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voestalpine AG — Interim / Quarterly Report 2014
Aug 5, 2014
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Interim / Quarterly Report
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Aktionärsbrief 1. Quartal 2014/15
voestalpine-Konzern in Zahlen
1 Q 2013/14 vs. 1 Q 2014/15
| Mio. EUR | 1 Q 2013/141 01.04.– 30.06.2013 |
1 Q 2014/15 01.04.– 30.06.2014 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.895,3 | 2.826,7 | –2,4 |
| EBITDA | 363,5 | 363,7 | 0,1 |
| EBITDA-Marge | 12,6 % | 12,9 % | |
| EBIT | 221,6 | 218,4 | –1,4 |
| EBIT-Marge | 7,7 % | 7,7 % | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 175,0 | 192,9 | 10,2 |
| Ergebnis nach Steuern2 | 137,6 | 154,4 | 12,2 |
| Gewinn je Aktie (EUR) | 0,68 | 0,77 | 13,2 |
| Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen | 175,0 | 184,4 | 5,4 |
| Abschreibungen | 141,9 | 145,3 | 2,4 |
| Capital Employed | 8.326,6 | 8.718,73 | 4,7 |
| Eigenkapital | 5.159,9 | 5.416,4 | 5,0 |
| Nettofinanzverschuldung | 2.262,6 | 2.422,3 | 7,1 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) | 43,8 % | 44,7 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 46.548 | 47.463 | 2,0 |
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.
2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
3 Ohne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Europa stehen sowohl politisch als auch wirtschaftlich spannende Monate bevor: Ein neu gewähltes Europäisches Parlament ist gefordert, eine gleichermaßen problembewusste wie lösungsorientierte Kommission zu installieren, die in der Folge auch in der Lage sein muss, den in den letzten Jahren deutlich stärker gewordenen Partikularinteressen insbesondere der großen EU-Mitgliedsländer erfolgreicher Paroli zu bieten, als dies die scheidende Kommission getan hat. Nur so wird die Weiterführung des europäischen Einigungsprozesses in einem geopolitisch immer komplexer und herausfordernder werdenden Umfeld gelingen – und das ist wiederum Voraussetzung für eine langfristig erfolgreiche Positionierung Europas im globalen Spiel der Kräfte, politisch genauso wie ökonomisch.
In wirtschaftlicher Hinsicht stehen mit der Festlegung der energie- und klimapolitischen Ziele für den Zeitraum bis 2030 bereits im kommenden Herbst Grundsatzentscheidungen an, welche die Wettbewerbsposition der europäischen Industrie auf Jahrzehnte hinaus entscheidend beeinflussen werden. Eine im globalen Maßstab leistbare Energie- sowie eine Klima- und Umweltpolitik, welche technische und wirtschaftliche Machbarkeitskriterien nicht länger negiert, sind Voraussetzungen, um den Industriestandort Europa zumindest im derzeit noch bestehenden Umfang langfristig zu erhalten. Dabei sollte sich die Politik sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene über eines im Klaren sein: Es ist nicht damit getan, den Euro langfristig abzusichern, nationale Budgets zu sanieren sowie Banken und Finanzmärkte einer neuen Ordnung zu unterziehen. Auch wenn all diese Maßnahmen von existenzieller Bedeutung sein mögen, entscheidend wird letztlich sein, ob es gelingt, der Sachgüterindustrie mit ihren langen Wertschöpfungsketten als dem Rückgrat von Beschäftigung und damit breitem Wohlstand eine dauerhafte Perspektive in Europa zu vermitteln. Viel Zeit, entsprechendes Vertrauen aufzubauen, bleibt dafür nicht mehr – die Investitionszurückhaltung der Unternehmen in vielen europäischen Ländern spricht eine deutliche Sprache.
Für den voestalpine-Konzern bringt der kommende Herbst die letzte Phase des umfassenden Generationswechsels im operativen Management seiner Divisionen. Zum Abschluss eines gleichermaßen kontrollierten wie konsequenten dreieinhalbjährigen Prozesses werden alle 14 Vorstandsfunktionen in den vier Divisionen des Konzerns mit einer neuen Managementgeneration besetzt sein. Ab dem 1. Oktober 2014 bilden dann die vier "Divisional Heads" gemeinsam mit CEO und CFO den aus sechs Mitgliedern bestehenden Vorstand der voestalpine AG.
Es sei an dieser Stelle gestattet, allen Beteiligten an diesem professionell und damit auch ohne Zurufe von außen abgelaufenen Prozess zu danken, dem Aufsichtsrat unseres Unternehmens, der Belegschaftsvertretung und nicht zuletzt jenen Kollegen, die in loyaler und konstruktiver Weise ihren Platz in den jeweiligen Divisionen für die nächste Generation frei gemacht haben.
Für unsere Geschäftspartner und Aktionäre, aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet dieser reibungslose Übergang der operativen Verantwortung auf die nächste Generation die Gewissheit, auch in der Zukunft "voestalpine" synonym für höchste Qualität, modernste Technologie, größte Professionalität und umfassendstes Engagement verstehen zu dürfen. Darüber hinaus sind mit diesem geordneten Generationswechsel aber auch die Voraussetzungen geschaffen, aus dem heutigen "einen Schritt voraus" in der Zukunft "einen deutlichen Schritt voraus" zu machen.
Linz, 4. August 2014
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Highlights
- Verbesserte innereuropäische Nachfrage stützt konjunkturellen Aufwärtstrend in der Europäischen Union.
- Anhaltend starke Konjunkturentwicklung in Nordamerika.
- China nach etwas schwächerem Jahresbeginn mit zuletzt wieder stabiler Entwicklung auf solidem Niveau.
- Strukturschwächen und restriktive Finanzpolitik belasten das Wachstum in Brasilien.
- Umsatzerlöse im Jahresvergleich wegen geringerer Vormaterialkosten und Schließung der Standardschienenproduktion in Duisburg leicht rückläufig.
- EBITDA mit 363,7 Mio. EUR exakt auf Vorjahresniveau (Vorjahr 363,5 Mio. EUR), bedingt durch niedrigere Umsatzerlöse Verbesserung der EBITDA-Marge von 12,6 % auf 12,9 %.
- EBIT mit 218,4 Mio. EUR bei stabiler Marge von 7,7 % geringfügig unter Vorjahreswert von 221,6 Mio. EUR.
- Ergebnis vor (192,9 Mio. EUR) bzw. nach Steuern (154,4 Mio. EUR) im Jahresvergleich (1. Quartal 2013/14: 175,0 Mio. EUR bzw. 137,6 Mio. EUR) als Folge eines günstigeren Finanzergebnisses und einer geringeren Steuerquote deutlich verbessert.
- Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) mit 44,7 % gegenüber 31. März 2014 (46,0 %, rückwirkend angepasst) durch weiteren Eigenkapitalaufbau rückläufig.
- Start der Bauphase des HBI-Projekts in Texas nach erfolgreichem Abschluss sämtlicher Behördenverfahren.
Zwischenlagebericht
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Die globale Konjunkturentwicklung verlief zu Beginn des Geschäftsjahres 2014/15 uneinheitlich, wobei sich die wesentlichsten Trends in eher gebremsten Wachstumsraten der Emerging Markets einerseits und einer etwas besser als erwartet verlaufenen Entwicklung in den reifen Volkswirtschaften andererseits zusammenfassen lassen.
War das letzte Geschäftsjahr in Europa über weite Strecken von optimistischer Stimmung, aber unbefriedigenden Realdaten gekennzeichnet, so begann das neue Geschäftsjahr mit einer Fortsetzung des seit Jahresbeginn 2014 vorherrschenden positiven Trends. Die wesentlichen Wirtschaftsindikatoren weisen in den letzten Monaten ein weitgehend stabiles Niveau aus. Neben anhaltend starken Exporten hat sich zuletzt auch die innereuropäische Nachfrage gesteigert. Die Basis dafür liegt vor allem im etwas verbesserten Konsumentenvertrauen, in geringerem Umfang auch in einem Anziehen der Investitionen aufgrund steigender Industrieproduktion und tendenziellem "Unterinvestment" in den letzten Jahren.
Das klare Committment der Europäischen Zentralbank zur Stärkung der europäischen Wirtschaft durch einen Aktionsplan zur Incentivierung der Kreditvergabe sowie der historische Schritt, den Einlagezinssatz in negatives Territorium zu legen (–0,1 %), wirken ebenfalls positiv auf das ökonomische Klima in Europa.
Die jüngsten Eskalationen im Konflikt um die Ukraine hingegen schaffen Verunsicherung, treffen momentan aber vor allem die russische Wirtschaft. Negative Folgen auch für die europäische Wirtschaft stellen jedoch ein zunehmendes Risiko für die weitere Entwicklung dar.
Das 1. Geschäftsquartal 2014/15 hat in Nordamerika – und hier vor allem in den USA – sehr stark begonnen, wobei diese Entwicklung zum Teil auf Nachzieheffekte aus dem durch einen ungewöhnlich harten Winter geprägten Vorquartal zurückzuführen war. Die ökonomischen Indikatoren weisen für die USA aber nach wie vor sowohl im Bereich Consumer Confidence als auch im Bereich Business Confidence Zuwächse aus. Der durchaus repräsentative PMI (Purchasing-Manager-Index) zeigte im Juni den stärksten Zuwachs seit über vier Jahren, was auf einen anhaltend positiven Gesamttrend über den Sommer schließen lässt.
Brasilien, der für die voestalpine wichtigste südamerikanische Wirtschaftsraum, kann weiterhin nicht an Wachstumsraten vergangener Jahre anschließen. So wird auch für 2014 mit einem BIP-Wachstum von weniger als 2 % gerechnet. Verantwortlich für diese Entwicklung ist neben den Strukturschwächen des Landes auch eine zuletzt restriktivere Finanzpolitik, die zusätzlich auf das ohnehin schwache Sentiment drückt.
Der Beginn des Kalenderjahres 2014 entwickelte sich für die chinesische Wirtschaft – relativ zu den gewohnten Wachstumsraten der Vergangenheit – eher schwach und erst gegen Ende des 1. Halbjahres drehten die Wirtschaftsindikatoren wieder in einen robusteren Bereich. Maßgeblich für den zurückhaltenden Start waren die Bemühungen der Zentralregierung, die Wirtschaftsstruktur des Landes besser auszubalancieren und staatliche Investmentprogramme schrittweise zurückzunehmen. Insgesamt wird für die chinesische Wirtschaft aber auch 2014 mit einem Wachstum von rund 7 % gerechnet.
