AI assistant
VSE CORP — Annual Report 2010
Sep 5, 2011
31287_rns_2011-09-05_b8f17129-5ed1-43d7-ab8c-a734089d16d9.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
VSE Aktiengesellschaft
Saarbrücken
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Lagebericht 2010
Konjunkturelle Entwicklung
Die seit Mitte des letzten Jahres einsetzende konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft hat sich im Berichtsjahr weiter stabilisiert. In der Industrie führten gestiegene Auftragseingänge zu verstärkter Produktionstätigkeit. Auch staatliche Konjunkturprogramme und eine expansive Geldpolitik stützten das Wachstum.
Die Saarwirtschaft befindet sich zum Jahresende ebenfalls auf einem robusten Wachstumskurs. Jedoch nicht alle saarländischen Unternehmen profitieren von dem positiven Konjunkturverlauf.
Umsatzerlöse konstant bei gestiegener Stromabgabe
Die positive konjunkturelle Entwicklung führte zu einer erhöhten Energienachfrage der Industrieunternehmen, die damit zum Jahresende das Niveau von 2008 nahezu wieder erreicht hat. Auch die Nachfrage der Weiterverteiler für Privat- und Geschäftskunden stieg durch die kühlere Witterung gegenüber dem Vorjahr an. Insgesamt ist die Stromabgabe von 4.842 GWh auf 5.374 GWh gestiegen.
Die Umsatzerlöse sind bei fallendem Preisniveau mit 450,6 Mio. € nahezu konstant geblieben. Die VSE vertreibt erstmalig ab Oktober 2010 auch das Produkt Gas und konnte im Berichtsjahr rd. 24,2 GWh absetzen.
Materialaufwand sinkt
Durch eine gegenüber den Vorjahren veränderte Fahrweise des Kraftwerks Ensdorf verminderte sich der Kohle- und Heizöleinsatz deutlich. Es wurde ausschließlich Importkohle eingesetzt.
Die gesunkenen Strombeschaffungskosten wurden vollständig an die Kunden weitergegeben. Der Materialaufwand ist insgesamt von 391,6 Mio. € auf 375,3 Mio. € gesunken.
Jahresüberschuss und Ausschüttung
Im Wesentlichen aufgrund geänderter Rechnungslegungsvorschriften nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz stieg der Jahresüberschuss mit 28,8 Mio. € (Vorjahr 14,3 Mio. €) deutlich an. Im Hinblick auf den hohen Finanzierungsbedarf für zukünftige Investitionen in die Verteilnetze, schlägt der Vorstand eine unveränderte Ausschüttung von 14,3 Mio. € an die Anteilseigner vor.
Finanzlage
Die VSE AG ist in das Cash-Management der RWE AG einbezogen; die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 42,5 Mio. € (Vorjahr 21,7 Mio. €) und hat damit das Niveau von 2008 wieder erreicht.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich von 588,4 Mio. € auf 550,3 Mio. € vermindert. Dabei wirkte sich im Wesentlichen die stichtags- und abrechnungsbezogene Abbildung der Finanzierungstätigkeit im Beteiligungsbereich aus.
Die Eigenkapitalquote ist von 22,7 % auf 28,9 % gestiegen.
Sachinvestitionen auf Vorjahresniveau
Die Sachinvestitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf rund 9,0 Mio. € (Vorjahr 8,9 Mio. €). Der Schwerpunkt lag dabei im weiteren Ausbau der Netze sowie in der Flexibilisierung des Kraftwerks Ensdorf.
Personal
Die VSE AG hat im Berichtsjahr durchschnittlich 333 Mitarbeiter (Vorjahr 330 Mitarbeiter) beschäftigt. Aus- und Weiterbildung haben weiterhin einen hohen Stellenwert. In Ensdorf wird ein eigenes Aus- und Fortbildungszentrum betrieben.
Umweltschutz
Das Ziel der VSE AG, gemeinsam mit ihren Beteiligungsgesellschaften Ökonomie und Ökologie nachhaltig zum Wohle der Region in Einklang zu bringen, hat weiterhin hohe Priorität. Die bestehenden Umweltmanagementsysteme werden kontinuierlich fortentwickelt. Die VSE AG engagiert sich auch weiterhin in den verschiedensten Institutionen und Arbeitsgemeinschaften im Saarland zur Förderung von regenerativen Energien und energieeffizienten Technologien.
Nachtragsbericht
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Bericht zu verbundenen Unternehmen
Die RWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, ist mittelbar mehrheitlich (69,33 Prozent) an der VSE AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG hat die VSE AG einen gesonderten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt.
Bei den in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen hat die VSE AG nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Risikomanagement
Dem vorausschauenden Management von Risiken und Chancen messen wir nach wie vor eine hohe Bedeutung zu. Die vorhandenen Risiken sowohl bei VSE AG als auch bei den wesentlichen Beteiligungsgesellschaften sind erfasst und werden kontinuierlich überwacht. Die Risikobetrachtung wird regelmäßig aktualisiert. So kann das Risikomanagement zur Erreichung der strategischen Ziele beitragen.
Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Risikofrüherkennungssystem der RWE AG, Essen, einbezogen. Ein verstärktes Augenmerk wird auch weiterhin auf Marktrisiken liegen, die sich aus veränderten Energiemärkten ergeben. Die Folgewirkungen aus dem weiterhin forcierten Ausbau der Erzeugungskapazitäten regenerativer Energien werden ebenfalls in der Zukunft unsere erhöhte Aufmerksamkeit erfordern.
Nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.
Ausblick
Die Bundesregierung hat in 2010 ein neues Energiekonzept verabschiedet, welches die Leitlinie einer bis 2050 reichenden Strategie festlegt. Regenerative Energien sollen den Hauptteil am Energiemix der Zukunft übernehmen, während die Kernenergie als Brückentechnologie eingestuft wird. Um eine sichere und verlässliche Energieversorgung in Zukunft zu gewährleisten, erfordert dies erhebliche Investitionen in die Netze. Mit dem erhöhten Einsatz von regenerativen Energien und den damit verbundenen steigenden EEG-Aufschlägen werden Abgabepreissenkungen nur schwer umsetzbar sein.
Die VSE AG wird die Möglichkeiten eines leistungsstarken Glasfasernetzes weiter nutzen und den Ausbau verstärkt vorantreiben.
Durch den starken Wettbewerb im Stromgeschäft erwartet die VSE AG Mengenrückgänge. Der Absatz an Großkunden wird durch die Inbetriebnahme einer Eigenerzeugungsanlage eines saarländischen Industriekunden stark beeinflusst werden.
Im Gasgeschäft wird eine stabile Nachfrage erwartet.
Im Erzeugungsbereich ist die Marktentwicklung durch den verstärkten Ausbau der regenerativ erzeugten Energien bei vorhandenen Überkapazitäten im konventionellen Bereich geprägt. Durch die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft werden gleichzeitig wieder ansteigende Rohstoffpreise erwartet. Die Entwicklung wird für das Kraftwerk Ensdorf eine deutliche Flexibilisierung und weitere Optimierungen bei hoher Kostendisziplin verlangen.
Dem Ausbau der kerngeschäftsunterstützenden Tätigkeiten kommt auch weiterhin eine hohe Bedeutung zu.
Auch unsere Strategie der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern werden wir nach wie vor weiter verfolgen, um die Chancen aus Synergieeffekten und Kosteneinsparpotentialen zu nutzen.
Die VSE AG geht davon aus, auch in den kommenden Jahren eine angemessene Dividende erwirtschaften zu können.
Saarbrücken, den 14. Januar 2011
VSE AKTIENGESELLSCHAFT
Tim Hartmann
Prof. Leo Petry
Bilanz zum 31.12.2010
der VSE AG
AKTIVA
| 31.12.2010 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 783 | 760 |
| II. Sachanlagen | 52.653 | 50.664 |
| III. Finanzanlagen | 375.187 | 351.044 |
| 428.623 | 402.468 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 20.304 | 20.588 |
| II. Forderungen und | ||
| sonstige Vermögensgegenstände | 100.948 | 164.921 |
| III. Flüssige Mittel | 420 | 424 |
| 121.672 | 185.933 | |
| 550.295 | 588.401 | |
| PASSIVA | ||
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 40.960 | 40.960 |
| II. Kapitalrücklage | 77.906 | 77.906 |
| III. Gewinnrücklagen | 11.500 | 9 |
| IV. Bilanzgewinn | 28.889 | 14.459 |
| 159.255 | 133.334 | |
| B. Sonderposten | 2.564 | 2.601 |
| C. Rückstellungen | 278.151 | 295.744 |
| D. Verbindlichkeiten | 108.529 | 154.887 |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.796 | 1.835 |
| 550.295 | 588.401 |
Gewinn- und Verlustrechnung
vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
der VSE AG
| 2010 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 450.618 | 449.872 |
| 2. Bestandsveränderung | -2.037 | 1.810 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 402 | 341 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 15.502 | 29.029 |
| 5. Materialaufwand | 375.323 | 391.613 |
| 6. Personalaufwand | 29.230 | 56.161 |
| 7. Abschreibungen | 6.052 | 5.542 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 39.040 | 30.549 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 20.295 | 19.517 |
| 10. Erträge aus Finanzanlagen | 10.404 | 11.600 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.039 | 1.689 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 177 | 555 |
| 13. Aufwendungen aus Verlustübernahmen | 1.410 | 3 |
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 14.504 | 11.466 |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 30.487 | 17.969 |
| 16. Außerordentlicher Aufwand | 623 | 0 |
| 17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 918 | 3.452 |
| 18. Sonstige Steuern | 180 | 176 |
| 19. Jahresüberschuss | 28.766 | 14.341 |
| 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 123 | 118 |
| 21. Bilanzgewinn | 28.889 | 14.459 |
Anhang zum Jahresabschluss
der VSE AG zum 31.12.2010
Die RWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, ist mit Mehrheit (69,33 %) unmittelbar an der VSE AG beteiligt. Deren Alleinaktionärin RWE AG, Essen, ist Kraft Zurechnung mittelbar beteiligt. Die Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 4 AktG ist erfolgt.
