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voestalpine AG — Annual Report 2016
Jun 1, 2017
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Annual Report
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JAHRESFINANZ-BERICHT 2016/17
ENTWICKLUNG DER KENNZAHLEN
| Mio. EUR | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15 | 2015/16 | 2016/17 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | 11.524,4 | 11.077,2 | 11.189,5 | 11.068,7 | 11.294,5 |
| EBITDA | 1.431,3 | 1.374,0 | 1.530,1 | 1.583,4 | 1.540,7 |
| Abschreibungen | 588,2 | 585,6 | 643,9 | 694,6 | 717,4 |
| EBIT | 843,1 | 788,4 | 886,2 | 888,8 | 823,3 |
| Ergebnis vor Steuern | 654,7 | 640,8 | 739,0 | 751,3 | 699,9 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 521,9 | 503,4 | 595,0 | 602,1 | 527,0 |
| Bilanz | |||||
| Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und |
|||||
| Beteiligungen | 851,5 | 936,0 | 1.177,8 | 1.310,9 | 1.011,4 |
| Eigenkapital | 5.075,3 | 5.261,6 | 5.115,0 | 5.651,6 | 6.060,3 |
| Nettofinanzverschuldung | 2.259,2 | 2.421,4 | 2.978,1 | 3.079,9 | 3.221,1 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) |
44,5 % | 46,0 % | 58,2 % | 54,5 % | 53,2 % |
| Finanzkennzahlen | |||||
| EBITDA-Marge | 12,4 % | 12,4 % | 13,7 % | 14,3 % | 13,6 % |
| EBIT-Marge | 7,3 % | 7,1 % | 7,9 % | 8,0 % | 7,3 % |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 10,4 % | 9,3 % | 10,0 % | 9,2 % | 8,1 % |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 1.321,9 | 934,6 | 1.119,9 | 1.282,2 | 1.150,4 |
| Aktienkennzahlen | |||||
| Aktienkurs Ende Geschäftsjahr (EUR) | 23,96 | 31,91 | 34,10 | 29,41 | 36,90 |
| Dividende je Aktie (EUR) | 0,90 | 0,95 | 1,00 | 1,05 | 1,102 |
| Börsenkapitalisierung Ende Geschäftsjahr |
4.128,8 | 5.501,1 | 5.878,7 | 5.143,5 | 6.506,2 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien zum 31.03. |
172.358.534 | 172.420.566 | 172.420.566 | 174.920.566 | 176.320.566 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 2,61 | 2,59 | 3,18 | 3,35 | 2,84 |
| Personal | |||||
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende Geschäftsjahr |
46.351 | 47.485 | 47.418 | 48.367 | 49.703 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
2 Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.
KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK
voestalpine-KONZERN
| Mio. EUR | 2015/16 | 2016/17 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 11.068,7 | 11.294,5 | 2,0 |
| EBITDA | 1.583,4 | 1.540,7 | –2,7 |
| EBITDA-Marge | 14,3 % | 13,6 % | |
| EBIT | 888,8 | 823,3 | –7,4 |
| EBIT-Marge | 8,0 % | 7,3 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 48.367 | 49.703 | 2,8 |
voestalpine-DIVISIONEN
| Steel | High Perfor mance Metals |
Metal Engineering |
Metal Forming |
|---|---|---|---|
| 2.426,1 | |||
| 210,7 | |||
| 6,7 % | 9,4 % | 7,5 % | 8,7 % |
| 10.898 | 13.733 | 13.157 | 11.073 |
| 3.912,4 263,2 |
2.697,9 252,7 |
2.684,6 200,8 |
UMSATZ Mio. EUR
EBIT
Mio. EUR
EBITDA
Mio. EUR
ROCE Return on Capital Employed
in %
Den aktuellen Geschäftsbericht finden Sie auch als Onlineversion auf unserer Website www.voestalpine.com
HIGHLIGHTS 2016/17
- » Europäische Konjunkturentwicklung 2016/17 gegenüber politischen Risiken überraschend resistent.
- » Moderater Wachstumstrend in Europa und Nordamerika, in Europa gegen Ende des Geschäftsjahres mit Aufwärts-, in Nordamerika mit Abwärtstrend, China im Jahresverlauf wieder auf solidem Wachstumskurs, Trendwende in Brasilien neuerlich verschoben.
- » Anhaltend starke Automobilkonjunktur, Konsumgüterbereich und Luftfahrt stabil auf hohem Niveau, Eisenbahninfrastruktur im 2. Halbjahr schwächer, gleichzeitig Erholungstendenzen bei Öl und Gas.
- » Ergebnisentwicklung mit im Jahresverlauf steigender Tendenz, letztes Quartal herausragend.
- » voestalpine-Konzern mit um 2,0 % gestiegenen Umsatzerlösen von 11.069 Mio. EUR im Vorjahr auf 2016/17 11.295 Mio. EUR.
- » Operatives Ergebnis (EBITDA) verringert sich aufgrund positiver Einmaleffekte im Vorjahr um 2,7 % von 1.583 Mio. EUR auf 1.541 Mio. EUR, bereinigtes EBITDA steigt um 6,6 % von 1.446 Mio. EUR auf aktuell 1.541 Mio. EUR.
- » Betriebsergebnis (EBIT) sinkt infolge letztjähriger positiver Einmaleffekte um 7,4 % von 889 Mio. EUR auf 823 Mio. EUR, bereinigtes EBIT legt um 3,1 % von 814 Mio. EUR auf 840 Mio. EUR zu.
- » Bereinigte EBITDA-Marge steigt von 13,1 % auf 13,6 %, bereinigte EBIT-Marge stabil bei 7,4 %.
- » Ergebnis vor Steuern sinkt um 6,8 % von 751 Mio. EUR auf 700 Mio. EUR; ohne Sondereffekte Anstieg um 5,9 % von 677 Mio. EUR auf 717 Mio. EUR.
- » Ergebnis nach Steuern verringert sich von 602 Mio. EUR auf 527 Mio. EUR (–12,5 %); ohne Sondereffekte Verbesserung von 510 Mio. EUR auf 539 Mio. EUR (+5,8 %).
- » Eigenmittel erreichen mit mehr als 6 Mrd. EUR All-Time-High.
- » Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung gemessen am Eigenkapital) verbessert sich im Jahresvergleich von 54,5 % auf 53,2 %.
- » Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung: 1,10 EUR je Aktie (Vorjahr 1,05 EUR je Aktie) seit fünf Jahren kontinuierlich steigende Dividendenzahlungen.
- » Direktreduktionsanlage in Texas, USA, seit April 2017 im Normalbetrieb.
INHALTS-VERZEICHNIS
UNTERNEHMEN
- 5 Highlights
- 8 voestalpine weltweite Präsenz
- 10 voestalpine-Konzern im Überblick
- 12 Der Aufsichtsrat der voestalpine AG
- 14 Der Vorstand der voestalpine AG
- 16 Brief des Vorstandes
- 18 Investor Relations
- 22 Konsolidierter Corporate Governance-Bericht 2016/17
- 29 Compliance
LAGEBERICHT
- 31 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
- 36 Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren des voestalpine-Konzerns
- 42 Ereignisse von besonderer Bedeutung im Jahresverlauf
- 44 Investitionen
- 46 Akquisitionen
- 47 Mitarbeiter
- 50 Rohstoffe
- 52 Forschung und Entwicklung
- 55 Umwelt
- 58 Bericht über die Risiken des Unternehmens
- 63 Bestand an eigenen Aktien
- 64 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen
- 66 Ausblick
DIVISIONSBERICHTE
- 68 Steel Division
- 72 High Performance Metals Division
- 76 Metal Engineering Division
- 82 Metal Forming Division
voestalpine AG KONZERNABSCHLUSS
- 87 Bericht des Aufsichtsrates
- 88 Konzernbilanz
- 90 Konzern-Kapitalflussrechnung
- 91 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 92 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
- 94 Anhang zum Konzernabschluss
- 190 Bestätigungsvermerk
- 197 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
- 198 Beteiligungen
voestalpine AG JAHRESABSCHLUSS
- 213 Lagebericht
- 238 Bilanz zum 31.03.2017
- 240 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2016 bis 31.03.2017
- 242 Anlagenspiegel zum 31.03.2017
- 244 Anhang zum UGB-Abschluss der voestalpine AG 2016/17
- 263 Bestätigungsvermerk
- 269 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
SERVICE
- 271 Glossar
- 272 Kontakt, Impressum
Aus Gründen der vereinfachten Lesbarkeit wurde von einer geschlechtsneutralen Schreibweise der auf natürliche Personen bezogenen Bezeichnungen Abstand genommen. Sämtliche in diesem Geschäftsbericht angeführte Mengenangaben in Tonnen beziehen sich auf metrische Tonnen (1.000 kg).
voestalpine WELTWEITE PRÄSENZ
Präsent in über 50 Ländern als weltweit führender Anbieter in der Fertigung, Verarbeitung und Weiterentwicklung von anspruchsvollen Stahlprodukten, insbesondere für technologieintensive Branchen wie Automotive, Bahn und Luftfahrt sowie Energie. In 500 Konzerngesellschaften und -standorten in über 50 Ländern auf allen 5 Kontinenten. Mit einem Umsatz von 11,3 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2016/17 und einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Mrd. EUR.
JAHRESFINANZBERICHT 2016/17 9
voestalpine-KONZERN IM ÜBERBLICK
Der voestalpine-Konzern ist in vier Divisionen gegliedert, die mit ihren Produktportfolios jeweils zu den führenden Anbietern in Europa oder weltweit gehören.
STEEL DIVISION
WELTWEITE QUALITÄTSFÜHRERSCHAFT
Globale Qualitätsführerschaft bei höchstwertigem Stahlband und weltweit führende Position bei Grobblech für anspruchsvollste Anwendungen sowie bei Großturbinengehäusen.
33 % DES KONZERNUMSATZES
| Umsatzerlöse (Mio. EUR) | 3.912,4 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 263,2 |
| EBIT-Marge | 6,7 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.898 |
Die voestalpine Steel Division ist strategischer Partner für Europas namhafte Automobilhersteller und große Automobilzulieferer. Darüber hinaus ist sie einer der größten Lieferanten an die europäische Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie sowie an den Maschinenbau. Für den Energiebereich fertigt sie Grobbleche, welche in der Öl- und Gasindustrie bei Anwendungen unter extremen Bedingungen – etwa für Tiefsee-Pipelines oder im Dauerfrostbereich – eingesetzt werden. Die Division ist darüber hinaus weltweit führend im Guss von Großturbinengehäusen.
HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION
WELTWEITE FÜHRERSCHAFT
Weltweite Führerschaft im Werkzeugstahl, führende Position bei Schnellarbeitsstahl und Spezialschmiedeteilen.
23 % DES KONZERNUMSATZES
| Umsatzerlöse (Mio. EUR) | 2.697,9 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 252,7 |
| EBIT-Marge | 9,4 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 13.733 |
Die voestalpine High Performance Metals Division (vormals Special Steel Division) ist global führender Hersteller von metallischen Hochleistungswerkstoffen (High Performance Metals), welche spezifisch entwickelte Materialeigenschaften bezüglich Verschleißfestigkeit, Schleifbarkeit und Zähigkeit aufweisen. Abnehmer dieser Werkstoffe sind die Automobil- und Konsumgüterindustrie im Bereich Werkzeugstahlanwendungen sowie der Kraftwerksbau und die Öl- und Gasindustrie im Bereich von Spezialkomponenten. Die Division ist auch führender Lieferant von Schmiedeteilen für die Luftfahrt und die Energieerzeugungsindustrie.
WELTWEITE FÜHRERSCHAFT
Weltmarktführer in der Weichentechnologie, europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht, führende Position bei Nahtlosrohren für Spezialanwendungen und hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen.
23 % DES KONZERNUMSATZES
| Umsatzerlöse (Mio. EUR) | 2.684,6 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 200,8 |
| EBIT-Marge | 7,5 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 13.157 |
Die voestalpine Metal Engineering Division hat sich mit ihren ultralangen kopfgehärteten HSH©- Schienen mit Längen bis zu 120 m am weltweiten Eisenbahnmarkt eine führende Position erarbeitet. Die Division ist darüber hinaus weltweit größter Anbieter von höchstentwickelten Weichensystemen sowie Streckenmonitoring-Equipment für alle Bahneinsatzbereiche. Darüber hinaus nimmt sie führende Positionen bei veredeltem Draht, anspruchsvollen Nahtlosrohren für die weltweite Öl- und Gasindustrie sowie hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen ein.
METAL FORMING DIVISION
WELTWEITE FÜHRERSCHAFT
Globaler Marktführer in definierten hochqualitativen technologieintensiven Nischen für Metallverarbeitungslösungen mit einem weltweiten Netzwerk und Service.
21 % DES KONZERNUMSATZES
| Umsatzerlöse (Mio. EUR) | 2.426,1 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 210,7 |
| EBIT-Marge | 8,7 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.073 |
Die voestalpine Metal Forming Division ist das Kompetenzzentrum der voestalpine für hochentwickelte Profil-, Rohr- und Präzisionsbandstahlprodukte sowie für einbaufertige Systemkomponenten aus Press-, Stanz- und rollprofilierten Teilen, die in einer Vielzahl von Branchen, insbesondere im Premium-Automotive-Bereich, Einsatz finden. Mit der branchenweit einzigartigen Verbindung von Werkstoffexpertise und Verarbeitungskompetenz sowie einer weltweiten Präsenz ist die Division der Partner erster Wahl für innovations- und qualitätsorientierte Kunden.
DER AUFSICHTSRAT DER voestalpine AG
Dr. Joachim Lemppenau Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 07.07.1999 Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg
Dr. Heinrich Schaller
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 04.07.2012) Erstbestellung: 04.07.2012 Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Oberbank AG, Linz
Dr. Hans-Peter Hagen
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 04.07.2007 Geschäftsführer der BALDUS Consulting GmbH, Wien
Dr. Michael Kutschera, MCJ. (NYU)
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien
Prof. (em) Dr. Helga Nowotny, Ph.D.
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 02.07.2014 Präsidentin a. D. des European Research Council
Mag. Dr. Josef Peischer
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz
Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte
Vom Betriebsrat entsandt:
Josef Gritz
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2000 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl Donawitz GmbH, Donawitz
Brigitta Rabler
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.05.2013 Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Hans-Karl Schaller
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.09.2005 Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz
Gerhard Scheidreiter
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2012 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg
DER VORSTAND DER voestalpine AG
v.l.n.r.: Robert Ottel, Franz Rotter, Wolfgang Eder, Herbert Eibensteiner, Peter Schwab, Franz Kainersdorfer
Dr. Wolfgang Eder
geboren 1952, Mitglied des Vorstandes seit 1995, Vorsitzender des Vorstandes seit 2004
» Zugeordnete Konzernfunktionen: Konzernentwicklung einschließlich Rohstoffstrategie; F&E- und Innovationstrategie; Corporate Human Resources; Konzernkommunikation und Marktauftritt; Compliance; Recht; M&A; Strategisches Umweltmanagement; Investor Relations; Revision
Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner
geboren 1963, Mitglied des Vorstandes seit 2012, Leitung der Steel Division » Zugeordnete Konzernfunktion: Informationstechnologie
Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer
geboren 1967, Mitglied des Vorstandes seit 2011, Leitung der Metal Engineering Division » Zugeordnete Konzernfunktion: Langfristige Energieversorgung des Konzerns
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA
geboren 1967, Mitglied des Vorstandes seit 2004, Leitung des Ressorts Finanzen
» Zugeordnete Konzernfunktionen: Bilanzen; Controlling einschließlich Beteiligungscontrolling; Konzern-Treasury; Steuern; Managementinformationssysteme; Risikomanagement
Dipl.-Ing. Franz Rotter
geboren 1957, Mitglied des Vorstandes seit 2011, Leitung der High Performance Metals Division » Zugeordnete Konzernfunktionen: Beschaffungsstrategie; Health & Safety
Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab, MBA
geboren 1964, Mitglied des Vorstandes seit 2014, Leitung der Metal Forming Division
BRIEF DES VORSTANDES
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielleicht sind es ja nur alternative Fakten, die uns zum Eindruck veranlassen, dass die europäische Wirtschaft sich derzeit in einer Breite, einem Tempo und einer Intensität entwickelt, wie viele das nur aus "Vor-Lehman-Zeiten" in Erinnerung haben. Wo bleibt die disruptive Wahrheit, die uns auf den Boden der Realität zurückholt, was ist mit Brexit, was mit den Auseinandersetzungen um die Krim, was mit Syrienkrieg, IS-Terror und Immigrationschaos, mit protektionistischem Nationalismus und EU-Bashing? Wie verträgt sich das alles mit Wirtschaftswachstum und leisem Optimismus in Sachen "Zukunft Europas"? Verdrängen Unternehmen, Wirtschaftsgurus und ihre Epigonen die politische Realität? Leugnen sie die Fakten?
Wohl nicht, aber sie sehen vielleicht auch andere Entwicklungen, andere Fakten als nur jene, die für einfach zu verkündende Schlagzeilen sorgen. Sie sehen in Europa – möglicherweise bewusster als andere – Länder, die sich ernsthaft bemühen, ihre Finanzen wieder in Ordnung zu bringen, sie sehen steigende Beschäftigung und sinkende Jugendarbeitslosigkeit in immer mehr europäischen Staaten, eine wachsende Investitionsbereitschaft von Unternehmen und Konsumenten, aber auch zunehmend tragfähigere Wirtschaftsstrukturen in den früheren osteuropäischen Ländern, und sie sehen möglicherweise noch einiges mehr. Und da gibt es vielleicht noch etwas, langfristig wichtiger als alles andere, nämlich einen wieder steigenden Glauben an die Zukunft Europas – gestärkt durch Wahlergebnisse, die dies bestätigen oder zumindest zu bestätigen scheinen, und nicht zuletzt auch gestärkt durch immer mehr junge Menschen, in deren Selbstverständnis Europa und nicht irgendein vergleichsweise enger Nationalstaat die Heimat ist.
Es scheint tatsächlich so, dass heute, anders als in der Vergangenheit, insofern eine gewisse Emanzipation der Wirtschaft gegenüber der Politik stattfindet, als politische Probleme nicht mehr gleichsam automatisch wirtschaftliche nach sich ziehen müssen, sich "die Wirtschaft", die Unternehmen ihr eigenes Bild von der Realität machen und sich dann auch entsprechend verhalten. Das heißt aber – um auf den Beginn zurückzukommen – sicher nicht, alternative Fakten zu schaffen, sondern für sich die Freiheit in Anspruch zu nehmen, verstärkt einen eigenständigen Zugang zur Realität zu entwickeln und auch demgemäß zu handeln. Diese – wenn man so will – zunehmende Eigenständigkeit der Wirtschaft gegenüber der Politik hat aber auch noch eine andere Triebfeder: das Bewusstsein und die Überzeugung, dass nur ein weitgehend geeintes Europa langfristig in der Lage sein wird, seine Interessen sowohl im ökonomischen als auch im geopolitischen Spiel der Kräfte gegenüber den anderen Spielern durchzusetzen. Die Wirtschaft signalisiert mit ihrem Verhalten letztlich, dass politische Risiken und Vorwände per se kein Grund sein sollten, nicht an die Zukunft eines gemeinsamen Europa zu glauben. Es braucht allerdings die richtigen Rahmenbedingungen. Ein Europa, das auch künftig aus einer bloßen Ansammlung von Nationalstaaten besteht, wird am Ende des Tages nicht die notwendige Kraft dafür aufbringen, sie zu schaffen. Ohne Grundkonsens über diese Rahmenbedingungen und damit den langfristigen Weg Europas, der dann auch von allen Beteiligten konsequent gelebt wird, fehlt aber der Wirtschaft das im internationalen Wettbewerb letztlich unverzichtbare Backup eines starken politischen Partners. Dabei geht es gar nicht so sehr um die direkte politische Intervention, sondern einfach darum, dem Bewusstsein des Gegenübers zu signalisieren, dass da mehr ist als ökonomische Kompetenz.
Für die voestalpine bedeutet diese Entwicklung eine Bestätigung der Richtigkeit ihrer Strategie: Europa bleibt bei aller Unsicherheit über die künftigen politischen Rahmenbedingungen wirtschaftliche Heimatbasis unseres Konzerns. Im Interesse einer langfristig möglichst ausgewogenen Verteilung der politischen und wirtschaftlichen Risiken stellt sich die konsequente weitere Internationalisierung aber ohne wirkliche Alternative dar. Ziel muss es aus unserer Sicht am Ende des Tages bleiben, das unternehmerische Risiko je zur Hälfte auf Europa und die übrige Welt aufzuteilen. Wir fühlen uns und den voestalpine-Konzern damit gut aufgehoben.
Linz, 24. Mai 2017
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer
INVESTOR RELATIONS
voestalpine AG IM VERGLEICH ZU ATX UND INTERNATIONALEN INDIZES
Veränderungen gegenüber Ultimo März 2016 in %
KURSVERLAUF DER voestalpine-AKTIE
Trotz zahlreicher geopolitischer Unsicherheiten entwickelten sich die internationalen Aktienmärkte im Geschäftsjahr 2016/17 durchaus erfreulich. Kam es nach dem Brexit-Votum in Großbritannien Ende Juni 2016 kurzfristig zu teilweise erheblichen Kurseinbrüchen, lösten andere politische Ereignisse – etwa die im Rahmen eines Referendums abgelehnte Verfassungsreform und die daraus entstandene Regierungskrise in Italien – auf den Kapitalmärkten nur geringe Effekte aus. Auch der überraschende Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA führte entgegen ursprünglichen Befürchtungen nicht zu erheblichen Kursverlusten auf den weltweiten Aktienmärkten, sondern markierte ganz im Gegenteil den Beginn einer Aufwärtsbewegung nicht nur an den US-Börsen, sondern auch in Europa. Obwohl die im Wahlkampf thematisierte wirtschaftliche Abschottung der USA ein Risiko nicht zuletzt für die exportorientierte europäische Industrie darstellt, richtete sich das Augenmerk der Investoren offensichtlich in erster Linie auf die vom neuen US-Präsidenten in Aussicht gestellten umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen und deren erhoffte positive Wachstumseffekte.
Die globale Wirtschaftsentwicklung war im Verlauf des Kalenderjahres 2016 so wie auch in den ersten Monaten 2017 durch eine zunehmende Erholung in den wichtigsten Regionen der Welt geprägt. Hauptverantwortlich dafür waren einerseits ein sich im Jahresverlauf stabilisierendes Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft und andererseits ein über den Erwartungen liegender Aufwärtstrend in Europa. Sektorspezifisch machte sich ab Herbst 2016 eine zunehmend positive Grundstimmung in Bezug auf sich verbessernde
Stahlpreise breit, getrieben durch steigende Rohstoffkosten und optimistischere Konjunkturerwartungen, aber auch durch eine zusehends restriktivere Haltung der EU-Kommission in Bezug auf nicht wettbewerbskonforme Stahlimporte. In diesem Umfeld verzeichnete die voestalpine-Aktie in den ersten sechs Monaten 2016/17 insgesamt eine von erheblicher Volatilität geprägte Seitwärtsbewegung. In der 2. Hälfte des Geschäftsjahres konnte die Aktie zunächst deutlich zulegen, musste allerdings gegen Ende der Periode einen Teil der Kurszuwächse wieder abgeben. In Summe verblieb für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Anstieg von 29,78 EUR (per 1. April 2016) auf 36,90 EUR (per 31. März 2017) ein Plus von 23,9 %, womit die Performance der voestalpine-Aktie geringfügig über jener des ATX zu liegen kam. Die Vergleichsindizes STOXX Index Europe und Dow Jones Industrial konnten hingegen deutlich übertroffen werden.
| ISIN-Nummer | Emissions volumen |
Zinssatz | Kurs (31.03.2017) |
|---|---|---|---|
| AT0000A0MS58 | 500 Mio. EUR | 4,75 % | 103,3 |
| XS0838764685 | 500 Mio. EUR | 4,0 % | 105,2 |
| AT0000A0ZHF1 | 500 Mio. EUR | 7,125 %1 | 109,4 |
| AT0000A19S18 | 400 Mio. EUR | 2,25 % | 106,4 |
ANLEIHEN
1 Zinssatz: 7,125 % p. a. vom Emissionsdatum bis zum 31.10.2014; 6 % p. a. vom 31.10.2014 bis zum 31.10.2019; 5-Jahres-Swapsatz (vom 29.10.2019) +4,93 % p. a. vom 31.10.2019 bis zum 31.10.2024; danach 3-Monats- EURIBOR +4,93 % p. a. + Step-up von 1 % p. a. ab 31.10.2024.
EIGENTÜMERSTRUKTUR
Die Eigentümerstruktur nach Regionen zeigt zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17 folgendes (indikative) Bild:
EIGENTÜMERSTRUKTUR
GRÖSSTE EINZELAKTIONÄRE
| Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG | < 15 % |
|---|---|
| voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung | 14,8 % |
| Oberbank AG | 7,6 % |
Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/ Instituten erstellt:
- » Alpha Value, Paris
- » Baader Bank AG, München
- » Barclays, London
- » Bank of America/Merrill Lynch, London
- » Berenberg, London
- » Citigroup, London
- » Commerzbank, Frankfurt
- » Credit Suisse, London
-
» Deutsche Bank, London
-
» Erste Bank, Wien
- » Exane BNP Paribas, Paris
- » Goldman Sachs, London
- » Jefferies, London
- » J.P. Morgan, London
- » Kepler Cheuvreux, Frankfurt
- » Morgan Stanley, London
- » Raiffeisen Centrobank, Wien
- » Royal Bank of Canada Europe Ltd., London
- » Société Générale, Paris
- » UBS, London
INFORMATIONEN ZUR AKTIE
| 320.394.836,99 EUR, |
|---|
| zerlegt in 176.349.163 Stückaktien |
| 28.597 Stück |
| Stammaktien lautend auf Inhaber |
| 93750 (Börse Wien) |
| AT0000937503 |
| VOES.VI |
| VOE AV |
KURSE (JEWEILS ZUM TAGESENDE)
| Börsenhöchstkurs April 2016 bis März 2017 | 41,00 EUR |
|---|---|
| Börsentiefstkurs April 2016 bis März 2017 | 27,46 EUR |
| Kurs zum 31. März 2017 | 36,90 EUR |
| Ausgabekurs IPO Oktober 1995 | 5,18 EUR |
| All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) | 66,11 EUR |
| Börsenkapitalisierung zum 31. März 2017* | 6.506.228.885,40 EUR |
* Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.
GESCHÄFTSJAHR 2016/17
| Gewinn/Aktie | 2,84 EUR |
|---|---|
| Dividende/Aktie | 1,10 EUR* |
| Buchwert/Aktie | 33,42 EUR |
* Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.
TERMINVORSCHAU 2017/18
| Nachweisstichtag zur Teilnahme an der Hauptversammlung | 25. Juni 2017 |
|---|---|
| Hauptversammlung | 5. Juli 2017 |
| Ex-Dividenden-Tag | 13. Juli 2017 |
| Nachweisstichtag für Dividendenzahlung | 14. Juli 2017 |
| Dividenden-Zahltag | 17. Juli 2017 |
| Veröffentlichung 1. Quartal 2017/18 | 9. August 2017 |
| Veröffentlichung 2. Quartal 2017/18 | 8. November 2017 |
| Veröffentlichung 3. Quartal 2017/18 | 8. Februar 2018 |
| Geschäftsbericht 2017/18 | 6. Juni 2018 |
| Hauptversammlung | 4. Juli 2018 |
KONSOLIDIERTER CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT 2016/17
BEKENNTNIS ZUM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE-KODEX
Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird inländischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.
Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit 2002 mehrfach überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Jänner 2015.
» Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.
Er erlangt Geltung durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der voestalpine AG haben bereits im Jahr 2003 beschlossen, den Corporate Governance-Kodex anzuerkennen und haben auch die zwischenzeitlich erfolgten Regeländerungen angenommen bzw. umgesetzt. Die voestalpine AG bekennt sich somit zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung.
Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln" werden auch sämtliche "C-Regeln" und "R-Regeln" des Kodex eingehalten.1
1 Im Corporate Governance-Kodex sind folgende Regeln vorgesehen: "L-Regeln" (= Legal), das sind gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen; "C-Regeln" (Comply or Explain), deren Nichteinhaltung begründet werden muss; "R-Regeln" (Recommendations), das sind Empfehlungen.
ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDES
» Dr. Wolfgang Eder
geboren 1952; Mitglied des Vorstandes (seit 1995); Vorsitzender des Vorstandes seit 2004; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019; Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG, Linz Zugeordnete Konzernfunktionen Konzernentwicklung einschließlich Rohstoffstrategie; F&E- und Innovationstrategie; Corporate Human Resources; Konzernkommunikation und Marktauftritt; Compliance; Recht; M&A; Strategisches Umweltmanagement; Investor Relations; Revision Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen1 des voestalpine-Konzerns voestalpine Stahl GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Edelstahl GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Metal Engineering GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Metal Forming GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH, Vorsitzender des Beirates » Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner Leitung der Steel Division geboren 1963; Mitglied des Vorstandes (seit 2012); Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019 Zugeordnete Konzernfunktion Informationstechnologie Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen1 des voestalpine-Konzerns voestalpine Stahl GmbH, Vorsitzender der Geschäftsführung; voestalpine Edelstahl GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; voestalpine Metal Engineering GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; voestalpine Metal Forming GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; voestalpine Grobblech GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Steel & Service Center GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates; Logistik Service GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH, Stv. Vorsitzender des Beirates » Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer Leitung der Metal Engineering Division geboren 1967; Mitglied des Vorstandes (seit 2011); Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019; Mitglied des Aufsichtsrates der VA Erzberg GmbH, Eisenerz Zugeordnete Konzernfunktion Langfristige Energieversorgung des Konzerns Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen1 des voestalpine-Konzerns voestalpine Metal Engineering GmbH, Vorsitzender der Geschäftsführung; voestalpine Stahl GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; voestalpine Edelstahl GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; voestalpine Metal Forming GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; voestalpine Stahl Donawitz GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Schienen GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates;
voestalpine Tubulars GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates;
voestalpine Wire Rod Austria GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH, Mitglied des Beirates
1 Als wesentliche Tochterunternehmen sind in diesem Bericht die Divisionsleitgesellschaften sowie
Tochterunternehmen des voestalpine-Konzerns mit einem Umsatz von mehr als 200 Mio. EUR angeführt.
» Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA
| Leitung des Ressorts Finanzen geboren 1967; Mitglied des Vorstandes (seit 2004); Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019; |
Zugeordnete Konzernfunktionen Bilanzen; Controlling einschließlich Beteiligungscontrolling; Konzern-Treasury; Steuern; Managementinformationssysteme; Risikomanagement |
|---|---|
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der APK-Pensionskasse AG, Wien; Mitglied des Aufsichtsrates der Josef Manner & Comp. AG, Wien; Mitglied des Aufsichtsrates der CEESEG AG, Wien; Mitglied des Aufsichtsrates der Wiener Börse AG, Wien |
Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen1 des voestalpine-Konzerns voestalpine Stahl GmbH, Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Edelstahl GmbH, Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Metal Engineering GmbH, Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates; voestalpine Metal Forming GmbH, Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates |
» Dipl.-Ing. Franz Rotter
| Mitglied des Vorstandes Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen1 (seit 2011); Ende der laufenden des voestalpine-Konzerns Funktionsperiode: 31.03.2019 voestalpine Edelstahl GmbH, Vorsitzender der Geschäftsführung; voestalpine Stahl GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; voestalpine Metal Engineering GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; voestalpine Metal Forming GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; BÖHLER Edelstahl GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; Buderus Edelstahl GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; Uddeholms AB, Mitglied des Verwaltungsrates; Villares Metal S.A., Mitglied des Aufsichtsrates; BÖHLER Schmiedetechnik GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates |
Leitung der High Performance Metals Division geboren 1957; |
Zugeordnete Konzernfunktionen Beschaffungsstrategie; Health & Safety |
|---|---|---|
» Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab, MBA
| Leitung der Metal Forming | Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen1 |
|---|---|
| Division | des voestalpine-Konzerns |
| geboren 1964; | voestalpine Metal Forming GmbH, Vorsitzender der Geschäftsführung; |
| Mitglied des Vorstandes | voestalpine Stahl GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; |
| (seit 2014); Ende der laufenden | voestalpine Edelstahl GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates; |
| Funktionsperiode: 31.03.2019 | voestalpine Metal Engineering GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates |
1 Als wesentliche Tochterunternehmen sind in diesem Bericht die Divisionsleitgesellschaften sowie Tochterunternehmen des voestalpine-Konzerns mit einem Umsatz von mehr als 200 Mio. EUR angeführt.
ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATES
| » Dr. Joachim Lemppenau geboren 1942 |
Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004), Erstbestellung: 07.07.1999 Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg |
|---|---|
| » Dr. Heinrich Schaller geboren 1959 |
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 04.07.2012), Erstbestellung: 04.07.2012 Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz; 2. Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Raiffeisen Bank International AG, Wien; Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen |
| » KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA geboren 1959 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Oberbank AG, Linz; Vorsitzender des Aufsichts rates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck; Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS Bank AG, Klagenfurt; Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen; Mitglied des Aufsichtsrates der Lenzing AG, Lenzing |
| » Dr. Hans-Peter Hagen geboren 1959 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstbestellung: 04.07.2007 Geschäftsführer der BALDUS Consulting GmbH, Wien; Mitglied des Aufsichtsrates der Telekom Austria AG, Wien |
| » Dr. Michael Kutschera, MCJ. (NYU) geboren 1957 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstbestellung: 01.07.2004 Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien |
| » Prof. (em) Dr. Helga Nowotny, Ph.D. geboren 1937 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstbestellung: 02.07.2014 Präsidentin a. D. des European Research Council |
| » Mag. Dr. Josef Peischer geboren 1946 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstbestellung: 01.07.2004 Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz |
| » Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf geboren 1961 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte; Mitglied des Aufsichtsrates der Mayr-Melnhof Karton AG, Wien; Mitglied des Board of Directors der Molibdenos y Metales S.A., Santiago, Chile |
| Vom Betriebsrat entsandt: | |
| » Josef Gritz geboren 1959 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstentsendung: 01.01.2000 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl Donawitz GmbH, Donawitz |
| » Brigitta Rabler geboren 1959 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstentsendung: 01.05.2013 Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz |
| » Hans-Karl Schaller geboren 1960 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstentsendung: 01.09.2005 Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz; Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz |
| » Gerhard Scheidreiter geboren 1964 |
Mitglied des Aufsichtsrates, Erstentsendung: 01.01.2012 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg |
Sämtliche Aufsichtsratsmandate der Kapitalvertreter enden mit Beendigung der Hauptversammlung der voestalpine AG, die über das Geschäftsjahr 2018/19 beschließt.
Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat im abgelaufenen Geschäftsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates gefehlt.
VERGÜTUNGSBERICHT FÜR VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Zum Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Anhang zum Jahresabschluss (siehe Seite 180) verwiesen.
ANGABEN ZUR UNABHÄNGIGKEIT DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
Sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben bestätigt, dass sie sich auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien als unabhängig betrachten (Corporate Governance-Kodex, Regel 53). Die vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien für die Unabhängigkeit sind auf der Website www.voestalpine.com einsehbar und entsprechen im Wesentlichen dem Anhang 1 zum Corporate Governance-Kodex. Zudem sind mit Ausnahme der Herren Dr. Heinrich Schaller, der den Anteilseigner Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG vertritt, und Mag. Dr. Josef Peischer, der die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung vertritt, sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates solche Mitglieder, die nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10 % sind oder Interessen solcher Anteilseigner vertreten (Regel 54).
AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES
Der Aufsichtsrat ist durch die Satzung befugt, aus seiner Mitte Ausschüsse zu bilden und deren Aufgaben und Rechte festzulegen. Den Ausschüssen kann auch das Recht zur Entscheidung übertragen werden. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben das Recht, für Ausschüsse des Aufsichtsrates Mitglieder mit Sitz und Stimme nach dem in § 110 Abs.1 ArbVG festgelegten Verhältnis namhaft zu machen. Dies gilt nicht für Ausschüsse, die die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstandes behandeln.
Folgende Ausschüsse des Aufsichtsrates sind eingerichtet:
PRÄSIDIALAUSSCHUSS
Der Präsidialausschuss ist gleichzeitig Nominierungs- und Vergütungsausschuss im Sinne des Corporate Governance-Kodex.
Der Präsidialausschuss unterbreitet als Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Er ist als Vergütungsausschuss auch zuständig für den Abschluss, die Änderung bzw. die Auflösung von Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern sowie für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Abwicklung von Aktienoptionsplänen für Vorstandsmitglieder. Weiters hat der Präsidialausschuss das Recht, in dringenden Fällen Entscheidungen zu treffen. Er entscheidet auch über die Zulässigkeit der Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder.
Mitglieder des Präsidialausschusses des Aufsichtsrates:
- » Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
- » Dr. Heinrich Schaller (Stellvertretender Vorsitzender)
- » Hans-Karl Schaller
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
Der Prüfungsausschuss ist für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers und die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des konsolidierten Corporate Governance-Berichtes zuständig. Er hat auch die Konzernrechnungslegung zu überwachen, den Konzernabschluss zu prüfen sowie einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des unternehmensweiten Internen Kontrollsystems, des Internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems zu überwachen.
Mitglieder des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates:
- » Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
- » Dr. Heinrich Schaller
- (Stellvertretender Vorsitzender)
- » KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
- » Dr. Hans-Peter Hagen
- » Hans-Karl Schaller
- » Josef Gritz
ANZAHL UND WESENTLICHE INHALTE DER AUFSICHTSRATS-UND AUSSCHUSSSITZUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2016/17
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016/17 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Plenarsitzungen und drei Sitzungen des Prüfungsausschusses wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrates wurden neben den laufenden Berichten über die aktuelle geschäftliche und finanzielle Situation der Unternehmensgruppe insbesondere Unternehmensakquisitionen, die Regionalstrategie NAFTA 2020, die europäische Energie- und Klimapolitik einschließlich möglicher Technologiealternativen für eine CO2-reduzierte Stahlerzeugung sowie die Themen Rohstoffversorgung, Innovationen und Informationstechnologie behandelt. Der Prüfungsausschuss befasste sich insbesondere mit der Vorbereitung und Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses der Gesellschaft, mit der Vorbereitung des Vorschlages für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie mit Themen des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Der Abschlussprüfer, die Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, nahm an zwei der drei Prüfungsausschusssitzungen teil und stand für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
In der letzten Sitzung des Geschäftsjahres führte der Aufsichtsrat auch die gemäß Regel 36 des Corporate Governance-Kodex vorgesehene Selbstevaluierung durch und behandelte ohne Beisein des Vorstandes anhand einer Fragenliste die generelle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Qualität und Umfang der dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellten Unterlagen sowie organisatorische Fragen.
WESENTLICHE GRUNDSÄTZE DER VERGÜTUNGSPOLITIK IM voestalpine-KONZERN
Die Gesamtvergütung der Mitarbeiter erfolgt einerseits vor allem durch marktkonforme Fixgehälter und andererseits durch variable Vergütungen.
Die Höhe der Fixgehälter orientiert sich an der Tätigkeit, der Funktion und der Position sowie an der Erfahrung und dem Know-how der Mitarbeiter. Dabei werden – soweit vorhanden – entsprechende gesetzliche Bestimmungen und Vereinbarungen in Tarifverträgen oder betrieblichen Vereinbarungen eingehalten. Die Höhe von variablen Vergütungen ist abhängig von der Erreichung vereinbarter Ziele. Dabei werden je nach Funktion der Mitarbeiter sowohl qualitative als auch quantitative Ziele (v. a. EBIT und ROCE) vereinbart. Die Ziele werden üblicherweise für jeweils ein Geschäftsjahr festgelegt.
Für Geschäftsführer und Leitende Angestellte gibt es Vorgaben betreffend der Höhe der maximal zu erreichenden variablen Vergütung und der Gewichtung der Ziele. Für alle übrigen Mitarbeiter werden die Vergütungspakete von den einzelnen Gesellschaften nach lokalen Gegebenheiten und Notwendigkeiten marktkonform festgelegt. Dabei sind verschiedene Vergütungselemente möglich, u. a. auch nicht monetäre Bestandteile:
- » Pensionspläne (z. B. in Österreich Pensionskasse)
- » Versicherungen (z. B. Unfallversicherung)
- » Essensvergünstigungen
- » Gutscheine
Für Geschäftsführer und leitende Angestellte enthalten die Vergütungspakete jedenfalls eine variable Vergütung (Bonifikation), teilweise einen Pensionsplan und ein Dienstauto.
FRAUENFÖRDERUNG IN VORSTAND, AUFSICHTSRAT UND LEITENDEN STELLEN
Der Anteil weiblicher Führungskräfte lag im Geschäftsjahr 2016/17 bei rund 11,5 % und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (12,0 %) leicht verringert. Seit dem Geschäftsjahr 2013/14 ist eine Frau in eine Divisionsvorstandsposition berufen, im aus insgesamt zwölf Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat der voestalpine AG sind seit der letzten Wahl im Juli 2014 zwei Frauen vertreten.
Im Rahmen der internen Führungskräfteentwicklung wird großer Wert darauf gelegt, den Anteil an weiblichen Teilnehmern weiter auszubauen. Aus diesem Grund ist der Konzern bemüht, dass Frauen auf jeder Ausbildungsstufe des Leadership Development-Programms ("value program") vertreten sind. Im Geschäftsjahr 2016/17 waren von insgesamt 186 Teilnehmern 15,1 % Frauen. Der Frauenanteil ist damit gegenüber dem Vorjahr (15,4 %) leicht gesunken, liegt aber weiterhin über dem konzernalen Frauenanteil.
Insgesamt lag der Frauenanteil in der voestalpine-Gruppe im Geschäftsjahr 2016/17 bei 13,5 % (Vorjahr 13,1 %). Diese im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen nach wie vor niedrige Quote hat branchenspezifische, historische und kulturelle Hintergründe. Im öffentlichen Bewusstsein dominiert in Bezug auf einen Stahl-, Technologieund Industriegüterkonzern nach wie vor das Bild der Schwerindustrie und entsprechend schwierig stellt sich auch die Rekrutierung von Mitarbeiterinnen auf breiter Basis dar. Dennoch beträgt der Frauenanteil in der voestalpine-Gruppe bei den bis 30-Jährigen im Angestelltenbereich inzwischen rund 40 %, bei den Arbeitern liegt er allerdings trotz aller Bemühungen immer noch bei lediglich 5,5 %.
Explizite "Frauenquoten" gibt es in keiner Konzerngesellschaft, aber es besteht das generelle Bestreben, den Anteil von Frauen im Konzern auf allen Ebenen nachhaltig mit geeigneten Maßnahmen zu steigern. Dies umfasst eine Reihe von teilweise auch länderspezifischen Aktivitäten wie die Teilnahme am "Girl's Day", die spezifische Förderung von Frauen in technischen Lehrberufen und/oder die verstärkte Einstellung von weiblichen Absolventen technischer Schulen und Universitäten. Außerdem wird der Auf- und Ausbau von betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen bzw. von Kooperationen mit externen Einrichtungen forciert. Derartige Einrichtungen bzw. Kooperationen bestehen z. B. an den österreichischen Werksstandorten Linz und Leoben/Donawitz. Mittlerweile sind aufgrund dieser Bemühungen auch in traditionell männerdominierten technischen Unternehmensbereichen Frauen in Führungspositionen tätig. Leitende Funktionen nehmen Frauen auch im Finanz-, Rechts-, Strategie-, Kommunikationsund Personalbereich in einer Reihe von Konzernunternehmen ein. So wird z. B. der Bereich "Recht und Compliance" in zwei der vier Divisionen von Frauen geleitet.
Im Rahmen des jährlichen Personalreportings wird zum Monitoring der Nachhaltigkeit aller Maßnahmen der Frauenanteil bei Führungskräften nach Qualifikationen und in Ausbildungsprogrammen regelmäßig erhoben und analysiert.
EXTERNE EVALUIERUNG DER EINHALTUNG DES CORPORATE GOVERNANCE-KODEX
Der Corporate Governance-Kodex sieht eine regelmäßige externe Evaluierung der Einhaltung des Kodex durch das Unternehmen vor. Diese wurde im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses 2016/17 durch den Wirtschaftsprüfer des Konzerns durchgeführt. Die Prüfung der Einhaltung der die Abschlussprüfung betreffenden C-Regeln des Kodex (Regeln 77 bis 83) erfolgte durch die Rechtsanwaltskanzlei WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH & Co KG. Als Ergebnis der Evaluierung haben die Prüfer festgestellt, dass die von der voestalpine AG abgegebene Erklärung zur Einhaltung des Corporate Governance-Kodex in der Fassung Jänner 2015 den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.
Der Prüfbericht der externen Evaluierung ist auf der Homepage www.voestalpine.com einsehbar.
Linz, am 17. Mai 2017
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer
Robert Ottel Franz Rotter Peter Schwab
COMPLIANCE
VERHALTENSKODEX
Die voestalpine-Gruppe ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern mit kombinierter Werkstoffund Verarbeitungskompetenz, fokussiert auf Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen in technologieintensiven Branchen und Nischenbereichen mit höchstem Qualitätsanspruch. Als verlässlicher Partner macht die Unternehmensgruppe die Herausforderungen der Kunden zu ihren eigenen und ist sich ihrer besonderen Verantwortung im Umgang mit Kunden, Lieferanten und sonstigen Geschäftspartnern, aber gleichermaßen auch ihren Mitarbeitern und Aktionären bewusst. Bei allen geschäftlichen Handlungen und Entscheidungen sind daher alle für die voestalpine AG und ihre Konzerngesellschaften anwendbaren gesetzlichen oder sonstigen externen Vorschriften genauso wie alle internen Regeln durch das Management und die Mitarbeiter einzuhalten. Dieses Verständnis kommt im Verhaltenskodex der voestalpine AG zum Ausdruck, der die Basis für moralisch, ethisch und rechtlich einwandfreie Verhaltensweisen aller Mitarbeiter des Konzerns ist. Der Vorstand bekennt sich aus- und nachdrücklich zu diesem Kodex und einer Null-Toleranz-Politik im Falle des Verstoßes gegen dessen Inhalte.
COMPLIANCE MANAGEMENT SYSTEM
Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde im voestalpine-Konzern ein neues, umfassendes Compliance Management System mit den Säulen Risikoanalyse/Prävention, Aufdeckung sowie Reaktion eingeführt und Compliance auf eine sehr breite konzernweite Basis gestellt. Neben einem Group Compliance Officer wurden auch Compliance Officer in allen Divisionen und einer Reihe von Business Units sowie größeren Gesellschaften des Konzerns bestellt. Der Group Compliance Officer ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt, er ist weisungsfrei. Der Compliance-Organisation obliegen die folgenden Themen:
- » Kartellrecht
- » Korruption
- » Kapitalmarkt Compliance
- » Fraud (interne Fälle von Diebstahl, Betrug, Unterschlagung, Untreue)
- » Interessenkonflikte sowie
- » Sonderthemen, die den Compliance Officers vom Vorstand der voestalpine AG zugewiesen werden (z. B. UN- oder EU-Sanktionen)
Alle anderen Compliance-Themen, wie z. B. Umwelt, Steuern, Rechnungslegung, Arbeitsrecht, Arbeitnehmerschutz, Datenschutz etc., gehören
nicht zum Zuständigkeitsbereich der Compliance Officers bzw. werden nicht im Rahmen der Compliance-Funktion wahrgenommen. Diesbezüglich liegt die Verantwortung für das Compliance-Management bei den jeweiligen Fachfunktionen.
COMPLIANCE-RICHTLINIEN
Die Bestimmungen des Verhaltenskodex werden in Konzernrichtlinien ergänzt und konkretisiert:
» KARTELLRECHT
Diese Richtlinie beschreibt das Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen, regelt den Umgang mit und in Verbänden, Standesvertretungen sowie sonstigen Branchenorganisationen und legt konkrete Verhaltensregeln für Mitarbeiter des voestalpine-Konzerns fest.
» BUSINESS CONDUCT
Diese Richtlinie regelt etwa das Verhalten in Bezug auf Geschenke, Einladungen und andere Vorteile, Spenden, Sponsoring, Nebentätigkeiten und den privaten Bezug von Waren und Dienstleistungen durch Mitarbeiter von Kunden und Lieferanten.
» RICHTLINIE BETREFFEND DEN UMGANG MIT GESCHÄFTSVERMITTLERN UND BERATERN
Diese Richtlinie legt die Vorgehensweise fest, welche vor der Beauftragung von Handelsvertretern, sonstigen vertriebsbezogenen Beratern, Konsulenten oder Lobbyisten einzuhalten ist. Auf Basis einer objektivierten Prüfung des Umfeldes und des Tätigkeitsrahmens des Geschäftspartners vor Aufnahme von Geschäftsbeziehungen soll sichergestellt werden, dass auch die Geschäftspartner die Gesetze und den Verhaltenskodex der voestalpine einhalten.
Der Verhaltenskodex und die Compliance-Richtlinien gelten konzernweit und stehen insgesamt in 14 Sprachen zur Verfügung.
PRÄVENTION
Im Vordergrund eines effizienten Compliance Management System stehen präventive Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wurden in den letzten Jahren umfangreiche Schulungs- und Trainingsmaßnahmen im gesamten Konzern durchgeführt. Um eine möglichst breitflächige Schulungswirkung zu erzielen, wurden neben Präsenz- insbesondere E-Learning-Schulungen forciert. So wurden im Rahmen von webbasierten Kursen bislang rund 8.000 Mitarbeiter des Konzerns im Bereich Kartellrecht und rund 21.000 Mitarbeiter zum Verhaltenskodex jeweils samt Abschlusstest geschult. Präsenzschulungen werden einerseits zielgruppenorientiert und andererseits allgemein im Rahmen der Führungskräfteausbildung sowie in spezifischen Ausbildungsprogrammen für Mitarbeiter im Verkauf und Einkauf durchgeführt. Neben diesen Maßnahmen wird das Thema Compliance den Mitarbeitern durch regelmäßige Kommunikationsmaßnahmen, insbesondere durch Mitarbeitermagazine, Plakatkampagnen oder im Rahmen von Konzern- und Divisionsveranstaltungen, immer wieder nahegebracht.
» Informationen zum Thema Compliance im voestalpine-Konzern sind auch auf der Homepage der voestalpine AG sowie für Mitarbeiter im Intranet des Konzerns abrufbar.
WHISTLEBLOWING-SYSTEM
Im Jänner 2012 wurde ein webbasiertes Hinweisgebersystem eingeführt. Meldungen über Compliance-Verstöße sollen in erster Linie offen, d. h. unter Nennung des Namens des Hinweisgebers, erfolgen. Dieses webbasierte System bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, Fälle von Fehlverhalten auch auf anonymer Basis zu melden und mit Hinweisgebern unter Wahrung ihrer vollkommenen Anonymität zu kommunizieren. Mit diesem System sollen interne Informationen zur frühzeitigen und effektiven Aufdeckung von Compliance-Risiken im Konzern systematisch genutzt werden.
BERICHT DES VORSTANDES LAGEBERICHT 2016/17
Dieser Konzernlagebericht bezieht sich auf den IFRS-Konzernabschluss im Sinne des § 245a (1) UGB.
BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Das wirtschaftliche Umfeld des Geschäftsjahres 2016/17 war noch stärker als die Jahre davor von politischen Ereignissen geprägt. So kam es – abgesehen von den anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Mittleren Osten, allen voran dem Krieg in Syrien mit den daraus resultierenden Migrationsströmen und dem IS-Terror in Europa – zunehmend auch in arrivierten Ländern zu unerwarteten politischen Entwicklungen wie etwa dem Brexit-Votum in Großbritannien, der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA oder der Errichtung eines Präsidialsystems in der Türkei. Auf ökonomischer Ebene war neben dem zunehmenden Aufbau von Handelshemmnissen in Verbindung mit sich verstärkenden protektionistischen Ambitionen in immer mehr Ländern der Welt auch die Änderung der Fiskalpolitik der US-Notenbank FED (Federal Reserve) ein einschneidendes Ereignis, die im abgelaufenen Geschäftsjahr schrittweise zu einer Normalisierung der Zinspolitik zurückkehrte.
In Summe wuchs die Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2016 um rund 3 %, wobei die Wachstumstreiber in Asien zu finden waren, während die entwickelten Volkswirtschaften ihren eher überschaubaren Wachstumstrend weiter fortsetzten.
EUROPA
2016 war Europa wirtschaftlich durch einen moderaten Wachstumstrend geprägt, der sich zu Jahresbeginn 2017 weiter beschleunigt hat und damit für das Geschäftsjahr 2017/18 ein eher solides makroökonomisches Umfeld erwarten lässt. 2016/17 war das Wirtschaftswachstum in Europa insgesamt gesehen überwiegend vom privaten Konsum getragen, der das gesamte Jahr hindurch von niedrigen Energiepreisen (Ölpreis), einer insgesamt moderaten Inflation sowie von sinkenden Arbeitslosenzahlen gestützt wurde.
Die Investitionstätigkeit trug vergleichsweise deutlich weniger zum insgesamt erfreulichen Wirtschaftswachstum bei. Einerseits bestanden im letzten Jahr in vielen Industriebereichen nach wie vor freie Kapazitäten, die Investitionen in neue Anlagen nicht notwendig machten, andererseits liegt der Fokus im Industriebereich nach wie vor in erster Linie eher auf Effizienzsteigerungen als Erweiterungsinvestitionen. Dieser Trend spiegelt sich auch in der im letzten Jahr unverändert schwachen Kreditnachfrage aus dem Industriebereich wider. Damit konnte auch die Beibehaltung der extrem expansiven Fiskalpolitik der Europäischen Zentralbank keine Anreize für Investitionen liefern und somit keine Stimulierung des Wachstums erreichen.
Diese Niedrigzinspolitik hat in Europa jedoch zu einem Abbau der Verschuldungsquote in einer Reihe von Staaten geführt, was eine etwas expansivere Fiskalpolitik auf nationaler Ebene erlauben würde. Tatsächlich haben im Geschäftsjahr 2016/17 die Ausgaben der öffentlichen Hand das Wachstum allerdings nur in bescheidenem Umfang positiv beeinflusst.
In diesem Umfeld konnte der voestalpine-Konzern von der ungebrochen hervorragenden europäischen Automobilkonjunktur sowie einer soliden generellen Nachfrage aus dem Konsumgütersektor profitieren. Auch der Luftfahrtbereich setzte seinen positiven Trend fort, wogegen die Bauindustrie eine nach wie vor nur überschaubare Dynamik zeigte. Der Bereich Eisenbahninfrastruktur war in der 2. Jahreshälfte 2016 mit einer zunehmenden Abschwächung der Nachfrage in Europa konfrontiert, die sich auch zu Jahresbeginn 2017 fortsetzte. Demgegenüber zeigte der Öl- und Gassektor nach längerer Durststrecke im Jahresverlauf Erholungstendenzen, die sich im letzten Geschäftsquartal weiter verstärkt haben.
NORDAMERIKA
Nachdem sich bereits gegen Ende des Geschäftsjahres 2015/16 Anzeichen einer Verlangsamung der Wirtschaftsdynamik in Nordamerika verdichtet hatten, konnte das Bruttoinlandsprodukt der USA 2016 nur mehr um vergleichsweise moderate 1,6 % zulegen.
Vor allem der anhaltend niedrige Ölpreis und bis zur Mitte des Geschäftsjahres rückläufige Rohstoffpreise drückten auf die Wachstumsraten der Region. Damit verbunden waren nicht nur sinkende Exporte, sondern auch Kollateraleffekte auf den Investitionsbereich und auf die Transportindustrie, wodurch sich u. a. der Eisenbahninfrastruktursektor zunächst deutlich abkühlte, um sich allerdings im späteren Verlauf des Geschäftsjahres doch wieder zu stabilisieren.
Unabhängig von dieser Entwicklung blieb der private Konsum jedoch ungebrochen stark, gestützt durch geringe Arbeitslosigkeit, anhaltend gute Arbeitsmarktdaten und damit eine gesunde Kaufkraftentwicklung, dies nicht zuletzt infolge niedriger Energiepreise.
Vor diesem Hintergrund blieb die generelle Stimmung zur Wirtschaftslage durchaus optimistisch, sie wurde durch die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten im November 2016 in der Folge sogar nochmals gesteigert, kündigte Trump doch in seinen Wahlreden ein großes Infrastrukturpaket bei gleichzeitig substanziellen Steuersenkungen an.
Doch die Unsicherheiten über deren Umfang, die Zeitschiene und die Finanzierbarkeit sowie die überraschende, signifikante Erhöhung des Militäretats führen in der Zwischenzeit zu sich mehrenden Zweifeln an der Umsetzbarkeit seiner Pläne. Wie zur Bestätigung der zunehmenden Unsicherheit kam es im 1. Kalenderquartal 2017 zu einer rückläufigen Entwicklung bei den US-Pkw-Verkäufen.
In diesem wenn auch volatilen, aber letztlich immer noch positiven wirtschaftlichen Umfeld war der voestalpine-Konzern über weite Strecken des Geschäftsjahres von der Schwäche der US-Öl- und Gasindustrie betroffen, von der allerdings in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres dann doch deutlich positive Impulse ausgingen. Im Bereich Eisenbahninfrastruktur war die rückläufige Investitionstätigkeit im Jahresverlauf zunehmend spürbar, Gegensteuerungsmaßnahmen auf der Kosten- und Effizienzseite konnten die Auswirkungen aber letztlich in Grenzen halten. Die beiden weiteren Geschäftsbereiche im strategischen US-Fokus des voestalpine-Konzerns, Luftfahrt und Automobilindustrie, verzeichneten hingegen im Jahresverlauf eine sehr dynamische Entwicklung, Gleiches gilt für den Konsumgüterbereich, für die voestalpine vor allem im Werkzeugstahlsegment von Bedeutung.
In Kanada verlief die Wirtschaftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt unspektakulär, allerdings mit einer gegenüber dem Vorjahr etwas verbesserten Wachstumsdynamik, wohingegen Mexiko – ebenfalls Teil der NAFTA – zuletzt einerseits weiterhin von hohen Investitionen im Bereich der Automobil- und deren Zulieferindustrie profitieren konnte, andererseits aber doch zunehmenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA ausgesetzt war. Insgesamt wies Mexiko aber 2016 ein Wirtschaftswachstum von 2,3 % aus.
SÜDAMERIKA
Brasilien, der für den voestalpine-Konzern wichtigste Markt Südamerikas, war zu Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 noch voll im seit einigen Jahren herrschenden Abwärtstrend verfangen, geprägt von lahmender Inlandsnachfrage, sinkenden Rohstoffpreisen und damit verbundenen abnehmenden Exporten, die durch einen Anstieg der brasilianischen Landeswährung noch zusätzlich unter Druck gerieten. Zu diesem bereits ohnehin herausfordernden Umfeld kam überdies eine massive politische Krise, die im Laufe des Geschäftsjahres zu einer Ablöse der bis dahin regierenden Präsidentin führte.
Dieser politische Neuanfang einerseits sowie eine Mitte des Geschäftsjahres einsetzende Trendumkehr bei den Rohstoffpreisen andererseits, gepaart mit einer Entspannung auf der Währungsseite, verlangsamten den Abwärtstrend spürbar, wenngleich auch mit Ende des Geschäftsjahres eine echte Trendumkehr noch fraglich war. Die brasilianischen voestalpine-Standorte reagierten – erfolgreich – mit rigorosen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen auf dieses äußerst herausfordernde wirtschaftliche Umfeld. Zuletzt gab es erste positive Impulse seitens der Eisenbahninfrastruktur, eine Folge der gestiegenen Rohstoffpreise, welche die brasilianischen Minen zu Investitionen in ihre Infrastruktur veranlassen.
ASIEN
Die kritische wirtschaftliche Entwicklung Chinas führte im Geschäftsjahr 2015/16 zu erheblicher Verunsicherung bezüglich der Zukunftserwartungen des Landes, die auch im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 noch spürbar war. Aber bereits im Laufe des Sommers 2016 fand China nach Implementierung eines weiteren Konjunkturpakets, bestehend aus Investitionen in Bau, Infrastruktur und Immobilien, gepaart mit fiskalpolitischen Maßnahmen und einer entspannten Geldpolitik, zu gewohnten Wachstumsraten zurück.
In weiterer Folge hat sich das Wachstum verbreitert und auch die Industrieproduktion erfasst, was im Weiteren zu einer Steigerung der Exporte führte, womit im Kalenderjahr 2016 letztendlich ein solides Wirtschaftswachstum von 6,7 % erreicht werden konnte.
Gerade diese Exporte haben jedoch mittlerweile in vielen Teilen der Welt zum Aufbau von Handelsbeschränkungen geführt, ein Umstand, der als bedeutendes Risiko für Chinas weitere Entwicklung gilt und von der politischen Führung des Landes weitreichende Korrekturmaßnahmen im Bereich der Industriekapazität – allen voran der Stahlindustrie – erfordert. Solche Maßnahmen wurden auch schon vielfach angekündigt und über deren Inangriffnahme berichtet. Inwieweit sie tatsächlich umgesetzt und damit zu einer besseren Balance zwischen Angebot und Nachfrage führen werden, bleibt vorerst abzuwarten.
Die voestalpine-Standorte in China sind auf die Bereiche Eisenbahninfrastruktur, Automobilindustrie und den Konsumgüterbereich fokussiert, allesamt Industriesektoren, die im abgelaufenen Geschäftsjahr eine hervorragende Nachfragesituation vorgefunden haben.
In Indien ist der voestalpine-Konzern mit Aktivitäten im Bereich der Schweißtechnik sowie in der Erzeugung von Komponenten für den Eisenbahninfrastruktursektor vertreten und verfügt darüber hinaus über Vertriebsniederlassungen für Werkzeugstahl. Das Land gilt als einer der aussichtsreichsten Wachstumsmärkte der Zukunft und wies 2016 ein beachtliches Wirtschaftswachstum von nahezu 8 % aus, das sich auch durch eine äußerst umstrittene, groß angelegte Reform des Geldsystems nicht bremsen ließ.
GESCHÄFTSVERLAUF DER DIVISIONEN
Das Umfeld der voestalpine Steel Division war im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer sehr guten Nachfragesituation, aber gleichzeitig auch hoher Volatilität auf der Rohstoffseite geprägt, die im Bereich metallurgischer Kohle bislang nicht gekannte Ausmaße angenommen hat. Aufgrund der hohen Importmengen zu fragwürdig niedrigen Preisen bei Commodity-Stahlprodukten kam es – nachdem nahezu die gesamte übrige Welt bereits vorher entsprechende Abwehrmaßnahmen gesetzt hatte – auch in Europa zur Einführung von Anti-Dumping-Zöllen, allen voran gegen China.
Trotz dieses herausfordernden Umfeldes gelang es der voestalpine Steel Division nicht nur, eine neue Rekordmenge an Produkten abzusetzen, sondern im Jahresverlauf auch kontinuierliche Preissteigerungen durchzusetzen, am deutlichsten im 4. und damit letzten Geschäftsquartal. Hintergrund dafür war eine stabil gute Nachfragesituation in praktisch allen Marktsegmenten, wobei die Automobilindustrie einmal mehr stärkster Treiber war. Auf der Ergebnisseite bedeutete dies nach einem verhaltenen Start eine deutliche Steigerung der Quartalsergebnisse im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/17. Vor diesem Hintergrund konnte die Division im Vergleich zum Vorjahr sowohl beim EBITDA als auch beim EBIT deutlich zulegen.
Die ehemalige Special Steel Division – mit Beginn des neuen Geschäftsjahres umbenannt in High Performance Metals Division, eine Bezeichnung, welche die Tätigkeit der Division deutlich besser beschreibt – ist traditionell sehr global aufgestellt und war dementsprechend im Geschäftsjahr 2016/17 mit unterschiedlichen regionalen Wirtschaftsentwicklungen konfrontiert, wobei sich die Nachfragesituation nach Werkzeugstählen sowie Sonderwerkstoffen insgesamt gesehen auf solidem, im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessertem Niveau darstellte. Die Marktsegmente Automobil, Konsumgüter und Luftfahrt zeigten praktisch weltweit einen soliden Bedarf, während der Maschinenbau regional unterschiedlich tendierte Mio. EUR
und aus der Öl- und Gasindustrie nach langer Durststrecke wieder erste Lebenszeichen kamen. Regional betrachtet, entwickelten sich die Märkte in den reifen Volkswirtschaften Europas und Nordamerikas solide bei insgesamt aber nur bescheidener Dynamik, während in Asien und hier insbesondere in China die Nachfrage nach Werkzeugstählen und Speziallegierungen weiter zulegte. Brasilien, der wichtigste Markt Südamerikas, auf dem die Division auch mit einem großen Produktionsstandort vertreten ist, konnte 2016 trotz leichter Aufwärtstendenzen gegen Jahresende die Rezession einmal mehr nicht abschütteln und zeigte eine entsprechend geringe Nachfragedynamik. In ergebnismäßiger Hinsicht konnte auch die High Performance Metals Division das Vorjahr deutlich übertreffen.
Die unterjährige Ergebnisentwicklung der Metal Engineering Division erscheint aufgrund sich ausgleichender interner Portfolioeffekte relativ stabil, wobei die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche durchaus unterschiedlicher Dynamik unterworfen war. Insgesamt gesehen konnte in dieser Division in ergebnismäßiger Hinsicht das Niveau des Vorjahres nicht erreicht werden, was einerseits auf einmalige positive Ergebniseffekte infolge von Konsolidierungsumstellungen in der Vergleichsperiode des Vorjahres zurückzuführen und andererseits eine Folge der anhaltend schwachen Entwicklung der Öl- und Gasindustrie im gesamten Verlauf der 1. Jahreshälfte ist. Im Bereich Eisenbahninfrastruktur verlief die Entwicklung in Europa praktisch gegengleich: Von hohem Niveau kommend verlangsamte sich die Nachfrage nach Schienen gegen Ende des Geschäftsjahres immer mehr. Im Bereich der Weichensysteme konnte diese Entwicklung durch die globale Aufstellung und insbesondere die hervorragende Nachfrage aus China kompensiert werden. Der Bereich Schweißzusatzwerkstoffe weist nach erfolgreicher Restrukturierung für 2016/17 eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr aus, obwohl marktseitig noch wenig Dynamik spürbar war. Das Highlight im Geschäftsbereich Draht war die erfolgreiche Inbetriebnahme des neuen Drahtwalzwerkes; nachfrageseitig war dieses Segment von der anhaltend guten Automobilkonjunktur gekennzeichnet.
