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Voltabox AG Annual Report (ESEF) 2022

Jun 26, 2023

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Voltabox AG

31 Grundlagen des Konzerns

Unternehmensstruktur

Die Voltabox Aktiengesellschaft (im Folgenden: Voltabox AG) mit Sitz in 33100 Paderborn, Technologiepark 32, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Aktien der Voltabox werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard gehandelt. Wesentliche Anteilseigner der Voltabox AG zum Bilanzstichtag waren die Trionity Invest GmbH (Anteil am Grundkapital gem. der letzten Stimmrechtsmitteilung vom 14. Januar 2022 i.H.v. 30,21 % sowie die EW-Trade AG (Anteil von 18,89 % gem. Stimmrechtsmitteilung vom 03. Mai 2022).

Satzungsmäßiger Geschäftsgegenstand der Voltabox AG (nachfolgend auch „Unternehmen“, „Gesellschaft“ oder „Voltabox“) ist die Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Lösungen für die Elektromobilität – insbesondere Lithium-Ionen-Batteriesysteme – sowie die Verwaltung von Patenten, Lizenzen und Gebrauchsmustern. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften im In- und Ausland erwerben oder sich an solchen beteiligen, Zweigniederlassungen errichten, die Geschäftsführung und Vertretung anderer Unternehmen übernehmen und Unternehmensverträge abschließen sowie alle sonstigen Maßnahmen ergreifen und Rechtsgeschäfte vornehmen, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes zu dienen geeignet erscheinen, soweit sie keiner gesonderten Erlaubnis bedürfen.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Produktion von Batteriesystemen an ein Unternehmen der Triathlon Gruppe AG outgesourct. Dies dient der Schaffung von Synergien und trägt zur Senkung der Produktionskosten und der Liquiditätsbindung bei.

Im Laufe des Jahres 2022 hat die Voltabox AG über die Gründung der 80-prozentigen Tochtergesellschaft GreenCluster GmbH den Einstieg in den Bereich der Nutzung erneuerbarer Energien forciert. Das Geschäftsmodell von GreenCluster sieht die Planung, den Vertrieb, die Installation und den Handel von Photovoltaik-Modulen vor. Mit dem Angebot richtet sich das Unternehmen an gewerbliche Kunden. Anknüpfungspunkte zum Kerngeschäft der Voltabox AG ergeben sich über stationäre Energiespeicher auf Basis von Lithium-Ionen Modulen.

Zum Konsolidierungskreis des Voltabox-Konzerns gehören die in ihrem Kerngeschäft ruhenden 100-prozentigen Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc. (Cedar Park, Texas, USA) und die Voltabox of North America, Inc. (Cedar Park, Texas, USA) sowie die 80-prozentige Tochtergesellschaft GreenCluster GmbH. An der ForkOn GmbH (Haltern am See) hält die Voltabox AG eine Beteiligung in Höhe von rund 9 %.

                                        100 %              80 %           9 %
Voltabox of Texas, Inc. *          GreenCluster GmbH     ForkOn GmbH
Cedar Park, Texas, USA              Paderborn           Haltern am See
  *ruhend / kein operatives Geschäft

Voltabox of North America, Inc.
Cedar Park, Texas, USA

Geschäftsmodell

Voltabox ist ein technologiegetriebener Anbieter für Elektromobilitätslösungen in industriellen Anwendungen. Kerngeschäft sind sichere, hochentwickelte und leistungsstarke Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis, die modular und in Serie gefertigt werden. Die Batteriesysteme finden vor allem Verwendung in Bau- und Landmaschinen sowie Elektro- und Hybrid-Bussen. Darüber hinaus ist Voltabox über die Tochtergesellschaft GreenCluster GmbH im Bereich der infrastrukturellen Energiegewinnung tätig.

Voltabox AG Verwaltungssitz Paderborn

Steuerungssystem

Der Vorstand der Voltabox AG unterzieht seine Strategie einem regelmäßigen Abgleich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Der Konzern verfolgt dabei bewusst eine flache und agile Hierarchie-Struktur. Der Vorstand entwickelt die Strategie des Unternehmens und bindet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in die konkrete Ausgestaltung mit ein. Daraus ergeben sich Oberziele und entsprechende Folgeaktivitäten. Die Strategie wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Insbesondere durch die vielfältigen Marktchancen ist kein Strategieprozess im klassischen, starren Sinne möglich. Sich neu ergebende marktseitige Opportunitäten haben typischerweise wesentlichen Einfluss auf das Gesamtunternehmen. Die Effekte aus der Nutzung dieser Marktchancen sind daher Bestandteil von regelmäßig stattfindenden Strategiemeetings der Voltabox AG.

Das Unternehmen verfügt über ein Planungs- und Kontrollsystem. Dieses beinhaltet unter anderem ein kontinuierliches Controlling der Monats- und Jahresplanungen. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der tiven Umsetzung seiner Unternehmensstrategie messen zu können. Das Steuerungssystem berücksichtigt dabei in der Art und/oder Höhe einmalige bzw. außerordentliche Effekte auf die Leistungsindikatoren.

Aufgrund der volatilen Geschäftsentwicklung werden die internen Zielgrößen teilweise im Rahmen von Bandbreiten festgelegt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Voltabox-Vorstand nutzte im Geschäftsjahr 2022 die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:

  • Konzernumsatz
  • EBITDA-Marge

Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2022 ist die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 20 auf 26 (Vorjahr: 46 Mitarbeiter) deutlich erhöht und die Kapitalbindung massiv reduziert. Von den Neueinstellungen entfielen 6 auf die neu gegründete Tochtergesellschaft GreenCluster GmbH.
Die Fluktuationsquote – ohne die Streichung von vorherigen Planstellen – sank auf 48,1 % (Vorjahr: 79,6 %).

EBITDA-Marge

Die EBITDA-Marge zeigt die operative Ertragsfähigkeit der Voltabox. In der Berichterstattung zur Prognose erfolgt die Angabe des EBITDA als relative Kennzahl oder als absolute Größe.

Der Free-Cash-Flow ist nach der Neustrukturierung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 kein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator mehr. Durch die Anpassung des Geschäftsmodells ist die Umschlaghäufigkeit deutlich erhöht und die Kapitalbindung massiv reduziert. Der Vorstand prüft mit der erneuten Ausweitung der Geschäftsaktivitäten die Einführung weiterer Steuerungsgrößen.

Vor dem Hintergrund der strategischen Positionierung als Anbieter technologisch anspruchsvoller Elektromobilitäts- und Infrastrukturlösungen nutzt der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenssteuerung auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Diese sind für die Steuerung des Konzerns unwesentlich.

iso4217:EUR iso4217:EUR xbrli:shares xbrli:pure iso4217:EUR xbrli:shares# Der Voltabox AG

Im Rahmen der Steuerungssysteme werden teilweise adjustierte Kennzahlen verwendet. Diese sind als solche ausgewiesen. Die finanziellen Leistungsindikatoren des Voltabox-Konzerns sind mit denen der Voltabox AG identisch. Der Vorstand bedient sich regelmäßig wesentlicher Kennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg der operativen Geschäftstätigkeit zu steuern und unternehmerische Entscheidungen zu treffen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Umsatz setzt sich aus der Leistungserbringung gegenüber externen Dritten zusammen. Interne Leistungserbringungen werden konsolidiert.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Berichtsjahr war maßgeblich geprägt von den direkten und indirekten Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Mit der Invasion der russischen Armee auf ukrainisches Territorium am 24. Februar nahm das Jahr 2022 bereits zu einem frühen Zeitpunkt eine Wendung, die größtenteils nicht für möglich gehalten worden ist. Nachdem die Volkswirtschaften in den Jahren zuvor maßgeblich durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie limitiert worden sind, kamen zu den im Jahr 2021 sukzessive zunehmenden Inflations- und bisweilen Deflationstendenzen im Berichtsjahr neue Herausforderungen in Form der Energiekrise hinzu. In der Folge haben sich die globalen Konjunkturaussichten deutlich gegenüber den ursprünglichen Erwartungen der Wirtschaftsforschungsinstitute eingetrübt. Ein hohes Inflationsniveau und der starke Anstieg der Energiekosten haben im Jahr 2022 zu erhöhten Produktionskosten für die Unternehmen geführt. Parallel ließ die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar nach. Die globalen Lieferketten konnten sich zwar in den zurückliegenden Monaten entspannen, doch unterjährig hatten verschiedene Industriezweige weiterhin mit Problemen in der Belieferung und Teileverfügbarkeit zu kämpfen. Die Industrieproduktion blieb entsprechend gedämpft. Der global spürbare Nachfragerückgang trug zuletzt zu einer Verbesserung der Situation auf den Handelsrouten bei.5 Speziell in Deutschland entwickelte sich aufgrund der starken Abhängigkeit von russischem Erdgas eine intensive Diskussion um Wege aus der Energieversorgungsunsicherheit zu einer stärkeren Autarkie in diesem Bereich und eine Sicherstellung der Produktionsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Als stützend wurde der hohe Auftragsbestand in der verarbeitenden Industrie angesehen, den die Unternehmen gleichzeitig infolge der Preissteigerungen nicht mehr so dynamisch steigenden Nachfrage nunmehr in Teilen besser abarbeiten konnten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartete in seinem World Economic Outlook von Januar 2023 für das vergangene Jahr ein globales Wachstum von 3,4 %. Das preisbereinigte Wachstum für Deutschland wird für 2022 mit 1,9 % angegeben.13 Demnach konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht nur gut gegen global wirkende Faktoren behaupten, sondern auch spezifischen nationalen Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel trotzen. (Entwicklung des BIP zum Vorquartal, preis-, saison- und kalenderbereinigt: Q1 0,8 %; Q2 0,1 %; Q3: 0,5 %; Q4: -0,4 %)14.

Auch mit Blick auf die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 kann festgestellt werden, dass die Befürchtungen zunächst weit dramatischer waren als letztlich der tatsächliche Verlauf. Noch zu Jahresbeginn herrschte gemäß der Verteilung der fest angestellten Mitarbeiter auf die Standorte:

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Paderborn, Deutschland 25 45 -44,4 %
Texas, USA 1 1 0,0 %
Gesamt 26 46 -43,5 %

der deutschen Wirtschaft. Kurz vor dem Ausbruch der Ukraine-Krise erreichte der Index mit 98,9 Punkten seinen Höchststand im laufenden Jahr.7 Die deutsche Wirtschaft setzte trotz des nicht ausgeschlossenen Ausbruchs einer russischen Aggression gegen die Ukraine auf eine Verbesserung ihrer Situation – insbesondere mit Blick auf das Ende der Coronakrise. Bereits einen Monat später war diese Annahme deutlich überholt. Der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine ließ die Erwartungen drastisch einbrechen.8 Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin zeigte vor allem ab dem Halbjahr eine deutliche Reaktion auf infolge des Ukraine-Kriegs entstanden wirt-schaftspoli-tischen Unsicherheiten. So sackte der Index von durchschnittlich über 90 Punkten im zweiten Quartal auf 71,8 Punkte im Juli ab.9 Als Ergebnis der geringen Nachfrage nach - durch die Inflation verteuerten - Export-Waren aus Deutschland und hohen Importpreisen für Energie war die deutsche Handelsbilanz im Juli erstmals seit langem negativ.

Erst im November konnte das DIW-Konjunkturbarometer etwas Hoffnung durch einen leichten Anstieg verbreiten.10 Gleichwohl blieben auch zu diesem Zeitpunkt die Aussichten düster. Entscheidend für die Erholung war die inzwischen deutlich reduzierte Wahrscheinlichkeit für eine Gasmangellage in Deutschland. Darüber hinaus wirkten auch die politisch induzierten Entlastungspakete stützend.

Qualität und Umwelt

Die Voltabox AG hat ein Managementsystem nach dem Standard der ISO 9001 etabliert. Die Anforderungen an den Umwelt- und Arbeitsschutz haben wir in unser Managementsystem integriert. Diese sind somit ein fester Bestandteil des Unternehmensleitbilds. Die erfolgreiche Zertifizierung erfolgte im Geschäftsjahr 2022 auf Basis der im Rahmen der Reorganisation überarbeiteten Strukturen und Prozesse.

Sonstige Steuerungsgrößen

Zur Steuerung von Voltabox werden neben den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikator zur Steuerung bzw. Gradmesser für den planmäßigen Eintritt der Weiterentwicklung der Organisation zieht der Vorstand insbesondere die Freie Liquidität heran.

Dividendenpolitik

Der Vorstand hat eine Dividendenpolitik formuliert, die dem strategischen Unternehmensziel gerecht werden soll. Die sich weiterhin vollziehende Neuausrichtung des Unternehmens und die Überarbeitung des Geschäftsmodells lassen jedoch in der aktuellen Situation keine Definition einer langfristigen Dividendenstrategie zu. Im Berichtsjahr hat die Voltabox AG ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Entsprechend verzichten Vorstand und Aufsichtsrat auf den Vorschlag zur Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2022.

Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für Forschung & Entwicklung fielen im Geschäftsjahr 2022 nicht an (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro).

Liquidität

Die Finanzmittel haben sich zum Stichtag in Folge von im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalmaßnahmen erhöht. Die liquiden Mittel haben sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

In TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Liquide Mittel 800 410

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine Kurzarbeit genutzt. Die liquide und Refinanzierungslage der Gesellschaft hat sich nach dem Wechsel der Ankeraktionäre und damit einhergehender Zusagen der Unterstützung am Standort deutlich stabilisiert.

Die Berichte dokumentieren mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich und bilden die Basis für unternehmerische Entscheidungen.

Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro). Davon entfielen 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) auf Lohn- und Gehaltskosten, 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung.

Die finanziellen Leistungsindikatoren des Voltabox-Konzerns sind mit denen der Voltabox AG identisch.

Der Konzernumsatz bildet die Basis für unternehmerische Entscheidungen.

Die finanziellen Leistungsindikatoren des Voltabox-Konzerns sind mit denen der Voltabox AG identisch.

Anteil der bei Voltabox beschäftigten weiblichen Mitarbeiterinnen ist auf 11,5 % gestiegen (Vorjahr: 6,5 %). Mit einem Wert von 26,9 % ist zudem die Akademikerquote gesunken (Vorjahr: 30,4 %). Die Schwerbehindertenquote liegt bei 0,0 % (Vorjahr: 2,2 %). Das Durchschnittsalter beläuft sich auf 36,1 Jahre (Vorjahr: 42,9 Jahre) und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit ist auf 1,8 Jahre gesunken (Vorjahr: 3,1 Jahre).

5 Vgl. Energiekrise solidarisch bewältigen, neue Realität gestalten (sachverstaendigenrat-wirtschaft.de)

deutschen Wirtschaft. Kurz vor dem Ausbruch der Ukraine-Krise erreichte der Index mit 98,9 Punkten seinen Höchststand im laufenden Jahr.7 Die deutsche Wirtschaft setzte trotz des nicht ausgeschlossenen Ausbruchs einer russischen Aggression gegen die Ukraine auf eine Verbesserung ihrer Situation – insbesondere mit Blick auf das Ende der Coronakrise. Bereits einen Monat später war diese Annahme deutlich überholt. Der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine ließ die Erwartungen drastisch einbrechen.8 Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin zeigte vor allem ab dem Halbjahr eine deutliche Reaktion auf infolge des Ukraine-Kriegs entstanden wirt-schaftspoli-tischen Unsicherheiten. So sackte der Index von durch-schnittlich über 90 Punkten im zweiten Quartal auf 71,8 Punkte im Juli ab.9 Als Ergebnis der geringen Nachfrage nach - durch die Inflation verteuerten - Export-Waren aus Deutschland und hohen Importpreisen für Energie war die deutsche Handelsbilanz im Juli erstmals seit langem negativ.

Erst im November konnte das DIW-Konjunkturbarometer etwas Hoffnung durch einen leichten Anstieg verbreiten.10 Gleichwohl blieben auch zu diesem Zeitpunkt die Aussichten düster. Entscheidend für die Erholung war die inzwischen deutlich reduzierte Wahrscheinlichkeit für eine Gasmangellage in Deutschland. Darüber hinaus wirkten auch die politisch induzierten Entlastungspakete stützend.

deutschen Wirtschaft. Kurz vor dem Ausbruch der Ukraine-Krise erreichte der Index mit 98,9 Punkten seinen Höchststand im laufenden Jahr.7 Die deutsche Wirtschaft setzte trotz des nicht ausgeschlossenen Ausbruchs einer russischen Aggression gegen die Ukraine auf eine Verbesserung ihrer Situation – insbesondere mit Blick auf das Ende der Coronakrise. Bereits einen Monat später war diese Annahme deutlich überholt. Der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine ließ die Erwartungen drastisch einbrechen.8 Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin zeigte vor allem ab dem Halbjahr eine deutliche Reaktion auf infolge des Ukraine-Kriegs entstanden wirt-schaftspoli-tischen Unsicherheiten. So sackte der Index von durch-schnittlich über 90 Punkten im zweiten Quartal auf 71,8 Punkte im Juli ab.9 Als Ergebnis der geringen Nachfrage nach - durch die Inflation verteuerten - Export-Waren aus Deutschland und hohen Importpreisen für Energie war die deutsche Handelsbilanz im Juli erstmals seit langem negativ.

Marktentwicklung 2022

Für das Jahr 2022 wurde für den gesamten Lithium-Ionen-Batteriemarkt ein ungebremst steiles Wachstum prognostiziert. Der Branchenverband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI registrierte im Berichtsjahr ein Wachstum von 3,4 %. Die Voltabox AG erhielt im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung ein ausführliches Reporting.

Bei hoher Kapazitätsauslastung insbesondere der verarbeitenden Industrie manifestierte sich im zweiten Halbjahr der Eindruck, dass die Auftragseingänge stagnieren oder sogar rückläufig sind. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex bestätigte diese Entwicklung.11 Nach zuvor sechs Rückgängen in Folge stieg der Index im Schlussmonat Dezember wieder an und deutete auf eine verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft hin. Unter dem Strich zeigt die Entwicklung der deutschen Wirtschaft aber, dass sie krisenresistent ist. Die befürchtete Winterrezession ist ausgeblieben.12

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartete in seinem World Economic Outlook von Januar 2023 für das vergangene Jahr ein globales Wachstum von 3,4 %. Das preisbereinigte Wachstum für Deutschland wird für 2022 mit 1,9 % angegeben.13 Demnach konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht nur gut gegen global wirkende Faktoren behaupten, sondern auch spezifischen nationalen Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel trotzen. (Entwicklung des BIP zum Vorquartal, preis-, saison- und kalenderbereinigt: Q1 0,8 %; Q2 0,1 %; Q3: 0,5 %; Q4: -0,4 %)14.

