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Westag AG Annual Report 2014

May 6, 2015

486_rns_2015-05-06_a4e7fb3f-18dc-4a20-b186-fc1a2b92681c.html

Annual Report

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Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Rheda-Wiedenbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE, SACHANLAGEN, FINANZANLAGEN

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IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
in € Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2013 2.936.740,20
Zugänge 385.744,66
Abgänge 3.791,34
Umbuchungen 0,00
Stand 31. Dezember 2013 3.318.693,52
Zugänge 403.713,48
Abgänge 69.710,82
Umbuchungen 15.585,00
Stand 31. Dezember 2014 3.668.281,18
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2013 2.022.525,41
Zuführungen 365.563,66
Auflösungen 3.791,34
Stand 31. Dezember 2013 2.384.297,73
Zuführungen 423.487,48
Auflösungen 69.710,82
Stand 31. Dezember 2014 2.738.074,39
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2013 934.395,79
Stand 31. Dezember 2014 930.206,79

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SACHANLAGEN
in € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2013 57.043.076,09 115.675.564,92 78.424.524,79 1.897.006,39 253.040.172,19
Zugänge 1.903.794,03 1.925.258,16 3.440.628,18 4.760.229,50 12.029.909,87
Abgänge 0,00 206.768,95 1.131.877,68 0,00 1.338.646,63
Umbuchungen 12.828,37 295.905,04 1.598.121,35 -1.906.854,76 0,00
Stand 31. Dezember 2013 58.959.698,49 117.689.959,17 82.331.396,64 4.750.381,13 263.731.435,43
Zugänge 1.820.277,68 5.752.083,02 3.858.702,51 4.079.144,67 15.510.207,88
Abgänge 37.890,41 961.610,18 1.382.461,46 0,00 2.381.962,05
Umbuchungen 414.758,06 2.958.012,86 179.719,07 -3.568.074,99 -15.585,00
Stand 31. Dezember 2014 61.156.843,82 125.438.444,87 84.987.356,76 5.261.450,81 276.844.096,26
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2013 35.951.943,71 85.545.548,92 67.433.168,28 0,00 188.930.660,91
Zuführungen 1.441.937,44 4.767.199,20 3.491.029,99 0,00 9.700.166,63
Auflösungen 0,00 206.768,95 1.078.249,14 0,00 1.285.018,09
Stand 31. Dezember 2013 37.393.881,15 90.105.979,17 69.845.949,13 0,00 197.345.809,45
Zuführungen 1.310.410,74 4.823.015,00 3.430.659,58 0,00 9.564.085,32
Auflösungen 0,00 933.553,30 1.292.480,46 0,00 2.226.033,76
Stand 31. Dezember 2014 38.704.291,89 93.995.440,87 71.984.128,25 0,00 204.683.861,01
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2013 21.565.817,34 27.583.980,00 12.485.447,51 4.750.381,13 66.385.625,98
Stand 31. Dezember 2014 22.452.551,93 31.443.004,00 13.003.228,51 5.261.450,81 72.160.235,25

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FINANZANLAGEN
in € Anteile an assoziierten Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2013 1.200.013,15 150.200,00 1.350.213,15
Zugänge 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 40.000,00 40.000,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2013 1.200.013,15 110.200,00 1.310.213,15
Zugänge 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 40.000,00 40.000,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2014 1.200.013,15 70.200,00 1.270.213,15
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2013 0,00 0,00 0,00
Zuführungen 0,00 0,00 0,00
Auflösungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2013 0,00 0,00 0,00
Zuführungen 0,00 0,00 0,00
Auflösungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2014 0,00 0,00 0,00
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2013 1.200.013,15 110.200,00 1.310.213,15
Stand 31. Dezember 2014 1.200.013,15 70.200,00 1.270.213,15

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in € Anlagevermögen Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2013 257.327.125,54
Zugänge 12.415.654,53
Abgänge 1.382.437,97
Umbuchungen 0,00
Stand 31. Dezember 2013 268.360.342,10
Zugänge 15.913.921,36
Abgänge 2.491.672,87
Umbuchungen 0,00
Stand 31. Dezember 2014 281.782.590,59
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2013 190.953.186,32
Zuführungen 10.065.730,29
Auflösungen 1.288.809,43
Stand 31. Dezember 2013 199.730.107,18
Zuführungen 9.987.572,80
Auflösungen 2.295.744,58
Stand 31. Dezember 2014 207.421.935,40
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2013 68.630.234,92
Stand 31. Dezember 2014 74.360.655,19

Bilanz NACH IFRS ZUM 31. DEZEMBER 2014

AKTIVA

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31.12.2014 31.12.2013
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A. LANGFRISTIGES VERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 93020679 93439579
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.452.551,93 21.565.817,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.443.004,00 27.583.980,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.003.228,51 12.485.447,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.261.450,81 4.750.381,13
72.160.235,25 66.385.625,98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.200.013,15 1.200.013,15
2. Sonstige Ausleihungen 70.200,00 110.200,00
1.270.213,15 1.310.213,15
IV. Latente Steuern 2.498.477,53 637.977,20
76.859.132,72 69.268.212,12
B. KURZFRISTIGES VERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.513.962,00 16.294.922,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.702.992,00 4.427.686,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 13.948.587,00 14.616.891,00
34.165.541,00 35.339.499,00
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.712.823,81 27.348.386,52
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 8.534,34
3. Sonstige Vermögenswerte 1.494.032,99 1.577.604,43
4. Ertragsteuerforderungen 1.597.674,14 2.139.766,00
27.804.530,94 31.074.291,29
III. Liquide Mittel
Flüssige Mittel 17.316.268,44 21.290.371,09
79.286.340,38 87.704.161,38
156.145.473,10 156.972.373,50
PASSIVA
31.12.2014 31.12.2013
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 14.643.200,00 14.643.200,00
II. Kapitalrücklage 24.398.634,66 24.398.634,66
III. Gewinnrücklagen 60.711.496,32 60.311.496,32
IV. Bilanzgewinn 4.565.951,06 7.711.891,98
104.319.282,04 107.065.222,96
B. LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24.882.225,00 19.147.467,00
2. Andere langfristige Rückstellungen 1.443.244,02 1.433.594,00
26.325.469,02 20.581.061,00
C. KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.972.945,99 9.801.084,38
2. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 16.916.976,05 18.924.605,16
3. Kurzfristige Rückstellungen 610.800,00 600.400,00
25.500.722,04 29.326.089,54
156.145.473,10 156.972.373,50

GESAMTERGEBNISRECHNUNG NACH IFRS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

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2014 2013
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Umsatzerlöse 223.110.693,16 224.160.161,09
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.088.484,00 -931.104,00
Andere aktivierte Eigenleistungen 438.276,14 242.508,87
Sonstige betriebliche Erträge 5.829.091,49 2.873.528,18
Materialaufwand -109.171.495,42 -108.778.990,46
Personalaufwand -70.803.559,32 -70.258.620,15
Abschreibungen -9.987.572,80 -10.065.730,29
Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.538.299,44 -28.220.198,90
Sonstige Steuern -228.264,75 -235.496,52
Betriebsergebnis 8.560.385,06 8.786.057,82
Finanzergebnis 297.307,01 325.116,14
Ergebnis vor Ertragsteuern 8.857.692,07 9.111.173,96
Ertragsteuern -2.480.736,99 -2.673.791,48
Jahresüberschuss 6.376.955,08 6.437.382,48
Posten, die nicht erfolgswirksam in den Gewinn und Verlust umgegegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen -5.550.463,00 487.280,00
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinn/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen 1.665.139,00 -146.184,00
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen -3.885.324,00 341.096,00
Gesamtergebnis 2.491.631,08 6.778.478,48

Ergebnis je Aktie

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2014 2013
EUR EUR
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Jahresüberschuss 6.376.955,08 6.437.382,48
Ergebnisanteil Stammaktien 3.290.827,80 3.322.777,68
Ergebnisanteil Vorzugsaktien 3.086.127,28 3.114.604,80
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.549.172 2.549.172
Ergebnis je Stammaktie in € 1,15 1,16
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 1,21 1,22
Dividende je Stammaktie in € 0,94 0,94
Dividende je Vorzugsaktie in € 1,00 1,00

Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 ergibt sich, indem sowohl für die Stamm- als auch für die Vorzugsaktien der auf die jeweilige Aktiengattung entfallende Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der jeweiligen Aktien dividiert wird. Das Jahresergebnis ist demzufolge auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen. Im Rahmen der Aufteilung wird der nicht für die Ausschüttung vorgesehene Teil in dem Verhältnis der jeweiligen Aktienanzahl zugeordnet. Das verwässerte Ergebnis entspricht dem Ergebnis je Aktie.

ANHANG (NACH IFRS) FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Allgemeine Erläuterungen

Die Westag & Getalit AG ist Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter Nummer HRB 5565 eingetragen.

Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgt im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Düsseldorfer Börse.

Der Einzelabschluss der Westag & Getalit AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet mit dem 31.12.2014. Die Westag & Getalit AG ist nicht verpflichtet einen Konzernabschluss aufzustellen.

Die Regelungen des IFRS 8 (Geschäftssegmente) wurden nicht angewendet. Die Angabe der Segmentergebnisse aufgrund des Management Approaches auch bei freiwilligen IFRS-Einzelabschlüssen kann für die Gesellschaft gegenüber Wettbewerbern zu einem wesentlichen Schaden führen, da Wettbewerbern Angaben anhand gegeben werden, während sie selbst aufgrund ihrer fehlenden Kapitalmarktorientierung nicht zu derartigen Angaben verpflichtet sind. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit Vorjahren wird daher die bisherige Form der Segmentberichtserstattung beibehalten.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 waren die folgenden verabschiedeten Standards bzw. Änderungen und Ergänzungen zu veröffentlichten Standards erstmals verpflichtend anzuwenden:

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Standard Titel / Inhalt
IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen (Joint Agreements)
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
Diverse Übergangsvorschriften zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12
Diverse Investmentgesellschaften: Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27
IAS 27 Einzelabschlüsse
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
IAS 32 Finanzinstrumente - Darstellung: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten
IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten: Angaben zum erzielbaren Betrag von nicht-finanziellen Vermögenswerten
IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung: Novation von Derivativen und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Aus den neu anzuwendenden Standards bzw. Änderungen der bestehenden Standards haben sich für die Westag & Getalit AG keine wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss ergeben.

Folgende bereits herausgegebene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards bzw. Änderungen von bestehenden Standards sowie Interpretationen zu veröffentlichten Standards werden von der Westag & Getalit AG nicht vorzeitig angewendet:

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Standard / Interpretation Titel für Geschäftsjahre beginnend ab
IAS19 Leistungen an Arbeitnehmer: Leistungsorientierte Pläne - Mitarbeiterbeiträge 1.7.2014
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS 2010 - 2012: Klarstellungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 38, IAS 24 1.7.2014
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS 2011 - 2013: Klarstellungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13, IAS 40 1.7.2014
IFRIC 21 Abgaben 17.06.2014
IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Disclosure Initiative 01.01.2016 *
IAS 16 / IAS 38 Sachanlagen / Immaterielle Vermögenswerte: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.2016 *
IAS 16 / IAS 41 Sachanlagen / Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 01.01.2016 *
IAS 27 Einzelabschlüsse: Equity-Methode in Einzelabschlüssen 01.01.2016 *
IFRS 10 / IAS 28 Konzernabschlüsse / Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten 01.01.2016 *
Diverse Investmentgesellschaften: Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12, IAS 28: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 01.01.2016 *
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS 2012 - 2014: Klarstellungen zu IAS 19, IAS 34, IFRS 5, IFRS 7 01.01.2016 *
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen: Bilanzierung von Anteilserwerben an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit 01.01.2016 *
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016 *
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2017 *
IFRS 9 Finanzinstrumente (ersetzt den bisherigen IAS 39 01.01.2018 *
Finanzinstrumente — Ansatz und Bewertung)

* noch keine Übernahme von der EU-Kommision erfolgt

Auf Basis einer vorläufigen Einschätzung erwartet die Westag & Getalit AG, dass die Anwendung der am Stichtag herausgegebenen, aber noch nicht in Kraft getretenen Standards, Änderungen und Interpretationen in künftigen Perioden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben werden.