Der Jahresabschluss der VSE AG wird in den Konzernabschluss der RWE AG, Essen, einbezogen. VSE ist somit gemäß § 291 HGB von der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Vorgaben der neuen Rechnungslegungsvorschrift nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden erstmalig in Anwendung gebracht.
Aktiva
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und auf ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten; letztere beinhalten neben den Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen worden. Soweit steuerlich zulässig, werden die Sachanlagen unter Berücksichtigung des Übergangs zur linearen Abschreibung zum günstigsten Zeitpunkt, planmäßig degressiv abgeschrieben. Auf Sachanlagen die in 2010 angeschafft oder hergestellt wurden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear. Die Bemessung der Abschreibung orientiert sich an der planmäßigen Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes. Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Alle anderen Vermögenswerte werden über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben.
Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten, ggf. zu niedrigeren Kurswerten, bewertet. Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und ggf. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Ausleihungen werden mit dem Nennwert bilanziert.
Die Vorräte einschließlich der Kohlevorräte sind im Wesentlichen zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert; die im Vorratsvermögen ausgewiesenen anlagebezogenen Reserveteile des Kraftwerks Ensdorf werden über die Restnutzungsdauer des Kraftwerks abgeschrieben. Weitere Lagermaterialien werden in Abhängigkeit der Lagerverweildauer abgewertet.
Von der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamtes wurden uns für den Betrieb des Blocks 1 im Kraftwerk Ensdorf für den Zeitraum 2008 - 2012 insgesamt rd. 2,446 Mio. Kohlendioxid-Emissionsberechtigungen zugeteilt. Die Berechtigungen sind mit einem Erinnerungswert von 1 € im Umlaufvermögen aktiviert. Für die Rückgabeverpflichtung wurde in gleicher Höhe ein entsprechender Passivposten als Sonderposten eingestellt. Entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen sind mit ihren Anschaffungskosten oder gegebenenfalls mit dem niedrigeren Börsenhandelswert an der EEX Leipzig bewertet.
Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen Wertberichtigungen vorzunehmen sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen ausreichend bemessenen Abschlag Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Schadensersatzansprüche gegenüber Versicherungen sind in Höhe der bisher angefallenen Aufwendungen unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts angesetzt.
Bei der Berechnung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 29,48 % sowie bei den steuerlichen Verlustvorträgen der jeweils individuelle Steuersatz angesetzt.
Passive latente Steuern aus den nur steuerlich zulässigen Wertansätzen wie degressive Abschreibung auf Zugänge im Anlagevermögen 2010 sowie steuerlich vorgenommene Sonderabschreibungen, wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen verrechnet.
Die nach der Verlustverrechnung verbleibenden steuerlichen Verlustvorträge führen auch zu aktiven latenten Steuern.
Über den Saldierungsbereich mit den passiven latenten Steuern hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert.
Die bestehenden Beteiligungen sind in einer nachfolgenden Aufstellung aufgeführt.
Passiva
Zuschüsse Dritter zu Investitionen werden als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert und abschreibungskonform verrechnet.
Steuerrechtliche Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen sind als Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen; sie werden ebenfalls abschreibungskonform aufgelöst. Nach neuer Rechnungslegungsvorschrift erfolgen für steuerrechtliche Sonderabschreibungen keine Zugänge mehr. Die aus Vorjahren bestehenden Sonderposten werden beibehalten.
Die Pensionsrückstellungen werden erstmalig nach der PuC-Methode (Projected Unit Credit) aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Das in den Vorjahren eingesetzte Teilwertverfahren kommt nicht mehr zur Anwendung. Die Diskontierung erfolgt mit dem Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 5,15 % (4,50 %). Eine Dynamisierung der Renten mit 1,5 % (1,5 %) und ein Gehaltstrend von 2,75% (0%) wurden berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen zum 01.01.2010 zwischen altem Recht und BilMoG beträgt 11,5 Mio. € und ist ergebnisneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 von Klaus Heubeck verwendet.
Die Steuerrückstellungen enthalten - neben einer allgemeinen Vorsorge - die noch ausstehenden Abschlusszahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken. Das Passivierungsverbot für neue Aufwandsrückstellungen und die Abzinsungsverpflichtung für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden berücksichtigt. Für Rückstellungen aus Vorjahren wird das Beibehaltungswahlrecht ausgeübt.
Die als Rechnungsabgrenzungsposten passivierten Baukostenzuschüsse von Kunden werden ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ist in einer nachfolgenden Aufstellung dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Bei den Zugängen von 0,3 Mio. € (0,1 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um den Erwerb von neuer Software.
Sachanlagen
Die Investitionen in Sachanlagen belaufen sich auf 9,0 Mio. € (8,9 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen den Ausbau der Netze, die Anschaffung eines Umwälzsystems im Kraftwerk Ensdorf sowie die Sanierung der Hauptverwaltung Saarbrücken.
