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voestalpine AG — Interim / Quarterly Report 2017
Feb 9, 2017
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Interim / Quarterly Report
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Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2016/17
www.voestalpine.com
voestalpine-Konzern in Zahlen
1 Q – 3 Q 2015/16 vs. 1 Q – 3 Q 2016/17
| Mio. EUR | 1 Q – 3 Q 2015/16 01.04.– 31.12.2015 |
1 Q – 3 Q 2016/17 01.04.– 31.12.2016 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8.380,4 | 8.101,2 | –3,3 |
| EBITDA | 1.207,3 | 1.061,1 | –12,1 |
| EBITDA-Marge | 14,4 % | 13,1 % | |
| EBIT | 727,0 | 545,0 | –25,0 |
| EBIT-Marge | 8,7 % | 6,7 % | |
| Ergebnis vor Steuern | 628,5 | 461,4 | –26,6 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 508,5 | 343,9 | –32,4 |
| Gewinn je Aktie (EUR) | 2,74 | 1,86 | –32,1 |
| Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen | 936,7 | 711,4 | –24,1 |
| Abschreibungen | 480,3 | 516,0 | 7,4 |
| Eigenkapital | 5.605,6 | 5.797,5 | 3,4 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.194,8 | 3.545,8 | 11,0 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) | 57,0 % | 61,2 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 47.900 | 48.765 | 1,8 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
Zwischenlagebericht
Marktumfeld
Der in Europa seit Längerem vorherrschende moderate wirtschaftliche Wachstumstrend, der sich schon im vergangenen Jahr nicht durch kritische politische Entwicklungen (Brexit, Unruhen in der Türkei, Krieg im Mittleren Osten, Terror in Europa) bremsen ließ, widersetzt sich weiterhin erfolgreich negativen Einflüssen aus dem politischen Umfeld. Europas Wirtschaftsentwicklung blieb damit auch im 3. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 2016/17 auf zwar überschaubarem, dafür aber ausgesprochen widerstandsfähigem Wachstumskurs. Dieser wird weiterhin überwiegend vom privaten Konsum getragen, wenngleich gegen Ende des Kalenderjahres auch zunehmend positive Signale aus dem Industriebereich erkennbar wurden. Die Investitionstätigkeit wird nach wie vor überwiegend von Ersatz- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen getrieben und noch wenig von Wachstumsinvestitionen. Die Abwertung der Europäischen Gemeinschaftswährung sowie positive globale Wachstumssignale rechtfertigen aber für den weiteren Verlauf des Jahres 2017 eine vorsichtig positive Erwartungshaltung. Die Ausgaben der öffentlichen Hand sind in Europa im Laufe des Geschäftsjahres 2016/17 zwar gestiegen, haben sich bisher jedoch nur mäßig konjunkturstimulierend ausgewirkt.
In diesem Umfeld profitierte die voestalpine von einer ungebrochen hervorragenden Nachfrage der Automobilindustrie und einer stabil soliden Konjunktur im Konsumgüterbereich. Während der Eisenbahninfrastruktursektor über weite Strecken des aktuellen Geschäftsjahres noch eine gute Nachfrage zeigte, schwächte er sich im 3. Geschäftsquartal vor allem in Europa ab, was einerseits auf die saisonal geringere Projekttätigkeit in den Wintermonaten zurückzuführen ist, aber auch in Projektverschiebungen der Bahnunternehmen begründet liegt. Trotz Einigung der OPEC auf Kürzung der Ölfördermengen und einem dadurch etwas verbesserten Ölpreisniveau
zeigte sich der Energiesektor in Europa vorerst nach wie vor schwach, auch die Dynamik der Bauindustrie blieb weiter verhalten.
Das markanteste Ereignis in Nordamerika im 3. Quartal 2016/17 war die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. War Trump im Wahlkampf zu vielen Themen mit unkonventionellen und sehr direkten Aus- und Ansagen aufgefallen, so richtete sich nach seiner Wahl der Fokus des öffentlichen Interesses zunehmend auf seine Integrations- und Wirtschaftspolitik, beides geprägt von einer stark protektionistischen Grundhaltung.
War die Konjunktur in den USA 2016 durch eine gewisse Volatilität, aber insgesamt zufriedenstellende Zuwachsraten und niedrige Arbeitslosigkeit geprägt – was dort anders als in Europa bereits zu einer ersten Zinserhöhung führte –, so kam es durch die Ankündigungen Präsident Trumps zuletzt zu einer deutlichen Steigerung der Erwartungshaltung in Bezug auf die mittelfristige Wirtschaftsentwicklung. Inwieweit die angekündigten protektionistischen Maßnahmen auch abschwächende Konjunkturwirkungen nach sich ziehen werden, bleibt vorerst abzuwarten.
Im abgelaufenen Geschäftsquartal zeigte sich in den USA durch wieder verstärkte Explorationsaktivitäten jedenfalls bereits eine Nachfrageverbesserung im Bereich der Öl- und Gasindustrie, was in direkter Folge zu einer Steigerung der Auftragseingänge im Bereich Nahtlosrohre (Metal Engineering Division) führte. Der private Konsum blieb ebenso wie in Europa auch im NAFTA-Raum ein maßgeblicher Treiber der Konjunktur, womit letztlich auch die Automobilnachfrage auf hohem Niveau verblieb. Die Nachfrage im Bereich Eisenbahninfrastruktur war im Verlauf des Geschäftsjahres nicht zuletzt aus Kollateraleffekten der Öl- und Gasschwäche etwas abgekühlt, hat sich in der Zwischenzeit jedoch stabilisiert. In der Luftfahrtindustrie wurden im Verlauf des Geschäftsjahres nach den Boomjahren der
| Mio. EUR | 1 Q – 3 Q | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Q 2016/17 | 2 Q 2016/17 | 3 Q 2016/17 | 2016/17 | 2015/16 | ||
| 01.04.– 30.06.2016 |
01.07.– 30.09.2016 |
01.10.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2015 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 2.772,4 | 2.635,4 | 2.693,4 | 8.101,2 | 8.380,4 | –3,3 |
| EBITDA | 333,9 | 371,0 | 356,2 | 1.061,1 | 1.207,3 | –12,1 |
| EBITDA-Marge | 12,0 % | 14,1 % | 13,2 % | 13,1 % | 14,4 % | |
| EBIT | 167,6 | 201,3 | 176,1 | 545,0 | 727,0 | –25,0 |
| EBIT-Marge | 6,0 % | 7,6 % | 6,5 % | 6,7 % | 8,7 % | |
| Ergebnis vor Steuern | 138,9 | 172,5 | 150,0 | 461,4 | 628,5 | –26,6 |
| Ergebnis nach Steuern1 |
105,8 | 127,9 | 110,2 | 343,9 | 508,5 | –32,4 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
48.319 | 48.786 | 48.765 | 48.765 | 47.900 | 1,8 |
Quartalsentwicklung und 9-Monats-Vergleich des voestalpine-Konzerns
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
| Mio. EUR | 1 Q – 3 Q | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Q 2016/17 | 2 Q 2016/17 | 3 Q 2016/17 | 2016/17 | 2015/16 | ||
| 01.04.– 30.06.2016 |
01.07.– 30.09.2016 |
01.10.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2015 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 2.772,4 | 2.635,4 | 2.693,4 | 8.101,2 | 8.380,4 | –3,3 |
| EBITDA | 333,9 | 371,0 | 356,2 | 1.061,1 | 1.069,7 | –0,8 |
| EBITDA-Marge | 12,0 % | 14,1 % | 13,2 % | 13,1 % | 12,8 % | |
| EBIT | 171,5 | 204,9 | 179,7 | 556,1 | 608,0 | –8,5 |
| EBIT-Marge | 6,2 % | 7,8 % | 6,7 % | 6,9 % | 7,3 % | |
| Ergebnis vor Steuern | 142,8 | 176,1 | 153,5 | 472,4 | 509,4 | –7,3 |
| Ergebnis nach Steuern1 |
108,7 | 130,6 | 112,9 | 352,2 | 382,7 | –8,0 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
48.319 | 48.786 | 48.765 | 48.765 | 47.900 | 1,8 |
Quartalsentwicklung und 9-Monats-Vergleich des voestalpine-Konzerns bereinigt
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
Vergangenheit die Wachstumsraten etwas zurückgenommen, der Sektor entwickelt sich aber weiterhin stabil auf gutem Niveau.
