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Wacker Chemie AG Interim / Quarterly Report 2021

Aug 5, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28746070

Wacker Chemie AG

München

Zwischenbericht - 1. Halbjahr Januar bis Juni 2021

Veröffentlicht am 05. August 2021

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Konzernumsatz des 1. Halbjahres 2021 liegt mit 2,86 Mrd. € um 26 Prozent über Vorjahr
EBITDA hat sich von Januar bis Juni wegen deutlich höherer Absatzmengen sowie besserer Preise mit 573 Mio. € gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt
EBIT steigt auf 389 Mio. €, Periodenergebnis des 1. Halbjahres 2021 beträgt 285 Mio. €
Netto-Cashflow des Berichtszeitraums hat sich mit 339 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt
Jahresprognose bestätigt: wacker rechnet für 2021 mit einem Konzernumsatz von etwa 5,5 Mrd. € und einem ebitda zwischen 900 Mio. € und 1,1 Mrd. €

Titel- Herstellung von Plasmid-dna (pDNA) bei Wacker Biotech us in San Diego, Kalifornien, usa. wacker hat den Standort im Februar 2021 übernommen. pDNA kann entweder direkt für nukleinsäure-basierte Gentherapien und für Impfstoffe verwendet oder als Ausgangsbasis für solche innovativen Therapeutika eingesetzt werden. Die Kompetenzen von Wacker Biotech us in der pDNA-Technologie erweitern das Portfolio von wacker und schaffen die Grundlage für weiteres Wachstum im Bereich Biopharma.

wacker - auf einen Blick

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
Ergebnis /​ Rendite /​ Cashflow
Umsatz 2.860,6 2.269,9 26,0
EBITDA 573,0 279,5 >100
EBITDA-Marge (%) 20,0 12,3 -
EBIT 388,6 71,6 >100
EBIT-Marge (%) 13,6 3,2 -
Finanzergebnis -20,1 -23,2 -13,4
Egebnis vor Ertragsteuern 368,5 48,4 >100
Periodenergebnis 285,4 73,4 >100
Ergebnis je Aktie (unverwässert /​verwässert) (€) 5,56 1,38 >100
Investitionen, ohne Akquisitionen 110,2 84,2 30,9
Abschreibungen 184,4 207,9 -11,3
Netto-Cashflow 339,3 159,4 >100

Bilanz

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Mio. € 30.06.2021 31.12.2020 Veränderung in %
Bilanzsumme 7.317,4 6.950,5 5,3
Eigenkapital 2.290,5 1.691,8 35,4
Eigenkapitalquote (%) 31,3 24,3 -
Finanzierungsverbindlichkeiten 1.406,2 1.405,5 -
Nettofinanzvermögen /​ Nettofinanzschulden -152,0 67,5 n.a.
Mitarbeiter (Anzahl am Stichtag) 14.345 14.283 0,4

Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,

wacker befindet sich zur Jahresmitte 2021 auf einem sehr guten Kurs. Über das gesamte 1. Halbjahr hinweg war die Nachfrage unserer Kunden sehr hoch. Praktisch alle unsere Betriebe laufen auf Volllast. Zusätzlichen Auftrieb haben der Wirtschaft die weltweiten Fortschritte bei der Eindämmung der Corona-Pandemie gegeben.

Besonders erfreulich hat sich unser Geschäft mit Polysilicium entwickelt. Hier haben wir von Januar bis Juni unsere Erlöse gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt und das ebitda ist dreistellig positiv. Vor allem die erheblich höheren Absatzmengen und Preise für Solarsilicium sind die Ursachen für diesen starken Anstieg. Im Geschäft mit der Halbleiterindustrie lag die Nachfrage ebenfalls deutlich über Vorjahr.

Gute Nachrichten gibt es auch aus unserem Chemiegeschäft. Alle unsere Geschäftsbereiche liegen im Umsatz klar über ihren Vorjahreswerten. Bei Siliconen profitieren wir vor allem von unseren margenstarken Spezialitäten, die wir seit einigen Jahren stetig ausbauen. Aber auch bei Standardsiliconen ist der Bedarf unserer Kunden sehr hoch. Bei Dispersionspulvern und Dispersionen konnten wir die Absatzmengen ebenfalls stark steigern, speziell im asiatischen Raum. Gut entwickelt hat sich auch unser Geschäft mit biotechnologisch hergestellten Produkten. Hier sind nicht nur unsere Umsätze mit Biopharmazeutika, sondern auch mit Cyclodextrinen weiter gewachsen.

Mit Blick auf die anhaltend gute Geschäftslage haben wir Mitte Juni unsere Jahresprognose erneut angehoben.

Wir rechnen jetzt mit einem Jahresumsatz von etwa 5,5 Mrd. € und das ebitda erwarten wir zwischen 900 Mio. € und 1,1 Mrd. €. Gegenwind bekommen wir allerdings aus den deutlich höheren Rohstoffpreisen. Sie belasten unser Ergebnis voraussichtlich mit mehr als 300 Mio. €. Trotzdem sind wir zuversichtlich: 2021 kann ein ausgezeichnetes Jahr für wacker werden.

Die anhaltend hohe Nachfrage unserer Kunden begleiten wir mit einer Reihe von Investitionsprojekten in Europa und Asien. Im Mittelpunkt stehen dabei unsere Kapazitäten für Silicone, Dispersionen und Dispersionspulver. Allein an unserem weltweit größten Standort Burghausen investieren wir in diesem Jahr rund 150 Mio. € in Kapazitätserweiterungen für Silicone im Rahmen unserer Spezialitätenstrategie. In Nünchritz läuft der Bau von zwei Anlagen, die innovative Lösungen im Bereich von Bauanwendungen und Industriebeschichtungen sowie für Kleb- und Dichtstoffe liefern werden. Und in Amsterdam investieren wir in neue Anlagen für Biopharmazeutika, Impfstoffe und lebende mikrobielle Produkte.

An unserem chinesischen Standort Nanjing wiederum errichten wir derzeit einen neuen Dispersionsreaktor und einen neuen Sprühtrockner für Dispersionspulver. Die Investitionen dafür liegen im dreistelligen Millionen-Dollar-Bereich. China ist der weltweit größte Markt für Bauanwendungen, auf den 20 Prozent aller Bauinvestitionen entfallen. Unser Kapazitätsausbau in Nanjing stärkt unsere Position als Weltmarktführer bei Dispersionen und Dispersionspulvern auf Basis von Vinylacetat-Ethylen.

Einen besonderen Fokus legen wir in den nächsten Jahren auf die Nachhaltigkeit unseres unternehmerischen Handelns. Wir setzen uns ehrgeizige Ziele und nehmen dabei alle Stufen unserer Wertschöpfungskette in den Blick - von unseren Produkten über unsere Produktionsprozesse bis hin zu unseren Lieferanten. Dass wir hier auch in der jüngsten Vergangenheit weitere wesentliche Fortschritte gemacht haben, dokumentiert unser Mitte Juli veröffentlichter Nachhaltigkeitsbericht für die Jahre 2019 und 2020.

Wir sind davon überzeugt: Ohne Chemie lassen sich die Herausforderungen unserer Zeit nicht lösen. Nicht beim Kampf gegen das Coronavirus, nicht bei der Digitalisierung und nicht beim Klimaschutz. Wir bei wacker stehen für Zukunft - und für die Begeisterung, sie zu gestalten.

München, den 05. August 2021

Der Vorstand der Wacker Chemie ag

Die wacker-Aktie

Die weltweiten Aktienmärkte haben sich im 1. Halbjahr 2021 gut entwickelt. Insgesamt verbuchten alle großen BörsenIndizes neue Bestmarken. Getragen wurde der Aufschwung einerseits von der lockeren Geldpolitik der Notenbanken und der expansiven Fiskalpolitik der Regierungen. Zum anderen gaben überwiegend gute Unternehmenzahlen sowie das Umsatz- und Ertragswachstum in vielen Branchen dem Optimismus der Anleger Auftrieb. Zusätzlich gaben vor allem im 2. Quartal weltweite Fortschritte bei den Impfungen gegen covid-19 und rückläufige Corona-Neuinfektionen den Märkten Rückenwind.

Auch die deutschen Leitindizes legten im 1. Halbjahr 2021 insgesamt deutlich zu. Nach Rücksetzern im Februar und März machten dax und mdax im Berichtszeitraum schrittweise Boden gut. Die beiden Indizes erreichten im Juni neue Höchststände. Der dax verzeichnete am 15. Juni mit 15.729 Punkten sein Allzeithoch und der mdax am 25. Juni mit 34.470 Punkten. Insgesamt schloss der dax das 1. Halbjahr 2021 rund 13 Prozent über seinem Wert von Ende Dezember ab. Der mdax verzeichnete im Berichtszeitraum ein Plus von rund elf Prozent.

