AI assistant
voestalpine AG — Interim / Quarterly Report 2017
Nov 8, 2017
767_ir_2017-11-08_ff024cae-165c-4cfa-855e-7e2cc27398f5.pdf
Interim / Quarterly Report
Open in viewerOpens in your device viewer
AKTIONÄRSBRIEF
- Halbjahr 2017/18
voestalpine-KONZERN IN ZAHLEN
1Q 2017/18 VS. 2Q 2017/18
| Mio. EUR | 1Q 2017/18 | 2Q 2017/18 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2017 | 01.07.–30.09.2017 | in % | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | 3.251,5 | 3.050,8 | –6,2 |
| EBITDA | 513,8 | 455,1 | –11,4 |
| Abschreibungen | 185,0 | 199,7 | 7,9 |
| EBIT | 328,8 | 255,4 | –22,3 |
| Ergebnis vor Steuern | 292,4 | 221,3 | –24,3 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 218,4 | 170,5 | –21,9 |
| Bilanz | |||
| Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen | 162,0 | 175,9 | 8,6 |
| Eigenkapital | 6.220,8 | 6.183,8 | –0,6 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.347,2 | 3.310,3 | –1,1 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals | |||
| (Gearing) | 53,8 % | 53,5 % | |
| Finanzkennzahlen | |||
| EBITDA-Marge | 15,8 % | 14,9 % | |
| EBIT-Marge | 10,1 % | 8,4 % | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 20,7 | 361,2 | 1.644,9 |
| Aktienkennzahlen | |||
| Aktienkurs Ende der Periode (EUR) | 40,80 | 43,15 | 5,8 |
| Börsenkapitalisierung Ende der Periode | 7.193,9 | 7.607,4 | 5,7 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien Ende der Periode | 176.320.566 | 176.320.566 | 0,0 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 1,18 | 0,91 | –22,9 |
| Personal | |||
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode | 50.047 | 50.638 | 1,2 |
| 1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen. |
1H 2016/17 VS. 1H 2017/18
| Mio. EUR | 1H 2016/17 01.04.–30.09.2016 |
1H 2017/18 01.04.–30.09.2017 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | 5.407,8 | 6.302,3 | 16,5 |
| EBITDA | 704,9 | 968,9 | 37,5 |
| Abschreibungen | 336,0 | 384,6 | 14,5 |
| EBIT | 368,9 | 584,2 | 58,4 |
| Ergebnis vor Steuern | 311,4 | 513,6 | 64,9 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 233,7 | 388,9 | 66,4 |
| Bilanz | |||
| Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen | 470,8 | 337,9 | –28,2 |
| Eigenkapital | 5.610,5 | 6.183,8 | 10,2 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.370,0 | 3.310,3 | –1,8 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals | |||
| (Gearing) | 60,1 % | 53,5 % | |
| Finanzkennzahlen | |||
| EBITDA-Marge | 13,0 % | 15,4 % | |
| EBIT-Marge | 6,8 % | 9,3 % | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 450,3 | 381,9 | –15,2 |
| Aktienkennzahlen | |||
| Aktienkurs Ende 1. Halbjahr (EUR) | 30,80 | 43,15 | 40,1 |
| Börsenkapitalisierung Ende 1. Halbjahr | 5.387,6 | 7.607,4 | 41,2 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien zum 30.09. | 174.920.566 | 176.320.566 | 0,8 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 1,28 | 2,09 | 63,3 |
| Personal | |||
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende 1. Halbjahr | 48.786 | 50.638 | 3,8 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
INHALTS-VERZEICHNIS
ZWISCHEN-LAGEBERICHT
- 4 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
- 6 Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren des voestalpine-Konzerns
- 9 Steel Division
- 10 High Performance Metals Division
- 12 Metal Engineering Division
- 14 Metal Forming Division
- 15 Investitionen
- 16 Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
- 16 Risikomanagement
- 17 Ausblick
- 19 Investor Relations
VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS
- 22 Konzernbilanz
- 24 Konzern-Kapitalflussrechnung
- 25 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 27 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
- 28 Erläuternde Anhangangaben
- 43 Erklärung des Vorstandes gemäß § 87 (1) BörseG
Impressum
Eigentümer und Medieninhaber: voestalpine AG, voestalpine-Straße 1, 4020 Linz. Herausgeber und Redaktion: voestalpine AG, Investor Relations, T. +43/50304/15-9949, F. +43/50304/55-5581, [email protected], www.voestalpine.com. Gestaltung, Realisierung: gugler* brand & digital, 3100 St.Pölten
Aus Gründen der vereinfachten Lesbarkeit wurde von einer geschlechtsneutralen Schreibweise der auf natürliche Personen bezogenen Bezeichnungen Abstand genommen.
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
HIGHLIGHTS 1. HALBJAHR 2017/18
Ziffern jeweils im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016/17
- » POSITIVE KONJUNKTURENTWICKLUNG IN ALLEN WESENTLICHEN WIRTSCHAFTSREGIONEN MIT WEITEREM WACHSTUMSPOTENZIAL
- » WIRTSCHAFTLICHE DYNAMIK LEGT INSBESONDERE IN EUROPA ZU
- » NEBEN PRIVATEM KONSUM ZUNEHMEND AUCH INVESTITIONSBEREICH TRÄGER DES AUFWÄRTSTRENDS
- » NACHFRAGE IN DEN EINZELNEN INDUSTRIESEGMENTEN ÜBERWIEGEND STABIL AUF SOLIDEM NIVEAU ODER ZUMINDEST IM AUFWÄRTSTREND
- » BESTES voestalpine-HALBJAHR SEIT "LEHMAN" (AUSBRUCH FINANZ- UND WIRTSCHAFTSKRISE)
- » UMSATZ ERHÖHT SICH UM 16,5 % VON 5.407,8 MIO. EUR AUF 6.302,3 MIO. EUR
- » OPERATIVES ERGEBNIS (EBITDA) STEIGT UM 37,5 % VON 704,9 MIO. EUR AUF 968,9 MIO. EUR, EBITDA-MARGE VON 13,0 % AUF 15,4 %
- » BETRIEBSERGEBNIS (EBIT) ERHÖHT SICH UM 58,4 % VON 368,9 MIO. EUR AUF 584,2 MIO. EUR, DIE EBIT-MARGE VON 6,8 % AUF 9,3 %
- » GEARING RATIO MIT 53,5 % IM JAHRESVERGLEICH (60,1 %) DEUTLICH VERRINGERT
- » SCHÄDEN DURCH HURRIKAN HARVEY AN NEUER HBI-ANLAGE IN TEXAS ÜBERSCHAUBAR
- » MODERNSTES DRAHTWALZWERK DER WELT IN VOLLBETRIEB
- » BAUENTSCHEIDUNG FÜR NEUES EDELSTAHLWERK IN ÖSTERREICH GETROFFEN
ZWISCHEN-LAGEBERICHT
BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE
EUROPA/EU
Die in Europa bereits mit Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 zunehmende Wirtschaftsdynamik hat sich seither weiter beschleunigt, wobei dies nicht nur in den Stimmungsindikatoren zum Ausdruck kommt, sondern auch durch die realen Wirtschaftsdaten bestätigt wird.
Maßgeblich unterstützt wird diese positive Entwicklung durch eine forcierte Investitionstätigkeit, vor allem im Bereich der erzeugenden Industrie, wogegen die öffentlichen Investitionen noch Potenzial nach oben haben. Der private Konsum, bisher maßgeblicher Treiber des Wirtschaftswachstums in Europa, verbleibt auf ausgezeichnetem Niveau, in letzter Zeit allerdings mit etwas gedämpften Zuwachsraten. Sich stetig verbessernde Arbeitsmarktdaten mit fallenden Arbeitslosenzahlen und einem Anstieg neu geschaffener Jobs in so gut wie allen EU-Mitgliedsstaaten unterstützen diese Entwicklung genauso wie die Dynamik der weltweiten Konjunktur.
Innerhalb der Europäischen Union beginnt sich die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Mitgliedsstaaten tendenziell wieder anzunähern, die Vorzeichen sind durchwegs positiv. Die größten Risiken für einen längerfristigen Wirtschaftsaufschwung bilden derzeit schwer abschätzbare politische Entwicklungen (z.B. Brexit, protektionistische und nationalistische Tendenzen in einzelnen Ländern in und außerhalb Europas) sowie die Unsicherheit in Bezug auf die Zukunftsentwicklung der Finanzmärkte.
In einem derzeit aber durch positive Erwartungen geprägten Umfeld entwickelte sich auch die europäische Geschäftstätigkeit des voestalpine-Konzerns im 1. Halbjahr 2017/18 hervorragend. So legte das wichtigste Kundensegment, der sich bereits seit mehreren Jahren sehr gut entwickelnde Automobilbereich, im Jahresverlauf weiter zu und auch die Nachfrage aus dem Konsumgüterbereich verharrte auf hohem Niveau. Die Belebung der Investitionstätigkeit verstärkt die Nachfrage aus dem Bereich Maschinenbau und wirkt sich auch auf den Bausektor positiv aus. Weniger dynamisch als in den vergangenen Jahren entwickelte sich hingegen die Projekttätigkeit im Bereich der Eisenbahninfrastruktur. Unterschiedlich verliefen die Trends im Energiebereich: Während der Öl- und Gassektor auch in Europa nach zwei schwachen Jahren wieder Belebungstendenzen zeigte, verharrte der Kraftwerksbau einmal mehr auf extrem schwachem Niveau.
USA/NORDAMERIKA
In Nordamerika ist der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2017/18 vor allem in den USA durch erhebliche kurzfristige Volatilitäten geprägt, wenngleich auch hier das Wirtschaftswachstum durch eine zunehmende Investitionsbereitschaft unterstützt wird, was neben der guten globalen Konjunktur auch auf eine verbesserte Inlandsnachfrage zurückzuführen ist. So zeigte insbesondere die Öl- und Gasindustrie in den letzten zwölf Monaten deutliche Erholungstendenzen.
Der private Konsum, die wichtigste Säule in der US-Konjunkturentwicklung der letzten Jahre, blieb unverändert stark, gleichermaßen getragen von soliden Arbeitsmarktdaten sowie hohen Erwartungen an die seit Längerem angekündigte Steuerreform.
Die Wirtschaftstätigkeit in den USA wurde allerdings in den letzten Monaten von den Wirbelstürmen Harvey und Irma negativ beeinflusst. Diese Effekte sollten jedoch auf Basis der vom Senat freigegebenen Hilfs- und Unterstützungsprogramme im Wert von 15 Mrd. USD im weiteren Lauf des Jahres durch positive Effekte aus dem Wiederaufbau und der Wiederbeschaffung von zerstörten Konsumgütern ausgeglichen werden.
Insbesondere die Erholung der Öl- und Gasindustrie im NAFTA-Raum führte für den voestalpine-Konzern in den vergangen Monaten zu positiven Effekten bei Produktion und Ergebnis, wenngleich in diesem Marktsegment trotz starker Mengenentwicklung die Preissituation unbefriedigend blieb. Nach wie vor gut, aber volatiler als in den letzten Jahren entwickelte sich die Luftfahrtindustrie. Während der nordamerikanische Automobilmarkt insgesamt leicht rückläufig, aber immer noch auf hohem Niveau tendiert, ist an den Automotive-Standorten des voestalpine-Konzerns im NAFTA-Raum durch die Fokussierung auf Produktionswerke europäischer Hersteller bislang keine rückläufige Ordertätigkeit feststellbar.
ASIEN/CHINA
Nach einem recht guten Start in das Jahr 2017 hat die Wirtschaftsentwicklung in China über den Sommer — in hohem Maße geplant und zentral gesteuert — an Momentum verloren. Neben einer bewussten Verringerung der industriellen Aktivitäten vorwiegend aus Umweltschutzgründen hat auch die Dynamik im Konsumbereich etwas nachgelassen. Nicht zuletzt aufgrund von Antidumpingmaßnahmen in anderen Wirtschaftsregionen haben sich auch die chinesischen Exporte in einigen Wirtschaftsbereichen deutlich verringert. Im Gegenzug konnten Importe zulegen, was nicht zuletzt auch auf die Aufwertung der chinesischen Währung gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen ist. Insgesamt gesehen wächst die chinesische Wirtschaft aber immer noch auf solidem Niveau.