Die erfolgreiche Umsetzung der internationalen Wachstumsstrategie der Metal Forming Division spiegelt sich nicht zuletzt im kontinuierlichen Umsatz- und Ergebniswachstum wider. Damit konnte der Gewinn auch im Geschäftsjahr 2016/17 im Jahresvergleich neuerlich erhöht werden. Unterstützt wurde diese Entwicklung von einer ungebrochen starken Automobilkonjunktur insbesondere in Europa und Asien, wogegen der Markt in Nordamerika nach den Steigerungen der letzten Jahre – wenn auch auf hohem Niveau – in eine Seitwärtsbewegung überging. Der Bereich Warehouse and Rack Solutions war im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer unverändert guten Projektlandschaft gekennzeichnet. Hervorragend verlief auch die Entwicklung im Bereich Precision Strip, der außer von einer starken Marktentwicklung vor allem von der kontinuierlichen Verbesserung seiner Marktposition profitierte. Im Geschäftsbereich Tubes and Sections hingegen verlief der Markttrend uneinheitlich. Trotz Brexit-Votums blieb die Nachfrage in Großbritannien robust, wohin-
UMSATZ NACH DIVISIONEN
in % der addierten Divisionsumsätze, Geschäftsjahr 2016/17
UMSATZ NACH BRANCHEN
in % des Gruppenumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
UMSATZ NACH REGIONEN
in % des Gruppenumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
gegen in den westlichen europäischen Kernländern nur eine eher durchschnittliche Stimmung herrschte.
BERICHT ÜBER DIE FINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATOREN DES voestalpine-KONZERNS
UMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNIS
Die Umsatzerlöse des voestalpine-Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2016/17 mit 11.294,5 Mio. EUR um 2,0 % über dem Vorjahreswert von 11.068,7 Mio. EUR. Während sie in der Metal Engineering Division konjunkturell bedingt – vor allem durch das schwache Marktumfeld in der Öl- und Gasindustrie einerseits sowie eine deutliche Investitionszurückhaltung im europäischen Bahnbereich andererseits – gegenüber dem Vorjahr zurückliegen, konnten die übrigen drei Divisionen ihre Umsatzerlöse jeweils steigern. So vor allem die Steel Division, wo abgesehen von der im vergangenen Geschäftsjahr generell hervorragenden Nachfragentwicklung seit dem 2. Halbjahr 2016/17 in den Büchern erstmals auch Versandmengen von HBI (Eisenschwamm) aus dem neuen Werk in Texas auch an externe Kunden enthalten sind. Die High Performance Metals Division (vormals Special Steel Division) konnte trotz eines im Vorjahresvergleich etwas niedrigeren Preisniveaus ihre Umsatzerlöse auf Basis gestiegener Auslieferungen leicht erhöhen. In den Ziffern der Metal Forming Division wird die kontinuierliche Umsetzung der Internationalisierungsstrategie nicht zuletzt durch die erhebliche Ausweitung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ersichtlich; auch der Erwerb des auf Rohrkomponenten für die Automobilindustrie spezialisierten Unternehmens Summo Corp., Kanada, das seit dem 2. Quartal 2016/17 in den Divisionsabschluss miteinbezogen wird, wirkt sich hier entsprechend positiv aus.
Das operative Konzernergebnis (EBITDA) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 2015/16 um 2,7 % von 1.583,4 Mio. EUR auf 1.540,7 Mio. EUR verringert. Allerdings sind in den (nach IFRS) dargestellten Zahlen des Vorjahres erhebliche außeroperative Einmaeffekte enthalten. Diese Einmalerträge resultieren aus der im Jahresabschluss 2015/16 erstmals erfolgten Vollkonsolidierung (durch die notwendige Bewertung zu Zeitwerten abzüglich der Abschreibung aufgedeckter stiller Reserven) von vorher "at equity"-einbezogenen Gesellschaften in der Metal Engineering Division. Durch die Umstellung der Konsolidierungsmethode (Näheres dazu siehe Geschäftsbericht 2015/16) waren im Vorjahr im Konzernergebnis Sondereffekte enthalten, die das operative Ergebnis (EBITDA) um 137,6 Mio. EUR und das Betriebsergebnis (EBIT) um 74,4 Mio. EUR erhöht haben. Im Geschäftsjahr 2016/17 bestehen hinsichtlich des EBITDA keine Auswirkungen der Konsolidierungsumstellung mehr, das EBIT hingegen reduzierte sich im Zuge der Neubewertung der auf Zeitwertbasis vorgenommenen Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven neuerlich, und zwar um 16,6 Mio. EUR. Unter Außerachtlassung aller Einmaleffekte legte das EBITDA gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % von 1.445,8 Mio. EUR auf 1.540,7 Mio. EUR zu. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg im Jahresvergleich von 13,1 % auf 13,6 % und liegt damit nur mehr geringfügig unter der 14 %-Marke, dem operativen Margenziel für 2020/21.
Bis auf die Metal Engineering Division, deren Ergebnisse konjunkturbedingt zurückliegen, haben alle Divisionen im letzten Geschäftsjahr das EBITDA deutlich gesteigert. Die Steel Division konnte durch die sehr gute Nachfrage nach hochqualitativem Stahlband und einer daraus resultierenden exzellenten Mengenentwicklung bei gleichzeitig im Jahresverlauf steigenden Preisen negative Ergebniseinflüsse (verminderte Leistung des Hochofens 5 aufgrund Feinjustierung Kohleeindüsung, bilanzielle Vorsorgen beim Grobblechprojekt Nord Stream II infolge steigender Rohstoffkosten, Anlaufverluste HBI-Werk in Texas) mehr als wettmachen. Nicht zuletzt auch wegen der sehr erfolgreichen Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen der vergangenen Jahre erreichte die Steel Division damit den stärksten Ergebniszuwachs innerhalb des Konzerns. Der High Performance Metals Division (vormals Special Steel Division) gelang es, der Schwäche im Ölund Gasbereich sowie regional betrachtet der anhaltenden Rezession in Brasilien zu trotzen und damit ebenfalls eine deutliche EBITDA-Steigerung zu erreichen. Profitiert hat die Division von einer stabil soliden globalen Automobilkonjunktur sowie insgesamt freundlichen Marktbedingungen in Asien. Das verbesserte operative Ergebnis der Metal Forming Division ist auf die kontinuierlich zuwachsenden Beiträge aus den Internationalisierungsaktivitäten sowie eine hervorragende Ergebnisentwicklung im Geschäftsbereich Precision Strip zurückzuführen. Was für alle vier Divisionen
EBITDA
Mio. EUR
EBIT
Mio. EUR
ERGEBNIS NACH STEUERN
Mio. EUR
gleichermaßen gilt, ist die Tatsache, dass sie im Abschlussquartal jeweils die mit Abstand beste Quartalsperformance des Geschäftsjahres erreichen konnten. Vor diesem Hintergrund gelang es dem voestalpine-Konzern, im 4. Quartal 2016/17 das operative Ergebnis (EBITDA) auf ein Niveau zu heben, das zuletzt im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 erreicht wurde. Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich für 2016/17 auf IFRS-Basis auf 823,3 Mio. EUR und liegt damit um 7,4 % unter dem Vorjahreswert von 888,8 Mio. EUR. Nach Korrektur um die einmaligen Sondereffekte ergibt sich jedoch im Jahresvergleich eine EBIT-Verbesserung um 3,1 % von 814,4 Mio. EUR auf 839,9 Mio. EUR. Daraus resultiert eine bereinigte EBIT-Marge für das Geschäftsjahr 2016/17 von 7,4 % (Vorjahr ebenfalls 7,4 %).
ERGEBNIS VOR UND NACH STEUERN
In den Kategorien Ergebnis vor Steuern und Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) liegen die nach IFRS veröffentlichten Zahlen im Geschäftsjahr 2016/17 jeweils unter den Vorjahreswerten. Das bedeutet, dass sich auf IFRS-Basis das Ergebnis vor Steuern um 6,8 % von 751,3 Mio. EUR auf 699,9 Mio. EUR verringert hat, während der Jahresüberschuss um 12,5 % von 602,1 Mio. EUR auf 527,0 Mio. EUR gesunken ist. Nach Abzug der Einmaleffekte, die beim Ergebnis vor Steuern 2015/16 74,5 Mio. EUR und 2016/17 –16,6 Mio. EUR ausgemacht sowie beim Jahresüberschuss 2015/16 92,3 Mio. EUR und 2016/17 –12,5 Mio. EUR betragen haben, stellen sich die bereinigten Zahlen für das Ergebnis vor Steuern und das Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) gegenüber dem Vorjahr jeweils verbessert dar: Das um Sondereffekte korrigierte Ergebnis vor Steuern erhöhte sich – auch wegen der weiter gesunkenen Nettozinsbelastung – um 5,9 % von 676,8 Mio. EUR auf 716,5 Mio. EUR. Ebenfalls um außerordentliche Effekte bereinigt nahm der Jahresüberschuss im gleichen Zeitraum um 5,8 % von 509,8 Mio. EUR auf 539,4 Mio. EUR zu. Da die positiven Sondereffekte des Geschäftsjahres 2015/16 nicht zu besteuern waren, betrug die Steuerquote auf Reporting-Basis im Vorjahr nur knapp 20 % (2016/17: 24,7 %). Die bereinigte Steuerquote des Geschäftsjahres 2016/17 liegt hingegen exakt auf dem bereinigten Vorjahreswert von 24,7 %.
DIVIDENDENVORSCHLAG
Vorbehaltlich der Zustimmung der am 5. Juli 2017 stattfindenden Hauptversammlung der voestalpine AG wird an die Aktionäre eine Dividende von 1,10 EUR je Aktie ausgeschüttet. Das bedeutet gegenüber der Vorjahresdividende von 1,05 EUR eine Erhöhung um 4,8 %. Gemessen am Ergebnis je Aktie (auf IFRS-Basis) von 2,84 EUR (2015/16 3,35 EUR) entspricht dieser Vorschlag einer Ausschüttungsquote von 39,0 % (Vorjahr 31,4 %). Bezogen auf den durchschnittlichen Börsenkurs der voestalpine-Aktie im Geschäftsjahr 2016/17 von 33,62 EUR errechnet sich daraus eine Dividendenrendite von 3,3 % (Vorjahr 3,2 %).
GEARING
Nachdem bereits im Vorjahr die Verschuldungsrate trotz eines Rekordinvestitionsvolumens im Jahresvergleich gesunken ist, reduzierte sich die Gearing-Ratio des voestalpine-Konzerns (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) im Geschäftsjahr 2016/17 abermals, und zwar von 54,5 % per 31. März 2016 auf 53,2 % zum 31. März 2017. Gelungen ist dies trotz einer im vergangenen Geschäftsjahr nach wie vor deutlich über dem Abschreibungsniveau liegenden Investitionstätigkeit, eines vorwiegend preisbedingten Anstiegs des Nettoumlaufvermögens sowie einer neuerlich gestiegenen Dividende. Die für den Fokus auf dem High-End-Qualitätssegment notwendige, nachhaltige Investitionsintensität sowie die Umsetzung der auf Wachstum ausgerichteten Internationalisierungsstrategie stehen somit einmal mehr nicht im Widerspruch zu einer soliden finanziellen Entwicklung. Vor diesem Hintergrund stieg auch das Eigenkapital um 7,2 % von 5.651,6 Mio. EUR per 31. März 2016 auf 6.060,3 Mio. EUR per 31. März 2017. Es erhöhte sich damit auch überproportional zur Nettofinanzverschuldung, die im gleichen Zeitraum um 4,6 % von 3.079,9 auf 3.221,1 Mio. EUR zunahm.
CASHFLOW
Im Geschäftsjahr 2016/17 reduzierte sich der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um 10,3 % von 1.282,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015/16 auf aktuell 1.150,4 Mio. EUR. Während das Ergebnis nach Steuern unter Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge deutlich gesteigert werden konnte, ist die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens, das von 113,9 Mio. EUR im Vorjahr im abgelaufenen Geschäftsjahr in den negativen Bereich drehte (–98,6 Mio. EUR), gegenläufig. Ein per Ende März 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresstichtag EUR
DIVIDENDE JE AKTIE
EUR * Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung. 0,90 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 0,95 1,00 1,05 1,10*
NETTOFINANZVERSCHULDUNG, EIGENKAPITAL, GEARING
Mio. EUR Nettofinanzverschuldung Eigenkapital Gearing (in %) 2.259,2 44,5 46,0 58,2 54,5 53,2 5.075,3 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2.421,4 5.261,6 2.978,1 5.115,0 3.079,9 5.651,6 3.221,1 6.060,3
deutlich höheres Rohstoff- und Verkaufspreisniveau ist ausschlaggebend dafür, dass sich das Working Capital trotz umfangreicher Gegensteuerungsmaßnahmen erhöhte. Die Kapitalallokation für Investitionen fiel im Geschäftsjahr 2016/17 demgegenüber deutlich niedriger aus als 2015/16, sodass sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr mit
–1.049,8 Mio. EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode (–1.230,0 Mio. EUR) entsprechend reduziert darstellt. Nachdem im Geschäftsjahr 2016/17 die Mittelabflüsse aus Finanzierungsaktivitäten die Mittelzuflüsse um 366,7 Mio. EUR überstiegen, lag der Endbestand der liquiden Mittel per 31. März 2017 bei 503,3 Mio. EUR (774,8 Mio. EUR per 31. März 2016).
Die Nettofinanzverschuldung lässt sich wie folgt überleiten:
NETTOFINANZVERSCHULDUNG
| Mio. EUR | 31.03.2016 | 31.03.2017 |
|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten langfristig | 3.342,8 | 2.764,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig | 898,2 | 1.332,9 |
| Liquide Mittel | –774,8 | –503,3 |
| Sonstige Wertpapiere und Anteile | –355,8 | –348,3 |
| Ausleihungen und sonstige Forderungen Finanzierung | –30,5 | –24,9 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.079,9 | 3.221,1 |
QUARTALSENTWICKLUNG DES voestalpine-KONZERNS
| Mio. EUR | GJ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2016/17 |
2. Quartal 2016/17 |
3. Quartal 2016/17 |
4. Quartal 2016/17 |
2016/17 | 2015/16 | Verände rung in % |
|
| Umsatzerlöse | 2.772,4 | 2.635,4 | 2.693,4 | 3.193,3 | 11.294,5 | 11.068,7 | 2,0 |
| EBITDA | 333,9 | 371,0 | 356,2 | 479,6 | 1.540,7 | 1.583,4 | –2,7 |
| EBITDA-Marge | 12,0 % | 14,1 % | 13,2 % | 15,0 % | 13,6 % | 14,3 % | |
| EBIT | 167,6 | 201,3 | 176,1 | 278,3 | 823,3 | 888,8 | –7,4 |
| EBIT-Marge | 6,0 % | 7,6 % | 6,5 % | 8,7 % | 7,3 % | 8,0 % | |
| Ergebnis vor Steuern | 138,9 | 172,5 | 150,0 | 238,5 | 699,9 | 751,3 | –6,8 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 105,8 | 127,9 | 110,2 | 183,1 | 527,0 | 602,1 | –12,5 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
48.319 | 48.786 | 48.765 | 49.703 | 49.703 | 48.367 | 2,8 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
QUARTALSENTWICKLUNG DES voestalpine-KONZERNS BEREINIGT
| Mio. EUR | GJ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2016/17 |
2. Quartal 2016/17 |
3. Quartal 2016/17 |
4. Quartal 2016/17 |
2016/17 | 2015/16 | Verände rung in % |
|
| Umsatzerlöse | 2.772,4 | 2.635,4 | 2.693,4 | 3.193,3 | 11.294,5 | 11.068,7 | 2,0 |
| EBITDA | 333,9 | 371,0 | 356,2 | 479,6 | 1.540,7 | 1.445,8 | 6,6 |
| EBITDA-Marge | 12,0 % | 14,1 % | 13,2 % | 15,0 % | 13,6 % | 13,1 % | |
| EBIT | 171,5 | 204,9 | 179,7 | 283,8 | 839,9 | 814,4 | 3,1 |
| EBIT-Marge | 6,2 % | 7,8 % | 6,7 % | 8,9 % | 7,4 % | 7,4 % | |
| Ergebnis vor Steuern | 142,8 | 176,1 | 153,5 | 244,1 | 716,5 | 676,8 | 5,9 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 108,7 | 130,6 | 112,9 | 187,2 | 539,4 | 509,8 | 5,8 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
48.319 | 48.786 | 48.765 | 49.703 | 49.703 | 48.367 | 2,8 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNG IM JAHRESVERLAUF
KAPITALERHÖHUNG ZUM AUSBAU DER MITARBEITERBETEILIGUNG
Der Vorstand der voestalpine AG hat am 6. März 2017 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 1,4 Mio. auf Inhaber lautende Stückaktien im Interesse des Ausbaus und der Absicherung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms der voestalpine AG um rund 0,8 % zu erhöhen. Am 30. März 2017 wurde die Kapitalerhöhung im Firmenbuch eingetragen, womit das Grundkapital der voestalpine AG nunmehr 320.394.836,99 EUR, zerlegt in 176.349.163 Stück/ Stückaktien, beträgt. Mit dieser Kapitalerhöhung liegt der Anteil der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung (inklusive Privataktien), welche die Aktien für die am Programm teilnehmenden Mitarbeiter hält, bei 14,8 % des Grundkapitals der voestalpine AG.
DIREKTREDUKTIONSANLAGE TEXAS, USA
Nachdem drei Jahre zuvor, im April 2014, der offizielle Spatenstich für die Errichtung der weltweit größten Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, USA, erfolgt war, konnte mit 1. April 2017 der Vollbetrieb des Werkes aufgenommen werden. Die Anlage wird künftig 2 Mio. Tonnen hochwertiges HBI (Hot Briquetted Iron) jährlich erzeugen. Der poröse Eisenschwamm, der aus Gründen des einfacheren Transports zu Briketts verarbeitet wird, ist ein hochwertiger, vergleichsweise umweltfreundlicher Eisenträger, der als qualitativ anspruchsvolles Einsatzmaterial sowohl zur Stahlherstellung in der Hochofenroute als auch in Elektroöfen dient. HBI entsteht durch die Reduktion von Eisenerz durch Erdgas anstelle – wie im traditionellen Hochofenbetrieb – von Koks. Der Einsatz des in den USA produzierten HBI in den Hochöfen und Stahlwerken der voestalpine bringt eine Verbreiterung sowie wesentliche Flexibilisierung der Rohstoffbasis, eine günstigere Energiebilanz, führt zu einer standortspezifischen Reduktion der CO2-Emissionen um bis zu 5 % und bietet zusätzlich technologische Optionen in Richtung Dekarbonisierung der Stahlproduktion. Darüber hinaus setzt die Anlage in Corpus Christi durch die Wärmerückgewinnung, die Wiederverwertung der Prozessgase sowie durch die Einhausung der Förderbänder und Erzlagerstätten auch neue Umweltstandards.
Schon im Laufe des Geschäftsjahres 2015/16 konnten der Tiefseehafen einschließlich Be- und Entladekränen und das Herzstück der Investition – der 137 Meter hohe Reduktionsturm – fertiggestellt werden. Nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit wurde die weltweit größte und modernste Anlage ihrer Art am 26. Oktober 2016 offiziell eröffnet. Rund einen Monat vorher war der Hochlauf der Anlage gestartet worden. Nachdem das neue Werk innerhalb eines halben Jahres einen stabilen Betriebszustand auf hohem Leistungsniveau erreicht hatte und im März 2017 den abschließenden Leistungstests unterzogen worden war, konnte die Anlage mit Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 in den Dauerbetrieb übergehen. Nicht nur in technologischer Hinsicht wurden schon nach relativ kurzer Zeit die angestrebten Betriebsparameter realisiert, sondern auch im Hinblick auf die Produktqualität konnten die ambitionierten Vorgaben noch übertroffen werden. Die kontinuierliche Belieferung der Kunden aus dem NAFTA-Raum und Europa sowie der eigenen österreichischen Stahlstandorte Linz und Leoben/ Donawitz mit HBI aus Texas startete gegen Ende des Kalenderjahres 2016. Im Geschäftsjahr 2017/18 sollte die Anlage ihre jährliche Nennkapazität von 2 Mio. Tonnen bereits voll ausschöpfen können und damit schon im ersten Jahr des Vollbetriebes einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag leisten. Die voestalpine Texas LLC beschäftigt am Standort Corpus Christi rund 190 Mitarbeiter.
Wie bereits in gesonderten Veröffentlichungen dargestellt, kam es im Wesentlichen aufgrund extrem schwieriger Wetterverhältnisse in der ersten Phase des Projekts und dadurch verursachte Verzögerungen sowie einer erheblichen Kosteninflation bei Baustoffen und Bauleistungen durch einen zum Zeitpunkt der Projektentscheidung 2012 nicht absehbaren Bauboom in Texas ab 2014 und durch Zusatzinvestitionen und technische Optimierungsmaßnahmen (Änderung Lagerkonzept) im Zuge der Projektumsetzung zu deutlichen Kostenerhöhungen. Mit dem Abschluss des Inbetriebnahmeprozesses belaufen sich die Gesamtkosten des Projekts auf 1.012 Mio. USD und liegen damit um rund ein Drittel über der ursprünglich geplanten (von vornherein auf US-Dollar Basis kalkulierten) Investitionssumme von 742 Mio. USD. In Bezug auf die strategische Bedeutung des Vorhabens treten durch diese Kostenerhöhung keine Veränderungen ein und die auch aus aktueller Sicht unverändert gegebene wirtschaftliche Attraktivität des Vorhabens wird durch die Ergebnisse des Impairmenttests im Zuge des jüngsten Jahresabschlusses bestätigt.
CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT
Der Corporate Governance-Bericht des Geschäftsjahres 2016/17 ist auf der Website der voestalpine AG unter der Rubrik "Investoren" veröffentlicht.
» Der exakte Pfad lautet http://www.voestalpine.com/group/de/ investoren/corporate-governance
INVESTITIONEN
Nachdem sich im Geschäftsjahr 2015/16 zahlreiche parallel in Umsetzung befindliche Großvorhaben des voestalpine-Konzerns in einem fortgeschrittenen Stadium befunden hatten und damit in dieser Periode aufwandsmäßig bei den Investitionen mit 1.310,9 Mio. EUR ein absoluter Höchststand erreicht worden war, gingen viele dieser Projekte im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/17 in die Inbetriebnahmephase über. Vor diesem Hintergrund lag der Investitionsaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 1.011,4 Mio. EUR um 22,8 % unter dem Vorjahreswert, aber nach wie vor signifikant über Abschreibungsniveau.
Nachdem der weitaus überwiegende Teil des Investitionsvolumens für die weltweit größte und modernste Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, USA, bereits in den vergangenen Geschäftsjahren angefallen war, hat sich der Investitionsaufwand der Steel Division im Geschäftsjahr 2016/17 um 41,8 % von 701,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 408,1 Mio. EUR verringert. Die Errichtung dieser Anlage wurde im Herbst 2016 nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen. Nach Beendigung der knapp sechsmonatigen Hochlaufphase ist das Werk am 1. April 2017 in den Vollbetrieb übergegangen (siehe Kapitel "Direktreduktionsanlage Texas, USA"). Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde darüber hinaus in der Steel Division eine Reihe weiterer strategisch bedeutender Investitionen erfolgreich fortgeführt bzw. umgesetzt. So ging im Geschäftsbereich Grobblech im 3. Quartal 2016/17 die intern entwickelte "toughcore®"-Anlage in Betrieb, deren Technologie in einem Umfeld äußerst herausfordernder Bedingungen – wie sie etwa durch sehr niedrige Temperaturen oder extreme Wassertiefen gegeben sind – einzigartige Produkteigenschaften bietet. Beim Investitionsvorhaben "Stranggießanlage 8", das die weitere Optimierung des Produktportfolios im Bandbereich zum Ziel hat, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Prozessanlage installiert und im Frühjahr 2017 programmgemäß mit den Kalttests begonnen. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2017 geplant. Durch die sehr gute Zusammenarbeit aller Projektpartner konnte die Großreparatur des Hochofens 6 von Juli bis November 2016 kürzer als ursprünglich geplant abgewickelt werden. Parallel dazu wurden die Vorbereitungsmaßnahmen für die 2018 stattfindende Großreparatur des Großhochofens A gestartet.
Der Investitionsaufwand der High Performance Metals Division (vormals Special Steel Division) lag im Geschäftsjahr 2016/17 mit 179,5 Mio. EUR nur marginal niedriger als im Vorjahr (181,7 Mio. EUR). Die Investitionen waren dabei vor allem auf die strategischen Wachstumsbereiche ausgerichtet: So soll der Umsatz im technologisch herausfordernden Kundensegment Luftfahrt in den nächsten Jahren nahezu verdoppelt werden. Vor diesem Hintergrund investiert die Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co KG am Standort Kapfenberg, Österreich, zurzeit in eine neue Hightech-Schnellschmiedelinie, die mit Ende des Kalenderjahres 2018 in Betrieb gehen soll. Die Anlage wird primär Vormaterial für höchstbelastbare Flugzeugkomponenten, etwa Triebwerksteile, ergänzend aber auch anspruchsvolle geschmiedete Teile für die Öl- und Gasexploration produzieren. Zusätzlich trägt das Unternehmen als führender Hersteller von Spezialschmiedeteilen aus Hochleistungswerkstoffen für die Luftfahrtindustrie mit der Errichtung einer Fertigungslinie für Flugzeugstrukturteile der boomenden Luftfahrtbranche Rechnung. Die vollautomatisierte Anlage wird 2019 den Betrieb aufnehmen. Die Aktivitäten am Standort Mürzzuschlag, Österreich, fokussieren sich aktuell auf den Bau einer Richtanlage für Titanbleche, die ebenfalls in der Flugzeugindustrie, aber auch im Maschinenbau sowie in der chemischen Industrie Verwendung finden. An den beiden Produktionsstandorten Kapfenberg, Österreich, und Hagfors, Schweden, wurde und wird aktuell in Aggregate zur Herstellung von Metallpulver aus Stahl- und Nickelbasislegierungen für den Einsatz im Bereich Additive Manufacturing investiert. In diesem Zusammenhang kam es im Geschäftsjahr 2016/17 zur Errichtung von Additive Manufacturing-Zentren in Düsseldorf, Deutschland, und in Singapur zur Herstellung von metallischen Bauteilen im 3D-Druckverfahren. Im Geschäftsbereich Value Added Services wurde 2016/17 der Ausbau in Richtung zusätzlicher Anlagenkapazitäten für Wärmebehandlung und maschinelle Bearbeitung in Chengdu, dem Wirtschaftszentrum im Südwesten Chinas, sowie in Querétaro, dem Automotive-Hotspot von Mexiko, weiter vorangetrieben.
In der Metal Engineering Division liegt das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2016/17 mit 211,0 Mio. EUR um 16,7 % unter dem Vorjahreswert von 253,3 Mio. EUR. Die derzeit größte Einzelinvestition der Division, das neue, voll digitalisierte Drahtwalzwerk stellt eine technologische Benchmark dar. Damit werden Leistung, Flexibilität und Qualität der Walzdrahtproduktion am Standort Leoben/Donawitz, Österreich, nachhaltig gesteigert. Im Geschäftsbereich Seamless Tubes befinden sich ungeachtet der aktuellen Marktschwäche strategisch wichtige Zukunftsvorhaben in konsequenter Umsetzung. So konnte das Projekt zur Erweiterung der Dimensionen am Standort Kindberg, Österreich, im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/17 erfolgreich beendet werden. Der Montagebeginn für zusätzliche Wärmebehandlungskapazitäten startete im September 2016, womit die Inbetriebnahme noch im 1. Quartal 2017/18 gesichert erscheint.
Der Hauptteil des gegenüber dem Vorjahr von 167,5 Mio. EUR um 22,4 % auf 205,1 Mio. EUR erhöhten Investitionsvolumens der Metal Forming Division entfiel unverändert auf die Umsetzung der Strategie, im Automotive-Bereich Schlüsseltechnologien auf Basis von Langfristverträgen global auszurollen. Zur lokalen Fertigung höchstfester Automobilkomponenten vor allem für deutsche Premiumhersteller wurde in Cartersville, USA, 2016 bereits die dritte "phs"-Ausbaustufe gestartet. Mit Langfang in der Nähe von Peking kam im abgelaufenen Geschäftsjahr ein weiterer Standort in China für die Abwicklung eines über mehrere Jahre laufenden Auftrags ebenfalls für die Automobilindustrie hinzu. Der dynamischen Entwicklung im Automotive-Bereich in Mexiko wird mit dem Aufbau eines Produktionsstandortes zur Fertigung höchstqualitativer Automobilkomponenten in Aguascalientes Rechnung getragen. Zusätzlich wurden aber auch an Standorten in Europa wichtige strategische Impulse gesetzt. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang insbesondere die zu Beginn des 2. Geschäftsquartals 2016/17 am Standort Schwäbisch Gmünd, Deutschland, in Betrieb genommene weltweit erste Serienanlage für "phs-directform®". Mit dieser Produktinnovation können nun erstmals pressgehärtete Karosserieteile aus verzinktem Stahlband im direkten Verfahren, d. h. in einem einzigen Prozessschritt, hergestellt werden. Ebenfalls im Geschäftsbereich Automotive Components erfolgte in Linz, Österreich, im Sommer 2016 nach einer Bauzeit von nur knapp über einem Jahr die Eröffnung des nunmehr weltgrößten Produktionsstandortes für lasergeschweißte Platinen.
AKQUISITIONEN
Die Akquisitionstätigkeit des voestalpine-Konzerns hielt sich im Geschäftsjahr 2016/17 in engen Grenzen. Nicht zuletzt aufgrund zinsbedingt vielfach kaum mehr nachvollziehbarer Unternehmensbewertungen kam es nur zu einem größeren Unternehmenserwerb.
Mit der Akquisition der Summo Corp. mit Sitz in Burlington, Kanada, im Juli 2016 konnte die Metal Forming Division ihre Position im Bereich passiver Sicherheitsbauteile für die Automobilindustrie im NAFTA-Raum erheblich stärken. An den zwei Produktionsstandorten in Burlington, Kanada, und Monterrey, Mexiko, produziert die in "voestalpine Rotec Summo Corp." umbenannte Gesellschaft höchstwertige passive Sicherheitsbauteile wie Komponenten für Airbags sowie für Gurt- und Sitzsysteme. Das Unternehmen erzielte zuletzt mit rund 300 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 40 Mio. EUR.
Bereits seit den 1980er-Jahren beschäftigt sich die zur Metal Forming Division gehörende voestalpine Rotec-Gruppe mit Hauptsitz in Krieglach, Österreich, intensiv mit zukunftsweisenden Produktlösungen für passive Sicherheitsteile im Automobil. Schon vor dem Erwerb von Summo war die Rotec-Gruppe in Nordamerika mit einem Standort in Lafayette, Indiana, USA, vertreten. Die Integration des Unternehmens in die bisherigen US-Aktivitäten der Rotec-Gruppe verläuft problemlos, nicht zuletzt, weil sie mit einem Fokus auf Kundenorientierung sowie Technologie- und Qualitätsführerschaft über ein weitgehend identes Selbstverständnis verfügt.
MITARBEITER
Zum Stichtag 31. März 2017 beschäftigte der voestalpine-Konzern 45.866 Mitarbeiter (ohne Lehrlinge und Leihpersonal) und damit um 820 Beschäftigte oder 1,8 % mehr als zum 31. März 2016. Ergänzt um 1.320 Lehrlinge und 3.680 Leasingmitarbeiter ergibt sich in Summe ein Full-Time-Equivalent (FTE) von 49.703, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung des Gesamtpersonalstandes um 2,8 % (1.336 FTE) bedeutet. Die Zahl der Leiharbeitskräfte erhöhte sich im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr von 3.389 auf 3.680 FTE und damit um 8,6 %. Rund 53,5% der Mitarbeiter (26.590 FTE) sind an Konzernstandorten außerhalb Österreichs beschäftigt, 23.113 Mitarbeiter arbeiten in österreichischen Unternehmen. Zum Stichtag 31. März 2017 bildete der voestalpine-Konzern 1.320 Lehrlinge aus, davon 60,5 % in österreichischen Gesellschaften und 39,5 % an internationalen Standorten. Damit hat sich die Zahl der Lehrlinge gegenüber dem Vorjahr um 57 Personen bzw. 4,1 % verringert.
MITARBEITERBETEILIGUNG
Seit dem Jahr 2001 besteht das Mitarbeiterbeteiligungsmodell der voestalpine und wurde seither kontinuierlich ausgebaut. Neben allen österreichischen Beschäftigten sind auch Mitarbeiter in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Polen, Belgien, der Tschechischen Republik, Italien und der Schweiz eingebunden. Die Ausweitung des Teilnehmerkreises an internationalen Standorten wurde auch im Geschäftsjahr 2016/17 vorangetrieben.
Die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung ist zweitgrößter Aktionär der voestalpine AG. Zum 31. März 2017 sind über diese insgesamt 24.100 Mitarbeiter an der voestalpine AG beteiligt. Sie halten rund 24,1 Mio. Stück Aktien, die durch eine generelle Stimmrechtsbündelung einen Anteil von 13,6 % am Grundkapital des Unternehmens darstellen (Vorjahr: 13,4 %). Die Stiftung verwaltet darüber hinaus rund 1,9 Mio. Stück "Privataktien" ehemaliger und derzeitiger Konzernmitarbeiter, über welche diese jederzeit frei verfügen können; dies entspricht zusätzlich 1,2 % der stimmberechtigten Aktien. Insgesamt befinden sich damit zum 31. März 2017 14,8 % des Grundkapitals der voestalpine AG im Eigentum von Mitarbeitern (Vorjahr 14,5 %).
STAHLSTIFTUNG IN ÖSTERREICH
1987 wurde in Österreich die "Stahlstiftung" als Arbeitsstiftung mit dem Ziel gegründet, krisenbedingt ausgeschiedenen Mitarbeitern der damaligen VOEST-ALPINE-Gruppe, aber auch Mitarbeitern von konzernfremden Unternehmen durch bis zu vier Jahre dauernde Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen die Möglichkeit zur beruflichen Neuorientierung zu bieten und so die Folgen des Arbeitsplatzverlustes zu kompensieren oder zumindest zu mildern.
Im Geschäftsjahr 2016/17 haben mehr als 86 % der arbeitsuchenden Teilnehmer mithilfe der Stahlstiftung trotz der auch aktuell schwierigen Situation am österreichischen Arbeitsmarkt eine neue berufliche Perspektive gefunden.
Zum Stichtag 31. März 2017 befanden sich insgesamt 455 Personen in der Betreuung der Stahlstiftung, davon waren 51,7 % Teilnehmer aus Gesellschaften des voestalpine-Konzerns. Die Gesamtzahl aktiver Stiftungsteilnehmer betrug im Geschäftsjahr 2016/17 770 Personen, sie lag damit um 1,8 % unter jener des Vorjahres (784 Personen).
LEHRLINGE & JUNGFACHARBEITER
Im November 2016 fand der vierte voestalpine-Konzernlehrlingstag am Sitz des Headquarters der voestalpine AG in Linz statt. 330 Lehrlinge aus Österreich und Deutschland nahmen mit ihren Ausbildnern teil. Ziel der Veranstaltung ist, dass die Lehrlinge möglichst viele ihrer jungen Kollegen aus anderen Standorten, aber auch ihren Konzern kennenlernen.
Je Lehrling investiert das Unternehmen rund 70.000 EUR in die umfangreiche, drei- bzw. vierjährige Ausbildung. Um potenzielle Lehrlinge effizient ansprechen zu können, wurden in den vergangenen Jahren die Social-Media-Aktivitäten über Facebook, YouTube, Twitter, LinkedIn, Watchado und Instagram kontinuierlich intensiviert. Die ausgezeichneten Lehrabschlusszahlen bestätigen die Richtigkeit dieser Investition in die Zukunft: 96,4 % der in Österreich und Deutschland angetretenen Lehrlinge haben im letzten Geschäftsjahr ihre Lehrabschlussprüfung bestanden, von den österreichischen Absolventen haben 69,0 % die Prüfung sogar mit gutem oder ausgezeichnetem Erfolg abgelegt.
Die voestalpine bietet für das im Herbst 2017 beginnende Lehrjahr 2017/18 rund 370 neue Lehrstellen alleine in Österreich und Deutschland an. Dabei geht es an 38 Standorten um insgesamt 50 Ausbildungsberufe. Jeweils im Vorfeld findet an einer Reihe dieser Standorte zur Vorbereitung ein "Tag der offenen Tür" statt, an dem sich Schüler mit ihren Eltern persönlich über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten informieren können.
FÜHRUNGSKRÄFTE- ENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr 2016/17 starteten im Rahmen der konzernalen Führungskräfteentwicklung, dem "value:program", 186 Teilnehmer (Frauenanteil 15,1 %) aus 25 Ländern ihren Ausbildungsgang in den unterschiedlichen Kategorien des Management-Entwicklungssystems der voestalpine. Es bietet zielgruppenspezifisch Aus- und Weiterbildungsprogramme für alle Führungsebenen auf Basis einer Kombination von Präsenz- und Onlineschulungen einschließlich externer Post-Graduateund Business-School-Ergänzung. Die Schwerpunkte liegen dabei neben der Bearbeitung von fachspezifischen Aufgabenstellungen auf Themen wie Strategie, Change Management, Leadership, Compliance und Organisation.
SONSTIGE ENTWICKLUNGSPROGRAMME
Um erforderliche Kompetenzen der Mitarbeiter zielgerichtet zu fördern und zu stärken, laufen eine Reihe von Programmen mehr oder weniger kontinuierlich, so etwa die Purchasing Power Academy, die HR Academy, das China Young Professional Training Program oder das High Mobility Pool Program, dessen "generation 2015" nach zweijähriger Ausbildungszeit erst jüngst ihre Berufslaufbahn gestartet hat; derzeit folgt "generation 2017".
Zahlreiche weitere Programme und Schulungsangebote in den einzelnen Divisionen und Business Units ergänzen das Aus- und Weiterbildungsportfolio für die Mitarbeiter.
MITARBEITERBEFRAGUNG
Im Oktober 2016 fand dem dreijährigen Durchführungsrhythmus folgend wieder eine Mitarbeiterbefragung statt. In die Erhebung eingebunden waren 201 Konzerngesellschaften, verteilt auf 47 Länder. Die Befragung erfolgte anonym auf Basis eines Papier- oder Onlinefragebogens in insgesamt 25 verschiedenen Landessprachen und lag mit fast 47.000 eingeladenen Mitarbeitern sehr nahe an einer Vollerhebung. Ziel dieser periodisch stattfindenden Untersuchung ist die kontinuierliche Verbesserung der voestalpine-Arbeitswelt – von Identifikation und persönlicher Arbeitsplatzzufriedenheit über Informationsbedürfnisse bis hin zu Themen wie Organisation und Führungsverhalten erstreckten sich die Fragenkreise. Mit einer Rücklaufquote von 77 % wurde nicht nur die Basis für aussagekräftige Ergebnisse gelegt, sondern auch der bereits hohe Rücklauf von 2013 (75 %) sogar noch übertroffen. Auf Unternehmensseite wird jede der eingebundenen Gesellschaften auf Basis der jeweiligen Ergebnisse Maßnahmen zur Verbesserung erarbeiten und im Rahmen eines umfassenden Reportingtools berichten. Konzernweit jedenfalls abzuarbeitende Handlungsfelder sind die Themenkreise "Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten" und "Führung". Insgesamt erbrachte die Mitarbeiterbefragung vor allem in Anbetracht des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes der letzten Jahre bei regional und nach Business Units durchaus unterschiedlichen Ergebnissen eine Bestätigung des bisherigen Kurses der Konzernentwicklung.
KOOPERATION MIT UNIVERSITÄTEN
In vielen voestalpine-Gesellschaften können Studierende Praktika absolvieren; einen besonderen Schwerpunkt stellen dabei wissenschaftliche Arbeiten in Zusammenarbeit von Studenten mit voestalpine-Unternehmen dar. So laufen derzeit zahlreiche Diplom- und Masterarbeiten bzw. Dissertationen im Konzern.
Seit einigen Jahren ermöglicht die voestalpine internationalen Studierenden der Emory University (Atlanta, USA) ein zehnwöchiges Volontariat im Konzern. Im Austausch dafür erhalten Studenten der Johannes Kepler Universität Linz, Österreich, ein Stipendium an der US-Universität. In einem weiteren Sonderprogramm werden Studierende des internationalen Ausbildungsganges "ACT – Austria, Canada, Taiwan", einem gemeinsamen Projekt der Johannes Kepler Universität Linz, Österreich, der University of Victoria, Kanada, sowie der National Sun Yat-sen University in Kaohsiung, Taiwan, am Konzernstandort Linz jeweils in mehrwöchige Projekte eingebunden. Eine Reihe von Kooperationen bestehen auch mit der Montanuniversität Leoben, Österreich. Diese reichen von Sponsoringmaßnahmen, um Jugendliche für ein Technikstudium zu begeistern, über die "voestalpine talks", eine Kooperationsveranstaltung mit allen Studienvertretern, bis zur Unterstützung der Studentenmesse "teconomy". Im März 2017 fand an der Montanuniversität nach dreijähriger Pause zum zweiten Mal der "voestalpine Studentenabend" statt, bei dem 450 Studierende Vorträgen aller sechs Vorstandsmitglieder folgten und im Anschluss ihnen und Mitarbeitern von zahlreichen voestalpine-Gesellschaften Fragen stellen bzw. sie persönlich kennenlernen konnten.
ROHSTOFFE
Nach einer mehrjährigen Phase eines kontinuierlich rückläufigen Preistrends der für die Rohstahlerzeugung auf Hochofenbasis wichtigsten Rohstoffe Eisenerz und metallurgische Kohle setzte zu Jahresbeginn 2016 eine Trendumkehr ein.
Eingeleitet wurde die Wende mit einer zunächst leichten Erholung der Eisenerzpreise im Jänner 2016, nachdem die Talsohle bei rund 38 USD pro Tonne (CFR China) durchschritten worden war. Da China der mit Abstand weltgrößte Importeur von Eisenerz ist, auf den allein etwa zwei Drittel der Erznachfrage über den Seeweg entfallen, kommt dem Verlauf der chinesischen Stahlkonjunktur naturgemäß eine entscheidende Rolle im Hinblick auf die generelle Entwicklung des Eisenerzpreises zu. Neben den hohen Stahlproduktionsraten liegt der Grund für den massiven Eisenerzverbrauch in China auch darin begründet, dass die Schrottverfügbarkeit im Land vergleichsweise gering ist, wodurch anteilsmäßig mehr Roheisen in der Stahlerzeugung eingesetzt werden muss als in anderen Ländern. Vor diesem Hintergrund war der über zwei Jahre andauernde Abschwung des Eisenerzpreises zwar auch eine Folge des abgeschwächten Wachstums der Rohstahlproduktion in China, allerdings verstärkt durch eine gleichzeitige substanzielle Ausweitung der weltweiten Minenkapazitäten als Konsequenz einer überzogenen Erwartungshaltung der Bergbaukonzerne, was die Entwicklung der Stahlnachfrage in China betrifft. Nicht zuletzt aufgrund konjunkturstützender Maßnahmen der chinesischen Regierung hat der Stahlbedarf in der Folge im Verlauf des Kalenderjahres 2016 wieder zugelegt. Darüber hinaus haben sich aber auch Parameter auf der Angebotsseite, die bei der Preisfindung eine Rolle spielen, verändert. So etwa erfolgte seitens der großen australischen und brasilianischen Eisenerzproduzenten eine Kürzung ihrer ursprünglichen Wachstumspläne. Da das chinesische Eisenerz eine vergleichsweise geringe Qualität aufweist, ist der Bedarf der Stahlindustrie in China nicht zuletzt aufgrund der damit verbundenen Umweltproblematik zunehmend auf hochwertiges Eisenerz ausgerichtet, was in der jüngeren Vergangenheit zur Folge hatte, dass zahlreiche chinesische Minen stillgelegt wurden, damit aber der Importbedarf gestiegen ist. Des Weiteren hat sich im Gefolge eines Dammbruches in einem Eisenerzbergwerk in Brasilien im November 2015 insbesondere die Verfügbarkeit von Eisenerzpellets (vorverdichtetem Erz) verknappt, mit dem Resultat, dass die Preisaufschläge für Pellets im Welthandel deutlich gestiegen sind. Der aus diesen Entwicklungen resultierende, ausgeprägte Anstieg des Erzbasispreises auf knapp unter 90 USD pro Tonne im März 2017, der den höchsten Stand seit Sommer 2014 markiert, ist – abgesehen von den beschriebenen fundamentalen Entwicklungen – auch die Auswirkung einer erheblichen Ausweitung von Finanzderivaten, denen der Verlauf des Eisenerzpreises zugrunde liegt und die damit den Aufwärtstrend verstärkt haben.
voestalpine-intern wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 die Beschaffung von Rohstoffen und Energie auch für den neuen Standort Corpus Christi, Texas, USA, aufgenommen. Die entsprechenden Mengenströme haben sich mittlerweile etabliert und sind nun fixer Teil des konzernalen Rohstoffportfolios.
Noch bemerkenswerter, als dies bei Eisenerz der Fall war, stellten sich im Geschäftsjahr 2016/17 die Preissprünge bei Kokskohle dar. Unmittelbarer Auslöser für die Preisexplosion am Spotmarkt ab Sommer 2016 waren behördlich verordnete Minenschließungen sowie eine Reduzierung der jährlichen Arbeitstage in chinesischen Kohleminen und die dadurch ausgelöste Angebotsverknappung. Zusätzlich führten schwere Regenfälle in Nordchina zu logistischen Problemen beim Transport der inländisch geförderten Kohle, wodurch chinesische Stahlunternehmen zunehmend auf Importkohle angewiesen waren. Nachdem schon in den vergangenen Jahren in Nordamerika durch zahlreiche Minenschließungen aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit das Angebot merklich zurückgegangen war, führte die international betrachtet stabile Entwicklung der Stahlproduktion im Verlauf des Jahres 2016 durch die Einschränkungen in den chinesischen Minen an den globalen Spotmärkten zu einer Verknappung bei hochwertiger Kokskohle. Lag der Preis für eine Tonne Kokskohle (FOB Australien) im März 2016 noch bei etwa 80 USD, kam es in der Folge innerhalb weniger Monate zu einem Anstieg auf rund 300 USD. Der Kohlepreis erreichte damit ein Fünfjahreshoch, bevor er sich anschließend auf einem Niveau zwischen 150 und 160 USD einpendelte. In zeitlicher Hinsicht noch dramatischer verlief die Anfang April 2017 aufgetretene Preiseruption, als sich die Kohle innerhalb von nur einer Woche um das Doppelte verteuerte. Ursache dafür war wiederum eine aufgrund von Umwelteinflüssen erfolgte Angebotsverknappung, diesmal allerdings in Australien, hervorgerufen durch einen Zyklon, der wichtige Eisenbahnverbindungen von den Minen in Queensland zu den Verschiffungshäfen unterbrochen hat.
Einen naturgemäß ähnlichen Preisverlauf wie das Basisprodukt Kohle hat der aus ihr gewonnene, im Hochofen eingesetzte Koks im Geschäftsjahr 2016/17 genommen. Im Peak lag der Preis für eine Tonne Koks (FOB China) am Spotmarkt bei rund 330 USD, was gegenüber der Notierung im März 2016 bei knapp über 100 USD eine Verdreifachung des Wertes bedeutet.
Im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres eine ebenfalls sehr wechselhafte Entwicklung nahm der Preis für hochwertigen Schrott. Notierte zu Beginn 2016 eine Tonne Schrott noch bei etwa 170 EUR (Sorte E3, Deutschland), stieg der Preis im Mai 2016 auf 260 EUR, um zwei Monate später wieder auf ein Niveau von unter 200 EUR zu fallen. Ein nachhaltiger Preisanstieg setzte erst mit Ende des Kalenderjahres 2016 ein. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2016/17 bewegte sich der Schrottpreis wieder auf einem Niveau von etwa 260 EUR pro Tonne.
Nachdem sich die Preise für die wesentlichsten Legierungselemente, die insbesondere in der High Performance Metals Division einen bedeutenden Kostenfaktor darstellen, im Geschäftsjahr 2015/16 teilweise deutlich verringert hatten, erfolgte im Geschäftsjahr 2016/17 eine Trendumkehr mit teilweise markanten Preiserhöhungen bei einzelnen Legierungsmetallen. So stiegen vor allem die Beschaffungskosten für Molybdän, Vanadium, Chrom und Mangan im Jahresverlauf teilweise beträchtlich. Bei Nickel, dem Legierungsmetall, das den wertmäßig höchsten Anteil im Portfolio der High Performance Metals Division darstellt und in den vergangenen Jahren bedingt durch Volatilitäten auf der Angebotsseite jährlichen Preisschwankungen von bis zu 85 % unterworfen war, hielten diese Schwankungen im abgelaufenen Geschäftsjahr weitgehend unvermindert an. Erst in den ersten Monaten 2017 trat an der London Metal Exchange eine gewisse Beruhigung ein. Der Preisverlauf bei Zink, dem Element, das schwerpunktmäßig in der Steel Division zum Einsatz kommt, stellte sich im Geschäftsjahresverlauf kontinuierlich steigend dar.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Aufwendungen des voestalpine-Konzerns für Forschung, Entwicklung und Innovation beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 140,3 Mio. EUR. Der Konzern bleibt damit, wie schon in den vergangenen Jahren, eines der forschungsintensivsten Unternehmen Österreichs. Die Schwerpunkte der Forschungstätigkeit liegen zum einen in der Weiterentwicklung des Stahlproduktionsprozesses und der Verarbeitungsprozesse von Stahl und anderen Metallen einschließlich der Entwicklung von neuen Fertigungsverfahren wie Additive Manufacturing und zum anderen im Bereich Werkstofftechnik sowie der Entwicklung von Produkten, Komponenten und kompletten Systemlösungen auf Metallbasis.
Die durchschnittliche jährliche Steigerung der F&E-Aufwendungen von 4,3 % über die vergangenen Jahre macht deutlich, dass Innovation im voestalpine-Konzern höchste Priorität hat. Der Anteil der Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung gemessen am Umsatz, die Forschungsquote, liegt unverändert bei 1,2 %, der F&E-Koeffizient – die Mittel gemessen an der Wertschöpfung – bei 2,7 %.
Die kontinuierliche Kooperation mit rund 80 Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit und damit die enge Zusammenarbeit von Forschung, Wissenschaft und Industrie stellt die Basis für die kontinuierliche Weiterentwicklung von anspruchsvollsten Hightech- Metallprodukten dar. Die wichtigsten Forschungspartner in Österreich sind die Montanuniversität in Leoben, die Johannes Kepler Universität Linz und die K1-MET GmbH in Linz. Im Ausland laufen Schwerpunktprojekte mit dem MIT (Massachusetts Institute of Technology), USA, der McGill University, Kanada, dem Royal Institute of Technology, Schweden, der Aalto University, Finnland, und dem Fraunhofer Institut, Deutschland.
Die Forschungsarbeit in der voestalpine erfolgt dezentral, d. h. nahe am jeweiligen Produktionsbetrieb sowie zu Kunden und Markt. Um einen kontinuierlichen Wissensaustausch innerhalb des Konzerns zu garantieren, findet neben regelmäßigen Treffen des Research Committees, in dem sich die F&E-Verantwortlichen aus den vier Divisionen austauschen und koordinieren, zweimal jährlich das Research Board unter Teilnahme des Gesamtvorstandes statt, in dem auch die Grundsatzentscheidungen zur konzernalen Innovationsentwicklung getroffen werden. Zudem findet einmal jährlich eine eineinhalbtägige Forschertagung statt – 2017 bereits zum zehnten Mal. Das heurige Thema "Stahlerzeugung im 21. Jahrhundert" wurde in Beiträgen von externen und konzerninternen Experten ausführlich abgehandelt. Am Standort Linz, Österreich, wurde ein Konzernpilotprojekt zur Wasserstofferzeugung gestartet. Es handelt sich dabei um eine strategische Kooperation von voestalpine und VERBUND AG, dem führenden österreichischen Stromerzeuger. Gegenstand ist die Installation der weltweit größten PEM (Polymer-Elektrolyt-Membran)- Elektrolyseeinheit mit 6 MW Leistung zur Erzeugung von "grünem" Wasserstoff, also unter Verwendung von elektrischer Energie aus erneuerbaren Energieträgern. Ziel des Projekts sind die Erprobung der PEM-Technologie sowie das Aufzeigen der Potenziale von Wasserstoff in der Stahlherstellung. Die Nutzung dieser Technologie in der Stahlerzeugung der langfristigen Zukunft erscheint vielversprechend, ihr Einsatz hängt aber letztlich von den Kosten und der Verfügbarkeit von "grünem" Strom ab.
Forschung und Entwicklung in der Steel Division sind immer stärker durch die Anforderungen flexibler, sich selbst steuernder Prozesse im Sinne der Digitalisierung mit einem starken Fokus auf der Entwicklung von mechatronischen Systemen, die die Basis für "smart production" darstellen, geprägt. In der Werkstofftechnik liegen die Schwerpunkte auf der Weiterentwicklung von höchstfesten Stahlgüten sowohl im Warm- als auch Kaltbandbereich sowie der Entwicklung weiterer High-ductility-Güten – höchstfeste Stähle mit erhöhter Umformbarkeit – in Kombination mit den entsprechenden Verarbeitungstechnologien, d. h. vor allem auch in Kooperation mit der Metal Forming Division. Das neu entwickelte Grobblechprodukt toughcore®, das sich durch hervorragende Zähigkeitseigenschaften auszeichnet, wurde erfolgreich am Markt eingeführt und wird für anspruchsvolle Projekte unter extremsten Bedingungen z. B. im Bergbau und im Linepipeoffshore-Bereich eingesetzt. Auf dem Gebiet der Beschichtungen liegt der Fokus auf der Entwicklung alternativer metallischer Beschichtungen sowie auf innovativen organischen Beschichtungen mit integrierten Funktionalitäten.
Die High Performance Metals Division (vormals Special Steel Division) setzt bei Entwicklungen im Value Added Services-Bereich – der Wärmebehandlung, Beschichtung und Bearbeitung umfasst – verstärkt auf Kundennähe und baut dafür mit zusätzlichen lokalen F&E-Zentren vor allem in Asien ihre globale Präsenz weiter aus. In Düsseldorf, Deutschland, wurde im Sommer 2016 das voestalpine Additive Manufacturing Center eröffnet, das die konzernweiten Forschungsaktivitäten zu diesem Thema bündelt und das Verfahren für die Herstellung besonders komplexer und leichter Metallbauteile – insbesondere für den Einsatz in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Automobilindustrie, aber auch im Werkzeugbau – nutzbar macht. Der für den Prozess notwendige Werkstoff – ein auf Basis von Spezialverfahren hergestelltes Metallpulver – wird von den Konzerngesellschaften Böhler Edelstahl GmbH & Co KG, Österreich, und Uddeholms AB, Schweden, entwickelt und geliefert. Auch in der High Performance Metals Division wird massiv in die Digitalisierung der Produktion investiert. Ziel ist, die Effizienz in der Fertigung und die Qualität der Produkte auf breiter Basis weiter zu steigern. Im Werkzeugstahlbereich wurde jüngst ein pulvermetallurgischer Stahl entwickelt, der die bisher in dieser Form nicht zu vereinbarenden Eigenschaften von höchst korrosionsbeständigen – aber umformbaren – Stählen mit der Härte und Verschleißbeständigkeit von Werkzeugstählen vereint. Eine weitere Neuentwicklung stellen rostfreie vorvergütete Stähle für Werkzeughalter dar, durch deren Einsatz bei den Werkzeugproduzenten die Herstellroute wesentlich verkürzt wird, wodurch wiederum Kosten und Herstelldauer bzw. Lieferzeit sinken. Zudem entfällt dadurch auch die aufwendige und umweltkritische chemische Vernickelung der Werkzeughalter.
FORSCHUNGSAUFWENDUNGEN DES voestalpine-KONZERNS
Mio. EUR, Brutto-F&E-Aufwendungen (ohne F&E-Anlageninvestitionen)
In der Metal Engineering Division wurde im Vorjahr eine Forschungsservicegesellschaft für die optimale Nutzung der Forschungsinfrastruktur gegründet und gleichzeitig der F&E-Prozess völlig neu gestaltet. Die voestalpine ist der weltweit einzige Komplettanbieter in der Schienen- und Weichentechnik. In Verbindung der beiden Bereiche bietet die Division verstärkt auch Bahninfrastruktur-Systemlösungen völlig neuen Zuschnitts an. Dazu gehört unter anderem auch ein von der voestalpine Schienen GmbH, Leoben/ Donawitz, Österreich, entwickeltes interaktives Life Cycle Cost-Tool für die Lebensdaueranalyse von Hochleistungsschienen, das die Optimierung von Beschaffungs- und Instandhaltungsstrategien und die Bestimmung der Kosten über den gesamten Lebenszyklus ermöglicht. Die neu entwickelte Schienengüte 400 UHC® HSH®, eine wärmebehandelte Schiene mit erhöhtem Kohlenstoffgehalt, weist gegenüber den bisherigen Premiumgüten die zweifache Schienenliegedauer – also Lebenszeit – auf und stößt damit auf eine sehr positive Marktresonanz. Ganz im Zeichen der Digitalisierung steht die aktuelle Entwicklung der Weichensysteme mit ihren in permanenter Optimierung befindlichen integrierten Diagnose- und Monitoringtechnologien. Weitere F&E-Schwerpunkte der Division liegen in der Entwicklung hochfester thermomechanisch gewalzter Drähte sowie von sauergasbeständigen Nahtlosrohren und gasdichten Rohrverbindungen vor allem für den Einsatz in den geologisch und klimatisch herausfordernden Regionen der Öl- und Gasexploration und -förderung.
In der Metal Forming Division wurden im Rahmen der Schaffung von zwölf Kompetenzzentren die F&E-Strukturen ebenfalls einer umfassenden Neudefinition unterzogen und entsprechend reorganisiert. Zentraler Entwicklungsschwerpunkt der Division ist das Thema innovativer Leichtbau. In diesen Bereich fällt die Umformung und Weiterverarbeitung von Materialien wie presshärtenden Stählen, Stahlhybridverbunden oder Aluminium zu Bauteilen und Systemen mit dem Ziel, über den Mix von jeweils bestgeeigneten Materialien optimalen Kundennutzen zu schaffen. Einen weiteren divisionalen Fokus stellt die Entwicklung von neuartigen, anspruchsvollen Profilen und Rohren aus hochfesten Stählen dar, kombiniert mit metallischen Beschichtungen und Kunststofffolien oder im unmittelbaren Stahlkunststoffverbund.
UMWELT
UMWELTAUFWENDUNGEN
Seit dem Geschäftsjahr 2015/16 werden in Ergänzung zu den bis dahin ausgewiesenen emissionsintensiven österreichischen Konzernstandorten erstmals auch umweltrelevante internationale Produktionsgesellschaften mit ihren entsprechenden Daten erfasst. Insgesamt liegen die laufenden Betriebsaufwendungen für Umweltanlagen mit 231 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert von 237 Mio. EUR. Die umweltspezifischen Investitionen des voestalpine-Konzerns haben sich gleichzeitig von 55 Mio. EUR im Vorjahr auf 46 Mio. EUR verringert.
UMWELTSCHWERPUNKTE UND -MASSNAHMEN
Neben der kontinuierlichen Verbesserung der Energieeffizienz liegt der Fokus des Konzerns bei den umweltrelevanten Projekten auf der weiteren Verringerung bzw. Vermeidung von produktionsbedingt entstehenden Emissionen in Luft und Wasser sowie auf der Abfallentsorgung. In der Steel Division (Standort Linz, Österreich) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen eines sehr ambitionierten Umweltprogramms erneut eine Vielzahl kontinuierlicher Anlagenoptimierungen zur weiteren Senkung von Emissionen und des Energieverbrauchs insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Logistik vorgenommen. Unter anderem bewirkt die Installation einer neuen Fördertechnik im Rahmen der Großreparatur des Hochofens 6 eine nachhaltige Staubreduktion bei der Möllerung. Die mit 1. April 2017 in Vollbetrieb gegangene Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, USA, gilt unter anderem aufgrund der Wiederverwertung der Prozessgase, der Wärmerückgewinnung, aber auch durch die Einhausung von Förderbändern und Erzlagerstätten aus technologischer Sicht als Umweltbenchmark und stellt – auch durch die Verwendung von Erdgas anstelle von Koks – einen ersten wichtigen Schritt des Konzerns zu einer CO2 reduzierten Stahlproduktion dar.
Das mit rund 16 Mio. EUR größte Umwelteinzelprojekt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr am Standort Kapfenberg, Österreich, der High Performance Metals Division (vormals Special Steel Division) realisiert. In der neuen "Beizerei 4.0" des Edelstahlwerks erfolgen die emissionsrelevanten Prozesse (Beiz- und Beschichtungsbehandlung sowie Salzbadanlage) nunmehr in einem völlig geschlossenen System (Tunnelsystem). Die Abluftströme werden über Abluftwäscher gereinigt, die Abwassermengen durch optimierte Prozessgestaltung um 80 % reduziert und die Ressourceneffizienz erhöht, während gefährliche Abfälle (Beizschlämme) um rund 25 % vermindert werden. Am schwedischen Standort Hagfors der Division wurde beim Elektrostahlwerk eine neue, deutlich effizientere Filteranlage errichtet. Neben einer 50%igen Emissionsreduktion konnte damit auch die Lärmbelastung deutlich verringert werden.
Eine Vielzahl ähnlich gelagerter, durchwegs nachhaltig wirksamer Investitionen wurde auch in der Metal Engineering Division getätigt; hervorzuheben sind am Standort Leoben/Donawitz, Österreich, der Ausbau von Besprühungsanlagen an der Sinteranlage (Hochofen) zur Verringerung diffuser Staubemissionen um etwa 25 % auf allen Förderbandwegen. Hinzu kommen am selben Standort die weitere Reduktion von Luftschadstoffen sowie des Energieverbrauches durch einen neuen Hubbalkenofen in der Schienenproduktion und eine ebenfalls wesentliche Verringerung des Energieeinsatzes verbunden mit einer Reduktion von Luftemissionen (vor allem Stickoxiden) und Abwassermengen durch die Inbetriebnahme des neuen Drahtwalzwerkes.
UMWELTMANAGEMENTSYSTEME
Die voestalpine-Konzerngesellschaften verfügen breitflächig über Umweltmanagementsysteme (wie ISO 14001 oder EMAS) und zertifiziertes Energiemanagement (nach ISO 50001). Mit den Weichenproduktionsstandorten in Deutschland haben im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Unternehmen derartige Systeme implementiert und zertifiziert. Zertifizierungen nach DIN EN ISO 14001 wurden auch in der Automotive Components-Sparte der Metal Forming Division teilweise bereits abgeschlossen bzw. werden im laufenden Geschäftsjahr umgesetzt.
ÖKOLOGISCHE PRODUKTBETRACHTUNG
Neben operativen Umweltmaßnahmen steht auch das ökologische Potenzial des Werkstoffes Stahl sowie der Produkte aus Stahl im Mittelpunkt von Optimierungsmaßnahmen. Dies betrifft neben Innovationen im Automobil-Leichtbau, der Schieneninfrastruktur und Anwendungen im Bereich erneuerbarer Energien (etwa Solar- und Photovoltaiklösungen der Metal Forming Division) auch das "Life Cycle Assessment", die ökologische Gesamtbewertung von Werkstoffen über ihren Lebenszyklus. Zusätzlich zur intensiven Einbindung im Rahmen von Interessenvertretungen auf nationaler, europäischer und globaler Ebene – vor allem um objektive Kriterien wie Messbarkeit und Vergleichbarkeit bei Bewertungsmaßstäben festzulegen – ist die voestalpine zu diesem Themenkreis auch in konkreten Projekten mit wesentlichen Kundenbranchen (etwa der Automobilindustrie) engagiert.
ERFORSCHUNG UND ENT- WICKLUNG CO2-MINIMIERENDER TECHNOLOGIEN
Die technologische Erforschung und Entwicklung alternativer Stahlproduktionsverfahren wird u. a. durch eine Kooperation von voestalpine und VERBUND AG Wien, Österreich, vorangetrieben, die vor allem auf Flexibilisierungskonzepte bei Stromerzeugung und Strombedarf ("demand-side management") sowie die Forschungszusammenarbeit im Zukunftsbereich Wasserstoff fokussiert ist. Am Standort Linz, Österreich, wurde zu Jahresbeginn 2017 im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts das Vorhaben "H2FUTURE" gestartet, eine Pilotanlage für die Herstellung von "grünem", d. h. aus erneuerbaren Energieträgern gewonnenem Wasserstoff via Elektrolyse aus Wasser. Im Rahmen des bis 2021 laufenden Projekts sollen Potenziale und Möglichkeiten für den Einsatz von Wasserstoff in den einzelnen Prozessstufen der Stahlherstellung aufgezeigt werden. Das Projektvolumen beläuft sich insgesamt auf rund 18 Mio. EUR. Ebenfalls Partner des Konsortiums sind SIEMENS, K1-MET, APG (Austrian Power Grid) und ECN (Energy Research Centre of the Netherlands). Darüber hinaus werden weitere Entwicklungsvorhaben – etwa eine Versuchsanlage zur Erforschung von Reduktionsvorgängen mit Wasserstoffplasma am Standort Leoben/Donawitz, Österreich – vorangetrieben.
LANGFRISTIGE ENERGIE- UND KLIMAPOLITISCHE WEICHENSTELLUNGEN
Auf globaler Ebene trat am 4. November 2016 das Weltklimaabkommen der Vereinten Nationen in Kraft, das ab 2020 das "Kyoto-Protokoll" als globalen Klimaschutzrahmen ablösen wird. Der im November 2015 auf der Weltklimakonferenz in Paris festgelegte ökologische Prozess (insbesondere in Bezug auf Evaluierung und Monitoring von Klimaschutzmaßnahmen) wird nun schrittweise konkretisiert und implementiert. Das "Paris-Abkommen" bietet eine historische Chance, Klimaschutzbeiträge maßgeblicher Emittenten tatsächlich verbindlich und weitgehend vergleichbar zu gestalten.
Die EU und ident auch die einzelnen Mitgliedsstaaten haben die bereits 2014 beschlossenen "2030-Ziele" in das Weltklimaabkommen eingebracht; diese bilden – ungeachtet des globalen Rahmens – bereits seit ihrer Beschlussfassung auch die Grundlage der EU-Energieunion, welche die europäische Rahmenstrategie für Energie-, Klima-, Wettbewerbs- und Innovationspolitik festlegt. Bis 2030 müssen demnach die CO2-Emissionen in der EU gegenüber 1990 um mindestens 40 % gesenkt werden, für die dem Emissionshandelssystem unterliegenden Branchen wie der Stahlindustrie gilt aber eine noch weitaus markantere Verringerung um 43 %, und zwar verglichen mit 2005.
Zur Energieunion hat die EU-Kommission Ende November 2016 ihre umfassenden Gesetzesvorschläge unter dem Titel "Saubere Energie für alle Europäer" vorgelegt. Diese beinhalten die Bereiche Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Gestaltung des Strommarktes, Sicherheit der Stromversorgung und Steuerung der Energieunion. Darüber hinaus schlägt die Kommission neue Möglichkeiten für Ökodesign sowie eine Strategie für vernetzte und automatisierte Mobilität vor.
