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VSE CORP Annual Report 2010

Sep 5, 2011

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Annual Report

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Publication

VSE Aktiengesellschaft

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht 2010

Konjunkturelle Entwicklung

Die seit Mitte des letzten Jahres einsetzende konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft hat sich im Berichtsjahr weiter stabilisiert. In der Industrie führten gestiegene Auftragseingänge zu verstärkter Produktionstätigkeit. Auch staatliche Konjunkturprogramme und eine expansive Geldpolitik stützten das Wachstum.

Die Saarwirtschaft befindet sich zum Jahresende ebenfalls auf einem robusten Wachstumskurs. Jedoch nicht alle saarländischen Unternehmen profitieren von dem positiven Konjunkturverlauf.

Umsatzerlöse konstant bei gestiegener Stromabgabe

Die positive konjunkturelle Entwicklung führte zu einer erhöhten Energienachfrage der Industrieunternehmen, die damit zum Jahresende das Niveau von 2008 nahezu wieder erreicht hat. Auch die Nachfrage der Weiterverteiler für Privat- und Geschäftskunden stieg durch die kühlere Witterung gegenüber dem Vorjahr an. Insgesamt ist die Stromabgabe von 4.842 GWh auf 5.374 GWh gestiegen.

Die Umsatzerlöse sind bei fallendem Preisniveau mit 450,6 Mio. € nahezu konstant geblieben. Die VSE vertreibt erstmalig ab Oktober 2010 auch das Produkt Gas und konnte im Berichtsjahr rd. 24,2 GWh absetzen.

Materialaufwand sinkt

Durch eine gegenüber den Vorjahren veränderte Fahrweise des Kraftwerks Ensdorf verminderte sich der Kohle- und Heizöleinsatz deutlich. Es wurde ausschließlich Importkohle eingesetzt.

Die gesunkenen Strombeschaffungskosten wurden vollständig an die Kunden weitergegeben. Der Materialaufwand ist insgesamt von 391,6 Mio. € auf 375,3 Mio. € gesunken.

Jahresüberschuss und Ausschüttung

Im Wesentlichen aufgrund geänderter Rechnungslegungsvorschriften nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz stieg der Jahresüberschuss mit 28,8 Mio. € (Vorjahr 14,3 Mio. €) deutlich an. Im Hinblick auf den hohen Finanzierungsbedarf für zukünftige Investitionen in die Verteilnetze, schlägt der Vorstand eine unveränderte Ausschüttung von 14,3 Mio. € an die Anteilseigner vor.

Finanzlage

Die VSE AG ist in das Cash-Management der RWE AG einbezogen; die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 42,5 Mio. € (Vorjahr 21,7 Mio. €) und hat damit das Niveau von 2008 wieder erreicht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von 588,4 Mio. € auf 550,3 Mio. € vermindert. Dabei wirkte sich im Wesentlichen die stichtags- und abrechnungsbezogene Abbildung der Finanzierungstätigkeit im Beteiligungsbereich aus.

Die Eigenkapitalquote ist von 22,7 % auf 28,9 % gestiegen.

Sachinvestitionen auf Vorjahresniveau

Die Sachinvestitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf rund 9,0 Mio. € (Vorjahr 8,9 Mio. €). Der Schwerpunkt lag dabei im weiteren Ausbau der Netze sowie in der Flexibilisierung des Kraftwerks Ensdorf.

Personal

Die VSE AG hat im Berichtsjahr durchschnittlich 333 Mitarbeiter (Vorjahr 330 Mitarbeiter) beschäftigt. Aus- und Weiterbildung haben weiterhin einen hohen Stellenwert. In Ensdorf wird ein eigenes Aus- und Fortbildungszentrum betrieben.

Umweltschutz

Das Ziel der VSE AG, gemeinsam mit ihren Beteiligungsgesellschaften Ökonomie und Ökologie nachhaltig zum Wohle der Region in Einklang zu bringen, hat weiterhin hohe Priorität. Die bestehenden Umweltmanagementsysteme werden kontinuierlich fortentwickelt. Die VSE AG engagiert sich auch weiterhin in den verschiedensten Institutionen und Arbeitsgemeinschaften im Saarland zur Förderung von regenerativen Energien und energieeffizienten Technologien.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Bericht zu verbundenen Unternehmen

Die RWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, ist mittelbar mehrheitlich (69,33 Prozent) an der VSE AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG hat die VSE AG einen gesonderten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt.

