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Westag AG Annual Report 2016

May 22, 2017

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Annual Report

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Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Rheda-Wiedenbrück

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

A. Allgemeine Erläuterungen

Vorbemerkungen

Die Westag & Getalit AG ist ein Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nummer HRB 5565 eingetragen.

Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgt im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Düsseldorfer Börse. Die Gesellschaft stellt als Erstanwender den vorliegenden Konzernabschluss auf.

Der Konzernabschluss der Westag & Getalit AG wurde erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet mit dem 31.12.2016.

Der Euro ist die funktionale Währung der Westag & Getalit AG. Abweichend davon ist der Rubel die funktionale Währung des Tochterunternehmens OOO Westag & Getalit Moskau, Russische Förderation.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2016 waren Änderungen in den folgenden Standarts erstmals in der EU verpflichtend anzuwenden:

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Standard Titel / Inhalt
Diverse Jährliche Verbesserung der IFRS (Zyklus 2010-2012):
Klarstellung zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 38, IAS 24
IFRS 11 Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit
IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Angabeninitiative
IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge
IAS 16/ IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden
IAS 16/ IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen
IAS 27 Equity-Methode im Einzelabschluss
IAS 28/ IFRS 10/ IFRS 12 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2012-2014):
Klarstellung zu IAS 19, IAS 34, IFRS 5, IFRS 7

Aus den Änderungen in den Standards haben sich für die Westag & Getalit AG keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

Folgende bereits herausgegebene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards bzw. Änderungen von bestehenden Standards sowie Interpretationen werden von der Westag & Getalit AG nicht vorzeitig angewendet:

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Standard / Interpretation Titel für Geschäftsjahre beginnend ab
IFRS 10/ IAS 28 Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten eines Investors in bzw. an sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verschoben*
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.02.2016 *
IAS 7 Kapitalflussrechnungen: Angabeninitiative 01.01.2017 *
IAS 12 Ansatz latenter Steuern bei nicht realisierten Verlusten 01.01.2017 *
IFRS 9 Finanzinstrumente (ersetzt die Regelungen in IAS 39 zu Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten) 01.01.2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018
IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungsformen 01.01.2018 *
IFRS 15 Klarstellungen und Konkretisierungen 01.01.2018 *
IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 gemeinsam mit IFRS 4 01.01.2018 *
Diverse Jährliche Verbesserung der IFRS (Zyklus 2014-2016): 01.01.2017 /
Klarstellingen zu IFRS 1, IAS 28, IFRS 12 01.02 2018 *
IAS 40 Übertragung von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 01.01.2018 *
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 01.01.2018 *
IFRS 16 Leasing (ersetzt IAS 17 und dazugehörige Interpretationen) 01.01.2019 *
* noch keine Übernahme von der EU erfolgt

Auf Basis einer vorläufigen Einschätzung erwartet die Westag & Getalit AG, dass die Anwendung der im Folgejahr in Kraft tretenden Standards bzw. Änderungen keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wird. Die Auswirkungen der später in Kraft tretenden Standards und Änderungen, insbesondere aus IFRS 15 und IFRS 16, werden noch geprüft.

Die Konzerngesamtergebnisrechnung umfasst zum einen die realisierten Erträge und Aufwendungen der Periode, die per Saldo den Konzernjahresüberschuss ergeben. Zum anderen geht darin das sonstige Ergebnis als Saldo der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ein. Für die Konzerngesamtergebnisrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Beim Ausweis in der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte bzw. Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.

Neben der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Anhangangaben enthalten zudem eine Segmentberichterstattung.

Zur Verbesserung der Aussagekraft werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert.

Konsolidierungsgrundsätze

Neben der Westag & Getalit AG wurde die einzige Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen.

Methode

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Zugänge grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode. Die auf Grundlage dieser Methode erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen werden auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis konsolidiert. Bei den einbezogenen Tochterunternehmen wurde im Jahr der Gründung der Beteiligungsansatz mit dem Eigenkapital verrechnet.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert.

Konsolidierungskreis

Als Tochterunternehmen der WESTAG & GETALIT AG, Rheda-Wiedenbrück, wird folgendes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

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Anteil am Kapital
- OOO WESTAG & GETALIT, Moskau, Russische Föderation (WESTAG Russland) 100%

Equitykonsolidierung

Folgendes assoziiertes Unternehmen, auf das ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, ist im Wege der Equitykonsolidierung nach IFRS in den Konzernabschluss einzubeziehen:

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Beteiligungsquote
Unmittelbare Beteiligung
- AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH, Meiningen („AKP") 49%

Diese Beteiligung ist somit im Wege der Equitykonsolidierung nach IAS 28 in den Konzernabschluss einzubeziehen.

Als Zeitpunkt der Ermittlung des Wertansatzes und des Unterschiedsbetrages wird der 31. Dezember 2006 gewählt. Hierbei handelt es sich um den Stichtag des Erwerbs der Beteiligung an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH. Die zwischenzeitlich kumulierten Gewinne wurden anteilig dem Bilanzgewinn erfolgsneutral zugerechnet.

Danach ergeben sich aus der erstmaligen Equitykonsolidierung der Anteile in der Konzernbilanz zum 1. Januar 2015 folgenden Unterschiede zum bisherigen Wertansatz in der Handelsbilanz:

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In T€
Erworbenes anteiliges Eigenkapital 778
Erworbenener Geschäfts- oder Firmenwert 422
Beteiligungsansatz laut Handelsbilanz 1.200
Thesaurierte Gewinne der Geschäftsjahre 2006 - 2014 873
Gesamt 2.073

Währungsumrechnung

Die Bilanzen von Jahresabschlüssen in ausländischer Währung werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Eine sich beim Ergebnis ergebende Differenz wird über die sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträge bereinigt.

B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang auf den Kunden oder mit der Erbringung der Leistung realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte, Preisnachlässe und Boni ausgewiesen.

Bestandsveränderungen aus zum Bilanzstichtag noch im Produktionsprozess befindlichen unfertigen Erzeugnissen sind mit ihren anteiligen Herstellungskosten erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. mit dem Zeitpunkt ihrer Verwendung ergebniswirksam erfasst.

Gewährleistungsaufwendungen werden im Zusammenhang mit der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse berücksichtigt. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Geschäfte in fremder Währung werden grundsätzlich zum Tageskurs in Euro umgerechnet und erfasst. Mögliche Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Langfristige Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Sie werden entsprechend ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig und linear im Wesentlichen über einen Zeitraum von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der „erzielbare Betrag“ des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der „erzielbare Betrag“ wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt und bewertet, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Nutzungsdauer beträgt für Fabrik-, Geschäfts- und Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 10 Jahre. Die Abschreibungs- und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen sind Anteile an assoziierten Unternehmen sowie verzinsliche Ausleihungen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ausgewiesen. Die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zu den Anschaffungskosten zuzüglich der Anteile am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens abzüglich von Ausschüttungen des Beteiligungsunternehmens.

Latente Steuern

Latente Steuern werden aus temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die latenten Steuern sind mit einem Steuersatz von 30 % angesetzt. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten sind nicht Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Bestandsrisiken, die sich aus Überalterung, Qualitätsminderung und anderer eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, werden durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden entsprechend bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen. Das allgemeine Wertminderungsrisiko wird durch Wertberichtigungen berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren.

Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen einschließlich der Ertragsteuerforderung aus dem Körperschaftsteuerguthaben mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden ausgehend von Anleihen öffentlicher Emittenten mit vergleichbarer Restlaufzeit abgezinst.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel sind zum Nominalwert angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fremdkapital

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus einer Versorgungsordnung für die Belegschaft des Unternehmens. Die Berechnungsgrundlage für die Rückstellungen sind gehaltsunabhängige monatliche Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrentenzahlungen pro vollem Jahr der Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus bestehen einzelvertragliche Pensionszusagen, die Versorgungsansprüche als Festbeträge umfassen.

Die Rückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Das Versorgungswerk wurde in der Vergangenheit geschlossen, neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung.

Rückstellungen für Pensionen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf der Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Die Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln 2005 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Rückstellungen kommen die aufgrund des Rentenreformgesetzes neu geregelten Altersgrenzen zur Anwendung. Bei einigen einzelvertraglichen Pensionszusagen wird abweichend davon als Altersgrenze die Vollendung des 65. Lebensjahres verwendet. Der Rechnungszinsfuß orientiert sich an der Umlaufrendite hochwertiger Unternehmensanleihen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort in voller Höhe erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Andere Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich dieser Vermögensabfluss zuverlässig schätzen lässt.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die übrigen Rückstellungen werden ebenfalls für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Aufwendungen dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwertes des erwarteten Vermögensabflusses gebildet. Der dabei verwendete Abzinsungssatz orientiert sich an den Marktzinssätzen zum Bilanzstichtag. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag erneut überprüft.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren werden alle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sämtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich jeweils um Verbindlichkeiten mit einer kurzfristigen Laufzeit von höchstens 12 Monaten.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. In diesen Fällen werden die Finanzderivate im Zugangszeitpunkt zum Fair Value, i.d.R. entsprechend den Anschaffungskosten, erfasst und in der Folge zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Dauer des Derivats.

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten des Geschäftsjahres auswirken. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen.

Die auf eine Sicht von 12 Monaten am stärksten von einem entsprechenden Risiko betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Abschlusses sind die Vorräte und die Rückstellungen für Gewährleistungen. Den Abwertungsparametern bei den Vorräten und der Beurteilung der erforderlichen Gewährleistungsrückstellungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit und zukünftige Einschätzungen zugrunde. In allen Fällen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegende werterhellende Umstände berücksichtigt.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Inland 182.849 179.652
Ausland 50.170 47.046
Summe 233.019 226.698

2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -805 122
Summe -805 122

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Aktivierte Eigenleistung Löhne 244 309
Summe 244 309

4. Sonstige betriebliche Erträge

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Periodenfremde Erträge 294 499
Sachbezüge 345 325
Versicherungserstattungen 572 220
Fremdwährungserträge 101 167
Übrige Erträge 156 118
Summe 1.468 1.329

5. Materialaufwand

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 85.946 86.369
Handelswaren 18.175 16.466
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.186 7.503
Summe 111.307 110.338

6. Personalaufwand

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Löhne und Gehälter 62.136 59.717
Soziale Abgaben 10.942 10.649
Aufwendungen für Altersversorgung 997 1.023
Übrige soziale Aufwendungen 984 988
Summe 75.059 72.377

Die Arbeitnehmerzahl des Konzerns beträgt im Jahresdurchschnitt:

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende)
Angestellte 374 378
Gewerbliche Arbeitnehmer 875 865
Summe 1.249 1.243

7. Abschreibungen Anlagevermögen

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 537 468
Sachanlagen 9.534 10.038
Summe 10.071 10.506

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Ausgangsfrachten 10.775 10.652
Fremdreparaturen und Wartungen 4.673 4.919
Fremdlöhne für Fertigung und Gemeinkosten 3.614 3.606
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 1.360 1.542
Werbe- und Messekosten 1.294 1.490
Rechts- und Beratungskosten 1.195 913
Reisekosten 606 524
Porto, Büromaterial und Telefon 503 472
Sonstige Personalaufwendungen 445 597
Miete, Pacht, Leasing 435 445
Kfz-Kosten 420 437
Übrige Aufwendungen 1.990 1.510
Summe 27.310 27.107

Die übrigen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 713 T€ (Vorjahr: 117 T€) und Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen zum Stichtag in Höhe von 93 T€ (Vorjahr: 32 T€).

9. Sonstige Steuern

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Sonstige Steuern 286 278
Summe 286 278

Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer.

10. Finanz- und Beteiligungsergebnis

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Zinserträge 26 20
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 1
Erträge aus Beteiligung AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH 624 734
Zinsaufwendungen -1 -5
Summe 649 750

Die Erträge aus assoziierten Unternehmen betreffen die anteiligen Gewinne aus der Beteiligung an der AKP Carat-Arebitsplatten GmbH. Darin enthalten sind in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) liquiditätswirksame Ausschüttungen des assoziierten Unternehmens.

