Annual Report • Oct 1, 2020
Annual Report
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Finanzbericht: 26686736

Mio. €

Mio. €

<50 %-80 %
des Vorjahresumsatzes erwartet in 2020 (absolut: 25-45 Mio. Euro) infolge der Auswirkungen aus der COVID-19-Pandemie bei einer EBITDA-Marge von höchstens -6 %
Mio. €

Mio. €
100,6
aufgrund verstärkter Refokussierung und Restrukturierungsmaßnahmen
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| TEUR | 01.01. - 31.12.2019 | 01.01. - 31.12.2018 | Veränd. | 01.10. - 31.12.2019 | 01.10. - 31.12.2018 | Veränd. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 56.617 | 66.909 | -15,4 % | 18.752 | 33.445 | -43,9 % |
| EBITDA | -14.388 | 9.593 | n. a. | -8.975 | 4.644 | n. a. |
| EBITDA-Marge in % | -25,4 | 14,3 | n. a. | -47,9 | 13,9 | n. a. |
| EBITDA Adj. 1 | -2.183 | 9.593 | -93,9 % | 5.413 | 4.644 | 16,6 % |
| EBITDA-Marge Adj. in % | -3,9 | 14,3 | n. a. | 28,9 | 13,9 | n. a. |
| EBIT | -107.592 | 5.611 | n. a. | -96.221 | 3.264 | n. a. |
| EBIT-Marge in % | -190,0 | 8,4 | n. a. | -513,12 | 9,8 | n. a. |
| EBIT Adj. | -8.486 | 5.611 | n. a. | -84.016 | 3.264 | n. a. |
| EBIT-Marge Adj. in % | -15,0 | 8,4 | n. a. | -448,0 | 9,8 | n. a. |
| Konzernergebnis | -101.924 | 2.579 | n. a. | -91.981 | 788 | n. a. |
| Ergebnis je Aktie in € | -6,44 | 0,16 | n. a. | -5,81 | 0,05 | n. a. |
| Investitionen (CAPEX) 2 | 15.438 | 13.563 | 13,8 % | 2.872 | 5.932 | -51,6 % |
| Operativer Cashflow | -10.866 | -54.823 | 80,2 % | 1.485 | -24.736 | n. a. |
| Freier Cashflow 3 | -26.304 | -68.386 | 61,5 % | -1.387 | -30.668 | 95,5 % |
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. | 31.12.2019 | 30.09.2019 | Veränd. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 89.141 | 181.516 | -50,9 % | 89.142 | 192.036 | -53,6 % |
| Eigenkapital | 51.824 | 154.484 | -66,5% | 51.824 | 143.779 | -64,0 % |
| Eigenkapitalquote in % | 58,1 | 85,1 | n. a. | 58,1 | 74,9 | n. a. |
| Liquide Mittel | 5.036 | 28.234 | -82,2 % | 5.036 | 10.869 | -53,7 % |
| Net Debt/EBITDA | -0,7 | -2,6 | n. a. | -0,7 | -1,5 | n. a. |
| Nettoverschuldung 4 | 9.685 | -24.512 | n. a. | 9.685 | 7.999 | 21,1 % |
| Mitarbeiter 5 | 191 | 235 | -18,7 % | 191 | 232 | -17,7 % |
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. | 31.12.2019 | 30.09.2019 | Veränd. | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schlusskurs Xetra in € | 5,76 | 12,25 | -53,0 % | 5,76 | 6,72 | -14,3 % |
| Anzahl ausgegebener Aktien | 15.825.000 | 15.825.000 | 0,0 % | 15.825.000 | 15.825.000 | 0,0 % |
| Marktkapitalisierung in Mio. Euro | 91,2 | 193,9 | -102,7 | 91,2 | 106,3 | -15,1 |
1 Bereinigt um einmalige Wertminderungseffekte aus der Refokussierung in 2019 in Höhe von TEUR 100.606 (Note (40))
2 CAPEX = Investitionen in das Sachanlagevermögen + Investitionen in immaterielle Vermögenswerte.
3 Freier Cashflow = Operativer Cashflow - Investitionen (CAPEX).
4 Nettoverschuldung = Zinstragende Verbindlichkeiten - freie Liquidität
5 Zzgl. 0 Leiharbeitskräfte zum 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2018: 42; 30. September 2019: 0).
kurze Produkteinführungszeiten geringe Anfangskosten für Kunden
gleichbleibender Qualitätsstandard effizient gesteuerte Serienproduktion
maßgeschneiderte Systeme für jede Anwendung
Erstanbietervorteil
Expertise in Automobilelektronik
Li-Ionen-basierte Batteriesysteme sind die innovative Technologie, mit der man heute schon das Morgen verändern kann. Als zuverlässiger und erfahrener Partner für moderne Elektromobilität entwickelt und fertigt Voltabox systemspezifische Lösungen - für den industriellen Einsatz in anspruchsvollen und wachstumsträchtigen Marktsegmenten, effizient und flexibel, perfekt für die gegebenen Anwendungen ausgelegt, realisiert aus den Voltabox-Modulsystemen.
verehrte Kunden und Geschäftspartner,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
ich hätte mir freundlichere Begleitumstände gewünscht, unter denen ich mich anlässlich unseres Geschäftsberichts für das Jahr 2019 an Sie wende. Die Welt, in der wir leben, hat sich plötzlich gewandelt. Unser Leben, wie wir es kannten, erfuhr vorübergehende, massive Einschnitte. So tief, wie wir es zuvor nicht für möglich gehalten hätten. Aber gleichzeitig spüre ich auch, dass diese neue Realität in bestimmten Bereichen unseres Lebens die Chance auf eine veränderte Wahrnehmung, auf Korrektur und auf einen Neuanfang bietet. Und so stellt auch der Übergang von 2019 in das Geschäftsjahr 2020 für Voltabox eine Möglichkeit dar, um wieder neu durchzustarten.
Die im Frühjahr eingetretene Epidemie hat inzwischen den gesamten Globus erfasst und auch die Geschäftsaussichten für die Voltabox AG erheblich durcheinander gewirbelt. Auch unter diesem Eindruck haben wir unsere Ziele und Erwartungen für die nahe Zukunft einer kritischen Prüfung unterzogen. Im Ergebnis steht eine umfassende bilanzielle Bereinigung des Voltabox-Konzerns. Das Unternehmen ist mit dem Ansatz gestartet, Voltabox international in unterschiedlichen Märkten als Qualitätsführer zu etablieren. Auf dem Weg dorthin sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass einzelne Entscheidungen, die auf das Ziel eines außerordentlichen Wachstums ausgerichtet waren, sich als nicht nachhaltig genug erwiesen haben.
In einzelnen Branchen erleben wir eine schwächelnde Entwicklung bei partiell erstarkender Konkurrenz infolge von neuen Kooperationen innerhalb des Marktes. In der aktuellen Situation lassen sich Markteintritte in neue Branchen zudem erst mit spürbarer Verspätung realisieren; infolgedessen waren Korrekturen der geplanten Absatzzahlen notwendig. In einzelnen Bereichen hat sich diese Entwicklung schon vor der Coronakrise abgezeichnet - und schließlich mit dem Ausbruch der Pandemie noch einmal verschärft. Bereits im Geschäftsjahr 2019 haben wir aus diesem Grund eine präzise Korrektur unserer Strategie durchgeführt, die neben der sorgfältigen Fokussierung auf ertragreiche Projekte auch eine Überarbeitung unseres Produktportfolios umfasste. Weiterhin wurde der Standort Aachen abgestoßen und der Standort Markgröningen jüngst in unseren Hauptsitz eingegliedert.
in Mio. €

Die Entwicklungen im Jahr 2019 haben uns in vielerlei Hinsicht vorsichtiger werden lassen. Die Folge ist eine aus unserer Sicht reduzierte Erwartungshaltung an die zukünftigen Wachstumsraten des Voltabox-Konzerns. Wir möchten unsere weiterhin sehr gute Marktposition und unsere technologischen Vorteile konsequent ausnutzen - und gleichzeitig die Entwicklung der Organisation gesund und nachhaltig gestalten. Im Ergebnis beurteilen wir die kurz- und mittelfristigen Chancen in einzelnen Branchen konservativer als zuvor - dies zeigt sich unmittelbar im jährlichen Werthaltigkeitstest unserer Vermögenswerte. Die daraus resultierende Wertberichtigung bildet den Abschluss des Prozesses der Neuausrichtung. Dieses konsequente Handeln hat die Voraussetzung geschaffen, um nach Überwindung der aktuellen globalen Rezession wieder durchstarten und Voltabox nachhaltig stabil entwickeln zu können. Denn unser festes Ziel ist es, ein ertragreiches Unternehmen am Markt zu etablieren. Ich bin überzeugt, dass uns die vorgenommenen Korrekturen - an der Bilanz, an den Prozessen und an der Struktur des Konzerns - nicht zurückgeworfen haben. Die Voltabox AG wird zukünftig vor allem für den Kapitalmarkt verlässlicher denn je sein.
Diese Zukunft werden wir voraussichtlich mit einer veränderten Aktionärsstruktur angehen. Am 3. März hat unsere Muttergesellschaft und Mehrheitsgesellschafterin, die paragon GmbH & Co. KGaA, den Start eines Prozesses zum Teil- oder Komplettverkauf der Beteiligung an Voltabox angekündigt. Als jemand, der den Geschäftsbereich Elektromobilität im paragon-Konzern von der ersten Sekunde an mit aufgebaut hat, weiß ich die erhaltene Unterstützung für Voltabox in unseren Anfangsjahren sehr zu schätzen. Gleichzeitig stimme ich der Geschäftsführung von paragon zu, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, an dem beide Gesellschaften in anderer Konstellation eine größere Chance auf die Nutzung ihrer Chancen und Potentiale haben.
Der Umsatz des Voltabox-Konzerns belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 56,6 Mio. Euro. Das Nichterreichen der Prognose von 70 bis 80 Mio. Euro beruht auf der durch die Coronakrise bedingten Rückabwicklung des Verkaufs der IP-Rechte für die von uns entwickelten Produkte im Bereich Antriebsstränge und Leistungselektronik. Das um die Sondereffekte bereinigte vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt -8,5 Mio. Euro, entsprechend einer EBIT-Marge von -15 Prozent. Unbereinigt beläuft sich das EBIT auf -187,8 Prozent. Die Prognose von -8 bis -9 Prozent wurde damit nicht erreicht. Trotz der deutlichen Wertberichtigungen errechnet sich zum 31. Dezember 2019 bei einem Eigenkapital von rund 52 Mio. Euro eine Eigenkapitalquote von rund 58 Prozent.
Vor dem Hintergrund der im laufenden Jahr großen Unsicherheit über die weiteren Einschränkungen infolge der Pandemie legen wir zunächst eine dementsprechend große Bandbreite für die Prognose 2020 zugrunde. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wird diese gemäß der höheren Planungssicherheit zunehmend enger gefasst. Ausgehend von den Effekten der COVID-19-Pandemie auf unsere Absatzplanung für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr einen Rückgang des Umsatzes um ein Viertel bis zu mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr und setzen die Spanne zunächst von 25 bis 45 Mio. Euro. Bei einem Umsatz dieser Größenordnung kann der Voltabox-Konzern im laufenden Jahr noch nicht rentabel sein. Die EBITDAMarge erwarten wir bei höchstens -6 Prozent. Die Investitionen werden planmäßig 10,5 Mio. Euro betragen, wovon rund 70 Prozent auf aktivierte Entwicklungskosten entfallen.
Mir ist es wichtig, dass unsere neu abgeschlossenen Rahmenverträge und die jüngst erreichten Vertriebserfolge bei diesen Meldungen nicht untergehen. Denn wir können auch positive Nachrichten vermelden, die belegen, dass Voltabox Zukunft hat und wir auf Kurs sind. So ist uns der Einstieg in das Automotive-Geschäft endgültig gelungen. Wir befinden uns derzeit mit verschiedenen namhaften Herstellern in abschließenden Vergabeverhandlungen für die Belieferung mit Lithium-Ionen-Starterbatterien. In diesem Markt fühlen wir uns seit jeher wohl und können mit unserer Technologie und unserer Erfahrung punkten. Durch eine umfassende Überarbeitung des Aufbaus unserer Starterbatterien profitieren wir in diesem Bereich zukünftig von einer optimierten Margenstruktur. Zudem forcieren wir bekanntermaßen aktiv den Bereich der NutzfahrzeugUmrüstungen. Auch hier finden wir einen Markt, den wir seit vielen Jahren gut kennen.
Ende Mai sind Dr. Burkhard Leifhelm und Patrick Zabel in den Vorstand der Voltabox AG aufgerückt. Beide Kollegen haben die strategische Ausrichtung des Konzerns in ihren vorherigen Funktionen als Bereichsvorstände entscheidend mitgeprägt. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung dieser sehr guten Zusammenarbeit.
Abschließend möchte ich an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern außerordentlich für Ihre Bereitschaft, sich trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen im vergangenen und im aktuellen Jahr weiter für den Konzern einzusetzen, bedanken. Weiterhin spreche ich auch allen Kunden und Geschäftspartnern meinen Dank für Ihr Vertrauen aus. Unseren Aktionärinnen und Aktionären, die sich von den Verwerfungen am Kapitalmarkt nicht haben verunsichern lassen, danke ich für Ihren Zuspruch in Form des direkten Kontakts oder Ihres Investments. Ich lade Sie ein und freue mich darauf, den Dialog mit Ihnen allen im Laufe dieses Jahres, ausgehend von unserer transparent gemachten Planung, zu verstetigen.
Jürgen Pampel, Vorstandsvorsitzender, CEO
Jürgen Pampel
Vorstandsvorsitzender
Sehr geehrter Herr Pampel, hinter Voltabox liegen bewegte Monate. Wie würden Sie persönlich das Geschäftsjahr 2019 und, natürlich auch mit Blick auf die zwischenzeitlich global eingetretenen Entwicklungen, die aktuelle Situation des Konzerns umschreiben?
Wir sind bereits zur Mitte des vergangenen Jahres ordentlich durchgerüttelt worden und in unruhiges Fahrwasser mit einigen Stromschnellen geraten. Einen Schiffbruch haben wir aus meiner Sicht zu diesem Zeitpunkt aber nicht erlitten. Leider mussten wir dann aber mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage infolge der eingetretenen Coronavirus-Pandemie feststellen, dass sich die Vorzeichen für unsere angestrebten Ziele im laufenden Jahr erheblich verschlechtert haben. Die aktuelle Situation ist eine gewaltige Aufgabe - für unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft wie auch für zahlreiche Unternehmen. Voltabox stand vor mehreren fest geplanten Serienanläufen, neue Kunden lassen verständlicherweise zunächst erhöhte Vorsicht in Bezug auf Investitionen walten, und wir haben die Transformation vom Projekt- auf ein stärkeres Seriengeschäft angestrebt.
Gleichzeitig haben wir uns durch die Entscheidung für eine umfassende Bereinigung unserer Vermögenswerte erfolgreich für die Zukunft aufgestellt. Voltabox hat nach heutigem Wissen sämtliche bilanziellen Risiken getilgt -in dem laufenden Verkaufsprozess ist das für alle beteiligten Parteien sehr hilfreich. Der ein oder andere mag den Umfang dieser Maßnahme als vermeintlichen Rückschritt gewertet haben. Ich meine aber, dass sie in jeder Hinsicht wertvoll war. Und der Schritt ist meines Erachtens auch wichtiger, als das Erreichen der ursprünglich angestrebten Wachstumserwartungen.
Die wesentliche Ursache ist eine konservativere Absatz- und Ergebnisplanung in unserem operativen Geschäft. Ausschlaggebend waren neben Projektverschiebungen und umfassenden temporären Margen-Effekte aus der Transformation zu einer neuen Zellgeneration auch die eingetrübten Geschäftsaussichten infolge der COVID-19-Pandemie.
Auswirkungen hatte auch die Rückabwicklung des Verkaufs der IP-Rechte an unserem Produktsegment Voltamotion. Dessen Abspaltung war ein Szenario, das wir im Zuge der bereits beschriebenen Refokussierung im vergangenen Jahr infolge der Prognoseanpassung entworfen haben. Das Ziel war die Konzentration auf unser Kerngeschäft.
Der Verkauf der Schutzrechte wurde jedoch im Frühjahr 2020 rückabgewickelt, da die Käuferin auf absehbare Zeit aufgrund der Pandemie keine Möglichkeit sieht, eine wirtschaftliche Nutzung vorzunehmen. Wir haben diesen Umstand zum Anlass genommen, die Werte vollständig aus unserer Bilanz zu tilgen. Neben dem Ausfall des in 2019 geplanten Umsatzes wirkt sich die Maßnahme also auch auf unser Ergebnis aus.
Voltabox verfügt natürlich weiterhin über eine hervorragende Technologie, eine hohe Innovationskraft und ein exzellentes Team in allen Unternehmensbereichen. Ebenso registrieren wir eine sehr hohe Nachfrage nach unserer Kompetenz und unseren Lösungen im Bereich der Elektrifizierung. Unser Ziel ist es, die Visibilität von Voltabox in den besetzten Industrien kontinuierlich zu erhöhen. In jedem Fall werden wir unser zukünftiges Wachstum mit mehr Bedacht angehen und die interne wie externe Erwartungshaltung durch eine konservative Planung steuern. Damit tragen wir auch der erhöhten Unsicherheit über die kurz- und mittelfristige gesamtwirtschaftliche Entwicklung Rechnung.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal unterstreichen, dass wir uns bewusst sind, dass Erwartungen enttäuscht worden sind. Unsere hohen Ambitionen konnten wir nicht erfüllen. Wir wissen auch, dass wir verloren gegangenes Vertrauen nur durch Verlässlichkeit und solides Wirtschaften zurückgewinnen können. Die in der Vergangenheit gesetzten Ziele haben ein nachhaltiges Wachstum nur bedingt zugelassen. Unsere zukünftige Strategie wird sich davon erkennbar unterscheiden.
Wir waren uns in der Unternehmensführung einig, dass es genau abgegrenzte Schwerpunktanwendungsbereiche für unsere Hochleistungsbatteriesysteme benötigt. Es muss klar und verständlich sein, wofür unsere Lösungen stehen. So können wir nun beispielsweise deutlich besser von einer effizienteren Variantenableitung profitieren. Gleichzeitig zielen wir darauf ab, unseren Anspruch als Technologieführer stärker zu untermauern.
Unser Schwerpunkt liegt weiterhin auf Intralogistik- und Mining-Anwendungen. Die Aktivitäten im Bereich der Transportanwendungen für Personen und Güter bauen wir zügig aus, vor allem durch unseren Einstieg in die Elektrifizierung von Diesel-Bussen. Außerdem sind wir zukünftig verstärkt in dem großen Markt für mobile und stationäre Energiespeicher mit unterschiedlichsten Anwendungsmöglichkeiten tätig.
Wir haben unmittelbar und sehr konsequent unsere Ressourcen auf die neue Situation angepasst. So wichtig das für uns in dieser Phase war, so schmerzhaft waren diese Maßnahmen auch. Diesen Schritt hätte ich gerne vermieden. Parallel haben wir entsprechend der geringeren Auslastung unternehmensweit die Arbeitszeit temporär gesenkt. Diese Maßnahme ist inzwischen ausgelaufen.
Zudem konnten wir aber auch signifikante Materialkosteneinsparungen umsetzen, die uns nicht nur kurz- und mittelfristig, sondern auch auf lange Sicht helfen werden.
Wir haben die Wirksamkeit der Maßnahmen sehr genau beobachtet und auch im laufenden Jahr, insbesondere unter dem Eindruck der aktuellen wirtschaftlichen Situation, vereinzelt nachjustiert. Wir sind durch die hinter uns liegenden Entwicklungen in jedem Fall sensibilisiert.
Um das klar zu sagen: Durch unsere Maßnahmen zur Restrukturierung verwaschen wir nicht unsere DNA. Nur so können unsere Konstrukteure, Elektronikentwickler und Programmierer dem Anspruch gerecht werden, bestmöglich unsere leistungsstarken Batteriesystemlösungen mit den hochkomplexen Fahrzeugsteuerungsarchitekturen unserer Kunden in Einklang zu bringen. Aber gleichzeitig wird natürlich auch das Fachwissen hinsichtlich der Batteriezellchemie immer entscheidender. Wir haben uns zuletzt nicht nur zielgenau im Bereich der Hard- und Software-Entwicklung gestärkt, sondern konnten auch unser Expertenteam für Zellcharakterisierung und -anwendung mit hochqualifizierten Mitarbeitern ausbauen.
In der Industrie ist die Aufmerksamkeit für die Elektromobilität weniger stark von Triebfedern wie Image-Positionierung und Regulatorik bestimmt als das beispielsweise in der Automobilindustrie der Fall ist. Unsere Industriekunden entscheiden sich in der Regel vor allem aufgrund der Nutzen- und Kostenvorteile für moderne Lithium-Ionen-Systemen.
Wir alle haben im vergangenen Jahr feststellen können, dass sich unsere Gesellschaft intensiv mit der Zukunft und Antworten auf vor uns liegende Herausforderungen auseinandersetzt. Mit unserer Technologie und unseren Lösungen sehe ich für Voltabox das Potential, zu einem wichtigen Baustein unter denen zu werden, die das Fundament für diese Veränderung bilden. Genau aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass das VoltaboxGeschäftsmodell mehr denn je eine Daseinsberechtigung hat.
Ich habe Wert darauf gelegt, in den zurückliegenden Wochen und Monaten zu betonen, dass wir aus den Entwicklungen im Laufe des Jahres 2019 gelernt haben. Außerdem haben wir das Ruder alleine herumgerissen und diese Aufgaben nicht in die Hände von Externen gegeben. Wir bauen unter anderem auf einer soliden, belastbaren Mittelfristplanung und dem bestehenden Kundenstamm sowie den jüngsten Vertriebserfolgen auf. Mit diesem neuen Gesicht der Voltabox AG möchten wir den Kapitalmarkt wieder überzeugen und die Erwartungen unserer Aktionäre bestmöglich erfüllen.
Wir befanden uns, kurz nachdem ich meine Position im Unternehmen eingenommen habe, in einer Situation, die eine schnelle Entwicklung von Maßnahmen und entsprechendes Handeln erforderte. Im Bereich der Fertigung haben wir unsere Produktionskapazitäten radikal an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Im Einkauf wurde die gesamte Lieferantenstruktur optimiert. Bei allen Aktivitäten stand im Vordergrund, nicht nur die kurzfristigen Herausforderungen im Auge zu haben, sondern auch für eine Rückkehr zur Normalisierung des Produktionsvolumens gerüstet zu sein. Wir haben also Wert darauf gelegt, SchlüsselKompetenzen im Haus zu behalten und in der Versorgungskette für die unterschiedlichen Optionen vorbereitet zu sein.
Wir haben sehr deutlich erfahren müssen, dass die Voltabox AG nicht abhängig von einzelnen Lieferanten sein darf. Als unmittelbare Reaktion darauf haben wir unsere Einkaufsleitlinie entsprechend angepasst. Bei der Beschaffung von Komponenten, von denen die Zelle sicherlich eine der wichtigsten darstellt, setzen wir systematisch eine Second-Source-Strategie um. Aufgrund der hohen Dynamik bei der Weiterentwicklung der Zelltechnologien ist es in diesem Zusammenhang wichtig, die Komponenten- und Lieferantenauswahl in einer engen, übergreifenden Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Einkauf und Produktion vorzunehmen.
Im Jahr 2019 hat Voltabox bekanntermaßen die wertanalytische Überarbeitung wesentlicher Teile seines Produktportfolios abgeschlossen. Der diesjährige Schwerpunkt liegt also in einer weiteren Optimierung der Abläufe und Prozesse - Voltabox soll hier an Reife gewinnen: Standardisierung, Flexibilisierung und Digitalisierung sind die Schlüsselwörter. Die Standardisierung bezieht sich auf die Gleichartigkeit von Abläufen und Komponenten, die sich in vielen Produkten wiederholen. Dadurch ergeben sich Einspar- und auch Flexibilisierungspotenziale, mit denen wir noch kurzfristiger auf sich ändernde Kundenforderungen - sowohl hinsichtlich des Produkts als auch der Belieferung - reagieren können. Diese Flexibilität wird von unseren Kunden geschätzt.
Allein durch Maßnahmen in Produktion und Einkauf ist das nicht möglich. Daher ist auch der Ausbau der übergreifenden Zusammenarbeit ein weiterer Schwerpunkt für uns in 2020. Wir haben Engpässe im Produktentstehungsprozess identifiziert, zu deren Lösung wir produktionsseitig Maßnahmen umsetzen werden, die neben einer Kostensenkung auch zur Beschleunigung der Time-to-Market-Entwicklung führen.
Unser Ziel ist es, Simultanious Engineering und die Agilität von Serien-Neuprojekten zu perfektionieren. Durch die digitale Bereitstellung, Erfassung und Auswertung z. B. von Produktionsdaten sind wir in der Lage, schnell einen Überblick über Kennzahlen zur Steuerung der Abläufe zu erhalten und diese zu nutzen. Bei der hohen Dynamik unseres Geschäfts ist das ein weiterer wichtiger Ansatz zur Sicherstellung der Produktivität.
Im Geschäftsjahr 2019 haben mich in der Tat eine ganze Reihe an unterschiedlichen Finanzthemen beschäftigt. Das DPR-Verfahren haben wir beispielsweise zum Anlass genommen, Verbesserungsmaßnahmen für unsere Prozesse und Strukturen abzuleiten, die unsere Rechnungslegung stärken. Im gleichen Zuge habe ich damit begonnen, unsere Controlling-Instrumente zu überarbeiten. Die nun erprobten Werkzeuge haben wir im weiteren Verlauf auf unsere Unternehmensplanung übertragen. Mein übergeordnetes Ziel ist es, das Geschäft von Voltabox Schritt für Schritt verlässlicher und transparenter zu machen.
Den Abschluss des Berichtsjahres bildete unsere Entscheidung für eine bilanzielle Bereinigung. Es ist sicherlich verständlich, dass das Gesamtergebnis für den Kapitalmarkt nur schwer nachvollziehbar ist. Wir sind jedoch überzeugt, dass die Anpassungen jetzt erforderlich waren, um Voltabox solide und nachhaltig in die Zukunft zu führen.
In 2020 werden wir unser konsequentes Handeln weiter darauf fokussieren, die Rentabilität der Voltabox mittelfristig zu erreichen. Hier stimmen mich unsere aktuellen Projektabschlüsse und Fortschritte im Bereich der Restrukturierung sehr positiv. Durch die weitreichenden Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2020 werden wir nach jetzigem Stand erst im Folgejahr ein positives EBITDA erreichen können. Nach einem weiteren Jahr können wir schließlich auch ein positives EBIT realisieren.
Aus unserer Planung geht vor allem hervor, dass wir solide und gesund wirtschaften möchten. Der Business Plan der Voltabox AG unterstreicht, dass wir - auf Basis einer konservativen Planung - die Rentabilität in nicht allzu ferner Zukunft erreichen werden. Mit unserer verbesserten Kosteneffizienz haben wir die Grundlage geschaffen, um das Wachstum von Voltabox nachhaltig profitabel gestalten zu können.
Vor der Coronakrise sind wir davon ausgegangen, im Geschäftsjahr 2020 im Best-Case einen positiven operativen Cashflow zu erreichen, mit dem wir unsere Investitionen in die Entwicklung refinanzieren können. Ursächlich hierfür sind vor allem kontinuierliche Rückflüsse aus Vorräten und Forderungen. Die nachhaltige Rentabilität müssen wir uns Schritt für Schritt durch organische Wachstumseffekte erarbeiten. Wir sind optimistisch, dass wir damit das Vertrauen von Banken und Investoren stärken und so auch die Wachstumsrefinanzierung sicherstellen können.
Unser Planungsmodell basiert auf den einzelnen Kundenprojekten und deren individuellen Preiskalkulationen. In Bezug auf die Eintritts- und Verzögerungswahrscheinlichkeiten gehen wir nun konservativer vor, sodass Abschläge auf nominale Umsatzgrößen vorgenommen werden. Aus diesem Modell ergibt sich eine Bandbreite unseres potentiellen Umsatzes.
Im Rahmen der Prognose arbeiten wir derzeit noch mit einer relativ großen Bandbreite hinsichtlich der Umsatzplanung. Weiterhin sind große Teile unseres Geschäfts projektbedingt volatil. Wir arbeiten intensiv an dem Ausbau der Serienbelieferung unserer Kunden, um weniger anfällig für externe Einflüsse zu sein und somit die Verlässlichkeit der Abrufe zu erhöhen.
Zunächst haben wir zu Beginn des vergangenen Jahres unsere gesamten Vertriebsaktivitäten konsolidiert und in jedem Marktsegment einen sehr eng gefassten Fokus gesetzt. Die logische Folge daraus war, dass wir zahlreiche Opportunitäten, die aus unserer Sicht keine ausreichende wirtschaftliche Perspektive boten, nicht weiterverfolgt haben. In allen Marktsegmenten haben wir unsere Geschäftsbeziehungen auf eine breitere Basis gestellt, um mit unseren Partnern eine nachhaltige Zusammenarbeit zu forcieren. Unsere angepasste Ausrichtung bedeutet aber nicht, dass wir unsere erreichte, hohe Visibilität im Feld der Intralogistik zurückfahren möchten. Wir haben vielmehr sehr erfreuliche Fortschritte dabei erzielt, unsere Geschäfte in diesem Markt mit neuen strategischen Kundenbeziehungen neu auszurichten.
Die Zusammenarbeit mit e-troFit ist eine Art Blaupause für unsere Strategie und die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells von Voltabox. Den ersten Kontakt haben wir im Frühjahr 2018 geknüpft. Ausgehend von der Konzeptidee über die Elektrifizierung bestehender Busse aus dem ÖPNV haben wir für e-troFit ein Konzept für die Auslegung des Lithium-Ionen-Batteriesystems entwickelt. Zu diesem Zeitpunkt lagen unsere Vorstellungen, wie das Gesamtsystem funktionieren muss, noch weit auseinander. Nach rund einem Jahr des permanenten Austauschs stand der erste prototypische Aufbau - und nun waren wir sehr nah an dem von uns ausgearbeiteten Vorschlag. Damit war die Wirtschaftlichkeit nicht nur der technischen Umsetzung, sondern auch des Geschäftsmodells von e-troFit gegeben. Dieses für uns typische Vorgehen bedeutet für Endkunden unmittelbare positive Effekte in Bezug auf die Kosten und Anwendungsmöglichkeiten der Batterielösungen.
Hier haben wir gemeinsam mit den Kollegen vor Ort ein Pilotprojekt für ein neues CRM-System eingeführt, das nun auf den gesamten Voltabox-Konzern ausgerollt wird. Der Start bei der Tochtergesellschaft in den USA wurde deshalb gewählt, weil hier der exakte Blick und die engere Steuerung des Vertriebs geboten waren. Ebenso haben wir den Vertriebsprozess mit den dezentral eingesetzten amerikanischen Sales-Mitarbeitern angepasst. Das Wachstum in den USA liegt deutlich hinter unseren Erwartungen. Daher haben wir hier einen besonderen Schwerpunkt auf die Erschließung von Marktanteilen gesetzt. Wir konzentrieren uns in Nordamerika weiterhin auf die Entwicklung von mittelgroßen Seriengeschäften.
Wir haben zuletzt insbesondere darauf geachtet, die Standardisierung und damit auch die Skalierbarkeit unserer Produkte zu erhöhen und damit unseren Fußabdruck in den Märkten zu erhöhen. Das hat es uns ermöglicht, Punktgeschäfte bzw. Einzelaufträge zu Rahmenverträgen und längerfristigen Lieferverträgen für unsere Kunden auszubauen. Dadurch ist schließlich auch die Vereinheitlichung von Vorprodukten in der Serienfertigung erreicht worden.
Die Margen im Geschäftsjahr 2019 und auch in den ersten Quartalen 2020 sind durch den verstärkten Einsatz von alter Zelltechnologie belastet. Die Materialeinsatzquoten sind dementsprechend vorerst noch etwas erhöht. Mit Hilfe der breiteren Basis an Zellen bzw. Lieferanten sowie der wertanalytischen Überarbeitung, insbesondere unserer Vorprodukte wie den Modulen, wirken wir diesem Umstand entgegen. Die Sichtbarkeit der Effekte wird mit zunehmender Dauer immer stärker.
Als eine der wichtigsten Herausforderungen sehe ich, dass wir unsere vertrieblichen Aktivitäten eng an den Ressourcen und dem Wachstumspfad des Gesamtkonzerns ausrichten. Auch aus diesem Grund setzen wir weiterhin konsequent auf Kooperationen und Partnerschaften. Gleichzeitig beugen wir damit dem Umstand vor, dass die Ressourcen einzelner Gewerke übermäßig beansprucht werden.
Die ersten Wochen des Jahres 2019 waren am Kapitalmarkt noch von einer abwartenden Haltung geprägt. Insbesondere die institutionellen Investoren zeigten in den Wintermonaten kaum Risikobereitschaft. Weder das niedrige Kursniveau Anfang Februar wurde von mittelfristig orientierten Anlegern zum Einstieg bzw. zum Schließen von Short-Positionen genutzt noch die steigenden Kurse Anfang April konnten an dieser insgesamt skeptischen Grundstimmung etwas ändern. Stattdessen wurde die Phase für Gewinnmitnahmen genutzt. Laut einer Bank of America Merrill Lynch-Umfrage in der ersten Junihälfte waren die internationalen Fondsmanager so bearish wie seit der Finanzkrise im Jahr 2008 nicht mehr. Eine deutliche Verbesserung der Stimmung stellte sich erst zum Ende des zweiten Quartals, vor allem infolge des G20-Gipfels, ein.
Im dritten Quartal fielen die Einkaufsmanagerindizes zahlreicher Volkswirtschaften vor dem Hintergrund der zunehmenden Manifestierung der konjunkturellen Abkühlung unter kritische Schwellen. Das wirkte sich entsprechend auf die Investitionsbereitschaft an den Aktienmärkten aus. Zu Beginn des Quartals standen Gewinnmitnahmen und eine zunehmende Risikoaversion im Fokus. Nach dem zwischenzeitlichen Aufwind durch günstige Einstiegsniveaus trübte sich die Stimmung der Anleger Ende Juli infolge des Rückgangs der Leitindizes zunehmend ein. Insbesondere private Anleger zeigten sich pessimistisch und erhöhten weiter ihre zuvor aufgebauten Leerverkaufspositionen.
Anfang August identifizierten vor allem institutionelle Anleger günstige Einstiegspreise - ungeachtet der schlechten politischen Vorzeichen infolge der Senkung des Leitzinses durch die US-Notenbank und der ernsthaften Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China mit der Ankündigung von weiteren Strafzöllen. Die Entwicklungen auf der globalpolitischen Ebene sorgten im weiteren Verlauf des Augusts schließlich doch für Nervosität an den Märkten und motivierten in der zweiten Monatshälfte die Trader unter den institutionellen Investoren.
Das Stimmungsbild der privaten Anleger hellte sich erst zum Monatswechsel auf, auch wenn der Handelskrieg das beherrschende Thema an den Märkten blieb. Zum Ende des Quartals sank die im Sentiment der Frankfurter Börse gemessene Marktstimmung der professionellen Anleger jedoch auf den tiefsten Stand seit 2010. Zu dieser bearishen Gemengelage trugen insbesondere die Korrekturen der Ausblicke durch die führenden Wirtschaftsinstitute für die nahe und mittelfristige Zukunft der nationalen und globalen Wirtschaft bei.
Die niedrigen Kurse Anfang Oktober nutzten vor allem professionelle Anleger, um zu günstigen Einstiegspreisen zu kaufen. Private Anleger blieben dem Trend der vergangenen Wochen treu und mieden das Risiko. Der anschließende Ausbruch des DAX nach oben hin zu einem neuen Jahreshoch wurde deutlich getragen vom Engagement internationaler Investoren - dies sorgte auch für eine Aufhellung der Marktstimmung der deutschen Anleger. Getragen wurde die Entwicklung vor allem durch die Erwartungen auf den positiven Ausgang der latenten Konflikte wie Brexit und Zollstreit.
Doch der Erfolgskurs des DAX machte viele der professionellen Anleger skeptisch, von denen einige verkauften oder Shortpositionen aufbauten. Daran konnten Anfang November auch unterstützende Nachrichten, wie die Leitzinssenkung durch die amerikanische Notenbank sowie neue Hoffnungen auf Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China, und weitere signifikante Kursgewinne nichts ändern. Im Gegensatz dazu zeigten sich die privaten Anleger in ihrem Optimismus ungebrochen. Der von der Deutschen Börse erhobene DAX Sentiment-Index stieg auf einen Stand von +32 Punkten, dem höchsten Wert seit Anfang 2018.
Der Deutsche Aktienindex reihte sich im vierten Quartal zuverlässig in die Hausse der internationalen Aktienmärkte ein. Schließlich waren es vor allem die internationalen Fondsmanager, die sich in der neuerlichen BofA Merrill Lynch-Umfrage als äußerst positiv eingestellt hinsichtlich des globalen Wachstums in den kommenden 12 Monaten zeigten und damit eine Kehrtwende zu den vorherigen Rezessionsängsten einläuteten. Diesen internationalen Kapitalströmen folgten die heimischen institutionellen Marktteilnehmer nur in sehr geringem Umfang. Nachdem sich die am 4. Oktober gestartete Rallye des DAX Mitte November auf hohem Niveau einpendelte, trübte sich die Marktstimmung in diesen Wochen wieder etwas ein. Vor allem die privaten Anleger bewiesen in dieser Phase ihre hohe Flexibilität bei der Bewertung der Marktentwicklung - verbreiteten diese Ende November noch starken Optimismus, rückten sie schon bald darauf wieder von den vermeintlich hohen Erwartungen ab.
Vor allem die institutionellen Investoren untermauerten Anfang Dezember ihre hohe Zuversicht mit Blick auf das Jahresende. Einige der bearish orientierten Anleger stellten dabei auch Nettoleerverkaufspositionen glatt. Die privaten Anleger waren dagegen auf Gewinnmitnahmen aus und sorgten mit einer Verringerung des Bullenlagers dafür, dass sich zu diesem Zeitpunkt die institutionellen Anleger erstmals seit drei Monaten zuversichtlicher zeigten. Für Euphorie unter den Marktteilnehmern sorgte das Teilabkommen zwischen den USA und China im Handelsstreit sowie das klare Verhältnisse schaffende Wahlergebnis in Großbritannien. Die Märkte in den USA sowie der DAX markierten neue Rekordstände bzw. Jahreshochs. Damit wurde ein dynamischer Jahresabschluss eingeläutet, bei hohen Aktienkursen und gestützt durch das sogenannte Window-Dressing, also die kosmetische Optimierung von Portfolios, zahlreicher Fondsmanager.
Die Kursentwicklung der Voltabox-Aktie sah sich im abgelaufenen Geschäftsjahr einem überdurchschnittlich hohen Druck ausgesetzt. Mit einem Xetra-Schlusskurs zum Bilanzstichtag von 5,76 Euro (Vorjahr: 12,25 Euro) musste die Aktie im Jahresverlauf einen Kursverlust von 53,0 % ausweisen. Das entspricht einem Börsenwertverlust der Gesellschaft von rund 102,7 Mio. Euro. Der TecDAX legte im gleichen Zeitraum um 23,0 % zu, der SDAX um 31,6 %, der DAX um 25,5 % und die im Prime Technology Index zusammengefassten Unternehmen um 25,4 %.
