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Westag AG Annual Report 2012

Apr 29, 2013

486_rns_2013-04-29_63d8c19f-10e6-4609-a649-c07e22308bfb.html

Annual Report

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WESTAG & GETALIT AG

RHEDA-WIEDENBRÜCK

JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER

BILANZ NACH IFRS ZUM 31.12.2012

WESTAG & GETALIT AG RHEDA-WIEDENBRÜCK

AKTIVA

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2012 2011
A. LANGFRISTIGES VERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 914.214,79 774.129,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 21.091.132,38 21.822.193,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.130.016,00 25.559.181,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.991.356,51 9.818.780,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.897.006,39 6.377.554,42
64.109.511,28 63.577.709,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.200.013,15 1.200.013,15
2. Sonstige Ausleihungen 150.200,00 75.200,00
1.350.213,15 1.275.213,15
66.373.939,22 65.627.052,25
B. KURZFRISTIGES VERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.256.184,00 19.847.192,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.330.203,00 4.080.099,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 15.754.722,00 14.934.277,00
38.341.109,00 38.861.568,00
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.302.771,30 28.321.436,60
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.800,79 11.140,74
3. Sonstige Vermögenswerte 2.080.353,90 1.233.511,07
4. Ertragsteuerforderungen 2.155.169,00 2.996.273,00
31.551.094,99 32.562.361,41
III. Liquide Mittel
Flüssige Mittel 15.525.852,77 13.526.649,58
85.418.056,76 84.950.578,99
151.791.995,98 150.577.631,24
Passiva
2012

2011

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 14.643.200,00 14.643.200,00
II. Kapitalrücklage 24.398.634,66 24.398.634,66
III. Gewinnrücklagen 59.511.496,32 57.411.496,32
IV. Bilanzgewinn 10.354.382,50 10.252.311,56
108.907.713,48 106.705.642,54
B. LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.593.206,00 14.392.866,00
2. Andere langfristige Rückstellungen 1.481.993,00 1.557.393,00
3. Latente Steuern 755.357,35 792.782,51
16.830.556,35 16.743.041,51
C. KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.829.036,80 10.849.306,74
2. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15.622.689,35 15.640.713,45
3. Kurzfristige Rückstellungen 602.000,00 590.400,00
4. Ertragsteuerverbindlichkeiten 0,00 48.527,00
26.053.726,15 27.128.947,19
151.791.995,98 150.577.631,24

GEWINN- UND-VERLUST-RECHNUNG NACH IFRS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012

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2012

2011

Umsatzerlöse 227.401.489,50 227.062.286,66
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 988.111,00 1.821.438,00
Andere aktivierte Eigenleistungen 299.818,07 196.909,00
Sonstige betriebliche Erträge 3.000.180,65 2.880.277,56
Materialaufwand -115.486.273,19 -117.039.924,00
Personalaufwand -69.681.744,37 -67.569.389,67
Abschreibungen -9.745.700,40 -9.324.849,47
Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.214.435,75 -26.216.809,89
Sonstige Steuern -227.465,95 -261.936,39
Betriebsergebnis 10.333.979,56 11.548.001,80
Finanzergebnis 432.253,51 211.671,31
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.766.233,07 11.759.673,11
Ertragsteuern -3.301.202,96 -3.551.933,55
Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Steuern 7.465.030,11 8.207.739,56
Jahresüberschuss 7.465.030,11 8.207.739,56

Ergebnis je Aktie

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2012

EUR
2011

EUR
Jahresüberschuss 7.465.030,11 8.207.739,56
Ergebnisanteil Stammaktien 3.865.777,06 4.246.869,08
Ergebnisanteil Vorzugsaktien 3.599.253,05 3.960.870,48
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.549.641 2.563.804
Ergebnis je Stammaktie 1,35 1,48
Ergebnis je Vorzugsaktie 1,41 1,54
Dividende je Stammaktie 0,94 0,94
Dividende je Vorzugsaktie 1,00 1,00

Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 ergibt sich, indem sowohl für die Stamm- als auch für die Vorzugsaktien der auf die jeweilige Aktiengattung entfallende Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der jeweiligen Aktien dividiert wird. Das Jahresergebnis ist demzufolge auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen. Im Rahmen der Aufteilung wird der nicht für die Ausschüttung vorgesehene Teil in dem Verhältnis der jeweiligen Aktienanzahl zugeordnet. Das verwässerte Ergebnis entspricht dem Ergebnis je Aktie.

ANHANG (NACH IFRS) FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012

Allgemeine Erläuterungen

Die Westag & Getalit AG ist Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter Nummer HRB 5565 eingetragen.

Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgt im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Düsseldorfer Börse.

Der Einzelabschluss der Westag & Getalit AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet mit dem 31.12.2012. Die Westag & Getalit AG ist nicht verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen.

Die Regelungen des IFRS 8 (Geschäftssegmente) wurden nicht angewendet. Die Angabe der Segmentergebnisse aufgrund des Management Approaches auch bei freiwilligen IFRS-Einzelabschlüssen kann für die Gesellschaft gegenüber Wettbewerber zu einem wesentlichen Schaden führen, da Wettbewerbern Angaben anhand gegeben werden, während sie selbst aufgrund ihrer fehlenden Kapitalmarktorientierung nicht zu derartigen Angaben verpflichtet sind. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit Vorjahren wird daher die bisherige Form der Segmentberichtserstattung beibehalten.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2012 waren erstmals die Änderungen des IFRS 7 hinsichtlich der Angaben bei Übertragung von finanziellen Vermögenswerten anzuwenden. Aus der Anwendung dieses neuen Standards ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Anhangangaben des vorliegenden Jahresabschlusses.

Folgende bereits herausgegebene, aber noch nicht anzuwendende Standards bzw. Standardänderungen und Interpretationen werden von der Westag & Getalit AG nicht angewendet:

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Standard / Interpretation Titel für Geschäftsjahre beginnend ab
IAS 1 Darstellung des Abschlusses - sonstiges Ergebnis 01.07.2012
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 01.01.2013
IFRS 1 Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fester Daten für Erstanwender 01.07.2011*
IAS 12 Latente Steuern: Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten 01.01.2012*
IAS 27 Einzelabschlüsse 01.01.2013*
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2013*
IFRS 1 Darlehen der öffentlichen Hand 01.01.2013*
IFRS 7 Finanzinstrumente – Angaben: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten 01.01.2013*
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2013*
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen (Joint Agreements) 01.01.2013*
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen 01.01.2013*
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 01.01.2013*
Diverse Übergangsvorschriften zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 01.01.2013*
Diverse Jährliches Verbesserungsprojekt (2009 – 2011) 01.01.2013*
IAS 32 Finanzinstrumente – Darstellung: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten 01.01.2014*
Diverse Investmentgesellschaften (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) 01.01.2014*
IFRS 9 Finanzinstrumente (ersetzt den bisherigen IAS 39 Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung) und nachfolgende Änderungen 01.01.2015*
IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau 01.01.2013*

* noch keine Übernahme von der EU-Kommision erfolgt

Hinsichtlich möglicher Auswirkungen der Änderungen des IAS 19 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG verweisen wir auf unsere Ausführungen unter den wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen zu den "Pensionsrückstellungen" und den Erläuterungen unter 16.1 "Pensionsrückstellungen".

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt. Neben der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Anhangangaben enthalten zudem eine Segmentberichterstattung in der bisherigen Form. Zur Verbesserung der Aussagekraft werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang auf den Kunden oder mit der Erbringung der Leistung realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte, Preisnachlässe und Boni ausgewiesen.

Bestandsveränderungen aus zum Bilanzstichtag noch im Produktionsprozess befindlichen unfertigen Erzeugnissen sind mit ihren anteiligen Herstellungskosten erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. mit dem Zeitpunkt ihrer Verwendung ergebniswirksam erfasst.

Gewährleistungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse verbucht. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung werden mit dem Durchschnittskurs der Periode umgerechnet.

Langfristige Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert. Sie werden entsprechend ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig und linear im Wesentlichen über einen Zeitraum von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der „erzielbare Betrag“ des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der „erzielbare Betrag“ wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt und bewertet, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Nutzungsdauer beträgt für Fabrik-, Geschäfts-, Wohnbauten, sowie andere Baulichkeiten überwiegend 25 - 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 - 10 Jahre. Die Abschreibungs- und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft.

Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen sind Anteile an assoziierten Unternehmen sowie verzinsliche Ausleihungen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach IAS 39 zu den Anschaffungskosten oder in Höhe der niedrigeren beizulegenden Werte.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Sind am Abschlussstichtag die Werte aufgrund der Börsen- oder Marktwerte niedriger, so wird eine Abwertung auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Finanzierungskosten sind nicht Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden entsprechend bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Wertminderungsrisiko wird durch Wertberichtigungen berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren.

Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen einschließlich der Ertragsteuerforderung aus dem Körperschaftsteuerguthaben mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden ausgehend von Anleihen öffentlicher Emittenten mit vergleichbarer Restlaufzeit mit 0,5 % abgezinst.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel sind zum Nominalwert angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fremdkapital

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus einer Versorgungsordnung für die Belegschaft des Unternehmens. Die Berechnungsgrundlage für die Rückstellung sind gehaltsunabhängige monatliche Alters- und Invalidenrentenzahlungen pro vollem Jahr der Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus bestehen einzelvertragliche Pensionszusagen. Die Rückstellung wird für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet.

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 ("projected unit credit method") nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Die Sterbe- und Invalidätswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln 2005 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Rückstellungen kommen die auf Grund des Rentenreformgesetzes neu geregelten Altersgrenzen zur Anwendung. Bei einigen einzelvertraglichen Pensionszusagen wird abweichend davon als Altersgrenze die Vollendung des 65. Lebensjahres verwendet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfanges liegen. Die Versorgungswerke wurden in der Vergangenheit geschlossen, neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung.