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2016 2015
T€ %*) T€ %*)
--- --- --- --- ---
Erwarteter Steueraufwand 3.162 30,0 2.581 30,0
Vorjahresanpassungen -64 -0,6 1 0,0
Steuerliche Verrechnung Auslandsergebnisse -27 -0,3 -58 -0,7
Steuerfreie Beteiligungserträge -187 -1,8 -220 -2,6
Übrige Steuereffekte 74 0,7 -36 -0,4
Summe 2.958 28,0 2.268 26,3
*) bezogen auf den Jahresüberschuss vor Ertragsteuern in Höhe von 10.542 8.602

Die genannten Steuersätze wurden auf Grundlage der jeweils geltenden Steuersätze geschätzt. Dabei wurde von einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % ausgegangen. Bei der Gewerbesteuer liegen Hebesätze von 403 % für Rheda-Wiedenbrück und 428 % für Wadersloh zugrunde.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Tatsächlicher Steueraufwand 3.175 2.573
Latente Steuern aufgrund der Entstehung und Umkehrung von temporären Unterschieden bei den Pensionsrückstellungen 17 -35
Langfristigen Personalrückstellungen -9 -10
Sonderposten mit Rücklageanteil -44 -52
Abschreibungen Anlagevermögen -181 -208
Summe 2.958 2.268

Die latenten Steuern wurden auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 % berechnet.

12. Ergebnis je Aktie

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2016 2015
Konzernjahresüberschuss in € 7.583.567,02 6.333.860,99
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.539.197 2.549.172
Ergebnis je Stammaktie in € 1,38 1,14
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 1,44 1,20
Dividendenberechtigte Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Dividendenberechtigte Vorzugsaktien 2.519.173 2.549.172
Dividende je Stammaktie in € 0,94 0,74
Dividende je Vorzugsaktie in € 1,00 0,80

Erläuterungen zur Bilanz

13. Langfristige Vermögenswerte

13.1 Immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahre 2016 sind der nachstehenden Darstellung zur Bilanz zu entnehmen.

Die Sachanlagen sind mit Grundschulden in Höhe von 6.800 T€ belastet. Die Grundschuld wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Erstmalig werden am 31.12.2016 100% der Anteile an dem neugegründeten Tochterunternehmen OOO WESTAG & GETALIT, Moskau, Russische Föderation, gehalten. Das Nennkapital dieser Gesellschaft beläuft sich auf umgerechnet 326 T€. Ihr Eigenkapital beträgt zum 31.12.2016 insgesamt 298 T€. Aufgrund von Anlaufverlusten ergab sich ein Jahresverlust von 28 T€.

Des Weiteren wurden zum Bilanzstichtag 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen als assoziiertes Unternehmen gehalten. Das Nennkapital dieser Gesellschaft beläuft sich auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€), ihr Eigenkapital beträgt zum 31.12.2016 insgesamt 4.713 T€ (Vorjahr: 4.187 T€). Es konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.273 T€ (Vorjahr: 1.497 T€) für 2016 erzielt werden. Die Bilanzsumme beträgt jeweils am Bilanzstichtag 7.784 T€ (Vorjahr: 7.393 T€). Das Fremdkapital beläuft sich dementsprechend auf 3.071 T€ (Vorjahr: 3.206 T€).

13.2 Latente Steuern

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Rückstellungen 4.322 3.298
Sonderposten mit Rücklageanteil -49 -93
Anlagevermögen -870 -1.051
Übrige aus Konsolidierungsbuchungen 8 0
Summe 3.411 2.154

Passive latente Steuern in Höhe von 919 T€ (Vorjahr: 1.144 T€) wurden zum Bilanzstichtag mit aktiven latenten Steuern in Höhe von 4.329 T€ (Vorjahr: 3.298 T€) saldiert ausgewiesen.

14. Kurzfristige Vermögenswerte

14.1 Vorräte

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.204 17.012
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.726 3.775
Fertige Erzeugnisse und Waren 12.902 13.779
Summe 33.832 34.566

Im Geschäftsjahr erfolgten erfolgswirksame Abwertungen auf Vorräte gemäß IAS 2.34 in Höhe von 927 T€ (Vorjahr: 978 T€). Aus in früheren Jahren vorgenommenen Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte sind von der Westag & Getalit AG nicht als Sicherheiten übereignet.

14.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.525 26.336
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 13 22
Sonstige Vermögenswerte 1.118 788
Ertragsteuerforderungen 399 792
Summe 28.055 27.938

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Buchwert 26.525 26.336
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und überfällig seit
weniger als 30 Tagen 1.234 1.487
mehr als 30 und weniger als 60 Tagen 300 140
mehr als 60 Tagen 243 314

Die Entwicklung der Wertberichtigungen zur Abdeckung eines möglichen Ausfallrisikos stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Anfangsbestand 01.01. 1.420 1.293
Zuführung 25 130
Verbrauch/Auflösung 0 -3
Endbestand 31.12. 1.445 1.420

Die Forderungsausfälle des Geschäftsjahres betrugen 10 T€ (Vorjahr: 57 T€). Die Lieferungen der Gesellschaft erfolgen unter Eigentumsvorbehalt.

Der Ausweis der Forderungen gegen assoziierte Unternehmen resultiert aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sowie deren Tochterunternehmen WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH. Die Westag & Getalit AG hat einen maßgeblichen Einfluss auf die obigen Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2016 sind Waren in Höhe von 945 T€ (Vorjahr: 1.026 T€) geliefert und wie im Vorjahr keine Waren bezogen worden.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus:

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Debitorische Kreditoren 513 424
Energiesteuererstattungen 130 88
Noch nicht abgerechnete Lieferantenboni 209 143
Übrige 266 133
Summe 1.118 788

Die Ertragsteuerforderungen beinhalten in Höhe von 399 T€ (Vorjahr: 792 T€) Ansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben. Diese Ansprüche wurden mit 0,0 % (Vorjahr: 0,3 %) abgezinst und beginnend ab 2008 über einen Zeitraum von 10 Jahren in gleichbleibenden Beträgen in Höhe von 399 T€ ausbezahlt.

14.3 Liquide Mittel

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Kasse, Kontokorrentkonten und Schecks 12.319 6.635
Termingeld- und Geldmarktkonten 11.572 10.200
Summe 23.891 16.835

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr über nicht genutzte Barkreditlinien in Höhe von 5,0 Mio. €. Bestehende Avalkreditlinien in Höhe von 3,8 Mio. € sind zum Bilanzstichtag unverändert nicht in Anspruch genommen worden. Verpfändungen oder Abtretungen von Wertpapieren oder Bankguthaben bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

15. Eigenkapital

15.1 Gezeichnetes Kapital (Inhaberaktien)

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31.12.2016 31.12.2015
Anzahl T€ T€
--- --- --- ---
Stammaktien 2.860.000 7.322 7.322
Vorzugsaktien 2.860.000 7.322 7.322
Summe 5.720.000 14.644 14.644

Ziel unseres Kapitalmanagements ist es, auf Grundlage der vorhandenen guten Eigenkapitalquote eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des Aktiengesetzes und der Satzung werden die erzielten Überschüsse in die Rücklagen eingestellt oder an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der beigefügten Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung an der Düsseldorfer und Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Stammaktien sind voll stimmberechtigt, die Vorzugsaktien stimmrechtslos. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind.

Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten.

Des Weiteren weisen wir auf die folgenden Punkte zum Kapital und zur Satzung hin:

Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist seit Dezember 2013 am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt, indem sie die Stimmrechtsanteile von der Syntalit AG, Zug, Schweiz, einer Tochtergesellschaft der Gethalia Foundation, übernommen hat. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden und dem Vorstand auch nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft sind der Gesellschaft nur hinsichtlich der Vorzugsaktien bekannt.

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft werden nach § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen.

Die Änderung der Satzung kann nach § 179 AktG nur mit mindestens drei Viertel des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Die Satzung enthält keine davon abweichenden Bestimmungen.

Im Rahmen des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 18.08.2015 wurde der Vorstand zum Rückkauf von eigenen Aktien im Sinne des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 17.08.2020 ermächtigt.

Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebotes Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.

15.2 Kapitalrücklage

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Kapitalrücklage 24.399 24.399
Summe 24.399 24.399

Die Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den Agiobeträgen der Kapitalerhöhungen aus früheren Jahren zusammen.

15.3 Gewinnrücklagen

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Gesetzliche Rücklage 596 596
Andere Gewinnrücklagen 60.915 60.315
Summe 61.511 60.911

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der Westag & Getalit AG, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind erfolgsneutrale negative Eigenkapitalveränderungen, die durch die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS entstanden sind, berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2016 betrug die Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 600 T€ (Vorjahr: 200 T€).

15.4 Bilanzgewinn

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 7.850 5.438
Dividendenausschüttung -4.145 -5.237
Kauf eigener Anteile -602 0
Konzernjahresüberschuss 7.584 6.334
Sonstiges Ergebnis -2.411 1.515
Zuführung § 58 Abs. 2 AktG -600 -200
Endbestand 31.12 7.676 7.850

Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile von 340.827 (Vorjahr: 310.828) Stück mit Anschaffungskosten von 4.446 T€ (Vorjahr: 3.844 T€) wurden erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

Das sonstige Ergebnis beinhaltet die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen und stellt die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von -3.444 T€ (Vorjahr: 2.166 T€) unter Berücksichtigung latenter Steuern von 1.033 T€ (Vorjahr: -650 T€) dar.

16. Langfristiges Fremdkapital

16.1 Pensionsrückstellungen

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 22.891 24.882
Laufender Aufwand 1.002 997
Laufende Pensionszahlungen -838 -822
Veränderung versicherungs-mathematischer Gewinne/Verluste 3.444 -2.166
Endbestand 31.12 26.499 22.891

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird nicht über einen Fonds finanziert.

Die Leistungsverpflichtung verteilt sich wie folgt:

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31.12.2016
T€ %
--- --- ---
Aktive Mitarbeiter 13.318 50,2
Ausgeschiedene Mitarbeiter mit unverfallbarer Anwartschaft 845 3,2
Rentenempfänger 12.336 46,6
Summe 26.499 100,0

In der Gesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen als Personalaufwand enthalten:

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 418 483
Zinsaufwand 584 514
Summe 1.002 997

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste haben sich wie folgt entwickelt:

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Anfangsbestand 01.01. 7.730 9.896
Änderungen finanzieller Rechnungsannahmen 3.489 -2.110
Erfahrungsbedingte Anpassungen -45 -56
Endbestand 31.12. 11.174 7.730

Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wird in der Gesamtergebnisrechnung als sonstiges Ergebnis in der Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet.

Dabei werden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:

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2016 2015
% %
--- --- ---
Rechnungszinsfuss (p.a.) 1,80 2,60
Erwartete Einkommenssteigerung (p.a.) - -
Erwartete Rentensteigerung (p.a.) 2,00 2,00

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag verwendeten Annahmen würde die Verpflichtung wie folgt ändern:

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Effekte (in T€)
Biometrische Rechnungsannahmen
verwendet / - 1 Jahr / + 1 Jahr /
Änderung der Lebenserwartung RT 2005 G -826 842
Finanzielle Rechnungsannahmen
verwendet / - 100 bps / + 100 bps /
Änderung des Rechnungszinsfusses 1,80% 5.636 -4.250
verwendet / - 25 bps / + 25 bps /
Änderung des Rententrends 2,00% -840 882

Wir beabsichtigen, auch zukünftig die Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen zu finanzieren und die Rentenzahlungen aus dem laufenden betrieblichen Cashflow des Unternehmens zu leisten. Investitionen der freien liquiden Mittel in das eigene Unternehmen sollen mittel- und langfristig eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals sicherstellen, um ungedeckte Pensionsrisiken abdecken zu können.

Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir einen Dienst- und Zinsaufwand in Höhe von 971 T€. Das Fälligkeitsprofil aus den Leistungsverpflichtungen beträgt für die zukünftigen Wirtschaftsjahre:

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2016
T€
--- ---
Geschäftsjahr 2017 854
Geschäftsjahr 2018 851
Geschäftsjahr 2019 841
Geschäftsjahr 2020 840
Geschäftsjahr 2021 847
Geschäftsjahre 2022 - 2026 4.428

Die gewichtete, durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt 18,9 (Vorjahr: 17,7) Jahre.

16.2 Andere langfristige Rückstellungen

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in T€ Personalrückstellungen Sonstige Rückstellungen Langfristige Rückstellungen Gesamt
Anfangsbestand 01.01.2015 527 916 1.443
Verbrauch 63 420 483
Auflösung 0 0 0
Zuführung 80 264 344
Endbestand 31.12.2015 544 760 1.304
Anfangsbestand 01.01.2016 544 760 1.304
Verbrauch 63 445 508
Auflösung 0 0 0
Zuführung 85 475 560
Endbestand 31.12.2016 566 789 1.356

Die langfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil der Rückstellungen für Reklamationen und Gewährleistungen sowie die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Der kurzfristige Anteil der Jubiläumsrückstellungen beträgt 60 T€ (Vorjahr: 57 T€).

17. Kurzfristiges Fremdkapital

17.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.714 7.602
Summe 6.714 7.602

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die durch den üblichen Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Boniansprüche von Kunden 10.665 9.520
Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 4.881 4.806
Lohnsteuer 1.555 1.480
Sonstige betriebliche Steuern 1.120 980
Versicherungsleistungen 0 163
Kreditorische Debitoren 213 129
Erhaltene Anzahlungen 95 73
Übrige 2.224 1.210
Summe 20.753 18.361

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 32 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, alle weiteren sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.3 Kurzfristige Rückstellungen

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Gewährleistungen
T€
--- ---
Anfangsbestand 01.01.2015 611
Verbrauch 281
Auflösung 0
Zuführung 176
Endbestand 31.12.2015 506
Anfangsbestand 01.01.2016 506
Verbrauch 297
Auflösung 0
Zuführung 317
Endbestand 31.12.2016 526

Die Rückstellung wurde für die kurzfristige Inanspruchnahme von Gewährleistungen gebildet.

17.4 Ertragsteuerverbindlichkeiten

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Ertragsteuerverbindlichkeiten 584 402
Summe 584 402

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten beinhalten die Belastungen aus den Steuerberechnungen für das Geschäftsjahr 2016 und noch nicht abgerechnete Vorjahresbeträge.

18. Sonstige Angaben

18.1 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Westag & Getalit AG verfügt am Bilanzstichtag über originäre Finanzinstrumente. Diese betreffen auf der Aktivseite die finanziellen Vermögenswerte und umfassen im Wesentlichen die sonstigen langfristigen Ausleihungen, die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie die liquiden Mittel und werden entsprechend der vorgenommenen Klassifizierung (bis zur Endfälligkeit zu haltende Ausleihungen bzw. Kredite und Forderungen) mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite entfallen die Finanzinstrumente auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten). Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko.

Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und den Laufzeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu dem Bilanzposten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“.

Für Flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente stellen die bilanzierten Buchwerte einen angemessenen Näherungswert des beizulegenden Zeitwertes dar.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten beträgt 25 T€ (Vorjahr: 16 T€).

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund von Einkaufs- und Absatzgeschäften in fremder Währung in kleinem Umfang Finanz- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diesen begegnet die Gesellschaft unter anderem durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten bei gleichzeitiger Beobachtung von erwarteten Wechselkursentwicklungen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden lediglich die Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung unterjährig durch entsprechende Devisenkursgeschäfte abgesichert, während das Kursrisiko auf der Einkaufsseite in US-Dollar durch zeitgleichen Erwerb des US-Dollars begrenzt wurde.

Die Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag jeweils über folgende in Fremdwährung bestehende-Vermögenswerte und Schulden:

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (GBP) 256 271
Sonstige Vermögenswerte (RUB) 35 0
Liquide Mittel (GBP) 170 324
Liquide Mittel (USD) 1.407 300
Liquide Mittel (RUB) 240 0
Geleistete Anzahlungen (USD) 23 84
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(RUB) 7 0

Darüber hinaus wurden jeweils folgende Volumina in Fremdwährung abgewickelt:

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Umsatzerlöse (GBP) 2.064 1.766
Materialaufwand (USD) 2.014 2.627

Die Gesellschaft geht zurzeit aufgrund des Geschäftsvolumens in fremder Währung davon aus, dass Wechselkursänderungen sich nicht signifikant auf das Periodenergebnis auswirken. Zur Abwehr von Forderungsausfallrisiken sind unsere Forderungsbestände zum größten Teil durch die bestehende Warenkreditversicherung abgesichert.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestehen zum Bilanzstichtag in Form von kurzfristigen US-Dollar-Terminkäufen bzw. Kaufoptionen mit einem Volumen in Höhe von 1.200 T$ (Vorjahr: 2.150 T$) sowie kurzfristigen GBP-Terminverkäufen in Höhe von 1.800 T£ (Vorjahr: 400 T£). Der beizulegende Wert der derivativen Finanzinstrumente beträgt 11 T€ (Vorjahr: 69 T€).

18.2 Segmentberichterstattung

Das Unternehmen ist in die Segmente Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen sowie den Zentralbereich gegliedert, der übergeordnete Leistungen und die Energieversorgung bereitstellen. Die Segmente stellen die Grundlage für die interne Berichterstattung dar, mit der das Management die Gesellschaft steuert (Management Approach). Die Bewertung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Sparten erfolgt auf der Basis von Verrechnungspreisen. Die übrigen Ertrags- und Aufwandsposten beinhalten im Westentlichen die sonstigen betrieblichen Erträge, die Material- und Personalkosten sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

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Oberflächen/ Elemente Türen/ Zargen Zentralbereich Gesamt
Geschäftsjahr 2016 T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit Externen 98.427 127.018 7.574 233.019
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 3.287 -18.105 14.818 0
Umsatzerlöse 101.714 108.913 22.392 233.019
Abschreibungen -3.738 -3.843 -2.490 -10.071
Erträge aus assoziierten Unternehmen 624 0 0 624
Zinsergebnis 0 0 25 25
Übrige Ertrag- und Aufwandsposten -96.039 -97.089 -19.927 -213.055
EBT 2.561 7.981 0 10.542
Steuern 719 2.239 0 2.958
Jahresüberschuss 1.842 5.742 0 7.584

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Oberflächen/ Elemente Türen/ Zargen Zentralbereich Gesamt
Geschäftsjahr 2015 T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit Externen 98.248 120.919 7.531 226.698
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 3.688 -17.116 13.428 0
Umsatzerlöse 101.936 103.803 20.959 226.698
Abschreibungen -4.004 -4.005 -2.497 -10.506
Erträge aus assoziierten Unternehmen 734 0 734
Zinsergebnis 0 0 16 16
Übrige Ertrags- und Aufwandsposten -97.276 -92.586 -18.478 -208.340
EBT 1.390 7.212 0 8.602
Steuern 367 1.901 0 2.268
Jahresüberschuss 1.023 5.311 0 6.334

Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und liquiden Mittel, erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen.

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Oberflächen/ Elemente Türen/ Zargen Zentralbereich Gesamt
Geschäftsjahr 2016 T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Segmentvermögen 67.045 71.172 26.476 164.662
davon Anteile an assoziierten Unternehmen 2.731 0 0 2.731
Segment Schulden 20.076 17.726 18.630 56.432
Nettovermögen 49.969 53.446 7.846 108.230
Segmentinvestitionen 1.949 4.447 1.606 8.002

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Oberflächen/ Elemente Türen/ Zargen Zentralbereich Gesamt
Geschäftsjahr 2015 T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Segmentvermögen 66.998 67.434 24.438 158.870
davon Anteile an assoziierten Unternehmen 2.473 0 0 2.473
Segment Schulden 19.104 17.573 14.389 51.066
Nettovermögen 47.894 49.861 10.049 107.804
Segmentinvestitionen 2.015 8.983 1.321 12.319

Die Aufteilung in die Segmente erfolgt im Wesentlichen nach den jeweiligen Umsatzanteilen, sofern in Einzelfällen keine Direktzuordnung möglich ist.

Auf Ebene der Regionen werden folgende ergänzende Informationen gegeben:

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Inland 182.849 179.652
Ausland 50.170 47.046
233.019 226.698

In keinem Drittland werden mehr als 10% der Gesamterlöse erzielt.

18.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
--- --- ---
Bestellobligo 833 6.962
Stromeinkaufsverträge 1.094 537
Gaseinkaufsverträge 1.937 770
Miet- und Pachtverpflichtungen 503 548
Übrige finanzielle Verpflichtungen 118 95
Summe 4.485 8.912

Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der bestehenden Verpflichtungen Zahlungen in Höhe von 1.954 T€ (Vorjahr: 8.468 T€) zu leisten.

In den Miet- und Pachtverpflichtungen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 57 Jahren in Höhe von 186 T€ enthalten (Vorjahr: 186 T€), das mit 5 % abgezinst wird.

18.4 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Als nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 werden angesehen:

- Gethalia Foundation

- Vorstand der Westag & Getalit AG

- Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG

- OOO WESTAG & GETALIT, Moskau, Russische Föderation

- AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH als assoziiertes Unternehmen sowie deren Tochterunternehmen

Laut Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz, und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, vom 18.12.2006 betrug der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile waren der Gethalia Foundation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Mit Schreiben vom 23.12.2013 haben uns nunmehr die beiden vorgenannten Gesellschaften mitgeteilt, dass die 75,5 % der Stammaktien und damit der Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,0 % beträgt. Weitere meldepflichtige Änderungen des Bestands sind seither nicht an uns ergangen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: "Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen."

Hinsichtlich der Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH und deren Tochterunternehmen verweisen wir auf die Ausführungen unter 14.2 "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" und 18.6 "Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats".

18.5 Organe der Gesellschaft

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Vorstand Aufsichtsrat
Wilhelm Beckers, Herzebrock-Clarholz

Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik

Vorstandsvorsitzender

Leiter der Sparte Türen/Zargen
Klaus Pampel, Meerbusch

Kaufmann

Vorsitzender (seit 23.08.2016; stellvertretender Vorsitzender bis 23.08.2016)
Franz David, Bad Waldliesborn

Kaufmann

Leiter der Sparte Oberflächen/Elemente
Pedro Holzinger, Rheda-Wiedenbrück

Stellvertretender Vorsitzender (seit 23.08.2016; Vorsitzender bis 23.08.2016)
Christopher Stenzel, Gütersloh

Diplom-Kaufmann

Finanzvorstand
Jürgen Heite, Meerbusch

Geschäftsführer der Thyssen'sche Handelsgesellschaft mbH, Mühlheim an der Ruhr
Dr. Joachim Schönbeck, Krefeld

Diplom-Ingenieur

Mitglied des Vorstands der Andritz AG, Graz
Dietmar Lewe, Rietberg *

Industriemeister der Holzverarbeitung

Betriebsratsvorsitzender
Heinz-Georg Großerohde, Rheda-Wiedenbrück *

Drucker

* Vertreter der Arbeitnehmer

Dr. Joachim Schönbeck ist zum 31.12.2016 Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften:

Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Paper Machinery Ltd., Kanada; ANDRITZ AB, Schweden; ANDRITZ Inc., USA.

18.6 Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 120 120
Gesamtbezüge des Vorstands 1.031 977
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen 389 559
Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen sowie aktive Vorstandsmitglieder 5.842 5.554
In den Pensionsrückstellungen enthaltener Dienstzeitaufwand für Vorstandsmitglieder 18 16
Beratungsleistungen (Aufsichtsräte) 105 60

Vorschüsse, Kredite, Bürgschaften oder Gewährleistungen wurden weder Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands gewährt.

