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voestalpine AG — Interim / Quarterly Report 2021
Aug 4, 2021
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Interim / Quarterly Report
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BERICHT ZUM 1. QUARTAL 2021/22
voestalpine-KONZERN IN ZAHLEN
1Q 2020/21 VS. 1Q 2021/22
| Mio. EUR | 1Q 2020/21 | 1Q 2021/22 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2020 | 01.04.–30.06.2021 | in % | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | 2.397,3 | 3.490,0 | 45,6 |
| EBITDA | 157,8 | 539,6 | 242,0 |
| Abschreibungen | 206,5 | 200,0 | –3,1 |
| EBIT | –48,7 | 339,6 | |
| Ergebnis vor Steuern | –74,4 | 318,8 | |
| Ergebnis nach Steuern1 | –69,7 | 259,2 | |
| Bilanz | |||
| Investitionen in Sachanlagen, | |||
| immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen | 135,4 | 118,3 | –12,6 |
| Eigenkapital | 5.517,1 | 5.970,8 | 8,2 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.956,1 | 2.617,4 | –33,8 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals | |||
| (Gearing) | 71,7 % | 43,8 % | |
| Finanzkennzahlen | |||
| EBITDA-Marge | 6,6 % | 15,5 % | |
| EBIT-Marge | –2,0 % | 9,7 % | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | –33,6 | 272,1 | |
| Aktienkennzahlen | |||
| Aktienkurs Ende der Periode (EUR) | 19,15 | 34,34 | 79,3 |
| Börsenkapitalisierung Ende der Periode | 3.417,8 | 6.130,4 | 79,4 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien Ende der Periode | 178.520.566 | 178.520.616 | 0,0 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | –0,40 | 1,42 | |
| Personal | |||
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode | 47.894 | 48.880 | 2,1 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen.
ZWISCHENBERICHT 1. QUARTAL 2021/22
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Eine insgesamt positive Stimmung prägte die wirtschaftliche Entwicklung des 1. Geschäftsquartals 2021/22. Das COVID-19-Infektionsgeschehen entwickelte sich nicht zuletzt durch den Impffortschritt rückläufig. In der Folge setzten wesentliche Wirtschaftsregionen weitere Öffnungsschritte und sahen daraufhin eine weitere Belebung von Konsum und Beschäftigung insbesondere im Servicebereich.
EUROPA
Zahlreiche Mitgliedstaaten der Europäischen Union lockerten die COVID-19-Restriktionen. Insbesondere der private Konsum und der Servicesektor profitierten von diesen Maßnahmen, die dynamische Entwicklung in den industriellen Sektoren setzte sich fort. Die Verknappung von Vormaterial in den Lieferketten verhinderte stärkere Zuwächse in einzelnen Industriesegmenten wie etwa der Automobilindustrie. Diese sah sich im Berichtszeitraum insbesondere mit einem Mangel von Halbleiterelementen konfrontiert und deshalb nicht in der Lage, auf der Produktionsseite die Marktdynamik in vollem Umfang auszuschöpfen.
Unter diesen Voraussetzungen konnte der voestalpine-Konzern an den positiven Aufwärtstrend, der bereits im letzten Geschäftsjahr eingesetzt hatte, anknüpfen. Mit Ausnahme der Luftfahrtindustrie, die lediglich zu einer Stabilisierung fand, verzeichneten praktisch alle Markt- und Produktsegmente eine positive Entwicklung.
NORDAMERIKA
In Nordamerika setzte sich der kräftige Aufschwung zu Ende des letzten Geschäftsjahres auch im 1. Quartal 2021/22 fort. Der günstige Trend am Arbeitsmarkt unterstützte den starken privaten Konsum. Die angekündigten und zum Teil bereits verabschiedeten Konjunkturprogramme von historischer Dimension wirken zusätzlich positiv auf die wirtschaftliche Stimmung.
Der voestalpine-Konzern konnte in vielen Bereichen von der positiven Marktdynamik in Nordamerika profitieren. Gleichzeitig waren insbesondere jene europäischen Produktionsstandorte der voestalpine, die den nordamerikanischen Öl- und Gasmarkt bedienen, von den noch immer geltenden Schutzzöllen (Section 232) nachteilig betroffen.
SÜDAMERIKA/BRASILIEN
Brasilien als bedeutendste Wirtschaftsregion für die voestalpine am südamerikanischen Kontinent konnte die insgesamt vitale wirtschaftliche Dynamik beibehalten. Das 1. Quartal 2021/22 brachte eine Erholung der industriellen Aktivität, nachdem gegen Ende des vorigen Geschäftsjahres eine neuerliche massive COVID-19-Infektionswelle diverse Wirtschaftsbetriebe zum Herunterfahren der Produktion gezwungen hatte.
Die brasilianischen Standorte des voestalpine-Konzerns waren von der letzten Infektionswelle vergleichsweise moderat betroffen und konnten an die positive Entwicklung aus dem vergangenen Geschäftsjahr anschließen.