Aufgrund einer Änderung des IAS 19, die rückwirkend mit Beginn des Geschäftsjahres 2013 anzuwenden ist, entfällt die bisher von der Gesellschaft angewendete Korridormethode, die es erlaubt, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erst erfolgswirksam zu verrechnen, wenn sie außerhalb der oben genannten Bandbreite liegen. Zukünftig sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort in voller Höhe erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals zu erfassen.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen gemäß IAS 37 werden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, und sich dieser Vermögensabfluss zuverlässig schätzen lässt.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die übrigen Rückstellungen werden ebenfalls nach IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwertes des erwarteten Vermögensabflusses gebildet. Der dabei verwendete Abzinsungssatz orientiert sich an den Marktzinssätzen zum Bilanzstichtag. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag erneut überprüft. Die Unterscheidung der Rückstellungen erfolgt in der Bilanz in langfristige und kurzfristige Rückstellungen.

Latente Steuerposten

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 aus temporären Differenzen zwischen Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die Latenten Steuern sind mit einem Steuersatz von 30 % angesetzt. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren werden alle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sämtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich jeweils um Verbindlichkeiten mit kurzfristiger Laufzeit von höchstens zwölf Monaten.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. In diesen Fällen werden diese Finanzderivate gemäß IAS 39 im Zugangszeitpunkt zum Fair Value, i.d.R. entsprechend den Anschaffungskosten, erfasst und in der Folge zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Dauer des Derivats.

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen können die sich tatsächlich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die auf eine Sicht von 12 Monaten am stärksten von einem entsprechenden Risiko betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Abschlusses sind die Rückstellungen für Gewährleistungen. Den Gewährleistungsrückstellungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit und zukünftige Einschätzungen zugrunde. In allen Fällen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegende werterhellende Umstände berücksichtigt.

Erläuterungen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

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2012

T€
2011

T€
Inland 178.551 178.347
Ausland 48.850 48.715
Summe 227.401 227.062

2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

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2012

T€
2011

T€
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 988 1.822
Summe 988 1.822

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

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2012

T€
2011

T€
Aktivierte Eigenleistung Löhne 300 197
Summe 300 197

4. Sonstige betriebliche Erträge

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2012

T€
2011

T€
Periodenfremde Erträge 912 668
Energiesteuererstattungen 553 677
Sachbezüge PKW 405 308
Weiterbelastete Kosten 332 308
Versicherungserstattungen 116 208
Fremdwährungserträge 32 69
Übrige Erträge 650 642
Summe 3.000 2.880

5. Materialaufwand

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2012

T€
2011

T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 90.506 92.026
Handelswaren 16.703 17.424
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.277 7.590
Summe 115.486 117.040

6. Personalaufwand

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2012

T€
2011

T€
Löhne und Gehälter 57.395 55.667
Soziale Abgaben 10.138 9.776
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.052 1.038
Sonstige soziale Aufwendungen 1.097 1.088
Summe 69.682 67.569

Die Arbeitnehmerzahl der Westag & Getalit AG beträgt im Jahresdurchschnitt:

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2012 2011
Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende)
Angestellte 367 353
Gewerbliche Arbeitnehmer 864 840
Summe 1.231 1.193

7. Abschreibungen Anlagevermögen

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2012

T€
2011

T€
Immaterielle Vermögenswerte 342 254
Sachanlagen 9.404 9.071
Summe 9.746 9.325

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2012

T€
2011

T€
Ausgangsfrachten 10.691 10.600
Fremdlöhne für Fertigung und Gemeinkosten 4.291 3.902
Fremdreparaturen und Wartungen 3.422 3.691
Werbe- und Messekosten 1.423 2.001
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 1.314 1.265
Rechts- und Beratungskosten, EDV-Beratung 920 755
Miete, Pacht, Leasingkosten 607 657
Reisekosten 604 619
Postkosten, Büromaterial und Telefon 560 595
Kfz-Kosten 550 576
Sonstige Personalaufwendungen 503 461
Übrige Aufwendungen (Einzelposten unter T€ 500) 1.329 1.095
Summe 26.214 26.217

Die übrigen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 113 T€ (Vorjahr: 100 T€) und Fremdwährungsaufwendungen in Höhe von 69 T€ (Vorjahr: 20 T€).

9. Sonstige Steuern

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2012

T€
2011

T€
Sonstige Steuern 227 262
Summe 227 262

Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer.

10. Finanzergebnis

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2012

T€
2011

T€
Zinserträge 162 152
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3 1
Erträge aus Beteiligung AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH 273 67
Zinsaufwendungen -6 -8
Summe 432 212

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2012

T€
%*) 2011

T€
%*)
Erwarteter Steueraufwand 3.230 30,0 3.529 30,0
Vorjahresanpassungen 42 0,4 60 0,5
Sonstige Steuereffekte 29 0,3 -37 -0,3
Summe 3.301 30,7 3.552 30,2
10.766 11.759

*) bezogen auf den Jahresüberschuss vor Ertragsteuern in Höhe von

Die genannten Steuersätze wurden auf Grundlage der jeweils geltenden Steuersätze geschätzt. Dabei wurde von einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % ausgegangen. Bei der Gewerbesteuer liegen Hebesätze von 403 % für Wiedenbrück und 411 % für Wadersloh zugrunde.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2012

T€
2011

T€
Tatsächlicher Steueraufwand 3.339 3.401
Latente Steuern aufgrund der Entstehung und Umkehrung von temporären Unterschieden Pensionsrückstellungen -57 -52
Langfristige Personalrückstellungen -4 18
Sonderposten mit Rücklageanteil -52 -52
Abschreibung Anlagevermögen 75 237
Summe 3.301 3.552

Die latenten Steuern wurden auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 % berechnet.

12. Ergebnis je Aktie

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2012 2011
Jahresüberschuss in € 7.465.030,11 8.207.739,56
Durchschnittlicher Bestand Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Durchschnittlicher Bestand Vorzugsaktien 2.549.641 2.563.804
Ergebnis je Stammaktie in € 1,35 1,48
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 1,41 1,54
Dividendenberechtigte Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Dividendenberechtigte Vorzugsaktien 2.549.172 2.550.669
Dividende je Stammaktie in € 0,94 0,94
Dividende je Vorzugsaktie in € 1,00 1,00

Erläuterungen zur Bilanz

13. Langfristige Vermögenswerte

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahre 2012 sind der nachstehenden Darstellung zur Bilanz zu entnehmen.

Die Sachanlagen sind mit Grundschulden in Höhe von 6.800 T€ belastet. Die Grundschuld wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Zum Bilanzstichtag wurden 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen als assoziiertes Unternehmen gehalten. Das Nennkapital der AKP beläuft sich auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2012 beträgt 2.354 T€ (Vorjahr: T€ 2.468 T€). Es konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 443T€ (Vorjahr: 489 T€) für 2012 erzielt werden.

WESTAG & GETALIT AKTIENGESELLSCHAFT, RHEDA - WIEDENBRÜCK

ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE

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IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE SACHANLAGEN
in € Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2011 2.140.290,48 56.243.612,67 109.779.546,02
Zugänge 365.043,12 271.553,12 1.305.232,28
Abgänge 24.183,90 32.147,68 2.238.236,19
Umbuchungen 0,00 0,00 69.028,12
Stand 31. Dezember 2011 2.481.149,70 56.483.018,11 108.915.570,23
Zugänge 481.826,24 560.057,98 4.004.547,74
Abgänge 26.235,74 0,00 2.445.655,18
Umbuchungen 0,00 0,00 5.201.102,13
Stand 31. Dezember 2012 2.936.740,20 57.043.076,09 115.675.564,92
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2011 1.477.394,69 33.372.581,29 81.203.796,02
Zuführungen 253.809,12 1.320.391,12 4.389.719,28
Auflösungen 24.183,90 32.147,68 2.237.126,07
Stand 31. Dezember 2011 1.707.019,91 34.660.824,73 83.356.389,23
Zuführungen 341.741,24 1.291.118,98 4.632.863,87
Auflösungen 26.235,74 0,00 2.443.704,18
Stand 31. Dezember 2012 2.022.525,41 35.951.943,71 85.545.548,92
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2011 774.129,79 21.822.193,38 25.559.181,00
Stand 31. Dezember 2012 914.214,79 21.091.132,38 30.130.016,00

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SACHANLAGEN
in € Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2011 74.377.164,78 77.555,02 240.477.878,49
Zugänge 2.746.691,53 6.377.554,42 10.701.031,35
Abgänge 1.596.324,30 0,00 3.866.708,17
Umbuchungen 8.526,90 -77.555,02 0,00
Stand 31. Dezember 2011 75.536.058,91 6.377.554,42 247.312.201,67
Zugänge 3.152.219,02 2.322.006,39 10.038.831,13
Abgänge 1.865.205,43 0,00 4.310.860,61
Umbuchungen 1.601.452,29 -6.802.554,42 0,00
Stand 31. Dezember 2012 78.424.524,79 1.897.006,39 253.040.172,19
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2011 63.920.046,27 0,00 178.496.423,58
Zuführungen 3.360.929,95 0,00 9.071.040,35
Auflösungen 1.563.697,82 0,00 3.832.971,57
Stand 31. Dezember 2011 65.717.278,40 0,00 183.734.492,36
Zuführungen 3.479.976,31 0,00 9.403.959,16
Auflösungen 1.764.086,43 0,00 4.207.790,61
Stand 31. Dezember 2012 67.433.168,28 0,00 188.930.660,91
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2011 9.818.780,51 6.377.554,42 63.577.709,31
Stand 31. Dezember 2012 10.991.356,51 1.897.006,39 64.109.511,28

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FINANZANLAGEN
in € Anteile an assoziierten Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt Anlagevermögen Gesamt
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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Januar 2011 1.200.013,15 62.758,21 1.262.771,36 243.880.940,33
Zugänge 0,00 75.000,00 75.000,00 11.141.074,47
Abgänge 0,00 62.558,21 62.558,21 3.953.450,28
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2011 1.200.013,15 75.200,00 1.275.213,15 251.068.564,52
Zugänge 0,00 75.000,00 75.000,00 10.595.657,37
Abgänge 0,00 0,00 0,00 4.337.096,35
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2012 1.200.013,15 150.200,00 1.350.213,15 257.327.125,54
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Januar 2011 0,00 0,00 0,00 179.973.818,27
Zuführungen 0,00 0,00 0,00 9.324.849,47
Auflösungen 0,00 0,00 0,00 3.857.155,47
Stand 31. Dezember 2011 0,00 0,00 0,00 185.441.512,27
Zuführungen 0,00 0,00 0,00 9.745.700,40
Auflösungen 0,00 0,00 0,00 4.234.026,35
Stand 31. Dezember 2012 0,00 0,00 0,00 190.953.186,32
BUCHWERTE
Stand 31. Dezember 2011 1.200.013,15 75.200,00 1.275.213,15 65.627.052,25
Stand 31. Dezember 2012 1.200.013,15 150.200,00 1.350.213,15 66.373.939,22

14. Kurzfristige Vermögenswerte

14.1 Vorräte

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2012

T€
2011

T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.256 19.847
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.330 4.080
Fertige Erzeugnisse und Waren 15.755 14.934
Summe 38.341 38.861

Im Geschäftsjahr erfolgten erfolgswirksame Abwertungen der Vorräte gemäß IAS 2.34 in Höhe von 1.391 T€ (Vorjahr: 151 T€). Aus in früheren Jahren vorgenommenen Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte sind von der Westag & Getalit AG nicht als Sicherheiten übereignet.

