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VSE CORP Audit Report / Information 2016

Aug 16, 2017

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Audit Report / Information

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Publication

VSE Aktiengesellschaft

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016 und Tätigkeitsabschluss

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der VSE AG

1 Grundlagen der Gesellschaft

Die VSE AG ist seit über 100 Jahren mit dem Saarland eng verwurzelt. An dem Unternehmen mit Sitz in Saarbrücken sind die innogy SE, das Saarland, Landkreise, Städte und Gemeinden des Saarlandes bzw. deren Stadt- und Gemeindewerke sowie die EdF beteiligt.

Die Anbindung an die innogy und über deren Mehrheitsaktionärin an den RWE-Konzern sichert dem Unternehmen im europäischen Wettbewerb auf den Energiemärkten alle Vorteile eines Global Players. Gleichzeitig steuert VSE AG als regionaler Energieversorger eigenverantwortlich das operative Geschäft in der Region.

Kerngeschäft ist die Energieversorgung. Die VSE AG ist gemeinsam mit industriellen Partnern Stromerzeuger am Standort Ensdorf und betreibt mit überwiegend kommunalen Partnern regenerative Erzeugungsanlagen. Sie ist Stromlieferant für Stadt- und Gemeindewerke sowie große Industriekunden. Darüber hinaus erbringt die VSE AG für ihre Partnerunternehmen und Dritte qualifizierte technische und kaufmännische Dienstleistungen. Die VSE Verteilnetz GmbH betreibt im Saarland ein umfangreiches Hochspannungsnetz.

Die VSE AG hat sich von einem einst reinen Stromversorger zu einer starken Unternehmensgruppe entwickelt, die vorrangig in Südwestdeutschland und Luxemburg tätig ist. Dazu hat sie ihr Know-how gemeinsam mit Partnern aus der Region gebündelt: Für Strom, Gas und Wasser in der energis GmbH, für Telekommunikation in der artelis S. A., für Energiedienstleistungen und technische Services in der FAMIS GmbH, für IT- und Abrechnungsdienstleistungen in der prego services GmbH, sowie für Energie- und Zählerdienstleistungen in der VOLTARIS GmbH. Darüber hinaus ist die VSE AG an weiteren Unternehmen beteiligt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der innogy SE (kleinster Konsolidierungskreis) und der RWE AG (größter Konsolidierungskreis) zum 31. Dezember 2016 einbezogen.

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Konjunkturelle Entwicklung

Die globale Wirtschaftsleistung stieg 2016 nach ersten Schätzungen um ca. 2,5 % über das Vorjahresniveau an. Das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone dürfte sich im vergangenen Jahr, insbesondere aufgrund der niedrigen Zinsen, der Abwertung des Euros und des niedrigen Ölpreises, voraussichtlich um 1,6 % erhöht haben.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Währungsgebiets, wird wahrscheinlich im Jahresvergleich um ca. 1,9 % gestiegen sein. Dabei hatte insbesondere der private Konsum einen positiven Einfluss.

Die Konjunktur im Saarland hat sich nach einer Wachstumsdelle während der Sommermonate zum Jahresende hin stabilisiert. Das Inlandsgeschäft war, vor allem wegen des privaten Konsums, insgesamt robust.

2.2 Witterung

Die Witterung spielt für die Energienachfrage und für die regenerative Erzeugung unseres Unternehmens eine wesentliche Rolle. Im vergangenen Jahr lagen die Durchschnittstemperaturen in Deutschland insgesamt unter den Werten des Vorjahres, jedoch oberhalb des langjährigen Mittelwertes.

Das Windaufkommen befand sich 2016 unter dem Vorjahreswert und dem langjährigen Mittel. Die solare Einstrahlung lag im Jahresverlauf unter der des Vorjahres, sowie unter der Einstrahlung des langfristigen Mittels.

2.3 Strom- und Gasnachfrage

Vorläufige Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lassen darauf schließen, dass der Stromverbrauch in Deutschland 2016 um 0,4% niedriger war als ein Jahr zuvor. Zu den wesentlichen Gründen dürften eine steigende Energieeffizienz und der Verlust von Marktanteilen im Wärmemarkt zugunsten von Gas zählen. Die deutsche Gasnachfrage lag mit voraussichtlich gut 10% über dem Vorjahreswert. Gründe dafür waren die vor allem während der Heizperioden kühlere Witterung im Vergleich zum Vorjahr, aber auch die deutliche Zunahme des Einsatzes von Erdgas für die Stromerzeugung.

2.4 Strom- und Gaspreise

Die Spotpreise an der Großhandels-Börse EEX sind im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt weiter gesunken und verringerten sich um 8% auf ca. 29 €/MWh (Base-Kontrakt) bzw. um 9% auf rund 32 €/MWh (Peak-Kontrakt). Diese Entwicklung kann in wesentlichen Teilen auf die Rohstoffpreisrückgänge sowie zunehmende Einspeisungen aus Windkraft- und Solaranlagen zurückgeführt werden. Im Endkundengeschäft tendierten die Strompreise leicht nach oben, denn diese werden in höherem Maße durch Netzkosten, Umlagen und Steuern bestimmt.

Der Preis für Gasimporte nach Deutschland (BAFA-Preis) betrug 2016 rund 16 €/MWh und lag damit rund 24% unter den Preisen des Jahres 2015. Wesentliche Ursachen für diesen Preisrückgang sind gefallene Ölpreise, Vertragsrevisionen sowie der generell zunehmende Anteil von spotpreis-basierten Importen/Verträgen im BAFA-Preis. Die Preise am niederländischen Spotmarkt TTF, dem kontinental-europäischen „Leitmarkt“, lagen mit einem Durchschnittswert von rund 14 €/MWh etwa 29% unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Tarife für Haushalte fielen um etwa 3%, die Preise für Industriekunden lagen mit 15% deutlich unter denen des Vorjahres.

2.5 Kohlepreise

Kohle wurde mit rund 60 $/t (API#2) im europäischen Spotmarkt gehandelt und verteuerte sich somit um etwa 5%. Die Notierungen im internationalen Steinkohlehandel waren Anfang 2016 zunächst auf ein neues Rekordtief gefallen, konnten dann aber wieder deutlich Boden gut machen. Insbesondere China hat seine Kohleförderung inzwischen deutlich gedrosselt. Der Grenzübergangspreis (BAFA) für Kohle nach Deutschland reduzierte sich nach ersten Schätzungen um knapp 6% auf rund 64 €/t SKE.

2.6 CO2-Zertifikatepreis

Für die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen sind von den jeweiligen Unternehmen im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems Zertifikate entsprechend der emittierten CO2-Menge zu erwerben. Der Preis für diese sog. EUAs (EU Allowance Unit) ist 2016 auf rund 5,30 €/t CO2 gefallen und liegt damit rund 30% unter dem Durchschnittswert des Vorjahres. Experten bringen den Preisverfall im Emissionshandel mit der Entwicklung der Stromnotierungen in Verbindung, die zu Jahresbeginn 2016 neue Tiefststände erreichten. Es wird vermutet, dass zahlreiche Versorger deshalb ihre Stromterminverkäufe zurückgefahren und dementsprechend weniger CO2-Emissionsrechte nachgefragt haben. Eine wichtige Rolle spielte auch das Votum der Briten im Juni für einen EU-Austritt: Sollte Großbritannien aus dem europäischen Emissionshandelssystem ausscheiden, würde nicht nur die Zertifikat-Nachfrage der dortigen Betreiber von konventionellen Kraftwerken wegfallen. Britische Unternehmen würden auch größere Mengen nicht mehr benötigter Emissionsrechte an den Markt bringen und die Preise damit zusätzlich unter Druck setzen.

3 Wirtschaftsbericht

3.1 Ertragslage

Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Unternehmensaktivität nutzt die VSE AG verschiedene Kennzahlen. Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen insbesondere das betriebliche Ergebnis sowie die Investitionen nach IFRS.

Umsatzerlöse gestiegen bei erhöhter Strom- und Gasabgabe

Die konjunkturelle Entwicklung hat zu einer erhöhten Energienachfrage bei Industrieunternehmen und Weiterverteilern geführt. Insgesamt ist die Stromabgabe im Berichtsjahr von 10.779 GWh auf 14.939 GWh gestiegen.

Durch die weitere Ausweitung der Aktivitäten im Gasbereich und die erfolgreiche Gewinnung von Neukunden ist die Gasabgabe von 6.548 GWh auf 10.728 GWh gestiegen.

Unsere Dienstleistungsangebote an Weiterverteiler und Industriekunden im Bereich des Portfoliomanagements werden am Markt weiterhin gut angenommen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeiten lag in der Vermarktung von Minutenreserven und Sekundärreserveleistungen für Erzeugungsanlagen in Form eines Poolmodells.

