Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

voestalpine AG Interim / Quarterly Report 2014

Feb 11, 2014

767_rns_2014-02-11_da10efc0-d9b4-422d-a0e2-b8502383361a.pdf

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2013/14

www.voestalpine.com

voestalpine-Konzern in Zahlen

1 Q – 3 Q 2012/13 vs. 1 Q – 3 Q 2013/14

Mio. EUR 1 Q – 3 Q 2012/131 1 Q – 3 Q 2013/14
01.04.– 01.04.– Veränderung
31.12.2012 31.12.2013 in %
Umsatzerlöse 8.652,5 8.384,1 –3,1
EBITDA 1.043,8 1.006,8 –3,5
EBITDA-Marge 12,1 % 12,0 %
EBIT 607,2 573,0 –5,6
EBIT-Marge 7,0 % 6,8 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 473,7 456,5 –3,6
Ergebnis nach Steuern2 369,5 351,6 –4,8
Gewinn je Aktie (EUR) 1,83 1,71 –6,6
Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen 498,4 664,3 33,3
Abschreibungen 436,6 433,9 –0,6
Capital Employed 8.200,5 8.460,5 3,2
Eigenkapital 5.041,5 5.117,4 1,5
Nettofinanzverschuldung 2.508,5 2.570,3 2,5
Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) 49,8 % 50,2 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 44.696 47.085 5,3

1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.

2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit den letzten Monaten des Jahres 2013 mehren sich jene Stimmen, die für 2014 die endgültige Rückkehr auf einen stabilen globalen Wachstumspfad und damit die gleichsam finale Überwindung der Finanzkrise der Jahre 2008/09 und ihrer Folgen erwarten. In Erinnerung an die Jahre 2012 und 2013 tut sich hier so etwas wie ein Déjà-vu-Erlebnis auf: Diese Meinung entspricht auffällig dem, was schon zu Jahresbeginn 2012 vielfach zu hören war und dann wieder vor einem Jahr, nur mit noch deutlich gesteigerter Überzeugung, und jetzt neuerlich …

Wenn schon der historische Soll-Ist-Vergleich zwei Mal nicht unbedingt zugunsten der Konjunkturoptimisten ausfällt, so scheint die Aussicht, dass sie im dritten Anlauf recht behalten, günstig – und doch spricht nach wie vor einiges dafür, auch bei den Konjunkturerwartungen für 2014 Vorsicht walten zu lassen. Zweifellos deuten viele Zeichen in Nordamerika auf einen anhaltenden Aufschwung und spricht vieles für eine weitgehend stabile Entwicklung in China sowie eine erfolgreiche Fortsetzung des finanziellen und wirtschaftlichen Restrukturierungsweges in Europa. Darüber darf aber nicht übersehen werden, dass gleichzeitig wesentliche Teile des globalen Wirtschaftsgefüges aus unterschiedlichsten Gründen mit ökonomischen, zum Teil auch politischen Problemen kämpfen. Dazu gehören wichtige Länder Südamerikas, Indien, die Türkei, die Ukraine und andere mehr. Von ihnen gehen immer stärker – zum Teil auch weitreichende – kurzfristige Veränderungen des internationalen Wechselkurssystems mit teilweise erheblichen Auswirkungen auch auf alle anderen Volkswirtschaften aus.

Nicht unbedingt unterstützend für eine positive Wirtschaftsentwicklung wirken auch die vielen offenen Fragen im Zusammenhang mit der weitgehenden Neuordnung der Energieversorgung in großen Teilen der Welt. Derartige Veränderungen führen naturgemäß zu politischen, ideologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und erheblicher Unsicherheit über die weitere Entwicklung, ebenso simplifizierend wie treffend zum Ausdruck gebracht mit einem einzigen Wort: Energiewende.

Nicht, dass wir uns ein weiteres Jahr an Unsicherheit und Rückschlägen wünschen würden – es geht vielmehr darum, sich bewusst zu machen, dass der erhoffte, ja erwartete Aufschwung nach wie vor keine abgemachte Sache ist, sondern dabei durchaus noch die eine oder andere Hürde zu bewältigen sein wird. Eines steht aber in jedem Fall fest: 2014 bietet bessere Voraussetzungen, die mit "Lehman" entstandene Krisenperiode endgültig in Richtung einer wieder einigermaßen "normalen" Wirtschaftsentwicklung zu verlassen, als dies in den vergangenen Jahren der Fall gewesen ist.

Linz, 10. Februar 2014

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter

Highlights1

  • Global verbessertes Sentiment in Erwartung eines Wirtschaftsaufschwungs, aber bislang uneinheitliche Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsräumen.
  • Europa mit Turnaround nach dem Sommer 2013, Momentum aber noch wenig ausgeprägt
  • USA nach "Government Shutdown" im Herbst 2013 zurück auf Wachstumspfad
  • China auf stabilem Expansionskurs, Brasilien mit moderater Inlandskonjunktur, Indien mit vergleichsweise geringer Dynamik
  • Europäische Automobilindustrie leicht verbessert, Bau gewinnt nur langsam an Dynamik, Konsumgüter und Hausgeräte stabil, Maschinenbau volatil, Eisenbahn und Luftfahrt global mit solider Entwicklung
  • Konventioneller Energiesektor mit anhaltend schwacher Nachfrage (Ausnahme Exploration)
  • Profitabilität des Gesamtkonzerns (EBITDA- und EBIT-Marge) weitgehend stabil
  • Metal Engineering und Metal Forming Division mit neuerlicher Ergebnisverbesserung
  • Steel Division mit deutlich rückläufiger Ergebnisentwicklung, Special Steel Division nur leicht unter Vorjahr
  • Umsatzerlöse mit –3,1 % leicht auf 8.384,1 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 8.652,5 Mio. EUR)
  • Operatives Ergebnis (EBITDA) bei im Wesentlichen konstanter Marge (aktuell 12,0 % nach 12,1 % im Vorjahr) leicht rückläufig: 1.006,8 Mio. EUR nach 1.043,8 Mio. EUR 2012/13
  • Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) im Jahresvergleich mit 50,2 % (Vorjahr: 49,8 %) nahezu stabil, im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. März 2013 (44,5 %) Working Capital-bedingt etwas höher
  • HBI-Projekt Texas terminlich und kostenmäßig weiterhin planmäßig in Umsetzung

1 Alle Kennzahlen im 9-Monats-Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2012/13.

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Die Erwartungen an die globale Konjunkturentwicklung haben sich im Laufe der ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres kontinuierlich nach oben entwickelt, wobei die Realität letztlich mit diesen Erwartungen nicht immer Schritt halten konnte. Die konjunkturellen Trends in den wichtigsten Wirtschaftsräumen verliefen dabei auch durchaus unterschiedlich.

In der Europäischen Union verdichteten sich im Jahresverlauf zwar die Anzeichen auf einen Aufschwung, allerdings herrschte bis Sommer sogar noch eine rezessive Grundtendenz vor. Europa weist auch über das gesamte Kalenderjahr 2013 noch kein Wachstum aus. Im unterjährigen Vergleich konnte im 3. Kalenderquartal jedoch erstmals ein leichtes Wirtschaftswachstum erreicht werden, welches gegen Ende des Jahres noch etwas an Momentum gewann. Mitentscheidend für diese positive Entwicklung war das erstmalige Ausbleiben von negativen Newsflows im Zusammenhang mit der Gemeinschaftswährung über mehrere Monate, womit Europa doch gezeigt hat, selbst veritable Krisen letztlich auch in einem politisch komplexen Umfeld erfolgreich managen zu können. Damit verbunden war allerdings auch ein Anstieg im Wert des Euro gegenüber praktisch allen wesentlichen übrigen Weltwährungen (mit Ausnahme des britischen Pfunds), was die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Industriebereiche Europas in ihrer Entwicklung bremste. Die bereits seit mehreren Quartalen positive Entwicklung in Nordamerika wurde im Herbst 2013 durch den "Government Shutdown" unterbrochen, die dadurch hervorgerufene Verunsicherung konnte jedoch durch die letztlich erfolgreiche politische Einigung auf ein Budget für die nächsten beiden Jahre relativ rasch überwunden werden. Auch der im weiteren Jahresverlauf von

der Fed angekündigte "Tapering"-Prozess (Rücknahme des Ankaufsprogramms von Staatsanleihen) führte zu keinen nennenswerten Rückschlägen bei den Lead-Indikatoren zur wirtschaftlichen Entwicklung, was auf eine gewisse Robustheit des positiven Trends schließen lässt.

Die Emerging Markets haben ihren Wachstumskurs zwar auch 2013/14 weiter fortsetzen können, allerdings zum Teil mit erheblich gedrosselter Geschwindigkeit. Brasilien als für den voestalpine-Konzern wichtigster südamerikanischer Markt zeigte sich nach einer überraschend verhaltenen Performance im Vorjahr zuletzt mit einem auflaufenden Wachstum von 2,5 % wieder etwas verbessert, wobei diese Entwicklung fast ausschließlich von privatem Konsum und staatlichen Ausgaben getragen wird, während die Produktionsleistung von Industrie und wesentlichen Teilen der Landwirtschaft weiterhin rückläufig bleibt.

China konnte seinen Wachstumspfad auf einem zwar gegenüber der Vergangenheit etwas schwächeren, aber letztlich immer noch soliden Niveau von rund 7,5 % weiter fortsetzen, überwiegend getragen von Investitionen in Infrastruktur und Immobilien. Im Vergleich zu früheren Jahren weiterhin deutlich gedämpft verläuft die Konjunkturentwicklung in Indien und Russland, zunehmend unter den politischen Unruhen leidet die wirtschaftliche Lage in der Türkei.

Die im Jahresverlauf zuversichtlicher werdende Stimmung fand realwirtschaftlich in den wichtigsten Industriesegmenten unterschiedlichen Niederschlag. So konnte die europäische Automobilindustrie ihren mehrjährigen Abwärtstrend durchbrechen und gegen Ende des Kalenderjahres wieder leichte Wachstumsraten verzeichnen. Der Turnaround wurde vor allem bei den Volumenproduzenten spürbar, die Premiumhersteller konnten aufgrund der ungebrochenen Exportstärke ihr Produktionsniveau bereits seit Längerem kontinuierlich steigern. Der Konsumgüterbereich inklusive der Hausgeräteindustrie zeigte 2013 eine weitgehend stabile Entwicklung mit einem leichten Plus am Ende. Der Maschinenbau war im aufgelaufenen Geschäftsjahr über weite Strecken von einer deutlichen Nachfrageschwäche geprägt, konnte gegen Jahresende den Abwärtstrend aber doch bremsen. Die europäische Bauindustrie verharrte auch 2013 auf schwachem Niveau.

Der Energiebereich entwickelte sich in der Exploration stabil auf hohem Niveau, wogegen der Kraftwerksbau vor allem in Europa praktisch zum Erliegen gekommen ist und auch die Umsetzung größerer Pipelineprojekte weltweit immer wieder verschoben wurde. Während die jüngste Vergabe des Southstream-Projekts eine Trendumkehr im Bereich Öl- und Gastransport markieren dürfte, zeichnet sich für den Kraftwerksbau bis auf Weiteres keine Besserung ab.

Der weltweite Markt für Eisenbahninfrastruktur blieb auch im aufgelaufenen Geschäftsjahr auf solidem Niveau, getragen vor allem von den außereuropäischen Märkten, welche die anhaltende Schwäche in Europa mehr als kompensieren konnten. Ebenfalls eine anhaltend starke Bedarfsentwicklung zeigen Luftfahrt- und Landmaschinensektor.

Geschäftsverlauf voestalpine-Konzern

Während die aktuellen makroökonomischen Leadindikatoren in den kommenden Monaten eine Wirtschaftsbelebung wahrscheinlich erscheinen lassen und in einzelnen Marktsegmenten auch positive Impulse spürbar werden, war die Ergebnisentwicklung des voestalpine-Konzerns in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 noch von rückläufiger Tendenz gekennzeichnet, wobei allerdings mit dem 3. Geschäftsquartal 2013/14 der Wendepunkt erreicht wurde. Während die endproduktnahen Divisionen Metal Forming und Metal Engineering im Jahresvergleich bei weitgehend stabilem Umsatz jeweils ergebnismäßig sogar zulegen konnten, mussten die stärker werkstofforientierten Divisionen Special Steel und vor allem Steel Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Diese Entwicklung unterstreicht die Richtigkeit der Strategie der voestalpine-Gruppe, forciert in die Verlängerung der Wertschöpfungskette zu investieren und mit der "Strategie 2020" das Unternehmen noch weiter in Richtung Technologie- und Industriegüterkonzern zu entwickeln, wobei die eigenen Stahlbasen schon aus Qualitäts- und Technologiegründen nicht in Frage gestellt werden.