14.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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2012

T€
2011

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.703 28.321
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13 11
Sonstige Vermögenswerte 2.080 1.234
Ertragsteuerforderungen 2.155 2.996
Summe 31.551 32.562

Der Ausweis der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sowie deren Tochterunternehmen WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH. Die Westag & Getalit AG hat einen maßgeblichen Einfluss auf die obigen Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2012 sind Waren in Höhe von 1.076 T€ (Vorjahr: 1.223 T€) geliefert und im gleichen Zeitraum Waren in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 1 T€) bezogen worden.

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2012

T€
2011

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Buchwert 27.303 28.321
davon zum Abschlussstichtag nicht wert- gemindert und überfällig seit
weniger als 30 Tagen 1.833 1.023
mehr als 30 und weniger als 60 Tagen 459 463
mehr als 60 Tagen 561 931

Die Entwicklung der Wertberichtigungen zur Abdeckung eines möglichen Ausfallrisikos stellt sich wie folgt dar:

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2012

T€
2011

T€
Anfangsbestand 01.01. 1.394 1.323
Zuführung 47 98
Verbrauch/Auflösung -26 -27
Endbestand 31.12. 1.415 1.394

Die Forderungsausfälle des Geschäftsjahres betrugen 125 T€ (Vorjahr: 57 T€).

Die Lieferungen der Gesellschaft erfolgen unter Eigentumsvorbehalt.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus:

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2012

T€
2011

T€
Debitorische Kreditoren 632 740
Erstattungen Energie 620 219
Forderungen Lieferantenboni 357 61
Übrige 471 214
Summe 2.080 1.234

Die Ertragsteuerforderungen beinhalten in Höhe von 1.976 T€ (Vorjahr: 2.288 T€) Ansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben. Diese Ansprüche werden mit 0,5 % (Vorjahr: 1,85 %) abgezinst und beginnend ab 2008 über einen Zeitraum von 10 Jahren in gleichbleibenden Beträgen in Höhe von 399 T€ ausbezahlt. Der Nennbetrag dieser Forderungen beträgt 1.995 T€ (Vorjahr: 2.395 T€).

14.3 Liquide Mittel

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2012

T€
2011

T€
Kasse und Kontokorrentkonten 2.475 1.941
Termingeld- und Geldmarktkonten 13.051 11.586
Summe 15.526 13.527

Für die Insolvenzabsicherung von Altersteilzeitguthaben sind Avalkredite von 138 T€ (Vorjahr: 138 T€) bis zum 31.03.2014 eingeräumt worden. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen sowie im vorangegangenen Geschäftsjahr keine Verpfändungen oder Abtretungen von Wertpapieren oder Bankguthaben vorgenommen.

15. Eigenkapital

15.1 Gezeichnetes Kapital (Inhaberaktien)

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Anzahl 2012

T€
2011

T€
Stammaktien 2.860.000 7.322 7.322
Vorzugsaktien 2.860.000 7.322 7.322
Summe 5.720.000 14.644 14.644

Ziel unseres Kapitalmanagements ist es auf Grundlage der vorhandenen, guten Eigenkapitalquote eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des AktG und der Satzung werden die erzielten Überschüsse in die Rücklagen eingestellt oder an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der beigefügten Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung an der Düsseldorfer und Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Stammaktien sind voll stimmberechtigt, die Vorzugsaktien stimmrechtslos. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für diese zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind.

Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtlosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23.08.2015 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu 5.840.000 € (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um 1.460.000 € (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen.

Des Weiteren weisen wir auf die folgenden Punkte zum Kapital und zur Satzung hin:

Die Syntalit AG, Zug, Schweiz, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist Aktionärin der Syntalit AG und ihr sind sämtliche Stimmrechtsanteile gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden und dem Vorstand auch nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft sind der Gesellschaft nur hinsichtlich der Vorzugsaktien bekannt. Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft werden nach § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen.

Die Änderung der Satzung kann nach § 179 AktG nur mit mindestens drei Viertel des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Die Satzung enthält keine davon abweichenden Bestimmungen.

Im Rahmen des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 wurde der Vorstand zum Rückkauf von eigenen Aktien im Sinne des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 23.08.2015 ermächtigt.

Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebotes Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.

15.2 Kapitalrücklage

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2012

T€
2011

T€
Kapitalrücklage 24.399 24.399
Summe 24.399 24.399

Die Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den Agiobeträgen der Kapitalerhöhungen aus früheren Jahren zusammen.

15.3 Gewinnrücklagen

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2012

T€
2011

T€
Gesetzliche Rücklagen 596 596
Andere Gewinnrücklagen 58.915 56.815
Summe 59.511 57.411

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der Westag & Getalit AG, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind erfolgsneutrale negative Eigenkapitalveränderungen, die durch die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS entstanden sind, berücksichtigt.

Im Berichtsjahr 2012 betrug die Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 2.100 T€ (Vorjahr: 3.100 T€).

15.4 Bilanzgewinn

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2012

T€
2011

T€
Entwicklung des Bilanzpostens Anfangsbestand 01.01. 10.252 10.817
Dividendenausschüttung -5.238 -5.261
Erwerb eigene Anteile -25 -412
Jahresüberschuss 7.465 8.208
Zuführung § 58 Abs. 2 AktG -2.100 -3.100
Endbestand 31.12. 10.354 10.252

Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile von 310.828 (Vorjahr: 309.311) Stück mit Anschaffungskosten von 3.844 T€ (Vorjahr: 3.819 T€) wurden erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

16. Langfristiges Fremdkapital

16.1 Pensionsrückstellungen

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2012

T€
2011

T€
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 14.393 14.130
Laufender Aufwand wie nachfolgend 957 1.002
Laufende Pensionszahlungen -757 -739
Endbestand 31.12. 14.593 14.393
Erwarteter Barwert der Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag 19.426 14.410
Nicht bilanzierte versicherungsmathematische Verluste -4.833 -17
Barwert zum Bilanzstichtag 14.593 14.393

Der Barwert der Pensionsverpflichtung wird nicht über einen Fonds finanziert.

In der Gewinn-und Verlust-Rechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen als Personalaufwand enthalten:

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2012

T€
2011

T€
Laufender Dienstzeitaufwand 228 242
Zinsaufwand 729 732
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 28
957 1.002

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei werden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:

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2012

%
2011

%
Rechnungszinsfuss (p.a.) 3,30 5,20
Erwartete Einkommenssteigerung (p.a.) 0,00 0,00
Erwartete Rentensteigerung (p.a.) 2,00 2,00
Durchschnittliche Fluktuation 1,17 0,21

In den letzten Jahren hat sich der erwartete Barwert wie folgt entwickelt:

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2012

T€
2011

T€
2010

T€
2009

T€
Erwarteter Barwert der Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag 19.426 14.410 14.582 13.580
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Barwertes -37 -307 314 -84

Aufgrund einer Änderung des IAS 19, die mit Beginn des Geschäftsjahres 2013 anzuwenden ist, werden im nächsten Geschäftsjahr die versicherungsmathematische Gewinne und Verluste rückwirkend in voller Höhe erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Dies kann je nach Höhe der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste einen wesentlichen Einfluss auf die Eigenkapitalquote des Unternehmens haben. Die bisher nicht bilanzierten versicherungsmathematischen Verluste betragen zum Bilanzstichtag 4.833 T€ (Vorjahr: 17 T€), die unter Berücksichtigung von latenten Steuern (30%) erfolgsneutral zu verrechnen wären.

16.2 Andere langfristige Rückstellungen

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in T€ Personalrück- Stellungen Sonstige Rückstellungen Langfristige Rückstellungen Gesamt
Anfangsbestand 01.01.2011 715 848 1.563
Verbrauch 81 611 692
Auflösung 0 0 0
Zuführung 38 648 686
Endbestand 31.12.2011 672 885 1.557
Anfangsbestand 01.01.2012 672 885 1.557
Verbrauch 112 765 877
Auflösung 0 0 0
Zuführung 19 783 802
Endbestand 31.12.2012 579 903 1.482

Die langfristigen Rückstellungen enthalten Teilbeträge in Höhe von 783 T€ (Vorjahr: 805 T€), die wahrscheinlich innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erfüllt werden und unverzinslich sind.

16.3 Latente Steuern

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2012

T€
2011

T€
Anlagevermögen 1.530 1.454
Sonderposten mit Rücklageanteil 248 301
Rückstellungen -1.023 -962
Summe 755 793

Die latenten Steuerverbindlichkeiten betragen bei einem Ansatz von 30 % zum 31.12.2012 saldiert 755 T€ (Vorjahr: 793 T€).

17. Kurzfristiges Fremdkapital

17.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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2012

T€
2011

T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.829 10.849

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die durch den üblichen Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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2012

T€
2011

T€
Boniansprüche von Kunden 7.543 7.517
Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 4.934 5.216
Lohnsteuer 1.343 1.257
Umsatzsteuer 707 252
Erhaltene Anzahlungen 80 403
Kreditorische Debitoren 80 96
Umweltschutzmaßnahmen (kurzfristig) 0 152
Übrige 936 747
Summe 15.623 15.640

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.3 Kurzfristige Rückstellungen

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Gewährleistungen

T€
Anfangsbestand 01.01.2011 566
Verbrauch 407
Auflösung 0
Zuführung 432
Endbestand 31.12.2011 591
Anfangsbestand 01.01.2012 591
Verbrauch 511
Auflösung 0
Zuführung 522
Endbestand 31.12.2012 602

Die Rückstellung wurde für die kurzfristige Inanspruchnahme von Gewährleistungen gebildet.