China konnte auch im abgelaufenen Geschäftsquartal seine weitgehend stabile Wachstumsdynamik beibehalten, was sich neben dem kontinuierlich wachsenden Privatkonsum vor allem auf die jüngst aufgelegten Investitionsprogramme für die Bereiche Infrastruktur sowie Bau- und Immobilien gründet. Der voestalpine-Konzern ist in China insbesondere mit Produkten für die Konsumgüterindustrie, Automobilkomponenten und Eisenbahnequipment vertreten, allesamt Branchen, welche bereits seit Längerem eine hervorragende Entwicklung nehmen.
Nach dem Machtwechsel an der politischen Spitze hat sich die allgemeine Stimmung in Brasilien zwar etwas verbessert, die Rezession konnte das Land bisher aber dennoch nicht hinter sich lassen. Die anhaltende Schwäche der brasilianischen Wirtschaft infolge nach wie vor unzureichender Nachfrage in so gut wie allen Wirtschaftsbereichen setzte auch den brasilianischen voestalpine-Standorten zu, die darauf mit rigorosen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen reagierten. Die in den vergangenen Monaten erfolgte Entspannung auf den globalen Rohstoffmärkten führte zuletzt zu einer ersten Nachfragebelegung im Bereich der Eisenbahninfrastruktur (Brasilien unterhält als einer der weltgrößten Eisenerzproduzenten eine entsprechende Infrastruktur), möglicherweise ein erstes Zeichen für eine Trendwende.
Finanzielle Leistungsindikatoren des voestalpine-Konzerns
Die leicht rückläufige Entwicklung der finanziellen Kennziffern des voestalpine-Konzerns in den ersten drei Quartalen 2016/17 gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres ist in erster Linie auf den Einbruch der Investitionen im Öl- und Gassektor im Verlauf des Kalenderjahres 2016 zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund gingen auch die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen 2016/17 im 12-Monats-Vergleich um 3,3 % von 8.380,4 Mio. EUR auf 8.101,2 Mio. EUR zurück. Die Divisionen Steel und Metal Engineering, die innerhalb des
voestalpine-Konzerns dem Energiesegment am stärksten ausgesetzt sind, mussten dabei die reltativ höchsten Umsatzeinbußen hinnehmen, während die Metal Forming Division vor allem aufgrund ihrer internationalen Expansionsstrategie im Automotive-Bereich die Umsatzerlöse sogar steigern konnte. Ähnlich stellt sich die Situation auf der Ergebnisseite dar. Waren operatives Ergebnis (EBITDA) und Betriebsergebnis (EBIT) im Vorjahr durch deutlich positive Einmaleffekte infolge von Konsolidierungsumstellungen in der Metal Engineering Division beeinflusst, so verminderten sich die bereinigten Ergebnisse der Division, d. h. unabhängig von diesen Konsolidierungseffekten, infolge der Schwäche des Energiesektors im Jahresvergleich deutlich. Obwohl die übrigen drei Divisionen Zuwächse beim EBITDA aufweisen, fiel das bereinigte EBITDA des voestalpine-Konzerns im Jahresvergleich – allerdings marginal – um 0,8 % von 1.069,7 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2015/16 auf 1.061,1 Mio. EUR in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres. Auf Reporting-Basis reduzierte sich das EBITDA aufgrund der erwähnten positiven Einmaleffekte des Vorjahres hingegen um 12,1 % von 1.207,3 Mio. EUR auf 1.061,1 Mio. EUR. Operativ belastend wirkten sich im aktuellen Geschäftsjahr auch die Anlaufverluste der Direktreduktionsanlage in Texas, USA, sowie die verminderte Leistungsfähigkeit des Hochofens 5 der Steel Division im 1. Quartal 2016/17 als Konsequenz der Feineinstellung der Kohleeindüsungsanlage aus. Markanter stellte sich das Minus beim Betriebsergebnis (EBIT) als Folge der Zunahme der Abschreibungsbasis, vor allem durch die Finalisierung großer Investitionsprojekte in der Steel Division, dar. Korrigiert um Einmaleffekte sank das EBIT im Jahresvergleich um 8,5 % von 608,0 Mio. EUR auf 556,1 Mio. EUR. Das nach IFRS veröffentlichte EBIT – und damit inklusive aller Sondereffekte – verminderte sich um 25,0 % von 727,0 Mio. EUR auf 545,0 Mio. EUR.
Der weitaus überwiegend auf den erheblichen Anstieg der Rohstoffpreise zurückzuführende Aufbau des Nettoumlaufvermögens im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres begründet im Wesentlichen den Zuwachs bei der Nettofinanzverschuldung von 3.194,8 Mio. EUR per 31. Dezember 2015 auf 3.545,8 Mio. EUR per 31. Dezember 2016 und damit auch der Gearing-Ratio von 57,0 % auf 61,2 % im gleichen Zeitraum.
