Annual Report • Apr 28, 2022
Annual Report
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Geschäftsbericht
2021
| In TEUR bzw. lt. Angabe | 01.01. - 31.12.2021 |
01.01. - 31.12.2020 |
Veränd. | 01.10. - 31.12.2021 |
01.10. - 31.12.2020 |
Veränd. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 3.490 | 18.135 | -80,8 % | 1.115 | 4.843 | -77,0 % |
| EBITDA | -3.697 | -24.224 | 84,8 % | -1.270 | -3.277 | 61,2 % |
| EBITDA-Marge in % | -105,9 | -133,7 | n.a. | -113,9 | -67,7 | n.a. |
| EBIT | -10.000 | -38.474 | 74,0 % | -4.708 | -4.654 | -1,2 % |
| EBIT-Marge in % | -286,5 | -212,2 | n.a. | -422,2 | -96,1 | n.a. |
| Konzernergebnis aus nicht fortgeführten und fortgeführten Bereichen |
-12.839 | -37.052 | 65,4 % | -3.074 | -2.035 | -51,2 % |
| Ergebnis je Aktie in € | -0,81 | -2,34 | 65,3 % | -0,19 | -0,13 | -47,2 % |
| Investitionen (CAPEX)1 | 492 | 5.562 | -91,2 % | -290 | -3.013 | 90,4 % |
| Operativer Cashflow | -8.217 | 3.748 | n.a. | -13.742 | -1.026 | 1.239,4 % |
| Free Cashflow2 | -8.709 | -1.802 | -383,3 % | -13.452 | 1.986 | n.a. |
| In TEUR bzw. lt. Angabe | 31.12.2021 | 31.12.2020 | Veränd. 31.12.2021 30.09.2021 | Veränd. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 5.725 | 40.113 | -85,7 % | 5.725 | 25.154 | -77,2 % |
| Eigenkapital | 1.718 | 15.373 | -88,8 % | 1.718 | 4.794 | -64,2 % |
| Eigenkapitalquote in % | 30,01 | 38,3 | n.a. | 30,01 | 19,1 | n.a. |
| Liquide Mittel | 410 | 2.337 | -82,5 % | 410 | 158 | 159,5 % |
| Net Debt/EBITDA | 0,04 | -0,5 | n.a. | 0,04 | -1,9 | n.a. |
| Nettoverschuldung3 | -156 | 11.487 | n.a. | -156 | 6.132 | n.a. |
| Mitarbeiter | 46 | 186 | -75,3 % | 46 | 55 | -16,4 % |
| Aktie | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | Veränd. 31.12.2021 30.09.2021 | Veränd. | |||
| Schlusskurs Xetra in € | 1,50 | 3,86 | -61,1 % | 1,50 | 1,99 | -24,6 % |
| Anzahl ausgegebener Aktien | 15.825.000 | 15.825.000 | 0,0 % | 15.825.000 | 15.825.000 | 0,0 % |
| Marktkapitalisierung in Mio. Euro | 23,7 | 61,1 | -37,4 | 23,7 | 31,5 | -7,8 |
Aufgrund von Rundungen und Einheitszahlen innerhalb des Geschäftsberichts ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.
1 CAPEX = Investitionen in das Sachanlagevermögen + Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
2 Free Cashflow = Operativer Cashflow – Investitionen (CAPEX); ohne Berücksichtigung des Cashflow aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von TEUR 10.318
3 Nettoverschuldung = Zinstragende Verbindlichkeiten – freie Liquidität
das zurückliegende Geschäftsjahr 2021 bleibt uns als ein Jahr in Erinnerung, in dem das Kapitel der "alten" Voltabox AG endgültig sein Ende gefunden und die Zeitrechnung unseres Unternehmens neu begonnen hat. Das Geschäftsjahr 2021 war von einer umfassenden Konsolidierung geprägt. Voltabox hat die defizitären Geschäftsmodelle der Vergangenheit vollständig abgestoßen, sich nahezu vollständig entschuldet und durch das Outsourcing der Produktion deutlich agiler positioniert. Wir sind jetzt gefordert, eine neue Unternehmensstrategie zu entwickeln und zu implementieren. Die Voltabox, wie wir sie bislang kannten, ist Geschichte.
Mit der Veräußerung des Nordamerika- und Automotive Geschäfts konnten die Voraussetzungen für einen vollständigen Neustart geschaffen werden. Ein Neustart in anderer Form wäre sonst ausschließlich im Rahmen einer Insolvenz möglich gewesen. Durch die Konsolidierung konnte daher ein Weg gefunden werden, der uns nun in eine bestmögliche Ausgangslage für einen vollständigen Neustart versetzt. So sind wir heute – nahezu schuldenfrei und ohne Altlasten – in der Lage, das Geschäft im Bereich der industriellen Elektromobilität auf grundlegend neue Beine zu stellen.
Inmitten unserer strategischen Neuausrichtung befindet sich Voltabox derzeit in einer äußerst spannenden Phase. Machbarkeitsanalysen, Marktstudien und der Aufbau von qualifizierten, erfahrenen Branchenexperten stehen im Vordergrund unserer Aktivitäten. All das gehen wir von unserem neuen Firmensitz im Technologiepark in Paderborn an. Die Entwicklung eines nachhaltigen Geschäftsmodells nimmt dabei die höchste Priorität ein. Wie
bereits in meiner Rede zur außerordentlichen Hauptversammlung erläutert, benötigt Voltabox für diesen Prozess Zeit. Wir sind ausreichend refinanziert und die Voltabox Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hochmotiviert, sich dieser Herausforderung zu stellen. Unser Know-how bündeln wir im Rahmen eines Technologie- und Business-Hubs, der für uns die Basis der zukünftigen Marktausrichtung in unserer hochagilen Branche darstellt.
Wir begreifen die Entwicklung in der Vergangenheit als Chance, aus den begangenen Fehlern zu lernen und wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Ein "Weiter so wie bisher" war keine Option. Der Blick in den vorliegenden Geschäftsbericht zeigt, dass es auch in 2021 notwendig war, in den Vermögenswerten von Voltabox aufzuräumen. Unser gemeinsames Ziel ist es, neue Chancen für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu schaffen. Voltabox soll dabei keineswegs eine Kopie von etwas Vorhandenem, also von Marktbegleitern werden. Wir möchten vielmehr gezielt – unter Einbindung eines spezialisierten Netzwerks – attraktive Opportunitäten und Alleinstellungsmerkmale finden, um Markteintritte zu realisieren, mit denen wir einen echten Mehrwert schaffen.
Wir möchten mit dem Geschäftsjahr 2021 die Phase abschließen, in der Voltabox den Blick mehr oder weniger ohne konkrete Marktreflexion ausschließlich auf sich selbst gerichtet hat. Das Jahr 2022 stellt den Beginn dar, in dem sich Voltabox dem Markt stellt. Der Verantwortung bin ich mir bewusst. Mit voller Überzeugung habe ich diese Herausforderung angenommen. Und ich weiß: Wir haben heute bessere Marktvoraussetzungen denn je.
Dies steht auch in engem Zusammenhang mit der Veränderung der Gesellschafterstruktur im Berichtsjahr. Mit den neuen Ankeraktionären ist eine außerordentlich stabile Basis für die Entwicklung von langfristig erfolg-
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reichen Geschäftsmodellen und Ansätzen für die Markterschließung geschaffen worden. Beide Gesellschafter sind an einem echten Neuanfang und einer sinnvollen Gestaltung des Unternehmens interessiert. Sie vertreten daher die Interessen aller Aktionäre. Ich bin den beteiligten Personen, die im Rahmen der Abspaltung vom Alt-Eigentümer mitgewirkt haben, außerordentlich dankbar. Dank gebührt auch unseren Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten für die Zusammenarbeit im Jahr 2021 und darüber hinaus. Ebenso bin ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankbar: Eine harte Sanierung gelingt nie ohne das Aussprechen von unbequemen Wahrheiten und überlagert nicht selten den Blick auf das Positive und Lob. Ich danke Ihnen sehr für Ihr konstruktives Mitwirken an diesem Prozess! Ähnlich herausfordernd stellte sich das vergangene Jahr für unsere Aktionärinnen und Aktionäre dar. Ich würde mich freuen, wenn Sie unsere Anstrengungen hinsichtlich der nachhaltig erfolgreichen Gestaltung des Unternehmens honorieren und uns weiterhin dabei unterstützen!
Patrick Zabel
CEO
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Alarmismus in der produzierenden Industrie. Das wirkte sich auch auf die Aktienmärkte aus. Der Anstieg der Inflation in zahlreichen Volkswirtschaften bremste die gute Stimmung an den Börsen zusätzlich ein. Der DAX verzeichnete allein im September in einem Rücksetzer ein Minus von rund 1.500 Punkten.
Die Gegenreaktion zeigten die Märkte, insbesondere angetrieben von den Technologiewerten, im Oktober. Bis Mitte November erklomm der DAX somit sein neues Allzeithoch von 16.290 Punkten. Doch die Euphorie an den Märkten hielt nicht lange, da mit der "Omikron"-Variante des Coronavirus neue Verunsicherung hinsichtlich einer wiederholten Belastung für die Wirtschaft aufkamen. Während sich die Technologietitel und damit auch der TecDAX davon nach einem zuvor starken Anstieg verhältnismäßig schnell erholen konnten, machte der Leitindex DAX in den letzten Handelstagen des Jahres Boden gut und verpasste nur knapp die Marke von 16.000 Punkten.
Zusammengefasst haben sich die wichtigsten deutschen Aktienindizes im Jahr 2021 durchweg positiv entwickelt (DAX 15,8 %, SDAX 11,2 %, TecDAX 22,0 %). Der DAXSector Technology, der die Technologie-Werte abbildet, erzielte dabei ein bemerkenswertes Plus von 29,1 %.

| Ticker / ISIN | VBX I DE000A2E4LE9 |
|---|---|
| Anfangskurs (01. Januar 2021) | 3,96 Euro |
| Höchstkurs | 5,48 Euro am 16. Februar 2021 |
| Tiefstkurs | 1,50 Euro am 31. Dezember 2021 |
| Schlusskurs (31. Dezember 2021) | 1,50 Euro |
| Börsenwert zum Stichtag (31. Dezember 2021) | 23,7 Mio. Euro |
| Wertzuwachs/-verlust im Geschäftsjahr | -35,9 Mio. Euro |

1 jeweils Schlusskurse des XETRA-Handelssystems der Deutschen Börse AG
Entwicklung der Voltabox-Aktie im Vergleich mit den wichtigsten Indizes
Die Voltabox AG war auch im vergangenen Jahr bestrebt, alle Kapitalmarktteilnehmer trotz der mit der Pandemie und den gebotenen Kontakt- bzw. Reisebeschränkungen einhergehenden Umstände proaktiv, parallel und so zeitnah wie möglich über die wirtschaftliche Lage und alle wichtigen Ereignisse des Unternehmens zu informieren. Die Berichterstattung umfasste unter anderem den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 (Veröffentlichung am 20. Juli 2021), den Zwischenbericht zum 31. März 2021 – 1. Quartal (Veröffentlichung am 20. Juli 2021), den Zwischenbericht zum 30. Juni 2021 – 1. Halbjahr (Veröffentlichung am 24. August 2021) sowie den Zwischenbericht zum 30. September 2021 – 9 Monate (Veröffentlichung am 30. November 2021). Parallel zu diesen Terminen veröffentlichte die Voltabox AG entsprechende Finanzmeldungen, welche u.a. auch die Einschätzung der Geschäftsführung zur weiteren Geschäftsentwicklung beinhalteten.
Der Vorstand gab erstmals am 27. April 2021 eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2021 ab. Gemäß dieser ging er zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 15 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von -15 % erzielt. Der Free Cashflow wurde im negativen einstelligen Millionen-Bereich erwartet. Im Geschäftsbericht, der am 20. Juli 2021 veröffentlicht worden ist, bestätigte der Vorstand seine Erwartungshaltung in Bezug auf die im Geschäftsjahr avisierten Umsatzerlöse und das Ergebnis. Der Free Cashflow wurde nunmehr mit -5 Mio. Euro angegeben und damit präzisiert. Die Prognose wurde im Konzernlagebericht unter Einbeziehung der wesentlichen zugrundeliegenden Annahmen erläutert. Im Anschluss an das Closing der Transaktion des US-Geschäfts sowie vor dem Hintergrund des bevorstehenden Verkaufs des
Automobilgeschäfts gab der Vorstand am 5. Oktober 2021 bekannt, dass die Prognose von Ergebnis und Free Cashflow bis auf weiteres ausgesetzt werden. Für den nach sämtlichen Transaktionen verbleibenden Industriebereich erwartete der Voltabox-Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 zu diesem Zeitpunkt einen Umsatz von 2,5 Mio. Euro. Zusätzlichen Einfluss auf die Umsatzerwartung hatten Engpässe in der Materialversorgung, die zu Verschiebungen bei Produktionshochläufen führten.
Die Gesellschaft versteht unter effektiver Finanzkommunikation die zielgerichtete Reduzierung von Informationsasymmetrie zwischen Management und Anteilseignern über die aktuelle wirtschaftliche Lage und das spezifische Zukunftspotenzial der Voltabox AG. Entsprechend wird dem laufenden Dialog mit professionellen Kapitalmarktteilnehmern ein hoher Stellenwert beigemessen. Des Weiteren ist die Gesellschaft bemüht, die breite Öffentlichkeit über diverse Medienkanäle laufend mit aktuellen und relevanten Informationen zu versorgen sowie als persönlicher Ansprechpartner für Privatanleger zur Verfügung zu stehen. 46%
Die Aktionärsstruktur der Voltabox AG hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals seit der Erstnotiz im Jahr 2017 signifikant verändert. Rund 1 ½ Jahr nach der Ankündigung durch der bisherigen Mehrheitsgesellschafterin paragon GmbH & Co. KGaA, ihr Aktienpaket von zu diesem Zeitpunkt 60,03 % am Grundkapital der Voltabox AG verkaufen zu wollen, ist die Transaktion im Herbst des vergangenen Jahres finalisiert worden. Die Investoren Trionity Invest GmbH sowie EW-Trade AG sind seitdem mit einem Anteil von 28,00 % bzw. 20,78 % neue Ankeraktionäre der Voltabox AG. Ein Anteil von 2,21
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% verblieb zunächst im Besitz von paragon, für die die Trionity Invest GmbH eine Call-Option besaß, die am 14. Januar 2022 gezogen wurde. Zu Beginn des Jahres 2021 erreichte zudem die HANSAINVEST die meldepflichtige Schwelle von 3 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die verbleibenden rund 46 % der ausgegebenen Aktien befinden sich im Besitz von u.a. institutionellen Investoren, Family Offices und privaten Aktionären. 28%
Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2021

EW-Trade AG Trionity Invest GmbH
Trionity Invest GmbH
paragon GmbH & Co. KGaA
Free Float
* (seit 14. Januar 2022 entfallen)
21%
10
Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") enthaltenen Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Interessenskonflikte einzelner Vorstandsmitglieder bestanden im Geschäftsjahr 2021 nicht. Eine Aufstellung aller Mandate der Aufsichtsratsmitglieder ist im Konzernanhang enthalten (Note (40)).
Im Geschäftsjahr 2021 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend beaufsichtigt und sich von der Rechtund Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Im Februar 2022 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Investor Relations-Bereich der Internetseite der Voltabox AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex und darüberhinausgehende Informationen zur Corporate Governance bei der Voltabox AG sind dort ebenfalls erläutert.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.
Dem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten zum 01. Januar 2021 drei Mitglieder an: Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Hermann-Josef Börnemeier (stellvertretender Vorsitzender) und Walter Schäfers.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Voltabox AG haben zum 12. November 2021 (Hermann-Josef Börnemeier und Walter Schäfers) bzw. zum 15. November 2021 (Klaus Dieter Frers) ihr Amt niedergelegt. Der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsratsrat auf die Einhaltung der Frist zur Niederlegung verzichtet.
Am 15. November 2021 hat die Gesellschaft beim Registergericht ein Antrag auf Neueinsetzung gestellt. Der Vorstand hat in diesem Zuge einen Vorschlag für die Neueinsetzung unterbreitet. Das Gericht ist dem Vorschlag gefolgt.
Der neue Aufsichtsrat besteht aus Herbert Hilger (Vorsitzender), Roland Mackert (Stellvertreter und Leiter Prüfungsausschuss) und Toni Junas. Die Wahl in den Aufsichtsrat erfolgte im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. März 2022.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft deren Entwicklung durch wöchentliche Abstimmungen eng begleitet. Mit Eintritt des neuen Aufsichtsrats wurde der Austausch mit dem Vorstand wieder an den üblichen Sitzungsrhythmus bzw. Abstimmungsgespräche angepasst. Neben diesen regelmäßigen Zusammenkünften fanden folgende Sitzungen des Aufsichtsrats statt:
| Datum | Art | Form der Durchführung |
Inhalte |
|---|---|---|---|
| 30. April 2021 | Außerordentliche Aufsichtsratssitzung |
Präsenz | In der Sitzung wurden der Beschluss zur Abberufung des Vorstandsmitglieds Dr. Burkhard Leifhelm sowie ein Beschluss zum Abschluss eines Aufhebungsvertrages gefasst. |
| 04. Mai 2021 | Außerordentliche Aufsichtsratssitzung |
Virtuell | Der Aufsichtsrat beschloss im Rahmen der Sitzung die Herabsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder nach § 87 Abs. 2 AktG (befristet bis zum 31. Dezember 2021). |
| 18. Mai 2021 | Außerordentliche Aufsichtsratssitzung |
Präsenz | Der Aufsichtsrat wurde über den Stand der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2020 unterrichtet. In diesem Zusammenhang wurde ausführlich die Abhängigkeit von der paragon GmbH & Co. KGaA zwecks Realisierung einer Fortführungsprognose thematisiert. Es wurde erläutert, dass eine Veröffentlichung erst erfolgen könne, wenn die Fortführung der paragon GmbH & Co. KGaA unter Einbeziehung der Liquiditätsbedarfe der Voltabox AG gesichert sei. Darüber hinaus wurde das Ergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 sowie der Zwischenabschluss des 1. Quartals 2021 vorgestellt. Der Vorstand stellte die Auftragslage 2021 und 2022 sowie die entsprechende Überleitung zur Business-Planung vor. Der Aufsichtsrat erläuterte die Herabsetzung der Vergütung des Vorstandes. |
| 19. Juli 2021 | Ordentliche Aufsichtsratssitzung |
Virtuell | Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über das abgelaufene Geschäftsjahr 2020. Zudem stellte der Aufsichtsrat den Jahres- und Konzernabschluss 2020 fest und genehmigte diesen. Der Vorstand berichtete über die Geschäftsentwicklung und die Auftrags- und Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr. Zudem erfolgte die Beschlussfassung zu den Tagesordnungspunkten der Hauptversammlung sowie die Beschlussfassung über den Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021. |
| 31. August 2021 | Ordentliche Aufsichtsratssitzung |
Präsenz und teilweise virtuell |
Der Vorstand stellte die aktuelle Geschäftsentwicklung, Auftrags und Ertragslage sowie die Liquiditätsplanung dar. Im Anschluss erfolgte eine Abstimmung über die Kommunikation im Rahmen der Hauptversammlung zum Stand des Verkaufs der Voltabox AG. Der Vorstand erläuterte den Stand des Carve-Outs des Automotive-Geschäfts und des Verkaufs der Aktivitäten im nordamerikanischen Geschäft. Weiterhin wurden die aktuellen Kundenbeziehungen und die aufgrund der Liquiditätslage nicht realisierbaren Belieferungen erörtert. Darüber hinaus wurde ein Beschluss zur Ruhegeldabsicherung des Vorstands gefasst. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 wurde auf die aktuellen Geschäftszahlen übergeleitet und die Besonderheiten in der Anwendung des Rechungslegungsstandards IFRS 5 im Rahmen der Prognose erläutert. |
| 12. Oktober 2021 | Außerordentliche Aufsichtsratssitzung |
Präsenz und teilweise virtuell |
In der Sitzung wurde der aktuelle Stand des Erwerbs eines Aktienpakets durch die Trionity Invest GmbH erläutert. Sodann wurde dem Aufsichtsrat erläutert, dass durch einen Verlust in Höhe von 50 % des Stammkapitals eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen ist. Die Ursache der Reduzierung des Eigenkapitals ist in der Verzögerung des Verkaufs der Automotive-Sparte begründet, sodass eine Heilung nicht wie geplant unmittelbar eintreten konnte. Der Aufsichtsrat gelangte jedoch zu der Erkenntnis, dass die Transaktionen darüber hinaus planmäßig verlaufen. Das Vorstandsmitglied Patrick Zabel hat im Rahmen der Aufsichtsratssitzung seine Bereitschaft unterstrichen aus dem Unternehmen auszuscheiden, um sich künftig anderen Tätigkeiten widmen zu können. |
| 19. Oktober 2021 | Außerordentliche Aufsichtsratssitzung |
Virtuell | Der Aufsichtsrat hat einen Beschluss zur Abberufung des Vorstandsmitglieds Patrick Zabel gefasst. Das Vertragsende wurde auf den 31. Dezember 2021 festgelegt. |
| 29. November 2021 | Ordentliche Aufsichtsratssitzung |
Virtuell | Der neue Aufsichtsrat der Voltabox AG konstituierte sich in dieser ersten gemeinsamen Sitzung. Es erfolgt eine gegenseitige Vorstellung des Aufsichtsrates, des Vorstands und der Voltabox AG im Allgemeinen. Im Rahmen der Sitzung erfolgte die Wahl des Vorsitzenden des Aufsichtsrates sowie dessen Stellvertreter und des Prüfungsleiters. Weiterhin wurde ein Beschluss zum Verkauf des Automotive Business im Rahmen eines Asset Deals gefasst. Anschließend stellte der Vorstand die Business-Planung der Voltabox AG vor und erläuterte den Stand der Prognose 2021. Sodann erfolgte eine Beschlussfassung zur Aufhebung der Vergütung für das Board der US-Tochtergesellschaft. Darüber hinaus wurde die Sitzverlegung der Voltabox beraten und ein Beschluss zur Produktionsverlagerung sowie zum Abschluss eines Produktionsdienstleistungsvertrages getroffen. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, das Mandat für die Abschlussprüfung der Voltabox AG für das Geschäftsjahr 2022 neu zu vergeben. |
| 12. Dezember 2021 | Außerordentliche Aufsichtsratssitzung |
Virtuell | Der Aufsichtsrat hat den Beschluss gefasst, mit dem abberufenen Vorstandsmitglied Patrick Zabel eine Aufhebungsvereinbarung zu treffen. |
Wie bereits in der Vergangenheit hat der bis zum 12. November 2021 dreiköpfige Aufsichtsrat der Gesellschaft auch im Berichtsjahr auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet und alle anstehenden Themen im Gesamtgremium behandelt.
In der konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrats vom 29. November 2021 beschloss dieser, dass ein Prüfungsausschuss gebildet wird. Der Ausschuss wird durch Herrn Roland Mackert geleitet. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind ebenfalls Mitglieder dieses Ausschusses.
Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 01. September 2021 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer des Geschäftsjahres vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021 bestellt und durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates entsprechend beauftragt. Eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Artikel 6 Abs. 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) 537/2014 liegt dem Aufsichtsrat vor.
Gegenstand der Abschlussprüfung war der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021, der vom Vorstand gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021, der zusammengefasste Lagebericht des Voltabox-Konzerns und der Voltabox AG, sowie der Abhängigkeitsbericht.
Zum Abschluss der Prüfung hat die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox-Konzerns und der Voltabox AG jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat außerdem festgestellt, dass das vom Vorstand eingerichtete Informations- und Überwachungssystem geeignet ist, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Jedem Mitglied des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer die zu prüfenden Unterlagen über den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox-Konzerns und der Voltabox AG, der Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses sowie der Bericht über die Abschlussprüfung zur Verfügung gestellt. Über die Prüfung wurde in der Aufsichtsratssitzung am 22. April 2022 berichtet und diskutiert. Der Abschlussprüfer nahm an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses teil.
Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.
Der Aufsichtsrat ist in seiner Sitzung vom 28. April 2022 zudem dem Vorschlag gefolgt, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
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Dem Aufsichtsrat wurde eine Abhängigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2021 vorgelegt. Dieser Bericht wurde durch den Vorstand der Voltabox AG aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat einen Bestätigungsvermerk für diesen Bericht erteilt und dem Aufsichtsrat die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Bericht geprüft und wird der Hauptversammlung darüber berichten sowie erklären, dass keine Einwände gegen den Bericht des Vorstandes vorliegen.
Die Gesellschaft hat die Abschlussprüfung der Voltabox AG für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2022 neu ausgeschrieben.
Neben der Beauftragung eines Abschlussprüfers berät der Aufsichtsrat derzeit mit dem Vorstand die parallele Einbindung einer versierten Beratungsgesellschaft zur Abbildung der künftigen Rechnungslegung, die sich aus einem künftigen Geschäftsmodell ergeben könnte.
Paderborn, 28. April 2022 Für den Aufsichtsrat
Herbert Hilger
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Die Voltabox AG erweitert ab dem Geschäftsjahr 2021 entsprechend den Anforderungen durch ARUG II den Vergütungsbericht inhaltlich um eine vergleichende Darstellung der jährlichen Veränderung der Vergütung, der Ertragsentwicklung der Gesellschaft sowie der über die letzten fünf Geschäftsjahre betrachteten durchschnittlichen Vergütung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Angaben dazu, ob und wie von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde, variable Vergütungsbestandteile zurückzufordern.