Dabei hätte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2022 noch besser entwickeln können, wenn neben dem Krieg in der Ukraine und der Anhebung der Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation nicht auch die abrupte Aufhebung der Zero-Covid-Restriktionen in China und die daraus resultierende schlagartige Erhöhung der Corona-Fallzahlen in der Volksrepublik dämpfend auf die Wirtschaftstätigkeit gewirkt hätten. Letzteres sei aber gleichzeitig ausschlaggebend dafür, dass die Erholung global nunmehr rascher einsetzen könne.6# Geschäftsbericht 2022

Als Belastungsfaktor wirkte die globale Produktionsplus von rund vier Prozent und sprach von ifo-Geschäftsklimaindex noch eine gute Stimmung in der Wirtschaftsleistung auf die exportorientierte deutsche einem „starken Jahr für die deutsche Elektro- und Digi- 6 https://www.imf.org/-/media/Files/Publications/WEO/2023/Update/January/English/text.ashx 7 ifo Geschäftsklimaindex steigt trotz Ukrainekrise (Februar 2022) | Fakten | ifo Institut 8 Krieg in der Ukraine lässt ifo Geschäftsklimaindex abstürzen (März 2022) | Fakten | ifo Institut 9 DIW Berlin: DIW-Konjunkturbarometer Juli: Deutsche Wirtschaft weiter mit viel Gegenwind 10 DIW Berlin: DIW-Konjunkturbarometer November: Aussichten trotz leichter Erholung weiterhin trüb 11 ifo Geschäftsklimaindex gestiegen (Dezember 2022) | Fakten | ifo Institut 12 DIW Berlin: DIW-Konjunkturbarometer Januar: Deutsche Wirtschaft kommt kurzfristig mit blauem Auge davon 13 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen - Statistisches Bundesamt (destatis.de) 14 Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de) 35 Geschäftsbericht 2022

talindustrie“. Während die nominalen Erlöse um zwölf zen und Handelskonflikte sorgen also auch indirekt für mit den Batteriesystemen hinter den Möglichkeiten 15 Prozent auf einen Rekordwert gestiegen seien, hätte eine höhere Nachfrage nach Elektrofahrzeugen – sowohl zurück, die auf Basis der vorliegenden Kundenbestel- der Bereich Batterien maßgeblich zu diesem Wachstum bei Privatverbrauchern als auch seitens der Industrie. lungen hätten realisiert werden können. Der Vorstand beigetragen. Die Produktgruppe zählt zu den Bereichen konnte jedoch im Geschäftsjahr durch die hohe Aus- Geschäftsverlauf mit den höchsten Zuwächsen. Hier stiegen die Erlöse lastung der GreenCluster GmbH im Bereich Installa- um rund 14 % an. Gemäß der Studie „Battery Monitor tion und Handel davon ausgehen, die Prognoseziele 2022“16, die in gemeinsam von der RWTH Aachen und der Das Geschäftsjahr von Voltabox ist im Wesentlichen zu erreichen, und hat daher keine Anpassung der Beratungsgesellschaft Roland Berger erstellt worden ist, entsprechend den Erwartungen des Vorstands ver- Prognose vornehmen müssen. beläuft sich die Nachfrage nach Lithium-Batterien für laufen. Der Umsatz in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: „Commercial Vehicles“ im Jahr 2022 auf rund 38 GWh. 3,5 Mio. Euro) setzt sich vor allem aus Erträgen durch Der prognostizierte Umsatz von rund 2,5 Mio. Euro erbrachte Serviceleistungen, den Verkauf von Batte- und das EBITDA von rund -2,5 Mio. Euro sind zwar Noch im Jahr 2020 betrug die Nachfrage gemäß den riesystemen sowie Erlösen aus dem Handel und der entsprechend den Erwartungen eingetreten, das Ge- herangezogenen Quellen bestehend aus Daten von IHS Installation von Photovoltaik-Modulen über die neu schäftsergebnis setzt sich infolge der beschriebenen Markit sowie qualitativen Feldinterviews mit Marktteil- gegründete Tochtergesellschaft GreenCluster zusam- Entwicklungen jedoch anders zusammen als bei der nehmern rund 22 GWh. Das gesamte globale Nachfrage- men. Prognoseaufstellung angenommen. Der freie Cashflow volumen, d.h. auch für Pkw sowie Stationärspeicher, von weniger als -2,5 Mio. Euro konnte nicht realisiert beläuft sich demnach in 2022 auf 657 GWh (nach 254 GWh Die Realisierung von Umsätzen beschränkte sich dabei werden. im Jahr 2020). Gemäß dem Marktforschungsinstitut Prece- vor allem auf das vierte Quartal 2022. Die Tochter- dence Research betrug der globale Markt für Lithium-Io- gesellschaft GreenCluster hat nach einem wenige Der Umsatz wies einen Rückgang von 14,5 % zum Vor- nen-Batterien im Jahr 2021 rund 58,6 Mrd. US-Dollar. Das 17 durchschnittliche jährliche Wachstum bis 2030 beläuft jahr auf. Das EBIT des Voltabox-Konzerns betrug -3,9 Wochen dauernden Aufbau von Strukturen und Pro- Mio. Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro), was einer EBIT- zessen, bspw. im Bereich des Einkaufs, der Verwaltung Marge von -130,6 % (Vorjahr: -285,7 %) entspricht. oder der Montage-Teams, zügig erste Umsätze erzielt. Das EBITDA des Konzerns betrug -2,3 Mio. Euro (Vor-
jahr: -3,7 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBITDA-Mar-
ge von -77,1 % (Vorjahr: -105,7 %).

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf des Voltabox-Konzernswar im
Berichtsjahr noch erheblich von der Produktionsverlage-
rung und langen Zulaufzeiten von Produktionsmaterial
geprägt.
Die Kriegsgeschehnisse in der Ukraine, Inflationstenden-

15 Elektro- und Digitalindustrie startet zuversichtlich ins neue Jahr - zvei.org
16 https://www.rolandberger.com/en/Insights/Publications/Battery-Monitor-2022-Technology-and-sustainability-in-the-battery-market.html
17 https://www.altenergymag.com/news/2022/11/01/lithium-ion-battery-market-growing-demand-globally/38477/
18 https://about.bnef.com/electric-vehicle-outlook/

36 Geschäftsbericht 2022

Die Gesellschaft hat zum Ende des Jahres 2021 die AG und des Voltabox-Konzerns erhöhen. Im Rahmen einhergehenden, rückläufigen Geschäftsaktivitäten Produktion vom ehemaligen Unternehmenssitz Del- dieser Kapitalerhöhungen wurde das Grundkapital der sind die umsatzbezogenen Kosten, insbesondere brück nach Freiberg, Sachsen, verlagert und dort in einer Voltabox AG durch Ausgabe von 1.582.500 bzw. 1.740.749 der Materialaufwand, ebenfalls rückläufig. hochmodernen Batterieproduktionsanlage in Zusammen- neuen Stammaktien unter Nutzung des Genehmigten Infolge der Reorganisation des Konzerns sind die arbeit mit einem Fertigungspartner wieder aufgebaut. Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Entwicklungsaktivitäten eingestellt worden bzw. werden
Die Verlagerung und die Wiederinbetriebnahme haben Altaktionäre erhöht. Die neuen Aktien wurden zu einem in reduziertem Umfang über einen Kooperationspartner anstatt der ursprünglich angenommenen 6 Monate rund Ausgabebetrag von 1,00 Euro je Aktie zzgl. eines Agios fortgeführt. Die Materialeinsatzquote (ermittelt 10 Monate in Anspruch genommen. ausgegeben. Die Eintragung der ersten Kapitalmaßnah- aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz
Gleichzeitig realisierte ein Projektteam die Gründung der me in das Handelsregister erfolgte am 28.04.2022. Die und Bestandsveränderung) hat sich auf 76,6 % zweite Kapitalerhöhung ist nach dem Bilanzstichtag am (Vorjahr: 93,9 %) verbessert. Damit ergibt sich für das GreenCluster GmbH und realisierte den damit verbun- 15.02.2023 in das Handelsregister eingetragen worden, Geschäftsjahr 2022 – unter Nicht-Berücksichtigung denen Einstieg in das Geschäft mit Photovoltaik-Lösun- sodass im Abschluss des Berichtsjahres ein Sonderpos- der sonstigen betrieblichen Erträge – ein Rohertrag gen. Die Auslegung und Installation sowie der Handel ten im Eigenkapital in Höhe von 1,9 Mio. Euro gebildet in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro), was mit Photovoltaik-Modulen stellte sich unmittelbar nach wurde (Zur Durchführung der beschlossenen Kapital- einer Rohertragsmarge von 24,9 % entspricht (Vorjahr: Markteintritt und dem Start der Vertriebsaktivitäten als erhöhung geleistete Einlage). 11,0 %). Der Personalaufwand ist durch den planmäßigen sehr dynamisch und umsatzstark dar. Entsprechende Personalabbau um 59,3 % auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr:
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Fachkräfte und eine erhebliche Anzahl von Neukunden 2,8 Mio. Euro) gesunken. Aufgrund der nur leicht
konnten gewonnen werden. rückläufigen Umsatzentwicklung verringerte sich die
Ertragslage des Voltabox-Konzerns Personalaufwandsquote auf 33,8 % (Vorjahr: 80,2 %). Die
Der Voltabox-Konzern hat mit einem Umsatzrückgang
sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben leicht
verringert bei 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro). Es
fielen keine Wertminderungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte an (Vorjahr: 3,0 Mio.
Euro). Wertminderungen auf Finanzanlagen in Höhe von
1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) beziehen sich auf
die Beteiligung an der ForkOn und sind aufgrund der
fehlenden Werthaltigkeit abgewertet worden.
Insgesamt wurden daher erstmals im vierten Quartal
2022 vollständig Synergieeffekte aus der Kombination
des Kerngeschäfts Batteriesysteme und der GreenCluster
GmbH erzielt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Voltabox-Konzern hat mit einem Umsatzrückgang von -14,5 % auf rund 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) die zuletzt negative Umsatzentwicklung fortgesetzt. Die als finanzieller Leistungsindikator definierte Kenngröße EBITDA beträgt im Berichtsjahr -2,3 Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro). Die ursprüngliche Prognose vom 28. April 2022 mit einem Umsatz von 2,5 Mio. Euro und einem EBITDA von -2,5 Mio. Euro konnte gleichwohl übertroffen werden. In der Folge stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -2,3 Mio.

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Voltabox-Konzernswar im Berichtsjahr noch erheblich von der Produktionsverlagerung und langen Zulaufzeiten von Produktionsmaterial geprägt. Die Kriegsgeschehnisse in der Ukraine, Inflationstendenzen und Handelskonflikte sorgen also auch indirekt für eine höhere Nachfrage nach Elektrofahrzeugen – sowohl bei Privatverbrauchern als auch seitens der Industrie.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr von Voltabox ist im Wesentlichen entsprechend den Erwartungen des Vorstands verlaufen. Der Umsatz in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) setzt sich vor allem aus Erträgen durch erbrachte Serviceleistungen, den Verkauf von Batteriesystemen sowie Erlösen aus dem Handel und der Installation von Photovoltaik-Modulen über die neu gegründete Tochtergesellschaft GreenCluster zusammen.

Die Realisierung von Umsätzen beschränkte sich dabei vor allem auf das vierte Quartal 2022. Die Tochtergesellschaft GreenCluster hat nach einem wenige Wochen dauernden Aufbau von Strukturen und Prozessen, bspw. im Bereich des Einkaufs, der Verwaltung oder der Montage-Teams, zügig erste Umsätze erzielt.

Der Umsatz wies einen Rückgang von 14,5 % zum Vorjahr auf. Das EBIT des Voltabox-Konzerns betrug -3,9 Mio. Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro), was einer EBIT- Marge von -130,6 % (Vorjahr: -285,7 %) entspricht. Das EBITDA des Konzerns betrug -2,3 Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBITDA-Mar- ge von -77,1 % (Vorjahr: -105,7 %).

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Voltabox-Konzernswar im Berichtsjahr noch erheblich von der Produktionsverlagerung und langen Zulaufzeiten von Produktionsmaterial geprägt. Die Kriegsgeschehnisse in der Ukraine, Inflationstendenzen und Handelskonflikte sorgen also auch indirekt für eine höhere Nachfrage nach Elektrofahrzeugen – sowohl bei Privatverbrauchern als auch seitens der Industrie.

Der Bereich Batterien

Gemäß der Studie „Battery Monitor 2022“16, die in gemeinsam von der RWTH Aachen und der Beratungsgesellschaft Roland Berger erstellt worden ist, beläuft sich die Nachfrage nach Lithium-Batterien für „Commercial Vehicles“ im Jahr 2022 auf rund 38 GWh. Noch im Jahr 2020 betrug die Nachfrage gemäß den herangezogenen Quellen bestehend aus Daten von IHS Markit sowie qualitativen Feldinterviews mit Marktteilnehmern rund 22 GWh. Das gesamte globale Nachfragevolumen, d.h. auch für Pkw sowie Stationärspeicher, beläuft sich demnach in 2022 auf 657 GWh (nach 254 GWh im Jahr 2020). Gemäß dem Marktforschungsinstitut Precedence Research betrug der globale Markt für Lithium-Ionen-Batterien im Jahr 2021 rund 58,6 Mrd. US-Dollar. Das durchschnittliche jährliche Wachstum bis 2030 beläuft sich demnach auf 18,9 %.

Das Marktforschungsunternehmen BloombergNEF18 sieht in den steigenden Kosten für die in den Batterien verwendeten Rohmaterialien keinen Grund, um die prognostizierte dynamische Entwicklung des Batteriemarktes zu verändern. So würden einige der Faktoren, die die Teuerung im Bereich der Rohmaterialien für Batterien befeuern, auch zu Preisspiralen bei Benzin und Diesel führen.

Die Gesellschaft hat zum Ende des Jahres 2021 die Produktion vom ehemaligen Unternehmenssitz Delbrück nach Freiberg, Sachsen, verlagert und dort in einer hochmodernen Batterieproduktionsanlage in Zusammenarbeit mit einem Fertigungspartner wieder aufgebaut. Die Verlagerung und die Wiederinbetriebnahme haben anstatt der ursprünglich angenommenen 6 Monate 10 Monate in Anspruch genommen.

Gleichzeitig realisierte ein Projektteam die Gründung der GreenCluster GmbH und realisierte den damit verbundenen Einstieg in das Geschäft mit Photovoltaik-Lösungen. Die Auslegung und Installation sowie der Handel mit Photovoltaik-Modulen stellte sich unmittelbar nach Markteintritt und dem Start der Vertriebsaktivitäten als sehr dynamisch und umsatzstark dar. Entsprechende Fachkräfte und eine erhebliche Anzahl von Neukunden konnten gewonnen werden.

Der Vorstand ist zum Zeitpunkt der Aufstellung der Prognose noch davon ausgegangen, dass der Produktionsanlauf des Kerngeschäfts Batteriesysteme bereits zu Beginn des 2. Halbjahres erfolgen wird. Die tatsächliche Produktionsbeginn hat sich jedoch durch lange Lieferzeiten bei verschiedensten Produktionsmaterialien erheblich verzögert. Diese Entwicklung konnte durch die Gründung und den sehr schnellen Markteintritt der GreenCluster GmbH spürbar kompensiert werden. Faktisch blieb daher das Geschäft mit den Batteriesystemen hinter den Möglichkeiten zurück, die auf Basis der vorliegenden Kundenbestellungen hätten realisiert werden können. Der Vorstand konnte jedoch im Geschäftsjahr durch die hohe Auslastung der GreenCluster GmbH im Bereich Installation und Handel davon ausgehen, die Prognoseziele zu erreichen, und hat daher keine Anpassung der Prognose vornehmen müssen.

Geschäftsjahr 2022

Das Geschäftsjahr von Voltabox ist im Wesentlichen entsprechend den Erwartungen des Vorstands verlaufen. Der Umsatz in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) setzt sich vor allem aus Erträgen durch erbrachte Serviceleistungen, den Verkauf von Batteriesystemen sowie Erlösen aus dem Handel und der Installation von Photovoltaik-Modulen über die neu gegründete Tochtergesellschaft GreenCluster zusammen.

Die Realisierung von Umsätzen beschränkte sich dabei vor allem auf das vierte Quartal 2022. Die Tochtergesellschaft GreenCluster hat nach einem wenige Wochen dauernden Aufbau von Strukturen und Prozessen, bspw. im Bereich des Einkaufs, der Verwaltung oder der Montage-Teams, zügig erste Umsätze erzielt.

Der Umsatz wies einen Rückgang von 14,5 % zum Vorjahr auf. Das EBIT des Voltabox-Konzerns betrug -3,9 Mio. Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von -130,6 % (Vorjahr: -285,7 %) entspricht. Das EBITDA des Konzerns betrug -2,3 Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von -77,1 % (Vorjahr: -105,7 %).

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Voltabox-Konzern hat mit einem Umsatzrückgang von -14,5 % auf rund 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) die zuletzt negative Umsatzentwicklung fortgesetzt. Die als finanzieller Leistungsindikator definierte Kenngröße EBITDA beträgt im Berichtsjahr -2,3 Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro). Die ursprüngliche Prognose vom 28. April 2022 mit einem Umsatz von 2,5 Mio. Euro und einem EBITDA von -2,5 Mio. Euro konnte gleichwohl übertroffen werden. In der Folge stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -2,3 Mio. Euro.

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat zum Ende des Jahres 2021 die Produktion vom ehemaligen Unternehmenssitz Delbrück nach Freiberg, Sachsen, verlagert und dort in einer hochmodernen Batterieproduktionsanlage in Zusammenarbeit mit einem Fertigungspartner wieder aufgebaut. Die Verlagerung und die Wiederinbetriebnahme haben anstatt der ursprünglich angenommenen 6 Monate 10 Monate in Anspruch genommen.

Gleichzeitig realisierte ein Projektteam die Gründung der GreenCluster GmbH und realisierte den damit verbundenen Einstieg in das Geschäft mit Photovoltaik-Lösungen. Die Auslegung und Installation sowie der Handel mit Photovoltaik-Modulen stellte sich unmittelbar nach Markteintritt und dem Start der Vertriebsaktivitäten als sehr dynamisch und umsatzstark dar. Entsprechende Fachkräfte und eine erhebliche Anzahl von Neukunden konnten gewonnen werden.

Der Vorstand ist zum Zeitpunkt der Aufstellung der Prognose noch davon ausgegangen, dass der Produktionsanlauf des Kerngeschäfts Batteriesysteme bereits zu Beginn des 2. Halbjahres erfolgen wird. Die tatsächliche Produktionsbeginn hat sich jedoch durch lange Lieferzeiten bei verschiedensten Produktionsmaterialien erheblich verzögert. Diese Entwicklung konnte durch die Gründung und den sehr schnellen Markteintritt der GreenCluster GmbH spürbar kompensiert werden. Faktisch blieb daher das Geschäft mit den Batteriesystemen hinter den Möglichkeiten zurück, die auf Basis der vorliegenden Kundenbestellungen hätten realisiert werden können. Der Vorstand konnte jedoch im Geschäftsjahr durch die hohe Auslastung der GreenCluster GmbH im Bereich Installation und Handel davon ausgehen, die Prognoseziele zu erreichen, und hat daher keine Anpassung der Prognose vornehmen müssen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Ertragslage des Voltabox-Konzerns

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat zum Ende des Jahres 2021 die Produktion vom ehemaligen Unternehmenssitz Delbrück nach Freiberg, Sachsen, verlagert und dort in einer hochmodernen Batterieproduktionsanlage in Zusammenarbeit mit einem Fertigungspartner wieder aufgebaut. Die Verlagerung und die Wiederinbetriebnahme haben anstatt der ursprünglich angenommenen 6 Monate 10 Monate in Anspruch genommen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Gesellschaft hat zum Ende des Jahres 2021 die Produktion vom ehemaligen Unternehmenssitz Delbrück nach Freiberg, Sachsen, verlagert und dort in einer hochmodernen Batterieproduktionsanlage in Zusammenarbeit mit einem Fertigungspartner wieder aufgebaut. Die Verlagerung und die Wiederinbetriebnahme haben anstatt der ursprünglich angenommenen 6 Monate 10 Monate in Anspruch genommen.

Der Voltabox-Konzern hat mit einem Umsatzrückgang von -14,5 % auf rund 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) die zuletzt negative Umsatzentwicklung fortgesetzt. Die als finanzieller Leistungsindikator definierte Kenngröße EBITDA beträgt im Berichtsjahr -2,3 Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro). Die ursprüngliche Prognose vom 28. April 2022 mit einem Umsatz von 2,5 Mio. Euro und einem EBITDA von -2,5 Mio. Euro konnte gleichwohl übertroffen werden. In der Folge stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -2,3 Mio. Euro.

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Ertragslage des Voltabox-Konzerns
Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Der Voltabox-Konzern hat mit einem Umsatzrückgang von -14,5 % auf rund 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) die zuletzt negative Umsatzentwicklung fortgesetzt. Die als finanzieller Leistungsindikator definierte Kenngröße EBITDA beträgt im Berichtsjahr -2,3 Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro). Die ursprüngliche Prognose vom 28. April 2022 mit einem Umsatz von 2,5 Mio. Euro und einem EBITDA von -2,5 Mio. Euro konnte gleichwohl übertroffen werden. In der Folge stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -2,3 Mio. Euro.

Ertragslage des Voltabox-Konzerns
Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Gleichzeitig realisierte ein Projektteam die Gründung der GreenCluster GmbH und realisierte den damit verbundenen# Geschäftsbericht 2022

Konzernergebnis

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro). Dies ergibt sich im Wesentlichen aus Personaldienstleistungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro).