Kursverlauf der wacker-Aktie im 1. Halbjahr 2021 (indiziert auf 100) ¹

1 100 = 116,75 € (Schlusskurs zum 30. Dezember 2020)

Der Kurs der wacker-Aktie lag zum Jahresauftakt bei 116,75 € (Jahresschlusskurs 30. Dezember 2020). Ihren Tiefststand im Berichtszeitraum erreichte die Aktie am 23. Februar mit 106,15 €. Seitdem machte das Papier im Einklang mit dem allgemeinen Markttrend schrittweise Boden gut und verzeichnete seinen Höchststand am 11. Juni mit 142,20 €. Am 30. Juni ging die wacker-Aktie mit einem Schlusskurs von 130,05 € aus dem Handel. Das sind gut elf Prozent mehr als zum Start des Berichtszeitraums und entspricht einer Marktkapitalisierung von 6,46 Mrd. €.

» Weitere Angaben über die wacker-Aktie finden sich im Geschäftsbericht 2020 auf den Seiten 46 bis 48 sowie im Internet unter www.wacker.com/​investor-relations.

Konzernzwischenlagebericht

Gesamtwirtschaftliche Lage, Konjunkturausblick und Branchenentwicklung

Impfkampagnen als Konjunkturspritze

Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Auch wenn neue Virusmutationen Anlass zur Vorsicht geben, sorgen die steigenden Impfzahlen in der Bevölkerung in zahl reichen Ländern für Zuversicht. Der Internationale Währungsfonds (iwf) rechnet für 2021 mit einem globalen Wachstum von sechs Prozent. Laut der jüngsten Prognose des iwf verläuft die wirtschaftliche Erholung allerdings regional uneinheitlich.¹

Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (oecd) geht in ihrem Konjunkturausblick davon aus, dass sich einige Volkswirtschaften deutlich schneller von den Folgen der Pandemie erholen werden als andere. Laut den Konjunkturforschern soll etwa in den Vereinigten Staaten - dank umfangreicher Hilfsmaßnahmen - das Pro-Kopf-Einkommen nach etwa 18 Monaten wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen. In weiten Teilen Europas dürfte dies hingegen erst nach drei Jahren der Fall sein. Ihre Prognose für das Gesamtjahr hat die oecd zuletzt nach oben korrigiert. Sie rechnet für 2021 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 5,8 Prozent.²

Auf Grundlage der aktuellen Konjunkturprognosen erwartet wacker, dass die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 wachsen wird. Wie stark dieses Wachstum ausfallen wird, hängt vor allem davon ab, inwieweit es gelingt, die Corona-Pandemie weiter einzudämmen.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts¹

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% 2020 Ausblick 2021
Welt -3,2 6,0
Industrieländer -4,6 5,6
Entwicklungs- und Schwellenländer -2,1 6,3
Eurozone -6,5 4,6
Deutschland -4,8 3,6
Asien -0,9 7,5
China 2,3 8,1
Indien -7,3 9,5
USA -3,5 7,0

Chemieproduktion erholt sich

Nach einem Rückgang im Jahr 2020 sind die Chemiemärkte weltweit mittlerweile wieder auf Wachstumskurs. Die Erholung der Industriekonjunktur lässt die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen steigen. Für das Gesamtjahr 2021 rechnet der Verband der Chemischen Industrie (vci) mit einem Anstieg der weltweiten Produktionsleistung der chemischen Industrie um 7,9 Prozent. Für Europa erwartet der vci ein Plus von 5,0 Prozent. Allerdings sind Rückschläge nicht ausgeschlossen. Vereinzelt kam es zuletzt zu Produktionsproblemen auf Grund von Engpässen bei Vorleistungen und Materialien. Risiken gehen zudem weiterhin vom Infektionsgeschehen und den damit verbunden Gegenmaßnahmen aus.³

1 International Monetary Fund, World Economic Outlook Update, July 2021: Fault Lines Widen in the Global Recovery, Washington, 27. Juli 2021

2 Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), OECD Economic Outlook, Volume 2021 Issue 1: Preliminary version, Paris, 31. Mai 2021

3 Verband der Chemischen Industrie e.V., Die wirtschaftliche Lage der globalen Chemie im 1. Quartal 2021: Guter Jahresauftakt auf allen Chemiemärkten, Frankfurt/​M., 15. Juni 2021

In Deutschland hat sich die chemisch-pharmazeutische Industrie in den vergangenen Monaten deutlich erholt. Nach Angaben des vci lagen Produktion und Umsatz zuletzt wieder über Vorkrisenniveau. Der Verband geht davon aus, dass der Aufwärtstrend anhalten wird. Für das Gesamtjahr 2021 rechnet der vci mit einem Wachstum der Chemieproduktion in Deutschland um 4,5 Prozent. Da auch die Preise voraussichtlich um 3,5 Prozent steigen, soll der Branchen umsatz um 8,0 Prozent auf rund 206 Mrd. € zulegen. 4

Entwicklung ausgewählter Branchenkennzahlen

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Wachstum Ausblick Wachstum
% 2020 2021
--- --- ---
Chemische Industrie Produktionsleistung weltweit 3 -0,2 7,9
Produktionsleistung EU 3 -1,8 5,0
Produktionsleistung Deutschland 4 -0,1 4,5
Photovoltaikindustrie weltweit neu installierte Photovoltaikleistung 5 18 18

Für die Photovoltaikindustrie rechnen Branchenexperten im Jahr 2021 mit weiterem Wachstum. Abnehmende Gestehungskosten für Solarstrom wirken sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik gegenüber anderen Energiequellen aus. Die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik und das politische Ziel, die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten, führen dazu, dass neue Märkte erschlossen werden.

Die Marktexperten des Branchenverbandes SolarPower Europe gehen nach ihrem mittleren Szenario für 2021 bei der weltweit installierten Photovoltaikleistung von einem Zubau von rund 163 Gigawatt aus. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Plus von 18 Prozent. Für die Jahre 2022 und 2023 prognostizieren die Branchenexperten ebenfalls zweistellige Zuwachsraten. 5

wacker rechnet nach eigenen Marktuntersuchungen und auf Basis externer Marktstudien damit, dass die weltweit neu installierte Photovoltaikleistung in diesem Jahr zwischen 150 und 180 Gigawatt liegen wird.

4 Verband der Chemischen Industrie e.V., Quartalsbericht 1.2021, Die wirtschaftliche Lage der chemisch-pharmazeutischen Industrie: Hoffnungsvoller Jahresauftakt, Frankfurt/​M., 9. Juni 2021

5 SolarPower Europe, Global Market Outlook For Solar Power 2021-2025, Brüssel, 20. Juli 2021

Konzernentwicklung /​ Ertragslage

01. Januar bis 30. Juni 2020

Umsatzerlöse

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
WACKER SILICONES 1.261,5 1.123,0 12,3
WACKER POLYMERS 753,6 628,4 19,9
WACKER BIOSOLUTIONS 138,7 126,2 9,9
WACKER POLYSILICON 651,2 336,8 93,3
Zentralfunktionen /​ Sonstiges 62,6 65,8 -4,9
Konsolidierungen -7,0 -10,3 -32,0
Konzernumsatz 2.860,6 2.269,9 26,0

EBITDA

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
WACKER SILICONES 255,6 186,7 36,9
WACKER POLYMERS 101,7 120,3 -15,5
WACKER BIOSOLUTIONS 17,4 24,3 -28,4
WACKER POLYSILICON 199,7 -48,7 n.a.
Zentralfunktionen /​ Sonstiges -1,3 -2,3 -43,5
Konsolidierungen -0,1 -0,8 -87,5
Konzern-EBITDA 573,0 279,5 >100

EBIT

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
WACKER SILICONES 201,1 130,5 54,1
WACKER POLYMERS 78,8 100,4 -21,5
WACKER BIOSOLUTIONS 9,3 15,9 -41,5
WACKER POLYSILICON 135,9 -130,4 n.a.
Zentralfunktionen /​ Sonstiges -36,4 -44,0 -17,3
Konsolidierungen -0,1 -0,8 -87,5
Konzern-EBIT 388,6 71,6 >100

Der Umsatz des wacker-Konzerns ist im 1. Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum Januar bis Juni auf 2.860,6 Mio. € (Vorjahr 2.269,9 Mio. €). Das ist ein Plus von 26 Prozent.

Ausschlaggebend für diesen kräftigen Anstieg war die starke Nachfrage der Kunden. Während im Jahr 2020 die Auswirkungen der Corona-Pandemie das Geschäft von wacker vor allem im 2. Quartal erheblich gebremst hatten, sind im Berichtszeitraum die Absatzmengen in nahezu allen Produktsegmenten deutlich gewachsen. Positive Produktmixeffekte und bessere Preise - vor allem für Solarsilicium, aber auch für viele Produkte der Chemiebereiche - haben den Umsatz ebenfalls erhöht. Dagegen haben Wechselkursveränderungen durch den im Jahresvergleich schwächeren us-Dollar die Umsatzentwicklung etwas gebremst.

