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Westag AG Annual Report 2010

Apr 11, 2011

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Annual Report

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WESTAG & GETALIT AG

Rheda-Wiedenbrück

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

LAGEBERICHT

Geschäftsverlauf 2010

Das Geschäftsjahr 2010 begann zunächst durchaus turbulent. Die Finanzierungsschwierigkeiten des griechischen Staates, die bereits im Spätherbst des Vorjahres offenbar geworden waren, wirkten sich deutlich destabilisierend auf den Euro und die europäische Wirtschaft aus. Hinzu kamen Probleme bei der Finanzierung der Staatsgeschäfte in Portugal und Irland sowie die zunehmende Sorge, dass auch größere Länder wie Spanien oder Italien betroffen sein könnten. Der erhebliche Umfang an Rettungspaketen und Stabilisierungsmaßnahmen durch die europäischen Regierungen im dreistelligen Milliardenbereich ist Zeugnis des Ausmaßes der Probleme.

Vor dem Hintergrund eines starken Exportgeschäfts, dies insbesondere in Richtung Asien, schlugen die Stabilitätsprobleme der Eurozone allerdings kaum auf die innerdeutsche Wirtschaft durch. Vielmehr kam es zu einer nachhaltigen Belebung, die sich auch in der positiven Entwicklung des Deutschen Aktienindex ausdrückte.

Insbesondere die Bauindustrie erlebte eine deutliche Erholung, wie der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe des Statistischen Bundesamtes zeigt. So hat sich, auch gestützt vom Konjunkturpaket II der Bundesregierung, der Index für den Hochbau in 2010 um erfreuliche 5,5 % nach oben bewegt.

Die Westag & Getalit AG konnte von diesem steigenden Trend profitieren. So stieg der Umsatz unserer Gesellschaft in 2010, dies nach einem winterbedingt schwachen Start, um 7,6 % auf 216,6 Mio. € (Vorjahr 201,4 Mio. €). Sehr positiv sehen wir die Tatsache, dass alle drei Sparten des Unternehmens einen Umsatzzuwachs erzielen konnten.

Erfreulich war aber auch das Umsatzergebnis im Export, das um 9,1 % auf 42,8 Mio. € (Vorjahr 39,2 Mio. €) überproportional angestiegen ist. Dies geschah vor dem Hintergrund einer sehr schwierigen Entwicklung der europäischen Auslandsmärkte, wo die Krise keineswegs ausgestanden ist. Denn in vielen unserer Nachbarländer wirken sich die in der Boomzeit errichteten Überkapazitäten im Wohnungsbau und im gewerblichen Bau dämpfend auf die aktuelle Nachfrage aus. Durch die Schuldenproblematik bei Regierungen und Privathaushalten wird das Thema nochmals verschärft. Daher lässt sich unser Markterfolg vor allem auf eigene Stärken hinsichtlich der Produktpalette und des Marktauftritts zurückführen.

Sperrholz/Schalung

Die Sparte Sperrholz/Schalung hat einen leichten Anstieg des Umsatzes von 3,4 % auf 32,9 Mio. € erzielen können (Vorjahr 31,8 Mio. €). Der Exportumsatz erhöhte sich deutlich um 14,3 % auf 8,8 Mio. € im Berichtsjahr (Vorjahr 7,7 Mio. €). Entsprechend stieg die Exportquote auf 26,8 % (Vorjahr 24,2 %).

Der Zuwachs des Umsatzes ist deshalb besonders positiv zu sehen, weil die Sparte stark unter dem harten und schneereichen Winter 2009/2010 gelitten hat. Entsprechend wurden im ersten Quartal deutliche Absatzrückgänge verzeichnet. Umso stärker konnte die Sparte von der Erholung profitieren, die im zweiten Quartal des Geschäftsjahres einsetzte. Dabei kamen die bekannten Stärken unserer Produktpalette sowie die vertriebsstarke Aufstellung im Markt voll zum Tragen.

Türen/Zargen

Die Sparte Türen/Zargen konnte, basierend auf einem bereits sehr guten Jahr 2009, den Umsatz in 2010 nochmals um 10,8 % steigern und mit 103,7 Mio. € erstmals in der Geschichte der Sparte die 100-Millionen-Umsatzmarke durchbrechen (Vorjahr 93,6 Mio. €). Der Exportumsatz erhöhte sich deutlich überproportional um 18,5 % auf 13,1 Mio. €. Die Exportquote stieg von 11,8 % auf 12,7 %.

Diese Erfolge waren dank des breit gefächerten Angebots der Sparte und unserer leistungsfähigen Logistik möglich. In 2010 entfaltete sich zudem unsere besondere Stärke im projektbezogenen Exportgeschäft, wo es uns gelang, eine große Anzahl bedeutender Bauprojekte in den europäischen Nachbarländern, aber auch in Übersee mit unseren Türen und Zargen auszustatten.

Laminate/Elemente

Unsere Sparte Laminate/Elemente konnte den Umsatz im Berichtsjahr um 6,3 % auf 74,2 Mio. € erhöhen (Vorjahr 69,8 Mio. €). Der Exportumsatz stieg leicht um 2,0 % und erreichte in 2010 20,9 Mio. € gegenüber 20,5 Mio. € im Vorjahr. Die Exportquote sank von 29,3 % auf 28,1 %.

Die Sparte profitierte im Inland von der traditionellen Stärke im Handels- und im Baumarktgeschäft. Im Export ist es uns gelungen, trotz schwacher Entwicklung in den europäischen Auslandsmärkten die Umsätze zu konsolidieren. Dabei half uns auch unsere neu errichtete Vertriebsniederlassung in Großbritannien.

Export

Wie schon weiter oben beschrieben, entwickeln sich unsere wichtigen Märkte in Europa schwierig und bewegen sich insbesondere im Bereich der Bauaktivität auf einem Niveau, das zurzeit leider nicht mit dem innerdeutschen Markt vergleichbar ist. Allerdings ist die Entwicklung durchaus unterschiedlich. So leiden einige Märkte neben der Schwäche des Privatsektors massiv unter den notwendigen harten Sparmaßnahmen ihrer Regierungen. Andere westeuropäische Märkte wie die Benelux-Staaten und Frankreich halten sich deutlich besser, wenn auch nicht von einem Aufschwung gesprochen werden kann. Erfreulich sind verhaltene Erholungstendenzen in Osteuropa.

Vor diesem Hintergrund ist der spürbare Anstieg unserer Exportumsätze um 9,1 % auf 42,8 Mio. € im Berichtsjahr durchaus erfreulich, auch wenn Basiseffekte nicht zu verleugnen sind. Da der Umsatzzuwachs überproportional zum Anstieg im Inland erfolgte, konnte die Exportquote leicht von 19,5 % im Vorjahr auf aktuelle 19,8 % erhöht werden. Einem stärkeren prozentualen Zuwachs stand die parallel erfolgende, positive Entwicklung des Inlandsgeschäfts entgegen.

Mitarbeiter

Zum 31.12.2010 waren bei der Westag & Getalit AG 1.244 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 1,5 % gegenüber der Vorjahreszahl von 1.226 Mitarbeitern und liegt deutlich unter dem Zuwachs des Umsatzes und der Leistung unserer Werke. In der Gesamtzahl der Mitarbeiter enthalten sind 63 Auszubildende, was wie im Vorjahr einer Ausbildungsquote von über 5 % entspricht.

Die Tatsache, dass es uns gelungen ist, fast 8 % Umsatzwachstum mit einem kaum gestiegenen Personalstand zu bewältigen, drückt sich auch in einer spürbaren Senkung der Personalaufwandsquote von 1,4 Prozentpunkten auf aktuell 30,2 % aus. Eine Ursache ist eine nachfragebedingte Optimierung der Auslastung unserer technischen Anlagen. Ein weiterer Grund ist das seit dem 01.01.2009 erfolgreich eingesetzte Westag-Arbeitszeitmodell, das es uns gestattet, sehr flexibel auf Nachfrageschwankungen zu reagieren. Aber auch der Einsatz der Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen hat uns geholfen, flexibel dann Personalverstärkung anzufordern, wenn sie wirklich gebraucht wurde. Abhängig von der aktuellen Auslastung unterstützten uns zwischen 10 und 90 Mitarbeiter von Fremdfirmen.

Ertragslage

Das Ergebnis vor EE-Steuern der Westag & Getalit AG betrug im Berichtsjahr 15,1 Mio. € gegenüber 14,9 Mio. € im Jahr 2009, was einem leichten Zuwachs von 0,9 % entspricht. Die absolute Ergebnishöhe in 2010 ist erfreulich, wenn auch die Entwicklung des Ergebnisses nicht der positiven Umsatzentwicklung folgen konnte. Kernursache sind deutliche Anstiege der Rohstoffpreise, die eine höhere Ergebnissteigerung in 2010 verhindert haben. Insbesondere im Bereich der zugekauften Holzwerkstoffe und der ölbasierten Chemikalien haben sich signifikante Kostenerhöhungen eingestellt. Dabei waren erste Tendenzen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres zu verspüren, ab dem Sommer nahm die Dynamik stetig zu. Als Konsequenz dessen haben wir umgehend damit begonnen, die Kostensteigerungen über unsere eigenen Verkaufspreise weiterzugeben. Allerdings sind bei einem solchen Schritt zeitliche Verzögerungen unvermeidlich. Die Materialeinsatzquote in unserer Gewinn- und-Verlust-Rechnung hat sich entsprechend von 47,3 % im Vorjahr auf 49,0 % in 2010 erhöht.

Die Personalaufwandsquote hat sich hingegen aufgrund der besseren Auslastung unserer Kapazitäten in den Werken sowie in Vertrieb und Verwaltung deutlich auf 30,2 % verbessert, im Vorjahr waren es noch 31,6 %. Damit gelang es uns, die Rohstoffpreissteigerungen zumindest größtenteils zu kompensieren.

Die Abschreibungen stiegen leicht von 9,4 Mio. € im Vorjahr auf 9,5 Mio. € im Berichtsjahr. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen vor allem umsatz- und produktionsbedingt von 21,4 Mio. € auf nunmehr 24,0 Mio. €.

Der Jahresüberschuss erhöhte sich parallel zum Ergebnis vor EE-Steuern leicht um 1,4 % auf 10,7 Mio. € (Vorjahr 10,5 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr 1,86 € (Vorjahr 1,84 €).

