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Westag AG Annual Report 2017

Apr 25, 2018

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Annual Report

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Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Rheda-Wiedenbrück

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2017 UND ZUSAMMENGEFASSTER KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017 NACH DEN INTERNATIONALEN RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

A. Allgemeine Erläuterungen

Vorbemerkungen

Die Westag & Getalit AG ist ein Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nummer HRB 5565 eingetragen.

Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgt im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Düsseldorfer Börse.

Der Konzernabschluss der Westag & Getalit AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet mit dem 31.12.2017. Der Konzernabschluss wird im Anschluss an die Beschlussfassung des Aufsichtsrats vom 22. März 2018 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Euro ist die funktionale Währung der Westag & Getalit AG. Abweichend davon ist der Rubel die funktionale Währung des Tochterunternehmens OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Förderation.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2017 waren Änderungen in den folgenden Standards erstmals in der EU verpflichtend anzuwenden:

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Standard Titel/Inhalt
IAS 7 Kapitalflussrechnung (Angabeninitiative): Änderungen zur besseren Beurteilung der Veränderung von Finanzschulden
IAS 12 Änderungen zum Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten

Aus den Änderungen in den Standards haben sich für die Westag & Getalit AG keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

Folgende bereits herausgegebene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards bzw. Änderungen von bestehenden Standards sowie Interpretationen sind von der Westag & Getalit AG nicht vorzeitig angewendet worden:

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Standard/Interpretation Titel für Geschäftsjahre beginnend ab
IFRS 9 Finanzinstrumente (ersetzt die Regelungen in IAS 39 zu Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten) 01.01.2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (inklusive Klarstellungen und Konkretisierungen, ersetzt IAS 18 und IAS 11) 01.01.2018
IFRS 16 Leasing (ersetzt IAS 17 und dazugehörende Interpretationen) 01.01.2019
IFRS 4 Änderungen zur Anwendung von IFRS 9 in Verbindung mit IFRS 4 01.01.2018
IFRS 2 Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungsformen 01.01.2018 *
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2014 - 2016): Klarstellungen zu IFRS 12, IAS 28, IFRS 1 01.01.2017/01.01.2018 *
IAS 40 Änderungen zur Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 01.01.2018 *
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 01.01.2018 *
IAS 28 Änderungen zur Anwendung des IFRS 9 bei Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2019 *
IFRS 9 Änderungen zu Finanzinstrumenten hinsichtlich der vor- zeitigen Rückzahlungsoption mit negativer Entschädigung 01.01.2019 *
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2015 - 2017): Klarstellungen zu IFRS 3, IAS 12, IAS 23 01.01.2019 *
IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 01.01.2019 *
IFRS 17 Versicherungsverträge (ersetzt IFRS 4) 01.01.2021 *

* noch keine Übernahme von der EU erfolgt

IFRS 14 (Regulatorische Abgrenzungsposten) und Änderungen zu IAS 10/IAS 28 (Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten eines Investors an bzw. in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen) wurden von der EU nicht übernommen.

Auf Basis einer vorläufigen Einschätzung erwartet die Westag & Getalit AG, dass die Anwendung der in der Folgeperiode in Kraft tretenden Standards bzw. Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wird.

Aus der Neuklassifizierung der Finanzinstrumente in Abhängigkeit von dem für sie geltenden Geschäftsmodell und der damit verbundenen vertraglichen Zahlungsströme ergeben sich für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten keine wesentlichen Bewertungseffekte. Sämtliche finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die derzeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfüllen nach unserer vorläufigen Einschätzung auch weiterhin die Bedingungen für diese Klassifikation nach IFRS 9. Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten können zukünftig in der Regel über die Anwendung des vereinfachten Verfahrens erfasst werden, bei dem bereits bei Zugang sämtliche erwartete Verluste berücksichtigt werden.

Vereinzelt zu Sicherungszwecken eingesetzte Finanzderivate qualifizieren auch bei Erstanwendung des IFRS 9 zukünftig als fortzuführende Sicherungen. Auswirkungen auf die Bilanzierung der Sicherungsbeziehungen werden somit nicht erwartet.

Hinsichtlich der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 zur Behandlung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden ergab die bisherige, noch nicht abgeschlossene Analyse der abgeschlossenen Verträge, dass diese nahezu ausschließlich eine Leistungskomponente bzw. eine Vielzahl gleichartiger Leistungskomponenten enthalten. Diese Verträge werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt, der die Erlösrealisierung mit dem vereinbarten Transaktionspreis auslöst. Dabei werden vereinbarte variable Komponenten der Gegenleistung wie bisher auf Basis einer besten Schätzung berücksichtigt.

Die Auswirkungen der später in Kraft tretenden Standards und Änderungen werden noch geprüft. Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen sind Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen nicht mehr ausschließlich im Anhang anzugeben. In Zukunft werden die Rechte und Verpflichtungen aus dem Leasingverhältnis grundsätzlich beim Leasingnehmer in der Bilanz als Nutzungsrechte und korrespondierende Leasingverbindlichkeiten abgebildet. Der in der Gesamtergebnisrechnung bisher als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasste Leasingaufwand ist dementsprechend zukünftig als Abschreibungen auf das Nutzungsrecht und als Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten darzustellen.

Die Konzerngesamtergebnisrechnung umfasst zum einen die realisierten Erträge und Aufwendungen der Periode, die per Saldo den Konzernjahresüberschuss ergeben. Zum anderen geht darin das sonstige Ergebnis als Saldo der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ein. Für die Konzerngesamtergebnisrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Beim Ausweis in der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte bzw. Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.

Neben der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Anhangangaben enthalten zudem eine Segmentberichterstattung.

Zur Verbesserung der Aussagekraft werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert.

Konsolidierungsgrundsätze

Neben der Westag & Getalit AG wurde die einzige Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen.

Methode

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Zugänge grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode. Die auf Grundlage dieser Methode erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen werden auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis konsolidiert. Bei den einbezogenen Tochterunternehmen wurde im Jahr der Gründung der Beteiligungsansatz mit dem Eigenkapital verrechnet.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert.

Konsolidierungskreis

Als Tochterunternehmen der WESTAG & GETALIT AG, Rheda-Wiedenbrück, wird folgendes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

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Anteil am Kapital
- OOO WESTAG & GETALIT, Moskau, Russische Föderation (WESTAG Russland) 100 %

Equity-Konsolidierung

Folgendes assoziiertes Unternehmen, auf das ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, ist im Wege der Equity-Konsolidierung nach IFRS in den Konzernabschluss einzubeziehen:

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Beteiligungsquote
Unmittelbare Beteiligung
- AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH, Meiningen („AKP“) 49 %

Diese Beteiligung ist somit im Wege der Equity-Konsolidierung nach IAS 28 in den Konzernabschluss einzubeziehen.

Als Zeitpunkt der Ermittlung des Wertansatzes und des Unterschiedsbetrages wurde der 1. Januar 2006 gewählt. Hierbei handelt es sich um den Stichtag des Erwerbs der Beteiligung an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH. Die zwischenzeitlich kumulierten Gewinne wurden anteilig dem Bilanzgewinn erfolgsneutral zugerechnet.

Danach ergeben sich aus der erstmaligen Equity-Konsolidierung der Anteile in der Konzernbilanz zum 1. Januar 2015 folgende Unterschiede zum bisherigen Wertansatz in der Handelsbilanz:

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In T€
Erworbenes anteiliges Eigenkapital 778
Erworbener Geschäfts- oder Firmenwert 422
Beteiligungsansatz laut Handelsbilanz 1.200
Thesaurierte Gewinne der Geschäftsjahre 2006 - 2014 873
Gesamt 2.073

Währungsumrechnung

Die Bilanzen von Jahresabschlüssen in ausländischer Währung werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Eine sich beim Ergebnis ergebende Differenz wird über die sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträge erfasst.

B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang auf den Kunden oder mit der Erbringung der Leistung realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte, Preisnachlässe und Boni ausgewiesen.

Bestandsveränderungen aus zum Bilanzstichtag noch im Produktionsprozess befindlichen unfertigen Erzeugnissen sind mit ihren anteiligen Herstellungskosten erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. mit dem Zeitpunkt ihrer Verwendung ergebniswirksam erfasst.

Gewährleistungsaufwendungen werden im Zusammenhang mit der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse berücksichtigt. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Geschäfte in fremder Währung werden grundsätzlich zum Tageskurs in Euro umgerechnet und erfasst. Mögliche Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Langfristige Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Sie werden entsprechend ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig und linear im Wesentlichen über einen Zeitraum von drei bis acht Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der „erzielbare Betrag“ des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der „erzielbare Betrag“ wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt und bewertet, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Nutzungsdauer beträgt für Fabrik-, Geschäfts- und Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen drei bis zehn Jahre. Die Abschreibungs- und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen sind Anteile an assoziierten Unternehmen sowie verzinsliche Ausleihungen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ausgewiesen. Die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zu den Anschaffungskosten zuzüglich der Anteile am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens abzüglich von Ausschüttungen des Beteiligungsunternehmens.

Latente Steuern

Latente Steuern werden aus temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die latenten Steuern sind mit einem Steuersatz von 30 % angesetzt. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht. Verlustvorträge werden als latente Steuern in der Höhe aktiviert, wie sie aller Voraussicht nach in der Zukunft realisiert werden können.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten sind nicht Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Bestandsrisiken, die sich aus Überalterung, Qualitätsminderung und anderer eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, werden durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden entsprechend bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen. Das allgemeine Wertminderungsrisiko wird durch Wertberichtigungen berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basiert.

Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen einschließlich der Ertragsteuerforderung aus dem Körperschaftsteuerguthaben mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden ausgehend von Anleihen öffentlicher Emittenten mit vergleichbarer Restlaufzeit abgezinst.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel sind zum Nominalwert angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fremdkapital

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus einer Versorgungsordnung für die Belegschaft des Unternehmens. Die Berechnungsgrundlage für die Rückstellungen sind gehaltsunabhängige monatliche Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrentenzahlungen pro vollem Jahr der Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus bestehen einzelvertragliche Pensionszusagen, die Versorgungsansprüche als Festbeträge umfassen.

Die Rückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Das Versorgungswerk wurde in der Vergangenheit geschlossen, neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung.

Rückstellungen für Pensionen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf der Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Die Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln 2005 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Rückstellungen kommen die aufgrund des Rentenreformgesetzes neu geregelten Altersgrenzen zur Anwendung. Bei einigen einzelvertraglichen Pensionszusagen wird abweichend davon als Altersgrenze die Vollendung des 65. Lebensjahres verwendet. Der Rechnungszinsfuß orientiert sich an der Umlaufrendite hochwertiger Unternehmensanleihen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort in voller Höhe erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Andere Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich dieser Vermögensabfluss zuverlässig schätzen lässt.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche und Reklamationen werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die übrigen Rückstellungen werden ebenfalls für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Aufwendungen dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwertes des erwarteten Vermögensabflusses gebildet. Der dabei verwendete Abzinsungssatz orientiert sich an den Marktzinssätzen zum Bilanzstichtag. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag erneut überprüft.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren werden alle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sämtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich jeweils um Verbindlichkeiten mit einer kurzfristigen Laufzeit von höchstens 12 Monaten.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. In diesen Fällen werden die Finanzderivate im Zugangszeitpunkt zum Fair Value, i.d.R. entsprechend den Anschaffungskosten, erfasst und in der Folge zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Dauer des Derivats.

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten des Geschäftsjahres auswirken. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen.

Die auf eine Sicht von 12 Monaten am stärksten von einem entsprechenden Risiko betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Abschlusses sind die Vorräte und die Rückstellungen für Gewährleistungen und Reklamationen. Den Abwertungsparametern bei den Vorräten und der Beurteilung der erforderlichen Gewährleistungsrückstellungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit und zukünftige Einschätzungen zugrunde. In allen Fällen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegende werterhellende Umstände berücksichtigt.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Inland 179.833 182.849
Ausland 54.578 50.170
Summe 234.411 233.019

2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 608 -805
Summe 608 -805

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

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2017 2016
T€ T€
Aktivierte Eigenleistung Löhne 413 244
Summe 413 244

4. Sonstige betriebliche Erträge

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Periodenfremde Erträge 790 294
Sachbezüge 375 345
Versicherungserstattungen 524 572
Fremdwährungserträge 22 101
Übrige Erträge 93 156
Summe 1.804 1.468

5. Materialaufwand

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 87.061 85.946
Handelswaren 19.968 18.175
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.292 7.186
Summe 114.321 111.307

6. Personalaufwand

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Löhne und Gehälter 61.228 62.136
Soziale Abgaben 11.090 10.942
Aufwendungen für Altersversorgung 975 997
Übrige soziale Aufwendungen 1.022 984
Summe 74.315 75.059

Die Arbeitnehmerzahl des Konzerns beträgt im Jahresdurchschnitt:

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende)
Angestellte 365 374
Gewerbliche Arbeitnehmer 871 875
Summe 1.236 1.249

7. Abschreibungen Anlagevermögen

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 456 537
Sachanlagen 9.319 9.534
Summe 9.775 10.071

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Ausgangsfrachten 11.110 10.775
Fremdreparaturen und Wartungen 5.400 4.673
Fremdlöhne für Fertigung und Gemeinkosten 4.493 3.614
Werbe- und Messekosten 2.159 1.294
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 1.307 1.360
Rechts- und Beratungskosten 1.041 1.195
Reisekosten 617 606
Sonstige Personalaufwendungen 596 445
Porto, Büromaterial und Telefon 498 503
Miete, Pacht, Leasing 407 435
Kfz-Kosten 386 420
Übrige Aufwendungen 2.141 1.990
Summe 30.155 27.310

Die übrigen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 275 T€ (Vorjahr: 713 T€) und Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 222 T€ (Vorjahr: 93 T€).

9. Sonstige Steuern

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Sonstige Steuern 333 286
Summe 333 286

Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer.

