Annual Report • May 22, 2019
Annual Report
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Erwartetes Umsatzwachstum 2019 -bei einer EBIT-Marge von rund 8-9%
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 | Veränd. | 01.10.- 31.12.2018 | 01.10.- 31.12.2017 | Veränd. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 66.909 | 27.273 | 145,3 % | 33.445 | 11.921 | 180,6 % |
| EBITDA | 9.593 | -389 | n. a. | 4.644 | 1.229 | 277,9 % |
| EBITDA-Marge in % | 14,3 | -1,4 | n. a. | 13,9 | 10,3 | n. a. |
| EBIT | 5.611 | -2.819 | n. a. | 3.264 | -644 | n. a. |
| EBIT-Marge in % | 8,4 | -10,3 | n. a. | 9,8 | -5,4 | n. a. |
| Konzernergebnis | 2.579 | -6.514 | n. a. | 788 | -2.281 | n. a. |
| Ergebnis je Aktie in € | 0,16 | -1,39 | n. a. | 0,05 | -0,14 | n. a. |
| Investitionen (CAPEX)1 | 13.563 | 6.328 | 114,3 % | 5.932 | 2.804 | 111,5 % |
| Operativer Cashflow | -54.823 | -4.683 | -1.070,7 % | -24.736 | -10.198 | -142,6 % |
| Freier Cashflow2 | -68.386 | -11.011 | -521,1 % | -30.668 | -13.002 | -135,9 % |
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. | 31.12.2018 | 30.09.2018 | Veränd. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 181.516 | 167.774 | 8,2 % | 181.516 | 176.304 | 3,0 % |
| Eigenkapital | 154.484 | 152.111 | 1,6 % | -154.484 | 154.237 | 0,2 % |
| Eigenkapitalquote in % | 85,3 | 90,7 | n. a. | 85,3 | 87,5 | n. a. |
| Liquide Mittel | 28.234 | 102.679 | -72,5 % | 28.234 | 55.832 | -49,9 % |
| Net Debt/EBITDA | -2,6 | 253,4 | n. a. | -2,6 | 2,9 | n. a. |
| Nettoverschuldung3 | -24.512 | -98.557 | 75,1 % | -24.512 | 3.580 | n. a. |
| Mitarbeiter4 | 235 | 99 | 137,4 % | 235 | 193 | 21,8 % |
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. | 31.12.2018 | 30.09.2018 | Veränd. | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schlusskurs Xetra in € | 12,25 | 23,42 | -47,7 % | 12,25 | 20,00 | -38,8 % |
| Anzahl ausgegebener Aktien | 15.825.000 | 15.825.000 | 0,0 % | 15.825.000 | 15.825.000 | 0,0 % |
| Marktkapitalisierung in Mio. Euro | 193,9 | 370,6 | -176,7 % | 193,9 | 316,5 | -122,6 % |
1 CAPEX = Investitionen in das Sachanlagevermögen + Investitionen in immaterielle Vermögenswerte.
2 Freier Cashflow = Operativer Cashflow - Investitionen (CAPEX).
3 Nettoverschuldung (Net Debt) = Zinstragende Verbindlichkeiten - freie Liquidität.
4 Zzgl. 42 Leiharbeitskräfte zum 31. Dezember 2018 (31. Dezember 2017: 22; 30. September 2018: 27).

kurze Produkteinführungszeiten geringe Anfangskosten für Kunden

maßgeschneiderte Systeme für jede Anwendung

gleichbleibender Qualitätsstandard effizient gesteuerte Serienproduktion

Erstanbietervorteil
Expertise in Automobilelektronik
Li-Ionen-basierte Batteriesysteme sind die innovative Technologie, mit der man heute schon das Morgen verändern kann. Als zuverlässiger und erfahrener Partner für moderne Elektromobilität entwickelt und fertigt Voltabox systemspezifische Lösungen - für den industriellen Einsatz in anspruchsvollen und wachstumsträchtigen Marktsegmenten, effizient und flexibel, perfekt für die gegebenen Anwendungen ausgelegt, realisiert aus den Voltabox-Modulsystemen.
2018 haben wir uns wie geplant entwickelt und bewiesen, dass unser Geschäftsmodell valide ist. Unter dem Strich können wir mit Stolz behaupten, dass Voltabox geliefert hat. Unser ambitioniertes Umsatzziel haben wir zuletzt am 21. August 2018 erhöht. Das Erreichen dieser Vorgabe werten wir umso mehr als Erfolg, als der Anlass der Prognoseanpassung, die geplante Akquisition von Navitas, nicht zustande kam. Unser wachsendes Geschäft hat dies erfolgreich kompensiert.
Die EBIT-Prognose hatten wir parallel von ursprünglich 9 % auf 7 % zurückgenommen, um die Belastungen aus der Neugestaltung des Vertrags mit unserem Kunden Triathlon zu reflektieren. Mit einer EBIT-Marge von 8,4% haben wir schließlich nahezu die vorherige Prognose erreicht. Dies ist im Wesentlichen die Folge von Economies of Scale-Effekten. Weiterhin konnten wir eine sehr gute Entwicklung unserer Personaleinsatz- und Materialeinsatzquote erreichen.
Zu den Highlights des vergangenen Jahres zählten sicherlich die beiden erfolgreichen Übernahmen. Mit dem Team von Concurrent in Texas sind wir optimal aufgestellt, um die Projekte für unseren Kunden im Bereich Bergbau, Komatsu, mit hohem Tempo voranzutreiben. Zu Beginn dieses Jahres hat Wolf Mueller, unser neuer CEO in den USA das Top-Management von Komatsu zu unserem Standort im texanischen Cedar Park in der Nähe von Austin eingeladen. Das Treffen verlief mehr als zufriedenstellend. Die Verantwortlichen und beteiligten Projektmanager haben sich auf einen verbindlichen Fahrplan für die nächsten Monate geeinigt. Das erfreuliche Ergebnis: Wir planen noch in diesem Jahr, weitere Systeme für neue Minenfahrzeuge in die Serienproduktion zu überführen. Das heißt, dass wir jetzt endlich in das Arbeitstempo kommen, auf das unsere Übernahme von Concurrent abgezielt hat.
Mit der Übernahme von ACCURATE in Deutschland haben wir unsere M&A-Wachstumsstrategie konsequent umgesetzt. Insbesondere hinsichtlich der Profitabilität erweist sich der Zukauf bereits jetzt als äußerst wertvoll. Im Geschäftsjahr 2019 erwarten wir in diesem Bereich zudem eine sehr gute Umsatzentwicklung. Schließlich entwickelt sich der Markt für Pedelecs und E-Bikes, die aktuell noch den wesentlichen Umsatzträger für ACCURATE darstellen, äußerst dynamisch. Mitte Januar titelte die Online-Ausgabe des Handelsblatts "Deutsche Radbauer erleben dank E-Bikes eine Renaissance" und zitierte dabei diverse OEMs, die durchweg von sehr guten Absatzzahlen sprechen. Mit den kleinformatigen Rundzellen in den 18650er sowie in den 21700er Varianten inklusive der passgenauen Batterie-ManagementSysteme und Ladetechnik verfolgen wir auch hier unseren Systemansatz, der uns im Wettbewerb deutliche Vorteile verschafft. Die Verschmelzung von ACCURATE in den Voltabox-Konzern soll noch im zweiten Quartal planmäßig wirksam werden.
Von der Übernahme unseres Wettbewerbers im Bereich der Intralogistik in den USA, Navitas Systems, sind wir am 14. November zurückgetreten. Ein Grund war die entgegen unseren Erwartungen und trotz vorheriger Ankündigung ausbleibende Freigabe der Transaktion durch den Ausschuss der US-Regierung zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen in den Vereinigten Staaten (CFIUS). Letztlich hat uns aber auch die seit der Bekanntgabe der Übernahme genommene wirtschaftliche Entwicklung von Navitas davon abgehalten, die Akquisition zu vollziehen. Dabei haben wir fristgerecht von unserem vertraglich vereinbarten Kündigungsrecht Gebrauch gemacht, sodass uns keine Strafzahlungen oder ähnliches entstanden sind.
Nunmehr werden wir im Jahr 2019 im Bereich Intralogistik einen eigenen direkten Vertriebskanal etablieren. Nach der abgesagten Übernahme von Navitas sieht unsere Standalone-Strategie für die USA von der Entwicklung eines maßgeschneiderten Systems, über die automatisierte Produktion bis zum Ausbau unseres eigenen Vertriebsnetzes in den USA alle wichtigen Schritte für den erfolgreichen Markteintritt vor. Im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres streben wir die UL-Zertifizierung unseres neuen, perfekt auf die Anforderungen im nordamerikanischen Markt ausgelegten Batteriesystemfamilie an. Wir planen, noch in diesem Jahr erste Umsätze in diesem Markt zu erzielen.
Nachdem das Marktsegment Intralogistik bereits im Vorjahr zu unseren wesentlichen Umsatztreibern zählte, war auch im Geschäftsjahr 2018 die Produktion von Batteriemodulen für den Einsatz in Gabelstaplern und Flurförderzeugen wesentlich für unsere Gesamtleistung verantwortlich. Bekanntermaßen kooperieren wir in diesem Bereich seit mehreren Jahren erfolgreich mit der Triathlon Batterien GmbH, die die von uns produzierten Module zu Systemen veredelten und über ihr Vertriebsnetzwerk in den Markt gebracht haben. Diesen Absatzkanal haben wir mit der Neuverhandlung unseres Kooperationsvertrags gestärkt. Darüber hinaus haben wir uns mit der vertraglichen Neuregelung aber auch das Recht gesichert, den Markt in Europa und Nordamerika über den Direktvertrieb zu erschließen. Nach dem Aufbau der dafür notwendigen Ressourcen konnten wir unsere Aktivitäten im deutschsprachigen Raum im zweiten Halbjahr 2018 deutlich ausbauen. Der Anteil der über diesen Vertriebskanal generierten Umsätze wird in 2019 signifikant steigen. Die Assemblierung der Systeme werden wir sukzessive selber vornehmen - hier liegt ein besonderes Augenmerk darauf, ein Produktangebot am Markt zu etablieren, das sich von vergleichbaren Lösungen unter anderem in Bezug auf die Qualität der Zellen wie auch die Leistungsdaten der Systeme abhebt.
Ein weiteres Wort zu Triathlon: Wie wir schon in der Vergangenheit kommuniziert haben, war auch die Verlängerung der Zahlungsfrist für Triathlon bis zum Ende des Jahres 2018 Gegenstand der vertraglichen Neuregelung. Wir haben dabei unsere hohen Cash-Bestände strategisch eingesetzt, um die Absatzentwicklung bei Triathlon zu unterstützen, von der wir wiederum natürlich ebenfalls deutlich profitiert haben. Diese Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen per Definition zunächst ein Klumpenrisiko dar. Doch ab dem zweiten Quartal 2019 werden diese sukzessive reduziert und damit eine deutlich positive Wirkung auf den freien Cashflow haben, den wir zum Jahresende ausgeglichen erwarten.
Triathlon hat sich in der Vergangenheit stets an die vereinbarten Zahlungsziele gehalten. Auch wurden Beträge teilweise vorfällig zurückgezahlt. Im November 2018 hat Triathlon das Prädikat "Investment Grade" von der Deutschen Bundesbank erhalten. Zu Jahresbeginn haben sich die Zahlungsbedingungen für Triathlon auch wieder auf die regulären Fristen, die in der Regel 30 Tage netto betragen, geändert. Zudem haben wir für die ausstehenden Forderungen weitreichende Absicherungen vereinbart. Der Rückgang unserer liquiden Mittel zum Bilanzstichtag ist damit ganz offensichtlich kein unerwarteter Effekt, sondern folgt einer zu allen Seiten hin abgesicherten Strategie. Durch deren Umsetzung konnten wir im vergangenen Jahr deutliche Marktanteile in der Intralogistik gewinnen. Dem tagesaktuellen Monitoring unserer Finanzkennzahlen sowie der Einhaltung unserer Planzahlen im engen Austausch mit unserer Finanzabteilung messen wir nicht nur vor diesem Hintergrund höchste Bedeutung zu.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat der Voltabox Konzern einen Umsatz in Höhe von 66,9 Mio. Euro erzielt, was einem Umsatzwachstum von rund 145 % entspricht. Im Berichtsjahr haben wir den neuen Bilanzierungsstandard IFRS 15 (Umsatzrealisierung) erstmals angewendet, der allerdings nur geringe Effekte zur Folge hatte. Selbstverständlich basierte auch unsere Prognose darauf. Hauptumsatztreiber war erneut das Geschäft mit Batteriemodulen für den Einsatz in Gabelstaplern und fahrerlosen Transportfahrzeugen. Darüber hinaus trug auch insbesondere die Serienproduktion von Batteriesystemen für Trolleybusse zum Umsatz bei. Die Überführung des Batteriesystems für das Minenfahrzeug Battery Hauler 18/20 aus der Vorserie in die Serienproduktion stellte schließlich den Startpunkt für die weitere Elektrifizierung der Komatsu-Flotte dar. Umsatz in geringerem Umfang haben wir sowohl mit der Produktion von Starterbatterien als auch mit der Auslieferung von zwei Prototypen sowie dem Start der Serienproduktion der Batteriesysteme für die Schäffer Hof- und Radlader erzielt. Darüber hinaus sind erste Umsätze unseres Zukaufs ACCURATE in unseren Konzernabschluss eingeflossen.
Wir sind fest überzeugt, dass sich Voltabox auf dem richtigen Weg befindet. Und gleichzeitig bestätigen wir unsere operative Entwicklung Quartal für Quartal mit starken Ergebnissen und einem rasanten Wachstum. In Verbindung mit unserem weiterhin sehr guten Auftragsbestand stimmt uns dieser Zustand sehr zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr 2019.
Denn der von uns adressierte Gesamtmarkt entwickelt sich weiterhin erfreulich. Wir rechnen in den von uns besetzten Märkten mit einem globalen Wachstum von rund 12 %. Insbesondere im Bereich der Intralogistik werden wir unsere Marktposition deutlich ausbauen, die durch den Eintritt in den nordamerikanischen Markt zusätzlich befördert werden wird.
Konkret rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum um rund 60 % auf etwa 105 Mio. Euro bis 115 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge in der Größenordnung von 8 bis 9 %. Wesentliche Wachstumstreiber werden die Marktsegmente Intralogistik und Trolley- und EV-Busse sein. Im laufenden Geschäftsjahr werden wir auch erstmals mit Batteriepacks für Pedelecs und E-Bikes signifikante Umsätze generieren. Unsere Investitionen werden im Vergleich zum Vorjahr nur leicht auf 14 Mio. Euro ansteigen - dabei erhöht sich der Anteil der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte auf 57 % infolge der Aktivierung von Entwicklungsleistungen.
Wir möchten uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre außerordentlichen Leistungen sowie bei unseren Geschäftspartnern, Kunden und Aktionären für ihr Vertrauen bedanken.
Jürgen Pampel, Vorstandsvorsitzender CEO
Jörg Dorbandt, Mitglied des Vorstands CO O
Wie Voltabox vorhandenes Potenzial und Ressourcen für zukünftiges Wachstum nutzt.
"Im vergangenen Jahr konnten wir die neuen Kolleginnen und Kollegen von Concurrent an Bord nehmen. Wir haben in den zurückliegenden Monaten intensiv an unseren Strukturen und Abläufen gearbeitet und diese deutlich optimiert. Unseren Fokus haben wir dabei konsequent auf die wichtigsten Zukunftsprojekte gerichtet. Die Voltabox of Texas steht vor einer aufregenden Zukunft!"
Wolf Mueller, President und CEO der Voltabox of North America, Inc., zur Integration von Concurrent Design und den Aussichten der Voltabox of Texas, Inc
"Unsere Kunden schätzen besonders an uns, dass wir Ihnen das Rundum-Sorglos-Paket mit Blick auf die Elektrifizierung ihrer Produkte bieten können. Unser Zusammengehen mit Voltabox kam daher genau zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Technologie war bereits herausragend, doch mit den Produktionskapazitäten und der Vertriebspower von Voltabox können wir diese gemeinsam nun noch besser auf die Straße bringen."
Marcel Wilke, Gründer von ACCURATE und Leiter des Standorts Korntal-Münchingen, zur Übernahme von ACCURATE durch Voltabox
Die Voltabox of Texas, die bereits seit dem Jahr 2014 existiert, entwickelt und produziert Lithium-Ionen-Batteriesysteme schwerpunktmäßig für Kunden aus den Bereichen Bergbau, Trolleybusse sowie im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres auch Intralogistik. Die Expertise in Bezug auf Großbatteriesysteme wurde im vergangenen Jahr durch die Akquisition von Concurrent Design um Entwicklungskapazitäten erweitert. Auf dieser Basis strebt die Voltabox of Texas den Ausbau vorhandener bzw. den Eintritt in neue Marktsegmente, u.a. Schienenanwendungen, an. Aktuell wird der Standort deutlich vergrößert.
Mit ACCURATE hat sich Voltabox im August des vergangenen Jahres einen wichtigen Baustein zur Erweiterung des eigenen modularen Produktbaukastens gesichert, der den Eintritt in ausgewählte Massenmärkte ermöglicht. ACCURATE nutzt in seinen leistungsstarken Batteriesystemen kleinformatige Rundzellen, die sogenannten 18650er sowie 21700er Varianten, in Verbindung mit der NCA-Zellchemie. Sie weisen ein geringes Gewicht bei einer gleichzeitig hohen Energiedichte auf. Im Laufe des 3. Quartals wird das Team einen modernen Neubau in Markgröningen beziehen. Für die Produktion wird Voltabox auch den jungen Standort Kunshan, China, nutzen.

Durch den Ausbau der Marktposition in bereits besetzten Marktsegmenten sowie die Erschließung neuer Endmärkte im Kerngeschäftsfeld Voltapower strebt Voltabox eine dynamische, aber gleichzeitig nachhaltige Marktdurchdringung bzw. die Erhöhung des Marktanteils in bereits adressierten Märkten an. Dies trifft nicht nur, aber insbesondere auf den Bereich Intralogistik zu. Infolge des neuen Kooperationsvertrags mit dem Partner Triathlon ist Voltabox hier in den Direktvertrieb eingestiegen und fokussiert seitdem über diesen eigenen Absatzkanal sowohl Hersteller als auch große Logistikunternehmen und Warenhäuser. Darüber hinaus stellt der im laufenden Geschäftsjahr geplante Eintritt in den vielversprechenden US-amerikanischen Intralogistik-Markt einen weiteren wichtigen Schritt für die Marktentwicklung dar. Für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten von Voltabox bieten sich noch weitere Märkte an, die eine gewisse Nähe zu den bereits besetzten industriellen Teilmärkten aufweisen oder innerhalb derer eine Zunahme des Substitutionsprozesses durch entsprechende, insbesondere regulatorische Treiber zu erwarten ist. Dazu zählen neben landwirtschaftlichen Fahrzeugen unter anderem auch Baufahrzeuge, Flughafenvorfeld-Fahrzeuge sowie diverse Schienenfahrzeuganwendungen.
Mit der Erweiterung des bestehenden Produktportfolios durch standardisierte Batteriesysteme zielt Voltabox darauf ab, ausgewählte Segmente des Massenmarktes zu erschließen, z.B. das von ACCURATE adressierte Marktsegment Pedelecs und E-Bikes. Durch die Standardisierung der Produkte im Produktsegment Voltaforce strebt Voltabox eine zunehmende Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten für Spezialanwendungen an.
Mit dem Produktsegment Voltamotion beabsichtigt Voltabox eine Verbreiterung des Leistungs- und Produktportfolios, vor allem durch die Erweiterung der Wertschöpfungskette um Leistungselektronik und Komponenten des Antriebsstrangs. Die Aktivitäten sind im Entwicklungszentrum Aachen gebündelt. Damit verbunden ist das übergeordnete Ziel, Voltabox als Systemanbieter zu stärken und damit zu einem One-Stop-Shop für die gesamte Elektrifizierung von Fahrzeugen zu werden.
Voltabox ist ein auf dem Gebiet der Lithium-Ionen-Batteriesysteme führendes Unternehmen, das eine extrem hohe Dynamik in seiner Entwicklung aufweist. Dies ist hier an jeder Ecke zu spüren. Wir erweitern unsere Kapazitäten regelmäßig - unsere Mitarbeiteranzahl wächst jeden Monat. Allein in 2018 sind wir von 99 Mitarbeitern auf 235 Mitarbeiter im Konzern gewachsen. Diese Dynamik, die sich natürlich auch in der Auslastung unserer Produktion zeigt, verlangt von uns, die vorhandenen Ressourcen optimal zu managen. Das erfordert auch, die räumlichen Ressourcen im Blick zu behalten und hier bei Bedarf zu adjustieren. So hat Voltabox für die Entwicklung am Hauptsitz in Delbrück zum Ende des vergangenen Jahres flexibel und verhältnismäßig schnell modulare und gleichzeitig optimal ausgestattete Räumlichkeiten errichtet. Dies war eine smarte, effiziente Antwort auf den gestiegenen Platzbedarf der Verwaltung, der Entwicklungsabteilung und insbesondere des Vertriebs, den wir in 2018 besonders gestärkt haben.
Ich trage die Verantwortung dafür, dass die Produktion von Voltabox in Qualität und Effizienz den Anforderungen durch unser stetig ausgeweitetes Geschäft gerecht wird. Das gilt natürlich nicht nur für unsere Produktion in Deutschland, sondern auch weltweit. Hier produziert Voltabox bislang vor allem am US-amerikanischen Standort in Cedar Park bei Austin, Texas. Das US-Tochterunternehmen existiert jetzt schon seit einigen Jahren. Auch hier möchten wir sukzessive die Automatisierung weiter erhöhen, um entsprechende Skaleneffekte erreichen zu können. Insbesondere in stark wachsenden Unternehmen findet sich immer wieder Optimierungspotenzial hinsichtlich der Effizienz operativer Abläufe. Wir sind hier aber angesichts des noch jungen Unternehmens und der gleichzeitig bereits bedeutenden Umsatzgenerierung auf einem sehr guten Level.
Bei der Leitung des Finanzbereichs hilft mir persönlich meine langjährige Erfahrung in Positionen, in denen ich die Finanzen weltweit agierender Unternehmen verantwortet habe. Gleichzeitig hat Voltabox in den zurückliegenden Monaten die Ressorts Finanzen und Controlling deutlich verstärkt, sodass mir ein äußerst engagiertes und sehr fähiges Team zur Seite steht.
2019 geht es zunächst einmal darum, das geplante starke Wachstum des Unternehmens auch auf der operativen Ebene umzusetzen. In Texas wird zurzeit das Produktionsgebäude erweitert und noch in diesem Jahr bezugsfertig sein. Die automatisierte Fertigungslinie für Intralogistik-Batteriemodule wird hochgefahren, der Start für die Serienproduktion der Standardcontainer für den Kiepe-Auftrag ist eingeplant und Aufträge weiterer Kunden werden anlaufen.
Auch in Delbrück ist eine Flächenerweiterung notwendig. Hier laufen ebenfalls entsprechende Vorbereitungen, damit uns Mitte 2020 wesentlich mehr Platz zur Verfügung steht.
Neben dem Wachstum an Kapazität und Personal muss auch dem Wachstum unserer Kompetenzen und dem Organisierungsgrad große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Bedeutung des Controllings und unserer Finanzabteilung sowie geeigneter Instrumente wird weiter zunehmen, um ein unterproportionales Kostenwachstum sicherzustellen und Risiken zu minimieren.
Jörg Dorbandt ist zum 01.12.2018 in den Vorstand der Voltabox AG berufen worden. Er verfügt über 27 Jahre Erfahrung in der Automobilzulieferindustrie. Bei Nexans auto-electric, einem Systemlieferanten für Bordnetze, wirkte er zunächst zehn Jahre als IT-Leiter, Logistikleiter und Projektleiter für den Aufbau neuer Fertigungsstätten. Im Anschluss baute Herr Dorbandt in den USA und Mexiko Tochtergesellschaften von Nexans als Greenfield Operations auf und leitete anschließend diese stark wachsenden Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern über viele Jahre. Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Projekte in Nordamerika kehrte Jörg Dorbandt nach Deutschland zurück und war mehr als sechs Jahre als Geschäftsführer der Erich Jaeger GmbH & Co. KG, einem Hersteller von elektrischen Steckverbindungen, zuständig für die Ressorts Operations und Finanzen.
Jörg Dorbandt, Vorstand Operations and Finance, COO
... über so viel maximale MWh Produktionskapazität verfügen die beiden hochautomatisierten Linien für die Verarbeitung prismatischer Zellen, die in den Werken in Delbrück und im texanischen Cedar Park in der Nähe von Austin stehen. Die auf diesen Linien gefertigten Batteriemodule kommen insbesondere in Intralogistik-Anwendungen zum Einsatz. Die zweite Anlage wurde im vergangenen Jahr per Schiff zum Standort der Voltabox of Texas verfrachtet und ist dort im vierten Quartal aufgebaut worden. Die Inbetriebnahme erfolgte planmäßig im ersten Quartal des laufenden Jahres.
"Die Lithium-Ionen-Zelltechnologie ist konventionellen Batteriechemien deutlich überlegen. Um diese Vorteile optimal nutzen zu können, setzen wir bei der Entwicklung von Kundenlösungen so früh wie möglich an und prüfen, welche Zelle für die jeweilige Anwendung und das entsprechende Einsatzprofil die besten Eigenschaften bietet. Das erfordert ein tiefes Verständnis von den Leistungsmerkmalen, Besonderheiten und den Herausforderungen im Handling der Zelle. Nur so sind wir in der Lage, unseren Kunden passgenaue Lösungen auch für äußerst anspruchsvolle Anwendungen zu liefern."
Dr. Fabian Wohde, Zellexperte bei Voltabox, Leiter Elektrik- und Elektronikentwicklung
Dr. Fabian Wohde verfügt über ein tiefes Know-how von Zellen und ihren Charakteristika. Er ist damit bei Voltabox einer der zentralen Ansprechpartner, wenn es um die Auswahl und Qualifikation von Zellen für kundenspezifische Anwendungen geht. Zudem nimmt er die technische Abstimmung mit den weltweit ansässigen Zelllieferanten vor. Dr. Wohde promovierte im Fachbereich Chemie an der Philipps-Universität Marburg.

Für die Auswahl eines geeigneten Zelltyps für eine spezifische Anwendung ist zunächst die Messung der Nominalkapazität einer Zelle und damit der Abgleich mit den Herstellerspezifikationen notwendig. In einem zweiten Schritt erfolgt die Bestimmung des temperaturabhängigen Zellwiderstands in einem breiten Bereich von -20 bis 50°C.

Daraufhin wird eine Einordnung der Zelle anhand von Benchmarks vorgenommen, um eine objektive Bewertung der verschiedenen Charakteristika wie Hersteller, Format und Zellchemie zu erhalten. Nun können individuelle Leistungsparameter abgeleitet werden. Auf Basis des Zellwiderstands erfolgt die Abstimmung des Batteriemanagementsystems (BMS).Bereits jetzt werden Schnelllade-Strategien entwickelt, die gleichzeitig eine möglichst hohe Zyklenfestigkeit der Zelle gewährleisten sollen.

Unter Strombelastung wird die Temperaturverteilung innerhalb der Zelle simuliert. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen der Entwicklung effizienter Kühl- und Betriebsstrategien zu Vermeidung von zellschädigenden Hot Spots. Die Entwickler sind nun in der Lage, exakt die Zelle auszuwählen, die für die jeweilige Anwendung am besten geeignet ist.
Voltabox verwendet in seinen Batterien zylindrische, prismatische sowie Pouch-Zellen in unterschiedlichen Lithium-Ionen-Zellchemien. Dazu zählen aktuell schwerpunktmäßig Lithium-Eisen-Phosphat (LFP), Nickel-Mangan-Kobalt (NMC) sowie Lithium-Titan-Oxid (LTO), die sich jeweils durch unterschiedliche Eigenschaften kennzeichnen und daher für bestimmte Anwendungsbereiche besonders geeignet sind. Dabei kommen in den Voltabox-Lösungen für industrielle Anwendungen stets die Power-Varianten von Zellen zum Einsatz, die in der Lage sind, kurzfristig viel Energie abzugeben bzw. bereitzustellen. Die sogenannten Energie-Varianten von Zellen, die dazu designt sind, Energie gleichbleibend über einen längeren Zeitraum abzugeben, finden hingegen vor allem in Autos Anwendung und eignen sich daher nicht für die komplexen und herausfordernden Voltabox-Anwendungen.
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| Zylindrisch | Prismatisch | Pouch |
|---|---|---|
| Zelle in spiralförmig gewickeltem Design (Jelly-Roll). Bezeichnung erfolgt anhand der Größe, z.B. 26650 zylindrische Batterie (Durchmesser: 26 mm, Länge: 65,2 mm; Code für zylindrische Form: 0). | Ein prismatisches Design deutet auf ein flaches Batteriedesign hin. Die Stapel können gewickelt (wie auf dem Foto gezeigt) oder gestapelt (mit alternierender Kathoden-/Separator-/Anodenstruktur) werden. Die Stapel werden in der Regel in ein starres Gehäuse eingesetzt, um eine prisma- | Anstatt eines starren Metallgehäuses sind leitfähige Folienlaschen mit den Elektroden verschweißt und dichten die Batterie vollständig ab. Die innenliegenden Stifte können aufgewickelt oder gestapelt werden. Schwellungen und Begasungen könnten ein Problem für Pouch-Zellen sein. |
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| LFP Lithium-Eisen-Phosphat | NMC Nickel-Mangan-Kobalt | LTO Lithiumtitanat-Oxid | NCA Nickel-Kobalt-Aluminiumoxid |
|---|---|---|---|
| -Nominale Zellspannung: 3,2 V- 3,3 V -Keine Gefahr des thermischen Durchgehens (im Falle eines Unfalls) -Hohe Zyklenstabilität von bis zu 4.000 Zyklen bei 80% DoD -Großer Betriebstemperaturbereich von -20/+55 °c -Hohe Energiedichte (125 Wh/kg und 292 Wh/l) -Nur ein kleiner Teil Seltener Erden wird verwendet. | -Nominale Zellspannung: 3,6 V- 3,7 V -Hohe Zyklenstabilität von mindestens 6.000 Zyklen bei 80% DoD -Sehr großer Betriebstemperaturbereich von -30/+60 °C -Hohe Energiedichte (136-230 Wh/kg und mindestens 309 Wh/l) | -Nominale Zellspannung: 2,3 V -Hohe Zyklenstabilität von bis zu 30.000 Zyklen bei 80% DoD -Sehr großer Betriebstemperaturbereich von -30/+55 °C -Hohes Sicherheitsniveau dank LTO Anode -Energiedichte von 96 Wh/kg oder 202 Wh/l -Großer Ladezustandsbereich verwendbar auch bei höchsten Leistungen | -Nominale Zellspannung 3,6-3,7 V (vs. Grafit) -Hohe Zykelstabilität von bis zu 1.500 Zyklen bei 80-70% DoD -Sehr großer Betriebstemperaturbereich von -20/+75°C -Hohe Energiedichten (Zell-Level) 140-280 Wh/kg, 300-590 Wh/L -Aktuell bei vielen Zellherstellern in der Erprobung oder im Upscaling-Prozess |

Im Geschäftsjahr 2018 hat Voltabox seine Präsenz auf relevanten Branchenmessen signifikant ausgebaut. Diese Strategie der Lead-Generierung setzt die Gesellschaft auch im laufenden Geschäftsjahr fort. Mit den Auftritten auf den Battery Shows, die regelmäßig ein europäisches und ein nordamerikanisches Fachpublikum ansprechen, hat Voltabox als größter Aussteller Maßstäbe gesetzt. Mit der zielgerichteten Auswahl von Messen und Konferenzen, darunter auch die Intermot als internationale Motorrad-Messe sowie die trol-ley:motion als international anerkannte E-Bus-Konferenz, konnte im Jahr 2018 der Austausch mit Fachpublikum und potentiellen Kunden weiter intensiviert werden Ein Highlight des aktuellen Geschäftsjahres bildete die erstmalige Teilnahme von Voltabox auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas, bei der das für einzelne Massenmärkte geeignete Produktportfolio im Mittelpunkt stand.
Veröffentlichung vorläufiger Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 - Prognose erreicht!
Veröffentlichung Konzernabschluss und Bestätigung der Prognose
Übernahme Concurrent Design 09. Mai 2018
Erfolgreiche erste Hauptversammlung in Delbrück
Abschluss der Neuverhandlung des Kooperationsvertrags mit Triathlon
Einstieg in den Direktvertrieb in der Intralogistik
Übernahme ACCURATE
Anpassung der Prognose auf 65-70 Mio. Euro und 7 % EBIT-Marge im Rahmen der Veröffentlichung des Halbjahresberichts
9M-Bericht: Erreichen des Break Even
Rücktritt von der Übernahme von Navitas Systems, zur Sicherstellung der Planungssicherheit - Aufrechterhaltung der Prognose, die auf Basis der geplanten Übernahme hinsichtlich der Umsatzerwartung angepasst worden war
Berufung von Jörg Dorbandt als COO in den Vorstand zur optimalen Anpassung des Konzerns an die Herausforderungen für das weitere Management des Wachstums
Trotz ausgegebener Jahresendrallye 2017 begannen insbesondere die mittelfristig orientierten Anleger das erste Quartal 2018 zunächst noch mit einer optimistischen Grundhaltung, die sich jedoch schnell durch Gewinnmitnahmen wieder eintrübte. Obwohl der DAX noch im Januar ein neues Allzeithoch verzeichnen konnte, stieg die Angst der Anleger vor einer Korrektur. Dies wurde durch die implizite Ankündigung der US-Notenbank unterstützt, im März die Leitzinsen anheben zu wollen. Anfang Februar folgte dann der größte positive Stimmungsumschwung seit Oktober 2012, was insbesondere bei internationalen Investoren zu erneuten Gewinnmitnahmen führte. In der anschließenden Konsolidierungsphase mit sinkenden Kursen standen lediglich die Privatanleger auf der Käuferseite. Dieser Trend verstärkte sich im März noch bei zunehmender Volatilität.
Nach dem eher moderaten Jahresbeginn expandierte die gesamtwirtschaftliche Aktivität bei zunehmender Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten im zweiten Quartal kräftig. Dagegen sanken allerdings die Wachstumsperspektiven. Für die internationalen Finanzmärkte stellte eine mögliche Eintrübung der Wirtschaftsaktivität in Verbindung mit Preisauftrieb aufgrund einer Verschärfung der hegemonialen US-Handelspolitik das größte konjunkturelle Risiko dar. Daneben waren die seit Jahresbeginn kräftig steigenden Zinsen sowie der wachsende Zinsabstand zwischen US-Staatspapieren und Bundestiteln von besonderer Bedeutung. Während in der Konsolidierungsphase am deutschen Aktienmarkt Ende des ersten Quartals die privaten Anleger noch auf der Käuferseite gestanden hatten, fiel deren Börse Frankfurt Sentiment-Index zu Beginn des zweiten Quartals auf 0, während bei den mittelfristig orientierten institutionellen Investoren nach den Gewinnmitnahmen im Vorquartal wieder verhaltener Optimismus einsetzte. Im weiteren Verlauf des zweiten Quartals überwog schließlich bei beiden Anlegergruppen die Sorge vor einer nachhaltigen Korrektur der Aktienmärkte, nicht zuletzt wegen des zunehmenden geopolitischen Risikos der US-Politik bzgl. des Atomvertrags mit dem Iran sowie enttäuschender Einkaufsmanager-Index Zahlen im Euroraum. Während der Stimmungsindikator in den negativen Bereich drehte und bei den institutionellen Investoren zunehmend Leerverkäufe zu beobachten waren, reagierten die Privatanleger kaum. Allerdings verschlechterte sich deren Stimmung weiterhin auf den höchsten gemessenen Pessimismus seit fast fünf Jahren. Am Ende des zweiten Quartals trugen die von der US-Administration neu angekündigten Strafzölle auf Autoimporte aus der EU in die USA zur weiteren Verschlechterung des Stimmungsbildes bei. Die Werte des Automobilsektors waren hiervon in besonderer Weise betroffen.
Während sich zu Beginn des dritten Quartals die Stimmung am deutschen Aktienmarkt zunächst leicht aufgehellte und heimische Investoren Leerverkaufspositionen glatt stellten, nutzten institutionelle Investoren das Marktumfeld für Gewinnmitnahmen. Bei den privaten Anlegern dominierte allerdings weiterhin die schlechte Marktstimmung. In der Folge konnte sich kein eindeutiger Trend am Markt herausbilden, wobei die privaten Anleger schließlich auch ihre Leerverkaufspositionen wieder erhöhten. In der Mitte des Quartals nutzte diese Anlegergruppe dann die Seitwärtsbewegung des DAX, um ohne Verluste aus ihren Short-Positionen heraus zu kommen. Anschließend wechselten die privaten Anleger auf die Käuferseite, während sich institutionelle Investoren wiederum vermehrt von ihren Aktien trennten. Anfang September war ein deutlicher Rückgang der Leitindizes zu verzeichnen, ohne dass dies zu Käufen der aktiven Trader unter den institutionellen Akteuren führte. Daher vergrößerte sich das im Sentiment der Frankfurter Börse gemessene Bärenlager um mehr als ein Drittel. Am Ende des Quartals zeigten sich insbesondere die privaten Anleger wieder bullish, während die internationalen institutionellen Investoren weiter in Richtung USA umschichteten sowie ihre Shortpositionen in deutschen Aktien wieder deutlich ausweiteten. Gleichzeitig waren erneute Gewinnmitnahmen zu verzeichnen, um in einem antizipierten Seitwärtstrend auf niedrigerem Niveau wieder einsteigen zu können. Dagegen zeigten die privaten Anleger wieder vermehrt Optimismus, ohne dass Gewinne mitgenommen wurden. Im dritten Quartal war der Automobilsektor in besonderem Maße durch Spekulationen über die Auswirkungen der amerikanischen Handelspolitik sowie durch vermehrte Gewinnwarnungen von Herstellern und diversen Zulieferern belastet.
Zu Beginn des vierten Quartals verschlechterte sich das Nachrichtenumfeld zunehmend. Die institutionellen Investoren versuchten zunächst noch, ihre bisherige Performance in der bestehenden Seitwärtsbewegung gegen den Preistrend zu verbessern. Allerdings war schon in der zweiten Oktoberhälfte ein deutlicher Stimmungsumschwung in das Bärenlager zu verzeichnen. Die hohe Volatilität der Märkte zeigte sich durch die unmittelbar anschließende Erholung mit massiven Käufen deutscher Bluechips. Nach den US-amerikanischen Zwischenwahlen Anfang November, in denen die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückgewannen, sprang der Optimismus der professionellen Investoren sogar auf ein Zweijahreshoch. Erst Anfang Dezember verschlechterte sich die Stimmung erneut drastisch. Neben den geopolitischen Risiken und der Unsicherheit über die weltwirtschaftlichen Auswirkungen der US-Handelspolitik wurde insbesondere die Veränderung der US-Zinsstrukturkurve als Indikator für eine drohende realwirtschaftliche Abschwächung gesehen. Ab Mitte Dezember waren bei den institutionellen Investoren noch Käufe zur Verbesserung der Jahresperformance zu beobachten, während die Privatanleger trotz teilweise hoher Buchverluste an ihren Engagements festhielten.
Per Saldo ergab sich in der letzten Stimmungserhebung des abgelaufenen Jahres ein uneinheitliches Bild bei den institutionellen und privaten Investoren. Während die Privatanleger zwar absolut betrachtet noch einen leichten Optimismus zeigten, musste die Stimmung im Jahresverlauf jedoch als relativer Pessimismus bewertet werden. Dagegen war bei den institutionellen Investoren zumindest vorübergehend ein leichter Optimismus festzustellen. Allerdings wurden Gewinnmitnahmen zum Jahresende - bei fehlender ausländischer Nachfrage - als Belastung für den gesamten Markt angesehen. Im Ergebnis mussten die Marktteilnehmer das erste Verlustjahr seit 2011 hinnehmen.
Die Kursentwicklung der Voltabox Aktie war im abgelaufenen Geschäftsjahr überdurchschnittlich von dem zunehmend schwierigen Marktumfeld betroffen. Mit einem Xetra-Schlusskurs zum Bilanzstichtag von 12,25 Euro (Vorjahr: 23,42 Euro) musste die Aktie im Jahresverlauf einen Kursverlust von 47,69 % ausweisen. Das entspricht einem Börsenwertverlust der Gesellschaft von rund 176,7 Mio. Euro. Der gesamte Technologiesektor konnte sich nicht dem negativen Trend im Gesamtjahr entziehen. Während der TecDAX im gleichen Zeitraum um 0,1% zulegte, lagen SDAX mit -1,6%, DAX mit -0,6% und die im Prime Technology Index zusammengefassten Unternehmen mit -0,2% ebenfalls im Minus.