Der Vergütungsbericht ist über die Internetseite der Gesellschaft im Bereich Investor Relations für zehn Jahre abrufbar (https://ir.voltabox.ag/, Rubrik "Veröffentlichungen / Jahresfinanzberichte"). Der Prüfungsvermerk des Abschlussprüfers ist entsprechend hinterlegt.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer einjährigen variablen Vergütung zusammen. Im Geschäftsjahr sind neben der Festvergütung und der Nebenleistung zugunsten eines ehemaligen Vorstandsmitglieds Vergütungen aus Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses gewährt worden und im Berichtsjahr teilweise zugeflossen. Für den variablen Vergütungsanteil ist eine Deckelung (Minimum/Maximum) nicht vorgesehen. Ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil wurde nicht vereinbart.
Die gewährte Gesamtvergütung des Vorstands enthält Gehälter und kurzfristige Leistungen in Höhe von TEUR 836 (Vorjahr: TEUR 537) und umfasst feste Bestandteile in Höhe von TEUR 704 (Vorjahr: TEUR 510)
sowie variable Bestandteile und Boni in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 20). Die wesentlichen variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich am EBIT nach IFRS und der Entwicklung des Aktienkurses des Unternehmens, bewertet jeweils zum Bilanzstichtag.
Die gewährten und zugeflossenen Zuwendungen er-
folgten in Übereinstimmung mit dem maßgeblichen Vergütungssystem. Den Vorstandsmitgliedern wurden für ihre Vorstandstätigkeit keine Vergütungen durch einen Dritten zugesagt oder im Geschäftsjahr gewährt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:
| Jürgen Pampel CEO Eintrittsdatum: 09.08.2017 Austrittsdatum: 16.03.2022 |
Dr. Burkhard Leifhelm CTO Eintrittsdatum: 26.05.2020 |
Patrick Zabel CFO Eintrittsdatum: 26.05.2020 Austrittsdatum: 31.12.2021 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen | Austrittsdatum: 30.06.2021 | |||||
| In EUR bzw. lt. Angabe | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| Festvergütung | 248.990 | 282.350 | 86.301 | 120.000 | 169.600 | 108.000 |
| Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses |
0 | 0 | 90.000 | 0 | 85.000 | 0 |
| Variable Vergütung | 152.569 | 22.705 | 3.561 | 4.243 | 0 | 0 |
| Summe | 401.559 | 305.055 | 179.862 | 124.243 | 254.600 | 108.000 |
| Anteil an der Gesamtvergütung | 48,0 % | 56,8 % | 21,5 % | 23,1 % | 30,5 % | 20,1 % |
| Jährlicher Betrag anzurechnen auf die mehrjährige variable Vergütung |
0 | 20.000 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 401.559 | 325.055 | 179.862 | 124.243 | 254.600 | 108.000 |
| Anteil an der Gesamtvergütung | 48,0 % | 58,3 % | 21,5 % | 22,3 % | 30,5 % | 19,4 % |
| Gesamtvergütung | 401.559 | 325.055 | 179.862 | 124.243 | 254.600 | 108.000 |
Weder wurden Aktien gewährt noch zugesagt. Es wurden zudem keine Aktienoptionen durchgeführt. Darüber hinaus wurde nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, variable Vergütungsbestandteile zurückzufordern.
| In TEUR bzw. lt. Angabe | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Gewährte Vergütung Jürgen Pampel |
227 | 262 | 325 | 402 |
| Gewährte Vergütung Dr. Burkhard Leifhelm |
0 | 0 | 124 | 180 |
| Gewährte Vergütung Patrick Zabel |
0 | 0 | 108 | 255 |
| EBITDA-Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr |
2566 % | -250 % | -69 % | 85 % |
| Durchschnittliche Vergütung aller Angestellten Arbeitnehmer auf Vollzeitäquivalenzbasis weltweit im Verhältnis zur Vorstandsvergütung |
2 % | 2 % | 3 % | 14 % |
Die Vorstandsmitglieder Dr. Burkhard Leifhelm und Patrick Zabel waren bereits vor ihrer Berufung zum Vorstand der Gesellschaft als Arbeitnehmer bei dieser beschäftigt. Die angegebene Vergütung bezieht sich daher nur auf den Zeitraum der Vorstandstätigkeit.
Es lagen keine Abweichungen zum Vergütungssystem vor. Der Beschluss der Hauptversammlung zur neuen Vergütungsstruktur wird bei neuen Vorstandsverträgen berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden dem Vorstandsmitglied Dr. Burkhard Leifhelm und Patrick Zabel eine Vergütung für die vorzeitige Beendigung seines Vertrages zugesagt. Dr. Leifhelm wurde zum 30. April 2021 als Vorstand der Voltabox AG abberufen. Er trat aus der Gesellschaft zum 30. Juni 2021 aus. Patrick Zabel wurde zum 19. Oktober 2021 als Vorstand der Voltabox AG abberufen. Er trat aus der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 aus. Davon waren im Geschäftsjahr 2022 noch TEUR 85 durch die Gesellschaft zu leisten. Als Mitglied des Boards der Voltabox North America, Inc. und der Voltabox of Texas, Inc. wurde Jürgen Pampel im Geschäftsjahr 2021 eine Vergütung von TUSD 50 gezahlt (2020: TUSD 50). Herr Zabel hat auf eine entsprechende Vergütung im Rahmen seines neuen Dienstvertrages verzichtet.
Als Mitglied des freiwilligen Aufsichtsrats der Fork-On GmbH erhielt Patrick Zabel keine Vergütung.
Die Voltabox AG hat im Geschäftsjahr 2020 erstmals eine Rückstellung von TEUR 119 für Ruhegeldansprüche gegenüber Vorstandsmitgliedern gebildet. Der Anspruch bestand zum 31. Dezember 2021 nur noch gegenüber dem Vorstandsmitglied Jürgen Pampel. Die Rückstellung wurde daher zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 44 reduziert. Die Ansprüche wurden in Höhe der Rückstellung im Geschäftsjahr 2022 abgegolten. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde daher auf die Abbildung entsprechender Anhangangaben verzichtet.
Die Inhalte aus dem Beschluss der Hauptversammlung zum Vergütungssystem des Vorstandes werden bei künftigen ordentlichen Dienstverträgen zugrunde gelegt.
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Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird satzungsgemäß von der Hauptversammlung festgelegt, die über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats beschließt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 20, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 15 pro Geschäftsjahr. Gehört ein Mitglied dem Aufsichtsrat nur einen Teil des Geschäftsjahres an, bestimmt sich die Vergütung zeitanteilig.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine von der Gesellschaft zugunsten der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einbezogen.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats Ersatz ihrer bei Wahrnehmung ihres Amts entstandenen angemessenen und nachgewiesenen Auslagen sowie des eventuell auf die Aufsichtsratsvergütung entfallenden Umsatzsteuerbetrages, soweit sie berechtigt sind, der Gesellschaft die Umsatzsteuer gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht auszuüben.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 51 erhalten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder:
| In EUR | Klaus Dieter Frers Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 15.11.2021 |
Hermann Börnemeier Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 12.11.2021 |
Walter Schäfers Mitglied des Aufsichtsrats bis 12.11.2021 |
Herbert Hilger Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 22.11.2021 |
Roland Mackert Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 22.11.2021 |
Toni Junas Mitglied des Aufsichtsrats ab 22.11.2021 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | |
| Festvergütung | 17.479 | 20.000 | 13.110 | 15.000 | 8.740 | 10.000 | 5.000 | 0 | 3.750 | 0 | 2.500 | 0 |
| Gesamtvergütung | 17.479 | 20.000 | 13.110 | 15.000 | 8.740 | 10.000 | 5.000 | 0 | 3.750 | 0 | 2.500 | 0 |
Als Vorsitzender des Boards der Voltabox of North America, Inc. und der Voltabox of Texas, Inc. wurde Klaus Dieter Frers im Geschäftsjahr 2021 eine Vergütung i.H.v. TUSD 100 gewährt (2020: TUSD 100).
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sind den Grundsätzen einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle verpflichtet. Sie messen den Standards guter Corporate Governance entsprechend einen hohen Stellenwert bei.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB kann dauerhaft auf der Voltabox-Homepage unter https://ir.voltabox.ag eingesehen werden. Sie beinhaltet die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß §161 AktG, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Zusammensetzung, die Zielgrößenfestlegungen nach § 76 Absatz 4 und § 111 Absatz 5 AktG und die Angaben zur Erreichung der Zielgrößen sowie die Maßnahmen der Gesellschaft im Zusammenhang mit der Steigerung der Diversität.
Die Unternehmensführung der Voltabox AG als deutsche Aktiengesellschaft wird durch das Aktiengesetz, die Satzung des Unternehmens, die freiwillige Verpflichtung auf die Vorgaben des DCGK in seiner jeweils aktuellen Fassung sowie die jeweils aktuellen Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt. Für Vorstand und Aufsichtsrat sind die Empfehlungen und Anregungen des Corporate Governance Kodex ebenso wie die gesetzlichen Vorschriften ein fester Bestandteil ihrer Arbeit. Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln bei gleichzeitiger Beachtung der rechtlichen Vorgaben ist für Voltabox ein wesentliches Element der Unternehmenskultur.
Voltabox achtet strengstens darauf, dass im Unternehmen keine Rechtsverletzungen toleriert werden. Im Fall von Verstößen gegen geltende Rechtsprechung und interne Vorschriften verfolgt Voltabox konsequent die Umsetzung von Disziplinarmaßnahmen und prüft bei Bedarf zivil- oder strafrechtliche Konsequenzen. Die Umsetzung dieser Grundsätze ist durch bestehende Programme und Managementsysteme abgesichert.
Gemäß den gesetzlichen Vorschriften verfügt die Voltabox AG über ein so genanntes duales Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet.
Der Vorstand führt das Unternehmen nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung in eigener Verantwortung.
Sofern der Vorstand aus mehreren Personen besteht, leiten die Mitglieder ihre Aufgabenbereiche in eigener Verantwortung. Sie informieren sich fortlaufend gegenseitig über alle relevanten Geschäftsvorfälle aus ihren Verantwortungsbereichen. Für besondere Entscheidungen mit außerordentlicher Bedeutung für die Gesellschaft schreibt die Geschäftsordnung vor, dass die Zustimmung des Aufsichtsrats durch den Vorstand einzuholen ist.
Der Vorstand der Voltabox AG bestand zum 31. Dezember 2021 aus einem Mitglied:
geb. am 08. Februar 1964 erste Bestellung: 09. August 2017 bestellt bis zum 02. Februar 2025
Jürgen Pampel wurde zum 16.03.2022 als Vorstand der Gesellschaft abberufen. Die Nachfolge hat Patrick Zabel angetreten. Nachrichtlich führen wir daher auf:
geb. am 17. September 1989 erste Bestellung: 26.05.2020, erneute Bestellung 16.03.2022 bestellt bis zum 31. März 2023
Der Aufsichtsrat beaufsichtigt den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und steht ihm beratend zur Seite. Zum Ziel der Überwachung der Vorstandstätigkeit stehen dem Aufsichtsrat Informations- und Prüfungsrechte zu. Ihm obliegt außerdem die Ausführung der Beschlüsse der Hauptversammlung.
Die Besetzung des Aufsichtsrats richtet sich grundsätzlich nach den für eine Aktiengesellschaft geltenden Vorschriften. Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Vorstandsmitglieder, bestimmt die zustimmungspflichtigen Geschäfte, beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und setzt dessen jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Voltabox AG, die das Aktiengesetz und die Geschäftsordnung vorsehen, eingebunden. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats regelt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat bewertet durch Selbsteinschätzung einmal jährlich die Effizienz seiner Arbeit.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer Gesamtheit hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstands bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.
Dem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2021 folgende Mitglieder an:
| Zeitraum | Name | Funktion |
|---|---|---|
| 10.08.2017 bis 15.11.2021 |
Klaus Dieter Frers | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| 01.01.2017 bis 12.11.2021 |
Hermann Josef Börnemeier |
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| 14.01.2021 bis 12.11.2021 |
Walter Schäfers | Mitglied des Aufsichtsrats |
| ab 22.11.2021 | Herbert Hilger | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ab 22.11.2021 | Roland Mackert | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ab 22.11.2021 | Toni Junas | Mitglied des Aufsichtsrats |
Der seit dem 22. November 2021 tätige Aufsichtsrat erachtet es hinsichtlich der Zusammensetzung des Gremiums als angemessen, wenn mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats unabhängig ist. Im aktuellen Aufsichtsrat kommt diese Funktion sowohl dem Mitglied Herbert Hilger als auch dem Mitglied Toni Junas zu.
Hinsichtlich im Geschäftsjahr 2021 persönlich erbrachter Leistungen seitens der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Gesellschaft verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht für die Voltabox AG und den Voltabox-Konzern.
Voltabox misst der Diversität im Unternehmen einen hohen Stellenwert bei. Das umfasst auch Inklusion und Vielfalt. Die Gesellschaft ist bestrebt, Diversität sowohl innerhalb der Verwaltungsorgane als auch auf Mitarbeiterebene zu fördern. Gleichwohl will die Gesellschaft in Form ihrer Führungsgremien daran festhalten, auch künftig sowohl bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für Aufsichtsratsmitglieder als auch bei der Berufung von Vorstandsmitgliedern nicht das Geschlecht in den Vordergrund zu stellen, sondern sich weiterhin – unabhängig vom Geschlecht – an den Kenntnissen und fachlichen Qualifikationen der infrage kommenden Personen zu orientieren. Mit Blick auf § 76 Absatz 4 und § 111 Absatz 5 des Aktiengesetzes sowie Punkt 4.1.5 und 5.1.2 bzw. Ziffer B.1 und C.1 des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 07. Februar 2017 zum Thema "Diversity" wurden im Jahr 2018 von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam Zielgrößen definiert. Für beide Gremien beträgt der aktuelle Frauenanteil der Voltabox AG Null. Die Zielgrößen in beiden Gremien wurden ebenfalls mit Null festgelegt. Dies ist darin begründet, dass sich die Voltabox AG aufgrund des erheblichen Fachkräftemangels sowie mit Blick auf die Attraktivität der Gesellschaft in ihrer derzeitigen Verfassung für Führungskräfte im Rahmen der Gremien-Besetzung nicht vom Faktor der Diversität
leiten lassen kann. Bei den definierten nachgelagerten Führungsebenen des Unternehmens beträgt der derzeitige Frauenanteil nach den erheblichen Verschiebungen in der Personalstruktur des Unternehmens aktuell bis auf Weiteres 0,0 % (Vorjahr: 20,5 %). In der aktuellen Situation weist die Gesellschaft nach der erheblichen Reduzierung der Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohnehin keine zweite Führungsebene mehr auf. Die aktuelle Zielgröße des Frauenanteils beträgt 25 %.
Der Aufsichtsrat befasst sich kontinuierlich mit der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Im zukünftigen Falle der Notwendigkeit der Ergänzung oder der Neubesetzung einer offenen Position im Vorstand stimmen sich die Aufsichtsratsmitglieder eng untereinander ab und identifizieren, ggf. unter Hinzunahme der Unterstützung externer Berater, geeignete Kandidaten.
Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG erklären gemäß §161 AktG, dass den am 20. März 2020 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" seit der letzten Entsprechenserklärung vom 28. Februar 2022 mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde:
Der DCGK regt die Einrichtung eines an der Risikolage des Unternehmens ausgerichteten Compliance Management Systems an, das Beschäftigen und Dritten ermög-
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lichen soll, Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen abzugeben. Der Vorstand strebte mittelfristig die Einführung und Aktivierung entsprechender Strukturen an. Davon unberührt ist die Praxis, Rechtsverstöße im Unternehmen jederzeit vertraulich melden zu können.
Der DCGK empfiehlt, bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Vielfalt (Diversity) zu achten. Der frühere Aufsichtsrat der Voltabox AG hat sich bei der Bestellung des Vorstands nicht vom Gesichtspunkt der Diversität leiten lassen.
Der DCGK enthält die Empfehlung, eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder festzulegen. Die Gremien der Voltabox AG räumen hingegen der Kompetenz von Mitgliedern Vorrang ein und verzichteten daher auf die Definition eines Höchstalters.
Gemäß DCGK soll in der Erklärung zur Unternehmensführung über die nach Einschätzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat angemessene Anzahl unabhängiger Anteilseignervertreter und die Namen dieser Mitglieder informiert werden. Zudem soll im Fall eines Aufsichtsrats mit sechs oder weniger Mitgliedern mindestens ein Anteilseignervertreter unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Da der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Vertreter des bis Ende November größten Anteilseigners der Gesellschaft war und angesichts der Unternehmensgröße ein dreiköpfiger Aufsichtsrat als ausreichend betrachtet wurde, ist der Entsprechung der Kompetenzen "Finanzen" und "Recht" eine höhere Priorität eingeräumt worden. Der seit dem 22. November 2021 tätige Aufsichtsrat entspricht den Empfehlungen des DCGK nunmehr.
Der DCGK empfiehlt, dass der Lebenslauf, die relevanten Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen sowie die wesentlichen Tätigkeiten neben dem Aufsichtsratsmandat auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht und jährlich aktualisiert werden sollen. Voltabox weicht von der Empfehlung ab, da die Gesellschaft die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder inkl. der gesetzlich geforderten Angaben zwar im Kandidatenvorschlag an die Hauptversammlung veröffentlicht hat, die Dokumente bislang jedoch nicht zusätzlich an anderer Stelle auf der Webseite der Gesellschaft zugänglich gemacht hat.
Der DCGK empfiehlt, dass die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht werden soll. Die Voltabox AG hat dieser Empfehlung im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 entsprochen.
Der Aufsichtsrat soll gemäß DCGK regelmäßig auch ohne den Vorstand tagen. Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021 fast regelmäßig den Vorstand hinzugezogen, um ein verlässliches Bild von der Unternehmenssituation zu erhalten.
Die Voltabox AG legt stets größten Wert darauf, den Jahresabschluss und die Zwischenberichte gemäß den gesetzlichen Vorschriften zu veröffentlichen und strebt dabei auch die Einhaltung der vom Kodex empfohlenen Fristen an. Aus organisatorischen Gründen können die von Seiten des DCGK empfohlenen Fristen einer Offenlegung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und Offenlegung der verpflichtenden, unterjährigen Finanzinformationen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums jedoch gegebenenfalls überschritten werden.
Zur Beurteilung der Üblichkeit innerhalb des Unternehmens soll gemäß DCGK der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt und dieses auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen. Dieser Empfehlung wird wegen der geringen Größe der Gesellschaft nicht entsprochen.
Der DCGK empfiehlt, dass Vorstandsmitglieder erst nach vier Jahren über die langfristig variablen Gewährungsbeträge verfügen können. In den bisherigen und aktuell gültigen Vorstandsanstellungsverträgen ist diese Frist mit zwei Jahren bezeichnet. Im neuen Vergütungssystem für
die Mitglieder des Vorstands der Voltabox AG, das am 01. September 2021 von der Hauptversammlung beschlossen worden ist, ist die Haltefrist auf vier Jahre angepasst worden.
Der Aufsichtsrat soll gemäß DCGK die Möglichkeit haben, außergewöhnlichen Entwicklungen in angemessenem Rahmen Rechnung zu tragen. In begründeten Fällen soll eine variable Vergütung einbehalten oder zurückgefordert werden können. In den bisherigen und aktuell noch gültigen Vorstandsanstellungsverträgen sowie im Vergütungssystem ist dies nicht vorgesehen.
Der DCGK enthält die Empfehlung, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten sollen. Im Fall eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots soll die Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung angerechnet werden. In den bisherigen und aktuell noch gültigen Vorstandsanstellungsverträgen sowie im Vergütungssystem ist dies nicht vorgesehen.
Paderborn, 28. April 2022
Der Vorstand Der Aufsichtsrat
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Satzungsmäßiger Geschäftsgegenstand der Voltabox AG (nachfolgend auch "Unternehmen", "Gesellschaft" oder "Voltabox") ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Lösungen für die Elektromobilität –insbesondere Li-Ionen-Batteriesysteme – sowie die Verwaltung von Patenten, Lizenzen und Gebrauchsmustern. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften im In- und Ausland erwerben oder sich an solchen beteiligen, Zweigniederlassungen errichten, die Geschäftsführung und Vertretung anderer Unternehmen übernehmen und Unternehmensverträge abschließen sowie alle sonstigen Maßnahmen ergreifen und Rechtsgeschäfte vornehmen, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes zu dienen geeignet erscheinen, soweit sie keiner gesonderten Erlaubnis bedürfen.
Das beschriebene Geschäftsmodell der Voltabox AG erwies sich als hochdefizitär. Ursache dafür war, dass die Belieferung großvolumiger Serienaufträge nicht realisiert werden konnte, die Preise für Batteriesystemen den Marktanforderungen nicht entsprach und zahlreiche Entwicklungsprojekte sich nicht amortisieren konnten. Zudem verzögerte sich der nachhaltige Markteintritt in den USA in einem erheblichen Umfang. Aus diesem Grund wurden im Geschäftsjahr 2021 im Rahmen verschiedener Transaktionen das Automotive- und USA-Geschäft abgestoßen und die Produktion vollständig outgesourct. Zudem wurde der Mitarbeiterstamm erheblich reduziert.
Im Zuge der umfassenden Konsolidierung erfolgte eine Sitzverlegung nach Paderborn.
Die Voltabox AG befinden sich nunmehr in einem Prozess der Strategieentwicklung. Dieser Prozess wird im Wesentlichen das Geschäftsjahr 2022 kennzeichnen.
Die bestehenden Kundenbeziehungen beziehen sich auf den Bereich der Bus-, Bau- und Landmaschinen. Hier werden im wesentlichen Kleinserien und Prototypen ausgeliefert. Im Rahmen der Strategieentwicklung wird erörtert, inwieweit einzelne bestehende Kundenbeziehungen sich künftig im Portfolio der Voltabox AG wiederfinden werden.

Die abgebildete Konzernstruktur besteht aus der operativ tätigen Voltabox AG, stillgelegten Tochtergesellschaften und der Beteiligung an der ForkOn GmbH.
Die Voltabox Aktiengesellschaft (im Folgenden: Voltabox AG) mit Sitz (gleichzeitig Verwaltungssitz bis 31. Dezember 2021) in 33129 Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland (nunmehr in 33100 Paderborn, Technologiepark 32, Deutschland), ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Aktien der Voltabox AG werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard gehandelt. Bis zum 01. Dezember 2021 befanden sich mehr als 50 % des Grundkapitals im Eigentum der ebenfalls an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard notierten paragon GmbH & Co. KGaA. Bis zu diesem Zeitpunkt stellte die Voltabox AG einen Teilkonzern ihrer Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA dar. Durch die Übertragung von 28,00 % der Aktien am 01. Dezember 2021 an die Trionity Invest GmbH sowie von 20,78 % der Aktien an die EW-Trade AG am 03. Dezember 2021 hat die paragon GmbH & Co. KGaA ihren Anteil auf unter 3 % reduziert.
Zum Konsolidierungskreis des Voltabox-Konzerns gehören die aktuell ruhenden 100-prozentigen Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc. (Cedar Park, Texas, USA), Voltabox of North America, Inc. (Cedar Park, Texas, USA) sowiedie Voltabox Kunshan Co., Ltd. (Kunshan, China). Die Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc. (Cedar Park, Texas, USA), Voltabox of North America, Inc. (Cedar Park, Texas, USA) haben im Geschäftsjahr 2021 nach dem Vollzug eines Asset Deals den operativen Betrieb eingestellt. An der ForkOn GmbH (Haltern am See) hält die Voltabox AG weiterhin eine Beteiligung in Höhe von 9 %.
Die Voltabox AG hat im Jahr 2019 umfassende Maßnahmen im Sinne einer Restrukturierung ergriffen, um die defizitäre wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zu überwinden. Durch ein stark rückläufiges operatives Geschäft und die umfassende Abschreibung gescheiterter Projekte der Vergangenheit sind die Finanzmittel von Voltabox aufgebraucht worden.
Neue Finanzmittel konnten nicht im ausreichenden Maße beschafft werden. Die Ursache war die historisch extrem hohe Kapitalbindung, die hohen operativen Verluste und das mangelhafte Geschäftsmodell.
In der Folge ist die Kostenstruktur der Organisation in hohem Maße reduziert worden. Dazu zählte das Schließen von Standorten, die Reduktion der Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie das Einstellen von Projekten. Die früheren Geschäftsbereiche Voltamotion (Antriebsstrangentwicklung) und Voltaforce (Entwicklung, Produktion und Vertrieb v.a. von Starterbatterien und sonstigen Batterien für Automotive-Anwendungen) sind aufgegeben bzw. veräußert worden. Das noch bestehende Rest-Geschäft geht auf den Geschäftsbereich Voltapower (Hochvolt-Traktionsbatterien für industrielle Anwendungen) zurück.
Der Vorstand hat in der jüngeren Zeit stets deutlich gemacht, dass eine finale Entscheidung über die zukünftigen Marktansätze und verfolgte Geschäftsmodelle noch nicht getroffen worden ist. Entsprechend ist auch die Umsatzentwicklung für das laufende Geschäftsjahr zum jetzigen Zeitpunkt noch in hohem Maße unsicher. Zur Realisierung der strategischen Neuentwicklung konnten ausgewählte Experten gewonnen werden, welche mit dem Vorstand gemeinsam den Strategieprozess im Geschäftsjahr 2022 erarbeiten.
