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voestalpine AG Interim / Quarterly Report 2016

Feb 10, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2015/16

www.voestalpine.com

voestalpine-Konzern in Zahlen

1 Q – 3 Q 2014/15 vs. 1 Q – 3 Q 2015/16

Mio. EUR 1 Q – 3 Q 2014/151
01.04.–
31.12.2014
1 Q – 3 Q 2015/16
01.04.–
31.12.2015
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 8.254,9 8.380,4 1,5
EBITDA 1.086,9 1.207,3 11,1
EBITDA-Marge 13,2 % 14,4 %
EBIT 627,1 727,0 15,9
EBIT-Marge 7,6 % 8,7 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 528,9 628,5 18,8
Ergebnis nach Steuern2 432,5 508,5 17,6
Gewinn je Aktie (EUR) 2,28 2,74 20,2
Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen 747,1 936,7 25,4
Abschreibungen 459,8 480,3 4,5
Capital Employed 9.017,1 9.904,5 9,8
Eigenkapital 5.025,6 5.605,6 11,5
Nettofinanzverschuldung 3.086,6 3.194,8 3,5
Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) 61,4 % 57,0 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 46.461 47.900 3,1

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben. 2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

"… Dies alles sieht eher nicht nach kurzfristigem Aufschwung, sondern nach der Notwendigkeit von neuerlichen Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen aus. Aber wie auch immer: Wir nehmen als voestalpine nicht zum ersten Mal unsere Zukunft in die Hand." – soweit das Resümee zur aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation in unserem Aktionärsbrief vom 9. November letzten Jahres, dem Bericht über die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2015/16.

Heute, drei Monate später, sind wir einer Entspannung der Lage oder gar einem breiteren Aufschwung tatsächlich keinen Schritt näher gekommen. Nichts wurde aus einer Trendumkehr beim Ölpreis, nichts aus einer wirtschaftlichen Stabilisierung in China, einem Überdenken des Sanktionsmechanismus zwischen der Europäischen Union und Russland, nichts aus einem europäischen Lösungsansatz für das Flüchtlingsproblem oder aus einer wirklichen Friedensinitiative für den Nahen und Mittleren Osten. Gleichsam "on top" ist diese Krisenliste aktuell aus branchenspezifischer Sicht noch um neue Verschärfungsintentionen der EU-Institutionen bezüglich der Rahmenbedingungen für die energieintensive Industrie und eine in dieser Dimension noch nie dagewesene Flut von subventionierten Stahlimporten in die Europäische Union zu ergänzen – bisher ohne wirklich angemessene Gegenreaktion seitens der EU-Kommission. Das aktuelle Verhalten der Mehrheit der politischen Entscheidungsträger auf europäischer Ebene indiziert jedenfalls kein wirkliches Interesse an einer Erhaltung der industriellen Grundsubstanz Europas und es wäre daher nur konsequent, dies auch genauso zu kommunizieren und die Konsequenzen auch politisch zu begleiten – im Interesse von Klarheit und Sicherheit für alle Beteiligten.

Auf all diese Entwicklungen kann es für den voestalpine-Konzern nur eine Antwort geben: forcierter weiterer Ausbau der Technologie- und Qualitätsführerschaft in unseren Kernbereichen bei gleichzeitiger nochmaliger Verschärfung der Anstrengungen in Bezug auf Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung. Der Ausbau der Technologie- und Qualitätsführerschaft bedeutet neben einer permanenten Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowohl auf Produkt- als auch Verfahrensebene die konsequente Realisierung der laufenden und geplanten Investitionsvorhaben. Damit sollte es gelingen, die Alleinstellungsmerkmale in anspruchsvollsten Produktbereichen auf Basis einer an den Endkunden orientierten Wertschöpfungskette noch weiter zu verstärken. Die unverändert solide Entwicklung des Konzerns in einem ungemein schwierigen Umfeld bestätigt einmal mehr die Richtigkeit dieser bereits über die vergangenen 15 Jahre kompromisslos verfolgten Strategie. Dabei bleibt die Fortführung dieses Weges zweifellos herausfordernd – nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht. Im Interesse einer nachhaltigen Absicherung der Finanzkraft des voestalpine-Konzerns erfolgt die Umsetzung von Investitionen daher immer unter der Voraussetzung, dass im Falle eines anhaltenden Konjunkturverfalls Investitionsprogramme – gegebenenfalls auch sehr kurzfristig – um bis zu 50 Prozent gekürzt werden können, wie dies etwa in der Periode 2009 bis 2011 geschehen ist.

Unabhängig von solchen (derzeit nicht aktuellen) Überlegungen erfolgt im Hinblick auf die anhaltend schwierige allgemeine Marktentwicklung im laufenden Quartal eine weitere Verschärfung der Ergebnisoptimierungsziele. Konkret wird das im März 2014 verabschiedete dreijährige – das heißt bis Ende des Geschäftsjahres 2016/17 geltende – 900-Millionen-Euro-Effizienzsteigerungs- und Kostenoptimierungsprogramm durch zusätzliche Maßnahmen in den kommenden 12 Monaten um 100 Millionen Euro auf insgesamt 1 Milliarde Euro erweitert. Damit soll – wie dies auch schon in den vergangenen beiden Jahren gelungen ist – trotz kritischer konjunktureller Rahmenbedingungen weiterhin eine möglichst stabile Ergebnisentwicklung des Konzerns sichergestellt werden. Für uns ist dies Herausforderung und Verpflichtung zugleich, nicht nur im Interesse unseres Unternehmens und seiner Mitarbeiter, sondern auch im Sinne einer verlässlichen und dauerhaften Partnerschaft mit unseren Kunden und Aktionären.

Linz, 9. Februar 2016

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer

Highlights

(Vergleiche beziehen sich jeweils auf die ersten drei Quartale GJ 2014/15)

  • Fortsetzung der moderaten konjunkturellen Erholung in Europa, Nordamerika mit etwas nachlassender Dynamik, breite Verunsicherung über die weitere Entwicklung Chinas, Indien mit stabilem Aufwärtstrend, Brasilien und Russland unverändert in Rezession
  • Automobilindustrie, Eisenbahninfrastruktur, Flugzeugbau weiterhin Träger des Geschäftes; Maschinenbau mit Erholungstendenzen; Konsumgüterindustrie stabil; Energie, Öl, Gas anhaltend schwach
  • voestalpine erhöht in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 Umsatz und Ergebnisse gegenüber Vorjahr, Ergebnisse dabei erheblich von positiven Einmaleffekten beeinflusst, aber auch operativ höherer Gewinn
  • Umsatzanstieg um 1,5 % von 8.254,9 Mio. EUR auf aktuell 8.380,4 Mio. EUR
  • EBITDA um 11,1 % von 1.086,9 Mio. EUR auf aktuell 1.207,3 Mio. EUR gesteigert, bereinigtes EBITDA +4,8 % von 1.020,4 Mio. EUR auf aktuell 1.069,7 Mio. EUR
  • EBIT um 15,9 % von 627,1 Mio. EUR auf aktuell 727,0 Mio. EUR gesteigert, bereinigtes EBIT +4,5 % von 581,9 Mio. EUR auf aktuell 608,0 Mio. EUR
  • Ergebnis vor Steuern um 18,8 % von 528,9 Mio. EUR auf aktuell 628,5 Mio. EUR gesteigert, bereinigtes Ergebnis vor Steuern +5,3 % von 483,7 Mio. EUR auf aktuell 509,5 Mio. EUR
  • Ergebnis nach Steuern um 17,6 % von 432,5 Mio. EUR auf aktuell 508,5 Mio. EUR gesteigert, bereinigtes Ergebnis nach Steuern –1,6 % von 389,1 Mio. EUR auf aktuell 382,8 Mio. EUR aufgrund höherer Steuerquote
  • Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) mit aktuell 57,0 % unter Vorjahr und letztem Bilanzstichtag
  • Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, zu 90 % fertiggestellt

Zwischenlagebericht

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die wirtschaftliche Entwicklung war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 global gesehen durch eine sich zunehmend abschwächende Wachstumsdynamik und steigende Krisenängste geprägt.

Dabei gelang es Europa, seinen moderaten Wachstumskurs im Jahresverlauf alles in allem beizubehalten, wogegen das über den größten Teil des Jahres solide Wirtschaftswachstum im NAFTA-Raum gegen Jahresende etwas unter zuletzt enttäuschenden Frühindikatoren im Bereich der produzierenden Industrie litt. Schon deutlich früher kam es hingegen in China zu einer sehr deutlichen Abschwächung des ökonomischen Sentiments. Nach einer Reihe schwacher Konjunkturdaten quer durch alle Branchen sowie einer daraus resultierenden Abwertung der chinesischen Währung herrscht spätestens seit Herbst 2015 im Land und darüber hinaus Verunsicherung über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Von den übrigen größeren Schwellenländern konnte nur Indien im Jahresverlauf an Dynamik zulegen, wogegen Brasilien und Russland in tiefer Rezession verharrten.

Europa

In Europa setzte sich der leicht positive Konjunkturtrend der Vorperioden auch im letzten Kalenderquartal 2015 fort. Die wirtschaftlichen Frühindikatoren legten gegen Ende des Jahres sogar etwas zu, was eine weitere Aufhellung der Grundstimmung in der Europäischen Union widerspiegelt. Dabei blieb der private Konsum auch zum Jahresende unverändert Träger der positiven Entwicklung, wohingegen die Investitionstätigkeit insgesamt weiter schwach tendierte. Dementsprechend verhalten entwickelte sich die produzierende Industrie einschließlich des Bausektors, wohingegen der tertiäre Sektor (Dienstleistungsbereich) unverändert robust blieb. Der voestalpine-Konzern profitierte im 3. Quartal seines aktuellen Geschäftsjahres weiterhin von einer sehr dynamischen Entwicklung im Automobilsektor, aber auch von einer soliden Nachfrage im Konsumgüterbereich. Ebenfalls unverändert stark entwickelten sich der Eisenbahninfrastrukturbereich und die Flugzeugindustrie. Die (für die voestalpine vergleichsweise weniger relevante) Bauindustrie stellte sich hingegen weiterhin nur mäßig dar.

Von der positiven Entwicklung einzelner Branchen weitgehend unbeeinflusst, hatte die europäische Stahlindustrie auch im 3. Geschäftsquartal 2015/16 mit einem anhaltend massiven Preisverfall am Spotmarkt zu kämpfen, ausgelöst von einem bisher nicht gekannten Importboom von Commodity-Produkten, insbesondere aus China und Russland. Die Steel Division der voestalpine war von diesen Entwicklungen nur indirekt betroffen, da durch die Fokussierung auf hochspezialisierte, qualitativ anspruchsvolle Produktsegmente keine nennenswerten Mengen am Spotmarkt abgesetzt werden. Dennoch führten massive Dumpingangebote auf breiter Front zu einem extrem negativen operativen Sentiment am Stahlmarkt insgesamt und zu entsprechend schwierigen Verhandlungen selbst im Hightechbereich.

Nordamerika

Während sich die Konjunktur in Nordamerika fast über das gesamte bisherige Geschäftsjahr 2015/16 der voestalpine ausgesprochen positiv entwickelt hat, zeigten sich gegen Ende des Kalenderjahres 2015 erstmals seit Längerem gewisse konjunkturelle Schwächen, ausgelöst durch enttäuschende Frühindikatoren in einzelnen Bereichen der produzierenden Industrie. Im Gegensatz dazu blieb die Entwicklung des Dienstleistungssektors unverändert auf solidem Niveau, sodass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Nordamerika zu Jahresbeginn 2016 nach wie vor positiv darstellt.

Für die voestalpine verliefen die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres in Nordamerika branchenmäßig unterschiedlich. Während der rasante Ölpreisverfall mit der damit verbundenen starken Rücknahme der Explorationstätigkeit Spuren in der Geschäftsentwicklung der beiden Divisionen Special Steel und Metal Engineering hinterlassen hat, entwickelten sich die übrigen Konzernaktivitäten im NAFTA-Raum durchwegs erfreulich.

Besonders positiv verläuft die Nachfrage aus der Luftfahrtindustrie, aber auch der Automobilund Konsumgütersektor zeigten eine anhaltend stabile Entwicklung, ebenso der Eisenbahnbereich.

Asien/China

Bereits seit der 1. Jahreshälfte 2015 verstärkten sich die Vorzeichen einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China nahezu im Monatstakt. Hintergrund dieser Entwicklung ist die Tatsache, dass sich der Umbau von einer staatlich gesteuerten hin zu einer konsumorientierten Volkswirtschaft in jeder Beziehung – d. h. sowohl zeitlich als auch monetär, organisatorisch und gesellschaftlich – aufwendiger darstellt als erwartet. Die Reaktion der chinesischen Zentralbank in Form einer Abwertung des Renminbi schien da die pessimistische Stimmung nur noch zu bestätigen.

Während für die voestalpine die Nachfrageentwicklung in China – etwa in den Bereichen Automobilkomponenten oder Werkzeugstähle – stabil blieb, setzte die innerchinesische Konjunkturabkühlung auf den internationalen Commodity-Märkten teils massive Bewegungen in Gang. So hatte der starke Nachfragerückgang nach Commodity-Stählen in China einerseits massive Auswirkungen auf die globalen Rohstoffmärkte, wo er zu einer nochmaligen Verstärkung der bereits vorherrschenden negativen Preistrends führte, und andererseits suchten die chinesischen Stahlproduzenten in den Exportmärkten nach alternativen Absatzmöglichkeiten, was weltweit zu einem enormen Preisverfall am Stahl-Spotmarkt führte.

Reagierten viele Volkswirtschaften auf diese forcierten chinesischen Exporte aufgrund dahinter liegender Subventionen mit breitflächigen Einfuhrbeschränkungen, konnte sich die Europäische Union bislang – abgesehen von einzelnen Produktgruppen – zu keinen umfassenden Maßnahmen durchringen. Dies mit dem Effekt, dass die Importe im Jahresverlauf geradezu explodierten und damit zu einem massiven Preisverfall am europäischen Markt führten.

Brasilien

Die Rezession in Brasilien setzte sich auch im vergangenen Quartal ungebremst fort. Nach wie vor bestimmen hohe Inflation, negatives Wirtschaftswachstum und eine damit weiter steigende Staatsverschuldung die ökonomischen Parameter. Die voestalpine-Standorte in Brasilien reagierten auf diese Rahmenbedingungen mit Restrukturierungsmaßnahmen, rigorosen Kostensenkungsprogrammen und der Erschließung zusätzlicher internationaler Märkte, womit die Ergebnisentwicklung vor Ort stabil im positiven Bereich gehalten werden konnte.

Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren des voestalpine-Konzerns

Trotz eines im Jahresverlauf zunehmend herausfordernder gewordenen wirtschaftlichen Umfeldes konnte der voestalpine-Konzern in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 seine Umsatzerlöse gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 1,5 % von 8.254,9 Mio. EUR auf 8.380,4 Mio. EUR ausweiten. Diese Entwicklung ist auf einen operativen Umsatzanstieg in der Steel Division sowie positive Effekte aus der erstmaligen Vollkonsolidierung von bislang "at equity"-konsolidierten Gesellschaften (voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, Österreich, und CNTT Chinese New Turnout Technology, China) in der Metal Engineering Division zurückzuführen. In dieser Division trugen zusätzlich im letzten Jahr getätigte Akquisitionen in den Bereichen Spezialdraht (Trafilerie Industriali S.p.A, Italien) sowie Bahninfrastruktur (Bathurst Rail Fabrication Centre – BRFC, Australien) zum Umsatzanstieg bei. Die Special Steel Division musste im 12-Monats-Vergleich einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen, der auf Einbrüche im Energiesegment (Öl- und Gasexploration) zurückzuführen ist, deren negative Effekte auch von teils hervorragenden Entwicklungen in anderen Segmenten – etwa der Luftfahrtindustrie – nicht zur Gänze kompensiert werden konnten. Auch die Metal Forming Division weist im Jahresvergleich eine rückläufige Umsatzentwicklung aus, wobei dies allerdings auf Einmaleffekte infolge der Devestition von nicht kerngeschäftsnahen Aktivitäten (Flamco-Gruppe und Plastics-Gesellschaften, jeweils mit Headquarters in den Niederlanden, sowie Rotec AB, Schweden) zurückzuführen ist, welche in der Vergleichsperiode des Vorjahres noch Umsatzbeiträge geleistet haben.

In der Ergebnisentwicklung schlägt sich die Umstellung der Konsolidierungsmethode der oben beschriebenen Gesellschaften in der Metal Engineering Division durch die notwendige Bewertung zu Zeitwerten sowie durch Abschreibung der aufgedeckten stillen Reserven nieder. Für die ersten drei Quartale belief sich dieser Effekt konzernal netto positiv auf 137,6 Mio. EUR auf EBITDA-Basis und auf 119,0 Mio. EUR auf EBIT-Basis.

Für einen rein operativen Ergebnisvergleich sind die nach IFRS veröffentlichten aktuellen Zahlen um diese Effekte genauso zu korrigieren wie jene des Vorjahres um den einmaligen Ergebnisbeitrag aus der Devestition der Gesellschaften in der Metal Forming Division, der sich auf 66,5 Mio. EUR im EBITDA und auf 45,2 Mio. EUR im EBIT des Geschäftsjahres 2014/15 belief.

Auf Reporting-Basis (d. h. unter Einschluss der jeweiligen Sondereffekte) konnte das EBITDA um 11,1 % von 1.086,9 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 1.207,3 Mio. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einer aktuellen EBITDA-Marge von 14,4 % nach 13,2 % im Vorjahr.

Unter Ausschluss der Sondereffekte in der aktuellen sowie der vorjährigen Berichtsperiode, d. h. rein operativ, ergibt sich eine EBITDA-Steigerung um 4,8 % von im Vorjahr 1.020,4 Mio. EUR auf heuer 1.069,7 Mio. EUR, was aktuell einer bereinigten EBITDA-Marge von 12,8 % entspricht (Vorjahr 12,4 %).

Das nach IFRS-Reporting ausgewiesene EBIT stieg in den ersten neun Monaten 2015/16 gegenüber dem Vorjahr von 627,1 Mio. EUR auf 727,0 Mio. EUR, ein Anstieg um 15,9 % (EBIT-Marge aktuell 8,7 % nach 7,6 % im Vorjahr).

Auf rein operativer Basis – also jeweils um die Sondereffekte bereinigt – ergibt sich für die aktuelle Berichtsperiode ein EBIT von 608,0 Mio. EUR, was einer Steigerung um 4,5 % im Vergleich zum Vorjahreswert von 581,9 Mio. EUR

entspricht (EBIT-Marge aktuell 7,3 % nach 7,0 % im Vorjahr).

Diese erfreuliche Ergebnisentwicklung wurde insbesondere durch die Steel- und die Metal Forming Division getragen, welche ihre Ergebnisse im Periodenvergleich deutlich ausweiten und damit den Rückgang der Geschäftstätigkeit im Öl- und Gassegment – welcher besonders die Special Steel und die Metal Engineering Division traf – mehr als nur kompensieren konnten.

Beim Ergebnis vor und nach Steuern setzt sich diese erfreuliche Entwicklung fort. So wurde das Ergebnis vor Steuern um 18,8 % von 528,9 Mio. EUR auf 628,5 Mio. EUR gesteigert werden. Auch auf bereinigter Basis ergibt sich noch ein Anstieg um 5,3 % von 483,7 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 509,5 Mio. EUR.

Das Ergebnis nach Steuern wuchs im Jahresvergleich – unbereinigt – um 17,6 % auf 508,5 Mio. EUR (Vorjahr: 432,5 Mio. EUR). Um Sondereffekte bereinigt reduzierte es sich um 1,6 % von im Vorjahr 389,1 Mio. EUR auf aktuell 382,8 Mio. EUR, was an einer ungewöhnlich niedrigen Steuerquote in der Vorjahresperiode liegt.

Das Eigenkapital erhöhte sich in den letzten zwölf Monaten um 11,5 % auf 5.605,6 Mio. EUR (Vorjahr 5.025,6 Mio. EUR). Neben der erfreulichen Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres trug auch die erstmalige Vollkonsolidierung der oben erwähnten Gesellschaften zu diesem Anstieg bei. Zusätzlich stärkte der Ausbau des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms im Wege einer Kapitalerhöhung im Ausmaß von 1,45 % des Grundkapitals das Eigenkapital in einem Umfang von nochmals 85,3 Mio. EUR. Gegenüber dem Bilanzstichtag 31. März 2015 erhöhte sich das Eigenkapital damit in Summe von 5.115,0 Mio. EUR um 9,9 % auf 5.605,6 Mio. EUR.

Die Nettofinanzverschuldung stieg im Jahresvergleich um 3,5 % von 3.086,6 Mio. EUR auf 3.194,8 Mio. EUR. Gegenüber dem Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 (2.978,1 Mio. EUR) betrug die Steigerung 7,3 %. Neben dem aktuell hohen Investitionsniveau liegt die Begründung für diese Entwicklung auch in der Dividendenzahlung im 2. Geschäftsquartal 2015/16.

Da die Nettofinanzverschuldung aber dennoch einen deutlich geringeren Anstieg als das Eigenkapital auswies, konnte die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) sowohl im 12-Monats-Vergleich (von 61,4 % auf aktuell 57,0 %) als auch gegenüber dem Bilanzstichtag 31. März 2015 (58,2 %) weiter gesenkt werden.

Zum Stichtag 31. Dezember 2015 waren im voestalpine-Konzern 47.900 Mitarbeiter (FTE – Full-Time Equivalent) beschäftigt. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,1 % in den letzten zwölf Monaten (Vergleichswert Vorjahr: 46.461 FTE). Im Vergleich zum Bilanzstichtag des letzten Geschäftsjahres (47.418 FTE) ergibt sich eine Steigerung von 1,0 %. Dieser Anstieg ist zum einen auf Akquisitionen und zum anderen auf die bereits mehrfach erwähnte Konsolidierungsumstellung zurückzuführen.

Quartalsentwicklung und 9-Monats-Vergleich des voestalpine-Konzerns

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2015/161 2 Q 2015/161 3 Q 2015/16 2015/16 2014/151
01.04.–
30.06.2015
01.07.–
30.09.2015
01.10.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2014
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 3.001,7 2.785,0 2.593,7 8.380,4 8.254,9 1,5
EBITDA 526,6 365,5 315,2 1.207,3 1.086,9 11,1
EBITDA-Marge 17,5 % 13,1 % 12,2 % 14,4 % 13,2 %
EBIT 368,4 206,7 151,9 727,0 627,1 15,9
EBIT-Marge 12,3 % 7,4 % 5,9 % 8,7 % 7,6 %
Ergebnis vor Steuern 328,2 176,4 123,9 628,5 528,9 18,8
Ergebnis
nach Steuern2
289,5 131,3 87,7 508,5 432,5 17,6
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
48.653 48.719 47.900 47.900 46.461 3,1

1 Geschäftsjahr 2014/15 sowie 1Q 2015/16 und 2Q 2015/16 rückwirkend angepasst.

Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.

2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2015/16
01.04.–
30.06.2015
2 Q 2015/16
01.07.–
30.09.2015
3 Q 2015/16
01.10.–
31.12.2015
2015/16
01.04.–
31.12.2015
2014/15
01.04.–
31.12.2014
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.060,9 929,9 844,3 2.835,1 2.812,7 0,8
EBITDA 134,2 119,0 106,6 359,8 308,2 16,7
EBITDA-Marge 12,6 % 12,8 % 12,6 % 12,7 % 11,0 %
EBIT 74,7 58,0 41,4 174,1 130,6 33,3
EBIT-Marge 7,0 % 6,2 % 4,9 % 6,1 % 4,6 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
11.036 11.054 10.858 10.858 11.148 –2,6

Steel Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Die Rohstahlproduktion in Europa ging in den ersten drei Quartalen 2015/16 im Vorjahresvergleich leicht zurück, wobei der Rückgang im Wesentlichen im 3. Geschäftsquartal 2015/16 stattgefunden hat. Demgegenüber hat die Stahlnachfrage in Europa im gleichen Zeitraum sogar einen leichten Aufschwung verzeichnet, der sich in erster Linie auf eine – vom moderaten Wirtschaftswachstum in der EU getragene – verbesserte Nachfrageentwicklung im europäischen Binnenmarkt stützte. Dass die Produktionszahlen der europäischen Stahlindustrie nicht mit der steigenden Stahlnachfrage Schritt halten konnten, liegt daran, dass sich der Importdruck im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres in einem bisher nicht gekannten Ausmaß verschärft hat. Vor allem die chinesischen Stahlerzeuger haben durch die nachlassende Inlandsnachfrage auf breiter Basis auf Exporte gesetzt und damit weltweit die Spotmärkte mit Commodity-Produkten überschwemmt. Von der Europäischen Kommission wurden vor diesem Hintergrund Untersuchungen in Bezug auf Dumpingvorwürfe bei kaltgewalztem Stahlband mit den Herkunftsländern China, Russland und andere sowie bei weiteren Produktgruppen – allerdings mit vergleichsweise geringerer Bedeutung für die europäische Stahlindustrie – eingeleitet. Die offizielle Entscheidung über die Einführung vorläufiger Zölle bei kaltgewalztem Stahlband wird in Kürze erwartet. Unabhängig davon versucht der europäische Stahlverband EUROFER die europäischen Institutionen auch in Bezug auf andere – bedeutendere – Produktgruppen zu unverzüglichen und umfassenden Handelsmaßnahmen zu motivieren.

Aber nicht nur die hohen Importe üben massiven Druck auf die Stahlpreise aus, sondern auch die permanent rückläufigen Rohstoffpreise. Die Abwärtstendenz bei Eisenerz, die mit Anfang des Kalenderjahres 2014 einsetzte, hat sich nach einer gewissen Seitwärtsbewegung in der 1. Hälfte des aktuellen Geschäftsjahres im 3. Quartal 2015/16 weiter fortgesetzt. Der für die hochofenbasierte Rohstahlerzeugung wichtigste Rohstoff fiel im Dezember 2015 auf unter 40 USD pro Tonne Feinerz (CFR China), nachdem er zwei Jahre zuvor noch bei 130 USD lag. Zeitlich unterschiedlich in der Tendenz, aber gleich entwickelten sich die Preise bei Schrott. Fielen die Einbußen beim Schrottpreis im Kalenderjahr 2014 noch moderat aus, kam es in den Sommer- und Herbstmonaten 2015 zu einem drastischen Einbruch auf rund 165 EUR je Tonne. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund fiel der Spot-Warmbandpreis in Südeuropa gegen Ende des 3. Geschäftsquartals 2015/16 erstmals seit Jahrzehnten auf unter 300 EUR. Obwohl die Steel Division auf hochqualitativen Stahl und langfristige Vertragsstrukturen mit ihren Kunden setzt und damit nicht vom Spotgeschäft abhängig ist, kann auch sie sich einem derart negativen Gesamtsentiment nicht entziehen, jedoch bleiben die Auswirkungen auf ihre Ergebnisentwicklung noch vergleichsweise überschaubar.

Was die Entwicklung der wesentlichen Kundensegmente der Steel Division betrifft, erwies sich die Automobilindustrie in den ersten neun Monaten 2015/16 einmal mehr als Rückgrat einer unverändert soliden Bedarfsentwicklung, nicht zuletzt getrieben durch weiter gestiegene Zulassungszahlen in der europäischen Automobilindustrie. Profitieren konnten vom positiven Gesamttrend sowohl die Premiumerzeuger als auch die Hersteller von Klein- und Mittelklassewagen. Darüber hinaus blieben im Premiumsegment auch die hohen Exportraten in Richtung der Überseemärkte erhalten, dies bei gleichzeitig kontinuierlichem Ausbau der lokalen Produktion vor allem in China und den USA. Eine insgesamt volatile Entwicklung nahm die Maschinenbauindustrie im Geschäftsjahresverlauf, allerdings doch mit einer vergleichsweise stabilen Nachfragesituation gegen Ende des Kalenderjahres 2015. Von der Bedarfsseite her überwiegend nach wie vor gedämpft, stellte sich die europäische Bauindustrie dar. Die Nachfrage in den Marktsegmenten Hausgeräte und Konsumgüter bewegte sich alles in allem auf einem gleichbleibenden, durchaus zufriedenstellenden Niveau. Der stark auf das Energiesegment (Öl/Gas) ausgerichtete Geschäftsbereich Grobblech zeigte im aktuellen Geschäftsjahr bisher eine in Anbetracht des schwierigen Umfeldes durchaus solide Performance. Der vor Jahren eingeschlagene Weg, das qualitativ beste Gütenspektrum vor allem im Pipelinebereich abzudecken, bewährt sich auch in Zeiten deutlich geringerer Aktivitäten der Ölund Gasindustrie, was auch aktuell durch eine weitgehende Vollauslastung trotz schwierigen Umfeldes untermauert wird.