Bei den in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen hat die VSE AG nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

Risikomanagement

Dem vorausschauenden Management von Risiken und Chancen messen wir nach wie vor eine hohe Bedeutung zu. Die vorhandenen Risiken sowohl bei VSE AG als auch bei den wesentlichen Beteiligungsgesellschaften sind erfasst und werden kontinuierlich überwacht. Die Risikobetrachtung wird regelmäßig aktualisiert. So kann das Risikomanagement zur Erreichung der strategischen Ziele beitragen.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Risikofrüherkennungssystem der RWE AG, Essen, einbezogen. Ein verstärktes Augenmerk wird auch weiterhin auf Marktrisiken liegen, die sich aus veränderten Energiemärkten ergeben. Die Folgewirkungen aus dem weiterhin forcierten Ausbau der Erzeugungskapazitäten regenerativer Energien werden ebenfalls in der Zukunft unsere erhöhte Aufmerksamkeit erfordern.

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.

Ausblick

Die Bundesregierung hat in 2010 ein neues Energiekonzept verabschiedet, welches die Leitlinie einer bis 2050 reichenden Strategie festlegt. Regenerative Energien sollen den Hauptteil am Energiemix der Zukunft übernehmen, während die Kernenergie als Brückentechnologie eingestuft wird. Um eine sichere und verlässliche Energieversorgung in Zukunft zu gewährleisten, erfordert dies erhebliche Investitionen in die Netze. Mit dem erhöhten Einsatz von regenerativen Energien und den damit verbundenen steigenden EEG-Aufschlägen werden Abgabepreissenkungen nur schwer umsetzbar sein.

Die VSE AG wird die Möglichkeiten eines leistungsstarken Glasfasernetzes weiter nutzen und den Ausbau verstärkt vorantreiben.

Durch den starken Wettbewerb im Stromgeschäft erwartet die VSE AG Mengenrückgänge. Der Absatz an Großkunden wird durch die Inbetriebnahme einer Eigenerzeugungsanlage eines saarländischen Industriekunden stark beeinflusst werden.

Im Gasgeschäft wird eine stabile Nachfrage erwartet.

Im Erzeugungsbereich ist die Marktentwicklung durch den verstärkten Ausbau der regenerativ erzeugten Energien bei vorhandenen Überkapazitäten im konventionellen Bereich geprägt. Durch die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft werden gleichzeitig wieder ansteigende Rohstoffpreise erwartet. Die Entwicklung wird für das Kraftwerk Ensdorf eine deutliche Flexibilisierung und weitere Optimierungen bei hoher Kostendisziplin verlangen.

Dem Ausbau der kerngeschäftsunterstützenden Tätigkeiten kommt auch weiterhin eine hohe Bedeutung zu.

Auch unsere Strategie der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern werden wir nach wie vor weiter verfolgen, um die Chancen aus Synergieeffekten und Kosteneinsparpotentialen zu nutzen.

Die VSE AG geht davon aus, auch in den kommenden Jahren eine angemessene Dividende erwirtschaften zu können.

Saarbrücken, den 14. Januar 2011

VSE AKTIENGESELLSCHAFT

Tim Hartmann

Prof. Leo Petry

Bilanz zum 31.12.2010

der VSE AG

AKTIVA

31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 783 760
II. Sachanlagen 52.653 50.664
III. Finanzanlagen 375.187 351.044
428.623 402.468
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 20.304 20.588
II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände 100.948 164.921
III. Flüssige Mittel 420 424
121.672 185.933
550.295 588.401
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 40.960 40.960
II. Kapitalrücklage 77.906 77.906
III. Gewinnrücklagen 11.500 9
IV. Bilanzgewinn 28.889 14.459
159.255 133.334
B. Sonderposten 2.564 2.601
C. Rückstellungen 278.151 295.744
D. Verbindlichkeiten 108.529 154.887
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.796 1.835
550.295 588.401

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

der VSE AG

2010

T€
Vorjahr

T€
1. Umsatzerlöse 450.618 449.872
2. Bestandsveränderung -2.037 1.810
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 402 341
4. Sonstige betriebliche Erträge 15.502 29.029
5. Materialaufwand 375.323 391.613
6. Personalaufwand 29.230 56.161
7. Abschreibungen 6.052 5.542
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 39.040 30.549
9. Erträge aus Beteiligungen 20.295 19.517
10. Erträge aus Finanzanlagen 10.404 11.600
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.039 1.689
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 177 555
13. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 1.410 3
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.504 11.466
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 30.487 17.969
16. Außerordentlicher Aufwand 623 0
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 918 3.452
18. Sonstige Steuern 180 176
19. Jahresüberschuss 28.766 14.341
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 123 118
21. Bilanzgewinn 28.889 14.459

Anhang zum Jahresabschluss

der VSE AG zum 31.12.2010

Die RWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, ist mit Mehrheit (69,33 %) unmittelbar an der VSE AG beteiligt. Deren Alleinaktionärin RWE AG, Essen, ist Kraft Zurechnung mittelbar beteiligt. Die Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 4 AktG ist erfolgt.