Für den voestalpine-Konzern hat diese Entwicklung zunächst stärkere indirekte Auswirkungen in Europa als unmittelbar in China selbst. Vor allem im Stahlbereich haben chinesische Hersteller in der Vergangenheit immer wieder mit signifikanten Exportmengen für Preisdruck auf den internationalen Märkten gesorgt, was schließlich zur Einführung von Antidumpingzöllen in den Hauptimportregionen, allen voran den USA, aber in weiterer Folge auch in Europa, geführt hat. Der dadurch reduzierte chinesische Importdruck hat im bisherigen Jahresverlauf zu einer deutlichen Entspannung der Preissituation am europäischen Stahl-Spotmarkt geführt.
Die Marktentwicklung in China selbst hat sich für den voestalpine-Konzern auch in den vergangenen sechs Monaten unverändert positiv dargestellt. Sowohl die Automobilindustrie als auch der Konsumgütersektor, beides wichtige Kundensegmente für eine Reihe von voestalpine-Business Units, haben sich weiter gut entwickelt. Auch der Bereich
Eisenbahninfrastruktur zeigte im ersten1. Halbjahr 2017/18 im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsregionen in China eine unverändert hohe Dynamik.
SÜDAMERIKA/BRASILIEN
Brasilien, die für den voestalpine-Konzern weitaus wichtigste Wirtschaftsregion am südamerikanischen Kontinent, scheint im Verlauf des Jahres 2017 ausgehend von einem etwas erstarkten Inlandskonsum und steigenden Exporten den wirtschaftlichen Turnaround geschafft zu haben, wobei die Entwicklung insgesamt allerdings noch wenig Dynamik zeigt, insbesondere erscheint ein ausreichendes Konsumentenvertrauen noch nicht wiederhergestellt. Auch die anhaltende politische Instabilität, die schwache Finanzlage der öffentlichen Haushalte sowie Unsicherheiten über Reformen wirken sich weiterhin konjunkturdämpfend aus.
Die voestalpine-Standorte in Brasilien reagierten auf den mehrjährigen Abwärtstrend mit massiven Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie in einigen Bereichen auch mit Anpassungen des Produktportfolios. Sie erwiesen sich damit als erstaunlich krisenresistent und profitieren dadurch auch in den letzten Monaten von der leichten Entspannung der Wirtschaftslage.
BERICHT ÜBER DIE FINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATOREN DES voestalpine-KONZERNS
Das überwiegend positive gesamtwirtschaftliche Umfeld übersetzte sich für den voestalpine-Konzern in eine deutliche Steigerung bei Umsatz und Ergebnissen. So konnten die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2017/18 von 5.407,8 Mio. EUR im Vorjahr um 16,5 % auf 6.302,3 Mio. EUR gesteigert werden. Neben höheren Produktpreisen trugen auch Mengenausweitungen sowie ein verbesserter Produktmix zu dieser positiven Entwicklung bei, die grundsätzlich von allen vier Divisionen getragen war.
Die stärkste Steigerung bei Umsatz und Ergebnis gelang der Steel Division, die in den ersten sechs Monaten 2017/18 eine sehr starke Performance zeigte, allerdings verglichen mit einer eher unterdurchschnittlichen 1. Jahreshälfte 2016/17. Waren die ersten beiden Quartale des Vorjahres neben einem verhaltenen Marktumfeld auch noch von negativen Einmaleffekten wie technischen Leistungsdefiziten eines Hochofens sowie Anlaufverlusten des neuen HBI-Werkes in Texas gekennzeichnet, zeigte sich das 1. Halbjahr 2017/18 von guter Mengenkonjunktur und steigenden Preisen getragen. Abgesehen davon, dass das neue HBI-Werk in Texas im 2. Quartal 2017/18 aufgrund der Umweltauswirkungen des Wirbelsturms Harvey einen längeren Betriebsstillstand hinnehmen musste (ohne selbst von massiveren Schäden betroffen zu sein), belasten auch keine negativen Sondereffekte das diesjährige Ergebnis.
Die Umsatz- und Ergebniszuwächse der High Performance Metals Division waren neben Verbesserungen im Marktumfeld auch auf die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie im Value Added Service-Bereich zurückzuführen, wo den Kunden neben dem reinen Vertrieb von Hochleistungswerkstoffen verstärkt umfassende Dienstleistungspakete, etwa zur zusätzlichen Leistungssteigerung fertiger Werkzeuge, angeboten werden. Auf der Marktseite waren im Zeitvergleich die größten Veränderungen im Öl- und Gassegment zu verzeichnen, das sich vor zwölf Monaten konjunkturell auf dem Tiefpunkt befand und sich seither zwar zögerlich, aber doch sukzessive erholen konnte.
Die Erholungstendenzen in diesem Industriesegment führten auch in der Metal Engineering Division zu einer Verbesserung der Umsatz und Ergebnissituation. Tendenziell in die Gegenrichtung entwickelte sich allerdings der Markt für Eisenbahninfrastruktur, der in den letzten Quartalen vor allem in Europa deutlich an Dynamik eingebüßt hat. In Summe konnte die Division dennoch im Umsatz und auf operativer Ebene auch beim Ergebnis zulegen. Wegen außerordentlicher Effekte aufgrund von Wertminderungen auf Sachanlagen in einer Größenordnung von 15 Mio. EUR im Produktsegment ultrahochfester Feinstdraht — eine Konsequenz aus anhaltend herausfordernden Marktbedingungen in diesem Nischenbereich — kam es beim EBIT der Division hingegen zu einem Rückgang.
Die Metal Forming Division konnte ihre erfolgreiche Internationalisierungsstrategie auch in der abgelaufenen Periode fortsetzen und sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern. Dies nicht zuletzt aufgrund forcierter Hochläufe an neuen Produktionsstandorten.
Das operative Ergebnis (EBITDA) des voestalpine-Konzerns steigerte sich von 704,9 Mio. EUR in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17 auf aktuell 968,9 Mio. EUR, was einem Zuwachs von 37,5 % entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg im gleichen Zeitraum trotz der oben erwähnten außerordentlichen Abschreibungen (–15 Mio. EUR) in der Metal Engineering Division um 58,4 % von 368,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 584,2 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2017/18.
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 64,9 % von 311,4 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Vorjahres auf 513,6 Mio. EUR im heurigen Jahr.
Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich gleichzeitig um 66,4 % auf 388,9 Mio. EUR (Vorjahr: 233,7 Mio. EUR).
Das Eigenkapital stieg per 30. September 2017 auf 6.183,8 Mio. EUR, dies entspricht einem Zuwachs von 10,2 % im Jahresvergleich und einer Steigerung von 2,0 % gegenüber dem Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2016/17 (31. März 2017).
Die Nettofinanzverschuldung im Ausmaß von 3.310,3 Mio. EUR zum 30. September 2017 konnte im 12-Monats-Vergleich leicht abgebaut werden (–1,8 %), im Vergleich zum Bilanzstichtag des letzten Geschäftsjahres (3.221,1 Mio. EUR) zeigt die Entwicklung einen leichten Anstieg, der vor allem auf die Dividendenausschüttung in Höhe von etwas über 200 Mio. EUR im 2. Geschäftsquartal zurückzuführen ist.
Die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) entwickelte sich mit einem Wert von 53,5 % im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17 (53,2 %) weitgehend stabil, wohingegen im 12-Monats-Vergleich (Gearing Ratio im 1. Halbjahr 2016/17: 60,1 %) eine substanzielle Verbesserung erreicht werden konnte.
Die Investitionsaufwendungen erreichten im 1. Halbjahr 2017/18 mit einer Größenordnung von 337,9 Mio. EUR erstmals seit Langem einen unter dem Abschreibungsniveau liegenden Wert. Im Jahresvergleich bedeutet dies einen Rückgang um 28,2 % (Investitionsvolumen 1. Halbjahr 2016/17: 470,8 Mio. EUR). Diese Verringerung bedeutet allerdings keineswegs eine Abkehr von der Strategie des wertsteigernden Wachstums. Insbesondere die Internationalisierungsstrategie mit den Fokusmärkten China und Nordamerika sowie permanente Investitionen in Zukunftstechnologien (z. B. das neue Edelstahlwerk in Kapfenberg, Österreich) werden auch weiterhin konsequent umgesetzt. Vielmehr führt der erfolgreiche Abschluss einzelner sehr großer Investitionsprojekte der letzten Jahre, wie etwa der Direktreduktionsanlage in Texas, USA, oder des neuen Drahtwalzwerkes in Donawitz, Österreich, im längerfristigen Zeitvergleich zwangsläufig zu (vorübergehend) sinkenden Investitionsvolumina. Ebenfalls aufgrund der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie stieg die Anzahl der Beschäftigten im voestalpine-Konzern weiter an. Per 30. September 2017 waren 50.638 Mitarbeiter (FTE) im Konzern beschäftigt, was gegenüber dem Vorjahres-Vergleichswert (48.786 Mitarbeiter, FTE) einem Zuwachs von 3,8 % entspricht. Gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (49.703 Mitarbeiter, FTE) bedeutet diese Entwicklung eine Steigerung um 1,9 %.
QUARTALS- UND HALBJAHRESENTWICKLUNG DES voestalpine-KONZERNS
| Mio. EUR | 1Q | 2Q | 1H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016/17 | 2017/18 | 2016/17 | 2017/18 | 2016/17 | 2017/18 | Verände | |
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | 01.04.– | 01.04.– | rung in % | |
| 30.06.2016 | 30.06.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | ||
| Umsatzerlöse | 2.772,4 | 3.251,5 | 2.635,4 | 3.050,8 | 5.407,8 | 6.302,3 | 16,5 |
| EBITDA | 333,9 | 513,8 | 371,0 | 455,1 | 704,9 | 968,9 | 37,5 |
| EBITDA-Marge | 12,0 % | 15,8 % | 14,1 % | 14,9 % | 13,0 % | 15,4 % | |
| EBIT | 167,6 | 328,8 | 201,3 | 255,4 | 368,9 | 584,2 | 58,4 |
| EBIT-Marge | 6,0 % | 10,1 % | 7,6 % | 8,4 % | 6,8 % | 9,3 % | |
| Ergebnis vor Steuern | 138,9 | 292,4 | 172,5 | 221,3 | 311,4 | 513,6 | 64,9 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 105,8 | 218,4 | 127,9 | 170,5 | 233,7 | 388,9 | 66,4 |
| Beschäftigte | |||||||
| (Vollzeitäquivalent) | 48.319 | 50.047 | 48.786 | 50.638 | 48.786 | 50.638 | 3,8 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
Die Nettofinanzverschuldung lässt sich wie folgt überleiten:
NETTOFINANZVERSCHULDUNG
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten langfristig | 3.230,8 | 3.492,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig | 1.025,3 | 1.151,6 |
| Liquide Mittel | –488,9 | –731,6 |
| Sonstige Wertpapiere und Anteile | –375,8 | –584,9 |
| Ausleihungen und sonstige Forderungen Finanzierung | –21,4 | –17,4 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.370,0 | 3.310,3 |
STEEL DIVISION
| Mio. EUR | 1Q | 2Q | 1H | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016/17 | 2017/18 | 2016/17 | 2017/18 | 2016/17 | 2017/18 | Verän | ||
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | 01.04.– | 01.04.– | derung | ||
| 30.06.2016 | 30.06.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | in % | ||
| Umsatzerlöse | 909,0 | 1.213,3 | 867,1 | 1.085,5 | 1.776,1 | 2.298,8 | 29,4 | |
| EBITDA | 87,2 | 227,8 | 143,6 | 214,9 | 230,8 | 442,7 | 91,8 | |
| EBITDA-Marge | 9,6 % | 18,8 % | 16,6 % | 19,8 % | 13,0 % | 19,3 % | ||
| EBIT | 21,1 | 150,2 | 76,0 | 137,7 | 97,1 | 287,9 | 196,5 | |
| EBIT-Marge | 2,3 % | 12,4 % | 8,8 % | 12,7 % | 5,5 % | 12,5 % | ||
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
10.869 | 10.810 | 10.928 | 10.905 | 10.928 | 10.905 | –0,2 |
QUARTALSENTWICKLUNG DER STEEL DIVISION
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Der mit Jahresbeginn 2017 einsetzende breite wirtschaftliche Aufschwung in Europa führte auch in der Stahlindustrie zu deutlich positiven Impulsen. Das vor allem im privaten Bereich erheblich verbesserte Investitionsklima hatte im bisherigen Jahresverlauf auch eine maßgebliche Belebung des Stahlmarktes zur Folge. Trotz anhaltend hoher Importe nach Europa entspannte sich damit die Auslastungssituation der europäischen Hersteller, wobei diese Entwicklung auf der Preisseite durch die erfolgreiche Implementierung von Antidumpingzöllen auf EU-Ebene vor allem gegen chinesische, aber auch andere Hersteller unterstützt wurde. Ebenfalls zur Entspannung trugen erste Stahlwerksschließungen bei gleichzeitig guter Konjunkturentwicklung in China bei.
Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die Performance der Steel Division mit ihrer Ausrichtung auf die Top-Qualitätssegmente im Stahlbereich im 1. Halbjahr 2017/18 hervorragend. Die Division profitierte von einer regen Nachfrage auf breiter Front. So konnte sie sich insbesondere auf eine uneingeschränkt starke Ordertätigkeit aus der Automobilindustrie stützen. Lagen die Verkäufe bei Neuwagen in Europa bereits 2016 auf einem sehr hohen Niveau, bestätigen die Zulassungsstatistiken für die ersten neun Monate 2017 einen anhaltend positiven Trend. Die insgesamt verbesserte Auslastungssituation der Industrie gepaart mit einem nach wie vor niedrigen Zinsumfeld führte auch zu verstärkter Nachfrage aus der europäischen Maschinenbauindustrie. Positiv verlief auch die Entwicklung am Bausektor und ebenfalls weiter an Dynamik gewonnen hat die Elektroindustrie, während der Hausgerätebereich
den stabil positiven Verlauf des Vorjahres beibehalten konnte. Etwas differenzierter, für die Steel Division aber positiv stellt sich das Bild am für den Geschäftsbereich Grobblech wichtigen Öl- und Gassektor dar. Obwohl nur wenige Projekte im Bereich Tiefseepipelines vergeben wurden, sichern mehrere größere Aufträge aus diesem Sektor eine sehr solide Auslastung des Grobblechwerkes der Division weit über das aktuelle Geschäftsjahr hinaus ab.
Erfolg versprechend hat die Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, mit 1. April 2017 den Vollbetrieb aufgenommen. Sowohl die Produktqualität als auch das Marktumfeld stellten sich in den ersten Monaten des Regelbetriebes günstig dar. Ende August 2017 war das Werk allerdings auch von den Auswirkungen des Hurrikans Harvey betroffen. Obwohl es zu keinen schweren Schäden an der Anlage selbst kam, war vor allem durch logistische und versorgungstechnische Probleme im lokalen Umfeld ein längerer Stillstand unvermeidlich. Dennoch konnte die Versorgung der Kunden ohne größere Probleme aufrechterhalten werden.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das ausgezeichnete wirtschaftliche Umfeld, in dem sich die Steel Division im 1. Halbjahr 2017/18 bewegte, spiegelt sich auch in ihren Finanzkennzahlen wider. Der signifikante Anstieg der Umsatzerlöse um 29,4 % von 1.776,1 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 2.298,8 Mio. EUR ist primär das Resultat einer deutlichen Preiserhöhung bei anspruchsvollen Flachstahlprodukten aufgrund der hervorragenden Nachfragesituation, dies allerdings auch in Verbindung mit im Halbjahresverlauf gestiegenen Rohstoffkosten. Noch eindrucksvoller als die Umsatzentwicklung stellt sich die Steigerung der Ergebnisperformance im Jahresvergleich dar. So erhöhte sich das EBITDA um 91,8 % von 230,8 Mio. EUR (Marge 13,0 %) im 1. Halbjahr 2016/17 auf 442,7 Mio. EUR (Marge 19,3 %) im abgelaufenen 1. Halbjahr, dies bei einem nur unwesentlichen Mengenzuwachs. Allerdings war das operative Vorjahresergebnis durch Anlaufverluste der Direktreduktionsanlage in Texas, USA, sowie negative Effekte durch den nur mit reduzierter Leistung produzierenden Hochofen 5 belastet. Demgegenüber steht im aktuellen 1. Halbjahr nur der durch den Hurrikan Harvey hervorgerufene Produktionsausfall der Anlage in Texas als negativer Ergebnisfaktor.
Das Betriebsergebnis (EBIT) der Steel Division legte im Periodenvergleich sogar um 196,5 % von 97,1 Mio. EUR auf 287,9 Mio. EUR zu, womit sich die Marge von 5,5 % auf 12,5 % mehr als verdoppelt hat.
Im direkten Quartalsvergleich zeigt sich im 2. Quartal 2017/18 eine nur leicht schwächere Tendenz gegenüber der hervorragenden Entwicklung des 1. Quartals 2017/18, die neben der hurrikanbedingten Produktionsunterbrechung in Texas hauptsächlich durch saisonale Effekte (Werksferien von Großkunden) bedingt ist. Vor diesem Hintergrund gingen die Umsatzerlöse vom 1. auf das 2. Quartal 2017/18 um 10,5 % von 1.213,3 Mio. EUR auf 1.085,5 Mio. EUR zurück. Das operative Ergebnis (EBITDA) reduzierte sich gleichzeitig um 5,7 % von 227,8 Mio. EUR auf 214,9 Mio. EUR. Aufgrund des geringeren Umsatzniveaus verbesserte sich jedoch die EBITDA-Marge von 18,8 % auf 19,8 %. Das EBIT verminderte sich im unmittelbaren Quartalsvergleich um 8,3 % von 150,2 Mio. EUR (Marge 12,4 %) im 1. Quartal 2017/18 auf 137,7 Mio. EUR (Marge 12,7 %) im 2. Quartal.
Die Zahl der Beschäftigten (FTE) in der Steel Division lag mit 10.905 zum Ende des 1. Halbjahres 2017/18 marginal unter dem Vergleichswert des Vorjahres (10.928) bzw. über dem Wert zum Ende des letzten Geschäftsjahres (10.898).
HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION
QUARTALSENTWICKLUNG DER HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION
| Verän | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | 01.04.– | 01.04.– | derung |
| 30.06.2016 | 30.06.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | in % |
| 9,6 | ||||||
| 99,2 | 127,4 | 94,3 | 99,1 | 193,5 | 226,5 | 17,1 |
| 14,9 % | 17,2 % | 14,8 % | 14,3 % | 14,8 % | 15,8 % | |
| 63,4 | 89,6 | 58,2 | 62,6 | 121,6 | 152,2 | 25,2 |
| 9,5 % | 12,1 % | 9,1 % | 9,0 % | 9,3 % | 10,6 % | |
| 13.507 | 13.823 | 13.573 | 13.950 | 13.573 | 13.950 | 2,8 |
| 2016/17 667,1 |
1Q 2017/18 739,3 |
2016/17 638,9 |
2Q 2017/18 692,1 |
2016/17 1.306,0 |
1H 2017/18 1.431,4 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Das Marktumfeld der High Performance Metals Division stellte sich im 1. Halbjahr 2017/18 überwiegend positiv dar. Die sehr solide Ergebnisentwicklung ist aber nicht nur auf externe Faktoren zurückzuführen, sondern leitet sich auch aus einer konsequenten Fokussierung auf Produkte mit technologischen und qualitativen Alleinstellungsmerkmalen sowie einem kontinuierlichen Ausbau der Serviceorganisation ab.
Der Bereich Werkzeugstahl – Produkte insbesondere für die Kundensegmente Automobil- und Konsumgüterindustrie – profitierte neben einer erfreulichen Marktentwicklung zusätzlich von einer neuerlichen Produktmixverbesserung, resultierend vor allem aus einem höheren Anteil an umgeschmolzenen und pulvermetallurgisch hergestellten Produkten. Im Industriesegment Öl und Gas hat sich die bereits in der Vorperiode feststellbare Belebung im Auftragseingang weiter fortgesetzt. Trotz eines nach wie vor niedrigen Ölpreises wurden international wieder verstärkt Projekte zur Erschließung zusätzlicher Öl- und Gasvorkommen gestartet. Hintergrund sind nicht zuletzt neue Explorationstechnologien, die auch bei einem immer noch vergleichsweise niedrigen Ölpreis eine wirtschaftliche Erschließung neuer Ressourcen ermöglichen. Nachdem sich zuletzt einige Distributoren aus dem Öl- und Gasgeschäft zurückgezogen haben, erweist sich gerade in dieser Situation die weltweite Vor-Ort-Präsenz der Division als zunehmendes Differenzierungsmerkmal. Im Bereich Luftfahrtindustrie kommt es modellwechselbedingt aktuell hin und wieder zu leichten Verzögerungen bei Lieferungen von Schmiedeprodukten, was aber nichts an der insgesamt positiven Entwicklung des Flugzeugsektors ändert. Unverändert keine Marktbelebung war hingegen weiterhin im Energiemaschinenbau in Europa festzustellen. Da hier derzeit keine nennenswerten Kraftwerks-Neubauprojekte bestehen, beschränkt sich die Geschäftstätigkeit auf Instandhaltungsaktivitäten an bestehenden Anlagen. In regionaler Hinsicht profitiert die High Performance Metals Division — wie der gesamte Konzern — vor allem von der anhaltenden wirtschaftlichen Erholung in Europa. Sektoral gesehen trug insbesondere das verbesserte Umfeld am Öl- und Gassektor zur positiven Entwicklung bei, vor allem in Nordamerika kam es in diesem Bereich zu einer deutlichen Nachfragebelebung. Der Aufwärtstrend im Werkzeugstahl war hingegen mit einem zunehmend volatileren Abnehmerverhalten verbunden. In Südamerika, insbesondere Brasilien, kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf niedrigem Niveau, nicht zuletzt gestützt durch verstärkte Exporte im Gefolge positiver Währungseffekte. Intern profitierte die Entwicklung der Division vor allem von weitreichenden effizienzsteigernden Maßnahmen sowie der Erschließung neuer Geschäftsfelder, allen voran im Bereich Additive Manufacturing. Im Hauptwachstumsmarkt China wurde die führende Position bei Hochleistungswerkstoffen inklusive Serviceleistungen für anspruchsvollste Werkzeuge mit den Schwerpunkten Automobil- und Konsumgüterindustrie weiter ausgebaut. Insgesamt
stellt sich das Marktumfeld in Asien generell zufriedenstellend dar.
In der Fertigung konnte die Auslastung im 1. Halbjahr 2017/18 aufgrund der soliden Nachfrageentwicklung vor allem bei Premiumprodukten nochmals gesteigert werden. Ende September 2017 wurde für den Standort Kapfenberg, Österreich, der Bau des modernsten Edelstahlwerkes der Welt beschlossen (Investitionsvolumen 330 bis 350 Mio. EUR, Inbetriebnahme 2021). Der Geschäftsbereich Value Added Services konnte im 1. Halbjahr 2017/18 seine global führende Position durch eine Reihe strategischer Investitionen weiter ausbauen. Hier führt vor allem das Augenmerk auf kurzfristige Lieferfähigkeit zu einer verstärkten Kundenbindung. Das internationale Netzwerk für Additive Manufacturing wurde mit dem Aufbau von Standorten in Taiwan und in Kanada erweitert.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das positive Marktumfeld führte im Periodenvergleich zu deutlichen Verbesserungen bei den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Division. Neben einer Versandmengenausweitung um etwa 4 % gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres konnten auch das Preisniveau angehoben und der Produktmix verbessert werden. Daraus resultierte ein Anstieg der Umsatzerlöse um 9,6 % von 1.306,0 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2016/17 auf 1.431,4 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2017/18. In Verbindung damit legten auch die Ergebniszahlen im aktuellen Geschäftsjahr deutlich zu. So erhöhte sich das operative Ergebnis (EBITDA) um 17,1 % von 193,5 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2016/17 auf 226,5 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2017/18. Als Konsequenz verbesserte sich die EBITDA-Marge von 14,8 % auf 15,8 %. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich das Betriebsergebnis (EBIT) um 25,2 %, und zwar von 121,6 Mio. EUR (Marge 9,3 %) auf 152,2 Mio. EUR (Marge 10,6 %).
Im direkten Quartalsvergleich verringerten sich die Umsatzerlöse vom 1. auf das 2. Quartal um 6,4 % von 739,3 Mio. EUR auf 692,1 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist überwiegend auf das gesunkene Preisumfeld als Folge rückläufiger Legierungskosten zurückführen, während die Liefermengen trotz Sommerquartals weitgehend stabil gehalten werden konnten. Allerdings war das 2. Quartal dennoch durch ein deutlich niedrigeres Produktionsniveau — dies jedoch aufgrund von geplanten Instandhaltungsarbeiten — gekennzeichnet. Vor diesem Hintergrund verminderte sich das operative Ergebnis (EBITDA) um 22,2 % von 127,4 Mio. EUR (Marge 17,2 %) auf 99,1 Mio. EUR (Marge 14,3 %). In den Dimensionen ähnlich sank auch das EBIT, und zwar um 30,1 % von 89,6 Mio. EUR (Marge 12,1 %) auf 62,6 Mio. EUR (Marge 9,0 %).