10. Finanz- und Beteiligungsergebnis

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Zinserträge 68 26
Erträge aus Beteiligung AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH 694 624
Zinsaufwendungen 0 -1
Summe 762 649

Die Erträge aus assoziierten Unternehmen betreffen die anteiligen Gewinne aus der Beteiligung an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH. Darin enthalten sind in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) liquiditätswirksame Ausschüttungen des assoziierten Unternehmens.

11 Steuern vom Einkommen- und vom Ertrag

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2017 2016
T€ %*) T€ %*)
--- --- --- --- ---
Erwarteter Steueraufwand 2.730 30,0 3.162 30,0
Vorjahresanpassungen -60 -0,6 -64 -0,6
Steuerliche Verrechnung Auslandsergebnisse -27 -0,3 -27 -0,3
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 155 1,7 49 0,5
Steuerfreie Beteiligungserträge -208 -2,3 -187 -1,8
Übrige Steuereffekte -7 -0,1 25 0,2
Summe 2.583 28,4 2.958 28,0
*) bezogen auf den Jahresüberschuss vor Ertragsteuern in Höhe von 9.099 10.542

Die genannten Steuersätze wurden auf Grundlage der jeweils geltenden Steuersätze geschätzt. Dabei wurde von einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % ausgegangen. Bei der Gewerbesteuer liegen Hebesätze von 403 % für Rheda-Wiedenbrück und 428 % für Wadersloh zugrunde.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Tatsächlicher Steueraufwand 2.649 3.184
Latente Steuern aufgrund der Entstehung und Umkehrung von temporären Unterschieden bei den
Pensionsrückstellungen 62 17
Langfristigen Personalrückstellungen 24 -9
Übrigen Verbindlichkeiten -17 -9
Sonderposten mit Rücklageanteil -3 -44
Abschreibungen Anlagevermögen -133 -181
Summe 2.582 2.958

Die latenten Steuern wurden auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 % berechnet.

12. Ergebnis je Aktie

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2017 2016
Konzernjahresüberschuss in € 6.516.624,96 7.583.567,02
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.498.710 2.539.197
Ergebnis je Stammaktie in € 1,19 1,38
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 1,25 1,44
Dividendenberechtigte Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Dividendenberechtigte Vorzugsaktien 2.494.934 2.519.173
Dividende je Stammaktie in € 0,74 0,94
Dividende je Vorzugsaktie in € 0,80 1,00

Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Aufteilung nach IFRS 5 zu den fortzuführenden Bereichen wird auf die Angaben unter 18.3 verwiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

13. Langfristige Vermögenswerte

13.1 Immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahre 2017 sind der nachstehenden Darstellung zur Bilanz zu entnehmen.

Die Sachanlagen sind mit Grundschulden in Höhe von 6.800 T€ belastet. Die Grundschuld wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Am 31.12.2017 werden 100 % der Anteile an dem im Geschäftsjahr 2016 neugegründeten Tochterunternehmen OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation, gehalten. Das Nennkapital dieser Gesellschaft beläuft sich auf umgerechnet 326 T€. Ihr Eigenkapital beträgt zum 31.12.2017 insgesamt 68 T€. Es ergab sich ein Jahresverlust vor Steuern von 230 T€ (Vorjahr: 28 T€).

Des Weiteren wurden zum Bilanzstichtag 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen als assoziiertes Unternehmen gehalten. Das Nennkapital dieser Gesellschaft beläuft sich auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€), ihr Eigenkapital beträgt zum 31.12.2017 insgesamt 5.450 T€ (Vorjahr: 4.713 T€). Es konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.416 T€ (Vorjahr: 1.273 T€) für 2017 erzielt werden. Die Bilanzsumme beträgt jeweils am Bilanzstichtag 8.545 T€ (Vorjahr: 7.784 T€). Das Fremdkapital beläuft sich dementsprechend auf 3.095 T€ (Vorjahr: 3.071 T€).

Konzernanlagespiegel

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE, SACHANLAGEN, FINANZANLAGEN

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IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
in T€ Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2016 3.828 63.421 128.604
Zugänge 498 679 2.363
Abgänge 21 276 218
Umbuchungen 0 4 4.393
Stand 31. Dezember 2016 4.305 63.828 135.142
Zugänge 666 1.808 2.328
Abgänge 126 0 3
Umbuchungen 112 191 144
Stand 31. Dezember 2017 4.957 65.827 137.611
AUFGELAUFENE
ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2016 2.784 40.060 98.293
Zuführungen 537 1.364 4.514
Auflösungen 21 276 218
Stand 31. Dezember 2016 3.300 41.148 102.589
Zuführungen 456 1.336 4.152
Auflösungen 126 0 3
Stand 31. Dezember 2017 3.630 42.484 106.738
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2016 1.005 22.680 32.553
Stand 31. Dezember 2017 1.327 23.343 30.873

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SACHANLAGEN
in T€ Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt Anteile an assoziierten Unternehmen
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2016 88.480 5.914 286.419 2.473
Zugänge 3.371 1.091 7.504 624
Abgänge 1.668 0 2.162 366
Umbuchungen 1.302 -5.699 0 0
Stand 31. Dezember 2016 91.485 1.306 291.761 2.731
Zugänge 4.190 4.849 13.175 361
Abgänge 1.984 0 1.987 0
Umbuchungen 719 -1.166 -112 0
Stand 31. Dezember 2017 94.410 4.989 302.837 3.092
AUFGELAUFENE
ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2016 74.236 0 212.589 0
Zuführungen 3.656 0 9.534 0
Auflösungen 1.605 0 2.099 0
Stand 31. Dezember 2016 76.287 0 220.024 0
Zuführungen 3.830 0 9.318 0
Auflösungen 1.983 0 1.986 0
Stand 31. Dezember 2017 78.134 0 227.356 0
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2016 15.198 1.306 71.737 2.731
Stand 31. Dezember 2017 16.276 4.989 75.481 3.092

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FINANZANLAGEN
in T€ Sonstige Ausleihungen Gesamt Anlagevermögen Gesamt
--- --- --- ---
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2016 30 2.503 292.750
Zugänge 0 624 8.626
Abgänge 30 396 2.579
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2016 0 2.731 298.797
Zugänge 0 361 14.202
Abgänge 0 0 2.113
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2017 0 3.092 310.886
AUFGELAUFENE
ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2016 0 0 215.373
Zuführungen 0 0 10.071
Auflösungen 0 0 2.120
Stand 31. Dezember 2016 0 0 223.324
Zuführungen 0 0 9.774
Auflösungen 0 0 2.112
Stand 31. Dezember 2017 0 0 230.986
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2016 0 2.731 75.473
Stand 31. Dezember 2017 0 3.092 79.900

13.2 Latente Steuern

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Rückstellungen 4.447 4.322
Sonderposten mit Rücklageanteil -46 -49
Anlagevermögen -737 -870
Übrige aus Konsolidierungsbuchungen -50 8
Summe 3.614 3.411

Passive latente Steuern in Höhe von 827 T€ (Vorjahr: 919 T€) wurden zum Bilanzstichtag mit aktiven latenten Steuern in Höhe von 4.347 T€ (Vorjahr: 4.330 T€) saldiert ausgewiesen.

14. Kurzfristige Vermögenswerte

14.1 Vorräte

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.204 17.204
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.081 3.726
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.220 12.902
Summe 36.505 33.832

Im Geschäftsjahr erfolgten erfolgswirksame Abwertungen auf Vorräte gemäß IAS 2.34 in Höhe von 622 T€ (Vorjahr: 927 T€). Aus in früheren Jahren vorgenommenen Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte sind von der Westag & Getalit AG nicht als Sicherheiten übereignet.

14.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.875 26.525
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 5 13
Sonstige Vermögenswerte 1.306 1.118
Ertragsteuerforderungen 417 399
Summe 29.603 28.055

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Buchwert 27.875 26.525
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und überfällig seit
weniger als 30 Tagen 985 1.234
mehr als 30 und weniger als 60 Tagen 264 300
mehr als 60 Tagen 625 243

Die Entwicklung der Wertberichtigungen zur Abdeckung eines möglichen Ausfallrisikos stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Anfangsbestand 01.01. 1.445 1.420
Zuführung 79 25
Endbestand 31.12. 1.524 1.445

Die Forderungsausfälle des Geschäftsjahres betrugen 7 T€ (Vorjahr: 10 T€). Die Lieferungen der Gesellschaft erfolgen unter Eigentumsvorbehalt.

Der Ausweis der Forderungen gegen assoziierte Unternehmen resultiert aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sowie deren Tochterunternehmen WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH. Im Geschäftsjahr 2017 sind an die genannten Gesellschaften Waren in Höhe von 940 T€ (Vorjahr: 945 T€) geliefert und wie im Vorjahr keine Waren bezogen worden.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus:

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Debitorische Kreditoren 741 513
Strom- und Energiesteuererstattungen 322 130
Noch nicht abgerechnete Lieferantenboni 96 209
Übrige 147 266
Summe 1.306 1.118

Die Ertragsteuerforderungen beinhalten in Höhe von 417 T€ (Vorjahr: 0 T€) Ansprüche aus Ertragsteuererstattungen für das Geschäftsjahr 2017. Die Ertragsteuerforderungen des Vorjahres in Höhe von 399 T€ beinhalteten Ansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben, die mit 0,0 % abgezinst und beginnend ab 2008 über einen Zeitraum von 10 Jahren in gleichbleibenden Beträgen in Höhe von 399 T€ ausbezahlt wurden.

14.3 Liquide Mittel

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Kasse, Kontokorrentkonten und Schecks 13.619 12.319
Termingeld- und Geldmarktkonten 3.307 11.572
Summe 16.926 23.891

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr über nicht genutzte Barkreditlinien in Höhe von 2,5 Mio. €. Bestehende Avalkreditlinien in Höhe von 3,8 Mio. € sind zum Bilanzstichtag unverändert nicht in Anspruch genommen worden. Verpfändungen oder Abtretungen von Wertpapieren oder Bankguthaben bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

15. Eigenkapital

15.1 Gezeichnetes Kapital (Inhaberaktien)

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31.12.2017 31.12.2016
Anzahl T€ T€
--- --- --- ---
Stammaktien 2.860.000 7.322 7.322
Vorzugsaktien 2.860.000 7.322 7.322
Summe 5.720.000 14.644 14.644

Ziel unseres Kapitalmanagements ist es, auf Grundlage der vorhandenen guten Eigenkapitalquote eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des Aktiengesetzes und der Satzung werden die erzielten Überschüsse in die Rücklagen eingestellt oder an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der beigefügten Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung an der Düsseldorfer und Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Stammaktien sind voll stimmberechtigt, die Vorzugsaktien stimmrechtslos. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind.

Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten.

Des Weiteren weisen wir auf die folgenden Punkte zum Kapital und zur Satzung hin:

Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist seit Dezember 2013

am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt, indem sie die Stimmrechtsanteile von der Syntalit AG, Zug, Schweiz, einer Tochtergesellschaft der Gethalia Foundation, übernommen hat. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden und dem Vorstand auch nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft sind der Gesellschaft nur hinsichtlich der Vorzugsaktien bekannt.

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft werden nach § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen.

Die Änderung der Satzung kann nach § 179 AktG nur mit mindestens drei Viertel des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Die Satzung enthält keine davon abweichenden Bestimmungen.

Im Rahmen des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 18.08.2016 wurde der Vorstand zum Rückkauf von eigenen Aktien im Sinne des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 17.08.2020 ermächtigt.

Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebotes Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.

15.2 Kapitalrücklage

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Kapitalrücklage 24.399 24.399
Summe 24.399 24.399

Die Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den Agiobeträgen der Kapitalerhöhungen aus früheren Jahren zusammen.

15.3 Gewinnrücklagen

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Gesetzliche Rücklage 596 596
Andere Gewinnrücklagen 61.415 60.915
Summe 62.011 61.511

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der Westag & Getalit AG, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind erfolgsneutrale negative Eigenkapitalveränderungen, die durch die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS entstanden sind, berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2017 betrug die Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 500 T€ (Vorjahr: 600 T€).

15.4 Bilanzgewinn

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 7.676 7.850
Dividendenausschüttung -5.184 -4.145
Kauf eigener Anteile -551 -602
Konzernjahresüberschuss 6.517 7.584
Sonstiges Ergebnis -219 -2.411
Zuführung § 58 Abs. 2 AktG -500 -600
Endbestand 31.12 7.739 7.676

Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile von 365.066 (Vorjahr: 340.827) Stück mit Anschaffungskosten von 4.998 T€ (Vorjahr: 4.446 T€) wurden erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

Das sonstige Ergebnis beinhaltet die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen und stellt die Verluste aus den Pensionen in Höhe von -313 T€ (Vorjahr: -3.444T€) unter Berücksichtigung latenter Steuern von 94 T€ (Vorjahr: 1.033T€) dar.

16. Langfristiges Fremdkapital

16.1 Pensionsrückstellungen

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 26.499 22.891
Laufender Aufwand 971 1.002
Laufende Pensionszahlungen -849 -838
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste 313 3.444
Endbestand 31.12 26.934 26.499

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird nicht über einen Fonds finanziert.