Nach planmäßigen Abschreibungen von 0,3 Mio. Euro, einer Steuererstattung von 0,2 Mio. Euro und der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -3,9 Mio. Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend auf -130,6 % (Vorjahr: -285,7 %).

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von -4,0 Mio. Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro). So erwirtschaftete der Voltabox-Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von -4,0 Mio. Euro (Vorjahr: -12,8 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie i.H.v. -0,23 Euro.

Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) bestehen ausschließlich aus den langfristigen Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen.

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich auf 4,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 4,0 Mio. Euro). Der Saldo beinhaltet im Wesentlichen sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten von 2,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,1 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen reduzierten sich auf 1,0 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,8 Mio. Euro) und die kurzfristigen Leasing-Verbindlichkeiten auf 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,3 Mio. Euro).

Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,7 Mio. Euro), was aus dem Konzernergebnis sowie den durchgeführten Kapitalerhöhungen des Berichtsjahres 2022 resultiert.

Finanzlage des Voltabox-Konzerns

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtszeitraum auf -2,7 Mio. Euro (Vorjahr: -8,2 Mio. Euro) erhöht. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro). Die Auszahlungen für das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) bilden die CAPEX-Investitionen von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) ab.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich infolge der durchgeführten Kapitalerhöhung auf 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: -3,6 Mio. Euro).

Entsprechend ergibt sich ein Free Cashflow von -3,0 Mio. Euro (Vorjahr: -8,7 Mio. Euro). Damit hat die Gesellschaft die ursprünglich ausgegebene Prognose des Free Cashflow, der mit weniger als -2,5 Mio. Euro erwartet wurde, nicht erreicht.

Vermögenslage des Voltabox-Konzerns

Der Finanzmittelbestand stieg zum Bilanzstichtag auf 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) an.

Die Vermögenswerte des Voltabox-Konzerns sind zum Bilanzstichtag hauptsächlich aufgrund des Vorratsaufbaus auf 6,6 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 5,7 Mio. Euro) gestiegen. Die langfristigen Vermögenswerte sanken im Wesentlichen durch die Abwertung der Finanzanlagen auf 1,0 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,6 Mio. Euro). Dabei haben sich die Sachanlagen durch Investitionen auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro) erhöht. Die Finanzanlagen belaufen sich auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,4 Mio. Euro) und betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an der ForkOn GmbH.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen auf 5,6 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 4,1 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der flüssigen Mittel zurückzuführen. Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,4 Mio. Euro). Die Vorräte wurden auf 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,1 Mio. Euro) aufgebaut. Der Wert der Vorräte bezieht sich ausschließlich auf die neugegründete GreenCluster GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gleichzeitig auf 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen haben sich hingegen auf 0,0 Mio. Euro reduziert (31. Dezember 2021: 1,0 Mio. Euro). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 2,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,4 Mio. Euro) und enthalten im Wesentlichen Forderungen aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 1,9 Mio. Euro.

Entsprechend ergibt sich ein Free Cashflow von -3,0 Mio. Euro (Vorjahr: -8,7 Mio. Euro). Damit hat die Gesellschaft die ursprünglich ausgegebene Prognose des Free Cashflow, der mit weniger als -2,5 Mio. Euro erwartet wurde, nicht erreicht.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Voltabox-Konzerns

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Voltabox-Konzerns stand im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zeichen der strategischen Neuausrichtung der Gesellschaft. So hat sich das Umsatzniveau des Unternehmens im Berichtsjahr leicht reduziert. Trotz der damit einhergehenden, deutlichen Anpassung der Fixkosten-Faktoren wie bspw. Personalkosten konnte der Geschäftsbetrieb folglich nicht kostendeckend geführt werden. Die Vermögens- und Finanzlage hat sich durch die angepasste Kostenstruktur, den Produktionsanlauf des Kerngeschäfts und die Kapitalerhöhung verbessert.

Die Ertragslage ist weiterhin defizitär. Gleichzeitig ist der Konzern infolge der neugegründeten Gesellschaft gewachsen. Die Vermögenslage war im Berichtsjahr insbesondere durch den Aufbau von Working Capital und durch Kapitalerhöhungen geprägt – aber auch durch die Zuführung sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten.

Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 26,2 % (31. Dezember 2021: 30,0 %).

Ertragslage der Voltabox AG (Einzelabschluss)

Die Voltabox AG musste mit einer Umsatzverringerung von 62,3 % im Einzelabschluss auf rund 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) einen deutlichen Rückgang der Erlöse registrieren. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich auf 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,2 Mio. Euro). Die EBIT-Marge hat sich, beeinflusst im Wesentlichen durch die angepasste Kostenstruktur, trotz des niedrigen Umsatzniveaus auf -165,1 % (Vorjahr: -249,1 %) erheblich verbessert.

Der Materialaufwand sank um 67,1 % auf 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Rohergebnis in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 72,6 % entspricht (Vorjahr: 196,8 %).

Der Personalaufwand sank vor allem durch die deutliche geplante Reduktion innerhalb der Personalstruktur um 82,6 % auf 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote verbesserte sich entsprechend und beträgt 35,6 % (Vorjahr: 77,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro).

Vor stark verringerten planmäßigen Abschreibungen von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) und außerplanmäßigen Wertminderungen von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 10,1 Mio. Euro) verringerten sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 von historischem Kerngeschäft und neugeschaffenen Be- auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro). Dies ergibt reichen realisiert. sich im Wesentlichen aus Personaldienstleistungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro) stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -3,9 Mio. Euro Voltabox AG und des Konzerns stellten die im Geschäfts- Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich jahr 2022 durchgeführten Kapitalerhöhungen dar, welche die finanzielle Solidität und Bilanzqualität der Voltabox entsprechend auf -130,6 % (Vorjahr: -285,7 %). 37 Geschäftsbericht 2022 Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses ergibt Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,4 Mio. Euro) und enthalten Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von -4,0 Mio. im Wesentlichen Forderungen aus der Kapitalerhöhung in infolge der durchgeführten Kapitalerhöhung auf 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro). So erwirtschaftete Höhe von 1,9 Mio. Euro. Euro (Vorjahr: -3,6 Mio. Euro). der Voltabox-Konzern im Berichtszeitraum ein Entsprechend ergibt sich ein Free Cashflow von -3,0 Mio. Konzernergebnis in Höhe von -4,0 Mio. Euro (Vorjahr: Euro (Vorjahr: -8,7 Mio. Euro). Damit hat die Gesellschaft -12,8 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie i.H.v. die ursprünglich ausgegebene Prognose des Free von -0,23 Euro. Cashflow, der mit weniger als -2,5 Mio. Euro erwartet wurde, nicht erreicht. Vermögenslage des Voltabox-Konzerns Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten Der Finanzmittelbestand stieg zum Bilanzstichtag auf 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,4 Mio. Euro) an. Die Vermögenswerte des Voltabox-Konzerns sind zum Bilanzstichtag hauptsächlich aufgrund des Vorratsaufbaus Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf 6,6 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 5,7 Mio. Euro) gestie- des Voltabox-Konzerns gen. Die langfristigen Vermögenswerte sanken im Wesent- lichen durch die Abwertung der Finanzanlagen auf 1,0 Mio. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abge- Euro (31. Dezember 2021: 1,6 Mio. Euro). Dabei haben sich laufenen Geschäftsjahr im Zeichen der strategischen Neu- die Sachanlagen durch Investitionen auf 0,5 Mio. Euro (31. ausrichtung der Gesellschaft. So hat sich das Umsatzni- Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro) erhöht. Die Finanzanlagen veau des Unternehmens im Berichtsjahr leicht reduziert. belaufen sich auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,4 Mio. Trotz der damit einhergehenden, deutlichen Anpassung der Euro) und betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an Fixkosten-Faktoren wie bspw. Personalkosten konnte der der ForkOn GmbH. Geschäftsbetrieb folglich nicht kostendeckend geführt werden. Die Vermögens- und Finanzlage hat sich durch Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen auf 5,6 Mio. die angepasste Kostenstruktur, den Produktionsanlauf Euro (31. Dezember 2021: 4,1 Mio. Euro). Dies ist im Wesent- des Kerngeschäfts und die Kapitalerhöhung verbessert. lichen auf die Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Finanzlage des Voltabox-Konzerns Lieferungen und Leistungen sowie der flüssigen Mittel des Kerngeschäfts und die Kapitalerhöhung zurückzuführen. Die liquiden Mittel betrugen zum Ende Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hat des Geschäftsjahres 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: sich im Berichtszeitraum auf -2,7 Mio. Euro (Vorjahr: -8,2 0,4 Mio. Euro). Die Vorräte wurden auf 0,8 Mio. Euro (31. Mio. Euro) erhöht. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit Dezember 2021: 0,1 Mio. Euro) aufgebaut. Der Wert der belief sich auf -0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro). Die Vorräte bezieht sich ausschließlich auf die neugegründete Auszahlungen für das Sachanlagevermögen in Höhe von GreenCluster GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) und in immaterielle Leistungen erhöhten sich gleichzeitig auf 1,7 Mio. Euro (31. Vermögenswerte in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber Mio. Euro) bilden die CAPEX-Investitionen von 0,3 Mio. nahestehenden Unternehmen haben sich hingegen auf Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) ab. 0,0 Mio. Euro reduziert (31. Dezember 2021: 1,0 Mio. Euro). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 2,3 Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,4 Mio. Euro) und enthalten infolge der durchgeführten Kapitalerhöhung auf 3,4 Mio. im Wesentlichen Forderungen aus der Kapitalerhöhung in Euro (Vorjahr: -3,6 Mio. Euro). Höhe von 1,9 Mio. Euro. Entsprechend ergibt sich ein Free Cashflow von -3,0 Mio. Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten Euro (Vorjahr: -8,7 Mio. Euro). Damit hat die Gesellschaft in Höhe von 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) die ursprünglich ausgegebene Prognose des Free bestehen ausschließlich aus den lang- Cashflow, der mit weniger als -2,5 Mio. Euro erwartet fristigen Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen wurde, nicht erreicht. (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro). Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Vermögenswerte des Voltabox-Konzerns sind zum erhöhten sich auf 4,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 4,0 Mio. Bilanzstichtag hauptsächlich aufgrund des Vorratsaufbaus Euro). Der Saldo beinhaltet im Wesentlichen sonstige kurz- auf 6,6 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 5,7 Mio. Euro) gestie- fristige Verbindlichkeiten von 2,7 Mio. Euro (31. Dezember gen. Die langfristigen Vermögenswerte sanken im Wesent- 2021: 1,1 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferung lichen durch die Abwertung der Finanzanlagen auf 1,0 Mio. und Leistungen reduzierten sich auf 1,0 Mio. Euro (31. De- Euro (31. Dezember 2021: 1,6 Mio. Euro). Dabei haben sich zember 2021: 1,8 Mio. Euro) und die kurzfristigen Leasing- die Sachanlagen durch Investitionen auf 0,5 Mio. Euro (31. Verbindlichkeiten auf 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,3 Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro) erhöht. Die Finanzanlagen Mio. Euro). belaufen sich auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,4 Mio. Euro) und betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns beträgt zum der ForkOn GmbH. Bilanzstichtag unverändert 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,7 Mio. Euro), was aus dem Konzernergebnis sowie Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen auf 5,6 Mio. den durchgeführten Kapitalerhöhungen des Berichtsjahres Euro (31. Dezember 2021: 4,1 Mio. Euro). Dies ist im Wesent- 2022 resultiert. lichen auf die Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der flüssigen Mittel des Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 26,2 % (31. Dezember 2021: 30,0 %). Kerngeschäfts und die Kapitalerhöhung zurückzuführen. Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,4 Mio. Euro). Die Vorräte wurden auf 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,1 Mio. Euro) aufgebaut. Der Wert der Vorräte bezieht sich ausschließlich auf die neugegründete GreenCluster GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gleichzeitig auf 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen haben sich hingegen auf 0,0 Mio. Euro reduziert (31. Dezember 2021: 1,0 Mio. Euro). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 2,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,4 Mio. Euro) und enthalten im Wesentlichen Forderungen aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 1,9 Mio. Euro.

Vermögenslage der Voltabox AG

Die Vermögenswerte der Voltabox AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch die Zunahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,5 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2021: 5,1 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 0,8 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,4 Mio. Euro). Während die immateriellen Vermögensgegenstände unwesentlich auf 0,03 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) und die Sachanlagen auf 0,05 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,01 Mio. Euro) anstiegen, wurden die Finanzanlagen auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,4 Mio. Euro) abgewertet.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 1,3 Mio. Euro auf 5,0 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 3,7 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf den Aufbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) sowie den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,2 Mio. Euro) zurückzuführen. Die flüssigen Mittel betragen nunmehr 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,4 Mio. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind leicht auf 2,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,2 Mio. Euro) angewachsen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Bilanzstichtag komplett entfallen (31. Dezember 2021: 0,01 Mio. Euro).

Finanzlage der Voltabox AG

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum leicht auf -3,6 Mio. Euro (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtszeitraum auf -0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) gesunken. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten betrug im Berichtsjahr 4,0 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro).

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Voltabox AG

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abge-
laufenen Geschäftsjahr unter dem Eindruck des erfolg-
reichen Neustart der Voltabox AG. Die Fixkosten konnten
durch die Verzögerungen im Bereich der Produktion von
Batteriesystemen nicht ausreichend gedeckt, aber gleich-
zeitig durch die Gründung der GreenCluster GmbH in
Teilen kompensiert werden. Die Finanzlage ist infolge der
gegründeten Gesellschaften sowie der Kapitalerhöhung
besser als im Vorjahr.
Die Ertragslage ist weiterhin defizitär.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro). Dies ergibt sich im Wesentlichen aus Personaldienstleistungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro).

Nach planmäßigen Abschreibungen von 0,3 Mio. Euro, einer Steuererstattung von 0,2 Mio. Euro und der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -3,9 Mio. Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend auf -130,6 % (Vorjahr: -285,7 %).

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von -4,0 Mio. Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro). So erwirtschaftete der Voltabox-Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von -4,0 Mio. Euro (Vorjahr: -12,8 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie i.H.v. -0,23 Euro.

Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) bestehen ausschließlich aus den langfristigen Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen.

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich auf 4,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 4,0 Mio. Euro). Der Saldo beinhaltet im Wesentlichen sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten von 2,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,1 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen reduzierten sich auf 1,0 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,8 Mio. Euro) und die kurzfristigen Leasing-Verbindlichkeiten auf 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,3 Mio. Euro).

Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,7 Mio. Euro), was aus dem Konzernergebnis sowie den durchgeführten Kapitalerhöhungen des Berichtsjahres 2022 resultiert.

Finanzlage des Voltabox-Konzerns

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtszeitraum auf -2,7 Mio. Euro (Vorjahr: -8,2 Mio. Euro) erhöht. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro). Die Auszahlungen für das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) bilden die CAPEX-Investitionen von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) ab.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich infolge der durchgeführten Kapitalerhöhung auf 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: -3,6 Mio. Euro).

Vermögenslage des Voltabox-Konzerns

Der Finanzmittelbestand stieg zum Bilanzstichtag auf 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) an.

Die Vermögenswerte des Voltabox-Konzerns sind zum Bilanzstichtag hauptsächlich aufgrund des Vorratsaufbaus auf 6,6 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 5,7 Mio. Euro) gestiegen. Die langfristigen Vermögenswerte sanken im Wesentlichen durch die Abwertung der Finanzanlagen auf 1,0 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,6 Mio. Euro). Dabei haben sich die Sachanlagen durch Investitionen auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro) erhöht. Die Finanzanlagen belaufen sich auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,4 Mio. Euro) und betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an der ForkOn GmbH.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen auf 5,6 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 4,1 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der flüssigen Mittel zurückzuführen. Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,4 Mio. Euro). Die Vorräte wurden auf 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,1 Mio. Euro) aufgebaut. Der Wert der Vorräte bezieht sich ausschließlich auf die neugegründete GreenCluster GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gleichzeitig auf 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen haben sich hingegen auf 0,0 Mio. Euro reduziert (31. Dezember 2021: 1,0 Mio. Euro). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 2,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,4 Mio. Euro) und enthalten im Wesentlichen Forderungen aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 1,9 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Voltabox-Konzerns

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Voltabox-Konzerns stand im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zeichen der strategischen Neuausrichtung der Gesellschaft. So hat sich das Umsatzniveau des Unternehmens im Berichtsjahr leicht reduziert. Trotz der damit einhergehenden, deutlichen Anpassung der Fixkosten-Faktoren wie bspw. Personalkosten konnte der Geschäftsbetrieb folglich nicht kostendeckend geführt werden. Die Vermögens- und Finanzlage hat sich durch die angepasste Kostenstruktur, den Produktionsanlauf des Kerngeschäfts und die Kapitalerhöhung verbessert.

Die Ertragslage ist weiterhin defizitär. Gleichzeitig ist der Konzern infolge der neugegründeten Gesellschaft gewachsen. Die Vermögenslage war im Berichtsjahr insbesondere durch den Aufbau von Working Capital und durch Kapitalerhöhungen geprägt – aber auch durch die Zuführung sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten.

Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 26,2 % (31. Dezember 2021: 30,0 %).

Ertragslage der Voltabox AG (Einzelabschluss)

Die Voltabox AG musste mit einer Umsatzverringerung von 62,3 % im Einzelabschluss auf rund 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) einen deutlichen Rückgang der Erlöse registrieren. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich auf 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,2 Mio. Euro). Die EBIT-Marge hat sich, beeinflusst im Wesentlichen durch die angepasste Kostenstruktur, trotz des niedrigen Umsatzniveaus auf -165,1 % (Vorjahr: -249,1 %) erheblich verbessert.

Der Materialaufwand sank um 67,1 % auf 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Rohergebnis in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 72,6 % entspricht (Vorjahr: 196,8 %).

Der Personalaufwand sank vor allem durch die deutliche geplante Reduktion innerhalb der Personalstruktur um 82,6 % auf 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote verbesserte sich entsprechend und beträgt 35,6 % (Vorjahr: 77,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro).

Vor stark verringerten planmäßigen Abschreibungen von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) und außerplanmäßigen Wertminderungen von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 10,1 Mio. Euro) verringerten sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 von historischem Kerngeschäft und neugeschaffenen Be- auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro). Dies ergibt reichen realisiert. sich im Wesentlichen aus Personaldienstleistungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro) stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -3,9 Mio. Euro Voltabox AG und des Konzerns stellten die im Geschäfts- Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich jahr 2022 durchgeführten Kapitalerhöhungen dar, welche entsprechend auf -130,6 % (Vorjahr: -285,7 %). 37 Geschäftsbericht 2022 Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses ergibt Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,4 Mio. Euro) und enthalten Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von -4,0 Mio. im Wesentlichen Forderungen aus der Kapitalerhöhung in infolge der durchgeführten Kapitalerhöhung auf 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro). So erwirtschaftete Höhe von 1,9 Mio. Euro. Euro (Vorjahr: -3,6 Mio. Euro). der Voltabox-Konzern im Berichtszeitraum ein Entsprechend ergibt sich ein Free Cashflow von -3,0 Mio. Konzernergebnis in Höhe von -4,0 Mio. Euro (Vorjahr: Euro (Vorjahr: -8,7 Mio. Euro). Damit hat die Gesellschaft -12,8 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie i.H.v. die ursprünglich ausgegebene Prognose des Free von -0,23 Euro. Cashflow, der mit weniger als -2,5 Mio. Euro erwartet wurde, nicht erreicht. Vermögenslage des Voltabox-Konzerns Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten Der Finanzmittelbestand stieg zum Bilanzstichtag auf 0,8 in Höhe von 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) an. bestehen ausschließlich aus den lang- fristigen Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen. Die Vermögenswerte des Voltabox-Konzerns sind zum Bilanzstichtag hauptsächlich aufgrund des Vorratsaufbaus Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten auf 6,6 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 5,7 Mio. Euro) gestie- erhöhten sich auf 4,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 4,0 Mio. gen. Die langfristigen Vermögenswerte sanken im Wesent- Euro). Der Saldo beinhaltet im Wesentlichen sonstige kurz- lichen durch die Abwertung der Finanzanlagen auf 1,0 Mio. fristige Verbindlichkeiten von 2,7 Mio. Euro (31. Dezember Euro (31. Dezember 2021: 1,6 Mio. Euro). Dabei haben sich 2021: 1,1 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferung die Sachanlagen durch Investitionen auf 0,5 Mio. Euro (31. und Leistungen reduzierten sich auf 1,0 Mio. Euro (31. De- Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro) erhöht. Die Finanzanlagen zember 2021: 1,8 Mio. Euro) und die kurzfristigen Leasing- belaufen sich auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,4 Mio. Verbindlichkeiten auf 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,3 Euro) und betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an Mio. Euro). der ForkOn GmbH. Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns beträgt zum Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen auf 5,6 Mio. Bilanzstichtag unverändert 1,7 Mio. Euro (31. Dezember Euro (31. Dezember 2021: 4,1 Mio. Euro). Dies ist im Wesent- 2021: 1,7 Mio. Euro), was aus dem Konzernergebnis sowie lichen auf die Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus den durchgeführten Kapitalerhöhungen des Berichtsjahres Lieferungen und Leistungen sowie der flüssigen Mittel des 2022 resultiert. Kerngeschäfts und die Kapitalerhöhung zurückzuführen. Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,4 Mio. Euro). Die Vorräte wurden auf 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,1 Mio. Euro) aufgebaut. Der Wert der Vorräte bezieht sich ausschließlich auf die neugegründete GreenCluster GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gleichzeitig auf 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen haben sich hingegen auf 0,0 Mio. Euro reduziert (31. Dezember 2021: 1,0 Mio. Euro). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 2,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,4 Mio. Euro) und enthalten im Wesentlichen Forderungen aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 1,9 Mio. Euro.