Die Gesamtergebnisrechnung umfasst zum einen die realisierten Erträge und Aufwendungen der Periode, die per Saldo das Jahresergebnis ergeben. Zum anderen geht darin das sonstige Ergebnis als Saldo der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ein. Für die Gesamtergebnisrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Beim Ausweis in der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte bzw. Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.

Neben der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Anhangangaben enthalten zudem eine Segmentberichterstattung in der bisherigen Form.

Zur Verbesserung der Aussagekraft werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang auf den Kunden oder mit der Erbringung der Leistung realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte, Preisnachlässe und Boni ausgewiesen.

Bestandsveränderungen aus zum Bilanzstichtag noch im Produktionsprozess befindlichen unfertigen Erzeugnissen sind mit ihren anteiligen Herstellungskosten erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. mit dem Zeitpunkt ihrer Verwendung ergebniswirksam erfasst.

Gewährleistungsaufwendungen werden in Zusammenhang mit der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse berücksichtigt. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Geschäfte in fremder Währung werden grundsätzlich zum Tageskurs in Euro umgerechnet und erfasst. Mögliche Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Langfristige Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert. Sie werden entsprechend ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig und linear im Wesentlichen über einen Zeitraum von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der „erzielbare Betrag“ des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der „erzielbare Betrag“ wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt und bewertet, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Nutzungsdauer beträgt für Fabrik-, Geschäfts-, Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 10 Jahre. Die Abschreibungs- und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen sind Anteile an assoziierten Unternehmen sowie verzinsliche Ausleihungen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach IAS 27 bzw. IAS 39 zu den Anschaffungskosten oder in Höhe der niedrigeren beizulegenden Werte.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 aus temporären Differenzen zwischen Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die latenten Steuern sind mit einem Steuersatz von 30 % angesetzt. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten sind nicht Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Bestandsrisiken, die sich aus Überalterung, Qualitätsminderung und anderer eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, werden durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden entsprechend bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Wertminderungsrisiko wird durch Wertberichtigungen berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren.

Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen einschließlich der Ertragsteuerforderung aus dem Körperschaftsteuerguthaben mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden ausgehend von Anleihen öffentlicher Emittenten mit vergleichbarer Restlaufzeit abgezinst.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel sind zum Nominalwert angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fremdkapital

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus einer Versorgungsordnung für die Belegschaft des Unternehmens. Die Berechnungsgrundlage für die Rückstellung sind gehaltsunabhängige monatliche Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrentenzahlungen pro vollem Jahr der Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus bestehen einzelvertragliche Pensionszusagen, die Versorgungsansprüche als Festbeträge umfassen.

Die Rückstellung wird für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Die Versorgungswerke wurden in der Vergangenheit geschlossen, neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung.

Rückstellungen für Pensionen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf der Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Die Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln 2005 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Rückstellungen kommen die aufgrund des Rentenreformgesetzes neu geregelten Altersgrenzen zur Anwendung. Bei einigen einzelvertraglichen Pensionszusagen wird abweichend davon als Altersgrenze die Vollendung des 65. Lebensjahres verwendet. Der Rechnungszinsfuß orientiert sich an der Umlaufrendite hochwertiger Unternehmensanleihen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort in voller Höhe erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen gemäß IAS 37 werden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, und sich dieser Vermögensabfluss zuverlässig schätzen lässt.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die übrigen Rückstellungen werden ebenfalls nach IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwertes des erwarteten Vermögensabflusses gebildet. Der dabei verwendete Abzinsungssatz orientiert sich an den Marktzinssätzen zum Bilanzstichtag. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag erneut überprüft.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren werden alle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sämtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich jeweils um Verbindlichkeiten mit kurzfristiger Laufzeit von höchstens 12 Monaten.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. In diesen Fällen werden diese Finanzderivate gemäß IAS 39 im Zugangszeitpunkt zum Fair Value, i.d.R. entsprechend den Anschaffungskosten, erfasst und in der Folge zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Dauer des Derivats.

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen können die sich tatsächlich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen.

Die auf eine Sicht von 12 Monaten am stärksten von einem entsprechenden Risiko betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Abschlusses sind die Vorräte und die Rückstellungen für Gewährleistungen. Den Abwertungsparametern bei den Vorräten und den Gewährleistungsrückstellungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit und zukünftige Einschätzungen zugrunde. In allen Fällen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegende werterhellende Umstände berücksichtigt.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Inland 178.371 178.002
Ausland 44.740 46.158
Summe 223.111 224.160

2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.088 -931
Summe -1.088 -931

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Aktivierte Eigenleistung Löhne 438 243
Summe 438 243

4. Sonstige betriebliche Erträge

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Versicherungserstattung Hagelschaden 3.250 0
Periodenfremde Erträge 573 686
Bonifikationen Blockheizkraftwerk 444 444
Sachbezüge 330 362
Weiterbelastete Kosten 260 199
Energiesteuererstattungen 242 254
Minutenreserven 125 209
Fremdwährungserträge 96 59
Schrotterlöse 83 123
Übrige Versicherungserstattungen 38 196
Übrige Erträge 388 342
Summe 5.829 2.874

Die Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von 3.250 T€ beziehen sich im Wesentlichen auf die Reparaturaufwendungen zur Beseitigung des im Vorjahr erlittenen Hagelschadens, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

5. Materialaufwand

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 84.688 84.870
Handelswaren 16.789 16.256
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.694 7.653
Summe 109.171 108.779

6. Personalaufwand

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Löhne und Gehälter 58.355 57.785
Soziale Abgaben 10.412 10.506
Aufwendungen für Altersversorgung 1.028 991
Sonstige soziale Aufwendungen 1.009 977
Summe 70.804 70.259

Die Arbeitnehmerzahl der Westag & Getalit AG beträgt im Jahresdurchschnitt:

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende)
Angestellte 373 379
Gewerbliche Arbeitnehmer 853 852
Summe 1.226 1.231

7. Abschreibungen Anlagevermögen

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 423 366
Sachanlagen 9.565 9.700
Summe 9.988 10.066

In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 194 T€) enthalten.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Ausgangsfrachten 10.627 10.690
Fremdreparaturen und Wartungen 4.438 5.524
Fremdlöhne für Fertigung und Gemeinkosten 3.619 3.595
Reparaturen Hagelschaden 3.186 0
Werbe- und Messekosten 1.492 1.717
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 1.309 1.289
Rechts- und Beratungskosten, EDV-Beratung 1.226 1.223
Reisekosten 563 605
Miete, Pacht, Leasingkosten 490 516
Kfz-Kosten 476 577
Sonstige Personalaufwendungen 489 550
Postkosten, Büromaterial und Telefon 471 542
Übrige Aufwendungen (Einzelposten unter 500 T€) 1.152 1.392
Summe 29.538 28.220

Den externen Reparaturaufwendungen zur Beseitigung des im Vorjahr erlittenen Hagelschadens in Höhe von 3.186 T€ stehen entsprechende Versicherungserstattungen gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

Die übrigen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 248 T€ (Vorjahr: 216 T€) und Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 6 T€ (Vorjahr: 37 T€).

9. Sonstige Steuern

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Sonstige Steuern 228 236
Summe 228 236

Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer.

10. Finanzergebnis

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Zinserträge 34 54
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2 3
Erträge aus Beteiligung AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH 266 273
Zinsaufwendungen -5 -5
Summe 297 325

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2014 2013
T€ %*) T€ %*)
--- --- --- --- ---
Erwarteter Steueraufwand 2.657 30,0 2.734 30,0
Vorjahresanpassungen -31 -0,3 -1 0,0
Steuerliche Verrechnung Auslandsverluste -38 -0,4 0 0,0
Steuerfreie Beteiligungserträge -76 -0,9 -78 -0,8
Sonstige Steuereffekte -31 -0,4 19 0,2
Summe 2.481 28,0 2.674 29,4
*) bezogen auf den Jahresüberschuss vor Ertragsteuern in Höhe von 8.858 9.111

Die genannten Steuersätze wurden auf Grundlage der jeweils geltenden Steuersätze geschätzt. Dabei wurde von einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % ausgegangen. Bei der Gewerbesteuer liegen Hebesätze von 403 % für Wiedenbrück und 411 % für Wadersloh zugrunde.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Tatsächlicher Steueraufwand 2.676 2.763
Latente Steuern aufgrund der Entstehung und Umkehrung von temporären Unterschieden
Pensionsrückstellungen 26 63
Langfristige Personalrückstellungen -3 4
Sonderposten mit Rücklageanteil -52 -52
Abschreibung Anlagevermögen -166 -104
Summe 2.481 2.674

Die latenten Steuern wurden auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 % berechnet.

12. Ergebnis je Aktie

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2014 2013
Jahresüberschuss in € 6.376.955,08 6.437.382,48
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.549.172 2.549.172
Ergebnis je Stammaktie in € 1,15 1,16
Ergebnis je Vorzusaktie in € 1,21 1,22
Dividendenberechtigte Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Dividendenberechtigte Vorzugsaktien 2.549.172 2.549.172
Dividende je Stammaktie in € 0,94 0,94
Dividende je Vorzugsaktie in € 1,00 1,00

Erläuterungen zur Bilanz

13. Langfristige Vermögenswerte

13.1 Immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahre 2014 sind der nachstehenden Darstellung zur Bilanz zu entnehmen.

Die Sachanlagen sind mit Grundschulden in Höhe von 6.800 T€ belastet. Die Grundschuld wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Zum Bilanzstichtag wurden 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen als assoziiertes Unternehmen gehalten. Das Nennkapital der AKP beläuft sich auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2014 beträgt 3.369 T€ (Vorjahr: 2.685 T€). Es konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.227 T€ (Vorjahr: 889 T€) für 2014 erzielt werden.

Anlagespiegel einfügen

13.2 Latente Steuern

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Rückstellungen 3.903 2.260
Sonderposten mit Rücklageanteil -145 -197
Anlagevermögen -1.259 -1.425
Summe 2.499 638

Passive latente Steuern in Höhe von 1.404 T€ (Vorjahr: 1.622 T€) wurden zum Bilanzstichtag mit aktiven latenten Steuern in Höhe von 3.903 T€ (Vorjahr: 2.260 T€) saldiert ausgewiesen.

14. Kurzfristige Vermögenswerte

14.1 Vorräte

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.514 16.295
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.703 4.428
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.948 14.617
Summe 34.165 35.340

Im Geschäftsjahr erfolgten erfolgswirksame Abwertungen der Vorräte gemäß IAS 2.34 in Höhe von 1.467 T€ (Vorjahr: 1.026 T€). Aus in früheren Jahren vorgenommenen Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte sind von der Westag & Getalit AG nicht als Sicherheiten übereignet.

14.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.713 27.348
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 8
Sonstige Vermögenswerte 1.494 1.578
Ertragsteuerforderungen 1.598 2.140
Summe 27.805 31.074

Der Ausweis der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, aus dem Vorjahr resultiert aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sowie deren Tochterunternehmen WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH. Die Westag & Getalit AG hat einen maßgeblichen Einfluss auf die obigen Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2014 sind Waren in Höhe von 1.076 T€ (Vorjahr: 1.039 T€) geliefert und wie im Vorjahr keine Waren bezogen worden.