Wertschöpfung

Im Zuge einer deutlichen Zunahme der Gesamtleistung auf 218,3 Mio. € (Vorjahr 200,2 Mio. €) ist die Wertschöpfung unterproportional auf 81,3 Mio. € angestiegen (Vorjahr 78,5 Mio. €). Wesentliche Ursache ist ein deutlicher Anstieg des Materialaufwands. Hier haben sich dieselben negativen Effekte ausgewirkt, die auch eine noch bessere Ergebnisentwicklung verhindert haben.

Bei der Verteilung der Wertschöpfung hat sich vor allem der Anteil, der den Mitarbeitern zukommt, spürbar erhöht (66,0 Mio. € gegenüber 63,3 Mio. € im Vorjahr). Hier muss auch das Ende der Kurzarbeit im Angestelltenbereich zum 01.05.2010 berücksichtigt werden. Erfreulich ist die Tatsache, dass der Gewinnvortrag der Gesellschaft wiederum mit 5,4 Mio. € von den positiven Geschäftsergebnissen profitieren konnte.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2010 hat relativ deutlich auf 149,6 Mio. € zugelegt (Vorjahr 139,9 Mio. €). Dabei spielen auf der Aktivseite die wachstumsbedingt angestiegenen Vorrats- und Forderungspositionen eine wichtige Rolle. Bei der Entwicklung der Vorräte wirkt sich auch eine Aufstockung der Läger aus, die bewusst vorgenommen wurde, um vom noch relativ günstigen 2010er-Preisniveau einzelner Rohstoffe profitieren zu können.

Die Position der liquiden Mittel konnte trotz der Auszahlung einer deutlich angehobenen Dividende im August 2010 sowie nennenswerten Aktienrückkäufen im Berichtsjahr nochmals leicht auf 20,2 Mio. € erhöht werden (Vorjahr 19,6 Mio. €). Das Anlagevermögen ist hingegen weitgehend konstant geblieben (63,9 Mio. € gegenüber 64,3 Mio. € im Vorjahr).

Auf der Passivseite hat das Eigenkapital wiederum um 3,5 Mio. € auf nunmehr 104,1 Mio. € zugelegt, dies trotz der Dividendensteigerung in 2010 und der Aktienrückkäufe, die aufgrund der Verrechnung mit dem Eigenkapital entsprechend IFRS zu einer Senkung um 1,9 Mio. € führten. Beim Fremdkapital ist der Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten von Bedeutung, bei denen stichtagsbedingt ein Anstieg um 5,8 Mio. € zu verzeichnen ist.

Bestand an eigenen Aktien

Zum 31.12.2010 hatte die Westag & Getalit AG 284.807 eigene Aktien im Bestand. Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. 5.098 Aktien wurden im Berichtsjahr im Rahmen unseres Mitarbeiterbeteiligungsprogramms an Mitglieder unserer Belegschaft verkauft. Der Rückkauf weiterer Aktien ist durch einen Beschluss der Hauptversammlung vom 24.08.2010 genehmigt. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den IFRS nicht in den Vermögenspositionen der Bilanz dargestellt.

Investitionen

Die Investitionen haben sich mit einem Gesamtvolumen von 9,4 Mio. € in etwa auf dem Niveau der Abschreibungen bewegt (9,5 Mio. €). Schwerpunkt unserer Modernisierungsaktivitäten war wiederum die Optimierung unserer Produktionsstrukturen.

In der Sparte Türen/Zargen wurde in eine neue Fertigungsstation zur Bearbeitung von Zargen investiert. Auch wurde eine neue Halle errichtet, um dem im Zuge des Umsatzwachstums erhöhten Bedarf an Produktions- und Lagerflächen zu entsprechen.

In der Sparte Laminate/Elemente waren die Investitionen in eine Digitaldruckanlage und die Modernisierung der Wärmeversorgung unserer Pressen von Bedeutung.

Spartenübergreifend wurden zusätzliche IT-Systeme beschafft, die sich aus dem Bedarf nach höherer Betriebssicherheit unserer EDV ergeben.

Forschung und Entwicklung

Für die in der Sparte Sperrholz/Schalung entwickelten Spezialindustrieböden zeichnen sich immer mehr Anwendungsmöglichkeiten ab. Damit einher gehen wachsende Anforderungen an den Oberflächenabrieb und die Ebenheit der Platten. Durch entsprechende Weiterentwicklungen der Trägermaterialien und Oberflächen konnten die Plattenoberflächen hinsichtlich beider Eigenschaften verbessert und so neue Einsatzmöglichkeiten erschlossen werden.

Die Sparte Türen/Zargen entwickelte in Zusammenarbeit mit einem externen Gestalter Türen und Zargen mit einem neuartigen modernen Design. Ferner erhielten verschiedene Spezialtüren mit besonderen technischen Eigenschaften die Zulassung in verschiedenen europäischen Ländern. Besonders erwähnenswert ist die Zulassung einer hochwertigen Forensiktür, von der wir uns ein erhebliches Potenzial bei forensischen Kliniken, aber auch bei anderen Gebäuden versprechen, bei denen eine Kombination von sicherer Ausbruchshemmung und angenehmer Optik gefragt ist. Darüber hinaus erweiterten wir unsere Produktpalette um Türen mit einer hoch belastbaren PU-Kante, die insbesondere in Schulen und Krankenhäusern Verwendung finden.

Die Sparte Laminate/Elemente hat im Berichtsjahr eine Vielzahl von Entwicklungen vorangetrieben. Besonders hervorzuheben ist das neu eingeführte Digital-Direktdruckverfahren. Während bei dem bisherigen Digitaldruckverfahren verschiedene Arbeitsgänge und eine gewisse Trocknungszeit erforderlich waren, um ein entsprechend bedrucktes Laminat herzustellen, zeichnet sich das neue Verfahren dadurch aus, dass nun das bedruckbare Plattenmaterial in einem einzigen Druckvorgang zum gewünschten Endprodukt verarbeitet werden kann. Darüber hinaus wurden Dekore entwickelt, die sich vor allem durch ihre Struktur von den bisherigen Dekoren abheben. Hierzu zählen insbesondere die vergleichsweise grobe und großflächige Steinstruktur „Schiefer“ oder das Dekor „Seta“, das sich durch eine besonders angenehme Haptik mit gleichzeitig hervorragenden Gebrauchseigenschaften wie hoher Kratzfestigkeit und guter Abriebfestigkeit auszeichnet.

Umweltmanagement

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt drückt sich bei uns vor allem in einem schonenden Verbrauch von Rohstoffen und Energie, aber auch in der Begrenzung von Emissionen, einem vorsichtigen Umgang mit Gefahrstoffen und einer Reduzierung von Abfällen und Abluft aus. Entsprechend werden unsere Produktionsverfahren laufend umweltgerecht optimiert.

So haben wir im Berichtsjahr für zwei Pressen im Bereich der GetaLit®-Fertigung zwei neue energiesparende Pendelspeicher angeschafft. Mit der eingesparten Energie können wir pro Jahr zusätzlich rund 825 MWh Strom produzieren. Darüber hinaus wird das Kühlwasser weniger aufgeheizt und damit die Umwelt entlastet.

Auch im Bereich unserer KWK-Anlage haben wir im Berichtsjahr wieder Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt. Durch die Installation von zwei neuen Wärmetauschern sparen wir im Jahr etwa 1.000 MWh an thermischer Energie, die sonst ungenutzt freigesetzt worden wäre. Die eingesparte Energie wird zur Erzeugung von zusätzlichem Strom durch unsere Turbine genutzt.

Weiter förderten wir bei unseren Mitarbeitern das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt und unterstützten sie dabei, durch Ihr Verhalten zu einem umweltfreundlichen und sicheren Betrieb aktiv beizutragen. So arbeiteten unsere Mitarbeiter im Kesselhaus an verschiedenen Projekten, die zur Vermeidung von Wärmeverlusten und zur Reduzierung der Stromverbräuche führten. Erwähnenswert ist auch ein Projekt unseres Westag-Ideenmanagements, bei dem die Mitarbeiter die Möglichkeit bekamen, sich für einige Tage firmeneigene Energiesparmessgeräte auszuleihen und zu Hause ihren Stromverbrauch zu überprüfen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Laut Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz, und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, vom 18.12.2006 beträgt der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile sind der Gethalia Foundation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnen.

Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Syntalit AG oder der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“

Beteiligungen

Wir sind seit dem Jahr 2006 mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/ Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus HPL, Mineralwerkstoff, Quarzstein, Naturstein, Massivholz und Glas. Die Gesellschaft beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten mit Küchenausstellungen. Im Jahr 2010 hat das Unternehmen einen Umsatz von 12,0 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr 11,1 Mio. €). Der Jahresüberschuss der Gesellschaft betrug in 2010 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €). Die Ausschüttung aus dem Vorjahresgewinn betrug 0,3 Mio. €, an der wir in Höhe unserer Anteilsquote beteiligt waren.

Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung wird in Absprache mit dem betroffenen Vorstandsmitglied vom Aufsichtsrat festgelegt. Der Personalausschuss unterbreitet hierzu Vorschläge. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem Vorstandsmitglied, das für die Zentralsparte verantwortlich ist, bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Als Jahresgewinn der Gesellschaft gilt der Jahresüberschuss vor Körperschaftssteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind.

Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt.

Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder Sach- und sonstige Bezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben.

Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht.

Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütungsstruktur den gesetzlichen Vorgaben entspricht, das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 9.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist unter www.westag-getalit.de/unternehmensfuehrung verfügbar.

Risikobericht

Erfolgreiches unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Ergreifung von sich bietenden Chancen und der Beherrschung der damit verbundenen Risiken verknüpft. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben.

Bestandteile des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Zu einer nachhaltig erfolgreichen Unternehmensführung gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. Aufgabe unseres unternehmensinternen Risikomanagements und Risikocontrollings ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche Maßnahmen wir ergreifen.

Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen.

Mithilfe des installierten internen Kontrollsystems wird sichergestellt, dass die laufenden Betriebsabläufe einschließlich des Zugriffs- und Berechtigungssystems im IT-Bereich einer regelmäßigen, systematischen Überwachung unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung unterliegen.

Über bestehende Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Aus dieser vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit werden die Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, abschließend bewertet und der Umgang mit diesen abgestimmt.

Nachfolgend stellen wir die Risiken dar, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind, und führen die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements auf. Dabei ist es wichtig, einleitend festzuhalten, dass nach unserer Einschätzung keine Risiken erkennbar sind, die unser Unternehmen in seiner Gesamtheit gefährden könnten.

Konjunkturelle Risiken

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund ihrer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Bau- und Küchenmöbelbranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Aufgrund der flexiblen Arbeitszeitmodelle sind wir jedoch in der Lage, auf kurzfristige Absatzschwankungen angemessen zu reagieren und so die Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur und damit über ausreichende Reserven, um etwaige Konjunkturrückgänge in den vorgenannten Branchen gut zu verkraften.