Vor diesem makroökonomischen Hintergrund verlief die operative Geschäftsentwicklung der einzelnen Divisionen des voestalpine-Konzerns im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 durchaus zufriedenstellend.
Die Steel Division, ein überwiegend europäischer Player, profitierte von einer weiter verbesserten Nachfrage aus dem Automobilsektor und ersten Erholungstendenzen im Pipelinebereich, während die übrigen Marktsegmente eine weitgehend stabile Nachfrageentwicklung zeigten.
Die Special Steel Division konnte vor allem von den prosperierenden Märkten in den USA und Asien – hier insbesondere China – profitieren. Der europäische Markt hingegen stellte sich für diese Division weiterhin verhalten dar.
Die breite Aufstellung der Metal Engineering Division und die anhaltend gute Entwicklung aller ihrer Business Units bescherten der Division einmal mehr ein sehr überzeugendes Quartalsergebnis.
Die Metal Forming Division konnte im Bereich Automotive Parts die bisher sehr gute Entwicklung fortsetzen, musste jedoch auf der Rohr- und Profilseite gegenüber dem Vorquartal aufgrund auslaufender Lagereffekte eine leicht rückläufige Entwicklung hinnehmen. Sie bewegt sich aber insgesamt unverändert auf sehr solidem Niveau.
Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren des voestalpine-Konzerns
Der voestalpine-Konzern konnte im Jahresvergleich die Umsatzerlöse des 1. Quartals mit 2.826,7 Mio. EUR praktisch konstant halten. Der leichte Rückgang um 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr (2.895,3 Mio. EUR) ergibt sich größtenteils durch strukturelle Änderungen im Bereich der Metal Engineering Division, in erster Linie durch die Schließung der Standardschienenproduktion in Duisburg mit der Konsequenz entsprechend geringerer Umsätze. Die Umsatzentwicklung der anderen Divisionen verlief annähernd stabil, wobei die Steel Division und die Special Steel Division aufgrund eines generell deflationären Umfeldes (sinkende Rohstoffkosten) mit leicht rückläufigen Umsatzerlösen konfrontiert waren, die Metal Forming Division hingegen die Umsätze etwas steigern konnte.
Das operative Ergebnis (EBITDA) des 1. Quartals stellt sich im 12-Monats-Vergleich konstant dar. Im Einzelnen wurde der Vorjahreswert von 363,5 Mio. EUR heuer um 0,2 Mio. EUR übertroffen; auf Basis der 363,7 Mio. EUR beträgt die EBITDA-Marge im 1. Quartal 2014/15 12,9 % (nach 12,6 % im Vorjahr).
Aufgrund gestiegener Abschreibungen zeigt das Betriebsergebnis (EBIT) eine leicht rückläufige (–1,4 %) Tendenz und beträgt für das aktuelle Berichtsquartal 218,4 Mio. EUR (Vorjahr: 221,6 Mio. EUR). Die EBIT-Marge konnte mit 7,7 % exakt auf dem Vorjahreswert gehalten werden.
Aufgrund gesunkener Bruttoverschuldung in Kombination mit geringeren Finanzierungskosten sowie einer günstigeren Entwicklung der veranlagten Liquiditätsreserve konnte das Ergebnis vor Steuern deutlich gesteigert werden. Es liegt im 1. Geschäftsquartal 2014/15 bei 192,9 Mio. EUR nach 175,0 Mio. EUR im 1. Vorjahresquartal, ein Plus von 10,2 %.
Das Ergebnis nach Steuern weist aufgrund einer leicht gesunkenen Steuerquote einen Zuwachs von 12,2 % auf aktuell 154,4 Mio. EUR aus (Vorjahr: 137,6 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie konnte damit im Quartalsvergleich um 13,2 % von 0,68 EUR auf 0,77 EUR gesteigert werden. Auf diesen Ergebnissen aufbauend erhöhte sich das Eigenkapital per 30. Juni 2014 im Jahresvergleich um 5,0 % auf 5.416,4 Mio. EUR. Verglichen mit dem Bilanzstichtag 31. März 2014 (5.261,0 Mio. EUR) entspricht dies immer noch einem Zuwachs von 3,0 %.
Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im 12-Monats-Vergleich um 7,1 % auf 2.422,3 Mio. EUR, konnte aber im Vergleich zum Bilanzstichtag (2.421,4 Mio. EUR, rückwirkend angepasst) konstant gehalten werden. Die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) ist damit im Laufe des 1. Geschäftsquartals von 46,0 % (rückwirkend angepasst) per 31. März 2014 auf aktuell 44,7 % gefallen.
Der voestalpine-Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2014 47.463 Mitarbeiter (FTE), ein Zuwachs von 2,0 % verglichen mit dem Vorjahreswert von 46.548 Mitarbeitern (FTE).
Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns
| Mio. EUR | 1Q 2013/141 | 2 Q 2013/141 | 3 Q 2013/141 | 4 Q 2013/141 | 1Q 2014/15 |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2013 | 01.07.–30.09.2013 | 01.10.–31.12.2013 | 01.01.–31.03.2014 | 01.04.–30.06.2014 | |
| Umsatzerlöse | 2.895,3 | 2.748,1 | 2.625,4 | 2.808,4 | 2.826,7 |
| EBITDA | 363,5 | 316,9 | 319,2 | 374,4 | 363,7 |
| EBITDA-Marge | 12,6 % | 11,5 % | 12,2 % | 13,3 % | 12,9 % |
| EBIT | 221,6 | 174,7 | 173,0 | 219,1 | 218,4 |
| EBIT-Marge | 7,7 % | 6,4 % | 6,6 % | 7,8 % | 7,7 % |
| Ergebnis vor Steuern | 175,0 | 137,1 | 132,2 | 196,5 | 192,9 |
| Ergebnis nach Steuern2 | 137,6 | 100,8 | 111,3 | 171,7 | 154,4 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
46.548 | 47.126 | 46.460 | 47.485 | 47.463 |
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.
2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.
Steel Division
| Mio. EUR | 1Q 2013/141 01.04.–30.06.2013 |
1Q 2014/15 01.04.–30.06.2014 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 989,8 | 975,0 | –1,5 |
| EBITDA | 113,9 | 114,1 | 0,2 |
| EBITDA-Marge | 11,5 % | 11,7 % | |
| EBIT | 57,9 | 56,8 | –1,9 |
| EBIT-Marge | 5,8 % | 5,8 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.805 | 11.035 | 2,1 |
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind in der Änderung der Vergleichsinformationen unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die weltweite Rohstahlproduktion wurde im 1. Geschäftsquartal 2014/15 mit einem Zuwachs von 3,5 % im Jahresvergleich weiter ausgeweitet. Die größten Zuwachsraten kamen mit +4,7 % zwar einmal mehr aus dem asiatischen Raum, jedoch steigerten auch die saturierten Volkswirtschaften Nordamerika (+2,2 %) und Europa (+1,8 %) ihre Produktionsmengen.
In Europa war für diese Entwicklung das Anziehen der Nachfrage aus praktisch allen stahlkonsumierenden Industriesektoren, insbesondere aber der Automobil- und Bauindustrie entscheidend, worauf die europäische Stahlindustrie prompt mit Produktionssteigerungen reagierte, ohne damit aber das drückende Problem der Überkapazitäten auch nur ansatzweise entschärfen zu können – im Gegenteil, sie hat sich damit von vornherein jeder Chance einer Verbesserung ihrer seit Jahren unzureichenden Profitabilität begeben.
Die voestalpine Steel Division konnte im abgelaufenen Geschäftsquartal das vergleichsweise gute Profitabilitätsniveau der ersten drei Monate des Vorjahres halten. Sie profitierte dabei insbesondere von der erwähnten positiven Entwicklung der europäischen Automobilindustrie, aber auch dem Wiedererwachen des Energiemarktes (Grobbleche für Pipelines), der infolge der Vergabe größerer Pipelineprojekte ("South Stream I" in Europa/Russland, "Rota 3" in Brasilien) nach einem extrem schwierigen Geschäftsjahr 2013/14 erstmals wieder Belebungstendenzen zeigt.
Die europäischen Automobilhersteller konnten – bereits von soliden Niveaus ausgehend – über das gesamte 1. Geschäftsquartal weiter steigende Produktionszahlen verbuchen, was nicht wie in der jüngeren Vergangenheit ausschließlich auf Exporterfolge, sondern auch auf eine steigende europäische Nachfrage zurückzuführen ist.
Die weiteren für die Steel Division wesentlichen Marktsegmente Hausgeräte und Konsumgüter sowie der Maschinenbau haben sich im Wesentlichen stabil auf solidem Niveau entwickelt. Die in ihrer Bedeutung für den voestalpine-Konzern untergeordnete Bauindustrie konnte – auch wetterbegünstigt – seit Jahreswechsel etwas zulegen, bewegt sich insgesamt gesehen jedoch immer noch auf sehr niedrigem Niveau.
Generell sichert ein aktuell überdurchschnittlich hoher Auftragsbestand die schon bislang hervorragende Auslastung der Produktionskapazitäten für die gesamte 2. Hälfte des Kalenderjahres.
Finanzielle Leistungsindikatoren
In einem insgesamt deflationären makroökonomischen Branchenumfeld mit sinkenden Rohstoffkosten und daraus abgeleitet sinkenden Produktkosten, aber auch Preisen konnte die Steel Division im 1. Geschäftsquartal 2014/15 die Umsatzerlöse weitgehend konstant halten. Sie weist im 12-Monats-Vergleich einen nur marginalen Rückgang um 1,5 % auf 975,0 Mio. EUR – nach 989,8 Mio. EUR im 1. Quartal des Vorjahres – aus. Die insgesamt rückläufige Preisentwicklung in den letzten zwölf Monaten konnte die Division vor allem durch Verbesserungen beim Produktmix, aber auch im Kostenbild nahezu egalisieren. Die Mengensituation blieb im Wesentlichen unverändert: Bei voller Auslastung der Produktionskapazitäten konnten die Liefermengen sogar leicht erhöht werden (+2,0 % im Jahresvergleich). Das operative Ergebnis (EBITDA) entwickelte sich mit 114,1 Mio. EUR praktisch konstant zum Vorjahr (113,9 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge konnte damit sogar leicht von 11,5 % auf aktuell 11,7 % ausgeweitet werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) zeigte ebenfalls eine weitestgehend stabile
Entwicklung, der Rückgang blieb im Jahresvergleich auf 1,9 % beschränkt, das EBIT fiel gerade einmal von 57,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 56,8 Mio. EUR im aktuellen Berichtsquartal. Die Stabilität der Margenentwicklung trotz des herausfordernden Umfeldes unterstreicht die hervorragende strategische Positionierung der Division mit ihrer Ausrichtung auf Marktsegmente mit höchsten technologischen und qualitativen Anforderungen.