Der Jahresabschluss der VSE AG wird in den Konzernabschluss der RWE AG, Essen, einbezogen. VSE ist somit gemäß § 291 HGB von der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vorgaben der neuen Rechnungslegungsvorschrift nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden erstmalig in Anwendung gebracht.

Aktiva

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und auf ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten; letztere beinhalten neben den Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen worden. Soweit steuerlich zulässig, werden die Sachanlagen unter Berücksichtigung des Übergangs zur linearen Abschreibung zum günstigsten Zeitpunkt, planmäßig degressiv abgeschrieben. Auf Sachanlagen die in 2010 angeschafft oder hergestellt wurden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear. Die Bemessung der Abschreibung orientiert sich an der planmäßigen Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes. Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Alle anderen Vermögenswerte werden über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten, ggf. zu niedrigeren Kurswerten, bewertet. Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und ggf. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Ausleihungen werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Vorräte einschließlich der Kohlevorräte sind im Wesentlichen zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert; die im Vorratsvermögen ausgewiesenen anlagebezogenen Reserveteile des Kraftwerks Ensdorf werden über die Restnutzungsdauer des Kraftwerks abgeschrieben. Weitere Lagermaterialien werden in Abhängigkeit der Lagerverweildauer abgewertet.

Von der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamtes wurden uns für den Betrieb des Blocks 1 im Kraftwerk Ensdorf für den Zeitraum 2008 - 2012 insgesamt rd. 2,446 Mio. Kohlendioxid-Emissionsberechtigungen zugeteilt. Die Berechtigungen sind mit einem Erinnerungswert von 1 € im Umlaufvermögen aktiviert. Für die Rückgabeverpflichtung wurde in gleicher Höhe ein entsprechender Passivposten als Sonderposten eingestellt. Entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen sind mit ihren Anschaffungskosten oder gegebenenfalls mit dem niedrigeren Börsenhandelswert an der EEX Leipzig bewertet.

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen Wertberichtigungen vorzunehmen sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen ausreichend bemessenen Abschlag Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Schadensersatzansprüche gegenüber Versicherungen sind in Höhe der bisher angefallenen Aufwendungen unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts angesetzt.

Bei der Berechnung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 29,48 % sowie bei den steuerlichen Verlustvorträgen der jeweils individuelle Steuersatz angesetzt.

Passive latente Steuern aus den nur steuerlich zulässigen Wertansätzen wie degressive Abschreibung auf Zugänge im Anlagevermögen 2010 sowie steuerlich vorgenommene Sonderabschreibungen, wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen verrechnet.

Die nach der Verlustverrechnung verbleibenden steuerlichen Verlustvorträge führen auch zu aktiven latenten Steuern.

Über den Saldierungsbereich mit den passiven latenten Steuern hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert.

Die bestehenden Beteiligungen sind in einer nachfolgenden Aufstellung aufgeführt.

Passiva

Zuschüsse Dritter zu Investitionen werden als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert und abschreibungskonform verrechnet.

Steuerrechtliche Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen sind als Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen; sie werden ebenfalls abschreibungskonform aufgelöst. Nach neuer Rechnungslegungsvorschrift erfolgen für steuerrechtliche Sonderabschreibungen keine Zugänge mehr. Die aus Vorjahren bestehenden Sonderposten werden beibehalten.

Die Pensionsrückstellungen werden erstmalig nach der PuC-Methode (Projected Unit Credit) aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Das in den Vorjahren eingesetzte Teilwertverfahren kommt nicht mehr zur Anwendung. Die Diskontierung erfolgt mit dem Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 5,15 % (4,50 %). Eine Dynamisierung der Renten mit 1,5 % (1,5 %) und ein Gehaltstrend von 2,75% (0%) wurden berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen zum 01.01.2010 zwischen altem Recht und BilMoG beträgt 11,5 Mio. € und ist ergebnisneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 von Klaus Heubeck verwendet.