Das Hauptaugenmerk der Investitionen der Steel Division in den ersten neun Monaten 2015/16 lag am Standort Linz in der Fertigstellung einiger neuer Schlüsselanlagen: Nachdem zuvor bereits ein neuer Pfannenofen den Betrieb aufgenommen hat, wurde mit Anfang Jänner 2016 nunmehr auch die Investition in eine weitere Vakuumanlage finalisiert, womit das Projekt Sekundärmetallurgie 4 plangemäß umgesetzt wurde. Auch beim Wechsel des kompletten Quarto-Großgerüstes im Geschäftsbereich Grobblech konnten die eng gesteckten Terminvorgaben eingehalten werden, der Austausch wurde in nur einem Monat bewerkstelligt, die neue Anlage steht damit bereits seit Mitte November 2015 uneingeschränkt zur Verfügung. Ende Oktober 2015 erfolgte nach einer planmäßigen viereinhalbmonatigen Großreparatur die Wiederinbetriebnahme des Hochofens 5. Erst relativ am Anfang der Umsetzungsphase befindet sich hingegen das Investitionsvorhaben Stranggießanlage CC8, bei dem nach dem Spatenstich im Juli 2015 derzeit die Massivbauarbeiten voll im Gange sind. Der Bau der Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, nähert sich seinem finalen Stadium. So konnte die Dachkonstruktion des Reduktionsturmes, der das Herzstück der Anlage darstellt, im Jänner 2016 weitgehend abgeschlossen werden. Insgesamt investierte die Steel Division in den drei Quartalen 2015/16 557,7 Mio. EUR und damit um 59,5 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steel Division erreichte in den ersten drei Quartalen 2015/16 im Vorjahresvergleich einen Umsatzzuwachs um 0,8 % von 2.812,7 Mio. EUR auf 2.835,1 Mio. EUR, was angesichts des anhaltend rezessiven Preistrends und des Mengenentfalls im Gefolge der Großreparatur des Hochofens 5 durchaus bemerkenswert ist. Der Grund des Umsatzzuwachses liegt nicht zuletzt in einer Produktmix-Verbesserung innerhalb des Geschäftsbereiches Grobblech, wo die Abarbeitung eines qualitativ äußerst anspruchsvollen Großauftrages im Energiesegment positiv auf die Entwicklung der Umsatzerlöse wirkte. Die operativen Ergebniskategorien der Division liegen im aktuellen Geschäftsjahr deutlich über den Werten des Vorjahres. Hauptgründe der Steigerung sind sowohl eine Ausweitung des Bruttoertrags (Erlöse abzüglich Rohstoffkosten) als auch deutlich zunehmende positive Effekte aus dem laufenden Effizienz- und Kostenoptimierungsprogramm, womit leicht gesunkene Mengen (Hochofenreparatur) nicht nur überkompensiert, sondern auch sowohl das operative Ergebnis (EBITDA) als auch das Betriebsergebnis (EBIT) klar verbessert werden konnte. Während das EBITDA um 16,7 % von 308,2 Mio. EUR (Marge 11,0 %) auf 359,8 Mio. EUR (Marge 12,7 %) zunahm, konnte das EBIT sogar um ein Drittel von 130,6 Mio. EUR auf 174,1 Mio. EUR zulegen, womit sich die EBIT-Marge von 4,6 % auf 6,1 % verbesserte. Im direkten Vergleich des 3. Quartals 2015/16 mit dem unmittelbaren Vorquartal kam es zu einem Rückgang der wesentlichen Kennziffern. Preisminderungen bei Quartalsverträgen und der investitionsbedingte Produktionsausfall im Geschäftsbereich Grobblech führten im Quartalsvergleich zu einem Rückgang bei den Umsatzerlösen um 9,2 % von 929,9 Mio. EUR auf 844,3 Mio. EUR. Ein ähnliches Bild zeigt auch der Ergebnisvergleich: Das EBITDA fiel vom 2. auf das 3. Geschäftsquartal um 10,4 % von 119,0 Mio. EUR auf 106,6 Mio. EUR, womit auch die korrespondierende Marge leicht – von 12,8 % auf 12,6 % – zurückging. Das EBIT verringerte sich gleichzeitig um 28,6 % von 58,0 Mio. EUR (Marge 6,2 %) auf 41,4 Mio. EUR (Marge 4,9 %), blieb damit aber trotz eines unvergleichlich schwieri-

geren Umfeldes immer noch um 16,6 % über dem EBIT des 3. Quartals im Geschäftsjahr 2014/15 (35,5 Mio. EUR bei einer Marge von 3,9 %). Die Zahl der Beschäftigten (FTE) in der Steel Division lag mit 10.858 zum Ende der ersten drei Quartale 2015/16 um 2,6 % unter dem Vorjahreswert (11.148) bzw. um 2,2 % unter dem Vergleichswert zum Ende des letzten Geschäftsjahres (11.103).

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2015/161 2 Q 2015/161 3 Q 2015/16 2015/16 2014/15
01.04.–
30.06.2015
01.07.–
30.09.2015
01.10.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2014
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 709,0 659,8 616,0 1.984,8 2.028,9 –2,2
EBITDA 99,9 86,2 73,8 259,9 278,9 –6,8
EBITDA-Marge 14,1 % 13,1 % 12,0 % 13,1 % 13,7 %
EBIT 65,2 52,5 40,5 158,2 176,0 –10,1
EBIT-Marge 9,2 % 8,0 % 6,6 % 8,0 % 8,7 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
13.411 13.434 13.301 13.301 13.334 –0,2

Special Steel Division1

1 Geschäftsjahr 2014/15 sowie 1Q 2015/16 und 2Q 2015/16 wurden rückwirkend angepasst.

Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Das wirtschaftliche Umfeld der Special Steel Division hat in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr teilweise deutlich an Dynamik verloren. Dies führte zu einem Rückgang des Auftragseingangs vor allem aus der Maschinenbauindustrie sowie der Öl- und Gasexploration, wobei die Maschinenbauindustrie vor allem mit einer Nachfrageschwäche in den wichtigen Exportmärkten China und Russland konfrontiert war. Der Edelstahlverbrauch im Öl- und Gassektor wird auch in den kommenden Quartalen durch die Rücknahme der Explorations- und Bohraktivitäten aufgrund des anhaltend niedrigen Ölpreises weiterhin markant unter dem der letzten Jahre liegen. Generell deutlich stabiler präsentierte sich die Entwicklung im Werkzeugstahl, wobei auch in diesem Bereich in den letzten Monaten des Kalenderjahres 2015 ein zunehmender Preisdruck bei Standardprodukten zu bemerken war, da durch die Edelstahl-Nachfragerückgänge in den Sektoren Öl- und Gas sowie Maschinenbau frei gewordene Kapazitäten verstärkt für die Produktion von Werkzeugstahl verwendet wurden. In regionaler Hinsicht zeigte sich in den ersten drei Quartalen 2015/16 ein wenig homogenes Bild. Trotz stabiler Entwicklung in der Automobilund Konsumgüterindustrie stellte sich der Herbst in Europa schwieriger als erwartet dar. So zeichnet sich im Energiemaschinenbau (Kraftwerke) nach wie vor keine Erholung ab, ebenso blieb der allgemeine Maschinenbau weiterhin unter den Erwartungen. Die geringe Investitionstätigkeit in der Öl- und Gasindustrie wirkte sich negativ auf die europäischen Zulieferbetriebe der globalen Spieler in dieser Branche aus. In den USA hingegen verbesserte die Euro-Schwäche gegenüber dem US-Dollar die Wettbewerbsposition der Division im Verhältnis zu ihren nordamerikanischen Konkurrenten, mit positiven Auswirkungen insbesondere für die Lieferungen an die Luftfahrtindustrie. Die Eröffnung neuer Autoproduktionen in Mexiko und die dadurch verstärkte Ansiedelung von Zulieferbetrieben führten dort zu einer höheren Nachfrage nach lokal gefertigten Werkzeugen. In Brasilien hingegen hat sich das Wirtschaftsklima im Jahresverlauf weiter verschlechtert. Die Industrie – insbesondere der Automobilbau – war mit weiter rückläufigen Absatzzahlen konfrontiert. Der niedrige Ölpreis, verbunden mit sehr hohen Förderkosten vor der Küste Brasiliens, sowie der ausufernde Korruptionsskandal belasteten die für die Division wichtige Investitionstätigkeit des brasilianischen Mineralölunternehmens Petrobras. Positiv ist in Bezug auf Brasilien festzuhalten, dass der deutlich gefallene Wechselkurs des brasilianischen Real die internationale Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Produktionsstätten vor allem bei Exporten nach Nordamerika stärkt. Im Osten, insbesondere in China und Indien, profitierte die Division von einer nach wie vor günstigen Konjunkturentwicklung in den für sie wichtigen Kundenbranchen, womit das Geschäftsvolumen in Asien gegenüber dem Vorjahr insgesamt weiter ausgebaut werden konnte. Der Geschäftsbereich High Performance Metals (Produktion) war im aktuellen Geschäftsjahr neben einer konjunkturbedingt verminderten Bedarfsentwicklung auch mit dadurch überhöhten Lagerbeständen der Kunden konfrontiert. Trotzdem konnten die Auslieferungen von Premiumprodukten – z. B. umgeschmolzene und pulvermetallurgisch hergestellte Stähle – weiter gesteigert werden. Unverändert schwierig stellte sich die Situation bei Freiformschmiedeprodukten für den Schwer- und Energiemaschinenbau dar. Auch im Produktbereich Präzisionsbandstahl entwickelten sich die Mengen rückläufig, im Gegensatz dazu konnten die Verkaufsmengen von Spezialstählen an die Luftfahrtindustrie weiter gesteigert werden. In Summe lag die Auslastung der Produktionsgesellschaften der Special Steel Division in den ersten neun Monaten 2015/16 allerdings geringfügig unter dem Vorjahresniveau.

Der Geschäftsbereich Value Added Services profitierte in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres stark von der permanenten Erweiterung des globalen Vertriebsnetzes inklusive Serviceaktivitäten wie Wärmebehandlung, Anarbeitung und Beschichtung. Die konsequente Umsetzung der Strategie der Special Steel Division, ihre führende Position als Premium Service Provider für den Werkzeugbau weltweit noch weiter auszubauen, führte trotz schwieriger Marktbedingungen neben einer Ausweitung des Liefervolumens zu einer insgesamt vergleichsweise geringen Preisvolatilität.

Was die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit der Special Steel Division in den ersten drei Quartalen 2015/16 betrifft, wurde am Produktionsstandort Hagfors, Schweden, bereits im 1. Quartal 2015/16 eine zusätzliche Elektroschlacke-Umschmelzanlage für die Herstellung von Premium-Werkzeugstählen planmäßig in Betrieb genommen. Im Geschäftsbereich Value Added Services kam es mit der Erweiterung des Standortes Kattowitz, Polen, zu einer Konzentration der Prozesse Lagerhaltung, Wärmebehandlung, Beschichtung und Bearbeitung an nunmehr einer polnischen Location; in Singapur wurde ein neuer Stützpunkt mit dem Fokus Öl- und Gasindustrie in Betrieb genommen. Im 3. Quartal 2015/16 hat die Division darüber hinaus mit der Gründung eines Zentrums für die additive Fertigung von Bauteilen (3-D-Drucken) in Düsseldorf einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftstechnologien gesetzt. Hier sollen gemeinsam mit Kunden aufbauend auf der vorhandenen Kompetenz in der Fertigung von Metallpulver neue Anwendungen entwickelt werden. Insgesamt beliefen sich die Investitionen der Special Steel Division in den ersten neun Monaten 2015/16 auf 105,6 Mio. EUR, sie lagen damit um 6,6 % über jenen im Vergleichszeitraum des Vorjahres (99,1 Mio. EUR).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Aufgrund des herausfordernden Marktumfeldes, insbesondere am Öl- und Gassektor, hat sich die Versandmenge der Special Steel Division in den ersten drei Quartalen 2015/16 gegenüber dem Vorjahr etwas reduziert. Hauptfaktoren für Druck auf der Preisseite waren neben konjunkturellen Einflüssen einerseits sinkende Rohstoffpreise und andererseits teilweise starke Verschiebungen in den Wechselkursparitäten. Während die niedrigeren Kosten für Rohstoffe Druck auf die Verkaufserlöse ausübten, hatte der starke US-Dollar bei Lieferungen nach Nordamerika einen positiven Effekt. Vor diesem Hintergrund sanken die Umsatzerlöse der Division in den ersten drei Quartalen 2015/16 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,2 % von 2.028,9 Mio. EUR auf 1.984,8 Mio. EUR. Die fallenden Rohstoffpreise beeinflussten aber nicht nur das Preisniveau, sondern machten auch Wertberichtigungen der Bestände mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung notwendig. Die Division hat als Gegenmaßnahme dazu an Schlüsselstandorten ihre Kostensenkungs- und "Lean Management"-Programme verstärkt. Vor diesem Hintergrund liegt das operative Ergebnis (EBITDA) mit 259,9 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2015/16 um 6,8 % unter dem Vorjahreswert von 278,9 Mio. EUR bzw. reduzierte sich die aktuelle EBITDA-Marge nach 13,7 % in Vorjahr auf 13,1 %. In den Relationen ähnlich stellt sich auch die Entwicklung des Betriebsergebnisses (EBIT) dar, das um 10,1 % von 176,0 Mio. EUR (Marge von 8,7 %) auf 158,2 Mio. EUR (Marge von 8,0 %) zurückgegangen ist.

Im direkten unterjährigen Quartalsvergleich verringerten sich die Umsatzerlöse um 6,6 % von 659,8 Mio. EUR im 2. Quartal 2015/16 auf 616,0 Mio. EUR im 3. Quartal. Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass auch durch eine anhaltend solide Absatzentwicklung bei Werkzeugstahl die nunmehr auch in Asien weiter rückläufigen Lieferungen an die Öl- und Gasindustrie nicht mehr kompensiert werden konnten. Auf Basis der verminderten Versandmengen und der im vergangenen Quartal vorgenommen Wertberichtigungen bei den Vorräten liegen sowohl das EBITDA als auch das EBIT im 3. Quartal 2015/16 unter dem unmittelbaren Vorquartal. Während das EBITDA um 14,4 % von 86,2 Mio. EUR auf 73,8 Mio. EUR zurückging, sank das EBIT um 22,9 % von 52,5 Mio. EUR auf 40,5 Mio. EUR. Damit reduzierte sich die EBITDA-Marge im unmittelbaren Quartalsvergleich von 13,1 % auf 12,0 % bzw. die EBIT-Marge von 8,0 % auf 6,6 %.

Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Special Steel Division lag mit 13.301 zum Ende des 3. Quartals 2015/16 um 0,2 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres (13.334 FTE). Der Mitarbeiteraufbau zur Abdeckung des erweiterten Serviceportfolios im Bereich Value Added Services wurde damit durch den Abbau in den Produktionswerken aufgrund der geringeren Auslastung weitestgehend kompensiert. Gegenüber dem Vergleichswert zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres (13.490) verminderte sich der Mitarbeiterstand um 1,4 %.

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2015/16 2 Q 2015/16 3 Q 2015/16 2015/16 2014/15
01.04.–
30.06.2015
01.07.–
30.09.2015
01.10.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2014
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 774,0 751,3 687,7 2.213,0 1.960,3 12,9
EBITDA 236,1 100,0 90,4 426,5 295,9 44,1
EBITDA-Marge 30,5 % 13,3 % 13,1 % 19,3 % 15,1 %
EBIT 197,2 61,2 52,0 310,4 214,0 45,0
EBIT-Marge 25,5 % 8,1 % 7,6 % 14,0 % 10,9 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
13.097 13.080 12.652 12.652 11.284 12,1

Metal Engineering Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der Metal Engineering Division war in den ersten drei Quartalen 2015/16 durch die Entwicklung in den für sie ergebnisbestimmenden Industriesektoren Eisenbahninfrastruktur, Automobil- und Energieindustrie – d. h. Öl/Gas – charakterisiert. Während sich die Nachfrage aus der Eisenbahninfrastruktur und der Automobilindustrie auf stabil gutem Niveau bewegte, gingen die Investitionen der Ölfeldausrüster, ausgelöst durch den massiven Ölpreisverfall, drastisch zurück. Trotz dieser unterschiedlichen Entwicklung konnte die Division ihre Stahlbasis in Donawitz, Österreich, durchgängig zur Gänze auslasten.