Die Zahl der Beschäftigten (FTE) lag mit 13.950 Mitarbeitern zum Ende des 1. Halbjahres 2017/18 um 2,8 % über dem Wert der Vergleichsperiode des letzten Geschäftsjahres (13.573) bzw. um 1,6 % über dem Vergleichswert zum Ende des letzten Geschäftsjahres (13.733). Die steigende Beschäftigtenzahl resultiert primär aus der Expansion im Geschäftsbereich Value Added Services.
METAL ENGINEERING DIVISION
Mio. EUR 1Q 2Q 1H 2016/17 01.04.– 30.06.2016 2017/18 01.04.– 30.06.2017 2016/17 01.07.– 30.09.2016 2017/18 01.07.– 30.09.2017 2016/17 01.04.– 30.09.2016 2017/18 01.04.– 30.09.2017 Veränderung in % Umsatzerlöse 680,4 770,0 652,1 741,2 1.332,5 1.511,2 13,4 EBITDA 87,6 87,2 84,4 90,5 172,0 177,7 3,3 EBITDA-Marge 12,9 % 11,3 % 12,9 % 12,2 % 12,9 % 11,8 % EBIT 49,7 47,0 45,8 34,4 95,5 81,4 –14,8 EBIT-Marge 7,3 % 6,1 % 7,0 % 4,6 % 7,2 % 5,4 % Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 12.606 13.274 12.709 13.450 12.709 13.450 5,8
QUARTALSENTWICKLUNG DER METAL ENGINEERING DIVISION
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Die für die Metal Engineering Division wichtigsten Kundensegmente präsentierten sich im 1. Halbjahr 2017/18 überwiegend verhalten. Insbesondere der Bereich Bahnsysteme, auf den mehr als die Hälfte des Umsatzes der Division entfällt, war über weite Strecken in den meisten Absatzregionen mit einer gedämpften Nachfrage konfrontiert. Aber auch der Öl- und Gassektor zeigte sich im 1. Halbjahr 2017/18 trotz befriedigender Mengenkonjunktur von einer dynamischen Erholung auf breiter Front noch ein Stück entfernt. Im Gegensatz dazu erwies sich die Nachfrage aus der Automobilindustrie auch in den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres unverändert robust.
Die Nachfrage im Geschäftsbereich Rail Technology (Schienentechnik) trübte sich bereits im Laufe des Vorjahres ein und verharrte auch in den ersten sechs Monaten 2017/18 auf niedrigem Niveau. So war der Kernmarkt Europa im 1. Halbjahr weiterhin durch insgesamt sehr überschaubare Erhaltungsinvestitionen geprägt, gleichzeitig kamen auch aus den Minenregionen Australiens und Brasiliens nur geringe Impulse. Bei den Nahverkehrsvorhaben im Mittleren Osten kam es ölpreisbedingt ebenfalls zu Verschiebungen. Durch die starke Marktposition sowie die globale Diversifikation konnte der Geschäftsbereich Turnout Systems (Weichensysteme) Marktschwächen in einzelnen Regionen durch Stärken in anderen kompensieren. Während etwa die Projektvergaben in Europa ähnlich jenen bei Schienen auf nur niedrigem Niveau lagen, profitierte der Bereich von einer sehr guten Nachfragesituation bei Hochgeschwindigkeitsweichen in China. In Nordamerika war das vom Schwerlastverkehr dominierte Weichengeschäft im 1. Halbjahr 2017/18 durch leichte Erholungstendenzen gekennzeichnet, wogegen die Umsetzung von Bahn-Infrastrukturmaßnahmen in den Bergbauländern Brasilien, Australien und Südafrika auch am Weichensektor von weiterhin nur mäßiger Dynamik geprägt war.
Der Geschäftsbereich Wire Technology (Draht) schloss im 1. Halbjahr 2017/18 den Hochlauf des neuen Drahtwalzwerkes erfolgreich ab, womit nunmehr die weltweit modernste Anlage ihrer Art im Vollbetrieb zur Verfügung steht. Mit Ende Oktober 2017 wird damit die bisherige Anlage endgültig außer Betrieb genommen. Marktseitig konnte sich dieser Geschäftsbereich auf eine sehr gute Nachfrage aus der Automobilindustrie stützen. Deutlich zurückhaltender hingegen verläuft der Aufschwung bei Spezialdrähten für den Öl- und Gassektor. Im Produktsegment ultrahochfester Feinstdraht, der insbesondere in der Solar- und Photovoltaikindustrie Verwendung findet, wurden im 1. Halbjahr 2017/18 aufgrund anhaltend herausfordernder Marktbedingungen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 15 Mio. EUR vorgenommen, was sich ergebnisseitig als entsprechend negativer Einmaleffekt auswirkt.
Der nach dem Sommer 2016 begonnene Aufwärtstrend im Geschäftsbereich Tubulars (Nahtlosrohre) setzte sich in den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres — wenn auch nach wie vor mit überschaubarer Dynamik — fort. Produktionstechnische Effizienzsteigerungen, zu denen nicht zuletzt voestalpine-Innovationen erheblich beigetragen haben, machen Schieferbohrungen auch bei im Vergleich zur Vergangenheit nach wie vor verhaltenen Öl- und Gaspreisen wirtschaftlich attraktiv, wodurch in den USA in den vergangenen Quartalen eine deutliche Marktbelebung eingetreten ist. Demgegenüber verbesserte sich das Marktumfeld in den Golfstaaten im gleichen Zeitraum nur sehr zögerlich. Insgesamt erreichte der Geschäftsbereich damit zwar eine weitgehende Vollauslastung seiner Aggregate, die Preisseite konnte mit der positiven Mengenentwicklung bisher aber nicht Schritt halten, da die Gesamtauslastung der Branche nach wie vor auf nur mäßigem Niveau liegt.
Der Geschäftsbereich Welding Consumables (Schweißtechnik) war im 1. Halbjahr 2017/18 in Europa durch eine anhaltend hohe Wettbewerbsintensität geprägt. Ausschlaggebend dafür ist das nach wie vor herausfordernde Marktumfeld im Energiebereich (fehlende Kraftwerksprojekte). Im Gegensatz dazu war der chinesische Markt durch eine attraktive Entwicklung geprägt, während im südamerikanischen Leitmarkt Brasilien die ohnehin gedämpfte Nachfragesituation noch durch hohe Volatilität auf der Währungsseite verschärft wurde.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die Metal Engineering Division konnte im Jahresvergleich die Umsatzerlöse um 13,4 % von 1.332,5 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2016/17 auf 1.511,2 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2017/18 anheben. Ausschlaggebend dafür waren ein rohstoffgetriebener Anstieg des Preisniveaus sowie eine deutliche Versandausweitung bei Nahtlosrohren. In ergebnismäßiger Hinsicht zeigt sich ein differenziertes Bild: Das operative Ergebnis (EBITDA) konnte um 3,3 % von 172,0 Mio. EUR (Marge 12,9 %) auf 177,7 Mio. EUR (Marge 11,8 %) zulegen, während das Betriebsergebnis (EBIT) um 14,8 % von 95,5 Mio. EUR (Marge 7,2 %) auf 81,4 Mio. EUR (Marge 5,4 %) gesunken ist. Die Struktur des EBITDA war dabei durch zwei markante Veränderungen gegenüber dem Vorjahr geprägt: zum einen ein deutlich schwächeres Ergebnis im Bereich Rail Technology aufgrund der gesunkenen Nachfrage am europäischen Schienenmarkt bei einer zum anderen aber — vor allem mengenmäßig — wesentlich besseren Entwicklung im Geschäftsbereich Tubulars. Dass sich das Betriebsergebnis im 1. Halbjahr 2017/18 entgegen der Entwicklung des operativen Ergebnisses verschlechterte, liegt nicht zuletzt an der Inbetriebnahme des neuen Drahtwalzwerkes zu Geschäftsjahresbeginn und der damit verbundenen Erhöhung des Abschreibungsniveaus im Bereich Wire Technology. Darüber hinaus sind in den Abschreibungen im aktuellen Halbjahr zusätzlich 15 Mio. EUR an außerordentlichen Negativeffekten ("one-offs") aufgrund von Wertminderungen auf Sachanlagen im Produktsegment ultrahochfester Feinstdraht als Konsequenz anhaltend herausfordernder Marktbedingungen enthalten.
Im unmittelbaren Vergleich von 1. und 2. Geschäftsjahresquartal gingen die Umsatzerlöse um 3,7 % von 770,0 Mio. EUR im 1. Quartal auf 741,2 Mio. EUR im 2. Quartal 2017/18 zurück. Saisonal bedingte geringere Absatzmengen vor allem im Geschäftsbereich Wire Technology (Sommerstillstände in der Automobilindustrie) zeichnen für diesen leichten Umsatzrückgang verantwortlich. Das EBITDA stieg im Vergleich von 1. und 2. Quartal um 3,8 % von 87,2 Mio. EUR auf 90,5 Mio. EUR, dementsprechend verbesserte sich die Marge von 11,3 % auf 12,2 %. Da die oben erwähnten Wertminderungen auf Sachanlagen im Segment ultrahochfester Feinstdraht überwiegend im 2. Quartal wirksam wurden, verringerte sich gleichzeitig das EBIT um
26,8 % von 47,0 Mio. EUR (Marge 6,1 %) im 1. Quartal 2017/18 auf 34,4 Mio. EUR (Marge 4,6 %) im 2. Quartal.
Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Metal Engineering Division lag zum Ende des 2. Quartals 2017/18 mit 13.450 um 5,8 % über dem Vergleichswert des Vorjahres (12.709), was im Wesentlichen auf den deutlichen Anstieg des Produktionsvolumens im Geschäftsbereich Tubulars zurückzuführen ist. Gegenüber dem Vergleichswert zum Ende des letzten Geschäftsjahres (13.157) erhöhte sich der Mitarbeiterstand um 2,2 %.
METAL FORMING DIVISION
| Mio. EUR | 1Q | 2Q | 1H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016/17 | 2017/18 | 2016/17 | 2017/18 | 2016/17 | 2017/18 | Verän | |
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | 01.04.– | 01.04.– | derung | |
| 30.06.2016 | 30.06.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | in % | |
| Umsatzerlöse | 615,8 | 672,7 | 572,2 | 648,9 | 1.188,0 | 1.321,6 | 11,2 |
| EBITDA | 80,0 | 88,6 | 73,4 | 75,1 | 153,4 | 163,7 | 6,7 |
| EBITDA-Marge | 13,0 % | 13,2 % | 12,8 % | 11,6 % | 12,9 % | 12,4 % | |
| EBIT | 55,2 | 61,3 | 48,1 | 47,4 | 103,3 | 108,7 | 5,2 |
| EBIT-Marge | 9,0 % | 9,1 % | 8,4 % | 7,3 % | 8,7 % | 8,2 % | |
| Beschäftigte | |||||||
| (Vollzeitäquivalent) | 10.481 | 11.300 | 10.724 | 11.498 | 10.724 | 11.498 | 7,2 |
QUARTALSENTWICKLUNG DER METAL FORMING DIVISION
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Die Metal Forming Division bewegte sich im 1. Halbjahr 2017/18 in einem insgesamt soliden und stabilen Marktumfeld, wobei sie insbesondere von einer verbesserten Stimmung in Europa profitierte. So war vor allem der Geschäftsbereich Automotive Components von einer unverändert ausgezeichneten Nachfrage aus der Automobilindustrie geprägt. Das untermauern auch die offiziellen europäischen Zulassungsstatistiken, gemäß denen in den ersten drei Kalenderquartalen 2017 die hohen Autoverkaufszahlen des Vorjahres nochmals übertroffen werden konnten. Das für den Geschäftsbereich bedeutendste Segment, die Premiumklasse, entwickelte sich sowohl in Europa als auch in China ausgezeichnet, während sich der Markt in den USA alles in allem stabil auf befriedigendem Niveau darstellte. Der Hochlauf der Investitionen in Nordamerika und China, insbesondere der Warmumformanlagen ("phs-ultraform®" bzw. "phs-directform®"), läuft nach Plan, wodurch sowohl die strategische als auch die wirtschaftliche Bedeutung der außereuropäischen Standorte kontinuierlich zunimmt. Im Geschäftsbereich Tubes & Sections war die Marktlage in Europa im 1. Halbjahr 2017/18 von insgesamt leicht verbesserten Bedingungen gekennzeichnet. Dies gilt vor allem für die Nutzfahrzeug- und Landmaschinenindustrie sowie den Bausektor. Auch in Großbritannien hat sich die Dynamik in diesen Bereichen trotz negativen Brexit-Votums kaum abgeschwächt. Obwohl in Südamerika konjunkturell auch in jüngster Zeit nach wie vor keine wirkliche Verbesserung spürbar war, haben sich die bislang vorwiegend auf den größten Einzelmarkt Brasiliens fokussierten Tubes & Sections-Aktivitäten aufgrund effizienzsteigernder Maßnahmen sowie umfassender Kostensenkungsprogramme und zunehmender Erfolge im Export deutlich positiv entwickelt. Bedingt durch die anhaltend geringe Investitionstätigkeit vor allem im Bau- und Landmaschinenbereich lag die Ordertätigkeit in den USA auf einem nur mäßigen Niveau. In China hat sich hingegen die Nachfrage nach kundenspezifischen Rohren und Profilen im Jahresverlauf spürbar verbessert.