Das erste Quartal haben die meisten deutschen Aktienindizes mit einem Minus abgeschlossen (DAX - 6,4%, SDAX 0,3%, TecDAX -1,4%). Dieses volatile und allgemein schwache Marktumfeld hatte auch Auswirkungen auf die Voltabox-Aktie. Der Wertverlust des Titels beträgt im ersten Halbjahr 3%. Von einem Anfangskurs von 23,42 Euro sprang die Aktie bereits am zweiten Handelstag des Jahres auf ihren Höchstkurs von 26,70 Euro. In der Folge, insbesondere in der zweiten Februar-Hälfte, wurde die Aktie zunehmend auch durch geringe Handelsumsätze belastet. Von einem zwischenzeitlichen Hoch Mitte März fiel die Aktie auf ihren Tiefstkurs Ende März, der mit 22,72 Euro auch den Schlusskurs des Quartals markierte. Das entspricht einem Börsenwert der Gesellschaft von rund 359,7 Mio. Euro zu diesem Stichtag bzw. einem Börsenwertverlust im ersten Quartal von rund 11,1 Mio. Euro.
Im zweiten Quartal zeigte sich ein uneinheitliches Bild bei den wichtigsten deutschen Aktienindizes. Während der breite DAX mit 1,7% und der SDAX mit 0,2% leicht im Plus lag, stellte sich der TecDAX mit 7,9 % sogar vergleichsweise robust dar. Die Voltabox Aktie verzeichnete eine Kursentwicklung von -10,2%. Ausgehend von einem Anfangskurs von 22,72 Euro entwickelte sich die Aktie im weiteren Handelsverlauf bis Anfang Mai relativ schwach. In der Folge erreicht die Aktie Anfang Juni zunächst ihren Höchstkurs mit 24,90 Euro. Anschließend wurde die Aktie jedoch von einem deutlichen Abwärtstrend erfasst. Vor allem zum Ende des zweiten Quartals wurden mehrere charttechnische Unterstützungslinien durchbrochen, ohne dass nachhaltige Aufwärtsbewegungen zur kurzfristigen Trendumkehr einsetzten. Die Aktie erreichte kurz vor dem Ende des Halbjahres mit 19,92 Euro den Tiefstkurs innerhalb der ersten sechs Monate dieses Jahres. Der Schlusskurs am 29. Juni betrug 20,40 Euro. Das entspricht einem Börsenwert von 322,9 Mio. Euro bzw. einem Börsenwertverlust von rund 47,8 Mio. Euro im Verlauf des ersten Halbjahres, wovon alleine dem zweiten Quartal ein Verlust von 36,8 Mio. Euro zuzurechnen ist.
Die wichtigsten deutschen Aktienindizes entwickelten sich im dritten Quartal im Ergebnis seitwärts. Die breiten Indizes verzeichneten mit -0,5% beim DAX und mit -0,7% beim SDAX eine leicht negative Bewegung. Lediglich die Technologiewerte konnten sich mit 4,5% Wertsteigerung im TecDAX erneut positiv absetzen. Die Voltabox Aktie konnte sich mit einer Kursentwicklung von -2% wiederum nicht gegen die allgemeine Marktstimmung stellen. Ausgehend von einem Anfangskurs von 20,40 Euro entwickelte sich die Aktie zunächst negativ bis Mitte Juli der Tiefstkurs von 18,05 Euro erreicht wurde. Anschließend erholte sich die Aktie wieder und erreichte Ende August den Höchstkurs von 23,50 Euro. In der Folge wurde der Voltabox Kurs zunehmend von zum Teil sehr geringen Handelsumsätzen belastet. Der Schlusskurs betrug schließlich 20,00 Euro. Das entspricht einem Börsenwert der Gesellschaft von rund 316,6 Mio. Euro zu diesem Stichtag bzw. einem Börsenwertverlust im dritten Quartal von rund 6,3 Mio. Euro.

Das vierte Quartal war mit großem Abstand das verlustreichste Quartal für alle wichtigen Indizes (TecDAX -12,9%, SDAX -19,8% und DAX -13,8%). Die Voltabox Aktie war mit einem Wertverlust von 38,7% überproportional betroffen. Ausgehend von einem Anfangskurs von 20,00 Euro in der Nähe des Höchstkurses von 20,20 Euro setzte bereits in der ersten Oktoberhälfte ein Abwärtstrend für die Aktie ein, deren Kurs sich zunächst Anfang November bis zur 20 Euro-Marke stabilisierte. In der Folge zeichnete sich der Titel durch eine hohe Volatilität aus und sank mit hoher Geschwindigkeit und bei zum Teil außergewöhnlich hohen Handelsvolumina in der zweiten November-Hälfte deutlich. Schließlich wurde Mitte Dezember der Tiefstkurs von 10,40 Euro erreicht. Am letzten Handelstag des Jahres machte die Aktie noch einmal einen Sprung, der letztlich zum Schlusskurs von 12,25 Euro führte. Das entspricht einem Börsenwert der Gesellschaft von rund 193,9 Mio. Euro zu diesem Stichtag bzw. einem Börsenwertverlust im vierten Quartal von rund 122,7 Mio. Euro.
Das Handelsvolumen entwickelte sich im Jahresverlauf uneinheitlich. Im Jahresdurchschnitt betrug das monatlich gehandelte Volumen rd. 927 Tausend Aktien (Vorjahr: 880 Tausend Aktien). Davon entfielen rund 86,4% auf die Handelsplattformen der Deutsche Börse AG (Vorjahr: 94,4%). Der Anteil der über so genannte Dark Pools, also bank- oder börseninterne Handelsaktivitäten, verringerte sich somit im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zu den rund drei Monaten nach dem Börsengang leicht.
Im ersten Quartal lag das gehandelte monatliche Volumen mit durchschnittlich rund 970 Tausend Aktien über dem Jahresdurchschnitt, während im zweiten Quartal mit rund 580 Tausend Aktien pro Monat die Handelsaktivität deutlich zurückging. Ursächlich hierfür war die mit rund 216 Tausend Aktien unterdurchschnittliche Handelsaktivität im Juni. Das dritte Quartal war mit rund 793 Tausend Aktien monatlichem Handelsvolumen durch die in den Sommermonaten übliche reduzierte Handelsaktivität gekennzeichnet. Im vierten Quartal stieg das monatliche Handelsvolumen wieder deutlich auf 1,3 Mio. Aktien an. Der Oktober stellte hier mit rund 2 Mio. Aktien den handelsstärksten Monat dar.
Die Voltabox AG informierte alle Kapitalmarktteilnehmer regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Die kontinuierliche Berichterstattung umfasste unter anderem den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017 (Veröffentlichung am 13. März 2018), den Zwischenbericht zum 31. März 2018 - 1. Quartal (Veröffentlichung am 8. Mai 2018), den Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 - 1. Halbjahr (Veröffentlichung am 21. August 2018) sowie den Zwischenbericht zum 30. September - 9 Monate 2018 (Veröffentlichung am 13. November 2018). Parallel zu diesen Terminen veröffentlichte die Voltabox AG entsprechende Finanzmeldungen, welche u.a. auch die Einschätzung des Vorstands zur weiteren Geschäftsentwicklung beinhalteten.
Die Umsatz- und Ergebnisprognose des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 vom 29. Januar 2018 wurde im am 13. März 2018 veröffentlichten Konzernlagebericht als Punktprognose mit einer "circa"-Angabe unter Einbeziehung der wesentlichen Annahmen, auf denen die Prognosen beruhen, erläutert, und schließlich am 21. August 2018 hinsichtlich Umsatz auf einen Korridor (Intervallprognose) erhöht und hinsichtlich der EBIT-Marge reduziert.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Bereich Investor Relations durch die Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA wesentlich gesteuert und durch eigene interne Ressourcen ergänzt. Damit konnte die laufende Kommunikation mit institutionellen und privaten Investoren seit dem Börsengang der Gesellschaft weiter verstetigt und ausgebaut werden. Insbesondere seit dem Börsengang bestehende Anteilseigner haben das Angebot der Gesellschaft zum direkten Dialog auf Vorstands- und Investor Relations-Ebene intensiv genutzt. Daneben wurde durch die umfangreichen IR-Aktivitäten eine Vielzahl neuer potentieller Investoren erreicht.
Insgesamt wurden mehr als 250 Einzelgespräche mit institutionellen Investoren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Schweden, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Polen, den USA und Kanada geführt. Im Verlauf des Jahres haben 3 Research-Häuser insgesamt 27 Studien zur Voltabox AG veröffentlicht.
Die Gesellschaft versteht unter effektiver Finanzkommunikation die zielgerichtete Reduzierung von Informationsasymmetrie zwischen Management und Anteilseignern über die aktuelle wirtschaftliche Lage und das spezifische Zukunftspotenzial der Voltabox AG. Entsprechend wird dem laufenden Dialog mit professionellen Kapitalmarktteilnehmern ein hoher Stellenwert beigemessen. Des Weiteren ist die Gesellschaft bemüht, die breite Öffentlichkeit über diverse Medienkanäle laufend mit aktuellen und relevanten Informationen zu versorgen sowie als persönlicher Ansprechpartner für Privatanleger zur Verfügung zu stehen.
Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") verdeutlichten Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Interessenskonflikte einzelner Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bestanden im Geschäftsjahr 2018 nicht. Eine Aufstellung aller Mandate der Aufsichtsratsmitglieder ist im Konzernanhang enthalten (Note (40)).
Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand durchweg beratend zur Seite und wurde bei Fragestellungen von grundlegender Bedeutung in die Diskussion und Entscheidungsfindung eingebunden. Dank der guten Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder konnten auch kurzfristig anstehende Entscheidungen direkt getroffen werden.
Im März 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Investor Relations-Bereich der Internetseite der Voltabox AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex und darüber hinausgehende Informationen zur Corporate Governance bei der Voltabox AG sind dort ebenfalls erläutert.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.
Dem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2018 jeweils drei Mitglieder an, in der Zeit vom 01. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 waren dies Herr Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Herr Prof. Dr. Martin Winter (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Hermann-Josef Börnemeier.
Der Aufsichtsrat beaufsichtigte die Arbeit des Vorstands und stand diesem darüber hinaus auch beratend zur Seite.
Im Geschäftsjahr 2018 kam der Aufsichtsrat im Rahmen von fünf ordentlichen Präsenzsitzungen, einer ordentlichen Telefonkonferenz sowie vier außerordentlichen Telefonkonferenzen zusammen. Zudem wurden zwei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren durchgeführt. Grundsätzlich war der Aufsichtsrat bei sämtlichen Zusammenkünften vollständig vertreten. Bei zwei ordentlichen Präsenzsitzungen und einer ordentlichen Telefonkonferenz haben Mitglieder des Aufsichtsrates ihre Zustimmung schriftlich erteilt.
In der ersten ordentlichen Präsenzsitzung am 16.01.2018 wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand über den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2017 unterrichtet.
In der ordentlichen Telefonkonferenz am 19.02.2018 hat der Aufsichtsrat den Beschluss über die vom Vorstand vorgelegte Geschäftsplanung für das Geschäftsjahr 2018 verabschiedet.
Am 12. März 2018 hat der Aufsichtsrat im Rahmen einer Präsenzsitzung die Zustimmung zum Abschluss eines Anteilskaufvertrages zum Erwerb sämtlicher Anteile der Concurrent Design, Inc. durch die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas erteilt und den Vorstand ermächtigt, sämtliche weiteren im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile stehenden Rechtsgeschäfte und Erklärungen abzuschließen bzw. abzugeben. Des Weiteren wurde der Bericht des Abschlussprüfers zum abgelaufenen Geschäftsjahr angehört. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden jeweils für das Berichtsjahr 2017 durch den Aufsichtsrat gebilligt. Der Vorstand wurde zudem ermächtigt, dass Grundkapital der Voltabox of Texas, Inc. von derzeit 100 USD auf 5.000.000 USD zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde 2018 nicht durchgeführt. Darüber hinaus wurden Beschlüsse über die Festlegung der Tagesordnung der Hauptversammlung, die Verwendung des Bilanzgewinns und der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf gefasst.
Zu einer weiteren ordentlichen Präsenzsitzung kam der Aufsichtsrat am 8. Mai 2018 zusammen. In dieser Sitzung wurde durch den Vorstand die Geschäftsentwicklung, Auftrags- und Ertragslage des ersten Quartals 2018 vorgestellt.
Am 29. Juni 2018 hat der Aufsichtsrat im Rahmen einer Telefonkonferenz die Zustimmung zum Abschluss eines Anteilskaufvertrages zum Erwerb sämtlicher Anteile an der NAVITAS Systems, LLC abgegeben. Mit einer weiteren Telefonkonferenz zum 14. November 2018 hat der Aufsichtsrat die Kündigung des Anteilskaufes zum Erwerb sämtlicher Anteile an der NAVITAS Systems, LLC beschlossen.
Der Aufsichtsrat hat im Rahmen einer Telefonkonferenz am 13. August 2018 die Zustimmung zum Abschluss eines Anteilskaufvertrages zum Erwerb sämtlicher Anteile der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH erteilt und den Vorstand ermächtigt, sämtliche weiteren im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile stehenden Rechtsgeschäfte und Erklärungen abzuschließen bzw. abzugeben.
Im Rahmen einer ordentlichen Präsenzsitzung wurde der Aufsichtsrat am 3. September 2018 über die Geschäftsentwicklung, die Auftrags- und die Ertragslage des ersten Halbjahres 2018 durch den Vorstand unterrichtet.
Der Aufsichtsrat hat im Rahmen einer außerordentlichen Telefonkonferenz am 29. November 2018 mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 Herrn Jörg Dorbandt zum Vorstand der Voltabox AG bestellt. Herr Andres Klasing wurde im Rahmen der Konferenz mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 als Vorstand abberufen.
Am 3. Dezember 2018 kam der Aufsichtsrat im Rahmen einer ordentlichen Präsenzversammlung zusammen. Im Rahmen der Sitzung wurde der Geschäftsverlauf des dritten Quartals 2018 durch den Vorstand erläutert.
Die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der Voltabox AG für das Geschäftsjahr 2017 ist durch die Hauptversammlung der Voltabox AG am 9. Mai 2018 erfolgt und festgestellt worden.
Wie bereits in der Vergangenheit hat der dreiköpfige Aufsichtsrat der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2018 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet und alle anstehenden Themen im Gesamtgremium behandelt.
Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 bestellt und durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates entsprechend beauftragt. Eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex liegt dem Aufsichtsrat vor.
Gegenstand der Abschlussprüfung war der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018, der vom Vorstand gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018, der zusammengefasste Lagebericht des Voltabox Konzerns und der Voltabox AG, sowie der Abhängigkeitsbericht.
Zum Abschluss der Prüfung hat die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox Konzerns und der Voltabox AG jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Abschlussprüfer hat außerdem festgestellt, dass das vom Vorstand eingerichtete Informations- und Überwachungssystem geeignet ist, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Jedem Mitglied des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer die zu prüfenden Unterlagen über den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox Konzerns und der Voltabox AG, den Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses sowie der Bericht über die Abschlussprüfung zur Verfügung gestellt. Über die Prüfung wurde in der Aufsichtsratssitzung am 27. März 2019 berichtet und diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 27. März 2019 zudem den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Daran anschließend hat sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands angeschlossen. Der Bilanzgewinn wird auf das Geschäftsjahr 2019 vorgetragen.
Dem Aufsichtsrat wurde eine Abhängigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt. Dieser Bericht wurde durch den Vorstand der Voltabox AG aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat einen Bestätigungsvermerk für diesen Bericht erteilt. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Bericht geprüft und wird der Hauptversammlung darüber berichten und erklären, dass keine Einwände gegen den Bericht des Vorstandes vorliegen.
Von dem Recht zur Einsichtnahme in die Bücher und Schriften der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Gebrauch gemacht.
Der Aufsichtsrat möchte sich an dieser Stelle bei Herrn Andres Klasing ausdrücklich für seinen Beitrag in seiner Zeit als Vorstandsmitglied der Voltabox AG bedanken.
Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die im Jahr 2018 geleistete Arbeit aus.
Delbrück, 27. März 2019
Für den Aufsichtsrat
Klaus Dieter Frers, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Satzungsmäßiger Geschäftsgegenstand der Voltabox AG (nachfolgend auch "Unternehmen" oder "Gesellschaft") ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Lösungen für die Elektromobilität, insbesondere Li-Ionen -Batteriesysteme sowie die Verwaltung von Patenten, Lizenzen und Gebrauchsmustern. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften im In- und Ausland erwerben oder sich an solchen beteiligen, Zweigniederlassungen errichten, die Geschäftsführung und Vertretung anderer Unternehmen übernehmen und Unternehmensverträge abschließen sowie alle sonstigen Maßnahmen ergreifen und Rechtsgeschäfte vornehmen, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes zu dienen geeignet erscheinen, soweit sie keiner gesonderten Erlaubnis bedürfen.
Das Geschäftsmodell des Voltabox-Konzerns (nachfolgend auch "Voltabox") basiert auf der eigenständigen Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von hoch entwickelten Batteriesystemen für den Einsatz in industriellen Teilmärkten sowie in margenstarken, ausgewählten Massenmärkten. Dabei profitiert Voltabox insbesondere von der konsequenten Modularisierung und Skalierbarkeit der einzelnen Komponenten, einschließlich der Software für das Batteriemanagement. Die Modularität der Voltabox-Batteriesysteme und die Automation der Fertigung gewährleisten eine schnelle Markteinführung in den ausgewählten Märkten. Auch auf Systemebene verfolgt Voltabox zunehmend den Ansatz einer Standardisierung, die eine flexiblere Skalierungsfähigkeit ermöglicht und somit für die Kunden eine deutliche Reduzierung der Entwicklungs- und Integrationszeit in die Fahrzeugarchitektur bedeuten. So verfügt Voltabox mittlerweile über einen sogenannten Standardbatteriecontainer für Bus-Anwendungen.
Hardware und Software werden kontinuierlich weiterentwickelt und aufeinander abgestimmt, um die Effizienz, Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Batteriesysteme und somit deren technologischen Vorsprung sicherzustellen. Dem selbst entwickelten und ebenfalls modular aufgebauten Batteriemanagementsystem in der aktuell fünften Generation kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle zu, da dieses essentiell für die Leistungsfähigkeit des gesamten Batteriesystems ist.
Neben dem Kerngeschäft, das im Wesentlichen aus industriellen Anwendungen besteht, entwickelt und fertigt Voltabox auch hochwertige Lithium-Ionen-Batterien für ausgewählte Bereiche im Massenmarkt. Hier liegt der Fokus einerseits auf Starterbatterien für Hochleistungs-Motorräder und Sportwagen. Dabei ersetzen die Voltabox-Batterien herkömmliche Blei-Säure-Batterien. Infolge der Übernahme der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH im Berichtsjahr entwickelt, produziert und vertreibt Voltabox auch standardisierte Batteriesysteme, die auch Akku-Packs genannt werden und die vornehmlich in Pedelecs und E-Bikes zum Einsatz kommen. Im Entwicklungszentrum Aachen, das weiterhin konsequent personell ausgebaut wird, werden elektrische Antriebssysteme mit dem Ziel entwickelt, Komplettanbieter für die Elektrifizierung von Fahrzeugen zu werden. Modernste Leistungselektronik und effiziente Elektromotoren ermöglichen es damit, alle Komponenten für elektrisch betriebene Fahrzeuge bei Voltabox aus einer Hand zu erhalten.

Der Automatisierungsgrad der Serienfertigung wird laufend weiter erhöht, um somit über den Lebenszyklus der einzelnen Produktreihen hinweg die Kostenstruktur zu verbessern. In diesem Sinne stellt die Serienfertigung der diversen Batteriemodule mit unterschiedlichen Zellformaten und unterschiedlicher Zellchemie ein eigenständiges Innovationsfeld im Unternehmen dar. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden bei Voltabox insgesamt acht linienintegrierte Industrieroboter in der Fertigung eingesetzt.
Die Voltabox Aktiengesellschaft (im Folgenden: Voltabox AG) mit Sitz in 33129 Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Aktien der Voltabox AG werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard gehandelt. Rund 60 % des Grundkapitals befindet sich im Eigentum der ebenfalls an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard notierten paragon GmbH & Co. KGaA (vormals paragon AG). Insofern stellt die Voltabox AG einen Teilkonzern ihrer Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA dar. Die Voltabox AG hat ihren Verwaltungssitz in Delbrück und einen Standort in Aachen.
Zum 01.04.2018 wurden durch unsere Tochtergesellschaft, die Voltabox of Texas, Inc., 100% der Anteile an der Concurrent Design, Inc. (Texas) übernommen. Gegenstand des Unternehmens sind Produktdesign und -entwicklungsdienste für elektromechanische Industrieprodukte, bspw. technische Dienstleistungen in den Bereichen Konzeption, technische Analyse, detailliertes Konstruktionsdesign und Dokumentation sowie Prototypenentwicklung und Entwicklung zur Serienfertigung. Die Concurrent wird dem Segment Nordamerika zugeordnet und dient damit insbesondere dem Ressourcenaufbau im Produktsegment Voltapower.
Mit Wirkung zum 01.06.2018 ist zudem die Voltabox Kunshan Co., Ltd., Teil des Voltabox-Konzerns. Die Gesellschaft vereint unter sich alle Aktivitäten von Voltabox in China.
Zum 01.09.2018 wurden 100 % der Anteile an der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH (KorntalMünchingen) übernommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Produktion, die Fertigung und der Vertrieb von Batterie- und Akkusystemen. Durch den Zusammenschluss mit der ACCURATE, die dem Segment Europa zugeordnet wird, verstärkt der Konzern seine Aktivitäten im Produktsegment Voltaforce.
Seit dem 01.10.2018 existiert die Voltabox of North America, Inc., die als Dachgesellschaft die aktuellen und zukünftigen Aktivitäten von Voltabox im nordamerikanischen Raum unter sich bündelt. Dazu zählen aktuell dementsprechend die Voltabox of Texas, Inc., sowie die Concurrent Design, Inc. Als CEO der Voltabox of North America, Inc., konnte Wolf Mueller gewonnen werden, der ebenfalls seit diesem Datum in seiner Funktion tätig ist.
Zum Konsolidierungskreis des Voltabox Konzerns gehören nunmehr die 100-prozentigen Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc. (Cedar Park, Texas, USA), Voltabox of North America, Inc. (Cedar Park, Texas, USA), ACCURATE -SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH (Korntal-Münchingen) sowie Voltabox Kunshan Co., Ltd. (Kunshan, China).
In unserem Standort in Aachen betreiben wir ein Entwicklungszentrum für Antriebskomponenten mit mittlerweile 10 hoch qualifizierten Mitarbeitern und 790 qm Fläche. Das Expertenteam entwickelt Antriebskomponenten inklusive Leistungselektronik, welche die komplette Elektrifizierung von Hochleistungsfahrzeugen und integrierten Lösungen ermöglichen. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Aufbau der personellen Ressourcen weiter vorangetrieben werden. Damit werden künftig auch zusätzliche Einzelmärkte für Wechselrichter, Ladegeräte, DC / DC-Wandler, Elektromaschinen und Ähnliches adressiert.
Der Standort Korntal-Münchingen ist Sitz der im Berichtsjahr übernommenen ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH. Hier erfolgen überwiegend die Entwicklung und der Vertrieb der standardisierten Batteriesysteme von ACCURATE. Ebenso fand bis zum Ende des Berichtsjahrs ein Teil der Produktion in Korntal-Münchingen nahe Stuttgart statt. Mit der Übernahme bildet der Standort auch den Schwerpunkt für die Aktivitäten des Voltabox-Konzerns im Rahmen des Produktsegments Voltaforce. Zum Bilanzstichtag waren hier 16 Mitarbeiter tätig. Bislang stand ACCURATE eine Fläche von 450 qm zur Verfügung, wovon 250 qm der Produktion sowie als Lager dienten. Ab dem 01.09.2019 beziehen die Mitarbeiter neue, moderne Räumlichkeiten im unmittelbar angrenzenden Markgröningen. Die Fläche vergrößert sich dann auf 600 qm alleine für Entwicklung und Projektmanagement - die Produktion soll dann planmäßig im Wesentlichen am Voltabox-Standort Kunshan erfolgen. Die Verschmelzung von ACCURATE in den Voltabox-Konzern wird im zweiten Quartal 2019 operativ umgesetzt werden.
Der Standort Cedar Park, Texas (USA), in der Nähe von Austin existiert bereits seit 2014 und betreibt schwerpunktmäßig die Anwendungsentwicklung und Produktion von Batteriesystemen für die Marktsegmente Trolleybusse und Bergbau. Neben der Dachgesellschaft für Nordamerika, der Voltabox of North America, Inc., haben hier auch die weiteren US-amerikanischen Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc., sowie die Concurrent Design, Inc., ihren Sitz. Aktuell wird die Produktionsfläche des Standorts mehr als verdoppelt, um dem gestiegenen Platzbedarf und der erwarteten Auslastung der Fertigung Rechnung zu tragen. Im Berichtsjahr wurde hier die identische Produktionslinie zur automatisierten Fertigung von prismatischen Zellen zu Modulen aufgebaut, die auch im Werk am Hauptsitz Delbrück seit dem Jahr 2017 in Betrieb ist. Hier werden im Laufe des aktuellen Geschäftsjahrs Batteriemodule und -systeme für den amerikanischen Intralogistik-Markt gefertigt, dessen Eintritt derzeit vorbereitet wird. Bislang verfügt Voltabox in Cedar Park über Entwicklungs- und Fertigungsfläche von 2.300 qm. Zum 31.12.2018 beschäftigte der Voltabox-Konzern an diesem Standort 70 Mitarbeiter.
Der Standort in Kunshan, China, in der ostchinesischen Provinz Jiangsu ist im Berichtsjahr mit den notwendigen Ressourcen für eine vorwiegend manuelle Produktion ausgestattet worden, sodass hier in 2019 zunächst insbesondere die Fertigung von Akku-Packs für Pedelecs und E-Bikes hochgefahren werden kann. Die zur Verfügung stehende Produktionsfläche beträgt 2.600 qm.
Der strategische Fokus der Voltabox AG liegt auf der frühen Besetzung bestimmter schnell wachsender industrieller Teilmärkte der Elektromobilität auf dem Investitionsgütermarkt, um zeitnah signifikante Marktanteile in diesem dynamischen Umfeld zu gewinnen. Hierzu zählen neben dem öffentlichen Personennahverkehr (insbesondere Trolleybusse), der Intralogistik (insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme) und Bergbauanwendungen (insbesondere Fahrzeuge im Untertagebergbau) auch Fahrzeuge im Bereich Land- und Bauwirtschaft (insbesondere Hof-, Rad- und Teleradlader). Auf dieser Basis soll künftig auch der Konsumentenmarkt gezielt für einzelne Anwendungen erschlossen werden. Bereits heute ist Voltabox in ausgewählten Massenmärkten aktiv unter anderem im Bereich von Starterbatterien (insbesondere für Motorräder) sowie von standardisierten Batteriesystemen und Akku-Packs (insbesondere für Pedelecs und E-Bikes). Für den Eintritt in den globalen PkwMassenmarkt wird Voltabox einzelne Nischen mit maßgeschneiderten Batteriesystemen adressieren und opportunistisch nutzen.
Charakteristisch für die industriellen Teilmärkte ist die Substitution von Blei-Säure-Batterien oder DieselNotstrom-Aggregaten durch moderne Lithium-IonenBatteriesysteme. Voltabox profitiert direkt von diesen anhaltenden Substitutionseffekten, die aus der Gesamtkostenbetrachtung (einschließlich der ökologischen Vorteile) der Anwender resultieren. Der weltweite Marktzugang erfolgt hier in der Regel durch führende Kooperationspartner in den jeweiligen Teilmärkten.
Zukünftig beschäftigt sich Voltabox auch mit weiteren Teilmärkten wie etwa der Elektrifizierung von Schienenfahrzeuganwendungen (Lokomotiven), Fahrzeugen der kommunalen Versorgung, Flughafen-Vorfeldfahrzeugen, etc. Schließlich erweitert Voltabox sukzessive sein Angebot an Komponenten des Antriebsstrangs wie Elektromotoren und Leistungselektronik wie DC/DC-Konverter und Ladesysteme.
Voltabox hat sich in der Elektromobilität strategisch als Pionier für leistungsstarke Batteriesysteme positioniert. Die Marktposition beruht dabei auf vier Stärken:
| ― | Technologie: technologischer Vorsprung gegenüber Wettbewerbern |
| ― | Modularisierung: schnelle und kosteneffiziente Entwicklung auf Basis eines Baukastenprinzips |
| ― | Spezial-Applikationen: Optimale Systemanpassung für die jeweils beim Kunden relevante Applikation |
| ― | Automation: kostengünstige und zuverlässige Produktion in Serie |
Die Wettbewerbsstrategie von Voltabox ist dabei im Wesentlichen in Form einer Nischenstrategie definiert. Diese Nischenstrategie einer Diversifikation bietet mittelfristig auch große Absatzchancen in weiteren Teilmärkten, in denen ähnliche Substitutionseffekte zu erwarten sind bzw. einsetzen werden. Entscheidend hierfür sind regelmäßig die besonders hohen Anforderungen der Anwender an die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der von Voltabox entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme.
Für das weitere Unternehmenswachstum hat die Gesellschaft drei Ebenen definiert:
| ― | Ausbau der Marktposition in bereits besetzten Endmärkten (Marktdurchdringung) sowie Erschließung neuer Endmärkte (Marktentwicklung) im Kerngeschäftsfeld Voltapower sowie im Produktsegment Voltaforce |
| ― | Erweiterung des bestehenden Produktportfolios durch standardisierte Batteriesysteme, um ausgewählte Segmente des Massenmarktes zu erschließen (horizontale Diversifikation) |
| ― | Verbreiterung des Leistungsportfolios durch Erweiterung der Wertschöpfungskette hinsichtlich Leistungselektronik und Komponenten des Antriebsstrangs (vertikale Diversifikation) |
Zur weiteren Umsetzung der Wachstumsstrategie fokussiert sich Voltabox insbesondere auf die Erhöhung des Marktanteils in den bereits besetzten Endmärkten wie öffentlicher Personennahverkehr, Intralogistik und fahrerlose Transportsysteme, Bergbaufahrzeuge sowie Bau- und Landwirtschaft. Dazu zählen die Expansion in neue regionale Märkte sowie die Gewinnung neuer Kunden, wie es bei Batteriesystemen für die Intralogistik geplant ist. Hier konnte im Geschäftsjahr 2018 insbesondere im Bereich der Fahrerlosen Transportsysteme die Kundenbasis bereits signifikant erweitert werden. Über den erfolgten Einstieg in den Direktvertrieb in die Intralogistik wird der direkte Kundenkreis in der Zukunft erheblich vergrößert werden. Über diesen in 2018 hinzugekommenen Vertriebskanal sowie infolge des Eintritts in den nordamerikanischen Intralogistik-Markt erschließt Voltabox insofern auch neue regionale Absatzgebiete. Ein Fokus gilt dabei dementsprechend den wachstumsstarken Märkten in Asien und Nordamerika, in denen der Konzern mit Niederlassungen auch bereits präsent ist.
Darüber hinaus bieten sich für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten von Voltabox weitere Märkte an, die eine gewisse Nähe zu den bereits besetzten industriellen Teilmärkten aufweisen oder innerhalb derer eine Zunahme des Substitutionsprozesses durch entsprechende, insbesondere regulatorische Treiber zu erwarten ist. Dazu zählen neben landwirtschaftlichen Maschinen insbesondere auch Baufahrzeuge, Fahrzeuge und Maschinen für den Tagebau, Flughafenvorfeld-Fahrzeuge sowie Schienenfahrzeuganwendungen.
Im Segment "Voltaforce" strebt Voltabox eine zunehmende Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten für Spezialanwendungen an, um auch in weitere ausgewählte attraktive Massenmärkte zu expandieren, unter anderem Gartengeräte, Medizintechnik oder Sport- und Freizeitanwendungen. Aufgrund der verhältnismäßig niedrigen Produktionskosten plant Voltabox daher, zukünftig vor allem standardisierte Batterien für dieses Segment im chinesischen Werk in Serie zu produzieren. Vor dem Hintergrund akuter Herausforderungen infolge eines lange Zeit unzureichenden Umweltschutzes ist China inzwischen zu einem Vorreiter im Einsatz von E-Mobilitätstechnologie geworden, insbesondere bei Massenmarktanwendungen wie E-Bikes, E-Autos und E-Bussen. Für den Eintritt in den globalen Pkw-Massenmarkt beispielsweise wird Voltabox einzelne Nischen mit maßgeschneiderten Batteriesystemen adressieren und opportunistisch nutzen.
Voltabox sieht sich als Technologieführer bei der Entwicklung von Batteriesystemen für spezielle Elektromobilitätsanwendungen. Ausgewählte Massenanwendungen wie Starter- und Universalbatterien ergänzen das Produktportfolio. Voltabox baut sein Leistungsangebot entlang der Wertschöpfungskette mit dem Ziel aus, ein Full-Service-Dienstleister zu werden. Ermöglicht werden soll dies durch die Integration von Elektro-Antriebsstranglösungen über das Segment Voltamotion.
Um die erreichte Marktstellung zu sichern und weiter auszubauen, strebt Voltabox einen kontinuierlichen Ausbau des Bereichs Forschung und Entwicklung sowie der Produktionsanlagen an. Diese Erweiterung kann auch die Übernahme weiterer Unternehmen beinhalten, die entweder führend in bestimmten Technologien sind oder Zugang zu bestimmten Märkten haben.
Voltabox wandelt sich damit aktuell zu einem Anbieter von Komplettsystemen. Diese Positionierung kann nach Überzeugung des Managements weitere Markteintrittsbarrieren für neue Marktteilnehmer schaffen und damit die Marktposition des Voltabox Konzerns festigen und ausbauen. Im Zuge der Umsetzung der definierten Geschäftsstrategie ist bereits mit der Entwicklung von Antriebsstrangkomponenten und Leistungselektronik begonnen worden. Voltabox verfolgt dabei das Ziel, zu einem One-Stop-Shop für die gesamte Elektrifizierung zu werden.
Neben einer hohen Innovationsdynamik prägen flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege die organisatorischen Grundlagen von Voltabox. Die Gesellschaft hat darüber hinaus den Charakter eines mittelständischen Unternehmens und verbindet eine langfristige, strategische Ausrichtung mit der Integrationskraft einer dynamisch wachsenden börsennotierten Gesellschaft.
Der Vorstand der Voltabox AG unterzieht seine Strategie einem regelmäßigen Abgleich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Rahmen von Zielgesprächen werden auf Managementebene die daraus resultierenden Folgeaktivitäten festgelegt sowie optimierende Maßnahmen oder grundlegende Richtungsänderungen eingeleitet.
Zur besseren Beurteilung der wirtschaftlichen Lage sowie zur besseren Planung und Steuerung der betrieblichen Leistungsprozesse wird das ERP-System Microsoft Dynamics AX konzernweit genutzt.
Die Voltabox AG verfügt über ein umfassendes Planungs- und Kontrollsystem zur operativen Umsetzung der strategischen Planung. Dies beinhaltet unter anderem ein kontinuierliches Controlling der Wochen-, Monats- und Jahresplanungen. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der Voltabox AG erhalten auf der Grundlage einer regelmäßigen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung ein ausführliches Reporting. Diese Berichte dokumentieren mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich und bilden die Basis für unternehmerische Entscheidungen. Ein weiteres wichtiges Steuerungsinstrument sind die regelmäßigen Zusammenkünfte der Führungskräfte, in denen die aktuelle geschäftliche Entwicklung und ein Ausblick auf die mittel- und langfristige Perspektive erörtert werden, sowie regelmäßige Projektstatusmeetings.
Der Vorstand bedient sich regelmäßig wesentlicher Kennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg der operativen Umsetzung seiner Unternehmensstrategie messen zu können. Das Steuerungssystem berücksichtigt dabei in der Art und/oder Höhe einmalige bzw. außerordentliche Effekte auf die Leistungsindikatoren, die im Aufbau der Geschäftstätigkeit begründet sind. Aufgrund der dynamischen Geschäftsentwicklung werden die internen Zielgrößen in der Regel - abhängig vom jeweiligen Planungshorizont - als Bandbreiten für die Messung und Steuerung der operativen Leistungsfähigkeit festgelegt. Auf Basis einer rollierenden mittelfristigen Planung wird im Voltabox-Konzern die relative Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen Umsatz, EBIT-Marge und Investitionen unter Berücksichtigung von Erfahrungskurveneffekten innerhalb eines Korridors betrachtet. Für die Voltabox AG gelten Umsatz und EBIT-Marge ebenfalls als finanzielle Leistungsindikatoren. Vor dem Hintergrund der dynamischen Wachstumsstrategie wird damit einer vorausschauenden Unternehmenssteuerung sowohl im Sinne einer risiko- als auch einer chancenorientierten Unternehmensführung Rechnung getragen. Die Prognose für den Voltabox Konzern und die Voltabox AG kann dem Prognosebericht entnommen werden.
Die in Serie produzierten Batteriemodule mit unterschiedlichen Zellformaten, unterschiedlicher Zellchemie und Leistungsspezifikationen stellen derzeit den wesentlichen Umsatzträger der Gesellschaft dar. Sie werden in verschiedene Endmärkte geliefert. Im Bereich der Intralogistik sind dies insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge. Darüber hinaus werden vollständige Batteriesysteme in bestimmte Endmärkte geliefert, insbesondere zur Verwendung in Trolleybussen, Bergbaufahrzeugen und Fahrzeugen der Land- und Bauwirtschaft. Über die im Berichtsjahr erfolgte Akquisition der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH erzielt Voltabox auch Umsätze über die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von sogenannten standardisierten Batteriesystemen, die vor allem in Fahrrädern mit Unterstützungsmotor, Pedelecs genannt, zum Einsatz kommen. Ausgewählte Massenmärkte wie diese stellen künftige zusätzliche Umsatzträger dar. Hierzu zählt seit einiger Zeit auch die Produktion von Starterbatterien zum Einsatz in Hochleistungs-Motorrädern und Sportwagen. Schließlich wird Umsatz noch in geringerem Ausmaß durch Leistungen im Rahmen der Entwicklung von Prototypen für neuartige Batteriesysteme generiert.
Der Umsatzbeitrag von einzelnen Produktreihen variiert grundsätzlich in den unterschiedlichen Phasen ihrer Produktlebenszyklen. Daneben weist insbesondere die Batterieanwendung in Trolleybussen den Charakter eines Projektgeschäfts mit definierten Stückzahlen für die jeweiligen Systeme auf.
Die in der Regel jungen Teilmärkte der Elektromobilität wachsen darüber hinaus mit unterschiedlicher Dynamik. Die künftigen jährlichen Steigerungsraten des Umsatzwachstums hängen dabei vom Mix des jeweiligen Anwendungsbereichs ab. Während für Trolleybusse und insbesondere für Bergbaufahrzeuge große und komplexe Batteriesysteme mit vielen Batteriemodulen im Rahmen eines Projektgeschäfts zum Einsatz kommen, ist die Serienherstellung von Batteriemodulen zur Verwendung in Gabelstaplern und fahrerlosen Transportfahrzeugen sowie von Starterbatterien für Motorräder und Akku-Packs für Pedelecs als Massenproduktion zu sehen.
Insofern unterliegt der Konzernumsatz einer Reihe nach Art, Ausmaß und Richtung unterschiedlichen Einflussfaktoren, die in ihrer Summe regelmäßig bewertet werden. In der Berichterstattung zur Prognose wird diesem Umstand durch die Angabe eines Zielkorridors (Bandbreite) Rechnung getragen.
Das EBIT stellt das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern dar und bildet allgemein die operative Ertragskraft bzw. die Effizienz der wirtschaftlichen Leistungserbringung eines Unternehmens ab. Die Profitabilität kann somit im Zeitablauf wie auch im internationalen Vergleich - unabhängig von der jeweiligen Finanzstruktur und den Ertragsteuern - betrachtet werden.
Im Rahmen der Unternehmenssteuerung wird das EBIT vom Vorstand allerdings nicht als ein eigenständiges monetäres Unternehmensziel (als Rentabilitätsziel absoluter Höhe) definiert. Vielmehr wird die Entwicklung der operativen Ertragskraft in der Weise gesteuert, dass der strategisch definierte Wachstumspfad mit einer angemessenen Profitabilität umgesetzt werden kann. Unter Berücksichtigung der Umsatzentwicklung fließen somit alle relevanten Aufwandspositionen in die vorausschauende Unternehmenssteuerung mit ein. Daneben stellt die Höhe der aktivierten Entwicklungsleistungen gem. IAS 38 (als Investitionen in immaterielle Vermögenswerte) eine wesentliche Einflussgröße in der Unternehmenssteuerung dar, da die Realisierung von Umsatz durch auf eigene Rechnung entwickelte Produktinnovationen erst in künftigen Abrechnungsperioden erfolgt.
In der Berichterstattung zur Prognose wird diesem Umstand durch die Angabe der EBIT-Marge als relativer Kennzahl in einer Bandbreite Rechnung getragen. Dadurch werden auch im Rahmen der rollierenden mittelfristigen Planung die dynamischen Effekte berücksichtigt, die sich im Zeitablauf bei den Aufwands- und Ertragspositionen ergeben können.