Die Steuerrückstellungen enthalten - neben einer allgemeinen Vorsorge - die noch ausstehenden Abschlusszahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken. Das Passivierungsverbot für neue Aufwandsrückstellungen und die Abzinsungsverpflichtung für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden berücksichtigt. Für Rückstellungen aus Vorjahren wird das Beibehaltungswahlrecht ausgeübt.

Die als Rechnungsabgrenzungsposten passivierten Baukostenzuschüsse von Kunden werden ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ist in einer nachfolgenden Aufstellung dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den Zugängen von 0,3 Mio. € (0,1 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um den Erwerb von neuer Software.

Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen belaufen sich auf 9,0 Mio. € (8,9 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen den Ausbau der Netze, die Anschaffung eines Umwälzsystems im Kraftwerk Ensdorf sowie die Sanierung der Hauptverwaltung Saarbrücken.

Finanzanlagen

Die Zugänge zu den Finanzanlagen betragen 65,1 Mio. € (69,5 Mio. €). Hiervon entfallen 51,8 Mio. € (34,8 Mio. €) auf Wertpapiere und 13,3 Mio. € (6,0 Mio. €) auf Beteiligungen. Denen stehen Abgänge in Höhe von 47,0 Mio. € (58,8 Mio. €) entgegen, die im Wesentlichen den Verkauf von Fonds beinhalten.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen mit 1,2 Mio. € (1,3 Mio. €) Arbeitgeber-Baudarlehen. Alle Ausleihungen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Vorräte

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.046 12.293
Unfertige Leistungen 6.258 8.295
20.304 20.588

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen betreffen im Wesentlichen die weiterzuberechnenden Revisionskosten für Block 3 im Kraftwerk Ensdorf. Für strittige Weiterverrechnungen wurden Wertberichtigungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.686 6.650
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.091 88.688
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.996 23.155
Sonstige Vermögensgegenstände 41.175 46.429
100.948 164.921

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen 28,2 Mio. € (34,8 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 12,0 Mio. € (22,0 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen mit 18,9 Mio. € (22,3 Mio. €) enthalten.

Flüssige Mittel

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Kassenbestand 62 66
Guthaben bei Kreditinstituten 358 358
420 424

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind als Festgeld angelegt.

Seit dem 01.07.2002 ist VSE AG in das Finanzclearing-System der RWE AG, Essen, einbezogen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt unverändert 40.960.000,00 € und ist eingeteilt in 800.000 auf Namen lautende Stückaktien.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage entspricht dem Aufgeld der Kapitalerhöhung aus dem Jahr 1962 zuzüglich der Wiedereinlage aus dem "Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren" in 1994 und 2001.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

T€
Jahresüberschuss 28.766
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 123
Bilanzgewinn 28.889

Sonderposten

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Sonderposten mit Rücklageanteil
- Steuerliche Mehrabschreibungen 2.532 2.568
Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen 32 33
2.564 2.601

Die nur steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen beinhalten Beträge nach § 6 b und § 7 d EStG.

Rückstellungen

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 202.815 219.344
Steuerrückstellungen 18.069 15.810
Sonstige Rückstellungen 57.267 60.590
278.151 295.744

Die sonstigen Rückstellungen betreffen u. a. Frühpensionsvereinbarungen, ausstehende Rechnungen, Strompreisgutschriften und eine Vorsorge für eine mögliche Kraftwerksstilllegung.

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2010 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.880 18.880 16.780
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 62.437 62.437 115.959
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.109 14.109 17.682
Sonstige Verbindlichkeiten 13.103 13.103 4.467
- davon aus Steuern (7.288) (7.288) (374)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1.647) (1.647) (1.957)
108.529 108.529 154.888

Grundpfandrechtliche Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 35,6 Mio. € (44,0 Mio. €), die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mit 3,1 Mio. € (3,9 Mio. €) Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von größer fünf Jahren bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten ausschließlich Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzung weisen wir im Wesentlichen von Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse aus.

Haftungsverhältnisse

Die VSE AG haftet im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen in Höhe von 27,2 Mio. € (26,3 Mio. €) für Pensionszusagen an Mitarbeiter, die zu anderen Unternehmen der VSE Gruppe übergeleitet wurden. Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis ist derzeit nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggeschäften belaufen sich zum Abschlussstichtag auf rund 0,3 Mio. € (0,4 Mio. €). Im Rahmen des Investitions- und Instandhaltungsprogramms besteht ein Bestellobligo in Höhe von 2,2 Mio. € (3,3 Mio. €).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Berichtsjahr ist der Gesamtumsatz auf 450,6 Mio. € (449,9 Mio. €) gestiegen. Die vereinnahmte Ökosteuer wurde wiederum unter den Umsatzerlösen ausgewiesen und die abgeführten Beträge abgesetzt. Auf den Stromverkauf einschließlich dem Verkauf in Nachbargebiete entfallen 369,6 Mio. € (379,4 Mio. €). Die restlichen 80,4 Mio. € (70,5 Mio. €) verteilen sich auf Vergütungen für Geschäftsbesorgung und Betriebsführung, Pachten und Anlagenmitbenutzung sowie auf Erträge aus der zeitanteiligen Auflösung von erhaltenen Baukostenzuschüssen.