Das erste Quartal haben die meisten deutschen Aktienindizes mit einem Plus abgeschlossen (DAX 9,2 %, SDAX 15,0 %, TecDAX 9,0 %). Dieses positive Marktumfeld konnte die Voltabox-Aktien noch übertrumpfen und erzielte in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 einen Wertzuwachs von 25,7 %. Ausgehend von einem Anfangskurs von 12,16 Euro bei zunächst leichten Aufwärtsbewegungen wurde Mitte Februar mit 10,65 Euro der Tiefstkurs erreicht. Anschließend konnte sich die Aktie insbesondere im März mit überdurchschnittlich hohen Handelsumsätzen bis zum Höchstkurs von 16,25 Euro am 15. März entwickeln. Bei einem Schlusskurs von 15,40 Euro wurde zu diesem Stichtag ein Börsenwert von rund 243,7 Mio. Euro erreicht. Damit betrug die Börsenwertsteigerung gegenüber dem Vorquartal 49,8 Mio. Euro.
Im zweiten Quartal zeigte sich ein uneinheitliches Bild bei den wichtigsten deutschen Aktienindizes. Während der breite DAX mit 6,8 % und der TecDAX mit 6,5 % deutlich im Plus lagen, konnte der SDAX mit 2,8 % unter dem Strich ebenfalls ein positives Ergebnis verbuchen. Sowohl der Prime Technology Index (CXKH) als auch die VoltaboxAktie verzeichneten im zweiten Quartal ein Minus von 13,7 %. Ausgehend von einem Anfangskurs von 16,14 Euro entwickelte sich die Voltabox-Aktie zunächst Anfang April relativ schwach. Zum Ende des Monats erreichte sie jedoch ihren Höchstkurs von 16,36 Euro. Bereits kurz darauf, am 6. Mai, notierte die Aktie infolge der seitens der Gesellschaft unkommentierten Meldung zum Prüfverfahren durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) auf ihrem Tiefstkurs von 11,30 Euro. In den folgenden Handelstagen konnte sich der Titel zwar wieder erholen, zeigte sich in der Folge aber kontinuierlich belastet. Erst Anfang Juni erfuhr der Wert wieder verstärkt Unterstützung, konnte jedoch in Bezug auf den Handel nur eine geringe Visibilität erzielen und notierte schließlich bei einem Schlusskurs von 14,46 Euro, was einem Börsenwert von rund 228,8 Mio. Euro entspricht. Der Börsenwertverlust im zweiten Quartal beträgt damit 14,9 Mio. Euro. Im gesamten ersten Halbjahr beläuft sich die Verringerung der Marktkapitalisierung auf 29,4 Mio. Euro.
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Die wichtigsten deutschen Aktienindizes entwickelten sich im dritten Quartal im Ergebnis leicht negativ. Die Entwicklung des DAX war mit -0,9 % leicht rückläufig, während der SDAX mit -4,6 % und der TecDAX mit -4,2 % eine etwas schlechtere Performance boten. Die VoltaboxAktie musste in diesem Quartal einen herben Rückgang von -66,4 % hinnehmen, vor allem bedingt durch die im August erfolgte Prognoseanpassung. Der Anfangskurs von 14,86 Euro bildete sogleich den Höchstwert im dritten Quartal. In der Folge stand die Aktie jedoch den gesamten Juli unter Druck und erfuhr auch in der ersten Augusthälfte keine Auftriebsimpulse. In der Folge der Gewinnwarnung vom 12. August stürzte die Aktie am Folgetag von 12,28 Euro auf 5,72 Euro. Der Jahrestiefstwert wurde wenige Tage darauf begleitet von überdurchschnittlich hohen Handelsaktivitäten bei 5,02 Euro erreicht. In den Wochen darauf konnte die Aktie zwar ausgehend von diesem niedrigen Niveau einen Wertzuwachs von zwischenzeitlich mehr als 50 % verbuchen, das Level zu Beginn des Quartals wurde jedoch nicht wieder erreicht. Der Schlusskurs betrug schließlich 6,72 Euro. Das entspricht einem Börsenwert der Gesellschaft von rund 106,3 Mio. Euro zu diesem Stichtag bzw. einem Börsenwertverlust im dritten Quartal von rund 122,5 Mio. Euro.
Das vierte Quartal stellte mit großem Abstand das stärkste Quartal für alle wichtigen Indizes dar (TecDAX 23,0 %, SDAX 31,6 % und DAX 25,5 %). Die Voltabox-Aktie konnte von diesem positiven Marktumfeld nicht profitieren und war offenkundig in besonderem Maße von den Maßnahmen der Fondsmanager und -verwalter zur Glättung ihrer Portfolios zum Jahresende betroffen. Ausgehend von einem Anfangskurs von 7,30 Euro vollzog die Aktie bis Ende November bei niedrigen Handelsumsätzen eine Seitwärtsbewegung. In der ersten Dezemberhälfte setzte ein Abwärtstrend für den Kurs ein, der in den letzten Tagen des Jahres seinen Tiefstwert des Quartals mit 5,76 Euro erreichte. Das entspricht einem Börsenwert der Gesellschaft von rund 91,2 Mio. Euro zu diesem Stichtag bzw. einem Börsenwertverlust im vierten Quartal von rund 15,1 Mio. Euro.
Das Handelsvolumen entwickelte sich im Jahresverlauf uneinheitlich. Im Jahresdurchschnitt betrug das monatlich gehandelte Volumen rd. 1,485 Mio. Aktien (Vorjahr: 927 Tausend Aktien). Davon entfielen rund 59,5 % auf die Handelsplattformen der Deutsche Börse AG (Vorjahr: 86,4 %). Der Anteil der über so genannte Dark Pools, also bank- oder börseninterne Handelsaktivitäten, erhöhte sich somit im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich.
Im ersten Quartal lag das gehandelte monatliche Volumen mit durchschnittlich rund 1,103 Mio. Aktien noch deutlich unter dem Jahresdurchschnitt. Im zweiten Quartal nahm die Handelsaktivität mit rund 1,150 Mio. Aktien pro Monat leicht zu. Das dritte Quartal war mit rund 2,681 Mio. Aktien monatlichem Handelsvolumen geprägt von der überdurchschnittlich hohen Handelsaktivität im August infolge der Gewinnwarnung und der Veröffentlichung des Halbjahresabschlusses. Im vierten Quartal reduzierte sich das monatliche Handelsvolumen wieder deutlich auf 1,007 Mio. Aktien, was den niedrigsten Wert in der quartalsweisen Betrachtung über das Gesamtjahr darstellt.
Zum Bilanzstichtag war dem Bundesanzeiger eine NettoLeerverkaufsposition von Ennismore Fund Management Limited für die Voltabox-Aktie in Höhe von 2,00 % des Grundkapitals gemeldet.
Die Voltabox AG informierte alle Kapitalmarktteilnehmer regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Die kontinuierliche Berichterstattung umfasste unter anderem den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018 (Veröffentlichung am 1. April 2019), den Zwischenbericht zum 31. März 2019 - 1. Quartal (Veröffentlichung am 13. Mai 2019), den Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 - 1. Halbjahr (Veröffentlichung am 21. August 2019) sowie den Zwischenbericht zum 30. September 2019 - 9 Monate (Veröffentlichung am 13. November 2019). Parallel zu diesen Terminen veröffentlichte die Voltabox AG entsprechende Finanzmeldungen, welche u.a. auch die Einschätzung des Vorstands zur weiteren Geschäftsentwicklung beinhalteten.
Die Umsatz- und Ergebnisprognose des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 vom 7. März 2019 wurde im am 1. April 2019 veröffentlichten Konzernlagebericht als Intervallprognose unter Einbeziehung der wesentlichen Annahmen, auf denen die Prognosen beruhen, erläutert. Am 12. August 2019 veröffentlichte die Gesellschaft vor dem Hintergrund von verschobenen Projekten und damit einhergehenden Umsatzverzögerungen eine Gewinnwarnung, die zu einer Senkung der Prognose in Bezug auf Umsatz und EBIT-Marge führte.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Bereich Investor Relations zunächst durch die Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA in abgegrenzter Dienstleistung unterstützt und durch eigene interne Ressourcen ergänzt. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres erfolgte dann die IR-Tätigkeit vollständig in Eigenregie. Die laufende Kommunikation mit institutionellen und privaten Investoren konnte seit dem Börsengang der Gesellschaft verstetigt werden. Die Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie allen Anteilseignern das Angebot zum direkten Dialog macht. Institutionelle Investoren machen in diesem Rahmen regelmäßig davon Gebrauch, mit dem Vorstand über aktuelle Entwicklungen hinsichtlich Strategie und operativem Geschäft zu sprechen. Als adäquater Gradmesser für das Interesse an Voltabox als Investment dient die weiterhin hohe Gesprächsfrequenz mit bekannten und auch zahlreichen neuen Investorenkontakten auf den regelmäßigen Kapitalmarktkonferenzen.
Insgesamt wurden mehr als 250 Einzelgespräche mit institutionellen Investoren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Schweden, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Polen, den USA und Kanada sowie mit privaten Investoren geführt. Im Verlauf des Jahres haben 7 (Vorjahr: 3) Research-Häuser insgesamt 35 (Vorjahr: 27) Studien zur Voltabox AG veröffentlicht.
Die Gesellschaft versteht unter effektiver Finanzkommunikation die zielgerichtete Reduzierung von Informationsasymmetrie zwischen Management und Anteilseignern über die aktuelle wirtschaftliche Lage und das spezifische Zukunftspotenzial der Voltabox AG. Entsprechend wird dem laufenden Dialog mit professionellen Kapitalmarktteilnehmern ein hoher Stellenwert beigemessen. Des Weiteren ist die Gesellschaft bemüht, die breite Öffentlichkeit über diverse Medienkanäle laufend mit aktuellen und relevanten Informationen zu versorgen sowie als persönlicher Ansprechpartner für Privatanleger zur Verfügung zu stehen.
Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") verdeutlichten Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Interessenskonflikte einzelner Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bestanden im Geschäftsjahr 2019 nicht. Eine Aufstellung aller Mandate der Aufsichtsratsmitglieder ist im Konzernanhang enthalten (Note (1)).
Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Beratungsund Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand durchweg beratend zur Seite und wurde bei Fragestellungen von grundlegender Bedeutung in die Diskussion und Entscheidungsfindung eingebunden. Dank der guten Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder konnten auch kurzfristig anstehende Entscheidungen direkt getroffen werden.
Im Februar 2020 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Investor Relations-Bereich der Internetseite der Voltabox AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex und darüber hinausgehende Informationen zur Corporate Governance bei der Voltabox AG sind dort ebenfalls erläutert.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.
Dem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2019 drei Mitglieder an, dies waren in der Zeit vom 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Prof. Dr. Martin Winter (stellvertretender Vorsitzender) und Hermann-Josef Börnemeier.
Prof. Dr. Martin Winter hat zum Geschäftsjahresende sein Amt als stellvertretender Vorsitzender und als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt. Das Amtsgericht Paderborn hat als zuständiges Registergericht auf Antrag der Gesellschaft am 14. Januar 2020 Herrn Schäfers, Rechtsanwalt, zum neuen Aufsichtsratsmitglied bestellt.
Im Geschäftsjahr 2019 kam der Aufsichtsrat im Rahmen von vier ordentlichen Präsenzsitzungen sowie zwei außerordentlichen Telefonkonferenzen und zwecks einer schriftlichen Beschlussfassung zusammen. Der Aufsichtsrat war bei sämtlichen Zusammenkünften vollständig vertreten.
In einer außerordentlichen schriftlichen Beschlussfassung wurde am 15.02.2019 die Beschlussfassung zur Verschmelzung der Accurate - SMART BATTERY SYSTEMS -GmbH und der Voltabox AG getroffen. Die Beschlüsse lagen bis zum 19. Februar 2019 dem Aufsichtsratsvorsitzenden vor.
In der ersten ordentlichen Präsenzsitzung am 20. März 2019 wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand über den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2018 unterrichtet. Der Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft hat in dieser Sitzung über das Prüfungsverfahren durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e. V. berichtet und die Auswirkungen auf die Vorjahresvergleichswerte 2017 erläutert. Zudem wurde der Aufsichtsrat über den Ablauf der Prüfung des Jahresabschlusses 2018 unterrichtet. Der Vorstand der Voltabox AG fasste die Wachstumsdynamik der letzten Jahre zusammen und stellte die Prognose für das Geschäftsjahr 2019 vor. In der Sitzung wurde zudem die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly GmbH & Co. KG als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss 2019 vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
Am 27. März 2019 erfolgte im Rahmen einer außerordentlichen telefonischen Aufsichtsratssitzung, nach einem Bericht des Aufsichtsrates, die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2018 sowie die Prüfung und Billigung des Konzernabschlusses 2018. Der Wirtschaftsprüfer erläuterte seinen unbeschränkten Bestätigungsvermerk für den Abschluss. Zudem beschloss der Aufsichtsrat, der Hauptversammlung die Ausschüttung eine Dividende in Höhe von 0,03 EUR je Aktie, insgesamt 474.750,00 EUR, aus dem Bilanzgewinn vorzuschlagen. Des Weiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung und genehmigte die vom Vorstand vorgeschlagene Einladung.
In der zweiten ordentlichen Präsenzsitzung am 15. Mai 2019 ließ sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand über die Geschäftsentwicklung, Auftrags- und Ertragslage des ersten Quartals 2019 informieren. Daneben stand die weitere Vorbereitung der Hauptversammlung im Mittelpunkt.
Am 29. Juni 2019 erfolgte eine außerordentliche telefonische Aufsichtsratssitzung zur einvernehmlichen Beendigung des Dienstvertrages des Vorstandsmitglieds Jörg Dorbandt. Am 02.07.2019 wurde Jörg Dorbandt als Vorstand auf Basis des gefassten Beschlusses abberufen.
In der dritten ordentlichen Präsenzsitzung am 5. September 2019 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung, Auftrags- und Ertragslage des zweiten Quartals 2019 vor. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über Details der Prognoseanpassung für das Gesamtjahr 2019 und die getroffenen und angestrebten Maßnahmen zur Kostenanpassung.
In der vierten ordentlichen Präsenzsitzung am 17. Dezember 2019 informierte sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand über die Geschäftsentwicklung, Auftrags- und Ertragslage des dritten Quartals 2019. Dabei stellte der Vorstand die Planung für das Geschäftsjahr 2020 vor, die vom Aufsichtsrat genehmigt worden ist. Zudem berichtete der Vorstand über die Beteiligung an dem Flottenmanagement-Start-Up ForkOn GmbH.
Wie bereits in der Vergangenheit hat der dreiköpfige Aufsichtsrat der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2019 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet und alle anstehenden Themen im Gesamtgremium behandelt.
Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2019 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 bestellt und durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates entsprechend beauftragt. Eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex liegt dem Aufsichtsrat vor.
Gegenstand der Abschlussprüfung war der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019, der vom Vorstand gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019, der zusammengefasste Lagebericht des Voltabox-Konzerns und der Voltabox AG, sowie der Abhängigkeitsbericht.
Zum Abschluss der Prüfung hat die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox-Konzerns und der Voltabox AG jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Abschlussprüfer hat außerdem festgestellt, dass das vom Vorstand eingerichtete Informations- und Überwachungssystem geeignet ist, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Jedem Mitglied des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer die zu prüfenden Unterlagen über den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox-Konzerns und der Voltabox AG, den Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses sowie der Bericht über die Abschlussprüfung zur Verfügung gestellt. Über die Prüfung wurde in der Aufsichtsratssitzung am 20. August 2020 berichtet und diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.
Der Aufsichtsrat ist in seiner Sitzung vom 20. August 2020 zudem dem Vorschlag des Vorstands gefolgt, angesichts des negativen Ergebnisses im Einzelabschluss nach HGB auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten.
Dem Aufsichtsrat wurde eine Abhängigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt. Dieser Bericht wurde durch den Vorstand der Voltabox AG aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat einen Bestätigungsvermerk für diesen Bericht erteilt und dem Aufsichtsrat die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Bericht geprüft und wird der Hauptversammlung darüber berichten und erklären, dass keine Einwände gegen den Bericht des Vorstandes vorliegen.
Von dem Recht zur Einsichtnahme in die Bücher und Schriften der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Gebrauch gemacht.
Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die im Jahr 2019 sowie im bisherigen Jahr 2020 geleistete Arbeit aus.
Delbrück, 20. August 2020
Für den Aufsichtsrat
Klaus Dieter Frers, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Satzungsmäßiger Geschäftsgegenstand der Voltabox AG (nachfolgend auch "Unternehmen", "Gesellschaft" oder "Voltabox") ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Lösungen für die Elektromobilität -insbesondere Li-Ionen-Batteriesysteme - sowie die Verwaltung von Patenten, Lizenzen und Gebrauchsmustern. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften im In- und Ausland erwerben oder sich an solchen beteiligen, Zweigniederlassungen errichten, die Geschäftsführung und Vertretung anderer Unternehmen übernehmen und Unternehmensverträge abschließen sowie alle sonstigen Maßnahmen ergreifen und Rechtsgeschäfte vornehmen, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes zu dienen geeignet erscheinen, soweit sie keiner gesonderten Erlaubnis bedürfen.
Das Geschäftsmodell des Voltabox-Konzerns (nachfolgend auch "Voltabox") basiert auf der eigenständigen Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von hoch entwickelten Batteriesystemen für den Einsatz in industriellen Teilmärkten sowie in margenstarken, ausgewählten Massenmärkten. Dabei profitiert Voltabox insbesondere von der konsequenten Modularisierung und Skalierbarkeit der einzelnen Komponenten, einschließlich der Software für das Batteriemanagement. Die Modularität der Voltabox-Batteriesysteme und die weitgehend automatisierte Fertigung ermöglichen eine zügige Markteinführung von gleichzeitig in hohem Maße auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittenen Systeme.
Hardware und Software der Module wie auch der Batteriesysteme werden kontinuierlich weiterentwickelt und aufeinander abgestimmt, um die Effizienz, Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Produkte und somit den technologischen Vorsprung sicherzustellen. Dem selbst entwickelten und ebenfalls modular aufgebauten Batteriemanagementsystem kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle zu, da dieses essentiell für die Leistungsfähigkeit des gesamten Batteriesystems ist.
Neben dem Kerngeschäft, das im Wesentlichen aus industriellen Anwendungen besteht, entwickelt und fertigt Voltabox auch hochwertige Lithium-Ionen-Batterien für ausgewählte Bereiche im Massenmarkt. Hier liegt der Fokus einerseits auf Starterbatterien für Hochleistungs-Motorräder und Sportwagen. Dabei ersetzen die Voltabox-Batterien herkömmliche Blei-Säure-Batterien. Weiterhin entwickelt, produziert und vertreibt Voltabox auch standardisierte Batteriesysteme, sogenannte AkkuPacks, die vornehmlich in Pedelecs und E-Bikes zum Einsatz kommen.
Der Automatisierungsgrad der Serienfertigung wird laufend weiter erhöht, um somit über den Lebenszyklus der einzelnen Produktreihen hinweg die Kostenstruktur zu verbessern. In diesem Sinne stellt die Serienfertigung der diversen Batteriemodule mit unterschiedlichen Zellformaten und unterschiedlicher Zellchemie ein eigenständiges Innovationsfeld im Unternehmen dar. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden bei Voltabox insgesamt acht linienintegrierte Industrieroboter in der Fertigung eingesetzt.

Die Voltabox Aktiengesellschaft (im Folgenden: Voltabox AG) mit Sitz in 33129 Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Aktien der Voltabox AG werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard gehandelt. Rund 58 % des Grundkapitals befindet sich bislang im Eigentum der ebenfalls an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard notierten paragon GmbH & Co. KGaA. Insofern stellt die Voltabox AG einen Teilkonzern ihrer Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA dar. Am 3. März 2020 gab die paragon GmbH & Co. KGaA bekannt, einen Prozess mit dem Ziel der Veräußerung der Tochtergesellschaft Voltabox angestoßen zu haben. Das Spektrum der Optionen reicht demnach von einem Teilverkauf bis hin zu einem Komplettverkauf. im Eigentum der ebenfalls an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard notierten paragon GmbH & Co. KGaA. Insofern stellt die Voltabox AG einen Teilkonzern ihrer Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA dar. Die Voltabox AG hat ihren Verwaltungssitz in Delbrück.
Zum Konsolidierungskreis des Voltabox-Konzerns gehören die 100-prozentigen Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc. (Cedar Park, Texas, USA), Voltabox of North America, Inc. (Cedar Park, Texas, USA) sowie die Voltabox Kunshan Co., Ltd. (Kunshan, China). An der ForkOn GmbH (Haltern am See) hält die Voltabox AG eine Beteiligung in Höhe von 9,45 %.
Die ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH (Korntal-Münchingen) wurde im Geschäftsjahr 2019 mit der Voltabox AG verschmolzen. Zudem wurde die Concurrent Design, Inc. (Texas) im Geschäftsjahr 2019 mit der Voltabox of Texas, Inc. verschmolzen.
Im zweiten Quartal 2020 wurde das Entwicklungszentrum Markgröningen an den Hauptsitz der Voltabox AG verlagert. Der Standort Aachen ist im Rahmen der inzwischen rückabgewickelten Veräußerung von Schutzrechten des Produktsegments Voltamotion abgestoßen worden.
Der strategische Fokus der Voltabox AG liegt auf der Gewinnung strategisch bedeutender Kunden und Marktanteile in bestimmten schnell wachsenden industriellen Teilmärkten der Elektromobilität innerhalb des Investitionsgütermarktes. Hierzu zählen neben dem öffentlichen Personennahverkehr (insbesondere Trolleybusse sowie die Umrüstung von Diesel-Bussen auf Elektroantrieb), der Intralogistik (insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme) und Bergbauanwendungen (insbesondere Fahrzeuge im Untertagebau) auch Fahrzeuge im Bereich Land- und Bauwirtschaft (insbesondere Hof-, Rad- und Teleradlader). Auf dieser Basis soll künftig auch der Konsumentenmarkt gezielt für einzelne Anwendungen erschlossen werden. Bereits heute ist Voltabox in ausgewählten Massenmärkten aktiv, unter anderem im Bereich von Starterbatterien (insbesondere für Motorräder) sowie von standardisierten Batteriesystemen und Akku-Packs (insbesondere für Pedelecs und E-Bikes). Für den Eintritt in den globalen Pkw-Massenmarkt adressiert Voltabox einzelne Nischen und beliefert zunächst ausgewählte Projekte und Modelle mit maßgeschneiderten Batteriesystemen.
Charakteristisch für die industriellen Teilmärkte ist die Substitution von Blei-Säure-Batterien oder DieselNotstrom-Aggregaten durch moderne Lithium-Ionen-Batteriesysteme - im Fall des Marktsegments ÖPNV auch die Umrüstung von einem herkömmlichen Verbrenner- auf E-Antrieb. Voltabox profitiert direkt von diesen anhaltenden Substitutionseffekten, die aus der Gesamtkostenbetrachtung (einschließlich der ökologischen Vorteile) der Anwender sowie der Zunahme regulatorischer Treiber resultieren. Der weltweite Marktzugang erfolgt hier in der Regel durch führende Kooperationspartner in den jeweiligen Teilmärkten.
Zukünftig beschäftigt sich Voltabox auch mit weiteren Teilmärkten wie etwa der Elektrifizierung von Schienenfahrzeuganwendungen (Lokomotiven), EV-Busse sowie -Lkw und Automotive-Anwendungen.
Voltabox hat sich in der Elektromobilität strategisch als Pionier für leistungsstarke Batteriesysteme positioniert. Die Marktposition beruht dabei auf vier Stärken:
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| ― | Technologie: technologischer Vorsprung gegenüber Wettbewerbern |
| ― | Modularisierung: schnelle und kosteneffiziente Entwicklung auf Basis eines Baukastenprinzips |
| ― | Spezial-Applikationen und Gesamtfahrzeugverständnis: Optimale Systemanpassung für die jeweils beim Kunden relevante Applikation |
| ― | Automation: kostengünstige und skalierbare Produktion in Serie |
Die Wettbewerbsstrategie von Voltabox ist dabei im Wesentlichen in Form einer Nischenstrategie definiert. Diese Nischenstrategie einer Diversifikation bietet mittelfristig auch große Absatzchancen in weiteren Teilmärkten, in denen ähnliche Substitutionseffekte zu erwarten sind bzw. einsetzen werden. Entscheidend hierfür sind regelmäßig die besonders hohen Anforderungen der Anwender an die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der von Voltabox entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme.
Für das weitere Unternehmenswachstum hat die Gesellschaft zwei Ebenen definiert:
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| ― | Ausbau der Marktposition in bereits besetzten Endmärkten (Marktdurchdringung) sowie Erschließung neuer Endmärkte (Marktentwicklung) im Kerngeschäftsfeld Voltapower sowie im Produktsegment Voltaforce |
| ― | Erweiterung des bestehenden Produktportfolios durch standardisierte Batteriesysteme, um ausgewählte Segmente des Massenmarktes zu erschließen (horizontale Diversifikation) |
Neben einer hohen Innovationsdynamik prägen flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege die organisatorischen Grundlagen von Voltabox. Die Gesellschaft hat darüber hinaus den Charakter eines mittelständischen Unternehmens und verbindet eine langfristige, strategische Ausrichtung mit der Integrationskraft einer dynamisch wachsenden börsennotierten Gesellschaft.
Der Vorstand der Voltabox AG unterzieht seine Strategie einem regelmäßigen Abgleich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Rahmen von Zielgesprächen werden auf Managementebene die daraus resultierenden Folgeaktivitäten festgelegt sowie optimierende Maßnahmen oder grundlegende Richtungsänderungen eingeleitet.
Zur besseren Beurteilung der wirtschaftlichen Lage sowie zur besseren Planung und Steuerung der betrieblichen Leistungsprozesse wird das ERP-System Microsoft Dynamics AX konzernweit genutzt.
Die Voltabox AG verfügt über ein umfassendes Planungsund Kontrollsystem zur operativen Umsetzung der strategischen Planung. Dies beinhaltet unter anderem ein kontinuierliches Controlling der Monats- und Jahresplanungen. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der Voltabox AG erhalten auf der Grundlage einer regelmäßigen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung ein ausführliches Reporting. Diese Berichte dokumentieren mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich und bilden die Basis für unternehmerische Entscheidungen. Ein weiteres wichtiges Steuerungsinstrument sind die regelmäßigen Zusammenkünfte der Führungskräfte, in denen die aktuelle geschäftliche Entwicklung und ein Ausblick auf die mittel- und langfristige Perspektive erörtert werden, sowie regelmäßige Projektstatusmeetings.
Der Vorstand bedient sich regelmäßig wesentlicher Kennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg der operativen Umsetzung seiner Unternehmensstrategie messen zu können. Das Steuerungssystem berücksichtigt dabei in der Art und/oder Höhe einmalige bzw. außerordentliche Effekte auf die Leistungsindikatoren, die im Aufbau der Geschäftstätigkeit begründet sind. Aufgrund der dynamischen Geschäftsentwicklung werden die internen Zielgrößen in der Regel - abhängig vom jeweiligen Planungshorizont - als Bandbreiten für die Messung und Steuerung der operativen Leistungsfähigkeit festgelegt.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 hat der VoltaboxKonzern eine Umstellung bei den finanziellen Leistungsindikatoren vorgenommen. Ursprüngliche Leistungsindikatoren waren Konzernumsatz, EBIT-Marge, Investitionen und zuletzt auch der Freie Cashflow. Unter anderem vor dem Hintergrund des seitens der Mehrheitsgesellschafterin angestoßenen Verkaufsprozesses richtet der Voltabox-Konzern seine interne Steuerung stärker auf marktwertorientierte Kennzahlen aus. Aus diesem Grund wird der Leistungsindikator EBIT-Marge durch die EBITDA-Marge ersetzt. Die Investitionen bilden in der aktuellen Unternehmenssituation keinen finanziellen Leistungsindikator mehr. Für die Voltabox AG gelten Umsatz und EBITDA-Marge ebenfalls als finanzielle Leistungsindikatoren.
Der Umsatzbeitrag von einzelnen Produktreihen variiert grundsätzlich in den unterschiedlichen Phasen ihrer Produktlebenszyklen. Die in der Regel jungen Teilmärkte der Elektromobilität wachsen mit unterschiedlicher Dynamik. Die künftigen jährlichen Steigerungsraten des Umsatzwachstums hängen dabei vom Mix des jeweiligen Anwendungsbereichs ab. Insofern unterliegt der Konzernumsatz unterschiedlichen Einflussfaktoren, was in der Berichterstattung zur Prognose durch die Angabe eines Zielkorridors (Bandbreite) Rechnung getragen wird.
Die EBITDA-Marge zeigt die operative Ertragskraft der Voltabox AG und trägt zudem dem aktuellen Fokus auf die Cashflow-Entwicklung des Unternehmens Rechnung. Weiterhin stellt die Höhe der aktivierten Entwicklungsleistungen gem. IAS 38 (als Investitionen in immaterielle Vermögenswerte) eine wesentliche Einflussgröße in der Unternehmenssteuerung dar. In der Berichterstattung zur Prognose erfolgt die Angabe des EBITDA als relative Kennzahl.
Der Freie Cashflow (FCF) spiegelt die Innenfinanzierungskraft des Voltabox-Konzerns wieder und ist damit aufgrund der bestehenden Expansionsziele ein entscheidender Leistungsindikator für den Unternehmenserfolg. Unter Berücksichtigung des parallelen Aufbaus von dynamischen Kundenprojekten und in diesem Kontext stetigen Optimierungen des Produktportfolios in Form von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte verwendet der Vorstand im Rahmen der Prognose eine qualitative Angabe hinsichtlich des Niveaus des angestrebten Cashflows.
Vor dem Hintergrund der strategischen Positionierung als innovativer Anbieter technologisch anspruchsvoller und qualitativ hochwertiger Elektromobilitätslösungen nutzt der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenssteuerung auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren.
Diese sind für die Steuerung des Voltabox-Konzerns nicht wesentlich.
Für den inmitten des Megatrends Elektromobilität positionierten Voltabox-Konzern bedeutet der hohe Bedarf an Fachkräften durch die dynamisch wachsende Branche, dass neben gut ausgebildeten Entwicklern insbesondere auch solche Mitarbeiter gewonnen werden müssen, die Projekte managen, den Vertrieb aussteuern und die Nähe zum Kunden pflegen können.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden insgesamt 86 Stellen abgebaut (Vorjahr: 145 Neueinstellungen). Davon entfielen 31 (Vorjahr: 51 Neueinstellungen) auf die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas. Die Fluktuationsquote stieg vor dem Hintergrund der Personalmaßnahmen auf 31,0 % (Vorjahr: 6,9 %). Der Anteil der bei Voltabox beschäftigten weiblichen Mitarbeiter hat sich mit 17,3 % erhöht (Vorjahr: 14,1 %). Mit 50,8 % ist zudem die Akademikerquote leicht gestiegen (Vorjahr: 45,5 %). Die Schwerbehindertenquote lag bei 0 % (Vorjahr: 0 %). Das Durchschnittsalter blieb quasi unverändert bei 38,5 Jahren (Vorjahr: 38,3) und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit ist auf 1,6 Jahre gestiegen (Vorjahr: 0,9 Jahre).
Entwicklung der Mitarbeiter im Voltabox Konzern:
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Mitarbeiter | 191 | 235 | -18,7 % |
| davon in der Entwicklung beschäftigt | 71 | 81 | -12,3 % |
| Anzahl Leiharbeitskräfte | 0 | 42 | -100,0 % |
| davon in der Entwicklung beschäftigt | 0 | 0 | 0,0 % |
Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 15,9 Mio. Euro (Vorjahr: 13,6 Mio. Euro). Dabei entfielen 13,1 Mio. Euro (Vorjahr: 12,0 Mio. Euro) auf Lohn- und Gehaltskosten, 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sowie 0,8 Mio. (Vorjahr: 1,7 Mio.) auf Aufwendungen für Leiharbeitskräfte.
Verteilung der fest angestellten Mitarbeiter auf die Konzern-Standorte:
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Delbrück (Konzernzentrale, Nordrhein-Westfalen) | 134 | 139 | -3,6 % |
| Aachen (Nordrhein-Westfalen); bis 31.12.2019 | 10 | 10 | 0,0 % |
| Markgröningen (Baden-Württemberg) | 7 | 16 | -56,3 % |
| Deutschland Gesamt | 151 | 165 | -8,5 % |
| Cedar Park (Texas, USA) | 39 | 70 | -44,3 % |
| Kunshan (China) | 1 | 0 | 100,0 % |
| Ausland Gesamt | 40 | 70 | -42,9 % |
Die Voltabox AG hat an ihren deutschen Standorten sowie bei der Voltabox of Texas, Inc. ein Managementsystem nach dem Standard der IATF 16949 und der ISO 9001 aufgebaut. Der Standort Delbrück ist seit dem Jahr 2018 zertifiziert. Der Aufbau eines interaktiven und prozessorientierten Managementsystems sichert das konzernweite Wissensmanagement in allen Stufen der Produktentstehung und Produktrealisierung ab.
Die Anforderungen an den Umwelt- und Arbeitsschutz haben wir in unserem Managementsystem integriert und sind somit ein fester Bestandteil des Unternehmensleitbilds. Die Wirksamkeit lassen wir uns jährlich durch eine Auditierung nach DIN EN ISO 14001 bestätigen.
Zur Steuerung von Voltabox werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikatoren zur Steuerung bzw. Gradmesser für die Fortentwicklung zieht der Vorstand insbesondere die Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung, die Materialwirtschaft und die Freie Liquidität heran.
Im Geschäftsjahr 2019 aktivierte Voltabox insgesamt 7,8 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 3,0 Mio. Euro) für Entwicklungsaufwendungen. Dies entspricht einem Anteil von 13,7 % des Umsatzes (Vorjahr: 4,5 %). Die Quote der aktivierten Entwicklungskosten belief sich auf etwa 75,5 % (Vorjahr: 37,9 %) der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten. Über den Zeitraum von 2011 bis 2019 betrug die Quote der kumulierten aktivierten Entwicklungskosten im Verhältnis zu den gesamten Entwicklungskosten 81,5 %. Die entsprechende Aktivierung dieser Eigenleistungen sieht der Vorstand auch der Höhe nach im Branchenvergleich als angemessen an.
Die Zahl der in der Forschung & Entwicklung eingesetzten Mitarbeiter reduzierte sich im Berichtsjahr um 12,3 % auf insgesamt 71 (Vorjahr: 81). Hierzu trug die erhöhte Fluktuation aufgrund der Fokussierungsstrategie bei. Das entspricht einer Quote von rund 37,2 % (Vorjahr: 29,3 %) der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter zum Bilanzstichtag.
Mit der zunehmend automatisierten Serienproduktion und einem breit gefächerten Portfolio an Batteriemodulen und -systemen nimmt die Materialwirtschaft bei Voltabox eine besondere Stellung ein. Im Berichtsjahr lag die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) bei 82,1 % (Vorjahr: 56,4 %).
Batteriezellen, die von den global führenden Zellherstellern in großen Stückzahlen eingekauft werden, stellen als Vorprodukte für die Batteriemodule den größten Anteil der Materialkosten dar. Insbesondere aufgrund von kleineren Serienbelieferungen ergab sich eine hohe Materialeinsatzquote, da Skalierungseffekte nicht wie erforderlich genutzt werden konnten.
Die Wachstumsstrategie der Voltabox AG beinhaltet neben dem organischen Ausbau des Angebotsportfolios und der entsprechenden Produktionskapazitäten die Akquisition von Unternehmen bzw. komplementärer Technologie. Das Geschäftsmodell der Voltabox AG erfordert eine laufende Verfügbarkeit von liquiden Mitteln in hinreichendem Ausmaß. Schließlich trägt die Liquiditätsplanung der Gesellschaft zur internen Steuerung der Bilanzstruktur bei.
Die liquiden Mittel haben sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 5.036 | 28.234 |
Das Finanzmanagement der Gesellschaft beinhaltet kein eigenständiges Zielsystem. Vielmehr nutzt der Vorstand das interne Finanzmanagement zur betriebswirtschaftlichen Planung und Kontrolle der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie. In diesem Zusammenhang wird eine umfassende Finanzplanung auf Basis der revolvierenden Absatzplanung betrieben, aus der sich dann jeweils die Investitions- und Liquiditätspläne für die Produktsegmente Voltapower und Voltaforce ableiten. Darüber hinaus werden die Tochtergesellschaften monatlich auf Konzernebene konsolidiert.
Der Vorstand hat eine Dividendenpolitik formuliert, die dem strategischen Unternehmensziel des ertragreichen Wachstums gerecht werden soll. Damit soll einerseits den Voltabox-Aktionären mittelfristig die Wertsteigerung ihrer Anteile durch Dividendenzahlungen ermöglicht werden, um einen zusätzlichen Anreiz für langfristige Investitionsentscheidungen zu setzen. Andererseits soll gerade in der kapitalintensiven Wachstumsphase des Unternehmens die verfügbare Liquidität möglichst profitabel investiert werden. Künftige Unternehmensgewinne sollen daher thesauriert werden. Langfristig hält der Vorstand eine Auszahlungsquote im Bereich von 20 bis 40 % des im HGB-Einzelabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinns der Voltabox AG allerdings für angemessen.
Angesichts des negativen Ergebnisses gemäß HGB-Einzelabschluss der Voltabox AG verzichten Vorstand und Aufsichtsrat auf die Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2019. Sobald die Voraussetzungen dafür gegeben sind, wird die Ausschüttung einer Dividende wieder aufgenommen.
Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vergütung des Vorstands, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Daher haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vergütung des Vorstands vorgesehenen Mustertabellen der Regierungskommission Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Vergütungsbericht zu verwenden.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer einjährigen variablen Vergütung zusammen. Im Geschäftsjahr sind neben der Festvergütung und der Nebenleistung zugunsten eines ehemaligen Vorstandsmitgliedes Vergütungen aus Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses gewährt worden und im abgeschlossenen Geschäftsjahr teilweise zugeflossen. Für den variablen Vergütungsanteil ist eine Deckelung (Minimum/Maximum) nicht vorgesehen. Ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil wurde nicht vereinbart. Schließlich umfasst die Gesamtvergütung noch einen Versorgungsaufwand nach IAS 19. Dieser wird gem. DCGK als Bestandteil der Gesamtvergütung mit aufgenommen, auch wenn es sich dabei nicht um eine neu gewährte Zuwendung im engeren Sinne handelt, sondern eine Entscheidung des Aufsichtsrats in der Vergangenheit weiterwirkt.