Im Geschäftsbereich Rail Technology (Schienentechnik) hatte das starke Europageschäft maßgeblichen Anteil an der guten Nachfrage für Spezialschienen, insbesondere für wärmebehandelte Schienen. Diese Entwicklung war vor allem durch eine umfangreiche Projektlandschaft bei Ersatzinvestitionen bestimmt, wobei ergänzend aber auch zahlreiche Projekte mit außereuropäischen Eisenbahnbetreibern abgewickelt werden konnten. Um die dafür notwendigen hohen Produktionsraten zu ermöglichen, wurde die Fertigung schon zu Beginn des Geschäftsjahres von einem 3-Schicht- auf einen 4-Schicht-Betrieb umgestellt.

Im Geschäftsbereich Turnout Systems (Weichensysteme) stellten sich die Marktgegebenheiten in Europa ähnlich positiv dar. Attraktive Projekte im Hochgeschwindigkeitsbereich in China sowie bei Überlandstrecken und im Nahverkehr im Mittleren Osten trugen zusätzlich zur attraktiven Performance des Geschäftsbereiches bei. Auch die Nachfrage in den USA lag in den ersten neun Monaten 2015/16 nach wie vor auf gutem Niveau, wenngleich zuletzt ein Rückgang der Investitionen im Bereich des Güterverkehrs aufgrund einer nachlassenden Konjunktur in der Metallproduktion und -verarbeitung sowie infolge geringerer Getreide-, Öl- und Kohletransporte feststellbar war. Die rohstoffreichen Länder Brasilien und Australien hielten sich demgegenüber aufgrund der massiv unter Druck gekommenen Rohstoffpreise mit Investitionen auf dem Gebiet der Schieneninfrastruktur zuletzt merklich zurück.

Der Geschäftsbereich Wire Technology (Draht) konnte angesichts einer anhaltend boomenden Automobilkonjunktur seine Walzstraße in Donawitz, Österreich, im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres ohne Einschränkungen auslasten. Im Hinblick auf den Hochlauf des neuen Drahtwalzwerkes, der voraussichtlich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 starten wird, wurde zur bestehenden Mannschaft eine zusätzliche Schicht eingerichtet, da das alte und das neue Drahtwalzwerk bis Ende des Kalenderjahres 2016 parallel betrieben werden, um die Kundenbedarfe trotz Umstellung optimal begleiten zu können. Einer im Vergleich zum Vorjahr nachlassenden Nachfrage sah sich der Geschäftsbereich Wire Technology zuletzt in der Weiterverarbeitung zu gezogenem Draht bzw. Spezialdrähten gegenüber. Die Entwicklung des zu einem großen Teil auf die Öl- und Gasindustrie ausgerichteten Geschäftsbereiches Seamless Tubes (Nahtlosrohre) wurde bereits über das gesamte bisherige Geschäftsjahr 2015/16 durch den massiven Verfall des Ölpreises beeinträchtigt. Nach Abarbeitung preislich noch einigermaßen attraktiver Vorjahresaufträge in den ersten Monaten des aktuellen Geschäftsjahres hat sich die operative Performance des Geschäftsbereiches im Quartalsverlauf entsprechend abgeschwächt.

Der Geschäftsbereich Welding Technology (Schweißtechnik) litt in den ersten drei Quartalen 2015/16 ebenfalls ganz erheblich unter der Nachfrageschwäche aus der Energieindustrie, dem für ihn wichtigsten Kundensegment. Während schon in den vergangenen Jahren kaum mehr Impulse aus dem Energiemaschinenbau zu verzeichnen waren, ist im aktuellen Geschäftsjahr zusätzlich die Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie eingebrochen. Da keine unmittelbare Marktbelebung zu erwarten ist, wurde ein umfassendes Restrukturierungsprogramm verbunden mit einer Reduktion des Mitarbeiterstandes eingeleitet.

Die in der Metal Engineering Division aktuell wichtigsten Investitionsvorhaben befinden sich entweder in ihrer finalen Realisierungsphase oder konnten bereits im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres umgesetzt werden. So ging Anfang Jänner 2016 plangemäß der neue Hubbalkenofen für die Schienenproduktion in Betrieb, der für eine weitere Qualitätsverbesserung sowie eine nochmalige Durchsatzoptimierung sorgen wird. Das vom Umfang und der Bedeutung her momentan wichtigste Projekt betrifft aber die Errichtung des neuen Drahtwalzwerkes in Donawitz, Österreich, das im 1. Quartal des kommenden Geschäftsjahres planmäßig seinen Betrieb aufnimmt. Damit wird eine unter technologischen Gesichtspunkten zukunftsweisende Anlage zur Bedienung des anspruchsvollsten Gütenspektrums im Drahtbereich zur Verfügung stehen. Im Geschäftsbereich Seamless Tubes wurde zuletzt und wird auch weiterhin in Anlagen zur Erweiterung des Produktportfolios investiert. Insgesamt betrug das Investitionsvolumen der Metal Engineering Division in den ersten drei Quartalen 2015/16 148,5 Mio. EUR und lag damit um 10,1 % unter dem Vorjahreswert von 165,1 Mio. EUR.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Metal Engineering Division konnte in den ersten drei Quartalen 2015/16 einen Umsatzanstieg um 12,9 % von 1.960,3 Mio. EUR im Vorjahr auf heuer 2.213,0 Mio. EUR verzeichnen. Die Zunahme bei den Umsatzerlösen ist aber nicht operativ bedingt, sondern auf die erstmalige Vollkonsolidierung von voestalpine Tubulars GmbH & Co KG (Geschäftsbereich Seamless Tubes) und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. (Geschäftsbereich Turnout Systems) per 1. April 2015 zurückzuführen. Die beiden Gesellschaften wurden bis einschließlich des Geschäftsjahres 2014/15 nach der Equity-Methode bilanziert und somit umsatzmäßig nicht im voestalpine-Konzernabschluss erfasst. Neben diesen buchtechnischen Effekten haben auch die im 2. Halbjahr 2014/15 getätigten Akquisitionen von Bathurst Rail Fabrication Centre (Geschäftsbereich Turnout Systems) und Trafilerie Industriali S.p.A. (Geschäftsbereich Wire Technology) zu höheren Umsatzerlösen beigetragen. Negativ auf die Umsatzentwicklung wirkte sich die Schwäche am Öl- und Gassektor aus, von der neben dem Geschäftsbereich Seamless Tubes auch die Bereiche Wire Technology und Welding Technology betroffen waren.

Auch in Bezug auf die Ergebnisentwicklung waren die ersten Quartale 2015/16 durch Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Erwerb der Beherrschung an den beiden genannten Unternehmen geprägt. Aus den Neubewertungen auf Zeitwertbasis abzüglich der Abschreibungen der stillen Reserven resultierten in der Metal Engineering Division in den ersten drei Quartalen 2015/16 positive Einmaleffekte beim EBITDA von 126,5 Mio. EUR und beim EBIT von 107,9 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund konnte das operative Ergebnis (EBITDA) im aktuellen Geschäftsjahr um 44,1 % auf 426,5 Mio. EUR (Vorjahr 295,9 Mio. EUR) zulegen. Bereinigt um Einmaleffekte verbesserte sich das EBITDA ebenfalls, allerdings nur mehr um 1,4 % auf 300,0 Mio. EUR. Die korrigierte EBITDA-Marge beträgt 13,6 % anstelle von 15,1 %. In ähnlicher Relation wie das (unbereinigte) operative Ergebnis konnte auch das (unbereinigte) Betriebsergebnis (EBIT) gesteigert werden, und zwar um 45,0 % von 214,0 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2014/15 auf 310,4 Mio. EUR im aktuellen Berichtszeitraum. Reduziert um außerordentliche Effekte verringerte sich gegenüber den ersten neun Monaten 2014/15 das Betriebsergebnis um 5,4 % auf 202,5 Mio. EUR. Die EBIT-Marge nahm damit von 10,9 % im Vorjahr auf 9,2 % im Berichtszeitraum ab. Der deutlichen operativen Verbesserung im Eisenbahninfrastrukturbereich (Schienen und Weichen) steht dabei ein teils signifikanter Ergebnisrückgang in den Geschäftsbereichen mit starker Ausrichtung auf das Energiesegment gegenüber.

In der Gegenüberstellung des 3. Quartals 2015/16 mit dem 2. Quartal 2015/16 ergibt sich eine Abschwächung der Umsatzerlöse um 8,5 % von 751,3 Mio. EUR auf 687,7 Mio. EUR. Die Hauptursache dafür liegt primär in der geringeren Investitionstätigkeit in der Eisenbahninfrastruktur über den Winter. Im direkten Quartalsvergleich betrafen die Sondereffekte Abschreibungen von stillen Reserven im Zusammenhang mit dem Erwerb der Beherrschung an den beiden oben erwähnten Unternehmen, die mit –6,2 Mio. EUR das EBIT im 3. Quartal negativ beeinflussten, womit die Einmaleffekte gegenüber dem Vorquartal weitestgehend ident blieben (Vorquartal 6,3 Mio. EUR). Das EBITDA ging vom 2. auf das 3. Quartal 2015/16 um 9,6 % von 100,0 Mio. EUR auf 90,4 Mio. EUR zurück, wobei die EBITDA-Marge mit 13,1 % im 3. Quartal aufgrund des niedrigeren Umsatzniveaus nahezu unverändert blieb (Vorquartal 13,3 %). Das EBIT reduzierte sich im Quartalsvergleich um 15,0 % von 61,2 Mio. EUR auf 52,0 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung der außerordentlichen Quartalseffekte beträgt die EBIT-Abnahme 13,8 %, dies bedeutet eine Reduktion von 67,5 Mio. EUR (Marge 9,0 %) auf 58,2 Mio. EUR (Marge 8,5 %) zurück. Neben saisonal bedingt leicht geringeren Ergebnisbeiträgen des Geschäftsbereiches Rail Technology lag die Ursache generell in der weiteren Abschwächung des Energiesegments, die sich unter anderem durch ein nochmals deutlich rückläufiges Preisniveau bei Nahtlosrohren bemerkbar machte.

Zum 31. Dezember 2015 waren in der Metal Engineering Division 12.652 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt, das sind um 12,1 % mehr als zum Vergleichsstichtag des vergangenen Geschäftsjahres (11.284). Die Zunahme liegt in der Miteinbeziehung der Beschäftigtenzahlen von voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. sowie Akquisitionen im aktuellen Geschäftsjahr begründet. Gegenüber dem Vergleichswert zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres (11.685), erhöhte sich der Mitarbeiterstand um 8,3 %.

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2015/16 2 Q 2015/16 3 Q 2015/16 2015/16 2014/15
01.04.–
30.06.2015
01.07.–
30.09.2015
01.10.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2014
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 565,5 540,9 543,4 1.649,8 1.742,4 –5,3
EBITDA 69,3 69,0 67,2 205,5 259,3 –20,7
EBITDA-Marge 12,3 % 12,8 % 12,4 % 12,5 % 14,9 %
EBIT 46,1 45,4 42,9 134,4 167,6 –19,8
EBIT-Marge 8,1 % 8,4 % 7,9 % 8,1 % 9,6 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
10.282 10.314 10.212 10.212 9.885 3,3

Metal Forming Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Das Marktumfeld in der Metal Forming Division war in den ersten drei Quartalen 2015/16 durch eine unverändert stabile Entwicklung ihres wichtigsten Kundensegments, der Automobilindustrie, bestimmt. Mit Ausnahme des Bereiches Lagertechnik, der in jeder Beziehung sein hohes Niveau der letzten Jahre halten konnte, wiesen die wesentlichen sonstigen Absatzsegmente eine insgesamt nur verhaltene Tendenz bei gleichzeitig erheblichen regionalen Unterschieden auf.

Unterstützt durch die hervorragenden Produktions- und Absatzzahlen der europäischen Autohersteller, zeigte der Geschäftsbereich Automotive Body Parts in den ersten drei Quartalen 2015/16 eine zwar auch weiterhin durch die Vielzahl an Werkshochläufen geprägte, insgesamt aber solide Performance. Die im Frühjahr 2015 aufkeimende Sorge einer Stagnation oder sogar eines Rückgangs der Absatzzahlen der deutschen Premiumerzeuger im wichtigen Markt China hat sich in der Zwischenzeit nicht bestätigt. Durch den kontinuierlichen Aufbau von Produktionseinheiten seitens europäischer Hersteller in den USA und China und die dabei erfolgende Einbindung des Geschäftsbereiches kommt es derzeit zu einer permanenten Erweiterung der weltweiten Präsenz. Eine weitere Intensivierung der Konjunkturentwicklung in Europa brachte auch die deutliche Erhöhung der Neuzulassungen bei Klein- und Kompaktfahrzeugen seit Jahresbeginn 2015. Quer über alle wesentlichen Absatzregionen und Industriesegmente wies der Geschäftsbereich Tubes & Sections im bisherigen Geschäftsverlauf 2015/16 eine insgesamt durchschnittliche Dynamik auf. Unverändert positiv stellte sich dabei die Auftragslage in Großbritannien und den USA dar. In den europäischen Kernmärkten hingegen verblieb die Nachfrage auf eher verhaltenem Niveau, wenngleich sich die Stimmung in einzelnen Bereichen wie der Bau-, Lkw- und Solarindustrie zuletzt in einigen Regionen etwas verbesserte. Dem Markteinbruch in Brasilien wurde in den dortigen Fertigungen mit rigorosen Kostenmaßnahmen sowie einer Forcierung der Exporte begegnet. Während generell am Agrarsektor aufgrund der anhaltend niedrigen Nahrungsmittelpreise generell nur geringe Impulse zu verzeichnen sind, gestaltet sich das Auftragsverhalten internationaler Kunden im Bereich passiver Sicherheitskomponenten für die Automobilindustrie äußerst zufriedenstellend. In einem Branchenumfeld, das nicht erst jüngst durch starken Wettbewerbsdruck geprägt war, konnte sich der Geschäftsbereich Precision Strip im aktuellen Geschäftsjahr hervorragend behaupten. Aufgrund seiner starken internationalen Positionierung konnten zuletzt auch wieder Neukunden in Europa gewonnen werden. In Nordamerika baute der Geschäftsbereich durch die Akquisition des US-Unternehmens Wickeder Steel Company (50 Mitarbeiter, Sitz in Pleasant Prairie, Wisconsin) seine Markpräsenz erst jüngst aus. Durch den Zukauf kann das Produktportfolio insbesondere im Bereich gehärteter Spezialbandstähle für hochqualitative Anwendungen wie z. B. den Lebensmittelbereich weiter gestärkt werden.

