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Westag AG Annual Report 2017

May 2, 2018

486_rns_2018-05-02_70bc37aa-8535-4b30-bed1-e6cb30d20713.html

Annual Report

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Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Rheda-Wiedenbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2017

AKTIVA

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31.12.2017

31.12.2016

A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 1.327.133,79 1.004.661,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 23.343.068,74 22.680.327,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.872.927,00 32.553.217,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.242.171,51 15.175.010,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.989.111,40 1.305.509,81
75.447.278,65 71.714.065,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 307.226,40
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 1.200.013,15 1.200.013,15
4. Sonstige Ausleihungen 200,00 200,00
1.200.213,15 1.507.439,55
77.974.625,59 74.226.166,46
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.204.415,00 17.204.236,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.080.505,00 3.725.544,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 13.220.227,00 12.902.370,00
36.505.147,00 33.832.150,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.824.661,33 26.524.689,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.753,88 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.409,41 12.954,11
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.629.256,09 1.383.954,12
29.496.080,71 27.921.597,30
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.911.359,81 23.650.883,05
82.912.587,52 85.404.630,35
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 84.629,85 103.657,24
160.971.842,96 159.734.454,05
PASSIVA
31.12.2017

31.12.2016

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien 7.321.600,00 7.321.600,00
2. Vorzugsaktien 6.387.031,04 6.449.082,88
- davon: Gezeichnetes Kapital € 7.321.600,00 (€ 7.321.600,00)
- davon: Eigene Aktien € - 934.568,96 (€ - 872.517,12)
13.708.631,04 13.770.682,88
II. Kapitalrücklage 24.366.719,46 24.366.719,46
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 595.757,30 595.757,30
2. Andere Gewinnrücklagen 60.752.099,47 60.741.837,60
61.347.856,77 61.337.594,90
IV. Bilanzgewinn 10.801.959,09 11.767.562,21
110.225.166,36 111.242.559,45
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL 153.650,54 163.153,25
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 19.770.349,00 18.398.413,00
2. Steuerrückstellungen 60.300,00 584.200,00
3. Sonstige Rückstellungen 16.741.476,61 17.536.791,51
36.572.125,61 36.519.404,51
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 205.216,17 95.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.202.320,31 6.706.831,53
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.613.363,97 5.007.505,31
14.020.900,45 11.809.336,84
160.971.842,96 159.734.454,05

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

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2017

2016

1. Umsatzerlöse 234.416.334,04 233.018.462,49
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 608.327,00 - 805.334,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 412.871,76 244.403,97
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.811.129,51 1.594.814,89
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 107.024.591,12 - 104.121.467,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 7.292.386,53 - 7.185.930,86
- 114.316.977,65 - 111.307.398,59
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 61.116.219,05 - 62.117.908,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 13.595.597,81 - 11.861.471,32
- 74.711.816,86 - 73.979.379,64
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 9.760.586,64 - 10.070.587,71
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 30.047.923,17 - 29.083.931,52
9. Erträge aus Beteiligungen 332.767,40 366.044,14
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 330,72 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68.428,71 25.911,16
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - 347.226,40 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 720.667,00 - 707.440,52
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 2.693.721,55 - 3.182.055,46
15. Ergebnis nach Steuern 5.051.269,87 6.113.509,21
16. Sonstige Steuern - 333.308,99 - 285.885,90
17. Jahresüberschuss 4.717.960,88 5.827.623,31
18. Gewinnvortrag 6.583.998,21 6.539.938,90
19. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen - 500.000,00 - 600.000,00
20. Bilanzgewinn 10.801.959,09 11.767.562,21

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktienrechts aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Rheda-Wiedenbrück und ist beim Amtsgericht Gütersloh im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 5565 eingetragen.

Wir haben die Gethalia Foundation, Vaduz, Liechtenstein, darauf hingewiesen, dass die Westag & Getalit AG in den Konzernabschluss der Gethalia Foundation einbezogen werden muss.

Angaben zur Bilanzierung

Der Jahresabschluss 2017 entspricht in seiner Darstellung und Gliederung der gesetzlichen Regelung des HGB. Soweit notwendige Angaben nicht in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen worden sind, erfolgen diese Angaben im Anhang.

Nach den Vorschriften des § 58 AktG wurde im Rahmen des Jahresabschlusses 2017 ein Teil des Jahresüberschusses in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnungen

Forderungen, Verbindlichkeiten und geleistete Anzahlungen in fremder Währung wurden nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Hierbei kommen die Nutzungszeiten von generell 3 - 8 Jahren, in zwei Einzelfällen 15 bzw. 20 Jahre, zum Ansatz.

Sachanlagen

Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten, Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Unsere Abschreibungen richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der linearen Abschreibungsmethode. Sie betragen für Fabrik-, Geschäfts-, Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 20 - 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 - 10 Jahre.

Finanzanlagen

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen wurden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Kos ten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, enthalten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In notwendigem Umfang wurden wie bisher Abwertungen vorgenommen, die insbesondere den Risiken, die durch Überalterung, Qualitätsminderung und andere eingeschränkte Verwertungsmöglichkeiten gegeben sind, Rechnung tragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert oder zum niedrigeren Tageswert am Bilanzstichtag angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden, soweit erforderlich, Abschreibungen bzw. Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Wertminderungsrisiko wurde durch eine entsprechende Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel

Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bzw. bei Fremdwährungsguthaben zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Eigene Anteile

Der Nennbetrag der eigenen Anteile wird offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wird mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ein den Nennbetrag übersteigender Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös wird bis zur Höhe des mit den Gewinnrücklagen verrechneten Betrages dort eingestellt. Ein darüber hinaus gehender Differenzbetrag führt zu einer Einstellung in die Kapitalrücklage.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Sie enthalten Rücklagen und Wertberichtigungen nach steuerlichen Vorschriften. Bei den Sonderposten mit Rücklageanteil handelt es sich ausschließlich um schon in den Vorjahren eingestellte Beträge.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen und Berücksichtigung der Vorschriften des § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach den "Richttafeln 2005G" unter Berücksichtigung der Projected-Unit-Credit-Methode bewertet. Der zugrunde gelegte Marktzinssatz in Höhe von 3,68 % (Vorjahr: 4,01 %) wurde unter der Annahme einer Restlaufzeit von 10 Jahren angesetzt. Des Weiteren wurde die erwartete Rentensteigerung mit 2,0 % p.a. und die Einkommenssteigerung mit 0,0 % p.a. angenommen. Die vollständige Zuführung des Unterschiedsbetrages aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG erfolgte im Vorjahr unter der Berücksichtigung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB.

Übrige Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend grundsätzlich mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert worden.

Latente Steuern

Bei dem Ansatz der latenten Steuern werden die sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz ergebenden Differenzen mit einem Steuersatz von 30 % bewertet. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht. Vom Wahlrecht zum Ansatz der nach Verrechnung verbleibenden aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sind in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. Sofern notwendig, erfolgt eine entsprechende bilanzielle Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken.

Weitere Angaben zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2017 ist der folgenden Anlage zur Bilanz zu entnehmen.

Zum 31. Dezember 2017 werden 100 % der Anteile an dem neugegründeten Tochterunternehmen OOO WESTAG & GETALIT, Moskau, Russische Förderation, gehalten. Das Nennkapital dieser Gesellschaft beläuft sich auf umgerechnet 303 T€. Ihr Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember insgesamt 112 T€. Es ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 172 T€.

Des Weiteren wurden zum Bilanzstichtag 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen gehalten. Das gezeichnete Kapital der AKP beläuft sich auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 beträgt 5.450 T€ (Vorjahr: 4.713 T€). Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.416 T€ für 2017 (Vorjahr: 1.273 T€) erzielt.

2. Umlaufvermögen

2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind nur Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 417 T€.

3. Eigenkapital

3.1 Gezeichnetes Kapital

Aufgrund der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 24. August 1999 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 14.643.200,00 € und setzt sich ausschließlich aus Inhaberaktien zusammen.

Inhaber-Aktien

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Anzahl Stückaktien Betrag

in T€
Stammaktien 2.860.000 7.322
Vorzugsaktien 2.860.000 7.322
5.720.000 14.644

Hinsichtlich der Rechte und Pflichten in Verbindung mit den verschiedenen Aktiengattungen sowie den Rückkauf eigener Anteile verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht gemäß § 289a HGB.

Mit Schreiben vom 23. Dezember 2013 teilten uns die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, und die Syntalit AG, Zug, Schweiz, mit, dass 75,5 % der Stammaktien und damit die Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23. Dezember 2013 von der Syntalit AG auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16. Januar 2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23. Dezember 2013 0,0 % beträgt. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden.

3.2 Gewinnrücklagen

Gewinnrücklagen, die nicht durch Gesetz oder Satzung bestimmt sind, haben sich wie folgt verändert:

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Stand 1. Januar 2017 60.741.837,60
Entwicklung im Berichtsjahr
- nach § 58 Abs. 2 AktG 500.000,00
- Verrechnung eigene Anteile - 489.738,13
Stand 31. Dezember 2017 60.752.099,47

Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile wurden hinsichtlich des Nennbetrages in Höhe von € 2,56 je Stück mit dem gezeichneten Kapital und der übersteigende Betrag mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

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31. Dezember 2017 31. Dezember 2016
Bestand am 1. Januar 340.827 Stück 310.828 Stück
Anzahl Verkäufe/Weitergabe an Mitarbeiter 0 Stück 0 Stück
Anzahl Käufe 24.239 Stück 29.999 Stück
Bestand am 31. Dezember 365.066 Stück 340.827 Stück
Anteil am Grundkapital 6,4 % 6,0 %
Weitergabezeitpunkt - -
Erwerbspreis (durchschnittlich seit Ersterwerb) 13,69 €/Stück 13,04 €/Stück

Eigene Aktien dürfen auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. August 2015 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden.

4. Sonderposten mit Rücklageanteil

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31. Dezember 2017

T€
31. Dezember 2016

T€
Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gemäß § 6b EStG 81 84
Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gemäß Abschnitt 35 EStR 73 79
154 163

Aufgrund der Veränderung dieser Rücklagen bzw. Wertberichtigungen hat sich der Jahresüberschuss der AG um 11 T€ (Vorjahr: 146 T€) erhöht. Die entsprechende Ertragsteuerbelastung beträgt ca. 30 %.

5. Rückstellungen

Die Pensionrückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 19.770 T€. Im Vorjahr wurde der Fehlbetrag, der sich aus den geänderten Bewertungsvorschriften des BilMoG ergab und nach den Vorschriften des Art. 67 Abs. 1 EGHGB in den kommenden Jahren zu mindestens 199 T€ auszugleichen gewesen wäre, vollständig in Höhe von 1.787 T€ zugeführt.

Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung hinsichtlich der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes i.S.d. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre im Geschäftsjahr 2017 2.921 T€ und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Unter den sonstigen Rückstellungen sind Beträge für Boni und Provisionen (10.667 T€), Personalzeitsalden (1.528 T€), Reklamationen und Gewährleistungsverpflichtungen (1.320 T€), Jubiläumszuwendungen (563 T€), ausstehende Urlaubsverpflichtungen (549 T€), Tantiemen, Weihnachtsgeld, Prämien, Abfindungen und andere Posten (alle jeweils unter 500 T€), die der Höhe nach ungewiss sind, enthalten. Diese Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken in angemessenem Umfang Rechnung.

6. Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:

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31. Dezember 2017

T€
31. Dezember 2016

T€
Steuern 2.444 2.676
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 85 62

7. Latente Steuern

Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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Aktive latente Steuern 31. Dezember 2017

T€
Aktive latente Steuern 31. Dezember 2016

T€
Wertberichtigung Anlagevermögen
- Technische Anlagen - 582 - 685
- Andere Anlagen - 154 - 185
Pensionsrückstellungen 2.157 1.844
Bonusrückstellungen vergangene Jahre 17 16
Jubiläumsrückstellungen 23 48
Summe 1.461 1.038

Im Geschäftsjahr 2017 sind aktive latente Steuern in Höhe von 1.461 T€ angefallen. Es wurde von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern verzichtet.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

8. Umsatzerlöse

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2017

T€
2016

T€
Aufgliederung nach Regionen
Inland 179.833 182.849
Ausland 54.583 50.169
Summe 234.416 233.018

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2017

T€
2016

T€
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Türen/Zargen 126.870 127.018
Oberflächen/Elemente 100.551 98.427
Energieerzeugung 6.572 7.434
Zentrale 423 139
Summe 234.416 233.018

9. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil von 10 T€ (Vorjahr: 146 T€), Fremdwährungserträge in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: 82 T€) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 790 T€ (Vorjahr: 294 T€).

10. Materialaufwand

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2017

T€
2016

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 107.025 104.121
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.292 7.186
Summe 114.317 111.307

11. Personalaufwand/Mitarbeiter

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.505 T€ (Vorjahr: -60 T€).

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Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Auszubildende) 2017 2016
Angestellte 364 374
Gewerbliche Mitarbeiter 871 875
Summe 1.235 1.249

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 275 T€ (Vorjahr: 713 T€) sowie Fremdwährungsverluste in Höhe von 208 T€ (Vorjahr: 93 T€) ausgewiesen.

Des weiteren sind Kosten für Restrukturierung in Höhe von T€ 215 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Zudem enthält der Posten im Vorjahr Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 i.V.m Artikel 75 Absatz 5 EGHGB in Höhe von 1.787 T€ aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010.

13. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, die außerordentliche Abschreibung auf die Beteiligung (307 T€) und das gewährte Darlehen (40 T€) an der OOO Westag & Getalit, Moskau sowie die Zinserträge und -aufwendungen. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Verzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 721 T€ (Vorjahr: 707 T€) enthalten.

14. Steuern

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2017

T€
2016

T€
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.694 3.182
Sonstige Steuern 333 286
Summe 3.027 3.468

15. Sonstige Angaben

15.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2017

T€
31.12.2016

T€
Bestellobligo 5.257 833
Stromeinkaufsgeschäfte 831 1.094
Gaseinkaufsverträge 1.291 1.937
Miet- und Pachtverpflichtungen 327 503
Übrige finanzielle Verpflichtungen 144 118
Summe 7.850 4.485

Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der bestehenden Verpflichtungen Zahlungen in Höhe von 6.480 T€ (Vorjahr: 1.954 T€) zu leisten.

In den Miet- und Pachtverpflichtungen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 56 Jahren in Höhe von 185 T€ enthalten (Vorjahr: 186 T€), das mit 5 % abgezinst wird.

15.2 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestehen zum Bilanzstichtag in Form von kurzfristigen US-Dollar-Terminkäufen bzw. Kaufoptionen mit einem Volumen in Höhe von 1.000 T$ (Vorjahr: 1.200T$) sowie kurzfristigen GBP-Terminverkäufen in Höhe von 1.400 T£ (Vorjahr: 1.800 T£). Der beizulegende Wert der derivativen Finanzinstrumente beträgt -53 T€ (Vorjahr: 11 T€), der durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt ist.

15.3 Organe der Gesellschaft

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Vorstand Aufsichtsrat
Wilhelm Beckers, Herzebrock-Clarholz Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik Vorstandsvorsitzender Klaus Pampel, Meerbusch Kaufmann Vorsitzender Leiter der Sparte Türen/Zargen
Franz David, Bad Waldliesborn Kaufmann Leiter der Sparte Oberfläche/Elemente (bis 19.09.2017) Pedro Holzinger, Rheda Wiedenbrück Kaufmann stellvertretender Vorsitzender
Christopher Stenzel, Gütersloh Diplom-Kaufmann Leiter der Zentralbereiche, Finanzvorstand Jürgen Heite, Meerbusch Geschäftsführer der Thyssen'sche Handelsgesellschaft mbH, Mühlheim an der Ruhr
Dr. Joachim Schönbeck, Krefeld Diplom-Ingenieur Mitglied des Vorstands der ANDRITZ AG, Graz
Dietmar Lewe, Rietberg * Holzbearbeitungsmechaniker Betriebsratsvorsitzender
Heinz-Georg Großerohde, Rheda-Wiedenbrück * Fachkraft für Arbeitssicherheit

* Vertreter der Arbeitnehmer

Dr. Joachim Schönbeck ist zum 31.12.2017 Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften: Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Paper Machinery Ltd., Kanada; ANDRITZ AB, Schweden; ANDRITZ Inc., USA.

Heinz-Georg Großerohde ist zum 31.12.2017 Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften: FARE gGmbH - Fortbildungs Akademie Reckenberg-Ems; Flora Westfalica GmbH

15.4 Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

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2017

T€
2016

T€
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 120 120
Gesamtbezüge des Vorstands 946 1.031
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen 608 389
Gebildete Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen 4.756 4.481
Beratungsleistungen (Aufsichtsräte) 120 105

In der Hauptversammlung vom 18. August 2015 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5-8 HGB sowie §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5-8 HGB für die Geschäftsjahre 2015 - 2019 nicht erfolgen müssen.

Die Beratungsleistungen für Aufsichtsräte betreffen im Geschäftsjahr zu gleichen Teilen Herrn Pampel und Herrn Holzinger.

16. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

17. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

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2017

T€
2016

T€
Abschlussprüfungsleistungen 119 119
Steuerberatungsleistungen 42 42
Sonstige Leistungen 33 33
194 194

Die Auslagen betragen 23 T€ (Vorjahr: 24 T€).

Die Steuerberatungs- und sonstigen Leistungen betreffen Leistungen nach § 319a Abs. 1 Nr. 2 HGB, die vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates in der Sitzung vom 27. Juni 2017 genehmigt wurden.

18. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken, liegen nicht vor.

19. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes

Für das Geschäftsjahr 2017 ergibt sich ein Bilanzgewinn von € 10.801.959,09, der sich wie folgt zusammensetzt:

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Jahresüberschuss 2017 4.717.960,88
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.583.998,21
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG - 500.000,00
Bilanzgewinn 10.801.959,09

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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Ausschüttung einer Dividende von € 0,74 je Stammaktie 2.116.400,00
Ausschüttung einer Dividende von € 0,80 je Vorzugsaktie 1.995.947,20
4.112.347,20
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 6.689.611,89
Bilanzgewinn 10.801.959,09

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.494.934 Stück nennwertloser Stückaktien.

Für den Vorschlag des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile, die am Bilanzstichtag gehalten wurden (365.066 Stück), gekürzt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. Februar 2018

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wilhelm Beckers

Christopher Stenzel

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

Grundlagen des Konzerns

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Die Westag & Getalit AG ist ein europaweit agierender Hersteller von Holzwerk- und Kunststofferzeugnissen. Als Oberflächenspezialist fertigt das Unternehmen neben reinen Beschichtungsmaterialien auch ein umfassendes Spektrum an Elementen und einbaufertigen Produkten wie Türen und Zargen sowie Arbeitsflächen und Fensterbänke. Ergänzend zu den Hauptprodukten des Unternehmens werden auch vielfältige individuelle Lösungen angeboten, die gezielt auf die jeweiligen Anforderungsprofile der Kunden zugeschnitten sind. Dazu zählt unter anderem das Angebot technischer Bodenplatten für den industriellen Einsatz. Die Produkte werden unter Verwendung moderner Technologien ausschließlich an den beiden deutschen Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh hergestellt. Die Unterteilung in

die beiden operativen Sparten Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen ermöglicht es, mit unseren Produkten vielschichtige Absatzmärkte und Branchen zu bedienen. Die beiden Sparten werden durch einen Zentralbereich flankiert, der übergreifende Aufgaben wie unter anderem Controlling, Personalmanagement und Rechnungswesen sowie die IT-Leistungen bündelt.

Konzernstruktur

Die Westag & Getalit AG hat ihren Sitz am Produktionsstandort in Rheda-Wiedenbrück. Zudem verfügt das Unternehmen über ein Zweigwerk zur Herstellung seiner Produkte im etwa 15 Kilometer entfernten Wadersloh. Der Geschäftsbetrieb der in den Konzernabschluss einbezogenen russischen Vertriebsgesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, ist zwischenzeitlich eingestellt worden. Die Betreuung der russischen Kunden erfolgt seit Beginn des Jahres 2018 wieder über das Mutterunternehmen.

Steuerungssystem

Die Westag & Getalit AG verfügt über ein detailliertes SAP-basiertes Steuerungssystem, das die Grundlage für alle wichtigen Entscheidungen in den Sparten und auf den verschiedenen Unternehmensebenen bildet. Auf Vorstandsebene erfolgt die Steuerung des Konzerns im Wesentlichen anhand der unterjährigen Berichterstattung, die monatlich die Ergebnisse der Gesellschaften im Detail darstellt und erläutert. Als Hauptkennzahlen werden Umsatzerlöse, Deckungsbeitrag und Ergebnis analysiert. Darüber hinaus werden diese Berichte auf Vorstandsebene durch weitergehende Auswertungen und Kennzahlen aus den Bereichen Vertrieb, Fertigung, Einkauf, Personal und Finanzen ergänzt.

Die damit verbundenen Auswertungen stellen auch die Grundlage für die laufende Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat dar.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Insgesamt entwickelte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2017 gut. Einer der wichtigsten Einflussfaktoren war dabei weiterhin die Niedrigzinspolitik vieler Zentralbanken. Diese sorgte in 2017 für weiteren Auftrieb, der sich in vielen Ländern auswirkte. Insgesamt hat sich die Wirtschaft in Asien und in Europa besser entwickelt als von vielen Ökonomen erwartet.

Innerhalb Europas unterstützte die Zinspolitik der Zentralbank (EZB) in 2017 steigende Konsumausgaben, die für eine allgemeine konjunkturelle Belebung sorgten. Dem wirkten auf europäischer Ebene der wieder gestiegene Ölpreis sowie die Auswirkungen des Brexit entgegen. Insgesamt sind die weiteren Folgen des EU-Austritts Großbritanniens noch immer nicht absehbar und werden seitens der Ökonomen weiterhin mit Sorge gesehen.

Generell blickt auch die deutsche Wirtschaft auf eine positive Entwicklung im Jahr 2017 zurück. So stieg das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr an. Die Wirtschaft entwickelte sich damit dynamischer als noch zu Beginn des Jahres prognostiziert. Getragen wurde diese Entwicklung unter anderem durch eine deutliche Verbesserung der Beschäftigungszahlen und den damit einhergehenden höheren Konsumausgaben, die weiterhin auch durch die Verfügbarkeit günstiger Kredite begünstigt wurden. So erhöhte sich in 2017 der Umsatz im Bauhauptgewerbe, wobei sich der Hochbau besser entwickelte als der Tiefbau. Treibende Kraft war dabei auch im zurückliegenden Jahr erneut der starke Wohnungsbau. Von Januar bis Oktober 2017 lag hier der Umsatzzuwachs bei 8,9 %. Deutlich geringere Zuwächse wiesen unterdessen der Wirtschaftshochbau und der öffentliche Hochbau auf, hier waren Steigerungen von 2,1 % bzw. 4,8 % zu verzeichnen.