17.4 Ertragsteuerverbindlichkeiten

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2012

T€
2011

T€
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 49

18. Sonstige Angaben

18.1 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Westag & Getalit AG verfügt am Bilanzstichtag über originäre Finanzinstrumente. Diese betreffen auf der Aktivseite die finanziellen Vermögenswerte und umfassen im Wesentlichen die sonstigen langfristigen Ausleihungen, die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie die liquiden Mittel und werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite entfallen die Finanzinstrumente auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko.

Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und den Laufzeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu dem Bilanzposten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“.

Die folgende Darstellung vergleicht die Buchwerte mit den beizulegenden Zeitwerten. Für Flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente entsprechen die Zeitwerte den zu den jeweiligen Stichtagen bilanzierten Buchwerten.

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2012 2011
Aktiva Buchwert

T€
Zeitwert

T€
Buchwert

T€
Zeitwert

T€
--- --- --- --- ---
Sonstige Ausleihungen 150 150 75 75
Forderungen und Vermögenswerte 29.396 29.396 29.566 29.566
Flüssige Mittel 15.526 15.526 13.527 13.527
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.829 9.829 10.849 10.849
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15.623 15.623 15.640 15.640
Zinsergebnis
aus finanziellen Vermögenswerten 80 80 101 101

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund von Einkaufs- und Absatzgeschäften in fremder Währung in kleinem Umfang Finanz- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diesen begegnet die Gesellschaft im Einzelfall und in geringem Umfang durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten auf der Einkaufsseite durch Absicherung des US-Dollarkurses als auch auf der Abnehmerseite durch die Absicherung des britischen Pfunds bei gleichzeitiger Beobachtung von erwarteten Wechselkursentwicklungen. Die Gesellschaft geht zur Zeit aufgrund des Geschäftsvolumens in fremder Währung davon aus, dass Wechselkursänderungen sich nicht signifikant auf das Periodenergebnis auswirken. Zur Abwehr von Forderungsausfallrisiken sind unsere Forderungsbestände zum größten Teil durch die bestehende Forderungsversicherung abgesichert.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestehen zum Bilanzstichtag in Form von kurzfristigen US-Dollar-Terminkäufen mit einem Volumen in Höhe von 470 T$ (Vorjahr: 200 T$) sowie kurzfristigen GBP-Terminverkäufen bzw. Verkaufsoptionen in Höhe von 1.700 T£ (Vorjahr: 2.000 T£). Der beizulegende Wert der derivativen Finanzinstrumente beträgt 39 T€ (Vorjahr: -43 T€).

18.2 Segmentberichterstattung

Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und Liquide Mittel erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen. Die Aufteilung in die Segmente erfolgt im Wesentlichen nach den jeweiligen Umsatzanteilen, sofern keine Direktzuordnung möglich ist.

Die Segmentberichterstattung der Westag & Getalit AG erfolgt durch die Aufteilung der geografischen Regionen mit dem Sitz der Kunden nach Inland und Ausland (primäres Berichtsformat).

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Inland

T€
Ausland

T€
Westag gesamt

T€
Geschäftsjahr 2012
Umsatz 178.550 48.851 227.401
Deckungsbeitrag 46.238 12.350 58.588
Fixkosten 37.807 10.015 47.822
Ergebnis 8.431 2.335 10.766
Geschäftjahr 2011
Umsatz 178.347 48.715 227.062
Deckungsbeitrag 45.744 12.219 57.963
Fixkosten 36.548 9.655 46.203
Ergebnis 9.196 2.564 11.760

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Inland

T€
Ausland

T€
Westag gesamt

T€
Geschäftsjahr 2012
Segmentvermögen 130.579 21.213 151.792
Segmentschulden 36.891 5.993 42.884
Segmentinvestitionen 9.115 1.481 10.596
Segmentabschreibungen 8.384 1.362 9.746
Geschäftjahr 2011
Segmentvermögen 129.574 21.004 150.578
Segmentschulden 37.752 6.120 43.872
Segmentinvestitionen 9.587 1.554 11.141
Segmentabschreibungen 8.024 1.301 9.325

Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen (sekundäres Berichtsformat)

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Geschäftsjahr 2012 Sperrholz/ Schalung Türen/ Zargen Laminate/ Elemente Übrige Westag gesamt
Umsatz 32.025 113.850 74.784 6.742 227.401
Segmentinvestitionen 308 4.543 2.350 3.395 10.596
Segmentvermögen 16.330 56.397 51.202 27.863 151.792
Geschäftsjahr 2011
Umsatz 34.900 109.424 75.684 7.054 227.062
Segmentinvestitionen 277 6.922 2.033 1.909 11.141
Segmentvermögen 17.794 53.908 51.867 27.009 150.578

18.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sie setzen sich wie folgt zusammen:

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2012

T€
2011

T€
Gaseinkaufsverträge 2.710 0
Stromeinkaufsverträge 1.613 980
Bestellobligo für Investitionen 533 2.029
Pacht- und Leasingverträge 291 381
Übrige finanzielle Verpflichtungen 87 91
5.234 3.481

In den Pacht- und Leasingverträgen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 61 Jahren in Höhe von 188 T€ enthalten (Vorjahr: 189 T€), das mit 5 % abgezinst wird.

Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der bestehenden Pacht- und Leasingverträge Zahlungen in Höhe von 62 T€ (Vorjahr: 77 T€) zu leisten.

18.4 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Als nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 werden angesehen:

Syntalit AG und Gethalia Foundation als unmittelbare und mittelbare Mehrheitsaktionärin
Vorstand der Westag & Getalit AG
Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG
AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH als assoziiertes Unternehmen sowie deren Tochterunter nehmen
masline GmbH und WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH

Laut Mitteilung der Syntalit AG vom 18.12.2006 hält diese mit 75,5 % die Mehrheit an den Stammaktien unserer Gesellschaft. Des Weiteren hat die Gethalia Foundation mitgeteilt, dass sie Aktionärin der Syntalit AG ist und ihr sämtliche 75,5 % der Stimmrechtsanteile der Syntalit AG und an unserer Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind. Eine meldepflichtige Änderung des Bestandes ist seither nicht an uns ergangen. Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Syntalit AG sowie der Gethalia Foundation getätigt worden sind.

Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: "Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen."

Hinsichtlich der Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie der Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH verweisen wir auf die Ausführungen unter 14.2 "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" und 18.6 "Bezüge des Aufsichtsrates und Vorstands".

18.5 Organe der Gesellschaft

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Vorstand Aufsichtsrat
Bernhard Wenninger Diplom-Ökonom Vorstandssprecher Pedro Holzinger Kaufmann, Rheda-Wiedenbrück Vorsitzender
Vorstand Zentralbereiche Rheda-Wiedenbrück
Klaus Pampel Geschäftsführer der Hüttenes-Albertus Chemische Werke GmbH, Meerbusch stellvertretender Vorsitzender
Wilhelm Beckers Diplom-Ingenieur Verfahrenstechnik Vorstand Sparte Türen/Zargen Herzebrock-Clarholz Jürgen Heite Geschäftsführer der Thyssen'schen Handelsgesellschaft mbH, Meerbusch
Ronald Jeffries Kaufmann, London/Großbritannien - verstorben am 21.09.2012
Markus Sander Diplom-Wirtschaftsingenieur Vorstand Sparte Laminate/Elemente und Sparte Sperrholz/Schalung Herford Dietmar Lewe* Holzbearbeitungsmechaniker Betriebsratsvorsitzender, Rietberg Reinhard Grewe* Facharbeiter, Rheda-Wiedenbrück

* Vertreter der Arbeitnehmer

18.6 Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands

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2012

T€
2011

T€
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 65 68
Gesamtbezüge des Vorstands 1.221 1.390
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene 418 349
Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sowie aktiver Vorstandsmitglieder 4.064 4.501
In den Pensionsrückstellungen enthaltener Dienstzeitaufwand für Vorstand und Aufsichtsrat 0 11
Beratungsleistungen (Herr Pedro Holzinger) 60 60

Vorschüsse, Kredite, Bürgschaften oder Gewährleistungen wurden weder Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands gewährt.

In der Hauptversammlung vom 24.08.2010 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5 – 8 HGB sowie §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Satz 5 – 8 HGB für die Geschäftsjahre 2010 – 2014 nicht erfolgen müssen.

19. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

20. Vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

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2012

T€
2011

T€
Abschlussprüfung 100 100
Steuerberatungsleistungen 38 38
Sonstige Leistungen 33 33
Summe 171 171

21. Überleitungsrechnungen nach IFRS 1

21.1 Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IAS/IFRS

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2012

T€
2011

T€
Eigenkapital nach HGB 109.794 107.714
Latente Steuern 380 432
Sonderposten mit Rücklageanteil 829 1.003
Pensionsrückstellungen -2.095 -2.443
Eigenkapital nach IAS/IFRS 108.908 106.706

21.2 Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IAS/IFRS

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2012

T€
2011

T€
Jahresüberschuss nach HGB 7.344 8.411
Sonstige betriebliche Erträge -174 -174
Personalaufwendungen -579 -1.046
Zinsaufwand 727 732
Außerordentliches Ergebnis 198 198
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -51 87
Jahresüberschuss nach IAS/IFRS 7.465 8.208

22. Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag

Zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die den Abschluss beeinträchtigen würden, liegen nicht vor.

23. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns

Für das Geschäftsjahr 2012 ergibt sich ein Bilanzgewinn nach HGB von 11.718 T€, der sich wie folgt zusammensetzt:

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T€
Jahresüberschuss 2012 7.344
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.474
Einstellung in andere Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG -2.100
Bilanzgewinn 11.718

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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T€
Ausschüttung einer Dividende von 0,94 € je Stammaktie 2.688
Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Vorzugsaktie 2.549
5.237
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 6.481
Bilanzgewinn 11.718

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.549.172 Stück nennwertloser Stückaktien.