ASIEN/CHINA
China hatte die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bereits 2020 weitgehend überwunden. Erst gegen Ende des vorigen und zu Beginn des aktuellen Geschäftsjahres 2021/22 traten erneut COVID-19-Infektionen auf. Wie beim ursprünglichen Ausbruch reagierte die Verwaltung darauf mit lokal beschränkten, sehr strikten Lockdown-Maßnahmen. In der Folge kam es zu keinen spürbaren negativen Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung. Insgesamt sind die zentralen Institutionen bemüht, nach den massiven Stimulusmaßnahmen im Vorjahr eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Demgemäß fallen einzelne Wachstumsparameter vergleichsweise moderat aus. In Summe stellt sich die wirtschaftliche Entwicklung für die chinesischen Standorte des voestalpine-Konzerns auch im 1. Quartal 2021/22 in hohem Maße positiv dar.
ENTWICKLUNG FINANZKENNZAHLEN DES voestalpine-KONZERNS
Die Finanzkennzahlen des voestalpine-Konzerns zeigten im 1. Quartal 2021/22 eine klare Steigerung, nachdem die Umsatz- und Ergebnisziffern im Vergleichsquartal des Vorjahres infolge der COVID-19-Pandemie eingebrochen waren. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung in wesentlichen Kundensegmenten wuchsen die Versandmengen in allen vier Divisionen signifikant. Die Verbesserung des Preisniveaus in maßgeblichen Produktkategorien wirkte zusätzlich unterstützend. Auf dieser Grundlage stiegen die Umsatzerlöse im 1. Quartal 2021/22 im Jahresvergleich um 45,6 % auf 3.490,0 Mio. EUR (1. Quartal 2020/21: 2.397,3 Mio. EUR). Markant fiel die Zunahme insbesondere bei den Umsatzerlösen in der Steel Division und der Metal Forming Division aus, die im Vorjahr am stärksten vom Nachfrageeinbruch in der Automobilindustrie betroffen waren.
Auch beim Ergebnis weist der voestalpine-Konzern für das 1. Quartal im laufenden Geschäftsjahr ein deutliches Wachstum aus. Neben dem verbesserten wirtschaftlichen Umfeld resultiert die positive Entwicklung aus dem ungebrochen starken Fokus auf Programme zur Steigerung der Effizienz und zur Senkung der Kosten. Im Ergebnis stieg das EBITDA um 242,0 % auf 539,6 Mio. EUR im 1. Quartal 2021/22 bei einer Marge von 15,5 % (1. Quartal 2020/21: 157,8 Mio. EUR; Marge 6,6 %). Maßgeblich dafür waren die deutlich gesteigerten Auslastungsniveaus der Produktionsbetriebe sowie die markant erhöhten Liefermengen. Während sich das EBIT im Vorjahresquartal mit –48,7 Mio. EUR (Marge –2,0 %) negativ darstellte, belief es sich in der aktuellen Berichtsperiode auf einen Wert von 339,6 Mio. EUR (Marge 9,7 %). Damit wies die voestalpine im 1. Quartal 2021/22 ein Ergebnisniveau aus, wie es zuletzt im 4. Quartal 2017/18 erreicht worden war.
Der Abbau der Verschuldung im vorangegangenen Geschäftsjahr manifestiert sich auch in der Entwicklung des Nettozinsergebnisses, das im 1. Quartal 2021/22 auf –20,8 Mio. EUR abnahm (Vergleichsquartal Vorjahr: –25,7 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern steigerte sich damit im Berichtsquartal auf 318,8 Mio. EUR (Vorjahr: –74,4 Mio. EUR). Ertragsteuern in Höhe von –59,6 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) entsprechen einer Steuerquote von 18,7 % und führen zu einem Ergebnis nach Steuern von 259,2 Mio. EUR (Vorjahr: –69,7 Mio. EUR).
Die Nettofinanzverschuldung verminderte sich per 30. Juni 2021 auf 2.617,4 Mio. EUR (per 30. Juni 2020: 3.956,1 Mio. EUR; zum Bilanzstichtag 31. März 2021: 2.742,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalbasis konnte sowohl im Jahresvergleich als auch gegenüber dem letzten Bilanzstichtag gestärkt werden, wobei das Eigenkapital per 30. Juni 2021 auf den Wert von 5.970,8 Mio. EUR stieg (per 30. Juni 2020: 5.517,1 Mio. EUR; zum Bilanzstichtag 31. März 2021: 5.649,9 Mio. EUR). Entsprechend verringerte sich die Verschuldungskennzahl Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) auf 43,8 % per 30. Juni 2021 (per 30. Juni 2020: 71,7 %; zum Bilanzstichtag 31. März 2021: 48,5 %).
Die Anzahl der Beschäftigten (FTE, Vollzeitäquivalent) im voestalpine-Konzern erhöhte sich gegenüber dem Vergleichswert per 30. Juni 2020 (47.894) um 2,1 % auf 48.880 per 30. Juni 2021. Gegenüber dem Bilanzstichtag 31. März 2021 (48.654) ergibt sich nur eine geringfügige Erhöhung um 0,5 %.