Das Geschäftsmodell zur Assetoptimierung im Gas- und Strombereich wurde wie die Direktvermarktung regenerativer Energien weiter ausgebaut.

Insgesamt sind damit die Umsatzerlöse, bei fallendem Preisniveau im Energiebereich, auf 871,0 Mio. € (Vorjahr 737,5 Mio. €) gestiegen.

Materialaufwand steigt bei verminderten spezifischen Bezugskosten

Der Materialaufwand ist - entsprechend der Umsatzsteigerung - insgesamt von 669,4 Mio. € auf 810,0 Mio. € gestiegen.

Der VSE-Block im Kraftwerk Ensdorf wurde lediglich in den Wintermonaten Januar und Dezember 2016 betrieben. Die Gesamterzeugung konnte mit dem Einsatz von Kohle aus dem Vorratsvermögen abgedeckt werden.

Personalaufwand

Der Personalaufwand lag mit 26,0 Mio. € um rd. 2,2 Mio. € über dem Vorjahreswert. Bei nahezu konstantem Mitarbeiterstand resultiert die Erhöhung im Wesentlichen aus der Entwicklung der Vorsorge für die betriebliche Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren wesentlich durch Vorsorgen für Personalanpassungs- und Überleitungsmaßnahmen sowie Prozessrisiken beeinflusst.

Beteiligungs- und Zinsergebnis

Das Beteiligungsergebnis ist um 0,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Das Zinsergebnis verbesserte sich um rd. 17,6 Mio. €. Es ist in hohem Maße durch den Finanzierungsanteil der Pensionsverpflichtungen beeinflusst, der die Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten widerspiegelt. Durch eine gesetzliche Neuregelung wurde ein Zinssatz für die durchschnittliche Marktentwicklung auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnitts zugrunde gelegt (Vorjahr: 7-Jahres-Durchschnitt).

Erträge aus Wertpapieren

Die Erträge aus Wertpapieren betragen 7,8 Mio. € (Vorjahr 40,5 Mio. €). Die Verminderung resultiert aus einem Einmaleffekt im Vorjahr aus dem Verkauf von Wertpapieren.

Jahresüberschuss und Ausschüttung

Bei einem Jahresüberschuss von 22,9 Mio. € (Vorjahr 51,7 Mio. €) schlägt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 eine Ausschüttung von 20,0 Mio. € (Vorjahr 22,0 Mio. €) an die Anteilseigner und eine Einstellung in die freie Gewinnrücklage in Höhe von 2,9 Mio. € (Vorjahr 29,65 Mio. €) vor.

Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 12,8 % (Vorjahr 34,8 %).

3.2 Vermögenslage

Sachinvestitionen

Die Sachinvestitionen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 6,8 Mio. € (Vorjahr 6,8 Mio. €). Der Schwerpunkt lag dabei im weiteren Ausbau der Netze sowie in der Erneuerung und dem Neubau von Umspannanlagen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen verminderten sich im Wesentlichen durch die Rückzahlung von Krediten an verbundene Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um 22,0 Mio. €. Gegenläufig wirkte die Erhöhung der Anteile an einem Tochterunternehmen.

Die Bilanzsumme ist mit 629,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen (600,7 Mio. €). Der Anteil des Anlagevermögens beträgt 72,6 % (Vorjahr 79,8 %) der Bilanzsumme.

Die Eigenkapitalquote ist von 33,3 % auf 31,9 % gesunken.

Die Passivseite ist geprägt durch die Entwicklungen im Finanzbereich sowie bei den Rückstellungen.

3.3 Finanzlage

Die VSE AG ist in das Cash-Management der innogy SE einbezogen; die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei -10,7 Mio. € (Vorjahr 25,6 Mio. €). Im Rahmen der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sind per Saldo Mittel in Höhe von 20,3 Mio. € (Vorjahr -10,5 Mio. €) zugeflossen. Dabei belief sich die Dividendenzahlung unverändert auf 22,0 Mio. €.

3.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personal

Die VSE AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 272 (Vorjahr 271,5) Mitarbeiter und zum Bilanzstichtag 276 (Vorjahr 271) Mitarbeiter.

Die Aus- und Fortbildung hat in der VSE AG weiterhin einen hohen Stellenwert. In Ensdorf wird ein eigenes Aus- und Fortbildungszentrum betrieben. Insgesamt stehen 12 (Vorjahr 16) junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Die Ausbildungsquote liegt damit bei rund 4,2 % (Vorjahr 5,6 %).

Umweltschutz

Das Ziel der VSE AG, gemeinsam mit ihren Beteiligungsgesellschaften Ökonomie und Ökologie nachhaltig zum Wohle der Region in Einklang zu bringen, hat weiterhin hohe Priorität. Die bestehenden Umweltmanagementsysteme werden kontinuierlich fortentwickelt. Die VSE AG engagiert sich auch weiterhin in den verschiedensten Institutionen und Arbeitsgemeinschaften im Saarland zur Förderung von regenerativen Energien und energieeffizienten Technologien.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Höchste Priorität gilt der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der rechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen.

Die VSE AG ermittelt, bewertet und kontrolliert neben den Umweltauswirkungen auch andere Gefährdungen und Risiken, die mit der Arbeit verbunden sind. Dabei werden alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen, um Verletzungen und Erkrankungen der Mitarbeiter und Dritter zu vermeiden. Als nicht finanzieller Leistungsindikator dient hierzu u.a. der LTIF-Wert (Lost Time Incident Frequency).

Die Beschaffenheit der technischen Anlagen im Betriebsbereich wird permanent dem Stand der Sicherheitstechnik angepasst.

Gleichzeitig steht die VSE AG mit ihrem großen Erfahrungsschatz auf dem Feld der Arbeitssicherheit ihren Partnerunternehmen mit Rat und Tat zur Seite. Angefangen beim gesamten Thema Arbeitsschutz über die Beratung zu rechtlichen Grundlagen bis hin zur Einführung von Managementsystemen und technischem Sicherheitsmanagement.

Ein starkes Augenmerk legt die VSE AG auch weiterhin auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter durch die Angebote im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Mit dem Ziel der Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden verstärkt flexible Arbeitszeitmodelle umgesetzt und vielfältige Kinderbetreuungsmöglichkeiten angeboten und unterstützt.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der VSE AG hat gemeinsam mit Fachleuten zahlreiche Maßnahmen entwickelt, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der VSE-Gruppe gesund und fit bleiben. Das Angebot reicht von der gesunden Ernährung in den VSE-eigenen Kantinen über sportliche Aktivitäten beispielsweise im eigenen Fitnessraum und über gesundheitsbildende Maßnahmen bis hin zu Fachvorträgen. Ziel ist es, den Mitarbeitern Denkanstöße zu geben, um selbst initiativ zu werden.

4 Bericht zu verbundenen Unternehmen

Die innogy SE, mit Sitz in Essen, ist mit einem Anteil von 50,00 % plus 1 Aktie mehrheitlich unmittelbar an der VSE AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG hat die VSE AG einen gesonderten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt.

Wiedergabe der Schlusserklärung aus dem Abhängigkeitsbericht

„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.“

5 Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Dem vorausschauenden Management von Risiken und Chancen messen wir nach wie vor eine hohe Bedeutung zu. Die vorhandenen Risiken sowohl bei VSE AG als auch bei den wesentlichen Beteiligungsgesellschaften sind erfasst und werden kontinuierlich überwacht. Die Risikobetrachtung wird regelmäßig aktualisiert. So kann das Risikomanagement zur Erreichung der strategischen Ziele beitragen.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Risikofrüherkennungssystem der innogy SE, Essen, einbezogen. Ein verstärktes Augenmerk wird auch weiterhin auf Marktrisiken liegen, die sich aus veränderten Energiemärkten ergeben. Die Folgewirkungen aus dem weiterhin forcierten Ausbau der Erzeugungskapazitäten regenerativer Energien werden auch in Zukunft unsere erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. Darüber hinaus gilt es den energiewirtschaftlichen Ordnungsrahmen zu beobachten und dessen Einfluss auf unsere Wertschöpfungsstufen Erzeugung, Netze und Vertrieb sowie den Dienstleistungssektor rechtzeitig zu bewerten.

Wesentliche Risiken

Aufgrund des nachhaltig niedrigen Zinsniveaus werden weiterhin erhöhte bilanzielle Belastungen aus den Pensionsverpflichtungen erwartet.

Der wirtschaftliche Weiterbetrieb des Kraftwerks Ensdorf hängt weiterhin stark von der Weiterentwicklung der energiepolitischen Rahmenbedingungen sowie der technischen Verfügbarkeit der Anlagen ab.