Die gesondert behandelte Reform des Emissionshandelssystems für die Handelsperiode 2021 bis 2030 befindet sich seit März 2017 im Trilog, den Verhandlungen zwischen Kommission, Rat und Parlament der Europäischen Union. Ziel der Gespräche ist es, eine Einigung zu den von den drei Institutionen eingebrachten – in wesentlichen Punkten inhaltlich teils stark divergierenden – Verhandlungspositionen zu erreichen. Aus voestalpine-Sicht im Fokus stehen unverändert die ausreichende Verfügbarkeit von Gratiszertifikaten, deren Zuteilungsmechanismus (z. B. auf Basis realistischer Benchmarkwerte) sowie die größtmögliche Einbeziehung energetisch genutzter Kuppelgase in die Bemessung. Eine seriöse Bewertung der Emissionshandelsreform und deren Auswirkungen auf die voestalpine kann erst nach dem Trilog bzw. der rechtlichen Ausgestaltung des Ergebnisses, d. h. wohl nicht vor Ende 2017, erfolgen. Aus jetziger Sicht ist jedenfalls zu erwarten, dass der Zukaufsbedarf des voestalpine-Konzerns an Zertifikaten im Zeitraum von 2021 bis 2030 in etwa auf dem – hohen – Niveau der laufenden Handelsperiode bleiben wird.
Auf nationaler Ebene steht die voestalpine mit den politischen Entscheidungsträgern in einem intensiven Dialog zum integrierten nationalen Energie- und Klimaplan, der in weiterer Folge von Österreich (spätestens bis Ende 2018) in die EU-Energieunion einzubringen ist. Ziel der Gespräche ist es, die für das Unternehmen wesentlichen Rahmenbedingungen (vor allem in wirtschaftlicher und wettbewerbsmäßiger Hinsicht) so festzulegen, dass dem voestalpine-Konzern daraus keine Nachteile im internationalen Wettbewerb erwachsen.
ENTWICKLUNG DER UMWELTAUFWENDUNGEN
1 Erstmals wurde im GJ 2015/16 zusätzlich zu den emissionsintensiven österreichischen Konzernstandorten auch eine Reihe weiterer, vorwiegend internationaler Produktionsgesellschaften erfasst.
BERICHT ÜBER DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS
Aktives Risikomanagement, wie es im voestalpine-Konzern verstanden und permanent angewandt wird, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die gesamte voestalpine-Gruppe dar.
Der voestalpine-Konzern verfügt seit dem Geschäftsjahr 2000/01 über ein zwischenzeitlich immer wieder aktualisiertes und erweitertes Risikomanagementsystem, das auch in Form einer allgemeinen und konzernweit gültigen Verfahrensanweisung verankert ist.
Seit Inkrafttreten des Unternehmensrechts-Änderungsgesetzes 2008 und der damit verbundenen erhöhten Bedeutung des Internen Kontrollsystems ("IKS") sowie des Risikomanagementsystems ist in der voestalpine AG ein Prüfungsausschuss eingerichtet, der sich u. a. kontinuierlich auch mit Fragen zum Risikomanagement und zum Internen Kontrollsystem bzw. dessen Überwachung befasst. Sowohl Risikomanagement als auch Internes Kontrollsystem sind im voestalpine-Konzern integrierte Bestandteile bestehender Managementsysteme. Die Interne Revision überwacht die Betriebs- und Geschäftsabläufe sowie das Interne Kontrollsystem und agiert in der Berichterstattung wie auch bei der Wertung der Prüfungsergebnisse als unabhängiger unternehmensinterner Bereich weisungsungebunden.
Der systematische Risikomanagementprozess ist integraler Bestandteil aller wesentlichen Geschäftsprozesse im Unternehmen und unterstützt das Management dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung oder Vermeidung von Gefahren einzuleiten. Risikomanagement erstreckt sich sowohl über die strategische als auch die operative Ebene und ist damit ein maßgebliches Element für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Das strategische Risikomanagement dient der Evaluierung und Absicherung der strategischen Zukunftsplanungen. Die Strategie wird auf Konformität mit dem Zielsystem überprüft, um wertsteigerndes Wachstum durch bestmögliche Ressourcenallokation sicherzustellen.
Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess ("erheben und analysieren, bewerten, bewältigen, dokumentieren und überwachen"), der mehrfach jährlich konzernweit einheitlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer neun Felder umfassenden Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im Wesentlichen Betriebs-, Umwelt-, Markt-, Beschaffungs-, Technologie-, finanzielle und IT-Risiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein spezielles webbasiertes IT-System.
Die im Vorjahresgeschäftsbericht für die wesentlichen Risikofelder dargestellten Vorsorgemaßnahmen haben nach wie vor Gültigkeit:
» ROHSTOFFVERFÜGBARKEIT
Zur langfristige Absicherung der Rohstoff- und Energieversorgung in den erforderlichen Mengen und Qualitäten verfolgt der voestalpine-Konzern bereits seit einigen Jahren eine den erhöhten Risiken entsprechende diversifizierte Beschaffungsstrategie. Langfristige Lieferbeziehungen, die Ausweitung des Lieferantenportfolios sowie der Ausbau der Eigenversorgung bilden dabei die Kernelemente, die angesichts der gegebenen Volatilität auf den Rohstoffmärkten nicht an Bedeutung verloren haben. (Näheres dazu im Kapitel "Rohstoffe" dieses Geschäftsberichtes.)
» RICHTLINIE ZUR ROHSTOFFPREISABSICHERUNG
In einer internen Richtlinie sind Ziele, Grundsätze, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie Methodik, Abläufe und Entscheidungsprozesse für den Umgang mit Rohstoffrisiken festgelegt. Darauf aufbauend und unter Berücksichtigung der individuellen Besonderheit des jeweiligen Rohstoffes werden Preissicherungen in Form von Lieferverträgen mit Fixpreisvereinbarung oder in Form von derivativen Finanzkontrakten vorgenommen. Finanzderivate werden hauptsächlich eingesetzt, um Fixpreisvereinbarungen auf der Verkaufsseite und variable Preisvereinbarungen auf der Einkaufsseite abzusichern.
» CO2-THEMATIK
Risiken in Bezug auf CO2 werden gesondert im Kapitel "Umwelt" dieses Geschäftsberichtes behandelt.
» AUSFALL VON IT-SYSTEMEN
Die Servicierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse, die großteils auf komplexen Systemen der Informationstechnologie basieren, wird an einem überwiegenden Teil der Konzernstandorte von einer zu 100 % im Eigentum der Konzernholding voestalpine AG stehenden und auf IT spezialisierten Tochtergesellschaft (der voestalpine group-IT GmbH) wahrgenommen. Aufgrund der Bedeutung von IT-Sicherheit bzw. zur weiteren Minimierung möglicher IT-Ausfallsund Sicherheitsrisiken wurden in der Vergangenheit sicherheitstechnische IT-Mindeststandards erarbeitet. Diese Mindeststandards werden regelmäßig an neue Gegebenheiten angepasst, die Einhaltung wird jährlich in Form von Audits überprüft. Um das Risiko des unautorisierten Eindringens in IT-Systeme und -Anwendungen weiter zu reduzieren, werden zusätzlich periodische Penetrationstests durchgeführt. Zur weiteren Sensibilisierung der Mitarbeiter erfolgte auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr wieder eine Onlinekampagne hinsichtlich IT-Sicherheitsthemen.
» AUSFALL VON PRODUKTIONSANLAGEN
Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Anlagen werden gezielte und umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie Schulung der Mitarbeiter stellen ergänzende Maßnahmen dar.
» WISSENSMANAGEMENT
Zur nachhaltigen Sicherung des Wissens, insbesondere zur Absicherung vor Know-how-Verlust, wurden schon in der Vergangenheit anspruchsvolle Projekte initiiert, die konsequent weitergepflegt werden. Es erfolgt eine permanente Dokumentation des vorhandenen Wissens, neue Erkenntnisse aus wesentlichen Projekten, aber auch aus ungeplanten Vorfällen werden im Sinne von "lessons learned" entsprechend ab- und eingearbeitet. Detaillierte Prozessdokumentationen, vor allem auch im IT-gestützten Bereich, tragen ebenfalls zur Sicherung des vorhandenen Wissens bei.
» RISIKEN AUS DEM FINANZBEREICH
Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für den Finanzbereich der einzelnen Konzerngesellschaften. Finanzielle Risiken werden ständig beobachtet und – wo sinnvoll – abgesichert. Die Strategie zielt insbesondere auf die Erzielung von Natural Hedges und eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und der Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten, die ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft verwendet werden.
Im Einzelnen werden Finanzierungsrisiken durch folgende Maßnahmen abgesichert:
» Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die bestehenden Liquiditätsreserven versetzen die Gesellschaft in die Lage, auch in Krisenzeiten ihre Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist weiters eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend erstellt wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken durch das zentrale Konzern-Treasury ermittelt.
» Bonitätsrisiko
Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können. Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte ist durch einen sehr hohen Anteil an Kreditversicherungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive) weitestgehend abgesichert. Das Ausfallrisiko für das verbleibende Eigenrisiko wird durch definierte Prozesse der Bonitätsbeurteilung, Risikobewertung, Risikoklassifizierung und Bonitätsüberwachung gemanagt. Per 31. März 2017 waren 78 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Kreditversicherung gedeckt. Das Bonitätsrisiko der Geschäftspartner von finanziellen Kontrakten wird durch ein tägliches Monitoring des Ratings und der Veränderung der CDS-Levels (Credit Default Swap) der Kontrahenten gesteuert.
» Währungsrisiko
Vorrangiges Ziel des Fremdwährungsrisikomanagements ist es, durch Bündelung der Cashflows einen Natural Hedge (Cross Currency Netting) im Konzern zu erzielen. Eine Absicherung erfolgt im Konzern zentral durch den Abschluss von derivativen Sicherungsinstrumenten durch das Konzern-Treasury. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 25 % und 100 % der budgetierten Zahlungsströme innerhalb der nächsten zwölf Monate.
» Zinsrisiko
Die Zinsrisikobeurteilung erfolgt für den gesamten Konzern zentral in der voestalpine AG. Hier wird insbesondere das Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) gemanagt. Mit Stichtag 31. März 2017 würde die Erhöhung des Zinsniveaus um einen Prozentpunkt zu einer Erhöhung des Nettozinsaufwands im nächsten Geschäftsjahr in Höhe von 13,1 Mio. EUR führen. Dies ist jedoch eine Stichtagsbetrachtung, die im Zeitverlauf starken Schwankungen unterliegen kann. Da die voestalpine AG zur Sicherung der Liquidität eine Liquiditätsreserve vorhält, bestehen auch zinstragende Veranlagungen. Um daraus ein Zinsrisiko zu vermeiden, wird das Zinsänderungsrisiko, ausgedrückt durch die modifizierte Duration, der Aktivseite an das Zinsänderungsrisiko der Passivseite gekoppelt (Aktiv-Passiv-Management).
» Preisrisiko
Eine Preisrisikobeurteilung findet ebenfalls in der voestalpine AG statt, zur Quantifizierung des Zins- und Währungsrisikos werden insbesondere Szenarioanalysen eingesetzt.
» Compliance-Risiken
Compliance-Verstöße wie z. B. Kartell- und Korruptionsverstöße stellen ein erhebliches Risiko dar und können nachteilige Auswirkungen – sowohl in Bezug auf finanzielle Schäden als auch Reputationsschäden – haben. Durch unser Compliance Management System begegnen wir insbesondere Kartell- und Korruptionsverstößen, diese können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Zu Kartellverfahren und -vorwürfen siehe Kapitel 19 im Anhang.
» UNSICHERHEITEN IN DER GESETZGEBUNG Energieabgabenrückvergütung in Österreich
Betreffend der österreichischen Energieabgabenvergütung hat das Bundesfinanzgericht ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH gerichtet (BFG 31.10.2014, RE/5100001/2014). Durch die Novellierung des Energieabgabenvergütungsgesetzes mit dem Budgetbegleitgesetz 2011, das für Zeiträume nach dem 31. Dezember 2010 gilt, wurde die Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe eingeschränkt. In weiterer Folge wurde dem Europäischen Gerichtshof die Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt, ob in Zusammenhang mit dieser als staatliche Beihilfe anzusehenden Einschränkung gegen Unionsrecht vorstoßen wurde, was nunmehr vom Höchstgericht tatsächlich bejaht wurde (EuGH 21.7.2016, Rs C-493/14, Dilly's Wellnesshotel GmbH). Damit sind die mit dem BBG 2011 angestrebten Restriktionen nicht rechtswirksam in Kraft getreten und können daher insbesondere auch Dienstleistungsbetriebe die Energieabgabenvergütung für Zeiträume ab 1. Februar 2011 noch nachträglich geltend machen. Das Bundesfinanzgericht hat in seiner Folgeentscheidung ausgesprochen, dass die Einschränkung auf Produktionsbetriebe nicht in Kraft getreten ist. Gegen diese Entscheidung wurde vom Finanzamt Revision beim VwGH eingebracht. Für den voestalpine-Konzern sind keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten.
WIRTSCHAFTS-UND FINANZKRISE
Basierend auf den Erkenntnissen aus Wirtschaftsund Finanzkrisen der jüngsten Vergangenheit bzw. deren Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche vor allem unternehmerische – Maßnahmen zur Risikominimierung gesetzt, die auch im vergangenen Geschäftsjahr sowie den nächsten Jahren konsequent weiterverfolgt wurden und werden. Diese zielen insbesondere darauf ab,
- » die negativen Folgen selbst einer rezessiven Konjunkturentwicklung auf das Unternehmen durch entsprechende planerische Vorkehrungen zu minimieren ("Szenarioplanung"),
- » die hohe Produktqualität bei gleichzeitiger permanenter Effizienzsteigerung und laufender Kostenoptimierung aufrecht zu erhalten,
- » ausreichend finanzielle Liquidität auch im Falle enger Finanzmärkte zur Verfügung zu haben sowie
- » das innerbetriebliche Know-how im Hinblick auf den langfristigen Ausbau der Qualitäts- und Technologieführerschaft noch effizienter als bisher abzusichern.
Für die in der Vergangenheit im voestalpine-Konzern festgestellten Risiken wurden konkrete Absicherungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt, diese Maßnahmen zielen auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/oder eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Es ist festzuhalten, dass die Risiken des voestalpine-Konzerns aus heutiger Sicht begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Es sind keine Risiken einer zukünftigen Bestandsgefährdung erkennbar.
BERICHT ÜBER WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKO- MANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGS- LEGUNGSPROZESS
Gemäß § 243a Abs. 2 UGB sind im Lagebericht von österreichischen Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.
Die Einrichtung eines angemessenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstandes. Der Vorstand der voestalpine AG hat dazu konzernweit verbindlich anzuwendende Richtlinien verabschiedet. Der dezentralen Struktur des voestalpine-Konzerns folgend, ist die lokale Geschäftsführung jeder Konzerngesellschaft zur Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie zur Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften verpflichtet.
Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt strengen konzerneinheitlichen Richtlinien, welche die mit den Geschäftsprozessen in Zusammenhang stehenden Risiken auf ein Minimum reduzieren sollen. In diesen Konzernrichtlinien sind Maßnahmen und Regeln zur Risikovermeidung festgehalten, wie etwa strikte Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen sowie insbesondere auch ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigungen für Zahlungen (Vieraugenprinzip). Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen in diesem Zusammenhang einen Eckpfeiler des Internen Kontrollsystems dar. So wird die Trennung bzw. Segmentierung von sensiblen Tätigkeiten durch eine generell restriktive Vergabe von IT-Berechtigungen unterstützt. Für die Rechnungslegung in den einzelnen Konzernunternehmen wird im Wesentlichen die Software SAP verwendet. Die Ordnungsmäßigkeit dieser SAP-Systeme wird u. a. auch durch direkt im System eingerichtete automatisierte Geschäftsprozesskontrollen gewährleistet. Berichte über kritische Berechtigungen und Berechtigungskonflikte werden in automatisierter Form erstellt.
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden bei vollkonsolidierten Gesellschaften deren Werte in das konzerneinheitliche Konsolidierungsund Berichtssystem übernommen.
Konzernweit einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Erfassung, Buchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen sind im voestalpine-Konzernbilanzierungshandbuch geregelt und verbindlich für alle Konzerngesellschaften.
Zur weitest möglichen Vermeidung von Fehldarstellungen sind einerseits automatische Kontrollen im Berichts- und Konsolidierungssystem, andererseits aber auch zahlreiche manuelle Prüfungen implementiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht und Diskussion der Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten. Die zusammenfassende Darstellung der Organisation des Berichtswesens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erfolgt im Controlling-Handbuch der voestalpine AG.
Aus den Rechnungswesen- bzw. Controlling-Abteilungen der einzelnen Gesellschaften ergehen Monatsberichte mit Key Performance Indicators (KPIs) an ihre jeweiligen Geschäftsführer und die Divisionsvorstände sowie nach Genehmigung an den Holdingbereich Corporate Accounting & Reporting zur Verdichtung, Konsolidierung und Berichtslegung an den Konzernvorstand. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wird eine Reihe von Zusatzinformationen wie detaillierte Soll-Ist-Vergleiche in ähnlichem Ablauf erstellt. Quartalsweise erfolgen ein Bericht an den jeweiligen Aufsichtsrat, Board oder Beirat der Gesellschaften sowie ein konsolidierter Bericht an den Aufsichtsrat der voestalpine AG.
Neben den operativen Risiken unterliegt auch die Rechnungslegung dem konzernalen Risikomanagement. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig mögliche Risiken in Bezug auf die Rechnungslegung erhoben und Maßnahmen zu deren Vermeidung getroffen. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die unternehmenstypisch als wesentlich zu erachten sind. Die Überwachung der Einhaltung des Internen Kontrollsystems einschließlich der erforderlichen Qualitätsstandards erfolgt laufend im Rahmen von Revisionsprüfungen auf Ebene der Konzerngesellschaften. Die Interne Revision arbeitet dabei eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammen. Sie ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und berichtet periodisch an den Vorstand und in der Folge an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der voestalpine AG.
Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme und deren konzernweite Umsetzung den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses, soweit diese Kontrollsysteme für die Aufstellung des Konzernabschlusses und für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung sind.
BESTAND AN EIGENEN AKTIEN
Der Bestand an eigenen Aktien zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen des bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms stellt sich zum 31. März 2017 wie folgt dar:
| Eigene Aktien 1.000 Stück |
Anteil am Grundkapital % |
Anteil am Grundkapital Tsd. EUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand per 31.03.2016 | 28,6 | 0,0 | 52,0 |
| Zugänge in 2016/17 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abgänge in 2016/17 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abschreibung 2016/17 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand per 31.03.2017 | 28,6 | 0,0 | 52,0 |
Die eigenen Aktien befinden sich seit Jahren im Bestand der Gesellschaft.
ANGABEN ZU KAPITAL-, ANTEILS-, STIMM- UND KONTROLLRECHTEN UND DAMIT VERBUNDENEN VERPFLICHTUNGEN
Das Grundkapital der voestalpine AG beträgt zum 31. März 2017 320.394.836,99 EUR (31. März 2016: 317.851.287,79 EUR) und ist in 176.349.163 (31. März 2016: 174.949.163) auf Inhaber lautende Stückaktien geteilt. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht (1 share = 1 vote). Der voestalpine AG sind keine Vereinbarungen ihrer Aktionäre bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien beschränken.
Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG, Linz, Österreich, sowie die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, Linz, Österreich, halten jeweils mehr als 10 % (und weniger als 15 %) am Grundkapital der Gesellschaft. Die Oberbank AG, Linz, hält mehr als 5 % (und weniger als 10 %).
Die Stimmrechte der von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung für die Arbeitnehmer der an der Mitarbeiterbeteiligung teilnehmenden Konzerngesellschaften der voestalpine AG treuhändig gehaltenen Aktien werden durch den Vorstand der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung ausgeübt. Die Art der Ausübung des Stimmrechtes bedarf jedoch der Zustimmung des Beirates der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat ist paritätisch von je sechs Personen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Dem Vorsitzenden des Beirates, der von der Arbeitnehmerseite zu besetzen ist, steht ein Dirimierungsrecht zu.
Für Befugnisse des Vorstandes, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben, wie der Erwerb eigener Aktien, genehmigtes oder bedingtes Kapital, wird auf Punkt 17. (Eigenkapital) des Anhanges zum Konzernabschluss 2016/17 verwiesen.
Die im März 2013 begebene Hybridanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. EUR, die 500 Mio. EUR Festverzinsliche Schuldverschreibung 2011–2018, die 500 Mio. EUR Festverzinsliche Schuldverschreibung 2012–2018, die 400 Mio. EUR Festverzinsliche Schuldverschreibung 2014–2021, Schuldscheindarlehen in der Höhe von gesamt 638,5 Mio. EUR und 100 Mio. USD sowie der im März 2015 abgeschlossene syndizierte Kredit in der Höhe von 900 Mio. EUR (Verwendung für allgemeine Unternehmenszwecke und zur Refinanzierung des Syndizierten Kredites 2011; davon 600 Mio. EUR Revolving Credit Facility zur Liquiditätssicherung) und bilaterale Kreditverträge im Umfang von 486 Mio. EUR und 399,5 Mio. USD enthalten sogenannte Change of Control-Klauseln. Mit Ausnahme der Hybridanleihen steht gemäß den Bedingungen dieser Finanzierungen den Inhabern der Anleihen bzw. den Kreditgebern im Falle des Eintrittes eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft das Recht zu, die Rückzahlung zu verlangen. Gemäß den Emissionsbedingungen der Hybridanleihe erhöht sich der jeweilige Festzinssatz (Zinssatz der Festzinsperioden) bzw. die jeweilige Marge (Zinssatz der Variablen Zinsperioden) 61 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels um 5 %. Der voestalpine AG steht ein Kündigungsrecht mit Wirkung bis spätestens 60 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels zu. Eine Änderung in der Kontrolle der voestalpine AG findet gemäß den Bedingungen der angeführten Anleihen und Finanzierungsverträge statt, wenn eine kontrollierende Beteiligung im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes erworben wird.
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
AUSBLICK
"…. für den voestalpine-Konzern (sollte) auch im Geschäftsjahr 2016/17 selbst bei einem anhaltend schwierigen konjunkturellen Umfeld ein (bereinigtes) operatives Ergebnis (EBITDA) und ein (bereinigtes) Betriebsergebnis (EBIT) zumindest annähernd auf Höhe des vergangenen Geschäftsjahres möglich sein. Jede weitergehende Ergebnisindikation würde aufgrund der extremen politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten des aktuellen Umfeldes den Ansprüchen verantwortungsbewusster Unternehmens- und Kapitalmarktkommunikation widersprechen." – soweit der letztjährige Ausblick auf das jetzt zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2016/17. Die damaligen Einschätzungen bezüglich der Ergebnisentwicklung konnten sogar etwas übertroffen werden, dem Hinweis auf die politischen Unwägbarkeiten des Umfeldes ist allerdings auch aus heutiger Sicht wenig hinzuzufügen. Er trifft für die kommenden zwölf Monate mindestens genauso zu wie vor einem Jahr.
So sehr in Bezug auf die globalen politischen Voraussetzungen die kritischen Ausführungen des Vorjahres weiterhin uneingeschränkt gelten, ergibt sich hinsichtlich der wirtschaftlichen Erwartungen heute ein deutlich günstigeres Bild als noch vor Jahresfrist. Dies spiegeln seit Herbst 2016 auch die Konjunkturprognosen renommierter Wirtschaftsinstitutionen wie des Internationalen Währungsfonds oder der OECD in zunehmendem Maße wider.
An diesem Aufwärtstrend überrascht, dass er vom unverändert herausfordernden politischen Umfeld zumindest bisher nicht wirklich beeinträchtigt wird. Getragen wird der aktuelle Aufschwung vor allem von einer seit dem Vorjahr wieder stabil positiven Konjunkturentwicklung in China und einer sowohl von der Breite als auch der Intensität her deutlich über den Erwartungen liegenden Wachstumsdynamik in Europa. Eine gewisse Unterstützung des globalen Aufwärtstrends ergibt sich auch aus dem anhaltend starken Wachstum der indischen Wirtschaft sowie der Erwartung, dass Brasilien und Russland nach einer jeweils längeren rezessiven Phase heuer die wirtschaftliche Trendwende schaffen sollten. Aktuell weniger Wachstumsunterstützung als noch zu Jahresbeginn 2017 erhofft, kommt aus den USA, deren wirtschaftliche Entwicklung im weiteren Jahresverlauf in hohem Maße von den anstehenden Entscheidungen der neuen Regierung zur künftigen Finanz- und Wirtschaftspolitik des Landes abhängen wird.
Die Nachfrageentwicklung stellt sich in vielen Kundensegmenten zu Beginn des neuen Geschäftsjahres einheitlicher und in der Gesamttendenz deutlich positiver dar als vor einem Jahr. Abgesehen von der unverändert starken weltweiten Nachfrage aus der Automobilindustrie wird der Aufwärtstrend auch von Branchen wie dem Flugzeugbau, der Konsumgüter-, Hausgeräteund Elektroindustrie sowie Teilen des Maschinenbaus, aber auch von Erholungstendenzen in der (europäischen) Bauindustrie sowie einer – primär mengeninduzierten – Entspannung am Öl- und Gassektor unterstützt. Vor allem in Europa etwas schwächer stellt sich die Nachfrage im Bahnbereich (Infrastruktur) dar; als Konsequenz der "Energiewende" seit Jahren auf unverändert sehr bescheidenem Niveau verläuft die europäische Entwicklung auch im Bereich der konventionellen Energieerzeugung (Kraftwerks- und Energiemaschinenbau).
In der Preisentwicklung der für die Stahlerzeugung wichtigsten Rohstoffe (Eisenerz, metallurgische Kohle, Schrott) sollte nach einer extrem volatilen Phase seit Herbst 2016 im weiteren Verlauf des Jahres eine gewisse Beruhigung eintreten.
Auf Basis der aus diesem Konjunkturverlauf resultierenden Ergebnisse des voestalpine-Konzerns zu Beginn des neuen Geschäftsjahres ist für die 1. Jahreshälfte eine starke, deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres liegende Umsatzund Ergebnisentwicklung zu erwarten. Eine konkrete Einschätzung des Konjunkturverlaufes in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres wird allerdings erst nach dem kommenden Sommer möglich sein.
Im Hinblick darauf, dass
» im voestalpine-Konzern im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres eine Reihe jüngster Großinvestitionen – wie das HBI-Werk in Texas, USA, die neue Drahtstraße in Leoben/Donawitz, Österreich, oder mehrere Downstream- Investitionen in Europa, den USA und China – erstmals voll umsatz- und ergebniswirksam werden,
- » die Stahl- und Stahlverarbeitungskapazitäten einschließlich des Grobblechsegmentes schon heute bis zum Ende des Geschäftsjahres weitgehend ausgelastet sind und die immer stärkere Downstream-Orientierung grundsätzlich zu einem vergleichsweise stabilen Geschäftsverlauf führt,
- » sich der Einfluss allfälliger US-Handelsbarrieren und der Druck aus Stahl-Dumpingimporten nach Europa auf voestalpine-Produkte insgesamt in Grenzen halten sollten
- » und die in Umsetzung befindlichen, konzernweiten Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsprogramme eine weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns erwarten lassen,
zeichnet sich aus aktueller Sicht trotz der Unwägbarkeiten in der Einschätzung der 2. Jahreshälfte für das Geschäftsjahr 2017/18 des voestalpine-Konzerns eine deutlich positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis ab.
Linz, 24. Mai 2017
Der Vorstand
Robert Ottel Franz Rotter Peter Schwab
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer
STEEL DIVISION
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Das Marktumfeld der europäischen Stahlindustrie war in den letzten Jahren einer zuvor nicht gekannten Volatilität sowohl in preislicher als auch mengenmäßiger Hinsicht unterworfen. Davon blieb auch das Geschäftsjahr 2016/17 der Steel Division nicht unberührt.
Allerdings haben sich dabei Nachfrage und Preise im Verlauf des Geschäftsjahres zunehmend in positiver Richtung entwickelt. Entsprechend der Positionierung der Division in anspruchsvollen Marktnischen mit dem im Branchenvergleich höchsten Produktqualitätsmix konnten über die vier Quartale deutliche Preissteigerungen realisiert werden. Ein starker Auftragseingang führte in einer Reihe von Produktsegmenten, wie etwa bei feuerverzinktem Band, zu Rekordproduktionsmengen.
Auf der Beschaffungsseite war das abgelaufene Geschäftsjahr durch starke Preisausschläge insbesondere bei metallurgischer Kohle geprägt. Im November 2016 erreichte der neben Eisenerz wichtigste Rohstoff für die hochofenbasierte Stahlerzeugung binnen weniger Monate von rund 80 Dollar kommend ein Preisniveau von etwa 300 Dollar pro Tonne. Demgegenüber war der Preisverlauf bei Eisenerz in seiner Ausprägung deutlich moderater, aber dennoch ebenfalls von einem bis zum Ende des Geschäftsjahres anhaltenden Aufwärtstrend gekennzeichnet.
Der hohen Volatilität auf den Rohstoffmärkten Rechnung tragend, wurde bereits in den vergangenen Perioden absatzseitig ein Vertragsportfolio aufgebaut, das mittels unterschiedlicher Laufzeiten und gestaffelten Startzeitpunkten das Kostenrisiko entsprechend streut.
Obwohl Europa auf die zunehmende Überflutung des Weltmarktes mit Billigstahl vornehmlich aus China im Unterschied zu den USA wesentlich langsamer und mit deutlich niedrigeren Einfuhrzöllen reagierte, zeigten die Anti-Dumping-Maßnahmen im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/17 Wirkung. Nachdem zuerst Einfuhren von kaltgewalztem Stahlband aus China und Russland mit Zöllen belastet wurden, kam es im Oktober 2016 darüber hinaus auch zu vorläufigen Importtarifen bei warmgewalztem Stahlband und Grobblech aus China. Damit gingen die Einfuhren bei Flachstahl aus China zwar deutlich zurück, insgesamt verblieben aber die europäischen Stahlimporte auf einem immer noch hohen Niveau, da andere Länder ihre Lieferungen von Flachstahl nach Europa gleichzeitig massiv steigerten. Eine Ausdehnung von Importbeschränkungen bei warmgewalztem Stahlband mit Ursprung Brasilien, China, Iran, Russland, Serbien und der Ukraine wurden jedoch von der Europäischen Kommission im April 2017 nicht umgesetzt. Unter diesem Gesichtspunkt erweist sich der strategische Ansatz der Steel Division, auf technologisch anspruchsvolle Kundensegmente sowie auf das qualitativ höchstwertigste Gütenspektrum zu setzen, einmal mehr als erfolgreich, da es damit gelingt, sich dem massiven Preiswettbewerb bei Standardprodukten weitgehend zu entziehen.
Die Entwicklung der wesentlichen Branchensegmente war im Geschäftsjahr 2016/17 vor allem
KENNZAHLEN DER STEEL DIVISION
| Mio. EUR | 2015/16 | 2016/17 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.753,7 | 3.912,4 | 4,2 |
| EBITDA | 478,3 | 563,9 | 17,9 |
| EBITDA-Marge | 12,7 % | 14,4 % | |
| EBIT | 220,0 | 263,2 | 19,6 |
| EBIT-Marge | 5,9 % | 6,7 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.891 | 10.898 | 0,1 |
von einer unverändert robusten Nachfrage aus der Automobilindustrie geprägt. Nachdem die Verkaufszahlen bei Personenkraftwagen in Europa bereits 2015 stark zulegen konnten, gingen die Zulassungen auch im Kalenderjahr 2016 nochmals deutlich nach oben. Anhaltend hohe Absatzzahlen in den ersten Monaten 2017 über alle Automobilsegmente deuten auch bis auf Weiteres auf ein Anhalten des stabilen Trends hin. Positive Impulse kamen 2016/17 auch aus der Hausgeräte- und Maschinenbauindustrie. Darüber hinaus stellte sich die Nachfrage aus dem Bausektor im Laufe des Geschäftsjahres ebenfalls leicht verbessert dar. Insbesondere in der 2. Jahreshälfte an Dynamik gewonnen hat auch die Elektroindustrie.
Im Energiesegment konnte sich der Geschäfts bereich Grobblech mit dem Start der Produktion für den Pipeline-Auftrag Nord Stream II im 2. Quartal 2016/17 eine solide Grundauslastung sichern. Die Lieferung von druck- und sauergasbeständigem Grobblech für den Tiefseeteil des Projekts wird sich noch bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 erstrecken. Zusätzlich konnten im 4. Quartal 2016/17 Aufträge im Rahmen weiterer Tiefseeprojekte aus dem Mittelmeerraum akquiriert werden. Eine hingegen nur bescheidene Nachfrage verzeichnete der Geschäftsbereich Grobblech im Apparate- und Stahlbau.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Nach zunächst verhaltenem Start in das Geschäftsjahr 2016/17 konnte die Steel Division im Jahresverlauf sukzessive ihre Ergebnisse verbessern, um schließlich im 4. Quartal das beste operative Ergebnis (EBITDA) seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise (2. Geschäftsquartal 2008/09) zu liefern. Dazu trug das sich aufhellende operative Umfeld ebenso bei wie die in den vergangenen Jahren kontinuierlich intensivierten Kosten- und Effizienzsteigerungsprogramme. Insbesondere im Abschlussquartal 2016/17 konnten angesichts der exzellenten Nachfrage nach hochqualitativen Flachstahlproduzenten, aber auch aufgrund beträchtlich gestiegener Rohstoffkosten die Vertragspreise deutlich angehoben werden. In Verbindung mit einer Steigerung der Absatzmengen erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % von 3.753,7 Mio. EUR auf 3.912,4 Mio. EUR. Erstmals sind in den Umsatzerlösen der Steel Division seit dem 2. Halbjahr 2016/17 auch Lieferungen von HBI (Eisenschwamm) an externe Kunden enthalten.
In ergebnismäßiger Hinsicht erreichte die Division im abgelaufenen Geschäftsjahr eine substanzielle Verbesserung, und dies trotz Berücksichtigung der Anlaufverluste des HBI-Werkes in Texas, USA, sowie von im 3. Quartal 2016/17 vorgenommenen bilanziellen Vorsorgen für laufende Aufträge im Grobblechbereich aufgrund der seit Sommer 2016 stark gestiegenen Preise für Kokskohle. Darüber hinaus wirkte sich die verminderte Leistung des im Geschäftsjahr 2015/16 erneuerten Hochofens 5 aufgrund der Feinjustierungserfordernisse der Kohleeindüsungsanlage noch negativ auf das Divisionsergebnis im 1. Quartal 2016/17 aus.
Das operative Ergebnis (EBITDA) nahm im Geschäftsjahr 2016/17 gegenüber dem Vorjahr um 17,9 % von 478,3 Mio. EUR auf 563,9 Mio. EUR zu. Prozentuell in einer ähnlichen Größenordnung lag die Verbesserung des Betriebsergebnisses (EBIT) mit einem Plus von 19,6 % von 220,0 Mio. EUR auf 263,2 Mio. EUR. In absoluten Werten betrachtet fällt die Steigerung beim EBIT durch die gestiegene Abschreibungsbasis, die auf die Finalisierung von großen Investitionsprojekten (Erneuerung Hochofen 5 und neue Vakuumanlage am Standort Linz, Österreich, HBI-Anlage in Texas, USA) zurückzuführen ist, geringer aus als beim EBITDA. Die EBITDA-Marge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 12,7 % auf 14,4 %, die EBIT-Marge von 5,9 % auf 6,7 %.
Im direkten Vergleich des 4. Quartals 2016/17 mit dem unmittelbaren Vorquartal zeigt die Steel Division einen Umsatz- und Ergebnissprung, der einerseits die generell guten konjunkturellen Bedingungen zu Jahresbeginn 2017 widerspiegelt, andererseits auch saisonal bedingt aus einer traditionell soliden Marktnachfrage im 1. Kalenderquartal resultiert. Dabei ist es der Division im Abschlussquartal 2016/17 gelungen, nicht nur die massiv gestiegenen Rohstoffkosten am Markt unterzubringen, sondern darüber hinaus auch die Versandmengen gegenüber dem 3. Geschäftsquartal um rund 15 % zu steigern. Als Konsequenz daraus nahmen die Umsatzerlöse um 30,3 % von 927,8 Mio. EUR im 3. Quartal auf 1.208,5 Mio. EUR im 4. Quartal zu. In ergebnismäßiger Hinsicht konnte das EBITDA im unmittelbaren Quartalsvergleich um 41,2 % von 138,1 Mio. EUR auf 195,0 Mio. EUR und das EBIT sogar um 83,0 % von 58,7 Mio. EUR auf 107,4 Mio. EUR gesteigert werden. Die EBITDA-Marge verbesserte sich in diesem Vergleich von 14,9 % auf 16,1 %, während die EBIT-Marge von 6,3 % auf 8,9 % zulegte.
In der Steel Division waren per 31. März 2017 10.898 Beschäftigte (FTE) tätig, womit der Mitarbeiterstand im Vergleich mit dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres (10.891) konstant blieb.
KUNDEN DER STEEL DIVISION
in % des Divisionsumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
MÄRKTE DER STEEL DIVISION
in % des Divisionsumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
QUARTALSENTWICKLUNG DER STEEL DIVISION
| Mio. EUR | 1. Quartal 2016/17 |
2. Quartal 2016/17 |
3. Quartal 2016/17 |
4. Quartal 2016/17 |
GJ 2016/17 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 909,0 | 867,1 | 927,8 | 1.208,5 | 3.912,4 |
| EBITDA | 87,2 | 143,6 | 138,1 | 195,0 | 563,9 |
| EBITDA-Marge | 9,6 % | 16,6 % | 14,9 % | 16,1 % | 14,4 % |
| EBIT | 21,1 | 76,0 | 58,7 | 107,4 | 263,2 |
| EBIT-Marge | 2,3 % | 8,8 % | 6,3 % | 8,9 % | 6,7 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.869 | 10.928 | 10.869 | 10.898 | 10.898 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Der in den vergangenen Jahren von der High Performance Metals Division (vormals Special Steel Division) verfolgte Weg, im Produktionsbereich konsequent auf technologische Innovationen zu setzen sowie parallel dazu die globalen Vertriebs- und Serviceaktivitäten umfassend auszubauen, brachte ihr im Geschäftsjahr 2016/17 bei insgesamt gesehen gegenüber dem Vorjahr wenig veränderten Marktbedingungen eine deutlich verbesserte Ergebnisentwicklung. Nach einem verhaltenen Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen kam es im Abschlussquartal zu einem spürbaren Anstieg des Auftragseinganges verbunden mit steigenden Auslieferungen. Die insbesondere für den Produktbereich Werkzeugstahl wichtigen Kundensegmente Automobil- und Konsumgüterindustrie entwickelten sich zwar nachfrageseitig gut, durch den stark verminderten Edelstahlverbrauch im Öl- und Gasbereich nahm jedoch aufgrund von damit verbundenen Produktmixverschiebungen der Druck auf die Werkzeugstahlpreise zu. Bei den übrigen wesentlichen Umsatzträgern blieb die Nachfrage aus der Maschinenbauindustrie weiter gedämpft, wogegen sich die Entwicklung im Flugzeugbau unverändert positiv darstellte.
In regionaler Hinsicht verlief die Wirtschaftsentwicklung im Geschäftsjahr 2016/17 wenig einheitlich. So verharrte die Nachfrage in Europa trotz guter Entwicklung der Automobil- und Konsumgüterder allgemeine Maschinenbau – nicht zuletzt aufgrund einer anhaltend gedämpften Nachfrage aus den wichtigen Exportmärkten China und Russland – unter den Erwartungen zu Jahresbeginn. In den USA war ebenfalls keine spürbare Erholung erkennbar. Der zum Euro erstarkte US-Dollar verbesserte zwar die Wettbewerbsposition der Division bei Produkten europäischer Provenienz, zunehmende protektionistische Maßnahmen der US-Administration kompensierten diesen positiven Effekt allerdings im Jahresverlauf. Darüber hinaus erwies sich auch das generelle US-Marktumfeld im Geschäftsjahr 2016/17 als wenig dynamisch. Positive Ausnahme war dabei die Luftfahrtindustrie, in der die Lieferungen der Division sowohl mengen- als auch wertmäßig deutlich über jenen des Vorjahres zu liegen kamen. Ein erstes Anziehen der Ordertätigkeit aus der Öl- und Gasindustrie gegen Ende 2016 deutet darauf hin, dass in diesem Bereich die Talsohle in den USA durchschritten ist. Eine vor allem aufgrund der boomenden Automobilindustrie positive Entwicklung nahm der Bedarf für Werkzeugstahl in Mexiko, auch wenn dort die längerfristige Entwicklung aufgrund des politischen Kurswechsels in den USA schwer abschätzbar ist.
industrie auf einem insgesamt nur mäßigen Niveau. Neben der bereits seit mehreren Jahren anhaltenden strukturellen Schwäche im europäischen Kraftwerks- und Energiemaschinenbau lag auch
In Brasilien kam es im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz politischer Veränderungen zu keiner Belebung des Wirtschaftsklimas. Die verarbeitende
1 vormals Special Steel Division
| Mio. EUR | 2015/16 | 2016/17 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.650,9 | 2.697,9 | 1,8 |
| EBITDA | 364,1 | 395,2 | 8,5 |
| EBITDA-Marge | 13,7 % | 14,6 % | |
| EBIT | 227,2 | 252,7 | 11,2 |
| EBIT-Marge | 8,6 % | 9,4 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 13.470 | 13.733 | 2,0 |
Industrie, insbesondere der Automobil-, aber auch der Maschinenbau, war unverändert mit niedriger Auslastung konfrontiert und auch die Investitionstätigkeit der Öl- und Gasindustrie bewegte sich auf anhaltend schwachem Niveau. Führte die in der Vorperiode stattgefundene Abwertung des brasilianischen Reals zu einer verbesserten Exportposition inländischer Standorte, büßten diese durch die 2016 erfolgte Wiederaufwertung der Währung den wechselkursbedingten Vorteil wieder ein.
In Asien – und hier insbesondere in China – profitierte die Division von einer anhaltend positiven Wirtschaftsentwicklung. Trotz eines etwas verlangsamten industriellen Wachstums konnten die Auslieferungen in China im Vorjahresvergleich deutlich gesteigert werden. Positive Impulse kamen in erster Linie aus der Automobil- und Konsumgüterindustrie, wo der Bedarf an hochwertigem Werkzeugstahl steigt.
In der Produktion konnte im Geschäftsjahr 2016/17 der Anteil an Premiumprodukten weiter gesteigert werden, obwohl die Lieferungen an den technologisch anspruchsvollen Öl- und Gassektor auf anhaltend geringem Niveau lagen. Unverändert schwierig stellte sich die Situation bei Schmiedeprodukten für den Schwer- und Energiemaschinenbau dar. In den Produktkategorien Werkzeugstahl und Präzisionsbandstahl hingegen konnte 2016/17 das Absatzvolumen gesteigert werden, wobei sich auch ein von der Europäischen Kommission eingeleitetes Anti-Dumping-Verfahren gegenüber Importen aus China positiv auf die Mengenentwicklung auswirkte. Die Nachfrage nach Spezialstählen für die Luftfahrtindustrie stellt sich anhaltend sehr positiv dar, was im aktuellen Geschäftsjahr auch zur Inangriffnahme einer Großinvestition für die Produktion von Flugzeugkomponenten führt.
Im Geschäftsbereich Value Added Services wurde der Ausbau des Serviceangebotes im abgelaufenen Geschäftsjahr plangemäß fortgesetzt. Die konsequente Strategie der Division, diesen Geschäftsbereich mit seinen bereits 160 Servicecentern zur weiteren Stärkung ihrer global führenden Position als Premium Service Provider für den Werkzeugbau weiter auszubauen, erhöht die Kundenbindung und führt damit auch zu einer kontinuierlichen Ausdehnung des Liefervolumens.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Ungeachtet der Schwäche im Öl- und Gassektor sowie der rezessiven Entwicklung in Brasilien gelang es der High Performance Metals Division, ihre finanziellen Kennziffern im Geschäftsjahr 2016/17 durchwegs zu verbessern. Dies nicht zuletzt, weil sie vom global starken Konjunkturumfeld in der Automobilindustrie sowie regional gesehen günstigen Marktbedingungen in Asien profitieren und die Versandmengen vor allem bei Premiumprodukten weiter steigern konnte. Vor diesem Hintergrund verbesserte die Division ihre Umsatzerlöse um 1,8 % von 2.650,9 Mio. EUR 2015/16 auf 2.697,9 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr. So wie bereits in den Vorjahren lag auch 2016/17 ein zentraler interner Fokus auf der Umsetzung der Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsprogramme, der zur Steigerung sowohl des operativen Ergebnisses (EBITDA) als auch des Betriebsergebnisses (EBIT) beitrug. So erhöhte sich das EBITDA um 8,5 % von 364,1 Mio. EUR im Vorjahr (Marge 13,7 %) auf 395,2 Mio. EUR (Marge 14,6 %) 2016/17. Das EBIT nahm im gleichen Zeitraum um 11,2 % von 227,2 Mio. EUR (Marge 8,6 %) auf 252,7 Mio. EUR (Marge 9,4 %) zu. Im direkten Vergleich 3. zu 4. Quartal 2016/17 erreichte die High Performance Metals Division einen deutlichen Umsatzzuwachs von 16,3 %, der primär auf eine Ausweitung der Versandmengen, teilweise aber auch auf einen Anstieg der Preise zurückzuführen ist. Die höheren Versandmengen resultieren einerseits aus üblichen saisonalen Effekten, andererseits aber auch aus einem mit Jahresbeginn 2017 verbesserten wirtschaftlichen Umfeld. In ergebnismäßiger Hinsicht zeigte die Division eine noch deutlichere Steigerung, und zwar im operativen Ergebnis (EBITDA) eine Zunahme um 21,6 % von 91,0 Mio. EUR auf 110,7 Mio. EUR und beim Betriebsergebnis (EBIT) sogar eine Verbesserung um 30,4 % von 56,9 Mio. EUR auf 74,2 Mio. EUR. Damit konnte die EBITDA-Marge von 14,1 % auf 14,8 % und die EBIT-Marge von 8,8 % auf 9,9 % ausgeweitet werden.
Zum 31. März 2017 waren in der High Performance Metals Division 13.733 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt. Das sind um 2,0 % mehr als zum Vergleichsstichtag des vergangenen Geschäftsjahres (13.470 FTE), dies vor allem als Konsequenz der kontinuierlichen Expansion im Geschäftsbereich Value Added Services.
KUNDEN DER HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION
in % des Divisionsumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
MÄRKTE DER HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION
in % des Divisionsumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
QUARTALSENTWICKLUNG DER HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION
| Mio. EUR | 1. Quartal 2016/17 |
2. Quartal 2016/17 |
3. Quartal 2016/17 |
4. Quartal 2016/17 |
GJ 2016/17 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 667,1 | 638,9 | 643,5 | 748,4 | 2.697,9 |
| EBITDA | 99,2 | 94,3 | 91,0 | 110,7 | 395,2 |
| EBITDA-Marge | 14,9 % | 14,8 % | 14,1 % | 14,8 % | 14,6 % |
| EBIT | 63,4 | 58,2 | 56,9 | 74,2 | 252,7 |
| EBIT-Marge | 9,5 % | 9,1 % | 8,8 % | 9,9 % | 9,4 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 13.507 | 13.573 | 13.587 | 13.733 | 13.733 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Der Metal Engineering Division ist es als führenden Qualitätsanbieter in den Bereichen Schienen- und Weichentechnik, Draht, Nahtlosrohre und Schweißzusatzwerkstoffe im Geschäftsjahr 2016/17 gelungen, sich in einem in diesen Segmenten durchwegs herausfordernden Marktumfeld gut zu behaupten. Dies nicht zuletzt aufgrund der konsequenten Umsetzung der Strategie, ihren Kunden innovative Produkte inklusive maßgeschneiderter Logistiklösungen und Services anzubieten. Die Forcierung kundenspezifischer Forschungsprojekte, Investitionen in technologisch anspruchsvolle Neuanlagen und der laufende Wissensaustausch zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen tragen dazu bei, die Differenzierung gegenüber der Konkurrenz weiter voranzutreiben.
Nachdem in den vergangenen Jahren im Bereich der europäischen Schieneninfrastruktur – dem Kernmarkt des Geschäftsbereiches Rail Technology (Schienen) – ein überwiegend attraktives Umfeld vorherrschte, haben sich die Bedingungen in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17 eingetrübt. Die gute Marktentwicklung in Europa in den Jahren 2014 und 2015 war primär auf einen Nachholbedarf bei Erhaltungsinvestitionen und weniger auf die Errichtung neuer Eisenbahnstrecken zurückzuführen. Im Laufe des Kalenderjahres 2016 kam es zu einer Rücknahme dieser Erhaltungsaktivitäten im europäischen Schienennetz auf ein wieder deutlich moderateres Niveau. In den durch Erdöl finanzierten Golfstaaten sowie in den Bergbauländern Brasilien, Australien und Südafrika lagen die Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur gegenüber den Vorjahren u. a. aufgrund niedriger Erdöl- und Rohstoffpreise ebenfalls zurück. In Brasilien hat sich die Auftragslage durch die Vergabe einzelner Projekte gegen Ende des Geschäftsjahres jedoch etwas verbessert.
Durch die globale Aufstellung mit mehr als 40 Produktions- und Vertriebsstandorten konnte der Geschäftsbereich Turnout Systems (Weichensysteme) die Marktschwäche in Europa weitestgehend kompensieren. Insbesondere die Nachfrage bei Hochgeschwindigkeitsstrecken in China lag im vergangenen Geschäftsjahr auf einem sehr attraktiven Niveau. Hingegen ist der Weichenbedarf im US-Schwerlastverkehr infolge eines 2016 vergleichsweise niedrigen Gütertransportvolumens beträchtlich zurückgegangen. In Indien haben 2015/16 bürokratische Hürden zu Projektverschiebungen geführt, wodurch es 2016/17 zu einer verstärkten Vergabetätigkeit kam.
Für den Geschäftsbereich Wire Technology (Draht), der hochwertige Erzeugnisse in den Produktbereichen Walzdraht, gezogener Draht, Flachund Profildraht sowie ultrahochfester Feindraht fertigt, bildete das Geschäftsjahr 2016/17 insofern eine Zäsur, als mit der nahezu abgeschlossenen Inbetriebnahme des neuen Drahtwalzwerkes im Jahresverlauf 2017/18 die weltweit modernste Anlage ihrer Art im Vollbetrieb zur Verfügung stehen wird. Von der Nachfrage her war das Geschäftsjahr 2016/17 von einer unverändert positiven Stimmung seitens der Automobilindustrie geprägt. Darüber hinaus kam es in der 2. Ge-
KENNZAHLEN DER METAL ENGINEERING DIVISION
| Mio. EUR | 2015/16 | 2016/17 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.850,4 | 2.684,6 | –5,8 |
| EBITDA | 510,9 | 360,8 | –29,4 |
| EBITDA-Marge | 17,9 % | 13,4 % | |
| EBIT | 314,9 | 200,8 | –36,2 |
| EBIT-Marge | 11,0 % | 7,5 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.675 | 13.157 | 3,8 |
KENNZAHLEN DER METAL ENGINEERING DIVISION BEREINIGT
| Mio. EUR | 2015/16 | 2016/17 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.850,4 | 2.684,6 | –5,8 |
| EBITDA | 384,4 | 360,8 | –6,1 |
| EBITDA-Marge | 13,5 % | 13,4 % | |
| EBIT | 251,5 | 217,4 | –13,6 |
| EBIT-Marge | 8,8 % | 8,1 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.675 | 13.157 | 3,8 |
schäftsjahreshälfte zu einer leichten Marktbelebung im Bereich von Spezialdrähten für den Öl- und Gassektor.
Von einer deutlichen Verbesserung der Auftragslage ebenfalls aus diesem Bereich war ab dem 2. Halbjahr des Geschäftsjahres auch die Entwicklung im Geschäftsbereich Seamless Tubes (Nahtlosrohre) gekennzeichnet. Neben einer Steigerung der Aktivitäten der auf Schieferbohrungen spezialisierten Öl- und Gasindustrie in den USA war auch die Umsetzung neuer, innovativer Produktlösungen zur Optimierung des Explorationsprozesses maßgebend für die zunehmende Aufwärtstendenz. Nachdem die verbesserte Auslastungssituation der Branche zunächst nur mit Mengenanstiegen, nicht aber mit einem Anziehen der Preise einherging, konnten erst gegen Ende des Geschäftsjahres die gestiegenen Kosten für Eisenerz und Koks schrittweise auch in höhere Preise umgesetzt werden. Die noch nicht klar absehbaren Maßnahmen der US-Regierung zum Schutz des inländischen Stahlsektors bergen aber weiterhin erhebliche Volatilitäten für das US-Geschäft in sich.
Mit einem unverändert schwierigen Umfeld war der Geschäftsbereich Welding Consumables (Schweißtechnik) im abgelaufenen Geschäftsjahr konfrontiert. Vor allem der Energiesektor blieb von unveränderter Marktschwäche geprägt. In Bezug auf die wesentlichen Absatzregionen erwiesen sich die Marktbedingungen in Asien – und hier speziell in China – deutlich attraktiver als in Europa und den USA, im Gegensatz dazu ist in Südamerika auch bis auf Weiteres keine nennenswerte Nachfragebelebung zu erwarten. Die in den Vorjahren eingeleiteten und zum Teil bereits umgesetzten Restrukturierungs- und Diversifizierungsmaßnahmen trugen hingegen bereits zu einer deutlichen verbesserten Ertragsentwicklung bei.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Metal Engineering Division im abgelaufenen Geschäftsjahr hinter den Vorjahreszahlen zurückliegt, ist vorwiegend in der massiven konjunkturellen Abschwächung des Öl- und Gassektors begründet, resultiert aber auch aus im Jahresverlauf rückläufigen Schienenauslieferungen infolge der geringeren Infrastrukturaktivitäten vor allem im europäischen Bahnbereich. Nach einer Stabilisierung der Kennzahlen in den ersten drei Quartalen des abgelaufenen Geschäftsjahres auf einem im Vergleich zu den Vorjahren allerdings deutlich niedrigeren Niveau konnte die Division im 4. Quartal 2016/17 eine Trendumkehr einleiten. Dabei wirkte nicht nur die Aufwärtstendenz im Öl- und Gassektor unterstützend, sondern auch die im Geschäftsbereich Welding Consumables vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen zeigten zusehends positive Auswirkungen. Im Gesamtjahresvergleich verringerte sich der Umsatz der Division um 5,8 % von 2.850,4 Mio. EUR 2015/16 auf 2.684,6 Mio. EUR im vergangenen Geschäftsjahr. In ergebnismäßiger Hinsicht waren die Zahlen im Vorjahr durch Einmaleffekte in Höhe von 126,5 Mio. EUR beim EBITDA bzw. 63,4 Mio. EUR beim EBIT aufgrund des Erlangens der
KUNDEN DER METAL ENGINEERING DIVISION
in % des Divisionsumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
MÄRKTE DER METAL ENGINEERING DIVISION
in % des Divisionsumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
Beherrschung (und der damit verbundenen erstmaligen Vollkonsolidierung) an den Gesellschaften voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH (beide Geschäftsbereiche Seamless Tubes) sowie CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd (Geschäftsbereich Turnout Systems) positiv beeinflusst. Die im Zuge der Neubewertungen auf Zeitwertbasis vorgenommenen Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven – die in den Einmaleffekten des Vorjahres ebenfalls enthalten sind – reduzierten auch das EBIT im Geschäftsjahr 2016/17, und zwar um insgesamt 16,6 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund schmälerten sich die nach IFRS veröffentlichten Ergebniszahlen im Vorjahresvergleich um rund ein Drittel (Rückgang des EBITDA von 510,9 Mio. EUR auf 360,8 Mio. EUR und des EBIT von 314,9 Mio. EUR auf 200,8 Mio. EUR). Unter Außerachtlassung dieser Sondereffekte, somit auf bereinigter Basis, verminderte sich das operative Ergebnis (EBITDA) der Division lediglich um 6,1 % von 384,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 360,8 Mio. EUR 2016/17. Im gleichen Zeitraum ging das um Einmaleffekte korrigierte Betriebsergebnis (EBIT) um 13,6 % von 251,5 Mio. EUR auf 217,4 Mio. EUR zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge blieb aufgrund des niedrigeren Umsatzniveaus im 12-Monats-Vergleich mit 13,4 % stabil (Vorjahr 13,5 %), während sich die bereinigte EBIT-Marge von 8,8 % im Vorjahr auf aktuell 8,1 % abschwächte.
Die Gegenüberstellung des 4. Quartals 2016/17 mit dem unmittelbaren Vorquartal untermauert den positiven Trend gegen Ende des Geschäftsjahres. Die Steigerung ist insbesondere auf die Geschäftsbereiche Wire Technology, Seamless Tubes und Welding Consumables, somit in erheblichem Ausmaß im Energiesektor tätige Segmente zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund legten die Umsatzerlöse der Division im unmittelbaren Quartalsvergleich um 4,1 % von 662,4 Mio. EUR auf 689,7 Mio. EUR zu. Eine wesentlich signifikantere Steigerung konnte bei den Ergebniszahlen erreicht werden. So verbesserte sich das EBITDA um 28,6 % von 82,6 Mio. EUR im 3. Quartal auf 106,2 Mio. EUR im 4. Quartal. Das EBIT erhöhte sich um 36,6 % von 44,5 Mio. EUR auf 60,8 Mio. EUR, das um die dargestellten Sondereffekte bereinigte EBIT um 38,3 % von 48,0 Mio. EUR auf 66,4 Mio. EUR. Als Konsequenz der positiven Entwicklung erhöhte sich die bereinigte EBITDA-Marge von 12,5 % im 3. Quartal auf 15,4 % im 4. Quartal, während sich die um Sondereffekte bereinigte EBIT-Marge von 7,2 % auf 9,6 % ausweitete.
Zum 31. März 2017 waren in der Metal Engineering Division 13.157 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt, das sind um 3,8 % mehr als zum Vergleichsstichtag des vergangenen Geschäftsjahres (12.675 Mitarbeiter). Der wesentliche Grund dafür liegt in einer gegenüber dem Geschäftsjahresbeginn verbesserten Ordersituation aus der Öl- und Gasindustrie, aufgrund derer die personellen Kapazitäten im Geschäftsbereich Seamless Tubes an das verbesserte Marktumfeld angepasst wurden.
QUARTALSENTWICKLUNG DER METAL ENGINEERING DIVISION
| Mio. EUR | 1. Quartal 2016/17 |
2. Quartal 2016/17 |
3. Quartal 2016/17 |
4. Quartal 2016/17 |
GJ 2016/17 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 680,4 | 652,1 | 662,4 | 689,7 | 2.684,6 |
| EBITDA | 87,6 | 84,4 | 82,6 | 106,2 | 360,8 |
| EBITDA-Marge | 12,9 % | 12,9 % | 12,5 % | 15,4 % | 13,4 % |
| EBIT | 49,7 | 45,8 | 44,5 | 60,8 | 200,8 |
| EBIT-Marge | 7,3 % | 7,0 % | 6,7 % | 8,8 % | 7,5 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.606 | 12.709 | 12.822 | 13.157 | 13.157 |
QUARTALSENTWICKLUNG DER METAL ENGINEERING DIVISION BEREINIGT
| Mio. EUR | 1. Quartal 2016/17 |
2. Quartal 2016/17 |
3. Quartal 2016/17 |
4. Quartal 2016/17 |
GJ 2016/17 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 680,4 | 652,1 | 662,4 | 689,7 | 2.684,6 |
| EBITDA | 87,6 | 84,4 | 82,6 | 106,2 | 360,8 |
| EBITDA-Marge | 12,9 % | 12,9 % | 12,5 % | 15,4 % | 13,4 % |
| EBIT | 53,6 | 49,4 | 48,0 | 66,4 | 217,4 |
| EBIT-Marge | 7,9 % | 7,6 % | 7,2 % | 9,6 % | 8,1 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.606 | 12.709 | 12.822 | 13.157 | 13.157 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Die Entwicklung der Metal Forming Division war in den letzten Jahren von umfassenden strategischen Maßnahmen geprägt. Dies sowohl in Richtung einer strukturellen Bereinigung des Portfolios als auch was die Umsetzung einer konsequenten Wachstumsstrategie mit der globalen Implementierung von Schlüsseltechnologien in qualitativ und technologisch anspruchsvollen Marktsegmenten betrifft. Die erfolgreiche Umsetzung der divisionalen Neuausrichtung lässt sich an der kontinuierlichen Verbesserung der Profitabilität über die vergangenen Jahre ablesen. In Fortführung dieses Trends hat die Metal Forming Division auch im Geschäftsjahr 2016/17 eine sehr solide Entwicklung genommen, wobei sie insbesondere im 4. Geschäftsquartal eine hervorragende operative Ergebnisperformance gezeigt hat.
Im Geschäftsbereich Automotive Components liegt der strategische Fokus im stufenweisen Aufbau außereuropäischer Produktionsstandorte mit Schwerpunkten in Nordamerika und China, vor allem zur Belieferung europäischer Premiumhersteller mit assemblierten hochfesten Komponenten. Unterstützt durch eine hervorragende Automobilkonjunktur sowohl in Europa als auch in Übersee, lag die Auslastung des Geschäftsbereiches über das gesamte Geschäftsjahr auf hohem Niveau. So haben sich die Autoverkaufszahlen in Europa, getragen von allen Herstellern, das dritte Jahr in Folge stark verbessert. Im Premiumbereich haben darüber hinaus die Neuzulassungen in China in den vergangenen Jahren massiv zugelegt. Im Gegensatz dazu war in den USA im Kalenderjahr 2016 lediglich ein Seitwärtstrend – wenn auch auf hohem Niveau – zu verzeichnen.
Der Geschäftsbereich Tubes & Sections wies 2016/17 eine alles in allem zufriedenstellende Entwicklung auf, die aber – so wie schon in den Vorjahren – durch einen sehr unterschiedlichen regionalen Verlauf gekennzeichnet war. Nicht nur global betrachtet, sondern auch innerhalb Kontinentaleuropas stellten sich die Nachfrageimpulse uneinheitlich dar. So blieb trotz aufkeimender Unsicherheiten nach der Brexit-Abstimmung die Dynamik in der Bauindustrie in Großbritannien unverändert robust, während in den westeuropäischen Kernmärkten eine vergleichsweise nur durchschnittliche Stimmung vorherrschte. Ebenfalls eine nur graduelle Erholung war im Segment Land- und Baumaschinen zu verzeichnen, während sich die Nutzfahrzeugindustrie in Europa deutlich besser entwickelte. In Brasilien konnte die Wirtschaft ihren Abwärtstrend nach einer langen Phase des Niedergangs etwas einbremsen, ist aber von einer echten Trendwende noch ein gutes Stück entfernt. Im US-Flugzeugsektor kam es im Verlauf des letzten Geschäftsjahres nicht zuletzt aufgrund von Konsolidierungsvorgängen in der Wertschöpfungskette temporär zu Schwankungen bei den Abrufen seitens der Kunden. Mit dem Erwerb der kanadischen Summo Corporation (siehe Kapitel "Akquisitionen") ist der Geschäftsbereich Tubes & Sections zum Marktführer in Nordamerika für passive Sicherheitsteile im Automobilbereich aufgestiegen. Durch eine nicht nur auf eine gute Marktentwicklung zurückführende, sondern auch auf einer kon-
KENNZAHLEN DER METAL FORMING DIVISION
| Mio. EUR | 2015/16 | 2016/17 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.224,9 | 2.426,1 | 9,0 |
| EBITDA | 290,5 | 317,0 | 9,1 |
| EBITDA-Marge | 13,1 % | 13,1 % | |
| EBIT | 194,5 | 210,7 | 8,3 |
| EBIT-Marge | 8,7 % | 8,7 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.470 | 11.073 | 5,8 |
tinuierlichen Stärkung der Marktposition beruhende, ausgezeichnete Performance überzeugte der Geschäftsbereich Precision Strip im abgelaufenen Geschäftsjahr. Beigetragen dazu hat nicht zuletzt die erfolgreiche Integration eines im Geschäftsjahr 2015/16 erworbenen Unternehmens in den USA, wodurch der Geschäftsbereich seine Marktpräsenz in Nordamerika im Bereich gehärteter Spezialbandstähle deutlich ausbauen konnte. Insgesamt stellten sich 2016/17 aber auch die Marktverhältnisse in Europa und China in diesem Segment etwas verbessert dar, während sie sich in den USA unverändert positiv präsentierten. Der Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions konnte die sehr gute Entwicklung der vergangenen Jahre 2016/17 prolongieren, da für kundenspezifisch gefertigte Hochregallager und Systemregale eine unverändert attraktive Projektlandschaft bestand. Durch strategische Partnerschaften mit Automatisierungsunternehmen und das Forcieren von Projekt-Komplettlösungen, welche die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, sollte in Verbindung mit einer anhaltend guten Konjunktur (speziell im Onlinehandel) der positive Trend bis auf Weiteres anhalten.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die Metal Forming Division zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl einen Zuwachs bei den Umsatzerlösen als auch in allen Ergebniskategorien, der nicht nur die Folge eines verbesserten Umfeldes (insbesondere im 4. Quartal), sondern primär der konsequenten Realisierung ihrer Internationalisierungsstrategie ist. Demzufolge leistete auch der Geschäftsbereich Automotive Components, im Rahmen dessen diese Expansion am stärksten vorangetrieben wird, den höchsten Beitrag zum Anstieg der Umsatzerlöse um 9,0 % von 2.224,9 Mio. EUR auf 2.426,1 Mio. EUR. Der Geschäftsbereich Tubes & Sections konnte seine Umsatzerlöse ebenfalls ausweiten, nicht zuletzt aufgrund der Akquisition des auf Rohrkomponenten für die Automobilindustrie spezialisierten Unternehmens Summo Corp., Kanada, das seit dem 2. Quartal 2016/17 in den Divisionsabschluss einbezogen wird. Der Geschäftsbereich Precision Strip wiederum stützte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf eine ausgezeichnete Marktposition und eine verbesserte Nachfrage in China, um ähnlich dem Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions die Umsatzerlöse im Jahresvergleich weiter anzuheben. In ergebnismäßiger Hinsicht zeigten die Bereiche Tubes & Sections sowie Warehouse & Rack Solutions eine stabil solide Entwicklung, während die Ergebnisperformance in den Geschäftsbereichen Automotive Components und Precision Strip sogar weiter verbessert werden konnte. Ausgehend vor dieser insgesamt starken Entwicklung kam das operative Ergebnis (EBITDA) der Metal Forming Division 2016/17 mit 317,0 Mio. EUR um 9,1 % über dem Vorjahreswert von 290,5 Mio. EUR zu liegen. Im gleichen Zeitraum stieg das Betriebsergebnis (EBIT) um 8,3 % von 194,5 Mio. EUR auf 210,7 Mio. EUR. Nachdem sich Umsatzerlöse und Ergebnisse im Gleichtakt gesteigert haben, blieben 2016/17 sowohl die EBITDA-Marge – mit 13,1 % – als auch die EBIT-Marge – mit 8,7 % – gegenüber den Vorjahreswerten unverändert.