Die Gesamtvergütung des Vorstands enthält Gehälter und kurzfristige Leistungen in Höhe von TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 596) und umfasst feste Bestandteile in Höhe von TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 486) sowie variable Bestandteile in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 110). Die wesentlichen variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich am EBIT nach IFRS und der positiven Entwicklung des Aktienkurses des Unternehmens, verglichen jeweils am Bilanzstichtag.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:
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| Jürgen Pampel | Jörg Dorbandt | Andres Klasing | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzender, CEO | Vorstand, COO | Vorstand, CFO | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eintrittsdatum: 09.08.2017 | Eintrittsdatum: 01.12.2018 | Eintrittsdatum: 09.08.2017 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | Austrittsdatum: 01.07.2019 | Austrittsdatum: 29.11.2018 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 210.000 | 168.000 | 85.000 | 17.000 | 0 | 135.667 |
| Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses | 0 | 0 | 135.000 | 928 | 0 | 136.333 |
| Nebenleistungen | 52.068 | 21.307 | 5.800 | 17.928 | 0 | 6.488 |
| Summe | 262.068 | 189.307 | 225.800 | 0 | 278.488 | |
| Jährlicher Betrag anzurechnen auf die mehrjährige variable Vergütung * | 0 | 38.000 | 0 | 0 | 72.333 | |
| Gesamtvergütung | 262.068 | 227.307 | 225.800 | 37.874 | 0 | 350.821 |
* Gedeckelt (Maximum) und in Teilen als mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr zugeflossenen Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:
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| Jürgen Pampel | Jörg Dorbandt | Andres Klasing | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzender, CEO | Vorstand, COO | Vorstand, CFO | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eintrittsdatum: 09.08.2017 | Eintrittsdatum: 01.12.2018 | Eintrittsdatum: 09.08.2017 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zufluss | Austrittsdatum: 01.07.2019 | Austrittsdatum: 29.11.2018 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 210.000 | 168.000 | 85.000 | 17.000 | 0 | 135.667 |
| Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses | 0 | 0 | 135.000 | 928 | 0 | 136.333 |
| Nebenleistungen | 52.068 | 21.307 | 5.800 | 17.928 | 0 | 6.488 |
| Summe | 262.068 | 189.307 | 225.800 | 0 | 278.488 | |
| Jährlicher Betrag anzurechnen auf die mehrjährige variable Vergütung * | 0 | 38.000 | 0 | 0 | 72.333 | |
| Gesamtvergütung | 262.068 | 227.307 | 225.800 | 37.874 | 0 | 350.821 |
* Gedeckelt (Maximum) und in Teilen als mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt.
Die Vergütung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats wird satzungsgemäß von der Hauptversammlung festgelegt, die über die Entlastung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats beschließt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 20, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 15 pro Geschäftsjahr. Gehört ein Mitglied dem Aufsichtsrat nur einen Teil des Geschäftsjahres an, bestimmt sich die Vergütung zeitanteilig. Soweit die Vergütung dem Quellensteuerabzug unterliegt, erfolgt die Auszahlung in Höhe des um die einzubehaltende Quellensteuer gekürzten Vergütungsbetrages.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine von der Gesellschaft zu Gunsten der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einbezogen.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats Ersatz ihrer bei Wahrnehmung ihres Amts entstandenen angemessenen und nachgewiesenen Auslagen sowie des eventuell auf die Aufsichtsratsvergütung entfallenden Umsatzsteuerbetrages, soweit sie berechtigt sind, der Gesellschaft die Umsatzsteuer gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht auszuüben.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 45 erhalten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder:
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| Klaus Dieter Frers | Prof. Dr. Martin Winter | Hermann Börnemeier | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | Vorsitzender des Aufsichtsrats | Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats | Mitglied des Aufsichtsrats | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 20.000 | 20.000 | 15.000 | 15.000 | 10.000 | 10.000 |
| Gesamtvergütung | 20.000 | 20.000 | 15.000 | 15.000 | 10.000 | 10.000 |
Im Oktober 2019 wies der Internationale Währungsfonds ("IWF") in seinem Weltwirtschaftsausblick 1 darauf hin, dass sich das in den letzten drei Quartalen des Jahres 2018 deutlich verlangsamte globale Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr 2019 nur geringfügig stabilisiert habe. Die Wirtschaftsleistung sei in diesem Jahr insbesondere durch die nachlassende Dynamik in der Produktionstätigkeit geprägt. Die Ökonomen betonten, dass der Ausblick vor dem Hintergrund von zunehmenden Handelsstreitigkeiten und geopolitischen Spannungen prekär bleibt. Das Geschäftsklima und das globale Vertrauen in Politik und Märkte seien beeinträchtigt.
Das weltweite Wirtschaftswachstum wurde für das Jahr 2019 auf 3,0 % geschätzt - dem niedrigsten Stand seit den Krisenjahren 2008 und 2009 und darüber hinaus ein signifikanter Rückgang gegenüber dem Wachstum von 2017 bis 2018. Noch im April war für das Jahr 2019 ein globales Wachstum von 3,3 % erwartet worden. Die ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums zwischen den entwickelten Volkswirtschaften (1,7 %) und den Schwellenländern (3,9 %) blieb weiterhin bestehen - die Anpassung des erwarteten Wirtschaftswachstums fiel in beiden Klassen annähernd gleich scharf aus. Im Einzelnen wurde das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 in den USA auf 2,9 % (Vorjahr: 2,9 %), in den EURO-Staaten auf 1,2 % (Vorjahr: 1,9 %), in Deutschland auf 0,5 % (Vorjahr: 1,5 %) und in China auf 6,1 % (Vorjahr: 6,6 %) geschätzt.
1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2019/10/01/world-economic-outlook-october-2019
In diesem noch guten weltwirtschaftlichen Umfeld ist die deutsche Wirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr das neunte Jahr in Folge gewachsen, das Wachstum hat allerdings erneut an Schwung verloren und liegt deutlich unter dem Durchschnitt für die entwickelten Volkswirtschaften.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ("Destatis") 2 hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2019 preis-, saison- und kalenderbereinigt nicht verändert (Vorjahr: ± 0,9 %), nach einer Steigerung um 0,1 % (Vorjahr: 1,1 %) im dritten Quartal, einem Rückgang um 0,1 % (Vorjahr: 2,3 %) im zweiten Quartal und einer Steigerung um 0,4 % (Vorjahr: 1,4 %) im ersten Quartal. Die für die Automobilindustrie wichtigen privaten Konsumausgaben stützten auch im vierten Quartal mit einem bereinigten Wachstum von 1,2 % (Vorjahr: 1,0 %) neben den staatlichen Ausgaben das BIP, nach 0,4 % (Vorjahr: 0,2 %) im dritten Quartal, 0,1 % (Vorjahr: 1,0 %) im zweiten Quartal und 1,2 % (Vorjahr: 1,7 %) im ersten Quartal.
Als Hersteller von Batteriesystemen für industrielle Anwendungen erwirtschaftete Voltabox im Geschäftsjahr 2019 den Großteil der Umsatzerlöse im Marktsegment Intralogistik (insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge). Darüber hinaus wurden Umsätze vor allem auch mit Kunden in den Bereichen Trolleybusse, Pedelecs und E-Bikes, Anwendungen der Land- und Bauwirtschaft sowie Bergbaufahrzeuge realisiert. Die Aktivitäten von Voltabox konzentrieren sich auf Geschäftspartner in Deutschland, der Europäischen Union und den USA. Diese wiederum verkaufen die von ihnen produzierten Fahrzeuge bzw. Systeme weltweit.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für Voltabox damit insofern von Bedeutung, als sie sich auf die Absatzchancen der von ihr belieferten Fahrzeug- bzw. Systemhersteller und damit auch indirekt auf die Nachfrageentwicklung der jeweiligen Endanwender nach den Produkten von Voltabox auswirkt.
Das Berichtsjahr war, trotz der im Jahresverlauf weiter belastenden konjunkturellen Rahmenbedingungen, von einer anhaltenden Dynamik in den für Voltabox relevanten industriellen Teilmärkten und insbesondere auch in den adressierten Massenmärkten geprägt. Diese Entwicklung basierte neben den in der Industrie anhaltenden Substitutionseffekten, indem Diesel-NotstromAggregate bzw. Blei-Säure-Batterien durch moderne Lithium-Ionen-Batteriesysteme ersetzt werden, auch durch den verstärkt gesellschaftlichen getriebenen Trend zur Elektromobilität in den Konsumgütermärkten.
Das Marktforschungsinstitut IDTechEx schätzt in seinem Bericht "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017 - 2027" 3 das Wachstum in den von Voltabox derzeit besetzten Marktsegmenten (Trolleybusse, Gabelstapler und AGVs, Bergbaufahrzeuge, Fahrzeuge für die Bau- und Landwirtschaft, Pedelecs und E-Bikes, Golf Carts sowie Motorräder) im Jahr 2019 auf 11 %.
Trolleybusse, auch Oberleitungsbusse genannt, bilden ein Teilsegment innerhalb des Marktes für elektrische Busse, mit weltweit insgesamt rund 40.000 Fahrzeugen in 370 Städten und 47 Ländern. 4 Aufgrund der steigenden Elektrifizierung von Bussen profitieren auch Trolleybusse zunehmend von der rasanten Entwicklung der Antriebstechnik, der elektrischen Energiespeicher und der Ladeinfrastruktur.
Der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik des Verbands der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) 5 erwartet für das Jahr 2019 eine Stagnation der deutschen Intralogistikbranche. Nach einem ursprünglich avisierten Wachstum von 3 % wurde die Prognose aufgrund einer abgeschwächten Auftragslage angepasst. Asien stellt weiterhin den größten Absatzmarkt für Intralogistik-Anwendungen - insbesondere Gabelstapler -dar. 6 Allerdings ist der Trend zur Elektrifizierung in den westlichen Industrieländern am weitesten fortgeschritten, wobei Europa als der größte Einzelmarkt für elektrisch (mit Blei-Säure-Batterien) betriebene Gabelstapler gilt. Im Jahr 2019 haben mehrere führende OEMs von Intralogistik-Anwendungen, beispielsweise Gabelstapler, sinkende Absatzzahlen 7 registriert. Im Replacement-Geschäft, das die Ausstattung von bereits im Feld befindlichen Flurförderzeugen bezeichnet und in dem Voltabox nahezu ausschließlich tätig ist, wurde hingegen keine signifikant veränderte Marktdynamik sichtbar.
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2020 - 018/2020
3 IDTechEx, Studie "Industrial and commercial electric vehicles on land 2017-2027": https://www.idtechex.com/de/research-report/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027/505
4 www.trolleymotion.eu
5 VDMA, Pressemitteilung vom 9. Juli 2019: Intralogistikbranche wächst 2018 um 10 Prozent
Expertenschätzungen 8 zufolge sind derzeit im Untertage-Bergbau etwa 33.000 Fahrzeuge und Bohrgeräte im Einsatz. Hiervon stellen die sogenannten Fahrlader ("Load Haul Dumps") mit rund 13.500 Einheiten die größte Fahrzeuggruppe dar, gefolgt von Bergbaufahrzeugen mit geschätzten 8.400 Einheiten und Bohrmaschinen mit etwa 11.100 Einheiten. Der in diesem Marktsegment exklusiv belieferte Kunde Komatsu Mining Corp. erwartet für das am 31. März 2020 endende Geschäftsjahr 2019 einen temporären Rückgang der Nachfrage zwischen 10 % und 20 % 9 aufgrund des aktuell schwierigen indonesischen Marktes.
Der Kunde BMW-Motorrad, für den Voltabox exklusiv moderne und leichte Lithium-Ionen-Starterbatterien herstellt, erzielte im Jahr 2019 mit mehr als 175.000 verkauften Modellen einen Absatzrekord. 10 Der Konzern stattet aktuell sein Modellportfolio sukzessive mit der Angebotsoption für Li-Ion-Starterbatterien von Voltabox aus.
Auf Basis der Ergebnisse des ersten Halbjahres 2019 geht der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) 11 davon aus, dass im Jahr 2019 ein neuer Absatzrekord für E-Bikes und Pedelecs erreicht wird. Von den rund 75 Millionen Fahrrädern in Deutschland seien bislang ca. 4,5 Millionen E-Bikes - gleichzeitig wächst der Anteil der Fahrräder mit elektrischem Unterstützungsmotor deutlich schneller als der Gesamtmarkt für Zweiräder. Für das Gesamtjahr 2019 nimmt der ZIV ein Wachstum von rund 12 % an.
Im Geschäftsjahr 2019 konnte der Voltabox-Konzern kein Unternehmenswachstum erzielen. Die Absatzvolumina im Bereich der Intralogistik mit dem Hauptkunden Triathlon waren im Gesamtjahr rückläufig. Ein größerer Projektauftrag in den USA, der für das Geschäftsjahr 2019 geplant war, konnte zudem nicht realisiert werden.
Als Folge dieser erheblichen und zum Teil projektbedingten Unsicherheiten bezüglich Umsatzgenerierung hat die Voltabox AG die Business Planung für die Folgejahre mit deutlich konservativeren Annahmen überarbeitet. Auf dieser Basis ergibt sich ein signifikanter Wertminderungsbedarf für einzelne Vermögenswerte. Der Konzern hat im Rahmen dieser Bereinigung zudem den künftigen Nutzenzufluss sämtlicher Vermögenswerte überprüft. Daraus resultiert für das Geschäftsjahr 2019 ein Wertminderungsbedarf von 86,9 Mio. Euro. Zudem belastet eine Drohverlustrückstellung für ein künftig verlustreiches Projekt das Ergebnis mit 3,0 Mio. Euro. Die Voltabox AG hat im Rahmen der Ausgliederung des Produktsegments Voltamotion mit dem Standort Aachen im Geschäftsjahr 2019 immaterielle Vermögenswerte veräußert. Bedingt durch die COVID-19-Pandemie ist die Nutzung dieser Rechte durch die Käufer jedoch nur verzögert möglich, sodass die Vertragsgestaltung überarbeitet wurde. Daraus ergibt sich weiterhin ein rückwirkend zu erfassender EBIT-/EBITDA-Effekt von 9,2 Mio. Euro. Der korrespondierende Umsatz wurde eliminiert.
6 IDTechEx, Studie "Industrial and commercial electric vehicles on land 2017-2027": https://www.idtechex.com/de/research-report/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027/505
7 https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12071492-kion-jungheinrich-kion-faellt-prognose-2020-aus/all
8 Mining Report 153, 2017, Nr. 2
9 https://home.komatsu/en/ir/library/results/__icsFiles/afieldfile/2019/05/16/epresentation184Qver2.pdf
10 BMW Group, Pressemitteilung vom 10. Januar 2019: BMW Group erzielt 2019 bei Auslieferungen Bestmarkt und bestätigt Position als weltweit führender Premiumhersteller
11 Zweirad-Industrie-Verband (ZIV), Pressemitteilung vom 3. September 2019: Fahrrad- und E-Bike-Industrie startet erfolgreich in die Saison
Der Umsatz in Höhe von 56,6 Mio. Euro (Vorjahr: 66,9 Mio. Euro) wurde vollständig mit Dritten erzielt. Mit einer Veränderung von 15,4 % wies Voltabox einen Rückgang in der Umsatzentwicklung auf. Den größten Beitrag zur Umsatzgenerierung leistete die Serienproduktion und der Vorratsverkauf von Batteriemodulen für IntralogistikAnwendungen, insbesondere für Gabelstapler. Weitere Umsatzträger waren Batteriesysteme für den Einsatz in Trolleybussen, in Bergbau-Fahrzeugen sowie in landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen. Daneben flossen Voltabox auch Erlöse aus dem Verkauf von Akku-Packs für Pedelecs und E-Bikes sowie von Starterbatterien für Motorräder zu.
Das EBIT des Voltabox-Konzerns betrug -107,6 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von -190,0 % ohne Berücksichtigung von Bereinigungseffekten entspricht (Vorjahr: 8,4 %).
Das EBITDA des Voltabox-Konzerns betrug -14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBITDAMarge von -25,4 % (Vorjahr: 14,3 %).
Der Geschäftsverlauf des Voltabox Konzerns war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich von einer umfassenden Refokussierung geprägt. Auslöser waren Projektverschiebungen und Lieferunterbrechungen beim Zellbezug. Dies hat zu deutlich verzögerten Abläufen bei der Projektentwicklung und einer signifikant verschobenen Umsatzrealisation geführt. Gemäß dem ursprünglich geplanten Umsatzwachstum aufgebaute Fixkosten mussten im laufenden Geschäftsjahr deutlich angepasst werden. In diesem Zuge wurde auch die Veräußerung des Produktsegments Voltamotion geplant.
Gleichzeitig erfolgten umfassende Entwicklungen, um die Serienaufträge des Geschäftsjahres 2020 vorzubereiten. Grundsätzlich standen im Geschäftsjahr 2019 die Handlungsfelder Kostenreduktion und Effizienzsteigerung, Optimierung des Produktmanagements sowie die Sicherung von Marktanteilen im Fokus des Voltabox-Konzerns. Zu den erreichten Meilensteinen zählen insbesondere die wertanalytische Überarbeitung modularer Baukastenkomponenten, die Entwicklung neuer innovativer Produktlösungen, der Ausbau der räumlichen Kapazitäten am US-Standort sowie die Erschließung weiterer Marktsegmente und die Gewinnung neuer Kunden.
Der Geschäftsverlauf wurde im Berichtsjahr von der automatisierten Serienproduktion einsatzfertiger Batteriemodule und -systeme sowie dem Verkauf von bereits vorproduzierten Produkten dieser Art für die Intralogistik dominiert. Weiterhin stand die Fertigung von Batteriesystemen für Trolleybusse für den Einsatz in verschiedenen ÖPNV-Netzen weltweit - u. a. für den in 2018 gewonnenen Auftrag in Dayton, Ohio - im Fokus. Darüber hinaus war der Geschäftsverlauf von der Entwicklung von Leistungselektronikkomponenten im Produktsegment Voltamotion geprägt.
Einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatte die Projektverschiebung in den USA zur Ausstattung von Telekommunikationsfunkmasten mit Back-up-Batterien durch geänderte Anforderungen des Kunden, was eine Neuauslegung des Systems erforderte. Darüber hinaus wurde Voltabox mit einer Lieferunterbrechung eines wichtigen Zell-Herstellers konfrontiert, der infolge einer Technologie-Umstellung bei einer Zelle die Belieferung für einen Zeitraum von mehr als drei Monaten ausgesetzt hat. Die betroffene Zelle war für die Produktion von Batteriemodulen für das Marktsegment Intralogistik vorgesehen. Im Zeitraum der durch die verschobene Lieferung verursachten Produktionsunterbrechung konnte Voltabox nur in erheblich geringerem Umfang Umsatz generieren als ursprünglich geplant.
Die Entwicklung der Tochtergesellschaft Voltabox of Texas, Inc. war durch die Verschiebung eines Großauftrags und in der Folge ausgebliebener Umsätze im Berichtsjahr gekennzeichnet. Der Umsatzanteil der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Voltabox of Texas, Inc., betrug im Berichtsjahr dadurch lediglich 10,9 % (Vorjahr: 17,7 %).
Aufgrund der Umsatzverschiebungen im Berichtsjahr konnte die Kostenbasis des Konzerns nicht mehr ausreichend gedeckt werden. Infolgedessen hat das Management ein Programm zur Kostenanpassung aufgesetzt. Der Forderungsbestand wurde im Jahresverlauf später als geplant, bis zum Jahresende allerdings der Höhe nach im Wesentlichen wie vereinbart und geplant reduziert. Die Vorräte haben sich im Berichtsjahr ebenfalls reduziert.
Im Rahmen der Umsatzverschiebungen und der damit einhergehenden Prognoseanpassung hat die Unternehmensführung im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen und der Neupositionierung verschiedene Szenarien für Desinvestitionen und Bilanzverkürzungen aufgestellt, um die wertschonende Verwendung der bevorrateten fertigen und unfertigen Produkte, insbesondere bestehend aus Zellen der alten Generation, in 2019 sicherzustellen. Im Ergebnis hat sich bestätigt, dass die marktseitige Nachfrage nach Modulen und Systemen mit Zellen der ersten Generation auch über das Jahr 2019 hinaus gegeben ist. Für einen großvolumigen Absatz sind jedoch inzwischen u.a. infolge der geänderten Preisgestaltung am Markt für Lithium-Ionen-Batteriemodule, deutliche Preisabschläge erforderlich. Aus diesem Grund wurden erhebliche Wertminderungen der Vorräte vorgenommen und eine Drohverlustrückstellung gebildet. Dabei wurde der Wert von Rohmaterialien und Handelswaren um 48,0 Mio. Euro gemindert. Ebenso wurden immaterielle Vermögensgegenstände wertberichtigt. Eine genauere Erläuterung hierzu ist im Abschnitt "Ertragslage des Voltabox-Konzerns" zu finden.
Der Voltabox-Konzern hat mit einem Umsatzrückgang von 15,4 % auf rund 56,6 Mio. Euro (Vorjahr: 66,9 Mio. Euro) die bisherige Wachstumsdynamik im Geschäftsjahr 2019 aufgrund von Umsatzverschiebungen nicht fortsetzen können. Die am 12. August 2019 angepasste Umsatzprognose von 70 bis 80 Mio. Euro konnte in der Folge nicht erreicht werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 1,8 Mio. Euro. (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro), darin enthalten sind im Wesentlichen die Veräußerung von Anlagevermögen und Fremdwährungseffekte. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen verringerten sich um 11,6 Mio. Euro nach einer Erhöhung um 8,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die aktivierten Entwicklungsleistungen erhöhten sich aufgrund von neuen Projekten im Bereich der Belieferung von Batteriesystemen für den Öffentlichen Personennahverkehr um 158,8 % auf 7,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro). Der Materialaufwand erhöhte sich um 6,7 % auf 45,0 Mio. Euro (Vorjahr: 42,2 Mio. Euro). Aufgrund von im Berichtsjahr bestehenden mittelfristigen Vertragsbindungen bei einem wesentlichen Zellzulieferer konnten beobachtbare Preissenkungen im Zelleinkauf nicht realisiert werden. Die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) stieg, überwiegend infolge von erhöhten Teilepreisen für Vorseriensysteme, auf 82,1 % (Vorjahr: 56,4 %). Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 ein Rohertrag in Höhe von 19,4 Mio. Euro (Vorjahr: 37,8 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 34,3 % entspricht (Vorjahr: 56,5 %).
Der Personalaufwand stieg vor allem durch Neueinstellungen zum Geschäftsjahresbeginn um 16,8 % auf 15,9 Mio. Euro (Vorjahr: 13,6 Mio. Euro). Aufgrund des ausbleibenden Umsatzanstieges erhöhte sich die Personalaufwandsquote auf 28,1 % (Vorjahr: 20,3 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 17,9 Mio. Euro (Vorjahr: 14,6 Mio. Euro). Wertminderungen von 86,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) belasten das Ergebnis deutlich. Diese setzen sich aus Wertanpassungen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen in Höhe von 21,8 Mio. Euro, Abwertungen auf Firmenwerte in Höhe von 9,8 Mio. Euro und der Abwertung von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens in Höhe von 55,4 Mio. Euro zusammen.
Die Anpassung der immateriellen Vermögensgegestände resultiert aus der Abwertungen von aktivierten Entwicklungskosten nach IAS 38 und eines Investitionszuschusses an die Triathlon Batterien GmbH. Die Abwertung von Firmenwerten resultiert aus den Wertanpassungen der ACCURATE - Smart Battery Systems - GmbH, der Concurrent Design, Inc. und des Goodwills der Voltabox of Texas, Inc. Die Anpassung des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf Vorratsanpassungen in Höhe von 48,0 Mio. Euro und einer Wertminderung bezüglich IFRS 15 von 7,3 Mio. Euro. Damit verringerte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von -25,4 % entspricht (Vorjahr: 14,3 %). Das adjustierte EBITDA in Höhe von -2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro) ergibt sich durch die Bereinigung der gebildeten Drohverlustrückstellung und des Verkaufs von IP-Rechten.
Nach erhöhten planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 6,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro) sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -107,6 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro). Die EBIT-Marge reduzierte sich damit deutlich auf -190,0 % (Vorjahr: 8,4 %). Aufgrund der einmaligen Wertminderungen im Zuge der Refokussierung in 2019 konnte die Ergebnisprognose damit nicht erreicht werden. Bereinigt um diese Wertminderungen beträgt die EBIT-Marge -15,0 %. Das EBIT bereinigt um die Wertberichtigung ohne regulären ECL, der gebildeten Drohverlustrückstellung und den Verkauf der IPRechte beträgt -8,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro).
Infolge höherer Finanzierungsaufwendungen reduzierte sich das Finanzergebnis auf -0,2 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro). Damit ergibt sich eine deutliche Reduktion des Ergebnis vor Steuern (EBT) auf -107,8 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern in Höhe von 5,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) aufgrund von latenten Steuereffekten erwirtschaftete der Voltabox-Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von -101,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von -6,44 Euro.
Der Segmentumsatz Europa beträgt 65,2 Mio. Euro (Vorjahr: 56,9 Mio. Euro) und der Segmentumsatz Nordamerika beläuft sich auf 6,2 Mio. Euro (Vorjahr: 11,8 Mio. Euro). Das EBIT des Segments Europa liegt bei -82,0 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro). Das Segment Nordamerika weist ein EBIT in Höhe von -25,0 Mio. Euro (Vorjahr: -2,0 Mio. Euro) aus.
Die Vermögenswerte des Voltabox-Konzerns sind zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch Wertminderungen der kurzfristigen und immateriellen Vermögenswerte auf 89,1 Mio. Euro gesunken (31. Dezember 2018: 181,5 Mio. Euro).
Die langfristigen Vermögenswerte sanken auf 31,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 51,9 Mio. Euro). Gründe für den Rückgang sind im Wesentlichen die reduzierten immateriellen Vermögenswerte von 10,7 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 28,0 Mio. Euro). Ebenso verringerten sich die sonstigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag aufgrund der Reduzierung von Contract Assets und einer Fristigkeitsumgliederung einer Forderung (zuvor als Mietvorauszahlung behandelt) auf 2,1 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 5,0 Mio. Euro). Die Sachanlagen haben sich infolge von Effekten aus IFRS 16 auf 17,0 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 9,2 Mio. Euro) erhöht, während neue Finanzanlagen von 1,4 Mio. Euro hinzugekommen sind.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich auf 57,9 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 129,7 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der flüssigen Mittel sowie auf die Rückführung von Forderungen zurückzuführen. Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 5,0 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 28,2 Mio. Euro). Die Vorräte wurden auf 15,7 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 27,2 Mio. Euro) abgebaut. Der Wert der Vorräte reduzierte sich auch aufgrund der vorgenommenen Wertanpassungen. Diese resultieren im Wesentlichen daraus, dass Module, Bauteile und Komponenten einer alten Zellgeneration nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden können. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 24,9 Mio. Euro auf 31,1 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 56,0 Mio. Euro) infolge der Rückführung durch einen Kunden gesunken. Weiterhin verringerten sich die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen auf 5,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 11,7 Mio. Euro). Die sonstigen Vermögenswerte verringerten sich auf 0,7 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 6,5 Mio. Euro).
Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten stiegen deutlich auf 15,4 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 7,8 Mio. Euro), was insbesondere auf den Anstieg der langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten auf 12,6 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 0,0 Mio. Euro) vor dem Hintergrund der erstmaligen Erfassung gemäß IFRS 16 zurückzuführen ist. Während sich die langfristigen Darlehen auf 0,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 0,1 Mio. Euro) erhöhten, sanken die latenten Steuern auf 2,5 Mio. Euro an (31. Dezember 2018: 7,7 Mio. Euro).
Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich auf 22,0 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 19,2 Mio. Euro). Wesentliche Ursache ist die Erfassung einer Drohverlustrückstellung von 3,0 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 0,0 Mio. Euro). Ertragssteuerschulden wurden zum Bilanzstichtag vollständig durch einen Verlustrücktrag ausgebucht, während sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 3,4 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 4,8 Mio. Euro) reduzierten. Ebenfalls reduzierten sich die kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten auf 0,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 3,5 Mio. Euro).
Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns verringerte sich auf 51,8 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 154,5 Mio. Euro), was aus dem Konzernergebnis des Berichtsjahres 2019 resultiert.
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verbessert sich im Berichtszeitraum auf -10,9 Mio. Euro (Vorjahr: -54,8 Mio. Euro). Wesentliche Ursache ist die deutliche Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Rückführung nach temporär verlängerten Zahlungszielen für einen wichtigen Kunden in der Intralogistik im dritten und vierten Quartal 2018 und einem Kauf von Ware, der mit ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet worden ist. Außerdem ist ein wesentlicher Teil auf die zahlungswirksame Wertberichtigung der Vorräte in Höhe von 48,0 Mio. Euro zurückzuführen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verbessert sich auf -8,5 Mio. Euro (Vorjahr: -19,1 Mio. Euro). Die Auszahlungen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 6,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 9,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,9 Mio. Euro) bilden die CAPEX-Investitionen von 15,4 Mio. Euro (Vorjahr: 13,6 Mio. Euro) ab, die damit von den vom Vorstand prognostizierten Planzahlen in Höhe von rund 14 Mio. Euro leicht abweichen. Der Investitions-Cashflow wird durch Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens von 7,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) und Einzahlungen aus Abgängen des Immateriellen Vermögens von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) positiv beeinflusst.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verringerte sich auf -3,9 Mio. Euro (Vorjahr: -0,5 Mio. Euro).
Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: 28,2 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die Verlustsituation im operativen Bereich zurückzuführen ist. Die Zahlungsfähigkeit des Voltabox-Konzerns war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des VoltaboxKonzerns stand im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zeichen signifikanter Umsatzverschiebungen und einer damit einhergehenden Belastung des Ergebnisses infolge der Unterdeckung der Fixkosten. Zudem belasten Wertminderungseffekte das Konzernergebnis in erheblichem Umfang. Die Ertragslage war daher im Wesentlichen durch die deutlichen Kostenanpassungen und strukturellen Adjustierungen innerhalb der Organisation beeinflusst. Dabei war der Anstieg der Personal- und Materialkosten ein wesentlicher Faktor. Die ergriffenen Gegenmaßnahmen konnten die hohe Kostenbelastung im Geschäftsjahr 2019 noch nicht vollständig kompensieren. Die Vermögenslage war im Berichtsjahr insbesondere durch signifikante Bewegungen im Umlaufvermögen, insbesondere die Reduzierung der Forderungen bei gleichzeitigem Abbau der Vorräte, geprägt. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 58,1 % (31. Dezember 2018: 85,1 %). Durch die verhältnismäßig hohe Eigenkapitalquote ist die Finanzlage von Voltabox noch gefestigt. Weiterhin ausstehende Forderungen haben zum Geschäftsjahresende dafür gesorgt, dass die Liquiditätssituation die Bilanz des Voltabox-Konzerns unverändert belastet hat.
Die Voltabox AG hat mit einem Umsatzwachstum von 21,5 % im Einzelabschluss auf rund 63,3 Mio. Euro (Vorjahr: 52,1 Mio. Euro) die bisherige Wachstumsdynamik im Geschäftsjahr 2019 fortgesetzt. Hierin enthalten sind Umsätze, die aufgrund der Verschmelzung mit der Accurate - Smart Battery Systems - GmbH im Geschäftsjahr 2019 erstmals bei der Voltabox AG realisiert wurden. Aufgrund von neuen Projekten im Bereich der Belieferung von Batteriesystemen für den Öffentlichen Personennahverkehr erhöhten sich die aktivierten Entwicklungsleistungen auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich vor allem durch den Verkauf von Anlagevermögen auf 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro). Die EBIT-Marge hat sich, beeinflusst im Wesentlichen durch Abschreibungen der Forderung und Ausleihungen gegenüber der Voltabox of Texas, Inc. auf -171,3 % (Vorjahr: 6,4 %) erheblich verschlechtert. Auch bei der EBITDA-Marge ist ein erheblicher Rückgang von 9,6 % im Jahr 2018 auf -133,2 % im Berichtsjahr 2019 zu verzeichnen.
Der Materialaufwand erhöhte sich um 141,4 % auf 93,0 Mio. Euro (Vorjahr: 38,5 Mio. Euro). Beeinflusst durch den Umsatzanstieg und erhöhte Teilepreise für Vorserienbelieferungen sowie durch die erhebliche Margenreduktion stieg die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz und der Bestandsveränderung) auf 151,5 % (Vorjahr: 64,4 %). Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 ein Rohertrag in Höhe von -27,9 Mio. Euro (Vorjahr: 22,9 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von -44,0 % entspricht (Vorjahr: 43,9 %).
Der Personalaufwand stieg vor allem durch Neueinstellungen zum Geschäftsjahresbeginn proportional zum Umsatzanstieg um 42,2 % auf 10,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,5 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote konnte nahezu stabil gehalten werden und beträgt 16,9 % (Vorjahr: 14,5 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich auf 45,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,3 Mio. Euro), da Forderungen und Ausleihungen gegenüber der Voltabox of Texas, Inc. wertberichtigt wurden.
Damit verringerte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -84,4 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von -133,2 % entspricht (Vorjahr: 9,6 %).
Bei erhöhten Abschreibungen von 7,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro) durch eine außerplanmäßige Abschreibung des Investitionszuschusses an Triathlon in den immateriellen Vermögensgegenständen und planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen verschlechterte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich auf -109,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Die EBIT-Marge reduzierte sich entsprechend auf -173,3 % (Vorjahr: 6,5 %).
Infolge von Tilgungen verbessert sich das Finanzergebnis auf 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro), das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich auf -109,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro). Die Voltabox AG weist im Berichtszeitraum ein Jahresdefizit in Höhe von -108,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) aus.
Die Vermögenswerte der Voltabox AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch eine Reduzierung der Forderungen sowie eine Ausbuchung von Forderungen um 104 Mio. Euro auf 61,8 Mio. Euro verringert (31. Dezember 2018: 165,8 Mio. Euro).
Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 30,8 Mio. Euro auf 17,0 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 47,8 Mio. Euro). Die Finanzanlagen verringerten sich überwiegend durch die Wertminderungen auf Ausleihungen und Beteiligungen um 24,6 Mio. Euro auf nun 13,0 Mio. Euro (Vorjahr: 37,6 Mio. Euro), was insbesondere auf die Wertberichtigung der Ausleihung Texas zurückzuführen ist, die als nicht werthaltig eingeschätzt wird. Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände auf 1,4 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 7,9 Mio. Euro) ist insbesondere auf eine außerplanmäßige Abschreibung des Investitionszuschusses an Triathlon zurückzuführen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 73,3 Mio. Euro auf 44,7 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 118,0 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Forderungen zurückzuführen. Die flüssigen Mittel betragen nunmehr 1,4 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 26,8 Mio. Euro). Insbesondere aufgrund der planmäßigen Rückführung nach temporär verlängerten Zahlungszielen für einen Kunden im Jahr 2018 verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 48,4 % auf 26,1 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 50,5 Mio. Euro).
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum Bilanzstichtag 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 3,7 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert aus der vollständigen Auflösung einer Mietvorauszahlung.
Auf der Passiv-Seite stiegen die Rückstellungen aufgrund der Bildung einer Drohverlustrückstellung auf 4,2 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1,7 Mio. Euro) an. Ebenfalls erhöhten sich die Verbindlichkeiten auf 14,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 11,5 Mio. Euro). Vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 3,9 Mio. Euro auf 11,4 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 7,5 Mio. Euro) an, was primär auf das gezielte Working Capital-Management zurückzuführen ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken auf 1,7 Mio Euro (31. Dezember 2018: 3,1 Mio. Euro) aufgrund des Rückgangs von Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern.
Das Eigenkapital der Voltabox AG reduzierte sich auf 43,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 152,5 Mio. Euro). Vor diesem Hintergrund verringerte sich Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 70,0 % (31. Dezember 2018: 92,0 %).
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verbesserte sich leicht im Berichtszeitraum auf -22,8 Mio. Euro (Vorjahr: -47,0 Mio. Euro). Wesentliche Ursache ist die Reduzierung der Forderungen um 24,8 Mio. Euro.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtszeitraum um 31,3 Mio. Euro auf -2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 28,4 Mio. Euro) gesunken. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus reduzierten Investitionen und verringerten M&A-Tätigkeiten.
Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 26,8 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die erhebliche Belastung des Working Capitals und die Verlustfinanzierung des laufenden Geschäftsjahres zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten betrug im Berichtsjahr 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro).
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Zeichen einer umfassenden Refokussierung und diverser Einzelthemen mit zum Teil erheblicher Belastung. Die Ertragslage hat sich im Wesentlichen durch den gestiegenen Materialaufwand und Wertberichtigungen deutlich verschlechtert. Darüber hinaus ist die Vermögenslage insbesondere durch Wertminderungseffekte beeinflusst, ebenso veränderte sich die Finanzlage zum Bilanzstichtag infolge der kurzfristigen Kapitalbindung deutlich.
Zur Ermittlung von Chancen und Risiken in der Unternehmensentwicklung hat Voltabox ein umfangreiches automatisiertes Risikomanagementsystem etabliert. Das nachfolgend erläuterte Risikomanagement bezieht sich gleichermaßen auf die Voltabox AG wie auch auf den Voltabox-Konzern. In regelmäßig erstellten Risikoberichten aus allen Unternehmensbereichen wird die Unternehmensführung über Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Schadenshöhe der Risiken informiert. Die Risikoberichte enthalten eine Einschätzung zu den Risiken sowie Vorschläge für entsprechende Gegenmaßnahmen. Zu den Risikomanagementzielen und -methoden in Bezug auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Angaben im Anhang (Note (35)).
Der Internationale Währungsfonds geht in seinem aktuellen Ausblick 12 von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von bis zu 3,3 % aus, für Deutschland werden 1,1 % und für die USA 2,0 % Wirtschaftswachstum erwartet. Vor diesem Hintergrund ergeben sich Chancen für Voltabox in den Produktsegmenten Voltapower und Voltaforce. Der Vorstand verfolgt bereits seit Jahren das Ziel, durch gezielt akquirierte Aufträge mit Marktführern und bedeutenden Marktteilnehmern in den definierten Kernmärkten Umsatz- / und Marktanteile zu sichern und auszubauen. Durch anwendungsorientierte, kundenspezifische Systeme, entwickelt aus dem Baukastenprinzip und hergestellt in großen Serienstückzahlen, werden dabei ein optimaler Kundennutzen und handfeste wirtschaftliche Vorteile beim Kunden im Zuge einer kostenoptimierten Fertigung realisiert. In der öffentlichen Wahrnehmung der Privathaushalte hat die Elektromobilität erneut deutlich an Interesse gewonnen. Auch im industriellen Bereich gewinnt der Megatrend zunehmend an Bedeutung. Davon profitiert Voltabox in einzelnen Zielmärkten für Investitionsgüter, wie beispielsweise Trolleybusse für den öffentlichen Personennahverkehr, in der Intralogistik eingesetzte Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme in der vernetzten Produktion, Starterbatterien für den Motorradmarkt sowie im Untertageabbau eingesetzte Minenfahrzeuge. Zu den weiteren Zielmärkten gehören die Märkte für Agrar- und Baumaschinen sowie Pedelecs und E-Bikes.