Absatzrisiken

Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Zwar sind wir durch unsere drei Sparten, die teilweise auf unterschiedlichen Märkten tätig sind, aufgrund der höheren Diversifikation weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises eine maßgebliche Rolle.

Wir begegnen diesen Risiken auf der einen Seite durch eine permanente Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Andererseits versuchen wir, konjunkturelle und kundenbezogene Risiken durch eine Diversifizierung auszugleichen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Erschließung weiterer Produkte und Märkte wie dem Ausbau der GetaCore®-Fertigung in der Sparte Laminate/Elemente Ausgleichsmöglichkeiten für mögliche Umsatzrückgänge in anderen Bereichen.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer angemessenen Versicherung unserer Kundenforderungen gegen Zahlungsausfälle. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften von Kreditinstituten oder Versicherungen absichern.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich im Laufe des Berichtsjahrs aufgrund der anziehenden Nachfrage nach Rohstoffen sowie einer branchenspezifischen Besonderheit auf dem Markt der Spanplatten deutlich erhöht. Bei einzelnen Produkten müssen wir deutlich längere Lieferfristen hinnehmen, die uns in unserer Flexibilität und Lagerhaltung negativ beeinflussen. Vor allem aber wirken sich die mit der anziehenden Nachfrage steigenden Preise für die eingesetzten Güter auf unsere Geschäftsergebnisse aus. Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung und Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Schwieriger ist hingegen der Umgang mit dem Risiko von weiteren Preissteigerungen. Hier sind unsere direkten Einflussmöglichkeiten angesichts globaler Entwicklungen wie dem Ölpreisanstieg und einer starken Marktstellung einzelner Anbieter bei bestimmten Rohstoffen begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen.

Operative Risiken

Wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist die Sicherstellung der Produktion von Gütern in vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst guten Kostenstruktur. Hier besteht unsere permanente Aufgabe darin, neue Herstellverfahren zu sichten und bei entsprechender Eignung bei uns zu implementieren. Der bestehende Maschinenpark wird durch gründliche Wartungen, Instandhaltungen und Modernisierungen auf hohem technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Flankiert werden diese Maßnahmen durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren gespiegelte Hardware für zeitkritische Anwendungen, redundante Netzwerkkomponenten und eine moderne Infrastruktur die höchstmögliche Systemverfügbarkeit sowie höchste Sicherheit für unsere Datenbestände. Darüber hinaus werden Datenverluste durch die tägliche Sicherung unserer relevanten Daten minimiert und Systemausfallzeiten durch den Einsatz eines entsprechend geschulten Teams auf ein geringes Maß reduziert.

Personalrisiken

Die wichtigste Ressource unseres Unternehmens sind gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Daher ist ein leistungsfähiges Personalmanagement von entscheidender Bedeutung für unseren Erfolg. Die Angebote interner Weiterbildung wurden in den vergangenen Jahren stetig ausgeweitet und durch einen Potenzialkreis zur gezielten Weiterentwicklung unseres Nachwuchses ergänzt. Eine wichtige motivatorische Maßnahme war die teilweise Flexibilisierung des Weihnachtsgelds auf freiwilliger Basis in Form einer ergebnisorientierten Prämie.

Letztgenannte Systematik sowie eine ganze Reihe weiterer Systeme zur Variabilisierung von Lohn- und Gehaltskomponenten haben gleichzeitig im Fall sinkender Geschäftsergebnisse durch die automatische Reduzierung von Personalaufwendungen einen deutlich dämpfenden Einfluss. Zudem erlaubt das Westag-Korridor-Arbeitszeitmodell eine rasche Anpassung der Arbeitszeiten im gewerblichen Bereich an sinkende bzw. schwankende Auslastungssituationen.

Extern haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen, was unter anderem in Praktika, Diplomarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen Ausdruck findet. Damit reagieren wir schon heute auf das zukünftige Risiko der demografischen Entwicklung mit einer Verknappung an qualifizierten Arbeitskräften.

Finanz- und Währungsrisiken

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von über 70 % sehen wir bezüglich der Kredibilität keine Risiken. Den Währungsverschiebungen außerhalb des EU-Bereichs begegnen wir mit fast ausschließlicher Fakturierung in Euro. Allerdings können Währungsverschiebungen auf der Einkaufs- sowie auf der Verkaufsseite trotzdem dazu führen, dass uns Nachteile entstehen. Auf der Einkaufsseite kann sich dies in steigenden Bezugspreisen seitens der Lieferanten äußern, auf der Verkaufsseite durch Preissteigerungen unserer Produkte bei Umrechnung in Lokalwährung. Diesen Risiken können wir nur teilweise durch Kursabsicherung begegnen.

Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems gemäß § 289 Abs. 5 HGB

Unser internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist von dem Ziel einer ordnungsgemäßen Rechnungslegung und einer Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften bestimmt. Zwischenzeitliche Änderungen werden zeitnah umgesetzt. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt über eine einheitliche IT-Plattform, einen einheitlichen Kontenplan sowie maschinell standardisierte Rechnungslegungsprozesse. Die daran beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Durch spezielle Sicherungen sind die verwendeten Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Bei allen rechnungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Überprüfungen einzelner Vorgänge. Eine klare Organisationsstruktur und geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher.

Erläuternder Bericht des Vorstands zu den Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 14.643.200 €. Es ist eingeteilt in 5.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.

Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 des Aktiengesetzes vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte.

284.807 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2010 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu.

Die Syntalit AG, Zug, Schweiz, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist Aktionärin der Syntalit AG. Ihr sind sämtliche Stimmrechtsanteile gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 des Aktiengesetzes maßgeblich.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23.08.2015 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu 5.840.000 € (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um 1.460.000 € (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen.

Des Weiteren wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, bis zum 23.08.2015 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und ggf. einzuziehen.

Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß § 289 Abs. 4 HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt.

Prognosebericht

Konjunkturentwicklung

Unter Berücksichtigung der vorliegenden Daten rechnen wir in den nächsten zwei Jahren mit einer weiter anhaltenden Belebung der Bauaktivität in Deutschland. Insbesondere im Wohnungsbau gibt es Signale, dass die lang anhaltende Flaute einem Ende entgegengeht. Der Renovierungsbau, der sich in den letzten Jahren als wirksamer Stabilisator gezeigt hat, sollte ebenfalls weiter zulegen, wenngleich aufgrund des bereits stabilen Niveaus keine Sprünge zu erwarten sind. Hinsichtlich der Auswirkungen des Konjunkturpakets II müssen wir hingegen von einem langsamen Rückgang ausgehen, da viele Maßnahmen in 2011 abgeschlossen werden.

Im europäischen Ausland wird sich unserer Meinung nach in den nächsten zwei Jahren noch keine durchgreifende Verbesserung der Gesamtsituation ergeben. Immerhin scheint sich die Baukonjunktur in einigen Staaten Osteuropas zu stabilisieren.

Ausblick Westag & Getalit AG

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse rechnen wir mit steigenden Umsätzen im Inland. Inwieweit wir im Auslandsgeschäft ein weiteres Wachstum realisieren können, hängt von der konkreten Entwicklung der Märkte ab, die sich durchaus unterschiedlich gestalten kann. Wir sind aber optimistisch, aufgrund unserer noch geringen Marktanteile in den einzelnen Märkten auch dann wachsen zu können, wenn der Gesamtmarkt dies nicht tut.

Einen Unsicherheitsfaktor stellen allerdings die Krisensituationen in Japan und im arabischen Raum dar. Wir sind aktuell nicht in der Lage abzuschätzen, inwieweit die Krisen das Potenzial haben, die Wirtschaftsentwicklung in den für uns relevanten Märkten negativ zu beeinflussen.

Investitionen

In den nächsten beiden Jahren wird sich aller Voraussicht nach die Investitionstätigkeit unseres Unternehmens weiterhin auf dem Niveau der Abschreibungen (von ca. 10 Mio. €) bewegen. Größte Einzelinvestition ist eine neue Kantenbearbeitungsanlage für die Produktion von Türen, die uns deutliche Einsparungsmöglichkeiten bei der Fertigung unserer Produkte eröffnen wird.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge ergeben.

Ertrag

Die Entwicklung unserer Geschäftsergebnisse in 2011 und 2012 wird nicht nur von der Umsatzentwicklung abhängen, sondern in hohem Maße von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Zurzeit sieht es leider nicht so aus, als ob die Rohstoffkosten, die ab dem zweiten Quartal 2010 mit zunehmender Dynamik angestiegen sind, eine stabile Basis auf erhöhtem Niveau gefunden hätten. Vielmehr ist auch in 2011 eine unerfreuliche Bewegung zu verzeichnen. Daher wird es eine unserer wichtigsten Aufgaben im neuen Jahr werden, diese Kostensteigerungen in Form höherer Verkaufspreise an unsere Kunden weiterzugeben. Inwieweit uns das in voller Höhe gelingt und ob sich Verzögerungseffekte einstellen, müssen wir abwarten. Wir sind aber überzeugt, aufgrund unserer bekannten Stärken hinsichtlich Produktprogramm, Vertriebsstärke, Leistungspotenzial unserer Mannschaft und Kostenbewusstsein auch in 2011 und 2012 wieder gute Geschäftsergebnisse realisieren zu können.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Westag & Getalit AG so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.

Rheda-Wiedenbrück, 17. Februar 2011

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Wenninger Beckers Dr. Paulitsch Sander

KAPITALFLUSSRECHNUNG 2010 (NACH IFRS)

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2010

in T€
2009

in T€
Betriebsergebnis/EBIT 14.674 14.511
Gezahlte Ertragsteuern - 6.259 - 1.922
Abschreibungen 9.477 9.388
Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgang - 68 - 162
Veränderungen des Umlaufvermögens (ohne Wertpapiere) - 9.056 4.601
Veränderungen Fremdkapital 7.761 - 6.439
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 16.529 19.977
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 9.376 - 9.792
Veränderungen der Finanzanlagen 116 64
Erlöse aus Anlagenabgängen 204 231
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 9.056 - 9.497
Zinseinnahmen 295 182
Zinsausgaben - 8 - 7
Erwerb/Verkauf eigener Aktien - 1.895 119
Dividendenzahlung - 5.283 - 2.602
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 6.891 - 2.308
Veränderung der flüssigen Mittel 582 8.172
Finanzmittelbestand zum 01.01.2010 19.594 11.422
Finanzmittelbestand zum 31.12.2010 20.176 19.594

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2010 und 2009. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der indirekten Methode unterschieden.

Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel.

GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 (NACH IFRS)

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Anhang 2010

in T€
2009

in T€
Umsatzerlöse 1 216.626 201.411
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und

unfertigen Erzeugnissen
2 1.439 - 1.576
Andere aktivierte Eigenleistungen 3 264 348
Gesamtleistung 218.329 200.183
Sonstige betriebliche Erträge 4 2.913 3.345
Materialaufwand 5 - 106.919 - 94.686
Personalaufwand 6 - 65.980 - 63.324
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des

Anlagevermögens und Sachanlagen
7 - 9.477 - 9.388
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 - 23.979 - 21.422
Sonstige Steuern 9 - 213 - 197
Betriebsergebnis 14.674 14.511
Finanzergebnis 10 386 419
Ergebnis vor Ertragsteuern 15.060 14.930
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11 - 4.400 - 4.420
Jahresüberschuss 10.660 10.510
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert, in €) 12 1,86 1,84

BILANZ ZUM 31.12.2010 (NACH IFRS)

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Aktiva Anhang 31.12.2010

in T€
31.12.2009

in T€
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte 13
Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 663 362
II. Sachanlagen 13
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.871 22.938
Technische Anlagen und Maschinen 28.576 29.279
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.457 9.245
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77 1.057
61.981 62.519
III. Finanzanlagen 13
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.200 1.200
Sonstige Ausleihungen 63 179
1.263 1.379
63.907 64.260
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 14
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.631 14.458
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.290 3.023
Fertige Erzeugnisse und Waren 14.023 12.333
33.944 29.814
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte 14
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.253 22.181
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht
28 20
Sonstige Vermögenswerte 1.354 1.110
Ertragsteuerforderungen 2.930 2.933
31.565 26.244
III. Liquide Mittel 14
Flüssige Mittel 20.176 19.594
85.684 75.652
Bilanzsumme 149.592 139.912

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Passiva Anhang 31.12.2010

in T€
31.12.2009

in T€
A. Eigenkapital und Rücklagen
I. Gezeichnetes Kapital 15
Stammaktien 7.322 7.322
Vorzugsaktien 7.322 7.322
14.644 14.644
II. Kapitalrücklage 15 24.376 24.376
III. Gewinnrücklagen 15
Gesetzliche Rücklage 596 596
Andere Gewinnrücklagen 53.715 48.415
54.311 49.011
IV. Bilanzgewinn 15 10.817 12.635
104.148 100.666
B. Langfristiges Fremdkapital 16
Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen
14.130 13.906
Andere langfristige Rückstellungen 1.563 1.618
Latente Steuern 642 349
16.335 15.873
C. Kurzfristiges Fremdkapital 17
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.408 5.582
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 16.957 15.243
Kurzfristige Rückstellungen 566 514
Ertragsteuerverbindlichkeiten 178 2.034
29.109 23.373
Bilanzsumme 149.592 139.912

ANHANG

Allgemeine Erläuterungen

Die Westag & Getalit AG ist Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nummer HRB 5565 eingetragen.

Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgt im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Börse Düsseldorf.

Der Einzelabschluss der Westag & Getalit AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen, für das Geschäftsjahr geltenden IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Einzelabschluss entspricht damit auch den IFRS.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet mit dem 31.12.2010. Die Westag & Getalit AG ist nicht verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen.

Die Regelungen des IFRS 8 (Geschäftssegmente) wurden nicht angewendet. Die Angabe der Segmentergebnisse aufgrund des Management Approach auch bei freiwilligen IFRS-Einzelabschlüssen kann für die Gesellschaft gegenüber Wettbewerbern zu einem wesentlichen Schaden führen, da Wettbewerbern Angaben anhand gegeben werden, während sie selbst aufgrund ihrer fehlenden Kapitalmarktnotierung nicht zu derartigen Angaben verpflichtet sind. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit Vorjahren wird daher die bisherige Form der Segmentberichtserstattung beibehalten. Weitere, derzeit anwendbare Standards, die insbesondere ab dem 01.01.2011 gelten, wurden nicht angewendet.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt. Neben der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Anhangangaben enthalten zudem eine Segmentberichterstattung in der bisherigen Form. Zur Verbesserung der Aussagekraft werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahren- übergang auf den Kunden oder mit der Erbringung der Leistung realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte, Preisnachlässe und Boni ausgewiesen.

Bestandsveränderungen aus zum Bilanzstichtag noch im Produktionsprozess befindlichen unfertigen Erzeugnissen sind mit ihren anteiligen Herstellungskosten erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. mit dem Zeitpunkt ihrer Verwendung ergebniswirksam erfasst.

Gewährleistungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse verbucht. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung werden mit dem Durchschnittskurs der Periode umgerechnet.

Langfristige Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert. Sie werden entsprechend ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig und linear über einen Zeitraum von drei bis acht Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der „erzielbare Betrag“ des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der „erzielbare Betrag“ wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt und bewertet, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Nutzungsdauer beträgt für Fabrik-, Geschäfts-, Wohnbauten sowie andere Baulichkeiten überwiegend 25 - 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen drei bis zehn Jahre. Die Abschreibungs- und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens ist nicht vorgenommen worden.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen sind Anteile an assoziierten Unternehmen sowie verzinsliche Ausleihungen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach IAS 39 zu den Anschaffungskosten oder in Höhe der niedrigeren beizulegenden Werte.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Sind am Abschlussstichtag die Werte aufgrund der Börsen- oder Marktwerte niedriger, so wird eine Abwertung auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Finanzierungskosten sind nicht Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden entsprechend bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren.

Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen einschließlich der Ertragsteuerforderungen aus dem Körperschaftsteuerguthaben mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden ausgehend von Ausleihungen öffentlicher Emittenten mit vergleichbarer Restlaufzeit zu 2,0 % abgezinst.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fremdkapital

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus einer Versorgungsordnung für die Belegschaft des Unternehmens. Die Berechnungsgrundlage für die Rückstellung sind gehaltsunabhängige monatliche Alters- und Invalidenrentenzahlungen pro vollem Jahr der Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus bestehen einzelvertragliche Pensionszusagen. Die Rückstellung wird für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet.

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 („projected unit credit method“) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Die Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln 2005 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Rückstellungen kommen die aufgrund des Rentenreformgesetzes neu geregelten Altersgrenzen zur Anwendung. Bei einigen einzelvertraglichen Pensionszusagen wird abweichend davon als Altersgrenze die Vollendung des 65. Lebensjahres verwendet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfanges liegen. Die Versorgungswerke wurden in der Vergangenheit geschlossen, neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen gemäß IAS 37 werden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich dieser Vermögensabfluss zuverlässig schätzen lässt. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die übrigen Rückstellungen werden ebenfalls nach IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwerts des erwarteten Vermögensabflusses gebildet. Der dabei verwendete Abzinsungssatz orientiert sich an den Marktzinssätzen zum Bilanzstichtag. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag erneut überprüft. Die Unterscheidung der Rückstellungen erfolgt in der Bilanz in langfristige und kurzfristige Rückstellungen.

Latente Steuerposten

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 aus temporären Differenzen zwischen Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die Latenten Steuern sind mit einem Steuersatz von 30 % angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren werden alle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sämtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich jeweils um Verbindlichkeiten mit kurzfristiger Laufzeit von höchstens zwölf Monaten.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. In diesen Fällen werden diese Finanzderivate gemäß IAS 39 im Zugangszeitpunkt zum Fair Value, i.d.R. entsprechend den Anschaffungskosten, erfasst und in der Folge zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Dauer des Derivats.

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen können die sich tatsächlich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die auf eine Sicht von zwölf Monaten am stärksten von einem entsprechenden Risiko betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Abschlusses sind die Rückstellungen für Gewährleistungen. Den Gewährleistungsrückstellungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit und zukünftige Einschätzungen zugrunde. In allen Fällen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegende werterhellende Umstände berücksichtigt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

1. Umsatzerlöse

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2010

in T€
2009

in T€
Umsatzerlöse
Inland 173.825 162.165
Ausland 42.801 39.246
Summe 216.626 201.411

2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

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2010

in T€
2009

in T€
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.439 - 1.576
Summe 1.439 - 1.576

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

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2010

in T€
2009

in T€
Aktivierte Eigenleistungen Löhne 264 348
Summe 264 348

4. Sonstige betriebliche Erträge

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2010

in T€
2009

in T€
Sonstige betriebliche Erträge
Periodenfremde Erträge 1.051 1.160
Sachbezüge Pkw 287 271
Lohnzuschüsse und Lohnbeihilfen 203 422
Versicherungserstattung 103 430
Erträge aus Anlagenabgang 90 170
Übrige Erträge 1.179 892
Summe 2.913 3.345

5. Materialaufwand

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2010

in T€
2009

in T€
Materialaufwand
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 77.707 68.874
Handelswaren 17.268 15.761
Energiekosten und Verpackungsmaterial 10.274 8.722
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.670 1.329
Summe 106.919 94.686

6. Personalaufwand

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2010

in T€
2009

in T€
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 54.544 51.929
Soziale Abgaben 9.424 9.072
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 994 1.253
Sonstige soziale Aufwendungen 1.018 1.070
Summe 65.980 63.324

Die Arbeitnehmerzahl der Westag & Getalit AG betrug im Jahresdurchschnitt:

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2010 2009
Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende)
Angestellte 343 346
Gewerbliche Arbeitnehmer 824 829
Summe 1.167 1.175

7. Abschreibungen Anlagevermögen

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2010

in T€
2009

in T€
Abschreibungen Anlagevermögen
Immaterielle Vermögenswerte 166 145
Sachanlagen 9.311 9.243
Summe 9.477 9.388

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2010

in T€
2009

in T€
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Ausgangsfrachten 9.543 8.663
Fremdreparaturen und Wartungen 4.017 3.588
Fertigung Fremdlöhne und Gemeinkosten 2.694 1.707
Werbe- und Messekosten 1.444 1.535
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 1.122 1.257
Rechts- und Beratungskosten einschließlich EDV-Beratung 1.198 1.023
Reisekosten und Kilometergeld 621 576
Porto, Büromaterial und Telefon 553 557
Kfz-Kosten 498 427
Sonstige Personalaufwendungen 380 412
Provisionen 123 167
Übrige Aufwendungen 1.786 1.510
Summe 23.979 21.422

9. Sonstige Steuern

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2010

in T€
2009

in T€
Sonstige Steuern 213 197
Summe 213 197

Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer.

