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Westag AG Annual Report 2015

Jun 14, 2016

486_rns_2016-06-14_5d791ff6-859b-4a5e-93c9-ee132f04db3c.html

Annual Report

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Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Rheda-Wiedenbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz nach IFRS zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

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31.12.2015 31.12.2014
--- --- ---
A. LANGFRISTIGES VERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 1.043.871,79 93020679
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 23.361.251,93 22.452.551,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.310.647,00 31.443.004,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.244.393,51 13.003.228,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.914.212,93 5.261.450,81
73.830.505,37 72.160.235,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.200.013,15 1.200.013,15
2. Sonstige Ausleihungen 30.200,00 70.200,00
1.230.213,15 1.270.213,15
IV. Latente Steuern 2.153.368,84 2.498.477,53
78.257.959,15 76.859.132,72
B. KURZFRISTIGES VERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.011.861,00 16.513.962,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.775.177,00 3.702.992,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 13.778.972,00 13.948.587,00
34.566.010,00 34.165.541,00
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.335.839,61 24.712.823,81
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 21.943,87 0,00
3. Sonstige Vermögenswerte 787.660,79 1.494.032,99
4. Ertragsteuerforderungen 792.216,00 1.597.674,14
27.937.660,27 27.804.530,94
III. Liquide Mittel
Flüssige Mittel 16.835.022,27 17.316.268,44
79.338.692,54 79.286.340,38
157.596.651,69 156.145.473,10
PASSIVA
31.12.2015 31.12.2014
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 14.643.200,00 14.643.200,00
II. Kapitalrücklage 24.398.634,66 24.398.634,66
III. Gewinnrücklagen 60.911.496,32 60.711.496,32
IV. Bilanzgewinn 6.577.414,54 4.565.951,06
106.530.745,52 104.319.282,04
B. LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22.890.626,00 24.882.225,00
2. Andere langfristige Rückstellungen 1.303.879,64 1.443.244,02
24.194.505,64 26.325.469,02
C. KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.601.724,65 7.972.945,99
2. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 18.361.339,45 16.916.976,05
3. Kurzfristige Rückstellungen 506.400,00 610.800,00
4. Ertragsteuerverbindlichkeiten 401.936,43 0,00
26.871.400,53 25.500.722,04
157.596.651,69 156.145.473,10

Gesamtergebnisrechnung nach IFRS für das Geschäftsjahr 2015

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2015 2014
--- --- ---
Umsatzerlöse 225.350.799,06 223.110.693,16
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 121.817,00 -1.088.484,00
Andere aktivierte Eigenleistungen 308.784,24 438.276,14
Sonstige betriebliche Erträge 2.676.219,87 5.829.091,49
Materialaufwand -110.338.173,33 -109.171.495,42
Personalaufwand -72.376.799,15 -70.803.559,32
Abschreibungen -10.505.516,23 -9.987.572,80
Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.107.454,57 -29.538.299,44
Sonstige Steuern -277.892,71 -228.264,75
Betriebsergebnis 7.851.784,18 8.560.385,06
Finanzergebnis 348.987,10 297.307,01
Ergebnis vor Ertragsteuern 8.200.771,28 8.857.692,07
Ertragsteuern -2.267.835,80 -2.480.736,99
Jahresüberschuss 5.932.935.48 6.376.955.08
Posten, die nicht erfolgswirksam in den Gewinn und Verlust umgegegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen 2.165.857,00 -5.550.463,00
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinn/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen -649.757,00 1.665.139,00
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 1.516.100,00 -3.885.324,00
Gesamtergebnis 7.449.035,48 2.491.631,08

Ergebnis je Aktie

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2015 2014
EUR EUR
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Jahresüberschuss 5.932.935,48 6.376.955,08
Ergebnisanteil Stammaktien 3.056.060,62 3.290.827,80
Ergebnisanteil Vorzugsaktien 2.876.874,86 3.086.127,28
Durchschnittlicher Bestand
Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand
Vorzugsaktien 2.549.172 2.549.172
Ergebnis je Stammaktie in € 1,07 1,15
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 1,13 1,21
Dividende je Stammaktie in € 0,74 0,94
Dividende je Vorzugsaktie in € 0,80 1,00

Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 ergibt sich, indem sowohl für die Stamm- als auch für die Vorzugsaktien der auf die jeweilige Aktiengattung entfallende Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der jeweiligen Aktien dividiert wird. Das Jahresergebnis ist demzufolge unter Berücksichtigung des Dividendenvorteils für die Vorzugsaktien auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen. Das verwässerte Ergebnis entspricht dem Ergebnis je Aktie.

Anhang (nach IFRS) für das Geschäftsjahr 2015

Allgemeine Erläuterungen

Die Westag & Getalit AG ist ein Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nummer HRB 5565 eingetragen.

Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgt im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Düsseldorfer Börse.

Der Einzelabschluss der Westag & Getalit AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet mit dem 31.12.2015. Die Westag & Getalit AG ist nicht verpflichtet einen Konzernabschluss aufzustellen.

Die Regelungen des IFRS 8 (Geschäftssegmente) wurden nicht angewendet. Die Angabe der Segmentergebnisse aufgrund des Management Approaches auch bei freiwilligen IFRS-Einzelabschlüssen kann für die Gesellschaft gegenüber Wettbewerbern zu einem wesentlichen Schaden führen, da Wettbewerbern Angaben anhand gegeben werden, während sie selbst aufgrund ihrer fehlenden Kapitalmarktorientierung nicht zu derartigen Angaben verpflichtet sind. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit Vorjahren wird daher die bisherige Form der Segmentberichtserstattung beibehalten.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2015 waren die Änderungen in den folgenden Standards aus dem jährlichen Verbesserungsprojekt Zyklus 2011 - 2013 sowie eine neue Interpretation zu einem veröffentlichen Standard erstmals verpflichtend anzuwenden:

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Standard Titel / Inhalt
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS — Klarstellungen
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse — Anwendungsbereich Joint Ventures
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts — Portfolioausnahme
IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien — Interaktion IFRS 3 und IAS 40
IFRIC 21 Abgaben

Aus den Änderungen in den Standards bzw. der neuen Interpretation haben sich für die Westag & Getalit AG keine Auswirkungen auf den Jahresabschluss ergeben.

Folgende bereits herausgegebene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards bzw. Änderungen von bestehenden Standards werden von der Westag & Getalit AG nicht vorzeitig angewendet:

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Standard / Interpretation Titel für Geschäftsjahr beginnend ab
IAS19 Leistungen an Arbeitnehmer: Leistungsorientierte Pläne - Mitarbeiterbeiträge 01.02.2015
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS Zyklus 2010 - 2012: Klarstellungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 38, IAS 24 01.02.2015
IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Disclosure Initiative 01.01.2016
IAS 16 / IAS 38 Sachanlagen / Immaterielle Vermögenswerte: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.2016
IAS 16 / IAS 41 Sachanlagen / Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 01.01.2016
IAS 27 Einzelabschlüsse: Equity-Methode in Einzelabschlüssen 01.01.2016
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen: Bilanzierung von Anteilserwerben an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit 01.01.2016
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS Zyklus 2012 - 2014: Klarstellungen zu IAS 19, IAS 34, IFRS 5, IFRS 7 01.01.2016
IFRS 10 / IAS 28 Konzernabschlüsse / Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten 01.01.2016 *
Diverse Investmentgesellschaften: Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12, IAS 28: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 01.01.2016 *
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016 *
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018 *
IFRS 9 Finanzinstrumente (ersetzt den bisherigen IAS 39 Finanzinstrumente — Ansatz und Bewertung) 01.01.2018 *
IFRS 16 Leasing 01.01.2019 *

* noch keine Übernahme von der EU erfolgt

Auf Basis einer vorläufigen Einschätzung erwartet die Westag & Getalit AG, dass die Anwendung der im Folgejahr in Kraft tretenden Standards bzw. Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wird. Die Auswirkungen der später in Kraft tretenden Standards, insbesondere aus IFRS 15 und IFRS 16, werden noch geprüft.

Die Gesamtergebnisrechnung umfasst zum einen die realisierten Erträge und Aufwendungen der Periode, die per Saldo das Jahresergebnis ergeben. Zum anderen geht darin das sonstige Ergebnis als Saldo der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ein. Für die Gesamtergebnisrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Beim Ausweis in der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte bzw. Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.

Neben der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Anhangangaben enthalten zudem eine Segmentberichterstattung in der bisherigen Form.

Zur Verbesserung der Aussagekraft werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang auf den Kunden oder mit der Erbringung der Leistung realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte, Preisnachlässe und Boni ausgewiesen.

Bestandsveränderungen aus zum Bilanzstichtag noch im Produktionsprozess befindlichen unfertigen Erzeugnissen sind mit ihren anteiligen Herstellungskosten erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. mit dem Zeitpunkt ihrer Verwendung ergebniswirksam erfasst.

Gewährleistungsaufwendungen werden im Zusammenhang mit der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse berücksichtigt. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Geschäfte in fremder Währung werden grundsätzlich zum Tageskurs in Euro umgerechnet und erfasst. Mögliche Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Langfristige Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert. Sie werden entsprechend ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig und linear im Wesentlichen über einen Zeitraum von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der „erzielbare Betrag“ des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der „erzielbare Betrag“ wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt und bewertet, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Nutzungsdauer beträgt für Fabrik-, Geschäfts- und Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 10 Jahre. Die Abschreibungs- und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen sind Anteile an assoziierten Unternehmen sowie verzinsliche Ausleihungen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach IAS 27 bzw. IAS 39 zu den Anschaffungskosten oder in Höhe der niedrigeren beizulegenden Werte.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 aus temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die latenten Steuern sind mit einem Steuersatz von 30 % angesetzt. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten sind nicht Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Bestandsrisiken, die sich aus Überalterung, Qualitätsminderung und anderer eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, werden durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden entsprechend bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Wertminderungsrisiko wird durch Wertberichtigungen berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren.

Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen einschließlich der Ertragsteuerforderung aus dem Körperschaftsteuerguthaben mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden ausgehend von Anleihen öffentlicher Emittenten mit vergleichbarer Restlaufzeit abgezinst.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel sind zum Nominalwert angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fremdkapital

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus einer Versorgungsordnung für die Belegschaft des Unternehmens. Die Berechnungsgrundlage für die Rückstellungen sind gehaltsunabhängige monatliche Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrentenzahlungen pro vollem Jahr der Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus bestehen einzelvertragliche Pensionszusagen, die Versorgungsansprüche als Festbeträge umfassen.

Die Rückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Das Versorgungswerk wurde in der Vergangenheit geschlossen, neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung.