Vermögenslage der Voltabox AG

Die Vermögenswerte der Voltabox AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch die Zunahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,5 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2021: 5,1 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 0,8 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,4 Mio. Euro). Während die immateriellen Vermögensgegenstände unwesentlich auf 0,03 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) und die Sachanlagen auf 0,05 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,01 Mio. Euro) anstiegen, wurden die Finanzanlagen auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,4 Mio. Euro) abgewertet.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 1,3 Mio. Euro auf 5,0 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 3,7 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf den Aufbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) sowie den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,2 Mio. Euro) zurückzuführen. Die flüssigen Mittel betragen nunmehr 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 0,4 Mio. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind leicht auf 2,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,2 Mio. Euro) angewachsen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Bilanzstichtag komplett entfallen (31. Dezember 2021: 0,01 Mio. Euro).

Finanzlage der Voltabox AG

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum leicht auf -3,6 Mio. Euro (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtszeitraum auf -0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) gesunken. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten betrug im Berichtsjahr 4,0 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro).

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Voltabox AG

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abge-
laufenen Geschäftsjahr unter dem Eindruck des erfolg-
reichen Neustart der Voltabox AG. Die Fixkosten konnten
durch die Verzögerungen im Bereich der Produktion von
Batteriesystemen nicht ausreichend gedeckt, aber gleich-
zeitig durch die Gründung der GreenCluster GmbH in
Teilen kompensiert werden. Die Finanzlage ist infolge der
gegründeten Gesellschaften sowie der Kapitalerhöhung
besser als im Vorjahr.
Die Ertragslage ist weiterhin defizitär.# Euro) verringerte sich das Ergebnis vor Zinsen, Auf der Passiv-Seite sanken die Rückstellungen durchgeführten Kapitalerhöhungen gestärkt. Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -2,3 Mio. auf 0,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,1 Mio. Euro). Euro (Vorjahr: -0,5 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge redu- Demgegenüber stiegen die Verbindlichkeiten auf 2,9 zierte sich entsprechend auf -114,7 % (Vorjahr: -9,4 %). Mio. Euro (31. Dezember 2021: 2,6 Mio. Euro). Vor allem Die Voltabox AG weist im Berichtszeitraum folglich ein die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Jahresdefizit in Höhe von -3,4 Mio. Euro (Vorjahr: -13,0 verringerten sich um 0,7 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro Mio. Euro) aus. (31. Dezember 2021: 1,8 Mio. Euro). Die sonstigen 39 Geschäftsbericht 2022

Chancen- und Risikobericht

innerhalb industrieller Anwendungen vollzieht sich – rien an. Insbesondere der Aspekt Nachhaltigkeit werde trotz zahlreicher politischer und wirtschaftspolitischer gemäß den Autoren der Studie immer bedeutender. Zur Ermittlung von Chancen und Risiken in der Unter- Entwicklungen mit globalem Ausmaß und erheblicher Regulierung und neu aufgelegte politische Initiativen nehmensentwicklung hat der Voltabox-Konzern ein dem Unsicherheiten über die konjunkturelle Stabilität – un- zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Förderung Geschäftsvolumen angemessenes Risikomanagement- verändert mit hoher Dynamik. Die Treiber für die Ent- der Kreislaufwirtschaft und damit des Recyclings spielen system etabliert. Das nachfolgend erläuterte Risikoma- wicklung sind laut Electric Vehicle Outlook 202219 des dabei weiterhin eine wichtige Rolle. nagement bezieht sich entsprechend gleichermaßen auf Marktforschungsinstituts BloombergNEF u.a. die sich die Voltabox AG wie auch auf den Voltabox-Konzern. Zu ständig verbessernden Technologien im Zusammenhang Darüber hinaus kann die sukzessive stärkere Zusammen- den Risikomanagementzielen und -methoden in Bezug mit Batterien sowie politischer Druck und entsprechende arbeit mit Kooperationspartnern und führenden Innova- auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten regulatorische Programme zur Erreichung von „Zero- toren der E-Mobility-Branche für Voltabox eine Chance verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang (Note Emission-Vorgaben“. Gleichzeitig trete neben politisch darstellen, um einen besseren Zugang zu neuen Techno- (35)). induzierten Anreizen oder auch Vorgaben zur Einhaltung logien, Produkten, Teilmärkten und ggf. auch über das von Grenzwerten an die Hersteller inzwischen auch eine Netzwerk zu Kundengruppen zu erhalten. Chancenbericht erhöhte organische Nachfrage seitens der Kunden. Dies trifft zunächst vor allem auf den Bereich des Pkw-Absat- Durch die Neugründung der GreenCluster GmbH und ses zu. Doch die Elektrifizierung nehme auch abseits des den damit verbundenen Einstieg in den Handel und die den Pkw-Massenmarktes rasant an Geschwindigkeit auf. Die Installation von Haus- und Anlagentechnik im Bereich Die zurückliegende Neuausrichtung der Voltabox, der Branchenbeobachter von BloombergNEF machen dies an der Energieversorgung, insbesondere Photovoltaikanla- Aufbau neuer Geschäftsbereiche, die Abspaltung defizitä- einzelnen Ländern mit dem Fokus auf den asiatischen gen und Energiespeicher, haben sich neue Chancen für rer Aktivitäten und die Adressierung von Kundengruppen Raum fest: So seien demnach in China aktuell 685.000 Voltabox ergeben. Insbesondere vor dem Hintergrund und Märkten erfolgte streng ausgerichtet an den damit elektrische Busse und bereits 195 Millionen elektrische steigender Energiepreise und dem stärker werdenden einhergehenden Chancen für die Gesellschaft. Durch die Zweiräder im Einsatz. Fast 40 % der in Indien belieb- Handlungsdruck für die Politik, die Energieversorgung Fokussierung von Partnerschaften und Kooperationen ten dreirädrigen Fahrzeuge seien inzwischen elektrisch in Deutschland sicherzustellen, erfährt die Nachfrage mit weiteren Unternehmen aus dem Bereich der Herstel- unterwegs. Der Report hält zusammenfassend fest, dass nach Photovoltaikanlagen derzeit einen starken Schub – lung von Batterien erwartet Voltabox die Hebung von Sy- heute rund 1,3 Mio. elektrische Nutzfahrzeuge (Commer- sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich.21 So hält das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme nergien. Die Strategieentwicklung von Voltabox ist damit cial EVs) wie Busse, Lieferfahrzeuge oder Lkw im Einsatz ISE in einer jüngst vorgelegten Kurzstudie fest, dass „das folgende einen kontinuierlichen, iterativen Prozess, sind. Wachstum bei den Aufdachanlagen bis 30 Kilowatt sowie der eine flexible Reaktion auf sich bietende Chancen und der Zuwachs bei den PV-Heimspeichern“ zu den wichtigs- Opportunitäten ermöglicht. Die Elektrifizierung bzw. Substitution von herkömm- ten Trends zähle.22 Der Abbau regulatorischer Hürde kur- lichen Antrieben durch die Lithium-Ionen-Technologie bele die Installation entsprechender Anlagen deutlich an.

Der Battery Monitor 202220 führt als zusätzliche Treiber der Transformation innerhalb des Batteriemarktes die Aspekte Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit von Rohmateria- lien, den Markt für Elektrofahrzeuge und die Nachfrage nach immer leistungsstärkeren Lithium-Ionen-Batte-

Im Ergebnis bestehen für Voltabox insbesondere mittel- 19 https://about.bnef.com/electric-vehicle-outlook/ 20 https://www.rolandberger.com/en/Insights/Publications/Battery-Monitor-2022-Technology-and-sustainability-in-the-battery-market.html 21 EE-Statistik MaStR BNetzA - Oktober 2022 (Stand 28.11.2022).xlsx (bundesnetzagentur.de) 22 Kurzstudie des Fraunhofer ISE: Abbau regulatorischer Hürden führt zu mehr PV-Dachanlagen bis 30 kW - Fraunhofer ISE 40 Geschäftsbericht 2022

fristig Chancen, welche die Gesellschaft wie im Vorjahr Risiken werden bei Voltabox nicht nur als den Bestand Insgesamt waren zum Ende des Berichtsjahres im Volta- einheitlich als signifikant einschätzt: Die Gesellschaft des Unternehmens gefährdende, sondern auch als den box-Konzern 8 Einzelrisiken erfasst. Von diesen Einzel- kann zukünftig an den Substitutionseffekten partizipie- Geschäftserfolg beeinflussende Aktivitäten, Ereignisse risiken war nach Einschätzung der Voltabox AG keines ren, die für die Anwender aus den ökonomischen und und Entwicklungen definiert. Wir verstehen unter Ge- bestandsgefährdend. ökologischen Vorteilen gegenüber den beispielsweise schäftserfolg messbare Größen wie vorrangig den Umsatz
bisher verwendeten Technologie-Konzepten erwachsen. und die EBITDA-Marge sowie die Liquidität. Zur Risiko- Wesentliche Änderungen des Risikomanagements gegen- bewertung wird immer das Ergebnisrisiko zu Grunde ge- über dem Vorjahr ergaben sich nicht. Gesamtwürdigung der Chancenlage legt. Ein Risiko ist die Möglichkeit, dass eine Bedrohung Risiken unter Ausnutzung einer Schwachstelle Schaden an einem Durch die strukturierte Überwachung der Chancen im Objekt oder den Verlust eines Objektes und damit direkt Voltabox-Konzern ist die Unternehmensführung in der oder indirekt einen Schaden verursachen kann. Ziel ist Externe Risiken Lage, mittel- und langfristige Perspektiven für den es, auch diese Risiken zu erkennen und zu bewerten, um Konzern zu identifizieren. Zum Ende des Geschäftsjahres auf dieser Basis geeignete und angemessene Sicher- Voltabox arbeitet daran, sich innerhalb des Marktes 2022 wurden sowohl externe als auch interne Chancen heitsmaßnahmen auswählen zu können. Elektromobilität neu und nachhaltig zu positionieren. identifiziert. Chancen aus dem Vorjahr bleiben – unter Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt zen- besonderer Berücksichtigung der weiterhin gegebenen tral beim Vorstand. Der Vorstand informiert sich direkt. Die entsprechenden Risiken werden durch den Vorstand Dynamik im Bereich der Elektromobilität – grundsätzlich Die Wettbewerbssituation im Bereich der (industriellen) kontinuierlich überwacht und gesteuert. Der Vorstand unverändert bestehen. Neue Potentiale für die Unterneh- Elektromobilität verändert sich aktuell rasant. Neue erstellt ein entsprechendes Risiko-Reporting und meldet mensentwicklung sind durch den Aufbau des Geschäfts- Marktteilnehmer treten in Erscheinung, bekannte Risiken an den Aufsichtsrat (sogenanntes Ad-hoc-Risi- bereichs GreenCluster und den damit verbundenen Teilnehmer gehen Kooperationen mit Industriekonzernen ko-Reporting). Anhand der Risikoentwicklung leitet der Einstieg in den sich insbesondere im Berichtsjahr stark ein. Daraus ergibt sich für die Voltabox AG das Risiko Vorstand Maßnahmen ab, welche erforderlich sind, um entwickelnden Markt für Photovoltaik-Lösungen und die einer Reduzierung der potenziellen Kundenbasis. Zudem eine Reduktion des Risikos herbeizuführen. entsprechende Nutzung erneuerbarer Energien entstan- besteht das Risiko, dass Konkurrenz-Unternehmen mit den. den der Voltabox AG vergleichbaren Produkten aufgrund
von Skaleneffekten eine verbesserte Preisstruktur erzielen können.

Interne Risiken

Die Bedeutung der aufgezeigten Chancen wird zusam- menfassend als gering eingestuft. Der Vorstand erwartet
daher die im Prognosebericht erläuterte Entwicklung des
Geschäftsverlaufs.

Die von Voltabox im Rahmen des Risiko-Monitorings laufend analysierten Risiken lassen sich folgenden
Risiko-Kategorien zuordnen, die jeweils in Einzelrisiken unterteilt werden:

Externe Risiken
Interne Risiken
Operative Risiken

Risikomanagement

Im Rahmen einer risikoorientierten Unternehmensfüh- rung nutzt Voltabox ein Risikomanagementsystem.

In der Risikogruppe der internen Risiken beobachtet Voltabox derzeit insbesondere die sich aus der aktuell in der Umsetzung befindlichen Wachstumsstrategie resultierenden Risikofelder. Hierzu gehören vor allem personalwirtschaftliche Risiken. Die Gesellschaft ist grundsätzlich auf die Gewinnung und Bindung von qualifiziertem Personal und Personen

Risikobericht

Externe Risiken

Interne Risiken

Operative Risiken# Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§§ 289 Abs.4, 315 Abs. 4 HGB)

Unter einem internen Kontrollsystem werden die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Dabei werden folgende Zielsetzungen angestrebt:

  • Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,
  • Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Sicherung der Wirksamkeit der Kontrollen im Konzernrechnungslegungsprozess
  • Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Regelungen.

Der Vorstand der Voltabox AG trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem. Der Prüfungsausschuss der Voltabox AG wurde über das Kontrollsystem informiert und hat insbesondere mit den Financial Experts dessen Wirksamkeit überwacht. Der Prüfungsausschuss hat durch sein Auskunftsrecht eine besondere Kontroll- und Überwachungsfunktion. Ihm ist es durch den Vorstand ausdrücklich freigestellt, unmittelbar Auskünfte bei allen Führungskräften der Voltabox AG einzuholen.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Nach den Bestimmungen von § 91 Abs. 3 AktG hat der Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft ein im Hinblick auf den Umfang der Geschäftstätigkeit und die Risikolage des Unternehmens angemessenes und wirksames internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem einzurichten. Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates (§ 107 Abs. 3 Satz 2 AktG).

Darauf bezugnehmend wird in der aktualisierten Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen, im Lagebericht die wesentlichen Merkmale des gesamten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems zu beschreiben und Stellung zur Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme zu nehmen. In diesem Abschnitt enthaltene Aussagen beziehen sich auf das gesamte interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und damit auch auf das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, welches in dem entsprechenden separaten Abschnitt näher beschrieben wird.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem bei Voltabox umfasst die Gesamtheit aller Überwachungsmaßnahmen zur Minimierung von Risiken in Unternehmensprozessen. Es ist darauf ausgerichtet, alle wesentlichen operativen und finanziellen Unternehmensrisiken zu adressieren sowie die Risiken und Chancen für das Erreichen der Geschäftsziele, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung und die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften sowie der internen Richtlinien zu managen. Das interne Kontrollsystem erstreckt sich über alle wesentlichen Geschäftsprozesse. Ein bedeutsamer Bestandteil ist die umfassende Einbindung des Vorstands, der beispielsweise bei der Verwendung von kalkulatorischen Größen oder pauschalen Umlagen verzichtet wird, orientiert sich das interne Controllingsystem an den Ergebnisgrößen, die dem Rechnungswesen entstammen. Entsprechend ist die interne Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses integraler Bestandteil des Controllingsystems.

Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die jeweiligen Einzelabschlüsse in den einheitlichen Konzernkontenrahmen überführt. Der Konzernabschluss wird zentral erstellt. Die internen Kontrollsysteme zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung umfassen auf Konzernebene insbesondere die Plausibilitäts- und Vollständigkeitsprüfung der Berichterstattungsabschlüsse. Die beschriebenen Kontrollsysteme, die Voltabox im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess unterhält, sollen das Risiko, dass die Einzelabschlüsse oder der Konzernabschluss wesentliche Sachverhalte nicht, unvollständig oder fehlerhaft darstellen, minimieren. Sie können allerdings keine absolute Sicherheit geben, dass die Einzelabschlüsse oder der Konzernabschluss frei von Fehlern sind.

Die interne Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses erfolgt durch die Anwendung des „Vier-Augen-Prinzips“ sowie durch die regelmäßige Durchführung von Plausibilitätskontrollen. Innerhalb des Voltabox Konzerns wird die interne monatliche Berichterstattung aus dem Rechnungswesen abgeleitet. Da auf die Verwendung von kalkulatorischen Größen oder pauschalen Umlagen verzichtet wird, orientiert sich das interne Controllingsystem an den Ergebnisgrößen, die dem Rechnungswesen entstammen. Entsprechend ist die interne Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses integraler Bestandteil des Controllingsystems.

Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die jeweiligen Einzelabschlüsse in den einheitlichen Konzernkontenrahmen überführt. Der Konzernabschluss wird zentral erstellt. Die internen Kontrollsysteme zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung umfassen auf Konzernebene insbesondere die Plausibilitäts- und Vollständigkeitsprüfung der Berichterstattungsabschlüsse. Die beschriebenen Kontrollsysteme, die Voltabox im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess unterhält, sollen das Risiko, dass die Einzelabschlüsse oder der Konzernabschluss wesentliche Sachverhalte nicht, unvollständig oder fehlerhaft darstellen, minimieren. Sie können allerdings keine absolute Sicherheit geben, dass die Einzelabschlüsse oder der Konzernabschluss frei von Fehlern sind.

Die interne Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses erfolgt durch die Anwendung des „Vier-Augen-Prinzips“ sowie durch die regelmäßige Durchführung von Plausibilitätskontrollen. Innerhalb des Voltabox Konzerns wird die interne monatliche Berichterstattung aus dem Rechnungswesen abgeleitet. Da auf die Verwendung von kalkulatorischen Größen oder pauschalen Umlagen verzichtet wird, orientiert sich das interne Controllingsystem an den Ergebnisgrößen, die dem Rechnungswesen entstammen. Entsprechend ist die interne Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses integraler Bestandteil des Controllingsystems.

