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voestalpine AG — Interim / Quarterly Report 2014
Nov 5, 2014
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Interim / Quarterly Report
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Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2014/15
voestalpine-Konzern in Zahlen
1 H 2013/14 vs. 1 H 2014/15
| Mio. EUR | 1 H 2013/141 01.04.–30.09.2013 |
1 H 2014/15 01.04.–30.09.2014 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.643,4 | 5.561,1 | –1,5 |
| EBITDA | 680,4 | 756,9 | 11,2 |
| EBITDA-Marge | 12,1 % | 13,6 % | |
| EBIT | 396,3 | 444,7 | 12,2 |
| EBIT-Marge | 7,0 % | 8,0 % | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 312,1 | 391,7 | 25,5 |
| Ergebnis nach Steuern2 | 238,4 | 324,0 | 35,9 |
| Gewinn je Aktie (EUR) | 1,15 | 1,65 | 43,5 |
| Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen | 429,9 | 427,1 | –0,7 |
| Abschreibungen | 284,0 | 312,2 | 9,9 |
| Capital Employed | 8.325,3 | 8.747,23 | 5,1 |
| Eigenkapital | 5.062,3 | 4.931,5 | –2,6 |
| Nettofinanzverschuldung | 2.368,3 | 2.898,8 | 22,4 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) | 46,8 % | 58,8 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 47.126 | 47.379 | 0,5 |
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben. 2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
3 Ohne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte.
1 Q 2014/15 vs. 2 Q 2014/15
| Mio. EUR | 1 Q 2014/15 01.04.–30.06.2014 |
2 Q 2014/15 01.07.–30.09.2014 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.826,7 | 2.734,4 | –3,3 |
| EBITDA | 363,7 | 393,2 | 8,1 |
| EBITDA-Marge | 12,9 % | 14,4 % | |
| EBIT | 218,4 | 226,3 | 3,6 |
| EBIT-Marge | 7,7 % | 8,3 % | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 192,9 | 198,8 | 3,1 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 154,4 | 169,6 | 9,8 |
| Gewinn je Aktie (EUR) | 0,77 | 0,88 | 14,3 |
| Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen | 184,4 | 242,7 | 31,6 |
| Abschreibungen | 145,3 | 166,9 | 14,9 |
| Capital Employed2 | 8.718,7 | 8.747,2 | 0,3 |
| Eigenkapital | 5.416,4 | 4.931,5 | –9,0 |
| Nettofinanzverschuldung | 2.422,3 | 2.898,8 | 19,7 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) | 44,7 % | 58,8 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 47.463 | 47.379 | –0,2 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
2 Ohne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte.
Sehr geehrte Damen und Herren,
in einem sowohl politisch als auch wirtschaftlich schwierigen Umfeld hat die Europäische Union in den letzten Wochen grundlegende Weichenstellungen vorgenommen. Der Bestellung einer neuen Kommission für die nächsten fünf Jahre folgte Ende Oktober die Festlegung der energie- und klimapolitischen Ziele für den Zeitraum bis 2030. Die Erwartungen an die neue Kommission sind hoch, soll sie doch zum einen das in der administrationsverliebten Ära Barroso arg ramponierte Vertrauen der Menschen in das gemeinsame Europa wieder herstellen und zum anderen der Gemeinschaft sechs Jahre nach Lehman endlich neue wirtschaftliche Perspektiven vermitteln, Europa aus der Dauerkrise führen. Beides braucht vor allem eines – Willen zum Handeln, Leadership, etwas, das man der neuen Kommission durchaus zutraut. Sie muss es aber auch tun, Perspektiven und Ziele für das künftige Europa entwickeln und dabei auch unpopuläre Maßnahmen treffen. Maßnahmen, die europäische Interessen in den Mittelpunkt stellen und einseitigen Nationalismen wahrscheinlich klarer als bisher Grenzen aufzeigen.
Zumindest den Versuch einer gegenüber bisher größeren Ausgewogenheit zwischen wirtschafts- und energie- bzw. klimapolitischen Zukunftsentscheidungen muss man dem Europäischen Rat bei seinen jüngsten Beschlüssen zubilligen. Ohne wirklich nennenswerte Abstriche von den bisherigen, ambitionierten Energie- und Klimazielen gibt es doch deutliche Indikationen, dass der europäischen Politik auch Wirtschaftswachstum und die Erhaltung einer global konkurrenzfähigen Realwirtschaft ein bewussteres Anliegen als bislang sind. Allerdings ist mit den aktuellen Beschlüssen von Brüssel in Bezug auf die Behandlung der energieintensiven bzw. umweltsensiblen Industrie vorerst nur ein Rahmen abgesteckt. Vieles braucht noch Detailregelungen und erst dann wird man endgültig über die langfristigen Zukunftschancen der europäischen Industrie urteilen können – denn schon die Vergangenheit lehrt uns, die Krux liegt gerade in der Klimagesetzgebung im Detail. Raum für trickreiche Regelungen wird dabei jedenfalls nicht bleiben, denn eines sei aus dem letzten Aktionärsbrief wiederholt: "… entscheidend wird letztlich sein, ob es gelingt, der Sachgüterindustrie mit ihren langen Wertschöpfungsketten als dem Rückgrat von Beschäftigung und damit breitem Wohlstand eine dauerhafte Perspektive in Europa zu vermitteln." Der Ball liegt bei der Politik, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Als Unternehmen werden wir ihn in der Folge gerne aufnehmen.
Linz, 3. November 2014
Der Vorstand
Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes
Robert Ottel Mitglied des Vorstandes
Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter Mitglied des Vorstandes
Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes
Peter Schwab Mitglied des Vorstandes
Highlights
- EU nach gutem Start ins Geschäftsjahr 2014/15 mit einem zunehmend schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert.
- Starke Konjunkturentwicklung in Nordamerika, China auf solidem Niveau.
- Brasilien und Russland mit wenig Aussicht auf baldige Rückkehr auf Wachstumspfad.
- Umsatz des voestalpine-Konzerns mit 5.561,1 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2014/15 mit –1,5 % nur geringfügig unter Vorjahr (5.643,4 Mio. EUR).
- EBITDA durch Einmaleffekte im 2. Quartal 2014/15 mit 66,5 Mio. EUR, EBIT mit 45,2 Mio. EUR positiv beeinflusst.
- Anstieg EBITDA um 11,2 % von 680,4 Mio. EUR auf 756,9 Mio. EUR im Jahresvergleich. Auch bereinigtes EBITDA mit 690,4 Mio. EUR leicht über Vorjahr.
- EBIT-Verbesserung um 12,2 % von 396,3 Mio. EUR auf 444,7 Mio. EUR, korrigiert um Sondereffekte auch EBIT mit 399,5 Mio. EUR geringfügig gesteigert.
- Selbst nach Bereinigung um Einmaleffekte deutliche Ausweitung von Ergebnis vor (von 312,1 Mio. EUR auf 346,5 Mio. EUR) und nach Steuern (von 238,4 Mio. EUR auf 280,6 Mio. EUR) vor allem als Folge gesunkener Finanzierungsaufwendungen.
- Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) mit 58,8 % gegenüber 31. März 2014 (46,0 %, rückwirkend angepasst) durch Kündigung der Hybridanleihe 2007 zum 31. Oktober 2014 erhöht.
- Start der Bauphase des HBI-Projekts in Texas nach planmäßigem Abschluss aller Behördengenehmigungen im Juli 2014.
Zwischenlagebericht
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Das aktuelle Geschäftsjahr 2014/15 startete mit recht optimistischen Konjunkturvorgaben für die reifen Volkswirtschaften und eher gemischten Erwartungen für die Emerging Markets. Im Verlauf der ersten sechs Monate wurde dann allerdings zunehmend klar, dass es der globalen Konjunkturentwicklung mit Ausnahme Nordamerikas und Chinas an ausreichendem Momentum für einen breiten Aufschwung fehlt.
Während sich in Europa Großbritannien und Polen wirtschaftlich noch durchaus stark zeigten, war die Eurozone mit Fortdauer des Jahres von einem zunehmend schwierigeren ökonomischen Umfeld geprägt. Die zu Jahresbeginn noch recht erfreulichen Wachtumstendenzen haben über den Sommer deutlich an Schwung verloren. Vor allem die unerwartete Eintrübung der deutschen Wirtschaft – und hier vor allem ein spürbarer Rückgang der Bauindustrie – setzte die Eurozone in einem Umfeld von ohnehin schon rezessiven Entwicklungen in Italien und Frankreich verstärkt unter Druck. Während diese beiden Länder vor allem aufgrund des geringen Fortschritts bei strukturellen Reformen weiterhin unter niedrigen Investitionen und schwachen Exporten leiden, trübt sich in den bislang robusteren europäischen Wirtschaftsregionen die Stimmung nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden geopolitischen Krisenentwicklungen ein.
Einzig das auf konsequentem Reformkurs befindliche Spanien konnte sich dem negativen Trend entziehen und sein Wachstum – allerdings ausgehend von einem sehr bescheidenen Niveau – beschleunigen. Insgesamt gesehen bleibt der längerfristige Erholungstrend in Europa weiterhin uneinheitlich, langsam und fragil.
In Nordamerika hingegen fand im 1. Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres eine Fortsetzung
des robusten Wachstums statt, das sich auf eine breite Basis stützt: Sowohl privater Konsum als auch industrielle Investitionen und Exporte zeigten einen anhaltenden Aufwärtstrend mit entsprechend erfreulichen Entwicklungen am Arbeitsmarkt und bei sämtlichen Stimmungsindikatoren. Derzeit ist keine Eintrübung dieses positiven Trends erkennbar, Nordamerika hat klar die Rolle der globalen Konjunkturlokomotive übernommen.
Brasilien hingegen, die wichtigste Wirtschaftsregion für den voestalpine-Konzern in Südamerika, schlitterte im Frühling 2014 technisch in die Rezession mit wenig Aussicht auf baldige Rückkehr zu Wachstumsraten einer "emerging economy". Ebenfalls zunehmend schwieriger stellt sich die Lage in Russland dar, wo eine Beilegung der Auseinandersetzungen mit der Ukraine Voraussetzung für eine Rückkehr zu angemessenem Wachstum ist.
In Asien hat die Wirtschaftsentwicklung Chinas für dortige Verhältnisse zu Beginn des Jahres nur langsam Fahrt aufgenommen, konnte aber im Verlauf des Frühlings nicht zuletzt aufgrund deutlich zunehmender Exporte doch wieder an das Vorjahr anschließen. Die Bemühungen der Zentralregierung, den privaten Konsum als stabile Säule nachhaltigen Wirtschaftswachstums zu stabilisieren, finden bislang allerdings nicht den gewünschten Niederschlag. Insgesamt gesehen wird für China aber 2014 dennoch neuerlich ein Wirtschaftswachstum von über 7 % erwartet.
In diesem sehr uneinheitlichen makroökonomischen Umfeld der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2014/15 verlief die operative Geschäftsentwicklung der vier Divisionen des voestalpine-Konzerns weitgehend stabil.
Die Steel Division, zum größten Teil am europäischen Markt tätig, profitierte von der ungebrochen hohen Nachfrage aus dem Automobilsektor und einer Belebung im Bereich Öl-/Gas-Transport (Pipelineprojekte), während die übrigen Marktsegmente nach einer weitgehend stabilen Nachfrageentwicklung zu Beginn des Geschäftsjahres über den Sommer zum Teil Abschwächungstendenzen zeigten.
Die Special Steel Division konnte von den prosperierenden Märkten in den USA und Asien profitieren, wohingegen sich der europäische Markt über die ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahres generell verhalten darstellte.
Eine ungebrochen positive Entwicklung nimmt die Metal Engineering Division, die sich aufgrund ihrer breiten Aufstellung bei gleichzeitig anhaltend guter Nachfragesituation in praktisch allen Business Units im 1. Halbjahr 2014/15 stabil auf hohem Niveau bewegt.
Die Metal Forming Division konnte im Bereich Automotive Parts die schon bisher sehr gute Entwicklung fortsetzen, war jedoch seit Anfang des Geschäftsjahres in Europa mit einem gedrückten Markt auf der Rohr- und Profilseite konfrontiert.
Insgesamt verlief die Entwicklung des voestalpine-Konzerns in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2014/15 trotz eines in Europa zunehmend herausfordernden konjunkturellen Umfeldes auf ansprechendem Niveau.
Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren des voestalpine-Konzerns
Die Umsatzentwicklung des voestalpine-Konzerns ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 mit –1,5 % von 5.643,4 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2013/14 auf 5.561,1 Mio. EUR heuer leicht rückläufig. Dies ist zur Gänze auf die Schließung der Standardschienenproduktion in Duisburg mit Jahresende 2013 und damit ein entsprechend geringeres Auslieferungsvolumen der Metal Engineering Division zurückzuführen. Alle anderen Divisionen des Konzerns konnten ihre Umsätze hingegen steigern. Generell negativ auf die Umsatzentwicklung des 1. Halbjahres 2014/15 wirkte sich ein insgesamt gesehen neuerlich schwächeres Preisniveau aufgrund weiter rückläufiger Rohstoff- bzw. Vormaterialkosten aus.
Das im aktuellen Geschäftsjahr um 11,2 % auf 756,9 Mio. EUR deutlich gestiegene operative Ergebnis (EBITDA) beinhaltet Einmaleffekte der Metal Forming Division im Gesamtausmaß von 66,5 Mio. EUR in Verbindung mit dem Verkauf der Flamco-Gruppe im August 2014, der Vereinbarung zum Verkauf der Automotive-Gesellschaften voestalpine Polynorm Van Niftrik B.V. und voestalpine Polynorm Plastics B.V. Ende September 2014 sowie einer strukturellen Umstellung der Pensionsverpflichtungen in einzelnen holländischen Gesellschaften der Division ebenfalls im 2. Quartal 2014/15. Korrigiert um diese außerordentlichen Effekte stieg das EBITDA um 1,5 % von 680,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 690,4 Mio. EUR heuer, wodurch auch die (bereinigte) EBITDA-Marge von 12,1 % auf 12,4 % anstieg. Das (unbereinigte) Betriebsergebnis (EBIT) legte um mit 12,2 % von 396,3 Mio. EUR auf 444,7 Mio. EUR zu. Bereinigt um den außerordentlichen Effekt von 45,2 Mio. EUR aufgrund der beschrieben Einmaleffekte und reduziert um eine vorgenommene Wertminderung einzelner Vermögenswerte, die nicht zum Kerngeschäft gehören, beläuft sich das EBIT im 1. Halbjahr 2014/15 auf 399,5 Mio. EUR, was einer Steigerung um 0,8 % entspricht. Die bereinigte EBIT-Marge liegt damit bei 7,2 % (Vorjahr 7,0 %). Mit Ausnahme der – dennoch unverändert margenstärksten – Metal Engineering Division konnten alle Divisionen im 1. Halbjahr 2014/15 sowohl beim operativen Ergebnis als auch beim Betriebsergebnis zulegen.
