Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Westag AG Annual Report 2016

May 16, 2017

486_rns_2017-05-16_95daf335-58be-4f07-87ca-a418b8e0f954.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Rheda-Wiedenbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

scroll

31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 1.004.661,79 1.043.871,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.680.327,80 23.361.251,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.553.217,00 30.310.647,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.175.010,51 14.244.393,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.305.509,81 5.914.212,93
71.714.065,12 73.830.505,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 307.226,40 0,00
2. Beteiligungen 1.200.013,15 1.200.013,15
3. Sonstige Ausleihungen 200,00 30.200,00
1.507.439,55 1.230.213,15
74.226.166,46 76.104.590,31
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.204.236,00 17.011.861,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.725.544,00 3.775.177,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.902.370,00 13.778.972,00
33.832.150,00 34.566.010,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.524.689,07 26.335.839,61
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.954,11 21.943,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.383.954,12 1.537.905,62
27.921.597,30 27.895.689,10
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 23.650.883,05 16.835.022,27
85.404.630,35 79.296.721,37
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 103.657,24 41.971,17
159.734.454,05 155.443.282,85
PASSIVA
31.12.2016 31.12.2015
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien 7.321.600,00 7.321.600,00
2. Vorzugsaktien 6.449.082,88 6.525.880,32
- davon: Gezeichnetes Kapital € 7.321.600,00 (€ 7.321.600,00)
- davon: Eigene Aktien € -872.517,12 (€ -795.719,68)
13.770.682,88 13.847.480,32
II. Kapitalrücklage 24.366.719,46 24.366.719,46
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 595.757,30 595.757,30
2. Andere Gewinnrücklagen 60.741.837,60 60.666.795,36
61.337.594,90 61.262.552,66
IV. Bilanzgewinn 11.767.562,21 10.684.812,50
111.242.559,45 110.161.564,94
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL 163.153,25 309.284,74
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.398.413,00 16.797.153,00
2. Steuerrückstellungen 584.200,00 401.936,43
3. Sonstige Rückstellungen 17.536.791,51 14.929.130,98
36.519.404,51 32.128.220,41
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 95.000,00 72.500,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.706.831,53 7.601.724,65
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.007.505,31 5.169.988,11
11.809.336,84 12.844.212,76
159.734.454,05 155.443.282,85

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016

scroll

2016 2015
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 233.018.462,49 226.698.360,37
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -805.334,00 121.817,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 244.403,97 308.784,24
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.594.814,89 1.501.756,25
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -104.121.467,73 -102.835.162,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.185.930,86 -7.503.011,02
-111.307.398,59 -110.338.173,33
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -62.117.908,32 -59.716.376,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -11.861.471,32 -13.554.896,99
-73.979.379,64 -73.271.273,15
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.070.587,71 -10.505.516,23
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.083.931,52 -27.305.963,57
9. Erträge aus Beteiligungen 366.044,14 332.767,40
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 1.100,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.911,16 20.408,38
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -707.440,52 -745.722,68
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.182.055,46 -2.187.852,27
14. Ergebnis nach Steuern 6.113.509,21 4.630.492,41
15. Sonstige Steuern -285.885,90 -277.892,71
16. Jahresüberschuss 5.827.623,31 4.352.599,70
17. Gewinnvortrag 6.539.938,90 6.532.212,80
18. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen -600.000,00 -200.000,00
19. Bilanzgewinn 11.767.562,21 10.684.812,50

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktienrechts aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Rheda-Wiedenbrück und ist beim Amtsgericht Gütersloh im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 5565 eingetragen.

Wir haben die Gethalia Foundation, Vaduz, Liechtenstein, darauf hingewiesen, dass die Westag & Getalit AG in den Konzernabschluss der Gethalia Foundation einbezogen werden muss.

Angaben zur Bilanzierung

Der Jahresabschluss 2016 entspricht in seiner Darstellung und Gliederung der gesetzlichen Regelung des HGB. Soweit notwendige Angaben nicht in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen worden sind, erfolgen diese Angaben im Anhang. Die Regelungen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) werden im Geschäftsjahr erstmalig angewendet.

Nach den Vorschriften des § 58 AktG wurde im Rahmen des Jahresabschlusses 2016 ein Teil des Jahresüberschusses in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

In den Umsatzerlösen des Vorjahres sind 1.348 T€ enthalten, die aufgrund der bis 2015 geltenden Definition der Umsatzerlöse im Vorjahresabschluss unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Dadurch sind die Umsatzerlöse des Vorjahres um 1.348 T€ höher und die sonstigen betrieblichen Erträge um 1.348 T€ niedriger als im Vorjahresabschluss.

Die im Vorjahr ausgewiesenen außerordentlichen Aufwendungen die im Zusammenhang mit der Zuführung des nicht bilanzierten Unterschiedsbetrages aus den Pensionsrückstellungen nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von 199 T€ angefallen sind, werden nunmehr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnungen

Forderungen, Verbindlichkeiten und geleistete Anzahlungen in fremder Währung wurden nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Hierbei kommen die Nutzungszeiten von generell 3 – 8 Jahren, in zwei Einzelfällen 15 bzw. 20 Jahre, zum Ansatz.

Sachanlagen

Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten, Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Unsere Abschreibungen richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der linearen Abschreibungsmethode. Sie betragen für Fabrik-, Geschäfts-, Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 20 - 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 - 10 Jahre.

Finanzanlagen

Anteile an Beteiligungen sowie verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen wurden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, enthalten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In notwendigem Umfang wurden wie bisher Abwertungen vorgenommen, die insbesondere den Risiken, die durch Überalterung, Qualitätsminderung und andere eingeschränkte Verwertungsmöglichkeiten gegeben sind, Rechnung tragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert oder zum niedrigeren Tageswert am Bilanzstichtag angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden, soweit erforderlich, Abschreibungen bzw. Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Wertminderungsrisiko wurde durch eine entsprechende Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel

Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bzw. bei Fremdwährungsguthaben zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Eigene Anteile

Der Nennbetrag der eigenen Anteile wird offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wird mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ein den Nennbetrag übersteigender Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös wird bis zur Höhe des mit den Gewinnrücklagen verrechneten Betrages dort eingestellt. Ein darüber hinaus gehender Differenzbetrag führt zu einer Einstellung in die Kapitalrücklage.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Sie enthalten Rücklagen und Wertberichtigungen nach steuerlichen Vorschriften. Bei den Sonderposten mit Rücklageanteil handelt es sich ausschließlich um schon in den Vorjahren eingestellte Beträge.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen und Berücksichtigung der Vorschriften des § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach den "Richttafeln 2005G" unter Berücksichtigung der Projected-Unit-Credit-Methode bewertet. Der zugrunde gelegte Marktzinssatz in Höhe von 4,01 % wurde unter der Annahme einer Restlaufzeit von 10 Jahren angesetzt. Des Weiteren wurde die erwartete Rentensteigerung mit 2,0 % p.a. und die Einkommenssteigerung mit 0,0 % p.a. angenommen. Die vollständige Zuführung des Unterschiedsbetrages aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG erfolgte unter der Berücksichtigung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB.

Übrige Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend grundsätzlich mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert worden.

Latente Steuern

Bei dem Ansatz der latenten Steuern werden die sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz ergebenden Differenzen mit einem Steuersatz von 30 % bewertet. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht.

Vom Wahlrecht zum Ansatz der nach Verrechnung verbleibenden aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sind in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. Sofern notwendig, erfolgt eine entsprechende bilanzielle Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken.

Weitere Angaben zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2016 ist der folgenden Anlage zur Bilanz zu entnehmen.

Erstmalig werden am 31. Dezember 2016 100 % der Anteile an dem neugegründeten Tochterunternehmen OOO WESTAG & GETALIT, Moskau, Russische Förderation, gehalten. Das Nennkapital dieser Gesellschaft beläuft sich auf umgerechnet 326 T€. Ihr Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember insgesamt 298 T€. Aufgrund von Anlaufverlusten ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 28 T€.

Des Weiteren wurden zum Bilanzstichtag 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen gehalten. Das gezeichnete Kapital der AKP beläuft sich auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 beträgt 4.713 T€ (Vorjahr: 4.187 T€). Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.273 T€ für 2016 (Vorjahr: 1.497 T€) erzielt.

2. Umlaufvermögen

2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 396 T€) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von abgezinst (0,1 %) 399 T€ (Vorjahr: 792 T€, 0,3 %) Ansprüche aus Körperschaftsguthaben, die beginnend ab 2008 über einen Zeitraum von 10 Jahren ausbezahlt werden. Der Nennbetrag dieser Forderung beträgt 399 T€ (Vorjahr: 798 T€).

3. Eigenkapital

3.1 Gezeichnetes Kapital

Aufgrund der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 24. August 1999 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 14.643.200,00 € und setzt sich ausschließlich aus Inhaberaktien zusammen.