10. Finanzergebnis

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2010

in T€
2009

in T€
Finanzergebnis
Zinserträge 252 340
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9 19
Erträge Beteiligung AKP Carat Arbeitsplatten GmbH 133 67
Zinsaufwendungen - 8 - 7
Summe 386 419

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2010

in T€
% 2009

in T€
%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Erwarteter Steueraufwand 4.518 30,0 4.479 30,0
Auflösung Steuerrückstellung - 131 - 0,9 - 23 - 0,2
Sonstige Steuereffekte 13 0,1 - 36 - 0,2
Summe 4.400 29,2 4.420 29,6
1) bezogen auf das Ergebnis vor

Ertragsteuern in Höhe von
15.060 14.930

Die genannten Steuersätze wurden auf Grundlage der jeweils geltenden Steuersätze geschätzt. Dabei wurde von einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % ausgegangen. Bei der Gewerbesteuer liegen Hebesätze von jeweils 403 % für Wiedenbrück und Wadersloh zugrunde.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2010

in T€
2009

in T€
Tatsächlicher Steueraufwand 4.107 4.298
Latente Steuern aufgrund der Entstehung und

Umkehrung von temporären Unterschieden
Pensionsrückstellungen 21 - 34
Langfristige Personalrückstellungen 40 1
Sonderposten mit Rücklageanteil - 53 - 66
Abschreibung Anlagevermögen 285 221
Summe 4.400 4.420

Die Latenten Steuern wurden auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 % berechnet.

12. Ergebnis je Aktie

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2010 2009
Ergebnis je Aktie
Jahresüberschuss in € 10.660.298,22 10.510.446,32
Dividendenberechtigte Stammaktien 2.860.000 2.860.000
Dividendenberechtigte Vorzugsaktien 2.575.193 2.700.110
Dividende je Stammaktie in € 0,94 0,94
Dividende je Vorzugsaktie in € 1,00 1,00
Ergebnis je Aktie in € 1,86 1,84

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

13. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahre 2010 sind der nachstehenden Darstellung zur Bilanz zu entnehmen.

Das Sachanlagevermögen ist mit Grundschulden in Höhe von T€ 6.800 belastet. Eine tatsächliche Inanspruchnahme fand am 31.12.2010 nicht statt.

Zum Bilanzstichtag wurden 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen als assoziiertes Unternehmen gehalten. Das Nennkapital der AKP beläuft sich auf T€ 65 (Vorjahr T€ 65). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2010 beträgt T€ 2.115 (Vorjahr T€ 2.222). Es konnte ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 164 (Vorjahr T€ 309) für 2010 erzielt werden.

ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE

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(in T€) Immaterielle

Vermögenswerte
Sachanlagen
Software, Lizenzen

und andere gewerb-

liche Schutzrechte
Grundstücke,

grundstücksgleiche

Rechte und Bauten
Technische

Anlagen und

Maschinen
Andere Anlagen

Betriebs- und

Geschäftsausstattung
Geleistete

Anzahlungen und

Anlagen im Bau
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2009 1.547 54.594 97.421 67.658 5.778 225.451
Zugänge 128 204 5.815 2.453 1.192 9.664
Abgänge 0 4 1.040 547 0 1.591
Umbuchungen 0 280 4.460 1.173 - 5.913 0
Stand 31.12.2009 1.675 55.074 106.656 70.737 1.057 233.524
Zugänge 466 1.304 3.288 4.207 110 8.909
Abgänge 1 136 936 883 0 1.955
Umbuchungen 0 2 772 316 - 1.090 0
Stand 31.12.2010 2.140 56.244 109.780 74.377 77 240.478
Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2009 1.168 30.802 73.670 58.813 0 163.285
Zuführungen 145 1.334 4.747 3.162 0 9.243
Auflösungen 0 0 1.040 483 0 1.523
Stand 31.12.2009 1.313 32.136 77.377 61.492 0 171.005
Zuführungen 166 1.312 4.763 3.236 0 9.311
Auflösungen 2 75 936 808 0 1.819
Stand 31.12.2010 1.477 33.373 81.204 63.920 0 178.497
Buchwerte
Stand 31.12.2009 362 22.938 29.279 9.245 1.057 62.519
Stand 31.12.2010 663 22.871 28.576 10.457 77 61.981

scroll

(in T€) Finanzanlagen
Anteile an

assoziierten

Unternehmen
Sonstige

Ausleihungen
Gesamt Anlagevermögen

Gesamt
--- --- --- --- ---
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2009 1.200 243 1.443 228.441
Zugänge 0 0 0 9.792
Abgänge 0 64 64 1.655
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31.12.2009 1.200 179 1.379 236.578
Zugänge 0 0 0 9.375
Abgänge 0 116 116 2.072
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31.12.2010 1.200 63 1.263 243.881
Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2009 0 0 0 164.453
Zuführungen 0 0 0 9.388
Auflösungen 0 0 0 1.523
Stand 31.12.2009 0 0 0 172.318
Zuführungen 0 0 0 9.477
Auflösungen 0 0 0 1.821
Stand 31.12.2010 0 0 0 179.974
Buchwerte
Stand 31.12.2009 1.200 179 1.379 64.260
Stand 31.12.2010 1.200 63 1.263 63.907

14. Umlaufvermögen

14.1 Vorräte

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2010

in T€
2009

in T€
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.631 14.458
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.290 3.023
Fertige Erzeugnisse und Waren 14.023 12.333
Summe 33.944 29.814

Im Geschäftsjahr erfolgten erfolgswirksame Abwertungen der Vorräte gemäß IAS 2.34 in Höhe von T€ 298 (Vorjahr T€ 142). Aus in früheren Jahren vorgenommenen Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte sind von der Westag & Getalit AG nicht als Sicherheiten übereignet.

14.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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2010

in T€
2009

in T€
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.253 22.181
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht
28 20
Sonstige Vermögenswerte 1.354 1.110
Ertragsteuerforderungen 2.930 2.933
Summe 31.565 26.244

Der Ausweis der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert aus den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sowie deren Tochterunternehmen WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH. Die Westag & Getalit AG hat einen unmittelbaren bzw. mittelbaren wesentlichen Einfluss auf die obigen Gesellschaften. In 2010 sind Waren in Höhe von T€ 1.623 (Vorjahr T€ 1.293) geliefert und im gleichen Zeitraum Waren in Höhe von T€ 49 (Vorjahr T€ 0) bezogen worden.

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2010

in T€
2009

in T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Buchwert 27.253 22.181
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und überfällig seit

weniger als 30 Tagen
2.724 1.675
mehr als 30 und weniger als 60 Tagen 431 183
mehr als 60 Tagen 721 518

Die Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft erfolgen unter Eigentumsvorbehalt. Darüber hinaus ist Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen in Höhe von T€ 1.323 (Vorjahr T€ 1.148) Rechnung getragen worden.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:

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2010

in T€
2009

in T€
Wertberichtigungen
Anfangsbestand 01.01. 1.148 1.293
Zuführung 262 116
Verbrauch/Auflösung - 87 - 261
Endbestand 31.12. 1.323 1.148

Die Entwicklung der Kreditausfälle stellt sich wie folgt dar:

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2010

in T€
2009

in T€
Kreditausfälle
Forderungsausfall netto vorläufig 71 219
Erstattungen Kreditversicherer - 10 - 97
Endgültiger Forderungsausfall 61 122

Die Ertragsteuerforderungen beinhalten in Höhe von T€ 2.634 (Vorjahr T€ 2.933) Ansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben. Diese Ansprüche werden mit 2,0 % (Vorjahr 2,5 %) abgezinst und beginnend ab 2008 über einen Zeitraum von zehn Jahren in gleichbleibenden Beträgen in Höhe von T€ 399 ausbezahlt. Der Nennbetrag des Körperschaftsteuerguthabens beträgt T€ 2.794 (Vorjahr T€ 3.193).

14.3 Liquide Mittel

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2010

in T€
2009

in T€
Liquide Mittel
Kontokorrentkonten 5.076 2.492
Termingeldkonten 15.100 17.102
Summe 20.176 19.594

Für die Insolvenzabsicherung von Altersteilzeitguthaben sind Avalkredite von T€ 284 (Vorjahr: T€ 115) bis zum 31.03.2014 eingeräumt worden. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen sowie im vorangegangenen Geschäftsjahr keine Verpfändungen oder Abtretungen von Wertpapieren oder Bankguthaben vorgenommen.

15. Eigenkapital

15.1 Gezeichnetes Kapital

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2010

in T€
2009

in T€
Gezeichnetes Kapital
Stammaktien 7.322 7.322
Vorzugsaktien 7.322 7.322
Summe 14.644 14.644

Inhaber-Aktien

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Anzahl der Aktienurkunden Anzahl

Stückaktien
Betrag

in T€
Stammaktien
12.250 2.450.000 6.272
14.000 280.000 717
13.000 130.000 333
2.860.000 7.322
Vorzugsaktien
286.000 2.860.000 7.322
Gesamtzahl und Gesamtbetrag der Stamm- und Vorzugsaktien 5.720.000 14.644

Ziel unseres Kapitalmanagements ist es, auf Grundlage der vorhandenen guten Eigenkapitalquote eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des AktG und der Satzung werden die erzielten Überschüsse in die Rücklagen eingestellt oder an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der beigefügten Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 81 dargestellt.

Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung an der Düsseldorfer und Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Stammaktien sind voll stimmberechtigt, die Vorzugsaktien stimmrechtslos. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für diese zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtlosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23.08.2015 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu 5.840.000,00 € (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um 1.460.000 € (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen.

Des Weiteren weisen wir auf die folgenden Punkte zum Kapital und zur Satzung hin: Die Syntalit AG, Zug, Schweiz, ist am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist Aktionärin der Syntalit AG und ihr sind sämtliche Stimmrechtsanteile gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden und dem Vorstand auch nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft sind der Gesellschaft nur hinsichtlich der Vorzugsaktien bekannt.

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft wurden nach § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen.

Die Änderung der Satzung kann nach § 179 AktG nur mit mindestens drei Viertel des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Die Satzung enthält keine davon abweichenden Bestimmungen.

Eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf von eigenen Aktien besteht im Rahmen des Hauptversammlungsbeschlusses vom 24.08.2010.

Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots Entschädigungen vorsehen, existieren nicht.

15.2 Kapitalrücklage

scroll

2010

in T€
2009

in T€
Kapitalrücklage 24.376 24.376
Summe 24.376 24.376

Die Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den Agiobeträgen der Kapitalerhöhungen aus früheren Jahren zusammen.