QUARTALSENTWICKLUNG DES voestalpine-KONZERNS
| Mio. EUR | 1Q 2020/21 | 2Q 2020/21 | 3Q 2020/21 | 4Q 2020/21 | 1Q 2021/22 |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2020 | 01.07.–30.09.2020 | 01.10.–31.12.2020 | 01.01.–31.03.2021 | 01.04.–30.06.2021 | |
| Umsatzerlöse | 2.397,3 | 2.712,8 | 2.861,0 | 3.295,5 | 3.490,0 |
| EBITDA | 157,8 | 237,2 | 287,9 | 451,6 | 539,6 |
| EBITDA-Marge | 6,6 % | 8,7 % | 10,1 % | 13,7 % | 15,5 % |
| EBIT | –48,7 | –166,3 | 81,3 | 248,9 | 339,6 |
| EBIT-Marge | –2,0 % | –6,1 % | 2,8 % | 7,6 % | 9,7 % |
| Ergebnis vor Steuern | –74,4 | –193,1 | 57,0 | 221,3 | 318,8 |
| Ergebnis nach Steuern1 | –69,7 | –206,1 | 116,5 | 191,0 | 259,2 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
|||||
| Ende der Periode | 47.894 | 47.917 | 47.871 | 48.654 | 48.880 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen.
Die Nettofinanzverschuldung lässt sich wie folgt überleiten:
NETTOFINANZVERSCHULDUNG
| Mio. EUR | 30.06.2020 | 30.06.2021 |
|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten langfristig | 3.959,3 | 2.723,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig | 740,0 | 1.101,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –661,5 | –941,7 |
| Andere Finanzanlagen | –57,5 | –245,6 |
| Ausleihungen und sonstige Forderungen Finanzierung | –24,2 | –20,6 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.956,1 | 2.617,4 |
STEEL DIVISION
QUARTALSENTWICKLUNG DER STEEL DIVISION
| Mio. EUR | 1Q 2020/21 | 1Q 2021/22 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2020 | 01.04.–30.06.2021 | in % | |
| Umsatzerlöse | 834,9 | 1.322,0 | 58,3 |
| EBITDA | 68,2 | 263,0 | 285,6 |
| EBITDA-Marge | 8,2 % | 19,9 % | |
| EBIT | –13,5 | 186,9 | |
| EBIT-Marge | –1,6 % | 14,1 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode |
10.181 | 10.429 | 2,4 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Die hohe Dynamik am europäischen Stahlmarkt setzte sich über das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 fort. Trotz verstärkter Importe konnte die ungebrochen hohe Nachfrage nach Stahl in Europa nicht zur Gänze gedeckt werden. Die Lagerstände in der Lieferkette verblieben auf Rekord-Niedrigständen. Die Stahlpreise am europäischen Spotmarkt stiegen in diesem Umfeld erwartungsgemäß.
Die lebhafte Nachfrage nach Stahlprodukten spiegelte sich für die Berichtsperiode auch im Geschäftsverlauf der Steel Division wider.
Die Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie konnte im neuen Geschäftsjahr 2021/22 an die günstige Marktdynamik zum Ende der Vorperiode anschließen. Das trifft auch auf die Bauindustrie zu, die nach den saisonal schwächeren Wintermonaten wieder zu einer hohen Auslastung zurückfand.
Die Automobilindustrie war im 1. Quartal 2021/22 weiterhin mit den seit Jahreswechsel bestehenden Lieferproblemen aus der Halbleiterindustrie konfrontiert. In der Folge mussten einige Automobilhersteller ihre Produktion kurzfristig unterbrechen. Dies führte bisher zu keinem nennenswerten Rückgang der Nachfrage nach Stahlprodukten der Steel Division.
Der Maschinenbausektor war im Zuge der COVID-19-Krise nicht nur von der rückläufigen Konjunktur in Europa, sondern auch von den interkontinentalen Reisebeschränkungen im internationalen Geschäft besonders betroffen. Der Sektor hatte sich bereits Ende des vergangenen Geschäftsjahres signifikant erholt und gewann im Laufe des 1. Geschäftsquartals 2021/22 weiter an Momentum.
Der Energiebereich als ein wesentlicher Markt für das Produktsegment Grobblech konnte sich im Zuge des gestiegenen Ölpreises etwas verbessern, dabei aber nicht an die ausgeprägte Dynamik im Flachstahlbereich anschließen.
Die Produktion am Standort Linz, Österreich, war vor diesem Hintergrund im 1. Quartal 2021/22 voll ausgelastet.
Anzumerken ist für die Berichtsperiode, dass sich die hohe Nachfrage nach Stahl nicht auf den europäischen Markt beschränkte, sondern alle relevanten Volkswirtschaften betraf. Dementsprechend hoch war die weltweite Nachfrage nach den für die Stahlherstellung wesentlichen Vormaterialien. Die Rohstoffpreise stiegen in der Folge weiter an. Insbesondere Eisenerz, das bereits im Laufe des vorangegangenen Geschäftsjahres starke Preissteigerungen verzeichnet hatte, verteuerte sich im 1. Quartal weiter. Gegen Ende des Quartals stieg auch der Preis für metallurgische Kohle deutlich an. Die Entwicklung des Preises für Schrott folgte einem volatilen Aufwärtstrend. Insgesamt resultierten aus der Entwicklung der Rohstoffmärkte im 1. Quartal deutliche Kostensteigerungen in der Stahlerzeugung.
Angesichts der ausgeprägt günstigen Marktsituation konnte die Steel Division im 1. Quartal 2021/22 die weiter gestiegenen Rohstoffkosten durch höhere Stahlpreise mehr als kompensieren. Vor dem Hintergrund der global guten Stahlkonjunktur und insbesondere der außergewöhnlichen
Dynamik am nordamerikanischen Stahlmarkt entwickelte sich auch die Direktreduktionsanlage in Texas, USA, positiv.
