentumsvorbehalt.

Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH. Im Geschäftsjahr 2018 sind an die genannte Gesellschaft Waren im Wert von 781 T€ (Vorjahr: 940 T€) geliefert und wie im Vorjahr keine Waren bezogen worden.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus:

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Sonstige Vermögenswerte
Stromeinspeisung 564 0
Debitorische Kreditoren 474 741
Energiesteuererstattungen 375 322
Noch nicht abgerechnete Lieferantenboni 346 96
Derivate 51 0
Übrige 215 147
Summe 2.025 1.306

Bei den Forderungen aus Stromeinspeisung handelt es sich um Forderungen gegen Energieversorger aus der Energieerzeugung der KWK-Anlage.

Die sonstigen Finanzforderungen des Vorjahres bestanden aus Terminanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten.

Die Ertragsteuerforderungen in Höhe von 723 T€ (Vorjahr: 417 T€) beinhalten Ansprüche aus Ertragsteuererstattungen für das jeweils abgeschlossene Geschäftsjahr.

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Liquide Mittel
Kasse, Kontokorrentkonten und Schecks 11.621 13.619
Termingeld- und Geldmarktkonten 0 1.307
Summe 11.621 14.926

Die Gesellschaft verfügt unverändert zum Bilanzstichtag über nicht genutzte Barkreditlinien in Höhe von 2,5 Mio. €. Bestehende Avalkreditlinien in Höhe von 3,8 Mio. € sind zum Bilanzstichtag unverändert nicht in Anspruch genommen worden. Verpfändungen oder Abtretungen von Wertpapieren oder Bankguthaben bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

14. Eigenkapital 14.1 Gezeichnetes Kapital

Anzahl 31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Gezeichnetes Kapital (Inhaberaktien)
Stammaktien 2.860.000 7.322 7.322
Vorzugsaktien 2.494.934 6.387 7.322
Summe 5.354.934 13.709 14.644

Der Vorstand der Westag & Getalit AG hat am 30.10.2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, sämtliche von der Gesellschaft gehaltenen 365.066 Vorzugsaktien einzuziehen und das Grundkapital herabzusetzen. Die Satzung wurde dementsprechend neu gefasst.

Der Einzug der Aktien und die Herabsetzung des Grundkapitals wurden wirksam mit dem Austausch der Globalurkunde am 8. November 2018.

Die Eintragung der Satzungsänderung und der Änderung des Grundkapitals in das Handelsregister erfolgte am 25.02.2019.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der beigefügten Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Ziel unseres Kapitalmanagements ist es, auf Grundlage der vorhandenen guten Eigenkapitalquote eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des Aktiengesetzes und der Satzung werden die erzielten Überschüsse in die Rücklagen eingestellt oder an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet.

Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung an der Düsseldorfer und Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Stammaktien sind voll stimmberechtigt, die Vorzugsaktien stimmrechtslos. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten – vorbehaltlich eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung – aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind.

Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten.

Des Weiteren weisen wir auf die folgenden Punkte zum Kapital und zur Satzung hin:

Die Broadview Industries AG, Düsseldorf, ist nach den uns vorliegenden Informationen seit dem 21.08.2018 am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.385.510 stimmberechtigten Stammaktien und 950.672 stimmrechtslosen Vorzugsaktien beteiligt. Die Stammaktien gewähren 83,4 % der Stimmrechte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden und dem Vorstand auch nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden.

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft werden nach § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen.

Die Änderung der Satzung kann nach § 179 AktG nur mit mindestens drei Viertel des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Die Satzung enthält keine davon abweichenden Bestimmungen.

Im Rahmen des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 18.08.2015 wurde der Vorstand zum Rückkauf von eigenen Aktien im Sinne des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 17.08.2020 ermächtigt.

Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Kapitalrücklage 24.399 24.399
Summe 24.399 24.399

Die Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den Agiobeträgen der Kapitalerhöhungen aus früheren Jahren zusammen.

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Sonstige Rücklagen
Gesetzliche Rücklage 596 596
Andere Gewinnrücklagen 70.599 74.152
Summe 71.195 74.748

14.3

Sonstige Rücklagen

Die anderen Rücklagen enthalten den Bilanzgewinn zum 31.12.2018 i.H.v. 13.247 T€ (Vorjahr: 12.737 T€). Darüber hinaus sind erfolgsneutrale negative Eigenkapitalveränderungen, die durch die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS entstanden sind, berücksichtigt.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der in den Sonstigen Rücklagen enthaltenen Rücklage für Cashflow Hedges:

2018
in T€
2017
in T€
Anfangsbestand 01.01. 0 0
Neubewertung – brutto 51 0
Endbestand 31.12. 51 0

Die Rücklage für Cashflow Hedges enthält keine Salden für Cashflow Hedges, bei denen Hedge Accounting nicht mehr angewandt wird. Im laufenden Geschäftsjahr entstanden aus den Sicherungsbeziehungen keine Unwirksamkeiten. Darüber hinaus wurden im laufenden Geschäftsjahr keine Beträge aus der Rücklage für Cashflow Hedges in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