Umsatzentwicklung im Jahresvergleich in Mio. €

Umsatz legt in nahezu allen Regionen deutlich zu

Im Berichtszeitraum Januar bis Juni 2021 ist der Konzernumsatz mit Ausnahme von Amerika mengen- und preisbedingt in allen Regionen deutlich gewachsen. Besonders deutlich fiel der Anstieg in Asien aus. Dort wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent. In

Konzernumsatz nach Regionen

Europa lag das Plus im Jahresvergleich bei 17 Prozent. Dagegen ging der Umsatz in Amerika vor allem auf Grund von Währungseffekten um drei Prozent zurück. Währungsbereinigt ist der Umsatz in der Region Amerika um sechs Prozent gewachsen.

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in % Anteil am Konzernumsatz in %
Europa 1.141,3 979,4 16,5 40
Amerika 415,1 426,5 -2,7 15
Asien 1.156,4 748,7 54,5 40
Sonstige Regionen 147,8 115,3 28,2 5
Gesamtumsatz 2.860,6 2.269,9 26,0 100

EBITDA liegt bei 573 Mio. €, die ebitda-Marge beträgt 20,0 Prozent

wacker hat im Berichtszeitraum ein ebitda von 573,0 Mio. € erwirtschaftet und es damit gegenüber dem Vorjahr (279,5 Mio. €) mehr als verdoppelt. Ausschlaggebend für diesen starken Anstieg sind in erster Linie die im Jahresvergleich deutlich höheren Absatzmengen und Preise für

Überleitung EBITDA auf EBIT

Solarsilicium. Gestiegene Absatzmengen und bessere Preise im Chemiegeschäft sowie die sehr hohe Auslastung der Produktionsanlagen haben das ebitda ebenfalls positiv beeinflusst. Negativ ausgewirkt haben sich dagegen die stark gestiegenen Rohstoffpreise. Für die sechs Monate Januar bis Juni 2021 ergibt sich im wacker-Konzern eine ebitda-Marge von 20,0 Prozent (Vorjahr 12,3 Prozent).

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
EBITDA 573,0 279,5 >100
Abschreibungen /​ Zuschreibungen auf Anlagevermögen -184,4 -207,9 -11,3
EBIT 388,6 71,6 >100

EBIT gegenüber dem Vorjahr mehr als verfünffacht Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) summiert sich im 1. Halbjahr 2021 auf 388,6 Mio. € (Vorjahr 71,6 Mio. €). Das ist mehr als fünfmal so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres und entspricht einer ebit-Marge von 13,6 Prozent (Vorjahr 3,2 Prozent).

Neben den bereits genannten Faktoren haben auch die im Jahresvergleich niedrigeren Abschreibungen das EBIT positiv beeinflusst. Sie beliefen sich im Berichtszeitraum auf 184,4 Mio. € (Vorjahr 207,9 Mio. €). Das sind elf Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Herstellungskostenquote lag im 1. Halbjahr 2021 bei 76 Prozent. Sie ist damit im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte gesunken. Hier haben sich neben den höheren Preisen für Solarsilicium auch die Maßnahmen zur Kostensenkung aus dem laufenden Effizienzprogramm des Konzerns positiv ausgewirkt.

Überleitung EBIT auf Periodenergebnis

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
EBIT 388,6 71,6 >100
Finanzergebnis -20,1 -23,2 -13,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 368,5 48,4 >100
Ertragsteuern -83,1 25,0 n.a.
Periodenergebnis 285,4 73,4 >100
davon
auf Aktionäre der Wacker Chemie AG entfallend 276,4 68,8 >100
auf andere Gesellschafter entfallend 9,0 4,6 95,7
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert /​ verwässert) 5,56 1,38 >100
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (gewichtet) 49.677.983 49.677.983 -

Beteiligungsergebnis

Das Equity-Ergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf -5,8 Mio. € (Vorjahr 17,8 Mio. €). Anders als im Vorjahr enthält es kein Ergebnis der Siltronic ag. Siltronic wird ab dem 31. Dezember 2020 nicht mehr als at-Equity Beteiligung bewertet, sondern unter den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten ausgewiesen, weil wacker sich verpflichtet hat, seine Anteile an Siltronic an den taiwanesischen Waferhersteller GlobalWafers zu veräußern. Das sonstige Beteiligungsergebnis enthält den Ertrag aus der Ausschüttung der Siltronic ag in Höhe von 18,5 Mio. €.

Finanz- und Zinsergebnis

Das Finanzergebnis des wacker-Konzerns belief sich im Berichtszeitraum auf -20,1 Mio. € (Vorjahr -23,2 Mio. €). wacker erzielte Zinserträge von 2,9 Mio. € (Vorjahr 4,5 Mio. €). Diesen stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 11,7 Mio. € (Vorjahr 11,1 Mio. €) gegenüber.

Das übrige Finanzergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf -11,3 Mio. € (Vorjahr -16,6 Mio. €). Neben Zinseffekten aus Pensions- und anderen Rückstellungen sind hier Kosten aus derivativen Finanzinstrumenten zur Sicherung von Konzernfinanzierungen enthalten.

Ertragsteuern

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 ergab sich ein Steueraufwand von 83,1 Mio. € (Vorjahr Steuerertrag von 25,0 Mio. €). Damit ergibt sich im Berichtszeitraum eine Steuerquote von 22,6 Prozent. Im Vorjahr ergab sich ein Steuerertrag auf Grund latenter Steuererträge, die aus der Aktivierung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge resultierten, sowie aus Steuererstattungen.

Periodenergebnis

Das Periodenergebnis des Berichtzeitraums beläuft sich auf Grund der oben genannten Effekte auf 285,4 Mio. € (Vorjahr 73,4 Mio. €).

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie belief sich im Berichtszeitraum Januar bis Juni 2021 auf 5,56 € (Vorjahr 1,38 €).

Entwicklung der Geschäftsbereiche

wacker silicones

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
Aussenumsatz 1.261,5 1.123,0 12,3
Innenumsatz - - -
Gesamtumsatz 1.261,5 1.123,0 12,3
EBIT 201,1 130,5 54,1
EBIT-Marge (%) 15,9 11,6 -
Abschreibungen 54,5 56,2 -3,0
EBITDA 255,6 186,7 36,9
EBITDA-Marge (%) 20,3 16,6 -
Investitionen 48,2 40,2 19,9
Forschungsaufwand 33,8 31,4 7,6

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Stichtag 30.06.2021 31.12.2020 Veränderung in %
Anzahl der Mitarbeiter 5.144 5.076 1,3

Der Gesamtumsatz von wacker silicones liegt im 1. Halbjahr 2021 mit 1.261,5 Mio. € um zwölf Prozent über Vorjahr (1.123,0 Mio. €). Ausschlaggebend für den Anstieg sind in erster Linie höhere Absatzmengen. Darüber hinaus haben auch Produktmix- und Preiseffekte den Umsatz etwas erhöht. Währungsveränderungen haben die Umsatzentwicklung dagegen gebremst. Sowohl im Geschäft mit Spezialitäten als auch bei Standardsiliconen war die Nachfrage der Kunden in so gut wie allen Anwendungsfeldern sehr hoch. Besonders stark war das Wachstum zum Beispiel bei Siliconen für verbrauchernahe Anwendungen und bei Dichtstoffen. Die Produktionsanlagen des Geschäfts bereichs liefen im Berichtszeitraum auf Volllast.

Das ebitda von wacker silicones lag im Berichtszeitraum Januar bis Juni 2021 mit 255,6 Mio. € um 37 Prozent über Vorjahr (186,7 Mio. €). Zusätzlich zum Umsatzplus haben die im Jahresvergleich gestiegene Auslastung der Produktionsanlagen sowie Maßnahmen zur Kostensenkung aus dem laufenden Effizienzprogramm des Unternehmens die Ertragsentwicklung begünstigt. Die im Jahresvergleich deutlich höheren Rohstoffkosten haben das ebitda dagegen spürbar gemindert. Die ebitda-Marge belief sich im 1. Halbjahr 2021 auf 20,3 Prozent nach 16,6 Prozent im 1. Halbjahr 2020.

Die Investitionen von wacker silicones summierten sich im Berichtszeitraum auf 48,2 Mio. € (Vorjahr 40,2 Mio. €). Die Mittel flossen vor allem in Maßnahmen zur Erweiterung der Kapazitäten für Zwischen- und Fertigprodukte an den Standorten Burghausen und Nünchritz.

wacker polymers

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
Aussenumsatz 746,6 618,1 20,8
Innenumsatz 7,0 10,3 -32,0
Gesamtumsatz 753,6 628,4 19,9
EBIT 78,8 100,4 -21,5
EBIT-Marge (%) 10,5 16,0 -
Abschreibungen 22,9 19,9 15,1
EBITDA 101,7 120,3 -15,5
EBITDA-Marge (%) 13,5 19,1 -
Investitionen 28,5 16,0 78,1
Forschungsaufwand 17,7 16,3 8,6

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Stichtag 30.06.2021 31.12.2020 Veränderung in %
Anzahl der Mitarbeiter 1.596 1.540 3,6

Der Gesamtumsatz von wacker polymers liegt im Berichtszeitraum mit 753,6 Mio. € um 20 Prozent über Vorjahr (628,4 Mio. €). Vor allem die im Jahresvergleich deutlich höheren Absatzmengen, insbesondere bei Produkten für die Bauindustrie, sind für diesen kräftigen Anstieg verantwortlich. Bessere Preise für Dispersionspulver und Dispersionen haben den Umsatz ebenfalls erhöht. Negative Währungseffekte haben die Umsatzentwicklung dagegen etwas gebremst. Die Produktionsanlagen von wacker polymers waren von Januar bis Juni durchschnittlich zu etwa 90 Prozent ausgelastet.