Die Entwicklung der Special Steel Division wurde bei stabiler Profitabilität (EBITDA- und EBIT-Marge) wesentlich durch anhaltende Schwächen in europäischen Kernmarktsegmenten geprägt, vor allem der Energiemaschinenbau (Kraftwerksbau) und der Schwermaschinenbau litten unter schwacher Auftragslage.

Die Steel Division musste trotz hervorragendem Auftragseingang im Bandbereich sowohl beim Umsatz als auch in der Profitabilität Einbußen hinnehmen, welche zum weitaus überwiegenden Teil auf den anhaltend kritischen Marktverlauf im Energiebereich (Pipelinebau) zurückzuführen sind. Die in diesem Segment ohnehin stark rückläufigen Projektvergaben wurden im globalen Wettbewerb weitgehend über die Entwicklung der Währungsparitäten entschieden, womit europäische Spieler 2013 aufgrund des kontinuierlich stärker werdenden Euros nahezu unaufholbare Wettbewerbsnachteile hatten.

Der Umsatz des voestalpine-Konzerns verringerte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 % von 8.652,5 Mio. EUR auf 8.384,1 Mio. EUR.

Bei einer stabilen EBITDA-Marge von 12,0 % (Vorjahr 12,1 %) entwickelte sich das operative Ergebnis (EBITDA) weitgehend analog zum Umsatzrückgang: Es belief sich auf 1.006,8 Mio. EUR nach 1.043,8 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Ähnlich verhielt sich der Verlauf des Betriebsergebnisses (EBIT), das bei ebenfalls nahezu konstanter Marge (aktuell 6,8 % im Vergleich zu 7,0 % im Vorjahr) mit 573,0 Mio. EUR um 5,6 % unter dem Wert des Vorjahres von 607,2 Mio. EUR zu liegen kam.

Das Ergebnis vor Steuern weist mit 456,5 Mio. EUR einen ebenfalls nur leichten Rückgang von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr (473,7 Mio. EUR) aus. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 351,6 Mio. EUR und liegt damit um 4,8 % unter dem Vorjahreswert (369,5 Mio. EUR).

Das Eigenkapital konnte per 31. Dezember 2013 im Jahresvergleich um 1,5 % auf 5.117,4 Mio. EUR gesteigert werden (31. Dezember 2012: 5.041,5 Mio. EUR). Im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. März 2013 (5.075,3 Mio. EUR) bedeutet dies eine Steigerung um knapp 1 %.

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im 12-Monats-Vergleich um 2,5 % von 2.508,5 Mio. EUR auf 2.570,3 Mio. EUR; etwas deutlicher stieg sie im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. März 2013 (2.259,2 Mio. EUR), im Wesentlichen verursacht durch den (vorübergehenden) Aufbau von Working Capital.

Die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) entwickelte sich mit 50,2 % im Jahresvergleich weitgehend konstant (49,8 % per 31. Dezember 2012), die gegenüber dem Beginn des Geschäftsjahres (44,5 % per 31. März 2013) eingetretene Erhöhung sollte sich im restlichen Verlauf des Geschäftsjahres wieder weitgehend abbauen.

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2013/14 2 Q 2013/14 3 Q 2013/14 2013/14 2012/131
01.04.–
30.06.2013
01.07.–
30.09.2013
01.10.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2012
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.936,1 2.787,5 2.660,5 8.384,1 8.652,5 –3,1
EBITDA 366,3 320,6 319,9 1.006,8 1.043,8 –3,5
EBITDA-Marge 12,5 % 11,5 % 12,0 % 12,0 % 12,1 %
EBIT 223,3 177,2 172,5 573,0 607,2 –5,6
EBIT-Marge 7,6 % 6,4 % 6,5 % 6,8 % 7,0 %
Ergebnis vor Steuern 179,9 140,5 136,1 456,5 473,7 –3,6
Ergebnis
nach Steuern2
138,6 101,4 111,6 351,6 369,5 –4,8
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
47.154 47.744 47.085 47.085 44.696 5,3

Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns

1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.

2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2013/14 2 Q 2013/14 3 Q 2013/14 2013/14 2012/13
01.04.–
30.06.2013
01.07.–
30.09.2013
01.10.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2012
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 989,8 938,5 886,8 2.815,1 2.906,0 –3,1
EBITDA 111,3 86,6 87,5 285,4 336,5 –15,2
EBITDA-Marge 11,2 % 9,2 % 9,9 % 10,1 % 11,6 %
EBIT 55,3 29,5 28,7 113,5 164,8 –31,1
EBIT-Marge 5,6 % 3,1 % 3,2 % 4,0 % 5,7 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
10.805 11.026 10.862 10.862 10.414 4,3

Steel Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Die generelle Entwicklung der Stahlindustrie in Europa war auch in den vergangenen neun Monaten überwiegend von einer weiter rückläufigen Nachfrage geprägt. Erst gegen Ende des Kalenderjahres 2013 kam es zu gewissen Belebungstendenzen. Dennoch weist Europa für 2013 das dritte Jahr in Folge einen Rückgang im Stahlverbrauch aus. In einem von erheblichen strukturellen Überkapazitäten geprägten Umfeld folgten die Hersteller insofern einmal mehr traditionellen Verhaltensweisen, als jede Nachfragebelebung zum Anlass einer Wiederinbetriebnahme vorübergehend stillgelegter Kapazitäten genommen wurde, was insgesamt zu einem permanenten Preisdruck auf den Spotmärkten führte.

Auch für die Steel Division bedeutete dieses Marktumfeld eine herausfordernde Wettbewerbssituation, selbst wenn aufgrund des anspruchsvollen Produktportfolios eine stabile Vollauslastung der Aggregate über das gesamte bisherige Geschäftsjahr 2013/14 bei einem strukturell auch deutlich höherem Erlösniveau möglich war. In Bezug auf die wesentlichen Abnehmerindustrien stellte sich die Lage für die Division in den ersten drei Quartalen 2013/14 wie folgt dar: Die Nachfrage in der europäischen Automobil- und Automobilzulieferindustrie hat sich in diesem Zeitraum leicht erholt. Nachdem sich das Premiumsegment aufgrund seiner Exportstärke bereits seit längerer Zeit hervorragend entwickelt, kam es in der 2. Jahreshälfte 2013 – ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau – auch zu einer Belebung im Bereich der Volumenhersteller.

Nach Jahren vielfach existenzieller Probleme scheint die Bau- und Bauzulieferindustrie in Südund Osteuropa vor einer Trendwende zu stehen, auch wenn sich die Erholung vorläufig nur in ersten vorsichtigen Anzeichen erkennen lässt. Besser stellte sich die Situation im deutschsprachigen Raum dar, wo eine gewisse Belebung der Investitionstätigkeit am Bausektor festzustellen ist.

Der konventionelle Energiesektor (Öl, Gas), vor allem mit seinen Pipelineprojekten von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des Geschäftsbereiches Grobblech, war 2013 eindeutig das schwierigste Marktsegment. Der Wettstreit um die wenigen noch verbliebenen Projektvorhaben führte im Jahresverlauf zu einem massiven Preisverfall, der durch die globale Anbieterstruktur und damit auch Wettbewerbsverzerrungen aufgrund massiver unterjähriger Veränderungen in den Währungsparitäten noch zusätzlich angeheizt wurde. Mit der Vergabe der ersten Tranche des "South-Stream"-Projekts Ende Jänner 2014 sollte jedoch der Wendepunkt in dieser Deflationsspirale eingeleitet sein.

Die Maschinenbauindustrie zeigte im Jahresverlauf deutliche Schwächen, während sich die Hausgeräte- und Elektroindustrie auf gutem Niveau seitwärts entwickelte.

Entwicklung der Kennzahlen

Wenngleich sich die Mengenentwicklung der Steel Division 2013/14 bisher hervorragend darstellt – für das Gesamtgeschäftsjahr zeichnet sich eine All-Time-High-Produktion ab –, reduzierten sich die Umsatzzahlen in den ersten drei Quartalen im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode aufgrund des insgesamt niedrigeren Preisniveaus. Insbesondere im Geschäftsbereich Grobblech führten fehlende Aufträge und Preisdruck aus dem Öl- und Gasbereich zu erheblichen Umsatz- und Ergebniseinbußen (zur Verdeutlichung: Die negative EBIT-Abweichung beträgt dort nach neun Monaten gegenüber der ursprünglichen Planung rund 40 Mio. EUR). Im Einzelnen gingen die Umsatzerlöse um 3,1 % von 2.906,0 Mio. EUR auf 2.815,1 Mio. EUR zurück. Die Einbußen auf der Ergebnisseite fielen wesentlich höher aus, weil nur leicht sinkende Rohstoffkosten die schwachen Verkaufspreise nicht annähernd ausgleichen konnten. Damit verzeichnete die Division nach neun Monaten einen Rückgang beim EBITDA um 15,2 % von 336,5 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 285,4 Mio. EUR, womit sich die EBITDA-Marge von 11,6 % auf 10,1 % verringerte. Das EBIT lag mit 113,5 Mio. EUR knapp ein Drittel unter dem Wert des vergangenen Jahres (164,8 Mio. EUR). Dementsprechend entwickelte sich auch die EBIT-Marge mit

4,0 % deutlich rückläufig – sie vergleicht sich mit einer Marge von 5,7 % in den ersten drei Quartalen 2012/13.

Während die Umsatzerlöse im 3. Quartal 2013/14 aufgrund der niedrigeren Versandmengen bei Grobblech in der Gegenüberstellung mit dem unmittelbaren Vorquartal um 5,5 % von 938,5 Mio. EUR auf 886,8 Mio. EUR abnahmen, stabilisierten sich operatives Ergebnis (EBITDA) und Betriebsergebnis (EBIT), wenn auch auf mäßigem Niveau. Im Einzelnen erreichte das EBITDA im 3. Quartal einen Wert von 87,5 Mio. EUR (2. Quartal 86,6 Mio. EUR) und das EBIT kam bei 28,7 Mio. EUR (2. Quartal 29,5 Mio. EUR) zu liegen. Die EBITDA-Marge konnte von 9,2 % auf 9,9 % gesteigert werden, die EBIT-Marge verblieb mit 3,2 % hingegen annähernd konstant (2. Quartal 3,1 %).

Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Steel Division war zum Ende des 3. Quartals des laufenden Geschäftsjahres mit 10.862 um 4,3 % höher als zum 31. Dezember des Vorjahres (10.414 FTE) bzw. um 1,7 % über dem Vergleichswert zum Ende des letzten Geschäftsjahres (10.676 FTE).

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2013/14 2 Q 2013/14 3 Q 2013/14 2013/14 2012/13
01.04.–
30.06.2013
01.07.–
30.09.2013
01.10.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2012
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 682,8 643,1 621,2 1.947,1 2.064,8 –5,7
EBITDA 98,5 77,8 77,5 253,8 273,8 –7,3
EBITDA-Marge 14,4 % 12,1 % 12,5 % 13,0 % 13,3 %
EBIT 65,0 44,8 44,7 154,5 165,4 –6,6
EBIT-Marge 9,5 % 7,0 % 7,2 % 7,9 % 8,0 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
12.884 12.898 12.884 12.884 12.144 6,1

Special Steel Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Das Marktumfeld für die Special Steel Division stellte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 vor allem durch ausgeprägte saisonale Effekte im Sommer und gegen Ende des Kalenderjahres sehr herausfordernd dar.

Darüber hinaus ist es in einzelnen Produktsegmenten im Jahresverlauf zu spürbarem Preisdruck infolge von Auslastungsproblemen bei Wettbewerbern gekommen.