In den Umsatzerlösen sind auch Erlöse aus Vorjahren enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Es handelt sich u. a. um Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, dem Abgang von Finanz- und Sachanlagevermögen, Mieteinnahmen und Kostenerstattungen. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil sind in Höhe von 37 T€ (38 T€) enthalten.

Materialaufwand

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 352.785 371.929
Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.538 19.684
375.323 391.613

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten als wesentliche Posten die Strombezugs- und Brennstoffkosten. Die bezogenen Leistungen setzen sich zum größten Teil aus Fremdleistungen für Betriebs- und Unterhaltungsarbeiten zusammen.

Personalaufwand

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Löhne und Gehälter 25.074 23.980
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 4.156 32.181
- davon für Altersversorgung (0) (25.881)
29.230 56.161

Der Auflösungsbetrag für die Pensionsrückstellung ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

In 2010 ergab sich zum Bilanzstichtag folgende Struktur der Beschäftigten:

Mitarbeiter Vorjahr
Sonstige Aktivitäten einschl. Netzbetrieb 214 198
Kraftwerksbetrieb 88 106
302 304

Darüber hinaus bestanden 23 (24) Ausbildungs- und 32 (29) befristete Anstellungsverhältnisse.

Im Jahresdurchschnitt betrug die Mitarbeiterstärke insgesamt 332,8 (330,3).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände können der nachfolgenden Aufstellung über das Anlagevermögen (Anlagengitter) entnommen werden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet neben den Aufwendungen für die allgemeinen Betriebs- und Verwaltungskosten, Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen, Geschäftsbesorgungsvergütungen, die Projektkosten für die SAP-Systemtrennung zwischen Netz und Lieferant sowie Abschreibungen auf Forderungen.

Erträge aus Beteiligungen

Hiervon betreffen 17,9 Mio. € (16,9 Mio. €) aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages enthaltene Gewinne von verbundenen Unternehmen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Es handelt sich im Wesentlichen um Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie aus dem Finanzclearing. Sie betrafen mit 0,3 Mio. € (1,3 Mio. €) verbundene Unternehmen.

Aufwendungen aus Verlustübernahmen

Sie betreffen im Wesentlichen den Verlust 2010 der VSE Verteilnetz GmbH. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen betreffen mit 12,8 Mio. € (8,8 Mio. €) den Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung. 0,6 Mio. € (1,0 Mio. €) Zinsen sind gegenüber verbundenen Unternehmen angefallen.

Außerordentliche Aufwendungen

Es betrifft im Wesentlichen den Unterschiedsbetrag zum 01.01.2010 für sonstige Rückstellungen zwischen altem Recht und BilMoG.

Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der VSE AG getätigt wurden

Es handelt sich im Wesentlichen um den Strombezug von und den Verkauf der Kraftwerksleistung an RWE Vertrieb AG, Dortmund, sowie um die Stromlieferungen an die nachfolgenden Gesellschaften:

energis GmbH, Saarbrücken
Stadtwerke Merzig GmbH, Merzig
Stadtwerke Wadern GmbH, Wadern
Stadtwerke St. Wendel GmbH & Co. KG, St. Wendel
Technische Werke der Gemeinde Losheim GmbH, Losheim am See
Technische Werke der Gemeinde Saarwellingen GmbH, Saarwellingen
Stadtwerke Dillingen/Saar Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Dillingen
Stadtwerke Sulzbach/Saar GmbH, Sulzbach
Kommunale Energie- und Wasserversorgung Neunkirchen AG, Neunkirchen
Stadtwerke Saarlouis GmbH, Saarlouis
Stadtwerke Völklingen GmbH, Völklingen
Gemeindewerke Schwalbach GmbH, Schwalbach
VSE Verteilnetz GmbH, Saarbrücken
Stadtwerke Homburg GmbH, Homburg
Stadtwerke Saarbrücken AG, Saarbrücken

Gemäß § 312 AktG wurde ein gesonderter Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes der VSE AG zum 31.12.2010