2018
in T€
2017
in T€
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 26.934 26.499
Laufender Dienstzeitaufwand 486 502
Zinsaufwand 477 469
Im Gewinn oder Verlust erfasster Gesamtbetrag 963 971
Neubewertungen
Versicherungsmathematische Verluste/Gewinne aufgrund von
Änderungen in biometrischen Rechnungsannahmen 238 0
Änderungen in finanziellen Rechnungsannahmen - 480 0
Erfahrungsbedingten Anpassungen 152 313
Im sonstigen Ergebnis erfasster Gesamtbetrag - 90 313
Laufende Pensionszahlungen - 883 - 849
Endbestand 31.12. 26.924 26.934

Die Leistungsverpflichtung verteilt sich wie folgt:

31.12.2018
in T€
%
Aktive Mitarbeiter 13.219 49,1
Ausgeschiedene Mitarbeiter mit unverfallbarer Anwartschaft 1.064 4,0
Rentenempfänger 12.641 46,9
Summe 26.924 100,0

15. Langfristiges Fremdkapital 15.1 Pensionsrückstellungen

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei werden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:

2018
in %
2017
in %
Rechnungszinsfuß (p.a.) 1,90 1,80
Erwartete Einkommenssteigerung (p.a.)
Erwartete Rentensteigerung (p.a.) 2,00 2,00

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag verwendeten Annahmen würde die Verpflichtung wie folgt ändern:

Effekte
in T€
Effekte
in T€
Biometrische Rechnungsannahmen
Änderung der Lebenserwartung verwendet - 1 Jahr + 1 Jahr
RT 2005 G - 1.036 1.054
Finanzielle Rechnungsannahmen
Änderung des Rechnungszinsfußes verwendet - 100 bps + 100 bps
1,90 % 5.457 - 4.152
Änderung des Rententrends verwendet - 100 bps + 100 bps
2,00 % - 3.142 3.815

Es wird beabsichtigt, auch zukünftig die Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen zu finanzieren und die Rentenzahlungen aus dem laufenden betrieblichen Cashflow des Unternehmens zu leisten. Investitionen der freien liquiden Mittel in das eigene Unternehmen sollen mittel- und langfristig eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals sicherstellen, um ungedeckte Pensionsrisiken abdecken zu können.

Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein Dienst- und Zinsaufwand in Höhe von 972 T€ erwartet. Das Fälligkeitsprofil aus den Leistungsverpflichtungen beträgt für die zukünftigen Geschäftsjahre:

2019 2020 2021 2022 2023 2024–2028
in T€ in T€ in T€ in T€ in T€ in T€
910 905 909 912 919 4.863

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt 18,1 (Vorjahr: 18,5) Jahre.

15.2 Andere langfristige Rückstellungen

16.

Kurzfristiges Fremdkapital 16.1

Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

in T€ Personalrück
stellungen
Sonstige
Rückstellungen
Langfristige
Rückstellungen
gesamt
Anfangsbestand 01.01.2017 566 790 1.356
Verbrauch 67 382 449
Zuführung 63 385 448
Endbestand 31.12.2017 562 793 1.355
Anfangsbestand 01.01.2018 562 793 1.355
Verbrauch 50 430 480
Zuführung 7 428 435
Endbestand 31.12.2018 519 791 1.310

Die anderen langfristigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Reklamationen und Gewährleistungen sowie für Jubiläumszuwendungen.

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.368 9.207
Summe 6.368 9.207

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die durch übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 68 T€ (Vorjahr: 0 T€) resultieren aus Lieferungen und Leistungen eines zur HAL-Gruppe gehörenden Unternehmens.

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Boniansprüche von Kunden 11.261 10.667
Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 4.864 4.409
Lohnsteuer 1.619 1.593
Sonstige betriebliche Steuern 808 851
Erhaltene Anzahlungen 205 205
Kreditorische Debitoren 164 102
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 85 85
Übrige 1.014 1.760
Summe 20.020 19.672

16.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Personalverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Lohnzahlung sowie Abgrenzungen für Resturlaubstage und Überstunden. Verbindlichkeiten aus sonstigen betrieblichen Steuern betreffen Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Die Vertragsverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen von Kunden für zu liefernde Waren. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind allesamt innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

16.3 Kurzfristige Rückstellungen

in T€ Kurzfristige
Rückstellungen
Anfangsbestand 01.01.2017 526
Verbrauch 255
Zuführung 257
Endbestand 31.12.2017 528
Anfangsbestand 01.01.2018 528
Verbrauch 528
Zuführung 531
Endbestand 31.12.2018 531

Die kurzfristigen Rückstellungen bestehen ausschließlich aus Gewährleistungsverpflichtungen.