Das ebitda von wacker polymers summierte sich im 1. Halbjahr 2021 auf 101,7 Mio. € (Vorjahr 120,3 Mio. €) und lag damit um 16 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Vor allem die massiv gestiegenen Rohstoffpreise haben die Ergebnisentwicklung gebremst. Um hier gegenzusteuern, setzt der Geschäftsbereich seit Mitte März Preiserhöhungen für seine Produkte um und erhebt darüber hinaus zeitlich begrenzte Preisaufschläge. Die ebitda-Marge lag im Berichtszeitraum bei 13,5 Prozent nach 19,1 Prozent im 1. Halbjahr 2020.

wacker polymers hat von Januar bis Juni 2021 insgesamt 28,5 Mio. € (Vorjahr 16,0 Mio. €) investiert. Die Mittel gingen unter anderem in den Bau eines neuen Dispersionsreaktors und eines Sprühtrockners für Dispersionspulver am chinesischen Standort Nanjing.

wacker biosolutions

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
Aussenumsatz 138,7 126,2 9,9
Innenumsatz - - -
Gesamtumsatz 138,7 126,2 9,9
EBIT 9,3 15,9 -41,5
EBIT-Marge (%) 6,7 12,6 -
Abschreibungen 8,1 8,4 -3,6
EBITDA 17,4 24,3 -28,4
EBITDA-Marge (%) 12,5 19,3 -
Investitionen 11,3 3,0 >100
Forschungsaufwand 3,2 2,9 10,3

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Stichtag 30.06.2021 31.12.2020 Veränderung in %
Anzahl der Mitarbeiter 734 764 -3,9

wacker biosolutions erzielte im 1. Halbjahr 2021 einen Gesamtumsatz von 138,7 Mio. €. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr (126,2 Mio. €). Die wesentliche Ursache für das Umsatzplus sind höhere Absatzmengen. Positive Produktmixeffekte und etwas bessere Preise haben die Umsatzentwicklung ebenfalls positiv beeinflusst. Besonders gut hat sich im Berichtszeitraum beispielsweise das Geschäft mit Biopharmazeutika und Cyclodextrinen entwickelt. Währungseinflüsse haben die Erlöse dagegen gemindert.

Das ebitda von wacker biosolutions liegt in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 mit 17,4 Mio. € um 28 Prozent unter Vorjahr (24,3 Mio. €). Verantwortlich für diesen Rückgang waren unter anderem Integrationskosten für den neuen Biopharma-Standort in San Diego, Kalifornien, den wacker im Februar übernommen hat. Im Vorjahr hatte ein Sonderertrag aus der Auflösung eines Kundenvertrags das ebitda um 3,5 Mio. € erhöht. Die ebitda- Marge belief sich im 1. Halbjahr 2021 auf 12,5 Prozent nach 19,3 Prozent im Vorjahr.

wacker biosolutions hat im Berichtszeitraum 11,3 Mio. € (Vorjahr 3,0 Mio. €) investiert. Die Mittel flossen unter anderem in den Ausbau des Standortes Amsterdam.

wacker polysilicon

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
Aussenumsatz 651,2 336,8 93,3
Innenumsatz - - -
Gesamtumsatz 651,2 336,8 93,3
EBIT 135,9 -130,4 n.a.
EBIT-Marge (%) 20,9 -38,7 -
Abschreibungen 63,8 81,7 -21,9
EBITDA 199,7 -48,7 n.a.
EBITDA-Marge (%) 30,7 -14,5 -
Investitionen 10,5 8,8 19,3
Forschungsaufwand 10,5 10,8 -2,8

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Stichtag 30.06.2021 31.12.2020 Veränderung in %
Anzahl der Mitarbeiter 2.175 2.180 -0,2

wacker polysilicon hat im 1. Halbjahr 2021 einen Gesamtumsatz von 651,2 Mio. € (Vorjahr 336,8 Mio. €) erzielt und seine Erlöse damit gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Vor allem die im Jahresvergleich erheblich höheren Absatzmengen und Preise für Solarsilicium sind die Ursachen für diesen starken Anstieg. Im Geschäft mit der Halbleiterindustrie lag die Nachfrage ebenfalls deutlich über Vorjahr.

Das ebitda von wacker polysilicon belief sich im Berichtszeitraum auf 199,7 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr (-48,7 Mio. €) ist das eine Verbesserung um 248,4 Mio. €. Ausschlaggebend für diesen starken Anstieg waren in erster Linie die höheren Preise für Solarsilicium. Effizienzmaßnahmen in der Produktion und weitere Fortschritte bei der Senkung der Herstellungskosten haben das ebitda ebenfalls positiv beeinflusst. Von Januar bis Juni 2021 errechnet sich eine ebitda- Marge von 30,7 Prozent nach -14,5 Prozent im 1. Halbjahr 2020.

wacker polysilicon hat im Berichtszeitraum 10,5 Mio. € investiert. Im Vorjahr beliefen sich die Investitionen auf 8,8 Mio. €.

Finanz- und Vermögenslage

30. Juni 2021

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns belief sich zum Stichtag 30. Juni 2021 auf 7,32 Mrd. € nach 6,95 Mrd. € am 31. Dezember 2020. Im Wesentlichen erhöhten sich die liquiden Mittel auf Grund des hohen Mittelzuflusses aus der operativen Tätigkeit. Auch das Working Capital stieg um zehn Prozent.

Anlagevermögen auf konstantem Niveau

Das Anlagevermögen einschließlich der at-Equity-Beteiligungen ist im Vergleich zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres konstant geblieben. Es beläuft sich auf 2,58 Mrd. € (31.12.2020: 2,58 Mrd. €). Die at-Equity- Beteiligungen sanken um 8,2 Mio. €. Abschreibungen in Höhe von 184,4 Mio. € (Vorjahr 207,9 Mio. €) reduzierten die Sachanlagen. Investitionen erhöhten das Anlagevermögen um 110,2 Mio.€. Die immateriellen Vermögenswerte stiegen bedingt durch den Erwerb der Genopis Inc., San Diego, Kalifornien, usa, auf 44,6 Mio. € (Vorjahr 21,1 Mio. €). Die Gesellschaft wurde nach Erwerb in Wacker Biotech us umbenannt.

Working Capital steigt an

Das Working Capital wuchs um zehn Prozent auf 1,19 Mrd. € (31.12.2020: 1,08 Mrd. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 32 Prozent auf Grund der hohen Nachfrage unserer Kunden. Gleichzeitig stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 39 Prozent deutlich an. Hier zeigt sich das höhere Geschäftsvolumen wie auch Preissteigerungen bei allen wesentlichen Rohstoffen.

Veränderung Working Capital

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Mio. € 30.06.2021 31.12.2020 Veränderung in %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 827,8 627,0 32,0
Vorräte 953,1 879,5 8,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -589,8 -424,2 39,0
Working Capital 1.191,1 1.082,3 10,1

Liquidität erhöht sich auf Grund hoher operativer Mittelzuflüsse

wacker weist zum 30. Juni 2021 liquide Mittel (lang- und kurzfristige Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) von 1.558,2 Mio. € aus (31.12.2020: 1.338,0 Mio. €). Das ist eine Erhöhung um 16 Prozent.

Pensionsrückstellungen sinken wegen höherer Diskontierungssätze und eines höheren Planvermögens Die Pensionsrückstellungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 2,24 Mrd. € (31.12.2020: 2,71 Mrd. €). Das ist ein Rückgang um 477,3 Mio. €. Die Diskontierungszinssätze betrugen im Inland 1,16 Prozent (31.12.2020: 0,70 Prozent) und in den usa 2,66 Prozent (31.12.2020: 2,29 Prozent).

Eigenkapitalquote liegt bei 31,3 Prozent

Das Konzerneigenkapital ist im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2020 gestiegen. Es belief sich zum 30. Juni 2021 auf 2,29 Mrd. € (31.12.2020: 1,69 Mrd. €). Damit beträgt die Eigenkapitalquote 31,3 Prozent (31.12.2020: 24,3 Prozent). Im Wesentlichen spiegeln sich hier die Effekte aus den Pensionsrückstellungen wider. Die erfolgsneutrale Anpassung der Pensionsrückstellungen erhöhte das Eigenkapital um 367,6 Mio. €. Währungseffekte erhöhten das Konzerneigenkapital um 63,0 Mio. €.