Der Vorstand der Voltabox AG unterzieht seine Strategie einem regelmäßigen Abgleich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Rahmen von Zielgesprächen werden auf Managementebene die daraus resultierenden Folgeaktivitäten festgelegt sowie optimierende Maßnahmen oder grundlegende Richtungsänderungen eingeleitet.
Die Voltabox AG verfügt über ein Planungs- und Kontrollsystem. Dies beinhaltet unter anderem ein kontinuierliches Controlling der Monats- und Jahresplanungen. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der Voltabox AG erhalten auf der Grundlage einer regelmäßigen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung ein ausführliches Reporting. Diese Berichte dokumentieren mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich und bilden die Basis für unternehmerische Entscheidungen.
Der Vorstand bedient sich regelmäßig wesentlicher Kennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg der operativen Umsetzung seiner Unternehmensstrategie messen zu können. Das Steuerungssystem berücksichtigt dabei in der Art und/oder Höhe einmalige bzw. außerordentliche Effekte auf die Leistungsindikatoren.
Aufgrund der volatilen Geschäftsentwicklung werden die internen Zielgrößen teilweise im Rahmen von Bandbreiten festgelegt.
Der Voltabox-Vorstand nutzte im Geschäftsjahr 2021 die finanziellen Leistungsindikatoren Konzernumsatz, EBITDA-Marge und Free Cashflow.
Im Rahmen der Steuerungssysteme werden teilweise adjustierte Kennzahlen verwendet. Diese sind als solche ausgewiesen.
Der Umsatz setzt sich aus der Leistungserbringung gegenüber externen Dritten zusammen.
Die EBITDA-Marge zeigt die operative Ertragsfähigkeit der Voltabox AG. In der Berichterstattung zur Prognose erfolgt die Angabe des EBITDA als relative Kennzahl oder absolute Größe.
Der Free Cashflow (FCF) spiegelt die Innenfinanzierungskraft des Voltabox-Konzerns wider. Der Vorstand verwendet im Rahmen der Prognose eine quantitative bzw. relative Angabe.
Vor dem Hintergrund der strategischen Positionierung als Anbieter technologisch anspruchsvoller Elektromobilitätslösungen nutzt der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenssteuerung auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Diese sind für die Steuerung des Konzerns nicht wesentlich.
Im Geschäftsjahr 2021 haben insgesamt 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen verlassen (Vorjahr: 67 Mitarbeiter). Davon entfielen 38 (Vorjahr:
14) auf die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas. Die Fluktuationsquote – ohne die Streichung von vorherigen Planstellen – stieg auf 79,6 % (Vorjahr: 3,26 %). Der Anteil der bei Voltabox beschäftigten weiblichen Mitarbeiterinnen ist auf 6,52 % gesunken (Vorjahr: 23,1 %). Mit 30,4 % ist zudem die Akademikerquote gesunken (Vorjahr: 46,2 %). Die Schwerbehindertenquote liegt bei 2,2 % (Vorjahr: 1,0 %). Das Durchschnittsalter liegt bei 42,9 Jahren (Vorjahr: 39,6 Jahre) und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit ist auf 3,1 Jahre gestiegen (Vorjahr: 1,8 Jahre).
| 31.12.2021 | 31.12.2020 Veränderung | ||
|---|---|---|---|
| Anzahl Mitarbeiter | 46 | 186 | -75,3 % |
| davon in der Entwicklung beschäftigt |
7 | 51 | -86,3 % |
| Anzahl Leiharbeitskräfte | 0 | 0 | 0 % |
| davon in der Entwicklung beschäftigt |
0 | 0 | 0 % |
Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro). Davon entfielen 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro) auf Lohn- und Gehaltskosten, 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sowie 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro infolge von unterjährig beschäftigten Leiharbeitskräften) auf Aufwendungen für Leiharbeitskräfte. Voltabox nutzte im Geschäftsjahr das Instrument der Kurzarbeit.
Verteilung der fest angestellten Mitarbeiter auf die Standorte:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 Veränderung | ||
|---|---|---|---|
| Delbrück (Konzernzentrale, Nordrhein-Westfalen) |
45 | 146 | -69,2 % |
| Deutschland Gesamt | 45 | 146 | -69,2 % |
| Cedar Park (Texas, USA) | 1 | 39 | -97,4 % |
| Kunshan (China) | 0 | 1 | -100,0 % |
| Ausland Gesamt | 1 | 40 | -97,5 % |
Die Voltabox AG hat ein Managementsystem nach dem Standard der ISO 9001 aufgebaut. Die Anforderungen an den Umwelt- und Arbeitsschutz haben wir in unserem Managementsystem integriert und sind somit ein fester Bestandteil des Unternehmensleitbilds.
Zur Steuerung von Voltabox werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikator zur Steuerung bzw. Gradmesser für den planmäßigen Eintritt der Weiterentwicklung der Organisation zieht der Vorstand insbesondere die Freie Liquidität heran.
Die Finanzmittel haben sich zum Stichtag reduziert. An dieser Stelle wird auf die im laufenden Geschäftsjahr durchgeführte Kapitalerhöhung und die erfolgte Refinanzierungszusage verwiesen, sodass die ausgewiesenen Finanzmittel zum Geschäftsjahresende kein aussagekräftiger Indikator für die aktuelle finanzielle Lage der Gesellschaft sind. Die liquiden Mittel haben sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
| In TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 410 | 2.337 |
Der Vorstand hat eine Dividendenpolitik formuliert, die dem strategischen Unternehmensziel gerecht werden soll. Die aktuelle Neuausrichtung des Unternehmens und die Überarbeitung des Geschäftsmodells (siehe Kapitel "Laufender Transformationsprozess") lassen jedoch aktuell keine Definition einer langfristigen Dividendenstrategie zu. Im Berichtsjahr hat die Voltabox AG gemäß HGB-Einzelabschluss ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Entsprechend verzichten Vorstand und Aufsichtsrat auf die Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2021.
Das Jahr 2021 stand aus Sicht der Wirtschaft maßgeblich im Zeichen der Anstrengungen seitens Politik und Industrie, die konjunkturelle Erholung durch die Covid-19-Pandemie voranzutreiben. Neben zunächst weiterhin unterschiedlich stark ausgeprägten Einschränkungen durch das Coronavirus, die zu Jahresbeginn noch zu einem flächendeckenden Lockdown führten, kamen im weiteren Jahresverlauf auch Unsicherheiten und Belastungen durch klar spürbare Lieferkettenprobleme und Engpässe im Bereich der Halbleiterproduktion hinzu. Darüber hinaus drückten Inflationssorgen auf die Stimmung von Wirtschaft und Endverbrauchern.
Infolgedessen vollzog sich die u.a. seitens des Internationalen Währungsfonds ("IWF") prognostizierte Erholung zwar weiter, doch die neuen Unsicherheiten belasteten den Blick auf die aktuell positiven Daten mit Blick auf das Wachstum der globalen Wirtschaft. Im zuletzt aktualisierten Weltwirtschaftsausblick von Oktober erwartet der IWF für das Jahr 2021 ein Wachstum von 5,9 %, nachdem dieser Wert im Juli noch 0,1 Prozentpunkte höher lag. Dabei ist der leichte Rückgang des Optimismus weniger auf die Entwicklung der Corona-Pandemie zurückzuführen als vielmehr auf reduzierte Erwartungen in den entwickelten Volkswirtschaften infolge instabiler Lieferketten. Dies trifft insbesondere auf die exportorientierten entwickelten Volkswirtschaften zu.
Nachdem viele Länder das Jahr noch im Lockdown starteten, wurde das Instrument zur Eindämmung
der Infektionszahlen infolge des Starts der nationalen Impfkampagnen im weiteren Verlauf des Jahres 2021 deutlich seltener genutzt als noch im Vorjahr. Entsprechend verteilte sich die Wirtschaftsleistung gleichmäßiger über das Jahr, als noch in 2020.
Das preisbereinigte Wachstum für Deutschland wird für 2021 mit 2,7 % angegeben.1 Nach dem Einbruch der Wertschöpfung im zweiten Quartal des Vorjahres machte sich in 2021 der Anstieg im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr besonders deutlich (Q1: -3,0 %; Q2: 10,8 %; Q3: 2,8 %; Q4: 1,8 %)2 .
Für das Jahr 2021 wurde für den Markt für Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz sowohl in Massenmarkt- als auch in industriellen Anwendungen ein ungebremst steiles Wachstum prognostiziert. Gemäß der Studie "Electric Vehicle Outlook 2021" von dem insbesondere auf die Themenfelder Energie, Transport und Industrie spezialisierten Marktforschungsunternehmen BloombergNEF sind die zunehmenden politischen Unterstützungsprogramme sind die zunehmenden politischen Unterstützungsprogramme in den wichtigsten Automobilmärkten sowie der konsequente Ausbau der Ladeinfrastruktur, neue Batterietechnologien und der erwartete Kostenrückgang wesentliche Treiber dieser Entwicklung.3 Darüber hinaus hinterlassen auch die Absatzzahlen der Marktbegleiter von Voltabox den Eindruck, dass die Corona-Pandemie im Bereich der Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für den industriellen Einsatz kaum für einen nachhaltigen Einbruch gesorgt hat.
Das Geschäftsjahr von Voltabox war geprägt von erheblichen Einschnitten in den Geschäftsbetrieb des Unternehmens. Diese waren weiterhin bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Pandemie hatte bei Voltabox im Branchenvergleich höhere Auswirkungen, da die Abnahmemengen zu einer untergeordneten Priorisierung bei Lieferanten geführt hat. Die Gesellschaft befand sich auch im Jahr 2021 in einer Reorganisation. Erst zum Ende des Jahres konnte der seitens der bisherigen Mehrheitsgesellschafterin angestoßene Verkaufsprozess abgeschlossen werden. Im Geschäftsjahr 2021 gelang es Voltabox daher nicht, die ursprünglich angestrebte Erholung der Geschäftsentwicklung umzusetzen.
Der Konzern-Umsatz in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahreswert aus fortgeführten Geschäftsbereichen: 13,5 Mio. Euro) aus fortgeführten Geschäftsbereichen wurde vollständig mit Dritten erzielt. Mit einer Veränderung von -74,1 % wies Voltabox einen deutlichen Rückgang in der Umsatzentwicklung auf. Das EBIT des Voltabox-Konzerns betrug -10,0 Mio. Euro (Vorjahr: -26,7 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von -285,7 % entspricht (Vorjahr: -285,2 %).
Das EBITDA des Voltabox-Konzerns, in dem die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die Wertminderungen des Umlaufvermögens nicht abgebildet sind, betrug -3,7 Mio. Euro (Vorjahr: -24,2 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBIT-DA-Marge von -105,7 % (Vorjahr: -180,2 %).
1 Destatis Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html
2 Destatis Pressemitteilung Nr. 074 vom 25. Februar 2022: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/02/PD22_074_811.html
3 BloombergNEF, Electric Vehicle Outlook 2021
Die Geschäftsentwicklung des Voltabox-Konzerns war im Berichtsjahr in erheblichem Maße von massiven Störungen innerhalb der Lieferketten und damit von erheblichen Beschaffungsproblemen charakterisiert und beeinflusst. Zudem ist durch die bewusste Reduktion der defizitären operativen Tätigkeit der Umsatz eingebrochen. Maßgeblich beeinflussend für den Geschäftsverlauf waren zudem der anstehende Verkauf der Gesellschaft, die Umsetzung der umfassenden Reorganisation.
Infolgedessen konnte die Gesellschaft bestehende Kundenaufträge nur in sehr geringem Maße bedienen, hat defizitäre Kundenbeziehungen abgestoßen und eine Neukundengewinnung bis zur strategischen Neuausrichtung bewusst nicht priorisiert.
Im Frühjahr hatte zudem die Situation im Zuge der hohen Coronavirus-Fallzahlen einen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb. Durch die weiterhin starken Auswirkungen auf die Geschäftsauslastung und insbesondere durch die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Komponenten für Batteriesysteme griff der Vorstand im Jahr 2021 immer wieder und auch über längere Zeiträume auf das Instrument der Kurzarbeit zurück. Der Vorstand hat erstmals am 27. April 2021 eine Prognose für das Geschäftsjahr abgegeben. Zu diesem Zeitpunkt erwartete der Vorstand einen Umsatz von rd. 15 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von -15 %. Der Free Cashflow wurde im negativen einstelligen Millionen-Bereich erwartet.
Der Fokus des Vorstands lag im Geschäftsjahr neben der Begrenzung der Verluste und der Sicherung der Liquidität auf der Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Beschaffung und damit der Herstellung der Produktionsfähigkeit. Gleichwohl
stellten sich die Lieferkettenprobleme sowie die Absatzschwäche infolge ausbleibender Kundenaufträge jedoch als so schwerwiegend dar, dass Voltabox nur in sehr geringem Maße Batteriesysteme fertigen und Kundenaufträge bedienen konnte. Darüber hinaus wirkte sich auch der bis November laufende Verkaufsprozess durch die bisherige Muttergesellschaft und Mehrheitseigentümerin negativ auf die geplante Erholung des Voltabox-Geschäfts aus.
Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 20. Juli 2021 hat die Gesellschaft ihre Umsatz- und Ergebnisprognose bestätigt und unter Einbeziehung der wesentlichen Annahmen, auf denen die Prognosen beruhen, erläutert. Die Prognose des Free Cashflows wurde auf -5 Mio. Euro präzisiert. Die zwischenzeitlich bekanntgegebene Absicht der Veräußerung des Automotive- sowie des US-Geschäfts konnten in dieser Prognose noch nicht berücksichtigt werden.
Am 5. Oktober 2021 meldete die Gesellschaft, dass der Verkauf des US-Geschäfts abgeschlossen worden sei. In diesem Zuge passte der Vorstand die Umsatzprognose für den nach sämtlichen Transaktionen verbleibenden Industriebereich auf 2,5 Mio. Euro an. Infolge der noch nicht zu präzisierenden Auswirkungen aus dem Verkauf des Automotive-Geschäfts auf das Ergebnis zog der Vorstand gleichzeitig die prognostizierten Kennzahlen zu EBITDA und Free Cashflow bis auf Weiteres zurück. Dies reflektiert auch die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr, in der v.a. infolge der Schwierigkeiten bei der Teilebeschaffung kaum operatives Geschäft möglich war.
Mit dem Eintritt neuer Mehrheitsgesellschafter und dem damit verbundenen Abschluss des Verkaufsprozesses im November wurde auch der Carve-out-Vertrag für das Automotive-Geschäft finalisiert. Entsprechend
stellt sich der Umsatz der Gesellschaft aus fortgeführten Geschäftsbereichen deutlich reduziert dar.
Aufgrund der geringen Umsätze im Berichtsjahr konnte die Kostenbasis des Konzerns nicht ausreichend gedeckt werden. Gemessen an den im Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts des Geschäftsberichts 2020 erwarteten wesentlichen Kennziffern hat die Voltabox AG ihre Ziele für das Geschäftsjahr 2021 überwiegend sowohl in den fortgeführten, als auch den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen deutlich verfehlt. Der erwartete Umsatz von rd. 15 Mio. Euro wurde mit rd. 3,5 Mio. Euro deutlich unterschritten. Die EBITDA-Marge stellt sich mit -105,7 % signifikant schlechter dar als die ursprünglich erwarteten -15 %. Auch der Free Cashflow in Höhe von -8,7 Mio. Euro hat die prognostizierten Erwartungen in Höhe von -5 Mio. Euro nicht erfüllt. In der ursprünglichen Prognose wurde nicht zwischen den fortgeführten und nicht fortgeführten Bereichen unterschieden, da zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die Verkaufsabsichten nicht hinreichend wahrscheinlich waren. Insoweit ergibt sich ein struktureller Bruch im Rahmen des Vergleiches der Prognose zur tatsächlichen Realisierung.
Der Voltabox-Konzern hat mit einem Umsatzrückgang von -74,1 % auf rund 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,5 Mio. Euro) aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Jahr 2021 die zuletzt negative Umsatzentwicklung fortgesetzt. Die ursprüngliche Prognose vom 27. April 2021 mit einem Umsatz von 15 Mio. Euro, einer EBITDA-Marge von rund -15 % sowie einem Free Cashflow im einstelligen negativen Bereich konnte nicht realisiert werden. Dafür verantwortlich war neben der erheblichen Einschränkung der Lieferfähigkeit bei gleichzeitig vorhandener Kundenbestellungen auch die zwischenzeitlich erfolgte Veräußerung des Geschäftsbereichs Automotive sowie der Verkauf der US-Aktivitäten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro). Dies ergibt sich im Wesentlichen aus einem Schadenersatz von 1,2 Mio. Euro und Erträgen aus Kursdifferenzen von 0,5 Mio. Euro. Aufgrund der stark rückläufigen Geschäftsaktivitäten sind die umsatzbezogenen Kosten, insbesondere der Materialaufwand, ebenfalls deutlich rückläufig. Infolge der Reorganisation des Konzerns sind die Entwicklungsaktivitäten nahezu eingestellt worden. Die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) ist, überwiegend durch die Veräußerung von Beständen unter Buchwerten, mit 93,9 % (Vorjahr: 141,2 %) verbessert. Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 – unter Nicht-Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge – ein Rohertrag in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 11,0 % entspricht (Vorjahr: 11,9 %). Der Personalaufwand ist durch den planmäßigen Personalabbau und die Nutzung von Kurzarbeit um 74,7 % auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro) gesunken. Aufgrund des ausbleibenden Umsatzanstieges erhöhte sich die Personalaufwandsquote auf 80,2 % (Vorjahr: 61,0 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich auf 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,3 Mio. Euro). Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro) belasten das Ergebnis zusätzlich. Diese beziehen sich auf die aktivierten Eigenleistungen, welche aufgrund der zum Geschäftsjahresende aufgrund der Strategieentwicklungsphase nicht erstellbaren Umsatzprognose und damit einhergehende nicht mehr zu realisierende Kundenprojekte vollständig abgewertet wurden.
Damit stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -3,7 Mio. Euro (Vorjahr: -24,2 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von -105,7 % entspricht (Vorjahr: -180,2 %). Die Verfehlung der ursprünglich prognostizierten EBITDA-Marge ist darin begründet, dass die operative Fähigkeit der Voltabox AG im Geschäftsjahr erheblich eingeschränkt war und eine erhebliche Konsolidierung vorbereitet und realisiert wurde, sodass im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 die operative Unternehmensführung gegenüber der Konsolidierung vollständig in den Hintergrund gerückt ist. Nach planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -10,0 Mio. Euro (Vorjahr: -38,5 Mio. Euro). Die EBIT-Marge sank jedoch deutlich auf -285,7 % (Vorjahr: -285,2 %).
Unter Berücksichtigung des ausgeglichenen Finanzergebnisses ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von -10,0 Mio. Euro (Vorjahr: -39,2 Mio. Euro). So erwirtschaftete der Voltabox-Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von -12,8 Mio. Euro (Vorjahr: -37,1 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,81 Euro.
Durch die Unternehmenstransaktionen die als IFRS5 Positionen im Rahmen der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen wurden, hat sich das Ergebnis aus fortgeführten und nicht fortgeführten Bereichen im Geschäftsjahr zudem erheblich verschlechtert. Die Transaktionen sind im Rahmen der Konsolidierungsphase außerordentlich. Der Gesamteffekt beläuft sich auf TEUR -2.830.
Die Vermögenswerte des Voltabox-Konzerns sind zum
Bilanzstichtag hauptsächlich aufgrund von Working-Capital-Reduzierung und der verschiedenen Asset Deals auf 5,7 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 40,1 Mio. Euro) gesunken.
Die langfristigen Vermögenswerte sanken durch den Abgang und die Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen auf 1,6 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 27,2 Mio. Euro). Während die sonstigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag vollständig (31. Dezember 2020: 1,6 Mio. Euro) entfallen sind, haben sich die Sachanlagen durch Desinvestitionen und Abschreibungen deutlich auf 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 15,8 Mio. Euro) verringert. Die Finanzanlagen belaufen sich unverändert auf 1,4 Mio. Euro und betreffen die Beteiligung an der ForkOn GmbH.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich auf 4,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 12,9 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Rückgang der flüssigen Mittel zurückzuführen. Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 0,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2,3 Mio. Euro). Die Vorräte wurden auf 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 5,8 Mio. Euro) abgebaut. Der Wert der Vorräte reduzierte sich auch aufgrund der Verwertung von Alt-Beständen unter Buchwert und das Outsourcing der Produktion. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich auf 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2,5 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen haben sich auf 1,0 Mio. Euro reduziert (31. Dezember 2020: 1,3 Mio. Euro). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 2,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 0,9 Mio. Euro) und enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Schadenersatzansprüchen, Unternehmenstransaktionen und Kaufpreiseinbehalte der Factoring-Gesellschaft. Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten konnten durch Generierung von Erlösen aus Desinvestitionen vollständig getilgt werden (31. Dezember 2020: 11,9 Mio. Euro).
Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verringerten sich auf 4,0 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 12,9 Mio. Euro). Der Saldo beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der deutliche Rückgang resultiert aus den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 1,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 5,7 Mio. Euro), der Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen auf 1,8 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 4,2 Mio. Euro) sowie der Tilgung von kurzfristigen Leasing-Verbindlichkeiten auf 0,3 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 1,9 Mio. Euro). Die kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten konnten dabei vollständig getilgt werden (31. Dezember 2020: 0,1 Mio. Euro).
Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns verringerte sich auf 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 15,4 Mio. Euro), was aus dem Konzernergebnis des Berichtsjahres 2021 resultiert.
Die unten aufgeführten Beträge der Cashflows beinhalten sowohl die nicht fortgeführten als auch die fortgeführten Geschäftsbereiche.
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtszeitraum auf -8,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro) reduziert. Wesentliche Ursachen sind die deutliche Reduktion der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und des Cashflows aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verbesserte sich auf 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: -5,5 Mio. Euro) als Ergebnis der im Berichtsjahr getätigten Desinvestitionen. Die Auszahlungen für das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: -2,2 Mio. Euro) und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: -3,3 Mio. Euro) bilden die CAPEX-Investitionen von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: -5,6 Mio. Euro) ab.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verringerte sich durch Tilgungsleistungen auf -3,6 Mio. Euro (Vorjahr: -2,4 Mio. Euro).
Entsprechend ergibt sich ein Free Cashflow von -8,7 Mio. Euro (Vorjahr: -1,8 Mio. Euro) in dem der Cashflow aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 10,3 Mio. Euro nicht enthalten ist. Damit hat die Gesellschaft – unter Nicht-Berücksichtigung der Einmaleffekte des Cashflows aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen – die ursprünglich ausgegebene Prognose des Free Cashflow, der "leicht negativ" erwartet wurde, nicht erreicht.
Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro).
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Voltabox-Konzerns stand im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zeichen der angespannten Geschäftssituation der Voltabox und erheblichen Schwierigkeiten bei der Generierung von Erlösen und der noch nicht abgeschlossenen Reorganisation für die angestrebte wirtschaftliche Erholung. So hat sich das Umsatzniveau des Unternehmens im Berichtsjahr erneut deutlich reduziert. Trotz einer damit einhergehenden, deutlichen Anpassung der Fixkosten-Faktoren wie bspw. Personalkosten konnte der
Geschäftsbetrieb folglich nicht kostendeckend geführt werden. Die Vermögens- und Finanzlage hat sich durch den Asset Deal US-Geschäft, durch den Asset Deal Automotive-Business und die Auslagerung der Produktion deutlich stabilisiert. Die Ertragslage ist weiterhin defizitär. Aus diesem Grund erfolgt die strategische Neuausrichtung der Gesellschaft. Gleichzeitig ist der Konzern infolge der umgesetzten Maßnahmen zur Stabilisierung massiv geschrumpft. Die Vermögenslage war im Berichtsjahr insbesondere durch den Abbau von Working-Capital geprägt – aber auch durch die Rückführung wesentlicher Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 31,63 % (31. Dezember 2020: 38,3 %).
Die Voltabox AG musste mit einer Umsatzverringerung von 65,8 % im Einzelabschluss auf rund 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,5 Mio. Euro) einen deutlichen Rückgang der Erlöse registrieren. Aktivierte Eigenleistungen wurden im Gesamtjahr nicht erfasst (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich vor allem durch den Asset Deal Automotive-Business auf 10,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,7 Mio. Euro). Die EBIT-Marge hat sich, beeinflusst im Wesentlichen durch das niedrige Umsatzniveau und die gleichzeitige Unterdeckung der Fixkosten, auf -249,1 % (Vorjahr: -187,1 %) erheblich verschlechtert. Beim EBITDA ist in der absoluten Betrachtung zwar eine Verbesserung des Ergebnisses von 97,9 % auf -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: -22,1 Mio. Euro) zu registrieren, gleichwohl beläuft sich die Marge im Jahr 2021 auf -9,4 % (Vorjahr: -142,6 %).
Der Materialaufwand sank um 81,0 % auf 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: 22,1 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 ein Rohergebnis in Höhe von 10,4
Mio. Euro (Vorjahr: -0,8 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 196,8 % entspricht (Vorjahr: -4,9 %). Die ausgewiesene Rohertragsmarge ist durch außerordentliche Effekte aus Unternehmenstransaktionen erheblich beeinflusst und stellt daher nicht die rein operative Leistung des Unternehmens dar.