Der Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions verfügte in den ersten drei Quartalen 2015/16 über einen robusten Auftragseingang, getrieben vor allem von einer anhaltend starken Nachfrage nach modernen Lagerkonzepten aus dem Internetversandhandel. Aufgrund von Produktinnovationen profitierte der Bereich aber nicht nur von der aktuell positiven Marktsituation, sondern setzte auch wichtige strategische Schritte, um sich mit anspruchsvollen neuen Lösungen bei Systemregalen auch längerfristige Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Das Augenmerk der Investitionen in der Metal Forming Division lag in den ersten neun Monaten 2015/16 in der Umsetzung der Internationalisierungsstrategie des Bereiches Automotive Body Parts. An den Standorten Cartersville, USA, und Shenyang, China, ist im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres die erste von zwei Fertigungsanlagen zur indirekten Warmumformung von presshärtenden Stählen ("phs") außerhalb Europas erfolgreich angelaufen, die zweite Anlage befindet sich in der Inbetriebnahmephase. Insgesamt befinden sich damit bereits sieben solche technologisch modernste Anlagen in Betrieb. Auch die erste Anlage zur direkten Warmumformung auf Basis "phs"-Technologie ist in Form einer Pilotanlage in Schwäbisch-Gmünd, Deutschland, bereits in Bau, womit sich die voestalpine nun zum Komplettanbieter bei der Warmumformung von verzinkten Stählen entwickelt. Auch der Bau eines zweiten Platinenwerkes unmittelbar neben der bestehenden Fertigungshalle in Linz, Österreich, liegt sowohl kostenmäßig als auch im Hinblick auf den Baufortschritt im Plan. Insgesamt betrug der Aufwand der Metal Forming Division für Investitionen in den ersten neun Monaten 2015/16 120,2 Mio. EUR (Vorjahr 126,9 Mio. EUR).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Umsatzniveau der Metal Forming Division hat sich in den ersten drei Quartalen 2015/16 im Vorjahresvergleich um 5,3 % von 1.742,4 Mio. EUR auf 1.649,8 Mio. EUR vermindert. Der Rückgang ist überwiegend auf die im Vorjahr erfolgten Devestitionen (Flamco-Gruppe, Plastics-Gesellschaften, Rotec AB) zurückzuführen. Darüber hinaus lag auch das generelle Preisniveau als Konsequenz sinkender Vormaterialkosten im bisherigen Geschäftsverlauf unter jenem des letzten Geschäftsjahres. Positiv auf die Entwicklung der Umsatzerlöse wirkten sich die gute Automobilkonjunktur sowie der kontinuierliche Ausbau der Internationalisierungsaktivitäten aus. In ergebnismäßiger Hinsicht kam es zwar auf den ersten Blick zu einem Rückgang, unter Außerachtlassung der durch Devestitionserlöse bedingten positiven Einmaleffekte des Vorjahres (66,5 Mio. EUR beim EBITDA und 45,2 Mio. EUR beim EBIT) konnten aber sowohl das operative Ergebnis (EBITDA) als auch das Betriebsergebnis (EBIT) im Jahresvergleich gesteigert werden. Im Einzelnen reduzierten sich das bereinigte EBITDA um 20,7 % von 259,3 Mio. EUR auf 205,5 Mio. EUR sowie das EBIT um 19,8 % von 167,6 Mio. EUR auf 134,4 Mio. EUR. Vermindert um die Sondereffekte lag das EBITDA in den ersten drei Quartalen des Vorjahres bei 192,8 Mio. EUR, woraus beim Vergleich des bereinigten EBITDA ein Anstieg um 6,6 % resultiert. Das um außerordentliche Effekte berichtigte EBIT des Vorjahres betrug 122,4 Mio. EUR, was im Vergleich zu den 134,4 Mio. EUR der letzten neun Monate heuer eine Zunahme von 9,8 % bedeutet. Die um Einmaleffekte korrigierte EBITDA-Marge verbesserte sich – nicht zuletzt wegen der im Vorjahr vorgenommenen Strukturbereinigungen – deutlich von 11,1 % auf 12,5 %, die bereinigte EBIT-Marge legte ähnlich markant von 7,0 % auf 8,1 % zu. In der Gegenüberstellung des 3. Quartals 2015/16 mit dem unmittelbaren Vorquartal zeigt sich eine stabile Entwicklung der Umsatzerlöse. Ein geringfügiger Rückgang im Geschäftsbereich Tubes & Sections im 3. Quartal 2015/16 wurde durch ein entsprechendes Umsatzwachstum im Geschäftsbereich Automotive Body Parts kompensiert; insgesamt verbleibt ein Zuwachs vom 2. auf das 3. Quartal um 0,5 % von 540,9 Mio. EUR auf 543,4 Mio. EUR. Auch auf der Ergebnisseite konnte im direkten Quartalsvergleich unter Berücksichtigung üblicher saisonaler Effekte im 3. Geschäftsquartal eine solide Performance erreicht werden: So verringerte sich das EBITDA um – sehr überschaubare – 2,6 % von 69,0 Mio. EUR (Marge 12,8 %) auf 67,2 Mio. EUR (Marge 12,4 %), das EBIT um 5,5 % von 45,4 Mio. EUR auf 42,9 Mio. EUR. Für die EBIT-Marge bedeutete dies einen Rückgang von 8,4 % im 2. Quartal 2015/16 auf 7,9 % im 3. Quartal.

Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Metal Forming Division lag zum Ende des 3. Quartals 2015/16 mit 10.212 um 3,3 % über dem Vorjahresniveau (9.885). Der Anstieg resultiert aus den neuen Werken in Umsetzung der Internationalisierungsstrategie im Bereich Automotive Body Parts sowie dem Zukauf des US-Unternehmens Wickeder Steel Company. Gegenüber dem Vergleichswert zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres (10.328) reduzierte sich der Mitarbeiterstand um 1,1 %.

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Informationen zu den Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen befinden sich in den erläuternden Anhangangaben.

Ausblick

War der Beginn des Geschäftsjahres 2015/16 zunächst noch durch eine relativ stabile Entwicklung auf alles in allem zufriedenstellendem Niveau geprägt, machte sich bereits im Verlauf der Sommermonate 2015 zunehmend die weltweite Marktschwäche im Bereich Energie, insbesondere bei Öl und Gas, bemerkbar. Annähernd zeitgleich setzte – zunächst in Europa, in weiterer Folge aber weltweit – an den Spotmärkten ein massiver Verfall der Stahlpreise ein. Dies vor allem getrieben durch enorme Überkapazitäten bei gleichzeitig zunehmender lokaler Marktschwäche in einer Reihe von Schwellenländern, aber auch in entwickelten Volkswirtschaften. Dabei wurde und wird die Situation in Europa noch durch die seit der Finanz- und Wirtschaftskrise Ende des vergangenen Jahrzehnts bestehenden eigenen strukturellen Kapazitätsüberhänge verschärft.

Mit dem Jahreswechsel 2015/16 erreichte der weltweite Preisverfall sowohl bei Erdöl als auch im Bereich der Stahl-Commodities neue Höhepunkte. Aktuell weiter verschärft wird die Lage durch eine zunehmende Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung in China.

Die voestalpine kann sich diesen Trends nicht entziehen, die negativen Auswirkungen bleiben aber aufgrund der seit Jahren konsequent verfolgten Fokussierung auf Premiumprodukte sowohl im Öl- und Gas- als auch im Stahlbereich – wo sie damit auch nicht auf den Spotmarkt angewiesen ist – vergleichsweise überschaubar. In Verbindung mit der starken Position in den konjunkturell unverändert gut laufenden Industriesegmenten Automobil, Bahninfrastruktur und Flugzeugbau – zusammen annähernd 50 % des konzernalen Branchenportfolios – sowie einer weitgehend stabilen Entwicklung in den Bereichen Maschinenbau und Konsumgüterindustrie ändert sich damit trotz der seit dem letzten Quartalsbericht nochmals schwächeren konjunkturellen Gesamtsituation nichts am Ausblick für das Geschäftsjahr 2015/16: Einem insgesamt guten 1. Halbjahr 2015/16 folgt eine etwas schwächere 2. Jahreshälfte, wobei unter Einbeziehung von außerordentlichen Effekten (Konsolidierungsveränderungen) sowohl das operative Ergebnis (EBITDA) als auch das Betriebsergebnis (EBIT) aber unverändert über, die bereinigten Ergebnisse allerdings – wie bereits anlässlich der Halbjahresveröffentlichung angekündigt – unter den bereinigten des Vorjahres zu liegen kommen werden.

Was den Geschäftsverlauf im mit 1. April beginnenden Geschäftsjahr 2016/17 betrifft, wird er in hohem Maße von der weiteren Entwicklung der globalen Öl- und Gasmärkte sowie generell dem Umgang mit den Überkapazitäten am Rohstoffsektor, im Besonderen aber im Stahlbereich abhängen. Unabhängig davon bleibt ganz generell die Frage nach der wirtschaftlichen Zukunft Chinas – einschließlich des Themas "Market-Economy-Status" – zentrales Kriterium für die weitere Entwicklung der Märkte. Ohne echte Entspannung in diesen nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch hoch relevanten Problembereichen erscheint eine nachhaltige Konjunkturerholung aus heutiger Sicht schwer vorstellbar.

Investor Relations

voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes

Kursverlauf der voestalpine-Aktie

In Zeiten zunehmender geopolitischer Krisen, stark fallender Commodity-Preise sowie verschärfter globaler Konjunktursorgen steigt naturgemäß der Verkaufsdruck von zyklischen Aktien. Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass die Performance der voestalpine-Aktie in den ersten neun Monaten 2015/16 hinter den breit aufgestellten Vergleichsindizes ATX, STOXX Index Europe und Dow Jones Industrial

zurückliegt. Zu Beginn des Geschäftsjahres konnte sie die Indizes mit dem Rückenwind noch positiver Konjunkturaussichten und der Veröffentlichung solider Jahreszahlen Anfang Juni 2015 deutlich hinter sich lassen. Der in der Folge im Verlauf des Sommers einsetzende Kursrückgang an den Aktienmärkten war primär auf alarmierende Nachrichten aus China zurückzuführen, wo die Kurse nach massiven kurzfristigen Einbrüchen letztlich nur aufgrund staatlicher Interventionen wieder stabilisiert werden konnten. Permanent wenig kapitalmarktstimulierend wirkt auch, dass es den vormals aufstrebenden Ländern Brasilien und Russland nicht gelingt, ihre Volkswirtschaften zu stabilisieren. Neben dem Preisverfall bei Rohstoffen, von dem beide Länder aufgrund ihrer jeweils hohen Abhängigkeit gleichermaßen massiv betroffen sind, liegt das Problem in Brasilien auch im rückläufigen Konsum und in permanenten politischen Turbulenzen, während Russland zusätzlich aufgrund der Sanktionspolitik im Zusammenhang mit der Ukrainekrise in einer massiven Rezession gefangen bleibt.

Auch branchenspezifisch war die Stahlindustrie im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres weltweit aufgrund extrem hoher Exporte vor allem aus Ländern wie China und Russland mit sich laufend verschärfenden Bedingungen konfrontiert. Durch dumpingbedingt enorme Preiseinbrüche auf den Stahl-Spotmärkten sowie extrem reduzierte Investitionsaktivitäten der Öl- und Gasindustrie mit entsprechenden Auswirkungen auch auf die voestalpine wurde Mitte November der Ergebnisausblick für das Gesamtjahr 2015/16 entsprechend zurückgenommen, wodurch der Aktienkurs in den folgenden Wochen noch weiter an Wert verlor.

Insgesamt verzeichnete der Kurs der voestalpine-Aktie in den ersten neun Monaten 2015/16 eine Einbuße um 17,4 % und notierte per Ende Dezember 2015 mit 28,35 EUR deutlich unter dem Wert zu Geschäftsjahresbeginn (34,34 EUR).

Anleihen

Art der Anleihe ISIN-Nummer Volumen Zinssatz Kurs
(31.12.2015)
Unternehmensanleihe 2011–2018 AT0000A0MS58 500 Mio. EUR 4,75 % 108,0
Unternehmensanleihe 2012 –2018 XS0838764685 500 Mio. EUR 4,0 % 107,5
Hybridanleihe 2013 AT0000A0ZHF1 500 Mio. EUR 7,125 %1 106,5
Unternehmensanleihe 2014 – 2021 AT0000A19S18 400 Mio. EUR 2,25 % 103,5

1 Zinssatz: 7,125 % p. a. vom Emissionsdatum bis zum 31.10.2014; 6 % p. a. vom 31.10.2014 bis zum 31.10.2019; 5-Jahres-Swapsatz (vom 29.10.2019) +4,93 % p. a. vom 31.10.2019 bis zum 31.10.2024;

danach 3-Monats-EURIBOR +4,93 % p. a. + Step-up von 1 % p. a. ab 31.10.2024.

Analysen über die voestalpine AG werden

derzeit von folgenden Investmentbanken/Instituten erstellt:

Alpha Value, Paris Baader Bank AG, München Barclays, London Bank of America/ Merrill Lynch, London Berenberg, London Citigroup, London Commerzbank, Frankfurt

  • Credit Suisse, London Deutsche Bank, London Erste Bank, Wien Exane BNP Paribas, Paris
  • Goldman Sachs, London HSBC, London Jefferies, London Kepler Cheuvreux, Frankfurt
  • Macquarie, London Raiffeisen Centrobank, Wien Royal Bank of Canada Europe Ltd., London

Redburn, London Société Générale, Paris Steubing, Frankfurt UBS, London.

Informationen zur Aktie

Aktiennominale 317.851.287,79 EUR,
zerlegt in 174.949.163 Stückaktien
Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 31. Dezember 2015 28.597 Stück
Aktiengattung Stammaktien lautend auf Inhaber
Wertpapierkennnummer 93750 (Börse Wien)
ISIN AT0000937503
Reuters VOES.VI
Bloomberg VOE AV
Börsenhöchstkurs April 2015 bis Dezember 2015 41,58 EUR
Börsentiefstkurs April 2015 bis Dezember 2015 26,82 EUR
Kurs zum 31. Dezember 2015 28,35 EUR
Ausgabekurs IPO Oktober 1995 5,18 EUR
All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) 66,11 EUR
Börsenkapitalisierung zum 31. Dezember 2015* 4.958.123.443,27 EUR
* Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.