In der Hauptversammlung vom 18.08.2015 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sowie §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Satz 5 bis 8 HGB für die Geschäftsjahre 2015 bis 2019 nicht erfolgen müssen.

19. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

20. Vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 119 112
Steuerberatungsleistungen 42 38
Sonstige Leistungen 33 33
194 183

Die Auslagen betragen 24 T€ (Vorjahr: 24 T€).

21. Überleitungsrechnungen nach IFRS 1

21.1 Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IFRS

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31.12.2016 31.12.2015 1.1.2015
T€ T€ T€
--- --- --- ---
Eigenkapital nach HGB 111.243 110.162 111.047
Latente Steuern 3.403 2.154 2.884
Sonderposten mit Rücklageanteil 163 309 482
Pensionsrückstellungen -8.101 -6.094 -10.093
Eigenkapital nach IFRS-Einzelabschluss 106.708 106.531 104.320
Einbeziehung der 000 WESTAG & GETALIT -8 0 0
Equity-Bewertung von AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH
- Anteilige einbehaltene Gewinne Vorjahre 1.273 872 872
- Anteiliger Gewinn des Geschäftsjahres 257 401 0
Eigenkapital nach IFRS-Konzernabschluss 108.230 107.804 105.192

21.2 Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IFRS

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Jahresüberschuss nach HGB 5.828 4.353
Sonstige betriebliche Erträge -146 -173
Personalaufwendungen -1.057 894
Zinsen Pensionsrückstellungen 706 740
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.787 199
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 217 -80
Jahresüberschuss nach IFRS-Einzelabschluss 7.335 5.933
Einbeziehung der 000 WESTAG & GETALIT -8 0
Equity-Bewertung von AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH 257 401
Jahresüberschuss nach IFRS-Konzernabschluss 7.584 6.334

22. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken, liegen nicht vor.

23. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns

Für das Geschäftsjahr 2016 ergibt sich ein Bilanzgewinn nach HGB von 11.768 T€, der sich wie folgt zusammensetzt:

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T€
Jahresüberschuss 2016 5.828
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.540
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG -600
Bilanzgewinn 11.768

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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T€
Ausschüttung einer Dividende von 0,94 € je Stammaktie 2.689
Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Vorzugsaktie 2.519
5.208
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 6.560
Bilanzgewinn 11.768

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.519.173 Stück nennwertloser Stückaktien.

Für den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile, die am Tag der Bilanzaufstellung gehalten werden (340.827 Stück), vermindert.

24. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag und Getalit AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der vorraussichtlichen Entwicklung

Rheda-Wiedenbrück, den 17. Februar 2017

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wilhelm Beckers

Franz David

Christopher Stenzel

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2015 14.644 24.399 60.711 5.438 105.192
Dividende -5.237 -5.237
Konzernjahresüberschuss 6.334 6.334
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 200 -200 0
Versicherungsmathematische Gewinn/Verluste 2.165 2.165
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinn/Verluste -650 -650
Stand 31.12.2015 14.644 24.399 60.911 7.850 107.804
Stand 01.01.2016 14.644 24.399 60.911 7.850 107.804
Dividende -4.145 -4.145
Konzernjahresüberschuss 7.584 7.584
Kauf eigene Anteile -602 -602
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 600 -600 0
Versicherungsmathematische Gewinn/Verluste -3.444 -3.444
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinn/Verluste 1.033 1.033
Stand 31.12.2016 14.644 24.399 61.511 7.676 108.230

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2016 und 2015. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der indirekten Methode unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel mit Ausnahme der von Terminanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von T€ 4.810 (Vorjahr: T€ 0).

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2016 2015
T€ T€
--- --- ---
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit:
Konzernergebnis 9.893 7.852
Gezahlte Ertragsteuern -3.000 -1.166
Abschreibungen 10.071 10.506
Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen -95 -35
Veränderung des Umlaufvermögens 626 -1.539
Veränderung des Fremdkapitals 1.740 1.004
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 19.235 16.622
Cashflow aus der Investitionstätigkeit:
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte -8.002 -12.319
Veränderungen der Finanzanlagen 30 40
Veränderungen von Terminanlagen -4.810 0
Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen 366 333
Erlöse aus Anlagenabgängen 159 63
Cashflow aus Investitionstätigkeit -12.257 -11.883
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit:
Zinseinnahmen 16 22
Zinsausgaben -1 -5
Erwerb/Verkauf eigener Aktien -602 0
Dividendenzahlung -4.145 -5.237
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4.732 -5.220
Veränderung flüssige Mittel 2.246 -481
Finanzmittelbestand zum 01.01. 16.835 17.316
Finanzmittelbestand zum 31.12. 19.081 16.835

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Die Westag & Getalit AG ist ein europaweit agierender Hersteller von Holzwerk- und Kunststofferzeugnissen. Als Oberflächenspezialist fertigt das Unternehmen neben reinen Beschichtungsmaterialien auch ein umfassendes Spektrum an Elementen und einbaufertigen Produkten wie Türen und Zargen sowie Arbeitsflächen und Fensterbänke. Ergänzend zu den Hauptprodukten des Unternehmens werden auch vielfältige individuelle Lösungen angeboten, die gezielt auf die jeweiligen Anforderungsprofile der Kunden zugeschnitten sind. Dazu zählt unter anderem das Angebot technischer Bodenplatten für den industriellen Einsatz. Die Produkte werden unter Verwendung modernster Technologien ausschließlich an den beiden deutschen Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh hergestellt. Die Unterteilung in die beiden operativen Sparten Oberflächen/Elemente und Türen/Zargen ermöglicht es uns, mit unseren Produkten vielschichtige Absatzmärkte und Branchen zu bedienen. Die beiden Sparten werden durch einen Zentralbereich flankiert, der übergreifende Aufgaben wie unter anderem Controlling, Personalmanagement und Rechnungswesen sowie die IT-Leistungen bündelt.

Konzernstruktur

Die Westag & Getalit AG hat ihren Sitz am Produktionsstandort in Rheda-Wiedenbrück. Zudem verfügt das Unternehmen über ein Zweigwerk zur Herstellung seiner Produkte im etwa 15 Kilometer entfernten Wadersloh. Die russische Vertriebsgesellschaft OOO Westag & Getalit, Moskau, ist seit ihrer Gründung im Oktober 2016 eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Westag & Getalit AG und hat ihren aktiven Geschäftsbetrieb im Jahr 2017 aufgenommen. Damit soll der Vertrieb der eigenen Produkte im russischen Markt zukünftig deutlich gestärkt werden.

Nach der Gründung dieser Gesellschaft hat die Westag & Getalit AG nun erstmals einen Konzernabschluss mit entsprechenden Vorjahreswerten aufgestellt. Demzufolge werden in den nachfolgenden Grafiken die Werte für die Jahre 2015 und 2016 nunmehr auf Konzernbasis ausgewiesen.

Steuerungssystem

Die Westag & Getalit AG verfügt über ein detailliertes SAP-basiertes Steuerungssystem, das die Grundlage für alle wichtigen Entscheidungen in den Sparten und den verschiedenen Unternehmensebenen bildet. Auf Vorstandsebene erfolgt die Steuerung des Konzerns im Wesentlichen anhand der unterjährigen Berichterstattung, die monatlich die Ergebnisse der Gesellschaften im Detail darstellt und erläutert. Als Hauptkennzahlen werden Umsatzerlöse und Ergebnis analysiert. Darüber hinaus werden diese Berichte auf Vorstandsebene durch weitergehende Auswertungen und Kennzahlen aus den Bereichen Vertrieb, Fertigung, Einkauf, Personal und Finanzen ergänzt.

Die damit verbundenen Analysen stellen auch die Grundlage für die laufende Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat dar.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In 2016 war die Wirtschaft insgesamt vielfach durch global- und geldpolitische Einflüsse geprägt. Gegen Ende des Jahres sorgte zuletzt der Wahlausgang in den USA für Unsicherheiten in den verschiedensten Wirtschaftsregionen der Welt. Zudem hatten auch die Notenbanken mit ihrer expansiven Geldpolitik weiterhin einen großen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Dabei verliefen die Maßnahmen der beiden größten Notenbanken, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des amerikanischen Federal Reserve System (FED) in 2016 erstmals wieder gegenläufig. So vollzog die FED im zurückliegenden Jahr wieder eine leichte Anhebung des amerikanischen Leitzinses. Die EZB hingegen senkte den Leitzins für den Euroraum auf 0,0 % ab und führte zugleich das milliardenschwere Anleihen-Kaufprogramm fort. Neben diesen Themen stand das Jahr 2016 auch unter dem Einfluss des rückläufigen Wirtschaftswachstums in China und dessen Auswirkungen auf den Europäischen Wirtschaftsraum. Gestützt wurde die Wirtschaft unterdessen durch die weitere Entwicklung der Ölpreise auf niedrigem Niveau.

Die europäische Wirtschaft hatte aufgrund der Brexit-Entscheidung Großbritanniens mit Unsicherheiten zu kämpfen. Zurzeit ist fraglich, wie sich der Austritt Großbritanniens aus der EU zukünftig auf das Wirtschaftswachstum der Industrieländer und das Konsumverhalten der Menschen auswirken wird.

In Deutschland blicken wir für 2016 auf eine robuste Wirtschaftsentwicklung zurück. Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 % ist die Wirtschaft etwas stärker gewachsen als noch in 2015, lag jedoch nur um 0,1 Prozentpunkte über der durchschnittlichen Wirtschaftsentwicklung innerhalb der EU. Zu dem beschriebenen Wachstum in Deutschland haben unter anderem die Investitionen der öffentlichen Hand als Folge der Zuwanderung beigetragen. Genauso ist aber auch der private Konsum aufgrund des Niedrigzinsumfelds weiter angewachsen. Dies wirkte sich insbesondere auf die Bauinvestitionen aus.

So erhöhte sich in 2016 der Umsatz im Bauhauptgewerbe, wobei sich der Hochbau besser entwickelte als der Tiefbau. Treibende Kraft war dabei auch im zurückliegenden Jahr erneut der starke Wohnungsbau. Von Januar bis Oktober 2016 lag hier der Umsatzzuwachs bei 8,9 %. Deutlich geringere Zuwächse wiesen unterdessen der Wirtschaftshochbau und der öffentliche Hochbau auf, hier waren Steigerungen von 2,1 % bzw. 4,8 % zu verzeichnen.

Geschäftsverlauf 2016

Von diesen positiven Rahmenbedingungen profitierte im Geschäftsjahr 2016 auch die Westag & Getalit AG. So konnten die Konzernumsatzerlöse um 2,8 % auf 233,0 Mio. € erhöht werden (Vorjahr 226,7 Mio. €). Nach einem unterjährig erfolgreichen Geschäftsverlauf schwächte sich die Umsatzentwicklung der Westag & Getalit AG zum Jahresende aufgrund eines zurückhaltenden Herbstgeschäfts leicht ab. Mit der Entwicklung der Umsatzerlöse in 2016 entsprechen wir damit unseren zu Jahresbeginn ausgegebenen Prognosen, nach denen wir von einem leichten Umsatzzuwachs ausgegangen waren.

Export

Die Entwicklung der Exportumsatzerlöse stellte sich in 2016 mit einem Anstieg von 6,6 % auf 50,2 Mio. € besonders positiv dar (Vorjahr 47,1 Mio. €). Damit verbesserte sich der Exportumsatz überproportional und spiegelt die intensiven Vertriebsanstrengungen in ausländischen Märkten wider. Die Exportquote stieg damit von 20,8 % auf 21,5 %.

Oberflächen/Elemente

Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente blieben mit einer Veränderung von 98,2 Mio. € auf 98,4 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau. Während wir mit der Umsatzentwicklung im Inland nicht zufrieden waren, konnten im Rahmen der Vertriebsanstrengungen die Exporterlöse der Sparte im Geschäftsjahr 2016 um 5,6 % auf 28,1 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 26,6 Mio. €). Die Exportquote verbesserte sich damit einhergehend von 27,1 % auf 28,6 %.