Rückstellungen für Pensionen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf der Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Die Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln 2005 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Rückstellungen kommen die aufgrund des Rentenreformgesetzes neu geregelten Altersgrenzen zur Anwendung. Bei einigen einzelvertraglichen Pensionszusagen wird abweichend davon als Altersgrenze die Vollendung des 65. Lebensjahres verwendet. Der Rechnungszinsfuß orientiert sich an der Umlaufrendite hochwertiger Unternehmensanleihen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort in voller Höhe erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen gemäß IAS 37 werden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich dieser Vermögensabfluss zuverlässig schätzen lässt.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die übrigen Rückstellungen werden ebenfalls nach IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Aufwendungen dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwertes des erwarteten Vermögensabflusses gebildet. Der dabei verwendete Abzinsungssatz orientiert sich an den Marktzinssätzen zum Bilanzstichtag. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag erneut überprüft.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren werden alle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sämtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich jeweils um Verbindlichkeiten mit einer kurzfristigen Laufzeit von höchstens 12 Monaten.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. In diesen Fällen werden die Finanzderivate gemäß IAS 39 im Zugangszeitpunkt zum Fair Value, i.d.R. entsprechend den Anschaffungskosten, erfasst und in der Folge zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Dauer des Derivats.

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten des Geschäftsjahres auswirken. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen.

Die auf eine Sicht von 12 Monaten am stärksten von einem entsprechenden Risiko betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Abschlusses sind die Vorräte und die Rückstellungen für Gewährleistungen. Den Abwertungsparametern bei den Vorräten und der Beurteilung der erforderlichen Gewährleistungsrückstellungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit und zukünftige Einschätzungen zugrunde. In allen Fällen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegende werterhellende Umstände berücksichtigt.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Inland 178.305 178.371
Ausland 47.046 44.740
Summe 225.351 223.111

2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 122 -1.088
Summe 122 -1.088

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Aktivierte Eigenleistung Löhne 309 438
Summe 309 438

4. Sonstige betriebliche Erträge

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Periodenfremde Erträge 676 573
Bonifikationen Blockheizkraftwerk 434 444
Sachbezüge 325 330
Energiesteuererstattungen 245 242
Versicherungserstattungen 220 38
Weiterbelastete Kosten 206 260
Fremdwährungserträge 167 96
Schrotterlöse 65 83
Minutenreserven 60 125
Versicherungserstattung Hagelschaden 0 3.250
Übrige Erträge 278 388
Summe 2.676 5.829

Die Erträge des Vorjahres aus Versicherungserstattungen in Höhe von 3.250 T€ beziehen sich auf die Reparaturaufwendungen zur Beseitigung des im Geschäftsjahr 2013 erlittenen Hagelschadens, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden.

5. Materialaufwand

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 86.369 84.688
Handelswaren 16.466 16.789
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.503 7.694
Summe 110.338 109.171

6. Personalaufwand

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Löhne und Gehälter 59.717 58.355
Soziale Abgaben 10.649 10.412
Aufwendungen für Altersversorgung 1.023 1.028
Übrige soziale Aufwendungen 988 1.009
Summe 72.377 70.804

Die Arbeitnehmerzahl der Westag & Getalit AG beträgt im Jahresdurchschnitt:

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende)
Angestellte 378 373
Gewerbliche Arbeitnehmer 865 853
Summe 1.243 1.226

7. Abschreibungen Anlagevermögen

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 468 424
Sachanlagen 10.038 9.564
Summe 10.506 9.988

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Ausgangsfrachten 10.652 10.627
Fremdreparaturen und Wartungen 4.919 4.438
Fremdlöhne für Fertigung und Gemeinkosten 3.606 3.619
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 1.542 1.309
Werbe- und Messekosten 1.490 1.492
Rechts- und Beratungskosten 913 1.226
Sonstige Personalaufwendungen 597 489
Reisekosten 524 563
Porto, Büromaterial und Telefon 472 471
Miete, Pacht, Leasing 445 490
Kfz-Kosten 437 476
Reparaturen Hagelschaden 0 3.186
Übrige Aufwendungen 1.510 1.152
Summe 27.107 29.538

Den im Vorjahr ausgewiesenen externen Reparaturaufwendungen zur Beseitigung des in 2013 erlittenen Hagelschadens in Höhe von 3.186 T€ stehen entsprechende Versicherungserstattungen in 2014 gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden.

Die übrigen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 117 T€ (Vorjahr: 248 T€) und Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen zum Stichtag in Höhe von 16 T€ (Vorjahr: 0 T€).

9. Sonstige Steuern

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Sonstige Steuern 278 228
Summe 278 228

Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer.

10. Finanzergebnis

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Zinserträge 20 34
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1 2
Erträge aus Beteiligung AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH 333 266
Zinsaufwendungen -5 -5
Summe 349 297

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2015 2014
T€ %*) T€ %*)
--- --- --- --- ---
Erwarteter Steueraufwand 2.460 30,0 2.657 30,0
Vorjahresanpassungen 1 0,0 -31 -0,3
Steuerliche Verrechnung
Auslandsergebnisse -58 -0,7 -38 -0,4
Steuerfreie
Beteiligungserträge -95 -1,2 -76 -0,9
Übrige Steuereffekte -40 -0,5 -31 -0,3
Summe 2.268 27,6 2.481 28,0
*) bezogen auf den Jahresüberschuss vor Ertragsteuern in Höhe von 8.201 8.858

Die genannten Steuersätze wurden auf Grundlage der jeweils geltenden Steuersätze geschätzt. Dabei wurde von einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % ausgegangen. Bei der Gewerbesteuer liegen Hebesätze von 403 % für Rheda-Wiedenbrück und 415 % für Wadersloh zugrunde.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Tatsächlicher Steueraufwand 2.573 2.676
Latente Steuern aufgrund der Entstehung und Umkehrung von temporären Unterschieden bei den Pensionsrückstellungen -35 26
Langfristigen Personalrückstellungen -10 -3
Sonderposten mit Rücklageanteil -52 -52
Abschreibungen Anlagevermögen -208 -166
Summe 2.268 2.481

Die latenten Steuern wurden auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 % berechnet.

12. Ergebnis je Aktie

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2015 2014
Jahresüberschuss in € 5.932.935,48 6.376.955,08
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.549.172 2.549.172
Ergebnis je Stammaktie in € 1,07 1,15
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 1,13 1,21
Dividendenberechtigte Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Dividendenberechtigte Vorzugsaktien 2.549.172 2.549.172
Dividende je Stammaktie in € 0,74 0,94
Dividende je Vorzugsaktie in € 0,80 1,00

Erläuterungen zur Bilanz

13. Langfristige Vermögenswerte

13.1 Immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahre 2015 sind der nachstehenden Darstellung zur Bilanz zu entnehmen.

Die Sachanlagen sind mit Grundschulden in Höhe von 6.800 T€ belastet. Die Grundschuld wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Zum Bilanzstichtag wurden 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen als assoziiertes Unternehmen gehalten. Das Nennkapital dieser Gesellschaft beläuft sich auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€), ihr Eigenkapital beträgt zum 31.12.2015 insgesamt 4.187 T€ (Vorjahr: 3.369 T€). Es konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.497 T€ (Vorjahr: 1.227 T€) für 2015 erzielt werden.

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE, SACHANLAGEN, FINANZANLAGEN

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IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE SACHANLAGEN
in € Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte Grundstücke, grundstücks-

gleiche Rechte und Bauten
Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2014 3.318.693,52 58.959.698,49 117.689.959,17 82.331.396,64 4.750.381,13 263.731.435,43
Zugänge 403.713,48 1.820.277,68 5.752.083,02 3.858.702,51 4.079.144,67 15.510.207,88
Abgänge 69.710,82 37.890,41 961.610,18 1.382.461,46 0,00 2.381.962,05
Umbuchungen 15.585,00 414.758,06 2.958.012,86 179.719,07 -3.568.074,99 -15.585,00
Stand 31. Dezember 2014 3.668.281,18 61.156.843,82 125.438.444,87 84.987.356,76 5.261.450,81 276.844.096,26
Zugänge 581.189,74 1.785.228,03 611.845,95 3.528.597,71 5.811.541,92 11.737.213,61
Abgänge 422.685,60 0,00 770.428,74 1.391.439,08 0,00 2.161.867,82
Umbuchungen 0,00 479.290,16 3.324.180,42 1.355.309,22 -5.158.779,80 0,00
Stand 31. Dezember 2015 3.826.785,32 63.421.362,01 128.604.042,50 88.479.824,61 5.914.212,93 286.419.442,05
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2014 2.384.297,73 37.393.881,15 90.105.979,17 69.845.949,13 0,00 197.345.809,45
Zuführungen 423.487,48 1.310.410,74 4.823.015,00 3.430.659,58 0,00 9.564.085,32
Auflösungen 69.710,82 0,00 933.553,30 1.292.480,46 0,00 2.226.033,76
Stand 31. Dezember 2014 2.738.074,39 38.704.291,89 93.995.440,87 71.984.128,25 0,00 204.683.861,01
Zuführungen 467.524,74 1.355.818,19 5.068.383,37 3.613.789,93 0,00 10.037.991,49
Auflösungen 422.685,60 0,00 770.428,74 1.362.487,08 0,00 2.132.915,82
Stand 31. Dezember 2015 2.782.913,53 40.060.110,08 98.293.395,50 74.235.431,10 0,00 212.588.936,68
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2014 930.206,79 22.452.551,93 31.443.004,00 13.003.228,51 5.261.450,81 72.160.235,25
Stand 31. Dezember 2015 1.043.871,79 23.361.251,93 30.310.647,00 14.244.393,51 5.914.212,93 73.830.505,37

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FINANZANLAGEN
in € Anteile an assoziierten Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt Anlage-

vermögen Gesamt
--- --- --- --- ---
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2014 1.200.013,15 110.200,00 1.310.213,15 268.360.342,10
Zugänge 0,00 0,00 0,00 15.913.921,36
Abgänge 0,00 40.000,00 40.000,00 2.491.672,87
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2014 1.200.013,15 70.200,00 1.270.213,15 281.782.590,59
Zugänge 0,00 0,00 0,00 12.318.403,35
Abgänge 0,00 40.000,00 40.000,00 2.624.553,42
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 1.200.013,15 30.200,00 1.230.213,15 291.476.440,52
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2014 0,00 0,00 0,00 199.730.107,18
Zuführungen 0,00 0,00 0,00 9.987.572,80
Auflösungen 0,00 0,00 0,00 2.295.744,58
Stand 31. Dezember 2014 0,00 0,00 0,00 207.421.935,40
Zuführungen 0,00 0,00 0,00 10.505.516,23
Auflösungen 0,00 0,00 0,00 2.555.601,42
Stand 31. Dezember 2015 0,00 0,00 0,00 215.371.850,21
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2014 1.200.013,15 70.200,00 1.270.213,15 74.360.655,19
Stand 31. Dezember 2015 1.200.013,15 30.200,00 1.230.213,15 76.104.590,31

13.2 Latente Steuern

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Rückstellungen 3.298 3.903
Sonderposten mit Rücklageanteil -93 -145
Anlagevermögen -1.051 -1.259
Summe 2.154 2.499

Passive latente Steuern in Höhe von 1.144 T€ (Vorjahr: 1.404 T€) wurden zum Bilanzstichtag mit aktiven latenten Steuern in Höhe von 3.298 T€ (Vorjahr: 3.903 T€) saldiert ausgewiesen.

14. Kurzfristige Vermögenswerte

14.1 Vorräte

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.012 16.514
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.775 3.703
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.779 13.948
Summe 34.566 34.165

Im Geschäftsjahr erfolgten erfolgswirksame Abwertungen auf Vorräte gemäß IAS 2.34 in Höhe von 978 T€ (Vorjahr: 1.467 T€). Aus in früheren Jahren vorgenommenen Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte sind von der Westag & Getalit AG nicht als Sicherheiten übereignet.