Die exzellente Performance des Geschäftsbereiches Precision Strip basiert nicht nur auf weiterhin guten Bedingungen in seinen angestammten europäischen Märkten, sondern auch auf dem Ausbau der internationalen Marktposition, dies nicht zuletzt durch die im vergangenen Jahr erfolgte Akquisition eines Wettbewerbers in Nordamerika. Insbesondere das wichtige Kundensegment Sägeindustrie hat sich sowohl in Europa als auch in China zuletzt erfreulich positiv entwickelt. Anhaltend stabil verlief im 1. Halbjahr 2017/18 in diesem Segment auch die Nachfrageentwicklung in den USA.
Ebenfalls eine Fortsetzung der starken Performance der vergangenen Jahre verzeichnete der Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2017/18. Die positive Konjunkturlage resultiert dort primär aus dem weltweiten Wachstum des Onlinehandels.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die Metal Forming Division weist in ihren Finanzkennzahlen eine kontinuierlich steigende Entwicklung aus. Die Zunahme der Umsatzerlöse um 11,2 % von 1.188,0 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2016/17 auf 1.321,6 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten dieses Geschäftsjahres spiegelt einerseits den Anstieg der Vormaterialpreise wider, ist zudem aber auch das Resultat fortgesetzter Investitionsaktivitäten im Geschäftsbereich Automotive Components sowie einer anhaltend hervorragenden Entwicklung im Geschäftsbereich Precision Strip. Vor allem auf dieses vergleichsweise kleinere Segment ist auch ein erheblicher Teil des weiteren Ergebniszuwachses im aktuellen Geschäftsjahr zurückzuführen. Insgesamt legte das operative Ergebnis (EBITDA) der Division um 6,7 % von 153,4 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2016/17 auf 163,7 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2017/18 zu. In einer ähnlichen Relation, und zwar um 5,2 % von 103,3 Mio. EUR auf 108,7 Mio. EUR, verbesserte sich auch das Betriebsergebnis (EBIT). Bedingt durch die im Verhältnis noch stärker gestiegenen Umsatzerlöse reduzierte sich die EBITDA-Marge geringfügig von 12,9 % auf 12,4 % bzw. die EBIT-Marge von 8,7 % auf 8,2 %.
Im direkten Quartalsvergleich sanken die Umsatzerlöse leicht um 3,5 % von 672,7 Mio. EUR im 1. Quartal 2017/18 auf 648,9 Mio. EUR im 2. Quartal 2017/18, im Wesentlichen zurückzuführen auf saisonale Effekte. Aus dem gleichen Grund eine rückläufige Tendenz zeigte sich auch in der Ergebnisentwicklung (kundenseitige Werksferien in den beiden großen Geschäftsbereichen Tubes & Sections sowie Automotive Components). Das EBITDA verringerte sich vom 1. auf das 2. Quartal um 15,2 % von 88,6 Mio. EUR auf 75,1 Mio. EUR. Damit reduzierte sich auch die EBITDA-Marge von 13,2 % auf 11,6 %. Etwas stärker verlief der Rückgang beim EBIT, das sich um 22,7 % von 61,3 Mio. EUR auf 47,4 Mio. EUR verminderte, womit die EBIT-Marge im direkten Quartalsvergleich von 9,1 % auf 7,3 % zurückging.
Zum 30. September 2017 lag die Beschäftigtenzahl in der Metal Forming Division mit 11.498 Mitarbeitern (FTE) um 7,2 % über dem Wert des Vorjahres (10.724). Der Zuwachs ist vor allem auf den internationalen Ausbau der Automotive-Aktivitäten zurückzuführen. Im Vergleich zum Mitarbeiterstand am Ende des Geschäftsjahres 2016/17 (11.073) bedeutet dies eine Erhöhung um 3,8 %.
INVESTITIONEN
Nachdem in den vergangenen Jahren eine Reihe von Großprojekten realisiert wurde und damit das Investitionsvolumen des voestalpine-Konzerns deutlich über dem langjährigen Durchschnitt lag, hat sich der Investitionsaufwand im 1. Halbjahr 2017/18 deutlich reduziert. Er kam mit 337,9 Mio. EUR um 28,2 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 470,8 Mio. EUR und damit auch etwas unter dem Abschreibungsniveau des aktuellen Jahres zu liegen. Diese Entwicklung macht auch deutlich, dass eine Vielzahl hochmoderner Anlagen auf dem letzten Stand der Technik rechtzeitig vor dem konjunkturellen Aufschwung in Europa erfolgreich in Betrieb genommen werden konnten.
In der Steel Division verringerten sich die Investitionsausgaben um 60,2 % von 229,0 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 91,2 Mio. EUR. Das derzeit größte Vorhaben der Division, die Errichtung der Stranggussanlage 8 am Standort Linz, Österreich, befindet sich in einem schon weit fortgeschrittenen Stadium. Einzelne Anlagenteile wurden bereits erfolgreich getestet, womit der Hochlauf des gesamten Aggregats voraussichtlich noch im 4. Quartal 2017/18 erfolgen wird. Das 1. Halbjahr 2017/18 war aber auch geprägt von Vorbereitungsarbeiten für die Großreparatur des Hochofens A, die im Sommer 2018 über einen Zeitraum von 100 Tagen geplant ist. Um die Versorgung der Kunden mit höchstwertigem Stahlband auch in dieser Phase im gewohnten Umfang gewährleisten zu können, wurde bereits mit dem Aufbau eines entsprechenden Vormateriallagers (Brammen) für die nachgelagerten Walzaggregate begonnen.
Der Investitionsaufwand der High Performance Metals Division lag im 1. Halbjahr 2017/18 mit 71,4 Mio. EUR um 35,5 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (52,7 Mio. EUR). Unter anderem hat die Division in Shanghai, China, heuer den weltweit größten Vakuum-Härteofen zur Wärmebehandlung von Strukturteilen für den Automobilleichtbau in Betrieb genommen, um dem Trend zu immer größeren Druckgussformen entsprechend Rechnung zu tragen. In Taipei, Taiwan, und Toronto, Kanada, wurden weitere Druckaggregate für den Bereich Additive Manufacturing installiert, womit die Division diese zukunftsweisende Technologie nicht nur in Europa, sondern auch in Asien und Nordamerika forciert. Ende September 2017 wurde die Entscheidung getroffen, in Kapfenberg, Österreich, ein völlig neues Edelstahlwerk als Ersatz der bestehenden Anlage zu errichten. Baubeginn ist 2018, das weltweit modernste Werk seiner Art soll 2021 den Betrieb aufnehmen. Das Investitionspräliminare beläuft sich auf 330 bis 350 Mio. EUR.
In der Metal Engineering Division beliefen sich die Investitionen der ersten sechs Monate 2017/18 auf 64,9 Mio. EUR, sie lagen damit um 18,5 % unter dem Vergleichsaufwand des Vorjahres (79,6 Mio. EUR). Herausragendes Projekt der letzten drei Jahre war in dieser Division das Ende September 2017 eröffnete, voll digitalisierte neue Drahtwalzwerk in Leoben/Donawitz, Österreich. Die mit einem Aufwand von 140 Mio. EUR errichtete Anlage stellt eine globale technologische Benchmark dar. Durch die kürzlich erfolgte Vergabe der Stranggussanlage 4 am gleichen Standort wird auch zukünftig die qualitativ optimale Versorgung der divisionalen Weiterverarbeitungsbereiche ermöglicht. Dieses derzeit umfangreichste Investitionsvorhaben in der Metal Engineering Division sollte im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein.
Eine stabile Entwicklung weist das Investitionsvolumen der Metal Forming Division im 1. Halbjahr 2017/18 (104,4 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr (106,5 Mio. EUR) auf. Der Fokus der Division liegt unverändert auf dem weltweiten Roll-out von Schlüsseltechnologien im Bereich höchstfester Automobilkomponenten. So sind im Sommer des heurigen Jahres zwei zusätzliche "phs"-Warmumformanlagen in Cartersville, USA, in Betrieb gegangen. Um die dynamische Entwicklung des mexikanischen Automobilmarktes zu begleiten, wird derzeit in Aguascalientes, Mexiko, in Assembling-Anlagen investiert. In Tianjing, China, läuft parallel dazu die Errichtung eines weiteren Assembling-Werkes ebenfalls für die Belieferung internationaler Automobilkunden.
GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Informationen zu den Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen befinden sich in den erläuternden Anhangangaben.
RISIKOMANAGEMENT
Aktives Risikomanagement, so wie es im voestalpine-Konzern verstanden und langjährig angewandt wird, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt somit einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die gesamte voestalpine-Gruppe dar. Im Zuge des systematischen Risikomanagementprozesses, welcher mehrfach jährlich und konzernweit einheitlich durchlaufen wird, und im Rahmen interner Kontrollsysteme, welche ebenfalls integrale Bestandteile der Aufbau- und Ablauforganisation sind, werden wesentliche Risiken systematisch und frühzeitig erfasst, analysiert, bewertet und durch ein permanentes Monitoring überwacht bzw. geeignete risikominimierende Maßnahmen ergriffen.
Das Risikoumfeld des voestalpine-Konzerns blieb in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres und auch im Vergleich zu den Vorjahren nahezu unverändert, wesentliche Risikofelder (wie etwa Rohstoffverfügbarkeit in den erforderlichen Mengen und Qualitäten, Ausfall von kritischen Produktionsanlagen, Ausfall kritischer IT-Systeme, CO2-Thematik, Wissensmanagement oder Risiken des Finanzbereichs) und deren Vorsorgemaßnahmen sind somit weitestgehend ident geblieben. Die wesentlichen Risikofelder und deren risikominimierenden Maßnahmen, welche ausführlich im Geschäftsbericht 2016/17 des voestalpine-Konzerns dargestellt und beschrieben sind (Geschäftsbericht 2016/17, "Bericht über die Risiken des Unternehmens"), haben somit auch zum Halbjahreslagebericht nach wie vor ihre Gültigkeit.
In Ergänzung zu den Ausführungen des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2016/17 ist betreffend der österreichischen Energieabgabenvergütung festzuhalten, dass das Bundesfinanzgericht ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH gerichtet hat (BFG 31.10.2014, RE/5100001/2014). Durch die Novellierung des Energieabgabenvergütungsgesetzes mit dem Budgetbegleitgesetz 2011, das für Zeiträume nach dem 31. Dezember 2010 gilt, wurde die Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe eingeschränkt. In weiterer Folge wurde dem Europäischen Gerichtshof die Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt, ob in Zusammenhang mit dieser als staatliche Beihilfe anzusehenden Einschränkung gegen Unionsrecht vorstoßen wurde, was vom Höchstgericht tatsächlich bejaht wurde (EuGH 21.7.2016, Rs C-493/14, Dilly's Wellnesshotel GmbH). Damit sind die mit dem BBG 2011 angestrebten Restriktionen nicht rechtswirksam in Kraft getreten und können daher insbesondere auch Dienstleistungsbetriebe die Energieabgabenvergütung für Zeiträume ab 1. Februar 2011 noch nachträglich geltend machen. Das Bundesfinanzgericht hat in seiner Folgeentscheidung ausgesprochen, dass die Einschränkung auf Produktionsbetriebe nicht in Kraft getreten ist. Gegen diese Entscheidung wurde vom Finanzamt Revision beim Verwaltungsgerichtshof eingebracht, der sich im September 2017 (Beschluss vom 14.9.2017, EU 2017/0005 und 0006-1) erneut an den EuGH gewandt hat. Für den voestalpine-Konzern sind keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten.