15.3 Gewinnrücklagen

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2010

in T€
2009

in T€
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklagen 596 596
Andere Gewinnrücklagen 53.715 48.415
Summe 54.311 49.011

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der Westag & Getalit AG, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind erfolgsneutrale negative Eigenkapitalveränderungen, die durch die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS entstanden sind, berücksichtigt.

Im Berichtsjahr 2010 betrug die Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG T€ 5.300 (Vorjahr T€ 5.100). Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile von 284.807 (Vorjahr 159.890) Stück mit Anschaffungskosten von T€ 3.408 (Vorjahr T€ 1.513) wurden erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

16. Langfristige Rückstellungen

16.1 Pensionsrückstellungen

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2010

in T€
2009

in T€
Entwicklung des Bilanzpostens
Anfangsbestand 01.01. 13.906 13.671
Laufender Aufwand wie nachfolgend 965 955
Laufende Pensionszahlungen - 741 - 720
Endbestand 31.12. 14.130 13.906
Entwicklung des Barwertes der Pensionsverpflichtung
Barwert der Pensionsverpflichtung 01.01. 13.580 12.831
Dienstzeitaufwand 224 210
Zinsaufwand 713 717
Versicherungsmathematische Verluste 806 542
Gezahlte Leistungen - 741 - 720
Erwarteter Barwert der Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag 14.582 13.580
Noch nicht angesetzter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 28 - 55
Nicht bilanzierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste - 424 381
Endbestand 31.12. 14.130 13.906

Der Barwert der Pensionsverpflichtung wird nicht über einen Fonds finanziert.

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen als Personalaufwand enthalten:

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2010

in T€
2009

in T€
Laufender Dienstzeitaufwand 224 210
Zinsaufwand 713 717
Amortisation von versicherungsmathematischen Verlusten 28 28
Summe 965 955

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei werden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:

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2010

in %
2009

in %
Abzinsungsfaktor 5,15 5,20
Rententrend 2,00 2,00
Durchschnittliche Fluktuation 0,40 0,40

In den letzten Jahren hat sich die Rückstellung wie folgt entwickelt:

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2010

in T€
2009

in T€
2008

in T€
2007

in T€
2006

in T€
Erwarteter Barwert der Pensions-

verpflichtung zum Bilanzstichtag
14.582 13.580 12.831 13.412 15.525
Erfahrungsbedingte Anpassungen

des Barwertes
314 112 133 100 - 225

16.2 Andere langfristige Rückstellungen

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in T€ Personalrück-

stellungen
Sonstige

Rückstellungen
Langfristige

Rückstellungen

gesamt
Anfangsbestand 01.01.2009 957 837 1.794
Verbrauch 262 514 776
Auflösung 0 0 0
Zuführung 151 449 600
Endbestand 31.12.2009 846 772 1.618
Anfangsbestand 01.01.2010 846 772 1.618
Verbrauch 149 702 851
Auflösung 0 0 0
Zuführung 18 778 796
Endbestand 31.12.2010 715 848 1.563

Die langfristigen Rückstellungen enthalten Rückstellungsteilbeträge für Gewährleistungen, Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen von insgesamt T€ 919 (Vorjahr T€ 813), die wahrscheinlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erfüllt werden und unverzinslich sind.

16.3 Latente Steuern

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2010

in T€
2009

in T€
Latente Steuern
Anlagevermögen 1.217 932
Rückstellungen - 928 - 989
Sonderposten mit Rücklageanteil 353 406
Summe 642 349

Die latenten Steuerverbindlichkeiten betragen bei einem Ansatz von 30 % zum 31.12.2010 saldiert T€ 642 (Vorjahr T€ 349).

17. Verbindlichkeiten

17.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

scroll

2010

in T€
2009

in T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.408 5.582
Summe 11.408 5.582

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die durch den üblichen Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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2010

in T€
2009

in T€
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Boniansprüche von Kunden 7.311 5.899
Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 5.729 5.485
Lohnsteuer 1.273 1.221
Umsatzsteuer 307 1.408
Erhaltene Anzahlungen 293 227
Kreditorische Debitoren 216 92
Umweltschutzmaßnahmen (kurzfristig) 157 157
Übrige 1.671 754
Summe 16.957 15.243

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich.

17.3 Kurzfristige Rückstellungen

scroll

in T€
Anfangsbestand 01.01.2009 558
Verbrauch 343
Auflösung 0
Zuführung 299
Endbestand 31.12.2009 514
Anfangsbestand 01.01.2010 514
Verbrauch 468
Auflösung 0
Zuführung 520
Endbestand 31.12.2010 566

Die Rückstellung wurde für die kurzfristige Inanspruchnahme von Gewährleistungen gebildet.

17.4 Ertragsteuerverbindlichkeiten

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2010

in T€
2009

in T€
Steuern aus Ergebnis und Ertrag 178 2.034
Summe 178 2.034

WEITERE BILANZERLÄUTERUNGEN

18. Sonstige Angaben

18.1 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Westag & Getalit AG verfügt am Bilanzstichtag ausschließlich über originäre Finanzinstrumente. Diese betreffen auf der Aktivseite die Forderungen und umfassen im Wesentlichen die sonstigen langfristigen Ausleihungen, die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie die liquiden Mittel und werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite entfallen die Finanzinstrumente auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko.

Zu den Angaben nach IFRS 7.33 (b) zum Risikomanagement im Bereich der Finanzinstrumente wird auf die Angaben im Lagebericht verwiesen.

Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und den Laufzeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu dem Bilanzposten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“.

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2010

Buchwert

in T€
Zeitwert

in T€
2009

Buchwert

in T€
Zeitwert

in T€
Aktiva
Sonstige Ausleihungen 63 63 179 179
Forderungen und Vermögenswerte 28.635 28.635 23.311 23.311
Flüssige Mittel 20.176 20.176 19.594 19.594
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen
11.408 11.408 5.581 5.581
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 16.957 16.957 15.243 15.243
Zinsergebnis
aus finanziellen Vermögenswerten 153 153 106 106

18.2 Segmentberichterstattung

Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und Liquiden Mittel erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen. Die Aufteilung in die Segmente erfolgt im Wesentlichen nach den jeweiligen Umsatzanteilen, sofern keine Direktzuordnung möglich ist.

Die Segmentberichterstattung der Westag & Getalit AG erfolgt durch die Aufteilung der geografischen Regionen mit dem Sitz der Kunden nach Inland und Ausland (primäres Berichtsformat).

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Inland

in T€
Ausland

in T€
Westag gesamt

in T€
Geschäftsjahr 2010
Umsatz 173.825 42.801 216.626
Deckungsbeitrag 49.301 11.488 60.789
Fixkosten 36.579 8.722 45.301
Ergebnis 12.374 2.686 15.060
Geschäftsjahr 2009
Umsatz 162.165 39.246 201.411
Deckungsbeitrag 47.626 10.933 58.559
Fixkosten 35.357 8.272 43.629
Ergebnis 12.269 2.661 14.930

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Inland

in T€
Ausland

in T€
Westag gesamt

in T€
Geschäftsjahr 2010
Segmentvermögen 130.378 19.214 149.592
Segmentschulden 39.606 5.837 45.443
Segmentinvestitionen 8.171 1.204 9.375
Segmentabschreibungen 8.260 1.217 9.477
Geschäftsjahr 2009
Segmentvermögen 122.187 17.725 139.912
Segmentschulden 34.274 4.972 39.246
Segmentinvestitionen 8.552 1.240 9.792
Segmentabschreibungen 8.199 1.189 9.388

Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen (sekundäres Berichtsformat)

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in T€ Sperrholz/

Schalung
Türen/

Zargen
Laminate/

Elemente
Übrige Westag

gesamt
Geschäftsjahr 2010
Umsatz 32.878 103.683 74.185 5.880 216.626
Segmentinvestitionen 190 4.968 2.869 1.348 9.375
Segmentvermögen 16.540 52.876 54.523 25.653 149.592
Geschäftsjahr 2009
Umsatz 31.802 93.626 69.835 6.148 201.411
Segmentinvestitionen 3.686 2.498 3.157 451 9.792
Segmentvermögen 17.073 45.754 51.185 25.900 139.912

18.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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2010

in T€
2009

in T€
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bestellobligo für Investitionen 948 823
Pacht- und Leasingverträge 419 429
Übrige finanzielle Verpflichtungen 98 125
Summe 1.465 1.377

In den Pacht- und Leasingverträgen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 63 Jahren in Höhe von T€ 189 enthalten (Vorjahr T€ 189), das mit 5 % abgezinst wird.

Zukünftige Mindestleasingzahlungen aufgrund von Operating-Leasingverhältnissen werden in den Folgeperioden in Höhe von T€ 23 fällig (Vorjahr T€ 228). Innerhalb der kommenden zwölf Monate sind aufgrund der Pacht- und Leasingverträge Zahlungen in Höhe von T€ 81 (Vorjahr T€ 224) zu leisten.

18.4 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Laut Mitteilung der Syntalit AG vom 18.12.2006 hält diese mit 75,5 % die Mehrheit an den Stammaktien unserer Gesellschaft. Des Weiteren hat die Gethalia Foundation mitgeteilt, dass sie Aktionärin der Syntalit AG ist und ihr sämtliche 75,5 % der Stimmrechtsanteile der Syntalit AG an unserer Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind. Eine meldepflichtige Änderung des Bestands ist seither nicht an uns ergangen. Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Syntalit AG sowie der Gethalia Foundation getätigt worden sind.

Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“

18.5 Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands

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2010

in T€
2009

in T€
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 68 68
Gesamtbezüge des Vorstands 1.600 1.550
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und deren

Hinterbliebene
341 337
Geleistete Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder

und deren Hinterbliebene sowie aktiver Vorstandsmitglieder
4.685 4.501
In den Pensionsrückstellungen enthaltener Dienstzeitaufwand

für Vorstand und Aufsichtsrat
10 9
Beratungsleistungen (Herr Pedro Holzinger) 60 60

Vorschüsse, Kredite, Bürgschaften oder Gewährleistungen wurden weder Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands gewährt.

19. Corporate Governance Kodex

Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht.

20. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

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2010

in T€
2009

in T€
Honorar des Abschlussprüfers
Abschlussprüfung 100 97
Steuerberatungsleistungen 38 36
Sonstige Leistungen 33 32
Summe 171 165

21. Überleitungsrechnungen nach IFRS 1

21.1 Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IAS/IFRS

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2010

in T€
2009

in T€
Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IAS/IFRS
Eigenkapital nach HGB 104.954 101.086
Sachanlagen 0 3.107
Eigene Anteile 0 - 1.513
Latente Steuern 345 - 349
Sonderposten mit Rücklageanteil 1.177 - 3.019
Pensionsrückstellungen - 2.328 1.354
Eigenkapital nach IFRS 104.148 100.666

21.2 Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IAS/IFRS

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2010

in T€
2009

in T€
Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IAS/IFRS
Jahresüberschuss nach HGB 10.756 10.230
Sonstige betriebliche Erträge - 177 - 223
Personalaufwand 493 - 112
Abschreibungen 0 737
Außerordentliches Ergebnis - 538 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 126 - 122
Jahresüberschuss nach IFRS 10.660 10.510

22. Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag

Zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die den Abschluss beeinträchtigen würden, liegen nicht vor.

23. Finanz-, Währungs- und Kreditrisiken

Die Westag & Getalit AG ist aufgrund von Einkaufsvolumina aus Fremdwährungsländern in kleinem Umfang Finanz- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diesen begegnen wir im Einzelfall und in geringem Umfang durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten bei gleichzeitiger Beobachtung von erwarteten Wechselkursentwicklungen. Am Bilanzstichtag bestanden keinerlei Geschäfte dieser Art. Zur Abwehr von Forderungsausfallrisiken sind unsere Forderungsbestände zum größten Teil durch die bestehende Forderungsversicherung abgesichert.

24. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes

Für das Geschäftsjahr 2010 ergibt sich ein Bilanzgewinn nach HGB von T€ 11.662, der sich wie folgt zusammensetzt:

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2010

in T€
Jahresüberschuss 2010 10.756
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.206
Einstellung in andere Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG - 5.300
Bilanzgewinn 11.662

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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2010

in T€
Ausschüttung einer Dividende von 0,94 € je Stammaktie 2.688
Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Vorzugsaktie 2.575
5.263
Restgewinn zum Vortrag auf neue Rechnung 6.399
Bilanzgewinn 11.662

Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.575.193 Stück nennwertloser Stückaktien.

Für den Vorschlag des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile (284.807 Stück), die am Tag der Bilanzaufstellung gehalten werden, korrigiert.

25. Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in T€ Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Bilanzgewinn Gesamt
Stand 01.01.2009 14.644 24.376 43.911 9.708 92.639
Verkauf eigener Anteile 119 119
Zuführung nach § 58 II AktG 5.100 - 5.100 0
Dividende - 2.602 - 2.602
Jahresüberschuss 10.510 10.510
Stand 31.12.2009 14.644 24.376 49.011 12.635 100.666
Stand 01.01.2010 14.644 24.376 49.011 12.635 100.666
Kauf/Verkauf eigener Anteile - 1.895 - 1.895
Zuführung nach § 58 II AktG 5.300 - 5.300 0
Dividende - 5.283 - 5.283
Jahresüberschuss 10.660 10.660
Stand 31.12.2010 14.644 24.376 54.311 10.817 104.148

Die ausgezahlten Dividenden betrugen je Aktie:

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2010

in €
2009

in €
Stammaktien 0,94 0,44
Vorzugsaktien 1,00 0,50

26. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern, dass nach bestem Wissen und Gewissen der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG vermittelt.

Rheda-Wiedenbrück, 17. Februar 2011

Westag & Getalit Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Wenninger Beckers Dr. Paulitsch Sander

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz am 08.12.2010 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum vom 09.12.2009 bis zum 01.07.2010 auf die Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (nachfolgend kurz Kodex genannt) vom 18.06.2009. Für den Zeitraum ab dem 02.07.2010 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf den Kodex in seiner Fassung vom 26.05.2010, die am 02.07.2010 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat der Westag & Getalit AG erklären hiermit gemäß § 161 Aktiengesetz, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

1. Die von der Westag & Getalit AG für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder abgeschlossene D&O-Versicherung sieht seit dem 01.01.2010 einen Selbstbehalt vor, der dem Kodex und der Neufassung des § 93 Abs. 2 Satz 3 Aktiengesetz entspricht. Lediglich bis zum 31.12.2009 war dieses noch nicht der Fall (Kodex Ziffer 3.8, Abs. 2).

Im Hinblick auf die gesetzliche Neuregelung für Vorstandsmitglieder in § 93 Abs. 2 Satz 3 Aktiengesetz haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, mit Wirkung ab dem 01.01.2010 in der abgeschlossenen D&O-Versicherung die vorbezeichneten Selbstbehalte aufzunehmen.

2. Die Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung sehen nicht insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vor (Kodex Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2).

Der Aufsichtsrat legt Wert auf die Kompetenz seiner Mitglieder und eine große Vielfalt in seiner Zusammensetzung und hat damit bisher gute Erfahrungen gemacht. Darin sieht der Aufsichtsrat die wesentlichen Kriterien für seine Zusammensetzung und nicht in herbeizuführenden Proportionalitäten der Geschlechter.

3. Der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder bisher satzungsgemäß nicht berücksichtigt (Kodex Ziffer 5.4.6, Abs.1, Satz 3). Auch enthält die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder keine erfolgsorientierten Bestandteile (Kodex Ziffer 5.4.6, Abs. 2). Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat sowie die gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden im Anhang des Jahresabschlusses insgesamt angegeben, jedoch nicht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen im Corporate Governance Bericht ausgewiesen (Kodex Ziffer 5.4.6, Abs. 3).

Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass die Mitgliedschaft in den Ausschüssen in der satzungsgemäßen Vergütung des Aufsichtsrats bereits angemessen berücksichtigt wird und eine gesonderte Vergütung daher unangemessen erscheint. Ferner sind sie nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgabe wahrnehmen, durch eine erfolgsorientierte Vergütung verbessert werden kann. Vielmehr sollen diese ihre Überwachungsfunktion unabhängig von monetären Anreizen ausüben. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat ist in der Satzung geregelt, die auf unserer Homepage veröffentlicht ist. Eine Wiederholung der entsprechenden Satzungsbestimmungen im Corporate Governance Bericht lässt keinen spürbaren Zusatznutzen erkennen. Die gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen werden im Hinblick auf die Privatsphäre individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen im Corporate Governance Bericht ausgewiesen, wenn das betroffene Aufsichtsratsmitglied damit einverstanden ist.

4. Die Gesellschaft hat die Aktionäre bei der Stimmrechtsvertretung unterstützt, jedoch nicht noch zusätzlich die Möglichkeit der Briefwahl angeboten (Kodex Ziffer 2.3.3 Satz 2).

Auf einer Hauptversammlung müssten erst die satzungsmäßigen Voraussetzungen für eine Briefwahl geschaffen werden.

Ziele des Aufsichtsrats bezüglich seiner Zusammensetzung und Stand der Umsetzung

Es sollen Kandidaten vorgeschlagen werden, die die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllen sowie die in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegte Altersgrenze einhalten, durch ihre Kompetenz, Erfahrungen, Integrität, Unabhängigkeit und Persönlichkeit in der Lage sind, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds der Westag & Getalit AG verantwortungsvoll wahrzunehmen und die anderen Aufsichtsratsmitglieder gut zu ergänzen. Nach Überzeugung des Aufsichtsrats erfüllt seine derzeitige Zusammensetzung die Anforderungen des Corporate Governance Kodex insbesondere hinsichtlich des Aspekts der Vielfalt mit Ausnahme der Beteiligung von Frauen.

Führungs- und Kontrollstrukturen sowie Transparenz

Die Führungs- und Kontrollstrukturen der Westag & Getalit AG entsprechen den aktienrechtlichen Vorschriften, der Unternehmenssatzung und den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand besteht aus vier Mitgliedern, deren Aufgaben nach funktionalen Gesichtspunkten aufgeteilt sind. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern, von denen vier von den Aktionären und zwei von den Arbeitnehmern gewählt worden sind. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat ist bei der Westag & Getalit AG traditionell von Verantwortungsbewustsein und Transparenz geprägt. Im Umgang mit ihren Aktionären verfolgt die Gesellschaft den Grundsatz der umfassenden, regelmäßigen und zeitnahen Information. Über wesentliche Termine werden unsere Aktionäre regelmäßig durch einen Finanzkalender unterrichtet. Darüber hinaus stellen wir auf unserer Homepage detaillierte Unterlagen und Informationen bereit.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den von der Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück, aufgestellten Einzelabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Einzelabschluss und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Einzelabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Einzelabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Feststellung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Einzelabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Einzelabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen der Regelungen in IFRS 8 „Geschäftssegmente“ wurde die Aufteilung der Geschäftssegmente und die in IFRS 8 vorgesehene Berichterstattung über die Segmentergebnisse sowie des Segmentvermögens und der Segmentschulden sowohl im Einzelabschluss nach den IFRS als auch in der entsprechenden Zwischenberichterstattung nicht gemäß den Regelungen des IFRS 8 vorgenommen, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass ihr durch die Angabe dieser Informationen ein nicht unwesentlicher Schaden gegenüber Mitbewerbern entstehen wird, die nicht zu einer entsprechenden Angabe verpflichtet sind. Dementsprechend vermittelt die Rechnungslegung insoweit kein zutreffendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der nach IFRS 8 zu bildenden Segmente.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Einzelabschluss aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Einzelabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, 18. Februar 2011

**Peters & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

*Michael Peters

Wirtschaftsprüfer

Jochen Mischer

Wirtschaftsprüfer*

BILANZ ZUM 31.12.2010 (NACH HGB)

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Aktiva 31.12.2010

in T€
31.12.2009

in T€
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
Software, Lizenzen und andere gewerbliche Schutzrechte 663 362
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken
22.871 22.938
Technische Anlagen und Maschinen 28.576 26.901
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.457 8.516
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77 1.057
61.981 59.412
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.200 1.200
Sonstige Ausleihungen 63 179
1.263 1.379
63.907 61.153
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.631 14.458
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.290 3.023
Fertige Erzeugnisse und Waren 14.023 12.333
33.944 29.814
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.253 22.181
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht
28 20
Sonstige Vermögensgegenstände 4.158 3.952
31.439 26.153
III. Wertpapiere
Eigene Anteile 0 1.513
IV. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 20.176 19.594
85.559 77.074
C. Rechnungsabgrenzungsposten 126 90
Bilanzsumme 149.592 138.317

