AI assistant
voestalpine AG — Earnings Release 2013
Aug 7, 2013
767_rns_2013-08-07_8491bad7-44b9-4a23-9688-3e290b78e09c.pdf
Earnings Release
Open in viewerOpens in your device viewer
Aktionärsbrief 1. Quartal 2013/14
voestalpine-Konzern in Zahlen
| Mio. EUR | 1 Q 2012/131 | 1 Q 2013/14 | |
|---|---|---|---|
| 01.04.– | 01.04.– | Veränderung | |
| 30.06.2012 | 30.06.2013 | in % | |
| Umsatzerlöse | 3.050,6 | 2.936,1 | –3,8 |
| EBITDA | 372,4 | 366,3 | –1,6 |
| EBITDA-Marge | 12,2 % | 12,5 % | |
| EBIT | 228,0 | 223,3 | –2,1 |
| EBIT-Marge | 7,5 % | 7,6 % | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 185,1 | 179,9 | –2,8 |
| Ergebnis nach Steuern2 | 144,9 | 138,6 | –4,3 |
| Gewinn je Aktie (EUR) | 0,74 | 0,69 | –6,8 |
| Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen | 134,6 | 175,8 | 30,6 |
| Abschreibungen | 144,3 | 143,0 | –0,9 |
| Capital Employed | 8.098,0 | 8.196,4 | 1,2 |
| Eigenkapital | 4.980,8 | 5.159,9 | 3,6 |
| Nettofinanzverschuldung | 2.484,2 | 2.272,4 | –8,5 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) | 49,9 % | 44,0 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 46.075 | 47.154 | 2,3 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist Sommer in Europa, ein heißer Sommer – allerdings nur klimatisch. Wären da nicht das italienische Drama – ob letztlich Komödie oder Tragödie, ist noch offen – und der jüngste englische Thronfolger, könnte man sogar so etwas wie kollektiven Sommerschlaf konstatieren, und das trotz Wahlkampfes in Deutschland.
Absoluter Hotspot Europas im wahrsten Sinne des Wortes dürfte allerdings Brüssel sein. Sie erinnern sich, im Herbst vergangenen Jahres kam von dort die Ansage, dass die EU beabsichtigt, den Anteil der industriellen Wertschöpfung am europäischen Bruttoinlandsprodukt von derzeit rund 16 % auf 20 % im Jahr 2020 zu erhöhen. Das entsprechende Papier vom 10. Oktober 2012 erweckte allein schon aufgrund des Titels "Industrial revolution brings industry back to Europe" die Hoffnung, dass die EU tatsächlich den Ernst der Lage erkannt hat und sich erstmals wirklich zu einer fundierten und offensiven Industriepolitik bekennt. Abgesehen vom Hinweis auf sechs ins Auge gefasste Schwerpunktbereiche findet sich darin allerdings anstelle handfester, konkreter Maßnahmen eine Vielzahl von Absichtserklärungen und "shoulds". Zum alles entscheidenden Punkt, nämlich der Wiederherstellung der globalen Konkurrenzfähigkeit auf der Kostenseite als grundlegender Erfolgsvoraussetzung des gesamten Vorhabens, gibt es folgende – ernüchternde – Feststellung: "Da sich die Kostenstruktur in der Industrie ändert, wird die Kostenwettbewerbsfähigkeit weiterhin der Schlüsselfaktor für Industriestandorte sein, was von der Politik nicht ignoriert werden kann." Das bedeutet letztlich nichts anderes, als dass sich die Kommission nicht für zuständig erachtet, aktiv an der Schaffung von Rahmenbedingungen mitzuwirken, die der Industrie am Standort Europa eine erfolgreiche Positionierung im weltweit immer härter werdenden Wettbewerb ermöglichen.
So sieht auch das faktische Verhalten Brüssels seit dem vergangenen Oktober aus: Anstelle einer Abkehr von teilweise technisch völlig unrealistischen Klimazielen kommt es zu einer Verschärfung durch eine künstliche Einschränkung der Freizertifikate für die energieintensive Industrie ("backloading"), ebenfalls verschärft werden die Emissionsbestimmungen im Straßenverkehr. Gleichzeitig gibt es keine erkennbaren Initiativen auf europäischer Ebene, das für viele Industrieunternehmen drängendste Problem, die zunehmend prohibitiv werdenden Energiekosten, in den Griff zu bekommen. Das ist die Realität europäischer Industriepolitik, alles andere ist geduldiges Papier oder – weniger vornehm ausgedrückt – offensichtlich heiße Luft in einem heißen Sommer. Es wird daher auch niemanden wirklich überraschen, wenn das für 2020 angestrebte 20 %-GDP-Ziel der Industrie das gleiche Schicksal ereilt wie anno dazumal das "Lissabon-Ziel". Nur zur Erinnerung: Gemäß der am Frühjahrsgipfel 2000 des Rates in Lissabon festgelegten Strategie wollte Europa 2010 der "wettbewerbsfähigste und dynamischste wissensbasierte Wirtschaftsraum der Welt" sein – viele Menschen erinnern sich nicht einmal mehr daran, dass es jemals ein solches Ziel gegeben hat.
Was bleibt als abschließende Feststellung? Europa braucht wieder Aufbruchsstimmung statt Verwaltung, Leadership anstelle von Provinzialismus und wirtschaftlichen Realismus statt esoterischer Träumereien. Bis dahin haben wir gar keine andere Wahl, als die Zukunft des voestalpine-Konzerns in immer stärkerem Ausmaß außerhalb Europas zu suchen – nicht zuletzt, um damit auch die Wettbewerbsposition unserer europäischen Unternehmensstandorte trotz aller politischen Unwägbarkeiten und Hürden weiter zu verbessern.
Linz, 7. August 2013
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Highlights
- Im Jahresvergleich unverändert deutlich schwächere Konjunkturentwicklung in allen Wirtschaftsräumen und Branchen weltweit.
- Allerdings vorsichtige Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung in den nächsten Monaten.
- voestalpine bei insgesamt wenig verändertem Preisniveau mit stabil hoher Auslastung in allen Divisionen und an allen wesentlichen Produktionsstandorten.
- HBI-(Eisenschwamm-)Projekt in Texas planmäßig in Umsetzung.
- Umsatz- und Ergebnisniveau gegenüber Vorquartal nahezu unverändert, Margen leicht verbessert.
- Umsatz im 12-Monats-Vergleich aufgrund geringerer Rohstoffkosten mit 2.936,1 Mio. EUR im 1. Quartal 2013/14 um 3,8 % unter Vorjahreswert (3.050,6 Mio. EUR).
- Weitgehend stabile Ergebnisentwicklung: Operatives Ergebnis (EBITDA) aktuell mit 366,3 Mio. EUR trotz schwächerer Konjunktur nur um 1,6 % unter dem 1. Quartal des letzten Jahres (372,4 Mio. EUR). Betriebsergebnis (EBIT) 223,3 Mio. EUR gegenüber 228,0 Mio. EUR im Vorjahr (–2,1 %).
- Profitabilität leicht verbessert: EBITDA Marge 12,5 % nach 12,2 % im Vorjahr, EBIT-Marge 7,6 % gegenüber 7,5 % vor zwölf Monaten.
- Ergebnis nach Steuern mit 138,6 Mio. EUR um 4,3 % unter dem des 1. Quartals 2012/13 (144,9 Mio. EUR).
- Eigenkapital gegenüber Bilanzstichtag 31. März 2013 (5.075,3 Mio. EUR) per 30. Juni 2013 um 1,7 % auf 5.159,9 Mio. EUR gestiegen.
- Nettofinanzverschuldung im Wesentlichen stabil: 2.272,4 Mio. EUR per 30. Juni 2013 gegenüber 2.259,2 Mio. EUR per 31. März 2013.
- Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung in Relation zum Eigenkapital) gegenüber 31. März 2013 um 0,5 Prozentpunkte auf 44,0 % gesunken.
- Mitarbeiterzahl (Vollzeitäquivalent) aufgrund jüngster Akquisitionen um 1 % von 46.351 auf den neuen Rekordwert von 47.154 Beschäftigten gestiegen.
Zwischenlagebericht
Wirtschaftliches Umfeld
War das Geschäftsjahr 2012/13 über praktisch den gesamten Verlauf in den meisten Wirtschaftsregionen der Welt von einer rückläufigen Konjunkturentwicklung auf breiter Front gekennzeichnet, so zeigten sich in den ersten Monaten des aktuellen Geschäftsjahres 2013/14 erstmals gewisse Stabilisierungstendenzen, wenn auch nach einem rund einjährigen Abwärtstrend naturgemäß auf niedrigem Niveau. Die Entwicklung der voestalpine-Gruppe bestätigt diesen Trend insofern, als das 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres im Vergleich zum unmittelbaren Vorquartal – dem 4. Geschäftsquartal 2012/13 – im Wesentlichen eine Fortschreibung der wichtigsten Kennziffern brachte.
Auch die Entwicklung in den wichtigsten Industriesektoren verlief in den letzten sechs Monaten weitgehend konstant: So blieb der gesamte Bereich der Bau- und Bauzulieferindustrie vor allem in den südlichen und östlichen Regionen Europas von der Nachfrage her auf anhaltend schwachem Niveau. Die europäische Automobilindustrie verzeichnete am Heimmarkt – mit Ausnahme April – weiterhin rückläufige Zulassungsdaten und ist in der Zwischenzeit auf einem auch im Langfristvergleich sehr niedrigen Niveau angelangt. Kompensieren konnten diese Entwicklung nur die exportstarken Premiumhersteller durch Lieferungen nach Asien und Nordamerika, sodass sich ihre Produktionsdaten (Stückzahlen produzierter Autos) insgesamt nach wie vor tendenziell steigend entwickeln. Allerdings deutet die Produktionsentwicklung auch der übrigen Hersteller in jüngster Zeit doch auf eine gewisse Stabilisierung im weiteren Jahresverlauf hin.
Der Energiebereich zeigte auch im 1. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres eine weiterhin differenzierte Entwicklung, und zwar sowohl nach Wirtschaftsregionen als auch nach Marktsegmenten. Während sich die Projekttätigkeit im Bereich Pipelines weltweit unverändert verhalten
darstellte, verläuft die Explorationstätigkeit, wenn auch regional unterschiedlich, insgesamt gesehen aber doch weltweit ungebrochen auf gutem Niveau. Im Energiemaschinenbau (Kraftwerksund Turbinenbau) hingegen setzte sich die schon seit Längerem andauernde gedämpfte Nachfragesituation auch im abgelaufenen Quartal fort.
Der gesamte Bereich der Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie zeigt sich seit Herbst 2012 weitgehend stabil auf solidem Niveau, auch die Luftfahrtindustrie ist durch eine ungebrochen starke Nachfrage gekennzeichnet.
Im Bereich Eisenbahninfrastruktur brachte das abgelaufene Quartal ebenfalls eine Fortsetzung der bereits seit Längerem sehr zufriedenstellenden Entwicklung, wobei die Schwächen am europäischen Markt – insbesondere der Süden Europas zeigt auch in diesem Segment keine Erholungstendenzen – durch die starke Nachfrage im außereuropäischen Raum mehr als kompensiert werden konnten.