Die voestalpine Steel Division beschäftigte per Stichtag 30. Juni 2014 11.035 Mitarbeiter (FTE), was einem Anstieg um 2,1 % gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (10.805 Mitarbeiter, FTE) entspricht.
Special Steel Division
| Mio. EUR | 1Q 2013/14 01.04.–30.06.2013 |
1Q 2014/15 01.04.–30.06.2014 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 682,8 | 675,9 | –1,0 |
| EBITDA | 98,5 | 96,1 | –2,4 |
| EBITDA-Marge | 14,4 % | 14,2 % | |
| EBIT | 65,0 | 61,3 | –5,7 |
| EBIT-Marge | 9,5 % | 9,1 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.884 | 12.958 | 0,6 |
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Das Marktumfeld der Special Steel Division fand im 1. Quartal 2014/15 im Wesentlichen eine Fortsetzung des Trends aus dem letzten Vorjahresquartal, d. h. ein nach wie vor herausforderndes Marktumfeld in Europa, gedämpftes Wachstum in Brasilien und eine alles in allem zufriedenstellende Entwicklung sowohl in Nordamerika als auch in Asien.
Die nach einem schwachen Sommer und Herbst gegen Ende des letzten Geschäftsjahres eingetretene – verhaltene – Nachfragebelebung war sektoriell vor allem getragen durch erhöhte Lieferungen in die Automobilindustrie, keine positiven Impulse kamen hingegen vom Kraftwerksund Energiemaschinenbau, der insbesondere in Europa nach wie vor in einer tiefen Krise verharrt. Der Maschinenbau blieb generell hinter den Erwartungen zu Jahresbeginn zurück, wogegen die Sektoren Öl- und Gasexploration sowie Luftfahrtindustrie die erwartet solide Entwicklung nahmen.
Vor diesem Hintergrund stellten sich im Geschäftsbereich High Performance Metals die Rahmenbedingungen für das Produktsegment Werkzeugstahl stabil dar. Im Segment der Sonderwerkstoffe profitierte die Division von der anhaltenden Explorationstätigkeit der Öl- und Gasindustrie und der stabilen Entwicklung auf dem Luftfahrtsektor. Bei Freiformschmiedestücken kam es aufgrund der mangelnden Investitionstätigkeit im Kraftwerksbereich zu keiner Belebung der Auftragssituation (die sich auch für das restliche Geschäftsjahr nicht abzeichnet).
Der Geschäftsbereich Value Added Services profitierte zunehmend von den in den letzten Jahren getätigten Investitionen in Beschichtungs- und Wärmebehandlungsdienstleistungen sowie in die mechanische Bearbeitung. Das Gesamtpaket Lieferung von hochwertigem Stahl in Kombination mit anspruchsvollen Serviceleistungen sichert die Positionierung als globaler Premiumlieferant. Neben dem Hochlauf neuer Beschichtungszentren in Kanada und China (siehe Kapitel "Investitionen") verlief auch die Integration von zwei neuen Vertriebsgesellschaften in Indien plangemäß.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Umsatzerlöse der Special Steel Division blieben im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 mit 675,9 Mio. EUR um 1,0 % unter dem Vorjahresniveau von 682,8 Mio. EUR. Bedingt durch Effizienzsteigerungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen hielten sich die Ergebnisauswirkungen des Umsatzrückgangs in engen Grenzen. Das operative Ergebnis (EBITDA) liegt mit 96,1 Mio. EUR um 2,4 % unter dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres (98,5 Mio. EUR), die EBITDA-Marge verblieb mit 14,2 % nahezu stabil (Vorjahr 14,4 %). Das Betriebsergebnis (EBIT) kam im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 mit 61,3 Mio. EUR um 3,7 Mio. EUR bzw. 5,7 % unter dem Vorjahreswert von 65,0 Mio. EUR zu liegen, wodurch die EBIT-Marge mit 9,1 % nach 9,5 % im Vorjahr leicht rückläufig ist. Zum 30. Juni 2014 beschäftigte die Special Steel Division 12.958 Mitarbeiter (FTE). Die im Vergleich zum Vorjahr (12.884 Mitarbeiter) zusätzlichen 74 Mitarbeiter (+0,6 %) wurden vorwiegend in China aufgebaut, um die positive Marktentwicklung begleiten zu können.
| Mio. EUR | 1Q 2013/141 | 1Q 2014/15 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2013 | 01.04.–30.06.2014 | in % | |
| Umsatzerlöse | 723,3 | 679,3 | –6,1 |
| EBITDA | 107,9 | 106,7 | –1,1 |
| EBITDA-Marge | 14,9 % | 15,7 % | |
| EBIT | 80,0 | 79,6 | –0,5 |
| EBIT-Marge | 11,1 % | 11,7 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.952 | 11.250 | 2,7 |
Metal Engineering Division
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind in der Änderung der Vergleichsinformationen unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die Entwicklung der Metal Engineering Division verlief im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres insgesamt auf unverändert hohem Niveau, wobei alle Geschäftsbereiche der breit aufgestellten Division eine gleichermaßen gute Performance zeigten.
Der Geschäftsbereich Rail Technology verzeichnete auch im abgelaufenen Quartal eine ungebrochen hohe Nachfrage und dadurch bedingt auch eine absolute Vollauslastung aller Aggregate, eine Entwicklung die sich aus heutiger Sicht jedenfalls bis Ende des Kalenderjahres fortsetzen sollte. Regional betrachtet ändert sich das Projektportfolio derzeit etwas zugunsten des europäischen Marktes, womit die leicht rückläufigen Nachfrageentwicklungen auf einzelnen internationalen Märkten mehr als kompensiert werden können.
Auch der Geschäftsbereich Turnout Systems war in allen Regionen weltweit durch eine unverändert starke Nachfrage geprägt, wobei Nordamerika, die MENA-Region sowie Südostasien eine besonders gute Bedarfsentwicklung zeigten, aber auch Europa und Australien steigende Auftragseingänge auswiesen. In Europa werden nach mehrjähriger Zurückhaltung vieler Staaten aufgrund der angespannten Budgetsituation nach der Weltwirtschaftskrise wieder vermehrt Instandhaltungsinvestitionen in bestehende Schienennetze getätigt. Darüber hinaus wirkt sich auch die forcierte Entwicklung des Bereiches Signaltechnik über zunehmende Skaleneffekte positiv aus.
Ebenfalls eine unverändert gute Performance zeigte der Geschäftsbereich Wire Technology (Draht), vor allem getrieben durch eine hohe Nachfrage nach gezogenen Spezialdrähten seitens der europäischen Automobilindustrie.
Die seit vielen Quartalen starke Entwicklung des Geschäftsbereiches Nahtlosrohre setzte sich auch im 1. Geschäftsquartal unverändert fort, aufbauend auf eine stabil hohe Nachfrage aus allen wesentlichen Förderregionen nach OCTG-Rohren (Oil Country Tubular Goods) zur Öl- und Gasexploration.
Moderater als in den übrigen Geschäftsbereichen, aber ebenfalls auf zufriedenstellendem Niveau präsentierte sich die Entwicklung des Geschäftsbereiches Welding Consumables. Hauptgrund dafür ist die sich aus den letzten Quartalen fortsetzende Marktschwäche in Europa auch im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15, wogegen die Regionen Nordamerika, MENA, China und Südostasien eine insgesamt solide Entwicklung zeigten.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Während die Umsatzerlöse der Metal Engineering Division im 1. Quartal 2014/15 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode deutlich nachgaben, verblieb die Profitabilität auf unverändert hohem Niveau. Hauptgrund für den Umsatzrückgang ist die planmäßige Schließung der Produktion von Standardschienen in Duisburg im vergangenen Geschäftsjahr, wodurch im 1. Quartal 2014/15 nur mehr eine geringe Restmenge an vorproduzierten Schienen ausgeliefert wurde. Damit reduzierten sich die Umsatzerlöse von 723,3 Mio. EUR im 1. Quartal 2013/14 auf 679,3 Mio. EUR im aktuellen Berichtsquartal. Das EBITDA verringerte sich demnach nur geringfügig von 107,9 Mio. EUR auf 106,7 Mio. EUR bzw. um 1,1 %, wobei sich die EBITDA-Marge durch das niedrigere Umsatzniveau sogar von 14,9 % auf 15,7 % erhöhte. Das EBIT blieb mit 79,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (80,0 Mio. EUR) praktisch unverändert, was eine Verbesserung der EBIT-Marge von 11,1 % auf 11,7 % zur Folge hatte.
Per Ende Juni 2014 waren in der Metal Engineering Division 11.250 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt, ein vorwiegend akquisitionsbedingt um 2,7 % höherer Wert als zum Vergleichstag des vergangenen Jahres (10.952 Mitarbeiter).
| Mio. EUR | 1Q 2013/14 01.04.–30.06.2013 |
1Q 2014/15 01.04.–30.06.2014 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 597,9 | 601,9 | 0,7 |
| EBITDA | 68,5 | 68,9 | 0,6 |
| EBITDA-Marge | 11,5 % | 11,5 % | |
| EBIT | 46,1 | 44,8 | –2,8 |
| EBIT-Marge | 7,7 % | 7,4 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.117 | 11.423 | 2,7 |
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die Geschäftsentwicklung der Metal Forming Division lag im 1. Quartal 2014/15 etwas unter dem sehr guten Vorquartal zurück, gegenüber dem entsprechenden Vergleichsquartal des Vorjahres (1. Quartal 2013/14) wies die Division eine stabile Tendenz auf.