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Buchwert 24.713 27.348
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und überfällig seit
weniger als 30 Tagen 1.202 1.441
mehr als 30 und weniger als 60 Tagen 101 618
mehr als 60 Tagen 398 947

Die Entwicklung der Wertberichtigungen zur Abdeckung eines möglichen Ausfallrisikos stellt sich wie folgt dar:

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Anfangsbestand 01.01. 1.397 1.415
Zuführung 3 62
Verbrauch/Auflösung -107 -80
Endbestand 31.12. 1.293 1.397

Die Forderungsausfälle des Geschäftsjahres betrugen 62 T€ (Vorjahr: 199 T€).

Die Lieferungen der Gesellschaft erfolgen unter Eigentumsvorbehalt.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus:

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Debitorische Kreditoren 615 799
Energiesteuererstattungen 269 321
Noch nicht abgerechnete Lieferantenboni 331 179
Übrige 279 279
Summe 1.494 1.578

Die Ertragsteuerforderungen beinhalten in Höhe von 1.190 T€ (Vorjahr: 1.584 T€) Ansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben. Diese Ansprüche werden mit 0,3 % (Vorjahr: 0,5 %) abgezinst und beginnend ab 2008 über einen Zeitraum von 10 Jahren in gleichbleibenden Beträgen in Höhe von 399 T€ ausbezahlt. Der Nennbetrag dieser Forderungen beträgt 1.197 T€ (Vorjahr: 1.596 T€).

14.3 Liquide Mittel

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Kasse, Kontokorrentkonten und Schecks 6.816 6.090
Termingeld- und Geldmarktkonten 10.500 15.200
Summe 17.316 21.290

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr über nicht genutzte Barkreditlinien in Höhe von 5,0 Mio. €. Bestehende Avalkreditlinien in Höhe von 3,8 Mio. € sind zum Bilanzstichtag in Höhe von 38 T€ (Vorjahr: 131 T€) in Anspruch genommen worden. Verpfändungen oder Abtretungen von Wertpapieren oder Bankguthaben bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

15. Eigenkapital

15.1 Gezeichnetes Kapital (Inhaberaktien)

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2014 2013
Anzahl T€ T€
--- --- --- ---
Stammaktien 2.860.000 7.322 7.322
Vorzugsaktien 2.860.000 7.322 7.322
Summe 5.720.000 14.644 14.644

Ziel unseres Kapitalmanagements ist es, auf Grundlage der vorhandenen guten Eigenkapitalquote eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des AktG und der Satzung werden die erzielten Überschüsse in die Rücklagen eingestellt oder an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der beigefügten Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung an der Düsseldorfer und Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Stammaktien sind voll stimmberechtigt, die Vorzugsaktien stimmrechtslos. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für diese zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind.

Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23.08.2015 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu 5.840.000 € (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um 1.460.000 € (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen.

Des Weiteren weisen wir auf die folgenden Punkte zum Kapital und zur Satzung hin:

Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist seit Dezember 2013 am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt, indem sie die Stimmrechtsanteile von der Syntalit AG, Zug, Schweiz, einer Tochtergesellschaft der Gethalia Foundation, übernommen hat. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden und dem Vorstand auch nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft sind der Gesellschaft nur hinsichtlich der Vorzugsaktien bekannt. Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft werden nach § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen.

Die Änderung der Satzung kann nach § 179 AktG nur mit mindestens drei Viertel des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Die Satzung enthält keine davon abweichenden Bestimmungen.

Im Rahmen des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 wurde der Vorstand zum Rückkauf von eigenen Aktien im Sinne des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 23.08.2015 ermächtigt.

Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebotes Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.

15.2 Kapitalrücklage

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Kapitalrücklage 24.399 24.399
Summe 24.399 24.399

Die Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den Agiobeträgen der Kapitalerhöhungen aus früheren Jahren zusammen.

15.3 Gewinnrücklagen

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Gesetzliche Rücklage 596 596
Andere Gewinnrücklagen 60.115 59.715
Summe 60.711 60.311

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der Westag & Getalit AG, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind erfolgsneutrale negative Eigenkapitalveränderungen, die durch die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS entstanden sind, berücksichtigt.

Im Berichtsjahr 2014 betrug die Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 400 T€ (Vorjahr: 800 T€).

15.4 Bilanzgewinn

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 7.711 6.971
Dividendenausschüttung -5.238 -5.238
Jahresüberschuss 6.377 6.437
Sonstiges Ergebnis -3.885 341
Zuführung § 58 Abs. 2 AktG -400 -800
Summe 4.565 7.711

Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile von 310.828 (Vorjahr: 310.828) Stück mit Anschaffungskosten von 3.844 T€ (Vorjahr: 3.844 T€) wurden erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

Das sonstige Ergebnis beinhaltet die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen und stellt die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von -5.550 T€ (Vorjahr: 487 T€) unter Berücksichtigung latenter Steuern von 1.665 T€ (Vorjahr: -146 T€) dar.

16. Langfristiges Fremdkapital

16.1 Pensionsrückstellungen

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 19.147 19.426
Laufender Aufwand wie nachfolgend 987 984
Laufende Pensionszahlungen -802 -776
Veränderung versicherungs-mathematischer Gewinne/Verluste 5.550 -487
Endbestand 31.12. 24.882 19.147

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird nicht über einen Fonds finanziert.

Die Leistungsverpflichtung verteilt sich wie folgt:

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2014
T€ %
--- --- ---
Aktive Mitarbeiter 12.008 48,2
Ausgeschiedene Mitarbeiter mit unverfallbarer Anwartschaft 686 2,8
Rentenempfänger 12.188 49,0
Endbestand 31.12. 24.882 100,0

In der Gesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen als Personalaufwand enthalten:

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 331 356
Zinsaufwand 656 628
Summe 987 984

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste haben sich wie folgt entwickelt:

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Anfangsbestand 01.01. 4.346 4.833
Änderungen finanzieller Rechnungsannahmen 5.282 -631
Erfahrungsbedingte Anpassungen 268 144
Endbestand 31.12. 9.896 4.346

Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung als sonstiges Ergebnis in der Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet.

Dabei werden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:

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2014 2013
% %
--- --- ---
Rechnungszinsfuss (p.a.) 2,10 3,50
Erwartete Einkommensteigerung (p.a.) - -
Erwartete Rentensteigerung (p.a.) 2,00 2,00

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag verwendeten Annahmen würde die Verpflichtung wie folgt ändern:

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Effekte (in T€)
Biometrische Rechnungsannahmen
verwendet - 1 Jahr + 1 Jahr
Änderung der Lebenserwartung RT 2005 G -758 771
Finanzielle Rechnungsannahmen
verwendet - 100 bps + 100 bps
Änderung des Rechnungszinsfußes 2,10% 5.273 --3,970
verwendet - 50 bps + 50 bps
Änderung des Gehaltstrends - -
verwendet - 25 bps + 25 bps
Änderung des Rententrends 2,00% -775 813

Wir beabsichtigen auch zukünftig, die Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen zu finanzieren und die Rentenzahlungen aus dem laufenden betrieblichen Cashflow des Unternehmens zu leisten. Investitionen der freien liquiden Mittel in das eigene Unternehmen sollen mittel- und langfristig eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals sicherstellen, um ungedeckte Pensionsrisiken abdecken zu können.

Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir einen Dienst- und Zinsaufwand in Höhe von 997 T€. Das Fälligkeitsprofil aus den Leistungsverpflichtungen beträgt für die zukünftigen Wirtschaftsjahre:

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2014
T€
--- ---
Geschäftsjahr 2015 842
Geschäftsjahr 2016 839
Geschäftsjahr 2017 834
Geschäftsjahr 2018 835
Geschäftsjahr 2019 826
Geschäftsjahre 2020 - 2024 4.233

Die gewichtete, durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt 18,8 (Vorjahr: 16,6) Jahre.

16.2 Andere langfristige Rückstellungen

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in T€ Personalrückstellungen Sonstige Rückstellungen Langfristige Rückstellungen Gesamt
Anfangsbestand 01.01.2013 579 903 1.482
Verbrauch 57 594 651
Auflösung 0 0 0
Zuführung 11 592 603
Endbestand 31.12.2013 533 901 1.434
Anfangsbestand 01.01.2014 533 901 1.434
Verbrauch 74 659 733
Auflösung 0 0 0
Zuführung 68 674 742
Endbestand 31.12.2014 527 916 1.443

Die langfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil der Rückstellungen für Reklamationen und Gewährleistungen sowie die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Der kurzfristige Anteil der Jubiläumsrückstellungen beträgt 55 T€ (Vorjahr: 50 T€).

17. Kurzfristiges Fremdkapital

17.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.973 9.801
Summe 7.973 9.801

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die durch den üblichen Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Boniansprüche von Kunden 9.034 8.350
Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 4.598 4.632
Versicherungszahlungen 0 2.626
Lohnsteuer 1.439 1.413
Umsatzsteuer 507 711
Ertragsteuerverbindlichkeiten 266 0
Kreditorische Debitoren 129 123
Erhaltene Anzahlungen 33 35
Übrige 911 1.035
Summe 16.917 18.925

Die Versicherungszahlungen des Vorjahres beziehen sich auf einen Hagelschaden, den das Werk in Rheda-Wiedenbrück im Sommer 2013 erlitten hat und bis zum Bilanzstichtag zur Beseitigung des Schadens in 2014 geleistet wurden. Die Zahlungen der Versicherung wurden in voller Höhe in Anspruch genommen.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.3 Kurzfristige Rückstellungen

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Gewährleistungen
T€
--- ---
Anfangsbestand 01.01.2013 602
Verbrauch 396
Auflösung 0
Zuführung 394
Endbestand 31.12.2013 600
Anfangsbestand 01.01.2014 600
Verbrauch 439
Auflösung 0
Zuführung 450
Endbestand 31.12.2014 611

Die Rückstellung wurde für die kurzfristige Inanspruchnahme von Gewährleistungen gebildet.

18. Sonstige Angaben

18.1 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Westag & Getalit AG verfügt am Bilanzstichtag über originäre Finanzinstrumente. Diese betreffen auf der Aktivseite die finanziellen Vermögenswerte und umfassen im Wesentlichen die sonstigen langfristigen Ausleihungen, die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie die liquiden Mittel und werden entsprechend der vorgenommenen Klassifizierung (bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen bzw. Kredite und Forderungen) mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite entfallen die Finanzinstrumente auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten). Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko.

Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und den Laufzeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu dem Bilanzposten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“.

Für Flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente stellen die bilanzierten Buchwerte einen angemessenen Näherungswert des beizulegenden Zeitwertes dar.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten beträgt 24 T€ (Vorjahr: 47 T€).

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund von Einkaufs- und Absatzgeschäften in fremder Währung in kleinem Umfang Finanz- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diesen begegnet die Gesellschaft im Einzelfall und in geringem Umfang durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten bei gleichzeitiger Beobachtung von erwarteten Wechselkursentwicklungen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden lediglich die Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung unterjährig durch entsprechende Devisenkursgeschäfte abgesichert, während das Kursrisiko auf der Einkaufsseite in US-Dollar durch zeitgleichen Erwerb des US-Dollars begrenzt wurde.

Die Gesellschaft geht zurzeit aufgrund des Geschäftsvolumens in fremder Währung davon aus, dass Wechselkursänderungen sich nicht signifikant auf das Periodenergebnis auswirken. Zur Abwehr von Forderungsausfallrisiken sind unsere Forderungsbestände zum größten Teil durch die bestehende Forderungsversicherung abgesichert.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

18.2 Segmentberichterstattung

Das Unternehmen ist in einzelne operative Produktbereiche (Sparten) und eine Zentrale gegliedert, die übergeordnete Leistungen sowie die Energieversorgung bereitstellt. Die Sparten stellen die Grundlage für die interne Berichterstattung dar, mit der das Management die Gesellschaft steuert (Management Approach). Die Bewertung von Leistungen zwischen den Sparten erfolgt auf der Basis von Verrechnungspreisen.