Türen/Zargen

Die Sparte Türen/Zargen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Umsatzerlöse spürbar verbessert und dabei von den guten Rahmenbedingungen, insbesondere im Wohnungsbau, profitiert. Der Umsatz erhöhte sich in 2016 um 5,0 % auf 127,0 Mio. € (Vorjahr 120,9 Mio. €). Ebenfalls positiv entwickelte sich der Absatz unserer Türen und Zargen in den ausländischen Märkten. Der Exportumsatz der Sparte erhöhte sich in 2016 um 7,8 % auf 22,1 Mio. € (Vorjahr 20,5 Mio. €). Die Exportquote verbesserte sich damit auf 17,4 % (Vorjahr 17,0 %).

Lage des Konzerns

Ertragslage

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich in 2016 auf 10,5 Mio. € und verbesserte sich damit um 22,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 8,6 Mio. €.

Die Hauptursachen der positiven Ergebnisentwicklung sind der Anstieg der Umsatzerlöse sowie die Verbesserung der Kostenstrukturen. Bei der Steigerung der Umsatzerlöse profitierte die Westag & Getalit AG neben guten konjunkturellen Rahmenbedingungen von der im Vorjahr begonnenen Optimierung der vertrieblichen Ausrichtung und den gezielten Investitionen in ausländische Märkte. Die verbesserten Kostenstrukturen spiegeln sich in verschiedenen Aufwandsarten wider.

Die Materialaufwandsquote sank in 2016 aufgrund verbesserter Einkaufsprozesse und teilweise rückläufiger Rohmaterialpreise auf 47,8 % (Vorjahr 48,7 %). Demgegenüber erhöhte sich die Personalaufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 32,2 % (Vorjahr 31,9 %). Dies resultierte aus der Lohn- und Gehaltsentwicklung, einzelnen Reorganisationsmaßnahmen sowie dem ergebnisabhängigen Anstieg variabler Vergütungsbestandteile der Mitarbeiter. Aufgrund rückläufiger Investitionen verringerten sich die Abschreibungen von 10,5 Mio. € in 2015 auf 10,1 Mio. € in 2016. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in 2016 leicht auf 27,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 27,1 Mio. €. Während sich insbesondere die Aufwendungen für Frachten, Beratungsleistungen sowie Lieferantenbelastungen erhöhten, reduzierten sich die Aufwendungen für Versicherungen, Werbung und Instandhaltung. Insgesamt ergab sich so mit 11,7 % ein gegenüber dem Vorjahr nahezu konstanter Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Leistung des Konzerns.

Wie in den Vorjahren trug zudem auch die unternehmenseigene Energieversorgung nach Abzug der entsprechenden Aufwendungen positiv zum Ergebnis bei.

Finanzlage

Die liquiden Mittel haben sich zum 31.12.2016 um 7,1 Mio. € auf 23,9 Mio. € erhöht. Ursächlich für diesen Anstieg war zum einen der um 2,6 Mio. € höhere Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Zum anderen wirkten sich die gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Mio. € niedrigeren Sachinvestitionen sowie der gestiegene Cashflow aus Finanzierungstätigkeit positiv auf die Liquidität aus.

Auch weiterhin verzeichnet die Westag & Getalit AG keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Vermögenslage

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich zum 31.12.2016 auf 164,7 Mio. € (Vorjahr 158,9 Mio. €). Während das Anlagevermögen als Folge des unter den Abschreibungen liegenden Investitionsvolumens wertmäßig zurückging, erhöhte sich der Bestand des Umlaufvermögens von 79,3 Mio. € auf 85,8 Mio. €. Bei nahezu konstanten Vorräten und Forderungen war ein Anstieg der liquiden Mittel von 16,8 Mio. € auf 23,9 Mio. € zu verzeichnen.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital des Konzerns mit 108,2 Mio. € nahezu unverändert (Vorjahr 107,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote belief sich damit zum 31.12.2016 auf 65,7 % (Vorjahr 67,9 %). Aufgrund eines zinsbedingten Anstiegs der Pensionsverpflichtungen erhöhte sich das langfristige Fremdkapital von 24,2 Mio. € auf 27,9 Mio. €. Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich insbesondere durch stichtagsbedingt höhere Boniansprüche von Kunden um 1,7 Mio. € auf 28,6 Mio. €.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Jahr auf 8,0 Mio. € (Vorjahr 12,3 Mio. €). Damit blieb die Investitionssumme aufgrund der Fokussierung auf wesentliche Großprojekte und einzelner zeitlicher Verzögerungen unter dem ursprünglich geplanten Betrag. Den Investitionen standen dabei in 2016 Abschreibungen in Höhe von 10,1 Mio. € gegenüber (Vorjahr 10,5 Mio. €).

Aufgrund der anhaltend guten Auslastung bildete die weitere Kapazitätsausweitung in der Sparte Türen/Zargen den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit. Diese umfasste insbesondere die Fertigstellung einer neuen Zargenlinie im dritten Quartal 2016. In der Sparte Oberflächen/Elemente betrafen die Investitionen hauptsächlich die Optimierung der betrieblichen Abläufe und der vorhandenen technischen Anlagen. Mit den realisierten Investitionen wurde die Basis geschaffen, auch in Zukunft von den positiven Rahmenbedingungen im In- und Ausland profitieren zu können.

Assoziierte Unternehmen/Beteiligungen

Neben der neu gegründeten Tochtergesellschaft in Russland ist die Westag & Getalit AG seit dem Jahr 2006 mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus verschiedenen Materialien von HPL über Mineralwerkstoff bis hin zu Naturstein und Massivholz. Sie beliefert deutschlandweit Küchenstudios und große Möbelketten. Im Jahr 2016 hat diese Gesellschaft zusammen mit ihren Tochterunternehmen einen Umsatz von 19,2 Mio. € erzielt (Vorjahr 18,7 Mio. €). Der Jahresüberschuss verringerte sich von 1,5 Mio. € in 2015 auf 1,3 Mio. € in 2016. Die Ausschüttung für das Jahr 2015 betrug 0,7 Mio. €, an der wir in Höhe unserer Anteilsquote beteiligt waren.

Die Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sind mit dem nach der Equity-Methode ermittelten Wert im Konzernabschluss der Westag & Getalit AG ausgewiesen.

Kurzfristige Vermögenswerte

Trotz der höheren Gesamtleistung blieben die Vorräte mit einem Wert von 33,8 Mio. € und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 26,5 Mio. € nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Bestand an eigenen Aktien

Zum 31.12.2016 hatte die Westag & Getalit AG 340.827 eigene Aktien im Bestand (Vorjahr 310.828 Stück). Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 bis zum 17.08.2020 erteilt. Mit Bekanntgabe vom 03.05.2016 hat der Vorstand das Rückkaufprogramm wieder aufgenommen und mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 15.12.2016 auch auf das Jahr 2017 ausgeweitet. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den IFRS direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Langfristiges Fremdkapital

Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich von 22,9 Mio. € auf 26,5 Mio. €. Neben einer erfolgsneutralen zinsbedingten Zuführung in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr -2,2 Mio. €) ergab sich eine erfolgswirksame Zuführung in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG

Da die neu gegründete Tochtergesellschaft der Westag & Getalit AG, die OOO Westag & Getalit, Moskau, ihren aktiven Geschäftsbetrieb erst in 2017 aufgenommen hat, gelten die wesentlichen Aussagen zur Lage des Konzerns in 2016 im gleichen Maße auch für die Westag & Getalit AG. Die nachfolgenden Tabellen verdeutlichen die Zusammensetzung sowie die genauen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG nach HGB.

Aktiva

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31.12.2016 31.12.2015 Veränderung z. Vj.
in T€ in T€ in T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 72.719 74.874 -2.155
Finanzanlagen 1.507 1.230 277
Anlagevermögen 74.226 76.104 -1.878
Vorräte 33.832 34.566 -734
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 27.922 27.896 26
Guthaben bei Kreditinstituten 23.651 16.835 6.816
Umlaufvermögen 85.405 79.297 6.108
Rechnungsabgrenzungsposten 103 42 61
159.734 155.443 4.291
Passiva
31.12.2016 31.12.2015 Veränderung z. Vj.
in T€ in T€ in T€
Gezeichnetes Kapital 13.771 13.847 -76
Rücklagen 85.704 85.630 74
Bilanzgewinn 11.768 10.685 1083
Eigenkapital 111.243 110.162 1081
Sonderposten mit Rücklageanteil 163 309 -146
Pensionsrückstellungen 18.398 16.797 1.601
Übrige Rückstellungen 18.121 15.331 2.790
Rückstellungen 36.519 32.128 4.391
Verbindlichkeiten 11.809 12.844 -1.035
159.734 155.443 4.291

Ertragslage der Westag & Getalit AG (HGB)

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2016 2015 Veränderung z. Vj.
in T€ in T€ in T€
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 233.018 226.698 6.320
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -805 122 -927
Andere aktivierte Eigenleistungen 244 309 -65
Sonstige betriebliche Erträge 1.595 1.502 93
Materialaufwand -111.307 -110.338 -969
Personalaufwand -73.979 -73.271 -708
Abschreibungen -10.071 -10.506 435
Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.084 -27.306 -1.778
Erträge aus Beteiligungen 366 333 33
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26 21 5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -707 -746 39
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.182 -2.187 -995
Ergebnis nach Steuern 6.114 4.631 1.483
Sonstige Steuern -286 -278 -8
Jahresüberschuss 5.828 4.353 1.475

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden, sind Umsatz und Ergebnis. Die für die Analyse der Lage beschriebene Entwicklung der Investitionen, Forderungen und Vorräte sowie die Wertschöpfung stellen weniger bedeutsame, aber wichtige Nebenaspekte dar. Zum besseren Verständnis der Gesamtentwicklung dienen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie die Mitarbeiterbelange, die Produktentwicklung sowie das Umwelt- und Energiemanagement.

Wertschöpfung

Auf der Entstehungsseite erhöhte sich die Nettowertschöpfung um 5,7 % auf 85,9 Mio. € (Vorjahr 81,3 Mio. €). Der Anstieg ist dabei hauptsächlich auf die verbesserte Gesamtleistung zurückzuführen, die sich in 2016 von 227,1 Mio. € auf 232,5 Mio. € erhöhte. Mit der Gesamtleistung stiegen in 2016 auch die Materialaufwendungen leicht von 110,3 Mio. € auf 111,3 Mio. €. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind auf 10,1 Mio. € zurückgegangen.

Bei der Verwendung der Nettowertschöpfung entfielen 75,1 Mio. € auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns (Vorjahr 72,4 Mio. €). Im Rahmen des diesjährigen Dividendenvorschlags erhöht sich der Anteil, der auf die Aktionäre entfällt, auf 5,2 Mio. €. Ebenso stieg mit der positiven Entwicklung des Jahresüberschusses sowohl der über Steuern an den Staat abzuführende als auch der im Konzern verbleibende Anteil.

Mitarbeiter

Zum 31.12.2016 beschäftigte der Konzern insgesamt 1.308 Mitarbeiter und damit gegenüber dem Vorjahresstichtag vier Personen mehr. In der Gesamtzahl der Beschäftigten sind 61 Auszubildende enthalten (Vorjahr 63). Die Ausbildungsquote lag in 2016 damit bei 4,7 %. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter lag in 2016 unverändert bei 18 Jahren.

Um Kapazitätsspitzen innerhalb der Fertigung abzudecken, unterstützten uns im abgelaufenen Jahr erneut Personaldienstmitarbeiter. Zum 31.12.2016 waren es insgesamt 66 Personen (Vorjahr 59). In 2016 sind 12 Personaldienstmitarbeiter als fest angestellte Arbeitnehmer übernommen worden.

