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Voltabox AG

Annual Report Aug 1, 2019

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Annual Report

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Voltabox AG

Delbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bericht des Aufsichtsrats

Überwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand

Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") verdeutlichten Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Interessenskonflikte einzelner Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bestanden im Geschäftsjahr 2018 nicht. Eine Aufstellung aller Mandate der Aufsichtsratsmitglieder ist im Konzernanhang enthalten (Note (40)).

Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand durchweg beratend zur Seite und wurde bei Fragestellungen von grundlegender Bedeutung in die Diskussion und Entscheidungsfindung eingebunden. Dank der guten Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder konnten auch kurzfristig anstehende Entscheidungen direkt getroffen werden.

Im März 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Investor Relations-Bereich der Internetseite der Voltabox AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex und darüber hinausgehende Informationen zur Corporate Governance bei der Voltabox AG sind dort ebenfalls erläutert.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.

Besetzung des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2018 jeweils drei Mitglieder an, in der Zeit vom 01. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 waren dies Herr Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Herr Prof. Dr. Martin Winter (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Hermann-Josef Börnemeier.

Der Aufsichtsrat beaufsichtigte die Arbeit des Vorstands und stand diesem darüber hinaus auch beratend zur Seite.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2018 kam der Aufsichtsrat im Rahmen von fünf ordentlichen Präsenzsitzungen, einer ordentlichen Telefonkonferenz sowie vier außerordentlichen Telefonkonferenzen zusammen. Zudem wurden zwei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren durchgeführt. Grundsätzlich war der Aufsichtsrat bei sämtlichen Zusammenkünften vollständig vertreten. Bei zwei ordentlichen Präsenzsitzungen und einer ordentlichen Telefonkonferenz haben Mitglieder des Aufsichtsrates ihre Zustimmung schriftlich erteilt.

In der ersten ordentlichen Präsenzsitzung am 16.01.2018 wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand über den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2017 unterrichtet.

In der ordentlichen Telefonkonferenz am 19.02.2018 hat der Aufsichtsrat den Beschluss über die vom Vorstand vorgelegte Geschäftsplanung für das Geschäftsjahr 2018 verabschiedet.

Am 12. März 2018 hat der Aufsichtsrat im Rahmen einer Präsenzsitzung die Zustimmung zum Abschluss eines Anteilskaufvertrages zum Erwerb sämtlicher Anteile der Concurrent Design, Inc. durch die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas erteilt und den Vorstand ermächtigt, sämtliche weiteren im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile stehenden Rechtsgeschäfte und Erklärungen abzuschließen bzw. abzugeben. Des Weiteren wurde der Bericht des Abschlussprüfers zum abgelaufenen Geschäftsjahr angehört. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden jeweils für das Berichtsjahr 2017 durch den Aufsichtsrat gebilligt. Der Vorstand wurde zudem ermächtigt, dass Grundkapital der Voltabox of Texas, Inc. von derzeit 100 USD auf 5.000.000 USD zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde 2018 nicht durchgeführt. Darüber hinaus wurden Beschlüsse über die Festlegung der Tagesordnung der Hauptversammlung, die Verwendung des Bilanzgewinns und der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf gefasst.

Zu einer weiteren ordentlichen Präsenzsitzung kam der Aufsichtsrat am 8. Mai 2018 zusammen. In dieser Sitzung wurde durch den Vorstand die Geschäftsentwicklung, Auftrags- und Ertragslage des ersten Quartals 2018 vorgestellt.

Am 29. Juni 2018 hat der Aufsichtsrat im Rahmen einer Telefonkonferenz die Zustimmung zum Abschluss eines Anteilskaufvertrages zum Erwerb sämtlicher Anteile an der NAVITAS Systems, LLC abgegeben. Mit einer weiteren Telefonkonferenz zum 14. November 2018 hat der Aufsichtsrat die Kündigung des Anteilskaufes zum Erwerb sämtlicher Anteile an der NAVITAS Systems, LLC beschlossen.

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen einer Telefonkonferenz am 13. August 2018 die Zustimmung zum Abschluss eines Anteilskaufvertrages zum Erwerb sämtlicher Anteile der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH erteilt und den Vorstand ermächtigt, sämtliche weiteren im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile stehenden Rechtsgeschäfte und Erklärungen abzuschließen bzw. abzugeben.

Im Rahmen einer ordentlichen Präsenzsitzung wurde der Aufsichtsrat am 3. September 2018 über die Geschäftsentwicklung, die Auftrags- und die Ertragslage des ersten Halbjahres 2018 durch den Vorstand unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen einer außerordentlichen Telefonkonferenz am 29. November 2018 mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 Herrn Jörg Dorbandt zum Vorstand der Voltabox AG bestellt. Herr Andres Klasing wurde im Rahmen der Konferenz mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 als Vorstand abberufen.

Am 3. Dezember 2018 kam der Aufsichtsrat im Rahmen einer ordentlichen Präsenzversammlung zusammen. Im Rahmen der Sitzung wurde der Geschäftsverlauf des dritten Quartals 2018 durch den Vorstand erläutert.

Die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der Voltabox AG für das Geschäftsjahr 2017 ist durch die Hauptversammlung der Voltabox AG am 9. Mai 2018 erfolgt und festgestellt worden.

Bildung von Ausschüssen

Wie bereits in der Vergangenheit hat der dreiköpfige Aufsichtsrat der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2018 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet und alle anstehenden Themen im Gesamtgremium behandelt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2017

Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2018 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 bestellt und durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates entsprechend beauftragt. Eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex liegt dem Aufsichtsrat vor.

Gegenstand der Abschlussprüfung war der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018, der vom Vorstand gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018, der zusammengefasste Lagebericht des Voltabox Konzerns und der Voltabox AG, sowie der Abhängigkeitsbericht.

Zum Abschluss der Prüfung hat die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox Konzerns und der Voltabox AG jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat außerdem festgestellt, dass das vom Vorstand eingerichtete Informations- und Überwachungssystem geeignet ist, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Jedem Mitglied des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer die zu prüfenden Unterlagen über den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox Konzerns und der Voltabox AG, den Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses sowie der Bericht über die Abschlussprüfung zur Verfügung gestellt. Über die Prüfung wurde in der Aufsichtsratssitzung am 27. März 2019 berichtet und diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 27. März 2019 zudem den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Daran anschließend hat sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands angeschlossen. Der Bilanzgewinn wird auf das Geschäftsjahr 2019 vorgetragen.

Dem Aufsichtsrat wurde eine Abhängigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt. Dieser Bericht wurde durch den Vorstand der Voltabox AG aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat einen Bestätigungsvermerk für diesen Bericht erteilt. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Bericht geprüft und wird der Hauptversammlung darüber berichten und erklären, dass keine Einwände gegen den Bericht des Vorstandes vorliegen.

Von dem Recht zur Einsichtnahme in die Bücher und Schriften der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Gebrauch gemacht.

Der Aufsichtsrat möchte sich an dieser Stelle bei Herrn Andres Klasing ausdrücklich für seinen Beitrag in seiner Zeit als Vorstandsmitglied der Voltabox AG bedanken.

Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die im Jahr 2018 geleistete Arbeit aus.

Delbrück, 27. März 2019

Für den Aufsichtsrat

Klaus Dieter Frers, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Lagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Satzungsmäßiger Geschäftsgegenstand der Voltabox AG (nachfolgend auch "Unternehmen" oder "Gesellschaft") ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Lösungen für die Elektromobilität, insbesondere Li-Ionen -Batteriesysteme sowie die Verwaltung von Patenten, Lizenzen und Gebrauchsmustern. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften im In- und Ausland erwerben oder sich an solchen beteiligen, Zweigniederlassungen errichten, die Geschäftsführung und Vertretung anderer Unternehmen übernehmen und Unternehmensverträge abschließen sowie alle sonstigen Maßnahmen ergreifen und Rechtsgeschäfte vornehmen, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes zu dienen geeignet erscheinen, soweit sie keiner gesonderten Erlaubnis bedürfen.

Das Geschäftsmodell des Voltabox-Konzerns (nachfolgend auch "Voltabox") basiert auf der eigenständigen Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von hoch entwickelten Batteriesystemen für den Einsatz in industriellen Teilmärkten sowie in margenstarken, ausgewählten Massenmärkten. Dabei profitiert Voltabox insbesondere von der konsequenten Modularisierung und Skalierbarkeit der einzelnen Komponenten, einschließlich der Software für das Batteriemanagement. Die Modularität der Voltabox-Batteriesysteme und die Automation der Fertigung gewährleisten eine schnelle Markteinführung in den ausgewählten Märkten. Auch auf Systemebene verfolgt Voltabox zunehmend den Ansatz einer Standardisierung, die eine flexiblere Skalierungsfähigkeit ermöglicht und somit für die Kunden eine deutliche Reduzierung der Entwicklungs- und Integrationszeit in die Fahrzeugarchitektur bedeuten. So verfügt Voltabox mittlerweile über einen sogenannten Standardbatteriecontainer für Bus-Anwendungen.

Hardware und Software werden kontinuierlich weiterentwickelt und aufeinander abgestimmt, um die Effizienz, Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Batteriesysteme und somit deren technologischen Vorsprung sicherzustellen. Dem selbst entwickelten und ebenfalls modular aufgebauten Batteriemanagementsystem in der aktuell fünften Generation kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle zu, da dieses essentiell für die Leistungsfähigkeit des gesamten Batteriesystems ist.

Neben dem Kerngeschäft, das im Wesentlichen aus industriellen Anwendungen besteht, entwickelt und fertigt Voltabox auch hochwertige Lithium-Ionen-Batterien für ausgewählte Bereiche im Massenmarkt. Hier liegt der Fokus einerseits auf Starterbatterien für Hochleistungs-Motorräder und Sportwagen. Dabei ersetzen die Voltabox-Batterien herkömmliche Blei-Säure-Batterien. Infolge der Übernahme der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH im Berichtsjahr entwickelt, produziert und vertreibt Voltabox auch standardisierte Batteriesysteme, die auch Akku-Packs genannt werden und die vornehmlich in Pedelecs und E-Bikes zum Einsatz kommen. Im Entwicklungszentrum Aachen, das weiterhin konsequent personell ausgebaut wird, werden elektrische Antriebssysteme mit dem Ziel entwickelt, Komplettanbieter für die Elektrifizierung von Fahrzeugen zu werden. Modernste Leistungselektronik und effiziente Elektromotoren ermöglichen es damit, alle Komponenten für elektrisch betriebene Fahrzeuge bei Voltabox aus einer Hand zu erhalten.

Der Automatisierungsgrad der Serienfertigung wird laufend weiter erhöht, um somit über den Lebenszyklus der einzelnen Produktreihen hinweg die Kostenstruktur zu verbessern. In diesem Sinne stellt die Serienfertigung der diversen Batteriemodule mit unterschiedlichen Zellformaten und unterschiedlicher Zellchemie ein eigenständiges Innovationsfeld im Unternehmen dar. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden bei Voltabox insgesamt acht linienintegrierte Industrieroboter in der Fertigung eingesetzt.

Konzernstruktur

Die Voltabox Aktiengesellschaft (im Folgenden: Voltabox AG) mit Sitz in 33129 Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Aktien der Voltabox AG werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard gehandelt. Rund 60 % des Grundkapitals befindet sich im Eigentum der ebenfalls an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard notierten paragon GmbH & Co. KGaA (vormals paragon AG). Insofern stellt die Voltabox AG einen Teilkonzern ihrer Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA dar. Die Voltabox AG hat ihren Verwaltungssitz in Delbrück und einen Standort in Aachen.

Zum 01.04.2018 wurden durch unsere Tochtergesellschaft, die Voltabox of Texas, Inc., 100 % der Anteile an der Concurrent Design, Inc. (Texas) übernommen. Gegenstand des Unternehmens sind Produktdesign und -entwicklungsdienste für elektromechanische Industrieprodukte, bspw. technische Dienstleistungen in den Bereichen Konzeption, technische Analyse, detailliertes Konstruktionsdesign und Dokumentation sowie Prototypenentwicklung und Entwicklung zur Serienfertigung. Die Concurrent wird dem Segment Nordamerika zugeordnet und dient damit insbesondere dem Ressourcenaufbau im Produktsegment Voltapower.

Mit Wirkung zum 01.06.2018 ist zudem die Voltabox Kunshan Co., Ltd., Teil des Voltabox-Konzerns. Die Gesellschaft vereint unter sich alle Aktivitäten von Voltabox in China.

Zum 01.09.2018 wurden 100 % der Anteile an der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH (Korntal-Münchingen) übernommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Produktion, die Fertigung und der Vertrieb von Batterie- und Akkusystemen. Durch den Zusammenschluss mit der ACCURATE, die dem Segment Europa zugeordnet wird, verstärkt der Konzern seine Aktivitäten im Produktsegment Voltaforce.

Seit dem 01.10.2018 existiert die Voltabox of North America, Inc., die als Dachgesellschaft die aktuellen und zukünftigen Aktivitäten von Voltabox im nordamerikanischen Raum unter sich bündelt. Dazu zählen aktuell dementsprechend die Voltabox of Texas, Inc., sowie die Concurrent Design, Inc. Als CEO der Voltabox of North America, Inc., konnte Wolf Mueller gewonnen werden, der ebenfalls seit diesem Datum in seiner Funktion tätig ist.

Zum Konsolidierungskreis des Voltabox Konzerns gehören nunmehr die 100-prozentigen Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc. (Cedar Park, Texas, USA), Voltabox of North America, Inc. (Cedar Park, Texas, USA), ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH (Korntal-Münchingen) sowie Voltabox Kunshan Co., Ltd. (Kunshan, China).

Standort Aachen

In unserem Standort in Aachen betreiben wir ein Entwicklungszentrum für Antriebskomponenten mit mittlerweile 10 hoch qualifizierten Mitarbeitern und 790 qm Fläche. Das Expertenteam entwickelt Antriebskomponenten inklusive Leistungselektronik, welche die komplette Elektrifizierung von Hochleistungsfahrzeugen und integrierten Lösungen ermöglichen. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Aufbau der personellen Ressourcen weiter vorangetrieben werden. Damit werden künftig auch zusätzliche Einzelmärkte für Wechselrichter, Ladegeräte, DC / DC-Wandler, Elektromaschinen und Ähnliches adressiert.

Standort Korntal-Münchingen

Der Standort Korntal-Münchingen ist Sitz der im Berichtsjahr übernommenen ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH. Hier erfolgen überwiegend die Entwicklung und der Vertrieb der standardisierten Batteriesysteme von ACCURATE. Ebenso fand bis zum Ende des Berichtsjahrs ein Teil der Produktion in Korntal-Münchingen nahe Stuttgart statt. Mit der Übernahme bildet der Standort auch den Schwerpunkt für die Aktivitäten des Voltabox-Konzerns im Rahmen des Produktsegments Voltaforce. Zum Bilanzstichtag waren hier 16 Mitarbeiter tätig. Bislang stand ACCURATE eine Fläche von 450 qm zur Verfügung, wovon 250 qm der Produktion sowie als Lager dienten. Ab dem 01.09.2019 beziehen die Mitarbeiter neue, moderne Räumlichkeiten im unmittelbar angrenzenden Markgröningen. Die Fläche vergrößert sich dann auf 600 qm alleine für Entwicklung und Projektmanagement - die Produktion soll dann planmäßig im Wesentlichen am Voltabox-Standort Kunshan erfolgen. Die Verschmelzung von ACCURATE in den Voltabox-Konzern wird im zweiten Quartal 2019 operativ umgesetzt werden.

Standort Cedar Park, TX (USA)

Der Standort Cedar Park, Texas (USA), in der Nähe von Austin existiert bereits seit 2014 und betreibt schwerpunktmäßig die Anwendungsentwicklung und Produktion von Batteriesystemen für die Marktsegmente Trolleybusse und Bergbau. Neben der Dachgesellschaft für Nordamerika, der Voltabox of North America, Inc., haben hier auch die weiteren US-amerikanischen Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc., sowie die Concurrent Design, Inc., ihren Sitz. Aktuell wird die Produktionsfläche des Standorts mehr als verdoppelt, um dem gestiegenen Platzbedarf und der erwarteten Auslastung der Fertigung Rechnung zu tragen. Im Berichtsjahr wurde hier die identische Produktionslinie zur automatisierten Fertigung von prismatischen Zellen zu Modulen aufgebaut, die auch im Werk am Hauptsitz Delbrück seit dem Jahr 2017 in Betrieb ist. Hier werden im Laufe des aktuellen Geschäftsjahrs Batteriemodule und -systeme für den amerikanischen Intralogistik-Markt gefertigt, dessen Eintritt derzeit vorbereitet wird. Bislang verfügt Voltabox in Cedar Park über Entwicklungs- und Fertigungsfläche von 2.300 qm. Zum 31.12.2018 beschäftigte der Voltabox-Konzern an diesem Standort 70 Mitarbeiter.

Standort Kunshan (China)

Der Standort in Kunshan, China, in der ostchinesischen Provinz Jiangsu ist im Berichtsjahr mit den notwendigen Ressourcen für eine vorwiegend manuelle Produktion ausgestattet worden, sodass hier in 2019 zunächst insbesondere die Fertigung von Akku-Packs für Pedelecs und E-Bikes hochgefahren werden kann. Die zur Verfügung stehende Produktionsfläche beträgt 2.600 qm.

Unternehmensstrategie

Der strategische Fokus der Voltabox AG liegt auf der frühen Besetzung bestimmter schnell wachsender industrieller Teilmärkte der Elektromobilität auf dem Investitionsgütermarkt, um zeitnah signifikante Marktanteile in diesem dynamischen Umfeld zu gewinnen. Hierzu zählen neben dem öffentlichen Personennahverkehr (insbesondere Trolleybusse), der Intralogistik (insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme) und Bergbauanwendungen (insbesondere Fahrzeuge im Untertagebergbau) auch Fahrzeuge im Bereich Land- und Bauwirtschaft (insbesondere Hof-, Rad- und Teleradlader). Auf dieser Basis soll künftig auch der Konsumentenmarkt gezielt für einzelne Anwendungen erschlossen werden. Bereits heute ist Voltabox in ausgewählten Massenmärkten aktiv unter anderem im Bereich von Starterbatterien (insbesondere für Motorräder) sowie von standardisierten Batteriesystemen und Akku-Packs (insbesondere für Pedelecs und E-Bikes). Für den Eintritt in den globalen Pkw-Massenmarkt wird Voltabox einzelne Nischen mit maßgeschneiderten Batteriesystemen adressieren und opportunistisch nutzen.

Charakteristisch für die industriellen Teilmärkte ist die Substitution von Blei-Säure-Batterien oder Diesel-Notstrom-Aggregaten durch moderne Lithium-Ionen-Batteriesysteme. Voltabox profitiert direkt von diesen anhaltenden Substitutionseffekten, die aus der Gesamtkostenbetrachtung (einschließlich der ökologischen Vorteile) der Anwender resultieren. Der weltweite Marktzugang erfolgt hier in der Regel durch führende Kooperationspartner in den jeweiligen Teilmärkten.

Zukünftig beschäftigt sich Voltabox auch mit weiteren Teilmärkten wie etwa der Elektrifizierung von Schienenfahrzeuganwendungen (Lokomotiven), Fahrzeugen der kommunalen Versorgung, Flughafen-Vorfeldfahrzeugen, etc. Schließlich erweitert Voltabox sukzessive sein Angebot an Komponenten des Antriebsstrangs wie Elektromotoren und Leistungselektronik wie DC/DC-Konverter und Ladesysteme.

Voltabox hat sich in der Elektromobilität strategisch als Pionier für leistungsstarke Batteriesysteme positioniert. Die Marktposition beruht dabei auf vier Stärken:

Technologie: technologischer Vorsprung gegenüber Wettbewerbern
Modularisierung: schnelle und kosteneffiziente Entwicklung auf Basis eines Baukastenprinzips
Spezial-Applikationen: Optimale Systemanpassung für die jeweils beim Kunden relevante Applikation
Automation: kostengünstige und zuverlässige Produktion in Serie

Die Wettbewerbsstrategie von Voltabox ist dabei im Wesentlichen in Form einer Nischenstrategie definiert. Diese Nischenstrategie einer Diversifikation bietet mittelfristig auch große Absatzchancen in weiteren Teilmärkten, in denen ähnliche Substitutionseffekte zu erwarten sind bzw. einsetzen werden. Entscheidend hierfür sind regelmäßig die besonders hohen Anforderungen der Anwender an die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der von Voltabox entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme.

Für das weitere Unternehmenswachstum hat die Gesellschaft drei Ebenen definiert:

Ausbau der Marktposition in bereits besetzten Endmärkten (Marktdurchdringung) sowie Erschließung neuer Endmärkte (Marktentwicklung) im Kerngeschäftsfeld Voltapower sowie im Produktsegment Voltaforce
Erweiterung des bestehenden Produktportfolios durch standardisierte Batteriesysteme, um ausgewählte Segmente des Massenmarktes zu erschließen (horizontale Diversifikation)
Verbreiterung des Leistungsportfolios durch Erweiterung der Wertschöpfungskette hinsichtlich Leistungselektronik und Komponenten des Antriebsstrangs (vertikale Diversifikation)

Marktdurchdringung und Marktentwicklung

Zur weiteren Umsetzung der Wachstumsstrategie fokussiert sich Voltabox insbesondere auf die Erhöhung des Marktanteils in den bereits besetzten Endmärkten wie öffentlicher Personennahverkehr, Intralogistik und fahrerlose Transportsysteme, Bergbaufahrzeuge sowie Bau- und Landwirtschaft. Dazu zählen die Expansion in neue regionale Märkte sowie die Gewinnung neuer Kunden, wie es bei Batteriesystemen für die Intralogistik geplant ist. Hier konnte im Geschäftsjahr 2018 insbesondere im Bereich der Fahrerlosen Transportsysteme die Kundenbasis bereits signifikant erweitert werden. Über den erfolgten Einstieg in den Direktvertrieb in die Intralogistik wird der direkte Kundenkreis in der Zukunft erheblich vergrößert werden. Über diesen in 2018 hinzugekommenen Vertriebskanal sowie infolge des Eintritts in den nordamerikanischen Intralogistik-Markt erschließt Voltabox insofern auch neue regionale Absatzgebiete. Ein Fokus gilt dabei dementsprechend den wachstumsstarken Märkten in Asien und Nordamerika, in denen der Konzern mit Niederlassungen auch bereits präsent ist.

Darüber hinaus bieten sich für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten von Voltabox weitere Märkte an, die eine gewisse Nähe zu den bereits besetzten industriellen Teilmärkten aufweisen oder innerhalb derer eine Zunahme des Substitutionsprozesses durch entsprechende, insbesondere regulatorische Treiber zu erwarten ist. Dazu zählen neben landwirtschaftlichen Maschinen insbesondere auch Baufahrzeuge, Fahrzeuge und Maschinen für den Tagebau, Flughafenvorfeld-Fahrzeuge sowie Schienenfahrzeuganwendungen.