In der direkten Gegenüberstellung des 3. mit dem 4. Quartal 2016/17 wird der Aufschwung gegen Ende des Geschäftsjahres deutlich sichtbar. Die Metal Forming Division konnte demnach ihre Umsatzerlöse vom vorletzten auf das letzte Quartal um 18,7 % von 566,0 Mio. EUR auf 672,1 Mio. EUR ausweiten. Die beiden größten Geschäftsbereiche der Division – Tubes & Sections sowie Automotive Components – wiesen im unmittelbaren Quartalsvergleich auch prozentuell betrachtet die höchsten Umsatzzunahmen aus. Ergebnisseitig konnten alle vier Geschäftsbereiche deutlich zulegen, wobei auch hier Tubes & Sections der größte Ergebnissprung gelang. Profitieren konnte der Bereich von einem gestiegenen Preisniveau – bei jedoch auch deutlich erhöhten Vormaterialkosten – und einer saisonal bedingt günstigen Versandmengenentwicklung. Vor diesem Hintergrund stieg das operative Divisionsergebnis (EBITDA) im Quartalsvergleich um mehr als ein Drittel von 69,9 Mio. EUR (Marge 12,3 %) auf 93,7 Mio. EUR (Marge 13,9 %). Noch prägnanter zeigt sich die Verbesserung beim Betriebsergebnis (EBIT), das sich um 46,3 % von 43,6 Mio. EUR im 3. Quartal auf 63,8 Mio. EUR im 4. Quartal erhöhte. Damit baute die Division im Quartalsvergleich die EBIT-Marge von 7,7 % auf 9,5 % aus.
Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Metal Forming Division lag zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17 mit 11.073 Mitarbeitern um 5,8 % über dem Wert des Vorjahres (10.470). Die Erhöhung ist primär eine Folge des Ausbaus der Automotive-Aktivitäten an den internationalen Standorten sowie des Erwerbs der Summo Corp., Kanada.
KUNDEN DER METAL FORMING DIVISION
in % des Divisionsumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
MÄRKTE DER METAL FORMING DIVISION
in % des Divisionsumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
QUARTALSENTWICKLUNG DER METAL FORMING DIVISION
| Mio. EUR | 1. Quartal 2016/17 |
2. Quartal 2016/17 |
3. Quartal 2016/17 |
4. Quartal 2016/17 |
GJ 2016/17 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 615,8 | 572,2 | 566,0 | 672,1 | 2.426,1 |
| EBITDA | 80,0 | 73,4 | 69,9 | 93,7 | 317,0 |
| EBITDA-Marge | 13,0 % | 12,8 % | 12,3 % | 13,9 % | 13,1 % |
| EBIT | 55,2 | 48,1 | 43,6 | 63,8 | 210,7 |
| EBIT-Marge | 9,0 % | 8,4 % | 7,7 % | 9,5 % | 8,7 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.481 | 10.724 | 10.650 | 11.073 | 11.073 |
voestalpine AG
KONZERNABSCHLUSS 2016/17
- Bericht des Aufsichtsrates
- Konzernbilanz
- Konzern-Kapitalflussrechnung
- Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
- Bestätigungsvermerk
- Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
- Beteiligungen
BERICHT DES AUFSICHTSRATES ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2016/17
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016/17 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Plenarsitzungen und drei Sitzungen des Prüfungsausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben.
In den Sitzungen des Aufsichtsrates wurden neben den laufenden Berichten über die aktuelle geschäftliche und finanzielle Situation der Unternehmensgruppe insbesondere Unternehmensakquisitionen, die Regionalstrategie NAFTA 2020, die europäische Energie- und Klimapolitik einschließlich möglicher Technologiealternativen für eine CO2-reduzierte Stahlerzeugung sowie die Themen Rohstoffversorgung, Innovationen und Informationstechnologie behandelt. Der Prüfungsausschuss befasste sich insbesondere mit der Vorbereitung und Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses der Gesellschaft, mit der Vorbereitung des Vorschlages für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie mit Themen des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Bezüglich Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse wird auf den Konsolidierten Corporate Governance-Bericht 2016/17 verwiesen.
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. März 2017 wurden von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft. Der Abschlussprüfer nahm an zwei der drei Prüfungsausschusssitzungen teil und stand für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt und ergeben, dass der Jahresabschluss sowie der gemäß § 245a UGB nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der Abschlussprüfer hat sowohl für den Jahresabschluss als auch den Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und bestätigt, dass der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und der Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss steht.
Nach vorhergehender Befassung des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat am 31. Mai 2017 den Jahresabschluss zum 31. März 2017 geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat hat zudem nach vorheriger Befassung des Prüfungsausschusses den Lagebericht sowie den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht und den Konsolidierten Corporate Governance-Bericht geprüft und genehmigt.
Der Konsolidierte Corporate Governance-Bericht wurde ebenfalls von der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, im Rahmen der jährlich durchgeführten externen Evaluierung der Einhaltung des Corporate Governance-Kodex durch die voestalpine AG geprüft und es wurde festgestellt, dass der Bericht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht und die Regeln eingehalten werden. Die Prüfung der Einhaltung der den Wirtschaftsprüfer betreffenden C-Regeln des Kodex (Regeln 77 bis 83) erfolgte durch die Rechtsanwaltskanzlei WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH & Co KG. Auch diese Prüfung hat die Einhaltung der Regeln bestätigt.
Festgestellt wird, dass das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem Bilanzgewinn von 194.000.000,00 EUR schließt; es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 1,10 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufsichtsrat
Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
Linz, am 31. Mai 2017
voestalpine AG KONZERNBILANZ ZUM 31.03.2017
AKTIVA
| Anhang | 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|---|
| A.Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 9 | 6.006,5 | 6.371,9 |
| Firmenwert | 10 | 1.544,4 | 1.549,5 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 11 | 414,1 | 419,4 |
| Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen | 12 | 112,4 | 113,0 |
| Andere Finanzanlagen | 12 | 69,8 | 66,1 |
| Aktive latente Steuern | 13 | 242,4 | 213,7 |
| 8.389,6 | 8.733,6 | ||
| B.Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte |
14 | 2.973,1 | 3.408,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
15 | 1.513,3 | 1.714,1 |
| Andere Finanzanlagen | 12 | 355,8 | 348,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 16 | 774,8 | 503,3 |
| 5.617,0 | 5.973,9 | ||
| Summe Aktiva | 14.006,6 | 14.707,5 | |
| Mio. EUR |
PASSIVA
| Anhang | 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|---|
| A.Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 317,8 | 320,3 | |
| Kapitalrücklagen | 553,7 | 607,1 | |
| Hybridkapital | 497,9 | 497,9 | |
| Eigene Aktien | –1,5 | –1,5 | |
| Andere Rücklagen | –46,7 | 21,7 | |
| Gewinnrücklagen | 4.150,2 | 4.446,6 | |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens |
5.471,4 | 5.892,1 | |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 180,2 | 168,2 | |
| 17 | 5.651,6 | 6.060,3 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
|||
| Pensionen und andere | |||
| Arbeitnehmerverpflichtungen Rückstellungen |
18 19 |
1.229,1 71,6 |
1.226,4 79,4 |
| Passive latente Steuern | 13 | 122,0 | 119,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 20 | 3.342,8 | 2.764,7 |
| 4.765,5 | 4.189,9 | ||
| C.Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
|||
| Rückstellungen | 19 | 567,2 | 585,0 |
| Steuerschulden | 98,3 | 77,2 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 20 | 898,2 | 1.332,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
21 | 2.025,8 | 2.462,2 |
| 3.589,5 | 4.457,3 | ||
| Summe Passiva | 14.006,6 | 14.707,5 | |
| Mio. EUR |
voestalpine AG KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 2016/17
| Anhang | 2015/16 | 2016/17 |
|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | ||
| Ergebnis nach Steuern | 602,1 | 527,0 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 24 |
566,2 | 722,0 |
| Veränderung Working Capital | ||
| Veränderung Vorräte | 91,7 | –385,0 |
| Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten | –38,7 | 295,3 |
| Veränderung Rückstellungen | 60,9 | –8,9 |
| 113,9 | –98,6 | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 1.282,2 | 1.150,4 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte | ||
| und Sachanlagen | –1.284,3 | –1.068,1 |
| Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 17,1 | 15,5 |
| Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung | ||
| von Anteilen 24 |
–13,1 | –27,9 |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung | ||
| von Anteilen 24 |
0,1 | 2,0 |
| Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen | 50,2 | 28,7 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –1.230,0 | –1.049,8 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividenden | –204,8 | –213,7 |
| Dividenden/Kapitalerhöhung nicht beherrschende Gesellschafter 24 |
–46,3 | –15,8 |
| Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern | –2,4 | –3,8 |
| Kapitalerhöhung | 85,6 | 55,9 |
| Aufnahme von langfristigen Finanzschulden | 642,9 | 71,4 |
| Tilgung von langfristigen Finanzschulden | –180,7 | –256,0 |
| Tilgung von langfristigen Schulden aus Finanzierungsleasing | –8,7 | –4,8 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige | ||
| Finanzierungstätigkeiten | –24,5 | 0,1 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 261,1 | –366,7 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und | ||
| Zahlungsmitteläquivalente | 313,3 | –266,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang | 464,5 | 774,8 |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | –3,0 | –5,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresende 16 |
774,8 | 503,3 |
Mio. EUR
voestalpine AG KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 2016/17
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| Anhang | 2015/16 | 2016/17 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse 1, 2 |
11.068,7 | 11.294,5 |
| Umsatzkosten | –8.631,7 | –8.777,1 |
| Bruttoergebnis | 2.437,0 | 2.517,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge 3 |
362,0 | 348,8 |
| Vertriebskosten | –1.028,1 | –1.079,2 |
| Verwaltungskosten | –610,6 | –622,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen 4 |
–424,5 | –356,0 |
| Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen 5 |
153,0 | 14,6 |
| EBIT | 888,8 | 823,3 |
| Finanzerträge 6 |
32,1 | 51,5 |
| Finanzaufwendungen 7 |
–169,6 | –174,9 |
| Ergebnis vor Steuern | 751,3 | 699,9 |
| Ertragsteuern 8 |
–149,2 | –172,9 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 602,1 | 527,0 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 585,3 | 496,8 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | –5,7 | 7,7 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 22,5 | 22,5 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 30 |
3,35 | 2,84 |
| KONZERN-SONSTIGES ERGEBNIS | ||
| 2015/16 | 2016/17 | |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 602,1 | 527,0 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||
| Cashflow-Hedges | –19,8 | 7,0 |
| Net Investment-Hedges | –10,3 | - |
| Währungsumrechnung | –88,9 | 62,2 |
| Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen | –8,5 | 0,2 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–127,5 | 69,4 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 43,6 | –13,7 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
43,6 | –13,7 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –83,9 | 55,7 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 518,2 | 582,7 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 506,7 | 551,3 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | –11,0 | 8,9 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 22,5 | 22,5 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 518,2 | 582,7 |
Mio. EUR
voestalpine AG KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG 2016/17
| Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Hybrid kapital |
Eigene Aktien |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2015 | 313,3 | 471,9 | 497,9 | –1,5 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | – | – | – | – |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden | ||||
| Cashflow-Hedges | – | – | – | – |
| Net Investment-Hedges | – | – | – | – |
| Währungsumrechnung | – | – | – | – |
| Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen | – | – | – | – |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
– | – | – | – |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | – | – | – | – |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis | ||||
| umgegliedert werden | – | – | – | – |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | – | – | – | – |
| Gesamtergebnis in der Periode | – | – | – | – |
| Dividendenausschüttung | – | – | – | – |
| Dividende Hybridkapital | – | – | – | – |
| Steuereffekte auf Transaktionen mit Hybridkapitalbesitzer | – | – | – | – |
| Kapitalerhöhung | 4,5 | 81,7 | – | – |
| Anteilsbasierte Vergütungen | – | 0,7 | – | – |
| Zugang aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen | – | – | – | – |
| Sonstige Veränderungen | – | –0,6 | – | – |
| 4,5 | 81,8 | – | – | |
| Stand am 31.03.2016 = Stand am 01.04.2016 | 317,8 | 553,7 | 497,9 | –1,5 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | – | – | – | – |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden | ||||
| Cashflow-Hedges | – | – | – | – |
| Währungsumrechnung | – | – | – | – |
| Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen | – | – | – | – |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
– | – | – | – |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | – | – | – | – |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
– | – | – | – |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | – | – | – | – |
| Gesamtergebnis in der Periode | – | – | – | – |
| Dividendenausschüttung | – | – | – | – |
| Dividende Hybridkapital | – | – | – | – |
| Steuereffekte auf Transaktionen mit Hybridkapitalbesitzer | – | – | – | – |
| Kapitalerhöhung | 2,5 | 53,4 | – | – |
| Sonstige Veränderungen | – | – | – | – |
| 2,5 | 53,4 | – | – | |
| Stand am 31.03.2017 | 320,3 | 607,1 | 497,9 | –1,5 |
| Andere Rücklagen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Summe Eigenkapital |
Nicht beherr schende Anteile am Eigenkapital |
Summe Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens |
Gewinnrücklagen | Hedging Rücklage |
Währungs umrechnung |
| 5.115,0 | 64,4 | 5.050,6 | 3.693,4 | 21,3 | 54,3 |
| 602,1 | –5,7 | 607,8 | 607,8 | – | – |
| –19,8 | – | –19,8 | – | –19,8 | – |
| –10,3 | – | –10,3 | – | –10,3 | – |
| –88,9 | –6,5 | –82,4 | – | – | –82,4 |
| –8,5 | – | –8,5 | – | 4,5 | –13,0 |
| –127,5 | –6,5 | –121,0 | – | –25,6 | –95,4 |
| 43,6 | 1,2 | 42,4 | 42,4 | – | – |
| 43,6 | 1,2 | 42,4 | 42,4 | – | – |
| –83,9 | –5,3 | –78,6 | 42,4 | –25,6 | –95,4 |
| 518,2 | –11,0 | 529,2 | 650,2 | –25,6 | –95,4 |
| –222,6 | –47,8 | –174,8 | –174,8 | – | – |
| –30,0 | – | –30,0 | –30,0 | – | – |
| 7,5 | – | 7,5 | 7,5 | – | – |
| 86,2 | – | 86,2 | – | – | – |
| 0,7 173,2 |
– 173,2 |
0,7 – |
– – |
– – |
– – |
| 3,4 | 1,4 | 2,0 | 3,9 | –1,1 | –0,2 |
| 18,4 | 126,8 | –108,4 | –193,4 | –1,1 | –0,2 |
| 5.651,6 | 180,2 | 5.471,4 | 4.150,2 | –5,4 | –41,3 |
| 527,0 | 7,7 | 519,3 | 519,3 | – | – |
| – | 7,0 | – | 7,0 | – | |
| 62,2 | 1,0 | 61,2 | – | – | 61,2 |
| – | 0,2 | – | – | 0,2 | |
| 1,0 | 68,4 | – | 7,0 | 61,4 | |
| –13,7 | 0,2 | –13,9 | –13,9 | – | – |
| –13,7 | 0,2 | –13,9 | –13,9 | – | – |
| 55,7 | 1,2 8,9 |
54,5 573,8 |
–13,9 505,4 |
7,0 7,0 |
61,4 61,4 |
| 582,7 | |||||
| –201,5 | –17,9 | –183,6 | –183,6 | – | – |
| –30,0 7,5 |
– | –30,0 | –30,0 | – | – |
| – | 7,5 | 7,5 | – | – | |
| 57,9 –7,9 |
2,0 –5,0 |
55,9 –2,9 |
– –2,9 |
– – |
– – |
| –174,0 | –20,9 | –153,1 | –209,0 | – | – |
| 168,2 | 5.892,1 | 4.446,6 | 1,6 | ||
| 6.060,3 | 20,1 |
Mio. EUR
voestalpine AG ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS 2016/17
A. ALLGEMEINES UND UNTERNEHMENSZWECK
Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie.
Die voestalpine AG ist oberstes Mutterunternehmen, welches einen Konzernabschluss erstellt. Die Eintragung ins Firmenbuch sowie der Sitz der Gesellschaft sind in Linz. Die Adresse der voestalpine AG lautet voestalpine-Straße 1, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der voestalpine AG sind an der Börse in Wien, Österreich, gelistet.
Der Konzernabschluss zum 31. März 2017 (einschließlich der Vorjahreszahlen zum 31. März 2016) wurde gemäß § 245a (1) UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernabschluss wird in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) dargestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Der Vorstand der voestalpine AG hat den Konzernabschluss am 24. Mai 2017 genehmigt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Die für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards wurden im Geschäftsjahr 2016/17 erstmals angewandt:
IM GESCHÄFTSJAHR 2016/17 ERSTMALS ANGEWANDTE ÄNDERUNGEN ODER NEUFASSUNGEN VON STANDARDS UND INTERPRETATIONEN
| Inhalt | Inkrafttreten1 |
|---|---|
| Angabeninitiative | 1. Jänner 2016 |
| Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 1. Jänner 2016 |
| Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen | 1. Jänner 2016 |
| Equity-Methode im separaten Abschluss | 1. Jänner 2016 |
| Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (Improvements-Projekt 2012–2014) |
1. Jänner 2016 |
| Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidie rungsausnahme |
1. Jänner 2016 |
| Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit |
1. Jänner 2016 |
1 Die Standards sind gemäß EU-Endorsement für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Die Anwendung der genannten Änderungen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards sind zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht, aber für das Geschäftsjahr 2016/17 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. anwendbar oder von der EU noch nicht übernommen:
| Standard | Inhalt | Inkrafttreten laut IASB1 |
|---|---|---|
| IAS 12, Änderung | Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste | 1. Jänner 20172 |
| IAS 7, Änderung | Angabeninitiative | 1. Jänner 20172 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1. Jänner 2018 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1. Jänner 2018 |
| IFRS 15, Klarstellung | Klarstellung zu IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1. Jänner 20182 |
| IFRS 2, Änderung | Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsfällen mit anteilsbasierter Vergütung |
1. Jänner 20182 |
| diverse Standards, Änderung |
Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (Improvements-Projekt 2014–2016) |
1. Jänner 2018/ 1. Jänner 20172 |
| IAS 40, Änderung | Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien |
1. Jänner 20182 |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
1. Jänner 20182 |
| IFRS 4, Änderung | Anwendung von IFRS 9 gemeinsam mit IFRS 4 | 1. Jänner 20182 |
| IFRS 16 | Leasing | 1. Jänner 20192 |
| IFRS 10 und IAS 28, Änderung |
Veräußerung/Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture |
Durch IASB verschoben |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 1. Jänner 20163 |
ZUM BILANZSTICHTAG VOM IASB HERAUSGEGEBEN, ABER VON DER EU NOCH NICHT ÜBERNOMMEN ODER NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDEN
1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
2 EU-Endorsement ausstehend.
3 Keine Übernahme durch die EU.
Die angeführten Standards werden – sofern von der EU übernommen – nicht vorzeitig angewandt. Es werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen aus den Änderungen und Neufassungen der Standards und Interpretationen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des voestalpine-Konzerns erwartet. Aus den neuen Standards IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16 werden folgende Auswirkungen erwartet:
IFRS 9 Financial Instruments führt zu Änderungen und Neuerungen im Bereich von Finanzinstrumenten und wird (ausgenommen für Portfolio-Fair Value-Hedge) IAS 39 ersetzen. Zukünftig richten sich die Klassifizierungsvorschriften nach den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Eine weitere grundlegende Neuerung ergibt sich im Zusammenhang mit Wertminderungen, welche künftig auf einem Modell der erwarteten Verluste anstatt wie bisher der eingetretenen Verluste basieren. Zusätzlich enthält IFRS 9 neue allgemeine Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte, während die bisherigen Regelungen betreffend Ansatz und Ausbuchung von Finanzinstrumenten des IAS 39 beibehalten werden. Im Bereich Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen erwartet. Die Klassifizierung von Finanzverbindlichkeiten bleibt aus heutiger Sicht unverändert. Durch das neue Wertminderungsmodell wird es künftig zu einem früheren Ansatz von Kreditausfällen kommen. Aus heutiger Sicht erwartet der voestalpine-Konzern dadurch eine unwesentliche Erhöhung der Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Hinsichtlich der Abbildung von Sicherungsbeziehungen ergeben sich vor allem im Bereich von Rohstoffen zusätzliche Möglichkeiten, welche einer detaillierten Evaluierung bedürfen. Die bestehenden Sicherungsbeziehungen werden die Erfordernisse des IFRS 9 weitgehend erfüllen, wodurch an dieser Stelle keine wesentlichen Auswirkungen durch dessen Erstanwendung erwartet werden.
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers fasst die Regelungen zur Umsatzrealisierung zusammen und ersetzt IAS 18 und IAS 11 sowie die damit im Zusammenhang stehenden Interpretationen. Zukünftig ist nicht mehr die Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken maßgeblich, sondern jener Zeitpunkt, in dem der Übergang der Verfügungsmacht über die Güter und Dienstleistungen erfolgt und dadurch Nutzen aus diesen gezogen werden kann. Derzeit findet eine Analyse der Umsatzgruppen hinsichtlich ihrer zukünftigen Erfassung und Bewertung nach dem neuen 5-Schritte-Modell im Konzern statt, um die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 zu evaluieren. Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des voestalpine-Konzerns erwartet. Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen wird allerdings erst in den nächsten Monaten, nach Abschluss der Detail-Vertragsanalysen, möglich sein. Der voestalpine-Konzern plant die Anwendung des neuen Standards mittels der modifizierten retrospektiven Methode.
IFRS 16 Leases regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und wird IAS 17 sowie die bisherigen Interpretationen ersetzen. Durch die neuen Regelungen entfällt die vormalige Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasingverhältnissen auf Seite des Leasingnehmers. Insofern werden Operating-Leasingverhältnisse zukünftig grundsätzlich analog zu Finance-Leasingverhältnissen zu erfassen sein. Die Gesellschaften des voestalpine-Konzerns treten aktuell als Leasingnehmer bei Operating-Leasingverhältnissen auf, weshalb durch die Anwendung des IFRS 16 Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet werden. Der voestalpine-Konzern hat im Rahmen einer Ersteinschätzung die zukünftige Aktivierung von Nutzungsrechten und den korrespondierenden Verbindlichkeiten als wesentlichste Auswirkung identifiziert. Folglich kommt es statt der bisherigen Erfassung linearer Leasingaufwendungen zu einem Ansatz von Aufwendungen für die Abschreibung der Nutzungsrechte und Zinsen für die Leasingverbindlichkeiten, womit eine Verbesserung von EBITDA und EBIT sowie eine Verschiebung zwischen Cashflow aus der Betriebstätigkeit und Finanzierungstätigkeit einhergehen. Eine Quantifizierung ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht möglich, da die zugrundeliegenden Verträge bis dato noch nicht im Detail auf die Anwendbarkeit von IFRS 16 geprüft wurden. Einige davon werden unter die Ausnahmen für kurzfristige oder geringwertige Leasingverhältnisse fallen und daher zu keinen Veränderungen führen. Für zum Bilanzstichtag bestehende Operating-Leasingverhältnisse wird auf Kapitel 9. Sachanlagen verwiesen. Für bestehende Finance-Leasingverhältnisse werden keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.
KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Die Jahresabschlüsse aller vollkonsolidierten Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden aufgestellt. Bei nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften (assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) wurden bei Unwesentlichkeit die lokalen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie abweichende Bilanzstichtage (siehe dazu Anlage zum Anhang "Beteiligungen") aus zeitlichen Gründen und Aufwand-Nutzen-Überlegungen beibehalten.
Bei Erstkonsolidierungen werden die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit dem Marktwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Betrag der Anschaffungskosten, der das Nettovermögen übersteigt, wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten niedriger als das Nettovermögen, so wird die Differenz erfolgswirksam in der Erwerbsperiode erfasst. Die auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden stillen Reserven bzw. Lasten werden ebenfalls aufgedeckt.
Alle konzerninternen Zwischenergebnisse, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Gemäß IAS 21 werden die in den Konzernabschluss einbezogenen und in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.
Das Eigenkapital wird mit dem historischen Umrechnungskurs bewertet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Rücklage für Währungsumrechnung direkt im Eigenkapital erfasst.
In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen in die jeweilige funktionale Währung der Gesellschaft mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Wechselkursgewinne bzw. -verluste aus der Umrechnung zum Transaktionszeitpunkt und Bilanzstichtag werden grundsätzlich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
| USD | GBP | BRL | SEK | PLN | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stichtagskurs | |||||
| 31.03.2016 | 1,1385 | 0,7916 | 4,1174 | 9,2253 | 4,2576 |
| 31.03.2017 | 1,0691 | 0,8555 | 3,3800 | 9,5322 | 4,2265 |
| Jahresdurchschnittskurs | |||||
| 2015/16 | 1,1036 | 0,7323 | 3,9650 | 9,3404 | 4,2260 |
| 2016/17 | 1,0975 | 0,8413 | 3,6220 | 9,5122 | 4,3521 |
Die Wechselkurse von wesentlichen Währungen (lt. EZB-Fixing) haben sich wie folgt entwickelt:
UNSICHERHEITEN BEI ERMESSENSBEURTEILUNGEN UND ANNAHMEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden in zukünftigen Perioden führen können:
» Werthaltigkeit von Vermögenswerten
Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Firmenwerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten des zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aktuellsten Unternehmensplans. Vergleiche dazu Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Impairmenttest von Firmenwerten, anderen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, sowie die Punkte 9. Sachanlagen, 10. Firmenwerte und 11. Andere immaterielle Vermögenswerte.
» Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten
Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist, werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen. Vergleiche dazu Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Finanzinstrumente, sowie Punkt 23. Finanzinstrumente.
» Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen
Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung und künftige Bezugserhöhungen verwendet. Vergleiche dazu Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen, sowie Punkt 18. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen.
» Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben
Im Rahmen von Unternehmenserwerben sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung beizulegender Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte, Schulden und möglicher bedingter Gegenleistungen erforderlich. Es werden alle verfügbaren Informationen über die Umstände zum Erwerbszeitpunkt herangezogen. Beizulegende Zeitwerte von Gebäuden und Grundstücken werden im Regelfall von externen Experten oder Experten im Konzern festgestellt. Immaterielle Vermögenswerte werden nach Art des Vermögenswerts und Verfügbarkeit der Informationen anhand geeigneter Bewertungsmethoden bewertet. Diese Bewertungen sind eng mit den Annahmen über die künftige Entwicklung der geschätzten Cashflows sowie mit den verwendeten Abzinsungssätzen verbunden.
Informationen zu im Berichtszeitraum stattgefundenen Erwerben sind unter Punkt D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis angeführt.
» Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden bei Bestehen von gegenwärtigen Verpflichtungen, resultierend aus vergangenen Ereignissen, welche zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, mit jenem Betrag angesetzt, der auf Basis zuverlässiger Schätzungen am wahrscheinlichsten ist. Falls wesentlich, werden diese Rückstellungen abgezinst. Details zu Rückstellungen sind Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Sonstige Rückstellungen, sowie Punkt 19. Rückstellungen zu entnehmen.
» Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens mit den aktuell gültigen Steuersätzen ermittelt. Die latenten Steuern werden auf Basis des jeweiligen landesüblichen Ertragsteuersatzes berechnet. Künftige fixierte Steuersätze werden für die Abgrenzung ebenfalls berücksichtigt. Ansatz und Bewertung der tatsächlichen und latenten Steuern unterliegen zahlreichen Unsicherheiten.
Aufgrund der internationalen Tätigkeit des voestalpine-Konzerns unterliegt dieser unterschiedlichen steuerlichen Regelungen in den jeweils einschlägigen Steuerjurisdiktionen. Die im Abschluss dargestellten Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen steuerlichen Regelungen ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Da unterschiedliche Auslegungen von Steuergesetzen als Ergebnis von Betriebsprüfungen zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Jahre führen können, werden sie basierend auf der Einschätzung der Unternehmensleitung in die Betrachtung einbezogen.
Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um die damit verbundenen Steuervorteile zu verwerten.
Weitere Informationen sind Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Ertragsteuern, sowie den Punkten 8. Ertragsteuern und 13. Latente Steuern zu entnehmen.
» Rechtliche Risiken
Der voestalpine-Konzern ist als international tätiges Unternehmen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Ergebnisse gegenwärtiger oder zukünftiger Rechtsstreitigkeiten sind in der Regel nicht vorhersagbar und können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinflussen. Um mögliche Verpflichtungen verlässlich zu schätzen, werden die zugrunde liegenden Informationen und Annahmen fortlaufend durch das Management geprüft und für eine weitere Beurteilung interne als auch externe Rechtsberater eingesetzt. Für wahrscheinliche gegenwärtige Verpflichtungen einschließlich der zuverlässig geschätzten Rechtsberatungskosten werden Rückstellungen gebildet. Ist der zukünftige Nutzenabfluss nicht wahrscheinlich oder steht die Bestätigung der Ereignisse nicht unter der Kontrolle des Unternehmens, wird die Angabe einer Eventualverbindlichkeit erwogen.
Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
ERTRAGS- UND AUFWANDSREALISIERUNG
Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. dem Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst.
Investitionszuschüsse werden passiviert und über die Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes aufgelöst. Kostenzuschüsse werden periodengerecht entsprechend den zugehörigen Aufwendungen vereinnahmt. In der Berichtsperiode werden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 22,6 Mio. EUR (2015/16: 25,2 Mio. EUR) für Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie arbeitsmarktfördernde Maßnahmen erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2016/17 betragen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 140,3 Mio. EUR (2015/16: 131,8 Mio. EUR).
SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet.
Die Herstellungskosten bei selbst erstellten Sachanlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsnotwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und bei qualifizierten Vermögenswerten auch Fremdkapitalkosten. Als Anfangszeitpunkt der Aktivierung gilt jener Tag, ab dem Ausgaben für den Vermögenswert sowie Fremdkapitalkosten anfallen und die erforderlichen Arbeiten durchgeführt werden, um den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf bereitzustellen.
Die Abschreibungen werden über die erwartete Nutzungsdauer linear erfolgsmindernd erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die erwarteten Nutzungsdauern je Anlagenkategorie betragen:
| Gebäude | 2,0–20,0 % |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 3,3–25,0 % |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5,0–20,0 % |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungsmethode und die Nutzungsdauer sind ident mit jenen unter IAS 16 erfassten Sachanlagen.
LEASING
Gemietete Vermögenswerte werden als Finanzierungsleasing bewertet, wenn diese wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind. Alle anderen gemieteten Vermögenswerte werden als operatives Leasing behandelt. Mietzahlungen für operatives Leasing werden als Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der erstmalige Ansatz von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing erfolgt als Vermögenswerte des Konzerns zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen am Beginn der Leasingvereinbarung. Die korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber den Leasinggebern werden in der Konzernbilanz unter den Finanzierungsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden über die erwartete Nutzungsdauer analog den eigenen Vermögenswerten oder die kürzere Leasinglaufzeit abgeschrieben. Der Konzern tritt nicht als Leasinggeber auf.
FIRMENWERTE
Alle Unternehmenserwerbe werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Firmenwerte entstehen bei Erwerben von Tochterunternehmen sowie Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.
Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zumindest einmal jährlich, sowie zusätzlich bei Vorliegen von Umständen, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Impairmenttest unterzogen. Bei Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beinhaltet der ausgewiesene Buchwert auch den Buchwert des Firmenwerts.
Negative Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Bei der Veräußerung von Tochterunternehmen wird der darauf entfallende Firmenwert auf der Grundlage der relativen Werte nach IAS 36.86 bei der Berechnung des Veräußerungsgewinnes oder -verlustes berücksichtigt.
ANDERE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Forschungsaufwendungen zur Erlangung von neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Entsprechend IAS 38.57 werden Entwicklungsaufwendungen ab dem Zeitpunkt der Erfüllung der Voraussetzungen aktiviert. Somit wird eine Aktivierung von angefallenen Aufwendungen nicht nachgeholt, wenn sämtliche der oben genannten Voraussetzungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen. Aufwendungen für selbst erstellte Firmenwerte und Marken werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Andere immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Im Falle eines Unternehmenszusammenschlusses stellt der zum Erwerbsstichtag beizulegende Zeitwert die Anschaffungskosten dar. Die Abschreibungen werden erfolgsmindernd linear über die erwartete Nutzungsdauer erfasst. Die maximalen erwarteten Nutzungsdauern betragen:
| Auftragsstand | 1 Jahr |
|---|---|
| Kundenbeziehungen | 15 Jahre |
| Technologie | 10 Jahre |
| Software | 10 Jahre |
IMPAIRMENTTEST VON FIRMENWERTEN, ANDEREN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND SACHANLAGEN
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Firmenwerte zugeordnet sind, sowie andere immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zumindest einmal jährlich, sowie zusätzlich bei Vorliegen von Umständen, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Impairmenttest unterzogen. Alle anderen Vermögenswerte und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf eine Wertminderung dahingehend überprüft. Die Durchführung des Impairmenttests erfolgt nach dem Value-in-Use-Konzept, dementsprechend wird der erzielbare Betrag auf Basis des Nutzungswerts ermittelt.
Für Zwecke des Impairmenttests werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Cashflows generiert, zusammengefasst (zahlungsmittelgenerierende Einheit). Firmenwerte werden jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass diese Nutzen aus Synergien aus dem betreffenden Unternehmenserwerb ziehen, und es muss sich um die niedrigste Ebene handeln, auf der der jeweilige Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird.
Der Wertminderungsaufwand wird in der Höhe erfasst, in der der Buchwert des einzelnen Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert. Wertminderungsaufwendungen bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welchen Firmenwerte zugeordnet sind, verringern vorrangig den Buchwert des Firmenwerts. Darüber hinausgehende Wertminderungsaufwendungen reduzieren anteilig die Buchwerte der Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Sofern der Impairmenttest für Firmenwerte für eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt wird und sich daraus eine Wertminderung ergibt, werden zusätzlich die einzelnen enthaltenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Wertminderung überprüft und auf dieser Ebene zuerst eine etwaige Wertminderung von Vermögenswerten erfasst, um in der Folge eine erneute Überprüfung auf Ebene der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorzunehmen.
Wenn ein Anhaltspunkt vorliegt, dass ein Wertminderungsaufwand, der für einen Vermögenswert, eine zahlungsmittelgenerierende Einheit oder eine Gruppe von zahlungsmittelgenerienden Einheiten (mit Ausnahme von Firmenwerten) in früheren Perioden erfasst worden ist nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte, ist der erzielbare Betrag zu schätzen, auf welchen in Folge zuzuschreiben ist (Wertaufholung).
FINANZINSTRUMENTE
Derivative Finanzinstrumente werden von der voestalpine AG nur zu Sicherungszwecken für Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Auf einen Teil davon findet Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 Anwendung. Dementsprechend werden Gewinne und Verluste bedingt durch Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis abgebildet, je nachdem, ob es sich um einen Fair Value-Hedge oder um den effektiven Teil eines Cashflow-Hedge handelt.
Forderungen und Kredite werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Wertpapiere werden erfolgswirksam zum Marktwert bewertet, da die Kriterien gemäß IAS 39.9 zur Anwendung der Fair Value-Option erfüllt werden. Die Designation zum beizulegenden Zeitwert wurde gewählt, um zweckdienlichere Informationen zu vermitteln, weil diese Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gemäß der dokumentierten Risikomanagement- und Anlagestrategie nach deren Fair Value gesteuert und ihre Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwerts beobachtet und berichtet wird. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht vorhanden.
ANDERE FINANZANLAGEN
Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen, welche in diesem Konzernabschluss nicht vollkonsolidiert oder nach der Equity-Methode einbezogen sind, werden unter den anderen Finanzanlagen ausgewiesen. Diese werden als "available for sale at cost" gehalten und zu Anschaffungskosten bewertet, da für diese Beteiligungen kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Einzig die nicht konsolidierte Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich wird als "available for sale at fair value" zum Fair Value bewertet, da für diese der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich als Ganzes verlässlich ermittelt werden kann.
ERTRAGSTEUERN
Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens mit den aktuell gültigen Steuersätzen ermittelt.
In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss als latente Steuern erfasst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in jener Höhe aktiviert, mit deren Verbrauch innerhalb einer überschaubaren Periode gerechnet werden kann.
Latente Steuern aufgrund von Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen werden in Übereinstimmung mit IAS 12.39 und IAS 12.44 grundsätzlich nicht angesetzt.
Für geplante Dividenden, die der Quellensteuer unterliegen, werden passive Latenzen gebildet.
Die latenten Steuern werden auf Basis des jeweiligen landesüblichen Ertragsteuersatzes berechnet. Künftige fixierte Steuersätze werden für die Abgrenzung ebenfalls berücksichtigt. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn diese gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und ein Anspruch auf Verrechnung gegeben ist.
VORRÄTE
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten der Fertigstellung und des Vertriebs. In Ausnahmefällen können für Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe im Einklang mit IAS 2.32 die Wiederbeschaffungskosten die Bewertungsgrundlage sein.
Die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten für gleichartige Vorräte erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren bzw. nach einem ähnlichen Verfahren. Die Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten und alle anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalzinsen sowie allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden nicht aktiviert.
EMISSIONSZERTIFIKATE
Gratiszertifikate werden aufgrund der unentgeltlichen Zuteilung über die gesamte Behaltedauer mit Anschaffungskosten von null bewertet. Entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden mit ihren tatsächlichen Anschaffungskosten im kurzfristigen Vermögen erfasst und zum Bilanzstichtag zum Fair Value bewertet (jedoch mit den Anschaffungskosten begrenzt).
In den sonstigen Rückstellungen sind im Fall der Unterallokation Vorsorgen für CO2-Emissionszertifikate enthalten. Die Bewertung erfolgt mit dem Stichtagskurs (bzw. dem Buchwert) der dafür vorgesehenen Zertifikate.
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN SOWIE SONSTIGE FORDERUNGEN
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird zum Großteil durch den Abschluss von Kreditversicherungen Rechnung getragen. Nicht bzw. niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Verkaufte Forderungen werden gemäß den Vorschriften des IAS 39 ausgebucht (siehe Punkt 28. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften).
Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages gemäß IAS 11 verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag ("percentage of completion method") jeweils als Teil der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den geschätzten gesamten Auftragskosten zu erfassen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich geschätzt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst.
Rechnungsabgrenzungen werden unter den sonstigen Forderungen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks zusammen und werden zu Marktwerten bewertet.
PENSIONEN UND ANDERE ARBEITNEHMERVERPFLICHTUNGEN
Die Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen beinhalten Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen sowie Jubiläumsgelder und werden entsprechend IAS 19 nach der Barwertmethode ("projected unit credit method") bewertet.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden im Jahr ihrer Entstehung ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Abfertigungsverpflichtungen
Arbeitnehmer von österreichischen Gesellschaften, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben im Falle einer Beendigung des Dienstverhältnisses durch den Arbeitgeber oder Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigungszahlung. Die Höhe dieser Zahlung ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und dem jeweiligen Lohn bzw. Gehalt zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses. Bei Arbeitnehmern, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, ist ein beitragsorientiertes System vorgesehen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst.
Beitragsorientierte Pensionspläne
Nach der Einzahlung des Beitrages in die verwaltende Pensionskasse bzw. Versicherung treffen das Unternehmen im Rahmen von beitragsorientierten Plänen keine weiteren Verpflichtungen.
Leistungsorientierte Pensionspläne
Im Rahmen von leistungsorientierten Pensionsplänen garantiert das Unternehmen dem Arbeitnehmer eine bestimmte Pensionshöhe. Die Pensionszahlung beginnt nach der Pensionierung (bzw. Berufsunfähigkeit oder Tod) und endet bei Ableben des ehemaligen Arbeitnehmers (bzw. seiner Hinterbliebenen). Witwen- und Witwerpensionen (in Höhe von 50 % bis 75 % der Eigenpension) werden an überlebende Ehegatten bis zu deren Ableben oder Wiederverheiratung geleistet. Waisenrenten (in Höhe von 10 % bis 20 % der Eigenpension) werden bis Vollendung der Ausbildung, maximal jedoch bis zum 27. Lebensjahr an unterhaltspflichtige Kinder ausgezahlt.
Demzufolge ist das Langlebigkeitsrisiko das wesentlichste Risiko in den leistungsorientierten Pensionsplänen im Konzern. Den Bewertungen werden die jeweils aktuellsten Sterbetafeln zugrunde gelegt. Bei einer 10%igen relativen Verringerung bzw. Erhöhung der Sterblichkeit verändert sich bei den Pensionen die DBO zum Stichtag um +3,9 % bzw. –3,5 %. Andere Risiken wie etwa die Teuerung medizinischer Leistungen beeinflussen den Umfang der Verpflichtung nicht materiell.
Bei den Pensionsverpflichtungen im Konzern handelt es sich fast ausschließlich um bereits unverfallbare Anwartschaften.
Österreich
Die Pensionshöhe wird nach einem bestimmten Prozentsatz des Letztgehalts in Abhängigkeit der Dienstjahre oder einem fix valorisierten Betrag pro Dienstjahr berechnet. Der überwiegende Teil der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen ist an eine Pensionskasse ausgelagert, wobei das Unternehmen die Verpflichtung zur Begleichung allfälliger Unterdeckungen trägt.
Deutschland
In Deutschland existieren verschiedene Pensionsordnungen, deren Leistungsordnungen sich folgendermaßen darstellen lassen:
- » ein bestimmter Prozentsatz des Letztgehalts in Abhängigkeit der Dienstjahre
- » ein mit den Dienstjahren steigender Prozentsatz einer vereinbarten Zielpensionshöhe
- » eine fix vereinbarte Rentenhöhe
- » für jedes Dienstjahr ein fix valorisierter Betrag in Relation zum durchschnittlichen Gehalt im Unternehmen
- » ein fix valorisierter Betrag pro Dienstjahr
Ein kleiner Teil der Pensionen wird über Versicherungen finanziert, wobei die Verpflichtungen selbst in den Unternehmen verbleiben.
Die Bewertung des Sozialkapitals erfolgt in den Ländern mit wesentlichen leistungsorientierten Verpflichtungen auf Basis der nachstehenden Parameter:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Zinssatz (%) | 1,90 | 1,60 |
| Lohn-/Gehaltserhöhungen (%)1 | 3,00 | 3,00 |
| Pensionserhöhungen (%)1 | 2,25 | 2,25 |
| Pensionsalter Männer/Frauen | ||
| Österreich | max. 62 Jahre | max. 62 Jahre |
| Deutschland | 63–67 Jahre | 63–67 Jahre |
| Sterbetafeln | ||
| Österreich | AVÖ 2008-P | AVÖ 2008-P |
| Deutschland | Richttafeln 2005 G | Richttafeln 2005 G |
1 Ansatz nur für gehaltsabhängige bzw. wertgesicherte Zusagen.
Aus dem Sozialkapital resultierende Nettozinsaufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzaufwendungen erfasst.
Jubiläumsgeldverpflichtungen
In den meisten österreichischen Konzerngesellschaften haben die Arbeitnehmer einen Anspruch auf Auszahlung eines Jubiläumsgeldes, der entweder auf einer kollektivvertraglichen oder einer Regelung in einer Betriebsvereinbarung beruht. Es handelt sich hierbei um eine Einmalzahlung nach Erreichen des jeweiligen Dienstjubiläums und diese beträgt – in der Regel – je nach Dauer der Dienstzeit zwischen einem und drei Monatsbezügen.
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen werden bei Bestehen von gegenwärtigen Verpflichtungen, resultierend aus vergangenen Ereignissen, welche zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, mit jenem Betrag angesetzt, der auf Basis zuverlässiger Schätzungen am wahrscheinlichsten ist. Falls wesentlich, werden diese Rückstellungen abgezinst.
Die den Rückstellungen zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen abweichen, wenn sich die Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß IAS 37.92 Angaben zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Eventualverbindlichkeiten sind gegenwärtige Verpflichtungen aufgrund vergangener Ereignisse, für die der Abfluss von Ressourcen zur Regulierung der Verbindlichkeit unwahrscheinlich ist, oder mögliche Verpflichtungen aufgrund vergangener Ereignisse, deren Existenz oder Nichtexistenz von weniger sicheren zukünftigen Ereignissen abhängt, welche nicht unter der vollständigen Kontrolle des Unternehmens stehen. Wenn in äußerst seltenen Fällen eine bestehende Schuld nicht in der Bilanz als Rückstellung angesetzt werden kann, weil keine verlässliche Schätzung der Schuld möglich ist, ist ebenfalls eine Eventualverbindlichkeit zu erfassen.
Hinsichtlich möglicher Verpflichtungen weisen wir darauf hin, dass gemäß IAS 37.92 Angaben zu Eventualverbindlichkeiten dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivateverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
MITARBEITERBETEILIGUNGSPROGRAMM
Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in den österreichischen Konzerngesellschaften basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen mehrerer Geschäftsjahre. Erstmals im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.
In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08, 2008/09 und 2014/15 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007, 2008 bzw. 2014 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %. In den Geschäftsjahren 2012/13, 2013/14 und 2016/17 wurde für jene österreichischen Konzerngesellschaften, die erst ab einem späteren Zeitpunkt an der Mitarbeiterbeteiligung teilgenommen hatten, ein weiterer Betrag von 0,3 % bzw. 0,27 % der für die Kollektivvertragserhöhung 2012, 2013 bzw. 2016 erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung verwendet.
Zur Umsetzung des österreichischen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird jeweils eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen. Der Wert der Gegenleistung ist nicht von Kursschwankungen abhängig. IFRS 2 kommt für Aktienzuteilungen aufgrund von niedrigeren Kollektivvertragsabschlüssen daher nicht zur Anwendung.
Für Konzerngesellschaften außerhalb Österreichs wurde ein internationales Beteiligungsmodell entwickelt, das zunächst im Geschäftsjahr 2009/10 in mehreren Gesellschaften in Großbritannien und Deutschland konkret gestartet werden konnte. Aufgrund der in diesen Pilotversuchen gesammelten sehr positiven Erfahrungen wurde das Modell in diesen beiden Ländern weiter ausgebaut sowie in den folgenden Geschäftsjahren schrittweise in den Niederlanden, in Polen, in Belgien, in der Tschechischen Republik, in Italien und in der Schweiz neu eingeführt. Im Geschäftsjahr 2016/17 nahmen insgesamt 76 Gesellschaften in diesen acht Ländern an der internationalen Mitarbeiterbeteiligung teil.
Zum 31. März 2017 hält die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter rund 14,8 % (31. März 2016: 14,5 %) der Aktien der voestalpine AG.
C. KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis (siehe Anlage zum Anhang "Beteiligungen") wird nach den Bestimmungen der IFRS festgelegt. Der Konzernabschluss beinhaltet neben dem Jahresabschluss der voestalpine AG auch die Abschlüsse der von der voestalpine AG (und ihren Tochtergesellschaften) beherrschten Unternehmen. Beherrschte Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind alleine und in Summe unwesentlich.
Tochterunternehmen sind Gesellschaften, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht, wenn der voestalpine-Konzern Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus der Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund der Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch den Konzern endet, einbezogen.
Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf welche der voestalpine-Konzern durch die Mitwirkung an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen über maßgeblichen Einfluss verfügt, wobei weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vorliegt. Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Partnerunternehmen (voestalpine-Konzern und ein oder mehrere Partner), die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Unternehmens besitzen. Die Jahresabschlüsse von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen. Die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt.
ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Vollkonsolidierung | Equity-Methode | |
|---|---|---|
| Stand am 01.04.2016 | 278 | 9 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | 1 | |
| Änderung der Konsolidierungsmethode | ||
| Zugänge | 10 | |
| Abgänge | ||
| Umgründungen | –6 | |
| Abgänge oder Veräußerung | –6 | |
| Stand am 31.03.2017 | 277 | 9 |
| davon ausländische Gesellschaften | 218 | 4 |
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:
| Name der Gesellschaft | Datum der Endkonsolidierung |
|---|---|
| Im Geschäftsjahr 2015/16 Vollkonsolidierung | |
| Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG | 01.04.2016 |
| Sturdell Holdings, Inc. | 05.04.2016 |
| Kadow und Riese Laser- und Umformtechnik GmbH | 26.07.2016 |
| Vacotec S.A. | 02.03.2017 |
| Eschmann Steels Trading (Shanghai) Co., Ltd. | 02.03.2017 |
| OOO voestalpine Arkada Profil | 17.03.2017 |
| Umgründungen | |
| BU Beteiligungs- und Vermögensverwaltung GmbH | 01.04.2016 |
| BÖHLER Wärmebehandlung GmbH | 01.04.2016 |
| Grimstows Holdings Inc. | 01.04.2016 |
| voestalpine Stamptec Qinhuangdao Co., Ltd. | 01.04.2016 |
| voestalpine Precision Strip WI, Inc. | 01.04.2016 |
| Nedcon Magazijninrichting B.V. | 01.04.2016 |
Ende Juli wurde der Verkauf der Kadow und Riese Laser- und Umformtechnik GmbH (Teil des Geschäftssegments Metal Forming Division) abgeschlossen. Das Unternehmen stellt hauptsächlich Blechumformteile in Form von Prototypen, Null- und Kleinserienteilen für den Bereich Mobilität her. Die voestalpine hat sich aufgrund der zusehends größer werdenden strategischen Abweichung vom voestalpine-Kerngeschäft für einen Verkauf entschieden (wenige Synergieeffekte aufgrund des Standalone-Standorts mit den anderen Unternehmen des voestalpine-Konzerns sowie das sehr volatile und kurzfristige Geschäft im Segment Prototypen). Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2015/16 einen Umsatz von rund 8 Mio. EUR und beschäftigt ca. 70 Mitarbeiter.
Der Unternehmensverkauf hat folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
Angesetzte Werte
| Langfristiges Vermögen | 0,6 |
|---|---|
| Kurzfristiges Vermögen | 1,8 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 0,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –2,4 |
| Nettovermögen | 0,0 |
| Ergebnis aus Verlust der Beherrschung | 2,4 |
| Verkaufserlös | 2,4 |
| Abgehende Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –0,4 |
| Nettozahlungsmittelzufluss | 2,0 |
| Mio. EUR |
D. UNTERNEHMENSERWERBE UND SONSTIGE ZUGÄNGE ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS
Im Geschäftsjahr 2016/17 werden folgende Gesellschaften im Konzernabschluss erstmalig einbezogen:
| Anteil in % | Datum der Erstkonsolidierung |
|---|---|
| 100,000 % | 01.04.2016 |
| 100,000 % | 01.06.2016 |
| 100,000 % | 11.07.2016 |
| 100,000 % | 26.07.2016 |
| 100,000 % | 29.09.2016 |
| 100,000 % | 04.11.2016 |
| 100,000 % | 04.11.2016 |
| 100,000 % | 08.11.2016 |
| 51,000 % | 18.01.2017 |
| 100,000 % | 22.03.2017 |
| 100,000 % | 29.03.2017 |
Bei den Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um einen Erwerb, acht neu gegründete Gesellschaften und um die Konsolidierung zweier bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogener Einheiten.
Die Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt unter Fortführung der gemäß IFRS 3 zum Akquisitionsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unter Berücksichtigung der entsprechenden Abschreibungen. Der Bilanzwert der nicht beherrschenden Anteile bestimmt sich nach den fortgeführten Fair Values der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden. Aus zeitlichen Gründen bzw. aufgrund noch nicht endgültiger Bewertungen sind bei den erstmaligen Vollkonsolidierungen im Einklang mit IFRS 3 die Positionen Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände, Vorräte sowie Rückstellungen und infolgedessen die Position Firmenwerte als vorläufig zu erachten.
Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. In der Berichtsperiode wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 3,8 Mio. EUR (2015/16: 2,4 Mio. EUR) bezahlt oder passiviert. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 2,2 Mio. EUR (2015/16: 0,0 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 1,6 Mio. EUR (2015/16: 2,4 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.
Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Gewinnrücklagen dotiert ("double credit approach").
Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 31. März 2017 0,3 Mio. EUR (31. März 2016: 0,2 Mio. EUR). Im Rahmen der Bewertung wird die Discounted Cashflow-Methode unter Beachtung der vertraglichen Höchstgrenzen angewendet. Inputfaktoren in der Discounted Cashflow-Methode sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins.
Am 11. Juli 2016 erwarb die voestalpine Rotec GmbH, ein Unternehmen der Metal Forming Division des voestalpine-Konzerns, im Rahmen eines Hybrid-Deals von den Verkäufern Vermögensteile (Asset-Deal) für die neu gegründete voestalpine Rotec Summo Corp. (Sitz in Burlington, Kanada) sowie 100 %-Anteile (Share-Deal) für die in Folge umbenannte voestalpine Rotec Summo de Mexico S. de R.L. de C.V. (Sitz in Apodaca, Mexiko). An beiden Standorten (Kanada 135 Mitarbeiter, Mexiko 165 Mitarbeiter; mit einem zuletzt erzielten Jahresumsatz von rund 40 Mio. EUR) werden automotive Rohrteile für den nordamerikanischen Markt gefertigt. Die wesentlichen strategischen Überlegungen des Deals sind der erweiterte Marktzugang der voestalpine Rotec-Gruppe in Nordamerika (NAFTA-Länder), die unmittelbare Nähe des mexikanischen Standortes zu einer Vielzahl ansässiger OEMs sowie der Ausbau der Marktführerschaft bei Rohrkomponenten für passive Sicherheitsteile.
Diese Unternehmenserwerbe haben folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
| Angesetzte Werte | |
|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 16,8 |
| Kurzfristiges Vermögen | 9,6 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –2,4 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –3,6 |
| Nettovermögen | 20,4 |
| Firmenwert | 6,9 |
| Anschaffungskosten | 27,3 |
| Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –0,2 |
| Noch nicht beglichener Kaufpreis | –3,9 |
| Nettozahlungsmittelabfluss | 23,2 |
| Mio. EUR |
Der Firmenwert in Höhe von 6,9 Mio. EUR ergibt sich aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaft, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, insbesondere dem umfassenden Know-how der eingesetzten Technologie bei der Rohrverarbeitung und dem Zugang zum automotiven Markt in Nordamerika. Der Firmenwert wird in voller Höhe der firmenwerttragenden Einheit "Tubes & Sections" zugeordnet. Der erwartungsgemäß für Steuerzwecke abzugsfähige Firmenwert beträgt 4,1 Mio. EUR.
Die Unternehmenserwerbe trugen seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 27,4 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug 0,7 Mio. EUR. Wären die Unternehmenserwerbe schon zum 1. April 2016 konsolidiert worden, wären die berichteten Konzernumsatzerlöse um 9,7 Mio. EUR höher und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns um 0,7 Mio. EUR höher.
Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der voestalpine Rotec Summo de Mexico S. de R.L. de C.V. sowie der voestalpine Rotec Summo Corp. wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Bruttobuchwert 4,2 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Bruttobuchwert 0,6 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind als unwesentlich zu betrachten. Für diese Akquisition wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,5 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Am 7. November 2016 hat die voestalpine SIGNALING USA Inc. (Wyoming, USA) ein am 4. November 2016 neu gegründetes 100%iges Tochterunternehmen der voestalpine SIGNALING Siershahn GmbH, Deutschland, und Unternehmen der Metal Engineering Division, die Anlagen von DataTraks Inc. mit Sitz in Loveland, Colorado (USA), im Zuge eines Asset-Deals erworben und sieben Mitarbeiter übernommen. Das Unternehmen produziert und vertreibt im Eisenbahnsignaltechnikbereich Acoustic Monitoring-Anlagen. Strategischer Hintergrund für die Gründung der voestalpine SIGNALING USA Inc. und den Anlagenerwerb von DataTraks ist die Schaffung eines lokalen Support Center zur Unterstützung der Markteinführung von Eisenbahn-Monitoring-Produkten am NAFTA-Markt mit dem Vorteil der Akquisition eines vollständigen Setups in diesem Geschäftsfeld inklusive bestehendem Service Business, erfahrenen Mitarbeitern und insbesondere dem Know-how im Bereich Acoustic Monitoring (ABM). Die geschaffene Plattform bietet die Möglichkeit der raschen Entwicklung einer eigenen, kostengünstigen Produktentwicklung im Bereich ABM und Potenzial zur Platzierung von HBD- (Heißläuferortung) und WILD- (Flachstellenortung) Systemen am US-Markt.
Dieser Unternehmenserwerb hat folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
| Angesetzte Werte | |
|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 0,6 |
| Nettovermögen | 0,6 |
| Firmenwert | 0,1 |
| Anschaffungskosten | 0,7 |
| Nettozahlungsmittelabfluss | 0,7 |
| Mio. EUR |
Der Firmenwert in Höhe von 0,1 Mio. EUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, drückt die Wachstumsaussichten für die Platzierung von SIGNALING-Produkten aus.
Der Unternehmenserwerb trug seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 0,1 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug –0,1 Mio. EUR. Wäre der Unternehmenserwerb schon zum 1. April 2016 konsolidiert worden, würden 1,0 Mio. EUR zu den berichteten Konzernumsatzerlösen beitragen und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns wäre um 0,1 Mio. EUR höher.
Für frühere Unternehmenswerbe gemäß IFRS 3 wurden in der laufenden Berichtsperiode 4,1 Mio. EUR bezahlt.
E. TOCHTERUNTERNEHMEN MIT WESENTLICHEN NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN
| Sitz | 31.03.2016 | 31.03.2017 |
|---|---|---|
| 49,8875 % | 49,8875 % | |
| 50,1125 % | 50,1125 % | |
| Qinhuangdao, China | ||
| 50,0000 % | ||
| 50,0000 % | 50,0000 % | |
| Kindberg, Österreich | 50,0000 % |
Die gesamten nicht beherrschenden Anteile der Periode betragen 168,2 Mio. EUR (31. März 2016: 180,2 Mio. EUR), wovon 80,7 Mio. EUR (31. März 2016: 95,4 Mio. EUR) auf die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und 32,8 Mio. EUR (31. März 2016: 26,2 Mio. EUR) auf die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. entfallen. Die weiteren nicht beherrschenden Anteile sind einzeln für den Konzern als unwesentlich anzusehen.
Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen für jedes Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen, die für den Konzern wesentlich sind, dargestellt. Die Angaben entsprechen den Beträgen vor Eliminierung konzerninterner Transaktionen.
ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG |
CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
|||
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
| Langfristiges Vermögen | 91,5 | 112,3 | 20,1 | 18,2 |
| Kurzfristiges Vermögen | 120,5 | 124,7 | 94,5 | 96,1 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
30,9 | 30,0 | 0,9 | 3,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
58,7 | 103,6 | 63,5 | 46,7 |
| Nettovermögen (100 %) | 122,4 | 103,4 | 50,2 | 64,6 |
| Mio. EUR |
ZUSAMMENGEFASSTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG |
CNTT Chinese New Turnout | Technologies Co., Ltd. | ||
|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | |
| Umsatzerlöse | 354,8 | 274,8 | 69,8 | 93,2 |
| EBIT | 20,1 | –7,7 | 20,3 | 30,7 |
| Ergebnis nach Steuern | 24,1 | –8,0 | 15,5 | 23,5 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 12,0 | –4,0 | 7,8 | 11,7 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 12,1 | –4,0 | 7,8 | 11,7 |
| An nicht beherrschende Gesellschafter gezahlte Dividenden |
31,0 | 5,2 | 7,4 | 4,5 |
| Mio. EUR |
ZUSAMMENGEFASSTE KAPITALFLUSSRECHNUNG
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG |
CNTT Chinese New Turnout | Technologies Co., Ltd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | ||
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 22,2 | 4,8 | 8,0 | 37,2 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 22,3 | –30,2 | –2,2 | –0,8 | |
| davon Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen |
56,2 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –44,5 | 25,8 | –9,6 | –14,0 | |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungs mittel und Zahlungsmitteläquivalente |
0,0 | 0,4 | –3,8 | 22,4 | |
| Mio. EUR |
F. ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
ANTEILE AN NICHT WESENTLICHEN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Die Ergebnisse aus den Gemeinschaftsunternehmen, welche für den voestalpine-Konzernabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Anteilshöhen sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen und stellen sich wie folgt dar:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Anteil des Konzerns am | ||
| Ergebnis nach Steuern | 0,2 | 0,9 |
| Sonstigen Ergebnis | –0,3 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | –0,1 | 0,9 |
| Buchwert nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen | 3,2 | 3,8 |
| Mio. EUR |
Die voestalpine Giesserei Linz GmbH hält an Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd 51,0 %. Der Gesellschaftsvertrag verlangt für alle wesentlichen Entscheidungen (Budget, Investitionen) zumindest eine Stimme des jeweils anderen Partners. Daraus wird abgeleitet, dass die Beteiligung trotz eines Anteils in Höhe von 51,0 % nicht beherrscht wird.
ANTEILE AN NICHT WESENTLICHEN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen, welche für den voestalpine-Konzernabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den assoziierten Unternehmen und stellen sich wie folgt dar:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Anteil des Konzerns am | ||
| Ergebnis nach Steuern | 7,0 | 13,7 |
| Sonstigen Ergebnis | –3,8 | 0,2 |
| Gesamtergebnis | 3,2 | 13,9 |
| Buchwert nicht wesentliche assoziierte Unternehmen | 109,2 | 109,2 |
| Mio. EUR |
Die assoziierten Unternehmen inkl. Anteilshöhe sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt.
G. ERLÄUTERUNGEN UND SONSTIGE ANGABEN
1. UMSATZERLÖSE
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten | ||
| (einschl. Dienstleistungen) | 10.851,4 | 11.049,2 |
| Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen | 217,3 | 245,3 |
| Umsatzerlöse | 11.068,7 | 11.294,5 |
| Mio. EUR |
2. GESCHÄFTSSEGMENTE
Der voestalpine-Konzern verfügt über fünf berichtspflichtige Segmente: Steel Division, High Performance Metals Division, Metal Engineering Division, Metal Forming Division sowie Sonstige. Das Berichtssystem spiegelt das interne Finanzberichtswesen, die Managementstruktur und die Hauptquellen der Risiken und Chancen der Gesellschaft wider und orientiert sich im Wesentlichen an der Art der angebotenen Produkte.
Der Schwerpunkt der Steel Division liegt auf der Erzeugung und Verarbeitung von Stahlprodukten für die Segmente Automobilindustrie, Hausindustrie, Elektroindustrie, Verarbeitende Industrie sowie Energie und Maschinenbauindustrie. Sie hält die weltweite Qualitätsführerschaft bei höchstwertigem Stahlband und eine weltweit führende Position bei Grobblech für anspruchsvollste Anwendungen sowie bei Großturbinengehäusen. Dieser Division sind neben der Produktion von warm- und kaltgewalzten sowie elektrolytisch verzinkten, feuerverzinkten und organisch beschichteten Blechen, Elektroband sowie die Grobblech- und Gießereiaktivitäten zugeordnet. Darüber hinaus stehen nachgelagerte Serviceleistungen im Fokus der Steel Division.
Die High Performance Metals Division ist globaler Marktführer im Bereich Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl. Im Segment der Sonderlegierungen für die Öl- und Gasindustrie, Luftfahrtindustrie und den Energiemaschinenbau besetzt die High Performance Metals Division eine führende Position am Weltmarkt. Die Division verfügt über ein weltweites Netz an Servicecentern mit Fokus Werkzeugbau, wo neben der Lagerhaltung und Vorbearbeitung der Spezialstähle auch Wärmebehandlungs- und Beschichtungsdienstleistungen angeboten werden. Speziell für die Öl- und Gasindustrie bietet die Division in Houston (Texas, USA), Singapur und Birmingham (GBR) ein breites Leistungsspektrum in Form von Logistik, Distribution und Bearbeitung an, womit die technologisch führende Rolle durch eine One-Stop-Shop Lösung für die Kunden untermauert wird. Als Geschäftsfeld mit großer Bedeutung für die Zukunft wird Additive Manufacturing über die gesamte Wertschöpfungskette aufgebaut – vom Pulver bis zum fertig "gedruckten" Teil.
Die Metal Engineering Division ist Weltmarktführer in der Weichentechnologie, europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht und hält eine führende Position bei Nahtlosrohren für Spezialanwendungen und hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen. Die Division stellt das welt weit breiteste Sortiment an hochwertigen Schienen- und Weichenprodukten, hochqualitativem Walzdraht, gezogenem Draht, Premiumnahtlosrohren sowie Schweißzusatzstoffen her. Darüber hinaus bietet die Division eine umfangreiche Palette an Servicedienstleistungen im Bereich Bahninfrastruktur an. Die Metal Engineering Division verfügt zudem über eine eigene Stahlproduktion.
Die Metal Forming Division ist das Kompetenzzentrum der voestalpine für hochentwickelte Profil-, Rohr- und Präzisionsbandstahlprodukte sowie für einbaufertige Systemkomponenten aus Press-, Stanzund rollprofilierten Teilen. Mit der branchenweit einzigartigen Verbindung von Werkstoffexpertise und Verarbeitungskompetenz sowie einer weltweiten Präsenz ist die Division der Partner erster Wahl für innovations- und qualitätsorientierte Kunden. Zu diesen zählen nahezu alle führenden Hersteller der Automobil- und Automobilzulieferindustrie mit einem deutlichen Schwerpunkt im Premiumsegment sowie zahlreiche Unternehmen in der Nutzfahrzeug-, Bau-, Lager-, Energie- und (Land-)Maschinenindustrie.
Zum Segment Sonstige gehören die Konzernholding, diverse Finanzierungs- und Rohstoffeinkaufsgesellschaften sowie eine Personalservicegesellschaft des Konzerns wie auch die Gesellschaften der group-IT. Diese wurden zusammengefasst, da die Koordination und Unterstützung der Tochtergesellschaften im Vordergrund stehen.
Die Umsatzerlöse, Aufwendungen und Ergebnisse der Segmente beinhalten Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Verrechnungspreisen bewertet, die konkurrenzfähigen Marktpreisen entsprechen, die nicht nahestehenden Kunden für ähnliche Produkte verrechnet werden. Diese Transaktionen werden im Konzernabschluss eliminiert.
Der voestalpine-Konzern verwendet das EBIT als maßgebliche Kennzahl, um die Entwicklung der Segmente darzustellen. Im voestalpine-Konzern ist diese Kennzahl ein allgemein anerkannter Indikator für die Darstellung der Ertragskraft.