Der Geschäftsbereich Automotive Body Parts konnte den positiven Trend der letzten Quartale beibehalten, was vorwiegend auf steigende Verkaufs- und Produktionszahlen bei Klein- und Kompaktautos in Europa zurückzuführen ist, nachdem vor allem die deutschen Premiumhersteller ihre Anlagen schon seit längerer Zeit aufgrund der starken Position im Export voll auslasten. Auch die Perspektive für die nächsten Monate stellt sich unverändert günstig dar, aufgrund der derzeit sehr guten Auftragslage hat eine Reihe von Automobilherstellern angekündigt, die Produktionsstillstände im Sommer zu verkürzen.
Der Geschäftsbereich Tubes & Sections war zu Beginn dieses Geschäftsjahres mit einem sowohl regional als auch in der Marktsegmentbetrachtung stark unterschiedlichen Konjunkturumfeld konfrontiert. So stellte sich die Nachfrageentwicklung im Bereich der global vermarkteten Präzisrohrkomponenten für den automotiven Sicherheitsbereich genauso wie für die in den USA produzierten Spezialteile für die Flugzeugindustrie weiterhin ausgezeichnet dar. Durchaus dynamisch entwickelte sich auch die Bautätigkeit sowohl für industrielle als auch kommerzielle Anwendungen am britischen Markt und in einigen zentraleuropäischen Ländern wie etwa Tschechien und Polen. Mäßig stellte sich hingegen die Nachfrage in Deutschland dar, dies gilt insbesondere für die Bau- und Maschinenbauindustrie. Vorzieheffekte bei Lastwagenkäufen durch die Einführung der Euro-6-Umweltnorm mit Anfang des Kalenderjahres 2014 führten seit Jahresbeginn zu einer verstärkten Dispositionszurückhaltung in diesem Kundensegment. Belastend auf die Absatzentwicklung bei Rohren und Profilen in Osteuropa wirken sich die politischen Konflikte um die Ukraine aus. Im Zusammenhang mit dem Anlaufen des neuen Rohr- und Profilwerkes in Shanghai stellt sich die Markterschließung in China als durchaus herausfordernd dar. Zuletzt generell wieder leicht gestiegene Auftragseingänge im Geschäftsbereich Tubes & Sections lassen für die nächsten Monate zumindest eine stabile Nachfrageentwicklung erwarten. Im Geschäftsbereich Precision Strip herrschte marktseitig eine stabile Grundstimmung für die Hauptprodukte Bimetall und Spezialbandstahl vor. Aufgrund von global neu in Betrieb gegangenen Kapazitäten hat der Preisdruck hier zuletzt allerdings nochmals zugenommen. Im Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions ist die Projekttätigkeit unverändert robust, sodass die ausgezeichnete Auftragslage schon heute ein hohes Auslastungsniveau der Kapazitäten bei soliden Ergebnissen für das gesamte Geschäftsjahr 2014/15 absichert.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Metal Forming Division weist im 1. Quartal 2014/15 in der zahlenmäßigen Gegenüberstellung mit dem entsprechenden Vorjahresquartal eine stabile Entwicklung auf. Trotz des aufgrund niedrigerer Vormaterialkosten zurückgegangenen Erlösniveaus konnten die Umsatzerlöse im 1. Quartal 2014/15 mit 601,9 Mio. EUR um 0,7 % (597,9 Mio. EUR im 1. Quartal 2013/14) verbessert werden. Mit 68,9 Mio. EUR blieb das operative Ergebnis (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr (68,5 Mio. EUR) konstant. Damit erreichte auch die EBITDA-Marge im 1. Quartal 2014/15 mit 11,5 % exakt den Wert des 1. Quartals 2013/14. Während der Geschäftsbereich Tubes & Sections ergebnismäßig etwas unter dem Vorjahr zu liegen kam, konnte der Geschäftsbereich Automotive Body Parts zulegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank im 12-Monats-Vergleich um 2,8 % von 46,1 Mio. EUR auf 44,8 Mio. EUR, wodurch sich eine EBIT-Marge von 7,4 % ergibt (Vorjahr 7,7 %). Die Zahl der Beschäftigten (FTE) liegt mit Stichtag 30. Juni 2014 bei 11.423 Mitarbeitern und damit um 2,7 % über dem Vergleichsstichtag des Geschäftsjahres 2013/14 (11.117 Beschäftigte). Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf den Aufbau von Kapazitäten im Zuge der Umsetzung der Internationalisierungsstrategie.
Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Informationen zu den Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen befinden sich in den erläuternden Anhangangaben.
Investitionen
Die Investitionstätigkeit des voestalpine-Konzerns verblieb auch im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 auf einem sehr hohen Niveau und lag mit 184,4 Mio. EUR noch um 5,4 % über dem Vorjahreswert von 175,0 Mio. EUR, wobei mit Ausnahme der Special Steel Division das Investitionsvolumen in allen Divisionen erhöht wurde. Die prozentuell stärkste Ausweitung verzeichnete in diesem Zusammenhang die Metal Forming Division aufgrund ihrer forcierten Internationalisierungsstrategie.
Im Einzelnen erhöhten sich die Investitionen der Steel Division um 12,4 % von 73,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 83,1 Mio. EUR im 1. Quartal 2014/15. Die Vorhaben in der Steel Division konzentrierten sich einerseits auf Kostenoptimierungen im Produktionsprozess und andererseits auf Produktmixverbesserungen. Wesentliche Projekte im Bereich Steigerung der Kosteneffizienz betreffen den Einbau von Kohleeindüsungsanlagen an allen drei Hochöfen in Linz, Österreich, sowie die Errichtung einer Direktreduktionsanlage in Texas, USA. Während die Aktivitäten in Bezug auf die Kohleeindüsung schon sehr weit fortgeschritten sind (Inbetriebnahme voraussichtlich im Herbst 2014), wird bei der Direktreduktionsanlage in den USA nach erfolgreich abgeschlossenen Genehmigungsverfahren und Vorarbeiten derzeit die Bautätigkeit aufgenommen. In Bezug auf die weitere Qualitätsverbesserung des Produktportfolios der Steel Division sind insbesondere die Fertigstellung der Kontiglühe II (Elektroblechfertigung) zu Beginn dieses Geschäftsjahres und die Errichtung eines neuen Grobblech-Walzgerüstes mit voraussichtlicher Inbetriebnahme in der 1. Hälfte des Kalenderjahres 2015 hervorzuheben.
Die Investitionen der Special Steel Division beliefen sich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 auf 25,8 Mio. EUR, was einen Rückgang um 29,3 % gegenüber dem Vorjahreswert von 36,5 Mio. EUR bedeutet. In Shanghai, China, wurde mit Beginn dieses Geschäftsjahres ein weiteres Greenfield-Beschichtungszentrum in Betrieb genommen, womit das internationale Wachstum im Geschäftsbereich Value Added-Services weiter vorangetrieben wird. Für die auf qualitativ höchstwertige, innovative Beschichtungen von Komponenten spezialisierte Eifeler-Gruppe ist dies nach der Übernahme durch die voestalpine im Geschäftsjahr 2012/13 bereits die zweite Standorterweiterung, nachdem im Vorjahr schon in Kanada dieselbe Beschichtungstechnologie erfolgreich implementiert wurde. Darüber hinaus wird in weiteren strategischen Vertriebsregionen der Special Steel Division sehr gezielt permanent in den Ausbau von Serviceaktivitäten wie Wärmebehandlung, Anarbeitung und Beschichtung investiert.
In der Metal Engineering Divison lagen die Investitionen im 1. Quartal 2014/15 mit 33,7 Mio. EUR um 10,5 % über dem entsprechenden Vorjahreswert (30,5 Mio. EUR). Dabei bildet die Investition in ein neues Drahtwalzwerk am Standort Donawitz, Österreich, derzeit das wichtigste Vorhaben. Die Bautätigkeit verläuft plangemäß, die ersten Drahtbunde sollen auf der dann modernsten derartigen Anlage Europas im Frühjahr 2016 produziert werden. Neben der Errichtung der Walzstraße sieht das Investment auch den Bau eines neuen Hubbalkenofens vor. Im Geschäftsbereich Schienen wird künftig ebenfalls ein neuer Hubbalkenofen zum Einsatz kommen, der einerseits höchste Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllt und darüber hinaus eine weitere Verbesserung der Produktqualität ermöglichen wird.
Mit einer Zunahme um 24,5 % von 32,3 Mio. EUR auf 40,2 Mio. EUR wies die Metal Forming Division im letzten Geschäftsquartal die prozentuell stärkste Steigerung der Investitionsaktivitäten innerhalb der voestalpine-Gruppe auf, wobei der Fokus auf der forcierten Umsetzung der Internationalisierungsstrategie lag. In China konnten sowohl die Investitionen im Geschäftsbereich Tubes & Sections als auch im Automotive-Bereich plangemäß fertiggestellt werden, womit sich die Anlagen aktuell in der Hochlaufphase befinden. Mit dem Standort Shenyang befindet sich zurzeit in China bereits ein weiteres Vorhaben mit Focus auf dem neuen Produktsegment "phs-ultraform" in Vorbereitung. Ebenso plankonform im Hochlauf befinden sich die neuen Anlagen zur Belieferung von Automotive-Kunden in den USA und Südafrika.
Mitarbeiter
Der voestalpine-Konzern beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2014 weltweit 47.463 Mitarbeiter (FTE – "Full Time Equivalent" – Vollzeitäquivalent), dies bedeutet einen leichten Zuwachs von rund 2,0 % gegenüber der Vergleichszahl des Vorjahresstichtages (46.548).
4.455 Personen waren in Leiharbeitsverhältnissen beschäftigt, was gegenüber dem 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 einem Plus von 4,5 % entspricht (GJ 2012/13: 4.254).
Zum Ende des 1. Quartals des laufenden Geschäftsjahres wurden konzernweit 1.372 Lehrlinge ausgebildet, 52 Jugendliche oder 4,0 % mehr als im Vergleich zum 30. Juni 2013.
Forschung und Entwicklung
Die voestalpine verfolgt im Bereich Forschung und Entwicklung eine kooperative, dezentrale F&E-Strategie. Sie betreibt Forschung und Entwicklung sowohl an den europäischen als auch den internationalen Unternehmensstandorten und hat sich damit im letzten Jahrzehnt ein globales Know-how-Netzwerk aufgebaut. Nationale und internationale Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit Universitäten sowie anderen Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren stellen dabei eine seit Jahren bewährte Backup-Struktur dar.