Aufbauend auf den Erkenntnissen aus Wirtschaftsund Finanzkrisen der jüngsten Vergangenheit bzw. deren Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche – vor allem unternehmerische – Maßnahmen zur Risikominimierung gesetzt, die ebenfalls ausführlich im Geschäftsbericht 2016/17 beschrieben sind und auch im laufenden Geschäftsjahr konsequent weiterverfolgt wurden und werden. So werden etwaige Auswirkungen der Brexit-Entscheidung in den betroffenen Geschäftsbereichen laufend analysiert.
Die zur Abwendung oder Vermeidung identifizierter Gefährdungen gesetzten Maßnahmen zielen auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/oder eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab.
Es ist festzuhalten, dass auch zum Halbjahreslagebericht die Risiken und daraus abgeleitete Unsicherheiten im voestalpine-Konzern begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Es bestehen keine Risiken einer zukünftigen Bestandsgefährdung, auch zum Halbjahresstichtag sind keine derartigen Risiken erkennbar.
AUSBLICK
Die globale Konjunkturentwicklung war in den vergangenen Monaten durch eine vergleichsweise hohe Stabilität bei gleichzeitig insgesamt positiver Grundtendenz geprägt. Basis dafür waren – und sind – in den meisten Wirtschaftsregionen der private Konsum und ein zunehmend offensiveres Investitionsverhalten des privaten Sektors, wogegen sich die Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand abgesehen von einigen Ausnahmen nach wie vor deutlich weniger dynamisch entwickelt. Dennoch überrascht, welche Breite und Intensität das globale Wachstum innerhalb weniger Quartale erreicht hat. Unterstützung erfährt die positive Wirtschaftsentwicklung durch derzeit weitgehend stabile und berechenbare Finanzmärkte. Bemerkenswert an der aktuellen Situation ist die Tatsache, dass sich derzeit der Einfluss kritischer politischer Entwicklungen auf das Wirtschaftsgeschehen im Vergleich zur Vergangenheit in Grenzen hält – was sich allerdings rasch wieder ändern kann.
In geografischer Hinsicht profitieren mit Ausnahme der Länder des Nahen und Mittleren Ostens sowie Teilen Afrikas und Südamerikas alle wesentlichen Wirtschaftsregionen vom aktuellen Aufschwung, selbst langjährige Krisenregionen wie etwa Brasilien drehen derzeit wieder – wenn auch zaghaft – in den Wachstumsmodus.
Ein ähnliches, wenngleich branchenspezifisch doch etwas differenzierteres Bild ergibt sich in Bezug auf die wesentlichen Industriesektoren. Unverändert weltweit überwiegend positiv verläuft die Entwicklung in der Automobilindustrie, ähnlich stabil stellt sich auch der Konsumgüterbereich dar. Verstärkte Wachstumssignale kamen zuletzt in einer Reihe von Regionen auch aus dem Maschinenbau- und Bausektor, wogegen sich das Wachstum im klassischen Energiebereich (elektrische Energie) immer mehr auf die Emerging Markets beschränkt. Vor allem auf der Preisseite weiteres Potenzial nach oben sollten die nächsten Quartale im Bereich Öl und Gas bieten, sofern dies nicht durch politische Widerstände erschwert wird. Volatiler als zuletzt, aber immer noch deutlich auf Wachstum ausgerichtet ist die mittelfristige Entwicklung im Flugzeugbau einzuschätzen, wogegen der Eisenbahnsektor – politisch und konjunkturell bedingt – in nächster Zeit durch regional unterschiedliche Wachstumsperspektiven geprägt bleiben dürfte.
Auf der Rohstoffseite ist im Verlauf des 2. Geschäftsjahresquartals insofern eine Beruhigung eingetreten, als die teilweise erratischen Preisausschläge zu Jahresbeginn insbesondere bei Erz und Kohle zwischenzeitlich durch einen deutlich kontrollierteren Preisverlauf abgelöst wurden – was sich allerdings vor allem über die Wintermonate wieder ändern kann. Einen gewissen Unsicherheitsfaktor für die weitere Entwicklung der globalen Handelsströme stellt auch die aktuelle US-Wirtschaftspolitik dar, wobei die letzten Monate allerdings keine weitere Verschärfung der Position gegenüber der 1. Jahreshälfte mehr brachten.
Vor dem Hintergrund der auch zu Beginn der 2. Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 unverändert positiven globalen Wachstumsaussichten erscheint die für das Gesamtgeschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr erwartete, deutlich positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis unverändert gut abgesichert.
INVESTOR RELATIONS
voestalpine AG IM VERGLEICH ZU ATX UND INTERNATIONALEN INDIZES
KURSVERLAUF DER voestalpine-AKTIE
In der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 konnte die voestalpine-Aktie den positiven Kursverlauf des vorangegangenen Geschäftsjahres fortsetzen. Ausschlaggebend dafür waren sowohl makroökonomische Faktoren als auch unternehmensspezifische Entwicklungen. Makroökonomisch entscheidend war, dass die zunehmende Abschottungspolitik der USA das weltweite Wirtschaftswachstum nicht bremsen konnte, sondern sich vielmehr die Wachstumsaussichten insbesondere für Europa, aber auch China sogar weiter verbessert zeigten. Selbst massive geopolitische Konflikte wie jene zwischen Nordkorea und den USA lösten nur kurzfristige Rücksetzer auf den weltweiten Aktienmärkten aus. Neben den guten Wirtschaftsdaten blieb die expansive Geldpolitik der Europäischen Nationalbank ein wichtiger Impulsgeber für die positive Entwicklung der Kapitalmärkte.
Der österreichische Aktienmarkt profitierte einerseits von Nachholeffekten im Vergleich zu den großen internationalen Börsen, andererseits auch von der geografischen Nähe zu den sich insgesamt sehr positiv entwickelnden Ländern Ost- und Zentraleuropas. Unternehmensspezifisch fand die voestalpine-Aktie durch die über den Analysteneinschätzungen liegenden Ergebniszahlen des 1. Quartals 2017/18 zusätzliche Unterstützung. Gleichzeitig wurden dadurch auch die Erwartungen der Kapitalmarktteilnehmer, was den Ergebnisverlauf im Geschäftsjahr 2017/18 insgesamt betrifft, nochmals nach oben geschraubt. Vor diesem Hintergrund stieg der Wert der voestalpine-Aktie im 1. Halbjahr 2017/18 um 15,5 % von 37,36 EUR zu Geschäftsjahresbeginn auf 43,15 EUR per 30. September 2017. Die prozentuelle Zunahme liegt damit in etwa auf dem Niveau des ATX, aber deutlich über jener der Vergleichsindizes STOXX Index Europe und Dow Jones.
ANLEIHEN
| Emissions | Kurs | |||
|---|---|---|---|---|
| Art der Anleihe | ISIN-Nummer | volumen | Zinssatz | (30.09.2017) |
| Unternehmensanleihe 2011–2018 | AT0000A0MS58 | 500 Mio. EUR | 4,75 % | 101,4 |
| Unternehmensanleihe 2012–2018 | XS0838764685 | 500 Mio. EUR | 4,0 % | 103,7 |
| Hybridanleihe 2013 | AT0000A0ZHF1 | 500 Mio. EUR | 7,125 %1 | 110,0 |
| Unternehmensanleihe 2014–2021 | AT0000A19S18 | 400 Mio. EUR | 2,25 % | 106,1 |
| Unternehmensanleihe 2017–2024 | AT0000A1Y3P7 | 500 Mio. EUR | 1,375 % | 99,4 |
1 Zinssatz: 7,125 % p. a. vom Emissionsdatum bis zum 31.10.2014; 6 % p. a. vom 31.10.2014 bis zum 31.10.2019; 5-Jahres-Swapsatz (vom 29.10.2019) + 4,93 % p. a. vom 31.10.2019 bis zum 31.10.2024; danach 3-Monats-EURIBOR +4,93 % p. a. + Step-up von 1 % p. a. ab 31.10.2024.
Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/ Instituten erstellt:
- » Alpha Value, Paris
- » Baader Bank AG, München
- » Barclays, London
- » Bank of America/Merrill Lynch, London
- » Berenberg, London
- » Citigroup, London
- » Commerzbank, Frankfurt
- » Credit Suisse, London
-
» Deutsche Bank, London
-
» Erste Bank, Wien
- » Exane BNP Paribas, Paris
- » Goldman Sachs, London
- » Jefferies, London
- » J.P. Morgan, London
- » Kepler Cheuvreux, Frankfurt
- » Morgan Stanley, London
- » Raiffeisen Centrobank, Wien
- » Royal Bank of Canada Europe Ltd., London
- » Société Générale, Paris
- » UBS, London
INFORMATIONEN ZUR AKTIE
| Aktiennominale | 320.394.836,99 EUR, zerlegt in 176.349.163 Stückaktien |
|---|---|
| Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 31. März 2017 | 28.597 Stück |
| Aktiengattung | Stammaktien lautend auf Inhaber |
| Wertpapierkennnummer | 93750 (Börse Wien) |
| ISIN | AT0000937503 |
| Reuters | VOES.VI |
| Bloomberg | VOE AV |
KURSE (JEWEILS ZUM TAGESENDE)
| 44,71 EUR |
|---|
| 35,91 EUR |
| 43,15 EUR |
| 5,18 EUR |
| 66,11 EUR |
| 7.607.350.820,07 EUR |
* Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.