In regionaler Hinsicht erwies sich Europa als anhaltend schwierig, wobei insbesondere am wichtigsten Markt Deutschland wesentliche Nachfrageimpulse ausgeblieben sind. Während die Segmente Automobil und Konsumgüter noch auf einigermaßen stabilem Niveau tendierten, war die Situation im Schwermaschinenbau deutlich gedrückt, der Energiemaschinenbau (Kraftwerke) kam überhaupt weitgehend zum Erliegen. Eine gewisse Stabilisierung – jedoch auf bescheidenem Niveau – verzeichnete Südeuropa. In den USA bremste zunächst die Diskussion über die Ausweitung der Staatsschuldenobergrenze im Herbst 2013 die Entwicklung, im weiteren Geschäftsverlauf gestaltete sich die Lage dort jedoch wieder zunehmend positiver. Das Geschehen in Brasilien war charakterisiert durch ein gedämpftes Konsumverhalten und eine allgemein zurückhaltende Investitionstätigkeit, in der Öl- und Gasexploration waren jüngst allerdings positive Signale zu verzeichnen. In Asien verlief die Konjunktur im abgelaufenen Kalenderjahr mit Ausnahme Indiens auf einem alles in allem soliden Niveau.

Der Geschäftsbereich High Performance Metals profitierte bei Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl von niedrigen Lagerbeständen der Kunden. Unverändert schwierig stellte sich jedoch die Situation bei Freiformschmiedeprodukten für den Schwer- und Energiemaschinenbau dar. Demgegenüber auf ansprechendem Niveau entwickelten sich sowohl die Öl- und Gasexploration als auch der Luftfahrtsektor mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Nachfrage im Bereich Spezialstähle. Auch die europäische Konsumgüterindustrie zeigte einen alles in allem zufriedenstellenden Konjunkturverlauf.

Mit der im 3. Quartal 2013/14 abgeschlossenen Akquisition Eifeler France (siehe Kapitel "Akquisitionen") im Nachhang zum Erwerb von insgesamt neun Gesellschaften der Eifeler Gruppe Ende des Kalenderjahres 2012 wurde ein weiterer Schritt zum Ausbau der europäischen Vertriebsund Serviceaktivitäten unternommen. Die konsequente Vertiefung der kundenspezifischen Wertschöpfung durch Bearbeitungs-, Beschichtungs- und Wärmebehandlungsaktivitäten hat jedenfalls wesentlich zur zufriedenstellenden Entwicklung bei Werkzeugstahl im bisherigen Geschäftsjahresverlauf beigetragen.

Ein unverändertes Bild zu den Vorquartalen zeigte sich im 3. Quartal 2013/14 im Geschäftsbereich Special Forgings. Die Nachfrage bei Gesenkschmiedestücken wurde vorwiegend durch die Dynamik der Luftfahrtindustrie getragen. Während in der Nutzfahrzeugindustrie in der Gegenüberstellung mit dem Vorjahr zuletzt ein gewisser Aufwärtstrend sichtbar wurde, zeichnet sich im Energiemaschinenbau keinerlei Marktbelebung ab.

Entwicklung der Kennzahlen

Da sich die Preise für Schrott und wesentliche Legierungen gegenüber dem letzten Geschäftsjahr verbilligten und damit in Kombination mit unausgelasteten Kapazitäten von Mitbewerbern einen Abwärtstrend bei den Verkaufspreisen auslösten und darüber hinaus auch die Mengenentwicklung rückläufig war, gaben die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2013/14 um 5,7 % von 2.064,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.947,1 Mio. EUR in der aktuellen Periode nach. In einem ähnlichen Verhältnis schwächten sich auch die Ergebnisse ab, wobei das operative Ergebnis (EBITDA) um 7,3 % von 273,8 Mio. EUR auf 253,8 Mio. EUR und das Betriebsergebnis (EBIT) um 6,6 % von 165,4 Mio. EUR auf 154,5 Mio. EUR fielen. Als Folge des Rückgangs von Umsatzerlösen und Ergebnissen in einer jeweils ähnlichen Relation blieben sowohl die EBITDA-Marge mit 13,0 % (Vorjahr 13,3 %) als auch die EBIT-Marge mit 7,9 % (Vorjahr 8,0 %) weitgehend auf dem Niveau der ersten drei Quartale 2012/13.

Ein differenziertes Bild ergibt sich im unmittelbaren Quartalsvergleich. Während die Umsatzerlöse um 3,4 % von 643,1 Mio. EUR im 2. Quartal auf 621,2 Mio. EUR im 3. Quartal sanken, konnte das Ergebnisniveau trotz der ausgeprägten Saisonalität im Dezember und dadurch bedingt leicht geringeren Versandmengen im 3. Quartal stabil gehalten werden. Mit 77,5 Mio. EUR entwickelte sich das EBITDA praktisch ident mit dem Vorquartal (77,8 Mio. EUR) und auch das EBIT erreichte im 3. Quartal 2013/14 mit 44,7 Mio. EUR den Wert der direkten Vorperiode (44,8 Mio. EUR). Sogar leicht gesteigert werden konnten bei diesem Vergleich die Ergebnismargen, und zwar die EBITDA-Marge von 12,1 % auf 12,5 % und die EBIT-Marge von 7,0 % auf 7,2 %. Zum 31. Dezember 2013 waren in der Special Steel Division 12.884 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt und damit – vor allem akquisitionsbedingt – um 6,1 % mehr als zum Vergleichstag des vergangenen Geschäftsjahres (12.144 FTE) bzw. um 1,3 % mehr als zum Ende des letzten Geschäftsjahres (12.721 FTE).

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2013/14 2 Q 2013/14 3 Q 2013/14 2013/14 2012/13
01.04.–
30.06.2013
01.07.–
30.09.2013
01.10.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2012
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 766,9 729,6 678,4 2.174,9 2.239,2 –2,9
EBITDA 112,3 113,1 107,9 333,3 309,0 7,9
EBITDA-Marge 14,6 % 15,5 % 15,9 % 15,3 % 13,8 %
EBIT 83,2 83,8 78,5 245,5 224,1 9,5
EBIT-Marge 10,8 % 11,5 % 11,6 % 11,3 % 10,0 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
11.558 11.834 11.760 11.760 11.137 5,6

Metal Engineering Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Gestützt auf die Kundensegmente Eisenbahninfrastruktur, Öl-/Gasexploration und Automobilzulieferindustrie stellte sich die wirtschaftliche Situation der Metal Engineering Division in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 ungebrochen robust dar. Der Geschäftsverlauf des Bereiches Schienentechnik blieb trotz weiter verhaltener Investitionstätigkeit der europäischen Eisenbahnbetreiber stabil auf hohem Niveau. Dies ist primär auf eine Reihe attraktiver außereuropäischer Projekte zurückzuführen, wo es immer wieder gelingt, das anspruchsvolle Schienenprogramm der Division sehr erfolgreich zu positionieren. Durch die ökonomisch unumgänglich gewordene Schließung der Standardschienenproduktion am Standort Duisburg/ Deutschland im 4. Kalenderquartal 2013 wird sich die Ausrichtung dieses Geschäftsbereiches in Zukunft nahezu ausschließlich im Premiumsegment bewegen.

Ebenfalls auf stabil gutem Niveau vor allem in Nord- und Südamerika sowie in Südafrika verlief in den ersten neuen Monaten 2013/14 die Nachfrage im Geschäftsbereich Weichentechnik. Die in den vergangenen Jahren vorgenommenen Investitionen in Saudi-Arabien und der Türkei sind erfolgreich angelaufen und tragen bereits zur positiven Ergebnisentwicklung bei. In Asien ist über Südostasien und China hinaus auch für den Mittleren Osten und die Türkei ein nachhaltig hohes Wachstumspotenzial in der Eisenbahninfrastruktur zu erwarten.

Nicht zuletzt bedingt durch eine wieder etwas bessere generelle Stimmung in der europäischen Automobilindustrie hat sich auch der Geschäftsbereich Draht anhaltend solid entwickelt, woran sich auch in den kommenden Monaten nichts ändern sollte. Der Geschäftsbereich Nahtlosrohre war mit einer insgesamt ausgezeichneten Nachfragesituation konfrontiert, getrieben vor allem durch eine rege Explorationstätigkeit in den traditionellen Öl- und Gasförderregionen Nordamerikas und des Mittleren Ostens.

Zwar ebenfalls auf durchaus zufriedenstellendem Niveau, aber im Vergleich zu den anderen Geschäftsbereichen der Metal Engineering Division etwas schwächer präsentierte sich das wirtschaftliche Umfeld des Welding Consumables-Bereiches, was einerseits durch eine weiterhin zurückhaltende Nachfrage insbesondere bei Kraftwerksprojekten in Europa und andererseits durch in letzter Zeit verstärkte negative Wettbewerbsauswirkungen veränderter Währungsparitäten bedingt ist. Deutlich positiver hingegen verlief die Entwicklung in den USA, einmal mehr getrieben durch die Öl- und Gasförderung.

Entwicklung der Kennzahlen

Die Metal Engineering Division verblieb auch in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres die mit Abstand profitabelste Division des voestalpine-Konzerns. Nur bei den Umsatzerlösen mussten als Konsequenz der Schließung des Standardschienenwerks am Standort Duisburg/Deutschland im 4. Kalenderquartal 2013 leichte Einbußen hingenommen werden. Im Einzelnen gingen die Umsatzerlöse von 2.239,2 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2012/13 um 2,9 % auf 2.174,9 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr zurück. Neuerlich markant zulegen, und zwar von einem ohnehin schon sehr guten Ausgangsniveau, konnte die Division auf der Ergebnisseite. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatte der Geschäftsbereich Draht, der Versandmengen und -preise gegenüber dem Vorjahr erheblich steigern konnte. Insgesamt belief sich das operative Ergebnis (EBITDA) in den ersten drei Quartalen 2013/14 auf 333,3 Mio. EUR und lag damit um 7,9 % über dem Vorjahreswert von 309,0 Mio. EUR. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 15,3 % (Vorjahr 13,8 %). Das EBIT konnte um knapp 10 % von 224,1 Mio. EUR auf 245,5 Mio. EUR erhöht werden, womit die EBIT-Marge in den ersten neun Monaten 2013/14 einen Wert von 11,3 % (Vorjahr 10,0 %) erreichte.

Im direkten Vergleich von 2. und 3. Quartal 2013/14 ergibt sich ein Umsatzrückgang um 7,0 % von 729,6 Mio. EUR auf 678,4 Mio. EUR, der einerseits durch die erwähnte Schließung des Standortes Duisburg und andererseits durch saisonale Effekte bedingt ist. Im selben Zeitraum verbesserte sich die EBITDA-Marge trotz eines um 4,6 % von 113,1 Mio. EUR auf 107,9 Mio. EUR gesunkenen EBITDA von 15,5 % auf 15,9 %. Das EBIT verringerte sich um 6,3 % von 83,8 Mio. EUR im 2. auf 78,5 Mio. EUR im 3. Quartal 2013/14, womit die EBIT-Marge mit 11,6 % praktisch konstant blieb (Vorquartal 11,5 %).

Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die Metal Engineering Division 11.760 Mitarbeiter (FTE) und erhöhte damit ihren Personalstand um 5,6 % gegenüber dem letztjährigen Vergleichsstichtag (11.137 FTE) bzw. um 3,4 % gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (11.374 FTE).

Mio. EUR 1 Q – 3 Q
1 Q 2013/14 2 Q 2013/14 3 Q 2013/14 2013/14 2012/13
01.04.–
30.06.2013
01.07.–
30.09.2013
01.10.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2013
01.04.–
31.12.2012
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 597,9 567,8 574,4 1.740,1 1.726,3 0,8
EBITDA 68,5 61,3 64,6 194,4 179,1 8,5
EBITDA-Marge 11,5 % 10,8 % 11,2 % 11,2 % 10,4 %
EBIT 46,1 39,0 41,7 126,8 112,3 12,9
EBIT-Marge 7,7 % 6,9 % 7,3 % 7,3 % 6,5 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
11.117 11.185 10.780 10.780 10.283 4,8

Metal Forming Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Auch im Geschäftsverlauf des 3. Quartals 2013/14 setzte sich in der Metal Forming Division die stabile Entwicklung der Vorperioden fort. Im Bereich Automotive Body Parts kam es – ausgehend allerdings von einem sehr gedrückten Niveau – bei Klein- und Kompaktwagen zu einer leichten Belebung mit verbesserten Abrufen. Der Geschäftsverlauf im Automobil-Premiumsegment differierte etwas je nach Hersteller und Modellpolitik, verblieb jedoch insgesamt weiterhin auf sehr gutem Niveau, nicht zuletzt getrieben durch die ungebrochen starke Nachfrage aus China und den USA. Der Aufwärtstrend wurde zusätzlich durch die in der Automobilindustrie heuer kürzeren Produktionsstillstände zum Jahreswechsel bestärkt.