Auf operativer Ebene bilden laufende Investitionen in Entwicklungs- und Prüfcenter die Basis für erfolgreiche Innovationen. So wurde etwa im Geschäftsbereich Nahtlosrohre das Prüfzentrum erst jüngst um ein Sauergaslabor erweitert, in dem Öl- und Gasfeldrohre hinsichtlich Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer direkt im Werk geprüft werden, um so die Basis für noch anspruchsvollere Qualitätsdimensionen der Zukunft zu bilden.
Die Steel Division erweiterte ihr Entwicklungscenter am Standort Linz um einen neuen Warmumformsimulator, der in durchstrukturierten Simulationsversuchen im kleinen Maßstab ein Optimum aus dem direkten Warmumformprozess errechnet. Dieser weltweit einzigartige Simulator wurde im eigenen Forschungsbereich konzipiert, entwickelt und gebaut.
Aktuelle Forschungsschwerpunkte im Bereich der Special Steel Division sind die Weiterentwicklung von Hochleistungs-Werkzeugstählen, Sonderwerkstoffen für die Öl- und Gasindustrie, die Energieerzeugung und die Luftfahrtindustrie, aber auch neue Konzepte für die Hartstoffbeschichtung von Werkzeugen einschließlich der dazu notwendigen Beschichtungsanlagen.
Umwelt
Die aktuell gültigen Ziele und Mechanismen seitens der Europäischen Union zur Klima- und Energiepolitik beziehen sich weitgehend auf das Jahr 2020. Aus Sicht der energieintensiven Industrie ist dabei besonders problematisch, dass die Schutzmechanismen der Emissionshandelsrichtlinie zur Wahrung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit nach 2020 auslaufen. Vor diesem Hintergrund wird nunmehr die Reform der aktuellen Rechtsgrundlagen und deren Ausgestaltung für die Zeit zwischen 2020 und 2030 diskutiert. Sollten für die energieintensiven Industrien keine adäquaten Maßnahmen für den Zeitraum nach 2020 festgelegt werden, befürchtet der europäische Stahlverband EUROFER für die EU-Stahlindustrie bis 2030 Kosten von mehr als 85,0 Mrd. EUR.
Der Europäische Rat hat diese Bedrohung erkannt und am 21. März 2014 den Ratsvorsitz und die EU-Kommission beauftragt, bis Oktober 2014 Maßnahmen zur Vermeidung von Carbon Leakage (Abwanderung von Produktion aufgrund der Klimapolitik) und zur Sicherstellung langfristiger Planungssicherheit für industrielle Investitionen vorzuschlagen.
Aus Sicht der europäischen Stahlindustrie sollten diese Maßnahmen jedenfalls eine vollständig kostenfreie Zuteilung von Emissionszertifikaten an die Branchenführer im Umweltbereich – ermittelt aus wirtschaftlich und technisch erreichbaren Benchmarks und tatsächlicher Produktionsmenge, ohne jegliche Abzüge oder Korrekturfaktoren – sowie einen vollständigen Ausgleich für durch Klimapolitik bedingte Anteile im Strompreis beinhalten. Diese Maßnahmen sollten EUweit einheitlich und verbindlich in allen Mitgliedstaaten zur Anwendung kommen.
Anfang Juli 2014 hat die Europäische Kommission eine politische und rechtliche Initiative zur Kreislaufwirtschaft vorgestellt. Das sogenannte "Kreislaufwirtschaftspaket" besteht aus den Teilelementen "Mitteilungen zur Kreislaufwirtschaft" ("Hin zu einer Kreislaufwirtschaft: Ein Null-Abfallprogramm für Europa"), "Grünen Jobs" und "Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft" sowie einem Legislativvorschlag zur Novellierung von sechs Richtlinien zur Abfallwirtschaft.
Damit definiert die Kommission die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft als Ziel der europäischen Ressourceneffizienzpolitik. Sie zeigt auf, wie sich aus einem effizienteren Umgang mit Ressourcen neue Wachstums- und Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben. Grundlagen höherer Effizienz sind innovatives Design, leistungsfähigere und langlebigere Produkte und bessere Produktionsverfahren, zukunftsorientierte Geschäftsmodelle und technischer Fortschritt, durch den Abfälle zu Ressourcen werden.
Die "Mitteilungen zur Kreislaufwirtschaft" stellen Absichtserklärungen der Europäischen Kommission dar und werden in den nächsten Monaten auf Ebene des Rates weiter behandelt, die voestalpine wird diese Schritte im Rahmen der Verbandstätigkeit begleiten.
Ausblick
Wie schon anlässlich der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2013/14 vor zwei Monaten festgestellt, deuten die Nachfrageindikationen der wichtigsten Kundenbranchen für den weiteren Verlauf des Jahres überwiegend auf eine stabile bis eher positive Entwicklung hin. Daran hat sich auch in der Zwischenzeit nichts geändert.
So hält insbesondere der breite Aufwärtstrend in der europäischen Automobilindustrie – getrieben sowohl von anhaltend hohen Exporten als auch einer weiter zunehmenden Nachfrage in Europa – weiterhin an. Ebenfalls stabil auf hohem Niveau verläuft die internationale Entwicklung im Bereich der Öl- und Gasexploration und erstmals seit rund zwei Jahren gelangen auch wieder Großprojekte im Bereich des Pipelinebaus zur Vergabe. Der – leichte – Aufwärtstrend in der europäischen Bauindustrie setzt sich fort, wenngleich die Entwicklung nach wie vor regional unterschiedlich verläuft. Mit Ausnahme Chinas unverändert schwach stellt sich der Trend im Bereich der konventionellen Energieerzeugung dar. Die Entwicklung in der Konsumgüter-, Hausgeräte- und Elektroindustrie sowie den meisten Segmenten des Maschinenbaus verläuft hingegen weiterhin stabil auf insgesamt zufriedenstellendem Niveau. Unverändert günstig stellt sich der Konjunkturverlauf in den Bereichen Flugzeugbau, Eisenbahninfrastruktur und Landmaschinenbau dar.
In regionaler Hinsicht entwickeln sich die großen Wirtschaftsräume aktuell – abgesehen von Südamerika – weitgehend unspektakulär auf stabilem Niveau. Neben der verstärkten Destabilisierung im Nahen Osten stellt allerdings der Russland-Ukraine-Konflikt ein in seinen konkreten Dimensionen noch schwer abschätzbares Risiko für den
weiteren Konjunkturverlauf vor allem in Europa dar, wobei die direkten Geschäftsinteressen des voestalpine-Konzerns in diesen Regionen in überschaubaren Dimensionen liegen (vorwiegend Projektgeschäft). Die Erzbezüge aus der Ukraine sind bisher nicht von den Auseinandersetzungen betroffen.
Für die voestalpine-Gruppe bedeutet die aktuelle Konjunkturentwicklung weitgehende Vollauslastung in allen vier Divisionen, woran sich – ausgehend von einem aktuell sehr soliden Auftragsbestand – auch im Verlauf der 2. Hälfte des Kalenderjahres nichts ändern sollte.
Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bleibt damit unverändert: Unterstützt von ersten positiven Effekten des auf drei Jahre ausgelegten 900-Mio.-EUR-Ergebnisoptimierungsprogramms zeichnet sich aus aktueller Sicht für den voestalpine-Konzern ein etwas über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegendes operatives Ergebnis (EBITDA) bzw. Betriebsergebnis (EBIT) ab.
Investor Relations
voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes
Veränderungen gegenüber Ultimo März 2014 in %
Kursverlauf der voestalpine-Aktie
Da die Wachstumserwartungen zuletzt für die europäische Wirtschaft etwas zurückgenommen wurden, hat sich auch der Fokus der Investoren in den vergangenen Monaten wieder mehr auf Unternehmen mit tendenziell weniger konjunktursensiblen Geschäftsmodellen verlagert, nachdem zuvor eher zyklische Werte gefragt waren,
die naturgemäß von einem Konjunkturaufschwung stärker profitieren sollten. Trotz der damit insgesamt eher verhaltenen Stimmung verharrten die Aktienmärkte in einer Seitwärtsbewegung, da aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus die Anlagealternativen zu Aktien derzeit eher beschränkt sind.
Der Kursverlauf der voestalpine Aktie zeigte im 1. Quartal 2014/15 insgesamt einen leichten, aber doch stetigen Aufwärtstrend, unterstützt durch die im Rahmen der Erwartungen gelegenen Ergebniszahlen für das Geschäftsjahr 2013/14, die Anfang Juni präsentiert wurden. In den ersten drei Monaten des aktuellen Geschäftsjahres legte die Aktie um insgesamt 8,9 % zu und wies damit eine bessere Performance auf als der österreichische Leitindex ATX und die wichtigsten internationalen Vergleichsindizes. Per 30. Juni 2014 notierte die Aktie bei 34,76 EUR, während sie zu Beginn des Geschäftsjahres einen Wert von 31,91 EUR aufwies.