Die Nettofinanzverschuldung lässt sich wie folgt überleiten:
| 31.12.2015 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten langfristig | 3.237,5 | 3.258,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig | 812,0 | 1.053,5 |
| Liquide Mittel | –430,4 | –370,4 |
| Sonstige Wertpapiere und Anteile | –398,4 | –365,0 |
| Ausleihungen und sonstige Forderungen Finanzierung | –25,9 | –30,3 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.194,8 | 3.545,8 |
Nettofinanzverschuldung
Investitionen
Am 26. Oktober 2016 eröffnete die Steel Division mit der Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, USA, die weltweit größte und modernste Anlage ihrer Art. Die Inbetriebnahmephase verlief bisher planmäßig (Auslastung bisherige Inbetriebnahmephase: 63 %) und soll im 4. Geschäftsquartal 2016/17 in den Normalbetrieb übergehen. Die geplante Großreparatur des Hochofens 6 am Standort Linz, Österreich, konnte am 21. November und damit früher als ursprünglich vorgesehen erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der in-house entwickelten "Toughcore"- Anlage zur Herstellung von Grobblechen mit völlig neuen Produkteigenschaften und der aktuell in Bau befindlichen Stranggießanlage 8 (voraussichtliche Inbetriebnahme Herbst 2017), beides ebenfalls am Standort Linz, Österreich, wird der Technologieausbau in der Steel Division konsequent weiter vorangetrieben.
Die Special Steel Division konzentrierte sich bei ihren Investitionsvorhaben auf den forcierten Ausbau ihres globalen Service- und Vertriebsnetzes sowie die Weiterentwicklung der Beschichtungstechnologie. Mit der Eröffnung eines Zentrums für additive Fertigung von Bauteilen (3D-Druck) in Düsseldorf, Deutschland, setzte die Division darüber hinaus einen weiteren Schritt Richtung Zukunftstechnologien. In der Metal Engineering Division lag das Hauptaugenmerk auf dem Hochlauf des neuen Drahtwalzwerkes in Donawitz, Österreich, der zu Beginn des Geschäftsjahres gestartet wurde. Die erforderlichen Zulassungsprozesse seitens der Kunden wurden im Jahresverlauf positiv abgeschlossen. Mit der Anlageninbetriebnahme zur direkten Warmumformung von verzinktem Stahl ("phs directform®") am Standort Schwäbisch Gmünd, Deutschland, wurde in der Metal Forming Division im 2. Geschäftsquartal ein technologisch zukunftsweisender Schritt gesetzt. Unabhängig davon wird die weltweite Implementierung von Schlüsseltechnologien für Karosseriekomponenten weiter vorangetrieben. Mit dem Hochlauf des zweiten Werkes zur Herstellung von lasergeschweißten Platinen wurde Linz zum weltweit führenden Standort in diesem Technologiebereich.
In Summe fielen die Investitionen des voestalpine-Konzerns um 24,1 % von 936,7 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2015/16 auf 711,4 Mio. EUR im aktuellen Berichtszeitraum. Davon entfielen auf die Steel Division 334,3 Mio. EUR, auf die Special Steel Division 91,8 Mio. EUR, auf die Metal Engineering Division 137,0 Mio. EUR und auf die Metal Forming Division 142,8 Mio. EUR.
| Mio. EUR | 1 Q – 3 Q | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Q 2016/17 01.04.– 30.06.2016 |
2 Q 2016/17 01.07.– 30.09.2016 |
3 Q 2016/17 01.10.– 31.12.2016 |
2016/17 01.04.– 31.12.2016 |
2015/16 01.04.– 31.12.2015 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 909,0 | 867,1 | 927,8 | 2.703,9 | 2.835,1 | –4,6 |
| EBITDA | 87,2 | 143,6 | 138,1 | 368,9 | 359,8 | 2,5 |
| EBITDA-Marge | 9,6 % | 16,6 % | 14,9 % | 13,6 % | 12,7% | |
| EBIT | 21,1 | 76,0 | 58,7 | 155,8 | 174,1 | –10,5 |
| EBIT-Marge | 2,3 % | 8,8 % | 6,3 % | 5,8 % | 6,1 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
10.869 | 10.928 | 10.869 | 10.869 | 10.858 | 0,1 |
Steel Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die von der Europäischen Kommission eingeleiteten Anti-Dumping-Maßnahmen zum Schutz der europäischen Stahlindustrie gegen Billigimporte bei kaltgewalztem Stahlband aus China und Russland sowie warmgewalztem Stahlband und Grobblech aus China zeigten im Verlauf des Kalenderjahres 2016 Wirkung. Insgesamt wurden zwar 2016 höhere Importe bei Flachstahl verzeichnet, die Einfuhren aus China und Russland gingen aber in diesem Zeitraum deutlich zurück. Da sich die Stimmung in den wichtigsten stahlverarbeitenden Industrien – trotz des Referendums zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union – im Jahresverlauf zusehends aufhellte, lag die Stahlproduktion nach verhaltenem Jahresbeginn in der 2. Jahreshälfte 2016 in etwa wieder auf dem Niveau des Vorjahres. Allerdings zeigte ab Sommer 2016 der Preistrend bei den für die Stahlerzeugung wichtigsten Rohstoffen zunehmend nach oben. Insbesondere Kokskohle hat sich in der 2. Jahreshälfte durch eine Angebotsverknappung massiv verteuert. In der Ausprägung moderater und zeitlich nachgelagert zogen in der Folge auch die Preise für Eisenerz an. Im Gefolge der gestiegenen Rohstoffpreise und einer soliden Nachfragentwicklung erhöhten sich gegen Ende des Kalenderjahres 2016 die Stahlpreise am Spotmarkt deutlich, die Kontraktpreise folgten mit der für sie typischen Verzögerung.
Vor diesem Hintergrund bewegte sich die Nachfrage der für die Steel Division wichtigsten Kundensegmente in den ersten drei Quartalen 2016/17 auf insgesamt gutem Niveau. So zeigte sich die Auftragseingangsentwicklung aus der Automobilindustrie unverändert robust. Auch das konjunkturelle Umfeld in den Bereichen Hausgeräte- und Konsumgüterindustrie sowie im Maschinenbausektor erwies sich als weiterhin zufriedenstellend, während sich die Nachfrage aus der Bauindustrie sogar leicht verbessert darstellte. Neben der Abarbeitung des noch bis Ende des Geschäftsjahres 2017/18 laufenden Pipeline-Projekts Nord Stream II verzeichnete der Geschäftsbereich Grobblech zuletzt wieder eine verstärkte Anfragetätigkeit aus dem Energiesektor.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Umsatzerlöse der Steel Division verminderten sich in den ersten drei Quartalen 2016/17 im Vorjahresvergleich um 4,6 % von 2.835,1 Mio. EUR auf 2.703,9 Mio. EUR. Die wesentlichen Gründe dafür liegen in einem niedrigeren Preisniveau aufgrund gesunkener Einsatzkosten bei Rohstoffen, aber auch in einer Produktmixverschiebung innerhalb des Geschäftsbereiches Grobblech, wo in den Umsatzerlösen des Vorjahres noch die Auslieferung eines qualitativ äußerst anspruchsvollen Großauftrages enthalten war. Insgesamt wurden die Versandmengen im 12-Monats-Vergleich durch die alles in allem gute Nachfragesituation um etwa 5 % gesteigert.