Da eine Offenlegung der Spartenergebnisse für die Gesellschaft gegenüber Wettbewerbern zu einem wesentlichen Schaden führen kann, erfolgt die ergebnisorientierte Segmentberichterstattung wie in den Vorjahren nicht nach Sparten, sondern nach geografischen Regionen (primäres Berichtsformat). Dabei erfolgt die Aufteilung anhand des Sitzes der Kunden nach Inland und Ausland.

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Inland Ausland Westag Gesamt
T€ T€ T€
--- --- --- ---
Geschäftsjahr 2014
Umsatz 178.371 44.740 223.111
Deckungsbeitrag 45.022 11.846 56.868
Fixkosten 37.456 10.554 48.010
Ergebnis 7.566 1.292 8.858
Geschäftsjahr 2013
Umsatz 178.002 46.158 224.160
Deckungsbeitrag 45.919 12.265 58.184
Fixkosten 38.492 10.581 49.073
Ergebnis 7.427 1.684 9.111
Inland Ausland Westag Gesamt
T€ T€ T€
Geschäftsjahr 2014
Segmentvermögen 135.745 20.400 156.145
Segmentschulden 45.055 6.771 51.826
Segmentinvestitionen 13.835 2.079 15.914
Segmentabschreibungen 8.683 1.305 9.988
Geschäftsjahr 2013
Segmentvermögen 135.035 21.937 156.972
Segmentschulden 42.933 6.974 49.907
Segmentinvestitionen 10.681 1.735 12.416
Segmentabschreibungen 8.659 1.407 10.066

Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und Liquide Mittel erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen.

Die Aufteilung in die Segmente erfolgt im Wesentlichen nach den jeweiligen Umsatzanteilen, sofern keine Direktzuordnung möglich ist.

Auf Ebene der Sparten werden folgende ergänzende Informationen gegeben (sekundäres Berichtsformat):

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Oberflächen/ Elemente Türen/ Zargen Übrige Westag Gesamt
Geschäftsjahr 2014
Umsatz 97.957 118.264 6.890 223.111
Segmentinvestitionen 6.690 8.012 1.212 15.914
Segmentvermögen 68.605 60.786 26.754 156.145
Geschäftsjahr 2013
Umsatz 102.955 114.691 6.514 224.160
Segmentinvestitionen 5.927 4.644 1.845 12.416
Segmentvermögen 68.533 61.010 27.429 156.972

Da mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 die Sparten Laminate/Elemente und Sperrholz/Schalung zu der Sparte Oberflächen/Elemente zusammengefasst wurden, erfolgte eine Anpassung der Darstellung für das Vorjahr.

18.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sie setzen sich wie folgt zusammen:

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Bestellobligo 751 9.066
Strom einkaufsverträge 1.074 1.684
Gaseinkaufsverträge 918 1.870
Miet- und Pachtverpflichtungen 697 956
Übrige finanzielle Verpflichtungen 85 88
Summe 3.525 13.664

Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der bestehenden Verpflichtungen Zahlungen in Höhe von 2.414 T€ (Vorjahr: 10.862 T€) zu leisten.

In den Miet- und Pachtverpflichtungen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 59 Jahren in Höhe von 187 T€ enthalten (Vorjahr: 187 T€), das mit 5 % abgezinst wird.

18.4 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Als nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 werden angesehen:

Gethalia Foundation
Vorstand der Westag & Getalit AG
Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG
AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH als assoziiertes Unternehmen sowie deren Tochterunternehmen
masline GmbH und WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH

Laut Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz, und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, vom 18.12.2006 betrug der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile waren der Gethalia Foundation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Mit Schreiben vom 23.12.2013 haben uns nunmehr die beiden vorgenannten Gesellschaften mitgeteilt, dass die 75,5 % der Stammaktien und damit der Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,0 % beträgt. Weitere meldepflichtige Änderungen des Bestandes sind seither nicht an uns ergangen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: "Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen."

Hinsichtlich der Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie der Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH verweisen wir auf die Ausführungen unter 14.2 "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" und 18.6 "Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats".

18.5 Organe der Gesellschaft

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Vorstand Aufsichtsrat
Wilhelm Beckers

Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik

Vorstandsvorsitzender

Leiter der Sparte Türten/Zargen

Herzebrock-Clarholz
Pedro Holzinger

Kaufmann, Rheda Wiedenbrück

Vorsitzender
Bernhard Wenninger

Diplom-Ökonom

Vorstandssprecher

Leiter der Zentralbereiche

Rheda-Wiedenbrück
Klaus Pampel

Geschäftsführer der Hüttenes-Albertus Chemische Werke GmbH, Meerbusch

stellvertretender Vorsitzender
Markus Sander

Diplom-Wirtschaftsingenieur

Leiter der Sparte Oberflächen/Elemente

Vorstand (bis zum 31.12.2014)

Herford
Jürgen Heite

Geschäftsführer der Thyssen'schen Handelsgesellschaft m.b.H., Meerbusch
Dr. Joachim Schönbeck

Diplom-Ingenieur

Vorstand der Andritz AG, Krefeld
Dietmar Lewe *

Industriemeister der Holzverarbeitung

Betriebsratsvorsitzender, Rietberg
Reinhard Grewe *

freigestelltes Betriebsratsmitglied, Rheda-Wiedenbrück

(bis zum 26.08.2014)
Heinz-Georg Großerohde *

Drucker, Rheda-Wiedenbrück

(ab zum 26.08.2014)

* Vertreter der Arbeitnehmer

Dr. Joachim Schönbeck ist Mitglied im Aufsichtsrat der folgenden Gesellschaften:

Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Pty. Ltd., Australien; ANDRITZ Paper Machinery Ltd., Kanada; ANDRITZ Oy, Finnland; ANDRITZ AB, Schweden; ANDRITZ Inc., USA; ANDRITZ Energy & Environment GmbH, Österreich.

18.6 Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 68 66
Gesamtbezüge des Vorstands 1.031 1.087
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene 547 375
Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sowie aktive Vorstandsmitglieder 6.098 5.221
In den Pensionsrückstellungen enthaltener Dienstzeitaufwand für Vorstandsmitglieder 175 0
Beratungsleistungen (Aufsichtsräte) 64 60

Vorschüsse, Kredite, Bürgschaften oder Gewährleistungen wurden weder Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands gewährt.

In der Hauptversammlung vom 24.08.2010 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sowie §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Satz 5 bis 8 HGB für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 nicht erfolgen müssen.

19. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

20. Vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 112 112
Steuerberatungsleistungen 38 38
Sonstige Leistungen 33 33
183 183

Die Auslagen betragen 24 T€ (Vorjahr: 24 T€).

21. Überleitungsrechnungen nach IFRS 1

21.1 Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IAS/IFRS

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Eigenkapital nach HGB 111.047 110.644
Latente Steuern 2.883 1.534
Sonderposten mit Rücklageanteil 482 655
Pensionsrückstellungen -10.093 -5.768
Eigenkapital nach IAS/IFRS 104.319 107.065

21.2 Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IAS/IFRS

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Jahresüberschuss nach HGB 5.641 6.087
Sonstige betriebliche Erträge -173 -173
Personalaufwendungen 287 -256
Zinsaufwendungen 739 731
Außerordentliches Ergebnis 199 199
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -316 -151
Jahresüberschuss nach IAS/IFRS 6.377 6.437

22. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken, liegen nicht vor.

23. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns

Für das Geschäftsjahr 2014 ergibt sich ein Bilanzgewinn nach HGB von 11.770 T€, der sich wie folgt zusammensetzt:

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T€
Jahresüberschuss 2014 5.641
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.529
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG -400
Bilanzgewinn 11.770
Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
T€
Ausschüttung einer Dividende von 0,94 € je Stammaktie 2.689
Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Vorzugsaktie 2.549
5.238
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 6.532
Bilanzgewinn 11.770

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.549.172 Stück nennwertloser Stückaktien.

Für den Vorschlag des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile, die am Tag der Bilanzaufstellung gehalten werden (310.828 Stück), korrigiert.

24. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern, dass nach bestem Wissen und Gewissen der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG vermittelt.

Rheda-Wiedenbrück, den 20. Februar 2015

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wenninger

Beckers

KAPITALFLUSSRECHNUNG (NACH IFRS)

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2014 und 2013. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der indirekten Methode unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel.

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2014 2013
T€ T€
--- --- ---
Betriebsergebnis/EBIT 8.560 8.786
Gezahlte Ertragsteuern -3.115 -3.140
Abschreibungen 9.988 10.066
Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen -72 -92
Veränderung des Umlaufvermögens 4.883 3.853
Veränderung des Fremdkapitals -3.632 3.432
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 16.612 22.905
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -15.914 -12.416
Veränderungen der Finanzanlagen 40 40
Beteiligungserträge 266 273
Erlöse aus Anlageabgängen 229 146
Cashflow aus Investitionstätigkeit -15.379 -11.957
Zinseinnahmen 36 59
Zinsausgaben -5 -5
Dividendenzahlung -5.238 -5.238
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5.207 -5.184
Veränderung flüssige Mittel -3.974 5.764
Finanzmittelbestand zum 01.01. 21.290 15.526
Finanzmittelbestand zum 31.12. 17.316 21.290

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (NACH IFRS)

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Stand zum 01.01.2013 14.644 24.399 59.511 6.971 105.525
Dividende -5.238 -5.238
Jahresüberschuss 6.437 6.437
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AKtG 800 -800 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 487 487
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -146 -146
Stand zum 31.12.2013 14.644 24.399 60.311 7.711 107.065
Stand zum 01.01.2014 14.644 24.399 60.311 7.711 107.065
Dividende -5.238 -5.238
Jahresüberschuss 6.377 6.377
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AKtG 400 -400 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -5.550 -5.550
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 1.665 1.665
Stand zum 31.12.2014 14.644 24.399 60.711 4.565 104.319

LAGEBERICHT (NACH IFRS) FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Grundlagen Der Westag & Getalit AG

Geschäftsmodell

Die Westag & Getalit AG ist ein europaweit agierender Hersteller von Holzwerk- und Kunststofferzeugnissen. An den beiden deutschen Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh wird unter Einsatz modernster Technologien ein breites Spektrum an Produkten gefertigt, zu dem beschichtete Sperrholzplatten, Türen und Zargen, Küchenarbeitsplatten, Fensterbänke sowie Schichtstoffe und Mineralwerkstoff gehören. Mit der Unterteilung in die beiden operativen Sparten Türen/Zargen und Oberflächen/Elemente werden vielschichtige Absatzmärkte und Branchen mit unseren Produkten bedient. Flankiert werden beide Sparten durch einen Zentralbereich, der übergreifende Aufgaben wie unter anderem das Controlling, Personalwesen und technische Dienste bündelt.

Steuerungssystem

Die Westag & Getalit AG verfügt über ein detailliertes, SAP-basiertes Steuerungssystem, das die Grundlage für alle wichtigen Entscheidungen in den Sparten und den verschiedenen Unternehmensebenen darstellt. Die Steuerung der Gesellschaft auf Vorstandsebene erfolgt im Wesentlichen anhand der unterjährigen Berichterstattung, die monatlich die Ergebnisse der Gesellschaft im Detail darstellt und erläutert. Hauptkennzahlen sind dabei Umsatz, Deckungsbeitrag und Ergebnis. Ergänzt werden diese Berichte auf Vorstandsebene durch weitergehende Auswertungen und Kennzahlen aus den Bereichen Vertrieb, Fertigung, Einkauf, Personal und Finanzen. Die damit verbundenen Auswertungen stellen auch die Grundlage für die laufende Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat dar.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Weltwirtschaft erneut sehr unterschiedlich entwickelt. Global dominierten das Handeln der Zentralbanken mit ihren geldpolitischen Maßnahmen das wirtschaftliche Umfeld ebenso wie die vorherrschenden geopolitischen Krisen wie in der Ukraine und die damit verbundene angespannte Situation der russischenWirtschaft sowie die Unruhen im Nahen Osten, die auch für Unsicherheit innerhalb Europas sorgten. Die zum Teil damit einhergehende Zurückhaltung bei den Konsumausgaben zeigte sich in Form der schwachen Wirtschaftsentwicklung innerhalb des Euroraums, wenngleich sie durch das günstige Geld der Zentralbanken abgemildert wurde.