Für den Vorschlag des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile, die am Tag der Bilanzaufstellung gehalten werden (310.828 Stück), korrigiert.

24. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern, dass nach bestem Wissen und Gewissen der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG vermittelt.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. Februar 2013

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wenninger

Beckers

Sander

KAPITALFLUSSRECHNUNG (NACH IFRS)

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2012 und 2011. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der indirekten Methode unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel.

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2012

T€
2011

T€
Betriebsergebnis/EBIT 10.334 11.548
Gezahlte Ertragsteuern -2.859 -4.239
Abschreibungen 9.746 9.325
Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen -14 -83
Veränderung des Umlaufvermögen 1.086 -5.157
Veränderung des Fremdkapitals -901 -1.570
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 17.392 9.824
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte -10.521 -11.066
Veränderungen der Finanzanlagen -75 -12
Erlöse aus Anlageabgängen 117 117
Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.479 -10.961
Zins-/Beteiligungseinnahmen 355 169
Zinsausgaben -6 -8
Erwerb/Verkauf eigene Aktien -25 -412
Dividendenzahlung -5.238 -5.261
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4.914 -5.512
Veränderung flüssige Mittel 1.999 -6.649
Flüssige Mittel 01.01 13.527 20.176
Flüssige Mittel 31.12 15.526 13.527

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (NACH IFRS)

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Gesamt
Stand 01.01.2011 14.644 24.376 54.311 10.817 104.148
Kauf/Verkauf eigener Anteile 23 -412 -389
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 3.100 -3.100 0
Dividende -5.261 -5.261
Jahresüberschuss 8.208 8.208
Stand zum 31.12.2011 14.644 24.399 57.411 10.252 106.706
Stand 01.01.2012 14.644 24.399 57.411 10.252 106.706
Kauf/Verkauf eigener Anteile -25 -25
Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 2.100 -2.100 0
Dividende -5.238 -5.238
Jahresüberschuss 7.465 7.465
Stand zum 31.12.2012 14.644 24.399 59.511 10.354 108.908

LAGEBERICHT (NACH IFRS) FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012

Geschäftsverlauf 2012

Das Geschäftsjahr 2012 war in Europa durch anhaltende gesamtwirtschaftliche Turbulenzen geprägt. Dies betraf insbesondere die Entwicklung der Staatshaushalte großer europäischer Volkswirtschaften wie unter anderem Spanien und Italien. Die exorbitanten Staatsverschuldungen bedeuten nicht nur für den Euro große Herausforderungen hinsichtlich des Vertrauens in die Währung, sondern stellen auch ein großes Risiko für die globale Konjunktur dar. Die öffentlichen Sparmaßnahmen werden sich dämpfend auf die Konjunktur auswirken. Davon betroffen sind sowohl die Binnenwirtschaft der entsprechenden Länder als auch die exportstarke deutsche Wirtschaft.

Dennoch blieb in 2012 der erfreuliche Blick auf Teile der deutschen Wirtschaftsentwicklung, wenngleich sich auch hier die Währungsunsicherheiten zunehmend in den Köpfen der Verbraucher festgesetzt haben. Davon profitieren konnte jedoch im abgelaufenen Jahr nochmals die deutsche Bauwirtschaft. Die anhaltenden Investitionen in Sachwerte sorgten vor allem im privaten Wohnungsbau für Belebungen. Anders verhielt es sich jedoch in den Bereichen des öffentlichen und auch des gewerblichen Hochbaus, die sich in 2012 schwach darstellten.

Diese gegensätzlichen Entwicklungen der verschiedenen Bausegmente schlugen sich in den verschiedenen Sparten der Westag & Getalit AG im vergangenen Jahr unterschiedlich nieder. Auf Gesamtunternehmensebene glichen sich diese gegenläufigen Effekte fast aus und der Gesamtumsatz verbesserte sich damit leicht im Vergleich zum guten Vorjahr um 0,1 % auf 227,4 Mio. € (Vorjahr 227,1 Mio. €).

Der Exportumsatz stieg ebenso leicht um 0,3 % auf 48,9 Mio. € (Vorjahr 48,7 Mio. €). Vor dem Hintergrund der zum Teil sehr schwierigen Rahmenbedingungen für unser Geschäft im europäischen Handelsumfeld ist dies dennoch nicht unerfreulich und spricht für unser attraktives Produktportfolio.

Sperrholz/Schalung

Die Sparte Sperrholz/Schalung ist mit ihrem Schalungssortiment eng an den öffentlichen Bausektor gekoppelt, was sich auch unmittelbar auf die Umsatzentwicklung in 2012 auswirkte. Weitere Ursache für den Umsatzrückgang war das deutliche Abfallen der Nachfrage im Exportbereich.

Die Sparte musste daher in 2012 einen spürbaren Umsatzrückgang von 8,2 % auf 32,0 Mio. € (Vorjahr 34,9 Mio. €) hinnehmen. Der Auslandsumsatz verringerte sich deutlich um 18,8 % auf 9,3 Mio. € (Vorjahr 11,4 Mio. €). Entsprechend sank die Exportquote auf 29,0 % (Vorjahr 32,8 %).

Sowohl umsatz- als auch ergebnismäßig war die Sparte durch fehlerhafte Rohstoffe belastet. Angesichts veränderter Rahmenbedingungen mussten neue Lieferanten für die von uns bezogenen Rohsperrholzerzeugnisse gefunden werden. Die Umstellung führte zu erheblichen Belastungen und ist bis dato nur teilweise erfolgreich gelungen.

Türen/Zargen

Erneut konnte unsere Sparte Türen/Zargen ihren Umsatz in 2012 um weitere 4,0 % auf 113,9 Mio. € erhöhen (Vorjahr 109,4 Mio. €). Der Exportumsatz stieg um 15,8 % auf 17,1 Mio. € (Vorjahr 14,7 Mio. €). Die Exportquote betrug 2012 damit 15,0 % (Vorjahr 13,4 %).

Damit konnte die Sparte Türen/Zargen bereits zum neunten Mal in Folge ihre Umsätze im Berichtsjahr weiter ausbauen. Dabei profitierte sie in besonderem Maße von der Entwicklung des privaten Wohnungsbaus und dem attraktiven Produktportfolio von Wohnraum- bis hin zu Objekttüren, mit dem individuell auf die Marktanforderungen reagiert werden konnte. Trotz der erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa konnte so auch der Exportumsatz weiter ausgebaut werden.

Laminate/Elemente

Konnte das Exportgeschäft der Sparte Laminate/Elemente trotz des angespannten europäischen Handelsumfelds nahezu konstant gehalten werden, so schlug sich eine leichte Verschiebung im Produktmix beim Inlandsumsatz negativ auf den Gesamtumsatz der Sparte nieder.

Somit musste die Sparte einen leichten Umsatzrückgang um 1,2 % auf 74,8 Mio. € hinnehmen (Vorjahr 75,7 Mio. €). Die Exportumsätze verringerten sich marginal um 0,2 % auf 22,5 Mio. € (Vorjahr 22,6 Mio. €). Die Exportquote blieb nahezu konstant bei einem Wert von 30,1 % gegenüber 29,8 % im Jahr zuvor.

Verdeckte Qualitätsprobleme bei einigen als Basisprodukt eingesetzten Rohstoffen führten zeitweise zu Reklamationen an Fertigprodukten durch unsere Kunden und zu erheblichen Aufwendungen bei der Beseitigung der Fehler. Inzwischen ist durch Lieferantenwechsel die gewohnt hohe Qualität dieser Westag-Produkte wieder hergestellt.

Export

Wie bereits eingangs beschrieben, ist die Situation in unseren relevanten Exportmärkten unruhig. Die Unsicherheiten durch die in Schieflage geratenen Haushalte einiger Euroländer erschwerten den Absatz unserer Produkte und bremsten uns in einigen Teilen beim Wachstum. Dies betrifft insbesondere die öffentlichen Ausgaben und auch die Investitionen im Privatsektor. Erfreulicher zeigt sich hingegen der Blick nach Osteuropa, in die Schweiz und nach Großbritannien. Dort waren für unser Unternehmen Potenziale zum weiteren Wachstum gegeben, die zur Umsatzsteigerung genutzt werden konnten, wodurch die schwächere Entwicklung in anderen Exportmärkten wieder ausgeglichen wurde.

Nahezu parallel zum Gesamtumsatz hat sich somit auch der unternehmensweite Export entwickelt. So konnten wir in 2012 auch hier einen leichten Zuwachs um 0,3 % auf 48,9 Mio. € (Vorjahr 48,7 Mio. €) verzeichnen. Damit blieb die Exportquote mit 21,5 % auf dem Niveau des Vorjahres.

Mitarbeiter

Zum Stichtag 31.12.2012 hat die Gesellschaft 1.287 Mitarbeiter beschäftigt, was einen Anstieg von fünf Mitarbeitern bzw. 0,4 % gegenüber dem Vorjahresstichtag bedeutet. In der Gesamtzahl sind 58 Auszubildende enthalten. Damit betrug die Ausbildungsquote zum Stichtag 4,5 %.

Im Rahmen von altersbedingter Fluktuation konnten wir einige Mitarbeiter unserer Personaldienstleister, die bereits lange für uns im Einsatz waren, in ein Westag-Arbeitsverhältnis übernehmen. Vor dem Hintergrund der Neueinstellungen und der im Berichtsjahr durchgeführten Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie des gegenüber dem Vorjahr nur leicht gestiegenen Umsatzes hat sich unsere Personalaufwandsquote um 1,0 % auf 30,5 % erhöht.

Auch 2012 haben wir parallel zur eigenen Belegschaft Mitarbeiter von Personaldienstleistern eingesetzt, um Kapazitätsspitzen abzudecken. Entsprechend unterstützten uns bis zu 80 Mitarbeiter von Fremdfirmen.