Horizontale Diversifikation

Im Segment "Voltaforce" strebt Voltabox eine zunehmende Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten für Spezialanwendungen an, um auch in weitere ausgewählte attraktive Massenmärkte zu expandieren, unter anderem Gartengeräte, Medizintechnik oder Sport- und Freizeitanwendungen. Aufgrund der verhältnismäßig niedrigen Produktionskosten plant Voltabox daher, zukünftig vor allem standardisierte Batterien für dieses Segment im chinesischen Werk in Serie zu produzieren. Vor dem Hintergrund akuter Herausforderungen infolge eines lange Zeit unzureichenden Umweltschutzes ist China inzwischen zu einem Vorreiter im Einsatz von E-Mobilitätstechnologie geworden, insbesondere bei Massenmarktanwendungen wie E-Bikes, E-Autos und E-Bussen. Für den Eintritt in den globalen Pkw-Massenmarkt beispielsweise wird Voltabox einzelne Nischen mit maßgeschneiderten Batteriesystemen adressieren und opportunistisch nutzen.

Vertikale Diversifikation

Voltabox sieht sich als Technologieführer bei der Entwicklung von Batteriesystemen für spezielle Elektromobilitätsanwendungen. Ausgewählte Massenanwendungen wie Starter- und Universalbatterien ergänzen das Produktportfolio. Voltabox baut sein Leistungsangebot entlang der Wertschöpfungskette mit dem Ziel aus, ein Full-Service-Dienstleister zu werden. Ermöglicht werden soll dies durch die Integration von Elektro-Antriebsstranglösungen über das Segment Voltamotion.

Um die erreichte Marktstellung zu sichern und weiter auszubauen, strebt Voltabox einen kontinuierlichen Ausbau des Bereichs Forschung und Entwicklung sowie der Produktionsanlagen an. Diese Erweiterung kann auch die Übernahme weiterer Unternehmen beinhalten, die entweder führend in bestimmten Technologien sind oder Zugang zu bestimmten Märkten haben.

Voltabox wandelt sich damit aktuell zu einem Anbieter von Komplettsystemen. Diese Positionierung kann nach Überzeugung des Managements weitere Markteintrittsbarrieren für neue Marktteilnehmer schaffen und damit die Marktposition des Voltabox Konzerns festigen und ausbauen. Im Zuge der Umsetzung der definierten Geschäftsstrategie ist bereits mit der Entwicklung von Antriebsstrangkomponenten und Leistungselektronik begonnen worden. Voltabox verfolgt dabei das Ziel, zu einem One-Stop-Shop für die gesamte Elektrifizierung zu werden.

Steuerungssystem

Neben einer hohen Innovationsdynamik prägen flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege die organisatorischen Grundlagen von Voltabox. Die Gesellschaft hat darüber hinaus den Charakter eines mittelständischen Unternehmens und verbindet eine langfristige, strategische Ausrichtung mit der Integrationskraft einer dynamisch wachsenden börsennotierten Gesellschaft.

Der Vorstand der Voltabox AG unterzieht seine Strategie einem regelmäßigen Abgleich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Rahmen von Zielgesprächen werden auf Managementebene die daraus resultierenden Folgeaktivitäten festgelegt sowie optimierende Maßnahmen oder grundlegende Richtungsänderungen eingeleitet.

Zur besseren Beurteilung der wirtschaftlichen Lage sowie zur besseren Planung und Steuerung der betrieblichen Leistungsprozesse wird das ERP-System Microsoft Dynamics AX konzernweit genutzt.

Die Voltabox AG verfügt über ein umfassendes Planungs- und Kontrollsystem zur operativen Umsetzung der strategischen Planung. Dies beinhaltet unter anderem ein kontinuierliches Controlling der Wochen-, Monats- und Jahresplanungen. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der Voltabox AG erhalten auf der Grundlage einer regelmäßigen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung ein ausführliches Reporting. Diese Berichte dokumentieren mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich und bilden die Basis für unternehmerische Entscheidungen. Ein weiteres wichtiges Steuerungsinstrument sind die regelmäßigen Zusammenkünfte der Führungskräfte, in denen die aktuelle geschäftliche Entwicklung und ein Ausblick auf die mittel- und langfristige Perspektive erörtert werden, sowie regelmäßige Projektstatusmeetings.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Vorstand bedient sich regelmäßig wesentlicher Kennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg der operativen Umsetzung seiner Unternehmensstrategie messen zu können. Das Steuerungssystem berücksichtigt dabei in der Art und/oder Höhe einmalige bzw. außerordentliche Effekte auf die Leistungsindikatoren, die im Aufbau der Geschäftstätigkeit begründet sind. Aufgrund der dynamischen Geschäftsentwicklung werden die internen Zielgrößen in der Regel - abhängig vom jeweiligen Planungshorizont - als Bandbreiten für die Messung und Steuerung der operativen Leistungsfähigkeit festgelegt. Auf Basis einer rollierenden mittelfristigen Planung wird im Voltabox-Konzern die relative Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen Umsatz, EBIT-Marge und Investitionen unter Berücksichtigung von Erfahrungskurveneffekten innerhalb eines Korridors betrachtet. Für die Voltabox AG gelten Umsatz und EBIT-Marge ebenfalls als finanzielle Leistungsindikatoren. Vor dem Hintergrund der dynamischen Wachstumsstrategie wird damit einer vorausschauenden Unternehmenssteuerung sowohl im Sinne einer risiko- als auch einer chancenorientierten Unternehmensführung Rechnung getragen. Die Prognose für den Voltabox Konzern und die Voltabox AG kann dem Prognosebericht entnommen werden.

Konzernumsatz

Die in Serie produzierten Batteriemodule mit unterschiedlichen Zellformaten, unterschiedlicher Zellchemie und Leistungsspezifikationen stellen derzeit den wesentlichen Umsatzträger der Gesellschaft dar. Sie werden in verschiedene Endmärkte geliefert. Im Bereich der Intralogistik sind dies insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge. Darüber hinaus werden vollständige Batteriesysteme in bestimmte Endmärkte geliefert, insbesondere zur Verwendung in Trolleybussen, Bergbaufahrzeugen und Fahrzeugen der Land- und Bauwirtschaft. Über die im Berichtsjahr erfolgte Akquisition der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH erzielt Voltabox auch Umsätze über die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von sogenannten standardisierten Batteriesystemen, die vor allem in Fahrrädern mit Unterstützungsmotor, Pedelecs genannt, zum Einsatz kommen. Ausgewählte Massenmärkte wie diese stellen künftige zusätzliche Umsatzträger dar. Hierzu zählt seit einiger Zeit auch die Produktion von Starterbatterien zum Einsatz in Hochleistungs-Motorrädern und Sportwagen. Schließlich wird Umsatz noch in geringerem Ausmaß durch Leistungen im Rahmen der Entwicklung von Prototypen für neuartige Batteriesysteme generiert.

Der Umsatzbeitrag von einzelnen Produktreihen variiert grundsätzlich in den unterschiedlichen Phasen ihrer Produktlebenszyklen. Daneben weist insbesondere die Batterieanwendung in Trolleybussen den Charakter eines Projektgeschäfts mit definierten Stückzahlen für die jeweiligen Systeme auf.

Die in der Regel jungen Teilmärkte der Elektromobilität wachsen darüber hinaus mit unterschiedlicher Dynamik. Die künftigen jährlichen Steigerungsraten des Umsatzwachstums hängen dabei vom Mix des jeweiligen Anwendungsbereichs ab. Während für Trolleybusse und insbesondere für Bergbaufahrzeuge große und komplexe Batteriesysteme mit vielen Batteriemodulen im Rahmen eines Projektgeschäfts zum Einsatz kommen, ist die Serienherstellung von Batteriemodulen zur Verwendung in Gabelstaplern und fahrerlosen Transportfahrzeugen sowie von Starterbatterien für Motorräder und Akku-Packs für Pedelecs als Massenproduktion zu sehen.

Insofern unterliegt der Konzernumsatz einer Reihe nach Art, Ausmaß und Richtung unterschiedlichen Einflussfaktoren, die in ihrer Summe regelmäßig bewertet werden. In der Berichterstattung zur Prognose wird diesem Umstand durch die Angabe eines Zielkorridors (Bandbreite) Rechnung getragen.

EBIT-Marge

Das EBIT stellt das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern dar und bildet allgemein die operative Ertragskraft bzw. die Effizienz der wirtschaftlichen Leistungserbringung eines Unternehmens ab. Die Profitabilität kann somit im Zeitablauf wie auch im internationalen Vergleich - unabhängig von der jeweiligen Finanzstruktur und den Ertragsteuern - betrachtet werden.

Im Rahmen der Unternehmenssteuerung wird das EBIT vom Vorstand allerdings nicht als ein eigenständiges monetäres Unternehmensziel (als Rentabilitätsziel absoluter Höhe) definiert. Vielmehr wird die Entwicklung der operativen Ertragskraft in der Weise gesteuert, dass der strategisch definierte Wachstumspfad mit einer angemessenen Profitabilität umgesetzt werden kann. Unter Berücksichtigung der Umsatzentwicklung fließen somit alle relevanten Aufwandspositionen in die vorausschauende Unternehmenssteuerung mit ein. Daneben stellt die Höhe der aktivierten Entwicklungsleistungen gem. IAS 38 (als Investitionen in immaterielle Vermögenswerte) eine wesentliche Einflussgröße in der Unternehmenssteuerung dar, da die Realisierung von Umsatz durch auf eigene Rechnung entwickelte Produktinnovationen erst in künftigen Abrechnungsperioden erfolgt.

In der Berichterstattung zur Prognose wird diesem Umstand durch die Angabe der EBIT-Marge als relativer Kennzahl in einer Bandbreite Rechnung getragen. Dadurch werden auch im Rahmen der rollierenden mittelfristigen Planung die dynamischen Effekte berücksichtigt, die sich im Zeitablauf bei den Aufwands- und Ertragspositionen ergeben können.

Investitionen

Die Investitionen sind für Voltabox beim Auf- und Ausbau der Geschäftstätigkeit ein wesentlicher Faktor im Rahmen der mittelfristigen Planung. Da es sich hierbei um die langfristige Bindung finanzieller Mittel in materiellen und in immateriellen Vermögensgegenständen handelt, werden die Investitionsentscheidungen des Vorstands als Resultat eines strukturierten und sorgfältigen Entscheidungsprozesses getroffen. Dieser berücksichtigt insbesondere die Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf die nicht monetären Unternehmensziele, die sich aus der dynamischen Wachstumsstrategie ergeben. Neben der frühen Besetzung ertragreicher Marktnischen und sorgfältig ausgewählter Massenmärkte ist hier insbesondere der hohe technologische Qualitätsanspruch bei der Serienfertigung von Batteriemodulen in großen Stückzahlen relevant. Darüber hinaus reflektieren die Investitionsentscheidungen in immaterielle Vermögenswerte die konzernweiten F&E-Aktivitäten.

Die Investitionsentscheidungen dienen dazu, im Rahmen der dynamischen Wachstumsstrategie auf Marktentwicklungen individuell reagieren und dadurch auch kurz- und mittelfristig Wachstumspotenzial optimal ausnutzen zu können. In der Berichterstattung zur Prognose erfolgt daher die Angabe der im jährlichen Investitionsplan vorgesehenen Gesamtinvestitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte. Nicht eingeschlossen sind Investitionen in das Finanzanlagevermögen sowie in den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte Voltabox in den weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen rund 11,9 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro). Von den aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) bezogen sich 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro) auf Eigenleistungen gem. IAS 38, die mit rund 2,4 Mio. Euro auf das Segment Europa und mit 0,6 Mio. Euro auf das Segment Nordamerika entfallen.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr rund 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Diese betrafen neben der Investition in den Produktionsstandort in Texas insbesondere Maschinen am Standort Delbrück.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der strategischen Positionierung als innovativer Anbieter technologisch anspruchsvoller und qualitativ hochwertiger Elektrifizierungslösungen unter besonderer Berücksichtigung leistungsstarker und passgenauer Batteriesysteme nutzt der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenssteuerung auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind für die Steuerung des Voltabox Konzerns nicht wesentlich.

Mitarbeiter

Der Megatrend Elektromobilität durchdringt Massenmärkte und die Industrie mit zunehmender Geschwindigkeit. Während herkömmliche Technologien zukünftig in ihrer Bedeutung verlieren und demzufolge auch entsprechende Qualifikationen weniger stark gefragt sein werden, bedingt die dynamische Transformation der Mobilität zu elektronischen Antrieben einen steigenden Personalbedarf, um den Substitutionsprozess konventioneller Antriebe durch elektronisch betriebene Fahrzeuge weiter voranzutreiben. Für Voltabox bedeutet das, dass neben Experten für Entwicklung und Konstruktion insbesondere auch solche Fachkräfte gewonnen werden müssen, die Projekte managen, den Vertrieb steuern und die Nähe zum Kunden pflegen sowie die gewachsenen Strukturen und damit einhergehend die gestiegenen Anforderungen an die Verwaltung erfüllen. Erfolgskritische Faktoren für die Mitarbeitergewinnung sind auch für Voltabox Standortfaktoren und Arbeitsbedingungen sowie die demografische Entwicklung.

Die operative Umsetzung der Wachstumsstrategie von Voltabox erfordert eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der eigenen Aufbau- und Ablauforganisation. Im zweiten Halbjahr des Berichtsjahrs galt die Konzentration insbesondere der Integration der übernommenen ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH in den Voltabox-Konzern. Darüber hinaus steht für das Management weiterhin die gezielte Verteilung der personellen Ressourcen auf die insgesamt fünf Standorte im Vordergrund. Die Gewinnung geeigneter Fachkräfte für den Produktionsstandort Kunshan, China, läuft in diesem Zusammenhang erst an. Gleichzeitig erfordert das Geschäftsmodell von Voltabox die gezielte Weiterentwicklung der bestehenden Innovationskultur im schnell wachsenden Unternehmen. Wesentliche Elemente hierfür sind die Verankerung von unternehmerischem Denken und eigenverantwortlichem Handeln sowie eine barrierefreie interne Kommunikation. Die Entwicklungsprozesse werden laufend optimiert, um Kunden möglichst schnell passende Lösungen für ihre Herausforderungen bieten zu können und damit die Kennziffer "Time-to-market" möglichst gering zu halten. Kreativität, Selbstvertrauen, Inspiration und Mut nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein. Die Bildung effizienter Projektteams -auch über verschiedene Standorte hinweg - nimmt weiter an Bedeutung weiter zu.

Um allen Mitarbeitenden gleiche Chancen zu bieten und sie zu motivieren, ihr Potenzial einzubringen, pflegt der Voltabox Konzern eine Organisationskultur, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jedes Einzelnen, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität, geprägt ist.

Um die persönliche und berufliche Weiterentwicklung jedes einzelnen Beschäftigten angesichts kurzer technischer und wirtschaftlicher Entwicklungszyklen, die Chancengerechtigkeit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, hat das Unternehmen eigene Prozesse und Projekte geschaffen.

Personalentwicklung, die bei der langfristigen Planung von Stellen beginnt und über die Personalauswahl bis zur kontinuierlichen Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihren adäquaten Einsatz in den jeweiligen Unternehmensbereichen reicht, ist für Voltabox ein zentraler Baustein des nachhaltigen Unternehmenserfolgs.

Um die fachlichen und persönlichen Potenziale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stetig zu fördern, bietet das Unternehmen berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungen, Tagesseminare oder Inhouse-Schulungen sowie praxisbezogene Seminare und Schulungen an. Dazu gehört auch die Stärkung der sozialen Kompetenz, beispielsweise durch Kommunikationstrainings.

Die erfolgreiche Rekrutierung, Entwicklung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter (unter dem Begriff werden nachfolgend einheitlich Mitarbeiter aller Geschlechter verstanden) sind daher von besonderer Bedeutung für eine erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie. Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt 145 (Vorjahr: 47) neue Mitarbeiter eingestellt. Davon entfielen 51 (Vorjahr: 12) auf die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas.

In diesem Zusammenhang wurden insgesamt 64 (Vorjahr: 35) neue Stellen bei Voltabox in Deutschland geschaffen. Weitere 32 Mitarbeiter (Vorjahr: 0 Mitarbeiter) wurden durch die im Berichtsjahr akquirierten Unternehmen hinzugefügt. Die Fluktuationsquote lag bei 6,9 % (Vorjahr: 9,6 %). Der Anteil der bei Voltabox beschäftigten weiblichen Mitarbeiter ist mit 14,1 % gestiegen (Vorjahr: 12,1 %). Mit 45,5 % ist dagegen die Akademikerquote leicht gesunken (Vorjahr: 49,7 %). Die Schwerbehindertenquote lag bei 0 % (Vorjahr: 0 %). Das Durchschnittsalter blieb quasi unverändert bei 38,3 Jahren (Vorjahr: 38,3) und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit fiel infolge der umfassenden Neueinstellungen auf 0,9 Jahre (Vorjahr: 1,4 Jahre).

Entwicklung der Mitarbeiter im Voltabox Konzern:

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31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
Anzahl Mitarbeiter 235 99 137,4 %
davon in der Entwicklung beschäftigt 81 37 118,9 %
Anzahl Leiharbeitskräfte 42 22 90,9 %
davon in der Entwicklung beschäftigt 0 2 -100,0 %

Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 6,7 Mio. Euro). Dabei entfielen 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 5,0 Mio. Euro) auf Lohn- und Gehaltskosten, 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sowie EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.) auf Aufwendungen für Leiharbeitskräfte.

Verteilung der fest angestellten Mitarbeiter auf die Konzern-Standorte:

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31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
Delbrück (Konzernzentrale, Nordrhein-Westfalen) 139 78 78,2 %
Aachen (Nordrhein-Westfalen) 10 3 233,3 %
Korntal-Münchingen (Baden-Württemberg) 16 n. a. n. a.
Deutschland Gesamt 165 81 103,7 %
Cedar Park (Texas, USA) 70 18 288,9 %
Kunshan (China) 0 0 0
Ausland Gesamt 70 18 288,9 %

Qualität und Umwelt

Im Geschäftsjahr 2018 hat Voltabox den weiteren Aufbau der kleinen Regelkreise in der Produktion fokussiert, um laufend die Prozessoptimierung in der Fertigung voranzutreiben. In Verbindung mit dem großen Regelkreis zum Kunden strebt Voltabox den konsequenten Ausbau der Service- und Kundenorientierung und dadurch insgesamt eine weitere Verbesserung der Qualitätsstandards und Kundenzufriedenheit an.

Die Voltabox AG hat an ihren deutschen Standorten sowie bei der Voltabox of Texas, Inc., ein Managementsystem nach dem Standard der IATF 16949 und der ISO 9001 aufgebaut. Die Zertifizierung des deutschen Standortes Delbrück erfolgte bereits im Geschäftsjahr 2018. Der Aufbau eines interaktiven und prozessorientierten Managementsystems sichert das konzernweite Wissensmanagement in allen Stufen der Produktentstehung und Produktrealisierung ab. Das System sieht ständige Verbesserungen unter Betonung von Fehlervermeidung sowie Vermeidung von Verschwendungen vor.

Im Geschäftsjahr 2018 standen dabei konkret folgende Maßnahmen im Mittelpunkt:

Zertifizierung nach IATF 16949
Reduzierung der internen Ausschusskosten

So konnten Ausschuss und kundenbezogene Qualitätskosten (Reklamationen des Kunden) um rund 15 % gesenkt werden (Vorjahr: Senkung um 10 %). Die Kosten fielen überwiegend in dem Segment Voltapower an.

Die Anforderungen an den Umwelt- und Arbeitsschutz haben wir in unserem Managementsystem integriert und sind somit ein fester Bestandteil des Unternehmensleitbilds. Die Wirksamkeit lassen wir uns jährlich durch eine Auditierung nach DIN EN ISO 14001 bestätigen.

Zudem verfolgt Voltabox durch den Einsatz modernster Fertigungstechnologien sowie den sorgsamen Umgang mit Rohstoffen und Energieressourcen das Konzept der Nachhaltigkeit. So war im abgelaufenen Geschäftsjahr der Stromverbrauch im Werk Delbrück bei steigendem Produktionsvolumen konstant gegenüber 2018.

Im Jahr 2018 hat Voltabox in Delbrück an seinem Hauptsitz zwei Ladestationen für batteriebetriebene Fahrzeuge in Betrieb genommen. Zusätzlich sind am Standort Delbrück vollelektrische batteriebetriebene Transportfahrzeuge im Einsatz, deren Betrieb folglich CO2-neutral ist. Da zahlreiche notwendige Fahrten im operativen Produktionsalltag auf dem Werksgelände in Delbrück mit diesen Fahrzeugen erledigt werden, spart Voltabox in erheblichem Umfang CO2-Emissionen ein.

In Bezug auf die Transportverpackungen achten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Voltabox Konzerns darauf, dass in erster Linie, entsprechend der Kundenvorgaben, Umlaufverpackungen verwendet werden. Dies dient der Senkung des Materialverbrauchs und infolge dessen auch der Einsparung natürlicher Ressourcen. Die Verpackungsvorschriften von Voltabox orientieren sich an Qualitäts- und Umweltanforderungen. Voltabox ist zudem darauf bedacht, dass auch die Verpackungsvorschriften von Kunden diesen Anforderungen entsprechen.

Sonstige Steuerungsgrößen

Zur Steuerung von Voltabox werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikatoren zur Steuerung bzw. Gradmesser für die Fortentwicklung zieht der Vorstand insbesondere die Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung, die Materialwirtschaft und die Freie Liquidität heran.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2018 aktivierte Voltabox insgesamt 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 5,3 Mio. Euro) für Entwicklungsaufwendungen. Dies entspricht einem Anteil von 4,5 % des Umsatzes (Vorjahr: 19,1 %). Die Quote der aktivierten Entwicklungskosten belief sich auf etwa 37,9 % (Vorjahr: 99,1 %) der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten.

Über den Zeitraum von 2011 bis 2018 betrug die Quote der kumulierten aktivierten Entwicklungskosten im Verhältnis zu den gesamten Entwicklungskosten 83,8 %. Die entsprechende Aktivierung dieser Eigenleistungen sieht der Vorstand auch der Höhe nach im Branchenvergleich als angemessen an. Die Zahl der in der Forschung & Entwicklung eingesetzten Mitarbeiter erhöhte sich im Berichtsjahr um 107,7 % auf insgesamt 81 (Vorjahr: 39). Hierzu trugen die im Verlauf des Jahres akquirierten Gesellschaften Concurrent Design, Inc., mit 13 Mitarbeitern sowie die ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH mit 3 Mitarbeitern bei. Das entspricht einer Quote von rund 29,3 % (Vorjahr: 32,3 %) der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter zum Bilanzstichtag.