Die Geschäftssegmente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
GESCHÄFTSSEGMENTE
| Steel Division |
Metals Division | High Performance | ||
|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | |
| Segmentumsätze | 3.753,7 | 3.912,4 | 2.650,9 | 2.697,9 |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 3.450,8 | 3.599,5 | 2.596,2 | 2.641,7 |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 302,9 | 312,9 | 54,7 | 56,2 |
| EBITDA | 478,3 | 563,9 | 364,1 | 395,2 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
258,3 | 300,6 | 136,9 | 142,5 |
| davon Wertminderungen | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen |
6,1 | 12,7 | 0,0 | 0,0 |
| EBIT | 220,0 | 263,2 | 227,2 | 252,7 |
| EBIT-Marge | 5,9 % | 6,7 % | 8,6 % | 9,4 % |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 0,7 | 8,8 | 8,7 | 13,5 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 40,7 | 54,1 | 56,0 | 69,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –28,4 | –33,2 | –68,0 | –65,9 |
| Ergebnis nach Steuern | 149,9 | 187,5 | 112,3 | 132,8 |
| Segmentvermögen | 4.671,9 | 5.255,3 | 3.881,9 | 4.087,2 |
| davon Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen |
92,1 | 93,9 | 0,0 | 0,0 |
| Nettofinanzverschuldung | 1.785,3 | 1.926,8 | 815,0 | 914,0 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
701,0 | 404,2 | 181,7 | 179,5 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.891 | 10.898 | 13.470 | 13.733 |
| Metal Engineering | Metal Forming | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Division | Division | Sonstige | Überleitung | Summe Konzern | |||||
| 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 |
| 2.850,4 | 2.684,6 | 2.224,9 | 2.426,1 | 934,4 | 1.395,0 | –1.345,6 | –1.821,5 | 11.068,7 | 11.294,5 |
| 2.812,8 | 2.648,8 | 2.195,5 | 2.386,4 | 13,4 | 18,1 | 0,0 | 0,0 | 11.068,7 | 11.294,5 |
| 37,6 | 35,8 | 29,4 | 39,7 | 921,0 | 1.376,9 | –1.345,6 | –1.821,5 | 0,0 | 0,0 |
| 510,9 | 360,8 | 290,5 | 317,0 | –73,9 | –89,3 | 13,5 | –6,9 | 1.583,4 | 1.540,7 |
| 196,0 | 160,0 | 96,0 | 106,3 | 7,4 | 8,0 | 0,0 | 0,0 | 694,6 | 717,4 |
| 38,8 | 5,0 | 0,2 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 39,2 | 5,1 |
| 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,0 |
| 145,5 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,8 | 0,7 | 0,6 | 1,0 | 153,0 | 14,6 |
| 314,9 | 200,8 | 194,5 | 210,7 | –81,3 | –97,2 | 13,5 | –6,9 | 888,8 | 823,3 |
| 11,0 % | 7,5 % | 8,7 % | 8,7 % | 8,0 % | 7,3 % | ||||
| 3,5 | 2,7 | 3,5 | 2,2 | 198,9 | 147,7 | –188,2 | –147,3 | 27,1 | 27,6 |
| 36,5 | 39,8 | 26,5 | 28,0 | 187,5 | 130,2 | –189,5 | –150,6 | 157,7 | 170,7 |
| –53,2 | –47,9 | –25,6 | –48,3 | 28,1 | 21,3 | –2,1 | 1,1 | –149,2 | –172,9 |
| 228,7 | 117,4 | 145,9 | 136,6 | 48,3 | 523,0 | –83,0 | –570,3 | 602,1 | 527,0 |
| 3.140,9 | 3.260,5 | 2.028,2 | 2.236,3 | 10.483,5 | 10.984,2 | –10.199,8 | –11.116,0 | 14.006,6 | 14.707,5 |
| 5,0 | 5,1 | 0,0 | 0,0 | 6,1 | 6,7 | 9,2 | 7,3 | 112,4 | 113,0 |
| 700,9 | 838,2 | 413,1 | 556,3 | –661,0 | –1.038,4 | 26,6 | 24,2 | 3.079,9 | 3.221,1 |
| 248,2 | 211,0 | 167,5 | 205,1 | 7,1 | 7,7 | 0,2 | –0,1 | 1.305,7 | 1.007,4 |
| 12.675 | 13.157 | 10.470 | 11.073 | 861 | 842 | 0 | 0 | 48.367 | 49.703 |
Mio. EUR
In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:
EBITDA
| 2015/16 | 2016/17 |
|---|---|
| 12,6 | –2,2 |
| 0,9 | –4,7 |
| 13,5 | –6,9 |
| Mio. EUR | |
EBIT
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen und Ergebnis aus Derivatebewertung | 12,6 | –2,2 |
| Konsolidierung | 0,9 | –4,7 |
| EBIT – Summe Überleitung | 13,5 | –6,9 |
| Mio. EUR |
Alle übrigen Kennzahlen enthalten ausschließlich Konsolidierungseffekte.
Geografische Informationen
In der folgenden Tabelle werden ausgewählte Finanzinformationen nach den wesentlichen geografischen Regionen zusammengefasst dargestellt. Segmenterlöse von externen Kunden sind nach geografischen Regionen auf der Grundlage des Standorts der Kunden angegeben. Langfristige Vermögenswerte und Investitionen sind nach Unternehmensstandorten zugeordnet.
| Österreich | Europäische Union | Übrige Länder | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | |
| Außenumsätze | 829,0 | 813,5 | 6.949,4 | 7.036,8 | 3.290,3 | 3.444,2 |
| Langfristige Vermögens werte |
5.088,8 | 5.123,6 | 1.572,0 | 1.613,6 | 1.401,8 | 1.702,0 |
| Investitionen in Sach anlagen und immaterielle Vermögenswerte |
601,3 | 522,7 | 180,3 | 188,5 | 524,1 | 296,2 |
| Mio. EUR |
Der voestalpine-Konzern weist keine Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf, die sich auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen.
3. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Gewinne aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
8,9 | 7,8 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 51,8 | 32,9 |
| Kursgewinne | 85,4 | 95,5 |
| Erträge aus der Bewertung von Derivaten | 14,7 | 6,9 |
| Gewinne aus Endkonsolidierung | 0,0 | 3,8 |
| Übrige betriebliche Erträge | 201,2 | 201,9 |
| 362,0 | 348,8 | |
| Mio. EUR |
Im Geschäftsjahr 2016/17 sind in den übrigen betrieblichen Erträgen 94,2 Mio. EUR (2015/16: 83,3 Mio. EUR) betriebliche Erlöse aus dem Verkauf von Produkten, die nicht Hauptzweck des Unternehmens sind, enthalten.
4. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen |
20,7 | 18,1 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 6,3 | 6,8 |
| Kursverluste | 91,2 | 69,9 |
| Aufwendungen aus der Bewertung von Derivaten | 0,6 | 31,7 |
| Verluste aus Endkonsolidierung | 0,9 | 2,9 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 304,8 | 226,6 |
| 424,5 | 356,0 | |
| Mio. EUR |
5. ERGEBNISSE VON EQUITYKONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 7,0 | 13,9 |
| Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | 0,0 | –0,2 |
| Erträge aus Gemeinschaftsunternehmen | 146,0 | 0,9 |
| Aufwendungen aus Gemeinschaftsunternehmen | 0,0 | 0,0 |
| 153,0 | 14,6 | |
| Mio. EUR |
Die Erträge aus assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der METALSERVICE S.P.A., der Scholz Austria GmbH und der Kocel Steel Foundry Co., Ltd. Im Geschäftsjahr 2015/16 sind in den Erträgen aus Gemeinschaftsunternehmen 145,8 Mio. EUR (inkl. recycling von Cashflow-Hedges und Währungsumrechnung) aus der Übergangskonsolidierung der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, voestalpine Tubulars GmbH und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. enthalten. Sämtliche Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen im Geschäftsjahr 2016/17 betreffen die anteiligen Jahresüberschüsse.
6. FINANZERTRÄGE
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 3,8 | 4,2 |
| davon von verbundenen Unternehmen | 2,0 | 2,4 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | 7,2 | 7,2 |
| davon von verbundenen Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 19,9 | 20,4 |
| davon von verbundenen Unternehmen | 0,4 | 0,1 |
| Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens |
1,2 | 19,7 |
| 32,1 | 51,5 | |
| Mio. EUR |
7. FINANZAUFWENDUNGEN
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus anderen Finanzanlagen | ||
| Bewertung von Wertpapieren | 7,0 | 4,2 |
| Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Aufwendungen | 4,9 | 0,0 |
| 11,9 | 4,2 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 157,7 | 170,7 |
| davon betreffend verbundene Unternehmen | 0,0 | 0,1 |
| 169,6 | 174,9 | |
| Mio. EUR |
8. ERTRAGSTEUERN
Die Ertragsteuern beinhalten die gezahlten und geschuldeten Ertragsteuern sowie die latenten Steuern (+Steueraufwand/–Steuerertrag).
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Ertragsteuern | 145,2 | 142,8 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 146,3 | 141,4 |
| Steueranpassungen aus Vorjahren | –0,9 | 1,7 |
| Berücksichtigung steuerlicher Verluste früherer Perioden | –0,2 | –0,3 |
| Latente Steuern | 4,0 | 30,1 |
| Entstehung/Umkehrung temporärer Differenzen | 13,1 | 47,5 |
| Steueranpassungen aus Vorjahren | –4,2 | –6,5 |
| Auswirkungen Steuersatzänderungen | 0,6 | 0,0 |
| Berücksichtigung steuerlicher Verluste früherer Perioden | –5,5 | –10,9 |
| 149,2 | 172,9 | |
| Mio. EUR |
Die Steuersatzänderungen betreffen ausschließlich ausländische Steuern.
Die folgende Überleitung zeigt die Differenz zwischen dem österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25 % und dem effektiven Konzernsteuersatz:
| 2015/16 | 2016/17 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 751,3 | 699,9 | |||
| Ertragsteueraufwand auf Basis des österreichischen Körperschaftsteuersatzes |
25,0 % | 187,8 | 25,0 % | 175,0 | |
| Differenz zu ausländischen Steuersätzen | 0,4 % | 2,7 | –0,6 % | –4,1 | |
| Steuerfreie Erträge und Aufwendungen | –3,0 % | –22,7 | –2,5 % | –17,5 | |
| Steuerfreie Erträge von Beteiligungen | –0,4 % | –2,7 | –0,7 % | –4,9 | |
| Auswirkungen von Teilwertabschreibungen auf Beteiligungen und Nutzung bisher nicht berück sichtigter Verlustvorträge bzw. Nichtansatz von Verlustvorträgen |
0,1 % | 0,3 | 0,2 % | 1,4 | |
| Steuern aus Vorperioden | –0,7 % | –5,1 | –0,7 % | –4,8 | |
| Sonstige Differenzen | –1,5 % | –11,1 | 4,0 % | 27,8 | |
| Effektiver Konzernsteuersatz (%)/-steueraufwand |
19,9 % | 149,2 | 24,7 % | 172,9 |
Mio. EUR
9. SACHANLAGEN
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
2.851,5 | 9.361,1 | 1.022,3 | 939,9 | 14.174,8 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.390,7 | –6.692,1 | –762,8 | –0,8 | –8.846,4 |
| Buchwerte am 01.04.2015 | 1.460,8 | 2.669,0 | 259,5 | 939,1 | 5.328,4 |
| Anschaffungs und Herstellungskosten |
3.187,7 | 10.082,9 | 1.113,6 | 1.150,2 | 15.534,4 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.499,3 | –7.202,8 | –823,7 | –2,1 | –9.527,9 |
| Buchwerte am 31.03.2016 | 1.688,4 | 2.880,1 | 289,9 | 1.148,1 | 6.006,5 |
| Anschaffungs und Herstellungskosten |
3.433,8 | 11.374,4 | 1.185,3 | 486,1 | 16.479,6 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.577,7 | –7.655,8 | –873,1 | –1,1 | –10.107,7 |
| Buchwerte am 31.03.2017 | 1.856,1 | 3.718,6 | 312,2 | 485,0 | 6.371,9 |
| Mio. EUR |
Die Buchwerte der Sachanlagen haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2017 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2015 | 1.460,8 | 2.669,0 | 259,5 | 939,1 | 5.328,4 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 61,3 | 73,6 | 8,1 | 6,6 | 149,6 |
| Zugänge | 192,2 | 325,7 | 78,2 | 646,0 | 1.242,1 |
| Umbuchungen | 78,7 | 308,5 | 18,8 | –407,4 | –1,4 |
| Abgänge | –4,2 | –4,5 | –3,0 | –1,1 | –12,8 |
| Abschreibungen | –76,6 | –457,6 | –67,9 | 0,0 | –602,1 |
| Wertminderungen | –0,2 | 0,0 | 0,0 | –0,2 | –0,4 |
| Wertaufholungen | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 |
| Währungsdifferenzen | –23,8 | –34,6 | –3,8 | –34,9 | –97,1 |
| Buchwerte zum 31.03.2016 | 1.688,4 | 2.880,1 | 289,9 | 1.148,1 | 6.006,5 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 1,9 | 7,6 | 0,3 | 0,8 | 10,6 |
| Zugänge | 166,2 | 338,5 | 73,8 | 366,3 | 944,8 |
| Umbuchungen | 63,3 | 961,7 | 20,6 | –1.053,9 | –8,3 |
| Abgänge | –1,8 | –2,9 | –1,8 | –3,9 | –10,4 |
| Abschreibungen | –84,6 | –507,8 | –73,4 | 0,0 | –665,8 |
| Wertminderungen | 0,0 | –3,3 | 0,0 | –0,1 | –3,4 |
| Wertaufholungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Währungsdifferenzen | 22,7 | 44,7 | 2,8 | 27,7 | 97,9 |
| Buchwerte zum 31.03.2017 | 1.856,1 | 3.718,6 | 312,2 | 485,0 | 6.371,9 |
| Mio. EUR |
Zum 31. März 2017 bestehen Verfügungsbeschränkungen bei Sachanlagen in Höhe von 11,9 Mio. EUR (31. März 2016: 10,9 Mio. EUR). Weiters bestehen zum 31. März 2017 Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 242,6 Mio. EUR (31. März 2016: 324,2 Mio. EUR).
In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögensgegenstände in Höhe von 15,8 Mio. EUR (2015/16: 16,7 Mio. EUR) aktiviert. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 2,5 % (2015/16: 2,5 %) zugrunde gelegt.
Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und kumulierte Abschreibungen der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (IAS 40) stellen sich zum 31. März 2017 wie folgt dar:
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 23,4 | 23,3 |
| Kumulierte Abschreibungen | –8,6 | –8,6 |
| Buchwerte | 14,8 | 14,7 |
| Mio. EUR |
Die Buchwerte der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2017 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| 2015/16 | 2016/17 | ||
|---|---|---|---|
| Buchwerte zum 01.04. | 15,2 | 14,8 | |
| Umbuchungen | 0,1 | 0,0 | |
| Abgänge | –0,6 | 0,0 | |
| Wertaufholungen | 0,2 | 0,0 | |
| Währungsdifferenzen | –0,1 | –0,1 | |
| Buchwerte zum 31.03. | 14,8 | 14,7 | |
| Mio. EUR |
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Sachanlagen. Der Marktwert, basierend auf vergleichbaren Veräußerungstransaktionen, wird auf 15,7 Mio. EUR (31. März 2016: 15,8 Mio. EUR) geschätzt. Mieterträge von und Aufwendungen für als Finanz investitionen gehaltene Immobilien sind unwesentlich.
Der Buchwert für jede Gruppe von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing stellt sich wie folgt dar:
| Sachanlagen | Immaterielle Vermögens werte |
Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Ma schinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
|||
| 2015/16 | ||||||
| Anschaffungs kosten |
62,8 | 38,2 | 5,8 | 0,0 | 1,0 | 107,8 |
| Kumulierte Ab schreibungen |
–24,1 | –27,2 | –2,4 | 0,0 | –1,0 | –54,7 |
| Buchwerte | 38,7 | 11,0 | 3,4 | 0,0 | 0,0 | 53,1 |
| 2016/17 | ||||||
| Anschaffungs kosten |
49,9 | 32,7 | 6,4 | 0,5 | 1,0 | 90,5 |
| Kumulierte Ab schreibungen |
–20,6 | –24,7 | –3,5 | 0,0 | –1,0 | –49,8 |
| Buchwerte | 29,3 | 8,0 | 2,9 | 0,5 | 0,0 | 40,7 |
| Mio. EUR |
Der Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasing weist folgende Laufzeiten aus:
| Mindestleasing zahlungen aus Finanzierungsleasing |
Abzinsungen aus Finanzierungsleasing |
Barwert der Mindest leasingzahlungen aus Finanzierungsleasing |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | |
| Laufzeit bis zu einem Jahr | 8,8 | 5,9 | –1,7 | –1,4 | 7,1 | 4,5 |
| Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren |
21,7 | 17,9 | –1,8 | –1,2 | 19,9 | 16,7 |
| Laufzeit über fünf Jahre | 5,7 | 5,2 | –0,6 | –0,4 | 5,1 | 4,8 |
| 36,2 | 29,0 | –4,1 | –3,0 | 32,1 | 26,0 |
Mio. EUR
Die wesentlichsten Finanzierungsleasingverhältnisse für Gebäude- und Fertigungsanlagen haben eine Restlaufzeit von sieben Jahren. Der Konzern hat dabei die Möglichkeit, die Anlagen am Ende eines vertraglich vereinbarten Zeitraums zu erwerben bzw. eine Verlängerungsoption auszuüben.
Neben den Finanzierungsleasingvereinbarungen bestehen Verpflichtungen aus operativen Leasingvereinbarungen über Sachanlagen, welche nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Diese Verpflichtungen weisen folgende Laufzeiten aus:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Laufzeit bis zu einem Jahr | 51,8 | 49,2 |
| Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren | 117,1 | 119,2 |
| Laufzeit über fünf Jahre | 72,0 | 58,9 |
| 240,9 | 227,3 | |
| Mio. EUR |
Zahlungen in Höhe von 62,5 Mio. EUR (2015/16: 62,8 Mio. EUR) aufgrund von operativen Leasingvereinbarungen werden als Aufwendungen erfasst.
Die wesentlichsten operativen Leasingvereinbarungen beziehen sich auf Grundstücke und Gebäude mit Mindestleasinglaufzeiten bis zu 50 Jahren (teils mit Kündigungsoption seitens voestalpine-Gesellschaften) mit Verlängerungsoption in bestimmten Fällen. Es bestehen Kaufoptionen zum Verkehrswert am Ende der Leasingdauer. Beschränkungen im Hinblick auf Dividenden, zusätzliche Schulden und weitere Leasingverhältnisse sind keine vorhanden.
Aufgliederung der Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände nach Funktionsbereichen
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 588,2 | 640,9 |
| Vertriebskosten | 24,8 | 27,6 |
| Verwaltungskosten | 21,4 | 20,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 60,2 | 28,0 |
| 694,6 | 717,4 | |
Mio. EUR
Wertminderungen und Wertaufholungen
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden in der Metal Engineering Division bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welche sich mit der Herstellung von Spezialdrähten (Feinstdrähten) beschäftigt, aufgrund des verzögerten Projekthochlaufs und reduzierter Ergebniserwartungen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,3 Mio. EUR – in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen – erfasst. Diesen stehen Auflösungen von Investitionszuschüssen in Höhe von EUR 1,0 Mio. EUR gegenüber. Der erzielbare Betrag für diese Vermögenswerte beträgt EUR 50,2 Mio. EUR. Der angewendete Abzinsungssatz liegt bei 7,52 % vor Steuern.
Die im Geschäftsjahr 2016/17 in Betrieb genommene Direktreduktionsanlage in Texas, USA, zur Produktion von hochqualitativem HBI (Hot Briquetted Iron – Eisenschwamm) ist Teil der Steel Division und eine eigene zahlungsmittelgenerierende Einheit. Aufgrund von Investitionsüberschreitungen bei der Errichtung wurde ein Impairmenttest durchgeführt. Der Impairmenttest ergab eine deutliche Überdeckung.
10. FIRMENWERT
| 31.03.2015 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 1.485,2 | 1.556,7 | 1.561,8 |
| Wertminderungen | –12,3 | –12,3 | –12,3 |
| Buchwert | 1.472,9 | 1.544,4 | 1.549,5 |
| Mio. EUR |
Die Buchwerte der Firmenwerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2017 dar gestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Firmenwert | |
|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2015 | 1.472,9 |
| Zugänge | 73,0 |
| Währungsdifferenzen | –1,5 |
| Buchwerte zum 31.03.2016 | 1.544,4 |
| Zugänge | 5,4 |
| Abgänge | –2,0 |
| Währungsdifferenzen | 1,7 |
| Buchwerte zum 31.03.2017 | 1.549,5 |
| Mio. EUR |
Die Zugänge der Firmenwerte in Höhe von 5,4 Mio. EUR beinhalten 7,0 Mio. EUR aus Unternehmenserwerben des Geschäftsjahres 2016/17 sowie eine Anpassung der vorläufigen Purchase Price Allocation der Advanced Tooling TEK Co., LTD., China, aus dem Geschäftsjahr 2015/16 aufgrund von endgültigen Fair Value-Anpassungen in den Vorräten, Sachanlagen und anderen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von –1,6 Mio. EUR.
Impairmenttest von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder
Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit Firmenwerten
Firmenwerte werden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Summe Steel Division | 160,1 | 160,1 |
| HPM Production | 378,8 | 378,8 |
| Value Added Services | 314,9 | 314,9 |
| Summe High Performance Metals Division | 693,7 | 693,7 |
| Steel | 25,8 | 25,8 |
| Wire Technology | 7,1 | 7,1 |
| Rail Technology | 31,8 | 29,8 |
| Tubulars | 67,1 | 67,1 |
| Turnout Systems | 124,6 | 124,7 |
| Welding Consumables | 172,2 | 172,2 |
| Summe Metal Engineering Division | 428,6 | 426,7 |
| Tubes & Sections | 63,0 | 70,0 |
| Automotive Body Parts | 84,0 | 84,0 |
| Precision Strip | 103,8 | 103,8 |
| Warehouse & Rack Solutions | 11,2 | 11,2 |
| Summe Metal Forming Division | 262,0 | 269,0 |
| voestalpine-Konzern | 1.544,4 | 1.549,5 |
| Mio. EUR |
Die Firmenwerte werden im Hinblick auf den Nutzungswert unter Anwendung der Discounted Cashflow-Methode auf Werthaltigkeit überprüft. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Cashflows einer vom Aufsichtsrat genehmigten 5-Jahres-Mittelfristplanung jeweils Anfang März. Dieser Mittelfristplanung werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete zukünftige Marktperformance als Annahmen zugrunde gelegt. Die konzernalen Planungsprämissen werden dabei um sektorale Planungsannahmen erweitert. Konzerninterne Einschätzungen werden um externe Marktstudien ergänzt. Den Cashflows wird in der ewigen Rente ein aus externen Quellen abgeleitetes länderspezifisches Wachstum unterstellt. Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten und nach dem Capital Asset Pricing Model berechnet (Weighted Average Costs of Capital). Die im Rahmen der WACC-Ermittlung verwendeten Parameter wurden auf objektivierter Basis ermittelt.
Schätzungen und Annahmen, die zur Bewertung der erzielbaren Beträge von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit signifikantem Anteil am Gesamtfirmenwert des voestalpine-Konzerns herangezogen werden, sind wie folgt:
Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Steel Division liegt auf der Erzeugung und Verarbeitung von Stahlprodukten für die Segmente Automobilindustrie, Hausindustrie, Elektroindustrie, Verarbeitende Industrie sowie Energie und Maschinenbauindustrie. Die 5-Jahres-Mittelfristplanung der Steel Division wurde einerseits auf Basis von externen Konjunkturprognosen für die Eurozone, USA, China, Russland und Mexiko (auf Basis world economic outlook des IMF)1 und andererseits unter Berücksichtigung des erwarteten Stahlverbrauchs2 erstellt. Die EUROFER erwartet ein Wachstum der Stahlnachfrage, insbesondere in der Automobilindustrie und Bauwirtschaft. Darüber hinaus wurde für die Planung der Flachprodukte der CRU-Index berücksichtigt.
Aufgrund positiver Rückmeldungen aus einzelnen Kundensegmenten wurden teilweise qualitätsbedingte Anpassungen vorgenommen. Der Produktionsplan spiegelt die Absatzprognosen wider. Beschaffungsseitig wurden die Rohstoffannahmen laut Weltmarktprognosen (basierend u. a. auf Plattsnotierungen) der Planung zugrunde gelegt. Basierend auf diesen Annahmen wird eine positive Entwicklung der Bruttomarge in der Mittelfristplanung erwartet.
Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das fünfte Planjahr als Basis herangezogen. Es wird in der ewigen Rente mit einer Wachstumsrate von 1,27 % (2015/16: 1,25 %) gerechnet. Der WACC beträgt 7,74 % vor Steuern (2015/16: 7,56 %).
Der 5-Jahres-Mittelfristplanung der High Performance Metals Division mit ihren beiden firmenwerttragenden Einheiten High Performance Metals (HPM) Production und Value Added Services wurden sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der relevanten Industriesegmente (insbesondere der Automobil3-, Öl- und Gas-Industrie4 sowie Luftfahrtindustrie5) als auch die Wachstumsprognosen in den regionalen Absatzmärkten der Kernmärkte, insbesondere der Eurozone, USA, China, Brasilien und Mexiko (auf Basis world economic outlook des IMF6 sowie Deutsche Bank Research7), zugrunde gelegt.
1 World Economic Outlook, IMF 10/2016
2 EUROFER – Dachverband der europäischen Stahlindustrie
3 LMC Automotive Q3-2016, HIS Automotive – global light vehicle production forecast
4 Baker Hughes – rig-count 10/2016
5 Oxford Economics, Autum 2016
6 World Economic Outlook, IMF 10/2016
7 Deutsche Bank Research 1/2017
In der HPM Production werden sieben Produktionsstandorte weltweit zusammengefasst. Die Produktion umfasst ein hochkomplexes höchst anspruchsvolles Produktionsspektrum: Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl, Ventilstahl, Edelbaustahl, pulvermetallurgisch hergestellte Stähle, Sonderstähle und Nickelbasislegierungen. Die Herstellung der Produkte erstreckt sich vom Erschmelzen über die Transformation (Walzen, Schmieden, Warm- und Kaltband) bis hin zur Wärmebehandlung und Bearbeitung, zur Erfüllung der von Kunden gewünschten Eigenschaften und Spezifikationen. In den weiterverarbeiteten Gesellschaften werden Bleche, Profile und Gesenkschmiedeteile aus Titanlegierungen, Nickelbasislegierungen und hoch-, mittel- und niedriglegierten Stählen hergestellt.
Die internen Prognosen und Einschätzungen der HPM Production – insbesondere was das auf metallurgisch anspruchsvolle Anwendungsgebiete in Luftfahrt-, Öl- und Gas-, Energiemaschinenbau- sowie Automobilindustrie ausgerichtete Components-Geschäft betrifft – stützen sich auf diese externen Informationsquellen und stimmen mit diesen im Wesentlichen überein. Im Segment Automobil wird weiterhin eine positive Entwicklung geplant. Im Segment Oil & Gas wurde ein konservativer Budgetansatz gewählt, es wird von keiner substanziellen Erholung vor Ende 2017 ausgegangen. Im Segment Luftfahrtindustrie wurde eine weiterhin positive Entwicklung mit Abflachung der Marktdynamik auf hohem Niveau eingeplant. Dies führt im Planungszeitraum insgesamt zu steigenden Umsätzen und einer positiven Entwicklung der Bruttomarge.
Legierungspreisbedingte Vormaterialkostenveränderungen können im Wesentlichen an die Kunden weitergegeben werden. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1,72 % (2015/16: 1,74 %). Der WACC beträgt 9,54 % vor Steuern (2015/16: 9,72 %).
Bei der Value Added Services führt der weitere konsequente Ausbau der Servicedienstleistungen im Planungszeitraum zu einer engeren Kundenbindung und einer Vertiefung der Wertschöpfung. Es wurden hier bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Akzente gesetzt. Auch die Bereiche Anarbeitung, Wärmebehandlung und Beschichtung – die Value Added Services betreibt mittlerweile global 18 Beschichtungszentren für Kunden – werden, den Kundenbedürfnissen entsprechend, erweitert. Das konsequente Weitertreiben bereits bewährter Einsparungs- und Optimierungsprogramme sowie neue Initiativen, insbesondere im Bereich Digitalisierung der Abläufe, stellen weitere Schwerpunkte der laufenden Aktivitäten dar, was im Planungszeitraum zu steigenden Umsätzen und einer positiven Entwicklung der Bruttomarge führen wird. Über den sogenannten "Legierungspreisanhänger" können auch legierungspreisbedingte Veränderungen der Materialkosten an den Markt weitergegeben werden. Der Ausgangspunkt für die ewige Rente ist das fünfte Planungsjahr. Der verwendete Wachstumsfaktor beträgt 1,60 % (2015/16: 1,51 %). Der WACC beträgt 9,70 % vor Steuern (2015/16: 10,02 %).
Der Mittelfristplanung von Turnout Systems für die nächsten fünf Jahre liegen Markterwartungen1 und Projektplanung für die Bahninfrastruktur zugrunde, unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung des Geschäftsbereiches und der weiter voranschreitenden Digitalisierung bei Eisenbahnen. Dabei wurde auch der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Regionen Rechnung getragen.2 Im Hinblick auf die wesentlichen Faktorkostenentwicklungen sind allgemeine Prognosen über Personalkostenentwicklungen und interne Annahmen über Stahlpreisentwicklungen in die Pla-
1 UNIFE Annual Report 2016, 01/2016
2 World Economic Outlook, IMF 10/2016
nungen eingearbeitet worden. In der Planung wurde davon ausgegangen, dass die Bruttomargen über den Planungszeitraum relativ konstant gehalten werden und sich die Schwankungen in einzelnen Märkten aufgrund der weltweiten Ausrichtung des Geschäftsbereiches ausgleichen. Die Ableitung der ewigen Rente erfolgte auf Basis des fünften Planjahres. Die in den Cashflows extrapolierte Wachstumsrate beträgt 1,64 % (2015/16: 1,51 %). Der WACC beträgt 9,35 % vor Steuern (2015/16: 8,94 %).
Für die 5-Jahres-Mittelfristplanung von Welding Consumables wurden sowohl die jeweiligen regionalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen1 als auch die erwarteten Entwicklungen der relevanten Industriesegmente berücksichtigt. Hinsichtlich der Rohstoffpreise, insbesondere für Legierungen, wurden ausgehend von den derzeit gültigen Marktnotierungen sowie verfügbaren Prognosen erwartete Preisentwicklungen abgeleitet. Entsprechend den eingeleiteten und in Umsetzung befindlichen organisatorischen Maßnahmen und Optimierungsprogrammen, welche auch im Planungszeitraum konsequent weiterverfolgt werden, sowie den Markterwartungen wird im Planungszeitraum von einem Volumenswachstum und einer leicht steigenden Bruttomarge ausgegangen. Die im Zuge des Impairmenttests verwendete Discounted Cashflow-Methode erfolgt unter Anwendung einer ewigen Rente basierend auf der letzten Planungsperiode. Als Wachstumsfaktor für die ewige Rente wurden 1,45 % (2015/16: 1,36 %) angesetzt. Der WACC beträgt 8,97 % vor Steuern (2015/16: 8,70 %).
Die Cashflow-Prognosen von Automotive Components orientieren sich an den mittelfristigen Marktwachstums- und Produktionsprognosen für den globalen Automobilmarkt, basierend auf den Prognosen von LMC Automotive2, hier im Speziellen für unsere wichtigsten Märkte in Europa, im NAFTA-Raum und in Asien und für unsere wichtigsten Kunden – die europäischen Premiumhersteller. Die internen Einschätzungen spiegeln die Internationalisierungs- und Wachstumsstrategie der Automotive Components wider. Die konzernexternen Indikatoren sowie die Marktdynamik wurden entsprechend dem aktuellen Modellportfolio der Automotive Components-Kunden angepasst. Zudem dienten kundenspezifische Informationen bezüglich mittelfristiger Prognosen und Absatzerwartungen als Quellen für die Absatzplanung der Automotive Components. Dies führt im Planungszeitraum zu steigenden Umsätzen und einer positiven Entwicklung der Bruttomarge. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das fünfte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1,24 % (2015/16: 1,15 %). Der WACC beträgt 9,04 % vor Steuern (2015/16: 9,19 %).
1 World Economic Outlook, IMF 10/2016
2 LMCA_GAPF_Data_Quarter 4 2016
Der Tätigkeitsinhalt der Precision Strip ist die Produktion von weltweit verfügbaren, technologisch komplexen kaltgewalzten Bandstahlprodukten mit exakter Maßgenauigkeit, exzellenter Oberflächenqualität und einzigartigen Kantengeometrien für höchste Kundenanforderungen in der Prozessindustrie. Die 5-Jahres-Mittelfristplanung von Precision Strip wurde unter Berücksichtigung der regionalen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten und unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der für die Gesellschaften wichtigsten Industriesegmente erstellt. Die aktuellen Marktbedingungen sind geprägt von starkem Wettbewerb und Margendruck. Das in der Planung unterlegte Wachstum basiert überwiegend auf Absicherung der Marktführerschaft in Nischenmärkten, Ausbau von Marktanteilen und Erschließung neuer Märkte. Externe Prognosen flossen in die internen Einschätzungen ein und wurden tendenziell vorsichtig leicht nach unten angepasst. Bei diesen externen Prognosen handelt es sich um länderspezifische Werte des zu erwartenden Wirtschaftswachstums (BIP-Prognosen)1, diese wurden um branchenspezifische Erfahrungen auf den betreffenden Märkten für die jeweiligen Produktsegmente ergänzt. Zudem dienten kundenspezifische Informationen bezüglich mittelfristiger Prognosen und Absatzerwartungen als Quellen für die Absatzplanung der Precision Strip. Im Planungszeitraum wird deshalb von steigenden Umsätzen bei stabiler Entwicklung der Bruttomarge ausgegangen. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1,31 % (2015/16: 1,24 %). Der WACC beträgt 8,91 % vor Steuern (2015/16: 9,00 %).
Die Werthaltigkeit aller Firmenwerte wurde durch die Impairmenttests bestätigt. Eine Sensitivitätsanalyse der oben beschriebenen firmenwerttragenden Einheiten hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt sämtliche Buchwerte noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist. Weiters hat die Cashflow-Sensitivitätsbetrachtung ergeben, dass bei einer Verringerung der Cashflows um 10 % sämtliche Buchwerte ebenfalls noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist. Eine kombinierte Sensitivitätsbetrachtung der oben beschriebenen firmenwerttragenden Einheiten hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt und einer Verringerung der Cashflows um 10 % mit drei Ausnahmen (Steel Division, High Performance Metals Production, Welding Consumables) die Buchwerte noch immer gedeckt sind.
1 World Economic Outlook, IMF 10/2016
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwertüberdeckung sowie den Betrag, um die sich die beiden wesentlichen Annahmen ändern müssten, damit der geschätzte erzielbare Betrag gleich dem Buchwert ist:
STEEL DIVISION
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Buchwertüberdeckung in Mio. EUR | 1.273,3 | 1.087,1 |
| Abzinsungssatz in % | 2,0 | 1,8 |
| Cashflow in % | –26,0 | –22,4 |
HIGH PERFORMANCE METALS PRODUCTION
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Buchwertüberdeckung in Mio. EUR | 336,5 | 308,3 |
| Abzinsungssatz in % | 1,2 | 1,1 |
| Cashflow in % | –15,1 | –13,6 |
WELDING CONSUMABLES
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Buchwertüberdeckung in Mio. EUR | 171,8 | 112,0 |
| Abzinsungssatz in % | 2,5 | 1,7 |
| Cashflow in % | –28,7 | –20,6 |
11. ANDERE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
| Marken | Sonstige | Erstellung | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 227,6 | 1.093,6 | 57,0 | 1.378,2 |
| Kumulierte Abschreibungen | –19,5 | –1.013,3 | –0,1 | –1.032,9 |
| Buchwerte am 01.04.2015 | 208,1 | 80,3 | 56,9 | 345,3 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 227,6 | 1.263,9 | 56,3 | 1.547,8 |
| Kumulierte Abschreibungen | –25,2 | –1.108,5 | 0,0 | –1.133,7 |
| Buchwerte am 31.03.2016 | 202,4 | 155,4 | 56,3 | 414,1 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 227,6 | 1.322,5 | 50,0 | 1.600,1 |
| Kumulierte Abschreibungen | –30,9 | –1.149,8 | 0,0 | –1.180,7 |
| Buchwerte am 31.03.2017 | 196,7 | 172,7 | 50,0 | 419,4 |
| Mio. EUR |
In der Spalte "Marken" sind Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer in Höhe von 170,6 Mio. EUR enthalten. Darüber hinaus ist ein Kapitalmarktfinanzierungsvorteil enthalten, der sich auf den Markennamen Böhler-Uddeholm bezieht. Der Kapitalmarktfinanzierungsvorteil wird auf zehn Jahre abgeschrieben.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer
In folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer erfasst:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| High Performance Metals Division | 155,4 | 155,4 |
| Welding Consumables | 12,6 | 12,6 |
| Summe Metal Engineering Division | 12,6 | 12,6 |
| Precision Strip | 2,6 | 2,6 |
| Summe Metal Forming Division | 2,6 | 2,6 |
| voestalpine-Konzern | 170,6 | 170,6 |
| Mio. EUR |
Der Zeitraum, in der diese Markenrechte voraussichtlich Cashflows generieren werden, unterliegt keiner vorhersehbaren Begrenzung. Die Markenrechte unterliegen daher keiner Abnutzung und werden nicht planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen sind keine angefallen.
Die Buchwerte der anderen immateriellen Vermögenswerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2017 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Geleistete Anzahlungen oder in |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Marken | Sonstige | Erstellung | Summe | ||
| Buchwerte zum 01.04.2015 | 208,1 | 80,3 | 56,9 | 345,3 | |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 124,0 | 0,0 | 124,0 | |
| Zugänge | 0,0 | 20,1 | 17,8 | 37,9 | |
| Umbuchungen | 0,0 | 19,3 | –18,2 | 1,1 | |
| Abgänge | 0,0 | –0,1 | 0,0 | –0,1 | |
| Abschreibungen | –5,7 | –47,4 | 0,0 | –53,1 | |
| Wertminderungen | 0,0 | –38,8 | 0,0 | –38,8 | |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | –2,0 | –0,2 | –2,2 | |
| Buchwerte zum 31.03.2016 | 202,4 | 155,4 | 56,3 | 414,1 | |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 7,9 | 0,0 | 7,9 | |
| Zugänge | 0,0 | 23,3 | 16,0 | 39,3 | |
| Umbuchungen | 0,0 | 27,0 | –22,5 | 4,5 | |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Abschreibungen | –5,7 | –40,7 | 0,0 | –46,4 | |
| Wertminderungen | 0,0 | –1,7 | 0,0 | –1,7 | |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | 1,5 | 0,2 | 1,7 | |
| Buchwerte zum 31.03.2017 | 196,7 | 172,7 | 50,0 | 419,4 |
Mio. EUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte können in den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten und sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sein.
Zum 31. März 2017 bestehen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 1,0 Mio. EUR (31. März 2016: 5,0 Mio. EUR). In den Zugängen der Spalte "Geleistete Anzahlungen oder in Erstellung" sind 15,1 Mio. EUR (31. März 2016: 13,7 Mio. EUR) an aktivierten Entwicklungskosten für ein Softwareprojekt zur Darstellung von gesellschaftsübergreifenden und divisional harmonisierten Geschäftsprozessen in der Steel Division enthalten. Der Buchwert in den anderen immateriellen Vermögenswerten zum 31. März 2017 entspricht 76,9 Mio. EUR (31. März 2016: 60,2 Mio. EUR), die Nutzungsdauer beträgt zehn Jahre.
Wertminderungen und Wertaufholungen
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden in der Metal Engineering Division für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, die sich mit der Produktion von Nahtlosrohren beschäftigt, aufgrund von weiteren negativen Marktentwicklungen insbesondere aufgrund des anhaltenden Wettbewerbsdrucks, Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,7 Mio. EUR (31. März 2016: 38,8 Mio. EUR) erfasst. Diese sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der erzielbare Betrag für diese Vermögenswerte beträgt 37,9 Mio. EUR (31. März 2016: 48,2 Mio. EUR). Der angewendete Abzinsungssatz liegt bei 5,71 % vor Steuern (31. März 2016: zwischen 6,01 % und 6,99 % vor Steuern).
12. ANTEILE AN EQUITYKONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN UND ANDERE FINANZANLAGEN
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
Anteile an assoziierten Unter nehmen |
Anteile an Gemein schaftsunter nehmen |
Sonstige Beteili gungen |
Wert papiere |
Aus leihungen |
Geleistete Anzahlungen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
16,6 | 117,1 | 102,0 | 55,3 | 3,8 | 19,8 | 0,0 | 314,6 |
| Kumulierte Abschreibungen/ Zuschreibungen |
–6,3 | 0,0 | 0,0 | –10,9 | 0,2 | –0,9 | 0,0 | –17,9 |
| Buchwerte am 01.04.2015 |
10,3 | 117,1 | 102,0 | 44,4 | 4,0 | 18,9 | 0,0 | 296,7 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
17,5 | 109,4 | 3,2 | 54,9 | 3,3 | 18,2 | 0,2 | 206,7 |
| Kumulierte Abschreibungen/ Zuschreibungen |
–6,8 | –0,2 | 0,0 | –16,8 | 0,1 | –0,8 | 0,0 | –24,5 |
| Buchwerte am 31.03.2016 |
10,7 | 109,2 | 3,2 | 38,1 | 3,4 | 17,4 | 0,2 | 182,2 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
14,3 | 109,6 | 3,8 | 55,0 | 2,1 | 17,9 | 0,1 | 202,8 |
| Kumulierte Abschreibungen/ Zuschreibungen |
–6,0 | –0,4 | 0,0 | –17,0 | 0,3 | –0,7 | 0,0 | –23,8 |
| Buchwerte am 31.03.2017 |
8,3 | 109,2 | 3,8 | 38,0 | 2,4 | 17,2 | 0,1 | 179,0 |
| Mio. EUR |
| Die Buchwerte der Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen und anderen Finanzanlagen haben | |
|---|---|
| sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2017 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt: |
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
Anteile an assoziierten Unter nehmen |
Anteile an Gemein schaftsunter nehmen |
Sonstige Beteili gungen |
Wert papiere |
Aus leihungen |
Geleistete Anzahlungen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2015 |
10,3 | 117,1 | 102,0 | 44,4 | 4,0 | 18,9 | 0,0 | 296,7 |
| Konsolidierungs kreisänderungen |
0,9 | 0,0 | –98,6 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,0 | –97,5 |
| Zugänge | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 0,2 | 0,9 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,4 | 0,0 | –0,3 | 0,0 | –0,7 |
| Abgänge | 0,0 | –3,9 | 0,0 | 0,0 | –0,6 | –1,7 | 0,0 | –6,2 |
| Wertminderungen | –0,5 | –0,2 | 0,0 | –5,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –6,6 |
| Zuschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Währungs differenzen |
0,0 | –3,8 | –0,3 | 0,0 | 0,0 | –0,3 | 0,0 | –4,4 |
| Buchwerte zum 31.03.2016 |
10,7 | 109,2 | 3,2 | 38,1 | 3,4 | 17,4 | 0,2 | 182,2 |
| Konsolidierungs kreisänderungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,6 | 0,0 | 1,6 |
| Zugänge | 0,1 | 18,5 | 0,9 | 0,1 | 0,0 | 2,4 | 0,0 | 22,0 |
| Umbuchungen | –0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,2 | –0,1 | –0,5 |
| Abgänge | –2,3 | –18,5 | –0,3 | 0,0 | –1,1 | –3,9 | 0,0 | –26,1 |
| Wertminderungen | 0,0 | –0,2 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,4 |
| Zuschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Währungs differenzen |
0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Buchwerte zum 31.03.2017 |
8,3 | 109,2 | 3,8 | 38,0 | 2,4 | 17,2 | 0,1 | 179,0 |
| Mio. EUR |
Die Ausleihungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.03.2015 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|---|
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,7 | 0,6 | 0,5 |
| Sonstige Ausleihungen | 10,6 | 9,3 | 10,9 |
| Sonstige Forderungen Finanzierung | 7,6 | 7,5 | 5,8 |
| 18,9 | 17,4 | 17,2 | |
| Mio. EUR |
Die kurzfristigen anderen Finanzanlagen in Höhe von 348,3 Mio. EUR (31. März 2016: 355,8 Mio. EUR) beinhalten Wertpapiere des V54-Wertpapierdachfonds mit 298,2 Mio. EUR (31. März 2016: 325,2 Mio. EUR) und mit 50,1 Mio. EUR (31. März 2016: 30,6 Mio. EUR) andere Wertpapiere.
Zum 31. März 2016 waren V54-Fondsanteile, welche einen Buchwert der kurzfristigen Wertpapiere in Höhe von 21,5 Mio. EUR im Konzernabschluss repräsentieren, für Investitionskredite der Europäischen Investitionsbank verpfändet. Zum 31. März 2017 bestehen keine Verpfändungen in diesem Zusammenhang.
Die VA Intertrading Aktiengesellschaft wurde – wie in der Vergleichsperiode – in den kurzfristigen anderen Finanzanlagen erfasst, da die Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 5 gegeben sind, jedoch der Ausweis in einer eigenen Zeile der Konzernbilanz aufgrund von Unwesentlichkeit nicht zweck mäßig ist. Die VA Intertrading Aktiengesellschaft ist Teil des Geschäftssegments Sonstige.
13. LATENTE STEUERN
Die steuerlichen Auswirkungen der temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften, die zum Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern führen, setzen sich wie folgt zusammen:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | ||
| Langfristiges Vermögen | 45,8 | 40,6 | 156,6 | 319,8 | |
| Kurzfristiges Vermögen | 67,7 | 61,2 | 73,5 | 111,4 | |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
212,4 | 219,1 | 35,1 | 29,9 | |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
34,2 | 32,8 | 30,9 | 28,5 | |
| Verlustvorträge | 49,2 | 219,6 | 0,0 | 0,0 | |
| 409,3 | 573,3 | 296,1 | 489,6 | ||
| Zwischengewinneliminierungen (saldiert) |
21,8 | 23,7 | 0,0 | 0,0 | |
| Stille Reserven (saldiert) | 0,0 | 0,0 | 113,5 | 104,9 | |
| Akquisitionsbedingter Steuervorteil | 90,3 | 72,3 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstige | 17,0 | 21,8 | 8,4 | 2,3 | |
| Saldierung der latenten Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde |
–296,0 | –477,4 | –296,0 | –477,4 | |
| Saldierte latente Steuern | 242,4 | 213,7 | 122,0 | 119,4 | |
Der Steuervorteil aus der Akquisition BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wird unter Anwendung von IAS 12.34 als noch nicht genutzte Steuergutschrift bilanziert und über eine Laufzeit von 14 Jahren mit einem Betrag von 18,1 Mio. EUR pro Jahr als latenter Steueraufwand aufgelöst (Restlaufzeit vier Jahre). Dem steht eine tatsächliche Steuerersparnis gegenüber.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 219,6 Mio. EUR (31. März 2016: 49,2 Mio. EUR) wurden erfasst. Zum 31. März 2017 bestehen noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von rund 313,6 Mio. EUR (Körperschaftsteuer) (31. März 2016: rund 251,9 Mio. EUR), für welche kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde. Bis 2027 verfallen rund 62,2 Mio. EUR der körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge.
Mio. EUR
Für zu versteuernde temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in Höhe von 2.504,8 Mio. EUR (31. März 2016: 2.529,5 Mio. EUR) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da das Mutterunternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und mit einer Umkehrung der temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist.
Der Saldo zwischen den aktiven und passiven latenten Steuern ändert sich um –26,0 Mio. EUR (31. März 2016: –55,2 Mio. EUR). Dies entspricht im Wesentlichen dem latenten Steueraufwand in Höhe von 30,1 Mio. EUR (31. März 2016: 4,0 Mio. EUR) abzüglich den im sonstigen Ergebnis verbuchten aktiven latenten Steuern in Höhe von 2,6 Mio. EUR (31. März 2016: –4,4 Mio. EUR) und abzüglich den latenten Steuern aus Erst- und Endkonsolidierungen in Höhe von –1,6 Mio. EUR (31. März 2016: –43,6 Mio. EUR).
Zusatzangaben nach IAS 12.81 (ab):
| Veränderung 2015/16 |
31.03.2016 | Veränderung 2016/17 |
31.03.2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Latente Steuern auf versicherungs mathematische Gewinne/Verluste |
–12,6 | 152,6 | 5,0 | 157,6 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges |
6,5 | 1,7 | –2,3 | –0,6 |
| Latente Steuern auf Net Investment-Hedges |
3,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe im sonstigen Ergebnis erfasster latenter Steuern |
–2,6 | 154,3 | 2,7 | 157,0 |
| Mio. EUR |
14. VORRÄTE
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 912,2 | 1.207,8 |
| Unfertige Erzeugnisse | 850,3 | 931,0 |
| Fertige Erzeugnisse | 997,1 | 1.060,7 |
| Handelswaren | 188,8 | 176,9 |
| Noch nicht abrechenbare Leistungen | 7,1 | 7,7 |
| Geleistete Anzahlungen | 17,6 | 24,1 |
| 2.973,1 | 3.408,2 | |
| Mio. EUR |
Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert sind in Höhe von 140,4 Mio. EUR (31. März 2016: 121,3 Mio. EUR) im Konzernabschluss enthalten. Der Buchwert der auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte beträgt 541,0 Mio. EUR (31. März 2016: 567,6 Mio. EUR). Zum 31. März 2017 wurden wie in der Vergleichsperiode keine Vorräte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet. 5.689,7 Mio. EUR (31. März 2016: 5.547,6 Mio. EUR) wurden als Materialaufwand erfasst.
| 31.03.2016 | Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
31.03.2017 | Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1.134,3 | 1,0 | 1.320,3 | 1,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte |
379,0 | 8,7 | 393,8 | 11,0 |
| davon Steuerforderungen | 36,2 | 39,8 | ||
| 1.513,3 | 9,7 | 1.714,1 | 12,5 | |
| Mio. EUR |
15. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Fertigungsaufträgen wie folgt enthalten:
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten | 172,8 | 168,2 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Gewinne | 22,9 | 30,4 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Verluste | –10,8 | –5,5 |
| Bruttoforderungen aus der Auftragsfertigung | 184,9 | 193,1 |
| Abzüglich erhaltene Anzahlungen | –121,5 | –118,8 |
| Forderungen aus der Auftragsfertigung | 63,4 | 74,3 |
Mio. EUR
In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen wie folgt enthalten:
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten | 12,0 | 20,1 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Gewinne | 6,0 | 6,7 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Verluste | 0,0 | 0,0 |
| Bruttoverbindlichkeiten aus der Auftragsfertigung | 18,0 | 26,8 |
| Abzüglich erhaltene Anzahlungen | –22,2 | –35,0 |
| Verbindlichkeiten aus der Auftragsfertigung | –4,2 | –8,2 |
| Mio. EUR |
Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen im Geschäftsjahr 2016/17 betragen 245,3 Mio. EUR (2015/16: 217,3 Mio. EUR).
16. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks | 774,8 | 503,3 |
| Mio. EUR |
17. EIGENKAPITAL
Grundkapital (inkl. Angaben gemäß § 241 UGB)
Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2017 320.394.836,99 EUR (31. März 2016: 317.851.287,79 EUR) und ist in 176.349.163 (31. März 2016: 174.949.163) auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.
Gemäß § 4 Abs. 2a der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 125.323.693,90 EUR durch Ausgabe von bis zu 68.979.665 Stück Aktien (= 40 %) gegen Bareinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014/I). In der Berichtsperiode hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Gemäß § 4 Abs. 2b der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 31.330.923,02 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.244.916 Stück Aktien (= 10 %) gegen Sacheinlagen und/oder Bareinlagen zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn (i) die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, d. h. Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder (ii) die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt (Genehmigtes Kapital 2014/II). Der Vorstand der voestalpine AG hat am 9. März 2015 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 2.500.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien und somit um rund 1,45 % zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen des bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 25. April 2015 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen. Zudem hat der Vorstand der voestalpine AG am 6. März 2017 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 1.400.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien und somit um rund 0,8 % zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen des bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 30. März 2017 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen. Die Kosten der Eigenkapitalbeschaffung wurden vom Eigenkapital abgesetzt.
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 31.330.923,02 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.244.916 Stück Aktien (= 10 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 2. Juli 2014 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 2. Juli 2014 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG bislang keinen Gebrauch gemacht.
In der Hauptversammlung vom 1. Juli 2015 wurde der Vorstand für eine Geltungsdauer von 30 Monaten zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand bislang nicht Gebrauch gemacht.
Die Kapitalrücklagen beinhalten im Wesentlichen das Agio (abzüglich Kosten der Eigenkapitalbeschaffung), Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von eigenen Aktien sowie anteilsbasierte Vergütungen.
Die Rücklagen für eigene Aktien beinhalten die abgesetzten Anschaffungskosten bzw. die Eigenkapitalerhöhung aus den Abgängen zu Anschaffungskosten für verkaufte eigene Aktien.
Die Gewinnrücklagen beinhalten das Ergebnis nach Steuern abzüglich Dividendenausschüttungen. Bei der Auf- bzw. Abstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile direkt in den Gewinnrücklagen erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden in der Periode, in der sie anfallen, zur Gänze in den Gewinnrücklagen erfasst.
Die Rücklage für Währungsumrechnung dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.
Die Hedging-Rücklage umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cashflow-Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird erst dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst.
Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2017 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Anzahl Stückaktien |
Anzahl eigene Aktien |
Anzahl im Umlauf befindliche Aktien |
|
|---|---|---|---|
| Stand zum 01.04.2015 | 172.449.163 | 28.597 | 172.420.566 |
| Zugänge | 2.500.000 | 2.500.000 | |
| Stand zum 31.03.2016 | 174.949.163 | 28.597 | 174.920.566 |
| Zugänge | 1.400.000 | 1.400.000 | |
| Stand zum 31.03.2017 | 176.349.163 | 28.597 | 176.320.566 |
| Stück |
Hybridkapital
Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 begab die voestalpine AG infolge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe 2007, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR. Das ausstehende Nominale der später zum 31. Oktober 2014 vollständig gekündigten und getilgten Hybridanleihe 2007 betrug durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Der Kupon der Hybridanleihe 2013 beträgt 7,125 % bis zum 31. Oktober 2014, 6 % vom 31. Oktober 2014 bis zum 31. Oktober 2019, den 5-Jahres-Swapsatz +4,93 % vom 31. Oktober 2019 bis zum 31. Oktober 2024 und den 3-Monats-EURIBOR +4,93 % plus Step-up von 1 % ab 31. Oktober 2024. Die Hybridanleihe 2013 kann durch die voestalpine AG, nicht aber durch die Gläubiger, erstmalig am 31. Oktober 2019 gekündigt und getilgt werden. Für die Hybridanleihe 2013 wurden am 31. Oktober 2016 insgesamt 30,0 Mio. EUR (31. Oktober 2015: 30,0 Mio. EUR) als Zinsen ausbezahlt.
Die Erlöse aus der Begebung der Hybridanleihen werden als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt.
Die Begebungskosten der Hybridanleihe 2013 beliefen sich auf 2,8 Mio. EUR abzüglich 0,7 Mio. EUR Steuereffekt. Dadurch ergibt sich ein Wertansatz für Hybridkapital in Höhe von 497,9 Mio. EUR im Eigenkapital.
Anteilsbasierte Vergütungen
Aufgrund der Gewährung von voestalpine-Aktien an Mitarbeiter im Rahmen der jährlichen Erfolgsprämie wurden 69 Tsd. Stück Aktien mit einem Wert von 1,7 Mio. EUR (2015/16: 1,0 Mio. EUR) anlässlich der Zahlung aus dem Eigenkapital entnommen, 43 Tsd. Stück Aktien mit einem Wert von 1,7 Mio. EUR (2015/16: 1,7 Mio. EUR) wurden dem Eigenkapital zugeführt.
18. PENSIONEN UND ANDERE ARBEITNEHMERVERPFLICHTUNGEN
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Abfertigungen | 598,0 | 605,7 |
| Rückstellungen für Pensionen | 491,4 | 476,9 |
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 139,7 | 143,8 |
| 1.229,1 | 1.226,4 | |
| Mio. EUR |
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 01.04. | 606,0 | 598,0 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 14,6 | 12,9 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,3 | 0,2 |
| Zinsaufwand der Periode | 9,3 | 11,0 |
| –Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen | –0,6 | 0,0 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 26,1 | 0,0 |
| Abfertigungszahlungen | –27,8 | –31,3 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der finanziellen Annahmen |
–27,4 | 19,3 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
0,5 | –4,4 |
| Planabgeltungen | –2,9 | 0,0 |
| Sonstige | –0,1 | 0,0 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 31.03. | 598,0 | 605,7 |
Mio. EUR
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
| Barwert der Pensionsver pflichtungen |
Plan vermögen |
Rückstellung | |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2015 | 905,5 | –379,5 | 526,0 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 10,3 | 0,0 | 10,3 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | –0,5 | 0,0 | –0,5 |
| Nettozinsen der Periode | 15,3 | –5,7 | 9,6 |
| Ertrag aus Planvermögen (ohne Beträge, die in Nettozinsen enthalten sind) |
0,0 | 15,3 | 15,3 |
| –Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen, -kürzungen |
–7,6 | 0,0 | –7,6 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 5,8 | –3,4 | 2,4 |
| Pensionszahlungen | –34,2 | 18,8 | –15,4 |
| Kursdifferenzen | –8,7 | 5,8 | –2,9 |
| Arbeitgebereinzahlungen/-rückzahlungen | 0,0 | 2,3 | 2,3 |
| Arbeitnehmereinzahlungen | 0,0 | –0,5 | –0,5 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der finanziellen Annahmen |
–46,2 | 0,0 | –46,2 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der demografischen Annahmen |
0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
–1,7 | 0,0 | –1,7 |
| Planabgeltungen | –64,2 | 64,2 | 0,0 |
| Sonstige | –0,2 | 0,1 | –0,1 |
| Stand am 31.03.2016 | 774,0 | –282,6 | 491,4 |
| Mio. EUR |
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
| Barwert der Pensionsver pflichtungen |
Plan vermögen |
Rückstellung | |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2016 | 774,0 | –282,6 | 491,4 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 9,8 | 9,8 | |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | –0,5 | –0,5 | |
| Nettozinsen der Periode | 16,9 | –6,1 | 10,8 |
| Ertrag aus Planvermögen (ohne Beträge, die in Nettozinsen enthalten sind) |
–22,0 | –22,0 | |
| –Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen, -kürzungen |
–8,0 | –8,0 | |
| Konsolidierungskreisänderungen | –0,1 | –0,1 | |
| Pensionszahlungen | –35,0 | 19,4 | –15,6 |
| Kursdifferenzen | 0,8 | 1,7 | 2,5 |
| Arbeitgebereinzahlungen/-rückzahlungen | –15,3 | –15,3 | |
| Arbeitnehmereinzahlungen | –0,6 | –0,6 | |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der finanziellen Annahmen |
36,4 | 36,4 | |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der demografischen Annahmen |
–4,2 | –4,2 | |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
–5,5 | –5,5 | |
| Planabgeltungen | 0,0 | ||
| Sonstige | –0,9 | –1,3 | –2,2 |
| Stand am 31.03.2017 | 783,7 | –306,8 | 476,9 |
| Mio. EUR |
Im Geschäftsjahr 2016/17 konnte in einer brasilianischen Gesellschaft die Verpflichtung gegen über aktiven Mitarbeitern, in deren Pensionsphase eine Zuzahlung zum nationalen Health Care Plan zu leisten, eliminiert werden. Die Rückstellung wurde daher auf die Verpflichtungen gegenüber den verbleibenden Begünstigten angepasst.
Die im Jahr 2013 eingeleitete Umstellung der Pensionsansprüche von einem leistungsorientierten Pensionsplan auf beitragsorientierte Pläne für einige niederländische Gesellschaften wurde im Geschäftsjahr 2015/16 vollständig abgeschlossen.
Die wesentlichen Anlagekategorien des Planvermögens stellen sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2017 dargestellten Perioden wie folgt dar:
2015/16
| Kategorie | Vermögenswerte mit Marktpreis an einem aktiven Markt |
Vermögenswerte ohne Marktpreis an einem aktiven Markt |
Summe Vermögenswerte |
|---|---|---|---|
| Schuldinstrumente | 48,6 % | 0,0 % | 48,6 % |
| Eigenkapitalinstrumente | 25,7 % | 0,0 % | 25,7 % |
| Immobilien | 0,7 % | 2,3 % | 3,0 % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
7,1 % | 0,1 % | 7,2 % |
| Versicherungsverträge | 0,0 % | 9,9 % | 9,9 % |
| Sonstige Vermögenswerte | 5,6 % | 0,0 % | 5,6 % |
| Summe | 87,7 % | 12,3 % | 100,0 % |
2016/17
| Kategorie | Vermögenswerte mit Marktpreis an einem aktiven Markt |
Vermögenswerte ohne Marktpreis an einem aktiven Markt |
Summe Vermögenswerte |
|---|---|---|---|
| Schuldinstrumente | 43,8 % | 0,0 % | 43,8 % |
| Eigenkapitalinstrumente | 30,7 % | 0,0 % | 30,7 % |
| Immobilien | 0,0 % | 2,2 % | 2,2 % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
5,7 % | 0,1 % | 5,8 % |
| Versicherungsverträge | 0,0 % | 9,0 % | 9,0 % |
| Sonstige Vermögenswerte | 8,4 % | 0,1 % | 8,5 % |
| Summe | 88,6 % | 11,4 % | 100,0 % |
Im Planvermögen sind eigene Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert von 1,0 Mio. EUR (31. März 2016: 0,9 Mio. EUR) enthalten.
Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag ist durch die Portfoliostruktur des Planvermögens, Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie zukünftig zu erwartende Renditen bestimmt. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte auf Basis einer erwarteten (durchschnittlichen) Verzinsung des Planvermögens von 2,2 %. Die tatsächliche Verzinsung lag bei 9,9 %.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionen betragen 29,6 Mio. EUR (2015/16: 26,9 Mio. EUR).
Die Sensitivitätsanalyse der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung leistungsorientierter Verpflichtungen genutzt werden, ergibt folgende Auswirkungen auf die DBO:
SENSITIVITÄTEN
| Zinssatz | Lohn-/ Gehaltserhöhungen |
Pensionserhöhungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| +1,0 % | –1,0 % | +0,5 % | –0,5 % | +0,25 % | –0,25 % | |
| Pensionen | –13,3 % | +16,9 % | +0,8 % | –0,8 % | +3,1 % | –3,0 % |
| Abfertigungen | –10,1 % | +12,0 % | +5,6 % | –5,2 % |
Für den Einfluss des Zinssatzes, der Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie der Pensionserhöhungen wurden konzernale Werte ermittelt. Die Sensitivitäten werden nicht durch Schätzungen oder Näherungen, sondern durch vollständige Bewertungen unter Variation der jeweiligen Parameter ermittelt.
Die erwarteten Beitragszahlungen für leistungsorientierte Pensionspläne für das Geschäftsjahr 2017/18 betragen 2,5 Mio. EUR.
Die durchschnittliche, zinsgewichtete Duration für Pensionspläne beträgt 15,1 Jahre und für Abfertigungen 11,1 Jahre.
RÜCKSTELLUNGEN FÜR JUBILÄUMSGELDER
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 01.04. | 135,3 | 139,7 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 8,8 | 8,8 |
| Zinsaufwand der Periode | 2,0 | 2,5 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 5,8 | 0,0 |
| Jubiläumsgeldzahlungen | –9,0 | –9,0 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung von Annahmen |
–6,6 | 5,0 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
3,6 | –1,7 |
| Sonstige | –0,2 | –1,5 |
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 31.03. | 139,7 | 143,8 |
| Mio. EUR |
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen/Erträge für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldverpflichtungen gliedern sich wie folgt:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand der Periode | 33,5 | 31,2 |
| Nettozinsen der Periode | 20,9 | 24,3 |
| –Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen, -kürzungen | –8,2 | –8,0 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus Jubiläumsgeldverpflichtungen |
–3,0 | 3,3 |
| Aufwands-/ertragswirksam erfasste Positionen | 43,2 | 50,8 |
| Mio. EUR |
Die Nettozinsen der Periode sind in den Finanzaufwendungen erfasst.
19. RÜCKSTELLUNGEN
| Stand 01.04.2016 |
Konsoli dierungs kreisän derungen |
Währungs differenzen Verbrauch |
Auf lösungen |
Um buchung |
Zuwei sungen |
Stand 31.03.2017 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen |
||||||||
| Sonstige Personal aufwendungen |
23,4 | 0,0 | 1,6 | –4,9 | –0,1 | –0,1 | 4,5 | 24,4 |
| Garantien und sonstige Wagnisse |
10,8 | 0,0 | 0,1 | –2,0 | –0,5 | –0,3 | 6,5 | 14,6 |
| Übrige langfristige Rückstellungen |
37,4 | 0,0 | 1,1 | –6,3 | –0,2 | 1,4 | 7,0 | 40,4 |
| 71,6 | 0,0 | 2,8 | –13,2 | –0,8 | 1,0 | 18,0 | 79,4 | |
| Kurzfristige Rückstellungen |
||||||||
| Nicht konsumierte Urlaube |
131,3 | 0,0 | 1,1 | –83,2 | –0,1 | 0,0 | 86,0 | 135,1 |
| Sonstige Personal aufwendungen |
169,5 | 0,5 | 1,9 | –143,4 | –5,5 | 0,1 | 163,2 | 186,3 |
| Garantien und sonstige Wagnisse |
54,0 | 0,0 | 0,5 | –11,6 | –9,6 | 0,2 | 19,8 | 53,3 |
| Belastende Verträge |
62,5 | 0,0 | 0,0 | –50,7 | –3,0 | –1,2 | 47,1 | 54,7 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen |
149,9 | 0,2 | 0,9 | –73,8 | –13,7 | –0,1 | 92,2 | 155,6 |
| 567,2 | 0,7 | 4,4 | –362,7 | –31,9 | –1,0 | 408,3 | 585,0 | |
| 638,8 | 0,7 | 7,2 | –375,9 | –32,7 | 0,0 | 426,3 | 664,4 | |
| Mio. EUR |
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten insbesondere Prämien und Bonifikationen. Die Rückstellungen für Garantien und sonstige Wagnisse sowie die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen die laufende Geschäftstätigkeit. Die übrigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Vertriebsprovisionen, Prozess-, Rechts- und Beratungskosten sowie Umweltschutzverpflichtungen.
Die Rückstellungshöhe von Garantien und sonstigen Wagnissen bemisst sich am zuverlässigsten Schätzwert jenes Betrages, der zur Begleichung dieser Verpflichtungen am Bilanzstichtag nötig wäre. Als statistische Messgröße wird der Erwartungswert herangezogen. Dieser wiederum basiert auf einer für die Vergangenheit nachweisbaren Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses.
Rückstellungen für belastende Verträge werden angesetzt, wenn die zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlichen unvermeidbaren Kosten die erwarteten Erlöse übersteigen. Bevor eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag gebildet wird, erfasst ein Unternehmen den Wertminderungsaufwand für Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind.
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2015/16 ausgewiesene Rückstellung in Höhe von insgesamt 43,1 Mio. EUR wurde im Geschäftsjahr 2016/17 durch den Verbrauch dieser Rückstellungen auf 35,6 Mio. EUR reduziert.
Gesellschaften der High Performance Metals Division des voestalpine-Konzerns sind von einem – am 26. November 2015 durch Hausdurchsuchungen bei Mitbewerbern bekannt gewordenen – Verfahren des deutschen Bundeskartellamtes betroffen. voestalpine nimmt dieses Verfahren sehr ernst, arbeitet mit der Behörde zusammen und rechnet derzeit nicht damit, dass in diesem Verfahren erhebliche Bußgelder gegen voestalpine verhängt werden. Es sind in der aktuellen Berichtsperiode dazu keine Rückstellungen erfasst.
In der Berichtsperiode sind Rückstellungserhöhungen aufgrund der Aufzinsung und aufgrund von Änderungen des Abzinsungssatzes in Höhe von insgesamt 9,4 Mio. EUR (2015/16: 6,4 Mio. EUR) enthalten.