16.4 Ertragsteuerverbindlichkeiten

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Mehrsteuern aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen 39 60
Summe 39 60

SONSTIGE ANGABEN

17. Sonstige Angaben 17.1 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Westag & Getalit AG verfügt am Bilanzstichtag über originäre und derivative Finanzinstrumente. Diese betreffen auf der Aktivseite die finanziellen Vermögenswerte und umfassen im Wesentlichen die Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die liquiden Mittel.

Auf der Passivseite entfallen die Finanzinstrumente auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten). Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, das maximale Ausfallrisiko entspricht der Höhe der finanziellen Vermögenswerte. Es handelt sich ausschließlich um einfache Finanzinstrumente. Zusammengesetzte oder hybride Finanzinstrumente liegen nicht vor.

Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und der Laufzeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu dem Bilanzposten "Forderungen und sonstige Vermögenswerte".

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Westag & Getalit AG, wie auch im Vorjahr, keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten erhalten oder hinterlegt.

Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten (entspricht dem Zinsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten) beträgt 52 T€ (Vorjahr: 68 T€).

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines finanziellen Vermögenswertes eingenommen oder für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde.

Die Westag & Getalit AG legt zur Kategorisierung der Fair Values von Finanzinstrumenten die folgende Hierarchie gem. IFRS 13 zugrunde, die die Bedeutung der Inputparameter bei der Bewertung widerspiegelt:

Level 1: Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte. Ein aktiver Markt ist ein Markt, auf dem Preise leicht und regelmäßig erhältlich sind. Zu diesen Preisen werden regelmäßige und aktuelle Markttransaktionen unter unabhängigen Dritten dargestellt.

Level 2: Bewertungsmethoden auf Basis beobachtbarer Marktdaten (direkt als Preise oder indirekt abgeleitet von Preisen).

Level 3: Bewertungsmethoden, die zum Großteil nicht am Markt beobachtbare Inputparameter verwenden (Schätzungen).

Zum Bilanzstichtag sind Derivate die einzigen finanziellen Vermögenswerte im Bestand der Westag & Getalit AG, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Derivate beträgt 51 T€ (Vorjahr: - 53 T€) und ist dem Level 2 der Hierarchie zuzuordnen. Für flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente stellen die bilanzierten Buchwerte einen angemessenen Näherungswert des beizulegenden Zeitwertes dar.

Der Buchwert der kurzfristigen Verbindlichkeiten approximiert deren beizulegenden Zeitwert.

RISIKOMANAGEMENT VON FINANZINSTRUMENTEN

Marktrisiko

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund von Einkaufs- und Absatzgeschäften in fremder Währung in kleinem Umfang Finanz- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diesen begegnet die Gesellschaft unter anderem durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten bei gleichzeitiger Beobachtung von erwarteten Wechselkursentwicklungen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden lediglich die Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung unterjährig durch entsprechende Devisentermingeschäfte abgesichert, während das Kursrisiko auf der Einkaufsseite in US-Dollar durch zeitgleichen Erwerb des US-Dollars begrenzt wurde.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestehen zum Bilanzstichtag in Form von kurzfristigen US-Dollar-Terminkäufen mit einem Volumen in Höhe von 600 T\$ (Vorjahr: 1.000 T\$) sowie kurzfristigen GBP-Terminverkäufen in Höhe von 1.400 T£ (Vorjahr: 1.400 T£).

Die folgende Tabelle stellt die durchschnittlichen Sicherungskurse und Fälligkeiten der Sicherungsinstrumente dar:

USD GBP
Durchschnittlicher Sicherungskurs 1,2360 0,8898
Laufzeiten 6 Monate 12 Monate

Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Gewinne oder Verluste aus dem übrigen kumulierten Eigenkapital aus Cashflow-Hedges in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Entsprechend wird der zum Bilanzstichtag im übrigen kumulierten Eigenkapital verbliebene Betrag die Gewinn- und Verlustrechnung in zukünftigen Perioden nicht wesentlich beeinflussen. Es bestand aufgrund der gewählten Spot-to-Spot Designation kein ineffektiver Teil. Die nicht in die Sicherungsbeziehungen designierten Forward-Komponenten der Sicherungsinstrumente sind wie im Vorjahr unwesentlich und wurden direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aufgrund des Geschäftsvolumens in Fremdwährung geht die Gesellschaft davon aus, dass sich Wechselkursänderungen unabhängig von der Höhe der Schwankungen nicht signifikant auf das Periodenergebnis auswirken würden.

Kontrahentenrisiko

Das Kontrahentenrisiko ist das Risiko möglicher Verluste, die daraus entstehen, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Zur Begrenzung des Kontrahentenrisikos führt die Westag & Getalit AG Bonitätsbewertungen durch. Liquide Mittel sind ausschließlich bei Banken mit hoher Bonität angelegt, die laufend überwacht wird. Derivate werden daher ebenfalls nur mit den ausgewählten Banken abgeschlossen.