Anteil am Kapital 31.12.10

%
gezeichnetes Kapital

T Euro
Eigenkapital 1)

T Euro
Ergebnis des Geschäftsjahres 1)

T Euro
Projecta 9 - Entwicklungsgesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH, Saarbrücken 100,00 50 84 2.151 2)
Projecta 10 GmbH, Saarbrücken 100,00 25 54.303 12.774 2)
Projecta 13 GmbH, Saarbrücken 100,00 25 58 503 2)
VSE Verteilnetz GmbH, Saarbrücken 100,00 25 25 1.506 2)
Projecta 5 - Entwicklungsgesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH, Saarbrücken 100,00 50 22 -6
CUROS Gesellschaft zur Verwertung von Deponiegas und Entsorgung von Reststoffen mbH, Saarbrücken 100,00 51 0 -42 2)
VSE-Stiftung gGmbh, Saarbrücken 100,00 25 2.558 474
VSE - Windpark Merchingen GmbH & Co. KG, Saarbrücken 100,00 2.800 2.703 -97
VSE - Windpark Merchingen Verwaltungs GmbH, Saarbrücken 100,00 50 51 1
Fernwärme Saarlouis-Steinrausch Investitions- gesellschaft mbH, Saarlouis 95,00 511 7.567 570 2)
Energie Service Saar GmbH, Völklingen 50,00 52 635 -240
Projecta 14 GmbH, Saarbrücken 50,00 25 12.207 86
Voltaris GmbH, Maxdorf 50,00 100 2.887 1.415
prego.services GmbH , Saarbrücken 37,45 1.000 8.696 2.025
Kraftwerk Wehrden GmbH, Völklingen 33,34 5.514 10.627 0
Verwaltungsgesellschaft GKW Dillingen mbH 25,20 100 134 8
GKW Dillingen GmbH & Co. KG 25,20 12.000 11.950 -159
Stadtwerke Völklingen Netz GmbH 17,60 12.100 16.387 1.318 2)
Stadtwerke Völklingen Vertrieb GmbH 17,60 6.000 7.283 998 2)
Stadtwerke Sulzbach GmbH, Sulzbach 15,00 10.300 11.431 2.668 2)
Windpark Saar GmbH & Co. KG, Merzig 11,00 500 1.005 165
IZES gGmbh (vormals AZES GmbH, ehem. Saarländische Energie-Agentur GmbH, Saarbrücken) 9,00 752 699 0