Die Investitionen sind für Voltabox beim Auf- und Ausbau der Geschäftstätigkeit ein wesentlicher Faktor im Rahmen der mittelfristigen Planung. Da es sich hierbei um die langfristige Bindung finanzieller Mittel in materiellen und in immateriellen Vermögensgegenständen handelt, werden die Investitionsentscheidungen des Vorstands als Resultat eines strukturierten und sorgfältigen Entscheidungsprozesses getroffen. Dieser berücksichtigt insbesondere die Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf die nicht monetären Unternehmensziele, die sich aus der dynamischen Wachstumsstrategie ergeben. Neben der frühen Besetzung ertragreicher Marktnischen und sorgfältig ausgewählter Massenmärkte ist hier insbesondere der hohe technologische Qualitätsanspruch bei der Serienfertigung von Batteriemodulen in großen Stückzahlen relevant. Darüber hinaus reflektieren die Investitionsentscheidungen in immaterielle Vermögenswerte die konzernweiten F&E-Aktivitäten.
Die Investitionsentscheidungen dienen dazu, im Rahmen der dynamischen Wachstumsstrategie auf Marktentwicklungen individuell reagieren und dadurch auch kurz- und mittelfristig Wachstumspotenzial optimal ausnutzen zu können. In der Berichterstattung zur Prognose erfolgt daher die Angabe der im jährlichen Investitionsplan vorgesehenen Gesamtinvestitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte. Nicht eingeschlossen sind Investitionen in das Finanzanlagevermögen sowie in den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte Voltabox in den weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen rund 11,9 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro). Von den aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) bezogen sich 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro) auf Eigenleistungen gem. IAS 38, die mit rund 2,4 Mio. Euro auf das Segment Europa und mit 0,6 Mio. Euro auf das Segment Nordamerika entfallen.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr rund 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Diese betrafen neben der Investition in den Produktionsstandort in Texas insbesondere Maschinen am Standort Delbrück.
Vor dem Hintergrund der strategischen Positionierung als innovativer Anbieter technologisch anspruchsvoller und qualitativ hochwertiger Elektrifizierungslösungen unter besonderer Berücksichtigung leistungsstarker und passgenauer Batteriesysteme nutzt der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenssteuerung auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind für die Steuerung des Voltabox Konzerns nicht wesentlich.
Der Megatrend Elektromobilität durchdringt Massenmärkte und die Industrie mit zunehmender Geschwindigkeit. Während herkömmliche Technologien zukünftig in ihrer Bedeutung verlieren und demzufolge auch entsprechende Qualifikationen weniger stark gefragt sein werden, bedingt die dynamische Transformation der Mobilität zu elektronischen Antrieben einen steigenden Personalbedarf, um den Substitutionsprozess konventioneller Antriebe durch elektronisch betriebene Fahrzeuge weiter voranzutreiben. Für Voltabox bedeutet das, dass neben Experten für Entwicklung und Konstruktion insbesondere auch solche Fachkräfte gewonnen werden müssen, die Projekte managen, den Vertrieb steuern und die Nähe zum Kunden pflegen sowie die gewachsenen Strukturen und damit einhergehend die gestiegenen Anforderungen an die Verwaltung erfüllen. Erfolgskritische Faktoren für die Mitarbeitergewinnung sind auch für Voltabox Standortfaktoren und Arbeitsbedingungen sowie die demografische Entwicklung.
Die operative Umsetzung der Wachstumsstrategie von Voltabox erfordert eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der eigenen Aufbau- und Ablauforganisation. Im zweiten Halbjahr des Berichtsjahrs galt die Konzentration insbesondere der Integration der übernommenen ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH in den Voltabox-Konzern. Darüber hinaus steht für das Management weiterhin die gezielte Verteilung der personellen Ressourcen auf die insgesamt fünf Standorte im Vordergrund. Die Gewinnung geeigneter Fachkräfte für den Produktionsstandort Kunshan, China, läuft in diesem Zusammenhang erst an. Gleichzeitig erfordert das Geschäftsmodell von Voltabox die gezielte Weiterentwicklung der bestehenden Innovationskultur im schnell wachsenden Unternehmen. Wesentliche Elemente hierfür sind die Verankerung von unternehmerischem Denken und eigenverantwortlichem Handeln sowie eine barrierefreie interne Kommunikation. Die Entwicklungsprozesse werden laufend optimiert, um Kunden möglichst schnell passende Lösungen für ihre Herausforderungen bieten zu können und damit die Kennziffer "Time-to-market" möglichst gering zu halten. Kreativität, Selbstvertrauen, Inspiration und Mut nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein. Die Bildung effizienter Projektteams -auch über verschiedene Standorte hinweg - nimmt weiter an Bedeutung weiter zu.
Um allen Mitarbeitenden gleiche Chancen zu bieten und sie zu motivieren, ihr Potenzial einzubringen, pflegt der Voltabox Konzern eine Organisationskultur, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jedes Einzelnen, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität, geprägt ist.
Um die persönliche und berufliche Weiterentwicklung jedes einzelnen Beschäftigten angesichts kurzer technischer und wirtschaftlicher Entwicklungszyklen, die Chancengerechtigkeit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, hat das Unternehmen eigene Prozesse und Projekte geschaffen.
Personalentwicklung, die bei der langfristigen Planung von Stellen beginnt und über die Personalauswahl bis zur kontinuierlichen Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihren adäquaten Einsatz in den jeweiligen Unternehmensbereichen reicht, ist für Voltabox ein zentraler Baustein des nachhaltigen Unternehmenserfolgs.
Um die fachlichen und persönlichen Potenziale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stetig zu fördern, bietet das Unternehmen berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungen, Tagesseminare oder Inhouse-Schulungen sowie praxisbezogene Seminare und Schulungen an. Dazu gehört auch die Stärkung der sozialen Kompetenz, beispielsweise durch Kommunikationstrainings.
Die erfolgreiche Rekrutierung, Entwicklung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter (unter dem Begriff werden nachfolgend einheitlich Mitarbeiter aller Geschlechter verstanden) sind daher von besonderer Bedeutung für eine erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie. Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt 145 (Vorjahr: 47) neue Mitarbeiter eingestellt. Davon entfielen 51 (Vorjahr: 12) auf die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas.
In diesem Zusammenhang wurden insgesamt 64 (Vorjahr: 35) neue Stellen bei Voltabox in Deutschland geschaffen. Weitere 32 Mitarbeiter (Vorjahr: 0 Mitarbeiter) wurden durch die im Berichtsjahr akquirierten Unternehmen hinzugefügt. Die Fluktuationsquote lag bei 6,9 % (Vorjahr: 9,6 %). Der Anteil der bei Voltabox beschäftigten weiblichen Mitarbeiter ist mit 14,1 % gestiegen (Vorjahr: 12,1 %). Mit 45,5 % ist dagegen die Akademikerquote leicht gesunken (Vorjahr: 49,7 %). Die Schwerbehindertenquote lag bei 0 % (Vorjahr: 0 %). Das Durchschnittsalter blieb quasi unverändert bei 38,3 Jahren (Vorjahr: 38,3) und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit fiel infolge der umfassenden Neueinstellungen auf 0,9 Jahre (Vorjahr: 1,4 Jahre).
Entwicklung der Mitarbeiter im Voltabox Konzern:
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Mitarbeiter | 235 | 99 | 137,4% |
| davon in der Entwicklung beschäftigt | 81 | 37 | 118,9% |
| Anzahl Leiharbeitskräfte | 42 | 22 | 90,9% |
| davon in der Entwicklung beschäftigt | 0 | 2 | -100,0% |
Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 6,7 Mio. Euro). Dabei entfielen 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 5,0 Mio. Euro) auf Lohn- und Gehaltskosten, 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sowie EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.) auf Aufwendungen für Leiharbeitskräfte.
Verteilung der fest angestellten Mitarbeiter auf die Konzern-Standorte:
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Delbrück (Konzernzentrale, Nordrhein-Westfalen) | 139 | 78 | 78,2% |
| Aachen (Nordrhein-Westfalen) | 10 | 3 | 233,3% |
| Korntal-Münchingen (Baden-Württemberg) | 16 | n. a. | n. a. |
| Deutschland Gesamt | 165 | 81 | 103,7% |
| Cedar Park (Texas, USA) | 70 | 18 | 288,9% |
| Kunshan (China) | 0 | 0 | 0 |
| Ausland Gesamt | 70 | 18 | 288,9% |
Im Geschäftsjahr 2018 hat Voltabox den weiteren Aufbau der kleinen Regelkreise in der Produktion fokussiert, um laufend die Prozessoptimierung in der Fertigung voranzutreiben. In Verbindung mit dem großen Regelkreis zum Kunden strebt Voltabox den konsequenten Ausbau der Service- und Kundenorientierung und dadurch insgesamt eine weitere Verbesserung der Qualitätsstandards und Kundenzufriedenheit an.
Die Voltabox AG hat an ihren deutschen Standorten sowie bei der Voltabox of Texas, Inc., ein Managementsystem nach dem Standard der IATF 16949 und der ISO 9001 aufgebaut. Die Zertifizierung des deutschen Standortes Delbrück erfolgte bereits im Geschäftsjahr 2018. Der Aufbau eines interaktiven und prozessorientierten Managementsystems sichert das konzernweite Wissensmanagement in allen Stufen der Produktentstehung und Produktrealisierung ab. Das System sieht ständige Verbesserungen unter Betonung von Fehlervermeidung sowie Vermeidung von Verschwendungen vor.
Im Geschäftsjahr 2018 standen dabei konkret folgende Maßnahmen im Mittelpunkt:
| ― | Zertifizierung nach IATF 16949 |
| ― | Reduzierung der internen Ausschusskosten |
So konnten Ausschuss und kundenbezogene Qualitätskosten (Reklamationen des Kunden) um rund 15 % gesenkt werden (Vorjahr: Senkung um 10 %). Die Kosten fielen überwiegend in dem Segment Voltapower an.
Die Anforderungen an den Umwelt- und Arbeitsschutz haben wir in unserem Managementsystem integriert und sind somit ein fester Bestandteil des Unternehmensleitbilds. Die Wirksamkeit lassen wir uns jährlich durch eine Auditierung nach DIN EN ISO 14001 bestätigen.
Zudem verfolgt Voltabox durch den Einsatz modernster Fertigungstechnologien sowie den sorgsamen Umgang mit Rohstoffen und Energieressourcen das Konzept der Nachhaltigkeit. So war im abgelaufenen Geschäftsjahr der Stromverbrauch im Werk Delbrück bei steigendem Produktionsvolumen konstant gegenüber 2018.
Im Jahr 2018 hat Voltabox in Delbrück an seinem Hauptsitz zwei Ladestationen für batteriebetriebene Fahrzeuge in Betrieb genommen. Zusätzlich sind am Standort Delbrück vollelektrische batteriebetriebene Transportfahrzeuge im Einsatz, deren Betrieb folglich CO2-neutral ist. Da zahlreiche notwendige Fahrten im operativen Produktionsalltag auf dem Werksgelände in Delbrück mit diesen Fahrzeugen erledigt werden, spart Voltabox in erheblichem Umfang CO2-Emissionen ein.
In Bezug auf die Transportverpackungen achten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Voltabox Konzerns darauf, dass in erster Linie, entsprechend der Kundenvorgaben, Umlaufverpackungen verwendet werden. Dies dient der Senkung des Materialverbrauchs und infolge dessen auch der Einsparung natürlicher Ressourcen. Die Verpackungsvorschriften von Voltabox orientieren sich an Qualitäts- und Umweltanforderungen. Voltabox ist zudem darauf bedacht, dass auch die Verpackungsvorschriften von Kunden diesen Anforderungen entsprechen.
Zur Steuerung von Voltabox werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikatoren zur Steuerung bzw. Gradmesser für die Fortentwicklung zieht der Vorstand insbesondere die Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung, die Materialwirtschaft und die Freie Liquidität heran.
Im Geschäftsjahr 2018 aktivierte Voltabox insgesamt 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 5,3 Mio. Euro) für Entwicklungsaufwendungen. Dies entspricht einem Anteil von 4,5 % des Umsatzes (Vorjahr: 19,1 %). Die Quote der aktivierten Entwicklungskosten belief sich auf etwa 37,9 % (Vorjahr: 99,1 %) der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten.
Über den Zeitraum von 2011 bis 2018 betrug die Quote der kumulierten aktivierten Entwicklungskosten im Verhältnis zu den gesamten Entwicklungskosten 83,8 %. Die entsprechende Aktivierung dieser Eigenleistungen sieht der Vorstand auch der Höhe nach im Branchenvergleich als angemessen an. Die Zahl der in der Forschung & Entwicklung eingesetzten Mitarbeiter erhöhte sich im Berichtsjahr um 107,7 % auf insgesamt 81 (Vorjahr: 39). Hierzu trugen die im Verlauf des Jahres akquirierten Gesellschaften Concurrent Design, Inc., mit 13 Mitarbeitern sowie die ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH mit 3 Mitarbeitern bei. Das entspricht einer Quote von rund 29,3 % (Vorjahr: 32,3 %) der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter zum Bilanzstichtag.
Zum Hauptaufgabenfeld der Entwicklung zählten die Erweiterung des Produktportfolios sowie erfolgreich abgeschlossene Kundenprojekte. Ein Merkmal von Voltabox ist, dass man durch die bestehenden und mittlerweile langjährigen Kontakte zu Zellherstellern stets frühzeitig in Neuentwicklungen auf Zellebene informiert und eingebunden ist. Das ermöglicht eine frühzeitige Ausrichtung der eigenen F&E-Aktivitäten hinsichtlich der Nutzung von neuen Technologien und der Lösungsfindung für individuelle Kundenanforderungen bei herausfordernden Applikationen.
Im Berichtsjahr wurde für den Kunden BMW Motorrad in Ergänzung zum bestehenden Produktportfolio, das bislang eine 5 Ah Motorrad-Starterbatterie umfasste, eine 10 Ah Motorrad-Starterbatterie aus der Vorserie in die Serienproduktion überführt. Mit Beginn des Jahres 2019 hat BMW Motorrad begonnen, Lithium-Ionen-Starterbatterien von Voltabox bei Neubestellungen optional mit anzubieten. Die Durchdringung des Modellportfolios soll in diesem Jahr kontinuierlich zunehmen. Aufgrund der deutlichen Gewichts- und Leistungsvorteile von Lithium-Ionen-Starterbatterien gegenüber der konventionellen Blei-Säure-Zellchemie gehen Schätzungen von einer schnellen Markteroberung der Technologie aus. Dementsprechend hat Voltabox die Serienproduktion seit Jahresanfang kontinuierlich hochgefahren.
Bereits auf der Agritechnica Ende 2017 wurde mit dem Schäffer Hoflader das erste Kundenprojekt im jungen Marktsegment Land- und Bauwirtschaft vorgestellt. Nachdem auf der Messe die Marktresonanz auf die Innovation umfassend getestet werden konnte, hat das Entwicklerteam von Voltabox im Berichtsjahr die Optimierung des Systems weiter vorangetrieben. In der Folge konnten zwei Prototypen an Schäffer ausgeliefert werden, dessen Einsatz weitere wertvolle Erkenntnisse für die finale Validierung des 400V-Systems lieferte. Der erfolgreiche Abschluss dieses Prozesses mündete im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2018 in den erfolgreichen Start der Serienproduktion für den weltweit ersten elektrifizierten Hof- sowie Radlader. Für die Betreiber von Hofladern ist einerseits der geräuschlose und emissionsarme Betrieb der durch die Lithium-IonenTechnologie angetriebenen Fahrzeuge relevant - sei es in der Tierhaltung oder auch auf einem Friedhof während einer Trauerzeremonie. Hinzu kommen die Kostenvorteile über die Lebenszeit des Fahrzeugs hinweg, die sogenannte Total Cost of Ownership Betrachtung. Die wartungsarmen Lithium-Ionen-Batterien tragen zu Kosteneinsparungen bei, da sie mit selbst erzeugter Energie -beispielsweise aus einer Photovoltaik-Anlage, Windkraft oder der Biogasanlage - geladen werden können.
Im Bereich der Batteriesysteme für fahrerlose Transportsysteme (Automated Guided Vehicles, kurz AGVs) wurden der Systemansatz und die Skalierungsfähigkeit der eigenen Produkte noch einmal signifikant verbessert. Konkret wurde der Voltabox-Batteriebaukasten für AGVs um einen weiteren Batteriebaukasten für autonome mobile Roboter ergänzt. Durch den konsequenten Ausbau der Standardisierung des Batteriecontainers für flurgebundene Fördermittel und Dank des modularen Aufbaus der Voltabox-Systeme konnte im Berichtsjahr die Kundenbasis um mehrere OEMs erweitert werden. So wurde das Batteriesystem für einen neuen Kunden innerhalb weniger Monate in Serie gebracht. In 2018 hat Voltabox darüber hinaus die für den nordamerikanischen Markt entscheidende UL-Zertifizierung von diversen Batteriesystemen für Kuka angestoßen und strebt im laufenden Geschäftsjahr einen erfolgreichen Abschluss dieses Prozesses an.
Die Erhöhung der Flexibilität und eine bessere Skalierbarkeit waren auch die zentralen Treiber für die Entwicklung des sogenannten Standardcontainers, der die Grundlage für beliebig erweiterbare Batteriesysteme für Trolleybusse bildet. Die Standardisierung der Batterie, die den modularen Aufbau eines größeren Systems ermöglicht, erlaubt eine Serienproduktion gleicher Systemeinheiten auch im Falle der Verwendung des Batteriesystems in unterschiedlichen Trolleybus-Modellen. Der Energieinhalt des gewichtsoptimierten Standardcontainers beläuft sich auf 15,2 kWh. Die dauerhafte Lade- und Entladeleistung beträgt 50 kW, in der Spitze sind bis zu 80 kW möglich. Dabei verfügt der Standardcontainer über ein ISO 26262 komplementäres Design sowie ein ECE R 100 Zertifikat, dessen Erreichung im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zuge der Validierung im Fokus stand. Diese Entwicklung wird plangemäß Mitte des laufenden Geschäftsjahres in die Serienproduktion überführt. Der Standardcontainer ist neben dem Einsatz in Trolleybussen auch als Traktionsbatterie für Hybrid- und Elektrobusse einsatzfähig. Weiterhin verfügt Voltabox damit über die passende Technologie für die aktuell wieder verstärkt diskutierten Oberleitungskonzepte für Lastkraftwagen.
Bei der Tochtergesellschaft Voltabox of Texas am Standort Cedar Park, Austin/Texas, bildeten im Berichtsjahr die Entwicklungsprojekte für Komatsu Mining einen zentralen Tätigkeitsschwerpunkt. In 2018 konnte dabei zunächst die Vorserie des Batteriesystems für den Battery Hauler 18/20, einen Batterieschlepper zum Einsatz im Untertage-Bergbau mit einer Nennbelastbarkeit von bis zu 20 Tonnen, abgeschlossen werden. Die Komplexität des Systems erforderte vor der Aufnahme der Serienproduktion weitere Anpassungen und Feinjustierungen, die durch die F&E-Abteilung in 2018 vorgenommen wurden. In der Folge konnte der Battery Hauler planmäßig als erstes Fahrzeug der zu elektrifizierenden Komatsu-Flotte für den Einsatz im Untertage-Bergbau in die Serienproduktion übergeben werden. Insgesamt arbeiten die Entwicklungsteams von Voltabox mittlerweile an der Auslegung von Batteriesystemen für Fahrzeuge aus drei Kategorien - neben dem Battery Hauler in seinen verschiedenen Varianten umfasst dies auch die sogenannten Vortriebsbohrgeräte zum Bohren von Sprenglöchern im Untertagebau und für den Tunnelvortrieb, sowie die Fahrlader, darunter auch der bis zu 14 Tonnen Last transportierende Load Haul Dump, intern "Big Bertha" genannt. Im Mittelpunkt der Entwicklungstätigkeit am Standort Cedar Park, Austin/Texas, standen hier die weitere Designoptimierung und Ergänzungen für die bevorstehende Auslegung als Gesamtsystem. Im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres sollen zudem entscheidende Schritte hinsichtlich der Implementierung des Batteriesystems in die Fahrzeugarchitektur eines ersten Prototyps folgen.
Im Entwicklungszentrum Aachen sind auch in 2018 Fortschritte bei der Weiterentwicklung von zukunftsweisender Leistungselektronik erzielt worden. So ist an der Integration des leistungsstarken Onboard-Chargers (OBC) zum Laden direkt an Bord eines Fahrzeugs auch in äußerst kompakten Bauräumen sowie an der dazu notwendigen zuverlässigen Kühlung gearbeitet worden. Die F&E-Aktivitäten konzentrierten sich im Berichtsjahr auch darauf, einen möglichst weiten Hochvolt-Ausgangsspannungsbereich des OBC zu ermöglichen. Um das zu ermöglichen, werden moderne Halbleiterbauelemente aus Siliziumcarbid (SiC) verbaut, die deutlich höhere Schaltfrequenzen als herkömmliche Bauteile erlauben.
Der Standardcontainer schafft eine Grundlage für die einfache Skalierbarkeit von Batteriesystemen für Trolleybusse. Durch die einfache und flexible Verknüpfung von verschiedenen Standardcontainern können verschiedenste Bustypen mit unterschiedlichen Einsatzprofilen in sehr kurzer Zeit mit dafür passend ausgelegten Lithium-Ionen-Batteriesystemen ausgestattet werden.
Der Bedarf an einem Produkt dieser Klasse wurde bereits mehrfach in bestehenden Geschäftsbeziehungen und auch im Rahmen von Entwicklungsprojekten deutlich. Das Marktinteresse an der Lösung wird von Voltabox so groß eingeschätzt, dass diesem Projekt im Rahmen des Aufbaus und der Etablierung des Entwicklungszentrums in Aachen oberste Priorität eingeräumt wurde. Konkret hat sich das F&E-Team das Ziel gesetzt, ein 44 kW Hochleistungsladegerät bei Bauraumvorgaben zu entwickeln, wie sie für Geräte der 22 kW-Klasse üblich sind. Damit ist der Anspruch verbunden, die im Automotive-Bereich gängigen Spannungsarchitekturen von 400 V und 800 V in nur einem Gerät anzubieten. Somit ergeben sich mögliche Ausgangsspannungen im Bereich von 220 V bis 480 V sowie von 440 V bis 960 V. Durch diese Spezifikationen ist das Onboard-Laden bei hoher Leistung in breiten Anwendungsbereichen der Elektromobilität möglich - von Elektroautos bis zu tonnenschweren elektrifizierten Bau- und Minenfahrzeugen.
Darüber hinaus konnte im zurückliegenden Geschäftsjahr das Funktionsmuster eines DC/DC-Konverters fertiggestellt werden, das sich nun in der Validierung befindet. Der Spannungswandler ermöglicht es, die aus dem Lithium-Ionen-Batteriesystem zugeführte DC-Hochspannung in eine Gleichspannung mit niedrigerem Spannungsniveau zu wandeln. So kann beispielsweise auch die Bordelektronik mit der Energie aus einem Hochvolt-Batteriesystem versorgt werden. Die entwickelte Voltabox-Lösung verfügt über 3,3 kW und eine Ausgangsspannung von 12 Volt. Der Konverter ist in Bezug auf die Spannungsumwandlung äußerst verlustarm und weist ebenfalls eine sehr kompakte Bauweise als wesentliches Merkmal auf. Im Berichtsjahr wurde großen Wert darauf gelegt, die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Produkts hinsichtlich der Funktionsweise vor dem Hintergrund der äußerst hohen Eingangsspannung, die es umzurichten gilt, zu optimieren. Weiterhin wurde der Validierungsprozess durch die entsprechende Schaffung der notwendigen Laborbedingungen vorbereitet.
Mit der zunehmend automatisierten Serienproduktion in Deutschland und den USA und einem breit gefächerten Portfolio an Batteriemodulen und -systemen nimmt die Materialwirtschaft bei Voltabox eine besondere Stellung ein. Im Berichtsjahr lag die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) bei 56,4% (Vorjahr: 64,0%).
Batteriezellen, die von den global führenden Zellherstellern in großen Stückzahlen eingekauft werden, stellen als Vorprodukte für die Batteriemodule den größten Anteil der Materialkosten dar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind den Batteriezellen rund 66 % der gesamten Materialkosten zuzurechnen. Daher haben schwankende Weltmarktpreise für Rohstoffe, strategische Preisänderungen der Zulieferer für Vorprodukte sowie Wechselkursentwicklungen grundsätzlichen Einfluss auf die Produktionskosten der Voltabox-Batteriemodule.
Die Zellhersteller ersetzen die von uns verwendeten Batteriezellen entsprechend ihrem eigenen Innovationszyklus planmäßig durch neue Versionen mit verbesserten Leistungsmerkmalen. Wenn der Fall eintritt, dass ein bestimmter Zelltyp vollständig abgekündigt wird, stellt die Gesellschaft das jeweilige System auf andere Zellen eines Nachfolgeformats oder auf eine komplett neue Zellform um. In der Regel ist Voltabox frühzeitig in relevante Neuentwicklungen der Hersteller eingebunden. Daher kommt dem Bereich Materialwirtschaft in enger Zusammenarbeit mit dem internen Team aus Spezialisten für die Zellcharakterisierung die Funktion einer internen Steuerungsgröße zu.
Die enge Kooperation mit ausgewählten leistungsstarken Lieferanten und eine bedarfsorientierte Einkaufspolitik bildeten auch im Geschäftsjahr 2018 die Basis der Beschaffung. Ziel dieser Vorgehensweise war, auch bei kurzfristigen und großvolumigen Abrufen insbesondere im Marktsegment Intralogistik sowie bei individuellen Projektentwicklungen ehrgeizige Produktionsziele erreichen zu können.
Voltabox verfolgt im Bereich der Materialwirtschaft das Ziel, die Fertigungstiefe konsequent weiter zu steigern. Dazu wurde unlängst eine neue Präzisions-Laseranlage in Betrieb genommen. Diese ermöglicht es, mit internen Ressourcen flexibel verschiedene aktuelle wie auch zukünftig genutzte Zellarten zu schweißen. Insbesondere bei der Fertigung von Batteriesystemen auf Basis von Pouch-Modulen konnte damit die eigene Wertschöpfungstiefe erweitert werden, da die flexiblen Ableiter der Pouch-Zellen zuvor nicht mit eigener Anlagentechnik verbunden werden konnten.
Im Zusammenhang mit der Integration der im Berichtsjahr übernommenen ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH werden sich erst im laufenden Geschäftsjahr, nach dem Auslaufen der Verträge mit den aktuellen Lieferanten von ACCURATE, Synergieeffekte in der Materialwirtschaft ergeben. Diese beziehen sich vor allem auf die Leiterplattenbestückung, die zukünftig konzernintern im paragon-Werk in Suhl erfolgen und zu marktüblichen Bedingungen an Voltabox verkauft wird.
Die Wachstumsstrategie der Voltabox AG beinhaltet neben dem organischen Ausbau des Angebotsportfolios und der entsprechenden Produktionskapazitäten die Akquisition von Unternehmen bzw. komplementärer Technologie. Das Geschäftsmodell der Voltabox AG erfordert eine laufende Verfügbarkeit von liquiden Mitteln in hinreichendem Ausmaß.
Die Liquidität gilt darüber hinaus als wichtige betriebswirtschaftliche Kenngröße zur vergleichenden Beurteilung der jeweiligen Geschäftssituation von Unternehmen eines Industriezweiges durch Dritte. Schließlich trägt die Liquiditätsplanung der Gesellschaft zur internen Steuerung der Bilanzstruktur bei.
Die liquiden Mittel haben sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 28.234 | 102.679 |
Das Finanzmanagement der Gesellschaft beinhaltet kein eigenständiges Zielsystem. Vielmehr nutzt der Vorstand das interne Finanzmanagement zur betriebswirtschaftlichen Planung und Kontrolle der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie. In diesem Zusammenhang wird eine umfassende Finanzplanung auf Basis der revolvierenden Absatzplanung betrieben, aus der sich dann jeweils die Investitions- und Liquiditätspläne für die Produktsegmente Voltapower, Voltaforce und Voltamotion ableiten. Darüber hinaus werden die Tochtergesellschaften monatlich auf Konzernebene konsolidiert. Die Einführung von Microsoft Dynamics AX als konzernweit einheitliches ERP-System soll in diesem Zusammenhang den weiteren Ausbau zu einer integrierten Finanzplanung erleichtern.
Der Vorstand hat eine Dividendenpolitik formuliert, die dem strategischen Unternehmensziel des ertragreichen Wachstums gerecht werden soll. Damit soll einerseits den Voltabox-Aktionären mittelfristig die Wertsteigerung ihrer Anteile durch Dividendenzahlungen ermöglicht werden, um einen zusätzlichen Anreiz für langfristige Investitionsentscheidungen zu setzen. Andererseits soll gerade in der kapitalintensiven Wachstumsphase des Unternehmens die verfügbare Liquidität möglichst profitabel investiert werden. Künftige Unternehmensgewinne sollen daher überwiegend thesauriert werden. Mittelfristig hält der Vorstand eine Auszahlungsquote im Bereich von 20 bis 40% des im HGB-Einzelabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinns der Voltabox AG allerdings für angemessen.
Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 1.494.282,84 Euro einen Betrag von 474.750 Euro auszuschütten. Dies entspricht 0,03 Euro pro Aktie. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vergütung des Vorstands, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Daher haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vergütung des Vorstands vorgesehenen Mustertabellen der Regierungskommission Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Vergütungsbericht zu verwenden.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer einjährigen variablen Vergütung zusammen. Im Geschäftsjahr sind neben der Festvergütung und der Nebenleistung zugunsten eines ehemaligen Vorstandsmitgliedes Vergütungen aus Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses gewährt worden und im abgeschlossenen Geschäftsjahr teilweise zugeflossen. Für den variablen Vergütungsanteil ist eine Deckelung (Minimum/Maximum) vorgesehen. Ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil wurde vereinbart. Schließlich umfasst die Gesamtvergütung noch einen Versorgungsaufwand nach IAS 19. Dieser wird gem. DCGK als Bestandteil der Gesamtvergütung mit aufgenommen, auch wenn es sich dabei nicht um eine neu gewährte Zuwendung im engeren Sinne handelt, sondern eine Entscheidung des Aufsichtsrats in der Vergangenheit weiterwirkt.
Die Gesamtvergütung des Vorstands enthält Gehälter und kurzfristige Leistungen in Höhe von TEUR 596 (Vorjahr: TEUR 148) und umfasst feste Bestandteile in Höhe von TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 131) sowie variable Bestandteile in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 17). Die wesentlichen variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich am EBIT nach IFRS und der positiven Entwicklung des Aktienkurses des Unternehmens, verglichen jeweils am Bilanzstichtag.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:
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| Gewährte Zuwendungen | Jürgen Pampel Vorstandsvorsitzender CEO Eintrittsdatum: 09.08.2017 | Jörg Dorbandt Vorstand COO Eintrittsdatum: 01.12.2018 | Andres Klasing Vorstand CFO Eintrittsdatum: 09.08.2017 Austrittsdatum: 01.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 168.000 | 66.733 | 17.000 | 135.667 | 58.789 | |
| Nebenleistungen | 21.307 | 2.376 | 928 | 136.333 | ||
| Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses | 6.488 | 2.700 | ||||
| Summe | 189.307 | 69.109 | 17.928 | 278.488 | 61.488 | |
| Jährlicher Betrag anzurechnen auf die mehrjährige variable Vergütung* | 38.000 | 9.100 | 0 | 72.333 | 8.017 | |
| Gesamtvergütung | 227.307 | 78.209 | 17.928 | 350.821 | 69.505 |
* Gedeckelt (Maximum) und in Teilen als mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr zugeflossenen Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:
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| Gewährte Zuwendungen | Jürgen Pampel Vorstandsvorsitzender CEO Eintrittsdatum: 09.08.2017 | Jörg Dorbandt Vorstand COO Eintrittsdatum: 01.12.2018 | Andres Klasing Vorstand CFO Eintrittsdatum: 09.08.2017 Austrittsdatum: 01.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 168.000 | 66.733 | 17.000 | 135.667 | 58.789 | |
| Nebenleistungen | 21.307 | 2.376 | 928 | 6.488 | 2.700 | |
| Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses | 62.333 | |||||
| Summe | 189.307 | 69.109 | 17.928 | 204.488 | 61.488 | |
| Jährlicher Betrag anzurechnen auf die mehrjährige variable Vergütung* | 38.000 | 9.100 | 0 | 72.333 | 0 | |
| Gesamtvergütung | 227.307 | 78.209 | 17.928 | 276.821 | 61.488 |
* Gedeckelt (Maximum) und in Teilen als mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt.
Die Vergütung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats wird satzungsgemäß von der HV festgelegt, die über die Entlastung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats beschließt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 20, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 15 pro Geschäftsjahr. Gehört ein Mitglied dem Aufsichtsrat nur einen Teil des Geschäftsjahres an, bestimmt sich die Vergütung zeitanteilig. Soweit die Vergütung dem Quellensteuerabzug unterliegt, erfolgt die Auszahlung in Höhe des um die einzubehaltende Quellensteuer gekürzten Vergütungsbetrages.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine von der Gesellschaft zu Gunsten der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einbezogen.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats Ersatz ihrer bei Wahrnehmung ihres Amts entstandenen angemessenen und nachgewiesenen Auslagen sowie des eventuell auf die Aufsichtsratsvergütung entfallenden Umsatzsteuerbetrages, soweit sie berechtigt sind, der Gesellschaft die Umsatzsteuer gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht auszuüben.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr 2018 und 2017 eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 45 erhalten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder:
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| TEUR | Klaus Dieter Frers Vorsitzender des Aufsichtsrats | Prof. Dr. Martin Winter Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats | Hermann Börnemeier Mitglied des Aufsichtsrats | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 20,0 | 20,0 | 15,0 | 15,0 | 10,0 | 10,0 |
| Gesamtvergütung | 20,0 | 20,0 | 15,0 | 15,0 | 10,0 | 10,0 |
Im Oktober 2018 wies der Internationale Währungsfonds ("IWF") in seinem Weltwirtschaftsausblick1auf die im Jahresverlauf 2018 leicht eingetrübten und weniger ausgewogenen weltweiten Wachstumsperspektiven hin. Hierzu trug insbesondere eine Abschwächung von Handel, Fertigung und Investitionen auf globaler Ebene bei. Insgesamt wurde das Weltwirtschaftswachstum zwar noch als solide angesehen, allerdings - bei uneinheitlicher Dynamik in den einzelnen Wirtschaftsregionen - auf einem Plateauniveau.
Das weltweite Wirtschaftswachstum wurde für das Jahr 2018 auf 3,7% geschätzt, nachdem noch im April ein globales Wachstum von 3,9% erwartet worden war. In dieser Anpassung reflektierte der IWF das konjunkturelle Risiko aufgrund erhöhter politischer Unsicherheit. Die ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums zwischen den entwickelten Volkswirtschaften (2,4%) und den Schwellenländern (4,7%) blieb weiterhin bestehen. Im Einzelnen wurde das Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 in den USA auf 2,9 % (Vorjahr: 2,2%), in den EURO-Staaten auf 2,0% (Vorjahr: 2,4%), in Deutschland auf 1,9% (Vorjahr: 2,5%) und in China auf 6,6 % (Vorjahr: 6,9%) geschätzt.
In diesem noch guten weltwirtschaftlichen Umfeld ist die deutsche Wirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr das neunte Jahr in Folge gewachsen, das Wachstum hat allerdings an Schwung verloren.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ("Destatis")2ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2019 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % (Vorjahr: 2,2 %) gestiegen, nach einer Steigerung um 1,1% (Vorjahr: 2,2%) im dritten Quartal, um 2,3% (Vorjahr: 0,9%) im zweiten Quartal und 1,4% (Vorjahr: 3,4%) im ersten Quartal.
Als Hersteller von Batteriesystemen für industrielle Anwendungen erwirtschaftete Voltabox im Geschäftsjahr 2018 den Großteil der Umsatzerlöse mit Unternehmen in dem Marktsegment Intralogistik (insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge). Darüber hinaus wurden Umsätze auch mit Kunden in den Bereichen Trolleybusse sowie Bergbaufahrzeuge realisiert. Die Aktivitäten von Voltabox konzentrieren sich auf Geschäftspartner in Deutschland, der Europäischen Union und den USA. Diese wiederum verkaufen die von ihnen produzierten Fahrzeuge bzw. Systeme weltweit. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für Voltabox damit insofern von Bedeutung, als sie sich auf die Absatzchancen der von ihr belieferten Fahrzeug- bzw. Systemhersteller und damit auch indirekt auf die Nachfrageentwicklung der jeweiligen Endanwender nach den Produkten von Voltabox auswirkt.
Das Berichtsjahr war von einem anhaltenden dynamischen Marktwachstum in den für Voltabox relevanten industriellen Teilmärkten wie auch in den adressierten Massenmärkten geprägt. Diese Marktdynamik in der Industrie basierte vor allem auf den anhaltenden Substitutionseffekten, indem Diesel-Notstrom-Aggregate bzw. Blei-Säure-Batterien durch moderne LithiumIonen-Batteriesysteme ersetzt wurden.
Das Marktforschungsinstitut IDTechEx3schätzt in seinem Bericht "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017 - 2027" das Wachstum in den von Voltabox derzeit besetzten industriellen Marktsegmenten (Trolleybusse, Gabelstapler, Bergbaufahrzeuge sowie Fahrzeuge für die Bau- und Landwirtschaft) im Jahr 2018 auf 12%.
Trolleybusse bilden ein Teilsegment innerhalb des Marktes für elektrische Busse, mit weltweit insgesamt rund 40.000 Fahrzeugen in 370 Städten und 47 Ländern.4Ein Trolleybus wird über seine Oberleitung entlang einer vorgeschriebenen Strecke elektrisch betrieben. Die maßgeschneiderten Li-Ion-Batteriesysteme von Voltabox ermöglichen es den Trolleybussen, für eine begrenzte Zeit von der vorgeschriebenen Route und Oberleitung abzuweichen. Aufgrund der steigenden Elektrifizierung von Bussen, profitieren auch Trolleybusse zunehmend von der rasanten Entwicklung der Antriebstechnik, der elektrischen Energiespeicher und der Ladeinfrastruktur.
Das Marktforschungsinstitut IDTechEx schätzt, dass im Jahr 2018 weltweit rund 400.000 Gabelstapler mit internen Verbrennungsmotoren im Betrieb waren. Zwar stellt Asien den größten Absatzmarkt für Intralogistik - insbesondere Gabelstapler - dar. Allerdings ist der Trend zur Elektrifizierung in den westlichen Industrieländern am weitesten fortgeschritten, wobei Europa als der größte Einzelmarkt für elektrisch (mit Blei-Säure-Batterien) betriebene Gabelstapler gilt.
Expertenschätzungen5zufolge sind derzeit im Untertage-Bergbau etwa 33.000 Fahrzeuge und Bohrgeräte im Einsatz. Hiervon stellen die sogenannten Fahrlader ("Load Haul Dumps") mit rund 13.500 Einheiten die größte Fahrzeuggruppe dar, gefolgt von Bergbaufahrzeugen mit geschätzten 8.400 Einheiten und Bohrmaschinen mit etwa 11.100 Einheiten.
1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2018/09/24/world-economic-outlook-october-2018
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22. Februar 2019 - 064/19
3 IDTechEx, Studie "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017- 2027":https://www.idtechex.com/research/reports/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027-000505.asp
Maßgeblich verantwortlich für das Unternehmenswachstum im Geschäftsjahr 2018 war die sehr gute operative Geschäftsentwicklung mit Batteriemodulen für den Einsatz in Gabelstaplern sowie mit Batteriesystemen für den Einsatz in Trolleybussen und Bergbaufahrzeugen. Erneut war insbesondere im zweiten Halbjahr ein Umsatzsprung mit Batteriemodulen für die Intralogistik zu verzeichnen.
Der Umsatz in Höhe von 66,9 Mio. Euro (Vorjahr: 27,3 Mio. Euro) wurde vollständig mit Dritten erzielt (Vorjahr: 24,7 Mio. Euro). Mit einer Steigerung von 145,3% wies Voltabox eine überproportionale Wachstumsdynamik auf. Der größte Wachstumstreiber war die Serienproduktion von Batteriemodulen für Intralogistik-Anwendungen, insbesondere für Gabelstapler. Weitere Umsatzträger waren Batteriesysteme für Trolleybusse sowie für den Einsatz in Bergbau-Fahrzeugen, landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen sowie Starterbatterien für Motorräder. Ferner trug die zum 20. August 2018 von der Voltabox AG übernommene ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS -GmbH (Korntal-Münchingen) erstmals mit 2,2 Mio. Euro zum Umsatz bei. Das EBIT des Voltabox Konzerns betrug 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: -2,8 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 8,4% entspricht (Vorjahr: -10,3%).