Im Rahmen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Warenkreditversicherungen abgeschlossen, um das Kontrahentenrisiko zu begrenzen.

Mangels Globalverrechnungsvereinbarungen oder ähnlicher Vereinbarungen werden im Konzern keine Saldierungen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten mit denselben Gegenparteien vorgenommen.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen zu können. Dies kann durch verspätete Zahlungseingänge oder ungeplante Auszahlungen auftreten. Aus diesem Grund wird das Liquiditätsrisiko laufend auf Basis von rollierenden Cashflow-Prognosen beobachtet, in denen die aktuelle Geschäftsentwicklung berücksichtigt wird. Darüber hinaus wird laufend die Verfügbarkeit von zugesagten Kreditlinien und Kreditfazilitäten beobachtet.

Buchwert
in T€
bis 1 Jahr
in T€
1 bis 5 Jahre
in T€
über 5 Jahre
in T€
Summe
in T€
Undiskontierte
Mittelabflüsse
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
6.436 6.436 0 0 6.436
Sonstige Verbindlichkeiten 20.059 20.059 0 0 20.059
Stand 31.12.2018 26.495 26.495 0 0 26.495
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
9.207 9.207 0 0 9.207
Sonstige Verbindlichkeiten 19.732 19.732 0 0 19.732
Stand 31.12.2017 28.939 28.939 0 0 28.939

Die nachfolgende Tabelle stellt die zukünftigen undiskontierten Mittelabflüsse der nicht derivativen finanziellen Verbindlichkeiten der Gesellschaft dar:

17.2 Segmentberichterstattung

Das Unternehmen ist in die Segmente Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen sowie den Zentralbereich gegliedert, der übergeordnete Leistungen und die Energieversorgung bereitstellt. Die innerhalb eines Segments vertriebenen Produkte sind gleichartig. Die Segmente stellen die Grundlage für die interne Berichterstattung dar, mit der das Management den Konzern nach dem Ergebnis vor Steuern (EBT) und dem Konzernjahresüberschuss steuert (Management Approach). Die Bewertung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Sparten erfolgt auf der Basis von Verrechnungspreisen. Die übrigen Ertrags- und Aufwandsposten beinhalten im Wesentlichen die sonstigen betrieblichen Erträge, die Material- und Personalkosten sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Oberflächen/ Türen/ Zentral Konsoli Gesamt
Elemente
in T€
Zargen
in T€
bereich
in T€
dierung
in T€
in T€
Geschäftsjahr 2018
Umsatzerlöse mit Externen 103.313 125.376 4.493 0 233.182
Umsatzerlöse mit anderen
Segmenten
10.062 0 18.995 - 29.057 0
Umsatzerlöse 113.375 125.376 23.488 - 29.057 233.182
Abschreibungen - 3.219 - 4.635 - 2.707 0 - 10.561
Erträge aus assoziierten
Unternehmen
686 0 0 0 686
Zinsergebnis 0 0 52 0 52
Übrige Ertrags- und
Aufwandsposten
- 108.239 - 117.371 - 20.833 29.057 - 217.386
EBT 2.603 3.370 0 0 5.973
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
638 826 0 0 1.464
Jahresüberschuss 1.965 2.544 0 0 4.509
Oberflächen/
Elemente
Türen/
Zargen
Zentral
bereich
Konsoli
dierung
Gesamt
in T€ in T€ in T€ in T€ in T€
Geschäftsjahr 2017
Umsatzerlöse mit Externen 100.546 126.870 6.995 0 234.411
Umsatzerlöse mit anderen
Segmenten
9.904 0 14.712 - 24.616 0
Umsatzerlöse 110.450 126.870 21.707 - 24.616 234.411
Abschreibungen - 3.260 - 4.276 - 2.239 0 - 9.775
Erträge aus assoziierten
Unternehmen
694 0 0 0 694
Zinsergebnis 0 0 68 0 68
Übrige Ertrags- und
Aufwandsposten
- 106.393 - 114.986 - 19.536 24.616 - 216.299
EBT 1.491 7.608 0 0 9.099
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
423 2.159 0 0 2.582
Jahresüberschuss 1.068 5.449 0 0 6.517

Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und liquiden Mittel, erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen.

Oberflächen/
Elemente
in T€
Türen/
Zargen
in T€
Zentral
bereich
in T€
Gesamt
in T€
Geschäftsjahr 2018
Segmentvermögen 65.267 74.529 24.767 164.563
davon Anteile an assoziierten Unternehmen 3.474 0 0 3.474
Segmentschulden 21.898 17.192 16.170 55.260
Nettovermögen 43.369 57.337 8.597 109.303
Segmentinvestitionen 1.720 6.359 2.772 10.851
Oberflächen/
Elemente
in T€
Türen/
Zargen
in T€
Zentral
bereich
in T€
Gesamt
in T€
Geschäftsjahr 2017
Segmentvermögen 66.561 73.957 26.031 166.549
davon Anteile an assoziierten Unternehmen 3.092 0 0 3.092
Segmentschulden 22.621 19.015 16.120 57.756
Nettovermögen 43.940 54.942 9.911 108.793
Segmentinvestitionen 2.242 8.875 2.727 13.844

Die Aufteilung in die Segmente erfolgt im Wesentlichen nach den jeweiligen Umsatzanteilen, sofern in Einzelfällen keine Direktzuordnung möglich ist.