ENTWICKLUNG FINANZKENNZAHLEN
Nach dem gravierenden Einbruch im Zuge der COVID-19-Lockdowns zu Beginn des vergangenen Geschäftsjahres zeigte sich in den Umsatz- und Ergebnisziffern der Steel Division im 1. Quartal 2021/22 eine deutliche Verbesserung. So stiegen im Jahresvergleich im 1. Quartal 2021/22 die Umsatzerlöse um 58,3 % auf 1.322,0 Mio. EUR (1. Quartal 2020/21: 834,9 Mio. EUR). Auf Basis der massiv erhöhten Rohstoffkosten und einer exzellenten Nachfrage verbesserten sich die Preise für Stahlprodukte gegenüber dem Vorjahr markant. Den Hauptfaktor für den Umsatzanstieg bildet allerdings die signifikante Ausweitung der Versandmengen. Vor diesem Hintergrund wuchs das EBITDA im 1. Quartal 2021/22 auf 263,0 Mio. EUR (1. Quartal 2020/21: 68,2 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge stieg im gleichen Zeitraum von 8,2 % auf 19,9 %. Nachdem im Vergleichsquartal des Vorjahres mit –13,5 Mio. EUR (Marge –1,6 %) noch ein negativer Wert ausgewiesen wurde, erreichte das EBIT im aktuellen Berichtszeitraum 186,9 Mio. EUR (Marge 14,1 %).
HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION
QUARTALSENTWICKLUNG DER HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION
| Mio. EUR | 1Q 2020/21 | 1Q 2021/22 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2020 | 01.04.–30.06.2021 | in % | |
| Umsatzerlöse | 527,3 | 704,2 | 33,5 |
| EBITDA | 40,4 | 101,2 | 150,5 |
| EBITDA-Marge | 7,7 % | 14,4 % | |
| EBIT | –1,5 | 61,4 | |
| EBIT-Marge | –0,3 % | 8,7 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode |
12.902 | 12.802 | –0,8 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Deutlich verbessert präsentierte sich das Marktumfeld der High Performance Metals Division im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2021/22. Die positive Entwicklung hat sich in allen Industriesegmenten mit Ausnahme der Luftfahrt durchgesetzt.
Im die Produktionswerke der Division umfassenden Bereich HPM Production konnten insbesondere Werke mit starkem Bezug zu Werkzeugstahl von der Belebung der Nachfrage deutlich profitieren. Lediglich die Werke mit Fokus auf die Luftfahrt entwickelten sich auf vergleichsweise niedrigem Niveau erwartungsgemäß stabil.
Der Bau des neuen Edelstahlwerks am Standort Kapfenberg, Österreich, wurde auch während der COVID-19-Krise fortgesetzt. Die verspätete Anlieferung von Komponenten hat allerdings zu Verzögerungen in der Fertigstellung geführt. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2022 geplant.
Von der Belebung im Werkzeugbau und dem damit gestiegenen Absatz von Werkzeugstahl profitierte auch der Bereich Value Added Services, der die internationale Vertriebsorganisation umfasst.
Der Ausbau des strategischen Zukunftsfeldes Additive Manufacturing (3D-Druck) wurde im 1. Quartal 2021/22 planmäßig fortgeführt. Aktuell verfügt die Division über zwei Forschungsanlagen und zwei Produktionsanlagen für die Herstellung von Pulver in Österreich und Schweden und über sieben Value Added Services-Standorte in Europa, Nordamerika und Asien zur Erzeugung von additiv gefertigten Bauteilen. Die Entwicklung eigener Pulver und kundenspezifischer Bauteile wird die Position und den Alleinstellungswert der High Performance Metals Division als Premiumanbieter weiter stärken.
Werkzeugstahl
Die Erholung der Nachfrage im Produktsegment Werkzeugstahl hat sich vom letzten Geschäftsjahr über das 1. Quartal 2021/22 fortgesetzt. Maßgeblich dafür war trotz der bestehenden Versorgungsprobleme im Halbleiterbereich die Automobilindustrie neben der Konsumgüterindustrie.
Sonderwerkstoffe
Der regionale Flugverkehr hat zum Teil wieder Vorkrisenniveau erreicht. Allerdings entfällt nach wie vor das wichtige Standbein der interkontinentalen Flugbewegungen. Eine Rückkehr der Flugzeug-Bauraten auf das Niveau vor der COVID-19-Krise ist laut Experten erst nach 2023 zu erwarten. Die Nachfrage nach Bauteilen und Komponenten ist aktuell dementsprechend niedrig. Dennoch konnte die Division auch im Luftfahrtsegment einen leicht steigenden Auftragseingang verzeichnen, was darauf schließen lässt, dass die Talsohle der Nachfrage bereits durchschritten ist.