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.

Wesentliche Chancen

Die VSE AG sieht Chancen für ihre Entwicklung im Wesentlichen im konsequenten Ausbau ihres Dienstleistungsportfolios im gesamten Energiebereich sowie in der konsequenten Umsetzung weiterer Effizienzsteigerungsmaßnahmen.

Verwendung von Finanzinstrumenten

Bei der VSE AG bestehen Finanzinstrumente im Wesentlichen in Form von Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Liefer-/Leistungsverkehr und Finanzbereich sowie in Form von Finanzanlagen. Im Bereich der Forderungen und Verbindlichkeiten können aufgrund der Geschäftstätigkeit Preisänderungsrisiken, die für die Lage oder die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind, weitgehend ausgeschlossen werden. Ausfallrisiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Daneben werden im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Forward-Kontrakte (Termingeschäfte) hinsichtlich der Energiebeschaffung abgeschlossen. Dies erfolgt im Rahmen sog. Back-to-back-Geschäfte, so dass die Gesellschaft keine offenen Positionen hat bzw. keine Spekulationsgeschäfte eingeht.

6 Angaben gem. § 6b Abs. 7 EnWG zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die VSE AG übt die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", „andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors“, „andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors“ sowie „Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors“ aus.

Für die Tätigkeit „Elektrizitätsverteilung“ wird ein Tätigkeitsabschluss nach den Vorschriften des § 6b Abs. 3 EnWG und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Im Jahr 2007 ist im Rahmen des sog. Legal Unbundling die VSE Verteilnetz GmbH gegründet worden. Die VSE AG verpachtet seit diesem Zeitpunkt das Elektrizitätsverteilnetz an die VSE Verteilnetz GmbH, woraus entsprechende Erlöse erzielt werden. Die wesentlichen Kosten dieses Tätigkeitsbereichs ergeben sich aus Abschreibungen auf das Verteilnetz.

Die wesentlichen Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge werden den einzelnen Tätigkeiten im Wesentlichen auf Basis von Einzelkonten oder anhand von Profit Centern direkt zugeordnet.

In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zurechnung grundsätzlich nach sachbezogenen Umlageschlüsseln, die eine sachgerechte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten ermöglichen.

Der Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung weist für das Berichtsjahr ein Ergebnis (vor Steuern) in Höhe von 6,5 Mio. € aus.

7 Prognosebericht

Konjunktur

Nach ersten Prognosen wird die globale Wirtschaftsleistung 2017 voraussichtlich um rund 3 % steigen. Die konjunkturelle Erholung des Euro-Raums dürfte sich im Prognosezeitraum voraussichtlich fortsetzen und das Bruttoinlandsprodukt um rund 1,5 % steigen. Vergleichbar dazu scheinen die Perspektiven für die deutsche Volkswirtschaft zu sein: Nach einem Wachstum von 1,9 % in 2016 hält der Sachverständigenrat für 2017 einen weiteren Anstieg der Wirtschaftsleistung im Bereich von 1,3 % für möglich. Stimulierende Impulse werden insbesondere durch die robuste Beschäftigungssituation und die gestiegenen verfügbaren Einkommen erwartet, die den privaten Konsum weiter ansteigen lassen sollten.

Strom- und Gasnachfrage

Nachdem die Temperaturen im Jahr 2016 über dem langjährigen Mittel lagen, wird für 2017 mit normalen Temperaturen für den witterungsabhängigen Teil der Strom- und Gasnachfrage gerechnet. Der konjunkturabhängige Teil der Strom- und Gasnachfrage sollte aufgrund der Wirtschaftswachstumsaussichten das Vorjahresniveau überschreiten. Diesen Impulsen werden voraussichtlich wieder dämpfende Einflüsse eines immer effizienteren Energieeinsatzes gegenüberstehen.

Energiepreise

Der Markt erwartet für 2017 einen Anstieg der Energiepreise in allen Bereichen. Sowohl im Spitzenlast- wie auch im Grundlastbereich sollten die Strommarktpreise weiterhin ansteigen.

Der Wettbewerb im Strom- und Gasgeschäft wird sich weiterhin verschärfen, gleichwohl strebt die VSE AG eine Steigerung der Strom- und Gasabgabe in 2017 an.

Kraftwerk Ensdorf

Die Situation des Steinkohle-Kraftwerks Ensdorf ist weiterhin angespannt. Die marktseitigen Rahmenbedingungen setzen einem wirtschaftlichen Weiterbetrieb weiterhin enge Grenzen. Trotz bereits erreichter hoher Flexibilisierung der Fahrweise, kann das Kraftwerk nur noch in Spitzenlastzeiten wirtschaftlich betrieben werden.

Die Weiterentwicklung der energiepolitischen Rahmenbedingungen sowie die technische Verfügbarkeit der Anlagen werden für die Zukunft des Kraftwerks von entscheidender Bedeutung sein.

Regenerative Energien

Die VSE AG richtet auch weiterhin ein verstärktes Augenmerk auf neue Projekte zur regenerativen Energieerzeugung. Im kommenden Jahr sollen 2 weitere Windparkprojekte umgesetzt werden.

Sonstiges

Dem Ausbau der kerngeschäftsunterstützenden Tätigkeiten kommt auch weiterhin eine hohe Bedeutung zu. Ebenso wird die VSE AG die Möglichkeiten eines leistungsstarken Glasfasernetzes weiter nutzen und dessen Ausbau verstärkt vorantreiben. Durch nachhaltige Investitionen in die regenerative Energieerzeugung sowie die Beteiligung an innovativen Projekten zur weiteren Förderung erneuerbarer Energien, trägt die VSE AG ihrer Verantwortung in der Region Rechnung.

Unsere Strategie der Kooperationen mit regionalen Partnern werden wir nach wie vor weiter verfolgen, um die Chancen aus Synergie- und Einsparpotenzialen zu nutzen.

Gesamtprognose

Die VSE AG geht davon aus, auch in den kommenden Jahren moderat zu wachsen, weiterhin gute Ergebnisse zu erwirtschaften und somit eine angemessene Dividende für die Aktionäre sicherstellen zu können. Für das Jahr 2017 wird ein verminderter Jahresüberschuss prognostiziert. Aufgrund dieses Jahresüberschusses und eventuellen Entnahmen aus Gewinnrücklagen wird eine Dividende in Höhe von rd. 17,5 Mio. € erwartet.

Saarbrücken, den 31. Januar 2017

VSE Aktiengesellschaft

Dr.-Ing. Gabriël Clemens

Dr. jur. Hanno Dornseifer

Bilanz zum 31.12.2016

der VSE AG

AKTIVA

31.12.2016 Vorjahr
T€ T€
--- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 807 1.170
II. Sachanlagen 61.862 61.962
III. Finanzanlagen 394.240 416.225
456.909 479.357
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.223 3.463
II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände 169.010 117.342
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.218 515
172.451 121.320
629.360 600.677
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 40.960 40.960
II. Kapitalrücklage 77.906 77.906
III. Gewinnrücklagen 59.150 29.500
IV. Bilanzgewinn 22.901 51.690
200.917 200.056
B. Sonderposten 2.239 2.295
C. Rückstellungen 287.164 274.703
D. Verbindlichkeiten 137.053 120.556
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.987 3.067
629.360 600.677

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016

der VSE AG

2016 Vorjahr
T€ T€
--- --- ---
1. Umsatzerlöse 870.959 737.463
2. Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -257 -201
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3 76
4. Sonstige betriebliche Erträge 12.340 20.687
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 784.209 653.846
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 25.824 15.509
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 21.700 20.459
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, 4.347 3.316
davon für Altersversorgung: 891 (-549)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.314 9.572
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 32.253 30.134
9. Erträge aus Beteiligungen, 19.212 22.368
davon aus verbundenen Unternehmen: 16.196 (18.494)
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, 8.096 40.987
davon aus verbundenen Unternehmen: 0 (220)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, 1.069 627
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.023 (117)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.936 207
13. Erträge aus der Gewinnabführung 1.167 0
14. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 1 2.109
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, 5.006 22.187
davon an verbundenen Unternehmen: 81 (66)
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.904 12.773
17. Ergebnis nach Steuern 23.095 51.895
18. Sonstige Steuern 234 228
19. Jahresüberschuss 22.861 51.667
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 40 23
21. Bilanzgewinn 22.901 51.690

Anhang zum Jahresabschluss zum 31.12.2016

der VSE AG

I. Allgemeine Grundlagen

Die VSE AG mit Sitz in Saarbrücken, ist im Handelsregister des ortsansässigen Amtsgerichts unter HRB 4145 eingetragen.