Die interne Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses# Im globalen Maßstab

Marktentwicklung 2023

Der Internationale Währungsfonds („IWF“) veröffentlichte im Januar 2023 seine aktualisierte Prognose²³ für die Weltwirtschaft im Jahr 2023. Demnach erwarten die Ökonomen für das laufende Jahr einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung. Zwar hätten sich die Aussichten seit der Aufstellung der ersten Prognose im World Economic Outlook im Oktober 2022 verbessert, sodass die Erwartung für das globale Wachstum um 0,2 Prozentpunkte angehoben wurde. Doch auch im aktuellen Jahr wirkten hohe Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und die unmittelbaren Zahlungen, der Abgabe wesentlicher Angebote und der Genehmigung von Bestellanforderungen. Auch wenn ein System der Qualitätssicherung darstellt. Neben weiteren Kontrollmechanismen soll das Risiko betrügerischer Handlungen bereits präventiv durch maßgeschneiderte Zugangsberechtigungen für wesentliche IT-basierte Prozesse und eine angemessene Funktionstrennung reduziert werden. Werden darüber hinaus Risiken seitens der jeweiligen Prozessverantwortlichen bei wesentlichen Vorgängen, die das interne Kontrollsystem betreffen, identifiziert, werden diese unverzüglich an den Vorstand berichtet. Dieser informiert, sofern von den Risiken keine außerordentliche Gefahr für das Unternehmen ausgeht, die jeweiligen Sitzungen an den Aufsichtsrat. Im Falle von Risiken erheblichen Ausmaßes informiert der Vorstand den Aufsichtsrat unverzüglich. Anhand des Auftretens von Risiken beurteilt der Vorstand die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungen werden regelmäßig zur Weiterentwicklung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems genutzt. Zudem wird das gesamte interne Kontroll- und Risikomanagementsystems laufend an geschäftsspezifische Risiken und neue gesetzliche Anforderungen angepasst.

Der IWF erwartet für die entwickelten Volkswirtschaften ein Wachstum von 1,2 % (2022: 2,7 %; 2021: 5,4 %) und für die Schwellenländer kumuliert ein Wachstum von 4,0 % (2022: 3,9 %; 2021: 6,7 %). Der IWF geht davon aus, dass die Entwicklung der Wirtschaft in den USA 2,0 % in 2022 betrug und 1,4 % in 2023 betragen wird, in den EURO-Staaten 3,5 % in 2022 und 0,7 % in 2023, in Deutschland 1,9 % in 2022 und 0,1 % in 2023 sowie in China 3,0 % in 2022 betrug und 5,2 % in 2023 betragen wird.

Deutlich positiver bewertet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023. Das Expertengremium erwartet eine positive Entwicklung des BIP mit einem Wachstum um 3,6 %.²⁴ Erhöhte Energiepreise sind in dieser Prognose bereits unterstellt. Das Gremium unterstützt dabei die angestoßenen wirtschafts- und energiepolitischen Maßnahmen zur Steigerung der Energiesicherheit, beispielsweise durch einen stärkeren Fokus auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Diversifikation der Energieimporte.²⁵

Voltabox AG

Voltabox ist in den industriellen Teilmärkten Öffentlicher Personennahverkehr (voll- und teilelektrische Busse) sowie Land- und Bauwirtschaft tätig. Darüber hinaus vertreibt und produziert Voltabox Batteriesysteme für leichte Nutzfahrzeuge der Fahrzeugklasse N1 und in geringfügigem Maße für Bestandskunden aus dem Agrar des Bereich Intralogistik.

Im Bereich der Busse zeigt sich weiterhin eine hohe Dynamik bei der Elektrifizierung von einzelnen Fahrzeugklassen bzw. -modellen. Gemäß dem Branchenverband VDV (Verband deutscher Verkehrsunternehmen) seien im Jahr 2022 rund 1.200 Elektrobusse auf deutschen Straßen unterwegs gewesen. Dabei betont der Verband, dass weitere Busse bestellt seien. Die Untersuchung der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers²⁷ bestätigt diese Annahme mit Datenstand vom Dezember 2021 und geht für die Jahre 2022 und 2023 von einem Zuwachs des Bestands rein elektrisch angetriebener Busse um rund 1.000 bzw. rund 670 Stück aus. Das laufende Jahr 2023 stellt damit zwar einen nominellen Rückgang in der Wachstumsrate des E-Bus-Marktes dar, doch die langfristige Entwicklung ist intakt. Als wesentlichen Treiber nennen die Studienautoren von PwC die seit August 2021 geltende Clean Vehicles Directive, nach der eine Mindestquote an elektrisch betriebenen Bussen bei der Neubeschaffung von Flottenfahrzeugen erfüllt werden muss. Jedoch dürfte die hohe Inflation dämpfend auf die Investitionsfreude der Flottenbetreiber, also vorrangig der Kommunen, wirken. Es ist nicht ausgeschlossen, dass alte Fahrzeuge infolgedessen kurzfristig nicht ausgetauscht, sondern vorerst weiter betrieben werden.

Ähnlich dürfte sich die Situation auch im Bereich der Land- und Bauwirtschaft darstellen. Der Deutsche Bauernverband sprach zum Jahreswechsel von einem herausfordernden Umfeld. Dennoch standen die Zeichen zum Jahreswechsel auf Stimmungsaufhellung. Das Konjunktur- und Investitionsbarometer des Deutschen Bauernverbands stieg auf 14,9 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit Mitte 2021. Das geplante Investitionsvolumen für die nächsten 6 Monate, also das erste Halbjahr 2023, liege bei mäßigen 5,8 Mrd. Euro. Dies stelle einen Anstieg des geplanten Investitionsvolumens dar, doch zielten die Betriebe vorrangig nicht auf Maschinen/Geräte ab. Die Entwicklung werde hier dementsprechend voraussichtlich stagnieren.²⁹

Positiver stellt sich die Situation gemäß Einschätzung der deutschen Hersteller von Baumaschinen dar. Zu Beginn des laufenden Jahres seien kaum Stornierungen zu registrieren. Die Entwicklung der Umsätze zum Ende des Vorjahres sei sehr zufriedenstellend verlaufen. Die Hersteller profitieren von vollen Auftragsbüchern, die eine Auslastung bis mindestens zur Jahresmitte garantieren würden. Auch Einschränkungen durch die hohen Energiepreise seien für die Branche kein Thema.

Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:

Prognose

Finanzielle Leistungsindikatoren 2021 2022 Veränd. Stand: 27.April 2023
Konzernumsatz 3.490 2.983 -14,5 % Mio. Euro
EBITDA (Marge) -105,9 % -77,1 % n.a. rd. 0 %

Voltabox AG

Die Unternehmensplanung des Konzerns basiert auf einer Absatz- und Umsatzplanung und wird ꢀ im Bereich der Batteriesysteme kundenspezifisch bis auf die Produktebene analysiert und gemäß dem Bottom-up-Prinzip, sowie ꢀ im Bereich der GreenCluster GmbH nach dem Top-Down-Ansatz aufgestellt.

Die Gruppe erwartet einen Jahresumsatz von rd. 12,8 Mio. Euro sowie eine EBITDA-Marge von rd. 0 %. Der Vorstand ordnet auch im Geschäftsjahr 2023 das Ergebnis-Ziel und damit die nachhaltige Profitabilität höherwertiger ein als das Umsatzziel.

Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:
Finanzielle Leistungsindikatoren 2021 2022 Veränd. Stand: 27.April 2023
Umsatz 5.307 2.032 -61.7 % Mio. Euro
EBITDA (Marge) -105,9 % -114,7 % n.a. rd. -30 %

Die Gesellschaft erwartet, die Ergebnissituation durch die Schaffung eines Ergebnisabführungsvertrags im Jahres- verlauf deutlich zu verbessern.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Der Vorstand der Voltabox AG geht unabhängig von der Erreichung der finanziellen Leistungsindikatoren von einer positiven Entwicklung des Unternehmens aus. Im Geschäftsjahr 2023 erwartet der Vorstand eine weitere Festigung der Marktposition in den besetzten Teilmärkten. Gleichzeitig strebt er die weitere Stabilisierung der Ergebnissituation der Gesellschaft an, um von dieser Position aus zukünftig gesund und nachhaltig zu wachsen. Die Sicherung und der Ausbau einer nachhaltigen Profitabilität stehen folglich im Mittelpunkt dieser Geschäftsausrichtung.

Änderungen der Satzung

Bezüglich der Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG verwiesen.

Aktien-Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind

Soweit Arbeitnehmer als Aktionäre am Kapital beteiligt sind, können sie daraus keine besonderen Rechte herleiten.

10 % der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen

Zum 14. Januar 2022 hielt die Trionity Invest GmbH einen Anteil am Grundkapital in Höhe von 30,21 %. Der Erwerb dieses Anteils wurde der Voltabox AG am 17. Januar 2022 mitgeteilt. Die EW Trade AG hielt darüber hinaus zum 28. April 2022 einen Anteil von 18,89 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die Meldung erging am 03. Mai 2022 an die Voltabox AG.# Berichterstattung über Übernahmerechtliche Angaben nach §§ 289a Abs. 1 und 315a Abs. 1 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Voltabox AG beträgt 19.148.249,00 Euro und ist eingeteilt in 19.148.249 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro. Sämtliche Aktien sind gewinnberechtigt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Übernahmerechtliche Angaben nach §§ 289a Abs. 1 und 315a Abs. 1 HGB

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe

Durch einen Beschluss der Hauptversammlung vom 22. September 2017 war der Vorstand dazu ermächtigt bis zum 21. September 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.675.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Hiervon machte die Gesellschaft am 22.02.2022 Gebrauch und gab 1.582.500 neue Aktien zu einem Ausgabebetrag von 1,00 Euro zzgl. eines Agios aus. Die im November 2022 durchgeführte Kapitalerhöhung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Handelsregister eingetragen. Die von der Trionity Invest GmbH gezeichneten Aktien sind ebenfalls Bestandteil des Kaufvertrags und sind zwischenzeitlich in den Besitz der Triathlon Holding GmbH übergegangen.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro eingeteilt in bis zu 5.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht zur Wandlung der Aktionäre in den in Punkt 4.5 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom November 2022 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gewinnberechtigt für alle Geschäftsjahre, für die die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2022 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. Juni 2027 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 8.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 8.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022). Im Rahmen der zweiten Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2022 hat der Vorstand durch die Ausgabe von 1.740.749 neuen Stammaktien zu einem Ausgabebetrag von 1,00 Euro je Aktie zzgl. eines Agios von dieser Möglichkeit teilweise Gebrauch gemacht. Diese Kapitalerhöhung wurde am 15.02.2023 in das Handelsregister eingetragen. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen gemäß § 186 Absatz 5 AktG gleichgestellten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht zur Wandlung der Aktionäre in den in Punkt 4.5 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom November 2022 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.

Darüber hinaus wird die weitere Bezüglich der Regelungen zur Änderung der Satzung wird organische Erschließung zusätzlicher Handlungsfelder Im Geschäftsjahr 2023, also erst nach dem Bilanzstichtag, auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 133 und 179 AktG im Sinne einer Portfolio-Erweiterung angestrebt, nahe sind sämtliche von der Trionity Invest GmbH gehaltenen verwiesen. am Kerngeschäft und unter engen Rentabilitäts- und Aktien von der Triathlon Holding GmbH übernommen Investitionsvorgaben. worden. Zum Zeitpunkt des Aktienübertrags umfasste diese Transaktion in Summe 37,16 % des Grundkapitals.

Kontrollwechsel und Entschädigungsvereinbarungen

Besondere Regelungen für den Fall eines Kontrollwech- sels (Change of Control) oder besondere Entschädi- gungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat die Trionity Invest GmbH gem. § 37 Abs. 1, 2 WpÜG i.V.m. § 9 Satz 1 Nr. 3 WpÜG-Angebotsverordnung von der Verpflichtung zur Veröffentlichung und zur Abgabe eines Pflichtangebots gem. § 35 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Satz 1 WpÜG befreit.

Entsprechenserklärung und Erklärung zur Unternehmensführung

Die Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB kann dauerhaft auf der Voltabox-Web- site unter https://ir.voltabox.ag/websites/voltabox/ German/7200/erklaerung-zum-deutschen-corporate- governance-kodex.html eingesehen werden. Sie findet sich in diesem Geschäftsbericht im Kapitel „Corporate Governance“ unmittelbar vor dem Kapitel „Zusammen- gefasster Lagebericht“.

46 Geschäftsbericht 2022

Konzernabschluss 2022

48 Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung
01.01.– 01.01.–
In TEUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
Konzernergebnis -3.961 -12.839
Rücklage aus Währungsumrechnung 7 0 -815
Gesamtergebnis -3.961 -13.654
davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 5 0
Umsatzerlöse 11 2.983 3.490
Sonstige betriebliche Erträge 12 995 1.978
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 203 -246
Andere aktivierte Eigenleistungen 13 0 201
Gesamtleistung 4.181 5.423
Materialaufwand 14 -2.442 -3.058
Rohertrag 1.739 2.365
Personalaufwand 15 -1.078 -2.798
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 17 -597 -3.323
Wertminderungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens 0 0
Wertminderung auf Finanzanlagen -1.000 0
Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 21 0 -2.980
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16 -2.960 -3.264
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -3.896 -10.000
Finanzerträge 18 0 0
Finanzierungsaufwendungen 18 -65 -9
Finanzergebnis -65 -9
Ergebnis vor Steuern (EBT) -3.961 -10.009
Ertragsteuern 19 0 0
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0 -2.830
Konzernergebnis -3.961 -12.839
davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 5 0
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 20 -0,23 -0,81
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) 20 -0,23 -0,81
Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) 20 16.895.897 15.825.000
Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) 20 16.895.897 15.825.000

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

01.01.– 01.01.–
In TEUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
Konzernergebnis -3.961 -12.839
Rücklage aus Währungsumrechnung 7 0 -815
Gesamtergebnis -3.961 -13.654
davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 5 0

49 Geschäftsbericht 2022

Konzernbilanz

In TEUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 21 35 0
Sachanlagen 22, 23 503 249
Finanzanlagen 24 475 1.400
Sonstige Vermögenswerte 25 0 0
Latente Steuern 19 0 0
Aufgegebene Geschäftsbereiche 0 0
Summe langfristige Vermögenswerte 1.013 1.649

Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 26 824 73
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27 1.675 209
Forderungen gegen nahestehende Personen 42 2 952
Ertragsteueransprüche 19 0 0
Latente Steuern 19 0 0
Sonstige Vermögenswerte 28 2.296 2.432
Flüssige Mittel 29 800 410
Summe kurzfristige Vermögenswerte 5.597 4.076

Summe Aktiva 6.610 5.725

In TEUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 30 17.408 15.825
Kapitalrücklage 30 20.704 20.229
Nicht beherrschende Anteile 5 0
Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage 1.915 0
Bilanzgewinn 30 -38.297 -34.336
Währungsdifferenzen 30 0 0
Summe Eigenkapital 1.735 1.718

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing- Verhältnissen 31 195 0
Langfristige Darlehen 32 0 0
Summe langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 195 0

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Kurzfristige Leasing-Verbindlichkeiten 31 122 254
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil der langfristigen Darlehen 32 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.028 1.846
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen 82 0
Sonstige Rückstellungen 34 768 828
Ertragsteuerschulden 19 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 33 2.680 1.079
Summe kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 4.680 4.007

Summe Passiva 6.610 5.725

50 Geschäftsbericht 2022

Konzern-Kapitalflussrechnung

01.01.– 01.01.–
In TEUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
Ergebnis vor Steuern (EBT) -3.961 -10.009
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.597 3.323
Finanzergebnis 65 9
Gewinn (-), Verlust (+) aus Anlagenabgang des Sach- und Finanzanlagevermögens 62 0
Zunahme (+), Abnahme (-) der anderen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen -60 -84
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge -27 995
Zunahme (-), Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, anderer Forderungen und sonstiger Aktiva -1.015 101
Wertminderungen von Goodwill und Immateriellen Vermögenswerten 0 2.980
Zunahme (-), Abnahme (+) der Vorräte -751 3.715
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus Abschreibungen 0 0
Zunahme (+), Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva 1.436 -5.464
Gezahlte Zinsen -41 -64
Gezahlte Ertragsteuern 0 0
Cashflow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0 -3.720
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 38 -2.695 -8.217

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 385 -1.927
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 5 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 410 2.337
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 38, 28 800 410

Einzahlungen aus Abgängen von# Geschäftsbericht 2022

Eigenkapitalspiegel

Zur Durchführung der beschlossenen Nicht Rücklage aus
Gezeichnetes Kapital- Kapitalerhöhung beherrschende der Währungs-
In TEUR Kapital rücklage geleistete Einlage Anteile umrechnung Bilanzgewinn Gesamt
01. Januar 2022 15.825 20.229 0 0 0 -34.336 1.718
Konzernergebnis 0 0 0 5 0 -3.966 -3.961
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0 0
Währungs-
umrechnung 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 5 0 -3.966 -3.961
Kapitalerhöhung 1.583 475 1.915 0 0 0 3.973
Auflösung Kapitalrücklage 0 0 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0 0 0
31. Dezember 2022 17.408 20.704 1.915 5 0 -38.297 1.735

Zur Durchführung der beschlossenen Nicht Rücklage aus
Gezeichnetes Kapital- Kapitalerhöhung beherrschende der Währungs-
In TEUR Kapital rücklage geleistete Einlage Anteile umrechnung Bilanzgewinn Gesamt
01. Januar 2021 15.825 20.229 0 0 815 -21.496 15.373
Konzernergebnis 0 0 -12.839 -12.839
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 -815 -815
Gesamtergebnis 0 0 -815 -12.839 -13.654
Kapitalerhöhung 0 0
Auflösung Kapitalrücklage 0 0
Ausschüttung 0 0
31. Dezember 2021 15.825 20.229 0 0 0 -34.336 1.718

Anhang zum Konzernabschluss 2022

1 Allgemeine Angaben

Die im Regulierten Markt (Prime Standard) der Deutsche Börse AG in Frankfurt a.M. notierte Voltabox AG (ISIN DE000A2E4LE9) mit Sitz im Technologiepark 32, Pader- born (Registergericht Paderborn unter der Nummer HRB 12895) ist ein technologiegetriebener Anbieter für Elektromobilitätslösungen in industriellen Anwendun- gen. Kerngeschäft sind sichere, hochentwickelte und leistungsstarke Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis, die modular und in Serie gefertigt werden. Die Batterie- systeme finden vor allem Verwendung in Bau- und Land- maschinen sowie Elektro- und Hybrid-Bussen. Darüber hinaus ist Voltabox über die Tochtergesellschaft Green- Cluster GmbH im Bereich der infrastrukturellen Energie- gewinnung und entsprechender Nutzungsmodelle tätig.

Die Voltabox AG ist das Mutterunternehmen des Kon- zerns und stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Konsolidierungskreis von Unternehmen auf. Der Vorstand der Voltabox AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und den zusammengefassten Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 am 27. April 2023 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Dieser hat die Möglichkeit, den Konzernabschluss nach Freigabe durch den Vorstand zu ändern. Der Konzernabschluss giltmit der Billigung des Aufsichtsrats als festgestellt, wenn sich nicht der Vorstand und der Aufsichtsrat für die Fest- stellung durch die Hauptversammlung entscheiden.

Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 der Voltabox AG werden beim elekt- ronischen Bundesanzeiger eingereicht und als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) abrufbar sein. Der Geschäftsbericht ist zudem im XBRL-Format an den Bundesanzeiger übermit- telt worden.

Im Rahmen der Berichterstattung erfolgt der Ausweis zweier aufgegebener Geschäftsbereiche. Die Berichter- stattung folgte im Vorjahr den Regelungen des IFRS 5. Es handelte sich um ein Asset Deal im Rahmen der Aufgabe des US-Geschäfts. Darüber hinaus erfolgte ein Asset Deal im Rahmen der Veräußerung des Automotive-Geschäfts.

2 Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss der Voltabox AG zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften der am Abschluss- stichtag gültigen und von der Europäischen Union über- nommenen International Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des Inter- national Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRSIC) und den ergänzenden, nach § 315e Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vor- schriften aufgestellt.

3 Rechnungslegungsgrundsätze aufgrund neuer oder geänderter Standards

Im Folgenden werden die Auswirkungen neuer und angepasster Rechnungslegungsgrundsätze aufgeführt, deren Anwendungsbereich mit der Tätigkeit der Volta- box AG vereinbar ist.