GESCHÄFTSJAHR 2016/17
| Gewinn/Aktie | 2,84 EUR |
|---|---|
| Dividende/Aktie | 1,10 EUR |
| Buchwert/Aktie | 33,42 EUR |
TERMINVORSCHAU 2017/18
| Veröffentlichung 3. Quartal 2017/18 | 8. Februar 2018 |
|---|---|
| Geschäftsbericht 2017/18 | 6. Juni 2018 |
| Nachweisstichtag zur Teilnahme an der Hauptversammlung | 24. Juni 2018 |
| Hauptversammlung | 4. Juli 2018 |
| Ex-Dividenden-Tag | 12. Juli 2018 |
| Nachweisstichtag für Dividendenzahlung | 13. Juli 2018 |
| Dividenden-Zahltag | 16. Juli 2018 |
| Veröffentlichung 1. Quartal 2018/19 | 8. August 2018 |
| Veröffentlichung 2. Quartal 2018/19 | 7. November 2018 |
voestalpine AG VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS ZUM 30.09.2017
Nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
KONZERNBILANZ
| AKTIVA | ||
|---|---|---|
| 31.03.2017 | 30.09.2017 | |
|---|---|---|
| A.Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 6.371,9 | 6.184,6 |
| Firmenwert | 1.549,5 | 1.546,6 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 419,4 | 402,3 |
| Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen | 113,0 | 116,9 |
| Andere Finanzanlagen | 66,1 | 58,3 |
| Aktive latente Steuern | 213,7 | 196,7 |
| 8.733,6 | 8.505,4 | |
| B.Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte |
3.408,2 | 3.696,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
1.714,1 | 1.618,1 |
| Andere Finanzanlagen | 348,3 | 584,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 503,3 | 731,6 |
| 5.973,9 | 6.631,0 | |
| Summe Aktiva | 14.707,5 | 15.136,4 |
| Mio. EUR |
| Summe Passiva | 14.707,5 | 15.136,4 |
|---|---|---|
| 4.457,3 | 4.089,8 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
2.462,2 | 2.239,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.332,9 | 1.151,6 |
| Steuerschulden | 77,2 | 129,1 |
| Rückstellungen | 585,0 | 569,8 |
| C.Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| 4.189,9 | 4.862,8 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.764,7 | 3.492,6 |
| Passive latente Steuern | 119,4 | 115,5 |
| Rückstellungen | 79,4 | 76,5 |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen |
1.226,4 | 1.178,2 |
| 6.060,3 | 6.183,8 | |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 168,2 | 160,0 |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.892,1 | 6.023,8 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 4.466,8 | 4.600,0 |
| Hybridkapital | 497,9 | 497,9 |
| Kapitalrücklagen | 607,1 | 605,6 |
| Grundkapital | 320,3 | 320,3 |
31.03.2017 30.09.2017
PASSIVA
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
|
|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | ||
| Ergebnis nach Steuern | 233,7 | 388,9 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 333,0 | 366,2 |
| Veränderung Working Capital | ||
| Veränderung Vorräte | –67,4 | –355,5 |
| Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten | –22,2 | –62,7 |
| Veränderung Rückstellungen | –26,8 | 45,0 |
| –116,4 | –373,2 | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 450,3 | 381,9 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte | ||
| und Sachanlagen | –514,7 | –389,2 |
| Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 4,7 | 9,6 |
| Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen | –27,1 | –0,2 |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen | 2,0 | 0,0 |
| Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen | –2,2 | –226,5 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –537,3 | –606,3 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividenden | –183,7 | –194,0 |
| Dividenden nicht beherrschende Gesellschafter | –12,4 | –10,3 |
| Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern | –1,9 | 0,0 |
| Aufnahme von langfristigen Finanzschulden | 57,2 | 752,7 |
| Tilgung von langfristigen Finanzschulden | –68,3 | –89,2 |
| Tilgung von langfristigen Schulden aus Finanzierungsleasing | –2,6 | –1,2 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten |
11,4 | –33,1 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –200,3 | 424,9 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
–287,3 | 200,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang | 774,8 | 503,3 |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | 1,4 | 27,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresende | 488,9 | 731,6 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | |
| Umsatzerlöse | 5.407,8 | 6.302,3 | 2.635,4 | 3.050,8 |
| Umsatzkosten | –4.225,1 | –4.823,4 | –2.044,0 | –2.355,9 |
| Bruttoergebnis | 1.182,7 | 1.478,9 | 591,4 | 694,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 142,8 | 198,7 | 64,2 | 69,9 |
| Vertriebskosten | –526,9 | –572,3 | –259,1 | –281,0 |
| Verwaltungskosten | –293,7 | –310,5 | –143,6 | –152,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –145,1 | –221,0 | –56,5 | –80,3 |
| Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen | 9,1 | 10,4 | 4,9 | 4,0 |
| EBIT | 368,9 | 584,2 | 201,3 | 255,4 |
| Finanzerträge | 25,4 | 20,5 | 11,9 | 10,3 |
| Finanzaufwendungen | –82,9 | –91,1 | –40,7 | –44,5 |
| Ergebnis vor Steuern | 311,4 | 513,6 | 172,5 | 221,2 |
| Ertragsteuern | –77,7 | –124,7 | –44,6 | –50,7 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 233,7 | 388,9 | 127,9 | 170,5 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 224,6 | 368,8 | 123,6 | 161,4 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | –2,2 | 8,8 | –1,4 | 3,4 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 11,3 | 11,3 | 5,7 | 5,7 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) |
1,28 | 2,09 | 0,70 | 0,91 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-SONSTIGES ERGEBNIS
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
01.07.– 30.09.2016 |
01.07.– 30.09.2017 |
|
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 233,7 | 388,9 | 127,9 | 170,5 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||||
| Cashflow-Hedges | 4,3 | –1,2 | –0,3 | 9,8 |
| Währungsumrechnung | 17,7 | –86,0 | –8,0 | –23,0 |
| Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen |
–0,2 | –2,1 | –0,1 | –0,5 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
21,8 | –89,3 | –8,4 | –13,7 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | –95,9 | 29,3 | –24,9 | 1,5 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–95,9 | 29,3 | –24,9 | 1,5 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –74,1 | –60,0 | –33,3 | –12,2 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 159,6 | 328,9 | 94,6 | 158,3 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 151,0 | 313,0 | 90,4 | 150,7 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | –2,7 | 4,6 | –1,5 | 1,9 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 11,3 | 11,3 | 5,7 | 5,7 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 159,6 | 328,9 | 94,6 | 158,3 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
| 1H 2016/17 | 1H 2017/18 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt | |
| Eigenkapital zum 01.04. | 5.471,4 | 180,2 | 5.651,6 | 5.892,1 | 168,2 | 6.060,3 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 162,3 | –2,7 | 159,6 | 324,3 | 4,6 | 328,9 |
| Dividendenausschüttung | –183,7 | –16,9 | –200,6 | –194,0 | –12,9 | –206,9 |
| Steuereffekte auf Transaktionen mit Hybridkapitalbesitzer |
3,8 | – | 3,8 | 3,8 | – | 3,8 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | –1,4 | – | –1,4 | –1,5 | – | –1,5 |
| Sonstige Veränderungen | –1,5 | –1,0 | –2,5 | –0,9 | 0,1 | –0,8 |
| Eigenkapital zum 30.09. | 5.450,9 | 159,6 | 5.610,5 | 6.023,8 | 160,0 | 6.183,8 |
voestalpine AG ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN
ALLGEMEINES/BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2017 für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 der voestalpine AG wurde nach den Bestimmungen des IAS 34 – Interim Financial Reporting erstellt. Die für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2016/17 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert fortgeführt.
IM GESCHÄFTSJAHR 2017/18 ERSTMALS WIRKSAME, ABER NICHT ANGEWANDTE ÄNDERUNGEN ODER NEUFASSUNGEN VON STANDARDS UND INTERPRETATIONEN
| Standard | Inhalt | Inkrafttreten1 |
|---|---|---|
| IAS 12, Änderung | Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste | 1. Jänner 20171 |
| IAS 7, Änderung | Angabeninitiative | 1. Jänner 20171 |
| diverse Standards, Änderung |
Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (Improvements-Projekt 2014–2016) |
1. Jänner 2018/ 1. Jänner 20171 |
1 EU-Endorsement ausstehend.
Für die Neuerungen ist zum Erstellungszeitpunkt das EU-Endorsement ausstehend. Aus heutiger Sicht werden keine wesentlichen Auswirkungen aus den angeführten Änderungen und Neufassungen der Standards und Interpretationen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des voestalpine-Konzerns erwartet.
Für Fragen zu den übrigen verwendeten Aufstellungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. März 2017 verwiesen, welcher die Basis für diesen Zwischenabschluss darstellt.
Der Konzernzwischenabschluss ist in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) dargestellt. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Die vergleichenden Angaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 (Stichtag: 30. September 2016).
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.
ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis hat sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 wie folgt entwickelt:
| Vollkonsolidierung | Equity-Methode | |
|---|---|---|
| Stand am 01.04.2017 | 277 | 9 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | ||
| Änderung der Konsolidierungsmethode | ||
| Zugänge | 3 | |
| Abgänge | ||
| Umgründungen | ||
| Abgänge oder Veräußerung | ||
| Stand am 30.09.2017 | 280 | 9 |
| davon ausländische Gesellschaften | 220 | 4 |
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 werden folgende Gesellschaften im Konzernzwischenabschluss erstmalig einbezogen:
| Name der Gesellschaft | |
|---|---|
| Vollkonsolidierung | |
| voestalpine Automotive Components Tianjing Co., Ltd. | 100,000 % |
| voestalpine Rotec Coating SRL | 100,000 % |
voestalpine Böhler Welding Vertriebs GmbH 100,000 %
Bei den Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um zwei neu gegründete Gesellschaften sowie um die Konsolidierung einer bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Einheit.
TOCHTERUNTERNEHMEN MIT WESENTLICHEN NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN
| Name des Tochterunternehmens | Sitz | 30.09.2016 | 30.09.2017 |
|---|---|---|---|
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG | Kindberg, Österreich | ||
| Eigentumsanteil | 49,8875 % | 49,8875 % | |
| Beteiligungsquote der Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
50,1125 % | 50,1125 % | |
| CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
Qinhuangdao, China | ||
| Eigentumsanteil | 50,0000 % | 50,0000 % | |
| Beteiligungsquote der Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
50,0000 % | 50,0000 % |
Die gesamten nicht beherrschenden Anteile der Periode betragen 160,0 Mio. EUR (30. September 2016: 159,6 Mio. EUR), wovon 80,5 Mio. EUR (30. September 2016: 82,1 Mio. EUR) auf die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und 30,2 Mio. EUR (30. September 2016: 25,0 Mio. EUR) auf die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. entfallen. Die weiteren nicht beherrschenden Anteile sind einzeln für den Konzern als unwesentlich anzusehen.
Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen für jedes Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen, die für den Konzern wesentlich sind, dargestellt. Die Angaben entsprechen den Beträgen vor Eliminierung konzerninterner Transaktionen.
ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG |
CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
|||
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | |
| Langfristiges Vermögen | 104,9 | 119,9 | 19,5 | 16,3 |
| Kurzfristiges Vermögen | 90,9 | 140,5 | 103,2 | 90,4 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
30,7 | 29,2 | 0,9 | 2,9 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
65,2 | 123,1 | 73,3 | 44,3 |
| Nettovermögen (100 %) | 99,9 | 108,1 | 48,5 | 59,5 |
ZUSAMMENGEFASSTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG |
CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
|||
|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
|
| Umsatzerlöse | 102,4 | 221,4 | 43,4 | 43,4 |
| EBIT | –10,8 | 5,7 | 10,6 | 16,2 |
| Ergebnis nach Steuern | –11,2 | 3,9 | 7,9 | 12,0 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | –5,6 | 1,9 | 4,0 | 6,0 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | –5,6 | 1,9 | 4,0 | 6,0 |
| An nicht beherrschende Gesellschafter gezahlte Dividenden |
5,2 | 0,0 | 4,5 | 6,5 |
| Mio. EUR |
ZUSAMMENGEFASSTE KAPITALFLUSSRECHNUNG
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG |
CNTT Chinese New Turnout | Technologies Co., Ltd. | ||
|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
|
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 12,3 | –8,4 | 11,9 | 5,9 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –18,7 | –8,5 | –0,4 | –0,3 |
| davon Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 6,4 | 16,6 | –5,4 | –8,1 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungs mittel und Zahlungsmitteläquivalente |
0,0 | –0,3 | 6,1 | –2,5 |
| Mio. EUR |
ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
ANTEILE AN NICHT WESENTLICHEN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Die Ergebnisse aus den Gemeinschaftsunternehmen, welche für den voestalpine-Konzernzwischenabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen und stellen sich wie folgt dar:
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
|
|---|---|---|
| Anteil des Konzerns am | ||
| Ergebnis nach Steuern | 0,3 | 0,7 |
| Sonstigen Ergebnis | –0,1 | –0,3 |
| Gesamtergebnis | 0,2 | 0,4 |
| Buchwert nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen | 3,5 | 4,3 |
| Mio. EUR |
ANTEILE AN NICHT WESENTLICHEN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen, welche für den voestalpine-Konzernzwischenabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den assoziierten Unternehmen und stellen sich wie folgt dar:
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
|
|---|---|---|
| Anteil des Konzerns am | ||
| Ergebnis nach Steuern | 8,8 | 9,8 |
| Sonstigen Ergebnis | –0,1 | –1,8 |
| Gesamtergebnis | 8,7 | 8,0 |
| Buchwert nicht wesentliche assoziierte Unternehmen | 100,9 | 112,7 |
| Mio. EUR |
ERLÄUTERUNG DER BILANZ
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 haben die Abschreibungen in Höhe von 384,6 Mio. EUR die tatsächlichen Investitionen in Höhe von 337,8 Mio. EUR überstiegen. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 wurde in der Metal Engineering Division für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, die sich mit der Herstellung von ultrahochfestem Feinstdraht beschäftigt, aufgrund herausfordernder Marktbedingungen infolge geänderter technologischer und produktspezifischer Anforderungen und Wettbewerbsdruck sowie daraus abgeleiteten reduzierten Ergebniserwartungen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 15,0 Mio. EUR erfasst. Dies und negative Währungsumrechnungen in Höhe von 162,9 Mio. EUR führten im Wesentlichen zu einem Rückgang der langfristigen Vermögenswerte von 8.733,6 Mio. EUR auf 8.505,4 Mio. EUR. Aufgrund des operativen Anstiegs des Vorrätebestands (siehe Konzern-Kapitalflussrechnung) ist der Bilanzwert der Vorräte trotz negativer Währungsumrechnungseffekte zum Stichtag gegenüber dem 31. März 2017 um 288,2 Mio. EUR gestiegen.
Das Grundkapital der voestalpine AG betrug zum 30. September 2017 320.394.836,99 EUR (31. März 2017: 320.394.836,99 EUR) und ist in 176.349.163 Aktien zerlegt (31. März 2017: 176.349.163). Zum Stichtag hielt die Gesellschaft 28.597 Stück eigene Aktien. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 wurden keine eigenen Aktien ge- oder verkauft.
Im Geschäftsjahr 2012/13 begab die voestalpine AG eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR. Der Erlös aus der Begebung der Hybridanleihe wird als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt. Die Begebungskosten der Hybridanleihe 2013 beliefen sich auf 2,8 Mio. EUR abzüglich 0,7 Mio. EUR Steuereffekt. Das Eigenkapital erhöhte sich deshalb um einen Wert von 497,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13.
Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 388,9 Mio. EUR wird im Wesentlichen durch Veränderungen beim versicherungsmathematischen Ergebnis (positiv) und durch Währungsumrechnungseffekte (negativ) auf ein Gesamtergebnis von 328,9 Mio. EUR reduziert. Dadurch hat sich trotz Dividendenausschüttung das Eigenkapital auf insgesamt auf 6.183,8 Mio. EUR erhöht. In der Hauptversammlung am 5. Juli 2017 wurde für das Geschäftsjahr 2016/17 eine Dividende in Höhe von 1,10 EUR je Aktie beschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr wurde daher von der voestalpine AG eine Dividende in Höhe von 194,0 Mio. EUR an Anteilseigner ausgeschüttet.
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sowie Jubiläumsgelder werden für den Konzernzwischenabschluss auf Basis eines Vorschaugutachtens für das gesamte laufende Geschäftsjahr 2017/18 berücksichtigt. Sind unterjährig wesentliche Änderungen der Parameter eingetreten, wird eine Neubewertung der Nettoschuld durchgeführt.
Im laufenden Geschäftsjahr führten eine Erhöhung des Diskontierungszinses von 1,6 % auf 1,8 % und eine positive Pensionskassenperformance von 3,0 % insgesamt zu einer Senkung der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen und somit zu einem versicherungsmathematischen Gewinn in Höhe von 29,3 Mio. EUR (nach latenten Steuern). Dies führte auch zu einer Senkung der Jubiläumsgeldrückstellung in Höhe von 2,6 Mio. EUR und zu einem ergebniswirksamen Gewinn (nach latenten Steuern) in Höhe von 2,0 Mio. EUR.
Die voestalpine AG hat für allgemeine Finanzierungszwecke sowie zur Refinanzierung einer im Februar 2018 auslaufenden Anleihe eine neue Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Der Kupon der siebenjährigen Anleihe beträgt 1,375 %.
ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Der Umsatz vom 1. April bis 30. September 2017 in Höhe von 6.302,3 Mio. EUR ist im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres (5.407,8 Mio. EUR) um 16,5% gestiegen. Das EBIT belief sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 auf 584,2 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 368,9 Mio. EUR. Bezogen auf das 2. Quartal wurde ein EBIT in Höhe von 255,4 Mio. EUR erzielt, verglichen mit 201,3 Mio. EUR im selben Zeitraum des Vorjahres. Nach Berücksichtigung des Finanzerfolges sowie der Steuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 388,9 Mio. EUR gegenüber 233,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
|
|---|---|---|
| Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR) |
224,6 | 368,8 |
| Durchschnittliche gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien (Mio.) |
174,9 | 176,3 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 1,28 | 2,09 |
GESCHÄFTSSEGMENTE
Die folgende Tabelle enthält Informationen zu den Geschäftssegmenten des voestalpine-Konzerns für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 bzw. 2016/17:
GESCHÄFTSSEGMENTE
| Steel Division |
High Performance Metals Division |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
||
| Segmentumsätze | 1.776,1 | 2.298,8 | 1.306,0 | 1.431,4 | |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 1.630,7 | 2.099,2 | 1.281,6 | 1.403,4 | |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 145,4 | 199,6 | 24,4 | 28,0 | |
| EBITDA | 230,8 | 442,7 | 193,5 | 226,5 | |
| EBIT | 97,1 | 287,9 | 121,6 | 152,2 | |
| EBIT-Marge | 5,5 % | 12,5 % | 9,3 % | 10,6 % | |
| Segmentvermögen | 4.847,9 | 5.165,9 | 3.901,3 | 3.987,9 | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.928 | 10.905 | 13.573 | 13.950 |
In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:
| EBITDA | 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | 0,0 | –0,8 |
| Konsolidierung | –1,8 | 3,5 |
| EBITDA – Summe Überleitung | –1,8 | 2,7 |
| Mio. EUR |
| Metal Engineering Division |
Metal Forming Division |
Sonstige | Überleitung | Summe Konzern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.– | 01.04.– | 01.04.– | 01.04.– | 01.04.– | 01.04.– | 01.04.– | 01.04.– | 01.04.– | 01.04.– |
| 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 |
| 1.332,5 | 1.511,2 | 1.188,0 | 1.321,6 | 502,5 | 753,9 | –697,3 | –1.014,6 | 5.407,8 | 6.302,3 |
| 1.313,8 | 1.490,1 | 1.172,2 | 1.303,7 | 9,5 | 5,9 | 0,0 | 0,0 | 5.407,8 | 6.302,3 |
| 18,7 | 21,1 | 15,8 | 17,9 | 493,0 | 748,0 | –697,3 | –1.014,6 | 0,0 | 0,0 |
| 172,0 | 177,7 | 153,4 | 163,7 | –43,0 | –44,4 | –1,8 | 2,7 | 704,9 | 968,9 |
| 95,5 | 81,4 | 103,3 | 108,7 | –46,8 | –48,7 | –1,8 | 2,7 | 368,9 | 584,2 |
| 7,2 % | 5,4 % | 8,7 % | 8,2 % | 6,8 % | 9,3 % | ||||
| 3.120,7 | 3.196,9 | 2.087,9 | 2.306,1 | 10.176,7 | 11.226,9 | –10.059,7 | –10.747,3 | 14.074,8 | 15.136,4 |
| 12.709 | 13.450 | 10.724 | 11.498 | 852 | 835 | 0 | 0 | 48.786 | 50.638 |
Mio. EUR
| EBIT | ||
|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | 0,0 | –0,8 |
| Konsolidierung | –1,8 | 3,5 |
| EBIT – Summe Überleitung | –1,8 | 2,7 |
| Mio. EUR |
Alle übrigen Kennzahlen enthalten ausschließlich Konsolidierungseffekte.
AKTIONÄRSBRIEF 1. HALBJAHR 2017/18 37
ERLÄUTERUNG DER KAPITALFLUSSRECHNUNG
In den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen sind u.a. Abschreibungen (inklusive Finanzanlagevermögen) in Höhe von 385,6 Mio. EUR enthalten. Unter Berücksichtigung der Working Capital-Veränderung ergibt sich ein Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von 381,9 Mio. EUR – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (450,3 Mio. EUR) bedeutet dies eine Verschlechterung von rund 15 %. Nach Abzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 606,3 Mio. EUR, welche 226,5 Mio. EUR Investitionen in andere Finanzanlagen beinhalten (im Wesentlichen eine vorübergehende Veranlagung eines Teils des Anleiheemissionserlöses), sowie unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 424,9 Mio. EUR (im Wesentlichen Anleiheemissionserlös sowie weitere langfristige Finanzierungen abzüglich Dividende) ergibt sich eine Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vor Währungsdifferenzen) von 200,5 Mio. EUR.
ERLÄUTERUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten je Klasse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber:
| 30.09.2016 | 30.09.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte | Zeitwerte | Buchwerte | Zeitwerte | |||
| Aktiva | ||||||
| Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
2.087,4 | 2.087,4 | 2.552,3 | 2.552,3 | ||
| Finanzinstrumente, die zum Zeitwert bewertet werden |
423,8 | 423,8 | 440,7 | 440,7 | ||
| 2.511,2 | 2.511,2 | 2.993,0 | 2.993,0 | |||
| Passiva | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
6.264,5 | 6.389,2 | 6.870,1 | 6.922,8 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Zeitwerten | 17,0 | 17,0 | 21,9 | 21,9 | ||
| 6.281,5 | 6.406,2 | 6.892,0 | 6.944,7 | |||
| Mio. EUR |
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzverbindlichkeiten fallen, mit Ausnahme der emittierten Anleihen, in Stufe 2. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market"-Methode, wobei die Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte am Markt beobachtbare Währungskurse, Zinssätze und Creditspreads sind. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Die Bewertung der emittierten Anleihen erfolgt nach Stufe 1 mit dem Börsenkurs zum Stichtag.
Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, welche die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet. Die drei Stufen sind wie folgt definiert:
| Stufe 1 | umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann. |
|---|---|
| Stufe 2 | umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. |
| Stufe 3 | umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld. |
EINGANGSPARAMETER
HIERARCHIESTUFEN FÜR REGELMÄSSIGE BEWERTUNGEN ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2017 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 21,8 | 21,8 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 386,8 | 386,8 | ||
| Available for sale at fair value | 32,1 | 32,1 | ||
| 386,8 | 21,8 | 32,1 | 440,7 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate) |
21,9 | 21,9 | ||
| 0,0 | 21,9 | 0,0 | 21,9 | |
30.09.2016
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 12,9 | 12,9 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 378,8 | 378,8 | ||
| Available for sale at fair value | 32,1 | 32,1 | ||
| 378,8 | 12,9 | 32,1 | 423,8 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate) |
17,0 | 17,0 | ||
| 0,0 | 17,0 | 0,0 | 17,0 | |
| Mio. EUR |
Die zugrunde liegenden Vermögenswerte des Wertpapierdachfonds werden im Rahmen der "Fair Value-Option" ausgewiesen. Die Designation zum beizulegenden Zeitwert wurde gewählt, um zweckdienlichere Informationen zu vermitteln, weil diese Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gemäß der dokumentierten Risikomanagement- und Anlagestrategie nach deren Fair Value gesteuert und ihre Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwerts beobachtet und berichtet wird.
Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt würde (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Der voestalpine-Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Zum 31. März 2017 wurden eigene Anleihen mit einem Buchwert in Höhe von 1.313,3 Mio. EUR von Stufe 2 in Stufe 1 übertragen, da die notierten Preise an der deutschen Börse als Hauptmarkt nunmehr die geeignetere Beobachtungsbasis für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts darstellen. Neben dieser Umgruppierung fanden vom 1. April bis 30. September 2016 und vom 1. April bis 30. September 2017 keine weiteren Umgruppierungen statt.
In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:
| 01.04.– 30.09.2016 |
01.04.– 30.09.2017 |
|
|---|---|---|
| Anfangsbestand | 32,1 | 32,1 |
| Endbestand | 32,1 | 32,1 |
| Mio. EUR |
STUFE 3 – AVAILABLE FOR SALE AT FAIR VALUE
In Stufe 3 ist die nicht konsolidierte Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich, die nach "available for sale at fair value" zum Fair Value bewertet wird, enthalten. Für diese kann der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich, unter Berücksichtigung werterhellender Informationen, als Ganzes verlässlich ermittelt werden.
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.
SAISON- UND KONJUNKTUREINFLÜSSE
Wir verweisen auf die entsprechenden Erläuterungen im Zwischenlagebericht.
GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit bestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen mit assoziierten Gesellschaften des Konzerns. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.
Es gab keine Veränderungen bei Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die im letzten Jahresfinanzbericht dargelegt wurden und die die Finanzlage oder das Geschäftsergebnis des Unternehmens während der ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahres wesentlich beeinflusst haben.
KARTELLVERFAHREN
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2016/17 ausgewiesene Rückstellung in Höhe von insgesamt 35,6 Mio. EUR wurde zum 30. September 2017 durch den Verbrauch auf 32,0 Mio. EUR reduziert.
Gesellschaften der High Performance Metals Division des voestalpine-Konzerns sind von einem – am 26. November 2015 durch Hausdurchsuchungen bei Mitbewerbern bekannt gewordenen – Verfahren des deutschen Bundeskartellamtes betroffen. voestalpine nimmt dieses Verfahren sehr ernst, arbeitet mit der Behörde zusammen und rechnet derzeit nicht damit, dass in diesem Verfahren erhebliche Bußgelder gegen voestalpine verhängt werden. Es sind in der aktuellen Zwischenberichtsperiode dazu keine Rückstellungen erfasst.
Im Zuge der laufenden Ermittlungen des deutschen Bundeskartellamtes gegen Stahlproduzenten fand am 12. bis 14. September 2017 in Geschäftsräumen der voestalpine in Linz für das deutsche Bundeskartellamt eine Hausdurchsuchung statt. Grund für die Durchsuchung ist der Verdacht kartellrechtswidriger Absprachen im Bereich Grobblech. Entsprechend europarechtlicher Vorgaben wirkten dabei österreichische Behörden mit. Die voestalpine AG nimmt die Vorwürfe sehr ernst und arbeitet mit den Behörden zusammen. In der aktuellen Zwischenberichtsperiode sind dazu keine Rückstellungen erfasst.
RÜCKSTELLUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß IAS 37.92 detaillierte Angaben zu Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach der Berichtsperiode bekannt.
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 87 (1) BÖRSEG
Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Linz, 30. Oktober 2017
Der Vorstand
Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes
Robert Ottel Mitglied des Vorstandes
Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter Mitglied des Vorstandes
Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes
Peter Schwab Mitglied des Vorstandes
voestalpine AG
voestalpine-Straße 1 4020 Linz, Austria T. +43/50304/15-0 F. +43/50304/55-DW www.voestalpine.com