Zum Hauptaufgabenfeld der Entwicklung zählten die Erweiterung des Produktportfolios sowie erfolgreich abgeschlossene Kundenprojekte. Ein Merkmal von Voltabox ist, dass man durch die bestehenden und mittlerweile langjährigen Kontakte zu Zellherstellern stets frühzeitig in Neuentwicklungen auf Zellebene informiert und eingebunden ist. Das ermöglicht eine frühzeitige Ausrichtung der eigenen F&E-Aktivitäten hinsichtlich der Nutzung von neuen Technologien und der Lösungsfindung für individuelle Kundenanforderungen bei herausfordernden Applikationen.

Im Berichtsjahr wurde für den Kunden BMW Motorrad in Ergänzung zum bestehenden Produktportfolio, das bislang eine 5 Ah Motorrad-Starterbatterie umfasste, eine 10 Ah Motorrad-Starterbatterie aus der Vorserie in die Serienproduktion überführt. Mit Beginn des Jahres 2019 hat BMW Motorrad begonnen, Lithium-Ionen-Starterbatterien von Voltabox bei Neubestellungen optional mit anzubieten. Die Durchdringung des Modellportfolios soll in diesem Jahr kontinuierlich zunehmen. Aufgrund der deutlichen Gewichts- und Leistungsvorteile von Lithium-Ionen-Starterbatterien gegenüber der konventionellen Blei-Säure-Zellchemie gehen Schätzungen von einer schnellen Markteroberung der Technologie aus. Dementsprechend hat Voltabox die Serienproduktion seit Jahresanfang kontinuierlich hochgefahren.

Bereits auf der Agritechnica Ende 2017 wurde mit dem Schäffer Hoflader das erste Kundenprojekt im jungen Marktsegment Land- und Bauwirtschaft vorgestellt. Nachdem auf der Messe die Marktresonanz auf die Innovation umfassend getestet werden konnte, hat das Entwicklerteam von Voltabox im Berichtsjahr die Optimierung des Systems weiter vorangetrieben. In der Folge konnten zwei Prototypen an Schäffer ausgeliefert werden, dessen Einsatz weitere wertvolle Erkenntnisse für die finale Validierung des 400V-Systems lieferte. Der erfolgreiche Abschluss dieses Prozesses mündete im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2018 in den erfolgreichen Start der Serienproduktion für den weltweit ersten elektrifizierten Hof- sowie Radlader. Für die Betreiber von Hofladern ist einerseits der geräuschlose und emissionsarme Betrieb der durch die Lithium-Ionen-Technologie angetriebenen Fahrzeuge relevant - sei es in der Tierhaltung oder auch auf einem Friedhof während einer Trauerzeremonie. Hinzu kommen die Kostenvorteile über die Lebenszeit des Fahrzeugs hinweg, die sogenannte Total Cost of Ownership Betrachtung. Die wartungsarmen Lithium-Ionen-Batterien tragen zu Kosteneinsparungen bei, da sie mit selbst erzeugter Energie -beispielsweise aus einer Photovoltaik-Anlage, Windkraft oder der Biogasanlage - geladen werden können.

Im Bereich der Batteriesysteme für fahrerlose Transportsysteme (Automated Guided Vehicles, kurz AGVs) wurden der Systemansatz und die Skalierungsfähigkeit der eigenen Produkte noch einmal signifikant verbessert. Konkret wurde der Voltabox-Batteriebaukasten für AGVs um einen weiteren Batteriebaukasten für autonome mobile Roboter ergänzt. Durch den konsequenten Ausbau der Standardisierung des Batteriecontainers für flurgebundene Fördermittel und Dank des modularen Aufbaus der Voltabox-Systeme konnte im Berichtsjahr die Kundenbasis um mehrere OEMs erweitert werden. So wurde das Batteriesystem für einen neuen Kunden innerhalb weniger Monate in Serie gebracht. In 2018 hat Voltabox darüber hinaus die für den nordamerikanischen Markt entscheidende UL-Zertifizierung von diversen Batteriesystemen für Kuka angestoßen und strebt im laufenden Geschäftsjahr einen erfolgreichen Abschluss dieses Prozesses an.

Die Erhöhung der Flexibilität und eine bessere Skalierbarkeit waren auch die zentralen Treiber für die Entwicklung des sogenannten Standardcontainers, der die Grundlage für beliebig erweiterbare Batteriesysteme für Trolleybusse bildet. Die Standardisierung der Batterie, die den modularen Aufbau eines größeren Systems ermöglicht, erlaubt eine Serienproduktion gleicher Systemeinheiten auch im Falle der Verwendung des Batteriesystems in unterschiedlichen Trolleybus-Modellen. Der Energieinhalt des gewichtsoptimierten Standardcontainers beläuft sich auf 15,2 kWh. Die dauerhafte Lade- und Entladeleistung beträgt 50 kW, in der Spitze sind bis zu 80 kW möglich. Dabei verfügt der Standardcontainer über ein ISO 26262 komplementäres Design sowie ein ECE R 100 Zertifikat, dessen Erreichung im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zuge der Validierung im Fokus stand. Diese Entwicklung wird plangemäß Mitte des laufenden Geschäftsjahres in die Serienproduktion überführt. Der Standardcontainer ist neben dem Einsatz in Trolleybussen auch als Traktionsbatterie für Hybrid- und Elektrobusse einsatzfähig. Weiterhin verfügt Voltabox damit über die passende Technologie für die aktuell wieder verstärkt diskutierten Oberleitungskonzepte für Lastkraftwagen.

Der Standardcontainer schafft eine Grundlage für die einfache Skalierbarkeit von Batteriesystemen für Trolleybusse. Durch die einfache und flexible Verknüpfung von verschiedenen Standardcontainern können verschiedenste Bustypen mit unterschiedlichen Einsatzprofilen in sehr kurzer Zeit mit dafür passend ausgelegten Lithium-Ionen-Batteriesystemen ausgestattet werden.

Bei der Tochtergesellschaft Voltabox of Texas am Standort Cedar Park, Austin/Texas, bildeten im Berichtsjahr die Entwicklungsprojekte für Komatsu Mining einen zentralen Tätigkeitsschwerpunkt. In 2018 konnte dabei zunächst die Vorserie des Batteriesystems für den Battery Hauler 18/20, einen Batterieschlepper zum Einsatz im Untertage-Bergbau mit einer Nennbelastbarkeit von bis zu 20 Tonnen, abgeschlossen werden. Die Komplexität des Systems erforderte vor der Aufnahme der Serienproduktion weitere Anpassungen und Feinjustierungen, die durch die F&E-Abteilung in 2018 vorgenommen wurden. In der Folge konnte der Battery Hauler planmäßig als erstes Fahrzeug der zu elektrifizierenden Komatsu-Flotte für den Einsatz im Untertage-Bergbau in die Serienproduktion übergeben werden. Insgesamt arbeiten die Entwicklungsteams von Voltabox mittlerweile an der Auslegung von Batteriesystemen für Fahrzeuge aus drei Kategorien - neben dem Battery Hauler in seinen verschiedenen Varianten umfasst dies auch die sogenannten Vortriebsbohrgeräte zum Bohren von Sprenglöchern im Untertagebau und für den Tunnelvortrieb, sowie die Fahrlader, darunter auch der bis zu 14 Tonnen Last transportierende Load Haul Dump, intern "Big Bertha" genannt. Im Mittelpunkt der Entwicklungstätigkeit am Standort Cedar Park, Austin/Texas, standen hier die weitere Designoptimierung und Ergänzungen für die bevorstehende Auslegung als Gesamtsystem. Im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres sollen zudem entscheidende Schritte hinsichtlich der Implementierung des Batteriesystems in die Fahrzeugarchitektur eines ersten Prototyps folgen.

Im Entwicklungszentrum Aachen sind auch in 2018 Fortschritte bei der Weiterentwicklung von zukunftsweisender Leistungselektronik erzielt worden. So ist an der Integration des leistungsstarken Onboard-Chargers (OBC) zum Laden direkt an Bord eines Fahrzeugs auch in äußerst kompakten Bauräumen sowie an der dazu notwendigen zuverlässigen Kühlung gearbeitet worden. Die F&E-Aktivitäten konzentrierten sich im Berichtsjahr auch darauf, einen möglichst weiten Hochvolt-Ausgangsspannungsbereich des OBC zu ermöglichen. Um das zu ermöglichen, werden moderne Halbleiterbauelemente aus Siliziumcarbid (SiC) verbaut, die deutlich höhere Schaltfrequenzen als herkömmliche Bauteile erlauben.

Der Bedarf an einem Produkt dieser Klasse wurde bereits mehrfach in bestehenden Geschäftsbeziehungen und auch im Rahmen von Entwicklungsprojekten deutlich. Das Marktinteresse an der Lösung wird von Voltabox so groß eingeschätzt, dass diesem Projekt im Rahmen des Aufbaus und der Etablierung des Entwicklungszentrums in Aachen oberste Priorität eingeräumt wurde. Konkret hat sich das F&E-Team das Ziel gesetzt, ein 44 kW Hochleistungsladegerät bei Bauraumvorgaben zu entwickeln, wie sie für Geräte der 22 kW-Klasse üblich sind. Damit ist der Anspruch verbunden, die im Automotive-Bereich gängigen Spannungsarchitekturen von 400 V und 800 V in nur einem Gerät anzubieten. Somit ergeben sich mögliche Ausgangsspannungen im Bereich von 220 V bis 480 V sowie von 440 V bis 960 V. Durch diese Spezifikationen ist das Onboard-Laden bei hoher Leistung in breiten Anwendungsbereichen der Elektromobilität möglich - von Elektroautos bis zu tonnenschweren elektrifizierten Bau- und Minenfahrzeugen.

Darüber hinaus konnte im zurückliegenden Geschäftsjahr das Funktionsmuster eines DC/DC-Konverters fertiggestellt werden, das sich nun in der Validierung befindet. Der Spannungswandler ermöglicht es, die aus dem Lithium-Ionen-Batteriesystem zugeführte DC-Hochspannung in eine Gleichspannung mit niedrigerem Spannungsniveau zu wandeln. So kann beispielsweise auch die Bordelektronik mit der Energie aus einem Hochvolt-Batteriesystem versorgt werden. Die entwickelte Voltabox-Lösung verfügt über 3,3 kW und eine Ausgangsspannung von 12 Volt. Der Konverter ist in Bezug auf die Spannungsumwandlung äußerst verlustarm und weist ebenfalls eine sehr kompakte Bauweise als wesentliches Merkmal auf. Im Berichtsjahr wurde großen Wert darauf gelegt, die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Produkts hinsichtlich der Funktionsweise vor dem Hintergrund der äußerst hohen Eingangsspannung, die es umzurichten gilt, zu optimieren. Weiterhin wurde der Validierungsprozess durch die entsprechende Schaffung der notwendigen Laborbedingungen vorbereitet.

Materialwirtschaft

Mit der zunehmend automatisierten Serienproduktion in Deutschland und den USA und einem breit gefächerten Portfolio an Batteriemodulen und -systemen nimmt die Materialwirtschaft bei Voltabox eine besondere Stellung ein. Im Berichtsjahr lag die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) bei 56,4 % (Vorjahr: 64,0 %).

Batteriezellen, die von den global führenden Zellherstellern in großen Stückzahlen eingekauft werden, stellen als Vorprodukte für die Batteriemodule den größten Anteil der Materialkosten dar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind den Batteriezellen rund 66 % der gesamten Materialkosten zuzurechnen. Daher haben schwankende Weltmarktpreise für Rohstoffe, strategische Preisänderungen der Zulieferer für Vorprodukte sowie Wechselkursentwicklungen grundsätzlichen Einfluss auf die Produktionskosten der Voltabox-Batteriemodule.

Die Zellhersteller ersetzen die von uns verwendeten Batteriezellen entsprechend ihrem eigenen Innovationszyklus planmäßig durch neue Versionen mit verbesserten Leistungsmerkmalen. Wenn der Fall eintritt, dass ein bestimmter Zelltyp vollständig abgekündigt wird, stellt die Gesellschaft das jeweilige System auf andere Zellen eines Nachfolgeformats oder auf eine komplett neue Zellform um. In der Regel ist Voltabox frühzeitig in relevante Neuentwicklungen der Hersteller eingebunden. Daher kommt dem Bereich Materialwirtschaft in enger Zusammenarbeit mit dem internen Team aus Spezialisten für die Zellcharakterisierung die Funktion einer internen Steuerungsgröße zu.

Die enge Kooperation mit ausgewählten leistungsstarken Lieferanten und eine bedarfsorientierte Einkaufspolitik bildeten auch im Geschäftsjahr 2018 die Basis der Beschaffung. Ziel dieser Vorgehensweise war, auch bei kurzfristigen und großvolumigen Abrufen insbesondere im Marktsegment Intralogistik sowie bei individuellen Projektentwicklungen ehrgeizige Produktionsziele erreichen zu können.

Voltabox verfolgt im Bereich der Materialwirtschaft das Ziel, die Fertigungstiefe konsequent weiter zu steigern. Dazu wurde unlängst eine neue Präzisions-Laseranlage in Betrieb genommen. Diese ermöglicht es, mit internen Ressourcen flexibel verschiedene aktuelle wie auch zukünftig genutzte Zellarten zu schweißen. Insbesondere bei der Fertigung von Batteriesystemen auf Basis von Pouch-Modulen konnte damit die eigene Wertschöpfungstiefe erweitert werden, da die flexiblen Ableiter der Pouch-Zellen zuvor nicht mit eigener Anlagentechnik verbunden werden konnten.

Im Zusammenhang mit der Integration der im Berichtsjahr übernommenen ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH werden sich erst im laufenden Geschäftsjahr, nach dem Auslaufen der Verträge mit den aktuellen Lieferanten von ACCURATE, Synergieeffekte in der Materialwirtschaft ergeben. Diese beziehen sich vor allem auf die Leiterplattenbestückung, die zukünftig konzernintern im paragon-Werk in Suhl erfolgen und zu marktüblichen Bedingungen an Voltabox verkauft wird.

Liquidität

Die Wachstumsstrategie der Voltabox AG beinhaltet neben dem organischen Ausbau des Angebotsportfolios und der entsprechenden Produktionskapazitäten die Akquisition von Unternehmen bzw. komplementärer Technologie. Das Geschäftsmodell der Voltabox AG erfordert eine laufende Verfügbarkeit von liquiden Mitteln in hinreichendem Ausmaß.

Die Liquidität gilt darüber hinaus als wichtige betriebswirtschaftliche Kenngröße zur vergleichenden Beurteilung der jeweiligen Geschäftssituation von Unternehmen eines Industriezweiges durch Dritte. Schließlich trägt die Liquiditätsplanung der Gesellschaft zur internen Steuerung der Bilanzstruktur bei.

Die liquiden Mittel haben sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

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TEUR 2018 2017
Liquide Mittel 28.234 102.679

Finanzmanagement

Das Finanzmanagement der Gesellschaft beinhaltet kein eigenständiges Zielsystem. Vielmehr nutzt der Vorstand das interne Finanzmanagement zur betriebswirtschaftlichen Planung und Kontrolle der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie. In diesem Zusammenhang wird eine umfassende Finanzplanung auf Basis der revolvierenden Absatzplanung betrieben, aus der sich dann jeweils die Investitions- und Liquiditätspläne für die Produktsegmente Voltapower, Voltaforce und Voltamotion ableiten. Darüber hinaus werden die Tochtergesellschaften monatlich auf Konzernebene konsolidiert. Die Einführung von Microsoft Dynamics AX als konzernweit einheitliches ERP-System soll in diesem Zusammenhang den weiteren Ausbau zu einer integrierten Finanzplanung erleichtern.

Dividendenpolitik

Der Vorstand hat eine Dividendenpolitik formuliert, die dem strategischen Unternehmensziel des ertragreichen Wachstums gerecht werden soll. Damit soll einerseits den Voltabox-Aktionären mittelfristig die Wertsteigerung ihrer Anteile durch Dividendenzahlungen ermöglicht werden, um einen zusätzlichen Anreiz für langfristige Investitionsentscheidungen zu setzen. Andererseits soll gerade in der kapitalintensiven Wachstumsphase des Unternehmens die verfügbare Liquidität möglichst profitabel investiert werden. Künftige Unternehmensgewinne sollen daher überwiegend thesauriert werden. Mittelfristig hält der Vorstand eine Auszahlungsquote im Bereich von 20 bis 40 % des im HGB-Einzelabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinns der Voltabox AG allerdings für angemessen.

Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 1.494.282,84 Euro einen Betrag von 474.750 Euro auszuschütten. Dies entspricht 0,03 Euro pro Aktie. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vergütung des Vorstands, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Daher haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vergütung des Vorstands vorgesehenen Mustertabellen der Regierungskommission Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Vergütungsbericht zu verwenden.

Vorstandsvergütung

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer einjährigen variablen Vergütung zusammen. Im Geschäftsjahr sind neben der Festvergütung und der Nebenleistung zugunsten eines ehemaligen Vorstandsmitgliedes Vergütungen aus Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses gewährt worden und im abgeschlossenen Geschäftsjahr teilweise zugeflossen. Für den variablen Vergütungsanteil ist eine Deckelung (Minimum/Maximum) vorgesehen. Ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil wurde vereinbart. Schließlich umfasst die Gesamtvergütung noch einen Versorgungsaufwand nach IAS 19. Dieser wird gem. DCGK als Bestandteil der Gesamtvergütung mit aufgenommen, auch wenn es sich dabei nicht um eine neu gewährte Zuwendung im engeren Sinne handelt, sondern eine Entscheidung des Aufsichtsrats in der Vergangenheit weiterwirkt.

Die Gesamtvergütung des Vorstands enthält Gehälter und kurzfristige Leistungen in Höhe von TEUR 596 (Vorjahr: TEUR 148) und umfasst feste Bestandteile in Höhe von TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 131) sowie variable Bestandteile in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 17). Die wesentlichen variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich am EBIT nach IFRS und der positiven Entwicklung des Aktienkurses des Unternehmens, verglichen jeweils am Bilanzstichtag.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:

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Jürgen Pampel Jörg Dorbandt Andres Klasing
Vorstandsvorsitzender CEO Vorstand COO Vorstand CFO
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Eintrittsdatum: 09.08.2017 Eintrittsdatum: 01.12.2018 Eintrittsdatum: 09.08.2017
--- --- --- --- --- --- ---
Gewährte Zuwendungen Austrittsdatum: 01.12.2018
--- --- --- --- --- --- ---
EUR 2018 2017 2018 2017 2018 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 168.000 66.733 17.000 135.667 58.789
Nebenleistungen 21.307 2.376 928 136.333
Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses 6.488 2.700
Summe 189.307 69.109 17.928 278.488 61.488
Jährlicher Betrag anzurechnen auf die mehrjährige variable Vergütung * 38.000 9.100 0 72.333 8.017
Gesamtvergütung 227.307 78.209 17.928 350.821 69.505

* Gedeckelt (Maximum) und in Teilen als mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr zugeflossenen Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:

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Jürgen Pampel Jörg Dorbandt Andres Klasing
Vorstandsvorsitzender CEO Vorstand COO Vorstand CFO
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Eintrittsdatum: 09.08.2017 Eintrittsdatum: 01.12.2018 Eintrittsdatum: 09.08.2017
--- --- --- --- --- --- ---
Gewährte Zuwendungen Austrittsdatum: 01.12.2018
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EUR 2018 2017 2018 2017 2018 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 168.000 66.733 17.000 135.667 58.789
Nebenleistungen 21.307 2.376 928 6.488 2.700
Leistungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses 62.333
Summe 189.307 69.109 17.928 204.488 61.488
Jährlicher Betrag anzurechnen auf die mehrjährige variable Vergütung * 38.000 9.100 0 72.333 0
Gesamtvergütung 227.307 78.209 17.928 276.821 61.488

* Gedeckelt (Maximum) und in Teilen als mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats wird satzungsgemäß von der HV festgelegt, die über die Entlastung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats beschließt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 20, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 15 pro Geschäftsjahr. Gehört ein Mitglied dem Aufsichtsrat nur einen Teil des Geschäftsjahres an, bestimmt sich die Vergütung zeitanteilig. Soweit die Vergütung dem Quellensteuerabzug unterliegt, erfolgt die Auszahlung in Höhe des um die einzubehaltende Quellensteuer gekürzten Vergütungsbetrages.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine von der Gesellschaft zu Gunsten der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einbezogen.

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats Ersatz ihrer bei Wahrnehmung ihres Amts entstandenen angemessenen und nachgewiesenen Auslagen sowie des eventuell auf die Aufsichtsratsvergütung entfallenden Umsatzsteuerbetrages, soweit sie berechtigt sind, der Gesellschaft die Umsatzsteuer gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht auszuüben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr 2018 und 2017 eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 45 erhalten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder:

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Klaus Dieter Frers Prof. Dr. Martin Winter Hermann Börnemeier
TEUR Vorsitzender des Aufsichtsrats Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Aufsichtsrats
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2018 2017 2018 2017 2018 2017
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Festvergütung 20,0 20,0 15,0 15,0 10,0 10,0
Gesamtvergütung 20,0 20,0 15,0 15,0 10,0 10,0

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Oktober 2018 wies der Internationale Währungsfonds ("IWF") in seinem Weltwirtschaftsausblick 1 auf die im Jahresverlauf 2018 leicht eingetrübten und weniger ausgewogenen weltweiten Wachstumsperspektiven hin. Hierzu trug insbesondere eine Abschwächung von Handel, Fertigung und Investitionen auf globaler Ebene bei. Insgesamt wurde das Weltwirtschaftswachstum zwar noch als solide angesehen, allerdings - bei uneinheitlicher Dynamik in den einzelnen Wirtschaftsregionen - auf einem Plateauniveau.

Das weltweite Wirtschaftswachstum wurde für das Jahr 2018 auf 3,7 % geschätzt, nachdem noch im April ein globales Wachstum von 3,9 % erwartet worden war. In dieser Anpassung reflektierte der IWF das konjunkturelle Risiko aufgrund erhöhter politischer Unsicherheit. Die ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums zwischen den entwickelten Volkswirtschaften (2,4 %) und den Schwellenländern (4,7 %) blieb weiterhin bestehen. Im Einzelnen wurde das Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 in den USA auf 2,9 % (Vorjahr: 2,2 %), in den EURO-Staaten auf 2,0 % (Vorjahr: 2,4 %), in Deutschland auf 1,9 % (Vorjahr: 2,5 %) und in China auf 6,6 % (Vorjahr: 6,9 %) geschätzt.