Trotz einer zum Stichtag 30. September 2014 gestiegenen Bruttoverschuldung, die im Wesentlichen auf die Umgliederung der Hybridanleihe 2007 von Eigenkapital zu Fremdkapital zurückzuführen ist, konnte die Zinsbelastung deutlich reduziert werden. Der Ausweis der Hybridanleihe 2007 zur Gänze im Fremdkapital wurde durch den noch im September 2014 erfolgten Vorstandsbeschluss der voestalpine AG, diese Anleihe mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit, also zum 31. Oktober 2014, vollständig zu kündigen, notwendig. Der Zinsaufwand verringerte sich vor allem durch das im 12-Monats-Vergleich markant zurückgegangene Zinsniveau, was wesentlich dazu beitrug, dass die Verbesserung beim Ergebnis vor Steuern mit 25,5 % von 312,1 Mio. EUR auf 391,7 Mio. EUR sehr deutlich ausfiel. Selbst nach Abzug der Sondereffekte von 45,2 Mio. EUR liegt das Ergebnis vor Steuern in den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres immer noch bei 346,5 Mio. EUR bzw. um 11,0 % über dem Vorjahreswert.
Das Ergebnis nach Steuern weist einen Zuwachs um 35,9 % von 238,4 Mio. EUR auf 324,0 Mio. EUR auf. Ohne Berücksichtigung der außerordentlichen Positionen (43,4 Mio. EUR) ergibt sich ein bereinigtes Nachsteuerergebnis in Höhe von 280,6 Mio. EUR, was gegenüber dem Vorjahr auch noch eine Verbesserung um 17,7 % darstellt. Diese beruht neben der Steigerung des Vorsteuerergebnisses auch auf einer Verringerung der Steuerquote. Der Gewinn je Aktie beläuft sich damit in den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres auf 1,65 EUR, was einer Veränderung von +43,5 % im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,15 EUR entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie für das 1. Halbjahr 2014/15 liegt mit 1,40 EUR um 21,7 % über dem Vorjahreswert.
Das Eigenkapital per 30. September 2014 verringerte sich im Jahresvergleich um 2,6 % von 5.062,3 Mio. EUR auf 4.931,5 Mio. EUR. Verglichen mit dem Bilanzstichtag 31. März 2014 (5.261,0 Mio. EUR) ist das Eigenkapital um 6,3 % gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die bereits beschriebene Umgliederung der im September 2014 gekündigten Hybridanleihe 2007 von Eigenkapital zu Fremdkapital im Ausmaß von 500 Mio. EUR per 30. September 2014 sowie die Dividendenausschüttung von 170 Mio. EUR im 2. Quartal 2014/15 zurückzuführen. Durch die vorzeitige Refinanzierung der Hybridanleihe 2007 ist die Nettofinanzverschuldung im Jahresvergleich um 22,4 % von 2.368,3 Mio. EUR (rückwirkend angepasst) auf 2.898,8 Mio. EUR gestiegen. Im Vergleich mit dem Bilanzstichtag 31. März 2014 (2.421,4 Mio. EUR, rückwirkend angepasst) ergibt sich eine Zunahme von 19,7 %. Aufgrund dieser Veränderungen in der Finanzierungsstruktur des Konzerns hat sich die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 von 46,0 % auf 58,8 % erhöht.
Der voestalpine-Konzern beschäftigte zum 30. September 2014 47.379 Mitarbeiter (FTE), dies entspricht einer Erhöhung um 0,5 % im Vergleich zu 47.126 Mitarbeitern (FTE) vor zwölf Monaten.
| Mio. EUR | 1 Q | 2 Q | 1 H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013/141 | 2014/15 | 2013/141 | 2014/15 | 2013/141 | 2014/15 | ||
| 01.04.– 30.06.2013 |
01.04.– 30.06.2014 |
01.07.– 30.09.2013 |
01.07.– 30.09.2014 |
01.04.– 30.09.2013 |
01.04.– 30.09.2014 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 2.895,3 | 2.826,7 | 2.748,1 | 2.734,4 | 5.643,4 | 5.561,1 | –1,5 |
| EBITDA | 363,5 | 363,7 | 316,9 | 393,2 | 680,4 | 756,9 | 11,2 |
| EBITDA-Marge | 12,6 % | 12,9 % | 11,5 % | 14,4 % | 12,1 % | 13,6 % | |
| EBIT | 221,6 | 218,4 | 174,7 | 226,3 | 396,3 | 444,7 | 12,2 |
| EBIT-Marge | 7,7 % | 7,7 % | 6,4 % | 8,3 % | 7,0 % | 8,0 % | |
| Ergebnis vor Steuern | 175,0 | 192,9 | 137,1 | 198,8 | 312,1 | 391,7 | 25,5 |
| Ergebnis nach Steuern2 | 137,6 | 154,4 | 100,8 | 169,6 | 238,4 | 324,0 | 35,9 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
46.548 | 47.463 | 47.126 | 47.379 | 47.126 | 47.379 | 0,5 |
Quartals- und Halbjahresentwicklung des voestalpine-Konzerns im Zahlenvergleich
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.
2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
| Mio. EUR | 1 Q | 2 Q | 1 H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013/141 | 2014/15 | 2013/141 | 2014/15 | 2013/141 | 2014/15 | ||
| 01.04.– 30.06.2013 |
01.04.– 30.06.2014 |
01.07.– 30.09.2013 |
01.07.– 30.09.2014 |
01.04.– 30.09.2013 |
01.04.– 30.09.2014 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 989,8 | 975,0 | 938,5 | 928,5 | 1.928,3 | 1.903,5 | –1,3 |
| EBITDA | 113,9 | 114,1 | 86,7 | 96,9 | 200,6 | 211,0 | 5,2 |
| EBITDA-Marge | 11,5 % | 11,7 % | 9,2 % | 10,4 % | 10,4 % | 11,1 % | |
| EBIT | 57,9 | 56,8 | 29,6 | 38,3 | 87,5 | 95,1 | 8,7 |
| EBIT-Marge | 5,8 % | 5,8 % | 3,2 % | 4,1 % | 4,5 % | 5,0 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
10.805 | 11.035 | 11.026 | 11.216 | 11.026 | 11.216 | 1,7 |
Steel Division
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die Rohstahlproduktion in Europa nahm im 1. Halbjahr 2014/15 im Vorjahresvergleich um etwas über 1 % zu, wobei gegen Ende des Berichtszeitraumes eine Trendumkehr einsetzte und im September 2014 erstmals in diesem Geschäftsjahr in Europa weniger Rohstahl produziert wurde als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Der Abwärtstrend bei den Preisen der für die hochofenbasierte Rohstahlerzeugung wesentlichen Rohstoffe hat sich mit Ausnahme von Schrott im Verlauf des 1. Halbjahres 2014/15 weiter fortgesetzt. Der Eisenerzpreis ist im September 2014 mit 78 USD/t auf den tiefsten Stand seit Sommer 2009 gefallen, was im Wesentlichen auf einen massiven Kapazitätsausbau der Minenbetreiber zurückzuführen ist, die bei ihren vor einigen Jahren getroffenen Investitionsentscheidungen offensichtlich von einer stärkeren Zunahme der globalen Stahlproduktion ausgegangen sind. Vor diesem Hintergrund tendierten die Preise für Stahlprodukte in Europa ebenfalls rückläufig, wobei sich das Preisniveau auf dem Spotmarkt im Verlauf des 2. Quartals 2014/15 auf niedrigem Niveau stabilisierte.
Die Automobilindustrie erwies sich einmal mehr als Rückgrat für die kapazitative Vollauslastung der Steel Division über das gesamte 1. Halbjahr 2014/15. Die Entwicklung in der Maschinenbauindustrie war durch einen rückläufigen Auftragseingang gekennzeichnet, nicht zuletzt aufgrund der Abschwächung der Exporttätigkeit europäischer Maschinenbauer nach Russland. Die Nachfrage in den Marktsegmenten Hausgeräte und Konsumgüter bewegte sich auf stabilem Niveau. Seitens der Elektroindustrie sind hingegen wesentliche Nachfrageimpulse ausgeblieben, nicht zuletzt, weil die Elektromobilität die in sie gesetzten Erwartungen bisher nicht erfüllt. Die seit Beginn des Jahres 2014 festgestellte Konjunkturbelebung in der Bauindustrie hat sich über den Sommer abgeflacht, die aktuelle Ordertätigkeit verläuft schleppend. Das Marktumfeld im Bereich Öl- und Gastransport (Pipelinebau) ist nach den verschärften Bedingungen im Geschäftsjahr 2013/14 aktuell durch eine Trendumkehr geprägt. Nachdem South Stream I (Russland) bereits Anfang 2014 vergeben wurde, konnten mit Rota 3 (Brasilien) und South Stream II über den Sommer weitere Pipelineprojekte gebucht werden, womit eine solide Auslastung des Geschäftsbereiches Grobblech über das gesamte Geschäftsjahr 2014/15 gesichert ist.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Vor dem Hintergrund eines rückläufigen Preisniveaus infolge des Abwärtstrends bei den Rohstoffkosten haben sich die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten 2014/15 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 1,3 % von 1.928,3 Mio. EUR auf 1.903,5 Mio. EUR verringert. Dass der Rückgang moderat ausfiel, ist auf eine leichte Ausweitung der Absatzmenge im 12-Monats-Vergleich zurückzuführen. Vor allem infolge eines verbesserten Produktmix, aber auch im Zuge von Kostenoptimierungsmaßnahmen gesteigert werden konnte hingegen die Profitabilität der Division. So verbesserte sich das EBITDA um 5,2 % von 200,6 Mio. EUR auf 211,0 Mio. EUR bzw. die EBITDA-Marge von 10,4 % im Vorjahr auf 11,1 % im 1. Halbjahr 2014/15. Das EBIT erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 8,7 % von 87,5 Mio. EUR auf 95,1 Mio. EUR, was einer EBIT-Marge von 5,0 % entspricht (Vorjahr 4,5 %).
Im unmittelbaren Quartalsvergleich gingen die Umsatzerlöse vorwiegend saisonal bedingt, aber auch durch ein rückläufiges Preisniveau um 4,8 % von 975,0 Mio. EUR im 1. Quartal 2014/15 auf 928,5 Mio. EUR im jüngsten Quartal zurück. Da ergebnismäßig die sinkenden Durchschnittserlöse durch die geringeren Rohstoffkosten weitgehend kompensiert werden konnten, sind die Einbußen bei EBITDA und EBIT in erster Linie auf die traditionell etwas ungünstigeren Kostenrelationen im Sommerquartal zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund reduzierte sich das EBITDA um 15,1 % von 114,1 Mio. EUR (Marge von 11,7 %) auf 96,9 Mio. EUR (Marge von 10,4 %). Etwas deutlicher, und zwar um nahezu ein Drittel, verringerte sich das EBIT, das von 56,8 Mio. EUR im 1. Quartal auf 38,3 Mio. EUR im 2. Quartal fiel, was zu einem Rückgang der EBIT-Marge von 5,8 % auf 4,1 % führte.
Die Zahl der Beschäftigten (FTE) in der Steel Division lag mit 11.216 zum Ende des 2. Quartals 2014/15 um 1,7 % über dem Wert des Vergleichsquartals des letzten Geschäftsjahres bzw. um 0,2 % über dem Vergleichswert zum Ende des letzten Geschäftsjahres (11.192).
| Mio. EUR | 1 Q | 2 Q | 1 H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | ||
| 01.04.– 30.06.2013 |
01.04.– 30.06.2014 |
01.07.– 30.09.2013 |
01.07.– 30.09.2014 |
01.04.– 30.09.2013 |
01.04.– 30.09.2014 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 682,8 | 675,9 | 643,1 | 674,5 | 1.325,9 | 1.350,4 | 1,8 |
| EBITDA | 98,5 | 96,1 | 77,8 | 87,3 | 176,3 | 183,4 | 4,0 |
| EBITDA-Marge | 14,4 % | 14,2 % | 12,1 % | 12,9 % | 13,3 % | 13,6 % | |
| EBIT | 65,0 | 61,3 | 44,8 | 53,0 | 109,8 | 114,3 | 4,1 |
| EBIT-Marge | 9,5 % | 9,1 % | 7,0 % | 7,9 % | 8,3 % | 8,5 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
12.884 | 12.958 | 12.898 | 13.086 | 12.898 | 13.086 | 1,5 |
Special Steel Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Das wirtschaftliche Umfeld der Special Steel Division stellte sich im 1. Halbjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert dar. In den Sommermonaten traten die üblichen saisonalen Effekte auf, in diesem Geschäftsjahr allerdings vor allem in Nordamerika deutlich weniger ausgeprägt als im Vorjahr. Auch der Preisdruck hat zuletzt etwas nachgelassen, da sich die Kapazitätsauslastung der Wettbewerber leicht verbessert zeigt. Die steigenden Preise für wesentliche Legierungen wie Nickel oder Chrom beendeten das Kundenverhalten, in Erwartung rückläufiger Preise die Bestellungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
Regional betrachtet haben die europäischen Kernmärkte bislang keine Anzeichen einer breiteren Erholung erkennen lassen. Vor allem im für die Special Steel Division wichtigsten Markt Deutschland blieb die Ordertätigkeit der Kunden sehr volatil, in Österreich hellte sich die Grundstimmung zuletzt hingegen etwas auf. In Nordamerika zeigte der Geschäftsverlauf im Bereich Werkzeugstahl und Sonderwerkstoffe über den Sommer Stabilisierungstendenzen auf solidem Niveau, wobei sich die Entwicklung in den USA deutlich positiver gestaltete als in Kanada. Südamerika verzeichnete hingegen weiter eine zurückhaltende Investitionstätigkeit, dies vor allem in der Öl- und Gasexploration in Brasilien. Dennoch gelang es der Special Steel Division, wichtige Aufträge für komplex bearbeitete Komponenten in der Öl- und Gasindustrie abzuschließen. Trotz der laufenden Abwertung der Währung ist bisher noch keine nachhaltige Belebung der brasilianischen Wirtschaft festzustellen. Die konjunkturelle Entwicklung in Asien und insbesondere in China blieb im Rahmen der Erwartungen, somit auf insgesamt zufriedenstellendem Niveau.