Im europäischen Vergleich zeigt sich die wirtschaftliche Gesamtsituation innerhalb Deutschlands – in Anbetracht der vorherrschenden Krisen – weiterhin besser als in vielen anderen europäischen Ländern. Das niedrige Niveau der Leitzinsen begünstigte im vergangenen Jahr dabei unter anderem weiterhin den privaten Bausektor, was sich auch an der Entwicklung des Wohnungsbaus ausdrückte. Wie bereits in den vergangenen Jahren war es erneut der Sektor im Bauhauptgewerbe, der für Auftrieb sorgte. Weiterhin gehemmt blieb hingegen die Entwicklung beim öffentlichen und beim Wirtschaftshochbau. Dies spiegelt auch der Auftragseingang für das Bauhauptgewerbe wider, der in den letzten Monaten des Jahres eine spürbare Abkühlung erfahren hat.

Geschäftsverlauf 2014

Die uneinheitliche Entwicklung im Bausektor zeigte sich auch im Geschäftsverlauf der Westag & Getalit AG für das Jahr 2014. So verringerte sich der Umsatz leicht um 0,5 % auf 223,1 Mio. € (Vorjahr 224,2 Mio. €). Die Gründe dafür und die damit einhergehende Abweichung gegenüber unserer ursprünglichen Prognose von moderat steigenden Umsatzerlösen liegen unter anderem in der zum Jahresende hin abgekühlten Baukonjunktur, die sich in einem schwachen Umsatz im letzten Quartal des Geschäftsjahres geäußert hat. Zudem war die generell schwierige Situation in unseren relevanten Exportmärkten ausschlaggebend für den leichten Umsatzrückgang.

Umsatzentwicklung der Sparten

Mio. €

* Im Gesamtumsatz sind auch Umsätze der KWK-Anlage in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr 6,5 Mio. €) enthalten, die nicht einzeln als Säule dargestellt werden.

Oberflächen/Elemente

Die Umsatzsituation der Sparte Oberflächen/Elemente, die im abgelaufenen Jahr aus der Zusammenfassung der beiden Sparten „Sperrholz/Schalung“ und „Laminate/Elemente“ hervorgegangen war, stellt sich für das zurückliegende Jahr verhalten dar. Neben dem öffentlichen und gewerblichen Hochbau im Inland haben die Entwicklungen der europäischen Märkte einen besonderen Einfluss auf den Produktbereich mit seinem relativ hohen Exportanteil.

Infolgedessen musste die Sparte im abgelaufenen Jahr einen Umsatzrückgang von 4,8 % hinnehmen und erwirtschaftete damit 98,0 Mio. € (Vorjahr 102,9 Mio. €). Dabei verringerte sich der Exportumsatz um 9,1 % auf 27,0 Mio. € (Vorjahr 29,8 Mio. €) und führte damit einhergehend zu einer Reduzierung der Exportquote auf 27,6 % (Vorjahr 29,0 %).

Türen/Zargen

Trotz des generell schwierigen Wirtschaftsumfelds konnte die Sparte Türen/Zargen ihr Wachstum im vergangenen Jahr fortsetzen und ihren Umsatz steigern. Getragen war diese Entwicklung durch den anhaltend starken Wohnungsbau und das darauf abgestimmteAngebot unserer Wohnraumtüren und -zargen.

Der Umsatz der Sparte Türen/Zargen konnte im Berichtszeitraum somit um 3,1 % auf 118,2 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 114,7 Mio. €). Besonders positiv ist in Anbetracht der generell schwierigen Absatzsituation im europäischen Ausland dabei die Steigerung des Exportumsatzes der Sparte, der sich um 7,9 % auf 17,7 Mio. € verbessert hat (Vorjahr 16,4 Mio. €). Die Exportquote betrug 15,0 % (Vorjahr 14,3 %).

Export

Weiterhin schwierig blieb innerhalb des Berichtszeitraums die Situation in den relevanten Exportmärkten der Gesellschaft. Die andauernden Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor, aber auch die tendenziell weiter rückläufigen Investitionen im Wirtschaftshochbau gaben im zurückliegenden Jahr keine nennenswerten Impulse.

Entsprechend der generellen Stimmung in unseren Zielmärkten hat sich der Export im Berichtsjahr um 3,2 % auf 44,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 46,2 Mio. € reduziert. Auch hier war im vierten Quartal ein spürbarer Rückgang der Nachfrage zu verzeichnen, der vorrangig auf das angespannte Russland-Geschäft – insbesondere der Sparte Oberflächen/Elemente – zurückzuführen ist. Die Exportquote sank damit einhergehend auf 20,1 % (Vorjahr 20,6 %).

Lage

Ertragslage

Basierend auf diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte im Jahr 2014 ein Ergebnis vor Steuern von 8,9 Mio. € erwirtschaftet werden (Vorjahr: 9,1 Mio. €). Damit lag das Ergebnis im Berichtsjahr um 2,8 % leicht unter dem des Vorjahres. Die sich im Jahresverlauf abschwächende Umsatzdynamik, insbesondere im letzten Quartal, hat auch das Ergebnis entsprechend beeinträchtigt. So konnte die bis Ende des dritten Quartals positive Ergebnisentwicklung auf Jahressicht nicht gehalten werden und führte in Folge auch zu einer Abweichung gegenüber der Ergebnisprognose aus dem Geschäftsbericht 2013 in der wir von einem deutlichen Ergebnisanstieg ausgegangen waren.

In der Gesamtbetrachtung hat sich dagegen die Spartenzusammenfassung erfreulich entwickelt. Mit der Verschmelzung der beiden vormals selbstständigen Produktsparten zur neuen Sparte Oberflächen/Elemente haben wir unsere innerbetriebliche Effizienz wie geplant verbessern können. Dies war jedoch nicht ausreichend, um die unerwartet starken Umsatzrückgänge aus dem vierten Quartal des Jahres auszugleichen.

Die Materialeinsatzquote erhöhte sich, bezogen auf die Betriebsleistung, leicht auf 49,1 % (Vorjahr: 48,7 %). Ebenso stieg die Personalaufwandsquote im abgelaufenen Jahr leicht von 31,4 % auf 31,8 %. Der Grund für den leichten Anstieg liegt vorwiegend in der durchgeführten Lohn- und Gehaltserhöhung, die sich ohne den erwarteten Umsatzzuwachs entsprechend auf die Personalaufwandsquote auswirkte. Unsere Abschreibungen haben sich im abgelaufenen Jahr leicht von 10,1 Mio. € auf 10,0 Mio. € verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 29,5 Mio. € und stiegen damit gegenüber dem Vorjahreswert von 28,2 Mio. €. Ausschlaggebend für diesen spürbaren Anstieg war die Regulierung eines aus 2013 resultierenden Hagelschadens in Höhe von 3,2 Mio. €, der im Laufe des Berichtszeitraums behoben wurde und damit sowohl die sonstigen betrieblichen Aufwendungen als auch die sonstigen betrieblichen Erträge mit den Erstattungen seitens der Versicherung erhöhte. Bereinigt um diesen Effekt beliefen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 26,3 Mio. € und liegen damit deutlich unter dem Vorjahreswert. Entsprechendes gilt auch für die sonstigen betrieblichen Erträge. Der Bereich Energieerzeugung trug nach Abzug der dazugehörigen Kosten wie in den Vorjahren positiv zum Ergebnis bei.

Parallel zum Vorsteuerergebnis verringerte sich auch der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,9 % und belief sich auf 6,4 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie betrug damit 1,15 € (Vorjahr 1,16 €) je Stammaktie und 1,21 € (Vorjahr 1,22 €) je Vorzugsaktie in 2014.

Ergebnis vor EE-Steuern/Jahresüberschuss

Mio €

Finanzlage

Zum 31.12.2014 verringerte sich die Bilanzsumme leicht auf 156,1 Mio. € (Vorjahr 157,0 Mio. €). Auf der Aktivseite sind dafür vorwiegend die Verringerung des Umlaufvermögens infolge der Vorratsreduzierung sowie die geringeren liquiden Mittel ausschlaggebend, die sich um 4,0 Mio. € auf 17,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verringerten. Der Rückgang der liquiden Mittel ist dabei auf den erhöhten Stand zum Stichtag 31.12.2013 zurückzuführen, zu dem bereits Zahlungen seitens der Versicherung für die Behebung des Hagelschadens enthalten waren, wie bereits im vorangegangenen Geschäftsbericht beschrieben. Demgegenüber erhöhte sich das Anlagevermögen im Rahmen unserer Investitionstätigkeit.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital von 107,1 Mio. € auf 104,3 Mio. € reduziert und beträgt damit 66,8 % der Bilanzsumme. Mindernd wirkte sich die Dividendenzahlung für 2013 aus. Zudem führten die erhöhten Fremdkapitalanteile aufgrund der Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach IAS 19 zu einer Reduzierung des Eigenkapitals in Höhe von 3,9 Mio. €, netto nach latenten Steuern.

Auch weiterhin verzeichnet die Westag & Getalit AG hinsichtlich ihrer Finanzlage keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Bilanzstruktur

Mio. €

Bestand an eigenen Aktien

Zum 31.12.2014 hatte die Gesellschaft unverändert 310.828 eigene Aktien im Bestand. Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Der Rückkauf weiterer Aktien ist bis maximal zum Ablauf des 23.08.2015 durch einen Beschluss der Hauptversammlung vom 24.08.2010 genehmigt. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den IFRS nicht in den Vermögenspositionen der Bilanz dargestellt.

Vermögenslage

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 15,9 Mio. € und erhöhten sich damit gegenüber dem Vorjahreswert von 12,4 Mio. €. Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von 10,0 Mio. € (Vorjahr 10,1 Mio. €) gegenüber.

Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten die beiden Anlagen-Großinvestitionen in eine neue Schloss- und Bandbearbeitungsanlage innerhalb unserer Türenproduktion sowie der Aufbau einer neuen Doppelbandpresse für die Herstellung von HPL-Schichtstoffen. Beide Anlagen konnten im zurückliegenden Jahr erfolgreich installiert werden. Weiterhin entstehen an unserem Standort in Rheda-Wiedenbrück neue Hallenflächen, die langfristig zur Kapazitätsausweitung unserer Zargenproduktion innerhalb des Türenwerks vorgesehen sind. Mit diesem über mehrere Jahre angelegten Investitionsplan gehen wir auf die weiterhin starke Nachfrage ein und positionieren uns für die Zukunft.

Investitionen und Abschreibungen

Mio. €

Beteiligungen

Seit dem Jahr 2006 sind wir mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/ Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus HPL, Mineralwerkstoff, Quarzstein, Naturstein, Massivholz, Keramik und Glas. Sie beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten. Im Jahr 2014 hat diese Gesellschaft zusammen mit ihren Tochterunternehmen einen Umsatz von 17,5 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr 15,4 Mio. €). Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 0,9 Mio. € in 2013 auf 1,2 Mio. € in 2014. Die Ausschüttung für das Jahr 2013 betrug 0,5 Mio. €, an der wir in Höhe unserer Anteilsquote beteiligt waren.