Auch im Bereich von Öl und Gas zeigt sich der Tiefststand, gemessen an der Investitionstätigkeit, überwunden. Die Division sieht steigende Anfragen und rechnet für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2021/22 mit einem deutlichen Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Trotz eines Ölpreises, der zahlreiche Projekte wieder wirtschaftlich darstellbar macht, ist die Unsicherheit innerhalb der Branche aktuell noch hoch. Der Druck von Seiten der Politik wie der Investoren auf eine Transformation der CO2-intensiven Industrie steigt und macht sich trotz hohen Nachholbedarfs in einem insgesamt von Vorsicht geprägten Investitionsverhalten bemerkbar.
Regionale Entwicklung
» Europa
In Europa stellte sich eine deutliche Belebung der Nachfrage nach Werkzeugstahl ein, insbesondere getrieben von der Automobilindustrie. Auch in Teilbereichen der Öl- und Gasindustrie zog die Nachfrage an. Noch vergleichsweise verhalten entwickelte sich die Luftfahrtindustrie.
» Nordamerika
In Nordamerika belebte sich der Absatz für Werkzeuge für die Automobilindustrie deutlich. In den Bereichen Luftfahrt sowie Öl und Gas hielt das Marktumfeld weitgehend stabil das Niveau des vergangenen Geschäftsjahres. Die seitens der USA eingeführten Zölle von 25 % auf alle Stahlprodukte führen jedoch nach wie vor zu Unsicherheit am Markt.
» Südamerika
Auch in Südamerika hat sich die Situation gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Als wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung erweist sich die Öl- und Gasindustrie. Insgesamt übertrifft das südamerikanische Marktaufkommen damit das Niveau vergangener Jahre.
» Asien
Das Marktumfeld in Asien und insbesondere China präsentierte sich im 1. Quartal 2021/22 leicht über dem Niveau des Vorjahres. Deutliche Steigerungen waren in Indien, Korea und der Türkei zu verzeichnen. Umsatzrückgänge zur Vergleichsperiode des Vorjahres wiesen Japan, Taiwan und Thailand aus.
ENTWICKLUNG FINANZKENNZAHLEN
Die High Performance Metals Division konnte im 1. Quartal 2021/22 den Aufwärtstrend der vergangenen Quartale fortsetzen. Gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres, das massiv von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt war, verbuchte die Division signifikant verbesserte Finanzkennzahlen. Die Umsatzerlöse im 1. Quartal 2021/22 stiegen um ein Drittel auf 704,2 Mio. EUR (1. Quartal 2020/21: 527,3 Mio. EUR), was maßgeblich auf die Ausweitung der Liefermengen zurückzuführen ist. Ein leichter Anstieg der Preise für Stahlprodukte trug zusätzlich zum Umsatzanstieg bei. Dementsprechend erhöhte sich das EBITDA im Jahresvergleich auf 101,2 Mio. EUR (Vorjahr: 40,4 Mio. EUR), die EBITDA-Marge stieg im Vorjahresvergleich von 7,7 % auf 14,4 %. Lag das EBIT im Vergleichsquartal des Vorjahres mit –1,5 Mio. EUR (Marge –0,3 %) noch geringfügig im negativen Bereich, verbesserte es sich im 1. Quartal 2021/22 auf 61,4 Mio. EUR (Marge 8,7 %).
METAL ENGINEERING DIVISION
QUARTALSENTWICKLUNG DER METAL ENGINEERING DIVISION
| Mio. EUR | 1Q 2020/21 | 1Q 2021/22 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2020 | 01.04.–30.06.2021 | in % | |
| Umsatzerlöse | 669,2 | 800,9 | 19,7 |
| EBITDA | 54,6 | 96,2 | 76,2 |
| EBITDA-Marge | 8,2 % | 12,0 % | |
| EBIT | 10,3 | 51,9 | 403,9 |
| EBIT-Marge | 1,5 % | 6,5 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode |
13.061 | 13.063 | 0,0 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Die positiven Trends aus dem 4. Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres setzten sich für die Metal Engineering Division über das 1. Quartal 2021/22 fort. So verzeichnete der Geschäftsbereich Railway Systems zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/22 eine stabil gute Entwicklung. Auch der Bereich Industrial Systems konnte nach einem signifikanten Einbruch infolge der COVID-19-Lockdowns an die Marktbelebung des Vorquartals anschließen. Steigende Produktpreise erlaubten es, die stark steigenden Rohstoffkosten großteils auszugleichen.
Im Geschäftsbereich Railway Systems prägte eine zufriedenstellende Auslastung den Beginn des Geschäftsjahres. So lagen im Produktsegment Rails (Schienen) die Produktions- und Versandmengen bei hochqualitativen Schienengüten, die vorwiegend für den europäischen Markt bestimmt sind, auf solidem Niveau. Das weltweit tätige Produktsegment Turnout Systems (Weichensysteme) profitierte darüber hinaus von einem attraktiven wirtschaftlichen Umfeld in den Kernmärkten. Insbesondere die Nachfrage im Schwerlastverkehr in den Minenregionen Australiens und Brasiliens entwickelte sich infolge der hohen Rohstoffpreise positiv. Verbesserte Bedingungen bei den Erhaltungsaktivitäten zeigten sich in den USA als Konsequenz des generellen wirtschaftlichen Aufschwungs.