Der Geschäftsverlauf des Voltabox Konzerns war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich von der Entwicklung, der Produktion und dem Absatz von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für industrielle Anwendungen im Produktsegment Voltapower geprägt. Darunter werden insbesondere die Marktsegmente Intralogistik (Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge), der öffentliche Personennahverkehr (Trolleybusse) sowie Bergbaufahrzeuge subsumiert. Dabei standen im Geschäftsjahr 2018 die Handlungsfelder Expansion, Diversifikation und die Sicherung von Marktanteilen im Fokus des Voltabox Konzerns. Zu den erreichten Meilensteinen zählen insbesondere die Neu- und Weiterentwicklung modularer Baukastenkomponenten und innovativer Produktlösungen, die Umsetzung der M&A-Wachstumsstrategie, die Steigerung der Produktionskapazitäten sowie die Erschließung weiterer Marktsegmente. Darüber hinaus bildete die Ausweitung des Kundenportfolios einen Schwerpunkt der vertrieblichen Aktivitäten.
4 www.trolleymotion.eu
5 Mining Report 153, 2017, Nr. 2
Der Geschäftsverlauf wurde im Berichtsjahr zunehmend von der automatisierten Serienproduktion einsatzfertiger Batteriemodule für die Intralogistik dominiert. Im zweiten Quartal 2018 wurde die seit 2014 bestehende Kooperation mit dem Partner Triathlon Batterien GmbH ("Triathlon") zur Produktion von Batteriesystemen für Gabelstapler grundlegend erneuert. Mit der Neufassung der Kooperationsvereinbarung wurde die Voraussetzung für den Einstieg in den Direktvertrieb geschaffen. In der Folge baute Voltabox intern die entsprechenden Strukturen auf und aus, um in dem sich dynamisch entwickelnden Intralogistikmarkt insbesondere das OEM- und Großkundengeschäft zu forcieren.
Daneben ist im Jahresverlauf die Serienproduktion für das erste Minenfahrzeug hochgefahren worden. Weiterhin stand die Fertigung von Batteriesystemen für Trolleybusse für den Einsatz in verschiedenen ÖPNV-Netzen weltweit - u.a. in San Francisco, Seattle, Cagliari und Linz - im Fokus. Darüber hinaus war der Geschäftsverlauf von der Entwicklung von Leistungselektronikkomponenten im Produktsegment Voltamotion geprägt, in dem im Berichtsjahr durch Entwicklungsleistungen für Vorserienproduktionen und Prototypen diverser Fahrzeugprojekte im Sinne von Referenzprojekten erste nennenswerte Umsätze generiert wurden.
Die relative Zusammensetzung der Kundenstruktur veränderte sich im Jahresverlauf auch durch die Akquisition von ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH in Korntal-Münchingen und dem damit verbundenen Einstieg in ausgewählte Massenmärkte, insbesondere das Marktsegment Pedelecs und E-Bikes.
Bei der Tochtergesellschaft Voltabox of Texas, Inc. stand die Expansion der Organisation durch die Übernahme der Concurrent Design, Inc., (Austin, Texas) im Vordergrund. Dem standen zeitlich verschobene Umsätze gegenüber, sodass im Berichtsjahr noch keine Skaleneffekte realisiert werden konnten. Der Umsatzanteil der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Voltabox of Texas, Inc., betrug im Berichtsjahr rund 17,7%.
Die in 2018 getätigten Akquisitionen hatten im Berichtsjahr bereits positive Einflüsse auf das Konzernergebnis.
Die zusätzlichen EBIT-Effekte überstiegen die nicht ansatzfähigen M&A-Kosten.
Aufgrund einer zeitlich begrenzt gewährten Zahlungszielverlängerung mit dem Hauptkunden Triathlon zur Unterstützung und Beschleunigung seiner Aktivitäten im Spezialvertrieb von Lithium-Ionen-Batteriesystemen ergab sich, bezogen auf den operativen Cashflow, eine negative Auswirkung auf die Fristenkongruenz, die sich in der Folgeperiode entsprechend umkehren wird.
Insbesondere im vierten Quartal konnte die Voltabox AG die Produktivleistungen signifikant erhöhen und ihre Produkte und Systeme verstärkt im Markt platzieren, in dessen Folge der Konzern das Geschäftsjahr mit einem deutlich positiven Konzernergebnis abschließen konnte. Der Voltabox Konzern ist im abgelaufenen Geschäftsjahr organisatorisch für die Sicherstellung der vollen Leistungsfähigkeit in finanzielle Vorleistungen getreten, weshalb sich - entsprechend der zugrundeliegenden Planung -der Return on Investment trotz Kapazitätsausweitung noch nicht in vollem Umfang eingestellt hat.
Der Voltabox Konzern hat mit einem Umsatzwachstum von 145,3% auf rund 66,9 Mio. Euro (Vorjahr: 27,3 Mio. Euro) die bestehende Wachstumsdynamik auch im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt und die vom Vorstand aufgestellte Umsatzprognose von 65 bis 70 Mio. Euro erfüllt. Die im Zuge der ursprünglich geplanten und im November abgesagten Übernahme von Navitas Systems angehobene Umsatzprognose wurde damit dank einer sehr guten operativen Entwicklung erreicht. Mit einer Konzern-EBIT-Marge von 8,4% wurde gleichzeitig die Ertragsprognose, die zum Halbjahr infolge der Neuverhandlung des Kooperationsvertrags mit dem Intralogistik-Partner Triathlon von ursprünglich 9% für das Berichtsjahr auf 7% gesenkt worden ist, deutlich übertroffen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 2,1 Mio. Euro. (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf Fremdwährungsumrechnungsgewinne zurückzuführen ist. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich auf 8,3 Mio. Euro, während er sich im vergangenen Jahr noch um 1,4 Mio. Euro verringert hatte. Diese Entwicklung ist vor allem auf die vorgelagerte Produktion von Modulen für den Absatz im ersten Quartal 2019 zurückzuführen. Die aktivierten Entwicklungsleistungen reduzierten sich aufgrund einer vermehrt direkten Umsatzrealisation im Rahmen von langfristigen, kombinierten Entwicklungs- und Serienlieferungsverträgen um 43,4% auf 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro). Der Materialaufwand erhöhte sich überproportional um 152,7 % auf 42,2 Mio. Euro (Vorjahr:16,7 Mio. Euro) infolge der gestiegenen Ausbringungsmengen. Die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) sank überwiegend infolge von Skaleneffekten auf 56,4% (Vorjahr: 64,0%). Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 ein Rohertrag in Höhe von 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 14,6 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 56,5% entspricht (Vorjahr: 53,6%).
Der Personalaufwand stieg vor allem durch die Neueinstellungen im Zusammenhang mit dem operativen Wachstum an den vorhandenen Standorten sowie den akquirierten Unternehmen um 103,0% auf 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,7 Mio. Euro). Aufgrund des starken Umsatzwachstums reduzierte sich die Personalaufwandsquote auf 20,3 % (Vorjahr: 24,6 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere aufgrund von allgemeinen Verwaltungskosten, Miet- und LeasingZahlungen deutlich auf 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,3 Mio. Euro), nachdem noch im Vorjahr ein Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet worden ist. Damit erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 9,6 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 14,3% entspricht (Vorjahr: -1,4%).
Nach planmäßig erhöhten Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) und einer Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro) stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: -2,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erhöhte sich damit auf 8,4% (Vorjahr: -10,3%).
Infolge geringerer Finanzierungsaufwendungen verbesserte sich das Finanzergebnis auf -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,7 Mio. Euro). Damit ergibt sich eine Steigerung des Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung leicht gesunkener Ertragsteuern von 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro) aufgrund von Effekten aus latenten Steuern erwirtschaftete der Voltabox Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: -6,5 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,16 Euro.
Die Vermögenswerte des Voltabox Konzerns haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch den Ausbau der operativen Geschäftstätigkeit, der sich vor allem im Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte bemerkbar gemacht hat, aber auch durch die Aktivierung von Entwicklungskosten und die Erweiterung des Konsolidierungskreises auf 181,5 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2017: 167,8 Mio. Euro).
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen auf 51,9 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 28,2 Mio. €). Gründe für diesen Anstieg sind im Wesentlichen Zugänge aus Unternehmenskäufen, ein langfristiger Investitionszuschuss für den Kapazitätsaufbau bei einem wichtigen Kunden und der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte infolge der Aktivierung von Entwicklungskosten. Die Immateriellen Vermögenswerte sind von 16,5 Mio. Euro auf 28,0 Mio. Euro gestiegen. Der Geschäfts- und Firmenwert stieg infolge der Unternehmenskäufe auf 9,7 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 3,2 Mio. Euro) während die sonstigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag 5,0 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0 Euro) betrugen, die überwiegend auf langfristige Aufwandsabgrenzungen und vertragliche Vermögenswerte zurückgehen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich auf 129,7 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 139,6 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der flüssigen Mittel zurückzuführen. Diese betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 28,2 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 102,7 Mio. Euro). Entscheidend waren dafür insbesondere der Aufbau der Vorräte um 23,0 Mio. Euro auf 27,2 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 4,2 Mio. Euro) infolge des Ausbaus der Geschäftsaktivitäten und in diesem Kontext des Einstiegs in das Intralogistik-Direktgeschäft sowie der deutliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 34,0 Mio. Euro auf 56,0 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 22,1 Mio. Euro) infolge der für das Geschäftsjahr 2018 verlängerten Zahlungsziele auf 360 Tage für den Kunden Triathlon im Zuge der Neuverhandlung des gemeinsamen Kooperationsvertrags zur Absatzunterstützung. Weiterhin erhöhten sich auch die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte deutlich auf 6,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,3 Mio. Euro) aufgrund von Rechnungsabgrenzungen und der Erfassung von vertraglichen Vermögenswerten.
Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten reduzierten sich leicht auf 7,8 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 8,3 Mio. Euro) - wobei sich die langfristigen Darlehen infolge von Umgliederungen in den kurzfristigen Bereich deutlich um 3,4 Mio. Euro auf 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 3,5 Mio. Euro) reduzierten, während die latenten Steuern wiederum vor allem infolge der Effekte aus der Erstkonsolidierung von neuen Tochtergesellschaften deutlich auf 7,7 Mio. Euro angestiegen sind (31. Dezember 2017: 4,8 Mio. Euro).
Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich auf 19,2 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 7,4 Mio. Euro). Wesentliche Ursache ist der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen infolge der Ausweitung des Geschäftsbetriebs auf 9,3 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 3,6 Mio. Euro). Die Erhöhung kurzfristiger Darlehensverbindlichkeiten auf 3,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,5 Mio. Euro) ist durch eine Umgliederung aus den langfristigen Verbindlichkeiten bedingt. Während die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen auf 0,6 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 1,8 Mio. Euro) sanken, haben sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 3,5 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 1,3 Mio. Euro) erhöht.
Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns erhöhte sich leicht auf 154,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 152,1 Mio. Euro), was insbesondere aus dem Konzernergebnis des Berichtsjahres 2018 resultiert. Vor dem Hintergrund der stärker gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag erwartungsgemäß auf 85,1% (31. Dezember 2017: 90,7%).
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum auf -54,8 Mio. Euro (Vorjahr: -4,7 Mio. Euro) infolge der deutlichen Erhöhung des Net Working Capital. Wesentliche Ursache dafür sind die deutliche Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund eines starken dritten und vierten Umsatzquartals sowie den seit dem zweiten Quartal bis zum Jahresende 2018 gültigen verlängerten Zahlungszielen von 360 Tagen für einen wichtigen Kunden in der Intralogistik. Außerdem wirkte sich der Anstieg der Vorräte im zweiten Halbjahr 2018, der vor dem Hintergrund des Einstiegs in das Intralogistik-Direktgeschäft vorgenommen wurde, deutlich auf den negativen operativen Cashflow aus.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit reduzierte sich auf -19,1 Mio Euro (Vorjahr: -6,0 Mio. Euro). Die Auszahlungen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 12,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) bilden die CAPEX-Investitionen von 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro) ab, die damit den vom Vorstand prognostizierten Planzahlen in Höhe von rund 13,4 Mio. Euro entsprechend ausfallen. Zusätzlich beeinflusst war der Cashflow aus Investitionstätigkeit durch Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen in Höhe von 7,3 Mio. Euro im Rahmen der M&A-Wachstumsstrategie.
Damit ergibt sich ein um Transaktionsinvestitionen bereinigter Freier Cashflow in Höhe von -68,4 Mio. Euro (Vorjahr: -11,0 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reduzierte sich nach dem Börsengang im Berichtsjahr 2017 auf -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 112,4 Mio. Euro).
Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 28,2 Mio. Euro (Vorjahr: 102,7 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die kurzfristige Kapitalbindung im operativen Bereich infolge der Ausweitung des Geschäftsbetriebs zurückzuführen ist. Die Zahlungsfähigkeit des Voltabox Konzerns war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Zeichen eines starken Umsatzwachstums. Die Ertragslage hat im Wesentlichen vom Umsatzwachstum und der Normalisierung der Materialeinsatzquote profitiert. Darüber hinaus trugen die gesunkene Personaleinsatzquote, die nur geringfügig gestiegenen Abschreibungen und die Bestandsveränderung vor dem Hintergrund der Ausweitung des Geschäftsbetriebs im Konzern zur Verbesserung der Ertragslage bei. Die Vermögenslage ist insbesondere durch kurzfristige Kapitalbindungen aus dem operativen Geschäftsbetrieb und den Zugängen im Rahmen von Unternehmenserwerben beeinflusst. Durch die hohe Eigenkapitalquote ist die Finanzlage des Voltabox Konzerns gefestigt.
Der Voltabox Konzern hat im Geschäftsjahr 2018 die Umsatzprognose und das EBIT-Ziel voll erfüllt. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2018 sah einen Umsatz von 65 - 70 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 7% vor. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Umsatz von 66,9 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 8,4% erreicht.
Die Voltabox AG hat mit einem Umsatzwachstum von 111,8% im Einzelabschluss auf rund 52,1 Mio. Euro (Vorjahr: 24,6 Mio. Euro) die bestehende Wachstumsdynamik auch im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt. Damit wurde die Prognose für die Umsatzentwicklung in Höhe von rund 33 Mio. Euro deutlich übertroffen. Die EBIT-Marge hat sich, beeinflusst im Wesentlichen durch die höhere Gesamtleistung und die gesunkene Personaleinsatzquote sowie die reduzierte Materialquote, auf 6,4% (Vorjahr: -38,6%) verbessert. Damit wurde die prognostizierte EBIT-Marge in Höhe von 10% deutlich unterschritten.
Der Materialaufwand erhöhte sich um 140,6% auf 38,5 Mio. Euro (Vorjahr: 16,0 Mio. Euro). Beeinflusst durch ein verbessertes Einkaufsmanagement reduzierte sich die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz und der Bestandsveränderung) leicht auf 64,4% (Vorjahr: 66,8%). Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 ein Rohertrag in Höhe von 22,9 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 43,9% entspricht (Vorjahr: 33,3%).
Der Personalaufwand stieg vor allem durch die Neueinstellungen im Zusammenhang mit dem operativen Wachstum an den vorhandenen Standorten und den Zugängen infolge der Akquisitionen unterproportional zum Umsatzanstieg um 69,3 % auf 7,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro). Aufgrund des überproportionalen Umsatzwachstums reduzierte sich die Personalaufwandsquote auf 14,5 % (Vorjahr: 18,1%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich aufgrund von Transaktionsnebenkosten im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen und dem absoluten Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten auf 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,5 Mio. Euro).
Damit erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: -8,7 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 9,6% entspricht (Vorjahr: -35,5%).
Trotz leicht erhöhter Abschreibungen von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich auf 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: -9,5 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend auf 6,5% (Vorjahr: -38,7%).
Infolge der geringen Verschuldung bleibt das Finanzergebnis unverändert bei -0,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro), das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich auf 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: -9,9 Mio. Euro). Die Voltabox AG weist im Berichtszeitraum einen Jahresüberschuss in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro nach Verlustübernahme durch Muttergesellschaft) aus.
Die Vermögenswerte der Voltabox AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch den Anstieg der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Finanzanlagen um 10,3 Mio. Euro auf 165,8 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2017: 155,5 Mio. Euro).
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 79,6% auf 47,9 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 31,1 Mio. Euro). Die Finanzanlagen erhöhten sich überwiegend durch den Anstieg der Ausleihungen an Tochterunternehmen der Voltabox AG um 19,0 Mio. Euro auf nun 37,6 Mio. Euro. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände auf 7,9 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,2 Mio. Euro) ist insbesondere auf den Erwerb eines Nutzungsrechts zurückzuführen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 16,5 Mio. Euro auf 118,0 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 134,5 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der flüssigen Mittel infolge der kurzfristigen und temporären Kapitalbindung im operativen Bereich zurückzuführen. Diese betragen nunmehr 26,8 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 102,7 Mio. Euro). Insbesondere aufgrund der zeitlich befristeten Ausdehnung der Zahlungsziele für einen wichtigen Kunden erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 156,6% auf 50,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 19,7 Mio. Euro).
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum Bilanzstichtag 3,7 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,0 Mio. Euro).
Auf der Passiv-Seite erhöhten sich die Verbindlichkeiten auf 11,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 4,4 Mio. Euro). Vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen deutlich um 4,2 Mio. Euro auf 7,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 3,3 Mio. Euro) an, was primär auf die Ausweitung des Geschäftsbetriebs zurückzuführen ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen auf 3,1 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,1 Mio. Euro).
Das Eigenkapital der Voltabox AG erhöhte sich leicht auf 152,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 149,9 Mio. Euro).
Vor dem Hintergrund der stärker gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 92,0% (31. Dezember 2017: 96,4%).
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum auf -47,0 Mio. Euro (Vorjahr: -9,8 Mio. Euro). Ursachen sind die deutliche Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des starken vierten Umsatzquartals und temporär verlängerter Zahlungsziele für einen wichtigen Kunden sowie ein Anstieg der Vorräte für die Umsatzrealisation im Geschäftsjahr 2019.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtszeitraum um 8,9 Mio. Euro auf 28,4 Mio. Euro (Vorjahr: 19,5 Mio. Euro) gesunken. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus Auszahlungen für den Erwerb der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH in Höhe von 5,5 Mio. Euro sowie der Zunahme der Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 13,5 Mio. Euro.
Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 26,8 Mio. Euro (Vorjahr: 102,7 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die kurzfristige Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und die Investitionen in den Erwerb von Tochterunternehmen zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten betrug in 2018 nach dem Börsengang im Vorjahr 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 131,0 Mio. Euro).
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Zeichen eines starken Umsatzwachstums und der daraus resultierenden Finanzierung des Working Capitals. Die Ertragslage hat im Wesentlichen von der Ausweitung des operativen Geschäftsbetriebs und somit dem Umsatzwachstum sowie erzielten Skaleneffekten profitiert. Darüber hinaus ist die Vermögenslage insbesondere durch kurzfristige Forderungen beeinflusst, ebenso veränderte sich die Finanzlage zum Bilanzstichtag infolge der kurzfristigen Kapitalbindung für den operativen Geschäftsbetrieb deutlich.
Die Voltabox AG hat im Geschäftsjahr 2018 die Umsatzprognose übererfüllt. Die EBIT-Prognose wurde hingegen deutlich unterschritten. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2018 sah einen Umsatz von 33 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 10% vor. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Umsatz von 52 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von 6,4% erreicht.
Zur Ermittlung von Chancen und Risiken in der Unternehmensentwicklung hat Voltabox ein umfangreiches Risikomanagementsystem etabliert. Das nachfolgend erläuterte Risikomanagement bezieht sich gleichermaßen auf die Voltabox AG wie auch auf den Voltabox Konzern. In regelmäßig erstellten Risikoberichten aus allen Unternehmensbereichen wird die Unternehmensführung über Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Schadenshöhe der Risiken informiert. Die Risikoberichte enthalten eine Einschätzung zu den Risiken sowie Vorschläge für entsprechende Gegenmaßnahmen. Zu den Risikomanagementzielen und -methoden in Bezug auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Angaben im Anhang (34).
Der Internationale Währungsfonds geht in seinem aktuellen Ausblick von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von bis zu 3,7% aus, für Deutschland werden 1,5% und für die USA 2,9% Wirtschaftswachstum erwartet. Vor diesem Hintergrund ergeben sich Chancen für Voltabox in den Geschäftssegmenten Voltapower, Voltaforce und Voltamotion. Der Vorstand verfolgt bereits seit Jahren das Ziel, durch gezielt akquirierte Aufträge mit Marktführern in den definierten Kern-Märkten Umsatz- / und Marktanteile zu sichern und auszubauen. Durch anwendungsorientierte, kundenspezifische Systeme, entwickelt aus dem Baukastenprinzip und hergestellt in großen Serienstückzahlen, werden dabei ein optimaler Kundennutzen und handfeste wirtschaftliche Vorteile beim Kunden im Zuge einer kostenoptimierten Fertigung realisiert. Der Megatrend Elektromobilität hat im zurückliegenden Jahr weiter an Bedeutung gewonnen und öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Davon profitiert Voltabox in einzelnen Zielmärkten für Investitionsgüter, wie beispielsweise Trolleybusse für den öffentlichen Personennahverkehr, in der Intralogistik eingesetzte Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme in der vernetzten Produktion, Starterbatterien für den Motorradmarkt sowie im Untertageabbau eingesetzte Minenfahrzeuge. Zu den weiteren Zielmärkten gehören aktuell die Märkte für Agrar- und Baumaschinen sowie Pedelecs und E-Bikes.
Insbesondere durch den Erwerb der Gesellschaften ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH und der Concurrent Design, Inc. (Texas) im Berichtsjahr ergeben sich besondere Chancen aus der Erweiterung des Produktportfolios und erwarteter Synergieeffekte. Mit ACCURATE betritt die Voltabox AG hierbei ausgewählte Massenmärkte mit der modernen und leistungsfähigen LithiumIonen-Technologie. Durch den Erwerb der Concurrent gewinnt der Konzern langjährige Kompetenz im Bereich Forschung und Entwicklung hinzu, die insbesondere für die Abarbeitung der Projekte mit dem strategischen Kunden Komatsu vorgesehen ist. Speziell in der Fertigungs- und Prüfungsautomatisierung verfügt Concurrent Design über entsprechendes relevantes Know-how.
Das Marktforschungsinstitut IDTechEx6erwartet für das Jahr 2019 ein Marktwachstum von rund 12% bei Batteriesystemen in den von Voltabox bisher besetzten Teilmärkten. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2023 wird in diesen Teilmärkten auf rund 19 % geschätzt (Basisjahr: 2018).
Im Ergebnis bestehen für die Produktsegmente von Voltabox insbesondere mittelfristig folgende Chancen , welche die Gesellschaft wie im Vorjahr einheitlich als signifikant einschätzt:
| ― | Voltapower Der Megatrend Elektromobilität hat in einzelnen Teilmärkten für Investitionsgüter - wie Trolleybusse des öffentlichen Personennahverkehrs, in der Intralogistik eingesetzte Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme in der vernetzten Produktion sowie im Untertageabbau eingesetzte Minenfahrzeuge - bereits zu ersten Anwendungen geführt. Voltabox kann hier mithilfe starker Kooperationspartner an den Substitutionseffekten partizipieren, die für die Anwender aus den ökonomischen und ökologischen Vorteilen gegenüber den bisher verwendeten Blei-Säure-Batterien oder Diesel-Notstrom-Aggregaten resultieren. In diesen schnell wachsenden Teilmärkten besteht für Voltabox die Chance, den relativen Marktanteil von Voltabox innerhalb kurzer Zeit signifikant zu steigern und somit eine jeweils führende Marktposition zu besetzen (Marktdurchdringung bzw. Marktentwicklung). Hierzu gehört beispielsweise der bereits erfolgte Einstieg in das Marktsegment der land- und bauwirtschaftlichen Fahrzeuge. Neue Marktchancen ergeben sich darüber hinaus aufgrund des dynamischen Technologiewandels rund um den Megatrend Elektromobilität in lukrativen industriellen Teilmärkten. Dazu zählen beispielsweise der Markt für kommunale Fahrzeuge, Fahrzeuge und Maschinen für den Einsatz im Tagebau, Baufahrzeuge, Flughafenvorfeldfahrzeuge oder Schienenfahrzeuge. Darüber hinaus ergeben sich für Voltabox Chancen durch den Eintritt in den globalen Pkw-Massenmarkt in Form der Adressierung einzelner Nischen mit maßgeschneiderten Batteriesystemen. |
6 IDTechEx, Studie "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017- 2027":https://www.idtechex.com/research/reports/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027-000505.asp
| ― | Voltaforce Die Nischenstrategie einer horizontalen und vertikalen Diversifikation bietet mittelfristig große Absatzchancen in weiteren Teilmärkten. Hierzu gehören beispielsweise der bereits erfolgte Ausbau der bestehenden Marktposition bei Starterbatterien für Motorräder sowie im Bereich der Motorsport- und Rennsport-Batterien. Entscheidend sind regelmäßig die besonders hohen Anforderungen der Anwender an die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der von Voltabox entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme. Durch den Aufbau eines Fertigungs- und Vertriebsstandortes in China für Teile des wachstumsstarken weltweiten Massenmarkts für Standard-Batteriesysteme sowie durch den Erwerb des Tochterunternehmens ACCURATE ab diesem Geschäftsjahr ermöglichte die Vertiefung des Engagements im Massenmarkt mit Fokus auf den Retail-Bereich, insbesondere Pedelecs, können auch über die Heimatmärkte hinaus prosperierende Absatzgebiete gut erschlossen werden. |
| ― | Voltamotion Durch die als innovativ geltenden Produktentwicklungen des Segments Voltamotion ergeben sich bedeutende Chancen zur vertikalen Erweiterung des Produkt- und Leistungsportfolios im wachstumsstarken industriellen Markt für Komplettsysteme, die neben dem Energiespeicher auch die Lade- und Antriebseinheiten umfassen. Hierzu gehört beispielsweise auch die bereits erfolgte Neuentwicklung eines Batteriesystems sowie eines elektrischen Antriebs zum Ein- und Auspumpen von Milch in Transportfahrzeuge. |
Durch die regelmäßige und strukturierte Überwachung der Chancen im Voltabox Konzern und auf den relevanten Absatzmärkten sowie die interne barrierefreie Kommunikation auf den verschiedenen Führungsebenen ist die Unternehmensführung in der Lage, Chancen für den Konzern zu identifizieren. Die konsequente Nutzung von Geschäftschancen in Form von Planungsanpassungen kann einen positiven Beitrag zur strategischen und operativen Absicherung des Unternehmenserfolgs leisten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 wurden sowohl externe als auch interne Chancen identifiziert. Externe und interne Chancen aus dem Vorjahr bleiben grundsätzlich unverändert bestehen.
Die Bedeutung der aufgezeigten Chancen sowie die daraus resultierenden positiven Auswirkungen auf die für das Geschäftsjahr 2019 prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren - und somit auf die kurzfristige Entwicklung des Voltabox Konzerns insgesamt - wird zusammenfassend als gering eingestuft. Der Vorstand erwartet daher die im Prognosebericht erläuterte Entwicklung des Geschäftsverlaufs.
Im Rahmen einer risikoorientierten Unternehmensführung nutzt Voltabox ein umfassendes Risikomanagementsystem.
Risiken werden im Voltabox Konzern nicht nur als den Bestand des Unternehmens gefährdende, sondern auch als den Geschäftserfolg beeinflussende Aktivitäten, Ereignisse und Entwicklungen definiert. Besondere Berücksichtigung finden dabei Risiko-Konzentrationen, z.B. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden, Lieferanten, Produkten oder Ländern. Bei den wesentlichen Risiken werden gegenseitige Abhängigkeiten und Einflussnahmen berücksichtigt, da sich einzelne Risiken gegenseitig verstärken können oder es zwischen ihnen zu Kompensationseffekten kommen kann. Darüber hinaus werden auch Chancen unter dem Risiko-Begriff subsumiert. Wir verstehen unter Geschäftserfolg messbare Größen, wie z.B. den Umsatz und das EBIT. In den Auswertungen der jeweiligen Prozesseigner werden die Risiken deshalb in diesen Größenordnungen dargestellt. Zur Risikobewertung wird immer das Ergebnisrisiko zu Grunde gelegt. Ein Risiko ist die Möglichkeit, dass eine Bedrohung unter Ausnutzung einer Schwachstelle Schaden an einem Objekt oder den Verlust eines Objektes und damit direkt oder indirekt einen Schaden verursachen kann. Ziel ist es, auch diese Risiken zu erkennen und zu bewerten, um auf dieser Basis geeignete und angemessene Sicherheitsmaßnahmen auswählen zu können.
Zielsetzung des Risikomanagements ist es, den Fortbestand des Unternehmens, d.h. seine zukünftige Entwicklung und Ertragskraft zu sichern, sowie die Risiken zu reduzieren, die eine Verletzung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verwendeten oder enthaltenen Informationen und Daten im Rahmen der Ausführung von Tätigkeiten zur Folge haben. Aufgabe des Risikomanagements ist es auch, Abweichungen von den Unternehmenszielen und somit das Verlassen des vorgezeichneten Rahmens frühzeitig anzuzeigen, um ein rechtzeitiges Gegensteuern zu ermöglichen. Die risikopolitischen Leitsätze hierzu sind im Risikohandbuch definiert.
Die konzernweite Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Das Risikomanagement der jeweiligen Standorte wird durch regelmäßige (Vorort-, Video- und Telefon-) Besprechungen mit den jeweiligen leitenden Führungskräften ausreichend abgedeckt und gesichert. Der Vorstand informiert sich so direkt und die entsprechenden Risiken werden durch den Vorstand kontinuierlich überwacht und gesteuert. Auch in Risikofeldern, in denen eine Quantifizierung nicht möglich oder sinnvoll ist, wird daran gearbeitet, Risikofaktoren zu identifizieren.
Eine wichtige Rolle im Risikomanagement- und Steuerungsprozess kommt dem zentralen Risikomanagement zu. Im Rahmen der Verantwortung für die Risikosituation des Unternehmens überträgt der Vorstand die Aufgabe der Durchführung der permanenten RisikomanagementAktivitäten an das zentrale Risikomanagement. Die Zuständigkeit für das zentrale Risikomanagement liegt unmittelbar beim Chief Operating Officer (COO) der Voltabox AG. Das zentrale Risikomanagement von Voltabox hat die Aufgabe, sämtliche Risikomanagementfunktionen des dezentralen Risikomanagements zu koordinieren, die Risikoanalysen auszuwerten und zum Risiko-Reporting zu verdichten sowie das Risikomanagement-System weiterzuentwickeln. Das zentrale Risikomanagement bestimmt die Berichtszyklen und definiert gemeinsam mit dem Vorstand die Schwellenwerte für die Risiken, bei deren Überschreiten ein Risikocontrolling-Bericht außerhalb der obligatorischen Berichtspflichten erstellt werden muss. Sowohl die Schwellenwerte als auch die Berichtszyklen orientieren sich an der Relevanz der Risiken.
Das zentrale Risikomanagement unterstützt die dezentralen Risiko-Manager bei der Erstellung der Risikoanalysen und überprüft deren Rücklauf und Plausibilität. Es fasst die einzelnen Risikoberichte in einem gemeinsamen Dokument zusammen. Somit können Wechselwirkungen zwischen den Risiken analysiert und die GesamtrisikoSituation der Voltabox erfasst, bewertet und kommentiert werden. Diese Zusammenfassung wird als Risiko-Reporting bezeichnet. Dieser Aufgabe wird besondere Bedeutung beigemessen, da die Zielsetzung eines integrierten Risikomanagement-Systems die ganzheitliche Betrachtung der Risikosituation eines Unternehmens ist. Das Risiko-Reporting dient als Basisinformation für die Aussagen zur Risikosituation der Voltabox im Lagebericht.
Gemeinsam mit den dezentralen Risiko-Managern werden neue Risikobewältigungsmaßnahmen entwickelt bzw. bereits existierende angepasst.
Das dezentrale Risikomanagement ist bei Voltabox in den Fachbereichen bzw. Standorten angesiedelt. Die Bereichs- und Prozessverantwortlichen als dezentrale Risiko-Manager sind verantwortlich für das Risikomanagement in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen. Das dezentrale Risikomanagement berichtet im Rahmen des Risiko-Controllings über die Entwicklung der Risiken in diesen Bereichen. Jeweils zum quartalsweisen Berichtszyklus-Termin ist von den dezentralen Risikomanagern die Analyse der Risiken zu erstellen, für die sie verantwortlich sind. Dabei liegt der Fokus auf der Beschreibung der zu erwartenden Entwicklung des Risikos. In Abhängigkeit davon sind Maßnahmen zur künftigen Risikobewältigung oder der Verbesserung vorhandener Bewältigungsmaßnahmen zu entwickeln und als Vorschlag zur Umsetzung in den ControllingBericht aufzunehmen. Die Entscheidung über die Umsetzung obliegt dem Vorstand. Daneben ist der Vorstand während des gesamten Jahres unverzüglich über eingetretene Risiken zu informieren (sogenanntes Ad-hoc-Risiko-Reporting). In regelmäßigen Abständen werden Einzelgespräche mit den dezentralen Risikomanagern geführt.
Das Risiko-Monitoring ist gemeinsame Aufgabe des dezentralen und des zentralen Risikomanagements. Dazu werden vom dezentralen Risikomanager Frühwarnindikatoren für die kritischen Erfolgsfaktoren definiert, die vom zentralen Risikomanagement überwacht werden. Sobald die definierten Schwellenwerte erreicht werden, wird ein Risiko-Reporting vom dezentralen Risikomanager erstellt, d.h. eine Prognose der zu erwartenden Auswirkungen des Risikoeintritts für Voltabox. Diese Prognosen sollen durch Szenario-Analysen ergänzt werden, die unterschiedliche Datenkonstellationen berücksichtigen. Das Risiko-Monitoring dient so als eine Art Wissensverstärker für Managemententscheidungen, da versucht wird, die Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Unternehmensentwicklung bzw. Risikosituation zu reduzieren.
Anhand dieser Informationen und der Maßnahmenvorschläge der dezentralen Risiko-Manager sowie des zentralen Risikomanagements entscheidet der Vorstand, ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Risikobewältigung zu ergreifen sind oder ob eine Anpassung der Unternehmensziele erforderlich ist. Sowohl die Verfolgung der Frühwarnindikatoren, die Überwachung der zugehörigen Schwellenwerte als auch die Durchführung der Szenario-Analysen obliegt dem dezentralen Risikomanagement.
Der vierteljährliche Bericht an den Vorstand enthält alle im Berichtsmonat neu aufgenommenen Risiken sowie solche Risiken, deren Veränderungen zum Vorbericht größer gleich 50% betragen haben.
Für Risiken, die eine Veränderung von 100% oder mehr im Vergleich zum Vormonat aufweisen, besteht eine ad-hoc-Berichtspflicht an den Vorstand durch das zentrale Risikomanagement und eine Berichtspflicht des Vorstandes innerhalb der folgenden 24 Stunden nach Kenntniserlangung des Risikos an den Aufsichtsrat.
Die von Voltabox im Rahmen des Risiko-Monitoring laufend analysierten Risiken lassen sich folgenden Risiko-Kategorien zuordnen, die jeweils in Einzelrisiken unterteilt werden:
| ― | Strategische und Umfeld-Risiken |
| ― | Marktrisiken |
| ― | Operative Risiken |
| ― | Finanzwirtschaftliche Risiken |
| ― | Management- und Organisationsrisiken |
Insgesamt waren zum Ende des Berichtsjahres im Voltabox Konzern 15 Einzelrisiken erfasst. Von diesen Einzelrisiken war nach Einschätzung der Voltabox AG keines bestandsgefährdend.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird wegen ihres möglichen Einflusses auf das Nachfrageverhalten in den wesentlichen Märkten der Voltabox (wie dem öffentlichen Personennahverkehr, der Intralogistik und dem Bergbau) insbesondere in Deutschland und Europa, aber auf Grund seiner strategischen Bedeutung insbesondere auch der amerikanische Markt im Rahmen des Risikomanagementsystems beobachtet. Daraus können sich grundlegende Veränderungen des Angebots- und Nachfrageverhaltens auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten für Voltabox ergeben. So könnte ein längerfristiger konjunktureller Abschwung, ggf. durch wirtschaftspolitische Maßnahmen einzelner Teilmärkte wie beispielsweise den USA ausgelöst, zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Insbesondere könnte eine politisch motivierte Abkehr vom regelbasierten internationalen Handelssystem oder dessen Störung durch vereinzelte protektionistische Maßnahmen zu Verwerfungen in den globalen Wertschöpfungsketten führen. Aufgrund der Präsenz des Voltabox Konzerns mit einem eigenen Produktionsstandort in den USA sowie der spezifischen Kunden-/ Produktstruktur schätzt der Vorstand das Gesamtrisiko protektionistischer Einflussnahmen auf die Ertragslage als gering ein.
Seit Jahren baut Voltabox seine wachsende Marktposition als etablierter und innovativer Lieferant von Batteriesystemen für den industriellen Einsatz aus, zunehmend auch für große Kunden im Bereich der Elektromobilität. Die beiden größten Absatzmärkte Westeuropa und USA sind dabei auch im Jahr 2018 erwartungsgemäß weiter gewachsen. Im Geschäftsjahr 2019 wird die Wachstumsdynamik der von Voltabox besetzten Teilmärkte und damit auch des globalen Absatzmarkts nach Ansicht des Marktforschungsinstituts IdTechEX voraussichtlich erhalten bleiben7.
Aufgrund seiner spezifischen Kunden-/Produktstruktur konnte Voltabox im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 140% deutlich schneller als der Markt wachsen. Das führt der Vorstand einerseits darauf zurück, dass die größten Kunden von Voltabox zu den Gewinnern innerhalb des Megatrends Elektromobilität zählen und darüber hinaus über sehr gute Zukunftsperspektiven verfügen. Die zunehmende Elektrifizierung von Mobilität in allen Bereichen des täglichen Lebens wie auch der industriellen Produktion führt zu einer deutlich spürbar steigenden Nachfrage nach Batteriesystemen und darüber hinaus auch zunehmend nach integrierten Gesamtlösungen zur Elektrifizierung. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren unter den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter fortzusetzen und voraussichtlich noch verstärken. Weiteres Potenzial erschließt sich aus den im Berichtsjahr getätigten Unternehmenskäufen. So konnte im Berichtsjahr durch die Übernahme von 100% der Geschäftsanteile an der Concurrent Design, Inc. Austin, Texas sowie 100 % der Geschäftsanteile an der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH, Korntal-Münchingen, die M&A-Wachstumsstrategie in definierten Handlungsfeldern vorangetrieben werden. Im Berichtsjahr ist Concurrent Design mit neun Monaten und ACCURATE mit vier Monaten in den konsolidierten Zahlen enthalten. Die Wachstumseffekte werden sich in 2019 entsprechend verstärken.
7 IDTechEx, Studie "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017- 2027":https://www.idtechex.com/research/reports/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027-000505.asp
Die Konzentration auf spezifische Marktnischen sowie die enge Bindung an wichtige Kunden prägen die strategische Positionierung von Voltabox. Die Absatzchancen und -risiken werden über ein umfassendes operatives Vertriebscontrolling bewertet. Feste Bestandteile dieser Systematik sind die Analyse von Markt- und Wettbewerbsdaten, eine rollierende Planung für den kurz- und mittelfristigen Zeitraum sowie regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen Vertrieb, Entwicklung, Produktion und Einkauf. Das in den letzten Jahren entwickelte und kontinuierlich optimierte Baukastensystem der Voltabox ermöglicht es, eine Vielzahl am Markt verfügbarer Zelltechnologien und Zelltypen anwendungsoptimiert einzusetzen, und dokumentiert die grundsätzliche Unabhängigkeit von einzelnen Produktgruppen und Kunden. In sehr kurzen Entwicklungszeiten können so auf den jeweiligen Kundennutzen perfekt zugeschnittene Batteriesysteme angeboten werden.
Aufgrund der im Geschäftsjahr 2018 noch relativ großen Konzentration auf wenige Kunden könnte der Verlust eines bedeutenden Kunden mittelfristig erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Aufgrund der langjährigen Vertragslaufzeiten der Rahmenverträge mit unseren Kunden würde sich der Verlust eines zentralen Kunden allerdings frühzeitig ankündigen. Diesem Risiko begegnet Voltabox durch umfassende Entwicklungsarbeit von Produktinnovationen sowie detaillierte permanente Auftragsbestandsanalysen im Rahmen der Risikofrüherkennung sowie durch die Verbreiterung der Kundenbasis durch umfassende Vertriebsaktivitäten in unseren definierten Kernmärkten.
Der Innovationsprozess von Voltabox wird durch eine eigenständige Produktentwicklung unter Berücksichtigung der ermittelten und erwarteten Trends und Tendenzen im Markt geprägt. Es wird nicht nur auf Anfragen und Lastenhefte der Interessenten hin entwickelt, sondern auch durch das Entwicklerteam an der vertikalen Integration gearbeitet. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Anbieter von Komplettlösungen. Voltabox entwickelt eigene, neuartige Lösungen, die gemeinsam mit Pilotkunden umgesetzt und anschließend einem breiteren Kundenkreis in sorgsam ausgewählten Zielmärkten angeboten werden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine Produktentwicklung nicht die erwarteten Stückzahlen erreicht oder sich der wirtschaftliche Erfolg geringer oder später als ursprünglich geplant einstellt. Das könnte negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns haben. Der Vorstand schätzt das Risiko insgesamt als moderat ein.