Der Personalaufwand sank vor allem durch die Coronabedingte Kurzarbeit und deutliche geplante Reduktionen innerhalb der Personalstruktur um 48,1 % auf 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,9 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote stieg deutlich an und beträgt 77,4 % (Vorjahr: 51,0 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro).
Vor leicht verringerten planmäßigen Abschreibungen von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) und außerplanmäßigen Wertminderungen von 10,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro) verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: -22,1 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge verbesserte sich entsprechend auf -9,4 % (Vorjahr: -142,6 %).
Die Voltabox AG weist im Berichtszeitraum dementsprechend ein Jahresdefizit in Höhe von -13,0 Mio. Euro (Vorjahr: -28,9 Mio. Euro) aus.
Die Vermögenswerte der Voltabox AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch die nahezu vollständige bilanzielle Bereinigung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen um 16,3 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro verringert (31. Dezember 2020: 21,4 Mio. Euro).
Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 4,3 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 5,7 Mio. Euro). Während die immateriellen Vermögensgegenstände vollständig ausgebucht worden sind (31. Dezember 2020: 1,4 Mio. Euro), reduzierten sich die Sachanlagen drastisch und nahezu vollständig auf 0,01 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2,8 Mio. Euro)
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 12,1 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 15,8 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die vollständige Rückführung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (31. Dezember 2020: 8,5 Mio. Euro) sowie auf den Rückgang der liquiden Mittel und die Veräußerung der Vorräte zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere durch Schadenersatzansprüche erhöht. Die flüssigen Mittel betragen nunmehr 0,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2,3 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch Verkäufe im Rahmen des Produktions-Outsourcings auf 1,2 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 0,3 Mio. Euro) angestiegen.
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum Bilanzstichtag nur noch 0,01 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 0,3 Mio. Euro).
Auf der Passiv-Seite sanken die Rückstellungen aufgrund der Reduktion der operativen Risiken auf 1,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 1,9 Mio. Euro). Darüber hinaus konnten die Verbindlichkeiten auf 2,6 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 5,2 Mio. Euro) reduziert werden. Vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 2,7 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 4,6 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich nahezu unverändert auf 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 0,5 Mio. Euro).
Das Eigenkapital der Voltabox AG reduzierte sich als
Folge des Jahresergebnisses auf 1,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 14,4 Mio. Euro). Vor diesem Hintergrund verringerte sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 27,4 % (31. Dezember 2020: 67,3 %).
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum auf -3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtszeitraum um 7,1 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: -5,5 Mio. Euro) gestiegen. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus Desinvestitionen im Rahmen des Outsourcings und des Automotive Asset Deals.
Der Finanzmittelbestand verringerte sich zum Bilanzstichtag auf 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten betrug im Berichtsjahr -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,9 Mio. Euro).
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Eindruck eines deutlichen Zurückfahrens der betrieblichen Prozesse und der Bereinigung von Vermögensgegenständen. Die Ertragslage ist weiterhin im Wesentlichen durch den hohen Materialaufwand und die u.a. damit einhergehende deutliche Unterdeckung der Fixkosten geprägt. Darüber hinaus ist die Vermögenslage insbesondere durch Working-Capital-Maßnahmen beeinflusst, ebenso veränderte sich die Finanzlage zum Bilanzstichtag infolge der kurzfristigen Kapitalbindung deutlich.
Zur Ermittlung von Chancen und Risiken in der Unternehmensentwicklung hat der Voltabox-Konzern ein dem Geschäftsvolumen angemessenes Risikomanagementsystem etabliert. Das nachfolgend erläuterte Risikomanagement bezieht sich entsprechend gleichermaßen auf die Voltabox AG wie auch auf den Voltabox-Konzern. Zu den Risikomanagementzielen und -methoden in Bezug auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Angaben im Anhang (Note (36)).
Aufgrund der erheblichen Konsolidierung und der Abtrennung historischer Belastungen kann sich die Gesellschaft nun vollständig neu ausrichten. Hierzu werden derzeit entsprechende Realisierungsstudien zu verschiedenen Geschäftsmodellen im Rahmen eines Strategieteams erarbeitet.
Die Elektrifizierung bzw. Substitution von herkömmlichen Antrieben durch Lithium-Ionen-Technologie innerhalb industrieller Anwendungen vollzieht sich weiterhin mit hoher Dynamik. Die Treiber für die Entwicklung sind laut Electric Vehicle Outlook 20211 des Marktforschungsinstituts BloombergNEF u.a. politisch induzierte Programme zur Absatzsteigerung von elektrischen Fahrzeugen bzw. Maschinen sowie die kontinuierliche Verbesserung der Energiedichte sowie der Kosten von Batterien. So steigt insbesondere der Anteil von E-Bussen im entsprechenden Segment
aktuell stark. Aktuell sind knapp 600.000 E-Busse weltweit im Einsatz, was einem Anteil von 16 % entspricht. Bezogen auf die Neuzulassungen beläuft sich der Anteil derzeit sogar auf 39 %.2 Gemäß der Untersuchung von BloombergNEF werden bereits im laufenden Jahrzehnt batteriebetriebene Busse in einigen Anwendungsfällen in der Gesamtbetrachtung einen kosteneffizienteren Betrieb ermöglichen als herkömmliche Antriebe. Eine ähnliche Entwicklung steht dem Lastverkehr zwar erst noch bevor, doch bereits ab Mitte der 2020er Jahre soll auch hier eine Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit gegeben sein.
Darüber hinaus können die erwarteten und im Aufbau befindlichen Kooperationen mit dem Triathlon-Konzern und weiteren führenden Innovatoren der E-Mobility-Branche für Voltabox eine Chance darstellen, um einen effizienteren Zugang in bestimmte Teilmärkte zu erhalten. Die konkrete strategische Ausrichtung des Unternehmens ist dabei noch nicht definiert.
Im Ergebnis bestehen für Voltabox insbesondere mittelfristig Chancen, welche die Gesellschaft wie im Vorjahr einheitlich als signifikant einschätzt: Die Gesellschaft kann zukünftig an den Substitutionseffekten partizipieren, die für die Anwender aus den ökonomischen und ökologischen Vorteilen gegenüber den beispielsweise bisher verwendeten Technologie-Konzepten erwachsen.
Durch die strukturierte Überwachung der Chancen im Voltabox-Konzern ist die Unternehmensführung in der Lage, mittel- und langfristige Perspektiven für den Konzern zu identifizieren. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 wurden sowohl externe als auch interne Chancen identifiziert. Externe und interne Chancen aus dem Vorjahr bleiben – unter besonderer Berücksichtigung der weiterhin gegebenen Dynamik im Bereich der Elektromobilität – grundsätzlich unverändert bestehen.
Die Bedeutung der aufgezeigten Chancen wird zusammenfassend als gering eingestuft. Der Vorstand erwartet daher die im Prognosebericht erläuterte Entwicklung des Geschäftsverlaufs.
Im Rahmen einer risikoorientierten Unternehmensführung nutzt Voltabox ein Risikomanagementsystem.
Risiken werden bei Voltabox nicht nur als den Bestand des Unternehmens gefährdende, sondern auch als den Geschäftserfolg beeinflussende Aktivitäten, Ereignisse und Entwicklungen definiert. Wir verstehen unter Geschäftserfolg messbare Größen wie vorrangig den Umsatz, die EBITDA-Marge und den Freien Cashflow. Zur Risikobewertung wird immer das Ergebnisrisiko zu Grunde gelegt. Ein Risiko ist die Möglichkeit, dass eine Bedrohung unter Ausnutzung einer Schwachstelle Schaden an einem Objekt oder den Verlust eines Objektes und damit direkt oder indirekt einen Schaden verursachen kann. Ziel ist es, auch diese Risiken zu erkennen und zu bewerten, um auf dieser Basis geeignete und angemessene Sicherheitsmaßnahmen auswählen zu können.
1 BloombergNEF, Electric Vehicle Outlook 2021
2 ebd.
Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt zentral beim Vorstand. Der Vorstand informiert sich direkt; die entsprechenden Risiken werden durch den Vorstand kontinuierlich überwacht und gesteuert. Der Vorstand erstellt ein entsprechendes Risiko-Reporting und meldet Risiken an den Aufsichtsrat (sogenanntes Ad-hoc-Risiko-Reporting). Anhand der Risikoentwicklung leitet der Vorstand Maßnahmen ab, welche erforderlich sind, um eine Reduktion des Risikos herbeizuführen.
Die von Voltabox im Rahmen des Risiko-Monitorings laufend analysierten Risiken lassen sich folgenden Risiko-Kategorien zuordnen, die jeweils in Einzelrisiken unterteilt werden:
Insgesamt waren zum Ende des Berichtsjahres im Voltabox-Konzern 15 Einzelrisiken erfasst. Von diesen Einzelrisiken waren nach Einschätzung der Voltabox AG keines bestandsgefährdend.
Im Vorjahr waren die Liquiditätslage und die Wettbewerbssituation als bestandgefährdendes Risiko eingeordnet worden. Durch eine tiefgreifende Reorganisation der Voltabox AG, die erhebliche Entschuldung und die Refinanzierungszusage durch die Trionity Invest GmbH ist die Liquiditätslage aus Sicht des Vorstandes nicht länger ein bestandsgefährdendes Risiko.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird wegen ihres möglichen Einflusses auf das Nachfrageverhalten in den wesentlichen Märkten der Voltabox AG beobachtet. Daraus können sich grundlegende Veränderungen des Angebots- und Nachfrageverhaltens auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten für Voltabox ergeben.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der weltweite Engpass im Bereich der Elektronik-Bauteile negative Auswirkungen auf die Markt- und Geschäftsentwicklung haben kann. Die militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine in Folge des russischen Angriffskrieges könnte die Verfügbarkeit von bestimmten Rohstoffen oder Vorprodukten weiter verschlechtern, was Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung von Voltabox entfalten könnte.
Die Sanktionen der westlichen Welt, allen voran der EU, gegenüber Russland im Finanz- und Energiesektor haben innerhalb kürzester Zeit zu einem starken Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt bzw. dazu beigetragen. Entsprechend hat sich das Kostenrisiko für den Voltabox-Konzern erhöht. Im Falle der Einstellung des Bezugs von Energieträgern aus Russland könnten sich zudem Auswirkungen auf die Produktionsfähigkeit der von Voltabox beauftragten Unternehmen ergeben.
Voltabox arbeitet daran, seine Marktposition in der Elektromobilität aufzubauen. Die Wettbewerbssituation im Bereich der (industriellen) Elektromobilität verändert sich aktuell rasant. Neue Marktteilnehmer treten in Erscheinung, bekannte Teilnehmer gehen Kooperationen mit Industriekonzernen ein. Daraus ergibt sich für die Voltabox AG das Risiko einer Reduzierung der potenziellen Kundenbasis. Zudem besteht das Risiko, dass Konkurrenz-Unternehmen mit den der Voltabox AG vergleichbaren Produkten aufgrund von Skaleneffekten eine verbesserte Preisstruktur erzielen können.
In der Gruppe der operativen Risiken stehen für Voltabox derzeit die Tätigkeiten im Bereich Vertrieb und Produktmanagement im Mittelpunkt der Betrachtung.
Der künftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox wird von der Fähigkeit abhängen, Technologien zu entwickeln und diese erfolgreich im Markt einzuführen. Voraussetzung hierfür ist, dass technologische Entwicklungen erkannt und umgesetzt werden. Sollte Voltabox nicht oder nicht rechtzeitig neue Trends, Kundenanforderungen oder den jeweiligen neuesten Stand der Technologie erkennen, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Ohne die Gewinnung von Neukunden kann ein Break-even nicht realisiert werden. Daher ist die Nicht-Erreichung eines soliden Basisgeschäfts mit entsprechender Grundauslastung derzeit das größte Risiko der Voltabox AG.
In der Gruppe der finanzwirtschaftlichen Risiken beobachtet Voltabox neben Zinsänderungs-, Liquiditäts- und Währungsrisiken insbesondere Risiken durch Forderungsausfall sowie Bilanzrisiken und steuerliche Risiken. Die Gesellschaft hat keine Risiken mit mehr als 0,5 Mio. Euro bewertet.
Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft grundsätzlich durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Die Liquiditätsplanung erfolgt detailliert auf 12-Monats-Ebene und wird um einen Forecast über 24 Monate ergänzt.
Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist durch eine Kapitalerhöhung und eine nachranginge Refinanzierungszusage der Trionity Invest GmbH gesichert. Insoweit ist das bestandsgefährdende Liquidtätsrisiko vollständig entfallen.
In dieser Risikogruppe beobachtet Voltabox derzeit insbesondere die sich aus der Wachstumsstrategie ergebenden Risikofelder. Hierzu gehören vor allem personalwirtschaftliche und organisatorische Risiken wie auch Management- und Kommunikationsrisiken.
Die Gesellschaft ist grundsätzlich auf die Gewinnung und Bindung von qualifiziertem Personal und Personen in Schlüsselpositionen angewiesen – insbesondere mit Blick auf den deutlichen Personalabbau in den vergangenen zwei Jahren.
Sollte Voltabox in Zukunft kein qualifiziertes Personal in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, könnten die strategischen und wirtschaftlichen Ziele der Gesellschaft möglicherweise nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden, was nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hätte.
Auch in Zukunft wird sich Voltabox gegen allgemeine Marktrisiken im Bereich der Elektromobilität absichern. Durch umfassende Maßnahmen im Berichtsjahr hat die Gesellschaft eine spürbare Verbesserung der Risikolage im Vergleich zum Vorjahr, in dem noch bestandsgefährdende Risiken bestanden, angestrebt. Dennoch ist die Neuausrichtung der Gesellschaft und die Definition einer Geschäftsstrategie noch nicht final abgeschlossen. Dies wird seitens des Vorstands für das zweite Halbjahr bzw. zum Ende des laufenden Geschäftsjahres erwartet. Bis dahin bestehen Unsicherheiten in Bezug auf die langfristige Erholung und Etablierung der Gesellschaft im Markt.
Die Voltabox AG ordnet die Risiken im Konzern als gleichwertig ein.
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§315 Abs. 4 HGB)
Unter einem internen Kontrollsystem werden die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Dabei werden folgende Zielsetzungen angestrebt:
Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Regelungen.
Der Vorstand der Voltabox AG trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem. In Anbetracht der Größe und Komplexität des Rechnungslegungsprozesses hat das Management den Umfang und die Ausgestaltung der Kontrollaktivitäten bestimmt und in diesen Prozess implementiert. Daneben wurden prozessunabhängige Kontrollen eingerichtet.
Aus der Verwendung von Finanzinstrumenten entstehen dem Voltabox-Konzern folgende Risiken:
Zurzeit setzt Voltabox keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein. Der Factoring-Vertrag der Gesellschaft wurde zum 31. Dezember 2021 beendet.
Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Oktober 2021 seine Prognose3 für die Weltwirtschaft im Jahr 2022 veröffentlicht. Insgesamt erwarten die Ökonomen eine sich verlangsamende Dynamik für die Erholung von den herben Einbrüchen der globalen Wirtschaftsleistung in 2020 infolge des Ausbruchs der Corona-Pandemie und den entsprechenden starken Gegenreaktionen der Nationalstaaten. Im Jahr 2022 soll das globale Wirtschaftswachstum demnach noch 4,9 % betragen (2021: 5,9 %). Die Annahme verdeutlicht aber auch, dass sich die Aussichten besser darstellen als ursprünglich angenommen. Noch zu Beginn des Jahres 2021 erwartete der IWF für das laufende Kalenderjahr ein Wachstum von 4,2 %.
Der IWF erwartet für die entwickelten Volkswirtschaften ein Wachstum von 4,5 % (2021: 5,2 %) und für die Schwellenländer kumuliert ein Wachstum von 5,1 % (2021: 6,4 %). Auf Basis der veröffentlichten Berechnungen zur Ermittlung des Weltwirtschaftsausblicks im Oktober 2021 ging das IWF im Einzelnen davon aus, dass die Entwicklung der Wirtschaft in den USA 6,0 % in 2021 und 5,2 % in 2022, in den EURO-Staaten 5,0 % in 2021 und 4,3 % in 2022, in Deutschland 3,1 % in 2021 und 4,6 % in 2022 sowie in China 8,0 % in 2021 und 5,6 % in 2022 betragen wird. Mögliche Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine sind in der Prognose des IWF noch nicht berücksichtigt. Voltabox ist in industriellen Teilmärkten tätig. Hierzu zählen aktuell:
Lediglich für den Anwendungsbereich Busse bzw. Öffentlicher Personennahverkehr liegen verlässliche und valide Untersuchungen vor. Aktuell sind knapp 600.000 E-Busse weltweit im Einsatz, was einem Anteil von 16 % entspricht. Bezogen auf die Neuzulassungen beläuft sich der Anteil derzeit sogar auf 39 %.4 Entsprechend zeigt sich die Dynamik, mit der sich die Substitution von Fahrzeugen mit herkömmlichen (Verbrenner-) Antrieben durch moderne elektrische Antriebe aktuell vollzieht. Ein Treiber sind hierbei die sich stetig erhöhende Attraktivität für Busflotten-Betreiber in Bezug auf die Kosten. Gemäß der Untersuchung von BloombergNEF werden bereits im laufenden Jahrzehnt batteriebetriebene Busse in einigen Anwendungsfällen in der Gesamtbetrachtung einen kosteneffizienteren Betrieb ermöglichen als herkömmliche Antriebe. Während der Erstellung dieses Prognoseberichts begann die militärische Invasion Russlands in die Ukraine. Die Auswirkungen dieses Krieges auf die konjunkturelle Lage in Europa und in der Welt sind derzeit kaum absehbar. Entsprechend können sich die getroffenen Annahmen und Einschätzungen des IWF für das laufende Jahr signifikant verändern.
Die Unternehmensplanung des Konzerns basiert auf einer Absatz- und Umsatzplanung und wird kundenspezifisch bis auf die Produktebene heruntergebrochen und nach einem Bottom-up-Prinzip geplant.
Die wesentlichen Kostenkomponenten werden über Einzelplanungsmodelle für einen Zeitraum von mehreren Jahren geplant und dann adjustiert-proportional zur Umsatzentwicklung fortgeschrieben.
Die Prognose zur Geschäftsentwicklung der Voltabox AG ist davon abhängig, wie schnell im Geschäftsjahr 2022 neue Geschäftsmodellansätze implementiert werden können. Zudem war durch Liquiditätsengpässe und erhebliche Engpässe am Weltmarkt die Materialverfügbarkeit erheblich begrenzt. Die aktuelle Prognose basiert auf bereits vorliegenden Bestellungen aus dem Bereich Bus-, Bau- und Landmaschinen, bei denen die Gesellschaft davon ausgeht, diese im laufenden Geschäftsjahr realisieren zu können. Hierin enthalten sind noch keine Effekte aus neuen Geschäftsmodellen enthalten.
Die Gesellschaft erwartet einen Jahresumsatz von rd. 2,5 Mio. Euro und ein EBITDA von ebenfalls rd. -2,5 Mio. Euro. Der Vorstand ordnet im Geschäftsjahr 2022 das EBITDA-Ziel höherwertiger ein als das Umsatzziel. Die Prognose für den Free Cashflow ist abhängig von der Strategieentwicklung noch nicht konkretisiert. Der Free Cashflow wird mit weniger als -2,5 Mio. Euro erwartet.
3 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2021/10/12/world-economic-outlook-october-2021
4 BloombergNEF, Electric Vehicle Outlook 2021
Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:
| In TEUR bzw. lt. Angabe |
2020 | 2021 | Veränd. | Prognose 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Leistungsindikatoren | ||||
| Konzernumsatz | 18.135 | 3.490 | -80,8 % | 2,5 Mio. |
| EBITDA (Marge) | -133,7 % | -105,9 % | n.a. | -2,5 Mio. |
| Free Cashflow | -1.815 | -8.709 | -379,8 % | geringer als -2,5 Mio. |
| In TEUR bzw. lt. Angabe |
2020 | 2021 | Veränd. | Prognose 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Leistungsindikatoren | ||||
| Umsatz | 15.474 | 3.490 | -74,1 % | 2,5 Mio. |
| EBITDA (Marge) | -142,6 % | -105,9 % | n.a. | -2,5 Mio. |
| Free Cashflow | -1.815 | -8.709 | -379,8 % | geringer als -2,5 Mio. |
Der Vorstand der Voltabox AG geht abseits der finanziellen Leistungsindikatoren wie Umsatz und EBITDA von einer positiven strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens aus. Das Geschäftsjahr 2022 versteht der Vorstand als Chance, um die Voltabox AG in der Fortsetzung des Transformationsprozesses auf die Ergreifung von zukünftigen Marktopportunitäten auszurichten.
Die Sicherung und der Ausbau einer nachhaltigen Profitabilität stehen im Mittelpunkt dieser Geschäftsausrichtung. Darüber hinaus wird die weitere organische Erschließung zusätzlicher Handlungsfelder bezüglich einer Portfolio-Erweiterung angestrebt, nahe am Kerngeschäft und unter engen Rentabilitäts- und Investitionsvorgaben.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Voltabox AG beträgt 15.825.000,00 Euro und ist eingeteilt in 15.825.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro. Sämtliche Aktien sind gewinnanteilsberechtigt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Zum 31. Dezember 2021 hielt die Trionity Invest GmbH einen Anteil vom Grundkapital in Höhe von 28,00 %. Der Erwerb dieses Anteils wurde der Voltabox AG am 01. Dezember 2021 mitgeteilt. Die Gesellschaft verfügte darüber hinaus zu diesem Zeitpunkt über eine Kaufoption über weitere 2,21 % der Anteile am Grundkapital. Am 14. Januar 2022 erwarb die Trionity Invest GmbH durch die Ausübung der Call-Option diesen Anteil von der paragon GmbH & Co. KGaA. Seitdem hält die Trionity Invest 30,21 % der Anteile der Voltabox AG. Die EW Trade AG hielt darüber hinaus zum Bilanzstichtag einen Anteil von 20,78 % am Grundkapital der Gesellschaft. Der Erwerb wurde der Voltabox AG am 03. Dezember 2021 mitgeteilt.
Die paragon GmbH & Co. KGaA, die zuvor Mehrheitsaktionärin der Voltabox AG war, reduzierte ihren Anteil an der Gesellschaft damit bereits vor dem Bilanzstichtag auf weniger als die meldepflichtigen 3 % des Grundkapitals.
Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Soweit Arbeitnehmer als Aktionäre am Kapital beteiligt sind, können sie daraus keine besonderen Rechte herleiten.
Bezüglich der Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG verwiesen. Bezüglich der Regelungen zur Änderung der Satzung wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 133 und 179 AktG verwiesen.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. September 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. September 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.675.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes
Kapital 2017). Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2022 von dieser Möglichkeit teilweise Gebrauch gemacht. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen gemäß § 186 Absatz 5 AktG gleichgestellten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in den in Punkt 4.5 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom Oktober 2017 genannten Fällen auszuschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro eingeteilt in bis zu 5.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gewinnberechtigt für alle Geschäftsjahre, für die die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Besondere Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) oder besondere Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat die Trionity Invest GmbH gem. § 37 Abs. 1, 2 WpÜG i.V.m. § 9 Satz 1 Nr. 3 WpÜG-Angebotsverordnung von der Verpflichtung zur Veröffentlichung und zur Abgabe eines Pflichtangebots gem. § 35 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Satz 1 WpÜG befreit. Zum 31. Dezember 2021 hatte die Trionity Invest GmbH die ihr zustehende Kaufoption von 2,21 % der Anteile am Grundkapital nicht ausgeübt. Dies geschah schließlich am 14. Januar 2022, sodass die Trionity Invest GmbH seit diesem Tag 30,21 % der Aktien der Voltabox AG hält.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB kann dauerhaft auf der Voltabox-Website unter https://ir.voltabox.ag/websites/voltabox/German/7200/erklaerung-zum-deutschen-corporate-governance-kodex.html eingesehen werden. Sie findet sich in diesem Geschäftsbericht im Kapitel "Corporate Governance" unmittelbar vor dem Kapitel "Zusammengefasster Lagebericht".
Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand, dass
die Voltabox AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen, die getroffen oder unterlassen wurden, führten zu keiner unausgeglichenen Benachteiligung der Voltabox AG. Der Vorstand der Voltabox AG hat diesen Bericht dem Abschlussprüfer vorgelegt. Dieser hat einen Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bericht wurde anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung sein Ergebnis über die Prüfung des Abhängigkeitsberichts berichten.