Dies wirkte sich auch auf das Bauhauptgewerbe aus, das sich positiv entwickelte. Insgesamt stellte sich das Bauhauptgewerbe auf Basis der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2017 mit einer Steigerung von etwa 6 % besser dar als noch zu Jahresbeginn von den Branchenexperten prognostiziert. Für den Hochbau ist von einer Erhöhung des Umsatzes von etwa 7 % auszugehen. Weiterhin positiv entwickelten sich dabei auch die Wohnungsbautätigkeiten. Die Anzahl der Baugenehmigungen ging hingegen um knapp 8 % zurück. Außerdem war die Fertigstellungsrate im Wohnungsbau in 2017 durch die oft fehlende Verfügbarkeit von Handwerkern und Fachkräften negativ beeinflusst. Dies hatte auch entsprechende Auswirkungen auf die Entwicklung der Westag & Getalit AG im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Geschäftsverlauf 2017

In 2017 erzielte die Westag & Getalit AG Konzernumsatzerlöse in Höhe von 234,4 Mio. €. Damit ist es dem Konzern gelungen, aufgrund einer Geschäftsbelebung im vierten Quartal 2017 auf Jahressicht einen Umsatzanstieg zu realisieren. Insgesamt lag der Umsatz nur leicht über dem Vorjahreswert von 233,0 Mio. € und konnte somit nicht an die Entwicklung des Bauhauptgewerbes anknüpfen. Ursächlich für den Anstieg des Konzernumsatzes in 2017 war die Steigerung der Exporterlöse. Mit der Entwicklung der Umsatzerlöse entsprechen wir insgesamt unseren zu Jahresbeginn ausgegebenen Prognosen, nach denen wir von einem leichten Umsatzzuwachs ausgegangen waren.

Export

In 2017 stellte sich die Entwicklung der Exportumsatzerlöse mit einem Anstieg von 8,8 % auf 54,6 Mio. € besonders positiv dar (Vorjahr 50,2 Mio. €). Damit verbesserte sich der Exportumsatz überproportional und spiegelt die intensiven Vertriebsanstrengungen in den ausländischen Märkten wider. Die Exportquote stieg damit einhergehend von 21,5 % auf 23,3 %.

Oberflächen/Elemente

Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente konnten in 2017 von 98,4 Mio. € auf 100,6 Mio. € gesteigert werden. Während wir mit der Umsatzentwicklung im Inland nicht zufrieden waren, konnten im Rahmen der Vertriebsanstrengungen die Exporterlöse der Sparte im Geschäftsjahr 2017 um 7,5 % auf 30,2 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 28,1 Mio. €). Die Exportquote verbesserte sich damit einhergehend von 28,6 % auf 30,0 %.

Türen/Zargen

Die Umsatzerlöse der Sparte Türen/Zargen lagen mit 126,9 Mio. € nur geringfügig niedriger als der Vorjahreswert von 127,0 Mio. €. Damit bleibt die Geschäftsentwicklung der Sparte weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Exportumsatz erhöhte sich in 2017 von 22,1 Mio. € auf 24,4 Mio. €. Dies führte zu einer Verbesserung der Exportquote von 17,4 % auf 19,2 %. Diese positive Entwicklung der Exporterlöse ist auf eine Belebung des Projektgeschäfts zurückzuführen. Eine durchgehend hohe Kapazitätsauslastung und daraus resultierende längere Lieferzeiten verhinderten eine bessere Entwicklung des Inlandsgeschäfts.

Lage des Konzerns

Ertragslage

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich in 2017 auf 9,1 Mio. €. Neben dem Anstieg verschiedener Aufwandsarten lag das Ergebnis aufgrund von Einmaleffekten unter dem Vorjahreswert von 10,5 Mio. €. So wirkte sich beispielsweise die in 2017 vorgenommene Neuordnung des dekorativen Produktsortiments für den Innenausbau aufgrund ihrer Komplexität und der damit einhergehenden zeitlichen Verzögerung insbesondere negativ auf die Ertragslage der Sparte Oberflächen/Elemente aus. Zudem hat der Vorstand der Westag & Getalit AG entschieden, die Geschäftstätigkeit der russischen Vertriebsgesellschaft einzustellen, da sich die Erwartungen an diesen Markt nicht erfüllt haben. Die daraus resultierenden Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. € sind ebenfalls im Konzernabschluss 2017 berücksichtigt. Insgesamt bewirkte die Erhöhung wesentlicher Aufwandsarten, dass entgegen der ursprünglichen Prognose ein Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war. Von dem Anstieg waren insbesondere die Material-, Instandhaltungs- und Werbeaufwendungen betroffen.

Die gestiegenen Materialkosten resultierten aus höheren Einkaufspreisen für einzelne Materialarten sowie dem notwendigen verstärkten Zukauf von Handelswaren. Insgesamt hat sich die Materialaufwandsquote des Konzerns in 2017 von 47,8 % auf 48,8 % erhöht.

Demgegenüber verringerte sich die Personalaufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr von 32,2 % auf 31,7 %. Dieser Rückgang resultiert unter anderem aus der gesunkenen Mitarbeiteranzahl und der ergebnisbedingten Verringerung von variablen Vergütungsbestandteilen. Wie in den Vorjahren trug zudem auch die unternehmenseigene Energieversorgung nach Abzug der entsprechenden Aufwendungen positiv zum Ergebnis bei.

Die Abschreibungen verringerten sich von 10,1 Mio. € in 2016 auf 9,8 Mio. € in 2017. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen in 2017 von 27,3 Mio. € auf 30,2 Mio. €. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus höheren Instandhaltungskosten, die zum Teil für nicht vorhersehbare Reparaturen der KWK-Anlage anfielen. Zudem stiegen auch die Werbekosten. Ursächlich hierfür waren die turnusmäßig stattfindenden Leitmessen sowie die Belastungen aus der schon beschriebenen Sortimentsneuordnung einschließlich der hierfür notwendigen externen Dienstleister.

Insgesamt ergab sich damit einschließlich notwendiger Aufwendungen für die Beendigung des Geschäftsbetriebs der russischen Tochtergesellschaft mit 12,9 % (Vorjahr 11,7 %) ein erhöhter Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Konzernumsatz.

Wie in den Vorjahren trug die unternehmenseigene Energieversorgung trotz hoher Instandhaltungsaufwendungen positiv zum Ergebnis der Westag & Getalit AG bei.

Finanzlage

Die liquiden Mittel haben sich zum 31.12.2017 um 7,0 Mio. € auf 16,9 Mio. € verringert. Ursächlich für diesen Rückgang ist der um 7,0 Mio. € niedrigere Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Zum anderen wirkten sich die gegenüber dem Vorjahr höheren Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie der gesunkene Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mindernd auf die Liquidität aus. Auch weiterhin verzeichnet die Westag & Getalit AG keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Vermögenslage

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich zum 31.12.2017 auf 166,5 Mio. € (Vorjahr 164,7 Mio. €). Während sich das Anlagevermögen als Folge der über den Abschreibungen liegenden Investitionen erhöhte, reduzierte sich das Umlaufvermögen von 85,8 Mio. € auf 83,0 Mio. €. Während bei Vorräten und Forderungen ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, verringerten sich die liquiden Mittel von 23,9 Mio. € auf 16,9 Mio. €.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital des Konzerns mit 108,8 Mio. € nahezu unverändert (Vorjahr: 108,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote belief sich damit zum 31.12.2017 auf 65,3 % (Vorjahr 65,7 %). Der Anstieg der Pensionsverpflichtungen führte zu einer Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals von 27,9 Mio. € auf 28,3 Mio. €. Gleichzeitig stieg das kurzfristige Fremdkapital aufgrund stichtagsbedingt höherer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,9 Mio. € auf 29,5 Mio. €.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Jahr auf 13,8 Mio. € (Vorjahr 8,0 Mio. €). Den Investitionen standen dabei in 2017 Abschreibungen in Höhe von 9,8 Mio. € gegenüber (Vorjahr 10,1 Mio. €).

Aufgrund der anhaltend guten Auslastung bildete die weitere Kapazitätsausweitung in der Sparte Türen/Zargen den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2017. Dies umfasst eine mehrjährige, noch nicht abgeschlossene Investition in die Zargenendbearbeitung. Darüber hinaus werden die technischen Anlagen in den Sparten auch weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten. Mit den realisierten Investitionen wird die Basis geschaffen, auch in Zukunft von den positiven Rahmenbedingungen im In- und Ausland zu profitieren.

Beteiligungen

Seit dem Jahr 2006 ist die Westag & Getalit AG mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus verschiedenen Materialien von HPL über Mineralwerkstoff bis hin zu Naturstein und Massivholz. Sie beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten. Im Jahr 2017 hat diese Gesellschaft zusammen mit ihren Tochterunternehmen einen Umsatz von 20,5 Mio. € erzielt (Vorjahr 19,2 Mio. €). Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 1,3 Mio. € in 2016 auf 1,4 Mio. € in 2017. Die Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sind mit dem at equity ermittelten Wert im Konzernabschluss der Westag & Getalit AG ausgewiesen. Der Geschäftsbetrieb der Tochtergesellschaft in Russland wurde zwischenzeitlich eingestellt, weil sich die Erwartung an die dortige Marktentwicklung nicht erfüllt hat.

Kurzfristige Vermögenswerte

Zur Absicherung der Versorgung wurden die Vorräte um 2,7 Mio. € auf 36,5 Mio. € erhöht. Aufgrund der verbesserten Umsätze im vierten Quartal 2017 stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr von 26,5 Mio. € auf 27,9 Mio. €.

Bestand an eigenen Aktien

Zum 31.12.2017 hatte die Westag & Getalit AG 365.066 eigene Aktien im Bestand (Vorjahr 340.827 Stück). Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Die grundsätzliche Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 bis zum 17.08.2020 erteilt. Mit Beschluss vom 12.12.2017 genehmigte der Aufsichtsrat die Verlängerung des laufenden Rückkaufprogramms bis zum 31.12.2018. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den Regeln der IFRS direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Langfristiges Fremdkapital

Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich leicht von 26,5 Mio. € auf 26,9 Mio. €. Neben einem erfolgsneutralen zinsbedingten Anstieg in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €) ergab sich eine erfolgswirksame Zuführung in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €).