In diesem noch guten weltwirtschaftlichen Umfeld ist die deutsche Wirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr das neunte Jahr in Folge gewachsen, das Wachstum hat allerdings an Schwung verloren.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ("Destatis") 2 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2019 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % (Vorjahr: 2,2 %) gestiegen, nach einer Steigerung um 1,1 % (Vorjahr: 2,2 %) im dritten Quartal, um 2,3 % (Vorjahr: 0,9 %) im zweiten Quartal und 1,4 % (Vorjahr: 3,4 %) im ersten Quartal.

Als Hersteller von Batteriesystemen für industrielle Anwendungen erwirtschaftete Voltabox im Geschäftsjahr 2018 den Großteil der Umsatzerlöse mit Unternehmen in dem Marktsegment Intralogistik (insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge). Darüber hinaus wurden Umsätze auch mit Kunden in den Bereichen Trolleybusse sowie Bergbaufahrzeuge realisiert. Die Aktivitäten von Voltabox konzentrieren sich auf Geschäftspartner in Deutschland, der Europäischen Union und den USA. Diese wiederum verkaufen die von ihnen produzierten Fahrzeuge bzw. Systeme weltweit. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für Voltabox damit insofern von Bedeutung, als sie sich auf die Absatzchancen der von ihr belieferten Fahrzeug- bzw. Systemhersteller und damit auch indirekt auf die Nachfrageentwicklung der jeweiligen Endanwender nach den Produkten von Voltabox auswirkt.

Marktentwicklung 2018

Das Berichtsjahr war von einem anhaltenden dynamischen Marktwachstum in den für Voltabox relevanten industriellen Teilmärkten wie auch in den adressierten Massenmärkten geprägt. Diese Marktdynamik in der Industrie basierte vor allem auf den anhaltenden Substitutionseffekten, indem Diesel-Notstrom-Aggregate bzw. Blei-Säure-Batterien durch moderne Lithium-Ionen-Batteriesysteme ersetzt wurden.

Das Marktforschungsinstitut IDTechEx 3 schätzt in seinem Bericht "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017 - 2027" das Wachstum in den von Voltabox derzeit besetzten industriellen Marktsegmenten (Trolleybusse, Gabelstapler, Bergbaufahrzeuge sowie Fahrzeuge für die Bau- und Landwirtschaft) im Jahr 2018 auf 12 %.

1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2018/09/24/world-economic-outlook-october-2018

2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22. Februar 2019 - 064/19

3 IDTechEx, Studie "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017- 2027": https://www.idtechex.com/research/reports/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027-000505.asp

Trolleybusse bilden ein Teilsegment innerhalb des Marktes für elektrische Busse, mit weltweit insgesamt rund 40.000 Fahrzeugen in 370 Städten und 47 Ländern. 4 Ein Trolleybus wird über seine Oberleitung entlang einer vorgeschriebenen Strecke elektrisch betrieben. Die maßgeschneiderten Li-Ion-Batteriesysteme von Voltabox ermöglichen es den Trolleybussen, für eine begrenzte Zeit von der vorgeschriebenen Route und Oberleitung abzuweichen. Aufgrund der steigenden Elektrifizierung von Bussen, profitieren auch Trolleybusse zunehmend von der rasanten Entwicklung der Antriebstechnik, der elektrischen Energiespeicher und der Ladeinfrastruktur.

Das Marktforschungsinstitut IDTechEx schätzt, dass im Jahr 2018 weltweit rund 400.000 Gabelstapler mit internen Verbrennungsmotoren im Betrieb waren. Zwar stellt Asien den größten Absatzmarkt für Intralogistik - insbesondere Gabelstapler - dar. Allerdings ist der Trend zur Elektrifizierung in den westlichen Industrieländern am weitesten fortgeschritten, wobei Europa als der größte Einzelmarkt für elektrisch (mit Blei-Säure-Batterien) betriebene Gabelstapler gilt.

Expertenschätzungen 5 zufolge sind derzeit im Untertage-Bergbau etwa 33.000 Fahrzeuge und Bohrgeräte im Einsatz. Hiervon stellen die sogenannten Fahrlader ("Load Haul Dumps") mit rund 13.500 Einheiten die größte Fahrzeuggruppe dar, gefolgt von Bergbaufahrzeugen mit geschätzten 8.400 Einheiten und Bohrmaschinen mit etwa 11.100 Einheiten.

Geschäftsverlauf

Maßgeblich verantwortlich für das Unternehmenswachstum im Geschäftsjahr 2018 war die sehr gute operative Geschäftsentwicklung mit Batteriemodulen für den Einsatz in Gabelstaplern sowie mit Batteriesystemen für den Einsatz in Trolleybussen und Bergbaufahrzeugen. Erneut war insbesondere im zweiten Halbjahr ein Umsatzsprung mit Batteriemodulen für die Intralogistik zu verzeichnen.

Der Umsatz in Höhe von 66,9 Mio. Euro (Vorjahr: 27,3 Mio. Euro) wurde vollständig mit Dritten erzielt (Vorjahr: 24,7 Mio. Euro). Mit einer Steigerung von 145,3 % wies Voltabox eine überproportionale Wachstumsdynamik auf. Der größte Wachstumstreiber war die Serienproduktion von Batteriemodulen für Intralogistik-Anwendungen, insbesondere für Gabelstapler. Weitere Umsatzträger waren Batteriesysteme für Trolleybusse sowie für den Einsatz in Bergbau-Fahrzeugen, landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen sowie Starterbatterien für Motorräder. Ferner trug die zum 20. August 2018 von der Voltabox AG übernommene ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS -GmbH (Korntal-Münchingen) erstmals mit 2,2 Mio. Euro zum Umsatz bei. Das EBIT des Voltabox Konzerns betrug 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: -2,8 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 8,4 % entspricht (Vorjahr: -10,3 %).

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Voltabox Konzerns war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich von der Entwicklung, der Produktion und dem Absatz von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für industrielle Anwendungen im Produktsegment Voltapower geprägt. Darunter werden insbesondere die Marktsegmente Intralogistik (Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge), der öffentliche Personennahverkehr (Trolleybusse) sowie Bergbaufahrzeuge subsumiert. Dabei standen im Geschäftsjahr 2018 die Handlungsfelder Expansion, Diversifikation und die Sicherung von Marktanteilen im Fokus des Voltabox Konzerns. Zu den erreichten Meilensteinen zählen insbesondere die Neu- und Weiterentwicklung modularer Baukastenkomponenten und innovativer Produktlösungen, die Umsetzung der M&A-Wachstumsstrategie, die Steigerung der Produktionskapazitäten sowie die Erschließung weiterer Marktsegmente. Darüber hinaus bildete die Ausweitung des Kundenportfolios einen Schwerpunkt der vertrieblichen Aktivitäten.

4 www.trolleymotion.eu

5 Mining Report 153, 2017, Nr. 2

Der Geschäftsverlauf wurde im Berichtsjahr zunehmend von der automatisierten Serienproduktion einsatzfertiger Batteriemodule für die Intralogistik dominiert. Im zweiten Quartal 2018 wurde die seit 2014 bestehende Kooperation mit dem Partner Triathlon Batterien GmbH ("Triathlon") zur Produktion von Batteriesystemen für Gabelstapler grundlegend erneuert. Mit der Neufassung der Kooperationsvereinbarung wurde die Voraussetzung für den Einstieg in den Direktvertrieb geschaffen. In der Folge baute Voltabox intern die entsprechenden Strukturen auf und aus, um in dem sich dynamisch entwickelnden Intralogistikmarkt insbesondere das OEM- und Großkundengeschäft zu forcieren.

Daneben ist im Jahresverlauf die Serienproduktion für das erste Minenfahrzeug hochgefahren worden. Weiterhin stand die Fertigung von Batteriesystemen für Trolleybusse für den Einsatz in verschiedenen ÖPNV-Netzen weltweit - u.a. in San Francisco, Seattle, Cagliari und Linz - im Fokus. Darüber hinaus war der Geschäftsverlauf von der Entwicklung von Leistungselektronikkomponenten im Produktsegment Voltamotion geprägt, in dem im Berichtsjahr durch Entwicklungsleistungen für Vorserienproduktionen und Prototypen diverser Fahrzeugprojekte im Sinne von Referenzprojekten erste nennenswerte Umsätze generiert wurden.

Die relative Zusammensetzung der Kundenstruktur veränderte sich im Jahresverlauf auch durch die Akquisition von ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH in Korntal-Münchingen und dem damit verbundenen Einstieg in ausgewählte Massenmärkte, insbesondere das Marktsegment Pedelecs und E-Bikes.

Bei der Tochtergesellschaft Voltabox of Texas, Inc. stand die Expansion der Organisation durch die Übernahme der Concurrent Design, Inc., (Austin, Texas) im Vordergrund. Dem standen zeitlich verschobene Umsätze gegenüber, sodass im Berichtsjahr noch keine Skaleneffekte realisiert werden konnten. Der Umsatzanteil der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Voltabox of Texas, Inc., betrug im Berichtsjahr rund 17,7 %.

Die in 2018 getätigten Akquisitionen hatten im Berichtsjahr bereits positive Einflüsse auf das Konzernergebnis.

Die zusätzlichen EBIT-Effekte überstiegen die nicht ansatzfähigen M&A-Kosten.

Aufgrund einer zeitlich begrenzt gewährten Zahlungszielverlängerung mit dem Hauptkunden Triathlon zur Unterstützung und Beschleunigung seiner Aktivitäten im Spezialvertrieb von Lithium-Ionen-Batteriesystemen ergab sich, bezogen auf den operativen Cashflow, eine negative Auswirkung auf die Fristenkongruenz, die sich in der Folgeperiode entsprechend umkehren wird.

Insbesondere im vierten Quartal konnte die Voltabox AG die Produktivleistungen signifikant erhöhen und ihre Produkte und Systeme verstärkt im Markt platzieren, in dessen Folge der Konzern das Geschäftsjahr mit einem deutlich positiven Konzernergebnis abschließen konnte. Der Voltabox Konzern ist im abgelaufenen Geschäftsjahr organisatorisch für die Sicherstellung der vollen Leistungsfähigkeit in finanzielle Vorleistungen getreten, weshalb sich - entsprechend der zugrundeliegenden Planung -der Return on Investment trotz Kapazitätsausweitung noch nicht in vollem Umfang eingestellt hat.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage des Voltabox Konzerns

Der Voltabox Konzern hat mit einem Umsatzwachstum von 145,3 % auf rund 66,9 Mio. Euro (Vorjahr: 27,3 Mio. Euro) die bestehende Wachstumsdynamik auch im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt und die vom Vorstand aufgestellte Umsatzprognose von 65 bis 70 Mio. Euro erfüllt. Die im Zuge der ursprünglich geplanten und im November abgesagten Übernahme von Navitas Systems angehobene Umsatzprognose wurde damit dank einer sehr guten operativen Entwicklung erreicht. Mit einer Konzern-EBIT-Marge von 8,4 % wurde gleichzeitig die Ertragsprognose, die zum Halbjahr infolge der Neuverhandlung des Kooperationsvertrags mit dem Intralogistik-Partner Triathlon von ursprünglich 9 % für das Berichtsjahr auf 7 % gesenkt worden ist, deutlich übertroffen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 2,1 Mio. Euro. (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf Fremdwährungsumrechnungsgewinne zurückzuführen ist. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich auf 8,3 Mio. Euro, während er sich im vergangenen Jahr noch um 1,4 Mio. Euro verringert hatte. Diese Entwicklung ist vor allem auf die vorgelagerte Produktion von Modulen für den Absatz im ersten Quartal 2019 zurückzuführen. Die aktivierten Entwicklungsleistungen reduzierten sich aufgrund einer vermehrt direkten Umsatzrealisation im Rahmen von langfristigen, kombinierten Entwicklungs- und Serienlieferungsverträgen um 43,4 % auf 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro). Der Materialaufwand erhöhte sich überproportional um 152,7 % auf 42,2 Mio. Euro (Vorjahr: 16,7 Mio. Euro) infolge der gestiegenen Ausbringungsmengen. Die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) sank überwiegend infolge von Skaleneffekten auf 56,4 % (Vorjahr: 64,0 %). Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 ein Rohertrag in Höhe von 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 14,6 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 56,5 % entspricht (Vorjahr: 53,6 %).

Der Personalaufwand stieg vor allem durch die Neueinstellungen im Zusammenhang mit dem operativen Wachstum an den vorhandenen Standorten sowie den akquirierten Unternehmen um 103,0 % auf 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,7 Mio. Euro). Aufgrund des starken Umsatzwachstums reduzierte sich die Personalaufwandsquote auf 20,3 % (Vorjahr: 24,6 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere aufgrund von allgemeinen Verwaltungskosten, Miet- und Leasing-Zahlungen deutlich auf 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,3 Mio. Euro), nachdem noch im Vorjahr ein Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet worden ist. Damit erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 9,6 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 14,3 % entspricht (Vorjahr: -1,4 %).

Nach planmäßig erhöhten Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) und einer Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro) stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: -2,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erhöhte sich damit auf 8,4 % (Vorjahr: -10,3 %).

Infolge geringerer Finanzierungsaufwendungen verbesserte sich das Finanzergebnis auf -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,7 Mio. Euro). Damit ergibt sich eine Steigerung des Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung leicht gesunkener Ertragsteuern von 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro) aufgrund von Effekten aus latenten Steuern erwirtschaftete der Voltabox Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: -6,5 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,16 Euro.

Vermögenslage des Voltabox Konzerns

Die Vermögenswerte des Voltabox Konzerns haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch den Ausbau der operativen Geschäftstätigkeit, der sich vor allem im Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte bemerkbar gemacht hat, aber auch durch die Aktivierung von Entwicklungskosten und die Erweiterung des Konsolidierungskreises auf 181,5 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2017: 167,8 Mio. Euro).

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen auf 51,9 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 28,2 Mio. €). Gründe für diesen Anstieg sind im Wesentlichen Zugänge aus Unternehmenskäufen, ein langfristiger Investitionszuschuss für den Kapazitätsaufbau bei einem wichtigen Kunden und der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte infolge der Aktivierung von Entwicklungskosten. Die Immateriellen Vermögenswerte sind von 16,5 Mio. Euro auf 28,0 Mio. Euro gestiegen. Der Geschäfts- und Firmenwert stieg infolge der Unternehmenskäufe auf 9,7 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 3,2 Mio. Euro) während die sonstigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag 5,0 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0 Euro) betrugen, die überwiegend auf langfristige Aufwandsabgrenzungen und vertragliche Vermögenswerte zurückgehen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich auf 129,7 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 139,6 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der flüssigen Mittel zurückzuführen. Diese betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 28,2 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 102,7 Mio. Euro). Entscheidend waren dafür insbesondere der Aufbau der Vorräte um 23,0 Mio. Euro auf 27,2 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 4,2 Mio. Euro) infolge des Ausbaus der Geschäftsaktivitäten und in diesem Kontext des Einstiegs in das Intralogistik-Direktgeschäft sowie der deutliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 34,0 Mio. Euro auf 56,0 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 22,1 Mio. Euro) infolge der für das Geschäftsjahr 2018 verlängerten Zahlungsziele auf 360 Tage für den Kunden Triathlon im Zuge der Neuverhandlung des gemeinsamen Kooperationsvertrags zur Absatzunterstützung. Weiterhin erhöhten sich auch die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte deutlich auf 6,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,3 Mio. Euro) aufgrund von Rechnungsabgrenzungen und der Erfassung von vertraglichen Vermögenswerten.

Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten reduzierten sich leicht auf 7,8 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 8,3 Mio. Euro) - wobei sich die langfristigen Darlehen infolge von Umgliederungen in den kurzfristigen Bereich deutlich um 3,4 Mio. Euro auf 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 3,5 Mio. Euro) reduzierten, während die latenten Steuern wiederum vor allem infolge der Effekte aus der Erstkonsolidierung von neuen Tochtergesellschaften deutlich auf 7,7 Mio. Euro angestiegen sind (31. Dezember 2017: 4,8 Mio. Euro).

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich auf 19,2 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 7,4 Mio. Euro). Wesentliche Ursache ist der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen infolge der Ausweitung des Geschäftsbetriebs auf 9,3 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 3,6 Mio. Euro). Die Erhöhung kurzfristiger Darlehensverbindlichkeiten auf 3,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,5 Mio. Euro) ist durch eine Umgliederung aus den langfristigen Verbindlichkeiten bedingt. Während die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen auf 0,6 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 1,8 Mio. Euro) sanken, haben sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 3,5 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 1,3 Mio. Euro) erhöht.

Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns erhöhte sich leicht auf 154,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 152,1 Mio. Euro), was insbesondere aus dem Konzernergebnis des Berichtsjahres 2018 resultiert. Vor dem Hintergrund der stärker gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag erwartungsgemäß auf 85,1 % (31. Dezember 2017: 90,7 %).

Finanzlage des Voltabox Konzerns

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum auf -54,8 Mio. Euro (Vorjahr: -4,7 Mio. Euro) infolge der deutlichen Erhöhung des Net Working Capital. Wesentliche Ursache dafür sind die deutliche Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund eines starken dritten und vierten Umsatzquartals sowie den seit dem zweiten Quartal bis zum Jahresende 2018 gültigen verlängerten Zahlungszielen von 360 Tagen für einen wichtigen Kunden in der Intralogistik. Außerdem wirkte sich der Anstieg der Vorräte im zweiten Halbjahr 2018, der vor dem Hintergrund des Einstiegs in das Intralogistik-Direktgeschäft vorgenommen wurde, deutlich auf den negativen operativen Cashflow aus.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit reduzierte sich auf -19,1 Mio Euro (Vorjahr: -6,0 Mio. Euro). Die Auszahlungen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 12,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) bilden die CAPEX-Investitionen von 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro) ab, die damit den vom Vorstand prognostizierten Planzahlen in Höhe von rund 13,4 Mio. Euro entsprechend ausfallen. Zusätzlich beeinflusst war der Cashflow aus Investitionstätigkeit durch Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen in Höhe von 7,3 Mio. Euro im Rahmen der M&A-Wachstumsstrategie.

Damit ergibt sich ein um Transaktionsinvestitionen bereinigter Freier Cashflow in Höhe von -68,4 Mio. Euro (Vorjahr: -11,0 Mio. Euro).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reduzierte sich nach dem Börsengang im Berichtsjahr 2017 auf -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 112,4 Mio. Euro).

Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 28,2 Mio. Euro (Vorjahr: 102,7 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die kurzfristige Kapitalbindung im operativen Bereich infolge der Ausweitung des Geschäftsbetriebs zurückzuführen ist. Die Zahlungsfähigkeit des Voltabox Konzerns war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Voltabox Konzerns

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Zeichen eines starken Umsatzwachstums. Die Ertragslage hat im Wesentlichen vom Umsatzwachstum und der Normalisierung der Materialeinsatzquote profitiert. Darüber hinaus trugen die gesunkene Personaleinsatzquote, die nur geringfügig gestiegenen Abschreibungen und die Bestandsveränderung vor dem Hintergrund der Ausweitung des Geschäftsbetriebs im Konzern zur Verbesserung der Ertragslage bei. Die Vermögenslage ist insbesondere durch kurzfristige Kapitalbindungen aus dem operativen Geschäftsbetrieb und den Zugängen im Rahmen von Unternehmenserwerben beeinflusst. Durch die hohe Eigenkapitalquote ist die Finanzlage des Voltabox Konzerns gefestigt.

Der Voltabox Konzern hat im Geschäftsjahr 2018 die Umsatzprognose und das EBIT-Ziel voll erfüllt. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2018 sah einen Umsatz von 65 - 70 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 7 % vor. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Umsatz von 66,9 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 8,4 % erreicht.

Ertragslage der Voltabox AG (Einzelabschluss)

Die Voltabox AG hat mit einem Umsatzwachstum von 111,8 % im Einzelabschluss auf rund 52,1 Mio. Euro (Vorjahr: 24,6 Mio. Euro) die bestehende Wachstumsdynamik auch im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt. Damit wurde die Prognose für die Umsatzentwicklung in Höhe von rund 33 Mio. Euro deutlich übertroffen. Die EBIT-Marge hat sich, beeinflusst im Wesentlichen durch die höhere Gesamtleistung und die gesunkene Personaleinsatzquote sowie die reduzierte Materialquote, auf 6,4 % (Vorjahr: -38,6 %) verbessert. Damit wurde die prognostizierte EBIT-Marge in Höhe von 10 % deutlich unterschritten.

Der Materialaufwand erhöhte sich um 140,6 % auf 38,5 Mio. Euro (Vorjahr: 16,0 Mio. Euro). Beeinflusst durch ein verbessertes Einkaufsmanagement reduzierte sich die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz und der Bestandsveränderung) leicht auf 64,4 % (Vorjahr: 66,8 %). Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 ein Rohertrag in Höhe von 22,9 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 43,9 % entspricht (Vorjahr: 33,3 %).

Der Personalaufwand stieg vor allem durch die Neueinstellungen im Zusammenhang mit dem operativen Wachstum an den vorhandenen Standorten und den Zugängen infolge der Akquisitionen unterproportional zum Umsatzanstieg um 69,3 % auf 7,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro). Aufgrund des überproportionalen Umsatzwachstums reduzierte sich die Personalaufwandsquote auf 14,5 % (Vorjahr: 18,1 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich aufgrund von Transaktionsnebenkosten im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen und dem absoluten Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten auf 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,5 Mio. Euro).

Damit erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: -8,7 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 9,6 % entspricht (Vorjahr: -35,5 %).

Trotz leicht erhöhter Abschreibungen von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich auf 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: -9,5 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend auf 6,5 % (Vorjahr: -38,7 %).

Infolge der geringen Verschuldung bleibt das Finanzergebnis unverändert bei -0,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro), das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich auf 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: -9,9 Mio. Euro). Die Voltabox AG weist im Berichtszeitraum einen Jahresüberschuss in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro nach Verlustübernahme durch Muttergesellschaft) aus.

Vermögenslage der Voltabox AG

Die Vermögenswerte der Voltabox AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch den Anstieg der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Finanzanlagen um 10,3 Mio. Euro auf 165,8 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2017: 155,5 Mio. Euro).