Finanzanlagen
Die Zugänge zu den Finanzanlagen betragen 65,1 Mio. € (69,5 Mio. €). Hiervon entfallen 51,8 Mio. € (34,8 Mio. €) auf Wertpapiere und 13,3 Mio. € (6,0 Mio. €) auf Beteiligungen. Denen stehen Abgänge in Höhe von 47,0 Mio. € (58,8 Mio. €) entgegen, die im Wesentlichen den Verkauf von Fonds beinhalten.
Die sonstigen Ausleihungen betreffen mit 1,2 Mio. € (1,3 Mio. €) Arbeitgeber-Baudarlehen. Alle Ausleihungen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.
Vorräte
| in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 14.046 | 12.293 |
| Unfertige Leistungen | 6.258 | 8.295 |
| 20.304 | 20.588 |
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen betreffen im Wesentlichen die weiterzuberechnenden Revisionskosten für Block 3 im Kraftwerk Ensdorf. Für strittige Weiterverrechnungen wurden Wertberichtigungen gebildet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.686 | 6.650 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 35.091 | 88.688 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 12.996 | 23.155 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 41.175 | 46.429 |
| 100.948 | 164.921 |
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen 28,2 Mio. € (34,8 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 12,0 Mio. € (22,0 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen mit 18,9 Mio. € (22,3 Mio. €) enthalten.
Flüssige Mittel
| in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 62 | 66 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 358 | 358 |
| 420 | 424 |
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind als Festgeld angelegt.
Seit dem 01.07.2002 ist VSE AG in das Finanzclearing-System der RWE AG, Essen, einbezogen.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital beträgt unverändert 40.960.000,00 € und ist eingeteilt in 800.000 auf Namen lautende Stückaktien.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage entspricht dem Aufgeld der Kapitalerhöhung aus dem Jahr 1962 zuzüglich der Wiedereinlage aus dem "Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren" in 1994 und 2001.
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
| T€ | |
|---|---|
| Jahresüberschuss | 28.766 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 123 |
| Bilanzgewinn | 28.889 |
Sonderposten
| in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Sonderposten mit Rücklageanteil | ||
| - Steuerliche Mehrabschreibungen | 2.532 | 2.568 |
| Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen | 32 | 33 |
| 2.564 | 2.601 |
Die nur steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen beinhalten Beträge nach § 6 b und § 7 d EStG.
Rückstellungen
| in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 202.815 | 219.344 |
| Steuerrückstellungen | 18.069 | 15.810 |
| Sonstige Rückstellungen | 57.267 | 60.590 |
| 278.151 | 295.744 |
Die sonstigen Rückstellungen betreffen u. a. Frühpensionsvereinbarungen, ausstehende Rechnungen, Strompreisgutschriften und eine Vorsorge für eine mögliche Kraftwerksstilllegung.
Verbindlichkeiten
| in T€ | 31.12.2010 | davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.880 | 18.880 | 16.780 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 62.437 | 62.437 | 115.959 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 14.109 | 14.109 | 17.682 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 13.103 | 13.103 | 4.467 |
| - davon aus Steuern | (7.288) | (7.288) | (374) |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (1.647) | (1.647) | (1.957) |
| 108.529 | 108.529 | 154.888 |
Grundpfandrechtliche Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 35,6 Mio. € (44,0 Mio. €), die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mit 3,1 Mio. € (3,9 Mio. €) Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von größer fünf Jahren bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten ausschließlich Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.
Rechnungsabgrenzungsposten
Als passive Rechnungsabgrenzung weisen wir im Wesentlichen von Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse aus.
Haftungsverhältnisse
Die VSE AG haftet im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen in Höhe von 27,2 Mio. € (26,3 Mio. €) für Pensionszusagen an Mitarbeiter, die zu anderen Unternehmen der VSE Gruppe übergeleitet wurden. Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis ist derzeit nicht zu rechnen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggeschäften belaufen sich zum Abschlussstichtag auf rund 0,3 Mio. € (0,4 Mio. €). Im Rahmen des Investitions- und Instandhaltungsprogramms besteht ein Bestellobligo in Höhe von 2,2 Mio. € (3,3 Mio. €).
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Im Berichtsjahr ist der Gesamtumsatz auf 450,6 Mio. € (449,9 Mio. €) gestiegen. Die vereinnahmte Ökosteuer wurde wiederum unter den Umsatzerlösen ausgewiesen und die abgeführten Beträge abgesetzt. Auf den Stromverkauf einschließlich dem Verkauf in Nachbargebiete entfallen 369,6 Mio. € (379,4 Mio. €). Die restlichen 80,4 Mio. € (70,5 Mio. €) verteilen sich auf Vergütungen für Geschäftsbesorgung und Betriebsführung, Pachten und Anlagenmitbenutzung sowie auf Erträge aus der zeitanteiligen Auflösung von erhaltenen Baukostenzuschüssen.