Inhaber-Aktien

scroll

Anzahl Stückaktien Betrag in T€
Stammaktien 2.860.000 7.322
Vorzugsaktien 2.860.000 7.322
5.720.000 14.644

Hinsichtlich der Rechte und Pflichten in Verbindung mit den verschiedenen Aktiengattungen sowie den Rückkauf eigener Anteile verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 4 HGB.

Mit Schreiben vom 23. Dezember 2013 teilten uns die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, und die Syntalit AG, Zug, Schweiz, mit, dass 75,5 % der Stammaktien und damit die Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23. Dezember 2013 von der Syntalit AG auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16. Januar 2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23. Dezember 2013 0,0 % beträgt. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden.

3.2 Gewinnrücklagen

Gewinnrücklagen, die nicht durch Gesetz oder Satzung bestimmt sind, haben sich wie folgt verändert:

scroll

Stand 1. Januar 2016 60.666.795,36
Entwicklung im Berichtsjahr
- nach § 58 Abs. 2 AktG 600.000,00
- Verrechnung eigene Anteile -524.957,76
Stand 31. Dezember 2016 60.741.837,60

Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile wurden hinsichtlich des Nennbetrages in Höhe von € 2,56 je Stück mit dem gezeichneten Kapital und der übersteigende Betrag mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

scroll

31. Dezember 31. Dezember
Bestand am 1. Januar 310.828 Stück 310.828 Stück
Anzahl Verkäufe/Weitergabe an Mitarbeiter 0 Stück 0 Stück
Anzahl Käufe 29.999 Stück 0 Stück
Bestand am 31. Dezember 340.827 Stück 310.828 Stück
Anteil am Grundkapital 6,0 % 5,4 %
Weitergabezeitpunkt - -
Erwerbspreis (durchschnittlich seit Ersterwerb) 13,04 €/Stück 12,37 €/Stück

Eigene Aktien dürfen auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. August 2015 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden und sind in der Vergangenheit Mitarbeitern zum Erwerb angeboten worden.

4. Sonderposten mit Rücklageanteil

scroll

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
T€ T€
--- --- ---
Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gemäß § 6b EStG 84 88
Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gemäß Abschnitt 35 EStR 79 221
163 309

Aufgrund der Veränderung dieser Rücklagen bzw. Wertberichtigungen hat sich der Jahresüberschuss der AG um rund 146 T€ (Vorjahr: 173 T€) erhöht. Die entsprechende Ertragsteuerbelastung beträgt ca. 30 %.

5. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 18.398 T€. Im Geschäftsjahr wurde der Fehlbetrag, der sich aus den geänderten Bewertungsvorschriften des BilMoG ergab und nach den Vorschriften des Art. 67 Abs. 1 EGHGB in den kommenden Jahren zu mindestens 199 T€ auszugleichen gewesen wäre, vollständig in Höhe von 1.787 T€ zugeführt.

Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung hinsichtlich der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes i.S.d. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre im Geschäftsjahr 2016 2.312 T€ und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Unter den sonstigen Rückstellungen sind Beträge für Boni und Provisionen (10.665 T€), Personalzeitsalden (1.414 T€), Reklamationen und Gewährleistungsverpflichtungen (1.315 T€), Reorganisation (970 T€), Jubiläumszuwendungen (567 T€), ausstehende Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen, Weihnachtsgeld, Prämien, Abfindungen und andere Posten (alle jeweils unter 500 T€), die der Höhe nach ungewiss sind, enthalten. Diese Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken in angemessenem Umfang Rechnung.

6. Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 32 T€) enthalten.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:

scroll

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
T€ T€
--- --- ---
Steuern 2.676 2.636
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 62 85

7. Latente Steuern

Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

Aktive latente Steuern 31. Dezember 2016 Aktive latente Steuern 31. Dezember 2015
T€ T€
--- --- ---
Wertberichtigung
Anlagevermögen
- Technische Anlagen -685 -832
- Andere Anlagen -185 -219
Pensionsrückstellungen 1.844 1.431
Bonusrückstellungen
vergangene Jahre 16 0
Jubiläumsrückstellungen 48 38
Summe 1.038 418

Im Geschäftsjahr 2016 sind aktive latente Steuern in Höhe von 1.038 T€ angefallen. Es wurde von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern verzichtet.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

8. Umsatzerlöse

scroll

2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Aufgliederung nach Regionen
Inland 182.849 179.652
Ausland 50.169 47.046
Summe 233.018 226.698
2016 2015
T€ T€
Aufgliederung nach Sparten
Türen/Zargen 127.018 120.919
Oberflächen/Elemente 98.427 98.248
Energieerzeugung 7.434 7.421
Zentrale 139 110
Summe 233.018 226.698

9. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil von 146 T€ (Vorjahr: 173 T€), Fremdwährungserträge in Höhe von 82 T€ (Vorjahr: 162 T€) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 294 T€ (Vorjahr: 498 T€).

10. Materialaufwand

scroll

2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren 104.121 102.835
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.186 7.503
Summe 111.307 110.338

11. Personalaufwand/Mitarbeiter

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von -60 T€ (Vorjahr: 1.918 T€).

Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl

scroll

(ohne Auszubildende) 2016 2015
Angestellte 374 378
Gewerbliche Mitarbeiter 875 865
Summe 1.249 1.243

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 713 T€ (Vorjahr: 117 T€) sowie Fremdwährungsverluste in Höhe von 93 T€ (Vorjahr: 32 T€) ausgewiesen.

Zudem enthält der Posten Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 i.V.m Artikel 75 Absatz 5 EGHGB in Höhe von 1.787 T€ aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010.

13. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie die Zinserträge und -aufwendungen. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Verzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 707 T€ (Vorjahr: 740 T€) enthalten.

14. Steuern

scroll

2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.182 2.188
Sonstige Steuern 286 278
Summe 3.468 2.466

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuern in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: -385 T€) enthalten.

15. Sonstige Angaben

15.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Bestellobligo 833 6.962
Strom einkaufsgeschäfte 1.094 537
Gaseinkaufsverträge 1.937 770
Miet- und Pachtverpflichtungen 503 548
Übrige finanzielle Verpflichtungen 118 95
Summe 4.485 8.912

Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der bestehenden Verpflichtungen Zahlungen in Höhe von 1.954 T€ (Vorjahr: 8.468 T€) zu leisten.

In den Miet- und Pachtverpflichtungen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 57 Jahren in Höhe von 186 T€ enthalten (Vorjahr: 186 T€), das mit 5 % abgezinst wird.

15.2 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestehen zum Bilanzstichtag in Form von kurzfristigen US-Dollar-Terminkäufen bzw. Kaufoptionen mit einem Volumen in Höhe von 1.200 T$ (Vorjahr: 2.150 T$) sowie kurzfristigen GBP-Terminverkäufen in Höhe von 1.800 T£ (Vorjahr: 400 T£). Der beizulegende Wert der derivativen Finanzinstrumente beträgt 11 T€ (Vorjahr: 69 T€).

15.3 Organe der Gesellschaft

scroll

Vorstand Aufsichtsrat
Wilhelm Beckers, Herzebrock-Clarholz

Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik

Vorstandsvorsitzender

Leiter der Sparte Türen/Zargen
Klaus Pampel, Meerbusch

Kaufmann

Vorsitzender (seit 23.08.2016; stellvertretender Vorsitzender bis 23.08.2016)
Franz David, Bad Waldliesborn

Kaufmann

Leiter der Sparte Oberfläche/Elemente
Pedro Holzinger, Rheda Wiedenbrück

Kaufmann

stellvertretender Vorsitzender (seit 23.08.2016; Vorsitzender bis 23.08.2016)
Christopher Stenzel, Gütersloh

Diplom-Kaufmann

Leiter der Zentralbereiche, Finanzvorstand
Jürgen Heite, Meerbusch

Geschäftsführer der Thyssen'sche Handelsgesellschaft mbH, Mühlheim an der Ruhr
Dr. Joachim Schönbeck, Krefeld

Diplom-Ingenieur

Mitglied des Vorstands der ANDRITZ AG, Graz
Dietmar Lewe, Rietberg *

Holzbearbeitungsmechaniker

Betriebsratsvorsitzender
Heinz-Georg Großerohde,

Rheda-Wiedenbrück *

Drucker

* Vertreter der Arbeitnehmer

Dr. Joachim Schönbeck ist Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften:

Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Paper Machinery Ltd., Kanada; ANDRITZ AB, Schweden; ANDRITZ Inc., USA.

15.4 Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

scroll

2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 120 120
Gesamtbezüge des Vorstands 1.031 977
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen 389 559
Gebildete Pensionsrückstellungen für ehemalige
Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen 4.481 4.125
-für diese Gruppe noch zu bildende Pensionsrückstellungen 0 601
Beratungsleistungen
(Aufsichtsräte) 105 60

In der Hauptversammlung vom 18. August 2015 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5-8 HGB sowie §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5-8 HGB für die Geschäftsjahre 2015 - 2019 nicht erfolgen müssen.

16. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

17. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

scroll

2016 - 2015
T€ T€
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 119 112
Steuerberatungsleistungen 42 38
Sonstige Leistungen 33 33
194 183

Die Auslagen betragen 24 T€ (Vorjahr: 24 T€).

18. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken, liegen nicht vor.

19. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes

Für das Geschäftsjahr 2016 ergibt sich ein Bilanzgewinn von € 11.767.562,21, der sich wie folgt zusammensetzt:

scroll

Jahresüberschuss 2016 5.827.623,31
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.539.938,90
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG -600.000,00
Bilanzgewinn 11.767.562,21

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

scroll

Ausschüttung einer Dividende von € 0,94 je Stammaktie 2.688.400,00
Ausschüttung einer Dividende von € 1,00 je Vorzugsaktie 2.519.173,00
5.207.573,00
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 6.559.989,21
Bilanzgewinn 11.767.562,21

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.519.173 Stück nennwertloser Stückaktien.

Für den Vorschlag des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile, die am Bilanzstichtag gehalten wurden (340.827 Stück), gekürzt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 17. Februar 2017

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wilhelm Beckers

Franz David

Christopher Stenzel

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Die Westag & Getalit AG ist ein europaweit agierender Hersteller von Holzwerk- und Kunststofferzeugnissen. Als Oberflächenspezialist fertigt das Unternehmen neben reinen Beschichtungsmaterialien auch ein umfassendes Spektrum an Elementen und einbaufertigen Produkten wie Türen und Zargen sowie Arbeitsflächen und Fensterbänke. Ergänzend zu den Hauptprodukten des Unternehmens werden auch vielfältige individuelle Lösungen angeboten, die gezielt auf die jeweiligen Anforderungsprofile der Kunden zugeschnitten sind. Dazu zählt unter anderem das Angebot technischer Bodenplatten für den industriellen Einsatz. Die Produkte werden unter Verwendung modernster Technologien ausschließlich an den beiden deutschen Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh hergestellt. Die Unterteilung in die beiden operativen Sparten Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen ermöglicht es uns, mit unseren Produkten vielschichtige Absatzmärkte und Branchen zu bedienen. Die beiden Sparten werden durch einen Zentralbereich flankiert, der übergreifende Aufgaben wie unter anderem Controlling, Personalmanagement und Rechnungswesen sowie die IT-Leistungen bündelt.

Konzernstruktur

Die Westag & Getalit AG hat ihren Sitz am Produktionsstandort in Rheda-Wiedenbrück. Zudem verfügt das Unternehmen über ein Zweigwerk zur Herstellung seiner Produkte im etwa 15 Kilometer entfernten Wadersloh. Die russische Vertriebsgesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, ist seit ihrer Gründung im Oktober 2016 eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Westag & Getalit AG und hat ihren aktiven Geschäftsbetrieb im Jahr 2017 aufgenommen. Damit soll der Vertrieb der eigenen Produkte im russischen Markt zukünftig deutlich gestärkt werden.

Nach der Gründung dieser Gesellschaft hat die Westag & Getalit AG nun erstmals einen Konzernabschluss mit entsprechenden Vorjahreswerten aufgestellt. Demzufolge werden in den nachfolgenden Grafiken die Werte für die Jahre 2015 und 2016 nunmehr auf Konzernbasis ausgewiesen.

Steuerungssystem

Die Westag & Getalit AG verfügt über ein detailliertes SAP-basiertes Steuerungssystem, das die Grundlage für alle wichtigen Entscheidungen in den Sparten und den verschiedenen Unternehmensebenen bildet. Auf Vorstandsebene erfolgt die Steuerung des Konzerns im Wesentlichen anhand der unterjährigen Berichterstattung, die monatlich die Ergebnisse der Gesellschaften im Detail darstellt und erläutert. Als Hauptkennzahlen werden Umsatzerlöse und Ergebnis analysiert. Darüber hinaus werden diese Berichte auf Vorstandsebene durch weitergehende Auswertungen und Kennzahlen aus den Bereichen Vertrieb, Fertigung, Einkauf, Personal und Finanzen ergänzt.

Die damit verbundenen Analysen stellen auch die Grundlage für die laufende Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat dar.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In 2016 war die Wirtschaft insgesamt vielfach durch global- und geldpolitische Einflüsse geprägt. Gegen Ende des Jahres sorgte zuletzt der Wahlausgang in den USA für Unsicherheiten in den verschiedensten Wirtschaftsregionen der Welt. Zudem hatten auch die Notenbanken mit ihrer expansiven Geldpolitik weiterhin einen großen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Dabei verliefen die Maßnahmen der beiden größten Notenbanken, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des amerikanischen Federal Reserve System (FED) in 2016 erstmals wieder gegenläufig. So vollzog die FED im zurückliegenden Jahr wieder eine leichte Anhebung des amerikanischen Leitzinses. Die EZB hingegen senkte den Leitzins für den Euroraum auf 0,0 % ab und führte zugleich das milliardenschwere Anleihen-Kaufprogramm fort. Neben diesen Themen stand das Jahr 2016 auch unter dem Einfluss des rückläufigen Wirtschaftswachstums in China und dessen Auswirkungen auf den Europäischen Wirtschaftsraum. Gestützt wurde die Wirtschaft unterdessen durch die weitere Entwicklung der Ölpreise auf niedrigem Niveau.

Die europäische Wirtschaft hatte aufgrund der Brexit-Entscheidung Großbritanniens mit Unsicherheiten zu kämpfen. Zurzeit ist fraglich, wie sich der Austritt Großbritanniens aus der EU zukünftig auf das Wirtschaftswachstum der Industrieländer und das Konsumverhalten der Menschen auswirken wird.

In Deutschland blicken wir für 2016 auf eine robuste Wirtschaftsentwicklung zurück. Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 % ist die Wirtschaft etwas stärker gewachsen als noch in 2015, lag jedoch nur um 0,1 Prozentpunkte über der durchschnittlichen Wirtschaftsentwicklung innerhalb der EU. Zu dem beschriebenen Wachstum in Deutschland haben unter anderem die Investitionen der öffentlichen Hand als Folge der Zuwanderung beigetragen. Genauso ist aber auch der private Konsum aufgrund des Niedrigzinsumfelds weiter angewachsen. Dies wirkte sich insbesondere auf die Bauinvestitionen aus.

So erhöhte sich in 2016 der Umsatz im Bauhauptgewerbe, wobei sich der Hochbau besser entwickelte als der Tiefbau. Treibende Kraft war dabei auch im zurückliegenden Jahr erneut der starke Wohnungsbau. Von Januar bis Oktober 2016 lag hier der Umsatzzuwachs bei 8,9 %. Deutlich geringere Zuwächse wiesen unterdessen der Wirtschaftshochbau und der öffentliche Hochbau auf, hier waren Steigerungen von 2,1 % bzw. 4,8 % zu verzeichnen.

Geschäftsverlauf 2016

Von diesen positiven Rahmenbedingungen profitierte im Geschäftsjahr 2016 auch die Westag & Getalit AG. So konnten die Konzernumsatzerlöse um 2,8 % auf 233,0 Mio. € erhöht werden (Vorjahr 226,7 Mio. €). Nach einem unterjährig erfolgreichen Geschäftsverlauf schwächte sich die Umsatzentwicklung der Westag & Getalit AG zum Jahresende aufgrund eines zurückhaltenden Herbstgeschäfts leicht ab. Mit der Entwicklung der Umsatzerlöse in 2016 entsprechen wir damit unseren zu Jahresbeginn ausgegebenen Prognosen, nach denen wir von einem leichten Umsatzzuwachs ausgegangen waren.

Export

Die Entwicklung der Exportumsatzerlöse stellte sich in 2016 mit einem Anstieg von 6,6 % auf 50,2 Mio. € besonders positiv dar (Vorjahr 47,1 Mio. €). Damit verbesserte sich der Exportumsatz überproportional und spiegelt die intensiven Vertriebsanstrengungen in ausländischen Märkten wider. Die Exportquote stieg damit von 20,8 % auf 21,5 %.

Oberflächen/Elemente

Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente blieben mit einer Veränderung von 98,2 Mio. € auf 98,4 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau. Während wir mit der Umsatzentwicklung im Inland nicht zufrieden waren, konnten im Rahmen der Vertriebsanstrengungen die Exporterlöse der Sparte im Geschäftsjahr 2016 um 5,6 % auf 28,1 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 26,6 Mio. €). Die Exportquote verbesserte sich damit einhergehend von 27,1 % auf 28,6 %.