Produktentwicklung

Der Schwerpunkt liegt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte. Neben den dekorativen Aspekten in der Oberflächenentwicklung stehen dabei auch die technischen Eigenschaften unserer Werkstoffe im Vordergrund. Ein weiterer Schwerpunkt liegt zudem in der Entwicklung neuer Funktionalitäten und Produktverbesserungen, die sich beispielsweise in der Montagefreundlichkeit unserer Türen und Zargen ausdrücken. Im Rahmen der verstärkten Vertriebsanstrengungen zur Ansprache industrieller Abnehmer werden darüber hinaus zielgerichtet Produktthemen vorangetrieben, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Kundengruppe ausgerichtet sind.

Umweltmanagement

Der Konzern hat es sich zur Aufgabe gemacht, entlang seiner Wertschöpfungskette stets die Balance zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg, dem Schutz der Umwelt sowie seiner gesellschaftlichen Verantwortung zu halten. Unser Umweltmanagement konzentriert sich dabei im Wesentlichen auf einen sparsamen Umgang mit den verschiedenen Ressourcen, die ökologische Gestaltung der Produktionsprozesse sowie die Umweltfreundlichkeit unserer Produkte.

Dies zeigt sich unter anderem in der Langlebigkeit unserer hochwertig verarbeiteten Produkte. Ein weiterer Aspekt ist die umweltschutz- und gesundheitsbezogene Kennzeichnung unserer Türen und Zargen mit dem „Blauen Engel“. Für die Vergabe dieser Umweltkennzeichnung werden die Herstellung, Nutzung, Verwertung und Entsorgung sowie die Verbraucherinformation umfänglich geprüft. Neben dieser Kennzeichnung ist ein wesentlicher Teil unserer Arbeitsplatten und Wandanschlussprofile mit dem eco-Institut-Label der eco-Institut Germany GmbH versehen. Darüber hinaus tragen wir durch den Einsatz von mit FSC® und PEFC™ zertifizierten Rohmaterialien aktiv dem Thema Nachhaltigkeit Rechnung.

Einen weiteren wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten wir auch mit der nachhaltigen Verwendung eingesetzter Rohstoffe. Neben dem sorgsamen Umgang innerhalb unserer Fertigung werden zum Beispiel in der Produktion anfallende Holzreste in unserer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage verwertet. Damit stellt die KWK-Anlage energetischen Dampf für die Herstellung unserer Produkte sowie für das Heizungssystem des Betriebs am Standort in Rheda-Wiedenbrück bereit. Zudem erzeugt sie elektrischen Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. Auch in unserem Zweigwerk in Wadersloh werden verschiedene Maßnahmen zur Einsparung fossiler Brennstoffe genutzt. Für Produktionsabfälle, die wir selbst keiner sinnvollen Verwendung innerhalb unserer Werke zuführen können, ist es unser Ziel, alternative Einsatzzwecke zu finden. So ist es uns in 2016 gelungen, Abnehmer für einige in der Fertigung anfallende Restmaterialien zu finden.

Neben dem sorgsamen Einsatz der unterschiedlichen Rohstoffe innerhalb unserer Fertigung ist für uns die Realisierung weiterer Energieeinsparungen seit einigen Jahren ein zentrales Thema. So nutzen wir zur Verbesserung der Energieeffizienz ein nach DIN EN ISO 50001:2011 zertifiziertes Energiemanagementsystem, mit dem fortlaufend Einsparpotenziale aufgedeckt und genutzt werden.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge in 2017 ergeben.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

Trotz der bereits beschriebenen wechselhaften Wirtschaftsentwicklung ist zukünftig generell von einem positiven konjunkturellen Umfeld auszugehen.

Weltwirtschaftlich können Themen wie zum Beispiel das weitere Wirtschaftswachstum in China, die neue politische Ausrichtung der USA und auch die weitere Entwicklung der Ölpreise die Märkte beeinflussen. Innerhalb Europas werden insbesondere der Brexit Großbritanniens sowie das Handeln der Europäischen Zentralbank, die zuletzt mit ihren Maßnahmen den Konsum innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums ankurbelte, im Mittelpunkt stehen.

In Deutschland ergibt sich aus der bisherigen Wirtschaftsentwicklung ein generell positives Bild. Dies äußerte sich unter anderem in der Entwicklung des Bauhauptgewerbes. Auch für das Jahr 2017 ist davon auszugehen, dass sich die Bauinvestitionen unter Berücksichtigung der positiven Rahmenbedingungen weiter erhöhen werden. So prognostizieren der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes für 2017 einen Umsatzzuwachs von 5,0 % für das Bauhauptgewerbe, der auch weiterhin durch den Wohnungsbau getragen wird. Die Entwicklung im öffentlichen wie im gewerblichen Hochbau bewerten die Verbände zudem positiver als in den zurückliegenden Jahren.

Konzernausblick

Auf Basis der erwähnten Prognosen für die deutsche Bauindustrie, die im Wesentlichen das Geschäft unserer Sparte Türen/Zargen beeinflusst, gehen wir grundsätzlich von einem positiven Marktumfeld in 2017 aus. Ein zusätzlicher Faktor der positiven Umsatzerwartung ist dabei auch der weitere Ausbau unserer Vertriebsaktivitäten in der Sparte Oberflächen/Elemente.

Die Entwicklung der für uns immer wichtiger werdenden Exportmärkte wird auch in 2017 wieder von den vorherrschenden Unsicherheiten beeinflusst. Insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Nachbarländern wird in den nächsten Monaten durch die Niedrigzinspolitik der EZB und die mit dem Brexit verbundenen Auswirkungen geprägt sein. Vor diesem Hintergrund bleibt eine genaue Prognose für unsere Geschäftsentwicklung im Ausland schwierig. Insgesamt sind wir jedoch aufgrund unseres auf die jeweiligen Märkte zugeschnittenen Produktportfolios optimistisch, unsere Exportaktivitäten bei entsprechender Wirtschaftslage weiter steigern zu können.

Um uns den Herausforderungen der Märkte zu stellen, werden wir auch zukünftig unsere Investitionsstrategie fortführen. Für das Jahr 2017 haben wir Investitionen in Höhe von rund 16,0 Mio. € vorgesehen. Im Vordergrund steht dabei aufgrund der aktuellen und erwarteten Nachfragesituation die Ausweitung unserer Kapazitäten in der Sparte Türen/Zargen. Dies umfasst im Schwerpunkt eine mehrjährige Investition zur Erweiterung der Fertigungsanlagen in der Endbearbeitung. Mit den darüber hinaus vorgesehenen Investitionen in der Sparte Oberflächen/Elemente zur Optimierung der betrieblichen Abläufe und der technischen Anlagen halten wir unsere Werke auch zukünftig auf einem technisch hohen Niveau.

Die positive Trendwende im Ergebnis 2016 war wesentlich durch die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen und verbesserte Kostenstrukturen, unter anderem im Materialbereich, beeinflusst. Unter der Voraussetzung eines ähnlich günstigen konjunkturellen Umfelds ist es trotz eines verhaltenen Jahresbeginns 2017 unser Ziel, auf Jahressicht in beiden operativen Segmenten einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse zu erreichen. In Abhängigkeit der Entwicklung der wesentlichen Aufwandsarten streben wir für das Gesamtjahr 2017 ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe an.

Chancenbericht

Mit der konsequenten Verfolgung einer wertorientierten Unternehmensphilosophie ergeben sich für die Westag & Getalit AG und den Konzern zahlreiche Chancen. Als einer der führenden Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen bewegen wir uns in einer sich stetig weiterentwickelnden Branche, in der wir mit unseren Produkten gut positioniert sind.

Solides Fundament

Grundsätzlich steht langfristig ein gesundes und organisches Wachstum im Fokus unserer Aktivitäten. Die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von etwa 66 % und einer sehr guten Liquidität verschafft uns Sicherheit und bietet Raum für die zukünftige Entwicklung des Konzerns. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.

Unabhängigkeit

Unsere Unabhängigkeit ist ein wichtiges Merkmal der Entwicklung. Durch eine breite Produktdiversifikation und das Agieren auf unterschiedlichen Märkten sind wir von einzelnen Marktentwicklungen weniger abhängig. Des Weiteren bestehen keinerlei Bankverbindlichkeiten, dadurch wird unsere finanzielle Unabhängigkeit gesichert. Durch die Errichtung sowie die vorgenommenen Erweiterungen der energetischen Anlagen können wir den Strom- und Wärmebedarf an unseren Produktionsstandorten weitestgehend selbst decken.

Moderne Fertigungstechnik

Kontinuierliche Investitionen sichern den technologischen Standard in unseren Werken. Zur Steigerung der Produktivität und Flexibilität bauen wir unsere Anlagen daher stetig aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei unser Anspruch, sämtliche Produkte auch ab Stückzahl 1 in kurzer Lieferzeit bereitstellen zu können. Bei einer immer individueller werdenden Nachfrage eröffnen sich damit neue Chancen für uns.

Marktkonforme Unternehmensstruktur

Die operative Eigenständigkeit der beiden Produktsparten gewährleistet eine auf den Markt zugeschnittene Entwicklungs- und Vertriebsarbeit. Zugleich bündelt der Zentralbereich übergreifende Funktionen und bildet damit eine Serviceeinheit für alle produktiven Segmente des Unternehmens.

Produktvielfalt

Auf Nachfrageschwankungen und marktseitig wechselnde Produktnachfragen können wir aufgrund der hohen Diversifikation der Produktpalette und der Kundenstruktur flexibel eingehen.

Schnelligkeit in der Auftragsabwicklung

Zuverlässigkeit, Termintreue und kurze Lieferzeiten sind nur drei unserer Erfolgsfaktoren, die wir mit unseren ausgefeilten internen und externen Logistikprozessen im Sinne unserer Kunden realisieren. So können wir aufgrund ausgereifter Prozesse sehr schnell auf marktbedingte Veränderungen eingehen und die Nachfrage entsprechend bedienen.

Hohe Fertigungstiefe

Aufgrund der hohen Fertigungstiefe in unseren Produktsegmenten sind wir in der Lage, sehr kurzfristig zu agieren. Damit verfügen wir über eine relativ kurze Markteinführungsphase, die es uns ermöglicht, schnell auf neue Trends bzw. Produktnachfragen zu reagieren, ohne unmittelbar von Dritten abhängig zu sein.

Konjunkturelle Chancen

Bei einer sich weiter positiv entwickelnden Baukonjunktur, vor allem im öffentlichen und im gewerblichen Hochbau, bestehen aufgrund unseres facettenreichen Produktportfolios und unserer Vertriebsaktivitäten gute Chancen für einen Umsatzzuwachs. Besonderes Potenzial sehen wir dabei in den Exportaktivitäten.

Risikobericht

Vorbemerkung

Unsere Geschäftstätigkeit ist wie jedes unternehmerische Handeln mit Risiken verbunden. Diese können darüber hinaus auch durch externe Faktoren hervorgerufen werden. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben. Aufgabe unseres Risikomanagements und -controllings ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche unternehmensinternen Gremien hierüber informiert und welche Maßnahmen ergriffen werden.

Durch eine entsprechende Organisation, einschlägige Regelungen und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Über bestehende größere Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns haben, werden abschließend bewertet und der Umgang mit diesen wird mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Abschlussprüfung 2016 das Risikofrüherkennungssystem der Westag & Getalit AG hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen geprüft und festgestellt, dass das eingesetzte System alle notwendigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Die Risiken, die für den Konzern von wesentlicher Bedeutung sind, stellen wir nachfolgend zusammen mit den entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements dar.