1) Geschäftsjahr 2009

2) vor Ergebnisabführung

Aufsichtsrat

Dr. Rolf Martin Schmitz

Mitglied des Vorstands der RWE AG, Essen

Vorsitzender

Ulf Huppert

Beauftragter für das Amt des Regionalverbandsdirektors a. D., Heusweiler

1. stellv. Vorsitzender

bis 12. Februar 2010

Peter Gillo

Regionalverbandsdirektor, Saarbrücken

1. stellv. Vorsitzender

ab 12. Februar 2010

Dagmar Schmeer

Betriebsratsvorsitzende, Saarbrücken

2. stellv. Vorsitzende

Monika Bachmann

Landrätin, Saarlouis

Charlotte Britz

Oberbürgermeisterin, Saarbrücken

René Ehm

stellv. Betriebsratsvorsitzender, Bous

Albert Hettrich

Staatssekretär a. D., Saarbrücken

Dr. Rudolf Hinsberger

Landrat, Neunkirchen

Francis Kany

Chef de mission Europe, EdF, Paris

Ute Kurtz

Technische Angestellte, Saarbrücken

Rainer Müller

Schichtführer Produktion und Sonderaufgaben, Ensdorf

Thomas Neifer

Betriebsratsvorsitzender energis GmbH, Wadgassen

Udo Recktenwald

Landrat, St. Wendel

Dr. Werner Roos

ehem. Mitglied des Vorstands der RWE Energy AG, Homburg

Dr. Joachim Schneider

Mitglied des Vorstands der

RWE Rheinland Westfalen Netz AG, Essen

Walter Skreba

Technischer Angestellter, Püttlingen

Erwin Winkel

Mitglied des Vorstands der RWE Power AG, Köln

Dr. Knut Zschiedrich

Vorsitzender des Vorstands der RWE Vertrieb AG, Dortmund

Vorstand

Prof. Leo Petry

Rehlingen-Siersburg

Tim Hartmann

Saarbrücken

Dr. jur. Hanno Dornseifer

Homburg

ab 01.01.2011

Sonstige Angaben

Die in den Vorjahren allein nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommenen Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr mit rund 0,1 Mio. € (0,1 Mio. €) erhöhend auf das Jahresergebnis ausgewirkt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in einer besonderen Anlage aufgeführt. Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder einschließlich ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 0,18 Mio. € (0,18 Mio. €). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 0,37 Mio. € (0,37 Mio. €). Für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. € (1,1 Mio. €) gebildet. Für das Geschäftsjahr wurde eine Anzahl von 5.596 Performance Shares (3 Jahre Wartezeit) mit einem Zeitwert von 28,80 € und 6.074 Performance Shares (4 Jahre Wartezeit) mit einem Zeitwert von 25,96 € ausgegeben.

Die Schutz- bzw. Befreiungsklauseln gemäß § 286 (4) HGB und § 285 (17) HGB wurden in Anspruch genommen.

Saarbrücken, den 14. Januar 2011

VSE AKTIENGESELLSCHAFT

Tim Hartmann

Prof. Leo Petry

Entwicklung des Anlagevermögens 2010 - HGB

ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLKOSTEN
Stand 01.01.2010

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Umbuchung

T€
Stand 31.12.2010

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 13.239 228 46 0 13.421
Geleistete Anzahlungen 3 85 0 0 88
13.242 313 46 0 13.509
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.118 2.432 2.695 2.548 53.403
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 60.470 1.712 0 1.693 63.875
- Verteilungsanlagen 159.428 3.388 8.366 975 155.425
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.778 818 2.368 42 20.270
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.840 604 400 -5.258 786
298.634 8.954 13.829 0 293.759
Finanzanlagen
- Verbundene Unternehmen 61.477 0 0 0 61.477
- Ausleihungen an Verb. U. 25.800 0 0 0 25.800
- Beteiligungen 19.891 13.250 0 0 33.141
- Ausleihungen an Beteiligungen 56 0 30 0 26
- Wertpapiere des Anlagevermögens 248.601 51.817 46.804 0 253.614
- Sonstige Ausleihungen 1.324 29 156 0 1.197
357.149 65.096 46.990 0 375.255
669.025 74.363 60.865 0 682.523
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2010

T€ 1
Abschreibung des Geschäftsjahres

T€
Zuschreibung

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 12.482 289 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0
12.482 289 0
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.348 758 0
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 56.768 1.615 0
- Verteilungsanlagen 137.627 2.955 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.227 435 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
247.970 5.763 0
Finanzanlagen
- Verbundene Unternehmen 0 0 0
- Ausleihungen an Verb. U. 0 0 0
- Beteiligungen 68 0 0
- Ausleihungen an Beteiligungen 0 0 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens 6.037 0 0
- Sonstige Ausleihungen 0 0 0
6.105 0 0
266.557 6.052 0
ABSCHREIBUNGEN
Abgäng

T€
Umbuchung

T€
Stand 31.12.2010

T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 45 0 12.726
Geleistete Anzahlungen 0 0 0
45 0 12.726
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.921 0 32.185
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 0 0 58.383
- Verteilungsanlagen 8.339 -1 132.242
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.367 1 18.296
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
12.627 0 241.106
Finanzanlagen
- Verbundene Unternehmen 0 0 0
- Ausleihungen an Verb. U. 0 0 0
- Beteiligungen 0 0 68
- Ausleihungen an Beteiligungen 0 0 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens 6.037 0 0
- Sonstige Ausleihungen 0 0 0
6.037 0 68
18.709 0 253.900
BUCHWERTE
31.12.10

T€
Vorjahr

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 695 757
Geleistete Anzahlungen 88 3
783 760
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.218 17.770
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 5.492 3.702
- Verteilungsanlagen 23.183 21.801
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.974 1.551
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 786 5.840
52.653 50.664
Finanzanlagen
- Verbundene Unternehmen 61.477 61.477
- Ausleihungen an Verb. U. 25.800 25.800
- Beteiligungen 33.073 19.823
- Ausleihungen an Beteiligungen 26 56
- Wertpapiere des Anlagevermögens 253.614 242.564
- Sonstige Ausleihungen 1.197 1.324
375.187 351.044
428.623 402.468

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VSE Aktiengesellschaft, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Strichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.