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 79,6 % auf 47,9 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 31,1 Mio. Euro). Die Finanzanlagen erhöhten sich überwiegend durch den Anstieg der Ausleihungen an Tochterunternehmen der Voltabox AG um 19,0 Mio. Euro auf nun 37,6 Mio. Euro. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände auf 7,9 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,2 Mio. Euro) ist insbesondere auf den Erwerb eines Nutzungsrechts zurückzuführen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 16,5 Mio. Euro auf 118,0 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 134,5 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der flüssigen Mittel infolge der kurzfristigen und temporären Kapitalbindung im operativen Bereich zurückzuführen. Diese betragen nunmehr 26,8 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 102,7 Mio. Euro). Insbesondere aufgrund der zeitlich befristeten Ausdehnung der Zahlungsziele für einen wichtigen Kunden erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 156,6 % auf 50,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 19,7 Mio. Euro).

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum Bilanzstichtag 3,7 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,0 Mio. Euro).

Auf der Passiv-Seite erhöhten sich die Verbindlichkeiten auf 11,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 4,4 Mio. Euro). Vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen deutlich um 4,2 Mio. Euro auf 7,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 3,3 Mio. Euro) an, was primär auf die Ausweitung des Geschäftsbetriebs zurückzuführen ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen auf 3,1 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 0,1 Mio. Euro).

Das Eigenkapital der Voltabox AG erhöhte sich leicht auf 152,5 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 149,9 Mio. Euro).

Vor dem Hintergrund der stärker gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 92,0 % (31. Dezember 2017: 96,4 %).

Finanzlage der Voltabox AG

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum auf -47,0 Mio. Euro (Vorjahr: -9,8 Mio. Euro). Ursachen sind die deutliche Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des starken vierten Umsatzquartals und temporär verlängerter Zahlungsziele für einen wichtigen Kunden sowie ein Anstieg der Vorräte für die Umsatzrealisation im Geschäftsjahr 2019.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtszeitraum um 8,9 Mio. Euro auf 28,4 Mio. Euro (Vorjahr: 19,5 Mio. Euro) gesunken. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus Auszahlungen für den Erwerb der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH in Höhe von 5,5 Mio. Euro sowie der Zunahme der Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 13,5 Mio. Euro.

Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 26,8 Mio. Euro (Vorjahr: 102,7 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die kurzfristige Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und die Investitionen in den Erwerb von Tochterunternehmen zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten betrug in 2018 nach dem Börsengang im Vorjahr 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 131,0 Mio. Euro).

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Voltabox AG

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Zeichen eines starken Umsatzwachstums und der daraus resultierenden Finanzierung des Working Capitals. Die Ertragslage hat im Wesentlichen von der Ausweitung des operativen Geschäftsbetriebs und somit dem Umsatzwachstum sowie erzielten Skaleneffekten profitiert. Darüber hinaus ist die Vermögenslage insbesondere durch kurzfristige Forderungen beeinflusst, ebenso veränderte sich die Finanzlage zum Bilanzstichtag infolge der kurzfristigen Kapitalbindung für den operativen Geschäftsbetrieb deutlich.

Die Voltabox AG hat im Geschäftsjahr 2018 die Umsatzprognose übererfüllt. Die EBIT-Prognose wurde hingegen deutlich unterschritten. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2018 sah einen Umsatz von 33 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 10 % vor. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Umsatz von 52 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von 6,4 % erreicht.

Chancen- und Risikobericht

Zur Ermittlung von Chancen und Risiken in der Unternehmensentwicklung hat Voltabox ein umfangreiches Risikomanagementsystem etabliert. Das nachfolgend erläuterte Risikomanagement bezieht sich gleichermaßen auf die Voltabox AG wie auch auf den Voltabox Konzern. In regelmäßig erstellten Risikoberichten aus allen Unternehmensbereichen wird die Unternehmensführung über Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Schadenshöhe der Risiken informiert. Die Risikoberichte enthalten eine Einschätzung zu den Risiken sowie Vorschläge für entsprechende Gegenmaßnahmen. Zu den Risikomanagementzielen und -methoden in Bezug auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Angaben im Anhang (34).

Chancenbericht

Chancen

Der Internationale Währungsfonds geht in seinem aktuellen Ausblick von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von bis zu 3,7 % aus, für Deutschland werden 1,5 % und für die USA 2,9 % Wirtschaftswachstum erwartet. Vor diesem Hintergrund ergeben sich Chancen für Voltabox in den Geschäftssegmenten Voltapower, Voltaforce und Voltamotion. Der Vorstand verfolgt bereits seit Jahren das Ziel, durch gezielt akquirierte Aufträge mit Marktführern in den definierten Kern-Märkten Umsatz- / und Marktanteile zu sichern und auszubauen. Durch anwendungsorientierte, kundenspezifische Systeme, entwickelt aus dem Baukastenprinzip und hergestellt in großen Serienstückzahlen, werden dabei ein optimaler Kundennutzen und handfeste wirtschaftliche Vorteile beim Kunden im Zuge einer kostenoptimierten Fertigung realisiert. Der Megatrend Elektromobilität hat im zurückliegenden Jahr weiter an Bedeutung gewonnen und öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Davon profitiert Voltabox in einzelnen Zielmärkten für Investitionsgüter, wie beispielsweise Trolleybusse für den öffentlichen Personennahverkehr, in der Intralogistik eingesetzte Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme in der vernetzten Produktion, Starterbatterien für den Motorradmarkt sowie im Untertageabbau eingesetzte Minenfahrzeuge. Zu den weiteren Zielmärkten gehören aktuell die Märkte für Agrar- und Baumaschinen sowie Pedelecs und E-Bikes.

Insbesondere durch den Erwerb der Gesellschaften ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH und der Concurrent Design, Inc. (Texas) im Berichtsjahr ergeben sich besondere Chancen aus der Erweiterung des Produktportfolios und erwarteter Synergieeffekte. Mit ACCURATE betritt die Voltabox AG hierbei ausgewählte Massenmärkte mit der modernen und leistungsfähigen Lithium-Ionen-Technologie. Durch den Erwerb der Concurrent gewinnt der Konzern langjährige Kompetenz im Bereich Forschung und Entwicklung hinzu, die insbesondere für die Abarbeitung der Projekte mit dem strategischen Kunden Komatsu vorgesehen ist. Speziell in der Fertigungs- und Prüfungsautomatisierung verfügt Concurrent Design über entsprechendes relevantes Know-how.

Das Marktforschungsinstitut IDTechEx 6 erwartet für das Jahr 2019 ein Marktwachstum von rund 12 % bei Batteriesystemen in den von Voltabox bisher besetzten Teilmärkten. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2023 wird in diesen Teilmärkten auf rund 19 % geschätzt (Basisjahr: 2018).

Im Ergebnis bestehen für die Produktsegmente von Voltabox insbesondere mittelfristig folgende Chancen , welche die Gesellschaft wie im Vorjahr einheitlich als signifikant einschätzt:

6 IDTechEx, Studie "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017- 2027": https://www.idtechex.com/research/reports/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027-000505.asp

• Voltapower

Der Megatrend Elektromobilität hat in einzelnen Teilmärkten für Investitionsgüter - wie Trolleybusse des öffentlichen Personennahverkehrs, in der Intralogistik eingesetzte Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme in der vernetzten Produktion sowie im Untertageabbau eingesetzte Minenfahrzeuge - bereits zu ersten Anwendungen geführt. Voltabox kann hier mithilfe starker Kooperationspartner an den Substitutionseffekten partizipieren, die für die Anwender aus den ökonomischen und ökologischen Vorteilen gegenüber den bisher verwendeten Blei-Säure-Batterien oder Diesel-Notstrom-Aggregaten resultieren. In diesen schnell wachsenden Teilmärkten besteht für Voltabox die Chance, den relativen Marktanteil von Voltabox innerhalb kurzer Zeit signifikant zu steigern und somit eine jeweils führende Marktposition zu besetzen (Marktdurchdringung bzw. Marktentwicklung). Hierzu gehört beispielsweise der bereits erfolgte Einstieg in das Marktsegment der land- und bauwirtschaftlichen Fahrzeuge.

Neue Marktchancen ergeben sich darüber hinaus aufgrund des dynamischen Technologiewandels rund um den Megatrend Elektromobilität in lukrativen industriellen Teilmärkten. Dazu zählen beispielsweise der Markt für kommunale Fahrzeuge, Fahrzeuge und Maschinen für den Einsatz im Tagebau, Baufahrzeuge, Flughafenvorfeldfahrzeuge oder Schienenfahrzeuge. Darüber hinaus ergeben sich für Voltabox Chancen durch den Eintritt in den globalen Pkw-Massenmarkt in Form der Adressierung einzelner Nischen mit maßgeschneiderten Batteriesystemen.

• Voltaforce

Die Nischenstrategie einer horizontalen und vertikalen Diversifikation bietet mittelfristig große Absatzchancen in weiteren Teilmärkten. Hierzu gehören beispielsweise der bereits erfolgte Ausbau der bestehenden Marktposition bei Starterbatterien für Motorräder sowie im Bereich der Motorsport- und Rennsport-Batterien. Entscheidend sind regelmäßig die besonders hohen Anforderungen der Anwender an die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der von Voltabox entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme.

Durch den Aufbau eines Fertigungs- und Vertriebsstandortes in China für Teile des wachstumsstarken weltweiten Massenmarkts für Standard-Batteriesysteme sowie durch den Erwerb des Tochterunternehmens ACCURATE ab diesem Geschäftsjahr ermöglichte die Vertiefung des Engagements im Massenmarkt mit Fokus auf den Retail-Bereich, insbesondere Pedelecs, können auch über die Heimatmärkte hinaus prosperierende Absatzgebiete gut erschlossen werden.

• Voltamotion

Durch die als innovativ geltenden Produktentwicklungen des Segments Voltamotion ergeben sich bedeutende Chancen zur vertikalen Erweiterung des Produkt- und Leistungsportfolios im wachstumsstarken industriellen Markt für Komplettsysteme, die neben dem Energiespeicher auch die Lade- und Antriebseinheiten umfassen. Hierzu gehört beispielsweise auch die bereits erfolgte Neuentwicklung eines Batteriesystems sowie eines elektrischen Antriebs zum Ein- und Auspumpen von Milch in Transportfahrzeuge.

Gesamtwürdigung der Chancenlage

Durch die regelmäßige und strukturierte Überwachung der Chancen im Voltabox Konzern und auf den relevanten Absatzmärkten sowie die interne barrierefreie Kommunikation auf den verschiedenen Führungsebenen ist die Unternehmensführung in der Lage, Chancen für den Konzern zu identifizieren. Die konsequente Nutzung von Geschäftschancen in Form von Planungsanpassungen kann einen positiven Beitrag zur strategischen und operativen Absicherung des Unternehmenserfolgs leisten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 wurden sowohl externe als auch interne Chancen identifiziert. Externe und interne Chancen aus dem Vorjahr bleiben grundsätzlich unverändert bestehen.

Die Bedeutung der aufgezeigten Chancen sowie die daraus resultierenden positiven Auswirkungen auf die für das Geschäftsjahr 2019 prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren - und somit auf die kurzfristige Entwicklung des Voltabox Konzerns insgesamt - wird zusammenfassend als gering eingestuft. Der Vorstand erwartet daher die im Prognosebericht erläuterte Entwicklung des Geschäftsverlaufs.

Risikobericht

Risikomanagement

Im Rahmen einer risikoorientierten Unternehmensführung nutzt Voltabox ein umfassendes Risikomanagementsystem.

Risiken werden im Voltabox Konzern nicht nur als den Bestand des Unternehmens gefährdende, sondern auch als den Geschäftserfolg beeinflussende Aktivitäten, Ereignisse und Entwicklungen definiert. Besondere Berücksichtigung finden dabei Risiko-Konzentrationen, z.B. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden, Lieferanten, Produkten oder Ländern. Bei den wesentlichen Risiken werden gegenseitige Abhängigkeiten und Einflussnahmen berücksichtigt, da sich einzelne Risiken gegenseitig verstärken können oder es zwischen ihnen zu Kompensationseffekten kommen kann. Darüber hinaus werden auch Chancen unter dem Risiko-Begriff subsumiert. Wir verstehen unter Geschäftserfolg messbare Größen, wie z.B. den Umsatz und das EBIT. In den Auswertungen der jeweiligen Prozesseigner werden die Risiken deshalb in diesen Größenordnungen dargestellt. Zur Risikobewertung wird immer das Ergebnisrisiko zu Grunde gelegt. Ein Risiko ist die Möglichkeit, dass eine Bedrohung unter Ausnutzung einer Schwachstelle Schaden an einem Objekt oder den Verlust eines Objektes und damit direkt oder indirekt einen Schaden verursachen kann. Ziel ist es, auch diese Risiken zu erkennen und zu bewerten, um auf dieser Basis geeignete und angemessene Sicherheitsmaßnahmen auswählen zu können.

Strategische Unternehmensführung und Risikomanagement

Zielsetzung des Risikomanagements ist es, den Fortbestand des Unternehmens, d.h. seine zukünftige Entwicklung und Ertragskraft zu sichern, sowie die Risiken zu reduzieren, die eine Verletzung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verwendeten oder enthaltenen Informationen und Daten im Rahmen der Ausführung von Tätigkeiten zur Folge haben. Aufgabe des Risikomanagements ist es auch, Abweichungen von den Unternehmenszielen und somit das Verlassen des vorgezeichneten Rahmens frühzeitig anzuzeigen, um ein rechtzeitiges Gegensteuern zu ermöglichen. Die risikopolitischen Leitsätze hierzu sind im Risikohandbuch definiert.

Die konzernweite Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Das Risikomanagement der jeweiligen Standorte wird durch regelmäßige (Vorort-, Video- und Telefon-) Besprechungen mit den jeweiligen leitenden Führungskräften ausreichend abgedeckt und gesichert. Der Vorstand informiert sich so direkt und die entsprechenden Risiken werden durch den Vorstand kontinuierlich überwacht und gesteuert. Auch in Risikofeldern, in denen eine Quantifizierung nicht möglich oder sinnvoll ist, wird daran gearbeitet, Risikofaktoren zu identifizieren.

Zentrales Risikomanagement

Eine wichtige Rolle im Risikomanagement- und Steuerungsprozess kommt dem zentralen Risikomanagement zu. Im Rahmen der Verantwortung für die Risikosituation des Unternehmens überträgt der Vorstand die Aufgabe der Durchführung der permanenten Risikomanagement-Aktivitäten an das zentrale Risikomanagement. Die Zuständigkeit für das zentrale Risikomanagement liegt unmittelbar beim Chief Operating Officer (COO) der Voltabox AG. Das zentrale Risikomanagement von Voltabox hat die Aufgabe, sämtliche Risikomanagementfunktionen des dezentralen Risikomanagements zu koordinieren, die Risikoanalysen auszuwerten und zum Risiko-Reporting zu verdichten sowie das Risikomanagement-System weiterzuentwickeln. Das zentrale Risikomanagement bestimmt die Berichtszyklen und definiert gemeinsam mit dem Vorstand die Schwellenwerte für die Risiken, bei deren Überschreiten ein Risikocontrolling-Bericht außerhalb der obligatorischen Berichtspflichten erstellt werden muss. Sowohl die Schwellenwerte als auch die Berichtszyklen orientieren sich an der Relevanz der Risiken.

Das zentrale Risikomanagement unterstützt die dezentralen Risiko-Manager bei der Erstellung der Risikoanalysen und überprüft deren Rücklauf und Plausibilität. Es fasst die einzelnen Risikoberichte in einem gemeinsamen Dokument zusammen. Somit können Wechselwirkungen zwischen den Risiken analysiert und die Gesamtrisiko-Situation der Voltabox erfasst, bewertet und kommentiert werden. Diese Zusammenfassung wird als Risiko-Reporting bezeichnet. Dieser Aufgabe wird besondere Bedeutung beigemessen, da die Zielsetzung eines integrierten Risikomanagement-Systems die ganzheitliche Betrachtung der Risikosituation eines Unternehmens ist. Das Risiko-Reporting dient als Basisinformation für die Aussagen zur Risikosituation der Voltabox im Lagebericht.

Gemeinsam mit den dezentralen Risiko-Managern werden neue Risikobewältigungsmaßnahmen entwickelt bzw. bereits existierende angepasst.

Dezentrales Risikomanagement

Das dezentrale Risikomanagement ist bei Voltabox in den Fachbereichen bzw. Standorten angesiedelt. Die Bereichs- und Prozessverantwortlichen als dezentrale Risiko-Manager sind verantwortlich für das Risikomanagement in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen. Das dezentrale Risikomanagement berichtet im Rahmen des Risiko-Controllings über die Entwicklung der Risiken in diesen Bereichen. Jeweils zum quartalsweisen Berichtszyklus-Termin ist von den dezentralen Risikomanagern die Analyse der Risiken zu erstellen, für die sie verantwortlich sind. Dabei liegt der Fokus auf der Beschreibung der zu erwartenden Entwicklung des Risikos. In Abhängigkeit davon sind Maßnahmen zur künftigen Risikobewältigung oder der Verbesserung vorhandener Bewältigungsmaßnahmen zu entwickeln und als Vorschlag zur Umsetzung in den Controlling-Bericht aufzunehmen. Die Entscheidung über die Umsetzung obliegt dem Vorstand. Daneben ist der Vorstand während des gesamten Jahres unverzüglich über eingetretene Risiken zu informieren (sogenanntes Ad-hoc-Risiko-Reporting). In regelmäßigen Abständen werden Einzelgespräche mit den dezentralen Risikomanagern geführt.

Risiko-Monitoring

Das Risiko-Monitoring ist gemeinsame Aufgabe des dezentralen und des zentralen Risikomanagements. Dazu werden vom dezentralen Risikomanager Frühwarnindikatoren für die kritischen Erfolgsfaktoren definiert, die vom zentralen Risikomanagement überwacht werden. Sobald die definierten Schwellenwerte erreicht werden, wird ein Risiko-Reporting vom dezentralen Risikomanager erstellt, d.h. eine Prognose der zu erwartenden Auswirkungen des Risikoeintritts für Voltabox. Diese Prognosen sollen durch Szenario-Analysen ergänzt werden, die unterschiedliche Datenkonstellationen berücksichtigen. Das Risiko-Monitoring dient so als eine Art Wissensverstärker für Managemententscheidungen, da versucht wird, die Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Unternehmensentwicklung bzw. Risikosituation zu reduzieren.

Anhand dieser Informationen und der Maßnahmenvorschläge der dezentralen Risiko-Manager sowie des zentralen Risikomanagements entscheidet der Vorstand, ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Risikobewältigung zu ergreifen sind oder ob eine Anpassung der Unternehmensziele erforderlich ist. Sowohl die Verfolgung der Frühwarnindikatoren, die Überwachung der zugehörigen Schwellenwerte als auch die Durchführung der Szenario-Analysen obliegt dem dezentralen Risikomanagement.

Risiko-Reporting

Der vierteljährliche Bericht an den Vorstand enthält alle im Berichtsmonat neu aufgenommenen Risiken sowie solche Risiken, deren Veränderungen zum Vorbericht größer gleich 50 % betragen haben.

Für Risiken, die eine Veränderung von 100 % oder mehr im Vergleich zum Vormonat aufweisen, besteht eine ad-hoc-Berichtspflicht an den Vorstand durch das zentrale Risikomanagement und eine Berichtspflicht des Vorstandes innerhalb der folgenden 24 Stunden nach Kenntniserlangung des Risikos an den Aufsichtsrat.

Die von Voltabox im Rahmen des Risiko-Monitoring laufend analysierten Risiken lassen sich folgenden Risiko-Kategorien zuordnen, die jeweils in Einzelrisiken unterteilt werden:

Strategische und Umfeld-Risiken
Marktrisiken
Operative Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Management- und Organisationsrisiken

Insgesamt waren zum Ende des Berichtsjahres im Voltabox Konzern 15 Einzelrisiken erfasst. Von diesen Einzelrisiken war nach Einschätzung der Voltabox AG keines bestandsgefährdend.

Risiken

Strategische und Umfeld-Risiken

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird wegen ihres möglichen Einflusses auf das Nachfrageverhalten in den wesentlichen Märkten der Voltabox (wie dem öffentlichen Personennahverkehr, der Intralogistik und dem Bergbau) insbesondere in Deutschland und Europa, aber auf Grund seiner strategischen Bedeutung insbesondere auch der amerikanische Markt im Rahmen des Risikomanagementsystems beobachtet. Daraus können sich grundlegende Veränderungen des Angebots- und Nachfrageverhaltens auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten für Voltabox ergeben. So könnte ein längerfristiger konjunktureller Abschwung, ggf. durch wirtschaftspolitische Maßnahmen einzelner Teilmärkte wie beispielsweise den USA ausgelöst, zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Insbesondere könnte eine politisch motivierte Abkehr vom regelbasierten internationalen Handelssystem oder dessen Störung durch vereinzelte protektionistische Maßnahmen zu Verwerfungen in den globalen Wertschöpfungsketten führen. Aufgrund der Präsenz des Voltabox Konzerns mit einem eigenen Produktionsstandort in den USA sowie der spezifischen Kunden-/ Produktstruktur schätzt der Vorstand das Gesamtrisiko protektionistischer Einflussnahmen auf die Ertragslage als gering ein.

Marktrisiken

Seit Jahren baut Voltabox seine wachsende Marktposition als etablierter und innovativer Lieferant von Batteriesystemen für den industriellen Einsatz aus, zunehmend auch für große Kunden im Bereich der Elektromobilität. Die beiden größten Absatzmärkte Westeuropa und USA sind dabei auch im Jahr 2018 erwartungsgemäß weiter gewachsen. Im Geschäftsjahr 2019 wird die Wachstumsdynamik der von Voltabox besetzten Teilmärkte und damit auch des globalen Absatzmarkts nach Ansicht des Marktforschungsinstituts IdTechEX voraussichtlich erhalten bleiben 7 .

7 IDTechEx, Studie "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017- 2027": https://www.idtechex.com/research/reports/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027-000505.asp

Aufgrund seiner spezifischen Kunden-/Produktstruktur konnte Voltabox im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 140 % deutlich schneller als der Markt wachsen. Das führt der Vorstand einerseits darauf zurück, dass die größten Kunden von Voltabox zu den Gewinnern innerhalb des Megatrends Elektromobilität zählen und darüber hinaus über sehr gute Zukunftsperspektiven verfügen. Die zunehmende Elektrifizierung von Mobilität in allen Bereichen des täglichen Lebens wie auch der industriellen Produktion führt zu einer deutlich spürbar steigenden Nachfrage nach Batteriesystemen und darüber hinaus auch zunehmend nach integrierten Gesamtlösungen zur Elektrifizierung. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren unter den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter fortzusetzen und voraussichtlich noch verstärken. Weiteres Potenzial erschließt sich aus den im Berichtsjahr getätigten Unternehmenskäufen. So konnte im Berichtsjahr durch die Übernahme von 100 % der Geschäftsanteile an der Concurrent Design, Inc. Austin, Texas sowie 100 % der Geschäftsanteile an der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH, Korntal-Münchingen, die M&A-Wachstumsstrategie in definierten Handlungsfeldern vorangetrieben werden. Im Berichtsjahr ist Concurrent Design mit neun Monaten und ACCURATE mit vier Monaten in den konsolidierten Zahlen enthalten. Die Wachstumseffekte werden sich in 2019 entsprechend verstärken.