Der Geschäftsbereich Tubes and Sections zeigte durch die Stabilisierung der Bauindustrie in den letzten Monaten eine konstante Entwicklung. Anhaltend solide stellte sich die Nutzfahrzeugindustrie dar. Die Einführung der Euro-6-Umwelt-Norm, welche ab 1. Jänner 2014 für alle neu zugelassenen Lastwagen in der Europäischen Union bindend ist, wirkte sich hier positiv auf die Absatzzahlen aus. Die Bau- und Landmaschinenindustrie zeigte insbesondere im Kabinenbau ein konstant gutes Niveau, die Luftfahrtindustrie präsentierte sich weiter mit hohen Absatzmengen. Regional betrachtet war die Marktsituation abgesehen von Europa in den USA zufriedenstellend und in Brasilien, bedingt durch die hohe Nachfrage bei Landmaschinen, die die etwas schwächere Auftragslage in anderen Bereichen kompensiert hat, ebenfalls anhaltend günstig.

Der Geschäftsbereich Precision Strip zeigte regional gesehen in den USA eine leicht verbesserte Auftragslage. Was Europa betrifft, hat sich vor allem Deutschland zuletzt positiv entwickelt, wohingegen in Skandinavien das wirtschaftliche Umfeld gedämpft blieb. Unverändert schwierig bleibt in diesem Segment die Marktsituation in China. Der Geschäftsbereich Material Handling vermeldete insgesamt eine ausgezeichnete Auftragslage mit einem Auftragsstand, der bereits weit in das nächste Geschäftsjahr hineinreicht, zurückzuführen vor allem auf eine ständige Zunahme des Onlinehandels, wodurch der positive Trend auch weiter prolongiert werden sollte.

Entwicklung der Kennzahlen

Die insgesamt sehr konstante Entwicklung der Metal Forming Division zeigt sich auch in der Gegenüberstellung der Umsatzzahlen der ersten neun Monate 2013/14 mit dem korrespondierenden Vorjahreszeitraum: Die Umsatzerlöse haben im laufenden Geschäftsjahr nur geringfügig, und zwar um 0,8 % von 1.726,3 Mio. EUR auf 1.740,1 Mio. EUR, zugenommen. Dass demgegenüber

auf der Ergebnisseite deutlichere Zuwächse erreicht werden konnten, resultiert in erster Linie aus Optimierungsmaßnahmen innerhalb der Division, insbesondere im Geschäftsbereich Tubes & Sections. Im Einzelnen verbesserte sich das operative Ergebnis (EBITDA) im Jahresvergleich um 8,5 % von 179,1 Mio. EUR auf 194,4 Mio. EUR, während das Betriebsergebnis (EBIT) sogar um 12,9 % von 112,3 Mio. EUR auf 126,8 Mio. EUR zulegen konnte. Dies bedeutet im aktuellen Geschäftsjahr eine EBITDA-Marge von 11,2 % (Vorjahr 10,4 %) und eine EBIT-Marge von 7,3 % (Vorjahr 6,5 %).

Eine positive Tendenz weist auch die Gegenüberstellung des 3. Quartals 2013/14 mit dem unmittelbaren Vorquartal auf. Dabei zeigten alle Geschäftsbereiche eine gleichermaßen zufriedenstellende Entwicklung, wobei sich im Quartalsvergleich auch das leicht verbesserte Umfeld in den Bereichen Automotive Body Parts, Precision Strip und Material Handling widerspiegelt. Mit 574,4 Mio. EUR kamen die Umsatzerlöse im 3. Quartal um 1,2 % über dem 2. Quartal (567,8 Mio. EUR) zu liegen. Auf der Ergebnisseite konnten das EBITDA von 61,3 Mio. EUR auf 64,6 Mio. EUR (ein Plus von 5,4 %) und das EBIT von 39,0 Mio. EUR auf 41,7 Mio. EUR (eine Zunahme um 6,9 %) angehoben werden. Die EBITDA-Marge lag damit im 3. Quartal 2013/14 bei 11,2 % (Vorquartal 10,8 %), die EBIT-Marge bei 7,3 % (Vorquartal 6,9 %).

Zum 31. Dezember 2013 waren in der Metal Forming Division 10.780 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt und damit um 4,8 % mehr als zum Vergleichstag des vergangenen Geschäftsjahres (10.283 FTE) bzw. um 0,7 % weniger als zum Ende des Geschäftsjahres 2012/13 (10.853 Mitarbeiter).

Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial

Wie bereits in früheren Aktionärsbriefen berichtet, hat das deutsche Bundeskartellamt das Bußgeldverfahren im Zusammenhang mit dem sogenannten Schienenkartell im Juli 2013 abgeschlossen. Für die beiden Teilbereiche Kartellabsprachen "Privatmarkt" und Kartellabsprachen bei Eisenbahn-Oberbaumaterial zu Lasten der Deutschen Bahn wurden insgesamt 14,9 Mio. EUR Bußgelder an voestalpine-Gesellschaften verhängt, wobei in beiden Verfahren der Kronzeugenstatus für den weitaus überwiegenden Teil des Untersuchungskomplexes bestätigt wurde. Im Hinblick auf Schadenersatzforderungen der Kunden für vom Kartell umfasste Lieferungen wurden entsprechende Vereinbarungen sowohl für direkte als auch für indirekte Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn abgeschlossen. Offen sind damit nur mehr Schadenersatzansprüche für Lieferungen an kommunale Verkehrsbetriebe und den sonstigen Privatmarkt.

Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2012/13 gebildete Rückstellung in Höhe von insgesamt 204,4 Mio. EUR wurde zum 31. Dezember 2013 im Wesentlichen um die Schadenersatzzahlungen für direkte und indirekte Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn sowie um die Zahlungen im Rahmen der Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG reduziert. Die insgesamt verbleibende Rückstellung wurde zum 31. Dezember 2013 an die aktuelle Einschätzung angepasst, wodurch sich ein einmaliger Ertrag (Saldo aus Auflösung und Zuführung) von 7,3 Mio. EUR ergeben hat.

Schließung TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG

Wie bereits im Geschäftsbericht 2012/13 ausgeführt, wurden die mit dem Betriebsrat aufgenommenen Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die verbliebenen rund 350 Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Entscheidung vom März 2012, die Schienenproduktion der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG in Duisburg zu schließen, im Mai 2013 erfolgreich abgeschlossen. Die Schließung erfolgte nach Abwicklung verbliebener Aufträge planmäßig im 4. Kalenderquartal 2013 (zur bilanziellen Rückstellung siehe Kapitel "Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial").

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Informationen zu den Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen befinden sich in den erläuternden Anhangangaben.

Investitionen

Die nach einer Phase der Konsolidierung im Gefolge der Finanzkrise mit dem Geschäftsjahr 2012/13 gestartete Intensivierung der Investitionstätigkeit des Konzerns in Umsetzung der "Strategie 2020" wurde im 3. Quartal 2013/14 weiter fortgesetzt, um einerseits die führende Position in Bezug auf Technologie und Qualität abzusichern und andererseits gezielt die stärkere Ausrichtung auf Wachstumsmärkte zu forcieren. Vor diesem Hintergrund erhöhten sich die Investitionen in den ersten neun Monaten 2013/14 gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel von 498,4 Mio. EUR auf 664,3 Mio. EUR.

Im Einzelnen nahmen die Investitionsausgaben in der Steel Division in den ersten drei Quartalen 2013/14 im Vorjahresvergleich um 82,5 % von 188,3 Mio. EUR auf 343,7 Mio. EUR zu. Das Hauptaugenmerk war dabei auf instandhaltungsoptimierende und effizienzsteigernde Maßnahmen bei der Roheisenerzeugung sowie auf qualitätssteigernde und das hochqualitative Produktportfolio erweiternde Maßnahmen im Walzbereich – durchwegs am Standort Linz/Österreich – gerichtet (Erneuerung Winderhitzer am Großhochofen A, Errichtung von Kohleeinblasungsanlagen bei allen drei Hochöfen, Inbetriebnahmevorbereitung Kontiglühe 2 zur Fertigung von höchstqualitativem Elektroband, Neubau Grobblech-Walzgerüst zur Herstellung von höchstfestem Grobblech). Die Errichtung der Direktreduktionsanlage in Corpus Christi/USA liegt sowohl terminlich als auch kostenmäßig exakt auf Plan. Die erforderlichen Errichtungs- und Umweltbewilligungen liegen zum Teil bereits vor bzw. durchlaufen derzeit die Endphase der entsprechenden Verfahren.

Das Investitionsvolumen der Special Steel Division betrug in den ersten neun Monaten 2013/14 108,7 Mio. EUR und lag damit um 18,3 % über dem Wert des Vorjahres (91,9 Mio. EUR). Das sich insgesamt über vier Jahre erstreckende Projekt zur Qualitäts- und Produktivitätsoptimierung sowie zur Verbesserung der Arbeitssicherheit bzw. des Umweltschutzes im Edelstahlwerk Wetzlar/ Deutschland konzentriert sich derzeit auf den Ausbau der Wärmebehandlung der Gesenkschmiede. Die Kapazitätserweiterung zur Herstellung pulvermetallurgischer Stähle am Standort Kapfenberg/Österreich ist in der 2. Jahreshälfte 2013 in Betrieb gegangen. Ebenfalls in Kapfenberg wurde im Rahmen der Optimierung des globalen Vertriebs von Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl und Sonderwerkstoffen das Verteilzentrum erweitert. Darüber hinaus werden in wichtigen Verkaufsregionen Maßnahmen zum Ausbau von Serviceaktivitäten wie Wärmebehandlung, Anarbeitung und Beschichtung umgesetzt.

Im Unterschied zu den anderen Divisionen verringerte die Metal Engineering Division ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 12,4 % von 123,0 Mio. EUR auf 107,7 Mio. EUR. Das vom Volumen umfangreichste aktuelle Einzelvorhaben betrifft die Errichtung eines neuen Drahtwalzwerks am Standort Donawitz/Österreich, das die bestehende Walzstraße ersetzen und das modernste Werk seiner Art in Europa sein wird. Weitere aktuelle Investitionsvorhaben am selben Standort sind ein neuer Hubbalkenofen für die Schienenproduktion und die (geplante) Großreparatur eines der beiden Hochöfen. Die Investitionen der Metal Forming Division lagen mit 99,0 Mio. EUR um 10,9 % über dem

Vergleichszeitraum des Vorjahres (89,3 Mio. EUR). Die Aktivitäten standen dabei ganz im Zeichen der Internationalisierungsstrategie, wobei im Geschäftsbereich Automotive Body Parts der Schwerpunkt auf dem neuen Produktsegment "phs-ultraform" (presshärtende Stähle auf Basis neuer Technologie) liegt. Die dafür erforderlichen Gebäude und Anlagen in den USA, Südafrika und China wurden in den vergangenen Monaten fertiggestellt, sie befinden sich derzeit durchwegs in der Anlaufphase. Ergänzend dazu wurden in Deutschland bereits im 3. Quartal 2013/14 zwei vergleichbare Anlagen in Betrieb genommen. Der Geschäftsbereich Tubes & Sections errichtet derzeit ein neues Profilwerk in China, welches planmäßig zu Beginn des kommenden Geschäftsjahres die Produktion von Sonderprofilen für internationale Kunden aufnehmen wird.

Akquisitionen

In den ersten drei Quartalen 2013/14 wurden zwar vom Umfang her nur kleinere Akquisitionen getätigt, die aber konsequent auf die weitere Vertiefung der Wertschöpfung ausgerichtet waren. So erfolgte in der Metal Engineering Division im Geschäftsbereich Schweißtechnik Ende 2013 der Zukauf des indischen Unternehmens Maruti Weld Pvt. Ltd mit Sitz in Delhi, welches auf die Herstellung von Schweißelektroden spezialisiert ist und eine Erweiterung des Produktportfolios darstellt. Das Unternehmen erreichte 2012 mit 180 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 6,7 Mio. EUR.

Ebenfalls im Geschäftsbereich Schweißtechnik wurde im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres das italienische Unternehmen Trafilerie di Cittadella S.p.A/FILEUR übernommen (zu Details siehe Aktionärsbrief 1. Quartal 2013/14).