Anleihen
| Art der Anleihe | ISIN-Nummer | Volumen | Zinssatz | Kurs (30.06.2014) |
|---|---|---|---|---|
| Hybridanleihe 2007 | AT0000A069T7 | 500 Mio. EUR | 7,125 %1 | 101,5 |
| Unternehmensanleihe 2011–2018 | AT0000A0MS58 | 500 Mio. EUR | 4,75 % | 110,5 |
| Unternehmensanleihe 2012–2018 | XS0838764685 | 500 Mio. EUR | 4,0 % | 109,0 |
| Hybridanleihe 2013 | AT0000A0ZHF1 | 500 Mio. EUR | 7,125 %2 | 111,5 |
1 Zinssatz: 7,125 % p. a. vom Nennwert für die ersten sieben Jahre, danach 3-Monats-EURIBOR +5,05 % p. a.
2 Zinssatz: 7,125 % p. a. vom Emissionsdatum bis zum 31.10.2014 (exkl.); 6 % p. a. vom 31.10.2014 bis zum 31.10.2019 (exkl.);
5-Jahres-Swapsatz (vom 29.10.2019) +4,93 % p. a. vom 31.10.2019 bis zum 31.10.2024 (exkl.);
danach 3-Monats EURIBOR +4,93 % p. a. + Step-up von 1 % p. a. ab 31.10.2024
Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/Instituten erstellt:
- Alpha Value, Paris Baader Bank AG, München Banco Espirito Santo de Investimento, Lissabon
- Bank of America/Merrill Lynch, London Citigroup, London Commerzbank, Frankfurt
- Credit Suisse, London Deutsche Bank, London Erste Bank, Wien Exane BNP Paribas, Paris
- Goldman Sachs, London HSBC, London Jefferies, London JP Morgan, London
- Kepler Cheuvreux, Frankfurt Macquarie, London MainFirst, Frankfurt
- Morgan Stanley, London Nomura, London Raiffeisen Centrobank, Wien
- Société Générale, Paris Steubing, Frankfurt UBS, London
Informationen zur Aktie
| Aktiennominale | 313.309.235,65 EUR, zerlegt in 172.449.163 Stückaktien |
|---|---|
| Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 30. Juni 2014 | 28.597 Stück |
| Aktiengattung | Stammaktien lautend auf Inhaber |
| Wertpapierkennnummer | 93750 (Börse Wien) |
| ISIN | AT0000937503 |
| Reuters | VOES.VI |
| Bloomberg | VOE AV |
Kurse (jeweils zum Tagesende)
| Börsenhöchstkurs April 2014 bis Juni 2014 | 35,98 EUR |
|---|---|
| Börsentiefstkurs April 2014 bis Juni 2014 | 30,46 EUR |
| Kurs zum 30. Juni 2014 | 34,76 EUR |
| Ausgabekurs IPO Oktober 1995 | 5,18 EUR |
| All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) | 66,11 EUR |
| Börsenkapitalisierung zum 30. Juni 2014* | 5.992.476.771,33 EUR |
| * Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien. |
| Geschäftsjahr 2013/14 | |
|---|---|
| Gewinn/Aktie | 2,60 EUR |
| Dividende/Aktie | 0,95 EUR |
| Buchwert/Aktie | 30,14 EUR |
Terminvorschau 2014/15
| Veröffentlichung 2. Quartal 2014/15 | 5. November 2014 |
|---|---|
| Veröffentlichung 3. Quartal 2014/15 | 10. Februar 2015 |
| Geschäftsbericht 2014/15 | 3. Juni 2015 |
| Hauptversammlung | 1. Juli 2015 |
| Ex-Dividenden-Tag | 6. Juli 2015 |
| Dividenden-Zahltag | 13. Juli 2015 |
voestalpine AG Finanzdaten zum 30.06.2014
Nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Konzernbilanz
Aktiva
| 31.03.20141 | 30.06.2014 | |
|---|---|---|
| A. Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 4.741,9 | 4.774,9 |
| Firmenwert | 1.472,3 | 1.461,1 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 336,2 | 334,6 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 214,7 | 177,5 |
| Andere Finanzanlagen | 90,6 | 93,5 |
| Latente Steuern | 312,3 | 310,2 |
| 7.168,0 | 7.151,8 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 2.883,7 | 2.884,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 1.620,4 | 1.655,9 |
| Andere Finanzanlagen | 429,8 | 398,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 532,4 | 455,2 |
| 5.466,3 | 5.393,3 | |
| Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 0,0 | 82,6 |
| Summe Aktiva | 12.634,3 | 12.627,7 |
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben. Mio. EUR
Passiva
| 31.03.20141 | 30.06.2014 | |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 313,3 | 313,3 |
| Kapitalrücklagen | 470,8 | 466,9 |
| Hybridkapital | 993,2 | 993,2 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 3.418,8 | 3.591,1 |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.196,1 | 5.364,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | 64,9 | 51,9 |
| 5.261,0 | 5.416,4 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen | 1.015,3 | 1.008,8 |
| Rückstellungen | 99,2 | 91,8 |
| Latente Steuern | 187,4 | 195,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.596,8 | 2.597,2 |
| 3.898,7 | 3.893,2 | |
| C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 497,9 | 447,9 |
| Steuerschulden | 58,3 | 70,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 831,8 | 784,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 2.086,6 | 1.984,9 |
| 3.474,6 | 3.288,3 | |
| Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten | 0,0 | 29,8 |
| Summe Passiva | 12.634,3 | 12.627,7 |
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund
der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften
(zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben. Mio. EUR
Konzern-Kapitalflussrechnung
| 01.04.– 30.06.20131 | 01.04.– 30.06.2014 | |
|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | ||
| Ergebnis nach Steuern | 137,6 | 154,4 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 195,0 | 171,3 |
| Veränderung Working Capital | ||
| Veränderung Vorräte | –75,4 | –25,1 |
| Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten | –0,6 | –38,8 |
| Veränderung Rückstellungen | –58,4 | –31,6 |
| –134,4 | –95,5 | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 198,2 | 230,2 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte | ||
| und Sachanlagen | –182,8 | –229,4 |
| Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 12,1 | 14,5 |
| Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen | –1,5 | 0,0 |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen | 0,0 | 0,1 |
| Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen | 41,5 | –20,7 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –130,7 | –235,5 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividenden | 1,7 | 0,0 |
| Dividenden nicht beherrschende Gesellschafter | –3,3 | –11,4 |
| Verkauf von eigenen Aktien | 1,6 | 0,0 |
| Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern | –1,8 | –6,0 |
| Veränderung langfristige Finanzverbindlichkeiten | 178,8 | –2,3 |
| Veränderung kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | –631,4 | –49,0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –454,4 | –68,7 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
–386,9 | –74,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang | 1.092,6 | 532,4 |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | –7,7 | 2,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenende | 698,0 | 460,4 |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten |
0,0 | 5,2 |
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben. Mio. EUR
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 01.04.–30.06.20131 | 01.04.–30.06.2014 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.895,3 | 2.826,7 |
| Umsatzkosten | –2.299,7 | –2.240,3 |
| Bruttoergebnis | 595,6 | 586,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 68,5 | 67,2 |
| Vertriebskosten | –242,3 | –244,1 |
| Verwaltungskosten | –150,0 | –158,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –65,2 | –51,7 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 15,0 | 18,8 |
| EBIT | 221,6 | 218,4 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| Finanzerträge | 11,7 | 16,5 |
| Finanzaufwendungen | –58,3 | –42,0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 175,0 | 192,9 |
| Ertragsteuern | –37,4 | –38,5 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 137,6 | 154,4 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 118,1 | 133,3 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 1,5 | 3,2 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 18,0 | 17,9 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,68 | 0,77 |
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend
angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben. Mio. EUR
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| 01.04.–30.06.20131 | 01.04.–30.06.2014 | |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 137,6 | 154,4 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||
| Hedge Accounting | 3,2 | –0,7 |
| Währungsumrechnung | –57,5 | 15,5 |
| Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen | 0,8 | –0,1 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–53,5 | 14,7 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –53,5 | 14,7 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 84,1 | 169,1 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 66,2 | 147,8 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | –0,1 | 3,4 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 18,0 | 17,9 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 84,1 | 169,1 |
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend
angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben. Mio. EUR
| 1 Q 2013/141 | 1 Q 2014/15 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | Nicht be herrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht be herrschende Anteile |
Gesamt | |
| Eigenkapital zum 01.04. | 5.007,9 | 67,3 | 5.075,2 | 5.196,1 | 64,9 | 5.261,0 |
| Gesamtergebnis in der Periode |
84,2 | –0,1 | 84,1 | 165,7 | 3,4 | 169,1 |
| Dividendenausschüttung | – | –1,7 | –1,7 | –3,5 | –3,5 | |
| Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien |
1,6 | – | 1,6 | – | – | – |
| Dividendenausschüttung an Hybridkapitalbesitzer |
–8,9 | – | –8,9 | – | – | |
| Sonstige Veränderungen | –0,4 | 10,0 | 9,6 | 2,7 | –12,9 | –10,2 |
| Eigenkapital zum 30.06. | 5.084,4 | 75,5 | 5.159,9 | 5.364,5 | 51,9 | 5.416,4 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben. Mio. EUR
voestalpine AG Erläuternde Anhangangaben
Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2014 für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 der voestalpine AG wurde nach den Bestimmungen des IAS 34 – Interim Financial Reporting erstellt. Die für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2013/14 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit folgenden Ausnahmen unverändert fortgeführt:
Im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals angewandte Änderungen oder Neufassungen von Standards Standard Inhalt Inkrafttreten1
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
|---|---|---|
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | 1. Jänner 2014 |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 1. Jänner 2014 |
| IAS 27, neue Fassung | Einzelabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
| IAS 28, neue Fassung | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
1. Jänner 2014 |
| IAS 32, Änderung | Finanzinstrumente: Darstellung – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten |
1. Jänner 2014 |
| IAS 36, Änderung | Wertminderung von Vermögenswerten – Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte |
1. Jänner 2014 |
| IAS 39, Änderung | Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften |
1. Jänner 2014 |
| diverse Standards, Änderung |
Änderung IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen, und IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen – Übergangsleitlinien |
1. Jänner 2014 |
| diverse Standards, Änderung |
Änderung IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, und IAS 27, Einzelabschlüsse – Investmentgesellschaften |
1. Jänner 2014 |
1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
IFRS 10 definiert den Begriff der Beherrschung neu und umfassender. Damit soll eine einheitliche Grundlage für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises geschaffen werden. Dieser Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" zur Konzernrechnungslegung.
IFRS 11 regelt die Bilanzierung durch Unternehmen, die gemeinsam eine Vereinbarung kontrollieren, welche entweder als Gemeinschaftsunternehmen oder als gemeinsame Geschäftstätigkeit klassifiziert werden. Dieser Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und schafft die Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen ab, wodurch diese künftig nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. IAS 28 beinhaltet nun die Vorschriften zu assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen, die gemäß IFRS 11 nach der Equity-Methode bewertet werden. Mit dem Geschäftsjahr 2014/15 werden die Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften im EBIT des Konzern(zwischen)abschlusses ausgewiesen. Der geänderte Ausweis im EBIT trägt dem operativen Charakter der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen Rechnung. voestalpine Tubulars GmbH und voestalpine Tubulars GmbH & Co KG wurden bis zum 31. März 2014 quotenkonsolidiert und wurden mit dem Geschäftsjahr 2014/15 auf die Equity-Methode umgestellt. Für aktuell elf assoziierte Unternehmen, die auch schon bisher nach der Equity-Methode einbezogen wurden, erfolgt ebenfalls der Ausweis im EBIT.
IFRS 12 enthält die Angabepflichten für Tochterunternehmen, gemeinsame Vereinbarungen, assoziierte Unternehmen und nicht konsolidierte strukturierte Einheiten, woraus sich zusätzliche Anhangangaben im Konzernjahresabschluss der voestalpine AG ergeben werden.
