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voestalpine AG — Earnings Release 1998
Nov 20, 1998
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Earnings Release
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News Details
Ad-hoc | 20 November 1998 10:30
Ad hoc-Service: VOEST-Alpine Stahl AG
—————————————————————— Ad hoc-Service: VOEST-Alpine Stahl AG Ad hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich. —————————————————————————— 2 VOEST-ALPINE STAHL KONZERN: BEACHTLICHES ERGEBNIS IN KRISENHAFTEM UMFELD In einer bisher noch nie dagewesenen Dynamik ist die Entwicklung am europäischen Stahlmarkt in den vergangenen Wochen ins Negative gekippt. Trotz dieses sehr schwierigen Umfeldes erwartet die börsennotierte VOEST-ALPINE STAHL AG für das Geschäftsjahr 1998/99 nach wie vor ein Ergebnis, das über jenem des vergangenen Jahres liegen wird. Die Gründe dafür: In einer prompten Reaktion auf die sich verschlechternde Marktsituation hat der VOEST-ALPINE STAHL Konzern seine Bemühungen zur Optimierung der Kostenstruktur nochmals verstärkt. Zusätzlich zu den seit Jahren laufenden konsequenten Kosteneinsparungen im laufenden Wirtschaftsjahr 500 Mio. ATS – werden neue Reduktionspotentiale untersucht. Überdies können jetzt die Kostenvorteile aus den offensichtlich zum richtigen Zeitpunkt erfolgten Investitionen der letzten 3 Jahre voll genutzt werden. Zum dritten wurde und wird konsequent in Aktivitäten zur Verlängerung der Wertschöpfungskette investiert, die die Zyklizität der Gruppe dämpfen. Im ersten Halbjahr wurde dazu die Übernahme des britischen Profilherstellers METSEC plc sowie die Beteiligung am österreichischen Weichenproduzenten VAE fixiert. Die Bilanz über das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 1998/99 ist beachtlich: Der konsolidierte Konzernumsatz betrug 18.136 Mio. ATS (plus 8 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres), der EBIT (Betriebserfolg) 1.480 Mio. ATS (plus 56 %), das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.379 Mio. ATS (plus 57 %) und der Periodenüberschuß 1.328 Mio ATS (plus 73 Prozent). Der Betriebserfolg vor Abschreibungen (EBITD) belief sich auf 2.748 Mio ATS (plus 31 %). Die VOEST-ALPINE STAHL-Gruppe beschäftigte zum 30. September 1998 14.424 Mitarbeiter (31. März 1998: 14.416 Mitarbeiter jeweils ohne Lehrlinge). Die Trendwende am internationalen Stahlmarkt Durch die Krisen in Südostasien und Rußland sowie zunehmende Finanzprobleme in Südamerika kam die europäische Stahlindustrie im 2. und 3. Quartal 1998 zum Teil massiv unter Druck. Die globalen Auswirkungen davon sind ein weltweites Überangebot an Stahl, die Umleitung von Stahlmengen aus den Krisengebieten in die Europäische Union und die USA sowie ein Preisverfall im Commodity Bereich seit Frühsommer und ein zunehmender Preisdruck bei höheren Qualitäten. Dies führte bereits zu Antidumping-Maßnahmen in den USA und erstmals in der Europäischen Union, einem drastischen Kursverfall der Stahlwerte und jüngsten Insolvenzverfahren von Stahlunternehmen in der EU. Konkret war das 3. Kalenderquartal in der westeuropäischen Stahlindustrie durch einen dramatischen Preisverfall und zunehmende Auslastungsprobleme bei einer Reihe von Stahlherstellern geprägt. Die Tatsache, daß Europa 1998 zum ersten Mal Stahlnettoimporteur und Südostasien erstmals eine Exportregion sein werden, bringt die Dramatik der aktuellen Situation zum Ausdruck. Erfreulicher Geschäftsverlauf trotz schwierigem Umfeld Der VOEST-ALPINE STAHL-Konzern hat im 1. Halbjahr 1998/99 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen eine sehr erfreuliche Entwicklung genommen. Der Konzern erzeugte in diesem Zeitraum 2,330.000 Tonnen Rohstahl nach 1,193.000 Tonnen im 1. Quartal. Die Rohstahlproduktion am Standort Linz belief sich dabei auf 1,770.000 Tonnen (minus 2,2 % gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr). Im Werk Donawitz wurden 560.000 Tonnen Rohstahl (minus 11,7 %) erzeugt. Der Rückgang in Linz ist auf einen mehrtägigen Produktionsausfall infolge eines Brandes zurückzuführen, in Donawitz waren planmäßige Stillstände zur Zustellung eines Hochofens bzw. der Umbau auf die neue CPE- Nahtlosrohranlage in Kindberg verantwortlich. Die geringere Rohstahlproduktion wurde durch Zukäufe von Halbzeug überkompensiert. Die Versandmenge des Konzerns für die 1. Hälfte dieses Geschäftsjahres liegt daher mit 2,310.000 Tonnen um 2,2 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Vom 1. auf das 2. Quartal des Geschäftsjahres erfolgte für den VOEST-ALPINE STAHL-Konzern eine Trendumkehr bei den Preisen. Das Gesamtniveau gab um etwas mehr als 1 % nach, wobei sich die Preisreduktionen im wesentlichen auf Warmbreitband, Grobblech, Kaltband, einfachen Walzdraht und Ölfeldrohre konzentrierten. Ende der Mitteilung