36
| In TEUR | Anhang | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 11 | 3.490 | 13.457 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12 | 1.978 | 2.042 |
| Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
-246 | -4.578 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 13 | 201 | 3.943 |
| Gesamtleistung | 5.423 | 14.865 | |
| Materialaufwand | 14 | -3.058 | -13.213 |
| Rohertrag | 2.365 | 1.652 | |
| Personalaufwand | 15 | -2.798 | -6.872 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
17 | -3.323 | -5.190 |
| Wertminderungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens |
0 | -4.082 | |
| Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
21 | -2.980 | -3.594 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 16 | -3.264 | -8.653 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -10.000 | -26.739 | |
| Finanzerträge | 18 | 0 | 11 |
| Finanzierungsaufwendungen | 18 | -9 | -233 |
| Finanzergebnis | -9 | -222 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -10.009 | -26.961 | |
| Ertragssteuern | 19 | 0 | 1.515 |
| Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen | -10.009 | -25.446 | |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 10 | -2.830 | -11.606 |
| Konzernergebnis | -12.839 | -37.052 | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) | 20 | -0,81 | -2,34 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert) | 20 | -0,81 | -2,34 |
| Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) |
20 | 15.825.000 | 15.825.000 |
| Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) | 20 | 15.825.000 | 15.825.000 |
| In TEUR | Anhang | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | -12.839 | -37.052 | |
| Rücklage aus Währungsumrechnung aus fortgeführten Geschäftsbereichen |
30 | -815 | 0 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen |
0 | 601 | |
| Gesamtergebnis | -13.654 | -36.451 |
| In TEUR | Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 21 | 0 | 8.458 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 38 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 22, 23 | 249 | 15.787 |
| Finanzanlagen | 24 | 1.400 | 1.400 |
| Sonstige Vermögenswerte | 25 | 0 | 1.590 |
| Latente Steuern | 19 | 0 | 0 |
| Aufgegebene Geschäftsbereiche | 0 | 0 | |
| 1.649 | 27.235 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 26 | 73 | 5.750 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 27 | 209 | 2.547 |
| Forderungen gegen nahestehende Personen | 43 | 952 | 1.314 |
| Ertragsteueransprüche | 19 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 28 | 2.432 | 930 |
| Flüssige Mittel | 29 | 410 | 2.337 |
| 4.076 | 12.878 | ||
| Summe Aktiva | 5.725 | 40.113 |
| In TEUR | Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 30 | 15.825 | 15.825 |
| Kapitalrücklage | 30 | 20.229 | 20.229 |
| Neubewertungsrücklage | 0 | 0 | |
| Bilanzverlust | 30 | -34.336 | -21.496 |
| Währungsdifferenzen | 30 | 0 | 815 |
| 1.718 | 15.373 | ||
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 31 | 0 | 11.876 |
| Langfristige Darlehen | 32 | 0 | 0 |
| Latente Steuern | 19 | 0 | 0 |
| Aufgegebene Geschäftsbereiche | 0 | 0 | |
| 0 | 11.876 | ||
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Kurzfristige Leasing-Verbindlichkeiten | 31 | 254 | 1.902 |
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil der langfristigen Darlehen |
32 | 0 | 46 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.846 | 4.209 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen | 0 | 0 | |
| Sonstige Rückstellungen | 34 | 828 | 1.055 |
| Ertragsteuerschulden | 19 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 33 | 1.079 | 5.652 |
| 4.007 | 12.864 | ||
| Summe Passiva | 5.725 | 40.113 |
| In TEUR | Anhang | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) fortgeführter Geschäftsbereiche |
-10.009 | -26.961 | |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 3.323 | 5.190 | |
| Finanzergebnis | 9 | 222 | |
| Zunahme (+), Abnahme (-) der anderen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen |
-84 | -1.222 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge |
995 | -1.053 | |
| Zunahme (-), Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, anderer Forderungen und sonstiger Aktiva |
101 | 24.209 | |
| Wertminderungen von Goodwill und Immateriellen Vermögenswerten |
2.980 | 3.594 | |
| Zunahme (-), Abnahme (+) der Vorräte | 3.715 | 3.828 | |
| Zunahme (+), Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva |
-5.464 | -6.964 | |
| Gezahlte Zinsen | -64 | 161 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | 0 | -187 | |
| Cashflow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 10 | -3.720 | 2.932 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 39 | -8.217 | 3.748 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
53 | 1 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen |
-291 | -2.325 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte |
-201 | -3.343 | |
| Erhaltene Zinsen | 0 | 11 | |
| Cashflow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 10 | 10.318 | 106 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 39 | 9.879 | -5.550 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -46 | -497 | |
| Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen |
-1.319 | -1.911 | |
| Cashflow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 10 | -2.222 | 1.511 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 39 | -3.587 | -897 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -1.927 | -2.699 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 2.337 | 5.036 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 39, 29 | 410 | 2.337 |
| In TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Neu bewertungs rücklage |
Rücklage aus der Währungs |
umrechnung Bilanzgewinn | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01. Januar 2021 | 15.825 | 20.229 | 0 | 815 | -21.496 | 15.373 |
| Konzernergebnis | -12.839 | -12.839 | ||||
| Währungs umrechnung |
-815 | -815 | ||||
| sonstiges Ergebnis |
-815 | -815 | ||||
| Gesamtergebnis | -815 | -12.839 | -13.654 | |||
| 31. Dezember 2021 | 15.825 | 20.229 | 0 | 0 | -34.336 | 1.718 |
| In TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Neu bewertungs rücklage |
Rücklage aus der Währungs |
umrechnung Bilanzgewinn | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01. Januar 2020 | 15.825 | 20.229 | 0 | 214 | 15.556 | 51.824 |
| Konzernergebnis | -37.052 | -37.052 | ||||
| Währungs umrechnung |
601 | 601 | ||||
| sonstiges Ergebnis |
601 | 601 | ||||
| Gesamtergebnis | 601 | -37.052 | -36.451 | |||
| 31. Dezember 2020 | 15.825 | 20.229 | 0 | 815 | -21.496 | 15.373 |
Die Voltabox Aktiengesellschaft (Voltabox AG oder Voltabox) mit Sitz in Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Voltabox AG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Paderborn eingetragen (HRB 12895). Voltabox entwickelt und produziert Batteriesysteme im Anwendungsbereich der Elektromobilität. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. März 2022 wurde der Sitz nach Paderborn, Technologiepark 32, Deutschland, verlegt.
Muttergesellschaft des Konzerns war bis zum 31. Dezember 2021 die paragon GmbH & Co. KGaA, Delbrück. Die ehemalige Muttergesellschaft hat ihre Anteile an der Voltabox AG im Geschäftsjahr veräußert.
Die Voltabox AG ist das Mutterunternehmen des Konzerns und stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Konsolidierungskreis von Unternehmen auf.
Der Vorstand der Voltabox AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und den zusammengefassten
Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 am 28. April 2022 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Dieser hat die Möglichkeit, den Konzernabschluss nach Freigabe durch den Vorstand zu ändern. Der Konzernabschluss gilt mit der Billigung des Aufsichtsrats als festgestellt, wenn sich nicht der Vorstand und der Aufsichtsrat für die Feststellung durch die Hauptversammlung entscheiden.
Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 der Voltabox AG werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und werden als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) abrufbar sein. Der Geschäftsbericht ist zudem im XBRL Format an den Bundesanzeiger übermittelt worden.
Im Rahmen der Berichterstattung erfolgt der Ausweis zweier aufgegebener Geschäftsbereiche. Die Berichterstattung folgt hier den Regelungen des IFRS 5. Es handelt sich um ein Asset Deal im Rahmen der Aufgabe des US-Business. Darüber hinaus erfolgte ein Asset Deal im Rahmen der Veräußerung des Automotive-Business.
Der Konzernabschluss der Voltabox AG zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRSIC) aufgestellt.
Im Folgenden werden die Auswirkungen neuer und angepasster Rechnungslegungsgrundsätze aufgeführt, deren Anwendungsbereich mit der Tätigkeit der Voltabox AG vereinbar ist.
| Status | Standard | Inhalt | Auswirkungen |
|---|---|---|---|
| Änderung IFRS Standard |
IFRS 16 | Verlängerung der Erleichterung für COVID 19-bezogene Mietzugeständnisse |
Keine Auswirkung erwartet |
| Änderung IFRS Standard |
IFRS 3 | Verweis im Rahmen der Definition von Vermögenswerten und Schulden auf das Rahmenkonzept; anwendbar für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2022 beginnen |
Keine Auswirkung erwartet |
| Änderung IFRS Standard |
IFRS 16 | Erlöse und Aufwendungen vor der beabsichtigten Nutzung von Sachanlagen im Zusammenhang mit produzierten Gegenständen, die nicht aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultieren, sind erfolgswirksam und getrennt auszuweisen. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2022 in Kraft. |
Keine Auswirkung erwartet |
| Änderung IFRS Standard |
IAS 37 | Sämtliche unmittelbar zurechenbare Kosten der Vertragserfüllung im Rahmen von belastenden Verträgen sind im Rahmen von IAS 37 zu berücksichtigen. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2022 in Kraft. |
Keine Auswirkung erwartet |
| Änderung IFRS Standard |
IFRS 1 | Tochterunternehmen, die nach dem Mutterunternehmen erstmalig IFRS anwenden, können die Vermögenswerte, Schulden und das Eigenkapital (hier insbesondere Umrechnungsdifferenzen) zu den Buchwerten bewerten, die zum Umstellungszeitpunkt der Muttergesellschaft gegolten hätten, sofern keine Konsolidierungsanpassungen und Auswirkungen aus Unternehmenszusammenschlüssen vorliegen. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2022 in Kraft. |
Keine Auswirkung erwartet |
| Änderung IFRS Standard - Endorsement ausstehend |
IAS 1 | Die Klassifizierung in lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Schulden bemisst nach dem Recht, welches zum Stichtag vorliegt. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2023 in Kraft. |
Keine Auswirkung erwartet |
| Änderung IFRS Standard - Endorsement ausstehend |
IAS 1 | Künftig sind Angaben zu Rechnungslegungsmethoden nur noch erforderlich, sofern diese wesentlich und nicht mehr nur maßgeblich sind. Die Entscheidungsnützlichkeit steht damit im Vordergrund. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2023 in Kraft. |
Keine Auswirkung erwartet |
| Änderung IFRS Standard - Endorsement ausstehend |
IAS 8 | Rechnungslegungsbezogene Schätzungen werden künftig definiert als monetäre Beträge im Abschluss, die mit Bewertungsunsicherheiten behaftet sind. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2023 in Kraft. |
Keine Auswirkung erwartet |
| Änderung IFRS Standard - Endorsement ausstehend |
IAS 12 | Im Rahmen von Initial Recognition Exception sind aktive und passive latente Steuern auch dann anzusetzen, wenn die aktiven und passiven latenten Steuern gleichzeitig zu betragsgleichen abzugsfähigen und zu versteuernden Differenzen führen. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2023 in Kraft. |
Die Auswirkungen werden voraussichtlich keinen wesentlichen Effekt auf die Gesellschaft haben. |
| Status | Standard | Inhalt | Auswirkungen |
|---|---|---|---|
| IFRS IC Stellungnahme |
Diverse | Bei der Bilanzierung von Reverse Factoring transparente Angaben und die Bilanzierung bemisst sich an der wirtschaftlichen Betrachtung der Transaktionen. Der IFRS IC sah keine Notwendigkeit der Anpassung von IFRS-Standards, sodass die Klarstellung unmittelbar relevant geworden ist. |
Keine Auswirkungen |
| IFRS IC Stellungnahme |
IAS 2 | Bei der Bewertung von Vorräten sind auch die geschätzten Kosten der Veräußerung zu berücksichtigen, die im Rahmen des normalen Geschäftsgangs notwendig sind. Der IFRS IC sah keine Notwendigkeit der Anpassung von IFRS-Standards, sodass die Klarstellung unmittelbar relevant geworden ist. |
Keine Auswirkungen |
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung ("Going Concern") aufgestellt. Die Ermittlung der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden erfolgte dementsprechend auf der Basis von Fortführungswerten.
Der bisherige Geschäftsansatz wurde in wesentlichen Teilen aufgegeben. Im Rahmen von zwei Asset Deals, dem Outsourcing der Produktion und der signifikanten Entschuldung hat sich die Gesellschaft im erheblichen Umfang im Geschäftsjahr verändert. Das historische Geschäftsmodell war hochdefizitär und eine nachhaltige Stabilisierung unwahrscheinlich geworden. Hierzu trug die Marktentwicklung in der E-Mobility-Branche bei. Die Voltabox AG befindet sich derzeit in einer Strategie-Neuentwicklung. Dieser Prozess dauert über den Zeitpunkt der Berichterstattung hinaus an.
Die Gesellschaft ist durch eine Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2022 und durch eine Refinanzierungszusage der Trionity Invest GmbH mit ausreichenden Mitteln ausgestattet, um die Transformation durchzuführen.
Der Konzernabschluss ist auf der Grundlage der Verhältnisse aufzustellen, wie sie am Bilanzstichtag bestehen. Nach IAS 10.7 endet der Wertaufhellungszeitraum mit der Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung. Die Freigabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 durch den Vorstand und die Weitergabe an den Aufsichtsrat zur Unterzeichnung erfolgte am 28. April 2022. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten sämtliche Informationen über die Verhältnisse des Bilanzstichtages berücksichtigt werden.
Die Voltabox AG beschloss am 21. Februar 2022, das Grundkapital der Gesellschaft von gegenwärtig TEUR 15.825 um 10 %, d.h. um bis zu TEUR 1.582 auf bis zu TEUR 17.407, durch Ausgabe von 1.582.500 neuen Stammaktien unter teilweiser Ausnutzung des vorhandenen genehmigten Kapitals zu erhöhen.
Mit Datum vom 25. Januar 2022 hat die Gesellschaft mit der Trionity Invest GmbH, Fürth, zur Vorfinanzierung der operativen Tätigkeit eine nachrangige Finanzierungsvereinbarung in Höhe von 7,0 Mio. € geschlossen.
Zum 16. März 2022 wurde Jürgen Pampel als Vorstand der Voltabox abberufen. Am selben Tag wurde Patrick Zabel zum Vorstand berufen.
Zudem wurde der Sitz der Gesellschaft nach Paderborn verlegt.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine kann zu Einflüssen im Rahmen der Beschaffung von Bauteilen führen, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht absehbar sind. Sodann können Auswirkungen aus daraus resultierenden vorherrschenden globalen Preissteigerungen nur unzureichend eingeschätzt werden.
Neben der Muttergesellschaft Voltabox AG, Delbrück, werden die aktuell ruhenden Tochterunternehmen Voltabox of Texas, Inc., Voltabox of North America, Inc. und Voltabox Kunshan Co., Ltd. vollkonsolidiert. Bilanzstichtag für alle Gesellschaften ist der 31. Dezember 2021. Grundlage für den Konzernabschluss sind die
nach einheitlichen Regeln unter Anwendung der IFRS zum 31. Dezember 2021 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Darüber hinaus wurden eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Währungsumrechnung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sind um die Zwischenergebnisse bereinigt worden.
Die Tochtergesellschaften hatten zum Stichtag keine Vermögenswerte und Schulden, die in die Konzernabschlusserstellung eingeflossen sind. Lediglich die Voltabox of Texas, Inc. verfügt über eine Forderung aus einem Escrow-Account gegenüber dem Erwerber im Rahmen des Asset Deals und Vorräte die im Geschäftsjahr 2022 an Endkunden veräußert wurden. Durch die Veräußerung bzw. Aufgabe der Aktivitäten der Gesellschaften und die Auflösung sämtlicher Intercompany-Beziehungen gegenüber Tochtergesellschaften sind keine Effekte aus einer künftigen Entkonsolidierung zu erwarten. Der Konsolidierungskreis setzt sich per 31. Dezember 2021 wie folgt zusammen:
| Name und Sitz des Unter nehmens |
Anteils besitz |
Konsolidierung | Währung | Umsatz in Landes währung (vor Konso lidierung und IFRS 5) |
|---|---|---|---|---|
| Voltabox of Texas, Inc. (Texas) |
100 % | konsolidiertes Tochterunter nehmen |
USD | 2.206.580 |
| Voltabox of North America, Inc. (Texas) |
100 % | konsolidiertes Tochterunter nehmen |
USD | 0 |
| Voltabox Kunshan Co., Ltd. (Kunshan) |
100 % | konsolidiertes Tochteruntern ehmen |
RMB | 0 |
Die Voltabox AG ist jeweils unmittelbar zu 100 % an den aufgeführten Tochterunternehmen beteiligt.
Die Voltabox AG verfügt darüber hinaus zum Bilanzstichtag über folgende Beteiligung, bei denen keine Beherrschung nach IFRS 10 vorliegt:
| Name und Sitz des Unternehmens |
Anteilsbesitz Konsolidierung | Beteiligungs höhe in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| ForkOn GmbH (Haltern am See) |
rd. 9 % | Beteiligung | 1.400 |
Nach dem letzten vorliegenden Jahresabschluss (31. Dezember 2020) beträgt das Eigenkapital der ForkOn GmbH TEUR 754 sowie das erzielte Jahresergebnis TEUR -893.
Die Beteiligung wird erfolgswirksam zum Fair Value bilanziert. Der Fair Value zum Geschäftsjahresende 2021 entspricht aufgrund der vorgelegten Unternehmensplanung dem Buchwert.
Im Konzernabschluss der Voltabox AG werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungs- bzw. Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
In der Konzerngesamtergebnisrechnung sind aus dem operativen Geschäft Kursverluste in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 650) und Kursgewinne in Höhe von TEUR 499 (Vorjahr: TEUR 370) enthalten. Diese Kursdifferenzen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Die Wechselkurse der für die Voltabox AG wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Die Fremdwährungsdifferenzen im Eigenkapital wurden durch die Veräußerung bzw. Aufgabe der Aktivitäten der US- und China-Gesellschaften im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von TEUR 815 (Vorjahr: TEUR 0) ergebniswirksam umgebucht.
Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Berichtsperiode der Voltabox AG umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Einzelne Posten der Bilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst worden. Die Konzerngesamtergebnisrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit gegliedert werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten fällig sind.
Der Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz, die Konzerngesamtergebnisrechnung, den Konzernanhang, die Konzernkapitalflussrechnung, die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und den Konzern-Segmentbericht. Ergänzend ist ein zusammengefasster Konzernlagebericht aufgestellt worden.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Nebenkosten und Anschaffungspreisminderungen bilanziert.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung von Patent- und spezifischen Kundenlösungen werden nur dann als immaterieller Vermögenswert zu Herstellungskosten aktiviert, soweit die von IAS 38 geforderte eindeutige Aufwandszurechnung möglich, die technische Realisierbarkeit und Vermarktbarkeit/ Nutzbarkeit sichergestellt ist und die voraussichtliche Erzielung künftigen wirtschaftlichen Nutzens nachgewiesen wurde. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der projektbezogenen Gemeinkosten. Sind die Aktivierungskriterien nicht erfüllt, werden die Entwicklungskosten im Jahr der Entstehung sofort ergebnis- wirksam innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Entwicklungskos-
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ten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Sofern immaterielle Vermögenswerte einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden sie entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. wenn er sich an seinem Standort und in dem vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand befindet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft.
Zu jedem Bilanzstichtag werden hierfür die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Lagen solche Hinweise vor, wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 durchgeführt. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.
Die Nutzungsdauern für interne Entwicklungskosten entsprechen den erwarteten Produktlebenszyklen und betragen regelmäßig 4-7 Jahre. Die Voltabox AG nimmt eine individuelle Bewertung der Produktlebensdauer vor und überprüft die Nutzungsdauer jährlich. Die Nutzungsdauern für Lizenzen, Patente und Software liegen zwischen 3 und 10 Jahren.
Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich aller Anschaffungspreisminderungen bewertet. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bilanziert und abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei technischen Anlagen zwischen 5 und 10 Jahren, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Voll abgeschriebenes Anlagevermögen wird so lange unter Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die Vermögenswerte stillgelegt werden. Von den Erlösen aus Anlageabgängen werden die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgezogen. Ergebnisbeiträge aus Anlageabgängen werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Alle Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.
Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der Sachanlagen, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben werden, daraufhin geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Hinweise vor, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.
,Die Voltabox AG beurteilt zu Beginn eines jeden Vertrages, ob dieser ein Leasing-Verhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Bei Vertragsänderungen beurteilt die Voltabox AG erneut, ob ein Vertrag ein Leasing-Verhältnis begründet.
Der Konzern hat beschlossen, das Wahlrecht auszuüben und keine Bilanzierung von Leasing-Verhältnissen vorzunehmen, sofern es sich um einen Leasing-Vertrag mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten handelt oder das ermittelte Right of Use einen Wert von 5.000 EUR nicht übersteigt. In diesen Fällen wird der Aufwand aus dem Leasing-Verhältnis über seine spezifische Laufzeit linear erfasst.
Dabei werden die einzelnen Leasing-Komponenten und Nicht-Leasing-Komponenten getrennt bilanziert. Liegt ein Leasing-Verhältnis vor, so wird dieser Vertrag anhand des vertraglich vereinbarten Entgeltes auf Basis der vertraglich vereinbarten relativen Einzelveräußerungspreise der Leasing-Komponenten und der aggregierten Einzelveräußerungspreise der Nicht-Leasing-Komponenten auf die einzelnen Leasing-Komponenten aufgeteilt. Dabei bestimmt die Voltabox AG den relativen Einzelveräußerungspreis anhand des Preises, den ein Leasinggeber oder ein ähnlicher Lieferant der Voltabox AG für diese oder vergleichbare Komponenten gesondert berechnen würde. Dabei greift die Voltabox AG, sofern kein beobachtbarer Markt vorliegt, auf Schätzungen zurück.
Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasing-Verhältnisses legt die Voltabox AG die unkündbare Grundlaufzeit und einen optionalen Verlängerungszeitraum zugrunde, soweit die Gesellschaft hinreichend sicher ist, diese Option auszuüben. Liegt eine Kündigungsoption vor, so wird dies bei der Bestimmung der Laufzeit entsprechend berücksichtigt, soweit die Ausübung der Option hinreichend sicher ist. Die Voltabox AG überprüft regelmäßig, ob die Nutzung einer Option hinreichend sicher ist.
Am Bereitstellungstermin erfasst die Voltabox AG einen Vermögenswert für das Right of Use und
eine Leasing-Verbindlichkeit. Am Bereitstellungstermin wird das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen:
Die Leasing-Verbindlichkeit umfasst die zum Barwert der noch nicht geleisteten Leasing-Zahlungen zum Bereitstellungsdatum. Die Abzinsung erfolgt mit dem zugrunde liegenden konstanten Zinssatz. Sofern dieser nicht vorliegt, nutzt die Voltabox AG einen Grenzfremdkapitalzinssatz, der bei alternativen Finanzierungen zugrunde gelegt wird. Nicht geleistete Leasing-Zahlungen umfassen:
Das Nutzungsrecht wird linear, über den kürzeren Zeitraum aus Nutzungsdauer oder Leasing-Laufzeit, abgeschrieben und berichtigt um Neubewertungen der Leasing-Verbindlichkeit. Die Voltabox AG erfasst einen Wertminderungsaufwand nach IAS 36. Der Buchwert der Leasing-Verbindlichkeit wird nach Bereitstellung zum Stichtag jeweils um den Zinsaufwand erhöht und um geleistete Zahlungen vermindert. Eine Neubewertung der Leasing-Verbindlichkeit wird unmittelbar berücksichtigt. Nutzungsrechte werden in der Bilanz der Voltabox AG nicht als separate Bilanzposten ausgewiesen. Aus diesem Grund erfolgt im Anhang eine gesonderte Aufführung. Leasing-Verbindlichkeiten werden als separate Bilanzposten ausgewiesen.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Sie werden dann aktiviert, wenn sie die Voraussetzungen eines sog. "Qualifying Asset" im Sinne des IAS 23 "Borrowing Cost" erfüllen. Bei der Aktivierung der Fremdkapitalkosten wird auf einen gewogenen Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für solche Kredite des Unternehmens zurückgegriffen.
An jedem Bilanzstichtag wird ermittelt, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der nichtfinanziellen Vermögenswerte (insbesondere immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer) vorliegen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") des betreffenden Vermögenswertes ermittelt. Nach IAS 36.6 entspricht der erzielbare Betrag dem höheren aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten ("Fair Value
less Cost to Sell") und dem Nutzungswert ("Value in Use") des Vermögenswerts bzw. einer identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die finanzielle Mittel aus der fortgesetzten Nutzung generiert ("Cash-Generating-Unit" / "CGU"). Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer CGU den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Für Vermögenswerte des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögenswerte wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts oder der CGU vorgenommen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.
Vorräte werden regelmäßig auf einen Wertminderungsbedarf hin überprüft. Die Effekte werden separat als entsprechende Wertminderung ausgewiesen.
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und zugleich bei
der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den originären Finanzinstrumenten gehören bei der Voltabox AG insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, flüssige Mittel sowie Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Auch die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten ausschließlich Finanzinstrumente. Die Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten erfolgt bei marktüblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zu den jeweiligen Stichtagskursen bewertet.
Für Zwecke der Bilanzierung und Bewertung werden finanzielle Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien zusammengefasst:
Zur Bilanzierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten wurden die folgenden Kategorien gebildet:
Die Voltabox AG ordnet finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in diese Kategorien jeweils zum Zugangszeitpunkt ein und überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Kriterien für die Einstufung eingehalten werden. Die Voltabox AG bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder sie die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen, mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn die Voltabox AG alle wesentlichen, mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen nicht übertragen hat und sie die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert nicht behalten hat. Jeder Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die bei der Voltabox AG entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Wertberichtigungen zu finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und zu vertraglichen Vermögenswerten aus Vereinbarungen mit Kunden erfolgen unter Berücksichtigung erwarteter Kreditausfälle. Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertraglichen Vermögenswerten und Leasing-Forderungen werden nach dem vereinfachten Ansatz mit den erwarteten lebenslangen Kreditausfällen ermittelt.
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungsindikatoren untersucht. Finanzielle Vermögenswerte werden als wertgemindert betrachtet, wenn infolge einer oder mehrere Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme der Finanzinstrumente negativ verändert haben. Objektive Hinweise auf einen eingetretenen Wertminderungsaufwand könnten verschiedene Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen sein. Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn das Geschäftsmodell das Halten des finanziellen Vermögenswertes zwecks der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme vorsieht und die Vertragsbedingungen des Instruments ausschließlich zu Zahlungsströmen führen, die Zinszahlungen und Tilgungsleistungen darstellen.
