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Webac Holding AG Audit Report / Information 2021

Apr 29, 2022

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3912006OSVCWGCAF9O75-2021-12-31 Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Anhang Vorjahr TEUR TEUR 1. Umsatzerlöse D.1 0 138 2. Sonstige betriebliche Erträge D.2 4 140 4 278 3. Personalaufwand D.3 0 22 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 2 2 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen D.4 274 370 6. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -272 -116 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen D.5 280 104 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge D.5 0 0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen D.5 81 79 10. Finanzergebnis 199 25 11. Ergebnis nach Steuern -73 -91 12. Sonstige Steuern 0 0 13. Jahresfehlbetrag -73 -91 14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -882 -791 15. Bilanzverlust -955 -882 Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Bilanz zum 31.12.2021 Aktiva Anhang Vorjahr TEUR TEUR A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände D.6 0 1 II. Sachanlagen D.6 2 3 III. Finanzanlagen D.6 8.167 8.167 8.169 8.171 B. Umlaufvermögen I. Forderungen gegen verbundene Unternehmen D.7 10 2 II. Sonstige Vermögensgegenstände D.8 5 10 III. Guthaben bei Kreditinstituten 28 189 43 201 C. Rechnungsabgrenzungsposten 0 4 8.212 8.376 Passiva Anhang Vorjahr TEUR TEUR A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital D.10 1.000 1.000 Eigene Anteile D.10 -62 -62 Ausgegebenes Kapital 938 938 II. Kapitalrücklage D.10 4.122 4.122 III. Gewinnrücklagen D.10 75 75 IV. Bilanzverlust D.10 -955 -882 4.180 4.253 B. Sonstige Rückstellungen D.11 102 99 C. Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten D.12 0 0 II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 49 III. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen D.13 3.911 3.945 IV. Sonstige Verbindlichkeiten D.14 4 30 3.930 4.024 8.212 8.376 Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Anhang für das Geschäftsjahr 2021 der Webac Holding AG A. Allgemeine Angaben und Darstellung des Abschlusses Die Webac Holding AG ist eine in der Rosenheimer Straße 12, 81669 München, Deutschland, ansässige Aktiengesellschaft, deren Aktien am regulierten Markt an den Börsenplätzen Düsseldorf und Frankfurt gehandelt werden. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 140727 eingetragen. Der Hauptsitz der Geschäftstätigkeit ist in Euskirchen. Die Gesellschaft ist gleichzeitig oberste Muttergesellschaft des Webac-Konzerns, der derzeit in den Bereichen des An- und Verkaufs von Grundstücken und deren Verwaltung sowie der Verwaltung von Krediten und Darlehen tätig ist. Die Webac Holding AG ist eine kleine Aktiengesellschaft (§ 267 Abs. 1 HGB), die gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB aufgrund ihrer Börsennotierung als große Kapitalgesellschaft gilt. Der Jahresabschluss der AG ist daher nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt worden. Die Bilanz ist nach § 266 HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang aufgegliedert und erläutert. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen, in denen gerundete Zahlen enthalten sind, (summarische) Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit auftreten. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach § 315 Abs. 5 HGB Gebrauch und fasst den Lagebericht der AG und des Konzerns zusammen. B. Wesentliche Grundsätze und Methoden der Bilanzierung und Bewertung Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten – vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen – bewertet. Die Abschreibungsdauer wurde entsprechend der voraus- sichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Gegenstände wie folgt festgelegt: EDV-Software 3 bis 10 Jahre linear Betriebs- und Geschäftsanlagen 3 bis 10 Jahre linear Außerplanmäßige Abschreibungen werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Von der Möglichkeit der Sofortabschreibung geringwertiger Vermögensgegenstände bis 800,- EUR wird entsprechend der steuerlichen Vorschriften Gebrauch gemacht. Für Zwecke der Darstellung im Anlagengitter wird ein fiktiver Vollabgang unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden – soweit erforderlich – auf der Grundlage von Werthaltigkeitstests vorgenommen. Der niedrigere beizulegende Wert wird mit Hilfe des Ertragswertverfahrens ermittelt. Zusätzlich werden für Unternehmen mit geringen Ertragsaussichten Liquidationswerte ermittelt und als Wertuntergrenze angesetzt. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Die für das Ertragswertverfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf aus der Konzern- gesamtplanung abgeleiteten beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten 5 Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapi- talisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Die Liquidationswerte basieren insbesondere auf von unabhängigen Sachverständigen ermittelten Verkehrswerten von Immobilien bei verbundenen Unternehmen. Ist der beizu- legende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Die Bewertung von Bankguthaben erfolgt mit dem Nominalwert. Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Der rechnerische Wert von erwor- benen eigenen Anteilen wird vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt. Der Unterschieds- betrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wird mit der Kapitalrücklage verrechnet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflich- tungen. Sie werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und haben – wie im Vorjahr – eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Latente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen ergeben. Dabei werden auch die quasi permanenten Differenzen berücksichtigt. Aktive latente Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge werden insoweit angesetzt, wie mit einer Nutzung innerhalb der nächsten 5 Jahre gerechnet wird. Sich daraus ergebende aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ergibt sich dabei ein aktivischer Überhang latenter Steuern, wird von dem bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5% sowie Gewerbesteuer in Höhe von 16,7% von insgesamt 32,5%. Im Jahresabschluss müssen Annahmen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswir- kungen auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden haben. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die im Folgenden genannten wesentlichen Positionen und Risiken sind in ihrem Ansatz und Wert von den zugrunde liegenden Annahmen und Schätzungen abhängig: · Finanzanlagen in Höhe von 8.167 TEUR · Sonstige Rückstellungen in Höhe von 102 TEUR · Rechtliche Risiken insbesondere aus den Bereichen Kapitalmarkt- und Steuerrecht- sowie andere Verpflichtungen. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Im Jahresabschluss der AG sind aus heutiger Sicht für vorhandene Risiken ausreichende Wert- berichtigungen und Rückstellungen gebildet worden. Dennoch kann nicht mit Bestimmtheit ausgeschlossen werden, dass aus möglicherweise im Laufe des Geschäftsjahres anhängig werdenden Verfahren und/oder gerichtlichen Entscheidungen Aufwendungen entstehen, die die gebildeten Vorsorgen übersteigen. C. Anteilsbesitz Eigenkapital Ergebnis Anteil 31.12.2021 2021 in % TEUR TEUR LEGA Kreditverwaltungs GmbH, Euskirchen 100,00 1)5) 7.990 0 Webac Immobilien AG, Hagen 94,07 1)2)5) 522 0 Webac Verwaltungs GmbH, Euskirchen 94,07 3)5) 60 -2 Webac Erschließungsgesellschaft Alpha Schwerter Straße GmbH & Co. KG, Euskirchen 94,07 3)5) -109 -13 Webac Erschließungsgesellschaft Beta Schwerter Straße GmbH & Co. KG, Euskirchen 94,07 3)5) -603 -400 Webac Gamma Immobilien GmbH, Euskirchen 100,00 1)4)5) 709 0 1) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 2) Die AG ist mittelbar über die LEGA Kreditverwaltungs GmbH beteiligt. 3) Die AG ist mittelbar über die Webac Immobilien AG beteiligt. 4) Die AG ist unmittelbar mit 7,14 % bzw. mittelbar über die LEGA Kreditverwaltungs GmbH mit weiteren 92,86 % beteiligt. 5) Die Gesellschaft ist gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB von der Verpflichtung befreit, ihren Jahresabschluss offen zu legen. Die im Vorjahr mit 94,07% gehaltene Beteiligung an der ITB LMD Hagen Schwerter Str. B. V., Varsseveld/Niederlande wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 21. Mai 2021 zum 31. Mai 2021 aufgelöst. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 D. Erläuterungen Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse 2021 Vorjahr TEUR TEUR Nach Regionen: Deutschland 0 138 Übriges Europa 0 0 0 138 Die Erlöse bestanden im Vorjahr ausschließlich aus Konzernumlagen an die Tochter- gesellschaften. Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2021 wurden keine Weiterberechnungen von Umlagen mehr vorgenommen, da die Ergebnisse der direkten und indirekten Beteiligungen an die Webac Holding AG als Konzernobergesellschaft abgeführt werden. 2. Sonstige betriebliche Erträge 2021 Vorjahr TEUR TEUR Auflösung von Rückstellungen 4 112 Periodenfremde Erträge 0 21 Herabsetzung von Verbindlichkeiten 0 4 Kfz-Nutzung 0 3 4 140 Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gebühren für Veröffentlichungen. Im Vorjahr war darin vor allem eine Auflösung aufgrund eines mit einem Vergleich abgeschlossenen Bußgeldverfahrens in Höhe von TEUR 87 enthalten. 3. Personalaufwand Der Vorstand ist auf Honorarbasis für die Gesellschaft tätig, in 2021 hatte die Gesellschaft somit keine Mitarbeiter. Im Vorjahr war noch der bis zum 30. September 2020 tätige ehemalige Vorstand enthalten. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2021 Vorjahr TEUR TEUR Abschlüsse, Hauptversammlung und Veröffentlichungen 112 142 Rechts- und Beratungskosten 61 69 Periodenfremde Aufwendungen 30 68 Vergütung Aufsichtsrat 18 18 Abgaben und Beiträge 18 16 Mieten 13 13 Büro 11 10 Buchhaltung 4 14 Versicherungen 3 7 Geldverkehr 2 5 Fuhrpark 0 3 Reisen 0 1 Übrige 2 4 2 7 4 370 Die periodenfremden Aufwendungen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Abschluss- und Prüfungskosten, welche nachträglich noch für das vorangegangene Geschäftsjahr angefallen sind. 5. Finanzergebnis 2021 Vorjahr TEUR TEUR Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 28 0 104 Zinserträge: Übrige 0 0 0 0 Zinsaufwendungen: Verbundene Unternehmen 81 76 Übrige 0 3 81 79 199 25 Die höheren Erträge aus der Ergebnisabführung resultieren vor allem daraus, dass ab dem 1. Januar 2021 die Weiterbelastung von Konzernumlagen weggefallen ist. Insoweit wird das entsprechende Mehrergebnis abgeführt. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Bilanz 6. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dargestellt. in 202 1 Anschaffungskosten Stand Zugänge Abgänge Stand 01.01. 31.12. TEUR TEUR TEUR TEUR I. Immaterielle Vermögensgegenstände EDV-Software 4 0 0 4 II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 29 0 0 29 III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 10.712 0 0 10.712 III. Gesamt 10.745 0 0 10.745 in 20 20 Anschaffungskosten Stand Zugänge Abgänge Stand 01.01. 31.12. TEUR TEUR TEUR TEUR I. Immaterielle Vermögensgegenstände EDV-Software 3 1 0 4 II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 27 2 0 29 III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 10.712 0 0 10.712 III. Gesamt 10.742 3 0 10.745 Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 in 202 1 Kumulierte Abschreibungen Buchwerte Stand Zugänge Abgänge Stand 01.01. 31.12. 31.12. Vorjahr TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR I. Immaterielle Vermögensgegenstände EDV-Software 3 0 0 3 1 1 II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsanlagen 26 2 0 28 1 3 III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 2.545 0 0 2.545 8.167 8.167 III. Gesamt 2.574 2 0 2.576 8.169 8.171 in 20 20 Kumulierte Abschreibungen Buchwerte Stand Zugänge Abgänge Stand 01.01. 31.12. 31.12. Vorjahr TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR I. Immaterielle Vermögensgegenstände EDV-Software 3 0 0 3 1 0 II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsanlagen 24 2 0 26 3 3 III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 2.545 0 0 2.545 8.167 8.167 III. Gesamt 2.572 2 0 2.574 8.171 8.170 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Webac Holding AG ist Bestandteil dieses Anhangs (siehe Abschnitt C. Anteilsbesitz) Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 7. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.12. 31.12. 2021 Vorjahr TEUR TEUR Forderungen gg. Webac Beta GmbH & Co. KG 2 2 Forderungen gg. Webac Alpha GmbH & Co. KG 3 0 Forderungen gg. Webac Verwaltungs GmbH 5 0 10 2 Die Forderung gegen die Gesellschaften haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 8. Sonstige Vermögensgegenstände 31.12. 31.12. 2021 Vorjahr TEUR TEUR Umsatzsteuer 0 8 Forderungen gegen Aufsichtsratsmitglieder 0 0 Übrige 5 2 5 10 Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 9. Latente Steuern Aus der zum Steuerrecht abweichenden handelsrechtlichen Bewertung von Anteilen an und Forderungen gegen Personengesellschaften sowie unter der Berücksichtigung der steuerlichen Verlustvorträge zum Jahresende 2021 ergeben sich im Saldo aktive latente Steuern. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird jedoch kein Gebrauch gemacht, sodass der Aktivüberhang der latenten Steuern in der Bilanz nicht angesetzt wird. 10. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt 1.000 TEUR zum 31.12.2021 (Vorjahr: 1.000 TEUR). Es ist voll eingezahlt und in 851.133 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, mit einem rechnerischen Wert je Aktie von 1,1749 Euro (Vorjahr: 1,1749 Euro) eingeteilt. Die Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel zugelassen und werden am regulierten Markt an den Börsenplätzen Düsseldorf und Frankfurt gehandelt. In den beiden Geschäftsjahren 2021 und 2020 gab es keine Meldungen gem. § 21 WpHG, da die Meldeschwellen nicht überschritten waren. Nach den zuletzt erfolgten Meldungen gem. § 21 WpHG waren die AB Tuna Holding, Stockholm/Schweden mit 10,3% und die SHS Intressenter AB, Stockholm/Schweden mit 10,3% an der Webac Holding AG beteiligt. Mittlerweile hat die SHS Intressenter AB ihre Anteile auf 14,99% aufgestockt, ohne die Meldeschwelle zu überschreiten. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Die Hauptversammlung vom 20. November 2019 hat den Vorstand ermächtigt, eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von bis zu 10% zu erwerben. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gilt bis zum 19. November 2024. Durch den Kauf von eigenen Aktien soll die Möglichkeit geschaffen werden, diese als Gegenleistung beim Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder Unternehmensteilen verwenden zu können. Somit soll die notwendige Flexibilität gegeben werden, um derartige sich bietende Gelegenheiten schnell und flexibel ohne Belastung der Liquidität der Gesellschaft ausnutzen zu können. Ferner ist die Gesellschaft berechtigt, eigene Aktien auch ohne einen erneuten Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Einziehung soll dabei nach Entscheidung der zuständigen Organe mit oder ohne Herabsetzung des Grundkapitals möglich sein. Durch den Kauf und Verkauf von eigenen Aktien soll zum einen Kurspflege betrieben werden und zum anderen soll dies dazu dienen, den Gewinn je Aktie zu steigern. Im Geschäftsjahr 2021 (wie auch schon in den Geschäftsjahren 2017 bis 2020) wurden keine eigenen Aktien erworben. Die Gesellschaft hatte am Bilanzstichtag 53.094 Stück eigene Aktien im Bestand. Dies entspricht 6,24 % des Grundkapitals. Die eigenen Anteile wurden ausschließlich in den Jahren 2009 bis 2016 wie folgt erworben: Rechnerischer Erwerbs- Anteil in Wert preis Jahr Anzahl Prozent Euro Euro 2009 9.005 1,06% 10.580,02 37.766,50 2010 5.801 0,68% 6.815,62 25.935,51 2011 9.337 1,10% 10.970,08 43.279,10 2012 5.077 0,60% 5.964,99 23.836,20 2013 4.726 0,56% 5.552,60 25.034,00 2014 5.810 0,68% 6.826,20 26.514,20 2015 9.688 1,14% 11.382,47 42.020,70 2016 3.650 0,43% 4.288,40 16.425,00 53.094 6,24% 62.380,38 240.811,21 Der rechnerische Wert der eigenen Anteile in Höhe von 62 TEUR (Vorjahr 62 TEUR) wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Kapitalrücklage Die Rücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 – 3 HGB beträgt zum Jahresende 500 TEUR (Vorjahr: 500 TEUR). Die vor allem aus der Kapitalherabsetzung in 2019 resultierende Rücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt zum Jahresende 3.622 TEUR (Vorjahr: 3.622 TEUR). Gewinnrücklagen Zum 31. Dezember 2021 beinhalteten die Gewinnrücklagen die gesetzliche Rücklage in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR) und andere Gewinnrücklagen in Höhe von 36 TEUR (Vorjahr: 36 TEUR). Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Bilanzverlust Der handelsrechtliche Bilanzverlust 2021 entwickelte sich wie folgt: Jahresfehlbetrag Euro -73.099,18 Verlustvortrag aus dem Vorjahr Euro -882.188,95 Bilanzverlust Euro -955.288,13 11. Sonstige Rückstellungen 31.12. 31.12. 2021 Vorjahr TEUR TEUR Abschlüsse, Hauptversammlung und Veröffentlichungen 73 85 Aufsichtsratvergütung 18 0 Sanktionen, Schadensersatzansprüche und Prozesskosten 10 13 Sonstige 1 1 102 99 Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: TEUR TEUR Stand zum 01.01. 99 220 Inanspruchnahmen -93 -160 Auflösungen -5 -112 Zuführungen 101 151 Stand zum 31.12. 10 2 99 12. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Es besteht am Bilanzstichtag eine Kreditlinie in Höhe von 350 TEUR (Vorjahr: 350 TEUR). Die Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag betrug wie schon im Vorjahr 0 Euro und die Laufzeit ist weiterhin unbefristet. 13. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.12. 31.12. 2021 Vorjahr TEUR TEUR LEGA Kreditverwaltungs GmbH 3.054 3.269 Webac Immobilien AG 512 523 Webac Gamma Immobilien GmbH 345 153 3.911 3.945 Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 14. Sonstige Verbindlichkeiten 31.12. 31.12. 2021 Vorjahr TEUR TEUR Aufsichtsratvergütungen 0 16 Steuern nach § 50a EStG 3 13 Übrige 1 1 4 30 Davon aus Steuern 3 13 Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 15. Haftungsverhältnisse Bei der AG bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse. 16. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei der AG bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen sowie dem Vorstandsvertrag in folgender Höhe: 31.12. 31.12. Laufzeit 2021 Vorjahr TEUR TEUR Bis zu einem Jahr 8 36 Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 2 2 Länger als fünf Jahre 0 0 10 38 17. Organe der Webac Holding AG Vorstand Zu Mitgliedern des Vorstands waren im Berichtsjahr bestellt: Herr Rechtsanwalt Konrad Steinert, Krefeld Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Herr Dipl.-Ing., Dipl.-Kfm. John Gajland, Plymouth Court, Madison, USA Vorsitzender Herr Dr. Tilman Steinert, Rechtsanwalt, Düsseldorf Stv. Vorsitzender Herr Dipl.-Kfm. Christoph Walbrecht, Geschäftsführer, München Mitglied Weitere Mitgliedschaften bestehen bzw. bestanden in den Aufsichtsgremien folgender Gesellschaften: Herr Dipl.-Ing., Dipl.-Kfm. John Gajland: Webac Immobilien AG DIB Svenska AB, Schweden Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Die Bezüge und die Honorare an den Vorstand betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der AG und im Konzern 38 TEUR (Vorjahr: 59 TEUR). Davon waren 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) erfolgsbezogen. Die fixen Vergütungen an die Aufsichtsräte der Webac Holding AG betrugen bei der AG und im Konzern 18 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR). Pensionsverpflichtungen bestehen weder für den Vorstand oder für frühere Vorstandsmitglieder noch für den Aufsichtsrat. Kredite wurden Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats nicht gewährt. Der Vorstand erhält für die Unterstützung bei künftigen Umstrukturierungen in Form von Reverse IPO einen Bonus von bis zu 3 Prozent der Wertschöpfung. Bezüglich der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats verweisen wir im Übrigen auf den Vergütungsbericht gem. § 162 AktG, den wir auf unserer Website veröffentlicht haben. 18. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzverlustes Der Vorstand der Webac Holding AG schlägt vor, den Bilanzverlust aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 in Höhe von -955 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen. 19. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer hat gegenüber der Gesellschaft für das Berichtsjahr folgende Leistungen erbracht: 2021 Vorjahr TEUR TEUR Abschlussprüfungsleistungen 67 103 Davon für das Vorjahr 23 53 67 103 Die Kategorie Abschlussprüfungsleistungen umfasst die Honorare für die Konzernab- schlussprüfung und die Prüfung des Jahresabschlusses der Webac Holding AG. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 20. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG Nach § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erklären, in welchem Umfang den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ entsprochen wurde bzw. welche nicht angewendet wurden. Die Erklärung wurde am 1. Oktober 2021 abgegeben und ist im Internet unter „www.webac-ag.com“ hinterlegt. 21. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Bezüglich der Ereignisse und Auswirkungen der seit März 2020 andauernden Corona- Pandemie und des am 24. Februar 2022 ausgebrochenen Ukraine-Krieges verweisen wir auf unsere Ausführungen im zusammengefassten Lagebericht unter „Chancen und Risiken in der Gruppe“ und „Ausblick auf das Jahr 2022“. Nennenswerte Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Bedeutung auf den Konzernabschluss haben sich nicht ergeben. 22. Konzernabschluss Die Webac Holding AG, München, erstellt gemäß § 315e HGB einen Konzernabschluss zum 31.12.2021 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einen zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht. München, den 26. April 2022 Konrad Steinert Vorstand Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Zusammengefasster Lagebericht des Webac Konzerns und der Webac Holding AG Grundlagen des Konzerns Der Webac Konzern umfasst wie im Vorjahr eine Gruppe von 7 direkt und indirekt beherrschte und in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften, die unter Führung der Webac Holding AG, München, stehen. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht der §§ 298 Abs. 2 und 315 Abs. 5 HGB Gebrauch und fasst den Lagebericht des Konzerns und der AG zusammen. Der Konzern ist in den Bereichen des An- und Verkaufs von Grundstücken und deren Verwaltung (Geschäftsbereich „Immobilien“) sowie der Verwaltung von Krediten und Darlehen (Geschäftsbereich „Kreditverwaltung“) tätig. Die Konzernobergesellschaft Webac Holding AG ist als Beteiligungsholding tätig und übernimmt zudem die Konzernsteuerungsfunktion. Größen der Konzernsteuerung Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Konzernsteuerung sind der Konzernumsatz, das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und das Konzernergebnis vor Steuern (EBT). Dies gilt auch für die jeweiligen operativen Segmente Immobilien und Kreditverwaltung. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren besitzen im Konzern nur eine untergeordnete Bedeutung als Steuerungsgrößen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft hat sich seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie deutlich verändert. Das preisbedingte Bruttoinlandsprodukt erholte sich im zweiten Jahr der Corona Pandemie um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Auch wenn in fast allen Wirtschaftsbereichen die wirtschaftlichen Leistungen wieder etwas zunahmen, konnte das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht werden. Auch im Jahr 2021 war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wesentlich von den Auswirkungen der Corona Pandemie in Form von Lieferengpässen oder anhaltenden Schutzmaßnahmen zur Pandemiebekämpfung geprägt. (Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes vom 14.01.2022). Im Euroraum ist die Entwicklung erneut durch die expansive Geldpolitik und eine Verlängerung beziehungsweise Neuauflage von Konjunkturprogrammen und Stützungsmaßnahmen gekennzeichnet. Seit dem 10. März 2016 verfolgt die EZB neben Anleiheankäufen eine konsequente Null-Prozent-Leitzinspolitik. Das Inflationsrisiko verschärfte sich im Jahr 2021 und lag im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 % höher als im Vorjahr. (Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes vom 14.01.2022). Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Geschäftsverlauf Das Ergebnis aus dem Bereich Immobilien lag im Berichtszeitraum erneut unter dem Vorjahr und dem Budget, im Wesentlichen aufgrund der negativen Netto-Effekte aus den Anpassungen der Marktwerte für die Immobilien (120 TEUR; Vorjahr: 190 TEUR). Der Bereich Kreditver- waltung entwickelte sich aufgrund von rückläufigen Einnahmen bei geringerer Risikovorsorge leicht schlechter als im Vorjahr, jedoch besser als im Budget geplant. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2021 für den Konzern nicht zufriedenstellend. Das Kon- zernjahresergebnis war bei nur leicht rückläufigen Umsätzen erneut negativ und lag bei - 230 TEUR (Vorjahr: -200 TEUR), vor allem infolge der negativen Entwicklung bei den Verkehrswerten der Immobilien. Damit war das Ergebnis auch deutlich unter dem Budget (siehe auch Erläuterung Konzern und Konzernbereiche unten). Umsatz und Ergebnisse des Konzerns Budget Ist Ist Veränderungen 2021 2021 2020 Ist zu Budget Ist zu Vorjahr TEUR TEUR TEUR TEUR % TEUR % Umsatzerlöse 309 312 342 3 1,0% -30 -8,8% Gesamtleistung * 309 319 349 10 3,2% -30 -8,6% 100,0% 100,0% 100,0% E B I T -69 -220 -240 -151 - 20 8,3% -22,3% -69,0% -68,8% E B T -77 -230 -243 -153 - 13 5,3% * Umsatzerlöse und Erträge aus -24,9% -72,1% -69,6% Darlehensverwaltung Insgesamt lagen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr leicht über dem Budget und moderat unter dem Vorjahr, vor allem infolge von geringeren Anpassungen bei den Mieten. Die maßgeblichen Steuerungsgrößen EBIT und EBT liegen dagegen beide deutlich unter dem Budget, aber besser als im Vorjahr. Ursächlich für die Verbesserung zum Vorjahr sind vor allem geringere sonstige betriebliche Aufwendungen, vor allem im Bereich Immobilien, denen unter- proportional gesunkene sonstige betriebliche Erträge, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen, gegenüberstehen (siehe Erläuterung unten). Im Budget für 2021 wurde noch von deutlich höheren Kosteneinsparungen ausgegangen, insbesondere nicht von weiteren Abwertungen bei den Immobilien. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Umsatz und Ergebnisse der Konzernbereiche Unkonsolidiert Bereich Immobilien Budget Ist Ist Veränderungen 2021 2021 2020 Ist zu Budget Ist zu Vorjahr TEUR TEUR TEUR TEUR % TEUR % Umsatzerlöse 309 312 342 3 1,0% -30 -8,8% 100,0% 100,0% 100,0% Segment - EBIT 204 59 -61 -145 -71,1% 120 - 66,0% 18,9% -17,8% Segment - EBT 196 32 -89 -164 - 121 - 63,4 % 10,3% -26,0% Die Umsatzerlöse betrafen wie im Vorjahr nur Mieteinnahmen. Das Segment-EBIT und das Segment-EBT sind positiv und damit deutlich besser als die Ergebnisse im Vorjahr, aber auch deutlich unter dem Budget. Dies beruht vor allem auf erneuten Wertminderungen der Immobilien (120 TEUR; i. Vj. TEUR 190), die allerdings diesmal niedriger ausfielen als im Vorjahr und auch als im Budget vorgesehen. Darüber hinaus haben sich Kosteneinsparungen bei den übrigen sonstigen Aufwendungen ausgewirkt. Es besteht wie im Vorjahr eine nahezu komplette Mietauslastung der nutzbaren Büro- und Gewerbeflächen, die die laufenden Kosten des Unternehmensbereichs Immobilien deckt. Neben den gewerblich genutzten Immobilien waren am Abschlussstichtag auch noch unbe- baute Grundstücke im Bestand enthalten. Bereich Kreditverwaltung Budget Ist Ist Veränderungen 2021 2021 2020 Ist zu Budget Ist zu Vorjahr TEUR TEUR TEUR TEUR % TEUR % Zahlungseingänge 40 41 45 1 2,5% -4 -8,9% Erträge aus Darlehensverwaltung 0 7 7 7 - 0 0,0% Segment - EBIT -26 -17 2 9 34,6% -19 - Segment - EBT 45 81 96 36 80,0% -15 -15,6 Im Geschäftsbereich Kreditverwaltung lagen die Zahlungseingänge aus Darlehensverwaltung auf dem Niveau des Budgets und des Vorjahres. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Das Segment-EBIT ist zwar erneut negativ und lag unter dem Vorjahr, allerdings leicht besser als im Budget erwartet. Auch das Segment-EBT ist infolge nicht in der Planung berücksichtigten Erträgen aus der Darlehensverwaltung in Höhe von 7 TEUR sowie gestiegenen Zinserträgen aus Darlehen zwischen den Konzerngesellschaften besser als im Budget geplant. Alle Kredite werden aktiv von unseren Mitarbeitern und Rechtsberatern verwaltet und eingefordert. Die Abwicklung gestaltet sich weiterhin schwierig, da der überwiegende Teil der Forderungen im Wege der Zwangsvollstreckung beigetrieben werden muss. Der verwaltete Forderungsbestand von nominal 3.356 TEUR (Vorjahr: 3.382 TEUR) ist zu 94,3% (Vorjahr: 93,6%) wertberichtigt. Bereich Sonstige Budget Ist Ist Veränderungen 2021 2021 2020 Ist zu Budget Ist zu Vorjahr TEUR TEUR TEUR TEUR % TEUR % Zahlungseingänge 0 0 686 - - -686 -100,0% Umsatzerlöse 0 0 138 - - -138 -100,0% Segment - EBIT -247 -262 -181 -15 -6,1% -81 -44,8% Segment - EBT -326 -343 -250 -17 -5,2% -93 -37,2% Der Bereich Sonstige beinhaltet vor allem die Webac Holding AG, die vor Konsolidierung im Vorjahr noch Umsatzerlöse aus Konzernumlagen erzielt hat. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 hat die AG keine Umsatzerlöse mehr erzielt, da wie im Budget geplant ab dem 1. Januar 2021 auf die Weiterberechnung von Management Fees an die Tochtergesellschaften im Konzern verzichtet wurde. Die Zahlungseingänge im Vorjahr betrafen die Rest- Kaufpreiszahlung für den in 2019 verkauften Geschäftsbereich Maschinenbau. Das Segment-EBT 2021 in Höhe von -343 TEUR lag aufgrund von zusätzlichen, insbesondere auch periodenfremden, und nicht geplanten Mehraufwendungen für Abschlüsse, Hauptver- sammlung sowie Rechts- und Beratungsleistungen 93 TEUR unter dem Vorjahr, und auch leicht unter dem Budget. Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Die Bilanzsumme sank insgesamt um 362 TEUR auf 5.299 TEUR, was im Wesentlichen aus der Wertminderung der zum Verkauf vorgesehenen Grundstücke (um 120 TEUR) sowie dem Rückgang der liquiden Mittel (um 161 TEUR) resultiert. Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich um 1.656 TEUR auf 3.591 TEUR. Dies ist im Wesentlichen auf die Umklassifizierung von zum Verkauf vorgesehenen Grundstücken aus der Position „Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien“ in die kurzfristigen Vermögenswerte unter die Position „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ (1.485 TEUR) zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um ein bebautes und vermietetes Grundstück in Hagen, für das konkrete Verkaufsabsichten bestehen und auch ein Verkauf in 2022 hoch wahrscheinlich ist. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich korrespondierend aufgrund der Umklassi- fizierung von 414 TEUR auf 1.708 TEUR. Die liquiden Mittel sind dagegen um 161 TEUR gesunken. Das Eigenkapital liegt bei 4.646 TEUR (Vorjahr 4.876 TEUR) und die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2021 87,7% (Vorjahr: 86,1%). Die Erhöhung der Eigenkapitalquote resultiert aus der Reduzierung der Bilanzsumme. Korrespondierend zur Bilanzierung der „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögens- werte“ wurden auch die Finanzschulden als „Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten“ umklassifiziert. Das langfristige Vermögen ist vollständig (Vorjahr: 92,9%) durch Eigenkapital gedeckt. Die Finanzierung von Investitionen erfolgt, soweit nicht mit freien Eigenmitteln, durch fristenkongruente Darlehensaufnahme. Daneben bestehen bisher nicht in Anspruch ge- nommene Kreditlinien in Höhe von 350 TEUR. Die Laufzeiten der Kreditlinien sind unbefristet. Die Entwicklung der Liquidität des Konzerns ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Zusam- mengefasst sieht die Entwicklung wie folgt aus: Cash-Flow aus: 2021 Vorjahr TEUR TEUR - Laufender Geschäftstätigkeit -75 549 - Investitionstätigkeit 0 -3 - Free Cash-Flow -75 546 - Finanzierungstätigkeit -86 -291 -161 255 Finanzmittelfonds am: - Anfang der Periode 326 71 - Ende der Periode 165 326 Die Veränderungen des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit beruhen vor allem auf Geldmittelzuflüssen im Vorjahr durch die abschließende Tilgung der noch ausstehenden Kauf- preisforderungen aus dem Verkauf der Maschinenbausparte, die im Berichtsjahr nicht stattgefunden haben. Der Bereich Immobilien wird durch die Mieteinnahmen finanziert und im Bereich Kreditver- waltung deckt die Höhe der Zahlungseingänge die Inkasso- und Verwaltungskosten der Kredite. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Webac Holding AG Die im Folgenden dargestellte Entwicklung der Webac Holding AG basiert auf deren Jahres- abschluss, der nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt wurde. Die Webac Holding AG als oberstes Mutterunternehmen hat ab dem 1. Januar 2021 keine Konzernumlagen mehr weiterberechnet, sodass das Ergebnis vor Ergebnisübernahmen stark rückläufig war. Gleichzeitig sind dadurch aber die Erträge aus Gewinnabführung gestiegen, so dass sich dies nicht auf das Jahresergebnis insgesamt ausgewirkt hat. Nach Ergebnisübernahmen weist die Gesellschaft dennoch ein geringeres negatives Ergebnis aus, was vor allem aus Kosteneinsparungen resultiert. Hier haben sich insbesondere geringere Kosten für Abschluss und Prüfung sowie für Beratungskosten ausgewirkt. Teilweise wurde dies durch einen Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge kompensiert, die im Vorjahr noch höhere Auflösungen von Rückstellungen enthielten. Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator für die Unternehmenssteuerung der Webac Holding AG ist das Jahresergebnis. Die Ergebnis- und Kostenkontrolle ist nach wie vor eine der zentralen Aufgaben des Vorstands. Wesentliche Veränderungen in Bezug auf die interne Organisation, die Steuerungssysteme und die Entscheidungsfindung im Konzern haben sich nicht ergeben. Insgesamt ergibt sich vor Konzernumlagen für das Geschäftsjahr 2021 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von - 73 TEUR (Vorjahr: - 91 TEUR). Der gegenüber dem Vorjahr niedrigere Jahres- fehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus den um TEUR 96 geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund der Kosteneinsparungen. Der Wegfall der Umsatzerlöse aufgrund nicht mehr weiterbelasteter Konzernumlagen (138 TEUR) hat sich durch höhere Erträge aus Gewinnabführung nahezu kompensiert. Bereinigt um diesen Effekt sind die Erträge aus Gewinnabführung um 38 TEUR gestiegen, was vor allem auf einer höheren Ergebnisabführung der LEGA Kreditverwaltungs GmbH beruht. Die Bilanzsumme der AG beträgt 8.212 TEUR (Vorjahr: 8.376 TEUR). Das vor allem aus den Beteiligungen an der LEGA Kreditverwaltungs GmbH (7.990 TEUR) und Webac Gamma Immo- bilien GmbH (177 TEUR) bestehende Anlagevermögen blieb mit 8.169 TEUR (Vorjahr: 8.171 TEUR) nahezu unverändert zum Vorjahr. Das Umlaufvermögen reduzierte sich dagegen um 158 TEUR auf 43 TEUR infolge der gesunkenen liquiden Mittel. Das Eigenkapital verminderte sich ergebnisbedingt um 73 TEUR auf 4.180 TEUR. Die Eigen- kapitalquote zum 31.12.2021 beträgt 50,9% (Vorjahr: 50,8%). Die Verbindlichkeiten haben sich um 94 TEUR auf 3.930 TEUR vermindert. Hier haben sich rückläufige Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten (um 34 TEUR) korrespondierend zu den Kosteneinsparungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (um 34 TEUR) bedingt durch höhere Ergebnisabführungen und sonstige Verbindlichkeiten (um 26 TEUR) insbesondere infolge gesunkener Umsatzsteuern ausgewirkt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten vor allem Verpflichtungen aus dem Cash-Pooling mit den Tochtergesellschaften, bis zum Vorjahr noch weiterbelasteten Management Fees und Ergebnis- abführungen aufgrund der bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge im Konzern. Die Rückstellungen in Höhe von 102 TEUR (Vorjahr: 99) haben sich nur geringfügig erhöht. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Prognose-, Chancen- und Risikobericht Internes Kontrollsystem und Risikomanagement in der Gruppe Grundsätzlich sind die Managementebenen in der Webac Holding AG und ihren Beteiligungen durch klare Verantwortlichkeiten und eine flache Hierarchie geprägt. Der Konzern hat das Rech- nungswesen seit dem 1. November 2020 an eine Steuerberatungsgesellschaft ausgelagert. Daher erfolgen die laufende Finanzbuchhaltung und die Erstellung der Zwischen- und Jahres- abschlüsse einschließlich Budgets dezentral. Durch ein regelmäßiges monatliches Reporting für sämtliche Einzelgesellschaften im Konzern durch die Steuerberatungsgesellschaft als externer Dienstleister an den Vorstand der Gesellschaft erfolgt eine laufende Kontrolle der Ist- /Soll-Abweichungen. Der Vorstand benutzt eine Reihe von Instrumenten, um während des Jahres die Risiken der Gesellschaft zu überwachen. Für die AG sowie die übrigen Konzernunternehmen werden monatlich betriebswirtschaftliche Auswertungen erstellt und über die Liquidität der Gruppe wird monatlich berichtet. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität im Konzern zu gewähr- leisten, werden Kreditlinien vorgehalten und erforderlichenfalls in Anspruch genommen. Die Kreditlinien und Cashflows haben im Geschäftsjahr 2021 eine ausreichende Liquiditäts- ausstattung gesichert. Webac beabsichtigt, auch in der Zukunft die Kreditlinien aufrechtzuerhal- ten und bei Bedarf zu nutzen. Die Entwicklung des Geschäftsbereichs Immobilien wird über die Berichterstattung bestimmter Geschäftsvorgänge, wie der Anschluss- und Neuvermietung oder bei wesentlichen Investitionen und Desinvestitionen sowie durch einen Bericht über die monatlichen Mieteingänge überwacht. Der Geschäftsbereich Kreditverwaltung berichtet monatlich über den Forderungseingang und die Inkassoaufwendungen. Der Wertberichtigungsbedarf wird am Jahresende ermittelt. Maßnahmen bei Nichterreichen von Budgetzahlen werden gefordert, entwickelt und be- sprochen. Damit steht dem Management der Webac Holding AG ein relativ dynamisches Mittel zur Verhinderung von hohen überraschenden Verlusten zur Verfügung, obwohl der Handlungs- spielraum bei ungünstiger Entwicklung beschränkt ist. Der Aufsichtsrat übt seine Beratungs- und Kontrollfunktion gemäß den nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben und unter Berücksichtigung des Deutschen Corporate Governance Kodex aus. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist effizient und vertrauensvoll. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat umfassend und zeitnah in mündlichen und schriftlichen Berichten über die laufende Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle, die Lage der Tochtergesellschaften und des Konzerns, die Risikolage, das interne Kontrollsystem und die Compliance. Hauptansprechpartner des Vorstands ist hierbei vor allem der Aufsichtsrats- vorsitzende. Chancen und Risiken in der Gruppe Die wesentlichen Chancen bestehen in einer gewinnbringenden Verwertung der Immobilien und in der Nutzung der bestehenden hohen steuerlichen Verlustvorträge. Für den Bereich werden verschiedene Optimierungsmaßnahmen gesucht, um die heutige Sub- stanz bestmöglich zu erhalten bzw. zu verwerten. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Die zukünftige Entwicklung des Konzerns und damit auch der Webac Holding AG kann im Wesentlichen durch folgende Risikofaktoren negativ beeinflusst werden, dargestellt in der Reihenfolge ihrer relativen Bedeutung: · Eine negative Entwicklung des regionalen Immobilienmarktes in Hagen und in Euskirchen im Hinblick auf: - die Vermietung der vorhandenen Gebäude sowie - die Veräußerungsmöglichkeiten wobei durch langfristige Mietverträge zuverlässige Prognosen möglich und somit auch die Risiken niedrig sind. Die Mietverträge in Hagen wurden jeweils bis zum Jahresende 2022 verlängert. Es ist beabsichtigt, die vermietete Immobilie in Hagen noch im Geschäftsjahr 2022 zu veräußern. Der Verkauf des bebauten Geländes ist überwiegend wahrscheinlich, weil für ein vergleichbares Gewerbe in unmittelbarer Nähe eine Baugenehmigung erteilt wurde und daher gemäß § 34 Bundesbaugesetz das Bauvorhaben des Interessenten nach der rechtlichen Bewertung des Vorstandes auf der Grundlage der ihm vom Interessenten erteilen Informationen bauordnungsrechtlich genehmigt werden muss. Die übrigen Grundstücke in Hagen und Euskirchen bleiben im Bestand. · Die Notwendigkeit von weiteren Wertberichtigungen auf Forderungen im Geschäftsbereich Kreditverwaltung aufgrund von externen Umständen, die die Zahlungsfähigkeit der Schuld- ner oder die Verwertungserlöse aus Sicherheiten negativ beeinflussen. Da sich Einnahmen und Forderungen auf eine Vielzahl von