Die innogy SE mit Sitz in Essen, ist mit Mehrheit (50,0 % plus 1 Aktie) unmittelbar an der VSE AG beteiligt. Deren Mehrheitsaktionärin RWE AG, Essen, ist Kraft Zurechnung mittelbar beteiligt. Die Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 4 AktG ist erfolgt.

Die Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der für das Geschäftsjahr gültigen Fassung wurden beachtet. Gleiches gilt für rechtsformspezifische Vorschriften aus dem Aktiengesetz.

Es handelt sich um eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der innogy SE, Essen (kleinster Konsolidierungskreis) und RWE AG, Essen (größter Konsolidierungskreis) einbezogen, die nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt werden. Der Konzernabschluss der innogy SE und der RWE AG werden beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und bekannt gemacht.

Aus diesem Grund wird die VSE AG grundsätzlich von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, sofern kein entsprechender Antrag von Minderheitsgesellschaftern nach § 291 Abs. 3 Nr. 2 HGB vorliegt.

Die Gesellschaft unterliegt als Energieversorgungsunternehmen den Vorschriften des EnWG in der geltenden Fassung. Gemäß § 6b Abs. 1 EnWG besteht für den Jahresabschluss und den Lagebericht die Aufstellungs- und Offenlegungspflicht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB.

Die Gesellschaft ist ein i.S.v. § 3 Nr. 38 EnWG vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen mit der Folge der Kontentrennungspflicht nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt; die Beträge werden in Millionen Euro (Mio. €) oder Tausend Euro (T €) angegeben.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Zahlen in Klammern betreffen das Vorjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eingetreten ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände und Entwicklungskosten werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB.

Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes und für die betriebliche Altersversorgung nicht berücksichtigt. Von dem Wahlrecht zur Einbeziehung der nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB genannten Kosten wurde daher kein Gebrauch gemacht. Auch das Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB wird nicht angewendet.

Die planmäßigen Abschreibungen basieren auf den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen für Zugänge bis 2007 und im Jahr 2009 werden - soweit steuerlich zulässig - sowohl degressiv als auch linear vorgenommen. Bei der degressiven Abschreibungsmethode erfolgt der Wechsel auf die lineare Rechnung, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Für Zugänge im Jahr 2008 und ab dem 1. Januar 2010 wird grundsätzlich die lineare Methode angewendet. Auf Zugänge des Sachanlagevermögens von neu erstellten bzw. angeschafften Vermögensgegenständen werden Abschreibungen monatsgenau verrechnet.

Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Alle anderen Vermögenswerte werden über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen werden, bezogen auf den überwiegenden Anteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer in Jahren

Gebäude 33,33
Stromnetze 35
Umspann- und Schaltanlagen 20
Regenerative Anlagen 20
Technische Anlagen 20

Bei Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eingetreten ist.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, wobei der jeweilige Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag herangezogen wird.

Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert. In Einzelfällen wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Vorräte einschließlich der Kohlevorräte sind im Wesentlichen zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert; die im Vorratsvermögen ausgewiesenen anlagebezogenen Reserveteile des Kraftwerks Ensdorf werden über die Restnutzungsdauer des Kraftwerks abgeschrieben. Weitere Lagermaterialien werden in Abhängigkeit der Lagerverweildauer abgewertet.

Von der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamtes wurden der VSE AG für den Betrieb des Blocks 1 im Kraftwerk Ensdorf für den Zeitraum 2008 - 2012 insgesamt rd. 2,446 Mio. Kohlendioxid-Emissionsberechtigungen zugeteilt. Diese Berechtigungen wurden mit einem Erinnerungswert von 1 € im Umlaufvermögen aktiviert. Für die Rückgabeverpflichtung wurde in gleicher Höhe ein entsprechender Passivposten als Sonderposten eingestellt. Entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen sind mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten oder gegebenenfalls mit dem niedrigeren Börsenhandelswert an der EEX Leipzig bewertet. Zum 31.12.2016 befinden sich sowohl entgeltliche wie auch unentgeltliche Emissionsberechtigungen im Bestand.

Die Herstellungskosten für fertige/unfertige Erzeugnisse umfassen Einzel- und Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB. Von dem Wahlrecht zur Einbeziehung der in § 255 Abs. 2 S. 3 HGB genannten Kosten wurde kein Gebrauch gemacht. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen Wertberichtigungen vorzunehmen sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen ausreichend bemessenen Abschlag Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Schadensersatzansprüche gegenüber Versicherungen sind in Höhe der bisher angefallenen Aufwendungen unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts angesetzt. Es sind keine Forderungen in Fremdwährungen enthalten.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert bilanziert.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Bei der Berechnung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 29,48 % sowie bei den steuerlichen Verlustvorträgen der jeweils individuelle Steuersatz angesetzt.

Passive latente Steuern aus den nur steuerlich zulässigen Wertansätzen wie degressive Abschreibung auf Zugänge im Anlagevermögen 2016 sowie steuerlich vorgenommene Sonderabschreibungen, wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen verrechnet.

Über den Saldierungsbereich mit den passiven latenten Steuern hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert.

Passiva

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Steuerrechtliche Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen (einschließlich Übertragungen gemäß § 6b EStG), die vor dem 1. Januar 2010 gebildet wurden, sind unter Anwendung des Beibehaltungswahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB als Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen und werden im Verhältnis zu den planmäßigen Abschreibungen aufgelöst.

Steuerfreie Zulagen und steuerpflichtige Zuschüsse der öffentlichen Hand für Investitionen sind als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung geschätzter künftiger Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober des laufenden Geschäftsjahres veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre laufzeitadäquat abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet. Der Gesetzgeber hat beschlossen, für Pensionsrückstellungen ab 2016 einen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zugrunde zu legen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 4,01 % (Vorjahr: 3,89 %). Die gesetzliche Neuregelung ist zum 17.03.2016, dem Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt, in Kraft getreten. Bis zum 31.12.2015 wurde ein von der deutschen Bundesbank veröffentlichter 7- Jahresdurchschnittszinssatz verwendet. Auf Basis eines 7-Jahresdurchschnittszinssatzes ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 15,6 Mio. €, der ausschüttungsgesperrt ist.

Das Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB wird nicht in Anspruch genommen.

Eine Dynamisierung der Renten mit 1,5 % (1,5 %) und ein Gehaltstrend von 2,35 % (2,35 %) wurden berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen umfassen neben den vertraglich zugesagten Barbezügen Rückstellungen für Deputatverpflichtungen.

Die Freistellungsverpflichtung der VSE AG für Pensionen und Deputate übergeleiteter Mitarbeiter in die VSE Verteilnetz GmbH wurde in 2015 in beiderseitigem Einvernehmen aufgehoben und ein Betrag von 56,6 Mio. € auf das Treuhandverrechnungskonto des CTA-Treuhänders der VSE Verteilnetz GmbH gezahlt.

Die Steuerrückstellungen enthalten - neben einer allgemeinen Vorsorge - die noch ausstehenden Abschlusszahlungen.

Bei der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellung für das Aktienoptionsprogramm handelt es sich um die Long Term Incentive Pläne der RWE AG (BEAT 2010) und der innogy SE (SPP 2016-2019). Die Rückstellung beinhaltet für BEAT die Tranchen 2012 bis 2015 sowie für SPP die Tranche 2016 und wurde mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es sind keine Verbindlichkeiten in Fremdwährungen enthalten.

Zur Absicherung von Währungs-, Zins- und Commodity-Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Erhaltene Anzahlungen werden separat zum Nennwert ausgewiesen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden die vor dem Bilanzstichtag erhaltenen Einnahmen abgegrenzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die passivierten Baukostenzuschüsse von Kunden werden ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die passivierten Dienstleistungen für das Portfoliomanagement werden ratierlich über drei Jahre zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Stand der jeweiligen Hauptschuld.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und deren Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel, der als Anlage diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt. Eine Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB ist als Anlage beigefügt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den Zugängen von 57 T€ (0,6 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um den Erwerb von neuer Software.

Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen belaufen sich auf 6,8 Mio. € (6,8 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen den Ausbau der Netze sowie die Erneuerung der Umspannanlagen in Altforweiler, Borg und Lisdorfer Berg.

Finanzanlagen

Die Zugänge zu den Finanzanlagen betragen insgesamt 11,0 Mio. € (65,1 Mio. €). Hiervon entfallen 2,2 Mio. € (6,6 Mio. €) auf Anteile an verbundene Unternehmen und 0,0 Mio. € (27,3 Mio. €) auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen, 0,7 Mio. € (0,3 Mio. €) auf Anteile an Beteiligungen und 0,6 Mio. € (0,3 Mio. €) auf Ausleihungen an Beteiligungen, sowie 7,6 Mio. € (30,6 Mio. €) auf Wertpapiere. Diesen Zugängen stehen Abgänge in Höhe von 31,0 Mio. € (72,0 Mio. €) entgegen, die im Wesentlichen mit 28,2 Mio. € (0,0 Mio. €) die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen.