In den Umsatzerlösen sind auch Erlöse aus Vorjahren enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge
Es handelt sich u. a. um Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, dem Abgang von Finanz- und Sachanlagevermögen, Mieteinnahmen und Kostenerstattungen. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil sind in Höhe von 37 T€ (38 T€) enthalten.
Materialaufwand
| in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 352.785 | 371.929 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 22.538 | 19.684 |
| 375.323 | 391.613 |
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten als wesentliche Posten die Strombezugs- und Brennstoffkosten. Die bezogenen Leistungen setzen sich zum größten Teil aus Fremdleistungen für Betriebs- und Unterhaltungsarbeiten zusammen.
Personalaufwand
| in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 25.074 | 23.980 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 4.156 | 32.181 |
| - davon für Altersversorgung | (0) | (25.881) |
| 29.230 | 56.161 |
Der Auflösungsbetrag für die Pensionsrückstellung ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
In 2010 ergab sich zum Bilanzstichtag folgende Struktur der Beschäftigten:
| Mitarbeiter | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Sonstige Aktivitäten einschl. Netzbetrieb | 214 | 198 |
| Kraftwerksbetrieb | 88 | 106 |
| 302 | 304 |
Darüber hinaus bestanden 23 (24) Ausbildungs- und 32 (29) befristete Anstellungsverhältnisse.
Im Jahresdurchschnitt betrug die Mitarbeiterstärke insgesamt 332,8 (330,3).
Abschreibungen
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände können der nachfolgenden Aufstellung über das Anlagevermögen (Anlagengitter) entnommen werden.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Posten beinhaltet neben den Aufwendungen für die allgemeinen Betriebs- und Verwaltungskosten, Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen, Geschäftsbesorgungsvergütungen, die Projektkosten für die SAP-Systemtrennung zwischen Netz und Lieferant sowie Abschreibungen auf Forderungen.
Erträge aus Beteiligungen
Hiervon betreffen 17,9 Mio. € (16,9 Mio. €) aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages enthaltene Gewinne von verbundenen Unternehmen.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Es handelt sich im Wesentlichen um Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie aus dem Finanzclearing. Sie betrafen mit 0,3 Mio. € (1,3 Mio. €) verbundene Unternehmen.
Aufwendungen aus Verlustübernahmen
Sie betreffen im Wesentlichen den Verlust 2010 der VSE Verteilnetz GmbH. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen betreffen mit 12,8 Mio. € (8,8 Mio. €) den Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung. 0,6 Mio. € (1,0 Mio. €) Zinsen sind gegenüber verbundenen Unternehmen angefallen.
Außerordentliche Aufwendungen
Es betrifft im Wesentlichen den Unterschiedsbetrag zum 01.01.2010 für sonstige Rückstellungen zwischen altem Recht und BilMoG.
Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der VSE AG getätigt wurden
Es handelt sich im Wesentlichen um den Strombezug von und den Verkauf der Kraftwerksleistung an RWE Vertrieb AG, Dortmund, sowie um die Stromlieferungen an die nachfolgenden Gesellschaften:
| • | energis GmbH, Saarbrücken |
| • | Stadtwerke Merzig GmbH, Merzig |
| • | Stadtwerke Wadern GmbH, Wadern |
| • | Stadtwerke St. Wendel GmbH & Co. KG, St. Wendel |
| • | Technische Werke der Gemeinde Losheim GmbH, Losheim am See |
| • | Technische Werke der Gemeinde Saarwellingen GmbH, Saarwellingen |
| • | Stadtwerke Dillingen/Saar Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Dillingen |
| • | Stadtwerke Sulzbach/Saar GmbH, Sulzbach |
| • | Kommunale Energie- und Wasserversorgung Neunkirchen AG, Neunkirchen |
| • | Stadtwerke Saarlouis GmbH, Saarlouis |
| • | Stadtwerke Völklingen GmbH, Völklingen |
| • | Gemeindewerke Schwalbach GmbH, Schwalbach |
| • | VSE Verteilnetz GmbH, Saarbrücken |
| • | Stadtwerke Homburg GmbH, Homburg |
| • | Stadtwerke Saarbrücken AG, Saarbrücken |
Gemäß § 312 AktG wurde ein gesonderter Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt.