Die Konzentration auf spezifische Marktnischen sowie die enge Bindung an wichtige Kunden prägen die strategische Positionierung von Voltabox. Die Absatzchancen und -risiken werden über ein umfassendes operatives Vertriebscontrolling bewertet. Feste Bestandteile dieser Systematik sind die Analyse von Markt- und Wettbewerbsdaten, eine rollierende Planung für den kurz- und mittelfristigen Zeitraum sowie regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen Vertrieb, Entwicklung, Produktion und Einkauf. Das in den letzten Jahren entwickelte und kontinuierlich optimierte Baukastensystem der Voltabox ermöglicht es, eine Vielzahl am Markt verfügbarer Zelltechnologien und Zelltypen anwendungsoptimiert einzusetzen, und dokumentiert die grundsätzliche Unabhängigkeit von einzelnen Produktgruppen und Kunden. In sehr kurzen Entwicklungszeiten können so auf den jeweiligen Kundennutzen perfekt zugeschnittene Batteriesysteme angeboten werden.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2018 noch relativ großen Konzentration auf wenige Kunden könnte der Verlust eines bedeutenden Kunden mittelfristig erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Aufgrund der langjährigen Vertragslaufzeiten der Rahmenverträge mit unseren Kunden würde sich der Verlust eines zentralen Kunden allerdings frühzeitig ankündigen. Diesem Risiko begegnet Voltabox durch umfassende Entwicklungsarbeit von Produktinnovationen sowie detaillierte permanente Auftragsbestandsanalysen im Rahmen der Risikofrüherkennung sowie durch die Verbreiterung der Kundenbasis durch umfassende Vertriebsaktivitäten in unseren definierten Kernmärkten.

Der Innovationsprozess von Voltabox wird durch eine eigenständige Produktentwicklung unter Berücksichtigung der ermittelten und erwarteten Trends und Tendenzen im Markt geprägt. Es wird nicht nur auf Anfragen und Lastenhefte der Interessenten hin entwickelt, sondern auch durch das Entwicklerteam an der vertikalen Integration gearbeitet. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Anbieter von Komplettlösungen. Voltabox entwickelt eigene, neuartige Lösungen, die gemeinsam mit Pilotkunden umgesetzt und anschließend einem breiteren Kundenkreis in sorgsam ausgewählten Zielmärkten angeboten werden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine Produktentwicklung nicht die erwarteten Stückzahlen erreicht oder sich der wirtschaftliche Erfolg geringer oder später als ursprünglich geplant einstellt. Das könnte negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns haben. Der Vorstand schätzt das Risiko insgesamt als moderat ein.

Operative Risiken

In der Gruppe der operativen Risiken stehen für Voltabox derzeit die Tätigkeiten im Bereich Forschung & Entwicklung, in der Materialwirtschaft und Produktion sowie in der Informationstechnologie im Mittelpunkt der Betrachtung.

Der Markt für Elektromobilität unterliegt einem disruptiven, dynamischen, technologischen Wandel. Der künftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox wird daher von der Fähigkeit abhängen, rechtzeitig und kontinuierlich neue, innovative Produkte zu entwickeln und diese erfolgreich im Markt einzuführen. Voraussetzung hierfür ist, dass neue technologische Entwicklungen rechtzeitig erkannt und zusammen mit den Kunden umgesetzt werden. Sollte Voltabox zukünftig nicht oder nicht rechtzeitig neue Trends, Kundenanforderungen oder die jeweilige technologische Weiterentwicklung erkennen, umsetzen und neue Produkte entwickeln und die bestehenden Produkte unter entsprechender Beachtung betriebswirtschaftlicher Grundsätze weiter entwickeln oder anpassen können, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Darüber hinaus könnten Entwicklungsaufwendungen verloren sein, wenn die Kunden von Voltabox anschließend keine Aufträge für die Serienproduktion erteilen oder die von Voltabox absetzbaren Stückzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück bleiben. Vor dem Hintergrund des hohen Anteils aktivierter Entwicklungsleistungen in der Bilanz könnte sich eine entsprechende Wertberichtigung der immateriellen Vermögensgegenstände negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Im engen Austausch mit den Entwicklungsabteilungen der zentralen Kunden trägt Voltabox mit vielfältigen Entwicklungsprojekten und neuartigen Lösungen zu Produktinnovationen bei. Wesentliche Abweichungen von den Projektzielen in zeitlicher und monetärer Hinsicht können Kosten- und Rechtsrisiken (z.B. Vertragsstrafen) nach sich ziehen. Ein laufendes Entwicklungs- und Projektcontrolling soll damit verbundene Risiken begrenzen.

Voltabox nutzte den weltweiten Preiswettbewerb auf allen relevanten Beschaffungsmärkten und sicherte durch Rahmenverträge, Jahresvereinbarungen und langfristige Lieferantenbeziehungen einen wesentlichen Teil der Beschaffungspreise ab. Die Zahlungsbedingungen werden vom Vorstand als im Branchenvergleich überdurchschnittlich angesehen. Weiterhin bezieht der Konzern mehr als 65 % des Einkaufswertes von asiatischen Vertragspartnern, der restliche Einkauf erfolgt direkt in Europa und in den USA. Reguläre Einkaufswährung ist der Euro, wobei der Anteil der Einkäufe in US-Dollar im Berichtsjahr rund 64 % betrug. Durch die erwarteten Umsatzsteigerungen wird das Einkaufsvolumen in US-Dollar weiterhin steigen. Im Geschäftsjahr 2018 konnten neben einzelnen Preissenkungen bei der Beschaffung von Zellen, die in Dollar bezahlt wurden, insbesondere bei diversen in Europa bezogenen Produkten günstigere Preise ausgehandelt werden. Währungsrisiken entstehen vorwiegend für Beschaffungen in US-Dollar, die für den europäischen Währungsraum bestimmt sind, sowie durch das in EUR begebene Darlehen an die Tochter in den USA. Diese Risiken werden beschaffungsseitig durch Preisgleitklauseln und insgesamt durch weitere geeignete Maßnahmen reduziert.

Voltabox hat wesentliche kaufmännische Funktionen aus der Muttergesellschaft paragon ausgegliedert und selbstständig besetzt. Zwei Funktionsbereiche werden zurzeit weiterhin von der paragon abgedeckt und zu marktüblichen Preisen an die Voltabox verkauft. Einerseits ist das der Bereich Investor Relations, der wesentlich durch den zentralen Bereich der paragon abgedeckt ist, andererseits der Bereich EDV, der insbesondere in Bezug auf das Netzwerk und dessen Betreuung in der Hand der zentralen IT-Abteilung der paragon liegt. Entsprechende Serviceverträge wurden geschlossen.

Durch eine weite Verbreitung der Informationstechnologie (IT) und eine umfangreiche Vernetzung mit Hilfe des Internets steigen IT-Risiken wie der Ausfall von Systemen oder der unbefugte Zugriff auf Daten und Informationen des Unternehmens. Um mögliche Gefahren abzuwenden, hat paragon als Dienstleister der Voltabox in Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistungsunternehmen moderne Sicherheitslösungen etabliert, die Daten und IT-Infrastruktur schützen. Im Geschäftsjahr 2018 hat das Unternehmen die Modernisierung der IT-Infrastruktur weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurde damit begonnen, auf eine neue, integrierte ERP-Software umzustellen, sowie die Akquisitionen an die Konzern IT Landschaft anzubinden. Hierbei kamen die in den letzten Jahren aufgebauten Server und Systeme zum Einsatz. Dadurch konnten Synergien in den Abläufen und in der Zusammenarbeit erzielt werden. Schließlich wurden verschiedene organisatorische Sicherheitsmaßnahmen etabliert, um das Unternehmen vor Gefahren aus dem Internet (Cyber-Attacken) zu schützen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

In der Gruppe der finanzwirtschaftlichen Risiken beobachtet Voltabox neben Zinsänderungs-, Liquiditäts- und Währungsrisiken insbesondere Risiken durch Forderungsausfall sowie Bilanzrisiken und steuerliche Risiken. Lediglich zwei Risiken wurden von der Gesellschaft mit mehr als 0,5 Mio. Euro bewertet. Davon betroffen sind die Abhängigkeit gegenüber einzelnen Großkonzernen (0,9 Mio. Euro) und die Qualitätsrisiken (1,0 Mio. EUR). Die übrigen Risiken werden von der Gesellschaft als gering bedeutend bewertet.

Zinsänderungsrisiken sind für Voltabox nahezu bedeutungslos, da nur für die Gebäudefinanzierung am Standort USA langfristige Verbindlichkeiten und diese mit festen Zinssätzen vereinbart sind. Vereinbarungen über die Einhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants) bestehen grundsätzlich mit keinem der finanzierenden Kreditinstitute.

Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft grundsätzlich durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Diese Planungen werden auf kurz-, mittel- und langfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt Voltabox über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Ein wachsender Teil der Forderungen ist zusätzlich über eine Warenkreditversicherung oder über Debitoren-Bürgschaften abgesichert. Eine zusätzliche Möglichkeit zur kurzfristigen Finanzierung besteht in der Form von Factoring-Vereinbarungen.

Die Gesellschaft überwacht mögliche Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen. Zurzeit setzt Voltabox keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein. Der Umfang der Risiken aus Finanzinstrumenten (wie z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten) wird im Konzernanhang ausführlich dargestellt.

Management- und Organisationsrisiken

In dieser Risikogruppe beobachtet Voltabox derzeit insbesondere die sich aus der dynamischen Wachstumsstrategie ergebenden Risikofelder. Hierzu gehören vor allem personalwirtschaftliche und organisatorische Risiken wie auch Management- und Kommunikationsrisiken. Mit klaren Zuordnungen und Abgrenzungen in den jeweiligen Verantwortungsbereichen der Unternehmensführung sollen fehlende Schnittstellen sowie Funktionsüberschneidungen vermieden werden. Derzeit sieht der Vorstand hier keine wesentlichen Risiken für Voltabox.

Allerdings ist die Gesellschaft grundsätzlich von der Gewinnung und langfristigen Bindung von qualifiziertem Personal und Personen in Schlüsselpositionen abhängig. Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox hängt in erheblichem Umfang von der weiteren Mitwirkung ihrer Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ab. Dies gilt insbesondere für die qualifizierten Mitarbeiter in den Bereichen Management, Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb. Die Gesellschaft kann nicht gewährleisten, dass sie zukünftig in der Lage sein wird, ihre Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zu halten bzw. neue Führungskräfte und Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen zu gewinnen. Es besteht ein zunehmender Wettbewerb um solche qualifizierten Mitarbeiter und der Personalmarkt, insbesondere in Regionen außerhalb deutscher Ballungsräume, ist vergleichsweise klein, sodass einzelne Know-how-Träger nur schwer oder gar nicht ersetzt werden könnten. Sollte Voltabox in Zukunft kein qualifiziertes Personal in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, könnten die strategischen und wirtschaftlichen Ziele der Gesellschaft möglicherweise nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden, was nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnte.

Gesamtwürdigung der Risikolage

Das Risikomanagement der Gesellschaft wurde im zurückliegenden Jahr weiter an die dynamische Entwicklung der Voltabox angepasst. Dabei wurde der organisatorische Aufbau mit den operativen Geschäftssegmenten Voltapower, Voltaforce und Voltamotion entsprechend der internen Steuerung berücksichtigt. Der Vorstand geht aktuell davon aus, dass im Zuge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten insbesondere die laufende konzernweite Beobachtung der operativen Risiken an Bedeutung zunehmen wird.

Auch in Zukunft wird sich Voltabox gegen allgemeine Marktrisiken im Bereich der Elektromobilität absichern. Im Berichtsjahr betrug der Umsatzanteil mit wichtigen Kunden gem. IFRS 8.34 noch rund 65,8 % (Vorjahr: 76,7 %). Davon beträgt der Umsatzanteil mit dem größten Kunden 65,5 % (Vorjahr: 67,2 %). Die strategische Positionierung als etablierter Lieferant für Hochleistungs-Batteriesysteme für industrielle Anwendungen mit mehrjährigen, erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zu namhaften Kunden in ausgesuchten Märkten, die horizontale und vertikale Wachstumsstrategie mit der Gewinnung neuer Kunden in bestehenden Märkten sowie dem begonnenen Eintritt in neue Märkte, wie beispielsweise in den Bereich Pedelecs, und nicht zuletzt die Entwicklung von Leistungselektronik, um als Komplettanbieter im Markt agieren zu können, schwächt das Risiko kontinuierlich und nachhaltig weiter ab. Daher wird zukünftig auch die relative Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen auf den globalen Absatzmärkten sinken. Die vorhandenen Kundenkontakte beinhalten zudem erhebliche Chancen, neue Produktinnovationen in allen drei Geschäftssegmenten Voltapower, Voltaforce und Voltamotion zu platzieren.

Der Rückgang der liquiden Mittel im Berichtsjahr führt dazu, dass die Liquiditätssteuerung an Bedeutung gewonnen hat. Die Voltabox AG wird weiterhin einen starken Fokus auf die laufende Liquiditätsplanung legen, um die weitere Expansion gewährleisten zu können.

Allerdings bleibt die wirtschaftliche Gesamtentwicklung von Voltabox vor dem Hintergrund der kapitalintensiven Wachstumsstrategie auch weiterhin noch mit der konjunkturellen Entwicklung in den wesentlichen Märkten Deutschland, Europa und den USA und insbesondere der wichtigen Kunden verbunden.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Ein differenzierter Blick auf die Entwicklung der Elektromobilität zeigt, dass das Unternehmen in zukunftsweisenden Marktsegmenten bzw. Teilmärkten positioniert ist, erfolgversprechende Kundenbeziehungen unterhält und über ein Produktportfolio verfügt, das in dieser Form nur von wenigen oder gar keinen weiteren Wettbewerbern angeboten wird.

Die möglichen Auswirkungen auf die allgemeine zukünftige Entwicklung der Voltabox sowie die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2019 werden vom Vorstand insgesamt als gering eingeschätzt. Entsprechend erwartet der Vorstand, dass die im Prognosebericht erläuterte Geschäftsentwicklung nicht wesentlich durch die aufgezeigten Risiken beeinträchtigt wird.

Aus der Zahlungszielverlängerung mit dem Kunden Triathlon im Geschäftsjahr 2018 ergab sich eine Erhöhung der Relevanz der Adressausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahresvergleich. Der Konzern ordnet der Relevanz dieser Risikoposition eine entsprechende Bedeutung ein, wenngleich sich keine Erhöhung der dahinterstehenden Einzelrisiken ergeben hat. Die Relevanz des Adressausfallrisikos im Allgemeinen war im Geschäftsjahr 2018 unverändert und baut sich voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr ab. Die übrigen Risiken der Voltabox AG ordnet der Konzern als gleichwertig ein.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Da das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem gesetzlich nicht definiert ist, lehnt sich Voltabox an die Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem an (IDW PS 261).

Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Dabei werden folgende Zielsetzungen angestrebt:

a) Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (inkl. Schutz des Vermögens, einschließlich der Aufdeckung und Verhinderung von Vermögensschädigungen),

b) Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

c) Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Regelungen.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Der Vorstand der Voltabox AG trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die Grundsätze, Verfahrensanweisungen, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden.

In Anbetracht der Größe und Komplexität des Rechnungslegungsprozesses hat das Management den Umfang und die Ausgestaltung der Kontrollaktivitäten bestimmt und in diesen Prozess implementiert. Daneben wurden prozessunabhängige Kontrollen eingerichtet. Die Kontrollaktivitäten adressieren diejenigen Kontrollrisiken, die hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Zu den wesentlichen Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen sowie Kontrollaktivitäten gehören:

Identifikation der wesentlichen Kontrollrisiken mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess
Prozessunabhängige Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands der Voltabox AG
Kontrollaktivitäten im Finanzwesen der Voltabox AG, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts bereitstellen, inklusive der erforderlichen Funktionstrennung und eingerichteter Genehmigungsprozesse
Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Informationen sicherstellen.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten (§315 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Aus der Verwendung von Finanzinstrumenten entstehen dem Voltabox Konzern folgende Risiken:

Zinsänderungsrisiken sind für Voltabox nahezu bedeutungslos, da für den wesentlichen Teil der langfristigen Verbindlichkeiten derzeit feste Zinssätze vereinbart sind. Vereinbarungen über die Einhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants) wurden mit finanzierenden Finanzinstituten nicht vereinbart.

Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Diese Planungen werden auf kurz-, mittel- und langfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt Voltabox über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Das Debitorenmanagement umfasst die regelmäßige Bewertung des Ausfallrisikos langfristig gebundener Forderungen. Durch eine mittelfristige Planung werden Risiken aus verlängerten Zahlungszielen mit einzelnen Kunden berücksichtigt. Ein wachsender Teil der Forderungen ist zusätzlich über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Eine zusätzliche Möglichkeit zur kurzfristigen Finanzierung besteht in der Form von Factoring-Vereinbarungen.

Die Gesellschaft überwacht mögliche Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen. Zurzeit setzt Voltabox keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein.

8 https://www.imf.org/en/Publications/WE0/Issues/2018/09/24/world-economic-outlook-october-2018

Prognosebericht

Marktentwicklung 2018

Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Oktober 2018 seine Prognose 8 für die Weltwirtschaft veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wies er auf die im Jahresverlauf 2018 leicht eingetrübten und weniger ausgewogenen weltweiten Wachstumsperspektiven hin. Insgesamt wurde das Weltwirtschaftswachstum zwar noch als solide angesehen, allerdings - bei uneinheitlicher Dynamik in den einzelnen Wirtschaftsregionen -auf einem Plateauniveau. Im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlichte der IWF im Januar 2019 eine aktualisierte Prognose 9 mit leicht reduzierten Wachstumsaussichten. Demnach rechnet er mit einer auf 3,5 % reduzierten Beschleunigung des globalen Wachstums im Jahr 2019 und mit 3,6 % in 2020.

Das Wachstum in den Vereinigten Staaten wird vom IWF aktuell zwar noch als außergewöhnlich robust eingeschätzt, die von einer prozyklischen, expansiven Fiskalpolitik angetrieben wird. Diese könnte allerdings ab 2020 das Wachstum in den USA und weltweit belasten. Eine Herabstufung der kurzfristigen Wachstumsaussichten erfolgte dagegen u.a. für China infolge eines schwächeren Kreditwachstums und wachsender Handelsbarrieren im Zusammenhang mit den US-amerikanischen Einfuhrzöllen sowie den Euroraum und das Vereinigte Königreich infolge der Unsicherheit bezüglich der konkreten Ausgestaltung des Brexit.

Die im Januar erfolgte Reduzierung der globalen Wachstumsaussichten um 0,2 Prozentpunkte in 2019 und 0,1 Prozentpunkte in 2020 spiegelt zum Teil die Übertragung der jüngsten Entwicklungen in der zweiten Jahreshälfte 2018 wider. Dazu gehört neben der Einführung neuer Emissionsnormen für Kraftfahrzeuge in Deutschland die Besorgnis über staatliche und finanzielle Risiken in Italien, welche die Inlandsnachfrage belastet hat. Des Weiteren führt der IWF u.a. die Abschwächung der Stimmung an den Finanzmärkten an.

Allerdings sieht der IWF gleichzeitig insgesamt sinkende Risiken für das globale Wachstum, wobei eine weitere Eskalation des Handelskonflikts die wesentliche Risikoquelle für den Ausblick bleibt.

Der IWF erwartet auch weiterhin eine ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums zwischen den entwickelten Volkswirtschaften (2,0 % in 2019 und 1,7 % in 2020) und den Schwellenländern (4,5 % in 2019 und 4,9 % in 2020). Im Einzelnen soll das Wirtschaftswachstum in den USA 2,5 % in 2019 und 1,8 % in 2020, in den EURO-Staaten 1,6 % in 2019 und 1,7 % in 2020, in Deutschland 1,3 % in 2019 und 1,6 % in 2020 sowie in China 6,2 % in 2019 und 2020 betragen.

Voltabox ist ganz überwiegend in ausgewählten industriellen Teilmärkten tätig. Hierzu zählen aktuell:

Trolleybusse aus dem Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs
Gabelstapler und automatische Flurförderfahrzeuge aus dem Bereich Intralogistik bzw. vernetzten Produktionsumgebungen
Bergbaufahrzeuge im Untertageabbau
Fahrzeuge der Land- und Bauwirtschaft

Die Entwicklung in diesen Teilmärkten ist wesentlich durch einen Substitutionsprozess von Blei-Säure-Batterien - im Falle der Trolleybusse von Diesel-Notstrom-Aggregaten - durch Lithium-Ionen-Batterien geprägt, von dem Voltabox mit ihrem modularen Produktportfolio profitiert. Hierbei handelt es sich um Trends, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren Bestand haben und mit zunehmender Marktdurchdringung typischerweise eine Sättigungskurve aufweisen.

Das Marktforschungsinstitut IDTechEx 10 erwartet für das Jahr 2019 ein Marktwachstum von rund 12 % bei Batteriesystemen in den von Voltabox bisher besetzten Teilmärkten. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2023 wird in diesen Teilmärkten auf rund 19 % geschätzt (Basisjahr: 2018).

Im Ergebnis werden insbesondere folgende Annahmen für die Ableitung der Prognose des Voltabox Konzerns als wesentlich angesehen:

Weiterhin positiver globaler Konjunkturverlauf mit leicht abgeschwächter Dynamik
Anhaltende Substitution von Blei-Säure-Batterien bzw. Diesel-Notstrom-Aggregaten durch Lithium-Ionen Batterien in den bisher besetzten Teilmärkten
Globales Marktwachstum für Batteriesysteme in den von Voltabox besetzten Teilmärkten von rund 12 %

9 https://www.imf.org/en/Publications/WE0/Issues/2019/01/11/weo-update-january-2019

10 https://www.idtechex.com/research/reports/industrial-and-commercial-electric-vehicles-on-land-2017-2027-000505.asp

Voltabox Konzern

Die Unternehmensplanung des Konzerns basiert auf einer detaillierten Absatz- und Umsatzplanung und wird kundenspezifisch bis auf die Produktebene heruntergebrochen. Die wesentlichen Kostenkomponenten werden über Einzelplanungsmodelle für einen Zeitraum von mehreren Jahren geplant und dann proportional zur Umsatzentwicklung fortgeschrieben.