Aktiva

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31.12.2017

in T€
31.12.2016

in T€
Veränderung z. Vj.

in T€
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 76.775 72.219 4.056
Finanzanlagen 1.200 1.507 - 307
Anlagevermögen 77.975 74.226 3.749
Vorräte 36.505 33.832 2.673
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 29.496 27.922 1.574
Guthaben bei Kreditinstituten 16.911 23.651 - 6.740
Umlaufvermögen 82.912 85.405 - 2.493
Rechnungsabgrenzungsposten 85 103 - 18
160.972 159.734 1.238

Passiva

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31.12.2017

in T€
31.12.2016

in T€
Veränderung. Vj

in T€
Gezeichnetes
Kapital 13.709 13.771 - 62
Rücklagen 85.714 85.704 10
Bilanzgewinn 10.802 11.768 - 966
Eigenkapital 110.225 111.243 - 1018
Sonderposten mit Rücklageanteil 154 163 - 9
Pensionsrückstellungen 19.770 18.398 1.372
Übrige Rückstellungen 16.802 18.121 - 1.319
Rückstellungen 36.572 36.519 53
Verbindlichkeiten 14.021 11.809 2.212
160.972 159.734 1.238

Ertragslage der Westag & Getalit AG (HGB)

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2017

in T€
2016

in T€
Veränderung z. Vj.

in T€
Umsatzerlöse 234.416 233.018 1.398
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 608 - 805 1.413
Andere aktivierte Eigenleistungen 413 244 169
Sonstige betriebliche Erträge 1.811 1.595 216
Materialaufwand - 114.317 - 111.307 - 3.010
Personalaufwand - 74.712 - 73.979 - 733
Abschreibungen - 9.760 - 10.071 311
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 30.048 - 29.084 - 964
Erträge aus Beteiligungen 333 366 - 33
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 69 26 43
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - 347 0 - 347
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 721 - 707 - 14
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 2.694 - 3.182 - 488
Ergebnis nach Steuern 5.051 6.114 - 1.063
Sonstige Steuern - 333 - 286 - 47
Jahresüberschuss 4.718 5.828 - 1.110

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden, sind Umsatz und Ergebnis. Die für die Analyse der Lage beschriebene Entwicklung der Investitionen, Forderungen und Vorräte sowie die Wertschöpfung stellen weniger bedeutsame, aber wichtige Nebenaspekte dar. Zum besseren Verständnis der Gesamtentwicklung dienen außerdem die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Diese thematisiert die Gesellschaft unter Betrachtung der „Umweltbelange", „Arbeitnehmerbelange", „Sozialbelange", „Achtung der Menschenrechte" sowie „Bekämpfung von Korruption und Bestechung". Ausführliche Angaben dazu finden sich im gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2017, der unter www.westag-getalit.com/nichtfinanzielle-berichte zum Download bereitsteht.

Wertschöpfung

Auf der Entstehungsseite verringerte sich die Nettowertschöpfung um 2,4 % auf 83,8 Mio. € (Vorjahr 85,9 Mio. €). Trotz der gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % verbesserten Gesamtleistung ist der Rückgang auf höhere Materialkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 5,4 Mio. € zurückzuführen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich auf 9,8 Mio. €.

Bei der Verwendung der Nettowertschöpfung entfielen 74,3 Mio. € auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns (Vorjahr 75,1 Mio. €). Im Rahmen des diesjährigen Dividendenvorschlags reduziert sich der Anteil, der auf die Aktionäre entfällt, auf 4,1 Mio. €. Ebenso verringerte sich mit der Entwicklung des Jahresüberschusses sowohl der über Steuern an den Staat abzuführende als auch der im Konzern verbleibende Anteil.

Mitarbeiter

Zum 31.12.2017 beschäftigte der Konzern insgesamt 1.279 Mitarbeiter gegenüber 1.308 zum Vorjahresstichtag. In dieser Gesamtzahl sind 58 Auszubildende enthalten (Vorjahr 61). Die Ausbildungsquote lag in 2017 damit bei 4,5 %. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter lag in 2017 unverändert bei 18 Jahren.

Um Auslastungsspitzen innerhalb der Fertigung abzudecken, unterstützten uns im abgelaufenen Jahr erneut Personaldienstmitarbeiter. Zum 31.12.2017 waren es insgesamt 52 Personen (Vorjahr 66). In 2017 sind sechs Personaldienstmitarbeiter als fest angestellte Arbeitnehmer übernommen worden.

Produktentwicklung

Besonders wichtig ist die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte. Neben den dekorativen Aspekten in der Oberflächenentwicklung stehen dabei auch die technischen Eigenschaften unserer Werkstoffe im Vordergrund. Ein weiterer Schwerpunkt liegt zudem in der Entwicklung neuer Funktionalitäten beziehungsweise Produktverbesserungen, die sich beispielsweise in der Montagefreundlichkeit unserer Türen und Zargen ausdrücken. Im Rahmen der Ansprache industrieller Abnehmer werden darüber hinaus zielgerichtet Produktentwicklungen vorangetrieben, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Kundengruppe ausgerichtet sind.

Umweltmanagement

Der Konzern hat es sich zur Aufgabe gemacht, entlang seiner Wertschöpfungskette stets die Balance zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg, dem Schutz der Umwelt sowie seiner gesellschaftlichen Verantwortung zu halten. Neben den wirtschaftlichen Belangen, die für die Westag & Getalit AG im Rahmen ihrer nachhaltigen Unternehmensentwicklung besonders wichtig sind, steht für das Unternehmen ebenso der schonende Umgang mit Natur und Umwelt im Vordergrund. Dazu gehören unter anderem die Betrachtung von Energiemengen und Emissionen, vor allem aber auch die Langlebigkeit der Produkte und der Schutz von Ökosystemen und Rohstoffen. In diesem Sinne investiert das Unternehmen in umweltfreundliche Produktionsverfahren und optimiert dahingehend die bestehenden Anlagen. Dank dieser

Maßnahmen gelingt es der Westag & Getalit AG, den Rohstoff- und Energieverbrauch zu reduzieren sowie die Umweltbelastungen, z. B. in Form von Emissionen, gering zu halten. Die Belegschaft teilt und unterstützt diese Prinzipien und ist motiviert, zur weiteren Verbesserung der rücksichtsvollen und schonenden Arbeitsweisen aktiv beizutragen.

Weiterführende Angaben hinsichtlich des Umweltmanagements der Gesellschaft sind im gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2017 enthalten.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge in 2018 ergeben, die sich besonders auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

Für 2018 ist auch weiterhin von einem generell günstigen Umfeld für die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb Europas auszugehen. Wesentliche Beeinträchtigungen können sich dabei aus der weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise und den Auswirkungen des Brexit auf die europäische Wirtschaft ergeben. Zudem steht die Wirtschaft im Euroraum unter dem Einfluss der weiteren Entwicklung des Zinsumfelds und der damit einhergehenden Konsumausgaben.

Auch für die deutsche Wirtschaft ist für 2018 vor diesem Hintergrund eine generell positive Entwicklung zu erwarten. Dies äußert sich auch bei der Betrachtung des Bauhauptgewerbes, wenngleich die Baugenehmigungen bereits in 2017 um etwa 8,0 % zurückgingen. So prognostizieren der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes unter diesen Voraussetzungen einen Umsatzzuwachs für 2018 von 4,0 % für das Bauhauptgewerbe insgesamt. Dabei gehen die Branchenexperten von einem Umsatzzuwachs im Wohnungsbau von 3,5 % und für die Bereiche des gewerblichen und des öffentlichen Baus von jeweils 4,0 % in 2018 aus.

Konzernausblick

Auf Basis der erwähnten Prognosen für die deutsche Bauindustrie, die im Wesentlichen das Geschäft unserer Sparte Türen/Zargen beeinflusst, gehen wir grundsätzlich von einem positiven Marktumfeld in 2018 aus. Ein zusätzlicher Faktor dieser Umsatzerwartung ist dabei auch der weitere Ausbau unserer Vertriebsaktivitäten in der Sparte Oberflächen/Elemente.

Die Entwicklung der für uns immer wichtiger werdenden Exportmärkte wird auch in 2018 wieder von den vorherrschenden Unsicherheiten beeinflusst. Insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Nachbarländern wird in den nächsten Monaten durch die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB und die mit dem Brexit verbundenen Auswirkungen geprägt sein. Vor diesem Hintergrund bleibt eine genaue Prognose für unsere Geschäftsentwicklungim Ausland schwierig. Zusammenfassend sind wir jedoch aufgrund unseres auf die jeweiligen Märkte zugeschnittenen Produktportfolios optimistisch, unsere Exportaktivitäten bei entsprechender Wirtschaftslage weiter steigern zu können. Mögliche Auswirkungen des Brexit auf die Geschäftsentwicklung der Westag & Getalit AG sind aus heutiger Sicht nicht wesentlich.

Um uns den Herausforderungen der Märkte zu stellen, werden wir auch zukünftig unsere Investitionsstrategie fortführen. Für das Jahr 2018 haben wir Investitionen in Höhe von rund 16,0 Mio. € vorgesehen. Im Vordergrund steht dabei aufgrund der aktuellen und erwarteten Nachfragesituation die Ausweitung unserer Kapazitäten in der Sparte Türen/Zargen. Dies umfasst insbesondere die Fertigstellung der mehrjährigen Investition in die Zargenendbearbeitung. Mit den darüber hinaus vorgesehenen Investitionen in der Sparte Oberflächen/Elemente zur Optimierung der betrieblichen Abläufe und der technischen Anlagen halten wir unsere Werke auch zukünftig auf einem technisch hohen Niveau.

Die negative Ergebnisentwicklung in 2017 war wesentlich durch die Einmaleffekte des komplexen Wechsels des Produktsortiments und der Schließung des Geschäftsbetriebs der russischen Tochtergesellschaft beeinflusst. Für die Zukunft wird es entscheidend sein, ob es der Westag & Getalit AG gelingt, anfallende Steigerungen bei den wesentlichen Aufwandsarten, insbesondere bei den Rohmaterialien, durch eigene Preiserhöhungen zu kompensieren. Unter der Voraussetzung eines weiterhin günstigen Konjunkturumfelds, erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2018 in beiden operativen Sparten einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse und strebt eine im Vergleich dazu höhere prozentuale Ergebnisverbesserung an, die jedoch durch die genannten Kostensteigerungen beeinträchtigt werden kann.

Chancenbericht

Mit der konsequenten Verfolgung einer wertorientierten Unternehmensphilosophie ergeben sich für die Westag & Getalit AG und den Konzern zahlreiche Chancen. Als einer der führenden Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen bewegen wir uns in einer sich stetig weiterentwickelnden Branche, in der wir mit unseren Produkten gut positioniert sind.

Solides Fundament

Grundsätzlich steht langfristig ein gesundes und organisches Wachstum im Fokus unserer Aktivitäten. Die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von etwa 65 % und einer zufriedenstellenden Liquidität verschafft uns Sicherheit und bietet Raum für die zukünftige Entwicklung. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.

Unabhängigkeit

Durch eine breite Produktdiversifikation und die Bearbeitung unterschiedlicher Märkte sind wir von einzelnen Marktentwicklungen weniger abhängig. Des Weiteren bestehen keinerlei Bankverbindlichkeiten, dadurch wird unsere finanzielle Unabhängigkeit gesichert. Durch die Errichtung sowie die vorgenommenen Erweiterungen der energetischen Anlagen können wir den Strom- und Wärmebedarf an unseren Produktionsstandorten weitestgehend selbst erzeugen.

Moderne Fertigungstechnik

Kontinuierliche Investitionen sichern den technologischen Standard in unseren Werken. Zur Steigerung der Produktivität und Flexibilität bauen wir unsere Anlagen daher stetig aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, Produkte, bei denen es wirtschaftlich sinnvoll ist, ab Stückzahl eins in kurzer Lieferzeit bereitstellen zu können. Bei einer immer individueller werdenden Nachfrage eröffnen sich damit neue Chancen für uns.