Die Leistungsverpflichtung verteilt sich wie folgt:

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31.12.2017
T€ %
--- --- ---
Aktive Mitarbeiter 13.405 49,8
Ausgeschiedene Mitarbeiter mit unverfallbarer Anwartschaft 1.010 3,7
Rentenempfänger 12.519 46,5
Summe 26.934 100,0

In der Gesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen als Personalaufwand enthalten:

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 502 418
Zinsaufwand 469 584
Summe 971 1.002

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste haben sich wie folgt entwickelt:

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Anfangsbestand 01.01. 11.174 7.730
Änderungen finanzieller Rechnungsannahmen 313 3.489
Erfahrungsbedingte Anpassungen 0 -45
Endbestand 31.12. 11.487 11.174

Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wird in der Gesamtergebnisrechnung als sonstiges Ergebnis in der Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei werden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:

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2017 2016
% %
--- --- ---
Rechnungszinsfuss (p.a.) 1,80 1,80
Erwartete Einkommenssteigerung (p.a.) - -
Erwartete Rentensteigerung (p.a.) 2,00 2,00

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag verwendeten Annahmen würde die Verpflichtung wie folgt ändern:

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Effekte (in T€)
Biometrische Rechnungsannahmen
verwendet - 1 Jahr + 1 Jahr
Änderung der Lebenserwartung RT 2005 G -844 861
Finanzielle Rechnungsannahmen
verwendet - 100 bps + 100 bps
Änderung des Rechnungszinsfußes 1,80% 5.604 -4.243
verwendet - 25 bps + 25 bps
Änderung des Rententrends 2,00% -850 892

Wir beabsichtigen, auch zukünftig die Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen zu finanzieren und die Rentenzahlungen aus dem laufenden betrieblichen Cashflow des Unternehmens zu leisten. Investitionen der freien liquiden Mittel in das eigene Unternehmen sollen mittel- und langfristig eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals sicherstellen, um ungedeckte Pensionsrisiken abdecken zu können.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir einen Dienst- und Zinsaufwand in Höhe von 963 T€. Das Fälligkeitsprofil aus den Leistungsverpflichtungen beträgt für die zukünftigen Wirtschaftsjahre:

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2017
T€
--- ---
Geschäftsjahr 2018 891
Geschäftsjahr 2019 877
Geschäftsjahr 2020 874
Geschäftsjahr 2021 878
Geschäftsjahr 2022 881
Geschäftsjahre 2023 - 2027 4.616

Die gewichtete, durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt 18,5 (Vorjahr: 18,9) Jahre.

16.2 Andere langfristige Rückstellungen

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in T€ Personalrückstellungen Sonstige Rückstellungen Langfristige Rückstellungen Gesamt
Anfangsbestand 01.01.2016 544 760 1.304
Verbrauch 63 445 508
Auflösung 0 0 0
Zuführung 85 475 560
Endbestand 31.12.2016 566 790 1.356
Anfangsbestand 01.01.2017 566 790 1.356
Verbrauch 66 382 448
Auflösung 0 0 0
Zuführung 63 385 448
Endbestand 31.12.2017 563 793 1.356

Die langfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil der Rückstellungen für Reklamationen und Gewährleistungen sowie die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Der kurzfristige Anteil der Jubiläumsrückstellungen beträgt 37 T€ (Vorjahr: 60 T€).

17. Kurzfristiges Fremdkapital

17.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.207 6.714
Summe 9.207 6.714

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die durch den üblichen Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Boniansprüche von Kunden 10.667 10.665
Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 4.409 4.881
Lohnsteuer 1.593 1.555
Sonstige betriebliche Steuern 851 1.120
Kreditorische Debitoren 102 213
Erhaltene Anzahlungen 205 95
Übrige 1.845 2.224
Summe 19.672 20.753

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.3 Kurzfristige Rückstellungen

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Gewährleistungen
T€
--- ---
Anfangsbestand 01.01.2016 506
Verbrauch 297
Auflösung 0
Zuführung 317
Endbestand 31.12.2016 526
Anfangsbestand 01.01.2017 526
Verbrauch 255
Auflösung 0
Zuführung 257
Endbestand 31.12.2017 528

Die Rückstellung wurde für die kurzfristige Inanspruchnahme von Gewährleistungen gebildet.

17.4 Ertragsteuerverbindlichkeiten

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Ertragsteuerverbindlichkeiten 60 584
Summe 60 584

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten beinhalten noch nicht abgerechnete Vorjahresbeträge.

18. Sonstige Angaben

18.1 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Westag & Getalit AG verfügt am Bilanzstichtag über originäre Finanzinstrumente. Diese betreffen auf der Aktivseite die finanziellen Vermögenswerte und umfassen im Wesentlichen die sonstigen langfristigen Ausleihungen, die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie die liquiden Mittel und werden entsprechend der vorgenommenen Klassifizierung (bis zur Endfälligkeit zu haltende Ausleihungen bzw. Kredite und Forderungen) mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite entfallen die Finanzinstrumente auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten). Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko.

Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und den Laufzeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu dem Bilanzposten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“.

Für Flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente stellen die bilanzierten Buchwerte einen angemessenen Näherungswert des beizulegenden Zeitwertes dar.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten beträgt 68 T€ (Vorjahr: 25 T€).

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund von Einkaufs- und Absatzgeschäften in fremder Währung in kleinem Umfang Finanz- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diesen begegnet die Gesellschaft unter anderem durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten bei gleichzeitiger Beobachtung von erwarteten Wechselkursentwicklungen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden lediglich die Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung unterjährig durch entsprechende Devisenkursgeschäfte abgesichert, während das Kursrisiko auf der Einkaufsseite in US-Dollar durch zeitgleichen Erwerb des US-Dollars begrenzt wurde.

Die Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag jeweils über folgende in Fremdwährung bestehende-Vermögenswerte und Schulden:

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (GBP) 341 256
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (CHF) 79 59
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (USD) 0 39
Sonstige Vermögenswerte (RUB) 82 35
Liquide Mittel (GBP) 103 170
Liquide Mittel (USD) 1.938 1.407
Liquide Mittel (RUB) 34 240
Geleistete Anzahlungen (USD) 189 23
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (RUB) 5 7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (GBP) 118 115

Darüber hinaus wurden jeweils folgende Volumina in Fremdwährung abgewickelt:

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Umsatzerlöse (GBP) 2.208 2.064
Umsatzerlöse (RUB) 61 0
Umsatzerlöse (CHF) 332 304
Materialaufwand (USD) 2.000 2.014

Die Gesellschaft geht zurzeit aufgrund des Geschäftsvolumens in fremder Währung davon aus, dass Wechselkursänderungen sich nicht signifikant auf das Periodenergebnis auswirken. Zur Abwehr von Forderungsausfallrisiken sind unsere Forderungsbestände zum größten Teil durch die bestehende Warenkreditversicherung abgesichert.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestehen zum Bilanzstichtag in Form von kurzfristigen US-Dollar-Terminkäufen bzw. Kaufoptionen mit einem Volumen in Höhe von 1.000 T$ (Vorjahr: 1.200 T$) sowie kurzfristigen GBP-Terminverkäufen in Höhe von 1.400 T£ (Vorjahr: 1.800 T£). Der beizulegende Wert der derivativen Finanzinstrumente beträgt -53 T€ (Vorjahr: 11 T€). Eine entsprechende Verbindlichkeit ist berücksichtigt.

18.2 Segmentberichterstattung

Das Unternehmen ist in die Segmente Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen sowie den Zentralbereich gegliedert, der übergeordnete Leistungen und die Energieversorgung bereitstellen. Die Segmente stellen die Grundlage für die interne Berichterstattung dar, mit der das Management die Gesellschaft steuert (Management Approach). Die Bewertung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Sparten erfolgt auf der Basis von Verrechnungspreisen. Die übrigen Ertrags- und Aufwandsposten beinhalten im Wesentlichen die sonstigen betrieblichen Erträge, die Material- und Personalkosten sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

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Oberflächen/Elemente Türen/Zargen Zentralbereich Gesamt
Geschäftsjahr 2017 T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit Externen 100.546 126.870 6.995 234.411
Umsatzerlöse mit anderen
Segmenten 2.892 -17.604 14.712 0
Umsatzerlöse 103.438 109.266 21.707 234.411
Abschreibungen -3.260 -4.276 -2.239 -9.775
Erträge aus assoziierten Unternehmen 694 0 0 694
Zinsergebnis 0 0 68 68
Übrige Ertrags- und Aufwandsposten -99.381 -97.382 -19.536 -216.299
EBT 1.491 7.608 0 9.099
Steuern 423 2.159 0 2.582
Jahresüberschuss 1.068 5.449 0 6.517
Oberflächen/Elemente Türen/Zargen Zentralbereich Gesamt
Geschäftsjahr 2016 T€ T€ T€ T€
Umsatzerlöse mit Externen 98.427 127.018 7.574 233.019
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 3.287 -18.105 14.818 0
Umsatzerlöse 101.714 108.913 22.392 233.019
Abschreibungen -3.738 -3.843 -2.490 -10.071
Erträge aus assoziierten Unternehmen 624 0 0 624
Zinsergebnis 0 0 25 25
Übrige Ertrag- und Aufwandsposten -96.039 -97.089 -19.927 -213.055
EBT 2.561 7.981 0 10.542
Steuern 719 2.239 0 2.958
Jahresüberschuss 1.842 5.742 0 7.584

Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und liquiden Mittel, erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen.

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Elemente/Oberflächen Zargen/Türen Zentralbereich Gesamt
Geschäftsjahr 2017 T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Segmentvermögen 66.561 73.957 26.031 166.549
davon Anteile an assoziierten Unternehmen 3.092 0 0 3.092
Segmentschulden 22.621 19.015 16.120 57.756
Nettovermögen 43.940 54.942 9.911 108.793
Segmentinvestitionen 2.242 8.875 2.726 13.843
Oberflächen/Elemente Türen/Zargen Zentralbereich Gesamt
Geschäftsjahr 2016 T€ T€ T€ T€
Segmentvermögen 67.045 71.141 26.476 164.662
davon Anteile an assoziierten Unternehmen 2.731 0 0 2.731
Segmentschulden 20.076 17.726 18.630 56.432
Nettovermögen 49.969 53.415 7.846 108.230
Segmentinvestitionen 1.949 4.447 1.606 8.002

Die Aufteilung in die Segmente erfolgt im Wesentlichen nach den jeweiligen Umsatzanteilen, sofern in Einzelfällen keine Direktzuordnung möglich ist.

Auf Ebene der Regionen werden folgende ergänzende Informationen gegeben:

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Inland 179.833 182.849
Ausland 54.578 50.170
234.411 233.019

In keinem Drittland werden mehr als 10% der Gesamterlöse erzielt.

18.3 Aufgegebene Geschäftsbereiche

Im Geschäftsjahr 2016 wurde die OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation gegründet, um den Vertrieb der Produkte des Konzerns auf dem russischen Markt weiter auszubauen. Die Erwartungen, die sich aus dem Ausbau des russischen Marktes durch Gründung OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation in 2016 ergeben haben, haben sich im Geschäftsjahr 2017 nicht erfüllt, sodass der Vorstand der Gesellschaft am 19.12.2017 nach Abstimmung mit dem Aufsichtsrat unter Abwägung der damit verbundenen Kosten und Nutzen im Rahmen eines Gesamtplans entschieden hat, den Geschäftsbetrieb der genannten russischen Tochtergesellschaft einzustellen. Der Gesamtplan beinhaltet auch zukünftige Belastungen aus Kosten, die mit der Stilllegung verbunden sind.

Hieraus ergeben sich für den Konzernabschluss folgende Auswirkungen, die vollumfänglich die Sparte Oberflächen/Elemente betreffen:

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Ergebnis fortzuführende Bereiche 6.962 7.592
Aufgegebener Geschäftsbereich
Umsatzerlöse 61 0
Materialaufwand - 41 0
Personalaufwand - 133 0
Abschreibungen - 15 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 317 - 8
Ergebnisanteil aufgegebener Geschäftsbereich - 445 - 8
Konzernjahresüberschuss 6.517 7.584
Ergebnisanteil fortzuführende Bereichen
- je Stammaktie (in €) 1,27 1,38
- je Vorzugsaktie (in €) 1,33 1,44
2017 2016
T€ T€
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 12.173 19.235
Anteil aufgegebener Geschäftsbereich -230 -8
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in fortzuführenden Bereichen 12.403 19.243
Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.648 -12.257
Anteil aufgegebener Geschäftsbereich -34 -23
Cashflow aus Investitionstätigkeit in fortzuführenden Bereichen -10.614 -12.234

In der Bilanz sind Vermögenswerte des Anlagevermögens aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich in Höhe von 34 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. Die zukünftigen Belastungen aus der Stilllegung des Geschäftsbetriebs sind in Höhe von 215 T€ in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.

18.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Bestellobligo 5.257 833
Stromeinkaufsverträge 831 1.094
Gaseinkaufsverträge 1.291 1.937
Miet- und Pachtverpflichtungen 327 503
Übrige finanzielle Verpflichtungen 144 118
Summe 7.850 4.485

Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der bestehenden Verpflichtungen Zahlungen in Höhe von 6.480 T€ (Vorjahr: 1.954 T€) zu leisten.

In den Miet- und Pachtverpflichtungen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 56 Jahren in Höhe von 185 T€ enthalten (Vorjahr: 186 T€), das mit 5 % abgezinst wird.

18.5 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Als nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 werden angesehen:

Gethalia Foundation
Vorstand der Westag & Getalit AG
Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG
OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation
AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH als assoziiertes Unternehmen sowie deren Tochterunternehmen

Laut Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz, und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, vom 18.12.2006 betrug der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile waren der Gethalia Foundation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Mit Schreiben vom 23.12.2013 haben uns nunmehr die beiden vorgenannten Gesellschaften mitgeteilt, dass die 75,5 % der Stammaktien und damit der

Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihre Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,0 % betragen. Weitere meldepflichtige Änderungen des Bestands sind seither nicht an uns ergangen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte zwischen der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Zwischen der Westag & Getalit AG und der OOO Westag & Getalit gab es in 2017 Liefer- und Darlehnsbeziehungen im fremdüblichen Umfang. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden.“

Hinsichtlich der Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH und deren Tochterunternehmen verweisen wir auf die Ausführungen unter 14.2 "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" und 18.7 "Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats".