14.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.336 24.713
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 22 0
Sonstige Vermögenswerte 788 1.494
Ertragsteuerforderungen 792 1.598
Summe 27.938 27.805

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Buchwert 26.336 24.713
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und überfällig seit
weniger als 30 Tagen 1.487 1.202
mehr als 30 und weniger als 60 Tagen 140 101
mehr als 60 Tagen 314 398

Die Entwicklung der Wertberichtigungen zur Abdeckung eines möglichen Ausfallrisikos stellt sich wie folgt dar:

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Anfangsbestand 01.01. 1.293 1.397
Zuführung 130 3
Verbrauch/Auflösung -3 -107
Endbestand 31.12. 1.420 1.293

Die Forderungsausfälle des Geschäftsjahres betrugen 57 T€ (Vorjahr: 62 T€). Die Lieferungen der Gesellschaft erfolgen unter Eigentumsvorbehalt.

Der Ausweis der Forderungen gegen assoziierte Unternehmen resultiert aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sowie deren Tochterunternehmen WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH. Die Westag & Getalit AG hat einen maßgeblichen Einfluss auf die obigen Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2015 sind Waren in Höhe von 1.026 T€ (Vorjahr: 1.076 T€) geliefert und wie im Vorjahr keine Waren bezogen worden.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus:

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Debitorische Kreditoren 424 615
Energiesteuererstattungen 88 269
Noch nicht abgerechnete Lieferantenboni 143 331
Übrige 133 279
Summe 788 1.494

Die Ertragsteuerforderungen beinhalten in Höhe von 792 T€ (Vorjahr: 1.190 T€) Ansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben. Diese Ansprüche wurden mit 0,3 % (Vorjahr: 0,3 %) abgezinst und beginnend ab 2008 über einen Zeitraum von 10 Jahren in gleichbleibenden Beträgen in Höhe von 399 T€ ausbezahlt. Im Vorjahr beinhaltete der Ausweis zusätzliche Steuerforderungen in Höhe von 408 T€.

14.3 Liquide Mittel

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Kasse, Kontokorrentkonten und Schecks 6.635 6.816
Termingeld- und Geldmarktkonten 10.200 10.500
Summe 16.835 17.316

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr über nicht genutzte Barkreditlinien in Höhe von 5,0 Mio. €. Bestehende Avalkreditlinien in Höhe von 3,8 Mio. € sind zum Bilanzstichtag in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 38 T€) in Anspruch genommen worden. Verpfändungen oder Abtretungen von Wertpapieren oder Bankguthaben bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

15. Eigenkapital

15.1 Gezeichnetes Kapital (Inhaberaktien)

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Anzahl 2015 2014
T€ T€
--- --- --- ---
Stammaktien 2.860.000 7.322 7.322
Vorzugsaktien 2.860.000 7.322 7.322
Summe 5.720.000 14.644 14.644

Ziel unseres Kapitalmanagements ist es, auf Grundlage der vorhandenen guten Eigenkapitalquote eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des Aktiengesetzes und der Satzung werden die erzielten Überschüsse in die Rücklagen eingestellt oder an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der beigefügten Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung an der Düsseldorfer und Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Stammaktien sind voll stimmberechtigt, die Vorzugsaktien stimmrechtslos. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind.

Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten.

Des Weiteren weisen wir auf die folgenden Punkte zum Kapital und zur Satzung hin:

Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist seit Dezember 2013 am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt, indem sie die Stimmrechtsanteile von der Syntalit AG, Zug, Schweiz, einer Tochtergesellschaft der Gethalia Foundation, übernommen hat. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden und dem Vorstand auch nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft sind der Gesellschaft nur hinsichtlich der Vorzugsaktien bekannt.

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft werden nach § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen.

Die Änderung der Satzung kann nach § 179 AktG nur mit mindestens drei Viertel des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Die Satzung enthält keine davon abweichenden Bestimmungen.

Im Rahmen des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 18.08.2015 wurde der Vorstand zum Rückkauf von eigenen Aktien im Sinne des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 17.08.2020 ermächtigt.

Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebotes Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.

15.2 Kapitalrücklage

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Kapitalrücklage 24.399 24.399
Summe 24.399 24.399

Die Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den Agiobeträgen der Kapitalerhöhungen aus früheren Jahren zusammen.

15.3 Gewinnrücklagen

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Gesetzliche Rücklage 596 596
Andere Gewinnrücklagen 60.315 60.115
Summe 60.911 60.711

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der Westag & Getalit AG, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind erfolgsneutrale negative Eigenkapitalveränderungen, die durch die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS entstanden sind, berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2015 betrug die Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 200 T€ (Vorjahr: 400 T€).

15.4 Bilanzgewinn

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 4.565 7.711
Dividendenausschüttung -5.237 -5.238
Jahresüberschuss 5.933 6.377
Sonstiges Ergebnis 1.516 -3.885
Zuführung § 58 Abs. 2 AktG -200 -400
Summe 6.577 4.565

Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile von 310.828 (Vorjahr: 310.828) Stück mit Anschaffungskosten von 3.844 T€ (Vorjahr: 3.844 T€) wurden erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

Das sonstige Ergebnis beinhaltet die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen und stellt die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von 2.166 T€ (Vorjahr: -5.550 T€) unter Berücksichtigung latenter Steuern von -650 T€ (Vorjahr: 1.665 T€) dar.

16. Langfristiges Fremdkapital

16.1 Pensionsrückstellungen

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 24.882 19.147
Laufender Aufwand 997 987
Laufende Pensionszahlungen -822 -802
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste -2.166 5.550
Summe 22.891 24.882

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird nicht über einen Fonds finanziert.

Die Leistungsverpflichtung verteilt sich wie folgt:

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2015
T€ %
--- --- ---
Aktive Mitarbeiter 10.787 47,1
Ausgeschiedene Mitarbeiter mit unverfallbarer Anwartschaft 661 2,9
Rentenempfänger 11.443 50,0
Endbestand 31.12. 22.891 100,0

In der Gesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen als Personalaufwand enthalten:

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 483 331
Zinsaufwand 514 656
Summe 997 987

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste haben sich wie folgt entwickelt:

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Anfangsbestand 01.01. 9.896 4.346
Änderungen finanzieller Rechnungsannahmen -2.110 5.282
Erfahrungsbedingte Anpassungen -56 268
Endbestand 31.12. 7.730 9.896

Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wird in der Gesamtergebnisrechnung als sonstiges Ergebnis in der Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet.

Dabei werden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:

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2015 2014
% %
--- --- ---
Rechnungszinsfuss (p.a.) 2,60 2,10
Erwartete Einkommensteigerung (p.a.) - -
Erwartete Rentensteigerung (p.a.) 2,00 2,00

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag verwendeten Annahmen würde die Verpflichtung wie folgt ändern:

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Effekte (in T€)
Biometrische Rechnungsannahmen
verwendet - 1 Jahr + 1 Jahr
Änderung der Lebenserwartung RT 2005 G -671 681
Finanzielle Rechnungsannahmen
verwendet - 100 bps + 100 bps
Änderung des Rechnungszinsfußes 2,60% 4.536 -3.459
verwendet - 50 bps + 50 bps
Änderung des Gehaltstrends - -
verwendet - 25 bps + 25 bps
Änderung des Rententrends 2,00% -683 715

Wir beabsichtigen, auch zukünftig die Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen zu finanzieren und die Rentenzahlungen aus dem laufenden betrieblichen Cashflow des Unternehmens zu leisten. Investitionen der freien liquiden Mittel in das eigene Unternehmen sollen mittel- und langfristig eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals sicherstellen, um ungedeckte Pensionsrisiken abdecken zu können.

Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir einen Dienst- und Zinsaufwand in Höhe von 1.002 T€. Das Fälligkeitsprofil aus den Leistungsverpflichtungen beträgt für die zukünftigen Wirtschaftsjahre:

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2015
T€
--- ---
Geschäftsjahr 2016 842
Geschäftsjahr 2017 838
Geschäftsjahr 2018 839
Geschäftsjahr 2019 830
Geschäftsjahr 2020 830
Geschäftsjahre 2021 - 2025 4.323

Die gewichtete, durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt 17,7 (Vorjahr: 18,8) Jahre.

16.2 Andere langfristige Rückstellungen

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in T€ Personalrückstellungen Sonstige Rückstellungen Langfristige Rückstellungen Gesamt
Anfangsbestand 01.01.2014 533 901 1.434
Verbrauch 74 659 733
Auflösung 0 0 0
Zuführung 68 674 742
Endbestand 31.12.2014 527 916 1.443
Anfangsbestand 01.01.2015 527 916 1.443
Verbrauch 63 420 483
Auflösung 0 0 0
Zuführung 80 264 344
Endbestand 31.12.2015 544 760 1.304

Die langfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil der Rückstellungen für Reklamationen und Gewährleistungen sowie die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Der kurzfristige Anteil der Jubiläumsrückstellungen beträgt 57 T€ (Vorjahr: 55 T€).

17. Kurzfristiges Fremdkapital

17.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.602 7.973
Summe 7.602 7.973

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die durch den üblichen Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Boniansprüche von Kunden 9.520 9.034
Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 4.806 4.598
Lohnsteuer 1.480 1.439
Sonstige betriebliche Steuern 980 773
Versicherungsleistungen 163 0
Kreditorische Debitoren 129 129
Erhaltene Anzahlungen 73 33
Übrige 1.210 911
Summe 18.361 16.917

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von 32 T€ (Vorjahr: 0 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, alle weiteren sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.3 Kurzfristige Rückstellungen

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Gewährleistungen
T€
--- ---
Anfangsbestand 01.01.2014 600
Verbrauch 439
Auflösung 0
Zuführung 450
Endbestand 31.12.2014 611
Anfangsbestand 01.01.2015 611
Verbrauch 281
Auflösung 0
Zuführung 176
Endbestand 31.12.2015 506

Die Rückstellung wurde für die kurzfristige Inanspruchnahme von Gewährleistungen gebildet.

17.4 Ertragsteuerverbindlichkeiten

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2015 2014
T€ T€
--- --- ---
Ertragsteuerverbindlichkeiten 402 0
Summe 402 0

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten beinhalten die Belastungen aus den Steuerberechnungen für das Geschäftsjahr 2015 und noch nicht abgerechnete Vorjahresbeträge.

18. Sonstige Angaben

18.1 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Westag & Getalit AG verfügt am Bilanzstichtag über originäre Finanzinstrumente. Diese betreffen auf der Aktivseite die finanziellen Vermögenswerte und umfassen im Wesentlichen die sonstigen langfristigen Ausleihungen, die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie die liquiden Mittel und werden entsprechend der vorgenommenen Klassifizierung (bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen bzw. Kredite und Forderungen) mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite entfallen die Finanzinstrumente auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten). Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko.

Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und den Laufzeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu dem Bilanzposten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“.

Für Flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente stellen die bilanzierten Buchwerte einen angemessenen Näherungswert des beizulegenden Zeitwertes dar.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten beträgt 15 T€ (Vorjahr: 24 T€).