Im Geschäftsbereich Industrial Systems verzeichnete das Produktsegment Wire Technology (Draht) trotz der knappen Versorgung mit Halbleitern auf Seiten der OEMs (Original Equipment Manufacturer) eine gute Buchungslage. Im Bereich der Öl- und Gasexploration ließ die Drosselung der Ölfördermengen durch die OPEC den Ölpreis und in der Folge die Investitionen ansteigen. Das Produktsegment Tubulars konnte dieses Umfeld nutzen und die Auslastung der Kapazitäten am Standort Kindberg, Österreich, zunehmend verbessern. Belastend für die operative Performance von Tubulars wirkten weiterhin die Schutzzölle von 25 % (Section 232) für Stahlimporte in den wichtigen US-Markt. Das Produktsegment Welding weist in Europa eine leicht ansteigende Tendenz auf, während sich die Nachfrage in den Kernsegmenten in Südamerika sowie China weiter positiv entwickelte und sich auch in den USA Erholungstendenzen zeigten.
ENTWICKLUNG FINANZKENNZAHLEN
Die deutlich verbesserten Finanzkennzahlen der Metal Engineering Division im 1. Quartal 2021/22 sind auf den Aufschwung im Geschäftsbereich Industrial Systems zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Railway Systems wiederum erwies sich selbst während der COVID-19-Lockdowns als stabilisierender Faktor und zeigte auch in der aktuellen Berichtsperiode eine unverändert konstante Entwicklung. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse der Metal Engineering Division im 1. Quartal 2021/22 im Jahresvergleich um 19,7 % auf 800,9 Mio. EUR (1. Quartal 2020/21: 669,2 Mio. EUR). Im markanten Anstieg auf der Ergebnisseite spiegelt sich ebenfalls die Erholung im Geschäftsbereich Industrial Systems wider. Besonders die Versandmengen in den Produktsegmenten Wire Technology und Tubulars konnten deutlich ausgeweitet werden. Im Ergebnis stieg
im 1. Quartal 2021/22 das EBITDA der Metal Engineering Division im Jahresvergleich um 76,2 % auf 96,2 Mio. EUR bei einer Marge von 12,0 % (1. Quartal 2020/21: 54,6 Mio. EUR; Marge 8,2 %). Das EBIT verbesserte sich im gleichen Zeitraum von 10,3 Mio. EUR (Marge 1,5 %) auf 51,9 Mio. EUR (Marge 6,5 %) deutlich.
METAL FORMING DIVISION
QUARTALSENTWICKLUNG DER METAL FORMING DIVISION
| Mio. EUR | 1Q 2020/21 | 1Q 2021/22 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2020 | 01.04.–30.06.2021 | in % | |
| Umsatzerlöse | 456,0 | 825,5 | 81,0 |
| EBITDA | 14,6 | 104,5 | 615,8 |
| EBITDA-Marge | 3,2 % | 12,7 % | |
| EBIT | –20,7 | 68,0 | |
| EBIT-Marge | –4,5 % | 8,2 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode |
10.854 | 11.629 | 7,1 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Die wirtschaftlichen Bedingungen in der Metal Forming Division erwiesen sich im 1. Quartal 2021/22 über weite Teile als robust. Allerdings war Automotive Components (Automobilkomponenten) als der größte Geschäftsbereich der Division mit volatilen Abrufen konfrontiert. Den Grund dafür bildeten Versorgungsschwierigkeiten mit Halbleitern bei den OEMs (Original Equipment Manufacturer).
So prägte im 1. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres ein sehr kurzfristiges Bestellverhalten seitens der OEMs die Entwicklung bei Automotive Components. Dies hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Produktionspläne der Automobilkomponentenwerke der voestalpine. Die Knappheit bei Halbleitern war bei den Autowerken in Europa bereits mit Beginn des Kalenderjahres 2021 spürbar und verstärkte sich im 1. Geschäftsquartal. In den USA und China kam es in diesem Zeitraum hingegen kaum zu halbleiterbedingten Produktionsausfällen. Vor diesem Hintergrund entwickelten sich die Produktions- und Zulassungszahlen bei Pkws in Europa deutlich verhaltener als in den Überseeregionen.
Die Auslastung für die Produktionseinheiten des Geschäftsbereiches Tubes & Sections (Rohre & Profile) stellte sich im 1. Quartal 2021/22 sehr zufriedenstellend dar. Die wesentlichen Treiber für den positiven Trend bilden insbesondere die Kundensegmente Bauindustrie, Landmaschinenindustrie, Nutzfahrzeugindustrie sowie Lagertechnik. In regionaler Hinsicht gestaltete sich das wirtschaftliche Umfeld in den Kernregionen Europa sowie Nord- und Südamerika durchwegs dynamisch. Trotz der Engpässe auf der Vormaterialseite – insbesondere bei Stahl – konnten alle vertraglich vereinbarten Lieferungen abgewickelt werden.
Im Geschäftsbereich Precision Strip (Präzisionsstahlbänder) dominierten im 1. Quartal 2021/22 in Europa vorteilhafte Bedingungen in den wichtigsten Produktgruppen. In den USA zeigte sich die Nachfrage insbesondere für Sägebandstahl günstig und führte in diesem Segment zu Rekordbuchungen. Auch in China haben sich die Marktverhältnisse zu Beginn des Geschäftsjahres weiter verbessert.