Geschäftsjahr 2014/15

Gewinn/Aktie 3,11 EUR
Dividende/Aktie 1,00 EUR
Buchwert/Aktie 29,22 EUR

Terminvorschau 2016/17

Geschäftsbericht 2015/16 2. Juni 2016
Nachweisstichtag zur Teilnahme an der Hauptversammlung 26. Juni 2016
Hauptversammlung 6. Juli 2016
Ex-Dividenden-Tag 14. Juli 2016
Nachweisstichtag für Dividendenzahlung 15. Juli 2016
Dividenden-Zahltag 18. Juli 2016
Veröffentlichung 1. Quartal 2016/17 9. August 2016
Veröffentlichung 2. Quartal 2016/17 9. November 2016
Veröffentlichung 3. Quartal 2016/17 9. Februar 2017

voestalpine AG Konzernzwischenabschluss zum 31.12.2015

Nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Konzernbilanz

Aktiva

01.04.20141 31.03.20151 31.12.2015
A. Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 4.741,8 5.328,4 5.870,8
Firmenwert 1.472,3 1.472,9 1.539,8
Andere immaterielle Vermögenswerte 336,2 345,3 440,0
Anteile an assoziierten Unternehmen 214,7 219,1 121,8
Andere Finanzanlagen 90,7 77,6 74,8
Latente Steuern 211,5 238,7 212,8
7.067,2 7.682,0 8.260,0
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 2.883,7 2.977,5 3.103,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen
1.621,0 1.667,9 1.338,3
Andere Finanzanlagen 429,7 412,8 399,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 532,4 464,5 430,4
5.466,8 5.522,7 5.271,8
Summe Aktiva 12.534,0 13.204,7 13.531,8

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

Passiva

01.04.20141 31.03.20151 31.12.2015
A. Eigenkapital
Grundkapital 313,3 313,3 317,9
Kapitalrücklagen 470,8 471,9 551,7
Hybridkapital 993,9 497,9 497,9
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 3.429,9 3.767,5 4.036,5
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 5.207,9 5.050,6 5.404,0
Nicht beherrschende Anteile 64,9 64,4 201,6
5.272,8 5.115,0 5.605,6
B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen 1.029,3 1.267,3 1.206,5
Rückstellungen 99,2 70,4 67,3
Latente Steuern 61,4 63,1 100,0
Finanzverbindlichkeiten 2.596,7 3.004,6 3.237,5
3.786,6 4.405,4 4.611,3
C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen 497,9 513,6 547,1
Steuerschulden 58,3 77,2 101,8
Finanzverbindlichkeiten 831,8 890,2 812,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
2.086,6 2.203,3 1.854,0
3.474,6 3.684,3 3.314,9
Summe Passiva 12.534,0 13.204,7 13.531,8
1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

Konzern-Kapitalflussrechnung

01.04.–
31.12.20141
01.04.–
31.12.2015
Betriebstätigkeit
Ergebnis nach Steuern 432,5 508,5
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 410,1 345,0
Veränderung Working Capital
Veränderung Vorräte –142,0 –43,4
Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten 48,5 –15,6
Veränderung Rückstellungen –24,1 43,2
–117,6 –15,8
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 725,0 837,7
Investitionstätigkeit
Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –764,7 –986,9
Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen 32,1 11,0
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen –34,8 19,6
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen 120,3 0,1
Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen 19,1 9,1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –628,0 –947,1
Finanzierungstätigkeit
Dividenden –230,0 –204,8
Dividenden/Kapitalerhöhung nicht beherrschende Gesellschafter –16,3 –43,8
Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern –9,7 –2,3
Rückzahlung Hybridanleihe –500,0
Kapitalerhöhung 85,3
Veränderung langfristige Finanzverbindlichkeiten 498,8 238,0
Veränderung kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 37,6 4,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –219,6 77,0
Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –122,6 –32,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang 532,4 464,5
Veränderungen von Währungsdifferenzen 11,2 –1,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresende 421,0 430,4

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

01.04.–
31.12.20141
01.04.–
31.12.2015
01.10.–
31.12.20141
01.10.–
31.12.2015
Umsatzerlöse 8.254,9 8.380,4 2.693,8 2.593,7
Umsatzkosten –6.591,9 –6.547,2 –2.149,5 –2.033,6
Bruttoergebnis 1.663,0 1.833,2 544,3 560,1
Sonstige betriebliche Erträge 303,0 261,2 87,9 94,7
Vertriebskosten –732,9 –768,3 –245,7 –253,7
Verwaltungskosten –442,5 –462,4 –145,0 –153,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen –206,1 –290,9 –72,3 –97,6
Ergebnisse von equitykonsolidierten
Unternehmen
42,6 154,2 13,4 1,8
EBIT 627,1 727,0 182,6 151,9
Finanzerträge 42,3 21,7 7,9 6,4
Finanzaufwendungen –140,5 –120,2 –52,1 –34,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 528,9 628,5 138,4 123,9
Ertragsteuern –96,4 –120,0 –21,3 –36,2
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 432,5 508,5 117,1 87,7
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 393,8 479,9 109,3 78,8
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 7,2 11,7 1,6 3,4
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 31,5 16,9 6,2 5,6
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis
je Aktie (EUR)
2,28 2,74 0,63 0,45

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Sonstiges Ergebnis

01.04.–
31.12.20141
01.04.–
31.12.2015
01.10.–
31.12.20141
01.10.–
31.12.2015
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 432,5 508,5 117,1 87,7
Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nachträglich in das Periodenergebnis
umgegliedert werden:
Cashflow-Hedges 9,9 –17,8 4,2 1,6
Net Investment-Hedges –10,4 –2,8
Währungsumrechnung 48,2 –70,9 0,5 23,7
Ergebnisanteil von
equitykonsoldierten Unternehmen
6,5 0,1 0,6 3,8
Zwischensumme der Posten des sonstigen
Ergebnisses, die nachträglich in das
Periodenergebnis umgegliedert werden
64,6 –99,0 5,3 26,3
Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nicht nachträglich in das Perioden
ergebnis umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste
62,7 2,8
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste von
equitykonsoldierten Unternehmen
–1,2 –1,2
Zwischensumme der Posten des sonstigen
Ergebnisses, die nicht nachträglich in das
Periodenergebnis umgegliedert werden
61,5 1,6
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto 64,6 –37,5 5,3 27,9
Gesamtergebnis in der Periode 497,1 471,0 122,4 115,6
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 457,2 447,3 114,5 106,9
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 8,4 6,8 1,7 3,1
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 31,5 16,9 6,2 5,6
Gesamtergebnis in der Periode 497,1 471,0 122,4 115,6

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

1 Q – 3 Q 2014/151 1 Q – 3 Q 2015/16
Konzern Nicht be
herrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht be
herrschende
Anteile
Gesamt
Eigenkapital zum 01.04. 5.207,9 64,9 5.272,8 5.050,6 64,4 5.115,0
Gesamtergebnis
in der Periode
488,7 8,4 497,1 464,2 6,8 471,0
Dividendenausschüttung –163,8 –8,3 –172,1 –174,8 –45,2 –220,0
Tilgung Hybridkapital –500,0 –500,0
Dividende Hybridkapital –66,2 –66,2 –30,0 –30,0
Steuereffekte auf
Transaktionen
mit Hybridkapitalbesitzer
10,4 10,4 5,6 5,6
Kapitalerhöhung 85,3 85,3
Anteilsbasierte
Vergütungen
–1,0 –1,0
Zugang aus der
Übernahme der Beherr
schung von Anteilen
173,2 173,2
Sonstige Veränderungen –1,1 –15,3 –16,4 4,1 2,4 6,5
Eigenkapital zum 31.12. 4.975,9 49,7 5.025,6 5.404,0 201,6 5.605,6

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

voestalpine AG Erläuternde Anhangangaben

Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2015 für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2015/16 der voestalpine AG wurde nach den Bestimmungen des IAS 34 – Interim Financial Reporting erstellt. Die für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2014/15 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit folgenden Ausnahmen unverändert fortgeführt:

Im Geschäftsjahr 2015/16 erstmals angewandte Änderungen oder Neufassungen von Standards

Standard Inhalt Inkrafttreten1
IAS 19, Änderung Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1. Juli 2014
diverse Standards,
Änderung
Verbesserungen der International Financial Reporting Standards
(Improvements-Projekt 2010–2012)
1. Juli 2014
diverse Standards,
Änderung
Verbesserungen der International Financial Reporting Standards
(Improvements-Projekt 2011–2013)
1. Juli 2014

1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Anwendung der neuen Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.

Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss wurden folgende drei Sachverhalte gemäß IAS 8 rückwirkend angepasst:

  • Aufgrund der Änderung der österreichischen AFRAC-Stellungnahme "Auswirkungen der steuerlichen Teilwertabschreibung nach § 12 Abs. 3 Z 2 KStG auf die Bilanzierung von Ertragsteuern nach IAS 12 in einem Konzern- oder separaten Einzelabschluss nach IFRS" sind keine Vorsorgen für drohende Zuschreibungen zu berücksichtigen.
  • Die Saldierung von latenten Steuern wird auch gesellschaftsübergreifend pro Steuergruppe durchgeführt.
  • Pensionsähnliche Leistungen in einer südamerikanischen Tochtergesellschaft werden erstmals rückgestellt.

Geänderte Darstellung in der Konzernbilanz

01.04.2014 = 31.03.2014 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Summe Aktiva 12.634,9 –100,8 12.534,1
davon Latente Steuern 312,3 –100,8 211,5
Summe Passiva 12.634,9 –100,8 12.534,1
davon Eigenkapital 5.261,6 11,2 5.272,8
davon Pensionen und andere
Arbeitnehmerverpflichtungen
1.015,3 14,0 1.029,3
davon Latente Steuern 187,4 –126,0 61,4
Mio. EUR

Geänderte Darstellung in der Konzernbilanz

31.12.2014 Werte ohne
rückwirkende
Werte
rückwirkend
Anpassungen Anpassungen angepasst
Summe Aktiva 12.717,0 –118,8 12.598,2
davon Latente Steuern 299,2 –118,8 180,4
Summe Passiva 12.717,0 –118,8 12.598,2
davon Eigenkapital 5.014,0 11,6 5.025,6
davon Pensionen und andere
Arbeitnehmerverpflichtungen
984,7 15,2 999,9
davon Latente Steuern 213,1 –145,6 67,5

Mio. EUR

Geänderte Darstellung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

01.04.–31.12.2014 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Umsatzerlöse 8.254,9 0,0 8.254,9
Umsatzkosten –6.591,7 –0,2 –6.591,9
Bruttoergebnis 1.663,2 –0,2 1.663,0
Sonstige betriebliche Erträge 303,0 0,0 303,0
Vertriebskosten –732,9 0,0 –732,9
Verwaltungskosten –442,4 –0,1 –442,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen –206,1 0,0 –206,1
Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen 42,6 0,0 42,6
EBIT 627,4 –0,3 627,1
Finanzerträge 42,3 0,0 42,3
Finanzaufwendungen –139,1 –1,4 –140,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 530,6 –1,7 528,9
Ertragsteuern –98,2 1,8 –96,4
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 432,4 0,1 432,5
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 393,7 0,1 393,8
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 7,2 0,0 7,2
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 31,5 0,0 31,5
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis
je Aktie (EUR) 2,28 0,00 2,28
Mio. EUR

Mio. EUR

Geänderte Darstellung im Konzern-Sonstiges Ergebnis

01.04.–31.12.2014 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 432,4 0,1 432,5
Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich
in das Periodenergebnis umgegliedert werden
Cashflow-Hedges 9,9 0,0 9,9
Währungsumrechnung 47,9 0,3 48,2
Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen 6,5 0,0 6,5
Zwischensumme der Posten des sonstigen
Ergebnisses, die nachträglich in das
Periodenergebnis umgegliedert werden
64,3 0,3 64,6
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto 64,3 0,3 64,6
Gesamtergebnis in der Periode 496,7 0,4 497,1
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 456,8 0,4 457,2
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 8,4 0,0 8,4
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 31,5 0,0 31,5
Gesamtergebnis in der Periode 496,7 0,4 497,1

Geänderte Darstellung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

01.10.–31.12.2014 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Umsatzerlöse 2.693,8 0,0 2.693,8
Umsatzkosten –2.149,5 0,0 –2.149,5
Bruttoergebnis 544,3 0,0 544,3
Sonstige betriebliche Erträge 87,9 0,0 87,9
Vertriebskosten –245,7 0,0 –245,7
Verwaltungskosten –144,9 –0,1 –145,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen –72,3 0,0 –72,3
Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen 13,4 0,0 13,4
EBIT 182,7 –0,1 182,6
Finanzerträge 7,9 0,0 7,9
Finanzaufwendungen –51,7 –0,4 –52,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) 138,9 –0,5 138,4
Ertragsteuern –22,1 0,8 –21,3
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 116,8 0,3 117,1
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 109,0 0,3 109,3
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 1,6 0,0 1,6
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 6,2 0,0 6,2
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis
je Aktie (EUR)
0,63 0,00 0,63
Mio. EUR

Geänderte Darstellung im Konzern-Sonstiges Ergebnis

Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
116,8 0,3 117,1
4,2 0,0 4,2
0,1 0,4 0,5
0,6 0,0 0,6
5,3
5,3
121,7 0,7 122,4
113,8 0,7 114,5
1,7 0,0 1,7
6,2 0,0 6,2
121,7 0,7 122,4
4,9
4,9
0,4
0,4

Mio. EUR

Geänderte Darstellung in der Konzern-Kapitalflussrechnung

01.04.–31.12.2014 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Betriebstätigkeit
Ergebnis nach Steuern 432,4 0,1 432,5
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 410,2 –0,1 410,1
Veränderung Working Capital –117,6 0,0 –117,6
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 725,0 0,0 725,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –628,0 0,0 –628,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –219,6 0,0 –219,6
Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente
–122,6 0,0 –122,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Jahresanfang
532,4 0,0 532,4
Veränderungen von Währungsdifferenzen 11,2 0,0 11,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Periodenende
421,0 0,0 421,0
Mio. EUR

Für Fragen zu den übrigen verwendeten Aufstellungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. März 2015 verwiesen, welcher die Basis für diesen Zwischenabschluss darstellt.

Der Konzernzwischenabschluss ist in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Die vergleichenden Angaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2014/15 (Stichtag: 31. Dezember 2014).

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis/Unternehmenserwerbe

Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Voll
konsolidierung
Equity
Methode
Stand am 01.04.2015 274 11
Zugänge aus Unternehmenserwerben 1 1
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 5
Abgänge –3
Umgründungen –3
Abgänge oder Veräußerung –2
Stand am 31.12.2015 275 9
davon ausländische Gesellschaften 216 4

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:

Name der Gesellschaft
Im Geschäftsjahr 2014/15 Vollkonsolidierung
Aktiebolaget Finansa
Associated Swedish Steels Aktiebolag
Umgründungen – im Geschäftsjahr 2014/15 Vollkonsolidierung
voestalpine Stahl Service Center GmbH
BÖHLERSTAHL Vertriebsgesellschaft m.b.H.
Bohler High Performance Metals Private Limited
Im Geschäftsjahr 2014/15 Equity-Methode

voestalpine Tubulars GmbH

voestalpine Tubulars GmbH & Co KG

CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd.

Der voestalpine-Konzern hat am 4. September 2015 sämtliche Anteile an der Aktiebolaget Finansa und Associated Swedish Steels Aktiebolag zum Buchwert von 0,0 Mio. EUR verkauft.

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 werden folgende Gesellschaften im Konzernzwischenabschluss erstmalig einbezogen:

Name der Gesellschaft Anteil in %
Vollkonsolidierung
voestalpine Tubulars GmbH 57,500 %
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG 49,600 %
CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. 50,000 %
Eschmann Steels Trading (Shanghai) Co., Ltd. 100,000 %
voestalpine Additive Manufacturing Center GmbH 100,000 %
voestalpine Precision Strip WI, Inc. 100,000 %
Equity-Methode
WS Service GmbH 49,000 %

Unter Berücksichtigung der Anteile der voestalpine Tubulars GmbH an der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG ergibt sich ein durchgerechneter Konzernanteil an der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG in Höhe von 49,8875 %.