Insgesamt gesehen setzte der europäische Wirtschaftsraum auch im Frühjahr 2013 seine verhaltene ökonomische Entwicklung der letzten Quartale fort. Die konjunkturellen Impulsgeber der letzten Jahre – China und Brasilien – mussten im Verlauf des vergangenen Jahres ebenfalls Einbußen in der wirtschaftlichen Dynamik hinnehmen, entwickeln sich aber in den letzten Monaten wieder einigermaßen stabil, wenngleich auf deutlich abgeschwächtem Niveau. Die insgesamt recht positive wirtschaftliche Stimmung in Nordamerika konnte im 1. Quartal 2013/14 noch in keine steigende Nachfragedynamik übersetzt werden.
Das wirtschaftliche Umfeld des voestalpine--Konzerns war und ist damit in wesentlichen Bereichen nach wie vor durch eine konjunkturbedingt vorsichtige Disposition auf Kundenseite geprägt.
Die anhaltende Preisvolatilität der Rohstoffe (Eisenerz, Kohle und Schrott) führt auf der Absatzseite naturgemäß nicht nur in der Steel Division immer wieder zu relativ kurzfristigen Preisschwankungen. Dem voestalpine-Konzern gelingt es allerdings in der Zwischenzeit durch die forcierte Umsetzung der "Downstream--Strategie" (Strategie der verlängerten Wertschöpfung) immer besser, diese Schwankungen nicht mehr auf das Unternehmensergebnis durchschlagen zu lassen, sondern alles in allem eine stabile Entwicklung auf solidem Niveau auszuweisen.
Geschäftsverlauf des voestalpine-Konzerns
Trotz der deutlichen Abkühlung des makroökonomischen Umfeldes in praktisch allen wesentlichen Wirtschaftsräumen der Welt lieferte der voestalpine-Konzern in den letzten zwölf Monaten sowohl auf der Umsatz- als auch der Ergebnisseite – abgesehen von saisonal bedingten Schwankungen – eine weitgehend stabile Performance. Dies liegt einerseits an der Besetzung von technologie- und innovationsfokussierten Marktsegmenten, die durch hohe Eintrittsbarrieren strukturell stabilere Geschäftsverläufe als Commodity-Produkte zeigen. Einen nicht unwesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung hatte andererseits aber auch die schnelle Reaktion des Unternehmens auf die im Jahresverlauf deutlich schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen. Neben den klassischen Kostensenkungsmaßnahmen waren es vor allem Effizienz- und Produktivitätssteigerungsprogramme, welche trotz ungebrochenem Committment zu Forschung und Entwicklung sowie zu permanenten Investitionen in einen Hightech-Anlagenpark mit entsprechend hohen Aufwendungen Ergebnisse auf einem im Branchenvergleich deutlich überdurchschnittlichem Niveau ermöglichten.
Die Umsatzerlöse entwickelten sich im Vergleich zum 1. Quartal des letzten Geschäftsjahres mit 2.936,1 Mio. EUR um 3,8 % rückläufig (1. Quartal 2012/13: 3.050,6 Mio. EUR), wobei sich der Rückgang relativ gleichmäßig auf alle Divisionen verteilte und stark durch gesunkene Rohstoffpreise bedingt war.
Auf der Ergebnisseite konnte durch die vorher angesprochenen internen Maßnahmen diesem Trend durchaus erfolgreich entgegengewirkt werden. So stellt sich das operative Ergebnis (EBITDA) mit 366,3 Mio. EUR im aktuellen Quartal nahezu konstant zum Vorjahreswert von 372,4 Mio. EUR dar (–1,6 %). Die EBITDA-Marge stieg aufgrund des gesunkenen Umsatzes sogar von 12,2 % im Vorjahr auf aktuell 12,5 % an.
Das Betriebsergebnis (EBIT) zeigt einen analogen Verlauf mit einem leichten Rückgang von 2,1 % im Jahresvergleich von 228,0 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 223,3 Mio. EUR. Die EBIT-Marge erhöhte sich im gleichen Betrachtungszeitraum nach 7,5 % im Vorjahr heuer marginal auf 7,6 %. Hervorzuheben ist, dass alle Divisionen ihre Margen gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres sowohl beim operativen Ergebnis als auch beim Betriebsergebnis steigern konnten.
Eine weitere – wenngleich vorerst noch vergleichsweise kleine – Unterstützung der positiven Margenentwicklung kommt aus den Ergebnisbeiträgen der jüngsten Erweiterungsakquisitionen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich auf 179,9 Mio. EUR, ein leichter Rückgang von 2,8 % gegenüber dem 1. Quartal 2012/13 (185,1 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern liegt mit 138,6 Mio. EUR um 4,3 % unter dem des 1. Quartals 2012/13 (144,9 Mio. EUR), nicht zuletzt bedingt durch eine im 12-Monats-Vergleich leicht erhöhte Steuerquote.
Das Eigenkapital stieg im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. März 2013 (5.075,3 Mio. EUR) per 30. Juni 2013 auf 5.159,9 Mio. EUR, dies entspricht einem Zuwachs von 1,7 %. Die Nettofinanzverschuldung blieb im selben Betrachtungszeitraum mit 2.272,4 Mio. EUR per Ende Juni 2013 weitgehend stabil (2.259,2 Mio. EUR per 31. März 2013).
Die Gearing-Ratio (Nettofinanzverschuldung in Relation zum Eigenkapital) ist damit im Verlauf des 1. Quartals 2013/14 um 0,5 Prozentpunkte auf 44,0 % gesunken.
Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns
| Mio. EUR | 1Q 2012/131 | 2 Q 2012/131 | 3 Q 2012/131 | 4 Q 2012/131 | 1Q 2013/14 |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2012 | 01.07.–30.09.2012 | 01.10.–31.12.2012 | 01.01.–31.03.2013 | 01.04.–30.06.2013 | |
| Umsatzerlöse | 3.050,6 | 2.882,2 | 2.719,7 | 2.871,8 | 2.936,1 |
| EBITDA | 372,4 | 352,1 | 319,3 | 387,5 | 366,3 |
| EBITDA-Marge | 12,2 % | 12,2 % | 11,7 % | 13,5 % | 12,5 % |
| EBIT | 228,0 | 207,4 | 171,8 | 235,9 | 223,3 |
| EBIT-Marge | 7,5 % | 7,2 % | 6,3 % | 8,2 % | 7,6 % |
| Ergebnis vor Steuern | 185,1 | 162,7 | 125,9 | 181,0 | 179,9 |
| Ergebnis nach Steuern2 | 144,9 | 124,6 | 100,0 | 152,4 | 138,6 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
46.075 | 46.115 | 44.696 | 46.351 | 47.154 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
Steel Division
| Mio. EUR | 1Q 2012/131 01.04.–30.06.2012 |
1Q 2013/14 01.04.–30.06.2013 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 999,8 | 989,8 | –1,0 |
| EBITDA | 107,9 | 111,3 | 3,2 |
| EBITDA-Marge | 10,8 % | 11,2 % | |
| EBIT | 51,4 | 55,3 | 7,6 |
| EBIT-Marge | 5,1 % | 5,6 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.459 | 10.805 | 3,3 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Der Start in das Geschäftsjahr 2013/14 hat für die Steel Division erwartungsgemäß keine grundlegenden Veränderungen im Hinblick auf das generelle wirtschaftliche Umfeld gebracht. Nach wie vor üben die unausgelasteten Kapazitäten in der europäischen Stahlindustrie in Verbindung mit einer generell anhaltend schwachen Nachfrage Druck auf die Stahlpreise aus. Da es keine Indikation gibt, dass in naher Zukunft Hochöfen in Europa endgültig stillgelegt werden, ist auch in nächster Zeit mit keiner strukturellen Besserung der Lage zu rechnen.
Zu einer Entlastung auf der Kostenseite hat die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten beigetragen, wo die Preise für Erz, Kohle, Koks, aber auch für Schrott im 1. Quartal 2013/14 generell rückläufig tendierten. Durch das vorherrschende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führen diese Kosteneinsparungen in der europäischen Stahlindustrie aber nicht zu einer Verbesserung der Profitabilität, sondern zu Preissenkungen.
Wenngleich die aktuelle Entwicklung nach wie vor keine Marktbelebung erwarten lässt, gibt es doch erste Anzeichen einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau. In Erwartung eines vor allem saisonbedingten Nachfragerückgangs über den Sommer hat sich die Ordertätigkeit der Kunden bereits im Vorfeld reduziert, woraus sich aktuell vergleichsweise bereits unterdurchschnittliche Lagerbestände ergeben. Im Hinblick auf die in den letzten Wochen eingetretene Stabilisierung der Rohstoffpreise und bereits extrem niedrige Spotmarktpreise ist vor diesem Hintergrund zu erwarten, dass es im Verlauf des 2. Quartals 2013/14 nicht zu einer Wiederholung der Situation der Vorjahre kommt, als die stahlverarbeitende Industrie im Verlauf des Sommers in Aussicht auf weiter rückläufige Produktpreise die Abrufe auf ein Mindestmaß reduziert hat.
Insgesamt gesehen war die Nachfrage in den für die Steel Division wichtigsten Branchen (auch im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr) relativ konstant. Während die Neuzulassungen in der Automobilbranche in Europa sich im Mai und Juni 2013 auf einem Tiefpunkt befanden, konnten insbesondere die Premiumhersteller dieses Minus mit hohen Steigerungsraten im Export wettmachen, wogegen viele Hersteller von Klein- und Kompaktautos, die vornehmlich auf den Heimmarkt in Europa angewiesen sind, mit einer unvermindert schwachen Auslastung ihrer Werke zurechtkommen müssen.
Die Nachfrage aus der Maschinenbauindustrie zeigte im 1. Quartal 2013/14 eine leicht schwächere Entwicklung, wohingegen die Produktionszahlen in der Hausgeräteindustrie zwar etwas hinter den Höchstständen vergangener Jahre zurückblieben, sich jedoch dennoch auf einem durchaus soliden Niveau bewegten.
Regional unterschiedlich präsentierte sich die Bau- und Bauzulieferindustrie in Europa, wobei insbesondere die Bauindustrie in Süd- und Osteuropa praktisch zum Stillstand gekommen ist. Nach wie vor etwas besser stellt sich hingegen die Lage dieser Branche in Deutschland, Österreich und Nordeuropa dar.
Im Bereich der Energieindustrie (Grobblech) wurden nach einer über zwölfmonatigen Stagnationsphase zuletzt wieder erste, kleinere "line pipe"-Vorhaben ausgeschrieben, im Zentrum der aktuellen Entwicklungen in diesem Geschäftssegment steht derzeit aber die für kommenden Herbst erwartete Vergabe des europäischen Southstream-Projekts.