Brutto-Cashflow

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ( Brutto-Cashflow) belief sich von Januar bis Juni 2021 auf 490,9 Mio. € ( Vorjahr 266,2 Mio. €). Dieser resultiert im Wesentlichen aus einem um Abschreibungen bereinigten Periodenergebnis von 469,8 Mio. € (Vorjahr 281,3 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr haben Auszahlungen aus dem Working Capital den Brutto-Cashflow kaum beeinflusst. Die Auszahlungen aus dem Working Capital beliefen sich auf 0,6 Mio. € (Vorjahr 132,5 Mio. €).

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag von Januar bis Juni 2021 mit -151,6 Mio. € über dem Vorjahreswert (-106,8 Mio. €). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um laufende Investitionen in den Chemiebereichen sowie um Auszahlungen für die Akquisition der Genopis Inc., San Diego, Kalifornien, usa.

Netto-Cashflow

Der Netto-Cashflow beläuft sich im Sechs-Monats-Zeitraum 2021 auf Grund der oben genannten Effekte auf 339,3 Mio. € (Vorjahr 159,4 Mio. €).

Netto-Cashflow

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 490,9 266,2 84,4
Cashflow aus langfristiger Investitionstätigkeit vor Wertpapieren -151,6 -106,8 41,9
Netto-Cashflow 339,3 159,4 >100

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich von Januar bis Juni 2021 auf -134,6 Mio. € (Vorjahr 152,5 Mio. €). Er zeigt im Wesentlichen die Gewinnausschüttung der Wacker Chemie ag in Höhe von 99,4 Mio. €.

Finanzierungsverbindlichkeiten bleiben konstant

Die lang- und kurzfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten sind zum 30. Juni 2021 konstant geblieben. Sie beliefen sich auf 1,41 Mrd. € (31.12.2020: 1,41 Mrd. €). Währungseffekte beeinflussten die Finanzierungsverbindlichkeiten nur unwesentlich.

Nettofinanzvermögen von 152 Mio. €

Die Nettofinanzschulden (Saldo aus lang- und kurzfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten und liquiden Mitteln) sind deutlich zurückgegangen. wacker weist zum 30. Juni 2021 ein Nettofinanzvermögen von 152,0 Mio. € aus (31.12.2020: Nettofinanzschulden von 67,5 Mio. €). Der Grund dafür ist im Wesentlichen der positive Cashflow aus operativer Tätigkeit von Januar bis Juni 2021.

Nettofinanzvermögen in Mio. €

Chancen und Risiken

Einschätzungen zu Chancen und Risiken bleiben unverändert

Die zentralen Risikofelder, die sich im Jahr 2021 nachteilig auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten, haben wir im Geschäftsbericht 2020 ausführlich erläutert. Zudem beschreiben wir dort die wesentlichen Chancen für unser Geschäft sowie die Ausgestaltung unseres Risikomanagementsystems.

» Siehe Geschäftsbericht 2020 Seite 87 bis 100

Unsere dort getroffenen Aussagen und Einschätzungen haben sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich geändert. Wir haben keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die über das hinausgehen, was wir in unserem Geschäftsbericht 2020 dargestellt haben. Zwar können wir grundsätzlich nicht ausschließen, dass weitere Risiken und Chancen für unsere Geschäftstätigkeit bestehen, die uns derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen. Wir erwarten aber nicht, dass Risiken eintreten, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand von wacker gefährden könnten.

Prognoseveränderungsbericht

Jahresprognose angehoben

Unsere Einschätzungen zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens im laufenden Jahr haben wir im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2020 ausführlich dargestellt.

» Siehe Geschäftsbericht 2020 Seite 101 bis 106

Mit Blick auf die gute Geschäftsentwicklung hatten wir bereits bei der Vorlage der Zahlen des 1. Quartals 2021 unsere Umsatz- und Ergebniserwartungen nach oben angepasst. Am 16. Juni 2021 haben wir unsere Jahres prognose für den Umsatz und das ebitda erneut angehoben. Wir erwarten im Gesamtjahr 2021 jetzt einen Umsatz von etwa 5,5 Mrd. € (2020: 4,69 Mrd. €). Zuvor waren wir von einem Umsatzplus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich ausgegangen. Das ebitda wird im Gesamtjahr 2021 voraussichtlich zwischen 900 Mio. € und 1,1 Mrd. € liegen. Zuvor hatten wir einen Anstieg des ebitda um 15 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr (666 Mio. €) erwartet. Die weiterhin positive Entwicklung der Polysiliciumpreise sowie die starke Nachfrage in den Chemiebereichen sind die Gründe für die höheren Erwartungen. Gleichzeitig belasten jedoch höhere Rohstoffpreise und negative Währungseffekte das ebitda voraussichtlich mit mehr als 300 Mio. € (vorherige Prognose: mehr als 200 Mio. €). In der aktuellen Prognose ist diese Entwicklung berücksichtigt.

Durch die neue Prognose für das ebitda ändern sich auch unsere Einschätzungen für die ebitda-Marge und für die Rentabilitätsgröße in Bezug auf das gebundene Kapital (roce) im Gesamtjahr. Die ebitda-Marge erwarten wir jetzt deutlich über Vorjahr (vorherige Prognose: leicht über Vorjahr) und der roce soll deutlich über den Kapitalkosten liegen (vorherige Prognose: deutlich über Vorjahr).

Den Netto- Cashflow erwarten wir jetzt deutlich positiv und auf dem Niveau des Vorjahres (vorherige Prognose: deutlich positiv, deutlich unter Vorjahr).

Für unsere restlichen finanziellen Steuerungskennzahlen bleibt die Prognose gegenüber den Aussagen im Geschäftsbericht 2020 unverändert.

Gewinn- und Verlustrechnung

01. Januar bis 30. Juni 2021

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
Umsatzerlöse 2.860,6 2.269,9 26,0
Herstellungskosten -2.186,9 -1.913,6 14,3
Bruttoergebnis vom Umsatz 673,7 356,3 89,1
Vertriebskosten -144,5 -147,3 -1,9
Forschungs- und Entwicklungskosten -84,1 -79,4 5,9
Allgemeine Verwaltungskosten -74,8 -69,9 7,0
Sonstige betriebliche Erträge 33,1 47,5 -30,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -27,5 -55,5 -50,5
Betriebsergebnis 375,9 51,7 >100
Equity-Ergebnis -5,8 17,8 n.a.
Sonstiges Beteiligungsergebnis 18,5 2,1 >100
EBIT (Earnings before interest and taxes) 388,6 71,6 >100
Zinserträge 2,9 4,5 -35,6
Zinsaufwendungen -11,7 -11,1 5,4
Übriges Finanzergebnis -11,3 -16,6 -31,9
Finanzergebnis -20,1 -23,2 -13,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 368,5 48,4 >100
Ertragsteuern -83,1 25,0 n.a.
Periodenergebnis 285,4 73,4 >100
davon
auf die Aktionäre der Wacker Chemie AG entfallend 276,4 68,8 >100
auf andere Gesellschafter entfallend 9,0 4,6 95,7
Ergebnis je Stammaktie in € (unverwässert /​verwässert) 5,56 1,38 >100
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (gewichtet) 49.677.983 49.677.983 -

Gesamtergebnisrechnung

01. Januar bis 30. Juni 2021

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020
Periodenergebnis 285,4 73,4
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 367,6 -70,7
davon Ertragsteuereffekte -148,1 31,0
Summe der Posten, die nicht in die GuV umgegliedert werden 367,6 -70,7
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - -14,7
Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 63,0 -44,2
davon ergebniswirksam - -
Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) -6,9 0,9
davon Ertragsteuereffekte 2,8 -0,5
davon ergebniswirksam -2,7 2,1
Summe der Posten, die in die GuV umgegliedert werden 56,1 -43,3
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 2,2 -10,7
Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen nach Steuern 423,7 -114,0
davon
auf die Aktionäre der Wacker Chemie AG entfallend 422,2 -111,6
auf andere Gesellschafter entfallend 1,5 -2,4
Gesamtergebnis 709,1 -40,6 21
davon
auf die Aktionäre der Wacker Chemie AG entfallend 698,6 -42,8
auf andere Gesellschafter entfallend 10,5 2,2

Bilanz

Zum 30. Juni 2021

AKTIVA

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Mio. € 30.06.2021 31.12.2020 Veränderung in %
Immaterielle Vermögenswerte 44,6 21,1 >100
Sachanlagen 2.386,5 2.393,2 -0,3
Nutzungsrechte 110,4 110,8 -0,4
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2,5 2,7 -7,4
At equity bewertete Beteiligungen 40,9 49,1 -16,7
Wertpapiere - - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 20,0 18,9 5,8
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12,7 4,9 >100
Aktive latente Steuern 601,5 770,8 -22,0
Langfristige Vermögenswerte 3.219,1 3.371,5 -4,5
Vorräte 953,1 879,5 8,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 827,8 627,0 32,0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 55,7 68,0 -18,1
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 111,3 73,5 51,4
Ertragsteuerforderungen 41,7 40,5 3,0
Wertpapiere und Festgelder 486,6 712,0 -31,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.071,6 626,0 71,2
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 550,5 552,5 -0,4
Kurzfristige Vermögenswerte 4.098,3 3.579,0 14,5
Summe Aktiva 7.317,4 6.950,5 5,3