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | ||
| Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
851,9 | 1.280,9 | 3.256,5 | 2.681,0 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
7,1 | 4,5 | 25,0 | 21,5 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
14,5 | 11,6 | 0,0 | 0,0 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0,0 | 1,3 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 24,7 | 34,6 | 61,3 | 62,2 | |
| 898,2 | 1.332,9 | 3.342,8 | 2.764,7 |
20. FINANZVERBINDLICHKEITEN
Mio. EUR
Die voestalpine AG hat am 3. Februar 2011 eine Unternehmensanleihe im Umfang von 500,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 5. Februar 2018 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 4,75 % jährlich verzinst.
Die voestalpine AG hat am 5. Oktober 2012 eine Unternehmensanleihe im Umfang von 500,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 5. Oktober 2018 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 4,00 % jährlich verzinst.
Am 14. Oktober 2014 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 400,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird im Oktober 2021 zurückgezahlt und mit 2,25 % jährlich verzinst.
Im Geschäftsjahr 2016/17 erfolgten wie in der Vergleichsperiode laufende Rückkäufe der Unternehmensanleihen 2012–2018 sowie 2011–2018. Vom Gesamtnominale der Unternehmensanleihe 2012–2018 wurden 16,2 Mio. EUR (2015/16: 24,4 Mio. EUR) rückgekauft, vom Gesamtnominale der Unternehmensanleihe 2011–2018 13,6 Mio. EUR (2015/16: 25,0 Mio. EUR).
21. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 102,3 | 100,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.101,2 | 1.294,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Reverse Factoring-Vereinbarungen |
37,3 | 9,5 |
| Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel |
299,4 | 561,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern | 88,8 | 109,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit | 47,8 | 48,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 349,0 | 339,5 |
| 2.025,8 | 2.462,2 | |
| Mio. EUR |
22. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln |
1,9 | 1,1 |
| Bürgschaften, Garantien | 1,5 | 1,5 |
| 3,4 | 2,6 | |
| Mio. EUR |
Betreffend der österreichischen Energieabgabenvergütung hat das Bundesfinanzgericht ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH gerichtet (BFG 31.10.2014, RE/5100001/2014). Durch die Novellierung des Energieabgabenvergütungsgesetzes mit dem Budgetbegleitgesetz 2011, das für Zeiträume nach dem 31. Dezember 2010 gilt, wurde die Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe eingeschränkt. In weiterer Folge wurde dem Europäischen Gerichtshof die Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt, ob in Zusammenhang mit dieser als staatliche Beihilfe anzusehenden Einschränkung gegen Unionsrecht verstoßen wurde, was nunmehr vom Höchstgericht tatsächlich bejaht wurde (EuGH 21.7.2016, Rs C-493/14, Dilly's Wellnesshotel GmbH). Damit sind die mit dem BBG 2011 angestrebten Restriktionen nicht rechtswirksam in Kraft getreten und können daher insbesondere auch Dienstleistungsbetriebe die Energieabgabenvergütung für Zeiträume ab 1. Februar 2011 noch nachträglich geltend machen. Das Bundesfinanzgericht hat in seiner Folgeentscheidung ausgesprochen, dass die Einschränkung auf Produktionsbetriebe nicht in Kraft getreten ist. Gegen diese Entscheidung wurde vom Finanzamt Revision beim VwGH eingebracht. Für den voestalpine-Konzern sind keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten.
23. FINANZINSTRUMENTE
Allgemeines
Die wesentlichen durch den voestalpine-Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Bankdarlehen, Anleihen, Schuldscheine und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Einlagen und langfristige Veranlagungen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
Des Weiteren nutzt der Konzern auch derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Zins-Swaps, Devisentermingeschäfte und Commodity-Swaps. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken sowie gegen Risiken aufgrund der Schwankungen von Rohstoffpreisen, welche aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.
Kapitalmanagement
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass neben der Verfügbarkeit über die notwendige Liquidität zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value eine angemessene Bonität und eine ausreichende Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden.
Der voestalpine-Konzern steuert sein Kapital mithilfe der Kennzahlen Nettofinanzverschuldung/ EBITDA sowie der Gearing Ratio, dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverschuldung umfasst verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich Finanzierungsforderungen, Ausleihungen, Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Eigenkapital inkludiert nicht beherrschende Anteile an Konzernunternehmen sowie das Hybridkapital.
Die Zielgröße für die Gearing Ratio liegt bei 50 % und soll nur für einen befristeten Zeitraum bis maximal 75 % überschritten werden. Die Kennzahl Nettofinanzverschuldung/EBITDA darf maximal bei 3,0 liegen. Alle Wachstumsmaßnahmen und Kapitalmarkttransaktionen werden darauf ausgerichtet.
In der Berichtsperiode entwickelten sich die beiden Kennzahlen wie folgt:
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Gearing Ratio in % | 54,5 % | 53,2 % |
| Nettofinanzverschuldung/EBITDA | 1,9 | 2,1 |
Finanzielles Risikomanagement – Corporate Finance-Organisation
Das finanzielle Risikomanagement umfasst auch den Bereich Rohstoffrisikomanagement. Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für die einzelnen Konzerngesellschaften. Weiters werden die Themen Pooling, Geldmarkt, Kredit- und Wertpapiermanagement, Fremdwährungs-, Zins-, Liquiditäts- und Rohstoffrisiko sowie das Berichtswesen geregelt. Für die Umsetzung ist das Konzern-Treasury verantwortlich, das als Dienstleistungscenter fungiert. Geschäftsabschluss, Abwicklung und Verbuchung erfolgen in drei organisatorisch getrennten Einheiten, wodurch ein Sechsaugenprinzip gewährleistet wird. Die Richtlinien und deren Einhaltung sowie die IKS-Konformität der Geschäftsprozesse werden in regelmäßigen Abständen zusätzlich durch einen externen Auditor überprüft.
Teil der Unternehmenspolitik des voestalpine-Konzerns ist es, die finanziellen Risiken ständig zu beobachten, zu quantifizieren und – wo sinnvoll – abzusichern. Die Risikobereitschaft ist eher gering. Die Strategie zielt auf die Erzielung von Natural Hedges und eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten.
Die voestalpine AG verwendet zur Quantifizierung des Zinsrisikos die Kenngrößen Zinsänderungsrisiko und Marktwertrisiko. Das Zinsänderungsrisiko quantifiziert die Auswirkung auf den Zinsertrag bzw. Zinsaufwand bei einer Änderung des Marktzinsniveaus um 1 %. Unter Marktwertrisiko ist die Änderung der Marktwerte der zinssensitiven Positionen bei einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 1 % zu verstehen.
Für die Quantifizierung des Währungsrisikos wird das "@risk"-Konzept eingesetzt. Mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit wird das maximale Verlustpotenzial innerhalb eines Jahres ermittelt. Es wird das Risiko auf die offene Position berechnet, wobei als offene Position die budgetierte Menge für die nächsten zwölf Monate abzüglich der bereits abgesicherten Menge definiert ist. Die Berechnung im Fremdwährungsbereich erfolgt anhand des Varianz-Kovarianz-Ansatzes.
Liquiditätsrisiko – Finanzierung
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, weil man nicht über ausreichend Zahlungsmittel verfügt.
Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend von den operativen Gesellschaften direkt an das Konzern-Treasury der voestalpine AG übermittelt wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken ermittelt.
Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über das Konzern-Treasury. Durch ein zentrales Clearing wird ein täglicher konzerninterner Finanzausgleich durchgeführt. Gesellschaften mit Liquiditätsüberschüssen stellen diese indirekt Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Die Spitze wird vom Konzern-Treasury bei ihren Hausbanken positioniert. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht.
Finanzierungen erfolgen zur Vermeidung von Wechselkursrisiken in der lokalen Währung des jeweiligen Kreditnehmers oder sind durch Cross-Currency-Swaps währungsgesichert.
Als Liquiditätsreserve hält die voestalpine AG eine Aktivposition in Form von Wertpapieren und kurzfristigen Veranlagungen. Per 31. März 2017 betrug die Summe an frei veräußerbaren Wertpapieren 348,3 Mio. EUR (31. März 2016: 334,3 Mio. EUR). Weiters sind liquide Mittel in Höhe von 503,3 Mio. EUR (31. März 2016: 774,8 Mio. EUR) im Konzernabschluss ausgewiesen.
Zusätzlich bestehen bei in- und ausländischen Banken jederzeit kündbare Kreditlinien in ausreichender Höhe, die nicht ausgenutzt sind. Neben der Möglichkeit der Ausschöpfung dieser Finanzierungsrahmen stehen zur Überbrückung eventueller konjunkturbedingter Tiefs vertraglich zugesicherte Kreditlinien im Ausmaß von 710 Mio. EUR (2015/16: 711 Mio. EUR) zur Verfügung.
Die Finanzierungsquellen werden nach dem Grundsatz der Bankenunabhängigkeit gesteuert. Derzeit bestehen Finanzierungen bei etwa 20 unterschiedlichen in- und ausländischen Banken. Covenants, die für einen untergeordneten Teil des Gesamtkreditvolumens mit einer einzigen Bank vereinbart sind, werden eingehalten. Darüber hinaus wird der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle genutzt. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden keine Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2016/17 erfolgte keine Neuaufnahme von Fremdkapital durch Kapitalmarkttransaktionen. Die am 6. März 2017 vom Vorstand beschlossene und am 23. März 2017 vom Aufsichtsrat genehmigte Kapitalerhöhung im Ausmaß von 1,4 Mio. Stück Aktien wurde mit 30. März 2017 eingetragen und ist somit mit diesem Datum wirksam.
Eine Fälligkeitsanalyse aller zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
| Restlaufzeit < 1 Jahr |
Restlaufzeit > 1 Jahr und < 5 Jahre |
Restlaufzeit > 5 Jahre |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | |
| Anleihen | 0,0 | 460,9 | 947,6 | 852,4 | 392,9 | 0,0 |
| Bankverbindlichkeiten | 851,9 | 820,0 | 1.545,5 | 1.595,2 | 370,5 | 233,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.136,2 | 1.302,9 | 2,3 | 0,8 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease |
7,1 | 4,5 | 19,9 | 16,7 | 5,1 | 4,8 |
| Verbindlichkeiten aus Fremdwährungssicherungen und Rohstoffsicherungen |
7,6 | 13,1 | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,0 |
| davon als Sicherungs geschäft gewidmet |
3,1 | 1,7 | 0,0 | 0,3 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Zinssicherungen (inkl. Cross-Currency-Swaps) |
5,1 | 11,1 | 7,5 | 6,0 | 0,0 | 0,0 |
| davon als Sicherungs geschäft gewidmet |
0,0 | 0,0 | 4,5 | 2,5 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
39,1 | 47,5 | 36,2 | 36,9 | 25,1 | 25,3 |
| Summe Verbindlichkeiten | 2.047,0 | 2.660,0 | 2.559,0 | 2.508,6 | 793,6 | 263,4 |
VERBINDLICHKEITEN
Mio. EUR
| für Fälligkeit < 1 Jahr |
für Fälligkeit > 1 Jahr und < 5 Jahre |
für Fälligkeit > 5 Jahre |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | |
| Zinsen für Anleihen | 50,6 | 49,3 | 96,6 | 54,4 | 9,0 | 0,0 |
| Zinsen für Bankverbindlichkeiten |
40,5 | 40,9 | 78,1 | 62,4 | 14,5 | 11,5 |
| Zinsen für Verbindlichkeiten aus Finance Lease |
1,7 | 1,4 | 1,8 | 1,2 | 0,6 | 0,4 |
| Zinsen aus Zinssicherungen (inkl. Cross-Currency-Swaps) |
13,4 | 14,3 | 8,5 | 4,9 | 0,0 | 0,0 |
| Zinsen für sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
1,6 | 1,8 | 6,2 | 5,4 | 3,0 | 2,3 |
| Summe Zinslast | 107,8 | 107,7 | 191,2 | 128,3 | 27,1 | 14,2 |
| Mio. EUR |
Mit diesen bestehenden Verbindlichkeiten korrespondieren folgende (prospektive) Zinsbelastungen, wie sie zum Bilanzstichtag geschätzt wurden:
Zum 31. März 2016 weist die Fälligkeitsstruktur des Kreditportfolios im Detail folgendes Rückzahlungsprofil über die nächsten Jahre aus:
KREDITPORTFOLIO-FÄLLIGKEITSSTRUKTUR ZUM 31.03.2016
1 nicht enthalten Sollsalden bei Banken
2 enthält 406,1 Mio. EUR revolvierende Exportkredite
Zum 31. März 2017 weist die Fälligkeitsstruktur des Kreditportfolios im Detail folgendes Rückzahlungsprofil über die nächsten Jahre aus:
KREDITPORTFOLIO-FÄLLIGKEITSSTRUKTUR ZUM 31.03.2017
1 nicht enthalten Sollsalden bei Banken
2 enthält 406,1 Mio. EUR revolvierende Exportkredite
Kredit-/Bonitätsrisiko
Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können.
Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte wird durch ein exaktes Debitorenmanagement gering gehalten. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Darüber hinaus bestehen bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive.
Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt sind, in Höhe von 1.357,9 Mio. EUR. Die Altersstruktur der Forderungen, welche überfällig und noch nicht wertberichtigt sind, stellt sich wie folgt dar:
ÜBERFÄLLIGE UND NICHT WERTBERICHTIGTE FORDERUNGEN
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Bis 30 Tage überfällig | 137,2 | 136,2 |
| 31 Tage bis 60 Tage überfällig | 33,4 | 29,9 |
| 61 Tage bis 90 Tage überfällig | 12,9 | 11,5 |
| 91 Tage bis 120 Tage überfällig | 8,3 | 10,5 |
| Mehr als 120 Tage überfällig | 37,9 | 41,8 |
| Summe | 229,7 | 229,9 |
| Mio. EUR |
Auf Forderungen im Portfolio der voestalpine AG erfolgten in der Berichtsperiode folgende Wertberichtigungen:
WERTBERICHTIGUNGEN FÜR FORDERUNGEN
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Anfangsbestand zum 01.04. | 34,8 | 31,0 |
| Zugang | 10,6 | 10,0 |
| Währungsdifferenz | –1,4 | 0,7 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 4,4 | –0,1 |
| Auflösung | –10,4 | –2,7 |
| Verbrauch | –7,0 | –6,1 |
| Endbestand zum 31.03. | 31,0 | 32,8 |
| Mio. EUR |
Der Bruttowert der wertberichtigten Forderungen beträgt zum 31. März 2017 159,2 Mio. EUR.
Da der Großteil der Forderungen versichert ist, ist das Forderungsausfallsrisiko als gering einzustufen. Das maximale theoretische Ausfallsrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Forderungen.
Das Management des Bonitätsrisikos von Veranlagungs- und Derivatgeschäften wird in internen Richtlinien reglementiert. Es sind alle Veranlagungen und Derivatgeschäfte je Kontrahent limitiert, wobei die Höhe des Limits vom Rating der Bank abhängig ist.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das Bonitätsrisiko auf Geschäfte mit positivem Marktwert und bei diesen auf die Wiederbeschaffungskosten. Aus diesem Grund werden Derivatgeschäfte nur mit dem positiven Marktwert auf das Limit angerechnet. Derivate werden ausschließlich auf Grundlage von standardisierten Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte abgeschlossen.
| AAA | AA | A | BBB | <bbb nr<="" th=""> | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bond | 62,6 | 141,1 | 0,0 | 2,1 | 0,0 |
| Geldmarktveranlagungen exkl. Habensalden auf Konten |
0,0 | 48,0 | 81,5 | 10,6 | 0,0 |
| Derivate1 | 0,0 | 2,0 | 9,3 | 5,9 | 0,2 |
| 1 nur positive Marktwerte | Mio. EUR |
GLIEDERUNG DER VERANLAGUNGEN BEI FINANZINSTITUTIONEN IN RATINGKLASSEN
Währungsrisiko
Die größte Währungsposition im Konzern entsteht durch Einkäufe von Rohstoffen in US-Dollar, durch die weltweite Geschäftstätigkeit des voestalpine-Konzerns ergeben sich jedoch auch Währungsexposure in diversen anderen Währungen.
Durch die Implementierung eines rollierenden Multi-Currency-Nettings werden ein- und ausgehende Cashflows in den jeweiligen Währungen gegengerechnet. Durch den dadurch erzielten Natural Hedge wird Risiko vermindert. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Sicherungsinstrumenten. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 25 % und 100 %. Je weiter der Cashflow in der Zukunft liegt, desto geringer ist die Sicherungsquote.
Der Nettobedarf an US-Dollar des voestalpine-Konzerns lag im Geschäftsjahr 2016/17 bei 582,0 Mio. USD. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (530,9 Mio. USD) begründet sich primär durch den Preisanstieg im Rohstoffeinkauf. Das restliche Fremdwährungsexposure, das insbesondere aus Exporten in den "Nicht-EUR-Raum" und Rohstoffzukäufen resultiert, ist deutlich geringer als das USD-Risiko.
Anhand der Value-at-Risk-Rechnung ergeben sich per 31. März 2017 auf alle offenen Positionen folgende Risiken für das nächste Geschäftsjahr:
FREMDWÄHRUNGSPORTFOLIO 2016/17 (NETTO)
| Undiversifiziert | USD | PLN | ZAR | GBP | CAD | CHF | SEK | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Position1 | –489,5 | 35,7 | 3,3 | 19,5 | 54,2 | 11,5 | –35,0 | 40,6 |
| VaR (95 %/J.) | 74,2 | 4,8 | 0,7 | 2,4 | 8,3 | 1,9 | 4,0 | 6,5 |
| 1 ungesicherte Planposition für Geschäftsjahr 2017/18 | Mio. EUR |
Unter Berücksichtigung der Korrelationen der einzelnen Währungen untereinander errechnet sich ein Portfoliorisiko von 65,0 Mio. EUR (31. März 2016: 17,5 Mio. EUR) des voestalpine-Konzerns.
Zinsrisiko
Die voestalpine AG unterscheidet zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Der dargestellte Bestand umfasst alle zinsreagiblen Finanzinstrumente (Kredite, Money Market, begebene und gekaufte Wertpapiere sowie Zinsderivate).
Das primäre Ziel des Zinsmanagements ist die Optimierung des Zinsaufwandes unter Berücksichtigung des Risikos. Zur Erzielung eines Natural Hedge bei den zinstragenden Positionen wird die Modified Duration der Aktivseite in einer engen Bandbreite an die Modified Duration der Passivseite gekoppelt.
Die variabel verzinsten Bestände der Passivseite übersteigen die Bestände der Aktivseite deutlich, sodass ein Anstieg der Geldmarktzinsen um 1 % das Zinsergebnis um 13,1 Mio. EUR belastet (2015/16: 8,6 Mio. EUR belastet).
Bei einer Zinsbindung von 0,86 Jahren (2015/16: 0,98 Jahre) – inklusive Money Market-Veranlagungen – liegt der gewichtete Durchschnittszinssatz aktivseitig bei 0,50 % (2015/16: 0,66 %) und auf der Passivseite bei einer Zinsbindung von 1,15 Jahren (2015/16: 1,95 Jahre) bei 2,03 % (2015/16: 2,26 %).
| Bestand1 | Gewichteter Durch schnitts zinssatz |
Duration (Jahre) |
Durch schnittliche Kapital bindung (Jahre)2 |
Sensitivität bei 1 % Zins änderung1 |
Cashflow Risiko1 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| aktiv | 1.036,5 | 0,50 % | 0,86 | 1,21 | –3,3 | –8,6 |
| passiv | –4.472,7 | 2,03 % | 1,15 | 2,27 | 59,1 | 21,7 |
| netto | –3.436,2 | 55,8 | 13,1 |
1 Angaben in Mio. EUR
Fonds
2 exkl. revolvierender Exportkredite in Höhe von 406,1 Mio. EUR
Das anhand der Value-at-Risk-Rechnung per 31. März 2017 ermittelte Barwertrisiko beträgt bei einer 1%igen Zinsänderung auf der Aktivseite 1,0 Mio. EUR (31. März 2016: 8,6 Mio. EUR) sowie auf der Passivseite 37,4 Mio. EUR (31. März 2016: 130,8 Mio. EUR). Im Falle eines 1%igen Zinsrückgangs verbleibt somit für die voestalpine AG ein kalkulatorischer (nicht bilanzwirksamer) Nettobarwertverlust von 36,4 Mio. EUR (31. März 2016: 122,2 Mio. EUR).
Die Bestände der Aktivseite werden in einem Ausmaß von 343,3 Mio. EUR (Vorjahr 409,0 Mio. EUR) im Wertpapierdachfonds V54 veranlagt. 100 % des Fondsvermögens sind in Anleihen und Geldmarktpapieren in Euro oder in Cash in den zwei Subfonds V101 und V103 sowie in diversen Spezialfonds wie folgt investiert:
| Subfonds V101 | 166,3 Mio. EUR | mit einer Duration von 2,7 |
|---|---|---|
| Subfonds V103 | 83,7 Mio. EUR | mit einer Duration von 2,6 |
| Spezialfonds | 92,6 Mio. EUR | (sind nur im V54 enthalten) |
Neben den Wertpapierfonds bestehen weitere Wertpapierpositionen in Höhe von 46,2 Mio. EUR (31. März 2016: 7,4 Mio. EUR).
Im Geschäftsjahr 2016/17 konnten im Dachfonds V54 Erträge in Höhe von 1,19 % (2015/16: 0,47 %) verzeichnet werden.
Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Ermittlung der Zeitwerte werden Preisnotierungen für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung) herangezogen. Nettogewinne in Höhe von 22,7 Mio. EUR (2015/16: 1,3 Mio. EUR) werden für Finanzinstrumente, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet werden, erfolgswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente
Bestand an derivativen Finanzinstrumenten:
| Nominale (Mio. EUR) |
Marktwert (Mio. EUR) |
Davon im Eigenkapital berücksichtigt |
Laufzeit | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.03. 2016 |
31.03. 2017 |
31.03. 2016 |
31.03. 2017 |
31.03. 2016 |
31.03. 2017 |
31.03. 2016 |
31.03. 2017 |
||
| Fremdwährungs sicherungen |
826,4 | 1.533,4 | 2,3 | –7,7 | –2,7 | –0,9 | < 1 Jahr < 2 Jahre | ||
| davon als Siche rungsgeschäft gewidmet |
164,9 | 209,2 | –2,7 | –0,9 | |||||
| Zinssicherungen | 456,2 | 255,8 | –7,0 | –2,5 | –4,5 | –2,5 | < 3 Jahre | < 2 Jahre | |
| davon als Siche rungsgeschäft gewidmet |
255,0 | 254,4 | –4,5 | –2,5 | |||||
| Cross-Currency-Swaps | 139,9 | 135,3 | 8,4 | –13,3 | ≤ 4 Jahre | ≤ 3 Jahre | |||
| davon als Siche rungsgeschäft gewidmet |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |||||
| Rohstoffsicherungen | 19,1 | 47,5 | 0,6 | 9,9 | 0,0 | 5,6 | < 2 Jahre | < 1 Jahr | |
| davon als Siche rungsgeschäft gewidmet |
16,6 | 44,8 | 1,1 | 9,7 | |||||
| Summe | 1.441,6 | 1.972,0 | 4,3 | –13,6 | –7,2 | 2,2 | |||
| davon als Siche rungsgeschäft gewidmet |
436,5 | 508,4 | –6,1 | 6,3 |
Bei den derivativen Geschäften erfolgt täglich eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen wird unter Einsatz allgemein anerkannter finanzmathematischer Formeln der Marktwert errechnet.
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Sicherungsgeschäften werden wie folgt behandelt:
- » Ist der abzusichernde Vermögenswert oder Schuldposten bereits in der Bilanz angesetzt oder wird eine bilanzunwirksame Verpflichtung abgesichert, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem Sicherungsgeschäft erfolgswirksam erfasst. Gleichzeitig erfolgt der Wertansatz des gesicherten Postens unabhängig von dessen grundsätzlicher Bewertungsmethode ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert. Daraus entstehende unrealisierte Gewinne und Verluste werden mit den unrealisierten Ergebnissen aus dem Sicherungsgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet, sodass in Summe gesehen nur der nicht effektive Teil des Sicherungsgeschäftes in das Periodenergebnis einfließt (Fair Value-Hedges).
- » Wird eine geplante künftige Transaktion gesichert, erfolgt die Erfassung des effektiven Teils der bis zum Bilanzstichtag angesammelten unrealisierten Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis. Ineffektive Teile werden erfolgswirksam erfasst. Entsteht bei Ausführung der Transaktion ein nicht finanzieller Vermögenswert oder ein Schuldposten in der Bilanz, wird der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag bei Ermittlung des Wertansatzes dieses Postens berücksichtigt. Anderenfalls wird der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag nach Maßgabe der Erfolgswirksamkeit der geplanten künftigen Transaktion oder der bestehenden Verpflichtung erfolgswirksam verrechnet (Cashflow-Hedges).
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde Hedge Accounting gemäß IAS 39 zur Absicherung von Fremdwährungszahlungsströmen, von zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für die Sicherung von Rohstoffbezugsverträgen angewandt. Die Absicherungen stellen großteils Cashflow-Hedges dar, während nur ein kleiner Teil – vor allem im Bereich von Rohstoffsicherungen – als Fair Value-Hedge eingestuft wird. Hedge Accounting wird nur für einen Teil der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte angewendet.
Nettoverluste für Fremdwährungs-, Rohstoff- und Zinssicherungsderivate in Höhe von 27,3 Mio. EUR (2015/16: Nettogewinne in Höhe von 10,3 Mio. EUR) werden im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfasst.
Verluste für Rohstoffsicherungen, die als Fair Value-Hedge eingestuft werden, sind in Höhe von 1,5 Mio. EUR (2015/16: Gewinne in Höhe von 2,3 Mio. EUR) ertragswirksam erfasst. Für die entsprechenden Grundgeschäfte sind Gewinne in Höhe von 1,5 Mio. EUR (2015/16: Verluste in Höhe von 2,3 Mio. EUR) ebenfalls ergebniswirksam erfasst.
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde eine Unwirksamkeit hinsichtlich der Absicherung von Cashflows in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2015/16: 0,0 Mio. EUR) ergebniswirksam erfasst.
Aus der Rücklage für Währungssicherungen wurden in der Berichtsperiode negative Marktwerte in Höhe von 2,7 Mio. EUR (2015/16: positive Marktwerte in Höhe von 37,4 Mio. EUR) entnommen und ergebniswirksam im Materialaufwand erfasst; negative Marktwerte in Höhe von 0,9 Mio. EUR (2015/16: negative Marktwerte in Höhe von 2,7 Mio. EUR) wurden der Rücklage zugeführt. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde die Rücklage für Zinssicherungen aufgrund von Marktwertveränderungen um 2,0 Mio. EUR erhöht (2015/16 um 0,1 Mio. EUR verringert). Die Rücklage für Rohstoffsicherungen wurde im Geschäftsjahr 2016/17 aufgrund von Neudesignierungen und Marktwertveränderungen um 5,6 Mio EUR (2015/16: 0,0 Mio. EUR) erhöht. Darüber hinaus gab es keine Veränderungen und es wurden keine Beträge entnommen und umgegliedert.
Derivate, die als Cashflow-Hedges abgebildet werden, haben auf die Cashflows und das Periodenergebnis folgende Auswirkung:
| Summe vertragliche Cashflows |
Vertragliche Cashflows |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 Jahr und < 5 Jahre |
> 5 Jahre | |||||||
| 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | 2015/16 | 2016/17 | ||
| Zinssicherungen | |||||||||
| Vermögenswerte | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Verbindlichkeiten | –4,5 | –2,7 | –1,2 | –1,7 | –3,3 | –1,0 | 0,0 | 0,0 | |
| –4,5 | –2,5 | –1,2 | –1,5 | –3,3 | –1,0 | 0,0 | 0,0 | ||
| Fremdwährungssicherungen | |||||||||
| Vermögenswerte | 0,4 | 0,5 | 0,4 | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Verbindlichkeiten | –3,1 | –1,4 | –3,1 | –1,1 | 0,0 | –0,3 | 0,0 | 0,0 | |
| –2,7 | –0,9 | –2,7 | –0,6 | 0,0 | –0,3 | 0,0 | 0,0 | ||
| Rohstoffsicherungen | |||||||||
| Vermögenswerte | 0,0 | 10,6 | 0,0 | 10,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Verbindlichkeiten | 0,0 | –0,3 | 0,0 | –0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 0,0 | 10,3 | 0,0 | 10,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | ||
| Mio. EUR |
Einteilung von Finanzinstrumenten
| Klassen | welche zu fortgeführten | Finanzinstrumente, Anschaffungskosten bewertet werden |
Finanzinstrumente, Summe die zum Zeitwert |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kategorien | Darlehen und Forderungen |
Available for sale at cost |
Available for sale at fair value |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||
| Held for Trading (Derivate) |
Übrige | |||||
| Aktiva 2015/16 | ||||||
| Andere Finanzanlagen langfristig |
17,6 | 16,7 | 32,1 | 3,4 | 69,8 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen |
1.488,8 | 24,5 | 1.513,3 | |||
| Finanzanlagen kurzfristig | 355,7 | 355,7 | ||||
| Liquide Mittel | 774,8 | 774,8 | ||||
| Buchwerte (= Zeitwerte) | 2.281,2 | 16,7 | 32,1 | 24,5 | 359,1 | 2.713,6 |
| Aktiva 2016/17 | ||||||
| Andere Finanzanlagen langfristig |
17,4 | 14,2 | 32,1 | 2,4 | 66,1 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen |
1.697,0 | 17,1 | 1.714,1 | |||
| Finanzanlagen kurzfristig | 348,3 | 348,3 | ||||
| Liquide Mittel | 503,3 | 503,3 | ||||
| Buchwerte (= Zeitwerte) | 2.217,7 | 14,2 | 32,1 | 17,1 | 350,7 | 2.631,8 |
| Mio. EUR |
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
Die Position "Übrige" in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet Wertpapiere, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet wurden.
Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen, welche in diesem Konzernabschluss nicht vollkonsolidiert oder nach der Equity-Methode einbezogen sind, werden als "available for sale at cost" gehalten und zu Anschaffungskosten bewertet, da für diese Beteiligungen kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Einzig die nicht konsolidierte Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich wird als "available for sale at fair value" zum Fair Value bewertet, da für diese der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich, unter Berücksichtigung werterhellender Informationen, als Ganzes verlässlich ermittelt werden kann.
| Klassen | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Zeitwert bewertet werden |
Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Kategorien | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbind lichkeiten – Held for Trading (Derivate) |
|||
| Buchwerte | Zeitwerte | Buchwerte (= Zeitwerte) |
Buchwerte Zeitwerte | ||
| Passiva 2015/16 | |||||
| Finanzverbindlichkeiten langfristig |
3.342,8 | 3.445,6 | 3.342,8 | 3.445,6 | |
| Finanzverbindlichkeiten kurzfristig |
898,2 | 898,8 | 898,2 | 898,8 | |
| Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten |
2.012,1 | 2.012,1 | 20,2 | 2.032,3 | 2.032,3 |
| Summe | 6.253,1 | 6.356,5 | 20,2 | 6.273,3 | 6.376,7 |
| Passiva 2016/17 | |||||
| Finanzverbindlichkeiten langfristig |
2.764,7 | 2.833,9 | 2.764,7 | 2.833,9 | |
| Finanzverbindlichkeiten kurzfristig |
1.332,9 | 1.346,5 | 1.332,9 | 1.346,5 | |
| Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten |
2.436,7 | 2.436,7 | 30,7 | 2.467,4 | 2.467,4 |
| Summe | 6.534,3 | 6.617,1 | 30,7 | 6.565,0 | 6.647,8 |
Mio. EUR
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzverbindlichkeiten fallen, mit Ausnahme der emittierten Anleihen, in Stufe 2. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market"-Methode, wobei die Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte am Markt beobachtbare Währungskurse, Zinssätze und Creditspreads sind. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Die Bewertung der emittierten Anleihen erfolgt nach Stufe 1 mit dem Börsenkurs zum Stichtag.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den Zeitwert dar.
Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, welche die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet. Die drei Stufen sind wie folgt definiert:
| Stufe 1 | umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann. |
|---|---|
| Stufe 2 | umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. |
| Stufe 3 | umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld. |
EINGANGSPARAMETER
HIERARCHIESTUFEN FÜR REGELMÄSSIGE BEWERTUNGEN ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 24,5 | 24,5 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 359,1 | 359,1 | ||
| Available for sale at fair value | 32,1 | 32,1 | ||
| 359,1 | 24,5 | 32,1 | 415,7 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 20,2 | 20,2 | ||
| 0,0 | 20,2 | 0,0 | 20,2 | |
2016/17
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 17,1 | 17,1 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 350,7 | 350,7 | ||
| Available for sale at fair value | 32,1 | 32,1 | ||
| 350,7 | 17,1 | 32,1 | 399,9 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate) |
30,7 | 30,7 | ||
| 0,0 | 30,7 | 0,0 | 30,7 | |
| Mio. EUR |
Die zugrunde liegenden Vermögenswerte des Wertpapierdachfonds werden im Rahmen der "Fair Value-Option" ausgewiesen. Die Designation zum beizulegenden Zeitwert wurde gewählt, um zweckdienlichere Informationen zu vermitteln, weil diese Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gemäß der dokumentierten Risikomanagement- und Anlagestrategie nach deren Fair Value gesteuert und ihre Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwerts beobachtet und berichtet wird.
Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt würde (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Der voestalpine-Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Zum 31. März 2017 wurden eigene Anleihen mit einem Buchwert in Höhe von 1.313,3 Mio. EUR von Stufe 2 in Stufe 1 übertragen, da die notierten Preise an der deutschen Börse als Hauptmarkt nunmehr die geeig netere Beobachtungsbasis für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts darstellen. Neben dieser Umgruppierung fanden in den Geschäftsjahren 2015/16 und 2016/17 keine weiteren Umgruppierungen statt.
In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Anfangsbestand | 36,7 | 32,1 |
| Summe der in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzten Gewinne/Verluste: |
||
| Finanzaufwendungen/-erträge (Wertminderungen) | –4,6 | 0,0 |
| Endbestand | 32,1 | 32,1 |
| Mio. EUR |
STUFE 3 – AVAILABLE FOR SALE AT FAIR VALUE
In Stufe 3 ist die nicht konsolidierte Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich, die nach "available for sale at fair value" zum Fair Value bewertet wird, enthalten. Für diese kann der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich, unter Berücksichtigung werterhellender Informationen, als Ganzes verlässlich ermittelt werden.
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.
Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 13,9 | 7,9 |
| Available for sale at cost | 3,4 | 4,2 |
| Held for Trading (Derivate) | 12,4 | –27,3 |
| Available for sale at fair value | –4,6 | 0,0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1,3 | 22,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | –115,7 | –128,8 |
| Mio. EUR |
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich wie folgt dar:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 11,2 | 11,7 |
| Gesamtzinsaufwendungen | –115,7 | –128,8 |
| Mio. EUR | ||
Der Wertminderungsaufwand für Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, beträgt 11,9 Mio. EUR (2015/16: 16,7 Mio. EUR).
24. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten den Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks. Die Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen wurden eliminiert und sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Erhaltene Zinsen | 7,7 | 7,3 |
| Gezahlte Zinsen | 132,8 | 139,1 |
| Gezahlte Steuern | 118,8 | 160,0 |
| Mio. EUR |
Erhaltene und gezahlte Zinsen sowie gezahlte Steuern sind im Cashflow aus der Betriebstätigkeit enthalten.
NICHT ZAHLUNGSWIRKSAME AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Abschreibungen | 705,2 | 717,8 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | –2,3 | –1,6 |
| Veränderung von Pensionen und anderen Arbeitnehmerver pflichtungen, langfristigen Rückstellungen sowie latenten Steuern |
–5,2 | 10,5 |
| Sonstige unbare Erträge und Aufwendungen | –131,5 | –4,7 |
| 566,2 | 722,0 | |
| Mio. EUR |
Im Cashflow aus der operativen Tätigkeit sind Dividendeneinnahmen in Höhe von 14,0 Mio. EUR (2015/16: 19,9 Mio. EUR) aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie sonstigen Beteiligungen enthalten.
Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit sind Zugänge an liquiden Mitteln in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2015/16: 26,5 Mio. EUR) aufgrund der erstmaligen Konsolidierung von akquirierten bzw. erstmals einbezogenen Gesellschaften enthalten und ein Kaufpreis in Höhe von 28,3 Mio. EUR (2015/16: 39,7 Mio. EUR) ist abgegangen. Aufgrund des Verkaufs von Tochtergesellschaften sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0,5 Mio. EUR (2015/16: 0,0 Mio. EUR) liquide Mittel abgegangen und der Verkaufspreis in Höhe von 2,5 Mio. EUR (2015/16: 0,1 Mio. EUR) zugegangen.
Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter in Höhe von 17,9 Mio. EUR (2015/16: 47,8 Mio. EUR) sowie Kapitalzuführungen von nicht beherrschenden Gesellschaftern in Höhe von 2,1 Mio. EUR (2015/16: 1,5 Mio. EUR) enthalten.
Die Zugänge im Anlagevermögen enthalten nicht zahlungswirksame Investitionen aufgrund von Finanzierungsleasing-Aktivitäten in Höhe von 0,8 Mio. EUR (2015/16: 4,2 Mio. EUR).
25. ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie assoziierten Unternehmen bzw. deren Tochterunternehmen als auch Gemeinschaftsunternehmen werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und sind in folgenden Posten des Konzernabschlusses enthalten:
| 2015/16 | 2016/17 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| mit Gemein schaftsunter nehmen |
mit assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Tochterunter nehmen |
mit Gemein schaftsunter nehmen |
mit assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Tochterunter nehmen |
||
| Umsatzerlöse | 1,3 | 243,7 | 1,1 | 196,3 | |
| Materialaufwand | 3,3 | 127,1 | 4,4 | 128,5 | |
| Sonstiger betrieblicher Ertrag | 0,3 | 5,9 | 0,3 | 4,6 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand |
0,0 | 1,7 | 0,0 | 4,1 | |
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
0,0 | 32,7 | 0,6 | 46,7 | |
| Finanzverbindlichkeiten/ Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
0,1 | 26,3 | 0,0 | 41,0 | |
| Mio. EUR |
In den Forderungen und Verbindlichkeiten mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind sowohl direkte als auch indirekte Beziehungen enthalten.
Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zu Kernaktionären, die aufgrund der Equity-Konsolidierung der voestalpine-Anteile einen maßgeblichen Einfluss dokumentieren. Geschäftsfälle werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und stellen sich wie folgt dar:
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 110,7 | 2,1 |
| Finanzverbindlichkeiten/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
110,3 | 120,3 |
| Erhaltene Garantien | 1,0 | 1,1 |
| Mio. EUR |
Die Nichteinbeziehung der nicht konsolidierten Gesellschaften in den Konzernabschluss hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Vorstand
Die fixen Bezüge des Vorstandes werden entsprechend der österreichischen Rechtslage vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates festgelegt und periodisch einer Überprüfung unterzogen.
Voraussetzung für die Gewährung einer Bonifikation ist das Vorliegen einer aus quantitativen und qualitativen Elementen bestehenden Zielvereinbarung, welche mit dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrates abzuschließen ist. Der Maximalbonus ist für Vorstandsmitglieder mit 200 % des Jahresbruttogehalts, für den Vorsitzenden des Vorstandes mit 250 % des Jahresbruttogehalts begrenzt. Bei exakter Erreichung der vereinbarten Zielwerte gebühren für die quantitativen Ziele 60 % des Maximalbonus; bei Erreichen der qualitativen Ziele gebühren 20 % des Maximalbonus. Eine Übererfüllung der Ziele wird proportional bis zur Erreichung des Maximalbonus berücksichtigt. Quantitative Zielgrößen sind das EBIT und der "Return on Capital Employed" (ROCE). Die konkreten Zielgrößen werden periodisch (jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren) vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates mit dem Vorstand vereinbart. Ihre Berechnungsbasis ist unabhängig vom jeweiligen Budget bzw. der Mittelfristplanung, d. h. Budgeterfüllung bedeutet nicht Bonuserreichung. Als qualitative Ziele im Geschäftsjahr 2016/17 wurden erstens die Vorlage einer langfristigen NAFTA-Strategie des voestalpine-Konzerns und zweitens die Erarbeitung der grundsätzlichen Technologieoptionen für eine CO2 reduzierte Stahlerzeugung vereinbart.
Die Höhe der vertraglich zugesagten Firmenpension bemisst sich für die Vorstandsmitglieder Dr. Eder, Mag. Dipl.-Ing. Ottel und Dipl.-Ing. Eibensteiner nach der Dauer der Dienstzeit. Pro Dienstjahr beträgt die Höhe der jährlichen Pension 1,2 % des letzten Jahresbruttogehalts. Die Pensionsleistung kann jedoch 40 % des letzten Jahresbruttogehalts (ohne variable Bezüge) nicht übersteigen. Für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing. Rotter, Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer und Dipl.-Ing. Dr. Schwab besteht eine beitragsorientierte Zusage; dabei wird ein Beitrag in Höhe von 15 % des Jahresbruttogehalts (ohne Bonifikation) vom Unternehmen in die Pensionskasse einbezahlt.
Die Vorstandsmitglieder erhalten bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung in sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes.
Für die Mitglieder des Vorstandes (wie auch für alle leitenden Angestellten des Konzerns) und des Aufsichtsrates besteht eine D&O-Versicherung, deren Kosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2015/16: 0,1 Mio. EUR) von der Gesellschaft getragen werden.
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2016/17 wie folgt zusammen:
| Lfd. Bezüge fix |
Lfd. Bezüge variabel |
Summe | |
|---|---|---|---|
| Dr. Wolfgang Eder | 1,10 | 2,03 | 3,13 |
| Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| Dipl.-Ing. Franz Rotter | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| 2016/17 | 5,10 | 7,88 | 12,98 |
| 2015/16 | 4,44 | 5,98 | 10,42 |
| Mio. EUR |
Zusätzlich zu den in der oben angeführten Tabelle enthaltenen Bezügen sind für Vorstandsmitglieder mit leistungsorientierten Pensionsverträgen im Konzernabschluss folgende Service Costs (Personalaufwand) erfasst: Dr. Eder 0,00 Mio. EUR (2015/16: 0,00 Mio. EUR), Mag. Dipl.-Ing. Ottel 0,30 Mio. EUR (2015/16: 0,35 Mio. EUR) und Dipl.-Ing. Eibensteiner 0,27 Mio. EUR (2015/16: 0,31 Mio. EUR); für Vorstandsmitglieder mit beitragsorientierten Pensionsverträgen sind folgende Pensionsaufwendungen im Konzernabschluss berücksichtigt: Dipl.-Ing. Rotter 0,12 Mio. EUR (2015/16: 0,11 Mio. EUR), Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer 0,12 Mio. EUR (2015/16: 0,11 Mio. EUR) und Dipl.-Ing. Dr. Schwab 0,12 Mio. EUR (2015/16: 0,09 Mio. EUR). Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder mit leistungsorientierten Pensionsverträgen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 0,96 Mio. EUR (2015/16: 0,93 Mio. EUR) durch die Pensionskasse geleistet.
Zum Bilanzstichtag waren 6,64 Mio. EUR (2015/16: 4,92 Mio. EUR) der variablen Bezüge noch nicht ausbezahlt. An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder bis 3. Juli 2016 wurden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht, www.fma.gv.at, veröffentlicht, Meldungen nach dem 3. Juli 2016 werden auf der Website der Gesellschaft (www.voestalpine.com » Investoren » Corporate Governance) veröffentlicht.
Aufsichtsrat
Gemäß § 15 der Satzung erhalten Aufsichtsratsmitglieder der voestalpine AG als Vergütung für ihre Tätigkeit einen Betrag von einem Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100 % für den Vorsitzenden, 75 % für den stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 50 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden gemäß der in der Hauptversammlung 2016 beschlossenen Änderung des § 15 der Satzung jedenfalls eine Mindestvergütung von 27,0 Tsd. EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 20,0 Tsd. EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 13,0 Tsd. EUR zusteht. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Zusätzlich erhalten die Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR pro Sitzung. Für Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrates erfolgt keine gesonderte Vergütung, es wird jedoch ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR gewährt.
Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2016/17 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 108 Tsd. EUR (2015/16: 108 Tsd. EUR)1; Dr. Heinrich Schaller (stellvertretender Vorsitzender): 80 Tsd. EUR (2015/16: 80 Tsd. EUR)1 und alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 52 Tsd. EUR (2015/16: 52 Tsd. EUR)1. Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.
Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind seit der Hauptversammlung 2006 in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner gesonderten jährlichen Beschlussfassung in der Hauptversammlung.
Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt 0,55 Mio. EUR (2015/16: 0,55 Mio. EUR)1. Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2016/17 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 5. Juli 2017 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtsrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder bis 3. Juli 2016 wurden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht, www.fma.gv.at, veröffentlicht, Meldungen nach dem 3. Juli 2016 werden auf der Website der Gesellschaft (www.voestalpine.com » Investoren » Corporate Governance) veröffentlicht.
Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG sowie ihrer Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2016/17 Beratungsleistungen insbesondere im Zusammenhang mit gesellschafts- und kapitalmarktrechtlichen Themen. Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2016/17 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 32.098,00 EUR (2015/16: 36.994,00 EUR).
1 Änderung der im Geschäftsbericht 2015/16 veröffentlichten Beträge der Vergütung für Kapitalvertreter des Aufsichtsrates aufgrund der in der Hauptversammlung 2016 beschlossenen Änderung des § 15 der Satzung.
26. ANGABEN ZU ARBEITNEHMERN
MITARBEITERSTAND
| Bilanzstichtag | Durchschnitt | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | 2015/16 | 2016/17 | ||
| Arbeiter | 28.155 | 28.712 | 28.080 | 28.283 | |
| Angestellte | 16.891 | 17.154 | 16.710 | 17.031 | |
| Lehrlinge | 1.377 | 1.320 | 1.482 | 1.449 | |
| 46.423 | 47.186 | 46.272 | 46.763 |
Der im vorliegenden Konzernabschluss enthaltene Personalaufwand beträgt 2.859,6 Mio. EUR (2015/16: 2.785,3 Mio. EUR).
27. AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERNABSCHLUSSPRÜFER
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer gliedern sich wie folgt:
| 2015/16 | 2016/17 |
|---|---|
| 0,25 | 0,25 |
| 1,07 | 1,06 |
| 0,00 | 0,00 |
| 0,02 | 0,22 |
| 1,34 | 1,53 |
Mio. EUR
28. ANGABEN ZU AUSSERBILANZIELLEN GESCHÄFTEN
Im voestalpine-Konzern werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an verschiedene Kreditinstitute monatlich revolvierend verkauft. In diesem Zusammenhang bestehen vier verschiedene Factoringvertragstypen.
Im Rahmen des ersten Factoringvertragstyps werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 611,1 Mio. EUR (31. März 2016: 507,1 Mio. EUR) an verschiedene Kreditinstitute verkauft. Dabei werden kreditversicherte Forderungen um 100 % des Nennwertes an Kreditinstitute abgetreten, wobei die erwerbenden Kreditinstitute das Ausfallsrisiko übernehmen. Ansprüche aus der Kreditversicherung werden an das erwerbende Kreditinstitut abgetreten. Die verkaufende Konzerngesellschaft übernimmt lediglich eine Ausfallshaftung in Höhe des Selbstbehaltes von – in der Regel – 10 % aus der Kreditversicherung. Zum Bilanzstichtag beträgt das maximale Risiko aus der Ausfallshaftung 59,5 Mio. EUR (31. März 2016: 51,3 Mio. EUR). Die Ausfallshaftung entspricht dem theoretischen Maximalverlust. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Ausfallshaftung ist äußerst gering. Der Zeitwert dieses Risikos wird mit 0,0 Mio. EUR bewertet. Aufgrund der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken und aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht auf den Erwerber werden die Forderungen gemäß den Regelungen des IAS 39 vollständig ausgebucht.
Im Rahmen des zweiten Forderungsvertragstyps werden nicht versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 117,1 Mio. EUR (31. März 2016: 107,9 Mio. EUR) verkauft. Das Ausfallsrisiko wird zu 100 % an das erwerbende Kreditinstitut übertragen. Die Forderungen werden vollständig ausgebucht. Mit Ausnahme der unten angeführten passivierten Service Fee für die Forderungsverwaltung besteht kein anhaltendes Engagement.
Im Rahmen des dritten Forderungsvertragstyps – erstmals durchgeführt im Oktober 2014 – werden sowohl versicherte als auch nicht versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 124,3 Mio. EUR (31. März 2016: 123,7 Mio. EUR) verkauft. Ansprüche aus der Kreditversicherung werden an das erwerbende Kreditinstitut abgetreten. Zum Zeitpunkt des Forderungsverkaufes werden eine Verlustreserve von 0,9 % und eine Verwässerungsreserve von 1,6 % (bezogen auf die verkauften Forderungen) vom Kaufpreis abgezogen. Die Verwässerungsreserve in Höhe von 2,0 Mio. EUR für zum Bilanzstichtag verkaufte Forderungen dient der allfälligen Inanspruchnahme von Skonti, Boni etc. und wird als sonstige Forderung verbucht. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert. Eine Verlustreserve zur Deckung von allfälligen Zahlungsausfällen in Höhe von 1,1 Mio. EUR für zum Bilanzstichtag verkaufte Forderungen wurde als Aufwand verbucht und wird bei Nichtinanspruchnahme wieder ausgekehrt. Der theoretische Maximalverlust ist mit der Verlustreserve begrenzt. Aufgrund der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken und aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht auf den Erwerber werden die Forderungen gemäß den Regelungen des IAS 39 vollständig ausgebucht.
Im Rahmen des vierten Forderungsvertragstyps werden sowohl versicherte als auch nicht versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 28,0 Mio. EUR (31. März 2016: 23,6 Mio. EUR) verkauft. Ansprüche aus der Kreditversicherung werden an das erwerbende Kreditinstitut abgetreten. Für allfällige Forderungsausfälle wurde von der verkaufenden Konzerngesellschaft ein "First-Loss Reserve Account" in der Höhe von 0,2 Mio. EUR für zwölf Monate dotiert. Das "First-Loss Reserve Account" beträgt zum Bilanzstichtag 0,2 Mio. EUR und wird als Zahlungsmittel erfasst. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert. Der theoretische Maximalverlust ist mit der Höhe des "First-Loss Reserve Account" begrenzt. Aufgrund der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken und aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht auf den Erwerber werden die Forderungen gemäß den Regelungen des IAS 39 vollständig ausgebucht.
Bei sämtlichen Factoringvertragstypen werden im voestalpine-Konzern die von Kunden im Zeitraum zwischen dem letzten Forderungsverkauf und dem Bilanzstichtag erhaltenen Zahlungen in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten abgegrenzt.
Die Forderungsverwaltung verbleibt bei sämtlichen Factoringsvertragstypen bei den jeweiligen Konzerngesellschaften. Für die verkauften Forderungen wird zum 31. März 2017 insgesamt eine Service Fee von 0,15 % des verkauften Forderungsvolumens in Höhe von 1,3 Mio. EUR als sonstige Rückstellung erfasst. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert des anhaltenden Engagements.
29. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.
30. ERGEBNIS JE AKTIE
Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR) |
585,3 | 496,8 |
| Durchschnittlich ausgegebene Aktien | 174.949.163 | 175.065.830 |
| Durchschnittlich gehaltene eigene Aktien | –28.597 | –28.597 |
| Durchschnittliche gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien | 174.920.566 | 175.037.233 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 3,35 | 2,84 |
31. GEWINNVERWENDUNG
Basis für die Gewinnverwendung ist entsprechend dem österreichischen Aktiengesetz der Jahresabschluss der voestalpine AG zum 31. März 2017. Der darin ausgewiesene Bilanzgewinn beträgt 194,0 Mio. EUR. Der Vorstand schlägt eine Dividende in Höhe von 1,10 EUR (2015/16: 1,05 EUR) je Aktie vor.
Linz, 24. Mai 2017
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer
Robert Ottel Franz Rotter Peter Schwab
Der Konzernabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.
Anlage zum Anhang: Beteiligungen
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS
PRÜFUNGSURTEIL
Wir haben den Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Folgenden stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
- a) Werthaltigkeit der Firmenwerte
- b) Werthaltigkeit der Sachanlagen
- c) Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge
ad a) Werthaltigkeit der Firmenwerte
Im Konzernabschluss der voestalpine AG wird unter dem Bilanzposten "Firmenwerte" zum 31.3.2017 ein Betrag von 1.549,5 Mio. EUR ausgewiesen (10,5% der Bilanzsumme). Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich bzw. gegebenenfalls anlassbezogen einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) zur Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte unterzogen. Die Bewertung der Firmenwerte erfolgt mittels eines Bewertungsmodells entsprechend dem Discounted Cashflow-Verfahren. Die Buchwerte der Firmenwerte werden den – mit dem Bewertungsmodell ermittelten – erzielbaren Beträgen (Nutzungswerten) gegenübergestellt. Soweit der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, wird eine Wertminderung durchgeführt.
Aufgrund der Wesentlichkeit der Firmenwerte, der Schätzunsicherheiten bei der Ermittlung der Daten für das Bewertungsmodell bzw. der immanenten Ermessensentscheidungen sowie der Komplexität des Bewertungsmodells selbst wird die Werthaltigkeit der Firmenwerte als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt eingestuft. Die Ergebnisse des Bewertungsmodells sind in erheblichem Ausmaß von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Das Risiko für den Konzernabschluss besteht somit darin, dass die Annahmen und Schätzungen, die der Bewertung zugrunde liegen, bei einer negativen Abweichung der tatsächlichen Entwicklung zu einer Unterdeckung der Buchwerte führen könnten.
Die Angemessenheit der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Werten aus der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten 5-Jahres-Mittelfristplanung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen untersucht. Dabei haben wir auch die den Planungen zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen gewürdigt. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswertes haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") schwerpunktmäßig geprüft (unter anderem durch einen Vergleich mit markt- und branchenbezogenen Richtwerten ) und die rechnerische Richtigkeit des abgeleiteten Bewertungsergebnisses nachvollzogen. Aufgrund der materiellen Bedeutung der Firmenwerte, welche 10,5% der Konzernbilanzsumme ausmachen, sowie aufgrund der Tatsache, dass deren Bewertung auch von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt wird, die von der Gesellschaft nicht beeinflusst werden können, haben wir ergänzend die von der Gesellschaft durchgeführten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und beurteilt, wie sich Parameteränderungen (Veränderungen der Diskontierungssätze und der Cash Flows) auf den Deckungsgrad der Firmenwerte mit dem mittels des Bewertungsmodells ermittelten Nutzungswerten auswirken.
Die Angaben der Gesellschaft zu den Firmenwerten bzw. zu den Werthaltigkeitstests sind in den Abschnitten B. und G.10. des Konzernanhangs enthalten.
ad b) Werthaltigkeit der Sachanlagen
Im Konzernabschluss der voestalpine AG wird unter dem Bilanzposten "Sachanlagen" zum 31.3.2017 ein Betrag von 6.371,9 Mio. EUR ausgewiesen (43,3% der Bilanzsumme). Der Vorstand beurteilt bei Vorliegen von Anhaltspunkten, ob eine dauerhafte Wertminderung oder die Werthaltigkeit der Sachanlagen bzw. der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units (CGU)) gegeben ist.
Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, soweit der Buchwert des einzelnen Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert. Das Bewertungsmodell entspricht grundsätzlich jenem für den Werthaltigkeitstest für Firmenwerte.
Aufgrund der Wesentlichkeit der Sachanlagen, der Schätzunsicherheiten bei der Ermittlung der Daten für das Bewertungsmodell bzw. der immanenten Ermessensentscheidungen sowie der Komplexität des Bewertungsmodells wird die Werthaltigkeit der Sachanlagen als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt eingestuft. Die Ergebnisse des Bewertungsmodells sind in erheblichem Ausmaß von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Das Risiko für den Konzernabschluss besteht somit darin, dass die Annahmen und Schätzungen, die der Bewertung zugrunde liegen, bei einer negativen Abweichung der tatsächlichen Entwicklung zu einer Unterdeckung der Buchwerte führen könnten.
Bei den Sachanlagen sind somit die gleichen Gründe für die Einstufung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt wie für die Werthaltigkeit der Firmenwerte maßgeblich. Unsere Vorgangsweise bei der Prüfung entspricht dementsprechend der Vorgangsweise bei der Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte, weshalb an dieser Stelle auf die diesbezüglichen Ausführungen verwiesen werden kann.
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden in der Metal Engineering Division bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU), welche sich mit der Herstellung von Spezialdrähten (Feinstdrähten) beschäftigt, aufgrund des verzögerten Projekthochlaufs und reduzierter Ergebniserwartungen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,3 Mio. EUR erfasst.
Die im Geschäftsjahr 2016/17 in Betrieb genommene Direktreduktionsanlage zur Produktion von hochqualitativem HBI (Hot Briquetted Iron – Eisenschwamm) in Texas ist Teil der Steel Division und bildet eine eigene zahlungsmittelgenerierende Einheit (voestalpine Texas group). Die eingetretenen Investitionsausgabenüberschreitungen (Anstieg des Investitionsaufwandes im Vergleich zur ursprünglichen Planung bei Projektbeginn) bildeten den Anlass für den durchgeführten Werthaltigkeitstest für die Sachanlagen (bzw. immateriellen Vermögenswerte) der CGU voestalpine Texas group. Der durchgeführte Impairmenttest hat die Werthaltigkeit der im Jahresabschluss enthaltenen Buchwerte für die CGU (911,4 Mio. EUR) bestätigt.
Im Zusammenhang mit der Prüfung der Werthaltigkeit haben wir auch überprüft, inwieweit bei Sachanlagen bzw. zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU), für die in der Vergangenheit Wertminderungen vorgenommen wurden, im Geschäftsjahr 2016/17 Wertaufholungen erforderlich sind.
Die Angaben der Gesellschaft zur Werthaltigkeit des Sachanlagevermögens bzw. zu Wertminderungen und Wertaufholungen sind in den Abschnitten B. und G.9. des Konzernanhangs dargestellt.
ad c) Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge
Im Konzernabschluss zum 31.3.2017 der voestalpine AG werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 219,6 Mio. EUR (Vorjahr: 49,2 Mio. EUR) ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von 313,6 Mio. EUR (Vorjahr: 251,9 Mio. EUR), für welche kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde.
Aus unserer Sicht ist dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für die Konzernabschlussprüfung, da das Berechnungsmodell für die latenten Steuern komplex ist, das Ergebnis der Berechnung der für Verlustvorträge angesetzten aktiven latenten Steuern in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen (steuerlichen) Ergebnisentwicklung der betroffenen Konzerngesellschaften abhängt und somit mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist. Das Risiko für den Konzernabschluss besteht darin, dass die Annahmen und Schätzungen, die der Bilanzierung latenter Steuern zugrunde liegen, bei einer negativen Abweichung der tatsächlichen Entwicklung nicht zur erwarteten Steuerentlastung führen.
Wir haben die Prüfung des Berechnungsmodells sowie den Aufbau und die Wirksamkeit der bestehenden Kontrollen – unter Beiziehung von Steuerexperten – überprüft. Die entsprechenden Angaben der konzerninternen Berichterstattung zu den latenten Steuern (Tax Workbook), welche von den einzelnen Konzerngesellschaften bzw. in aggregierter Form auf Ebene der Divisionen und des Konzerns erstellt werden, haben wir auf ihre Richtigkeit und Plausibilität hin analysiert. Wir haben eine Beurteilung bzw. Plausibilisierung der Planung der künftigen steuerlichen Ergebnisse vorgenommen, wobei wir auch verifiziert haben, ob die Planung der steuerlichen Ergebnisse mit den von den Organen beschlossenen Fünfjahresplanungen in Einklang stehen. Außerdem haben wir auch eine Evaluierung vorgenommen, ob Beschränkungen der steuerlichen Verlustverrechnung bzw. Verfallsfristen für die Verwertung der Verlustvorträge bei der Berechnung berücksichtigt wurden.
Die Angaben der Gesellschaft zu den latenten Steuern sind in den Abschnitten B. und G.13. des Konzernanhangs enthalten.
VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATES/PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
- » Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- » Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
- » Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängenden Angaben.
-
» Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir treffen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
-
» Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
- » Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob der er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob der er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
» Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
» Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt nicht diese sonstigen Informationen ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf abgeben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Univ. Doz. Dr. Walter Platzer.
Wien, am 24. Mai 2017
Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Univ. Doz. Dr. Walter Platzer e.h. Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEM. § 82 (4) BÖRSEG
Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Linz, 24. Mai 2017
Der Vorstand
Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes
Robert Ottel Mitglied des Vorstandes
Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter Mitglied des Vorstandes
Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes
Peter Schwab Mitglied des Vorstandes
voestalpine AG BETEILIGUNGEN
Erläuterungen:
- KV Vollkonsolidierung
- KEA Equity-Methode assoziiertes Unternehmen
- KEG Equity-Methode Gemeinschaftsunternehmen
- K0 Keine Konsolidierung
STEEL DIVISION
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| voestalpine Stahl GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Cargo Service GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Caseli GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Logistik Service GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| VAPS GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Eurostahl GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Giesserei Linz GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Giesserei Traisen GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Grobblech GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Standortservice GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Steel & Service Center GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Steel Service Center Polska Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Steel Service Center Romania SRL | ROU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Steel Trading (Shenyang) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | ||
| voestalpine Texas Holding LLC | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Texas LLC | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Treasury Holding GmbH | AUT | 100,000 % | KV | ||
| GEORG FISCHER FITTINGS GmbH1 | AUT | 49,000 % | KEA | 49,000 % | KEA |
| Industrie-Logistik-Linz GmbH1 | AUT | 49,000 % | KEA | 37,000 % | KEA |
| Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd1 | CHN | 51,000 % | KEG | 51,000 % | KEG |
| Kocel Steel Foundry Co., Ltd.1 | CHN | 49,000 % | KEA | 49,000 % | KEA |
| Kühne + Nagel Euroshipping GmbH1 | DEU | 49,000 % | KEA | 49,000 % | KEA |
| METALSERVICE S.P.A.1 | ITA | 40,000 % | KEA | 40,000 % | KEA |
| Scholz Austria GmbH1 | AUT | 34,011 % | KEA | 34,011 % | KEA |
| Energie AG Oberösterreich | AUT | 2,061 % | K0 | 2,063 % | K0 |
1 Für die gekennzeichneten equitykonsolidierten Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.
STEEL DIVISION
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
||
| K1-Met GmbH | AUT | 35,000 % | K0 | 35,000 % | K0 | |
| Kontext Druckerei GmbH | AUT | 64,800 % | K0 | 64,800 % | K0 | |
| Linzer Schlackenaufbereitungs- und vertriebsgesellschaft m.b.H. |
AUT | 33,333 % | K0 | 33,333 % | K0 | |
| vivo Mitarbeiter-Service GmbH | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Belgium NV/SA | BEL | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Camtec Corp. | CAN | 100,000 % | K0 | |||
| voestalpine CR, s.r.o. | CZE | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine d.o.o. | HRV | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine d.o.o. | SRB | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine d.o.o. | SVN | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Danmark ApS. | DNK | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Deutschland GmbH | DEU | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine France SAS | FRA | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Hungaria Kft. | HUN | 99,000 % | K0 | 99,000 % | K0 | |
| voestalpine Italia S.r.l. | ITA | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Nederland B.V. | NLD | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Polska Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Romania S.R.L. | ROU | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Scandinavia AB | SWE | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Schweiz GmbH | CHE | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Slovakia, s.r.o. | SVK | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine Stahlwelt GmbH | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine UK Ltd. | GBR | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| voestalpine USA Corp. | USA | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 | |
| Werksgärtnerei Gesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| voestalpine Edelstahl GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Aceros Boehler del Ecuador S.A. | ECU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Aceros Boehler del Peru S.A. | PER | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| ACEROS BOEHLER UDDEHOLM S.A. | ARG | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| AÇOS BÖHLER-UDDEHOLM DO BRASIL LTDA. | BRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Advanced Tooling Tek (Shanghai) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| ASSAB Steels (HK) Ltd. | CHN | 95,000 % | KV | 95,000 % | KV |
| ASSAB Steels (Malaysia) Sdn Bhd | MYS | 95,000 % | KV | 95,000 % | KV |
| ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. | TWN | 94,500 % | KV | 82,500 % | KV |
| ASSAB Steels (Thailand) Ltd. | THA | 95,000 % | KV | 95,000 % | KV |
| ASSAB Steels Korea Co., Ltd | KOR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| ASSAB Steels Singapore (Pte) Ltd. | SGP | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| ASSAB Steels Vietnam Company Limited | VNM | 100,000 % | KV | 100,000 % | K0 |
| ASSAB Tooling (Beijing) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| ASSAB Tooling (Dong Guan) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | KV | 95,000 % | KV |
| ASSAB Tooling (Qing Dao) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| ASSAB Tooling (Xiamen) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | KV | 95,000 % | KV |
| ASSAB Tooling Technology (Chongqing) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | KV | 95,000 % | KV |
| ASSAB Tooling Technology (Ningbo) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | KV | 95,000 % | KV |
| ASSAB Tooling Technology (Shanghai) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | KV | 95,000 % | KV |
| BÖHLER Bleche GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER Bleche GmbH & Co. KG | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER Edelstahl GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER GRUNDSTÜCKS BETEILIGUNGS GMBH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler Grundstücks GmbH & Co. Kommanditgesellschaft1 |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler International GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Bohler Pacific Pte. Ltd. | SGP | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler PROFIL GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER Schmiedetechnik GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Bohler Special Steels (Shanghai) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Bohler Uddeholm (Australia) Pty Ltd | AUS | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BOHLER UDDEHOLM AFRICA (PTY) LTD | ZAF | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler Uddeholm Celik Sanayi ve Ticaret A.S. | TUR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Böhler Grundstücks GmbH & Co. Kommanditgesellschaft als befreiend.