Im Juni 2012 wurden Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht, um den Regelungsgehalt bestimmter Übergangsleitlinien zu deren Erstanwendung klarzustellen.
Im Oktober 2012 wurden Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht, um eine Ausnahme qualifizierter Investmentgesellschaften vor der Vorschrift, Tochterunternehmen zu konsolidieren, zu schaffen.
Durch die Änderungen des IAS 32 werden Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten in der Bilanz klargestellt und infolgedessen neue Angabevorschriften in IFRS 7 aufgenommen.
Die Änderungen von IAS 36 stellen eine Korrektur von Angabevorschriften zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte dar, die im Zusammenhang mit IFRS 13 weiter als beabsichtigt geändert wurden.
Durch die Änderung des IAS 39 führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei aufgrund von gesetzlichen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung.
Aufgrund der Anwendung des IFRS 11 und aufgrund der Änderung der Ausweismethode der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) wurden die Eröffnungsbilanz zum 1. April 2013, die Konzernbilanz zum 31. März 2014 und die Gesamtergebnisrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des Konzerns für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 wie folgt in den betroffenen Posten rückwirkend angepasst:
Geänderte Darstellung in der Konzernbilanz
| 01.04.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Summe Aktiva | 13.079,3 | 13,0 | 13.092,3 |
| davon Sachanlagen | 4.580,6 | –26,8 | 4.553,8 |
| davon Andere immaterielle Vermögenswerte | 320,9 | –0,6 | 320,3 |
| davon Anteile an assoziierten Unternehmen | 156,4 | 77,6 | 234,0 |
| davon Andere Finanzanlagen langfristig | 109,2 | –0,5 | 108,7 |
| davon Latente Steuern | 343,6 | –1,4 | 342,2 |
| davon Vorräte | 2.876,9 –37,4 |
2.839,5 | |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
1.655,5 | 2,2 | 1.657,7 |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.092,7 | –0,1 | 1.092,6 |
| Summe Passiva | 13.079,3 | 13,0 | 13.092,3 |
| davon Pensionen und andere Arbeitnehmer- verpflichtungen |
1.004,6 | –12,9 | 991,7 |
| davon Finanzverbindlichkeiten langfristig | 2.558,8 | –0,2 | 2.558,6 |
| davon Rückstellungen kurzfristig | 612,2 | –6,5 | 605,7 |
| davon Finanzverbindlichkeiten kurzfristig | 1.324,6 | 47,1 | 1.371,8 |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
2.139,7 | –14,5 | 2.125,2 |
Geänderte Darstellung in der Konzernbilanz
| 31.03.2014 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Summe Aktiva | 12.637,5 | –3,2 | 12.634,3 |
| davon Sachanlagen | 4.772,0 | –30,1 | 4.741,9 |
| davon Andere immaterielle Vermögenswerte | 336,7 | –0,5 | 336,2 |
| davon Anteile an assoziierten Unternehmen | 133,4 | 81,3 | 214,7 |
| davon Andere Finanzanlagen langfristig | 91,0 | –0,4 | 90,6 |
| davon Latente Steuern | 313,5 | –1,2 | 312,3 |
| davon Vorräte | 2.937,2 | –53,5 | 2.883,7 |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
1.619,1 | 1,3 | 1.620,4 |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 532,5 | –0,1 | 532,4 |
| Summe Passiva | 12.637,5 | –3,2 | 12.634,3 |
| davon Pensionen und andere Arbeitnehmer verpflichtungen |
1.028,9 | –13,6 | 1.015,3 |
| davon Finanzverbindlichkeiten langfristig | 2.596,9 | –0,1 | 2.596,8 |
| davon Rückstellungen kurzfristig | 504,7 | –6,8 | 497,9 |
| davon Finanzverbindlichkeiten kurzfristig | 806,2 | 25,6 | 831,8 |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
2.094,9 | –8,3 | 2.086,6 |
Geänderte Darstellung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 01.04. – 30.06.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.936,1 | –40,8 | 2.895,3 |
| Umsatzkosten | –2.317,8 | 18,1 | –2.299,7 |
| Bruttoergebnis | 618,3 | –22,7 | 595,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 69,1 | –0,6 | 68,5 |
| Vertriebskosten | –249,0 | 6,7 | –242,3 |
| Verwaltungskosten | –150,7 | 0,7 | –150,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –64,4 | –0,8 | –65,2 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 0,0 | 15,0 | 15,0 |
| EBIT | 223,3 | –1,7 | 221,6 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 3,4 | –3,4 | 0,0 |
| Finanzerträge | 11,7 | 0,0 | 11,7 |
| Finanzaufwendungen | –58,5 | 0,2 | –58,3 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 179,9 | –4,9 | 175,0 |
| Ertragsteuern | –41,3 | 3,9 | –37,4 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 138,6 | –1,0 | 137,6 |
Geänderte Darstellung in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| 01.04. – 30.06.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 138,6 | –1,0 | 137,6 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
|||
| Hedge Accounting | 3,2 | 0,0 | 3,2 |
| Währungsumrechnung | –57,5 | 0,0 | –57,5 |
| Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen | –0,2 | 1,0 | 0,8 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–54,5 | 1,0 | –53,5 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –54,5 | 1,0 | –53,5 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 84,1 | 0,0 | 84,1 |
Geänderte Darstellung in der Konzern-Kapitalflussrechnung
| 01.04. – 30.06.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | |||
| Ergebnis nach Steuern | 138,6 | –1,0 | 137,6 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 160,8 | 34,2 | 195,0 |
| Veränderung Working Capital | –150,0 | 15,6 | –134,4 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 149,4 | 48,8 | 198,2 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –123,9 | –6,8 | –130,7 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –412,3 | –42,1 | –454,4 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
–386,8 | –0,1 | –386,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang |
1.092,7 | –0,1 | 1.092,6 |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | –7,7 | 0,0 | –7,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenende |
698,2 | –0,2 | 698,0 |
| Mio. EUR |
Die Anwendung der neuen Standards – mit Ausnahme der beschriebenen Änderungen durch IFRS 11 – hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.
Der voestalpine-Konzern hat am 4. Juli 2014 mit dem holländischen Industrieunternehmen Aalberts Industries N.V. den Verkauf sämtlicher Anteile an der Flamco-Gruppe (Teil des Geschäftssegments Metal Forming Division) mit Hauptsitz in Bunschoten (Niederlande) vereinbart. Die Flamco-Gruppe wird im voestalpine-Konzernabschluss als eigene CGU "Heating & Installation Components" erfasst und im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2014 unter Anwendung von IFRS 5 als "Disposal Group" ausgewiesen. Ausschlaggebend für die Veräußerung war die zusehends stärker werdende Abweichung vom strategischen Kerngeschäft der voestalpine (fehlende Synergien innerhalb der Metal Forming Division sowie wesentlicher Unterschiede im Kundenportfolio im Vergleich zu anderen Unternehmen der Division). Der endgültige Abschluss des Verkaufsprozesses wird bis Mitte August angestrebt. Die Flamco-Gruppe gehörte seit über zehn Jahren zum voestalpine-Konzern und entwickelt, produziert und vertreibt weltweit hochwertige Komponenten für Heizungs- und Trinkwassersysteme. Flamco verfügt über Produktionsstandorte in den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien und China. Das Unternehmen erzielte zuletzt mit seinen weltweit knapp 700 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 125 Mio. EUR.
Für Fragen zu den übrigen verwendeten Aufstellungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. März 2014 verwiesen, welcher die Basis für diesen Zwischenabschluss darstellt.
Der Konzernzwischenabschluss ist in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Die vergleichenden Angaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 (Stichtag: 30. Juni 2013).
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.
Konsolidierungskreis/Unternehmenserwerbe
Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
| Voll konsolidierung |
Quoten konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2014 | 295 | 2 | 11 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | |||
| Änderung der Konsolidierungsmethode | |||
| Zugänge | 2 | 2 | |
| Abgänge | –2 | ||
| Umgründungen | –2 | ||
| Abgänge oder Veräußerung | –1 | ||
| Stand am 30.06.2014 | 294 | 0 | 13 |
| davon ausländische Gesellschaften | 234 | 0 | 6 |
Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:
Name der Gesellschaft
Im Geschäftsjahr 2013/14 Vollkonsolidierung
Eschmann-Stahl Portugal-Acos Finos e Transformacao de Ferramentas, Unipessoal Lda. – em Liquidacao
Umgründungen
VA OMV Personalholding GmbH
Advanced Railway Systems GmbH
Im Geschäftsjahr 2013/14 Quotenkonsolidierung
voestalpine Tubulars GmbH
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG
Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 werden folgende Gesellschaften im Konzernzwischenabschluss erstmalig einbezogen:
| Name der Gesellschaft | Anteil in % |
|---|---|
| Vollkonsolidierung | |
| voestalpine Böhler Welding UTP Maintenance GmbH | 100,000 % |
| voestalpine Böhler Welding Trading Asia Pacific Singapore | 100,000 % |
| Equity-Methode | |
| voestalpine Tubulars GmbH | 50,000 % |
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG | 49,985 % |
Bei den Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um zwei neu gegründete Gesellschaften. voestalpine Tubulars GmbH und voestalpine Tubulars GmbH & Co KG wurden bis zum 31. März 2014 quotenkonsolidiert und wurden mit dem Geschäftsjahr 2014/15 auf die Equity-Methode umgestellt.
Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 haben keine Unternehmenserwerbe stattgefunden.
Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 6,0 Mio. EUR (2013/14: 6,2 Mio. EUR) bezahlt oder vorgesorgt. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 5,1 Mio. EUR (2013/14: 4,1 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 0,9 Mio. EUR (2013/14: 2,1 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.
Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Gewinnrücklagen dotiert ("double credit approach").
Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 30. Juni 2014 0,6 Mio. EUR (31. März 2014: 5,7 Mio. EUR).
Erläuterung der Bilanz
Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 haben die Investitionen in Höhe von 184,4 Mio. EUR die Abschreibungen in Höhe von 145,3 Mio. EUR überstiegen. Die langfristigen Vermögenswerte haben sich jedoch im Wesentlichen aufgrund von negativen Wechselkurseffekten von 7.168,0 Mio. EUR auf 7.151,8 Mio. EUR vermindert. Der Vorrätebestand blieb gegenüber dem 31. März 2014 nahezu unverändert. Die liquiden Mittel sind um 77,2 Mio. EUR auf 455,2 Mio. EUR gesunken.