PASSIVA

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Mio. € 30.06.2021 31.12.2020 Veränderung in %
Gezeichnetes Kapital der Wacker Chemie AG 260,8 260,8 -
Kapitalrücklage der Wacker Chemie AG 157,4 157,4 -
Eigene Anteile -45,1 -45,1 -
Gewinnrücklagen /​ Konzernergebnis 2.903,0 2.726,0 6,5
Übrige Eigenkapitalposten -1.051,7 -1.473,9 -28,6
Auf die Aktionäre der Wacker Chemie AG entfallendes Eigenkapital 2.224,4 1.625,2 36,9
Anteile anderer Gesellschafter 66,1 66,6 -0,8
Eigenkapital 2.290,5 1.691,8 35,4
Pensionsrückstellungen 2.236,1 2.713,4 -17,6
Andere Rückstellungen 234,8 233,8 0,4
Finanzierungsverbindlichkeiten 1.022,8 1.322,7 -22,7
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,4 0,1 >100
Ertragsteuerverbindlichkeiten 98,8 80,3 23,0
Verkaufsvertragsverbindlichkeiten 63,9 71,1 -10,1
Sonstige Verbindlichkeiten 4,7 1,9 >100
Passive latente Steuern 5,8 9,1 -36,3
Langfristige Schulden 3.667,3 4.432,4 -17,3
Andere Rückstellungen 35,4 68,8 -48,5
Finanzierungsverbindlichkeiten 383,4 82,8 >100
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 589,8 424,2 39,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15,7 15,5 1,3
Ertragsteuerverbindlichkeiten 34,3 12,5 >100
Verkaufsvertragsverbindlichkeiten 77,1 63,0 22,4
Sonstige Verbindlichkeiten 223,9 159,5 40,4
Kurzfristige Schulden 1.359,6 826,3 64,5
Schulden 5.026,9 5.258,7 -4,4
Summe Passiva 7.317,4 6.950,5 5,3

Kapitalflussrechnung

01. Januar bis 30. Juni 2021

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
Periodenergebnis 285,4 73,4 >100
Abschreibungen auf Anlagevermögen 184,4 207,9 -11,3
Ergebnis aus Abgang von Anlagevermögen 2,6 0,7 >100
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge -89,9 52,0 n.a.
Ergebnis aus Equity-Accounting 5,8 -17,8 n.a.
Zinsergebnis 8,8 6,6 33,3
Zinsauszahlungen -15,6 -15,5 0,6
Zinseinzahlungen 2,1 2,5 -16,0
Steueraufwand 83,1 -25,0 n.a.
Steuerzahlungen -25,0 12,2 n.a.
Erhaltene Ausschüttung 4,5 - n.a.
Veränderung der Vorräte 21,7 -71,8 n.a.
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -194,0 -34,9 >100
Veränderung der nichtfinanziellen Vermögenswerte -35,4 -23,7 49,4
Veränderung der finanziellen Vermögenswerte 9,0 13,5 -33,3
Veränderung der Rückstellungen 3,6 37,2 -90,3
Veränderung der nichtfinanziellen Verbindlichkeiten 66,0 63,8 3,4
Veränderung der finanziellen Verbindlichkeiten 166,9 -8,1 n.a.
Veränderung der Verkaufsvertragsverbindlichkeiten 6,9 -6,8 n.a.
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 490,9 266,2 84,4
Auszahlungen /​ Einzahlungen für Investitionen -124,0 -107,5 15,3
Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen 2,5 0,7 >100
Auszahlungen für Akquisitionen -30,1 - n.a.
Cashflow aus langfristiger Investitionstätigkeit vor Wertpapieren -151,6 -106,8 41,9
Auszahlungen/​Einzahlungen für den Erwerb/​die Veräußerung
von Wertpapieren und Festgeldern 226,4 -128,5 n.a.
Cashflow aus Investitionstätigkeit 74,8 -235,3 n.a.
Gewinnausschüttungen -110,4 -2,8 >100
Veränderung Finanzierungsverbindlichkeiten -8,3 171,6 n.a.
Rückzahlung Leasingverbindlichkeiten -15,9 -16,3 -2,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -134,6 152,5 n.a.
Veränderung aus Wechselkursänderungen 14,5 -6,8 n.a.
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 445,6 176,6 >100
Stand am Jahresanfang 626,0 435,8 43,6
Stand am Stichtag 1.071,6 612,4 75,0

Entwicklung des Eigenkapitals

01. Januar bis 30. Juni 2021

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Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen /​ Konzernergebnis Übrige Eigenkapital -posten Summe
01.01.2020 260,8 157,4 -45,1 2.561,6 -967,8 1.966,9
Periodenergebnis - - - 68,8 - 68,8
Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen - - - - -111,6 -111,6
Gesamtergebnis - - - 68,8 -111,6 -42,8
Ausschüttung - - - - - -
30.06.2020 260,8 157,4 -45,1 2.630,4 -1.079,4 1.924,1
01.01.2021 260,8 157,4 -45,1 2.726,0 -1.473,9 1.625,2
Periodenergebnis - - - 276,4 - 276,4
Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen - - - - 422,2 422,2
Gesamtergebnis - - - 276,4 422,2 698,6
Ausschüttung - - - -99,4 - -99,4
30.06.2021 260,8 157,4 -45,1 2.903,0 -1.051,7 2.224,4

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Mio. € Anteile anderer Gesellschafter Gesamt
01.01.2020 62,1 2.029,0
Periodenergebnis 4,6 73,4
Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen -2,4 -114,0
Gesamtergebnis 2,2 -40,6
Ausschüttung -2,8 -2,8
30.06.2020 61,5 1.985,6
01.01.2021 66,6 1.691,8
Periodenergebnis 9,0 285,4
Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen 1,5 423,7
Gesamtergebnis 10,5 709,1
Ausschüttung -11,0 -110,4
30.06.2021 66,1 2.290,5

Entwicklung der übrigen Eigenkapitalposten

01. Januar bis 30. Juni 2021

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Mio. € Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Marktwertänderung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow Hedge) Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen Effekte aus Netto -investitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Summe
Auf die Aktionäre der Wacker Chemie AG entfallend
01.01.2020 193,9 1,7 -1.159,7 -3,7 -967,8
Ergebnisneutrale Veränderung - -1,2 -70,7 - -71,9
Ergebniswirksame Umgliederung - 2,1 - - 2,1
Veränderung Translation -41,8 - - - -41,8
30.06.2020 152,1 2,6 -1.230,4 -3,7 -1.079,4
01.01.2021 19,3 11,0 -1.500,5 -3,7 -1.473,9
Ergebnisneutrale Veränderung - -4,2 367,6 - 363,4
Ergebniswirksame Umgliederung - -2,7 - - -2,7
Veränderung Translation 61,5 - - - 61,5
30.06.2021 80,8 4,1 -1.132,9 -3,7 -1.051,7
Auf Minderheitsgesellschafter entfallend
01.01.2020 -5,5 - - - -5,5
Veränderung Translation -2,4 - - - -2,4
30.06.2020 -7,9 - - - -7,9
01.01.2021 -10,7 - - - -10,7
Veränderung Translation 1,5 - - - 1,5
30.06.2021 -9,2 - - - -9,2

Konzernanhang

01. Januar bis 30. Juni 2021

Grundlagen und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernzwischenabschluss der Wacker Chemie ag zum 30. Juni 2021 ist in Übereinstimmung mit den Regelungen des Internationalen Accounting Standards (IAS) 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee aufgestellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die für das Geschäftsjahr 2020 galten, wurden um neue Rechnungslegungsvorschriften ergänzt, die erstmals im Geschäftsjahr 2021 anzuwenden sind. Im Geschäftsjahr 2021 ergaben sich keine wesentlichen Rechnungslegungsänderungen für wacker. Ansonsten blieben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert.

Die Aufstellung der Zwischenabschlüsse erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf Prämissen, die zum Bilanzstichtag Gültigkeit hatten. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Die Steuerermittlung erfolgt analog der Vorgehensweise zum Geschäftsjahresende durch eine Ermittlung des Steueraufwands zum Zwischenabschlussstichtag. Das Wahlrecht, nach IAS 34 eine Schätzung vorzunehmen, wird nicht angewandt.

Die Netto-Pensionsverpflichtung ist zu jedem Stichtag neu zu schätzen und der Abzinsungsfaktor ist zu jedem Stichtag neu zu ermitteln. Zum 30. Juni 2021 wurde zur Ermittlung der Netto-Pensionsrückstellung ein Abzinsungsfaktor von 1,16 Prozent im Inland und 2,66 Prozent in den usa verwendet (30. Juni 2020: 1,24 Prozent Inland und 2,49 Prozent usa). Zum 31. Dezember 2020 belief sich der Prozentsatz auf 0,70 Prozent im Inland und auf 2,29 Prozent in den usa.