Türen/Zargen

Die Sparte Türen/Zargen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Umsatzerlöse spürbar verbessert und dabei von den guten Rahmenbedingungen, insbesondere im Wohnungsbau, profitiert. Der Umsatz erhöhte sich in 2016 um 5,0 % auf 127,0 Mio. € (Vorjahr 120,9 Mio. €). Ebenfalls positiv entwickelte sich der Absatz unserer Türen und Zargen in den ausländischen Märkten. Der Exportumsatz der Sparte erhöhte sich in 2016 um 7,8 % auf 22,1 Mio. € (Vorjahr 20,5 Mio. €). Die Exportquote verbesserte sich damit auf 17,4 % (Vorjahr 17,0 %).

Lage des Konzerns

Ertragslage

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich in 2016 auf 10,5 Mio. € und verbesserte sich damit um 22,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 8,6 Mio. €.

Die Hauptursachen der positiven Ergebnisentwicklung sind der Anstieg der Umsatzerlöse sowie die Verbesserung der Kostenstrukturen. Bei der Steigerung der Umsatzerlöse profitierte die Westag & Getalit AG neben guten konjunkturellen Rahmenbedingungen von der im Vorjahr begonnenen Optimierung der vertrieblichen Ausrichtung und den gezielten Investitionen in ausländische Märkte. Die verbesserten Kostenstrukturen spiegeln sich in verschiedenen Aufwandsarten wider.

Die Materialaufwandsquote sank in 2016 aufgrund verbesserter Einkaufsprozesse und teilweise rückläufiger Rohmaterialpreise auf 47,8 % (Vorjahr 48,7 %). Demgegenüber erhöhte sich die Personalaufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 32,2 % (Vorjahr 31,9 %). Dies resultierte aus der Lohn- und Gehaltsentwicklung, einzelnen Reorganisationsmaßnahmen sowie dem ergebnisabhängigen Anstieg variabler Vergütungsbestandteile der Mitarbeiter. Aufgrund rückläufiger Investitionen verringerten sich die Abschreibungen von 10,5 Mio. € in 2015 auf 10,1 Mio. € in 2016. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in 2016 leicht auf 27,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 27,1 Mio. €. Während sich insbesondere die Aufwendungen für Frachten, Beratungsleistungen sowie Lieferantenbelastungen erhöhten, reduzierten sich die Aufwendungen für Versicherungen, Werbung und Instandhaltung. Insgesamt ergab sich so mit 11,7 % ein gegenüber dem Vorjahr nahezu konstanter Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Leistung des Konzerns.

Wie in den Vorjahren trug zudem auch die unternehmenseigene Energieversorgung nach Abzug der entsprechenden Aufwendungen positiv zum Ergebnis bei.

Finanzlage

Die liquiden Mittel haben sich zum 31.12.2016 um 7,1 Mio. € auf 23,9 Mio. € erhöht. Ursächlich für diesen Anstieg war zum einen der um 2,6 Mio. € höhere Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Zum anderen wirkten sich die gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Mio. € niedrigeren Sachinvestitionen sowie der gestiegene Cashflow aus Finanzierungstätigkeit positiv auf die Liquidität aus.

Auch weiterhin verzeichnet die Westag & Getalit AG keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Vermögenslage

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich zum 31.12.2016 auf 164,7 Mio. € (Vorjahr 158,9 Mio. €). Während das Anlagevermögen als Folge des unter den Abschreibungen liegenden Investitionsvolumens wertmäßig zurückging, erhöhte sich der Bestand des Umlaufvermögens von 79,3 Mio. € auf 85,8 Mio. €. Bei nahezu konstanten Vorräten und Forderungen war ein Anstieg der liquiden Mittel von 16,8 Mio. € auf 23,9 Mio. € zu verzeichnen.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital des Konzerns mit 108,2 Mio. € nahezu unverändert (Vorjahr 107,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote belief sich damit zum 31.12.2016 auf 65,7 % (Vorjahr 67,9 %). Aufgrund eines zinsbedingten Anstiegs der Pensionsverpflichtungen erhöhte sich das langfristige Fremdkapital von 24,2 Mio. € auf 27,9 Mio. €. Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich insbesondere durch stichtagsbedingt höhere Boniansprüche von Kunden um 1,7 Mio. € auf 28,6 Mio. €.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Jahr auf 8,0 Mio. € (Vorjahr 12,3 Mio. €). Damit blieb die Investitionssumme aufgrund der Fokussierung auf wesentliche Großprojekte und einzelner zeitlicher Verzögerungen unter dem ursprünglich geplanten Betrag. Den Investitionen standen dabei in 2016 Abschreibungen in Höhe von 10,1 Mio. € gegenüber (Vorjahr 10,5 Mio. €).

Aufgrund der anhaltend guten Auslastung bildete die weitere Kapazitätsausweitung in der Sparte Türen/Zargen den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit. Diese umfasste insbesondere die Fertigstellung einer neuen Zargenlinie im dritten Quartal 2016. In der Sparte Oberflächen/Elemente betrafen die Investitionen hauptsächlich die Optimierung der betrieblichen Abläufe und der vorhandenen technischen Anlagen. Mit den realisierten Investitionen wurde die Basis geschaffen, auch in Zukunft von den positiven Rahmenbedingungen im In- und Ausland profitieren zu können.

Assoziierte Unternehmen/Beteiligungen

Neben der neu gegründeten Tochtergesellschaft in Russland ist die Westag & Getalit AG seit dem Jahr 2006 mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus verschiedenen Materialien von HPL über Mineralwerkstoff bis hin zu Naturstein und Massivholz. Sie beliefert deutschlandweit Küchenstudios und große Möbelketten. Im Jahr 2016 hat diese Gesellschaft zusammen mit ihren Tochterunternehmen einen Umsatz von 19,2 Mio. € erzielt (Vorjahr 18,7 Mio. €). Der Jahresüberschuss verringerte sich von 1,5 Mio. € in 2015 auf 1,3 Mio. € in 2016. Die Ausschüttung für das Jahr 2015 betrug 0,7 Mio. €, an der wir in Höhe unserer Anteilsquote beteiligt waren.

Die Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sind mit dem nach der Equity-Methode ermittelten Wert im Konzernabschluss der Westag & Getalit AG ausgewiesen.

Kurzfristige Vermögenswerte

Trotz der höheren Gesamtleistung blieben die Vorräte mit einem Wert von 33,8 Mio. € und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 26,5 Mio. € nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Bestand an eigenen Aktien

Zum 31.12.2016 hatte die Westag & Getalit AG 340.827 eigene Aktien im Bestand (Vorjahr 310.828 Stück). Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 bis zum 17.08.2020 erteilt. Mit Bekanntgabe vom 03.05.2016 hat der Vorstand das Rückkaufprogramm wieder aufgenommen und mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 15.12.2016 auch auf das Jahr 2017 ausgeweitet. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den IFRS direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Langfristiges Fremdkapital

Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich von 22,9 Mio. € auf 26,5 Mio. €. Neben einer erfolgsneutralen zinsbedingten Zuführung in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr -2,2 Mio. €) ergab sich eine erfolgswirksame Zuführung in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG

Da die neu gegründete Tochtergesellschaft der Westag & Getalit AG, die OOO Westag & Getalit, Moskau, ihren aktiven Geschäftsbetrieb erst in 2017 aufgenommen hat, gelten die wesentlichen Aussagen zur Lage des Konzerns in 2016 im gleichen Maße auch für die Westag & Getalit AG. Die nachfolgenden Tabellen verdeutlichen die Zusammensetzung sowie die genauen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG nach HGB.

Aktiva

scroll

31.12.2016 31.12.2015 Veränderung z. Vj.
in T€ in T€ in T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 72.719 74.874 -2.155
und Sachanlagen
Finanzanlagen 1.507 1.230 277
Anlagevermögen 74.226 76.104 -1.878
Vorräte 33.832 34.566 -734
Forderungen und sonstige 27.922 27.896 26
Vermögensgegenstände
Guthaben bei Kreditinstituten 23.651 16.835 6.816
Umlaufvermögen 85.405 79.297 6.108
Rechnungsabgrenzungsposten 103 42 61
159.734 155.443 4.291
Passiva
31.12.2016 31.12.2015 Veränderung z. Vj.
in T€ in T€ in T€
Gezeichnetes Kapital 13.771 13.847 -76
Rücklagen 85.704 85.630 74
Bilanzgewinn 11.768 10.685 1083
Eigenkapital 111.243 110.162 1081
Sonderposten mit Rücklageanteil 163 309 -146
Pensionsrückstellungen 18.398 16.797 1.601
Übrige Rückstellungen 18.121 15.331 2.790
Rückstellungen 36.519 32.128 4.391
Verbindlichkeiten 11.809 12.844 -1.035
159.734 155.443 4.291

Ertragslage der Westag & Getalit AG (HGB)

scroll

2016 2015 Veränderung z. Vj.
in T€ in T€ in T€
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 233.018 226.698 6.320
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -805 122 -927
Andere aktivierte Eigenleistungen 244 309 -65
Sonstige betriebliche Erträge 1.595 1.502 93
Materialaufwand -111.307 -110.338 -969
Personalaufwand -73.979 -73.271 -708
Abschreibungen -10.071 -10.506 435
Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.084 -27.306 -1.778
Erträge aus Beteiligungen 366 333 33
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26 21 5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -707 -746 39
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.182 -2.187 -995
Ergebnis nach Steuern 6.114 4.631 1.483
Sonstige Steuern -286 -278 -8
Jahresüberschuss 5.828 4.353 1.475

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden, sind Umsatz und Ergebnis. Die für die Analyse der Lage beschriebene Entwicklung der Investitionen, Forderungen und Vorräte sowie die Wertschöpfung stellen weniger bedeutsame, aber wichtige Nebenaspekte dar. Zum besseren Verständnis der Gesamtentwicklung dienen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie die Mitarbeiterbelange, die Produktentwicklung sowie das Umwelt- und Energiemanagement.