Die Dynamik im Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions (Regalsysteme) erwies sich im aktuellen Berichtszeitraum als ungebrochen robust. Die weltweiten Lockdowns im Zuge der Ausbreitung von COVID-19 verstärkten den Trend zum Internethandel weiter. Als Resultat erreichten die Auftragseingänge im 1. Quartal ein Rekordniveau, wobei sich die Buchungslage für den nordamerikanischen Markt besonders erfreulich darstellte.
ENTWICKLUNG FINANZKENNZAHLEN
Die Metal Forming Division verzeichnete im Jahresvergleich konzernweit die markanteste Verbesserung bei den Finanzkennzahlen. Zum einen war die Division im Vorjahr aufgrund der starken Ausrichtung auf die Automobilindustrie besonders von den Auswirkungen der COVID-19-Lockdowns betroffen. Zum anderen zeigte die Metal Forming Division in der aktuellen Berichtsperiode eine ausgeprägt dynamische Performance. So stiegen die Umsatzerlöse im 1. Quartal 2021/22 um 81,0 % auf 825,5 Mio. EUR (1. Quartal 2020/21: 456,0 Mio. EUR), wobei alle vier Geschäftsbereiche der Division signifikante Zuwächse aufweisen. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Entwicklung der Ergebnisziffern. Das EBITDA stieg im 1. Quartal 2021/22 auf 104,5 Mio. EUR (1. Quartal 2020/21: 14,6 Mio. EUR), die EBITDA-Marge im Jahresvergleich von 3,2 % auf 12,7 %. Während das EBIT im Vorjahr mit –20,7 Mio. EUR (Marge –4,5 %) noch negativ ausfiel, konnte die Division im aktuellen Berichtsquartal einen Wert von 68,0 Mio. EUR (Marge 8,2 %) ausweisen.
AUSBLICK
Trotz der zuletzt in Europa wieder ansteigenden COVID-19-Infektionszahlen wurden die Konjunkturprognosen für 2021 zusehends optimistischer. Neben weiteren Öffnungsschritten, insbesondere im Dienstleistungssektor, lassen auch Konjunkturprogramme historischen Ausmaßes eine Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufwärtstrends erwarten.
Diese positive Einschätzung gilt auch für die wesentlichen Kunden- und Marktsegmente des voestalpine-Konzerns:
Die Sektoren Bau, Maschinenbau und Konsumgüter, welche das Fundament für den Aufschwung in den letzten Quartalen bildeten, zeigen eine unverändert hohe Nachfrage nach Produkten des voestalpine-Konzerns. Der Eisenbahnbereich, durch die Pandemie hindurch ein stabilisierender Ergebnisfaktor, wird aus heutiger Sicht auch weiterhin solide performen. Im Energiebereich (Öl und Gas) sollte sich die zuletzt eingesetzte Erholung im laufenden Geschäftsjahr weiter fortsetzen. In der Luftfahrtindustrie haben sich die Bauraten der Flugzeughersteller von einem niedrigen Niveau kommend leicht erholt. Einzig die Volatilität bei den Abrufen der Automobilkunden nach Bauteilen und Komponenten hat zuletzt zugenommen. Die Versorgungsengpässe mit Halbleiterelementen werden die Automobil industrie voraussichtlich noch einige Zeit beschäftigen.
Der Vorstand der voestalpine AG geht daher – auf Basis der Ergebnisse des 1. Quartals 2021/22 und der Annahme, dass die aktuelle wirtschaftliche Dynamik anhält – nunmehr für das Geschäftsjahr 2021/22 von einem EBITDA in einer Bandbreite von 1.900 bis 2.200 Mio. EUR aus.
voestalpine AG VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS ZUM 30.06.2021
Der Bericht zum 1. Quartal 2021/22 wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Dieser Bericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen und stellt keinen vollständigen Konzernzwischenbericht gemäß IAS 34 dar.