Bezüglich der Umsatzverteilung nach Regionen werden folgende ergänzende Informationen gegeben:

2018
in T€
2017
in T€
nach Regionen
Inland 175.265 179.828
Ausland 57.917 54.583
Summe 233.182 234.411

In keinem Exportland werden mehr als 10 % der Gesamterlöse erzielt.

17.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
Bestellobligo 1.974 5.257
Stromeinkaufsverträge 804 831
Gaseinkaufsverträge 0 1.291
Miet- und Pachtverpflichtungen 611 327
Übrige finanzielle Verpflichtungen 167 144
Summe 3.556 7.850

Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der bestehenden Verpflichtungen Zahlungen in Höhe von 2.632 T€ (Vorjahr: 6.480 T€) zu leisten.

In den Miet- und Pachtverpflichtungen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 55 Jahren in Höhe von 185 T€ enthalten (Vorjahr: 185 T€), das mit 5 % abgezinst wird.

17.4 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen

Als nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 werden angesehen:

  • Gethalia Foundation, Vaduz / Lichtenstein (01.01. bis 21.08.2018)
  • Broadview Industries AG, Düsseldorf, und die anderen verbundenen Unternehmen der HAL-Gruppe (21.08. bis 31.12.2018)
  • Vorstand der Westag & Getalit AG
  • Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG
  • OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation
  • AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH als assoziiertes Unternehmen

Die Westag & Getalit AG war bis zum 21. August 2018 ein verbundenes Unternehmen der Gethalia Foundation, Vaduz / Lichtenstein.

Mit Schreiben vom 09.11.2000 hatte uns die Syntalit AG, Baarer Straße 73, 6302 Zug, Schweiz, mitgeteilt, dass sie 44,4 % unserer Stammaktien erworben habe. Mit Schreiben vom 06.12.2000 hatte uns die Syntalit AG ferner mitgeteilt, dass sie weitere Stammaktien unserer Gesellschaft erworben habe und nunmehr 73,8 % unserer Stammaktien halte. Mit Schreiben vom 18.12.2006 hatte uns die Syntalit AG mitgeteilt, dass sie weitere Stammaktien unserer Gesellschaft erworben habe, am 12.12.2006 die Grenze von 75 % der Stimmrechte überschritten habe und 75,5 % der Stimmrechte an unserer Gesellschaft halte. Weiter hatte uns die Gethalia Foundation, c/o Prokurationsanstalt, Aeulestrasse 74, FL-9490 Vaduz, mit Schreiben vom 18.12.2006 mitgeteilt, dass sie Aktionärin der Syntalit AG ist und ihr sämtliche 75,5 % der Stimmrechtsanteile der Syntalit AG an unserer Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind. Mit Schreiben vom 23.12.2013 haben uns die beiden vorgenannten Gesellschaften mitgeteilt, dass die 75,5 % der Stammaktien und damit der Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,0 % beträgt.

Am 23.05.2018 teilte die Broadview Industries AG, c/o Hengeler Müller, Benrather Straße 18 - 20, 40213 Düsseldorf, mit, dass sie eine Vereinbarung mit der Gethalia Foundation über den Verkauf und die Übertragung sämtlicher von der Gethalia Foundation an der Westag & Getalit AG gehaltenen Aktien, nämlich 75,5 % der ausgegebenen Stammaktien, unterzeichnet habe. Der Vollzug dieser Vereinbarung stehe lediglich unter der Bedingung der Freigabe der Kartellbehörden. Gleichzeitig kündigte die Broadview Industries AG an, den Aktionärinnen und Aktionären der Westag & Getalit AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle gehaltenen Stammaktien und Vorzugsaktien zu unterbreiten. Dieses freiwillige öffentliche Übernahmeangebot wurde am 11.06.2018 veröffentlicht.