Im Geschäftsbereich High Performance Metals hatten niedrige Lagerbestände der Kunden in den Bereichen Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl einen positiven Effekt auf die Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2014/15, wobei vor allem die Premiumprodukte eine steigende Nachfrage verzeichneten. Darüber hinaus trug das kontinuierlich gute Auftragsverhalten der Automobil- und Konsumgüterindustrie zur durchaus zufriedenstellenden Auslastung dieses Geschäftsbereiches bei, wohingegen der Maschinenbau die zu Jahresbeginn in ihn gesetzten Konjunkturerwartungen bisher nicht erfüllen konnte. Unverändert, d. h. auf niedrigem Niveau, stagnierend zeigte sich der Energiemaschinenbau. Weiterhin stark entwickelt sich die Sparte Sonderwerkstoffe, die vor allem von der guten Nachfrage aus der Flugzeugindustrie sowie der Öl- und Gasexploration profitiert. Die Nutzfahrzeugindustrie zeigte eine Stabilisierung der Nachfrage auf mäßigem Niveau.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen der Special Steel Division im 1. Halbjahr 2014/15 war durch eine auch im Vergleich zum Vorjahr hohe Stabilität geprägt. Die Umsatzerlöse nahmen trotz einer Verringerung der Durchschnittserlöse um 1,8 % von 1.325,9 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2013/14 auf 1.350,4 Mio. EUR heuer zu. Der Grund dafür liegt in einer Verbesserung der Absatzmengen, die sich über alle wesentlichen Produktkategorien erstreckt. Auch in den einzelnen Ergebniskategorien konnte die Special Steel Division in den ersten sechs Monaten 2014/15 ihre Performance verbessern. Das operative Ergebnis (EBITDA) erhöhte sich von 176,3 Mio. EUR auf 183,4 Mio. EUR bzw. um 4,0 %, was eine EBITDA-Marge von 13,6 % bedeutet. Mit 4,1 % von 109,8 Mio. EUR auf 114,3 Mio. EUR ist die Steigerung des EBIT nahezu ident ausgefallen. Die EBIT-Marge nahm damit leicht von 8,3 % auf 8,5 % zu.
Im direkten Quartalsvergleich blieben die Umsatzerlöse der Special Steel Division mit 674,5 Mio. EUR im 2. Quartal 2014/15 praktisch auf dem guten Wert des 1. Quartals 2014/15 (675,9 Mio. EUR). Ergebnisseitig konnte die Division saisonal bedingt nicht ganz an die Werte des Vorquartals anschließen. So reduzierte sich das EBITDA um 9,2 % von 96,1 Mio. EUR (Marge 14,2 %) auf 87,3 Mio. EUR (Marge 12,9 %). Mit 13,5 % von 61,3 Mio. EUR auf 53,0 Mio. EUR fiel der Rückgang beim EBIT etwas deutlicher aus. Die EBIT-Marge verringerte sich damit von 9,1 % auf 7,9 %.
Zum Stichtag 30. September 2014 lag die Zahl der Beschäftigten (FTE) in der Special Steel Division bei 13.086 und damit um 1,5 % höher als zum Ende des 2. Quartals des Geschäftsjahres 2013/14 bzw. um 1,6 % über dem Vergleichswert zum Ende des letzten Geschäftsjahres (12.885).
| Mio. EUR | 1 Q | 2 Q | 1 H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013/141 | 2014/15 | 2013/141 | 2014/15 | 2013/141 | 2014/15 | ||
| 01.04.– 30.06.2013 |
01.04.– 30.06.2014 |
01.07.– 30.09.2013 |
01.07.– 30.09.2014 |
01.04.– 30.09.2013 |
01.04.– 30.09.2014 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 723,3 | 679,3 | 688,7 | 650,5 | 1.412,0 | 1.329,8 | –5,8 |
| EBITDA | 107,9 | 106,7 | 109,8 | 97,0 | 217,7 | 203,7 | –6,4 |
| EBITDA-Marge | 14,9 % | 15,7 % | 15,9 % | 14,9 % | 15,4 % | 15,3 % | |
| EBIT | 80,0 | 79,6 | 81,6 | 69,4 | 161,6 | 149,0 | –7,8 |
| EBIT-Marge | 11,1 % | 11,7 % | 11,8 % | 10,7 % | 11,4 % | 11,2 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
10.952 | 11.250 | 11.216 | 11.351 | 11.216 | 11.351 | 1,2 |
Metal Engineering Division
1 Geschäftsjahr 2013/14 wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und aufgrund der Änderung der Ausweismethode betreffend der Darstellung der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) rückwirkend angepasst. Weitere Details sind unter "Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben.
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die Entwicklung der Metal Engineering Division war über das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 von stabiler Nachfrage auf hohem Niveau geprägt und setzte damit den positiven Verlauf der vergangenen Quartale unverändert fort.
Der Geschäftsbereich Rail Technology (Schienentechnik) konnte im abgelaufenen Halbjahr seine überzeugende Performance prolongieren, wobei ein Wiedererstarken des europäischen Marktes die teilweise Abschwächung auf den internationalen Märkten kompensiert, sodass die Aggregate zur Schienenproduktion weiterhin voll ausgelastet bleiben.
Auch der Geschäftsbereich Turnout Systems (Weichensysteme) setzte die schon bisher exzellente Entwicklung fort, was auf die erfreuliche Nachfragesituation in praktisch allen Weltregionen zurückzuführen ist. Während sich in Südamerika die Nachfrage auf der Bergbauseite etwas verlangsamt hat, war der Bereich Nahverkehr durch positive Impulse auf breiter Front geprägt. In Europa entwickelte sich der Markt für Weichensysteme analog zur Schienenseite wieder auf gutem Niveau. Die Überseemärkte Nordamerika, Asien und zuletzt auch Indien waren von einer hervorragenden Nachfragesituation gekennzeichnet.
Der Geschäftsbereich Wire Technology profitierte im abgelaufenen Quartal von der ungebrochen starken Nachfrage nach gezogenen Spezialdrähten aus der Automobilindustrie und zeigte damit bei einer Auslastung an der Kapazitätsgrenze eine sehr gute Performance.
Ebenfalls auf stabil hohem Niveau entwickelte sich die Nachfrage im Bereich Nahtlosrohre, der von unverändert hohen Fördermengen von Öl und Gas in Nordamerika profitiert. Im Falle eines längeren Anhaltens der jüngsten Schwäche des Ölpreises ist allerdings eine gewisse Abkühlung des Marktes zu erwarten.
Der Bereich Welding Technology entwickelte sich außerhalb Europas, insbesondere in Nordamerika, Indien und Südostasien, auf gutem Niveau, das europäische Geschäft kann sich der generellen Konjunkturschwäche allerdings nicht entziehen.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Kennzahlen der Metal Engineering Division kamen im 1. Halbjahr 2014/15 wiederum auf einem sehr guten Niveau zu liegen, blieben aber im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum etwas zurück. Die Umsatzerlöse reduzierten sich um 5,8 % von 1.412,0 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2013/14 auf 1.329,8 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2014/15, dies im Wesentlichen aufgrund von geringeren Schienenlieferungen durch die Schließung der Standardschienenproduktion in Duisburg mit Ende des Kalenderjahres 2013. Die anderen Geschäftsbereiche der Division konnten umsatzmäßig zum Teil sogar leicht zulegen. In Bezug auf die Ergebniszahlen ergibt sich ein ähnliches Bild. Das operative Ergebnis (EBITDA) nahm um 6,4 % von 217,7 Mio. EUR auf 203,7 Mio. EUR ab, wobei die EBITDA-Marge aufgrund der gesunkenen Umsatzbasis mit 15,3 % unverändert hoch ist und praktisch dem Vorjahreswert von 15,4 % entspricht. Der Rückgang des EBITDA ist das Resultat einer erhöhten Kostenbasis durch die (geplante) Zwischenreparatur eines Hochofens und das Wegfallen einiger lukrativer Einzelprojekte im Geschäftsbereich Schienen. Das EBIT nahm um 7,8 % von 161,6 Mio. EUR (Marge 11,4 %) auf 149,0 Mio. EUR (Marge 11,2 %) ab.
Im direkten Vergleich des 2. Quartals 2014/15 mit dem 1. Quartal 2014/15 stellt sich das Bild ähnlich dar. Die Umsatzerlöse verringerten sich um 4,2 % von 679,3 Mio. EUR auf 650,5 Mio. EUR, wobei sich der Rückgang mit Ausnahme von Turnout Systems, die einen leichten Umsatzanstieg verzeichnen konnten, auf alle Geschäftsbereiche gleichermaßen verteilte. Das EBITDA fiel um 9,1 % von 106,7 Mio. EUR auf 97,0 Mio. EUR, was einer EBITDA-Marge von 14,9 % entspricht (Vorquartal 15,7 %). Das EBIT verringerte sich um 12,8 % von 79,6 Mio. EUR (Marge 11,7 %) auf 69,4 Mio. EUR (Marge 10,7 %). Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Metal Engineering Division lag zum Ende des 2. Quartals 2014/15 mit 11.351 um 1,2 % über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vergleichswert zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres (11.217 FTE) erhöhte sich der Mitarbeiterstand um 1,2 %.
Metal Forming Division
| Mio. EUR | 1 Q | 2 Q | 1 H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | ||
| 01.04.– 30.06.2013 |
01.04.– 30.06.2014 |
01.07.– 30.09.2013 |
01.07.– 30.09.2014 |
01.04.– 30.09.2013 |
01.04.– 30.09.2014 |
Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 597,9 | 601,9 | 567,8 | 578,9 | 1.165,7 | 1.180,8 | 1,3 |
| EBITDA | 68,5 | 68,9 | 61,3 | 129,9 | 129,8 | 198,8 | 53,2 |
| EBITDA-Marge | 11,5 % | 11,5 % | 10,8 % | 22,4 % | 11,1 % | 16,8 % | |
| EBIT | 46,1 | 44,8 | 39,0 | 85,3 | 85,1 | 130,1 | 52,9 |
| EBIT-Marge | 7,7 % | 7,4 % | 6,9 % | 14,7 % | 7,3 % | 11,0 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
11.117 | 11.423 | 11.185 | 10.921 | 11.185 | 10.921 | –2,4 |
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf der Metal Forming Division im 1. Halbjahr 2014/15 war von einer positiven Grundstimmung der europäischen Automobilindustrie, aber auch von Abschwächungstendenzen in anderen Geschäftsbereichen geprägt. Der Geschäftsbereich Automotive Body Parts konnte sich vor allem auf eine exzellente Nachfragesituation der deutschen Premiumhersteller stützen, die unverändert auf ihre Exportstärke bauen. Aber auch die Produktion von Klein- und Kompaktautos in Europa hat im Vorjahresvergleich deutlich zugenommen, wobei einzelne Hersteller von der gelungenen Markteinführung neuer Modelle profitierten. Die in der Detailgegenüberstellung zum vergangenen Jahr schwächeren Produktionsziffern im Monat August sind im Wesentlichen auf einen forcierten Lagerabbau der Autohersteller im Gefolge hoher Fertigungsstückzahlen im Vormonat zurückzuführen und sollten daher keine konjunkturelle Trendwende indizieren.
Der Geschäftsbereich Tubes & Sections entwickelte sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 etwas schwächer als im Vorjahr, jedoch mit regionalen Differenzierungen. Im Jahresvergleich geringere Nachfrageimpulse kamen aus Deutschland und Frankreich, während der britische Markt und einige zentraleuropäische Länder wie etwa Tschechien und Polen eine zufriedenstellende Performance aufwiesen. Die Geschäftsentwicklung in den USA war durch eine breite Nachfragedynamik geprägt, während die Absatzmärkte in Brasilien zunehmend mit Wettbewerbsnachteilen aufgrund staatlicher Überregulierung konfrontiert sind. Was die wesentlichen Kundensegmente in diesem Geschäftsbereich betrifft, zeigte sich in den vergangenen Monaten ein Rückgang der Lastwagenverkäufe, der deutlicher ausfiel, als aufgrund der Vorzieheffekte durch die Einführung der Euro 6-Umweltnorm mit Anfang des Kalenderjahres 2014 erwartet wurde. Zunehmend unter Druck geraten ist aufgrund der niedrigen Grundnahrungsmittelpreise und der dadurch ausgelösten Zurückhaltung bei Investitionen auch das Kundensegment Landmaschinen, das in den vergangenen Jahren durch ein solides Nachfrageniveau geprägt war. Eine ausgezeichnete Auftragslage herrschte hingegen bei den – weltweit abgesetzten – Präzisionsrohrkomponenten für die Automobilindustrie sowie für Spezialteile in der Flugzeugindustrie. Der Geschäftsbereich Precision Strip war durch eine stabile Entwicklung gekennzeichnet, wenngleich der Preisdruck als Konsequenz des Aufbaus von Kapazitäten in Fernost im Zunehmen begriffen ist. Die Abschwächung des Euro könnte zukünftig jedoch Wettbewerbsvorteile beim Export für die Hauptprodukte Bimetall und Spezialbandstahl bringen.
Im Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions setzte sich der ausgezeichnete Auftragseingang im 1. Halbjahr 2014/15 fort, sodass bereits derzeit eine Vollauslastung für das gesamte aktuelle Geschäftsjahr gesichert ist.