Die Special Steel Division hat mit Eifeler France eine weitere Gesellschaft der Eifeler-Gruppe erworben. Die im Dezember 2013 abgeschlossene Akquisition ist ein ergänzender Schritt im Rahmen des Erwerbes von insgesamt neun Gesellschaften der Eifeler-Gruppe in Deutschland, der Schweiz und den USA Ende März 2013. Die Gruppe ist auf die Entwicklung und Anwendung spezieller Beschichtungstechnologien insbesondere für die Werkzeugindustrie spezialisiert. Eifeler France wies zuletzt einen Jahresumsatz von 1,6 Mio. EUR aus und beschäftigt 15 Mitarbeiter.

Über eine weitere Akquisition der Special Steel Division, die Unternehmensgruppe Rieckermann Steeltech Ltd. (Shanghai) und P.M. Technology Ltd. (Shenzhen), die bereits zu Beginn des Geschäftsjahres vollzogen wurde, erfolgte ein bereits ausführlicher Bericht im Aktionärsbrief zum 1. Quartal 2013/14.

Mitarbeiter

Zum Stichtag 31. Dezember 2013 waren im voestalpine-Konzern weltweit 47.085 Beschäftigte (FTE – "Full-Time-Equivalent", Vollzeitäquivalent) tätig. Dies stellt, bedingt durch Akquisitionen und vermehrten Personalbedarf, einen Anstieg der Mitarbeiterzahl um 5,3 % verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresstichtag bzw. eine Erhöhung der FTE-Zahl um 1,6 % im Vergleich zum 31. März 2013 dar. In Leiharbeitsverhältnissen waren davon 3.798 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt, dies entspricht einem Plus von 26,9 % gemessen am Vergleichsquartal des letzten Geschäftsjahres. Zurückzuführen ist dieser hohe Anstieg auf den relativ niedrigen Vergleichswert des Vorjahres. 1.612 Jugendliche befanden sich zum 31. Dezember 2013 in Ausbildung, dies entspricht einem um 18 Personen höheren Stand als im Vorjahr.

Forschung und Entwicklung

Die Innovationsschwerpunkte des voestalpine-Konzerns liegen unverändert in den Branchen mit den größten langfristigen Wachstumspotenzialen, d. h. Mobilität und Energie sowie auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Die "voestalpine-Synergieplattform", die gleichsam als jährlicher "Branchentreff Innovation" im vergangenen Oktober bereits zum siebten Mal stattfand, befasste sich in diesem Jahr ebenfalls mit "Energie- und Ressourceneffizienz" und bot Forschern des voestalpine-Konzerns sowie externen Experten die Möglichkeit, sich zu diesem Thema intensiv auszutauschen und zu vernetzen.

Schwerpunkte im Bereich der Prozessentwicklung sind neben Energie- und Ressourceneffizienz vor allem Themen wie CO2-Verringerung und "Zero Waste", aber auch Reinheitsgrad und Qualität – so werden etwa sämtliche Produktionsprozesse auf Möglichkeiten der Rückgewinnung von Wertstoffen und Energie durchleuchtet. Zum Beispiel laufen aktuell Projekte in Zusammenarbeit mit der Montanuniversität Leoben/Österreich, um Wärme aus Schlacke rückzugewinnen. Im Bereich Ressourceneffizienz steht die Erhöhung der Flexibilität bei Einsatzstoffen im Mittelpunkt, etwa durch innovative Mischungen von Erzen oder die Forcierung von Erdgas statt Kohle, z. B. durch den Einsatz von HBI-/DRI-Technologie.

Die weitere Optimierung der gesamten Prozesskette durch bessere Kombinierbarkeit und Abstimmung einzelner Prozessschritte wird einerseits durch Prozesssimulation der metallurgischen Verfahrens- und Umformtechnik und andererseits über die Entwicklung modellbasierter Systemsteuerung vorangetrieben.

Im Bereich der Produktentwicklung liegen die aktuellen Schwerpunkte für die Bereiche Mobilität und Energie unverändert auf dem Gebiet der höchstfesten Stähle, hier vor allem der high ductility (HD-)Stähle, einer neuen Generation von Elektroband, Werkzeugen und Werkzeugwerkstoffen für hoch- und höchstfeste Stähle, geschmiedeten Luftfahrtkomponenten aus Nickel-Basis- und Titan-Aluminid-Legierungen, Head Check- und verschleißoptimierten Schienenstählen, Lifecycle-optimierten Weichen, hochfesten Kaltfließpressdraht-Werkstoffen, neuartigen Profil- und Rohrkonzepten auf Basis hochfester beschichtete Stähle, Schweißzusatzwerkstoffen für höchstfeste und hochwarmfeste Anwendungen sowie Bauteilen und Komponenten für den Sektor erneuerbare Energien.

Umwelt

Klima- und Energiepolitik

Der Umweltbereich wird aktuell durch zwei Themenschwerpunkte dominiert: zum einen neue Entwicklungen in der europäischen Klima- und Umweltpolitik und zum anderen die forcierte Befassung mit dem Themenkreis "Life Cycle Assessment".

Die gegenwärtig vorliegenden Rechtsgrundlagen der Europäischen Union zur Treibhausgas-Reduktion, für erneuerbare Energien und Energieeffizienz gelten im Wesentlichen bis 2020. Mit der Veröffentlichung von "2050-Fahrplänen" im Jahr 2011 versuchte die Kommission, einen Beschluss zur tiefgreifenden Reduktion des CO2- Ausstoßes in der Europäischen Union bis 2050 zu erreichen. Der Europäische Rat verweigerte jedoch seine Zustimmung, womit bis heute kein entsprechender politischer Auftrag vorliegt. Vor diesem Hintergrund kann die im Jänner 2014 veröffentlichte Mitteilung der Kommission zu einem "2030-Paket" als Versuch verstanden werden, zunächst als Übergangslösung für einen kürzeren Zeitraum eine Fortschreibung und Intensivierung der Politik zur Umwandlung in eine CO2-arme Wirtschaft zu erwirken.

Wie erwartet enthält die Mitteilung einen Vorschlag zur Beschleunigung der Zielumsetzung mit der Vorgabe einer Reduktion des CO2-Ausstoßes von industriellen Anlagen, die dem Emissionshandelssystem unterliegen, um 43 % bis 2030, gemessen am Status von 2005. Am Ziel einer Erhöhung der CO2-Preise wird darüber hinaus weiterhin festgehalten.

Überraschenderweise enthält die Mitteilung aber auch Vorschläge, das System der kostenfreien Zuteilung, das nach geltendem Recht 2020 auslaufen soll, bis 2030 aufrecht zu erhalten sowie den Anteil an kostenfreien Zertifikaten innerhalb der insgesamt erlaubten Emissionen zu erhöhen. Neben weiteren Vorschlägen beinhaltet das Statement auch die Anerkennung, dass manche prozessbedingten Emissionen nicht weiter reduzierbar sind, wie auch eine Liste von Maßnahmen, um die Energiekosten trotz weiter verschärfter

CO2-Reduktionsbestrebungen so gering wie möglich zu halten.

Auch wenn diese Maßnahmen noch präziser formuliert und verstärkt werden müssen, weisen sie doch erstmals darauf hin, dass in der Kommission ein zunehmendes Verständnis dafür erwächst, dass reelle und tiefgehende Emissionsverringerungen die Verfügbarkeit von leistbarer kohlenstoffarmer Energie voraussetzen. Ebenso wird die Rolle der energieintensiven Industrien als Teil der europäischen Wertschöpfungsketten, welche die materielle Grundlage für die Transformation hin zu einer CO2-armen Gesellschaft bereitstellen, anerkannt.

Die voestalpine begrüßt diese Entwicklung und tritt dafür ein, dass zunächst der Europäische Rat und dann das Europäische Parlament diesen Paradigmenwechsel aufgreifen und politisch wie rechtlich verankern.

Life Cycle Assessment

Um den Werkstoff Stahl objektiv und systematisch in Bezug auf Umweltauswirkungen zu bewerten, ist eine Analyse über den gesamten Lebensweg notwendig. Diese Analyse, Life Cycle Assessment (LCA) bzw. Ökobilanz, ist ein wichtiges Werkzeug, um zum einen die Nachhaltigkeitsaspekte von Produkten und Prozessen analysieren zu können und zum anderen Stoffflüsse im Hinblick auf größtmögliche Schonung und Effizienz des Rohstoffeinsatzes zu optimieren.

Die LCA-Schwerpunkte auf europäischer Ebene liegen derzeit in der Erstellung von Produktdeklarationen (EPDs, Environmental Product Declarations) für Bauprodukte und der Erarbeitung ökologischer "Footprints" für Produkte und Prozesse. Der europäische Stahlverband EUROFER versucht bei der Erstellung der EPDs einen einheitlichen Ansatz für alle Stahlprodukte zu entwickeln. Ziel ist eine fachlich korrekte und einheitliche Darstellung des Werkstoffes Stahl, um eine objektive Vergleichbarkeit der Produkte für die Kunden zu gewährleisten.

Die voestalpine nimmt darüber hinaus an internationalen Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten zu den Themenkomplexen Ressourceneffizienz, Werkstoffvergleiche und Optimierung von Stoffflüssen teil. Im Vordergrund stehen dabei ein objektiver, datenbasierter Ansatz zur Produktbewertung und die Vermeidung einer verzerrenden Darstellung zum Recycling des Werkstoffes Stahl.

Ausblick

Das 3. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 war – ähnlich wie bereits die Vorquartale – in den meisten Wirtschaftsregionen der Welt von einer weiterhin verhaltenen Konjunkturentwicklung geprägt. Zusätzlich dämpfend wirkten sich im letzten Kalenderquartal 2013 der Government Shutdown in den USA, eine in weiten Teilen der Welt immer stärker zunehmende Investitionszurückhaltung im konventionellen Energiebereich und tendenziell stärker werdende kurzfristige Wechselkursdisparitäten zwischen einer Reihe von Schwellenländern und den entwickelten Märkten aus. Diese Faktoren führten im 4. Kalenderquartal – verstärkt noch durch die typischen saisonalen Effekte dieser Periode – gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal zu einer nochmaligen konjunkturellen Abschwächung, die sich auch in der Ergebnisentwicklung der Divisionen Steel und Special Steel niedergeschlagen hat.

Der Jahresbeginn 2014 wird durch eine spürbare Belebung der Geschäftstätigkeit in den meisten Industriesegmenten geprägt, die allerdings zum Teil auch auf lagerzyklische Effekte zurückzuführen ist. Dennoch zeichnet sich unabhängig davon für die 1. Hälfte des Kalenderjahres 2014 ein insgesamt positiver Konjunkturtrend ab, sodass mit dem vergangenen Quartal die konjunkturelle Talsohle durchschritten sein sollte. Es wäre allerdings verfehlt, bereits für die nächsten Monate eine rasche Konjunkturbelebung zu erwarten, die dafür notwendigen breiten und nachhaltigen Wachstumsimpulse zeichnen sich derzeit jedenfalls nicht ab.

Im Einzelnen weist die europäische Bauindustrie zwar regional sehr unterschiedlich, insgesamt gesehen aber doch erstmals seit Längerem einen leichten Aufwärtstrend aus. Auch die Automobilindustrie sollte – nach wie vor in erster Linie getrieben vom Export im Premiumsegment, aber auch von ersten leichten Verbesserungen im Volumensbereich – im Jahresverlauf etwas zulegen können. Nach der Vergabe des ersten Offshore-Abschnittes der South-Stream-Pipeline Ende Jänner etwas zuversichtlicher als im vergangenen Jahr wird die Entwicklung im Öl- und Gassegment eingeschätzt, die Realisierung weiterer Großprojekte auch in anderen Regionen sollte folgen. Im Maschinenbau dürfte es in den nächsten Monaten ebenfalls zu einer gewissen Belebung kommen, die Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie stellt sich dagegen weiterhin eher abwartend dar. Unverändert auf einem stabil hohen Nachfrageniveau verläuft die Entwicklung in den Industriesegmenten Flugzeugbau, Eisenbahninfrastruktur und Landmaschinenbau.