Wesentliche Parameter wie Preisänderungen im Einkauf oder im Vertrieb sowie mögliche Kostensteigerungen im Personalbereich oder Änderungen der Besteuerungsgrundlage werden in die Planung integriert. Das fortlaufend aktualisierte Risikomanagementsystem erlaubt es dem Unternehmen, Risiken frühzeitig zu erkennen und, wenn notwendig, entsprechend gegenzusteuern.

Angesichts der guten Auftragssituation für 2019 erwartet der Vorstand, dass Voltabox in den bisher besetzten Marktsegmenten bei zunehmender Profitabilität signifikant stärker als der Markt wächst. Mit einem erwarteten Konzernumsatz von 105 Mio. Euro bis 115 Mio. Euro und einer Konzern-EBIT-Marge von 8 bis 9 % soll der dynamische Wachstumskurs der Gesellschaft weiter fortgesetzt werden. Neben der Intralogistik werden die Marktsegmente Trolley- und EV-Busse infolge der zunehmenden Nachfrage nach modernen Li-Ionen-Batteriesystemen für Nutzfahrzeuge und Elektroautos sowie das Marktsegment Pedelecs und E-Bikes wesentliche Wachstumstreiber sein.

Die Prognose wurde auf Basis des Auftragsbestands (Orderbacklog) erstellt. Der Auftragsbestand definiert sich als "unterschriebene Aufträge" und "Rahmenverträgen" die jeweils mit einer Auftragswahrscheinlichkeit von 100 % gewertet werden. Zusätzlich umfasst der Auftragsbestand (Orderbacklog) auch Aufträge die mit einer Auftragswahrscheinlichkeit zwischen 90 % - 30 % bewertet sind. Bei manchen Rahmenverträgen handelt es sich um Nominierungen, Vorverträge und Verpflichtungserklärungen zur Zusammenarbeit, die später noch durch Abrufe konkretisiert werden müssen, sowie um Angebotschancen, die entsprechend Ihrer Wahrscheinlichkeit eingestellt werden.

Der Vorstand geht im laufenden Jahr von einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 14 Mio. Euro aus. Die aktivierten Eigenleistungen werden im laufenden Jahr planmäßig rund 57 % der Investitionssumme betragen.

Weiterhin plant der Vorstand mit einem weiteren Aufbau der Mitarbeiter entsprechend dem Unternehmenswachstum sowie mit einer erneuten Senkung der Qualitätskosten.

Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:

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Veränd.

in %
Prognose
In TEUR bzw. lt. Angabe 2017 2018 2018 2019
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Leistungsindikatoren
Konzernumsatz 27.273 66.909 145,3 65 bis 70 Mio. Euro 105 Mio. Euro bis 115 Mio. Euro
EBIT-Marge -10,3 % 8,4 % n. a. rund 7 % 8 bis 9 %
Investitionen (CAPEX) 6.328 13.563 114,3 rund 13,4 Mio. Euro rund 14 Mio. Euro

Voltabox AG

Der Vorstand erwartet im laufenden Geschäftsjahr für die Voltabox AG einen deutlichen Umsatzanstieg bei einer EBIT-Marge analog dem Konzern. Die geplanten Investitionen betragen 6 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Der Vorstand der Voltabox AG geht auf Grundlage des bestehenden Auftragsbestands, des aktuellen Produktportfolios sowie der eingeleiteten Maßnahmen zur operativen Umsetzung der Wachstumsstrategie von einer positiven Gesamtentwicklung des Voltabox Konzerns aus. Voltabox wird bei der weiteren Markterschließung die Entwicklung neuer Batteriesysteme auf Basis des bestehenden Baukasten-Prinzips fortsetzen, um den strategischen Wettbewerbsvorteil im schnell wachsenden Markt für Li-Ionen-Batteriesysteme weiter auszubauen. Die Wertschöpfungstiefe wird bei allen Voltabox-Produkten insbesondere durch einen hohen Automatisierungsgrad in der Fertigung weiter optimiert, um die operative Ertragskraft des Voltabox Konzerns nachhaltig zu steigern.

Dynamisches Unternehmenswachstum bei Sicherung und Ausbau einer nachhaltigen Profitabilität sind die Kernelemente dieser Geschäftsausrichtung. Darüber hinaus wird die weitere organische und anorganische Erschließung zusätzlicher Handlungsfelder bezüglich Portfolio-Erweiterung angestrebt, nahe am Kerngeschäft und unter engen Rentabilitäts- und Investitionsvorgaben.

Übernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Voltabox AG beträgt 15.825.000,00 Euro und ist eingeteilt in 15.825.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro. Sämtliche Aktien sind gewinnanteilsberechtigt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Aktienstimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

10 Prozent der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen

Zum 31. Dezember 2018 hielt die paragon GmbH & Co. KGaA, Delbrück, 9.500.000 Aktien der Gesellschaft. Das entspricht rund 60 % des Grundkapitals der Gesellschaft.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind

Soweit Arbeitnehmer als Aktionäre am Kapital beteiligt sind, können sie daraus keine besonderen Rechte herleiten.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderung der Satzung

Bezüglich der Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG verwiesen.

Bezüglich der Regelungen zur Änderung der Satzung wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 133 und 179 AktG verwiesen.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. September 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. September 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.675.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017).

Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen gemäß § 186 Absatz 5 AktG gleichgestellten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in den in Punkt 4.5 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom Oktober 2017 genannten Fällen auszuschließen.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro eingeteilt in bis zu 5.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017).

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gewinnberechtigt für alle Geschäftsjahre, für die die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Kontrollwechsel und Entschädigungsvereinbarungen

Besondere Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) oder besondere Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

Erklärung über die Abhängigkeitsberichterstattung gem. § 312 Abs. 3 HGB

Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand, dass die Voltabox AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen, die getroffen oder unterlassen wurden, führten zu keiner unausgeglichenen Benachteiligung der Voltabox AG.

Der Vorstand der Voltabox AG hat diesen Bericht dem Abschlussprüfer vorgelegt. Dieser hat einen Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bericht wurde anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung sein Ergebnis über die Prüfung des Abhängigkeitsberichts berichten.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die Voltabox AG hat für das Geschäftsjahr 2018 freiwillig eine Nachhaltigkeitsberichterstattung vorgenommen. Dieser Bericht stellt keinen Bestandteil des Lageberichts dar. Der Vorstand hat diese Berichterstattung gesondert vorgenommen und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht (https://ir.voltabox.ag/websites/voltabox/ German/0/investorrelations.html).

Die Voltabox AG nimmt die gesetzlich vorgesehenen Bestandteile in die Berichterstattung auf und erweitert diese um weitergehende Erläuterungen, soweit es dem Verständnis dienlich ist. Die Voltabox AG wendet für die Nachhaltigkeitsberichterstattung das Rahmenwerk des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) an.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB

Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG sind den Grundsätzen einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle verpflichtet. Sie messen den Standards guter Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei. Vor dem Hintergrund des mehrheitlichen Anteilsbesitzes des Vorstandsvorsitzenden der Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA ist die Arbeitsweise des Vorstands im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung in besonderer Weise vom Leitbild des ehrbaren Kaufmanns geprägt. Hierzu gehört die Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse).

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB kann dauerhaft auf der Voltabox-Homepage unter https://ir.voltabox.ag eingesehen werden. Sie enthält die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") gemäß § 161 AktG sowie den Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 DCGK.

Die Unternehmensführung der Voltabox AG als deutsche Aktiengesellschaft wird durch das Aktiengesetz, die Satzung des Unternehmens, die freiwillige Verpflichtung auf die Vorgaben des DCGK in seiner jeweils aktuellen Fassung sowie die jeweils aktuellen Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt.

Gemäß den gesetzlichen Vorschriften verfügt die Voltabox AG über ein so genanntes duales Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Unternehmensinteresse eng zusammen. Der Vorstand führt das Unternehmen nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung enthält unter anderem Regelungen zur Ressortverteilung, zu Entscheidungsbefugnissen des Gesamtvorstands, zu Rechten und Pflichten des Vorstandsvorsitzenden sowie zu Beschlussfassung und Sitzungen. Der Vorstand der Voltabox AG besteht aus zwei Personen. Herr Jürgen Pampel ist Vorsitzender des Vorstands. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 wurde Herr Andres Klasing (Vorstand Finanzen) als Mitglied des Vorstands abbestellt und Herr Jörg Dorbandt (Vorstand Operations und Finance) als Mitglied des Vorstands neu bestellt. Mit dieser Änderung in der personellen Zusammensetzung des Vorstands soll die Gesellschaft optimal an die Herausforderungen für das weitere Management des Wachstums angepasst werden.

Der Aufsichtsrat beaufsichtigt den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und steht ihm beratend zur Seite. Er bestellt und entlässt die Vorstandsmitglieder, bestimmt die zustimmungspflichtigen Geschäfte, beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und setzt dessen jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Voltabox AG, die das Aktiengesetz und die Geschäftsordnung vorsehen, eingebunden. Der Aufsichtsrat setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats regelt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Darin sind insbesondere die Beschlussfassung und die Schweigepflicht festgelegt. Nach eigener Einschätzung arbeitet der Aufsichtsrat mit der Gesamtheit seiner drei Mitglieder effizient. Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats wurde von der Bildung von Ausschüssen abgesehen.

Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, DCGK und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand durchweg beratend zur Seite und wurde bei Fragestellungen von grundlegender Bedeutung in die Diskussion und Entscheidungsfindung eingebunden. Dank der guten Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder konnten auch kurzfristig anstehende Entscheidungen angemessen erörtert und zeitnah getroffen werden.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstands bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.

Mit Blick auf § 76 Absatz 4 und § 111 Absatz 5 des Aktiengesetzes sowie Punkt 4.1.5 und 5.1.2 des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 07. Februar 2017 zum Thema "Diversity" wurden 2018 von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam sowohl der aktuelle Stand des Frauenanteils festgestellt als auch Zielgrößen definiert. Für beide Gremien beträgt der aktuelle Frauenanteil der Voltabox AG Null. Die Zielgrößen in beiden Gremien wurden ebenfalls mit Null festgelegt. Eine mögliche Erweiterung des Vorstands ist derzeit nicht geplant. Bei den nachgelagerten Führungsebenen des Unternehmens beträgt der derzeitige Frauenanteil 17,9 % (Vorjahr: 14,3 %). Die aktuelle Zielgröße des Frauenanteils beträgt 25 %.

Bei der Voltabox AG ist unternehmerisches Handeln eng mit der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, der Umwelt und der Gesellschaft verbunden. Werte, wie die Übernahme von Verantwortung, Teamgeist, Integrität sowie Leidenschaft und ein von Respekt geprägter wertschätzender Umgang im täglichen Miteinander spielen für die Voltabox AG eine entscheidende Rolle und bilden den Kern ihrer Unternehmenskultur. Die Mitglieder des Vorstands sind sich ihrer eigenen Vorbildfunktion bewusst und legen darüber hinaus ein besonderes Augenmerk darauf, dass alle Führungskräfte des Unternehmens durch vorbildliches Verhalten die zuvor genannten Werte vorleben.

Delbrück, im März 2019

Der Vorstand

Corporate Governance Bericht

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") fördern die Transparenz und stärken damit das Vertrauen der internationalen und nationalen Investoren, Geschäftspartner und Mitarbeiter der Gesellschaft. Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im DCGK verdeutlichten Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse).

Hauptversammlung

Die Aktionäre üben ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft in der Hauptversammlung aus, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die Hauptversammlung beschließt in den im Gesetz und in der Satzung ausdrücklich bestimmten Fällen. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig angemeldet und ihre Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung nachgewiesen haben. Die Anmeldung bedarf der Textform (§ 126b BGB) und muss in deutscher oder englischer Sprache erfolgen. Die Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung ist durch einen in Textform erstellten Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut nachzuweisen.

In der Hauptversammlung ist jedem Aktionär oder Aktionärsvertreter auf Verlangen vom Vorstand Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft einschließlich der rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen sowie über die Lage des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu geben, soweit die Auskunft zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist und kein Auskunftsverweigerungsrecht besteht.

Die Notierungsaufnahme der Voltabox AG erfolgte am 13. Oktober an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard). Der Anteil der Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA an der Voltabox AG beträgt seitdem 60 %, während sich das restliche Grundkapital im Streubesitz befindet. Die paragon GmbH & Co. KGaA beabsichtigt - auch langfristig - Mehrheitsaktionärin von Voltabox zu bleiben.

In der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 hat der (damalige) Vorstand den festgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft, den gebilligten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern jeweils für das Geschäftsjahr 2017, den erläuternden Bericht des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB sowie den Bericht des Aufsichtsrats jeweils für das Geschäftsjahr 2017 den Aktionären vorgelegt.

Darüber hinaus wurden folgende Beschlüsse mit der jeweils erforderlichen Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals gefasst:

Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017
Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017
Festsetzung der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017
Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 sowie des Prüfers für eine etwaige prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts im Geschäftsjahr 2018

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2018 durchgehend die drei Mitglieder Herr Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Herr Prof. Dr. Martin Winter (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Hermann Börnemeier an.

Der Aufsichtsrat beaufsichtigte die Arbeit des Vorstands und stand diesem darüber hinaus auch beratend zur Seite. Im Geschäftsjahr 2018 traten bei den Mitgliedern keine Interessenskonflikte auf, die dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen gewesen wären. Der Aufsichtsrat bewertet regelmäßig durch Selbsteinschätzung die Effizienz seiner Arbeit.

Hinsichtlich im Geschäftsjahr 2018 persönlich erbrachter Leistungen seitens Mitglieder des Aufsichtsrats für die Gesellschaft verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht für die Voltabox AG und den Voltabox Konzern.

Vorstand

Der Vorstand der Voltabox AG bestand im Geschäftsjahr 2018 aus zwei Personen. Vom 1. Januar 2018 bis zum 30. November 2018 setzte sich der Vorstand aus Herrn Jürgen Pampel (Vorstandsvorsitzender) und Herrn Andres Klasing (Vorstand Finanzen) zusammen und seit dem 1. Dezember 2018 besteht der Vorstand aus Herrn Jürgen Pampel (Vorstandsvorsitzender) und Herrn Jörg Dorbandt (Vorstand Operations und Finance).

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet, sie setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer variablen Vergütung zusammen. Für den variablen Vergütungsanteil ist sowohl eine jährliche Deckelung (Maximum) sowie ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt, vereinbart.

Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vorstandsvergütung, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Daher haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vorstandsvergütung vorgesehenen Mustertabellen des DCGK im Vergütungsbericht zu verwenden, der im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 enthalten ist.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit prägte den Dialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2018. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, M&A, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstands bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.

Finanzkommunikation

Die Voltabox AG informierte alle Kapitalmarktteilnehmer regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Die kontinuierliche Berichterstattung umfasste unter anderem den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017 (Veröffentlichung am 13. März 2018), den Zwischenbericht zum 31. März 2018 - 1. Quartal (Veröffentlichung am 8. Mai 2018), den Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 - 1. Halbjahr (Veröffentlichung am 21. August 2018) sowie den Zwischenbericht zum 30. September - 9 Monate 2018 (Veröffentlichung am 13. November 2018). Parallel zu diesen Terminen veröffentlichte die Voltabox AG entsprechende Finanzmeldungen, welche u.a. auch die Einschätzung des Vorstands zur weiteren Geschäftsentwicklung beinhalteten.

Die Umsatz- und Ergebnisprognose des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 vom 29. Januar 2018 wurde im am 13. März 2018 veröffentlichten Konzernlagebericht als Punktprognose mit einer "cicca"-Angabe unter Einbeziehung der wesentlichen Annahmen, auf denen die Prognosen beruhen, erläutert, und schließlich am 21. August 2018 hinsichtlich Umsatz auf einen Korridor (Intervallprognose) erhöht und hinsichtlich der EBIT-Marge reduziert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Bereich Investor Relations durch die Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA wesentlich gesteuert und durch eigene interne Ressourcen ergänzt. Damit konnte die laufende Kommunikation mit institutionellen und privaten Investoren seit dem Börsengang der Gesellschaft weiter verstetigt und ausgebaut werden. Insbesondere seit dem Börsengang bestehende Anteilseigner haben das Angebot der Gesellschaft zum direkten Dialog auf Vorstands- und Investor Relations-Ebene intensiv genutzt. Daneben wurde durch die umfangreichen IR-Aktivitäten eine Vielzahl neuer potentieller Investoren erreicht.

Insgesamt wurden mehr als 250 Einzelgespräche mit institutionellen Investoren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Schweden, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Polen, den USA und Kanada geführt. Im Verlauf des Jahres haben 3 Research-Häuser insgesamt 27 Studien zur Voltabox AG veröffentlicht.

Die Gesellschaft versteht unter effektiver Finanzkommunikation die zielgerichtete Reduzierung von Informationsasymmetrie zwischen Management und Anteilseignern über die aktuelle wirtschaftliche Lage und das spezifische Zukunftspotenzial der Voltabox AG. Entsprechend wird dem laufenden Dialog mit professionellen Kapitalmarktteilnehmern ein hoher Stellenwert beigemessen. Des Weiteren ist die Gesellschaft bemüht, die breite Öffentlichkeit über diverse Medienkanäle laufend mit aktuellen und relevanten Informationen zu versorgen sowie als persönlicher Ansprechpartner für Privatanleger zur Verfügung zu stehen.

Directors' Holdings

Größter Aktionär der Gesellschaft ist mit 9.500.000 Aktien die paragon GmbH & Co. KGaA. Das entspricht einem Anteil von rund 60 % des Grundkapitals. Mitglieder des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Voltabox AG hielten nach Kenntnis der Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 keine Aktien der Gesellschaft. Allerdings hält bzw. kontrolliert der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Dieter Frers 2.263.134 Aktien der paragon GmbH & Co. KGaA, was einem Anteil von 50 % des Grundkapitals plus einer Aktie entspricht, und hat damit indirekt auch einen beherrschenden Einfluss auf die Voltabox AG.

Rechnungslegung

Gemäß § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Voltabox AG verpflichtet, mindestens jährlich eine Erklärung darüber abzugeben, in welchem Umfang den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") in der Vergangenheit entsprochen worden ist und wie dies für die Zukunft beabsichtigt ist. Da die Aktien der Voltabox AG erstmalig am 13. Oktober 2017 in den Handel im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen wurden, hat es zuvor noch keine Entsprechenserklärungen der Voltabox AG gegeben.

Gemäß § 161 AktG geben Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG folgende Entsprechenserklärung zu den am 24. April 2017 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ab:

Vorstand und Aufsichtsrat der begrüßen die Anregungen und Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie verpflichten sich zu einer transparenten, verantwortlichen und auf Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung und -kontrolle. Die Voltabox AG entsprach und entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit den folgenden Abweichungen:

Aktuell verfügt die Gesellschaft noch nicht über ein vollumfängliches Compliance Management-System. Die Implementierung eines Compliance Management-Systems nach ISO 19600 ist für das Jahr 2019 geplant (Ziffer 4.1.3).
Eine Regelung zu Abfindungen (Abfindungs-Cap) ist mit dem Vorstand nicht vereinbart (Ziffer 4.2.3).
Bei der Bestellung der aktuellen Vorstandsmitglieder hat sich der Aufsichtsrat nicht vom Gesichtspunkt der Diversity leiten lassen (Ziffer 5.1.2).
Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet, da dies aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats von drei Mitgliedern als nicht effizient angesehen wird (Ziffern 5.3.1 bis 5.3.3).
Es ist weder für Aufsichtsrats- noch für Vorstandsmitglieder eine Altersgrenze festgelegt worden, da der Kompetenz von Mitgliedern Vorrang eingeräumt wird (Ziffern 5.1.2 bzw. 5.4.1).
Die Voltabox AG veröffentlicht den Jahresabschluss und die Zwischenberichte gemäß den gesetzlichen Vorschriften und strebt dabei auch die Einhaltung der vom Kodex empfohlenen Fristen (90 Tage für den Jahresabschluss, 45 Tage für Zwischenabschlüsse) an. Aus organisatorischen Gründen könnten diese Fristen jedoch gegebenenfalls überschritten werden (Ziffer 7.1.2).

Delbrück, im März 2019

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Jahresabschluss (HGB) zum 31. Dezember 2018 mit Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

der Voltabox AG, Delbrück

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2018 2017
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 52.136.402,35 24.618.525,44
2. Bestandsveränderung der Erzeugnisse 7.674.558,13 -663.630,56
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 107.500,98 88.154,51
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.504.718,74 163.635,13
61.423.180,20 24.206.684,52
5. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -35.877.441,89 -15.979.300,83
b. Aufwendungen für bezogenen Leistungen -2.633.880,56 -24.831,69
-38.511.322,45 -16.004.132,52
6. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -6.493.489,45 -3.813.827,83
b. Soziale Abgaben -1.048.628,87 -640.862,45
-7.542.188,32 -4.454.690,28
7. Abschreibungen -1.661.171,94 -789.811,77
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.343.564,53 -12.476.822,18
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 267.344,25 23.536,51
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -380.678,92 -433.865,27
11. Ergebnis vor Steuern 3.251.668,29 -9.929.100,99
12. Ertragssteueraufwand -617.957,29 0,00
13. Sonstige Steuern -622,02 -648,00
14. Ergebnisabführung 0 9.929.748,99
15. Jahresüberschuss 2.633.088,98 0,00
16. Gewinnvortrag -1.138.806,14 -1.138.806,14
17. Ausschüttung 0,00 0,00
17. Bilanzgewinn 1.494.282,84 -1.138.806,14

Bilanz zum 31. Dezember 2018

der Voltabox AG, Delbrück

AKTIVA

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31.12.2018

EUR
31.12.2017

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.918.738,93 196.972,94
7.918.738,93 196.972,94
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.024.535,81 1.427.018,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 917.332,92 845.447,83
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 354.901,74 18.607,55
2.296.770,47 2.291.073,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.500.100,00 100,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 32.094.161,32 18.588.753,93
37.594.261,32 18.588.853,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.013.393,19 2.966.111,31
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.082.176,32 . 225.836,36
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.837.356,60 19.138,43
4. Geleistete Anzahlungen auf Vorratsvermögen 10.000.000,00 0,00
22.932.926,11 3.211.086,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50.547.771,74 19.742.187,42
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 11.682.384,77 8.627.036,88
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.302.819,34 182.741,29
64.532.975,85 28.551.965,59
III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
1. Kasse 1.083,82 1.416,05
2. Bankguthaben 26.814.358,63 102.659.570,41
26.815.442,45 102.660.986,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.711.979,27 38.715,90
165.803.094,40 155.539.654,36
PASSIVA
31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 15.825.000,00 15.825.000,00
15.825.000,00 15.825.000,00
II. Kapitalrücklage 135.218.989,11 135.218.989,11
135.218.989,11 135.218.989,11
III. Bilanzgewinn 1.494.282,84 -1.138.806,14
Gewinn-/Verlustvortrag 1.494.282,84 -1.138.806,14
152.538.271,95 149.905.182,97
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 1.730.412,29 1.198.938,58
2. Steuerrückstellungen 617.957,29 0
1.730.412,29 1.198.938,58
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 397.876,63 824.657,33
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.506.247,93 3.336.983,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 530.051,72 181.815,22
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.100.233,88 92.076,80
11.534.410,16 4.435.532,81
165.803.094,40 155.539.654,36

Anlagespiegel der Voltabox AG, Delbrück, zum 31. Dezember 2018

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Anschaffungs- / Herstellungskosten Aufgelaufene Abschreibungen
Anlagevermögen Stand 01.01.2018

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Stand 31.12.2018

EUR
Stand 01.01.2018

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 297.038,48 8.558.128,50 0,00 0,00 8.855.166,98 100.065.54
297.038,48 8.558.128,50 0,00 0,00 8.855.166,98 100.065,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.911.755,35 107.392,51 0,00 0,00 3.019.147,86 1.484.737,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.618.661,13 382.919,82 0,00 0,00 2.001.580,95 773.213,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.607,55 336.294,19 0,00 0,00 354.901,74 0,00
4.549.024,03 826.606,52 0,00 0,00 5.375.630,55 2.257.950,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100,00 5.500.000,00 0,00 0,00 5.500.100,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 18.588.753,93 13.505.407,39 0,00 0,00 32.094.161,32 0,00
18.588.853,93 19.005.407,39 0,00 0,00 37.594.261,32 0,00
23.434.916,44 28.390.142,41 0,00 0,00 51.825.058,85 2.358.016,13

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Aufgelaufene Abschreibungen Buchwerte
Anlagevermögen Zuführungen

EUR
Auflösungen

EUR
Umbuchungen

EUR
Stand 31.12.2018

EUR
Stand 31.12.2018

EUR
Stand 31.12.2017

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 836.362,51 0,00 0,00 936.428,05 7.918.738,93 196.972,94
836.362,51 0,00 0,00 936.428,05 7.918.738,93 196.972,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 509.874.76 0,00 0,00 1.994.612,05 1.024.535,81 1.427.018,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 314.934,67 3.899,94 0,00 1.084.248,03 917.332,92 845.447,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 354.901,74 18.607,55
824.809,43 3.899,94 0,00 3.078.860,08 2.296.770,47 2.291.073,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 5.500.100,00 100,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 32.094.161,32 18.588.753,93
0,00 0,00 0,00 0,00 37.594.261,32 18.588.853,93
1.661.171,94 3.899,94 0,00 4.015.288,13 47.809.770,72 21.076.900,31

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Voltabox AG hat ihren Sitz in Delbrück und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn (HRB 12895).