In der Gruppe der operativen Risiken stehen für Voltabox derzeit die Tätigkeiten im Bereich Forschung & Entwicklung, in der Materialwirtschaft und Produktion sowie in der Informationstechnologie im Mittelpunkt der Betrachtung.
Der Markt für Elektromobilität unterliegt einem disruptiven, dynamischen, technologischen Wandel. Der künftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox wird daher von der Fähigkeit abhängen, rechtzeitig und kontinuierlich neue, innovative Produkte zu entwickeln und diese erfolgreich im Markt einzuführen. Voraussetzung hierfür ist, dass neue technologische Entwicklungen rechtzeitig erkannt und zusammen mit den Kunden umgesetzt werden. Sollte Voltabox zukünftig nicht oder nicht rechtzeitig neue Trends, Kundenanforderungen oder die jeweilige technologische Weiterentwicklung erkennen, umsetzen und neue Produkte entwickeln und die bestehenden Produkte unter entsprechender Beachtung betriebswirtschaftlicher Grundsätze weiter entwickeln oder anpassen können, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Darüber hinaus könnten Entwicklungsaufwendungen verloren sein, wenn die Kunden von Voltabox anschließend keine Aufträge für die Serienproduktion erteilen oder die von Voltabox absetzbaren Stückzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück bleiben. Vor dem Hintergrund des hohen Anteils aktivierter Entwicklungsleistungen in der Bilanz könnte sich eine entsprechende Wertberichtigung der immateriellen Vermögensgegenstände negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Im engen Austausch mit den Entwicklungsabteilungen der zentralen Kunden trägt Voltabox mit vielfältigen Entwicklungsprojekten und neuartigen Lösungen zu Produktinnovationen bei. Wesentliche Abweichungen von den Projektzielen in zeitlicher und monetärer Hinsicht können Kosten- und Rechtsrisiken (z.B. Vertragsstrafen) nach sich ziehen. Ein laufendes Entwicklungs- und Projektcontrolling soll damit verbundene Risiken begrenzen.
Voltabox nutzte den weltweiten Preiswettbewerb auf allen relevanten Beschaffungsmärkten und sicherte durch Rahmenverträge, Jahresvereinbarungen und langfristige Lieferantenbeziehungen einen wesentlichen Teil der Beschaffungspreise ab. Die Zahlungsbedingungen werden vom Vorstand als im Branchenvergleich überdurchschnittlich angesehen. Weiterhin bezieht der Konzern mehr als 65 % des Einkaufswertes von asiatischen Vertragspartnern, der restliche Einkauf erfolgt direkt in Europa und in den USA. Reguläre Einkaufswährung ist der Euro, wobei der Anteil der Einkäufe in US-Dollar im Berichtsjahr rund 64% betrug. Durch die erwarteten Umsatzsteigerungen wird das Einkaufsvolumen in US-Dollar weiterhin steigen. Im Geschäftsjahr 2018 konnten neben einzelnen Preissenkungen bei der Beschaffung von Zellen, die in Dollar bezahlt wurden, insbesondere bei diversen in Europa bezogenen Produkten günstigere Preise ausgehandelt werden. Währungsrisiken entstehen vorwiegend für Beschaffungen in US-Dollar, die für den europäischen Währungsraum bestimmt sind, sowie durch das in EUR begebene Darlehen an die Tochter in den USA. Diese Risiken werden beschaffungsseitig durch Preisgleitklauseln und insgesamt durch weitere geeignete Maßnahmen reduziert.
Voltabox hat wesentliche kaufmännische Funktionen aus der Muttergesellschaft paragon ausgegliedert und selbstständig besetzt. Zwei Funktionsbereiche werden zurzeit weiterhin von der paragon abgedeckt und zu marktüblichen Preisen an die Voltabox verkauft. Einerseits ist das der Bereich Investor Relations, der wesentlich durch den zentralen Bereich der paragon abgedeckt ist, andererseits der Bereich EDV, der insbesondere in Bezug auf das Netzwerk und dessen Betreuung in der Hand der zentralen IT-Abteilung der paragon liegt. Entsprechende Serviceverträge wurden geschlossen.
Durch eine weite Verbreitung der Informationstechnologie (IT) und eine umfangreiche Vernetzung mit Hilfe des Internets steigen IT-Risiken wie der Ausfall von Systemen oder der unbefugte Zugriff auf Daten und Informationen des Unternehmens. Um mögliche Gefahren abzuwenden, hat paragon als Dienstleister der Voltabox in Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistungsunternehmen moderne Sicherheitslösungen etabliert, die Daten und IT-Infrastruktur schützen. Im Geschäftsjahr 2018 hat das Unternehmen die Modernisierung der IT-Infrastruktur weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurde damit begonnen, auf eine neue, integrierte ERP-Software umzustellen, sowie die Akquisitionen an die Konzern IT Landschaft anzubinden. Hierbei kamen die in den letzten Jahren aufgebauten Server und Systeme zum Einsatz. Dadurch konnten Synergien in den Abläufen und in der Zusammenarbeit erzielt werden. Schließlich wurden verschiedene organisatorische Sicherheitsmaßnahmen etabliert, um das Unternehmen vor Gefahren aus dem Internet (Cyber-Attacken) zu schützen.
In der Gruppe der finanzwirtschaftlichen Risiken beobachtet Voltabox neben Zinsänderungs-, Liquiditäts- und Währungsrisiken insbesondere Risiken durch Forderungsausfall sowie Bilanzrisiken und steuerliche Risiken. Lediglich zwei Risiken wurden von der Gesellschaft mit mehr als 0,5 Mio. Euro bewertet. Davon betroffen sind die Abhängigkeit gegenüber einzelnen Großkonzernen (0,9 Mio. Euro) und die Qualitätsrisiken (1,0 Mio. EUR). Die übrigen Risiken werden von der Gesellschaft als gering bedeutend bewertet.
Zinsänderungsrisiken sind für Voltabox nahezu bedeutungslos, da nur für die Gebäudefinanzierung am Standort USA langfristige Verbindlichkeiten und diese mit festen Zinssätzen vereinbart sind. Vereinbarungen über die Einhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants) bestehen grundsätzlich mit keinem der finanzierenden Kreditinstitute.
Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft grundsätzlich durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Diese Planungen werden auf kurz-, mittel- und langfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt Voltabox über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Ein wachsender Teil der Forderungen ist zusätzlich über eine Warenkreditversicherung oder über Debitoren-Bürgschaften abgesichert. Eine zusätzliche Möglichkeit zur kurzfristigen Finanzierung besteht in der Form von Factoring-Vereinbarungen.
Die Gesellschaft überwacht mögliche Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen. Zurzeit setzt Voltabox keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein. Der Umfang der Risiken aus Finanzinstrumenten (wie z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten) wird im Konzernanhang ausführlich dargestellt.
In dieser Risikogruppe beobachtet Voltabox derzeit insbesondere die sich aus der dynamischen Wachstumsstrategie ergebenden Risikofelder. Hierzu gehören vor allem personalwirtschaftliche und organisatorische Risiken wie auch Management- und Kommunikationsrisiken. Mit klaren Zuordnungen und Abgrenzungen in den jeweiligen Verantwortungsbereichen der Unternehmensführung sollen fehlende Schnittstellen sowie Funktionsüberschneidungen vermieden werden. Derzeit sieht der Vorstand hier keine wesentlichen Risiken für Voltabox.
Allerdings ist die Gesellschaft grundsätzlich von der Gewinnung und langfristigen Bindung von qualifiziertem Personal und Personen in Schlüsselpositionen abhängig. Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox hängt in erheblichem Umfang von der weiteren Mitwirkung ihrer Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ab. Dies gilt insbesondere für die qualifizierten Mitarbeiter in den Bereichen Management, Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb. Die Gesellschaft kann nicht gewährleisten, dass sie zukünftig in der Lage sein wird, ihre Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zu halten bzw. neue Führungskräfte und Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen zu gewinnen. Es besteht ein zunehmender Wettbewerb um solche qualifizierten Mitarbeiter und der Personalmarkt, insbesondere in Regionen außerhalb deutscher Ballungsräume, ist vergleichsweise klein, sodass einzelne Know-how-Träger nur schwer oder gar nicht ersetzt werden könnten. Sollte Voltabox in Zukunft kein qualifiziertes Personal in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, könnten die strategischen und wirtschaftlichen Ziele der Gesellschaft möglicherweise nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden, was nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnte.
Das Risikomanagement der Gesellschaft wurde im zurückliegenden Jahr weiter an die dynamische Entwicklung der Voltabox angepasst. Dabei wurde der organisatorische Aufbau mit den operativen Geschäftssegmenten Voltapower, Voltaforce und Voltamotion entsprechend der internen Steuerung berücksichtigt. Der Vorstand geht aktuell davon aus, dass im Zuge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten insbesondere die laufende konzernweite Beobachtung der operativen Risiken an Bedeutung zunehmen wird.
Auch in Zukunft wird sich Voltabox gegen allgemeine Marktrisiken im Bereich der Elektromobilität absichern. Im Berichtsjahr betrug der Umsatzanteil mit wichtigen Kunden gem. IFRS 8.34 noch rund 65,8% (Vorjahr: 76,7%). Davon beträgt der Umsatzanteil mit dem größten Kunden 65,5% (Vorjahr: 67,2%). Die strategische Positionierung als etablierter Lieferant für Hochleistungs-Batteriesysteme für industrielle Anwendungen mit mehrjährigen, erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zu namhaften Kunden in ausgesuchten Märkten, die horizontale und vertikale Wachstumsstrategie mit der Gewinnung neuer Kunden in bestehenden Märkten sowie dem begonnenen Eintritt in neue Märkte, wie beispielsweise in den Bereich Pedelecs, und nicht zuletzt die Entwicklung von Leistungselektronik, um als Komplettanbieter im Markt agieren zu können, schwächt das Risiko kontinuierlich und nachhaltig weiter ab. Daher wird zukünftig auch die relative Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen auf den globalen Absatzmärkten sinken. Die vorhandenen Kundenkontakte beinhalten zudem erhebliche Chancen, neue Produktinnovationen in allen drei Geschäftssegmenten Voltapower, Voltaforce und Voltamotion zu platzieren.
Der Rückgang der liquiden Mittel im Berichtsjahr führt dazu, dass die Liquiditätssteuerung an Bedeutung gewonnen hat. Die Voltabox AG wird weiterhin einen starken Fokus auf die laufende Liquiditätsplanung legen, um die weitere Expansion gewährleisten zu können.
Allerdings bleibt die wirtschaftliche Gesamtentwicklung von Voltabox vor dem Hintergrund der kapitalintensiven Wachstumsstrategie auch weiterhin noch mit der konjunkturellen Entwicklung in den wesentlichen Märkten Deutschland, Europa und den USA und insbesondere der wichtigen Kunden verbunden.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Ein differenzierter Blick auf die Entwicklung der Elektromobilität zeigt, dass das Unternehmen in zukunftsweisenden Marktsegmenten bzw. Teilmärkten positioniert ist, erfolgversprechende Kundenbeziehungen unterhält und über ein Produktportfolio verfügt, das in dieser Form nur von wenigen oder gar keinen weiteren Wettbewerbern angeboten wird.
Die möglichen Auswirkungen auf die allgemeine zukünftige Entwicklung der Voltabox sowie die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2019 werden vom Vorstand insgesamt als gering eingeschätzt. Entsprechend erwartet der Vorstand, dass die im Prognosebericht erläuterte Geschäftsentwicklung nicht wesentlich durch die aufgezeigten Risiken beeinträchtigt wird.
Aus der Zahlungszielverlängerung mit dem Kunden Triathlon im Geschäftsjahr 2018 ergab sich eine Erhöhung der Relevanz der Adressausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahresvergleich. Der Konzern ordnet der Relevanz dieser Risikoposition eine entsprechende Bedeutung ein, wenngleich sich keine Erhöhung der dahinterstehenden Einzelrisiken ergeben hat. Die Relevanz des Adressausfallrisikos im Allgemeinen war im Geschäftsjahr 2018 unverändert und baut sich voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr ab. Die übrigen Risiken der Voltabox AG ordnet der Konzern als gleichwertig ein.
Da das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem gesetzlich nicht definiert ist, lehnt sich Voltabox an die Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem an (IDW PS 261).
Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Dabei werden folgende Zielsetzungen angestrebt:
a) Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (inkl. Schutz des Vermögens, einschließlich der Aufdeckung und Verhinderung von Vermögensschädigungen),
b) Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
c) Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Regelungen.
Das Risikomanagementsystem des Konzerns beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Der Vorstand der Voltabox AG trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die Grundsätze, Verfahrensanweisungen, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden.
In Anbetracht der Größe und Komplexität des Rechnungslegungsprozesses hat das Management den Umfang und die Ausgestaltung der Kontrollaktivitäten bestimmt und in diesen Prozess implementiert. Daneben wurden prozessunabhängige Kontrollen eingerichtet. Die Kontrollaktivitäten adressieren diejenigen Kontrollrisiken, die hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Zu den wesentlichen Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen sowie Kontrollaktivitäten gehören:
| ― | Identifikation der wesentlichen Kontrollrisiken mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess |
| ― | Prozessunabhängige Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands der Voltabox AG |
| ― | Kontrollaktivitäten im Finanzwesen der Voltabox AG, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts bereitstellen, inklusive der erforderlichen Funktionstrennung und eingerichteter Genehmigungsprozesse |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Informationen sicherstellen. |
Aus der Verwendung von Finanzinstrumenten entstehen dem Voltabox Konzern folgende Risiken:
Zinsänderungsrisiken sind für Voltabox nahezu bedeutungslos, da für den wesentlichen Teil der langfristigen Verbindlichkeiten derzeit feste Zinssätze vereinbart sind. Vereinbarungen über die Einhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants) wurden mit finanzierenden Finanzinstituten nicht vereinbart.
Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Diese Planungen werden auf kurz-, mittel- und langfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt Voltabox über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Das Debitorenmanagement umfasst die regelmäßige Bewertung des Ausfallrisikos langfristig gebundener Forderungen. Durch eine mittelfristige Planung werden Risiken aus verlängerten Zahlungszielen mit einzelnen Kunden berücksichtigt. Ein wachsender Teil der Forderungen ist zusätzlich über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Eine zusätzliche Möglichkeit zur kurzfristigen Finanzierung besteht in der Form von Factoring-Vereinbarungen.
Die Gesellschaft überwacht mögliche Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen. Zurzeit setzt Voltabox keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein.
Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Oktober 2018 seine Prognose8für die Weltwirtschaft veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wies er auf die im Jahresverlauf 2018 leicht eingetrübten und weniger ausgewogenen weltweiten Wachstumsperspektiven hin. Insgesamt wurde das Weltwirtschaftswachstum zwar noch als solide angesehen, allerdings - bei uneinheitlicher Dynamik in den einzelnen Wirtschaftsregionen -auf einem Plateauniveau. Im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlichte der IWF im Januar 2019 eine aktualisierte Prognose9mit leicht reduzierten Wachstumsaussichten. Demnach rechnet er mit einer auf 3,5% reduzierten Beschleunigung des globalen Wachstums im Jahr 2019 und mit 3,6% in 2020.
8 https://www.imf.org/en/Publications/WE0/Issues/2018/09/24/world-economic-outlook-october-2018
Das Wachstum in den Vereinigten Staaten wird vom IWF aktuell zwar noch als außergewöhnlich robust eingeschätzt, die von einer prozyklischen, expansiven Fiskalpolitik angetrieben wird. Diese könnte allerdings ab 2020 das Wachstum in den USA und weltweit belasten. Eine Herabstufung der kurzfristigen Wachstumsaussichten erfolgte dagegen u.a. für China infolge eines schwächeren Kreditwachstums und wachsender Handelsbarrieren im Zusammenhang mit den US-amerikanischen Einfuhrzöllen sowie den Euroraum und das Vereinigte Königreich infolge der Unsicherheit bezüglich der konkreten Ausgestaltung des Brexit.
Die im Januar erfolgte Reduzierung der globalen Wachstumsaussichten um 0,2 Prozentpunkte in 2019 und 0,1 Prozentpunkte in 2020 spiegelt zum Teil die Übertragung der jüngsten Entwicklungen in der zweiten Jahreshälfte 2018 wider. Dazu gehört neben der Einführung neuer Emissionsnormen für Kraftfahrzeuge in Deutschland die Besorgnis über staatliche und finanzielle Risiken in Italien, welche die Inlandsnachfrage belastet hat. Des Weiteren führt der IWF u.a. die Abschwächung der Stimmung an den Finanzmärkten an.
Allerdings sieht der IWF gleichzeitig insgesamt sinkende Risiken für das globale Wachstum, wobei eine weitere Eskalation des Handelskonflikts die wesentliche Risikoquelle für den Ausblick bleibt.
Der IWF erwartet auch weiterhin eine ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums zwischen den entwickelten Volkswirtschaften (2,0% in 2019 und 1,7% in 2020) und den Schwellenländern (4,5% in 2019 und 4,9% in 2020). Im Einzelnen soll das Wirtschaftswachstum in den USA 2,5% in 2019 und 1,8% in 2020, in den EURO-Staaten 1,6% in 2019 und 1,7% in 2020, in Deutschland 1,3% in 2019und 1,6 % in 2020 sowie in China 6,2 % in 2019 und 2020 betragen.
Voltabox ist ganz überwiegend in ausgewählten industriellen Teilmärkten tätig. Hierzu zählen aktuell:
| ― | Trolleybusse aus dem Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs |
| ― | Gabelstapler und automatische Flurförderfahrzeuge aus dem Bereich Intralogistik bzw. vernetzten Produktionsumgebungen |
| ― | Bergbaufahrzeuge im Untertageabbau |
| ― | Fahrzeuge der Land- und Bauwirtschaft |
Die Entwicklung in diesen Teilmärkten ist wesentlich durch einen Substitutionsprozess von Blei-SäureBatterien - im Falle der Trolleybusse von DieselNotstrom-Aggregaten - durch Lithium-Ionen-Batterien geprägt, von dem Voltabox mit ihrem modularen Produktportfolio profitiert. Hierbei handelt es sich um Trends, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren Bestand haben und mit zunehmender Marktdurchdringung typischerweise eine Sättigungskurve aufweisen.
Das Marktforschungsinstitut IDTechEx10erwartet für das Jahr 2019 ein Marktwachstum von rund 12% bei Batteriesystemen in den von Voltabox bisher besetzten Teilmärkten. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2023 wird in diesen Teilmärkten auf rund 19 % geschätzt (Basisjahr: 2018).
Im Ergebnis werden insbesondere folgende Annahmen für die Ableitung der Prognose des Voltabox Konzerns als wesentlich angesehen:
| ― | Weiterhin positiver globaler Konjunkturverlauf mit leicht abgeschwächter Dynamik |
| ― | Anhaltende Substitution von Blei-Säure-Batterien bzw. Diesel-Notstrom-Aggregaten durch LithiumIonen Batterien in den bisher besetzten Teilmärkten |
| ― | Globales Marktwachstum für Batteriesysteme in den von Voltabox besetzten Teilmärkten von rund 12% |
9 https://www.imf.org/en/Publications/WE0/Issues/2019/01/11/weo-update-january-2019
10 https://www.idtechex.com/research/reports/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027-000505.asp
Die Unternehmensplanung des Konzerns basiert auf einer detaillierten Absatz- und Umsatzplanung und wird kundenspezifisch bis auf die Produktebene heruntergebrochen. Die wesentlichen Kostenkomponenten werden über Einzelplanungsmodelle für einen Zeitraum von mehreren Jahren geplant und dann proportional zur Umsatzentwicklung fortgeschrieben.
Wesentliche Parameter wie Preisänderungen im Einkauf oder im Vertrieb sowie mögliche Kostensteigerungen im Personalbereich oder Änderungen der Besteuerungsgrundlage werden in die Planung integriert. Das fortlaufend aktualisierte Risikomanagementsystem erlaubt es dem Unternehmen, Risiken frühzeitig zu erkennen und, wenn notwendig, entsprechend gegenzusteuern.
Angesichts der guten Auftragssituation für 2019 erwartet der Vorstand, dass Voltabox in den bisher besetzten Marktsegmenten bei zunehmender Profitabilität signifikant stärker als der Markt wächst. Mit einem erwarteten Konzernumsatz von 105 Mio. Euro bis 115 Mio. Euro und einer Konzern-EBIT-Marge von 8 bis 9% soll der dynamische Wachstumskurs der Gesellschaft weiter fortgesetzt werden. Neben der Intralogistik werden die Marktsegmente Trolley- und EV-Busse infolge der zunehmenden Nachfrage nach modernen Li-Ionen-Batteriesystemen für Nutzfahrzeuge und Elektroautos sowie das Marktsegment Pedelecs und E-Bikes wesentliche Wachstumstreiber sein.
Die Prognose wurde auf Basis des Auftragsbestands (Orderbacklog) erstellt. Der Auftragsbestand definiert sich als "unterschriebene Aufträge" und "Rahmenverträgen" die jeweils mit einer Auftragswahrscheinlichkeit von 100% gewertet werden. Zusätzlich umfasst der Auftragsbestand (Orderbacklog) auch Aufträge die mit einer Auftragswahrscheinlichkeit zwischen 90% - 30% bewertet sind. Bei manchen Rahmenverträgen handelt es sich um Nominierungen, Vorverträge und Verpflichtungserklärungen zur Zusammenarbeit, die später noch durch Abrufe konkretisiert werden müssen, sowie um Angebotschancen, die entsprechend Ihrer Wahrscheinlichkeit eingestellt werden.
Der Vorstand geht im laufenden Jahr von einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 14 Mio. Euro aus. Die aktivierten Eigenleistungen werden im laufenden Jahr planmäßig rund 57% der Investitionssumme betragen.
Weiterhin plant der Vorstand mit einem weiteren Aufbau der Mitarbeiter entsprechend dem Unternehmenswachstum sowie mit einer erneuten Senkung der Qualitätskosten.
Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:
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| Veränd. | Prognose | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR bzw. lt. Angabe | 2017 | 2018 | in % | 2018 | 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Leistungsindikatoren | |||||
| Konzernumsatz | 27.273 | 66.909 | 145,3 | 65 bis 70 Mio. Euro | 105 Mio. Euro bis 115 Mio. Euro |
| EBIT-Marge | -10,3% | 8,4% | n. a. | rund 7% | 8 bis 9% |
| Investitionen (CAPEX) | 6.328 | 13.563 | 114,3 | rund 13,4 Mio. Euro | rund 14 Mio. Euro |
Der Vorstand erwartet im laufenden Geschäftsjahr für die Voltabox AG einen deutlichen Umsatzanstieg bei einer EBIT-Marge analog dem Konzern. Die geplanten Investitionen betragen 6 Mio. Euro.
Der Vorstand der Voltabox AG geht auf Grundlage des bestehenden Auftragsbestands, des aktuellen Produktportfolios sowie der eingeleiteten Maßnahmen zur operativen Umsetzung der Wachstumsstrategie von einer positiven Gesamtentwicklung des Voltabox Konzerns aus. Voltabox wird bei der weiteren Markterschließung die Entwicklung neuer Batteriesysteme auf Basis des bestehenden Baukasten-Prinzips fortsetzen, um den strategischen Wettbewerbsvorteil im schnell wachsenden Markt für Li-Ionen-Batteriesysteme weiter auszubauen. Die Wertschöpfungstiefe wird bei allen Voltabox-Produkten insbesondere durch einen hohen Automatisierungsgrad in der Fertigung weiter optimiert, um die operative Ertragskraft des Voltabox Konzerns nachhaltig zu steigern.
Dynamisches Unternehmenswachstum bei Sicherung und Ausbau einer nachhaltigen Profitabilität sind die Kernelemente dieser Geschäftsausrichtung. Darüber hinaus wird die weitere organische und anorganische Erschließung zusätzlicher Handlungsfelder bezüglich Portfolio-Erweiterung angestrebt, nahe am Kerngeschäft und unter engen Rentabilitäts- und Investitionsvorgaben.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Voltabox AG beträgt 15.825.000,00 Euro und ist eingeteilt in 15.825.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro. Sämtliche Aktien sind gewinnanteilsberechtigt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Zum 31. Dezember 2018 hielt die paragon GmbH & Co. KGaA, Delbrück, 9.500.000 Aktien der Gesellschaft. Das entspricht rund 60 % des Grundkapitals der Gesellschaft.
Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Soweit Arbeitnehmer als Aktionäre am Kapital beteiligt sind, können sie daraus keine besonderen Rechte herleiten.
Bezüglich der Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG verwiesen.
Bezüglich der Regelungen zur Änderung der Satzung wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 133 und 179 AktG verwiesen.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. September 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. September 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.675.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017).
Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen gemäß § 186 Absatz 5 AktG gleichgestellten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in den in Punkt 4.5 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom Oktober 2017 genannten Fällen auszuschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro eingeteilt in bis zu 5.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gewinnberechtigt für alle Geschäftsjahre, für die die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Besondere Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) oder besondere Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.
Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand, dass die Voltabox AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen, die getroffen oder unterlassen wurden, führten zu keiner unausgeglichenen Benachteiligung der Voltabox AG.
Der Vorstand der Voltabox AG hat diesen Bericht dem Abschlussprüfer vorgelegt. Dieser hat einen Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bericht wurde anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung sein Ergebnis über die Prüfung des Abhängigkeitsberichts berichten.
Die Voltabox AG hat für das Geschäftsjahr 2018 freiwillig eine Nachhaltigkeitsberichterstattung vorgenommen. Dieser Bericht stellt keinen Bestandteil des Lageberichts dar. Der Vorstand hat diese Berichterstattung gesondert vorgenommen und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht (https://ir.voltabox.ag/websites/voltabox/ German/0/investor-relations.html).
Die Voltabox AG nimmt die gesetzlich vorgesehenen Bestandteile in die Berichterstattung auf und erweitert diese um weitergehende Erläuterungen, soweit es dem Verständnis dienlich ist. Die Voltabox AG wendet für die Nachhaltigkeitsberichterstattung das Rahmenwerk des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) an.
Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG sind den Grundsätzen einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle verpflichtet. Sie messen den Standards guter Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei. Vor dem Hintergrund des mehrheitlichen Anteilsbesitzes des Vorstandsvorsitzenden der Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA ist die Arbeitsweise des Vorstands im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung in besonderer Weise vom Leitbild des ehrbaren Kaufmanns geprägt. Hierzu gehört die Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse).
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB kann dauerhaft auf der Voltabox-Homepage unter https://ir.voltabox.ag eingesehen werden. Sie enthält die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") gemäß § 161 AktG sowie den Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 DCGK.
Die Unternehmensführung der Voltabox AG als deutsche Aktiengesellschaft wird durch das Aktiengesetz, die Satzung des Unternehmens, die freiwillige Verpflichtung auf die Vorgaben des DCGK in seiner jeweils aktuellen Fassung sowie die jeweils aktuellen Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt.
Gemäß den gesetzlichen Vorschriften verfügt die Voltabox AG über ein so genanntes duales Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Unternehmensinteresse eng zusammen. Der Vorstand führt das Unternehmen nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung enthält unter anderem Regelungen zur Ressortverteilung, zu Entscheidungsbefugnissen des Gesamtvorstands, zu Rechten und Pflichten des Vorstandsvorsitzenden sowie zu Beschlussfassung und Sitzungen. Der Vorstand der Voltabox AG besteht aus zwei Personen. Herr Jürgen Pampel ist Vorsitzender des Vorstands. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 wurde Herr Andres Klasing (Vorstand Finanzen) als Mitglied des Vorstands abbestellt und Herr Jörg Dorbandt (Vorstand Operations und Finance) als Mitglied des Vorstands neu bestellt. Mit dieser Änderung in der personellen Zusammensetzung des Vorstands soll die Gesellschaft optimal an die Herausforderungen für das weitere Management des Wachstums angepasst werden.
Der Aufsichtsrat beaufsichtigt den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und steht ihm beratend zur Seite. Er bestellt und entlässt die Vorstandsmitglieder, bestimmt die zustimmungspflichtigen Geschäfte, beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und setzt dessen jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Voltabox AG, die das Aktiengesetz und die Geschäftsordnung vorsehen, eingebunden. Der Aufsichtsrat setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats regelt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Darin sind insbesondere die Beschlussfassung und die Schweigepflicht festgelegt. Nach eigener Einschätzung arbeitet der Aufsichtsrat mit der Gesamtheit seiner drei Mitglieder effizient. Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats wurde von der Bildung von Ausschüssen abgesehen.
Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, DCGK und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand durchweg beratend zur Seite und wurde bei Fragestellungen von grundlegender Bedeutung in die Diskussion und Entscheidungsfindung eingebunden. Dank der guten Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder konnten auch kurzfristig anstehende Entscheidungen angemessen erörtert und zeitnah getroffen werden.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstands bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.
Mit Blick auf § 76 Absatz 4 und § 111 Absatz 5 des Aktiengesetzes sowie Punkt 4.1.5 und 5.1.2 des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 07. Februar 2017 zum Thema "Diversity" wurden 2018 von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam sowohl der aktuelle Stand des Frauenanteils festgestellt als auch Zielgrößen definiert. Für beide Gremien beträgt der aktuelle Frauenanteil der Voltabox AG Null. Die Zielgrößen in beiden Gremien wurden ebenfalls mit Null festgelegt. Eine mögliche Erweiterung des Vorstands ist derzeit nicht geplant. Bei den nachgelagerten Führungsebenen des Unternehmens beträgt der derzeitige Frauenanteil 17,9% (Vorjahr: 14,3%). Die aktuelle Zielgröße des Frauenanteils beträgt 25%.
Bei der Voltabox AG ist unternehmerisches Handeln eng mit der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, der Umwelt und der Gesellschaft verbunden. Werte, wie die Übernahme von Verantwortung, Teamgeist, Integrität sowie Leidenschaft und ein von Respekt geprägter wertschätzender Umgang im täglichen Miteinander spielen für die Voltabox AG eine entscheidende Rolle und bilden den Kern ihrer Unternehmenskultur. Die Mitglieder des Vorstands sind sich ihrer eigenen Vorbildfunktion bewusst und legen darüber hinaus ein besonderes Augenmerk darauf, dass alle Führungskräfte des Unternehmens durch vorbildliches Verhalten die zuvor genannten Werte vorleben.
Delbrück, im März 2019
Der Vorstand
Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") fördern die Transparenz und stärken damit das Vertrauen der internationalen und nationalen Investoren, Geschäftspartner und Mitarbeiter der Gesellschaft. Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im DCGK verdeutlichten Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse).
Die Aktionäre üben ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft in der Hauptversammlung aus, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die Hauptversammlung beschließt in den im Gesetz und in der Satzung ausdrücklich bestimmten Fällen. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig angemeldet und ihre Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung nachgewiesen haben. Die Anmeldung bedarf der Textform (§ 126b BGB) und muss in deutscher oder englischer Sprache erfolgen. Die Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung ist durch einen in Textform erstellten Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut nachzuweisen.
In der Hauptversammlung ist jedem Aktionär oder Aktionärsvertreter auf Verlangen vom Vorstand Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft einschließlich der rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen sowie über die Lage des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu geben, soweit die Auskunft zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist und kein Auskunftsverweigerungsrecht besteht.
Die Notierungsaufnahme der Voltabox AG erfolgte am 13. Oktober an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard). Der Anteil der Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA an der Voltabox AG beträgt seitdem 60%, während sich das restliche Grundkapital im Streubesitz befindet. Die paragon GmbH & Co. KGaA beabsichtigt - auch langfristig - Mehrheitsaktionärin von Voltabox zu bleiben.
In der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 hat der (damalige) Vorstand den festgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft, den gebilligten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern jeweils für das Geschäftsjahr 2017, den erläuternden Bericht des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB sowie den Bericht des Aufsichtsrats jeweils für das Geschäftsjahr 2017 den Aktionären vorgelegt.
Darüber hinaus wurden folgende Beschlüsse mit der jeweils erforderlichen Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals gefasst:
| ― | Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 |
| ― | Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 |
| ― | Festsetzung der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 |
| ― | Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 sowie des Prüfers für eine etwaige prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts im Geschäftsjahr 2018 |
Dem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2018 durchgehend die drei Mitglieder Herr Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Herr Prof. Dr. Martin Winter (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Hermann Börnemeier an.
Der Aufsichtsrat beaufsichtigte die Arbeit des Vorstands und stand diesem darüber hinaus auch beratend zur Seite. Im Geschäftsjahr 2018 traten bei den Mitgliedern keine Interessenskonflikte auf, die dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen gewesen wären. Der Aufsichtsrat bewertet regelmäßig durch Selbsteinschätzung die Effizienz seiner Arbeit.
Hinsichtlich im Geschäftsjahr 2018 persönlich erbrachter Leistungen seitens Mitglieder des Aufsichtsrats für die Gesellschaft verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht für die Voltabox AG und den Voltabox Konzern.
Der Vorstand der Voltabox AG bestand im Geschäftsjahr 2018 aus zwei Personen. Vom 1. Januar 2018 bis zum 30. November 2018 setzte sich der Vorstand aus Herrn Jürgen Pampel (Vorstandsvorsitzender) und Herrn Andres Klasing (Vorstand Finanzen) zusammen und seit dem 1. Dezember 2018 besteht der Vorstand aus Herrn Jürgen Pampel (Vorstandsvorsitzender) und Herrn Jörg Dorbandt (Vorstand Operations und Finance).
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet, sie setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer variablen Vergütung zusammen. Für den variablen Vergütungsanteil ist sowohl eine jährliche Deckelung (Maximum) sowie ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt, vereinbart.
Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vorstandsvergütung, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Daher haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vorstandsvergütung vorgesehenen Mustertabellen des DCGK im Vergütungsbericht zu verwenden, der im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 enthalten ist.
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit prägte den Dialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2018. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, M&A, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstands bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.
Die Voltabox AG informierte alle Kapitalmarktteilnehmer regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Die kontinuierliche Berichterstattung umfasste unter anderem den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017 (Veröffentlichung am 13. März 2018), den Zwischenbericht zum 31. März 2018 - 1. Quartal (Veröffentlichung am 8. Mai 2018), den Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 - 1. Halbjahr (Veröffentlichung am 21. August 2018) sowie den Zwischenbericht zum 30. September - 9 Monate 2018 (Veröffentlichung am 13. November 2018). Parallel zu diesen Terminen veröffentlichte die Voltabox AG entsprechende Finanzmeldungen, welche u.a. auch die Einschätzung des Vorstands zur weiteren Geschäftsentwicklung beinhalteten.
Die Umsatz- und Ergebnisprognose des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 vom 29. Januar 2018 wurde im am 13. März 2018 veröffentlichten Konzernlagebericht als Punktprognose mit einer "cicca"-Angabe unter Einbeziehung der wesentlichen Annahmen, auf denen die Prognosen beruhen, erläutert, und schließlich am 21. August 2018 hinsichtlich Umsatz auf einen Korridor (Intervallprognose) erhöht und hinsichtlich der EBIT-Marge reduziert.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Bereich Investor Relations durch die Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA wesentlich gesteuert und durch eigene interne Ressourcen ergänzt. Damit konnte die laufende Kommunikation mit institutionellen und privaten Investoren seit dem Börsengang der Gesellschaft weiter verstetigt und ausgebaut werden. Insbesondere seit dem Börsengang bestehende Anteilseigner haben das Angebot der Gesellschaft zum direkten Dialog auf Vorstands- und Investor Relations-Ebene intensiv genutzt. Daneben wurde durch die umfangreichen IR-Aktivitäten eine Vielzahl neuer potentieller Investoren erreicht.
Insgesamt wurden mehr als 250 Einzelgespräche mit institutionellen Investoren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Schweden, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Polen, den USA und Kanada geführt. Im Verlauf des Jahres haben 3 Research-Häuser insgesamt 27 Studien zur Voltabox AG veröffentlicht.
Die Gesellschaft versteht unter effektiver Finanzkommunikation die zielgerichtete Reduzierung von Informationsasymmetrie zwischen Management und Anteilseignern über die aktuelle wirtschaftliche Lage und das spezifische Zukunftspotenzial der Voltabox AG. Entsprechend wird dem laufenden Dialog mit professionellen Kapitalmarktteilnehmern ein hoher Stellenwert beigemessen. Des Weiteren ist die Gesellschaft bemüht, die breite Öffentlichkeit über diverse Medienkanäle laufend mit aktuellen und relevanten Informationen zu versorgen sowie als persönlicher Ansprechpartner für Privatanleger zur Verfügung zu stehen.
Größter Aktionär der Gesellschaft ist mit 9.500.000 Aktien die paragon GmbH & Co. KGaA. Das entspricht einem Anteil von rund 60 % des Grundkapitals. Mitglieder des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Voltabox AG hielten nach Kenntnis der Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 keine Aktien der Gesellschaft. Allerdings hält bzw. kontrolliert der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Dieter Frers 2.263.134 Aktien der paragon GmbH & Co. KGaA, was einem Anteil von 50% des Grundkapitals plus einer Aktie entspricht, und hat damit indirekt auch einen beherrschenden Einfluss auf die Voltabox AG.
Gemäß § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Voltabox AG verpflichtet, mindestens jährlich eine Erklärung darüber abzugeben, in welchem Umfang den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") in der Vergangenheit entsprochen worden ist und wie dies für die Zukunft beabsichtigt ist. Da die Aktien der Voltabox AG erstmalig am 13. Oktober 2017 in den Handel im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen wurden, hat es zuvor noch keine Entsprechenserklärungen der Voltabox AG gegeben.