Europa sollte 2014 den Konsolidierungsweg weiter fortsetzen, eine Beschleunigung der konjunkturellen Aufwärtsentwicklung dürfte aber bis auf Weiteres am noch fehlenden breiten Verbrauchervertrauen und den unverändert limitierten Staatsfinanzen vieler Länder scheitern. Wesentlich dynamischer sollte der Aufwärtstrend in Nordamerika, insbesondere den USA, verlaufen. China wird sich aus heutiger Sicht weiterhin auf einem soliden, zumindest 7%igen Wachstumspfad bewegen. Ein zunehmendes Unsicherheitsmoment für die globale Konjunkturentwicklung stellt allerdings der zuletzt stark gestiegene Abwertungsdruck auf die Währungen einer Reihe von wichtigen Wachstumsmärkten (u. a. Türkei, Indien) dar.

Vor diesem alles in allem etwas günstigeren konjunkturellen Hintergrund und im Hinblick darauf, dass sich die aktuelle Negativabweichung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bereits vom 2. auf das 3. Quartal 2013/14 verringert hat, sollte sich die Ergebnisentwicklung des Konzerns im Schlussquartal weiter verbessern. Insgesamt zeichnet sich aus heutiger Sicht ein etwas unter dem Vorjahresniveau liegendes Ergebnis (EBITDA, EBIT) ab, wobei die Abweichung zur Gänze auf die das gesamte Jahr über anhaltende extreme Marktschwäche in großen Teilen des konventionellen Energiebereiches (Öl- und Gastransport, Kraftwerksbau) zurückzuführen ist.

Investor Relations

voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes

Kursverlauf der voestalpine-Aktie

Nachdem die voestalpine-Aktie in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14 um rund die Hälfte an Wert zugelegt hatte, entwickelte sie sich im 3. Quartal tendenziell seitwärts und legte im Bereich von etwa 35 EUR eine Konsolidierungsphase ein. Neben einem positiven Börsenklima waren die soliden Ergebnisse des Konzerns für die in den ersten neun Monaten ausgezeichnete Kursentwicklung verantwortlich. Dieser positive Kursverlauf der voestalpine-Aktie zeigt darüber hinaus aber auch, dass eine nachvollziehbare und konsequente Strategieverfolgung von Investoren honoriert wird. Auch der Abstand im Kursverlauf zum ATX und den internationalen Vergleichsindizes war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 so deutlich ausgeprägt wie schon seit Jahren nicht.

Insgesamt steigerte sich der Wert der voestalpine-Aktie in den ersten neun Monaten 2013/14 um über 45 % – ausgehend von 23,96 EUR per 31. März 2013 – auf 34,93 EUR per 31. Dezember 2013, während die Vergleichsindizes Stoxx Index (Europe) und DJ Industrial Index bloß einen Zuwachs von etwas über 10 % erzielen konnten und der ATX sogar unter der 10 %-Marke blieb.

Anleihen

Hybridanleihen (2007–2014, 2013–2019)

Im Zuge der Finanzierung des Erwerbs der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde im Oktober 2007 eine nachrangige Hybridanleihe ("Hybridanleihe 2007") mit einem Emissionsvolumen von 1.000 Mio. EUR und einem Kupon von 7,125 % begeben. Die frühestmögliche Call-Option seitens der voestalpine AG besteht im Oktober 2014. Die Hybridanleihe notierte in den beiden ersten Jahren aufgrund der damals generell schwierigen Finanz- und Wirtschaftslage unter dem Ausgabekurs. Sie erreichte ihren Tiefstkurs von 75 (% des Face Value) im Frühjahr 2009. In weiterer Folge entwickelte sie sich vor allem ab Beginn des Kalenderjahres 2010 äußerst positiv und schloss per 31. Dezember 2013 bei etwa 104 (% des Face Value).

Mit dem Ziel einer Optimierung des Finanzierungsportfolios hat die voestalpine AG im Februar 2013 allen Inhabern der Hybridanleihe 2007 angeboten, einen Umtausch in eine neue "Hybridanleihe 2013" mit einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR zu tätigen. Da über 70 % der Investoren von der Umtauschmöglichkeit Gebrauch machen wollten, mussten entsprechende Kürzungen der Zuweisung vorgenommen werden. Der Kupon der Hybridanleihe 2013 beträgt bis zum 31. Oktober 2014 fix 7,125 %, danach liegt er bis 31. Oktober 2019 bei 6 %. Die Nachfrage nach dieser Schuldverschreibung war derart hoch, dass der Kurs per Ende Dezember 2013 auf ca. 109,5 (% des Face Value) anstieg.

Unternehmensanleihe 2 (2011–2018)

Anfang Februar 2011 wurde von der voestalpine AG eine siebenjährige Anleihe mit einem Kupon von 4,75 % und einem Volumen von 500 Mio. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Die Nachfrage seitens der Anleger war von Beginn an sehr stark, was sich in einer entsprechend positiven Kursentwicklung manifestierte. Insbesondere im Kalenderjahr 2012 konnten signifikante Steigerungen verzeichnet werden. Die Anleihe stabilisierte sich in weiterer Folge auf diesem hohen Niveau. Per Ende Dezember 2013 lag der Kurs dieser Anleihe bei ca. 107,5 (% des Face Value).

Unternehmensanleihe 3 (2012–2018)

Ende September 2012 hat die voestalpine AG erfolgreich eine weitere Anleihe, und zwar mit einem Volumen von 500 Mio. EUR und einer Verzinsung von 4 %, am Kapitalmarkt begeben. Die Anleihe wurde weitaus überwiegend von internationalen Investoren, vor allem aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien, gezeichnet. Die Ausgabe und die Handelsaufnahme der Anleihe an der Luxemburger Börse erfolgten am 5. Oktober 2012. Einmal mehr bestätigt die Kursentwicklung am Sekundärmarkt das große Vertrauen der Anleihegläubiger in das Unternehmen – bis Ende Dezember 2013 stieg der Kurs der Anleihe auf etwa 105 (% des Face Value).

Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/ Instituten erstellt:

  • Alpha Value, Paris
  • Baader Bank AG, München
  • Banco Espirito Santo de Investimento, Lissabon
  • Bank of America/Merrill Lynch, London
  • Citigroup, London
  • Commerzbank, Frankfurt
  • Credit Suisse, London
  • Deutsche Bank, London
  • Erste Bank, Wien
  • Exane BNP Paribas, Paris
  • Goldman Sachs, London
  • HSBC, London
  • Jefferies, London
  • JP Morgan, London
  • Kepler Cheuvreux, Frankfurt
  • Macquarie, London
  • MainFirst, Frankfurt
  • Morgan Stanley, London
  • Nomura, London
  • Raiffeisen Centrobank, Wien
  • Société Générale, Paris
  • Steubing, Frankfurt
  • UBS, London

Informationen zur Aktie

Aktiennominale 313.309.235,65 EUR,
zerlegt in 172.449.163 Stückaktien
Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 31. Dezember 2013 28.597 Stück
Aktiengattung Stammaktien lautend auf Inhaber
Wertpapierkennnummer 93750 (Börse Wien)
ISIN AT0000937503
Reuters VOES.VI
Bloomberg VOE AV
Kurse (jeweils zum Tagesende)
------------------------------- -- -- -- --
Börsenhöchstkurs April 2013 bis Dezember 2013 36,61 EUR
Börsentiefstkurs April 2013 bis Dezember 2013 22,34 EUR
Kurs zum 31. Dezember 2013 34,93 EUR
Ausgabekurs IPO Oktober 1995 5,18 EUR
All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) 66,11 EUR
Börsenkapitalisierung zum 31. Dezember 2013* 6.022.650.370,38 EUR
* Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.
Gewinn/Aktie 2,61 EUR
Dividende/Aktie 0,90 EUR
Buchwert/Aktie 29,06 EUR

Terminvorschau 2014/15

Geschäftsbericht 2013/14 4. Juni 2014
Hauptversammlung 2. Juli 2014
Ex-Dividenden-Tag 7. Juli 2014
Dividenden-Zahltag 14. Juli 2014
Veröffentlichung 1. Quartal 2014/15 5. August 2014
Veröffentlichung 2. Quartal 2014/15 5. November 2014
Veröffentlichung 3. Quartal 2014/15 10. Februar 2015

voestalpine AG Finanzdaten zum 31.12.2013

Nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Konzernbilanz

Aktiva

31.03.2013 31.12.2013
A. Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 4.580,6 4.691,2
Firmenwert 1.470,2 1.471,2
Andere immaterielle Vermögenswerte 320,9 328,0
Anteile an assoziierten Unternehmen 156,4 135,7
Andere Finanzanlagen 109,2 91,2
Latente Steuern 343,6 302,4
6.980,9 7.019,7
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 2.876,9 3.051,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1.655,5 1.457,1
Andere Finanzanlagen 473,3 431,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.092,7 363,1
6.098,4 5.302,9
Summe Aktiva 13.079,3 12.322,6

Passiva

31.03.2013 31.12.2013
A. Eigenkapital
Grundkapital 313,3 313,3
Kapitalrücklagen 472,5 467,0
Hybridkapital 993,2 993,2
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 3.228,9 3.276,0
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 5.007,9 5.049,5
Nicht beherrschende Anteile 67,3 67,9
5.075,2 5.117,4
B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen 1.004,6 979,2
Rückstellungen 113,8 118,9
Latente Steuern 189,6 185,7
Finanzverbindlichkeiten 2.558,8 2.613,0
3.866,8 3.896,8
C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen 612,2 476,9
Steuerschulden 60,8 62,6
Finanzverbindlichkeiten 1.324,6 780,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten 2.139,7 1.988,2
4.137,3 3.308,4
Summe Passiva 13.079,3 12.322,6

Mio. EUR

Konzern-Kapitalflussrechnung

01.04.–
31.12.2012
01.04.–
31.12.2013
Betriebstätigkeit
Ergebnis nach Steuern 369,5 351,6
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 455,5 471,9
Veränderung Working Capital
Veränderung Vorräte –48,9 –236,0
Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten 46,6 49,0
Veränderung Rückstellungen –91,5 –127,6
–93,8 –314,6
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 731,2 508,9
Investitionstätigkeit
Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –518,6 –644,4
Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen 5,2 22,8
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen 1,3 –19,7
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen 1,5 0,5
Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen –21,5 77,4
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –532,1 –563,4
Finanzierungstätigkeit
Dividenden –206,4 –212,8
Dividenden/Kapitalzuführungen nicht beherrschende Gesellschafter –7,6 –8,5
Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien 4,9 1,6
Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern –39,1 –6,7
Kapitalerhöhung 79,9
Veränderung langfristige Finanzverbindlichkeiten 42,9 88,1
Veränderung kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –256,0 –520,9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –381,4 –659,2
Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –182,3 –713,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang 677,2 1.092,7
Veränderungen von Währungsdifferenzen –4,7 –15,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresende 490,2 363,1

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

01.04.–
31.12.20121
01.04.–
31.12.2013
01.10.–
31.12.20121
01.10.–
31.12.2013
Umsatzerlöse 8.652,5 8.384,1 2.719,7 2.660,5
Umsatzkosten –6.911,1 –6.676,6 –2.178,1 –2.141,9
Bruttoergebnis 1.741,4 1.707,5 541,6 518,6
Sonstige betriebliche Erträge 235,1 229,5 90,9 96,3
Vertriebskosten –729,6 –729,2 –240,3 –240,9
Verwaltungskosten –432,7 –446,0 –139,6 –148,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen –207,0 –188,8 –80,8 –52,8
EBIT 607,2 573,0 171,8 172,5
Ergebnisse von assoziierten Unternehmen 12,0 9,1 3,4 4,7
Finanzerträge 53,1 25,3 17,2 7,3
Finanzaufwendungen –198,6 –150,9 –66,5 –48,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 473,7 456,5 125,9 136,1
Ertragsteuern –104,2 –104,9 –25,9 –24,5
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 369,5 351,6 100,0 111,6
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 310,4 294,1 80,4 93,5
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 5,1 3,8 1,6 0,4
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 54,0 53,7 18,0 17,7
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis
je Aktie (EUR)
1,83 1,71 0,47 0,55

1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst. Mio. EUR

Gesamtergebnisrechnung

01.04.–
31.12.20121
01.04.–
31.12.2013
01.10.–
31.12.20121
01.10.–
31.12.2013
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 369,5 351,6 100,0 111,6
Sonstiges Ergebnis
Hedge Accounting –7,8 0,7 0,2 2,2
Währungsumrechnung –23,2 –113,6 –20,7 –34,3
Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen 2,9 –2,3 2,2 –1,7
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto –28,1 –115,2 –18,3 –33,8
Gesamtergebnis in der Periode 341,4 236,4 81,7 77,8
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 283,1 181,7 62,9 60,4
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 4,3 1,0 0,8 –0,3
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 54,0 53,7 18,0 17,7
Gesamtergebnis in der Periode 341,4 236,4 81,7 77,8