Schuldnern bei nur wenigen Großforderungen verteilen, sind die Prognosen zuverlässig und die Risiken relativ niedrig. · Die Risiken sind zudem durch die Marktkenntnisse, das Know-how und die Management- fähigkeiten des Vorstands, der in Personalunion zugleich Geschäftsführer in den übrigen wesentlichen Unternehmen ist, und durch die Zusammenarbeit des Vorstands mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, der über langjährige Unternehmenskenntnisse verfügt, begrenzt. Allerdings sind Wachstums- und Gewinnmöglichkeiten derzeit durch den vorhan- denen Gebäudebestand beschränkt sowie latente Risiken aus branchenbezogenen konjunkturellen Entwicklungen zu beachten. Diese externen Risiken können Vorstand und Geschäftsführung nicht wesentlich beeinflussen. · Die seit Anfang des Jahres 2020 herrschende und die Wirtschaft enorm beeinflussende Corona-Pandemie hatte bis zur Aufstellung dieses Lageberichts keine erwähnenswerten Effekte auf die Lage des Unternehmens. Das gleiche gilt für mögliche Auswirkungen des im März 2022 ausgebrochenen Ukraine-Krieges. Sollten sich – wider der aktuellen Erwartung – nachträglich negative Auswirkungen auf die Webac-Gruppe ergeben, kann zusätzliche Liquidität durch den Verkauf von Immobilien beschafft werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können etwaige wirtschaftliche Folgen aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Der ehemalige Vorstand und ein ehemaliges Mitglied des Aufsichtsrats haben die Webac Holding AG beim Landgericht München auf Zahlung von vermeintlichen Sondervergütungen in Höhe von insgesamt TEUR 108 für behauptete Leistungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Maschinenbau-Sparte in 2019, der ehemalige Vorstand zudem für die vorzeitige Ablösung eines Verkäuferdarlehens zur Finanzierung des Kaufpreises aus dieser Transaktion und für angebliche sonstige Beratungstätigkeiten, verklagt. Die geltend gemachten Ansprüche werden dem Grunde und der Höhe nach weiterhin von uns bestritten. Unser rechtlicher Berater hält es insgesamt für überwiegend wahrscheinlich, dass die beiden Kläger mit ihren geltend gemachten Ansprüchen keinen Erfolg haben werden. In beiden Fällen fehlt es sowohl an einer Vereinbarung zwischen den Parteien sowie an einem Beschluss des Aufsichtsrates über die Gewährung dieser mutmaßlichen Sondervergütungen. Es wurde daher zum 31.12.2021 lediglich eine Rückstellung in Höhe von 10 TEUR an nicht erstattungspflichtigen Rechtsverfolgungskosten gebildet. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen In der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken ist festzustellen, dass sich die Risiko- situation des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr zwar verbessert hat, die Ertragslage aber erneut negativ war. Aufgrund der hohen Eigenkapitalbasis können weitere Verluste aufgefangen werden. Wenn dagegen die tatsächliche Entwicklung deutlich negativ von den Planannahmen abweicht und die kurzfristigen Kreditlinien gekündigt werden, könnten Liquiditätsengpässe auftreten, die zu einer wesentlichen Beeinträchtigung bis hin zu einer Bestandsgefährdung führen. Es liegen derzeit keine Anhaltspunkte dafür vor, dass eine entsprechende Kündigung ausgesprochen werden könnte. Dem steht zudem die Chance gegenüber, dass der geplante Verkauf der vermieteten Immobilie in Hagen im Geschäftsjahr 2022 erfolgreich ist, wodurch dann ausreichend Liquidität vorhanden sein wird. Chancen und Risiken der AG Für die AG gilt die Schlussfolgerung aus der Gesamtbewertung für den Konzern analog. Die über die Ergebnisabführungen zu erwartenden Ergebnisse der Unternehmensbereiche decken die laufenden Verwaltungskosten der AG derzeit nicht. Die Liquiditätssituation der AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Gleichzeitig kann die Verschlechterung der Ertrags- lage bei Tochterunternehmen bzw. die Verwertung von Vermögenswerten unter Buchwert zu einer Minderung des Beteiligungsansatzes an den Tochterunternehmen führen und das Eigen- kapital der Webac Holding AG weiter belasten. Nach jetzigem Kenntnisstand liegen keine Anhaltspunkte vor, dass solche Ereignisse eintreten könnten. Ausblick auf das Jahr 2022 Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat den Ausblick auf die weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich verschlechtert. Als Reaktion auf den Angriff haben einige Volkswirtschaften umfassende Sanktionen gegen Russland verhängt, die das Land weitgehend von den internationalen Finanzmärkten ausschließen und den Warenhandel mit Russland in einigen Bereichen deutlich einschränken. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges ist derzeit extrem hoch. Sie hängen maßgeblich von der Dauer des Krieges, der Wirkung der bereits verhängten Sanktionen sowie möglicher weiterer Entwicklungen ab, wie etwa einem möglichen Stopp der russischen Energielieferungen. Neben den Auswirkungen des Krieges ist die Entwicklung der Weltwirtschaft nach wie vor von der Corona-Pandemie geprägt. Die Ende November 2021 entdeckte Omikron-Variante hat eine weitere Welle des Coronavirus (SARS-CoV-2) eingeleitet und stellt inzwischen nahezu weltweit die dominierende Variante dar. Sie dürfte zum Jahreswechsel 2021/22 in einigen Volkswirtschaften – vor allem in Europa und einigen Schwellenländern wie China und Indien – zu einer Abkühlung der konjunkturellen Dynamik geführt haben. Trotz des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine dürfte sich die Weltwirtschaft weiterhin als robust erweisen. Gleichwohl trüben sowohl der Krieg als auch das in einigen Regionen wieder aufgeflammte Infektionsgeschehen das Wachstum in der kurzen Frist ein. Für die Prognose geht der Sachverständigenrat davon aus, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona- Pandemie im weiteren Verlauf aber weiter abnehmen. Die nach wie vor angespannten Liefer- und Wertschöpfungsketten dürften sich für einige Regionen und Wirtschaftsbereiche angesichts des Krieges erneut verschärft haben, was den globalen Warenhandel in der kurzen Frist ebenfalls belasten dürfte. Insgesamt erwartet der Sachverständigenrat ein globales BIP- Wachstum von 3,3% im Jahr 2022 und von 3,1% im Jahr 2023. Für den globalen Welthandel wird ein Wachstum in Höhe von 1,8% im Jahr 2022 und von 3,1% im Jahr 2023 erwartet. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Im Euro-Raum und in den weiteren EU-Mitgliedstaaten dürften die wirtschaftlichen Auswirkungen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine stärker sein als in anderen Regionen der Erde, unabhängig vom hohen Maß an Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Krieges. So sind seit Ausbruch des Krieges die Energiepreise ausgehend von ihrem hohen Niveau weiter angestiegen. Über einen Anstieg der bereits vor Kriegsausbruch hohen Verbraucherpreisinflation dürfte dies die Kaufkraft der Haushalte zusätzlich belasten. Energielieferungen aus Russland sind von den Sanktionen aktuell zwar noch ausgeschlossen, sodass die physische Versorgung zum aktuellen Stand sichergestellt sein dürfte. Dauert der starke Anstieg der Inflation länger an oder nimmt er noch weiter zu, wären Zentralbanken gezwungen, die Geldpolitik stärker und schneller zu straffen. Für die Deutsche Konjunktur hat zum einen die erneute Intensivierung des Pandemiegeschehens im Winterhalbjahr 2021/22 die Konsumausgaben der Haushalte insbesondere für kontaktintensive Dienstleistungen gedrückt. Zum anderen haben sich die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe, Energie und Vorprodukte immer stärker auf die Verbraucherpreise überwälzt, was die reale Kaufkraft der Haushalte zusätzlich belastet. Darüber hinaus bremst der russische Angriffskrieg auf die Ukraine die wirtschaftliche Entwicklung wegen der erhöhten Unsicherheit, der weiter steigenden Energiepreise und des Ausfalls einiger Vorprodukte. Für das BIP in Deutschland wird lediglich mit einem Wachstum von 1,8% gerechnet. Im Jahr 2023 dürfte die Wirtschaftsleistung dann um 3,6% zulegen. Die Verbraucherpreise dürften aufgrund der weiterhin sehr hohen Spotpreise für Energie und der verstärkten Überwälzung von Kostensteigerungen auf die Endkundinnen und -kunden in diesem und im nächsten Jahr um 6,1 % beziehungsweise 3,4% zulegen. Diese Punktprognosen gehen aber mit einer sehr großen Unsicherheit einher. So sind aktuell die Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine nur schwer vollumfänglich abschätzbar. (Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 30. März 2022). Für den Konzern erwarten wir für 2022 bei einem Umsatz von 315 TEUR ein negatives Ergebnis (EBT) von -35 TEUR. Im Bereich Immobilien wird in 2022 ein Umsatz, der leicht unter dem Niveau des Vorjahres und ein EBT, der auf dem Niveau des Vorjahres liegt, geplant. Für den Bereich Kreditverwaltung rechnen wir mit einem positiven EBT auf dem Niveau des Vorjahres - vor eventuellen außerplanmäßigen Wertberichtigungen auf Forderungen. Bei der Webac Holding AG werden die Verwaltungskosten zwar unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Wir rechnen für das Jahr 2022 aber wieder mit einem negativen Jahresergebnis in Höhe von 35 TEUR, da die geplanten Erträge aus den Gewinnabführungen nicht die Verwaltungskosten decken werden. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Sonstige Angaben Forschung und Entwicklung Mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs Maschinenbau in 2019 sind auch die Entwicklungs- tätigkeiten im Konzern entfallen. Vorstandsvergütung Hinsichtlich der Modalitäten für die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht gem. § 162 AktG auf unserer Website. Angaben nach § 289a bzw. § 315a HGB Zusammensetzung des Aktienkapitals Am 31.12.2021 betrug das gezeichnete Kapital der AG 1.000.000 Euro, eingeteilt in 851.133 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten. Die Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel zugelassen und werden am regulierten Markt an den Börsenplätzen Düsseldorf und Frankfurt gehandelt. Aktien mit Sonderrechten oder besondere Stimmrechtskontrollen liegen nicht vor. Nach Kenntnis des Vorstands gibt es keine Vereinbarungen zwischen einzelnen Aktionären, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien beschränken. Kapitalanteile von über 10% der Stimmrechte Der Gesellschaft sind folgende Beteiligungen an ihrem Grundkapital – die 10% der Stimmrechte überschreiten – gemäß § 21 WpHG gemeldet worden: · AB Tuna Holding, Stockholm/Schweden 10,3% · SHS Intressenter AB, Stockholm/Schweden 10,3% Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb von Aktien Die Hauptversammlung vom 20. November 2019 hat den Vorstand ermächtigt, eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von bis zu 10 % zu erwerben. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gilt bis zum 19. November 2024. In der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Dezember 2020 wurde dazu kein weiterer Beschluss gefasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 und auch nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung dieses Lageberichts wurden keine weiteren eigenen Aktien erworben. Somit hatte die Gesellschaft am Bilanzstichtag wie im Vorjahr 53.094 Stück eigene Aktien im Besitz mit einem anteiligen Wert am gezeichneten Kapital in Höhe von 62.380,38 Euro. Dies entspricht 6,24% des Grundkapitals. Die Anschaffungskosten betrugen 240.811,21 Euro. Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktien Es liegt keine Ermächtigung vor. Bestimmungen im Fall eines Eigentümerwechsels Im Fall einer „Change-of-Control“ Transaktion weist der Vorstand darauf hin, dass ihm keine Regeln oder Hindernisse bekannt sind, die eine Übernahme und Ausübung der Kontrolle über die AG erschweren könnten. Für Fälle eines Übernahmeangebotes gibt es bei der AG keine Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand oder den Arbeitnehmern. Zusammensetzung des Vorstands Der Vorstand besteht gemäß § 8 der Satzung der AG aus einer Person oder mehreren Personen, wobei der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands – nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen – festlegt. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands bzw. stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Die Mitglieder des Vorstands werden für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine mehrmalige Bestellung – jeweils für höchstens fünf Jahre – ist zulässig. Satzungsänderungen Nach § 29 ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzungsfassung zu beschließen. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden mit einfacher Mehrheit - wenn das Gesetz nicht zwingend eine größere Stimmenmehrheit vorschreibt - der abgegebenen Stimmen gefasst. Soweit das AktG außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt – wenn dies gesetzlich zulässig ist – die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f und § 315d HGB) Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f und § 315d HGB, die auch die Ent- sprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie den Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG beinhalten, ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter „www.webac-ag.com“ veröffentlicht und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Ein Wort des Dankes Ich danke allen Aktionären, den Geschäftspartnern und Mitarbeitern unseres Hauses sowie dem Aufsichtsrat für die in der Vergangenheit gewährte Unterstützung und für die gute Zusammenarbeit. München, den 26. April 2022 Konrad Steinert Vorstand Webac Holding AG, München Jahresabschluss zum 31.12.2021 Versicherung der gesetzlichen Vertreter Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind. München, den 26. April 2022 Konrad Steinert Vorstand