In ergebnismäßiger Hinsicht hat sich das operative Ergebnis (EBITDA) der Steel Division in den ersten drei Quartalen 2016/17 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 2,5 % von 359,8 Mio. EUR (Marge 12,7 %) auf 368,9 Mio. EUR (Marge 13,6 %) verbessert. Dies ist insofern bemerkenswert, als in den bisherigen neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres einige Sondereffekte das EBITDA belastet haben: So wirkten sich Anlaufverluste der Direktreduktionsanlage in Texas sowie die verminderte Leistung des im Geschäftsjahr 2015/16 erneuerten Hochofens 5 aufgrund der Feinjustierung der Kohleeindüsungsanlage negativ auf das operative Divisionsergebnis aus. Zusätzlich lag auch die Performance im Energiesegment (Grobblech) wegen der Schwäche im Öl- und Gassektor deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Im abgelaufenen Quartal wurden in diesem Zusammenhang im Geschäftsbereich Grobblech für einen im Vorjahr
preislich fixierten und noch bis Ende des Geschäftsjahres 2017/18 laufenden Großauftrag (Nord Stream II) bilanzielle Vorsorgen aufgrund der seit Sommer 2016 stark gestiegenen Preise für Kokskohle getroffen. Erreicht werden konnte die Verbesserung des EBITDA trotz dieser negativen Einmaleffekte durch hervorragende Absatzzahlen und ein unverändert starkes Augenmerk auf Effizienzsteigerungs- und Kostenoptimierungsmaßnahmen über die gesamte Wertschöpfungskette.
Im Gegensatz zum operativen Ergebnis liegt das Betriebsergebnis (EBIT) in den ersten drei Quartalen 2016/17 mit 155,8 Mio. EUR (Marge 5,8 %) im 12-Monats-Vergleich um 10,5 % hinter dem Vorjahreswert von 174,1 Mio. EUR (Marge 6,1 %) zurück. Zu erklären ist das mit der um 27,4 Mio. EUR gestiegenen Abschreibungsbasis, die auf die Finalisierung von großen Investitionsprojekten (Erneuerung Hochofen 5 sowie neue Vakuumanlage am Standort Linz, Österreich, HBI-Anlage in Texas, USA) in den letzten Quartalen zurückzuführen ist.
Die Zahl der Beschäftigten (FTE) in der Steel Division ist mit 10.869 per Ende Dezember 2016 nahezu ident mit dem Vorjahreswert von 10.858.
| Mio. EUR | 1 Q – 3 Q | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Q 2016/17 01.04.– 30.06.2016 |
2 Q 2016/17 01.07.– 30.09.2016 |
3 Q 2016/17 01.10.– 31.12.2016 |
2016/17 01.04.– 31.12.2016 |
2015/16 01.04.– 31.12.2015 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 667,1 | 638,9 | 643,5 | 1.949,5 | 1.984,8 | –1,8 |
| EBITDA | 99,2 | 94,3 | 91,0 | 284,5 | 259,9 | 9,5 |
| EBITDA-Marge | 14,9 % | 14,8 % | 14,1 % | 14,6 % | 13,1 % | |
| EBIT | 63,4 | 58,2 | 56,9 | 178,5 | 158,2 | 12,8 |
| EBIT-Marge | 9,5 % | 9,1 % | 8,8 % | 9,2 % | 8,0 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
13.507 | 13.573 | 13.587 | 13.587 | 13.301 | 2,2 |
Special Steel Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Das wirtschaftliche Umfeld der Special Steel Division hat sich in den ersten drei Quartalen 2016/17 im Vorjahresvergleich moderat verbessert. So bewegte sich die Dynamik in der Luftfahrtindustrie trotz punktueller Verschiebungen im Auftragseingang auf unverändert gutem Niveau. Ein erstes Anziehen der Ordertätigkeit in der Öl- und Gasindustrie deutet darauf hin, dass die Talsohle in diesem Sektor durchschritten ist. Durch die gute Stimmung in der Automobilund Konsumgüterindustrie verbesserte sich darüber hinaus der globale Bedarf an Werkzeugstahl. Im Edelstahlbereich unverändert schwach verlief hingegen die Nachfrage aus dem europäischen Maschinenbau, der schon länger mit einer Schwäche der wichtigen Exportmärkte China und Russland konfrontiert ist.
In regionaler Hinsicht stellte sich die Entwicklung in Europa weiterhin eher verhalten dar. In den USA signalisiert der Öl- und Gassektor seit dem Spätsommer 2016 erste Anzeichen einer Belebung. Auf aggressivem Wachstumskurs befindet sich die Automobilindustrie in Mexiko, wenngleich die längerfristige Entwicklung aufgrund des politischen Kurswechsels in den USA mit zunehmender Unsicherheit behaftet ist. Das wirtschaftliche Klima in Brasilien hat sich trotz einer gewissen politischen Konsolidierung bisher noch nicht spürbar verbessert. Vor allem die Investitionstätigkeit der Öl- und Gasindustrie liegt dort weiterhin auf extrem niedrigem Niveau.
Positive Impulse im Bereich Werkzeugstahl kamen hingegen aus Asien und hier insbesondere aus China, zurückzuführen vor allem auf die solide Entwicklung der Automobil- und Konsumgüterindustrie.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Mit 1.949,5 Mio. EUR lagen die Umsatzerlöse der Special Steel Division in den ersten drei Quartalen 2016/17 um 1,8 % unter dem Vorjahreswert von 1.984,8 Mio. EUR. Während die Verkaufspreise im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber der Vorjahresperiode zurücklagen, gelang es, die Versandmengen im Jahresvergleich auszuweiten. Die Ergebnisverbesserung ist daher zum einen auf eine Erhöhung der Produktionsund Absatzzahlen, zum anderen aber auch auf Effizienzsteigerungsmaßnahmen zurückzuführen. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg damit in den ersten drei Quartalen 2016/17 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 9,5 % von 259,9 Mio. EUR (Marge 13,1 %) auf 284,5 Mio. EUR (Marge 14,6 %). Das Betriebsergebnis (EBIT) nahm um 12,8 % von 158,2 Mio. EUR auf 178,5 Mio. EUR zu und damit die EBIT-Marge von 8,0 % auf 9,2 %.
Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Special Steel Division lag mit 13.587 zum Ende des 3. Quartals 2016/17 um 2,2 % über dem Vergleichswert des Vorjahres (13.301 FTE). Der Anstieg liegt vor allem in den Zukäufen von Sermetal und Advanced Tooling Tek (ATT) begründet.
Metal Engineering Division
| Mio. EUR | 1 Q – 3 Q | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Q 2016/17 | 2 Q 2016/17 | 3 Q 2016/17 | 2016/17 | 2015/16 | ||
| 01.04.– 30.06.2016 |
01.07.– 30.09.2016 |
01.10.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2015 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 680,4 | 652,1 | 662,4 | 1.994,9 | 2.213,0 | –9,9 |
| EBITDA | 87,6 | 84,4 | 82,6 | 254,6 | 426,5 | –40,3 |
| EBITDA-Marge | 12,9 % | 12,9 % | 12,5 % | 12,8 % | 19,3 % | |
| EBIT | 49,7 | 45,8 | 44,5 | 140,0 | 310,4 | –54,9 |
| EBIT-Marge | 7,3 % | 7,0 % | 6,7% | 7,0 % | 14,0 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
12.606 | 12.709 | 12.822 | 12.822 | 12.652 | 1,3 |
Metal Engineering Division bereinigt
| Mio. EUR | 1 Q – 3 Q | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Q 2016/17 | 2 Q 2016/17 | 3 Q 2016/17 | 2016/17 | 2015/16 | ||
| 01.04.– 30.06.2016 |
01.07.– 30.09.2016 |
01.10.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2015 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 680,4 | 652,1 | 662,4 | 1.994,9 | 2.213,0 | –9,9 |
| EBITDA | 87,6 | 84,4 | 82,6 | 254,6 | 300,0 | –15,1 |
| EBITDA-Marge | 12,9 % | 12,9 % | 12,5 % | 12,8 % | 13,6 % | |
| EBIT | 53,6 | 49,4 | 48,0 | 151,0 | 202,5 | –25,4 |
| EBIT-Marge | 7,9 % | 7,6 % | 7,2 % | 7,6 % | 9,2 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
12.606 | 12.709 | 12.822 | 12.822 | 12.652 | 1,3 |
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Nach einer Phase rückläufiger Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund einer extremen Marktschwäche im Öl- & Gassektor konnte die Metal Engineering Division im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres eine Ergebnisstabilisierung erreichen.
Nachdem der Geschäftsbereich Rail Technology (Schienen) über mehrere Jahre von einer ausgezeichneten generellen Bedarfslage profitiert hat, kam es in den vergangenen Quartalen insbesondere in den durch Erdöl finanzierten Golfstaaten, aber auch im minenorientierten Schwerlastsegment zu einer deutlichen Nachfrageabschwächung. Im Geschäftsbereich Turnout Systems (Weichensysteme) blieb die Investitionstätigkeit im Bereich Schwerlast im bisherigen Geschäftsjahr ebenfalls verhalten, wobei aufgrund steigender Rohstoffpreise in beiden Geschäftsbereichen in der 1. Jahreshälfte 2017 allerdings mit einer zumindest leichten Belebung zu rechnen ist. Die Nachfrage im Segment Nahverkehr in den USA sowie bei Hochgeschwindigkeitsprojekten in China liegt hingegen weiterhin auf einem sehr guten Niveau.
Der Geschäftsbereich Wire Technology (Draht) zeigte im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres aufgrund der unverändert robusten Nachfrage aus der Automobilindustrie eine solide Entwicklung. Darüber hinaus war zuletzt auch eine leichte Marktbelebung im Öl- und Gassektor feststellbar. Eine Belebung des Auftragseinganges aus dem Öl- und Gasbereich bei nach wie vor niedrigem Preisniveau bestimmte auch den Verlauf des Geschäftsbereiches Seamless Tubes (Nahtlosrohre) im 3. Quartal 2016/17. Die verbesserte Ordersituation ist neben einer Aufhellung des generellen Sentiments speziell auch auf Innovationen zur Erhöhung der Produktivität in der Öl- und Gasexploration zurückzuführen. Eine nach wie vor verhaltene Marktdynamik herrschte hingegen im Bereich Welding Consumables (Schweißtechnik), welcher der Geschäftsbereich mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm begegnete, das bereits im aktuellen Berichtszeitraum zu einer operativen Verbesserung beitrug.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die im Vorjahresvergleich rückläufige Umsatzund Ergebnisentwicklung der Metal Engineering Division in den ersten drei Quartalen 2016/17 ist in erster Linie auf den Konjunktureinbruch im Öl- und Gassektor, aber zusätzlich auch auf eine Abschwächung im Kundensegment Bahnsysteme zurückzuführen. Im Zuge des aktuellen Geschäftsjahres gelang es der Division jedoch, ihre wesentlichen Kennziffern zu stabilisieren. Vor diesem Hintergrund haben sich die Umsatzerlöse im 12-Monats-Vergleich um 9,9 % von 2.213,0 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2015/16 auf 1.994,9 Mio. EUR im aktuellen Berichtszeitraum verringert. Die Ergebniszahlen waren in der Vorjahresperiode durch Einmaleffekte aufgrund des Erlangens der Beherrschung an den Gesellschaften voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH (beide Geschäftsbereich Seamless Tubes) sowie CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd (Geschäftsbereich Turnout Systems) in Höhe von 126,5 Mio. EUR beim EBITDA bzw. 107,9 Mio. EUR beim EBIT geprägt. Die in den Einmaleffekten des Vorjahres ebenfalls enthaltenen Abschreibungen auf die aufgedeckten stillen Reserven im Zuge der Neubewertungen verminderten das EBIT in den ersten drei Quartalen 2016/17 um insgesamt 11,0 Mio. EUR. Bereinigt um diese Sondereffekte ging das operative Ergebnis (EBITDA) im Periodenvergleich um 15,1 % von 300,0 Mio. EUR auf 254,6 Mio. EUR zurück und damit die EBITDA-Marge von 13,6 % auf 12,8 %. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) büßte in den ersten drei Quartalen 2016/17 mit einem Rückgang von 202,5 Mio. EUR (Marge 9,2 %) auf 151,0 Mio. EUR (Marge 7,6 %) insgesamt 25,4 % seines Vorjahreswertes ein.