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund von Einkaufs- und Absatzgeschäften in fremder Währung in kleinem Umfang Finanz- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diesen begegnet die Gesellschaft unter anderem durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten bei gleichzeitiger Beobachtung von erwarteten Wechselkursentwicklungen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden lediglich die Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung unterjährig durch entsprechende Devisenkursgeschäfte abgesichert, während das Kursrisiko auf der Einkaufsseite in US-Dollar durch zeitgleichen Erwerb des US-Dollars begrenzt wurde.

Die Gesellschaft geht zurzeit aufgrund des Geschäftsvolumens in fremder Währung davon aus, dass Wechselkursänderungen sich nicht signifikant auf das Periodenergebnis auswirken. Zur Abwehr von Forderungsausfallrisiken sind unsere Forderungsbestände zum größten Teil durch die bestehende Warenkreditversicherung abgesichert.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestehen zum Bilanzstichtag in Form von kurzfristigen US-Dollar-Terminkäufen bzw. Kaufoptionen mit einem Volumen in Höhe von 2.150 T$ (Vorjahr: 0 T$) sowie kurzfristigen GBP-Terminverkäufen in Höhe von 400 T£ (Vorjahr: 0 T£). Der beizulegende Wert der derivativen Finanzinstrumente beträgt 69 T€ (Vorjahr: 0 T€).

18.2 Segmentberichterstattung

Das Unternehmen ist in einzelne operative Produktbereiche (Sparten) und Zentralbereiche gegliedert, die übergeordnete Leistungen sowie die Energieversorgung bereitstellen. Die Sparten stellen die Grundlage für die interne Berichterstattung dar, mit der das Management die Gesellschaft steuert (Management Approach). Die Bewertung von Leistungen zwischen den Sparten erfolgt auf der Basis von Verrechnungspreisen.

Da eine Offenlegung der Spartenergebnisse für die Gesellschaft gegenüber Wettbewerbern zu einem wesentlichen Schaden führen kann, erfolgt die ergebnisorientierte Segmentberichterstattung wie in den Vorjahren nicht nach Sparten, sondern nach geografischen Regionen (primäres Berichtsformat). Dabei erfolgt die Aufteilung anhand des Sitzes der Kunden nach Inland und Ausland.

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Inland Ausland Westag Gesamt
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Geschäftsjahr
2015
Umsatz 178.305 47.046 225.351
Deckungsbeitrag 45.054 12.486 57.540
Fixkosten 38.041 11.298 49.339
Ergebnis 7.013 1.188 8.201
Geschäftsjahr
2014
Umsatz 178.371 44.740 223.111
Deckungsbeitrag 45.022 11.846 56.868
Fixkosten 37.456 10.554 48.010
Ergebnis 7.566 1.292 8.858

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Inland Ausland Westag Gesamt
T€ T€ T€
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Geschäftsjahr
2015
Segmentvermögen 136.208 21.389 157.597
Segmentschulden 44.135 6.931 51.066
Segmentinvestitionen 10.647 1.672 12.319
Segmentabschreibungen 9.080 1.426 10.506
Geschäftsjahr
2014
Segmentvermögen 135.745 20.400 156.145
Segmentschulden 45.055 6.771 51.826
Segmentinvestitionen 13.835 2.079 15.914
Segmentabschreibungen 8.683 1.305 9.988

Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und Liquide Mittel erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen.

Die Aufteilung in die Segmente erfolgt im Wesentlichen nach den jeweiligen Umsatzanteilen, sofern keine Direktzuordnung möglich ist.

Auf Ebene der Sparten werden folgende ergänzende Informationen gegeben (sekundäres Berichtsformat):

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Oberflächen/ Elemente Türen/ Zargen Übrige Westag Gesamt
Geschäftsjahr 2015
Umsatz 98.042 120.681 6.628 225.351
Segmentinvestitionen 2.015 8.983 1.321 12.319
Segmentvermögen 65.725 67.434 24.438 157.597
Geschäftsjahr 2014
Umsatz 97.957 118.264 6.890 223.111
Segmentinvestitionen 6.690 8.012 1.212 15.914
Segmentvermögen 68.605 60.786 26.754 156.145

18.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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2015 2014
T€ T€
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Bestellobligo 6.962 751
Strom einkaufsverträge 537 1.074
Gaseinkaufsverträge 770 918
Miet- und Pachtverpflichtungen 548 697
Übrige finanzielle Verpflichtungen 95 85
Summe 8.912 3.525

Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der bestehenden Verpflichtungen Zahlungen in Höhe von 8.468 T€ (Vorjahr: 2.414 T€) zu leisten.

In den Miet- und Pachtverpflichtungen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 58 Jahren in Höhe von 186 T€ enthalten (Vorjahr: 187 T€), das mit 5 % abgezinst wird.

18.4 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Als nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 werden angesehen:

Gethalia Foundation
Vorstand der Westag & Getalit AG
Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG
AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH als assoziiertes Unternehmen sowie deren Tochterunternehmen
masline GmbH und WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH

Laut Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz, und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, vom 18.12.2006 betrug der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile waren der Gethalia Foundation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Mit Schreiben vom 23.12.2013 haben uns nunmehr die beiden vorgenannten Gesellschaften mitgeteilt, dass die 75,5 % der Stammaktien und damit der Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,0 % beträgt. Weitere meldepflichtige Änderungen des Bestands sind seither nicht an uns ergangen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: "Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen."

Hinsichtlich der Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH verweisen wir auf die Ausführungen unter 14.2 "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" und 18.6 "Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats".

18.5 Organe der Gesellschaft

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Vorstand Aufsichtsrat
Wilhelm Beckers Pedro Holzinger
Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik Kaufmann, Rheda Wiedenbrück
Vorstandsvorsitzender Vorsitzender
Leiter der Sparte Türen/Zargen
Herzebrock-Clarholz
Bernhard Wenninger Klaus Pampel
Diplom-Ökonom Kaufmann, Meerbusch
Vorstandssprecher Stellvertretender Vorsitzender
Leiter der Zentralbereiche (bis zum 31.12.2015)
Rheda-Wiedenbrück
Franz David Jürgen Heite
Kaufmann Geschäftsführer der Thyssen'schen
Leiter der Sparte Oberflächen/Elemente (ab dem 1.3.2015) Handelsgesellschaft m.b.H., Meerbusch
Vorstand
Bad Waldliesborn
Christopher Stenzel Dr. Joachim Schönbeck
Diplom-Kaufmann Diplom-Ingenieur
Gütersloh Mitglied des Vorstands der Andritz AG,
Finanzvorstand (ab dem 1.11.2015) Krefeld
Gütersloh
Dietmar Lewe *
Industriemeister der Holzverarbeitung
Betriebsratsvorsitzender, Rietberg
Heinz-Georg Großerohde *
Drucker, Rheda-Wiedenbrück

* Vertreter der Arbeitnehmer

Dr. Joachim Schönbeck ist zum 31.12.2015 Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften:

Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Paper Machinery Ltd., Kanada; ANDRITZ AB, Schweden; ANDRITZ Inc., USA.

18.6 Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands

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2015 2014
T€ T€
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Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 120 68
Gesamtbezüge des Vorstands 977 1.031
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen 559 547
Pensionsrückstellungen für ehemalige
Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen sowie aktive Vorstandsmitglieder 5.554 6.098
In den Pensionsrückstellungen enthaltener Dienstzeitaufwand für Vorstandsmitglieder 16 175
Beratungsleistungen (Aufsichtsräte) 60 64

Vorschüsse, Kredite, Bürgschaften oder Gewährleistungen wurden weder Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands gewährt.

In der Hauptversammlung vom 18.08.2015 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sowie §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Satz 5 bis 8 HGB für die Geschäftsjahre 2015 bis 2019 nicht erfolgen müssen.

19. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

20. Vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

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2015 2014
T€ T€
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Abschlussprüfungsleistungen 112 112
Steuerberatungsleistungen 38 38
Sonstige Leistungen 33 33
183 183

Die Auslagen betragen 24 T€ (Vorjahr: 24 T€).

21. Überleitungsrechnungen nach IFRS 1

21.1 Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IFRS

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2015 2014
T€ T€
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Eigenkapital nach HGB 110.162 111.047
Latente Steuern 2.154 2.883
Sonderposten mit Rücklageanteil 309 482
Pensionsrückstellungen -6.094 -10.093
Eigenkapital nach IFRS 106.531 104.319

21.2 Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IFRS

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2015 2014
T€ T€
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Jahresüberschuss nach HGB 4.353 5.641
Sonstige betriebliche Erträge -173 -173
Personalaufwendungen 894 287
Zinsaufwendungen 740 739
Außerordentliches Ergebnis 199 199
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -80 -316
Jahresüberschuss nach IFRS 5.933 6.377

22. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken, liegen nicht vor.

23. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns

Für das Geschäftsjahr 2015 ergibt sich ein Bilanzgewinn nach HGB von 10.685 T€, der sich wie folgt zusammensetzt:

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T€
Jahresüberschuss 2015 4.353
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.532
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG -200
Bilanzgewinn 10.685

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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T€
Ausschüttung einer Dividende von 0,74 € je Stammaktie 2.117
Ausschüttung einer Dividende von 0,80 € je Vorzugsaktie 2.039
4.156
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 6.529
Bilanzgewinn 10.685

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.549.172 Stück nennwertloser Stückaktien.

Für den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile, die am Tag der Bilanzaufstellung gehalten werden (310.828 Stück), vermindert.

24. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG vermittelt.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. Februar 2016

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wilhelm Beckers

Franz David

Christopher Stenzel

Kapitalflussrechnung (nach IFRS)

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2015 und 2014. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der indirekten Methode unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel.

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2015 2014
T€ T€
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Betriebsergebnis/EBIT 7.852 8.560
Gezahlte Ertragsteuern -1.166 -3.115
Abschreibungen 10.506 9.988
Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen -35 -72
Veränderung des Umlaufvermögens -1.539 4.883
Veränderung des Fremdkapitals 1.004 -3.632
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 16.622 16.612
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -12.319 -15.914
Veränderungen der Finanzanlagen 40 40
Beteiligungserträge 333 266
Erlöse aus Anlageabgängen 63 229
Cashflow aus Investitionstätigkeit -11.883 -15.379
Zinseinnahmen 22 36
Zinsausgaben -5 -5
Dividendenzahlung -5.237 -5.238
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5.220 -5.207
Veränderung flüssige Mittel -481 -3.974
Finanzmittelbestand zum 01.01. 17.316 21.290
Finanzmittelbestand zum 31.12. 16.835 17.316

Eigenkapitalveränderungsrechnung (nach IFRS)

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Gesamt
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Stand zum 01.01.2014 14.644 24.399 60.311 7.711 107.065
Dividende -5.238 -5.238
Jahresüberschuss 6.377 6.377
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 400 -400 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -5.550 -5.550
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 1.665 1.665
Stand zum 31.12.2014 14.644 24.399 60.711 4.565 104.319
Stand zum 01.01.2015 14.644 24.399 60.711 4.565 104.319
Dividende -5.237 -5.237
Jahresüberschuss 5.933 5.933
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 200 -200 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 2.166 2.166
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -650 -650
Stand zum 31.12.2015 14.644 24.399 60.911 6.577 106.531

Lagebericht (NACH IFRS) FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

Grundlagen der Westag & Getalit AG

Geschäftsmodell

Die Westag & Getalit AG ist ein europaweit agierender Hersteller von Holzwerk- und Kunststofferzeugnissen. Als Oberflächenspezialist fertigt das Unternehmen neben reinen Beschichtungsmaterialien auch ein umfassendes Spektrum an Elementen und einbaufertigen Produkten wie Türen und Zargen sowie Arbeitsflächen und Fensterbänke. Ergänzend zu den Hauptprodukten des Unternehmens werden auch vielfältige individuelle Lösungen angeboten, die gezielt auf die jeweiligen Anforderungsprofile der Kunden zugeschnitten sind. Dazu zählt unter anderem das Angebot technischer Bodenplatten aus Sperrholz für den industriellen Einsatz. Die Produkte werden unter Verwendung modernster Technologien ausschließlich an den beiden deutschen Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh hergestellt. Mit der Unterteilung in die beiden operativen Sparten Türen/Zargen und Oberflächen/Elemente bedienen wir dabei mit unseren Produkten vielschichtige Absatzmärkte und Branchen. Die beiden Sparten werden durch einen Zentralbereich flankiert, der übergreifende Aufgaben wie unter anderem Controlling, IT, Personalmanagement und Rechnungswesen und Recht bündelt.