Entwicklung der Kennzahlen
Trotz der herausfordernden Bedingungen, insbesondere die anhaltend hohe Volatilität sowohl was die Rohstoffpreise als auch die Nachfragesituation betrifft, ist es aufgrund der sehr spezifischen Positionierung der Steel Division gelungen, Umsatz und Ergebnis stabil zu halten. Im Vergleich zum 1. Quartal 2012/13 sind die Umsatzerlöse nur marginal um 1,0 % von 999,8 Mio. EUR auf 989,8 Mio. EUR gefallen. Dies ist in erster Linie auf das rezessive Preisniveau zurückzuführen, während die Versandmengen gegenüber den ersten drei Monaten 2012/13 sogar deutlich gesteigert werden konnten. Die Division war damit trotz des schwierigen Marktumfeldes voll ausgelastet. Im Unterschied zu den Umsatzzahlen konnte sowohl beim operativen Ergebnis (EBITDA) als auch beim Betriebsergebnis (EBIT) jeweils eine Steigerung erzielt werden. Während das EBITDA um 3,2 % von 107,9 Mio. EUR auf 111,3 Mio. EUR zunahm (EBITDA-Marge 11,2 %, Vorjahr 10,8 %), erhöhte sich das EBIT sogar um 7,6 % von 51,4 Mio. auf 55,3 Mio. EUR, was einer EBIT-Marge von 5,6 % entspricht (Vorjahr 5,1 %).
Zum 30. Juni 2013 beschäftigte die Steel Division 10.805 Mitarbeiter (FTE) und erhöhte damit ihren Personalstand gegenüber dem Vorjahr (10.459 Mitarbeiter) um 3,3 %.
| Special Steel Division | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 1Q 2012/131 01.04.–30.06.2012 |
1Q 2013/14 01.04.–30.06.2013 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 735,7 | 682,8 | –7,2 |
| EBITDA | 104,5 | 98,5 | –5,7 |
| EBITDA-Marge | 14,2 % | 14,4 % | |
| EBIT | 68,3 | 65,0 | –4,8 |
| EBIT-Marge | 9,3 % | 9,5 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.348 | 12.884 | 4,3 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf der Special Steel Division entwickelte sich im 1. Quartal 2013/14 zwar im Vergleich zum Abschlussquartal des vorangegangenen Geschäftsjahres günstiger, in der Gegenüberstellung mit dem 1. Quartal des Vorjahres ist jedoch eine leichte Abschwächung festzustellen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Konjunkturerholung in Europa weiterhin auf sich warten lässt, die Dynamik des Wirtschaftswachstums in China im Jahresverlauf nachgelassen hat und der Konjunkturaufschwung in den USA nur schleppend verläuft.
Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend, dass viele Kunden weiterhin sehr vorsichtig disponierten. Die Auslastung der Produktionsgesellschaften war im 1. Quartal 2013/14 erheblichen Schwankungen unterworfen, hervorgerufen durch dieses kurzfristig orientierte Orderverhalten vieler Kunden. Vor allem die Abkühlung des europäischen Marktes seit Jahresbeginn schafft auch für die weitere kurzfristige Entwicklung erhebliche Unsicherheiten. Zusätzlich hat sich das Wachstum in den Emerging Markets verlangsamt, mit spürbaren Auswirkungen vor allem in China und Brasilien.
Der Geschäftsbereich High Performance Metals leidet vor allem unter dem Konjunktureinbruch in der Automobilindustrie als größtem Abnehmer, während im allgemeinen Maschinenbau ein weitgehend stabiles, jedoch im Jahresvergleich auf etwas niedrigerem Niveau befindliches Marktumfeld vorherrschte. Positive Effekte kamen von den geringen Lagerbeständen der Kunden bei Werkzeug- und Schnellarbeitsstahl. Auf ansprechendem Niveau lag dagegen der Bedarf für die meisten Sonderwerkstoffe, wobei sich hier insbesondere die Konsumgüterindustrie sowie die Öl- und Gasexploration durchaus zufriedenstellend entwickelt haben.
Durch die planmäßig verlaufende Integration der im 4. Quartal 2012/13 erworbenen Gesellschaften (Eifeler-Gruppe, Sturdell Industries) konnte das Segment Value Added Services im Geschäftsbereich High Performance Metals das Leistungsspektrum bei hochwertigen Beschichtungen sowie in der mechanischen Bearbeitung (Sägen, Fräsen, Schleifen) deutlich erweitern. Im 1. Quartal 2013/14 erfolgte auch die Übernahme der Assets von Rieckermann Steeltech Ltd. (Shanghai) und P.M. Technology Ltd. (Shenzen) zur Stärkung der Position im Wachstumsmarkt China (Details siehe Kapitel "Akquisitionen").
Im Geschäftsbereich Special Forgings blieb die Luftfahrtindustrie ein unverändert starkes Kundensegment, wogegen der Energiemaschinenmarkt weiterhin auf tiefem Niveau stagnierte und auch aktuell kaum Anzeichen einer Erholung erkennen lässt. Im Gegensatz dazu kommen aus der Nutzfahrzeugindustrie erste Impulse einer Konjunkturbelebung.
Entwicklung der Kennzahlen
Als Konsequenz der rückläufigen Entwicklung bei den Produktions- und Versandmengen – bei einem gleichzeitig allerdings leicht höheren Preisniveau im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres – verringerten sich die Umsatzerlöse um 7,2 % von 735,7 Mio. EUR auf 682,8 Mio. EUR. Dass die Einbußen beim operativen Ergebnis (EBITDA) im 1. Quartal 2013/14 trotz der schwieriger gewordenen Marktbedingungen in engen Grenzen gehalten werden konnten, ist einerseits auf effizienzsteigernde Maßnahmen im letzten Geschäftsjahr sowie andererseits auch auf erste Ergebnisbeiträge der akquirierten Unternehmen (Eifeler-Gruppe, Sturdell Industries) zurückzuführen.
Das EBITDA liegt mit 98,5 Mio. EUR um 5,7 % unter dem Vorjahreswert von 104,5 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge konnte dabei allerdings dennoch geringfügig von 14,2 % auf 14,4 % verbessert werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich von 68,3 Mio. EUR im 1. Quartal 2012/13 auf 65,0 Mio. EUR im 1. Quartal 2013/14, d. h. um 4,8 %, die EBIT-Marge nahm dabei allerdings ebenfalls leicht von 9,3 % auf 9,5 % zu. Zum 30. Juni 2013 waren in der Special Steel Division 12.884 Beschäftigte (FTE) tätig, das sind vor allem akquisitionsbedingt um 4,3 % mehr als zum gleichen Stichtag des Vorjahres (12.348 Mitarbeiter).
| Mio. EUR | 1Q 2012/131 | 1Q 2013/14 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2012 | 01.04.–30.06.2013 | in % | |
| Umsatzerlöse | 805,6 | 766,9 | –4,8 |
| EBITDA | 110,9 | 112,3 | 1,3 |
| EBITDA-Marge | 13,8 % | 14,6 % | |
| EBIT | 83,3 | 83,2 | –0,1 |
| EBIT-Marge | 10,3 % | 10,8 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.291 | 11.558 | 2,4 |
Metal Engineering Division
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die Geschäftstätigkeit der Metal Engineering Division verlief auch im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 auf einem unverändert hohen Niveau. War das unmittelbare Vorquartal (4. Quartal Geschäftsjahr 2012/13) ergebnistechnisch aufgrund herausragender Entwicklungen bei einzelnen Projekten außergewöhnlich gut verlaufen, so schließt dieses 1. Geschäftsquartal nunmehr wieder an die vorangegangenen Quartale an, die die anhaltende erfreuliche Entwicklung der Division auch im "Normalbetrieb" bereits widergespiegelt haben.
Der Geschäftsbereich Schiene verzeichnete ein hervorragendes 1. Geschäftsquartal, getrieben durch eine stabile Nachfragesituation im Projektgeschäft vor allem außerhalb Europas, womit die derzeit schwächere Entwicklung in Europa jedenfalls kompensiert werden konnte. Daran sollte sich im Übrigen auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2013/14 nichts ändern. Die globale Aufstellung des Geschäftsbereiches Weiche unterstützt die Stabilität in der Ergebnisentwicklung der Metal Engineering Division. Die derzeit auch hier gedrückte Nachfrage in Europa – vor allem in den Mittelmeerländern – konnte aufgrund der anhaltend günstigen Entwicklung in den übrigen Weltregionen ausgeglichen werden. Neben einer ausgesprochen guten Nachfrage in Asien, den USA und Südafrika kommen auch aus Südamerika positive Impulse. Neue Projekte im Mittleren Osten und der Türkei tragen zusätzlich zur guten Performance der Weichensysteme bei.
Der Geschäftsverlauf im Bereich Draht ist von einer weiterhin nicht dem generellen Marktrend entsprechenden, positiven Entwicklung gekennzeichnet. Zwar hatten tendenziell sinkende Rohstoffpreise zum Teil auch rückläufige Absatzpreise zur Folge, die Profitabilität wurde dadurch aufgrund guter Nachfrage mit der Konsequenz weitgehender Vollauslastung jedoch nicht beeinträchtigt.
Ebenfalls eine stabile Entwicklung zeigt der Geschäftsbereich Schweißtechnik, wobei auch hier die Marktschwäche in Europa durch einen steigenden Bedarf vor allem aus dem Bereich des Kraftwerksbaus in Indien, China und Südostasien ausgeglichen werden konnte.
Im Geschäftsbereich Nahtlosrohre wurden leichte Auftragsrückgänge in den USA durch einen gestiegenen Absatz in alternativen Märkten (Australien, Russland) ausgeglichen und so die hervorragende Performance gehalten.
Entwicklung der Kennzahlen
Während aufgrund der gesunkenen Rohstoffpreise und damit verbunden zum Teil auch sinkender Absatzpreise die Umsatzziffern im Jahresvergleich eine leicht rückläufige Entwicklung nahmen, konnte auf der Ergebnisseite das hervorragende Niveau des 1. Vorjahresquartals gehalten werden.
Die divisionalen Umsatzerlöse liegen im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 bei 766,9 Mio. EUR und damit nur um 4,8 % unter dem Rekordwert des 1. Quartals des letzten Geschäftsjahres (805,6 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBITDA) zeigt mit 112,3 Mio. EUR im Vergleich zum 1. Quartal 2012/13 eine Zunahme um 1,3 % (1. Quartal Geschäftsjahr 2012/13: 110,9 Mio. EUR), die EBITDA-Marge erhöhte sich vor diesem Hintergrund von 13,8 % auf 14,6 %. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 83,2 Mio. EUR praktisch exakt auf dem Wert des Vergleichsquartals des Vorjahres (83,3 Mio. EUR). Die EBIT-
Marge beträgt 10,8 % und übertrifft damit die des 1. Quartals 2012/13 um 0,5 %.