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| Böhler Uddeholm CZ s.r.o. | CZE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler Uddeholm Italia S.p.A. | ITA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BOHLER UDDEHOLM POLSKA Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BOHLER UDDEHOLM ROMANIA S.R.L. | ROU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER Wärmebehandlung GmbH | AUT | 100,000 % | KV | ||
| BOHLER-UDDEHOLM (UK) LIMITED | GBR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM AS | NOR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler-Uddeholm B.V. | NLD | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | COL | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Bohler-Uddeholm Corporation | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM DEUTSCHLAND GMBH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM France S.A.S. | FRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler-Uddeholm Hungary Kft. | HUN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler-Uddeholm Iberica S.A.U. | ESP | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM INDIA PRIVATE LIMITED | IND | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Bohler-Uddeholm KK | JPN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler-Uddeholm Ltd. | CAN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Böhler-Uddeholm Schweiz AG | CHE | 99,833 % | KV | 99,833 % | KV |
| Böhler-Uddeholm SLOVAKIA, s.r.o. | SVK | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| BU Beteiligungs- und Vermögensverwaltung GmbH |
AUT | 100,000 % | KV | ||
| Buderus Edelstahl GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Densam Industrial Co. Ltd. | TWN | 97,305 % | KV | 91,425 % | KV |
| Deville Rectification S.A.S.U. | FRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| DIN ACCIAI S.p.A. | ITA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| EDRO Engineering, Inc. | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| EDRO Specialty Steels GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| EDRO Specialty Steels, Inc. | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Eifeler Coatings Technology, Inc. | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Eifeler Lasertechnik GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Eifeler Swiss AG | CHE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Eifeler Werkzeuge GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| eifeler-Vacotec GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| ENPAR Sonderwerkstoffe GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 85,000 % | KV |
| Eschmann Steels Trading (Shanghai) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV |
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| Eschmann Textura Internacional - Transformacao de Ferramentas, Unipessoal, LDA |
PRT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Eschmann Textures India Private Limited | IND | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Eschmann Textures International GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| EschmannStahl GmbH & Co. KG1 | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| GMV Eschmann International SAS | FRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Grandacos – Servicos Maquinados Portugal, Unipessoal, Lda |
PRT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Gravutex Eschmann International Limited | GBR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Grimstows Holdings Inc. | CAN | 100,000 % | KV | ||
| IS Intersteel Stahlhandel GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Jing Ying Industrial Co. Ltd. | TWN | 97,305 % | KV | 91,425 % | KV |
| Microcosmic Metal Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| OOO BÖHLER-UDDEHOLM | RUS | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| PT Assab Steels Indonesia | IDN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Sacma Acciai Speciali S.p.A. | ITA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Sermetal Barcelona, S.L. | ESP | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Sturdell Holdings, Inc. | USA | 100,000 % | KV | ||
| Sturdell Industries Inc. | CAN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Sturdell Industries, Inc. | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Uddeholm A/S | DNK | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Uddeholm Eiendom AS | NOR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Uddeholm Oy Ab | FIN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Uddeholm Svenska Aktiebolag | SWE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Uddeholms AB | SWE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Vacotec S.A. | CHE | 100,000 % | KV | ||
| Villares Metals International B.V. | NLD | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Villares Metals S.A. | BRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Additive Manufacturing Center GmbH |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Additive Manufacturing Center Singapore Pte. Ltd |
SGP | 100,000 % | KV | ||
| voestalpine Edelstahl Deutschland GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine High Performance Metals Pacific Pte. Ltd. |
SGP | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die EschmannStahl GmbH & Co. KG als befreiend.
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| voestalpine High Performance Metals S.A. de C.V. | MEX | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Special Steels China Limited | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Technology Institute (Asia) Co. Ltd. | TWN | 100,000 % | KV | ||
| Associated Swedish Steels Phils., Inc. | PHL | 92,500 % | K0 | ||
| Bohlasia Steels Sdn. Bhd. | MYS | 53,333 % | K0 | 53,333 % | K0 |
| BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| Böhler-Uddeholm Solidaritätsfonds Privatstiftung | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| BÖHLER-UDDEHOLM UKRAINE LLC | UKR | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| BÖHLER-UDDEHOLM ZAGREB d.o.o. | HRV | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. | NLD | 100,000 % | K0 | ||
| EDRO Limited | CHN | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH | DEU | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| Grundstück-Verwaltungsgesellschaft Gewerbehof Sendling mbH & Co. KG |
DEU | 62,916 % | K0 | 62,916 % | K0 |
| HOTEL BÖHLERSTERN Gesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| V.K. Italia S.r.l. in liquidazione | ITA | 20,000 % | K0 | 20,000 % | K0 |
| voestalpine Treasury Holding GmbH | AUT | 100,000 % | K0 |
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. | CHN | 50,000 % | KV | 50,000 % | KV |
| JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. | ESP | 70,000 % | KV | 70,000 % | KV |
| LASA Schienentechnik GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Maruti Weld Private Limited | IND | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Materiel Ferroviaire d'Arberats SASU | FRA | 70,000 % | KV | 70,000 % | KV |
| Nortrak-Damy, Cambios de Via, S.A.P.I. de C.V. | MEX | 51,007 % | KV | 51,007 % | KV |
| OOO voestalpine Bohler Welding Russia | RUS | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| PT voestalpine Bohler Welding Asia Pacific | IDN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| TSF-A GmbH | AUT | 50,100 % | KV | 50,100 % | KV |
| TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG1 | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| TSTG Schienen Technik Verwaltungs GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| VAMAV Vasúti Berendezések Kft. | HUN | 50,000 % | KV | 50,000 % | KV |
| voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Boehler Welding USA Technology LLC | USA | 100,000 % | KV | ||
| voestalpine Böhler Welding (China) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Bohler Welding Asia Pacific Pte. Ltd. | SGP | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Austria GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Belgium S.A. | BEL | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Bohler Welding Canada Ltd. | CAN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding CEE GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Fileur SRL | ITA | 90,000 % | KV | 90,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Fontargen GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding France SAS | FRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Germany GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Group GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Hellas S.A. | GRC | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Bohler Welding India Private Limited | IND | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Italia S.r.l. | ITA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Bohler Welding Mexico S.A. de C.V. | MEX | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Bohler Welding Middle East FZE | ARE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG als befreiend.
| 31.03.2017 31.03.2016 |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| voestalpine Böhler Welding Nederland B.V. | NLD | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Nordic AB | SWE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Northeast Asia Ltd. | KOR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Bohler Welding Romania SRL | ROU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Schweiz AG | CHE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Soldas do Brasil Ltda. | BRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Spain, S.A. | ESP | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding Trading (Shanghai) Co., Ltd. |
CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Bohler Welding UK Limited | GBR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Bohler Welding USA, Inc. | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Böhler Welding UTP Maintenance GmbH |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine BWG GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine BWG Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Forschungsservicegesellschaft Donawitz GmbH |
AUT | 93,986 % | KV | 93,986 % | KV |
| voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi |
TUR | 59,935 % | KV | 59,935 % | KV |
| voestalpine Klöckner Bahntechnik GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Metal Engineering GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Nortrak Inc. | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Nortrak Ltd. | CAN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Rail Center Duisburg GmbH1 | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Rail Center Königsborn GmbH1 | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Railpro B.V. | NLD | 70,000 % | KV | 70,000 % | KV |
| voestalpine Railway Systems (Thailand) Co., Ltd. | THA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Railway Systems Polska Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Schienen GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine SIGNALING Fareham Ltd. | GBR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine SIGNALING Sainerholz GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine SIGNALING Siershahn GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine SIGNALING Sopot Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine SIGNALING USA Inc. | USA | 100,000 % | KV | ||
| voestalpine SIGNALING Zeltweg GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Special Wire GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264 Abs. 3 dHGB für die voestalpine Rail Center Duisburg GmbH und voestalpine Rail Center Königsborn GmbH als befreiend.
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| voestalpine Stahl Donawitz GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Track Solutions Saudi Arabia Limited | SAU | 51,000 % | KV | 51,000 % | KV |
| voestalpine Tubulars Al Bassam Company Limited | SAU | 29,325 % | KV | ||
| voestalpine Tubulars GmbH | AUT | 57,500 % | KV | 57,500 % | KV |
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG | AUT | 49,888 % | KV | 49,888 % | KV |
| voestalpine VAE Africa (Pty) Ltd. | ZAF | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine VAE Apcarom SA | ROU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine VAE Brasil Produtos Ferroviários Ltda. | BRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine VAE GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine VAE Italia S.r.l. | ITA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine VAE Legetecha UAB | LTU | 66,000 % | KV | 66,000 % | KV |
| voestalpine VAE Railway Systems Pty.Ltd. | AUS | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine VAE Riga SIA | LVA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine VAE SA (Pty) Ltd. | ZAF | 69,000 % | KV | 69,000 % | KV |
| voestalpine VAE Sofia OOD | BGR | 51,000 % | KV | 51,000 % | KV |
| voestalpine VAE UK Ltd. | GBR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine VAE VKN India Private Limited | IND | 55,200 % | KV | 55,200 % | KV |
| voestalpine WBN B.V. | NLD | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Weichensysteme GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Wire (Suzhou) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Wire Austria GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Wire Germany GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Wire Italy s.r.l. | ITA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Wire Rod Austria GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Wire Technology GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Weichenwerk Wörth GmbH | AUT | 56,950 % | KV | 56,950 % | KV |
| WS Service GmbH1 | AUT | 49,000 % | KEA | 49,000 % | KEA |
| Burbiola S.A. | ESP | 35,000 % | K0 | 35,000 % | K0 |
| Casedo GmbH | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| KW PenzVAEE GmbH | AUT | 49,000 % | K0 | 49,000 % | K0 |
| Liegenschaftsverwaltungs GmbH | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| Parkwood Way Holdings Ltd. | CAN | 40,000 % | K0 | 40,000 % | K0 |
| va Tubulars Export GmbH | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| VOEST-ALPINE TUBULAR CORP. | USA | 57,500 % | K0 | 57,500 % | K0 |
| voestalpine Tubulars Middle East DMCC | ARE | 57,500 % | K0 | 57,500 % | K0 |
1 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| voestalpine Metal Forming GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. | MEX | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Global Rollforming Corporation | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Kadow und Riese Laser- und Umformtechnik GmbH |
DEU | 100,000 % | KV | ||
| Nedcon Bohemia, s.r.o. | CZE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Nedcon France SASU | FRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Nedcon B.V. | NLD | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Nedcon Lagertechnik GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Nedcon Magazijninrichting B.V. | NLD | 100,000 % | KV | ||
| Nedcon USA Inc. | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| OOO voestalpine Arkada Profil | RUS | 100,000 % | KV | ||
| Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG | DEU | 100,000 % | KV | ||
| Polynorm Leasing B.V. | NLD | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Roll Forming Corporation | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| Sharon Custom Metal Forming, Inc. | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| STAMPTEC France SAS | FRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Body Parts Shenyang Co., Ltd. |
CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Aguascalientes S. de R.L. de C.V. |
MEX | 100,000 % | KV | ||
| voestalpine Automotive Components Arad SRL | ROU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Birkenfeld GmbH1 |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Böhmenkirch GmbH & Co. KG2 |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Bunschoten B.V. |
NLD | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Cartersville Inc. |
USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Dettingen GmbH1 |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Deutschland GmbH |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264 Abs. 3 dHGB für die voestalpine Automotive Components Birkenfeld GmbH und voestalpine Automotive Components Dettingen GmbH als befreiend.
2 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die voestalpine Automotive Components Böhmenkirch GmbH & Co. KG als befreiend.
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| voestalpine Automotive Components East London (Pty) Ltd. |
ZAF | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Fontaine | FRA | 99,998 % | KV | 99,998 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Linz GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Nagold GmbH & Co. KG1 |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Schmölln GmbH2 |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Schwäbisch Gmünd Beteiligung GmbH |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Automotive Components Schwäbisch Gmünd GmbH & Co. KG1 |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Elmsteel Group Limited | GBR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine HTI Beteiligungs GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Krems Finaltechnik GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Krems GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc | GBR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Meincol S.A. | BRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Metal Forming Netherlands Holding B.V. |
NLD | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Metsec plc | GBR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Präzisionsprofil GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Precision Strip AB | SWE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Precision Strip GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Precision Strip LLC | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Precision Strip Trading (Suzhou) Co., Ltd |
CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Precision Strip WI, Inc. | USA | 100,000 % | KV | ||
| voestalpine Precision Strip, S.A.U. | ESP | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Profilafroid | FRA | 99,925 % | KV | 99,925 % | KV |
| voestalpine Profilform (China) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine PROFILFORM s.r.o. | CZE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Rotec GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die voestalpine Automotive Components Nagold GmbH & Co. KG und voestalpine Automotive Components Schwäbisch Gmünd GmbH & Co. KG als befreiend.
2 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264 Abs. 3 dHGB für die voestalpine Automotive Components Schmölln GmbH als befreiend.
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| voestalpine Rotec GmbH & Co. KG1 | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Rotec Iberica S.A. | ESP | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Rotec Incorporated | USA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Rotec Limited | GBR | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Rotec Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Rotec Summo Corp. | CAN | 100,000 % | KV | ||
| voestalpine Rotec Summo de Mexico S. de R.L. de C.V. |
MEX | 100,000 % | KV | ||
| voestalpine S.A.P. | FRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Sadef nv | BEL | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Stamptec Holding GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG1 |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Stamptec Qinhuangdao Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | KV | ||
| Entwicklungsgesellschaft Gügling Ost GmbH & Co. KG |
DEU | 6,000 % | K0 | 6,000 % | K0 |
| Entwicklungsgesellschaft Gügling Verwaltungs GmbH |
DEU | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| EURACIER | FRA | 20,000 % | K0 | 20,000 % | K0 |
| Hinckley Precision Tubes Limited | GBR | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| Martin Miller Blansko, spol. s r. o. (in Liquidation) | CZE | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| Martin Miller North America, Inc. | USA | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| Metal Sections Limited | GBR | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| Munkfors Energi AB | SWE | 40,000 % | K0 | 40,000 % | K0 |
| Polynorm Immobilien Beteiligungs-GmbH | DEU | 100,000 % | K0 | ||
| SADEF FRANCE S.A.R.L. | FRA | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| voestalpine Arkada Zapad ITUP | BLR | 100,000 % | K0 | ||
| voestalpine Automotive Components Tianjing Co., Ltd. |
CHN | 100,000 % | K0 | ||
| voestalpine Beteiligungsgesellschaft Schwäbisch Gmünd mbH |
DEU | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| voestalpine Stamptec Beteiligungs GmbH | DEU | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die voestalpine Rotec GmbH & Co. KG und voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG als befreiend.
SONSTIGE
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sitz der Gesellschaft |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
Anteils höhe |
Konsoli dierungsart |
|
| Danube Equity AG | AUT | 71,373 % | KV | 71,373 % | KV |
| Importkohle Gesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| RLBV54 Fonds | AUT | 99,554 % | KV | 99,624 % | KV |
| voestalpine Dienstleistungs- und Finanzierungs GmbH |
DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Finanzierungs GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Finanzierungs Holding GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Funding International GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine group-IT AB | SWE | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine group-IT GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine group-IT GmbH | DEU | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine group-IT Tecnologia da Informacao Ltda. |
BRA | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Personal Services GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH | AUT | 100,000 % | KV | 100,000 % | KV |
| APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft1 | AUT | 29,192 % | KEA | 29,192 % | KEA |
| AC styria Autocluster GmbH | AUT | 12,333 % | K0 | 12,333 % | K0 |
| Donauländische Baugesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
| VA Intertrading Aktiengesellschaft | AUT | 3,397 % | K0 | 5,662 % | K0 |
| voestalpine group-IT (Suzhou) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | K0 | ||
| voestalpine Insurance Services GmbH | AUT | 100,000 % | K0 | 100,000 % | K0 |
1 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.
voestalpine AG
JAHRESABSCHLUSS 2016/17
- 213 Lagebericht
- 238 Bilanz zum 31.03.2017
- 240 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2016 bis 31.03.2017
- 242 Anlagenspiegel zum 31.03.2017
- 244 Anhang zum UGB-Abschluss der voestalpine AG 2016/17
- 263 Bestätigungsvermerk
- 269 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
Bericht des Vorstandes LAGEBERICHT 2016/17
BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Die voestalpine AG ist die Muttergesellschaft von voestalpine, eines international tätigen Technologie- und Industriegüterkonzerns. Die Geschäftstätigkeiten sind in den Divisionen Steel, High Performance Metals, Metal Engineering und Metal Forming organisiert. Als Konzernmutter ist sie eine strategische Holdinggesellschaft, welche die strategische Ausrichtung des Konzerns und die Steuerung der Geschäftsbereiche unter Berücksichtigung eines wertsteigernden Wachstums und bestmöglicher Ressourcenallokation wahrnimmt. Daraus resultiert auch die hauptsächliche Umsatzkomponente, die sich aus der Verrechnung von Konzernumlagen an die Tochtergesellschaften ergibt. Das Finanzergebnis besteht im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen der vier Divisionsleitgesellschaften, deren wirtschaftliche Entwicklung eng mit den Konzerngesellschaften verknüpft ist. Die voestalpine AG fungiert als Gruppenträgerin der steuerlichen Unternehmensgruppe der voestalpine.
Das wirtschaftliche Umfeld des Geschäftsjahres 2016/17 war noch stärker als die Jahre davor von politischen Ereignissen geprägt. So kam es – abgesehen von den anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Mittleren Osten, allen voran dem Krieg in Syrien mit den daraus resultierenden Migrationsströmen und dem IS-Terror in Europa – zunehmend auch in arrivierten Ländern zu unerwarteten politischen Entwicklungen wie etwa dem Brexit-Votum in Großbritannien, der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA oder der Errichtung eines Präsidialsystems in der Türkei. Auf ökonomischer Ebene war neben dem zunehmenden Aufbau von Handelshemmnissen in Verbindung mit sich verstärkenden protektionistischen Ambitionen in immer mehr Ländern der Welt auch die Änderung der Fiskalpolitik der US-Notenbank FED (Federal Reserve) ein einschneidendes Ereignis, die im abgelaufenen Geschäftsjahr schrittweise zu einer Normalisierung der Zinspolitik zurückkehrte.
In Summe wuchs die Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2016 um rund 3 %, wobei die Wachstumstreiber in Asien zu finden waren, während die entwickelten Volkswirtschaften ihren eher überschaubaren Wachstumstrend weiter fortsetzten.
EUROPA
2016 war Europa wirtschaftlich durch einen moderaten Wachstumstrend geprägt, der sich zu Jahresbeginn 2017 weiter beschleunigt hat und damit für das Geschäftsjahr 2017/18 ein eher solides makroökonomisches Umfeld erwarten lässt. 2016/17 war das Wirtschaftswachstum in Europa insgesamt gesehen überwiegend vom privaten Konsum getragen, der das gesamte Jahr hindurch von niedrigen Energiepreisen (Ölpreis), einer insgesamt moderaten Inflation sowie von sinkenden Arbeitslosenzahlen gestützt wurde.
Die Investitionstätigkeit trug vergleichsweise deutlich weniger zum insgesamt erfreulichen Wirtschaftswachstum bei. Einerseits bestanden im letzten Jahr in vielen Industriebereichen nach wie vor freie Kapazitäten, die Investitionen in neue Anlagen nicht notwendig machten, andererseits liegt der Fokus im Industriebereich nach wie vor in erster Linie eher auf Effizienzsteigerungen als Erweiterungsinvestitionen. Dieser Trend spiegelt sich auch in der im letzten Jahr unverändert schwachen Kreditnachfrage aus dem Industriebereich wider. Damit konnte auch die Beibehaltung der extrem expansiven Fiskalpolitik der Europäischen Zentralbank keine Anreize für Investitionen liefern und somit keine Stimulierung des Wachstums erreichen.
Diese Niedrigzinspolitik hat in Europa jedoch zu einem Abbau der Verschuldungsquote in einer Reihe von Staaten geführt, was eine etwas expansivere Fiskalpolitik auf nationaler Ebene erlauben würde. Tatsächlich haben im Geschäftsjahr 2016/17 die Ausgaben der öffentlichen Hand das Wachstum allerdings nur in bescheidenem Umfang positiv beeinflusst.
In diesem Umfeld konnte der voestalpine-Konzern von der ungebrochen hervorragenden europäischen Automobilkonjunktur sowie einer soliden generellen Nachfrage aus dem Konsumgütersektor profitieren. Auch der Luftfahrtbereich setzte seinen positiven Trend fort, wogegen die Bauindustrie eine nach wie vor nur überschaubare Dynamik zeigte. Der Bereich Eisenbahninfrastruktur war in der 2. Jahreshälfte 2016 mit einer zunehmenden Abschwächung der Nachfrage in Europa konfrontiert, die sich auch zu Jahresbeginn 2017 fortsetzte. Demgegenüber zeigte der Öl- und Gassektor nach längerer Durststrecke im Jahresverlauf Erholungstendenzen, die sich im letzten Geschäftsquartal weiter verstärkt haben.
NORDAMERIKA
Nachdem sich bereits gegen Ende des Geschäftsjahres 2015/16 Anzeichen einer Verlangsamung der Wirtschaftsdynamik in Nordamerika verdichtet hatten, konnte das Bruttoinlandsprodukt der USA 2016 nur mehr um vergleichsweise moderate 1,6 % zulegen.
Vor allem der anhaltend niedrige Ölpreis und bis zur Mitte des Geschäftsjahres rückläufige Rohstoffpreise drückten auf die Wachstumsraten der Region. Damit verbunden waren nicht nur sinkende Exporte, sondern auch Kollateraleffekte auf den Investitionsbereich und auf die Transportindustrie, wodurch sich u. a. der Eisenbahninfrastruktursektor zunächst deutlich abkühlte, um sich allerdings im späteren Verlauf des Geschäftsjahres doch wieder zu stabilisieren.
Unabhängig von dieser Entwicklung blieb der private Konsum jedoch ungebrochen stark, gestützt durch geringe Arbeitslosigkeit, anhaltend gute Arbeitsmarktdaten und damit eine gesunde Kaufkraftentwicklung, dies nicht zuletzt infolge niedriger Energiepreise.
Vor diesem Hintergrund blieb die generelle Stimmung zur Wirtschaftslage durchaus optimistisch, sie wurde durch die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten im November 2016 in der Folge sogar nochmals gesteigert, kündigte Trump doch in seinen Wahlreden ein großes Infrastrukturpaket bei gleichzeitig substanziellen Steuersenkungen an.
Doch die Unsicherheiten über deren Umfang, die Zeitschiene und die Finanzierbarkeit sowie die überraschende, signifikante Erhöhung des Militäretats führen in der Zwischenzeit zu sich mehrenden Zweifeln an der Umsetzbarkeit seiner Pläne. Wie zur Bestätigung der zunehmenden Unsicherheit kam es im 1. Kalenderquartal 2017 zu einer rückläufigen Entwicklung bei den US-Pkw-Verkäufen.
In diesem wenn auch volatilen, aber letztlich immer noch positiven wirtschaftlichen Umfeld war der voestalpine-Konzern über weite Strecken des Geschäftsjahres von der Schwäche der US-Öl- und Gasindustrie betroffen, von der allerdings in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres dann doch deutlich positive Impulse ausgingen. Im Bereich Eisenbahninfrastruktur war die rückläufige Investitionstätigkeit im Jahresverlauf zunehmend spürbar, Gegensteuerungsmaßnahmen auf der Kosten- und Effizienzseite konnten die Auswirkungen aber letztlich in Grenzen halten. Die beiden weiteren Geschäftsbereiche im strategischen US-Fokus des voestalpine-Konzerns, Luftfahrt und Automobilindustrie, verzeichneten hingegen im Jahresverlauf eine sehr dynamische Entwicklung, Gleiches gilt für den Konsumgüterbereich, für die voestalpine vor allem im Werkzeugstahlsegment von Bedeutung.
In Kanada verlief die Wirtschaftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt unspektakulär, allerdings mit einer gegenüber dem Vorjahr etwas verbesserten Wachstumsdynamik, wohingegen Mexiko – ebenfalls Teil der NAFTA – zuletzt einerseits weiterhin von hohen Investitionen im Bereich der Automobil- und deren Zulieferindustrie profitieren konnte, andererseits aber doch zunehmenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA ausgesetzt war. Insgesamt wies Mexiko aber 2016 ein Wirtschaftswachstum von 2,3 % aus.
SÜDAMERIKA
Brasilien, der für den voestalpine-Konzern wichtigste Markt Südamerikas, war zu Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 noch voll im seit einigen Jahren herrschenden Abwärtstrend verfangen, geprägt von lahmender Inlandsnachfrage, sinkenden Rohstoffpreisen und damit verbundenen abnehmenden Exporten, die durch einen Anstieg der brasilianischen Landeswährung noch zusätzlich unter Druck gerieten. Zu diesem bereits ohnehin herausfordernden Umfeld kam überdies eine massive politische Krise, die im Laufe des Geschäftsjahres zu einer Ablöse der bis dahin regierenden Präsidentin führte.
Dieser politische Neuanfang einerseits sowie eine Mitte des Geschäftsjahres einsetzende Trendumkehr bei den Rohstoffpreisen andererseits, gepaart mit einer Entspannung auf der Währungsseite, verlangsamten den Abwärtstrend spürbar, wenngleich auch mit Ende des Geschäftsjahres eine echte Trendumkehr noch fraglich war. Die brasilianischen voestalpine-Standorte reagierten – erfolgreich – mit rigorosen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen auf dieses äußerst herausfordernde wirtschaftliche Umfeld. Zuletzt gab es erste positive Impulse seitens der Eisenbahninfrastruktur, eine Folge der gestiegenen Rohstoffpreise, welche die brasilianischen Minen zu Investitionen in ihre Infrastruktur veranlassen.
ASIEN
Die kritische wirtschaftliche Entwicklung Chinas führte im Geschäftsjahr 2015/16 zu erheblicher Verunsicherung bezüglich der Zukunftserwartungen des Landes, die auch im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 noch spürbar war. Aber bereits im Laufe des Sommers 2016 fand China nach Implementierung eines weiteren Konjunkturpakets, bestehend aus Investitionen in Bau, Infrastruktur und Immobilien, gepaart mit fiskalpolitischen Maßnahmen und einer entspannten Geldpolitik, zu gewohnten Wachstumsraten zurück.
In weiterer Folge hat sich das Wachstum verbreitert und auch die Industrieproduktion erfasst, was im Weiteren zu einer Steigerung der Exporte führte, womit im Kalenderjahr 2016 letztendlich ein solides Wirtschaftswachstum von 6,7 % erreicht werden konnte.
Gerade diese Exporte haben jedoch mittlerweile in vielen Teilen der Welt zum Aufbau von Handelsbeschränkungen geführt, ein Umstand, der als bedeutendes Risiko für Chinas weitere Entwicklung gilt und von der politischen Führung des Landes weitreichende Korrekturmaßnahmen im Bereich der Industriekapazität – allen voran der Stahlindustrie – erfordert. Solche Maßnahmen wurden auch schon vielfach angekündigt und über deren Inangriffnahme berichtet. Inwieweit sie tatsächlich umgesetzt und damit zu einer besseren Balance zwischen Angebot und Nachfrage führen werden, bleibt vorerst abzuwarten.
Die voestalpine-Standorte in China sind auf die Bereiche Eisenbahninfrastruktur, Automobilindustrie und den Konsumgüterbereich fokussiert, allesamt Industriesektoren, die im abgelaufenen Geschäftsjahr eine hervorragende Nachfragesituation vorgefunden haben.
In Indien ist der voestalpine-Konzern mit Aktivitäten im Bereich der Schweißtechnik sowie in der Erzeugung von Komponenten für den Eisenbahninfrastruktursektor vertreten und verfügt darüber hinaus über Vertriebsniederlassungen für Werkzeugstahl. Das Land gilt als einer der aussichtsreichsten Wachstumsmärkte der Zukunft und wies 2016 ein beachtliches Wirtschaftswachstum von nahezu 8 % aus, das sich auch durch eine äußerst umstrittene, groß angelegte Reform des Geldsystems nicht bremsen ließ.
GESCHÄFTSVERLAUF DER DIVISIONEN
Das Umfeld der voestalpine Steel Division war im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer sehr guten Nachfragesituation, aber gleichzeitig auch hoher Volatilität auf der Rohstoffseite geprägt, die im Bereich metallurgischer Kohle bislang nicht gekannte Ausmaße angenommen hat. Aufgrund der hohen Importmengen zu fragwürdig niedrigen Preisen bei Commodity-Stahlprodukten kam es – nachdem nahezu die gesamte übrige Welt bereits vorher entsprechende Abwehrmaßnahmen gesetzt hatte – auch in Europa zur Einführung von Anti-Dumping-Zöllen, allen voran gegen China.
Trotz dieses herausfordernden Umfeldes gelang es der voestalpine Steel Division nicht nur, eine neue Rekordmenge an Produkten abzusetzen, sondern im Jahresverlauf auch kontinuierliche Preissteigerungen durchzusetzen, am deutlichsten im 4. und damit letzten Geschäftsquartal. Hintergrund dafür war eine stabil gute Nachfragesituation in praktisch allen Marktsegmenten, wobei die Automobilindustrie einmal mehr stärkster Treiber war. Auf der Ergebnisseite bedeutete dies nach einem verhaltenen Start eine deutliche SteiMio. EUR
gerung der Quartalsergebnisse im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/17. Vor diesem Hintergrund konnte die Division im Vergleich zum Vorjahr sowohl beim EBITDA als auch beim EBIT deutlich zulegen.
Die ehemalige Special Steel Division – mit Beginn des neuen Geschäftsjahres umbenannt in High Performance Metals Division, eine Bezeichnung, welche die Tätigkeit der Division deutlich besser beschreibt – ist traditionell sehr global aufgestellt und war dementsprechend im Geschäftsjahr 2016/17 mit unterschiedlichen regionalen Wirtschaftsentwicklungen konfrontiert, wobei sich die Nachfragesituation nach Werkzeugstählen sowie Sonderwerkstoffen insgesamt gesehen auf solidem, im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessertem Niveau darstellte. Die Marktsegmente Automobil, Konsumgüter und Luftfahrt zeigten praktisch weltweit einen soliden Bedarf, während der Maschinenbau regional unterschiedlich tendierte und aus der Öl- und Gasindustrie nach langer Durststrecke wieder erste Lebenszeichen kamen. Regional betrachtet, entwickelten sich die Märkte in den reifen Volkswirtschaften Europas und Nordamerikas solide bei insgesamt aber nur bescheidener Dynamik, während in Asien und hier insbesondere in China die Nachfrage nach Werkzeugstählen und Speziallegierungen weiter zulegte. Brasilien, der wichtigste Markt Südamerikas, auf dem die Division auch mit einem großen Produktionsstandort vertreten ist, konnte 2016 trotz leichter Aufwärtstendenzen gegen Jahresende die Rezession einmal mehr nicht abschütteln und zeigte eine entsprechend geringe Nachfragedynamik. In ergebnismäßiger Hinsicht konnte auch die High Performance Metals Division das Vorjahr deutlich übertreffen.
Die unterjährige Ergebnisentwicklung der Metal Engineering Division erscheint aufgrund sich ausgleichender interner Portfolioeffekte relativ stabil, wobei die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche durchaus unterschiedlicher Dynamik unterworfen war. Insgesamt gesehen konnte in dieser Division in ergebnismäßiger Hinsicht das Niveau des Vorjahres nicht erreicht werden, was einerseits auf einmalige positive Ergebniseffekte infolge von Konsolidierungsumstellungen in der Vergleichsperiode des Vorjahres zurückzuführen und andererseits eine Folge der anhaltend schwachen Entwicklung der Öl- und Gasindustrie im gesamten Verlauf der 1. Jahreshälfte ist. Im Bereich Eisenbahninfrastruktur verlief die Entwicklung in Europa praktisch gegengleich: Von hohem Niveau kommend verlangsamte sich die Nachfrage nach Schienen gegen Ende des Geschäftsjahres immer mehr. Im Bereich der Weichensysteme konnte diese Entwicklung durch die globale Aufstellung und insbesondere die hervorragende Nachfrage aus China kompensiert werden. Der Bereich Schweißzusatzwerkstoffe weist nach erfolgreicher Restrukturierung für 2016/17 eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr aus, obwohl marktseitig noch wenig Dynamik spürbar war. Das Highlight im Geschäftsbereich Draht war die erfolgreiche Inbetriebnahme des neuen Drahtwalzwerkes; nachfrageseitig war dieses Segment von der anhaltend guten Automobilkonjunktur gekennzeichnet.
Die erfolgreiche Umsetzung der internationalen Wachstumsstrategie der Metal Forming Division
UMSATZ NACH DIVISIONEN
in % der addierten Divisionsumsätze, Geschäftsjahr 2016/17
UMSATZ NACH BRANCHEN
in % des Gruppenumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
UMSATZ NACH REGIONEN
in % des Gruppenumsatzes, Geschäftsjahr 2016/17
spiegelt sich nicht zuletzt im kontinuierlichen Umsatz- und Ergebniswachstum wider. Damit konnte der Gewinn auch im Geschäftsjahr 2016/17 im Jahresvergleich neuerlich erhöht werden. Unterstützt wurde diese Entwicklung von einer ungebrochen starken Automobilkonjunktur insbesondere in Europa und Asien, wogegen der Markt in Nordamerika nach den Steigerungen der letzten Jahre – wenn auch auf hohem Niveau – in eine Seitwärtsbewegung überging. Der Bereich Warehouse and Rack Solutions war im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer unverändert guten Projektlandschaft gekennzeichnet. Hervorragend verlief auch die Entwicklung im Bereich Precision Strip, der außer von einer starken Marktentwicklung vor allem von der kontinuierlichen Verbesserung seiner Marktposition profitierte. Im Geschäftsbereich Tubes and Sections hingegen verlief der Markttrend uneinheitlich. Trotz Brexit-Votums blieb die Nachfrage in Großbritannien robust, wohingegen in den westlichen europäischen Kernländern nur eine eher durchschnittliche Stimmung herrschte.
BERICHT ÜBER DIE FINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATOREN DER voestalpine AG
Die Umsatzerlöse der voestalpine AG bestehen hauptsächlich aus den an Tochtergesellschaften verrechneten Konzernumlagen für zentrale Konzerndienstleistungen, bestehend aus Management Fees und Markenlizenzen. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2016/17 auf 111,0 Mio. EUR (Vorjahr: 104,1 Mio. EUR).
Das Finanzergebnis veränderte sich von –2,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 381,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016/17.
Das Finanzergebnis der voestalpine AG setzt sich überwiegend aus Beteiligungserträgen, Bewertungseffekten aus Beteiligungen (im Vorjahr) und dem Zinsergebnis zusammen. Im Jahr 2017 beliefen sich die Beteiligungserträge auf 474,9 Mio. EUR (Vorjahr: 511,4 Mio. EUR). Der Zinsensaldo belief sich auf –99,3 Mio. EUR (Vorjahr: –21,2 Mio. EUR).
Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis aus den Steuerumlagen der Steuergruppe 71,8 Mio. EUR (Vorjahr: 63,9 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern belief sich im Geschäftsjahr auf 444,6 Mio. EUR (Vorjahr: 35,7 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalrentabilität (= Jahreschüberschuss x 100 / Eigenkapital Vorjahr) beträgt im Berichtsjahr 9,4 % (Vorjahr: 0,75 %).
Die Anlagendeckung (= Eigenkapital x 100 / Anlagevermögen) beträgt im Berichtsjahr 101,2 % (Vorjahr: 96,2 %).
Das Eigenkapital beträgt 5.053,0 Mio. EUR. Im März 2017 erfolgte eine Kapitalerhöhung in Höhe von 55,9 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote (= Eigenkapital x 100 / Gesamtkapital) beträgt im Berichtsjahr 49,63 % (Vorjahr 47,93 %). Das Gearing (= Nettofinanzverschuldung x 100 / Eigenmittel) beläuft sich auf 5,7 % (Vorjahr: 11,1 %).
Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit (erwirtschaftete liquide Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder Finanzierungstätigkeit beeinflusst) für das Geschäftsjahr 2016/17 beträgt 421,5 Mio. EUR (Vorjahr: 365,8 Mio. EUR), aus der Investitionstätigkeit (Differenz der Ein- und Auszahlungen aus dem Investitionsbereich) –532,0 Mio. EUR (Vorjahr: Mio. –271,3 EUR), freier Cashflow (Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel vor Kapitalaus- und Kapitaleinzahlungen) daher –110,5 Mio. EUR (Vorjahr: 94,5 Mio. EUR), und aus der Finanzierungstätigkeit (Differenz der Ein- und Auszahlungen aus dem Finanzbereich) –167,8 Mio. EUR (Vorjahr: 174,6 Mio. EUR). Die Nettofinanzverschuldung (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen) beträgt 289,8 Mio. EUR (Vorjahr: 527,5 Mio. EUR).
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter, die in der Konzernzentrale tätig waren, betrug im Berichtsjahr 126 (Vorjahr: 125).
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat für das Berichtsjahr 2016/17 eine Dividende in Höhe von 1,10 EUR je dividendenberechtigter Aktie vorschlagen. Der verbleibende Gewinn wird auf neue Rechnung vorgeschlagen.
UMSATZERLÖSE
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Konzernumlagen | 89.726,1 | 92.415,9 |
| Sonstiger Konzernumsatz | 14.257,1 | 18.518,3 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 80,4 | 49,7 |
| Tsd. EUR |
ERGEBNIS NACH STEUERN = JAHRESÜBERSCHUSS
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Finanzergebnis | –2.840,3 | 381.781,2 |
| Ergebnis vor Steuern | –323,5 | 371.149,3 |
| Steuern | 35.985,9 | 73.456,1 |
| Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss | 35.662,4 | 444.605,4 |
| Tsd. EUR |
Die Nettofinanzverschuldung wird wie folgt definiert:
NETTOFINANZVERSCHULDUNG
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten langfristig | 3.577,9 | 3.236,3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig | 1.280,3 | 1.601,7 |
| Liquide Mittel | –504,7 | –226,3 |
| Sonstige Wertpapiere und Anteile | –354,7 | –316,3 |
| Ausleihungen und sonstige Forderungen Finanzierung | –3.471,3 | –4.005,6 |
| Nettofinanzverschuldung | 527,5 | 289,8 |
Mio. EUR
EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNG IM JAHRESVERLAUF
KAPITALERHÖHUNG ZUM AUSBAU DER MITARBEITERBETEILIGUNG
Der Vorstand der voestalpine AG hat am 6. März 2017 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 1,4 Mio. auf Inhaber lautende Stückaktien im Interesse des Ausbaus und der Absicherung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms der voestalpine AG um rund 0,8 % zu erhöhen. Am 30. März 2017 wurde die Kapitalerhöhung im Firmenbuch eingetragen, womit das Grundkapital der voestalpine AG nunmehr 320.394.836,99 EUR, zerlegt in 176.349.163 Stück/ Stückaktien, beträgt. Mit dieser Kapitalerhöhung liegt der Anteil der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung (inklusive Privataktien), welche die Aktien für die am Programm teilnehmenden Mitarbeiter hält, bei 14,8 % des Grundkapitals der voestalpine AG.
DIREKTREDUKTIONSANLAGE TEXAS, USA
Nachdem drei Jahre zuvor, im April 2014, der offizielle Spatenstich für die Errichtung der weltweit größten Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, USA, erfolgt war, konnte mit 1. April 2017 der Vollbetrieb des Werkes aufgenommen werden. Die Anlage wird künftig 2 Mio. Tonnen hochwertiges HBI (Hot Briquetted Iron) jährlich erzeugen. Der poröse Eisenschwamm, der aus Gründen des einfacheren Transports zu Briketts verarbeitet wird, ist ein hochwertiger, vergleichsweise umweltfreundlicher Eisenträger, der als qualitativ anspruchsvolles Einsatzmaterial sowohl zur Stahlherstellung in der Hochofenroute als auch in Elektroöfen dient. HBI entsteht durch die Reduktion von Eisenerz durch Erdgas anstelle – wie im traditionellen Hochofenbetrieb – von Koks. Der Einsatz des in den USA produzierten HBI in den Hochöfen und Stahlwerken der voestalpine bringt eine Verbreiterung sowie wesentliche Flexibilisierung der Rohstoffbasis, eine günstigere Energiebilanz, führt zu einer standortspezifischen Reduktion der CO2-Emissionen um bis zu 5 % und bietet zusätzlich technologische Optionen in Richtung Dekarbonisierung der Stahlproduktion. Darüber hinaus setzt die Anlage in Corpus Christi durch die Wärmerückgewinnung, die Wiederverwertung der Prozessgase sowie durch die Einhausung der Förderbänder und Erzlagerstätten auch neue Umweltstandards.
Schon im Laufe des Geschäftsjahres 2015/16 konnten der Tiefseehafen einschließlich Be- und Entladekränen und das Herzstück der Investition – der 137 Meter hohe Reduktionsturm – fertiggestellt werden. Nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit wurde die weltweit größte und modernste Anlage ihrer Art am 26. Oktober 2016 offiziell eröffnet. Rund einen Monat vorher war der Hochlauf der Anlage gestartet worden. Nachdem das neue Werk innerhalb eines halben Jahres einen stabilen Betriebszustand auf hohem Leistungsniveau erreicht hatte und im März 2017 den abschließenden Leistungstests unterzogen worden war, konnte die Anlage mit Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 in den Dauerbetrieb übergehen. Nicht nur in technologischer Hinsicht wurden schon nach relativ kurzer Zeit die angestrebten Betriebsparameter realisiert, sondern auch im Hinblick auf die Produktqualität konnten die ambitionierten Vorgaben noch übertroffen werden. Die kontinuierliche Belieferung der Kunden aus dem NAFTA-Raum und Europa sowie der eigenen österreichischen Stahlstandorte Linz und Leoben/ Donawitz mit HBI aus Texas startete gegen Ende des Kalenderjahres 2016. Im Geschäftsjahr 2017/18 sollte die Anlage ihre jährliche Nennkapazität von 2 Mio. Tonnen bereits voll ausschöpfen können und damit schon im ersten Jahr des Vollbetriebes einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag leisten. Die voestalpine Texas LLC beschäftigt am Standort Corpus Christi rund 190 Mitarbeiter.
Wie bereits in gesonderten Veröffentlichungen dargestellt, kam es im Wesentlichen aufgrund extrem schwieriger Wetterverhältnisse in der ersten Phase des Projekts und dadurch verursachte Verzögerungen sowie einer erheblichen Kosteninflation bei Baustoffen und Bauleistungen durch einen zum Zeitpunkt der Projektentscheidung 2012 nicht absehbaren Bauboom in Texas ab 2014 und durch Zusatzinvestitionen und technische Optimierungsmaßnahmen (Änderung Lagerkonzept) im Zuge der Projektumsetzung zu deutlichen Kostenerhöhungen. Mit dem Abschluss des Inbetriebnahmeprozesses belaufen sich die Gesamtkosten des Projekts auf 1.012 Mio. USD und liegen damit um rund ein Drittel über der ursprünglich geplanten (von vornherein auf US-Dollar Basis kalkulierten) Investitionssumme von 742 Mio. USD. In Bezug auf die strategische Bedeutung des Vorhabens treten durch diese Kostenerhöhung keine Veränderungen ein und die auch aus aktueller Sicht unverändert gegebene wirtschaftliche Attraktivität des Vorhabens wird durch die Ergebnisse des Impairmenttests im Zuge des jüngsten Jahresabschlusses bestätigt.
CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT
Der Corporate Governance-Bericht des Geschäftsjahres 2016/17 ist auf der Website der voestalpine AG unter der Rubrik "Investoren" veröffentlicht.
» Der exakte Pfad lautet http://www.voestalpine.com/group/de/ investoren/corporate-governance
MITARBEITER
Zum Stichtag 31. März 2017 beschäftigte der voestalpine-Konzern 45.866 Mitarbeiter (ohne Lehrlinge und Leihpersonal) und damit um 820 Beschäftigte oder 1,8 % mehr als zum 31. März 2016. Ergänzt um 1.320 Lehrlinge und 3.680 Leasingmitarbeiter ergibt sich in Summe ein Full-Time-Equivalent (FTE) von 49.703, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung des Gesamtpersonalstandes um 2,8 % (1.336 FTE) bedeutet. Die Zahl der Leiharbeitskräfte erhöhte sich im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr von 3.389 auf 3.680 FTE und damit um 8,6 %. Rund 53,5% der Mitarbeiter (26.590 FTE) sind an Konzernstandorten außerhalb Österreichs beschäftigt, 23.113 Mitarbeiter arbeiten in österreichischen Unternehmen. Zum Stichtag 31. März 2017 bildete der voestalpine-Konzern 1.320 Lehrlinge aus, davon 60,5 % in österreichischen Gesellschaften und 39,5 % an internationalen Standorten. Damit hat sich die Zahl der Lehrlinge gegenüber dem Vorjahr um 57 Personen bzw. 4,1 % verringert.
MITARBEITERBETEILIGUNG
Seit dem Jahr 2001 besteht das Mitarbeiterbeteiligungsmodell der voestalpine und wurde seither kontinuierlich ausgebaut. Neben allen österreichischen Beschäftigten sind auch Mitarbeiter in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Polen, Belgien, der Tschechischen Republik, Italien und der Schweiz eingebunden. Die Ausweitung des Teilnehmerkreises an internationalen Standorten wurde auch im Geschäftsjahr 2016/17 vorangetrieben.
Die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung ist zweitgrößter Aktionär der voestalpine AG. Zum 31. März 2017 sind über diese insgesamt 24.100 Mitarbeiter an der voestalpine AG beteiligt. Sie halten rund 24,1 Mio. Stück Aktien, die durch eine generelle Stimmrechtsbündelung einen Anteil von 13,6 % am Grundkapital des Unternehmens darstellen (Vorjahr: 13,4 %). Die Stiftung verwaltet darüber hinaus rund 1,9 Mio. Stück "Privataktien" ehemaliger und derzeitiger Konzernmitarbeiter, über welche diese jederzeit frei verfügen können; dies entspricht zusätzlich 1,2 % der stimmberechtigten Aktien. Insgesamt befinden sich damit zum 31. März 2017 14,8 % des Grundkapitals der voestalpine AG im Eigentum von Mitarbeitern (Vorjahr 14,5 %).
STAHLSTIFTUNG IN ÖSTERREICH
1987 wurde in Österreich die "Stahlstiftung" als Arbeitsstiftung mit dem Ziel gegründet, krisenbedingt ausgeschiedenen Mitarbeitern der damaligen VOEST-ALPINE-Gruppe, aber auch Mitarbeitern von konzernfremden Unternehmen durch bis zu vier Jahre dauernde Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen die Möglichkeit zur beruflichen Neuorientierung zu bieten und so die Folgen des Arbeitsplatzverlustes zu kompensieren oder zumindest zu mildern.
Im Geschäftsjahr 2016/17 haben mehr als 86 % der arbeitsuchenden Teilnehmer mithilfe der Stahlstiftung trotz der auch aktuell schwierigen Situation am österreichischen Arbeitsmarkt eine neue berufliche Perspektive gefunden.
Zum Stichtag 31. März 2017 befanden sich insgesamt 455 Personen in der Betreuung der Stahlstiftung, davon waren 51,7 % Teilnehmer aus Gesellschaften des voestalpine-Konzerns. Die Gesamtzahl aktiver Stiftungsteilnehmer betrug im Geschäftsjahr 2016/17 770 Personen, sie lag damit um 1,8 % unter jener des Vorjahres (784 Personen).
LEHRLINGE & JUNGFACHARBEITER
Im November 2016 fand der vierte voestalpine-Konzernlehrlingstag am Sitz des Headquarters der voestalpine AG in Linz statt. 330 Lehrlinge aus Österreich und Deutschland nahmen mit ihren Ausbildnern teil. Ziel der Veranstaltung ist, dass die Lehrlinge möglichst viele ihrer jungen Kollegen aus anderen Standorten, aber auch ihren Konzern kennenlernen.
Je Lehrling investiert das Unternehmen rund 70.000 EUR in die umfangreiche, drei- bzw. vierjährige Ausbildung. Um potenzielle Lehrlinge effizient ansprechen zu können, wurden in den vergangenen Jahren die Social-Media-Aktivitäten über Facebook, YouTube, Twitter, LinkedIn, Watchado und Instagram kontinuierlich intensiviert. Die ausgezeichneten Lehrabschlusszahlen bestätigen die Richtigkeit dieser Investition in die Zukunft: 96,4 % der in Österreich und Deutschland angetretenen Lehrlinge haben im letzten Geschäftsjahr ihre Lehrabschlussprüfung bestanden, von den österreichischen Absolventen haben 69,0 % die Prüfung sogar mit gutem oder ausgezeichnetem Erfolg abgelegt.
Die voestalpine bietet für das im Herbst 2017 beginnende Lehrjahr 2017/18 rund 370 neue Lehrstellen alleine in Österreich und Deutschland an. Dabei geht es an 38 Standorten um insgesamt 50 Ausbildungsberufe. Jeweils im Vorfeld findet an einer Reihe dieser Standorte zur Vorbereitung ein "Tag der offenen Tür" statt, an dem sich Schüler mit ihren Eltern persönlich über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten informieren können.
FÜHRUNGSKRÄFTE- ENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr 2016/17 starteten im Rahmen der konzernalen Führungskräfteentwicklung, dem "value:program", 186 Teilnehmer (Frauenanteil 15,1 %) aus 25 Ländern ihren Ausbildungsgang in den unterschiedlichen Kategorien des Management-Entwicklungssystems der voestalpine. Es bietet zielgruppenspezifisch Aus- und Weiterbildungsprogramme für alle Führungsebenen auf Basis einer Kombination von Präsenz- und Onlineschulungen einschließlich externer Post-Graduateund Business-School-Ergänzung. Die Schwerpunkte liegen dabei neben der Bearbeitung von fachspezifischen Aufgabenstellungen auf Themen wie Strategie, Change Management, Leadership, Compliance und Organisation.
SONSTIGE ENTWICKLUNGSPROGRAMME
Um erforderliche Kompetenzen der Mitarbeiter zielgerichtet zu fördern und zu stärken, laufen eine Reihe von Programmen mehr oder weniger kontinuierlich, so etwa die Purchasing Power Academy, die HR Academy, das China Young Professional Training Program oder das High Mobility Pool Program, dessen "generation 2015" nach zweijähriger Ausbildungszeit erst jüngst ihre Berufslaufbahn gestartet hat; derzeit folgt "generation 2017".
Zahlreiche weitere Programme und Schulungsangebote in den einzelnen Divisionen und Business Units ergänzen das Aus- und Weiterbildungsportfolio für die Mitarbeiter.
MITARBEITERBEFRAGUNG
Im Oktober 2016 fand dem dreijährigen Durchführungsrhythmus folgend wieder eine Mitarbeiterbefragung statt. In die Erhebung eingebunden waren 201 Konzerngesellschaften, verteilt auf 47 Länder. Die Befragung erfolgte anonym auf Basis eines Papier- oder Onlinefragebogens in insgesamt 25 verschiedenen Landessprachen und lag mit fast 47.000 eingeladenen Mitarbeitern sehr nahe an einer Vollerhebung. Ziel dieser periodisch stattfindenden Untersuchung ist die kontinuierliche Verbesserung der voestalpine-Arbeitswelt – von Identifikation und persönlicher Arbeitsplatzzufriedenheit über Informationsbedürfnisse bis hin zu Themen wie Organisation und Führungsverhalten erstreckten sich die Fragenkreise. Mit einer Rücklaufquote von 77 % wurde nicht nur die Basis für aussagekräftige Ergebnisse gelegt, sondern auch der bereits hohe Rücklauf von 2013 (75 %) sogar noch übertroffen. Auf Unternehmensseite wird jede der eingebundenen Gesellschaften auf Basis der jeweiligen Ergebnisse Maßnahmen zur Verbesserung erarbeiten und im Rahmen eines umfassenden Reportingtools berichten. Konzernweit jedenfalls abzuarbeitende Handlungsfelder sind die Themenkreise "Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten" und "Führung". Insgesamt erbrachte die Mitarbeiterbefragung vor allem in Anbetracht des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes der letzten Jahre bei regional und nach Business Units durchaus unterschiedlichen Ergebnissen eine Bestätigung des bisherigen Kurses der Konzernentwicklung.
KOOPERATION MIT UNIVERSITÄTEN
In vielen voestalpine-Gesellschaften können Studierende Praktika absolvieren; einen besonderen Schwerpunkt stellen dabei wissenschaftliche Arbeiten in Zusammenarbeit von Studenten mit voestalpine-Unternehmen dar. So laufen derzeit zahlreiche Diplom- und Masterarbeiten bzw. Dissertationen im Konzern.
Seit einigen Jahren ermöglicht die voestalpine internationalen Studierenden der Emory University (Atlanta, USA) ein zehnwöchiges Volontariat im Konzern. Im Austausch dafür erhalten Studenten der Johannes Kepler Universität Linz, Österreich, ein Stipendium an der US-Universität. In einem weiteren Sonderprogramm werden Studierende des internationalen Ausbildungsganges "ACT – Austria, Canada, Taiwan", einem gemeinsamen Projekt der Johannes Kepler Universität Linz, Österreich, der University of Victoria, Kanada, sowie der National Sun Yat-sen University in Kaohsiung, Taiwan, am Konzernstandort Linz jeweils in mehrwöchige Projekte eingebunden.
Eine Reihe von Kooperationen bestehen auch mit der Montanuniversität Leoben, Österreich. Diese reichen von Sponsoringmaßnahmen, um Jugendliche für ein Technikstudium zu begeistern, über die "voestalpine talks", eine Kooperationsveranstaltung mit allen Studienvertretern, bis zur Unterstützung der Studentenmesse "teconomy". Im März 2017 fand an der Montanuniversität nach dreijähriger Pause zum zweiten Mal der "voestalpine Studentenabend" statt, bei dem 450 Studierende Vorträgen aller sechs Vorstandsmitglieder folgten und im Anschluss ihnen und Mitarbeitern von zahlreichen voestalpine-Gesellschaften Fragen stellen bzw. sie persönlich kennenlernen konnten.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die voestalpine AG betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung, koordiniert jedoch die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
UMWELT
UMWELTAUFWENDUNGEN
Seit dem Geschäftsjahr 2015/16 werden in Ergänzung zu den bis dahin ausgewiesenen emissionsintensiven österreichischen Konzernstandorten erstmals auch umweltrelevante internationale Produktionsgesellschaften mit ihren entsprechenden Daten erfasst. Insgesamt liegen die laufenden Betriebsaufwendungen für Umweltanlagen mit 231 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert von 237 Mio. EUR. Die umweltspezifischen Investitionen des voestalpine-Konzerns haben sich gleichzeitig von 55 Mio. EUR im Vorjahr auf 46 Mio. EUR verringert.
UMWELTSCHWERPUNKTE UND -MASSNAHMEN
Neben der kontinuierlichen Verbesserung der Energieeffizienz liegt der Fokus des Konzerns bei den umweltrelevanten Projekten auf der weiteren Verringerung bzw. Vermeidung von produktionsbedingt entstehenden Emissionen in Luft und Wasser sowie auf der Abfallentsorgung. In der Steel Division (Standort Linz, Österreich) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen eines sehr ambitionierten Umweltprogramms erneut eine Vielzahl kontinuierlicher Anlagenoptimierungen zur weiteren Senkung von Emissionen und des Energieverbrauchs insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Logistik vorgenommen. Unter anderem bewirkt die Installation einer neuen Fördertechnik im Rahmen der Großreparatur des Hochofens 6 eine nachhaltige Staubreduktion bei der Möllerung. Die mit 1. April 2017 in Vollbetrieb gegangene Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, USA, gilt unter anderem aufgrund der Wiederverwertung der Prozessgase, der Wärmerückgewinnung, aber auch durch die Einhausung von Förderbändern und Erzlagerstätten aus technologischer Sicht als Umweltbenchmark und stellt – auch durch die Verwendung von Erdgas anstelle von Koks – einen ersten wichtigen Schritt des Konzerns zu einer CO2 reduzierten Stahlproduktion dar.
Das mit rund 16 Mio. EUR größte Umwelteinzelprojekt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr am Standort Kapfenberg, Österreich, der High Performance Metals Division (vormals Special Steel Division) realisiert. In der neuen "Beizerei 4.0" des Edelstahlwerks erfolgen die emissionsrelevanten Prozesse (Beiz- und Beschichtungsbehandlung sowie Salzbadanlage) nunmehr in einem völlig geschlossenen System (Tunnelsystem). Die Abluftströme werden über Abluftwäscher gereinigt, die Abwassermengen durch optimierte Prozessgestaltung um 80 % reduziert und die Ressourceneffizienz erhöht, während gefährliche Abfälle (Beizschlämme) um rund 25 % vermindert werden. Am schwedischen Standort Hagfors der Division wurde beim Elektrostahlwerk eine neue, deutlich effizientere Filteranlage errichtet. Neben einer 50%igen Emissionsreduktion konnte damit auch die Lärmbelastung deutlich verringert werden.
Eine Vielzahl ähnlich gelagerter, durchwegs nachhaltig wirksamer Investitionen wurde auch in der Metal Engineering Division getätigt; hervorzuheben sind am Standort Leoben/Donawitz, Österreich, der Ausbau von Besprühungsanlagen an der Sinteranlage (Hochofen) zur Verringerung diffuser Staubemissionen um etwa 25 % auf allen Förderbandwegen. Hinzu kommen am selben Standort die weitere Reduktion von Luftschadstoffen sowie des Energieverbrauches durch einen neuen Hubbalkenofen in der Schienenproduktion und eine ebenfalls wesentliche Verringerung des Energieeinsatzes verbunden mit einer Reduktion von Luftemissionen (vor allem Stickoxiden) und Abwassermengen durch die Inbetriebnahme des neuen Drahtwalzwerkes.
UMWELTMANAGEMENTSYSTEME
Die voestalpine-Konzerngesellschaften verfügen breitflächig über Umweltmanagementsysteme (wie ISO 14001 oder EMAS) und zertifiziertes Energiemanagement (nach ISO 50001). Mit den Weichenproduktionsstandorten in Deutschland haben im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Unternehmen derartige Systeme implementiert und zertifiziert. Zertifizierungen nach DIN EN ISO 14001 wurden auch in der Automotive Components-Sparte der Metal Forming Division teilweise bereits abgeschlossen bzw. werden im laufenden Geschäftsjahr umgesetzt.
ÖKOLOGISCHE PRODUKTBETRACHTUNG
Neben operativen Umweltmaßnahmen steht auch das ökologische Potenzial des Werkstoffes Stahl sowie der Produkte aus Stahl im Mittelpunkt von Optimierungsmaßnahmen. Dies betrifft neben Innovationen im Automobil-Leichtbau, der Schieneninfrastruktur und Anwendungen im Bereich erneuerbarer Energien (etwa Solar- und Photovoltaiklösungen der Metal Forming Division) auch das "Life Cycle Assessment", die ökologische Gesamtbewertung von Werkstoffen über ihren Lebenszyklus. Zusätzlich zur intensiven Einbindung im Rahmen von Interessenvertretungen auf nationaler, europäischer und globaler Ebene – vor allem um objektive Kriterien wie Messbarkeit und Vergleichbarkeit bei Bewertungsmaßstäben festzulegen – ist die voestalpine zu diesem Themenkreis auch in konkreten Projekten mit wesentlichen Kundenbranchen (etwa der Automobilindustrie) engagiert.
ERFORSCHUNG UND ENT-WICKLUNG CO2-MINIMIERENDER TECHNOLOGIEN
Die technologische Erforschung und Entwicklung alternativer Stahlproduktionsverfahren wird u. a. durch eine Kooperation von voestalpine und VERBUND AG Wien, Österreich, vorangetrieben, die vor allem auf Flexibilisierungskonzepte bei Stromerzeugung und Strombedarf ("demand-side management") sowie die Forschungszusammenarbeit im Zukunftsbereich Wasserstoff fokussiert ist. Am Standort Linz, Österreich, wurde zu Jahresbeginn 2017 im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts das Vorhaben "H2FUTURE" gestartet, eine Pilotanlage für die Herstellung von "grünem", d. h. aus erneuerbaren Energieträgern gewonnenem Wasserstoff via Elektrolyse aus Wasser. Im Rahmen des bis 2021 laufenden Projekts sollen Potenziale und Möglichkeiten für den Einsatz von Wasserstoff in den einzelnen Prozessstufen der Stahlherstellung aufgezeigt werden. Das Projektvolumen beläuft sich insgesamt auf rund 18 Mio. EUR. Ebenfalls Partner des Konsortiums sind SIEMENS, K1-MET, APG (Austrian Power Grid) und ECN (Energy Research Centre of the Netherlands). Darüber hinaus werden weitere Entwicklungsvorhaben – etwa eine Versuchsanlage zur Erforschung von Reduktionsvorgängen mit Wasserstoffplasma am Standort Leoben/Donawitz, Österreich – vorangetrieben.
LANGFRISTIGE ENERGIE- UND KLIMAPOLITISCHE WEICHENSTELLUNGEN
Auf globaler Ebene trat am 4. November 2016 das Weltklimaabkommen der Vereinten Nationen in Kraft, das ab 2020 das "Kyoto-Protokoll" als globalen Klimaschutzrahmen ablösen wird. Der im November 2015 auf der Weltklimakonferenz in Paris festgelegte ökologische Prozess (insbesondere in Bezug auf Evaluierung und Monitoring von Klimaschutzmaßnahmen) wird nun schrittweise konkretisiert und implementiert. Das "Paris-Abkommen" bietet eine historische Chance, Klimaschutzbeiträge maßgeblicher Emittenten tatsächlich verbindlich und weitgehend vergleichbar zu gestalten.
Die EU und ident auch die einzelnen Mitgliedsstaaten haben die bereits 2014 beschlossenen "2030-Ziele" in das Weltklimaabkommen eingebracht; diese bilden – ungeachtet des globalen Rahmens – bereits seit ihrer Beschlussfassung auch die Grundlage der EU-Energieunion, welche die europäische Rahmenstrategie für Energie-, Klima-, Wettbewerbs- und Innovationspolitik festlegt. Bis 2030 müssen demnach die CO2-Emissionen in der EU gegenüber 1990 um mindestens 40 % gesenkt werden, für die dem Emissionshandelssystem unterliegenden Branchen wie der Stahlindustrie gilt aber eine noch weitaus markantere Verringerung um 43 %, und zwar verglichen mit 2005.
Zur Energieunion hat die EU-Kommission Ende November 2016 ihre umfassenden Gesetzesvorschläge unter dem Titel "Saubere Energie für alle Europäer" vorgelegt. Diese beinhalten die Bereiche Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Gestaltung des Strommarktes, Sicherheit der Stromversorgung und Steuerung der Energieunion. Darüber hinaus schlägt die Kommission neue Möglichkeiten für Ökodesign sowie eine Strategie für vernetzte und automatisierte Mobilität vor.
Die gesondert behandelte Reform des Emissionshandelssystems für die Handelsperiode 2021 bis 2030 befindet sich seit März 2017 im Trilog, den Verhandlungen zwischen Kommission, Rat und Parlament der Europäischen Union. Ziel der Gespräche ist es, eine Einigung zu den von den drei Institutionen eingebrachten – in wesentlichen Punkten inhaltlich teils stark divergierenden – Verhandlungspositionen zu erreichen. Aus voestalpine-Sicht im Fokus stehen unverändert die ausreichende Verfügbarkeit von Gratiszertifikaten, deren Zuteilungsmechanismus (z. B. auf Basis realistischer Benchmarkwerte) sowie die größtmögliche Einbeziehung energetisch genutzter Kuppelgase in die Bemessung. Eine seriöse Bewertung der Emissionshandelsreform und deren Auswirkungen auf die voestalpine kann erst nach dem Trilog bzw. der rechtlichen Ausgestaltung des Ergebnisses, d. h. wohl nicht vor Ende 2017, erfolgen. Aus jetziger Sicht ist jedenfalls zu erwarten, dass der Zukaufsbedarf des voestalpine-Konzerns an Zertifikaten im Zeitraum von 2021 bis 2030 in etwa auf dem – hohen – Niveau der laufenden Handelsperiode bleiben wird.
Auf nationaler Ebene steht die voestalpine mit den politischen Entscheidungsträgern in einem intensiven Dialog zum integrierten nationalen Energie- und Klimaplan, der in weiterer Folge von Österreich (spätestens bis Ende 2018) in die EU-Energieunion einzubringen ist. Ziel der Gespräche ist es, die für das Unternehmen wesentlichen Rahmenbedingungen (vor allem in wirtschaftlicher und wettbewerbsmäßiger Hinsicht) so festzulegen, dass dem voestalpine-Konzern daraus keine Nachteile im internationalen Wettbewerb erwachsen.
ENTWICKLUNG DER UMWELTAUFWENDUNGEN
1 Erstmals wurde im GJ 2015/16 zusätzlich zu den emissionsintensiven österreichischen Konzernstandorten auch eine Reihe weiterer, vorwiegend internationaler Produktionsgesellschaften erfasst.
BERICHT ÜBER DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS
Aktives Risikomanagement, wie es im voestalpine-Konzern verstanden und permanent angewandt wird, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die gesamte voestalpine-Gruppe dar.
Der voestalpine-Konzern verfügt seit dem Geschäftsjahr 2000/01 über ein zwischenzeitlich immer wieder aktualisiertes und erweitertes Risikomanagementsystem, das auch in Form einer allgemeinen und konzernweit gültigen Verfahrensanweisung verankert ist.
Seit Inkrafttreten des Unternehmensrechts-Änderungsgesetzes 2008 und der damit verbundenen erhöhten Bedeutung des Internen Kontrollsystems ("IKS") sowie des Risikomanagementsystems ist in der voestalpine AG ein Prüfungsausschuss eingerichtet, der sich u. a. kontinuierlich auch mit Fragen zum Risikomanagement und zum Internen Kontrollsystem bzw. dessen Überwachung befasst. Sowohl Risikomanagement als auch Internes Kontrollsystem sind im voestalpine-Konzern integrierte Bestandteile bestehender Managementsysteme. Die Interne Revision überwacht die Betriebs- und Geschäftsabläufe sowie das Interne Kontrollsystem und agiert in der Berichterstattung wie auch bei der Wertung der Prüfungsergebnisse als unabhängiger unternehmensinterner Bereich weisungsungebunden.
Der systematische Risikomanagementprozess ist integraler Bestandteil aller wesentlichen Geschäftsprozesse im Unternehmen und unterstützt das Management dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung oder Vermeidung von Gefahren einzuleiten. Risikomanagement erstreckt sich sowohl über die strategische als auch die operative Ebene und ist damit ein maßgebliches Element für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Das strategische Risikomanagement dient der Evaluierung und Absicherung der strategischen Zukunftsplanungen. Die Strategie wird auf Konformität mit dem Zielsystem überprüft, um wertsteigerndes Wachstum durch bestmögliche Ressourcenallokation sicherzustellen.
Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess ("erheben und analysieren, bewerten, bewältigen, dokumentieren und überwachen"), der mehrfach jährlich konzernweit einheitlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer neun Felder umfassenden Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im Wesentlichen Betriebs-, Umwelt-, Markt-, Beschaffungs-, Technologie-, finanzielle und IT-Risiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein spezielles webbasiertes IT-System.
Die im Vorjahresgeschäftsbericht für die wesentlichen Risikofelder dargestellten Vorsorgemaßnahmen haben nach wie vor Gültigkeit:
» ROHSTOFFVERFÜGBARKEIT
Zur langfristige Absicherung der Rohstoff- und Energieversorgung in den erforderlichen Mengen und Qualitäten verfolgt der voestalpine-Konzern bereits seit einigen Jahren eine den erhöhten Risiken entsprechende diversifizierte Beschaffungsstrategie. Langfristige Lieferbeziehungen, die Ausweitung des Lieferantenportfolios sowie der Ausbau der Eigenversorgung bilden dabei die Kernelemente, die angesichts der gegebenen Volatilität auf den Rohstoffmärkten nicht an Bedeutung verloren haben.
» RICHTLINIE ZUR ROHSTOFFPREISABSICHERUNG
In einer internen Richtlinie sind Ziele, Grundsätze, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie Methodik, Abläufe und Entscheidungsprozesse für den Umgang mit Rohstoffrisiken festgelegt. Darauf aufbauend und unter Berücksichtigung der individuellen Besonderheit des jeweiligen Rohstoffes werden Preissicherungen in Form von Lieferverträgen mit Fixpreisvereinbarung oder in Form von derivativen Finanzkontrakten vorgenommen. Finanzderivate werden hauptsächlich eingesetzt, um Fixpreisvereinbarungen auf der Verkaufsseite und variable Preisvereinbarungen auf der Einkaufsseite abzusichern.