Kurzfristige Vermögenswerte

Aufgrund der im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Bestandsoptimierung ergab sich ein weiterer Rückgang der Vorräte um 3,3 % auf 34,2 Mio. € (Vorjahr: 35,3 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen aufgrund des rückläufigen Umsatzes innerhalb des letzten Quartals auf 24,7 Mio. € zurück.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sind Umsatz und Ergebnis. Die für die Analyse der Lage beschriebene Entwicklung der Investitionen, Forderungen und Vorräte sowie die Wertschöpfung stellen weniger bedeutsame, aber wichtige Nebenaspekte dar.

Zum besseren Verständnis des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft dienen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie Mitarbeiterbelange, die Produktentwicklung und das Umwelt und Energiemanagement.

Wertschöpfung

Trotz einer verringerten Gesamtleistung von 222,5 Mio. € (Vorjahr 223,5 Mio. €) konnte die Nettowertschöpfung im Berichtszeitraum leicht erhöht werden und betrug im Berichtsjahr 79,9 Mio. € (Vorjahr 79,6 Mio. €). Die Ursachen für diese gegenläufige Entwicklung liegen in der leichten Verringerung der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, ohne Berücksichtigung des Hagelschadens. Die Materialaufwendungen haben sich im Berichtszeitraum auf 109,2 Mio. € erhöht (Vorjahr: 108,8 Mio. €).

Bei der Verteilung der Wertschöpfung hat sich der Anteil, der auf die Mitarbeiter entfällt, im Berichtszeitraum auf 70,8 Mio. € (Vorjahr 70,3 Mio. €) erhöht. Während der Anteil, der über die Dividendenzahlung an die Aktionäre entfällt, konstant geblieben ist, verringerte sich der Anteil der im Unternehmen verbleibt. Ebenso hat sich der Anteil, der an den Staat über die Steuern abzuführen ist, aufgrund des geringeren Jahresüberschusses verringert.

Wertschöpfung

T€

Mitarbeiter

Zum 31.12.2014 waren bei der Westag & Getalit AG 1.301 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.284). Damit erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter um 1,3 %. In der Gesamtzahl sind 65 Auszubildende enthalten und damit stichtagsbezogen zwei mehr gegenüber dem Vorjahr. Die Ausbildungsquote liegt damit bei 5,0 %. Die Zahl der Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen haben, betrug 40. Für die ausscheidenden Mitarbeiter erfolgten insgesamt 55 Neueinstellungen, einschließlich der Auszubildenden. Zudem sind zwei Mitarbeiter vom ruhenden in das aktive Arbeitsverhältnis übergegangen.

Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 31,8 % gegenüber dem Vorjahreswert von 31,4 %. Zusätzlich zur eigenen Belegschaft unterstützten uns im abgelaufenen Geschäftsjahr bis zu etwa 70 Zeitarbeitsmitarbeiter, im Rahmen unseres On-Site-

Managements, zur Abdeckung von Kapazitätsspitzen. Zum 31.12.2014 waren im Vergleich zum Vorjahresstichtag 18 Personaldienstmitarbeiter weniger im Einsatz. Es wurden 17 der Leiharbeitsverträge in Festanstellungen gewandelt.

Mitarbeiter

Stand am 31.12.

Produktentwicklung

Der Schwerpunkt unserer Entwicklungsarbeit liegt auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte. Im Fokus stehen dabei einerseits die dekorativen Aspekte in der Oberflächenentwicklung, andererseits aber auch die technische Weiterentwicklung unserer Werkstoffe. Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt zudem in der Entwicklung neuer Funktionalitäten bzw. Produktverbesserungen, die sich beispielsweise in der Montage- und Anwendungsfreundlichkeit für unsere Türen und Zargen äußern.

Umweltmanagement

Umweltbewusstes Handeln hat in einem Produktionsbetrieb sehr unterschiedliche Aspekte. Es ist daher wichtig, das Bewusstsein der Mitarbeiter für diese Thematik zu schärfen und sie zu motivieren, sich hierzu Gedanken zu machen. Die verschiedenen Informationsveranstaltungen zu diesem Thema, die wir in den letzten beiden Jahren durchgeführt haben, führten im Berichtsjahr zu zahlreichen Vorschlägen, insbesondere zur Vermeidung unnötiger Energieverbräuche. Ebenso tragen wir mit verschiedenen Zertifizierungen für unsere Produkte, wie unter anderem nach FSC und PEFC sowie dem Blauen Engel, dem Thema Rechnung. Sehr erfreulich wirkte sich die Anfang 2014 in Betrieb genommene neue Energieerzeugungsanlage in Wadersloh aus. So konnte der Erdgasverbrauch im Berichtsjahr dort um 30 % und der Heizölverbrauch sogar um 75 % gegenüber dem Jahr 2013 reduziert werden. Stattdessen wurde nunmehr auch dort, wie bereits in unserem Werk in Rheda-Wiedenbrück, überwiegend Altholz zur Energieerzeugung eingesetzt. Im Werk Wadersloh handelt es sich dabei ausschließlich um Resthölzer, die im laufenden Produktionsbetrieb anfallen. Unser Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2011 wurde im Berichtsjahr erneut von einem unabhängigen Institut zertifiziert.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge in 2015 ergeben.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

Der aktuelle Ausblick auf das Jahr 2015 und die daran geknüpften Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung im europäischen Ausland, aber auch in Deutschland bleiben schwierig. Einerseits stehen die Chancen für eine positive Entwicklung aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen nicht schlecht für steigende Investitionsausgaben sowohl im privaten und wirtschaftlichen, aber auch im öffentlichen Bereich. Andererseits bremsen die Entwicklungen der vorherrschenden geopolitischen Krisen sowie die Sparmaßnahmen vieler europäischer Staaten die Entwicklung.

Bei genauerer Betrachtung der Prognosen für das Bauhauptgewerbe in Deutschland ist für 2015 generell von einer positiven Stimmung auszugehen. So wurde seitens der Wirtschaftsexperten auch ein Wachstum prognostiziert, das jedoch weiterhin durch den starken Wohnungsbau getragen sein wird. Schwieriger bleibt nach wie vor die Einschätzung unserer europäischen Nachbarländer. Zwar sind Anzeichen für einen Aufschwung der europäischen Wirtschaft zu vernehmen, allerdings bleiben Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bestehen. Dies betrifft einerseits die Krise in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland, genauso aber auch die weitere Entwicklung Griechenlands, die ebenfalls Einfluss auf die finanzwirtschaftliche Entwicklung innerhalb des Euroraums mit sich bringen kann.

Ausblick für die Westag & Getalit AG

Dieser konjunkturelle Hintergrund lässt uns für 2015 ein schwieriges Marktumfeld erwarten, wenngleich wir auch positive Zeichen für unsere weitere Entwicklung sehen. Positiv stimmt uns vor allem der weiterhin starke Wohnungsbau, aber auch der sich langsam erholende öffentliche und der Wirtschaftshochbau – sofern die aktuellen Prognosen der Experten für das Bauhauptgewerbe eintreffen, die einen leichten Umsatzzuwachs von 2% für die deutsche Bauwirtschaft für 2015 erwarten. Auf eine anziehende Nachfrage sind wir hinsichtlich unseres Produktportfolios und unserer flexiblen Fertigung eingestellt, um die Märkte bedarfsgerecht bedienen zu können, was sich bei entsprechender Wirtschaftslage auch positiv auf unseren Umsatz auswirken sollte. Daher streben wir für 2015 einen leicht steigenden Gesamtumsatz an.

Weiterhin deutlich verhaltener bleiben die Aussichten auf das Exportgeschäft in Anbetracht der aktuellen Rahmenbedingungen. Zwar ist grundsätzlich von einer sich stabilisierenden Entwicklung für die Gesamtwirtschaft innerhalb Europas auszugehen, allerdings kann sich eine weitere russische Konjunkturabschwächung negativ auf einige Regionen und Branchen und somit auch auf unsere Exporte auswirken. Bei einer wieder erstarkenden Nachfrage sehen wir jedoch auch im Export aufgrund unserer Vertriebsaktivitäten und unseres Produktportfolios Potenziale für ein Umsatzwachstum.

Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2015 haben wir Investitionen in Höhe von über 10,0 Mio. € vorgesehen. Investitionsschwerpunkte bilden die Kapazitätsausweitungen im Rahmen unserer Modernisierungsstrategie, die wir damit weiterhin nachdrücklich vorantreiben. Dazu zählt in Anbetracht der weiterhin hohen Nachfrage im Wohnungsbau vorwiegend die Ausweitung unserer Kapazitäten der Sparte Türen/Zargen. Neben Hallenerweiterungen in diesem Bereich des Werks in Rheda-Wiedenbrück ist unter anderem eine neue Zargenlinie vorgesehen, die im laufenden Jahr angeschafft wird. Ein weiteres Invest stellt die Anschaffung einer neuen Bearbeitungsanlage für unsere Arbeitsflächenkonfektionierung im Wadersloher Werk dar, mit der wir auch dort auf die hohe Auslastung in diesem Bereich reagieren. So stellen wir uns auf die Marktanforderungen ein und halten unsere Werke weiterhin auf einem technisch hohen Niveau.

Ertrag

Neben der Umsatzentwicklung im angefangenen Geschäftsjahr steht unser Ergebnis auch unter dem Einfluss der Rohmaterialpreise, die insbesondere durch die Entwicklung der Holzwerkstoffpreise sowie der rohölbasierten Chemikalien beeinflusst werden. Sollte sich der Ölpreis innerhalb eines kurzen Zeitraums wieder deutlich verteuern, kann sich dies auch in unserem Ergebnis ausdrücken. Zudem bleibt die Nachfragesituation in unseren Exportmärkten ein Risiko für unsere Ergebnisentwicklung. Ausgehend von einer sich stabilisierenden Wirtschaftsentwicklung sollte es uns jedoch – unter Vorbehalt weiterhin stabiler Rohstoffpreise – möglich sein, künftig im Ertrag wieder wachsen zu können. Für 2015 streben wir in Anbetracht der sehr uneinheitlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen daher einen leichten Ergebniszuwachs an.

Chancenbericht

Mit der konsequenten Verfolgung einer wertorientierten Unternehmensphilosophie ergeben sich für die Westag & Getalit AG zahlreiche Chancen. Als einer der führenden Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen bewegen wir uns in einer Branche, die durch ständige Weiterentwicklungen unserer Produkte lebt und in der wir gut positioniert sind.

Solides Fundament

Grundsätzlich steht langfristig ein gesundes und organisches Wachstum im Fokus unserer Aktivitäten. Die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von etwa 67 % und einer guten Liquidität verschafft uns Sicherheit und bietet Raum für die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.

Unabhängigkeit

Unsere Unabhängigkeit ist ein wichtiges Merkmal zur Entwicklung des Unternehmens. So sind keinerlei Bankverbindlichkeiten zu verzeichnen, und durch die Errichtung sowie die Erweiterung der energetischen Anlagen wird auch eine gewisse Unabhängigkeit vom Energiemarkt hergestellt.

Moderne Fertigungstechnik

Kontinuierliche Investitionen sichern den technologischen Standard in unseren Werken. Zur Steigerung der Produktivität und Flexibilität bauen wir unsere Anlagen daher stetig aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei unser Anspruch, sämtliche Produkte auch ab Stückzahl 1 in kurzer Lieferzeit bereitstellen zu können. Bei einer immer individueller werdenden Nachfrage eröffnen sich damit neue Chancen für uns.

Marktkonforme Unternehmensstruktur

Die operative Eigenständigkeit der beiden Sparten sichert uns eine auf den Markt zugeschnittene Vertriebs- und Entwicklungsarbeit. Zugleich bündelt der Zentralbereich übergreifende Funktionen und bildet damit eine Serviceeinheit für alle produktiven Segmente des Unternehmens. Damit können nicht nur die Kunden bedarfsgerecht versorgt, sondern auch die Kostenstruktur verbessert werden.