Ertragslage

Das Ergebnis vor EE-Steuern beträgt für das Berichtsjahr 10,8 Mio. €, was einen unerfreulichen Rückgang von 8,4 % gegenüber dem Vorjahreswert von 11,8 Mio. € darstellt. Die Einflussfaktoren auf die Ergebnisentwicklung lagen im besonderen Maße bei den eingesetzten Rohmaterialien. Zwar hat sich die Preissituation bei einigen Rohstoffen im Vergleich zum Vorjahr wieder verbessert dargestellt, jedoch wurde das Ergebnis durch die in 2012 aufgetretenen Qualitätsdefizite beim zugekauften Rohmaterial stark belastet. Diese Qualitätsprobleme der Rohstoffe in der Sparte Laminate/Elemente und die damit verbundenen Reklamationen unserer Kunden konnten bereits zeitnah nach dem Auftreten im letzten Jahr abgestellt werden. Eine Einigung über den Ausgleich unserer Belastungen mit dem betreffenden Lieferanten steht bislang jedoch noch aus.

Ebenfalls belastend für unser Ergebnis war die Umstellung auf neue Lieferanten im Bereich Sperrholz/Schalung. Auch hier führten unzureichende Qualitäten bei den eingekauften Rohmaterialien mit langen Lieferzeiten zu einer verschlechterten Ergebnissituation, da es bei der Weiterverarbeitung in unserer Fertigung zu höheren Ausschussquoten und ungeplanten Nacharbeiten kam, die unsere Herstellungskosten deutlich verteuerten. Um die Qualitätsschwierigkeiten beim Zulieferermaterial dauerhaft zu beheben, arbeiten bereits eigens dafür geschaffene spartenübergreifende Projektteams an Lösungen, um die Situation wieder zu normalisieren.

Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im Berichtsjahr von 29,5 % auf 30,5 %. Die Gründe dafür liegen in der leichten Steigerung der Mitarbeiterzahl und der durchgeführten Lohn- und Gehaltsanpassungen im Geschäftjahr, die sich bei gleichzeitig gleich gebliebener Auslastung negativ auf die Personalaufwandsquote auswirkten. Die Abschreibungen erhöhten sich von 9,3 Mio. € im Vorjahr auf 9,7 Mio. € in 2012. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten konstant bei 26,2 Mio. € (Vorjahr 26,2 Mio. €) gehalten werden.

Unserer KWK-Anlage trug, wie in den Vorjahren, weiterhin positiv zum Ergebnis bei.

Der Jahresüberschuss hat sich parallel zum Vorsteuerergebnis entwickelt und belief sich auf 7,5 Mio. € im Berichtsjahr (Vorjahr 8,2 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug für 2012 je Stammaktie 1,35 € (Vorjahr 1,48 €) und je Vorzugsaktie 1,41 € (Vorjahr 1,54 €).

Wertschöpfung

Trotz der leicht verringerten Gesamtleistung auf 228,7 Mio. € (Vorjahr 229,1 Mio. €) hat sich die Wertschöpfung auf 80,7 Mio. € (Vorjahr 79,6 Mio. €) erhöht. Die Ursache für die Steigerung liegt insbesondere in der teilweise verbesserten Preissituation für unsere eingesetzten Rohstoffe.

Bei der Verteilung der Wertschöpfung hat sich der Anteil, der auf die Mitarbeiter entfällt, auf 69,7 Mio. € erhöht (67,6 Mio. € im Vorjahr). Während der Anteil der Aktionäre über die Dividendenauszahlung weitgehend gleich geblieben ist, hat sich der Anteil der Rücklagen bzw. des Gewinnvortrags reduziert. Ebenfalls reduziert hat sich aufgrund des verringerten Jahresüberschusses auch der Anteil, der über Steuern an den Staat abzuführen ist.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2012 ist mit 151,8 Mio. € leicht angestiegen (Vorjahr 150,6 Mio. €). Auf der Aktivseite ist dabei die Steigerung der liquiden Mittel sowie der zum Bilanzstichtag reduzierte Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hervorzuheben.

Auf der Passivseite konnte das Eigenkapital um 2,2 Mio. € auf einen Wert von 108,9 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 106,7 Mio. €). Mindernd wirkte sich dabei die Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011 aus. Aufgrund des Anstiegs im Eigenkapital bei einer gleichzeitigen Verkürzung der Fremdkapitalanteile an der Bilanz hat sich die Eigenkapitalquote von 70,9 % im Vorjahr auf 71,8 % erhöht.

Hinsichtlich der Finanzlage verzeichnet die Westag & Getalit AG weiterhin keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel erhöhten sich von 13,5 Mio. € im Vorjahr auf 15,5 Mio. € im Berichtsjahr.

Bestand an eigenen Aktien

Zum 31.12.2012 hatte die Gesellschaft 310.828 eigene Aktien im Bestand (Vorjahresstichtag 309.331 Stück). Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Im Zuge unseres Rückkaufprogramms hat sich die Anzahl der in Eigenbesitz befindlichen Aktien gegenüber dem Stand vom 31.12.2011 um 1.497 Aktien erhöht. Der Rückkauf weiterer Aktien ist durch einen Beschluss der Hauptversammlung vom 24.08.2010 für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigt. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den IFRS nicht in den Vermögenspositionen der Bilanz dargestellt.

Investitionen

Im Berichtsjahr investierten wir ein Gesamtvolumen von 10,6 Mio. € (Vorjahr 11,1 Mio. €). Dem stehen Abschreibungen in Höhe von 9,7 Mio. € gegenüber (Vorjahr 9,3 Mio. €).

Herausragend bei den Investitionsprojekten war der Aufbau einer neuen Kantenbearbeitungsanlage für die Sparte Türen/Zargen. Mit der neuen Anlage sind wir auch zukünftig gut aufgestellt, um den stetig steigenden Anforderungen hinsichtlich Lieferschnelligkeit, Produktvielfalt und hoher Qualität bei gleichzeitiger Kapazitätssteigerung zu begegnen.

Weitere Investitionsschwerpunkte bildeten unter anderem die Errichtung eines neuen Gas-Blockheizkraftwerkes sowie eine Vielzahl kleinerer Projekte zur Modernisierung unserer Fertigungsbereiche.

Produktentwicklung

In der Sparte Sperrholz/Schalung lag der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten auf der Optimierung von Harzrezepturen zur Herstellung beschichteter Schalungsplatten. Ferner ergänzten wir das Plattensortiment für den Fahrzeugbereich.

In der Sparte Türen/Zargen wurde das Programm an Spezialtüren mit besonderen technischen Eigenschaften erweitert. Neben einer Aufstockung des Angebots an Brandschutztüren für den deutschen Markt sind besonders neue Brandschutzzulassungen in Großbritannien und der Schweiz sowie für den niederländischen Flughafen Schiphol hervorzuheben. Ferner ist es uns gelungen, für einen erheblichen Teil der Türelemente die strengen Kriterien des Blauen Engels für emissionsarme Produkte aus Holz- und Holzwerkstoffen zu erfüllen.

Aus der Sparte Laminate/Elemente sind zwei Entwicklungen besonders hervorzuheben. Zum einen brachten wir das Konzept unserer Schichtstoff-Manufaktur auf den Weg, mit dem wir für unseren HPL-Schichtstoff GetaLit nicht nur wie bisher Dekore drucken, sondern auch die Oberflächenstrukturen individuell prägen können. Zum anderen entwickelten wir ein Digitaldruckverfahren für Glasplatten. Damit ist es uns möglich, insbesondere Küchenrückwände aus bedrucktem Glas anzubieten, mit denen beispielsweise unansehnlich gewordene Fliesenspiegel verdeckt oder dekorative Wandverkleidungen umgesetzt werden können.

Umweltmanagement

Umweltbewusstes Handeln hat in einem Produktionsbetrieb, wie wir es sind, sehr viele und auch recht unterschiedliche Facetten. Ein wichtiger Faktor sind die unter diesem Gesichtspunkt hergestellten Erzeugnisse. Ein großer Teil der von uns hergestellten Produkte enthält Holzwerkstoffe, die, wie der Name schon andeutet, überwiegend aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bestehen. Angesichts dieser guten Voraussetzungen war es konsequent, unsere Produkte in diesem Sinne umweltfreundlich und emissionsarm weiterzuentwickeln. Belohnt wurden diese Aktivitäten im Berichtsjahr dadurch, dass ein Teil unserer Türen und Zargen, die wir unter den Marken GetaLit, PortaLit, WestaLack und WestaLife vertreiben, nunmehr mit dem Blauen Engel für emissionsarme Produkte aus Holz- und Holzwerkstoffen gekennzeichnet werden dürfen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Umweltschutzaktivitäten ist die Steigerung der Energieeffizienz. Im Oktober 2012 nahmen wir an unserem Standort in Rheda-Wiedenbrück ein neues Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen und thermischen Leistung von jeweils rund 2 MW in Betrieb, das einen Wirkungsgrad von rund 90 % hat und damit als hocheffiziente KWK-Anlage gilt. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr beschlossen, ab dem Jahr 2013 mit der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50 001 zu beginnen. Ziel soll es sein, die von dem Unternehmen benötigte Energie noch effektiver zu nutzen und unnötige Energieverbräuche zu vermeiden.

Weitere Themen waren die verbesserte Lagerung von Gefahrstoffen sowie die stärkere Berücksichtigung von ökologischen Kriterien wie Energieverbrauch und Emissionen beim Einkauf von Maschinen, Anlagen und technischen Geräten.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Laut Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz, und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, vom 18.12.2006 beträgt der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile sind der Gethalia Foundation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Syntalit AG oder der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“

Beteiligungen

Wir sind seit dem Jahr 2006 mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/ Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus HPL, Mineralwerkstoff, Quarzstein, Naturstein, Massivholz und Glas. Die Gesellschaft beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten mit Küchenausstellungen. Im Jahr 2012 hat das Unternehmen zusammen mit seinen Tochterunternehmen einen Umsatz von 15,2 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr 13,6 Mio. €). Der Jahresüberschuss belief sich in 2012 auf 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €). Die Ausschüttung betrug 0,6 Mio. €, an der wir in Höhe unserer Anteilsquote beteiligt waren.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung wird in Absprache mit dem einzelnen Vorstandsmitglied vom Aufsichtsrat festgelegt. Der Personalausschuss unterbreitet hierzu Vorschläge. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem Vorstandsmitglied, das für die Zentralsparte verantwortlich ist, bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft.