In der Metal Forming Division kam es in den vergangenen sechs Monaten auch zu einer erheblichen Portfoliobereinigung. Mit dem Verkauf der auf Heizungs- und Trinkwassersysteme spezialisierten Flamco-Gruppe im August 2014 ("Closing") sowie der Automotive-Kunststoffkomponentenhersteller voestalpine Polynorm Van Niftrik B.V. und voestalpine Polynorm Plastics
B.V. im September 2014 ("Signing") wurde die Metal Forming Division forciert auf ihr Kerngeschäft ausgerichtet. Im Zusammenhang mit dieser Portfoliostraffung und einer davon unabhängigen Neubewertung von einzelnen, nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten sowie einer strukturellen Umstellung von Pensionsverpflichtungen in holländischen Gesellschaften der Division ergab sich im 2. Quartal 2014/15 beim EBITDA ein positiver Einmaleffekt von 66,5 Mio. EUR bzw. beim EBIT ein solcher von 45,2 Mio. EUR.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Metal Forming Division hat sich im 1. Halbjahr 2014/15 in der Gegenüberstellung mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum operativ stabil entwickelt. Die Umsatzerlöse konnten trotz der Endkonsolidierung der Flamco-Gruppe mit Ende Juli 2014 geringfügig von 1.165,7 Mio. EUR auf 1.180,8 Mio. EUR angehoben werden, was in erster Linie auf die gute Entwicklung im Geschäftsbereich Automotive Body Parts zurückzuführen ist, während der Geschäftsbereich Tubes & Sections Einbußen auf der Mengenseite hinnehmen musste. In der Ergebnisentwicklung der Metal Forming Division haben sich die bereits im Kapitel "Geschäftsverlauf" dargestellten Sondereffekte positiv ausgewirkt. Das operative Ergebnis (EBITDA) ist damit gegenüber dem Vorjahr um 53,2 % von 129,8 Mio. EUR auf 198,8 Mio. EUR gestiegen. Unter Außerachtlassung der Einmaleffekte verbleibt ein Anstieg von 1,9 % auf 132,3 Mio. EUR, was eine stabile EBITDA-Marge von 11,2 % bedeutet (Vorjahr 11,1 %). In einer in Relation ähnlichen Größenordnung wie das operative Ergebnis veränderte sich auch das Betriebsergebnis (EBIT), es verbesserte sich um 52,9 % von 85,1 Mio. EUR auf 130,1 Mio. EUR. Wiederum nach Abzug der außerordentlichen ergebniswirksamen Positionen im 2. Quartal 2014/15 verbleibt ein EBIT von 84,9 Mio. EUR für das 1. Halbjahr 2014/15, das praktisch ident mit dem Vorjahreswert ist. Die sich daraus ergebende EBIT-Marge von 7,2 % liegt ebenfalls auf dem Vorjahresniveau (7,3 %). Eine rückläufige Tendenz, die in erster Linie auf die Endkonsolidierung der Flamco-Gruppe per Ende Juli 2014, aber auch auf eine saisonal bedingte Abnahme bei den Versandmengen von Rohren und Profilen zurückzuführen ist, weisen die Umsatzerlöse der Metal Forming Division im 2. Quartal 2014/15 im Vergleich mit dem unmittelbaren Vorquartal auf. Sie verringerten sich um 3,8 % von 601,9 Mio. EUR auf 578,9 Mio. EUR. Die außerordentlichen Ergebnisbeiträge des 2. Quartals beeinflussten naturgemäß auch den Vergleich mit dem unmittelbaren Vorquartal. Das EBITDA konnte demnach um 88,5 % von 68,9 Mio. EUR auf 129,9 Mio. EUR gesteigert werden. Bereinigt um die Einmaleffekte beläuft sich das EBITDA im 2. Quartal 2014/15 auf 63,4 Mio. EUR, was einer – im Wesentlichen saisonal bedingten – Verminderung um 8,0 % entspricht. Die EBITDA-Marge ging dadurch von 11,5 % auf 11,0 % zurück. Das EBIT entwickelte sich gleichzeitig von 44,8 Mio. EUR auf 85,3 Mio. EUR, was einen Anstieg um 90,4 % darstellt. Ohne die Sondereffekte liegt der EBIT-Wert im 2. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres bei 40,1 Mio. EUR, somit um 10,5 % unter dem unmittelbaren Vorquartal. Die EBIT-Marge reduzierte sich von 7,4 % auf 6,9 %.
Zum 30. September 2014 waren in der Metal Forming Division 10.921 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt, das sind um 2,4 % weniger als zum Vergleichstag des vergangenen Geschäftsjahres bzw. um 4,3 % weniger als zum Ende des Geschäftsjahres (11.416). Der Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen ist vorwiegend auf den Verkauf der Flamco-Gruppe im August 2014 zurückzuführen.
Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Informationen zu den Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen befinden sich in den erläuternden Anhangangaben.
Investitionen
Zur Absicherung der führenden Position in Bezug auf Qualität und Technologie sowie zur Umsetzung der Wachstumsstrategie verblieb die Investitionstätigkeit des voestalpine-Konzerns im 1. Halbjahr 2014/15 auf unverändert hohem Niveau, mit 427,1 Mio. EUR erreichte sie ziemlich exakt die Dimension des Vorjahres (429,9 Mio. EUR). Während allerdings die Divisionen Steel und Special Steel das Investitionsvolumen in den ersten sechs Monaten 2014/15 (vorübergehend) reduzierten, weiteten die beiden anderen Divisionen (Metal Engineering und Metal Forming) ihre Investitionsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr aus.
Die Investitionstätigkeit in der Steel Division verringerte sich im 1. Halbjahr 2014/15 im Jahresvergleich um 16,3 % von 226,1 Mio. EUR auf 189,3 Mio. EUR. Die aktuellen Vorhaben konzentrieren sich dabei auf Effizienzsteigerungen in den Produktionsprozessen sowie auf eine kontinuierliche Verbesserung des Produktportfolios. Als Maßnahme zur konsequenten Kostenoptimierung in der Flüssigphase wird der Einbau von Kohleeindüsungsanlagen an allen drei Hochöfen in Linz, Österreich, im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein. Ebenfalls in die Kategorie der Produktivitätsverbesserung fällt die Errichtung einer Direktreduktionsanlage in den USA, wobei alle notwendigen Genehmigungen zwischenzeitlich vorliegen und die Bautätigkeit mit Beginn des 2. Quartals aufgenommen wurde. Im Interesse eines weiter forcierten Ausbaus der Produktqualität wurden erste Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung der Sekundärmetallurgie im Stahlwerk gesetzt. Die neuen Anlagen (Vakuumanlage, Pfannenofen) werden voraussichtlich im Herbst 2015 zur Verfügung stehen. Die Errichtung des neuen Grobblech-Walzgerüstes ist bereits weit fortgeschritten, der Hochlauf ist für das Kalenderjahr 2015 vorgesehen.
Die Special Steel Division investierte im 1. Halbjahr 2014/15 insgesamt 58,1 Mio. EUR und damit um 22,3 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das durch die Übernahme der Eifeler-Gruppe im Geschäftsjahr 2012/13 erworbene Know-how im Hightech-Beschichten von Werkzeugen wird derzeit sukzessive global ausgerollt. So wurde mit Beginn dieses Geschäftsjahres in Shanghai, China, eine entsprechende Beschichtungsanlage in Betrieb genommen. Die Herstellung anspruchsvoller Spezialstähle sowie ihre Bearbeitung und Wärmebehandlung werden nun durch die Beschichtung vor Ort komplettiert. Ähnliche Konzepte werden derzeit an weiteren Standorten (u. a. Polen und Taiwan) realisiert. Im Geschäftsbereich Value-Added-Services wurde der Ausbau des Serviceangebots in den vergangenen Monaten planmäßig fortgesetzt, wodurch die Position als Premium-Service-Provider für den Werkzeugbau weltweit gefestigt wird. So konnte eine neue Wärmebehandlungseinrichtung in Düsseldorf mit einem der weltweit größten Öfen in Betrieb genommen werden. Diese Investition unterstützt speziell die Automobilindustrie mit Werkzeugstählen, die für die Formgebung von pressgehärteten Blechen eingesetzt werden. In der Türkei wurde im September 2014 ein neues Servicecenter in der Nähe von Istanbul eröffnet, womit in diesem Wachstumsmarkt zukünftig auch Wärmebehandlungsprozesse zur Verfügung stehen.
Die Metal Engineering Division wendete im 1. Halbjahr 2014/15 87,8 Mio. EUR für Investitionen auf, was gegenüber dem Vorjahreswert von 55,3 Mio. EUR einer Steigerung um 58,8 % entspricht. Das von der Größenordnung her umfangreichste Einzelvorhaben ist der Bau eines neuen Drahtwalzwerkes in Donawitz, Österreich. Durch diese Investition wird sich der Geschäftsbereich Draht qualitätsmäßig noch stärker von den Mitbewerbern differenzieren können. Im Geschäftsbereich Schienen wird ab dem Kalenderjahr 2016 ein neuer Hubbalkenofen zum Einsatz kommen, der eine Steigerung der Durchsatzleistung sowie eine Senkung des Energieverbrauches ermöglicht. Die Zwischenreparatur eines der beiden Hochöfen am Standort Donawitz, Österreich, wurde im Frühsommer 2014 ohne mengenmäßige Auswirkungen auf die Kunden (Vorproduktion und Fremdmaterialzukauf) planmäßig durchgeführt.
In der Metal Forming Division lagen die Investitionen in den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres mit 88,1 Mio. EUR um 25,3 % über dem Niveau des Vorjahres (70,3 Mio. EUR). Wie auch schon im vergangenen Geschäftsjahr liegt das Hauptaugenmerk auf der konsequenten Implementierung der Internationalisierungsstrategie im Bereich automotiver Komponenten aus presshärtenden Stählen ("phs-ultraform") auf Basis neuer Technologie. Im Geschäftsbereich Automotive Body Parts wurden die neuen Produktionsstandorte in den USA, Südafrika und China erfolgreich in Betrieb genommen. Die Taktfrequenz von pressgehärteten Bauteilen in Deutschland wurde durch neue Lösungsansätze optimiert, um den Stückzahlwünschen der Automobilkunden besser entsprechen zu können. Für den neuen chinesischen Standort Shenyang befindet sich derzeit bereits ein weiteres Vorhaben mit dem Fokus auf "phs-ultraform" in der Planungsphase. Im Geschäftsbereich Tubes & Sections ging Anfang dieses Geschäftsjahres ein neues Werk ebenfalls in China in Betrieb, das auf die Produktion von Spezialprofilen für die Baumaschinen- und Landwirtschaftsmaschinenindustrie ausgerichtet ist.
Mitarbeiter
Zum Stichtag 30. September 2014 waren weltweit 47.379 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent – Full Time Equivalent, "FTE") im voestalpine-Konzern beschäftigt. Dies bedeutet einen leichten Anstieg zum Vergleichsquartal des letzten Geschäftsjahres (47.126), und zwar um rund 0,5 % oder 253 Mitarbeiter (FTE).
4.605 Beschäftigte (FTE) waren in Leiharbeitsverhältnissen tätig, dies entspricht einem Anstieg um 100 Mitarbeiter (FTE) oder 2,3 % im Vergleich zum Ende des 2. Quartals des Geschäftsjahres 2013/14.
Zum Stichtag 30. September 2014 wurden im Konzern 1.646 Lehrlinge ausgebildet, um 31 Jugendliche bzw. 2 % mehr als im Vorjahr (1.615).
Forschung und Entwicklung
Der Bereich Forschung und Entwicklung ist entsprechend der dezentralen F&E-Strategie an verschiedensten Standorten des Konzerns angesiedelt. Trotz eines geografischen Schwerpunktes der Entwicklungszentren in Europa werden – um landesspezifische Kundenanforderungen entsprechend begleiten zu können – derzeit forciert Mitarbeiter vor allem im Bereich der Prozessentwicklung für den weltweiten Einsatz aufgebaut. So wird etwa mit dem Ausbau der nordamerikanischen Standorte derzeit das Verarbeitungs-Know-how im Interesse einer Weiterentwicklung vor Ort entsprechend den lokalen Anforderungen transferiert.
Ein zentrales aktuelles Schwerpunktvorhaben stellt das Konzernprojekt "KW50+" dar, bei dem divisionsübergreifend Know-how- und Prozessentwicklung zur Herstellung von Komponenten aus neuen Werkstoffen für CO2-arme Dampfkraftwerke erfolgt. Der hochwarmfeste Gusswerkstoff CB2 wurde zwischenzeitlich erfolgreich am Markt eingeführt, ebenso ist die entsprechende Schweißprozessqualifizierung bereits abgeschlossen. Auch die Pilotkomponentenfertigung aus Nickelbasislegierung sowie Verfahrensentwicklungen für artfremde Verbindungsschweißungen von Nickelbasislegierungen mit Stahl verliefen erfolgreich.
Die Special Steel Division mit ihren Forschungsstandorten in Österreich, Deutschland, Schweden und Brasilien fokussiert sich derzeit auf die Weiterentwicklung von Hochleistungs-Werkzeugstählen, Sonderwerkstoffen für die Öl- und Gasindustrie sowie für Energieerzeugung und Luftfahrtindustrie. Neben der reinen Werkstoffentwicklung beinhaltetet das derzeitige F&E-Portfolio auch die Entwicklung von neuartigen Verarbeitungstechnologien und Neuproduktentwicklungen für die Luftfahrtindustrie sowie innovative Hartstoffbeschichtungen für Werkzeuge einschließlich der entsprechenden Beschichtungsanlagen.
Im Bereich der Metal Engineering Division erfolgt derzeit die intensive europäische Erprobung der rissresistenten bainitischen Schienenstahlsorte DOBAIN® in verschiedenen Teststrecken. Aufgrund ihrer hervorragenden Kaltzähigkeit bietet sie auch ein Plus an Sicherheit im Einsatz bei tiefsten Temperaturen. Bereits sehr erfolgreich in der Markteinführung befindet sich eine neu entwickelte Schienenstahlsorte für den Straßenbahnbereich mit verbesserten Schweiß- und Verschleißeigenschaften.
Im neuen Rahmenprogramm der Europäischen Union zur Förderung von Forschung und Innovation, "HORIZON 2020", beteiligt sich die voestalpine an den Programmen SPIRE und S2R. SPIRE – Sustainable Process Industry through Ressource and Energy Efficiency – ist eine Initiative der energieintensiven Industrien mit dem Ziel der Entwicklung neuer, übergreifender energie- und ressourceneffizienter Prozesslösungen. S2R – Shift to Rail – hat die Zielsetzung, mehr Transportvolumen von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Die Metal Engineering Division nimmt daran im Rahmen des VVAC – Virtual Vehicle Austria Consortium – mit neuen und verbesserten Produkten teil.