Status Standard Inhalt Auswirkungen
Änderung IAS 16 Die Änderung des IAS 16 befasst sich mit der erfolgswirksamen Erfassung von Erträgen aus dem Probebetrieb im Rahmen der Inbetriebsetzung von Sachanlagen. Die Änderung ist ab dem 1. Januar 2022 anzuwenden. Durch die Standardänderung sind für die Voltabox AG im Geschäftsjahr 2022 keine Auswirkungen entstanden.
Änderung IFRS 3 Verweis im Rahmen der Definition von Vermögenswerten und Schulden auf das Rahmenkonzept; anwendbar für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2022 beginnen. Durch die Standardänderung sind für die Voltabox AG im Geschäftsjahr 2022 keine Auswirkungen entstanden.
Änderung IFRS 16 Erlöse und Aufwendungen vor der beabsichtigten Nutzung von Sachanlagen im Zusammenhang mit produzierten Gegenständen, die nicht aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens sind, sind erfolgswirksam und getrennt auszuweisen. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2022 in Kraft. Durch die Standardänderung sind für die Voltabox AG im Geschäftsjahr 2022 keine Auswirkungen entstanden.
Änderung IAS 37 Sämtliche unmittelbar zurechenbare Kosten der Vertragserfüllung im Rahmen von belastenden Verträgen sind im Rahmen von IAS 37 zu berücksichtigen. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2022 in Kraft. Durch die Standardänderung sind für die Voltabox AG im Geschäftsjahr 2022 keine Auswirkungen entstanden.
Neuer IFRS 17 Der Standard regelt die Bilanzierung von Versicherungsverträgen. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2023 in Kraft. Keine Auswirkung erwartet
Änderung IAS 1 Die Klassifizierung in lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Schulden bemisst sich nach dem Recht, welches zum Stichtag vorliegt. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2023 in Kraft. Keine Auswirkung erwartet
Änderung IAS 1 Künftig sind Angaben zu Rechnungslegungsmethoden nur noch erforderlich, sofern diese wesentlich und nicht mehr nur maßgeblich sind. Die Entscheidungsnützlichkeit steht damit im Vordergrund. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2023 in Kraft. Keine Auswirkung erwartet
Änderung IAS 8 Rechnungslegungsbezogene Schätzungen werden künftig definiert als monetäre Beträge im Abschluss, die mit Bewertungsunsicherheiten behaftet sind. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2023 in Kraft. Keine Auswirkung erwartet
Änderung IAS 12 Im Rahmen von Initial Recognition Exception sind aktive und passive latente Steuern auch dann anzusetzen, wenn die aktiven und passiven latenten Steuern gleichzeitig zu betragsgleichen abzugsfähigen und zu voraussichtlich versteuernden Differenzen führen. Die Änderung tritt für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2023 in Kraft. Die Standard-Auswirkungen werden ausstehend.
IFRS IC Diverse Bei der Bilanzierung von Reverse Factoring transparente Angaben und die Bilanzierung bemisst sich an der wirtschaftlichen Betrachtung der Transaktionen. Der IFRS IC sah keine Notwendigkeit der Anpassung von IFRS-Standards, sodass die Klarstellung unmittelbar relevant geworden ist. Keine Stellungnahme Auswirkungen
IFRS IC IAS 2 Bei der Bewertung von Vorräten sind auch die geschätzten Kosten der Veräußerung zu berücksichtigen, die im Rahmen des normalen Geschäftsgangs notwendig sind. Der IFRS IC sah keine Notwendigkeit der Anpassung von IFRS-Standards, sodass die Klarstellung unmittelbar relevant geworden ist. Keine Stellungnahme Auswirkungen

4 Going-Concern

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung („Go- ing Concern“) aufgestellt. Die Ermittlung der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden erfolgte dement- sprechend auf der Basis von Fortführungswerten.

5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Konzernabschluss ist auf der Grundlage der Verhält- nisse aufzustellen, wie sie am Bilanzstichtag bestehen. Nach IAS 10.7 endet der Wertaufhellungszeitraum mit der Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung. Die Freigabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 durch den Vorstand und die Weitergabe an den Auf- sichtsrat zur Unterzeichnung erfolgte am 27. April 2023. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten sämtliche Informatio- nen über die Verhältnisse des Bilanzstichtages berück- sichtigt werden.

Am 07.03.2023 wurde dem Vorstand der Voltabox AG mit- geteilt, dass die Trionity Invest GmbH sämtliche Aktien der Voltabox AG an die Triathlon Holding GmbH ver- äußert hat. Die Triathlon Holding GmbH ist somit neuer Großaktionär der Voltabox AG und hat am 15.03.2023 ein Pflichtangebot zum Erwerb sämtlicher ausstehender Aktien unterbreitet.# Im Zuge des Eintritts der Triathlon Holding GmbH in den Anteilseignerkreis ist auch die Sunlight Group Energy Storage Systems mit Sitz in Athen, Griechenland, die 51 % der Anteile an der Triathlon Hol- ding GmbH hält, nun ein indirekter Mehrheitsaktionär der Voltabox AG. Die Frist für die Annahme des Übernahmeangebots durch die Triathlon Holding GmbH endete am 14. April 2023, 24:00 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde das Pflichtan- gebot für insgesamt 141.433 Voltabox-Aktien angenom- men. Dies entspricht einem Anteil von rund 0,74 % des Grundkapitals und der Stimmrechte der Voltabox. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Voltabox-Aktien, die fortan von der Triathlon Holding GmbH gehalten wer- den oder ihr nach § 30 WpÜG zugerechnet werden, auf 8.169.224 Voltabox-Aktien. Dies entspricht einem Anteil von rund 42,66 % des Grundkapitals und der Stimm- rechte der Voltabox AG.

6 Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis

Tochterunternehmen, die von der Voltabox AG im Sin- ne der IFRS „beherrscht“ werden, werden nach den Re- geln der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Eine „Beherrschung“ über ein Tochter- unternehmen setzt voraus, dass das Mutterunterneh- men die Entscheidungsmacht über die maßgeblichen Tätigkeiten des Tochterunternehmens besitzt, dass dem Mutterunternehmen variable Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen zustehen und dass das Mutter- unternehmen seine Entscheidungsmacht zur Beeinflus- sung der Rückflüsse einsetzen kann. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen sind nach konzerneinheit- lichen, den IFRS entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt.

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt die Buch- werte der zu konsolidierenden Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden, neu bewerteten Eigenkapital- anteil verrechnet. Bei der Neubewertung werden die Vermögenswerte und die Schulden der erworbenen Unternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt angesetzt. Ein bei der Erstkonsolidierung entstehender aktivischer Unter- schiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und gemäß IAS 36 jährlich oder auch unter- järig, wenn besondere Ereignisse eine Minderung des Geschäfts- oder Firmenwertes vermuten lassen, einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischengewinne und -verluste in den Sachanlagen, in den immateriellen Vermögenswerten und bei den Vorräten werden ergebniswirksam eliminiert. Kon- zerninterne Wertberichtigungen und Rückstellungen werden aufgelöst. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden, soweit es sich um zeitlich befristete Unter- schiede handelt, die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

In den Konsolidierungskreis der Voltabox AG wurden im Geschäftsjahr 2022 folgende Gesellschaften einbe- zogen:

Gesellschaft Sitz Landes- währung Umsatz der in Einbe- zieh- ung Status Zweck Business unit
Voltabox AG Paderborn, Deutschland EUR 2.031.983 aktiv Mobil
Voltabox of Texas, Inc. Austin, USA USD 91.800 aktiv US-Markt
Voltabox North America, Inc. Austin, USA USD 0 inaktiv US-Markt
Voltabox GmbH Paderborn, Deutschland EUR 863.437 aktiv Store GreenCluster

Die GreenCluster GmbH wurde im Geschäftsjahr 2022 neu gegründet. Die Voltabox AG hält 80 % am Stamm- kapital der Gesellschaft.

Der Anteil an der ForkOn GmbH beträgt rund 9 % (Vorjahr: rd. 9 %). Wenn nicht anders angegeben, sind alle einbezogenen Abschlüsse auf den gleichen Stichtag, den 31. Dezember 2022, er- stellt.

Name und Sitz der Unternehmens Anteil am Kapital Eigenkapital 2021 Ergebnis 2021
ForkOn GmbH (Haltern am See) 9 % -1.071.364,59* -317.271,10*
  • Wert bezieht sich auf den Bilanzstichtag zum 31.12.2021

7 Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss der Voltabox AG werden Fremd- währungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Trans- aktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungs- bzw. Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Er- trägen bzw. Aufwendungen erfasst. In der Konzerngesamtergebnisrechnung sind aus dem operativen Geschäft Kursverluste in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 24) und Kursgewinne in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 499) enthalten. Diese Kursdifferenzen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Die Währungsumrechnung der Abschlüsse von ein- bezogenen Unternehmen in Nicht-Euro-Ländern wird gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung mit der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Demnach werden Veränderungen in den Sach-anlagen und in den immateriellen Vermögens- werten zu Jahresdurchschnittskursen, das Eigenkapital zu historischen Kursen und alle übrigen Bilanzposten zu Kursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Unter- schiedsbeträge, die sich bei den Sachanlagen und bei den immateriellen Vermögenswerten ergeben, werden im Anlagespiegel in der Zeile „Währungsanpassung“ offen ausgewiesen. Alle Posten der Gewinn- und Ver- lustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden erfolgs- neutral behandelt und in die Rücklage für Währungs- differenzen eingestellt. Umrechnungsunterschiede aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam behandelt.

Die Wechselkurse der für die Voltabox AG wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Fremd- währung Bilanz- Mittelkurs am 31.12.2022 Bilanz- durch- schnitts- kurs 2022 GuV Durch- schnitts- kurs 2021
US-Dollar (USD) 1,07 1,05 1,13
1,18

Im Vorjahr wurden Fremdwährungsdifferenzen im Eigen- kapital durch die Veräußerung bzw. Aufgabe der Aktivitä- ten der US- und China-Gesellschaften in Höhe von TEUR 815 ergebniswirksam umgebucht.

8 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zur Bilanz

Allgemein

Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders ver- merkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Berichtsperiode der Voltabox AG umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022.

Einzelne Posten der Bilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung sind zur Verbesse- rung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst worden. Die Konzerngesamtergeb- nisrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkosten- verfahren gegliedert. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit gegliedert werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten fällig sind.

Der Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz, die Konzerngesamtergebnisrechnung, den Konzernanhang, die Konzernkapitalflussrechnung, die Konzerneigenkapi- talveränderungsrechnung und den Konzern-Segmentbe- richt. Ergänzend ist ein zusammengefasster Konzernlage- bericht aufgestellt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksich- tigung der Nebenkosten und Anschaffungspreisminde- rungen bilanziert. Sofern immaterielle Vermögenswerte einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden sie entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. wenn er sich am Standort und in dem vom Ma- nagement beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand be- findet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Hinweise zur Folgebilanzierung und Wert- minderung kann dem Abschnitt ,,Wertminderungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten“ entnommen werden. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, da die Krite- rien des IAS 38 nicht erfüllt sind.

Sachanlagen

Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaf- fungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich aller Anschaffungspreisminderungen bewertet. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bi- lanziert und abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei technischen Anlagen zwischen 5 und 10 Jahren, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.

Voll abgeschriebenes Anlagevermögen wird so lange unter Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die Vermögenswerte stillgelegt werden. Von den Erlösen aus Anlageabgängen werden die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgezogen. Ergebnisbeiträge aus Anla- geabgängen werden in der Konzerngesamtergebnisrech- nung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Alle Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der Sach- anlagen, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer abge- schrieben werden, daraufhin geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Hinwei- se vor, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.# Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden vorgenommen, wenn einem Vermögenswert ein Zeitwert beizulegen ist, der unter dessen Nettobuchwert liegt. Sind die Grundlagen für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr gegeben, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, die allerdings nicht zu einer Überschreitung der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten führen dürfen.

Leasing-Verhältnisse

Die Voltabox AG beurteilt zu Beginn eines jeden Vertrages, ob dieser ein Leasing-Verhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Bei Vertragsänderungen beurteilt die Voltabox AG erneut, ob ein Vertrag ein Leasing-Verhältnis begründet.

Der Konzern hat beschlossen, das Wahlrecht auszuüben und keine Bilanzierung von Leasing-Verhältnissen vorzunehmen, sofern es sich um einen Leasing-Vertrag mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten handelt oder das ermittelte Right of Use einen Wert von 5.000 EUR nicht übersteigt. In diesen Fällen wird der Aufwand aus dem Leasing-Verhältnis über seine spezifische Laufzeit linear erfasst. Dabei werden die einzelnen Leasing-Komponenten und Nicht-Leasing-Komponenten getrennt bilanziert.

Liegt ein Leasing-Verhältnis vor, so wird dieser Vertrag anhand des vertraglich vereinbarten Entgelts auf Basis der vertraglich vereinbarten relativen Einzelveräußerungspreise der Leasing-Komponenten und der aggregierten Einzelveräußerungspreise der Nicht-Leasing-Komponenten auf die einzelnen Leasing-Komponenten aufgeteilt. Dabei bestimmt die Voltabox AG den relativen Einzelveräußerungspreis anhand des Preises, den ein Leasinggeber oder ein ähnlicher Lieferant der Voltabox AG für diese oder vergleichbare Komponenten gesondert berechnen würde. Dabei greift die Voltabox AG, sofern kein beobachtbarer Markt vorliegt, auf Schätzungen zurück.

Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasing-Verhältnisses legt die Voltabox AG die unkündbare Grundlaufzeit und einen optionalen Verlängerungszeitraum zugrunde, soweit die Gesellschaft hinreichend sicher ist, diese Option auszuüben. Liegt eine Kündigungsoption vor, so wird dies bei der Bestimmung der Laufzeit entsprechend berücksichtigt, soweit die Ausübung der Option hinreichend sicher ist. Die Voltabox AG überprüft regelmäßig, ob die Nutzung einer Option hinreichend sicher ist.

Am Bereitstellungstermin erfasst die Voltabox AG einen Vermögenswert für das Nutzungsrecht und eine Leasing-Verbindlichkeit. Am Bereitstellungstermin wird das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen:
* Barwert der noch nicht geleisteten Leasing-Zahlungen zum Bereitstellungsdatum
* Geleistete Leasing-Zahlungen bei oder vor Bereitstellung
* Anfängliche direkte Kosten
* Geschätzte Kosten bei Demontage und Beseitigung

Die Leasing-Verbindlichkeit umfasst die zum Barwert der noch nicht geleisteten Leasing-Zahlungen zum Bereitstellungsdatum. Die Abzinsung erfolgt mit dem Zinssatz, der dem Vertrag zugrunde liegt (inhärenter Zinssatz). Sofern dieser nicht vorliegt, nutzt die Voltabox AG einen Grenzfremdkapitalzinssatz, der bei alternativen Finanzierungen (Mittelaufnahme mit ähnlicher Laufzeit und Besicherung) zugrunde gelegt wird.

Nicht geleistete Leasing-Zahlungen umfassen:
* alle fest vereinbarten Zahlungen abzüglich erhaltenen Leasing-Anreizen,
* variable Leasing-Zahlungen, die von einem Index oder einem Prozentsatz abhängen,
* Beträge, die zum Laufzeitende im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich entrichtet werden müssen,
* der Ausübungspreis einer Kaufoption, sofern die Ausübung hinreichend sicher ist, und
* Strafzahlungen für eine Kündigung, sofern deren Ausübung hinreichend sicher ist.

Das Nutzungsrecht wird linear, über den kürzeren Zeitraum aus Nutzungsdauer oder Leasing-Laufzeit, abgeschrieben und berichtigt um Neubewertungen der Leasing-Verbindlichkeit. Die Voltabox AG erfasst einen Wertminderungsaufwand nach IAS 36. Der Buchwert der Leasing-Verbindlichkeit wird nach Bereitstellung zum Stichtag jeweils um den Zinsaufwand erhöht und um geleistete Zahlungen vermindert. Eine Neubewertung der Leasing-Verbindlichkeit wird unmittelbar berücksichtigt.

Nutzungsrechte werden in der Bilanz der Voltabox AG nicht als separate Bilanzposten ausgewiesen. Aus diesem Grund erfolgt im Anhang eine gesonderte Aufführung. Leasing-Verbindlichkeiten werden als separate Bilanzposten ausgewiesen.

Wertminderungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten

An jedem Bilanzstichtag wird ermittelt, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der nichtfinanziellen Vermögenswerte (insbesondere immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer) vorliegen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird der erzielbare Betrag („Recoverable Amount“) des betreffenden Vermögenswertes ermittelt. Nach IAS 36.6 entspricht der erzielbare Betrag dem höheren aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten („Fair Value less Cost to Sell“) und dem Nutzungswert („Value in Use“) des Vermögenswerts bzw. einer identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die finanzielle Mittel aus der fortgesetzten Nutzung generiert („Cash-Generating-Unit“ / „CGU“). Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer CGU den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Für Vermögenswerte des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögenswerte wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts oder der CGU vorgenommen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.

Vorräte werden regelmäßig auf einen Wertminderungsbedarf hin überprüft. Die Effekte werden separat als entsprechende Wertminderung ausgewiesen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und zugleich bei der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den originären Finanzinstrumenten gehören bei der Voltabox AG insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, flüssige Mittel sowie Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Auch die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten ausschließlich Finanzinstrumente.

Die Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten erfolgt bei marktüblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zu den jeweiligen Stichtagskursen bewertet.

Für Zwecke der Bilanzierung und Bewertung werden finanzielle Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien zusammengefasst:
* zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC)
* ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL)
* ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI)

Zur Bilanzierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten wurden die folgenden Kategorien gebildet:
* zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC)
* erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL)

Die Voltabox AG ordnet finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in diese Kategorien jeweils zum Zugangszeitpunkt ein und überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Kriterien für die Einstufung eingehalten werden.

Die Voltabox AG bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder sie die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen, mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn die Voltabox AG alle wesentlichen, mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen nicht übertragen hat und sie die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert nicht behalten hat. Jeder Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die bei der Voltabox AG entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Wertberichtigungen zu finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und zu vertraglichen Vermögenswerten aus Vereinbarungen mit Kunden erfolgen unter Berücksichtigung erwarteter Kreditausfälle. Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertraglichen Vermögenswerten und Leasing-Forderungen werden nach dem vereinfachten Ansatz mit den erwarteten lebenslangen Kreditausfällen ermittelt.

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungsindikatoren untersucht.# Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden als wertgemindert betrachtet, wenn infolge einer oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme der Finanzinstrumente negativ verändert haben. Objektive Hinweise auf einen eingetretenen Wertminderungsaufwand könnten verschiedene Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen sein.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn das Geschäftsmodell das Halten des finanziellen Vermögenswertes zwecks der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme vorsieht und die Vertragsbedingungen des Instruments ausschließlich zu Zahlungsströmen führen, die Zinszahlungen und Tilgungsleistungen darstellen. Bei erstmaliger Erfassung werden Finanzinstrumente, die der Kategorie AC angehören, mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der direkt zuordenbaren Transaktionskosten angesetzt.

Im Rahmen der Folgebewertung werden die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte nach der Effektivzinsmethode bewertet. Bei Anwendung der Effektivzinsmethode werden alle in die Berechnung des Effektivzinssatzes einfließenden direkt zuordenbaren Gebühren, gezahlte oder erhaltene Entgelte, Transaktionskosten und anderen-Agien oder -Disagien über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments amortisiert. Zinserträge und -aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam unter "Zinsertrag" beziehungsweise "Zinsaufwand aus Finanzinstrumenten" ausgewiesen. Nicht verzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Die flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände sowie Kontokorrentguthaben bei Banken und sonstigen Finanzinstituten. Diese werden nur in den liquiden Mitteln ausgewiesen.

Wenn das Geschäftsmodell das Halten und Verkaufen des finanziellen Vermögenswertes vorsieht und die Vertragsbedingungen des Instruments ausschließlich zu Zahlungsströmen führen, die Zinszahlungen und Tilgungsleistungen darstellen, wird der finanzielle Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertveränderungen im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Finanzielle Vermögenswerte, die ausschließlich für Handelszwecke gehalten werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertveränderungen im Gewinn 60 Geschäftsbericht 2022 oder Verlust ausgewiesen werden. Derivate gehören zu dieser Kategorie.

Zudem besteht die Möglichkeit, Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, mittels der Fair Value-Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn dadurch eine Bewertungs- oder Ansatzinkonsistenz deutlich reduziert oder verhindert wird. Die Voltabox AG macht von der Fair Value-Option keinen Gebrauch.

Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten als finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die langfristigen Verbindlichkeiten werden anhand der Effektivzinsmethode abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Zinserträge und -aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam unter "Zinsertrag" beziehungsweise "Zinsaufwand aus Finanzinstrumenten" ausgewiesen.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls sie zu Handelszwecken gehalten oder beim erstmaligen Ansatz entsprechend bestimmt wird. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Direkt zurechenbare Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst, sobald sie anfallen.

Fair Value-Bewertung

Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert folgt einer dreistufigen Hierarchie und orientiert sich an der Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt. Dabei wird ein Markt als „aktiv“ bezeichnet, wenn auf diesem notierte Preise leicht und regelmäßig verfügbar sind und diese Preise aus tatsächlichen, sich regelmäßig ereignenden Markttransaktionen „At-Arms-Length“ beruhen.

  • Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
  • Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Stufe 2 werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen und mithilfe anerkannter Modelle, z.B. Discounted Cashflow-Modell, berechnet.
  • Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Im Rahmen der Folgebewertung der Finanzanlage ForkOn wurden Unternehmensplanungen des Unternehmens herangezogen. Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis der am Abschlussstichtag zur Verfügung stehenden Marktkonditionen mittels finanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt. Sie entsprechen den Preisen, die zwischen unabhängigen Marktteilnehmern für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würden.

Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen berücksichtigt. In den Geschäftsjahren 2022 und 2021 gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1, Stufe 2 oder Stufe 3.

Die Bewertung der Beteiligung an der ForkOn GmbH erfolgt auf der zur Verfügung gestellten Unternehmensplanung. Die Annahmen der Planung wurden im Rahmen der Aufsichtsratstätigkeit mit der Gesellschaft verifiziert.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern. Die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung bzw. eine Zahlung der Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung des Betrags basiert auf dem Steuergesetzesstand und damit denjenigen Steuersätzen, die zum Bilanzstichtag gelten oder angekündigt sind.

Latente Steuern werden nach IAS 12 gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern („Temporary Concept“). Darüber hinaus werden latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche werden in dem Umfang aktiviert, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen genutzt werden können.

Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen 61 Geschäftsbericht 2022 und Schätzungen zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, kann dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ausschlaggebend für die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen beziehungsweise steuerlichen Vergünstigungen, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Zeiträume, in denen steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können.

Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage zum Bilanzstichtag gelten. Eine Saldierung laufender Ertragsteueransprüche und -schulden sowie aktiver und passiver latenter Steuern wurde vorgenommen, wenn eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist und die latenten Steueransprüche und -schulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, sowie ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden vorliegt. Latente Steuern werden langfristig ausgewiesen.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 alle Aufwendungen, die den Erzeugnissen direkt zuzurechnen sind, sowie alle systematisch zuzurechnenden fixen und variablen Produktionsgemeinkosten. Sie enthalten damit neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da die Voraussetzungen für qualifizierte Vermögenswerte nicht erfüllt sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.# Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden im Wesentlichen nach der Methode des gleitenden Durchschnitts bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken ausreichend Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Die Ermittlung der Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht im Wesentlichen auf Einschätzungen und Beurteilungen der Kreditwürdigkeit und der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Kunden.

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel beinhalten Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bestand der flüssigen Mittel.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der wahrscheinlichsten, zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ermittelt, ohne diese mit Rückgriffsansprüchen zu verrechnen. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat, oder die Qualifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtungen auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Erfüllungsverpflichtungen bzw. der tatsächliche Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von den Rückstellungsbeträgen abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich ggf. erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Voltabox AG erfasst Umsatzerlöse, wenn Leistungsverpflichtungen gegenüber Kunden durch die Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung erfüllt werden. Der Transaktionspreis ist die Gegenleistung, die das Unternehmen für die Übertragung der Güter und Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Variable Transaktionspreisbestandteile wie z.B. Rabatte, Skonti, Vertragsstrafen oder Kundenboni mindern die Umsatzerlöse.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen erfasst die Voltabox AG zeitpunkt- und zeitraumbezogen. Zeitraumbezogen werden Umsatzerlöse entweder in Höhe des Verhältnisses der in der Periode angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten realisiert oder in Höhe des Betrages erfasst, den das Unternehmen in Rechnung stellen darf. Von der Vereinfachung nach IFRS 15.B16 wird kein Gebrauch gemacht.

Kosten für die Anbahnung eines Vertrages mit einem Kunden werden als Vermögenswert aktiviert, wenn die Voltabox AG davon ausgeht, dass sie diese Kosten zurückerlangt und diese Kosten direkt zurechenbar sind. Für die Auflösung des Vermögenswertes stellt die Voltabox AG die erfüllten Leistungsverpflichtungen der Gesamtsumme der Leistungsverpflichtungen des betreffenden Vertrages mit Kunden gegenüber.

Bei Verkäufen mit Rückgaberechten werden die Umsatzerlöse in der Höhe erfasst, welche der Erwartung des Unternehmens entsprechen. Die dem Umsatz zugehörigen Aufwandspositionen werden entsprechend angepasst. Die Voltabox AG erfasst für den nicht realisierten Umsatz einen Vermögenswert für den Rückgabeanspruch und eine Rückerstattungsverbindlichkeit bzw. nicht eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2021 wurde das Instrument der Kurzarbeit genutzt. Infolge der Inanspruchnahme bezog der Voltabox-Konzern von der Bundesagentur für Arbeit Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 268 (Vorjahr: TEUR 684).

9 Verwendung von Schätzungen, Annahmen und Ermessensausübungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden folgende Schätzungen und Annahmen getroffen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:

Zusammenfassung zu Zahlungsmittegenerierenden Einheiten

Die Beurteilung, ob mehrere Vermögenswerte zu einer einzigen Zahlungsmittelgenerierenden Einheit zusammenzufassen sind, unterliegt einer Ermessensentscheidung des Konzerns.

Leasing-Verhältnisse

Die Voltabox AG bilanziert einzelne Leasing-Komponenten und Nicht-Leasing-Komponenten getrennt. Liegt ein Leasing-Verhältnis vor, so wird dieser Vertrag anhand des vertraglich vereinbarten Entgeltes auf Basis der vertraglich vereinbarten relativen Einzelveräußerungspreise der Leasing-Komponenten und des aggregierten Einzelveräußerungspreises der Nicht-Leasing-Komponenten auf die einzelnen Leasing-Komponenten aufgeteilt. Dabei bestimmt die Voltabox AG den relativen Einzelveräußerungspreis anhand des Preises, den ein Leasing-Geber oder ein ähnlicher Lieferant der Voltabox AG für diese oder vergleichbare Komponenten gesondert berechnen würde. Dabei greift die Voltabox AG, sofern kein beobachtbarer Markt vorliegt, auf Schätzungen zurück.

Die Voltabox AG trifft Annahmen über die Höhe des Grenzfremdkapitalzinssatzes im Rahmen des Ersatzansatzes von Leasing-Verhältnissen und stellt hier auf einen leicht beobachtbaren Zinssatz, der auf demselben Zahlungsprofil wie das des Leasing-Vertrages beruht, ab.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt in Einzelfällen anhand der erwarteten Erlöse abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die tatsächlichen Erlöse und die noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Andere Vermögenswerte und Schulden

Annahmen und Einschätzungen sind grundsätzlich für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 sowie für Eventualverbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte. Da die konkreten Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesellschaft nicht absehbar sind, kann die Gesellschaft im Rahmen der Rechnungslegung derzeit keine entsprechenden Einflüsse im Rahmen der Bewertung berücksichtigen.

Aktive latente Steuern

Der Betrag der aktiven latenten Steuern, der die passiven latenten Steuern des gleichen Steuersubjektes und der gleichen Steuerbehörde übersteigt, wird nur insofern angesetzt, wie in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist und damit ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint. Zudem bestehen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Umkehreffekte nach IAS 12.29 a (ii). Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.

Sonstige Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der später tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann insofern von den zum Bilanzstichtag bilanzierten sonstigen Rückstellungen abweichen.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich können Voltabox-Konzerngesellschaften Parteien in Rechtsstreitigkeiten sein. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet, soweit notwendig, Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt der Vorstand die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage, die formale Geltendmachung eines Anspruchs oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist.

Umsatzerlöse

Ermessensentscheidungen werden durch den Vorstand hinsichtlich der Zuordnung des Transaktionspreises zu den Leistungsverpflichtungen vorgenommen.# 11 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten, Materialien und Vertriebsrechten vermindert um Erlös-schmälerungen. Der Konzern realisierte Umsätze bislang ausschließlich zeitpunktbezogen. Die Umsatzerlöse der fortgeführten Geschäftsbereiche gliedern sich wie folgt:

In TEUR 01.01.2022-31.12.2022 01.01.2021-31.12.2021
Inland 2.097 2.468
EU Ausland 798 510
Nicht-EU Ausland 88 512
Summe geografische Gebiete 2.983 3.490

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine neue Tochtergesellschaft gegründet. Diese wurde im Geschäftsjahr 2022 vornehmlich im Rahmen der Gründungsphase eigenständig, aber zunehmend mit hohen Synergien 64 Geschäftsbericht 2022 tätig. Da der Grad der Eigenständigkeit der GreenCluster GmbH derzeit noch nicht konkret abzusehen ist, werden die Umsätze der Einheiten nicht getrennt dargestellt. Zum 31. Dezember 2022 bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.675 (Vorjahr: TEUR 209). Im Geschäftsjahr sind keine Minderungen für Umsätze aus Verträgen mit Rückgaberechten erfasst worden.

12 Sonstige betriebliche Erträge

Im Berichtszeitraum enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen folgende Positionen:

In TEUR 01.01.–31.12.2022 01.01.–31.12.2021
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 247 0
Erträge aus Währungsumrechnung 27 499
Erträge aus KFZ-Überlassung an Arbeitnehmer 17 55
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 121 0
Übrige sonstige betriebliche Erträge 583 1.423
Summe der sonstigen betrieblichen Erträge 995 1.978

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Personaldienstleistungen in Höhe von TEUR 303.

13 Andere aktivierte Eigenleistungen

Soweit in der Berichtsperiode Entwicklungsprojekte die Voraussetzungen nach IAS 38.21 sowie nach IAS 38.57 erfüllen und aktiviert werden, sind unter den anderen aktivierten Eigenleistungen projektbezogene Entwicklungskosten erfasst. Die aktivierten Beträge sind innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen. Die aktivierten Eigenleistungen der Geschäftsjahre 2022 und 2021 enthalten folgende Positionen:

In TEUR 01.01.–31.12.2022 01.01.–31.12.2021
Projektbezogene Entwicklungskosten 0 201
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 201

Im Geschäftsjahr 2022 sind für die Forschung und Entwicklung Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 787) erfasst worden.

14 Materialaufwand

Der Materialaufwand für die Geschäftsjahre 2022 und 2021 (für die fortgeführten Geschäftsbereiche) enthält folgende Positionen:

In TEUR 01.01.–31.12.2022 01.01.–31.12.2021
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.419 2.940
Aufwendungen für bezogene Leistungen 23 118
Materialaufwand 2.442 3.058

15 Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug in der abgelaufenen Berichtsperiode TEUR 1.078 (Vorjahr: TEUR 2.798) und gliedert sich wie folgt:

In TEUR 01.01.–31.12.2022 01.01.–31.12.2021
Löhne und Gehälter 908 1.806
Soziale Abgaben 170 992
Davon Aufwendungen für Altersversorgung 0 0
Personalaufwand 1.078 2.798

Der Personalaufwand im Berichtsjahr 2022 beinhaltet TEUR 268 (Vorjahr: TEUR 684) ertragswirksam erfasste Zuschüsse (Arbeitgeberanteil) von Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit; diese resultieren aus der Kurzarbeit, die bis Dezember 2021 genutzt worden ist. Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Mitarbeiter- anzahl zum Stichtag 31.12.2022 Durchschnittliche Mitarbeiter- anzahl 01.01.–31.12.2022 Durchschnittliche Mitarbeiter- anzahl 01.01.–31.12.2021 Anzahl Mitarbeiter zum Stichtag 31.12.2021
Angestellte 19 15 28
Gewerbliche Mitarbeiter 7 4 18
Personalbestand 26 19 46

16 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der fortgeführten Geschäftsbereiche umfassen die folgenden Positionen:

In TEUR 01.01.–31.12.2022 01.01.–31.12.2021
Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten 288 346
65 Geschäftsbericht 2022
Aufwendungen für Prüfungs- und Abschlusskosten 255 226
Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen und IT 216 816
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 241 18
Aufwendungen für Fracht und Verpackung 90 176
Aufwendungen für KFZ-, Werbe- und Reisekosten 146 93
Aufwendungen für Miete 553 415
Aufwendungen für Versicherungen und Beiträge 230 362
Aufwendungen für Gewährleistungen und Schadensersatz 405 29
Aufwendungen für Investor Relations und Hauptversammlung 161 94
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 375 783
Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2.960 3.264

17 Abschreibungen

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. In den Abschreibungen enthalten sind außerordentliche Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) auf die Beteiligung an der ForkOn GmbH. Detaillierte Aufstellungen hierzu sind in den Kapiteln zu den immateriellen Vermögenswerten, den Sachanlagen und den Finanzanlagen erfasst.

18 Finanzergebnis

In TEUR 01.01.–31.12.2022 01.01.–31.12.2021*
Finanzerträge 0 0
Zinserträge 0 0
Finanzierungsaufwendungen -65 -9
Sonstige Finanz- und Zinsaufwendungen 65 9
Finanzergebnis -65 -9
*fortgeführte Geschäftsbereiche

Unter den sonstigen Finanz- und Zinsaufwendungen werden Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) erfasst. Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 8) entfielen auf Leasing-Verbindlichkeiten.

19 Ertragsteuern

Die Berechnung der inländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2022 in Höhe eines unverändert kombinierten Ertragsteuersatzes von 30 % (Vorjahr: 30 %), der sich für Deutschland unter Berücksichtigung von Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag ergibt. Der Konzernsteuersatz entspricht dem Steuersatz der inländischen latenten Steuern. Im Geschäftsjahr 2022 wurden wie im Vorjahr keine Ertragsteuern und latenten Steuern erfasst. Aktivische und passivische latente Steuern wurden im Zusammenhang mit folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:

In TEUR 31.12.2022 Aktivische latente Steuern 31.12.2022 Passivische latente Steuern 31.12.2021 Aktivische latente Steuern 31.12.2021 Passivische latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 0 0 0 0
Sachanlagen 0 0 71 71
Forderungen, übrige Vermögenswerte und Verlustvorträge 0 0 0 0
Aktive und passive latente Steuern vor Saldierung 0 0 71 71
Saldierung 0 0 -71 -71
Aktive und passive latente Steuern nach Saldierung 0 0 0 0

In Deutschland sind die Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für die ausländischen Verlustvorträge aus der Voltabox of Texas, Inc. ist die Nutzbarkeit auf 20 Jahre begrenzt. Verlustvorträge der Voltabox of Texas, Inc., die ab dem Geschäftsjahr 2021 entstanden sind, können unbegrenzt vorgetragen werden. Die Voltabox AG geht jedoch davon aus, dass die Nutzbarkeit von inländischen und ausländischen Verlustvorträgen begrenzt ist und diese untergehen werden. Gemäß IAS 12.81 (c) ist der tatsächliche Steueraufwand mit dem Steueraufwand zu vergleichen, der sich bei Verwendung der anzusetzenden Steuersätze auf das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern ergeben würde. Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Überleitung vom rechnerischen Steueraufwand zum tatsächlichen Steueraufwand.

In TEUR 01.01.–31.12.2022 01.01.–31.12.2021
Ergebnis vor Steuern -3.961 -10.008
Rechnerischer Steueraufwand bei einem Steuersatz von 28,8 % (Vj.: 28,8 %) -1.141 -2.882
Nichtansatz latenter Steuern 1.141 2.882
Goodwill-Impairments 0 0
Tatsächlicher Steueraufwand 0 0
66 Geschäftsbericht 2022

20 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 „Ergebnis je Aktie“ auf Basis des Konzernergebnisses ermittelt und beläuft sich für das Geschäftsjahr 2022 auf -0,23 EUR (Vorjahr: -0,81 EUR). Die Aktienanzahl (innerhalb des Geschäftsjahres 2022 durchschnittlich im Umlauf befindlich: 16.895.897 Stückaktien; zum Bilanzstichtag 31.12.2022 im Umlauf befindlich: 17.407.500 Stückaktien) hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (15,6 Mio. Stückaktien) aufgrund der am 28.04.2022 eingetragenen Kapitalerhöhung erhöht. Nähere Angaben zu den durchgeführten Kapitalerhöhungen finden sich in Note (30). Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.

In TEUR 01.01.2022-31.12.2022 01.01.2021 - 31.12.2021
Konzernergebnis* -3.920 -12.838
Durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien 16.895.897 15.825.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie -0,23 -0,81
* ohne auf Minderheiten entfallende Anteile

21 Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung und Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Erläuterungen zu den Investitionen befinden sich im zusammengefassten Lagebericht. Im Geschäftsjahr wurden gewerbliche Schutzrechte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.231) wertberichtigt.

Aktivierte Entwicklungskosten
Unter den immateriellen Vermögenswerten wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 0 aktiviert (Vorjahr: TEUR 201). In der Berichtsperiode wurden interne Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 171) als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 568).## 22 Sachanlagen

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen betragen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 597 (Vorjahr: TEUR 1.114). Teile des beweglichen Anlagevermögens werden über Leasing-Verträge finanziert, die regelmäßig eine Laufzeit von 4 bis 5 Jahren haben. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasing-Raten werden als Verbindlichkeiten passiviert. Der Nettobuchwert der aktivierten Vermögenswerte aus den Leasing-Verträgen zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 238). Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasing-Raten betragen TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 254) und werden als Verbindlichkeiten zu ihrem Barwert passiviert. Im Übrigen wurden keine festen Vereinbarungen über die weitere Nutzung der Leasing- Gegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit getrof- fen. Die Voltabox AG geht jedoch davon aus, dass die Leasing-Gegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit günstig erworben beziehungsweise zu einem günstigen Mietzins weiter genutzt werden können. Im Berichtsjahr betrug der Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 0).

23 Leasing-Verhältnisse

Die bilanzierten Leasing-Verhältnisse lassen sich zum Bilanzstichtag auf die Nutzungsrechte und Leasing-Ver- bindlichkeiten wie nachfolgend dargestellt überleiten:

In TEUR Nutzungsrecht Kurzfristige Leasing- Verbindlichkeit Langfristige Leasing- Verbindlichkeit
31.12.2022
Gebäude 226 73 156
Technische Anlagen und Maschinen 34 35 0
Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 52 14 39
31.12.2021
Technische Anlagen und Maschinen 229 254 0
Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 9 1 0

Der Konzern mietet bzw. least verschiedene Gebäude, Fahrzeuge und Maschinen. Diese Vertragsverhältnisse werden in der Regel für feste Zeiträume von 6 bis 180 Monaten abgeschlossen. Der Zahlungsmittelabfluss aus Leasing-Verhältnissen be- trägt im Geschäftsjahr TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 1.195). Der Zinsaufwand beläuft sich auf TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 625).

24 Finanzanlagen

Der beizulegende Zeitwert der Beteiligung zum 31. Dezember 2022 wurde unter Anwendung der Discounted- Cashflow-Methode (DCF-Methode) basierend auf dem prognostizierten Abzinsungssatz und den Erwartungen über die künftigen Zahlungsströme ermittelt und ist deshalb der Stufe 3 der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts zugeordnet. Zum 31. Dezember 2021 wurde diese Beteiligung als unbedeutend eingestuft und daher zu Anschaffungskosten bewertet, da es keine Hinweise darauf gab, dass die Anschaffungskosten nicht dem bei- zulegenden Zeitwert entsprechen. Der beizulegende Zeitwert dieser Beteiligung hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert:

in TEUR
Anfangsbestand zum 01.01.2022
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Verluste
Endbestand zum 31.12.2022
1.400
1.000
400

Die Veränderung umfasst ausschließlich auf die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den Wertminde- rungen auf Finanzanlagen erfassten Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die folgende Tabelle fasst die quantitativen Angaben zu den wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren zusammen, die bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung in Stufe 3 verwendet wurden:

Nicht beobachtbare Inputfaktoren zum beizulegenden Zeitwert Verhältnis der nicht beobachtbaren Inputfaktoren zum beizulegenden Zeitwert (gewicht- teter Durch- schnitt) Bandbreite
zum 31.12.2022 in TEUR
Abzinsungs- satz 12% TEUR 62
Erwartete Cashflows 4.900 TEUR 6.324

Eine Änderung des Abzinsungssatzes um 100 Basispunkte würde den beizu- legenden Zeitwert um TEUR 62 erhöhen/ vermindern. Wären die erwarteten Cashflows um 10 % höher bzw. niedriger, würde sich der beizulegende Zeitwert um TEUR 5.612 erhöhen/ vermindern.