Ergänzend weisen wir darauf hin, dass die dargestellten Risiken nach unserer Einschätzung weder einzeln noch zusammen den Konzern gefährden können. Weitere Einzelheiten zu diesen Risiken sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Zusammenfassung der Risiken

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Einzelrisiko Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen Veränderung gegenüber
2016
--- --- --- ---
Konjunkturelle Risiken Möglich Wesentlich ->
Absatzrisiken Möglich Wesentlich ->
Ausfallrisiken Möglich Moderat ->
Beschaffungsrisiken Möglich Wesentlich ->
Operative Risiken Möglich Wesentlich ->
Personalrisiken Möglich Moderat -->
Finanz- und Währungsrisiken Unwahrscheinlich Moderat ->
-> unverändert --> gestiegen

Konjunkturelle Risiken

Wir sind aufgrund unserer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Möbelbranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Daher beobachten und analysieren wir ständig die für uns maßgeblichen Konjunktur- und Branchenentwicklungen. Unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle ermöglichen es uns, auf kurzfristige Absatzschwankungen schnell und angemessen zu reagieren und so negative Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur, um etwaigen Konjunkturrückgängen zu begegnen.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Diese werden maßgeblich von der Konjunktur in unseren Absatzmärkten, unseren Produkten und der Wettbewerbssituation bestimmt. Dadurch, dass unsere Produkte teilweise auf unterschiedlichen Märkten vertrieben werden, erreichen wir eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Marktstellung unserer Handelspartner, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen daher, diesen Risiken durch eine Diversifikation unseres Produktportfolios und unserer Absatzmärkte zu begegnen, um immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig zu sein.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer Absicherung unserer wesentlichen Kundenforderungen durch eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften oder Garantien absichern.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren für uns deutlich erhöht. Gründe hierfür sind die Reduzierung von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten sowie die Verknappung zertifizierter Holzarten. Darüber hinaus werden wir aktuell mit Preiserhöhungen unserer Lieferanten konfrontiert.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Das Problem der Verknappung von Holz ist allerdings aufgrund steigender Nachfrage und beschränkender gesetzlicher Regelungen weiterhin gravierend. Unsere Möglichkeiten, Preissteigerungen bei Rohstoffen zu begegnen, sind bei bestimmten Rohstoffen angesichts der starken Marktstellung einzelner Anbieter begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen. Unerwarteten Spezifikationsänderungen und Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch entsprechende vertragliche Regelungen, Wareneingangs- und produktionsbegleitende Prüfungen. Im Bereich der Energieträger nutzen wir seit einigen Jahren die Möglichkeit, Preise und Mengen für Erdgas und Strom längerfristig abzusichern. Dieses bietet zusätzliche Chancen, diese Energieträger günstig einzukaufen, birgt andererseits aber auch das Risiko einer falschen Markt- und Preiseinschätzung. Wir begegnen diesem Risiko durch eine intensive Marktbeobachtung, die Konsultation von Fachleuten, den sukzessiven Kauf von Teilmengen und die Aufteilung der Beschaffungsmengen auf verschiedene Zeiträume.

Operative Risiken

Eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist es, die Herstellung unserer Produkte in den vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur zu gewährleisten. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Herstellungsmethoden zu verbessern sowie neue Verfahren zu entwickeln und bei entsprechender Eignung im Unternehmen zu implementieren. Der bestehende Maschinenpark wird durch gründliche Wartungen, Instandhaltungen und Modernisierungen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen sowie durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren redundante Hardware- und Netzwerkkomponenten sowie eine moderne Infrastruktur eine höchstmögliche Systemverfügbarkeit und die notwendige Sicherheit für unsere Datenbestände. Ferner werden Datenverluste, Systemausfallzeiten sowie unbefugte Zugriffe durch den Einsatz eines geschulten Teams und entsprechender Datensicherungsmaßnahmen so gut wie ausgeschlossen.

Personalrisiken

Die individuellen Fähigkeiten, die fachliche Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Besetzung offener Stellen sind somit auch für uns potenzielle Risiken. Daher sind ein leistungsfähiges Personalmanagement, das sich um die Weiterbildung unserer Mitarbeiter kümmert und qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnt, sowie Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation für uns von erheblicher Bedeutung. Den Risiken, die mit einem Wissens- und Erfahrungsverlust aufgrund altersbedingter Abgänge verbunden sind, begegnen wir durch entsprechende Qualifizierungen jüngerer Mitarbeiter und rechtzeitige Nachfolgeregelungen. Im Hinblick auf die absehbare demografische Entwicklung haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits frühzeitig auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Dieses erfolgt unter anderem im Rahmen von Praktika, Bachelor- und Masterarbeiten sowie einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen.

Finanz- und Währungsrisiken unter Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von knapp 66 % sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine Finanzierungsrisiken. Möglichen Devisenkursänderungen außerhalb der Eurozone begegnen wir dadurch, dass wir derzeit fast ausschließlich in Euro fakturieren. Lediglich unsere Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung werden unterjährig durch entsprechende Devisengeschäfte abgesichert. Auf der Einkaufsseite werden Materialbeschaffungen auf US-Dollar-Basis weitgehend durch entsprechende US-Dollar-Käufe gesichert.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten.

Die im Konzern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf die einzelnen Verantwortungsbereiche klar strukturiert. Die Funktionen der beiden am Rechnungslegungsprozess im Wesentlichen beteiligten Abteilungen Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind bezüglich der Abschlusserstellung klar getrennt.

Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform und des dort installierten einheitlichen Berichtswesens sowie standardisierter EDV-unterstützter Abläufe. Die daran beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Bei den wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Die verwendeten Systeme sind durch spezielle Sicherungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zugriffsberechtigungen werden funktionsbezogen vergeben. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Kontrollen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls zügig umgesetzt.

Für die Erstellung von Pensionsgutachten und die Bearbeitung steuerrechtlicher Fragestellungen werden externe Dienstleister beauftragt.

Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine klare Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, gegebenenfalls entdeckt und korrigiert werden.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Vergütungsgrundsätze und -strukturen sind so konzipiert, dass sie genügend Anreize bieten, die Gewinne des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Die Einzelheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses vom Aufsichtsrat vertraglich mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgelegt. Die monetären Vergütungsanteile enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem für die Zentralsparte verantwortlichen Vorstandsmitglied bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Dieser ist definiert als Ergebnis vor Körperschaftsteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Darüber hinaus ist die variable Vergütung mit einem Nachhaltigkeitsfaktor versehen. Dieser führt im Ergebnis dazu, dass dem jeweiligen Vorstandsmitglied nur ein Teilbetrag der variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr endgültig zusteht. Ob und inwieweit das jeweilige Vorstandsmitglied auch Anspruch auf den restlichen variablen Betrag hat, hängt davon ab, ob sich die Ergebnisentwicklung auch in den beiden Folgejahren fortsetzt oder nicht. Hierdurch soll ein weiterer Anreiz für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung gegeben werden.

Für außerordentliche, nicht vorhersehbare Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Darüber hinaus enthalten alle Vorstandsverträge Obergrenzen für die variable Vergütung und die Gesamtbezüge. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird unter Berücksichtigung einer entsprechenden Abschlagszahlung jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, dass die Bezüge befristet fortgezahlt werden. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben. Zudem ist für die Vorstandsmitglieder eine D & O- sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen worden, für die die Gesellschaft die Versicherungsprämien trägt. Mit dem Vorstandsvorsitzenden besteht eine Pensionsvereinbarung.

Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht. Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung unserer Gesellschaft geregelt. Danach erhalten diese eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 12.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss erhält jedes Aufsichtsratsmitglied zusätzlich eine jährliche Vergütung von 2.500 € je Ausschuss. Der Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats wird nicht gesondert vergütet. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet. Außerdem ist für die Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen worden.

Übernahmerelevante Angaben

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 14.643.200 €. Es ist eingeteilt in 5.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.

Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 AktG vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

340.827 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2016 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen.

Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 AktG maßgeblich.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17.08.2020 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und gegebenenfalls einzuziehen.

Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Gemäß Mitteilung vom 23.12.2013 sind der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, 75,5 % der Stimmrechtsanteile unserer Gesellschaft zuzurechnen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte zwischen der Westag & Getalit AG, der OOO Westag & Getalit, Moskau, und der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.com/unternehmensfuehrung verfügbar.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern- und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Westag & Getalit AG vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der Westag & Getalit AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beziehungsweise der Westag & Getalit AG beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 17. Februar 2017

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Beckers

David

Stenzel

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den von der Westag & Getalit Aktiengesellschaft, Rheda-Wiedenbrück, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzerabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 24. Februar 2017

**PETERS & PARTNER GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Michael Peters

Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

die wirtschaftliche Situation der Westag & Getalit AG hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 positiv entwickelt und hat dabei von den erfreulichen konjunkturellen Rahmenbedingungen profitiert. Insgesamt konnte der Konzernumsatz um 2,8 % auf 233,0 Mio. € gesteigert werden, wobei sich die Exporterlöse überproportional gegenüber dem Vorjahr auf 50,2 Mio. € erhöhten. Dabei hatte die Sparte Türen/Zargen einen deutlichen Umsatzanstieg zu verzeichnen, während die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente lediglich leicht über dem Vorjahreswert lagen. Der Konzernjahresüberschuss hat sich insbesondere aufgrund verstärkter Vertriebsaktivitäten und verbesserter Kostenstrukturen positiv entwickelt und lag mit 7,6 Mio. € über dem Vorjahresergebnis von 6,3 Mio. €.

Wie in den Vorjahren hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, dem Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung und der Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat insbesondere die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Investitionen sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen informiert. Dazu erhielten wir monatliche Erfolgsrechnungen sowie umfangreiche mündliche und schriftliche Berichte. Diese sowie strategische Themenstellungen wurden uns in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich erläutert. In allen Sitzungen besprachen wir mit dem Vorstand die aktuelle Geschäftsentwicklung, den Stand der Planung sowie geeignete Strategien für die Zukunft. Wesentliche Geschäftsvorgänge, für die die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben wir ausführlich erörtert und die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsratsvorsitzende ließ sich unterjährig regelmäßig vom Vorstand über wichtige Geschäftsvorfälle und die aktuelle Entwicklung des Unternehmens informieren. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2016 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen und eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. An diesen nahmen – mit Ausnahme der außerordentlichen Sitzung am 30.08.2016 – stets alle Aufsichtsrats- und auch alle Vorstandsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter der von uns beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teil. Die Gespräche waren dabei stets durch eine offene, sachliche und konstruktive Atmosphäre gekennzeichnet.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 29.03.2016 war zunächst die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2015 sowie die Beschlussfassung über den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015. Im Anschluss an den Bericht des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung wurden verschiedene Maßnahmen zur Effizienz- und Ergebnissteigerung besprochen.

Am 03.05.2016 stimmten wir dem Erwerb eigener Aktien auf Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 18.08.2015 im schriftlichen Umlaufverfahren zu. In der Aufsichtsratssitzung am 30.06.2016 besprachen wir die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der einzelnen Sparten. Insbesondere ließen wir uns vom Vorstand den aktuellen Stand der im Vorjahr begonnenen Vertriebsprojekte sowie eingeleiteter Maßnahmen zur Kostenoptimierung erläutern. Die Werkleiter des Unternehmens präsentierten ihre Aufgabengebiete, die verschiedenen Produktionsvorgänge sowie die aktuellen Herausforderungen an den jeweiligen Standorten. Bei dem Thema „Investitionen“ befassten wir uns insbesondere mit bestehenden Kapazitätsengpässen und den daraus abzuleitenden Investitionsmaßnahmen. Weiter ließen wir uns die Marktsituation für die Produkte der Westag & Getalit AG in Russland erläutern und stimmten dem Vorschlag des Vorstands zu, dort eine Vertriebsgesellschaft zu gründen. Ferner verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 23.08.2016.

In der im Anschluss an die Hauptversammlung am 23.08.2016 abgehaltenen Aufsichtsratssitzung wählte das Gremium Herrn Pampel zum Aufsichtsratsvorsitzenden und den bisherigen Vorsitzenden Herrn Holzinger zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Bei den unverändert zusammengesetzten drei Aufsichtsratsausschüssen wurde Herr Heite zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herr Holzinger zum Vorsitzenden des Personalausschusses und Herr Pampel zum Vorsitzenden des Nominierungsausschusses gewählt. Ferner befassten wir uns mit gesetzlichen Neuregelungen, insbesondere zur Beauftragung des Abschlussprüfers. Hierzu ließen wir uns die wesentlichen Änderungen erläutern und besprachen die für unsere Gesellschaft relevanten Punkte. Des Weiteren erörterten wir den Geschäftsverlauf in den beiden Produktsparten sowie die Möglichkeiten, den Umsatz im In- und Ausland weiter zu erhöhen.