Das Marktforschungsinstitut IDTechEx 13 erwartet für das Jahr 2020 ein Marktwachstum von rund 7 % bei Batteriesystemen in den von Voltabox bisher besetzten und neu adressierten industriellen Teilmärkten sowie Massenmärkten. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2024 wird in diesen Teilmärkten auf rund 6 % geschätzt (Basisjahr: 2019). Die zum Vorjahr reduzierten Werte ergeben sich durch den Einstieg in Märkte wie Busse und Automobile, die zwar ein großes Volumen aufweisen, aber deren Wachstum weniger stark als die der industriellen Teilmärkte ist.
Im Ergebnis bestehen für die Produktsegmente von Voltabox insbesondere mittelfristig folgende Chancen, welche die Gesellschaft wie im Vorjahr einheitlich als signifikant einschätzt:
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| ― | Voltapower In einzelnen Teilmärkten für Investitionsgüter - wie Trolleybusse und E-Busse des öffentlichen Personennahverkehrs, in der Intralogistik eingesetzte Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme in der vernetzten Produktion sowie im Untertageabbau eingesetzte Minenfahrzeuge - wurden die vertrieblichen Aktivitäten weiter forciert und neue Kunden gewonnen. Voltabox kann hier mit Hilfe starker Kooperationspartner an den Substitutionseffekten partizipieren, die für die Anwender aus den ökonomischen und ökologischen Vorteilen gegenüber den bisher verwendeten Blei-Säure-Batterien oder DieselAggregaten resultieren. In diesen schnell wachsenden Teilmärkten besteht für Voltabox die Chance, den relativen Marktanteil von Voltabox innerhalb kurzer Zeit signifikant zu steigern und somit eine jeweils führende Marktposition zu besetzen (Marktdurchdringung bzw. Marktentwicklung). |
| ― | Voltaforce Die Nischenstrategie einer horizontalen und vertikalen Diversifikation bietet mittelfristig große Absatzchancen in weiteren Teilmärkten. Hierzu gehören beispielsweise der bereits erfolgte Ausbau der bestehenden Marktposition bei Starterbatterien für Motorräder und Starter- sowie Traktionsbatterien für Pkw. Entscheidend sind regelmäßig die besonders hohen Anforderungen der Anwender an die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der von Voltabox entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme. |
Der Vorstand der Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA hat zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 beschlossen, die Anteile an der Voltabox AG ganz oder teilweise zu veräußern. Daraus können sich potenziell Chancen für Voltabox ergeben. Der Vorstand der Voltabox AG kann diese Chancen bis zum Abschluss des Verkaufsprozesses nicht verifizieren.
12 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2020/01/20/weo-update-january2020
13 IDTechEx, Studie "Electric Vehicles 2020-2030": https://www.idtechex.com/de/research-report/electric-vehicles-2020-2030/670
Durch die regelmäßige und strukturierte Überwachung der Chancen im Voltabox-Konzern und auf den relevanten Absatzmärkten sowie die interne barrierefreie Kommunikation auf den verschiedenen Führungsebenen ist die Unternehmensführung in der Lage, Chancen für den Konzern zu identifizieren. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 wurden sowohl externe als auch interne Chancen identifiziert. Externe und interne Chancen aus dem Vorjahr bleiben grundsätzlich unverändert bestehen.
Die Bedeutung der aufgezeigten Chancen sowie die daraus resultierenden positiven Auswirkungen auf die für das Geschäftsjahr 2020 prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren - und somit auf die kurzfristige Entwicklung des Voltabox-Konzerns insgesamt - wird zusammenfassend als gering eingestuft. Der Vorstand erwartet daher die im Prognosebericht erläuterte Entwicklung des Geschäftsverlaufs.
Im Rahmen einer risikoorientierten Unternehmensführung nutzt Voltabox ein umfassendes Risikomanagementsystem.
Risiken werden im Voltabox-Konzern nicht nur als den Bestand des Unternehmens gefährdende, sondern auch als den Geschäftserfolg beeinflussende Aktivitäten, Ereignisse und Entwicklungen definiert. Besondere Berücksichtigung finden dabei Risiko-Konzentrationen, z.B. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden, Lieferanten, Produkten oder Ländern. Bei den wesentlichen Risiken werden gegenseitige Abhängigkeiten und Einflussnahmen berücksichtigt, da sich einzelne Risiken gegenseitig verstärken können oder es zwischen ihnen zu Kompensationseffekten kommen kann. Darüber hinaus werden auch Chancen unter dem Risiko-Begriff subsumiert. Wir verstehen unter Geschäftserfolg messbare Größen, wie z.B. den Umsatz, EBITDA und den Freien Cashflow. In den Auswertungen der jeweiligen Prozesseigner werden die Risiken deshalb in diesen Größenordnungen dargestellt. Zur Risikobewertung wird immer das Ergebnisrisiko zu Grunde gelegt. Ein Risiko ist die Möglichkeit, dass eine Bedrohung unter Ausnutzung einer Schwachstelle Schaden an einem Objekt oder den Verlust eines Objektes und damit direkt oder indirekt einen Schaden verursachen kann. Ziel ist es, auch diese Risiken zu erkennen und zu bewerten, um auf dieser Basis geeignete und angemessene Sicherheitsmaßnahmen auswählen zu können.
Zielsetzung des Risikomanagements ist es, den Fortbestand des Unternehmens, d.h. seine zukünftige Entwicklung und Ertragskraft zu sichern, sowie die Risiken zu reduzieren, die eine Verletzung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verwendeten oder enthaltenen Informationen und Daten im Rahmen der Ausführung von Tätigkeiten zur Folge haben. Aufgabe des Risikomanagements ist es auch, Abweichungen von den Unternehmenszielen und somit das Verlassen des vorgezeichneten Rahmens frühzeitig anzuzeigen, um ein rechtzeitiges Gegensteuern zu ermöglichen. Die risikopolitischen Leitsätze hierzu sind im Risikohandbuch definiert.
Die konzernweite Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Das Risikomanagement der jeweiligen Standorte wird durch regelmäßige (Vorort-, Video- und Telefon-) Besprechungen mit den jeweiligen leitenden Führungskräften ausreichend abgedeckt und gesichert. Der Vorstand informiert sich so direkt und die entsprechenden Risiken werden durch den Vorstand kontinuierlich überwacht und gesteuert. Auch in Risikofeldern, in denen eine Quantifizierung nicht möglich oder sinnvoll ist, wird daran gearbeitet, Risikofaktoren zu identifizieren.
Eine wichtige Rolle im Risikomanagement- und Steuerungsprozess kommt dem zentralen Risikomanagement zu. Im Rahmen der Verantwortung für die Risikosituation des Unternehmens überträgt der Vorstand die Aufgabe der Durchführung der permanenten RisikomanagementAktivitäten an das zentrale Risikomanagement. Die Zuständigkeit für das zentrale Risikomanagement liegt unmittelbar beim Bereichsvorstand für Finanzen der Voltabox AG. Das zentrale Risikomanagement von Voltabox hat die Aufgabe, sämtliche Risikomanagementfunktionen des dezentralen Risikomanagements zu koordinieren, die Risikoanalysen auszuwerten und zum Risiko-Reporting zu verdichten sowie das Risikomanagement-System weiterzuentwickeln. Das zentrale Risikomanagement bestimmt die Berichtszyklen und definiert gemeinsam mit dem Vorstand die Schwellenwerte für die Risiken, bei deren Überschreiten ein Risikocontrolling-Bericht außerhalb der obligatorischen Berichtspflichten erstellt werden muss. Sowohl die Schwellenwerte als auch die Berichtszyklen orientieren sich an der Relevanz der Risiken.
Das zentrale Risikomanagement unterstützt die dezentralen Risiko-Manager bei der Erstellung der Risikoanalysen und überprüft deren Rücklauf und Plausibilität. Es fasst die einzelnen Risikoberichte in einem gemeinsamen Dokument zusammen. Somit können Wechselwirkungen zwischen den Risiken analysiert und die Gesamtrisikosituation der Voltabox erfasst, bewertet und kommentiert werden. Diese Zusammenfassung wird als RisikoReporting bezeichnet. Dieser Aufgabe wird besondere Bedeutung beigemessen, da die Zielsetzung eines integrierten Risikomanagement-Systems die ganzheitliche Betrachtung der Risikosituation eines Unternehmens ist. Das Risiko-Reporting dient als Basisinformation für die Aussagen zur Risikosituation der Voltabox AG im zusammengefassten Lagebericht.
Gemeinsam mit den dezentralen Risiko-Managern werden neue Risikobewältigungsmaßnahmen entwickelt bzw. bereits existierende angepasst.
Das dezentrale Risikomanagement ist bei Voltabox in den Fachbereichen bzw. Standorten angesiedelt. Die Bereichs- und Prozessverantwortlichen als dezentrale Risiko-Manager sind verantwortlich für das Risikomanagement in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen. Das dezentrale Risikomanagement berichtet im Rahmen des Risiko-Controllings über die Entwicklung der Risiken in diesen Bereichen. Jeweils zum quartalsweisen Berichtszyklus-Termin ist von den dezentralen Risikomanagern die Analyse der Risiken zu erstellen, für die sie verantwortlich sind. Dabei liegt der Fokus auf der Beschreibung der zu erwartenden Entwicklung des Risikos. In Abhängigkeit davon sind Maßnahmen zur künftigen Risikobewältigung oder der Verbesserung vorhandener Bewältigungsmaßnahmen zu entwickeln und als Vorschlag zur Umsetzung in den Controlling-Bericht aufzunehmen. Die Entscheidung über die Umsetzung obliegt dem Vorstand. Daneben ist der Vorstand während des gesamten Jahres unverzüglich über eingetretene Risiken zu informieren (sogenanntes Ad-hoc-Risiko-Reporting).
Das Risiko-Monitoring ist gemeinsame Aufgabe des dezentralen und des zentralen Risikomanagements. Dazu werden vom dezentralen Risikomanager Frühwarnindikatoren für die kritischen Erfolgsfaktoren definiert, die vom zentralen Risikomanagement überwacht werden. Sobald die definierten Schwellenwerte erreicht werden, wird ein Risiko-Reporting vom dezentralen Risikomanager erstellt, d.h. eine Prognose der zu erwartenden Auswirkungen des Risikoeintritts für Voltabox. Diese Prognosen sollen durch Szenario-Analysen ergänzt werden, die unterschiedliche Datenkonstellationen berücksichtigen.
Anhand dieser Informationen und der Maßnahmenvorschläge der dezentralen Risiko-Manager sowie des zentralen Risikomanagements entscheidet der Vorstand, ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Risikobewältigung zu ergreifen sind oder ob eine Anpassung der Unternehmensziele erforderlich ist.
Der vierteljährliche Bericht an den Vorstand enthält alle im Berichtsmonat neu aufgenommenen Risiken sowie solche Risiken, deren Veränderungen zum Vorbericht größer gleich 50 % betragen haben.
Für Risiken, die eine Veränderung von 100 % oder mehr im Vergleich zum Vormonat aufweisen, besteht eine ad-hoc-Berichtspflicht an den Vorstand durch das zentrale Risikomanagement und eine Berichtspflicht des Vorstandes innerhalb der folgenden 24 Stunden nach Kenntniserlangung des Risikos an den Aufsichtsrat.
Die von Voltabox im Rahmen des Risiko-Monitoring laufend analysierten Risiken lassen sich folgenden Risiko-Kategorien zuordnen, die jeweils in Einzelrisiken unterteilt werden:
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| ― | Strategische und Umfeld-Risiken |
| ― | Marktrisiken |
| ― | Operative Risiken |
| ― | Finanzwirtschaftliche Risiken |
| ― | Management- und Organisationsrisiken |
Insgesamt waren zum Ende des Berichtsjahres im Voltabox-Konzern 15 Einzelrisiken erfasst. Von diesen Einzelrisiken war nach Einschätzung der Voltabox AG eines bestandsgefährdend.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird wegen ihres möglichen Einflusses auf das Nachfrageverhalten in den wesentlichen Märkten der Voltabox AG (wie dem öffentlichen Personennahverkehr, der Intralogistik und dem Bergbau) insbesondere in Deutschland und Europa, aber auf Grund seiner strategischen Bedeutung insbesondere auch der amerikanische Markt im Rahmen des Risikomanagementsystems beobachtet. Daraus können sich grundlegende Veränderungen des Angebots- und Nachfrageverhaltens auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten für Voltabox ergeben. Aufgrund der Präsenz des Voltabox-Konzerns mit einem eigenen Produktionsstandort in den USA sowie der spezifischen Kunden-/ Produktstruktur schätzt der Vorstand das Gesamtrisiko protektionistischer Einflussnahmen auf die Ertragslage als gering ein.
Ein relativ junges gesamtwirtschaftliches Risiko stellt der Ausbruch des sogenannten Coronavirus (SARS-CoV-2) und den damit einhergehenden COVID-19-Erkrankungen dar. Die daraus resultierenden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus und zur Verhinderung einer Pandemie können zu signifikanten Rückgängen des weltweiten Wirtschaftswachstums führen. In diesem Fall könnte dies Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft von Voltabox-Kunden haben. In Abhängigkeit der Entwicklung der Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Aufrechterhaltung der Produktivität von Zulieferfirmen könnte zukünftig ein Risiko für die Beschaffung von essentiellen Materialien wie beispielsweise Zellen entstehen. Im Fall eines pandemischen Ausbreitungsprozesses könnte auch eine langfristige Unterbrechung der Betriebsabläufe beispielsweise infolge von behördlichen Maßnahmen ein Risiko für die Produktionsleistung von Voltabox darstellen. Dieses durch die COVID-19-Pandemie bedingte Risiko wird als bestandsgefährdend eingestuft.
Durch die Ankündigung der Muttergesellschaft, die Anteile an der Voltabox AG ganz oder teilweise veräußern zu wollen, können sich Risiken im Bereich des strategischen Umfeldes ergeben. Der Vorstand kann diese Risiken bis zum Abschluss des Verkaufsprozesses jedoch nicht quantitativ bewerten.
Seit Jahren baut Voltabox seine wachsende Marktposition als etablierter und innovativer Lieferant von Batteriesystemen für den industriellen Einsatz aus, zunehmend auch für große Kunden im Bereich der Elektromobilität. Die beiden größten Absatzmärkte Westeuropa und USA sind dabei auch im Jahr 2019 erwartungsgemäß weiter gewachsen. Im Geschäftsjahr 2020 wird die Wachstumsdynamik der von Voltabox besetzten Teilmärkten und damit auch des globalen Absatzmarkts nach Ansicht des Marktforschungsinstituts IDTechEx voraussichtlich erhalten bleiben. 14
Aufgrund der im Geschäftsjahr 2019 noch relativ großen Konzentration auf wenige Kunden könnte der Verlust eines bedeutenden Kunden mittelfristig erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Diesem Risiko begegnet Voltabox durch umfassende Entwicklungsarbeit von Produktinnovationen sowie detaillierte permanente Auftragsbestandsanalysen im Rahmen der Risikofrüherkennung sowie durch die Verbreiterung der Kundenbasis durch umfassende Vertriebsaktivitäten in unseren definierten Kernmärkten.
Voltabox entwickelt eigene, neuartige Lösungen, die gemeinsam mit Pilotkunden umgesetzt und anschließend einem breiteren Kundenkreis in sorgsam ausgewählten Zielmärkten angeboten werden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine Produktentwicklung nicht die erwarteten Stückzahlen erreicht oder sich der wirtschaftliche Erfolg geringer oder später als ursprünglich geplant einstellt. Das könnte negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns haben. Der Vorstand schätzt das Risiko insgesamt als moderat ein.
In der Gruppe der operativen Risiken stehen für Voltabox derzeit die Tätigkeiten im Bereich Forschung & Entwicklung, in der Materialwirtschaft und Produktion sowie in der Informationstechnologie im Mittelpunkt der Betrachtung.
Der künftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox wird von der Fähigkeit abhängen, rechtzeitig und kontinuierlich neue, innovative Produkte zu entwickeln und diese erfolgreich im Markt einzuführen. Voraussetzung hierfür ist, dass neue technologische Entwicklungen rechtzeitig erkannt und zusammen mit den Kunden umgesetzt werden. Sollte Voltabox zukünftig nicht oder nicht rechtzeitig neue Trends, Kundenanforderungen oder die jeweilige technologische Weiterentwicklung erkennen, umsetzen und neue Produkte entwickeln und die bestehenden Produkte unter entsprechender Beachtung betriebswirtschaftlicher Grundsätze weiter entwickeln oder anpassen können, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Darüber hinaus könnten Entwicklungsaufwendungen verloren sein, wenn die Kunden von Voltabox anschließend keine Aufträge für die Serienproduktion erteilen oder die von Voltabox absetzbaren Stückzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Vor dem Hintergrund des hohen Anteils aktivierter Entwicklungsleistungen in der Bilanz könnte sich eine entsprechende Wertberichtigung der immateriellen Vermögensgegenstände negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Die reguläre Einkaufswährung ist der Euro, wobei der Anteil der Einkäufe in US-Dollar im Berichtsjahr rund 64 % betrug. Durch die erwarteten Umsatzsteigerungen wird das Einkaufsvolumen in US-Dollar weiterhin steigen. Währungsrisiken entstehen vorwiegend für Beschaffungen in US-Dollar, die für den europäischen Währungsraum bestimmt sind, sowie durch das in Euro begebene Darlehen an die Tochter in den USA. Die Voltabox AG schätzt das Währungsrisiko derzeit als moderat ein.
Voltabox hat wesentliche kaufmännische Funktionen aus der Muttergesellschaft paragon ausgegliedert und selbstständig besetzt. Ein Funktionsbereich wird zurzeit weiterhin von der paragon abgedeckt und zu marktüblichen Preisen an die Voltabox AG verkauft. Der Bereich EDV liegt insbesondere in Bezug auf das Netzwerk und dessen Betreuung in der Hand der zentralen IT-Abteilung der paragon. Entsprechende Serviceverträge wurden geschlossen.
Durch eine weite Verbreitung der Informationstechnologie (IT) und eine umfangreiche Vernetzung mit Hilfe des Internets steigen IT-Risiken wie der Ausfall von Systemen oder der unbefugte Zugriff auf Daten und Informationen des Unternehmens. Um mögliche Gefahren abzuwenden, hat paragon als Dienstleister der Voltabox AG in Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistungsunternehmen moderne Sicherheitsleistungen etabliert, die Daten und IT-Infrastruktur zu schützen.
14 IDTechEx, Studie "Electric Vehicles 2020-2030": https://www.idtechex.com/de/research-report/electric-vehicles-2020-2030/670
Im Zuge der bekannt gemachten Absicht der paragon GmbH & Co. KGaA, die Beteiligung an der Voltabox AG in einem Teil- oder Komplettverkauf zu veräußern, hat der Voltabox-Konzern beschlossen, die Bestrebungen zur Etablierung einer eigenständigen IT voranzutreiben. Hierzu werden in einem ersten Schritt Konzepte für die Hard- und Software-Infrastruktur sowie deren kontinuierliches Management erstellt.
Durch die Ankündigung der Muttergesellschaft, die Anteile an der Voltabox AG ganz oder teilweise veräußern zu wollen, können sich darüber hinaus operative Risiken aus der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden ergeben. Dem Vorstand sind keine Indizien bekannt, die darauf schließen lassen, dass der Verkaufsprozess ein konkretes operatives Risiko darstellen würde.
In der Gruppe der finanzwirtschaftlichen Risiken beobachtet Voltabox neben Zinsänderungs-, Liquiditätsund Währungsrisiken insbesondere Risiken durch Forderungsausfall sowie Bilanzrisiken und steuerliche Risiken. Keine Risiken wurden von der Gesellschaft mit mehr als 0,5 Mio. Euro bewertet.
Zinsänderungsrisiken sind für Voltabox nur von untergeordneter Bedeutung, da ausschließlich Festzinsvereinbarungen ohne Financial Covernants vorliegen.
Grundsätzlich ergibt sich für verhältnismäßig junge und dynamisch wachsende Unternehmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie ein Risiko in Bezug auf die Bereitschaft von Kapitalgebern, Wachstumsfinanzierungen zu gewähren.
Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft grundsätzlich durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Diese Planungen werden auf kurz-, mittel- und langfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt Voltabox über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Ein wachsender Teil der Forderungen ist zusätzlich über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Eine zusätzliche Möglichkeit zur kurzfristigen Finanzierung besteht in der Form von Factoring-Vereinbarungen. Eine erhöhte Relevanz des Adressausfallrisikos aus verlängerten Zahlungszielen gegenüber einem Kunden hat sich im Geschäftsjahr 2019 signifikant reduziert.
Die Ausbreitung des Coronavirus und die Auswirkungen der Pandemie auf die globale Wirtschaft haben die Gesamtrisikosituation der Voltabox AG gegenüber dem Vorjahr signifikant verändert. Das Erlösrisiko ist aufgrund der globalen Risikofaktoren und möglicher Produktionsstörungen gestiegen. Der Konzern wirkt dem mit der Reduzierung von Ausgaben auf das betriebsnotwendige Minimum und der Flexibilisierung von Kosten entgegen. Allerdings ist eine abschließende Risikoeinschätzung zum jetzigen Zeitpunkt nur bedingt möglich. Grundsätzlich ist der Vorstand von der Wirksamkeit seines Chancen- und Risikomanagements sowie der getroffenen Maßnahmen weiterhin überzeugt.
Die Liquiditätssituation ist im Geschäftsjahr 2020 durch die rückläufigen Umsatzerlöse und die in weiten Teilen infolge der Auswirkungen durch die COVID-19-Pandemie bestehende erhebliche Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung angespannt. Investitionsvorhaben können zur Zeit nicht realisiert werden, laufende Entwicklungsprojekte sind zum Teil auch kundenseitig gestoppt worden. Die Beschaffung von Vorprodukten ist in der Regel nur gegen Vorauszahlungen möglich. Die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit hat erhebliche Effekte auf die Planbarkeit der Umsatzgenerierung. Diese Effekte können den Bestand des Unternehmens gefährden und stellen daher ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Aus diesem Grund hat die Voltabox AG mit dem Ziel der Sicherung der Kostenbasis für das Geschäftsjahr 2020 in weiten Teilen der Organisation Kurzarbeit angeordnet, einen Standort geschlossen und den Fokus auf möglichst sichere Umsatzprojekte gelegt. Die Gesellschaft überwacht mögliche Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen. Zurzeit setzt Voltabox keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein.
In dieser Risikogruppe beobachtet Voltabox derzeit insbesondere die sich aus der dynamischen Wachstumsstrategie ergebenden Risikofelder. Hierzu gehören vor allem personalwirtschaftliche und organisatorische Risiken wie auch Management- und Kommunikationsrisiken. Mit klaren Zuordnungen und Abgrenzungen in den jeweiligen Verantwortungsbereichen der Unternehmensführung sollen fehlende Schnittstellen sowie Funktionsüberschneidungen vermieden werden. Derzeit sieht der Vorstand hier keine wesentlichen Risiken für Voltabox. Allerdings ist die Gesellschaft grundsätzlich von der Gewinnung und langfristigen Bindung von qualifiziertem Personal und Personen in Schlüsselpositionen abhängig. Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox hängt in erheblichem Umfang von der weiteren Mitwirkung ihrer Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ab. Die Gesellschaft kann nicht gewährleisten, dass sie zukünftig in der Lage sein wird, ihre Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zu halten bzw. neue Führungskräfte und Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen zu gewinnen.
Sollte Voltabox in Zukunft kein qualifiziertes Personal in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, könnten die strategischen und wirtschaftlichen Ziele der Gesellschaft möglicherweise nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden, was nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnte.
Auch in Zukunft wird sich Voltabox gegen allgemeine Marktrisiken im Bereich der Elektromobilität absichern. Im Geschäftsjahr 2019 überschritten zwei Kunden die Schwelle von 10 % am Umsatz nach IFRS 8.34. Auf die Kunden entfallen Umsätze von 27,3 Mio. Euro (38,4 %) bzw. 11,0 Mio. Euro (15,5 %). Beide sind dem Produktsegment Voltapower zuzuordnen.
Die strategische Positionierung als etablierter Lieferant für Hochleistungs-Batteriesysteme für industrielle Anwendungen mit mehrjährigen, erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zu namhaften Kunden in ausgesuchten Märkten, die horizontale und vertikale Wachstumsstrategie mit der Gewinnung neuer Kunden in bestehenden Märkten schwächt das Risiko kontinuierlich und nachhaltig weiter ab. Daher wird zukünftig auch die relative Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen auf den globalen Absatzmärkten sinken. Die vorhandenen Kundenkontakte beinhalten zudem erhebliche Chancen, neue Produktinnovationen in den beiden Geschäftssegmenten Voltapower und Voltaforce zu platzieren.
Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie muss die Abbildung der Risiken für den Voltabox-Konzern deutlich adjustiert werden. Nach dem 31. Dezember 2019 ist die Ausbreitung des Coronavirus zeitlich und räumlich schnell voran geschritten. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf den Voltabox-Konzern. Zunächst waren nur Zulieferer aus China, dem vermeintlichen Ursprungsland des Virus, kurz darauf jedoch auch zunehmend Regionen und ganze Staaten in Europa von den Auswirkungen betroffen. Für den Voltabox-Konzern hatte dies zur Folge, dass notwendige Lieferungen ausblieben. Darüber hinaus haben die Kunden, die ebenfalls von der Krise betroffen sind, weniger bis keine Waren mehr abgenommen. Ausfuhren über Ländergrenzen hinweg und Arbeiten in Menschengruppen wurden deutlich eingeschränkt oder verboten. In der Folge hat die Voltabox AG für weite Teile des Unternehmens Kurzarbeit angemeldet. Der Vorstand traf diese Maßnahme mit dem Ziel, die bestehenden Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Potentielle Folgen der Coronakrise können sein, dass Lieferanten und Kunden komplett ihre Betriebstätigkeit aufgeben, da eine Fortführung des Unternehmens aus Gründen fehlender Liquidität, fehlender Aufträge, etc. nicht mehr möglich ist. Für die Voltabox AG bedeutet das die Notwendigkeit der Schaffung neuer Einkaufswege und Absatzmöglichkeiten. Durch die Pandemie wird die Voltabox AG Umsatzeinbußen verzeichnen, sodass die ursprünglich und bereits im vergangenen Geschäftsjahr bekanntgegebenen Unternehmensziele nicht erreicht werden können. Eine exakte Festlegung der quantitativen Folgen ist aufgrund der hohen Unsicherheit über den weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie nicht möglich. Es ist nicht abzusehen, wie lange die gesamte Wirtschaft durch das Coronavirus beeinträchtigt wird. Durch die Corona Pandemie ergeben sich für die Gesellschaft weiterhin nicht absehbare Folgen, wobei die Gesellschaft davon ausgeht, im weiteren Jahresverlauf die konkreten Auswirkungen präziser bewerten zu können.
Die Voltabox AG wird unverändert einen starken Fokus auf die Liquiditätsplanung legen, um das weitere Bestehen des Konzerns zu gewährleisten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts sind die Risiken durch die aktuelle Pandemie und ihre Auswirkungen so weitreichend, dass sie eine Bestandsgefährdung darstellen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts sind, abgesehen von den im vorhergehenden Abschnitt dargestellten finanzwirtschaftlichen Risiken sowie der angespannten Liquiditätslage, keine sonstigen Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Ein differenzierter Blick auf die Entwicklung der Elektromobilität zeigt, dass das Unternehmen in zukunftsweisenden Marktsegmenten bzw. Teilmärkten positioniert ist, erfolgversprechende Kundenbeziehungen unterhält und über ein Produktportfolio verfügt, das in dieser Form nur von wenigen oder gar keinen weiteren Wettbewerbern angeboten wird.
Die möglichen Auswirkungen auf die allgemeine zukünftige Entwicklung des Voltabox-Konzerns sowie die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2020 werden vom Vorstand insgesamt als bestandsgefährdend eingeschätzt. Entsprechend erwartet der Vorstand, dass die im Prognosebericht erläuterte Geschäftsentwicklung durch die aufgezeigten Risiken wesentlich beeinträchtigt wird.
Die Voltabox AG ordnet die Risiken im Konzern als gleichwertig ein.
Da das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem gesetzlich nicht definiert ist, lehnt sich Voltabox an die Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem an (IDW PS 261). Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Dabei werden folgende Zielsetzungen angestrebt:
a) Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (inkl. Schutz des Vermögens, einschließlich der Aufdeckung und Verhinderung von Vermögensschädigungen),
b) Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
c) Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Regelungen.
Das Risikomanagementsystem des Konzerns beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Der Vorstand der Voltabox AG trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die Grundsätze, Verfahrensanweisungen, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden.
In Anbetracht der Größe und Komplexität des Rechnungslegungsprozesses hat das Management den Umfang und die Ausgestaltung der Kontrollaktivitäten bestimmt und in diesen Prozess implementiert. Daneben wurden prozessunabhängige Kontrollen eingerichtet. Die Kontrollaktivitäten adressieren diejenigen Kontrollrisiken, die hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich zusammengefasstem Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Zu den wesentlichen Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen sowie Kontrollaktivitäten gehören:
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| ― | Identifikation der wesentlichen Kontrollrisiken mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess |
| ― | Prozessunabhängige Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands der Voltabox AG |
| ― | Kontrollaktivitäten im Finanzwesen der Voltabox AG, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts bereitstellen, inklusive der erforderlichen Funktionstrennung und eingerichteter Genehmigungsprozesse |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Informationen sicherstellen. |
Aus der Verwendung von Finanzinstrumenten entstehen dem Voltabox Konzern folgende Risiken:
Zinsänderungsrisiken sind für Voltabox nur von untergeordneter Bedeutung, da ausschließlich Festzinsvereinbarungen ohne Financial Covernants vorliegen.
Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft grundsätzlich durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Diese Planungen werden auf kurz-, mittel- und langfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt Voltabox über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Ein wachsender Teil der Forderungen ist zusätzlich über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Eine zusätzliche Möglichkeit zur kurzfristigen Finanzierung besteht in der Form von Factoring-Vereinbarungen. Eine erhöhte Relevanz des Adressausfallrisikos aus verlängerten Zahlungszielen gegenüber einem Kunden hat sich im Geschäftsjahr 2019 signifikant reduziert.
Die Gesellschaft überwacht mögliche Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen. Zurzeit setzt Voltabox keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Factoring-Vertrag abgeschlossen. Dieser wurde 2019 erstmals genutzt. Im Rahmen dieses stillen Factorings verbleibt das Adressausfallrisiko bei der Voltabox AG.
Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Oktober 2019 seine Prognose für die Weltwirtschaft im Jahr 2020 veröffentlicht. 15 In diesem Zusammenhang wies er auf die erwartete Verbesserung der Wirtschaftsleistung in mehreren aufstrebenden Märkten in Lateinamerika, im Nahen Osten sowie in Schwellen- und Entwicklungsländern in Europa hin. Insgesamt wurde eine Bewegung des Wirtschaftswachstums auf einem niedrigen Niveau erwartet. Dieses könne aber trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf Impulse für einen leichten Aufschwung hoffen.
Für gänzlich veränderte Voraussetzungen sorgte die ungefähr ab der zweiten Januar-Hälfte rasant zunehmende Ausbreitung des sogenannten neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) und den damit einhergehenden COVID-19-Erkrankungen. Über einen Zeitraum von zwei Monaten verlagerten sich die Infektionsherde ausgehend vom vermeintlichen Ursprungsland der Epidemie nach Mitteleuropa und Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt änderte die Weltgesundheitsorganisation ihre Einstufung der Epidemie und wertete diese fortan als Pandemie aufgrund der weltweiten Verbreitung. Mit dem Ziel der Eindämmung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 reagierten die Nationalstaaten sukzessive mit drastischen Maßnahmen für den Schutz der Bevölkerung. Diese hatten schwerwiegende Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistungen der Länder. Infolgedessen reduzierte der IWF am 6. April seine Prognose für das Jahr 2020 auf eine globale Wirtschaftsentwicklung von -3 %. 16 Dies würde einen deutlich schärferen Rückgang der Weltwirtschaft als während der Finanzkrise 2008/2009 bedeuten. Die Wachstumsprognose ist damit gegenüber den Prognosen des Weltwirtschaftsausblicks vom Oktober 2019 und dem Update im Januar 2020 um mehr als 6 Prozentpunkte nach unten korrigiert worden, was eine außergewöhnliche Korrektur in einem so kurzen Zeitraum darstelle. Gemäß einem Basis-Szenario, das eine Entschärfung der Pandemie in der zweiten Jahreshälfte zugrunde legt, geht der IWF für 2021 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 5,8 % aus. Voraussetzung dafür ist, bei weiterhin bestehenden und gemäß ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bedeutsamen Risiken für einen noch schwerwiegenderen Verlauf der Ausbreitung des Virus, dass sich die Wirtschaftsaktivität normalisiert. Angesichts dessen herrsche eine extreme Unsicherheit über die globalen Wachstumsaussichten.
15 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2019/10/O1/world-economic-outlook-october-2019
Der IWF erwartet auch weiterhin eine ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums zwischen den entwickelten Volkswirtschaften (-6,1 % in 2020 und 4,5 % in 2021) und den Schwellenländern (-1,0 % in 2020 und 6,6 % in 2021). Auf Basis der veröffentlichten Berechnungen zur Ermittlung des Weltwirtschaftsausblicks im April 2020 ging das IWF im Einzelnen davon aus, dass die Entwicklung der Wirtschaft in den USA -5,9 % in 2020 und 4,7 % in 2021, in den EURO-Staaten -7,5 % in 2020 und 4,7 % in 2021, in Deutschland -7,0 % in 2020 und 5,2 % in 2021 sowie in China 1,2 % in 2020 und 9,2 % in 2021 betragen wird.
Voltabox ist überwiegend in industriellen Teilmärkten sowie in ausgewählten Massenmärkten tätig. Hierzu zählen aktuell vor allem:
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| ― | Trolleybusse und die Umrüstung herkömmlicher Diesel-Busse aus dem Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs |
| ― | Gabelstapler und automatische Flurförderfahrzeuge aus dem Bereich Intralogistik bzw. vernetzten Produktionsumgebungen |
| ― | Bergbaufahrzeuge im Untertageabbau |
| ― | Fahrzeuge der Land- und Bauwirtschaft |
| ― | Starterbatterien für Motorräder |
| ― | Pedelecs und E-Bikes |
Die Entwicklung in diesen Teilmärkten ist wesentlich durch einen Substitutionsprozess von Blei-Säure-Batterien - im Falle der Trolleybusse von Diesel-NotstromAggregaten und im Fall der Diesel-Busse vom gesamten Antriebsstrang - durch Lithium-Ionen-Batterien geprägt, von dem Voltabox mit ihrem modularen Produktportfolio profitiert. Hierbei handelt es sich um Trends, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren Bestand haben und mit zunehmender Marktdurchdringung typischerweise eine Sättigungskurve aufweisen. Darüber hinaus sind einzelne industrielle als auch Massenmärkte getrieben von dem allgemeinen Trend zur Elektrifizierung.
Das Marktforschungsinstitut IDTechEx 17 erwartete für das Jahr 2020 ursprünglich ein Marktwachstum von rund 7 % bei Batteriesystemen in den von Voltabox bisher besetzten und neu adressierten industriellen Teilmärkten und Massenmärkten. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2024 wird in diesen Teilmärkten auf rund 6 % geschätzt (Basisjahr: 2019). Die zum Vorjahr reduzierten Werte ergeben sich durch den Einstieg in Märkte wie Busse und Automobile, die zwar ein großes Volumen aufweisen, aber deren Wachstum weniger stark als die der industriellen Teilmärkte ist. Die Schätzungen von IDTechEx berücksichtigen selbstverständlich keine konjunkturellen Einflussgrößen und somit beispielsweise auch nicht die entsprechenden Auswirkungen aus der Verbreitung des Coronavirus.
Im Ergebnis werden insbesondere folgende Annahmen für die Ableitung der Prognose des Voltabox Konzerns als wesentlich angesehen:
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| ― | Außerordentlicher, temporärer Einfluss der COVID-19-Pandemie auf die Aufrechterhaltung der Wertschöpfungsketten bei Voltabox und innerhalb der industriellen Teilmärkte sowie auf die Nachfragesituation und Investitionsbereitschaft seitens der Kunden |
| ― | Fortgesetzter Trend zur Elektromobilität, vor allem durch die Substitution von Blei-Säure-Batterien bzw. Diesel-Notstrom-Aggregaten durch Lithium-Ionen Batterien in den bisher besetzten Teilmärkten |
| ― | Zunahme der regulatorischen Treiber für nachhaltige Mobilität, insbesondere im Bereich Öffentlicher Personennahverkehr |
16 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2020/04/14/weo-april-2020
17 IDTechEx, Studie "Electric Vehicles 2020-2030": https://www.idtechex.com/de/research-report/electric-vehicles-2020-2030/670
Die Unternehmensplanung des Konzerns basiert auf einer detaillierten Absatz- und Umsatzplanung und wird kundenspezifisch bis auf die Produktebene heruntergebrochen und nach einem Bottom-up-Prinzip geplant. Die wesentlichen Kostenkomponenten werden über Einzelplanungsmodelle für einen Zeitraum von mehreren Jahren geplant und dann proportional zur Umsatzentwicklung fortgeschrieben.
Wesentliche Parameter wie Preisänderungen im Einkauf oder im Vertrieb sowie mögliche Kostensteigerungen im Personalbereich oder Änderungen der Besteuerungsgrundlage werden in die Planung integriert. Das fortlaufend aktualisierte Risikomanagementsystem erlaubt es dem Unternehmen, Risiken frühzeitig zu erkennen und, wenn notwendig, entsprechend gegenzusteuern.
Im Geschäftsjahr 2019 hat der Konzern seine Planungsmethodik unter dem Eindruck der Umsatzverschiebungen im gleichen Jahr an das spezifische Voltabox-Geschäftsmodell angepasst. Die Planung nimmt nun deutlich stärker Rücksicht auf den Projektcharakter zahlreicher Kundenbeziehungen. Gemäß der ursprünglich guten Auftragssituation für 2020 erwartete der Vorstand, dass Voltabox gegenüber dem Vorjahr nachhaltig wächst und dabei einen wichtigen Schritt auf dem Weg zurück zum angestrebten Profitabilitätsniveau macht. Bedingt durch die COVID-19-Pandemie haben sich die Geschäftsaussichten für den Voltabox-Konzern jedoch für das laufende Jahr deutlich eingetrübt. Weiterhin konnten im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres aufgrund der geringen Ausbringungsmengen keine positiven Margeneffekte erzielt werden. Dies hat eine zunehmende Belastung der freien Liquidität zur Folge. Die Prognose der Voltabox AG im Einzel- und Konzernabschluss steht in Abhängigkeit der weiteren Entwicklung der zur Verfügung stehenden freien Liquidität. Für den Fall, dass die freie Liquidität im weiteren Jahresverlauf keine Verbesserung erfährt, erwartet die Gesellschaft das Erreichen des unteren Rands der Bandbreite. Mit einem erwarteten Konzernumsatz zwischen 25 und 45 Mio. Euro, was einem Rückgang um rund ein Viertel bis zu mehr als die Hälfte des Vorjahresniveaus entspricht, und einer Konzern-EBITDA-Marge von höchstens -6 % betrachtet die Gesellschaft das laufende Geschäftsjahr als außerordentlich und als Übergangsjahr für eine Rückkehr zu einem nachhaltigen Wachstum bei entsprechender Profitabilität in den kommenden Jahren.