Der Zwischenbericht baut als Informationsinstrument auf dem Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende auf. Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und die Ausübung von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten werden im Konzernanhang ausführlich dargestellt.

Die Muttergesellschaft des Konzerns, die Wacker Chemie ag, ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland, mit Sitz in München ( Handelsregister München, hrb 159705). Sie hat ihren Firmensitz am Hanns-Seidel-Platz 4, 81737 München, Deutschland.

Saisonale Einflüsse

Der Verkauf von Polymer- und Siliconprodukten an die Bauindustrie ist unterjährig saisonalen Schwankungen ausgesetzt. Der Absatz ist witterungsbedingt in den Sommermonaten höher als im für die Bauindustrie produktionsschwachen Winter. Dieser Effekt kann durch Überseeverkäufe abgemindert werden. Dies führt dazu, dass im 1. und 4. Quartal der Umsatz vor allem im Segment wacker polymers üblicherweise geringer ausfällt als im 2. und 3. Quartal.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Bei wacker entsprechen die Umsatzerlöse je Segment den unterschiedlichen Produktkategorien des Konzerns. In den Segmenten zeigen sich die Unterschiede der chemischen Produkte wie auch die unterschiedlichen Markt- und Kunden gruppen. Einen weiteren wesentlichen wirtschaftlichen Einfluss auf die Umsatzerlöse hat die Region, in die wacker seine Produkte liefert. wacker legt seinen Umsatz mehrheitlich zu einem bestimmten Lieferzeitpunkt. Im Rahmen von kundenspezifischen Aufträgen im Geschäftsbereich wacker biosolutions wird der Umsatz zeitraumbezogen gelegt. Folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß IFRS 15:

Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. IFRS 15: 01. Januar bis 30. Juni 2021

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Mio. € WACKER SILICONES WACKER POLYMERS WACKER BIOSOLUTIONS
2021 2020 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz nach Regionen Europa 604,7 520,2 355,4 302,7 64,1 55,1
Amerika 201,3 215,0 164,1 161,2 42,9 46,1
Asien 375,3 311,6 179,4 130,0 25,7 20,5
Sonstige Regionen 80,2 76,2 54,7 34,5 6,0 4,5
Gesamt 1.261,5 1.123,0 753,6 628,4 138,7 126,2
davon Umsatzerlöse, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 15 fallen - - - - - -
Zeitpunkt der Umsatzlegung Zeitpunktbezogen 1.261,5 1.123,0 753,6 628,4 96,0 92,7
Zeitraumbezogen - - - - 42,7 33,5
Gesamt 1.261,5 1.123,0 753,6 628,4 138,7 126,2

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Mio. € WACKER POLYSILICON Sonstiges /​ Konsolidierung Gesamt
2021 2020 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz nach Regionen Europa 61,9 47,9 55,2 53,5 1.141,3 979,4
Amerika 6,8 3,8 - 0,4 415,1 426,5
Asien 575,6 285,1 0,4 1,5 1.156,4 748,7
Sonstige Regionen 6,9 - - 0,1 147,8 115,3
Gesamt 651,2 336,8 55,6 55,5 2.860,6 2.269,9
davon Umsatzerlöse, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 15 fallen - - 2,3 2,6 2,3 2,6
Zeitpunkt der Umsatzlegung Zeitpunktbezogen 651,2 336,8 55,6 55,5 2.817,9 2.236,4
Zeitraumbezogen - - - - 42,7 33,5
Gesamt 651,2 336,8 55,6 55,5 2.860,6 2.269,9

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bezüglich der Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf den Konzernanhang im Geschäftsbericht 2020. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Änderungen zu den Angaben im Geschäftsbericht 2020.

Veränderung im Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst zum 30. Juni 2021 einschließlich der Wacker Chemie ag 55 Unternehmen. 51 Unternehmen werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Zwischenabschluss einbezogen. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um eine Tochter gesellschaft erweitert. Die wacker Chemical Corp., Adrian, Michigan, usa hat am 02. Februar 2021 100 Prozent der Anteile an der Genopis Inc., San Diego, Kalifornien, usa in einem Share-Deal erworben. Das Closing fand am 24. Februar 2021 statt. Die Gesellschaft betreibt als Auftragshersteller eine spezialisierte Fermentationslinie zur Herstellung und Aufreinigung von pDNA. pDNA kann entweder direkt für Impfstoffe oder als Ausgangsbasis für innovative Therapeutika eingesetzt werden, beispielsweise zur Herstellung von Messenger rna (mRNA). Die Technologie ergänzt das Portfolio von wacker Biopharma als Contract Development and Manufacturing Organisation (CDMO). Der Kaufpreis der Akquisition in Höhe von 40,3 Mio. us-$ bestand aus einer

Barzahlung in Höhe von 35,7 Mio. us-$ und bedingten Kaufpreiszahlungen in Höhe von 4,7 Mio. us-$, die innerhalb von fünf Jahren nach Erwerb zu zahlen sind. Grundlage für die Ermittlung der Earn-Out-Zahlung ist das zukünftig erwirtschaftete ebitda der Gesellschaft. Der Ermittlung liegt die Unternehmensplanung zum Erwerbszeitpunkt zugrunde. wacker erwirbt Vermögenswerte in Höhe von 24,5 Mio. us-$ und Schulden in Höhe von 13,6 Mio. us-$. Der Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und Nettovermögen in Höhe von 29,4 Mio. us-$ teilt sich im Wesentlichen auf in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 12,9 Mio. us-$ sowie Goodwill in Höhe von 19,3 Mio. us-$. Im Wesentlichen resultiert der Goodwill aus nicht ansatzfähigen zukünftigen Erwartungen an die Marktentwicklung sowie Synergieeffekten. Die erworbene Technologie stellt eine Abrundung des Portfolios des wacker Biopharma Business dar. Die Kaufpreisallokation ist zum Stichtag 30. Juni 2021 noch vorläufig. wacker hat gleichzeitig einen Vertrag zur strategischen Zusammenarbeit bei der Produktion des vom Verkäufer entwickelten Medikaments VM202 abgeschlossen. Dieses befindet sich aktuell in der klinischen Erprobung. Die Kosten der Transaktion wurden im Aufwand erfasst und waren von untergeordneter Bedeutung. Die Gesellschaft erzielte seit Erwerb keinen Umsatz und ein negatives ebitda in Höhe von 3,8 Mio. us-$. Hätte der Erwerb am Jahresanfang stattgefunden hätte sich ebenfalls kein Umsatz und ein negatives ebitda ergeben.

Überleitung des Segmentergebnisses

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung in %
EBIT der berichtspflichtigen Segmente 425,1 116,4 >100
Zentralfunktionen/​Sonstiges -36,4 -44,0 -17,3
Konsolidierung -0,1 -0,8 -87,5
Konzern-EBIT 388,6 71,6 >100
Finanzergebnis -20,1 -23,2 -13,4
Ergebnis vor Steuern 368,5 48,4 >100
Ertragsteuern -83,1 25,0 n.a.
Periodenergebnis 285,4 73,4 >100

Angaben zu Segmenten

Für die erforderlichen Segmentangaben zu den Geschäftsbereichen verweisen wir auf die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Zwischenlagebericht.

Angaben zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value)

Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die nachfolgende

Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten (IFRS 7)

Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns dar.

wacker hat nicht zu Handelszwecken gehaltene Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 12,2 Mio. € (Vorjahr 11,9 Mio. €) zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 bewertet und in Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie eingruppiert. Dabei handelt es sich um kleine, regionale Beteiligungen an Non-ProfitGesellschaften zum Betrieb von Infrastruktureinrichtungen.

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Mio. € 30.06.2021 31.12.2020
Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 827,8 827,8 627,0 627,0
Wertpapiere und Festgelder (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) 332,3 332,3 597,4 597,4
Wertpapiere (FVPL) 1 154,3 154,3 114,6 114,6
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 75,7 75,7 86,9 86,9
Ausleihungen und übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) 60,2 60,2 61,1 61,1
Beteiligungen (FVPL) 2 12,2 12,2 11,9 11,9
Derivative Finanzinstrumente 3,3 3,3 13,9 13,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) 1.071,6 1.071,6 626,0 626,0
Finanzschulden 1.297,0 1.282,1 1.304,4 1.282,7
Finanzverbindlichkeiten aus Leasingverbindlichkeiten 124,1 124,1 122,8 122,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 589,8 589,8 424,2 424,2
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 16,1 16,1 15,6 15,6
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 12,4 12,4 15,2 15,2
Derivative Finanzinstrumente 3,7 3,7 0,4 0,4

1 FVPL = finanzielle Vermögenswerte bewertet zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam

2 Bei diesen Beteiligungen stellen die Anschaffungskosten die beste Annäherung an den Fair Value dar.

Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden wurden gemäß IFRS 13-Bewertungshierarchie den drei Kategorien des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Hierarchie) zugeordnet. Die Zuordnung gibt Auskunft darüber, welche der ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt zustande gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung wegen fehlender Markttransaktionen anhand von Modellen erfolgt. Bezüglich der Definition der Fair-Value-Hierarchiestufen und der zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden, sowie deren Bewertung, verweisen wir auf den Konzernanhang im Geschäftsbericht 2020 (Kapitel Finanzinstrumente).