Die Anschaffungskosten der Ausleihungen betreffen mit 24,9 Mio. € (53,1 Mio. €) Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit 2,3 Mio. € (1,8 Mio. €) Ausleihungen an Beteiligungen sowie sonstige Ausleihungen mit 0,3 Mio. € (0,4 Mio. €) für Arbeitgeber-Baudarlehen.

Es wurden im Berichtsjahr für zwei Beteiligungsgesellschaften Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 1,9 Mio. € (0,0 Mio. €) gebildet.

2. Vorräte

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.826 2.808
Unfertige Leistungen 397 655
2.223 3.463

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen betreffen im Wesentlichen Weiterverrechnungsprojekte an Dritte. Für strittige Weiterverrechnungen bestehen Wertberichtigungen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61.973 48.082
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 67.916 35.472
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.294 14.464
Sonstige Vermögensgegenstände 23.827 19.324
169.010 117.342

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen 0,8 Mio. € (0,8 Mio. €) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen 11,9 Mio. € (9,7 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 14,0 Mio. € (12,7 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen mit 8,2 Mio. € (5,4 Mio. €) enthalten.

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Kassenbestand 67 47
Guthaben bei Kreditinstituten 1.151 468
1.218 515

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind als Festgeld angelegt. Seit dem 01.07.2002 ist VSE AG in das Finanzclearing-System des RWE-Konzerns einbezogen.

5. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt unverändert 40.960 T€ und ist eingeteilt in 800.000 auf Namen lautende Stückaktien.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage entspricht dem Aufgeld der Kapitalerhöhung aus dem Jahr 1962 zuzüglich der Wiedereinlage aus dem "Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren" in 1994 und 2001. Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf 77.906 T€.

Gewinnrücklagen

Die Überdeckungsbeträge der langfristigen Rückstellungen aus der im Geschäftsjahr 2010 vorgenommenen erfolgsneutralen Umbewertung gemäß § 67 Abs. 1 S. 3 EGHGB sind in Höhe von 11.491 T€ in den anderen Gewinnrücklagen enthalten.

Die freien Gewinnrücklagen betragen 59.150 T€ (29.500 T€).

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

T€
Jahresüberschuss 22.861
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 40
Bilanzgewinn 22.901

6. Sonderposten

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Sonderposten mit Rücklageanteil
- Steuerliche Mehrabschreibungen 2.239 2.270
Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen 0 25
2.239 2.295

Die nur steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen beinhalten Beträge nach § 6b EStG.

Die Veränderung des Sonderpostens mit Rücklageanteil hat das Ergebnis des Geschäftsjahres mit 56 T€ nur geringfügig beeinflusst.

7. Rückstellungen

in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 168.835 174.274
Steuerrückstellungen 35.843 34.053
Sonstige Rückstellungen 82.486 66.375
287.164 274.702

Die sonstigen Rückstellungen betreffen u. a. Frühpensionsvereinbarungen, Personalüberleitungsvereinbarungen, ausstehende Rechnungen, Strompreisgutschriften, Prozessrisiken und den Kraftwerksbereich.

8. Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2016 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2015 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 64.512 64.512 62.240 62.240
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 51.459 51.459 34.662 34.662
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.030 12.030 11.881 11.881
Sonstige Verbindlichkeiten 9.052 9.052 11.772 11.772
- davon aus Steuern (8.133) (8.133) (10.558) (10.558)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (488) (488) (484) (484)
137.053 137.053 120.556 120.556

Grundpfandrechtliche Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 7,1 Mio. € (11,1 Mio. €), die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mit 3,8 Mio. € (3,5 Mio. €) Lieferungen und Leistungen.

9. Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzung weisen wir unter anderem von Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse aus.

10. Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche und -schulden verteilen sich auf die folgenden Bilanzposten:

Steuersatz 29,48 % Temporäre Differenz Latente Steuern (+aktiv/-passiv)
Aktiva 0,3 Mio. € - 0,1 Mio. €
Anlagevermögen 3,5 Mio. € - 1,0 Mio. €
Umlaufvermögen - 3,2 Mio. € 0,9 Mio. €
Passiva - 212,6 Mio. € 62,7 Mio. €
Sonderposten mit RL - 2,2 Mio. € 0,7 Mio. €
Rückstellungen - 210,0 Mio. € 61,9 Mio. €
Verbindlichkeiten - 0,4 Mio. € 0,1 Mio. €
Saldo - 212,3 Mio. € 62,6 Mio. €

In der Berichtsperiode ergibt sich insgesamt eine aktive Steuerlatenz, die in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert wurde.

Stand 1.1.2016 Veränderung Stand 31.12.2016
Aktive latente Steuern 55,6 Mio. € + 8,0 Mio. € 63,6 Mio. €
Passive latente Steuern 0,9 Mio. € + 0,1 Mio. € 1,0 Mio. €

Der Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern beträgt 62,6 Mio. €.

11. Haftungsverhältnisse

Die VSE AG haftet im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen in Höhe von 35,2 Mio. € (35,4 Mio. €) für Pensionszusagen an Mitarbeiter, die zu anderen Unternehmen der VSE-Gruppe übergeleitet wurden. Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis ist derzeit nicht zu rechnen.

Gegenüber der Energie-Service-Saar GmbH besteht eine Patronatserklärung in Höhe von 0,9 Mio. € (0,9 Mio. €). Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis ist derzeit nicht zu rechnen.

12. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Bei der VSE AG werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Preisänderungsrisiken eingesetzt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Commodity-Swaps im Bereich Kohle und dazugehörige USD-Devisentermingeschäfte. Durch konzerneinheitliche Richtlinien sind Nutzung, Kontrolle und Verantwortlichkeiten klar geregelt.

Die derivativen Finanzinstrumente sind Bestandteil einer Bewertungseinheit aus der Vermarktung der Stromerzeugung aus Block 1 des Kraftwerks in Ensdorf. Hierbei werden die Sicherungsinstrumente (Kohleswaps und Devisentermingeschäfte) gemeinsam mit dem Grundgeschäft (vermarktete Strommengen) in einer Micro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Aus derzeitiger Sicht findet die Bewertungseinheit zum Bilanzstichtag letztmalig Anwendung, da zukünftig keine feste Vermarktung der Stromerzeugung des Kraftwerks in Ensdorf mehr vorgenommen wird. Entsprechend sind die Geschäfte das Jahr 2017 betreffend schon abgewickelt.

Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt anhand der sog. Einfrierungsmethode. Die prospektive Wirksamkeitsmessung erfolgt mit Hilfe eines qualitativen Vergleichs der wesentlichen Parameter der Geschäfte. Grund- und Sicherungsgeschäfte haben eine negative Korrelation, so dass sich die Marktwertentwicklungen zukünftig ausgleichen. Die derivativen Finanzinstrumente haben am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert von ca. 30 T €, der aufgrund der Bewertungseinheit nicht bilanziert wird.

13. Abführungsgesperrte/Ausschüttungsgesperrte Beträge

Im Geschäftsjahr bestehen keine ausschüttungsgesperrten/abführungsgesperrten Beträge durch Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände oder aktiver latenter Steuern, die nicht durch freie Rücklagen gedeckt sind.

14. Außerbilanzielle Geschäfte

Es liegen keine außerbilanziellen Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, vor.

15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggeschäften belaufen sich zum Abschlussstichtag auf rund 0,5 Mio. € (0,4 Mio. €). Im Rahmen des Investitions- und Instandhaltungsprogramms besteht ein Bestellobligo in Höhe von 0,7 Mio. € (1,0 Mio. €).

Für die bereits abgeschlossenen Kohleswaps und Devisentermingeschäfte besteht eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von 0,1 Mio. € (1,1 Mio. €).