1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst. Mio. EUR

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

1 Q – 3 Q 2012/13 1 Q – 3 Q 2013/14
Konzern Nicht be
herrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht be
herrschende
Anteile
Gesamt
Eigenkapital zum 01.04. 4.765,9 70,4 4.836,3 5.007,9 67,3 5.075,2
Gesamtergebnis
in der Periode
337,1 4,3 341,4 235,4 1,0 236,4
Dividendenausschüttung –135,0 –7,7 –142,7 –155,2 –8,6 –163,8
Kapitalerhöhung 79,9 79,9
Rückkauf/Verkauf
von eigenen Aktien
4,9 4,9 1,6 1,6
Zukauf nicht
beherrschender Anteile
10,5 10,5
Dividendenausschüttung
an Hybridkapitalbesitzer
–71,3 –71,3 –42,8 –42,8
Sonstige Veränderungen –9,7 –7,8 –17,5 2,6 8,2 10,8
Eigenkapital zum 31.12. 4.971,8 69,7 5.041,5 5.049,5 67,9 5.117,4

Mio. EUR

voestalpine AG Erläuternde Anhangangaben

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2013 für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2013/14 der voestalpine AG wurde nach den Bestimmungen des IAS 34 – Interim Financial Reporting erstellt. Die für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2012/13 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit folgenden Ausnahmen unverändert fortgeführt:

Im Geschäftsjahr 2013/14 erstmals angewandte Änderungen oder Neufassungen von Standards

Standard Inhalt Inkrafttreten1
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1. Jänner 2013
IFRS 7, Änderung Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
1. Jänner 2013
IAS 12, Änderung Ertragsteuern – Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender
Vermögenswerte
1. Jänner 2013
IAS 1, Änderung Darstellung des Abschlusses – Darstellung von Posten
des sonstigen Ergebnisses
1. Juli 2012
IAS 19, Änderung Leistungen an Arbeitnehmer 1. Jänner 2013
diverse Standards Verbesserungen der International Financial Reporting Standards
(Improvements-Projekt 2009–2011)
(Ausnahme: Änderungen im Zusammenhang mit IAS 32 bereits
im Geschäftsjahr 2012/13 vorzeitig angewandt)
1. Jänner 2013

1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

IFRS 13 definiert den Begriff des beizulegenden Zeitwerts, steckt einen Rahmen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in einem einzigen IFRS ab und schreibt die Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vor. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 13 ergeben sich im Konzernzwischenabschluss der voestalpine AG zusätzliche Anhangangaben.

Durch die Änderungen des IFRS 7 wurden neue Angabevorschriften zur Saldierung von Finanzinstrumenten in die Bilanz aufgenommen. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der voestalpine AG zum 31. Dezember 2013.

Die Änderungen des IAS 1 verlangen, dass die Posten des sonstigen Ergebnisses danach gruppiert werden, ob diese zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (recycled) werden oder nicht. Die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung wurde entsprechend angepasst.

Durch die Änderungen des IAS 19 wird die Korridormethode abgeschafft und es werden die Finanzierungsaufwendungen auf Nettobasis ermittelt. Weiters ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand künftig sofort ergebniswirksam zu erfassen und es werden erweiterte Anhangangaben im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen gefordert. Im voestalpine-Konzern wurden bereits bisher die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. In der voestalpine AG wird durch die Änderungen des IAS 19 eine Änderung bei der Bilanzierung der "expected return on plan assets" ausgelöst. Bis zum 31. März 2013 wurden im voestalpine-Konzern die "expected return on plan assets" in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Verträgen mit den Pensionskassen im EBIT oder im Finanzergebnis ausgewiesen, nunmehr werden diese vollständig im Finanzergebnis erfasst. Aufgrund der Änderungen des IAS 19 wurden die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2012/13 durch folgende Korrekturbeträge in den betroffenen Posten rückwirkend angepasst:

Korrekturbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung 01.04.– 31.12.2012
Umsatzkosten –3,2
Vertriebskosten –1,2
Verwaltungskosten –3,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –0,3
Summe –7,9
Mio. EUR

Die Anwendung der übrigen neuen Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss. Für Fragen zu den verwendeten Aufstellungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. März 2013 verwiesen, welcher die Basis für diesen Zwischenabschluss darstellt.

Der Konzernzwischenabschluss ist in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Die vergleichenden Angaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2012/13 (Stichtag: 31. Dezember 2012).

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis/Unternehmenserwerbe

Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Voll
konsolidierung
Quoten
konsolidierung
Equity
Methode
Stand am 01.04.2013 291 2 12
Zugänge aus Unternehmenserwerben 3
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 7 1
Abgänge
Umgründungen –3 –1
Abgänge oder Veräußerung –1 –1
Stand am 31.12.2013 297 2 11
davon ausländische Gesellschaften 237 0 6

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:

Name der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2012/13 Vollkonsolidierung

Stratford Joists Limited

Umgründungen

EIFELER POLITEC GMBH

BÖHLER-UDDEHOLM HÄRTEREITECHNIK GmbH

voestalpine Profilform Beteiligung GmbH

Im Geschäftsjahr 2012/13 Equity-Methode

VA Intertrading Aktiengesellschaft

Umgründungen

Industrie-Logistik-Linz GmbH & Co KG

Name der Gesellschaft Anteil in %
Vollkonsolidierung
Bohler Pacific Pte. Ltd. 100,000 %
Caseli GmbH 100,000 %
voestalpine Funding International GmbH 100,000 %
voestalpine Texas LLC 100,000 %
voestalpine Texas Holding LLC 100,000 %
V 54-Fonds 97,181 %
Trafilerie di Cittadella S.p.A. 90,000 %
Eifeler France S.a.r.l. 100,000 %
voestalpine Wire Technology GmbH 100,000 %
Maruti Weld Pvt Ltd 100,000 %
Equity-Methode
Industrie-Logistik-Linz GmbH 37,000 %

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 werden folgende Gesellschaften im Konzernzwischenabschluss erstmalig einbezogen:

Bei den Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um drei Erwerbe, vier neu gegründete Gesellschaften und um die Konsolidierung von drei bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten – darunter ist ein Wertpapierdachfonds enthalten (Zugänge aus der Änderung der Konsolidierungsmethode), der zum 1. April 2013 vollkonsolidiert wurde. Die Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss sind als unwesentlich zu erachten.

Die Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernzwischenabschluss erfolgt unter Fortführung der gemäß IFRS 3 zum Akquisitionsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unter Berücksichtigung der entsprechenden Abschreibungen. Der Bilanzwert der nicht beherrschenden Anteile bestimmt sich nach den fortgeführten Fair Values der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden. Aufgrund von Unsicherheiten in der Bewertung sind im Einklang mit IFRS 3 die Positionen Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände, Vorräte und Rückstellungen als vorläufig zu erachten.

Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 6,2 Mio. EUR (2012/13: 14,9 Mio. EUR) bezahlt oder vorgesorgt. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 4,1 Mio. EUR (2012/13: 7,7 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 2,1 Mio. EUR (2012/13: 7,2 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.

Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Gewinnrücklagen dotiert ("double credit approach").

Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 31. Dezember 2013 0,6 Mio. EUR (31. März 2013: 10,0 Mio. EUR).

Im Bereich der Metal Engineering Division wurde das italienische Unternehmen Trafilerie di Cittadella S.p.A. im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres übernommen. Die voestalpine Böhler Welding Group GmbH (Geschäftsbereich Schweißtechnik) hält damit 90 % der Aktien an diesem Spezialunternehmen für die Herstellung von hochqualitativem nahtlosem Fülldraht (Seamless Flux Cored Wire), der aufgrund seiner Produkteigenschaften – zurückzuführen auf den einzigartigen Herstellungsprozess – besonders für das Verschweißen von hochfesten, kaltzähen und warmfesten Stählen geeignet ist. Trafilerie di Cittadella S.p.A. erzielte 2012 mit 60 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 13,7 Mio. EUR. Die Akquisition trägt zum Ausbau der Fülldrahtkompetenz des Geschäftsbereichs Schweißtechnik bei. Im Dezember 2013 erfolgte in der Metal Engineering Division ebenfalls im Geschäftsbereich Schweißtechnik der Zukauf des indischen Unternehmens Maruti Weld Pvt Ltd mit Sitz in Delhi. Das auf die Herstellung von Schweißelektroden spezialisierte Unternehmen erzielte 2012 mit 180 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 6,7 Mio. EUR und zählt zu den Top-10- Unternehmen am indischen Schweißtechnik-Markt. Für die voestalpine stellt die Akquisition eine erneute Erweiterung des Produktportfolios im Bereich der Schweißtechnik sowie eine hervorragende regionale Produktionsbasis für die Durchdringung des Wachstumsmarktes Indien dar.

Die Special Steel Division hat im Dezember 2013 eine weitere strategisch wichtige Akquisition mit Eifeler France S.a.r.l. abgeschlossen, welche ein ergänzender Schritt im Rahmen des Erwerbs von insgesamt neun Gesellschaften der Eifeler-Gruppe in Deutschland, der Schweiz und den USA im März 2013 ist. Eifeler France S.a.r.l. weist einen jährlichen Umsatz von 1,6 Mio. EUR auf und beschäftigt 15 Mitarbeiter. Mit dem Knowhow der erworbenen Unternehmen der Eifeler-Gruppe kann die Position der Special Steel Division als weltweiter Markt- und Technologieführer im Werkzeugstahl noch weiter gestärkt werden. Die zweite Akquisition des bisherigen Geschäftsjahres der Special Steel Division betrifft Rieckermann Steeltech Ltd. (Shanghai) und P.M. Technology Ltd. (Shenzhen). Im Einzelnen erwarb die Division im Rahmen eines Asset-Deals die entsprechenden Produktions- und Servicestandorte in China, an denen insgesamt rund 100 Mitarbeiter beschäftigt sind. Damit wird sowohl das generelle Distributionsnetz in China weiter verdichtet als auch eine Verstärkung der Präsenz vor Ort im Bereich der anspruchsvollen Sonderwerkstoffe zum Einsatz in den Bereichen Öl- und Gasförderung, Energie- und Kraftstofftechnik sowie Luftfahrt vorgenommen.

Angesetzte
Werte
Fair Value
Anpassungen
Buchwerte
Langfristiges Vermögen 18,9 5,1 13,8
Kurzfristiges Vermögen 16,7 16,7
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –3,8 –0,6 –3,2
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –11,0 –11,0
Nettovermögen 20,8 4,5 16,3
Zugang nicht beherrschende Anteile –0,5
Firmenwerte/Badwill 2,8
Anschaffungskosten 23,1
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –0,4
Nettozahlungsmittelabfluss 22,7
Mio. EUR

Diese Unternehmenserwerbe haben folgende Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss:

Die Unternehmenserwerbe trugen seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 13,3 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug –0,6 Mio. EUR. Wären die Unternehmenserwerbe schon zum 1. April 2013 konsolidiert worden, wären die berichteten Konzernumsatzerlöse um 7,7 Mio. EUR höher und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns um 0,3 Mio. EUR höher.

Im Rahmen der Akquisition Trafilerie di Cittadella S.p.A. wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 2,9 Mio. EUR und sonstige Forderungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR übernommen. Durch den Erwerb der Eifeler France S.a.r.l. wurden Lieferforderungen von 0,3 Mio. EUR und sonstige Forderungen von 0,2 Mio. EUR erworben, die übernommenen Lieferforderungen der Maruti Weld Pvt Ltd betragen 1,4 Mio. EUR, die sonstigen Forderungen 0,1 Mio. EUR. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind bei allen Erwerben als unwesentlich zu betrachten.

Für die oben angeführten Akquisitionen kann davon ausgegangen werden, dass steuerliche Abschreibungen auf Teile der erfassten Geschäftsund Firmenwerte insoweit geltend gemacht werden, als sie nach der jeweils geltenden Rechtslage steuerlich abzugsfähig sind. Die genaue Ermittlung liegt noch nicht vor. Die Beträge sind für den voestalpine-Konzernzwischenabschluss unwesentlich.