Umwelt
Klima- und Energiepolitik 2030
Der Europäische Rat hat sich am 23. Oktober in Brüssel auf den klima- und energiepolitischen Rahmen für die Zeit bis zum Jahr 2030 geeinigt: Energieeinsparung (indikativ) um mindestens 27 % (statt ursprünglich geplant 30 %), Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien auf mindestens 27 % und Verringerung der CO2-Emissionen um mindestens 40 %, jeweils gegenüber 1990. Für die dem Emissionshandelssystem unterliegenden Branchen (d. h. auch der Stahlindustrie) wurde eine Reduktion ihrer Emissionen um 43 %, bezogen auf 2005, festgelegt.
Die Anzahl der dem Emissionshandel zur Versteigerung zur Verfügung stehenden Zertifikate wird reduziert, sie soll zunächst ab 2021 jährlich linear um 2,2 % (statt wie bisher vorgesehen um 1,74 %) gekürzt werden. Künftig wird es eine neue Reserve an Verschmutzungsrechten (2 % der Zertifikatsmenge) für "ärmere" EU-Länder geben, die besonders hohe Modernisierungskosten zu tragen haben. Diese Kosten sollen u. a. über die Versteigerung solcher "Reservezertifikate" bezahlt werden. Darüber hinaus wird der bestehende Fördertopf für Innovationen von 300 auf 400 Mio. Zertifikate erhöht – künftig sind auch Investitionen in "Low-Carbon-Measures" statt wie bisher nur in Forschung daraus förderbar.
Zum Schutz der energieintensiven Industrie im Emissionshandel wurden folgende Maßnahmen verankert: Die Gratiszuteilung von Zertifikaten bleibt bestehen, die Benchmarks für die kostenlose Zuteilung werden periodisch unter Berücksichtigung des "technologischen Fortschritts" in den einzelnen Sektoren überprüft. Unter Berücksichtigung sowohl der direkten als auch der indirekten Kosten sollen den jeweils effizientesten Anlagen eines Sektors keine "undue" Kosten entstehen, die zur Verlagerung von Industrien in andere Regionen ("Carbon Leakage") führen. Dies ist grundsätzlich positiv, fraglich ist jedoch, wie das Wort "undue", das mit "übermäßig, unangemessen, unzulässig" übersetzt werden kann, tatsächlich zu interpretieren ist. Die künftige Zuteilung von Gratiszertifikaten soll auch eine bessere Berücksichtigung der tatsächlichen Produktionsniveaus gewährleisten (derzeit basiert sie auf historischen Daten von 2005 bis 2008). Der Europäische Rat betont ausdrücklich, dass die bestehenden Maßnahmen zum Schutz vor Carbon Leakage ("Abwanderung" CO2-intensiver Branchen) auch nach 2020 erhalten bleiben, sofern es in anderen wichtigen globalen Wirtschaftsregionen keine vergleichbaren Anstrengungen zur CO2-Verringerung gibt, und bekennt sich dezidiert dazu, die davon betroffenen Industrien damit vor Verlust der Wettbewerbsfähigkeit zu schützen.
Die Ergebnisse des EU-Ratsgipfels zum Energiebereich stellen sich damit zusammenfassend wie folgt dar: Der Rat bekennt sich zur Sicherstellung "leistbarer" Energiepreise und zu einer besseren gesamteuropäischen Vernetzung von Energiepolitik und -infrastruktur. Das Energieeffizienzziel von mindestens 27 % wurde "nur" indikativ festgelegt, es soll 2020 einer Revision unterzogen werden, wobei das Ziel von 30 % als erstrebenswert beibehalten wird. Das bedeutet, dass das Ziel 2020 von 27 % auf 30 % erhöht werden könnte. Die Umsetzung liegt bei den Mitgliedsländern, die auch höhere Ziele festlegen können. Die Kommission soll darüber hinaus Sektoren festlegen, in denen spezifische Auflagen für mehr Energieeffizienz gelten. Dies bietet Potenzial für weitere Diskussionen und erfordert auf jeden Fall entsprechende Präzisierungen.
Mit den jüngsten Entscheidungen legte der Rat einen im Ansatz durchaus konstruktiven und realistischen Rahmen vor, der einerseits konkrete Ziele und andererseits Maßnahmen definiert, um mit diesen Zielen verbundene Risiken zu minimieren. Dies ist allerdings nur der Rahmen, nun geht es für Kommission und Mitgliedsstaaten darum, ihn im Detail auszugestalten und umzusetzen. Entscheidend wird dabei sein, jene bisher noch offenen Bestimmungen zu präzisieren, mit denen die Industrie vor weiteren einseitigen Belastungen im internationalen Wettbewerb geschützt werden soll.
Insbesondere muss es oberstes Ziel bleiben, einen abgestuften Zertifikatezuteilungsmechanismus (ausgehend von 100 % kostenloser Zuteilung für die 10 % der "umweltbesten" Anlagen) zu etablieren.
voestalpine Environmental Conference 2014
Information, Vernetzung und die Festlegung konkreter Schritte zu den aktuellsten Umweltthemen standen im Mittelpunkt der Umweltkonferenz, zu der sich die Umweltverantwortlichen der europäischen voestalpine-Gesellschaften im September in Linz trafen.
Die Herausforderungen an den Umweltbereich werden zusehends komplexer und reichen weit über Standortgrenzen hinaus. Dies wurde bei diesem Treffen einmal mehr deutlich. Erstmals unter Beteiligung aller umweltsensiblen europäischen Standorte (Österreich, Deutschland, Schweden, Frankreich und Ungarn) und unter Einbindung externer Experten standen die EU-Umwelt- und -Klimapolitik, die Lebenszyklusbetrachtung des Werkstoffes Stahl sowie die Intensivierung des Umweltnetzwerks und der -kommunikation im Mittelpunkt der Konferenz.
Life Cycle Assessment (Ökobilanz)
Life Cycle Assessment ist die umfassende Lebenszyklusbetrachtung eines Werkstoffes ausgehend von der Gewinnung der entsprechenden Rohstoffe, dem Transport- und Energieaufwand über die Nachhaltigkeitswirkungen der gesamten Produktions- und Wertschöpfungskette bis zum Recycling und der Wiederverwendung. Hier verfügt Stahl – der als Werkstoff ohne Qualitätsverlust wieder in den Produktionsprozess rückgeführt werden kann – über unbestreitbare Vorteile gegenüber allen Konkurrenzmaterialien.
Aktuelle Herausforderungen sind in diesem Zusammenhang vor allem die europäischen Entwicklungen zur Erstellung von Produktdeklarationen (EPDs) und die Erstellung ökologischer Fußabdrücke für Produkte und Prozesse. Um eine objektive internationale Vergleichbarkeit zu gewährleisten, bedarf es eines fachlich korrekten einheitlichen Ansatzes in Bezug auf Indikatoren, Messmethoden und Bewertung. Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, die bereits bestehenden, sehr unterschiedlichen Normen und Regelwerke sowohl in Europa als auch global zu vereinheitlichen sowie der erheblichen Komplexität von Lebenszyklen gerecht zu werden.
Das in der voestalpine installierte konzernale LCA-Team ist aktiv auch in den internationalen Arbeitsgruppen und Interessenvertretungen sowie den entsprechenden Forschungsprojekten vertreten, um die Entwicklungen zu dieser Thematik gezielt mitzugestalten.
Ausblick
Stellte sich noch anlässlich der Veröffentlichung des Aktionärsbriefes zum 1. Quartal 2014/15 im Sommer dieses Jahres die gesamtwirtschaftliche Situation so dar, dass eine stabile bis sogar eher positive Entwicklung für den restlichen Jahresverlauf wahrscheinlich schien, haben sich zwischenzeitlich die Vorzeichen – zumindest für Europa – eingetrübt. Die anhaltende politische und militärische Destabilisierung in Teilen des Nahen und Mittleren Ostens sowie der Russland-Ukraine-Konflikt mit seinen eskalierenden Sanktionsmechanismen wirken sich zunehmend belastend auf die europäische Wirtschaft aus. Zusätzlich hinterlassen mangelndes Vertrauen in die eigene Zukunft, bedingt durch wieder stärker werdende rezessive Tendenzen in einigen EU-Kernländern, sowie ein gewisses Führungsvakuum im Zuge des Wechsels der Europäischen Kommission ebenfalls Spuren in der konjunkturellen Entwicklung Europas. All dies trägt jedenfalls auch nicht zur Aufhellung des Sentiments in der Europäischen Union bei.
Unverändert stark stellt sich hingegen die wirtschaftliche Performance der USA dar und auch China gelingt es, seinen gut siebenprozentigen Wachstumskurs im Jahresverlauf stabil zu halten. In deutlichem Gegensatz dazu steht die anhaltend negative Entwicklung der Volkswirtschaften Brasiliens und Russlands.
Auch in Bezug auf die aktuellen Trends der für den voestalpine-Konzern wichtigsten Industriesektoren zeichnet sich eine stärker werdende Differenzierung ab: Während der Geschäftsverlauf der Automobilindustrie weltweit durch eine ungebrochene Nachfrage geprägt ist und Gleiches oder zumindest Ähnliches auch für die Bereiche Flugzeugbau und Eisenbahninfrastruktur gilt, setzt sich – jedenfalls in Europa – der bis zum Sommer zu beobachtende leichte Aufwärtstrend in der Bauindustrie, im Maschinenbau und in der Elektroindustrie in den letzten Monaten nicht weiter fort. Anhaltend schwach bleibt der Trend auch in der konventionellen Energieerzeugung, wogegen die Entwicklung im Öl- und Gasbereich trotz stark gesunkenen Ölpreises in der Exploration weltweit auf unverändert hohem Niveau verläuft und auch auf der Transportseite durch die Vergabe von größeren Pipelineprojekten in letzter Zeit ein gewisser Aufwärtstrend festzustellen ist. Auf insgesamt unspektakulär stabilem Niveau verläuft die Entwicklung von Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie, während der Landmaschinenbau deutlich schwächer tendiert.
Auch wenn die konjunkturellen Rahmenbedingungen in Europa im Jahresverlauf nicht den zu Beginn erhofften Aufschwung genommen haben, zeichnet sich auch für die 2. Hälfte des Geschäftsjahres 2014/15 in allen vier Divisionen des Konzerns eine weitestgehende Vollauslastung der Kapazitäten ab. Trotz eines in den meisten Geschäftsbereichen unverändert starken Preisdrucks sollte es vor diesem Hintergrund – unterstützt durch die Effizienzsteigerungs- und Kostenoptimierungsprogramme in allen Divisionen einerseits sowie die forcierte Erschließung der außereuropäischen Märkte andererseits – gelingen, die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr auch ohne Berücksichtigung außerordentlicher Erträge zumindest leicht zu verbessern.
Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bleibt damit weiterhin unverändert: Auch aus aktueller Sicht zeichnet sich für den voestalpine-Konzern 2014/15 ein etwas über dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres liegendes operatives Ergebnis (EBITDA) bzw. Betriebsergebnis (EBIT) ab.
Investor Relations
voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes
Kursverlauf der voestalpine-Aktie
Der Beginn des Geschäftsjahres war geprägt durch optimistische Konjunkturerwartungen, die in einer erfreulichen Bedarfsentwicklung zunächst auch ihre Bestätigung fanden und den Kurs der voestalpine-Aktie unterstützten. Nicht zuletzt die eskalierenden politischen Spannungen zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine bzw. die daraus resultierenden Sanktionen der Europäischen Union wirkten aber in der Folge zunehmend als Konjunkturbremse. Wachsende Konjunkturängste schürten über den Sommer die Befürchtung, dass der im Jahresverlauf erhoffte Konjunkturaufschwung auch 2014 ausbleiben könnte, nachdem sich ähnliche Erwartungen bereits in den Jahren 2012 und 2013
letztlich nicht erfüllt haben. Der Kursverlauf der voestalpine-Aktie spiegelt diese makroökonomischen Gegebenheiten mit einem Anstieg auf beinahe 36 EUR Mitte Juni 2014 und einem darauffolgenden Rückgang auf etwa 30 EUR Ende September 2014 wider. Mit einem Minus von 1,9 % zum 30. September entwickelte sich der Kurs der voestalpine-Aktie zwar deutlich besser als der österreichische Aktienindex ATX (Rückgang von 12,7 %), lag aber doch etwas hinter den weiteren Vergleichsindizes Stoxx Index (Europe) und DJ Industrial Index zurück, die im gleichen Zeitraum rund 3 % bzw. 4 % zulegen konnten. Mit Ende des 1. Halbjahres 2014/15 wies die voestalpine-Aktie einen Wert von 31,30 EUR auf, nachdem sie zu Geschäftsjahresbeginn mit 31,91 EUR knapp darüber notierte.
Anleihen
| Art der Anleihe | ISIN-Nummer | Volumen | Zinssatz | Kurs (30.09.2014) |
|---|---|---|---|---|
| Hybridanleihe 2007 | AT0000A069T7 | 500 Mio. EUR | 7,125 %1 | 100,5 |
| Unternehmensanleihe 2011–2018 | AT0000A0MS58 | 500 Mio. EUR | 4,75 % | 110,5 |
| Unternehmensanleihe 2012–2018 | XS0838764685 | 500 Mio. EUR | 4,0 % | 109,0 |
| Hybridanleihe 2013 | AT0000A0ZHF1 | 500 Mio. EUR | 7,125 %2 | 111,5 |
1 Zinssatz: 7,125 % p. a. für die ersten sieben Jahre vom Nennwert, danach 3-Monats-EURIBOR +5,05 % p. a.
2 Zinssatz: 7,125 % p. a. vom Emissionsdatum bis zum 31.10.2014 (exkl.); 6 % p. a. vom 31.10.2014 bis zum 31.10.2019 (exkl.);
5-Jahres-Swapsatz (vom 29.10.2019) +4,93 % p. a. vom 31.10.2019 bis zum 31.10.2024 (exkl.);
danach 3-Monats-EURIBOR +4,93 % p. a. + Step-up von 1 % p. a. ab 31.10.2024.