Bei erstmaliger Erfassung werden Finanzinstrumente, die der Kategorie AC angehören, mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der direkt zuordenbaren Transaktionskosten angesetzt.
Im Rahmen der Folgebewertung werden die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte nach der Effektivzinsmethode bewertet. Bei Anwendung der Effektivzinsmethode werden alle in die Berechnung des Effektivzinssatzes einfließenden direkt zuordenbaren Gebühren, gezahlte oder erhaltene Entgelte, Transaktionskosten und anderen Agien oder Disagien über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments amortisiert.
Zinserträge und -aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam unter Zinsertrag beziehungsweise Zinsaufwand aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Nicht verzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.
Die flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände sowie Kontokorrentguthaben bei Banken und sonstigen Finanzinstituten. Diese werden nur in den liquiden Mitteln ausgewiesen. Wenn das Geschäftsmodell das Halten und Verkaufen des finanziellen Vermögenswertes vorsieht und die Vertragsbedingungen des Instruments ausschließlich zu Zahlungsströmen führen, die Zinszahlungen und Tilgungsleistungen darstellen, wird der finanzielle Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertveränderungen im sonstigen Ergebnis erfasst werden.Finanzielle Vermögenswerte, die ausschließlich für Handelszwecke gehalten werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertveränderungen im Gewinn oder Verlust ausgewiesen werden. Derivate gehören zu dieser Kategorie. Zudem besteht die Möglichkeit, Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, mittels der Fair Value-Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn dadurch eine Bewertungs- oder Ansatzinkonsistenz deutlich reduziert oder verhindert wird. Die Voltabox AG macht von der Fair Value-Option keinen Gebrauch.
Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten als finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die langfristigen Verbindlichkeiten werden anhand der Effektivzinsmethode abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Zinserträge und -aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam unter Zinsertrag beziehungsweise Zinsaufwand aus Finanzinstrumenten ausgewiesen.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls sie zu Handelszwecken gehalten oder beim erstmaligen Ansatz entsprechend bestimmt wird. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Direkt zurechenbare Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst, sobald sie anfallen.
Die Voltabox AG nutzt seit dem Geschäftsjahr 2019 für einen bestimmten Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Factoring. Es werden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte verkauft. Das Delkredererisiko geht auf den Factor über. Damit sind die Forderungen nicht mehr zu bilanzieren.
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert folgt einer dreistufigen Hierarchie und orientiert sich an der Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt. Dabei wird ein Markt als "aktiv" bezeichnet, wenn auf diesem notierte Preise leicht und regelmäßig verfügbar sind und diese Preise aus tatsächlichen, sich regelmäßig ereignenden Markttransaktionen "At-Arms-Length" beruhen.
| Stufe 1: | Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. |
|
|---|---|---|
| Stufe 2: | Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Stufe 2 werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen und mithilfe anerkannter Modelle, z.B. Discounted Cashflow-Modell, berechnet. |
|
| Stufe 3: | Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Im Rahmen der Folgebewertung der Finanzanlage ForkOn wurden Unternehmensplanungen des Unternehmens herangezogen. |
Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis der am Abschlussstichtag zur Verfügung stehenden Marktkonditionen mittels finanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt. Sie entsprechen den Preisen, die zwischen unabhängigen Marktteilnehmern für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würden.
Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair-Value Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen berücksichtigt. In den Geschäftsjahren 2021 und 2020 gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1, Stufe 2 oder Stufe 3.
Die Bewertung der Beteiligung an der ForkOn GmbH erfolgt auf der zur Verfügung gestellten Unternehmensplanung. Die Annahmen der Planung wurden im Rahmen der Aufsichtsratstätigkeit mit der Gesellschaft verifiziert.
Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern.
Die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung bzw. eine Zahlung der Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung des Betrags basiert auf dem Steuergesetzesstand und damit denjenigen Steuersätzen, die zum Bilanzstichtag gelten oder angekündigt sind.
Latente Steuern werden nach IAS 1 2 gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern ("Temporary Concept"). Darüber hinaus werden latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet.
Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche werden in dem Umfang aktiviert, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen genutzt werden können. Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, kann dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ausschlaggebend für die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen beziehungsweise steuerlichen Vergünstigungen, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne
während der Zeiträume, in denen steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage zum Bilanzstichtag gelten. Eine Saldierung laufender Ertragsteueransprüche und -schulden sowie aktiver und passiver latenter Steuern wurde vorgenommen, wenn eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist und die latenten Steueransprüche und -schulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, sowie ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden vorliegt. Latente Steuern werden langfristig ausgewiesen.
Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 alle Aufwendungen, die den Erzeugnissen direkt zuzurechnen sind, sowie alle systematisch zuzurechnenden fixen und variablen Produktionsgemeinkosten. Sie enthalten damit neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind.
Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da die Voraussetzungen für qualifizierte Vermögenswerte nicht erfüllt sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden im Wesentlichen nach der Methode des gleitenden Durchschnitts bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken ausreichend Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Die Ermittlung der Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht im Wesentlichen auf Einschätzungen und Beurteilungen der Kreditwürdigkeit und der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Kunden.
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet.
Soweit hierunter erfasste Forderungen im Rechtswege geltend gemacht werden, rechnet die Voltabox AG fest mit der vollständigen Durchsetzbarkeit seiner bilanzierten Ansprüche. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.
Die flüssigen Mittel beinhalten Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bestand der flüssigen Mittel.
Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der wahrscheinlichsten, zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ermittelt, ohne diese mit Rückgriffsansprüchen zu verrechnen. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat, oder die Qualifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtungen auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag berücksichtigt.
Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Erfüllungsverpflichtungen bzw. der tatsächliche Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von den Rückstellungsbeträgen abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich ggf. erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Die Voltabox AG erfasst Umsatzerlöse, wenn Leistungsverpflichtungen gegenüber Kunden durch die Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung erfüllt werden. Der Transaktionspreis ist die Gegenleistung, die das Unternehmen für die Übertragung der Güter und Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Variable Transaktionspreisbestandteile wie z.B. Rabatte, Skonti, Vertragsstrafen oder Kundenboni mindern die Umsatzerlöse.
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen erfasst die Voltabox AG zeitpunkt- und zeitraumbezogen. Zeitraumbezogen werden Umsatzerlöse entweder in Höhe des Verhältnisses der in der Periode angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten realisiert oder in Höhe des Betrages erfasst, den das Unternehmen in Rechnung stellen darf. Von der Vereinfachung nach IFRS 1 5.B16 wird kein Gebrauch gemacht. Kosten für die Anbahnung eines Vertrages mit einem Kunden werden als Vermögenswert aktiviert, wenn die Voltabox AG davon ausgeht, dass sie diese Kosten zurückerlangt und diese Kosten direkt zurechenbar sind. Für die Auflösung des Vermögenswertes stellt die Voltabox AG die erfüllten Leistungsverpflichtungen der Gesamtsumme der Leistungsverpflichtungen des betreffenden Vertrages mit Kunden gegenüber.
Bei Verkäufen mit Rückgaberechten werden die Umsatzerlöse in der Höhe erfasst, welche der Erwartung des Unternehmens entsprechen. Die dem Umsatz zugehörigen Aufwandspositionen werden entsprechend angepasst. Die Voltabox AG erfasst für den
nicht realisierten Umsatz einen Vermögenswert für den Rückgabeanspruch und eine Rückerstattungsverbindlichkeit bzw. nicht eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor.
Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2021 wurde das Instrument der Kurzarbeit genutzt. Infolge der Inanspruchnahme erhielten die Beschäftigten des Voltabox-Konzerns von der Bundesagentur für Arbeit Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 143). Die Zahlung des Kurzarbeitergeldes an die Mitarbeiter führte zu keiner Zuwendung. Die Reduktion des Arbeitsvolumens findet sich in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Minderung des Personalaufwands wieder.
Der Konzern nimmt die Klassifizierung eines Geschäftsbereichs als aufgegeben vor, wenn dieser im Berichtsjahr als zur Veräußerung gehalten klassifiziert oder im Berichtsjahr abgegangen ist. Ein Geschäftsbereich liegt vor, sofern die dem Transaktionsobjekt zugehörigen Cashflows vom übrigen Unternehmen abgegrenzt werden können und der Geschäftsbereich einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig darstellt. Die Veräußerungsabsicht kann dabei im Rahmen einer Transaktion oder im Rahmen eines Veräußerungsplans erfolgen.
Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert. Erforderliche Abschreibungen werden als Wertminderungen ausgewiesen. Das Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung vorgesehenen Geschäftsbereichen
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sowie die Gewinne und Verluste aus der Veräußerung nicht fortgeführter Aktivitäten werden ebenso wie das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit dieser Geschäftsbereiche in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns gesondert als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst. Langfristige Vermögenswerte und gegebenenfalls zugehörige Schulden, für die eine Veräußerungsabsicht besteht, werden in der Bilanz separat von anderen Vermögenswerten und Schulden als "Aufgegebene Geschäftsbereiche" ausgewiesen, wenn sie in ihrem jetzigen Zustand veräußerbar sind und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme nicht fortgeführter Aktivitäten separat ausgewiesen und die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Eine Anpassung der Bilanz des Vorjahres erfolgt hingegen nicht.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden folgende Schätzungen und Annahmen getroffen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:
Im Rahmen der Bilanzierung von aufgegebenen Geschäftsbereichen ergeben sich insbesondere aus dem Klassifizierungszeitpunkt sowie der Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen Unsicherheiten, welche Schätzungen, Annahmen und Ermessungsübungen unterliegen.
Die Beurteilung, ob mehrere Vermögenswerte zu einer einzigen Zahlungsmittelgenerierenden Einheit zusammen zufassen sind, unterliegt einer Ermessensentscheidung des Konzerns.
Zur Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten wurden Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Diskontsätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Zahlungsmitteln, die diese Vermögenswerte generieren, getroffen. Die Annahmen über den Zeitraum und die Höhe der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse basieren auf Erwartungen über die zukünftige Entwicklung des Auftragsbestands mit denjenigen Kunden, mit denen diese Entwicklungsprojekte durchgeführt werden. Die Dauer der betriebsgewöhnlichen Nutzung entspricht der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Gesellschaft verwendet zur Werthaltigkeitsprüfung von IAS 38-Projekten künftige Umsatzgrößen, welchen einen Abschlag für den Wahrscheinlichkeitseintritt berücksichtigen.
Die Voltabox AG bilanziert einzelne Leasing-Komponenten und Nicht-Leasing-Komponenten getrennt. Liegt ein Leasing-Verhältnis vor, so wird dieser Vertrag anhand des vertraglich vereinbarten Entgeltes auf Basis der vertraglich vereinbarten relativen Einzelveräußerungspreise der Leasing-Komponenten und des aggregierten Einzelveräußerungspreises der Nicht-Leasing-Komponenten auf die einzelnen Leasing-Komponenten aufgeteilt. Dabei bestimmt die Voltabox AG den relativen Einzelveräußerungspreis anhand des Preises, den ein Leasing-Geber oder ein ähnlicher Lieferant der Voltabox AG für diese oder vergleichbare Komponenten gesondert berechnen würde. Dabei greift die Voltabox AG, sofern kein beobachtbarer Markt vorliegt, auf Schätzungen zurück.
Die Voltabox AG trifft Annahmen über die Höhe des Grenzfremdkapitalzinssatzes im Rahmen des Ersatzansatzes von Leasing-Verhältnissen und stellt hier auf einen leicht beobachtbaren Zinssatz, der auf demselben Zahlungsprofil wie das des Leasing-Vertrages beruht, ab.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt in Einzelfällen anhand der erwarteten Erlöse abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die tatsächlichen Erlöse und die noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.
Annahmen und Einschätzungen sind grundsätzlich für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 sowie für Eventualverbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte.
Da die konkreten Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesellschaft nicht absehbar sind, kann die Gesellschaft im Rahmen der Rechnungslegung derzeit keine entsprechenden Einflüsse im Rahmen der Bewertung berücksichtigen.
Der Betrag der aktiven latenten Steuern, der die passiven latenten Steuern des gleichen Steuersubjektes und der gleichen Steuerbehörde übersteigt, wird nur insoweit angesetzt, wie in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist und damit ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint. Zudem bestehen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Umkehreffekte nach IAS 12.29 a (ii).
Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.
Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der später tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann insofern von den zum Bilanzstichtag bilanzierten sonstigen Rückstellungen abweichen.
Grundsätzlich können Voltabox-Konzerngesellschaften Parteien in Rechtsstreitigkeiten sein. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet, soweit notwendig, Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt der Vorstand die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage, die formale Geltendmachung eines Anspruchs oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist.
Ermessensentscheidungen werden durch den Vorstand hinsichtlich der Zuordnung des Transaktionspreises zu den Leistungsverpflichtungen vorgenommen. Die Transaktionspreise werden auf Basis der relevanten Einzelveräußerungspreise auf die Leistungsverpflichtungen allokiert. Bei Umsätzen mit Rückgaberechten nimmt das Unternehmen eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit vor, mit der der Kunde die Rückgabe durchführen wird.
Die Voltabox AG hat sich im Geschäftsjahr 2021 dazu entschlossen, folgende voneinander unabhängige Unternehmensteile zu veräußern:
Die Veräußerungen wurden im Geschäftsjahr vollständig abgeschlossen. Das Gesamtergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:
| in TEUR | USA | Auto | motive Gesamt |
|---|---|---|---|
| Zurechenbares Periodenergebnis vom 01. Januar 2021 bis zum Veräußerungszeitpunkt (4. Oktober 2021) im Geschäftsbereich US-Markt |
-3.430 | - | -3.430 |
| Veräußerungsgewinn des Geschäftsbereichs US-Markt |
-4.729 | - | -4.729 |
| Zurechenbares Periodenergebnis vom 01. Januar 2021 bis zum Veräußerungszeitpunkt (29. November 2021) im Geschäftsbereich Automotive |
- | -1.514 | -1.514 |
| Veräußerungsgewinn des Geschäftsbereichs Automotive |
- | 6.844 | 6.844 |
| Gewinn im Geschäftsjahr entfallend auf aufgegebene Geschäftsbereiche |
-8.159 | 5.329 | -2.830 |
Die Veräußerung des Geschäftsbereichs im US-Markt erfolgte im Rahmen eines Asset Deals. Der Voltabox-Konzern ist weiterhin im US-Markt im Bereich der Belieferung von Kunden aus dem öffentlichen Personennahverkehr tätig. Es handelt sich um einen aufgegebenen Geschäftsbereich, da dessen Cashflows vom übrigen Unternehmen als wesentlicher Geschäftszweig abgegrenzt werden können und der Unternehmensbestandteil eine eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit darstellt. Das Geschäftsmodell gehörte zu dem Segment Nordamerika.
Die Einordnung als ein aufgegebener Geschäftsbereich
erfolgte erstmals kurz vor Veräußerung des Geschäftsbereichs, da die Wahrscheinlichkeit der Realisierung der Transaktion bis zum Abschluss nicht gegeben war. Die Veräußerung erfolgte zum 04. Oktober 2021 an ein US-Industrieunternehmen. Die Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc. und Voltabox North America, Inc., welche bisher das Geschäftsmodell operativ abgebildet haben, gehören weiterhin zum Konsolidierungskreis der Voltabox AG. Der Verkauf erfolgte zu einem festen Kaufpreis. Ein Teil des Kaufpreises wird auf einem Escrow-Account verwahrt.
| Vermögenswerte |
|---|
| Schulden |
| Buchwert des aufgegebenen Geschäftsbereiches zum Zeitpunkt der Transaktion |
| Transaktionsbetrag |
| Gewinn, welcher bei Veräußerung des aufgegeben Geschäftsbereichs im Geschäftsjahr entstanden ist |
Aus dem Verkauf erfolgt kein Steuereffekt.
Die Vermögenswerte des aufgegeben Geschäftsbereiches untergliedern sich wie folgt:
| In TEUR | Übertragungs | zeitpunkt 31.12.2020 01.01.2020 | |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 14.989 | 17.212 | 18.908 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.949 | 3.314 | 5.589 |
| Sachanlagen | 10.040 | 12.564 | 11.268 |
| Sonstige Vermögenswerte | 0 | 1.333 | 2.051 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.492 | 2.499 | 13.770 |
| Vorräte | 2.485 | 1.280 | 6.800 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
27 | 648 | 6.933 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.980 | 571 | 37 |
Die Verbindlichkeiten des aufgegeben Geschäftsbereiches zum Übertragungszeitpunkt untergliedern sich wie folgt:
| In TEUR | Übertragungs | zeitpunkt 31.12.2020 01.01.2020 | |
|---|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten | 9.686 | 11.930 | 11.252 |
| Leasing-Verhältnisse | 9.500 | 10.935 | 9.575 |
| Darlehen | 186 | 0 | 0 |
| Latente Steuern | 0 | 994 | 1.677 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 3.456 | 2.831 | 3.642 |
| Leasing-Verhältnisse | 428 | 1.215 | 1.064 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.796 | 1.472 | 798 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
1.232 | 0 | 118 |
| Sonstige Rückstellungen | 0 | 143 | 1.662 |
Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung vor der Klassifizierung ergab sich kein Wertminderungsbedarf. Der Veräußerungsverlust ergibt sich aus der Übernahme besonderen Transaktionsbedingungen (Übernahme von Mietverhältnissen und die nur anteilige Fortführung der Geschäftstätigkeit im Rahmen einer Integration in die Käufergruppe durch den Erwerber) und wäre bei einer planmäßigen Fortführung nicht eingetreten. Im Rahmen der Unternehmensstrategie wurde jedoch festgelegt, den Geschäftsbereich mit dem Ziel der Risikoreduktion zu veräußern, was eine Voraussetzung für den Verkauf und eine positiven Fortführungsprognose der Voltabox AG insgesamt war. Diese Entwicklung der M&A-Strategie zum Verkauf des US-Business war bis zuletzt für das Management der Voltabox AG nicht absehbar.
Im Geschäftsjahr entfällt auf den Geschäftsbereich folgendes Gesamtergebnis:
| In TEUR | 2021 bis zur Veräußerung |
2020 |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.870 | 3.428 |
| Bestandsveränderung | 602 | -116 |
| Sonstige betriebliche Erträge | - | 1.196 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 263 | - |
| Gesamtleistung | 2.736 | 4.508 |
| Materialaufwand | -2.772 | -4.346 |
| Personalaufwand | -2.352 | -3.067 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -232 | -4.502 |
| EBITDA | -2.621 | -7.405 |
| Planmäßige Abschreibungen | -1.047 | -591 |
| EBIT | -3.668 | -7.997 |
| Finanzergebnis | 238 | -553 |
| Gewinn | -3.430 | -8.550 |
| Sonstiges Ergebnis | - | 1.283 |
| Gesamtergebnis | -3.430 | -7.266 |
Die planmäßige Abschreibung wurde ab dem Klassifizierungszeitraum ausgesetzt. Das Ergebnis ist den Eigentümern des Mutterunternehmens vollständig zuzurechnen. Das Ergebnis je Aktie aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich aus der Tätigkeit bis zum Veräußerungszeitpunkt beträgt im Geschäftsjahr EUR -0,22 (Vorjahr: EUR -0,46).
Im Geschäftsjahr entfallen auf den Geschäftsbereich folgende Cashflows:
| In TEUR | 2021 bis zur Veräußerung |
2020 |
|---|---|---|
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | -2.112 | 3.982 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -263 | 387 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -2.222 | 1.511 |
Durch die Transaktionen ergibt sich eine Auswirkung auf die Segmentberichterstattung des Konzerns. Die Steuerung des Segments Nordamerika erfolgte nach Abschluss der Transaktion unmittelbar durch das Management, welches bisher das Segment Europa gesteuert hat. Im bisherigen Segment Nordamerika werden nach Abschluss der Transaktion Kunden mit europäischem Hauptsitz betreut. Es ergibt sich darüber hinaus eine deutliche Schnittmenge im Bereich der Produkte und der Produktionsprozesse. Daraus können sich künftige Auswirkungen auf die Segmentberichterstattung ergeben, welche zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht definierbar und quantitativ bestimmbar sind. Die Veräußerung des Geschäftsbereichs Automotive erfolgte im Rahmen eines Asset Deals. Hierunter fällt das Geschäftsmodell im Bereich der Starterbatterien. Es handelt sich um einen aufgegebenen Geschäftsbereich, da dessen Cashflows vom übrigen Unternehmen als wesentlicher Geschäftszweig abgegrenzt werden können und der Unternehmensbestandteil eine eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit darstellt.
Das Geschäftsmodell gehörte zu dem Segment Europa. Die Einordnung als ein aufgegebener Geschäftsbereich erfolgte ebenfalls erstmals kurz vor Realisierung der Transaktion, da die Transaktion im Wesentlichen auch davon abhängig war, wie die Abtrennung von der ehemaligen Muttergesellschaft gestaltet wird. Die Veräußerung erfolgte zum 29. November 2021 an die paragon GmbH & Co. KGaA.
Der Verkauf erfolgt zu einem festen Kaufpreis, der zum Stichtag vollständig gezahlt bzw. in Teilen mit Verbindlichkeiten gegenüber der Käuferin verrechnet wurde.
| 1.756 | Vermögenswerte |
|---|---|
| 0 | Verbindlichkeiten |
| 1.756 | Buchwert des aufgegebenen Geschäftsbereiches zum Zeitpunkt der Transaktion |
| 8.600 | Transaktionsbetrag |
| 6.844 | Gewinn, welcher bei Veräußerung des aufgegeben Geschäftsbereiches im Geschäftsjahr entstanden ist |
Aus dem Verkauf ergeben sich keine Ertragssteuereffekte.
Die Vermögenswerte des aufgegeben Geschäftsbereiches zum Übertragungszeitpunkt untergliedern sich wie folgt:
| In TEUR | Übertra gungs zeitpunkt |
31.12.2020 | 01.01.2020 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 996 | 828 | 1.143 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 938 | 728 | 973 |
| Sachanlagen | 58 | 100 | 169 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 761 | 817 | 3.540 |
| Vorräte | 533 | 682 | 1.259 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
228 | 135 | 2.280 |
Die Verbindlichkeiten wurden im Rahmen des Asset Deals nicht einbezogen.
Im Geschäftsjahr entfällt auf den Geschäftsbereich folgendes Gesamtergebnis:
| In TEUR | 2021 bis zur Ver äußerung |
2020 |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.443 | 1.250 |
| Bestandsveränderung | -75 | -577 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0 | 2 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 344 | 282 |
| Gesamtleistung | 1.712 | 957 |
| Materialaufwand | -1.296 | -611 |
| Personalaufwand | -1.368 | -1.119 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -369 | -2.192 |
| EBITDA | -1.321 | -2.965 |
| Planmäßige Abschreibungen | -193 | -247 |
| Wertminderungen | 0 | -526 |
| EBIT | -1.514 | -3.738 |
| Gewinn | -1.514 | -3.738 |
| Gesamtergebnis | -1.514 | -3.738 |
Die planmäßige Abschreibung wurde ab dem Klassifizierungszeitraum ausgesetzt. Das Ergebnis ist den Eigentümern des Mutterunternehmens vollständig zuzurechnen. Das Ergebnis je Aktie aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich beträgt aus der Tätigkeit bis zum Veräußerungszeitpunkt im Geschäftsjahr EUR -0,10 (Vorjahr: EUR -0,24). Im Geschäftsjahr entfallen auf den Geschäftsbereich folgende Cashflows:
| In TEUR | 2021 bis zur Ver äußerung |
2020 |
|---|---|---|
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | -1.608 | -1.050 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -344 | -282 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 |
Durch die Transaktionen verfügt die Voltabox AG nur noch über ein Segment, sodass die Segmentberichterstattung ausgesetzt wird.
Operative Cashflows aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von TEUR -3.720 entfallen mit TEUR -1.894 auf den Geschäftsbereich US und mit TEUR -1.608 auf den Geschäftsbereich Automotive auf den Zeitraum vom 01.01.2021 bis zur Veräußerung. Die übrigen Effekte entfallen auf Reduktion der bereits vorhandenen zurechenbaren Bilanzposten zum 01.01.2021.
Cashflows aus Investitionstätigkeit aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von TEUR 10.318 entfallen mit TEUR -344 auf den Zeitraum bis zur Veräußerung auf den Geschäftsbereich Automotive und TEUR -263 auf den Geschäftsbereich US. Der übrige Anteil entfällt ausschließlich auf Veräußerungseffekte. Der Effekt ergibt sich insbesondere aus den Veräußerungserlös für die zugehörigen Geschäftsbereiche.
Die Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche von TEUR -2.222 entfallen vollständig auf Tilgungsleistungen die im Rahmen der Tätigkeit bis zur Veräußerung dem Geschäftsbereich US-Business.
Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten, Materialien, Vertriebsrechten und Dienstleistungen, vermindert um Erlösschmälerungen. Der Konzern realisierte Umsätze bislang ausschließlich zeitpunktbezogen.
Die Umsatzerlöse der fortgeführten Geschäftsbereiche, d.h. sämtliche Umsätze, die nicht dem Automotive- bzw. dem US-Business zugeordnet wurden, gliedern sich wie folgt:
| In TEUR | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| davon Inland | 2.468 | 8.024 |
| davon EU | 510 | 392 |
| davon Ausland | 512 | 5.041 |
| Summe geografische Gebiete | 3.490 | 13.457 |
| Produktumsatz | 3.490 | 13.393 |
| Dienstleistungsumsatz | 0 | 64 |
| Summe der Umsatzerlösarten | 3.490 | 13.457 |
Zum 31. Dezember 2021 bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 2.547).