Neben der Intralogistik wird insbesondere das bestehende Marktsegment Öffentlicher Personennahverkehr (Trolleybusse sowie Umrüstung von Diesel-Bussen) fokussiert. Darüber hinaus werden erstmals die neuen Marktsegmente mobile und stationäre Energiespeicher zum Umsatz beitragen. Allgemein hat Voltabox im vergangenen Geschäftsjahr einen besonderen Fokus darauf gelegt, seine Kundenbasis und damit auch die Umsatzverteilung zu diversifizieren.
Der Vorstand geht im laufenden Jahr von einem ausgeglichenen Free Cashflow aus.
Weiterhin plant der Vorstand im Fall einer überdurchschnittlichen Geschäftsentwicklung mit einem leichten Aufbau der Mitarbeiter mit Augenmaß.
Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:
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| In TEUR bzw. 1t. Angabe | 2018 | 2019 | Veränd. in % |
2020 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Leistungsindikatoren | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernumsatz | 66.909 | 56.617 | -15,38 | 25-45 Mio. Euro |
| EBIT-Marge | 8,4 % | -190,0 % | n. a. | n.a. |
| EBITDA-Marge | 14,3 % | -25,4 % | n. a. | höchstens -6 % |
| Free Cashflow | -68.386 | -26.304 | 61,5 | leicht negativ |
Der Vorstand der Voltabox AG erwartet im Geschäftsjahr 2020 auf Einzelabschlussebene einen deutlich verminderten Jahresumsatz und ein negatives Jahresergebnis.
Der erwartete Jahresfehlbetrag soll durch den Gewinnvortrag und die Kapitalrücklage finanziert werden. Die Liquidität soll durch positive Effekte des Working Capitals in Form von Abbau der Forderungen und der Nutzung von Vorräten gesichert werden.
Vor dem Hintergrund der weiterhin eingeschränkten Visibilität in den von Voltabox besetzten industriellen Teilmärkten infolge der COVID-19-Pandemie sowie deren Auswirkungen ist die Abgabe einer exakten Prognose zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Berichts nicht hinreichend verlässlich.
Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:
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| In TEUR bzw. 1t. Angabe | 2018 | 2019 | Veränd. in % |
2020 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Leistungsindikatoren | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 52.136 | 63.335 | 21,5 | 15-35 Mio. Euro |
| EBIT-Marge | 6,5 % | -173,3 % | n. a. | n. a. |
| EBITDA-Marge | 9,6 % | -161,0 % | n. a. | höchstens -6 % |
Der Vorstand der Voltabox AG geht abseits der finanziellen Leistungsindikatoren wie Umsatz und EBITDA, die in erheblichem Maße infolge der drastischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie von den ursprünglichen Planungen für das Geschäftsjahr 2020 abweichen, von einer positiven strategischen Weiterentwicklung des VoltaboxKonzerns aus. Grundlage dafür sind das gemäß den Marktanforderungen optimierte Produktportfolio, die eingeleiteten Maßnahmen zur Straffung der Kostenstruktur sowie ein erfolgversprechender Verlauf bei der Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten. Voltabox wird bei der weiteren Markterschließung und -durchdringung bestehender Marktsegmente mithilfe des bestehenden modularen Baukasten-Prinzips auf den bewährten Batteriesystemen aufsetzen bzw. neue leistungsfähige Systeme entwickeln, um die gute strategische Ausgangsposition im schnell wachsenden Markt für Li-Ionen-Batteriesysteme weiter auszubauen. Die Wertschöpfungstiefe wird bei allen Voltabox-Produkten insbesondere durch einen hohen Automatisierungsgrad in der Fertigung weiter optimiert, um die operative Ertragskraft des Voltabox-Konzerns nachhaltig zu steigern. Die Sicherung und der Ausbau einer nachhaltigen Profitabilität stehen im Mittelpunkt dieser Geschäftsausrichtung. Darüber hinaus wird die weitere organische und anorganische Erschließung zusätzlicher Handlungsfelder bezüglich Portfolio-Erweiterung angestrebt, nahe am Kerngeschäft und unter engen Rentabilitäts- und Investitionsvorgaben.
Die potenziellen Auswirkungen aufgrund des seitens der Muttergesellschaft angestrebten Verkaufsprozesses hat der Vorstand nicht in die Planung einfließen lassen.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Voltabox AG beträgt 15.825.000,00 Euro und ist eingeteilt in 15.825.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro. Sämtliche Aktien sind gewinnanteilsberechtigt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Zum 31. Dezember 2019 hielt die paragon GmbH & Co. KGaA, Delbrück, 9.500.000 Aktien der Gesellschaft. Das entspricht rund 60 % des Grundkapitals der Gesellschaft.
Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Soweit Arbeitnehmer als Aktionäre am Kapital beteiligt sind, können sie daraus keine besonderen Rechte herleiten.
Bezüglich der Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG verwiesen.
Bezüglich der Regelungen zur Änderung der Satzung wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 133 und 179 AktG verwiesen.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. September 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. September 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.675.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017).
Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen gemäß § 186 Absatz 5 AktG gleichgestellten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in den in Punkt 4.5 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom Oktober 2017 genannten Fällen auszuschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro eingeteilt in bis zu 5.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Optionsoder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gewinnberechtigt für alle Geschäftsjahre, für die die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Besondere Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) oder besondere Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.
Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand, dass die Voltabox AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen, die getroffen oder unterlassen wurden, führten zu keiner unausgeglichenen Benachteiligung der Voltabox AG.
Der Vorstand der Voltabox AG hat diesen Bericht dem Abschlussprüfer vorgelegt. Dieser hat einen Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bericht wurde anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung sein Ergebnis über die Prüfung des Abhängigkeitsberichts berichten.
Die Voltabox AG hat für das Geschäftsjahr 2019 eine Nachhaltigkeitsberichterstattung vorgenommen. Dieser Bericht stellt keinen Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts dar. Der Vorstand hat diese Berichterstattung gesondert vorgenommen und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht (https://ir.voltabox.ag/websites/voltabox/German/0/investor-relations.html).
Die Voltabox AG nimmt die gesetzlich vorgesehenen Bestandteile in die Berichterstattung auf und erweitert diese um weitergehende Erläuterungen, soweit es dem Verständnis dienlich ist. Die Voltabox AG wendet für die Nachhaltigkeitsberichterstattung das Rahmenwerk des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) an.
Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG sind den Grundsätzen einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle verpflichtet. Sie messen den Standards guter und ordentlicher Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei. Vor dem Hintergrund des mehrheitlichen Anteilsbesitzes des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Dieter Frers an der Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA und dem daraus resultierenden indirekt beherrschenden Einfluss auf die Voltabox AG ist die Arbeitsweise des Vorstands im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung in besonderer Weise vom Leitbild des ehrbaren Kaufmanns geprägt. Hierzu gehört die Verpflichtung, im Einklang mit rechtlichen Rahmenbedingungen und den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse).
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB kann dauerhaft auf der VoltboxHomepage unter https://ir.voltabox.ag eingesehen werden. Sie enthält die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") gemäß § 161 AktG sowie den Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 DCGK.
Die Unternehmensführung der Voltabox AG als deutsche Aktiengesellschaft wird durch das Aktiengesetz, die Satzung des Unternehmens, die freiwillige Verpflichtung auf die Vorgaben des DCGK in seiner jeweils aktuellen Fassung sowie die jeweils aktuellen Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt.
Gemäß den gesetzlichen Vorschriften verfügt die Voltabox AG über ein so genanntes duales Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Unternehmensinteresse eng zusammen. Der Vorstand führt das Unternehmen nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung in eigener Verantwortung.
Die Geschäftsordnung enthält unter anderem Regelungen zur Ressortverteilung, zu Entscheidungsbefugnissen des Gesamtvorstands, zu Rechten und Pflichten des Vorstandsvorsitzenden sowie zu Beschlussfassung und Sitzungen. Der Vorstand der Voltabox AG besteht aktuell mit Jürgen Pampel aus einer Person. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 wurde Jörg Dorbandt (Vorstand Operations und Finance) auf seinen persönlichen Wunsch hin als Mitglied des Vorstands abbestellt. Gleichzeitig erweiterte und stärkte Voltabox die Führungsmannschaft auf der Ebene der Bereichsvorstände, um die agile strategische und operative Weiterentwicklung des Unternehmens zu fördern.
Der Aufsichtsrat beaufsichtigt den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und steht ihm beratend zur Seite. Er bestellt und entlässt die Vorstandsmitglieder, bestimmt die zustimmungspflichtigen Geschäfte, beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und setzt dessen jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Voltabox AG, die das Aktiengesetz und die Geschäftsordnung vorsehen, eingebunden. Der Aufsichtsrat setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats regelt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Darin sind insbesondere die Beschlussfassung und die Schweigepflicht festgelegt. Nach eigener Einschätzung arbeitet der Aufsichtsrat mit der Gesamtheit seiner drei Mitglieder effizient. Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats wurde von der Bildung von Ausschüssen abgesehen.
Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, DCGK und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand durchweg beratend zur Seite und wurde bei Fragestellungen von grundlegender Bedeutung in die Diskussion und Entscheidungsfindung eingebunden. Dank der guten Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder konnten auch situativ anstehende Entscheidungen angemessen erörtert und zeitnah getroffen werden.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer Gesamtheit hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstands bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.
Mit Blick auf § 76 Absatz 4 und § 111 Absatz 5 des Aktiengesetzes sowie Punkt 4.1.5 und 5.1.2 des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 07. Februar 2017 zum Thema "Diversity" wurden 2018 von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam sowohl der aktuelle Stand des Frauenanteils festgestellt als auch Zielgrößen definiert. Für beide Gremien beträgt der aktuelle Frauenanteil der Voltabox AG Null. Die Zielgrößen in beiden Gremien wurden ebenfalls mit Null festgelegt. Eine mögliche Erweiterung des Vorstands ist derzeit nicht geplant. Bei den nachgelagerten Führungsebenen des Unternehmens beträgt der derzeitige Frauenanteil 23,8 % (Vorjahr: 17,9 %). Die aktuelle Zielgröße des Frauenanteils beträgt 25 %.
Bei der Voltabox AG ist unternehmerisches Handeln eng mit der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, der Umwelt und der Gesellschaft verbunden. Werte, wie die Übernahme von Verantwortung, Teamgeist, Integrität, Toleranz sowie Leidenschaft und ein von Respekt geprägter wertschätzender Umgang im täglichen Miteinander spielen für die Voltabox AG eine entscheidende Rolle und bilden den Kern ihrer Unternehmenskultur. Der Vorstand ist sich seiner eigenen Vorbildfunktion bewusst und legt darüber hinaus ein besonderes Augenmerk darauf, dass alle Führungskräfte des Unternehmens durch vorbildliches Verhalten die zuvor genannten Werte vorleben.
Delbrück, im Februar 2020
Der Vorstand
Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") fördern die Transparenz und stärken damit das Vertrauen der internationalen und nationalen Investoren, Geschäftspartner und Mitarbeiter der Gesellschaft. Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im DCGK verdeutlichten Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse).
Die Aktionäre üben ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft in der Hauptversammlung aus, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die Hauptversammlung beschließt in den im Gesetz und in der Satzung ausdrücklich bestimmten Fällen. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig angemeldet und ihre Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung nachgewiesen haben. Die Anmeldung bedarf der Textform (§ 126b BGB) und muss in deutscher oder englischer Sprache erfolgen. Die Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung ist durch einen in Textform erstellten Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut nachzuweisen.
In der Hauptversammlung ist jedem Aktionär oder Aktionärsvertreter auf Verlangen vom Vorstand Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft einschließlich der rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen sowie über die Lage des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu geben, soweit die Auskunft zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist und kein Auskunftsverweigerungsrecht besteht.
Der Anteil der Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA an der Voltabox AG betrug im Jahr 2019 rund 60 %, während sich das restliche Grundkapital im Streubesitz befindet.
In der Hauptversammlung am 16. Mai 2019 hat der (damalige) Vorstand den festgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft, den gebilligten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern jeweils für das Geschäftsjahr 2018, den erläuternden Bericht des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB sowie den Bericht des Aufsichtsrats jeweils für das Geschäftsjahr 2018 den Aktionären vorgelegt.
Darüber hinaus wurden folgende Beschlüsse mit der jeweils erforderlichen Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals gefasst:
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| ― | Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2018 |
| ― | Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 |
| ― | Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 |
| ― | Festsetzung der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 |
| ― | Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019 sowie des Prüfers für eine etwaige prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts im Geschäftsjahr 2019 |
Dem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2019 die drei Mitglieder Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Prof. Dr. Martin Winter (stellvertretender Vorsitzender) und Hermann Börnemeier an. Im Dezember unterrichtete Prof. Dr. Winter den Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzenden über seinen Wunsch, das Gremium zu verlassen, um seiner Verantwortung im Rahmen angelaufener Großprojekte Rechnung tragen zu können. Das Amtsgericht Paderborn hat als zuständiges Registergericht auf Antrag der Gesellschaft am 14. Januar 2020 Walter Schäfers, Rechtsanwalt, zum neuen Aufsichtsratsmitglied bestellt.
Der Aufsichtsrat beaufsichtigte im Berichtsjahr die Arbeit des Vorstands und stand diesem darüber hinaus auch beratend zur Seite. Im Geschäftsjahr 2019 traten bei den Mitgliedern keine Interessenskonflikte auf, die dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen gewesen wären. Der Aufsichtsrat bewertet regelmäßig durch Selbsteinschätzung die Effizienz seiner Arbeit.
Hinsichtlich im Geschäftsjahr 2019 persönlich erbrachter Leistungen seitens Mitglieder des Aufsichtsrats für die Gesellschaft verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht für die Voltabox AG und den Voltabox-Konzern.
Der Vorstand der Voltabox AG bestand im Geschäftsjahr 2019 bis zum 2. Juli aus zwei Personen. Vom 1. Januar 2019 bis zum 2. Juli 2019 setzte sich der Vorstand aus Jürgen Pampel (Vorstandsvorsitzender) und Jörg Dorbandt (Vorstand Operations und Finance) zusammen. Im Anschluss an die im beiderseitigen Einvernehmen erfolgte Abberufung von Jörg Dorbandt agierte Jürgen Pampel im Berichtsjahr als Alleinvorstand der Gesellschaft.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet, sie setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer variablen Vergütung zusammen. Für den variablen Vergütungsanteil ist sowohl eine jährliche Deckelung (Maximum) sowie ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt, vereinbart.
Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vorstandsvergütung, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Daher haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vorstandsvergütung vorgesehenen Mustertabellen des DCGK im Vergütungsbericht zu verwenden, der im zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 enthalten ist.
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit prägte den Dialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2019. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, M&A, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstands bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.
Die Voltabox AG informierte alle Kapitalmarktteilnehmer regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Die kontinuierliche Berichterstattung umfasste unter anderem den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018 (Veröffentlichung am 1. April 2019), den Zwischenbericht zum 31. März 2019 - 1. Quartal (Veröffentlichung am 13. Mai 2019), den Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 - 1. Halbjahr (Veröffentlichung am 21. August 2019) sowie den Zwischenbericht zum 30. September 2019 - 9 Monate (Veröffentlichung am 13. November 2019). Parallel zu diesen Terminen veröffentlichte die Voltabox AG entsprechende Finanzmeldungen, welche u. a. auch die Einschätzung des Vorstands zur weiteren Geschäftsentwicklung beinhalteten.
Die Umsatz- und Ergebnisprognose des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 vom 7. März 2019 wurde im am 1. April 2019 veröffentlichten zusammengefassten Konzernlagebericht als Intervallprognose unter Einbeziehung der wesentlichen Annahmen, auf denen die Prognosen beruhen, erläutert. Am 12. August 2019 veröffentlichte die Gesellschaft vor dem Hintergrund von verschobenen Projekten und damit einhergehenden Umsatzverzögerungen eine Gewinnwarnung, die zu einer Senkung der Prognose in Bezug auf Umsatz und EBITMarge führte.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Bereich Investor Relations zunächst durch die Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA in abgegrenzter Dienstleistung unterstützt und durch eigene interne Ressourcen ergänzt. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres erfolgte dann die IR-Tätigkeit vollständig in Eigenregie. Die laufende Kommunikation mit institutionellen und privaten Investoren konnte seit dem Börsengang der Gesellschaft verstetigt werden. Die Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie allen Anteilseignern das Angebot zum direkten Dialog macht. Institutionelle Investoren machen in diesem Rahmen regelmäßig davon Gebrauch, mit dem Vorstand über aktuelle Entwicklungen hinsichtlich Strategie und operativem Geschäft zu sprechen. Als adäquater Gradmesser für das Interesse an Voltabox als Investment dient die weiterhin hohe Gesprächsfrequenz mit bekannten und auch zahlreichen neuen Investorenkontakten auf den regelmäßigen Kapitalmarktkonferenzen.
Insgesamt wurden mehr als 250 Einzelgespräche von Vorstand und IR-Abteilung mit institutionellen Investoren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Schweden, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Polen, den USA und Kanada sowie mit privaten Investoren geführt. Im Verlauf des Jahres haben 7 (Vorjahr: 3) Research-Häuser insgesamt 35 (Vorjahr: 27) Studien zur Voltabox AG veröffentlicht.
Die Gesellschaft versteht unter effektiver Finanzkommunikation die zielgerichtete Reduzierung von Informationsasymmetrie zwischen Management und Anteilseignern über die aktuelle wirtschaftliche Lage und das spezifische Zukunftspotenzial der Voltabox AG. Entsprechend wird dem laufenden Dialog mit professionellen Kapitalmarktteilnehmern ein hoher Stellenwert beigemessen. Des Weiteren ist die Gesellschaft bemüht, die breite Öffentlichkeit über diverse Medienkanäle laufend mit aktuellen und relevanten Informationen zu versorgen sowie als persönlicher Ansprechpartner für Privatanleger zur Verfügung zu stehen.
Größter Aktionär der Gesellschaft war im Jahr 2019 mit 9.500.000 Aktien die paragon GmbH & Co. KGaA. Das entspricht einem Anteil von rund 60 % des Grundkapitals. Mitglieder des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Voltabox AG hielten nach Kenntnis der Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 keine Aktien der Gesellschaft. Allerdings hält bzw. kontrolliert der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Dieter Frers 2.263.134 Aktien der paragon GmbH & Co. KGaA, was einem Anteil von 50 % des Grundkapitals plus einer Aktie entspricht, und hat damit unter Berücksichtigung der aktuellen Besitzverhältnisse indirekt auch einen beherrschenden Einfluss auf die Voltabox AG.
Den Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2019 hat die Voltabox AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. den International Accounting Standards (IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 hat die Hauptversammlung am 16. Mai 2019 die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt, die anschließend vom Aufsichtsrat entsprechend beauftragt worden ist.
Gemäß § 161 AktG geben Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG folgende Entsprechenserklärung zu den am 24. April 2017 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ab:
Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG begrüßen die Anregungen und Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie verpflichten sich zu einer transparenten, verantwortlichen und auf Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung und -kontrolle. Die Voltabox AG entsprach und entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit den folgenden Abweichungen:
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| ― | Aktuell verfügt die Gesellschaft noch nicht über ein vollumfängliches Compliance Management-System. Die Implementierung eines Compliance ManagementSystems nach ISO 19600 soll im Jahr 2020 im Zuge der Prozessoptimierung vorangetrieben werden (Ziffer 4.1.3). |
| ― | Eine Regelung zu Abfindungen (Abfindungs-Cap) ist mit dem Vorstand nicht vereinbart (Ziffer 4.2.3). |
| ― | Bei der Bestellung der aktuellen Vorstandsmitglieder hat sich der Aufsichtsrat nicht vom Gesichtspunkt der Diversity leiten lassen (Ziffer 5.1.2). |
| ― | Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet, da dies aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats von drei Mitgliedern als nicht effizient angesehen wird (Ziffern 5.3.1 bis 5.3.3). |
| ― | Es ist weder für Aufsichtsrats- noch für Vorstandsmitglieder eine Altersgrenze festgelegt worden, da der Kompetenz von Mitgliedern Vorrang eingeräumt wird (Ziffern 5.1.2 bzw. 5.4.1). |
| ― | Die Voltabox AG veröffentlicht den Jahresabschluss und die Zwischenberichte gemäß den gesetzlichen Vorschriften und strebt dabei auch die Einhaltung der vom Kodex empfohlenen Fristen (90 Tage für den Jahresabschluss, 45 Tage für Zwischenabschlüsse) an. Aus organisatorischen Gründen könnten diese Fristen jedoch gegebenenfalls überschritten werden (Ziffer 7.1.2). |
Delbrück, im August 2020
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat
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| TEUR | Anhang | 01.01. 31.12.2019 | 01.01. 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 11, 40 | 56.617 | 66.909 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12 | 1.808 | 2.139 |
| Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -1.764 | 8.016 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 13 | 7.778 | 3.005 |
| Gesamtleistung | 64.439 | 80.069 | |
| Materialaufwand | 14 | -45.020 | -42.247 |
| Rohertrag | 19.419 | 37.822 | |
| Personalaufwand | 15 | -15.917 | -13.622 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 17 | -6.271 | -3.608 |
| Wertminderungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens | -55.409 | -374 | |
| Wertminderung auf Geschäfts- und Firmenwerte | -9.757 | 0 | |
| Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -21.767 | 0 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 16 | -17.890 | -14.607 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -107.592 | 5.611 | |
| Finanzerträge | 18 | 9 | 2 |
| Finanzierungsaufwendungen | 18 | -224 | -149 |
| Finanzergebnis | -215 | -147 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -107.807 | 5.464 | |
| Ertragssteuern | 19 | 5.883 | -2.885 |
| Konzernergebnis | -101.924 | 2.579 | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) | 4, 20 | -6,44 | 0,16 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert) | 4, 20 | -6,44 | 0,16 |
| Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) | 4, 20 | 15.825.000 | 15.825.000 |
| Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) | 4, 20 | 15.825.000 | 15.825.000 |
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| TEUR | Anhang | 01.01.- 31.12.2019 | 01.01.- 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | -101.924 | 2.579 | |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | 30 | -260 | -296 |
| Gesamtergebnis | -102.184 | 2.283 |
Aktiva
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| TEUR | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 21, 38 | 10.725 | 27.992 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 22, 38 | 0 | 9.706 |
| Sachanlagen | 23, 24 | 16.956 | 9.179 |
| Finanzanlagen | 38 | 1.400 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 25 | 2.051 | 4.986 |
| Latente Steuern | 19 | 146 | 0 |
| 31.278 | 51.863 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 26 | 15.674 | 27.228 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 27 | 31.085 | 56.025 |
| Forderungen gegen nahestehende Personen | 35, 42 | 5.327 | 11.683 |
| Ertragsteueransprüche | 19 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 28 | 741 | 6.483 |
| Flüssige Mittel | 29 | 5.036 | 28.234 |
| 57.863 | 129.653 | ||
| Summe Aktiva | 89.141 | 181.516 | |
| PASSIVA | |||
| TEUR | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 30 | 15.825 | 15.825 |
| Kapitalrücklage | 30 | 20.229 | 127.992 |
| Neubewertungsrücklage | 0 | 0 | |
| Gewinn-/Verlustvortrag | 30 | 117.481 | 7.614 |
| Konzernergebnis | 30 | -101.925 | 2.579 |
| Währungsdifferenzen | 30 | 214 | 474 |
| 51.824 | 154.484 | ||
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finance Lease | 31 | 12.553 | 17 |
| Langfristige Darlehen | 32 | 274 | 141 |
| Latente Steuern | 19 | 2.531 | 7.650 |
| 15.358 | 7.808 | ||
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Kurzfristige Leasing-Verbindlichkeiten | 31 | 1.625 | 25 |
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil der langfristigen Darlehen | 32 | 269 | 3.539 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.418 | 9.257 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen | 472 | 557 | |
| Sonstige Rückstellungen | 34 | 3.796 | 467 |
| Ertragsteuerschulden | 19 | 0 | 618 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 33 | 3.379 | 4.761 |
| 21.959 | 19.224 | ||
| Summe Passiva | 89.141 | 181.516 |
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| TEUR | Anhang | 01.01. 31.12.2019 | 01.01. 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -107.807 | 5.464 | |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 6.271 | 3.392 | |
| Finanzergebnis | 215 | 146 | |
| Gewinn (-), Verlust (+) aus Anlagenabgang des Sach- und Finanzanlagevermögens | 2.394 | 44 | |
| Zunahme (+), Abnahme (-) der anderen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | 3.329 | 303 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 211 | -345 | |
| Zunahme (-), Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, anderer Forderungen und sonstiger Aktiva | 39.973 | -45.275 | |
| Wertminderungen von Goodwill und Immateriellen Vermögenswerten | 31.523 | 374 | |
| Zunahme (-), Abnahme (+) der Vorräte | 47.689 | -22.532 | |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus Abschreibungen | -36.135 | 0 | |
| Zunahme (+), Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva | 1.694 | 3.718 | |
| Gezahlte Zinsen | -224 | -149 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | 0 | 35 | |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 39 | -10.866 | -54.823 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 7.275 | 0 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten | 1.092 | 1.788 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -6.336 | -1.620 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -9.102 | -11.943 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -1.400 | 0 | |
| Auszahlung für den Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbene Zahlungsmittel | 0 | -7.311 | |
| Erhaltene Zinsen | 9 | 2 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 39 | -8.462 | -19.083 |
| Ausschüttungen an Anteilseigner | -475 | 0 | |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -3.737 | -526 | |
| Zugeflossene Beträge Insolvenzquote | 0 | 0 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 964 | 3 | |
| Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finance Lease | -621 | -16 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 39 | -3.869 | -539 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -23.198 | -74.446 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 28.234 | 102.679 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 39, 29 | 5.036 | 28.234 |
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| Rücklage aus der Währungsumrechnung | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Neubewertungsrücklage | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2019 | 15.825 | 127.992 | 0 | 474 |
| Effekte aus Erstanwendung IFRS16 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | -260 |
| sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | -260 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -260 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Auflösung Kapitalrücklage | 0 | -107.763 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 15.825 | 20.229 | 0 | 214 |
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| Bilanzgewinn | ||
|---|---|---|
| TEUR | Gewinn vortrag | Konzernergebnis |
| --- | --- | --- |
| 1. Januar 2019 | 10.193 | 0 |
| Effekte aus Erstanwendung IFRS16 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | -101.925 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 |
| sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | -101.925 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Auflösung Kapitalrücklage | 107.763 | 0 |
| Ausschüttung | -475 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 117.481 | -101.925 |
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| TEUR | Gesamt |
|---|---|
| 1. Januar 2019 | 154.484 |
| Effekte aus Erstanwendung IFRS16 | 0 |
| Konzernergebnis | -101.925 |
| Währungsumrechnung | -260 |
| sonstiges Ergebnis | -260 |
| Gesamtergebnis | -102.185 |
| Kapitalerhöhung | 0 |
| Auflösung Kapitalrücklage | 0 |
| Ausschüttung | -475 |
| 31. Dezember 2019 | 51.824 |
Die Anpassungseffekte aufgrund neuer Rechnungslegungsstandards können dem Abschnitt (4) entnommen werden.
Aufgrund des negativen Jahresüberschusses erfolgt im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses eine anteilige Auflösung der Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2019 nach § 150 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 AktG in Höhe des Jahresüberschusses abzüglich des vorhandenen Gewinnvortrages. Die Auflösung im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses beträgt EUR 107.762.884,69.
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| Rücklage aus der Währungsumrechnung | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Neubewertungsrücklage | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2018 | 15.825 | 127.992 | 0 | 770 |
| Effekte aus Erstanwendung IFRS15 und IFRS9 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | -296 |
| sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | -296 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -296 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gewinn-/ Verlustübernahme | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2018 | 15.825 | 127.992 | 0 | 474 |
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| Bilanzgewinn | ||
|---|---|---|
| TEUR | Gewinnvortrag | Konzernergebnis |
| --- | --- | --- |
| 1. Januar 2018 | 7.524 | 0 |
| Effekte aus Erstanwendung IFRS15 und IFRS9 | 89 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 2.579 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 |
| sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 2.579 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 |
| Gewinn-/ Verlustübernahme | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2018 | 7.614 | 2.579 |
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| TEUR | Gesamt |
|---|---|
| 1. Januar 2018 | 152.111 |
| Effekte aus Erstanwendung IFRS15 und IFRS9 | 89 |
| Konzernergebnis | 2.579 |
| Währungsumrechnung | -296 |
| sonstiges Ergebnis | -296 |
| Gesamtergebnis | 2.583 |
| Kapitalerhöhung | 0 |
| Ausschüttung | 0 |
| Gewinn-/ Verlustübernahme | 0 |
| 31. Dezember 2018 | 154.484 |
Die Voltabox Aktiengesellschaft (Voltabox AG oder Voltabox) mit Sitz in Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Voltabox AG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Paderborn eingetragen (HRB 12895). Voltabox entwickelt und produziert Batteriesysteme im Anwendungsbereich der Elektromobilität.
Der Vorstand der Voltabox AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 und den zusammengefassten Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 am 17.08.2020 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 der Voltabox AG werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und werden als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) abrufbar sein.
Muttergesellschaft des Konzerns ist die paragon GmbH & Co. KGaA, Delbrück. Die paragon GmbH & Co. KGaA, als Konzernmuttergesellschaft, stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Dieser Abschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und wird als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft (www.paragon.ag) abrufbar sein.
Der Konzernabschluss der Voltabox AG zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRSIC) aufgestellt.
Im Folgenden werden die Auswirkungen neuer Rechnungslegungsgrundsätze aufgeführt, deren Anwendungsbereich mit der Tätigkeit der Voltabox AG vereinbar ist. Die Voltabox AG verzichtet aus Wesentlichkeitsgründen auf die Darstellung von Änderungen der Rechnungslegung, die keine Auswirkung für die Gesellschaft entfalten.
Seit dem 1. Januar 2019 wendet die Voltabox AG den neuen Bilanzierungsstandard IFRS 1 6 an. IFRS 1 6 verändert im Wesentlichen die Bilanzierung durch Leasingnehmer und führt zum bilanziellen Ansatz nahezu aller Leasing-Verhältnisse. Der neue Standard löst IAS 1 7 und die zugehörigen Interpretationen ab. Die bisherige Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasing-Verträgen entfällt. IFRS 1 6 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Angaben im Anhang sowie zu Sale-and-lease-back-Transaktionen. Nach IFRS 1 6 liegt ein Leasing-Verhältnis vor, wenn der Leasinggeber dem Leasingnehmer vertraglich das Recht einräumt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren. Für alle Leasing-Verhältnisse erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz eine Leasing-Verbindlichkeit und aktiviert gleichzeitig ein Nutzungsrecht in Höhe des Barwertes der Leasingraten. In der Folge ist das Nutzungsrecht im Allgemeinen linear abzuschreiben und die Leasing-Verbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode zu bewerten. Dies führt grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasing-Vertrags. Für den Ansatz von kurzfristigen Leasing-Verträgen (short-term-leasing) und solche mit geringem Wert (low-value-leasing) sieht der Bilanzierungsstand ein Wahlrecht auf Verzicht der Bilanzierung vor.
Die Voltabox AG führt IFRS 1 6 über die modifizierte retrospektive Methode ein. Die Auswirkungen aufgrund der retrospektiven Erstanwendung des Bilanzierungsstandards sind im Kapitel (4) und die Erläuterungen der angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind in Kapitel (9) dargestellt.
Die Interpretation konkretisiert den Ansatz latenter Steuern bezogen auf zu versteuernde Gewinne (steuerliche Verluste), der steuerlichen Basis, nicht genutzte steuerliche Verluste, nicht genutzte Steuergutschriften und Steuersätze, wenn Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung nach IAS 1 2 bestehen.
Steuerliche Risiken sind zu erfassen, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Auffassung und Veranlagung durch die Steuerbehörden in Bezug auf einen bestimmten steuerlich relevanten Sachverhalt abweichend vom aufstellenden Unternehmen erfolgen wird.
Für den Ansatz und die Bewertung der steuerlichen Risiken ist das Entdeckungsrisiko nicht relevant. Es ist auf einen vollständigen Informationsstand der steuerlichen Verwaltung abzustellen. Bei der Bewertung ist der wahrscheinlichste Wert oder der Erwartungswert zugrunde zu legen - in Abhängigkeit davon, welcher Wert das bestehende Risiko am besten abbildet. IFRIC 23 tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Für die Voltabox AG ergaben sich aus der Interpretation keine wesentlichen Auswirkungen.
Durch die Neuregelung werden die bestehenden Vorschriften in IFRS 9 zu Kündigungsrechten dahingehend geändert, um auch bei negativen Ausgleichszahlungen eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (bzw. in Abhängigkeit des Geschäftsmodells erfolgsneutral zum Fair Value) zu ermöglichen. Nach der Neuregelung ist das Vorzeichen der Ausgleichszahlung nicht relevant, d. h. in Abhängigkeit von dem bei Kündigung vorherrschenden Zinsniveau ist eine Zahlung auch zugunsten der Vertragspartei möglich, welche die vorzeitige Rückzahlung herbeiführt. Die Berechnung dieser Ausgleichszahlung muss sowohl für den Fall einer Vorfälligkeitsentschädigung wie auch für den Fall eines Vorfälligkeitsgewinns dieselbe sein. Für die Voltabox AG ergaben sich aus der Änderung des IFRS 9 keine Auswirkungen.
Darüber hinaus eine Klarstellung zu der Restrukturierung von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zu deren Ausbuchung führen bzw. geführt haben. Demnach soll nach der Restrukturierung der Buchwert einer finanziellen Verbindlichkeit unmittelbar erfolgswirksam angepasst werden. Somit kann eine rückwirkende Änderung der Bilanzierung notwendig werden, wenn bisher nicht die fortgeführten Anschaffungskosten, sondern der Effektivzinssatz angepasst wurde. Ab dem Berichtsjahr 2019 ist die Änderung des IFRS 9 hinsichtlich der Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung anzuwenden. Für die Voltabox AG ergaben sich aus der Interpretation keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Änderung des IAS 2 8 stellt klar, dass ein Unternehmen IFRS 9 einschließlich der Wertminderungsvorschriften auf langfristige Beteiligungen an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anwendet, die Teil einer Nettoinvestition in dieses assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen ausmachen, aber nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Ab dem Berichtsjahr 2019 ist die Änderung des IAS 2 8 hinsichtlich der langfristigen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden. Für die Voltabox AG ergaben sich aus der Interpretation keine wesentlichen Auswirkungen.
Das Projekt befasst sich mit Änderungen des IFRS 3, IFRS 1 1, IAS 1 2 und IAS 2 3, die jedoch keine Auswirkung auf die Berichterstattung der Voltabox AG haben. Die Änderungen sind ab 1. Januar 2019 anzuwenden.
Im Rahmen des Prozesses zur Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards "Jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015 - 2017" erfolgt eine Änderung des IFRS 3. Die Änderung in Definition eines Geschäftsbetriebs stellt klar, dass ein erworbener Satz von Aktivitäten und Vermögenswerten, um als Unternehmen betrachtet zu werden, mindestens eine Eingabe (Input) und einen substanziellen Prozess beinhalten muss, die gemeinsam erheblich zur Fähigkeit zur Schaffung von Ergebnissen (Outputs) beitragen. Die Definition des Begriffs "Outputs" wird enger gefasst und betrifft nur noch Waren und Dienstleistungen für Kunden, die Erzielung von Kapitalerträgen und sonstigen Erträgen; Renditen in Form von Kosteneinsparungen und sonstigem wirtschaftlichen Nutzen sind somit künftig ausgeschlossen. Die geänderte Definition ist auf Erwerbstransaktionen anzuwenden, bei denen der Erwerbszeitpunkt am oder nach dem Beginn der ersten jährlichen Berichtsperiode liegt, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnt. Eine Auswirkung auf die Rechnungslegung der Voltabox AG ergibt sich voraussichtlich nicht.
Mit der Änderungen an IFRS 1 1 wird klargestellt, dass ein Unternehmen, wenn es gemeinsame Kontrolle über einen Geschäftsbetrieb erlangt, der eine gemeinsame Geschäftstätigkeit ist, seine zuvor an dem Geschäftsbetrieb gehaltenen Anteile nicht neu bewertet.
Mit der Anpassung an IAS 1 2 wird klargestellt, dass die ertragsteuerlichen Konsequenzen von Dividendenzahlungen auf als Eigenkapital klassifizierte Finanzinstrumente entsprechend der Behandlung der für die Steuerwirkung ursächlichen Transaktion(en) zu behandeln sind.
Die Veränderung des IAS 2 3 im Rahmen der "Jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015 -2017" stellt nun explizit klar, dass noch nicht zurückbezahlte Fremdmittel, die ursprünglich zur Beschaffung eines konkreten qualifizierten Vermögenswertes aufgenommen wurden, ab dem Zeitpunkt, ab dem dieser qualifizierte Vermögensgegenstand im Wesentlichen für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf hergerichtet ist, mit in die Bestimmung des allgemeinen Fremdkapitalkostensatzes für andere qualifizierte Vermögenswerte, für die keine speziellen Vermögenwerte aufgenommen wurden, einzubeziehen ist. Die Regelung ist ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Eine Auswirkung auf die Rechnungslegung der Voltabox AG ergibt sich voraussichtlich nicht.
Der neue Standard für Versicherungsverträge ist erstmals am 1. Januar 2021 (wird voraussichtlich auf den 1. Januar 2022 geändert) anzuwenden. Die Voltabox AG erwartet keine Auswirkungen durch die Einführung des neuen Standards.
Durch die Änderung wird die Definition von Wesentlichkeit in allen IFRS sowie dem Rahmenkonzept der IFRS vereinheitlicht. Es wird klargestellt, dass die Frage, ob eine Information wesentlich ist, von der Art der Information und / oder dem Umfang der Auswirkung des zugrundeliegenden Sachverhalts abhängt. Die Wesentlichkeit einer Information ist im Kontext des Abschlusses insgesamt zu bewerten. Zudem wurde der Begriff der "Verschleierung" eingeführt. Diese liegt immer dann vor, wenn die daraus resultierenden Auswirkungen mit dem Weglassen oder der Falschdarstellung dieser Information vergleichbar sind. Die Änderung ist ab dem 1. Januar 2020 anzuwenden. Die Voltabox AG erwartet keine wesentlichen Auswirkungen aus der Erstanwendung.