Marktkonforme Unternehmensstruktur

Die operative Eigenständigkeit der beiden Produktsparten gewährleistet eine auf den Markt zugeschnittene Vertriebs- und Entwicklungsarbeit. Zugleich bündelt der Zentralbereich übergreifende Funktionen und bildet damit eine Serviceeinheit für alle produktiven Bereiche des Unternehmens.

Produktvielfalt

Auf Nachfrageschwankungen und marktseitig wechselnde Produktnachfragen können wir aufgrund der hohen Diversifikation der Produktpalette und der Kundenstruktur flexibel eingehen.

Schnelligkeit in der Auftragsabwicklung

Zuverlässigkeit, Termintreue und kurze Lieferzeiten sind drei wesentliche Erfolgsfaktoren, die wir mit unseren ausgefeilten internen und externen Logistikprozessen im Sinne unserer Kunden kontinuierlich optimieren. So können wir aufgrund ausgereifter Prozesse sehr schnell auf marktbedingte Veränderungen eingehen und die Nachfrage entsprechend bedienen.

Hohe Fertigungstiefe

Aufgrund der hohen Fertigungstiefe in unseren Produktsegmenten sind wir in der Lage, sehr kurzfristig zu agieren. Damit verfügen wir über eine relativ kurze Markteinführungsphase, die es uns ermöglicht, schnell auf neue Trends bzw. Produktnachfragen zu reagieren, ohne unmittelbar von Dritten abhängig zu sein.

Konjunkturelle Chancen

Bei einer sich weiter positiv entwickelnden Baukonjunktur, vor allem im öffentlichen und im gewerblichen Hochbau, bestehen aufgrund unseres facettenreichen Produktportfolios und unserer Vertriebsaktivitäten gute Chancen für einen Umsatzzuwachs. Besonderes Potenzial sehen wir dabei in den Exportaktivitäten.

Risikobericht

Vorbemerkung

Die Geschäftstätigkeit der Westag & Getalit AG ist, wie jedes unternehmerische Handeln, mit zahlreichen Chancen und Risiken verbunden. Die Risiken können sowohl aus eigenem unternehmerischen Handeln resultieren als auch durch externe Faktoren hervorgerufen werden. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben. Aufgabe unseres Risikomanagements und -controllings ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche unternehmensinternen Gremien hierüber informiert und welche Maßnahmen ergriffen werden.

Durch eine entsprechende Organisation, einschlägige Regelungen und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Über bestehende größere Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, werden abschließend bewertet und der Umgang mit diesen mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses 2017 das Risikofrüherkennungssystem der Westag & Getalit AG hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen geprüft und festgestellt, dass das eingesetzte System alle notwendigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Die Risiken, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind, stellen wir nachfolgend zusammen mit den entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements dar. Ergänzend weisen wir darauf hin, dass die nachstehend dargestellten Risiken nach unserer Einschätzung weder einzeln noch zusammen unser Unternehmen in seiner Gesamtheit gefährden können. Weitere Einzelheiten zu diesen Risiken sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Zusammenfassung der Risiken

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Einzelrisiko Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen Veränderung gegenüber 2016
Konjunkturelle Risiken Möglich Wesentlich
Absatzrisiken Möglich Wesentlich
Ausfallrisiken Möglich Moderat
Beschaffungsrisiken Möglich Wesentlich
Operative Risiken Möglich Wesentlich
Personalrisiken Möglich Wesentlich
Finanz- und Währungsrisiken Unwahrscheinlich Moderat

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Konjunkturelle Risiken

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund ihrer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Küchenmöbelbranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Daher beobachten und analysieren wir ständig die für uns maßgeblichen Konjunktur- und Branchenentwicklungen. Allerdings verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur und damit über ausreichende Reserven, um etwaige Konjunkturrückgänge in den vorgenannten Branchen zu verkraften.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Diese werden maßgeblich von der Konjunktur in unseren Absatzmärkten, unseren Produkten und der Wettbewerbssituation bestimmt. Dadurch, dass unsere Produkte teilweise auf unterschiedlichen Märkten vertrieben werden, erreichen wir eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises sowie die Lieferfähigkeit mit kurzen Lieferzeiten eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen daher, diesen Risiken einerseits durch eine ständige Veränderung unseres Produktportfolios und andererseits durch eine weitere Streuung unserer Absatzmärkte zu begegnen, um immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig zu sein. Ferner investieren wir in Bereichen, in denen eine Vollauslastung besteht, in die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten und verbessern ständig unsere Betriebsabläufe, um möglichst kurze Lieferzeiten zu gewährleisten.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer Absicherung unserer wesentlichen Kundenforderungen durch eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften oder Garantien absichern.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren für uns deutlich erhöht. Gründe hierfür sind die Reduzierung von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten sowie die Verknappung bestimmter Holzarten. Darüber hinaus sind wir aktuell mit Preiserhöhungen bei den von uns bezogenen Chemikalien, Papieren und Holzwerkstoffen konfrontiert.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Das Problem der Verknappung von holzbasierten Materialien wird aufgrund steigender Nachfrage und beschränkender gesetzlicher Regelungen allerdings zunehmend gravierender. Unsere Möglichkeiten, Preissteigerungen bei Rohstoffen zu begegnen, sind bei bestimmten Materialien angesichts der starken Marktstellung einzelner Anbieter begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und unsere eigenen Verkaufspreise möglichst zeitnah und in angemessener Höhe anzupassen. Unerwarteten Spezifikationsänderungen und Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch entsprechende vertragliche Regelungen, einer hohen Kontrolldichte bei den Wareneingangsprüfungen und regelmäßigen produktionsbegleitenden Prüfungen. Im Bereich der Energieträger nutzen wir seit einigen Jahren die Möglichkeit, Preise und Mengen für Erdgas und Strom in Teilen längerfristig abzusichern. Dieses bietet zusätzliche Chancen, diese Energieträger günstig einzukaufen, birgt andererseits aber auch das Risiko einer falschen Markt- und Preiseinschätzung. Wir begegnen diesem Risiko durch eine intensive Marktbeobachtung, die Konsultation von Fachleuten, den sukzessiven Kauf von Teilmengen und die Aufteilung der Beschaffungsmengen auf verschiedene Zeiträume.

Operative Risiken

Eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist es, die Herstellung unserer Produkte in den vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst guten Kostenstruktur zu gewährleisten. Wir sind daher ständig damit befasst, unsere Herstellungsverfahren zu verbessern sowie neue zu entwickeln und bei entsprechender Eignung im Unternehmen zu implementieren. Dem Risiko von Produktionsausfällen begegnen wir durch gründliche und vorbeugende Wartungs- und Instandhaltungssarbeiten am bestehenden Maschinenpark. Durch regelmäßige Modernisierungen wird er auf einem hohen technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen sowie durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren redundante Hardware- und Netzwerkkomponenten sowie eine moderne Infrastruktur die höchstmögliche Systemverfügbarkeit und höchste Sicherheit für unsere Datenbestände. Ferner werden Datenverluste durch die tägliche Sicherung unserer relevanten Daten minimiert und Systemausfallzeiten durch den Einsatz eines entsprechend geschulten Teams so gut wie ausgeschlossen. Darüber hinaus haben wir zahlreiche technische und administrative Maßnahmen ergriffen, um unbefugten Zugriffen aus dem Internet entgegenzuwirken und unsere Daten zu schützen.

Personalrisiken

Die individuellen Fähigkeiten, die fachliche Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Besetzung offener Stellen sind somit auch für uns potenzielle Risiken. Ein leistungsfähiges Personalmanagement, das sich um die Weiterbildung unserer Mitarbeiter kümmert und qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnt, sowie Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation sind daher für uns von erheblicher Bedeutung. Den Risiken, die mit einem Wissens- und Erfahrungsverlust aufgrund altersbedingter Abgänge von Mitarbeitern verbunden sind, begegnen wir durch entsprechende Qualifizierungen jüngerer Mitarbeiter und rechtzeitige Nachfolgeregelungen. Aufgrund der absehbaren demografischen Entwicklung, aber auch im Hinblick auf erkennbare Fehlentwicklungen im Bildungsbereich, haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Dieses erfolgt unter anderem im Rahmen von Praktika, Abschlussarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen.

Ergebnisbelastungen durch kurzfristige Absatzschwankungen begegnen wir mit unseren flexiblen Arbeitszeitmodellen, die es uns ermöglichen, schnell und angemessen zu reagieren und so negative Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Bei länger andauernden Abweichungen sind negative Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung jedoch nicht völlig zu vermeiden, da die eingesetzten Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung dann an ihre Grenzen stoßen.

Finanz- und Währungsrisiken unter Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von rund 65 % sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine Finanzierungsrisiken. Möglichen Devisenkursänderungen außerhalb der Eurozone begegnen wir dadurch, dass wir fast ausschließlich in Euro fakturieren. Lediglich unsere Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung werden grundsätzlich durch entsprechende Devisengeschäfte abgesichert. Auf der Einkaufsseite werden Materialbeschaffungen auf US-Dollar-Basis weitgehend durch entsprechende US-Dollar-Käufe gesichert.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten.

Die im Konzern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf die einzelnen Verantwortungsbereiche klar strukturiert. Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess im Wesentlichen beteiligten beiden Abteilungen, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind bezüglich der Abschlusserstellung klar getrennt. Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform und des dort installierten einheitlichen Berichtswesens sowie standardisierter EDV-unterstützter Abläufe. Die daran beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Bei den wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Die verwendeten Systeme sind durch spezielle Sicherungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zugriffsberechtigungen werden funktionsbezogen vergeben. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Kontrollen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls zügig umgesetzt.

Für die Erstellung von Pensionsgutachten und die Bearbeitung steuerrechtlicher Fragestellungen werden externe Dienstleister beauftragt.

Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine eindeutige Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, gegebenenfalls entdeckt und korrigiert werden.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Vergütungsgrundsätze und -strukturen sind so konzipiert, dass sie genügend Anreize bieten, die Gewinne des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Die Einzelheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses vom Aufsichtsrat vertraglich mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgelegt. Die monetären Vergütungsanteile enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem für den Zentralbereich verantwortlichen Vorstandsmitglied bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Dieser ist definiert als Ergebnis vor Körperschaftsteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich.

Darüber hinaus ist die variable Vergütung mit einem Nachhaltigkeitsfaktor versehen. Dieser führt im Ergebnis dazu, dass dem jeweiligen Vorstandsmitglied nur ein Teilbetrag der variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr endgültig zusteht. Ob und inwieweit das jeweilige Vorstandsmitglied auch Anspruch auf den restlichen variablen Betrag hat, hängt davon ab, ob sich die Ergebnisentwicklung auch in den beiden Folgejahren fortsetzt oder nicht. Hierdurch soll ein weiterer Anreiz für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung gegeben werden.

Für außerordentliche, nicht vorhersehbare Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Darüber hinaus enthalten alle Vorstandsverträge Obergrenzen für die variable Vergütung und die Gesamtbezüge. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird unter Berücksichtigung einer entsprechenden Abschlagszahlung jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, dass die Bezüge befristet fortgezahlt werden. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben. Ferner ist für die Vorstandsmitglieder eine D&O- sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen worden, für die die Gesellschaft die Versicherungsprämien trägt. Mit dem Vorstandsvorsitzenden ist ferner eine Pensionsvereinbarung getroffen worden.

Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht. Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung unserer Gesellschaft geregelt. Danach erhalten diese eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 12.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss erhält jedes Ausschussmitglied zusätzlich eine jährliche Vergütung von 2.500 € je Ausschuss. Der Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats wird nicht gesondert vergütet. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet. Außerdem ist für die Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung abgeschlossen worden.

Übernahmerelevante Angaben

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 14.643.200 €. Es ist eingeteilt in 5.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.

Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht

nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 AktG vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

365.066 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2017 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen.

Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 AktG maßgeblich.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17.08.2020 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und gegebenenfalls einzuziehen.

Weitere Tatbestände der §§ 289a, 315a HGB liegen nicht vor.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Gemäß Mitteilung vom 23.12.2013 sind der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, 75,5 % der Stimmrechtsanteile unserer Gesellschaft zuzurechnen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte zwischen der Gethalia Foundation auf der einen Seite sowie der Westag & Getalit AG und der OOO Westag & Getalit, Moskau, auf der anderen Seite getätigt worden sind. Zwischen der Westag & Getalit AG und der OOO Westag & Getalit, Moskau, wurden Rechtsgeschäfte aus Warenlieferungen und Darlehensgewährungen zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Der Vorstand erklärt,

dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach §§ 289f, 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.com/unternehmensfuehrung verfügbar.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. Februar 2018

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wilhelm Beckers

Christopher Stenzel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück:

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Westag & Getalit AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Westag & Getalit AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, haben wir im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Ferner haben wir den als Anlage zum zusammengefassten Lagebericht im Bundesanzeiger zu veröffentlichenden Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach dem Entgelttransparenzgesetz nicht geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1) Umsatzrealisierung inkl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2) Abwertung der Vorräte

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen
(3) Verweis auf weitergehende Informationen

1. Umsatzrealisierung inkl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(1) Sachverhalt und Problemstellung

Einen hohen Anteil der Umsatzerlöse erzielt die Gesellschaft mit großen Handelspartnern. In diesem Zusammenhang ergeben sich in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 bedeutsame Forderungsbestände, denen ein langes Zahlungsziel zugrunde liegt, verbunden mit potentiellen Erlösschmälerungen aus Gewährleistungen und Reklamationen einerseits sowie Bonusvereinbarunge und Preisnachlässen andererseits.

Neben der unterjährigen Umsatzrealisierung aus Lieferungen und Leistungen und der Umsatzabgrenzung zum Jahresende sind dabei aus prüferischer Sicht insbesondere die Bewertung der betreffenden Forderungen unter vollständiger Berücksichtigung der oben genannten potentiellen Erlösschmälerungen von Bedeutung. Die Bemessung der zu berücksichtigen Erlösschmälerungen basiert zu einem bedeutsamen Teil auf Einschätzungen und Annahmen, die mit Ermessensspielräumen und Schätzunsicherheiten behaftet sind.

(2) Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns durch Aufbau- und Funktionsprüfungen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems im Bereich der Umsatzrealisierung insbesondere mit den mit diesen Kunden erzielten Umsätzen auseinandergesetzt. Dabei haben wir die Ausgestaltung und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen durch Nachvollziehen von entsprechenden Geschäftsvorfällen von deren Entstehung bis zur Abbildung im Jahresabschluss sowie durch Testen von Kontrollen beurteilt.

Neben analytischen Prüfungshandlungen zur Entwicklung der mit dem Sachverhalt verbundenen Posten im Jahresabschluss haben wir auf Basis risikoorientiert ausgewählter Stichproben Einzelfallprüfungen vorgenommen. Dabei beinhalteten unsere Prüfungshandlungen unter anderem die Prüfung der periodengerechten Umsatzabgrenzung zum Jahresende, die Bewertung der betreffenden Forderungen und die unterjährige Einhaltung der Zahlungsziele seitens der großen Handelspartner. Die angemessene Berücksichtigung von potentiellen Erlösschmälerungen haben wir durch Vergleich der angesetzten Werte mit Vergangenheitswerten, anhand uns vorgelegter vertraglicher Grundlagen und Befragungen beurteilt

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Zur Umsatzrealisierung einschließlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einschließlich der damit zusammenhängenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen wir auf die Angaben im Anhang sowie auf die im Anhang enthaltenen weitergehenden Erläuterungen zu den Posten 8. Umsatzerlöse, 2.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 5. Rückstellungen hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Boniansprüchen von Kunden.

2. Abwertung der Vorräte

(1) Sachverhalt und Problemstellung

Aufgrund der Vielfältigkeit des Produktsortiments und der Fertigungstiefe der Gesellschaft stellen die Vorräte insgesamt einen wesentlichen Teil der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände dar. Notwendige Abwertungen für die Überalterung, Qualitätsminderung oder Verwertungsrisiken auf die in der Bilanz ausgewiesenen Vorräte, die sich dem Grundsatz der vorsichtigen Bewertung ergeben, werden durch EDV-gestützte Abwertungsroutinen und ergänzende Einzelabwertungen ermittelt.

Darüber hinaus ergaben sich im Geschäftsjahr Umstellungen im Produktsortiment der Sparte Oberflächen/Elemente, die zum Teil auch einem modischen Wandel unterliegen können. Hiervon betroffen sind sowohl die Rohstoffe als auch fertige und unfertige Erzeugnisse. Darüber hinaus gibt es insbesondere im Bereich der Produkte, die an Baumärkte veräußert werden, Erzeugnisse, die über niedrigere Deckungsbeiträge als im übrigen Produktsortiment üblich, verfügen.

Im Hinblick auf die mit der Vorratsbewertung insgesamt und der in diesem Geschäftsjahr zusätzlichen Umstellung des Produktsortiments verbundenen Bewertungsrisiken und der damit in Zusammenhang stehenden Ermessensspielräume und Schätzungsunsicherheiten gehen wir von einem bedeutenden Sachverhalt aus.

(2) Prüferisches Vorgehen

Auf Grundlage unserer generell prozessorientierten Prüfung der Vorräte haben wir ein Verständnis über die für die Vorratsbewertung relevanten Produkte und möglichen Abwertungserfordernisse auf Basis der installierten EDV-gestützten Routinen sowie weitergehender Einzelsachverhalte gewonnen. Dies betraf im Geschäftsjahr insbesondere die genannten Umstellungen im Produktsortiment der Sparte Oberflächen/Elemente.

Neben analytischen Prüfungshandlungen haben wir weitere Prüfungshandlungen auf Stichprobenbasis definiert. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte nach risikoorientierten Kriterien wie lange Lagerdauer sowie geringe oder negative Deckungsbeiträge. Die Prüfungshandlungen umfassten vor allem die kritische Würdigung der Ergebnisse der Abwertungsroutinen, die Befragung der für die Vorratsbewertung verantwortlichen Mitarbeiter zur Plausibilität der getroffenen Annahmen und Schätzungen über die mögliche Verwertbarkeit sowie durch Vergleich der vorgenommenen Abwertungen mit den Schätzungen in den Vorjahren.

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Zu dem Posten Vorräte einschließlich der damit zusammenhängenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den gesonderten (zusammengefassten) nichtfinanziellen Bericht nach §§ 289b ff. HGB und die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289f HGB
den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex
die Versicherung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht und
den Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 f. EntgTranspG.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefasstne Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. Juni 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1995 als Abschlussprüfer der Westag & Getalit AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist WP/StB Michael Peters.

Hannover, den 23. Februar 2018

**PETERS & PARTNER GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Geschäftsentwicklung der Westag & Getalit AG war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 trotz grundsätzlich positiver konjunktureller Rahmenbedingungen in einigen Bereichen nicht zufriedenstellend.

Die Umsatzerlöse des Konzerns haben sich mit 234,4 Mio. € nur leicht gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von 233,0 Mio. € erhöht. Dabei konnten die Exporterlöse erfreulicherweise überproportional von 50,2 Mio. € auf 54,6 Mio. € gesteigert werden. Während die Umsatzerlöse der Sparte Türen/Zargen kapazitätsbedingt nahezu auf Vorjahresniveau lagen, konnte die Sparte Oberflächen/Elemente ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr leicht steigern.

Der Konzernjahresüberschuss war aufgrund der Erhöhung verschiedener Aufwandsarten, insbesondere im Zusammenhang mit den Aufwendungen für die Neuordnung des Produktsortiments in der Sparte Oberflächen/Elemente sowie der Einstellung des Geschäftsbetriebs der russischen Tochtergesellschaft, rückläufig. Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 6,5 Mio. € und lag damit unter dem Vorjahresergebnis von 7,6 Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, dem Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Als Kontrollorgan hat er insbesondere die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und diesen somit bei der Leitung des Unternehmens beratend unterstützt. Der Vorstand hat uns regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte zeitnah und umfassend über die verfolgten Strategien, die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die wirtschaftliche Lage des Konzerns, den Stand der Investitionen sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen informiert. Diese Berichte sowie strategische Themenstellungen wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich erörtert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten dabei stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die übrigen Mitglieder haben auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch untereinander sowie mit dem Vorstand gestanden. Wesentliche Geschäftsvorgänge, für die die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben wir ausführlich erörtert und die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat gab es nicht.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2017 zu vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen. An diesen nahmen stets alle Aufsichtsratsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter der von uns beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und - bis auf die Sitzung am 19.09.2017 - auch alle Vorstandsmitglieder teil. Die Gespräche waren dabei stets durch eine offene, sachliche und konstruktive Atmosphäre gekennzeichnet.

In der Aufsichtsratssitzung am 29.03.2017 standen der Jahres- und Konzernabschluss 2016 der Westag & Getalit AG sowie die Beschlussfassung über den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 im Mittelpunkt der Erörterungen.

Im Anschluss an den Bericht des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung wurden verschiedene Einzelthemen besprochen. Dazu gehörten die Umsetzung wesentlicher Vertriebsprojekte sowie das Risikomanagement.

In der im Anschluss an die Hauptversammlung am 27.06.2017 abgehaltenen Aufsichtsratssitzung wählte das Gremium Herrn Pampel erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Herrn Holzinger zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Die Zusammensetzung der drei Aufsichtsratsausschüsse wurde unverändert bestätigt. Themen dieser Sitzung waren insbesondere die anhaltenden Kapazitätsengpässe in der Sparte Türen/Zargen und die Entwicklung wesentlicher Aufwandsarten. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Zielgrößen für den Frauenanteil im Unternehmen und legte für die Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand neue Zielgrößen und Fristen fest. Weiter beschäftigten wir uns in dieser Sitzung mit der gesetzlichen Neuregelung zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie den voraussichtlichen Auswirkungen des Entgelttransparenzgesetzes. Dem in der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer wurde der entsprechende Prüfungsauftrag erteilt sowie bestimmte Steuerberatungs- und sonstige Beratungsleistungen genehmigt.

In der Aufsichtsratssitzung am 19.09.2017 diskutierten wir die aktuelle Situation in der Sparte Oberflächen/Elemente sowie bei unserer russischen Tochtergesellschaft. Außerdem nahmen wir die Amtsniederlegung des Vorstandsmitglieds Herr n David an und befassten uns mit den sich daraus ergebenden Folgen. Ferner stellte uns der Vorstand das weiterentwickelte Kennzahlensystem vor.