18.6 Organe der Gesellschaft

Vorstand

Wilhelm Beckers, Herzebrock-Clarholz

Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik Vorstandsvorsitzender

Leiter der Sparte Türen/Zargen

Franz David, Bad Waldliesborn Kaufmann

Leiter der Sparte Oberflächen/Elemente

(bis zum 19.09.2017)

Christopher Stenzel, Gütersloh

Diplom-Kaufmann

Finanzvorstand

Aufsichtsrat

Klaus Pampel, Meerbusch

Kaufmann

Vorsitzender

Pedro Holzinger, Rheda-Wiedenbrück

Stellvertretender Vorsitzender

Jürgen Heite, Meerbusch

Geschäftsführer der Thyssen'sche Handelsgesellschaft mbH, Mühlheim an der Ruhr

Dr. Joachim Schönbeck, Krefeld

Diplom-Ingenieur

Mitglied des Vorstands der Andritz AG, Graz

Dietmar Lewe, Rietberg *

Industriemeister der Holzverarbeitung

Betriebsratsvorsitzender

Heinz-Georg Großerohde,

Rheda-Wiedenbrück *

Fachkraft für Arbeitssicherheit

* Vertreter der Arbeitnehmer

Dr. Joachim Schönbeck ist zum 31.12.2017 Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften:

Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Paper Machinery Ltd., Kanada; ANDRITZ AB, Schweden; ANDRITZ Inc., USA.

Heinz-Georg Großerohde ist zum 31.12.2017 Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften:

FARE gGmbH - Fortbildungs Akademie Reckenberg-Ems; Flora Westfalica GmbH

18.7 Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 120 120
Gesamtbezüge des Vorstands 946 1.031
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen 608 389
Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen sowie aktive Vorstandsmitglieder 5.962 5.842
In den Pensionsrückstellungen enthaltener Dienstzeit-
aufwand für Vorstandsmitglieder 18 18
Beratungsleistungen (Aufsichtsräte) 120 105

Vorschüsse, Kredite, Bürgschaften oder Gewährleistungen wurden weder Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands gewährt.

In der Hauptversammlung vom 18.08.2015 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sowie §§ 315e Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Satz 5 bis 8 HGB für die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 nicht erfolgen müssen.

Die Beratungsleistungen für Aufsichtsräte betreffen im Geschäftsjahr zu gleichen Teilen Herrn Pampel und Herrn Holzinger.

19. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

20. Vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 119 119
Steuerberatungsleistungen 42 42
Sonstige Leistungen 33 33
194 194

Die Auslagen betragen 23 T€ (Vorjahr: 24 T€).

Die Steuerberatungs- und sonstigen Leistungen betreffen Leistungen nach § 319a Abs. 1 Nr. 2 HGB, die vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates in der Sitzung vom 27. Juni 2017 genehmigt wurden.

21. Überleitungsrechnungen nach IFRS 1

21.1 Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IFRS

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31.12.2017 31.12.2016
T€ T€
--- --- ---
Eigenkapital nach HGB 110.225 111.243
Latente Steuern 3.564 3.403
Sonderposten mit Rücklageanteil 154 163
Pensionsrückstellungen -7.164 -8.101
Eigenkapital nach IFRS-Einzelabschluss 106.779 106.708
Einbeziehung der OOO WESTAG & GETALIT 122 -8
Equity-Bewertung von AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH
- Anteilige einbehaltene Gewinne Vorjahre 1.531 1.273
- Anteiliger Gewinn des Geschäftsjahres 361 257
Eigenkapital nach IFRS-Konzernabschluss 108.793 108.230

21.2 Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IFRS

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Jahresüberschuss nach HGB 4.718 5.828
Sonstige betriebliche Erträge -9 -146
Personalaufwendungen 530 -1.057
Zinsen Pensionsrückstellungen 721 706
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 1.787
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 66 217
Jahresüberschuss nach IFRS-Einzelabschluss 6.026 7.335
Einbeziehung der OOO WESTAG & GETALIT 130 -8
Equity-Bewertung von AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH 361 257
Jahresüberschuss nach IFRS-Konzernabschluss 6.517 7.584

22. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken, liegen nicht vor.

23. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns

Für das Geschäftsjahr 2017 ergibt sich ein Bilanzgewinn nach HGB von 10.802 T€, der sich wie folgt zusammensetzt:

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T€
Jahresüberschuss 2017 4.718
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.584
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG -500
Bilanzgewinn 10.802

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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T€
Ausschüttung einer Dividende von 0,74 € je Stammaktie 2.116
Ausschüttung einer Dividende von 0,80 € je Vorzugsaktie 1.996
4.112
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 6.690
Bilanzgewinn 10.802

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.494.934 Stück nennwertloser Stückaktien.

Für den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile, die am Tag der Bilanzaufstellung gehalten werden (365.066 Stück), vermindert.

24. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der vorraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. Februar 2018

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wilhelm Beckers

Christopher Stenzel

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2016 14.644 24.399 60.911 7.850 107.804
Dividende -4.145 -4.145
Konzernjahresüberschuss 7.584 7.584
Kauf eigene Anteile -602 -602
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 600 -600 0
Versicherungsmathematische Gewinn/Verluste -3.444 -3.444
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinn/Verluste 1.033 1.033
Stand 31.12.2016 14.644 24.399 61.511 7.676 108.230
Stand 01.01.2017 14.644 24.399 61.511 7.676 108.230
Dividende -5.184 -5.184
Konzernjahresüberschuss 6.517 6.517
Kauf eigene Anteile -552 -552
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 500 -500 0
Versicherungsmathematische Gewinn/Verluste -313 -313
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinn/Verluste 94 94
Stand 31.12.2017 14.644 24.399 62.011 7.738 108.792

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2017 und 2016. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der indirekten Methode unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel mit Ausnahme der von Terminanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von T€ 2.000 (Vorjahr: T€ 4.810).

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2017 2016
T€ T€
--- --- ---
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit:
Konzernergebnis 8.337 9.893
Gezahlte Ertragsteuern -3.635 -3.000
Abschreibungen 9.775 10.071
Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen -49 -95
Veränderung des Umlaufvermögens -3.791 626
Veränderung des Fremdkapitals 1.536 1.740
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 12.173 19.235
Cashflow aus der Investitionstätigkeit:
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -13.844 -8.002
Veränderungen der Finanzanlagen 0 30
Veränderungen von Terminanlagen 2.810 -4.810
Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen 333 366
Erlöse aus Anlagenabgängen 53 159
Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.648 -12.257
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit:
Zinseinnahmen 56 16
Zinsausgaben 0 -1
Erwerb/Verkauf eigener Aktien -552 -602
Dividendenzahlung -5.184 -4.145
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5.680 -4.732
Veränderung flüssige Mittel -4.155 2.246
Finanzmittelbestand zum 01.01. 19.081 16.835
Finanzmittelbestand zum 31.12. 14.926 19.081

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Die Westag & Getalit AG ist ein europaweit agierender Hersteller von Holzwerk- und Kunststofferzeugnissen. Als Oberflächenspezialist fertigt das Unternehmen neben reinen Beschichtungsmaterialien auch ein umfassendes Spektrum an Elementen und einbaufertigen Produkten wie Türen und Zargen sowie Arbeitsflächen und Fensterbänke. Ergänzend zu den Hauptprodukten des Unternehmens werden auch vielfältige individuelle Lösungen angeboten, die gezielt auf die jeweiligen Anforderungsprofile der Kunden zugeschnitten sind. Dazu zählt unter anderem das Angebot technischer Bodenplatten für den industriellen Einsatz. Die Produkte werden unter Verwendung moderner Technologien ausschließlich an den beiden deutschen Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh hergestellt. Die Unterteilung in die beiden operativen Sparten Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen ermöglicht es, mit unseren Produkten vielschichtige Absatzmärkte und Branchen zu bedienen. Die beiden Sparten werden durch einen Zentralbereich flankiert, der übergreifende Aufgaben wie unter anderem Controlling, Personalmanagement und Rechnungswesen sowie die IT-Leistungen bündelt.

Konzernstruktur

Die Westag & Getalit AG hat ihren Sitz am Produktionsstandort in Rheda-Wiedenbrück. Zudem verfügt das Unternehmen über ein Zweigwerk zur Herstellung seiner Produkte im etwa 15 Kilometer entfernten Wadersloh. Der Geschäftsbetrieb der in den Konzernabschluss einbezogenen russischen Vertriebsgesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, ist zwischenzeitlich eingestellt worden. Die Betreuung der russischen Kunden erfolgt seit Beginn des Jahres 2018 wieder über das Mutterunternehmen.

Steuerungssystem

Die Westag & Getalit AG verfügt über ein detailliertes SAP-basiertes Steuerungssystem, das die Grundlage für alle wichtigen Entscheidungen in den Sparten und auf den verschiedenen Unternehmensebenen bildet. Auf Vorstandsebene erfolgt die Steuerung des Konzerns im Wesentlichen anhand der unterjährigen Berichterstattung, die monatlich die Ergebnisse der Gesellschaften im Detail darstellt und erläutert. Als Hauptkennzahlen werden Umsatzerlöse, Deckungsbeitrag und Ergebnis analysiert. Darüber hinaus werden diese Berichte auf Vorstandsebene durch weitergehende Auswertungen und Kennzahlen aus den Bereichen Vertrieb, Fertigung, Einkauf, Personal und Finanzen ergänzt.

Die damit verbundenen Auswertungen stellen auch die Grundlage für die laufende Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat dar.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Insgesamt entwickelte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2017 gut. Einer der wichtigsten Einflussfaktoren war dabei weiterhin die Niedrigzinspolitik vieler Zentralbanken. Diese sorgte in 2017 für weiteren Auftrieb, der sich in vielen Ländern auswirkte. Insgesamt hat sich die Wirtschaft in Asien und in Europa besser entwickelt als von vielen Ökonomen erwartet.

Innerhalb Europas unterstützte die Zinspolitik der Zentralbank (EZB) in 2017 steigende Konsumausgaben, die für eine allgemeine konjunkturelle Belebung sorgten. Dem wirkten auf europäischer Ebene der wieder gestiegene Ölpreis sowie die Auswirkungen des Brexit entgegen. Insgesamt sind die weiteren Folgen des EU-Austritts Großbritanniens noch immer nicht absehbar und werden seitens der Ökonomen weiterhin mit Sorge gesehen.

Generell blickt auch die deutsche Wirtschaft auf eine positive Entwicklung im Jahr 2017 zurück. So stieg das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr an. Die Wirtschaft entwickelte sich damit dynamischer als noch zu Beginn des Jahres prognostiziert. Getragen wurde diese Entwicklung unter anderem durch eine deutliche Verbesserung der Beschäftigungszahlen und den damit einhergehenden höheren Konsumausgaben, die weiterhin auch durch die Verfügbarkeit günstiger Kredite begünstigt wurden. So erhöhte sich in 2017 der Umsatz im Bauhauptgewerbe, wobei sich der Hochbau besser entwickelte als der Tiefbau. Treibende Kraft war dabei auch im zurückliegenden Jahr erneut der starke Wohnungsbau. Von Januar bis Oktober 2017 lag hier der Umsatzzuwachs bei 8,9 %. Deutlich geringere Zuwächse wiesen unterdessen der Wirtschaftshochbau und der öffentliche Hochbau auf, hier waren Steigerungen von 2,1 % bzw. 4,8 % zu verzeichnen.

Dies wirkte sich auch auf das Bauhauptgewerbe aus, das sich positiv entwickelte. Insgesamt stellte sich das Bauhauptgewerbe auf Basis der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2017 mit einer Steigerung von etwa 6 % besser dar als noch zu Jahresbeginn von den Branchenexperten prognostiziert. Für den Hochbau ist von einer Erhöhung des Umsatzes von etwa 7 % auszugehen. Weiterhin positiv entwickelten sich dabei auch die Wohnungsbautätigkeiten. Die Anzahl der Baugenehmigungen ging hingegen um knapp 8 % zurück. Außerdem war die Fertigstellungsrate im Wohnungsbau in 2017 durch die oft fehlende Verfügbarkeit von Handwerkern und Fachkräften negativ beeinflusst. Dies hatte auch entsprechende Auswirkungen auf die Entwicklung der Westag & Getalit AG im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Geschäftsverlauf 2017

In 2017 erzielte die Westag & Getalit AG Konzernumsatzerlöse in Höhe von 234,4 Mio. €. Damit ist es dem Konzern gelungen, aufgrund einer Geschäftsbelebung im vierten Quartal 2017 auf Jahressicht einen Umsatzanstieg zu realisieren. Insgesamt lag der Umsatz nur leicht über dem Vorjahreswert von 233,0 Mio. € und konnte somit nicht an die Entwicklung des Bauhauptgewerbes anknüpfen. Ursächlich für den Anstieg des Konzernumsatzes in 2017 war die Steigerung der Exporterlöse. Mit der Entwicklung der Umsatzerlöse entsprechen wir insgesamt unseren zu Jahresbeginn ausgegebenen Prognosen, nach denen wir von einem leichten Umsatzzuwachs ausgegangen waren.

* Im Gesamtumsatz sind auch Umsätze unserer KWK-Anlage (2017: 6,6 Mio. €; Vorjahr 7,4 Mio. €) und sonstige Umsätze unseres Zentralbereichs (2017: 0,3 Mio. €; Vorjahr 0,2 Mio. € ) enthalten, die nicht in der Grafik dargestellt werden.

Export

In 2017 stellte sich die Entwicklung der Exportumsatzerlöse mit einem Anstieg von 8,8 % auf 54,6 Mio. € besonders positiv dar (Vorjahr 50,2 Mio. €). Damit verbesserte sich der Exportumsatz überproportional und spiegelt die intensiven Vertriebsanstrengungen in den ausländischen Märkten wider. Die Exportquote stieg damit einhergehend von 21,5 % auf 23,3 %.

Oberflächen/Elemente

Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente konnten in 2017 von 98,4 Mio. € auf 100,6 Mio. € gesteigert werden. Während wir mit der Umsatzentwicklung im Inland nicht zufrieden waren, konnten im Rahmen der Vertriebsanstrengungen die Exporterlöse der Sparte im Geschäftsjahr 2017 um 7,5 % auf 30,2 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 28,1 Mio. €). Die Exportquote verbesserte sich damit einhergehend von 28,6 % auf 30,0 %.