Die bisherigen Gemeinschaftsunternehmen voestalpine Tubulars GmbH, voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wurden bis zum 31. März 2015 nach der Equity-Methode einbezogen und aufgrund der Übernahme der Beherrschung ab 1. April 2015 auf Vollkonsolidierung umgestellt. Bei den weiteren Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um einen Erwerb und zwei neu gegründete Gesellschaften.

Die Unternehmensbewertungen der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH sowie der CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wurden durch einen unabhängigen Gutachter durchgeführt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile bestimmt sich nach den Fair Values der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden. Bei Kundenbeziehungen, Technologie, Sachanlagen sowie Vorräten wurden gemäß IFRS 3 wesentliche Zeitwertanpassungen durchgeführt. Die Bilanzierung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entsprechend der Partial Goodwill-Methode, sodass für nicht beherrschende Anteile kein Goodwill aufgedeckt wird.

Die Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernzwischenabschluss erfolgt unter Fortführung der gemäß IFRS 3 zum Akquisitionsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unter Berücksichtigung der entsprechenden Abschreibungen. Der Bilanzwert der nicht beherrschenden Anteile bestimmt sich nach den fortgeführten Fair Values der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden.

Am 8. April 2015 haben die voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH und Grant Prideco European Holding LLC eine grundlegende Überarbeitung nahezu aller bestehenden Vertragsvereinbarungen in Bezug auf die Kontroll- und Steuerungsstruktur der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG fixiert, die ab 1. April 2015 wirksam ist. Gleichzeitig wurde eine Anteilserhöhung der voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH an der geschäftsführenden Komplementär-GmbH von 50,0 % auf 57,5 % vereinbart.

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2014/15 als Gemeinschaftsunternehmen zwischen Grant Prideco European Holding LLC (Tochterunternehmen des in den USA ansässigen Konzerns National Oilwell Varco, Inc. mit Expertise in den Segmenten Bohrgestänge und Premiumrohrverbindungen) und der voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH, die über ihre Tochtergesellschaft, die voestalpine Stahl Donawitz GmbH, eine entsprechende Stahlexpertise und das den hohen Qualitätsanforderungen entsprechende Vormaterial bereitstellt, dargestellt. Sitz und Produktionsstandort der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG ist in Kindberg, Österreich. Zur Gesellschaft gehören Vertriebsniederlassungen in den USA und im Nahen Osten.

Durch die grundlegende Überarbeitung der wesentlichen Vertragsvereinbarungen in Verbindung mit der deutlichen Anteilsverschiebung in der Komplementär-GmbH ist ab April 2015 der Tatbestand der Beherrschung gemäß IFRS 10.6. erfüllt, da die operative Steuerung entsprechend den Interessen der voestalpine damit möglich ist.

Dazu gehört die Budgethoheit (im Sinne der Fixierung der maßgeblichen operativen Vorgaben an das Management) – einschließlich der Vormaterialversorgung, der Steuer- und Finanzpolitik sowie grundlegender Marketingmaßnahmen. Nach den Änderungen der Vertragsvereinbarungen hat die voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH künftig sowohl in der Geschäftsführung als auch im Aufsichtsrat (in Verbindung mit dem Dirimierungsrecht des Vorsitzenden) die Möglichkeit, in allen maßgeblichen operativen Angelegenheiten ihre Interessen durchzusetzen.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH stellen sich bei Erlangung der Beherrschung wie folgt dar:

Angesetzte Werte
Langfristiges Vermögen 232,5
Kurzfristiges Vermögen 212,9
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –80,4
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –77,8
Nettovermögen 287,2
Zugang nicht beherrschende Anteile –143,8
Firmenwerte 67,1
Anschaffungskosten 210,5
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,4
Fair Value der bisher als Gemeinschaftsunternehmen bilanzierten Anteile –198,2
Nicht zahlungswirksame Gegenleistung –12,3
Nettozahlungsmittelzugang 0,4

Der Firmenwert in Höhe von 67,1 Mio. EUR ergibt sich aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaft, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, insbesondere dem umfassenden technischen Know-how und der exzellenten Vertriebsexpertise der Mitarbeiter. Der Firmenwert wird in voller Höhe der firmenwerttragenden Einheit "Tubulars" zugeordnet. Es wird nicht erwartet, dass Teile des erfassten Firmenwertes für körperschaftsteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.

Die bisherigen Anteile wurden als Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen der Equity-Methode einbezogen. Unmittelbar vor Erlangen der Beherrschung wurden die bisherigen Anteile mit deren beizulegendem Zeitwert neu bewertet. Hieraus ergibt sich ein Ertrag von 133,6 Mio. EUR (inkl. recycling von Cashflow-Hedges), der in den ersten der Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 in den Ergebnissen von equitykonsolidierten Unternehmen enthalten ist. Aus der Abschreibung der aufgedeckten stillen Reserven ergab sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 ein Aufwand in Höhe von 35,2 Mio. EUR.

voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH trugen seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 265,0 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug 0,1 Mio. EUR (nach Abschreibung der im Zuge der Purchase Price Allocation angesetzten stillen Reserven). voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH wurden zum 1. April 2015 erstkonsolidiert.

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH werden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 46,3 Mio. EUR (Bruttobuchwert 46,3 Mio. EUR), Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 56,9 Mio. EUR (Bruttobuchwert 56,9 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 8,0 Mio. EUR (Bruttobuchwert 8,0 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind als unwesentlich zu betrachten.

Mit Wirksamkeit vom 1. April 2015 wurde für die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. durch die grundlegende Überarbeitung der wesentlichen Vertragsvereinbarungen der Tatbestand der Beherrschung gemäß IFRS 10.6. erfüllt. Die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wird zu 50 % von zwei Gesellschaften des voestalpine-Konzerns gehalten. Aufgrund des bisher wechselnden Nominierungsrechts für den CEO (zwischen dem Joint Venture-Partner und voestalpine), der in wesentlichen Belangen die Entscheidungsmacht hat, wurde die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. bisher als Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung behandelt und bis 31. März 2015 nach der Equity-Methode in den voestalpine-Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Änderung des Gesellschaftsvertrages hat in wesentlichen Belangen nunmehr das "Board of directors" die Entscheidungsmacht, welches mehrheitlich von Vertretern der voestalpine besetzt ist. Daher wurde die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. ab 1. April 2015 vollkonsolidiert. Das Unternehmen produziert Weichen und Schienenauszugsvorrichtungen für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes in China.

Angesetzte Werte
Langfristiges Vermögen 27,2
Kurzfristiges Vermögen 79,2
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –1,5
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –46,1
Nettovermögen 58,8
Zugang nicht beherrschende Anteile –29,4
Firmenwerte 0,2
Anschaffungskosten 29,6
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 23,9
Fair Value der bisher als Gemeinschaftsunternehmen bilanzierten Anteile –29,6
Nettozahlungsmittelzugang 23,9
Mio. EUR

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. stellen sich bei Erlangung der Beherrschung wie folgt dar:

Der Firmenwert in Höhe von 0,2 Mio. EUR ergibt sich aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaft, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist. Der Firmenwert wird in voller Höhe der firmenwerttragenden Einheit "Turnout Systems" zugeordnet. Es wird nicht erwartet, dass Teile des erfassten Firmenwertes für körperschaftsteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.

Die bisherigen Anteile wurden als Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen der Equity-Methode einbezogen. Unmittelbar vor Erlangen der Beherrschung wurden die bisherigen Anteile mit deren beizulegendem Zeitwert neu bewertet. Hieraus ergibt sich ein Ertrag (inkl. recycling von Währungsumrechnungsdifferenzen) von 12,2 Mio. EUR, der in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 in den Ergebnissen von equitykonsolidierten Unternehmen enthalten ist. Aus der Abschreibung der aufgedeckten stillen Reserven ergab sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 ein Aufwand in Höhe von 2,2 Mio. EUR.

CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. trug seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 64,1 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug 10,9 Mio. EUR. CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wurde zum 1. April 2015 erstkonsolidiert.

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 23,3 Mio. EUR (Bruttobuchwert 28,5 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Bruttobuchwert 0,1 Mio. EUR) übernommen.

Die voestalpine Precision Strip GmbH, eine Gesellschaft der Metal Forming Division, erwirbt mit Anfang November 2015 das US-Unternehmen Wickeder Steel Company (nun voestalpine Precision Strip WI, Inc.) in Wisconsin. Diese ist auf die Wärmebehandlung und Härtung von Kohlenstoffstählen zur Herstellung von Sägen, Handwerkzeugen oder Klappventilen spezialisiert und hält in den USA eine Top-5-Marktposition. Der Betrieb beschäftigt 50 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von umgerechnet rund 13 Mio. EUR. Das Produkt- und Technologieportfolio der Wickeder Steel Company deckt sich mit der US-Wachstumsstrategie sowie den Kernkompetenzen der Precision Strip-Gruppe. Die Wickeder Steel Company blickt auf eine lange Tradition in der Wärmebehandlung und Härtung von Spezialbandstählen für höchste Kundenanforderungen zurück. Für die voestalpine bedeutet der Zukauf eine zusätzliche Stärkung des Produktportfolios im Bereich gehärteter Spezialbandstähle für hochqualitative Anwendungen wie z. B. Bandsägeblätter für den Lebensmittelbereich. voestalpine Precision Strip WI, Inc. wurde zum 2. November 2015 erstkonsolidiert.

Am 1. September 2015 erwarb die voestalpine WBN B.V. Niederlande, ein Unternehmen der Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns, im Rahmen eines Asset-Deals die Rail Service Netherlands (RSN) mit Sitz in Alkmaar. Diese fertigt mit rund zehn Mitarbeitern Weichenantriebe sowie Antriebsschnittstellenteile (Stell- und Prüferstangen) für den niederländischen Markt. Die wesentlichen strategischen Überlegungen des Asset-Deals sind eine Stärkung und Absicherung der Marktposition von voestalpine WBN B.V. durch die Integration von Antriebs- und Stelltechnologie (holländische Systemweiche), der Aufbau eines Signaltechnik-Kompetenzzentrums für die Niederlande sowie der Ausbau des bestehenden Servicegeschäfts, die Beschleunigung des Markteintritts für andere Signaling-Produkte durch Nutzung der guten Reputation von RSN sowie die schnellere Marktausbreitung der RSN-Weichenantriebe aufgrund exzellenter Marktposition von voestalpine am niederländischen Bahnmarkt.

Angesetzte Werte
Langfristiges Vermögen 4,4
Kurzfristiges Vermögen 4,7
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –2,3
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –1,2
Nettovermögen 5,6
Badwill –0,6
Anschaffungskosten 5,0
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –0,1
Vereinbarung über bedingte Gegenleistung –0,3
Nettozahlungsmittelabgang 4,6
Mio. EUR

Diese beiden Unternehmenserwerbe haben folgende Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss:

Die Unternehmenserwerbe trugen seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 1,8 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug –0,1 Mio. EUR. Wären die Unternehmenserwerbe schon zum 1. April 2015 konsolidiert worden, wären die berichteten Konzernumsatzerlöse um 7,8 Mio. EUR höher und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns um –0,1 Mio. EUR niedriger.

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der voestalpine Precision Strip WI, Inc. wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Bruttobuchwert 1,4 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Bruttobuchwert 0,1 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind als unwesentlich zu betrachten. Für diese Akquisition wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die durch den Erwerb der voestalpine Precision Strip WI, Inc. vereinbarte Earn Out-Klausel "Inventory Pay-Out" besagt, dass von den im Vertrag identifizierten "Inventories at Risk" 50 % der erzielten Erlöse aus dem Verkauf der "Inventories at Risk" (gedeckelt mit 0,5 Mio. USD und zeitlich begrenzt bis zum 30. Juni 2017) zusätzlich zum vereinbarten Kaufpreis vergütet werden.

Aus zeitlichen Gründen bzw. aufgrund noch nicht endgültiger Bewertungen sind bei den erstmaligen Vollkonsolidierungen im Einklang mit IFRS 3 die Positionen Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände, Vorräte sowie Rückstellungen und infolgedessen die Position Firmenwerte als vorläufig zu erachten.

Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 2,4 Mio. EUR (2014/15: 9,9 Mio. EUR) bezahlt oder vorgesorgt. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 0,0 Mio. EUR (2014/15: 7,6 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 2,4 Mio. EUR (2014/15: 2,3 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.

Die Abstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen dem Fair Value und der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. Im den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 wurden nicht beherrschende Anteile zum Fair Value von 4,9 Mio. EUR (2014/15: 0,0 Mio. EUR) getauscht (siehe Abschnitt "Anteile an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen"). Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 1,0 Mio. EUR (2014/15: 0,0 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 3,9 Mio. EUR (2014/15: 0,0 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.

Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Gewinnrücklagen dotiert ("double credit approach").

Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 31. Dezember 2015 0,6 Mio. EUR (31. März 2015: 0,6 Mio. EUR).

Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Name des Tochterunternehmens Sitz 31.12.2015
Eigentumsanteil Beteiligungsquote
der Anteile ohne
beherrschenden
Einfluss
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG Kindberg, Österreich 49,8875 % 50,1125 %
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.
Qinhuangdao, China 50,0000 % 50,0000 %

Die gesamten nicht beherrschenden Anteile der Periode betragen 201,6 Mio. EUR, wovon 112,0 Mio. EUR auf die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und 28,5 Mio. EUR auf die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. entfallen. Die weiteren nicht beherrschenden Anteile sind einzeln für den Konzern als unwesentlich anzusehen.

Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen für jedes Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen, die für den Konzern wesentlich sind, dargestellt. Die Angaben entsprechen den Beträgen vor Eliminierung konzerninterner Transaktionen.

Zusammengefasste Bilanz

31.12.2015
voestalpine Tubulars
GmbH & Co KG
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.
Langfristiges Vermögen 86,9 20,5
Kurzfristiges Vermögen 133,8 101,6
Langfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
33,9 0,0
Kurzfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
66,8 67,5
Nettovermögen (100 %) 120,0 54,6

Mio. EUR

Zusammengefasste Gewinn- und Verlustrechnung

01.04.–31.12.2015
voestalpine Tubulars
GmbH & Co KG
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.
Umsatzerlöse 274,0 64,1
EBIT 23,1 16,4
Ergebnis nach Steuern 26,5 12,6
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens
13,2 6,3
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 13,3 6,3
An nicht beherrschende Gesellschafter
gezahlte Dividenden
31,0 4,7
Mio. EUR

Zusammengefasste Kapitalflussrechnung

01.04.–31.12.2015
voestalpine Tubulars
GmbH & Co KG
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3,4 15,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 30,2 –1,0
davon Investitionen/Devestitionen
in andere Finanzanlagen
56,2 0,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –33,7 –2,4
Verminderung/Erhöhung der Zahlungs
mittel und Zahlungsmitteläquivalente
–0,1 11,6
Mio. EUR

Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Anteile an nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen

Zum 31. Dezember 2015 ist einzig die Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd als Gemeinschaftsunternehmen erfasst. Die bisherigen Gemeinschaftsunternehmen voestalpine Tubulars GmbH & Co KG (bisher als wesentliches Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert), voestalpine Tubulars GmbH und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. (bisher als nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert) wurden bis zum 31. März 2015 nach der Equity-Methode einbezogen und aufgrund der Übernahme der Beherrschung ab 1. April 2015 auf Vollkonsolidierung umgestellt. Zu den daraus entstandenen Beträgen auf Ergebnissen von equitykonsolidierten Unternehmen und auf das sonstige Ergebnis siehe Abschnitt "Konsolidierungskreis/Unternehmenserwerbe".