Erläuterung der Bilanz

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 haben die Investitionen in Höhe von 664,3 Mio. EUR die Abschreibungen in Höhe von 433,9 Mio. EUR überstiegen. Die langfristigen Vermögenswerte haben sich jedoch im Wesentlichen aufgrund von negativen Wechselkurseffekten lediglich von 6.980,9 Mio. EUR auf 7.019,7 Mio. EUR erhöht. Der Vorrätebestand erhöhte sich trotz negativer Währungsumrechnungsdifferenzen vor allem aufgrund von höheren Bestandsmengen gegenüber dem 31. März 2013 um 174,7 Mio. EUR. Weiters haben im Wesentlichen Fremdkapitalrückzahlungen und Dividenden zu einer Reduzierung der liquiden Mittel von 1.092,7 Mio. EUR auf 363,1 Mio. EUR beigetragen.

In den kurzfristigen anderen Finanzanlagen wurde die VA Intertrading Aktiengesellschaft erfasst (bisher nach der Equity-Methode einbezogen), da die Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 5 gegeben sind, jedoch der Ausweis in einer eigenen Zeile der Konzernbilanz aufgrund von Unwesentlichkeit nicht zweckmäßig ist.

Das Grundkapital der voestalpine AG betrug zum 31. Dezember 2013 313.309.235,65 EUR (31. März 2013: 313.309.235,65 EUR) und ist in 172.449.163 Aktien zerlegt (31. März 2013: 172.449.163). Zum Stichtag hielt die Gesellschaft 28.597 Stück eigene Aktien. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 wurden 62.032 Stück eigene Aktien verkauft.

Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe im Umfang von 1 Mrd. EUR mit einem Kupon von 7,125 % begeben, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 hat die voestalpine AG in Folge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR begeben. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 beträgt durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Die Nominale der Hybridanleihe 2007 und der Hybridanleihe 2013 beträgt insgesamt wieder 1 Mrd. EUR. Die Erlöse aus der Begebung der Hybridanleihen werden als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt.

Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 351,6 Mio. EUR hat zu einer Erhöhung des Eigenkapitals beigetragen. In der Hauptversammlung am 3. Juli 2013 wurde für das Geschäftsjahr 2012/13 eine Dividende in Höhe von 0,90 EUR je Aktie beschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr wurde daher von der voestalpine AG eine Dividende in Höhe von 155,2 Mio. EUR an Anteilseigner ausgeschüttet. Zinsen für das Hybridkapital 2007 und das Hybridkapital 2013 in Höhe von 42,8 Mio. EUR wurden ebenfalls als Dividende vom Eigenkapital in Abzug gebracht. Aufgrund von negativen Währungsumrechnungseffekten in Höhe von 113,6 Mio. EUR bleibt das Eigenkapital im Vergleich zum 31. März 2013 daher insgesamt nahezu unverändert.

Trotz der Abreifung von langfristigen Krediten und vorzeitigen Kredittilgungen haben sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund von Kreditaufnahmen auf 2.613,0 Mio. EUR erhöht.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Umsatz vom 1. April bis 31. Dezember 2013 in Höhe von 8.384,1 Mio. EUR ist im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres (8.652,5 Mio. EUR) um 3,1 % gesunken. Das EBIT belief sich im selben Zeitraum kumuliert auf 573,0 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 607,2 Mio. EUR. Bezogen auf das 3. Quartal wurde ein EBIT in Höhe von 172,5 Mio. EUR erzielt, verglichen mit 171,8 Mio. EUR im selben Zeitraum des Vorjahres. Nach Berücksichtigung des Finanzerfolges sowie von Steuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 351,6 Mio. EUR gegenüber 369,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:

01.04.– 31.12.2012 01.04.– 31.12.2013
Anteilseigner des Mutterunternehmens
zuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR)
310,4 294,1
Durchschnittlich gewichtete Anzahl der
ausgegebenen Aktien (Mio.)
170,0 172,4
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 1,83 1,71

Geschäftssegmente

Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Geschäftssegmenten des voestalpine-Konzerns für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2013/14 bzw. 2012/131 :

1.–3. Quartal 2013/14

Steel
Division
01.04.–31.12.2013
Special Steel
Division
01.04.–31.12.2013
Segmentumsätze 2.815,1 1.947,1
davon Umsatzerlöse mit externen Kunden 2.603,9 1.909,3
davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 211,2 37,8
EBITDA 285,4 253,8
EBIT 113,5 154,5
EBIT-Marge 4,0 % 7,9 %
Segmentvermögen 3.822,1 3.798,5
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 10.862 12.884

1.– 3. Quartal 2012/131

Steel
Division
01.04.–31.12.2012
Special Steel
Division
01.04.–31.12.2012
Segmentumsätze 2.906,0 2.064,8
davon Umsatzerlöse mit externen Kunden 2.706,5 2.027,9
davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 199,5 36,9
EBITDA 336,5 273,8
EBIT 164,8 165,4
EBIT-Marge 5,7 % 8,0 %
Segmentvermögen 3.668,9 3.847,9
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 10.414 12.144

1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst; siehe Korrekturbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Überleitung
01.04.–31.12.2013
Sonstige
01.04.–31.12.2013
Metal Forming
Division
01.04.–31.12.2013
Metal Engineering
Division
01.04.–31.12.2013
–1.431,6 1.138,5 1.740,1 2.174,9
0,0 5,5 1.717,3 2.148,1
–1.431,6 1.133,0 22,8 26,8
–3,2 –56,9 194,4 333,3
–3,3 –64,0 126,8 245,5
7,3 % 11,3 %
–9.216,3 9.429,4 1.937,3 2.551,6
0 799 10.780 11.760

Mio. EUR

Summe Konzern Überleitung Sonstige Metal Forming
Division
Metal Engineering
Division
01.04.–31.12.2012 01.04.–31.12.2012 01.04.–31.12.2012 01.04.–31.12.2012 01.04.–31.12.2012
8.652,5 –1.328,5 1.044,7 1.726,3 2.239,2
8.652,5 0,0 3,0 1.703,0 2.212,1
0,0 –1.328,5 1.041,7 23,3 27,1
1.043,8 2,6 –57,2 179,1 309,0
607,2 2,6 –62,0 112,3 224,1
7,0 % 6,5 % 10,0 %
12.264,5 –9.056,8 9.391,9 1.897,2 2.515,4
44.696 0 718 10.283 11.137

Mio. EUR

In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:

EBITDA

01.04.– 31.12.2012 01.04.– 31.12.2013
Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung 2,3 –2,7
Konsolidierung –0,1 –0,4
Sonstiges 0,4 –0,1
EBITDA – Summe Überleitung 2,6 –3,2

Mio. EUR

EBIT

01.04.– 31.12.2012 01.04.– 31.12.2013
Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung 2,3 –2,7
Konsolidierung –0,1 –0,4
Sonstiges 0,4 –0,2
EBIT – Summe Überleitung 2,6 –3,3
Mio. EUR

Alle übrigen Kennzahlen enthalten im Wesentlichen nur Konsolidierungseffekte.

Erläuterung der Kapitalflussrechnung

Der Cashflow aus dem Ergebnis in Höhe von 823,5 Mio. EUR ist im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2012/13 (825,0 Mio. EUR) annähernd gleichgeblieben. Unter Berücksichtigung der Working Capital-Veränderung ergibt sich ein Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von 508,9 Mio. EUR – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres

(731,2 Mio. EUR) bedeutet dies einen signifikanten Rückgang. Nach Abzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 563,4 Mio. EUR sowie unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von –659,2 Mio. EUR (im Wesentlichen Fremdkapitalrückzahlungen und Dividende) ergibt sich eine Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vor Währungsdifferenzen) von –713,7 Mio. EUR.

Erläuterung zu Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten je Klasse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber:

31.12.2012 31.12.2013
Buchwerte Zeitwerte Buchwerte Zeitwerte
Aktiva
Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden
2.047,5 2.047,5 1.831,1 1.831,1
Finanzinstrumente, die zum Zeitwert bewertet werden 592,1 592,1 495,5 495,5
2.639,6 2.639,6 2.326,6 2.326,6
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
5.375,9 5.470,1 5.367,3 5.462,5
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Zeitwerten 40,6 40,6 19,1 19,1
5.416,5 5.510,7 5.386,4 5.481,6

Mio. EUR

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, die die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet. Die drei Stufen sind wie folgt definiert:

Eingangsparameter

Stufe 1 umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden
notierten (unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am
Bewertungsstichtag zugreifen kann.
Stufe 2 umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die
für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
Stufe 3 umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert
oder die Schuld.

Hierarchiestufen für regelmäßige Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
31.12.2012
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 16,0 16,0
Fair Value-Option (Wertpapiere) 499,4 499,4
Übrige 76,7 76,7
499,4 16,0 76,7 592,1
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate)
40,6 40,6
0,0 40,6 0,0 40,6
31.12.2013
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 14,0 14,0
Fair Value-Option (Wertpapiere) 422,1 422,1
Übrige 59,4 59,4
422,1 14,0 59,4 495,5
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate)
19,1 19,1
0,0 19,1 0,0 19,1

Mio. EUR

Die zugrunde liegenden Vermögenswerte des im Geschäftsjahr 2013/14 erstkonsolidierten Wertpapierdachfonds werden im Rahmen der "Fair Value-Option" ausgewiesen.

Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der "Mark to Market"- Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgröße für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungsund Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen Stufe 1 und Stufe 2 sowie keine Umgruppierungen in oder aus Stufe 3 vorgenommen. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:

Stufe 3 – Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

01.04.–
31.12.2012
01.04.–
31.12.2013
Anfangsbestand 66,9 63,7
Summe der in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzten Gewinne/Verluste:
Finanzaufwendungen/-erträge 0,0 –2,9
Summe der unter dem sonstigen Ergebnis angesetzten Gewinne/Verluste:
Währungsumrechnung –0,3 0,0
Zugänge 10,6 0,3
Abgänge –0,5 –1,7
Endbestand 76,7 59,4

Mio. EUR

In Stufe 3 sind sonstige Beteiligungen enthalten, die gemäß IAS 39 zum Fair Value zu bewerten sind. Da der Fair Value nicht bei allen sonstigen Beteiligungen verlässlich bestimmbar ist, werden als Näherungswert die Anschaffungskosten fortgeführt. Die Anschaffungskosten (sowohl in der laufenden Berichtsperiode als auch im Vorjahr) entsprechen entweder dem Fair Value oder die

Abweichungen sind unwesentlich. Die für Vergleichszwecke angestellte dahinterliegende Fair Value-Berechnung basiert auf marktwertorientierten bzw. kapitalwertorientierten Bewertungsverfahren. Als Inputfaktoren dienen Buchwert-Multiples vergleichbarer börsennotierter Unternehmen und – sofern verfügbar – Planungsrechnungen.

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.

Saison- und Konjunktureinflüsse

Wir verweisen auf die entsprechenden Erläuterungen im Zwischenlagebericht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit bestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen mit assoziierten Gesellschaften des Konzerns. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.

Es gab keine Veränderungen bei Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die im letzten Jahresfinanzbericht dargelegt wurden und die die Finanzlage oder das Geschäftsergebnis des Unternehmens während der ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres wesentlich beeinflusst haben.

Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial

Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2012/13 gebildete Rückstellung in Höhe von insgesamt 204,4 Mio. EUR wurde zum 31. Dezember 2013 im Wesentlichen um die Schadenersatzzahlungen für direkte und indirekte Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn sowie um die Zahlungen im Rahmen der Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG reduziert. Die insgesamt verbleibende Rückstellung wurde zum 31. Dezember 2013 an die aktuelle Einschätzung angepasst, wodurch sich ein einmaliger Ertrag (Saldo aus Auflösung und Zuführung) von 7,3 Mio. EUR ergeben hat.

Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß IAS 37.92 detaillierte Angaben zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach der Berichtsperiode bekannt.

Impressum Eigentümer und Medieninhaber: voestalpine AG, voestalpine-Straße 1, 4020 Linz Herausgeber und Redaktion: voestalpine AG, Corporate Communications T. +43/503 04/15-2090, F. +43/503 04/55-8981, [email protected], www.voestalpine.com Gestaltung, Realisierung: gugler* brand, St. Pölten

voestalpine AG

voestalpine-Straße 1 4020 Linz, Austria T. +43/503 04/15-0 F. +43/503 04/55-DW www.voestalpine.com