Wertschöpfung

Auf der Entstehungsseite erhöhte sich die Nettowertschöpfung um 5,7 % auf 85,9 Mio. € (Vorjahr 81,3 Mio. €). Der Anstieg ist dabei hauptsächlich auf die verbesserte Gesamtleistung zurückzuführen, die sich in 2016 von 227,1 Mio. € auf 232,5 Mio. € erhöhte. Mit der Gesamtleistung stiegen in 2016 auch die Materialaufwendungen leicht von 110,3 Mio. € auf 111,3 Mio. €. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind auf 10,1 Mio. € zurückgegangen.

Bei der Verwendung der Nettowertschöpfung entfielen 75,1 Mio. € auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns (Vorjahr 72,4 Mio. €). Im Rahmen des diesjährigen Dividendenvorschlags erhöht sich der Anteil, der auf die Aktionäre entfällt, auf 5,2 Mio. €. Ebenso stieg mit der positiven Entwicklung des Jahresüberschusses sowohl der über Steuern an den Staat abzuführende als auch der im Konzern verbleibende Anteil.

Mitarbeiter

Zum 31.12.2016 beschäftigte der Konzern insgesamt 1.308 Mitarbeiter und damit gegenüber dem Vorjahresstichtag vier Personen mehr. In der Gesamtzahl der Beschäftigten sind 61 Auszubildende enthalten (Vorjahr 63). Die Ausbildungsquote lag in 2016 damit bei 4,7 %. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter lag in 2016 unverändert bei 18 Jahren.

Um Kapazitätsspitzen innerhalb der Fertigung abzudecken, unterstützten uns im abgelaufenen Jahr erneut Personaldienstmitarbeiter. Zum 31.12.2016 waren es insgesamt 66 Personen (Vorjahr 59). In 2016 sind 12 Personaldienstmitarbeiter als fest angestellte Arbeitnehmer übernommen worden.

Produktentwicklung

Der Schwerpunkt liegt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte. Neben den dekorativen Aspekten in der Oberflächenentwicklung stehen dabei auch die technischen Eigenschaften unserer Werkstoffe im Vordergrund. Ein weiterer Schwerpunkt liegt zudem in der Entwicklung neuer Funktionalitäten und Produktverbesserungen, die sich beispielsweise in der Montagefreundlichkeit unserer Türen und Zargen ausdrücken. Im Rahmen der verstärkten Vertriebsanstrengungen zur Ansprache industrieller Abnehmer werden darüber hinaus zielgerichtet Produktthemen vorangetrieben, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Kundengruppe ausgerichtet sind.

Umweltmanagement

Der Konzern hat es sich zur Aufgabe gemacht, entlang seiner Wertschöpfungskette stets die Balance zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg, dem Schutz der Umwelt sowie seiner gesellschaftlichen Verantwortung zu halten. Unser Umweltmanagement konzentriert sich dabei im Wesentlichen auf einen sparsamen Umgang mit den verschiedenen Ressourcen, die ökologische Gestaltung der Produktionsprozesse sowie die Umweltfreundlichkeit unserer Produkte.

Dies zeigt sich unter anderem in der Langlebigkeit unserer hochwertig verarbeiteten Produkte. Ein weiterer Aspekt ist die umweltschutz- und gesundheitsbezogene Kennzeichnung unserer Türen und Zargen mit dem „Blauen Engel“. Für die Vergabe dieser Umweltkennzeichnung werden die Herstellung, Nutzung, Verwertung und Entsorgung sowie die Verbraucherinformation umfänglich geprüft. Neben dieser Kennzeichnung ist ein wesentlicher Teil unserer Arbeitsplatten und Wandanschlussprofile mit dem eco-Institut-Label der eco-Institut Germany GmbH versehen. Darüber hinaus tragen wir durch den Einsatz von mit FSC® und PEFC™ zertifizierten Rohmaterialien aktiv dem Thema Nachhaltigkeit Rechnung.

Einen weiteren wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten wir auch mit der nachhaltigen Verwendung eingesetzter Rohstoffe. Neben dem sorgsamen Umgang innerhalb unserer Fertigung werden zum Beispiel in der Produktion anfallende Holzreste in unserer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage verwertet. Damit stellt die KWK-Anlage energetischen Dampf für die Herstellung unserer Produkte sowie für das Heizungssystem des Betriebs am Standort in Rheda-Wiedenbrück bereit. Zudem erzeugt sie elektrischen Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. Auch in unserem Zweigwerk in Wadersloh werden verschiedene Maßnahmen zur Einsparung fossiler Brennstoffe genutzt. Für Produktionsabfälle, die wir selbst keiner sinnvollen Verwendung innerhalb unserer Werke zuführen können, ist es unser Ziel, alternative Einsatzzwecke zu finden. So ist es uns in 2016 gelungen, Abnehmer für einige in der Fertigung anfallende Restmaterialien zu finden.

Neben dem sorgsamen Einsatz der unterschiedlichen Rohstoffe innerhalb unserer Fertigung ist für uns die Realisierung weiterer Energieeinsparungen seit einigen Jahren ein zentrales Thema. So nutzen wir zur Verbesserung der Energieeffizienz ein nach DIN EN ISO 50001:2011 zertifiziertes Energiemanagementsystem, mit dem fortlaufend Einsparpotenziale aufgedeckt und genutzt werden.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge in 2017 ergeben.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

Trotz der bereits beschriebenen wechselhaften Wirtschaftsentwicklung ist zukünftig generell von einem positiven konjunkturellen Umfeld auszugehen.

Weltwirtschaftlich können Themen wie zum Beispiel das weitere Wirtschaftswachstum in China, die neue politische Ausrichtung der USA und auch die weitere Entwicklung der Ölpreise die Märkte beeinflussen. Innerhalb Europas werden insbesondere der Brexit Großbritanniens sowie das Handeln der Europäischen Zentralbank, die zuletzt mit ihren Maßnahmen den Konsum innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums ankurbelte, im Mittelpunkt stehen.

In Deutschland ergibt sich aus der bisherigen Wirtschaftsentwicklung ein generell positives Bild. Dies äußerte sich unter anderem in der Entwicklung des Bauhauptgewerbes. Auch für das Jahr 2017 ist davon auszugehen, dass sich die Bauinvestitionen unter Berücksichtigung der positiven Rahmenbedingungen weiter erhöhen werden. So prognostizieren der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes für 2017 einen Umsatzzuwachs von 5,0 % für das Bauhauptgewerbe, der auch weiterhin durch den Wohnungsbau getragen wird. Die Entwicklung im öffentlichen wie im gewerblichen Hochbau bewerten die Verbände zudem positiver als in den zurückliegenden Jahren.

Konzernausblick

Auf Basis der erwähnten Prognosen für die deutsche Bauindustrie, die im Wesentlichen das Geschäft unserer Sparte Türen/Zargen beeinflusst, gehen wir grundsätzlich von einem positiven Marktumfeld in 2017 aus. Ein zusätzlicher Faktor der positiven Umsatzerwartung ist dabei auch der weitere Ausbau unserer Vertriebsaktivitäten in der Sparte Oberflächen/Elemente.

Die Entwicklung der für uns immer wichtiger werdenden Exportmärkte wird auch in 2017 wieder von den vorherrschenden Unsicherheiten beeinflusst. Insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Nachbarländern wird in den nächsten Monaten durch die Niedrigzinspolitik der EZB und die mit dem Brexit verbundenen Auswirkungen geprägt sein. Vor diesem Hintergrund bleibt eine genaue Prognose für unsere Geschäftsentwicklung im Ausland schwierig. Insgesamt sind wir jedoch aufgrund unseres auf die jeweiligen Märkte zugeschnittenen Produktportfolios optimistisch, unsere Exportaktivitäten bei entsprechender Wirtschaftslage weiter steigern zu können.