Produktvielfalt

Ebenso bringt die hohe Diversifikation der Produktpalette und Kundenstruktur eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber einzelnen Märkten mit sich. Damit sind wir bei Nachfrageschwankungen flexibel und können damit auf marktseitig wechselnde Produktnachfragen optimal eingehen.

Schnelligkeit in der Auftragsabwicklung

Zuverlässigkeit, Termintreue und kurze Lieferzeiten sind nur drei unserer Erfolgsfaktoren, die wir mit unseren ausgefeilten internen und externen Logistikprozessen kostenoptimiert und im Sinne unserer Kunden realisieren. So können wir aufgrund ausgereifter Prozesse sehr schnell auf marktbedingte Veränderungen eingehen und die Nachfrage entsprechend bedienen.

Hohe Fertigungstiefe

Aufgrund der hohen Fertigungstiefe in unseren Produktsegmenten sind wir in der Lage, sehr kurzfristig zu agieren. Damit verfügen wir über eine relativ kurze Markteinführungsphase, die es uns ermöglicht, schnell auf Produkttrends bzw. -nachfragen zu reagieren, ohne unmittelbar von Dritten abhängig zu sein.

Konjunkturelle Chancen

Bei einer wieder anziehenden europäischen Baukonjunktur, vor allem im öffentlichen und im Wirtschaftshochbau, bestehen aufgrund unseres facettenreichen Produktportfolios und unserer Vertriebsaktivitäten Chancen für einen Umsatzzuwachs. Dies betrifft insbesondere unsere Exportaktivitäten.

Risikobericht

Vorbemerkung

Aus der Geschäftstätigkeit der Westag & Getalit AG ergeben sich wie bei jedem unternehmerischen Handeln vielfältige Chancen und Risiken. Dabei können Risiken sowohl aus eigenem unternehmerischen Handeln resultieren als auch durch externe Faktoren hervorgerufen werden. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben. Kennzeichnend für ein nachhaltig erfolgreiches unternehmerisches Handeln ist die Ergreifung von sich bietenden Chancen und der gleichzeitigen Beherrschung der damit verbundenen Risiken. Aufgabe unseres unternehmensinternen Risikomanagements und Risikocontrollings ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche Maßnahmen wir ergreifen.

Durch eine entsprechende Organisation, einschlägige Regelungen und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Über bestehende größere Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, werden abschließend bewertet und der Umgang mit diesen mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses 2014 das Risikofrüherkennungssystem der Westag & Getalit AG hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen geprüft. Er kam zu dem Ergebnis, dass das eingesetzte System alle notwendigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Die Risiken, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind, stellen wir nachfolgend zusammen mit den entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements dar. Ergänzend weisen wir darauf hin, dass die vorstehend dargestellten Risiken nach unserer Einschätzung weder einzeln noch zusammen unser Unternehmen in seiner Gesamtheit gefährden können. Weitere Einzelheiten zu diesen Risiken sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.

Zusammenfassung der Risiken

Konjunkturelle Risiken

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund ihrer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Küchenmöbelbranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Daher beobachten und analysieren wir ständig die für uns maßgeblichen Konjunktur- und Branchenentwicklungen. Unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle ermöglichen es uns, auf kurzfristige Absatzschwankungen schnell und angemessen zu reagieren und so negative Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur und damit über ausreichende Reserven, um etwaige Konjunkturrückgänge in den vorgenannten Branchen gut zu verkraften.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Zwar erreichen wir dadurch, dass unsere Produkte teilweise auf unterschiedlichen Märkten vertrieben werden, eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen, diesen Risiken einerseits durch eine permanente weitere Diversifikation unseres Produktportfolios und andererseits durch eine weitere Streuung unserer Absatzmärkte zu begegnen, um immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig zu sein.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer Absicherung unserer wesentlichen Kundenforderungen durch eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften oder Garantien absichern.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren zu einem bedeutsamen Aspekt entwickelt. Gründe hierfür sind die Reduzierung von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten sowie die Verknappung bestimmter Holzarten. Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Das Problem der Verknappung von Holz wird aufgrund steigender Nachfrage und beschränkender gesetzlicher Regelungen allerdings zunehmend gravierender. Unsere Möglichkeiten, Preissteigerungen bei Rohstoffen zu begegnen, sind angesichts einer starken Marktstellung einzelner Anbieter bei bestimmten Rohstoffen begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen. Unerwarteten Spezifikationsänderungen und Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch entsprechende vertraglichen Regelungen, einer hohen Kontrolldichte bei den Wareneingangsprüfungen und regelmäßigen produktionsbegleitenden Prüfungen.

Operative Risiken

Eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist es, die Herstellung unserer Produkte in den vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst guten Kostenstruktur zu gewährleisten. Wir sind daher ständig damit befasst, unsere Herstellungsverfahren zu verbessern sowie neue zu entwickeln und bei entsprechender Eignung bei uns zu implementieren. Der bestehende Maschinenpark wird durch gründliche Wartungen, Instandhaltungen und Modernisierungen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen sowie durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren gespiegelte Hardware für zeitkritische Anwendungen, redundante Netzwerkkomponenten und eine moderne Infrastruktur die höchstmögliche Systemverfügbarkeit sowie höchste Sicherheit für unsere Datenbestände. Ferner werden Datenverluste durch die tägliche Sicherung unserer relevanten Daten minimiert und Systemausfallzeiten durch den Einsatz eines entsprechend geschulten Teams so gut wie ausgeschlossen. Darüber hinaus haben wir zahlreiche technische und administrative Maßnahmen ergriffen, um sowohl unbefugte Zugriffe auf unsere Daten als auch schädigende Angriffe aus dem Internet weitestgehend zu vermeiden.

Personalrisiken

Die individuellen Fähigkeiten und die fachliche Kompetenz unserer Mitarbeiter tragen wesentlich zum Erfolg unseres Unternehmens bei. Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Besetzung offener Stellen sind somit auch für uns potenzielle Risiken. Daher sind ein leistungsfähiges Personalmanagement, das sich um die Weiterbildung unserer Mitarbeiter kümmert und qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnt, sowie Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation von entscheidender Bedeutung für unseren Erfolg. Den Risiken, die mit einem Wissens- und Erfahrungsverlust aufgrund altersbedingter Abgänge verbunden sind, begegnen wir durch entsprechende Qualifizierungen jüngerer Mitarbeiter und rechtzeitige Nachfolgeregelungen. Im Hinblick auf die absehbare demografische Entwicklung haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Dieses erfolgt unter anderem im Rahmen von Praktika, Studienarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen.

Finanz- und Währungsrisiken unter Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von etwa 67 % sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine Finanzierungsrisiken. Den Währungsverschiebungen außerhalb der EU-Zone begegnen wir dadurch, dass wir fast ausschließlich in Euro fakturieren. Lediglich unsere Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung werden in Einzelfällen unterjährig durch entsprechende Devisenkursgeschäfte abgesichert. Auf der Einkaufsseite werden Käufe auf US-Dollar-Basis durch entsprechende US-Dollar-Käufe zeitgleich abgesichert.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten.

Die bei der Westag & Getalit AG eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf die einzelnen Verantwortungsbereiche klar strukturiert. Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess im Wesentlichen beteiligten Abteilungen, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind bezüglich der Abschlusserstellung klar getrennt. Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform und des dort installierten einheitlichen Kontenplans sowie maschinell standardisierter Abläufe. Die daran beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vieraugenprinzip angewendet. Durch spezielle Sicherungen sind die verwendeten Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zugriffsberechtigungen werden funktionsbezogen vergeben. Bei allen rechnungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Überprüfungen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls umgesetzt. Für die Erstellung von Pensionsgutachten und steuerrechtliche Sachverhalte werden externe Dienstleister beauftragt.

Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine klare Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, gegebenenfalls entdeckt und korrigiert werden.

Dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale vorstehend beschrieben sind, sind jedoch Grenzen auferlegt. Daher kann keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleistet werden.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Höhe und Struktur der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses vom Aufsichtsrat vertraglich mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgelegt. Die Gesamtbarvergütung der Vorstandsmitglieder enthält feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem Vorstandsmitglied, das für die Zentralsparte verantwortlich ist, sowie beim Vorstandsvorsitzenden, bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Als Jahresgewinn der Gesellschaft gilt der Jahresüberschuss vor Körperschaftsteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Darüber hinaus ist die variable Vergütung mit einem Nachhaltigkeitsfaktor versehen. Dieser führt im Ergebnis dazu, dass nur die Hälfte der variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr dem jeweiligen Vorstandsmitglied endgültig zusteht. Ob und inwieweit das jeweilige Vorstandsmitglied auch Anspruch auf den restlichen variablen Betrag hat, hängt davon ab, ob sich die Ergebnisentwicklung auch in den beiden Folgejahren fortsetzt oder nicht. Hierdurch soll ein weiterer Anreiz für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung gegeben werden.

Für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Darüber hinaus enthalten alle Vorstandsverträge Obergrenzen für die variable und die Gesamtvergütung. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird nach Abzug des fixen Bestandteils der Tantiemen jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt. Für den Fall einer unverschuldeten ärztlich bescheinigten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, dass die Bezüge befristet fortgezahlt werden. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge und sonstige Bezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben.

Ferner ist für die Vorstandsmitglieder eine D & O- sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen worden, für die die Gesellschaft die Versicherungsprämien trägt. Mit dem Vorstandsvorsitzenden ist ferner eine Pensionsvereinbarung getroffen worden.

Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht. Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung unserer Gesellschaft geregelt. Danach erhalten diese eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 9.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Damit sind auch die Mitgliedschaft und der Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats abgegolten. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet. Außerdem ist für die Aufsichtsratsmitglieder eine D & 0-Versicherung abgeschlossen worden.

Übernahmerelevante Angaben

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 14.643.200 €. Es ist eingeteilt in 5.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.

Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 des Aktiengesetzes vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

310.828 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2014 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu.

Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 des Aktiengesetzes maßgeblich.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23.08.2015 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu 5.840.000 € (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um 1.460.000 € (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen.

Des Weiteren wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, bis zum 23.08.2015 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und ggf. einzuziehen.

Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß § 289 Abs. 4 HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Gemäß Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz, und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, vom 18.12.2006 betrug der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile waren der Gethalia Foundation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnen. Mit Schreiben vom 23.12.2013 teilten uns die beiden vorgenannten Gesellschaften mit, dass die 75,50 % der Stammaktien und damit der Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,00 % beträgt. Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.de/unternehmensfuehrung verfügbar.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Westag & Getalit AG so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 23. Februar 2015

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wenninger

Beckers

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der WESTAG & GETALIT AKTIENGESELLSCHAFT, RHEDA-WIEDENBRÜCK, aufgestellten Einzelabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Einzelabschluss und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Einzelabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Einzelabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Einzelabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Einzelabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen der Regelungen in IFRS 8 "Geschäftssegmente" wurde die Aufteilung der Geschäftssegmente und die Berichterstattung über die Segmentergebnisse sowie des Segmentvermögens und der Segmentschulden sowohl im Einzelabschluss nach den IFRS als auch in der entsprechenden Zwischenberichterstattung nicht anhand des internen Berichts- und Steuerungssystems des Unternehmens und der in IFRS 8 genannten Kriterien vorgenommen, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass ihr durch die Angabe dieser Informationen ein nicht unwesentlicher Schaden gegenüber Mitbewerbern entstehen wird, die nicht zu einer entsprechenden Angabe verpflichtet sind. Dementsprechend vermittelt die Rechnungslegung insoweit kein zutreffendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der nach IFRS 8 zu bildenden Segmente.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Einzelabschluss aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Einzelabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 27. Februar 2015

**PETERS & PARTNER GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

Rolf Roter, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine rückwärts gerichtete Betrachtung der Geschäftsentwicklung bei der Westag & Getalit AG in 2014 ergibt ein recht differenziertes Bild. Während die ersten neun Monate noch eine leichte Umsatzsteigerung und eine klare Ergebnissteigerung brachten, machte sich eine deutlich rückläufige Umsatz- und Ergebnisentwicklung im vierten Quartal bemerkbar, was zu einem leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang für das Gesamtjahr führte. Gleichzeitig war sowohl bei der Umsatz- als auch bei der Ergebnisentwicklung in den beiden Produktbereichen ein ebenfalls differenziertes Bild zu sehen. Während in der Sparte Türen/Zargen Umsatz- und Ergebnissteigerungen verzeichnet werden konnten, sah die Entwicklung in der Sparte Oberflächen/Elemente, vor allem durch rückläufige Exportaufträge, wesentlich schwächer aus.