Am 21.08.2018 teilte die Broadview Industries AG mit, dass an dem Tag sowohl das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot als auch die Vereinbarung mit der Gethalia Foundation über den Kauf und die Übertragung aller von der Gethalia Foundation an der Westag & Getalit AG gehaltenen Aktien vollzogen wurde. Darüber hinaus wurde mitgeteilt, dass die

Broadview Industries AG weitere Aktien unserer Gesellschaft erworben habe und zu dem Zeitpunkt 58,3 % des gesamten Grundkapitals der Westag & Getalit AG und 83,4 % der Stimmrechte halte. Damit ist die Broadview Industries AG seit dem 21.08.2018 die Mehrheitsaktionärin der Westag & Getalit AG. Eine entsprechende Stimmrechtsmitteilung der HAL Trust, Hamilton, Bermuda, ist uns am 22.08.2018 zugegangen. Die Broadview Industries AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Broadview Industries B.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande, die wiederum zur HAL-Gruppe gehört. Die Muttergesellschaft der HAL-Gruppe ist die HAL Trust, Hamilton, Bermuda. Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 21.08.2018 teilte uns die Gethalia Foundation mit, dass ihre Stimmrechtsanteile 0,0 % betragen.

Weitere meldepflichtige Änderungen des Bestands an Aktien der Westag & Getalit AG sind seither nicht bei der Gesellschaft eingegangen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wird darauf hingewiesen, dass im Geschäftsjahr 2018 keine Rechtsgeschäfte mit der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Zwischen der Westag & Getalit AG und der OOO Westag & Getalit gab es in 2018 Liefer- und Darlehensbeziehungen im fremdüblichen Umfang.

Zwischen der Broadview Industries AG einerseits und der Westag & Getalit AG bzw. der OOO Westag & Getalit andererseits haben im Geschäftsjahr 2018 keine Rechtsgeschäfte stattgefunden.

Zwischen der Westag & Getalit AG und anderen verbundenen Unternehmen der HAL-Gruppe sind in 2018 Warenlieferungen zu marktüblichen Preisen und Bedingungen bzw. in einem Fall für die Westag & Getalit AG unentgeltlich durchgeführt worden.

Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: "Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."

Hinsichtlich der Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH und deren Tochterunternehmen wird auf die Ausführungen unter 14.2 "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" und 18.6 "Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats" verwiesen.

Unter der nachfolgenden Ziffer 17.5 sind die Organe der Gesellschaft aufgeführt.

VORSTAND

Wilhelm Beckers

Herzebrock-Clarholz Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik Vorstandsvorsitzender Leiter der Sparte Türen/Zargen

AUFSICHTSRAT

Matthijs Schoten Vught/Niederlande

CEO der Broadview Holding B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande Vorsitzender (seit dem 31.08.2018)

Joris Beerman

Apeldoorn/Niederlande Legal Counsel der Broadview Holding B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande Stellvertretender Vorsitzender (seit dem 31.08.2018)

Stefano Mion

Sorbolo/Italien CEO der Arpa Industriale S.p.A., Bra/Italien (seit dem 31.08.2018)

Dietmar Lewe*

Rietberg Industriemeister der Holzverarbeitung Betriebsratsvorsitzender

Kevin Zehles*

Rheda-Wiedenbrück Holzbearbeitungsmechaniker Freigestelltes Betriebsratsmitglied (seit dem 31.08.2018)

Rainer Zumholte Marienfeld Industriekaufmann Leiter der Sparte Oberflächen/Elemente (seit dem 01.07.2018)

Klaus Pampel Meerbusch Kaufmann Vorsitzender (bis zum 31.08.2018)

Pedro Holzinger Rheda-Wiedenbrück Kaufmann Stellvertretender Vorsitzender (bis zum 31.08.2018) (bis zum 25.10.2018)

Jürgen Heite

Meerbusch Geschäftsführer der Thyssen'sche Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr (bis zum 31.08.2018)

Dr. Joachim Schönbeck Krefeld Diplom-Ingenieur Mitglied des Vorstands der Andritz AG,

Graz/Österreich (bis zum 31.08.2018)

Christopher Stenzel

Gütersloh Diplom-Kaufmann Finanzvorstand Leiter des Zentralbereichs

Heinz-Georg Großerohde*

Rheda-Wiedenbrück Fachkraft für Arbeitssicherheit (bis zum 31.08.2018)

*Vertreter der Arbeitnehmer

Matthijs Schoten ist auch Mitglied im Aufsichtsrat der Arpa Industriale S.p.A., Bra/ Italien.

Dr. Joachim Schönbeck war in der Zeit seiner Mitgliedschaft auch Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften: Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Paper Machinery Ltd., Kanada; ANDRITZ AB, Schweden; ANDRITZ Inc., USA.

Heinz-Georg Großerohde war in der Zeit seiner Mitgliedschaft auch Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften: FARE gGmbH – Fortbildungs Akademie Reckenberg-Ems; Flora Westfalica GmbH.

» Konzernanhang

17.6 Vergütungen für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

2018
in T€
2017
in T€
Gesamtbezüge des Vorstands 877 946
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 91 120
Kurzfristige fällige Leistungen 968 1.066
Im Pensionsaufwand enthaltener Dienstzeitaufwand für
Vorstandsmitglieder
18 18
17.7
Transaktionen mit sons
tigen nahestehenden
Personen
2018
in T€
2017
in T€
Empfangene Beratungsleistungen (Aufsichtsräte) 110 120

Das Honorar für Beratungsleistungen von Aufsichtsräten betrifft im Geschäftsjahr ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder.