Als Jahresgewinn der Gesellschaft gilt der Jahresüberschuss vor Körperschaftssteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt.

Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge und sonstige Bezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben. Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht.

Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten. Darüber hinaus strebt der Aufsichtsrat an, die Vorstandsvergütungen um eine weitere Komponente zur Erzielung hinreichender Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu ergänzen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 9.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.de/unternehmensfuehrung verfügbar.

Risikobericht

Vorbemerkung

Erfolgreiches unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Ergreifung von sich bietenden Chancen und der Beherrschung der damit verbundenen Risiken verknüpft. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben.

Mit einer nachhaltig erfolgreichen Unternehmensführung ist auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken verbunden. Aufgabe unseres unternehmensinternen Risikomanagements und Risikocontrollings ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche Maßnahmen wir ergreifen. Hinsichtlich der Details zu dem von uns installierten Kontroll- und Risikomanagementsystem verweisen wir auf die nachfolgenden Ausführungen nach § 289 Abs. 5 HGB.

Durch eine entsprechende Organisation und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Aus dieser vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit werden die Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, abschließend bewertet und der Umgang mit diesen abgestimmt. Nachfolgend stellen wir die Risiken dar, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind, und führen die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements auf. Dabei ist es wichtig, einleitend festzuhalten, dass nach unserer Einschätzung keine Risiken erkennbar sind, die unser Unternehmen in seiner Gesamtheit gefährden könnten.

Konjunkturelle Risiken

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund ihrer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Küchenmöbelbranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Aufgrund der flexiblen Arbeitszeitmodelle sind wir jedoch in der Lage, auf kurzfristige Absatzschwankungen angemessen zu reagieren und so die Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur und damit über ausreichende Reserven, um etwaige Konjunkturrückgänge in den vorgenannten Branchen gut zu verkraften.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Zwar erreichen wir durch unsere drei Produktionssparten, die teilweise auf unterschiedlichen Märkten tätig sind, eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises insbesondere bei Großkunden eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen, diesen Risiken durch eine weitere Diversifikation zu begegnen. Hierzu dient auf der einen Seite die permanente Weiterentwicklung unseres Produktportfolios und auf der anderen Seite eine weitere Streuung unserer Absatzmärkte, um immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig zu sein.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer angemessenen Versicherung unserer Kundenforderungen gegen Zahlungsausfälle. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften von Kreditinstituten oder Versicherungen absichern.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren für uns erhöht. Grund hierfür sind die Reduzierung von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten, die anziehende Nachfrage nach einigen von uns benötigten Rohstoffen sowie die Verknappung bestimmter Chemikalien und Holzarten. Bei einzelnen Produkten müssen wir lange Lieferfristen hinnehmen, die uns in unserer Flexibilität und Lagerhaltung negativ beeinflussen. Als ein weiteres Risiko haben sich im Berichtsjahr darüber hinaus die nicht ohne Weiteres erkennbaren Änderungen oder Mängel bei Vorprodukten und Rohstoffen herausgestellt.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Schwieriger ist hingegen der Umgang mit dem Risiko von weiteren Preissteigerungen. Hier sind unsere direkten Einflussmöglichkeiten angesichts globaler Entwicklungen wie dem Ölpreisanstieg und einer starken Marktstellung einzelner Anbieter bei bestimmten Rohstoffen begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen. Auf dem Gebiet der Strom- und Gaslieferung begegnen wir diesen Risiken mittelfristig durch eine teilweise Fixierung der Mengen und Preise. Unerwarteten Spezifikationsänderungen und Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch eindeutigere vertragliche Regelungen, eine höhere Kontrolldichte bei den Wareneingangsprüfungen und eine Intensivierung der produktionsbegleitenden Prüfungen.

Operative Risiken

Wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist die Sicherstellung der Produktion von Gütern in vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst guten Kostenstruktur. Hier besteht unsere permanente Aufgabe darin, neue Herstellverfahren zu sichten und bei entsprechender Eignung bei uns zu implementieren. Der bestehende Maschinenpark wird durch gründliche Wartungen, Instandhaltungen und Modernisierungen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Flankiert werden diese Maßnahmen durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren gespiegelte Hardware für zeitkritische Anwendungen, redundante Netzwerkkomponenten und eine moderne Infrastruktur die höchstmögliche Systemverfügbarkeit sowie höchste Sicherheit für unsere Datenbestände. Darüber hinaus werden Datenverluste durch die tägliche Sicherung unserer relevanten Daten minimiert und Systemausfallzeiten durch den Einsatz eines entsprechend geschulten Teams so gut wie ausgeschlossen.

Personalrisiken

Die wichtigste Ressource unseres Unternehmens sind gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Daher sind ein leistungsfähiges Personalmanagement, das sich um die Weiterbildung unserer Mitarbeiter kümmert und qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnt, sowie Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation von entscheidender Bedeutung für unseren Erfolg. Extern haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen, was unter anderem in Praktika, Diplomarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen Ausdruck findet. Damit reagieren wir schon heute auf das zukünftige Risiko der demografischen Entwicklung mit einer Verknappung an qualifizierten Arbeitskräften.

Finanz- und Währungsrisiken

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von über 70 % sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine Finanzierungsrisiken. Den Währungsverschiebungen außerhalb der EU-Zone begegnen wir mit fast ausschließlicher Fakturierung in Euro. In Einzelfällen betreiben wir eine Kursabsicherung sowohl auf der Einkaufsseite durch Absicherung des US-Dollar-Kurses als auch auf der Abnehmerseite durch die Absicherung des britischen Pfunds.

Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gemäß § 289 Abs. 5 HGB

Ziel unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten.

Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform und des dort installierten einheitlichen Kontenplans sowie maschinell standardisierter Abläufe. Die daran beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Durch spezielle Sicherungen sind die verwendeten Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Bei allen rechnungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Überprüfungen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls umgesetzt. Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine klare Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher.

Auch ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, das angemessen und funktionsfähig implementiert ist, kann jedoch keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten.

Erläuternder Bericht des Vorstands zu den Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 14.643.200 €. Es ist eingeteilt in 5.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.

Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 des Aktiengesetzes vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

310.828 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2012 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu.

Die Syntalit AG, Zug, Schweiz, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist Aktionärin der Syntalit AG. Ihr sind sämtliche Stimmrechtsanteile gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 des Aktiengesetzes maßgeblich.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23.08.2015 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu 5.840.000 € (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um 1.460.000 € (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen.

Des Weiteren wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, bis zum 23.08.2015 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und ggf. einzuziehen.

Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß § 289 Abs. 4 HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt.

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaftsentwicklung – im Besonderen für die Bauwirtschaft – sind differenziert zu betrachten. Zwar sehen wir die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland grundsätzlich verhalten optimistisch, jedoch weichen die Aussichten zu den verschiedenen Bausegmenten voneinander ab. Wirtschaftsexperten prognostizieren auch für 2013 ein weiteres Wachstum im Bereich des Wohnungsbaus. Getragen wird diese Anlage in Sachwerte von der weiterhin vorherrschenden Unsicherheit bezüglich der Stabilität des Euros sowie dem extrem niedrigen Zinsniveau. Deutlich schwieriger stellt sich die Entwicklung beim öffentlichen und wahrscheinlich auch weiterhin beim Wirtschaftsbau dar.

Die Situation vieler unserer benachbarten Volkswirtschaften im Euroraum, die teilweise schon in den vergangenen Jahren deutlich mehr als die deutsche Konjunktur unter den Auswirkungen der Staatsschuldenkriese gelitten haben, stellt auch für die nächsten zwei Jahre keine besseren Wirtschaftsdaten in Aussicht. Bei weiterhin stagnierenden Ausgaben wird wohl weder im öffentlichen Bausegment noch im privatwirtschaftlichen Bereich eine deutliche konjunkturelle Belebung möglich sein.

Ausblick Westag & Getalit AG

Vor diesem konjunkturellen Hintergrund in den für uns relevanten Märkten können wir auf ein moderates Gesamtumsatzwachstum für unser Unternehmen hoffen, das getragen sein wird durch den starken Wohnungsbau. Die Grundlage, um von dieser Entwicklung profitieren zu können, bietet unser gut aufgestelltes Produktportfolio.

Zudem werden wir uns auch in Zukunft auf die Marktanforderungen im Export einstellen. Dank unseres breiten Spektrums an Produkten werden wir auch außerhalb Deutschlands die sich uns bietenden Potenziale für die Ausweitung unserer Exportaktivitäten nutzen.

Investitionen

In 2013 planen wir ein Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 15 Mio. €. Darunter fallen unter anderem Kapazitätsausweitungen in unserer Türenfertigung als auch für unsere Schichtstoff-Produktion in der Sparte Laminate/Elemente sowie eine zentrale Energieversorgung an unserem Standort in Wadersloh. Darüber hinaus werden wie jedes Jahr eine Vielzahl kleinerer Investitionsprojekte realisiert, um unsere beiden Standorte technisch weiterhin auf hohem Niveau zu halten und so auch auf die sich wandelnden Marktanforderungen flexibel reagieren zu können.