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Passiva 31.12.2010

in T€
31.12.2009

in T€
A. Eigenkapital und Rücklagen
I. Gezeichnetes Kapital
Stammaktien 7.322 7.322
Vorzugsaktien
Gezeichnetes Kapital 7.322 7.322
Eigene Anteile - 730 0
6.592 7.322
13.914 14.644
II. Kapitalrücklage 24.345 24.344
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 596 596
Rücklagen für eigene Anteile 0 1.513
Andere Gewinnrücklagen 54.437 48.500
55.033 50.609
IV. Bilanzgewinn 11.662 11.489
104.954 101.086
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 1.177 1.354
C. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.803 10.887
Steuerrückstellungen 178 2.034
Sonstige Rückstellungen 14.820 12.315
26.801 25.236
D. Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 293 227
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.408 5.581
Sonstige Verbindlichkeiten 3.972 4.833
15.673 10.641
E. Rechnungsabgrenzungsposten 987 0
Bilanzsumme 149.592 138.317

GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 (NACH HGB)

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2010

in T€
2009

in T€
Umsatzerlöse 216.626 201.411
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen

Erzeugnissen
1.439 - 1.576
Andere aktivierte Eigenleistungen 264 348
218.329 200.183
Sonstige betriebliche Erträge 3.090 3.568
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 105.249 - 93.357
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 1.670 - 1.329
- 106.919 - 94.686
Personalaufwand
Löhne und Gehälter - 54.544 - 51.930
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 11.929 - 11.283
- 66.473 - 63.213
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen
- 9.477 - 10.125
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 23.979 - 21.422
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 142 87
Sonstige Zinsen und Erträge 253 340
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 8 - 7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14.958 14.725
Außerordentliche Erträge aus Anpassung an das BilMoG 737 0
Außerordentliche Aufwendungen aus Anpassung an das BilMoG - 199 0
Außerordentliches Ergebnis 538 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 4.526 - 4.298
Sonstige Steuern - 214 - 197
- 4.740 - 4.495
Jahresüberschuss 10.756 10.230
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.206 6.240
Entnahme aus der Rücklage für eigene Anteile 0 119
Einstellung in anderen Gewinnrücklagen - 5.300 - 5.100
Bilanzgewinn 11.662 11.489

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Westag & Getalit Aktiengesellschaft, Rheda-Wiedenbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, 18. Februar 2011

**Peters & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

*Michael Peters

Wirtschaftsprüfer

Jochen Mischer

Wirtschaftsprüfer*

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Geschäftsjahr 2010 der Westag & Getalit AG verlief auf der Zeitschiene sehr unterschiedlich. Während das erste Quartal noch unter dem Konjunktureinbruch 2009 und dem strengen Winter litt, stiegen im weiteren Verlauf des Jahres die Nachfrage und der Absatz unserer Erzeugnisse. Aufgrund der weltweit anziehenden Konjunktur und der damit gestiegenen Nachfrage nach Rohstoffen machte sich im zweiten Halbjahr zunehmend eine bislang nicht gekannte Steigerung unserer Beschaffungspreise bemerkbar. Hinzu kamen Werksschließungen bei unseren Spanplattenlieferanten. Insgesamt standen zum Jahresende die Beschaffungslage bei Rohstoffen und die dadurch notwendigen Erhöhungen unserer Verkaufspreise im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Diese prägen auch in 2011 das Geschehen.

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Den Vorstand haben wir bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und ihn bei der Führung der Gesellschaft überwacht. Darüber hinaus haben wir dem Vorstand Anregungen und Impulse gegeben und seine Strategien und Planungen ausführlich besprochen und kritisch hinterfragt. Um dies qualifiziert tun zu können, unterrichtete uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft, den Stand der Investitionen, die Unternehmensplanung und -strategie sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen. Hierzu erhielten wir vom Vorstand monatlich eine Erfolgs- sowie Vertriebsdeckungsbeitragsrechnung und jeweils vor den Aufsichtsratssitzungen, mit Ausnahme der Sitzung nach der ordentlichen Hauptversammlung, einen umfangreichen schriftlichen Bericht. Diese wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich besprochen. In alle wesentlichen Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Für bestimmte Maßnahmen und Geschäfte sieht die Geschäftsordnung des Vorstands darüber hinaus einen Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrats vor. Ferner befassten wir uns mit möglichen Risiken und Fragen des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen wurden uns im Einzelnen erläutert. Über wichtige Geschäftsvorfälle und Entwicklungen wurde der Aufsichtsratsvorsitzende stets unverzüglich informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

In jedem Quartal fand eine Aufsichtsratssitzung statt. Daran nahmen die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter des Abschlussprüfers teil. Die Aufsichtsratssitzungen waren durch offene, konstruktive und vertrauensvolle Gespräche gekennzeichnet.

In der Aufsichtsratssitzung am 18.03.2010 stand von den Themen, die mit dem Jahresabschluss 2009 zusammenhingen, vor allem die Erhöhung der Dividende für das Jahr 2009 im Vordergrund. Weiter befassten wir uns ausführlich mit der Wettbewerbssituation in der Sparte Laminate/Elemente und den absehbar wieder steigenden Spanplattenpreisen, die besonders für diese Sparte Auswirkungen haben. Ferner stimmten wir der Verlängerung der Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien zu.

In der Aufsichtsratssitzung am 27.05.2010 befassten wir uns mit der Entwicklung der Kosten der Zentralsparte und deren Umlegung auf die verschiedenen Sparten. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die Kosten in den letzten vier Jahren gesunken sind, und begrüßten die eingeleiteten Maßnahmen, um die Verteilung der Kosten auf die einzelnen Sparten noch transparenter und nachvollziehbarer zu machen. Ein weiteres Thema war die von unserem Personalausschuss vorgenommene Überprüfung der Vorstandsvergütungsstruktur. Wir stellten hierzu fest, dass die Vergütungsstruktur den gesetzlichen Vorgaben entspricht und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten. Weiter erörterten und verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 24.08.2010.

In der Aufsichtsratssitzung am 24.08.2010 im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung wurden Herr Holzinger und Herr Pampel erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden bzw. stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Außerdem wurde Herr Holzinger zum Mitglied des Prüfungsausschusses (Audit Committee) gewählt. Ferner bestellte der Aufsichtsrat Herrn Sander für weitere drei Jahre bis zum 31.12.2013 zum Vorstand der Gesellschaft. Weiter wurde der auf der vorangegangenen Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer mit der Abschlussprüfung für das Jahr 2010 beauftragt. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit dem aktualisierten Investitionsplan und stimmte der Ausgabe von Vorzugsaktien an die Belegschaft zu.

In der Aufsichtsratssitzung am 09.12.2010 befassten wir uns ausführlich mit dem Ergebnis- und Investitionsplan für das Jahr 2011. Hierbei wurde deutlich, dass das Ergebnis 2011 maßgeblich von der Weitergabe der teilweise drastischen Rohstoffpreisanhebungen in höheren Verkaufspreisen abhängen wird. Dem Investitionsplan für das Jahr 2011, der Investitionen von rund 10 Mio. € vorsieht, stimmten wir zu. Ferner verabschiedeten wir eine neue Fassung unserer Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz und erörterten in diesem Zusammenhang auch die Ziele für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Dem positiven Ergebnis der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats durch den Prüfungsausschuss stimmten wir zu. Weitere Themen waren die vorgesehenen Umstrukturierungen und Verbesserungen in der Abteilung Einkauf, die Erschließung neuer Lieferquellen für die Sparte Sperrholz/Schalung, die Kapazitätsengpässe im Transportgewerbe und der Abschluss neuer Verträge zur Direktvermarktung des in unserer KWK-Anlage aus Biomasse produzierten Stroms.

Arbeit der Ausschüsse

Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch die drei von ihm eingerichteten Ausschüsse unterstützt. Sie haben die Aufgabe, Beschlüsse des Aufsichtsrats vorzubereiten und Themen zu bearbeiten, die im Aufsichtsrat behandelt werden sollen. In einzelnen Fällen hat der Aufsichtsrat Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, der von dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Klaus Pampel, geleitet wird, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz.

Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Heite, Herr Holzinger, Herr Jeffries und Herr Pampel an. Er tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr zweimal. Er befasste sich mit der Überwachung der Abschlussprüfung, dem Jahresabschluss und der Vorbereitung der Wahl des Abschlussprüfers, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des unternehmensweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems, der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, der Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz sowie der Erklärung zur Unternehmensführung, welche den Corporate Governance Bericht beinhaltet. Ferner hielt der Prüfungsausschuss drei Telefonkonferenzen ab, in denen er unter anderem die zu veröffentlichenden Quartalsberichte erörterte.

Der Personalausschuss, bestehend aus Herrn Heite, Herrn Holzinger und Herrn Pampel, befasste sich in seiner Sitzung am 27.05.2010 mit der Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Herrn Sander sowie der Vorstandsvergütungsstruktur bei der Gesellschaft. In der Aufsichtsratssitzung am 24.08.2010 stellte er die Ergebnisse seiner Arbeit vor.

Der Nominierungsausschuss tagte am 27.05.2010 und beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung am 24.08.2010 Herrn Pedro Holzinger zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen und ihn erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden zu nominieren.

Jahresabschluss

Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 24.08.2010 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat den vom Vorstand jeweils nach den Regeln des HGB und der IFRS aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 und die dazugehörigen Lageberichte der Westag & Getalit AG geprüft. Die Lageberichte und der Abschluss nach HGB wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Bezüglich des vom Vorstand freiwillig nach IFRS aufgestellten Jahresabschlusses erfolgte ein lediglich aufgrund der Segmentberichterstattung erwartungsgemäß eingeschränkter Bestätigungsvermerk. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats direkt vom Abschlussprüfer zugeleitet worden. Diese wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 24.03.2011 unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung sowie über die zu keinen Beanstandungen führende Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Jahresabschlüsse und die Lageberichte haben wir geprüft. Wir schließen uns dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers aufgrund eigener Feststellungen an und billigen die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse und die Lageberichte. Die Jahresabschlüsse sind damit festgestellt. Ferner haben wir den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft, mit diesem erörtert und schließen uns diesem ebenfalls an.

Der Aufsichtsrat hat außerdem den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind.“

Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Mitgliedern des Betriebsrats für ihren engagierten Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rheda-Wiedenbrück, den 24. März 2011

*Pedro Holzinger

Vorsitzender des Aufsichtsrats*

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Pedro Holzinger

Kaufmann, Rheda-Wiedenbrück

Vorsitzender

Klaus Pampel

Geschäftsführer der Hüttenes-Albertus

Chemische Werke GmbH, Meerbusch

stellvertretender Vorsitzender

Jürgen Heite

Geschäftsführer der Thyssen'schen

Handelsgesellschaft mbH, Meerbusch

Ronald Jeffries

Kaufmann, London/Großbritannien

Dietmar Lewe*

Betriebsratsvorsitzender, Rietberg

Reinhard Grewe*

Facharbeiter, Rheda-Wiedenbrück

* Vertreter der Arbeitnehmer