Wesentliche Themen der Aufsichtsratssitzung am 12.12.2017 waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten zehn Monaten des Geschäftsjahres sowie die Planungen für das Geschäftsjahr 2018. Nach intensiver Diskussion mit dem Vorstand nahmen wir die Planungen zustimmend zur Kenntnis. Ferner genehmigten wir den vom Vorstand erläuterten Investitionsplan für das Jahr 2018. Weitere Punkte waren die Erweiterung des Prüfungsauftrags für den Abschlussprüfer bezüglich des nichtfinanziellen Berichts, die Aktualisierung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in Anlehnung an den Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß

§ 161 AktG. Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Fortsetzung des Rückkaufs eigener Aktien bis zum 31.12.2018 und der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats.

Arbeit der Ausschüsse

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses trafen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zu zwei Sitzungen. Ferner wurden der Halbjahresfinanzbericht und die Quartalsmitteilungen im Jahr 2017 vor ihrer Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex in Telefonkonferenzen mit dem Vorstand erörtert.

In der Sitzung am 29.03.2017 befasste sich der Prüfungsausschuss schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2016.

In der Sitzung vom 11.12.2017 erörterte der Prüfungsausschuss zusammen mit einem Vertreter des Abschlussprüfers die Prüfungsschwerpunkte für den Jahresabschluss 2017. Ferner besprachen wir die Neufassungen der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und nahmen die regelmäßig durchzuführende Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit vor. Ein weiteres Thema war der neu zu erstellende nichtfinanzielle Bericht und die prüferische Durchsicht durch den Abschlussprüfer.

Am 29.03.2017 fand eine Sitzung des Personalausschusses statt. Darüber hinausgehende Abstimmungen erfolgten telefonisch.

In seiner Sitzung am 29.03.2017 beschloss der Nominierungsausschuss, Herrn Heite und Herrn Dr. Schönbeck zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat zu nominieren. Am 11.12.2017 tagte der Nominierungsausschuss erneut und befasste sich mit den auf der nächsten Hauptversammlung anstehenden Neuwahlen für den Aufsichtsrat. Herr Holzinger erklärte sich in der Sitzung bereit, erneut für dieses Amt zu kandidieren.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 nach den Regeln des HGB sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 nach den Regeln der IFRS aufgestellt. Darüber hinaus wurde ein zusammengefasster Lagebericht erstellt.

Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 27.06.2017 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft. Zur Erfüllung des Prüfungsauftrags des Aufsichtsrats hat der Aufsichtsrat den Abschlussprüfer ergänzend beauftragt, den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2017 einer prüferischen Durchsicht zu unterziehen.

Der Jahresabschluss nach HGB und der nach den IFRS-Regeln aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht, den Corporate Governance Bericht, den Vergütungsbericht, den Bericht nach dem Entgelttransparenzgesetz sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats erhalten. In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 21.03.2018 und der

Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am Folgetag wurden diese jeweils unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dieser berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Ferner informierte er über seine Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft, die zu keinen Beanstandungen geführt hat. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen.

Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht haben wir geprüft. Dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers haben wir uns aufgrund eigener Feststellungen und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Erklärung zur Unternehmensführung haben wir zugestimmt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir uns nach eigener Prüfung ebenfalls angeschlossen.

Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben.

Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk: „Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands zu dem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre enormen Anstrengungen und Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, den 22. März 2018

Der Aufsichtsrat

Klaus Pampel, Vorsitzender

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Westag & Getalit AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 07. Februar 2017, die am 24. April 2017 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 15.12.2016 entsprochen wurde

1. Die Möglichkeit, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben wird Beschäftigten und Dritten nicht eingeräumt (Kodex Ziffer 4.1.3, Satz 3).

In unserem Unternehmen herrscht ein Klima der offenen Diskussion. Darüber hinaus wird ab 12.12.2017 den Beschäftigten und Dritten die Möglichkeit eingeräumt, Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben.

2. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht nicht individualisiert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt (Kodex Ziffer 4.2.5, Absätze 3 und 4).

Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18.08.2015 nicht vorgenommen.

3. Für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist keine Regelgrenze festgelegt (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2).

Der Aufsichtsrat hält eine solche Grenze nicht für sachdienlich.

4. Der aktuelle Corporate Governance Bericht der Gesellschaft informiert nicht über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen der Mitglieder (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 4).

Vorstand und Aufsichtsrat sehen hierzu keine Veranlassung.

5. Es werden nicht die Lebensläufe aller Aufsichtsratsmitglieder jährlich aktualisiert ständig auf der Webseite des Unternehmens veröffentlicht (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 5).

Anlässlich der Neuwahlen zum Aufsichtsrat wird jeweils der aktuelle Lebenslauf des oder der Kandidaten bei den Dokumenten zur Hauptversammlung auf der Website des Unternehmens veröffentlicht. Ferner stellen sich die Kandidaten in der jeweiligen Hauptversammlung persönlich vor. Darüber hinaus sind die Lebensläufe aller Aufsichtsratsmitglieder seit dem 12.12.2017 auf unserer Homepage veröffentlicht.

6. Der Vorsitz in den Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder satzungsgemäß nicht gesondert berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 1, Satz 2).

Die Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen werden gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 07. Februar 2017, die am 24. April 2017 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, seit dem 12.12.2017 entsprochen wird:

1. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht nicht individualisiert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt (Kodex Ziffer 4.2.5, Absätze 3 und 4).

Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18.08.2015 nicht vorgenommen.

2. Für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist keine Regelgrenze festgelegt (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2).

Der Aufsichtsrat hält eine solche Grenze nicht für sachdienlich.

3. Der aktuelle Corporate Governance Bericht der Gesellschaft informiert nicht über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen der Mitglieder (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 4).

Vorstand und Aufsichtsrat sehen hierzu keine Veranlassung.

4. Der Vorsitz in den Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder satzungsgemäß nicht gesondert berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 1, Satz 2).

Die Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen werden gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Rheda-Wiedenbrück, den 12.12.2017

Für den Aufsichtsrat

Klaus Pampel

Für den Vorstand

Wilhelm Beckers

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2017

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in € IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2016 3.826.785,32
Zugänge 498.424,71
Abgänge 20.925,32
Umbuchungen 0,00
Stand 31. Dezember 2016 4.304.284,71
Zugänge 666.626,62
Abgänge 125.824,03
Umbuchungen 111.778,50
Stand 31. Dezember 2017 4.956.865,80
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2016 2.782.913,53
Zuführungen 537.634,71
Auflösungen 20.925,32
Stand 31. Dezember 2016 3.299.622,92
Zuführungen 455.933,12
Auflösungen 125.824,03
Stand 31. Dezember 2017 3.629.732,01
NETTOBUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2016 1.004.661,79
Stand 31. Dezember 2017 1.327.133,79

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in € SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2016 63.421.362,01 128.604.042,50 88.479.824,61 5.914.212,93 286.419.442,05
Zugänge 678.418,72 2.363.355,26 3.347.996,41 1.090.892,36 7.480.662,75
Abgänge 275.927,68 218.218,73 1.669.526,82 0,00 2.163.673,23
Umbuchungen 4.293,00 4.392.904,02 1.302.398,46 - 5.699.595,48 0,00
Stand 31. Dezember 2016 63.828.146,05 135.142.083,05 91.460.692,66 1.305.509,81 291.736.431,57
Zugänge 1.808.519,83 2.327.720,68 4.165.687,51 4.849.855,53 13.151.783,55
Abgänge 0,00 3.229,47 1.984.171,55 0,00 1.987.401,02
Umbuchungen 190.533,05 144.586,35 719.356,04 - 1.166.253,94 - 111.778,50
Stand 31. Dezember 2017 65.827.198,93 137.611.160,61 94.361.564,66 4.989.111,40 302.789.035,60
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2016 40.060.110,08 98.293.395,50 74.235.431,10 0,00 212.588.936,68
Zuführungen 1.363.635,85 4.513.689,28 3.655.627,87 0,00 9.532.953,00
Auflösungen 275.927,68 218.218,73 1.605.376,82 0,00 2.099.523,23
Stand 31. Dezember 2016 41.147.818,25 102.588.866,05 76.285.682,15 0,00 220.022.366,45
Zuführungen 1.336.311,94 4.152.597,03 3.815.744,55 0,00 9.304.653,52
Auflösungen 0,00 3.229,47 1.982.033,55 0,00 1.985.263,02
Stand 31. Dezember 2017 42.484.130,19 106.738.233,61 78.119.393,15 0,00 227.341.756,95
NETTOBUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2016 22.680.327,80 32.553.217,00 15.175.010,51 1.305.509,81 71.714.065,12
Stand 31. Dezember 2017 23.343.068,74 30.872.927,00 16.242.171,51 4.989.111,40 75.447.278,65

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in € FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2016 0,00 1.200.013,15 0,00 30.200,00 1.230.213,15
Zugänge 307.226,40 0,00 0,00 307.226,40
Abgänge 0,00 0,00 0,00 30.000,00 30.000,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2016 307.226,40 1.200.013,15 0,00 200,00 1.507.439,55
Zugänge 0,00 0,00 40.000,00 0,00 40.000,00
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2017 307.226,40 1.200.013,15 40.000,00 200,00 1.547.439,55
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2016 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuführungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Auflösungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2016 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuführungen 307.226,40 0,00 40.000,00 0,00 347.226,40
Auflösungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2017 307.226,40 0,00 40.000,00 0,00 347.226,40
NETTOBUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2016 307.226,40 1.200.013,15 0,00 200,00 1.507.439,55
Stand 31. Dezember 2017 0,00 1.200.013,15 0,00 200,00 1.200.213,15

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in €
Anlagevermögen Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2016 291.476.440,52
Zugänge 8.286.313,86
Abgänge 2.214.598,55
Umbuchungen 0,00
Stand 31. Dezember 2016 297.548.155,83
Zugänge 13.858.410,17
Abgänge 2.113.225,05
Umbuchungen 0,00
Stand 31. Dezember 2017 309.293.340,95
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2016 215.371.850,21
Zuführungen 10.070.587,71
Auflösungen 2.120.448,55
Stand 31. Dezember 2016 223.321.989,37
Zuführungen 10.107.813,04
Auflösungen 2.111.087,05
Stand 31. Dezember 2017 231.318.715,36
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Bericht nach dem Entgelttransparenzgesetz

Die Westag & Getalit AG ist ein im Jahr 1901 gegründetes Produktionsunternehmen mit einem hohen Anteil an gewerblichen Mitarbeitern (31.12.2016: 875 gewerbliche Mitarbeiter, d. h. 67 % der Gesamtbeschäftigten). Da die Tätigkeiten im Produktionsbereich durch handwerkliche Anforderungen und zum Teil körperlich herausfordernde Arbeiten geprägt sind, ist der Anteil der männlichen Mitarbeiter im gewerblichen Bereich hoch. Bei den Angestellten und Auszubildenden gibt es schon seit vielen Jahren eine steigende Tendenz beim Anteil der Mitarbeiterinnen.