Gemäß § 161 AktG geben Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG folgende Entsprechenserklärung zu den am 24. April 2017 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ab:
Vorstand und Aufsichtsrat der begrüßen die Anregungen und Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie verpflichten sich zu einer transparenten, verantwortlichen und auf Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung und -kontrolle. Die Voltabox AG entsprach und entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit den folgenden Abweichungen:
| ― | Aktuell verfügt die Gesellschaft noch nicht über ein vollumfängliches Compliance Management-System. Die Implementierung eines Compliance Management-Systems nach ISO 19600 ist für das Jahr 2019 geplant (Ziffer 4.1.3). |
| ― | Eine Regelung zu Abfindungen (Abfindungs-Cap) ist mit dem Vorstand nicht vereinbart (Ziffer 4.2.3). |
| ― | Bei der Bestellung der aktuellen Vorstandsmitglieder hat sich der Aufsichtsrat nicht vom Gesichtspunkt der Diversity leiten lassen (Ziffer 5.1.2). |
| ― | Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet, da dies aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats von drei Mitgliedern als nicht effizient angesehen wird (Ziffern 5.3.1 bis 5.3.3). |
| ― | Es ist weder für Aufsichtsrats- noch für Vorstandsmitglieder eine Altersgrenze festgelegt worden, da der Kompetenz von Mitgliedern Vorrang eingeräumt wird (Ziffern 5.1.2 bzw. 5.4.1). |
| ― | Die Voltabox AG veröffentlicht den Jahresabschluss und die Zwischenberichte gemäß den gesetzlichen Vorschriften und strebt dabei auch die Einhaltung der vom Kodex empfohlenen Fristen (90 Tage für den Jahresabschluss, 45 Tage für Zwischenabschlüsse) an. Aus organisatorischen Gründen könnten diese Fristen jedoch gegebenenfalls überschritten werden (Ziffer 7.1.2). |
Delbrück, im März 2019
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat
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| TEUR | Anhang | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.20171 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 11, 39 | 66.909 | 27.273 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12 | 2.139 | 179 |
| Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 8.016 | -1.424 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 13 | 3.005 | 5.263 |
| Gesamtleistung | 80.069 | 31.291 | |
| Materialaufwand | 14 | -42.247 | -16.661 |
| Rohertrag | 37.822 | 14.630 | |
| Personalaufwand | 15 | -13.622 | -6.709 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 17 | -3.608 | -2.430 |
| Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -374 | 0 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 16 | -14.607 | -8.310 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 5.611 | -2.819 | |
| Finanzerträge | 18 | 2 | 6 |
| Finanzierungsaufwendungen | 18 | -149 | -703 |
| Finanzergebnis | -147 | -697 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 5.464 | -3.516 | |
| Ertragssteuern | 19 | -2.885 | -2.998 |
| Gewinn-/Verlustübernahme | 4 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 2.579 | -6.514 | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) | 4, 20 | 0,16 | -1,39 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert) | 4, 20 | 0,16 | -1,39 |
| Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) | 4, 20 | 15.825.000 | 4.685.753 |
| Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) | 4, 20 | 15.825.000 | 4.685.753 |
1 Die Anpassung der Vorjahreswerte kann dem Abschnitt (4) entnommen werden.
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| TEUR | Anhang | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 2.579 | -6.514 | |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | 8, 29 | -296 | 770 |
| Gesamtergebnis | 2.283 | -5.744 |
1 Die Anpassung der Vorjahreswerte kann dem Abschnitt (4) entnommen werden.
AKTIVA
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| TEUR | Anhang | 31.12.2018 | 31.12.20171 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 21, 37 | 27.992 | 16.481 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 22, 37 | 9.706 | 3.187 |
| Sachanlagen | 23, 37 | 9.179 | 8.125 |
| Sonstige Vermögenswerte | 24 | 4.986 | 0 |
| Latente Steuern | 19 | 0 | 357 |
| 51.863 | 28.150 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 25 | 27.228 | 4.206 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 26 | 56.025 | 22.069 |
| Forderungen gegen nahestehende Personen | 34, 42 | 11.683 | 10.413 |
| Sonstige Vermögenswerte | 27 | 6.483 | 256 |
| Flüssige Mittel | 28 | 28.234 | 102.679 |
| 129.653 | 139.623 | ||
| Summe Aktiva | 181.516 | 167.773 | |
| Passiva | |||
| TEUR | Anhang | 31.12.2018 | 31.12.20171 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 29 | 15.825 | 15.825 |
| Kapitalrücklage | 29 | 127.992 | 127.992 |
| Gewinn-/Verlustvortrag | 29 | 7.614 | 14.038 |
| Konzernergebnis | 29 | 2.579 | -6.514 |
| Währungsdifferenzen | 29 | 474 | 770 |
| 154.484 | 152.111 | ||
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finance Lease | 30 | 17 | 16 |
| Langfristige Darlehen | 31 | 141 | 3.532 |
| Latente Steuern | 19 | 7.650 | 4.739 |
| 7.808 | 8.287 | ||
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Kurzfristiger Anteil der Verbindlichkeiten aus Finance Lease | 30 | 25 | 42 |
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil der langfristigen Darlehen | 31 | 3.539 | 532 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.257 | 3.591 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen | 557 | 1.813 | |
| Sonstige Rückstellungen | 33 | 467 | 142 |
| Ertragsteuerschulden | 19 | 618 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 32 | 4.761 | 1.255 |
| 19.224 | 7.375 | ||
| Summe Passiva | 181.516 | 167.773 |
1 Die Anpassung der Vorjahreswerte kann dem Abschnitt (4) entnommen werden.
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| TEUR | Anhang | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.20171 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 5.464 | -3.516 | |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 3.392 | 2.430 | |
| Finanzergebnis | 146 | 696 | |
| Gewinn (-), Verlust (+) aus Anlagenabgang des Sach- und Finanzanlagevermögens | 44 | -7 | |
| Zunahme (+), Abnahme (-) der anderen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | 303 | -440 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | -345 | 1.529 | |
| Zunahme (-), Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, anderer Forderungen und sonstiger Aktiva | -45.275 | -14.152 | |
| Abwertung immaterieller Vermögenswerte | 374 | 0 | |
| Zunahme (-), Abnahme (+) der Vorräte | -22.532 | -251 | |
| Zunahme (+), Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva | 3.718 | 9.731 | |
| Gezahlte Zinsen | -149 | -703 | |
| Ertragsteuern | 35 | 0 | |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 38 | -54.823 | -4.683 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 0 | 353 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten | 1.788 | 0 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -1.620 | -981 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -11.943 | -5.347 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | 0 | |
| Auszahlung für den Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbene Zahlungsmittel | -7.311 | 0 | |
| Erhaltene Zinsen | 2 | 6 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 38 | -19.083 | -5.969 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -526 | -20.742 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 3 | 0 | |
| Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finance Lease | -16 | -16 | |
| Mittelzufluss aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 133.148 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 38 | -540 | 112.390 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -74.446 | 101.739 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 102.679 | 940 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 38, 28 | 28.234 | 102.679 |
1 Die Anpassung der Vorjahreswerte kann dem Abschnitt (4) entnommen werden.
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| Bilanzgewinn | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Rücklage aus der Währungsumrechnung | Gewinnvortrag | Konzernergebnis | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2018 | 15.825 | 127.992 | 770 | 7.524 | 0 | 152.111 |
| Effekte aus IFRS 15 Erstanwendung | 0 | 0 | 0 | 89 | 0 | 89 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.579 | 2.579 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | -296 | 0 | 0 | -296 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | -296 | 0 | 0 | -296 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -296 | 0 | 2.579 | 2.583 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gewinn-/Verlustübernahme | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| 31. Dezember 2018 | 15.825 | 127.992 | 474 | 7.614 | 2.579 | 154.484 |
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| Bilanzgewinn | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Rücklage aus der Währungsumrechnung | Gewinnvortrag | Konzernergebnis | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2017 | 100 | 1.244 | 0 | 4.108 | 0 | 5.452 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -6.514 | -6.514 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 770 | 0 | 0 | 770 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 770 | 0 | 0 | 770 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 770 | 0 | -6.514 | -5.744 |
| Kapitalerhöhung | 15.725 | 126.748 | 0 | 0 | 0 | 142.473 |
| PPA | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verlustübernahme | 0 | 0 | 0 | 9.930 | 0 | 9.930 |
| 31. Dezember 2017 | 15.825 | 127.992 | 770 | 14.038 | -6.514 | 152.111 |
Die Voltabox Aktiengesellschaft (Voltabox AG oder Voltabox) mit Sitz in Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Voltabox AG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Paderborn eingetragen (HRB 12895). Voltabox entwickelt und produziert Batteriesysteme im Anwendungsbereich der Elektromobilität.
Der Vorstand der Voltabox AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 und den zusammengefassten Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 am 27. März 2019 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 der Voltabox AG werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und werden als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) abrufbar sein.
Muttergesellschaft des Konzerns ist die paragon GmbH & Co. KGaA (vormals paragon AG), Delbrück. Die paragon GmbH & Co. KGaA, als Konzernmuttergesellschaft, stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Dieser Abschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und wird als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft (www.paragon.ag) abrufbar sein.
Der Konzernabschluss der Voltabox AG zum 31. Dezember 2018 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRSIC) aufgestellt.
Im Folgenden werden die Auswirkungen neuer Rechnungslegungsgrundsätze aufgeführt, deren Anwendungsbereich mit der Tätigkeit der Voltabox AG vereinbar ist. Die Voltabox AG verzichtet aus Wesentlichkeitsgründen auf die Darstellung von Änderungen der Rechnungslegung, die keine Auswirkung für die Gesellschaft entfalten.
IFRS 9 führt zu neuen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente und ersetzt insbesondere IAS 39. Der Bilanzierungsstandard wird durch die Voltabox AG seit dem 01. Januar 2018 angewendet. Die neuen Regelungen umfassen die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte in Abhängigkeit von dem jeweils zugrundeliegenden Geschäftsmodell sowie der Zahlungsstromcharakteristika der Instrumente. Die Vorschriften zur Wertminderung sehen die aufwandswirksame Berücksichtigung künftig erwarteter Verluste bereits bei der erstmaligen Erfassung vor und sind neben finanziellen Fremdkapitalinstrumenten auch auf Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15 anzuwenden. In Abschnitt (9) werden die entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften erläutert.
Seit dem 01. Januar 2018 wendet die Voltabox AG IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) an. Der Standard sieht ein einheitliches prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell für die Erlösermittlung und Erlöserfassung vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Der Bilanzierungsstandard ersetzt insbesondere den IAS 18 und IAS 11. Die Voltabox AG führt IFRS 15 im Rahmen einer modifizierten retrospektiven Erstanwendung ein. Umstellungseffekte wurden zum 01. Januar 2018 mit dem Gewinn- und Verlustvortrag verrechnet. Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 15 ergeben sich, wie in Abschnitt (4) dargestellt, zum Zeitpunkt der Erstanwendung keine wesentlichen Umstellungseffekte. In der Berichtsperiode führt die Anwendung des IFRS 15 dazu, dass zeitraumbezogene Umsatzerlöse teilweise früher ausgewiesen werden als es vor Anwendung des neuen IFRS-Standards der Fall gewesen ist. Dies betrifft insbesondere Umsatzerlöse aus beauftragten Entwicklungsleistungen, die im Rahmen der Serienfertigung realisiert wurden. Die Behandlung der Umsatzerlöse bezogen auf die einzelnen Segmente, insbesondere hinsichtlich zeitraum- und zeitpunktbezogener Umsatzrealisation, wird im Abschnitt (11) ausführlich dargestellt. Es wurden keine Kundengewinnungskosten durch die Anwendung des IFRS 15 aktiviert, da diese nicht direkt zurechenbar waren. Umstellungseffekte wurden hinsichtlich des internen Risikomanagements und der Leistungsindikatoren berücksichtigt. In Abschnitt (9) werden die entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften erläutert.
Die Klarstellung befasst sich mit der Identifizierung und Abgrenzbarkeit von Leistungsverpflichtungen, der Abgrenzung der Prinzipal-Agenten-Verhältnisse sowie entsprechenden Anwendungsleitlinien zum Konzept des Kontrollübergangs bei der Erbringung von Dienstleistungen durch Dritte. Zudem erfolgt eine Klarstellung der Bedingungen für eine zeitraumbezogene Realisierung der Erlöse aus der Lizenzierung des geistigen Eigentums. Außerdem sind Erleichterungen für den Übergang auf IFRS 15 enthalten. Die Anwendung ist ab 01. Januar 2018 verpflichtend. Die Voltabox AG hat die Klarstellung im Rahmen des Erstanwendung und der Folgebilanzierung im Berichtsjahr berücksichtigt.
Die Klarstellung behandelt die Einstufung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungsvereinbarungen. Sie ist ab dem 01. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden. Es ergeben sich für die Voltabox AG keine Auswirkungen.
Die Änderung zur Übertragung in den und aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist ab dem 01. Januar 2018 verpflichtend. Die Voltabox AG weist im Berichtsjahr keine entsprechenden Posten in ihrer Bilanz aus.
Es wird klargestellt, welcher Wechselkurs bei der erstmaligen Erfassung einer Fremdwährungstransaktion in der funktionalen Währung eines Unternehmens zu verwenden ist, wenn das Unternehmen Vorauszahlungen leistet oder erhält, bevor der zugehörige Vermögenswert, der Aufwand oder der Ertrag erfasst wird. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende nicht monetäre Vermögenswert bzw. die nicht monetäre Schuld erstmals erfasst wird. Die Klarstellung ist erstmals ab dem 01. Januar 2018 anzuwenden. Die Voltabox AG erwartet keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Interpretation ist auf zu versteuernde Gewinne (steuerliche Verluste), steuerliche Basen, nicht genutzte steuerliche Verluste, nicht genutzte Steuergutschriften und Steuersätze anzuwenden, wenn Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung nach IAS 12 besteht. Steuerliche Risiken sind zu erfassen, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Steuerbehörden einen bestimmten steuerlich relevanten Sachverhalt nicht so akzeptieren werden, wie vom Unternehmen in der Steuerberechnung berücksichtigt. Dabei ist immer eine vollständige Information der Steuerbehörden zu unterstellen, d.h. ein mögliches Entdeckungsrisiko spielt sowohl für den Ansatz als auch für die Bewertung keine Rolle. Bei der Bewertung ist der wahrscheinlichste Wert oder der Erwartungswert zugrunde zu legen -in Abhängigkeit davon, welcher Wert das bestehende Risiko am besten abbildet. Die Interpretation ist ab dem 01. Januar 2019 anzuwenden. Die Voltabox AG erwartet keine wesentlichen Auswirkungen.
Das Projekt enthält zahlreiche Klarstellungen zu bereits veröffentlichten Standards. Es erfolgt eine Klarstellung der IAS 28 hinsichtlich eines Wahlrechts zur Behandlung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Die Voltabox AG erwartet keine Auswirkungen aus den Klarstellungen. Die Änderungen waren zum 01. Januar 2018 anzuwenden.
Das Projekt befasst sich mit Änderungen des IFRS 3, IFRS 11 und IAS 12, die jedoch keine Auswirkung auf die Berichterstattung der Voltabox AG haben. Die Änderungen sind ab 01. Januar 2019 anzuwenden.
Die Änderung des IFRS 3 erfolgt hinsichtlich bislang gehaltener Anteile an gemeinschaftlichen Tätigkeiten. Korrespondierend erfolgt eine Anpassung des IFRS 11. Die Voltabox AG war im Berichtsjahr an keinen entsprechenden Tätigkeiten beteiligt.
Die Anpassung des IAS 12 behandelt die ertragsteuerliche Konsequenz von Zahlungen aus Finanzinstrumenten, die als Eigenkapital klassifiziert worden sind. Die Voltabox AG erwartet keine Anpassungseffekte.
Ergänzend dazu erfolgt eine Änderung des IAS 23. Mit den Änderungen wird klargestellt, dass, wenn ein Vermögenswert bereit für seine beabsichtigte Nutzung oder zur Veräußerung ist, ein Unternehmen jegliche noch vorhandenen Fremdkapitalbestände, die ausdrücklich aufgenommen wurden, um diesen Vermögenswert zu erhalten, als Teil des allgemein aufgenommenen Fremdkapitals bei der Berechnung des Aktivierungssatzes der allgemeinen Fremdkapitalaufnahme behandelt. Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen für die Voltabox AG.
Die Änderung des IAS 28 stellt klar, dass ein Unternehmen IFRS 9 auf langfristige Beteiligungen an einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture anwendet, die Teile der Nettoinvestition in dieses assoziierte Unternehmen oder Joint Venture ausmachen, aber die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Die Änderung ist ab dem 01. Januar 2019 anzuwenden. Für die Voltabox AG ergeben sich keine Auswirkungen.
Ab dem Berichtsjahr 2019 ist die Änderung des IFRS 9 hinsichtlich der Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung anzuwenden. Durch die Neuregelung werden die bestehenden Vorschriften in IFRS 9 zu Kündigungsrechten dahingehend geändert, um auch bei negativen Ausgleichszahlungen eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. erfolgsneutral zum Fair Value zu ermöglichen. Nach der Neuregelung ist das Vorzeichen der Ausgleichszahlung nicht relevant, d.h. in Abhängigkeit von dem bei Kündigung vorherrschenden Zinsniveau ist eine Zahlung auch zugunsten der Vertragspartei möglich, welche die vorzeitige Rückzahlung herbeiführt. Die Berechnung dieser Ausgleichszahlung muss sowohl für den Fall einer Vorfälligkeitsentschädigung wie auch für den Fall eines Vorfälligkeitsgewinns dieselbe sein. Die Voltabox geht derzeit von keinem Effekt aus der Änderung für die folgende Berichtsperiode aus. Darüber hinaus erfolgt zu einem anderen Thema, der Restrukturierung von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zu deren Ausbuchung führen bzw. geführt haben, eine Klarstellung in den Grundlagen für Schlussfolgerungen. Demnach soll nach der Restrukturierung der Buchwert einer finanziellen Verbindlichkeit unmittelbar erfolgswirksam angepasst werden. Somit kann eine rückwirkende Änderung der Bilanzierung notwendig werden, wenn bisher nicht die fortgeführten Anschaffungskosten, sondern der Effektivzinssatz angepasst wurde. Auch hier erwartet die Voltabox AG keine Auswirkung für die künftige Berichtsperiode.
Die Änderungen zum 01. Januar 2019 in IAS 19 umfassen die folgenden Bereiche:
Es wird zukünftig zwingend verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) verwendet wurden.
Ferner wurden Ergänzungen zur Klarstellung aufgenommen, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögenswertobergrenze auswirkt.
Der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 (Leasingverhältnisse) ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 01. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung findet nicht statt. Im Geschäftsjahr 2018 wurden zum 01. Januar 2019 voraussichtlich bestehende Verträge, die im Anwendungsbereich des IFRS 16 liegen, auf ihre Auswirkungen analysiert. Auf Grundlage dieser Analyse hat die Voltabox AG die voraussichtlichen Umstellungseffekte ermittelt. Kerngedanke des neuen Standards ist es, beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen entfällt damit künftig für den Leasingnehmer. Für alle Leasingverhältnisse erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung, künftig Leasingzahlungen vorzunehmen. Gleichzeitig aktiviert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrundliegenden Vermögenswert, welches grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht. Zu den Leasingzahlungen gehören die festen Zahlungen, variable Zahlungen soweit diese index-basiert sind, erwartete Zahlungen aufgrund von Restwertgarantien und ggf. der Ausübungspreis von Kaufoptionen und Pönalen für die vorzeitige Beendigung von Leasingverträgen. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen nach IAS 17 für FinanzierungsLeasingverhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig amortisiert wird, was grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags führt. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von geringem Wert gibt es Erleichterungen bei der Bilanzierung. Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich zu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen werden, werden als Finanzierungs-Leasingverhältnisse klassifiziert, alle anderen Leasingverträge als Operating Leases. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen. IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Angaben im Anhang sowie zu Sale-and-Leaseback-Transaktionen. Die Voltabox AG führt IFRS 16 über die modifizierte retrospektive Methode ein. Umstellungseffekte aus zum 31. Dezember 2018 bestehenden Verträgen werden zum 01. Januar 2019 mit dem Gewinn- und Verlustvortrag verrechnet. Bei diesen Verträgen erfolgt keine erneute Beurteilung, ob Finanzierungs- oder Operate-Leasing vorliegt. Bisher als Operate-Leasing klassifizierte Verträge werden mit einem Right of Use in Höhe des Buchwertes zum 01. Januar 2019 erfasst, als wäre IFRS 16 zu Beginn des Leasing-Verhältnisses angewendet worden. Die Abzinsung erfolgt mit dem zur Erstanwendung gültigen Grenzfremdkapitalzinssatz. Das zu erfassende Right of Use wird zum Umstellungszeitpunkt auf seine Werthaltigkeit hin geprüft. Die Leasingverbindlichkeit wird in Höhe des Right of Use passiviert. Lag bisher ein Finanzierungs-Leasing vor, erfolgt keine Änderung des Buchwertes der Vermögenswerte und Schulden. Die Voltabox AG nimmt eine Anpassung aus Wesentlichkeitsgründen nur vor, sofern die verbleibende Vertragsdauer zum 01. Januar 2019 mehr als 12 Monate beträgt und die ausstehenden Leasing- bzw. Mietzahlungen einen Schwellenwert von TEUR 5 überschreiten.
Aufgrund eines neu abgeschlossenen langfristigen Mietvertrages wird sich zum Umstellungszeitpunkt eine signifikante erfolgsneutrale Anpassung ergeben. Der Vorstand der Voltabox geht jedoch davon aus, dass sich in Bezug auf die finanziellen Leistungsindikatoren wesentliche Auswirkungen durch die Einführung des IFRS 16 ergeben werden. Die Voltabox erwartet aus der Erstanwendung eine Erhöhung der Bilanzsumme im unteren zweistelligen Millionenbereich.
Der IASB hat eine Definition für Wesentlichkeit herausgegeben. Ziel ist, den Begriff zu schärfen und zu vereinheitlichen. Die Voltabox AG wendet die Definition ab dem 01. Januar 2020 an und prüft in der kommenden Berichtsperiode, welche Auswirkungen sich aus der neuen Definition ergeben.
Der neue Standard für Versicherungsverträge ist erstmals am 01. Januar 2021 anzuwenden. Die Voltabox AG erwartet keine Auswirkungen durch die Einführung des neuen Standards.
Es erfolgt eine Änderung des IFRS 3 zur Definition eines Geschäftsbetriebs. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die erstmalige Anwendung erfolgt voraussichtlich im Geschäftsjahr 2020.
Die Voltabox AG nimmt im vorliegenden Geschäftsbericht Berichtigungen vor, welche die Vorperiode betreffen.
Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA wurde als Ertrag innerhalb der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Der Ausweis wird dahingehend korrigiert, dass der Ertrag kein Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung ist, sondern direkt dem Eigenkapital zugeführt wird.
Für das Geschäftsjahr 2017 werden Kosten des Börsengangs von TEUR 1.608 in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst, die zuvor mit der Kapitalrücklage verrechnet wurden.
Die Voltabox of Texas hat Währungsumrechnungseffekte aus Darlehen mit der paragon GmbH & Co. KGaA und der Voltabox AG als Folge der Klassifizierung als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb direkt der Währungsumrechnungsrücklage zugeführt. Rückwirkend werden Währungsumrechnungseffekte aus dem Darlehen der paragon GmbH & Co. KGaA bis zum Erwerbszeitpunkt durch die Voltabox AG erfolgswirksam behandelt (TEUR 1.168). Das Darlehen gegenüber der Voltabox AG wird am 01.10.2017 als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb behandelt (TEUR 621).
Die Aktivierung des Überhangs latenter Steuern des Tochterunternehmens Voltabox of Texas wird im Geschäftsjahr 2017 zurückgenommen (TEUR 2.879). Zudem wurde eine Saldierung in Höhe von TEUR 101 vorgenommen.
Hinsichtlich der Kalkulation des Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien von 11.251.986 zu Grunde gelegt. Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2017 ausstehenden Aktien wurde auf 4.685.753 korrigiert. Für Q3 2017 wurde der Wert auf 13.819.672 angepasst. Irrtümlicherweise wurde im Rahmen der Ermittlung der durchschnittlichen Anzahl der Aktien die Umwandlung eines Schuldinstrumentes nicht korrekt einbezogen. Das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2017 erhöht sich durch die Korrektur. Gegenläufig reduziert es sich durch den Ausweis des Ertrages aus dem Ergebnisabführungsvertrag.
Rückwirkend zum Geschäftsbericht 2017 wird ergänzt, dass Klaus Dieter Frers in der Lage ist, die Muttergesellschaft, die paragon GmbH & Co. KGaA (vormals paragon AG), zu beherrschen. Wir weisen die Angabe künftig in Abschnitt (42) aus.
Innerhalb der Kapitalflussrechnung im Geschäftsbericht 2017 wurde der Erwerb eines Darlehens gegenüber der Voltabox of Texas von der Konzernmutter dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zugeordnet (TEUR 11.896). Es erfolgt rückwirkend eine Zuordnung zum Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit.
Ergänzend zum Konzernanhang 2017 weisen wir darauf hin, dass sich aus der Zahlungszielverlängerung mit dem Kunden Triathlon eine Veränderung des Ausfallrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt und sich ein negativer Effekt auf den operativen Cashflow des Folgejahres ergeben wird. Wir haben die Vorjahresangabe in den Abschnitten (35) und (38) ergänzt.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Effekte aus der Korrektur nach IAS 8 dar. Da sich die dargestellten Fehler nur auf die Gesamtergebnis- und die Cashflow-Rechnung auswirken, werden nachfolgend nur die entsprechenden Änderungspositionen angegeben.
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| ursprüngliche Werte | angepasste Werte | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | 01.01.2017- 31.12.2017 | Berichtigung IAS 8 | 01.01.2017- 31.12.2017 |
| --- | --- | --- | --- |
| Rohertrag | 14.630 | 14.630 | |
| 0 | 0 | ||
| Personalaufwand | -6.709 | -6.709 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -2.430 | -2.430 | |
| Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.913 | -3.397 | -8.310 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 578 | -2.819 | |
| Finanzerträge | 6 | 6 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -703 | -703 | |
| Finanzergebnis | -697 | -697 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -119 | -3.397 | -3.516 |
| Ertragssteuern | -119 | -2.879 | -2.998 |
| Gewinn-/Verlustübernahme | 9.930 | -9.930 | 0 |
| Konzernergebnis | 9.692 | -16.206 | -6.514 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) | 0,86 | -2,25 | -1,39 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert) | 0,86 | -2,25 | -1,39 |
| Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) | 11.251.986 | 6.566.232,58 | 4.685.753 |
| Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) | 11.251.986 | 6.566.232,58 | 4.685.753 |
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| ursprüngliche Werte | angepasste Werte | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | 01.01.2017- 31.12.2017 | Berichtigung IAS 8 | 01.01.2017- 31.12.2017 |
| --- | --- | --- | --- |
| Konzernergebnis | 9.692 | -16.206 | -6.514 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | -1.019 | 1.789 | 770 |
| Gesamtergebnis | 8.673 | -14.417 | -5.744 |
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| TEUR | ursprüngliche Werte zum 31.12.2017 | Berichtigung IAS 8 | angepasste Werte zum 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 16.481 | 16.481 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.187 | 3.187 | |
| Sachanlagen | 8.125 | 8.125 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 0 | 0 | |
| Latente Steuern | 3.337 | -2.980 | 357 |
| 31.130 | -2.980 | 28.150 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 4.206 | 4.206 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22.069 | 22.069 | |
| Forderungen gegen nahestehende Personen | 10.413 | 413 | |
| Ertragsteueransprüche | 0 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 257 | 257 | |
| Flüssige Mittel | 102.679 | 102.679 | |
| 139.625 | 139.624 | ||
| 0 | |||
| Summe Aktiva | 170.754 | -2.980 | 167.774 |
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| TEUR | ursprüngliche Werte zum 31.12.2017 | Berichtigung IAS 8 | angepasste Werte zum 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 15.825 | 15.825 | |
| Kapitalrücklage | 126.384 | 1.608 | 127.992 |
| Neubewertungsrücklage | 0 | 0 | |
| Gewinn-/Verlustvortrag | 4.108 | 9.930 | 14.038 |
| Konzernergebnis | 9.692 | -13.327 | -6.514 |
| Währungsdifferenzen | -1.019 | 1.789 | 770 |
| 154.990 | -2.879 | 152.111 | |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finance Lease | 16 | 16 | |
| Langfristige Darlehen | 3.532 | 3.532 | |
| Latente Steuern | 4.840 | -101 | 4.739 |
| 8.388 | -101 | 8.287 | |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Kurzfristiger Anteil der Verbindlichkeiten aus Finance Lease | 42 | 42 | |
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil der langfristigen Darlehen | 532 | 532 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.591 | 3.591 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen | 1.813 | 1.813 | |
| Sonstige Rückstellungen | 142 | 142 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.256 | 1.256 | |
| 7.375 | 7.376 | ||
| Summe Passiva | 170.754 | -2.980 | 167.774 |
Die Veränderung des Eigenkapitalspiegels wird in Abschnitt (29) dargestellt.
Durch die modifizierte retrospektive Erstanwendung des IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) wurden Umstellungseffekte zum 01. Januar 2018 gegen den Gewinn- und Verlustvortrag gebucht (siehe Abschnitt (4)).
Aus der modifizierten retrospektiven Erstanwendung des IFRS 9 Finanzinstrumente ergeben sich keine Umstellungseffekte.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Effekte aus der Umstellung IFRS 15 dar.
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| Umstellungseffekt | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2017 | IFRS 15 | 01.01.2018 |
| --- | --- | --- | --- |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 0 | 127 | 127 |
| Summe Aktiva | 167.774 | 127 | 167.901 |
| Gewinn- und Verlustvortrag | 14.038 | 89 | 14.127 |
| Passive latente Steuern | 4.739 | 38 | 4.777 |
| Summe Passiva | 167.774 | 127 | 167.901 |
Der Abschluss der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung "Going Concern" aufgestellt. Die Ermittlung der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden erfolgte dementsprechend auf der Basis von Fortführungswerten.
Am 20.02.2019 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS -GmbH und der Voltabox AG geschlossen. Rückwirkend zum 01.01.2019 wird die Gesellschaft auf die Voltabox AG verschmolzen.
Der Konzernabschluss ist auf der Grundlage der Verhältnisse aufzustellen, wie sie am Bilanzstichtag bestehen. Nach IAS 10.7 endet der Wertaufhellungszeitraum mit der Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung. Die Freigabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 durch den Vorstand und die Weitergabe an den Aufsichtsrat zur Unterzeichnung erfolgte am 27. März 2019. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten sämtliche Informationen über die Verhältnisse des Bilanzstichtages berücksichtigt werden.
Neben der Muttergesellschaft Voltabox AG, Delbrück, wird ein weiteres Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Bilanzstichtag für alle Gesellschaften ist der 31. Dezember. Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Regeln unter Anwendung der IFRS zum 31. Dezember 2018 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Darüber hinaus wurde eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Konsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sind um die Zwischenergebnisse bereinigt worden.
Der Konsolidierungskreis setzt sich per 31. Dezember 2018 wie folgt zusammen:
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| Name und Sitz des Unternehmens | Anteilsbesitz | Konsolidierung | Währung | Umsatz in LW (vor Konsolidierung) |
|---|---|---|---|---|
| Voltabox of Texas, Inc. (Texas) | 100% | konsolidiertes Tochterunternehmen | USD | 10.104.718,15 |
| Voltabox Kunshan Co., Ltd. (Kunshan) | 100% | konsolidiertes Tochterunternehmen | RMB | 0,00 |
| ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH (Korntal-Münchingen) | 100% | konsolidiertes Tochterunternehmen | EUR | 2.199.431,06 |
| Concurrent Design, Inc. (Texas) | 100% | konsolidiertes Tochterunternehmen | USD | 415.343,85 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Unternehmenserwerbe der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH und der Concurrent Design, Inc. dar.
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| ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH | Concurrent Design, Inc. | |
|---|---|---|
| TEUR | -vorläufig- | -vorläufig- |
| --- | --- | --- |
| Akquisitationsdatum | 01.09.2018 | 01.04.2018 |
| Eigenkapitalanteil nach Transaktion (=Stimmrechtsanteil) | 100% | 100% |
| Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und Schulden | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.404 | 683 |
| Sachanlagen | 57 | 82 |
| Aktive latente Steuern | 258 | |
| Vorräte | 491 | |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 721 | 197 |
| Sonstige Vermögenswerte | 152 | 6 |
| Flüssige Mittel | 186 | 76 |
| Passive latente Steuern | 1.016 | 205 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 3.351 | 427 |
| Sonstige Rückstellungen | 22 | |
| Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen | 879 | 412 |
| Goodwill | 4.121 | 2.580 |
| Übertragene Gegenleistung | 5.000 | 2.991 |
| abzüglich erworbene Zahlungsmittel | 186 | 76 |
| abzüglich per 31.12.2018 ausstehende Zahlungen | 0 | 419 |
| Nettoabfluss von Zahlungsmitteln aus dem Erwerb | 4.814 | 2.497 |
Der Geschäfts- und Firmenwert der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH ergibt sich im Wesentlichen aus dem besonderen Know-how der Gesellschaft im Bereich der Entwicklung, Produktion, Fertigung und dem Vertrieb von Batterie- und Akkusystemen. ACCURATE verfügt über die Möglichkeit, die Produktion für zahlreiche weitere Anwendungsfelder in der Zukunft zu realisieren. ACCURATE hat seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse von TEUR 2.199 und einen Gewinn von TEUR 812 realisiert. Wäre die ACCURATE seit Beginn des Geschäftsjahres 2018 in den Voltabox Konzern einbezogen worden, wäre ein Umsatz von TEUR 4.258 und ein Gewinn von TEUR 79 im Konzernabschluss enthalten gewesen. Im Rahmen des Unternehmenskaufs wurde ein Darlehen von Altgesellschaftern erworben (TEUR 1.488). Der Fair Value entspricht dem Kaufpreis.
Die Akquisition der Concurrent Design, Inc. führt zu einer signifikanten Steigerung der Entwicklungskapazitäten von Voltabox. Daneben erwartet das Management zusätzliches wertvolles Know-how, das die Technologieführerschaft des Unternehmens bei der Entwicklung und Herstellung von sicheren und wirtschaftlichen Lithium-Ionen-Batteriesystemen weiter stärken wird. Concurrent Design hat mehr als 1.700 Projekte, u.a. in den Bereichen erneuerbare Energien, Medizintechnik, Halbleiter und Elektronik, erfolgreich umgesetzt. Mit der Übernahme baut Voltabox seine Position als führender Anbieter in der Entwicklung und Produktion von Lithium-Ionen-Batteriesystemen aus. Zum 31. Dezember 2018 bestehende ausstehende Zahlungen wurden als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs klassifiziert. Der Voltabox Konzern weist diese als Verbindlichkeit aus. Concurrent hat seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse von TEUR 372 und einen Gewinn von TEUR 37 realisiert. Wäre Concurrent seit Beginn des Geschäftsjahres 2018 in den Voltabox Konzern einbezogen worden, wäre ein Umsatz von TEUR 932 und ein Gewinn von TEUR 343 im Konzernabschluss enthalten gewesen.
Die erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte sind steuerlich nicht abzugsfähig.
Der Voltabox-Auftritt im nordamerikanischen Markt ist im Geschäftsjahr 2018 unter dem Dach der neugegründeten Voltabox of North America, Inc., gebündelt worden. Sie ist eine Tochter der Voltabox AG. Die Steuerung sämtlicher Aktivitäten im nordamerikanischen Markt (USA, Kanada und Mexiko) erfolgt damit künftig vom bestehenden Standort Cedar Park, Texas (USA), aus. Hierbei stehen neben der Effizienz und der Kostenreduktion auch die stringente Ausrichtung der direkten Berichtslinie an den Voltabox-Vorstand im Fokus, um die strategische Entwicklung der Nordamerika-Strategie überwachen und konsequent umsetzen zu können.
Zum 18.05.2018 wurde die Voltabox Kunshan Co., Ltd. gegründet. Die Gesellschaft wurde mit einem Stammkapital von TEUR 500 ausgestattet. Ziel der Gesellschaft ist es, einen neuen Produktionsstandort aufzubauen.
Im Konzernabschluss der Voltabox AG werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungs- bzw. Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
In der Konzerngesamtergebnisrechnung sind aus dem operativen Geschäft Kursverluste in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 98) und Kursgewinne in Höhe von TEUR 1.368 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Diese Kursdifferenzen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Die Wechselkurse der für den Voltabox Konzern wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| Fremdwährung für 1 EUR |
Bilanz-Mittelkurs am 31.12.2018 | GuV Durchschnittskurs 2018 | Bilanz-Mittelkurs am 31.12.2017 | GuV Durchschnittskurs 2017 |
|---|---|---|---|---|
| US-Dollar (USD) | 1,1445 | 1,1376 | 1,198 | 1,035 |
| Chinesischer Renminbi Yuan (RMB) | 7,8713 | 7,8405 | n.a. | n.a. |
Die Voltabox AG hat ein Darlehen gegenüber der Voltabox of Texas, Inc. als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gewertet und stellt die nicht realisierten Währungskursveränderungen erfolgsneutral im Eigenkapital unter der Position Währungsdifferenzen dar.
Die funktionale Währung der amerikanischen Tochterunternehmen ist USD, da die Gesellschaften in dieser Währung hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und aufwenden.
Die Währungsumrechnungsrücklage beträgt zum Stichtag 31.12.2018 TEUR 474 (Vorjahr: TEUR 770).
Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Berichtsperiode bei Voltabox umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018. Einzelne Posten der Bilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst worden. Die Posten werden in diesem Fall im Anhang gesondert erläutert. Die Konzerngesamtergebnisrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit gegliedert werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten fällig sind.
Der Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz, die Konzerngesamtergebnisrechnung, den Konzernanhang, die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung. Ergänzend ist ein Konzernlagebericht aufgestellt worden.
Als Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird der beizulegende Zeitwert intern unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis üblicherweise die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cashflows ist. Diese Bewertungen sind eng mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat, sowie mit den unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes verbunden.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Nebenkosten und Anschaffungspreisminderungen bilanziert.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung von Patent- und spezifischen Kundenlösungen werden nur dann als immaterieller Vermögenswert zu Herstellungskosten aktiviert, soweit die von IAS 38 geforderte eindeutige Aufwandszurechnung möglich, die technische Realisierbarkeit und Vermarktbarkeit/Nutzbarkeit sichergestellt ist und die voraussichtliche Erzielung künftigen wirtschaftlichen Nutzens nachgewiesen wurde. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der projektbezogenen Gemeinkosten. Sind die Aktivierungskriterien nicht erfüllt, werden die Entwicklungskosten im Jahr der Entstehung sofort ergebniswirksam innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Hinsichtlich der Realisierung von Umsatzerlösen wird der Vorrang des IAS 38.3 (i) angewendet.
Sofern immaterielle Vermögenswerte einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden sie entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. wenn er sich an seinem Standort und in dem vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand befindet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Zu jedem Bilanzstichtag werden hierfür die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Lagen solche Hinweise vor, wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) durchgeführt. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.
Die Nutzungsdauern für interne Entwicklungskosten entsprechen den erwarteten Produktlebenszyklen und betragen regelmäßig 4 bis 7 Jahre. Die Voltabox AG nimmt eine individuelle Bewertung der Produktlebensdauer vor und überprüft die Nutzungsdauer jährlich. In vorangegangenen Berichtsjahren wurde eine pauschale Abschreibungsdauer zugrunde gelegt. Dies erfolgt seit dem 01.01.2018 nicht mehr. Die Nutzungsdauern für Lizenzen, Patente und Software liegen zwischen 3 und 10 Jahren.
Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit hin überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. Wertminderungsaufwendungen werden in den Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfasst.
Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich aller Anschaffungspreisminderungen bewertet. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bilanziert und abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden 20 bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen zwischen 5 und 10 Jahren, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.
Voll abgeschriebenes Anlagevermögen wird so lange unter Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die Vermögenswerte stillgelegt werden. Von den Erlösen aus Anlageabgängen werden die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgezogen. Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen (Abgangserlöse abzüglich Restbuchwerte) werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Alle Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.
Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der Sachanlagen, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben werden, daraufhin geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Hinweise vor, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Sie werden dann aktiviert, wenn sie die Voraussetzungen eines sog. "Qualifying asset" im Sinne des IAS 23 (Borrowing cost) erfüllen. Bei der Aktivierung der Fremdkapitalkosten wird auf einen gewogenen Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für solche Kredite des Unternehmens zurückgegriffen.
Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasingverhältnisse ("Finance Lease") berücksichtigt, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem wirtschaftlichen Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, auf Voltabox übertragen werden. Sachanlagen, deren Leasingverträge die Kriterien eines Finanzierungsleasingverhältnisses nach IAS 17 (Leases) erfüllen, werden zum Zeitpunkt des Nutzungsbeginns mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Verbindlichkeit passiviert. Die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte.
Eine Sale-and-lease-back-Transaktion ist die Veräußerung eines im Eigentum des künftigen Leasingnehmers stehenden und bereits durch ihn genutzten Vermögenswerts an den Leasinggeber und die anschließende weitere Nutzung durch den Leasingnehmer mittels eines Leasingvertrags. Es liegen insoweit zwei wirtschaftlich zusammenhängende Verträge (Kaufvertrag und Leasingvertrag) vor. Die Bilanzierung erfolgt als einheitliche Transaktion. Je nach Ausgestaltung des Lease-back-Vertrags erfolgt die Bilanzierung als Operating-Lease oder als Finanzierungsleasing.
Die erwarteten Auswirkungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 werden im Kapitel (3) dargestellt.
An jedem Bilanzstichtag wird ermittelt, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der nicht-finanziellen Vermögenswerte (insbesondere immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer) vorliegen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Nach IAS 36.6 (Impairment of Assets) entspricht der erzielbare Betrag dem höheren aus beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten ("Fair Value less Cost to Sell") und dem Nutzungswert ("Value in Use") des Vermögenswerts bzw. einer identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die finanzielle Mittel aus der fortgesetzten Nutzung generiert ("Cash-Generating-Unit" / "CGU"). Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer CGU den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Für Vermögenswerte des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts oder der CGU vorgenommen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und zugleich bei der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den originären Finanzinstrumenten gehören bei der Voltabox AG insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, flüssige Mittel sowie Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Auch die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten ausschließlich Finanzinstrumente.
Die Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten erfolgt bei marktüblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zu den jeweiligen Stichtagskursen bewertet.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Voltabox AG brutto ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein durchsetzbares Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Für Zwecke der Bilanzierung und Bewertung werden finanzielle Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien zusammengefasst:
| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC), |
| ― | ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL), |
| ― | ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI). |
Zur Bilanzierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten wurden die folgenden Kategorien gebildet:
| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC), |
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL). |
Die Voltabox AG ordnet finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in diese Kategorien jeweils zum Zugangszeitpunkt ein und überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Kriterien für die Einstufung eingehalten werden.
Zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der IFRS 9 hat die Voltabox AG die Einordnung anhand der Geschäftsmodellkriterien der finanziellen Vermögenswerte überprüft.
Die Voltabox AG bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder sie die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn die Voltabox AG alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder übertragen hat noch sie die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert behalten hat. Jeder Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die bei der Voltabox AG entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Wertberichtigungen zu finanziellen Vermögenswerten die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden und zu vertraglichen Vermögenswerten aus Vereinbarungen mit Kunden erfolgen nach einem zukunftsorientierten Modell unter Berücksichtigung erwarteter Kreditausfälle.
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie FVOCI beinhaltet der Konzernabschluss nicht, da zum 31. Dezember 2018 aufgrund eines neuen Factoring-Partners keine zum Verkauf an eine FactoringBank bestimmten Forderungen vorhanden waren.
Bei der Erstanwendung des IFRS 9 wurden die Vermögenswerte die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, auf ein signifikantes Ausfallrisiko untersucht. Hierzu wurden angemessene und belastbare Informationen verwendet, die unter einem angemessenen Zeitaufwand beschafft werden konnten.
Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertraglichen Vermögenswerten und Leasingforderungen werden nach dem vereinfachten Ansatz mit den erwarteten lebenslangen Kreditausfällen (Lifetime Expected Credit Loss) ermittelt.