Die Ergebnisse aus den Gemeinschaftsunternehmen, welche für den voestalpine-Konzernzwischenabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen und stellen sich wie folgt dar:

01.04.– 31.12.2014 01.04.– 31.12.2015
6,6 0,1
3,1 0,0
9,7 0,1
35,3 3,3

Mio. EUR

Anteile an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen

Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen, welche für den voestalpine-Konzernzwischenabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den assoziierten Unternehmen und stellen sich wie folgt dar:

01.04.– 31.12.2014 01.04.– 31.12.2015
Anteil des Konzerns am
Ergebnis nach Steuern 8,0 8,3
Sonstigen Ergebnis 3,5 0,1
Gesamtergebnis 11,5 8,4
Buchwert nicht wesentliche assoziierte Unternehmen 107,9 118,5

Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/16 wurde die WS Service GmbH, welche auf Inspektion, Wartung und Instandsetzung von Weichen spezialisiert ist, erstmalig als assoziiertes Unternehmen im Konzernzwischenabschluss einbezogen. Die voestalpine Weichensysteme GmbH (Metal Engineering Division) hält durch Anteilstausch 49,0 % an der WS Service GmbH (Bilanzstichtag 31. Dezember). Im Rahmen dieses Anteilstausches sind 13,05 % von der Weichenwerk Wörth GmbH ab- und 49,0 % von der WS Service GmbH zugegangen.

Erläuterung der Bilanz

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 haben die tatsächlichen Investitionen in Höhe von 931,5 Mio. EUR die Abschreibungen in Höhe von 480,3 Mio. EUR überstiegen. Daneben führten die Anlagenzugänge durch die erstmalige Vollkonsolidierung der voestalpine Tubulars GmbH, voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. in Höhe von 326,9 Mio. EUR zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte von 7.682,0 Mio. EUR auf 8.260,0 Mio. EUR. Neben einem operativen Anstieg des Vorrätebestands (siehe Konzern-Kapitalflussrechnung) ist der Bilanzwert der Vorräte zum Stichtag vor allem aufgrund der beschriebenen erstmaligen Vollkonsolidierung der voestalpine Tubulars GmbH, voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. gegenüber dem 31. März 2015 um 126,2 Mio. EUR gestiegen.

Das Grundkapital der voestalpine AG betrug zum 31. Dezember 2015 317.851.287,79 EUR (31. März 2015: 313.309.235,65 EUR) und ist in 174.949.163 Aktien zerlegt (31. März 2015: 172.449.163). Die am 9. März 2015 vom Vorstand beschlossene und am 26. März 2015 vom Aufsichtsrat genehmigte Kapitalerhöhung im Ausmaß von 2,5 Mio. Stück Aktien wurde mit 25. April 2015 eingetragen und ist somit mit diesem Datum wirksam. Zum Stichtag hielt die Gesellschaft 28.597 Stück eigene Aktien. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 wurden keine eigenen Aktien ge- oder verkauft.

Im Geschäftsjahr 2012/13 begab die voestalpine AG eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR. Der Erlös aus der Begebung der Hybridanleihe wird als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt. Die Begebungskosten der Hybridanleihe 2013 beliefen sich auf 2,8 Mio. EUR abzüglich 0,7 Mio. EUR Steuereffekt. Das Eigenkapital erhöhte sich deshalb um einen Wert von 497,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13.

Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 508,5 Mio. EUR hat zu einer Erhöhung des Eigenkapitals beigetragen. In der Hauptversammlung am 1. Juli 2015 wurde für das Geschäftsjahr 2014/15 eine Dividende in Höhe von 1,00 EUR je Aktie beschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr wurde daher von der voestalpine AG eine Dividende in Höhe von 174,8 Mio. EUR an Anteilseigner ausgeschüttet.

Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sowie Jubiläumsgelder werden für den Konzernzwischenabschluss auf Basis eines Vorschaugutachtens für das gesamte laufende Geschäftsjahr 2015/16 berücksichtigt. Sind unterjährig wesentliche Änderungen der Parameter eingetreten, wird eine Neubewertung der Nettoschuld durchgeführt.

Im laufenden Geschäftsjahr führten eine Erhöhung des Diskontierungszinses von 1,5 % auf 2,0 % sowie eine negative Pensionskassenperformance von –2,1 % insgesamt zu einer Reduktion der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen und folglich zu einem versicherungsmathematischen Gewinn in Höhe von 62,7 Mio. EUR (nach latenten Steuern).

Im Zusammenhang mit der Jubiläumsgeldrückstellung ergibt sich ein weiterer Anpassungsbedarf aufgrund der letzten österreichischen Steuerreform. Gemäß dieser Steuerreform ist ab 1. Jänner 2016 für das Jubiläumsgeld auch ein Sozialversicherungs-Arbeitgeberanteil fällig, der ebenfalls in der Jubiläumsgeldrückstellung zu erfassen ist bzw. zum 31. Dezember 2015 bereits erfasst wurde. Diese Anpassung und die Erhöhung des Diskontierungszinses von 1,5 % auf 2,0 % führten zu einer Reduktion der Jubiläumsgeldrückstellung in Höhe von 1,6 Mio. EUR und zu einem ergebniswirksamen Ertrag (nach latenten Steuern) in Höhe von 1,2 Mio. EUR.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Umsatz vom 1. April bis 31. Dezember 2015 in Höhe von 8.380,4 Mio. EUR ist im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres (8.254,9 Mio. EUR) um 1,5 % gestiegen. Das EBIT belief sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 auf 727,0 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 627,1 Mio. EUR. Bezogen auf das 3. Quartal wurde ein EBIT in Höhe von 151,9 Mio. EUR erzielt, verglichen mit 182,6 Mio. EUR im selben Zeitraum des Vorjahres. Nach Berücksichtigung des Finanzerfolges sowie der Steuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 508,5 Mio. EUR gegenüber 432,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:

01.04.– 31.12.2014 01.04.– 31.12.2015
Anteilseigner des Mutterunternehmens
zuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR)
393,8 479,9
Durchschnittlich gewichtete Anzahl
der ausgegebenen Aktien (Mio.)
172,4 174,9
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 2,28 2,74

Geschäftssegmente

Die folgende Tabelle enthält Informationen zu den Geschäftssegmenten des voestalpine-Konzerns für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2015/16 bzw. 2014/15:

Geschäftssegmente

01.04.–
31.12.2014
01.04.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2014
01.04.–
31.12.2015
01.04.–
31.12.2014
01.04.–
31.12.2015
2.812,7 2.835,1 2.028,9 1.984,8 1.960,3 2.213,0
2.591,8 2.613,5 1.990,3 1.943,2 1.940,7 2.184,2
220,9 221,6 38,6 41,6 19,6 28,8
308,2 359,8 278,9 259,9 295,9 426,5
130,6 174,1 176,0 158,2 214,0 310,4
4,6 % 6,1 % 8,7 % 8,0 % 10,9 % 14,0 %
4.134,7 4.621,8 3.885,2 3.830,4 2.562,5 3.156,7
11.148 10.858 13.334 13.301 11.284 12.652
Steel
Division
Special Steel
Division
Metal Engineering
Division
Metal Forming
Division Sonstige Überleitung Summe Konzern
01.04.–
01.04.–
31.12.2014
31.12.2015
01.04.–
01.04.–
31.12.2014
31.12.2015
01.04.–
01.04.–
31.12.2014
31.12.2015
01.04.–
01.04.–
31.12.2014
31.12.2015
1.742,4 1.649,8 896,2 696,6 –1.185,6 –998,9 8.254,9 8.380,4
1.717,4 1.628,0 14,7 11,5 0,0 0,0 8.254,9 8.380,4
25,0 21,8 881,5 685,1 –1.185,6 –998,9 0,0 0,0
259,3 205,5 –61,6 –52,7 6,2 8,3 1.086,9 1.207,3
167,6 134,4 –67,3 –58,4 6,2 8,3 627,1 727,0
9,6 % 8,1 % 7,6 % 8,7 %
1.935,7 2.033,7 9.948,1 10.236,1 –9.868,0 –10.346,9 12.598,2 13.531,8
9.885 10.212 810 877 0 0 46.461 47.900

Mio. EUR

In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:

EBITDA

01.04.– 31.12.2014 01.04.– 31.12.2015
Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung 5,9 10,2
Konsolidierung 0,3 –1,9
EBITDA – Summe Überleitung 6,2 8,3

Mio. EUR

EBIT
01.04.– 31.12.2014 01.04.– 31.12.2015
Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung 5,9 10,2
Konsolidierung 0,3 –1,9
EBIT – Summe Überleitung 6,2 8,3
Mio. EUR

Alle übrigen Kennzahlen enthalten nur Konsolidierungseffekte.

Erläuterung der Kapitalflussrechnung

In den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen sind u. a. Abschreibungen (inkl. Finanzanlagevermögen) in Höhe von 488,7 Mio. EUR abzüglich nicht zahlungswirksamer Erträge in Höhe von 145,8 Mio. EUR aus der beschriebenen erstmaligen Vollkonsolidierung der voestalpine Tubulars GmbH, voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. enthalten. Unter Berücksichtigung der Working Capital-Veränderung ergibt sich ein Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von 837,7 Mio. EUR – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (725,0 Mio. EUR) bedeutet dies eine Verbesserung von rund 16 %. Nach Abzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 947,1 Mio. EUR sowie unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 77,0 Mio. EUR (im Wesentlichen Fremdkapitalaufnahmen, Kapitalerhöhung und Dividende) ergibt sich eine Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vor Währungsdifferenzen) von –32,4 Mio. EUR.

Erläuterung zu Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten je Klasse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber:

31.12.2014 31.12.2015
Buchwerte Zeitwerte Buchwerte Zeitwerte
Aktiva
Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden
1.881,0 1.881,0 1.791,7 1.791,7
Finanzinstrumente, die zum Zeitwert bewertet werden 492,2 492,2 450,2 450,2
2.373,2 2.373,2 2.241,9 2.241,9
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
5.884,0 5.956,1 5.894,5 5.996,4
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Zeitwerten 23,0 23,0 14,8 14,8
5.907,0 5.979,1 5.909,3 6.011,2
Mio. EUR

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert angegeben wird, fallen in Stufe 2. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market"-Methode, wobei die Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte am Markt beobachtbare Währungskurse, Zinssätze und Creditspreads sind. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.

Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, welche die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet. Die drei Stufen sind wie folgt definiert:

Stufe 1 umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten
(unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag
zugreifen kann.
Stufe 2 umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für
den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
Stufe 3 umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld.

Eingangsparameter

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
31.12.2015
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 11,7 11,7
Fair Value-Option (Wertpapiere) 401,8 401,8
Available for sale at fair value 36,7 36,7
401,8 11,7 36,7 450,2
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate)
14,8 14,8
0,0 14,8 0,0 14,8
31.12.2014
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 41,1 41,1
Fair Value-Option (Wertpapiere) 414,4 414,4
Available for sale at fair value 36,7 36,7
414,4 41,1 36,7 492,2
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate)
23,0 23,0
0,0 23,0 0,0 23,0

Hierarchiestufen für regelmäßige Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert

Mio. EUR

Die zugrunde liegenden Vermögenswerte des Wertpapierdachfonds werden im Rahmen der "Fair Value-Option" ausgewiesen. Die Designation zum beizulegenden Zeitwert wurde gewählt, um zweckdienlichere Informationen zu vermitteln, weil diese Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gemäß der dokumentierten Risikomanagement- und Anlagestrategie nach deren Fair Value gesteuert und ihre Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwerts beobachtet und berichtet wird.

Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen Stufe 1 und Stufe 2 sowie keine Umgruppierungen in oder aus Stufe 3 vorgenommen. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:

01.04.–
31.12.2014
01.04.–
31.12.2015
Anfangsbestand 41,1 36,7
Summe der in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzten Gewinne/Verluste:
Finanzaufwendungen/-erträge (Wertminderungen) –4,4 0,0
Endbestand 36,7 36,7

Stufe 3 – Available for sale at fair value

Mio. EUR

In Stufe 3 ist die nicht konsolidierte Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich, die nach "available for sale at fair value" zum Fair Value bewertet wird, enthalten. Für diese kann der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich als Ganzes verlässlich ermittelt werden.

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.

Saison- und Konjunktureinflüsse

Wir verweisen auf die entsprechenden Erläuterungen im Zwischenlagebericht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit bestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen mit assoziierten Gesellschaften des Konzerns. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.

Es gab keine Veränderungen bei Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die im letzten Jahresfinanzbericht dargelegt wurden und die die Finanzlage oder das Geschäftsergebnis des Unternehmens während der ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres wesentlich beeinflusst haben.

Kartellverfahren

Die für den Themenkomplex Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2014/15 ausgewiesene Rückstellung in Höhe von insgesamt 53,6 Mio. EUR wurde zum 31. Dezember 2015 durch den Verbrauch auf 45,6 Mio. EUR reduziert.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat nun im Zusammenhang mit dem europäischen Spannstahlkartell die von der EU-Kommission (im Oktober 2010) verhängten Bußgelder herabgesetzt. Davon profitiert auch die voestalpine, deren Bußgeld von ursprünglich 22 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR reduziert wurde. Das Bußgeld wurde im 2. Quartal 2015/16 bezahlt und die verbleibende Rückstellung (inkl. Zinsvorsorgen) in Höhe von 10,6 Mio. EUR wurde erfolgswirksam aufgelöst.

Gesellschaften der Special Steel Division des voestalpine-Konzerns sind von einem – am 26. November 2015 durch Hausdurchsuchungen bei Mitbewerbern bekannt gewordenen – Verfahren des deutschen Bundeskartellamtes betroffen. voestalpine nimmt dieses Verfahren sehr ernst, arbeitet mit der Behörde zusammen und rechnet derzeit nicht damit, dass in diesem Verfahren erhebliche Bußgelder gegen voestalpine verhängt werden. Es sind in der aktuellen Zwischenberichtsperiode dazu keine Rückstellungen erfasst.

Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß IAS 37.92 detaillierte Angaben zu Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach der Berichtsperiode bekannt.

Impressum Eigentümer und Medieninhaber: voestalpine AG, voestalpine-Straße 1, 4020 Linz Herausgeber und Redaktion: voestalpine AG, Investor Relations T. +43/50304/15-9949, F. +43/50304/55-5581, [email protected], www.voestalpine.com Gestaltung, Realisierung: gugler* brand & digital, 3100 St. Pölten

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