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz, Satzung, dem Deutschen Corporate Governance Kodex und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll und Beratungsaufgaben wahrgenommen. An erster Stelle stand dabei die regelmäßige Beratung und Überwachung des Vorstands. Über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, haben wir ausführlich beraten und entsprechende Beschlüsse gefasst. Der Vorstand hat uns hierzu regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Investitionen sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen informiert. Hierzu erhielten wir monatlich eine Erfolgsrechnung. Jeweils vor den Aufsichtsratssitzungen, mit

Ausnahme der Sitzung nach der ordentlichen Hauptversammlung, erhielten wir einen umfangreichen schriftlichen Bericht des Vorstands. Diese Berichte, Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen und die entsprechenden Gegenmaßnahmen wurden uns in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich erläutert. Grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und der Strategien der einzelnen Sparten wurden mit dem Vorstand erörtert. Über wichtige Geschäftsvorfälle und Entwicklungen wurde der Aufsichtsratsvorsitzende stets unverzüglich informiert. Ferner setzte sich der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden und den anderen Vorstandsmitgliedern zusammen, um die aktuellen Entwicklungen und besondere Vorkommnisse zu besprechen. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2014 fand in jedem Quartal eine Aufsichtsratssitzung statt. An diesen nahmen stets alle Aufsichtsrats- und mit Ausnahme der Sitzung am 16.12.2014 auch alle Vorstandsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter der von uns beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teil. Die Aufsichtsratssitzungen waren durch offene, sachliche und konstruktive Gespräche gekennzeichnet.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 20.03.2014 war die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2013. In diesem Zusammenhang befassten wir uns mit der Frage, wie es trotz der guten Baukonjunktur und der erheblichen in den letzten Jahren getätigten Investitionen zu dem unter den Planungen liegenden Jahresergebnis 2013 kommen konnte. Ferner erörterten wir, wie die den geplanten Investitionsvorhaben zugrunde liegenden Prämissen für die Wirtschaftlichkeitsberechnungen, wie beispielsweise die angenommenen Umsätze, realistischer abgeschätzt werden können. Weiter ließen wir uns vom Vorstand die eingetretenen Verbesserungen im Bereich Sperrholz/Schalung erläutern. Ferner genehmigten wir eine aktualisierte Fassung der Geschäftsordnung des Vorstands und verabschiedeten eine Erweiterung des Katalogs der Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen.

In der Aufsichtsratssitzung am 24.06.2014 befassten wir uns insbesondere damit, wie wir zukünftig in der Sparte Oberflächen/Elemente wieder auf einen nachhaltigen ergebnisorientierten Wachstumskurs zurückkehren können. Hierzu präsentierte der Vorstand seine Strategien und Vorhaben, die wir anschließend ausführlich besprachen. Weiter erörterten wir, ob wir angesichts des nochmals niedrigeren Zinsniveaus zukünftig von unserer bisherigen äußerst vorsichtigen Anlage unserer liquiden Mittel abweichen sollten oder nicht. Wir verständigten uns darauf, es bei der bisherigen Anlagepolitik zu belassen. Außerdem erörterten und verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 26.08.2014.

In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 26.08.2014 nach der Hauptversammlung wurde Herr Holzinger erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herr Pampel zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Ferner legten wir die Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrats fest. Den auf der vorangegangenen Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer beauftragten wir mit der Abschlussprüfung für das Jahr 2014. Ferner erläuterte uns der Vorstand den Stand der Investitionen.

In der am 16.12.2014 abgehaltenen Sitzung befassten wir uns mit der Umsatz- und Ertragsentwicklung in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres. Im Vordergrund stand dabei erneut die nicht befriedigende Entwicklung in der Sparte Oberflächen/Elemente. Ein weiterer Schwerpunkt war die Umsatz- und Ergebnisplanung für das Jahr 2015. Wir ließen uns vom Vorstand die Einzelheiten der Planungen und der zugrunde gelegten Annahmen erläutern und erörterten einzelne Punkte. Wir nahmen die Planung zustimmend zur Kenntnis. Ferner genehmigten wir den vom Vorstand ausführlich dargestellten Investitionsplan für das Jahr 2015. Ein weiteres Thema war die Einstellung von qualifizierten Facharbeitern sowie der Stand der Suche nach einem neuen Vorstandsmitglied für die Sparte Oberflächen/Elemente. Ferner befassten wir uns mit der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats und verabschiedeten zusammen mit dem Vorstand eine neue Fassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG.

Arbeit der Ausschüsse

Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch drei von ihm eingerichtete Ausschüsse unterstützt. Sie haben die Aufgabe, Beschlüsse des Aufsichtsrats vorzubereiten und Themen zu bearbeiten, die im Aufsichtsrat behandelt werden sollen. In einzelnen Fällen hat der Aufsichtsrat Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, dem der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Klaus Pampel, vorsteht, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz.

Der Prüfungsausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dreimal getagt. Schwerpunkte seiner Arbeit waren dabei die Prüfung des Jahresabschlusses, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des unternehmensweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Ferner hat er die Wahl des Abschlussprüfers vorbereitet, bei der er sich von der Unabhängigkeit des vorgeschlagenen Abschlussprüfers und der Einhaltung der Regelungen zur internen Rotation überzeugte. Der Halbjahresbericht und die Quartalsberichte im Jahr 2014 wurden vom Prüfungsausschuss entsprechend der Empfehlung in Ziffer 7.1.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor ihrer Veröffentlichung jeweils in einer Telefonkonferenz mit dem Vorstand erörtert und von diesem zur Veröffentlichung freigegeben. Weitere Beratungsschwerpunkte waren die Entwicklung der Vorräte und die damit zusammenhängenden Abwertungsmechanismen. Ferner konnten wir uns davon überzeugen, dass mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen angemessen berücksichtigt worden sind. Ein weiterer Beratungsgegenstand war die mit positivem Ergebnis vorgenommene Prüfung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit. Ferner stimmten wir mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte ab.

Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages mit Herrn Sander und die Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

Der Nominierungsausschuss tagte am 24.06.2014 und beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung am 26.08.2014 Herrn Pedro Holzinger erneut zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen.

Veränderungen in den Organen

Mit Ablauf der Hauptversammlung am 26.08.2014 endete die Amtszeit des Herrn Reinhard Grewe, der als Arbeitnehmervertreter seit dem 08.08.2006 dem Aufsichtsrat angehörte und sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Der Aufsichtsrat bedankt sich für die langjährige, stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Als seinen Nachfolger begrüßten wir in der Aufsichtsratssitzung am 26.08.2014 Herrn Heinz-Georg Großerohde. Das für die Sparte Oberflächen/Elemente zuständige Vorstandsmitglied Markus Sander schied im gegenseitigen Einvernehmen zum 31.12.2014 aus unserem Unternehmen aus. Auch ihm danken wir für die geleistete Arbeit. Als seinen Nachfolger konnten wir mit Wirkung ab dem 01.03.2015 Herrn Franz David gewinnen, der über langjährige Erfahrungen in unserer Branche verfügt.

Jahresabschluss

Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 26.08.2014 gewählte und von dem Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat den vom Vorstand jeweils nach den Regeln des HGB und der IFRS aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 und die dazugehörigen Lageberichte der Westag & Getalit AG geprüft. Die Lageberichte und der Abschluss nach HGB wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Bezüglich des vom Vorstand freiwillig nach IFRS aufgestellten Jahresabschlusses erfolgte ein lediglich aufgrund der Segmentberichterstattung erwartungsgemäß eingeschränkter Bestätigungsvermerk. Rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats haben wir die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie den Corporate Governance Bericht, den Vergütungsbericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands erhalten. Diese wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 24.03.2015 unter Teilnahme zweier Vertreter des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Diese berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung sowie über die zu keinen Beanstandungen führende Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Jahresabschlüsse und die Lageberichte haben wir geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir uns aufgrund eigener Feststellungen und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse und die Lageberichte gebilligt. Die Jahresabschlüsse sind damit festgestellt. Der Erklärung zur Unternehmensführung haben wir ebenfalls zugestimmt. Ferner haben wir den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft, mit diesem erörtert und uns diesem ebenfalls angeschlossen.

Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind.“ Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands.

Den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihr hohes Engagement und ihre Einsatzbereitschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, den 24. März 2015

Der Aufsichtsrat

Pedro Holzinger

Vorsitzender

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Westag & Getalit AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 24. Juni 2014, die am 30. September 2014 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 12.12. 2013 entsprochen wurde und wird:

1. Die Zahlungen an den Vorstandsvorsitzenden bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen überschreiten den Wert von zwei Jahresvergütungen (Kodex Ziffer 4.2.3 Absatz 4)

Der Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2018. Für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit haben wir es für interessengerecht gehalten, eine Vergütung zu vereinbaren, die der Restlaufzeit des Vertrages entspricht.
2. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht nicht individualisiert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt (Kodex Ziffer 4.2.5 Absätze 3 und 4).

Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 24.08.2010 nicht vorgenommen.
3. Die Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung sehen nicht insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vor. (Kodex Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 2).

Der Aufsichtsrat legt Wert auf die Kompetenz seiner Mitglieder und eine große Vielfalt in seiner Zusammensetzung und hat damit bisher gute Erfahrungen gemacht. Darin sieht der Aufsichtsrat die wesentlichen Kriterien für seine Zusammensetzung und nicht in herbeizuführenden Proportionalitäten der Geschlechter.
4. Der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder bisher satzungsgemäß nicht berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 1, Satz 2). Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat sowie die gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden im Anhang des Jahresabschlusses insgesamt angegeben, jedoch nicht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3).

Vorstand und Aufsichtsrat waren bisher der Auffassung, dass die Mitgliedschaft in den Ausschüssen in der satzungsgemäßen Vergütung des Aufsichtsrats bereits angemessen berücksichtigt wird. Eine Überprüfung der seit vielen Jahren unveränderten Vergütung und der Vergleich mit anderen Gesellschaften hat jedoch ergeben, dass diese im Hinblick auf die zunehmende Verantwortung und Arbeitsbelastung der Aufsichtsratsmitglieder nicht mehr angemessen ist und es daher interessengerecht ist, diese anzupassen und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen zusätzlich zu vergüten. Der nächsten Hauptversammlung soll daher ein entsprechender Beschlussvorschlag unterbreitet werden.

Ferner sind sie nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgabe wahrnehmen, durch eine erfolgsorientierte Vergütung verbessert werden kann. Vielmehr sollen diese ihre Überwachungsfunktion unabhängig von monetären Anreizen ausüben. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat ist in der Satzung geregelt, die auf unserer Homepage veröffentlicht ist. Eine Wiederholung der entsprechenden Satzungsbestimmungen im Anhang lässt keinen spürbaren Zusatznutzen erkennen.

Die gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen werden im Hinblick auf die Privatsphäre individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen im Anhang des Jahresabschlusses ausgewiesen, wenn das betroffene Aufsichtsratsmitglied damit einverstanden ist.

Rheda-Wiedenbrück, den 24.03.2015

Für den Aufsichtsrat

gez.

Pedro Holzinger

Für den Vorstand

gez.

Bernhard Wenninger