Steuerungssystem

Die Westag & Getalit AG verfügt über ein detailliertes SAP-basiertes Steuerungssystem, das die Grundlage für alle wichtigen Entscheidungen in den Sparten und den verschiedenen Unternehmensebenen darstellt. Seitens des Vorstands erfolgt die Steuerung der Gesellschaft im Wesentlichen anhand der unterjährigen Berichterstattung, die monatlich die Ergebnisse der Gesellschaft im Detail darstellt und erläutert. Als Hauptkennzahlen werden Umsatzerlöse, Deckungsbeitrag und Ergebnis analysiert. Darüber hinaus werden diese Berichte auf Vorstandsebene durch weitergehende Auswertungen und Kennzahlen aus den Bereichen Vertrieb, Fertigung, Einkauf, Personal und Finanzen ergänzt.

Die damit verbundenen Auswertungen stellen auch die Grundlage für die laufende Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat dar.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das abgelaufene Geschäftsjahr war gesamtwirtschaftlich von starker Verunsicherung geprägt. In vielen Staaten setzte sich die expansive Geldpolitik der Notenbanken fort, was in der Folge unmittelbaren Einfluss auf die Finanzmärkte und auch auf die Realwirtschaft hatte. Für große Nervosität sorgten vor allem die zahlreichen Krisenherde, die uns im vergangenen Jahr begleiteten. Dazu gehören insbesondere die Unruhen in der Ukraine und der Flüchtlingszustrom nach Europa. Darüber hinaus belasteten der Mitte des Jahres abgewendete wirtschaftliche Bankrott Griechenlands und der Rückgang des Wirtschaftswachstums in China die wirtschaftlichen Erwartungen. Diese Themen sorgten unter anderem für eine Zurückhaltung im Konsumverhalten innerhalb der Eurozone, die jedoch durch das Handeln der Europäischen Zentralbank teilweise abgemildert wurde.

Trotz außenwirtschaftlicher Verunsicherung unter anderem im Zusammenhang mit den Finanzmarktturbulenzen in einigen Schwellenländern und einem lediglich moderaten weltwirtschaftlichen Wachstumstempo war die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland generell aufwärtsgerichtet. Die deutsche Wirtschaft entwickelte sich mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 1,7 % insgesamt solide. Einige Prognosen sahen hingegen ursprünglich ein Wachstum von 3 % voraus. Das anhaltend niedrige Niveau der Leitzinsen innerhalb des Euroraums belebte dabei weiterhin den privaten Bausektor. Demgegenüber blieb die Entwicklung im öffentlichen und dem gewerblichen Hochbau weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Infolgedessen konnte auch das Bauhauptgewerbe im zurückliegenden Jahr die Wachstumserwartungen nicht erfüllen. Der Umsatz im Hoch- und Tiefbau legte insgesamt um 1 % zu und lag damit um einen Prozentpunkt unter den Erwartungen.

Geschäftsverlauf 2015

Der Geschäftsverlauf der Westag & Getalit AG entsprach 2015 den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Umsatzerlöse konnten um 1 % auf 225,4 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 223,1 Mio. €). Damit entsprach das Wachstum dem des Bauhauptgewerbes, das sich im zurückliegenden Jahr sehr wechselhaft darstellte und nach dem schwachen Jahresbeginn erst langsam Fahrt aufgenommen hatte. Insgesamt wurde damit unsere ursprüngliche Prognose von einem leichten Umsatzzuwachs in 2015 erfüllt, wenngleich wir uns damit im unteren Rahmen unserer Erwartungen bewegten.

Export

Die Entwicklung des Exportgeschäfts der Gesellschaft in 2015 ist für uns vor dem Hintergrund der vorherrschenden Unsicherheiten in vielen Märkten besonders erfreulich. Aufgrund der guten Auslandsnachfrage für unsere Türen und Zargen konnten wir den Gesamtexport im zurückliegenden Jahr deutlich verbessern.

Insgesamt legten die Exporterlöse trotz der Rückgänge im Russlandgeschäft um 5,2 % auf 47,1 Mio. € zu (Vorjahr 44,7 Mio. €). Damit stieg die Exportquote auf 20,9 % (Vorjahr 20,1 %).

*Im Gesamtumsatz sind auch die Umsätze unserer KWK-Anlage enthalten, die nicht separat in der Grafik dargestellt werden. In 2015 beliefen sich diese auf 6,6 Mio. € (Vorjahr 6,9 Mio. €).

Oberflächen/Elemente

Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr fast unverändert. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von 98,1 Mio. € erzielt, was einem Zuwachs von 0,1 % entspricht (Vorjahr 98,0 Mio. €). Diese Umsatzentwicklung ist dabei vorrangig auf die weiterhin zurückhaltende Nachfragesituation im öffentlichen wie auch im gewerblichen Hochbau zurückzuführen, in denen wir mit unseren Produkten wichtige Absatzmärkte haben.

Die Exportumsatzerlöse verringerten sich trotz des deutlichen Rückgangs der Exporte nach Russland insgesamt nur leicht um 1,5 % auf 26,6 Mio. € (Vorjahr 27,0 Mio. €). Damit einhergehend reduzierte sich die Exportquote auf 27,1 % (Vorjahr 27,6 %).

Türen/Zargen

Die Umsatzentwicklung unserer Sparte Türen/Zargen stellte sich insgesamt positiver dar. Hier konnten wir mit unseren Produkten von der erneut anziehenden Nachfrage im Wohnungsbau profitieren und einen Zuwachs der Umsatzerlöse um 2,1 % auf 120,7 Mio. € verzeichnen (Vorjahr 118,2 Mio. €).

Erfreulicherweise konnte das Exportgeschäft der Sparte weiter ausgebaut werden. So wurden die Auslandsumsätze um 15,8 % auf 20,5 Mio. € gesteigert (Vorjahr 17,7 Mio. €), was zu einer Erhöhung der Exportquote von 15,0 % auf 17,0 % führte.

Lage

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 8,2 Mio. € und blieb damit um 7,4 % unter dem Vorjahreswert von 8,9 Mio. €. Damit blieb das Jahresergebnis aufgrund der unter den ursprünglichen Erwartungen liegenden Umsatzerlöse und zusätzlicher Belastungen unter unseren Prognosen aus dem Vorjahr sowie aus dem dritten Quartal 2015.

Die Ergebnisbelastungen betreffen im Wesentlichen über den Erwartungen liegende notwendige Abwertungen auf Vorratsbestände und verstärkte Vertriebsaktivitäten in ausländischen Märkten, die sich in verschiedenen Aufwandsarten niederschlugen.

Die Materialeinsatzquote verringerte sich trotz der vorgenommenen Abwertungen insbesondere aufgrund gering rückläufiger Rohstoffpreise leicht auf 48,9 % (Vorjahr: 49,1 %). Die Personalaufwendungen erhöhten sich entsprechend der Lohn- und Gehaltsentwicklung um 2,3 % auf 72,4 Mio. €. Dadurch stieg die Personalaufwandsquote im abgelaufenen Jahr leicht von 31,8 % auf 32,1 %. Ebenfalls haben sich unsere Abschreibungen in 2015 aufgrund der Investitionstätigkeit in den Vorjahren von 10,0 Mio. € auf 10,5 Mio. € erhöht. Bereinigt um die im Vorjahr enthaltenen Aufwendungen zur Behebung des Hagelschadens aus 2013 erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zu 2014 um 0,8 Mio. € auf 27,1 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Instandhaltungs- und Verwaltungsaufwendungen. Der Bereich Energieerzeugung trug nach Abzug der dazugehörigen Aufwendungen wie in den Vorjahren positiv zum Ergebnis bei.

Entsprechend zum Vorsteuerergebnis entwickelte sich auch der Jahresüberschuss und erreichte einen Wert von 5,9 Mio. € (Vorjahr 6,4 Mio. €). Damit belief sich das Ergebnis je Aktie in 2015 auf 1,07 € (Vorjahr 1,15 €) je Stammaktie und auf 1,13 € (Vorjahr 1,21 €) je Vorzugsaktie.

Finanzlage

Zum 31.12.2015 erhöhte sich die Bilanzsumme leicht auf 157,6 Mio. € (31.12.2014: 156,1 Mio. €). Auf der Aktivseite sind dafür vorwiegend der aus der Investitionstätigkeit resultierende Anstieg beim Anlagevermögen sowie die umsatzbedingte Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausschlaggebend. Aufgrund der in 2015 unveränderten Dividendenzahlung sowie der Investitionen des vergangenen Geschäftsjahres verringerten sich die liquiden Mittel um 0,5 Mio. €.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital von 104,3 Mio. € auf 106,5 Mio. € erhöht und beträgt damit rund 68 % der Bilanzsumme. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der zinsbedingten Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach IAS 19 in Höhe von 1,5 Mio. € netto nach latenten Steuern.

Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich stichtagsbedingt um 1,4 Mio. € auf 26,9 Mio. €.

Auch weiterhin verzeichnet die Westag & Getalit AG hinsichtlich ihrer Finanzlage keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Bestand an eigenen Aktien

Zum 31.12.2015 hatte die Gesellschaft unverändert 310.828 eigene Aktien im Bestand. Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Die Ermächtigung zum Rückkauf weiterer Aktien ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 bis zum 17.08.2020 erteilt. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den IFRS nicht in den Vermögenspositionen der Bilanz dargestellt.

Vermögenslage

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 12,3 Mio. € (Vorjahr 15,9 Mio. €). Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von 10,5 Mio. € (Vorjahr 10,0 Mio. €) gegenüber.

Neben der Erweiterung der Hallenflächen im Werk Rheda-Wiedenbrück ist in der Summe für die Sparte Türen/Zargen eine mehrjährige Investition in eine neue Zargenlinie enthalten. Für dieses langfristige Projekt wurden bereits Anzahlungen auf Anlagen geleistet. Die Fertigstellung der Anlagen erfolgt im Jahr 2016. Zudem wurde im Rahmen des Ausbaus der Arbeitsflächenkonfektionierung der Sparte Oberflächen/Elemente am Standort Wadersloh eine neue Bearbeitungsanlage installiert. Damit stellen wir uns auf die aktuellen und zukünftigen Marktanforderungen ein und gehen zugleich den Weg unserer kontinuierlichen Investitionstätigkeit weiter, um die technische Ausstattung unserer Standorte auf weiterhin hohem Niveau zu halten.