Um uns den Herausforderungen der Märkte zu stellen, werden wir auch zukünftig unsere Investitionsstrategie fortführen. Für das Jahr 2017 haben wir Investitionen in Höhe von rund 16,0 Mio. € vorgesehen. Im Vordergrund steht dabei aufgrund der aktuellen und erwarteten Nachfragesituation die Ausweitung unserer Kapazitäten in der Sparte Türen/Zargen. Dies umfasst im Schwerpunkt eine mehrjährige Investition zur Erweiterung der Fertigungsanlagen in der Endbearbeitung. Mit den darüber hinaus vorgesehenen Investitionen in der Sparte Oberflächen/Elemente zur Optimierung der betrieblichen Abläufe und der technischen Anlagen halten wir unsere Werke auch zukünftig auf einem technisch hohen Niveau.

Die positive Trendwende im Ergebnis 2016 war wesentlich durch die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen und verbesserte Kostenstrukturen, unter anderem im Materialbereich, beeinflusst. Unter der Voraussetzung eines ähnlich günstigen konjunkturellen Umfelds ist es trotz eines verhaltenen Jahresbeginns 2017 unser Ziel, auf Jahressicht in beiden operativen Segmenten einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse zu erreichen. In Abhängigkeit der Entwicklung der wesentlichen Aufwandsarten streben wir für das Gesamtjahr 2017 ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe an.

Chancenbericht

Mit der konsequenten Verfolgung einer wertorientierten Unternehmensphilosophie ergeben sich für die Westag & Getalit AG und den Konzern zahlreiche Chancen. Als einer der führenden Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen bewegen wir uns in einer sich stetig weiterentwickelnden Branche, in der wir mit unseren Produkten gut positioniert sind.

Solides Fundament

Grundsätzlich steht langfristig ein gesundes und organisches Wachstum im Fokus unserer Aktivitäten. Die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von etwa 66 % und einer sehr guten Liquidität verschafft uns Sicherheit und bietet Raum für die zukünftige Entwicklung des Konzerns. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.

Unabhängigkeit

Unsere Unabhängigkeit ist ein wichtiges Merkmal der Entwicklung. Durch eine breite Produktdiversifikation und das Agieren auf unterschiedlichen Märkten sind wir von einzelnen Marktentwicklungen weniger abhängig. Des Weiteren bestehen keinerlei Bankverbindlichkeiten, dadurch wird unsere finanzielle Unabhängigkeit gesichert. Durch die Errichtung sowie die vorgenommenen Erweiterungen der energetischen Anlagen können wir den Strom- und Wärmebedarf an unseren Produktionsstandorten weitestgehend selbst decken.

Moderne Fertigungstechnik

Kontinuierliche Investitionen sichern den technologischen Standard in unseren Werken. Zur Steigerung der Produktivität und Flexibilität bauen wir unsere Anlagen daher stetig aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei unser Anspruch, sämtliche Produkte auch ab Stückzahl 1 in kurzer Lieferzeit bereitstellen zu können. Bei einer immer individueller werdenden Nachfrage eröffnen sich damit neue Chancen für uns.

Marktkonforme Unternehmensstruktur

Die operative Eigenständigkeit der beiden Produktsparten gewährleistet eine auf den Markt zugeschnittene Entwicklungs- und Vertriebsarbeit. Zugleich bündelt der Zentralbereich übergreifende Funktionen und bildet damit eine Serviceeinheit für alle produktiven Segmente des Unternehmens.

Produktvielfalt

Auf Nachfrageschwankungen und marktseitig wechselnde Produktnachfragen können wir aufgrund der hohen Diversifikation der Produktpalette und der Kundenstruktur flexibel eingehen.

Schnelligkeit in der Auftragsabwicklung

Zuverlässigkeit, Termintreue und kurze Lieferzeiten sind nur drei unserer Erfolgsfaktoren, die wir mit unseren ausgefeilten internen und externen Logistikprozessen im Sinne unserer Kunden realisieren. So können wir aufgrund ausgereifter Prozesse sehr schnell auf marktbedingte Veränderungen eingehen und die Nachfrage entsprechend bedienen.

Hohe Fertigungstiefe

Aufgrund der hohen Fertigungstiefe in unseren Produktsegmenten sind wir in der Lage, sehr kurzfristig zu agieren. Damit verfügen wir über eine relativ kurze Markteinführungsphase, die es uns ermöglicht, schnell auf neue Trends bzw. Produktnachfragen zu reagieren, ohne unmittelbar von Dritten abhängig zu sein.

Konjunkturelle Chancen

Bei einer sich weiter positiv entwickelnden Baukonjunktur, vor allem im öffentlichen und im gewerblichen Hochbau, bestehen aufgrund unseres facettenreichen Produktportfolios und unserer Vertriebsaktivitäten gute Chancen für einen Umsatzzuwachs. Besonderes Potenzial sehen wir dabei in den Exportaktivitäten.

Risikobericht

Vorbemerkung

Unsere Geschäftstätigkeit ist wie jedes unternehmerische Handeln mit Risiken verbunden. Diese können darüber hinaus auch durch externe Faktoren hervorgerufen werden. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben. Aufgabe unseres Risikomanagements und -controllings ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche unternehmensinternen Gremien hierüber informiert und welche Maßnahmen ergriffen werden.

Durch eine entsprechende Organisation, einschlägige Regelungen und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Über bestehende größere Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns haben, werden abschließend bewertet und der Umgang mit diesen wird mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Abschlussprüfung 2016 das Risikofrüherkennungssystem der Westag & Getalit AG hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen geprüft und festgestellt, dass das eingesetzte System alle notwendigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Die Risiken, die für den Konzern von wesentlicher Bedeutung sind, stellen wir nachfolgend zusammen mit den entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements dar.

Ergänzend weisen wir darauf hin, dass die dargestellten Risiken nach unserer Einschätzung weder einzeln noch zusammen den Konzern gefährden können. Weitere Einzelheiten zu diesen Risiken sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Zusammenfassung der Risiken

scroll

Einzelrisiko Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen Veränderung gegenüber 2016
Konjunkturelle Risiken Möglich Wesentlich —>
Absatzrisiken Möglich Wesentlich —>
Ausfallrisiken Möglich Moderat —>
Beschaffungsrisiken Möglich Wesentlich —>
Operative Risiken Möglich Wesentlich —>
Personalrisiken Möglich Moderat .........
Finanz- und Währungsrisiken Unwahrscheinlich Moderat —>
—> .........
unverändert gestiegen

Konjunkturelle Risiken

Wir sind aufgrund unserer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Möbelbranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Daher beobachten und analysieren wir ständig die für uns maßgeblichen Konjunktur- und Branchenentwicklungen. Unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle ermöglichen es uns, auf kurzfristige Absatzschwankungen schnell und angemessen zu reagieren und so negative Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur, um etwaigen Konjunkturrückgängen zu begegnen.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Diese werden maßgeblich von der Konjunktur in unseren Absatzmärkten, unseren Produkten und der Wettbewerbssituation bestimmt. Dadurch, dass unsere Produkte teilweise auf unterschiedlichen Märkten vertrieben werden, erreichen wir eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Marktstellung unserer Handelspartner, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen daher, diesen Risiken durch eine Diversifikation unseres Produktportfolios und unserer Absatzmärkte zu begegnen, um immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig zu sein.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer Absicherung unserer wesentlichen Kundenforderungen durch eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften oder Garantien absichern.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren für uns deutlich erhöht. Gründe hierfür sind die Reduzierung von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten sowie die Verknappung zertifizierter Holzarten. Darüber hinaus werden wir aktuell mit Preiserhöhungen unserer Lieferanten konfrontiert.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Das Problem der Verknappung von Holz ist allerdings aufgrund steigender Nachfrage und beschränkender gesetzlicher Regelungen weiterhin gravierend. Unsere Möglichkeiten, Preissteigerungen bei Rohstoffen zu begegnen, sind bei bestimmten Rohstoffen angesichts der starken Marktstellung einzelner Anbieter begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen. Unerwarteten Spezifikationsänderungen und Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch entsprechende vertragliche Regelungen, Wareneingangs- und produktionsbegleitende Prüfungen. Im Bereich der Energieträger nutzen wir seit einigen Jahren die Möglichkeit, Preise und Mengen für Erdgas und Strom längerfristig abzusichern. Dieses bietet zusätzliche Chancen, diese Energieträger günstig einzukaufen, birgt andererseits aber auch das Risiko einer falschen Markt- und Preiseinschätzung. Wir begegnen diesem Risiko durch eine intensive Marktbeobachtung, die Konsultation von Fachleuten, den sukzessiven Kauf von Teilmengen und die Aufteilung der Beschaffungsmengen auf verschiedene Zeiträume.

Operative Risiken

Eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist es, die Herstellung unserer Produkte in den vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur zu gewährleisten. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Herstellungsmethoden zu verbessern sowie neue Verfahren zu entwickeln und bei entsprechender Eignung im Unternehmen zu implementieren. Der bestehende Maschinenpark wird durch gründliche Wartungen, Instandhaltungen und Modernisierungen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen sowie durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren redundante Hardware- und Netzwerkkomponenten sowie eine moderne Infrastruktur eine höchstmögliche Systemverfügbarkeit und die notwendige Sicherheit für unsere Datenbestände. Ferner werden Datenverluste, Systemausfallzeiten sowie unbefugte Zugriffe durch den Einsatz eines geschulten Teams und entsprechender Datensicherungsmaßnahmen so gut wie ausgeschlossen.