Aktuelle Veränderungen
Hybridanleihe 2007
Am 9. September 2014 hat der Vorstand der voestalpine AG beschlossen, die vom Unternehmen im Jahr 2007 begebene Hybridanleihe 2007 (ISIN AT0000A069T7) gemäß § 4 (2)(i) der Anleihebedingungen per 31. Oktober 2014 (1. Kündigungsmöglichkeit) vollständig zu kündigen. Das anfängliche Volumen der Hybridanleihe 2007 in Höhe von 1 Mrd. EUR hat sich aufgrund eines Umtausches dieser Anleihe in eine 2013 neu begebene Hybridanleihe (ISIN AT0000A0ZHF1) reduziert und beträgt aktuell 500 Mio. EUR.
Unternehmensanleihe 2014 bis 2021
Im Oktober 2014 wurde von der voestalpine AG eine Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio. EUR und einer Verzinsung von 2,25 % sehr erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Das Orderbuch hatte bei einer Größenordnung von 800 Mio. EUR und rund 160 verschiedenen Investoren eine ausgezeichnete Qualität. Die Valuta und Handelsaufnahme der Anleihe (ISIN AT0000A19S18) erfolgte am 14. Oktober 2014. Die Kursentwicklung am Sekundärmarkt lag in den ersten Tagen nach Handelsaufnahme deutlich über dem Ausgabekurs.
Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/Instituten erstellt:
- Alpha Value, Paris
- Baader Bank AG, München
- Banco Espirito Santo de Investimento, Lissabon
- Bank of America/Merrill Lynch, London
- Citigroup, London
- Commerzbank, Frankfurt
- Credit Suisse, London
- Deutsche Bank, London
- Erste Bank, Wien
- Exane BNP Paribas, Paris
- Goldman Sachs, London
- HSBC, London
- Jefferies, London
- JP Morgan, London
- Kepler Cheuvreux, Frankfurt
- Macquarie, London
- MainFirst, Frankfurt
- Morgan Stanley, London
- Raiffeisen Centrobank, Wien
- Société Générale, Paris
- Steubing, Frankfurt
- UBS, London
Informationen zur Aktie
| Aktiennominale | 313.309.235,65 EUR, zerlegt in 172.449.163 Stückaktien |
|---|---|
| Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 30. Juni 2014 | 28.597 Stück |
| Aktiengattung | Stammaktien lautend auf Inhaber |
| Wertpapierkennnummer | 93750 (Börse Wien) |
| ISIN | AT0000937503 |
| Reuters | VOES.VI |
| Bloomberg | VOE AV |
| Kurse (jeweils zum Tagesende) |
|---|
| ------------------------------- |
| Börsenhöchstkurs April 2014 bis September 2014 | 35,98 EUR |
|---|---|
| Börsentiefstkurs April 2014 bis September 2014 | 30,46 EUR |
| Kurs zum 30. September 2014 | 31,30 EUR |
| Ausgabekurs IPO Oktober 1995 | 5,18 EUR |
| All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) | 66,11 EUR |
| Börsenkapitalisierung zum 30. September 2014* | 5.396.763.715,80 EUR |
| * Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien. |
| Geschäftsjahr 2013/14 | |
|---|---|
| Gewinn/Aktie | 2,60 EUR |
| Dividende/Aktie | 0,95 EUR |
| Buchwert/Aktie | 30,14 EUR |
| Veröffentlichung 3. Quartal 2014/15 | 10. Februar 2015 |
|---|---|
| Geschäftsbericht 2014/15 | 3. Juni 2015 |
| Hauptversammlung | 1. Juli 2015 |
| Ex-Dividenden-Tag | 6. Juli 2015 |
| Dividenden-Zahltag | 13. Juli 2015 |
| Veröffentlichung 1. Quartal 2015/16 | 5. August 2015 |
| Veröffentlichung 2. Quartal 2015/16 | 11. November 2015 |
voestalpine AG Finanzdaten zum 30.09.2014
Nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Konzernbilanz
Aktiva
| 31.03.20141 | 30.09.2014 | |
|---|---|---|
| A. Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 4.741,9 | 4.866,3 |
| Firmenwert | 1.472,3 | 1.462,9 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 336,2 | 328,9 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 214,7 | 193,8 |
| Andere Finanzanlagen | 90,6 | 86,8 |
| Latente Steuern | 312,3 | 304,1 |
| 7.168,0 | 7.242,8 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 2.883,7 | 2.873,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 1.620,4 | 1.624,3 |
| Andere Finanzanlagen | 429,8 | 394,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 532,4 | 852,7 |
| 5.466,3 | 5.744,5 | |
| Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 0,0 | 38,1 |
| Summe Aktiva | 12.634,3 | 13.025,4 |
Passiva
| 31.03.20141 | 30.09.2014 | |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 313,3 | 313,3 |
| Kapitalrücklagen | 470,8 | 470,8 |
| Hybridkapital | 993,2 | 497,2 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 3.418,8 | 3.597,9 |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.196,1 | 4.879,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | 64,9 | 52,3 |
| 5.261,0 | 4.931,5 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen | 1.015,3 | 993,6 |
| Rückstellungen | 99,2 | 89,6 |
| Latente Steuern | 187,4 | 207,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.596,8 | 2.868,6 |
| 3.898,7 | 4.159,2 | |
| C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 497,9 | 451,5 |
| Steuerschulden | 58,3 | 55,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | 831,8 | 1.333,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 2.086,6 | 2.065,9 |
| 3.474,6 | 3.906,5 | |
| Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten | 0,0 | 28,2 |
| Summe Passiva | 12.634,3 | 13.025,4 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| 01.04.– 30.09.20131 | 01.04.– 30.09.2014 | |
|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | ||
| Ergebnis nach Steuern | 238,4 | 324,0 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 332,0 | 272,0 |
| Veränderung Working Capital | ||
| Veränderung Vorräte | –101,4 | –9,1 |
| Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten | 64,2 | –13,2 |
| Veränderung Rückstellungen | –62,4 | –40,3 |
| –99,6 | –62,6 | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 470,8 | 533,4 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
–428,7 | –473,1 |
| Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 22,0 | 27,6 |
| Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen | –1,5 | 0,0 |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen | 0,4 | 111,0 |
| Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen | 51,8 | 30,5 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –356,0 | –304,0 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividenden | –155,2 | –163,8 |
| Dividenden nicht beherrschende Gesellschafter | –7,9 | –14,2 |
| Verkauf von eigenen Aktien | 1,6 | 0,0 |
| Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern | –5,7 | –6,0 |
| Veränderung langfristige Finanzverbindlichkeiten | 162,4 | 269,7 |
| Veränderung kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | –614,2 | –2,2 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –619,0 | 83,5 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
–504,2 | 312,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang | 1.092,6 | 532,4 |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | –11,7 | 7,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenende | 576,7 | 852,7 |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten |
0,0 | 0,0 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 01.04.– 30.09.20131 |
01.04.– 30.09.2014 |
01.07.– 30.09.20131 |
01.07.– 30.09.2014 |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.643,4 | 5.561,1 | 2.748,1 | 2.734,4 |
| Umsatzkosten | –4.493,3 | –4.442,2 | –2.193,6 | –2.201,9 |
| Bruttoergebnis | 1.150,1 | 1.118,9 | 554,5 | 532,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 132,7 | 215,1 | 64,2 | 147,9 |
| Vertriebskosten | –477,5 | –487,2 | –235,2 | –243,1 |
| Verwaltungskosten | –295,8 | –297,5 | –145,8 | –139,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –137,8 | –133,8 | –72,6 | –82,1 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 24,6 | 29,2 | 9,6 | 10,4 |
| EBIT | 396,3 | 444,7 | 174,7 | 226,3 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Finanzerträge | 18,1 | 34,4 | 6,4 | 17,9 |
| Finanzaufwendungen | –102,3 | –87,4 | –44,0 | –45,4 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 312,1 | 391,7 | 137,1 | 198,8 |
| Ertragsteuern | –73,7 | –67,7 | –36,3 | –29,2 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 238,4 | 324,0 | 100,8 | 169,6 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 199,0 | 284,7 | 80,9 | 151,3 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 3,4 | 5,6 | 1,9 | 2,4 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 36,0 | 33,8 | 18,0 | 15,9 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) |
1,15 | 1,65 | 0,47 | 0,88 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| 01.04.– 30.09.20131 |
01.04.– 30.09.2014 |
01.07.– 30.09.20131 |
01.07.– 30.09.2014 |
|
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 238,4 | 324,0 | 100,8 | 169,6 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||||
| Hedge Accounting | –1,5 | 5,7 | –4,7 | 6,4 |
| Währungsumrechnung | –79,3 | 47,8 | –21,8 | 32,3 |
| Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen | 1,0 | 5,9 | 0,2 | 6,0 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–79,8 | 59,4 | –26,3 | 44,7 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –79,8 | 59,4 | –26,3 | 44,7 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 158,6 | 383,4 | 74,5 | 214,3 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 121,3 | 342,9 | 55,1 | 195,1 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 1,3 | 6,7 | 1,4 | 3,3 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 36,0 | 33,8 | 18,0 | 15,9 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 158,6 | 383,4 | 74,5 | 214,3 |
| 1H 2013/141 | 1H 2014/15 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | Nicht be herrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht be herrschende Anteile |
Gesamt | ||
| Eigenkapital zum 01.04. | 5.007,9 | 67,3 | 5.075,2 | 5.196,1 | 64,9 | 5.261,0 | |
| Gesamtergebnis in der Periode |
157,3 | 1,3 | 158,6 | 376,7 | 6,7 | 383,4 | |
| Dividendenausschüttung | –155,2 | –6,3 | –161,5 | –163,8 | –6,3 | –170,1 | |
| Hybridkapital | – | – | – | –500,0 | – | –500,0 | |
| Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien |
1,6 | – | 1,6 | – | – | – | |
| Dividendenausschüttung an Hybridkapitalbesitzer |
–17,8 | – | –17,8 | –30,5 | – | –30,5 | |
| Sonstige Veränderungen | –1,4 | 7,6 | 6,2 | 0,7 | –13,0 | –12,3 | |
| Eigenkapital zum 30.09. | 4.992,4 | 69,9 | 5.062,3 | 4.879,2 | 52,3 | 4.931,5 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
voestalpine AG Erläuternde Anhangangaben
Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2014 für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 der voestalpine AG wurde nach den Bestimmungen des IAS 34 – Interim Financial Reporting erstellt. Die für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2013/14 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit folgenden Ausnahmen unverändert fortgeführt:
Im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals angewandte Änderungen oder Neufassungen von Standards Standard Inhalt Inkrafttreten1
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
|---|---|---|
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | 1. Jänner 2014 |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 1. Jänner 2014 |
| IAS 27, neue Fassung | Einzelabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
| IAS 28, neue Fassung | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
1. Jänner 2014 |
| IAS 32, Änderung | Finanzinstrumente: Darstellung – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten |
1. Jänner 2014 |
| IAS 36, Änderung | Wertminderung von Vermögenswerten – Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte |
1. Jänner 2014 |
| IAS 39, Änderung | Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften |
1. Jänner 2014 |
| diverse Standards, Änderung |
Änderung IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen, und IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen – Übergangsleitlinien |
1. Jänner 2014 |
| diverse Standards, Änderung |
Änderung IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, und IAS 27, Einzelabschlüsse – Investmentgesellschaften |
1. Jänner 2014 |
1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
IFRS 10 definiert den Begriff der Beherrschung neu und umfassender. Damit soll eine einheitliche Grundlage für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises geschaffen werden. Dieser Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" zur Konzernrechnungslegung.
IFRS 11 regelt die Bilanzierung durch Unternehmen, die gemeinsam eine Vereinbarung kontrollieren, welche entweder als Gemeinschaftsunternehmen oder als gemeinsame Geschäftstätigkeit klassifiziert werden. Dieser Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und schafft die Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen ab, wodurch diese künftig nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. IAS 28 beinhaltet nun die Vorschriften zu assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen, die gemäß IFRS 11 nach der Equity-Methode bewertet werden. Mit dem Geschäftsjahr 2014/15 werden die Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften im EBIT des Konzern(zwischen)abschlusses ausgewiesen. Der geänderte Ausweis im EBIT trägt dem operativen Charakter der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen Rechnung. voestalpine Tubulars GmbH und voestalpine Tubulars GmbH & Co KG wurden bis zum 31. März 2014 quotenkonsolidiert und wurden mit dem Geschäftsjahr 2014/15 auf die Equity-Methode umgestellt. Für aktuell zehn assoziierte Unternehmen, die auch schon bisher nach der Equity-Methode einbezogen wurden, erfolgt ebenfalls der Ausweis im EBIT.
IFRS 12 enthält die Angabepflichten für Tochterunternehmen, gemeinsame Vereinbarungen, assoziierte Unternehmen und nicht konsolidierte strukturierte Einheiten, woraus sich zusätzliche Anhangangaben im Konzernjahresabschluss der voestalpine AG ergeben werden.
Im Juni 2012 wurden Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht, um den Regelungsgehalt bestimmter Übergangsleitlinien zu deren Erstanwendung klarzustellen.
Im Oktober 2012 wurden Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht, um eine Ausnahme qualifizierter Investmentgesellschaften vor der Vorschrift, Tochterunternehmen zu konsolidieren, zu schaffen.
Durch die Änderungen des IAS 32 werden Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten in der Bilanz klargestellt und infolgedessen neue Angabevorschriften in IFRS 7 aufgenommen.
Die Änderungen von IAS 36 stellen eine Korrektur von Angabevorschriften zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte dar, die im Zusammenhang mit IFRS 13 weiter als beabsichtigt geändert wurden.
Durch die Änderung des IAS 39 führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei aufgrund von gesetzlichen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung.