Türen/Zargen

Die Umsatzerlöse der Sparte Türen/Zargen lagen mit 126,9 Mio. € nur geringfügig niedriger als der Vorjahreswert von 127,0 Mio. €. Damit bleibt die Geschäftsentwicklung der Sparte weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Exportumsatz erhöhte sich in 2017 von 22,1 Mio. € auf 24,4 Mio. €. Dies führte zu einer Verbesserung der Exportquote von 17,4 % auf 19,2 %. Diese positive Entwicklung der Exporterlöse ist auf eine Belebung des Projektgeschäfts zurückzuführen. Eine durchgehend hohe Kapazitätsauslastung und daraus resultierende längere Lieferzeiten verhinderten eine bessere Entwicklung des Inlandsgeschäfts.

Lage des Konzerns

Ertragslage

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich in 2017 auf 9,1 Mio. €. Neben dem Anstieg verschiedener Aufwandsarten lag das Ergebnis aufgrund von Einmaleffekten unter dem Vorjahreswert von 10,5 Mio. €. So wirkte sich beispielsweise die in 2017 vorgenommene Neuordnung des dekorativen Produktsortiments für den Innenausbau aufgrund ihrer Komplexität und der damit einhergehenden zeitlichen Verzögerung insbesondere negativ auf die Ertragslage der Sparte Oberflächen/Elemente aus. Zudem hat der Vorstand der Westag & Getalit AG entschieden, die Geschäftstätigkeit der russischen Vertriebsgesellschaft einzustellen, da sich die Erwartungen an diesen Markt nicht erfüllt haben. Die daraus resultierenden Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. € sind ebenfalls im Konzernabschluss 2017 berücksichtigt. Insgesamt bewirkte die Erhöhung wesentlicher Aufwandsarten, dass entgegen der ursprünglichen Prognose ein Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war. Von dem Anstieg waren insbesondere die Material-, Instandhaltungs- und Werbeaufwendungen betroffen.

Die gestiegenen Materialkosten resultierten aus höheren Einkaufspreisen für einzelne Materialarten sowie dem notwendigen verstärkten Zukauf von Handelswaren. Insgesamt hat sich die Materialaufwandsquote des Konzerns in 2017 von 47,8 % auf 48,8 % erhöht.

Demgegenüber verringerte sich die Personalaufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr von 32,2 % auf 31,7 %. Dieser Rückgang resultiert unter anderem aus der gesunkenen Mitarbeiteranzahl und der ergebnisbedingten Verringerung von variablen Vergütungsbestandteilen. Wie in den Vorjahren trug zudem auch die unternehmenseigene Energieversorgung nach Abzug der entsprechenden Aufwendungen positiv zum Ergebnis bei.

Die Abschreibungen verringerten sich von 10,1 Mio. € in 2016 auf 9,8 Mio. € in 2017. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen in 2017 von 27,3 Mio. € auf 30,2 Mio. €. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus höheren Instandhaltungskosten, die zum Teil für nicht vorhersehbare Reparaturen der KWK-Anlage anfielen. Zudem stiegen auch die Werbekosten. Ursächlich hierfür waren die turnusmäßig stattfindenden Leitmessen sowie die Belastungen aus der schon beschriebenen Sortimentsneuordnung einschließlich der hierfür notwendigen externen Dienstleister.

Insgesamt ergab sich damit einschließlich notwendiger Aufwendungen für die Beendigung des Geschäftsbetriebs der russischen Tochtergesellschaft mit 12,9 % (Vorjahr 11,7 %) ein erhöhter Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Konzernumsatz.

Wie in den Vorjahren trug die unternehmenseigene Energieversorgung trotz hoher Instandhaltungsaufwendungen positiv zum Ergebnis der Westag & Getalit AG bei.

Finanzlage

Die liquiden Mittel haben sich zum 31.12.2017 um 7,0 Mio. € auf 16,9 Mio. € verringert. Ursächlich für diesen Rückgang ist der um 7,0 Mio. € niedrigere Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Zum anderen wirkten sich die gegenüber dem Vorjahr höheren Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie der gesunkene Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mindernd auf die Liquidität aus. Auch weiterhin verzeichnet die Westag & Getalit AG keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Vermögenslage

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich zum 31.12.2017 auf 166,5 Mio. € (Vorjahr 164,7 Mio. €). Während sich das Anlagevermögen als Folge der über den Abschreibungen liegenden Investitionen erhöhte, reduzierte sich das Umlaufvermögen von 85,8 Mio. € auf 83,0 Mio. €. Während bei Vorräten und Forderungen ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, verringerten sich die liquiden Mittel von 23,9 Mio. € auf 16,9 Mio. €.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital des Konzerns mit 108,8 Mio. € nahezu unverändert (Vorjahr: 108,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote belief sich damit zum 31.12.2017 auf 65,3 % (Vorjahr 65,7 %). Der

Anstieg der Pensionsverpflichtungen führte zu einer Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals von 27,9 Mio. € auf 28,3 Mio. €. Gleichzeitig stieg das kurzfristige Fremdkapital aufgrund stichtagsbedingt höherer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,9 Mio. € auf 29,5 Mio. €.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Jahr auf 13,8 Mio. € (Vorjahr 8,0 Mio. €). Den Investitionen standen dabei in 2017 Abschreibungen in Höhe von 9,8 Mio. € gegenüber (Vorjahr 10,1 Mio. €).

Aufgrund der anhaltend guten Auslastung bildete die weitere Kapazitätsausweitung in der Sparte Türen/Zargen den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2017. Dies umfasst eine mehrjährige, noch nicht abgeschlossene Investition in die Zargenendbearbeitung. Darüber hinaus werden die technischen Anlagen in den Sparten auch weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten. Mit den realisierten Investitionen wird die Basis geschaffen, auch in Zukunft von den positiven Rahmenbedingungen im In- und Ausland zu profitieren.

Beteiligungen

Seit dem Jahr 2006 ist die Westag & Getalit AG mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchen-arbeitsplatten aus verschiedenen Materialien von HPL über Mineralwerkstoff bis hin zu Naturstein und Massivholz. Sie beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten. Im Jahr 2017 hat diese Gesellschaft zusammen mit ihren Tochterunternehmen einen Umsatz von 20,5 Mio. € erzielt (Vorjahr 19,2 Mio. €). Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 1,3 Mio. € in 2016 auf 1,4 Mio. € in 2017. Die Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sind mit dem at equity ermittelten Wert im Konzernabschluss der Westag & Getalit AG ausgewiesen. Der Geschäftsbetrieb der Tochtergesellschaft in Russland wurde zwischenzeitlich eingestellt, weil sich die Erwartung an die dortige Marktentwicklung nicht erfüllt hat.

Kurzfristige Vermögenswerte

Zur Absicherung der Versorgung wurden die Vorräte um 2,7 Mio. € auf 36,5 Mio. € erhöht. Aufgrund der verbesserten Umsätze im vierten Quartal 2017 stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr von 26,5 Mio. € auf 27,9 Mio. €.

Bestand an eigenen Aktien

Zum 31.12.2017 hatte die Westag & Getalit AG 365.066 eigene Aktien im Bestand (Vorjahr 340.827 Stück). Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Die grundsätzliche Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 bis zum 17.08.2020 erteilt. Mit Beschluss vom 12.12.2017 genehmigte der Aufsichtsrat die Verlängerung des laufenden Rückkaufprogramms bis zum 31.12.2018. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den Regeln der IFRS direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Langfristiges Fremdkapital

Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich leicht von 26,5 Mio. € auf 26,9 Mio. €. Neben einem erfolgsneutralen zinsbedingten Anstieg in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €) ergab sich eine erfolgswirksame Zuführung in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG

Die wesentlichen Aussagen zur Lage des Konzerns in 2017 gelten im gleichen Maße auch für die Westag & Getalit AG.

Der wesentliche Unterschied im Ergebnis des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses nach HGB ergibt sich aus den unterschiedlichen Bewertungsmethoden bei den Pensionsrück-stellungen. Während die im Konzernabschluss nach IFRS notwendige Zuführung zu den Pensionsrückstellungen nahezu vollständig erfolgsneutral erfolgte, war im Jahres-abschluss nach HGB eine erfolgswirksame Zuführung in Höhe von 1,4 Mio. € erforderlich.

Hinzu kommt, dass der Ergebnisbeitrag aus dem assoziierten Unternehmen, der AKP Carat- Arbeitsplatten GmbH, im Konzernabschluss das anteilige Ergebnis nach der Equity-Methode umfasst. Im Jahresabschluss nach HGB erfolgt die Berücksichtigung lediglich auf Grundlage der vorgenommenen Ausschüttung.

Die russische Vertriebsgesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, hat im Geschäftsjahr 2017 nur unwesentlich zur Geschäftstätigkeit des Konzerns beigetragen. Während sich im Konzernabschluss 2017 das negative operative Ergebnis der Tochtergesellschaft niederschlägt, wurden im Jahresabschluss der Westag & Getalit AG nach HGB die entsprechenden Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens in voller Höhe abgeschrieben.

Die nachfolgenden Tabellen verdeutlichen die Zusammensetzung sowie die genauen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG nach HGB.

Aktiva

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31.12.2017

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31.12.2016

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Veränderung z. Vj.

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Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 76.775 72.219 4.056
Finanzanlagen 1.200 1.507 -307
Anlagevermögen 77.975 74.226 3.749
Vorräte 36.505 33.832 2.673
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 29.496 27.922 1.574
Guthaben bei Kreditinstituten 16.911 23.651 -6.740
Umlaufvermögen 82.912 85.405 -2493
Rechnungsabgrenzungsposten 85 103 -18
160.972 159.734 1.238

Passiva

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31.12.2017

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31.12.2016

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Veränderung z. Vj.

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Gezeichnetes Kapital 13.709 13.771 -62
Rücklagen 85.714 85.704 10
Bilanzgewinn 10.802 11.768 -966
Eigenkapital 110.225 111.243 -1.018
Sonderposten mit Rücklageanteil 154 163 -9
Pensionsrückstellungen 19.770 18.398 1.372
Übrige Rückstellungen 16.802 18.121 -1.319
Rückstellungen 36.572 36.519 53
Verbindlichkeiten 14.021 11.809 2.212
160.972 159.734 1.238

Ertragslage der Westag & Getalit AG (HGB)

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2017

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2016

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Veränderung z. Vj.

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Umsatzerlöse 234.416 233.018 1.398
Veränderung des Bestands an 608 -805 1.413
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
Andere aktivierte Eigenleistungen 413 244 169
Sonstige betriebliche Erträge 1.811 1.595 216
Materialaufwand -114.317 -111.307 -3.010
Personalaufwand -74.712 -73.979 -733
Abschreibungen -9.760 -10.071 311
Sonstige betriebliche Aufwendungen -30.048 -29.084 -964
Erträge aus Beteiligungen 333 366 -33
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 69 26 43
Abschreibungen auf Finanzanlagen -347 0 -347
und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -721 -707 -14
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.694 -3.182 -488
Ergebnis nach Steuern 5.051 6.114 -1.063
Sonstige Steuern -333 -286 -47
Jahresüberschuss 4.718 5.828 -1.110

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden, sind Umsatz und Ergebnis. Die für die Analyse der Lage beschriebene Entwicklung der Investitionen, Forderungen und Vorräte sowie die Wertschöpfung stellen weniger bedeutsame, aber wichtige Nebenaspekte dar. Zum besseren Verständnis der Gesamtentwicklung dienen außerdem die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Diese thematisiert die Gesellschaft unter Betrachtung der „Umweltbelange“, „Arbeitnehmerbelange“, „Sozialbelange“, „Achtung der Menschenrechte“ sowie „Bekämpfung von Korruption und Bestechung“. Ausführliche Angaben dazu finden sich im gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2017, der unter www.westag-getalit.com/nichtfinanzielle-berichte zum Download bereitsteht.

Wertschöpfung

Auf der Entstehungsseite verringerte sich die Nettowertschöpfung um 2,4 % auf 83,8 Mio. € (Vorjahr

85,9 Mio. €). Trotz der gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % verbesserten Gesamtleistung ist der Rückgang auf höhere Materialkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 5,4 Mio. € zurückzuführen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich auf 9,8 Mio. €.

Bei der Verwendung der Nettowertschöpfung entfielen 74,3 Mio. € auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns (Vorjahr 75,1 Mio. €). Im Rahmen des diesjährigen Dividendenvorschlags reduziert sich der Anteil, der auf die Aktionäre entfällt, auf 4,1 Mio. €. Ebenso verringerte sich mit der Entwicklung des Jahresüberschusses sowohl der über Steuern an den Staat abzuführende als auch der im Konzern verbleibende Anteil.

Mitarbeiter

Zum 31.12.2017 beschäftigte der Konzern insgesamt 1.279 Mitarbeiter gegenüber 1.308 zum Vorjahresstichtag. In dieser Gesamtzahl sind 58 Auszubildende enthalten (Vorjahr 61). Die Ausbildungsquote lag in 2017 damit bei 4,5 %. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter lag in 2017 unverändert bei 18 Jahren.

Um Auslastungsspitzen innerhalb der Fertigung abzudecken, unterstützten uns im abgelaufenen Jahr erneut Personaldienstmitarbeiter. Zum 31.12.2017 waren es insgesamt 52 Personen (Vorjahr 66). In 2017 sind sechs Personaldienstmitarbeiter als fest angestellte Arbeitnehmer übernommen worden.

Produktentwicklung

Besonders wichtig ist die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte. Neben den dekorativen Aspekten in der Oberflächenentwicklung stehen dabei auch die technischen Eigenschaften unserer Werkstoffe im Vordergrund. Ein weiterer Schwerpunkt liegt zudem in der Entwicklung neuer Funktionalitäten beziehungsweise Produktverbesserungen, die sich beispielsweise in der Montagefreundlichkeit unserer Türen und Zargen ausdrücken. Im Rahmen der Ansprache industrieller Abnehmer werden darüber hinaus zielgerichtet Produktentwicklungen vorangetrieben, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Kundengruppe ausgerichtet sind.