Personalrisiken

Die individuellen Fähigkeiten, die fachliche Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Besetzung offener Stellen sind somit auch für uns potenzielle Risiken. Daher sind ein leistungsfähiges Personalmanagement, das sich um die Weiterbildung unserer Mitarbeiter kümmert und qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnt, sowie Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation für uns von erheblicher Bedeutung. Den Risiken, die mit einem Wissens- und Erfahrungsverlust aufgrund altersbedingter Abgänge verbunden sind, begegnen wir durch entsprechende Qualifizierungen jüngerer Mitarbeiter und rechtzeitige Nachfolgeregelungen. Im Hinblick auf die absehbare demografische Entwicklung haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits frühzeitig auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Dieses erfolgt unter anderem im Rahmen von Praktika, Bachelor- und Masterarbeiten sowie einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen.

Finanz- und Währungsrisiken unter Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von knapp 66 % sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine Finanzierungsrisiken. Möglichen Devisenkursänderungen außerhalb der Eurozone begegnen wir dadurch, dass wir derzeit fast ausschließlich in Euro fakturieren. Lediglich unsere Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung werden unterjährig durch entsprechende Devisengeschäfte abgesichert. Auf der Einkaufsseite werden Materialbeschaffungen auf US-Dollar-Basis weitgehend durch entsprechende US-Dollar-Käufe gesichert.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten.

Die im Konzern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf die einzelnen Verantwortungsbereiche klar strukturiert. Die Funktionen der beiden am Rechnungslegungsprozess im Wesentlichen beteiligten Abteilungen Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind bezüglich der Abschlusserstellung klar getrennt.

Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform und des dort installierten einheitlichen Berichtswesens sowie standardisierter EDV-unterstützter Abläufe. Die daran beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Bei den wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Die verwendeten Systeme sind durch spezielle Sicherungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zugriffsberechtigungen werden funktionsbezogen vergeben. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Kontrollen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls zügig umgesetzt.

Für die Erstellung von Pensionsgutachten und die Bearbeitung steuerrechtlicher Fragestellungen werden externe Dienstleister beauftragt.

Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine klare Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, gegebenenfalls entdeckt und korrigiert werden.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Vergütungsgrundsätze und -strukturen sind so konzipiert, dass sie genügend Anreize bieten, die Gewinne des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Die Einzelheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses vom Aufsichtsrat vertraglich mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgelegt. Die monetären Vergütungsanteile enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem für die Zentralsparte verantwortlichen Vorstandsmitglied bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Dieser ist definiert als Ergebnis vor Körperschaftsteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Darüber hinaus ist die variable Vergütung mit einem Nachhaltigkeitsfaktor versehen. Dieser führt im Ergebnis dazu, dass dem jeweiligen Vorstandsmitglied nur ein Teilbetrag der variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr endgültig zusteht. Ob und inwieweit das jeweilige Vorstandsmitglied auch Anspruch auf den restlichen variablen Betrag hat, hängt davon ab, ob sich die Ergebnisentwicklung auch in den beiden Folgejahren fortsetzt oder nicht. Hierdurch soll ein weiterer Anreiz für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung gegeben werden.

Für außerordentliche, nicht vorhersehbare Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Darüber hinaus enthalten alle Vorstandsverträge Obergrenzen für die variable Vergütung und die Gesamtbezüge. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird unter Berücksichtigung einer entsprechenden Abschlagszahlung jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, dass die Bezüge befristet fortgezahlt werden. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben. Zudem ist für die Vorstandsmitglieder eine D & O- sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen worden, für die die Gesellschaft die Versicherungsprämien trägt. Mit dem Vorstandsvorsitzenden besteht eine Pensionsvereinbarung.

Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht. Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung unserer Gesellschaft geregelt. Danach erhalten diese eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 12.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss erhält jedes Aufsichtsratsmitglied zusätzlich eine jährliche Vergütung von 2.500 € je Ausschuss. Der Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats wird nicht gesondert vergütet. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet. Außerdem ist für die Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen worden.

Übernahmerelevante Angaben

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 14.643.200 €. Es ist eingeteilt in 5.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.

Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 AktG vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

340.827 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2016 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen.

Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 AktG maßgeblich.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17.08.2020 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und gegebenenfalls einzuziehen.

Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Gemäß Mitteilung vom 23.12.2013 sind der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, 75,5 % der Stimmrechtsanteile unserer Gesellschaft zuzurechnen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte zwischen der Westag & Getalit AG, der OOO Westag & Getalit, Moskau, und der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.com/unternehmensfuehrung verfügbar.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 17. Februar 2017

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Beckers

David

Stenzel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Westag & Getalit Aktiengesellschaft, Rheda-Wiedenbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 24. Februar 2017

**PETERS & PARTNER GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

die wirtschaftliche Situation der Westag & Getalit AG hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 positiv entwickelt und hat dabei von den erfreulichen konjunkturellen Rahmenbedingungen profitiert. Insgesamt konnte der Konzernumsatz um 2,8 % auf 233,0 Mio. € gesteigert werden, wobei sich die Exporterlöse überproportional gegenüber dem Vorjahr auf 50,2 Mio. € erhöhten. Dabei hatte die Sparte Türen/Zargen einen deutlichen Umsatzanstieg zu verzeichnen, während die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente lediglich leicht über dem Vorjahreswert lagen. Der Konzernjahresüberschuss hat sich insbesondere aufgrund verstärkter Vertriebsaktivitäten und verbesserter Kostenstrukturen positiv entwickelt und lag mit 7,6 Mio. € über dem Vorjahresergebnis von 6,3 Mio. €.

Wie in den Vorjahren hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, dem Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung und der Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat insbesondere die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Investitionen sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen informiert. Dazu erhielten wir monatliche Erfolgsrechnungen sowie umfangreiche mündliche und schriftliche Berichte. Diese sowie strategische Themenstellungen wurden uns in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich erläutert. In allen Sitzungen besprachen wir mit dem Vorstand die aktuelle Geschäftsentwicklung, den Stand der Planung sowie geeignete Strategien für die Zukunft. Wesentliche Geschäftsvorgänge, für die die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben wir ausführlich erörtert und die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsratsvorsitzende ließ sich unterjährig regelmäßig vom Vorstand über wichtige Geschäftsvorfälle und die aktuelle Entwicklung des Unternehmens informieren. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2016 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen und eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. An diesen nahmen – mit Ausnahme der außerordentlichen Sitzung am 30.08.2016 – stets alle Aufsichtsrats- und auch alle Vorstandsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter der von uns beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teil. Die Gespräche waren dabei stets durch eine offene, sachliche und konstruktive Atmosphäre gekennzeichnet.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 29.03.2016 war zunächst die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2015 sowie die Beschlussfassung über den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015. Im Anschluss an den Bericht des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung wurden verschiedene Maßnahmen zur Effizienz- und Ergebnissteigerung besprochen.

Am 03.05.2016 stimmten wir dem Erwerb eigener Aktien auf Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 18.08.2015 im schriftlichen Umlaufverfahren zu. In der Aufsichtsratssitzung am 30.06.2016 besprachen wir die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der einzelnen Sparten. Insbesondere ließen wir uns vom Vorstand den aktuellen Stand der im Vorjahr begonnenen Vertriebsprojekte sowie eingeleiteter Maßnahmen zur Kostenoptimierung erläutern. Die Werkleiter des Unternehmens präsentierten ihre Aufgabengebiete, die verschiedenen Produktionsvorgänge sowie die aktuellen Herausforderungen an den jeweiligen Standorten. Bei dem Thema „Investitionen“ befassten wir uns insbesondere mit bestehenden Kapazitätsengpässen und den daraus abzuleitenden Investitionsmaßnahmen. Weiter ließen wir uns die Marktsituation für die Produkte der Westag & Getalit AG in Russland erläutern und stimmten dem Vorschlag des Vorstands zu, dort eine Vertriebsgesellschaft zu gründen. Ferner verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 23.08.2016.

In der im Anschluss an die Hauptversammlung am 23.08.2016 abgehaltenen Aufsichtsratssitzung wählte das Gremium Herrn Pampel zum Aufsichtsratsvorsitzenden und den bisherigen Vorsitzenden Herrn Holzinger zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Bei den unverändert zusammengesetzten drei Aufsichtsratsausschüssen wurde Herr Heite zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herr Holzinger zum Vorsitzenden des Personalausschusses und Herr Pampel zum Vorsitzenden des Nominierungsausschusses gewählt. Ferner befassten wir uns mit gesetzlichen Neuregelungen, insbesondere zur Beauftragung des Abschlussprüfers. Hierzu ließen wir uns die wesentlichen Änderungen erläutern und besprachen die für unsere Gesellschaft relevanten Punkte. Des Weiteren erörterten wir den Geschäftsverlauf in den beiden Produktsparten sowie die Möglichkeiten, den Umsatz im In- und Ausland weiter zu erhöhen.