KONZERNBILANZ
AKTIVA
| 31.03.2021 | 30.06.2021 | |
|---|---|---|
| A.Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 6.120,0 | 6.048,4 |
| Firmenwerte | 1.469,2 | 1.468,9 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 307,2 | 302,3 |
| Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen | 135,7 | 133,7 |
| Andere Finanzanlagen und sonstige Unternehmensanteile | 66,2 | 66,4 |
| Aktive latente Steuern | 345,9 | 301,9 |
| 8.444,2 | 8.321,6 | |
| B.Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte |
3.438,8 | 3.938,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
1.722,2 | 1.762,6 |
| Andere Finanzanlagen | 145,3 | 245,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.159,7 | 941,7 |
| 6.466,0 | 6.888,1 | |
| Summe Aktiva | 14.910,2 | 15.209,7 |
| Mio. EUR |
PASSIVA
| 31.03.2021 | 30.06.2021 | |
|---|---|---|
| A.Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 324,3 | 324,3 |
| Kapitalrücklagen | 661,2 | 660,2 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 4.539,1 | 4.860,2 |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.524,6 | 5.844,7 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 125,3 | 126,1 |
| 5.649,9 | 5.970,8 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen | 1.257,2 | 1.209,3 |
| Rückstellungen | 119,3 | 123,5 |
| Passive latente Steuern | 93,8 | 86,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.846,2 | 2.723,6 |
| 4.316,5 | 4.142,5 | |
| C.Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 700,6 | 698,9 |
| Steuerschulden | 51,6 | 69,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.220,7 | 1.101,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
2.188,8 | 2.290,9 |
| Wechselverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring |
782,1 | 935,1 |
| 4.943,8 | 5.096,4 | |
| Summe Passiva | 14.910,2 | 15.209,7 |
| Mio. EUR |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
| 01.04.– 30.06.2020 |
01.04.– 30.06.2021 |
||
|---|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | |||
| Ergebnis nach Steuern | –69,7 | 259,2 | |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge sowie nicht aufwands- oder ertragswirksame Ein- und Auszahlungen |
193,9 | 220,5 | |
| Veränderung Vorräte | –31,8 | –488,7 | |
| Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten | –70,6 | 266,1 | |
| Veränderung Rückstellungen | –55,4 | 15,0 | |
| Veränderung Working Capital | –157,8 | –207,6 | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit1 | –33,6 | 272,1 | |
| Investitionstätigkeit | |||
| Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
–164,8 | –146,5 | |
| Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 2,8 | 1,1 | |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen | 0,1 | 0,0 | |
| Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen | –4,2 | –100,9 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –166,1 | –246,3 | |
| Finanzierungstätigkeit | |||
| Dividenden nicht beherrschende Gesellschafter | –6,9 | –12,3 | |
| Kapitalzuführung nicht beherrschende Gesellschafter | 0,8 | 0,0 | |
| Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern | 0,0 | –0,9 | |
| Aufnahme von langfristigen Finanzschulden | 150,4 | 0,4 | |
| Tilgung von langfristigen Finanzschulden | –144,6 | –201,1 | |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | –11,1 | –10,8 | |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten |
80,0 | –23,9 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 68,6 | –248,6 | |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
–131,1 | –222,8 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Beginn Berichtsperiode |
794,7 | 1.159,7 | |
| Veränderungen aus Währungsumrechnungen | –2,1 | 4,8 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Ende Berichtsperiode |
661,5 | 941,7 |
1 Im Cashflow aus der Betriebstätigkeit sind 0,6 Mio. EUR erhaltene Zinsen (01.04.–30.06.2020: 0,8 Mio. EUR), 18,9 Mio. EUR gezahlte Zinsen (01.04.–30.06.2020: 22,7 Mio. EUR), 7,3 Mio. EUR erhaltene Steuern (01.04.–30.06.2020: 1,2 Mio. EUR) und 7,6 Mio. EUR Dividendeneinnahmen (01.04.–30.06.2020: 3,9 Mio. EUR) enthalten. Mio. EUR
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| 01.04.– | 01.04.– | |
|---|---|---|
| 30.06.2020 | 30.06.2021 | |
| Umsatzerlöse | 2.397,3 | 3.490,0 |
| Umsatzkosten | –2.104,9 | –2.689,2 |
| Bruttoergebnis | 292,4 | 800,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 139,5 | 93,8 |
| Vertriebskosten | –239,6 | –293,1 |
| Verwaltungskosten | –161,6 | –172,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –81,9 | –93,2 |
| Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen | 2,5 | 3,7 |
| EBIT | –48,7 | 339,6 |
| Finanzerträge | 10,1 | 5,3 |
| Finanzaufwendungen | –35,8 | –26,1 |
| Ergebnis vor Steuern | –74,4 | 318,8 |
| Ertragsteuern | 4,7 | –59,6 |
| Ergebnis nach Steuern | –69,7 | 259,2 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | –70,5 | 252,7 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 0,8 | 6,5 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | –0,40 | 1,42 |
Mio. EUR
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-SONSTIGES ERGEBNIS
| 01.04.– 30.06.2020 |
01.04.– 30.06.2021 |
|
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | –69,7 | 259,2 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||
| Cashflow-Hedges | 18,5 | 19,2 |
| Währungsumrechnung | –0,6 | 16,0 |
| Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen | –0,6 | –0,1 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
17,3 | 35,1 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste1 | –50,3 | 34,2 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–50,3 | 34,2 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –33,0 | 69,3 |
| Gesamtergebnis in der Periode | –102,7 | 328,5 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | –102,7 | 321,8 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 0,0 | 6,7 |
| Gesamtergebnis in der Periode | –102,7 | 328,5 |
1 Für die Bewertung des Sozialkapitals wurden zum 30.06.2021 ein Zinssatz von 1,0 % (31.03.2021: 0,8 %) sowie zum 30.06.2020 ein Zinssatz von 1,0 % (31.03.2020: 1,5 %) zugrunde gelegt. Mio. EUR
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
| 1Q 2020/21 | 1Q 2021/22 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt | |
| Eigenkapital zum 01.04. | 5.478,2 | 136,7 | 5.614,9 | 5.524,6 | 125,3 | 5.649,9 |
| Gesamtergebnis in der Periode | –102,7 | – | –102,7 | 321,8 | 6,7 | 328,5 |
| Dividendenausschüttung | – | –2,6 | –2,6 | – | –5,9 | –5,9 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | – | – | – | –1,0 | – | –1,0 |
| Sonstige Veränderungen | –0,2 | 7,7 | 7,5 | –0,7 | – | –0,7 |
| Eigenkapital zum 30.06. | 5.375,3 | 141,8 | 5.517,1 | 5.844,7 | 126,1 | 5.970,8 |
Mio. EUR
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