Beteiligungen

Seit dem Jahr 2006 sind wir mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus HPL, Mineralwerkstoff, Quarzstein, Naturstein, Massivholz, Keramik und Glas. Sie beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten. Im Jahr 2015 hat diese Gesellschaft zusammen mit ihren Tochterunternehmen einen Umsatz von 18,7 Mio. € erzielt (Vorjahr 17,5 Mio. €). Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 1,2 Mio. € in 2014 auf 1,5 Mio. € in 2015. Die Ausschüttung für das Jahr 2014 betrug 0,7 Mio. €, an der wir in Höhe unserer Anteilsquote beteiligt waren.

Kurzfristige Vermögenswerte

Entsprechend der Geschäftsentwicklung ergab sich ein leichter Anstieg der Vorräte um 1,2 % auf 34,6 Mio. (31.12.2014: 34,2 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich analog zur Umsatzentwicklung im vierten Quartal 2015 von 24,7 Mio. € auf 26,3 Mio. €.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sind Umsatz und Ergebnis. Die für die Analyse der Lage beschriebene Entwicklung der Investitionen, Forderungen und Vorräte sowie die Wertschöpfung stellen weniger bedeutsame, aber wichtige Nebenaspekte dar. Zum besseren Verständnis des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft dienen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie die Mitarbeiterbelange, die Produktentwicklung und das Umwelt- und Energiemanagement.

Wertschöpfung

Die Nettowertschöpfung erhöhte sich auf der Entstehungsseite um 1,3 % von 79,9 Mio. € auf 80,9 Mio. €. Hauptursache für diesen Anstieg war die um 3,3 Mio. € auf 225,8 Mio. € verbesserte Gesamtleistung. Die weiteren Bestandteile der Wertschöpfungsrechnung veränderten sich nahezu proportional zur Gesamtleistung.

Bei der Verwendung der Nettowertschöpfung hat sich der Anteil, der auf die Mitarbeiter entfällt, im Berichtszeitraum von 70,8 Mio. € auf 72,4 Mio. € erhöht. Aufgrund des gesunkenen HGB-Ergebnisses verringerte sich der Anteil, der über die Dividendenzahlung an die Aktionäre entfällt. Die Entwicklung des IFRS-Ergebnisses führt zu einer Erhöhung des Anteils, der im Unternehmen verbleibt. Einhergehend mit dem geringeren Jahresüberschuss stellt sich auch der an den Staat über Steuern abzuführende Anteil verringert dar.

Mitarbeiter

Die Westag & Getalit AG beschäftigte zum 31.12.2015 insgesamt 1.304 Mitarbeiter (31.12.2014: 1.301). Damit erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter marginal um 0,2 %. In der Gesamtzahl sind 63 Auszubildende enthalten und damit stichtagsbezogen zwei weniger als im Vorjahr. Die Ausbildungsquote lag damit bei 4,8 %.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiter liegt weiterhin bei 18 Jahren.

Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 32,1 % gegenüber einem Vorjahreswert von 31,8 %. Zusätzlich zur eigenen Belegschaft unterstützten uns im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 63 Personaldienstmitarbeiter (Vorjahr 61). Im Jahre 2015 wurden davon 15 Personen als fest angestellte Arbeitnehmer übernommen.

Produktentwicklung

Der Schwerpunkt unserer Entwicklungsarbeit liegt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte. Neben den dekorativen Aspekten in der Oberflächenentwicklung steht dabei auch die technische Weiterentwicklung unserer Werkstoffe im Vordergrund. Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt zudem in der Entwicklung neuer Funktionalitäten bzw. Produktverbesserungen, die sich beispielsweise in der Montagefreundlichkeit unserer Türen und Zargen ausdrücken.

Umweltmanagement

Unser Umweltmanagement konzentriert sich im Wesentlichen auf die Umweltfreundlichkeit unserer Produkte, die ökologische Gestaltung unserer Produktionsprozesse und den sparsamen Umgang mit den verschiedenen Ressourcen.

Von unseren Produkten sind ein Teil der Türen und Zargen mit dem Blauen Engel für emissionsarme Produkte aus Holz- und Holzwerkstoffen gekennzeichnet. Ein Teilsortiment unserer Arbeitsplatten und Wandanschlussprofile ist zudem mit dem ECO-Label des Kölner ECO-Instituts versehen. Darüber hinaus tragen wir mit verschiedenen Produktzertifizierungen, wie unter anderem FSC® und PEFCTM, dem Thema Nachhaltigkeit Rechnung.

Zur Verbesserung der Energieeffizienz nutzen wir ein nach DIN EN ISO 50001:2011 zertifiziertes Energiemanagementsystem. Im Geschäftsjahr haben wir hierzu in unserem Kraftwerksbereich unser gesamtes Pumpenkonzept überprüft, teilweise neu konzipiert und die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt. Diese führen zukünftig zu einer Stromeinsparung von mehr als 100.000 kWh im Jahr. Für die Folgejahre planen wir weitere Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Energieeffizienz.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge in 2016 ergeben.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

In Anbetracht der aktuell in den internationalen Märkten vorherrschenden Verunsicherung bleibt der Ausblick weiterhin schwer vorhersehbar. Die damit verbundene Nervosität kann sich schnell auch in den für uns relevanten Absatzmärkten auswirken und die aktuell grundsätzlich positive Einschätzung eintrüben. Zwar sind Anzeichen für einen Aufschwung der europäischen Wirtschaft zu erkennen, allerdings bleiben Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bestehen. Positiv zu bewerten ist dagegen die anhaltende expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die sich bereits im zurückliegenden Jahr als stabilisierender Faktor für die europäische Wirtschaft darstellte.

In Deutschland ist gemäß den Prognosen des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB) grundsätzlich von einer positiven Stimmung für das Bauhauptgewerbe in 2016 auszugehen. Diese wird auch weiterhin stark durch den Wohnungsbau getragen werden, dem die Experten der Bauwirtschaft einen Nachholbedarf zuschreiben.

Auf dem Inlandsmarkt ist nach unserer Einschätzung noch nicht absehbar, inwiefern sich die aktuelle Zuwanderung mittelfristig auf den Hochbau auswirken wird. Neben positiven Impulsen für den Wohnungsbau kann es dagegen möglicherweise auch zu Kürzungen bei anderen Bauprojekten der öffentlichen Hand kommen.

Ausblick für die Westag & Getalit AG

Vor dem beschriebenen konjunkturellen Hintergrund ist ein schwer einzuschätzendes Marktumfeld zu erwarten. Für uns überwiegt in diesem Zusammenhang die positive Erwartung an die wirtschaftliche Entwicklung im Bauhauptgewerbe, von der wir im Bereich des Hochbaus profitieren können. Das seitens des ZDB prognostizierte Umsatzwachstum von 3 % soll sich demnach über den gesamten Hochbau erstrecken, wobei das größte Potenzial dabei weiterhin im Wohnungsbau liegt.

Die weitere Entwicklung in unseren relevanten Exportmärkten bleibt nach unserer Einschätzung ebenfalls grundsätzlich positiv. Allerdings gestaltet sich die Prognose für unseren wichtigen russischen Absatzmarkt in Anbetracht der aktuellen Rahmenbedingungen derzeit schwierig. Insgesamt sind wir zuversichtlich, unsere Exportaktivitäten bei entsprechender Wirtschaftslage weiter steigern zu können. Positiv beeinflusst wird diese Erwartung auch durch unsere verstärkten Vertriebsaktivitäten im Auslandsgeschäft in Verbindung mit unserem auf die jeweiligen Märkte zugeschnittenen Produktportfolio.

Vor diesem Hintergrund streben wir insgesamt für das Jahr 2016 einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse an.

Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2016 haben wir Investitionen in Höhe von rund 12,0 Mio. € vorgesehen. Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit ist die Fortführung unserer nachhaltigen Modernisierungsstrategie. Unter Berücksichtigung der aktuellen und absehbaren Nachfragesituation steht dabei die Ausweitung unserer Kapazitäten in der Sparte Türen/Zargen im Vordergrund. Dies umfasst einerseits die Fertigstellung des mehrere Jahre umfassenden Investitionsprojekts einer neuen Zargenlinie, aber auch punktuelle Investitionen innerhalb der Türenfertigung. In der Sparte Oberflächen/Elemente liegt der Schwerpunkt in der Optimierung der betrieblichen Abläufe und der vorhandenen technischen Anlagen. Mit diesen Investitionen werden unsere Werke auch zukünftig auf einem technisch hohen Niveau gehalten.

Ertrag

Nach mehreren Jahren rückläufiger Ergebnisse erwarten wir für das Jahr 2016 eine Trendwende und einen wieder leichten Ergebniszuwachs. Hierbei gehen wir von gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie einer nahezu konstanten Material- und Personalaufwandsquote aus. Unsere Ergebnisprognose fußt dabei im Wesentlichen auf der Erwartung der bereits erwähnten Umsatzsteigerungen sowie auf Anpassungen der betrieblichen Kostenstruktur. Anlass zur positiven Umsatzerwartung geben uns die Baukonjunktur sowie verschiedene Maßnahmen, die wir im Vertriebsbereich der Sparte Oberflächen/Elemente getroffen haben.

Chancenbericht

Mit der konsequenten Verfolgung einer wertorientierten Unternehmensphilosophie ergeben sich für die Westag & Getalit AG zahlreiche Chancen. Als einer der führenden Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen bewegen wir uns in einer sich stetig weiterentwickelnden Branche, in der wir mit unseren Produkten gut positioniert sind.

Solides Fundament

Grundsätzlich steht langfristig ein gesundes und organisches Wachstum im Fokus unserer Aktivitäten. Die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von etwa 68 % und einer sehr guten Liquidität verschafft uns Sicherheit und bietet Raum für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.

Unabhängigkeit

Unsere Unabhängigkeit ist ein wichtiges Merkmal zur Entwicklung des Unternehmens. So bestehen keinerlei Bankverbindlichkeiten. Durch die Errichtung sowie die vorgenommenen Erweiterungen der energetischen Anlagen können wir unseren Strom- und Wärmebedarf weitestgehend selbst erzeugen.

Moderne Fertigungstechnik

Kontinuierliche Investitionen sichern den technologischen Standard in unseren Werken. Zur Steigerung der Produktivität und Flexibilität bauen wir unsere Anlagen daher stetig aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei unser Anspruch, sämtliche Produkte auch ab Stückzahl Eins in kurzer Lieferzeit bereitstellen zu können. Bei einer immer individueller werdenden Nachfrage eröffnen sich damit neue Chancen für uns.

Marktkonforme Unternehmensstruktur

Die operative Eigenständigkeit der beiden Sparten gewährleistet eine auf den Markt zugeschnittene Vertriebs- und Entwicklungsarbeit. Zugleich bündelt der Zentralbereich übergreifende Funktionen und bildet damit eine Serviceeinheit für alle produktiven Segmente des Unternehmens.