Mit Kaufvertrag vom 28.12.2016 und wirtschaftlicher Wirkung in 2017 wurden Anteile der artelis S.A. zum Kaufpreis von 18,9 Mio. € erworben.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Im Berichtsjahr ist der Gesamtumsatz auf 871,0 Mio. € (737,5 Mio. €) gestiegen. Die vereinnahmte Ökosteuer wurde wiederum unter den Umsatzerlösen ausgewiesen und die abgeführten Beträge abgesetzt. Auf den Stromverkauf entfallen 539,3 Mio. € (453,4 Mio. €), der Gasverkauf liegt bei 206,5 Mio. € (162,1 Mio. €). Die restlichen 125,1 Mio. € (122,0 Mio. €) verteilen sich auf Vergütungen für Geschäftsbesorgung und Betriebsführung, Pachten und Anlagenmitbenutzung sowie auf Erträge aus der zeitanteiligen Auflösung von erhaltenen Baukostenzuschüssen. In den Umsatzerlösen sind auch Erlöse aus Vorjahren enthalten. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt. Mit Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes wurde die Definition der Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB) angepasst. Die Auswirkung im lfd. Jahr stellt eine Erhöhung von 0,6 Mio. € dar und betrifft die sonstigen Umsatzerlöse. Unter Anwendung der neuen Rechtsvorschriften hätte sich eine Erhöhung des Vorjahreswerts in Höhe von 0,9 Mio. € auf 738,4 Mio. € ergeben.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Es handelt sich u. a. um Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Gewinnen aus dem Abgang von Anlagevermögen, Kostenerstattungen sowie dem Verkauf von Verschmutzungszertifikaten. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil sind in Höhe von 56 T€ (37 T€) enthalten. Weiterhin beinhaltet dieser Posten periodenfremde Erträge in Höhe von 3,0 Mio. € (1,6 Mio. €).

Mit Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes wurde die Definition der Umsatzerlöse angepasst. Die Auswirkung im lfd. Jahr stellt eine Absenkung der betrieblichen Erträge in Höhe von 0,6 Mio. € dar und betrifft die Mieteinnahmen. Unter Anwendung der neuen Rechtsvorschriften hätte sich eine Absenkung des Vorjahreswerts in Höhe von 0,9 Mio. EUR auf 19,8 Mio. € ergeben.

3. Materialaufwand

in T€ 2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 784.209 653.846
Aufwendungen für bezogene Leistungen 25.824 15.509
810.033 669.355

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten als wesentliche Posten die Strom- und Gasbezugskosten sowie die Brennstoffkosten. Die bezogenen Leistungen setzen sich zum größten Teil aus Fremdleistungen für Betriebs- und Unterhaltungsarbeiten zusammen. Mit Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes wurden - analog der Umgliederungen im Umsatzerlösbereich - entsprechende Anpassungen in den Aufwendungen vorgenommen. Die Vorjahreswerte sind daher nicht vergleichbar. Die Auswirkung im lfd. Jahr stellt eine Erhöhung von 10,7 Mio. € dar und betrifft die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Unter Anwendung der neuen Rechtsvorschriften hätte sich eine Erhöhung des Vorjahreswerts in Höhe von 11,4 Mio. € auf 680,8 Mio. € ergeben.

4. Personalaufwand

in T€ 2016 2015
Löhne und Gehälter 21.700 20.459
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 4.347 3.316
- davon für Altersversorgung (891) (-549)
26.047 23.775

In 2016 ergab sich zum Bilanzstichtag folgende Struktur der Beschäftigten:

Mitarbeiter Vorjahr
Sonstige Aktivitäten 183 180
Kraftwerksbetrieb 93 91
276 271

Darüber hinaus bestanden 12 (16) Ausbildungsverhältnisse. Weiterhin bestehen 24 (18) befristete Anstellungsverhältnisse.

Im Jahresdurchschnitt betrug die Mitarbeiterstärke insgesamt 272 (271,5).

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände können der Aufstellung über das Anlagevermögen (Anlagengitter) entnommen werden.

Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet neben den Aufwendungen für die allgemeinen Betriebs- und Verwaltungskosten, Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen, Geschäftsbesorgungsvergütungen, Aufwendungen für Beraterleistungen sowie Abschreibungen auf Forderungen.

Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. € (0,1 Mio. €) enthalten.

Mit Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes wurden - analog der Umgliederungen im Umsatzerlösbereich - entsprechende Anpassungen in den Aufwendungen vorgenommen. Die Vorjahreswerte sind daher nicht vergleichbar. Die Auswirkung im lfd. Jahr stellt eine Absenkung von 10,7 Mio. € dar. Unter Anwendung der neuen Rechtsvorschriften hätte sich eine Absenkung des Vorjahreswerts in Höhe von 11,4 Mio. € auf 18,7 Mio. € ergeben.

7. Ergebnis aus Finanzanlagen und anderen Wertpapieren

Hiervon betreffen unter anderem 16,2 Mio. € (18,5 Mio. €) Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen und 1,2 Mio. € (- 1,9 Mio. €) Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der VSE Verteilnetz GmbH.

Es wurden im Berichtsjahr für zwei Beteiligungsgesellschaften Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 1,9 Mio. € (0,0 Mio. €) gebildet.

Bei einem Wertpapier des Umlaufvermögens erfolgte eine Abschreibung in Höhe von 25 T€ (0,2 Mio. €).

8. Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Zinserträge von 1,1 Mio. € (0,6 Mio. €) mit Zinsaufwendungen in Höhe von 5,0 Mio. € (22,2 Mio. €) verrechnet.

Bei den Zinserträgen handelt sich unter anderem um Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie aus dem Finanzclearing. Sie betrafen mit 1,0 Mio. € (0,1 Mio. €) verbundene Unternehmen.

Die Zinsaufwendungen betreffen unter anderem mit 4,2 Mio. € (19,8 Mio. €) den Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung. Darin verrechnet ist der Zinsaufwand für die übergeleiteten Mitarbeiter in die VSE Verteilnetz GmbH. Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit 0,1 Mio. € (0,1 Mio. €) angefallen.

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Dieser Posten enthält im Berichtsjahr keine periodenfremden Steueraufwendungen (2,3 Mio. €).

10. Ergebnisverwendung

Bei einem Jahresüberschuss von 22,9 Mio. € (Vorjahr 51,7 Mio. €) schlägt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 eine Ausschüttung von 20,0 Mio. € (Vorjahr 22,0 Mio. €) an die Anteilseigner und eine Einstellung in die freie Gewinnrücklage in Höhe von 2,9 Mio. € (Vorjahr 29,65 Mio. €) vor.

V. Sonstige Angaben

1. Organe

Die Schutz- bzw. Befreiungsklauseln gemäß § 286 (4) HGB und § 285 (17) HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder einschließlich ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 0,27 Mio. € (0,31 Mio. €). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 0,28 Mio. € (0,27 Mio. €). Für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 2,4 Mio. € (2,8 Mio. €) gebildet. Für das Geschäftsjahr wurde eine Anzahl von 4.685 Performance Shares mit einem Zuteilungswert von je 7,72 € ausgegeben.

Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

2. Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses der innogy SE enthalten.

3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Angabepflichtige Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen im wesentlichen Umfang zu nicht marktüblichen Bedingungen bestanden nicht.

4. Angaben nach § 6b EnWG

Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der VSE AG getätigt wurden

Im Geschäftsjahr wurden Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen Unternehmen auf Grund folgender Verträge getätigt:

Verpachtung des Stromnetzes an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von 9,4 Mio. € (9,3 Mio. €)
Technische und kaufmännische Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 23,5 Mio. € (28,6 Mio. €)

Angaben über die Zuordnungsregeln:

Grundsätzlich werden für die einzelnen Tätigkeitsbereiche getrennte Konten geführt. Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt folgende Schlüsselung:

Einzelne Konten innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände nach Umsatz bzw. Köpfen

Flüssige Mittel nach Umsatz

Einzelne Konten innerhalb der Pensionsrückstellungen nach Köpfen

Einzelne Konten innerhalb der sonstigen Rückstellungen nach Köpfen

Einzelne Konten innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nach Materialaufwand

Einzelne Konten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten nach Umsatz bzw. Grundvergütung

Einzelne Konten innerhalb des Personalaufwands nach Höhe der Grundvergütung oder nach Köpfen

Einzelne Konten innerhalb des sonstigen betrieblichen Aufwands:

Die Versicherungskosten nach Köpfen, nach qm Grundfläche bzw. nach Anzahl Kraftfahrzeuge
Die Telekommunikationskosten nach Anzahl Telefone und Datenanschlüsse
Die Fremdleistungen für Verwaltung und Beraterleistungen nach Anzahl IT-Domainuser
Die Aufwendungen für kaufmännische Geschäftsbesorgungen nach Köpfen für die Personalwirtschaft, nach Anzahl IT-Domainuser für die Informationstechnologie, nach Materialaufwand für die Materialwirtschaft, nach Sparte und Anzahl Kunden für die Kundenabrechnung

5. Nachtragsbericht

Für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Mit Kaufvertrag vom 28.12.2016 und Zahlung des Kaufpreises in Höhe von 18,9 Mio. € im Januar 2017 wurden Anteile der artelis S.A. erworben.