Aufgrund der Anwendung des IFRS 11 und aufgrund der Änderung der Ausweismethode der Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften (zuvor im Finanzergebnis ausgewiesen, ab 1. April 2014 im EBIT) wurden die Eröffnungsbilanz zum 1. April 2013, die Konzernbilanz zum 31. März 2014, die Gesamtergebnisrechnung für das 1. Halbjahr und das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 sowie die Kapitalflussrechnung des Konzerns für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 wie folgt in den betroffenen Posten rückwirkend angepasst:
Geänderte Darstellung in der Konzernbilanz
| 01.04.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Summe Aktiva | 13.079,3 | 13,0 | 13.092,3 |
| davon Sachanlagen | 4.580,6 | –26,8 | 4.553,8 |
| davon Andere immaterielle Vermögenswerte | 320,9 | –0,6 | 320,3 |
| davon Anteile an assoziierten Unternehmen | 156,4 | 77,6 | 234,0 |
| davon Andere Finanzanlagen langfristig | 109,2 | –0,5 | 108,7 |
| davon Latente Steuern | 343,6 | –1,4 | 342,2 |
| davon Vorräte | 2.876,9 | –37,4 | 2.839,5 |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
1.655,5 | 2,2 | 1.657,7 |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.092,7 | –0,1 | 1.092,6 |
| Summe Passiva | 13.079,3 | 13,0 | 13.092,3 |
| davon Pensionen und andere Arbeitnehmer- verpflichtungen |
1.004,6 | –12,9 | 991,7 |
| davon Finanzverbindlichkeiten langfristig | 2.558,8 | –0,2 | 2.558,6 |
| davon Rückstellungen kurzfristig | 612,2 | –6,5 | 605,7 |
| davon Finanzverbindlichkeiten kurzfristig | 1.324,6 | 47,1 | 1.371,8 |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
2.139,7 | –14,5 | 2.125,2 |
Mio. EUR
Geänderte Darstellung in der Konzernbilanz
| 31.03.2014 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Summe Aktiva | 12.637,5 | –3,2 | 12.634,3 |
| davon Sachanlagen | 4.772,0 | –30,1 | 4.741,9 |
| davon Andere immaterielle Vermögenswerte | 336,7 | –0,5 | 336,2 |
| davon Anteile an assoziierten Unternehmen | 133,4 | 81,3 | 214,7 |
| davon Andere Finanzanlagen langfristig | 91,0 | –0,4 | 90,6 |
| davon Latente Steuern | 313,5 | –1,2 | 312,3 |
| davon Vorräte | 2.937,2 | –53,5 | 2.883,7 |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
1.619,1 | 1,3 | 1.620,4 |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 532,5 | –0,1 | 532,4 |
| Summe Passiva | 12.637,5 | –3,2 | 12.634,3 |
| davon Pensionen und andere Arbeitnehmer verpflichtungen |
1.028,9 | –13,6 | 1.015,3 |
| davon Finanzverbindlichkeiten langfristig | 2.596,9 | –0,1 | 2.596,8 |
| davon Rückstellungen kurzfristig | 504,7 | –6,8 | 497,9 |
| davon Finanzverbindlichkeiten kurzfristig | 806,2 | 25,6 | 831,8 |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
2.094,9 | –8,3 | 2.086,6 |
Mio. EUR
Geänderte Darstellung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 01.04.– 30.09.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.723,6 | –80,2 | 5.643,4 |
| Umsatzkosten | –4.534,7 | 41,4 | –4.493,3 |
| Bruttoergebnis | 1.188,9 | –38,8 | 1.150,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 133,2 | –0,5 | 132,7 |
| Vertriebskosten | –488,3 | 10,8 | –477,5 |
| Verwaltungskosten | –297,3 | 1,5 | –295,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –136,0 | –1,8 | –137,8 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 0,0 | 24,6 | 24,6 |
| EBIT | 400,5 | –4,2 | 396,3 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 4,4 | –4,4 | 0,0 |
| Finanzerträge | 18,0 | 0,1 | 18,1 |
| Finanzaufwendungen | –102,5 | 0,2 | –102,3 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 320,4 | –8,3 | 312,1 |
| Ertragsteuern | –80,4 | 6,7 | –73,7 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 240,0 | –1,6 | 238,4 |
Mio. EUR
Geänderte Darstellung in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| 01.04.– 30.09.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 240,0 | –1,6 | 238,4 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
|||
| Hedge Accounting | –1,5 | 0,0 | –1,5 |
| Währungsumrechnung | –79,3 | 0,0 | –79,3 |
| Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen | –0,6 | 1,6 | 1,0 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–81,4 | 1,6 | –79,8 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –81,4 | 1,6 | –79,8 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 158,6 | 0,0 | 158,6 |
Geänderte Darstellung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 01.07.– 30.09.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.787,5 | –39,4 | 2.748,1 |
| Umsatzkosten | –2.216,9 | 23,3 | –2.193,6 |
| Bruttoergebnis | 570,6 | –16,1 | 554,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 64,1 | 0,1 | 64,2 |
| Vertriebskosten | –239,3 | 4,1 | –235,2 |
| Verwaltungskosten | –146,6 | 0,8 | –145,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –71,6 | –1,0 | –72,6 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 0,0 | 9,6 | 9,6 |
| EBIT | 177,2 | –2,5 | 174,7 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 1,0 | –1,0 | 0,0 |
| Finanzerträge | 6,3 | 0,1 | 6,4 |
| Finanzaufwendungen | –44,0 | 0,0 | –44,0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 140,5 | –3,4 | 137,1 |
| Ertragsteuern | –39,1 | 2,8 | –36,3 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 101,4 | –0,6 | 100,8 |
Mio. EUR
| 01.07.– 30.09.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 101,4 | –0,6 | 100,8 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
|||
| Hedge Accounting | –4,7 | 0,0 | –4,7 |
| Währungsumrechnung | –21,8 | 0,0 | –21,8 |
| Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen | –0,4 | 0,6 | 0,2 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–26,9 | 0,6 | –26,3 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –26,9 | 0,6 | –26,3 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 74,5 | 0,0 | 74,5 |
Geänderte Darstellung in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Mio. EUR
Geänderte Darstellung in der Konzern-Kapitalflussrechnung
| 01.04. – 30.09.2013 | Werte wie ursprünglich berichtet |
Anpassung | Werte rückwirkend angepasst |
|---|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | |||
| Ergebnis nach Steuern | 240,0 | –1,6 | 238,4 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 310,4 | 21,6 | 332,0 |
| Veränderung Working Capital | –111,8 | 12,2 | –99,6 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 438,6 | 32,2 | 470,8 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –352,2 | –3,8 | –356,0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –590,6 | –28,4 | –619,0 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
–504,2 | 0,0 | –504,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang |
1.092,7 | –0,1 | 1.092,6 |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | –11,7 | 0,0 | –11,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenende |
576,8 | –0,1 | 576,7 |
| Mio. EUR |
Die Anwendung der neuen Standards – mit Ausnahme der beschriebenen Änderungen durch IFRS 11 – hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.
Die beiden Gesellschaften voestalpine Polynorm Van Niftrik B.V. und voestalpine Polynorm Plastics B.V. (zusammen voestalpine Plastics Solutions) werden im Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2014 unter Anwendung von IFRS 5 als "Disposal Group" erfasst (siehe Erläuterungen zur Bilanz). Innerkonzernale Finanzierungsbeziehungen werden weiterhin eliminiert.
Für Fragen zu den übrigen verwendeten Aufstellungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. März 2014 verwiesen, welcher die Basis für diesen Zwischenabschluss darstellt.
Der Konzernzwischenabschluss ist in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Die vergleichenden Angaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 (Stichtag: 30. September 2013).
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.
Konsolidierungskreis/Unternehmenserwerbe
Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
| Voll konsolidierung |
Quoten konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2014 wie ursprünglich berichtet | 295 | 2 | 11 |
| Anpassung gemäß IFRS 11 | –2 | 2 | |
| Stand am 01.04.2014 rückwirkend angepasst | 295 | 0 | 13 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | |||
| Änderung der Konsolidierungsmethode | |||
| Zugänge | 5 | ||
| Abgänge | –1 | ||
| Umgründungen | –5 | ||
| Abgänge oder Veräußerung | –17 | –1 | |
| Stand am 30.09.2014 | 277 | 0 | 12 |
| davon ausländische Gesellschaften | 217 | 0 | 5 |
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:
Name der Gesellschaft
Im Geschäftsjahr 2013/14 Vollkonsolidierung
| Eschmann-Stahl Portugal-Acos Finos e Transformacao de Ferramentas, Unipessoal Lda. – em Liquidacao |
|---|
| voestalpine Treasury Holding GmbH |
| ASSAB Technology (Malaysia) Sdn Bhd |
| Flamco GmbH |
| Flamco s.a.r.l. |
| Flamco Flexcon B.V. |
| Flamco Flexcon Ltd. |
| Flamco STAG Behälterbau GmbH |
| Flamco Heating Accessories (Changshu) Co., Ltd. |
| Flamco AG |
| Flamco STAG GmbH |
| Flamco B.V. |
| Flamco Ltd. |
| Flamco Holding B.V. |
| Flamco Kft. |
| Flamco IMZ B.V. |
| Flamco Sp. z o.o. |
| W E M E F A Horst Christopeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| Umgründungen |
VA OMV Personalholding GmbH
Advanced Railway Systems GmbH
E B C Eifeler Beschichtungs - Center GmbH
Eifeler Nord Coating GmbH Entwicklungscenter für Dünnschichttechnologien
Eifeler Süd-Coating GmbH
Im Geschäftsjahr 2013/14 Quotenkonsolidierung1
voestalpine Tubulars GmbH
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG
Im Geschäftsjahr 2013/14 Equity-Methode
Herzog Coilex GmbH
1 Aufgrund der Anwendung von IFRS 11 bereits rückwirkend angepasst.
Der voestalpine-Konzern hat am 4. Juli 2014 mit dem holländischen Industrieunternehmen Aalberts Industries N.V. den Verkauf sämtlicher Anteile an der Flamco-Gruppe (Teil des Geschäftssegments Metal Forming Division) mit Hauptsitz in Bunschoten (Niederlande) vereinbart. Die Flamco-Gruppe wird im voestalpine-Konzernabschluss als selbstständige Einheit Heating & Installation Components erfasst und wird im 2. Quartal 2014/15 endkonsolidiert. Der endgültige Abschluss des Verkaufsprozesses erfolgte mit 13. August 2014. Ausschlaggebend für die Veräußerung war die zusehends stärker werdende Abweichung vom strategischen Kerngeschäft der voestalpine (fehlende Synergien innerhalb der Metal Forming Division sowie wesentliche Unterschiede im Kundenportfolio im Vergleich zu anderen Unternehmen der Division). Die Flamco-Gruppe gehörte seit über zehn Jahren zum voestalpine-Konzern und entwickelt, produziert und vertreibt weltweit hochwertige Komponenten für Heizungs- und Trinkwassersysteme. Flamco verfügt über Pro duktionsstandorte in den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien und China. Das Unternehmen erzielte zuletzt mit seinen weltweit knapp 700 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 125 Mio. EUR.
Der Unternehmensverkauf hat folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
| Angesetzte Werte | |
|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 33,2 |
| Kurzfristiges Vermögen | 51,7 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –5,6 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –21,9 |
| Nettovermögen | 57,4 |
| Verkaufspreis | 115,4 |
| Abgehende Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –4,5 |
| Nettozahlungsmittelzufluss | 110,9 |
Mio. EUR
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 werden folgende Gesellschaften im Konzernzwischenabschluss erstmalig einbezogen:
| Name der Gesellschaft | Anteil in % |
|---|---|
| Vollkonsolidierung | |
| voestalpine Böhler Welding UTP Maintenance GmbH | 100,000 % |
| voestalpine Böhler Welding Trading Asia Pacific Singapore | 100,000 % |
| voestalpine Automotive Bodyparts Shenyang Co., Ltd. | 100,000 % |
| voestalpine Rail Center Königsborn GmbH | 100,000 % |
| voestalpine Wire Austria GmbH | 100,000 % |
| Equity-Methode1 | |
| voestalpine Tubulars GmbH | 50,000 % |
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG | 49,985 % |
1 Aufgrund der Anwendung von IFRS 11 bereits rückwirkend angepasst.
Bei den Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um vier neu gegründete Gesellschaften und eine Abspaltung. voestalpine Tubulars GmbH und voestalpine Tubulars GmbH & Co KG wurden bis zum 31. März 2014 quotenkonsolidiert und wurden mit dem Geschäftsjahr 2014/15 auf die Equity-Methode umgestellt.
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 haben keine Unternehmenserwerbe stattgefunden.
Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 6,0 Mio. EUR (2013/14: 6,2 Mio. EUR) bezahlt oder vorgesorgt. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 5,1 Mio. EUR (2013/14: 4,1 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 0,9 Mio. EUR (2013/14: 2,1 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.
Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Gewinnrücklagen dotiert ("double credit approach").
Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 30. September 2014 0,6 Mio. EUR (31. März 2014: 5,7 Mio. EUR).
Erläuterung der Bilanz
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 haben die Investitionen in Höhe von 427,1 Mio. EUR die Abschreibungen in Höhe von 312,2 Mio. EUR überstiegen. Dies führte im Wesentlichen – trotz des Abgangs von Vermögenswerten – zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte von 7.168,0 Mio. EUR auf 7.242,8 Mio. EUR. Der Vorrätebestand blieb gegenüber dem 31. März 2014 nahezu unverändert. Die liquiden Mittel sind – u. a. aufgrund der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten – um 320,3 Mio. EUR auf 852,7 Mio. EUR gestiegen.
voestalpine Polynorm Van Niftrik B.V. und voestalpine Polynorm Plastics B.V. (zusammen voestalpine Plastics Solutions) werden im Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2014 unter Anwendung von IFRS 5 als "Disposal Group" ausgewiesen. Diese beiden Gesellschaften sind Teil des Geschäftssegments Metal Forming Division. Der voestalpine-Konzern hat am 30. September 2014 mit der österreichischen POLYTEC-Gruppe eine Vereinbarung zur Übernahme sämtlicher Anteile dieser beiden Gesellschaften – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung und des Advice des Work Councils – unterzeichnet. Hintergrund für den Verkauf war die zusehends größer werdende strategische Abweichung vom voestalpine-Kerngeschäft. Der Abschluss des Verkaufsprozesses wird mit Anfang November 2014 angestrebt. An den zwei niederländischen Standorten Putte und Roosendaal erwirtschaftete der Geschäftsbereich Plastics Solutions im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 120 Mio. EUR und beschäftigte knapp 700 Mitarbeiter. Zu den Produkten gehören u. a. Unterbodenverkleidungs-, Akustik- und Exterieur-Bauteile für Nutzfahrzeuge sowie Non-Automotive-Produkte. Hauptkunden sind vor allem europäische OEMs (Original Equipment Manufacturers). Zukünftig werden diese Anwendungsbereiche, auch in Hinblick auf Hybridbauteile, über strategische Partnerschaften mit globalen Herstellern abgedeckt.