Zum 31. Dezember 2016 waren in der Metal Engineering Division 12.822 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt, um 1,3 % mehr als zum Vergleichsstichtag des vergangenen Geschäftsjahres (12.652 FTE).
| Mio. EUR | 1 Q – 3 Q | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Q 2016/17 | 2 Q 2016/17 | 3 Q 2016/17 | 2016/17 | 2015/16 | ||
| 01.04.– 30.06.2016 |
01.07.– 30.09.2016 |
01.10.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2016 |
01.04.– 31.12.2015 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 615,8 | 572,2 | 566,0 | 1.754,0 | 1.649,8 | 6,3 |
| EBITDA | 80,0 | 73,4 | 69,9 | 223,3 | 205,5 | 8,7 |
| EBITDA-Marge | 13,0 % | 12,8 % | 12,3 % | 12,7% | 12,5 % | |
| EBIT | 55,2 | 48,1 | 43,6 | 146,9 | 134,4 | 9,3 |
| EBIT-Marge | 9,0 % | 8,4 % | 7,7% | 8,4 % | 8,1% | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
10.481 | 10.724 | 10.650 | 10.650 | 10.212 | 4,3 |
Metal Forming Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Das Marktumfeld der Metal Forming Division stellte sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 über alle vier Geschäftsbereiche betrachtet als durchaus zufriedenstellend dar. So profitierte insbesondere der Bereich Automotive Components von der Fortsetzung des verstärkten Aufwärtstrends im Klein- und Kompaktwagensegment in Europa – dies zusätzlich zur unverändert starken, teilweise sogar noch wachsenden Nachfrage im Premiumsegment, und zwar sowohl in Europa als auch in Fernost, während sich der US-Absatz stabil darstellte. Mit dem Aufbau eines Standortes in Aguascalientes, Mexiko, wird die Expansion im NAFTA-Raum im Geschäftsbereich Automotive Components fortgesetzt.
Das wirtschaftliche Umfeld im Geschäftsbereich Tubes & Sections war im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2016/17 durch eine vergleichsweise verhaltene Dynamik gekennzeichnet. So verzeichnete der europäische Markt, mit Ausnahme von Großbritannien, nur mittelmäßige Nachfrageimpulse, auch die Bedingungen in den USA waren durch stark schwankende Auftragseingänge geprägt. In Brasilien und China verbesserte sich hingegen die Stimmung leicht.
Der Geschäftsbereich Precision Strip konnte in den ersten drei Quartalen 2016/17 seine starke Wettbewerbsposition weiter ausbauen und sich vor allem in den angestammten Märkten sehr gut auch gegen außereuropäische Konkurrenz behaupten. Darüber hinaus profitierte er von generell soliden Marktverhältnissen in Europa und Nordamerika. Durch steigenden Preisdruck, aber eine nach wie vor attraktive Projektlandschaft, die bei Hochregallagern nur leicht unter dem hervorragenden Niveau der Vorjahre liegt, war der Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions geprägt.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die sehr gute operative Performance der Metal Forming Division spiegelt sich auch in der Entwicklung der wesentlichen Kennziffern wider. So stiegen die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 6,3 % von 1.649,8 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2015/16 auf 1.754,0 Mio. EUR im aktuellen Geschäftsjahr. Ergebnisbeiträge aus den im Geschäftsjahr 2016/17 erfolgten Inbetriebnahmen im Zuge des internationalen Ausbaus des Geschäftsbereiches Automotive Components sowie die ausgezeichnete Entwicklung bei Precision Strip ließen das operative Ergebnis (EBITDA) um 8,7 % von 205,5 Mio. EUR auf 223,3 Mio. EUR und das EBIT um 9,3 % von 134,4 Mio. EUR auf 146,9 Mio. EUR ansteigen. Damit verbesserten sich sowohl die EBITDA-Marge – von 12,5 % auf 12,7 % – als auch die EBIT-Marge – von 8,1 % auf 8,4 % – gegenüber den Vorjahreswerten.
Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Metal Forming Division lag zum Ende des 3. Quartals 2016/17 mit 10.650 um 4,3 % über dem Vorjahresniveau (10.212 FTE). Der Anstieg resultiert primär aus den in Umsetzung der Internationalisierungsstrategie entstandenen neuen Werken im Bereich Automotive Components.
Ausblick
Operatives Ergebnis (EBITDA) und Betriebsergebnis (EBIT) der voestalpine AG lagen im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres geringfügig unter den Erwartungen vom Herbst 2016, was im Wesentlichen auf negative Kurzfristeffekte in der Rohstoffpreisentwicklung gegen Jahresende und eine langsamere Preiserholung im Ölund Gasbereich zurückzuführen ist.
Für das 4. Geschäftsquartal ist aufgrund einer – zumindest vorübergehenden – Stabilisierung der Rohstoffpreise, eines sich zwar langsam, aber doch weiter verbessernden Umfeldes im Öl- und
Gassektor sowie mit Jahreswechsel gestiegenen Preisen im Stahl-Kontraktgeschäft mit einem deutlichen Ergebnisanstieg gegenüber dem letzten Quartal zu rechnen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich der Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2016/17 gegenüber den Erwartungen zum Ende des 1. Halbjahres (30. September 2016) weiterhin unverändert dar: Ziel bleibt nach wie vor ein (bereinigtes) operatives Ergebnis (EBITDA) auf Höhe des Vorjahresniveaus von 1,45 Mrd. EUR bzw. ein (bereinigtes) Betriebsergebnis (EBIT) annähernd auf dem Niveau des letzten Geschäftsjahres (814 Mio. EUR).