Umweltmanagement

Der Konzern hat es sich zur Aufgabe gemacht, entlang seiner Wertschöpfungskette stets die Balance zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg, dem Schutz der Umwelt sowie seiner gesellschaftlichen Verantwortung zu halten. Neben den wirtschaftlichen Belangen, die für die Westag & Getalit AG im Rahmen ihrer nachhaltigen Unternehmensentwicklung besonders wichtig sind, steht für das Unternehmen ebenso der schonende Umgang mit Natur und Umwelt im Vordergrund. Dazu gehören unter anderem die Betrachtung von Energiemengen und Emissionen, vor allem aber auch die Langlebigkeit der Produkte und der Schutz von Ökosystemen und Rohstoffen. In diesem Sinne investiert das Unternehmen in umweltfreundliche Produktionsverfahren und optimiert dahingehend die bestehenden Anlagen. Dank dieser

Maßnahmen gelingt es der Westag & Getalit AG, den Rohstoff- und Energieverbrauch zu reduzieren sowie die Umweltbelastungen, z. B. in Form von Emissionen, gering zu halten. Die Belegschaft teilt und unterstützt diese Prinzipien und ist motiviert, zur weiteren Verbesserung der rücksichtsvollen und schonenden Arbeitsweisen aktiv beizutragen.

Weiterführende Angaben hinsichtlich des Umweltmanagements der Gesellschaft sind im gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2017 enthalten.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge in 2018 ergeben, die sich besonders auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

Für 2018 ist auch weiterhin von einem generell günstigen Umfeld für die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb Europas auszugehen. Wesentliche Beeinträchtigungen können sich dabei aus der weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise und den Auswirkungen des Brexit auf die europäische Wirtschaft ergeben. Zudem steht die Wirtschaft im Euroraum unter dem Einfluss der weiteren Entwicklung des Zinsumfelds und der damit einhergehenden Konsumausgaben.

Auch für die deutsche Wirtschaft ist für 2018 vor diesem Hintergrund eine generell positive Entwicklung zu erwarten. Dies äußert sich auch bei der Betrachtung des Bauhauptgewerbes, wenngleich die Baugenehmigungen bereits in 2017 um etwa 8,0 % zurückgingen. So prognostizieren der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes unter diesen Voraussetzungen einen Umsatzzuwachs für 2018 von 4,0 % für das Bauhauptgewerbe insgesamt. Dabei gehen die Branchenexperten von einem Umsatzzuwachs im Wohnungsbau von 3,5 % und für die Bereiche des gewerblichen und des öffentlichen Baus von jeweils 4,0 % in 2018 aus.

Konzernausblick

Auf Basis der erwähnten Prognosen für die deutsche Bauindustrie, die im Wesentlichen das Geschäft unserer Sparte Türen/Zargen beeinflusst, gehen wir grundsätzlich von einem positiven Marktumfeld in 2018 aus. Ein zusätzlicher Faktor dieser Umsatzerwartung ist dabei auch der weitere Ausbau unserer Vertriebsaktivitäten in der Sparte Oberflächen/Elemente.

Die Entwicklung der für uns immer wichtiger werdenden Exportmärkte wird auch in 2018 wieder von den vorherrschenden Unsicherheiten beeinflusst. Insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Nachbarländern wird in den nächsten Monaten durch die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB und die mit dem Brexit verbundenen Auswirkungen geprägt sein. Vor diesem Hintergrund bleibt eine genaue Prognose für unsere Geschäftsentwicklung im Ausland schwierig. Zusammenfassend sind wir jedoch aufgrund unseres auf die jeweiligen Märkte zugeschnittenen Produktportfolios optimistisch, unsere Exportaktivitäten bei entsprechender Wirtschaftslage weiter steigern zu können. Mögliche Auswirkungen des Brexit auf die Geschäftsentwicklung der Westag & Getalit AG sind aus heutiger Sicht nicht wesentlich.

Um uns den Herausforderungen der Märkte zu stellen, werden wir auch zukünftig unsere Investitionsstrategie fortführen. Für das Jahr 2018 haben wir Investitionen in Höhe von rund 16,0 Mio. € vorgesehen. Im Vordergrund steht dabei aufgrund der aktuellen und erwarteten Nachfragesituation die Ausweitung unserer Kapazitäten in der Sparte Türen/Zargen. Dies umfasst insbesondere die Fertigstellung der mehrjährigen Investition in die Zargenendbearbeitung. Mit den darüber hinaus vorgesehenen Investitionen in der Sparte Oberflächen/Elemente zur Optimierung der betrieblichen Abläufe und der technischen Anlagen halten wir unsere Werke auch zukünftig auf einem technisch hohen Niveau.

Die negative Ergebnisentwicklung in 2017 war wesentlich durch die Einmaleffekte des komplexen Wechsels des Produktsortiments und der Schließung des Geschäftsbetriebs der russischen Tochtergesellschaft beeinflusst. Für die Zukunft wird es entscheidend sein, ob es der Westag & Getalit AG gelingt, anfallende Steigerungen bei den wesentlichen Aufwandsarten, insbesondere bei den Rohmaterialien, durch eigene Preiserhöhungen zu kompensieren. Unter der Voraussetzung eines weiterhin günstigen Konjunkturumfelds, erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2018 in beiden operativen Sparten einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse und strebt eine im Vergleich dazu höhere prozentuale Ergebnisverbesserung an, die jedoch durch die genannten Kostensteigerungen beeinträchtigt werden kann.

Chancenbericht

Mit der konsequenten Verfolgung einer wertorientierten Unternehmensphilosophie ergeben sich für die Westag & Getalit AG und den Konzern zahlreiche Chancen. Als einer der führenden Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen bewegen wir uns in einer sich stetig weiterentwickelnden Branche, in der wir mit unseren Produkten gut positioniert sind.

Solides Fundament

Grundsätzlich steht langfristig ein gesundes und organisches Wachstum im Fokus unserer Aktivitäten. Die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von etwa 65 % und einer zufriedenstellenden Liquidität verschafft uns Sicherheit und bietet Raum für die zukünftige Entwicklung. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.

Unabhängigkeit

Durch eine breite Produktdiversifikation und die Bearbeitung unterschiedlicher Märkte sind wir von einzelnen Marktentwicklungen weniger abhängig. Des Weiteren bestehen keinerlei Bankverbindlichkeiten, dadurch wird unsere finanzielle Unabhängigkeit gesichert. Durch die Errichtung sowie die vorgenommenen Erweiterungen der energetischen Anlagen können wir den Strom- und Wärmebedarf an unseren Produktionsstandorten weitestgehend selbst erzeugen.

Moderne Fertigungstechnik

Kontinuierliche Investitionen sichern den technologischen Standard in unseren Werken. Zur Steigerung der Produktivität und Flexibilität bauen wir unsere Anlagen daher stetig aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, Produkte, bei denen es wirtschaftlich sinnvoll ist, ab Stückzahl eins in kurzer Lieferzeit bereitstellen zu können. Bei einer immer individueller werdenden Nachfrage eröffnen sich damit neue Chancen für uns.

Marktkonforme Unternehmensstruktur

Die operative Eigenständigkeit der beiden Produktsparten gewährleistet eine auf den Markt zugeschnittene Vertriebs- und Entwicklungsarbeit. Zugleich bündelt der Zentralbereich übergreifende Funktionen und bildet damit eine Serviceeinheit für alle produktiven Bereiche des Unternehmens.

Produktvielfalt

Auf Nachfrageschwankungen und marktseitig wechselnde Produktnachfragen können wir aufgrund der hohen Diversifikation der Produktpalette und der Kundenstruktur flexibel eingehen.

Schnelligkeit in der Auftragsabwicklung

Zuverlässigkeit, Termintreue und kurze Lieferzeiten sind drei wesentliche Erfolgsfaktoren, die wir mit unseren ausgefeilten internen und externen Logistikprozessen im Sinne unserer Kunden kontinuierlich optimieren. So können wir aufgrund ausgereifter Prozesse sehr schnell auf marktbedingte Veränderungen eingehen und die Nachfrage entsprechend bedienen.

Hohe Fertigungstiefe

Aufgrund der hohen Fertigungstiefe in unseren Produktsegmenten sind wir in der Lage, sehr kurzfristig zu agieren. Damit verfügen wir über eine relativ kurze Markteinführungsphase, die es uns ermöglicht, schnell auf neue Trends bzw. Produktnachfragen zu reagieren, ohne unmittelbar von Dritten abhängig zu sein.

Konjunkturelle Chancen

Bei einer sich weiter positiv entwickelnden Baukonjunktur, vor allem im öffentlichen und im gewerblichen Hochbau, bestehen aufgrund unseres facettenreichen Produktportfolios und unserer Vertriebsaktivitäten gute Chancen für einen Umsatzzuwachs. Besonderes Potenzial sehen wir dabei in den Exportaktivitäten.

Risikobericht

Vorbemerkung

Die Geschäftstätigkeit der Westag & Getalit AG ist, wie jedes unternehmerische Handeln, mit zahlreichen Chancen und Risiken verbunden. Die Risiken können sowohl aus eigenem unternehmerischen Handeln resultieren als auch durch externe Faktoren hervorgerufen werden. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben. Aufgabe unseres Risikomanagements und -controllings ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche unternehmensinternen Gremien hierüber informiert und welche Maßnahmen ergriffen werden.

Durch eine entsprechende Organisation, einschlägige Regelungen und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Über bestehende größere Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, werden abschließend bewertet und der Umgang mit diesen mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses 2017 das Risikofrüherkennungssystem der Westag & Getalit AG hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen geprüft und festgestellt, dass das eingesetzte System alle notwendigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Die Risiken, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind, stellen wir nachfolgend zusammen mit den entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements dar. Ergänzend weisen wir darauf hin, dass die nachstehend dargestellten Risiken nach unserer Einschätzung weder einzeln noch zusammen unser Unternehmen in seiner Gesamtheit gefährden können. Weitere Einzelheiten zu diesen Risiken sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Zusammenfassung der Risiken

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Einzelrisiko Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen Veränderung gegenüber 2017
Konjunkturelle Risiken Möglich Wesentlich —›
Absatzrisiken Möglich Wesentlich —›
Ausfallrisiken Möglich Moderat —›
Beschaffungsrisiken Möglich Wesentlich
Operative Risiken Möglich Wesentlich —›
Personalrisiken Möglich Wesentlich
Finanz- und Währungsrisiken Unwahrscheinlich Moderat —›

unverändert —›

gestiegen ∆

Konjunkturelle Risiken

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund ihrer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Küchenmöbelbranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Daher beobachten und analysieren wir ständig die für uns maßgeblichen Konjunktur- und Branchenentwicklungen. Allerdings verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur und damit über ausreichende Reserven, um etwaige Konjunkturrückgänge in den vorgenannten Branchen zu verkraften.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Diese werden maßgeblich von der Konjunktur in unseren Absatzmärkten, unseren Produkten und der Wettbewerbssituation bestimmt. Dadurch, dass unsere Produkte teilweise auf unterschiedlichen Märkten vertrieben werden, erreichen wir eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises sowie die Lieferfähigkeit mit kurzen Lieferzeiten eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen daher, diesen Risiken einerseits durch eine ständige Veränderung unseres Produktportfolios und andererseits durch eine weitere Streuung unserer Absatzmärkte zu begegnen, um immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig zu sein. Ferner investieren wir in Bereichen, in denen eine Vollauslastung besteht, in die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten und verbessern ständig unsere Betriebsabläufe, um möglichst kurze Lieferzeiten zu gewährleisten.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer Absicherung unserer wesentlichen Kundenforderungen durch eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften oder Garantien absichern.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren für uns deutlich erhöht. Gründe hierfür sind die Reduzierung von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten sowie die Verknappung bestimmter Holzarten. Darüber hinaus sind wir aktuell mit Preiserhöhungen bei den von uns bezogenen Chemikalien, Papieren und Holzwerkstoffen konfrontiert.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Das Problem der Verknappung von holzbasierten Materialien wird aufgrund steigender Nachfrage und beschränkender gesetzlicher Regelungen allerdings zunehmend gravierender. Unsere Möglichkeiten, Preissteigerungen bei Rohstoffen zu begegnen, sind bei bestimmten Materialien angesichts der starken Marktstellung einzelner Anbieter begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und unsere eigenen Verkaufspreise möglichst zeitnah und in angemessener Höhe anzupassen. Unerwarteten Spezifikationsänderungen und Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch entsprechende vertragliche Regelungen, einer hohen Kontrolldichte bei den Wareneingangsprüfungen und regelmäßigen produktionsbegleitenden Prüfungen. Im Bereich der Energieträger nutzen wir seit einigen Jahren die Möglichkeit, Preise und Mengen für Erdgas und Strom in Teilen längerfristig abzusichern. Dieses bietet zusätzliche Chancen, diese Energieträger günstig einzukaufen, birgt andererseits aber auch das Risiko einer falschen Markt- und Preiseinschätzung. Wir begegnen diesem Risiko durch eine intensive Marktbeobachtung, die Konsultation von Fachleuten, den sukzessiven Kauf von Teilmengen und die Aufteilung der Beschaffungsmengen auf verschiedene Zeiträume.

Operative Risiken

Eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist es, die Herstellung unserer Produkte in den vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst guten Kostenstruktur zu gewährleisten. Wir sind daher ständig damit befasst, unsere Herstellungsverfahren zu verbessern sowie neue zu entwickeln und bei entsprechender Eignung im Unternehmen zu implementieren. Dem Risiko von Produktionsausfällen begegnen wir durch gründliche und vorbeugende Wartungs- und Instandhaltungssarbeiten am bestehenden Maschinenpark. Durch regelmäßige Modernisierungen wird er auf einem hohen technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen sowie durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren redundante Hardware- und Netzwerkkomponenten sowie eine moderne Infrastruktur die höchstmögliche Systemverfügbarkeit und höchste Sicherheit für unsere Datenbestände. Ferner werden Datenverluste durch die tägliche Sicherung unserer relevanten Daten minimiert und Systemausfallzeiten durch den Einsatz eines entsprechend geschulten Teams so gut wie ausgeschlossen. Darüber hinaus haben wir zahlreiche technische und administrative Maßnahmen ergriffen, um unbefugten Zugriffen aus dem Internet entgegenzuwirken und unsere Daten zu schützen.