Entwicklung des Anlagevermögens 2016 - HGB

ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLKOSTEN
Stand 01.01.2016 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.779 32 21 75 15.865
Geleistete Anzahlungen 0 25 0 0 25
15.779 57 21 75 15.890
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.505 93 2 465 55.061
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 72.117 730 0 -188 72.659
- Verteilungsanlagen 173.382 5.336 906 9 177.821
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.199 313 140 65 20.437
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.118 279 406 -426 2.565
323.321 6.751 1.454 -75 328.543
Finanzanlagen
- Anteile an Verbundenen Unternehmen 68.004 2.179 1.763 -1.762 66.658
- Ausleihungen an Verbundene Unternehmen 53.100 0 28.198 0 24.902
- Beteiligungen 42.594 651 927 1.762 44.080
- Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.799 551 68 0 2.282
- Wertpapiere des Anlagevermögens 251.282 7.614 0 0 258.896
- Sonstige Ausleihungen 414 0 114 0 300
417.193 10.995 31.070 0 397.118
756.293 17.803 32.545 0 741.551
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2016 Abschreibung des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.609 474 0 0 15.083
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
14.609 474 0 0 15.083
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.849 811 0 0 35.660
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 69.896 1.792 0 0 71.688
- Verteilungsanlagen 138.541 2.806 387 0 140.960
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.073 430 131 0 18.372
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
261.359 5.839 518 0 266.680
Finanzanlagen
- Anteile an Verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
- Ausleihungen an Verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
- Beteiligungen 68 1.911 0 0 1.979
- Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 900 0 0 0 900
- Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
- Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
968 1.911 0 0 2.879
276.936 8.224 518 0 284.642
BUCHWERTE
31.12.16 Vorjahr
--- --- ---
T€ T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 782 1.170
Geleistete Anzahlungen 25 0
807 1.170
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.401 19.656
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 971 2.221
- Verteilungsanlagen 36.861 34.841
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.065 2.126
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.565 3.118
61.863 61.962
Finanzanlagen
- Anteile an Verbundenen Unternehmen 66.658 68.004
- Ausleihungen an Verbundene Unternehmen 24.902 53.100
- Beteiligungen 42.101 42.526
- Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.382 899
- Wertpapiere des Anlagevermögens 258.896 251.282
- Sonstige Ausleihungen 300 414
394.239 416.225
456.909 479.357

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2016

der VSE AG

Anteil am Kapital 31.12.16 Gezeichnetes Kapital Eigenkapital 1) Ergebnis des Geschäftsjahres 1)
% T Euro T Euro T Euro
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Fernwärmeversorgung Saarlouis-Steinrausch Investitionsgesellschaft mbH, Saarlouis 100,00 511 7.567 58 2)
Projecta 5 - Entwicklungsgesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH, Saarbrücken 100,00 50 8 -4
VSE-Stiftung gGmbH, Saarbrücken 100,00 25 2.578 -17
VSE Verteilnetz GmbH, Saarbrücken 100,00 25 3.109 -1.868 2)
VSE-Windpark Merchingen GmbH & Co. KG, Saarbrücken 100,00 2.800 2.800 40
VSE-Windpark Merchingen VerwaltungsGmbH, Saarbrücken 100,00 50 62 1
FAMIS Gesellschaft für Facility Management und Industrieservice mbH, Saarbrücken 74,90 4.270 3.383 -1.876
energis GmbH, Saarbrücken 56,53 50.208 136.754 22.399
Artelis S.A., Luxembourg 53,05 3.000 39.411 3.702
VKB-GmbH, Neunkirchen 50,01 25 43.278 4.153
Energie-Service-Saar GmbH, Völklingen 50,00 52 -1.790 -24
prego services GmbH , Saarbrücken 50,00 1.000 -7.722 567
Projecta 14 GmbH, Saarbrücken 50,00 25 38.139 1.914
SHS Ventures GmbH & Co. KGaA, Völklingen 50,00 200 - - 3)
VOLTARIS GmbH, Maxdorf 50,00 100 933 150
Windpark Losheim-Britten GmbH, Losheim am See 50,00 25 1.991 22
Windpark Nohfelden-Eisen GmbH, Nohfelden 50,00 25 3.468 -57
Windpark Perl GmbH, Perl 42,00 25 8.229 478
Windpark Oberthal GmbH, Oberthal 35,00 25 4.673 281
Kraftwerk Wehrden GmbH, Völklingen 33,34 30 30 0
Gichtgaskraftwerk Dillingen GmbH & Co. KG, Dillingen/Saar 25,20 12.000 29.544 4.159
Verwaltungsgesellschaft GKW Dillingen mbH, Dillingen/Saar 25,20 100 174 7
Windenergie Merzig GmbH, Merzig 20,00 25 3.515 276
Stadtwerke Völklingen Netz GmbH, Völklingen 17,60 12.100 16.387 1.674 2)
Stadtwerke Völklingen Vertrieb GmbH, Völklingen 17,60 6.000 7.301 3.452 2)
Stadtwerke Sulzbach/Saar GmbH, Sulzbach/Saar 15,00 10.300 11.431 2.106 2)
IZES gGmbH, Saarbrücken 8,26 820 624 -275
Windpark Saar GmbH & Co. Repower KG, Freisen 8,11 5.578 9.566 1.139
Windpark Saar 2016 GmbH & Co. KG, Freisen 5,63 8.000 - - 3)
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Kaiserslautern 4,17 1.248 15.473 1.127

1) Geschäftsjahr 2015

2) vor Ergebnisabführung

3) gegründet in 2016

Aufsichtsrat

Dr. jur. Bernd Widera

Ehem. Mitglied des Vorstands der RWE Deutschland AG, Hagen

Vorsitzender (bis 25.04.2016)

Bernd Böddeling

Bereichsvorstand der innogy SE, Nottuln

Vorsitzender (seit 25.04.2016)

Peter Gillo

Regionalverbandsdirektor, Saarbrücken

1. stellv. Vorsitzender

René Ehm

Betriebsratsvorsitzender VSE AG, Rehlingen-Siersburg

2. stellv. Vorsitzender

Michael Blug

Landesbezirksleiter ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland, Bous

Karsten Borkenhagen

Leiter Beteiligungen der innogy SE, Essen

Charlotte Britz

Oberbürgermeisterin Saarbrücken, Saarbrücken

Martin Folz

Obermonteur, Schwalbach

Carl-Ernst Giesting

Bereichsvorstand der innogy SE, Düsseldorf

Albert Hettrich

Staatssekretär a. D., Saarbrücken

Thomas Herrmann

Netzmeister Gas/Wasser, Saarbrücken

Cornelia Hoffmann-Bethscheider

Präsidentin des Sparkassenverbandes Saar, Illingen (bis 25.04.2016)

Elmar Kelkel

Leiter Steuern und Anlagenabrechnung, Oberthal

Peter Klär

Bürgermeister St. Wendel, St. Wendel

Ute Kurtz

Technische Sachbearbeiterin, Saarbrücken

Patrick Lauer

Landrat Saarlouis, Nalbach

Stefan Louis

Bürgermeister Bous, Bous

Sören Meng

Landrat Neunkirchen, Neunkirchen (seit 25.04.2016)

Thomas Neifer

Betriebsratsvorsitzender energis GmbH, Wadgassen

Udo Recktenwald

Landrat St. Wendel, St. Wendel

Dr. Joachim Schneider

Bereichsvorstand der innogy SE, Mülheim an der Ruhr

Werner Spaniol

Geschäftsführer der Kommunale Beteiligungsgesellschaft Saar mbH, Neunkirchen

Vorstand

Dr.-Ing. Gabriël Clemens

Saarbrücken

Dr. jur. Hanno Dornseifer

Homburg

Saarbrücken, den 31. Januar 2017

VSE Aktiengesellschaft

Dr.-Ing. Gabriël Clemens

Dr. jur. Hanno Dornseifer

Bilanz der Elektrizitätsverteilung

AKTIVA

Elektrizitätsverteilung
in Euro 31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
A. Anlagevermögen 41.413.471 39.396.001
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.013 18.635
II. Sachanlagevermögen 41.398.458 39.377.367
III. Finanzanlagen 0 0
B. Umlaufvermögen 133.661 5.951
I. Vorräte 0 0
II. Forderungen aus Lieferung und Leistung 9.960 0
III. Forderungen an verbundene Unternehmen 0 0
IV. Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0
V. Sonstige Vermögengegenstände 123.701 5.951
IV. Wertpapiere/Flüssige Mittel 0 0
Summe Aktiva 41.547.132 39.401.953
PASSIVA
A. Zugeordnetes Eigenkapital 38.156.295 35.972.548
B. Sonderposten mit Rücklagenanteil 571.997 596.832
c. Rückstellungen 2.368.800 2.368.300
I. Pensionsrückstellungen 0 0
II. Steuerrückstellungen 0 0
III. Sonstige Rückstellungen 2.368.800 2.368.300
D. Verbindlichkeiten 146.513 118.207
I. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 0
II. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
IV. Verbindlichkeiten ggü. verbund. Unternehmen 51.157 0
V. Verbindlichkeiten ggü. Beteiligungen 0 0
VI. Sonstige Verbindlichkeiten 95.356 118.207
E. Rechnungsabgrenzungposten 303.528 346.066
Summe Passiva 41.547.132 39.401.953