Im Jahr 2005 ist die Westag & Getalit AG aus der Bindung an den Tarifvertrag für die Holzbearbeitung sowie den Holzhandel im Land Nordrhein-Westfalen ausgetreten, wendet aber die Grundsätze der damaligen Vergütungsordnung weiterhin an. Demzufolge erstrecken sich die Vergütungsgruppen der Westag & Getalit AG aktuell auf die Gehaltsgruppen A bis H und M 2 bis M 4 sowie vier Lohngruppen. Außerdem gibt es eine nach der Betriebszugehörigkeit festgelegte Ausbildungsvergütung.

Für die Westag & Getalit AG ist es eine Selbstverständlichkeit, dass keinerlei Benachteiligung von Mitarbeitern aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität erfolgt. Damit entsprechen wir dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz vom 14. August 2006. Dieses findet auch im Rahmen von Stellenausschreibungen/-besetzungen bei der Westag & Getalit AG Anwendung. Sowohl intern als auch extern werden alle zu besetzenden Arbeitsstellen geschlechtsneutral ausgeschrieben und besetzt. Beim Abschluss von Arbeitsverträgen gibt es weder hinsichtlich der Entlohnung noch anderer Vertragsbestimmungen eine Differenzierung zwischen weiblichen und männlichen Mitarbeitern. Dies spiegelt sich in allen Vergütungsmodellen der Westag & Getalit AG wider.

So erfolgt die Zuordnung der Angestellten und gewerblichen Mitarbeiter zu den verschiedenen Vergütungsgruppen der Westag & Getalit AG anhand objektiver Kriterien, die sich primär an der Qualifikation und der Berufserfahrung des jeweiligen Mitarbeiters orientieren. So sind beispielsweise für die Gehaltsgruppen die folgenden Kriterien festgelegt:

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Tätigkeit In der Regel erforderliche Ausbildung
A Schematische Tätigkeit keine Ausbildung
B Einfache Tätigkeit einschlägige Ausbildung bis zu 2 Jahren
C Teilarbeit nach Anweisung einschlägige Ausbildung von mindestens 2 Jahren
D Selbstständige Teilarbeit innerhalb eines Sachgebietes abgeschlossene einschlägige Ausbildung
E Bearbeitung eines Sachgebietes wie D, zusätzlich mindestens 3 Jahre Berufserfahrung oder abgeschlossene Ausbildung als Techniker
F Bearbeitung eines schwierigen Sachgebietes Allgemeinkenntnisse, die der mittleren Reife entsprechen und abgeschlossene einschlägige Ausbildung, zusätzlich mindestens 3 Jahre Berufserfahrung; bei technischen Berufen wie E, zusätzlich mindestens 3 Jahre Berufserfahrung
G Bearbeitung eines schwierigen u. vertraulichen Sachgebietes wie F
H Selbstständige Bearbeitung eines schwierigen und vertraulichen Sachgebietes mit Direktionsbefugnis wie F und G, jedoch mindestens 8 Jahre Berufserfahrung
M2 Voll verantwortliches Beaufsichtigen und Anweisen einer Gruppe von Arbeitnehmern, die Facharbeiten ausführen abgeschlossene Ausbildung oder langjährige Erfahrung als Facharbeiter oder diesen Gleichgestellter
M3 Voll verantwortliches Beaufsichtigen und Anweisen einer Abteilung von Arbeitnehmern, die Facharbeiten ausführen, mit selbständiger Lenkung der Betriebsaufgaben innerhalb dieser Abteilung Meisterprüfung; Eingruppierung auch dann, wenn die Tätigkeiten eines M 3 ausgeübt werden und die Fähigkeiten und Kenntnisse vorhanden sind, wie sie normalerweise eine durch Prüfung abgeschlossene Meisterausbildung vermittelt
M 4 Voll verantwortliches Anordnen und Beaufsichtigen des Produktionsablaufs in mehreren Abteilungen, denen Meister anderer Gruppen vorstehen, oder selbständiges, verantwortliches Leiten eines Betriebes mit mindestens 25 Arbeitnehmern Meisterprüfung; Eingruppierung auch dann, wenn die Tätigkeiten eines M 4 ausgeübt werden und die Fähigkeiten und Kenntnisse, wie sie normalerweise eine durch Prüfung abgeschlossene Meisterausbildung vermittelt, vorhanden sind und eine mehrjährige Erfahrung als M 3 gegeben ist

Da alle Tätigkeiten im Angestelltenbereich gewisse berufsspezifische Kenntnisse voraussetzen, erfolgt die Eingruppierung mindestens in Entgeltgruppe C, so dass derzeit niemand den Gruppen A und B zugehörig ist.

Im Angestelltenbereich kann das Gesamtentgelt unabhängig von der jeweiligen Entgeltgruppe aus mehreren Vergütungsbestandteilen bestehen. Neben dem Grundgehalt entsprechend der jeweiligen Gehaltsgruppe ergibt sich die Gesamtvergütung eines angestellten Mitarbeiters aus unterschiedlichen Zulagen, ggf. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie zum Teil aus einer an unterschiedlichen Kriterien anknüpfenden variablen Vergütung. Bei diesen Kriterien handelt es sich vornehmlich um Vertriebs- und Ergebnisprämien. Eine Differenzierung zwischen den Geschlechtern erfolgt bei der Festlegung der Gesamtvergütung nicht.

Für die Entlohnung im gewerblichen Bereich ist die Lohntabelle der Westag & Getalit AG maßgeblich, die vier Lohngruppen beinhaltet. Aktuell erfolgt keine Anwendung der Lohngruppe IV, so dass alle gewerblichen Mitarbeiter den Lohngruppen I bis III zugeordnet sind. Die Eingruppierung erfolgt zur Sicherstellung der Entgeltgleichheit anhand der Qualifikation und der Berufserfahrung der jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist ebenfalls unabhängig von deren Geschlecht.

Für die Zuordnung zu den Lohngruppen sind folgende Kriterien festgelegt:

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I Facharbeiter abgeschlossene Ausbildung oder eine gleich zu bewertende betriebliche Ausbildung und Einarbeitung
II Angelernte betriebliche Ausbildung von in der Regel 6 Monaten
III Hilfsarbeiter keine Ausbildung; keine besondere Anlernung oder Ausbildung; keine größeren Anforderungen an körperliche Belastungen
IV Hilfskräfte für körperlich leichte Arbeiten keine Ausbildung; geringe körperliche Belastungen

Sowohl bei den gewerblichen Mitarbeitern als auch bei den Angestellten werden Teilzeitbeschäftigte keinen anderen Lohn- oder Gehaltgruppen zugeordnet als Vollzeitbeschäftigte. Mitarbeiter mit reduzierter Arbeitszeit werden nicht in eine niedrigere Entgeltgruppe umgruppiert, sondern erhalten lediglich eine prozentuale Kürzung des jeweiligen Vollzeitentgelts analog ihres reduzierten Arbeitszeitanteils. Eine Differenzierung nach Geschlechtern erfolgt nicht.

Die Vergütung der Auszubildenden orientiert sich bei der Westag & Getalit AG allein an der Betriebszugehörigkeit und ist unabhängig vom Geschlecht, Alter oder sonstigen Aspekten.

Für die kaufmännischen Auszubildenden der Westag & Getalit AG, die ihre Ausbildung erfolgreich beendet haben, erfolgt die erste Eingruppierung in die Gehaltsgruppe D. Um die steigende Berufserfahrung im Laufe der Beschäftigung entgeltlich zu würdigen, werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedene Zulagen und ggf. eine Zuordnung zu einer höheren Gehaltsgruppe gewährt. Dies gilt gleichermaßen für weibliche und männliche Mitarbeiter.

Die gewerblichen Auszubildenden werden nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in die Lohngruppe II eingruppiert. Je nach individuellem Einarbeitungsgrad erfolgt gegebenenfalls geschlechtsunspezifisch eine Umgruppierung in die Lohngruppe I.

Für das Jahr 2016 ergeben sich folgende statistische Angaben:

Durchschnittliche Mitarbeiterzahlen 2016:

Gesamt

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Altersgruppe Geschlecht Angestellt Gewerblich Gesamt
16 bis 20 männlich 10 38 48
weiblich 3 1 4
16 bis 20 Ergebnis 13 39 52
21 bis 30 männlich 29 110 139
weiblich 26 5 31
21 bis 30 Ergebnis 55 115 170
31 bis 40 männlich 40 107 147
weiblich 17 3 20
31 bis 40 Ergebnis 57 110 167
41 bis 50 männlich 91 278 369
weiblich 40 8 48
41 bis 50 Ergebnis 131 286 417
51 bis 60 männlich 100 294 394
weiblich 23 17 40
51 bis 60 Ergebnis 123 311 434
61 bis 67 männlich 12 41 53
weiblich 7 5 12
61 bis 67 Ergebnis 19 46 65
Summe männlich 282 868 1.150
Summe weiblich 116 39 155
Gesamtergebnis 398 907 1.305
Personaldienstmitarbeiter männlich 0 64 64
weiblich 0 5 5
Gesamtergebnis 69 69

Vollzeit

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Altersgruppe Geschlecht Angestellt Gewerblich Gesamt
16 bis 20 männlich 10 38 48
weiblich 3 1 4
16 bis 20 Ergebnis 13 39 52
21 bis 30 männlich 29 110 139
weiblich 25 5 30
21 bis 30 Ergebnis 54 115 169
31 bis 40 männlich 39 107 146
weiblich 7 1 8
31 bis 40 Ergebnis 46 108 154
41 bis 50 männlich 91 278 369
weiblich 24 3 27
41 bis 50 Ergebnis 115 281 396
51 bis 60 männlich 100 293 393
weiblich 17 17 34
51 bis 60 Ergebnis 117 310 427
61 bis 67 männlich 11 41 52
weiblich 6 5 11
61 bis 67 Ergebnis 17 46 63
Summe männlich 280 867 1.147
Summe weiblich 82 32 114
Gesamtergebnis 362 899 1.261
Personaldienstmitarbeiter männlich 0 64 64
weiblich 0 5 5
Gesamtergebnis 69 69

Teilzeitmitarbeiter

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Altersgruppe Geschlecht Angestellt Gewerblich Gesamt
21 bis 30 männlich 0 0 0
weiblich 1 0 1
21 bis 30 Ergebnis 1 0 1
31 bis 40 männlich 1 0 1
weiblich 10 2 12
31 bis 40 Ergebnis 11 2 13
41 bis 50 männlich 0 0 0
weiblich 16 5 21
41 bis 50 Ergebnis 16 5 21
51 bis 60 männlich 0 1 1
weiblich 6 0 6
51 bis 60 Ergebnis 6 1 7
61 bis 67 männlich 1 0 1
weiblich 1 0 1
61 bis 67 Ergebnis 2 0 2
Summe männlich 2 1 3
Summe weiblich 34 7 41
Gesamtergebnis 36 8 44
Personaldienstmitarbeiter männlich 0 0 0
weiblich 0 0 0

Mit diesem Bericht kommen wir den Anforderungen gemäß § 21 Abs. 1 Entgelttransparenzgesetz nach. Der Berichtszeitraum umfasst gemäß § 25 Abs. 3 Entgelttransparenzgesetz das letzte abgeschlossene Kalenderjahr, das dem Jahr 2017 vorausgeht. Die statistischen Angaben in diesem Bericht beziehen sich demnach auf das Jahr 2016.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. Februar 2018

Westag & Getalit AG

Der Vorstand