Zum Stichtag 30. Juni 2013 waren in der Metal Engineering Division 11.558 Mitarbeiter (FTE) tätig, dies entspricht einem Anstieg um 2,4 % gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres (11.291).
| Metal Forming Division | ||
|---|---|---|
| -- | -- | ------------------------ |
| Mio. EUR | 1Q 2012/131 01.04.–30.06.2012 |
1Q 2013/14 01.04.–30.06.2013 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 611,1 | 597,9 | –2,2 |
| EBITDA | 68,0 | 68,5 | 0,7 |
| EBITDA-Marge | 11,1 % | 11,5 % | |
| EBIT | 45,6 | 46,1 | 1,1 |
| EBIT-Marge | 7,5 % | 7,7 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.272 | 11.117 | –1,4 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die Geschäftsentwicklung der Metal Forming Division schloss im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 nahtlos an die des Vorquartals an. Damit setzte sich in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld die stabile Entwicklung auf operativer Ebene fort, wobei die eingeleiteten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramme als Reaktion auf die allgemein verhaltene Marktsituation bereits positive Auswirkungen auf die Ergebnisperformance zeigen.
Die Märkte des Geschäftsbereiches Tubes and Sections entwickelten sich regional unterschiedlich, aber insgesamt auf auskömmlichem Niveau. Insbesondere in Europa zeichnet sich das Auftragseingangsgeschehen durch erhöhte Volatilität aufgrund einer weiter zunehmenden Kurzfristigkeit der Kundendisposition aus, wobei in der Entwicklung der einzelnen Marktsegmente seit Beginn des Kalenderjahres keine nennenswerten Veränderungen in den Grundtrends eingetreten sind. So etwa blieb der gesamte Bereich der Bauindustrie, inklusive des Baumaschinensektors, unverändert schwach.
Die Nutzfahrzeug- und Busindustrie tendierte in Europa weiterhin uneinheitlich. Während exportorientierte Erzeuger eine von den außereuropäischen Märkten getriebene gute Auftragslage vorfanden, waren auf den europäischen Markt fokussierte Hersteller mit weiterhin verhaltener Nachfrage konfrontiert. Im Bereich der Luftfahrtindustrie hingegen hielt sich die Nachfrage auch im 1. Geschäftsquartal 2013/14 auf dem hohen Niveau der letzten Quartale.
Der Geschäftsverlauf im Bereich Automotive Body Parts entwickelte sich – durch längerfristige Auftragsstrukturen geprägt – im 1. Geschäftsquartal weiterhin stabil, wobei die Auslastung über das gesamte Quartal auf gutem Niveau lag. Die Exportquoten der europäischen Premiumhersteller sorgten für eine ungebrochen solide Nachfrage in einem Umfeld stark rückläufiger Zulassungsstatistiken im europäischen Binnenmarkt. Darüber hinaus trägt die erfolgreiche Implementierung technologischer Innovationen wie "phs-ultraform" (press hardening steel) – ein Produkt, das im Bereich crashsensitiver Sicherheitsteile weltweit neue Standards setzt – maßgeblich zur insgesamt unverändert zufriedenstellenden Positionierung der voestalpine-Gruppe in einem schwierigen europäischen Automobilumfeld bei. Im Geschäftsbereich Precision Strip war das abgelaufene 1. Geschäftsquartal 2013/14 durch eine leichte Abschwächung des Umfeldes, ausgelöst durch neu aufgebaute Kapazitäten in Fernost sowie eine rückläufige Nachfrage aufgrund politischer Instabilitäten in Nordafrika, geprägt. Für den Geschäftsbereich Material Handling verlief das 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres sowohl betreffend Auslastung als auch Auftragslage weiterhin auf gutem Niveau.
Regional betrachtet gestaltete sich die Entwicklung in Europa nach wie vor schwierig mit generell wenigen Impulsen auf der Nachfrageseite und teils hoher Volatilität in den Auftragseingängen. Der nordamerikanische Markt verblieb – abgesehen von saisonalen Effekten im Bereich des Landmaschinenbaus und dem Auslaufen einiger Projekte im Solarbereich – insgesamt auf gutem Niveau. Die Entwicklung der Geschäftslage in Brasilien verlief trotz jüngsten Rücknahmen der Wachstumsprognosen in den Märkten der Metal Forming Division stabil.
Entwicklung der Kennzahlen
Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 konnte die Metal Forming Division bei etwas geringerem Umsatz die Ergebnisse aus dem Vorquartal halten. Die Umsatzerlöse lagen mit 597,9 Mio. EUR um 2,2 % unter dem Vergleichsquartal des letzten Geschäftsjahres (611,1 Mio. EUR), bedingt durch Preisdruck infolge niedrigerer Vormaterialpreise. Auf der Ergebnisseite konnte jedoch vor allem durch Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsmaßnahmen dieser Rückgang mehr als nur ausgeglichen werden. So lag das operative Ergebnis (EBITDA) mit 68,5 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vergleichsquartals des vergangenen Geschäftsjahres (68,0 Mio. EUR), eine Steigerung um 0,7 %. Die EBITDA-Marge ist dementsprechend mit 11,5 % ebenfalls etwas höher als im Vorjahr (11,1 %). Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg im 12-Monats-Vergleich um 1,1 % und lag mit Ende des 1. Quartals 2013/14 bei 46,1 Mio. EUR (1. Quartal 2012/13: 45,6 Mio. EUR), die EBIT-Marge beträgt 7,7 % und ist damit im Vergleich zum 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 ebenfalls geringfügig gestiegen (7,5 %).
Die Zahl der Beschäftigten (FTE) liegt mit Stichtag 30. Juni 2013 bei 11.117 Mitarbeitern, was einen leichten Rückgang von 1,4 % gegenüber dem Vergleichstag des Geschäftsjahres 2012/13 bedeutet.
Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial
Nachdem bereits vor rund einem Jahr das Bußgeldverfahren beim deutschen Bundeskartellamt betreffend Lieferungen von Schienen und Oberbaumaterial an die Deutsche Bahn in Bezug auf die voestalpine abgeschlossen worden war, hat das Bundeskartellamt am 23. Juli 2013 auch das bisher noch offene Verfahren zum Teilkomplex "Privatmarkt" durch den Erlass von Bußgeldbescheiden beendet. Der Teilkomplex "Privatmarkt" umfasst die Lieferungen von Schienen und Bahnoberbaumaterial an kommunale Verkehrsbetriebe sowie an Industriekunden und Bauunternehmen.
In diesem Teilkomplex wurde gegen die voestalpine ein Bußgeld in Höhe von EUR 6,4 Mio. für Weichenlieferungen an Kunden in Deutschland verhängt. Im Übrigen wurde aber auch in diesem Teil des Verfahrens der Kronzeugenstatus bestätigt. Damit ist das Bußgeldverfahren beim deutschen Bundeskartellamt im Zusammenhang mit dem sogenannten Schienenkartell zur Gänze abgeschlossen. Insgesamt wurden damit bis zum 23. Juli 2013 von der deutschen Kartellbehörde 232,1 Mio. EUR an Bußgeldern im Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial verhängt. Davon entfielen 14,9 Mio. EUR auf Gesellschaften des voestalpine-Konzerns.
Im Zusammenhang mit Schadenersatzforderungen für vom Kartell umfasste Lieferungen wurden im Mai 2013 die Schadenersatzansprüche der Deutschen Bahn für direkte Schienenlieferungen der voestalpine durch Zahlung eines entsprechenden Betrages bereinigt. Offen sind noch die Schadenersatzansprüche aus indirekten Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn sowie aus Lieferungen an kommunale Verkehrsbetriebe und den sonstigen Privatmarkt.
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2012/13 angesetzte Rückstellung in Höhe von insgesamt 204,4 Mio. EUR wurde zum 30. Juni 2013 im Wesentlichen um die Schadenersatzzahlung an die Deutsche Bahn für direkte Schienenlieferungen reduziert. Die verbleibende Rückstellung wird weiterhin als angemessen erachtet.
Schließung TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG
Wie bereits im Geschäftsbericht 2012/13 ausgeführt, wurden die mit dem Betriebsrat aufgenommenen Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die verbliebenen rund 350 Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Vorstandsbeschluss vom März 2012, die Schienenproduktion der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG in Duisburg zu schließen, am 16. Mai 2013 erfolgreich abgeschlossen. Die Schließung wird nach Abarbeitung noch verbliebener Aufträge planmäßig gegen Ende des Kalenderjahres 2013 erfolgen (zur bilanziellen Rückstellung siehe Kapitel "Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial").
Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Informationen zu den Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen befinden sich in den erläuternden Anhangangaben.
Investitionen
Nach einer Konsolidierungsphase im Gefolge der Großakquisition BÖHLER-UDDEHOLM sowie der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise wurde die Investitionstätigkeit im voestalpine-Konzern seit dem Geschäftsjahr 2012/13 wieder deutlich forciert, um einerseits die Position als Qualitäts- und Technologieführer weiter auszubauen und andererseits die strategische Ausrichtung zum global aufgestellten, integrierten Technologie- und Industriegüterkonzern voranzutreiben.
Im 1. Quartal 2013/14 lagen die Investitionen für die gesamte Gruppe in einer Höhe von 175,8 Mio. EUR und damit 30,6 % über dem Wert des Vergleichsquartals des letzten Geschäftsjahres. Während in diesem Zeitraum die Metal Forming Division nur moderate Investitionszuwächse (+12,2 %) auswies und die Metal Engineering Division investiv in etwa auf dem Vorjahresniveau verharrte (–3,1 %) steigerten die Steel Division (+42,4 %), vor allem aber die Special Steel Division (+82,5 %) ihre Investitionen signifikant.
Im Einzelnen haben sich die Investitionen in der Steel Division im 1. Quartal 2013/14 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal von 51,9 Mio. EUR auf 73,9 Mio. EUR erhöht. Dabei betrafen die Maßnahmen im metallurgischen Bereich in erster Linie effizienzsteigernde Projekte im Bereich Hochofen (Erneuerung Winderhitzer, Umsetzung Kohleeinblasung). Bei den Walzaktivitäten laufen derzeit mehrere Vorhaben parallel: Am neuen Grobblech-Walzgerüst, das voraussichtlich im Dezember 2014 in Betrieb gehen wird, konzentrieren sich die Arbeiten derzeit auf die Unterkonstruktion. Die Kontiglühe II zur Herstellung von höchstqualitativem Elektroband wird noch in diesem Geschäftsjahr fertiggestellt, sodass die Hochlaufphase planmäßig mit Beginn des Geschäftsjahres 2014/15 starten kann. Darüber hinaus laufen aktuell Investitionen zur Modernisierung des Beize-Tandem-Kaltwalzwerkes sowie der elektrolytischen Verzinkungsanlage.