Ertrag

Für das Ergebnis unseres Unternehmens ist insbesondere die Entwicklung der Preise bzw. die Höhe und Geschwindigkeit der Veränderung der von uns bezogenen Rohstoffe von zentraler Bedeutung. Daher wird auch das Ergebnis in den nächsten beiden Jahren in erheblichem Maße davon abhängen, ob das derzeitige Niveau der Rohstoffkosten konstant bleibt oder wieder deutlich ansteigt. Von ganz besonderer Bedeutung wird es jedoch sein, dass wir im Bereich Sperrholz/Schalung die Qualitäten der bezogenen Holzrohstoffe wieder nachhaltig auf ein zufriedenstellendes Niveau bringen, um damit die ungeplanten Mehraufwendungen in der Fertigung zu eliminieren, die sicherlich auch noch das Ergebnis 2013 beeinflussen werden. Ein moderates Umsatzwachstum und stabile Rohstoffkosten unterstellt, ist es natürlich unser Ziel, trotz dieser Maßnahmen ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen und in 2014 wieder zur alten Ertragsstärke zurückzukehren.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge ergeben.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Westag & Getalit AG so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, den 15. Februar 2013

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Wenninger

Beckers

Sander

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der WESTAG & GETALIT AG, RHEDA-WIEDENBRÜCK, aufgestellten Einzelabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Einzelabschluss und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Einzelabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Einzelabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Einzelabschluss und Lagebericht überwiegend, auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Einzelabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen der Regelungen in IFRS 8 "Geschäftssegmente" wurde die Aufteilung der Geschäftssegmente und die in IFRS 8 vorgesehene Berichterstattung über die Segmentergebnisse sowie des Segmentvermögens und der Segmentschulden sowohl im Einzelabschluss nach den IFRS als auch in der entsprechenden Zwischenberichterstattung nicht gemäß den Regelungen des IFRS 8 vorgenommen, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass ihr durch die Angabe dieser Informationen ein nicht unwesentlicher Schaden gegenüber Mitbewerbern entstehen wird, die nicht zu einer entsprechenden Angabe verpflichtet sind. Dementsprechend vermittelt die Rechnungslegung insoweit kein zutreffendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der nach IFRS 8 zu bildenden Segmente.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Einzelabschluss aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Einzelabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 22. Februar 2013

**PETERS & PARTNER GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Rolf Roter, Wirtschaftsprüfer

Elke Reil, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

unser Geschäftsjahr 2012 bewegte sich in einem sehr differenzierten Umfeld. Während in Deutschland die konjunkturelle Entwicklung positiv blieb, mussten viele europäische Länder mit den Folgen einer Wirtschafts- und Finanzkrise leben. Die daraus entstandene Absatzkrise in diesen Ländern bremste vorerst unseren Weg in Richtung einer weiteren Ausweitung unserer Exportumsätze. Auch die Entwicklung der für uns relevanten Bautätigkeit in Deutschland verlief recht unterschiedlich. Während eine finanziell begründete Zurückhaltung bei öffentlichen Aufträgen und im gewerblichen Hochbau sich bemerkbar machte, florierte der private Wohnungs- bau auch als Folge einer Flucht in Sachwerte. Nicht unerwähnt sollten die ergebnisbelastenden Qualitätsprobleme bei einigen von uns bezogenen Rohstoffen der Sparten Laminate/Elemente und Sperrholz/Schalung bleiben. Sie führten zu einem Rückgang unseres Jahresüberschusses. Der Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG nahm auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Im Vordergrund standen dabei die Abstimmung der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und der einzelnen Sparten, die regelmäßige Beratung des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens und die Überwachung seiner Geschäftsführung. Hierbei haben wir dem Vorstand Anregungen gegeben und Vorgänge und Entwicklungen ausführlich besprochen und kritisch hinterfragt. Der Vorstand hat uns hierzu regelmäßig, zeitnah und umfassend über die verfolgten Strategien, die Planung, Geschäftsentwicklung und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Investitionen sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen informiert. Hierzu erhielten wir monatlich eine Erfolgs- und Vertriebsdeckungsbeitragsrechnung. Jeweils vor den Aufsichtsratssitzungen, mit Ausnahme der Sitzung nach der ordentlichen Hauptversammlung, erhielten wir einen umfangreichen schriftlichen Bericht des Vorstands. Diese Berichte wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich erörtert. Bei allen für die Gesellschaft wesentlichen Entscheidungen wurde der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen wurden uns im Einzelnen erläutert. Über wichtige Geschäftsvorfälle und Entwicklungen wurde der Aufsichtsratsvorsitzende stets unverzüglich informiert. Darüber hinaus setzte sich der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig mit dem Sprecher des Vorstandes, den anderen Vorstandsmitgliedern und mit dem Leiter der Sparte Sperrholz/Schalung zusammen, um die aktuelle Geschäftsentwicklung und besondere Vorkommnisse zu besprechen. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.

Sitzungen des Aufsichtsrats

In jedem Quartal fand eine Aufsichtsratssitzung statt. An diesen nahmen die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter des Abschlussprüfers teil. Lediglich ein Aufsichtsratsmitglied konnte an einer Aufsichtsratssitzung nicht teilnehmen. Die Aufsichtsratssitzungen waren durch offene, konstruktive und vertrauensvolle Gespräche gekennzeichnet. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 22.03.2012 waren vor allem die zum 31.12.2011 auf rund 39 Mio. € angestiegenen Vorräte, der Stand der avisierten Preiserhöhungen für unsere Produkte sowie der Lauf der Geschäfte. Darüber hinaus genehmigten wir eine überarbeitete Neufassung der Geschäftsordnung des Vorstands.

In der Aufsichtsratssitzung am 28.06.2012 befassten wir uns insbesondere mit der unbefriedigenden Situation in der Sparte Sperrholz/Schalung sowie den umfangreichen Reklamationen bei der Sparte Laminate/Elemente als Folge von Unzulänglichkeiten bei den eingesetzten Rohstoffen, weiterhin mit der Reduzierung der Vielfalt unserer Zahlungsbedingungen an Lieferanten sowie den bestehenden und geplanten Compliance-Regelungen der Gesellschaft.

Ein weiteres Thema war der Grad der Auslastungen in den einzelnen Sparten. Weiter erörterten und verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 28.08.2012. In der Aufsichtsratssitzung im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 28.08.2012 wurden Herr Holzinger und Herr Pampel erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden bzw. stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Den auf der vorangegangenen Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer beauftragten wir mit der Abschlussprüfung für das Jahr 2012. Weiter bestellten wir nach einer entsprechenden Vorarbeit unseres Personalausschusses Herrn Beckers und Herrn Wenninger jeweils für weitere drei Jahre bis zum 31.12.2015 zu Vorstandsmitgliedern unserer Gesellschaft. Neben anderen Punkten befragte der Aufsichtsrat den Spartenleiter Laminate/Elemente bezüglich des Standes unserer Erfolge bei der Beseitigung der Rohstoffproblematik und bezüglich der Ausgleichsforderung an den Vorlieferanten.

In der Aufsichtsratssitzung am 11.12.2012 befassten wir uns ausführlich mit der vom Vorstand vorgelegten Planung für das Jahr 2013. Ein weiterer Besprechungspunkt war die Reduzierung der Lagerreichweiten. Ferner besprachen wir eine neue Fassung unserer Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz. Dem positiven Ergebnis der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats durch den Prüfungsausschuss stimmten wir zu. Der Entsprechenserklärung und dem Investitionsplan für das Jahr 2013 stimmten wir im Anschluss an die Sitzung im schriftlichen Verfahren zu. In jeder Sitzung des Aufsichtsrats wurden die besonderen Probleme der Sparte Sperrholz/Schalung, ihre Ursachen und mögliche Abhilfe besprochen. Der Leiter der Sparte wurde stets hinzugezogen. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen fanden zwei Treffen der Arbeitgeber-Mitglieder des Aufsichtsrats statt, um Entscheidungsgrundlagen für den Vorstand zu schaffen.

Arbeit der Ausschüsse

Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch die drei von ihm eingerichteten Ausschüsse unterstützt. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats vor und bearbeiten Themen, die im Aufsichtsrat behandelt werden sollen. In einzelnen Fällen hat der Aufsichtsrat Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, dem der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Klaus Pampel vorsteht, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz. Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Pampel, Herr Heite und Herr Holzinger an. Er setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zweimal zu gemeinsamen Sitzungen zusammen. Er befasste sich mit der Überwachung der Abschlussprüfung, dem Jahresabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des unternehmensweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems sowie mit der Vorbereitung der Wahl des Abschlussprüfers, in deren Rahmen wir uns von der Unabhängigkeit des vorgeschlagenen Abschlussprüfers und der Einhaltung der Regelungen zur internen Rotation überzeugten. Weitere Themen waren die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, die Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz sowie die Erklärung zur Unternehmensführung, die den Corporate Governance Bericht beinhaltet. Außerdem hielt der Prüfungsausschuss drei Telefonkonferenzen ab, in denen er die zu veröffentlichenden Quartalsberichte erörterte. Alle Berichte wurden vom Prüfungsausschuss zur Veröffentlichung freigegeben. Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal und bereitete die Bestellung und die Vorstandsverträge mit Herrn Beckers und Herrn Wenninger für weitere drei Jahre vor. Der Nominierungsausschuss tagte am 28.06.2012 und beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung am 28.08.2012 die Wiederwahl Herrn Ronald Jeffries in den Aufsichtsrat vorzuschlagen.

Personalien

Am 21.09.2012 verstarb unser langjähriges Aufsichtsratsmitglied Herr Ronald Jeffries. Herr Jeffries war seit 1976 Mitglied unseres Aufsichtsrats. Aufgrund seiner internationalen und umfangreichen Erfahrungen in unserer Branche konnte er uns wertvolle Hinweise geben. Mit dem Tod von Herrn Jeffries haben wir einen erfahrenen Ratgeber und eine Persönlichkeit verloren, die ihre Mitmenschen immer mit großem Respekt behandelte. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten. Als sein Nachfolger wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Gütersloh mit Wirkung vom 05.03.2013 Herr Dr. Joachim Schönbeck zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Jahresabschluss

Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 28.08.2012 gewählte und von dem Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat den vom Vorstand jeweils nach den Regeln des HGB und der IFRS aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 und die dazugehörigen Lageberichte der Westag & Getalit AG geprüft. Die Lageberichte und der Abschluss nach HGB wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Bezüglich des vom Vorstand freiwillig nach IFRS aufgestellten Jahresabschlusses erfolgte ein lediglich aufgrund der Segmentberichterstattung erwartungsgemäß eingeschränkter Bestätigungsvermerk. Rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sind die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrats direkt vom Abschlussprüfer zugeleitet worden. Diese wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 14.03.2013 unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dieser berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung sowie über die zu keinen Beanstandungen führende Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Jahresabschlüsse und die Lageberichte haben wir geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir uns aufgrund eigener Feststellungen und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse und die Lageberichte gebilligt. Die Jahresabschlüsse sind damit festgestellt. Ferner haben wir den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft, mit diesem erörtert und schließen uns diesem ebenfalls an. Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk: „Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind.“ Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands.

Den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihren Einsatz und ihre erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, den 14. März 2013

Der Aufsichtsrat

Pedro Holzinger, Vorsitzender