Zum Ende des Geschäftsjahres beliefen sich die Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder auf 254 T€ (Vorjahr: 244 T€).

Vorschüsse, Kredite, Bürgschaften oder Gewährleistungen wurden weder Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands gewährt.

17.8
Weitere Angaben
2018
in T€
2017
in T€
nach § 315e HGB Gesamtbezüge für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren
Hinterbliebene
486 608
Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren
Hinterbliebene zum 31.12.
5.481 5.718

In der Hauptversammlung vom 18.08.2015 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sowie §§ 315e Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Satz 5 bis 8 HGB für die Geschäftsjahre 2015 bis 2019 nicht erfolgen müssen.

18. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

19.

Vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

2018
in T€
2017
in T€
Honorar des Abschlussprüfers
Abschlussprüfungsleistungen 140 119
Steuerberatungsleistungen 0 42
Sonstige Leistungen 89 33
Summe 229 194

Die sonstigen Leistungen des Abschlussprüfers bezogen sich auf Beratungsleistungen im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots für die Aktien der Gesellschaft. Diese Dienstleistungen wurden vor der Wahl zum Abschlussprüfer der Gesellschaft erbracht.

20. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken, liegen nicht vor.

21.

Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes

Für das Geschäftsjahr 2018 ergibt sich ein Bilanzgewinn nach HGB von 8.606 T€, der sich wie folgt zusammensetzt:

in T€
Jahresüberschuss 2018 1.917
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.689
Bilanzgewinn 8.606

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

in T€
Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € je Stammaktie 343
Ausschüttung einer Dividende von 0,18 € je Vorzugsaktie 449
792
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 7.814
Bilanzgewinn 8.606

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.494.934 Stück nennwertloser Stückaktien.

22. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 6. März 2019 Westag & Getalit Aktiengesellschaft Der Vorstand

Wilhelm Beckers Christopher Stenzel Rainer Zumholte

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück:

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Westag & Getalit AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
  • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

  • Bewertung der kurzfristigen Vermögenswerte Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
    1. Sachverhalt und Problemstellung
    1. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
    1. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

• Bewertung der kurzfristigen Vermögenswerte

  1. Im Abschluss der Westag & Getalit AG werden Vorräte mit einem Betrag von insgesamt T€ 37.443 sowie Forderungen und sonstige Vermögenswerte von insgesamt T€ 31.373 ausgewiesen. Die beiden Posten haben insgesamt einen Anteil von 41,8 % der Bilanzsumme und 63,0 % des Eigenkapitals.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Kosten des Produktionsprozesses sowie fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Ermittlung der Bewertungsparameter, wie insbesondere zur Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse, erfolgt zu großen Teilen in Tabellenkalkulationen und zu einem geringeren Teil in einem EDVgestützten Verfahren. Notwendige Abwertungen für Überalterung, Qualitätsminderung und andere Verwertungsrisiken werden durch EDV-gestützte Abwertungsroutinen und ergänzende Einzelabwertungen ermittelt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Barwert der erwarteten Zahlungsströme bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen erfasst. Die Bemessung der Einzelwertberichtigungen wird durch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter sowie der Einschätzung zu einzelnen Rechtsstreitigkeiten bestimmt. Erwartete Wertminderungen und Ausfallrisiken werden in Form erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle berücksichtigt. Diese beruhen auf Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie erwarteten zukünftigen Entwicklungen.

Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da die Bewertung der kurzfristigen Vermögenswerte in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.

  1. Im Rahmen der Prüfung haben wir uns ein Verständnis über den Prozess der Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten und möglicher Abwertungsbedarfe verschafft und das Vorgehen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung latenter und akuter Ausfallrisiken beurteilt.

Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir unter anderem die Angemessenheit des Prozesses in Bezug auf die Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie möglicher Abwertungsbedarfe und die Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollmaßnahmen einschließlich des zum Einsatz kommenden EDV-Systems der Gesellschaft in Bezug auf die Bewertung des Vorratsvermögens beurteilt. Hierzu haben wir auch unsere internen Spezialisten aus dem Bereich Risk Assurance Solutions eingebunden. Im Rahmen der aussagebezogenen Prüfungshandlungen haben wir neben analytischen Prüfungshandlungen unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung der Ermittlung der Herstellungskosten nachvollzogen und weitere Prüfungshandlungen auf Stichprobenbasis definiert.

Die Prüfungshandlungen umfassten vor allem die kritische Würdigung der Ergebnisse der Abwertungsroutinen, die Befragung der für die Vorratsbewertung verantwortlichen Mitarbeiter zur Plausibilität der getroffenen Annahmen und Schätzungen über die mögliche Verwertbarkeit der Vorräte sowie den Vergleich der Schätzungen mit den vorgenommenen Abwertungen in den Vorjahren.

Zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wir uns im Rahmen unserer Prüfung unter anderem ein Verständnis über den Vertriebsprozess verschafft und die diesbezüglich eingerichteten Kontrollmaßnahmen der Gesellschaft auf ihre Wirksamkeit untersucht. Anhand von aussagebezogenen analytischen Prüfungshandlungen haben wir die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beurteilt. Wir haben aussagebezogene Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Werthaltigkeit von sonstigen Vermögenswerten durchgeführt. Dabei haben wir unter anderem die von der Gesellschaft durchgeführten Werthaltigkeitsbeurteilungen nachvollzogen und gewürdigt. Die Ermittlung der erwarteten Ausfallrisiken haben wir nachvollzogen.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.

  1. Zu den Posten Vorräte sowie Forderungen und sonstige Vermögenswerte einschließlich der damit zusammenhängenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang sowie auf die im Konzernanhang enthaltenen weitergehenden Erläuterungen zu dem Posten 13.1 Vorräte und 13.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB.

Der Geschäftsbericht und der gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB werden uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 31. August 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Konzernabschlussprüfer der Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Volker Voelcker.

Bielefeld, den 8. März 2019 Pricewaterhouse Coopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker ppa. Peter Tiessen Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

BILANZ DER WESTAG & GETALIT AG ZUM 31.12.2018 (HGB)

Aktiva 31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 1.256 1.327
II.
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.443 23.343
Technische Anlagen und Maschinen 31.570 30.873
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.805 16.242
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.590 4.990
75.408 75.448
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
Beteiligungen 1.200 1.200
1.200 1.200
77.864 77.975
B. Umlaufvermögen
I.
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.236 19.204
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.323 4.081
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.832 13.220
37.391 36.505
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.602 27.825
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 37
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23 5
Sonstige Vermögensgegenstände 2.531 1.629
31.156 29.496
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.621 16.911
80.168 82.912
C. Rechnungsabgrenzungsposten 166 85
Bilanzsumme 158.198 160.972
Passiva 31.12.2018
in T€
31.12.2017
in T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Stammaktien 7.322 7.322
Vorzugsaktien 6.387 6.387
13.709 13.709
II. Kapitalrücklage 24.367 24.367
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 596 596
Andere Gewinnrücklagen 60.751 60.751
61.347 61.347
IV. Bilanzgewinn 8.606 10.802
108.029 110.225
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 144 154
C. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.688 19.770
Steuerrückstellungen 39 60
Sonstige Rückstellungen 16.797 16.742
38.524 36.572
D. Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 205 205
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.368 9.202
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.860 4.614
11.501 14.021
Bilanzsumme 158.198 160.972

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER WESTAG & GETALIT AG (HGB)

2018
in T€
2017
in T€
Umsatzerlöse 233.125 234.416
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 516 608
Andere aktivierte Eigenleistungen 423 413
234.064 235.437
Sonstige betriebliche Erträge 2.421 1.811
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 108.839 - 107.025
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 7.001 - 7.292
- 115.840 - 114.317
Personalaufwand
Löhne und Gehälter - 62.023 - 61.116
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 14.271 - 13.596
- 76.294 - 74.712
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
- 10.374 - 9.760
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 29.907 - 30.048
Erträge aus Beteiligungen 304 333
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
(davon aus verbundenen Unternehmen: 2 T€; Vorjahr 0 T€)
2 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52 69
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 - 347
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 712 - 721
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1.519 - 2.694
Ergebnis nach Steuern 2.197 5.051
Sonstige Steuern - 280 - 333
Jahresüberschuss 1.917 4.718
Gewinnvortrag 6.689 6.584
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 - 500
Bilanzgewinn 8.606 10.802

BESTÄTIGUNGSVERMERK (HGB)

Der vollständige handelsrechtliche Jahresabschluss der Westag & Getalit AG zum 31. Dezember 2018, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 wurden von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

FINANZKALENDER*

Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum 31.03.2019
Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts 2019
Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum 30.09.2019

* Mögliche Aktualisierungen finden Sie unter: www.westag-getalit.com/finanzkalender

Impressum

Herausgeber: Westag & Getalit AG Hellweg 15 33378 Rheda-Wiedenbrück Deutschland Tel. +49 5242 17-0 Fax +49 5242 17-75000

Redaktion: Investor Relations [email protected]

ISSN 1610-6776

Fotografie: Westag & Getalit AG seewhatmitchsee – fotolia.de

Heiko Marcher www.weitblick-medien.de

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Oberflächen/Elemente

Tel. +49 5242 17-1000 Fax +49 5242 17-71000

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Türen/Zargen

Tel. +49 5242 17-2000 Fax +49 5242 17-72000

Westag & Getalit AG Postfach 26 29 | 33375 Rheda-Wiedenbrück | Deutschland Tel. +49 5242 17-0 | Fax +49 5242 17-75000 www.westag-getalit.com | [email protected]