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungsindikatoren untersucht. Finanzielle Vermögenswerte werden als wertgemindert betrachtet, wenn infolge einer oder mehrere Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme der Finanzanlage negativ verändert haben. Objektive Hinweise auf einen eingetretenen Wertminderungsaufwand könnten verschiedene Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen sein. Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn das Geschäftsmodell das Halten des finanziellen Vermögenswertes zwecks der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme vorsieht und die Vertragsbedingungen des Instruments ausschließlich zu Zahlungsströmen führen, die Zinszahlungen und Tilgungsleistungen darstellen.
Bei erstmaliger Erfassung werden Finanzinstrumente, die der Kategorie AC angehören, mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der direkt zuordenbaren Transaktionskosten angesetzt.
Im Rahmen der Folgebewertung werden die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte nach der Effektivzinsmethode bewertet. Bei Anwendung der Effektivzinsmethode werden alle in die Berechnung des Effektivzinssatzes einfließenden direkt zuordenbaren Gebühren, gezahlte oder erhaltene Entgelte, Transaktionskosten und anderen Agien oder Disagien über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments amortisiert.
Zinserträge und -aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam unter Zinsertrag beziehungsweise Zinsaufwand aus Finanzinstrumenten ausgewiesen.
Nicht verzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.
Die flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände sowie Kontokorrentguthaben bei Banken und sonstigen Finanzinstituten. Diese werden nur in den liquiden Mitteln ausgewiesen, sofern sie jederzeit in im Voraus bestimmbare Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können, nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen und ab dem Erwerbsdatum eine Restlaufzeit von maximal drei Monaten haben.
Wenn das Geschäftsmodell das Halten und Verkaufen des finanziellen Vermögenswertes vorsieht und die Vertragsbedingungen des Instruments ausschließlich zu Zahlungsströmen führen, die Zinszahlungen und Tilgungsleistungen darstellen, wird der finanzielle Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertveränderungen im sonstigen Ergebnis erfasst werden (FVOCI). Solche finanziellen Vermögenswerte liegen bei der Voltabox AG hinsichtlich Forderungen, die im Rahmen des Factorings veräußert werden sollen, vor.
Finanzielle Vermögenswerte, die ausschließlich für Handelszwecke gehalten werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertveränderungen im Gewinn oder Verlust ausgewiesen werden (FVTPL). Derivate gehören zu dieser Kategorie. Zudem besteht die Möglichkeit, Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, mittels der Fair Value-Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn dadurch eine Bewertungs- oder Ansatzinkonsistenz deutlich reduziert oder verhindert wird. Die Voltabox AG macht von der Fair Value-Option keinen Gebrauch.
Eigenkapitalinstrumente werden ausnahmslos mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Ersterfassung besteht ein unwiderrufliches Wahlrecht, die realisierten und nicht realisierten Wertänderungen nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen, sofern das Eigenkapitalinstrument nicht für Handelszwecke gehalten wird. Im Ergebnis erfasste Beträge dürfen später nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.
Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten als finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die langfristigen Verbindlichkeiten werden anhand der Effektivzinsmethode abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet.
Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.
Zinserträge und -aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam unter Zinsertrag beziehungsweise Zinsaufwand aus Finanzinstrumenten ausgewiesen.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls sie zu Handelszwecken gehalten oder beim erstmaligen Ansatz entsprechend bestimmt wird. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Direkt zurechenbare Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst, sobald sie anfallen.
Die Bewertung der Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert folgt einer dreistufigen Hierarchie und orientiert sich an der Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt. Dabei wird ein Markt als "aktiv" bezeichnet, wenn auf diesem notierte Preise leicht und regelmäßig verfügbar sind und diese Preise aus tatsächlichen, sich regelmäßig ereignenden Markttransaktionen "At-Arms Length" beruhen.
Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Stufe 2 werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen und mithilfe anerkannter Modelle, z.B. Discounted Cashflow-Modell, berechnet.
Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).
Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis der am Abschlussstichtag zur Verfügung stehenden Marktkonditionen mittels finanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt. Sie entsprechen den Preisen, die zwischen unabhängigen Marktteilnehmern für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würden.
Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair-Value Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen berücksichtigt. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1, Stufe 2 oder Stufe 3.
Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern.
Die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung bzw. eine Zahlung der Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung des Betrags basiert auf dem Steuergesetzesstand und damit denjenigen Steuersätzen, die zum Bilanzstichtag gelten oder angekündigt sind.
Latente Steuern werden nach IAS 12 (Income Taxes) gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern ("Temporary Concept"). Darüber hinaus werden latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet.
Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche werden in dem Umfang aktiviert, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen genutzt werden können.
Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, kann dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ausschlaggebend für die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen beziehungsweise steuerlichen Vergünstigungen, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Zeiträume, in denen steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage zum Bilanzstichtag gelten.
Eine Saldierung laufender Ertragsteueransprüche und -schulden sowie aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, wenn eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist und die latenten Steueransprüche und -schulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden sowie ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden vorliegt. Latente Steuern werden gemäß IAS 1.70 als langfristig ausgewiesen.
Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 (Inventories) alle Aufwendungen, die den Erzeugnissen direkt zuzurechnen sind, sowie alle systematisch zuzurechnenden fixen und variablen Produktionsgemeinkosten. Sie enthalten damit neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da die Voraussetzungen für qualifizierte Vermögenswerte nicht erfüllt sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden im Wesentlichen nach der Methode des gleitenden Durchschnitts bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken ausreichend Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Die Ermittlung der Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht im Wesentlichen auf Einschätzungen und Beurteilungen der Kreditwürdigkeit und der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Kunden.
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit hierunter erfasste Forderungen im Rechtswege geltend gemacht werden, rechnet Voltabox fest mit der vollständigen Durchsetzbarkeit seiner bilanzierten Ansprüche. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.
Die flüssigen Mittel beinhalten Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bestand der flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten). Der Konzern betreibt kein Cash-Pooling. Zum 31. Dezember 2018 hat der Konzern unter Factoringverträge fallende Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.198) unter den Flüssigen Mitteln ausgewiesen. Diese Forderungen ssind künftig dem Factor gegenüber verpfändet.
Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ermittelt, ohne diese mit Rückgriffsansprüchen zu verrechnen. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat, oder die Qualifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtungen auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen wurden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bewertet.
Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Erfüllungsverpflichtungen bzw. der tatsächliche Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von den Rückstellungsbeträgen abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich ggf. erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.
Die Voltabox AG erfasst Umsatzerlöse, wenn Leistungsverpflichtungen gegenüber Kunden durch die Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung erfüllt werden. Der Transaktionspreis ist die Gegenleistung, die das Unternehmen für die Übertragung der Güter und Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Variable Transaktionspreisbestandteile wie z.B. Rabatte, Skonti, Vertragsstrafen oder Kundenboni mindern die Umsatzerlöse. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen erfasst die Voltabox AG zeitpunkt- und zeitraumbezogen. Zeitraumbezogen werden Umsatzerlöse entweder in Höhe des Verhältnisses der in der Periode angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten realisiert oder in Höhe des Betrages erfasst, den das Unternehmen in Rechnung stellen darf. Von der Vereinfachung nach IFRS 15.B16 wird kein Gebrauch gemacht. Kosten für die Anbahnung eines Vertrages mit einem Kunden werden als Vermögenswert aktiviert, wenn die Voltabox AG davon ausgeht, dass sie diese Kosten zurückerlangt und diese Kosten direkt zurechenbar sind. Für die Auflösung des Vermögenswertes stellt die Voltabox AG die erfüllten Leistungsverpflichtungen der Gesamtsumme der Leistungsverpflichtungen des betreffenden Vertrages mit Kunden gegenüber.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden folgende Schätzungen und Annahmen getroffen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:
Die beizulegenden Zeitwerte sowie die Aufteilung der Anschaffungskosten auf die erworbenen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden wurden basierend auf Erfahrungswerten und Einschätzungen über künftige Zahlungsmittelzuflüsse bestimmt. Die tatsächlichen Zahlungsmittelzuflüsse können von den erwarteten Beträgen abweichen.
Wie in den Grundsätzen der Rechnungslegung dargestellt, überprüft der Konzern jährlich und sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung auf Geschäfts- und Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. Obwohl der Vorstand davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte.
Zur Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten wurden Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Diskontsätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Zahlungsmitteln, die diese Vermögenswerte generieren, getroffen. Die Annahmen über den Zeitraum und die Höhe der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse basieren auf Erwartungen über die zukünftige Entwicklung des Auftragsbestands mit denjenigen Kunden, mit denen diese Entwicklungsprojekte durchgeführt werden. Die Dauer der betriebsgewöhnlichen Nutzung entspricht der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Seit dem 01.01.2018 wird diese individuell bewertet.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt in Einzelfällen anhand der erwarteten Erlöse abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die tatsächlichen Erlöse und die noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.
Hinsichtlich der Bewertungsabschläge verweisen wir auf die Ausführungen zu den Vorräten im vorherigen Abschnitt.
Annahmen und Einschätzungen sind grundsätzlich für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 sowie für Eventualverbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte.
Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass dann eine Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Schulden erforderlich ist.
Der Betrag der aktiven latenten Steuern, der die passiven latenten Steuern des gleichen Steuersubjektes und der gleichen Steuerbehörde übersteigt, wird nur insoweit angesetzt, wie in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist und damit ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint. Zudem bestehen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Umkehreffekte nach IAS 12.29 a (ii). Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.
Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgten auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der später tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann insofern von den zum Bilanzstichtag bilanzierten sonstigen Rückstellungen abweichen.
Der Ansatz einer identifizierten Eventualverbindlichkeit im Rahmen einer Kaufpreisallokation basiert auf Annahmen, die der Vorstand auf Basis der zum Erwerbszeitpunkt vorliegenden Informationen ableitet.
Grundsätzlich können Voltabox Konzerngesellschaften Parteien in Rechtsstreitigkeiten sein. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet, soweit notwendig, Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt der Vorstand die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage, die formale Geltendmachung eines Anspruchs oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist.
Ermessensentscheidungen werden durch den Vorstand hinsichtlich der Zuordnung des Transaktionspreises zu den Leistungsverpflichtungen vorgenommen. Die Transaktionspreise werden auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die Leistungsverpflichtungen allokiert.
Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten, Materialien, Vertriebsrechten und Dienstleistungen, vermindert um Erlösschmälerungen.
Die Umsatzerlöse der vorangehenden Berichtsperiode von TEUR 27.273 entfielen mit TEUR 23.920 auf das Inland und mit TEUR 3.354 auf das Ausland.
Die Umsatzerlöse werden seit dem Berichtsjahr 2018, insbesondere aufgrund der Erstanwendung des IFRS 15, nach Produktsegmenten und der zeitraum- bzw. zeitpunktbezogenen Realisierung gegliedert
Die Voltabox AG verfügt über die Produktsegmente Voltapower, Voltaforce und Voltamotion. Zudem erfolgt ein getrennter Ausweis nach Regionen.
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| TEUR | Voltapower | Voltaforce | Voltamotion | Konsolidierung | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| davon Inland | 48.945 | 2.124 | 3.098 | ||
| davon EU | 648 | 142 | 0 | ||
| davon Ausland | 13.707 | 53 | 0 | ||
| Summe geografische Gebiete | 63.300 | 2.319 | 3.098 | -1.808 | 66.909 |
| Zeitpunktbezogene Realisierung | 59.309 | 2.319 | 1.788 | ||
| Zeitraumbezogene Realisierung | 3.991 | 0 | 1.310 | ||
| Summe Produkt-Segmente | 63.300 | 2.319 | 3.098 | -1.808 | 66.909 |
| Produktumsatz | 58.480 | 2.289 | 0 | ||
| Dienstleistungsumsatz | 4.820 | 30 | 3.098 | ||
| Summe der Umsatzerlösarten | 63.300 | 2.319 | 3.098 | -1.808 | 66.909 |
Vergleichswerte für das Geschäftsjahr 2017 liegen aufgrund der modifizierten retrospektiven Erstanwendung des IFRS 15 nicht vor.
Im Produktsegment Voltapower werden komplexe Lithium-Ionen-Batteriesysteme für anspruchsvolle industrielle Anwendungen hergestellt. Die Umsätze in diesem Segment wurden im Geschäftsjahr zeitpunkt- und zeitraumbezogen realisiert. Die Umsatzrealisierung erfolgt mit Lieferung und Übertragung der Verfügungsgewalt an den Kunden. Zeitraumbezogene Umsätze ergeben sich aus im vorab vereinbarten Auftragsentwicklungen im Rahmen von langfristigen Fertigungs- und Lieferaufträgen. Es werden branchenübliche Zahlungsbedingungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente genutzt. Variable Gegenleistungen sind regelmäßig nicht vorhanden.
Das Produktsegment Voltaforce umfasst die Entwicklung und die Fertigung standardisierter Lithium-Ionen-Batterien für ausgewählte Segmente im Massenmarkt. Die Umsätze werden zeitpunktbezogen realisiert. Eine Realisierung erfolgt bei Lieferung der Waren. Die Verträge mit Kunden enthalten branchenübliche Zahlungsbedingungen ohne wesentliche Finanzierungskomponenten. Variable Gegenleistungen sind regelmäßig nicht vorhanden. Verträge mit Kunden in diesem Geschäftssegment enthalten Funktionsgarantien bezogen auf den vorgesehenen Verwendungszweck.
Das dritte Produktsegment Voltamotion umfasst Antriebstechnik. Auch in diesem Segment werden Umsätze im Wesentlichen zeitpunktbezogen realisiert. Eine Realisierung erfolgt bei Lieferung der Waren. Die Verträge mit Kunden enthalten branchenübliche Zahlungsbedingungen ohne wesentliche Finanzierungskomponenten. Variable Gegenleistungen sind regelmäßig nicht vorhanden.
Zum 31. Dezember 2018 bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 56.025 (31. Dezember 2017: 22.069 TEUR; 01. Januar 2018: TEUR 22.069) und Vertragsvermögenwerte von TEUR 5.298 (31. Dezember 2017: TEUR 0; 01. Januar 2018: TEUR 127).
Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen oder Vertragsvermögenswerte aus Verträgen mit Kunden erfasst.
Im Geschäftsjahr 2018 enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen folgende Positionen:
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsumrechnung | 1.368 | 49 |
| Erträge aus KFZ-Überlassung an Arbeitnehmer | 91 | 68 |
| Erträge aus Erstattung von Anzahlungen | 117 | |
| Erträge aus Stromladestationen | 30 | |
| Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen | - | 7 |
| übrige sonstige betriebliche Erträge | 532 | 55 |
| Summe der sonstigen betrieblichen Erträge | 2.139 | 179 |
Soweit in der Berichtsperiode Entwicklungsprojekte die Voraussetzungen nach IAS 38.21 sowie IAS 38.57 erfüllen und aktiviert werden, sind unter den anderen aktivierten Eigenleistungen projektbezogene Entwicklungskosten erfasst. Die aktivierten Beträge sind innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen. Daneben beinhalten die aktivierten Eigenleistungen Herstellungskosten von Prüfanlagen.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Projektbezogene Entwicklungskosten | 2.897 | 5.175 |
| Herstellungskosten von Prüfanlagen | 108 | 88 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.005 | 5.263 |
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Aufwendungen für die F&E in Höhe von TEUR 7.935 (Vorjahr: 5.233) erfasst.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 39.289 | 16.320 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.958 | 341 |
| Materialaufwand | 42.247 | 16.661 |
Der Personalaufwand betrug in der abgelaufenen Berichtsperiode TEUR 13.622 (Vorjahr: TEUR 6.709) und gliedert sich wie folgt:
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 12.043 | 5.939 |
| Soziale Abgaben / Aufwendungen für Altersversorgung | 1.579 | 770 |
| Personalaufwand | 13.622 | 6.709 |
Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 164 | 73 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 71 | 26 |
| Personalbestand | 235 | 99 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen die folgenden Positionen:
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Währungsumrechnungen | 228 | |
| Aufwendungen für Konzernumlagen und Verbundleistungen | 1.781 | 1.192 |
| Aufwendungen für Versicherungen | 278 | |
| Aufwendungen für Fremdleistungen für Entwicklungskosten und Prototypenmaterial | 1.504 | 627 |
| Aufwendungen für KFZ, Werbe- und Reisekosten | 992 | |
| Aufwendungen für Gebäude und Miete | 1.386 | 409 |
| Aufwendungen für Fracht und Verpackung | 407 | 338 |
| Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen und IT | 2.070 | |
| Aufwendungen für Gewährleistungen | 323 | |
| übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.937 | 5.744 |
| Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen | 14.607 | 8.310 |
Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Finanzerträge | 2 | 6 |
| Zinserträge | 2 | 6 |
| Finanzierungsaufwendungen | -149 | -703 |
| Sonstige Finanz- und Zinsaufwendungen | -149 | -703 |
| Finanzergebnis | -147 | -697 |
Unter den sonstigen Finanz- und Zinsaufwendungen werden Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 371 (Vorjahr: TEUR 379) erfasst. Diese werden im Rahmen von IAS 23 reduziert.
In nachstehender Übersicht werden die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten untergliedert nach den Bewertungskategorien zusammengefasst. Die Buchwerte der Bewertungskategorien sind im Abschnitt (34) dargestellt.
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| TEUR | 2018 |
|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 2 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 |
| 2 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -149 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 |
| -149 |
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten beinhalten die saldierten Erträge und Aufwendungen aus Zinsen, Fair Value-Bewertungen, Währungsumrechnungen, Wertberichtigungen und Abgangseffekten.
Die Berechnung der inländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2018 in Höhe eines unverändert kombinierten Ertragssteuersatzes von 30,0%. Darin sind einerseits ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15,0% und ein Solidaritätszuschlag von 5,5% enthalten. Andererseits enthält dieser Ertragssteuersatz die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung der Aufteilung des Gewerbesteuermessbetrags auf die Gemeinden, in denen sich die Zweigniederlassungen des Unternehmens befinden. Die Berechnung der ausländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2018 in Höhe eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 27,6% (Vorjahr: 27,6%). Es ergibt sich ein Konzernsteuersatz von 28,8% (Vorjahr: 28,8%).
Der Ertragssteueraufwand im Geschäftsjahr 2018 ergibt sich aus nachfolgender Tabelle.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | 618 | 0 |
| Tatsächliche Steuern Inland | 618 | 0 |
| Tatsächliche Steuern Ausland | 0 | 0 |
| Latente Steuern | 2.268 | 2.998 |
| Latente Steuern Inland | 1.468 | 2.081 |
| Latente Steuern Ausland | 799 | 917 |
| Ertragsteuern | 2.885 | 2.998 |
Die aktivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 458) betreffen zum Ende der Berichtsperiode mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 357) das Inland und mit TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 101) das Ausland. Die passivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 7.650 (Vorjahr: TEUR 4.739) betreffen zum Ende der Berichtsperiode mit TEUR 7.650 (Vorjahr: TEUR 4.739) das Inland und mit TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 101) das Ausland.
Aktivische und passivische latente Steuern wurden im Zusammenhang mit folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Aktivische latente Steuern | Passivische latente Steuern | Aktivische latente Steuern | Passivische latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 5.846 | 0 | 4.691 |
| Sachanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen und übrige Vermögenswerte | 72 | 1.876 | 101 | 149 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verlustvorträge | 0 | 0 | 357 | 0 |
| Aktive und passive latente Steuern vor Saldierung | 72 | 7.722 | 458 | 4.840 |
| Saldierung | -72 | -72 | -101 | -101 |
| Aktive und passive latente Steuern nach Saldierung | 0 | 7.650 | 357 | 4.739 |
In Deutschland sind die Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für die ausländischen Verlustvorträge aus der Voltabox of Texas, Inc. ist die Nutzbarkeit auf 20 Jahre begrenzt. Verlustvorträge der Voltabox of Texas, Inc., die ab dem Geschäftsjahr 2018 entstanden sind, können unbegrenzt vorgetragen werden.
Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden im Inland auf einen Gesamtbetrag von TEUR 4.209 (Vorjahr: 3.397) und im Ausland von TEUR 17.782 (Vorjahr: 12.947) nicht angesetzt.
Folgende Tabelle zeigt die steuerlichen Verlustvorträge nach dem Jahr ihrer Entstehung und dem Jahr, in dem ihre Nutzbarkeit endet:
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| Entstehungsjahr | Betrag (TUSD) | Ende der Nutzbarkeit |
|---|---|---|
| 2014 | 1.761 | 2034 |
| 2015 | 2.916 | 2035 |
| 2016 | 3.155 | 2036 |
| 2017 | 5.115 | 2037 |
| 2018 | 5.946 | unbegrenzt |
Gemäß IAS 12.81 (c) ist der tatsächliche Steueraufwand mit dem Steueraufwand zu vergleichen, der sich bei Verwendung der anzusetzenden Steuersätze auf das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern theoretisch ergeben würde. Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Überleitung vom rechnerischen Steueraufwand zum tatsächlichen Steueraufwand.
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 5.764 | -3.516 |
| Rechnerischer Steueraufwand bei einem Steuersatz von 28,8 % (Vj.: 28,8 %) | 1.660 | -1.013 |
| Nichtansatz latenter Steuern | 1.225 | 1.775 |
| Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | 0 | 2.081 |
| Sonstiges | 0 | 154 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 2.885 | 2.998 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) errechnet sich aus der Division des Ergebnisses der Berichtsperiode und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien betrug in der Berichtsperiode 15.825.000 (Vorjahr: 4.685.753)
Bei einem Ergebnis der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 2.579 (Vorjahr: TEUR -6.514) ergibt sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie (Basic) in Höhe von EUR 0,16 (Vorjahr: EUR -1,39).
Aktienoptionspläne führen grundsätzlich zu einer solchen potenziellen Verwässerung des Ergebnisses je Aktie. Innerhalb des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 bestanden wie im Vorjahr keine Optionsrechte zum Bezug von Aktien der Voltabox AG.
Die Entwicklung und Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte sowie der Sach- und Finanzanlagen ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Erläuterungen zu den Investitionen befinden sich im Lagebericht.
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 16.153 (Vorjahr: TEUR 16.284) aktiviert. Interne Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.005 (Vorjahr: TEUR 5.175) wurden als immaterielle Vermögenswerte in der Berichtsperiode aktiviert. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten aktivierte Fremdkapitalaufwendungen von TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 0). Bezüglich des Entwicklungsaufwands des Geschäftsjahres verweisen wir auf Abschnitt "Sonstige Steuerungsgrößen" des zusammengefassten Lageberichts.
Die Abschreibungen der Berichtsperiode betragen TEUR 2.491 (Vorjahr: TEUR 1.365). Die Abschreibungsdauer der Entwicklungsprojekte beträgt einheitlich 4 Jahre ab Beginn der Serienfertigung.
Die aktivierten Entwicklungskosten wurden gemäß IAS 36 einem Wertminderungstest unterzogen. Der Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36 betrug im Berichtsjahr TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 0).
Der erzielbare Betrag der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf einer vom Vorstand verabschiedeten Umsatzplanung basieren. Die Umsatzplanung beinhaltet einen Planungszeitraum von fünf Jahren, das Wachstum wird für jedes Produkt entsprechend den vorliegenden Marktanalysen festgelegt. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete risikoadjustierte Diskontierungsfaktor beträgt 4%.
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) und der in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standards IAS 36 (Impairment of Assets) und IAS 38 (Intangible Assets) unterliegen Geschäfts- und Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen.
Hierbei werden Geschäfts- oder Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, jährlich auf eine mögliche Wertminderung überprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung auch häufiger durchzuführen.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden im Voltabox-Konzern die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit", CGU) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag ("Recoverable Amount"), d. h. dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis ("Fair Value less Costs to Sell") und seinem Nutzungswert ("Value in Use"), verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust ("Impairment Loss") vor. Der erzielbare Betrag wird durch die Ermittlung des Nutzwertes mittels der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Die Cashflows zur Bestimmung der Nutzungswerte wurden auf der Grundlage der Mittelfristplanung des Managements ermittelt. Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung unter Berücksichtigung von bereits initiierten strategischen und operativen Maßnahmen zur Geschäftsfeldsteuerung. Der Zeitraum für den Detail-Planungshorizont beträgt in der Regel fünf Jahre.
Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Eigenkapitalkosten werden dabei aus einer Peer Group-Analyse des relevanten Marktes und damit aus verfügbaren Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze, sog. WACC vor Steuern, die zur Diskontierung der Cashflows angewandt worden sind, liegen bei 15,3%. Die Wachstumsannahme nach dem Detailplanungszeitraum beträgt 1%.
Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung ("Impairment Test") zum 31. Dezember 2018 hat sich kein Hinweis auf eine Wertminderung ergeben.
Der Firmenwerte zum 31. Dezember 2018 können folgenden CGU zugeordnet werden:
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| Gesellschaft | Betrag | CGU |
|---|---|---|
| ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH | 4.121 | EUROPA |
| Voltabox of Texas, Inc. | 3.187 | NORDAMERIKA |
| Concurrent Design, Inc. | 2.580 |
Die Abschreibungen der Berichtsperiode betragen TEUR 1.116 (Vorjahr: TEUR 1.065). Das Grundstück und das Gebäude in den USA sind durch Grundpfandrechte zur Sicherung von langfristigen Bankkrediten belastet.
Teile des beweglichen Anlagevermögens werden über Finanzierungsleasingverträge finanziert, die regelmäßig eine Laufzeit von 4 bis 5 Jahren haben. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert. Der Nettobuchwert der aktivierten Vermögenswerte aus den Finanzierungsleasingverträgen zum 31. Dezember 2018 beträgt TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 58). Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten betragen TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 58) und werden als Verbindlichkeiten zu ihrem Barwert passiviert. Die aktivierten Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen betreffen ausschließlich technische Anlagen und Maschinen. Der überwiegende Teil der Leasingverträge enthält Regelungen über den Eigentumsübergang ohne weitere Zahlungen nach vollständiger Erfüllung aller Verpflichtungen während der Grundmietzeit (Vollamortisation). Im Übrigen wurden keine festen Vereinbarungen über die weitere Nutzung der Leasinggegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit getroffen. Voltabox geht jedoch davon aus, dass die Leasinggegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit günstig erworben beziehungsweise zu einem günstigen Mietzins weiter genutzt werden können.
Die geleisteten Anzahlungen für Maschinen und Anlagen betrugen im Berichtsjahr TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 19).
Im Berichtsjahr betrug der Aufwand aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 346).
Langfristige sonstige Vermögenswerte enthalten per 31. Dezember 2018 eine Mietvorauszahlung von TEUR 3.549 (31. Dezember 2017: TEUR 0) und Contract Assets von TEUR 1.437 (31. Dezember 2017: TEUR 0; 01. Januar 2018: TEUR 127). Die Mietvorauszahlung stellt eine Anzahlung im Rahmen eines Immobilien-Operate-Lease dar.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 8.829 | 3.960 |
| Unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen | 8.262 | 246 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 10.137 | 0 |
| Vorräte | 27.228 | 4.206 |
Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode wie im Vorjahr ebenfalls nicht vorgenommen. Wertminderungen auf Vorräte wurden in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 953 (Vorjahr: TEUR 698) vorgenommen. Zum Bilanzstichtag dienten wie im Vorjahr keine Vorräte der Besicherung von Verbindlichkeiten.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leitet sich wie folgt her:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto | 56.025 | 22.137 |
| abzgl. Wertberichtigungen | 0 | 68 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 56.025 | 22.069 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, sofern möglich und durch den Vorstand beabsichtigt, im Rahmen des Factorings abgetreten. Zum Stichtag sind keine Forderungen vorhanden, deren Abtretung im folgenden Berichtsjahr im Rahmen des Factorings erfolgen wird. Daher sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Bewertungskategorie AC nach IFRS 9 zugeordnet. Die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| TEUR | Buchwert | davon weder wertgemindert noch überfällig | davon wie folgt überfällig aber nicht wertgemindert | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 0 - 30 Tage | 30 - 60 Tage | 60 - 90 Tage | >90 Tage | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 56.025 | 54.234 | 22 | 1.681 | 45 | 42 |
| Erfasste Wertminderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nettobetrag | 56.025 | 54.234 | 22 | 1.681 | 45 | 42 |
| 31.12.2017 | 0 - 30 Tage | 30 - 60 Tage | 60 - 90 Tage | > 90 Tage | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22.069 | 20.721 | 559 | 403 | 385 | 1 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungsbestands lagen zum Bilanzstichtag keinerlei Hinweise vor, die darauf hindeuten, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Gegenüber einem Kunden, Triathlon Batterien GmbH, bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem verlängerten Zahlungsziel. Es sind keine überfälligen Forderungen gegenüber dem Kunden vorhanden. Seit dem 01. Januar 2019 werden übliche Zahlungsziele verwendet.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| AC | FVPL | FVOCI | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sperrkonto für Veritätsgarantie | 0 | 0 | 0 | 31 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 165 | 0 | 0 | 43 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 3.988 | 0 | 0 | |
| Übrige Vermögenswerte | 2.330 | 0 | 0 | 182 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 6.483 | 0 | 0 | 256 |
Die übrigen Vermögenswerte enthalten Umsatzsteuer-Forderungen in Höhe von TEUR 2.005 (Vorjahr: TEUR 67).
Die Voltabox AG verpfändet im Rahmen des Factorings eine Sichteinlage zugunsten der FactoringBank. Dieses Konto sichert die Veritätsgarantie der Voltabox AG für verkaufte Forderungen ab. Übrige Kontensalden mit Kreditinstituten können im Insolvenzfall auf sämtliche zwischen den betreffenden Kontrahenten bestehende Guthaben und Verbindlichkeiten aufgerechnet werden.
Die Überfälligkeiten der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| TEUR | Buchwert | davon weder wertgemindert noch überfällig | davon wie folgt überfällig aber nicht wertgemindert | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 - 30 Tage | 30 - 60 Tage | 60 - 90 Tage | >90 Tage | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2018 | ||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 6.483 | 6.483 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2017 | ||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 256 | 256 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten lagen zum 31. Dezember 2018 keine Anhaltspunkte vor, dass nennenswerte Zahlungsausfälle eintreten werden.
Die Kassenbestände und Bankguthaben sind zum Nennbetrag bilanziert. Die flüssigen Mittel beinhalten mit TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 1) den Kassenbestand und mit TEUR 28.232 (Vorjahr: TEUR 102.678 Bankguthaben.
Die Voltabox betreibt kein Cash-Pooling mit Konzerngesellschaften und dem Mutterunternehmen.
Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Eigenkapitals für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 ist in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Das Grundkapital der Voltabox AG beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 15.825 (31. Dezember 2017: TEUR 15.825).
Am 18. Mai des vorherigen Geschäftsjahres erfolgte eine Umwandlung der Voltabox Deutschland GmbH in die Voltabox AG. Diese wurde am 18. Mai 2017 in das Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital betrug zu diesem Zeitpunkt TEUR 100. Nach dem Beschluss zur Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in Höhe von TEUR 9.900 vom 6. September 2017 (Eintragung im Handelsregister erfolgte am 21. September 2017) und einer weiteren Erhöhung um TEUR 5.000 (Beschluss vom 22. September, Handelsregistereintrag am 11. Oktober 2017) sowie einer Erhöhung um TEUR 825 aus einer Mehrzuteilungsoption beträgt das Grundkapital der Voltabox AG per 31. Dezember 2017 insgesamt TEUR 15.825 (Vorjahr: TEUR 100) und ist in 15.825.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt.
Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 127.992 (Vorjahr: TEUR 127.992). Im Vorjahr erfolgt eine Einstellung des Erlöses aus dem Börsengang abzüglich der Transaktionskosten in Höhe von TEUR 7.227.
Darlehensgewährungen der Voltabox AG an die Voltabox of Texas, Inc. stellen eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Daraus entstandene Währungskurseffekte werden erfolgsneutral im Eigenkapital in der Währungsumrechnungsrücklage ausgewiesen. Darüber hinaus betrifft dieser Posten Währungsumrechnungskursdifferenzen aus der Stichtagsumrechnung des Jahresabschlusses der im Konzernabschluss einbezogenen Voltabox of Texas, Inc. Die Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember 2018 beträgt TEUR 474 (Vorjahr: TEUR 770).
Ab dem Geschäftsjahr 2015 bestand zwischen der paragon AG (nun paragon GmbH & Co. KGaA) und der Voltabox AG (vor Umwandlung Voltabox Deutschland GmbH) ein Ergebnisabführungsvertrag. Durch Umwandlung der Voltabox Deutschland GmbH in die Voltabox AG und der Aufnahme von Minderheitsgesellschaftern durch den Börsengang zum 13. Oktober 2017 endet der Vertrag gemäß § 307 AktG zum 31. Dezember 2017.
Somit wurde letztmalig zum 31. Dezember 2017 ein HGB Ergebnis in Höhe von TEUR -9.930 abgeführt.
Anpassung der Vorjahreswerte nach IAS 8
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| TEUR - vor Korrektur | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage |
| --- | --- | --- |
| 1. Januar 2017 | 100 | 1.244 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 15.725 | 125.140 |
| Ausschüttung | 0 | 0 |
| Gewinn-/Verlustübernahme | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2017 | 15.825 | 126.384 |
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| Bilanzgewinn | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR - vor Korrektur | Neubewertungsrücklage | Rücklage aus der Währungsumrechnung | Gewinnvortrag | Konzernergebnis |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2017 | 0 | 0 | 4.108 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 9.692 |
| Währungsumrechnung | 0 | -1.019 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | -1.019 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | -1.019 | 0 | 9.692 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gewinn-/Verlustübernahme | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2017 | 0 | -1.019 | 4.108 | 9.692 |
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| TEUR - vor Korrektur | Gesamt |
|---|---|
| 1. Januar 2017 | 5.452 |
| Konzernergebnis | 9.692 |
| Währungsumrechnung | -1.019 |
| Sonstiges Ergebnis | -1.019 |
| Gesamtergebnis | 8.673 |
| Kapitalerhöhung | 140.865 |
| Ausschüttung | 0 |
| Gewinn-/Verlustübernahme | 0 |
| 31. Dezember 2017 | 154.990 |
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| TEUR - nach Korrektur | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage |
| --- | --- | --- |
| 1. Januar 2017 | 100 | 1.244 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 15.725 | 126.748 |
| Ausschüttung | 0 | 0 |
| Gewinn-/Verlustübernahme | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2017 | 15.825 | 127.992 |
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| Bilanzgewinn | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR - nach Korrektur | Neubewertungsrücklage | Rücklage aus der Währungsumrechnung | Gewinnvortrag | Konzernergebnis |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2017 | 0 | 0 | 4.108 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | -6.514 |
| Währungsumrechnung | 0 | 770 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 770 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 770 | 0 | -6.514 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gewinn-/Verlustübernahme | 0 | 0 | 9.930 | 0 |
| 31. Dezember 2017 | 0 | 770 | 14.038 | -6.514 |
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| TEUR - nach Korrektur | Gesamt |
|---|---|
| 1. Januar 2017 | 5.452 |
| Konzernergebnis | -6.514 |
| Währungsumrechnung | 770 |
| Sonstiges Ergebnis | 770 |
| Gesamtergebnis | -5.744 |
| Kapitalerhöhung | 142.473 |
| Ausschüttung | 0 |
| Gewinn-/Verlustübernahme | 9.930 |
| 31. Dezember 2017 | 152.111 |
Die Verbindlichkeiten aus Finance Leasing-Verhältnissen, die im Wesentlichen technische Anlagen betreffen, sind gemäß IAS 17 mit ihrem Barwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Der ausgewiesene Tilgungsanteil lässt sich wie folgt herleiten:
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| TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 18 | 26 | 0 | 44 | 62 |
| Zukünftige Zinszahlungen | -1 | -1 | 0 | -2 | -4 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Leasing (Tilgungsanteil) | 25 | 17 | 0 | 42 | 58 |
| davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 17 | 16 | |||
| davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 25 | 42 |
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen insgesamt TEUR 3.681 (Vorjahr: TEUR 4.065), wobei Besicherungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.681 (Vorjahr: TEUR 4.065) bestehen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden für Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 3.280 (Vorjahr: TEUR 3.239) und durch die Sicherungsübereignung von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 970 (Vorjahr: TEUR 970) besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besitzen eine Laufzeit von:
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| TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.539 | 141 | 0 | 3.680 | 4.064 |
Für die fest vereinbarten Kredite besteht kein Zinsänderungsrisiko. Für Darlehen mit variabel vereinbartem Zins von TEUR 3.280 (Vorjahr: TEUR 3.239) besteht ein Zinsänderungsrisiko (siehe Abschnitt (35).
Die Verbindlichkeiten werden der IFRS 9 Bewertungskategorie AC zugeordnet.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten folgende Posten:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 2.392 | 1.169 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 2.369 | 86 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.761 | 1.255 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen aus ausstehenden Urlaubsansprüchen sowie Mitarbeiterboni und -tantiemen.
Die sonstigen übrigen Verbindlichkeiten besitzen eine Laufzeit von:
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| TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 2.392 | 0 | 0 | 2.392 | 1.169 |
| davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 0 | 0 | |||
| davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen | 2.392 | 1.169 |
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten werden der IFRS 9 Bewertungskategorie AC zugeordnet.
Die sonstigen Rückstellungen sind ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig und entwickelten sich wie folgt:
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| TEUR | 01.01.2018 | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Rückstellungen | 142 | 65 | 0 | 390 | 467 |
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Garantie- und Gewährleistung von TEUR 433 (TEUR 67) sowie TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 10) für Rücknahmeverpflichtungen für Altbatterien sowie übrige Rückstellungen enthalten. Für die Ermittlung der Rückstellung vor dem Hintergrund der Rücknahmeverpflichtungen von Altbatterien wurden eine Rücklaufquote von 70 % sowie eine Wiederverwertbarkeit von 75 % der zurückgenommenen Batterien angenommen. Aufgrund möglicher zukünftiger Erträge aus Rohstoffverwertung wurde eine Bandbreite der zu bildenden Rückstellung ermittelt. Die Rückstellung bemisst sich zum Jahresabschluss an den wahrscheinlich anfallenden abgezinsten Entsorgungskosten.
Dieser Abschnitt gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Finanzinstrumente der Voltabox AG. Die folgende Übersicht fasst die Buchwerte der im Konzernabschluss enthaltenen Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien der IAS / IFRS zusammen:
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| TEUR | 01.01.- 31.12.2018 | 01.01.- 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 107.441 | 135.417 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 107.441 | 135.417 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 18.297 | 10.723 |
| Latente Steuern Ausland | 0 | 0 |
| 18.297 | 10.723 |
Die Voltabox AG hat keine Umgliederungen zwischen diesen Kategorien im Geschäftsjahr 2018 vorgenommen.
Die Buch- und Zeitwerte der kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte betragen zum Stichtag
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| 31.12.2018 | AC | FVPL | FVOCI | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | FV | BW | FV | BW | FV |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||||
| Flüssige Mittel | 28.234 | 28.234 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 56.025 | 56.025 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen nahestehende Personen | 11.683 | 11.683 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 11.469 | 11.233 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Aktiva | 107.411 | 107.175 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PASSIVA | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.722 | 3.722 | 0 | 0 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.257 | 9.257 | 0 | 0 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.318 | 5.318 | 0 | 0 | ||
| Summe Passiva | 18.297 | 17.955 | 0 | 0 |
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| 01.01.2018 | AC | FVPL | FVOCI | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | FV | BW | FV | BW | FV |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||||
| Flüssige Mittel | 102.679 | 102.679 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22.069 | 22.069 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen nahestehende Personen | 10.413 | 10.413 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 256 | 256 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Aktiva | 135.417 | 135.417 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PASSIVA | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.064 | 4.064 | 0 | 0 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.404 | 5.404 | 0 | 0 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.255 | 1.255 | 0 | 0 | ||
| Summe Passiva | 10.723 | 10.723 | 0 | 0 |
Nachfolgend wird die Vorjahresangabe zum 31. Dezember 2017 aus dem Geschäftsbericht 2017 nach IAS 39 dargestellt. Aufgrund der unwesentlichen Effekte wird auf eine Überleitungsrechnung von IAS 39 auf IFRS 9 verzichtet.
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| 31.12.2017 | Nominalwert | Fortgeführte Anschaffungskosten | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | FV | BW | FV |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||
| Flüssige Mittel | 102.679 | 102.679 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22.069 | 22.069 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 256 | 256 | ||
| Summe Aktiva | 102.679 | 102.679 | 22.325 | 22.325 |
| PASSIVA | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.064 | 4.070 | ||
| Finance Lease | 58 | 59 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.591 | 3.591 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.255 | 1.255 | ||
| Summe Passiva | 0 | 0 | 8.968 | 8.975 |
Die Voltabox AG hält keine Barsicherheiten und nimmt keine bilanziellen Saldierungen vor. Derivative Finanzinstrumente, Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in der Konzernbilanz brutto ausgewiesen.
Die Voltabox AG verpfändet im Rahmen des Factorings eine Sichteinlage zugunsten der FactoringBank. Dieses Konto sichert die Veritätsgarantie der Voltabox AG für verkaufte Forderungen ab. Übrige Kontensalden mit Kreditinstituten können im Insolvenzfall auf sämtliche zwischen den betreffenden Kontrahenten bestehende Guthaben und Verbindlichkeiten aufgerechnet werden. Gegenwärtig hat Voltabox weder einen Rechtsanspruch auf Verrechnung noch beabsichtigt Voltabox, einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Es sind keine wesentlichen Saldierungspotenziale beteiligter Parteien im Insolvenzfall vorhanden.