Die folgende Tabelle zeigt die Einordnung in die Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden:

Fair-Value-Hierarchie

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Mio. € 30.06.2021 31.12.2020
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (FVPL) - 1,2 - 1,2 - 3,6
Beteiligungen - Handel (FVPL) - - 12,2 12,2 - -
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral/​erfolgswirksam
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) - 2,1 - 2,1 - 10,3
Wertpapiere - Handel (FVPL) 154,3 - - 154,3 114,6 -
Gesamt 154,3 3,3 12,2 169,8 114,6 13,9
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Ausleihungen - Halten - 42,3 - 42,3 - 39,5
Gesamt - 42,3 - 42,3 - 39,5
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (FVPL) - 2,0 - 2,0 - 0,4
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral/​erfolgswirksam
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) - 1,7 - 1,7 - -
Gesamt - 3,7 - 3,7 - 0,4
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzschulden - 1.283,8 13,2 1.297,0 - 1.295,8
Gesamt - 1.283,8 13,2 1.297,0 - 1.295,8

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Mio. € 31.12.2020
Stufe 3 Gesamt
--- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (FVPL) - 3,6
Beteiligungen - Handel (FVPL) 11,9 11,9
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral/​erfolgswirksam
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) - 10,3
Wertpapiere - Handel (FVPL) - 114,6
Gesamt 11,9 140,4
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Ausleihungen - Halten - 39,5
Gesamt - 39,5
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (FVPL) - 0,4
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral/​erfolgswirksam
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) - -
Gesamt - 0,4
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzschulden 8,6 1.304,4
Gesamt 8,6 1.304,4

Die Marktwertermittlung in Level 1 erfolgt auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte und Schulden. Die in Level 2 eingestuften Finanzinstrumente werden mittels Bewertungsverfahren auf Basis von Parametern bewertet, die entweder direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktparametern abgeleitet werden. Hierzu zählen derivative Finanzinstrumente, innerhalb und außerhalb von Sicherungsbeziehungen, Ausleihungen und Finanzschulden.

In Level 3 erfolgt die Marktwertermittlung auf der Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen. Hierunter zählen nicht zu Handelszwecken gehaltene Beteiligungen von wacker sowie Earn-Out-Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben. Die Earn-Out-Verbindlichkeiten werden unter den Finanzschulden ausgewiesen und sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. wacker überprüft zu jedem Quartalsstichtag, ob die Zuordnung der Finanzinstrumente auf die Level der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. In den ersten sechs Monaten 2021 haben, wie im Konzernabschluss 2020, keine Umgliederungen innerhalb der Level-Hierarchien stattgefunden.

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine nicht wiederkehrenden Fair-Value-Bewertungen.

Beziehungen zu nahestehenden Personen

Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die die Wacker Chemie ag beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der Wacker Chemie ag einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Gesellschafter mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Wacker Chemie ag hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Vorstands des wacker-Konzerns zu steuern.

Der wacker-Konzern wird im Berichtsjahr von den Angabepflichten nach IAS 24 in Bezug auf die Geschäftsbeziehungen zu den Hauptanteilseignern sowie zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wacker Chemie ag berührt. Ferner fallen alle Geschäfte mit nicht konsoli dierten Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen unter die Regelungen des IAS 24, da ein maßgeblicher Einfluss auf diese Unternehmen besteht.

Der wacker-Konzern wird durch die Mehrheitsgesellschafterin Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH beherrscht. Diese hält mehr als 50 Prozent der Stimmanteile an der Wacker Chemie ag.

Zwischen der Wacker Chemie ag und ihrer Mehrheitsgesellschafterin Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH sowie mit Gesellschaftern der Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH und deren nahen Familienangehörigen bestehen Leistungsbeziehungen nur von untergeordneter Bedeutung. Diese betreffen in geringem Umfang das Anmieten von Büroräumen und den Dienstleistungsaustausch. Die Leistungsbeziehungen erfolgen zu markt üblichen Konditionen.

Gemäß IAS 24 fällt auch die Pensionskasse der Wacker Chemie ag in die Kategorie der nahestehenden Unternehmen. Zwischen den Unternehmen bestehen Leistungsbeziehungen im Zusammenhang mit der betrieblichen Altersversorgung. wacker leistet Zuwendungen in das Planvermögen der Pensionskasse zur Deckung der Pensionsverpflichtungen. Zusätzlich mietet die Wacker Chemie ag das Gebäude der Hauptverwaltung sowie das dazugehörende Grundstück von einer Tochtergesellschaft der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG. Zum 30. Juni 2021 ergaben sich Leasingverpflichtungen in Höhe von 11,0 Mio. € (Vorjahr 46,2 Mio. €). Der Zinsaufwand betrug in den ersten sechs Monaten 2021 0,0 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €). Weiter bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von 2,4 Mio. € (31.12.2020: 2,6 Mio. €) im Wesentlichen im Zusammenhang mit noch ausstehenden Beitragszahlungen.

Darüber hinaus haben Gesellschaften des wackerKonzerns mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der Wacker Chemie ag sowie anderen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichts gremien diese Personen vertreten sind, keinerlei wesentliche Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Geschäfte mit Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen, der Pensionskasse und nicht konsolidierten Tochtergesellschaften werden grundsätzlich zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind. Für Produktlieferungen von Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen wurden vertraglich fixierte Transferpreisformeln festgelegt.

Die folgende Tabelle stellt das Lieferungs- und Leistungsvolumen mit den oben genannten nahestehenden Unternehmen dar:

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen /​ Personen

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Mio. € 1. Halbjahr 2021 30.06.2021 1. Halbjahr 2020
Erträge Aufwendungen Forderungen Verbindlichkeiten Erträge Aufwendungen
--- --- --- --- --- --- ---
Assoziierte Unternehmen 77,1 59,4 17,1 17,2 75,1 46,5
Gemeinschaftsunternehmen 2,2 1,1 1,2 0,3 1,8 0,6

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Mio. € 31.12.2020
Forderungen Verbindlichkeiten
--- --- ---
Assoziierte Unternehmen 14,4 8,9
Gemeinschaftsunternehmen 0,7 0,4

Darüber hinaus besteht eine Ausleihung an ein assoziiertes Unternehmen in Höhe von 42,3 Mio. € (31.12.2020 39,5 Mio. €), die als kurzfristige Finanzforderung ausgewiesen wird.

Währungskurse

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Stichtagskurs Durchschnittskurse
30.06.2021 31.12.2020 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020
--- --- --- --- ---
USD 1,19 1,23 1,21 1,10
CNY 7,69 8,05 7,80 7,75

Wesentliche Ereignisse der Periode

Die bezüglich ihrer Auswirkung, ihrer Natur und ihres Auftretens wesentlichen Ereignisse der Berichtsperiode werden im Konzernzwischenbericht beschrieben.

Die Wacker Chemie ag hat mit GlobalWafers Co. Ltd., einem taiwanesischen Mitbewerber der Siltronic ag, am 9. Dezember 2020 eine Vereinbarung zur Einbringung ihrer Anteile an der Siltronic ag von 30,83 Prozent im Rahmen eines Übernahmeangebots unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht eine Übernahme von mindestens 50 Prozent der Aktien der Siltronic ag durch GlobalWafers Co. Ltd. vor. Der Andienungszeitraum endete am 10. Februar 2021 mit einer mehr als 50-prozentigen Annahme des Angebots von 145 € pro Anteil durch die Siltronic Aktionäre. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher und außenwirtschaftlicher Genehmigungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Seit dem 30. Juni 2021 bis zum Aufstellungstermin des Quartals abschlusses am 05. August 2021 sind keine wesenlichen berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

Es haben sich keine wesentlichen grundsätzlichen Veränderungen des Wirtschafts- und Geschäftsumfelds ergeben, in dem der wacker-Konzern tätig ist.

Die rechtliche Unternehmensstruktur wie auch die Organisationsstruktur blieben unverändert.

München, den 05. August 2021

Wacker Chemie ag

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Christian Hartel Auguste Willems
Tobias Ohler Angela Wörl

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischen berichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

München, den 05. August 2021

Der Vorstand der Wacker Chemie ag

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Christian Hartel Auguste Willems
Tobias Ohler Angela Wörl

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Wacker Chemie ag, München

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Wacker Chemie ag, für den Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der eu anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der eu anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der eu anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

München, den 05. August 2021

kpmg ag

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Huber-Straßer Hanshen
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

2021

Finanzkalender

OKTOBER 28

Vorlage der Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2021

Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die Verpflichtung dafür.

Auf Grund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Zwischenbericht sowie in anderen Mitteilungen bzw. Berichten nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Die Inhalte dieses Zwischenberichts sprechen alle Geschlechter gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z. B. Kunde, Mitarbeiter) verwendet.