25 Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

In TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 824 0
Unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen 0 73
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 0 0
Vorräte 824 73

Wertminderungen auf Vorräte waren nicht erforderlich. Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr keine Vorräte für die Besicherung von Verbindlichkeiten genutzt worden.

26 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leis- tungen leitet sich wie folgt her:

In TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 1.789 234
abzgl. Wertberichtigungen 112 25
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.675 209

Die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forde- rungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

In TEUR Buch- wert davon weder wertge- mindert noch über- fällig davon wie folgt überfällig, aber nicht wertgemindert
31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.789 949 438 (0-30 Tage), 157 (30-60 Tage), 86 (60-90 Tage), 468 (>90 Tage)
Erfasste Wertminderung 112 0 0 (0-30 Tage), 0 (30-60 Tage), 0 (60-90 Tage), 423 (>90 Tage)
Nettobetrag 1.675 949 438 (0-30 Tage), 157 (30-60 Tage), 86 (60-90 Tage), 45 (>90 Tage)
31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 234 62 58 (0-30 Tage), 8 (30-60 Tage), 5 (60-90 Tage), 80 (>90 Tage)
Erfasste Wertminderung 25 0 0 (0-30 Tage), 0 (30-60 Tage), 0 (60-90 Tage), 0 (>90 Tage)
Nettobetrag 209 62 58 (0-30 Tage), 8 (30-60 Tage), 5 (60-90 Tage), 80 (>90 Tage)

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch über- fälligen Forderungsbestands lagen zum Bilanzstichtag keinerlei Hinweise vor, die darauf hindeuten, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nach- kommen.

27 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten die folgenden Positionen:

In TEUR 31.12.2022 31.12.2021
AC FVPL FVOCI 0 0
Sperrkonto für Veritätsgarantie 0 21
Rechnungsabgrenzungs- posten 8 0
Übrige Vermögenswerte 373 0
zur Durchführung der Kapitalrücklage geleistete Einlage 1.915 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.296 2.432

Die Überfälligkeiten der sonstigen kurzfristigen Ver- mögenswerte stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

In TEUR Buch- wert davon weder wertge- mindert noch über- fällig davon wie folgt überfällig, aber nicht wertgemindert
31.12.2022
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.296 2.296 0 (0-30 Tage), 0 (30-60 Tage), 0 (60-90 Tage), 0 (>90 Tage)
31.12.2021
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.432 2.432 0 (0-30 Tage), 0 (30-60 Tage), 0 (60-90 Tage), 0 (>90 Tage)

Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten lagen zum 31. Dezember 2022 keine Anhaltspunkte vor, dass nennenswerte Zahlungsausfälle eintreten werden.

28 Flüssige Mittel

Die Kassenbestände und Bankguthaben sind zum beizu- legenden Zeitwert bilanziert. Die flüssigen Mittel setzen sich aus TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) Kassenbestand und TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 410) Bankguthaben zusammen.

29 Eigenkapital

Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Eigen- kapitals für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 ist in der Konzerneigenkapitalverände- rungsrechnung dargestellt.

Grundkapital

Das Grundkapital der Voltabox AG beträgt zum 31.12.2022 TEUR 17.408 (Vorjahr: TEUR 15.825) und ist in 17.408.000 aufden Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechneri- schen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt. Das Grundkapital wurde im Rahmen einer ersten Kapi- talerhöhung am 22.02.2022 um 1.583.000 auf 17.408.000 erhöht. Am 28.11.2022 wurden erneut 1.740.749 neue Aktien zu einem Preis von 1,10 Euro ausgegeben. Zum 31.12.2022 waren die Auszahlung und die Übertragung der Aktien aus der zweiten Kapitalerhöhung noch ausstehend.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

In TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Gewinn-/Verlustvortrag -34.335 -21.496
Konzernergebnis -3.962 -12.840
Bilanzgewinn -38.296 -34.336

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der Voltabox AG beträgt zum 31.12.2022 TEUR 20.704 (Vorjahr: TEUR 20.229). Die Kapitalrücklage wurde im Rahmen einer ersten Kapi- talerhöhung am 22.02.2022 um TEUR 475 auf TEUR 20.704 erhöht. Die zweite Kapitalerhöhung des Berichtsjahres wurde am 15.02.2023 in das Handelsregister eingetragen, sodass im Abschluss des Berichtsjahres ein Sonderposten im Eigenkapital in Höhe von 1,9 Mio. Euro gebildet wurde (Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage).

30 Leasing-Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Leasing-Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

In TEUR Rest- laufzeit < 1 Jahr Rest- laufzeit zwischen 1 und 5 Jahre Rest- laufzeit > 5 Jahre
31.12.2022
Mindestleasing- zahlungen 136 207 0
Zukünftige Zinszahlungen -14 -12 0
Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen (Tilgungsanteil) 122 195 0
davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen 195
davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen 122
31.12.2021
Mindestleasing- zahlungen 262 0 0
Zukünftige Zinszahlungen -8 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen (Tilgungsanteil) 254 0 0
davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen 0
davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen 254

31 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Zum Stichtag bestehen keine kurz- oder langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

32 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten folgende Posten:

In TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 2.668 1.079
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 12 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.680 1.079

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesent- lichen ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 1.700 und Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlun- gen von TEUR 539.# 33 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig und entwickelten sich wie folgt:

In TEUR 01.01.2022 Annahme Auflösung Zuführung 31.12.2022
Sonstige Rückstellungen 828 660 166 766 768

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Garantie- und Gewährleistungsfälle von TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 438) enthalten.

34 Zusätzliche Informationen zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Finanzinstrumente der Voltabox AG. Die folgende Übersicht fasst die Buchwerte der im Konzernabschluss enthaltenen Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien der IFRS zusammen:

In TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 4.773 4.003
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 475 1.400
5.248 5.403
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 4.025 3.179
4.025 3.179

Die Voltabox AG hat keine Umgliederungen zwischen diesen Kategorien im Geschäftsjahr 2022 vorgenommen. Die Buch- und Zeitwerte der kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte betragen zum Stichtag:

In TEUR 31.12.2022 AC FVPL FVOCI
BW FV BW FV BW FV
AKTIVA
Flüssige Mittel 800 800 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.675 1.675 0 0
Forderungen gegen nahestehende Personen 2 2 0 0
Beteiligung 0 0 475 0
Sonstige Vermögenswerte 2.296 2.296 0 0
Summe Aktiva 4.773 4.773 475 0
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.028 1.028 0 0
Leasing- Verbindlichkeiten 317 317 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.679 2.679 0 0
Summe Passiva 4.024 4.024 0 0
In TEUR 31.12.2021 AC FVPL FVOCI
BW FV BW FV BW FV
AKTIVA
Flüssige Mittel 410 410 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 209 209 0 0
Forderungen gegen nahestehende Personen 952 952 0 0
Beteiligung 0 0 1.400 0
Sonstige Vermögenswerte 2.432 2.432 0 0
Summe Aktiva 4.003 4.003 1.400 0
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.846 1.846 0 0
Leasing- Verbindlichkeiten 254 254 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.079 1.079 0 0
Summe Passiva 3.179 3.179 0 0

Die Voltabox AG hält keine Barsicherheiten und nimmt keine bilanziellen Saldierungen vor. Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in der Konzernbilanz brutto ausgewiesen. Voltabox unterscheidet einbringliche von zweifelhaften beziehungsweise notleidenden und uneinbringlichen finanziellen Vermögenswerten. Für einbringliche finanzielle Vermögenswerte erfolgt die Abwertung nach dem erwarteten 12-Monats-Kreditverlust. Für zweifelhaftes beziehungsweise notleidendes Finanzvermögen erfolgt eine Abwertung in Höhe des bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverlusts. Uneinbringliche Forderungen werden als Abgang erfasst. Eine Forderung gilt als notleidend (Definition of Default), wenn wesentliche Gründe dafürsprechen, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Voltabox AG nicht nachkommt.

Die folgende Übersicht fasst die Kreditqualität und das maximale Ausfallrisiko der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte zusammen:

In TEUR 31.12.2022 Kredit- qualität Brutto- handlungswert Wert- berich- tigung Netto- buch- wert
AKTIVA
Sonstige Vermögenswerte einbringlich 12-month ECL 2.296 0 2.296
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einbringlich simplified approach 1.675 185 1.860
Forderungen gegen nahestehende Personen einbringlich 12-month ECL 2 0 2
Flüssige Mittel einbringlich 12-month ECL 800 0 800
In TEUR 31.12.2021 Kredit- qualität Brutto- handlungswert Wert- berich- tigung Netto- buch- wert
AKTIVA
Sonstige Vermögenswerte einbringlich 12-month ECL 2.432 0 2.432
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einbringlich simplified approach 234 25 209
Forderungen gegen nahestehende Personen einbringlich 12-month ECL 952 0 952
Flüssige Mittel einbringlich 12-month ECL 410 0 410

Wertberichtigungen zu Darlehen und zu sonstigen Forderungen erfasst Voltabox unter Berücksichtigung vergangener Ereignisse und Erwartungen zur künftigen Entwicklung des Kreditrisikos. Die Methoden zur Bemessung der Wertberichtigung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Bei den flüssigen Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben. Der Voltabox-Konzern legt Zahlungsmittelbestände ausschließlich bei Banken mit höchster Kreditwürdigkeit und Ausfallwahrscheinlichkeiten nahe Null an. Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden – dem vereinfachten Ansatz nach IFRS 9.5.5.15 entsprechend – durchgängig mit dem bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverlust bewertet. Bei der Ermittlung der Wertberichtigung werden die Forderungen in Risikokategorien unterteilt und mit unterschiedlichen Wertminderungssätzen belegt. Forderungen werden abgeschrieben, wenn sich ein Schuldner in schwerwiegigen finanziellen Schwierigkeiten befindet und keine Aussicht auf Eintreibung besteht.

35 Management von Risiken aus Finanzinstrumenten

Der nachfolgende Abschnitt erläutert die Positionen des Konzerns im Hinblick auf finanzielle Risiken und wie sich diese auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Zukunft auswirken können. Die Risiken aus Finanzinstrumenten, deren Auswirkung und deren Management werden nachfolgend dargestellt:

| Risiko | Risiken aus Bewertung | Management 31.12.2022 | 31.12.2021
------- | --------
In TEUR | USD | Übrige USD | Übrige
Fremdwährungsrisiko
Transaktionsbezogenes Fremdwährungsrisiko | 3 | 0 | 589 | 0
Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen | 3 | 0 | 589 | 0
Netto-Exposure Fremdwährungspositionen | 3 | 0 | 589 | 0
Veränderung der Fremdwährungspositionen durch Aufwertung des Euro um 10 % | 2 | 0 | 52 | 0

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko, also das Risiko, dass der Voltabox-Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch ein flexibles Cash-Management begrenzt. Zum 31. Dezember 2022 standen Voltabox Zahlungsmittel und Äquivalente in Höhe von TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 410) zur Verfügung.

72 Geschäftsbericht 2022
In TEUR 31.12.2022
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 800
Summe Liquidität 800
Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 3.912
Langfristige Finanzschulden 195
Summe Finanzschulden 4.107
Nettoverschuldung -3.307

Die Nettoliquidität bzw. die Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.

Die folgende Tabelle zeigt Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022:

In TEUR 2023 2024 – 2028 und danach 2029 und danach
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen 122 195 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.110 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.680 0 0
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten 3.912 195 0
In TEUR 2022 2023 – 2027 und danach
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen 254 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.846 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.079 0
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten 3.179 0
36 Haftungsverhältnisse, Eventualforderungen und -schulden sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2022 bestehen keine Haftungsverhältnisse und nicht bilanzierte Eventualforderungen oder Eventualschulden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
In TEUR Rest- laufzeit < 1 Jahr Rest- laufzeit 1 und 5 Jahre Rest- laufzeit > 5 Jahre 31.12.2022 31.12.2021
Bestellobligo 3.021 1.966 0 4.987 0
Verpflichtungen aus Mietverhältnissen 0 0 0 0 30
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 3.021 1.966 0 4.987 30
73 37 Entwicklung des Konzernanlagevermögens
Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2022
Um- gliederung Anschaffungskosten Abschreibungen Buchwert
In TEUR 01.01.2022 Zugänge Umbuchung
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 42 0
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 0 0 0
Summe Immaterielle Vermögenswerte 0 42 0
Nutzungsrechte aus Leasing-Verhältnissen
Gebäude 0 266 0
Technische Anlagen und Maschinen 1.953 311 0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 43 62 0
Summe Nutzungsrechte 1.996 639 0
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 0 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 0 0 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14 310 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0
Summe Sachanlagen 14 310 0
Summe gesamt 2.010 991 0
74 Geschäftsbericht 2022
38 Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung
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In der Konzernkapitalflussrechnung werden nach IAS 7 (Cash Flow Statements) die Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß IAS 7.18b aufgestellt. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Nettoverbindlichkeiten im Geschäftsjahr haben sich wie folgt geändert:

In TEUR Darlehen Leasing Finanzierungsmittel Summe Nettoverbindlichkeit
zum 01. Januar 2021 908 13.778 2.337 -12.349
Anpassung IFRS 5 0 -9.928 0 9.928
Cashflows -46 -1.319 -1.927 -562
Veränderung beizulegende Zeitwerte 0 0 0 0
Währungsum- rechnungseffekte -862 -2.277 0 3.139
Nettoverbindlichkeit zum 31. Dezember 2021 0 254 410 156
Cashflows 0 87 390 303
IFRS 16 Zinsaufwendungen 0 -24 0 24
IFRS 5 0 0 0 0
Währungsum- rechnungseffekte 0 0 0 0
Nettoverbindlichkeit zum 31. Dezember 2022 0 317 800 483
39 Segmentberichterstattung
Die Voltabox AG verfügt im Geschäftsjahr über zwei Business Units die gleichzeitig unsere Segmente darstellen:
* VoltaMobil: Anbieter von Hochvoltbatteriesystemen für Bus-, Bau-, Landmaschinen und leichte Nutzfahrzeuge
* VoltaStore: Anbieter für elektrifizierter Infrastruktur insbesondere gewerbliche Batteriespeicher und Solar-Anwendungen

Die Segmentierung hat sich gegenüber dem Vorjahr geändert. Im Vorjahr erfolgte keine Berichterstattung in Segmenten. Das Segment VoltaStore wurde im Geschäftsjahr 2022 neu gegründet. Die Voltabox AG misst den Erfolg ihrer Segmente anhand der Segmentergebnisgrößen EBITDA und Umsatz. Die Segmente werden durch jeweilige Leiter der Business Units gesteuert. Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Dritten vereinbart würden. Verwaltungsleistungen werden als Kostenumlage berechnet.

In TEUR Volta Mobil Volta Store Konsolidierung Summe der berichts- pflichtigen operativen Segmente
Außenumsätze 2.119 864 2.983
davon Deutschland 1.146 864 2.010
davon Europa ohne Deutschland 886 0 886
davon Nordamerika 87 0 87
Konzerninnenumsätze 0 0 0
Umsatzerlöse 2.119 864 2.983
Übrige Erträge 1.477 0 -482 995
davon Deutschland 834 0 -85 351
davon Europa ohne Deutschland 0 0 0 0
davon Nordamerika 643 0 -397 246
Bestandsveränderung 0 203 203
Gesamtleistung 3.199 1.066 -85 4.180
Materialaufwand 1.470 972 2.442
Personalaufwand 970 170 -62 1.055
Sonstiger betrieblicher Aufwand 2.862 121 -23 2.960
EBITDA -2.663 -196 -2.859
Segmentinvestitionen 146 164 310
Langfristige Vermögenswerte 584 136 -20 720
Mitarbeiter zum Stichtag 20 6 26
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 16 3 19

Im Geschäftsjahr 2022 überschritten zwei Kunden die Schwelle von 10 % am Umsatz nach IFRS 8.34. Auf die Kunden entfallen Umsätze von TEUR 688 (23,1 %) und TEUR 729 (24,5 %).

40 Organe der Gesellschaft
Der Vorstand der Voltabox AG bestand zum Ende des Berichtsjahres aus dem CEO Patrick Zabel. Herr Zabel hat den vorherigen CEO Jürgen Pampel am 16.03.2022 abgelöst.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft bestand im Berichtsjahr bzw. besteht aus folgenden Personen:

  • Herbert Hilger – Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 22.11.2021) – Ehemaliger Manager der EW Industrie Batterien GmbH, im Ruhestand
  • Roland Mackert – Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 22.11.2021) – Selbstständiger Geschäftsführer der Trade AG
  • Toni Junas – Mitglied des Aufsichtsrats (ab 22.11.2021) – Notar und Stuba Stuttgarter Rechtsanwalt
75 Geschäftsbericht 2022
41 Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands
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Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 836). Die Vergütung des aktuellen Aufsichtsrats betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 51).
42 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Zu den nahestehenden Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosure) gehören die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und nahe Familienangehörige der Organmitglieder sowie verbundene Unternehmen der Voltabox AG.

Zum Stichtag war die Trionity Invest GmbH als Hauptaktionärin ein nahestehendes Unternehmen. Eigentümer der Trionity Invest GmbH ist Martin Hartmann. Die Trionity Invest GmbH hat im Geschäftsjahr Management- Dienstleistungen in Höhe von 75.000 EUR berechnet (Vorjahr: TEUR 0). Mit den Unternehmen der Triathlon Gruppe, dessen Geschäftsführer und mittelbarer Eigentümer ebenfalls Martin Hartmann ist, wurden im Berichtsjahr Transaktionen in Höhe von TEUR 1.601 (Vorjahr: TEUR 2.178) durchgeführt. Dabei handelt es sich um den Einkauf für an Endkunden im Geschäftsjahr ausgelieferte Batteriesysteme sowie Dienstleistungen für den Bereich Finanzen und IT.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen betragen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 952). Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten Positionen mit nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.200).

43 Honorar des Abschlussprüfers
Die in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 als Aufwand erfassten Honorare für die Prüfung des Einzelabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach handelsrechtlichen Vorschriften, sowie das Honorar der Prüfung des Konzernabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, für die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf (Prüfung des Konzernabschlusses des Vorjahres) und die Rödl & Partner GmbH Steuerberatungsgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld betragen TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 170).
44 Risikomanagement
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist im zusammengefassten Lagebericht erläutert.
45 Erklärung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Stimmrechtsmeldungen
Im Berichtsjahr ergaben sich Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG, über die nach § 160 Abs. 1 Nr.# 8 AktG im Anhang des Jahresabschlusses Angaben zu machen sind:

Am 17.01.2022 wurde, durch Martin Hartmann als mitteilungspflichtige Person der Trionity Invest GmbH veröffentlicht, dass die Trionity Invest GmbH ein Finanzinstrument zum Erwerb von Voltabox Aktien ausgeübt hat und hierdurch den Anteil auf 30,21 % an der Voltabox AG erhöht hat. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat die Trionity Invest GmbH am 03.01.2022 von der Erstellung eines Pflichtangebotes befreit.

Am 04.05.2022 wurde, durch Herbert Büttner als mitteilungspflichtige Person der EW Trade AG veröffentlicht, dass die EW Trade AG nunmehr 18,89 % der Aktien an der Voltabox AG besitzt. Director’s Dealings Meldungen zu Eigengeschäften von Führungskräften nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 (MAR) sind der Gesellschaft im Berichtszeitraum nicht zugegangen.

76 Geschäftsbericht 2022

Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde zuletzt im Februar 2023 abgegeben und ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) zugänglich gemacht worden.

Paderborn, 27. April 2023

Voltabox AG

Der Vorstand

Patrick Zabel
CEO

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