Aufstellung des Anteilsbesitzes der VSE AG zum 31.12.2010
| Anteil am Kapital 31.12.10 % |
gezeichnetes Kapital T Euro |
Eigenkapital 1) T Euro |
Ergebnis des Geschäftsjahres 1) T Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| Projecta 9 - Entwicklungsgesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH, Saarbrücken | 100,00 | 50 | 84 | 2.151 2) |
| Projecta 10 GmbH, Saarbrücken | 100,00 | 25 | 54.303 | 12.774 2) |
| Projecta 13 GmbH, Saarbrücken | 100,00 | 25 | 58 | 503 2) |
| VSE Verteilnetz GmbH, Saarbrücken | 100,00 | 25 | 25 | 1.506 2) |
| Projecta 5 - Entwicklungsgesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH, Saarbrücken | 100,00 | 50 | 22 | -6 |
| CUROS Gesellschaft zur Verwertung von Deponiegas und Entsorgung von Reststoffen mbH, Saarbrücken | 100,00 | 51 | 0 | -42 2) |
| VSE-Stiftung gGmbh, Saarbrücken | 100,00 | 25 | 2.558 | 474 |
| VSE - Windpark Merchingen GmbH & Co. KG, Saarbrücken | 100,00 | 2.800 | 2.703 | -97 |
| VSE - Windpark Merchingen Verwaltungs GmbH, Saarbrücken | 100,00 | 50 | 51 | 1 |
| Fernwärme Saarlouis-Steinrausch Investitions- gesellschaft mbH, Saarlouis | 95,00 | 511 | 7.567 | 570 2) |
| Energie Service Saar GmbH, Völklingen | 50,00 | 52 | 635 | -240 |
| Projecta 14 GmbH, Saarbrücken | 50,00 | 25 | 12.207 | 86 |
| Voltaris GmbH, Maxdorf | 50,00 | 100 | 2.887 | 1.415 |
| prego.services GmbH , Saarbrücken | 37,45 | 1.000 | 8.696 | 2.025 |
| Kraftwerk Wehrden GmbH, Völklingen | 33,34 | 5.514 | 10.627 | 0 |
| Verwaltungsgesellschaft GKW Dillingen mbH | 25,20 | 100 | 134 | 8 |
| GKW Dillingen GmbH & Co. KG | 25,20 | 12.000 | 11.950 | -159 |
| Stadtwerke Völklingen Netz GmbH | 17,60 | 12.100 | 16.387 | 1.318 2) |
| Stadtwerke Völklingen Vertrieb GmbH | 17,60 | 6.000 | 7.283 | 998 2) |
| Stadtwerke Sulzbach GmbH, Sulzbach | 15,00 | 10.300 | 11.431 | 2.668 2) |
| Windpark Saar GmbH & Co. KG, Merzig | 11,00 | 500 | 1.005 | 165 |
| IZES gGmbh (vormals AZES GmbH, ehem. Saarländische Energie-Agentur GmbH, Saarbrücken) | 9,00 | 752 | 699 | 0 |
1) Geschäftsjahr 2009
2) vor Ergebnisabführung
Aufsichtsrat
Dr. Rolf Martin Schmitz
Mitglied des Vorstands der RWE AG, Essen
Vorsitzender
Ulf Huppert
Beauftragter für das Amt des Regionalverbandsdirektors a. D., Heusweiler
1. stellv. Vorsitzender
bis 12. Februar 2010
Peter Gillo
Regionalverbandsdirektor, Saarbrücken
1. stellv. Vorsitzender
ab 12. Februar 2010
Dagmar Schmeer
Betriebsratsvorsitzende, Saarbrücken
2. stellv. Vorsitzende
Monika Bachmann
Landrätin, Saarlouis
Charlotte Britz
Oberbürgermeisterin, Saarbrücken
René Ehm
stellv. Betriebsratsvorsitzender, Bous
Albert Hettrich
Staatssekretär a. D., Saarbrücken
Dr. Rudolf Hinsberger
Landrat, Neunkirchen
Francis Kany
Chef de mission Europe, EdF, Paris
Ute Kurtz
Technische Angestellte, Saarbrücken
Rainer Müller
Schichtführer Produktion und Sonderaufgaben, Ensdorf
Thomas Neifer
Betriebsratsvorsitzender energis GmbH, Wadgassen
Udo Recktenwald
Landrat, St. Wendel
Dr. Werner Roos
ehem. Mitglied des Vorstands der RWE Energy AG, Homburg
Dr. Joachim Schneider
Mitglied des Vorstands der
RWE Rheinland Westfalen Netz AG, Essen
Walter Skreba
Technischer Angestellter, Püttlingen
Erwin Winkel
Mitglied des Vorstands der RWE Power AG, Köln
Dr. Knut Zschiedrich
Vorsitzender des Vorstands der RWE Vertrieb AG, Dortmund
Vorstand
Prof. Leo Petry
Rehlingen-Siersburg
Tim Hartmann
Saarbrücken
Dr. jur. Hanno Dornseifer
Homburg
ab 01.01.2011
Sonstige Angaben
Die in den Vorjahren allein nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommenen Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr mit rund 0,1 Mio. € (0,1 Mio. €) erhöhend auf das Jahresergebnis ausgewirkt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in einer besonderen Anlage aufgeführt. Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder einschließlich ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 0,18 Mio. € (0,18 Mio. €). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 0,37 Mio. € (0,37 Mio. €). Für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. € (1,1 Mio. €) gebildet. Für das Geschäftsjahr wurde eine Anzahl von 5.596 Performance Shares (3 Jahre Wartezeit) mit einem Zeitwert von 28,80 € und 6.074 Performance Shares (4 Jahre Wartezeit) mit einem Zeitwert von 25,96 € ausgegeben.
Die Schutz- bzw. Befreiungsklauseln gemäß § 286 (4) HGB und § 285 (17) HGB wurden in Anspruch genommen.