Die Voltabox AG hat keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheit für finanzielle Schulden gestellt. Voltabox hält keine Sicherheiten im Hinblick auf finanzielle Vermögenswerte.
Voltabox unterscheidet einbringliche von zweifelhaften beziehungsweise notleidenden und uneinbringlichen finanziellen Vermögenswerten. Für einbringliche finanzielle Vermögenswerte erfolgt die Abwertung nach dem erwarteten 12-Monats Kreditverlust. Für zweifelhaftes beziehungsweise notleidendes Finanzvermögen erfolgt eine Abwertung in Höhe des bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverlusts. Uneinbringliche Forderungen werden als Abgang erfasst. Eine Forderung gilt aus notleidend (Definition of Default), wenn wesentliche Gründe dafür sprechen, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Voltabox nicht nachkommt.
Die folgende Übersicht fasst die Kreditqualität und das maximale Ausfallrisiko der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte nach den zuvor genannten Kategorien zusammen:
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| 31.12.2018 TEUR |
Kreditqualität | Behandlung | Bruttobuchwert | Wertberichtigung | Nettobuchwert |
|---|---|---|---|---|---|
| Darlehen | einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 |
| einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |||
| Sonstige Forderungen | einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 |
| einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | lifetime ECL | simplified approach | 56.025 | 0 | 56.025 |
| lifetime ECL | simplified approach | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 56.025 | 0 | 56.025 | |||
| Forderungen gegen nahestehende Personen | einbringlich | 12-month ECL | 11.683 | 0 | 11.683 |
| einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 11.683 | 0 | 11.683 | |||
| Flüssige Mittel | einbringlich | 12-month ECL | 28.234 | 0 | 28.234 |
| einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 28.234 | 0 | 28.234 |
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| 01.01.2018 TEUR |
Kreditqualität | Behandlung | Bruttobuchwert | Wertberichtigung | Nettobuchwert |
|---|---|---|---|---|---|
| Darlehen | einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 |
| einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |||
| Sonstige Forderungen | einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 |
| einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | lifetime ECL | simplified approach | 22.069 | 0 | 22.069 |
| lifetime ECL | simplified approach | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 22.069 | 0 | 22.069 | |||
| Forderungen gegen nahestehende Personen | einbringlich | 12-month ECL | 10.413 | 0 | 10.413 |
| einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 10.413 | 0 | 10.413 | |||
| Flüssige Mittel | einbringlich | 12-month ECL | 102.679 | 0 | 102.679 |
| einbringlich | 12-month ECL | 0 | 0 | 0 | |
| notleidend | lifetime ECL | 0 | 0 | 0 | |
| 102.679 | 0 | 102.679 |
Wertberichtigungen zu Darlehen und zu sonstigen Forderungen erfasst Voltabox unter Berücksichtigung vergangener Ereignisse und Erwartungen zur künftigen Entwicklung des Kreditrisikos. Die Methoden zur Bemessung der Wertberichtigung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Der Saldo der Wertberichtigungen hat sich wie folgt entwickelt:
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| TEUR | ||
|---|---|---|
| 01.01.2018 | 68 | |
| Anpassungen durch Veränderungen der Bonitätsparameter | ||
| Erhöhung aus Neubewertung von Forderungen | 0 | |
| Reduzierung aufgrund von Wertaufholungen | 0 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Reduzierung aufgrund der Ausbuchung von Vermögenswerten | -68 | |
| Erhöhung aufgrund der Aktivierung von Vermögenswerten | 0 | |
| 31.12.2018 | - |
Bei den flüssigen Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben. Voltabox legt Zahlungsmittelbestände ausschließlich bei Banken mit höchster Kreditwürdigkeit und Ausfallwahrscheinlichkeiten nahe Null an. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf die Erfassung der Wertberichtigung verzichtet. Bei einer signifikanten Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit sind die Konzerngesellschaften angewiesen, Zahlungsmittelbestände unverzüglich abzuziehen. Aus diesem Grund entfallen die Zahlungsmittelbestände entweder auf Kategorie einbringlich (12-month ECL) oder uneinbringlich (Lifetime ECL). Die Veränderung der Buchwerte der uneinbringlichen Zahlungsmittelbestände ist auf die Währungsumrechnung zurückzuführen.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Forderung gegenüber einem einzelnen Kunden in Höhe von TEUR 47.919 (Vorjahr: TEUR 19.533) enthalten. Hieraus werden keine Kreditausfälle erwartet. Zu diesem Zweck greift der Konzern auf externe Bonitätseinschätzungen zurück. Die Forderung ist in Teilbeträgen abgesichert.
Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden - dem vereinfachten Ansatz nach IFRS 9.5.5.15 entsprechend - durchgängig mit dem bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverlust bewertet.
Bei der Ermittlung der Wertberichtigung werden die Forderungen in Risikokategorien unterteilt und mit unterschiedlichen Wertminderungssätzen belegt. Forderungen werden abgeschrieben, wenn sich ein Schuldner in schwerwiegenden finanziellen Schwierigkeiten befindet und keine Aussicht auf Eintreibung besteht.
Gesellschaften der Voltabox Gruppe ermitteln das Ausfallrisiko nach individuellen Ansätzen unter Berücksichtigung geschäftsbereichsspezifischer Risiken. Dabei greifen die Gesellschaften unter anderem auf Daten der Schufa, historische Ausfallraten und kundenindividuelle zukunftsbezogene Kreditrisikoanalysen zurück. Die Voltabox AG verfügt über keinen wesentlichen Bestand überfälliger Vermögenswerte.
Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber dem Mutterunternehmen paragon GmbH & Co. KGaA. Die Buchwerte entsprechen dem Fair Value der Forderungen und Verbindlichkeiten. Da es sich hierbei nicht um Posten gegenüber Konzernexternen handelt, unterbleiben bezüglich dieser Forderungen und Verbindlichkeiten weitere Angaben in diesem und dem folgenden Abschnitt.
Der nachfolgende Abschnitt erläutert die Positionen des Konzerns im Hinblick auf finanzielle Risiken und wie sich diese auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in der Zukunft auswirken können.
Marktpreisschwankungen können für Voltabox zu erheblichen Cashflow- sowie Gewinnrisiken führen. Änderungen der Fremdwährungskurse und der Zinssätze beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten. Zur Optimierung der finanziellen Ressourcen innerhalb des Konzerns werden die Risiken aus der Entwicklung der Zinssätze und der Wechselkurse kontinuierlich analysiert und somit die laufenden Geschäfts- und Finanzmarktaktivitäten gesteuert und überwacht. Die Steuerung erfolgt unter Mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten.
Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben.
Aus verschiedenen Methoden der Risikoanalyse und des Risikomanagements hat Voltabox ein innerbetriebliches System der Sensitivitätsanalyse implementiert. Die Sensitivitätsanalyse ermöglicht es dem Konzern, Risikopositionen in den Geschäftseinheiten zu identifizieren. Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert das Risiko, das sich innerhalb der gegebenen Annahmen realisieren kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden. Hierzu wird unterstellt:
| ― | eine Aufwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen um 10 Prozentpunkte |
| ― | eine Parallelverschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt) |
Die potenziellen Auswirkungen aus der Sensitivitätsanalyse stellen Abschätzungen dar und basieren auf der Annahme, dass die unterstellten negativen Marktveränderungen eintreten. Die tatsächlichen Auswirkungen können sich hiervon, aufgrund abweichender Marktentwicklungen, deutlich unterscheiden.
Voltabox ist aufgrund der internationalen Ausrichtung im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursschwankungen können zu nicht erwünschten Ergebnis- und Liquiditätsschwankungen führen. Für Voltabox ergibt sich das Währungsrisiko aus den Fremdwährungspositionen und den möglichen Änderungen der entsprechenden Wechselkurse. Die Unsicherheit der künftigen Entwicklung wird hierbei als Wechselkursrisiko bezeichnet. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen Voltabox Finanzinstrumente eingeht. Voltabox begrenzt das Risiko, indem es Einkäufe und Verkäufe von Waren und Dienstleistungen hauptsächlich in der jeweiligen Landeswährung abrechnet.
Die Sensitivität auf Schwankungen der Fremdwährungen ermittelt Voltabox durch Aggregation der Nettowährungsposition des operativen Geschäfts, welches nicht in der funktionalen Währung des Konzerns abgebildet wird. Dabei wird die Sensitivität durch Simulation einer 10 % Abwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen berechnet. Die simulierte Aufwertung des Euro hätte zum 31. Dezember 2018 zu einer Veränderung zukünftiger Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 414 (Vorjahr: TEUR 189) geführt. Soweit zukünftige Einkäufe nicht gegen Währungsrisiken gesichert sind, hätte eine Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage, da bei dem Konzern die Fremdwährungsabflüsse die Fremdwährungszuflüsse übersteigen.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über das Nettofremdwährungsrisiko nach den einzelnen Hauptwährungen zum 31. Dezember 2018. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| USD | Übrige | USD | Übrige | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Transaktionsbezogenes Fremdwährungsrisiko | ||||
| Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen | 1.167 | 264 | 1.673 | 0 |
| Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.167 | 264 | 1.673 | 0 | |
| Netto-Exposure Fremdwährungspositionen | 1.167 | 264 | 1.673 | 0 |
| Veränderung der Fremdwährungspositionen durch 10% Aufwertung des Euro | 117 | 26 | 186 | 0 |
Das Zinsrisiko umfasst jegliche Auswirkung einer Veränderung der Zinsen auf das Ergebnis und das Eigenkapital. Zinsrisiken resultieren aus Änderungen der Marktzinssätze, vor allem bei mittel- und langfristig variabel verzinslichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Bei den verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten, bei denen ein Festzins vereinbart ist.
Bei variabel verzinsten finanziellen Verbindlichkeiten wird das Zinsrisiko grundsätzlich durch eine Cashflow Sensitivität gemessen. Zum Ende der Berichtsperiode befinden sich am 31. Dezember 2018 TEUR 3.239 (Vorjahr: TEUR 3.239) variabel verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten im Bestand des Voltabox Konzerns. Aus einer Änderung des Zinsniveaus (+1 / -1 Prozentpunkt) resultiert folgendes Cashflow Risiko:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| + 1% | - 1% | + 1% | - 1% | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow Risiko | ||||
| aus variabel verzinsten Finanzinstrumenten | -32 | 32 | -32 | 32 |
Das Liquiditätsrisiko, das heißt das Risiko, dass Voltabox möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch ein flexibles Cash-Management begrenzt. Zum 31. Dezember 2018 standen Voltabox Zahlungsmittel und Äquivalente in Höhe von TEUR 28.234 (Vorjahr: TEUR 102.679) zu Verfügung. Freie Kontokorrentlinien standen zum 31. Dezember 2018 nicht zur Verfügung (Vorjahr: TEUR 3.000). Zusätzlich zu den oben genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt der Konzern kontinuierlich die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, um sich bietende vorteilhafte Finanzierungsmöglichkeiten nutzen zu können.
Die folgende Tabelle zeigt zum 31. Dezember 2018 Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten:
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| TEUR | 2019 | 2020 - 2024 | 2025 und danach |
|---|---|---|---|
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.539 | 141 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease | 25 | 17 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.257 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 557 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.761 | 0 | 0 |
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 18.139 | 158 | 0 |
Die Nettoliquidität bzw. die Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Finance Leasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 28.234 | 102.679 |
| Summe Liquidität | 28.234 | 102.679 |
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 3.564 | 574 |
| Langfristige Finanzschulden | 158 | 3.548 |
| Summe Finanzschulden | 3.722 | 4.122 |
| Nettoverschuldung | 24.512 | 98.557 |
Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Eventualverbindlichkeiten wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden.
Ein Kreditrisiko ist definiert als finanzieller Verlust, der entsteht, wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko besteht daher maximal in der Höhe der des positiven beizulegenden Zeitwerts der betreffenden Zinsinstrumente. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken ist eine Hauptaufgabe des Risikomanagementsystems. Voltabox führt für alle Kunden mit einem Kreditbedarf, der über bestimmte definierte Grenzen hinausgeht, Kreditprüfungen durch. Der Konzern überwacht das Kreditrisiko fortlaufend. Zur Steuerung des Kreditrisikos hat die Voltabox AG verschiedene Bonitätsbeurteilungsinstrumente eingerichtet. Vor Annahme eines Auftrags wird eine Bonitätsprüfung anhand der für den Kunden verfügbaren Kreditwürdigkeitsdaten vorgenommen. Aus den Ergebnissen der Bonitätsprüfung werden Kreditrisikoklassen und Kreditlimits festgelegt. Bei Überschreitung der Kreditlimits bedürfen weitere Geschäftsabschlüsse der ausdrücklichen Zustimmung des Vorstandes. Regelmäßig werden derartige Geschäfte nur gegen Vorkasse oder nach einer Hinterlegung zusätzlicher Sicherheiten, wie etwa Bankbürgschaften, abgewickelt.
Aus der Zahlungszielverlängerung mit dem Kunden Triathlon im Geschäftsjahr 2017 ergab sich eine Erhöhung der Relevanz Adressausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferung und Leistungen im Vorjahresvergleich. Der Konzern ordnet der Relevanz dieser Risikoposition eine entsprechende Bedeutung ein, wenn gleich sich keine Erhöhung der dahinterstehenden Einzelrisiken ergeben hat. Die Relevanz des Adressausfallrisikos im Allgemeinen ist im Geschäftsjahr 2018 unverändert und baut sich voraussichtlich im folgenden Geschäftsjahr ab.
Zum 31. Dezember 2018 bestehen keine Haftungsverhältnisse und nicht bilanzierte Eventualforderungen oder Eventualschulden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bestellobligo | 87.897 | 31 | 0 | 87.928 | 20.355 |
| Verpflichtungen aus Mietverhältnissen | 337 | 4.732 | 7.099 | 12.168 | 284 |
| Sonstige Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bürgschaften | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 88.234 | 4.763 | 7.099 | 100.096 | 20.639 |
Das Bestellobligo umfasst Bestellpositionen aus dem Anlagevermögen und dem Vorratsvermögen.
Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2018
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| Anschaffungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 01.01.2018 | Währungsänderung | Zugänge | Zugänge Kons.-Kreis | Abgänge | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 439 | 28 | 8.546 | 4.087 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.187 | -182 | 0 | 6.701 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 18.278 | 128 | 3.397 | 0 | 1.788 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 21.904 | -26 | 11.943 | 10.788 | 1.788 | 0 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 5.888 | 278 | 341 | 0 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.172 | 12 | 282 | 24 | 13 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.947 | 244 | 661 | 115 | 0 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 19 | 336 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe Sachanlagen | 11.026 | 534 | 1.620 | 139 | 13 | 0 |
| Summe gesamt | 32.930 | 509 | 13.563 | 10.927 | 1.801 | 0 |
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| Anschaffungskosten | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2018 | 01.01.2018 | Währungsänderung | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13.099 | 159 | 5 | 1.204 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.706 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 20.015 | 2.077 | 16 | 1.661 | 0 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 42.821 | 2.236 | 22 | 2.865 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 6.507 | 315 | 16 | 137 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.477 | 1.526 | 90 | 590 | 4 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.967 | 1.060 | 3 | 389 | -4 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 355 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 13.306 | 2.901 | 109 | 1.116 | 0 | 0 |
| Summe gesamt | 56.127 | 5.137 | 131 | 3.982 | 0 | 0 |
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| TEUR | Abschreibungen 31.12.2018 | Buchwert 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.369 | 11.731 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 9.706 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 3.754 | 16.261 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 5.123 | 37.698 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Gebäude | 468 | 6.039 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.202 | 1.274 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.456 | 1.510 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 355 |
| Summe Sachanlagen | 4.126 | 9.179 |
| Summe gesamt | 9.250 | 46.876 |
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| Anschaffungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 01.01.2017 | Währungsänderung | Zugänge | Zugänge Kons.- Kreis | Abgänge | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 283 | -17 | 173 | 0 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.187 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 13.518 | -414 | 5.174 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 16.988 | -431 | 5.347 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 6.513 | -795 | 170 | 0 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.056 | -35 | 290 | 0 | 565 | 426 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.576 | -45 | 270 | 0 | 39 | 185 |
| Geleistete Anzahlungen | 379 | 0 | 251 | 0 | 0 | -611 |
| Summe Sachanlagen | 11.524 | -875 | 981 | 0 | 604 | 0 |
| Summe gesamt | 28.512 | -1.306 | 6.328 | 0 | 604 | 0 |
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| Anschaffungskosten | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2017 | 01.01.2017 | Währungsänderung | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 439 | 123 | -23 | 59 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.187 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 18.278 | 770 | 1 | 1.306 | 0 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 21.904 | 893 | -22 | 1.365 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Gebäude | 5.888 | 209 | -32 | 138 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.172 | 1.284 | -15 | 468 | 211 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.947 | 654 | -17 | 459 | 36 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 19 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 11.026 | 2.147 | -64 | 1.065 | 247 | 0 |
| Summe gesamt | 32.930 | 3.040 | -86 | 2.430 | 247 | 0 |
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| TEUR | Abschreibungen 31.12.2017 | Buchwert 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 159 | 280 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 3.187 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 2.077 | 16.201 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 2.236 | 19.668 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Gebäude | 315 | 5.573 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.526 | 1.646 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.060 | 887 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 19 |
| Summe Sachanlagen | 2.901 | 8.125 |
| Summe gesamt | 5.137 | 27.793 |
In der Konzernkapitalflussrechnung werden nach IAS 7 (Cash Flow Statements) die Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß IAS 7.18b aufgestellt. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel soweit diese kurzfristig verfügbar sind.
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 28.233 | 102.678 |
| Kassenbestände | 1 | 1 |
| Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel) | 28.234 | 102.679 |
Ergänzend zum Konzernanhang 2017 weisen wir darauf hin, dass sich aus der Zahlungszielverlängerung mit dem Kunden Triathlon ein negativer Effekt auf den operativen Cashflow des Geschäftsjahres 2018 ergeben hat.
Der Lenkungsausschuss des Konzerns besteht aus dem Chief Executive Officer, dem Chief Operating Officer und dem Chief Executive Officer der Voltabox of North America, Inc. Diese stellen die Hauptentscheidungsträger des Konzerns dar und überprüfen die Ergebnisse. Abweichend von den vertriebsorientierten Produktsegmenten hat die Voltabox in Übereinstimmung mit IFRS 8 folgende berichtspflichtige Segmente identifiziert:
| ― | Das Segment "Europa" umfasst die Konzeption, Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von Hochleistungsbatteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis für den europäischen Markt. Das Segment bedient die Produktbereiche Voltapower, Voltamotion und Voltaforce. |
Im Produktsegment "Voltapower" entwickelt, fertigt und vertreibt die Gesellschaft Hochleistungsbatterielösungen für besonders anspruchsvolle Anwendungen in industriellen Teilmärkten. Zu diesen zählen vor allem die Bereiche Intralogistik (v.a. Gabelstapler, Flurförderzeuge), Bergbau (v.a. Minenfahrzeuge) sowie Land- und Bauwirtschaft (v.a. Radlader). Darüber hinaus entwickelt und produziert Voltabox Batteriesysteme für Anwendungen im öffentlichen Personennahverkehr (v.a. Trolleybusse). Zu den Kunden in dem Produktsegment zählen u.a. die wichtigen Kooperationspartner Triathlon Batterien GmbH und Kuka AG (beide Intralogistik), Schäffer Maschinenfabrik GmbH (Land- und Bauwirtschaft) und der Systemintegrator Kiepe Electric (Öffentlicher Personennahverkehr). Die in diesen Anwendungsfeldern zum Einsatz kommenden Batteriesysteme sind allesamt Hochspannungsanwendungen.
Unter dem Markennamen Voltaforce entwickelt, fertigt und vertreibt Voltabox Standardbatterien im Niederspannungsbereich, die in unterschiedlichen Segmenten des Massenbatteriemarkts zum Einsatz kommen. In diesen jeweiligen Anwendungen sind Leichtbaubatterien besonders vorteilhaft für eine verbesserte Fahrdynamik sowie hinsichtlich ihrer Effizienz und daher entsprechend nachgefragt, was infolge einer zunehmenden Marktdurchdringung und Bekanntheit verstärkt werden wird. Als Beispiel dienen Starterbatterien für Motorräder. Voltaforce-Batterien ersetzen dabei immer stärker die bisherigen Blei-Säure-Batterien. Kunde im Seriengeschäft für die Starterbatterien ist BMW Motorrad. Mit der Akquisition der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH im August 2018 ist Voltabox der Einstieg in weitere Massenmärkte gelungen, allen voran Pedelecs und E-Bikes. In Zukunft möchte der Voltabox Konzern über diese Tochtergesellschaft auch weitere Teilmassenmärkte erschließen und mit standardisierten Lithium-Ionen-Batteriesystemen ausstatten, u.a. im Bereich Garten und Freizeit oder Medizintechnik.
Unter dem Markennamen Voltamotion entwickelt Voltabox E-Antriebskomponenten, wie beispielsweise Leistungselektronik, welche die vollständige Elektrifizierung von Hochleistungsfahrzeugen ermöglicht. Damit kann Voltabox künftig zusätzlich individuelle Märkte mit seinen Produkten wie Wechselrichter, Ladegeräte, DC/DC-Konverter, Elektromaschinen und ähnliche Antriebsstrangelemente bedienen. Die Voltamotion-Produkte befinden sich derzeit im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Infolge der nun anstehenden Markteinführung einzelner Entwicklungen, die im Geschäftsjahr 2018 in die Validierungsphase übergeben worden sind, werden die vertrieblichen Aktivitäten in diesem Produktsegment im Jahr 2019 verstärkt.
Die Steuerung des operativen Segments erfolgt durch den CEO und den COO der Voltabox AG.
| ― | Das Segment "Nordamerika" umfasst in einer eigenen Organisation die Konzeption, Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb für den Nordamerikanischen Markt. Schwerpunkt des Segments ist der Produktbereich Voltapower. Das Segment bedient aktuell den Produktbereich Voltapower. Hier entwickelt, fertigt und vertreibt die Gesellschaft Hochleistungsbatterielösungen für besonders anspruchsvolle Anwendungen in industriellen Teilmärkten. Im Segment "Nordamerika" sind dies vor allem die Bereiche Bergbau (v.a. Minenfahrzeuge) sowie Öffentlicher Personennahverkehr (v.a. Trolleybusse). Zu den Kunden in dem Produktsegment zählen u.a. Komatsu Mining Corp. (Bergbau) sowie der Systemintegrator Kiepe Electric (Öffentlicher Personennahverkehr). Die in diesen Anwendungsfeldern zum Einsatz kommenden Batteriesysteme sind allesamt Hochspannungsanwendungen. |
Die Steuerung wird durch den Segmentmanager und CEO der Voltabox of North America, Inc. vorgenommen.
Grundlage der Segmentberichterstattung sind direkt zurechenbare Geschäftsvorfälle. Eine Allokation ist insoweit nicht erforderlich. Der Lenkungsausschuss bewertet die Ertragskraft der Geschäftssegmente auf Basis von Konzernumsatz, EBIT-Marge und Investitionen. Er enthält auf monatlicher Basis Angaben zu den Vermögenswerten des Konzerns. Umsätze zwischen den Segmenten werden in dem angegeben Abschnitt der Konsolidierungsspalte dargestellt.
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| 2018 TEUR |
Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 56.866 | 11.849 | -1.807 | 66.909 |
| Segment Umsatzerlöse | 56.866 | 11.849 | -1.807 | 66.909 |
| Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge und aktivierte Eigenleistungen | 12.236 | 1.543 | -619 | 13.160 |
| Gesamtleistung Segment | 69.103 | 13.393 | -2.426 | 80.069 |
| Material- und Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen | -58.832 | -14.700 | 3.056 | -70.476 |
| Abschreibungen (inkl. Wertminderungen) | -2.915 | -693 | -374 | -3.982 |
| Segment EBIT | 7.355 | -2.000 | 256 | 5.611 |
| Finanzergebnis | -147 | |||
| Steueraufwand | -2.885 | |||
| Gewinn der Geschäftsjahres | 2.579 |
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| 2017 TEUR |
Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 24.619 | 3.380 | -725 | 27.273 |
| Segment Umsatzerlöse | 24.619 | 3.380 | -725 | 27.273 |
| Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge und aktivierte Eigenleistungen | 2.846 | 1.172 | - | 4.018 |
| Gesamtleistung Segment | 27.465 | 4.552 | -725 | 31.291 |
| Material- und Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen | -25.709 | -7.412 | 1.441 | -31.680 |
| Abschreibungen (inkl. Wertminderungen) | -1.578 | -852 | - | -2.430 |
| Segment EBIT | 178 | -3.712 | 716 | 2.819 |
| Finanzergebnis | -696 | |||
| Steueraufwand | -2.999 | |||
| Gewinn der Geschäftsjahres | -6.514 |
In der nachfolgenden Übersicht werden die Vermögenswerte und die im Berichtsjahr getätigten Investitionen dargestellt.
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| 2018 TEUR |
Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 187.754 | 28.124 | -34.361 | 181.516 |
| Investitionen | 9.978 | 3.584 | 13.563 |
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| 2017 TEUR |
Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 157.682 | 12.164 | -2.069 | 167.774 |
| Investitionen | 4.455 | 1.873 | 6.328 |
Auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen für jedes Einzelsegment wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu den Umsatzerlösen des Konzerns mit externen Kunden nach geografischen Gebieten. Die Zuordnung basiert auf dem Sitz des externen Kunden.
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| 2018 TEUR |
Inland | EU | Drittland | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse vor Konsolidierung | 55.954 | 790 | 13.760 | 70.504 |
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| 2017 TEUR |
Inland | EU | Drittland | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 23.679 | 241 | 3.353 | 27.273 |
Im Geschäftsjahr 2018 überschritt ein Kunde die Schwelle von 10% am Umsatz nach IFRS 8.34. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr TEUR 44.615.
Im Geschäftsjahr 2017 überschritten zwei Unternehmen die Schwelle von 10 % am Umsatzanteil nach IFRS 8.34. Es wurde mit einem Kunden ein Umsatz von TEUR 18.321 realisiert und mit einem zweiten Kunden ein Umsatz von TEUR 2.579.
Der Vorstand der Voltabox AG bestand im Berichtsjahr aus dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Jürgen Pampel und, seit dem 01.12.2018, aus Herrn Jörg Dorbandt. Jörg Dorbandt verantwortet als COO den Aufbau und die Leitung der weltweiten Produktion, die gesamten betrieblichen Prozesse und das Finanzressort. Das Vorstandsmitglied Andres Klasing verließ das Unternehmen zum 01.12.2018.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus folgenden Personen:
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| Name | Beruf |
|---|---|
| Klaus Dieter Frers Vorsitzender (ab 10.08.2017) | Vorsitzender der Geschäftsführung / CEO paragon GmbH & Co. KGaA, Geschäftsführer Artega GmbH |
| Prof. Dr. Martin Winter Stellvertretender Vorsitzender | Professor am Institut für Physikalische Chemie der Westfälischen Wilhelms- Universität Münster |
| Hermann Börnemeier | Diplom Finanzwirt und Steuerberater, Geschäftsführer Treu-Union Treuhandgesellschaft mbH |
Die Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer einjährigen variablen Vergütung zusammen. Im Geschäftsjahr sind neben der Festvergütung und der Nebenleistung zugunsten eines ehemaligen Vorstandsmitgliedes Vergütungen aus Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses gewährt worden und im abgeschlossenen Geschäftsjahr teilweise zugeflossen. Für den variablen Vergütungsanteil ist eine Deckelung (Minimum/Maximum) vorgesehen. Ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil wurde vereinbart. Schließlich umfasst die Gesamtvergütung noch einen Versorgungsaufwand nach IAS 19. Dieser wird gem. DCGK als Bestandteil der Gesamtvergütung mit aufgenommen, auch wenn es sich dabei nicht um eine neu gewährte Zuwendung im engeren Sinne handelt, sondern eine Entscheidung des Aufsichtsrats in der Vergangenheit weiterwirkt.
Die Gesamtvergütung des Vorstands enthält Gehälter und kurzfristige Leistungen in Höhe von TEUR 596 (Vorjahr: TEUR 148) und umfasst feste Bestandteile in Höhe von TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 131) sowie variable Bestandteile in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 17). Die wesentlichen variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich am EBIT nach IFRS und der positiven Entwicklung des Aktienkurses des Unternehmens, verglichen zum jeweiligen Bilanzstichtag.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:
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| Gewährte Zuwendungen | Jürgen Pampel Vorstandsvorsitzender CEO Eintrittsdatum: 09.08.2017 | Jörg Dorbandt Vorstand COO Eintrittsdatum: 01.12.2018 | Andres Klasing Vorstand CFO Eintrittsdatum: 09.08.2017 Austrittsdatum: 01.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 168.000 | 66.733 | 17.000 | 135.667 | 58.789 | |
| Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses | 136.333 | |||||
| Nebenleistungen | 21.307 | 2.376 | 928 | 6.488 | 2.700 | |
| Summe | 189.307 | 69.109 | 17.928 | 278.488 | 61.488 | |
| Jährlicher Betrag anzurechnen auf die mehrjährige variable Vergütung* | 38.000 | 9.100 | 0 | 72.333 | 8.017 | |
| Gesamtvergütung | 227.307 | 78.209 | 17.928 | 350.821 | 69.505 |
* Gedeckelt (Maximum) und in Teilen als mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt
Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr zugeflossenen Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:
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| Gewährte Zuwendungen | Jürgen Pampel Vorstandsvorsitzender CEO Eintrittsdatum: 09.08.2017 | Jörg Dorbandt Vorstand COO Eintrittsdatum: 01.12.2018 | Andres Klasing Vorstand CFO Eintrittsdatum: 09.08.2017 Austrittsdatum: 01.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 168.000 | 66.733 | 17.000 | 135.667 | 58.789 | |
| Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses | 62.333 | 0 | ||||
| Nebenleistungen | 21.307 | 2.376 | 928 | 6.488 | 2.700 | |
| Summe | 189.307 | 69.109 | 17.928 | 204.488 | 61.488 | |
| Jährlicher Betrag anzurechnen auf die mehrjährige variable Vergütung* | 38.000 | 0 | 0 | 72.333 | 0 | |
| Gesamtvergütung | 227.307 | 69.109 | 17.928 | 276.821 | 61.488 |
Die Vergütung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats wird satzungsgemäß von der HV festgelegt, die über die Entlastung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats beschließt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 20, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 15 pro Geschäftsjahr. Gehört ein Mitglied dem Aufsichtsrat nur einen Teil des Geschäftsjahres an, bestimmt sich die Vergütung zeitanteilig. Soweit die Vergütung dem Quellensteuerabzug unterliegt, erfolgt die Auszahlung in Höhe des um die einzubehaltende Quellensteuer gekürzten Vergütungsbetrages.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine von der Gesellschaft zu Gunsten der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einbezogen.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats Ersatz ihrer bei Wahrnehmung ihres Amts entstandenen angemessenen und nachgewiesenen Auslagen sowie des eventuell auf die Aufsichtsratsvergütung entfallenden Umsatzsteuerbetrages, soweit sie berechtigt sind, der Gesellschaft die Umsatzsteuer gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht auszuüben.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr 2018 und 2017 eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 45 erhalten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder:
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| EUR | Klaus Dieter Frers Vorsitzender des Aufsichtsrats | Prof. Dr. Martin Winter | Hermann Börnemeier | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 20.000 | 20.000 | 15.000 | 15.000 | 10.000 | 10.000 |
| Gesamtvergütung | 20.000 | 20.000 | 15.000 | 15.000 | 10.000 | 10.000 |
Zu den nahestehenden Personen im Sinne IAS 24 (Related Party Disclosure) gehören die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und nahe Familienangehörige der Organmitglieder sowie verbundene Unternehmen der Voltabox AG.
Herr Klaus Dieter Frers ist Geschäftsführer der paragon GmbH, der Komplementärin der paragon GmbH & Co. KGaA, und geschäftsführender Gesellschafter der Artega GmbH. Die paragon GmbH & Co. KGaA ist Mutterunternehmen der Voltabox AG. Klaus Dieter Frers ist in der Lage, die Muttergesellschaft, die paragon GmbH & Co. KGaA, zu beherrschen.
Die ausstehenden Salden für nahestehende Personen zum Bilanzstichtag sind wie folgt:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 1.753 (Vorjahr: TEUR 483) entfallen vollständig auf die paragon GmbH & Co. KGaA. Darüber hinaus besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 9.930 (Vorjahr: TEUR 9.930) aus der Verlustübernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der paragon GmbH & Co. KGaA. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 1.813) entfallen auf die paragon GmbH & Co. KG TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 1.811) und die productronic GmbH TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2). Im Berichtsjahr wurden Umsätze mit der paragon GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 2.580) realisiert. Die paragon GmbH & Co. KGaA hat wiederum Umsätze mit dem Voltabox Konzern im Wesentlichen durch Konzerndienstleistungen in Höhe von TEUR 2.868 (Vorjahr: TEUR 2.176) realisiert. Die Voltabox AG hat einen Mietvertrag mit der Nordhagen Immobilien GmbH abgeschlossen und eine Mietvorauszahlung von TEUR 3.549 (Vorjahr: TEUR 0) erbracht.
Darüber hinaus wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 2.997 an die Artega GmbH & Co. KG veräußert.
Herr Börnemeier hat Steuerberatungsleistungen von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 25) erbracht.
Die in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 als Aufwand erfassten Honorare für die Prüfung des Einzelabschlusses der Voltabox AG aufgestellt nach handelsrechtlichen Vorschriften sowie das Honorar der Prüfung des Konzernabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, betragen TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 235), davon betreffen TEUR 25 das Vorjahr.
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist im Lagebericht erläutert.
Im Berichtsjahr ergaben sich keine Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG, die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Gesellschaft berichtspflichtig sind.
Meldungen zu Eigengeschäften von Führungskräften nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 (MAR) sind der Gesellschaft im Berichtszeitraum nicht zugegangen.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechens-Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde zuletzt im März 2018 abgegeben und ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) zugänglich gemacht worden.
Delbrück, 27. März 2019
Voltabox AG
Der Vorstand
Jürgen Pampel, Vorstandsvorsitzender, CEO
Jörg Dorbandt, Mitglied des Vorstands, COO
An die Voltabox AG
Wir haben den Konzernabschluss der Voltabox AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung (inkl. Konzerngewinn- und Verlustrechnung), der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | •vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d iVm. § 289f Abs. 2 und 5 HGB.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie der Prüfung des zusammengefassten Lageberichts waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1. Sachverhalt und Problemstellung
2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3. Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2018 in der Bilanz im Posten "Immaterielle Vermögenswerte" unter anderem aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von 16,1 Mio. EUR (Vorjahr 16,2 Mio. EUR) aus. Entwicklungsprojekte werden nur dann zu Herstellungskosten aktiviert, wenn die Projekte die Kriterien des IAS 38 erfüllen und es sich um die Entwicklung von marktfähigen spezifischen Kunden- und Produktlösungen handelt. Für die Entwicklungsleistungen sind im Regelfall keine direkten Kundenbestellungen vorhanden. Im Konzernabschluss der Gesellschaft macht der Bilanzposten mit 16,1 Mio. EUR nunmehr 8,9% der Bilanzsumme aus. Die aktivierten Eigenleistungen im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten umfassen im Geschäftsjahr 2018 3,0 Mio. EUR (Vorjahr 5,2 Mio. EUR). Somit haben die aktivierten Entwicklungskosten eine erhebliche Auswirkung auf die Höhe der finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Größenordnung der insgesamt aktivierten Entwicklungskosten und der Komplexität der Bilanzierung und Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2. Im Rahmen unserer Prüfung der aktivierten Eigenleistungen haben wir in Stichproben aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt, um Ansatz, Bewertung und Ausweis der aktivierten Entwicklungskosten zu überprüfen. Das methodische Vorgehen bei der Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten haben wir nachvollzogen und die Ermittlung der Höhe nach beurteilt. Hierzu wurden für die ausgewählten Stichproben die Projektdokumentation analysiert, Gespräche mit dem zuständigen Controller und den Projektverantwortlichen geführt und die zugehörige Plandeckungsbeitragsrechnung analysiert. In Stichproben wurde das Abschreibungsverfahren bei fertiggestellten Entwicklungsprojekten überprüft. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen zur bilanziellen Abbildung der aktivierten Entwicklungsleistungen ergeben.
3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Auswirkungen der aktivierten Eigenleistungen sind im Anhang im Wesentlichen in den Abschnitten "(8) Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -Immaterielle Vermögenswerte", "(9) Verwendung von Schätzungen und Annahmen - Aktivierte Entwicklungskosten", "(12) Andere aktivierte Eigenleistungen" sowie "(20) Immaterielle Vermögenswerte" enthalten.
1. Die im Konzernabschluss ausgewiesenen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" belaufen sich auf einen Betrag von 56,0 Mio. EUR. ; dies entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 30,8%. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind damit der Höhe nach ein wesentlicher Bilanzposten. Außerdem bestehen 85% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem Kunden. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der möglichen Auswirkungen auf die Finanzlage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2. Wir haben beurteilt, ob die durch die Gesellschaft vorgenommenen Einschätzungen zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen (insbesondere zur Prüfung der Bonität des Kunden) schlüssig abgeleitet wird. Zusätzlich haben wir Saldenbestätigungen und Ablieferungsnachweise für die Existenz und Vollständigkeit der Forderungen angefordert und ausgewertet. Die von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten Annahmen zur Bewertung der Forderungen sind aus unserer Sicht sachgerecht abgeleitet worden.
3. Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in den Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Anhangs enthalten.
1. Der Konzern prognostiziert im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe von 105 bis 115 Mio. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 157% bis 172%. Die prognostizierten Umsatzerlöse haben dabei eine erhebliche Auswirkung auf die zukünftige Höhe der finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Größenordnung des in der Prognose impliziten Umsatzwachstums und der Komplexität der Erstellung dieser Umsatzprognose sowie den Interdependenzen der Umsatzprognose bei der Bewertung anderer war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2. Im Rahmen unserer Prüfung der Umsatzprognose im zusammengefassten Lagebericht haben wir zunächst die methodische Vorgehensweise bei der Erstellung der Umsatzprognose analysiert und das Risiko einer wesentlichen falschen Darstellung beurteilt. Daraufhin haben wir in Stichproben aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt, um die Höhe der Umsatzprognose zu überprüfen. Hierzu wurde für die ausgewählten Stichproben analysiert, inwieweit bereits Kundenrahmenverträge vorliegen. Dabei haben wir Gespräche mit dem zuständigen Controller und den Vertriebsverantwortlichen geführt, um die von den gesetzlichen Vertretern in der Prognose zugrunde gelegten Annahmen zu überprüfen. Wir konnten die Ermittlung der Umsatzprognose im Lagebericht nachvollziehen.
3. Die Angaben der Gesellschaft zur Umsatzprognose sind im zusammengefassten Lagebericht im Wesentlichen in den Abschnitten "Prognosebericht - Voltabox Konzern" enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289 f. Abs.1 HGB" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d Abs. 5 i.V.m. § 289 f. Abs. 1 HGB. Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften zusammengefassten Lageberichts und unseres Bestätigungsvermerks, sowie
| ― | die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht, |
| ― | den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie |
| ― | sonstige nicht prüfungspflichtige Teile des Geschäftsberichts der Voltabox AG, Delbrück für das zum 31. Dezember 2018 endende Geschäftsjahr. |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der Voltabox AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Markus Miklis.
Düsseldorf, den 27. März 2019
**Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)**
Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer
Markus Miklis, Wirtschaftsprüfer
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Jürgen Pampel, Vorstandsvorsitzender, CEO
Jörg Dorbandt, Mitglied des Vorstands, COO
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| 10./11. Januar 2019 | ODDO BHF Forum, Lyon |
| 31. Januar 2019 | Bankhaus Lampe German Corporate Conference, London |
| 19./20. Februar 2019 | ODDO BHF German Conference, Frankfurt am Main |
| 1. April 2019 | Geschäftsbericht - Konzernabschluss 2018 |
| 3.-5. April 2019 | Bankhaus Lampe Deutschlandkonferenz, Baden-Baden |
| 11. April 2019 | Solventis Aktienforum, Frankfurt am Main |
| 13. Mai 2019 | Zwischenmitteilung zum 31. März 2018 - 1. Quartal |
| 16. Mai 2019 | Hauptversammlung, Delbrück |
| 21. August 2019 | Konzernzwischenbericht zum 30. Juni 2018 - 1. Halbjahr |
| 2./3. September 2019 | Equity Forum Herbstkonferenz, Frankfurt am Main |
| 13. November 2019 | Zwischenmitteilung zum 30. September 2018 - 9 Monate |
Voltabox AG
Artegastraße 1
33129 Delbrück
Phone: +49 5250 9930-0
Fax: +49 5250 9930-901
E-Mail: [email protected]
www.voltabox.ag
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