EBITDA-Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns
EBIT-Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns
voestalpine AG Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 31.12.2016
Nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Konzernbilanz
Aktiva
| 31.03.2016 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| A. Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 6.006,5 | 6.289,9 |
| Firmenwert | 1.544,4 | 1.552,6 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 414,1 | 422,8 |
| Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen | 112,4 | 106,3 |
| Andere Finanzanlagen | 69,8 | 72,2 |
| Latente Steuern | 242,4 | 227,1 |
| 8.389,6 | 8.670,9 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 2.973,1 | 3.291,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
1.513,3 | 1.579,4 |
| Andere Finanzanlagen | 355,8 | 365,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 774,8 | 370,4 |
| 5.617,0 | 5.606,3 | |
| Summe Aktiva | 14.006,6 | 14.277,2 |
Passiva
| 31.03.2016 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 317,8 | 317,8 |
| Kapitalrücklagen | 553,7 | 552,0 |
| Hybridkapital | 497,9 | 497,9 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 4.102,0 | 4.266,1 |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.471,4 | 5.633,8 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 180,2 | 163,7 |
| 5.651,6 | 5.797,5 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen | 1.229,1 | 1.259,7 |
| Rückstellungen | 71,6 | 70,0 |
| Latente Steuern | 122,0 | 121,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 3.342,8 | 3.258,0 |
| 4.765,5 | 4.708,8 | |
| C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 567,2 | 559,4 |
| Steuerschulden | 98,3 | 64,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 898,2 | 1.053,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||
| Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 2.025,8 | 2.093,7 |
| 3.589,5 | 3.770,9 | |
| Summe Passiva | 14.006,6 | 14.277,2 |
15
Konzern-Kapitalflussrechnung
| 01.04.– 31.12.2015 |
01.04.– 31.12.2016 |
|
|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | ||
| Ergebnis nach Steuern | 508,5 | 343,9 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 345,0 | 519,5 |
| Veränderung Working Capital | ||
| Veränderung Vorräte | –43,4 | –271,1 |
| Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten | –15,6 | 54,2 |
| Veränderung Rückstellungen | 43,2 | –47,2 |
| –15,8 | –264,1 | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 837,7 | 599,3 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | –986,9 | –779,6 |
| Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 11,0 | 10,3 |
| Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen | 19,6 | –27,2 |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen | 0,1 | 2,0 |
| Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen | 9,1 | –1,8 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –947,1 | –796,3 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividenden | –204,8 | –213,7 |
| Dividenden/Kapitalerhöhung nicht beherrschende Gesellschafter | –43,8 | –16,2 |
| Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern | –2,3 | –3,7 |
| Kapitalerhöhung | 85,3 | – |
| Aufnahme von langfristigen Finanzschulden | 419,6 | 483,5 |
| Tilgung von langfristigen Finanzschulden | –138,4 | –607,6 |
| Tilgung von langfristigen Schulden aus Finanzierungsleasing | –9,9 | –3,9 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten | –28,7 | 148,4 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 77,0 | –213,2 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –32,4 | –410,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Beginn Berichtsperiode | 464,5 | 774,8 |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | –1,7 | 5,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Ende Berichtsperiode | 430,4 | 370,4 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| 01.04.– 31.12.2015 |
01.04.– 31.12.2016 |
01.10.– 31.12.2015 |
01.10.– 31.12.2016 |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8.380,4 | 8.101,2 | 2.593,7 | 2.693,4 |
| Umsatzkosten | –6.547,2 | –6.330,1 | –2.033,6 | –2.105,0 |
| Bruttoergebnis | 1.833,2 | 1.771,1 | 560,1 | 588,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 261,2 | 261,1 | 94,7 | 118,3 |
| Vertriebskosten | –768,3 | –796,0 | –253,7 | –269,1 |
| Verwaltungskosten | –462,4 | –449,3 | –153,4 | –155,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –290,9 | –253,2 | –97,6 | –108,1 |
| Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen |
154,2 | 11,3 | 1,8 | 2,2 |
| EBIT | 727,0 | 545,0 | 151,9 | 176,1 |
| Finanzerträge | 21,7 | 35,6 | 6,4 | 10,2 |
| Finanzaufwendungen | –120,2 | –119,2 | –34,4 | –36,3 |
| Ergebnis vor Steuern | 628,5 | 461,4 | 123,9 | 150,0 |
| Ertragsteuern | –120,0 | –117,5 | –36,2 | –39,8 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 508,5 | 343,9 | 87,7 | 110,2 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 479,9 | 325,8 | 78,7 | 101,2 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 11,7 | 1,2 | 3,4 | 3,4 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 16,9 | 16,9 | 5,6 | 5,6 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) |
2,74 | 1,86 | 0,45 | 0,58 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Sonstiges Ergebnis
| 01.04.– 31.12.2015 |
01.04.– 31.12.2016 |
01.10.– 31.12.2015 |
01.10.– 31.12.2016 |
|
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 508,5 | 343,9 | 87,7 | 110,2 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||||
| Cashflow-Hedges | –17,8 | 8,9 | 1,6 | 4,6 |
| Net Investment-Hedges | –10,4 | – | –2,8 | – |
| Währungsumrechnung | –70,9 | 56,4 | 23,7 | 38,7 |
| Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen |
0,1 | 0,4 | 3,8 | 0,6 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–99,0 | 65,7 | 26,3 | 43,9 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Perioden ergebnis umgegliedert werden |
||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
62,7 | –33,4 | 2,8 | 62,5 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von equitykonsolidierten Unternehmen |
–1,2 | – | –1,2 | – |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
61,5 | –33,4 | 1,6 | 62,5 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –37,5 | 32,3 | 27,9 | 106,4 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 471,0 | 376,2 | 115,6 | 216,6 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 447,3 | 357,4 | 106,9 | 206,4 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 6,8 | 1,9 | 3,1 | 4,6 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 16,9 | 16,9 | 5,6 | 5,6 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 471,0 | 376,2 | 115,6 | 216,6 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| 1 Q – 3 Q 2015/16 | 1 Q – 3 Q 2016/17 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | Nicht be herrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht be herrschende Anteile |
Gesamt | |
| Eigenkapital zum 01.04. | 5.050,6 | 64,4 | 5.115,0 | 5.471,4 | 180,2 | 5.651,6 |
| Gesamtergebnis in der Periode |
464,2 | 6,8 | 471,0 | 374,3 | 1,9 | 376,2 |
| Dividendenausschüttung | –174,8 | –45,2 | –220,0 | –183,7 | –17,4 | –201,1 |
| Dividende an Hybridkapitalbesitzer |
–30,0 | – | –30,0 | –30,0 | – | –30,0 |
| Steuereffekte auf Transaktionen mit Hybridkapitalbesitzer |
5,6 | – | 5,6 | 5,6 | – | 5,6 |
| Kapitalerhöhung | 85,3 | – | 85,3 | – | – | – |
| Anteilsbasierte Vergütungen |
–1,0 | – | –1,0 | –1,7 | – | –1,7 |
| Sonstige Veränderungen | 4,1 | 175,6 | 179,7 | –2,1 | –1,0 | –3,1 |
| Eigenkapital zum 31.12. | 5.404,0 | 201,6 | 5.605,6 | 5.633,8 | 163,7 | 5.797,5 |
voestalpine AG Ausgewählte Erläuterungen
Die voestalpine AG hat den Umfang der Quartalsberichterstattung über die ersten drei und neun Monate des Geschäftsjahres aufgrund der geänderten Anforderungen des Regelwerks "prime market" der Wiener Börse AG angepasst. Die Anpassungen betreffen insbesondere die im IAS 34 geforderten Angaben. Die für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015/16 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert fortgeführt.
Änderungen im Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis hat sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 wie folgt entwickelt:
| Voll konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|
| Stand am 01.04.2016 | 278 | 9 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | 1 | |
| Änderung der Konsolidierungsmethode | ||
| Zugänge | 7 | |
| Abgänge | ||
| Umgründungen | –6 | |
| Abgänge oder Veräußerung | –2 | |
| Stand am 31.12.2016 | 278 | 9 |
| davon ausländische Gesellschaften | 220 | 4 |
In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:
| Name der Gesellschaft | |||
|---|---|---|---|
| ----------------------- | -- | -- | -- |
| Im Geschäftsjahr 2015/16 Vollkonsolidierung | |
|---|---|
| --------------------------------------------- | -- |
Sturdell Holdings, Inc.