Saarbrücken, den 14. Januar 2011
VSE AKTIENGESELLSCHAFT
Tim Hartmann
Prof. Leo Petry
Entwicklung des Anlagevermögens 2010 - HGB
| ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLKOSTEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Umbuchung T€ |
Stand 31.12.2010 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen | 13.239 | 228 | 46 | 0 | 13.421 |
| Geleistete Anzahlungen | 3 | 85 | 0 | 0 | 88 |
| 13.242 | 313 | 46 | 0 | 13.509 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 51.118 | 2.432 | 2.695 | 2.548 | 53.403 |
| Technische Anlagen und Maschinen | |||||
| - Erzeugungsanlagen | 60.470 | 1.712 | 0 | 1.693 | 63.875 |
| - Verteilungsanlagen | 159.428 | 3.388 | 8.366 | 975 | 155.425 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 21.778 | 818 | 2.368 | 42 | 20.270 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.840 | 604 | 400 | -5.258 | 786 |
| 298.634 | 8.954 | 13.829 | 0 | 293.759 | |
| Finanzanlagen | |||||
| - Verbundene Unternehmen | 61.477 | 0 | 0 | 0 | 61.477 |
| - Ausleihungen an Verb. U. | 25.800 | 0 | 0 | 0 | 25.800 |
| - Beteiligungen | 19.891 | 13.250 | 0 | 0 | 33.141 |
| - Ausleihungen an Beteiligungen | 56 | 0 | 30 | 0 | 26 |
| - Wertpapiere des Anlagevermögens | 248.601 | 51.817 | 46.804 | 0 | 253.614 |
| - Sonstige Ausleihungen | 1.324 | 29 | 156 | 0 | 1.197 |
| 357.149 | 65.096 | 46.990 | 0 | 375.255 | |
| 669.025 | 74.363 | 60.865 | 0 | 682.523 |
| ABSCHREIBUNGEN | |||
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 T€ 1 |
Abschreibung des Geschäftsjahres T€ |
Zuschreibung T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen | 12.482 | 289 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 |
| 12.482 | 289 | 0 | |
| Sachanlagen | |||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 33.348 | 758 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | |||
| - Erzeugungsanlagen | 56.768 | 1.615 | 0 |
| - Verteilungsanlagen | 137.627 | 2.955 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 20.227 | 435 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 |
| 247.970 | 5.763 | 0 | |
| Finanzanlagen | |||
| - Verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 |
| - Ausleihungen an Verb. U. | 0 | 0 | 0 |
| - Beteiligungen | 68 | 0 | 0 |
| - Ausleihungen an Beteiligungen | 0 | 0 | 0 |
| - Wertpapiere des Anlagevermögens | 6.037 | 0 | 0 |
| - Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 |
| 6.105 | 0 | 0 | |
| 266.557 | 6.052 | 0 |
| ABSCHREIBUNGEN | |||
|---|---|---|---|
| Abgäng T€ |
Umbuchung T€ |
Stand 31.12.2010 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen | 45 | 0 | 12.726 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 |
| 45 | 0 | 12.726 | |
| Sachanlagen | |||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.921 | 0 | 32.185 |
| Technische Anlagen und Maschinen | |||
| - Erzeugungsanlagen | 0 | 0 | 58.383 |
| - Verteilungsanlagen | 8.339 | -1 | 132.242 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.367 | 1 | 18.296 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 |
| 12.627 | 0 | 241.106 | |
| Finanzanlagen | |||
| - Verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 |
| - Ausleihungen an Verb. U. | 0 | 0 | 0 |
| - Beteiligungen | 0 | 0 | 68 |
| - Ausleihungen an Beteiligungen | 0 | 0 | 0 |
| - Wertpapiere des Anlagevermögens | 6.037 | 0 | 0 |
| - Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 |
| 6.037 | 0 | 68 | |
| 18.709 | 0 | 253.900 |
| BUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| 31.12.10 T€ |
Vorjahr T€ |
|
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen | 695 | 757 |
| Geleistete Anzahlungen | 88 | 3 |
| 783 | 760 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 21.218 | 17.770 |
| Technische Anlagen und Maschinen | ||
| - Erzeugungsanlagen | 5.492 | 3.702 |
| - Verteilungsanlagen | 23.183 | 21.801 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.974 | 1.551 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 786 | 5.840 |
| 52.653 | 50.664 | |
| Finanzanlagen | ||
| - Verbundene Unternehmen | 61.477 | 61.477 |
| - Ausleihungen an Verb. U. | 25.800 | 25.800 |
| - Beteiligungen | 33.073 | 19.823 |
| - Ausleihungen an Beteiligungen | 26 | 56 |
| - Wertpapiere des Anlagevermögens | 253.614 | 242.564 |
| - Sonstige Ausleihungen | 1.197 | 1.324 |
| 375.187 | 351.044 | |
| 428.623 | 402.468 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VSE Aktiengesellschaft, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Strichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.