Der IASB hat eine Überarbeitung seines Rahmenkonzeptes zur Rechnungslegung veröffentlicht, die bei der Erarbeitung neuer Standards und Interpretationen unmittelbar zugrunde gelegt wird. Diese Änderungen sind zum 1. Januar 2020 anzuwenden. Wesentliche Änderungen sind:
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| ― | Erhöhung der Bedeutung der Rechenschaft oder Verantwortlichkeit des Managements für die Zielsetzung der Finanzberichterstattung. |
| ― | Betonung des Vorsichtsprinzips, definiert als Ausübung von Umsicht bei der Vornahme von Ermessensentscheidungen angesichts eines unsicheren Umfelds, als Beitrag zur Neutralität. |
| ― | Definition eines berichtspflichtigen Unternehmens, das eine juristische Person oder Teil einer juristischen Person sein kann. |
| ― | Überarbeitung der Definition eines Vermögenswerts als gegenwärtige vom Unternehmen beherrschte wirtschaftliche Ressource infolge von Ereignissen in der Vergangenheit. |
| ― | Überarbeitung der Definition einer Schuld als gegenwärtige Verpflichtung eines Unternehmens, eine wirtschaftliche Ressource infolge von Ereignissen in der Vergangenheit zu übertragen. |
| ― | Beseitigung von Wahrscheinlichkeitsschwellen beim Ansatz und Aufnahme zusätzlicher Leitlinien zum Abgang von Vermögenswerten und Schulden. |
| ― | Aufnahme zusätzlicher Erläuterungen zu unterschiedlichen Bewertungskonzepten und zu berücksichtigender Faktoren bei ihrer Auswahl. |
| ― | Festlegung von Gewinn bzw. Verlust als primäre Leistungskennziffer und Feststellung, dass im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen grundsätzlich in den Gewinn oder Verlust umzugliedern sind, wenn hierdurch die Relevanz bzw. die glaubwürdige Darstellung des Abschlusses erhöht wird. |
Durch die Überarbeitung des Rahmenkonzepts werden keine bestehenden IFRS geändert. Allerdings müssen Unternehmen, die bei fehlenden IFRS-Regelungen mit Bezug auf das Rahmenkonzept eigene Rechnungslegungsgrundsätze entwickeln, ab dem 1. Januar 2020 das geänderte Rahmenkonzept zugrunde legen und evaluieren, ob ihre bisherigen Rechnungslegungsgrundsätze weiterhin anwendbar sind.
Der IASB hat eine Änderung des IAS 1 zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten veröffentlicht.
Demnach ist eine Verbindlichkeit als langfristig einzustufen, wenn das Unternehmen am Abschlussstichtag über ein Recht verfügt, die Erfüllung der Schuld um mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Dabei genügt das reine Vorhandensein eines Rechts, es muss keine Absicht des Unternehmens vorliegen, dieses auch auszuüben. Bei Rechten, die von dem Vorhandensein bestimmter Bedingungen abhängig sind, ist darauf abzustellen, ob die Bedingungen am Abschlussstichtag erfüllt sind.
Die Voltabox AG wendet erstmals im Berichtsjahr 2019 den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 1 6 an. Der IFRS 1 6 behandelt die Bilanzierung von Leasing-Verhältnissen. In Abschnitt (3) wurde die Notwendigkeit der Rechnungslegungsänderung erläutert.
Zum 1. Januar 2019 wendet die Voltabox AG AG erstmals IFRS 1 6 an. Der Standard schafft für Leasingnehmer die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen in Operating und Finance Leases ab. Stattdessen führt IFRS 1 6 ein einheitliches Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für alle Leasingverträge einen Vermögenswert für das Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit für die ausstehenden Mietzahlungen anzusetzen. Dies führt dazu, dass künftig grundsätzlich sämtliche Leasingverhältnisse in der Konzernbilanz zu erfassen sind.
Leasing-Verträge die bereits vor dem 1. Januar 2019 bestanden haben, wurden nicht erneut daraufhin geprüft, ob Finance- oder Operate-Leasing vorliegt. Bisher als Operate-Leasing klassifizierte Verträge wurden mit einem Right of Use in Höhe des Buchwertes zum 1. Januar 2019 erfasst, als wäre IFRS 1 6 zu Beginn des Leasing-Verhältnisses angewendet worden. Die Abzinsung erfolgte mit dem zur Erstanwendung gültigen Grenzfremdkapitalzinssatz. Das zu erfassende Right of Use wurde zum Umstellungszeitpunkt auf seine Werthaltigkeit hin geprüft. Die Leasing-Verbindlichkeit wird in Höhe des Right of Use passiviert. Lag bisher ein Finanzierungs-Leasing vor, erfolgte keine Änderung des Buchwertes der Vermögenswerte und Schulden. Die Voltabox AG nimmt eine Anpassung aus Wesentlichkeitsgründen nur vor, sofern die verbleibende Vertragsdauer zum 1. Januar 2019 mehr als 12 Monate beträgt und die ausstehenden Leasing- bzw. Mietzahlungen einen Schwellenwert von TEUR 5 überschreiten.
Durch die erstmalige Erfassung der als zuvor definierten Operate Lease-Verhältnisse und der zugehörigen Leasing-Verbindlichkeit kommt es zu einer Bilanzverlängerung.
Im Rahmen der Erstanwendung wird, in Einklang mit dem modifizierten retrospektiven Ansatz, auf die Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. Die Übergangseffekte werden kumulativ in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Unter Verwendung der modifizierten retrospektiven Erstanwendung ergibt sich zum Geschäftsjahresbeginn folgende Veränderung der Bilanzposten:
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| TEUR | 31.12.2018 | Anpassung IFRS 16 | 01.01.2019 |
|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 9.179 | 14.799 | 23.978 |
| Aktiva | 181.516 | 14.799 | 196.315 |
| Leasing-Verbindlichkeit kurzfristig | 25 | 1.045 | 1.070 |
| Leasing-Verbindlichkeit langfristig | 17 | 13.754 | 13.771 |
| Passiva | 181.516 | 14.799 | 196.315 |
Die Voltabox AG wendet beim Übergang auf den neuen Standard die folgenden von IFRS 1 6 gewährten Erleichterungsvorschriften für den Leasingnehmer an:
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| ― | Bei den bisher gemäß IAS 1 7 als Operating Lease klassifizierten Leasing-Verträgen wird die Leasing-Verbindlichkeit mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen angesetzt, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019. Das zugehörige Nutzungsrecht wird grundsätzlich in Höhe der Leasing-Verbindlichkeit erfasst. Sofern Leasing-Verträge gleiche Merkmale aufwiesen, wurde diese für die Abzinsung zusammengefasst. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 4,10 %. |
| ― | Eine Prüfung hinsichtlich Wertminderung erfolgt nicht. Stattdessen wird das Nutzungsrecht zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung vereinfachend um den Betrag, der zum 31. Dezember 2018 als Rückstellung für belastende Leasingverhältnisse erfasst wurde, vermindert. |
| ― | Leasing-Verhältnisse, die spätestens am 31. Dezember 2019 enden, werden unabhängig von der ursprünglichen Vertragslaufzeit als kurzfristige Leasing-Verhältnisse bilanziert. |
| ― | Bei der Bewertung des Nutzungsrechts zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bleiben die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt. |
| ― | Bei der Bestimmung der Laufzeit von Verträgen mit Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen werden aktuelle Erkenntnisse berücksichtigt. |
Das Leasing-Objekt wird auf der Aktivseite innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen. Im Abschnitt (23) erfolgt ein getrennter Ausweis der Nutzungsrechte und der übrigen Sachanlagen. Die einzelnen Nutzungsrechte verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Kategorien der Sachanlagen:
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| TEUR | Nutzungsrecht | Kurzfristige Leasing-Verbindlichkeit | Langfristige Leasing-Verbindlichkeit |
|---|---|---|---|
| Grundstücke | 10.861 | 22 | 10.839 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.658 | 941 | 2.717 |
| Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung | 280 | 82 | 198 |
Ausgehend von den Sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zum 31. Dezember 2018 ergab sich folgende Überleitungsrechnung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019:
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| TEUR | |
|---|---|
| Bilanzierte Leasing-Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 | 42 |
| Ausstehende Leasing-Raten für bisher nicht bilanzierte Finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht und Leasing-Verhältnissen zum 31. Dezember 2018 | 21.142 |
| Finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht und Leasing Verhältnissen zum 31. Dezember 2018 | 21.184 |
| Anwendungserleichterung für kurzfristige Leasingverhältnisse | 385 |
| Anwendungserleichterung für Leasing-Verhältnisse von geringwertigen Vermögenswerten | 4 |
| Effekt aus der Abzinsung | 5.954 |
| Buchwert der Leasing-Verbindlichkeiten nach IFRS 16 zum 01.Januar 2019 | 14.841 |
In den vorangegangen Geschäftsjahren wurde der Leasing-Aufwand als betrieblicher Mietaufwand in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Durch die neue Regelung unterteilt sich die Aufwandserfassung in die Abschreibung des Nutzungsrechts und in den Zinsanteil der LeasingZahlung. Dabei liegt der planmäßigen Abschreibung des Nutzungsrechts der kürzere Zeitraum von Leasing-Laufzeit oder wirtschaftlicher Nutzungsdauer zugrunde. Die Leasing-Verbindlichkeit vermindert sich um den Tilgungsanteil der geleisteten Leasing-Raten. Somit errechnet sich der Zinsaufwand aus der aktuellen Restschuld multipliziert mit dem Zinssatz, der dem Leasing-Verhältnis zugrunde liegt. Sollte dieser nicht ermittelbar sein, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers verwendet.
Durch die Aufteilung des Aufwands in einen Zins- und einen Abschreibungsanteil resultiert daher eine höhere Aufwandsbelastung in den ersten Jahren im Vergleich zu einem linear verteilten Aufwand; jedoch sinkt dieser in den Folgejahren.
IFRS 1 6 hat einen Einfluss auf die strukturelle Erfassung der Cashflows im Vergleich zu IAS 1 7. Durch IFRS 1 6 kommt es zu einer Verschiebung der Cashflows in der Kapitalflussrechnung. Nach IAS 1 7 werden die Leasing-Zahlungen des Leasingnehmers als operativer Cashflow erfasst. Nach IFRS 1 6 wird der Tilgungs- und Zinsanteil der Leasing-Zahlung als Finanzierungscashflow berücksichtigt. Folglich werden die Zahlungsabflüsse im operativen Bereich abnehmen, der operative Cashflow erhöht sich und der "Free Cashflow" steigt an. Gleichzeitig wird jedoch der Finanzierungscashflow aufgrund der Erfassung des Tilgungsanteils nach IFRS 1 6 reduziert.
Der Abschluss der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung "Going Concern" aufgestellt. Die Ermittlung der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden erfolgte dementsprechend auf der Basis von Fortführungswerten. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung besteht aufgrund der unklaren weiteren Geschäftsentwicklung ein finanzwirtschaftliches bestandsgefährdendes Risiko. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung besteht aufgrund der COVID-19-Pandemie sowie einer angespannten Liquiditätslage erhebliche Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung sowie die Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Weitere Details hierzu können dem Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" im zusammengefassten Lagebericht entnommen werden.
Der Konzernabschluss ist auf der Grundlage der Verhältnisse aufzustellen, wie sie am Bilanzstichtag bestehen. Nach IAS 1 0.7 endet der Wertaufhellungszeitraum mit der Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung. Die Freigabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 durch den Vorstand und die Weitergabe an den Aufsichtsrat zur Unterzeichnung erfolgte am 17. August 2020. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten sämtliche Informationen über die Verhältnisse des Bilanzstichtages berücksichtigt werden.
Die Coronavirus Ausbreitung ist zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag vorangeschritten, an dem der Abschluss zur Veröffentlichung genehmigt wurde. Die Auswirkungen des Coronavirus sind nicht zu berücksichtigende Ereignisse (non-adjusting events) in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung, da sie erst nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind. Trotzdem wurden erste Erkenntnisse und Auswirkungen der Pandemie in dem Abschluss miteinbezogen. Für den Abschluss nach dem 31. Dezember 2019 sind diese zu berücksichtigen (adjusting events). Die Pandemie hat weitreichende Folgen für die Voltabox AG. Weitere Informationen hierzu sind im Lagebericht zu finden. Lieferanten können nicht liefern, die Abnahme durch die Kunden verringert sich und auch die Mitarbeitersituation durch Kurzarbeit und ähnliches verschlechtert sich. Die finanziellen Auswirkungen sind noch nicht konkret zu quantifizieren, da sich eine täglich verändernde Situation ergibt.
Neben der Muttergesellschaft Voltabox AG, Delbrück, werden die Tochterunternehmen Voltabox of Texas, Inc., Voltabox of North America, Inc. und die Voltabox Kunshan Co., Ltd. vollkonsolidiert. Bilanzstichtag für alle Gesellschaften ist der 31.Dezember. Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Regeln unter Anwendung der IFRS zum 31. Dezember 2019 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Darüber hinaus wurde eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Konsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sind um die Zwischenergebnisse bereinigt worden.
Der Konsolidierungskreis setzt sich per 31.Dezember 2019 wie folgt zusammen:
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| Name und Sitz des Unternehmens | Anteilsbesitz | Konsolidierung | Währung | Umsatz in LW (vor Konsolidierung) |
|---|---|---|---|---|
| Voltabox of Texas, Inc. (Texas) | 100 % | konsolidiertes Tochterunternehmen | USD | 6.928.096 |
| Voltabox of North America, Inc. (Texas) | 100 % | konsolidiertes Tochterunternehmen | USD | 0 |
| Voltabox Kunshan Co., Ltd. (Kunshan) | 100 % | konsolidiertes Tochterunternehmen | RMB | 0 |
Die ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH (Korntal-Münchingen) wurde im Geschäftsjahr 2019 mit der Voltabox AG verschmolzen. Aus der Verschmelzung resultierte ein Verschmelzungsverlust von TEUR 5.579. Dieser Verlust ergibt sich aus der Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge der Verschmelzung. Die Aufwendungen entstehen aus der Beteiligung von TEUR 5.000, dem Darlehen von TEUR 1.488 und den sich daraus ergebenen Zinsen von TEUR 2. Die Erträge setzen sich aus dem Gewinnvortrag des verschmelzenden Unternehmens in Höhe von TEUR 1.023, den Krediten der PA Invest AG von TEUR 1.479 und der ProVenCon AG in Höhe von TEUR 456 zusammen. Das Gesamtergebnis wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die übernommenen Vermögenswerte belaufen sich auf TEUR 70 und die übernommenen Verbindlichkeiten auf TEUR 1.351. Die Umsatzerlöse 2019, die auf die Accurate - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH entfallen wären, betragen TEUR 4.536. Die Concurrent Design, Inc. (Texas) wurde im Geschäftsjahr 2019 mit der Voltabox of Texas, Inc. verschmolzen. Durch die Verschmelzung ergaben sich keine Auswirkungen auf die bilanzielle Erfassung im Rahmen des Konzernabschlusses.
Die Voltabox AG ist jeweils unmittelbar zu 100 % an den aufgeführten Tochterunternehmen beteiligt.
Aus der im Geschäftsjahr 2018 erfolgten Erstkonsolidierungen der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH (Korntal-Münchingen) und der Concurrent Design, Inc. (Texas) ergaben sich für das Geschäftsjahr 2019 keine Veränderungen.
Die Voltabox AG hat im Geschäftsjahr 2019 einen Anteil von 9,45 % an der ForkOn GmbH (Haltern am See) erworben. Ziel der Beteiligung ist die Erweiterung des potentiellen Absatzgebietes der Voltabox AG. Durch die Beteiligung wird es der Voltabox AG ermöglicht, eine höhere Reichweite für den Vertrieb seiner Lithium-Ionen-Batteriesysteme zu erreichen. Diese Gesellschaft wird als Beteiligung geführt. Es liegt keine Beherrschung nach IFRS 10 vor.
Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über folgende Beteiligungen:
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| Name und Sitz des Unternehmens | Anteilsbesitz | Konsolidierung | Beteiligungshöhe in TEUR |
|---|---|---|---|
| ForkOn GmbH (Haltern am See) | 9,45 % | Beteiligung | 1.400 |
Die Beteiligung wird erfolgswirksam zum Fair Value bilanziert. Der Fair Value zum Geschäftsjahresende 2019 beträgt TEUR 1.400.
Im Konzernabschluss der Voltabox AG werden Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungs- bzw. Kursgewinne und -Verluste werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
In der Konzerngesamtergebnisrechnung sind aus dem operatiVen Geschäft KursVerluste in Höhe von TEUR 333 (Vorjahr: TEUR 228) und Kursgewinne in Höhe von TEUR 701 (Vorjahr: TEUR 1.368) enthalten. Diese Kursdifferenzen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Die Wechselkurse der für die Voltabox AG wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| Bilanz-Mittelkurs am 31.12.2019 | GuV Durchschnittskurs 2019 | Bilanz-Mittelkurs am 31.12.2018 | GuV Durchschnittskurs 2018 | |
|---|---|---|---|---|
| US-Dollar (USD) | 1,1216 | 1,1108 | 1,1445 | 1,1376 |
| Chinesischer Renminbi Yuan (RMB) | 7,8151 | 7,1438 | 7,8713 | 7,8405 |
Die Voltabox AG hat ein Darlehen gegenüber der Voltabox of Texas, Inc. als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gewertet und stellt die nicht realisierten Währungskursveränderungen erfolgsneutral im Eigenkapital unter der Position Währungsdifferenzen dar.
Die funktionale Währung der amerikanischen Tochterunternehmen ist USD, da die Gesellschaften in dieser Währung hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und aufwenden.
Die Währungsumrechnungsrücklage beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2019 TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 474).
Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Berichtsperiode der Voltabox AG umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31.Dezember 2019. Einzelne Posten der Bilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst worden. Die Posten werden in diesem Fall im Anhang gesondert erläutert. Die Konzerngesamtergebnisrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit gegliedert werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten fällig sind.
Der Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz, die Konzerngesamtergebnisrechnung, den Konzernanhang, die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung. Ergänzend ist ein zusammengefasster Konzernlagebericht aufgestellt worden.
Als Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird der beizulegende Zeitwert intern unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis üblicherweise die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cashflows ist. Diese Bewertungen sind eng mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat, sowie mit den unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes verbunden.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Nebenkosten und Anschaffungspreisminderungen bilanziert.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung von Patent- und spezifischen Kundenlösungen werden nur dann als immaterieller Vermögenswert zu Herstellungskosten aktiviert, soweit die von IAS 38 geforderte eindeutige Aufwandszurechnung möglich, die technische Realisierbarkeit und Vermarktbarkeit/Nutzbarkeit sichergestellt ist und die voraussichtliche Erzielung künftigen wirtschaftlichen Nutzens nachgewiesen wurde. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der projektbezogenen Gemeinkosten. Sind die Aktivierungskriterien nicht erfüllt, werden die Entwicklungskosten im Jahr der Entstehung sofort ergebniswirksam innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Hinsichtlich der Realisierung von Umsatzerlösen wird der Vorrang des IAS 38.3 (i) angewendet.
Sofern immaterielle Vermögenswerte einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden sie entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d. h. wenn er sich an seinem Standort und in dem vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand befindet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Zu jedem Bilanzstichtag werden hierfür die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Lagen solche Hinweise vor, wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 durchgeführt. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.
Die Nutzungsdauern für interne Entwicklungskosten entsprechen den erwarteten Produktlebenszyklen und betragen regelmäßig 4 - 7 Jahre. Die Voltabox AG nimmt eine individuelle Bewertung der Produktlebensdauer vor und überprüft die Nutzungsdauer jährlich. Die Nutzungsdauern für Lizenzen, Patente und Software liegen zwischen 3 und 10 Jahren.
Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit hin überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. Wertminderungsaufwendungen werden in den Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfasst.
Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich aller Anschaffungspreisminderungen bewertet. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bilanziert und abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden 20 bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen zwischen 5 und 10 Jahren, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.
Voll abgeschriebenes Anlagevermögen wird so lange unter Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die Vermögenswerte stillgelegt werden. Von den Erlösen aus Anlageabgängen werden die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgezogen. Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen (Abgangserlöse abzüglich Restbuchwerte) werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Alle Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.
Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der Sachanlagen, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben werden, daraufhin geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Hinweise vor, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.
Die Voltabox AG beurteilt zu Beginn jedes Leasing-Verhältnisses ob der Vertrag ein Leasing-Verhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Bei Vertragsänderungen beurteilt die Voltabox AG erneut, ob ein Vertrag ein LeasingVerhältnis begründet.
Der Konzern hat beschlossen, das Wahlrecht auszuüben und keine Bilanzierung von Leasing-Verhältnissen vorzunehmen, sofern es sich um einen Leasing-Vertrag mit einer Laufzeit bis zu 12 Monaten handelt oder das ermittelte Right of Use einen Wert von 5.000 EUR nicht übersteigt. In diesen Fällen wird der Aufwand aus dem Leasing-Verhältnis über seine spezifische Laufzeit linear erfasst.
Dabei werden die einzelnen Leasing-Komponenten und Nicht-Leasing-Komponenten getrennt bilanziert. Liegt ein Leasing-Verhältnis vor, so wird dieser Vertrag anhand des vertraglich vereinbarten Entgeltes auf Basis der vertraglich vereinbarten relativen Einzelveräußerungspreisen der LeasingKomponenten und des aggregierten Einzelveräußerungspreisen der Nicht-Leasing-Komponenten auf die einzelnen Leasing-Komponenten aufgeteilt. Dabei bestimmt die Voltabox AG den relativen Einzelveräußerungspreis anhand des Preises, den ein Leasinggeber oder ein ähnlicher Lieferant der Voltabox AG für diese oder vergleichbare Komponenten gesondert berechnen würde. Dabei greift die Voltabox AG sofern kein beobachtbarer Markt vorliegt, auf Schätzungen zurück.
Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasing-Verhältnisses legt die Voltabox AG die unkündbare Grundlaufzeit und einen optionalen Verlängerungszeitraum zugrunde, soweit die Gesellschaft hinreichend sicher ist, diese Option auszuüben. Liegt eine Kündigungsoption vor, so wird dies bei der Bestimmung der Laufzeit entsprechend berücksichtigt, soweit die Ausübung der Option hinreichend sicher ist. Die Voltabox AG überprüft regelmäßig ob die Nutzung einer Option hinreichend sicher ist.
Am Bereitstellungstermin erfasst die Voltabox AG einen Vermögenswert für das Right of Use und eine Leasing-Verbindlichkeit. Am Bereitstellungstermin wird das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen:
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| ― | Barwert der noch nicht geleisteten Leasing-Zahlungen zum Bereitstellungsdatum |
| ― | Geleistete Leasing-Zahlungen bei oder vor Bereitstellung |
| ― | Anfängliche direkte Kosten |
| ― | Geschätzten Kosten bei Demontage und Beseitigung |
Die Leasing-Verbindlichkeit umfasst die zum Barwert der noch nicht geleisteten Leasing-Zahlungen zum Bereitstellungsdatum. Die Abzinsung erfolgt mit dem zugrundeliegenden konstanten Zinssatz. Sofern dieser nicht vorliegt, nutzt die Voltabox AG einen Grenzfremdkapitalzinssatz, der bei vergleichbaren Leasing-Finanzierungen zugrunde gelegt wird. Nicht geleistete Leasing-Zahlungen umfassen
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| ― | alle fest vereinbarten Zahlungen abzüglich erhaltenen Leasing-Anreizen, |
| ― | variable Leasing-Zahlungen, |
| ― | Beträge die zum Laufzeitende im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich entrichtet werden müssen, |
| ― | der Ausübungspreis einer Kaufoption, sofern die Ausübung hinreichend sicher ist und |
| ― | Strafzahlungen für eine Kündigung, sofern diese deren Ausübung hinreichend sicher ist. |
Das Nutzungsrecht wird linear abgeschrieben und berichtigt um Neubewertungen der LeasingVerbindlichkeit. Die Voltabox AG erfasst einen Wertminderungsaufwand nach IAS 3 6.
Der Buchwert der Leasing-Verbindlichkeit wird nach Bereitstellung zum Stichtag jeweils um den Zinsaufwand erhöht und um geleistete Zahlungen vermindert. Eine Neubewertung der LeasingVerbindlichkeit wird unmittelbar berücksichtigt.
Nutzungsrechte werden in der Bilanz der Voltabox AG nicht als separate Bilanzposten ausgewiesen.
Aus diesem Grund erfolgt im Anhang eine gesonderte Aufführung. Leasing-Verbindlichkeiten werden als separate Bilanzposten ausgewiesen.
Die Auswirkungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 1 6 werden im Kapitel (4) dargestellt.
Liegen Sale-and-Lease-back-Transaktionen vor, beurteilt die Voltabox AG, ob die Transaktion des anschließend zurückgeleasten Vermögenswertes die Kriterien eines Verkaufs nach IFRS 1 5 erfüllt. Der Konzern stellt dazu auf den Übergang der Kontrolle am zugrundeliegenden Vermögenswert ab. Kann der Leasing-Geber durch die Transaktion die Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswertes bestimmen und den im Wesentlichen gesamten verbleibenden wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen, liegt ein Verkauf nach IFRS 1 5 vor. In diesem Fall erfasst die Voltabox AG den Abgang des zugrundeliegenden Vermögenswertes und realisiert den Verkaufsgewinn in der Höhe, wie sich dieser auf tatsächlich an den Leasing-Geber übertragenen Nutzungsrechten am Vermögenswert bezieht. Für den verbleibenden Anteil wird ein Nutzungsrecht erfasst. Liegt kein Verkauf nach IFRS 1 5 vor, so wird die Transaktion wie eine Kreditgewährung erfasst.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Sie werden dann aktiviert, wenn sie die Voraussetzungen eines sog. "Qualifying Asset" im Sinne des IAS 2 3 "Borrowing Cost" erfüllen. Bei der Aktivierung der Fremdkapitalkosten wird auf einen gewogenen Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für solche Kredite des Unternehmens zurückgegriffen.
An jedem Bilanzstichtag wird ermittelt, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der nicht-finanziellen Vermögenswerte (insbesondere immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer) vorliegen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") des betreffenden Vermögenswertes ermittelt. Nach IAS 3 6.6 entspricht der erzielbare Betrag dem höheren aus beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten ("Fair Value less Cost to Sell") und dem Nutzungswert ("Value in Use") des Vermögenswerts bzw. einer identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die finanzielle Mittel aus der fortgesetzten Nutzung generiert ("Cash-Generating-Unit" / "CGU"). Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer CGU den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Für Vermögenswerte des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts oder der CGU vorgenommen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und zugleich bei der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den originären Finanzinstrumenten gehören bei der Voltabox AG insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, flüssige Mittel sowie Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Auch die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten ausschließlich Finanzinstrumente.
Die Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten erfolgt bei marktüblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zu den jeweiligen Stichtagskursen bewertet.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Voltabox AG brutto ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein durchsetzbares Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Für Zwecke der Bilanzierung und Bewertung werden finanzielle Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien zusammengefasst:
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| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC), |
| ― | ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL), |
| ― | ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI). |
Zur Bilanzierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten wurden die folgenden Kategorien gebildet:
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| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC), |
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL). |
Die Voltabox AG ordnet finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in diese Kategorien jeweils zum Zugangszeitpunkt ein und überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Kriterien für die Einstufung eingehalten werden.
Die Voltabox AG bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder sie die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn die Voltabox AG alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder übertragen hat und sie die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert nicht behalten hat. Jeder Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die bei der Voltabox AG entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Wertberichtigungen zu finanziellen Vermögenswerten die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden und zu vertraglichen Vermögenswerten aus Vereinbarungen mit Kunden erfolgen nach einem zukunftsorientierten Modell unter Berücksichtigung erwarteter Kreditausfälle.
Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertraglichen Vermögenswerten und Leasing-Forderungen werden nach dem vereinfachten Ansatz mit den erwarteten lebenslangen Kreditausfällen (Lifetime Expected Credit Loss) ermittelt.
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungsindikatoren untersucht. Finanzielle Vermögenswerte werden als wertgemindert betrachtet, wenn infolge einer oder mehrere Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme der Finanzinstrumente negativ verändert haben. Objektive Hinweise auf einen eingetretenen Wertminderungsaufwand könnten verschiedene Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen sein.
Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn das Geschäftsmodell das Halten des finanziellen Vermögenswertes zwecks der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme vorsieht und die Vertragsbedingungen des Instruments ausschließlich zu Zahlungsströmen führen, die Zinszahlungen und Tilgungsleistungen darstellen.
Bei erstmaliger Erfassung werden Finanzinstrumente, die der Kategorie AC angehören, mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der direkt zuordenbaren Transaktionskosten angesetzt.
Im Rahmen der Folgebewertung werden die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte nach der Effektivzinsmethode bewertet. Bei Anwendung der Effektivzinsmethode werden alle in die Berechnung des Effektivzinssatzes einfließenden direkt zuordenbaren Gebühren, gezahlte oder erhaltene Entgelte, Transaktionskosten und anderen Agien oder Disagien über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments amortisiert.
Zinserträge und -aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam unter Zinsertrag beziehungsweise Zinsaufwand aus Finanzinstrumenten ausgewiesen.
Nicht verzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.
Die flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände sowie Kontokorrentguthaben bei Banken und sonstigen Finanzinstituten. Diese werden nur in den liquiden Mitteln ausgewiesen, sofern sie jederzeit in im Voraus bestimmbare Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können, nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen sowie ab dem Erwerbsdatum eine Restlaufzeit von maximal drei Monaten haben.
Wenn das Geschäftsmodell das Halten und Verkaufen des finanziellen Vermögenswertes vorsieht und die Vertragsbedingungen des Instruments ausschließlich zu Zahlungsströmen führen, die Zinszahlungen und Tilgungsleistungen darstellen, wird der finanzielle Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertveränderungen im sonstigen Ergebnis erfasst werden (FVOCI).
Finanzielle Vermögenswerte, die ausschließlich für Handelszwecke gehalten werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertveränderungen im Gewinn oder Verlust ausgewiesen werden (FVTPL). Derivate gehören zu dieser Kategorie. Zudem besteht die Möglichkeit, Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, mittels der Fair ValueOption erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn dadurch eine Bewertungsoder Ansatzinkonsistenz deutlich reduziert oder verhindert wird. Die Voltabox AG macht von der Fair Value-Option keinen Gebrauch.
Die Voltabox AG nutzt seit dem Geschäftsjahr 2019 für einen bestimmten Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Factoring. Es werden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte verkauft. Das Delkredererisiko geht auf den Factorer über. Damit sind die Forderungen nicht mehr zu bilanzieren.
Eigenkapitalinstrumente werden ausnahmslos mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Ersterfassung besteht ein unwiderrufliches Wahlrecht, die realisierten und nicht realisierten Wertänderungen nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen, sofern das Eigenkapitalinstrument nicht für Handelszwecke gehalten wird. Im Ergebnis erfasste Beträge dürfen später nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.
Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten als finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die langfristigen Verbindlichkeiten werden anhand der Effektivzinsmethode abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet.
Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.
Zinserträge und -aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam unter Zinsertrag beziehungsweise Zinsaufwand aus Finanzinstrumenten ausgewiesen.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls sie zu Handelszwecken gehalten oder beim erstmaligen Ansatz entsprechend bestimmt wird. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Direkt zurechenbare Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst, sobald sie anfallen.
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert folgt einer dreistufigen Hierarchie und orientiert sich an der Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt. Dabei wird ein Markt als "aktiv" bezeichnet, wenn auf diesem notierte Preise leicht und regelmäßig verfügbar sind und diese Preise aus tatsächlichen, sich regelmäßig ereignenden Markttransaktionen "At-Arms-Length" beruhen.
Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Stufe 2 werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen und mithilfe anerkannter Modelle, z. B. Discounted Cashflow-Modell, berechnet.
Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).
Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis der am Abschlussstichtag zur Verfügung stehenden Marktkonditionen mittels finanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt. Sie entsprechen den Preisen, die zwischen unabhängigen Marktteilnehmern für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würden.
Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair-Value Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen berücksichtigt. In den Geschäftsjahren 2019 und 2018 gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1, Stufe 2 oder Stufe 3.
Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern.
Die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung bzw. eine Zahlung der Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung des Betrags basiert auf dem Steuergesetzesstand und damit denjenigen Steuersätzen, die zum Bilanzstichtag gelten oder angekündigt sind.
Latente Steuern werden nach IAS 1 2 gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern ("Temporary Concept"). Darüber hinaus werden latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet.
Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche werden in dem Umfang aktiviert, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen genutzt werden können.
Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, kann dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ausschlaggebend für die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen beziehungsweise steuerlichen Vergünstigungen, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Zeiträume, in denen steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage zum Bilanzstichtag gelten.
Eine Saldierung laufender Ertragsteueransprüche und -schulden sowie aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, wenn eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist und die latenten Steueransprüche und -schulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden sowie ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden vorliegt. Latente Steuern werden gemäß IAS 1.70 als langfristig ausgewiesen.
Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 alle Aufwendungen, die den Erzeugnissen direkt zuzurechnen sind, sowie alle systematisch zuzurechnenden fixen und variablen Produktionsgemeinkosten. Sie enthalten damit neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da die Voraussetzungen für qualifizierte Vermögenswerte nicht erfüllt sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden im Wesentlichen nach der Methode des gleitenden Durchschnitts bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken ausreichend Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Die Ermittlung der Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht im Wesentlichen auf Einschätzungen und Beurteilungen der Kreditwürdigkeit und der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Kunden.
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit hierunter erfasste Forderungen im Rechtswege geltend gemacht werden, rechnet die Voltabox AG fest mit der vollständigen Durchsetzbarkeit seiner bilanzierten Ansprüche. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.
Die flüssigen Mittel beinhalten Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bestand der flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten). Der Konzern betreibt kein Cash-Pooling.
Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 3 7 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ermittelt, ohne diese mit Rückgriffsansprüchen zu verrechnen. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat, oder die Qualifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtungen auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen wurden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bewertet.
Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Erfüllungsverpflichtungen bzw. der tatsächliche Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von den Rückstellungsbeträgen abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich ggf. erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.
Die Voltabox AG erfasst Umsatzerlöse, wenn Leistungsverpflichtungen gegenüber Kunden durch die Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung erfüllt werden. Der Transaktionspreis ist die Gegenleistung, die das Unternehmen für die Übertragung der Güter und Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Variable Transaktionspreisbestandteile wie z. B. Rabatte, Skonti, Vertragsstrafen oder Kundenboni mindern die Umsatzerlöse. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen erfasst die Voltabox AG zeitpunkt- und zeitraumbezogen. Zeitraumbezogen werden Umsatzerlöse entweder in Höhe des Verhältnisses der in der Periode angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten realisiert oder in Höhe des Betrages erfasst, den das Unternehmen in Rechnung stellen darf. Von der Vereinfachung nach IFRS 1 5.B16 wird kein Gebrauch gemacht. Kosten für die Anbahnung eines Vertrages mit einem Kunden werden als Vermögenswert aktiviert, wenn die Voltabox AG davon ausgeht, dass sie diese Kosten zurückerlangt und diese Kosten direkt zurechenbar sind. Für die Auflösung des Vermögenswertes stellt die Voltabox AG die erfüllten Leistungsverpflichtungen der Gesamtsumme der Leistungsverpflichtungen des betreffenden Vertrages mit Kunden gegenüber.
Bei Verkäufen mit Rückgaberechten werden die Umsatzerlöse in der Höhe erfasst, welche der Erwartung des Unternehmens entsprechen. Die dem Umsatz zugehörigen Aufwandspositionen werden entsprechend angepasst. Die Voltabox AG erfasst für den nicht realisierten Umsatz einen Vermögenswert für den Rückgabeanspruch und eine Rückerstattungsverbindlichkeit bzw. nicht eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden folgende Schätzungen und Annahmen getroffen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:
Die Beurteilung ob mehrere Vermögenswerte zu einer einzigen Zahlungsmittelgenerierenden Einheit zusammen zu fassen sind, unterliegt einer Ermessensentscheidung des Konzerns.
Die beizulegenden Zeitwerte sowie die Aufteilung der Anschaffungskosten auf die erworbenen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden wurden basierend auf Erfahrungswerten und Einschätzungen über künftige Zahlungsmittelzuflüsse bestimmt. Die tatsächlichen Zahlungsmittelzuflüsse können von den erwarteten Beträgen abweichen.
Wie in den Grundsätzen der Rechnungslegung dargestellt, überprüft der Konzern jährlich und sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung auf Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. Obwohl der Vorstand davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte.
Zur Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten wurden Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Diskontsätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Zahlungsmitteln, die diese Vermögenswerte generieren, getroffen. Die Annahmen über den Zeitraum und die Höhe der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse basieren auf Erwartungen über die zukünftige Entwicklung des Auftragsbestands mit denjenigen Kunden, mit denen diese Entwicklungsprojekte durchgeführt werden. Die Dauer der betriebsgewöhnlichen Nutzung entspricht der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Gesellschaft verwendet seit dem Geschäftsjahr 2019 zur Werthaltigkeitsprüfung von IAS 38-Projekten künftige Umsatzgrößen, welche einen Abschlag für den Wahrscheinlichkeitseintritt berücksichtigten.
Die Frage wann im Wesentlichen alle mit dem Eigentum der finanziellen Vermögenswerten und Leasing-Gegenständen verbundenen signifikanten Chancen und Risiken auf andere Unternehmen übergehen, ist regelmäßig mit Ermessensentscheidungen behaftet.
Die Voltabox AG bilanziert einzelne Leasing-Komponenten und Nicht-Leasing-Komponenten getrennt. Liegt ein Leasing-Verhältnis vor, so wird dieser Vertrag anhand des vertraglich vereinbarten Entgeltes auf Basis der vertraglich vereinbarten relativen Einzelveräußerungspreisen der Leasing-Komponenten und des aggregierten Einzelveräußerungspreisen der Nicht-Leasing-Komponenten auf die einzelnen Leasing-Komponenten aufgeteilt. Dabei bestimmt die Voltabox AG den relativen Einzelveräußerungspreis anhand des Preises, den ein Leasing-Geber oder ein ähnlicher Lieferant der Voltabox AG für diese oder vergleichbare Komponenten gesondert berechnen würde. Dabei greift die Voltabox AG sofern kein beobachtbarer Markt vorliegt, auf Schätzungen zurück.
Die Voltabox AG trifft Annahmen über die Höhe des Grenzfremdkapitalzinssatzes im Rahmen des Ersatzansatzes von Leasing-Verhältnissen und stellt hier auf einen leicht beobachtbaren Zinssatz, der auf demselben Zahlungsprofil wie das des Leasing-Vertrages beruht ab. Andernfalls erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, d. h. dem Zinssatz, den der jeweilige Leasingnehmer zahlen müsste, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit unter vergleichbaren Bedingungen zu erwerben. Wenn möglich werden mit Dritten aufgenommene Finanzierungen des einzelnen Leasingnehmers als Ausgangspunkt verwendet. Sofern erforderlich werden diese angepasst, um Änderungen der Konditionen seit Erhalt der Finanzierung zu berücksichtigen. Liegen keine kürzlich aufgenommenen Finanzierungen mit Drittparteien vor, verwendet der Konzern als Ausgangspunkt einen risikofreien Zinssatz und passt diesen an das Kreditrisiko des Leasingnehmers an. Weitere Anpassungen betreffen darüber hinaus solche für die Laufzeit des Leasing-Verhältnisses, das wirtschaftliche Umfeld, die Währung des Leasing-Vertrags und die Besicherung.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt in Einzelfällen anhand der erwarteten Erlöse abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die tatsächlichen Erlöse und die noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.
Hinsichtlich der Bewertungsabschläge verweisen wir auf die Ausführungen zu den Vorräten im vorherigen Abschnitt.
Annahmen und Einschätzungen sind grundsätzlich für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 sowie für Eventualverbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte.
Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass dann eine Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Schulden erforderlich ist.