Die Special Steel Division hat im 1. Quartal 2013/14 ihre Investitionen im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres prozentuell am deutlichsten erhöht. Das Volumen stieg – zum Teil auch akquisitionsbedingt – um 82,5 % von 20,0 Mio. EUR auf 36,5 Mio. EUR. Die wesentlichsten Vorhaben sind dabei die bereits seit Längerem laufenden Projekte zur Erweiterung der Kapazitäten im Bereich der Herstellung pulvermetallurgischer Stähle am Standort Kapfenberg (Österreich) und der Ausbau des Stahlwerkes am Standort Wetzlar (Deutschland), der sich insgesamt über vier Jahre erstrecken wird und dem Werk eine neue Dimension in Bezug auf Produktivität, Qualität sowie Umweltschutz und Arbeitssicherheit geben wird. Zielsetzung einer Vielzahl von Investitionen im Segment Value Added Services ist die globale Erweiterung der Angebotspalette. Den Kunden sollen vor Ort nicht nur Edelstahl, sondern in zunehmendem Ausmaß auch qualitativ hochwertige Services wie Wärmebehandlung, Anarbeitung und Beschichtung angeboten werden. Ein wesentlicher Beitrag dazu resultiert aus den jüngsten Übernahmeaktivitäten der Division (Eifeler und Sturdell noch 2012/13 und Rieckermann im abgelaufenen Quartal – siehe Kapitel "Akquisitionen").
In der Metal Engineering Division lagen die Investitionen im 1. Geschäftsquartal 2013/14 im Vergleich zum Vorjahreswert von 32,3 Mio. EUR mit 31,3 Mio. EUR auf stabilem Niveau. Dabei konnte die Errichtung der Produktionsanlagen zur Herstellung von ultrafesten Feinstdrähten im Rahmen der vor rund einem Jahr mehrheitlich übernommenen CPA Filament GmbH erfolgreich abgeschlossen und zum Ende des 1. Quartals des aktuellen Geschäftsjahres plangemäß der Betrieb aufgenommen werden. Derzeit sind die ersten Probelieferungen an Kunden in Vorbereitung. Ein wesentlicher Teil des Investitionsaufkommens der Metal Engineering Division entfiel im 1. Quartal 2013/14 auf eine Vielzahl kleiner Erhaltungs- und Erneuerungsinvestitionen.
Die Metal Forming Division wendete im 1. Quartal 2013/14 32,3 Mio. EUR für Investitionen auf, was gegenüber dem Vorjahreswert von 28,8 Mio. EUR einer Steigerung um 12,2 % entspricht. Der überwiegende Teil davon entfiel auf Investitionen im Rahmen der globalen Begleitung strategisch bedeutender Kunden im Automotive- sowie Landund Baumaschinenbereich bei ihren Expansionsaktivitäten. Dabei verläuft die Umsetzung der Hochfeststrategie im Geschäftsbereich Automotive Body Parts plangemäß, sodass das neue Teilewerk in den USA bereits nach dem Sommer die Produktion aufnehmen wird. Die ebenfalls neuen Standorte in China und Südafrika werden in den nächsten neun Monaten folgen. Der Aufbau einer Fertigung für Sonderprofile in China entwickelt sich ebenfalls planungskonform. Im Geschäftsbereich Precision Strip wurde mittlerweile auch die zweite Ausbaustufe am Standort Kematen (Österreich) abgeschlossen.
Akquisitionen
Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 wurden in konsequenter Umsetzung der Internationalisierungsstrategie gemäß "voestalpine 2020" in zwei Divisionen Akquisitionen getätigt:
Die Special Steel Division erwarb in China im Rahmen eines Asset-Deals zwei Produktions- und Service-Standorte der Rieckermann-Gruppe: Rieckermann Steeltech Ltd. mit Sitz in Shanghai sowie P.M. Technology Ltd. mit Sitz in Shenzhen. An den beiden Standorten sind insgesamt rund 100 Mitarbeiter mit der Anarbeitung und Wärmebehandlung von Edelstahlprodukten beschäftigt. Mit diesem Erwerb kann einerseits die Distribution in China weiter ausgebaut werden, andererseits bietet sich damit die Gelegenheit, den Bereich der anspruchsvollen Sonderwerkstoffe zum Einsatz in den Bereichen Öl- und Gasförderung, Energie- und Kraftstofftechnik sowie Luftfahrtindustrie für den lokalen Bedarf aufzubauen. Die Metal Engineering Division erweiterte ihr Portfolio im Bereich Schweißtechnik durch den
Erwerb des italienischen Unternehmens Trafilerie di Citadella S.p.A/FILEUR mit Sitz in Citadella. Dabei übernahm die Böhler Welding Holding GmbH 90 % der Aktien der italienischen Gesellschaft, die mit rund 60 Mitarbeitern 2012 einen Jahresumsatz von 13,7 Mio. EUR erzielte. Trafilerie di Citadella ist ein Spezialist für die Herstellung von nahtlosem Fülldraht, der sich aufgrund der Produkteigenschaften besonders für das Verschweißen von hochfesten, kaltzähen und warmfesten Stählen eignet.
Mitarbeiter
Zum Stichtag 30. Juni 2013 waren im voestalpine--Konzern weltweit 47.154 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent, FTE – "Full Time Equivalent") beschäftigt. Dies bedeutet einen Zuwachs um 2,3 % gegenüber der Vergleichszahl des 1. Quartals 2012/13 (46.075) und stellt einen neuen Beschäftigungsrekord dar. 4.254 Mitarbeiter (FTE) waren davon in Leiharbeitsverhältnissen tätig, was einem Anstieg um 1,6 % zum Vergleichswert des Vorjahres (4.189 Beschäftigte/FTE) entspricht. Die Anzahl der im Konzern ausgebildeten Lehrlinge hat sich per 30. Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Jugendliche auf 1.323 erhöht.
Forschung und Entwicklung
Die voestalpine AG ist gemäß Eurostat das forschungsintensivste Unternehmen Österreichs. Im Geschäftsjahr 2013/14 umfasst das konzernale F&E-Budget 137 Mio. EUR. Ein Schwerpunkt der aktuellen Forschungstätigkeit liegt dabei in der Beteiligung an verschiedenen Kompetenzzentren, die als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fungieren und sich in ihrer Arbeit auf grundsätzliche Fragestellungen der Werkstoff- und Effizienzentwicklung fokussieren. So ist die voestalpine im Rahmen des österreichischen Forschungsprogramms COMET an zehn verschiedenen Kompetenzzentren und Projekten zu unterschiedlichsten thematischen Schwerpunkten beteiligt. Die zentralen Vorhaben liegen in den Bereichen Metallurgie, Werkstoffentwicklung und Mechatronik. Darüber hinaus gibt es weitere wichtige Kooperationen im Bereich der Stahlverarbeitung, der Werkstoffprüfung, der Oberflächenentwicklung und für zukunftsorientierte IT-Lösungen.
Kernkompetenz und Schwerpunkt des an der Montanuniversität Leoben angesiedelten Forschungszentrums "MPPE – Material-, Prozessund Produkt-Engineering", mit dem die voestalpine in zahlreichen Projekten kooperiert, sind die Integration und Optimierung von Werkstoffwahl, Herstellverfahren und Bauteilgeometrie. Es geht dabei um höchste Funktionalität, geringstes Gewicht, größte Prozesssicherheit und günstigste Kosten.
Das Österreichische Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie, die CEST GmbH, feierte kürzlich das fünfjährige Bestehen. Die voestalpine ist als einer der Miteigentümer seit Jahren fest in dem breit getragenen Forschungsprogramm verankert. Mit den Experten verschiedener Universitäten konnten dabei in über 20 Projekten Antworten auf aktuelle Fragen der Oberflächentechnik – so etwa den Ersatz von Cr(VI) – gefunden werden.
Im Rahmen der neu initiierten österreichischen "Frontrunner-Strategie" (Frontrunner ist die Bezeichnung von technologisch führenden Unternehmen) wurde ein Projekt des voestalpine-Konzerns zum Thema nachhaltige Produktion von intelligenten Materialien als eines der ersten genehmigt.
Im neuen Rahmenprogramm der Europäischen Union zur Förderung von Forschung und Innovation "HORIZON 2020" beteiligt sich der Konzern unter anderem am Public Private Partnership "SPIRE". SPIRE steht für "Sustainable Process Industry through Resource and Energy Efficiency" und ist eine Initiative energieintensiver Indus
trien mit dem Ziel der Entwicklung neuer, sektorübergreifender energie- und ressourceneffizienter Lösungen.
Umwelt
Umweltpolitische Themen
Wie bereits in der Vergangenheit immer wieder ausführlich beschrieben, stehen im Umweltbereich die EU 2050-Fahrpläne, der CO2-Emissionshandel sowie die Steel Roadmap des Europäischen Stahlverbandes EUROFER im Fokus der politischen, wirtschaftlichen und technischen Auseinandersetzungen.
EU 2050-Fahrpläne
Nach den bereits im Jahr 2011 von der EU-Kommission veröffentlichten "2050-Roadmaps" für Klimapolitik, Energie und Ressourceneffizienz wurde zwischenzeitlich auch ein Weißbuch "Verkehr" vorgestellt. Im Rahmen der Behandlung im Europäischen Parlament und dem Rat konnte bisher allerdings nur über den Fahrplan zum Thema Ressourceneffizienz eine Einigung erzielt und damit ein entsprechender Umsetzungsauftrag an die Kommission erteilt werden. Über den konkreten Weg der Umsetzung erfolgt im kommenden Oktober die Abstimmung im Plenum des EU-Parlaments.
Steel Roadmap
Der europäische Stahlverband EUROFER hat in den vergangenen zwölf Monaten die "Low Carbon Steel Roadmap" entwickelt, die zwischenzeitlich auch veröffentlicht wurde. In dieser Roadmap wird einerseits auf die Bedeutung des Werkstoffs Stahl im Zusammenhang mit aktivem Klimaschutz dargestellt und andererseits auf die technisch – realistischerweise – möglichen Potenziale zur Verminderung von CO2-Emissionen eingegangen. Im Wesentlichen zeigt sich dabei, dass weitere signifikante Emissionsverringerungen unter den heutigen Bedingungen in Europa wirtschaftlich nicht darstellbar sind bzw. nur bei Vorliegen neuer, von der Stahlindustrie nicht beeinflussbarer Voraussetzungen machbar wären (z. B. Verfügbarkeit von günstigen Energieträgern, öffentliche Akzeptanz neuer Rahmenbedingungen). Im Bewusstsein, dass vor diesem Hintergrund nur neue technologische Lösungen das in Europa angestrebte Low-Carbon-Ziel zumindest ansatzweise ermöglichen werden, setzt die voestalpine mit der Investition in eine Direktreduktionsanlage in Nordamerika einen konkreten Schritt zur Verbesserung der Kohlenstoffeffizienz. Bei diesem Herstellungsverfahren für Eisenschwamm (HBI) als Basismaterial für Hochofen und Stahlwerk kommt anstelle von Koks und Kohle Erdgas als Reduktionsmittel zum Einsatz, was zu einer deutlich günstigeren CO2-Bilanz führt.