Das Grundkapital der voestalpine AG betrug zum 30. Juni 2014 313.309.235,65 EUR (31. März 2014: 313.309.235,65 EUR) und ist in 172.449.163 Aktien zerlegt (31. März 2014: 172.449.163). Zum Stichtag hielt die Gesellschaft 28.597 Stück eigene Aktien. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 wurden keine eigenen Aktien ge- oder verkauft.
Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe im Umfang von 1 Mrd. EUR mit einem Kupon von 7,125 % begeben, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 hat die voestalpine AG infolge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR begeben. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 beträgt durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Die Nominale der Hybridanleihe 2007 und der Hybridanleihe 2013 beträgt insgesamt wieder 1 Mrd. EUR. Die Erlöse aus der Begebung der Hybridanleihen werden als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt.
Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 154,4 Mio. EUR hat zu einer Erhöhung des Eigenkapitals beigetragen. In der Hauptversammlung am 2. Juli 2014 wurde für das Geschäftsjahr 2013/14 eine Dividende in Höhe von 0,95 EUR je Aktie beschlossen, welche im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 zahlungswirksam wird.
Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung
Der Umsatz vom 1. April bis 30. Juni 2014 in Höhe von 2.826,7 Mio. EUR ist im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres (2.895,3 Mio. EUR) um 2,4 % gesunken. Das EBIT belief sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 auf 218,4 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 221,6 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung des Finanzerfolges sowie Steuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 154,4 Mio. EUR gegenüber 137,6 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:
| 01.04.– 30.06.2013 | 01.04.– 30.06.2014 | |
|---|---|---|
| Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR) |
118,1 | 133,3 |
| Durchschnittlich gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (Mio.) |
172,4 | 172,4 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,68 | 0,77 |
Geschäftssegmente
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Geschäftssegmenten des voestalpine-Konzerns für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 bzw. 2013/14:
1. Quartal 2014/15
| Steel Division 01.04.–30.06.2014 |
Special Steel Division 01.04.–30.06.2014 |
||
|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 975,0 | 675,9 | |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 897,4 | 662,4 | |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 77,6 | 13,5 | |
| EBITDA | 114,1 | 96,1 | |
| EBIT | 56,8 | 61,3 | |
| EBIT-Marge | 5,8 % | 9,1 % | |
| Segmentvermögen | 3.871,5 | 3.876,3 | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.035 | 12.958 | |
1. Quartal 2013/14
| Steel Division 01.04.–30.06.2013 |
Special Steel Division 01.04.–30.06.2013 |
||
|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 989,8 | 682,8 | |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 918,0 | 668,7 | |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 71,8 | 14,1 | |
| EBITDA | 113,9 | 98,5 | |
| EBIT | 57,9 | 65,0 | |
| EBIT-Marge | 5,8 % | 9,5 % | |
| Segmentvermögen | 3.632,7 | 3.952,6 | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.805 | 12.884 |
| Summe Konzern 01.04.–30.06.2014 |
Überleitung 01.04.–30.06.2014 |
Sonstige 01.04.–30.06.2014 |
Metal Forming Division 01.04.–30.06.2014 |
Metal Engineering Division 01.04.–30.06.2014 |
|---|---|---|---|---|
| 2.826,7 | –416,3 | 310,9 | 601,9 | 679,3 |
| 2.826,7 | 0,0 | 1,5 | 593,0 | 672,4 |
| 0,0 | –416,3 | 309,4 | 8,9 | 6,9 |
| 363,7 | –0,4 | –21,7 | 68,9 | 106,7 |
| 218,4 | –0,4 | –23,7 | 44,8 | 79,6 |
| 7,7 % | 7,4 % | 11,7 % | ||
| 12.627,7 | –9.555,5 | 9.988,6 | 1.959,8 | 2.487,0 |
| 47.463 | 0 | 797 | 11.423 | 11.250 |
Mio. EUR
| Metal Forming Division Sonstige 01.04.–30.06.2013 01.04.–30.06.2013 01.04.–30.06.2013 |
Metal Engineering Division 01.04.–30.06.2013 |
|
|---|---|---|
| 597,9 376,4 |
723,3 | |
| 590,7 2,7 |
715,2 | |
| 7,2 373,7 |
8,1 | |
| 68,5 –20,5 |
107,9 | |
| 46,1 –22,6 |
80,0 | |
| 7,7 % | 11,1 % | |
| 1.940,6 9.635,1 |
2.480,4 | |
| 11.117 790 |
10.952 | |
In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:
EBITDA
| 01.04.– 30.06.2013 | 01.04.– 30.06.2014 | |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | –4,6 | 0,9 |
| Konsolidierung | –0,2 | –1,3 |
| Sonstiges | 0,0 | 0,0 |
| EBITDA – Summe Überleitung | –4,8 | –0,4 |
Mio. EUR
Mio. EUR
EBIT
| 01.04.– 30.06.2013 | 01.04.– 30.06.2014 | |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | –4,6 | 0,9 |
| Konsolidierung | –0,2 | –1,3 |
| Sonstiges | 0,0 | 0,0 |
| EBIT – Summe Überleitung | –4,8 | –0,4 |
Alle übrigen Kennzahlen enthalten nur Konsolidierungseffekte.
Erläuterung der Kapitalflussrechnung
Der Cashflow aus dem Ergebnis in Höhe von 325,7 Mio. EUR blieb im Vergleich zum 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 (332,6 Mio. EUR) nahezu unverändert. Unter Berücksichtigung der Working Capital-Veränderung ergibt sich ein Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von 230,2 Mio. EUR – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (198,2 Mio. EUR) bedeutet dies eine Verbesserung von rund 15 %. Nach Abzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 235,5 Mio. EUR sowie unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von –68,7 Mio. EUR (im Wesentlichen Fremdkapitalrückzahlungen) ergibt sich eine Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vor Währungsdifferenzen) von –74,0 Mio. EUR.
Erläuterung zu Finanzinstrumenten
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten je Klasse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber:
| 30.06.2013 | 30.06.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| Buchwerte | Zeitwerte | Buchwerte | Zeitwerte | |
| Aktiva | ||||
| Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
2.406,3 | 2.406,3 | 2.124,6 | 2.124,6 |
| Finanzinstrumente, die zum Zeitwert bewertet werden | 509,7 | 509,7 | 478,0 | 478,0 |
| 2.916,0 | 2.916,0 | 2.602,6 | 2.602,6 | |
| Passiva | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
5.568,0 | 5.656,2 | 5.353,3 | 5.446,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Zeitwerten | 16,3 | 16,3 | 18,6 | 18,6 |
| 5.584,3 | 5.672,5 | 5.371,9 | 5.465,4 |
Mio. EUR
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert angegeben wird, fallen in Stufe 2. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market"- Methode, wobei die Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte am Markt beobachtbare Währungskurse, Zinssätze und Creditspreads sind. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, welche die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet. Die drei Stufen sind wie folgt definiert:
Eingangsparameter
| Stufe 1 | umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann. |
|---|---|
| Stufe 2 | umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. |
| Stufe 3 | umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld. |
| Hierarchiestufen für regelmäßige Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert | |
|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| 30.06.2013 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 14,1 | 14,1 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 432,7 | 432,7 | ||
| Übrige | 62,9 | 62,9 | ||
| 432,7 | 14,1 | 62,9 | 509,7 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate) |
16,3 | 16,3 | ||
| 0,0 | 16,3 | 0,0 | 16,3 | |
| 30.06.2014 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 10,5 | 10,5 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 405,0 | 405,0 | ||
| Übrige | 62,5 | 62,5 | ||
| 405,0 | 10,5 | 62,5 | 478,0 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete | ||||
| finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate) | 18,6 | 18,6 | ||
| 0,0 | 18,6 | 0,0 | 18,6 | |
Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der "Mark to Market"- Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgröße für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungsund Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen Stufe 1 und Stufe 2 sowie keine Umgruppierungen in oder aus Stufe 3 vorgenommen. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:
| 01.04.– 30.06.2013 |
01.04.– 30.06.2014 |
|
|---|---|---|
| Anfangsbestand | 63,4 | 59,0 |
| Summe der in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzten Gewinne/Verluste: | ||
| Finanzaufwendungen/-erträge | 0,0 | 0,5 |
| Summe der unter dem sonstigen Ergebnis angesetzten Gewinne/Verluste: | ||
| Währungsumrechnung | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 0,8 | 0,1 |
| Umbuchungen | 0,0 | 2,9 |
| Abgänge | –1,3 | 0,0 |
| Endbestand | 62,9 | 62,5 |
Stufe 3 – Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Mio. EUR
In Stufe 3 sind sonstige Beteiligungen enthalten, die gemäß IAS 39 zum Fair Value zu bewerten sind. Da der Fair Value nicht bei allen sonstigen Beteiligungen verlässlich bestimmbar ist, werden als Näherungswert die Anschaffungskosten fortgeführt. Die Anschaffungskosten (sowohl in der laufenden Berichtsperiode als auch im Vorjahr) entsprechen entweder dem Fair Value oder die
Abweichungen sind unwesentlich. Die für Vergleichszwecke angestellte dahinterliegende Fair Value-Berechnung basiert auf marktwertorientierten bzw. kapitalwertorientierten Bewertungsverfahren. Als Inputfaktoren dienen Buchwert-Multiples vergleichbarer börsennotierter Unternehmen und – sofern verfügbar – Planungsrechnungen.
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.
Saison- und Konjunktureinflüsse
Wir verweisen auf die entsprechenden Erläuterungen im Zwischenlagebericht.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit bestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen mit assoziierten Gesellschaften des Konzerns. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.
Es gab keine Veränderungen bei Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die im letzten Jahresfinanzbericht dargelegt wurden und die die Finanzlage oder das Geschäftsergebnis des Unternehmens während der ersten drei Monate des aktuellen Geschäftsjahres wesentlich beeinflusst haben.
Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2013/14 ausgewiesene Rückstellung in Höhe von insgesamt 76,4 Mio. EUR hat sich zum 30. Juni 2014 auf 67,8 Mio. EUR reduziert.
Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß IAS 37.92 detaillierte Angaben zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
Ereignisse nach der Berichtsperiode
Mit Ausnahme des unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben Verkaufs sämtlicher Anteile an der Flamco-Gruppe sind keine wesentlichen Ereignisse nach der Berichtsperiode bekannt.
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