Produktvielfalt

Ebenso bringt die hohe Diversifikation der Produktpalette und der Kundenstruktur eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber einzelnen Märkten mit sich. Damit sind wir bei Nachfrageschwankungen flexibel und können auf marktseitig wechselnde Produktnachfragen optimal eingehen.

Schnelligkeit in der Auftragsabwicklung

Zuverlässigkeit, Termintreue und kurze Lieferzeiten sind nur drei unserer Erfolgsfaktoren, die wir mit unseren ausgefeilten internen und externen Logistikprozessen kostenoptimiert und im Sinne unserer Kunden realisieren. So können wir aufgrund ausgereifter Prozesse sehr schnell auf marktbedingte Veränderungen eingehen und die Nachfrage entsprechend bedienen.

Hohe Fertigungstiefe

Aufgrund der hohen Fertigungstiefe in unseren Produktsegmenten sind wir in der Lage, sehr kurzfristig zu agieren. Damit verfügen wir über relativ kurze Markteinführungsphasen, die es uns ermöglichen, schnell auf neue Trends bzw. Produktnachfragen zu reagieren, ohne unmittelbar von Dritten abhängig zu sein.

Konjunkturelle Chancen

Bei einer sich weiter positiv entwickelnden Baukonjunktur, vor allem im öffentlichen und im gewerblichen Hochbau, bestehen aufgrund unseres facettenreichen Produktportfolios und unserer Vertriebsaktivitäten gute Chancen für einen Umsatzzuwachs. Besonderes Potenzial sehen wir dabei in den Exportaktivitäten.

Risikobericht

Vorbemerkung

Die Geschäftstätigkeit der Westag & Getalit AG ist wie jedes unternehmerische Handeln mit zahlreichen Chancen und Risiken verbunden. Die Risiken können sowohl aus eigenem unternehmerischen Handeln resultieren als auch durch externe Faktoren hervorgerufen werden. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben. Aufgabe unseres Risikomanagements und -controllings ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche unternehmensinternen Gremien hierüber informiert und welche Maßnahmen ergriffen werden.

Durch eine entsprechende Organisation, einschlägige Regelungen und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Über bestehende größere Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, werden beurteilt und der Umgang mit diesen wird mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

Das Risikofrüherkennungssystem der Westag & Getalit AG wurde hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen vom Abschlussprüfer geprüft. Dabei wurde festgestellt, dass das eingesetzte System alle notwendigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Die Risiken, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind, stellen wir nachfolgend zusammen mit den entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements dar.

Ergänzend weisen wir darauf hin, dass diese Risiken nach unserer Einschätzung weder einzeln noch zusammen unser Unternehmen in seiner Gesamtheit gefährden können. Weitere Einzelheiten zu diesen Risiken sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Zusammenfassung der Risiken

Konjunkturelle Risiken

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund ihrer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Möbelindustrie sowie im Baumarktbereich abhängig. Daher beobachten und analysieren wir ständig die für uns maßgeblichen Konjunktur- und Branchenentwicklungen. Unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle ermöglichen es uns, auf kurzfristige Absatzschwankungen schnell und angemessen zu reagieren und so negative Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur und damit über ausreichende Reserven, um etwaige Konjunkturrückgänge in den vorgenannten Branchen gut zu verkraften.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Diese werden maßgeblich von der Konjunktur in unseren Absatzmärkten, unseren Produkten und der Wettbewerbssituation bestimmt. Dadurch, dass unsere Produkte teilweise auf unterschiedlichen Märkten vertrieben werden, erreichen wir eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Marktstellung unserer Handelspartner, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die damit verbundene Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen daher, diesen Risiken einerseits durch eine ständige Diversifikation unseres Produktportfolios und andererseits durch eine weitere Streuung unserer Absatzmärkte zu begegnen. Damit sind wir immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind Liquiditätsengpässe oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer Absicherung unserer wesentlichen Kundenforderungen durch eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften oder Garantien absichern.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren für uns deutlich erhöht. Gründe hierfür sind die Reduzierung von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten sowie die Verknappung bestimmter Holzarten.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus weiterhin auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Das Problem der Verknappung von Holz wird allerdings aufgrund steigender Nachfrage und beschränkender gesetzlicher Regelungen zunehmend gravierender. Unsere Möglichkeiten, Preissteigerungen bei Rohstoffen zu begegnen, sind bei bestimmten Rohstoffen angesichts der starken Marktstellung einzelner Anbieter begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen. Unerwarteten Spezifikationsänderungen sowie Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch entsprechende vertragliche Regelungen, umfassende Wareneingangsprüfungen und regelmäßige produktionsbegleitende Prüfungen. Im Bereich der Energieträger nutzen wir seit einigen Jahren die Möglichkeit, Preise und Mengen für Erdgas und Strom längerfristig abzusichern. Dieses bietet zusätzliche Chancen, diese Energieträger günstig einzukaufen, birgt andererseits aber auch das Risiko einer falschen Markt- und Preiseinschätzung. Wir begegnen diesem Risiko durch eine intensive Marktbeobachtung, die Konsultation von Fachleuten, den sukzessiven Kauf von Teilmengen und die Aufteilung der Beschaffungsmengen auf verschiedene Zeiträume.

Operative Risiken

Eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist es, die Herstellung unserer Produkte in den vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst guten Kostenstruktur zu gewährleisten. Dabei verbessern wir ständig unsere Herstellungsverfahren und implementieren diese bei entsprechender Eignung im Unternehmen. Der bestehende Maschinenpark wird durch gründliche Wartungen, Instandhaltungen und Modernisierungen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen sowie durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren redundante Hardware- und Netzwerkkomponenten sowie die moderne Infrastruktur eine höchstmögliche Systemverfügbarkeit und Datensicherheit. Ferner werden Datenverluste durch die tägliche Sicherung unserer relevanten Daten minimiert und Systemausfallzeiten durch den Einsatz eines entsprechend geschulten Teams so gut wie ausgeschlossen. Darüber hinaus haben wir zahlreiche technische und administrative Maßnahmen ergriffen, um sowohl unbefugte Zugriffe auf unsere Daten als auch schädigende Angriffe aus dem Internet weitestgehend zu vermeiden.

Personalrisiken

Die individuellen Fähigkeiten, die fachliche Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Besetzung offener Stellen sind somit auch für uns potenzielle Risiken. Daher sind ein leistungsfähiges Personalmanagement, das sich um die Weiterbildung unserer Mitarbeiter kümmert und qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnt, sowie Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation für uns von erheblicher Bedeutung. Den Risiken, die mit einem Wissens- und Erfahrungsverlust aufgrund altersbedingter Abgänge verbunden sind, begegnen wir durch entsprechende Qualifizierungen jüngerer Mitarbeiter und rechtzeitige Nachfolgeregelungen. Im Hinblick auf die absehbare demografische Entwicklung haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits frühzeitig auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Dieses erfolgt unter anderem im Rahmen von Praktika, Diplomarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen.

Finanz- und Währungsrisiken unter Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von rund 68 % sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine Finanzierungsrisiken. Möglichen Devisenkursänderungen außerhalb der Eurozone begegnen wir dadurch, dass wir fast ausschließlich in Euro fakturieren. Lediglich unsere Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung werden grundsätzlich durch entsprechende Devisenkursgeschäfte abgesichert. Auf der Einkaufsseite werden Materialbeschaffungen auf US-Dollar-Basis weitgehend durch entsprechende US-Dollar-Käufe gesichert.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Unser internes Kontroll- und Risikomanagementsystems zielt im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess darauf ab, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten.

Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Die bei der Westag & Getalit AG eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf die einzelnen Verantwortungsbereiche klar strukturiert. Dabei liegt der Schwerpunkt in den beiden Abteilungen Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling.

Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform, des dort angelegten Berichtswesens sowie der im Unternehmen eingerichteten maschinellen Abläufe. Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird das Vieraugenprinzip angewendet. Durch spezielle Sicherungen sind die verwendeten Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zugriffsberechtigungen werden funktionsbezogen vergeben. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Kontrollen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls zügig umgesetzt.

Für die Erstellung von Pensionsgutachten und die Unterstützung bei steuerrechtlichen Fragestellungen werden externe Dienstleister beauftragt.

Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine klare Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, gegebenenfalls entdeckt und korrigiert werden.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Höhe und Struktur der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses vom Aufsichtsrat vertraglich mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgelegt. Die monetären Vergütungsanteile enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem für die Zentralsparte verantwortlichen Vorstandsmitglied bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Dieser ist definiert als Jahresüberschuss vor Körperschaftsteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Darüber hinaus ist die variable Vergütung mit einem Nachhaltigkeitsfaktor versehen. Dieser führt im Ergebnis dazu, dass dem jeweiligen Vorstandsmitglied nur ein Teilbetrag der variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr endgültig zusteht. Ob und inwieweit das jeweilige Vorstandsmitglied auch Anspruch auf den restlichen variablen Betrag hat, hängt davon ab, ob sich die Ergebnisentwicklung auch in den beiden Folgejahren fortsetzt oder nicht. Hierdurch soll ein weiterer Anreiz für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung gegeben werden.

Für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Darüber hinaus enthalten alle Vorstandsverträge Obergrenzen für die variable Vergütung und die Gesamtbezüge. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird unter Berücksichtigung einer entsprechenden Abschlagszahlung jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, dass die Bezüge befristet fortgezahlt werden. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben. Zusätzlich ist für die Vorstandsmitglieder eine D&O- sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen worden, für die die Gesellschaft die Versicherungsprämien trägt. Mit dem Vorstandsvorsitzenden ist ferner eine Pensionsvereinbarung getroffen worden.

Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht. Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung unserer Gesellschaft geregelt. Danach erhalten diese eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 12.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss erhält jedes Ausschussmitglied zusätzlich eine jährliche Vergütung von 2.500 € je Ausschuss. Der Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats wird nicht gesondert vergütet. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet. Außerdem ist für die Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung abgeschlossen worden.

Übernahmerelevante Angaben

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 14.643.200 €. Es ist eingeteilt in 5.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.

Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des AktGes. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 AktG vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

310.828 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2015 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen.

Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 Akt in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 AktGes maßgeblich.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.08.2015 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17.08.2020 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und gegebenenfalls einzuziehen.

Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß § 289 Abs. 4 HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Gemäß Mitteilung vom 23.12.2014 sind der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, 75,5 % der Stimmrechtsanteile unserer Gesellschaft zuzurechnen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.de/unternehmensfuehrung verfügbar.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Westag & Getalit AG so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. Februar 2016

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wilhelm Beckers

Franz David

Christopher Stenzel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Westag & Getalit Aktiengesellschaft, Rheda-Wiedenbrück, aufgestellten Einzelabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Einzelabschluss und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Einzelabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Einzelabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Einzelabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Einzelabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen der Regelungen in IFRS 8 "Geschäftssegmente" wurde die Aufteilung der Geschäftssegmente und die Berichterstattung über die Segmentergebnisse sowie des Segmentvermögens und der Segmentschulden sowohl im Einzelabschluss nach den IFRS als auch in der entsprechenden Zwischenberichterstattung nicht anhand des internen Berichts- und Steuerungssystems des Unternehmens und der in IFRS 8 genannten Kriterien vorgenommen, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass ihr durch die Angabe dieser Informationen ein nicht unwesentlicher Schaden gegenüber Mitbewerbern entstehen wird, die nicht zu einer entsprechenden Angabe verpflichtet sind. Dementsprechend vermittelt die Rechnungslegung insoweit kein zutreffendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der nach IFRS 8 zu bildenden Segmente.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Einzelabschluss aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Einzelabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 19. Februar 2016

PETERS & PARTNER GMBH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Geschäftsentwicklung der Westag & Getalit AG verlief während des Jahres 2015 uneinheitlich. Während die Umsatzerlöse beider Sparten im ersten Halbjahr 2015 noch unter den entsprechenden Vorjahreswerten lagen, hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2015 aufgrund eines Anstiegs in der zweiten Jahreshälfte insgesamt mit gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenen Umsatzerlösen von 225,4 Mio. € abgeschlossen. Die Sparte Türen/Zargen hat mit deutlich gestiegenen Exportumsätzen zur Erhöhung des Gesamtumsatzes beigetragen, während die Sparte Oberflächen/Elemente aufgrund gesunkener Exporterlöse nur einen geringen Umsatzanstieg verzeichnen konnte. Insgesamt war für die Westag & Getalit AG in 2015 ein Rückgang des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr um rund 7 % auf 5,9 Mio. € zu verzeichnen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresergebnis resultiert im Wesentlichen aus notwendigen Abwertungen auf Vorratsbestände und verstärkten Vertriebsaktivitäten in ausländischen Märkten. Die Auswirkungen der Abwertungen gingen dabei über die ursprünglichen Erwartungen hinaus. Mit den Vertriebsaktivitäten investiert die Gesellschaft für die Zukunft in die weitere positive Umsatzentwicklung im Ausland.

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung, dem Deutschen Corporate Governance Kodex und seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat insbesondere die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Investitionen sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen informiert. Dieses erfolgte durch monatliche Erfolgsrechnungen sowie umfangreiche schriftliche Berichte, die wir jeweils rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen erhielten. Lediglich in der Aufsichtsratssitzung nach unserer Hauptversammlung erfolgte die Berichterstattung mündlich. Diese Berichte sowie strategische Themenstellungen wurden uns in den Aufsichtsratssitzungen ausführlicher erläutert. Über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, haben wir ausführlich beraten und entsprechende Beschlüsse gefasst. Über wichtige Geschäftsvorfälle und Entwicklungen wurde der Aufsichtsratsvorsitzende stets unverzüglich informiert. Ferner setzte sich der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden und den anderen Vorstandsmitgliedern zusammen, um die aktuellen Entwicklungen zu besprechen. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.

Sitzungen des Aufsichtsrats

In jedem Quartal des Geschäftsjahres fand eine Aufsichtsratssitzung statt. An diesen nahmen stets alle Aufsichtsrats- und mit Ausnahme der Sitzung am 15.12.2015 auch alle Vorstandsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter der von uns beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teil. Die Aufsichtsratssitzungen waren durch offene, sachliche und konstruktive Gespräche gekennzeichnet.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 24.03.2015 war zunächst die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2014. Auf dieser Sitzung konnten wir unser neues Vorstandsmitglied, Herrn Franz David, begrüßen, der uns seinen ersten Eindruck von der Situation und den Chancen der Sparte Oberflächen/Elemente vermittelte.

Ferner beschlossen wir den Abschluss eines Beratervertrages mit unserem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Klaus Pampel mit Wirkung ab dem 01.04.2016. Grund hierfür ist, dass Herr Pampel seine aktive Tätigkeit als Geschäftsführer der Hüttenes Albertus AG zum Ablauf des 31.12.2015 beendet hat und der Westag & Getalit AG zukünftig auch als Berater zur Verfügung steht.

In der Aufsichtsratssitzung am 23.06.2015 erörterten wir mit dem Vorstand die Gründe für die nicht zufriedenstellende Umsatzentwicklung im ersten Quartal. Ferner befassten wir uns mit der vom Vorstand vorgeschlagenen Umstrukturierung, wonach die Bereiche Einkauf, Marketing, Technische Dienste und Versand fachlich den Vorständen Beckers und David zugeordnet werden und damit die Zentralsparte auf die Bereiche Rechnungswesen, Controlling, IT, Personal und Recht fokussiert wird. Ferner verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 18.08.2015.

In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 18.08.2015 nach der Hauptversammlung wurde Herr Holzinger erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Herr Pampel zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Ferner beschlossen wir die unveränderte Besetzung der drei Aufsichtsratsausschüsse. Schwerpunkt dieser Sitzung war eine ausführliche Bestandsaufnahme der Entwicklung der heutigen Sparte Oberflächen/Elemente in den Jahren 2010-2015 durch unser neues Vorstandsmitglied Herrn David. Auf Basis dieser Analyse zeigte er uns zahlreiche Punkte auf, bei denen er deutliches Optimierungspotenzial erkannt hat. Außerdem befassten wir uns mit der vom Gesetzgeber geforderten Zielfestlegung für die Frauenquote auf den verschiedenen Führungsebenen. Der Aufsichtsrat sieht es für nicht sinnvoll an, eine Zielgröße zu beschließen, mit der nach den bisherigen Erfahrungen keine wesentliche Verbesserung der Arbeitsqualität des Aufsichtsrats oder auf den verschiedenen Führungsebenen des Unternehmens erreicht werden kann. Bezüglich des Aufsichtsrats stehen im Übrigen bis zur Hauptversammlung des Jahres 2017 keine Neuwahlen bei den Arbeitnehmervertretern oder den übrigen Mitgliedern des Aufsichtsrats an. Deshalb wurde gemäß § 111 Absatz 5 AktG beschlossen, dass der Frauenanteil in unserem Aufsichtsrat und Vorstand bis zum 30.06.2017 unverändert 0 % betragen soll. Ferner beschlossen wir, Herrn Christopher Stenzel ab dem 01.11.2015 als Finanzvorstand der Gesellschaft zu bestellen und mit diesem die entsprechenden Verträge abzuschließen.

In der Aufsichtsratssitzung vom 15.12.2015 befassten wir uns intensiv mit der Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten zehn Monaten des Geschäftsjahres. Insbesondere ließen wir uns von dem Vorstand über die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Umsätze in der Sparte Oberflächen/Elemente berichten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Umsatz und Ergebnisplanung für das Jahr 2016. Neu war hierbei, dass uns die zuständigen Leiter der verschiedenen Vertriebsbereiche ausführlich ihre Vertriebsplanungen und Aktivitäten für das Jahr 2016 erläuterten. Wir nahmen die Planungen zustimmend zur Kenntnis. Ferner genehmigten wir den vom Vorstand erläuterten Investitionsplan für das Jahr 2016. Weitere Themen waren die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, die von uns zusammen mit dem Vorstand verabschiedete neue Fassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie die Genehmigung einer aktualisierten Fassung der Geschäftsordnung des Vorstands.

Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse eingerichtet, den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss und den Nominierungsausschuss. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, dem der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Klaus Pampel, vorsteht, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz.

Der Prüfungsausschuss kam im abgelaufenen Geschäftsjahr zu zwei gemeinsamen Sitzungen zusammen. Ferner wurden der Halbjahresbericht und die Quartalsberichte im Jahre 2015 vor ihrer Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex jeweils in einer Telefonkonferenz mit dem Vorstand erörtert und zur Veröffentlichung freigegeben. In der Sitzung am 24.03.2015 befasste sich der Prüfungsausschuss schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss 2014. In der Sitzung vom 15.12.2015 erörterte der Prüfungsausschuss zusammen mit einem Vertreter des Abschlussprüfers die Prüfungsschwerpunkte für den Jahresabschluss 2015. Weiter besprachen wir die Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG und die Frage, wie man die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit weiter verbessern kann. Ferner haben wir uns das bei der Gesellschaft erstellte Rechtskataster erläutern lassen, das die Mitarbeiter dabei unterstützt, entsprechend den gesetzlichen Regelungen, der einschlägigen behördlichen Genehmigungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu handeln.

Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für den ausgeschiedenen Herrn Wenninger sowie die Neustrukturierung der bisherigen Zentralsparte.

Am 23.06.2015 tagte der Nominierungsausschuss und beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung am 18.08.2015 Herrn Klaus Pampel erneut zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen.

Veränderungen in den Organen

Mit Wirkung zum 01.03.2015 begrüßten wir Herrn Franz David als neues Vorstandsmitglied und Leiter der Sparte Oberflächen/Elemente. Im Juni 2015 informierte uns Herr Wenninger darüber, dass er seinen Vorstandsvertrag nicht über den 31.12.2015 hinaus verlängern wolle. Als neuen Finanzvorstand konnten wir mit Wirkung ab dem 01.11.2015 Herrn Christopher Stenzel gewinnen. Wir danken Herrn Wenninger auch an dieser Stelle für die geleistete Arbeit.

Jahresabschluss

Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 18.08.2015 gewählte und von dem Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat die vom Vorstand nach den Regeln des HGB und freiwillig nach den IFRS-Regeln aufgestellten Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2015 und die dazugehörigen Lageberichte der Westag & Getalit AG geprüft. Die Lageberichte und der Jahresabschluss nach HGB wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Bezüglich des vom Vorstand freiwillig nach IFRS aufgestellten Jahresabschlusses wurde ein lediglich aufgrund der Segmentberichterstattung erwartungsgemäß eingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Die Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, den Corporate Governance Bericht, den Vergütungsbericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats erhalten. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 29.03.2016 wurden diese unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dieser berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung sowie über die zu keinen Beanstandungen führende Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Jahresabschlüsse und die Lageberichte haben wir geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir uns aufgrund eigener Feststellungen und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse und die Lageberichte gebilligt. Die Jahresabschlüsse sind damit festgestellt. Der Erklärung zur Unternehmensführung haben wir ebenfalls zugestimmt. Ferner haben wir uns dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands nach eigener Prüfung ebenfalls angeschlossen.

Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen

Angaben des Berichts richtig sind.“

Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands zu dem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihren großen Einsatz und ihr Mitwirken im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, den 29. März 2016

Der Aufsichtsrat

Pedro Holzinger, Vorsitzender

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats

der Westag & Getalit AG

zu den Empfehlungen der

„Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“

gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 05. Mai 2015, die am 12. Juni 2015 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 24.03.2015 entsprochen wurde und wird:

1. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht nicht individualisiert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt (Kodex Ziffer 4.2.5 Absätze 3 und 4).

Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18.08.2015 nicht vorgenommen.
2. Für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist keine Regelgrenze festgelegt (Kodex Ziffer 5.4.1 Absatz 2)

Der Aufsichtsrat hält eine solche Grenze nicht für sachdienlich.
3. Der Vorsitz in den Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder satzungsgemäß nicht gesondert berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 1, Satz 2).

Der Vorsitz in den Ausschüssen wird derzeit jeweils vom Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats ausgeübt, die bereits satzungsgemäß eine erhöhte Vergütung erhalten.

Rheda-Wiedenbrück, den 15.12.2015

Für den Aufsichtsrat

gez. Pedro Hoolzinger

Für den Vorstand

gez. Wilhelm Beckers