Anmerkung:

Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung

Elektrizitätsverteilung
in Euro 2016 2015
--- --- ---
1. Umsatzerlöse 9.564.987 9.350.306
2. Sonstige betriebliche Erträge 147.308 81.942
3. Materialaufwand (Aufwand für bezogene Leistung) 6.129 35.301
4. Abschreibungen 3.052.989 2.981.370
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 185.447 99.870
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.467.730 6.315.707
7. Steuern aus Einkommen und Ertrag 2.620.088 1.218.702
8. Sonstige Steuern 25.949 23.668
9. Jahresüberschuss 3.821.692 5.073.337

Entwicklung des Anlagevermögens des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung im Geschäftsjahr 2016

ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLKOSTEN
Stand 31.12.2015 Änderung der Spartenzuordnung Stand 01.01.2016 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2016
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 2.091.380 0 2.091.380 0 0 0 2.091.380
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
2.091.380 0 2.091.380 0 0 0 2.091.380
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.998.079 39.144 13.037.223 2.999 2.259 221.901 13.259.864
2. Technische Anlagen und Maschinen - Erzeugungsanlagen 0 0 0 0 0 0
- Verteilungsanlagen 171.392.345 0 171.392.345 5.302.685 905.406 8.420 175.798.044
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.639.526 0 11.639.526 0 0 0 11.639.526
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.416 8.421 54.837 15.101 0 -8.420 61.518
196.076.366 47.565 196.123.931 5.320.785 907.665 221.901 200.758.952
198.167.746 47.565 198.215.311 5.320.785 907.665 221.901 202.850.332
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2016 Abscheibung des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2016
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--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 2.072.745 3.622 0 2.076.367
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
2.072.745 3.622 0 2.076.367
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.175.078 177.993 0 9.353.071
2. Technische Anlagen und Maschinen - Erzeugungsanlagen 0 0 0 0
- Verteilungsanlagen 136.622.965 2.767.250 387.872 139.002.343
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.900.957 104.123 0 11.005.080
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
156.699.001 3.049.366 387.872 159.360.495
158.771.745 3.052.988 387.872 161.436.861
BUCHWERTE
31.12.16 Vorjahr
--- --- ---
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 15.013 18.635
2. Geleistete Anzahlungen 0 0
15.013 18.635
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.906.793 3.823.001
2. Technische Anlagen und Maschinen - Erzeugungsanlagen 0 0
- Verteilungsanlagen 36.795.701 34.769.380
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 634.446 738.569
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.518 46.416
41.398.458 39.377.366
41.413.471 39.396.001

Soweit steuerlich zulässig, werden die Sachanlagen unter Berücksichtigung des Übergangs zur linearen Abschreibung zum günstigsten Zeitpunkt, planmäßig degressiv abgeschrieben.

Auf Sachanlagen die seit 2010 angeschafft oder hergestellt wurden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear. Die Bemessung der Abschreibung orientiert sich an der planmäßigen Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes. Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Alle anderen Vermögenswerte werden über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Änderung der Spartenzuordnung bei den Anschaffungs- und Herstellkosten sowie den Abschreibungen ergibt sich aus einer Überprüfung des Altanlagevermögens und der damit verbundenen Neuzuordnung.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VSE Aktiengesellschaft, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis

31. Dezember 2016 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Saarbrücken, den 7. Februar 2017

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Frank Evers, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jörg Vogelgesang, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2016

Der Aufsichtsrat der VSE AG hat während des Geschäftsjahres 2016 seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen und die Geschäftsführung durch den Vorstand der Gesellschaft laufend überwacht. Er ist vom Vorstand regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die beabsichtigte Geschäftspolitik, über grundsätzliche Fragen der zukünftigen Geschäftsführung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle ausführlich schriftlich und mündlich unterrichtet worden, hat mit dem Vorstand hierüber eingehend beraten und die erforderlichen Entscheidungen getroffen.

Im Geschäftsjahr 2016 haben fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen waren:

der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015,
die Geschäftslage der Gesellschaft,
die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2017, bestehend aus Ergebnis-, Bilanz-, Investitions-, Instandhaltungs-, Finanz- und Personalplan,
die Mittelfristplanung 2017 - 2019,
die Grundsatzstrategie der VSE-Gruppe,
die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften und das daraus resultierende Beteiligungsergebnis
der Erwerb von Anteilen an anderen Unternehmen,
der Abschluss eines Erbpachtvertrages für ein Biomassezentrum am Standort Ensdorf,
die Überschreitung des Investitionsbudgets 2016,
Beteiligungen der VSE NET an Ausschreibungen zur Breitbandversorgung,
die Liquidation von Beteiligungsgesellschaften,
die Neugründung von Windpark-Beteiligungsgesellschaften,
die Bereitstellung von Mitteln zur Finanzierung von Start-up-Unternehmen.

Im Rahmen von schriftlichen Umlaufverfahren wurden Beschlüsse zur Unternehmenstantieme und zum Erwerb von zusätzlichen Anteilen an der artelis S.A. gefasst.

Auch außerhalb der Sitzungen hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand Fragen der Geschäftsführung, der geschäftspolitischen Ausrichtung, der Unternehmensplanung und der strategischen Ziele sowie wichtige Einzelvorgänge besprochen.

Das Präsidium des Aufsichtsrates hat im Berichtsjahr einmal getagt und die Entscheidungen über personelle Angelegenheiten des Vorstands vorbereitet. Darüber hinaus fasste das Präsidium einen Beschluss im Rahmen eines schriftlichen Verfahrens.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem in der Hauptversammlung am 25. April 2016 gewählten und aufgrund des Beschlusses des Aufsichtsrats vom 25. April 2016 beauftragten Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Saarbrücken, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Bericht des Abschlussprüfers, der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Aufsichtsrats sind dem Aufsichtsrat durch den Aufsichtsratsvorsitzenden rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 24. Februar 2017 ausgehändigt und in der Sitzung umfassend erörtert worden. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Außerdem stand er für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung zugestimmt. Er hat seinerseits den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung schließt er sich an.

Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht gemäß § 313 Abs. 3 AktG mit folgendem Vermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts.

Mit Schreiben vom 16. September 2015 hat Frau Hoffmann-Bethscheider ihr Mandat zum Ablauf der Hauptversammlung am 25. April 2016 niedergelegt. Als Nachfolger wurde Herr Sören Meng, Landrat Neunkirchen, in den Aufsichtsrat entsandt.

Der Aufsichtsrat dankt Frau Hoffmann-Bethscheider für ihre wertvolle Mitarbeit.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Betriebsräten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VSE-Gruppe für die im Geschäftsjahr 2016 geleistete Arbeit seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Saarbrücken, den 24. Februar 2017

DER AUFSICHTSRAT

Bernd Böddeling, Vorsitzender

Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Jahresüberschuss 22.861.081,75 €
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 39.972,29 €
./. Dividende von 48,8 % auf das gezeichnete Kapital von 40.960.000,00 € 20.000.000,00 €
./. Einstellung in die freie Gewinnrücklage 2.900.000,00 €
Gewinnvortrag 1.054,04 €

Saarbrücken, den 24. Februar 2017

VSE Aktiengesellschaft

Dr.-Ing. Gabriël Clemens

Dr. jur. Hanno Dornseifer

Punkt 2 der Tagesordnung

Verwendung des Bilanzgewinns

Entsprechend dem vom Vorsitzenden zur Abstimmung vorgetragenen Beschlussvorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrates beschloss die Hauptversammlung gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 2, § 58 Abs. 2 bis 4 AktG einstimmig durch Handzeichen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 von 22.901.054,04 Euro in Höhe von 20.000.000,00 Euro als Dividende (48,8 % Dividende auf das gezeichnete Kapital von 40.960.000,00 Euro) auszuschütten, 2.900.000,00 Euro in die freie Gewinnrücklage einzustellen und den Restbetrag in Höhe von 1.054,04 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Vorsitzende stellte fest, dass dieser Beschluss (Verwendung des Bilanzgewinns 2016 in Höhe von 22.901.054,04 Euro durch Ausschüttung einer Dividende von 20.000.000,-- Euro, Einstellung von 2.900.000,-- Euro in die freie Gewinnrücklage und Vortrag des Restbetrages von 1.054,04 Euro auf neue Rechnung) einstimmig gefasst worden sei, und verkündete ihn.