Hauptgegenstand der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 30.08.2016 war der aus Kapazitätsgründen notwendige weitere Ausbau der Fertigungsanlagen in der Sparte Türen/ Zargen. Als zuständiges Vorstandsmitglied erläuterte Herr Beckers die Absatzentwicklung in diesem Bereich, die aktuell weiterhin bestehenden Kapazitätsengpässe sowie die geplanten Investitionen. Nach intensiver Diskussion genehmigte der Aufsichtsrat die beabsichtigten mehrjährigen Investitionen zur Erweiterung der Fertigungsanlagen in der Endbearbeitung mit einem Volumen von rund 12,5 Mio. €.

In der Aufsichtsratssitzung am 15.12.2016 befassten wir uns zunächst mit der Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten zehn Monaten des Geschäftsjahres. Ein Schwerpunkt der Sitzung war die vom Vorstand vorgestellte Unternehmensstrategie sowie die darauf aufbauende mittelfristige Unternehmensplanung. Nach intensiver Diskussion mit dem Vorstand nahmen wir die Planungen zustimmend zur Kenntnis. Ferner genehmigten wir den vom Vorstand erläuterten Investitionsplan für das Jahr 2017. Weitere Themen waren die Erweiterung des Prüfungsauftrags für den Abschlussprüfer auf den durch die Gründung der russischen Tochtergesellschaft erforderlichen Konzernabschluss, die Fortsetzung des Rückkaufs eigener Aktien bis 31.12.2017, die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats und die von uns zusammen mit dem Vorstand verabschiedete neue Fassung der Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG.

Arbeit der Ausschüsse

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses trafen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zu zwei Sitzungen. In der Sitzung am 29.03.2016 befasste sich der Prüfungsausschuss schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss 2015. In der Sitzung vom 15.12.2016 erörterte der Prüfungsausschuss zusammen mit einem Vertreter des Abschlussprüfers die Prüfungsschwerpunkte für den Jahres- und Konzernabschluss 2016. Weiter besprachen wir die Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG und nahmen die regelmäßig durchzuführende Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit vor. Ferner wurden der Halbjahresbericht und die Quartalsberichte im Jahr 2016 vor ihrer Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex jeweils in einer Telefonkonferenz mit dem Vorstand erörtert und zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr einmal am 15.12.2016. Schwerpunkt der Erörterungen war die weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand.

Ebenfalls am 15.12.2016 tagte der Nominierungsausschuss und befasste sich mit den auf der nächsten Hauptversammlung anstehenden Neuwahlen für den Aufsichtsrat. Herr Heite und Herr Dr. Schönbeck erklärten sich erfreulicherweise bereit, erneut für dieses Amt zu kandidieren.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 nach den Regeln des HGB sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 nach den Regeln der IFRS aufgestellt. Darüber hinaus wurde ein zusammengefasster Lagebericht erstellt.

Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 23.08.2016 gewählte und vom Prüfungsausschuss beauftragte Abschlussprüfer, die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht geprüft.

Der Jahresabschluss nach HGB und der nach den IFRS aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, den Corporate Governance Bericht, den Vergütungsbericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats erhalten. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 29.03.2017 wurden diese unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dieser berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Außerdem wurden wir über die Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft informiert, die zu keinen Beanstandungen geführt hat. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen.

Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht haben wir geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir uns aufgrund eigener Feststellungen und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Erklärung zur Unternehmensführung haben wir ebenfalls zugestimmt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen.

Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind.“

Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands zu dem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihr Engagement und ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, den 29. März 2017

Der Aufsichtsrat

Klaus Pampel, Vorsitzender

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats

der Westag & Getalit AG

zu den Empfehlungen der

„Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“

gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 05. Mai 2015, die am 12. Juni 2015 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 15.12.2015 entsprochen wurde und wird:

1. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht nicht individualisiert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt (Kodex Ziffer 4.2.5, Absätze 3 und 4).

Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18.08.2015 nicht vorgenommen.
2. Für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist keine Regelgrenze festgelegt (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2).

Der Aufsichtsrat hält eine solche Grenze nicht für sachdienlich.
3. Der Vorsitz in den Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder satzungsgemäß nicht gesondert berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 1, Satz 2).

Die Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen werden gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Rheda-Wiedenbrück, den 15.12.2016

Für den Aufsichtsrat

gez. Klaus Pampel

Für den Vorstand

gez. Wilhelm Beckers

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

scroll

IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE SACHANLAGEN
in € Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen
--- --- --- ---
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2015 3.668.281,18 61.156.843,82 125.438.444,87
Zugänge 581.189,74 1.785.228,03 611.845,95
Abgänge 422.685,60 0,00 770.428,74
Umbuchungen 0,00 479.290,16 3.324.180,42
Stand 31. Dezember 2015 3.826.785,32 63.421.362,01 128.604.042,50
Zugänge 498.424,71 678.418,72 2.363.355,26
Abgänge 20.925,32 275.927,68 218.218,73
Umbuchungen 0,00 4.293,00 4.392.904,02
Stand 31. Dezember 2016 4.304.284,71 63.828.146,05 135.142.083,05
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2015 2.738.074,39 38.704.291,89 93.995.440,87
Zuführungen 467.524,74 1.355.818,19 5.068.383,37
Auflösungen 422.685,60 0,00 770.428,74
Stand 31. Dezember 2015 2.782.913,53 40.060.110,08 98.293.395,50
Zuführungen 537.634,71 1.363.635,85 4.513.689,28
Auflösungen 20.925,32 275.927,68 218.218,73
Stand 31. Dezember 2016 3.299.622,92 41.147.818,25 102.588.866,05
NETTOBUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2015 1.043.871,79 23.361.251,93 30.310.647,00
Stand 31. Dezember 2016 1.004.661,79 22.680.327,80 32.553.217,00

scroll

SACHANLAGEN
in € Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
--- --- --- ---
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2015 84.987.356,76 5.261.450,81 276.844.096,26
Zugänge 3.528.597,71 5.811.541,92 11.737.213,61
Abgänge 1.391.439,08 0,00 2.161.867,82
Umbuchungen 1.355.309,22 -5.158.779,80 0,00
Stand 31. Dezember 2015 88.479.824,61 5.914.212,93 286.419.442,05
Zugänge 3.347.996,41 1.090.892,36 7.480.662,75
Abgänge 1.669.526,82 0,00 2.163.673,23
Umbuchungen 1.302.398,46 -5.699.595,48 0,00
Stand 31. Dezember 2016 91.460.692,66 1.305.509,81 291.736.431,57
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2015 71.984.128,25 0,00 204.683.861,01
Zuführungen 3.613.789,93 0,00 10.037.991,49
Auflösungen 1.362.487,08 0,00 2.132.915,82
Stand 31. Dezember 2015 74.235.431,10 0,00 212.588.936,68
Zuführungen 3.655.627,87 0,00 9.532.953,00
Auflösungen 1.605.376,82 0,00 2.099.523,23
Stand 31. Dezember 2016 76.285.682,15 0,00 220.022.366,45
NETTOBUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2015 14.244.393,51 5.914.212,93 73.830.505,37
Stand 31. Dezember 2016 15.175.010,51 1.305.509,81 71.714.065,12

scroll

FINANZANLAGEN
in € Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Gesamt Anlagevermögen Gesamt
--- --- --- --- --- ---
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2015 0,00 1.200.013,15 70.200,00 1.270.213,15 281.782.590,59
Zugänge 0,00 0,00 0,00 0,00 12.318.403,35
Abgänge 0,00 0,00 40.000,00 40.000,00 2.624.553,42
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 0,00 1.200.013,15 30.200,00 1.230.213,15 291.476.440,52
Zugänge 307.226,40 0,00 0,00 307.226,40 8.286.313,86
Abgänge 0,00 0,00 30.000,00 30.000,00 2.214.598,55
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2016 307.226,40 1.200.013,15 200,00 1.507.439,55 297.548.155,83
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2015 0,00 0,00 0,00 0,00 207.421.935,40
Zuführungen 0,00 0,00 0,00 0,00 10.505.516,23
Auflösungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.555.601,42
Stand 31. Dezember 2015 0,00 0,00 0,00 0,00 215.371.850,21
Zuführungen 0,00 0,00 0,00 0,00 10.070.587,71
Auflösungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.120.448,55
Stand 31. Dezember 2016 0,00 0,00 0,00 0,00 223.321.989,37
NETTOBUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2015 0,00 1.200.013,15 30.200,00 1.230.213,15 76.104.590,31
Stand 31. Dezember 2016 307.226,40 1.200.013,15 200,00 1.507.439,55 74.226.166,46