Das Grundkapital der voestalpine AG betrug zum 30. September 2014 313.309.235,65 EUR (31. März 2014: 313.309.235,65 EUR) und ist in 172.449.163 Aktien zerlegt (31. März 2014: 172.449.163). Zum Stichtag hielt die Gesellschaft 28.597 Stück eigene Aktien. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 wurden keine eigenen Aktien ge- oder verkauft.
Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe im Umfang von 1 Mrd. EUR mit einem Kupon von 7,125 % begeben, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Die Erlöse aus der Begebung der Hybridanleihen werden als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt. Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 hat die voestalpine AG infolge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR begeben. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 beträgt durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Die Nominale der Hybridanleihe 2007 und der Hybridanleihe 2013 beträgt insgesamt wieder 1 Mrd. EUR. Der Vorstand der voestalpine AG hat am 9. September 2014 beschlossen, die von der voestalpine AG im Jahr 2007 begebene Hybridanleihe mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit dieser Anleihe, also zum 31.Oktober 2014 (Rückzahlungstag), vollständig zu kündigen. Dementsprechend wird die Hybridanleihe 2007 im vorliegenden Konzernzwischenabschluss als Teil des Fremdkapitals ausgewiesen. Die Zinszahlungen für die Hybridanleihe 2007 ab 10. September 2014 werden in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Hybridanleihe 2013 bleibt von dieser Kündigung der Hybridanleihe 2007 unberührt.
Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 324,0 Mio. EUR hat zu einer Erhöhung des Eigenkapitals beigetragen. In der Hauptversammlung am 2. Juli 2014 wurde für das Geschäftsjahr 2013/14 eine Dividende in Höhe von 0,95 EUR je Aktie beschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr wurde daher von der voestalpine AG eine Dividende in Höhe von 163,8 Mio. EUR an Anteilseigner ausgeschüttet. Zinsen (bis 9. September 2014) für das Hybridkapital 2007 in Höhe von 30,5 Mio. EUR (ausbezahlt am 31. Oktober 2014) wurden ebenfalls als Dividende vom Eigenkapital in Abzug gebracht. Die beschriebene Kündigung der Hybridanleihe 2007 (500 Mio. EUR) – und der damit einhergehende Ausweis als Teil des Fremdkapitals – vermindert das Eigenkapital entsprechend.
Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung
Der Umsatz vom 1. April bis 30. September 2014 in Höhe von 5.561,1 Mio. EUR ist im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres (5.643,4 Mio. EUR) um 1,5 % gesunken. Das EBIT belief sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 auf 444,7 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 396,3 Mio. EUR. Bezogen auf das 2. Quartal wurde ein EBIT in Höhe von 226,3 Mio. EUR erzielt, verglichen mit 174,7 Mio. EUR im selben Zeitraum des Vorjahres.
Im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 wurden der Endkonsolidierungserfolg der Flamco-Gruppe in Höhe von 58,0 Mio. EUR, eine Abwertung auf den Nettozeitwert der unter IFRS 5 erfassten Vermögensgegenstände sowie Vorsorgen in Höhe von insgesamt 18,0 Mio. EUR sowie eine Wertminderung auf einzelne Vermögenswerte außerhalb der Europäischen Union in Höhe von 7,3 Mio. EUR ergebniswirksam erfasst. Weiters ergibt sich durch Plankürzungen und -abgeltungen von holländischen leistungsorientierten Pensionsplänen ein Einmalertrag in Höhe von 14,4 Mio. EUR. Sämtliche beschriebenen Sondereffekte betreffen das Geschäftssegment Metal Forming Division.
Nach Berücksichtigung des Finanzerfolges sowie Steuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 324,0 Mio. EUR gegenüber 238,4 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:
| 01.04.– 30.09.2013 | 01.04.– 30.09.2014 | |
|---|---|---|
| Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR) |
199,0 | 284,7 |
| Durchschnittlich gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (Mio.) |
172,4 | 172,4 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 1,15 | 1,65 |
Geschäftssegmente
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Geschäftssegmenten des voestalpine-Konzerns für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 bzw. 2013/14:
1. Halbjahr 2014/15
| Steel Division 01.04.–30.09.2014 |
Special Steel Division 01.04.–30.09.2014 |
||
|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 1.903,5 | 1.350,4 | |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 1.754,2 | 1.323,1 | |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 149,3 | 27,3 | |
| EBITDA | 211,0 | 183,4 | |
| EBIT | 95,1 | 114,3 | |
| EBIT-Marge | 5,0 % | 8,5 % | |
| Segmentvermögen | 3.976,8 | 3.898,1 | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.216 | 13.086 | |
1. Halbjahr 2013/14
| Steel Division 01.04.–30.09.2013 |
Special Steel Division 01.04.–30.09.2013 |
|
|---|---|---|
| 1.928,3 | 1.325,9 | |
| 1.790,2 | 1.301,9 | |
| 138,1 | 24,0 | |
| 200,6 | 176,3 | |
| 87,5 | 109,8 | |
| 4,5 % | 8,3 % | |
| 3.723,9 | 3.864,6 | |
| 11.026 | 12.898 | |
| Summe Konzern 01.04.–30.09.2014 |
Überleitung 01.04.–30.09.2014 |
Sonstige 01.04.–30.09.2014 |
Metal Forming Division 01.04.–30.09.2014 |
Metal Engineering Division 01.04.–30.09.2014 |
|---|---|---|---|---|
| 5.561,1 | –796,3 | 592,9 | 1.180,8 | 1.329,8 |
| 5.561,1 | 0,0 | 3,0 | 1.164,5 | 1.316,3 |
| 0,0 | –796,3 | 589,9 | 16,3 | 13,5 |
| 756,9 | 1,8 | –41,8 | 198,8 | 203,7 |
| 444,7 | 1,8 | –45,6 | 130,1 | 149,0 |
| 8,0 % | 11,0 % | 11,2 % | ||
| 13.025,4 | –9.698,0 | 10.336,0 | 1.986,1 | 2.526,4 |
| 47.379 | 0 | 805 | 10.921 | 11.351 |
Mio. EUR
| Summe Konzern | Überleitung | Sonstige | Metal Forming Division |
Metal Engineering Division |
|---|---|---|---|---|
| 01.04.–30.09.2013 | 01.04.–30.09.2013 | 01.04.–30.09.2013 | 01.04.–30.09.2013 | 01.04.–30.09.2013 |
| 5.643,4 | –931,4 | 742,9 | 1.165,7 | 1.412,0 |
| 5.643,4 | 0,0 | 4,2 | 1.150,7 | 1.396,4 |
| 0,0 | –931,4 | 738,7 | 15,0 | 15,6 |
| 680,4 | –5,0 | –39,0 | 129,8 | 217,7 |
| 396,3 | –5,0 | –42,7 | 85,1 | 161,6 |
| 7,0 % | 7,3 % | 11,4 % | ||
| 12.532,7 | –9.003,0 | 9.498,9 | 1.953,1 | 2.495,2 |
| 47.126 | 0 | 801 | 11.185 | 11.216 |
Mio. EUR
In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:
EBITDA
| 01.04.– 30.09.2014 | ||
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | –5,6 | 1,8 |
| Konsolidierung | 0,6 | 0,0 |
| Sonstiges | 0,0 | 0,0 |
| EBITDA – Summe Überleitung | –5,0 | 1,8 |
Mio. EUR
EBIT
| 01.04.– 30.09.2013 | 01.04.– 30.09.2014 | |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | –5,6 | 1,8 |
| Konsolidierung | 0,6 | 0,0 |
| Sonstiges | 0,0 | 0,0 |
| EBIT – Summe Überleitung | –5,0 | 1,8 |
Mio. EUR
Alle übrigen Kennzahlen enthalten nur Konsolidierungseffekte.
Erläuterung der Kapitalflussrechnung
Der Cashflow aus dem Ergebnis in Höhe von 596,0 Mio. EUR erhöhte sich im Vergleich zum 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 (570,4 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Working Capital-Veränderung ergibt sich ein Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von 533,4 Mio. EUR – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (470,8 Mio. EUR) bedeutet dies eine Verbesserung von rund 13 %. Nach Abzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 304,0 Mio. EUR sowie unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 83,5 Mio. EUR (im Wesentlichen Fremdkapitalaufnahmen und Dividende) ergibt sich eine Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vor Währungsdifferenzen) von 312,9 Mio. EUR.
Erläuterung zu Finanzinstrumenten
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten je Klasse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber:
| 30.09.2013 | 30.09.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte | Zeitwerte | Buchwerte | Zeitwerte | ||
| Aktiva | |||||
| Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
2.212,8 | 2.212,8 | 2.452,7 | 2.452,7 | |
| Finanzinstrumente, die zum Zeitwert bewertet werden | 500,1 | 500,1 | 505,5 | 505,5 | |
| 2.712,9 | 2.712,9 | 2.958,2 | 2.958,2 | ||
| Passiva | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
5.573,8 | 5.597,1 | 6.246,3 | 6.331,0 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Zeitwerten | 18,6 | 18,6 | 27,7 | 27,7 | |
| 5.592,4 | 5.615,7 | 6.274,0 | 6.358,7 | ||
| Mio. EUR |
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert angegeben wird, fallen in Stufe 2. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market"- Methode, wobei die Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte am Markt beobachtbare Währungskurse, Zinssätze und Creditspreads sind. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, welche die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet. Die drei Stufen sind wie folgt definiert:
Eingangsparameter
| Stufe 1 | umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann. |
|---|---|
| Stufe 2 | umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. |
| Stufe 3 | umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld. |
| Hierarchiestufen für regelmäßige Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert | |
|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2013 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 8,7 | 8,7 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 429,3 | 429,3 | ||
| Übrige | 62,1 | 62,1 | ||
| 429,3 | 8,7 | 62,1 | 500,1 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate) |
18,6 | 18,6 | ||
| 0,0 | 18,6 | 0,0 | 18,6 | |
| 30.09.2014 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 44,0 | 44,0 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 398,9 | 398,9 | ||
| Übrige | 62,6 | 62,6 | ||
| 398,9 | 44,0 | 62,6 | 505,5 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate) |
27,7 | 27,7 | ||
| 0,0 | 27,7 | 0,0 | 27,7 | |
Mio. EUR
Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der "Mark to Market"- Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgröße für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungsund Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen Stufe 1 und Stufe 2 sowie keine Umgruppierungen in oder aus Stufe 3 vorgenommen. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:
| Stufe 3 – Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||
|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2013 |
01.04.– 30.09.2014 |
|
|---|---|---|
| Anfangsbestand | 63,4 | 59,0 |
| Summe der in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzten Gewinne/Verluste: | ||
| Finanzaufwendungen/-erträge | 0,0 | 0,5 |
| Summe der unter dem sonstigen Ergebnis angesetzten Gewinne/Verluste: | ||
| Währungsumrechnung | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 0,3 | 0,2 |
| Umbuchungen | 0,0 | 2,9 |
| Abgänge | –1,6 | 0,0 |
| Endbestand | 62,1 | 62,6 |
Mio. EUR
In Stufe 3 sind sonstige Beteiligungen enthalten, die gemäß IAS 39 zum Fair Value zu bewerten sind. Da der Fair Value nicht bei allen sonstigen Beteiligungen verlässlich bestimmbar ist, werden als Näherungswert die Anschaffungskosten fortgeführt. Die Anschaffungskosten (sowohl in der laufenden Berichtsperiode als auch im Vorjahr) entsprechen entweder dem Fair Value oder die
Abweichungen sind unwesentlich. Die für Vergleichszwecke angestellte dahinterliegende Fair Value-Berechnung basiert auf marktwertorientierten bzw. kapitalwertorientierten Bewertungsverfahren. Als Inputfaktoren dienen Buchwert-Multiples vergleichbarer börsennotierter Unternehmen und – sofern verfügbar – Planungsrechnungen.
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.
Saison- und Konjunktureinflüsse
Wir verweisen auf die entsprechenden Erläuterungen im Zwischenlagebericht.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit bestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen mit assoziierten Gesellschaften des Konzerns. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.
Es gab keine Veränderungen bei Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die im letzten Jahresfinanzbericht dargelegt wurden und die die Finanzlage oder das Geschäftsergebnis des Unternehmens während der ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahres wesentlich beeinflusst haben.
Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2013/14 ausgewiesene Rückstellung in Höhe von insgesamt 76,4 Mio. EUR hat sich zum 30. September 2014 durch den Verbrauch dieser Rückstellungen auf 62,4 Mio. EUR reduziert.
Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß IAS 37.92 detaillierte Angaben zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
Ereignisse nach der Berichtsperiode
Die voestalpine AG hat zur teilweisen Refinanzierung der Hybridanleihe 2007, welche durch die Gesellschaft am 9. September 2014 mit Wirkung zum 31. Oktober 2014 gekündigt wurde, sowie für allgemeine Finanzierungszwecke eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 400 Mio. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Das Orderbuch hatte bei einer Größenordnung von über 800 Mio. EUR und rund 160 verschiedenen Investoren eine ausgezeichnete Qualität. Der Kupon der siebenjährigen Anleihe beträgt 2,25 %.
Für die Hybridanleihe 2007 und die Hybridanleihe 2013 wurden am 31. Oktober 2014 insgesamt 71,3 Mio. EUR als Zinsen ausbezahlt. Die Hybridanleihe 2007 wurde am 31. Oktober 2014 vollständig getilgt.
Erklärung gemäß § 87 (1) BörseG
Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Linz, 3. November 2014
Der Vorstand
Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes
Robert Ottel Mitglied des Vorstandes
Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter Mitglied des Vorstandes
Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes
Peter Schwab Mitglied des Vorstandes
Impressum
Eigentümer und Medieninhaber: voestalpine AG, voestalpine-Straße 1, 4020 Linz Herausgeber und Redaktion: voestalpine AG, Corporate Communications T. +43/503 04/15-2090, F. +43/503 04/55-8981, [email protected], www.voestalpine.com Gestaltung, Realisierung: gugler* brand, St. Pölten
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