Saarbrücken, den 14. Januar 2011

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Joachim Demmer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jörg Vogelgesang, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2010

Der Aufsichtsrat der VSE AG hat während des Geschäftsjahres 2010 seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen und die Geschäftsführung durch den Vorstand der Gesellschaft laufend überwacht. Er ist vom Vorstand regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die beabsichtigte Geschäftspolitik, über grundsätzliche Fragen der zukünftigen Geschäftsführung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle ausführlich schriftlich und mündlich unterrichtet worden, hat mit dem Vorstand hierüber eingehend beraten und die erforderlichen Entscheidungen getroffen.

Im Geschäftsjahr 2010 haben fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.

Schwerpunkte der Beratungen waren:

der Jahresabschluss 2009
Berichte des Vorstands über die Geschäftslage
die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2011, bestehend aus Ergebnis-, Bilanz-, Investitions-, Instandhaltungs-, Finanz- und Personalplan
die Mittelfristplanung 2011 - 2013
Berichte zur Lage des Kraftwerks Ensdorf
der Erwerb einer 33,33 %igen Beteiligung der FAMIS GmbH an der neu zu gründenden IG tec Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG
die Verschmelzung von verschiedenen Gesellschaften
den Verkauf der Anteile der FAMIS GmbH an der SWiFT Tec GmbH
Vorstandsangelegenheiten.

Auch außerhalb der Sitzungen hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand Fragen der Geschäftsführung, der geschäftspolitischen Ausrichtung, der Unternehmensplanung und der strategischen Ziele sowie wichtige Einzelvorgänge besprochen.

Das Präsidium des Aufsichtsrates hat im Berichtsjahr zweimal getagt, einmal per schriftlichem Umlaufverfahren abgestimmt und die ihm übertragenen Entscheidungen über personelle Angelegenheiten des Vorstands getroffen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem in der Hauptversammlung am 12. Februar 2010 gewählten und aufgrund des Beschlusses des Aufsichtsrats vom 12. Februar 2010 beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Saarbrücken, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Bericht des Abschlussprüfers, der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Aufsichtsrats sind dem Aufsichtsrat durch den Aufsichtsratsvorsitzenden rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 09. Februar 2011 ausgehändigt und in der Sitzung umfassend erörtert worden. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Außerdem stand er für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung zugestimmt. Er hat seinerseits den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung schließt er sich an.

Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht gemäß § 313 Abs. 3 AktG mit folgendem Vermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts.

Herr Ulf Huppert hat mit Ablauf der Aufsichtsratssitzung am 12. Februar 2010 sein Amt niedergelegt. Als sein Nachfolger sowie zum 1. stv. Vorsitzenden wurde Herr Peter Gillo, Regionalverbandsdirektor, gewählt. Der Aufsichtsrat heißt das neue Mitglied willkommen und dankt Herrn Huppert für die geleistete Arbeit und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.

Herr Prof. Leo Petry wird mit Wirkung zum Ablauf des 30.06.2011 aus dem Vorstand ausscheiden und in den Ruhestand eintreten. In der Sitzung vom 22.06.2010 wurde Herr Dr. jur. Hanno Dornseifer ab 01.01.2011 zum Vorstand der VSE AG bestellt. Herrn Dr. Dornseifer wünscht der Aufsichtsrat viel Erfolg an seiner neuen Wirkungsstätte bei VSE und Fortune bei seinen Entscheidungen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Betriebsräten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VSE-Gruppe für die im Geschäftsjahr 2010 geleistete Arbeit seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Saarbrücken, den 09. Februar 2011

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorsitzender

Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Jahresüberschuss 28.766.139,70 €
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 123.243,17 €
./. Dividende von 35 % auf das gezeichnete Kapital von 40.960.000,00 € 14.336.000,00 €
./. Einstellung in die freie Gewinnrücklage 14.500.000,00 €
Gewinnvortrag 53.382,87 €

Saarbrücken, den 09. Februar 2011

VSE AKTIENGESELLSCHAFT

Hartmann

Prof. Petry

PUNKT 2 DER TAGESORDNUNG

VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS

Entsprechend dem vom Vorsitzenden zur Abstimmung vorgetragenen Beschlussvorschlag des Aufsichtsrates beschloss die Hauptversammlung gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 2, § 58 Abs. 2 bis 4 AktG einstimmig durch Handzeichen, aus dem Bilanzgewinn 2010 in Höhe von 28.889.382,87 Euro in Höhe von 14.336.000,00 Euro als Dividende (35 % Dividende auf das gezeichnete Kapital in Höhe von 40.960.000,00 Euro) auszuschütten, 14.500.000,00 Euro in die freie Gewinnrücklage einzustellen und den Restbetrag in Höhe von 53.382,87 Euro als Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Diesem Beschluss wurde einstimmig zugestimmt.