Es wurden im Geschäftsjahr keine Minderungen für Umsätze aus Verträgen mit Rückgaberechten erfasst.
Im Geschäftsjahr 2021 und dem Vorjahr enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge der fortgeführten Geschäftsbereiche im Wesentlichen folgende Positionen:
| In TEUR | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen |
0 | 1.503 |
| Erträge aus Währungsumrechnung | 499 | 368 |
| Erträge aus KFZ-Überlassung an Arbeitnehmer |
55 | 98 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 1.423 | 73 |
| Summe der sonstigen betrieblichen Erträge | 1.978 | 2.042 |
Die übrigen sonstigen Erträge bestehen zum größten Teil aus einem Schadenersatz in Höhe von TEUR 1.200.
Soweit in der Berichtsperiode Entwicklungsprojekte die Voraussetzungen nach IAS 38.21 sowie nach IAS 38.57 erfüllen und aktiviert werden, sind unter den anderen aktivierten Eigenleistungen projektbezogene Entwicklungskosten erfasst. Die aktivierten Beträge sind innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen.
Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres 2021 und 2020 für die fortgeführten Geschäftsbereiche enthalten folgende Positionen:
| In TEUR | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Projektbezogene Entwicklungskosten | 201 | 3.943 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 201 | 3.943 |
Im Geschäftsjahr 2021 sind für die F&E Aufwendungen in Höhe von TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 4.970) erfasst worden.
Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2021 und 2020 für die fortgeführten Geschäftsbereiche enthält folgende Positionen:
| In TEUR | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.940 | 12.790 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 118 | 423 |
| Materialaufwand | 3.058 | 13.213 |
Der Personalaufwand für die fortgeführten Geschäftsbereiche betrug in der abgelaufenen Berichtsperiode TEUR 2.798 (Vorjahr: TEUR 6.872) und gliedert sich wie folgt:
| In TEUR | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 1.806 | 5.574 |
| Soziale Abgaben / Aufwendungen für Altersversorgung |
992 | 1.298 |
| Personalaufwand | 2.798 | 6.872 |
Der durchschnittliche Personalbestand der fortgeführten Geschäftsbereiche hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
| 31.12.2021 | 01.01.– 31.12.2021 |
31.12.2020 | 01.01.– 31.12.2020 |
|
|---|---|---|---|---|
| Angestellte | 28 | 86 | 92 | 143 |
| Gewerbliche Mitarbeiter |
18 | 31 | 32 | 43 |
| Personalbestand | 46 | 116 | 124 | 186 |
Der Personalaufwand im Berichtsjahr 2021 beinhaltet TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 143) ertragswirksam erfasste Zuschüsse (Arbeitgeberanteil) von Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit. Darüber hinaus erhielt Voltabox ergebniswirksame Zuwendungen im Sinne des IAS 20 für die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen (Arbeitgeberanteil) in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 121), diese sind auch als Reduktion des Personalaufwands erfasst.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der fortgeführten Geschäftsbereiche umfassen die folgenden Positionen:
| In TEUR | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Konzernumlagen und Verbundleistungen |
897 | 1.967 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen für Entwicklungskosten und Prototypenmaterial |
340 | 835 |
| Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen und IT |
816 | 964 |
| Aufwendungen aus Kursverlusten | 24 | 649 |
| Aufwendungen für Fracht und Verpackung | 176 | 445 |
| Aufwendungen für KFZ-, Werbe- und Reisekosten |
93 | 329 |
| Aufwendungen für Gebäude und Miete | 415 | 309 |
| Aufwendungen für Versicherungen | 71 | 278 |
| Aufwendungen für Gewährleistungen | 29 | 5 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen |
403 | 2.872 |
| Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen |
3.264 | 8.653 |
Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. In den Abschreibungen enthalten sind außerordentliche Abschreibungen der fortgeführten Geschäftsbereiche in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Detaillierte Aufstellungen hierzu sind in den Kapiteln zu den immateriellen Vermögenswerten, den Sachanlagen und den Finanzanlagen erfasst.
| In TEUR – fortgeführte Geschäftsbereiche | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Finanzerträge | 0 | 11 |
| Zinserträge | 0 | 11 |
| Finanzierungsaufwendungen | 9 | -233 |
| Sonstige Finanz- und Zinsaufwendungen | 9 | -233 |
| Finanzergebnis | 9 | -222 |
Unter den sonstigen Finanz- und Zinsaufwendungen werden Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 161) erfasst.
Die Berechnung der inländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2021 in Höhe eines unverändert kombinierten Ertragssteuersatzes von 30 % (Vorjahr: 30 %). Darin sind einerseits ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15 % und ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % enthalten. Andererseits enthält dieser Ertragssteuersatz die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung der Aufteilung des Gewerbesteuermessbetrags auf die Gemeinden, in denen sich die Zweigniederlassungen des Unternehmens befinden. Die Berechnung der ausländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2021 in Höhe eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 27,6 % (Vorjahr: 27,6 %). Es ergibt sich ein Konzernsteuersatz von 28,8 % (Vorjahr: 28,8 %).
Der Ertragssteueraufwand im Geschäftsjahr 2021 für die fortgeführten Geschäftsbereiche ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:
| In TEUR | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | 0 | 187 |
| Tatsächliche Steuern Inland | 0 | 187 |
| Latente Steuern | 0 | -1.702 |
| Latente Steuern Inland | 0 | -1.702 |
| Latente Steuern Ausland | 0 | 0 |
| Ertragsteuern | 0 | -1.515 |
Die passivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.380) betreffen zum Ende der Berichtsperiode mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.380) das Inland und mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) das Ausland.
Aktivische und passivische latente Steuern wurden im Zusammenhang mit folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | Aktivische latente Steuern |
Passivische latente Steuern |
Aktivische latente Steuern |
Passivische latente Steuern |
| Immaterielle Vermögenswerte |
0 | 0 | 0 | 2.357 |
| Sachanlagen | 71 | 71 | 3.942 | 3.742 |
| Forderungen, übrige Vermögenswerte und Verlustvorträge |
0 | 0 | 2.157 | 0 |
| Aktive und passive latente |
||||
| Steuern vor Saldierung |
71 | 71 | 6.099 | 6.099 |
| Saldierung | -71 | -71 | -6.099 | -6.099 |
| Aktive und passive latente |
||||
| Steuern nach Saldierung |
0 | 0 | 0 | 0 |
In Deutschland sind die Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für die ausländischen Verlustvorträge aus der Voltabox of Texas, Inc. ist die Nutzbarkeit auf 20 Jahre begrenzt. Verlustvorträge der Voltabox of Texas, Inc., die ab dem Geschäftsjahr 2021 entstanden sind, können unbegrenzt vorgetragen werden. Die Voltabox geht jedoch davon aus, dass durch bereits erfolgte und mögliche künftige Veränderungen der Eigentümerstruktur die Nutzbarkeit von inländischen und ausländischen Verlustvorträgen begrenzt ist und diese untergehen werden.
Gemäß IAS 1 2.81 (c) ist der tatsächliche Steueraufwand mit dem Steueraufwand zu vergleichen, der sich bei Verwendung der anzusetzenden Steuersätze auf das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern ergeben würde. Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Überleitung vom rechnerischen Steueraufwand zum tatsächlichen Steueraufwand.
| In TEUR | 01.01.– 31.12.2021 |
01.01.– 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -10.008 | -39.249 |
| Rechnerischer Steueraufwand bei einem Steuersatz von 28,8 % (Vj.: 28,8 %) |
-2.882 | -11.304 |
| Nichtansatz latenter Steuern | 2.882 | 9.107 |
| Goodwill-Impairments | 0 | 0 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 0 | -2.197 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) errechnet sich aus der Division des Ergebnisses der Berichtsperiode durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien betrug in der Berichtsperiode 15.825.000 (Vorjahr: 15.825.000).
Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Frühjahr 2022
hat sich die Anzahl der Aktien um 10 % erhöht. Damit beträgt das Stammkapital nunmehr EUR 17.407.500 (ursprünglich EUR 15.825.000). Die neuen Aktien sind ab dem 01. Januar 2021 gewinnberechtigt.
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) |
Bei 15.825.000 Aktien |
Bei 17.407.500 Aktien |
Bei 15.825.000 Aktien |
Bei 17.407.500 Aktien |
|---|---|---|---|---|
| Berichtsperiode | 2021 | 2021 | 2020 | 2020 |
| Ergebnis der Berichtsperiode von TEUR -12.838 (Vorjahr TEUR -37.052) |
-0,81 € | -0,74 € | -2,34 € | -2,13 € |
| Ergebnis der Berichtsperiode aus fortgeführten Bereichen TEUR -10.009 (Vorjahr TEUR -25.693) |
-0,63 € | -0,57 € | -1,62 € | -1,48 € |
Die Entwicklung und Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte sowie der Sach- und Finanzanlagen ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Erläuterungen zu den Investitionen befinden sich im zusammengefassten Lagebericht. Im Geschäftsjahr wurden gewerbliche Schutzrechte in Höhe von TEUR 1.231 (Vorjahr TEUR 0) wertberichtigt. Aufgrund des Verkaufes des US- sowie Automotive-Geschäfts und der Neuausrichtung erfolgte ein Werthaltigkeitstest, der zu einer Wertminderung führte.
Unter den immateriellen Vermögenswerten wurden, bezogen auf die fortgeführten Geschäftsbereiche, Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 201 aktiviert (Vorjahr: TEUR 4.225). In der Berichtspe-
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riode wurden interne Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 3.888) als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Bezüglich des Entwicklungsaufwands des Geschäftsjahres verweisen wir auf den Abschnitt "Sonstige Steuerungsgrößen" des zusammengefassten Lageberichts. Die planmäßigen Abschreibungen der fortgeführten Geschäftsbereiche betragen TEUR 568 (Vorjahr: TEUR 1.240). Die Abschreibungsdauer der Entwicklungsprojekte steht in Abhängigkeit zum erwarteten Nutzungszeitraum und beginnt mit der Fertigstellung.
Die aktivierten Entwicklungskosten wurden gemäß IAS 36 einem Wertminderungstest unterzogen. Der Wertminderungsaufwand der fortgeführten Geschäftsbereiche gemäß IAS 36 betrug im Berichtsjahr TEUR 1.750 (Vorjahr: TEUR 3.302).
Aufgrund der nicht verabschiedeten Unternehmensstrategie kann derzeit keine belastbare Umsatzplanung herangezogen werden. Aus diesem Grund ergibt sich ein Wertminderungsbedarf im Rahmen von fortgeführten Geschäftsbereichen. Die M&A Transaktionen waren Anpass für eine Werthaltigkeitsprüfung. Im Ergebnis erfolgte eine Wertminderung. Die Gesellschaft geht zudem davon aus, dass die Vermögenswerte künftig zwar der Gesellschaft zur Verfügung stehen, jedoch keinerlei Nutzen im Rahmen der neuen Geschäftsstrategie finden werden. Aus diesem Grund wurden nach Wertminderung ein Abgang erfasst, der im Rahmen des Anlagespiegels ersichtlich ist.
Aufgrund der vollständigen Überarbeitung der Unternehmensstrategie und der nicht vorliegenden Planung wurde der erzielbare Betrag daher mit Null festgesetzt, sofern den Vermögensgegenständen kein beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten vorlag.
Die planmäßigen Abschreibungen der fortgeführten Geschäftsbereiche betragen TEUR 1.114 (Vorjahr: TEUR 1.097).
Teile des beweglichen Anlagevermögens werden über Leasing-Verträge finanziert, die regelmäßig eine Laufzeit von 4 bis 5 Jahren haben. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasing-Raten werden als Verbindlichkeiten passiviert. Der Nettobuchwert der aktivierten Vermögenswerte aus den Leasing-Verträgen zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 13.778).
Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasing-Raten betragen TEUR 254 (Vorjahr: TEUR 13.778) und werden als Verbindlichkeiten zu ihrem Barwert passiviert. Im Übrigen wurden keine festen Vereinbarungen über die weitere Nutzung der Leasing-Gegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit getroffen. Die Voltabox AG geht jedoch davon aus, dass die Leasing-Gegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit günstig erworben beziehungsweise zu einem günstigen Mietzins weiter genutzt werden können.
Im Berichtsjahr 2021 wurde das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 0) und Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 0) wertberichtigt. Die übrigen Nutzungsrechte sind durch den Einsatz im Rahmen einer gemeinschaftlichen Produktion und damit hohen Auslastung werthaltig.
Die geleisteten Anzahlungen für Maschinen und Anlagen betrugen im Berichtsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 164). Im Berichtsjahr betrug der Ertrag aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1).
Aufgrund der M&A-Transaktionen und der Neuausrichtung erfolgte ein Werthaltigkeitstest der zu einer Wertminderung führte.
Die bilanzierten Leasing-Verhältnisse lassen sich zum Bilanzstichtag auf die Nutzungsrechte und Leasing-Verbindlichkeiten wie nachfolgend dargestellt überleiten:
| In TEUR – 31.12.2021 | Nutzungsrecht | Kurzfristige Leasing Verbindlichkeit |
Langfristige Leasing Verbindlichkeit |
|---|---|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen |
229 | 254 | 0 |
| Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
9 | 1 | 0 |
| In TEUR – 31.12.2020 | Nutzungsrecht | Kurzfristige Leasing Verbindlichkeit |
langfristige Leasing Verbindlichkeit |
|---|---|---|---|
| Gebäude | 11.008 | 678 | 10.663 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
1.403 | 953 | 538 |
| Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
93 | 69 | 30 |
Der Konzern mietet bzw. least verschiedene Anlagen und Fahrzeuge. Diese Vertragsverhältnisse werden in der Regel für feste Zeiträume von 6 bis 180 Monaten abgeschlossen.
Der Zugangs- und der Abschreibungsbetrag so-
wie der Restbuchwert für die Nutzungsrechte kann dem Abschnitt (38) entnommen werden.
Der Zinsaufwand der Leasing-Verbindlichkeiten der fortgeführten Geschäftsbereiche betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 625).
Der Aufwand für kurzfristige Leasing-Verhältnisse, die nicht bilanziert wurden, betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0).
Die Zahlungsmittelabflüsse der fortgeführten Geschäftsbereiche aus Leasing-Verhältnissen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.195 (Vorjahr: TEUR 1.884).
Die Finanzanlagen betreffen die Beteiligung an der ForkOn GmbH von TEUR 1.400 (Vorjahr: TEUR 1.400).
Die Bewertung der Finanzanlage erfolgt auf Basis einer aktuellen Unternehmensplanung, die durch ForkOn zur Verfügung gestellt wurde. Die Planung unterstellt ein Geschäftsmodell mit unterdurchschnittlichem Wachstumseffekten von rd. 2 %, einem Abzinsungssatz von rd. 10%, sowie einem Abschlag von 20 % auf die Cashflows der bereits vorliegenden Kundenverträge des Unternehmens.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte des Vorjahres enthielten eine Kautionszahlung in Höhe von TEUR 1.590.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| In TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 0 | 4.457 |
| Unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen |
73 | 1.227 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 0 | 66 |
| Vorräte | 73 | 5.750 |
Wertminderungen auf Vorräte wurden in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4.082) vorgenommen. Zum Bilanzstichtag dienten wie im Vorjahr keine Vorräte der Besicherung von Verbindlichkeiten.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leitet sich wie folgt her:
| In TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto |
234 | 2.578 |
| abzgl. Wertberichtigungen | 25 | 31 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
209 | 2.547 |
Im Geschäftsjahr 2021 wurden Forderungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 25) ausgebucht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, sofern möglich und durch den Vorstand beabsichtigt, im Rahmen des Factoring abgetreten. Der Vertrag über die Forderungsabtretung wurde zum 31. Dezember 2021 gekündigt. Zum Stichtag sind keine Forderungen vorhanden, deren Abtretung im folgenden Berichtsjahr im Rahmen des Factorings erfolgen wird. Daher sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Bewertungskategorie AC nach IFRS 9 zugeordnet.
Im Rahmen des Factorings geht das Risiko auf den Factoring-Geber über.
Die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| Buch | davon weder wertge mindert noch |
davon wie folgt überfällig, | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | wert | überfällig | aber nicht wertgemindert | |||
| 0 | 30 | 60 | ||||
| – 30 | – 60 | – 90 | > 90 | |||
| 31.12.2021 | Tage | Tage | Tage | Tage | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
234 | 62 | 58 | 8 | 5 | 80 |
| Erfasste | ||||||
| Wertminderung | 25 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nettobetrag | 209 | 62 | 58 | 8 | 5 | 80 |
| 0 | 30 | 60 | ||||
| – 30 | – 60 | – 90 | > 90 | |||
| 31.12.2020 | Tage | Tage | Tage | Tage | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.578 | 2.063 | 75 | 107 | 130 | 202 |
| Erfasste Wertminderung |
31 | 0 | 0 | 0 | 0 | 31 |
| Nettobetrag | 2.547 | 2.063 | 75 | 107 | 130 | 171 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungsbestands lagen zum Bilanzstichtag keinerlei Hinweise vor, die darauf hindeuten, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten:
| In TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|---|
| AC | FVPL | FVOCI | ||
| Sperrkonto für Veritätsgarantie |
21 | 0 | 0 | 162 |
| Rechnungsabgrenzungs posten |
13 | 0 | 0 | 254 |
| Übrige Vermögenswerte | 2.398 | 0 | 0 | 514 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
2.432 | 0 | 0 | 930 |
Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte bestehen insbesondere aus einer Schadensersatzforderung, eines Umsatzsteuererstattungsanspruches sowie aus einer Forderungen eines Escrow-Account aus dem Verkauf des US-Geschäftes.
Die Voltabox AG verpfändet im Rahmen des Factorings eine Sichteinlage zugunsten der Factoring-Bank. Dieses Konto sichert die Veritätsgarantie der Voltabox AG für verkaufte Forderungen ab. Übrige Kontensalden mit Kreditinstituten können im Insolvenzfall auf sämtliche zwischen den betreffenden Kontrahenten bestehende Guthaben und Verbindlichkeiten aufgerechnet werden.
Die Überfälligkeiten der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| In TEUR | Buch wert |
davon weder wertge mindert noch überfällig |
davon wie folgt überfällig, aber nicht wertgemindert |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 – 30 | 30 – 60 |
60 – 90 |
> 90 | |||
| 31.12.2021 | Tage | Tage | Tage | Tage | ||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
2.432 | 2.432 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 30 | 60 | |||||
| 0 – 30 | – 60 | – 90 | > 90 | |||
| 31.12.2020 | Tage | Tage | Tage | Tage | ||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
930 | 930 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten lagen zum 31. Dezember 2021 keine Anhaltspunkte vor, dass nennenswerte Zahlungsausfälle eintreten werden.
Die Kassenbestände und Bankguthaben sind zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die flüssigen Mittel beinhalten mit TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) den Kassenbestand und mit TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 2.337) Bankguthaben.
Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Eigenkapitals für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 ist in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Das Grundkapital der Voltabox AG beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 15.825 (Vorjahr: TEUR 15.825) und ist in 15.825.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt.
Die Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 815).
Aufgrund des Asset Deals der Voltabox of Texas ist die Währungsrücklage entfallen.
Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
| In TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Gewinn-/Verlustvortrag | -21.496 | 15.556 |
| Konzernergebnis | -12.840 | -37.052 |
| Bilanzgewinn | -34.336 | -21.496 |
Der Erstansatz der Leasing-Verbindlichkeit umfasst den Barwert der noch nicht geleisteten Leasing-Zahlungen zum Bereitstellungsdatum. Die Abzinsung erfolgt mit dem zugrundeliegenden konstanten Zinssatz. Sofern dieser nicht vorliegt, nutzt die Voltabox AG einen Grenzfremdkapitalzinssatz, der bei vergleichbaren Leasing-Finanzierungen zugrunde gelegt wird. Nicht geleistete Leasing-Zahlungen umfassen
Der Buchwert der Leasing-Verbindlichkeit wird nach Bereitstellung zum Stichtag jeweils um den Zinsaufwand erhöht und um geleistete Zahlungen vermindert. Eine Neubewertung der Leasing-Verbindlichkeit wird unmittelbar berücksichtigt.
| In TEUR | Rest laufzeit < 1 Jahr |
Rest laufzeit zwischen 1 und 5 Jahre |
Rest laufzeit > 5 Jahre |
31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|
| Mindestleasing zahlungen |
262 | 0 | 0 | 262 |
| Zukünftige Zinszahlungen |
-8 | 0 | 0 | -8 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (Tilgungsanteil) |
254 | 0 | 0 | 254 |
| davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen |
0 | |||
| davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen |
254 |
| In TEUR | Rest laufzeit < 1 Jahr |
Rest laufzeit zwischen 1 und 5 Jahre |
Rest laufzeit > 5 Jahre |
31.12.2020 |
|---|---|---|---|---|
| Mindestleasing zahlungen |
2.426 | 5.125 | 9.735 | 17.286 |
| Zukünftige Zinszahlungen |
-524 | -1.491 | -1.493 | -3.508 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (Tilgungsanteil) |
1.902 | 3.634 | 8.242 | 13.778 |
| davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen |
11.876 | |||
| davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen |
1.902 |
Zum Stichtag bestehen keine kurz- oder langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten folgende Posten:
| In TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 1.079 | 5.164 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 0 | 488 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.079 | 5.652 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen aus ausstehenden Urlaubsansprüchen sowie Mitarbeiterboni und -tantiemen. Sie besitzen eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden der IFRS 9 Bewertungskategorie AC zugeordnet.
Die sonstigen Rückstellungen sind ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig und entwickelten sich wie folgt:
| In TEUR | 01.01.2021 | Inan spruch nahme |
Auf lösung |
Zu | führung 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Rück stellungen |
1.055 | 1.055 | 0 | 828 | 828 |
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Garantie- und Gewährleistung von TEUR 438 (Vorjahr: TEUR 884) enthalten.
Dieser Abschnitt gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Finanzinstrumente der Voltabox AG. Die folgende Übersicht fasst die Buchwerte der im Konzernabschluss enthaltenen Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien der IFRS zusammen:
| In TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
4.003 | 8.717 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
1.400 | 1.400 |
| 5.403 | 10.117 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
3.179 | 23.688 |
| 3.179 | 23.688 |
Die Voltabox AG hat keine Umgliederungen zwischen
diesen Kategorien im Geschäftsjahr 2021 vorgenommen. Die Buch- und Zeitwerte der kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte betragen zum Stichtag:
| 31.12.2021 | AC | FVPL | FVOCI | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | BW | FV | BW | FV | BW | FV |
| AKTIVA | ||||||
| Flüssige Mittel | 410 | 410 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
209 | 209 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen nahestehende Personen |
952 | 952 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Beteiligung | 0 | 0 | 1.400 | 1.400 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögens werte |
2.432 | 2.432 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Aktiva | 4.003 | 4.003 | 1.400 | 1.400 | 0 | 0 |
| PASSIVA | ||||||
| Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.846 | 1.846 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leasing Verbindlich keiten |
254 | 254 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlich keiten |
1.079 | 1.079 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Passiva | 3.179 | 3.179 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2020 | AC | FVPL | FVOCI | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | BW | FV | BW | FV | BW | FV |
| AKTIVA | ||||||
| Flüssige Mittel | 2.337 | 2.337 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.547 | 2.547 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen nahestehende Personen |
1.314 | 1.314 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Beteiligung | 0 | 0 | 1.400 | 1.400 | 0 | 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Vermögens werte |
2.520 | 2.520 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Aktiva | 8.718 | 8.718 | 1.400 | 1.400 | 0 | 0 |
| PASSIVA | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
46 | 46 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen |
4.209 | 4.209 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leasing Verbindlich keiten |
13.778 | 13.778 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlich keiten |
5.652 | 5.652 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Passiva | 23.685 | 23.685 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die Voltabox AG hält keine Barsicherheiten und nimmt keine bilanziellen Saldierungen vor. Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in der Konzernbilanz brutto ausgewiesen. Voltabox unterscheidet einbringliche von zweifelhaften beziehungsweise notleidenden und uneinbringlichen finanziellen Vermögenswerten. Für einbringliche finanzielle Vermögenswerte erfolgt die Abwertung nach dem erwarteten 12-Monats Kreditverlust. Für zweifelhaftes beziehungsweise notleidendes Finanzvermögen erfolgt eine Abwertung in Höhe des bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverlusts. Uneinbringliche Forderungen werden als Abgang erfasst. Eine Forderung gilt als notleidend (Definition of Default), wenn wesentliche Gründe dafürsprechen, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Voltabox AG nicht nachkommt. Die folgende Übersicht fasst die Kreditqualität und das maximale Ausfallrisiko der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte nach den zuvor genannten Kategorien zusammen:
| In TEUR – 31.12.2021 |
Kredit qualität |
Be handl ung |
Brutto buch wert |
Wert berich tigung |
Netto buch wert |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte |
ein bringlich |
12-month ECL |
2.432 | 0 | 2.432 |
| 2.432 | 0 | 2.432 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
ein bringlich |
simplified approach |
234 | 25 | 209 |
| 234 | 25 | 209 | |||
| Forderungen gegen nahestehende Personen |
ein bringlich |
12-month ECL |
952 | 0 | 952 |
| 952 | 0 | 952 | |||
| Flüssige Mittel | ein bringlich |
12-month ECL |
410 | 0 | 410 |
| 410 | 0 | 410 |
| In TEUR – 31.12.2020 |
Kredit qualität |
Be handl ung |
Brutto buch wert |
Wert berich tigung |
Netto buch wert |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte |
ein bringlich |
12-month ECL |
2.520 | 0 | 2.520 |
| 2.520 | 0 | 2.520 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
ein bringlich |
simplified approach |
2.578 2.578 |
31 31 |
2.547 2.547 |
| Forderungen gegen nahestehende |
ein bringlich |
12-month ECL |
1.314 | 0 | 1.314 |
| Personen | 1.314 | 0 | 1.314 | ||
| Flüssige Mittel | ein bringlich |
12-month ECL |
2.337 | 0 | 2.337 |
| 2.337 | 0 | 2.337 |
Wertberichtigungen zu Darlehen und zu sonstigen Forderungen erfasst Voltabox unter Berücksichtigung vergangener Ereignisse und Erwartungen zur künftigen Entwicklung des Kreditrisikos. Die Methoden zur Bemessung der Wertberichtigung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Bei den flüssigen Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben. Der Voltabox-Konzern legt Zahlungsmittelbestände ausschließlich bei Banken mit höchster Kreditwürdigkeit und Ausfallwahrscheinlichkeiten nahe Null an.
Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden – dem vereinfachten Ansatz nach IFRS 9.5.5.15 entsprechend – durchgängig mit dem bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverlust bewertet. Bei der Ermittlung der Wertberichtigung werden die Forderungen in Risikokategorien unterteilt und mit unterschiedlichen Wertminderungssätzen belegt. Forderungen werden abgeschrieben, wenn sich ein Schuldner in schwerwiegenden finanziellen Schwierigkeiten befindet und keine Aussicht auf Eintreibung besteht.
Der nachfolgende Abschnitt erläutert die Positionen des Konzerns im Hinblick auf finanzielle Risiken und wie sich diese auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Zukunft auswirken können. Die Risiken aus Finanzinstrumenten, deren Auswirkung und deren Management werden nachfolgend dargestellt:
| Risiko | Risiken aus | Bewertung | Management |
|---|---|---|---|
| Marktpreis schwankungen |
zukünftigen Transaktionen |
Cashflow-Prognosen | Markt- und Wertanalyse der Produkte |
| Fremdwährungs risiken |
zukünftigen Transaktionen |
Cashflow Prognosen und Sensitivitätsanalyse |
Devisen Termingeschäfte und Devisen Optionen |
| Liquiditätsrisiken | fehlender Refinanzierung der Geschäftstätigkeit und Profitabilität |
Rollierendes Liquiditäts management |
Akquisition von Darlehensmitteln und Kreditlinien |
| Ausfallrisiken | Zahlungsmitteln, Forderungen und sonstigen Vermögenswerten |
Altersstrukturanalyse und Bonitätsbeurteilung |
Diversifizierungs strategie für Bankguthaben, Waren kreditversicherung, Factoring |
Die aufgeführten Risiken können erhebliche Auswirkungen auf die Cashflows, die Ertragskraft und die Vermögensverhältnisse der Voltabox AG haben. Aus verschiedenen Methoden der Risikoanalyse und des Risikomanagements hat der Voltabox-Konzern ein innerbetriebliches System der Sensitivitätsanalyse implementiert. Die Sensitivitätsanalyse ermöglicht es dem Konzern, Risikopositionen in den Geschäftseinheiten zu identifizieren. Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert das Risiko, das sich innerhalb der gegebenen Annahmen realisieren kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden. Hierzu wird folgendes unterstellt:
Die potenziellen Auswirkungen aus der Sensitivitätsanalyse stellen Abschätzungen dar und basieren auf der Annahme, dass die unterstellten negativen Marktveränderungen eintreten. Die tatsächlichen Auswirkungen können sich hiervon, aufgrund abweichender Marktentwicklungen, deutlich unterscheiden.
Marktpreisschwankungen können für Voltabox zu erheblichen Cashflows sowie Gewinnrisiken führen. Zur Überwachung des Marktpreisrisikos führt die Voltabox AG regelmäßig Marktanalysen durch.
Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit werden im Rahmen der Entwicklung von Neuprodukten Wertanalysen vorgenommen.
Die Voltabox AG ist aufgrund der internationalen Ausrichtung im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursschwankungen können zu nicht erwünschten Ergebnis- und Liquiditätsschwankungen führen. Für die Voltabox AG ergibt sich das Währungsrisiko aus den Fremdwährungspositionen und den möglichen Änderungen der entsprechenden Wechselkurse. Die Unsicherheit der künftigen Entwicklung wird hierbei als Wechselkursrisiko bezeichnet. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen Voltabox Finanzinstrumente eingeht. Die Voltabox AG begrenzt das Risiko, indem es Einkäufe und Verkäufe von Waren und Dienstleistungen hauptsächlich in der jeweiligen Landeswährung abrechnet.
Die Sensitivität auf Schwankungen der Fremdwährungen ermittelt Voltabox durch Aggregation der Nettowährungsposition des operativen Geschäfts, welches nicht in der funktionalen Währung des Konzerns abgebildet wird. Dabei wird die Sensitivität durch Simulation einer Abwertung des Euro um 10 % gegenüber allen wesentlichen Fremdwährungen berechnet. Die simulierte Aufwertung des Euro hätte zum 31. Dezember 2021 zu einer Veränderung zukünftiger Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 65) geführt. Soweit zukünftige Einkäufe nicht gegen Währungsrisiken gesichert sind, hätte eine Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage, da bei dem Konzern die Fremdwährungsabflüsse die Fremdwährungszuflüsse übersteigen.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über das Nettofremdwährungsrisiko nach den einzelnen Hauptwährungen zum 31. Dezember 2021. Die periodischen
63
Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | USD | Übrige | USD | Übrige |
| Transaktionsbezogenes Fremdwährungsrisiko |
||||
| Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen |
589 | 0 | 1.477 | 243 |
| 589 | 0 | 1.477 | 243 | |
| Netto-Exposure Fremdwährungspositionen |
589 | 0 | 1.477 | 243 |
| Veränderung der Fremdwährungspositionen durch Aufwertung des Euro um 10 % |
52 | 0 | 121 | 2 |
Das Liquiditätsrisiko, also das Risiko, dass der Voltabox-Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch ein flexibles Cash-Management begrenzt. Zum 31. Dezember 2021 standen Voltabox Zahlungsmittel und Äquivalente in Höhe von TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 2.337) zur Verfügung.
| In TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
410 | 2.337 |
| Summe Liquidität | 410 | 2.337 |
| Kurzfristige Finanzschulden | ||
| und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden |
254 | 1.948 |
| Langfristige Finanzschulden | 0 | 11.876 |
| Summe Finanzschulden | 254 | 13.824 |
| Nettoverschuldung | 156 | -11.487 |
Die Nettoliquidität bzw. die Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden. Die folgende Tabelle zeigt Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021:
| In TEUR | 2022 | 2023 – 2027 |
2028 und danach |
|---|---|---|---|
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|||
| Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen |
254 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.846 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
1.079 | 0 | 0 |
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
3.179 | 0 | 0 |
| In TEUR | 2021 | 2022 – 2026 |
2027 und danach |
|---|---|---|---|
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
46 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen |
1.902 | 3.634 | 8.242 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
4.209 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
5.652 | 0 | 0 |
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
11.809 | 3.634 | 8.242 |
Zum 31. Dezember 2021 bestehen keine Haftungsverhältnisse und nicht bilanzierte Eventualforderungen oder Eventualschulden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| In TEUR | Rest laufzeit < 1 Jahr |
Rest laufzeit zwischen 1 und 5 Jahre |
Rest laufzeit |
> 5 Jahre 31.12.2021 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bestellobligo | 0 | 0 | 0 | 0 | 13.743 |
| Verpflichtungen aus Mietverhältnissen |
30 | 0 | 0 | 30 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen |
30 | 0 | 0 | 30 | 13.743 |
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwert | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | 01.01.2021 | Zugänge | Umklassi fizierung IFRS 5 |
Abgänge | 31.12.2021 | 01.01.2021 | Um gliederung |
Zugänge | Abgänge | 31.12.2021 | 01.01.2021 | 31.12.2021 |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
14.347 | 0 | 0 | -14.347 | 0 | 12.626 | 0 | 1.443 | -14.069 | 0 | 1.721 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.706 | 0 | 0 | -9.706 | 0 | 9.706 | 0 | 0 | -9.706 | 0 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 31.978 | 201 | -4.043 | -28.136 | 0 | 25.240 | 0 | 2.318 | -27.558 | 0 | 6.738 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 56.031 | 201 | -4.043 | -52.189 | 0 | 47.572 | 0 | 3.760 | -51.333 | 0 | 8.459 | 0 |
| Nutzungsrechte | ||||||||||||
| Grundstücke und Gebäude | 12.377 | 0 | -9.784 | -2.593 | 0 | 1.369 | 0 | 316 | -1.685 | 0 | 11.008 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.658 | 0 | 0 | -1.705 | 1.953 | 2.255 | 0 | 1.043 | -1.575 | 1.725 | 1.403 | 229 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 280 | 0 | -11 | -227 | 43 | 187 | 0 | 65 | -219 | 34 | 93 | 9 |
| Summe Nutzungsrechte | 16.315 | 0 | -9.794 | -4.525 | 1.996 | 3.811 | 0 | 1.424 | -3.479 | 1.758 | 12.504 | 237 |
| Sachanlagen | ||||||||||||
| Grundstücke und Gebäude | 468 | 0 | 0 | -468 | 0 | 468 | 0 | 0 | -469 | 0 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.177 | 0 | -1.271 | -3.906 | 0 | 3.529 | 0 | 777 | -4.301 | 0 | 1.648 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.015 | 291 | -1.435 | -2.857 | 14 | 2.545 | 0 | 342 | -2.885 | 3 | 1.470 | 11 |
| Geleistete Anzahlungen | 164 | 0 | -164 | 0 | 0 | 9 | 0 | 0 | 0 | 0 | 164 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 9.824 | 291 | -2.869 | -7.231 | 14 | 6.542 | 0 | 1.119 | -7.655 | 3 | 3.282 | 11 |
| IFRS 5 (nachrichtlich) | 0 | 0 | 16.706 | -16.706 | 0 | |||||||
| Summe gesamt | 82.170 | 492 | -16.706 | -63.945 | 2.010 | 57.925 | 0 | 6.303 | -62.467 | 1.761 | 24.245 | 249 |
Die IFRS 5 Positionen konnten nicht in einer Bruttobetrachtung ausgewiesen werden, da die Herleitung in keinem Verhält-
nis zum Erläuterungsgehalt steht, da die wesentlichen Positionen überwiegend vollständig ausgebucht wurden.
In der Konzernkapitalflussrechnung werden nach IAS 7 (Cash Flow Statements) die Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß IAS 7.18b aufgestellt. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
| In TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 409 | 2.336 |
| Kassenbestände | 1 | 1 |
| Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel) | 410 | 2.337 |
Die Nettoverbindlichkeiten im Geschäftsjahr haben sich wie folgt geändert:
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten |
||||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | Darlehen | Leasing | flüssige Mittel |
Summe |
| Nettoverbindlichkeit zum 01. Januar 2020 |
543 | 14.178 | 5.036 | -9.685 |
| Cashflows | -497 | -400 | -2.699 | -1.802 |
| Veränderung beizulegende Zeitwerte |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsum rechnungseffekte |
862 | 0 | 0 | -862 |
| Nettoverbindlichkeit zum 31. Dezember 2020 |
908 | 13.778 | 2.337 | -12.349 |
| Cashflows | -46 | -1.319 | -1.927 | -562 |
| IFRS 5 | 0 | -9.928 | 0 | 9.928 |
| Währungsum rechnungseffekte |
-862 | -2.277 | 0 | 3.139 |
| Nettoverbindlichkeit zum 31. Dezember 2021 |
0 | 254 | 410 | 156 |
Im Rahmen der Kapitalflussrechnung sind die Cashflows der aufgegeben Geschäftsbereiche separat ausgewiesen. Die Cashflows des laufenden Jahres aus der operativen Tätigkeit der aufgegebenen Geschäftsbereiche können dem entsprechenden Kapitel entnommen werden. Die übrigen Cashflows sind den Veräußerungseffekten zuzuordnen.
Die Voltabox AG hat im Geschäftsjahr 2021 zwei wesentliche Geschäftsbereiche veräußert. Durch die Veräußerung verbleibt nur noch ein identifizierbares Gesamtsegment. Durch den IFRS 5-Ausweis und die entsprechenden Ausführungen im Anhang geht die Gesellschaft davon aus, dass eine hohe Transparenz und Nachvollziehbarkeit gewährleistet wird. Aus diesem Grund verzichtet die Gesellschaft temporär auf die Segmentberichterstattung. Die Voltabox AG verwendet folgende Kennzahlen:
| In TEUR | Ergebnis 2021 | Ergebnis 2020 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| KPI | Beschreibung | für fortge führte Ge schäfts bereiche |
für nicht fortge führte Ge schäfts bereiche |
für fortge führte Ge schäfts bereiche |
für nicht fortge führte Ge schäfts bereiche |
| EBITDA | Ausgehend von der Gesamtleistung werden der Material- und Personalaufwand sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgezogen |
-3.697 | -3.942 | -13.873 | -10.371 |
| EBIT | Die Überleitung vom EBITDA zum EBIT erfolgt durch den Abzug von Abschreibungen und Wertberichtigungen. |
-10.000 | -5.182 | -26.739 | -11.735 |
| Free Cash flow |
Summe aus dem Operativen und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit. |
-4.989 | -3.720 | -4.840 | 3.038 |
Die Darstellung der Umsatzerlöse für fortgeführte Geschäftsbereiche nach geografischen Gebieten ist im Abschnitt "Umsatzerlöse" aufgeführt. Im Geschäftsjahr 2021 überschritten drei Kunden die Schwelle von 10 % am Umsatz nach IFRS 8.34. Auf die Kunden entfallen Umsätze von TEUR 800 (26,95 %), TEUR 741 (24,96 %) und TEUR 314 (10,57 %).
Der Vorstand der Voltabox AG bestand im Berichtsjahr aus dem CEO Jürgen Pampel, dem CTO Dr. Burkhard Leifhelm und dem CFO Patrick Zabel. Herr Dr. Leifhelm wurde zum 30. April 2021 als Vorstand der Voltabox AG abberufen. Patrick Zabel wurde am 19.10.2021 als Vorstand der Voltabox AG abberufen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft bestand im Berichtsjahr bzw. besteht aus folgenden Personen:
| Klaus Dieter Frers | Hermann Börnemeier Walter Schäfers | |
|---|---|---|
| Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 15.11.2021 |
Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 12.11.2021 |
Mitglied des Aufsichtsrats bis 12.11.2021 |
| CEO der paragon GmbH & Co. KGaA, Geschäftsführer Artega GmbH, geschäftsführender Kommanditist der Frers Grundstücks verwaltungs GmbH & Co. KG |
Steuerberater, Geschäftsführer der Treu-Union Treuhandgesellschaft mbH |
Rechtsanwalt, Partner der Societät Schäfers, Rechtsanwälte und Notare |
| Herbert Hilger | Roland Mackert | Toni Junas |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 22.11.2021 |
Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 22.11.2021 |
Mitglied des Aufsichtsrats ab 22.11.2021 |
| Ehemaliger Geschäftsführer der Stuba Stuttgarter Industrie Batterien GmbH, im Ruhestand |
Geschäftsführer der Immocon Holding AG, Lucky Live AG und der Advaiis AG |
Selbstständiger Rechtsanwalt und Notar |
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Jahr 2021 insgesamt TEUR 836 (Vorjahr TEUR 537). Die Vergütung des aktuellen Aufsichtsrates betrug im Jahr 2021 TEUR 51 (Vorjahr TEUR 45).
Zu den nahestehenden Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosure) gehören die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und nahe Familienangehörige der Organmitglieder sowie verbundene Unternehmen der Voltabox AG.
Die Trionity Invest GmbH ist als Hauptaktionärin ein nahestehendes Unternehmen. Eigentümer der Trionity Invest GmbH ist Martin Hartmann.
Mit der Trionity Invest GmbH wurden im Berichtsjahr keine Transaktionen durchgeführt. Mit den Unternehmen der Triathlon Gruppe, dessen Geschäftsführer Martin Hartmann ist, wurden im Berichtsjahr Transaktionen in Höhe von TEUR 2.178 (Vorjahr: TEUR 0) durchgeführt. Dabei handelt es sich im einen Verkauf von Anlagevermögen und Vorräten in Höhe von TEUR 952, einen Schadensersatzanspruch in Höhe von TEUR 1.200 und Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 26.
Klaus Dieter Frers ist Geschäftsführer der paragon GmbH, der Komplementärin der paragon GmbH & Co. KGaA, und geschäftsführender Gesellschafter der Artega GmbH sowie geschäftsführender Kommanditist der Frers Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG. Der Transaktionspreis mit der paragon GmbH & Co. KGaA des Automotive-Geschäftes betrug TEUR 8.600, es fand ein Verkauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 100 statt und es gab Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 53. Des Weiteren hat die Voltabox AG der paragon movasys GmbH Kosten in Höhe von TEUR 43 und der paragon electrodrive GmbH Kosten von TEUR 22 weiterbelastet. Die Voltabox AG hat mit der paragon electronic GmbH Umsätze aus Warenverkauf in Höhe von TEUR 47 generiert. Die paragon Automotive hat der Voltabox im Geschäftsjahr Waren im Wert von TEUR 7 und die paragon GmbH & Co. KG im Wert von TEUR 800 verkauft. Außerdem hat die paragon GmbH & Co. KG der Voltabox AG IT-Dienstleistungen in Höhe von TEUR 669, Versicherungsaufwand von TEUR 199, Gebäudemiete von TEUR 198, Personalkosten von TEUR 122 und eine Sachkostenumlage von TEUR 29 berechnet.
Die paragon GmbH & Co. KGaA war bis zum 01. Dezember 2021 Mutterunternehmen der Voltabox AG. Klaus Dieter Frers war damit bis zum 29. November 2021 oberste kontrollierende Einheit im Sinne des IAS 24.13.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen betragen TEUR 952 (Vorjahr: TEUR 1.314). Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten Positionen mit nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 1.200.
Die Voltabox AG hatte mit der Frers Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG einen Mietvertrag über ein bebautes Grundstück abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2021 resultierten hieraus Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 151. Der Mietvertrag wurde zum 31. Dezember 2021 beendet.
Aus einem beendeten Mietvertrag mit der paragon GmbH & Co. KGaA und der Frers Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG resultierten im Berichtsjahr Abschreibungen und Zinsen in Höhe von TEUR 229 bzw. TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 262 und TEUR 69).
Hermann Börnemeier hat im Berichtsjahr Steuerberatungsleistungen von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 37) für die Voltabox AG erbracht.
Die in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 als Aufwand erfassten Honorare für die Prüfung des Einzelabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach handelsrechtlichen Vorschriften, sowie das Honorar der Prüfung des Konzernabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, für die Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betragen TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 273).
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist im zusammengefassten Lagebericht erläutert.
Im Berichtsjahr ergaben sich Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG, über die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG im Anhang des Jahresabschlusses Angaben zu machen sind:
Die HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH
hat der Gesellschaft die Überschreitung der 3 %-Schwelle zum 12. Januar 2021 mitgeteilt. Demnach betrug der Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft an diesem Tag 3,00 % (474.825 Stimmrechte).
Martin Hartmann als mitteilungspflichtige Person der Trionity Invest GmbH hat der Gesellschaft den Erwerb von Instrumenten zum Stimmrechtserwerb in Höhe von 28,00 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum 12. November 2021 mitgeteilt. Art des Instruments i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG war ein aufschiebend bedingter Kaufvertrag, der zum Erwerb von 4.431.000 Stimmrechten berechtigte.
Weiterhin hielt Martin Hartmann über die Trionity Invest GmbH zu diesem Tag eine schuldrechtliche Call-Option in Höhe von 2,21 % des Grundkapitals der Gesellschaft, was ein Instrument i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG darstellt. Die Option berechtigte zum Erwerb von weiteren 350.000 Stimmrechten an der Voltabox AG. Herbert Büttner als mitteilungspflichtige Person der EW-Trade AG hat der Gesellschaft den Erwerb von Instrumenten zum Stimmrechtserwerb in Höhe von 20,78 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum 12. November 2021 mitgeteilt. Art des Instruments i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG war ein aufschiebend bedingter Kaufvertrag, der zum Erwerb von 3.289.000 Stimmrechten berechtigte.
Martin Hartmann hat die Gesellschaft gemäß § 43 Abs. 1 WpHG am 24.11.2021 im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10%-Schwelle oder einer höheren Schwelle vom 12.11.2021 darüber informiert, dass die Investition der Umsetzung strategischer Ziele dient, dass innerhalb der nächsten zwölf Monate der Erwerb weiterer Stimmrechte beabsichtigt ist, dass eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und/oder Aufsichtsorganen der Gesellschaft
angestrebt wird, dass keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur seitens des Meldepflichtigen angestrebt wird sowie dass die Mittel zur Finanzierung des Erwerbs der Stimmrechte zu 100 % aus Fremdmitteln stammen.
Herbert Büttner hat die Gesellschaft gemäß § 43 Abs. 1 WpHG am 24.11.2021 im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10 %-Schwelle oder einer höheren Schwelle vom 12.11.2021 darüber informiert, dass die Investition der Erzielung von Handelsgewinnen dient, dass innerhalb der nächsten zwölf Monate kein Erwerb weiterer Stimmrechte beabsichtigt ist, dass eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und/oder Aufsichtsorganen der Gesellschaft angestrebt wird, dass keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur seitens des Meldepflichtigen angestrebt wird sowie dass die Mittel zur Finanzierung des Erwerbs der Stimmrechte zu 100 % aus Eigenmitteln stammen. Klaus Dieter Frers hat der Gesellschaft die Reduktion des Stimmrechtsanteils der paragon GmbH & Co. KGaA von zuletzt 57,83 % auf 23,00 % (3.639.000 Stimmrechte) zum 01. Dezember 2021 angezeigt. Im Anschluss hat Klaus Dieter Frers als mitteilungspflichtige Person der paragon GmbH & Co. KGaA der Gesellschaft auch die Veräußerung weiterer Stimmrechte auf einen verbleibenden Stimmrechtsanteil von 2,21 % (350.000 Stimmrechte) mitgeteilt.
Martin Hartmann hat der Gesellschaft den Vollzug des Kaufvertrags und den damit verbundenen Erwerb von Aktien mit Stimmrechten durch die Trionity Invest GmbH zum 01. Dezember 2021 mitgeteilt. Demnach betrug der Stimmrechtsanteil der Trionity Invest GmbH an der Voltabox AG zu diesem Tag 28,00 % (4.431.000 Stimmrechte), während sie gleichzeitig weiterhin über Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG in Höhe von 2,21 % des Grundkapitals (350.000 Stimmrechte) verfügte.
Herbert Büttner hat der Gesellschaft den Vollzug des Kaufvertrags und den damit verbundenen Erwerb von Aktien mit Stimmrechten durch die EW-Trade AG zum 03. Dezember 2021 mitgeteilt. Demnach betrug der Stimmrechtsanteil der EW-Trade AG an der Voltabox AG zu diesem Tag 20,78 % (3.289.000 Stimmrechte).
Meldungen zu Eigengeschäften von Führungskräften nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 (MAR) sind der Gesellschaft im Berichtszeitraum nicht zugegangen.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechens-Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde zuletzt im Februar 2022 abgegeben und ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) zugänglich gemacht worden.
Delbrück, 28. April 2022
Voltabox AG Der Vorstand
Patrick Zabel
CEO

69
An die Voltabox AG, Paderborn
Wir haben den Konzernabschluss der Voltabox AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung (inkl. Konzerngewinn- und Verlustrechnung), der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Die im zusammengefassten Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d i.V.m., § 289f Abs. 2 und 5 HGB sowie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EUAbschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrecht¬lichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei ,,voltabox_2021_konzernabschluss_ifrs'' enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wieder¬gaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEFUnterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEFFormat und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der
oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungs¬system des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDfW QS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Konzernabschluss und geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
stichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 1. September 2021 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. Dezember 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der Voltabox AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht – auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Gloth.
Düsseldorf, den 28. April 2022
Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)
| Patrick Helsper | Thomas Gloth |
|---|---|
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |

Versicherung der gesetzlichen Vertreter
75
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Patrick Zabel
CEO

Versicherung der gesetzlichen Vertreter
77
| 28. April 2022 | Geschäftsbericht – Konzernabschluss 2021 |
|---|---|
| 23. Mai 2022 | Konzernzwischenbericht zum 31. März 2022 – 1. Quartal |
| 23.-25. Mai 2022 | EquityForum Frühjahrskonferenz, Frankfurt am Main |
| 22. Juni 2022 | Hauptversammlung, Delbrück / virtuell |
| 23. August 2022 | Konzernzwischenbericht zum 30. Juni 2022 – 1. Halbjahr |
| 28. November 2022 | Konzernzwischenbericht zum 30. September 2022 – Neun Monate |
| 28.-30. November 2022 | Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main |
Technologiepark 32 33100 Paderborn / Germany
Phone: +49 (0) 5251 693 969 0 E-Mail: [email protected]
www.voltabox.ag
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