CO2-Emissionshandel
Der im Geschäftsbericht 2012/13 beschriebene Prozess des CO2-Emissionshandels sowie die Weiterentwicklung der Emissionshandelsrichtlinie durch die EU-Kommission könnte in absehbarer Zeit eine neue Dynamik erfahren. Zwar wurde der Entwurf der für Österreich geltenden Zuteilungsmengen im Rahmen des CO2-Emissionshandels national bereits am 5. März 2012 veröffentlicht und der EU-Kommission zugestellt, allerdings haben andere Mitgliedstaaten ihre Unterlagen wesentlich später übermittelt, sodass die Prüfung dieser Vorschläge derzeit nach wie vor andauert. Erst nach der Bewertung aller nationalen Zuteilungspläne kann von der Kommission entschieden werden, ob die Summe der vorgesehenen kostenfreien Zuteilungen der gemäß Emissionshandelsrichtlinie insgesamt zugelassenen Emissionsmenge entspricht oder nicht. Falls nicht, wäre die Zuteilungsmenge über einen "Korrekturfaktor" generell zu verringern. Wie im Juli 2013 an die Öffentlichkeit gedrungen ist, könnte ein derartiger Korrekturfaktor bereits relativ kurzfristig notwendig werden, womit sich vor allem die Belastung der erzeugenden Industrie signifikant erhöhen würde. Im Interesse der Erhaltung der globalen Konkurrenzfähigkeit europäischer Produktionsstandorte wäre in diesem Falle aber eine Strukturreform mit einer klaren sektoralen Trennung von Energieerzeugung und erzeugender Industrie wohl unumgänglich. Aussagen zur konkreten CO2-Kostenbelastung der nächsten Jahre sind damit derzeit noch nicht möglich.
Neue Umweltinformationskampagne
Der voestalpine-Konzern präsentiert sich in Bezug auf seine Umweltaktivitäten sowohl im Internet als auch im Printbereich auf Basis einer einheitlichen und klaren Grundlinie in neuer Form. Das Motto "Wir haben die Umwelt fest im Blick" soll sowohl innerhalb als auch außerhalb des Konzerns das Verständnis für die Umweltschutzaktivitäten stärken und größtmögliche Transparenz schaffen. Komplexe Umweltthemen werden verständlich und kompakt aufbereitet. Der neue Internetauftritt und ein aktueller Konzernumweltfolder tragen das Umweltbewusstsein des Konzerns nach außen.
Aktiver Wissensaustausch, offener und regelmäßiger Informations- und Kommunikationstransfer, zielgruppenorientierte Kommunikationsmaßnahmen und regelmäßige Jour-fixe--Termine werden vom Umweltnetzwerk der voestalpine-Gesellschaften vorangetrieben, um gemeinsam nachhaltige Lösungen im Interesse des Unternehmens genauso wie seines Umfeldes weiterzuentwickeln und umzusetzen.
Ausblick
Nur zwei Monate nach Vorlage des Ausblicks für 2013/14 im Rahmen der Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2012/13 ergeben sich keine grundlegend neuen Erkenntnisse, was die konjunkturellen Erwartungen bis zum März 2014 betrifft.
So werden die Bau- und Bauzulieferindustrie auch aus heutiger Sicht noch für lange Zeit nicht nur in Süd- und Osteuropa Problemsektoren bleiben, so wird die europäische Automobilindustrie auch im weiteren Jahresverlauf die anhaltende Marktschwäche in Europa nur durch eine weitere Forcierung ihrer Präsenz auf den internationalen Märkten zumindest teilweise kompensieren können, und so scheint auch die seit Längerem erwartete Belebung der Projektlandschaft im Bereich der Energieträger Öl und Gas noch weiter auf sich warten zu lassen (wenngleich hier in den letzten Wochen doch eine gewisse Bewegung spürbar wurde).
Unverändert solide stellt sich die Nachfrage im Bereich Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie dar, wogegen der Maschinenbau zuletzt etwas schwächer tendierte – ob nachhaltig oder nur vorübergehend, wird sich erst nach dem Sommer beantworten lassen. Anhaltend stabil auf hohem Niveau entwickelt sich weiterhin die Nachfrage aus der Luftfahrtindustrie und dem (außereuropäischen) Eisenbahnsektor.
Alles in allem bestätigt die Entwicklung der letzten Monate die schon anlässlich des Gesamtjahresausblicks getroffene Feststellung, dass zumindest der bis zum Jahresbeginn 2013 vorherrschende konjunkturelle Abwärtstrend gebannt ist. Aus heutiger Sicht könnte es in den nächsten Monaten zu einer weiteren Stabilisierung der globalen Konjunktursituation kommen, wenn sich der Aufschwung in den USA dieses Mal als wirklich nachhaltig erweist, China im weiteren Jahresverlauf keine neuerlichen konjunkturellen Rückschläge erleidet und sich die derzeit spürbare leise Zuversicht in Europa nicht als trügerische Hoffnung herausstellt. Unter diesen Vorzeichen könnten in der 2. Jahreshälfte 2013 tatsächlich jene Voraussetzungen geschaffen werden, die 2014 erstmals seit Langem wieder eine globale Konjunkturbelebung ermöglichen.
Die Entwicklung des voestalpine-Konzerns sollte bis Jahresende 2013 abgesehen von – überschaubaren – saisonalen Effekten auf insgesamt stabilem Niveau verlaufen. Im Einzelnen ist in den nächsten Monaten
- für die Steel Division von einer absoluten Vollauslastung bei tendenziell steigenden Preisen,
- für die Special Steel Division von annähernder Vollauslastung bei stabilem Preisniveau,
- für die Metal Engineering Division von absoluter Vollauslastung bei einem konstant soliden Preisniveau und
- für die Metal Forming Division von weitgehender Vollauslastung bei stabilen Preisen
auszugehen. Gewisse Unwägbarkeiten ergeben sich für die generelle Entwicklung aus dem schwer abschätzbaren weiteren Trend der Rohstoffpreise. Allerdings sollten die nach wie vor bestehenden Überkapazitäten im Minenbereich und ein vorsichtiges Orderverhalten der Unternehmen für eine kalkulierbare Preisentwicklung sorgen.
Vor diesem Hintergrund – vor allem in Hinblick auf die nach wie vor verbleibende Unsicherheit über eine konjunkturelle Trendwende im kommenden Jahr – erscheint für den voestalpine-Konzern eine Wiederholung des Vorjahresergebnisses (EBITDA, EBIT) die für 2013/14 unverändert wahrscheinlichste Ergebnisvariante, wenngleich etwas besser abgesichert als noch zu Beginn des Geschäftsjahres.
Investor Relations
voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes
Kursverlauf der voestalpine-Aktie
In einer Periode tendenzieller Seitwärtsbewegung der europäischen Kapitalmärkte nahm die voestalpine-Aktie im 1. Quartal 2013/14 eine vergleichsweise sehr erfolgreiche Entwicklung. Sie erzielte innerhalb von drei Monaten nicht nur eine deutliche Wertsteigerung, sondern es gelang ihr auch erstmals seit Längerem, die wichtigsten Indizes (Stoxx Index Europe, Dow Jones Industrial Index und ATX) deutlich hinter sich zu lassen. Dabei waren in erster Linie die angesichts des schwierigen Marktumfeldes ausgezeichneten Ergebniszahlen für das 4. Quartal 2012/13, die am 5. Juni 2013 veröffentlicht wurden, für die Kurszuwächse verantwortlich. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Aktie der voestalpine AG in etwa im Gleichklang mit den angesprochenen Indizes bewegt. Per 30. Juni 2013 notierte sie mit 27,13 EUR deutlich über dem Kurs zum Ende des vorausgegangenen Quartals (23,96 EUR).
Anleihen
Hybridanleihe (2007–2014, 2013–2019)
Im Zuge der Finanzierung des Erwerbs der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde im Oktober 2007 eine nachrangige Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von 1.000 Mio. EUR und einem Kupon von 7,125 % begeben. Die frühestmögliche Call-Option seitens der voestalpine AG ist im Oktober 2014. Die Hybridanleihe notierte in den beiden ersten Jahren aufgrund der damals generell schwierigen Finanzund Wirtschaftslage unter dem Ausgabekurs. Sie erreichte ihren Tiefstkurs von 75 (% des Face Value) im Frühjahr 2009. In weiterer Folge entwickelte sie sich vor allem ab Beginn des Kalenderjahres 2010 äußerst positiv und schloss mit Ende des 1. Quartals 2013/14 bei etwa 103 (% des Face Value).
Mit dem Ziel einer Optimierung des Finanzierungsportfolios hat die voestalpine AG im Februar 2013 allen Inhabern der Hybridanleihe 2007 angeboten, einen Umtausch in eine neue Hybridanleihe 2013 mit einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR zu tätigen. Da über 70 % der Investoren von der Umtauschmöglichkeit Gebrauch machen wollten, mussten entsprechende Kürzungen der Zuweisung vorgenommen werden. Der Kupon der (neuen) Hybridanleihe 2013 beträgt bis zum 31. Oktober 2014 fix 7,125 %, danach liegt er bis 31. Oktober 2019 bei 6 %. Die Nachfrage nach dieser Schuldverschreibung war derart hoch, dass der Kurs per 30. Juni 2013 auf ca. 109 (% des Face Value) anstieg.
Unternehmensanleihe 2 (2011–2018)
Anfang Februar 2011 wurde von der voestalpine AG eine siebenjährige Anleihe mit einem Kupon von 4,75 % und einem Volumen von 500 Mio. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Die Nachfrage seitens der Anleger war von Beginn an sehr stark, was sich in einer entsprechend positiven Kursentwicklung manifestierte. Insbesondere im Kalenderjahr 2012 konnten signifikante Steigerungen verzeichnet werden. Per Ende Juni 2013 lag der Kurs dieser Anleihe bei ca. 108 (% des Face Value).
Unternehmensanleihe 3 (2012–2018)
Ende September 2012 hat die voestalpine AG erfolgreich eine weitere Anleihe, und zwar mit einem Volumen von 500 Mio. EUR und einer Verzinsung von 4 %, am Kapitalmarkt begeben. Die Anleihe wurde weitaus überwiegend von internationalen Investoren, vor allem aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien, gezeichnet. Die Ausgabe und Handelsaufnahme der Anleihe an der Luxemburger Börse erfolgte am 5. Oktober 2012. Einmal mehr bestätigt die Kursentwicklung am Sekundärmarkt das große Vertrauen der Anleihegläubiger in das Unternehmen – bis Ende Juni 2013 stieg der Kurs der Anleihe auf etwa 105 (% des Face Value).
Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/ Instituten erstellt:
- Baader Bank AG, München
- Banco Espirito Santo de Investimento, Lissabon
- Bank of America/Merrill Lynch, London
- Citigroup, London
- Commerzbank, Frankfurt
- Credit Suisse, London
- Deutsche Bank, London
- Erste Bank, Wien
- Exane BNP Paribas, Paris
- Goldman Sachs, London
- HSBC, London
- Jefferies, London
- JP Morgan, London
- Kepler Cheuvreux, Frankfurt
- MainFirst, Frankfurt
- Morgan Stanley, London
- Nomura, London
- Raiffeisen Centrobank, Wien
- Société Générale, Paris
- Steubing, Frankfurt
- UBS, London
Informationen zur Aktie
| Aktiennominale | 313.309.235,65 EUR, zerlegt in 172.449.163 Stückaktien |
|---|---|
| Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 30. Juni 2013 | 28.597 Stück |
| Aktiengattung | Stammaktien lautend auf Inhaber |
| Wertpapierkennnummer | 93750 (Börse Wien) |
| ISIN | AT0000937503 |
| Reuters | VOES.VI |
| Bloomberg | VOE AV |
Kurse (jeweils zum Tagesende)
| Börsenhöchstkurs April 2013 bis Juni 2013 | 28,35 EUR |
|---|---|
| Börsentiefstkurs April 2013 bis Juni 2013 | 22,34 EUR |
| Kurs zum 30. Juni 2013 | 27,13 EUR |
| Ausgabekurs IPO Oktober 1995 | 5,18 EUR |
| All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) | 66,11 EUR |
| Börsenkapitalisierung zum 30. Juni 2013* | 4.677.769.955,58 EUR |
| * Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien. |
| Geschäftsjahr 2012/13 | |
|---|---|
| Gewinn/Aktie | 2,61 EUR |
| Dividende/Aktie | 0,90 EUR |
| Buchwert/Aktie | 29,06 EUR |
| Terminvorschau 2013/14 | |
|---|---|
| Veröffentlichung 2. Quartal 2013/14 | 6. November 2013 |
| Veröffentlichung 3. Quartal 2013/14 | 11. Februar 2014 |
| Geschäftsbericht 2013/14 | 4. Juni 2014 |
| Hauptversammlung | 2. Juli 2014 |
| Ex-Dividenden-Tag | 7. Juli 2014 |
| Dividenden-Zahltag | 14. Juli 2014 |
voestalpine AG Finanzdaten zum 30.06.2013
Nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Konzernbilanz
Aktiva
| 31.03.2013 | 30.06.2013 | |
|---|---|---|
| A. Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 4.580,6 | 4.553,7 |
| Firmenwert | 1.470,2 | 1.469,6 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 320,9 | 323,6 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 156,4 | 151,3 |
| Andere Finanzanlagen | 109,2 | 96,1 |
| Latente Steuern | 343,6 | 333,3 |
| 6.980,9 | 6.927,6 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 2.876,9 | 2.925,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 1.655,5 | 1.694,9 |
| Andere Finanzanlagen | 473,3 | 425,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.092,7 | 698,2 |
| 6.098,4 | 5.744,3 | |
| Summe Aktiva | 13.079,3 | 12.671,9 |
Passiva
| 31.03.2013 | 30.06.2013 | |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 313,3 | 313,3 |
| Kapitalrücklagen | 472,5 | 467,0 |
| Hybridkapital | 993,2 | 993,2 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 3.228,9 | 3.310,9 |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.007,9 | 5.084,4 |
| Nicht beherrschende Anteile | 67,3 | 75,5 |
| 5.075,2 | 5.159,9 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen | 1.004,6 | 1.005,8 |
| Rückstellungen | 113,8 | 119,3 |
| Latente Steuern | 189,6 | 185,9 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.558,8 | 2.725,3 |
| 3.866,8 | 4.036,3 | |
| C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 612,2 | 532,2 |
| Steuerschulden | 60,8 | 78,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.324,6 | 734,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und sonstige Verbindlichkeiten | 2.139,7 | 2.131,0 |
| 4.137,3 | 3.475,7 | |
| Summe Passiva | 13.079,3 | 12.671,9 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| 01.04.–30.06.2012 | 01.04.–30.06.2013 | |
|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | ||
| Ergebnis nach Steuern | 144,9 | 138,6 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 151,9 | 160,8 |
| Veränderungen des Working Capital | 1,0 | –150,0 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 297,8 | 149,4 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –218,0 | –123,9 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 43,3 | –412,3 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
123,1 | –386,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenanfang | 677,2 | 1.092,7 |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | 0,1 | –7,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenende | 800,4 | 698,2 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 01.04.–30.06.20121 | 01.04.–30.06.2013 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.050,6 | 2.936,1 |
| Umsatzkosten | –2.433,3 | –2.317,8 |
| Bruttoergebnis | 617,3 | 618,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 83,6 | 69,1 |
| Vertriebskosten | –250,1 | –249,0 |
| Verwaltungskosten | –151,6 | –150,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –71,2 | –64,4 |
| EBIT | 228,0 | 223,3 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 5,1 | 3,4 |
| Finanzerträge | 20,4 | 11,7 |
| Finanzaufwendungen | –68,4 | –58,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 185,1 | 179,9 |
| Ertragsteuern | –40,2 | –41,3 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 144,9 | 138,6 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 125,2 | 119,1 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 1,7 | 1,5 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 18,0 | 18,0 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,74 | 0,69 |
| 1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst. | Mio. EUR |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| 01.04.–30.06.20121 | 01.04.–30.06.2013 | |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 144,9 | 138,6 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||
| Hedge Accounting | –0,1 | 3,2 |
| Währungsumrechnung | 3,7 | –57,7 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | 3,6 | –54,5 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 148,5 | 84,1 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 128,4 | 66,2 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 2,1 | –0,1 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 18,0 | 18,0 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 148,5 | 84,1 |
| 1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst. | Mio. EUR |
25
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| 1Q 2012/13 | 1Q 2013/14 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | Nicht be herrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht be herrschende Anteile |
Gesamt | |||
| Eigenkapital zum 01.04. | 4.765,9 | 70,4 | 4.836,3 | 5.007,9 | 67,3 | 5.075,2 | ||
| Gesamtergebnis in der Periode |
146,4 | 2,1 | 148,5 | 84,2 | –0,1 | 84,1 | ||
| Dividendenausschüttung | – | –6,6 | –6,6 | –1,7 | –1,7 | |||
| Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien |
1,2 | – | 1,2 | 1,6 | – | 1,6 | ||
| Zukauf nicht beherrschender Anteile |
– | 6,7 | 6,7 | |||||
| Dividendenausschüttung an Hybridkapitalbesitzer |
– | – | – | –8,9 | –8,9 | |||
| Sonstige Veränderungen | –5,3 | –5,3 | –0,4 | 10,0 | 9,6 | |||
| Eigenkapital zum 30.06. | 4.908,2 | 72,6 | 4.980,8 | 5.084,4 | 75,5 | 5.159,9 |
voestalpine AG Erläuternde Anhangangaben
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2013 für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 der voestalpine AG wurde nach den Bestimmungen des IAS 34 – Interim Financial Reporting erstellt. Die für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2012/13 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit folgenden Ausnahmen unverändert fortgeführt.
| Inhalt | Inkrafttreten1 |
|---|---|
| Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 1. Jänner 2013 |
| Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten |
1. Jänner 2013 |
| Ertragsteuern – Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte |
1. Jänner 2013 |
| Darstellung des Abschlusses – Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses |
1. Juli 2012 |
| Leistungen an Arbeitnehmer | 1. Jänner 2013 |
| Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (Improvementsprojekt 2009–2011) (Ausnahme: Änderungen im Zusammenhang mit IAS 32 bereits im Geschäftsjahr 2012/13 vorzeitig angewandt) |
1. Jänner 2013 |
Im Geschäftsjahr 2013/14 erstmals angewandte Änderungen oder Neufassungen von Standards
1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
IFRS 13 definiert den Begriff des beizulegenden Zeitwerts, steckt einen Rahmen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in einem einzigen IFRS ab und schreibt die Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vor. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 13 ergeben sich im Konzernzwischenabschluss der voestalpine AG zusätzliche Anhangangaben.
Durch die Änderungen des IFRS 7 wurden neue Angabevorschriften zur Saldierung von Finanzinstrumenten in die Bilanz aufgenommen. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der voestalpine AG zum 30. Juni 2013.
Die Änderungen des IAS 1 verlangen, dass die Posten des sonstigen Ergebnisses danach gruppiert werden, ob diese zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (recycled) werden oder nicht. Die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung wurde entsprechend angepasst.
Durch die Änderungen des IAS 19 wird die Korridormethode abgeschafft und es werden die Finanzierungsaufwendungen auf Nettobasis ermittelt. Weiters ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand künftig sofort ergebniswirksam zu erfassen und es werden erweiterte Anhangangaben im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen gefordert. Im voestalpine-Konzern wurden bereits bisher die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. In der voestalpine AG wird durch die Änderungen des IAS 19 eine Änderung bei der Bilanzierung der "expected return on plan assets" ausgelöst. Bis zum 31. März 2013 wurden im voestalpine-Konzern die "expected return on plan assets" in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Verträgen mit den Pensionskassen ausgewiesen, nunmehr werden diese vollständig im Finanzergebnis erfasst.
Aufgrund der Änderungen des IAS 19 wurde das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 durch folgende Korrekturbeträge in den betroffenen Posten rückwirkend angepasst:
| 01.04.–30.06.2012 | |
|---|---|
| Umsatzkosten | –1,1 |
| Vertriebskosten | –0,4 |
| Verwaltungskosten | –1,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –0,1 |
| Summe | –2,7 |
| Mio. EUR |
Korrekturbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Anwendung der übrigen neuen Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss. Für Fragen zu den verwendeten Aufstellungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. März 2013 verwiesen, welcher die Basis für diesen Zwischenabschluss darstellt.
Der Konzernzwischenabschluss ist in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Die vergleichenden Angaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (Stichtag: 30. Juni 2012).
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.
Konsolidierungskreis/Unternehmenserwerbe
Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
| Voll konsolidierung |
Quoten konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2013 | 291 | 2 | 12 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | 1 | ||
| Änderung der Konsolidierungsmethode | |||
| Zugänge | 5 | ||
| Abgänge | |||
| Umgründungen | –1 | ||
| Abgänge oder Veräußerung | –1 | ||
| Stand am 30.06.2013 | 295 | 2 | 12 |
| davon ausländische Gesellschaften | 235 | 6 |
In den Zugängen aus der Änderung der Konsolidierungsmethode ist ein Wertpapierdachfonds enthalten, der zum 1. April 2013 vollkonsolidiert wurde. Die Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss sind als unwesentlich zu erachten.
Erläuterung der Bilanz
Trotz Investitionen in Höhe von 175,8 Mio. EUR und Abschreibungen in Höhe von 143,0 Mio. EUR haben sich die langfristigen Vermögenswerte wechselkursbedingt von 6.980,9 Mio. EUR auf 6.927,6 Mio. EUR vermindert. Der Vorrätebestand erhöhte sich vor allem aufgrund von höheren Bestandsmengen gegenüber dem 31. März 2013 um 48,5 Mio. EUR. Per saldo haben sich die liquiden Mittel im Wesentlichen aufgrund von Fremdkapitalrückzahlungen von 1.092,7 Mio. EUR auf 698,2 Mio. EUR vermindert.
Das Grundkapital der voestalpine AG betrug zum 30. Juni 2013 313.309.235,65 EUR (30. Juni 2012: 307.132.044,75 EUR) und ist in 172.449.163 Aktien zerlegt (30. Juni 2012: 169.049.163). Zum Stichtag hielt die Gesellschaft 28.597 Stück eigene Aktien. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 wurden 62.032 Stück eigene Aktien verkauft.
Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe im Umfang von 1 Mrd. EUR mit einem Kupon von 7,125 % begeben, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 hat die voestalpine AG in Folge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR begeben. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 beträgt durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Die Nominale der Hybridanleihe 2007 und der Hybridanleihe 2013 beträgt insgesamt wieder 1 Mrd. EUR. Die Erlöse aus der Begebung der Hybridanleihen werden als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt.
Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 138,6 Mio. EUR hat zu einer Erhöhung des Eigenkapitals beigetragen. In der Hauptversammlung am 3. Juli 2013 wurde für das Geschäftsjahr 2012/13 eine Dividende in Höhe von 0,90 EUR je Aktie beschlossen, welche im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 zahlungswirksam wird.
Trotz der Abreifung von langfristigen Krediten und vorzeitigen Kredittilgungen haben sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund von Kreditaufnahmen auf 2.725,3 Mio. EUR erhöht.
Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung
Der Umsatz vom 1. April bis 30. Juni 2013 in Höhe von 2.936,1 Mio. EUR ist im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres (3.050,6 Mio. EUR) um 3,8 % gesunken. Das EBIT belief sich im
- Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 auf 223,3 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 228,0 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung des Finanzerfolges sowie Steuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 138,6 Mio. EUR gegenüber 144,9 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:
| 01.04.– 30.06.2012 | 01.04.– 30.06.2013 | |
|---|---|---|
| Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR) |
125,2 | 119,1 |
| Durchschnittlich gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (Mio.) |
168,8 | 172,4 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,74 | 0,69 |
Geschäftssegmente
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Geschäftssegmenten des voestalpine-Konzerns für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 bzw. 2012/131 :
1. Quartal 2013/14
| Steel Division 01.04.–30.06.2013 |
Special Steel Division 01.04.–30.06.2013 |
||
|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 989,8 | 682,8 | |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 918,0 | 668,6 | |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 71,8 | 14,2 | |
| EBITDA | 111,3 | 98,5 | |
| EBIT | 55,3 | 65,0 | |
| EBIT-Marge | 5,6 % | 9,5 % | |
| Segmentvermögen | 3.632,7 | 3.952,6 | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.805 | 12.884 |
1. Quartal 2012/131
| Steel Division 01.04.–30.06.2012 |
Special Steel Division 01.04.–30.06.2012 |
||
|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 999,8 | 735,7 | |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 930,6 | 720,6 | |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 69,2 | 15,1 | |
| EBITDA | 107,9 | 104,5 | |
| EBIT | 51,4 | 68,3 | |
| EBIT–Marge | 5,1 % | 9,3 % | |
| Segmentvermögen | 3.681,3 | 4.021,0 | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.459 | 12.348 | |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst; siehe Korrekturbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung.
| Summe Konzern 01.04.–30.06.2013 |
Überleitung 01.04.–30.06.2013 |
Sonstige 01.04.–30.06.2013 |
Metal Forming Division 01.04.–30.06.2013 |
Metal Engineering Division 01.04.–30.06.2013 |
|---|---|---|---|---|
| 2.936,1 | –477,7 | 376,4 | 597,9 | 766,9 |
| 2.936,1 | 0,0 | 2,2 | 590,7 | 756,6 |
| 0,0 | –477,7 | 374,2 | 7,2 | 10,3 |
| 366,3 | –3,6 | –20,7 | 68,5 | 112,3 |
| 223,3 | –3,7 | –22,6 | 46,1 | 83,2 |
| 7,6 % | 7,7 % | 10,8 % | ||
| 12.671,9 | –9.016,3 | 9.635,1 | 1.940,6 | 2.527,2 |
| 47.154 | 0 | 790 | 11.117 | 11.558 |
Mio. EUR
| Summe Konzern 01.04.–30.06.2012 |
Überleitung 01.04.–30.06.2012 |
Sonstige 01.04.–30.06.2012 |
Metal Forming Division 01.04.–30.06.2012 |
Metal Engineering Division 01.04.–30.06.2012 |
|---|---|---|---|---|
| 3.050,6 | –527,3 | 425,7 | 611,1 | 805,6 |
| 3.050,6 | 0,0 | 1,1 | 602,8 | 795,5 |
| 0,0 | –527,3 | 424,6 | 8,3 | 10,1 |
| 372,4 | 2,7 | –21,6 | 68,0 | 110,9 |
| 228,0 | 2,5 | –23,1 | 45,6 | 83,3 |
| 7,5 % | 7,5 % | 10,3 % | ||
| 12.905,1 | –9.030,0 | 9.765,3 | 1.941,8 | 2.525,7 |
| 46.075 | 0 | 705 | 11.272 | 11.291 |
In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:
EBITDA
| 01.04.– 30.06.2012 | 01.04.– 30.06.2013 | |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | 2,2 | –3,2 |
| Konsolidierung | –1,1 | –0,4 |
| Sonstiges | 1,6 | 0,0 |
| EBITDA – Summe Überleitung | 2,7 | –3,6 |
Mio. EUR
EBIT
| 01.04.– 30.06.2012 | 01.04.– 30.06.2013 | |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | 2,2 | –3,2 |
| Konsolidierung | –1,1 | –0,4 |
| Sonstiges | 1,4 | –0,1 |
| EBIT – Summe Überleitung | 2,5 | –3,7 |
| Mio. EUR |
Alle übrigen Kennzahlen enthalten im Wesentlichen nur Konsolidierungseffekte.
Erläuterung der Kapitalflussrechnung
Der Cashflow aus dem Ergebnis in Höhe von 299,4 Mio. EUR ist im Vergleich zum 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (296,8 Mio. EUR) annähernd gleichgeblieben. Unter Berücksichtigung der Working Capital-Veränderung ergibt sich ein Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von 149,4 Mio. EUR – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (297,8 Mio. EUR) bedeutet dies einen signifikanten Rückgang. Nach Abzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 123,9 Mio. EUR sowie unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von –412,3 Mio. EUR (im Wesentlichen Fremdkapitalrückzahlungen) ergibt sich eine Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vor Währungsdifferenzen) von –386,8 Mio. EUR.
Erläuterung zu Finanzinstrumenten
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten je Klasse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber:
| 30.06.2012 | 30.06.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Buchwerte | Zeitwerte | Buchwerte | Zeitwerte | |
| Aktiva | ||||
| Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
2.591,4 | 2.591,4 | 2.405,7 | 2.405,7 |
| Finanzinstrumente, die zum Zeitwert bewertet werden |
594,8 | 594,8 | 509,4 | 509,4 |
| 3.186,2 | 3.186,2 | 2.915,1 | 2.915,1 | |
| Passiva | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
6.054,0 | 5.891,3 | 5.579,6 | 5.667,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Zeitwerten | 41,3 | 41,3 | 15,7 | 15,7 |
| 6.095,3 | 5.932,6 | 5.595,3 | 5.683,5 | |
| Mio. EUR |
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, die die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet. Die drei Stufen sind wie folgt definiert:
Eingangsparameter
| Stufe 1 | umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann. |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 2 | umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. |
||||
| Stufe 3 | umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld. |
Hierarchiestufen für regelmäßige Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| 30.06.2012 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 41,8 | 41,8 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 485,9 | 485,9 | ||
| Übrige | 67,1 | 67,1 | ||
| 485,9 | 41,8 | 67,1 | 594,8 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 41,3 | 41,3 | ||
| 0,0 | 41,3 | 0,0 | 41,3 | |
| 30.06.2013 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 13,5 | 13,5 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 432,7 | 432,7 | ||
| Übrige | 63,2 | 63,2 | ||
| 432,7 | 13,5 | 63,2 | 509,4 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 15,7 | 15,7 | ||
| 0,0 | 15,7 | 0,0 | 15,7 | |
| Mio. EUR |
Die zugrunde liegenden Vermögenswerte des im Geschäftsjahr 2013/14 erstkonsolidierten Wertpapierdachfonds werden im Rahmen der "Fair Value-Option" ausgewiesen.
Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgröße für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungsund Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen Stufe 1 und Stufe 2 sowie keine Umgruppierungen in oder aus Stufe 3 vorgenommen. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:
| Stufe 3 – Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2012 | 01.04.–30.06.2013 | |
|---|---|---|
| Anfangsbestand | 66,9 | 63,7 |
| Zugänge | 0,2 | 0,8 |
| Abgänge | 0,0 | –1,3 |
| Endbestand | 67,1 | 63,2 |
| Mio. EUR |
In Stufe 3 sind sonstige Beteiligungen enthalten, die gemäß IAS 39 zum Fair Value zu bewerten sind. Da der Fair Value nicht bei allen sonstigen Beteiligungen verlässlich bestimmbar ist, werden als Näherungswert die Anschaffungskosten fortgeführt. Die Anschaffungskosten (sowohl in der laufenden Berichtsperiode als auch im Vorjahr) entsprechen entweder dem Fair Value oder die Abweichungen sind unwesentlich. Die für Vergleichszwecke angestellte dahinterliegende Fair Value-Berechnung basiert auf markt wertorientierten bzw. kapitalwertorientierten
Bewertungsverfahren. Als Inputfaktoren dienen Buchwert-Multiples vergleichbarer börsennotierter Unternehmen und – sofern verfügbar – Planungsrechnungen.
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.
Saison- und Konjunktureinflüsse
Wir verweisen auf die entsprechenden Erläuterungen im Zwischenlagebericht.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit bestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen mit assoziierten Gesellschaften des Konzerns. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.
Es gab keine Veränderungen bei Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die im letzten Jahresfinanzbericht dargelegt wurden und die die Finanzlage oder das Geschäftsergebnis des Unternehmens während der ersten drei Monate des aktuellen Geschäftsjahres wesentlich beeinflusst haben.
Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2012/13 angesetzte Rückstellung in Höhe von insgesamt 204,4 Mio. EUR wurde zum 30. Juni 2013 im Wesentlichen um die Schadenersatzzahlung an die Deutsche Bahn für direkte Schienenlieferungen reduziert. Im Teilkomplex "Privatmarkt" hat das deutsche Bundeskartellamt am 23. Juli 2013 gegen die voestalpine ein Bußgeld in Höhe von 6,4 Mio. EUR für Weichenlieferungen an Kunden in Deutschland verhängt (siehe Zwischenlagebericht). Die verbleibende Rückstellung wird weiterhin als angemessen erachtet.
Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß IAS 37.92 detaillierte Angaben zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
Ereignisse nach der Berichtsperiode
Es sind keine wesentlichen Ereignisse (mit Ausnahme der Ausführungen im Zusammenhang mit dem Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial) nach der Berichtsperiode bekannt.
Impressum Eigentümer und Medieninhaber: voestalpine AG, voestalpine-Straße 1, 4020 Linz Herausgeber und Redaktion: voestalpine AG, Corporate Communications T. +43/50304/15-2090, F. +43/50304/55-8981, [email protected], www.voestalpine.com Gestaltung, Realisierung: gugler* brand, St. Pölten
voestalpine AG
voestalpine-Straße 1 4020 Linz, Austria T. +43/503 04/15-0 F. +43/503 04/55-DW www.voestalpine.com