» CO2-THEMATIK
Risiken in Bezug auf CO2 werden gesondert im Kapitel "Umwelt" dieses Berichtes behandelt.
» AUSFALL VON IT-SYSTEMEN
Die Servicierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse, die großteils auf komplexen Systemen der Informationstechnologie basieren, wird an einem überwiegenden Teil der Konzernstandorte von einer zu 100 % im Eigentum der Konzernholding voestalpine AG stehenden und auf IT spezialisierten Tochtergesellschaft (der voestalpine group-IT GmbH) wahrgenommen. Aufgrund der Bedeutung von IT-Sicherheit bzw. zur weiteren Minimierung möglicher IT-Ausfallsund Sicherheitsrisiken wurden in der Vergangenheit sicherheitstechnische IT-Mindeststandards erarbeitet. Diese Mindeststandards werden regelmäßig an neue Gegebenheiten angepasst, die Einhaltung wird jährlich in Form von Audits überprüft. Um das Risiko des unautorisierten Eindringens in IT-Systeme und -Anwendungen weiter zu reduzieren, werden zusätzlich periodische Penetrationstests durchgeführt. Zur weiteren Sensibilisierung der Mitarbeiter erfolgte auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr wieder eine Onlinekampagne hinsichtlich IT-Sicherheitsthemen.
» AUSFALL VON PRODUKTIONSANLAGEN
Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Anlagen werden gezielte und umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie Schulung der Mitarbeiter stellen ergänzende Maßnahmen dar.
» WISSENSMANAGEMENT
Zur nachhaltigen Sicherung des Wissens, insbesondere zur Absicherung vor Know-how-Verlust, wurden schon in der Vergangenheit anspruchsvolle Projekte initiiert, die konsequent weitergepflegt werden. Es erfolgt eine permanente Dokumentation des vorhandenen Wissens, neue Erkenntnisse aus wesentlichen Projekten, aber auch aus ungeplanten Vorfällen werden im Sinne von "lessons learned" entsprechend ab- und eingearbeitet. Detaillierte Prozessdokumentationen, vor allem auch im IT-gestützten Bereich, tragen ebenfalls zur Sicherung des vorhandenen Wissens bei.
» RISIKEN AUS DEM FINANZBEREICH
Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für den Finanzbereich der einzelnen Konzerngesellschaften. Finanzielle Risiken werden ständig beobachtet und – wo sinnvoll – abgesichert. Die Strategie zielt insbesondere auf die Erzielung von Natural Hedges und eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und der Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten, die ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft verwendet werden.
Im Einzelnen werden Finanzierungsrisiken durch folgende Maßnahmen abgesichert:
» Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die bestehenden Liquiditätsreserven versetzen die Gesellschaft in die Lage, auch in Krisenzeiten ihre Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist weiters eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend erstellt wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken durch das zentrale Konzern-Treasury ermittelt.
» Bonitätsrisiko
Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können. Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte ist durch einen sehr hohen Anteil an Kreditversicherungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive) weitestgehend abgesichert. Das Ausfallrisiko für das verbleibende Eigenrisiko wird durch definierte Prozesse der Bonitätsbeurteilung, Risikobewertung, Risikoklassifizierung und Bonitätsüberwachung gemanagt. Per 31. März 2017 waren 78 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Kreditversicherung gedeckt. Das Bonitätsrisiko der Geschäftspartner von finanziellen Kontrakten wird durch ein tägliches Monitoring des Ratings und der Veränderung der CDS-Levels (Credit Default Swap) der Kontrahenten gesteuert.
» Währungsrisiko
Vorrangiges Ziel des Fremdwährungsrisikomanagements ist es, durch Bündelung der Cashflows einen Natural Hedge (Cross Currency Netting) im Konzern zu erzielen. Eine Absicherung erfolgt im Konzern zentral durch den Abschluss von derivativen Sicherungsinstrumenten durch das Konzern-Treasury. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 25 % und 100 % der budgetierten Zahlungsströme innerhalb der nächsten zwölf Monate.
» Zinsrisiko
Die Zinsrisikobeurteilung erfolgt für den gesamten Konzern zentral in der voestalpine AG. Hier wird insbesondere das Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) gemanagt. Mit Stichtag 31. März 2017 würde die Erhöhung des Zinsniveaus um einen Prozentpunkt zu einer Erhöhung des Nettozinsaufwands im nächsten Geschäftsjahr in Höhe von 13,1 Mio. EUR führen. Dies ist jedoch eine Stichtagsbetrachtung, die im Zeitverlauf starken Schwankungen unterliegen kann. Da die voestalpine AG zur Sicherung der Liquidität eine Liquiditätsreserve vorhält, bestehen auch zinstragende Veranlagungen. Um daraus ein Zinsrisiko zu vermeiden, wird das Zinsänderungsrisiko, ausgedrückt durch die modifizierte Duration, der Aktivseite an das Zinsänderungsrisiko der Passivseite gekoppelt (Aktiv-Passiv-Management).
» Preisrisiko
Eine Preisrisikobeurteilung findet ebenfalls in der voestalpine AG statt, zur Quantifizierung des Zins- und Währungsrisikos werden insbesondere Szenarioanalysen eingesetzt.
» Compliance-Risiken
Compliance-Verstöße wie z. B. Kartell- und Korruptionsverstöße stellen ein erhebliches Risiko dar und können nachteilige Auswirkungen – sowohl in Bezug auf finanzielle Schäden als auch Reputationsschäden – haben. Durch unser Compliance Management System begegnen wir insbesondere Kartell- und Korruptionsverstößen, diese können jedoch nicht ausgeschlossen werden.
» UNSICHERHEITEN IN DER GESETZGEBUNG Energieabgabenrückvergütung in Österreich
Betreffend der österreichischen Energieabgabenvergütung hat das Bundesfinanzgericht ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH gerichtet (BFG 31.10.2014, RE/5100001/2014). Durch die Novellierung des Energieabgabenvergütungsgesetzes mit dem Budgetbegleitgesetz 2011, das für Zeiträume nach dem 31. Dezember 2010 gilt, wurde die Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe eingeschränkt. In weiterer Folge wurde dem Europäischen Gerichtshof die Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt, ob in Zusammenhang mit dieser als staatliche Beihilfe anzusehenden Einschränkung gegen Unionsrecht vorstoßen wurde, was nunmehr vom Höchstgericht tatsächlich bejaht wurde (EuGH 21.7.2016, Rs C-493/14, Dilly's Wellnesshotel GmbH). Damit sind die mit dem BBG 2011 angestrebten Restriktionen nicht rechtswirksam in Kraft getreten und können daher insbesondere auch Dienstleistungsbetriebe die Energieabgabenvergütung für Zeiträume ab 1. Februar 2011 noch nachträglich geltend machen. Das Bundesfinanzgericht hat in seiner Folgeentscheidung ausgesprochen, dass die Einschränkung auf Produktionsbetriebe nicht in Kraft getreten ist. Gegen diese Entscheidung wurde vom Finanzamt Revision beim VwGH eingebracht. Für den voestalpine-Konzern sind keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten.
WIRTSCHAFTS-UND FINANZKRISE
Basierend auf den Erkenntnissen aus Wirtschaftsund Finanzkrisen der jüngsten Vergangenheit bzw. deren Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche vor allem unternehmerische – Maßnahmen zur Risikominimierung gesetzt, die auch im vergangenen Geschäftsjahr sowie den nächsten Jahren konsequent weiterverfolgt wurden und werden. Diese zielen insbesondere darauf ab,
- » die negativen Folgen selbst einer rezessiven Konjunkturentwicklung auf das Unternehmen durch entsprechende planerische Vorkehrungen zu minimieren ("Szenarioplanung"),
- » die hohe Produktqualität bei gleichzeitiger permanenter Effizienzsteigerung und laufender Kostenoptimierung aufrecht zu erhalten,
- » ausreichend finanzielle Liquidität auch im Falle enger Finanzmärkte zur Verfügung zu haben sowie
- » das innerbetriebliche Know-how im Hinblick auf den langfristigen Ausbau der Qualitäts- und Technologieführerschaft noch effizienter als bisher abzusichern.
Für die in der Vergangenheit im voestalpine-Konzern festgestellten Risiken wurden konkrete Absicherungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt, diese Maßnahmen zielen auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/oder eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Es ist festzuhalten, dass die Risiken des voestalpine-Konzerns aus heutiger Sicht begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Es sind keine Risiken einer zukünftigen Bestandsgefährdung erkennbar.
BERICHT ÜBER WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKO- MANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGS- LEGUNGSPROZESS
Gemäß § 243a Abs. 2 UGB sind im Lagebericht von österreichischen Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.
Die Einrichtung eines angemessenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstandes. Der Vorstand der voestalpine AG hat dazu konzernweit verbindlich anzuwendende Richtlinien verabschiedet. Der dezentralen Struktur des voestalpine-Konzerns folgend, ist die lokale Geschäftsführung jeder Konzerngesellschaft zur Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie zur Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften verpflichtet.
Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt strengen konzerneinheitlichen Richtlinien, welche die mit den Geschäftsprozessen in Zusammenhang stehenden Risiken auf ein Minimum reduzieren sollen. In diesen Konzernrichtlinien sind Maßnahmen und Regeln zur Risikovermeidung festgehalten, wie etwa strikte Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen sowie insbesondere auch ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigungen für Zahlungen (Vieraugenprinzip).
Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen in diesem Zusammenhang einen Eckpfeiler des Internen Kontrollsystems dar. So wird die Trennung bzw. Segmentierung von sensiblen Tätigkeiten durch eine generell restriktive Vergabe von IT-Berechtigungen unterstützt. Für die Rechnungslegung in den einzelnen Konzernunternehmen wird im Wesentlichen die Software SAP verwendet. Die Ordnungsmäßigkeit dieser SAP-Systeme wird u. a. auch durch direkt im System eingerichtete automatisierte Geschäftsprozesskontrollen gewährleistet. Berichte über kritische Berechtigungen und Berechtigungskonflikte werden in automatisierter Form erstellt.
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden bei vollkonsolidierten Gesellschaften deren Werte in das konzerneinheitliche Konsolidierungsund Berichtssystem übernommen.
Konzernweit einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Erfassung, Buchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen sind im voestalpine-Konzernbilanzierungshandbuch geregelt und verbindlich für alle Konzerngesellschaften.
Zur weitest möglichen Vermeidung von Fehldarstellungen sind einerseits automatische Kontrollen im Berichts- und Konsolidierungssystem, andererseits aber auch zahlreiche manuelle Prüfungen implementiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht und Diskussion der Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten. Die zusammenfassende Darstellung der Organisation des Berichtswesens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erfolgt im Controlling-Handbuch der voestalpine AG.
Aus den Rechnungswesen- bzw. Controlling-Abteilungen der einzelnen Gesellschaften ergehen Monatsberichte mit Key Performance Indicators (KPIs) an ihre jeweiligen Geschäftsführer und die Divisionsvorstände sowie nach Genehmigung an den Holdingbereich Corporate Accounting & Reporting zur Verdichtung, Konsolidierung und Berichtslegung an den Konzernvorstand. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wird eine Reihe von Zusatzinformationen wie detaillierte Soll-IstVergleiche in ähnlichem Ablauf erstellt. Quartalsweise erfolgen ein Bericht an den jeweiligen Aufsichtsrat, Board oder Beirat der Gesellschaften sowie ein konsolidierter Bericht an den Aufsichtsrat der voestalpine AG.
Neben den operativen Risiken unterliegt auch die Rechnungslegung dem konzernalen Risikomanagement. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig mögliche Risiken in Bezug auf die Rechnungslegung erhoben und Maßnahmen zu deren Vermeidung getroffen. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die unternehmenstypisch als wesentlich zu erachten sind. Die Überwachung der Einhaltung des Internen Kontrollsystems einschließlich der erforderlichen Qualitätsstandards erfolgt laufend im Rahmen von Revisionsprüfungen auf Ebene der Konzerngesellschaften. Die Interne Revision arbeitet dabei eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammen. Sie ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und berichtet periodisch an den Vorstand und in der Folge an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der voestalpine AG.
Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme und deren konzernweite Umsetzung den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses, soweit diese Kontrollsysteme für die Aufstellung des Konzernabschlusses und für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung sind.
BESTAND AN EIGENEN AKTIEN
Der Bestand an eigenen Aktien zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen des bestehenden Mitarbeiterbeteilungsprogramms stellt sich zum 31.03.2017 wie folgt dar:
| Eigene Aktien 1.000 Stück |
Anteil am Grundkapital % |
Anteil am Grundkapital Tsd. EUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand per 31.03.2016 | 28,6 | 0,0 | 52,0 |
| Zugänge in 2016/17 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abgänge in 2016/17 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abschreibung 2016/17 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand per 31.03.2017 | 28,6 | 0,0 | 52,0 |
Die eigenen Aktien befinden sich seit Jahren im Bestand der Gesellschaft.
AUSBLICK
"…. für den voestalpine-Konzern (sollte) auch im Geschäftsjahr 2016/17 selbst bei einem anhaltend schwierigen konjunkturellen Umfeld ein (bereinigtes) operatives Ergebnis (EBITDA) und ein (bereinigtes) Betriebsergebnis (EBIT) zumindest annähernd auf Höhe des vergangenen Geschäftsjahres möglich sein. Jede weitergehende Ergebnisindikation würde aufgrund der extremen politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten des aktuellen Umfeldes den Ansprüchen verantwortungsbewusster Unternehmens- und Kapitalmarktkommunikation widersprechen." – soweit der letztjährige Ausblick auf das jetzt zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2016/17. Die damaligen Einschätzungen bezüglich der Ergebnisentwicklung konnten sogar etwas übertroffen werden, dem Hinweis auf die politischen Unwägbarkeiten des Umfeldes ist allerdings auch aus heutiger Sicht wenig hinzuzufügen. Er trifft für die kommenden zwölf Monate mindestens genauso zu wie vor einem Jahr.
So sehr in Bezug auf die globalen politischen Voraussetzungen die kritischen Ausführungen des Vorjahres weiterhin uneingeschränkt gelten, ergibt sich hinsichtlich der wirtschaftlichen Erwartungen heute ein deutlich günstigeres Bild als noch vor Jahresfrist. Dies spiegeln seit Herbst 2016 auch die Konjunkturprognosen renommierter Wirtschaftsinstitutionen wie des Internationalen Währungsfonds oder der OECD in zunehmendem Maße wider.
An diesem Aufwärtstrend überrascht, dass er vom unverändert herausfordernden politischen Umfeld zumindest bisher nicht wirklich beeinträchtigt wird. Getragen wird der aktuelle Aufschwung vor allem von einer seit dem Vorjahr wieder stabil positiven Konjunkturentwicklung in China und einer sowohl von der Breite als auch der Intensität her deutlich über den Erwartungen liegenden Wachstumsdynamik in Europa. Eine gewisse Unterstützung des globalen Aufwärtstrends ergibt sich auch aus dem anhaltend starken Wachstum der indischen Wirtschaft sowie der Erwartung, dass Brasilien und Russland nach einer jeweils längeren rezessiven Phase heuer die wirtschaftliche Trendwende schaffen sollten. Aktuell weniger Wachstumsunterstützung als noch zu Jahresbeginn 2017 erhofft, kommt aus den USA, deren wirtschaftliche Entwicklung im weiteren Jahresverlauf in hohem Maße von den anstehenden Entscheidungen der neuen Regierung zur künftigen Finanz- und Wirtschaftspolitik des Landes abhängen wird.
Die Nachfrageentwicklung stellt sich in vielen Kundensegmenten zu Beginn des neuen Geschäftsjahres einheitlicher und in der Gesamttendenz deutlich positiver dar als vor einem Jahr. Abgesehen von der unverändert starken weltweiten Nachfrage aus der Automobilindustrie wird der Aufwärtstrend auch von Branchen wie dem Flugzeugbau, der Konsumgüter-, Hausgeräteund Elektroindustrie sowie Teilen des Maschinenbaus, aber auch von Erholungstendenzen in der (europäischen) Bauindustrie sowie einer – primär mengeninduzierten – Entspannung am Öl- und Gassektor unterstützt. Vor allem in Europa etwas schwächer stellt sich die Nachfrage im Bahnbereich (Infrastruktur) dar; als Konsequenz der "Energiewende" seit Jahren auf unverändert sehr bescheidenem Niveau verläuft die europäische Entwicklung auch im Bereich der konventionellen Energieerzeugung (Kraftwerks- und Energiemaschinenbau).
In der Preisentwicklung der für die Stahlerzeugung wichtigsten Rohstoffe (Eisenerz, metallurgische Kohle, Schrott) sollte nach einer extrem volatilen Phase seit Herbst 2016 im weiteren Verlauf des Jahres eine gewisse Beruhigung eintreten.
Auf Basis der aus diesem Konjunkturverlauf resultierenden Ergebnisse des voestalpine-Konzerns zu Beginn des neuen Geschäftsjahres ist für die 1. Jahreshälfte eine starke, deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres liegende Umsatzund Ergebnisentwicklung zu erwarten. Eine konkrete Einschätzung des Konjunkturverlaufes in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres wird allerdings erst nach dem kommenden Sommer möglich sein.
Im Hinblick darauf, dass
» im voestalpine-Konzern im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres eine Reihe jüngster Großinvestitionen – wie das HBI-Werk in Texas, USA, die neue Drahtstraße in Leoben/Donawitz, Österreich, oder mehrere Downstream- Investitionen in Europa, den USA und China – erstmals voll umsatz- und ergebniswirksam werden,
- » die Stahl- und Stahlverarbeitungskapazitäten einschließlich des Grobblechsegmentes schon heute bis zum Ende des Geschäftsjahres weitgehend ausgelastet sind und die immer stärkere Downstream-Orientierung grundsätzlich zu einem vergleichsweise stabilen Geschäftsverlauf führt,
- » sich der Einfluss allfälliger US-Handelsbarrieren und der Druck aus Stahl-Dumpingimporten nach Europa auf voestalpine-Produkte insgesamt in Grenzen halten sollten
- » und die in Umsetzung befindlichen, konzernweiten Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsprogramme eine weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns erwarten lassen,
zeichnet sich aus aktueller Sicht trotz der Unwägbarkeiten in der Einschätzung der 2. Jahreshälfte für das Geschäftsjahr 2017/18 des voestalpine-Konzerns eine deutlich positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis ab.
Die Planung der voestalpine AG basiert im Wesentlichen auf den entsprechenden Ergebnissen der Konzerngesellschaften.
Linz, 24. Mai 2017
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer
Robert Ottel Franz Rotter Peter Schwab
voestalpine AG BILANZ ZUM 31.03.2017
AKTIVA
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||
| und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen | 32.747,44 | 22.174,72 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 752.252,46 | 449.644,73 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.914.829.348,79 | 4.984.829.348,79 |
| 2. Beteiligungen | 2.559.904,20 | 2.561.274,06 |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 494.917,78 | 494.917,78 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 4.985.232,98 | 4.357.206,38 |
| 4.922.869.403,75 | 4.992.242.747,01 | |
| 4.923.654.403,65 | 4.992.714.566,46 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,00 | 6.688,34 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0,00 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.022.107.319,34 | 4.541.581.494,10 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 393.435.133,14 | 393.014.445,53 |
| 3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 71.532.717,07 | 81.005.838,79 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0,00 |
| 4.093.640.036,41 | 4.622.594.021,23 | |
| II. Wertpapiere und Anteile | ||
| 1. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 354.430.244,83 | 316.285.591,27 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | ||
| 1. Kassenbestand | 431,02 | 790,27 |
| 2. Guthaben bei Kreditinstituten | 504.660.002,79 | 226.339.562,84 |
| 504.660.433,81 | 226.340.353,11 | |
| 4.952.730.715,05 | 5.165.219.965,61 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 5.229.555,47 | 3.050.541,28 |
| D. Aktive Latente Steuern | 0,00 | 19.563.211,86 |
| Summe Aktiva | 9.881.614.674,17 | 10.180.548.285,21 |
EUR
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | ||
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. | Eingefordertes Grundkapital | 317.851.287,79 | 320.394.836,99 |
| davon übernommen und einbezahlt | 317.851.287,79 | 320.394.836,99 | |
| Abzgl. Nennbetrag eigene Aktien | -51.955,63 | -51.955,63 | |
| 317.799.332,16 | 320.342.881,36 | ||
| II. Kapitalrücklagen | |||
| 1. Gebundene | 698.397.432,10 | 751.755.882,90 | |
| 2. Nicht gebundene | 90.227.645,14 | 90.227.645,14 | |
| 788.625.077,24 | 841.983.528,04 | ||
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Andere freie Rücklagen | 3.445.769.440,26 | 3.696.709.703,55 | |
| IV. Bilanzgewinn davon Gewinnvortrag |
184.000.000,00 250.047,50 |
194.000.000,00 334.911,14 |
|
| 4.736.193.849,66 | 5.053.036.112,95 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 12.927.253,00 | 13.935.654,00 | |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 32.458.987,00 | 28.259.018,00 | |
| 3. Rückstellungen für Urlaube und Jubiläumsgelder | 2.939.821,53 | 3.133.088,28 | |
| 4. Steuerrückstellungen | 49.540.523,96 | 18.737.540,90 | |
| 5. Sonstige Rückstellungen | 12.945.032,26 | 18.637.416,81 | |
| 110.811.617,75 | 82.702.717,99 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Hybridanleihe | 500.000.000,00 | 500.000.000,00 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 0,00 | 0,00 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 500.000.000,00 | 500.000.000,00 | |
| 2. Anleihen | 1.350.644.000,00 | 1.320.863.000,00 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 0,00 | 461.419.000,00 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 1.350.644.000,00 | 859.444.000,00 | |
| 3. Andere langfristige Verbindlichkeiten | 53.041.098,00 | 52.604.698,00 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 487.000,00 | 954.364,67 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 52.554.098,00 | 51.650.333,33 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.471.928.266,34 | 2.264.322.076,78 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 523.729.151,96 | 589.084.145,31 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 948.199.114,38 | 1.675.237.931,47 | |
| 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.591.034,12 | 3.039.075,49 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
1.591.034,12 0,00 |
3.039.075,49 0,00 |
|
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.598.095.482,86 | 832.423.985,98 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 871.595.482,86 | 682.423.985,98 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 726.500.000,00 | 150.000.000,00 | |
| 7. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, | |||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 50.000,00 | 0,00 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 0,00 | 0,00 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 50.000,00 | 0,00 | |
| 8. Sonstige Verbindlichkeiten | 44.304.443,95 | 46.376.612,56 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 44.304.443,95 | 46.376.612,56 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0,00 | |
| davon aus Steuern davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
599.987,67 268.814,07 |
677.135,17 278.402,37 |
|
| 5.019.654.325,27 | 5.019.629.448,81 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 14.954.881,49 | 25.180.005,46 | |
| davon Zuschreibungsrücklage | 0,00 | 14.412.749,19 | |
| Summe Passiva | 9.881.614.674,17 | 10.180.548.285,21 | |
| E. Eventualverbindlichkeiten | 1.387.070.152,28 | 508.654.428,83 | |
EUR
voestalpine AG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01.04.2016 BIS 31.03.2017
GESAMTKOSTENVERFAHREN
| 2015/16 | 01.04.2016 – 31.03.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 104.063.619,97 | 110.983.915,54 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | ||||
| a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 11.411.174,34 | 242.519,59 | ||
| b) Übrige | 2.104.661,71 | 296.190,55 | ||
| 13.515.836,05 | 538.710,14 | |||
| 3. Personalaufwand | ||||
| a) Gehälter | –21.992.216,64 | –24.217.921,73 | ||
| b) Soziale Aufwendungen | ||||
| ba) Aufwendungen für Altersversorgung | –1.236.013,81 | –446.658,46 | ||
| bb) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen |
–1.580.724,97 | –1.239.873,03 | ||
| bc) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
–3.193.046,04 | –3.419.494,45 | ||
| bd) Sonstige Sozialaufwendungen | –125.272,58 | –64.979,65 | ||
| –28.127.274,04 | –29.388.927,32 | |||
| 4. Abschreibungen | ||||
| a) Auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
–159.848,44 | –369.549,13 | ||
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z. 15 fallen | -869.277,93 | 0,00 | ||
| b) Übrige | –85.906.253,59 | –92.396.097,82 | ||
| –86.775.531,52 | –92.396.097,82 | |||
| 6. Zwischensumme aus Z. 1 bis 5 (Betriebserfolg) | 2.516.802,02 | –10.631.948,59 | ||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 511.416.877,50 | 474.894.146,35 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (511.208.000,00) | (474.685.268,85) | ||
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
362.594,22 | 757.193,37 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (0,00) | (0,00) | ||
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 105.047.607,43 | 109.673.195,18 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (102.594.860,56) | (–106.118.157,07) | ||
| 10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens |
571.679,99 | 19.836.707,86 | ||
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens |
||||
| a) Abschreibungen | –494.075.750,00 | –14.412.749,19 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (–494.000.000,00) | (0,00) | ||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –126.163.276,38 | –208.967.267,83 | ||
| (davon betreffend verbundene Unternehmen) | (–10.301.909,31) | (–76.482.339,45) |
| 2015/16 | 01.04.2016 – 31.03.2017 | ||
|---|---|---|---|
| 13.Zwischensumme aus Z. 7 bis 12 (Finanzerfolg) | –2.840.267,24 | 381.781.225,74 | |
| 14. Ergebnis vor Steuern | –323.465,22 | 371.149.277,15 | |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 35.985.887,11 | 73.456.075,00 | |
| (davon latente Steuern) | (0,00) | (19.563.211,86) | |
| 16. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss | 35.662.421,89 | 444.605.352,15 | |
| 17. Auflösung von Gewinnrücklagen | |||
| a) Andere freie Rücklagen | 148.087.530,61 | 0,00 | |
| 18. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | |||
| a) Andere freie Rücklagen | 0,00 | 250.940.263,29 | |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 250.047,50 | 334.911,14 | |
| 20.Bilanzgewinn | 184.000.000,00 | 194.000.000,00 | |
| EUR |
voestalpine AG ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.03.2017
| Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.04.2016 |
Zugänge | Um buchungen |
Abgänge | Stand 31.03.2017 |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|||||
| 1. Software | 1.166.873,92 | 4.483,24 | 1.171.357,16 | ||
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.166.873,92 | 4.483,24 | 0,00 | 0,00 | 1.171.357,16 |
| II. Sachanlagen |
|||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.507.288,87 | 51.885,44 | 4.921,05 | 1.554.253,26 | |
| Summe Sachanlagen | 1.507.288,87 | 51.885,44 | 0,00 | 4.921,05 | 1.554.253,26 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.408.829.348,79 | 70.000.000,00 | 5.478.829.348,79 | ||
| 2. Beteiligungen | 2.559.904,20 | 1.369,86 | 2.561.274,06 | ||
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens |
|||||
| a) Sonstige Wertpapiere und Wertrechte |
494.917,78 | 494.917,78 | |||
| 4. Sonstige Ausleihungen | |||||
| a) Wohnbaudarlehen | 3.057,45 | 1.117,22 | 1.940,23 | ||
| b) Sonstige Ausleihungen | 4.982.175,53 | 626.909,38 | 4.355.266,15 | ||
| Summe Finanzanlagen | 5.416.869.403,75 | 1.369,86 | 70.000.000,00 | 628.026,60 | 5.486.242.747,01 |
| Summe Anlagevermögen | 5.419.543.566,54 | 57.738,54 | 70.000.000,00 | 632.947,65 | 5.488.968.357,43 |
| Entwicklung der kumulierten Abschreibungen | |||
|---|---|---|---|
| Zuschreibungen | Zugänge Abschreibungen |
Stand 01.04.2016 |
|
| 1.134.126,48 | |||
| 1.134.126,48 | |||
| 354.493,17 | 755.036,41 | ||
| 0,00 | 354.493,17 | 755.036,41 | |
| 494.000.000,00 | |||
| 0,00 | 0,00 | 494.000.000,00 | |
| 495.889.162,89 | |||
| 0,00 0,00 |
15.055,96 15.055,96 369.549,13 |
EUR
voestalpine AG ANHANG ZUM UGB-ABSCHLUSS DER voestalpine AG 2016/17
A. ALLGEMEINE ANGABEN
Die voestalpine AG ist eine große Aktiengesellschaft im Sinne des § 221 UGB. Der Jahresabschluss zum 31. März 2017 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung (RÄG 2014 und APRÄG 2016) aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Die Gesellschaft ist das Mutterunternehmen des voestalpine-Konzerns. Der Konzernabschluss des voestalpine-Konzerns ist am Sitz der Gesellschaft in Linz erhältlich und auf der voestalpine-Homepage www.voestalpine.com abrufbar.
B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm des § 222 Abs. 2 UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.
Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden – abgesehen von den Änderungen durch das RÄG 2014 und APRÄG 2016 (welche keine wesentlichen Auswirkungen haben) – beibehalten.
C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGEN
Die Entwicklung dieser Posten ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Die verwendeten Abschreibungssätze betragen 25,0 % bis 33,3 %.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode ermittelt werden.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 400,00 EUR werden im Zugangsjahr zur Gänze abgeschrieben.
Beim abnutzbaren Sachanlagevermögen kommen bei den planmäßigen Abschreibungen folgende Sätze zur Anwendung:
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12,0 – 20,0 % |
|---|---|
An Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016/17 ein Betrag von 254,1 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 213,2 Tsd. EUR), für die nächsten fünf Geschäftsjahre beläuft sich die Gesamtverpflichtung auf ca. 1.270,5 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen ca. 1.066,0 Tsd. EUR).
2. FINANZANLAGEN
Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten (bei Finanzanlagen, die keine Beteiligungen sind, mit den beizulegenden Zeitwerten) zum Bilanzstichtag bewertet. Zuschreibungen werden nunmehr generell bei Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung bzw. bei einer Wertaufholung vorgenommen (mit den Anschaffungskosten begrenzt).
BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN DER voestalpine AG (AB 20,0 %)
| Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital zum 31.03.2017 |
Jahres überschuss/ -fehlbetrag 2016/17 |
|
|---|---|---|---|
| voestalpine Stahl GmbH, Linz | 100,00 | 834.700,3 | 163.242,4 |
| voestalpine Metal Forming GmbH, Linz | 100,00 | 1.016.112,9 | 320.709,7 |
| voestalpine Edelstahl GmbH, Wien | 100,00 | 639.088,4 | 174.990,5 |
| voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG, Leoben |
100,00 | 461.055,3 | 115.393,7 |
| voestalpine Metal Engineering GmbH, Leoben | 100,00 | 82.626,4 | 7.003,7 |
| voestalpine group-IT GmbH, Linz | 100,00 | 6.202,5 | 3.742,2 |
| voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH, Linz | 100,00 | 1.177,6 | 930,0 |
| Donauländische Baugesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 | 947,0 | –3,6 |
| voestalpine Finanzierungs Holding GmbH, Linz | 100,00 | 548.672,4 | –12,7 |
| voestalpine Stahlwelt GmbH, Linz1 | 50,00 | 1.137,0 | 14,6 |
| Danube Equity AG, Linz | 71,37 | 11.752,3 | 252,9 |
| APK Pensionskasse AG, Wien2 | 19,11 | 44.745,5 | 3.676,2 |
| voestalpine Insurance Services GmbH, Linz3 | 100,00 | 1.440,0 | 745,4 |
1 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.03.2016
2 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.12.2015 3 Eigenkapital und Ergebnis vorläufig Tsd. EUR
Im Geschäftsjahr 2016/17 erfolgte ein Großmutterzuschuss in Höhe von 70.000,0 Tsd. EUR an die voestalpine Funding International GmbH.
Unter den Wertpapieren (Wertrechten) des Anlagevermögens werden sonstige Anteilsrechte ausgewiesen.
Der kurzfristige Anteil der sonstigen Ausleihungen beträgt 653,3 Tsd. EUR (Vorjahr: 626,9 Tsd. EUR).
3. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die Aktivierung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten. Fremdwährungsforderungen werden zum Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kursgesicherte Forderungen werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.
| 0,0 | 6,7 | 6,7 | 0,0 |
|---|---|---|---|
| 4.541.581,5 | 4.148.567,1 | 393.014,4 | |
| 71.532,7 | 81.005,8 | 81.005,8 | 0,0 |
| 4.622.594,0 | 4.229.579,6 | 393.014,4 | |
| 4.022.107,3 4.093.640,0 |
Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 4.001.270,0 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Gewinngemeinschaften und Dividendenabfuhr in Höhe von 473.000,0 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von 65.544,3 Tsd. EUR und aus Sonstigen Forderungen in Höhe von 1.767,2 Tsd. EUR. Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Erträge im Ausmaß von 3.230,2 Tsd. EUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
4. WERTPAPIERE UND ANTEILE
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden dem strengen Niederstwertprinzip gem. § 207 UGB entsprechend mit den Anschaffungskosten oder jenem Wert, der aus einem am Abschlussstichtag niedrigeren Börsenkurs oder Marktpreis bzw. aus dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert resultiert, bewertet. Zuschreibungen werden nunmehr generell bei Wegfall der Gründe für eine Abschreibung bzw. bei einer Wertaufholung vorgenommen (mit den Anschaffungskosten begrenzt).
Die ausgewiesenen Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Anteilen am V54-Kapitalanlagefonds, aus anderen börsennotierten Aktien und Fondsanteilen. Gemäß Erstanwendung des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014 erfolgte zum 1. April 2016 eine Nachholung unterlassener Zuschreibungen bis zu den Anschaffungskosten in Höhe von 17.208,8 Tsd. EUR. Die Zuschreibungsverpflichtung bei den Wertpapieren gemäß RÄG 2014 ist damit umgesetzt. Zur steuerlichen Neutralisierung wird eine Zuschreibungsrücklage gebildet, die unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen wird. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Zuschreibungen und Abschreibungen bzw. Erträge und Aufwendungen aus der Zuschreibungsrücklage unter den Erträgen aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens und Aufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesen. Nach der Nachholung der unterlassenen Zuschreibungen ist zum 31. März 2017 eine Anpassung der Zuschreibungsrücklage auf 14.412,7 Tsd. EUR nach Maßgabe der veräußerten Stücke erfolgt (die Zuschreibungsrücklage wurde aufgelöst).
Weiters wurden 2,26 % der Anteile an der VA Intertrading Aktiengesellschaft, Linz, verkauft.
5. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die Disagien der Anleihen 2011–2018 (336,7 Tsd. EUR), 2012–2018 (768,6 Tsd. EUR) und 2014–2021 (213,4 Tsd. EUR) sowie die Abgrenzung für die Geldbeschaffungskosten des Synloans in Höhe von 1.330,6 Tsd. EUR ausgewiesen.
6. AKTIVE LATENTE STEUERN
Die aktiven und passiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurden für temporäre Differenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten gebildet:
| 31.03.2017 | |
|---|---|
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 4.322,3 |
| Rückstellungen Sozialkapital | 39.730,7 |
| Verbindlichkeiten | 2.896,2 |
| Anteilige Differenzen für Beteiligungen an Personengesellschaften | 31.303,7 |
| Summe Differenzen | 78.252,9 |
| Daraus resultierende latente Steuern (25 %) | 19.563,2 |
| Tsd. EUR |
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
| 2016/17 | |
|---|---|
| Stand am 31.03.2016 | 0,0 |
| Erstzuführung per 01.04.2016 – erfolgsneutral | 0,0 |
| Erstzuführung per 01.04.2016 – erfolgswirksam | 32.857,2 |
| Stand am 01.04.2016 | 32.857,2 |
| Erfolgswirksame Veränderung | –13.294,0 |
| Stand am 31.03.2017 | 19.563,2 |
| Tsd. EUR |
Die erstmalige Anwendung der neuen Vorschriften zu den aktiven und passiven latenten Steuern ist ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen (das nach den Übergangsvorschriften vorgesehene Wahlrecht zur Verteilung über längstens fünf Jahre wird nicht in Anspruch genommen). Die erfolgswirksame Veränderung der erstmals bilanzierten aktiven latenten Steuern macht im Geschäftsjahr –13.294,0 Tsd. EUR (Aufwand) aus.
7. GRUNDKAPITAL
Das Grundkapital beträgt nach einer Kapitalerhöhung im März 2017 320.394.836,99 EUR. Das einbezahlte Grundkapital zum 31. März 2017 beträgt 320.394.836,99 EUR (31. März 2016 317.851.287,79 EUR). Davon wurde in Anwendung der Regelungen des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014 das Nominale der eigenen Aktien (51.955,63 EUR) abgesetzt. Das Grundkapital ist zerlegt in 176.349.163 auf Inhaber lautende Stückaktien (31. März 2016 174.949.163 Aktien). Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.
Gemäß § 4 Abs. 2a der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 125.323.693,90 EUR durch Ausgabe von bis zu 68.979.665 Stück Aktien (= 40 %) gegen Bareinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014/I). In der Berichtsperiode hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Gemäß § 4 Abs. 2b der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 31.330.923,02 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.244.916 Stück Aktien (= 10 %) gegen Sacheinlagen und/oder Bareinlagen zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn (i) die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, d. h. Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder (ii) die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt (Genehmigtes Kapital 2014/II). Der Vorstand der voestalpine AG hat am 9. März 2015 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 2.500.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien und somit um rund 1,45 % zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen des bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 25. April 2015 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen. Zudem hat der Vorstand der voestalpine AG am 6. März 2017 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 1.400.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien und somit um rund 0,8 % zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen des bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 30. März 2017 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen.
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 31.330.923,02 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.244.916 Stück Aktien (= 10 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 2. Juli 2014 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 2. Juli 2014 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG bislang keinen Gebrauch gemacht.
In der Hauptversammlung vom 1. Juli 2015 wurde der Vorstand für eine Geltungsdauer von 30 Monaten zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand bislang nicht Gebrauch gemacht.
8. GEWINNRÜCKLAGEN
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden 250.940,3 Tsd. EUR den freien Gewinnrücklagen zugeführt.
9. RÜCKSTELLUNGEN
Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet.
Die Rückstellung wird mit dem Barwert der erworbenen Abfertigungsansprüche unter Verwendung der Projected Unit Credit-Methode bewertet. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 13.935,7 Tsd. EUR.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden wie in den Vorjahren gemäß IAS 19 mit dem Barwert der erworbenen Pensionsansprüche bewertet. Von diesem Barwert wird das Pensionskassenkapital abgezogen. Diese Nettoverpflichtung wird als Rückstellung für Pensionen ausgewiesen. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 28.259,0 Tsd. EUR.
Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet. Die Jubiläumsgeldrückstellung wurde mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaften bewertet. Der Bilanzwert beträgt 1.140,7 Tsd. EUR.
Die versicherungsmathematischen Berechnungen für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen erfolgen mit einem Zinssatz von 1,60 % (Vorjahr 1,90 %), Bezugserhöhungen von 3,00 % (Vorjahr 3,00 %) bzw. Pensionserhöhungen von 2,25 % (Vorjahr 2,25 %). Es kommen die Rechnungsgrundlagen von AVÖ 2008-P sowie die Pensionsantrittsalter gemäß APG 2004 zur Anwendung.
Im Übrigen werden Rückstellungen mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der bestmöglich zu schätzen ist.
Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten Vorsorgen für sonstige Personalaufwendungen (insbesondere Rückstellung für Prämien in Höhe von 8.437,7 Tsd. EUR), für Prüfungs- und Bilanzveröffentlichungskosten, für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (8.748,0 Tsd. EUR) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen.
10. VERBINDLICHKEITEN
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Kursgesicherte Verbindlichkeiten werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.
| Bilanzwert 31.03.2016 |
Bilanzwert 31.03.2017 |
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr |
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Hybridanleihe 2013 | 500.000,0 | 500.000,0 | 0,0 | 500.000,0 | 0,0 |
| Anleihe 2011–2018 | 475.000,0 | 461.419,0 | 461.419,0 | 0,0 | 0,0 |
| Anleihe 2012–2018 | 475.644,0 | 459.444,0 | 0,0 | 459.444,0 | 0,0 |
| Anleihe 2014–2021 | 400.000,0 | 400.000,0 | 0,0 | 400.000,0 | 0,0 |
| Darlehen FFG | 3.041,1 | 2.604,7 | 954,4 | 1.650,3 | 0,0 |
| Sonstige Darlehen | 50.000,0 | 50.000,0 | 0,0 | 25.000,0 | 25.000,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.471.928,3 | 2.264.322,1 | 589.084,1 | 1.492.466,6 | 182.771,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.591,0 | 3.039,1 | 3.039,1 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
1.598.095,5 | 832.424,0 | 682.424,0 | 150.000,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis |
50,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige | |||||
| Verbindlichkeiten | 44.304,4 | 46.376,5 | 46.376,5 | 0,0 | 0,0 |
| 5.019.654,3 | 5.019.629,4 | 1.783.297,1 | 3.028.560,9 | 207.771,4 | |
| Tsd. EUR |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 696.579,5 Tsd. EUR, aus Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von 77.494,6 Tsd. EUR und aus Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 58.334,0 Tsd. EUR. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen in Höhe von 41.017,2 Tsd. EUR, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 begab die voestalpine AG (infolge einer Einladung an die Inhaber der ehemaligen Hybridanleihe 2007, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen) eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 betrug durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Der Kupon der Hybridanleihe 2013 beträgt 7,125 % bis zum 31. Oktober 2014, 6 % vom 31. Oktober 2014 bis zum 31. Oktober 2019, den 5-Jahres-Swapsatz +4,93 % vom 31. Oktober 2019 bis zum 31. Oktober 2024 und den 3-Monats-EURIBOR +4,93 % + Step-up von 1 % ab 31. Oktober 2024. Die Hybridanleihe 2013 kann durch die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig am 31. Oktober 2019 gekündigt und getilgt werden.
Am 3. Februar 2011 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Februar 2018 zurückgezahlt und mit 4,75 % jährlich verzinst. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden 13.581 Stück zurückgekauft.
Am 5. Oktober 2012 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Oktober 2018 zurückgezahlt und mit 4,00 % jährlich verzinst. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden 16.200 Stück zurückgekauft.
Am 14. Oktober 2014 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 400.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Oktober 2021 zurückgezahlt und mit 2,25 % jährlich verzinst.
11. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
| 31.03.2016 | 31.03.2017 | Hievon gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
|---|---|---|---|
| Garantien | 1.387.045,2 | 508.629,4 | 508.629,4 |
| Patronatserklärungen | 25,0 | 25,0 | 25,0 |
| 1.387.070,2 | 508.654,4 | 508.654,4 | |
| Tsd. EUR |
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
12. UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse betreffen in erster Linie von Konzernunternehmen für erbrachte Leistungen erhaltene Konzernumlagen in Höhe von 92.415,9 Tsd. EUR, Weiterverrechnungen von Leistungen der Gesellschaft an Konzerngesellschaften in Höhe von 18.518,3 Tsd. EUR und an Dritte in Höhe von 49,7 Tsd. EUR.
13. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
| 2015/16 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 11.411,2 | 242,5 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 2.104,6 | 296,2 |
| 13.515,8 | 538,7 | |
| Tsd. EUR |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Bildungsprämie sowie Versicherungsentschädigungen.
14. PERSONALAUFWAND
In der Abschlussperiode waren durchschnittlich 126 (Vorjahr: 125) Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung gliedern sich wie folgt:
| Abfertigungen | Altersversorgung | |
|---|---|---|
| Vorstand | ||
| Zahlungen | 0,0 | 0,0 |
| Dotierung/Verbrauch Rückstellung | 648,7 | –963,4 |
| Konzernale Überrechnungen | 0,0 | 0,0 |
| Beiträge MVK | 0,0 | 0,0 |
| AG-Beitrag zur Pensionskasse | 0,0 | 389,6 |
| Sonstige Arbeitnehmer | ||
| Zahlungen | 78,2 | 0,0 |
| Dotierung/Verbrauch Rückstellung | 426,4 | 657,4 |
| Beiträge MVK | 90,5 | 0,0 |
| Konzernale Überrechnungen | –3,9 | 0,0 |
| AG-Beitrag zur Pensionskasse | 0,0 | 363,1 |
| Summe | 1.239,9 | 446,7 |
| Zinskomponente | 195,1 | 616,7 |
| davon Vorstand | 115,3 | 510,7 |
| davon sonstige Arbeitnehmer | 79,8 | 106,0 |
| Tsd. EUR |
Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen mehrerer Geschäftsjahre. Erstmals im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.
In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08, 2008/09 und 2014/15 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007, 2008 bzw. 2014 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %. In den Geschäftsjahren 2012/13, 2013/14 und 2016/17 wurde für jene österreichischen Konzerngesellschaften, die erst ab einem späteren Zeitpunkt an der Mitarbeiterbeteiligung teilgenommen hatten, ein weiterer Betrag von 0,3 % bzw. 0,27 % der für die Kollektivvertragserhöhung 2012, 2013 bzw. 2016 erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung verwendet.
Zur Umsetzung des österreichischen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird jeweils eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen. Der Wert der Gegenleistung ist nicht von Kursschwankungen abhängig.
Zum 31. März 2017 hält die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter rund 14,8 % (31. März 2016: 14,5 %) der Aktien der voestalpine AG.
15. ÜBRIGE SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u. a. folgende wesentliche Posten enthalten: Honoraraufwendungen für Konsulenten und Gutachter, sonstige fremde Dienstleistungen, Werbeaufwendungen, Beiträge an sonstige Verbände und Vereine, Aufwendungen für unternehmensfremde Arbeitskräfte, Mieten, Pachten, Reise- und Werbeaufwendungen.
16. ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN
Die Beteiligungserträge betragen 474,9 Mio. EUR (davon 474,7 Mio. EUR aus verbundenen Unternehmen). Davon entfallen 473,0 Mio. EUR auf zeitgleich aktivierte Dividendenforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
17. ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON UND DER ZUSCHREIBUNG ZU FINANZANLAGEN UND WERTPAPIEREN DES UMLAUFVERMÖGENS
Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 5.322,0 Tsd. EUR stammen einer seits aus der Veräußerung von Anteilen an der VA Intertrading Aktiengesellschaft in Höhe von 571,6 Tsd. EUR und andererseits aus der Veräußerung von Anteilen am V54-Fonds in Höhe von 4.750,3 Tsd. EUR. Weiters erfolgte bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens eine Zuschreibung in Höhe von 14.514,7 Tsd. EUR.
18. AUFWENDUNGEN AUS FINANZANLAGEN UND AUS WERTPAPIEREN DES UMLAUFVERMÖGENS
Diese Position enthält die Zuschreibungsrücklage für die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 14.412,7 Tsd. EUR.
19. ZINSERTRÄGE, ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
Der Saldo aus "Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen" und "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ergibt für das Geschäftsjahr 2016/17 einen Aufwand in Höhe von –99.294,1 Tsd. EUR. Die Zinserträge bestehen großteils aus Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, aus Darlehenszinsen von verbundenen Unternehmen und aus Swapzinsen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsen von verbundenen Unternehmen, Swapzinsen, Anleihezinsen und sonstige Aufwandszinsen. Die in den Zuweisungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen (195,1 Tsd. EUR), Pensionen (616,7 Tsd. EUR) und Jubiläumsgelder (19,3 Tsd. EUR) enthaltenen Zinskomponenten sind analog zum Vorjahr ebenfalls im Zinsaufwand enthalten.
20. AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betragen 339,1 Tsd. EUR und betreffen mit 251,4 Tsd. EUR die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2016/17. Sonstige Leistungen wurden in Höhe von 87,7 Tsd. EUR erbracht.
21. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die voestalpine AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG, welche insbesondere die wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften als Gruppenmitglieder umfasst. Der Gruppenträger hat die Körperschaftsteuer für die Unternehmensgruppe an das zuständige Finanzamt zu leisten. Zwischen dem Gruppenmitglied und dem Gruppenträger besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.
| 28.182,2 –74.428,4 |
18.322,6 |
|---|---|
| –85.825,5 | |
| 10.552,4 | 14.039,6 |
| 0,0 | –19.563,2 |
| –3,0 | –1.025,3 |
| –289,1 | 528,7 |
| 0,0 | 67,0 |
| –35.985,9 | –73.456,1 |
Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
Für Unterschiede zwischen unternehmensrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögengegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wird in Höhe einer sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung eine Rückstellung für passive latenten Steuern bzw. in Höhe einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt (siehe dazu Pkt. 6. Aktive latente Steuern).
Tsd. EUR
E. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
In den sonstigen Rückstellungen sind Vorsorgen für Devisentermingeschäfte in Höhe von 8.748,0 Tsd. EUR aufgrund von Marktwertveränderungen enthalten. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market-Methode". Es wird das Ergebnis rückgestellt, das bei Glattstellung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert werden würde. Die verwendeten Marktdaten sind, wenn vorhanden, Fixings (EZB, EURIBOR, Swapfixing), ansonsten Contributors wie beispielsweise Tullet & Tokyo Liberty.
Umfang der derivativen Finanzinstrumente und Fair Value in Summe zum Bilanzstichtag sind in folgender Tabelle dargestellt:
| Nominale | Fair Value | Laufzeit |
|---|---|---|
| 2.317,84 | –3,96 | 100 % < 3 Jahre |
| 0,00 | 0,00 | 100 % < 1 Jahr |
| 260,32 | –1,07 | 100 % ≤ 2 Jahre |
| 94,96 | 0,00 | 100 % < 2 Jahre |
| 2.673,12 | –5,03 | |
BESTAND AN DERIVATEN
Mio. EUR
F. SONSTIGE ANGABEN
Als Vorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2016/17 folgende Herren bestellt:
- » Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender
- » Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner, Mitglied
- » Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer, Mitglied
- » Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA, Mitglied
- » Dipl.-Ing. Franz Rotter, Mitglied
- » Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab, MBA, Mitglied
Die fixen Bezüge des Vorstandes werden entsprechend der österreichischen Rechtslage vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates festgelegt und periodisch einer Überprüfung unterzogen.
Voraussetzung für die Gewährung einer Bonifikation ist das Vorliegen einer aus quantitativen und qualitativen Elementen bestehenden Zielvereinbarung, welche mit dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrates abzuschließen ist. Der Maximalbonus ist für Vorstandsmitglieder mit 200 % des Jahresbruttogehalts, für den Vorsitzenden des Vorstandes mit 250 % des Jahresbruttogehalts begrenzt. Bei exakter Erreichung der vereinbarten Zielwerte gebühren für die quantitativen Ziele 60 % des Maximalbonus; bei Erreichen der qualitativen Ziele gebühren 20 % des Maximalbonus. Eine Übererfüllung der Ziele wird proportional bis zur Erreichung des Maximalbonus berücksichtigt. Quantitative Zielgrößen sind das EBIT und der "Return on Capital Employed" (ROCE). Die konkreten Zielgrößen werden periodisch (jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren) vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates mit dem Vorstand vereinbart. Ihre Berechnungsbasis ist unabhängig vom jeweiligen Budget bzw. der Mittelfristplanung, d. h. Budgeterfüllung bedeutet nicht Bonuserreichung. Als qualitative Ziele im Geschäftsjahr 2016/17 wurden erstens die Vorlage einer langfristigen NAFTA-Strategie des voestalpine-Konzerns und zweitens die Erarbeitung der grundsätzlichen Technologieoptionen für eine CO2 reduzierte Stahlerzeugung vereinbart.
Die Höhe der vertraglich zugesagten Firmenpension bemisst sich für die Vorstandsmitglieder Dr. Eder, Mag. Dipl.-Ing. Ottel und Dipl.-Ing. Eibensteiner nach der Dauer der Dienstzeit. Pro Dienstjahr beträgt die Höhe der jährlichen Pension 1,2 % des letzten Jahresbruttogehalts. Die Pensionsleistung kann jedoch 40 % des letzten Jahresbruttogehalts (ohne variable Bezüge) nicht übersteigen. Für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing. Rotter, Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer und Dipl.-Ing. Dr. Schwab besteht eine beitragsorientierte Zusage; dabei wird ein Beitrag in Höhe von 15 % des Jahresbruttogehalts (ohne Bonifikation) vom Unternehmen in die Pensionskasse einbezahlt.
Die Vorstandsmitglieder erhalten bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung in sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes.
Für die Mitglieder des Vorstandes (wie auch für alle leitenden Angestellten des Konzerns) und des Aufsichtsrates besteht eine D&O-Versicherung, deren Kosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2015/16: 0,1 Mio. EUR) von der Gesellschaft getragen werden.
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2016/17 wie folgt zusammen:
| Lfd. Bezüge fix | Lfd. Bezüge variabel |
Summe | |
|---|---|---|---|
| Dr. Wolfgang Eder | 1,10 | 2,03 | 3,13 |
| Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| Dipl.-Ing. Franz Rotter | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab | 0,80 | 1,17 | 1,97 |
| 2016/17 | 5,10 | 7,88 | 12,98 |
| 2015/16 | 4,44 | 5,98 | 10,42 |
| Mio. EUR |
Zusätzlich zu den in der oben angeführten Tabelle enthaltenen Bezügen sind für Vorstandsmitglieder mit leistungsorientierten Pensionsverträgen im Konzernabschluss folgende Service Costs (Personalaufwand) erfasst: Dr. Eder 0,00 Mio. EUR (2015/16: 0,00 Mio. EUR), Mag. Dipl.-Ing. Ottel 0,34 Mio. EUR (2015/16: 0,35 Mio. EUR) und Dipl.-Ing. Eibensteiner 0,27 Mio. EUR (2015/16: 0,31 Mio. EUR); für Vorstandsmitglieder mit beitragsorientierten Pensionsverträgen sind folgende Pensionsauf wendungen im Konzernabschluss berücksichtigt: Dipl.-Ing. Rotter 0,12 Mio. EUR (2015/16: 0,11 Mio. EUR), Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer 0,12 Mio. EUR (2015/16: 0,11 Mio. EUR) und Dipl.-Ing. Dr. Schwab 0,12 Mio. EUR (2015/16: 0,09 Mio. EUR). Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder mit leistungsorientierten Pensionsverträgen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 0,96 Mio. EUR (2015/16: 0,93 Mio. EUR) durch die Pensionskasse geleistet.
Zum Bilanzstichtag waren 6,64 Mio. EUR (2015/16: 4,92 Mio. EUR) der variablen Bezüge noch nicht ausbezahlt. An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder bis 3. Juli 2016 wurden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht, www.fma.gv.at, veröffentlicht, Meldungen nach dem 3. Juli 2016 werden auf der Website der Gesellschaft (www.voestalpine.com » Investoren » Corporate Governance) veröffentlicht.
Dem Aufsichtsrat gehörten in der Berichtsperiode folgende Mitglieder an:
- » Dr. Joachim Lemppenau, Vorsitzender
- » Dr. Heinrich Schaller, stellvertretender Vorsitzender
- » KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Mitglied
- » Dr. Hans-Peter Hagen, Mitglied
- » Prof. (em) Dr. Helga Nowotny, Ph.D., Mitglied
- » Dr. Michael Kutschera, MCJ. (NYU), Mitglied
- » Mag. Dr. Josef Peischer, Mitglied
- » Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf, Mitglied
- » Arb.BRV Josef Gritz, Mitglied
- » BRV Brigitta Rabler, Mitglied
- » Arb.BRV Gerhard Scheidreiter, Mitglied
- » BRV Hans-Karl Schaller, Mitglied
Gemäß § 15 der Satzung erhalten Aufsichtsratsmitglieder der voestalpine AG als Vergütung für ihre Tätigkeit einen Betrag von einem Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100 % für den Vorsitzenden, 75 % für den stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 50 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden gemäß der in der Hauptversammlung 2016 beschlossenen Änderung des § 15 der Satzung jedenfalls eine Mindestvergütung von 27,0 Tsd. EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 20,0 Tsd. EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 13,0 Tsd. EUR zusteht. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Zusätzlich erhalten die Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR pro Sitzung. Für Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrates erfolgt keine gesonderte Vergütung, es wird jedoch ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR gewährt.
Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2016/17 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 108 Tsd. EUR (2015/16: 108 Tsd. EUR)1; Dr. Heinrich Schaller (stellvertretender Vorsitzender): 80 Tsd. EUR (2015/16: 80 Tsd. EUR)1 und alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 52 Tsd. EUR (2015/16: 52 Tsd. EUR)1. Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.
1 Änderungen der im Geschäftsbericht 2015/16 veröffentlichten Beträge der Vergütung für Kapitalvertreter des Aufsichtsrates aufgrund der in der Hauptversammlung 2016 beschlossenen Änderung des § 15 der Satzung.
Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind seit der Hauptversammlung 2006 in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner gesonderten jährlichen Beschlussfassung in der Hauptversammlung.
Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt 0,55 Mio. EUR (2015/16: 0,55 Mio. EUR)1. Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2016/17 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 5. Juli 2017 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtsrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder bis 3. Juli 2016 wurden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht, www.fma.gv.at, veröffentlicht, Meldungen nach dem 3. Juli 2016 werden auf der Website der Gesellschaft (www.voestalpine.com » Investoren » Corporate Governance) veröffentlicht.
Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG sowie ihrer Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2016/17 Beratungsleistungen insbesondere im Zusammenhang mit gesellschafts- und kapitalmarktrechtlichen Themen. Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2016/17 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 32.098,00 EUR (2015/16: 36.994,00 EUR).
Der Jahresabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.
1 Änderungen der im Geschäftsbericht 2015/16 veröffentlichten Beträge der Vergütung für Kapitalvertreter des Aufsichtsrates aufgrund der in der Hauptversammlung 2016 beschlossenen Änderung des § 15 der Satzung.
G. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.
ERGEBNISVERWENDUNG
Das Geschäftsjahr 2016/17 schließt mit einem Bilanzgewinn von 194.000.000,00 EUR. Es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 1,1 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Linz, am 24. Mai 2017
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer
Robert Ottel Franz Rotter Peter Schwab
voestalpine AG BESTÄTIGUNGSVERMERK
BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS
PRÜFUNGSURTEIL
Wir haben den Jahresabschluss der voestalpine AG, Linz, bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. März 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Folgenden stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
- a) Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
- b) Zeitgleiche (phasenkongruente) Aktivierung von Dividendenforderungen
ad a) Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen:
Im Jahresabschluss zum 31. März 2017 der voestalpine AG, die als geschäftsleitende Holdinggesellschaft den voestalpine-Konzern führt, werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.984,8 Mio. EUR ausgewiesen. Die Anteile machen somit 49,0% der Bilanzsumme aus. Der Vorstand beschreibt im Anhang unter Abschnitt C. 2. die Bewertungsmethoden und stellt die Angaben zum Eigenkapital und Jahresergebnis der Tochtergesellschaften dar. Im Geschäftsjahr 2016/17 sind keine Abschreibungen bzw. Zuschreibungen bei Anteilen an verbundenen Unternehmen angefallen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen – gemessen an den Buchwerten – die 100%igen Beteiligungen an den Führungsgesellschaften der vier Divisionen des voestalpine-Konzerns. Die Bewertung bzw. die Werthaltigkeit der Buchwerte dieser Beteiligungen hat daher fundamentale Bedeutung für das vom Jahresabschluss vermittelte Bild. Soweit der Buchwert einer Beteiligung im Eigenkapital der betreffenden Gesellschaft gedeckt ist, wird der Buchwert in der Regel – bei Vorliegen einer positiven Unternehmensplanung – als werthaltig eingestuft. Soweit eine solche Deckung in einem nennenswerten Umfang nicht gegeben ist, wird ein Werthaltigkeitstest mittels eines Unternehmensbewertungsmodells nach dem Discounted-Cash Flow-Verfahren durchgeführt. Das Ergebnis einer Unternehmensbewertung nach dem Discounted-Cash Flow-Verfahren ist – ihrem Wesen nach – in einem erheblichen Ausmaß von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelüberschüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und demzufolge mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Aus unserer Sicht ist daher die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen, insbesondere bei einer Holdinggesellschaft wie der voestalpine AG, ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Wir haben – unter Einbeziehung von Bewertungsspezialisten – die Angemessenheit der Bewertungsergebnisse für die nach dem Discounted-Cash Flow-Verfahren bewerteten Beteiligungen beurteilt und das Unternehmensbewertungsmodell unter Berücksichtigung der zugrundeliegenden, von den Organen beschlossenen Unternehmensplanungen (die einen Zeitraum von 5 Jahren umfassen), der verwendeten Parameter (insbesondere des Diskontierungszinssatzes) und sonstiger verfügbarer Informationen über die Unternehmen und die für die Unternehmen relevanten Marktdaten bzw. Markterwartungen überprüft.
Bezüglich der der Bewertung zugrundeliegenden Planungen haben wir uns einen Einblick in den Planungsprozess verschafft und die Übereinstimmung der in die Bewertung eingeflossenen Plandaten mit den von den Organen genehmigten Planungen überprüft. Dabei haben wir mit dem Vorstand insbesondere auch die Annahmen über Wachstumsraten erörtert. Die Angemessenheit der bei der Bewertung getroffenen Annahmen für die Diskontierungssätze haben wir mit markt- bzw. branchentypischen Parametern auf ihre Konsistenz überprüft. Schließlich haben wir die rechnerische Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells nachvollzogen.
Im Zusammenhang mit der Prüfung der Werthaltigkeit haben wir insbesondere auch geprüft, inwieweit bei Wertansätzen für Beteiligungen, für die in der Vergangenheit Abschreibungen vorgenommen wurden, Zuschreibungen erforderlich sind.
ad b) Zeitgleiche (phasenkongruente) Aktivierung von Dividendenforderungen
In der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahresabschlusses zum 31.3.2017 der voestalpine AG, die mit einem Jahresüberschuss von 444,6 Mio. EUR schließt, werden Erträge aus Beteiligungen von 474,9 Mio. EUR (davon aus verbundenen Unternehmen 474,7 Mio. EUR) ausgewiesen. Die ausgewiesenen Erträge aus Beteiligungen enthalten zeitgleich (phasenkongruent) aktivierte Dividenden im Ausmaß von 473,0 Mio. EUR, die in der Bilanz unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden. Die zeitgleich aktivierten Dividendenforderungen stellen im Jahresabschluss der voestalpine AG, der die Ergebnisse ihrer Holdingaktivitäten widerspiegelt, den weitaus größten Ertragsposten dar und haben daher eine entscheidende Bedeutung für das vom Jahresabschluss vermittelte Bild. Außerdem sehen die unternehmensrechtlichen Vorschriften bzw. Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung spezifische Ansatzregeln für die zeitgleiche Aktivierung von Dividendenforderungen vor. Diese Umstände haben uns veranlasst, diesen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt zu werten.
Zeitgleiche Dividendenaktivierung bedeutet, dass der Abschlussstichtag des ausschüttenden Unternehmens zeitgleich mit dem Abschlussstichtag des empfangenden Unternehmens liegt. Bei der voestalpine AG fällt der Abschlussstichtag aller wesentlichen Tochtergesellschaften ebenfalls auf den 31. März 2017. Für eine zeitgleiche Aktivierung von Dividenden muss die Aufstellung des Abschlusses des ausschüttenden Unternehmens vor jener des empfangenden Unternehmens erfolgt sein, das empfangende Unternehmen muss vor dem Abschlussstichtag einen dokumentierten Beschluss fassen, dass ein bestimmter Betrag (der durch den aufgestellten Abschluss des ausschüttenden Unternehmens als ausschüttungsfähig gedeckt ist) zur Ausschüttung vorgesehen ist und aufgrund der Ausübung der Stimmrechte alle Maßnahmen gesetzt werden, damit dieser Betrag dem empfangenden Unternehmen auch tatsächlich zufließen wird. Zum Zeitpunkt der Feststellung des Abschlusses des empfangenden Unternehmens muss entweder der Abschluss des ausschüttenden Unternehmens festgestellt oder die Prüfung des aufgestellten Abschlusses – sofern eine solche erfolgt – materiell so weit abgeschlossen sein, dass mit keinen Änderungen des zur Ausschüttung vorgesehenen Gewinns mehr zu rechnen ist. Wir haben das Vorliegen der Voraussetzungen für eine zeitgleiche Dividendenaktivierung unter Einbeziehung aller relevanten Informationen und Dokumente überprüft, wobei insbesondere festzuhalten ist, dass den aktivierten Beträgen entsprechende Beschlüsse vor dem Bilanzstichtag gefasst und die Prüfungen der ausschüttenden Unternehmen mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk abgeschlossen wurden.
VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER
UND DES AUFSICHTSRATS/PRÜFUNGS-AUSSCHUSSES FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
- » Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- » Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
-
» Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
-
» Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
- » Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
» Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
» Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Univ. Doz. Dr. Walter Platzer.
Wien, am 24. Mai 2017
Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Univ. Doz. Dr. Walter Platzer e.h. Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEM. § 82 (4) BÖRSEG
Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der voestalpine AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Linz, 24. Mai 2017
Der Vorstand
Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes
Robert Ottel Mitglied des Vorstandes
Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter Mitglied des Vorstandes
Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes
Peter Schwab Mitglied des Vorstandes
SERVICE
Glossar
Kontakt, Impressum
GLOSSAR
Akquisition. Übernahme oder Kauf von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen.
Asset-Deal. Firmenübernahme durch Kauf der einzelnen Wirtschaftsgüter (anstelle der Anteile).
ATX. "Austrian Traded Index", Leitindex der Wiener Börse, der die 20 wichtigsten Aktien des Prime Market beinhaltet.
Bruttoergebnis. Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten.
Capital Employed. Das gesamte eingesetzte verzinsliche Kapital.
Cashflow
- » aus Investitionstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Investitionen/Desinvestitionen;
- » aus der Betriebstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitionsoder Finanzierungstätigkeit beeinflusst;
- » aus der Finanzierungstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Kapitalaus- und Kapitaleinzahlungen.
EBIT (Earnings before Interest, Taxes). Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und Finanzergebnis.
EBIT-Marge. EBIT/Umsatz.
EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter, Finanzergebnis und Abschreibungen.
EBITDA-Marge. EBITDA/Umsatz.
Eigenkapital. Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalquote. Eigenkapital/Summe Passiva.
Eigenkapitalrentabilität. Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss)/Eigenkapital der Vorperiode.
Free Float (oder Streubesitz). Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet, d. h. an der Börse frei gehandelt wird.
Gearing (Ratio). Nettofinanzverschuldung/Eigenkapital.
IFRS ("International Financial Reporting Standards"). Rechnungslegungsnormen, die eine international vergleichbare Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen.
Marktkapitalisierung. Die Marktkapitalisierung spiegelt den aktuellen Börsenwert einer börsennotierten Firma wider.
Nettofinanzverschuldung. Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen.
Rating. Eine auf den internationalen Kapitalmärkten anerkannte Einstufung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.
ROCE (Return on Capital Employed). EBIT/Durchschnittliches Capital Employed, die Rendite auf das eingesetzte Kapital.
Volatilität. Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.
Vollzeitäquivalent (FTE). Ein Vollzeitmitarbeiter entspricht einem Vollzeitäquivalent von eins, teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäftigungsausmaß entsprechenden Quote berücksichtigt.
WACC (Weighted Average Cost of Capital). Durchschnittliche Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital.
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