Kadow und Riese Laser- und Umformtechnik GmbH
Umgründungen
BU Beteiligungs- und Vermögensverwaltung GmbH
BÖHLER Wärmebehandlung GmbH
Grimstows Holdings Inc.
voestalpine Stamptec Qinhuangdao Co., Ltd.
Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG
voestalpine Precision Strip WI, Inc.
Ende Juli wurde der Verkauf der Kadow und Riese Laser- und Umformtechnik GmbH (Teil des Geschäftssegments Metal Forming Division) abgeschlossen. Das Unternehmen stellt hauptsächlich Blechumformteile in Form von Prototypen, Null- und Kleinserienteilen für den Bereich Mobilität her. Die voestalpine hat sich aufgrund der zusehends größer werdenden strategischen Abweichung vom voestalpine-Kerngeschäft für einen Verkauf entschieden (wenige Synergieeffekte aufgrund des Stand-alone-Standorts mit den anderen Unternehmen des voestalpine-Konzerns sowie das sehr volatile und kurzfristige Geschäft im Segment Prototypen). Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2015/16 einen Umsatz von rund 8 Mio. EUR und beschäftigt ca. 70 Mitarbeiter.
Der Unternehmensverkauf hat folgende Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss:
| Angesetzte Werte | |
|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 0,6 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1,8 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 0,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –2,4 |
| Nettovermögen | 0,0 |
| Ergebnis aus Verlust der Beherrschung | 2,4 |
| Verkaufserlös | 2,4 |
| Abgehende Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –0,4 |
| Nettozahlungsmittelzufluss | 2,0 |
| Mio. EUR |
In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 werden folgende Gesellschaften im Konzernzwischenabschluss erstmalig einbezogen:
| Name der Gesellschaft | Anteil in % |
|---|---|
| Vollkonsolidierung | |
| ASSAB Steels Vietnam Company Limited | 100,000 % |
| voestalpine Rotec Summo Corp. | 100,000 % |
| voestalpine Steel Trading (Shenyang) Co., Ltd. | 100,000 % |
| voestalpine Rotec Summo de Mexico S. de R.L. de C.V. | 100,000 % |
| voestalpine Additive Manufacturing Center Singapore Pte. Ltd | 100,000 % |
| voestalpine SIGNALING USA Inc. | 100,000 % |
| voestalpine Boehler Welding USA Technology LLC | 100,000 % |
| voestalpine Automotive Components Aguascalientes S. de R.L. de C.V. | 100,000 % |
Bei den Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um einen Erwerb, sechs neu gegründete Gesellschaften und um die Konsolidierung einer bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Einheit.
Am 11. Juli 2016 erwarb die voestalpine Rotec GmbH, ein Unternehmen der Metal Forming Division des voestalpine-Konzerns, im Rahmen eines Hybrid-Deals von den Verkäufern Vermögensteile (Asset-Deal) für die neu gegründete voestalpine Rotec Summo Corp. (Sitz in Burlington, Kanada) sowie 100 %-Anteile (Share-Deal) für die in Folge umbenannte voestalpine Rotec Summo de Mexico S. de R.L. de C.V. (Sitz in Apodaca, Mexiko). An beiden Standorten (Kanada 135 Mitarbeiter, Mexiko 165 Mitarbeiter; mit einem zuletzt erzielten Jahresumsatz von rund 40 Mio. EUR) werden automotive Rohrteile für den nordamerikanischen Markt gefertigt. Die wesentlichen strategischen Überlegungen des Deals sind der erweiterte Marktzugang der voestalpine Rotec-Gruppe in Nordamerika (NAFTA-Länder), die unmittelbare Nähe des mexikanischen Standortes zu einer Vielzahl ansässiger OEMs sowie der Ausbau der Marktführerschaft bei Rohrkomponenten für passive Sicherheitsteile.
Diese Unternehmenserwerbe haben folgende Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss:
| Langfristiges Vermögen Kurzfristiges Vermögen Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Nettovermögen Firmenwert |
Angesetzte Werte |
|---|---|
| 15,2 | |
| 11,2 | |
| –4,5 | |
| –0,7 | |
| 21,2 | |
| 6,1 | |
| Anschaffungskosten | 27,3 |
| Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –0,2 |
| Noch nicht beglichener Kaufpreis | –3,9 |
| Nettozahlungsmittelabfluss | 23,2 |
Mio. EUR
Der Firmenwert in Höhe von 6,1 Mio. EUR ergibt sich aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaft, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, insbesondere dem umfassenden Know-how der eingesetzten Technologie bei der Rohrverarbeitung und dem Zugang zum automotiven Markt in Nordamerika. Der Firmenwert wird in voller Höhe der firmenwerttragenden Einheit "Tubes & Sections" zugeordnet. Es wird nicht erwartet, dass Teile des erfassten Firmenwertes für körperschaftsteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.
Die Unternehmenserwerbe trugen seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 17,1 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug 0,0 Mio. EUR. Wären die Unternehmenserwerbe schon zum 1. April 2016 konsolidiert worden, wären die berichteten Konzernumsatzerlöse um 9,7 Mio. EUR höher und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns um 0,7 Mio. EUR höher.
Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der voestalpine Rotec Summo de Mexico S. de R.L. de C.V. sowie der voestalpine Rotec Summo Corp. wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Bruttobuchwert 4,2 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Bruttobuchwert 0,6 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind als unwesentlich zu betrachten. Für diese Akquisition wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,5 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Für frühere Unternehmenswerbe gemäß IFRS 3 wurden in der laufenden Berichtsperiode 4,2 Mio. EUR bezahlt.
Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 3,8 Mio. EUR (2015/16: 2,4 Mio. EUR) bezahlt oder passiviert. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von –2,2 Mio. EUR (2015/16: 0,0 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 1,6 Mio. EUR (2015/16: 2,4 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.
Erläuterung zur Bilanz
Im laufenden Geschäftsjahr führte eine Senkung des Diskontierungszinses von 1,9 % auf 1,6 % trotz einer positiven Pensionskassenperformance von 8,0 % insgesamt zu einer Erhöhung der Pensionsund Abfertigungsrückstellungen und somit zu einem versicherungsmathematischen Verlust. Dies führte auch auflaufend zu einer Erhöhung der Jubiläumsgeldrückstellung und somit zu einem ergebniswirksamen Verlust.
Impressum
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Aus Gründen der vereinfachten Lesbarkeit wurde von einer geschlechtsneutralen Schreibweise der auf natürliche Personen bezogenen Bezeichnungen Abstand genommen.
Sämtliche in diesem Quartalsbericht angeführte Mengenangaben in Tonnen beziehen sich auf metrische Tonnen (1.000 kg).
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
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