Personalrisiken

Die individuellen Fähigkeiten, die fachliche Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Besetzung offener Stellen sind somit auch für uns potenzielle Risiken. Ein leistungsfähiges Personalmanagement, das sich um die Weiterbildung unserer Mitarbeiter kümmert und qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnt, sowie Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation sind daher für uns von erheblicher Bedeutung. Den Risiken, die mit einem Wissens- und Erfahrungsverlust aufgrund altersbedingter Abgänge von Mitarbeitern verbunden sind, begegnen wir durch entsprechende Qualifizierungen jüngerer Mitarbeiter und rechtzeitige Nachfolgeregelungen. Aufgrund der absehbaren demografischen Entwicklung, aber auch im Hinblick auf erkennbare Fehlentwicklungen im Bildungsbereich haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Dieses erfolgt unter anderem im Rahmen von Praktika, Abschlussarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen.

Ergebnisbelastungen durch kurzfristige Absatzschwankungen begegnen wir mit unseren flexiblen Arbeitszeitmodellen, die es uns ermöglichen, schnell und angemessen zu reagieren und so negative Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Bei länger andauernden Abweichungen sind negative Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung jedoch nicht völlig zu vermeiden, da die eingesetzten Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung dann an ihre Grenzen stoßen.

Finanz- und Währungsrisiken unter Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von rund 65 % sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine Finanzierungsrisiken. Möglichen Devisenkursänderungen außerhalb der Eurozone begegnen wir dadurch, dass wir fast ausschließlich in Euro fakturieren. Lediglich unsere Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung werden grundsätzlich durch entsprechende Devisengeschäfte abgesichert. Auf der Einkaufsseite werden Materialbeschaffungen auf US-Dollar-Basis weitgehend durch entsprechende US-Dollar-Käufe gesichert.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten.

Die im Konzern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf die einzelnen Verantwortungsbereiche klar strukturiert. Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess im Wesentlichen beteiligten beiden Abteilungen, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind bezüglich der Abschlusserstellung klar getrennt. Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform und des dort installierten einheitlichen Berichtswesens sowie standardisierter EDV-unterstützter Abläufe. Die daran beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Bei den wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Die verwendeten Systeme sind durch spezielle Sicherungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zugriffsberechtigungen werden funktionsbezogen vergeben. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Kontrollen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls zügig umgesetzt.

Für die Erstellung von Pensionsgutachten und die Bearbeitung steuerrechtlicher Fragestellungen werden externe Dienstleister beauftragt.

Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine eindeutige Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, gegebenenfalls entdeckt und korrigiert werden.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Vergütungsgrundsätze und -strukturen sind so konzipiert, dass sie genügend Anreize bieten, die Gewinne des Unternehmens nachhaltig zu steigem. Die Einzelheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses vom Aufsichtsrat vertraglich mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgelegt. Die monetären Vergütungsanteile enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem für den Zentralbereich verantwortlichen Vorstandsmitglied bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Dieser ist definiert als Ergebnis vor Körperschaftsteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Darüber hinaus ist die variable Vergütung mit einem Nachhaltigkeitsfaktor versehen. Dieser führt im Ergebnis dazu, dass dem jeweiligen Vorstandsmitglied nur ein Teilbetrag der variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr endgültig zusteht. Ob und inwieweit das jeweilige Vorstandsmitglied auch Anspruch auf den restlichen variablen Betrag hat, hängt davon ab, ob sich die Ergebnisentwicklung auch in den beiden Folgejahren fortsetzt oder nicht. Hierdurch soll ein weiterer Anreiz für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung gegeben werden.

Für außerordentliche, nicht vorhersehbare Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Darüber hinaus enthalten alle Vorstandsverträge Obergrenzen für die variable Vergütung und die Gesamtbezüge. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird unter Berücksichtigung einer entsprechenden Abschlagszahlung jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, dass die Bezüge befristet fortgezahlt werden. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben. Ferner ist für die Vorstandsmitglieder eine D&O- sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen worden, für die die Gesellschaft die Versicherungsprämien trägt. Mit dem Vorstandsvorsitzenden ist ferner eine Pensionsvereinbarung getroffen worden.

Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht. Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung unserer Gesellschaft geregelt. Danach erhalten diese eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 12.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss erhält jedes Ausschussmitglied zusätzlich eine jährliche Vergütung von 2.500 € je Ausschuss. Der Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats wird nicht gesondert vergütet. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet. Außerdem ist für die Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung abgeschlossen worden.

Übernahmerelevante Angaben

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 14.643.200 €. Es ist eingeteilt in 5.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.

Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 AktG vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

365.066 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2017 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen.

Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84,85 AktG in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 AktG maßgeblich.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17.08.2020 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und gegebenenfalls einzuziehen.

Weitere Tatbestände der §§ 289a, 315a HGB liegen nicht vor.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Gemäß Mitteilung vom 23.12.2013 sind der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, 75,5 % der Stimmrechtsanteile unserer Gesellschaft zuzurechnen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte zwischen der Gethalia Foundation auf der einen Seite sowie der Westag & Getalit AG und der OOO Westag & Getalit, Moskau, auf der anderen Seite getätigt worden sind. Zwischen der Westag & Getalit AG und der OOO Westag & Getalit, Moskau, wurden Rechtsgeschäfte aus Warenlieferungen und Darlehensgewährungen zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Der Vorstand erklärt,

dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden.“

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach §§ 289f, 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.com/unternehmensfuehrung verfügbar.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. Februar 2018

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Beckers

Stenzel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Westag & Getalit AG:

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Westag & Getalit AG und ihrer Tochtergesellschaft (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Westag & Getalit AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, haben wir im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Ferner haben wir den als Anlage zum zusammengefassten Lagebericht im Bundesanzeiger zu veröffentlichenden Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach dem Entgelttransparenzgesetz nicht geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit

unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1) Umsatzrealisierung inkl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2) Abwertung der Vorräte
3) Einstellung des Geschäftsbetriebs der russischen Tochtergesellschaft

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen
(3) Verweis auf weitergehende Informationen

1 Umsatzrealisierung inkl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(1) Sachverhalt und Problemstellung

Einen hohen Anteil der Umsatzerlöse erzielt der Konzern mit großen Handelspartnern. In diesem Zusammenhang ergeben sich in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 bedeutsame Forderungsbestände, denen lange Zahlungsziele zugrunde liegen, verbunden mit potentiellen Erlösschmälerungen aus Gewährleistungen und Reklamationen einerseits sowie Bonusvereinbarungen und Preisnachlässen andererseits.

Neben der unterjährigen Umsatzrealisierung aus Lieferungen und Leistungen und der Umsatzabgrenzung zum Jahresende sind dabei aus prüferischer Sicht insbesondere die Bewertung der betreffenden Forderungen unter vollständiger Berücksichtigung der oben genannten potentiellen Erlösschmälerungen von Bedeutung. Die Bemessung der zu berücksichtigen Erlösschmälerungen basiert zu einem bedeutsamen Teil auf Einschätzungen und Annahmen, die mit Ermessensspielräumen und Schätzunsicherheiten behaftet sind.

(2) Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns durch Aufbau- und Funktionsprüfungen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems im Bereich der Umsatzrealisierung insbesondere mit den mit diesen Kunden erzielten Umsätzen auseinandergesetzt. Dabei haben wir die Ausgestaltung und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen durch Nachvollziehen von entsprechenden Geschäftsvorfällen von deren Entstehung bis zur Abbildung im Jahresabschluss sowie durch Testen von Kontrollen beurteilt.

Neben analytischen Prüfungshandlungen zur Entwicklung der mit dem Sachverhalt verbundenen Posten im Jahresabschluss haben wir auf Basis risikoorientiert ausgewählter Stichproben Einzelfallprüfungen vorgenommen. Dabei beinhalteten unsere Prüfungshandlungen unter anderem die Prüfung der periodengerechten Umsatzabgrenzung zum Jahresende, die Bewertung der betreffenden Forderungen und die unterjährige Einhaltung der Zahlungsziele seitens der großen Handelspartner. Die angemessene Berücksichtigung von potentiellen Erlösschmälerungen haben wir durch Vergleich der angesetzten Werte mit Vergangenheitswerten, anhand uns vorgelegter vertraglicher Grundlagen und Befragungen beurteilt.

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Zur Umsatzrealisierung einschließlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den damit zusammenhängenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang sowie auf die im Konzernanhang enthaltenen weitergehenden Erläuterungen zu den Posten 1. Umsatzerlöse, 14.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte und 17.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Boniansprüchen von Kunden.

2 Abwertung der Vorräte

(1) Sachverhalt und Problemstellung

Aufgrund der Vielfältigkeit des Produktsortiments und der Fertigungstiefe der Gesellschaft stellen die Vorräte insgesamt einen wesentlichen Teil der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte dar. Notwendige Abwertungen für Überalterung, Qualitätsminderung oder Verwertungsrisiken auf die in der Bilanz ausgewiesenen Vorräte, die sich aus dem Grundsatz der vorsichtigen Bewertung ergeben, werden durch EDV-gestützte Abwertungsroutinen und ergänzende Einzelabwertungen ermittelt.

Darüber hinaus ergaben sich im Geschäftsjahr Umstellungen im Produktsortiment der Sparte Oberflächen/Elemente, die zum Teil auch einem modischen Wandel unterliegen können. Hiervon betroffen sind sowohl die Rohstoffe als auch fertige und unfertige Erzeugnisse. Darüber hinaus gibt es insbesondere im Bereich der Produkte, die an große Handelspartner veräußert werden, Erzeugnisse, die über niedrigere Deckungsbeiträge als im übrigen Produktsortiment üblich, verfügen.

Im Hinblick auf die mit der Vorratsbewertung insgesamt und der in diesem Geschäftsjahr zusätzlichen Umstellung des Produktsortiments verbundenen Bewertungsrisiken und der damit in Zusammenhang stehenden Ermessensspielräume und Schätzungsunsicherheiten gehen wir von einem bedeutenden Sachverhalt aus.

(2) Prüferisches Vorgehen

Auf Grundlage unserer generell prozessesorientierten Prüfung der Vorräte haben wir ein Verständnis über die für die Vorratsbewertung relevanten Produkte und möglichen Abwertungserfordernisse auf Basis der installierten EDV-gestützten Routinen sowie weitergehender Einzelsachverhalte gewonnen. Dies betraf im Geschäftsjahr insbesondere die genannten Umstellungen im Produktsortiment der Sparte Oberflächen/Elemente.

Neben analytischen Prüfungshandlungen haben wir weitere Prüfungshandlungen auf Stichprobenbasis definiert. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte nach risikoorientierten Kriterien wie lange Lagerdauer sowie geringe oder negative Deckungsbeiträge. Die Prüfungshandlungen umfassten vor allem die kritische Würdigung der Ergebnisse der Abwertungsroutinen, die Befragung der für die Vorratsbewertung verantwortlichen Mitarbeiter zur Plausibilität der getroffenen Annahmen und Schätzungen über die mögliche Verwertbarkeit sowie den Vergleich der vorgenommenen Abwertungen mit den Schätzungen in den Vorjahren.

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Zu dem Posten Vorräte einschließlich der damit zusammenhängenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang sowie auf die im Konzernanhang enthaltenen weitergehenden Erläuterungen zu dem Posten 14.1 Vorräte.

3 Einstellung des Geschäftsbetriebes der russischen Tochtergesellschaft

(1) Sachverhalt und Problemstellung

Im Geschäftsjahr 2016 wurde die OOO Westag & Getalit, Moskau, Russische Föderation, gegründet, um den Vertrieb der Produkte des Konzerns auf dem russischen Markt weiter auszubauen. Die damit verbundenen Erwartungen haben sich im Geschäftsjahr 2017 nicht erfüllt, so dass der Vorstand der Gesellschaft in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zum Ende des Geschäftsjahres 2017 unter Abwägung der damit verbundenen Kosten und Nutzen entschieden hat, den Geschäftsbetrieb der genannten russischen Tochtergesellschaft einzustellen. Die Abbildung der bilanziellen Effekte aus der Einstellung des Geschäftsbetriebs und die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht sind zu einem wesentlichen Maß von Ermessen und Schätzungen geprägt. Aus diesem Grunde ist dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen der Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Prüferisches Vorgehen

Auf Grundlage der unterjährigen Berichterstattung und der Kommunikation zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Beschlussfassung des Vorstands zur Einstellung des Geschäftsbetriebs der russischen Tochtergesellschaft haben wir die zur Verfügung gestellten Unterlagen geprüft und die Abbildung des operativen Verlusts und die mit der Schließung verbundenen Aufwendungen im Konzernabschluss sowie die Darstellung beurteilt.

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Zu den Auswirkungen verweisen wir auf die Angaben in der Konzerngesamtergebnisrechnung sowie auf die im Konzernanhang enthaltenen weitergehenden Erläuterungen zu den Posten 18.3 Aufgegebene Geschäftsbereiche.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 315b f. HGB
die Erklärung zur Unternehmensführung nach §315d HGB und den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex
die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht und
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,
den Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 f. EntgTranspG.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagerbericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. Juni 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. Juni 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1995 als Abschlussprüfer bzw. vereinzelt als Konzernabschlussprüfer der Westag & Getalit AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist WP/StB Michael Peters.

Hannover, den 23. Februar 2018

**PETERS & PARTNER GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Geschäftsentwicklung der Westag & Getalit AG war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 trotz grundsätzlich positiver konjunktureller Rahmenbedingungen in einigen Bereichen nicht zufriedenstellend.

Die Umsatzerlöse des Konzerns haben sich mit 234,4 Mio. € nur leicht gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von 233,0 Mio. € erhöht. Dabei konnten die Exporterlöse erfreulicherweise überproportional von 50,2 Mio. € auf 54,6 Mio. € gesteigert werden. Während die Umsatzerlöse der Sparte Türen/Zargen kapazitätsbedingt nahezu auf Vorjahresniveau lagen, konnte die Sparte Oberflächen/Elemente ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr leicht steigern.