Der Betrag der aktiven latenten Steuern, der die passiven latenten Steuern des gleichen Steuersubjektes und der gleichen Steuerbehörde übersteigt, wird nur insoweit angesetzt, wie in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist und damit ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint. Zudem bestehen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Umkehreffekte nach IAS 1 2.29 a (ii). Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.
Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgten auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der später tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann insofern von den zum Bilanzstichtag bilanzierten sonstigen Rückstellungen abweichen.
Der Ansatz einer identifizierten Eventualverbindlichkeit im Rahmen einer Kaufpreisallokation basiert auf Annahmen, die der Vorstand auf Basis der zum Erwerbszeitpunkt vorliegenden Informationen ableitet.
Grundsätzlich können Voltabox Konzerngesellschaften Parteien in Rechtsstreitigkeiten sein. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet, soweit notwendig, Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt der Vorstand die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage, die formale Geltendmachung eines Anspruchs oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist.
Ermessensentscheidungen werden durch den Vorstand hinsichtlich der Zuordnung des Transaktionspreises zu den Leistungsverpflichtungen vorgenommen. Die Transaktionspreise werden auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die Leistungsverpflichtungen allokiert.
Bei Umsätzen mit Rückgaberechten nimmt das Unternehmen eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit vor, mit dem der Kunde die Rückgabe durchführen wird.
Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten, Materialien, Vertriebsrechten und Dienstleistungen, vermindert um Erlösschmälerungen.
Die Umsatzerlöse werden nach Produktsegmenten und der zeitraum- bzw. zeitpunktbezogenen Realisierung gegliedert. Die Voltabox AG verfügt im Geschäftsjahr 2019 über die Produktsegmente Voltapower, Voltaforce und Voltamotion. Zudem erfolgt ein getrennter Ausweis nach Regionen.
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| 2019 TEUR |
Voltapower | Voltaforce | Voltamotion | Konsolidierung | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| davon Inland | 38.306 | 5.102 | 0 | 0 | 43.408 |
| davon EU | 0 | 1.090 | 343 | 0 | 1.433 |
| davon Ausland | 26.564 | 0 | 0 | -14.788 | 11.776 |
| Summe geografische Gebiete | 64.870 | 6.192 | 343 | -14.788 | 56.617 |
| Zeitpunktbezogene Realisierung | 64.870 | 6.192 | 343 | -14.788 | 56.617 |
| Zeitraumbezogene Realisierung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Produkt-Segmente | 64.870 | 6.192 | 343 | -14.788 | 56.617 |
| Produktumsatz | 64.817 | 6.187 | 343 | -14.788 | 56.559 |
| Dienstleistungsumsatz | 53 | 5 | 0 | 0 | 58 |
| Summe der Umsatzerlösarten | 64.870 | 6.192 | 343 | -14.788 | 56.617 |
Im Geschäftsjahr 2018 haben sich die Umsatzerlöse wie folgt verteilt:
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| 2018 TEUR |
Voltapower | Voltaforce | Voltamotion | Konsolidierung | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| davon Inland | 48.945 | 2.124 | 3.098 | ||
| davon EU | 648 | 142 | 0 | ||
| davon Ausland | 13.707 | 53 | 0 | ||
| Summe geografische Gebiete | 63.300 | 2.319 | 3.098 | -1.808 | 66.909 |
| Zeitpunktbezogene Realisierung | 59.309 | 2.319 | 1.788 | ||
| Zeitraumbezogene Realisierung | 3.991 | 0 | 1.310 | ||
| Summe Produkt-Segmente | 63.300 | 2.319 | 3.098 | -1.808 | 66.909 |
| Produktumsatz | 58.480 | 2.289 | 0 | ||
| Dienstleistungsumsatz | 4.820 | 30 | 3.098 | ||
| Summe der Umsatzerlösarten | 63.300 | 2.319 | 3.098 | -1.808 | 66.909 |
Im Produktsegment Voltapower werden komplexe Lithium-Ionen-Batteriesysteme für anspruchsvolle industrielle Anwendungen hergestellt. Die Umsätze in diesem Segment wurden im Geschäftsjahr Zeitpunkt- und zeitraumbezogen realisiert. Die Umsatzrealisierung erfolgt mit Lieferung und Übertragung der Verfügungsgewalt an den Kunden. Zeitraumbezogene Umsätze ergeben sich aus vereinbarten Auftragsentwicklungen im Rahmen von langfristigen Fertigungs- und Lieferaufträgen. Es werden branchenübliche Zahlungsbedingungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente genutzt. Variable Gegenleistungen sind regelmäßig nicht vorhanden.
Das Produktsegment Voltaforce umfasst die Entwicklung und die Fertigung standardisierter Lithium-Ionen-Batterien für ausgewählte Segmente im Massenmarkt. Die Umsätze werden zeitpunktbezogen realisiert. Eine Realisierung erfolgt bei Lieferung der Waren. Die Verträge mit Kunden enthalten branchenübliche Zahlungsbedingungen ohne wesentliche Finanzierungskomponenten. Variable Gegenleistungen sind regelmäßig nicht vorhanden. Verträge mit Kunden in diesem Geschäftssegment enthalten Funktionsgarantien bezogen auf den vorgesehenen Verwendungszweck.
Das dritte Produktsegment Voltamotion, welches inzwischen abgeschrieben worden ist, umfasste Antriebstechnik und Leistungselektronik. Auch in diesem Segment wurden Umsätze im Wesentlichen zeitpunktbezogen realisiert. Eine Realisierung erfolgte bei Lieferung der Waren. Die Verträge mit Kunden enthielten branchenübliche Zahlungsbedingungen ohne wesentliche Finanzierungskomponenten. Variable Gegenleistungen waren regelmäßig nicht vorhanden. Das Produktsegment Voltamotion war am Standort Aachen angesiedelt. Die Voltabox AG hat sich im Rahmen der Fokussierungsstrategie im Geschäftsjahr 2019 dazu entschlossen, in den kommenden Geschäftsjahren die Produktsegmente Voltapower und Voltaforce zu forcieren und die Aktivitäten im Produktsegment Voltamotion zu beenden.
Zum 31. Dezember 2019 bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 31.085 (Vorjahr: TEUR 56.025 TEUR) und Vertragsvermögenwerte von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.298). Die Contract Assets wurden aufgrund von fehlender Realisierbarkeit und Planbarkeit in einer Höhe von TEUR 4.877 abgewertet.
Es wurden im Geschäftsjahr für einen Umsatz mit Rückgaberechten eine Umsatzminderung von TEUR 7.345 (Vorjahr: TEUR 0) erfasst.
In dem Geschäftsjahr wurde ein Carve Out der mit Voltamotion in Verbindung stehenden IP an zwei Automotive Unternehmen beschlossen. Dieses Geschäft wurde vor dem Hintergrund der infolge der Coronakrise stark eingeschränkten Möglichkeiten zur Monetarisierung durch die Käufer im Frühjahr 2020 rückabgewickelt. Eine Umsatzgenerierung im Berichtsjahr fand demzufolge nicht statt. Folglich liegt eine Wertminderung vor. Der Umsatz von 12,5 Millionen Euro muss entsprechend berichtigt werden. Aufgrund der Ausgliederung des Produktsegmentes Voltamotion erfolgte eine Anpassung der Buchwerte der Contract Assets.
Im Geschäftsjahr 2019 enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen folgende Positionen:
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2019 | 01.01.- 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsumrechnung | 701 | 1.368 |
| Erträge aus KFZ-Überlassung an Arbeitnehmer | 137 | 91 |
| Erträge aus Erstattung von Anzahlungen | 0 | 117 |
| Erträge aus Stromladestationen | 22 | 30 |
| übrige sonstige betriebliche Erträge | 948 | 532 |
| Summe der sonstigen betrieblichen Erträge | 1.808 | 2.139 |
Soweit in der Berichtsperiode Entwicklungsprojekte die Voraussetzungen nach IAS 3 8.21 sowie IAS 3 8.57 erfüllen und aktiviert werden, sind unter den anderen aktivierten Eigenleistungen projektbezogene Entwicklungskosten erfasst. Die aktivierten Beträge sind innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen. Daneben beinhalten die aktivierten Eigenleistungen Herstellungskosten von Prüfanlagen.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2019 | 01.01.- 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Projektbezogene Entwicklungskosten | 6.686 | 2.897 |
| Herstellungskosten von Prüfanlagen | 1.092 | 108 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 7.778 | 3.005 |
Im Geschäftsjahr 2019 waren Aufwendungen für die F&E von TEUR 10.923 (Vorjahr: TEUR 7.935) vorhanden.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2019 | 01.01.- 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 42.974 | 39.289 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.046 | 2.958 |
| Materialaufwand | 45.020 | 42.247 |
Der Personalaufwand betrug in der abgelaufenen Berichtsperiode TEUR 15.917 (Vorjahr: TEUR 13.622) und gliedert sich wie folgt:
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| TEUR | 01.01. 31.12.2019 | 01.01. 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 13.981 | 12.043 |
| Soziale Abgaben / Aufwendungen für Altersversorgung | 1.936 | 1.579 |
| Personalaufwand | 15.917 | 13.622 |
Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| 01.01.- 31.12.2019 | 01.01.- 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 131 | 164 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 60 | 71 |
| Personalbestand | 191 | 235 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen die folgenden Positionen:
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2019 | 01.01.- 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Währungsumrechnungen | 333 | 228 |
| Aufwendungen für Konzernumlagen und Verbundleistungen | 1.271 | 1.781 |
| Aufwendungen für Versicherungen | 632 | 278 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen für Entwicklungskosten und Prototypenmaterial | 2.546 | 1.504 |
| Aufwendungen für KFZ, Werbe- und Reisekosten | 1.002 | 992 |
| Aufwendungen für Gebäude und Miete | 284 | 1.386 |
| Aufwendungen für Fracht und Verpackung | 655 | 407 |
| Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen und IT | 2.416 | 2.070 |
| Aufwendungen für Gewährleistungen | 18 | 323 |
| übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.732 | 5.937 |
| Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen | 17.890 | 14.607 |
Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. In den Abschreibungen enthalten sind außerordentliche Abschreibungen in Höhe von 31,5 Mio. Euro. Detaillierte Aufstellungen hierzu sind in den Kapiteln zu den immateriellen Vermögenswerten, den Sachanlagen und den Finanzanlagen erfasst.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2019 | 01.01.- 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Finanzerträge | 9 | 2 |
| Zinserträge | 9 | 2 |
| Finanzierungsaufwendungen | -224 | -149 |
| Sonstige Finanz- und Zinsaufwendungen | -224 | -149 |
| Finanzergebnis | -215 | -147 |
Unter den sonstigen Finanz- und Zinsaufwendungen werden Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 371) erfasst.
In nachstehender Übersicht werden die Bruttoergebnisse aus Finanzinstrumenten untergliedert nach den Bewertungskategorien zusammengefasst. Die Buchwerte der Bewertungskategorien sind im Abschnitt (35) dargestellt.
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 9 | 2 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | 0 |
| 9 | 2 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -224 | -149 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | 0 |
| -224 | -149 |
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten beinhalten die saldierten Erträge und Aufwendungen aus Zinsen, Fair Value-Bewertungen, Währungsumrechnungen, Wertberichtigungen und Abgangseffekten.
Die Berechnung der inländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2019 in Höhe eines unverändert kombinierten Ertragssteuersatzes von 30 % (Vorjahr: 30 %). Darin sind einerseits ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15 % und ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % enthalten. Andererseits enthält dieser Ertragssteuersatz die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung der Aufteilung des Gewerbesteuermessbetrags auf die Gemeinden, in denen sich die Zweigniederlassungen des Unternehmens befinden. Die Berechnung der ausländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2019 in Höhe eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 27,6 % (Vorjahr: 27,6 %). Es ergibt sich ein Konzernsteuersatz von 28,8 % (Vorjahr: 28,8 %).
Der Ertragssteueraufwand im Geschäftsjahr 2019 ergibt sich aus nachfolgender Tabelle.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2019 | 01.01.- 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | -618 | 618 |
| Tatsächliche Steuern Inland | -618 | 618 |
| Tatsächliche Steuern Ausland | 0 | 0 |
| Latente Steuern | -5.265 | 2.268 |
| Latente Steuern Inland | -5.091 | 1.468 |
| Latente Steuern Ausland | -174 | 799 |
| Ertragsteuern | -5.883 | 2.885 |
Die aktivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.246 (Vorjahr: TEUR 72) betreffen zum Ende der Berichtsperiode mit TEUR 4.246 (Vorjahr: TEUR 0) das Inland und mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 72) das Ausland. Die passivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 6.630 (Vorjahr: TEUR 7.722) betreffen zum Ende der Berichtsperiode mit TEUR 5.304 (Vorjahr: TEUR 7.650) das Inland und mit TEUR 1.326 (Vorjahr: TEUR 72) das Ausland.
Aktivische und passivische latente Steuern wurden im Zusammenhang mit folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Aktivische latente Steuern | Passivische latente Steuern | Aktivische latente Steuern | Passivische latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 1.670 | 0 | 5.846 |
| Sachanlagen | 4.246 | 4.099 | 0 | 0 |
| Forderungen und übrige Vermögenswerte | 0 | 861 | 72 | 1.876 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verlustvorträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktive und passive latente Steuern vor Saldierung | 4.246 | 6.630 | 72 | 7.722 |
| Saldierung | -4.099 | -4.099 | -72 | -72 |
| Aktive und passive latente Steuern nach Saldierung | 147 | 2.531 | 0 | 7.650 |
Der Anstieg der latenten Steuern aus Sachanlagen und Nutzungsrechten resultiert aus der Einführung des IFRS 1 6.
In Deutschland sind die Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für die ausländischen Verlustvorträge aus der Voltabox of Texas, Inc. ist die Nutzbarkeit auf 20 Jahre begrenzt. Verlustvorträge der Voltabox of Texas, Inc., die ab dem Geschäftsjahr 2019 entstanden sind, können unbegrenzt vorgetragen werden.
Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden im Inland auf einen Gesamtbetrag von TEUR 109.205 (Vorjahr: TEUR 0) und im Ausland von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 18.893) nicht angesetzt.
Folgende Tabelle zeigt die steuerlichen Verlustvorträge nach dem Jahr ihrer Entstehung und dem Jahr, in dem ihre Nutzbarkeit endet:
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| Entstehungsjahr | Betrag (TEUR) |
Ende der Nutzbarkeit |
|---|---|---|
| 2014 | 1.761 | 2034 |
| 2015 | 2.916 | 2035 |
| 2016 | 3.155 | 2036 |
| 2017 | 5.115 | 2037 |
| 2018 | 5.946 | unbegrenzt |
| 2019 | 109.205 | unbegrenzt |
Gemäß IAS 1 2.81 (c) ist der tatsächliche Steueraufwand mit dem Steueraufwand zu vergleichen, der sich bei Verwendung der anzusetzenden Steuersätze auf das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern ergeben würde. Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Überleitung vom rechnerischen Steueraufwand zum tatsächlichen Steueraufwand.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2019 | 01.01.- 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -107.807 | 5.764 |
| Rechnerischer Steueraufwand bei einem Steuersatz von 28,8 % (Vj.: 28,8 %) | -31.048 | 1.660 |
| Abweichung lokaler Steuersätze vom Konzernsteuersatz | 0 | 0 |
| Steuerfreie Erträge | 0 | 0 |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben | 0 | 0 |
| Nichtansatz latenter Steuern | 23.700 | 1.225 |
| Goodwill-Impairments | 2.927 | 0 |
| Verlust aus Verschmelzung im Einzelabschluss | -1.462 | 0 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | -5.883 | 2.885 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) errechnet sich aus der Division des Ergebnisses der Berichtsperiode durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien betrug in der Berichtsperiode 15.825.000 (Vorjahr: 15.825.000)
Bei einem Ergebnis der Berichtsperiode in Höhe von TEUR -101.924 (Vorjahr: TEUR 2.579) ergibt sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie (Basic) in Höhe von EUR -6,44 (Vorjahr: EUR 0,16).
Aktienoptionspläne führen grundsätzlich zu einer solchen potenziellen Verwässerung des Ergebnisses je Aktie. Innerhalb des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 bestanden wie im Vorjahr keine Optionsrechte zum Bezug von Aktien der Voltabox AG.
Die Entwicklung und Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte sowie der Sach- und Finanzanlagen ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Erläuterungen zu den Investitionen befinden sich im zusammengefassten Lagebericht.
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 8.044 (Vorjahr: TEUR 19.206) aktiviert. Interne Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 5.155 (Vorjahr: TEUR 3.005) wurden als immaterielle Vermögenswerte in der Berichtsperiode aktiviert. Bezüglich des Entwicklungsaufwands des Geschäftsjahres verweisen wir auf Abschnitt "Sonstige Steuerungsgrößen" des zusammengefassten Lageberichts.
Die planmäßigen Abschreibungen der Berichtsperiode betragen TEUR 1.582 (Vorjahr: TEUR 2.491). Die Abschreibungsdauer der Entwicklungsprojekte steht in Abhängigkeit zum erwarteten Nutzungszeitraum und beginnt mit der Fertigstellung.
Die aktivierten Entwicklungskosten wurden gemäß IAS 36 einem Wertminderungstest unterzogen. Der Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36 betrug im Berichtsjahr TEUR 12.021 (Vorjahr: TEUR 374).
Der erzielbare Betrag der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf einer vom Vorstand verabschiedeten Umsatzplanung basieren. Die Umsatzplanung beinhaltet einen Planungszeitraum von fünf Jahren, das Wachstum wird für jedes Produkt entsprechend den vorliegenden Marktanalysen festgelegt. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete risikoadjustierte Diskontierungsfaktor beträgt 6,63 %. Der verwendete Fremdkapitalzinssatz beträgt im Geschäftsjahr 2019 4,0 % (Vorjahr: 4,0 %).
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) und der in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standards IAS 36 (Impairment of Assets) und IAS 38 (Intangible Assets) unterliegen Geschäfts- und Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen.
Hierbei werden Geschäfts- oder Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, jährlich auf eine mögliche Wertminderung überprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung auch häufiger durchzuführen.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden im Voltabox-Konzern die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit", CGU) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag ("Recoverable Amount"), d. h. dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis ("Fair Value less Costs to Sell") und seinem Nutzungswert ("Value in Use"), verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust ("Impairment Loss") vor. Der erzielbare Betrag wird durch die Ermittlung des Nutzwertes mittels der Discounted Cashflow-Methode bestimmt. Die Cashflows zur Bestimmung der Nutzungswerte wurden auf der Grundlage der Mittelfristplanung des Managements ermittelt. Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung unter Berücksichtigung von bereits initiierten strategischen und operativen Maßnahmen zur Geschäftsfeldsteuerung. Der Zeitraum für den Detail-Planungshorizont beträgt in der Regel fünf Jahre.
Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Eigenkapitalkosten werden dabei aus einer Peer Group-Analyse des relevanten Marktes und damit aus verfügbaren Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze, sog. WACC vor Steuern, die zur Diskontierung der Cashflows angewandt worden sind, beträgt für die Zahlungsmittelgenerierende Einheit Europa 9,89 % und für Nord Amerika 9,86 %. Die Wachstumsannahme nach dem Detailplanungszeitraum beträgt 2,03 %.
Die Firmenwerte zum 31. Dezember 2019 können folgenden CGU zugeordnet werden:
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| Gesellschaft | Betrag | CGU |
|---|---|---|
| ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH | 0 | EUROPA |
| Voltabox of Texas, Inc. | 0 | NORDAMERIKA |
| Concurrent Design, Inc. | 0 |
Zum Geschäftsjahresende 2019 wurde der Firmenwert der Concurrent Design, Inc. in voller Höhe wertberichtigt, da nach der Verschmelzung mit der Voltabox of Texas, Inc. und der Fokussierung als interner Entwicklungsdienstleister der ursprüngliche Ansatzgrund für einen Firmenwert nachhaltig entfallen ist. Der Firmenwert betrug zum 31. Dezember 2018 TEUR 2.580. Der Firmenwert der Voltabox of Texas, Inc., der zum 31. Dezember 2018 TEUR 3.187 betrug, wurde ebenfalls auf TEUR 0 korrigiert. Ebenfalls wurde der Firmenwert der ACCURATE-SMART BATTERY SYSTEMS-GmbH abgeschrieben. Dieser betrug am 31. Dezember 2018 TEUR 4.121. Da die Vermögensgegenstände der Voltabox of Texas, Inc. und der Accurate - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH aufgrund der angepassten Absatzplanungen nicht mehr im geplanten Umfang nutzbar sind, erfolgt eine vollständige Abschreibung.
Die planmäßigen Abschreibungen der Berichtsperiode betragen TEUR 1.266 (Vorjahr: TEUR 1.116). Das Grundstück und das Gebäude in den USA sind durch Grundpfandrechte zur Sicherung von langfristigen Bankkrediten belastet, wurde jedoch zum Geschäftsjahresende 2019 veräußert.
Teile des beweglichen Anlagevermögens werden über Leasing-Verträge finanziert, die regelmäßig eine Laufzeit von 4 bis 5 Jahren haben. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasing-Raten werden als Verbindlichkeiten passiviert. Der Nettobuchwert der aktivierten Vermögenswerte aus den Leasing-Verträgen zum 31. Dezember 2019 beträgt TEUR 14.799 (Vorjahr: TEUR 42). Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasing-Raten betragen TEUR 14.799 (Vorjahr: TEUR 42) und werden als Verbindlichkeiten zu ihrem Barwert passiviert. Die aktivierten Vermögenswerte aus Leasing-Verträgen betreffen ausschließlich technische Anlagen und Maschinen. Der überwiegende Teil der Leasing-Verträge enthält Regelungen über den Eigentumsübergang ohne weitere Zahlungen nach vollständiger Erfüllung aller Verpflichtungen während der Grundmietzeit (Vollamortisation). Im Übrigen wurden keine festen Vereinbarungen über die weitere Nutzung der Leasing-Gegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit getroffen. Die Voltabox AG geht jedoch davon aus, dass die Leasing-Gegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit günstig erworben beziehungsweise zu einem günstigen Mietzins weiter genutzt werden können.
Die geleisteten Anzahlungen für Maschinen und Anlagen betrugen im Berichtsjahr TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 355).
Im Berichtsjahr betrug der Ertrag aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens TEUR 7.275 (Vorjahr: TEUR 0).
Der Konzern mietet bzw. least verschiedene Büro- und Lagergebäude, Anlagen und Fahrzeuge. Diese Vertragsverhältnisse werden in der Regel für feste Zeiträume von 6 bis 180 Monate abgeschlossen.
Der Zugangs- und der Abschreibungsbetrag und der Restbuchwert für die Nutzungsrechte kann dem Abschnitt (38) entnommen werden. Der Zinsaufwand der Leasing-Verbindlichkeiten betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 226.
Der Aufwand für kurzfristige Leasing-Verhältnisse die nicht bilanziert wurden betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 887.
Im Geschäftsjahr 2019 lag kein Aufwand für variable Leasing-Zahlungen vor, der nicht in die Bewertung der Leasing-Verbindlichkeit einbezogen wurde und kein Ertrag aus einem Unter-Leasing.
Die Voltabox of Texas, Inc. verkaufte im Berichtsjahr ein bebautes Grundstück an Dritte. Aus dieser Transaktion resultierte ein sonstiger betrieblicher Ertrag von TEUR 1.956. Das bebaute Grundstück wird in Form eines Sale-and-Lease-back-Vertrages bis Ende 2034 zurückgemietet. Es wurde eine Staffelmiete vereinbart. Die Jahresmiete für 2020 beträgt TEUR 760. Die Leasingverbindlichkeit und das aktivierte Nutzungsrecht betragen zum 31. Dezember 2019 TEUR 10.839. Die Übertragung des Vermögenswertes erfüllt die Anforderungen des IFRS 1 5 und ist im Geschäftsjahr als Verkauf zu bilanzieren. Die Voltabox AG erfasst den Gewinn aus dem Verkauf in der Höhe, wie er sich auf die auf den Käufer übertragenen Rechte bezieht. Für die Rechte am Vermögenswert, welche die Voltabox of Texas, Inc. zurückgeleast hat, wurde kein Gewinn realisiert.
Die Zahlungsmittelabflüsse aus Leasing-Verhältnissen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 621.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ausgeübt, die eine Auswirkung auf künftige Zahlungsmittelabflüsse haben. Es liegen keine Restwertgarantien oder nicht begonnene Leasing-Verhältnisse vor, die einen wesentlichen Einfluss auf künftige Zahlungsmittelabflüsse haben.
Sonstige langfristige Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen per 31. Dezember 2019 :
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| ― | Mietvorauszahlung von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.549) |
| ― | Contract Assets von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.298) |
| ― | Beteiligung an ForkOn GmbH TEUR 1.400 (Vorjahr: TEUR 0) |
Die Mietvorauszahlung stellte eine Anzahlung im Rahmen eines Immobilien-Leasing dar.
Zusätzliche Informationen zu Finanzinstrumenten sind im Kapitel (35) enthalten.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.162 | 8.829 |
| Unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen | 6.498 | 8.262 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 13 | 10.137 |
| Vorräte | 15.674 | 27.228 |
Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode wie im Vorjahr ebenfalls nicht vorgenommen. Wertminderungen auf Vorräte wurden in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 48.033 (Vorjahr: TEUR 953) vorgenommen. Zum Bilanzstichtag dienten wie im Vorjahr keine Vorräte der Besicherung von Verbindlichkeiten.
Die Voltabox AG erhöht aufgrund der Intensität der Vorräte und dem rückläufigen Warenumschlag in diesem Abschluss die Abschreibungssätze aufgrund von Liegezeitabwertungen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden um TEUR 48.033 (Vorjahr: TEUR 0) wertberichtigt. Darin enthalten sind Module, Bauteile und Komponenten einer alten Generation, die wirtschaftlich nicht mehr genutzt werden können.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leitet sich wie folgt her:
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto | 31.116 | 56.025 |
| abzgl. Wertberichtigungen | 31 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 31.085 | 56.025 |
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Forderungen von TEUR 13.640 (Vorjahr: TEUR 0) ausgebucht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, sofern möglich und durch den Vorstand beabsichtigt, im Rahmen des Factorings abgetreten. Zum Stichtag sind keine Forderungen vorhanden, deren Abtretung im folgenden Berichtsjahr im Rahmen des Factorings erfolgen wird. Daher sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Bewertungskategorie AC nach IFRS 9 zugeordnet.
Im Rahmen des Factorings geht das Risiko auf den Factoring-Geber über.
Die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| TEUR | Buchwert | davon weder wertgemindert noch überfällig | davon wie folgt überfällig aber nicht wertgemindert | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 0 - 30 Tage | 30 - 60 Tage | 60 - 90 Tage | >90 Tage | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 31.116 | 28.668 | 779 | 932 | 69 | 668 |
| Erfasste Wertminderung | 31 | 0 | 0 | 0 | 0 | 31 |
| Nettobetrag | 31.085 | 28.668 | 779 | 932 | 69 | 637 |
| 31.12.2018 | 0 - 30 Tage | 30 - 60 Tage | 60 - 90 Tage | >90 Tage | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 56.025 | 54.234 | 22 | 1.681 | 45 | 42 |
| Erfasste Wertminderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nettobetrag | 56.025 | 54.234 | 22 | 1.681 | 45 | 42 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungsbestands lagen zum Bilanzstichtag keinerlei Hinweise vor, die darauf hindeuten, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten:
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
|---|---|---|---|---|
| AC | FVPL | FVOCI | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sperrkonto für Veritätsgarantie | 93 | 0 | 0 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 136 | 0 | 0 | 165 |
| Contract Assets/ vertragliche Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 3.988 |
| Übrige Vermögenswerte | 512 | 0 | 0 | 2.330 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 741 | 0 | 0 | 6.483 |
Die Voltabox AG verpfändet im Rahmen des Factorings eine Sichteinlage zugunsten der FactoringBank. Dieses Konto sichert die Veritätsgarantie der Voltabox AG für verkaufte Forderungen ab. Übrige Kontensalden mit Kreditinstituten können im Insolvenzfall auf sämtliche zwischen den betreffenden Kontrahenten bestehende Guthaben und Verbindlichkeiten aufgerechnet werden.
Die Überfälligkeiten der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| TEUR | Buchwert | davon weder wertgemindert noch überfällig | davon wie folgt überfällig aber nicht wertgemindert | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 0 - 30 Tage | 30 - 60 Tage | 60 - 90 Tage | >90 Tage | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 741 | 741 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2018 | 0 - 30 Tage | 30 - 60 Tage | 60 - 90 Tage | >90 Tage | ||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 6.483 | 6.483 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten lagen zum 31.12.2019 keine Anhaltspunkte vor, dass nennenswerte Zahlungsausfälle eintreten werden.
Die Kassenbestände und Bankguthaben sind zum Nennbetrag bilanziert. Die flüssigen Mittel beinhalten mit TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) den Kassenbestand und mit TEUR 5.034 (Vorjahr: TEUR 28.232) Bankguthaben.
Die Voltabox AG betreibt kein Cash-Pooling mit Konzerngesellschaften und dem Mutterunternehmen.
Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Eigenkapitals für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 ist in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Das Grundkapital der Voltabox AG beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 15.825 (Vorjahr: TEUR 15.825) und ist in 15.825.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt.
Darlehensgewährungen der Voltabox AG an die Voltabox of Texas, Inc. stellen eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Daraus entstandene Währungskurseffekte werden erfolgsneutral im Eigenkapital in der Währungsumrechnungsrücklage ausgewiesen. Darüber hinaus betrifft dieser Posten Währungsumrechnungskursdifferenzen aus der Stichtagsumrechnung des Jahresabschlusses der im Konzernabschluss einbezogenen Voltabox of Texas. Die Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember 2019 beträgt TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 474).
Der Erstansatz der Leasing-Verbindlichkeit umfasst die zum Barwert der noch nicht geleisteten LeasingZahlungen zum Bereitstellungsdatum. Die Abzinsung erfolgt mit dem zugrundeliegenden konstanten Zinssatz. Sofern dieser nicht vorliegt, nutzt die Voltabox AG einen Grenzfremdkapitalzinssatz, der bei vergleichbaren Leasing-Finanzierungen zugrunde gelegt wird. Nicht geleistete Leasing-Zahlungen umfassen
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| ― | alle fest vereinbarten Zahlungen abzüglich erhaltenen Leasing-Anreizen, |
| ― | variable Leasing-Zahlungen, |
| ― | Beträge die zum Laufzeitende im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich entrichtet werden müssen, |
| ― | der Ausübungspreis einer Kaufoption, sofern die Ausübung hinreichend sicher ist und |
| ― | Strafzahlungen für eine Kündigung, sofern deren Ausübung hinreichend sicher ist. |
Der Buchwert der Leasing-Verbindlichkeit wird nach Bereitstellung zum Stichtag jeweils um den Zinsaufwand erhöht und um geleistete Zahlungen vermindert. Eine Neubewertung der Leasing-Verbindlichkeit wird unmittelbar berücksichtigt.
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| TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 2.094 | 5.593 | 12.446 | 20.132 |
| Zukünftige Zinszahlungen | -469 | -1.609 | -3.877 | -5.954 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Leasing (Tilgungsanteil) | 1.625 | 3.984 | 8.569 | 14.178 |
| davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 12.553 | |||
| davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 1.625 |
In diesem Zusammenhang weisen wir auf die Umstellungseffekte des IFRS 16 im Abschnitt (4) zum 01. Januar 2019 hin.
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| TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 26 | 18 | 0 | 44 |
| Zukünftige Zinszahlungen | -1 | -1 | 0 | -2 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Leasing (Tilgungsanteil) | 25 | 17 | 0 | 42 |
| davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 17 | |||
| davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 25 |
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen insgesamt TEUR 544 (Vorjahr: TEUR 3.681), wobei Besicherungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 544 (Vorjahr: TEUR 3.681) bestehen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden für Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.280) und durch die Sicherungsübereignung von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 543 (Vorjahr: TEUR 970) besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besitzen eine Laufzeit von:
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| TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 269 | 275 | 0 | 544 | 3.680 |
Für die fest vereinbarten Kredite besteht kein Zinsänderungsrisiko. Für Darlehen mit variabel vereinbartem Zins von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.280) besteht ein Zinsänderungsrisiko (siehe Abschnitt (36)).
Die Verbindlichkeiten werden der IFRS 9 Bewertungskategorie AC zugeordnet.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten folgende Posten:
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 634 | 2.392 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 2.745 | 2.369 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.379 | 4.761 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen aus ausstehenden Urlaubsansprüchen, sowie Mitarbeiterboni und -tantiemen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten besitzen eine Laufzeit von:
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| TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 634 | 0 | 0 | 634 | 2.392 |
| davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 0 | 0 | |||
| davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 634 | 2.392 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten werden der IFRS 9 Bewertungskategorie AC zugeordnet.
Die sonstigen Rückstellungen sind ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig und entwickelten sich wie folgt:
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| TEUR | 01.01.2019 | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Rückstellungen | 467 | 592 | 25 | 3.946 | 3.796 |
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Garantie- und Gewährleistung von TEUR 743 (Vorjahr: TEUR 433) sowie TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 28) für Rücknahmeverpflichtungen für Altbatterien sowie übrige Rückstellungen enthalten. Darin sind außerdem Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 359) enthalten. Darüber hinaus wurde eine Drohverlustrückstellung von TEUR 3.015 (Vorjahr: TEUR 0) erfasst. Für die Ermittlung der Rückstellung vor dem Hintergrund der Rücknahmeverpflichtungen von Altbatterien wurden eine Rücklaufquote von 70 % sowie eine Wiederverwertbarkeit von 75 % der zurückgenommenen Batterien angenommen. Aufgrund möglicher zukünftiger Erträge aus Rohstoffverwertung wurde eine Bandbreite der zu bildenden Rückstellung ermittelt. Die Rückstellung bemisst sich zum Jahresabschluss an den wahrscheinlich anfallenden abgezinsten Entsorgungskosten.
Dieser Abschnitt gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Finanzinstrumente der Voltabox AG. Die folgende Übersicht fasst die Buchwerte der im Konzernabschluss enthaltenen Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien der IFRS zusammen:
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 44.240 | 107.441 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 1.400 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 45.640 | 107.441 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 30.991 | 18.297 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | 0 |
| 30.991 | 18.297 |
Die Voltabox AG hat keine Umgliederungen zwischen diesen Kategorien im Geschäftsjahr 2019 vorgenommen.
Die Buch- und Zeitwerte der kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte betragen zum Stichtag:
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| 31.12.2019 | AC | FVPL | FVOCI | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | FV | BW | FV | BW | FV |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||||
| Flüssige Mittel | 5.036 | 5.036 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 31.085 | 31.085 | ||||
| Forderungen gegen nahestehende Personen | 5.327 | 5.327 | ||||
| Beteiligung | 1.400 | 1.400 | 0 | 0 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 2.792 | 2.792 | ||||
| Summe Aktiva | 44.240 | 44.240 | 1.400 | 1.400 | 0 | 0 |
| PASSIVA | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 544 | 544 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.418 | 12.418 | ||||
| Leasing-Verbindlichkeiten | 14.178 | 14.178 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.851 | 3.851 | ||||
| Summe Passiva | 30.991 | 30.991 | 0 | 0 |
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| 31.12.2018 | AC | FVPL | FVOCI | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | FV | BW | FV | BW | FV |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||||
| Flüssige Mittel | 28.234 | 28.234 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 56.025 | 56.025 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen nahestehende Personen | 11.683 | 11.683 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 11.469 | 11.233 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Aktiva | 107.411 | 107.175 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PASSIVA | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.722 | 3.722 | 0 | 0 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.257 | 9.257 | 0 | 0 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.318 | 5.318 | 0 | 0 | ||
| Summe Passiva | 18.297 | 17.955 | 0 | 0 |
Die Voltabox AG hält keine Barsicherheiten und nimmt keine bilanziellen Saldierungen vor. Derivative Finanzinstrumente, Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in der Konzernbilanz brutto ausgewiesen.
Die Voltabox AG verpfändet im Rahmen des Factorings eine Sichteinlage zugunsten der FactoringBank. Dieses Konto sichert die Veritätsgarantie der Voltabox AG für verkaufte Forderungen ab. Übrige Kontensalden mit Kreditinstituten können im Insolvenzfall auf sämtliche zwischen den betreffenden Kontrahenten bestehende Guthaben und Verbindlichkeiten aufgerechnet werden. Gegenwärtig hat die Voltabox AG weder einen Rechtsanspruch auf Verrechnung noch beabsichtigt die Voltabox AG, einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Es sind keine wesentlichen Saldierungspotenziale beteiligter Parteien im Insolvenzfall vorhanden.
Die Voltabox AG hat keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheit für finanzielle Schulden gestellt. Die Voltabox AG hält keine Sicherheiten im Hinblick auf finanzielle Vermögenswerte.
Voltabox unterscheidet einbringliche von zweifelhaften beziehungsweise notleidenden und uneinbringlichen finanziellen Vermögenswerten. Für einbringliche finanzielle Vermögenswerte erfolgt die Abwertung nach dem erwarteten 12-Monats Kreditverlust. Für zweifelhaftes beziehungsweise notleidendes Finanzvermögen erfolgt eine Abwertung in Höhe des bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverlusts. Uneinbringliche Forderungen werden als Abgang erfasst. Eine Forderung gilt als notleidend (Definition of Default), wenn wesentliche Gründe dafür sprechen, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Voltabox AG nicht nachkommt.
Die folgende Übersicht fasst die Kreditqualität und das maximale Ausfallrisiko der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte nach den zuvor genannten Kategorien zusammen:
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| 31.12.2019 TEUR |
Kreditqualität | Behandlung | Bruttobuchwert | Wertberichtigung | Nettobuchwert |
|---|---|---|---|---|---|
| Darlehen | einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 |
| einbringlich | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |||
| Sonstige Vermögenswerte | einbringlich | 12-month ECL | 2.792 | 0 | 2.792 |
| einbringlich | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 2.792 | 0 | 2.792 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | lifetime ECL | simplified approach | 31.116 | 31 | 31.085 |
| lifetime ECL | simplified approach | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 31.116 | 31 | 31.085 | |||
| Forderungen gegen nahestehende Personen | einbringlich | 12-month ECL | 5.327 | 0 | 5.327 |
| einbringlich | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 5.327 | 0 | 5.327 | |||
| Flüssige Mittel | einbringlich | 12-month ECL | 5.036 | 0 | 5.036 |
| einbringlich | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 5.036 | 0 | 5.036 |
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| 31.12.2018 TEUR |
Kreditqualität | Behandlung | Bruttobuchwert | Wertberichtigung | Nettobuchwert |
|---|---|---|---|---|---|
| Darlehen | einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 |
| einbringlich | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |||
| Sonstige Vermögenswerte | einbringlich | 12-month ECL | 11.469 | 0 | 11.469 |
| einbringlich | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 11.469 | 0 | 11.469 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | lifetime ECL | simplified approach | 56.025 | 0 | 56.025 |
| lifetime ECL | simplified approach | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 56.025 | 0 | 56.025 | |||
| Forderungen gegen nahestehende Personen | einbringlich | 12-month ECL | 11.683 | 0 | 11.683 |
| einbringlich | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 11.683 | 0 | 11.683 | |||
| Flüssige Mittel | einbringlich | 12-month ECL | 28.234 | 0 | 28.234 |
| einbringlich | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 28.234 | 0 | 28.234 |
Wertberichtigungen zu Darlehen und zu sonstigen Forderungen erfasst Voltabox unter Berücksichtigung vergangener Ereignisse und Erwartungen zur künftigen Entwicklung des Kreditrisikos. Die Methoden zur Bemessung der Wertberichtigung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Der Saldo der Wertberichtigungen hat sich wie folgt entwickelt:
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| TEUR | |
|---|---|
| 01.01.2019 | 0 |
| Anpassungen durch Veränderungen der Bonitätsparameter | |
| Erhöhung aus Neubewertung von Forderungen | 31 |
| Reduzierung aufgrund von Wertaufholungen | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Reduzierung aufgrund der Ausbuchung von Vermögenswerten | 0 |
| Erhöhung aufgrund der Aktivierung von Vermögenswerten | 0 |
| 31.12.2019 | 31 |
Bei den flüssigen Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben. Der VoltaboxKonzern legt Zahlungsmittelbestände ausschließlich bei Banken mit höchster Kreditwürdigkeit und Ausfallwahrscheinlichkeiten nahe Null an. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf die Erfassung der Wertberichtigung verzichtet. Bei einer signifikanten Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit sind die Konzerngesellschaften angewiesen, Zahlungsmittelbestände unverzüglich abzuziehen. Aus diesem Grund entfallen die Zahlungsmittelbestände entweder auf Kategorie einbringlich (12-month ECL) oder uneinbringlich (Lifetime ECL). Die Veränderung der Buchwerte der uneinbringlichen Zahlungsmittelbestände ist auf die Währungsumrechnung zurückzuführen.
Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden - dem vereinfachten Ansatz nach IFRS 9.5.5.15 entsprechend - durchgängig mit dem bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverlust bewertet.
Bei der Ermittlung der Wertberichtigung werden die Forderungen in Risikokategorien unterteilt und mit unterschiedlichen Wertminderungssätzen belegt. Forderungen werden abgeschrieben, wenn sich ein Schuldner in schwerwiegenden finanziellen Schwierigkeiten befindet und keine Aussicht auf Eintreibung besteht.
Gesellschaften des Voltabox-Konzerns ermitteln das Ausfallrisiko nach individuellen Ansätzen unter Berücksichtigung geschäftsbereichsspezifischer Risiken. Dabei greifen die Gesellschaften unter anderem auf Daten der Schufa, historische Ausfallraten und kundenindividuelle zukunftsbezogene Kreditrisikoanalysen zurück. Die Voltabox AG verfügt über keinen wesentlichen Bestand überfälliger Vermögenswerte.
Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen entsprechen dem Fair Value der Forderungen und Verbindlichkeiten. Da es sich hierbei nicht um Posten gegenüber Konzernexternen handelt, unterbleiben bezüglich dieser Forderungen und Verbindlichkeiten weitere Angaben in diesem und dem folgenden Abschnitt.
Der nachfolgende Abschnitt erläutert die Positionen des Konzerns im Hinblick auf finanzielle Risiken und wie sich diese auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in der Zukunft auswirken können.
Die Risiken aus Finanzinstrumenten, deren Auswirkung und deren Management wird nachfolgend dargestellt:
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| Risiko | Risiken aus | Bewertung | Management |
|---|---|---|---|
| Marktpreisschwankungen | zukünftigen Transaktionen | Cashflow-Prognosen | Markt- und Wertanalyse der Produkte |
| Fremdwährungsrisiken | Zukünftigen Transaktionen | Cashflow-Prognose und Sensitivitätsanalyse | Divisen-Termingeschäfte und Divisen-Optionen |
| Zinsrisiken | Variable Zinssätze | Sensitivitätsanalyse | Zinsswaps |
| Liquiditätsrisiken | fehlender Refinanzierung der Geschäftstätigkeit und Profitabilität | Rollierendes Liquiditätsmanagement | Akquisition von Darlehensmitteln und Kreditlinien |
| Ausfallrisiken | Zahlungsmitteln, Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | Altersstrukturanalyse und Bonitätsbeurteilung | Diversifizierungsstrategie für Bankguthaben, Warenkreditversicherung |
Die aufgeführten Risiken können erhebliche Auswirkungen auf die Cashflows, die Ertragskraft und die Vermögensverhältnisse der Voltabox AG haben.
Aus verschiedenen Methoden der Risikoanalyse und des Risikomanagements hat der Voltabox-Konzern ein innerbetriebliches System der Sensitivitätsanalyse implementiert. Die Sensitivitätsanalyse ermöglicht es dem Konzern, Risikopositionen in den Geschäftseinheiten zu identifizieren. Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert das Risiko, das sich innerhalb der gegebenen Annahmen realisieren kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden. Hierzu wird unterstellt:
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| ― | eine Aufwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen um 10 Prozentpunkte |
| ― | eine Parallelverschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt) |
Die potenziellen Auswirkungen aus der Sensitivitätsanalyse stellen Abschätzungen dar und basieren auf der Annahme, dass die unterstellten negativen Marktveränderungen eintreten. Die tatsächlichen Auswirkungen können sich hiervon, aufgrund abweichender Marktentwicklungen, deutlich unterscheiden.
Marktpreisschwankungen können für Voltabox zu erheblichen Cashflow- sowie Gewinnrisiken führen. Zur Überwachung des Marktpreisrisikos führt die Voltabox AG regelmäßig Marktanalysen durch. Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit werden im Rahmen der Entwicklung von Neuprodukten Wertanalysen vorgenommen.
Die Voltabox AG ist aufgrund der internationalen Ausrichtung im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursschwankungen können zu nicht erwünschten Ergebnis- und Liquiditätsschwankungen führen. Für die Voltabox AG ergibt sich das Währungsrisiko aus den Fremdwährungspositionen und den möglichen Änderungen der entsprechenden Wechselkurse. Die Unsicherheit der künftigen Entwicklung wird hierbei als Wechselkursrisiko bezeichnet. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen Voltabox Finanzinstrumente eingeht. Die Voltabox AG begrenzt das Risiko, indem es Einkäufe und Verkäufe von Waren und Dienstleistungen hauptsächlich in der jeweiligen Landeswährung abrechnet.
Die Sensitivität auf Schwankungen der Fremdwährungen ermittelt Voltabox durch Aggregation der Nettowährungsposition des operativen Geschäfts, welches nicht in der funktionalen Währung des Konzerns abgebildet wird. Dabei wird die Sensitivität durch Simulation einer 10 % Abwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen berechnet. Die simulierte Aufwertung des Euro hätte zum 31. Dezember 2019 zu einer Veränderung zukünftiger Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 401 (Vorjahr: TEUR 414) geführt. Soweit zukünftige Einkäufe nicht gegen Währungsrisiken gesichert sind, hätte eine Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage, da bei dem Konzern die Fremdwährungsabflüsse die Fremdwährungszuflüsse übersteigen.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über das Nettofremdwährungsrisiko nach den einzelnen Hauptwährungen zum 31. Dezember 2019. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | USD | Übrige | USD | Übrige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Transaktionsbezogenes Fremdwährungsrisiko | ||||
| Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen | 21.388 | 1 | 1.167 | 264 |
| Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 21.388 | 1 | 1.167 | 264 | |
| Netto-Exposure Fremdwährungspositionen | 21.388 | 1 | 1.167 | 264 |
| Veränderung der Fremdwährungspositionen durch 10 % Aufwertung des Euro | 1.910 | 0 | 117 | 26 |
Das Zinsrisiko umfasst jegliche Auswirkung einer Veränderung der Zinsen auf das Ergebnis und das Eigenkapital. Zinsrisiken resultieren aus Änderungen der Marktzinssätze, vor allem bei mittel- und langfristig variabel verzinslichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Bei den verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten, bei denen ein Festzins vereinbart ist.
Bei variabel verzinsten finanziellen Verbindlichkeiten wird das Zinsrisiko grundsätzlich durch eine Cashflow Sensitivität gemessen. Zum Ende der Berichtsperiode befinden sich am 31. Dezember 2019 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.239) variabel verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten im Bestand des Voltabox-Konzerns. Aus einer Änderung des Zinsniveaus (+1 / -1 Prozentpunkt) resultiert folgendes Cashflow Risiko:
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | + 1% | - 1% | + 1% | - 1% |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow Risiko | ||||
| aus variabel verzinsten Finanzinstrumenten | 0 | 0 | -32 | 32 |
Das Liquiditätsrisiko, das heißt das Risiko, dass der Voltabox-Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch ein flexibles Cash-Management begrenzt. Zum 31. Dezember 2019 standen Voltabox Zahlungsmittel und Äquivalente in Höhe von TEUR 5.036 (Vorjahr: TEUR 28.234) zu Verfügung. Zusätzlich zu den oben genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt der Konzern kontinuierlich die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, um sich bietende vorteilhafte Finanzierungsmöglichkeiten nutzen zu können.
Die folgende Tabelle zeigt zum 31. Dezember 2019 Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten:
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| TEUR | 2020 | 2021 - 2025 | 2026 und danach |
|---|---|---|---|
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 269 | 274 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen | 1.625 | 3.984 | 8.569 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.418 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 472 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.379 | 0 | 0 |
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 18.163 | 4.258 | 8.569 |
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| TEUR | 2019 | 2020 - 2024 | 2025 und danach |
|---|---|---|---|
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.539 | 141 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen | 25 | 17 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.257 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 557 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.761 | 0 | 0 |
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 18.139 | 158 | 0 |
Die Nettoliquidität bzw. die Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.036 | 28.234 |
| Summe Liquidität | 5.036 | 28.234 |
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 1.894 | 3.564 |
| Langfristige Finanzschulden | 12.827 | 158 |
| Summe Finanzschulden | 14.721 | 3.722 |
| Nettoverschuldung | -9.685 | 24.512 |
Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Eventualverbindlichkeiten wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden.
Ein Kreditrisiko ist definiert als finanzieller Verlust, der entsteht, wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko besteht daher maximal in der Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts der betreffenden Zinsinstrumente. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken ist eine Hauptaufgabe des Risikomanagementsystems. Voltabox führt für alle Kunden mit einem Kreditbedarf, der über bestimmte definierte Grenzen hinausgeht, Kreditprüfungen durch. Der Konzern überwacht das Kreditrisiko fortlaufend. Zur Steuerung des Kreditrisikos hat die Voltabox AG verschiedene Bonitätsbeurteilungsinstrumente eingerichtet. Vor Annahme eines Auftrags wird eine Bonitätsprüfung anhand der für den Kunden verfügbaren Kreditwürdigkeitsdaten vorgenommen. Aus den Ergebnissen der Bonitätsprüfung werden Kreditrisikoklassen und Kreditlimits festgelegt. Bei Überschreitung der Kreditlimits bedürfen weitere Geschäftsabschlüsse der ausdrücklichen Zustimmung des Vorstandes. Regelmäßig werden derartige Geschäfte nur gegen Vorkasse oder nach einer Hinterlegung zusätzlicher Sicherheiten, wie etwa Bankbürgschaften, abgewickelt.
Zum 31. Dezember 2019 bestehen keine Haftungsverhältnisse und nicht bilanzierte Eventualforderungen oder Eventualschulden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bestellobligo | 13.684 | 0 | 0 | 13.684 | 87.928 |
| Verpflichtungen aus Mietverhältnissen | 385 | 0 | 0 | 385 | 12.168 |
| Sonstige Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bürgschaften | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 14.069 | 0 | 0 | 14.069 | 100.096 |
Das Bestellobligo umfasst Bestellpositionen aus dem Anlagevermögen und dem Vorratsvermögen.
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| Anschaffungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 01.01.2019 | IFRS 16 Erstansatz | Währungsänderungen | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13.099 | 0 | 0 | 1.058 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.706 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 20.015 | 0 | 0 | 8.044 | 0 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 42.820 | 0 | 0 | 9.102 | 0 | 0 |
| Nutzungsrechte | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 0 | 10.861 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 3.658 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 280 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Nutzungsrechte | 0 | 14.799 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 6.507 | 0 | 0 | 3.228 | 9.267 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.477 | 0 | 0 | 1.028 | 0 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.967 | 0 | 0 | 844 | 66 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 355 | 0 | 0 | 806 | 1.143 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 13.306 | 0 | 0 | 5.906 | 10.476 | 0 |
| Summe gesamt | 56.126 | 14.799 | 0 | 15.008 | 10.476 | 0 |
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| Anschaffungskosten | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2019 | 01.01.2019 | Währungsänderung | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 14.157 | 1.369 | -154 | 10.974 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.706 | 0 | -51 | 9.757 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 28.059 | 3.754 | -615 | 16.163 | 0 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 51.922 | 5.123 | -820 | 36.894 | 0 | 0 |
| Nutzungsrechte | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 10.861 | 0 | 0 | 25 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.658 | 0 | 0 | 1.022 | 0 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 280 | 0 | 0 | 88 | 0 | 0 |
| Summe Nutzungsrechte | 14.799 | 0 | 0 | 1.135 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 468 | 468 | 0 | 135 | 135 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.505 | 2.202 | 48 | 695 | 0 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.744 | 1.456 | 139 | 437 | 0 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 19 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 8.736 | 4.126 | 187 | 1.266 | 135 | 0 |
| Summe gesamt | 75.457 | 9.249 | -633 | 39.295 | 135 | 0 |
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| TEUR | Abschreibungen 31.12.2019 | Buchwert 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 12.189 | 1.968 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.706 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 19.302 | 8.757 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 41.197 | 10.725 |
| Nutzungsrechte | ||
| Grundstücke und Gebäude | 25 | 10.836 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.022 | 2.636 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 88 | 192 |
| Summe Nutzungsrechte | 1.135 | 13.664 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Gebäude | 468 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.945 | 1.561 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.032 | 1.713 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 19 |
| Summe Sachanlagen | 5.444 | 3.292 |
| Summe gesamt | 47.776 | 27.681 |
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| Anschaffungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 01.01.2018 | Währungsänderung | Zugänge | Zugänge Kons.-Kreis | Abgänge | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 439 | 28 | 8.546 | 4.087 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.187 | -182 | 0 | 6.701 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 18.278 | 128 | 3.397 | 0 | 1.788 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 21.904 | -26 | 11.943 | 10.788 | 1.788 | 0 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 5.888 | 278 | 341 | 0 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.172 | 12 | 282 | 24 | 13 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.947 | 244 | 661 | 115 | 0 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 19 | 336 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe Sachanlagen | 11.026 | 534 | 1.620 | 139 | 13 | 0 |
| Summe gesamt | 32.930 | 509 | 13.563 | 10.927 | 1.801 | 0 |
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| Anschaffungskosten | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2018 | 01.01.2018 | Währungsänderung | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13.099 | 159 | 5 | 1.204 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.706 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 20.015 | 2.077 | 16 | 1.661 | 0 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 42.821 | 2.236 | 22 | 2.865 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 6.507 | 315 | 16 | 137 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.477 | 1.526 | 90 | 590 | 4 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.967 | 1.060 | 3 | 389 | -4 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 355 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 13.306 | 2.901 | 109 | 1.116 | 0 | 0 |
| Summe gesamt | 56.127 | 5.137 | 131 | 3.982 | 0 | 0 |
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| TEUR | Abschreibungen 31.12.2018 | Buchwert 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.369 | 11.731 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 9.706 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 3.754 | 16.261 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 5.123 | 37.698 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Gebäude | 468 | 6.039 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.202 | 1.274 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.456 | 1.510 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 355 |
| Summe Sachanlagen | 4.126 | 9.179 |
| Summe gesamt | 9.250 | 46.876 |
In der Konzernkapitalflussrechnung werden nach IAS 7 (Cash Flow Statements) die Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß IAS 7.18b aufgestellt. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitionsund Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel soweit diese kurzfristig verfügbar sind.
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 5.034 | 28.233 |
| Kassenbestände | 2 | 1 |
| Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel) | 5.036 | 28.234 |
Die Nettoverbindlichkeiten im Geschäftsjahr haben sich wie folgt geändert:
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| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Darlehen | Leasing | flüssige Mittel | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2018 | 4.064 | 58 | 102.679 | 98.557 |
| Cashflows | -523 | -16 | -74.445 | -73.906 |
| Veränderung beizulegende Zeitwerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungseffekte | 139 | 0 | 0 | -139 |
| Nettoverbindlichkeit zum 31. Dezember 2018 | 3.680 | 42 | 28.234 | 24.512 |
| Rückwirkende Anpassung IFRS 16 | 0 | 14.799 | 0 | -14.799 |
| Cashflows | -2.773 | -663 | -23.198 | -19.762 |
| Veränderung beizulegende Zeitwerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungseffekte | 1 | 0 | 0 | -1 |
| Nettoverbindlichkeit zum 31. Dezember 2019 | 908 | 14.178 | 5.036 | -10.050 |
Der Lenkungsausschuss des Konzerns besteht aus dem Chief Executive Officer der Voltabox AG und dem Chief Executive Officer der Voltabox of Texas. Diese stellen die Hauptentscheidungsträger des Konzerns dar und überprüfen die Ergebnisse. Abweichend von den vertriebsorientierten Produktsegmenten hat die Voltabox AG in Übereinstimmung mit IFRS 8 folgende berichtspflichtige Segmente identifiziert:
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| ― | Das Segment "Europa" umfasst die Konzeption, Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von Hochleistungsbatteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis für den europäischen Markt. Das Segment bedient die Produktbereiche Voltapower und Voltaforce. Bis Ende des Geschäftsjahres 2019 zählte auch der inzwischen aufgegebene Produktbereich Voltamotion dazu. |
| ― | Im Produktsegment "Voltapower" entwickelt, fertigt und vertreibt die Gesellschaft Hochleistungsbatterielösungen für besonders anspruchsvolle Anwendungen in industriellen Teilmärkten. Zu diesen zählen vor allem die Bereiche Intralogistik (v.a. Gabelstapler, Flurförderzeuge), Bergbau (v.a. Minenfahrzeuge) sowie Land- und Bauwirtschaft (v.a. Radlader). Darüber hinaus entwickelt und produziert Voltabox Batteriesysteme für Anwendungen im Öffentlichen Personennahverkehr. Unter dem Markennamen Voltaforce entwickelt, fertigt und vertreibt Voltabox Standardbatterien im Niederspannungsbereich, die in unterschiedlichen Segmenten des Massenbatteriemarkts zum Einsatz kommen. In diesen jeweiligen Anwendungen sind Leichtbaubatterien besonders vorteilhaft für eine verbesserte Fahrdynamik sowie hinsichtlich ihrer Effizienz und daher entsprechend nachgefragt, was infolge einer zunehmenden Marktdurchdringung und Bekanntheit verstärkt werden wird. Als Beispiel dienen Starterbatterien für Motorräder. Voltaforce-Batterien ersetzen dabei immer stärker die bisherigen Blei-Säure-Batterien. Unter dem Markennamen Voltamotion hat Voltabox E-Antriebskomponenten entwickelt, wie beispielsweise Leistungselektronik, welche die vollständige Elektrifizierung von Hochleistungsfahrzeugen ermöglicht. Damit hat Voltabox individuelle Märkte mit seinen Produkten wie Wechselrichter, Ladegeräte, DC/DC-Konverter, Elektromaschinen und ähnliche Antriebsstrangelemente adressiert. Die Voltamotion-Produkte sind zu einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium entwickelt worden. Nach dem gescheiterten Verkauf des Produktsegments hat Voltabox seine Aktivitäten in diesem Bereich beendet. |
| ― | Das Segment "Nordamerika" umfasst in einer eigenen Organisation die Konzeption, Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb für den nordamerikanischen Markt. Hier entwickelt, fertigt und vertreibt die Gesellschaft Hochleistungsbatterielösungen für besonders anspruchsvolle Anwendungen in industriellen Teilmärkten. Im Segment "Nordamerika" sind dies vor allem die Bereiche Bergbau (v.a. Minenfahrzeuge) sowie Öffentlicher Personennahverkehr (v.a. Trolley- und E-Busse) und (mobile) Stationärspeichersysteme. Zu den Kunden in dem Produktsegment zählen u. a. Komatsu Mining Corp. (Bergbau) sowie der Systemintegrator Kiepe Electric (Öffentlicher Personennahverkehr). Die in diesen Anwendungsfeldern zum Einsatz kommenden Batteriesysteme sind allesamt Hochspannungsanwendungen. Die Steuerung wird durch den Segmentmanager und CEO der Voltabox of North America, Inc. vorgenommen. |
Grundlage der Segmentberichterstattung sind direkt zurechenbare Geschäftsvorfälle. Eine Allokation ist insoweit nicht erforderlich. Der Lenkungsausschuss bewertet die Ertragskraft der Geschäftssegmente auf Basis von Konzernumsatz, EBIT-Marge und Investitionen. Er enthält auf monatlicher Basis Angaben zu den Vermögenswerten des Konzerns. Umsätze zwischen den Segmenten werden in dem angegeben Abschnitt der Konsolidierungsspalte dargestellt.
Beim EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) und dem adjustierten EBIT handelt es sich um alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures) die nach den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert sind. Sie werden im Folgenden erläutert.
Die Profitabilität der Segmente Europa und Nordamerika wird mit dem Segment-EBIT gemessen. Um dies zu ermitteln, werden ausgehend von den Umsatzerlösen und den sonstigen betrieblichen Erträgen der Material- und Personalaufwand, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die Abschreibungen abgezogen. Zinsen, sonstige Finanzierungsaufwendungen oder -erträge werden im Finanzergebnis berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden bezogen auf das EBIT folgende Adjustierungen vorgenommen: Die Wertminderungseffekte und Restrukturierungseffekte aus der Fokussierungs-Strategie wurden dem EBIT hinzugerechnet. Diese sind genauer ausgedrückt für Europa
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| ― | Wertminderungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens von TEUR 46.577, |
| ― | Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte von TEUR 4.122, |
| ― | Wertminderungen von immateriellen Vermögensgegenständen von TEUR 20.573, |
| ― | eine Drohverlustrückstellung von TEUR 3.015 und |
| ― | die Rückabwicklungseffekte aus der Voltamotion Übernahme von TEUR 9.190. |
Für das Segment Nordamerika wurden folgende Effekte adjustiert:
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| ― | Wertminderungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens von TEIR 8.800, |
| ― | Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte von TEUR 5.635 und |
| ― | Wertminderungen von immateriellen Vermögensgegenständen von TEUR 1.193. |
Das EBITDA (Earning Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) und das adjustierte EBITDA sind ebenfalls APMs. Um zu dem EBITDA zu gelangen, werden dem EBIT die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und die Wertminderungen wieder hinzugerechnet.
Das adjustierte EBIT und das adjustierte EBITDA spiegeln die operativen Entwicklungen des Konzerns wider, da es nicht operative Einmaleffekte eliminiert. Durch diese Eliminierung werden die Informationen über das operative Ergebnis verlässlicher und können besser verglichen werden.
Ein Vorjahresvergleich ist nicht möglich, da diese Kennzahlen im Geschäftsjahr 2019 zum ersten Mal angewendet werden.
In den Segmenten werden die adjustierten Kennzahlen im Geschäftsjahr 2020 nicht den gleichen Einflüssen unterliegen, da die Wertminderungen einmalig und dadurch sehr unterschiedlich sind.
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| 01.01.2019 - 31.12.2019 TEUR |
Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 65.208 | 6.197 | -14.788 | 56.617 |
| Segment Umsatzerlöse | 65.208 | 6.197 | -14.788 | 56.617 |
| Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge und aktivierte Eigenleistungen | 22.150 | 3.948 | -2.895 | 23.204 |
| Gesamtleistung Segment | 87.358 | 10.145 | -17.683 | 79.821 |
| Material- und Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen | -93.798 | -18.758 | 18.346 | -94.210 |
| Abschreibungen (inkl. Wertminderungen) | -76.815 | -16.388 | 0 | -93.203 |
| Segment EBIT | -83.255 | -25.000 | 663 | -107.592 |
| Finanzergebnis | -215 | |||
| Steueraufwand | 5.883 | |||
| Gewinn der Geschäftsjahres | - | -101.925 | ||
| Segment EBIT | -83.255 | -25.000 | 663 | -107.592 |
| Wertminderungseffekte ohne reguläre Expected Credit Loss | 71.272 | 15.630 | 0 | 86.902 |
| Rückabwicklung Verkauf | 3.015 | 0 | 3.015 | |
| materielle Vermögenswerte Voltamotion | 9.190 | 0 | 9.190 | |
| Adjustiertes EBIT | 222 | -9.370 | 663 | -8.485 |
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| 01.01.2018 - 31.12.2018 TEUR |
Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 56.866 | 11.849 | -1.807 | 66.909 |
| Segment Umsatzerlöse | 56.866 | 11.849 | -1.807 | 66.909 |
| Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge und aktivierte Eigenleistungen | 12.236 | 1.543 | -619 | 13.160 |
| Gesamtleistung Segment | 69.103 | 13.393 | -2.426 | 80.069 |
| Material- und Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen | -58.832 | -14.700 | 3.056 | -70.476 |
| Abschreibungen (inkl. Wertminderungen) | -2.915 | -693 | -374 | -3.982 |
| Segment EBIT | 7.355 | -2.000 | 256 | 5.611 |
| Finanzergebnis | -147 | |||
| Steueraufwand | -2.885 | |||
| Gewinn der Geschäftsjahres | 2.579 |
In der nachfolgenden Übersicht werden die Vermögenswerte und die im Berichtsjahr getätigten Investitionen dargestellt.
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| 2019 TEUR |
Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 116.019 | 36.198 | -63.075 | 89.142 |
| Investitionen | 24.289 | 4.722 | 0 | 29.011 |
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| 2018 TEUR |
Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 187.754 | 28.124 | -34.361 | 181.516 |
| Investitionen | 9.978 | 3.584 | 13.563 |
Auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen für jedes Einzelsegment wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu den Umsatzerlösen des Konzerns mit externen Kunden nach geografischen Gebieten. Die Zuordnung basiert auf dem Sitz des externen Kunden.
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| 2019 TEUR |
Inland | EU | Drittland | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse vor Konsolidierung | 45.271 | 0 | 11.346 | 56.617 |
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| 2018 TEUR |
Inland | EU | Drittland | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse vor Konsolidierung | 55.954 | 790 | 13.760 | 70.504 |
Im Geschäftsjahr 2019 überschritten zwei Kunden die Schwelle von 10 % am Umsatz nach IFRS 8.34. Auf die Kunden entfallen Umsätze von 27,3 Mio. Euro (38,4 %) bzw. 11,0 Mio. Euro (15,5 %). Beide sind dem Produktsegment Voltapower zuzuordnen.
Der Vorstand der Voltabox AG bestand im Berichtsjahr bis zum 01. Juli 2019 aus dem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Pampel und aus Jörg Dorbandt. Seit dem 2. Juli 2019 agierte Jürgen Pampel im Berichtsjahr als Alleinvorstand der Voltabox AG.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus folgenden Personen:
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| Name | Beruf |
|---|---|
| Klaus Dieter Frers Vorsitzender | Vorsitzender der Geschäftsführung paragon GmbH & Co. KGaA, Geschäftsführer Artega GmbH |
| Prof. Dr. Martin Winter Stellvertretender Vorsitzender (bis 31. Dezember 2019) | Professor am Institut für Physikalische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster |
| Hermann Börnemeier | Diplom Finanzwirt und Steuerberater, Geschäftsführer Treu-Union Treuhandgesellschaft mbH |
Prof. Dr. Martin Winter hat sein Amt als Aufsichtsrat der Voltabox AG zum Geschäftsjahresende 2019 niedergelegt. Rechtsanwalt Walter Schäfers wurde durch das Registergericht zum neuen Aufsichtsratsmitglied ernannt. Walter Schäfers wird im Rahmen der Hauptversammlung zur Wahl gestellt.
Zu den nahestehenden Personen im Sinne IAS 2 4 (Related Party Disclosure) gehören die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und nahe Familienangehörige der Organmitglieder sowie verbundene Unternehmen der Voltabox AG.
Klaus Dieter Frers ist Geschäftsführer der paragon GmbH, der Komplementärin der paragon GmbH & Co. KGaA, und geschäftsführender Gesellschafter der Artega GmbH. Die paragon GmbH & Co. KGaA ist Mutterunternehmen der Voltabox AG. Klaus Dieter Frers ist in der Lage, die Muttergesellschaft, die paragon GmbH & Co. KGaA, zu beherrschen.
Die ausstehenden Salden für nahestehende Personen zum Bilanzstichtag sind wie folgt:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 3.549 (Vorjahr: TEUR 34) entfallen vollständig auf die Nordhagen Immobilien GmbH, eine Tochtergesellschaft der paragon GmbH & Co. KGaA. Gegenüber paragon Automotive Kunshan bestehen zum 31. Dezember 2019 Forderungen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 0). In Höhe von TEUR 45 bestehen Forderungen gegenüber paragon GmbH & Co. KGaA (Vorjahr: TEUR 22). Gegenüber paragon electrodrive GmbH bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 1.416 (Vorjahr: TEUR 1.753). In Höhe von TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 0) bestehen Forderungen gegen paragon movasys GmbH.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 472 (Vorjahr: TEUR 557) entfallen auf die paragon GmbH & Co. KG. Die paragon GmbH & Co. KGaA hat wiederum Umsätze mit dem Voltabox-Konzern im Wesentlichen durch Konzerndienstleistungen in Höhe von TEUR 4.190 (Vorjahr: TEUR 2.868) realisiert. Es wurden Umsätze durch Warenverkauf an paragon Automotive (Kunshan) in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 0) realisiert. Durch Veräußerungen von Wirtschaftsgütern wurden mit paragon electrodrive GmbH Umsätze in Höhe von TEUR 1.190 (Vorjahr: TEUR 0) erreicht. Mit paragon GmbH & Co. KGaA wurde ein Umsatz von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 0) durch eine Sachkostenumlage, davon durch TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 0) Warenverkauf, erwirtschaftet. Durch diverse Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 0) an paragon movasys GmbH wurden weitere Umsätze erwirtschaftet. Umsätze in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 0) wurden durch Messekosten der paragon semvox GmbH realisiert.
Hermann Börnemeier hat Steuerberatungsleistungen von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 27) erbracht.
Die in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 als Aufwand erfassten Honorare für die Prüfung des Einzelabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach handelsrechtlichen Vorschriften, sowie das Honorar der Prüfung des Konzernabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, für die Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betragen TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 124). TEUR 114 betreffen die Abschlussprüferleistungen sowie TEUR 49 sonstige Leistungen im Zusammenhang mit einer DPR-Prüfung.
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist im zusammengefassten Lagebericht erläutert.
Im Berichtsjahr ergaben sich keine Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG, die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Gesellschaft berichtspflichtig sind.
Meldungen zu Eigengeschäften von Führungskräften nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 (MAR) sind der Gesellschaft im Berichtszeitraum nicht zugegangen.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechens-Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde zuletzt im März 2018 abgegeben und ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) zugänglich gemacht worden.
Delbrück, 17.08.2020
Voltabox AG
Der Vorstand
Jürgen Pampel, Vorstandsvorsitzender, CEO
Dr. Burkhard Leifhelm, stv. Vorstandsvorsitzender, CTO
Patrick Zabel, CFO
Wir haben den Konzernabschluss der Voltabox AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung (inkl. Konzerngewinn- und Verlustrechnung), der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. § 289f Abs. 1 HGB" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung und die im Abschnitt "Nachhaltigkeitsberichterstattung" enthaltene nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 289b HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Wir verweisen auf die Angaben im Anhang im Abschnitt "Going Concern" sowie im Abschnitt "Risikobericht" des zusammengefassten Lageberichts unter "Finanzwirtschaftliche Risiken", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich der Konzern aufgrund der rückläufigen Umsätze in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie in den vorgenannten Abschnitten dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie der Prüfung des zusammengefassten Lageberichts waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zusätzlich zu dem im Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" beschriebenen Sachverhalt haben wir die unten beschriebenen Sachverhalte als die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1) Ansatz und Bewertung aktivierter Entwicklungskosten
2) Umsatzrealisierung
3) Angemessenheit der Prämisse der Unternehmensfortführung
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
1.) Sachverhalt und Problemstellung
2.) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3.) Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1.) Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2019 in der Bilanz im Posten "Immaterielle Vermögenswerte" unter anderem aktivierte Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 8.757 (Vorjahr TEUR 16.261) aus. Entwicklungsprojekte werden nur dann zu Herstellungskosten aktiviert, wenn die Projekte die Kriterien des IAS 38 erfüllen und es sich um die Entwicklung von marktfähigen spezifischen Kunden- und Produktlösungen handelt. Für die Entwicklungsaufwendungen sind im Regelfall keine direkten Kundenbestellungen vorhanden. Im Konzernabschluss der Gesellschaft macht der Bilanzposten mit TEUR 8.757 nunmehr 9 % (Vorjahr 8 %) der Bilanzsumme aus. Die aktivierten Eigenaufwendungen im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten umfassen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 7.778 (Vorjahr TEUR 3.005). Somit haben die aktivierten Entwicklungskosten eine erhebliche Auswirkung auf die Höhe der finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Größenordnung der insgesamt aktivierten Entwicklungskosten, der Komplexität der Bilanzierung und Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten sowie aufgrund erheblicher Schätzungsunsicherheiten war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2.) Im Rahmen unserer Prüfung der aktivierten Entwicklungsaufwendungen haben wir in Stichproben aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt, um Ansatz, Bewertung und Ausweis der aktivierten Entwicklungsaufwendungen zu überprüfen. Das methodische Vorgehen bei der Bewertung der aktivierten Entwicklungsleistungen haben wir nachvollzogen und die Ermittlung der Höhe nach beurteilt. Hierzu wurden für die ausgewählten Stichproben die Projektdokumentation analysiert, Gespräche mit dem zuständigen Controller und den Projektverantwortlichen geführt und die zugehörige Plandeckungsbeitragsrechnung analysiert. In Stichproben wurde das Abschreibungsverfahren bei fertiggestellten Entwicklungsprojekten überprüft. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen zur bilanziellen Abbildung der aktivierten Entwicklungsaufwendungen ergeben.
3.) Die Angaben des Konzerns zu den Auswirkungen der aktivierten Eigenaufwendungen sind im Anhang im Wesentlichen in den Abschnitten "(9) Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -Immaterielle Vermögenswerte", "(10) Verwendung von Schätzungen und Annahmen - Aktivierte Entwicklungskosten", "(13) Andere aktivierte Eigenleistungen" sowie "(21) Immaterielle Vermögenswerte" enthalten.
1.) Der Voltabox Konzern weist im Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 56.617 aus. Die Beurteilung der Umsatzerlösrealisation birgt aufgrund der in Teilen individuellen Vertragsgestaltungen mit den Kunden ein inhärentes Fehlerrisiko. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die Abgrenzung von Umsatzerlösen zum Bilanzstichtag fehlerhaft ist und somit Umsatzerlöse der falschen Periode zugeordnet werden.
2.) Wir haben im Rahmen der Prüfung der Umsatzerlöse uns daher ein Bild von den bestehenden unternehmensinternen Kontrollen im Absatzbereich verschafft und anschließend die Effektivität der vorhandenen Kontrollen durch Funktionstest überprüft. Ergänzt wurde die Systemprüfung durch aussagebezogenen Prüfungshandlungen in Form von analytischen Verprobungen der Umsatzerlösentwicklung, durch Prüfung der korrekten Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse, durch Einholung von Saldenbestätigungen bei Kunden sowie durch weitere Einzelfallprüfungshandlungen der vertraglichen Grundlagen und des Belegflusses. Insgesamt konnten wir uns von der Ordnungsmäßigkeit der Umsatzerlöserfassung überzeugen.
3.) Wir verweisen auf die Angaben des Konzerns zu den Umsatzerlösen in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung.
1.) Der Konzernabschluss der Voltabox AG ist unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt worden. Angesichts der Corona-Pandemie und deren gesamtwirtschaftlichen Folgen sowie damit zusammenhängenden Auftragsstornierungen mit umfassenden Umsatzausfällen hat der Vorstand am 27. März 2020 seine bisherige Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückgenommen. Auch besteht aus Sicht des Vorstands eine erhebliche Unsicherheit über die Dauer und die Folgen der Pandemie. Es ist nicht beabsichtigt, staatliche Fördermaßnahmen zu beantragen. Stattdessen soll durch entsprechende Maßnahmen zur Kostensenkung (z. B. Kurzarbeit, Personalabbau, Schließung eines Standorts) die angespannte Finanzlage stabilisiert werden.
2.) Wir haben auf Basis der angepassten Ertrags- und Liquiditätsplanung sowohl für die Konzern-Gesellschaften als auch für den Konzern insgesamt beurteilt, ob die vom Vorstand getroffene Einschätzung der Fähigkeit des Voltabox Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist. Hierzu haben wir zunächst die vorgelegte Planung auf formale Konsistenz (rechnerische Richtigkeit, korrekte Umsetzung der zugrunde gelegten Prämissen) überprüft. Außerdem haben wir die Planungsprämissen (v.a. bezüglich der Umsatzprognose) mit vorliegenden Kundenaufträgen bzw. -abrufen abgeglichen sowie die wesentlichen Kostenarten plausibilisiert. Die von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegte Prämisse der Unternehmensfortführung sind aus unserer Sicht angemessen und sachgerecht aus der Planungsrechnung abgeleitet worden.
3.) Die Angaben des Konzerns zur Beurteilung der Fähigkeit der Unternehmensfortführung sind im Risiko- und Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts im Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289 f. Abs.1 HGB" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d Abs. 5 i.V.m. § 289 f. Abs. 1 HGB. Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften zusammengefassten Lageberichts und unseres Bestätigungsvermerks, sowie
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| ― | die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht, |
| ― | den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance (in der Fassung 2017) Kodex sowie |
| ― | sonstige nicht prüfungspflichtige Teile des Geschäftsberichts der Voltabox AG, Delbrück für das zum 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr. |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben des zusammengefassten Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. Dezember 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der Voltabox AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Markus Miklis.
Düsseldorf, den 20. August 2020
Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)
Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer
Markus Miklis, Wirtschaftsprüfer
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Jürgen Pampel, Vorstandsvorsitzender, CEO
Dr. Burkhard Leifhelm, stv. Vorstandsvorsitzender, CTO
Patrick Zabel, CFO
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| 20. August 2020 | Geschäftsbericht - Konzernabschluss 2019 |
| 20. August 2020 | Konzernzwischenbericht zum 31. März 2020 - 1. Quartal |
| 01.-03. September 2020 | EquityForum Herbstkonferenz, virtuell |
| 04. September 2020 | Konzernzwischenbericht zum 30. Juni 2020 - 1. Halbjahr |
| 16. September 2020 | Hauptversammlung, Delbrück/virtuell |
| 19.-20. Oktober 2020 | European Large & MidCap Event, Paris |
| 12. November 2020 | Konzernzwischenbericht zum 30. September 2020 - Neun Monate |
| 16.-18. November 2020 | Eigenkapitalforum, virtuell |
Voltabox AG
Artegastraße 1
33129 Delbrück
Phone: +49 5250 9930-0
Fax: +49 5250 9930 - 901
E-Mail: [email protected]
www.voltabox.ag
Design
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Fotografie
Sarah Bömer
Voltabox AG
Artegastraße 1
33129 Delbrück
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