Der Jahresabschluss der Voltabox AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktienrechts erstellt.

Die Gliederung der Bilanz ist nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB vorgenommen, die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Im Anhang sind die nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringenden Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden.

Der Abschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtsperiode der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Es wird die voraussichtliche Nutzungsdauer zu Grunde gelegt, die zwischen drei und zehn Jahren beträgt.

Die Zugänge in Höhe von TEUR 8.558.128,50 im Geschäftsjahr 2018 (Vorjahr: TEUR 173) betreffen im Wesentlichen EDV-Software und Nutzungsrechte.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Diese beträgt für Gebäude 20-33 Jahre, für Mietereinbauten 5-10 Jahre und für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen der üblichen Nutzungsdauern im Wesentlichen zwischen drei und zehn Jahren.

Ab dem 1. Januar 2011 und bis 31. Dezember 2017 werden Investitionen in das abnutzbare bewegliche Anlagevermögen, deren Anschaffungskosten netto EUR 150, nicht aber EUR 410 übersteigen, als geringwertige Wirtschaftsgüter angesetzt. Seit dem 1. Januar 2018 wurde der Betrag von EUR 410 auf EUR 800 erhöht. Der Zugang und Abgang wird innerhalb eines Geschäftsjahres im Anlagenspiegel gezeigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu netto EUR 150 werden ohne Aufnahme im Anlagenspiegel sofort als Aufwand gebucht.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet.

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USA Anteilsbesitz

%
Konsolidierung Eigenkapital zum 31.12.2018 Jahresergebnis nach Steuern
Voltabox of Texas, Inc., (Texas) 100 % Voll -18.348.933,88 USD -5.707.298,67 USD
Voltabox New Energy Co., Ltd. (Kunshan) 100 % Voll 3.221.060,20 RMB -592.372,84 RMB
ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH 100 % Voll -77.311,39 EUR 709.440,46 EUR

Darüber hinaus wurden Darlehen und Verbindlichkeiten gegenüber der Voltabox of Texas, Inc. von der paragon GmbH & Co. KGaA im Geschäftsjahr 2017 übernommen und zum 31. Dezember 2018 in Höhe von TEUR 30.197 (31.12.2017: TEUR 18.589) als Ausleihungen an verbundenen Unternehmen in den Finanzanlagen ausgewiesen. Unter den Finanzanlagen ist ferner ein Darlehen gegenüber der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH von TEUR 1.897 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem, in den Anlagen zum Anhang, beigefügten Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 zu entnehmen.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt.

Unfertige Leistungen und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, zu den niedrigeren letzten Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die durch die Produktion veranlassten Material- und Fertigungsgemeinkosten, allgemeine Verwaltungskosten und fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert angesetzt. Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen werden projektbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten von den Vorräten offen in der Bilanz abgesetzt. Darüber hinausgehende Anzahlungen werden auf der Passivseite ausgewiesen.

Der im Geschäftsjahr 2015 erstmals angesetzte Festwert für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Verpackungen wurde aufgrund einer durchgeführten Inventur, die zu Durchschnittspreisen des Einkaufs bewertet wurde, ermittelt.

Forderungen gegen verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 11.682 (Vorjahr: TEUR 8.627) sonstige Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Der Ergebnisabführungsvertrag ist im Geschäftsjahr 2017 letztmalig angewendet worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschlägen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessen Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind auf den Barwert abgezinst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten nur Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände werden Forderungen gegen Kreditinstitute in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 31) aus Sicherheitseinbehalten der Deutsche Factoring Bank GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Posten beinhaltet den Kassenbestand und laufende Guthaben bei Kreditinstituten und ist zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzung

Die Rechnungsabgrenzung von TEUR 3.712 (Vorjahr: TEUR 39) beinhalten im Wesentlichen eine Mietvorauszahlung, Software-Pflegegebühren und Aufwendungen für Serviceverträge. Die Beträge werden zeitanteilig über die Laufzeit der abgegrenzten Einzelposten aufgelöst.

Latente Steuern

Die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung bzw. eine Zahlung der Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung des Betrags basiert auf dem Steuergesetzesstand und damit denjenigen Steuersätzen, die zum Bilanzstichtag gelten oder angekündigt sind.

Latente Steuern werden nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Liegen hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen handelsrechtlichem Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vor, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern ("temporary concept"). Darüber hinaus können latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet werden.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche können nur in dem Umfang aktiviert werden, in dem damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ausreichend zur Verfügung stehende passive temporäre Differenzen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehende aktive latente Steuern können nur aktiviert werden, wenn in den folgenden fünf Jahren ausreichend zu versteuernden Ergebnissen erwarten werden können.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2018 in Höhe eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 30,0 % (Vorjahr: 30,0 %). Darin sind ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15% sowie ein Solidaritätszuschlag von 5,5% enthalten. Andererseits enthält dieser Ertragssteuersatz die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung der Aufteilung des Gewerbesteuermessbetrags auf die Gemeinden, in denen sich die Zweigniederlassungen des Unternehmens befinden.

Zum Bilanzstichtag fällt insgesamt eine Steuerentlastung (aktive latente Steuern) an. Diese ergibt sich aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen sowie steuerlichen Verlustvorträgen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Das Wahlrecht zur Nichtaktivierung von aktiven latenten Steueransprüchen gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

Eigenkapital

Am 18. Mai 2017 wurde die Umwandlung der Voltabox Deutschland GmbH in die Voltabox AG ins Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital betrug zu diesem Zeitpunkt TEUR 100.

Am 13. Oktober 2017 erfolgte im Rahmen des Börsengangs die Notierungsaufnahme an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard unter dem Börsenkürzel VBX, der ISIN DE000A2E4LE9 und der WKN A2E4LE mit einer ersten Preisfeststellung von 30,00 Euro je Aktie. Das Platzierungsvolumen betrug 151,8 Millionen Euro, wovon der Gesellschaft 139,8 Millionen Euro als Bruttoemissionserlös zuflossen.

Nach Beschluss zur Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in Höhe von TEUR 9.900 vom 6. September 2017 (Eintragung im Handelsregister erfolgte am 21. September 2017) und einer weiteren Erhöhung um weitere TEUR 5.000 (Beschluss vom 22. September, Handelsregistereintrag am 11. Oktober 2017) sowie einer Erhöhung um TEUR 825 aus einer Mehrzuteilungsoption beträgt das Grundkapital der Voltabox AG per 31. Dezember 2017 insgesamt TEUR 15.825 (Vorjahr: TEUR 100). Diese ist in 15.825.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 21.September 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 6.675.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 auf den Inhaber lautenden Aktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Aufgrund der durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. September 2017 erteilten Ermächtigung -Genehmigtes Kapital 2017 - ist die Erhöhung des Grundkapitals der Voltabox AG durch die Ausgabe von 825.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien um 825.000,00 Euro durchgeführt worden.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 135.219 (Vorjahr TEUR 135.219). Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Beträge in die Kapitalrücklage eingestellt (Vorjahr TEUR 133.975).

Ergebnisabführung

Ab Geschäftsjahr 2015 bestand zwischen der paragon GmbH & Co. KGaA und der Voltabox AG (vor Umwandlung Voltabox Deutschland GmbH) ein Ergebnisabführungsvertrag. Durch Umwandlung der Voltabox Deutschland GmbH in die Voltabox AG und der Aufnahme von Minderheitsgesellschaftern durch den Börsengang zum 13. Oktober 2017 endet die Anwendung des Vertrages gemäß § 307 AktG zum 31. Dezember 2017.

Somit wurde letztmalig zum 31. Dezember 2017 das handelsrechtliche Ergebnis in Höhe von TEUR -9.930 abgeführt.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Gutschriften, rückständige Urlaubs- und Prämienverpflichtungen, Tantiemeverpflichtungen, Abschlusskosten sowie Gewährleistungen.

Die Steuerrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufgeschäften zum Erwerb von Anlagevermögen werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

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Verbindlichkeitenspiegel (Werte in TEUR) 31.12.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 398 825
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr-- 194 427
- davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren-- 204 398
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren-- 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.506 3.337
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr- 7.506 3.337
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 530 182
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr- 530 182
Sonstige Verbindlichkeiten 3.100 92
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr-- 3.100 92

Der Zinssatz für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt zwischen 1,96 % und 2,64 % und ist für alle Darlehen fest vereinbart. Es besteht somit kein Zinsänderungsrisiko. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Sicherungsübereignung von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 398 (Vorjahr: TEUR 824) besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten zum 31. Dezember 2018 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 182). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf die paragon GmbH & Co. KGaA (vormals paragon AG) von TEUR 333 (Vorjahr: TEUR 182). Die paragon GmbH & Co. KGaA ist Gesellschafter der Voltabox AG.

Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen haben regelmäßig eine Laufzeit von fünf Jahren und werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Der Barwert der Tilgungszahlungen aus Mietkaufverträgen für die folgenden Jahre beträgt TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 58), wovon TEUR 16 auf das Kalenderjahr 2019 entfallen. Die zukünftigen Zinszahlungen der Mietkaufverträge betragen insgesamt TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 4), wovon TEUR 1 auf das Jahr 2019 entfallen.

In Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 86) wurden in den sonstigen Verbindlichkeiten noch nicht gezahlte Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern ausgewiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus Warenlieferungen in Höhe von TEUR 52.136 (Vorjahr: TEUR 24.619) entfallen mit TEUR 49.631 auf das Inland (Vorjahr: TEUR 23.702), mit TEUR 648 (Vorjahr: TEUR 241) auf die EU und mit TEUR 1.857 auf Drittländer (Vorjahr: TEUR 676).

Die Umsatzerlöse beziehen sich auf folgende Geschäftsfelder:

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in TEUR 2018 2017
Voltapower 50.228 24.412
Voltaforce 120 207
Voltamotion 1.788 0

Sonstige betriebliche Erträge

Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung im Sinne des § 277 Abs. 5 S. 2 HGB sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 49) enthalten.

Im Geschäftsjahr lagen keine periodenfremden Erträge vor. Im Vorjahr haben periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 11 Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betroffen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2017 sind außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang in Höhe von TEUR 8.835 entstanden.

Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung im Sinne des § 277 Abs. 5 S. 2 HGB sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 41) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 17) und aus Aufzinsungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6), die aus der Abzinsung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 256) enthalten.

Sonstige Erläuterungen

Honorare

Die in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 als Aufwand erfassten Honorare für die Prüfung des Einzelabschlusses der Voltabox AG aufgestellt nach handelsrechtlichen Vorschriften sowie das Honorar der Prüfung des Konzernabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, betragen TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 235), davon betreffen TEUR 25 das Vorjahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die nächsten fünf Jahre beträgt TEUR 104.886 (Vorjahr: TEUR 18.132), wovon TEUR 89.603 (Vorjahr: TEUR 17.947) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren betragen TEUR 7.099 (Vorjahr: TEUR 0).

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In TEUR Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre 31.12.2018 31.12.2017
Bestellobligo 87.897 31 0 87.928 17.848
Sonstige Verpflichtungen 1.706 8.153 7099 16.958 284
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 89.603 8.184 7.099 104.886 18.132

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten u.a. das Bestellobligo für elektronische Komponenten.

Außerbilanzielle Geschäfte

Mit der Deutschen Factoring Bank GmbH & Co. KG besteht ein Vertrag über ein stilles Factoring. Dieser Vertrag löst einen im Geschäftsjahr 2018 beendeten Factoring-Vertrag ab. In diesem Vertrag ist geregelt, dass wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte verkauft werden und damit nicht mehr zu bilanzieren sind. Erste Forderungen werden ab dem Geschäftsjahr 2019 veräußert.

Zum Stichtag beläuft sich der Bestand an verkauften Forderungen auf TEUR 0 (Vorjahr: 209). Sicherheitseinbehalte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 31) werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag hatte die Voltabox AG offene Verpflichtungen aus unkündbaren Leasingverhältnissen i.H.v. TEUR 4.892 (Vorjahr: TEUR 284), wovon TEUR 1.471 (Vorjahr: TEUR 99) eine Laufzeit bis zu einem Jahr aufweisen. Wesentliche Leasing-Vereinbarungen bestehen für Kraftfahrzeug-Leasing, IT-Leasing und Maschinen-Leasing.

Verträge über Kraftfahrzeug-Leasing haben in der Regel eine Laufzeit zwischen 36 und 48 Monaten. Der Leasinggegenstand wird nach Vertragsende wieder an den Leasinggeber zurückgegeben. Änderungen in der Höhe der monatlichen Leasingraten sind während der Vertragslaufzeit nicht vorgesehen. Operating-Leasing für Kraftfahrzeuge, technische Anlagen und Maschinen hat für die Voltabox AG Vorteile, insbesondere hinsichtlich der Liquiditätsbelastung, der Eigenkapitalquote in Folge der Bilanzneutralität und der Planungs- und Kalkulationssicherheit durch feste Leasingvertragsparameter. Wesentliche Risiken aus den genannten Operating-Leasing-Verträgen bestehen nicht.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2018 bestehen keine Haftungsverhältnisse und nicht bilanzierte Eventualforderungen oder Eventualschulden.

Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Personen gehören die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und nahe Familienangehörige der Organmitglieder sowie verbundene Unternehmen der Voltabox AG.

Herr Klaus Dieter Frers ist Vorstandsvorsitzender der paragon GmbH & Co. KGaA und geschäftsführender Gesellschafter der Artega GmbH.

Persönlich erbrachte Leistungen erfolgten im Berichtszeitraum durch das Aufsichtsratsmitglied Herrn Hermann Börnemeier in Höhe von TEUR 25, der für die Voltabox AG steuerberatend tätig ist.

Die ausstehenden Salden für nahestehende Personen zum Bilanzstichtag sind wie folgt:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 11.682 (Vorjahr TEUR 8.627) entfallen auf die paragon GmbH & Co. KGaA. Diese resultieren unter anderem aus der Forderung in Höhe von TEUR 9.930 aus der Verlustübernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags gegenüber der paragon GmbH & Co. KGaA aus dem Jahr 2017. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 182) entfallen auf die paragon GmbH & Co. KGaA und die Voltabox of Texas.

Im Berichtsjahr wurden Umsätze mit der paragon GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 2.580) realisiert. Die paragon GmbH & Co. KGaA hat wiederum Umsätze im Wesentlichen durch Konzerndienstleistungen mit dem Voltabox Konzern in Höhe von TEUR 2.868 (Vorjahr TEUR 2.176) getätigt.

An die Nordhagen Immobilien GmbH wurde eine Mietvorauszahlung von TEUR 3.549 (Vorjahr TEUR 0) erbracht.

Darüber hinaus wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 1.788 an die Artega GmbH & Co. KG veräußert.

Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr war Herr Jürgen Pampel Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft. Herr Andreas Klasing war bis zum 01.11.2018 als Vorstand Finanzen für die Voltabox AG tätig. Zum 1.12.2018 wurde Herr Jörg Dorbandt zum Vorstand berufen. Er verantwortet den Aufbau und die Leitung der weltweiten Produktion, der gesamten betrieblichen Prozesse und das Finanzressort.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus folgenden Personen:

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Name Beruf
Klaus Dieter Frers Vorstandsvorsitzender paragon GmbH & Co. KGaA
Vorsitzender
Prof. Dr. Martin Winter Professor am Institut für Physikalische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Stellvertretender Vorsitzender
Hermann Börnemeier Diplom Finanzwirt und Steuerberater, Geschäftsführer Treu-Union Treuhandgesellschaft mbH
Mitglied

Vergütung der Organmitglieder

Zur Vergütung der Organmitglieder verweisen wir auf den zusammengefassten Lagebericht des Konzernabschlusses.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 114 (Vorjahr: 67) Mitarbeiter, davon 37 (Vorjahr: 20) gewerbliche Mitarbeiter.

Ergebnisverwendung

Das Ergebnis aus dem zum 31. Dezember 2017 endenden Geschäftsjahr wurde letztmalig an die Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA abgeführt.

Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.494.282,82 einem Betrag von EUR 474.750 auszuschütten. Der Betrag entspricht EUR 0,03 pro Aktie. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Erklärung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Im Berichtsjahr ergaben sich keine Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG, die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Gesellschaft berichtspflichtig sind.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde zuletzt im März 2019 abgegeben und ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) zugänglich gemacht worden.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft verfügt über ein Tochterunternehmen i.S.d. § 290 Abs. 2 Nr.1. Muttergesellschaft des Konzerns ist die paragon GmbH & Co. KGaA, Delbrück. Die paragon GmbH & Co. KGaA als Konzernmuttergesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Die paragon GmbH & Co. KGaA hält 60 % der Anteile an der Voltabox AG.

Nachtragsbericht

Am 20.02.2019 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der ACCURATE - SMART BATTERY SYSTEMS - GmbH und der Voltabox AG geschlossen. Rückwirkend zum 01.01.2019 wird die Gesellschaft auf die Voltabox AG verschmolzen.

Darüber hinaus sind dem Vorstand nach Ablauf des Geschäftsjahres keine wesentlichen Ereignisse mit besonderer Wirkung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens bekannt.

Delbrück, den 27. März 2019

Voltabox AG, Delbrück

Jürgen Pampel

Jörg Dorbandt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Voltabox AG, Delbrück

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Voltabox AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 2 und 5 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie der Prüfung des zusammengefassten Lageberichts waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

1.) Sachverhalt und Problemstellung

2.) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3.) Verweis auf weitergehende Informationen

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

Umsatzprognose im Lagebericht
Werthaltigkeit der Forderungen

I. Angaben im zusammengefassten Lagebericht bezüglich der Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2019

1.) Der Vorstand der Gesellschaft prognostiziert im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse. Die prognostizierten Umsatzerlöse haben dabei eine erhebliche Auswirkung auf die zukünftige Höhe der finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Größenordnung des in der Prognose impliziten Umsatzwachstums war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2.) Im Rahmen unserer Prüfung der Umsatzprognose im zusammengefassten Lagebericht haben wir zunächst die methodische Vorgehensweise bei der Erstellung der Umsatzprognose analysiert und das Risiko einer wesentlichen falschen Darstellung beurteilt. Daraufhin haben wir in Stichproben aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt, um die Höhe der Umsatzprognose zu überprüfen. Hierzu wurde für die ausgewählten Stichproben analysiert, inwieweit bereits Kundenrahmenverträge vorliegen. Dabei haben wir Gespräche mit dem zuständigen Controller und den Vertriebsverantwortlichen geführt, um die von den gesetzlichen Vertretern in der Prognose zugrunde gelegten Annahmen zu überprüfen. Wir konnten die Ermittlung der Umsatzprognose im Lagebericht nachvollziehen.

3.) Die Angaben der Gesellschaft zur Umsatzprognose sind im zusammengefassten Lagebericht im Wesentlichen in dem Abschnitt "Prognosebericht" enthalten.

II. Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1.) Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf einen Betrag in Höhe von 50,8 Mio. EUR; dies entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 30,6%. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind damit der Höhe nach ein wesentlicher Bilanzposten. Außerdem bestehen wesentliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem Kunden. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der möglichen Auswirkungen auf die Finanzlage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2.) Wir haben beurteilt, ob die durch die Gesellschaft vorgenommenen Einschätzungen zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen (insbesondere zur Prüfung der Bonität des Kunden) schlüssig abgeleitet wird. Zusätzlich haben wir Saldenbestätigungen und Ablieferungsnachweise für die Existenz und Vollständigkeit der Forderungen angefordert und ausgewertet. Die von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten Annahmen zur Bewertung der Forderungen sind aus unserer Sicht sachgerecht abgeleitet worden.

3.) Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in den Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. § 289f Abs. 1 HGB" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 1 HGB. Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften zusammengefassten Lageberichts und unseres Bestätigungsvermerks, sowie

die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht,
den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie
sonstige nicht prüfungspflichtige Teile des Geschäftsberichts der Voltabox AG, Delbrück für das zum 31. Dezember 2018 endende Geschäftsjahr.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der Voltabox AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Markus Miklis.

Düsseldorf, den 27. März 2019

**Baker Tilly GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Düsseldorf)**

Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer

Markus Miklis, Wirtschaftsprüfer

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