Saarbrücken, den 14. Januar 2011
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Joachim Demmer, Wirtschaftsprüfer
ppa. Jörg Vogelgesang, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2010
Der Aufsichtsrat der VSE AG hat während des Geschäftsjahres 2010 seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen und die Geschäftsführung durch den Vorstand der Gesellschaft laufend überwacht. Er ist vom Vorstand regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die beabsichtigte Geschäftspolitik, über grundsätzliche Fragen der zukünftigen Geschäftsführung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle ausführlich schriftlich und mündlich unterrichtet worden, hat mit dem Vorstand hierüber eingehend beraten und die erforderlichen Entscheidungen getroffen.
Im Geschäftsjahr 2010 haben fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.
Schwerpunkte der Beratungen waren:
| ― | der Jahresabschluss 2009 |
| ― | Berichte des Vorstands über die Geschäftslage |
| ― | die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2011, bestehend aus Ergebnis-, Bilanz-, Investitions-, Instandhaltungs-, Finanz- und Personalplan |
| ― | die Mittelfristplanung 2011 - 2013 |
| ― | Berichte zur Lage des Kraftwerks Ensdorf |
| ― | der Erwerb einer 33,33 %igen Beteiligung der FAMIS GmbH an der neu zu gründenden IG tec Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG |
| ― | die Verschmelzung von verschiedenen Gesellschaften |
| ― | den Verkauf der Anteile der FAMIS GmbH an der SWiFT Tec GmbH |
| ― | Vorstandsangelegenheiten. |
Auch außerhalb der Sitzungen hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand Fragen der Geschäftsführung, der geschäftspolitischen Ausrichtung, der Unternehmensplanung und der strategischen Ziele sowie wichtige Einzelvorgänge besprochen.
Das Präsidium des Aufsichtsrates hat im Berichtsjahr zweimal getagt, einmal per schriftlichem Umlaufverfahren abgestimmt und die ihm übertragenen Entscheidungen über personelle Angelegenheiten des Vorstands getroffen.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem in der Hauptversammlung am 12. Februar 2010 gewählten und aufgrund des Beschlusses des Aufsichtsrats vom 12. Februar 2010 beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Saarbrücken, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Bericht des Abschlussprüfers, der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Aufsichtsrats sind dem Aufsichtsrat durch den Aufsichtsratsvorsitzenden rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 09. Februar 2011 ausgehändigt und in der Sitzung umfassend erörtert worden. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Außerdem stand er für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung zugestimmt. Er hat seinerseits den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung schließt er sich an.
Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht gemäß § 313 Abs. 3 AktG mit folgendem Vermerk versehen:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." |
Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts.
Herr Ulf Huppert hat mit Ablauf der Aufsichtsratssitzung am 12. Februar 2010 sein Amt niedergelegt. Als sein Nachfolger sowie zum 1. stv. Vorsitzenden wurde Herr Peter Gillo, Regionalverbandsdirektor, gewählt. Der Aufsichtsrat heißt das neue Mitglied willkommen und dankt Herrn Huppert für die geleistete Arbeit und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.
Herr Prof. Leo Petry wird mit Wirkung zum Ablauf des 30.06.2011 aus dem Vorstand ausscheiden und in den Ruhestand eintreten. In der Sitzung vom 22.06.2010 wurde Herr Dr. jur. Hanno Dornseifer ab 01.01.2011 zum Vorstand der VSE AG bestellt. Herrn Dr. Dornseifer wünscht der Aufsichtsrat viel Erfolg an seiner neuen Wirkungsstätte bei VSE und Fortune bei seinen Entscheidungen.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Betriebsräten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VSE-Gruppe für die im Geschäftsjahr 2010 geleistete Arbeit seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Saarbrücken, den 09. Februar 2011
DER AUFSICHTSRAT
Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorsitzender
Gewinnverwendungsvorschlag
Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
| Jahresüberschuss | 28.766.139,70 € |
| + Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 123.243,17 € |
| ./. Dividende von 35 % auf das gezeichnete Kapital von 40.960.000,00 € | 14.336.000,00 € |
| ./. Einstellung in die freie Gewinnrücklage | 14.500.000,00 € |
| Gewinnvortrag | 53.382,87 € |
Saarbrücken, den 09. Februar 2011
VSE AKTIENGESELLSCHAFT
Hartmann
Prof. Petry
PUNKT 2 DER TAGESORDNUNG
VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS
Entsprechend dem vom Vorsitzenden zur Abstimmung vorgetragenen Beschlussvorschlag des Aufsichtsrates beschloss die Hauptversammlung gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 2, § 58 Abs. 2 bis 4 AktG einstimmig durch Handzeichen, aus dem Bilanzgewinn 2010 in Höhe von 28.889.382,87 Euro in Höhe von 14.336.000,00 Euro als Dividende (35 % Dividende auf das gezeichnete Kapital in Höhe von 40.960.000,00 Euro) auszuschütten, 14.500.000,00 Euro in die freie Gewinnrücklage einzustellen und den Restbetrag in Höhe von 53.382,87 Euro als Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Diesem Beschluss wurde einstimmig zugestimmt.