Der Konzernjahresüberschuss war aufgrund der Erhöhung verschiedener Aufwandsarten, insbesondere im Zusammenhang mit den Aufwendungen für die Neuordnung des Produktsortiments in der Sparte Oberflächen/Elemente sowie der Einstellung des Geschäftsbetriebs der russischen Tochtergesellschaft, rückläufig. Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 6,5 Mio. € und lag damit unter dem Vorjahresergebnis von 7,6 Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, dem Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Als Kontrollorgan hat er insbesondere die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und diesen somit bei der Leitung des Unternehmens beratend unterstützt. Der Vorstand hat uns regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte zeitnah und umfassend über die verfolgten Strategien, die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die wirtschaftliche Lage des Konzerns, den Stand der Investitionen sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen informiert. Diese Berichte sowie strategische Themenstellungen wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich erörtert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten dabei stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die übrigen Mitglieder haben auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch untereinander sowie mit dem Vorstand gestanden. Wesentliche Geschäftsvorgänge, für die die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben wir ausführlich erörtert und die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat gab es nicht.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2017 zu vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen. An diesen nahmen stets alle Aufsichtsratsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter der von uns beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und - bis auf die Sitzung am 19.09.2017 - auch alle Vorstandsmitglieder teil. Die Gespräche waren dabei stets durch eine offene, sachliche und konstruktive Atmosphäre gekennzeichnet.

In der Aufsichtsratssitzung am 29.03.2017 standen der Jahres- und Konzernabschluss 2016 der Westag & Getalit AG sowie die Beschlussfassung über den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 im Mittelpunkt der Erörterungen.

Im Anschluss an den Bericht des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung wurden verschiedene Einzelthemen besprochen. Dazu gehörten die Umsetzung wesentlicher Vertriebsprojekte sowie das Risikomanagement.

In der im Anschluss an die Hauptversammlung am 27.06.2017 abgehaltenen Aufsichtsratssitzung wählte das Gremium Herrn Pampel erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Herrn Holzinger zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Die Zusammensetzung der drei Aufsichtsratsausschüsse wurde unverändert bestätigt. Themen dieser Sitzung waren insbesondere die anhaltenden Kapazitätsengpässe in der Sparte Türen/Zargen und die Entwicklung wesentlicher Aufwandsarten. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Zielgrößen für den Frauenanteil im Unternehmen und legte für die Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand neue Zielgrößen und Fristen fest. Weiter beschäftigten wir uns in dieser Sitzung mit der gesetzlichen Neuregelung zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie den voraussichtlichen Auswirkungen des Entgelttransparenzgesetzes. Dem in der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer wurde der entsprechende Prüfungsauftrag erteilt sowie bestimmte Steuerberatungs- und sonstige Beratungsleistungen genehmigt.

In der Aufsichtsratssitzung am 19.09.2017 diskutierten wir die aktuelle Situation in der Sparte Oberflächen/Elemente sowie bei unserer russischen Tochtergesellschaft. Außerdem nahmen wir die Amtsniederlegung des Vorstandsmitglieds Herr n David an und befassten uns mit den sich daraus ergebenden Folgen. Ferner stellte uns der Vorstand das weiterentwickelte Kennzahlensystem vor.

Wesentliche Themen der Aufsichtsratssitzung am 12.12.2017 waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten zehn Monaten des Geschäftsjahres sowie die Planungen für das Geschäftsjahr 2018. Nach intensiver Diskussion mit dem Vorstand nahmen wir die Planungen zustimmend zur Kenntnis. Ferner genehmigten wir den vom Vorstand erläuterten Investitionsplan für das Jahr 2018. Weitere Punkte waren die Erweiterung des Prüfungsauftrags für den Abschlussprüfer bezüglich des nichtfinanziellen Berichts, die Aktualisierung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in Anlehnung an den Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Fortsetzung des Rückkaufs eigener Aktien bis zum 31.12.2018 und der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats.

Arbeit der Ausschüsse

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses trafen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zu zwei Sitzungen. Ferner wurden der Halbjahresfinanzbericht und die Quartalsmitteilungen im Jahr 2017 vor ihrer Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex in Telefonkonferenzen mit dem Vorstand erörtert.

In der Sitzung am 29.03.2017 befasste sich der Prüfungsausschuss schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2016.

In der Sitzung vom 11.12.2017 erörterte der Prüfungsausschuss zusammen mit einem Vertreter des Abschlussprüfers die Prüfungsschwerpunkte für den Jahresabschluss 2017. Ferner besprachen wir die Neufassungen der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und nahmen die regelmäßig durchzuführende Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit vor. Ein weiteres Thema war der neu zu erstellende nichtfinanzielle Bericht und die prüferische Durchsicht durch den Abschlussprüfer.

Am 29.03.2017 fand eine Sitzung des Personalausschusses statt. Darüber hinausgehende Abstimmungen erfolgten telefonisch.

In seiner Sitzung am 29.03.2017 beschloss der Nominierungsausschuss, Herrn Heite und Herrn Dr. Schönbeck zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat zu nominieren. Am 11.12.2017 tagte der Nominierungsausschuss erneut und befasste sich mit den auf der nächsten Hauptversammlung anstehenden Neuwahlen für den Aufsichtsrat. Herr Holzinger erklärte sich in der Sitzung bereit, erneut für dieses Amt zu kandidieren.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 nach den Regeln des HGB sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 nach den Regeln der IFRS aufgestellt. Darüber hinaus wurde ein zusammengefasster Lagebericht erstellt.

Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 27.06.2017 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft. Zur Erfüllung des Prüfungsauftrags des Aufsichtsrats hat der Aufsichtsrat den Abschlussprüfer ergänzend beauftragt, den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2017 einer prüferischen Durchsicht zu unterziehen.

Der Jahresabschluss nach HGB und der nach den IFRS-Regeln aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht, den Corporate Governance Bericht, den Vergütungsbericht, den Bericht nach dem Entgelttransparenzgesetz sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats erhalten. In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 21.03.2018 und der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am Folgetag wurden diese jeweils unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dieser berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Ferner informierte er über seine Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft, die zu keinen Beanstandungen geführt hat. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen.

Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht haben wir geprüft. Dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers haben wir uns aufgrund eigener Feststellungen und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Erklärung zur Unternehmensführung haben wir zugestimmt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir uns nach eigener Prüfung ebenfalls angeschlossen.

Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben.

Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands zu dem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre enormen Anstrengungen und Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, den 22. März 2018

*Der Aufsichtsrat

Klaus Pampel, Vorsitzender*

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats

der Westag & Getalit AG

zu den Empfehlungen der

„Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“

gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 07. Februar 2017, die am 24. April 2017 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 15.12.2016 entsprochen wurde :

1. Die Möglichkeit, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben wird Beschäftigten und Dritten nicht eingeräumt (Kodex Ziffer 4.1.3, Satz 3).

In unserem Unternehmen herrscht ein Klima der offenen Diskussion. Darüber hinaus wird ab 12.12.2017 den Beschäftigten und Dritten die Möglichkeit eingeräumt, Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben.
2. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht nicht individualisiert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt (Kodex Ziffer 4.2.5, Absätze 3 und 4).

Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18.08.2015 nicht vorgenommen.
3. Für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist keine Regelgrenze festgelegt (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2).

Der Aufsichtsrat hält eine solche Grenze nicht für sachdienlich.
4. Der aktuelle Corporate Governance Bericht der Gesellschaft informiert nicht über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen der Mitglieder (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 4).

Vorstand und Aufsichtsrat sehen hierzu keine Veranlassung.
5. Es werden nicht die Lebensläufe aller Aufsichtsratsmitglieder jährlich aktualisiert ständig auf der Webseite des Unternehmens veröffentlicht (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 5).

Anlässlich der Neuwahlen zum Aufsichtsrat wird jeweils der aktuelle Lebenslauf des oder der Kandidaten bei den Dokumenten zur Hauptversammlung auf

der Website des Unternehmens veröffentlicht. Ferner stellen sich die Kandidaten in der jeweiligen Hauptversammlung persönlich vor. Darüber hinaus sind die Lebensläufe aller Aufsichtsratsmitglieder seit dem 12.12.2017 auf unserer Homepage veröffentlicht.

Der Vorsitz in den Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder satzungsgemäß nicht gesondert berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 1, Satz 2).

Die Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen werden gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 07. Februar 2017, die am 24. April 2017 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, seit dem 12.12.2017 entsprochen wird:

1. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht nicht individualisiert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt (Kodex Ziffer 4.2.5, Absätze 3 und 4).

Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18.08.2015 nicht vorgenommen.
2. Für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist keine Regelgrenze festgelegt (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2).

Der Aufsichtsrat hält eine solche Grenze nicht für sachdienlich.
3. Der aktuelle Corporate Governance Bericht der Gesellschaft informiert nicht über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen der Mitglieder (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 4).

Vorstand und Aufsichtsrat sehen hierzu keine Veranlassung.
4. Der Vorsitz in den Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder satzungsgemäß nicht gesondert berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 1, Satz 2).

Die Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen werden gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Rheda-Wiedenbrück, den 12.12.2017

Für den Aufsichtsrat, Klaus Pampel

Für den Vorstand, Wilhelm Beckers

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

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31.12.2017 31.12.2016
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A. LANGFRISTIGES VERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögenswerte
Software, Lizenzen, und andere gewerbliche Schutzrechte
1.327.136,73 1.004.661,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 23.343.068,74 22.680.327,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.872.927,00 32.553.217,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.275.814,28 15.198.272,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.989.111,40 1.305.509,81
75.480.921,42 71.737.327,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 3.092.389,74 2.731.252,71
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 200,00
3.092.389,74 2.731.452,71
IV. Latente Steuern 3.614.123,64 3.410.350,18
83.514.571,53 78.883.791,95
B. KURZFRISTIGES VERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.204.415,00 17.204.236,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.080.505,00 3.725.544,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 13.220.227,00 12.902.370,00
36.505.147,00 33.832.150,00
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.874.804,02 26.524.689,07
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 5.409,41 12.954,11
3. Sonstige Vermögenswerte 1.305.728,45 1.118.613,55
4. Ertragsteuerforderungen 417.100,00 398.965,00
29.603.041,88 28.055.221,73
III. Liquide Mittel
Flüssige Mittel 16.926.207,68 23.890.728,46
83.034.396,56 85.778.100,19
166.548.968,09 164.661.892,14
PASSIVA
31.12.2017 31.12.2016
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
Stammaktien 7.321.600,00 7.321.600,00
Vorzugsaktien 7.321.600,00 7.321.600,00
14.643.200,00 14.643.200,00
II. Kapitalrücklage 24.398.634,66 24.398.634,66
III. Gewinnrücklagen 62.011.496,32 61.511.496,32
IV. Bilanzgewinn 7.739.174,63 7.677.117,74
108.792.505,61 108.230.448,72
B. LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26.934.063,00 26.499.351,00
2. Andere langfristige Rückstellungen 1.355.493,88 1.355.556,27
28.289.556,88 27.854.907,27
C. KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.206.858,72 6.713.825,04
2. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 19.671.746,88 20.752.511,11
3. Kurzfristige Rückstellungen 528.000,00 526.000,00
4. Ertragsteuerverbindlichkeiten 60.300,00 584.200,00
29.466.905,60 28.576.536,15
166.548.968,09 164.661.892,14

Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2017

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2017 2016
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Umsatzerlöse 234.411.329,18 233.018.607,47
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 608.327,00 -805.334,00
Andere aktivierte Eigenleistungen 412.871,76 244.403,97
Sonstige betriebliche Erträge 1.804.202,69 1.468.051,09
Materialaufwand -114.321.061,75 -111.307.460,84
Personalaufwand -74.315.175,89 -75.059.187,78
Abschreibungen -9.775.338,03 -10.070.587,71
Sonstige betriebliche Aufwendungen -30.154.674,78 -27.309.435,84
Sonstige Steuern -333.308,99 -285.885,90
Betriebsergebnis 8.337.171,19 9.893.170,46
Finanzergebnis 68.428,71 24.985,64
Erträge aus assoziierten Unternehmen 693.704,43 623.929,32
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.099.304,33 10.542.085,42
Ertragsteuern -2.582.679,37 -2.958.518,40
Konzernjahresüberschuss 6.516.624,96 7.583.567,02
Posten, die nicht erfolgswirksam in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinn/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen -313.163,00 -3.443.699,00
Latente Steuern auf versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen 93.948,90 1.033.109,70
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen -219.214,10 -2.410.589,30
Gesamtergebnis 6.297.410,86 5.172.977,72
Angaben nach IFRS 5
Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 445.309,00 8.000,00
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 6.961.933,96 7.591.567,02
Ergebnis je Aktie
Konzernjahresüberschuss 6.516.624,96 7.583.567,02
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.498.710 2.539.197
Ergebnisanteil Stammaktien 3.397.976,15 3.936.377,11
Ergebnisanteil Vorzugsaktien 3.118.648,81 3.647.189,91
Ergebnis je Stammaktie in € (Gesamtergebnis) 1,19 1,38
Ergebnis je Vorzugsaktie in € (Gesamtergebnis) 1,25 1,44
Ergebnis je Stammaktie in € (fortzuführende Bereiche) 1,27 1,38
Ergebnis je Vorzugsaktie in € (fortzuführende Bereiche) 1,33 1,44
Dividende je Stammaktie in € (Vorschlag) 0,74 0,94
Dividende je Vorzugsaktie in € (Vorschlag) 0,80 1,00

Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 ergibt sich, indem sowohl für die Stamm- als auch für die Vorzugsaktien der auf die jeweilige Aktiengattung entfallende Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der jeweiligen Aktien dividiert wird. Das Jahresergebnis ist demzufolge unter Berücksichtigung des Dividendenvorteils für die Vorzugsaktien auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen. Der verwässerte Ergebnis entspricht dem Ergebnis je Aktie.