Hauptgegenstand der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 30.08.2016 war der aus Kapazitätsgründen notwendige weitere Ausbau der Fertigungsanlagen in der Sparte Türen/ Zargen. Als zuständiges Vorstandsmitglied erläuterte Herr Beckers die Absatzentwicklung in diesem Bereich, die aktuell weiterhin bestehenden Kapazitätsengpässe sowie die geplanten Investitionen. Nach intensiver Diskussion genehmigte der Aufsichtsrat die beabsichtigten mehrjährigen Investitionen zur Erweiterung der Fertigungsanlagen in der Endbearbeitung mit einem Volumen von rund 12,5 Mio. €.

In der Aufsichtsratssitzung am 15.12.2016 befassten wir uns zunächst mit der Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten zehn Monaten des Geschäftsjahres. Ein Schwerpunkt der Sitzung war die vom Vorstand vorgestellte Unternehmensstrategie sowie die darauf aufbauende mittelfristige Unternehmensplanung. Nach intensiver Diskussion mit dem Vorstand nahmen wir die Planungen zustimmend zur Kenntnis. Ferner genehmigten wir den vom Vorstand erläuterten Investitionsplan für das Jahr 2017. Weitere Themen waren die Erweiterung des Prüfungsauftrags für den Abschlussprüfer auf den durch die Gründung der russischen Tochtergesellschaft erforderlichen Konzernabschluss, die Fortsetzung des Rückkaufs eigener Aktien bis 31.12.2017, die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats und die von uns zusammen mit dem Vorstand verabschiedete neue Fassung der Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG.

Arbeit der Ausschüsse

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses trafen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zu zwei Sitzungen. In der Sitzung am 29.03.2016 befasste sich der Prüfungsausschuss schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss 2015. In der Sitzung vom 15.12.2016 erörterte der Prüfungsausschuss zusammen mit einem Vertreter des Abschlussprüfers die Prüfungsschwerpunkte für den Jahres- und Konzernabschluss 2016. Weiter besprachen wir die Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG und nahmen die regelmäßig durchzuführende Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit vor. Ferner wurden der Halbjahresbericht und die Quartalsberichte im Jahr 2016 vor ihrer Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex jeweils in einer Telefonkonferenz mit dem Vorstand erörtert und zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr einmal am 15.12.2016. Schwerpunkt der Erörterungen war die weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand.

Ebenfalls am 15.12.2016 tagte der Nominierungsausschuss und befasste sich mit den auf der nächsten Hauptversammlung anstehenden Neuwahlen für den Aufsichtsrat. Herr Heite und Herr Dr. Schönbeck erklärten sich erfreulicherweise bereit, erneut für dieses Amt zu kandidieren.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 nach den Regeln des HGB sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 nach den Regeln der IFRS aufgestellt. Darüber hinaus wurde ein zusammengefasster Lagebericht erstellt.

Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 23.08.2016 gewählte und vom Prüfungsausschuss beauftragte Abschlussprüfer, die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht geprüft.

Der Jahresabschluss nach HGB und der nach den IFRS aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, den Corporate Governance Bericht, den Vergütungsbericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats erhalten. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 29.03.2017 wurden diese unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dieser berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Außerdem wurden wir über die Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft informiert, die zu keinen Beanstandungen geführt hat. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen.

Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht haben wir geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir uns aufgrund eigener Feststellungen und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Erklärung zur Unternehmensführung haben wir ebenfalls zugestimmt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen.

Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind.“

Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands zu dem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihr Engagement und ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, den 29. März 2017

Der Aufsichtsrat

Klaus Pampel

Vorsitzender

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats

der Westag & Getalit AG zu den Empfehlungen der

„Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“

gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 05. Mai 2015, die am 12. Juni 2015 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 15.12.2015 entsprochen wurde und wird:

1. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht nicht individualisiert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt (Kodex Ziffer 4.2.5, Absätze 3 und 4).

Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18.08.2015 nicht vorgenommen.
2. Für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist keine Regelgrenze festgelegt (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2).

Der Aufsichtsrat hält eine solche Grenze nicht für sachdienlich.
3. Der Vorsitz in den Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder satzungsgemäß nicht gesondert berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 1, Satz 2).

Die Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen werden gesondert vergütet. Eine separate Vergütung eines Ausschussvorsitzes erfolgt hingegen nicht und wird derzeit auch nicht für erforderlich gehalten.

Rheda-Wiedenbrück, den 15.12.2016

Für den Aufsichtsrat

gez. Klaus Pampel

Für den Vorstand

gez. Wilhelm Beckers

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2016

AKTIVA

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31.12.2016 31.12.2015 1.1.2015
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A. LANGFRISTIGES VERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögenswerte
Software, Lizenzen, und andere gewerbliche Schutzrechte
1.004.661,79 1.043.871,79 930.206,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.680.327,80 23.361.251,93 22.452.551,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.553.217,00 30.310.647,00 31.443.004,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.198.272,66 14.244.393,51 13.003.228,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.305.509,81 5.914.212,93 5.261.450,81
71.737.327,27 73.830.505,37 72.160.235,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.731.252,71 2.473.367,53 2.072.442,02
2. Sonstige Ausleihungen 200,00 30.200,00 70.200,00
2.731.452,71 2.503.567,53 2.142.642,02
IV. Latente Steuern 3.410.350,18 2.153.368,74 2.498.477,53
78.883.791,95 79.531.313,43 77.731.561,59
B. KURZFRISTIGES VERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.204.236,00 17.011.861,00 16.513.962,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.725.544,00 3.775.177,00 3.702.992,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.902.370,00 13.778.972,00 13.948.587,00
33.832.150,00 34.566.010,00 34.165.541,00
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.524.689,07 26.335.839,61 24.712.823,81
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 12.954,11 21.943,87 0,00
3. Sonstige Vermögenswerte 1.118.613,55 787.660,79 1.494.032,99
4. Ertragsteuerforderungen 398.965,00 792.216,00 1.597.674,14
28.055.221,73 27.937.660,27 27.804.530,94
III. Liquide Mittel
Flüssige Mittel 23.890.728,46 16.835.022,27 17.316.268,44
85.778.100,19 79.338.692,54 79.286.340,38
164.661.892,14 158.870.005,97 157.017.901,97
PASSIVA
31.12.2016 31.12.2015 1.1.2015
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
Stammaktien 7.321.600,00 7.321.600,00 7.321.600,00
Vorzugsaktien 7.321.600,00 7.321.600,00 7.321.600,00
14.643.200,00 14.643.200,00 14.643.200,00
II. Kapitalrücklage 24.398.634,66 24.398.634,66 24.398.634,66
III. Gewinnrücklagen 61.511.496,32 60.911.496,32 60.711.496,32
IV. Bilanzgewinn 7.677.117,74 7.850.768,82 5.438.379,93
108.230.448,72 107.804.099,80 105.191.710,91
B. LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26.499.351,00 22.890.626,00 24.882.225,00
2. Andere langfristige Rückstellungen 1.355.556,27 1.303.879,64 1.443.244,02
27.854.907,27 24.194.505,64 26.325.469,02
C. KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.713.825,04 7.601.724,65 7.972.945,99
2. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 20.752.511,11 18.361.339,45 16.916.976,05
3. Kurzfristige Rückstellungen 526.000,00 506.400,00 610.800,00
4. Ertragsteuerverbindlichkeiten 584.200,00 401.936,43 0,00
28.576.536,15 26.871.400,53 25.500.722,04
164.661.892,14 158.870.005,97 157.017.901,97

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

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2016 2015
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Umsatzerlöse 233.018.607,47 226.698.360,37
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -805.334,00 121.817,00
Andere aktivierte Eigenleistungen 244.403,97 308.784,24
Sonstige betriebliche Erträge 1.468.051,09 1.328.658,56
Materialaufwand -111.307.460,84 -110.338.173,33
Personalaufwand -75.059.187,78 -72.376.799,15
Abschreibungen -10.070.587,71 -10.505.516,23
Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.309.435,84 -27.107.454,57
Sonstige Steuern -285.885,90 -277.892,71
Betriebsergebnis 9.893.170,46 7.851.784,18
Finanzergebnis 24.985,64 16.219,70
Erträge aus assoziierten Unternehmen 623.929,32 733.692,91
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.542.085,42 8.601.696,79
Ertragsteuern -2.958.518,40 -2.267.835,80
Konzernjahresüberschuss 7.583.567,02 6.333.860,99
Posten, die nicht erfolgswirksam in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinn/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen -3.443.699,00 2.165.857,00
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen 1.033.109,70 -649.757,00
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen -2.410.589,30 1.516.100,00
Gesamtergebnis 5.172.977,72 7.849.960,99
Ergebnis je Aktie
Konzernjahresüberschuss 7.583.567,02 6.333.860,99
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.539.197 2.549.172
Ergebnisanteil Stammaktien 3.936.377,11 3.268.042,60
Ergebnisanteil Vorzugsaktien 3.647.189,91 3.065.818,39
Ergebnis je Stammaktie in € 1,38 1,14
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 1,44 1,20
Dividende je Stammaktie in € (Vorschlag) 0,94 0,74
Dividende je Vorzugsaktie in € (Vorschlag) 1,00 0,80

Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 ergibt sich, indem sowohl für die Stamm- als auch für die Vorzugsaktien der auf die jeweilige Aktiengattung entfallende Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der jeweiligen Aktien dividiert wird. Das Jahresergebnis ist demzufolge unter Berücksichtigung des Dividendenvorteils für die Vorzugsaktien auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen. Der verwässerte Ergebnis entspricht dem Ergebnis je Aktie.

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE, SACHANLAGEN, FINANZANLAGEN

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IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE SACHANLAGEN
in T€ Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2015 3.669 61.157 125.438 84.988 5.261 276.844
Zugänge 582 1.785 612 3.528 5.812 11.737
Abgänge 423 0 770 1.392 0 2.162
Umbuchungen 0 479 3.324 1.356 -5.159 0
Stand 31. Dezember 2015 3.828 63.421 128.604 88.480 5.914 286.419
Zugänge 498 679 2.363 3.371 1.091 7.504
Abgänge 21 276 218 1.668 0 2.162
Umbuchungen 0 4 4.393 1.302 -5.699 0
Stand 31. Dezember 2016 4.305 63.828 135.142 91.485 1.306 291.761
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2015 2.739 38.704 93.995 71.985 0 204.684
Zuführungen 468 1.356 5.068 3.614 0 10.038
Auflösungen 423 0 770 1.363 0 2.133
Stand 31. Dezember 2015 2.784 40.060 98.293 74.236 0 212.589
Zuführungen 537 1.364 4.514 3.656 0 9.534
Auflösungen 21 276 218 1.605 0 2.099
Stand 31. Dezember 2016 3.300 41.148 102.589 76.287 0 220.024
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2015 1.044 23.361 30.311 14.244 5.914 73.830
Stand 31. Dezember 2016 1.005 22.680 32.553 15.198 1.306 71.737

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FINANZANLAGEN
in T€ Anteile an assoziierten Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt Anlagevermögen Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2015 2.073 70 2.143 282.656
Zugänge 733 0 733 13.052
Abgänge 333 40 373 2.958
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2015 2.473 30 2.503 292.750
Zugänge 624 0 624 8.626
Abgänge 366 30 396 2.579
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2016 2.731 0 2.731 298.797
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2015 0 0 0 207.423
Zuführungen 0 0 0 10.506
Auflösungen 0 0 0 2.556
Stand 31. Dezember 2015 0 0 0 215.373
Zuführungen 0 0 0 10.071
Auflösungen 0 0 0 2.120
Stand 31. Dezember 2016 0 0 0 223.324
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2015 2.473 30 2.503 77.377
Stand 31. Dezember 2016 2.731 0 2.731 75.473